Nr. 286. Donnerstag, 13. December 1888. 10?. Jahrgang. ^l^T^E'V^^!^^ br»»»«er»t«o««prei«l Vtit P o«v«l!enbun« - «°n,,I. 1. — I»lel»!on»»l»»l: Fiil U Die „Laibachrl.^eitnn«" «rschiinl täglich mit »»«nohme d» «onn. und ffeiert»»«. Die «bminiftsatio» befindet si« «'enb°,n»fst ,5 ble «ebattio» V°hnhofgas,e 2.. Sprechstunden der Nebaction lägl.ch von 10 b!» 12 Uhr vormittag». — Nnfrantiertt BN«»» w»d<» n«dt ^ zu ernennen geruht. Gautsch m. p. Us. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^"höchster Entschließnng vom 6. December d. I. dem ^Mmter-Directionslidjuncten im Ministerium fur Cultus nnd Unterricht Josef Riesen feld den Titel nnd Charakter eines Hilfsämter-Dircctors allerqnädigst zu verleihen geruht. Oautsch m. p. Nichtamtlicher Weil Caimlisimlilgssysteme und deren Anwendung für Laibach.* i. Reiner Boden, reine Luft und reines Wasser sind nebst genügender Ernährung die Hauptbedingnisse eines gedeihlichen physischen Lebens derjenigen Bevölkerungs-massen, die in großen Städten etagenweise übereinander zu existieren gezwungen sind. Mit eiserner Gewalt tritt die Dringlichkeit der Beschaffimg diefer drei Lebens» elements an die Communen heran und nöthigt dieselben zn Maßnahmen, welche in früheren Zeiten gänzlich unbekannt waren und die ein tiefes Wissen, viel Fleiß und noch mehr Oeld in Anspruch nehmen und nicht vielleicht als eine Modemanie, sondern als die Grundlage der Städte-Entwicklung zu erachten sind. Durch welche Mittel diese drei Gebote des Städte-lebeus zur Erfüllung gelangen, ist nicht unbekannt, es sind: Wasserbesorgung, Bodenentwässerung. Canalisie« rng. Beleuchtung und in neuester Zeit auch die centrale Beheizung ganzer Städte — aber auf welche Art es bei Wasserleitungen und Canalisierungen in diesem oder jenem Falle in Ausführung zu bringen wäre, bildet immer eine specielle Frage für jede Commune. Auch die Commune Laibach, der es gelungen, eine der wichtigsten Aufgaben, die Wasserleitung, zur gewünschte,, Lösung zu bringen, steht voc der antipoden Aufgabe: der Ableitung der Abfallwässer und der Fäcalien, resp. vor der Canalisierungsfrage. welche vielleicht noch an mehrere Schwierigkeiten stoßen und noch mehr Energie erheischen wird, als diejenige der Wasserversorgung, nnd sonach ist es die Pflicht eines jeden billig denkenden Bürgers, nach seinen Kräften zur befriedigenden Lösung dieses allgemeinen Bedürfnisses beizutragen. Wenn ich in dieser wichtigen Angelegenheit in dieser fachmännifchen und Iutcresfenten-Versammlung das Wort ergreife, beabsichtige ich, meine in diesem *Vortrass des Landesingenieurs Herrn Vladimir Hrasly, Nchalten am 15. November l. I. im «Technischen Vereine für Krain». Fache gemachten Studien und Reise-Erfahrunqen in Deutschland, Frankreich, Belgien und Holland hiedurch zu Nutzen zn bringen, damit endlich mit der Erörterung und Klärung dieser brennenden Frage begonnen wird. Zugleich constatiere ich zur Wahrung der Wahrheit, dass bereits vor mehreren Jahren nicht nur die Commune Laibach, sondern und namentlich der hiesige Landes>Sanitätsrath nnd das Stadtphysikat sich mit dieser Angelegenheit eingehend beschäftigt und ein schätzenswertes Material gesammelt haben, welches bei Auf« stellung eines Projectes wichtige Dienste erweisen wird. Ich werde es versuchen, die Aufmerksamkeit der geehrten Versammlung zuerst durch das Chaos der verschiedenen Canalisierungssysteme zu leiten und nachher meine Ansicht über die Anwendung eines solchen für die Stadt Laibach einer objectiven Kritik zu unterziehen. Um sich kurz zu fassen, will ich im voraus anführen, dass ich nicht vielleicht mit den Canalisierungs-systemen der allen Egyfttier. Römer ?c. beginnen werde, sondern mich auf den modernsten Standpunkt stelle und zuerst constatiere, dass nach der Kalegorisierung eines tüchtigen Fachmannes, des Ingenieurs Hajni'H in Prag, wir derzeit die freie Wahl unter 57 Canalisierungs» systemen haben; da ich jedoch nicht durch 57 Vortraqs» abende die Geduld der werten Versammlung in Anspruch nehmen will, beschränke ich mich nur auf die principiellen Arten und deren Erfolge, und in dieser Richtung fand ich zwei Strömungen — die erste hat zur Regel — «fort mit den Fäcalien, alles in dieCa-nälc»; die zweite schrieb aus ihre Fahne die Devise: ! «Verwertung der Fäcalien, Stickstoffoerkauf». Die ersten sind die Hygieniker, die letzteren die Oekonomen! Die ersteren finden das relative Capital in der soso» tigen Entfernung und Schadlosmachnng der Fäcalien, die letzteren durch die Veredlung und den Verkauf der-selben. Beide Strömungen gelangen in Extreme, in beiden Fällen spielt das Mikroskop, die chemische Analyse, die Bakteoroloqie und die Statistik eine große Rolle, aber in beiden Fällen kann man grobe Fehler gegen technische und volkswirtschaftliche Principien aus» stellen, so dass es wirklich einer reiflichen Erwägung bedarf, sich in diesem oder jenem Falle sogar nur für das Princip allein zu entscheiden oder aber den gol» dcnen Mittelweg zu finden, der nach meiner Anschau» ung darin liegt: das absolut Beste zu bewundern und das Erreichbare anzuwenden. Jemlleton. Ein Viclumworbener. Skizze aus Neu.Oesterreich. h»na ^"" """ Gadban Ljnbusa ansah, war er immer ^iek c ' 6"" erhielt er jeden Morgen, wenn er daö bilcw .'-"" Herrin, der schönen Witwe S'fi, ins Oe-l!»d - kb. seinen Laib Schwarzbrot, drei trockene Käse das 5? ^"bes Stück Pökelfleisch mit, aber was war lich s es für ihn. der einen Magen wie ein Kind. näm< 'Ach "!°b wie ein anderthalbjähriges Kind. halte? >t>al s ^gte er zn seufzen, «wenn ich mich nur ein '° ordentlich satt rssen könnte!» llkllM? z^ei Wochen schien ihm Allah nicht nn-^sselssI Uch'ml zn sein. Dural und Perec, der eine e,n ^dbn'«"' b" andere cm Viehhändler, buhlten um tin. d "2 Gunst. Sie wussten, dass er bei seiner Her« ^hkt, s< ^ rinst das Leben gerettet, in großem A"» Hfi'g ""ud, nnd wollten durch ihn auf das Herz ^bri ^'"^llen. Sie überholen sich in Geschenken, tvlitde. ^aen Gadbans oft sehr angenehm belastet l'lle,,,'A'lmr gesnnd. Oadban.. rief Perec, der, mit !"''w, Q. ^"lchlägel. eine», halben M.iisbrote und "t; ,»?"c"n Käse beladen, in Gadwns Kammer !?chr ,c<,b''"a.e ich dir ein kleine« FiuMck.» ^ ?W>, l . " """ dir. dass du kommst. Perec, mein .b"t.