^v! »3. Samstag am R V. Jänner R8K« »i, ,,«,,«,»ch« ^,,,!,,,,.,» «,'ch,mt, ,,,it «,!,»,,„„„! ,,<„ V,l,^,,„ , ,„ C»,„„!„ir ,> .,„ , jalir!,! ,, ,1 !,,, s,!, l, .,,',„>, ,^a^ns^i ,^': r fnr ^vn».a,i^ i kr.. si.r dreimalig.' 5 kr. C. M. Innate bi. .2 Z.ilmi^ , st ^^ M. ^ :"". ^"'"'^" "7 ''" ""l"" l".>!l'e... f'.r ei». L^^!"!hrm ist^de.^ „Provisorischen Gcsttzc vom <;. November l. I. für Iustrtio.^^mpcl" „och ^0 f'. ^ ^o^^3 ^.s^.N..^^"^" c!m.!!" ' ^a, emzusch«.,.,. Amtlicher Theil. Kaise rl. V crord nung vom Il. Iänner 1 852, ailtiq .-s^. ^'„c Kroüländcr, in wclchcn derzeit noch dic provisorische Strafprozcß-Ordnung vom 17. Jänner 1850 in Wirt-samkeit steht, über das Verfahren vor den Landesgerichten, welches provisorisch bis znr Einführnng eines neuen Gesetzes über das Strafverfahren über-hanpt, an die Stelle des Verfahrens ver den Schwurgerichten zn treten hat. HHm die Aufhebung der Geschworueugcrichte sogleich in Ausführung zn bringen und einstweilen bis zum Eintritts der Wirksamkeit des, in Folge Meiner Beschlüsse vom 31. December 1861 zn bearbeitenden Gesetzes über das Strafverfahren, für die bis jetzt den Schwurgerichtshöfen zugewiesenen Verbrechen und Preßvergehen ein, mit den noch bestehenden Bestimmungen der Strafprozeßordnung vom 17. Jänner 18li0 möglichst übereinstimmendes Verfahren Statt finden zn lassen, verordne Ich, nach Anhörung Meines Minister- nnd Meines Reichsra-theö , wie folgt -. Z. 1. Vom Tage der Kundmachnng dieser Verordnung angefangen, haben an die Stelle der, in der Strafprozeß-Ordnnng vom 17. Jänner 18.^0 enthaltenen Vorschriften, über das Verfahren vor den Schwurgerichtohöfen, nachstehende Bestimmnn-gen zn treten: H. 2. Die Hanptverhandlung in allen durch Art. 7 des Patentes vom 17. Jänner itt.^N den Schwurgerichtshöfen zugewiesenen Straffallen, hat vor den Landesgerichten Statt zn finden, welche dabei in einer Versammlung von fünf Richtern und einem Vorfreuden entscheiden. Die Landesgerichte haben im Allgemeinen nach den, in dein vierzehnten Hauptstücke der erwähnten Strafprozeß-Orduung enthaltenen Vorschriften vorzugehen, in so weit nicht in den folgenden Paragraphen etwas Abweichendes verfügt ist. §. 3. Die, W. 17 bis einfchließlich 44 der Strafprozeß-Ordnung vom 17. Jänner 18!i0 sind aufgehoben. Der Präsident des Landesgerichtes hat von Fall zn Fall den Tag zur Vornahme der Haupt-vcrhandlnng zn bestimmen, die er selbst, oder ein von ihm ernannter Stellvertreter zn leiten hat- §. 4. Die im H. 2I54 der Strafprozeß - Ord-mmg vorgeschriebene Vernehmung des Angeklagten hat durch den Vorsteher oder ein Mitglied des Lan-desgerichtes Statt zn finden. Der diese Vernehmnng vollziehende Nichter ist von der Mitwirkung bei der Hanptverhandlnng nicht ausgeschlossen. Die Namen der znr Entscheidnng bernfenen Rich-ttr sind jedem Angeklagten, spätestens am dritten age vor demjenigen, an welchem die.Hanptverhand-ung 'egmnen soll, ^ ^., ^^„ ^^„ nchtes oder besten Stellvertreter mitzutheilen. ^n Beziehung auf die Oeffentlichkeit des Verfahrens lst s.ch nach dem Pnncte 27 der von Mir am 31. December l8l!1 vorgezeichneten Grundsatze zu benehmen. H. :;. Nach Beendigung des Veweisverfahrens werden der Staatsanwalt und der Angeklagte nnd dessen Vertheidiger, in der im H. 281! der Strafprozeß < Ordnung bestimmten Reihenfolge gehört. Ihre Ausführungen haben sich hier anf die thatsächlichen Ergebnisse der Hanptverhandlnng und anf die gesetzliche Qualification der That, mit Ausschlnß aller Er-örternngen über die zn verhängende Strafe, zn beschränken. Dem Staatsanwalte liegt es dabei ob, sich mit Bestimmtheit zn erklären, ob er nach dem Ergebuisse der Hauptverhandlung seine Anklage auf die in der Anklageschrift enthaltenen Thatsachen gründe, oder anf welche nene hlnzugekommeue Thatnmstände er seine Anklage ausdehne, oder welche Anschnldi-gnngs-Thatsachen er als hinweggefallen betrachte; endlich, welche Gesetzesbestimmungen er auf die vou ihm behaupteten Thatumstände anwendbar finde. H. 6. Der Vorsitzende erklärt alsdann die Verhandlung fnr geschlossen nnd das Gericht zieht sich, wenn es dieß für nöthig erachtet, znr Entscheiduug über die Schuldfrage und über die gesetzliche Eigenschaft der dem Angeklagten znr Last gelegten That znrück. Die Verathuug des Gerichtes hat sich nur darauf zu erstreckeu, ob der Augeklagte der ihm zur Last gelegten Handlung oder Unterlassung schuldig, ob diese That oder Unterlassung nach dem Gesetze strafbar sey uud welche von dem Gesetze bezeichnete strafbare Handlnng oder Unterlassnng dieselbe begründe, ob das Verbrechen vollbracht oder versncht sey und ob der Angeklagte als nnmittelbarer Thäler, als Urheber, Mitschuldiger oder Theilnehmer erscheine. Zur Schuldigerklärung des Angeklagte» ist eine Mehrheit von wenigstens zwei Drittheilen der Stimmen (4 gegen 2) erforderlich. Der 'Vorsitzende hat immer seine Stimme abzugeben. Bei gleich getheilten St'mmen ist der Beschluß nach der, für den Angeklagten günstigeren Meinung zn fassen. h. 7. In den nn H. 288 der Strafprozeß-Ordnnng bezeichneten Fällen hat das Gericht sogleich das Urtheil dahin zu schöpfen, daß der Angeklagte von der Anklage freigesprochen werde. Wird dagegen der Angeklagte von dem Gerichte einer, nach dem Gesetze strafbaren Hai.dlnng oder Unterlassung schnldig befunden, so hat das Gericht anoznsprechen: '.») welcher That der Angeklagte schnldig befunden worden uud zwar nuter ausdrücklicher Bezeichnung der wesentlichen, die Anwendbarkeit des bestimmten Strafgesetzes bedingenden Thatmw stände; ^ I») welches Verbrechen oder Vergehen, oder welche Uebertretnng die als erwiesen angenommenen Thatsachen, deren der Angeklagte schnldig befunden worden, begründen, nnd zwar unter gc-uaner Bezeichnung der angewendeten gesellen Bestlmmnngen. §.8. Unmittelbar nach dem Veschlnsse des Gerichtes der Strafprozeßordnung bestimmten Reihenfolge gehört. Die Ausfnhrnngen der Parteien haben sich nur auf die Statthaftigkeit und Größe der, anf Grundlage des nach H. 7 gefällten Ausspruches beantragten Strafe und die aUfälligen Entschädigungsansprüche, zn beschränken. H. 10. Das Gericht hat sohin