> !? ^ben ein menschliches Rühren verspürt.' er . "l daz^7,b"n U"t> machte sich an die Albeit. Bald .""Me" 'H verschlungen, und nur ein leeres Bem > df,. "" k'nstiae Kraft nnd Saft. Das Brot war ""« des Fleisches gegangen, nnd um, kamen !die Käse an die Reihe. Einer nach dem andern wurde zwischen den Zähnen des Essers zermalmt. Das musste man ihm lassen, die Zähne waren feste Bundesgenossen des Magens. «Wie steht meine Angelegenheit, Gadban?» frug Perec, als jener die Arbeit beendet. «G»t, Perec, gut. Deine schneeweiße Kuh mit den langen Hörnern hat das Gefallen Sifi's erregt.» — «Und deren Herr?» — «Sei rnhig. Perec, du kennst die Weiber zu wenig. Wenn ihnen irgend eine Sache gefällt, so sind ste bereit, um letzterer willen auch deren Herrn in den Kauf zu nehmen.» — «Ich werde mirs merkn,» rief Perec freudig und entfernt«' sich. O^dban warf das leere Nein in einen dunklen Winkel seiner Kammer. «Man muss seinen Einfluss zu verwarten wissen.» dachte er, «und wo kann man sicherer ein Capital anlegen, als im Magen?» ' Die Thür wurde geöffnet, und herein trat Durak. Er legte seinen Tribnt v0n drei gedörrten Rindszun-!ge„, zwei gebratenen Kalbsfüß,» nnd etwas Schwarzbrot dem gewaltigen Henn zn Füßen. «Iss, Gadban, ich weiß, du bist hungrig.» — «Da hast du vollkom' meu recht.» versetzte jener und fieng an. sich mit den äungen anf eine Art zu beschäftigen, als wäre er drei Wochen auf einer wüsten Insel verschlagen gewesen. Dnrak sah ihm eine Weile zu. «Wenn die Geschichte noch lange fmtdauert.» mnrmeltc der Kesselflicker, «werde ich anch über Hunger nicht zu klagen haben.» — «Was sprichst du?» fragte Oadban, ohne im Essen innezuhalten. «Ich meines Sifi, deine Herrin sollte sich doch endlich erklären, wessen Werbnng ihr angenehm.» — «Arhuliches hat sie mir schon zu verstehen gegeben.» meinte Gadban. an einem zähen Stück Znnge kanend. «Nun also?» frug Durak begierig. «Du gefällst ihr nicht übel, aber Perec' weiße Kuh noch viel besser.» Durak erhob sich und gieng. «Die weiße Kuh gibt nachzudenken,» dachte er beim Nachhausegehen. «Wir wollen sehen, was sich thun lässt.» Er machte eine Wendung und schlug den Weg ins Gebirge ein. Als Gadban mit seinem Mahle fertig war, strich er sich vergnügt den Bauch. «Die Zwei streiten sich hernm, wissen aber nicht, dass ein Dritter den Sieg davontragen wird. Iussuf. wo bist du?» rief er, gegen den Slall gewendet. «Hier. Ami» dscha.»* gab ein fchlanker, junger Mann zur Antwort, indem er aus einem Bretterverschlag hervortrat. «Meinst du nicht, soll ich heute meine Werbung der schönen Sifi zu Füßen legen? Die zwei Narren scheinen mir nicht gefährlich zu fein.» — «Nicht im qe« ringsten, Inssnff. Doch mit der Werbung gedulde dich noch einige Tage. Ich wollte, du wärst imstande, noch ein Jahr abzuwarten. Mein Maqen würde wäh rend der Zeit nicht zu klagen haben.» — «Bin ich einmal der Mann Soft's, sollst du dich immer salt essen können. Amidscha,» betheuerte Iussuf. «Das ist die Würze des Lebens, mein Sohn...» Perec wartete auf die Heimkehr seiner weißen Kuh «Vela». Er wollte sie waschen, mit bnnten Bändern zieren und so der schönen Witwe vorführen. Aber es wurde Abeud, ja, die ganze Nacht vergienq, und «Bela» kehlte nicht von der Weide zurück. Jammernd kam er frühmorgens zu Oadban. «Hilf mir, Gadban, meine ,Bela< suchen; sie muss sich im Gebirge verlaufen haben. Di, kennst dich dort am besten aus. Hilf. Gadban. hilf!» — «Sehr gerne.» meinte dieser, «du musst mich über deu Tag verköstigen und auß»^ *) Onkel. ttaibllchcr Feitung Nr. 2»«. 2442 _______________________________________________13. December 1888^ Wollen wir zuerst diejenigen Systeme besprechen, deren Devise lautet: «Alles in die Canäle,» und wir stehen vor der wohlbekannten «Schwemm-Canalisierung», vor einem Systeme, welches im Vergleiche mit den anderen inbetreff vieler ausgeführten Beispiele allein dasteht, denn die größten Völkerplätze mit Millionen Bewohnern participieren an den Vortheilen und Lasten dieser Methode. Das Princip bei der Schwemm» Canalisierung ist der Wasserabfluss, Wasserspülung und Fortschwemmung aller Meteor-, Abfall- und Spülwässer sowie der Fäcalien durch dieselben Entwässerungsadern, in welchen immer ein frischer Wasserschwall alles mit sich reißt, alle Fäulnis und Krankheitskeime fortschwemmt, Gase absorbiert oder durch Luftströmung außer Bereich des menschlichen Lebens bringt, also vom hygienischen Standpunkte das Er« wünschte bietet. Vom technischen Standpunkte existieren bei diesen wie auch bei anderen Systemen gar keine Schwierigkeiten, da eben die technische Wissenschaft in ihrem Wesen die vollommenste unter allen ist und der archimedische Satz vom fixen Punkte, der nach unseren Begriffen und in unserem Leben das Geld vorstellt, immer Anwendung finden kann. Anders verhält sich die Kritik dieses Systems vom wirtschaftlichen und juridischen Standpunkte. Vom ersteren sieht man nichts anderes, als dass Millionen an Capital, an Stickstoff-wert durch die Flüsse fortgeschwemmt und der Bodencultur entzogen werden; vom andern wird gegen die Ver> unreinigung der Flüsse, ja der Meere und Oceane, gedon» nert, und es werden Gesetze erlassen, welche die Gravitations- und Oxydeuskraft der Wasserläufe für diesen Fall als ein nolli ms tanßsre darstellen. Unter diesen beiden Einflüssen entwickelte sich das Bestreben, die Schwemm-Canalisierung, bei der die rasche und einfache Entfernung der Abfälle ein sonst unerreichbarer Vorzug ist, um die Verwertung und Unschädlichmachung zu vervollkommnen und zu bereichern. Das ist leicht gesagt, aber schwer gethan. Bevor wir uns mit der Unschädlichmachung der geschwemmten Fäcalien beschäftigen, stellen wir uns vor. dass dieselben durch einen resultierenden Hauptcanal in Unmassen in einen Fluss münden; es ist da auf den ersten Blick klar, dass die Stromstärke im gewissen Verhältnisse zu dem Schmuhwasser stehen muss, wenn dasselbe mitgeschwemmt werden und in den klaren Flutwellen ohne Nachtheil verschwind'N soll; wenn ein Mißverhältnis eilltrilt, verwandelt sich der Fluss uud sein Untergrund in einen für jedes vegelablle Leben gefährlichen Seuchenherd, worüber wir unzählige Bei» spiele und Beweise haben. Schon die Tiber wurde im grauen Alterthum durch den Zuflnss drr Cloaca ma-xima, welche sämmtliche Schmutzwässer Roms herbeiführte, trotz der Wasserspülung von sieben Bächen, die in die t^oaea maxima behufs Reinhaltung eingeleitet wurden, derart verunreinigt, dass die ganze Umgebung für Iahrbnndelte lang verseucht nmrde. Dasselbe war lange Zeit nut der lrägfließenden Spree in Berlin der Fall. Derzeit besitzt Berlin eine musterhafte Canalisierung, die nur Städte nachahmen können, welche zu diesem glmcke 50.000.000 fl. zur Verfügung haben. Ein abichreckenoes Beispiel hat Paris geboten und bietet es m»t Bezug auf die Unschädlichmachung der Fäcalien in überraschendem Maße auch »och heute, denn das sämmtliche Abfallwasser wurde durch die sogenannten Collecteurs bis zur Seine unterhalb Paris geschwemmt, resp. mittels einer besonderen Vorrichtung der XVaß80N3 varin63 sammt Senkstoffen hingedrängt, der Koth aus der Seine ausgebaggert und auf Schiffen verführt. Es ist ein großer Unterschied zwischen der krystallreinen Seine im Bereiche der Pariser Quaimauern und ihrer Fortsetzung unter der Ausmündung der Collecteurs bei Clichy und St. Quen, wo sie eine dunkle Färbung annimmt und jedes organische Leben im Wasser aufhört. Im Jahre 1870 lag die Stelle, wo das Seinewasser wieder seinen gewöhnlichen Gehalt an aufgelöstem Sauerstoff angenommen hat, ungefähr 73 Kilometer unterhalb der Mündung des Hauptsammlers bei Asnieres, wogegen sie im Jahre 1880 bereits um 50 Kilometer weiter stromabwärts verschoben war. Alle Versuche, die Abtritlsstosse anders als durch Schwemmcanäle zu beseitigen, sind in Paris fehlgeschlagen, sowohl die Anfsammlung in Senkgruben oder Tonnen als auch die Verwendung filternder Eimer hat zu unüberwindlichen Missständen geführt. Das Verhältnis der Canalwässec zu der normalen Durch-fiussmenge der Seine ist eben ein ungünstiges, u. zw. 1 : 15, und die Stromgeschwindigkeit beträgt bloß 13 Centimeter. In Breslau wurde die Flnssverunreinigung (der Oder) bei Dyrrhcnfurth, also 32 Kilometer weit, im chemischen Wege constatiert. weiter jedoch fand man ein reineres Waffer als oberhalb von Breslau. Noch ärger waren die Verhältnisse m London vor dem Jahre 1875, wo das Canalwasser in die verhällnismähig stromschwache Themse einmündete und von der Flut in die Canäle zurückgedrängt wurde; dann wurde das Canalneh umgebaut. Die Schmutzwässer werden mittels circa 2000 Pferdekräfte starken Maschinen in mehrere Bassins gehoben, nach erfolgter Sedimentierung bei Ebbe in den Fluss ausgelassen, jedoch selbst das Meer leidet unter dieser Unmasse an Schmutz und Fäcalien, die nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die Befahrer und Fahrzeuge am selben von so großem Nachtheile erscheinen, dass an der Unschädlichmachung der Abwässer Londons immer noch laboriert wird. Aus ähnlichen Gründen hat Frankfurt am Main die Klärung von Abwässern, Danzig, Breslau und Berlin die Berieselung einführen müssen; dagegen sehen wir viele andere Städte, die in der glücklichen Lage sind, ihre Abwässer in Flüsse direct abzuleiten, ohne dass dieselben hiedurch nennenswert benachtheiligt werden könnten, so z. B. Dresden, Magdeburg und Ham« burg an der Elbe, Wien und Budapest an der Donau :c. Die Stromstärke dieser Flüsse ist allenfalls so groß, dass sie die Verunreinigung ohne Nachtheil auf» nehmen kann. Es drängt sich auf Grund dessen die Frage auf: «Wie groß müssen die überwältigenden Stromstärken >m Verhältnisse zu den Abwässern sein, die dieselben ohne Nachtheil aufnehmen konnten?» Und mit dieser Frage beschäftigten sich nicht nur die Mitglieder der «Ko^al rivsrg pollution commi83ion», sondern auch viele hervorragende Fachmänner, wie Professor Flik, Ingenieur Hajms, und waren bestrebt, dieses «Klä'rungs-vermögen» ziffermäßig auszudrücken. Im allgemeinen wurde jedoch die sogenannte selbstthätige Klärung der Flüsse darauf zurückgeführt, dass dieselbe nicht alle" an der Oxydation oder Wasserstandsschwantung. sondern und viel mehr an die Verdünnung des Flusswasp» durch Grundwasser und Quellenzufluss. Ablagerung der festen Theile und durch das Entstehen von unlöslichen Verbindungen zurückzuführen ist. ^ Im hygienischen Congresse wurde als zulässige Aer-unreiniguna. der Flüsse Nachstehendes beantragt: pro ein Liter Flusswasser: 1.) 5 bis 10 m'' dieser Beziehung haben sich bei bestehenden Canals rungen zwei Systeme ausgebildet, und zwar 1^) " n ^ natürliche Bodenfiltration. 2.) durch künstliche ttlu rung oder Füllung, bei denen man sich nicht nur sanitärer, sondern auch ökonomischer Hinsicht vieles u sprochen hat und wofür ebenso viele Millionen bett" verausgabt wurden. _______ ^ Politische Uelierttcht. ^ _ . (Der Polenführer Grocholsti f) «« Abbazia trifft die Nachricht von dem vorgestern " selbst erfolgten Ableben des Polenführers R'lter v" Grocholski ein. Mit ihm ist eine der hervorrag«"'' Persönlichkeiten der parlamentarischen Geschichte ^e' rcichs aus dem Kreise der Lebenden geschieden. ^ der wenigen Veteranen, welche dem Parlamentär!,) Leben unserer Monarchie seit 1861 angehörten. ," Grocholski in diesen 27 Jahren fast ununterbrochen der Spitze des Clubs der polnischen ReichsratY^^ geordneten und übte in dieser Eigenschaft einen ^ gebenden Einfluss auf die parlamentarischen ^^^ nisse des Reiches. Entsprossen einer altadeligcn 6«' nnd selbst Aristokrat der Gesinnung nach, war ^ cholski die Verkörperung der streng conservative«^^ tung und der engere Führer derselben inncrtM ^ Vertretung Galiziens. und in diesem Sinne be" er auch die Thätigkeit des Polenclubs. D»e ""10" ^ Anlorilät des Dahingeschiedenen wird im Polenclu genug schwer vermisst werden, und der Mann. o ^. Erbe antritt — es dürfte dies der bisherige ^on' Stellvertreter Ritter von Iaworsli sein — "^e" " einen nicht nur ehrenvollen, sondern auch iH" und uerantwortungsreichen Posten. ,, deU (Der österreichische Episkopat "" ^ Papst.) Wie das «Linzer Vullsblatt. mel^^. dem emen Ducaten bezahlen.» — «Anch das will ich thun, um nur meine ,Aela^ zurück zu haben.» — «So warte hier, ich muss noch einige Anordnungen treffen.» Gadban suchte seinen Neffen auf. «Die Zeit ist da, Iussuf, wo du mit deiner Werbung vor meine Herrin treten kannst. Deine zwei Nrbenbuhlcr befinden sich in Zwist. Wenn ich nicht irre, hat Durak die weihe Kuh Perec' beiseite geschafft.» — «Ich danke dir, Amidscha.» rief der junge Mann freudig, «ich wlll noch heute mein Glück versuchen.» Gadban kam zu Perec zurück. «Jetzt gib mir schnell ein Frühstück, da« mit wir uns auf den Weg machen können.» Sie giengen in die Behausung Perec', wo Gadban einem Viertel Lamm, einer Schüssel mit gesottenen Kartoffeln und einem Laib Brot den Garaus machte. Zwei Stunden ungefähr mochten sie im Gebirge zugebracht haben, als sie sich Kakuf«Han, einem ein-samrn Wirtshause, näherten, das am AbHange des Berges lag. Gadban blieb stehen. «Ich kann nickt weiter,» sagte er seufzend. «Was ist dir?» frug Perec besorgt. «Ich bin todthungrig.» — «Aber bei Allah, du hast ja erst gegessen, Gadban!»