sein Strafnr» theil, nnter Anwendung der in den A 344 — 34ll der Strafprozeß-Ordnung enthaltenen Bestimmungen, zn fällen. Unmittelbar hierauf ist von dem Vorsitzenden im Sitzungssaale und in Anwesenheit des Angeklagten dae» Straferkenntniß sammt den wesentlichsten Gründen der Strafzumessung und unter Vor« lesnng der Gesctzesstellen, worauf das Erkenntnis? gegründet lst, zu verkündigen und der Angeklagte über die ihm zusteheuden Rechtsmittel zu belehren. Alles dieses bei sonstiger Nichtigkeit. Hinsichtlich der AnS-fertignng dieses Urtheiles haben die Vorschriften der M 348 nnd 34!) der Strafprozeß-Ordnnng zu gelten. Die Ausfertiguug muß jedoch axch die von dem Gerichte nach H. ^ li!. ") bezeichneten wesentlichen Thatnmstäude euthalten. H. 11. Gegen das Urtheil des Landesgerichtes, es mag anf Freisprechnng oder auf Vernrtheilunq lauten, findet nnr die Nichtigkeitsbeschwerde an den Vassationohof, nnter Beobachtnng der in den ^. 3.'i2 bis 3^4, nnd 3.'j der Strafprozeß-Ordnung enthaltenen Bestimmungen Statt. Als Nichtigkeits-grnnd ist jedoch insbesondere anzusehen, wenn aus dem Urtheile des Gerichtshofes und dessen Gründen nicht erhellt, ob der Richter jene thatsächlichen Umstände, welche die Anwendbarkeit des bestimmten Strafgesetzes bedingen, für erwiesen halte oder nicht; sowie, wenn der nach H. l» gefällte Ansspruch über die Thatfrage undeutlich odcr in sich widersprechend ist. l H. 12. Der Cassationohof entscheidet über alle eingereichten Nichtigkeitsbeschwerden in nicht öffentlicher Sitzung, ohne Beiziehung der Staatsanwaltschaft nnd des Angeklagten oder seines Vertheidigers. §. 13. Diese Bestimmnngen sind auch auf alle Fälle anzuwenden, rücksichtlich welcher bereits anf Verweisuug vor ein Schwurgericht erkaunt worden ist. Franz Joseph »>/j,. F. Schwarzen berg m. p. (5. K r a n ß in. s». Auf Allerhöchste Anordnung: Ransonn e t »>. p., Kanzleidirector des Ministcrrathes. Verordnung des Just izm i nistcrs vom 12. Jänner 1K52, prozcsi Ordnnnq vom 17. Iäiuur 1850 in Virssamtrit steht. wornach in Folge einer Allerhöchsten Weisung vom 11. Jänner 18!i2 mit dem Tage der Kund-machnng dieser Verordnnnq die Oeffeutlichkel't der strafgerichtlichen Verhandlnngen auf das Maß der im 27. Absätze der mit dem Allerhöchsten Cabinetsschreiben vom 31. December 18/; 1 sNr. 4 vom Jahrgange 18.^2 des Reichsgesetzblatteo) vorgezeichneten Grundsätze einzuschränken ist. Nach Maßgabe einer zugleich mit der kaiserl. Verordnung vom 11. Jänner 18l!2 (Nr. l> des Reichs-gesetzblattes), womit das Strafverfahren vor den provisorisch an die Stelle der Geschwolllengerichle tretenden Landesgerichten geregelt wird, an mich gl'-j langten Allerhöchsten Weisung Seiner k. k. apostol. 3« Majestät, ist auch in jenen Kronlandern, in welchen derzeit noch die provisorische Strafprozesi-Ordnnng vom 17. Jänner 18^0 in Wirksamkeit steht, die Oessent-lichkeit des Strafverfahrens bei allen, sowohl bei dem Cassationshofe, als bei den'Landgerichten, Bezirks-collegial- nnd Bezirks - Einzelngerichten stattfindenden strafgerichtlichen Verhandlungen mit dem Tage der Knndmachung der gegenwartigen Verordnung einzustellen, nnd die Zulassung von Zuhörern bei denselben auf dasjenige Maß einzuschränken, welches im 27. Absätze der in dem Allerhöchsten Cabinetsschreiben vom 3t. December l«5ll (Nr. 4 des Jahrganges 18!, 2 des NeiMgesetzblattes) vorgezeichneten Grundsätze bestimmt ist. Die Vorstände sämmtlicher Strafgerichte erhalten hiernach nnter Einem die näheren Weisungen, nach welchen von chnen im Sinne der Allerhöchst sanctio-nirten Grundsätze zu den strafgerichtlichen Verhandlungen ln erster Instanz Zuhörer zugelassen werden können. C. K r a n ß n>. >>. Am 1^. Jänner 1852 wird in der k. k. Hof-und Staatsdruckerei in Wien das lll. Stück des allgemeinen Reichsgesetz- und Regierungsblattes, nnd zwar in allen Ausgaben ausgegeben und versendet werden. Dasselbe enlhält unter Nr. 5. Die kaiserliche Verordnung vom 1l. Jänner M52, giltig für jene Kronländer, in welchen derzeit noch die provisorische Strafprozeßordnung vom 17. Jänner l8!l0 in Wirksamkeit steht, über das Verfahren vor den Landesgerichten, welches provisorisch bis zur Einführung eines nenen Gesetzes über das Strafverfahren überhaupt, an die Stelle des Verfahrens vor den Schwurgerichten zn treten hat. Nr. tt. Die Verordnung des Justizministers vom 12. Jänner 18."»2, giltig für jene Kronländer, in denen dermal noch die Strafprozeßordnung vom 17. Jänner 188N m Gilligkeit steht, wonach in Folge einer a, l>. Weisung vom 11. Jänner 1tt.">2 »nil dem Tage der Kundmachung dieser Verordnnng die Oessentliehtett der stiafgerichtli<1'en Verhandlungen anf das Mas; der im 27. Absätze der, m«t dein a. h. Cabiuets-schreiben vom 3l. December Mli (Nr. 4. rom Jahrgange 18'l2 des allgemeinen Relchsgesetz- und Regierungsblattes) vorgezeichneten Grundsätzen einzuschränken ist. Wien, am 1.l. Jänner 18i!2. Vom k- k. Redactionsbnreau des allgemeinen Reichsgesetz- nnd Regierungsblattes. Nichtamtlicher Theil. <5orrcspoud»'uzcll. Neustadt!, 7. Jänner. U. ll. ^) Heute fand liier die feierliche Eröffnnng der nen in's ^eben getretenen weiblichen Industrieschule Statt. Um 8 Uhr Morgens wnrde in der Capitel-Pfarrkirche ein solenner Gottesdienst mit Gesang nnd Orgelbeglettnng abgehalten, wobei nebst den zahlreich anwesenden Schülerinnen dieser Unterrichts - Anstalt, mit ihrer Lehrerin an der Spitze, unser verehrter Herr Bezirkshauvtmanu, Franz Mordar, der Stadt-qemeinde-Vorstand und viele Andächtige aus allen Ständen erschienen waren. Nach beendigtem Gottesdienste fand in dein Mädchenschul-Locale zu St. Floriau die Vorstelluug der Mädchen-Industrielehrerin Statt, bei welcher Gelegenheit der Districts-Schulaufseher, der hochwürdige Herr Canonicns Ignaz Iugoviz, eine, anf die Veranlassung dieses Festes passende, ermahnende Anrede in krainischer Sprache an die Schülerinen hielt; auch der Herr Bezirkshauptmann und der Bürgermeister richteten Worte an dieselben, durch welche ihnen d»r,m6 Veilräge .'mnchnstn, die mit Vergnügt« im Interesse der Heimat!) aufgemnnmeu wert.». Die Redaction. terrichtes