— «Erst?» wieder, holte jener, indem er seinem Begleiter einen verachten« den Blick zuwarf. «Was weißt du, was ein gesunder Magen imstande ist? Nun schleunigst ins Wirtshaus, sonst muss ich sterben.» Sie traten in die Stube, wo sich Gadban eine Schüssel Pllav* vorsetzen ließ. Eben hatte er die letzten Körnchen Reis mit den Fingern aus der Schüssel genommen, als Dnrak erschien. «O Durak,» rief ihm Perec entgegen, «meine ,Vela/ ist verschwunden!» — ^ ^*3" ^'s gedünstetes Schöpscnflcijch, das Lieblingsgericht der Muhamedaner. «Ist es nicht eine milchweiße Kuh?» mengte sich Slcvo. der Wirt, ins Gespräch. «Die Beschreibung stimmt,» bemerkte Gadban. «So wende dich nach Pla-6ac.» fuhr der Wirt fort, «in fünf Stunden bist du dort. Mein Nrnder Mica fand gestern eine solche herrenlose Kuh und trieb sie in sein Dorf.» — «Allah möge dir die Sprache erhalten. Stevo!» rief Perec freudig bewegt. «Dn kannst zurückbleiben, Gadban, ichi ziehe allein.» — «Wie du willst,» meinte dieser. «Se jedoch so freundlich, bezahle die Zeche und gib mir die Hälfte meines Lohnes.» — «Dn hast ja nichts geleistet.» — «Glaubst du. man geht mit leerem Magen im Gebirge spazieren? Das thun die dummen Giaurs, wenn sie ins Bad ziehen, nicht aber unsereins. Zahle, und dann kannst du gehen.» Perec wollte sichs mit dem einflussreichen Manne nicht verderben, zahlte und zog seines Weges. Eine Viertelstunde später erhob sich auch Durak. «Wuhin?» fragte ihn Gadban. «Auf den Markt nach Gabrovo, dort habe ich Einkäufe zu besorgen.» Gadban blieb, bis er den letzten Kreuzer verzehrt hatte. Es war schon Nacht, als er nach Hause kam. Vor dem Eingänge erwartete ihn Inssnf. «Amid« scha.» ruf er, «der Prophet war mir gnädig. Sifi hat meine Werbung angenommen. Morgen veranstalte ich ein Freudenfest, zu dem ich einige Frennde geladen habe. Du wirst doch die Güte haben und die Lämmchen braten?» — «Das thu ich gerne. . .» In Ilissnfs Wäldchen, das nahe am Kreuzungspunkte der Straften lag, stand Gadban. mit dem Braten der Lämmchen beschäftigt. Eines war schon fertig, roth, «zum Fressen schön», wie Gadban zu sagen pflegte. Das andere war nahe daran. Gadban liebäugelte eine Weile mit dem Braten, dann schnitt er sich ein Stück ab. «Ich gehöre ja auch dazu,» meinte rr. Dann folgte noch ein Stück und wieder ein Stück. Als das zweite ^^^leate sich gebraten war. war da« erste verzehrt. Gadban "u daneben ins Gras und schlief ein.- ^«ssailN^ «Heda.» rief Iussuf. der in Begleitung ^" ^ kams,- des Hudscha und tines herumziehenden ^ ^ , gekommen war. «das ist ja nur ein 2amm.» -" ^lf meinte Eadban erwachend, «das andere wiro " ^fte gefressen haben.» — «Wir kennen den Woll.» " ^r der Kaimakam lachend. Die Herren ließen 1'^ und sprachen dem saftigen Braten wacker zu^ ^ ^n Plötzlich zeigten sich M Staiibwol en ^^^ beiden Straßen. Hinter einer erschien Durai. ^ ^. anderen Perec. Jeder trieb eine weiße ""y <^ s,e Als sie der Gesellschaft ansichtig wurden, "u «^ede die Kühe an einen Baum und traten nay"- ^elN mit euch. was macht ihr da?» frug P"". ^ z,ir die Verlobung Inssnfs mit Sifi.' gab °^ aeaense«^ Antwort. Die zwei Nebenbuhler blickten ^ " edörrtt" an. «Ist das der Dank. Gadban. für """ ^ ^ Znngen?» wandte sich Durak zu letzterem. ^ ^"" meine Schöpsenschlägel?, bemerkte Perec- ^ seie" Weiberherzen ergründen? Setzt "lch y^h folgt"' mit.» Sie wussten nichts Besseres zu ty"" Gadbans Einladung. . ,. braten ".^' «Wenn eine der beiden Whe letzt S" ^tr. möcht' es nicht schaden» bemerkte G «Aniin.» * Bürgermeister. zZatbllcher Zeitung Nr. 286.__________________________________________2443_________________________________ lg. December 1888. der österreichische Episkopat noch im Laufe des December eine gemeinsame Ndresse an den Papst richten und ln derselben für die souveräne Stellung und den rechtmäßigen zeitlichen Besitz des Papstes mit aller Energie eintreten. (Zur Wehrgesehdebatte.) Der «Pester Lloyd» bespricht den bisherigen Verlauf der Wehr« ^esktzdebatte im österreichischen Abgeordnetenhause und constatiert, dieselbe habe eine einheitliche Kundgebung M die unverbrüchliche Bündnistrcue Oesterreichs an den Tag gefördert. Deutsche und Slaven wetteiferten '« der nachdrücklichen Betonung dieses Bekenntnisses, und Dr. Rieger blieb darin nicht hinter Dr. v. Plener Muck. . . . Rückhaltlos und unzweideutig sprach sich Dr. Rieger für die Allianz und deren ganzen Inhalt aus, und unter dem Aeifalle der gesammteu Rechten legte er dafür Zeugnis ab, dass das Bündnis mit dem Deutschen Reiche von der Zustimmung aller Völker Österreichs getragen ist. (Czechische Akademie.) Der Statthalter von Böhmen theilte dem Landesausschuss« Präsidium nut. dass der Kaiser sich betreffs des Landtagsbeschlusses wegen Errichtung einer czechischen Akademie der Wissen» schuften seinen endgiltigen Entschluss vorbehalten und das Unterrichtsministerium ermächtigt habe, iu Angelegenheit dieser Akademie Verhandlungen einzuleiten. (Das Reichsgesehblatt) publiciert die ^oncessiouierung der Localbahn Eisencrz.Vordernberg; das Geseh, betreffend die Errichtung des Iordati Frei' Wr von Wassilko. Serecli'schen FideicommisseS; eine Verordnung der Ministerien der Justiz und der Fi-!!?nzen, betreffend die Errichtung und Activieruug eines ^wilgerichts.Depositenamles iu Trieft mit 1. Februar 1889; eine Verordnung des Ministeriums des Innern, Wonach mit 1. Jänner 1889 die neue Arzneitaxe für «potheler ;c. in Kraft tritt. (Parlamentarisches) Die deutsch-nationale Peinigung bringt demnächst einen Antrag ein wegen Anführung obligatorischer Genossenschafts-Verbäude. y (AusKarlowitz) wird die Nachricht: Patriarch Angjrlic hätte vor seinem Tode den Bacser Bischof Mrovic wegen seiner politischen Loyalität als Admini» llrator der Ärchidiöcese empfohlen — auf das entschie-"Nste dementiert. . (Russland) unterhält gegenwärtig mit Paris ^?l innige Beziehungen. Wie der «Kreuzztg.» berichtet ^rt>. sind, kaum dass die Eroßfürste» Vladimir und Alexis, die nicht unerhebliche Verbindungen in der fran» ^lschen Hauptstadt angeknüpft haben, abgereist sind, an ihrer Stelle der Großfürst Peter uud Herzog Alex« ander von Oldenburg angelangt. Man schreibt dem genannten Blatte: Während der Großfürst sich nur i^m Vergnügen zu widmen scheint, arbeitet unter dessen Deckung desto eifriger sein Reisegefährte, welcher, kaum angelangt, sofort Fühlung mit den leitenden Kreisen "ahm und schon am nächsten Tage die Besuche des Gouverneurs vo« Paris, des Generals Saussier und ^ Kriegsministers empfieng. Dies hat Aufsehen er-M. dc, General Saussier als der künftige Feldherr Frankreich« gilt und Herzog Alexander emeu hohen ^Nen in der russischen Armee bekleidet. — Dem '^ziennik Poznans!,» kommen aus dem benachbarten sUss'schrn Gouvernement Wilna Mittheilungen über ^ke russisch? Tr.ippe»liewlgu»gcn und auch darüber zu, dass dort Verproviautierungsmaßnahmen in solchem Umfange getrosten werden, dass für eine lange Zeit hinaus vorgesorgt ist. (Der deutsche Reichstag) genehmigte den Gesetzentwurf betreffs der Vorarbeiten zum Nationaldenkmal des Kaisers Wilhelm in zweiter Lefung. Nur die Socialisten stimmten dagegen. — In der Budget-commission des Reichstages machte Graf Herbert Bismarck eine weitere Action in Ostafrika von der Anlegung des Reichstages abhängig. Größere Credite werden keinesfalls verlangt. (Die serbische Verfaffungs revi sion.) Die «Pol. Corr.» meldet aus Belgrad: Der große Verfassungsalisschüss nahm nach lebhafter Debatte das Einkammersystem an. Der große Verfassungs'Revisions-ausschuss hat auch gestern seine Berathungen fortgesetzt. Ueber den wichtigen Artikel V des Verfaffungsentwurfes, betreffend die Einlheilung drs Königreiches in 15 Ge» spllnschaflen konnte, zwischen den Liberalen und Fort« schrittlcrn einer« und den Radicalen anderseits keine Einiguug erzielt werdeu. Bei der Abstimmung ergaben sich 46 Stimmen für und 20 gcgen die erwähnte Landeseintheilung. Der Minorität gehörten sämmtliche radicale Mitglieder des Ausschusses an. — Die Urwah. lcn ergaben eine bedeutende Majorität der radicalen P.ntei. (Socialistisches aus Holland.) Vor« gestern abends fanden in Haag ernste socialistische Tu» mulle statt. 600 Socialisten übelfielen den Saal des katholischen Vereines, worin Pfarrer Vrouwen eine Predigt hielt, misshandelten die Versammelten, trieben Spott mit der Büste des Papstes, zerschlugen alle Tische und Bänke und demolierten das Locale. Die herbei-geeilte Polizei musste mit dem Säbel einHauen. Zahlreiche Persoueu wurden verwuudet. Die Polizei nahm viele Verhaftungen vor. (Die franzö'fifche Kammer) votierte das Gesammtbnoget mit 383 gegen N5 Stimmen. Die Rechte stimmte dagegen, indem sie vorher elklärte, sie betrachte das Budget als unaufrichtig, deun dasselbe verhehle die Ausgaben und realisiere nicht consequent die geforderten ökonomischen Reformen. (Das Cabinet Sagast a)ist constituiert; von den früheren Mitgliedern sind Vega de Nrmijo. Cana» lejas, Eapdepu und Arias geblieben, die ausgeschiedenen Minister O'Ryan. Moret. Puigcerver und Alonzo Mar-tinez werden durch Chinchilla, Gonzalez, Becerra und H'iquenna ersetzt. (Bulgarie n.) Mall meldet aus Sophia: Prinz Ferdinand hat an Stelle des verstorbenen Grafen Gre-naud den Grafen Maedeus de Foras zum Oberst. Hofmarschall und geheimen Rathe ernannt. Graf de Foras zählt zum ältesten Adel von Savoyen und Piemont. _____________ Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Ka iser haben, wie der «Offer, uatore Trichino» mittheilt, der Gemeinde Pllskovlca znm Umgusse zweier Kircheuglocken 125 fl. zu spenden geruht. _________^ — (Jänner-Avancement.) Wie das «Armeeblatt» mittheilt, findet mit 1. Jänner ein größeres Avar,-cement statt, welches in den letzten Decembertagen ver> öffentlicht werden dürfte. Durch dasselbe werden alle jene Stellen besetzt, welche die Delegationen im heurigen Jahre bewilligten, wofür die Geldmittel am 1. Jänner 1869 flüssig werden. Da dasselbe mit der Ernennung der Einjährig-Freiwilligen zu Reserve - Osficieren zusammenfällt, so wird das ganze Avancement immerhin ein sehr umfangreiches sein. — (Eine unnatürliche Ehe) Man schreibt aus Reichenberg: Ein sehr unnatürliches Eheverhältnis hat durch eine jüngst von der kirchlichen und staatlichen Instanz ausgesprochene Ehescheidung sein Ende gefunden. Die in dem benachbarten Zittau in Sachsen lebenden Eheleute M. erfuhren nämlich vor einigen Monaten bei Gelegenheit der amtlichen Revision ihres Taufscheines anlässlich der Geburt ihres dritten Kindes zu ihrem Schrecken, dass sie Bruder und Schwester seien. Beide aus der Ortschaft H. bei Reichcnberg gebürtig, wurden in zartester Jugend getrennt, hatten verschiedene Mütter, aber einen Vater, trugen deshalb den unehelichen Namen der ersteren und lernten sich ohne Ahnung ihrer jetzt zutage getretenen geschwisterlichen Verwandtschaft in Zittau auf einem Tanzboden kennen, in welcher Stadt auch vor Jahren ihre Trauung stattgefunden habe. — (KroatischerAdvocatentag.)In Ngram ist vorgestern ein Advocatentag zusammengetreten, der ziemlich zahlreich aus Kroatien, dagegen gar nicht aus Slavonien besucht ist. Vorgestern wurde die Frage der Freigebnng der Advocatur oder des Numorug cluu8u8 besprochen, der Adoocatentag sprach sich mit großer Majorität für den letzteren aus. — (Schrecklicher Selbstmord.) Aus Szegedin wird berichtet: In einer geradezu Entsetzen erregenden Weise hat sich Frau David Abraham, eine Bäuerin aus der Unteren Stadt, ums Leben gebracht. Zuerst übergoss sie sich und ihre Möbel mit Petroleum, bann zündete sie die letzteren an und erhenkte sich schließlich. Als man das Feuer bemerkte, war sie bereits todt. Eifersucht soll das Motiv der schrecklichen That gewesen