in den weiblichen Arbeiten nnd zu den' Segnungen einer nützlichen Zeitverwendung gelangen können. Mehrere großherzige hiesige Damen beschenkten das Institut mit namhaften Beträgen an Geräth-schaften uud Material? zn den weiblichen Arbeiten, mit der Bestimmung, daß solche an jene arme Mädchen vertheilt werden sollen, welche nicht die Mittel besitzen, sich das Nöthige ans Eigenem beizuschaffen. Es erscheint uns dieser Zug zarter, menschenfreuudlicher Theilnahme als ein günstiges Vorzeichen für das künftig? zung des österreichisch-deutschen Zollcongresses. Die gestrige Berathung danerte bis in die späteren Nach-mittagsstnnden, und es nehmen die Arbeiten, »vie man vernimmt, den erfreulichsten Fortgang, auch werden die Bestimmungen des österreich'schen Eut-wnrfes fortschreitend mit wenigen Abändernngen zum Beschlusse erhoben. Der heutige Tag wurde für die Arbeiteu der Sub - Commissionen benutzt. - Das h. Finanzministerium hat gestattet, daß den Tabakpstanzern in Ungarn für die Ueberführung ihrer Prodncle in die Einlösnngsämter eine Vergütung verabfolgt werde, n. z. fünf Krentzer pr. Centner nnd Meile, wenn die Entfernung fünf Meile» übersteigt, sonst aber nur drei Kreuzer. "'- Das städtische Conscriplionsamt wird nach der nenen Organisirung bei der dießjährigen Recruti-rung schon in Thätigkeit seyn. '" Die statutenmäßige Verlosung der durch die Administration der allgemeinen Versorgungsanstalt zu Gunsten der Iahresgesellschciften von 182!! bis 18.^ beginnt morgen im Sparcassagebände. -' Die hohe Statthalterei hat dem gesammteü Lehrerpersonale im k. k. Waisenhause vorläufig auf die Dauer eines Jahres Theuerungsbeiträge bewilliget, und zwar für die Lehrer der unteren Classe 120, für jene der oberen lül) ft. CM. j *" Die k. k. geologische Reichsanstalt hielt ge> stern Abends eine Sitzung, in welcher sechs Vorträge gehalten wurden, u. z. über geologische Karteu vo» ^liederdsterreich nördlich der Donau, vom Herrn Lie-pold; über die erste Lieferung des neuen Handbuches der Vergrechtskunde vom Hrn. Baron von Hingenau; über hydraulischen Kalk von Veocin in Syr-mien, durch Hrn. Dr. Ragsky; über die fossile" Santalaceen, von, Hrn. Dr. " entsprechender Weise zahlreich besucht- -' Die k. k. General-Direction der Commniw cationen inacht bekannt, daß von nun an die Güter-Erpeditionen der k. k. Staatsbahnen, so wie jene der Kaiser Ferdinand's Nordbahn und der Wien-GloglN> tzerbahn, feine, werthvolle Ranhwaren nur dann zur Weitcrbefördernng annehmen können, wenn dieselben in starken, gut beschaffenen und verschmierten Fässer»' oder wohl verschlossenen Kisten sorgfältig verpackt sind. "* Ihre k. k. Hoheit die durchlauchtigste Fra" Erzherzogin Sophie hat dem Vereine zur Unterstu^ zung verkrüppelter Invaliden ein großes Quantnw Wäsche und Leinwand znr Vertheilnug an dürftige Invaliden übermitteln lassen. ^' Der k. k. Oberlandesgerichtsrath, Herr D»> Würth, ist von der Redaction der „allg. österr. Ge" richtszeitung" zurückgetreten. "" Der Herr Minister des Bergwesens, Fr. "> Thinnfeld, hat den Hrn. Sectionsrath v. Rotting/ nach Siebenbürgen gesendet, nm den Znstand ^ Vöröspataker Goldbergwerke zu erheben nnd Vo? schlage wegen regelmäßigen Betriebes derselben i" Betrieb kommen. 5" Plötzliche Todesfälle mehren sich hier in aUr fallender Weise. Gestern starben fünf Personen a"' Schlagstusse, ohne daß es, ungeachtet der sogleich ^ gewendeten ärztlichen Hilfe, möglich gewesen wäre, ^ Leben derselben zu retten. , "- In der Infanterie - Caserne der Vorst^ Laimgrube hat sich gestern ein Unterofficier des ^ giments Freiherr v. Roßbach durch einen ^e,re)^ schuß selbst entleibt. Die Ursache dieses Selbst""' des ist nicht bekannt. . ^ "" Der osterreich'sche Kuustverein hat s'" ,ft, dießjährige Verlosung bereits Nl Gemälde angek^ n. zw.: „Nach der Schnle" von Nanftl /^" 37 von Ugyar in Spanien" von N o si e t. „St. Ni-colans-Bescherung" von W i sch e b r ü k. „Holländische Seelente beim Spiel" von Schlei sin er. „Gebirgslandschaft ans Tyrol" v Hansch. „Mac-beth erstes Begegnen der Heren" von Lürich. „Die Tränke" v. G an ermann. „Die Windfalle" von Nowopoky. „Boreas" nnd „Ein weiblicher Sttldienkopf" von Na hl. „Die Ansicht des Gar-dasees" von Gürlital. „Der Alpenantrieb" von Swoboda und „Die Gebirgsansicht" v. Holz er. *" Der Lehrcurs in dem nenerrichleten feldärztlichen Institute zur Heranbildung von Wundärzten für d.e Armen dürfte erst im kommenden Schnljahre beginnen, weil die Localitäten derzeit noch von den bennNt werden. ** Se. E. der Herr Cardinal - Erzbijchof von Prag, Fürst von Schwarzenberg, ist gestern nach Prag abgereis't. "* Wie man vernimmt, ist es beschlossen, das sämmtliche in Circnlation stehende verzinsliche Papiergeld einzuziehen. Dadurch soll die Herstellung der Einheit im Papiergelde, welche angestrebt wird, theilweise ihr Ziel erreichen. "5 Die österreich'sche Commission, welche in der Walachei mit Liqnidirung der im Jahr 1tt4!> den k. k. österreichischen Truppen verabreichten Natural-verpfiegnng, sowie über die Vorspanns- und Spitäler-Prastationcn beanftragt ist, dürfte ihre Arbeiten noch in diesem Monate beendet haben. Die ausge-mittelten Entschädigungsbeträge sind nicht bedeutend, nnd wurden überdiesi im gegenseitigen Einverständnisse noch ermäsiigec. "" Man spricht vielseitig von bevorstehender Auflösung der philologischen Seminare, nud bringt mit dieser Frage das neuerlich uud vielfach circuli-rende Gerücht von dem Austritte des Hrn. v. Bonil) in Zusammenhang. Bekanntlich ist dem Professor Vonift die eigentliche Leitung dieser Seminare übertragen. " Für die k. k. Zollämter sind bereits In-structionen vorbereitet über ihr Verfahren bei dem Inslebentrete'.' des neuen Zolltarifes nnd der dadurch entstandenen Uebergangsperiode. Vor definitiver Schlnsifassung kommen dieselben noch zn einer com-missionellen Berathung, welche ehestens erfolgen wird. "" Ein niwliches Werk: „Neuestes Universal-Lericon der gesainmten kaufmännischen Wissenschaften", wird von einem Vereine practischer Kaufleute herausgegeben. Das erste Heft ist so eben im Buchhandel erschienen. "* Nach dem „P. W." wird Hr. Sectionsrath Krombholz von der Redaction des „Schulboteu" zurücktreten. Als künftiger Redacteur wird Hr. Wilhelm Gärtner bezeichnet- "* Der Kunsthäudler Georg Valdi zu Salzburg hat den vierten Theil des Ertrages eines von ihm herausgegebene!, Bildes, Se. Majestät deu Kaiser im Krönuu^soruate vorstellend, im Betrage von ll!!0 ss. CM., den Invalidenstiftungen gewidmet. "" Ans Lemberg wird von einem merkwürdigen Diebstahle berichtet. Eine einzelne Person hatte, nm selben auszuführen, 111 Schlösser geöffnet, nnd viele werthvolle Pretiosen schon zusammengerafft; doch hat man noch frühzeitig geung den Diebstahl entdeckt nnd die Arremnng des Diebes veranlassen können. "' Das ln Galizien früher üblich gewesene Drncken von kabalistischen 2^erken nnd sonstigen Büchern im jüdisch - deutschen Jargon ist in Folge höherer Weisung untersagt worden, nud es werden die Vorräthe solcher Werke confiscirt. "'* Nach verläßlichen Briefen aus Berlin werden die Einladungsschreiben wegen Zusammentretens der dortigen Zollvereins - Conferenz vor Vcendignng der Wiener-5onfcrenz nicht abgesendet werdeu. ' - ,^er Bau der Staatsdruckerei m Berlin geht se.uem Ende entgegen. Das Gebände wurde nach de.n Plane der Wiener Staatodruckere. aufgeführt. >' Der tm v. I. gemachte Versuch, zwischen Norddeutschland nud Wlen eine, regelmäßige Schifffahrt zu vermitteln, wird von den Unternehmern auch >>l diesem Jahr wiederholt werden. ^ Ans Hannover wird die Ankunft des neuen ^"r. Gesandten, Fr. v. Koller gemeldet. Der bisherige "esandte am dortigen Hofe, General von Langenau, geht in einigen Tagen auf seinen nenen Posten nach Schweden ab. V e u t s ch l l'. n d. Hamburg, 10. Jänner. Hente vor Tagesanbruch weckten Kanonenschüsse die friedlichen Schläfer Hamburgs ans dem Morgenschlummer. Ein orcau-ähnlicher Sturm, der sich in der Nacht aus SW. erhobeu hatte, trieb bei eintretender Fluth das Wasser zn einer bedenklichen Höhe. Am Abende war in mehreren Straßen die Commuuicatiou nur mehr mtttelst Kähueu möglich; aus sämmtlichen Kellerwohnungen in den niedrig belegeuen Stadttheilen mußten die Bewohner retiriren; nm 7 Uhr Abends stand das Wasser 17 Fuß hoch. (In Curhafcn nm U Uhr 1!)< «^.) Seitdem ist der Strom gefallen nnd das Wetter weniger stürmisch; Schiffsunfalle sind bislang nicht berichtet worden. Italic n. ' Turin, 10. Jänner. Gestern fand eine geheime Siyung der Deputirtenkammer Statt. Dem Vernehmen nach handelte es sich um ein Anlehen von 2,000.000 sardinischer Rente, welche das Haus Rothschild übernehmen solle. Es sey zn diesem Be. Hufe eiue Commission gebildet worden, die jedoch znm größeren Theile aus Mitgliedern der Linken besteht, weßhalb die ll"/<,ige Rente von W auf !^ gefallen seyn dürfte. Iran k r c i ch. Paris, «. Jänner. Unter den zu erwartenden reformatorischen Maßregeln nennt man die Herabsez-znng der für die Pariser Bevölkerung höchst drückenden Eingangostener auf die Getränke und Nahrungs-mittel. Um den Ansfall zu decken, der dadurch in den Einnahmen der Stadt Paris uud für eiueu aliquoten Antheil auch in denen des Staats entstehen würde, soll die Octroilinie, die gegenwärtig die großen Gemeinden der Bannmeile anßerhalb ihres Bereichs läßt, bis zu den Forcificatiouswallen ausgedehnt werden, die nebst ihren Graben der Schmug-a/lei ein weit ernsthafteres Hinderniß entgegenstellen würden, als die jel'ige Octroimaner. Die Bevölke-rung der Stadt Paris würde dergestalt einen Zuwachs von 400.000 Einwohnern erhalten, deren Bei' trag zu den städtischen Lasten in Verbindung mit der von der Steuerherabsemmg selbst zn erwartenden Steigerung des Verbrauchs die öffeittl. Einnahmen vor bedeutenden Verlusten bewahren würde. Die besprochene Reform würde eiue große Wohlchat^für die arbeitenden Classen der Pariser Bevölkerung sem», msofern ihnen dadnrch die Nahrungsmittel überhaupt zugänglicher nnd die Falschnng derselben weniger gewinnbringend, folglich weit seltener werden würde Man erinnert sich, daß der „Constitutional" schon vor längerer Zeit die Herabseyung der Octrois als eines der popnlären Projecte Lou.s Napoleons ankündigte. Der bekannte Schriftsteller Alexander Dumas hat bekanntlich Bankerott gemacht. Gestern wurde dessen Mobllar versteigert. (Wand.) Pari«, !1. Jänner. Der „Monitenr" enthält heute die Decrete, durch welche das Kriegomiu.ste-rinm eine neue Organisation erhält. Dasselbe wird kmm.g ans dem Cabinet des Kriegsministers nnd v ernannt worden. Die Vesoldnngeu der ver-h.edeu^ Becmtten sind, wie f^: Directoren l".W0 ^., Vureaucheft 8, 7 uud 0000 F. Un- ^ n' . "n' . < ""d '^00, Unterbeaniteu 1W0, 1200 1100 und 1000 Fr; im Ganzen^). Beamte! Der „Constitut.onnel" kündigt hente an, daß d.e Verfasiuug vom 1^. ^ 2l;. veröffeutlicht werden wird. Die Veröffentlichung werde bis dah.n verzögert, weil man zn gleicher Z^t die organischen Ge-seNe bekannt machen will. Die Bischöfe von Gap. Gnimper nnd de lä Rochelle haben Hirtenbriefe an ihre resp. Geistlichen erlassen, in welchen sie sie aufforderu, für die nene Regierung Gebete zu sprechen, uud die Formel vor- schreiben, die bei öffentlichen Gebeten in Anwendnng gebracht werden soll. Die Zahl der in der leNttn Zeit in den Departements verhafteten Personen ist sehr beträchtlich. In der Stadt Beziers nnd ihrem Arrondissement sind allein ü00 Personen verhaftet worden. Die Verhaftungen scheinen jedoch keineswegs beendigt zn seyn. In Montpellier sind am li. Morgens Früh über 5i0 Personen meistens in ihren Betten verhaftet und nach den Gefängnissen der Stadt gebracht worden. Die Verhaftungen sollen Vezng anf die leftten Ereignisse haben. Fortwährend werden auch noch Maires abgeseltt und Gemeinderäthe, sowie Nationalgarden aufgelöst; der größte Theil der Maires des Indredepartements ist durch der neuen Regiernng ganz ergebene Leute crseNt wordeu, und die Natio-nalgarde von Carcassone dnrch ein Decret des Prä-ftcten der Aube aufgelöst worden. In Bordeanr, wohin alle Gefangenen des Gi-ronde- nnd der angränzcnden Departements gebracht worden sind, wird die Untersuchung sehr eifrig betrieben. Die anf Verlangen der franzosischen Regierung ans der Schweiz ausgewiesenen französischen Flüchtlinge haben Pässe für Amerika erhalten. Wie eS heißt, werden sich dieselben in Hamburg einschiffen. In Brest hat man cine Verschwörung der dortigen Galeerensträflinge entdeckt, die einen Plan gemacht, nm sich ans dem Nagno zu befreien. In Boulogne bei Paris sind mehrere Personen verhaftet worden, weil sie sich einige Redensarten über den Präsidenten der Republik erlaubt hatten. Nettes und Nettestes. - Wien, I.'i. Jänner. Die Zollconfe-renz hat bereits die Vorlage >V. der k- k. Regle-ruug in Betreff des Handels- und Zollvertrages zwischen Oesterreich nnd dem deutschen Zollvereine erledigt. Sämmtliche Grnndprincipien sind — mei- ! stens mit Stimmeneiuhelligkeit — so angenommen, wie sie beantragt wnrden, und znr Vervollständign»»«, dieses hochwichtigen Theiles der Arheiteu der Commission bedarf es nur der Vorlagen der Eubcom-Missionen. Der H. 1 der Vorlage k (Zolleinignngs-vertrag) ist im Principe ebenfalls angenommen; nur der köuigl. hannover'sche, der herzogl. braunschweig'-sche nnd del' Bevollmächtigte dcr Stadt Frankfnrt haben znr Zeit noch nicht zugestimmt; — die beiden Eisten, weil sie dermalen die Intentionen ihrer hohen Regierungen in diesem Betreff noch nicht kennen, — der Herr Bevollmächtigte fin- Frankfurt war der Einzige, welcher wegen der Vorlage 1j. principiell noch nicht sich verständigen konnte, wogegen sämmtliche übrigen Herren Bevollmächtigten (also die der Köuigreiche Vaiern, Sachsen, Württemberg, von Baden, beiden Hessen u. s. w.) sich dahin äußerten, daß dieses Endziel jel't schon nothwendiger Weise vertragsmäßig festgeseltt nnd verbürgt seyn müsse-Es herrscht fortwährend in der Conferenz ein Geist der höchsten Loyalität und das klarste Verständnis; des allseitigen Bedürfnisses handelspolitischer Elni-gnng zwischen Dentschland und Oesterreich. Tele g r aphi sch e Depe sch e n. * Veroua, i:l. Jänner. FM. Nadel'ky ist ans Venedig hierher zurückgekehrt. "Vti.za, !'. Jänner. Die zur Bewachung der hiesigeu Gebirgsgränze entsendrte Trllppenablhei-lung ist abberufen worden. - Florenz, 10. Jänner. Der Graf nud die Gräfin v. Trapani sind über Parma nach Venedig abgcreis't, mn daselbst mit ihren hohen Verwandte» znsammeuzn treffen. Turin, 12. Jänner. Baron Lionel Rothschild ist hier eingetroffen. Die Presigeschcommis-sion soll llneius geworden seyn, und namentlich bezüglich der Emigrirten eine Modification des Entwurfs beabsichtigen. Das Ministerium hat den Ban einer Verbiuduugseiseubahn zwischen Plemont und Saooyen bewilligt. Die französischen Bischöfe haben die leNte Broschüre des Prof. Nuyl; mit einem Kirchenverbote belegt- Das Gerücht vom Austritte De-foresta's aus dem Ministerium ist wieder auf-getaucht. 38 Feui lleta n. Franz Lad. Celako vsky's Die Weisheit des Slavischen Vol kes in seinen Sinnsprücheu Mit einer Sammlung populärer böhmischer Sinn re den. ( Fortsetzung.) n<:») (S. 278—292.) Die eilfte Abtheilung führt zu den Vorstellungen von Ge su ndh eil, Mäßigkeit, Diätetik; Krankheit, Arzt; Schönheit, Jugend, Alter, Tod; Anfang und Ende (S. 293 — 3l7) Die zwölfte Abtheilung bietet Sprichwörter dar über die Herrscher und die Regierungen, Hof dienst; Herrenstand, Untergebene; Bauern, Kaufleute, Kauf und Verkauf; Handwerke; geistlichen Stand (S. 318—337.) Die dreizehnte Abhandlung eröffnet das Gebitt der Sinnsprüchc über Recht und spricht von Gebrauchen, Gesetzen, Gerichten; Belohnungen und Strafen; Nichtern, Behörden, Knea., Frieden; Ge wissen Urwald einige Waldalleen, um einigermaßen im undurchdü'ng lichen Dickicht sich olienliren zu können, die beque. mern Fußsteige und Verbindungswege überließ er der Thätigkeit der Zukunft. „Wenn die Könige baun, haben die Karner zu thun." aber Könige legen auch gewöhnlich nur den Grundstein und ohne Emsigkeit der einzelnen Arbeiter würde es nicht (Stnn von Stein gesondert, und Stein mit Stein verbundm) endlich das geordnete wohnliche Gebäude geben, das doch endlich zu Stande kommen soll und muß. Nie mand wird allerdings trotz dcs Titels-. „Weisheit (oder Philosophie) des Slavenvolkes in seinen Sinnsprüchen« vin>«!<^l>s> m^xl» v i>i'l»lavl<:Il) in dem vorliegenden unschätzbaren Werk, elwa eine Anordnung nach einer gelehrten Cate-gorientafel suchen wollen, welche auf die urwüchsige und üppige Sprichwörterwclt aller Slaven, die zum ersten Male beisammen hier vor den Augen der Welt liegt, eben so wenig passen würde, als etwa ein mo derncs engbrüstiges Mieder auf die Gestalt einer vollen Aphrodite; aber einige präcisere Abgränzungen hattcn wir denn doch der Sache halber gcwünsch', obwohl wir die Schwierigkeit des neucn Unterneh-mens, ihrem Inhalte nack die Sprichwörter zu ordnen, gerne anerkennen. Es ist oft zu vieles Frcmd-aitige in einer Abtheilung beisammen, so kömmt der »Hunger" (V'l. A.) nur gezwungen unter die Neue, das Klugwcrden, unter Trost und Hoffnung vor; das „Handwerk« ist unter Genn'ilh, Witz, Narrheit, ein-gezwangt (Vll. A ), ja es kömmt speciell in der X!l. Abtheilung nochmals vor u. f. w. Die Uebelgänge sind allerdings im Werk silbst nicht so grell, wie sie in dcr Uebersicht von einem Begriffe zum andern zu s.yn erscheinen, denn das o>t unbestimmte und Vieldeutige eines Sprichwortes ballj im Werke oft Brük. ken über Abgründe, die dem bloß übersehenden Auge sich leicht verbergen: allein eine natürlich e-r e Anordnung aller Begriffe hätte denn doch dem Werke mehr inneren Zusammenhang und äußere Brauchbarkeit verliehen. Diese natürlichere Anordnung bestände etwa darin, daß man die Sache etwa unter neun Hauptrubriken, die jedoch in einc Menge kleinerer Rubriken zerfallen wären, gebracht hatte. ?»erst ganz wie bei Celakovkky warcn über Sprichwörter selbst und dann über Gott und Religion Sprich Wörter beigebracht worden, wobei jcdoch sogleich aus dcr XVl. Adl,l), Eelakovsky'ä zuerst rie heidnische Re-I gion und dcr daran hangende Aberglaube und My-tbos berührt worden ware, uin sodann auf die Spsichwö-ter zu kommm, die Moincnte der christii. chcn Religion, Bibel, Engel, Teufel u. f. w. besprochen. (Schluß ft'l^t.» Geucral <3avaignac. Die Laune des Schickfalö hat in demselben Augenblick, wo der Präsident Louis Napoleon einc, wie es scheint, unvermeidliche Dictatur in die Hand nimmt, seinen Vorganger im höchsten Amte der Ne^ publik iil dasselbe Schloß Hnn geführt, das Louis Napoleon fast sechs Jahre lang als Gefangener bewohnte "). Fast möchte man in dem Umstände, daß Cavaignac daselbst das ehemalige Schlafzimmer L. Napoleons bewohnt, eine persönliche Rache er. bllcken. Es mögen hier einige Details über General Cavaignac Platz finden. Er stammt aus einer altbürgerlichen Familie, von der schon flüher manches Glied den Degen uud die Fcder tüchtig geführt Scin Vater, Ildvocat zu Toulouse, ward kbgeord.