sein. — (Ein Brand, der mit Wein gelöscht wird,) dürste zu den Seltenheiten gehören. Der Fall hat sich in Kreuznach ereignet. Nachts brach in einem als Gährraum benutzten Wirtschaftsgebäude eines Weinhändlers Feuer aus, das alsbald das ganze Gebäude, in welchem sich u. a. 52 Fässer Wein befanden, in Flam» men sehte. An eine Rettung der Weinfässer war nicht zu denken; letztere geriethen ebenfalls in Brand, und der Inhalt ergoss sich in Strömen durch den in das Gebäude grenzenden Garten in eine Grube, die bald mit dem Wein gefüllt war. Schnell entschlossen, stellte nun die Feuerwehr ihre Spritze an der Grube auf und speiste sie mit dem edlen Nass. Angenehmer wurde die Lösch» arbeit aber dadurch nicht, im Gegentheil: der Weingeruch war nämlich so stark, dass die Feuerwehrleute denselben kaum ertragen konnten. — (Wüthende Wölfe.) Im Krassozsörenyer Comitate herrscht eine unbeschreibliche Panik infolge wüthender Wölfe, welche bei hellem Tage die Gehöfte im Dorfe überfallen und die Bauern angreifen. In den Ortschaften Prilipecz und Bania liegen zweiundzwanzig Per« fönen mit Symptomen der Wuthlranlheit darnieder, während bisher vier von den Gebissenen unter entfetzlichen Qualen gestorben sind. Ongel. Novelle von Ernst «emin. (1. Fortsetzung.) ,. An der Quaimauer des Pilivet'schen Gartens und ?e". Vranatbaum. der seine Zweige mit den glühen-"" Blüten über sie neigte, saß ganz allein Frau Carola. A° blickte über den See hin zu den savoischen Felsen . Es war ein paar Stunden später, und die Sonne "I"'! bereits hinter dem Jura. Der See breitete sich in öliger Glätte vor ,hr ."»; über der gewaltigen, dunklen Wasse, stäche lag sin, "bewegte Luftschicht, welche ganz leicht mit flüs-'U" Violett durchtränkt schien; die großen Felsen. Uli?ae drüben am Ufer standen schwarz, schroff, zackig da; wo sich gegen Ost das nebcl-,«,,lMutete Nhüuethal breit öffnet, trat oben über Wol-dli Ae'ern die stolze, massige Schneegipfelkelte des Dent m""^ rosig gliH^o hervor; diesseits war d,e wette, lin ^gellandschaft. die laugsam bis zur Felsschroffeu-^ der Rochers dc Neye uud des Mouts d'Arvel M^". Horizont ansteigt, mit sattem Purpurlicht übcr-leu^'. "' dem selbst das alte, graue Gestein roth »an? .^ so groß. so sriedensvoll. so Me daö klnen v"l Erscheinung nach' freilich hätte man chr ^uyre weniger gegeben. diicü/"d ^ "lar 'hr in dieser stillen Viertelstunde, als «uz i^angsaln Jugend, Glückhoffen und jeder An pruch Wesim,«? ^ven, als nehme eine große, halbwchmüthlge """lon von ihrer Seele Besitz. Resignation! Nichts an lebenswertem Inhalt konnte ihr Leben an ihres Gatten Seite ihr in der Zukunft mehr brin. gen. Reichthum. Geselligkeit. Reisen, Theater, Kunst-anssttlluugen. Concerte, Rennen — alles ausgekostete Genüsse für sie. Resiguation! Und doch träumte ihr Herz, ganz in der Tiefe, in verschwiegener, heißer Erwartung von einer letzten, gewaltigen Erregung, welches ihr ganzes Sem noch einmal vor Glück, vor Leidenschaft und m glühender Poesie vibrieren machen würde. Noch einmal ein Da-scinsrausch, dann mochte sie kommen, die Resignation. Und all das drängte sich in diesen Tagen ver-heißend an sie! Walther von Horn war voll mngen, schaumenden Lebens, eine unverbrauchte Natur. Sie sah. dass er sie anbetete. Und sie fühlte, was er ihr bieten wurde, war Glück, Poesie, Enthusiasmus. — Und sie durfte es nicht annehmen. Nun war die Sonne untergegangen, die fatte Vurvilrfarbe aus der Landschaft gewichen. Nur ems leuchtete noch. der Dent du Midi hoch Wn droben, aber mit fahlem, gespenstischem Grauweiß, fast bedrohlich. . _ , Sie stand auf und gieng ms Haus. In ihrem Zimmer brannte noch kein Licht. Ihr Mann war nicht nebenan in dem Zimmer — er mochte wohl nach dem Curhause hiuübrrgeschlendert fem. Er saale zwar immer, das Reimen der Pfcrdchen lm Spiel-aale langweile ihn. aber er gieng doch lmmer wieder hinüber, um sich zu «langweilen» und en, paar Fran-len zu verlieren. Unter ihr im Salon spielte jemand Clavier. Sie hatte noch eine halbe Stunde bis zum Souper, sie sehte sich im Dunklen in ein großes, bequemes Fauteuil und lauschte gedankenvoll dem Spiel. Es war ein aufregen» des Lied, das fanft einsetzte, in fast monotoner Wieder, holung des Motivs immer stärker und stärker anschwoll, im Fortissimo abbrach uud — sauft wieder einsehte. Eine wunderliche Musik, euglisch vermuthlich, stark nervenreizend. Da klopfte es an ihre Thür. «I5ntr62!» Alice, das Zimmermädchen, brachte auf einer Ta-blelte einen Brief und zündete Licht an. Frau Carola nahm den Brief und öffnete ihn. Als das Mädchen die Lampe neben sie auf den kleinen Tisch gesetzt, sah sie an der Anrede, dass das Schrei« ben nicht an sie gerichtet. Die Anrede lautete nämlich: «Herzschuuckiges Tahel Vsum lanäamug und die Volkshymne, begleitet von der aus Rudolfswert bestellten Musikkapelle, gesungen wurden. Um 1 Uhr nachmittags versammelten sich die Festgäsle, 52 an der Zahl, zu einem Bankett im Hause des Herrn Gemeindevorstehers Mathias Erker, bei welchem der» selbe nach einer herzlichen Ansprache den ersten Toast auf Se. Majestät den Kaiser ausbrachte, wofür Regierungs» rath Ekel in einer entsprechenden Erwiderungsrebe dankte. Nach Ausbringung dieses Toastes spielte die Musikkapelle die Volkshymne, und es wurde solche auch durch Pöller-salven begleitet und von Festgästen mit herzlichen «Zivios» begrüßt. Die Festlichkeit verlief in Bethätigung patriotischen Sinnes in durchaus gelungener Weise. Schließlich sei noch erwähnt, dass die Schuljugend am 3. December im Schul» gebäude, welches, sowie die meistübrigen Gebäude, mit schönen Fahnen lc. geschmückt war, auf Kosten der Gemeinde bewirtet wurde. — (Deutsches Theater.) Trotz den beschrän« len Räumlichleiten und allen Unzulänglichleiten, mit welchen das interimistische Theater im Casino zu kämpfen hat, kommen da dennoch ganz gelungene Vorstellungen vor, und als eine solche kann die gestrige Aufführung des Kneisel'schen gehaltvollen Lustspieles «Die Tochter Bclials» mit Fug und Recht bezeichnet werden. Sämmtliche Acteure, die darin größere Rollen innehatten, fan« den Gelegenheit, ihr Können ins beste Licht zu rücken. Da ist einmal Frau Director Dorn, deren gestrige Lei« stung als Clara Wallfried unser Lob vorerst