-neter in den Nationalconvent, stimmte iür den Tod Des Königs Ludwig des Sechzehnten, erwarb den Generalsrang, focht am 5. October I795 neben Bo. »aparte und Barras an der Spitze dcr Convents-arinee gegen die Sectioncn und half den Convent retten. Nach der zweiten Restauration ausgewandert, starb er 1825 in Brüssel. Seine beiden Söhne erhielten von der tresslichen Mutter eine glänzende Erziehung. Eug^ie Cavaignac, der jüngere Bruder, geboren am 15. December >802 zu Paris, war schon >8^8 Stabshauptmann in, zweiten Genieregimente. AIs eifriger Republikaner bekannt, schickte ihn die Regierung nach Afrika, wo er seinen Namen bli schwieligsten Lag.u sehr ehrenvoll bekannt machte ,841 wurde er Oberstlieutenant, >8-l2 Oberst dcr Zuaven, 1844 Brigadegeneral. In Afrika kannte man ihn als den tüchtigsten Ossicier zum Organisi-ren und Administrircn; (sein Werk: «!)<' >" i'<^»'»"! l<'.V!"-<>»-" gilt für ein vortreffliches.) Als Comman dant der Unterdivision jührtc er sehr glückliche und 5> ^st. wic bräunt, u^dcr jni. wirksame Operationen aus. Ein Decret der provi-sorischcn Regierung vom 24. Febr. l848 erhob ihn zum Gencralgouvcrneur von Algier. Am 28. Febr. ward er Divisiunsgcncral; das ihm übertragene Kriegsportcfeuille lehnte er aber ab. Die Wahl des Lot-Departements rief ihn in die NationalversaniM« lung. Durch Beschluß der Erecutivcommission ward Eavaignac am «7. Mai zum Kriegsminister ernannt; am 23. Mai übertrug ihm der Präsident dcr Na< ti'onalversammlulig den Oberbefehl über die zu ihren» Schutze bestimmten Truppen. Bemerkennswerth ist ein Vorgang in der Kammer, hervorgerufen durch eine Interpellation über einen angeblichen Vorgang in Trcyes, wobei ein Infanterieregiment! „Vivt Louis Napoleon!« gerufen haben sollte. Eavaignal, als Kriegsminister, wußte nichts davon, hielt del» für unschuldig, dessen Name vorangeschoben wor> dm, svrach sich aber energisch aus, indem er »deM allgemeinen Abscheu Icden wcihtc, dcr mil frevel-haftcr Hand die Landcsfrciheitcn anzutasten wagt, oder auf die Leiden des Vaterlandes zu zählen ver« möge « Die veihangnißvollen Ereignisse des Iunl brachten die gesammte Erecutivgewalt in die Handt (Havaignacs; sie waren es aber auch, die, als es sich um die Wahl des Präsidenten der Republik handelte, ihm unseliger Weise eine starke Zahl Stim^ men entziehen sollten, so daß, wie bezeichnend tin geistreicher Staatsmann äußerte, Louis NapuleoN als der zweite Eandidat aller Parteien gewählt wurde, da keine Partei ihrcm ersten Candidate« die Majo» rität verschaffen konnte. Von den 7,4^6.25 2 Wah< lern sielen 5,534.520 auf L. Napoleon, und nul «,448 302 auf Eavaignac. Dieser legte seine Fnitt' lion nieder, mit ihm gaben alle Minister ihre Dl' >u>ss>o". (W. Kllg, Ztg.) M i s c r l l e u (Der (Vlaspalast in seiner jetzigen Ge stalt) Das Ausstl'IIungi'gcbaudc bietet jetzt ein^ eigenthümlich großartigen Anblick. Noch sind l»< Spuren der kolossalen Industlicwelt, die den Pa' last gefüllt hat, darin zu scheu: Die Vauholzpro« bcn aus Eanada in einigen Winkeln waren aus< reichend, um ein Paar respectable Linienschiffe tac' aus zu zimincrn; Statuten. Büstcn und NipP^ aller Att liegen herum, genug, um einige Musee" und Naturalien - (Zabinete des Continents rcichliäl auszusiatten, denn noch ist das Ausränmungswell nicht ganz vollbracht und namentlich haben sich d« fernen Wtllthcile damit ein wenig verspätet. 'Ml die ganze ungeheure Masse von Ueberblcibseln, M>t deren Wegschaffung eiu Paar Wochen vergehen dü'rs' ten, ist im Glaspalast kaum zu bemerken, so U»' geheuerlich erscheinen jetzt die Dimensionen desselben selbst dem vertrauten Wanderer, der Monate la«»l in seinen Gängen auf? und abzugehen pflegte, D^ Scheidewände zwischen den Abtheilungen sind gefal' len, und in nackter Feenschönheit stellt sich bis j^ das Gebäude an sich mit seinen zahllosen schlank^ Säulen und dem azurnen, in allen Krystallfardl" spielende!, Lichtdach dem Beschauer dar. Von hel^ an ist die Zahl der wachehaltenden Policemen >>>' Gebäude auf vier herabgesetzt. Das Erfrischung zimmer ist stehen geblieben und sieht wie eine klei"' Oase in einer schönen, aber endlosen Wüste cM Wann das Gebäude dem Publikum ohne Unterst geöffnet werden wird, ist noch nicht bestim"^ wahrscheinlich wird für die höheren Classen ein ^' tratag in der Woche gewählt werden, wo die ? lassung besondere Billets erfordern wird. (Verschiedene Ansichten ) Ein Branme'^ in Wnrzburq cngagirte jüngst einen neuen 2)^ knecht. „Du bist doch kein Spieler und kein ^'^ ker?" fragte der besorgte Hausherr. „Nie, "^'"^ nicht!" '- .,Kan,,st du auch ordentlich ^'" I,«i< ben?" -- „Und wenn's zwölf Maß wären, ^^ nigkcit! Unter dem thu' ich's nicht.« — Das '! entsetzlich," fuhr der Herr aus. — „Das si"b sichten! ci'.tqeqnete der b,,irischc Stoiker. ^^< Verleger: Ign. v. Kleinmayr und Fedur Vamberg. Beraittwortlichcr Herausgeber: Itt"> v. Kleinmayr. Anlmng M Fai!lac!)erSeituttH Telegraphischer (tours ° Vericht der Etaathpapiere vom 16. Jänner I852 Staalaschuldverschrcil'!!!!^» ^u 5 M. (in <5M.) 95 1/4 detto ^ ^ l/> , ,. «^ I Vlll Darlehen >mt Nnlosun« v. I. 183«, für 25N N. 2!l7 3/16 Neucs Anlchen !85l ^.iUul« ^...... U5 Vank-Actm,, vr. Stück 12!^> <» ^. M. Actiei, dcr Kaiftr FfrdinandS-NlNdbah» , «, zuiWUff. CM.......'5"» st.mE.M. Weäsel-iiours vom 16. Jänner ,852 Augsburg, für ION Gulden («ur. G.'ld. <23 ^ Vf. Ufo. Franlfur a.M.. ( für !20 >!.'""«"- ^ Ha"'b"'^''!?^'':!^7i"7iw!d.ii!.'