herausfordert. Die dankbare Partie wurde von der Genannten mit Verständnis aufgefasst und mit großer schauspielerischer Routine zur völligen Zufriedenheit des Publicums ausgeführt. Dic bedeutenderen Scenen, worin namentlich Frau Dorn in Action stand, sind von herzbezwingender Wirkung, und dieselbe wurde auch erreicht. So beispielsweise wurden die Sentenzen über Religion von Frau Dorn mit erquickender Begeisterung und richtiger Betonung zum Ausdrucke gebracht, sowie auch das Spiel im Momente, wo sich Clara dcm Vater zu erlem,en gibt, von rühren« dem Eindruck war. Die Darstellung hätte gewonnen, wenn in den heiteren Situationen die ungezwungene Lebhaftig« keit um einige Nuancen höher angeschlagen worden wäre. 5 Als zweite verdient Fräulein Walla genannt zu werden ; sie war in Spiel, Sprache und Geberde eine gleichtreffliche Heldin der Heuchelei, welche Untugend sich in dem Augenverdreher Warnberg (Herr Horat) als männliches Gegenstück ganz vorzüglich verkörpert fand. Ein prächtiges Tartüff-Paar! Das Organ des Herrn Nie» ger schien für frömmelnde Reden wie gefchaffen; er machte überhaupt ben Candidate« Weiland sehr gut, ausgenommen die Ueberstürzung seiner Worte beim Aus-«, bruch der Leidenschaft, daher das missliche, sinnstörende Versprechen, dass er statt Vater «Braut» sagte. Man lachte, und der dramatische Effect gieng verloren. Herr Weih (Freiherr Kostau) und Herr Mond he im (Gallapfel) trugen ihr Redliches zum Gelingen des Abends bei. Wir wünschten, dass man bald wieder so ein gutes Stück so gut vorgestellt vor die Rampe brächte. — Nächste Vorstellung Dienstag, den 18. December. — (Infolge der Affaire Schlindtner) wurden sämmtliche Gerichtshöfe Kroatiens aufgefordert, die in ihrem Amtsbereiche liegenden Notariatskanzleien einer strengen Revision zu unterziehen. Die strafgericht-liche Untersuchung wurde auch auf den Notar Hof' mann erstreckt, da zahlreiche, auf defraudierte Summen bezügliche Acten feine Signatur tragen. Schlindtner hatte dieselben zur Signatur unterschoben. Er gibt die Malversationen zu. — (Der alad. Verein «Trig lav») in Graz hält heute im Gasthause «zum grünen Anker» Leonhardstraße eine feierliche Sitzung zur Erinnerung an Franz Pre siren ab. Programm: 1.) Begrüßung des Präfes. 2.) Nedved: «roLclrav,. Männerchor mit Ba-ritonfolo. 3.) Masek: «8ai^o,» Quartett. 4.) Declamation. 5.) Dr. G. Ipavic: «Nanarlcka.,» Männerchor. 6.) Foerster, «81ava 8lovsuo?m,» Männerchor. Gesellige Unterhaltung. Anfang 8 Uhr abends. Gäste willkommen! — (Aus dem Schwurgerichtsfaale.) Des Verbrechens des Todtfchlages hatte sich gestern der 32 I. alte Kaischlers-Sobn und Taglöhner Franz Erzar aus Obertenetische zu verantworten. Der Angeklagte hat am 7. September d. I. den Nauernburschen Johann Stefe mit einem Holzscheit mehrmals auf den Kopf geschlagen, so dass Otefe infolge der erhaltenen Verletzungen tags-darauf starb. Erzar wurde zu sechs Jahren schweren Kerkers, verschärst mit Fasten in jedem Monate, verur» theilt. — Der 26 Jahre alte Josef Petric aus Pod-mil war des Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung angeklagt. Am 8. April l. I. kam es im Gasthause der Theresia Ablauf in Dolenji Mamol ^ zwifchen den anwesenden Gästen zu einem Streite, an^ welchem sich auch die Schwester des Angeklagten, Aloisia' Borisek, und der Bauernbursche Franz Izlalar betheiligten. Der Angeklagte stieß seiner Schwester Aloi-sia das Messer in die Brust, so dass selbe eine schwere körperliche Verwundung erhielt, und nachher auch den Vauernburschen Izlakar verwundete. Der Angeklagte wurde zu vier Jahren schweren Kerlers, verschärst mit Fasten, außerdem zur Zahlung von 250 st. an seine Schwester und 10 st. Schmerzensgeld an Izlakar verurtheilt. — (Slovenisches Theater.) Im hiesigen Citalnica-Saale findet Sonntag, den 16. d. Mts., eine slovenische Vorstellung statt. Am Nepertoir befindet sich das fünfactige Volksstück «Marijana». Bei der Beliebt« heit, deren sich dieses Vollsstück im slovenischen Publi« kum erfreut, steht auch für diesen Abend ein volles Haus zu erwarten. Neueste Post. Origin al'Telearamme her «LaibacherZtg.» Wien, 12. December. Das Abgeordnetenhaus nahm ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung das Gesetz betreffs Fortsetzung der Eisenbahn Mostar.Rama.Miin« dung bis Sarajevo an, worauf die Specialdebatte des Wehrqesehes fortgesetzt wurde. Oerlin, 12. December. Kaiser Wilhelm empfang heute den österreichischen Botschafter Szechenyi und lud diesen sowie seine Gemahlin z»m Frühstück ein. Paris, 12. December. Der Bleiarbeiter Petraull winde unter dem Verdachte verhaftet, die gegen das AusstelluliaMlreall geschleuderten Bomben fabriciert zu haben. Paris, 12. December. Die Kammer genehmigte fast einhellig das außerordentliche Kriegsbudget von 138 Millionen. Bukarest, 12. December. Der Agence Havas zufolge soll zwischen der Königin Natalie und dem Kronprinzen von Serbien am 15. Jänner eine Zusammen' kunft in Bukarest stattfinden. König Milan hatte die Äeomgung gestellt, dass die Zusammenkunft in Gegrn« wart von Zeua/n erfolge, was die Königin jedoch ab» lehnte. Schließlich wurde dem Verlangen der Königin entsprochen. Angtlommcne Fremde. Am 12. December. 5 Hottl Stadt Wien. Pip, Sapione. — Engel u. Schwarz, Ksltc, Wien. — Reina und Mandl, Trieft. — Stiem», Reisender, Wien. — Varon Schmiedburg. Hauptm,, Trieft. - Ranzmgel, Gottschce. — Dr. Mittel-dorfer, Priuaticr, Klagcnsurt. Hotel (klcfant. Acter, Rovigo. — Wallisch, Schauspieler, ^'^ — Albrecht. Kfm.; Deger u. Supf. Kflte., Trieft. — Sg"'° und Adler, Wien. — Fricdgr. Kaufm.. Hanau. — ^mm '. Verton, Aparnil. Trieft. — Somienseld, Vreslau. -- ^'7 Reisender. Hannover. — Rosenstein, Reisender. Köln. -I"«""' Steuer-Oberinspector, Gurkseld. Gasthof Kaiser von Oestcrrich. Apatin, Reisender. Hotel Vatrischer Hof. de Nero, Agent, Trieft. ^^. Verstorbene. Den 10. December Elisabeth Dolinar, Briefträgers' Witwe, 62 I.. Alter Markt 11, Vlutdyslrasie. — Antonia FM'" v. Codelli. Private, 79 I.. Herrengasse 4, Marasmus. , Den 1 2. Deccmber. Amalia Uavrin. Anstrclchers>Gattm, 34 I., Franciscancrgasse «, Tubcrculose. — Leopold Blum«««, Sattlers-Sohn, 21 Tage, Theaterkasse 3, Zellgewebs-Entzündun«. Im Tpi! ale! Den 4. December. Marjana Groselj. Arbeiterin, 3^ 3' lüomolio oerokri. — Maria Teröek, Arbeiters-Tochtcr, 2 /« >>' Tuberculose. . Den 5. December. Anton Zdrsar, Arbeiters - Soy", 7 Mon., Keropliulo«!