^ i^:!' MaN r"w Fransn./. ^u!d. l^tt Äf. 2 M.u.t. N f!lr:^0ssra3'cn . . Gn!-. 1^ Bf. 2 Monat. Bukarest für l Gnldc» . . . para 224 ZI T. Sicht. K. K. Miinz - Ducatcn.....A<> pr. (zcnt. Agio, Gold- und Silb c r - (5 o »r sc u o >» 1^. I äuncr 1851. Äri.s. Geld. Kais. Mimz-D»catcn Agio.....— 30 1/2 dctto Nand- dtu „.....— 29 NapoleonSd'or >, ..... ^'^" Soilvcraiilsd'or „..... 17.2N Nuß. Impcrial „.....— 10-IN Fricbrichsd'or „.....^ 10-15 Gngl. Sovcraiugs „.....-- 1212 Silbtragio .........-- 2Ij 1/2 Fremden-An.mge der hier Ilngekummeue»» und Abgereiste» Den 10. Jänner 1852. Herr Krömnq, prellst. Stclierman» ; — Hr. Graf Stüin'er, k. k. wilkl. Geheimerath, — u. Hr. Sar-torio, GlttobtiH^r, samlin Familie, alle 3 von Trieft nach Wien. — Hr. Philapilsch, Gastwirt!), von Wien. — Hr. Kalaii^i/ Geistlich,!', — ll. Frau Nadlmqer, Oberlieut. Rechinlngsfiihrcrs - Gatcin, beide voi, Wien nach Triest. Den ll. Htrr Baron Basely, Prioati'. Liegl, Kaufmann, — u. H. Lasocky, russ. Glits--besitzn-, alle 3 von Triest nach Wien. Den 19. Hen' Weiß, Privatier, sammt Frau, von Gratz nach Triest. — Herr Pfilips, Rentier; — Hr. Nivahojovitz, russ. Hofrath, ^ n„d Hr. Kirsch, Handelsmann, alle 3 von Wien nach Triest. — Hr. Kohen, Handelsmann, von Triest nach Wien. — Hr. Eger, Beamte, von Gratz. — Fr. Ios. Gräfin von Guerieri, Private, — ll. Hr. Graf Mmiscalhi, t. k. Htammerer, beide von Vt'.ona »ach Wien. — Hr. Iu-lius Rey, Handelsmann, von Genua nach Wien. Den 13. He:r ?lnkerl, Ingenieur, von Wien nach Sessana. — Herr Schedl, Privatier, von Gral), — Frl. Calliano, Sängerinn, von Wie,,. — Hr. Kins-beeg, Privatier , von Gratz nach Feistritz. — Herr Wünsche, Fabrikant; _. Hr. v. Brandenstein, sachs. Ot'-fic!,r; — Hr. Kiaraj, Privatier, — u. Hr. Sartorio, Handelsmann, alle 4 von Wien nach Triest. — Herr Georg Canstable, Rentier;—Hr. Schiffer, Ingenieur, — u. Hr. Van Karneber, k. niederland. Hauptmani', alle 3 von Triest nach Wien. ___ Herr Carl Rigand, Handelsniann, von Udine nach Wien. Ver;eichniß der hier Verstorbenen. Den 9. Jänner 1852. Thomas Trebar, Parapluiemachergeselle, alt 24 Jahre,— uüd Hr. Doctor Victor Hudovermg, Secun-dararzt an der medicinischen ^lbtheilung, alt 37 Jahre, Beide im Civil^Svital Nr. I, an der Lungclisucht. Den l0. Gregor Kothar, Institutsarmer, alt 89 Jahre, in der St. PeterS-Vorstadt Nr. 82, am Neroenschlag. Den ii. Valentin Frischl'ouz, Taglöhner, alt 29 c, ^ ^^' an der Entartuna der ^ ^ ' ,^ ?"" 5a"' ^""^ Zurchaleq, k. k. Staats, buchha tm'gs.ngr°s,.sten, sei., Ki.,d weibl chcn Geschlechts, nochgetauft, .n der Ntadt Nr. 193, wdtgeboren. «° o^" ^'^^^ ^"Unschek, Ta löhner, alt 58 Jahre, in der Stadt Nr. 62, an der Lunqenlah^ mung. — Mathias Dornla, 3'Mmermann alt 4, Iahie, in der St. Pcter^Vorstadt I^- z., ' ^„ her Brustmasse, sucht. "^ De» 13 Dem Hrn. Carl Wolf, k. k. .Nats Büchsenmacher, sei» Kind Maria, a!t 4 Monate in der St. Peters.-Vorstadt Nr. ,28, am Zehrsiebe!'. — sZ. Laib. Zeit. Nr. II v. i7. Jänner IS52.) Joseph Theneischuh, Hafnergeselle, alt 35 Jahre, lm Civil-Spital Nr. 1, an der Abzehrung, Den 14. Hr. Philipp Jacob Kasilister, pens, k. k. H.inptzollamrs ' Official, alt 63 Jahre, in der Stadt Nr. Il)l, an der Brustwassersucht. — Dem Franz Novak, Wirth, sein Kind Franz, alt 7 Wochen, m dcr Scadt Nr. l2I, an Fraisen. Den 15. Hr. Paul C^erniuz, Cassier bei der VerzehrunassteueiPachtung, alt 38 Jahre, in der Gra-discha.Vorstadc Nr. 20, an der Abzehrung. XXVI. Verzeichnis der in Folge A'ufrufcs des Herrn Statthalter» <*usdav braten v. Cliortnsky vom t8. oiov, »«ill — l^cuv. ^tg. Mr.267 vom j ^tt. d. M.) eingelangten milden Beitrage für die durch wiederholte verheerende Hagelschläge und Mißernte in Nothstand versetzten und von Hun-gersnoth bedrohten Insassen des Tschernembler und Möttlinger Bodens. (Hingegangen bei dem k. t. Statchalterei.Präsidium .) 0. der Ortsgemeinde Prevoje . . 3 fi. — t>. Hierzu die Summe des 25. Verzeichnisses in Nr. 9 der Laib. Ztg. 18000 « 38 « Totalsumme: »8003 fi. 38 kr Berichtigung: Im 20. Verzeichnisse dieser Sammlung in der Laib. Ztg. Nr. 7 vom 10. Jänner wurde falsch gedruckt: »Das Ergebnis; einer vom Gemeindeooistande in Stein veranstalteten Sammlung", ferner: „Daö Ergebniß eines in der Pfarrkirche zu Stein veranstalteten Opferganges«, statt: »Das Ergebniß einer vom Gemeindevorstande zu Voditz veranstalte-ten Sammlung" und »Das Ergebniß eineS in der Pfarrkirche zu V od »tz veranstalteten Opferganges.« XXII. Nerzeichniß der in Folge des Aufrufes in der Laibacher Zei< tung Nr. 2" __ " ' » )lnton Moschet . . . 2 ' __ » ?lnton Millauy . . ^ __ ' 20 " ,, Anton Ka»z . . . z ' __ » Ludwig Sor-.e . ^ ^ __ ' 30 " » ^acob Perenizh . ' y " " " W.Icher . . . . 5 » — » « Thoinas Kan,oi>z ^ . __ „ Anton Lauritsch . ' ' , ' __ " » M. Koren . . ' ' 2 " _ !>' » Anton Klemenz. Caplan , " — » Matth. Kerschmanz, Priester ' " in öoitsch . . ^ , __ v. einem Ungenannten . ' ' __ " ., " v. Frau Iosepha Ä)?arkel ' ' , " °" M.t der Widmung sür die Verun^ ' " " " glückten des Laaseithales: v. Hrn. Matthäus Dollschein . 5 ^ » Johann Marinko, Pfa,,-^ ' 3 ' ___ " v. Frau Ursula Gerdadounit . ' z " __ " 0. Hrn. Peter Schliber '. ' , " " » ?l>tton v. Redange ^ , " __ " » 'Andreas Grabreina . __ ', >0 0. einem Unaenannten . ,- 0. e>»em Ungenannten . . __ 20 Mit der Widmung für das Plam'nathal: v. Hrn. Matchans Dollschei,, .5 — « „ Peter Schlöber . . ' l » — » v. einem Ungenannten . ' __ 15 » v. Hrn. ?lndreas Grabreina . . — ^ 10 '., v. eincm Ungenannten . . __ „ ,y ^ v. einigen Insassen zu Maunih . 