«. <> Den 6. Dccember. Alois Poblogar, Arbeiter, 61 ^, l5mpl^8e>n2 ziulmonum. Den 8. December. Katharina Pozgaj, Inw°hn«ln. 8« I,, pieuropneumonia. — Josef Vogrinc, Arbeiter, " ^ Lcropimloäiä. Meteorologische Beobachtungen iu Laibach^. « ^L W^ Z" """d d«« Himmel« Z ßB ^____« ^ «'5-3 ^ Z- ^__________!_^_^--^- "'fNI7Mn^74^9^^S^j wiMM NM^sT^ 12. 2. N. 743 5 —3-8 NO. schwach Nebel " "" 9 . Ab. 745 8 -6 8 NO. schwach Nebel Vormittags Nebel, nachmittags Aufheiterung, abends dich ^ Nebel. Das Tagesmittel der Temperatur —5 5", »«' ^ unter dem Normale. ^.^ Verantwortlicher Redacteur: I^N^g^ i k. Ilür Haube. Eine sehr interessante. 132 Seiten lange illustrierte AblM" lung über Taubheit und Ohrengcräusche und dcre» Hcn'Mg "i Berussstörung versendet für 10 lr. franco I. H- ^'"'!"'" Wien, IX., Kollingasse 4. (5194) 104-^ Eine stimme aus Tirol. .. Fügen im Merthal (Tirol). Mit Vergnügen b"'le^ mich, Euer Wohlgcboren die Mittheilung zu machen, °Ä"^ld von mir zum öfteren bezogene Präparat, die Apotheker ^ 1^ Vrandt'schen Schwcizcrpillen. vor allen auderen von '"" ., ^ weudung gebrachten Pillen gegen Hartlcibigleit. des ^" ^. uommcil, ohne besondere Diätbeobachtung am besten uno ,n^,^ i losesten, ohne Verufsstürung zu verursachen, wirlten. ^ !ausgezeichnete Präparat ist mir in voranae?"^ Fällen unentbehrlich geworden. <-.«,lel. Josef von^l^ Marie Paftliarucci Evle v. Kielelsttch geb. Medizh gibt schmerzerfüllt hiemit Nachn^ von dcm Hinscheiden ihres innigstgeliebten wal« , Herrn Josef Mter Paglmmm Abc «oft Meselstein landschaftlicher Official i. N. welcher am 12. December 1888 um '//' "^ "/"'üei-nach längerem «cidcn und nach Empfang A " ligcn Stcrbcsacramente im 77. Lebensjahre gou ben verschieden ist. .„^t, aM Die Hülle des theuren Verblichenen '"l" ^ 14.December 1888 um 4 Uhr nachmittags »m ^ ^ hause Franz < Josef. Straße Nr. 11 f"^'"'' ^. gesegnet und zu St. Christoph m eigener w", gesetzt werden. . <^ Pfa"' Die heiligen Seelenmessen werden 'N °" lirche Maria Verkündigung gelesen. U»dcnke>l Der Verblichene wird dcm frommen empfohlen. Laibach am 12. December 1886. »!IllllllllllllllllIIII»»!lIlllllllllllllllll»^>«»^^^^ Danksagung. ^ Für die überaus zahlreichen Veweisc'h^^^ Theilnahme während tnr Kranlhc't uno unserer licbeil Mutter und Schwieg""'»" . Elisabeth Dollinal gcl>. ZcM, unseren innigsten Dank. Noliltt' Marie und Alois^^ 2445 Course an der Wiener Dürfe vom 12. December 1888 «°»3"4<>7°«.'.«, i ' «' °-'«° ^"" Andere össentt. Aulehen. ^ 5°z ^" :° : 3 ^ :^° !?:.'^ Dcnau.Mcg.^se 50, ,00 f. .. .2,- 12« 50 ^"^/° Mnstel 100 " I«.. ,43 5'. dlo. Anleihe i«7«. fieuerftti 10« - 10?-- "»n Ktaalslose ,00 i?« 7^ 17, >»!> ^nlehen d. Stadtgemembe Men 105 25 10« — ^" > ^u " ,7«," ,7, »<-. «nlebn! d, Elablacmcinbe llvlen " ""''"l^ (SUber ,mt> Gold) .... -^ --- , Plamicn Äi,I d.Stadtaem.wien »44 80 144 70 >0tnA A'?""«, steuerfrei - 10» 2« ic.9 40 ^s<,nl,l,r«,ff "k««tr. Notenrente. fteuerfte! ,7 5» »7 70 si? 10Ü fl! ^». Volbrent^"/ <«« Node»cr. allg. öfierr.4»/» Gold . l!i3>-,2«'5o ' 0Nb«Vn ,?. ^. ^'^' '""'«" bto, Pr«m,ell-Schuldvers«r.«°/<> I08lo l0< - ^ l>,lll«.r)b, ,^ng^0stb.) --. __.. Oeft-nng, >^an, verl, <>/,«/«. . u, «0 io« - ^ Pram.««'l ^."^.?'/»»" ^"^'"s^ "°- « *°/° ' - »«»0 1U0 20 «'««»..Lose 4«/« >00 fl. . 1,4 ee l««— Una, all«, N°bencrebit.«c«!engel. ^undenn.-Obli°llti«nen '" ^ '^ " '""""-""' -" "" „ Cllr wo f, ^,l.) Prioritllts-Obliglltionu, ^t«h««,che ..... ^._____.^ (fill ,00 fl.) l«/° 3?") — — fferbii'anbs'Norbbahn in Silber 9!»'8? 100 80 i^MliOe ..... 10»--------__ stran^Ioses.Bahn.....-----------.- z°< »^berösselleichjsche . . ,»».75 lio^s. Valizisit»,' ssall.Lubwig.Vahn l°/° ^'l's'be...... 104.5« ^,^ Lm, >«Ul »uu fl. S. 4>/,"/° - 99'NN l00 ,0 .»,' n .°^lche unv slavonische ,s>4.50 ,o«llo Oefterr. Norbweftbahn . . . los'LO ioe 8n °^° «ebenbürzischt . . . I0t - 1O5>- biebenbürger ......----------------- Oelb wore ^ «eld Waie Stalltsbahn I. «mission . . I9S — Is» - Nctim von Lranspvrt- Sllbbahn k 3°/».....,43 25 144 - Unternehmungen. """^«'^".....'''b1°°. ^^^^^,^ ^ ^,^ Diverse 3ole Nlfölb.ssium.Vahn 200 fl. Silb . 192 50 193 — sper Stuck) «lusfig.3epl. «iftnb. loo fl. 9» — Llarv.zjose 4N fl, . 5?'50 »8'50 » weftbahn 200 fl. . . . 31? — 315 — 4»/n Douau.Dampssch 100 fl '2n-— "'" «uschtiehraber Lisb. 5oo fl, «M. ««7-873 — Laibacher Prämicn.Anl«h.»Ust. »4'- « l>° .. M ,^> ^00 fl. . zc7 - 8<>8 - Ofener Lose 40 fl . . . «z 2« «<-^ Donau - Dampfschiffahrt«-Ges. Palffy-l!ose 40 sl, ' . 5-«!, 57 75 Oefterr, boo fl, LM. . . .883 — 391 — MothenKreuz.öst.Ges.v.iofl. 18«° "— ^""^'U^l,.Db..Z,M0fl.S. ,W'-189 - Nubolf.Lol« ,0 fl . 2n— — — ^ur.»°bcnbacherB.i!U0fl.LM. 208-258 40 «»glo.Ocftcrr. «anl'200 fl. , ,13 8« "4 - Gla,<«öflacheiE,-V, 2oofl.«,w. -- -.- Bai'lverein, Wiener, n.o fl. . «« 50 «7 - «ablenbcra.E.senvabn 100 fl . —-— -> - Vbncr,.«nfi., oft. »oofl.S,40»/» z«3 - ««^ - Kaschau.Oderb. V.scnb, 200 fl. S. —-- —- - «rt>t,.«nfl, f. Hano.u,V,i»0 fl. 8,"'Ii> «01 <^c> kembeln.^m,°wch.IafsY.«isnl. «lied.tdanl, «llss, Una. 200 l- 298 75 «99 L5 bahn.O.^lllchafl ^00 fl. «, W, ,08^0 «>» — Deprstlenbant. «ll«. 200 fl. . ,81 -'»2- «l°Yd, °f,.°lmn„Trlrst5o^fl^M. 443 - 44>l - V,c°mple.G„«ieberöN,»O«fl. 504 - bus - Oesterr. Nordweftb. ,oo fl. Silb. 1«» »5 ,«5 75 k»»pc'thcl>:nb„öft,2UNfi.2s>^ii. e« 5ü «8- «."0, <>", II) 20« fl. EUber , 195--I98>2» 3°,'d°rb.. öst, 200 fl. G, 50V !l. 2,4 ?5 215 25 P"°.Dufer E.scnb. lbN l. Sllb. 8« - 3« 25 Ocs1«tr..un°. Banl . . . . »?S - «78 - Mudolf.Bahn 200 fl^ S.lber . 194-- I»4.eo Nnioubanl 200 fl.....,^..,0 ,08 - Slcbcnbürger «k.senb^200 si. . —------------- Vnlebrsbllnl, NllH 140 ft i53>l, lb4 - KtaatSelsenbahn »ou fl. 0. w, . 250^40 »00 «0 Siibbahn 200 fl. Silber . , , 9« 75 97 25 V«0'!Nolbo..Veib.,«.200sl.2M. 1»,.^ ,»4 — Iramwah,es., Wr. 170 fl, ö, W, »21 75 252 25 wr„ neu 200 fl, — — - — Iraneport^Gesellschaft I00fl, . —-— — — Nng.'aali,. 3ilber......... —-— —-— Deutsche Ml'ichsbciülnoten . . !i» «l 6» 72. Italienische Nnnlnoten (100t!ire) 47'l>!l 47 vl Papirr.Mubel per Stuck . . , 1 23j l'28.o