2 » 3l'/«'> Summe: 49 fi. __ kr. Hierzu die Summe des 21 Verz l074l » 2^/^ Tolalsummc: 10790 fi. 23^^!. Z, 63. (1) An dle verehrten Mitglieder des Casino - Vereines. Nach § 27 der Vereins-Statuten sind die Casino-Aclträge vierteljährig « ,, l i eil.»2 to an dcn Vercins-Ciiffier einzuzahlen: Nachdem die Direction für die Folge diese statutenmäßige Bestimmung aufrecht zu erhalten sür nothwendig findet, so werden die verehrten Mitglieder des (Hasino-Vereines ersucht, die auf vas Erste Quartal 1852 entfallenden Beiträge bis I Februar l. I. an den Vereins-Cas-sür Hrn. Andreas Bouoan einzuzahlen, welcher dieselben täglich in den Nachnnttagsstunden von t kis 5 Uyr im Casino-Locale grgcn Quittung >n Empfang nimmt Die auf du weiteren drei Quartale d. I. .'nlfallendcn Bcitrage werden gleichmäßig läng« !ien6 bis l. Mai, I. Juli und I. November 0. I. zu berichtigen sryn. Fern.rs werden jene Vcremömit^lieder, w.lche mit bereits verfallenen älteren Beiträgen im Ausstande haften, unter Hinweisung auf den § 28 der Eratuten, auf die Einzahlung des Rück» standcs erinnert. Von der Direction des Casino-Vereines. öaidach, am 12. Jänner 1852. 3. 54. (2)^ Nr?2^ Kundmachung. Weil bei dem eingetretenen Thauwttter der Schnee von den Dachern plötzlich herabzurutschen beginnt, und dadurch Gefahr gegen die körperliche Sicherheit herbeigeführt wird, so werden alle Herren Hauseigenthümer erinnert, den auf ihren Dächem noch befindlichen Schnee sogleich abzuschaufeln. Magistrat Laibach am 15. Jänner 1852. Z. (»2. ' ' Pfandamtliche Licitation. Donnerstag den W. d. M- werden zu den gewöhnlichen Amtsstun-den ln dem hierortigen Pfandamte dle lm Monate November 18Z0 ver-scl^ten, und sclther weder ausgelösten noch umgeschriebenen Pfänder an den Meistbietenden verkauft. Lattich den 15. Jänner 48Z2. ?. 53, (1) Gin Topha nebst « Hesseln, ^ut erhalten, sind wegen Mangel an Raum billig zu verkaufen oder auch zu verleihen, ^^irage^bei I. Giontini. Z. 59. ^^ MW' Eine ganz neue und ungebrauchte Tuchet, mit den feinsten Schwanen - Pstaunu n ist nm <5 fl. C. M. zu verkaufen. Näheres im Zeitunas-Zomptoir. 3- 23. (2)------------------------ Annonce. ^ In der Zuckerbäckerei des ^ohannMarolanisel.Witwe, Nnd durch den ganzen Fasching, alle Sonn- und Feiertage von 11 Uhr Vormittag bis 3 Uhr Nachmittag, frisch gabacwic Krapfen zu haben. 6N 3t a ch st e h e n d e wünschen zum neuen Jahr 1852 allen ihren hochverehrten Gönnern und Freundcn Glück und Segen von Gott dem Geber alles Guten, und haben sich durch Lösung der Neujahrs-Billcten für die Armen von allen sonst üblichen Neujahrswlinscho» losgesagt. Anmerkung. Die m,t Tternchen Bezeichneten haben slch durch Abnahme besonderer ^rlaßkartet, auch von den Vlücrwiinschen zu Geburts- und Namensfesten D das Jahr 1832 losgesagt. _________ ' (Schluß.) ^ * Herr l),-. Johann Chrlstian Pogazhar. _ ,> ?l!,dr. Olegol ilsch, I. Stadc.Wllndai-zt, s. Familie. — " Ioleph Paulil,, Meicantil-Holzhaildler. — Flau Theiesia von Ruß. ^ Herr Michae! Stare i» Mannsburg. '* » Iohaiii, Stare, ebenda. " » Joseph Etarre. " Familie Holzcl. ^ Herr Anton Freiherr v. Zois sammt Familie. * « Georg Freydeiger sammt Familie. Z. ^9. (l) ^is 46l, O d i l f. Aon dem k. k. Nezilksgclichl« Laibach l. Eectioli wi»d d«kannt gemacht, daß fl'il d.'n vom t. k. ^,m-desgerichte Laidach wegen gtlichllick «ldobeneil Blöd-linnes unler ()ulät handelt, so wnd man te» Nuhen einer Hlfiiidung zu windigen wisse» , welch, olle Vortheile deS bisherigen Systems der Sr'l'alfede, i, ohne viele ihrer Nachtheile zu bieten im Stande «st D>e Spiralfeder, wie sie d,5her ,m Gebrauche ist, windet slch gewöhnlich in hohlem Cylmder oder Schlieckenfonu empor, mid entbehrt dadurch, weil l,de einzelne Srirale im Momente des Niederdrücke»« keinen festen Anhaltspunct hat, eine der Haupibedüi-ftUl'ge» dauernder Elasticität. Es ist deßwegen gail^ gewöhnlich, daß Meubel oder überhaupt G.genstande, deren Elasticilat dlüch Spiralfedern bedingt ist, diese „ach lange'em Gebrauche verlieren, wahrend es gerade einer der Hauptvorzüge dieser neuen Spiralfedern ist, daß die Spannkraft. selbst bei dem «roßten anf fie wirkenden Drucke ungeschwäckt anhält. Man kaun es deßhalb mir eine sehr glückliche Idee nennen, diese neuen Spiralfedern in einen Nah me»» und zwischen Gmte gcspamu, al) Vettel« satze, statt deu gewöhrilichen Unterlagen der Macrazen, der Strohfäcke zu verwende». AbgeschtN davon, daß das Bett dadurch eiue Glasticita't gewianc, welche es sonst auf keine ankere Weise erlangen ta»n, daß feiner ein lolchei Betleiüsatz sc^on allein der eige»-lhülnlich construirten Sriralen wegen ei»e sehr lange Dauer bietet, so dürften noch die Rücksichten der Reinlichkeit und rorzugzweise der Billigkeit eines solchen Belles sehr bedeutend zur großen Verbreiciuig dieser neuen Erfindung beitragen. Man muß auch »ui ein Mal einen solche» Beltemsaß besichtiget und dessen wohlthuende Wirkung versucht haben, u„d man wi'd gewiß dieser fi»r>uug, welche durch die große Villigkeit eben so gut dem minder Begüterte!,, als ten, Reichen zuganglich ist, d<:s ver-d>en:e Lob erch.ile», daher auch mit Gewißheit ;u e>wait,,, ist, daß diese B.'tteinsäye auch bei lnis d!e bisber gebräuchlichen Sliohsäcke u»d Seegrasmarrazeu verdrängen werden. E>i,e dünne Matra^e, auf den B.cc einsah gelegt, »cicht hi», um für eine l^nge Reihe ron Iahlen ein vollständig elastisches Bett von dei größten Volltonnncnheit und Weichheil, mit Fernhal-luug alles Uügeziefels, zu e-halcen, welches «cch lnS-besondere für Kranke, be, welchen das Ueberbetcen m,t den gewöhnlich,,, Ecrchsacken oft so schwierig, und doch so wünschenswerch und ucthwendig ist, nicht genug empfohlen werden kam,. Fü< die Erzeugung besagter Spiralfedern m Oesterreich ist die Fabrik deg Hrn. V. Pleiweiß in Mödling (Cou,pt°ir i„ Wien, WoNzeile Nr. 778) privilege. Die Spiralfedern köimei! jedoch auch m Laibacb durch die Franz V. Souvan'sche Handluüg bezogen wer^e» so wie Herr Tapezirer Naglas ii, Laibach (neuen Markt Nr. l7l) aus den aus dieser Fabrik bezöge, „en Spiralfedern die oben angei ühiliten Vetteinsätze bestens vel fertiget, bei den, solche Erzeugnisse sammi dslll Pieise täglich eingesehen werden to'ime». «) Die Redaction vertritt weder Mist noch Form dtr unter dieser Rndril lrschienlntn Aussatz»'. * Herr Franz Rudesch, G»tsbesltzei. — " Joseph Pfeifer, k. k, SceucrcIuspect?r,s. Frau, — " Ios. Hotschevar, Präfect iin füistl. Aloistanum. — ll<,8z»0n Iaßen, Bez. Feistritz in Imierkram. ^ » Johann Nep. Schaffer, s. Tochter Albliia. — ,1 lis. Strupi, sailnnc Gcmalin. * » Raimund Iabornegg v. Alcenfels, Stahlge.- werksiilhaber in Neumarkcl, saunnt Fainilie. * Herr Leopold Wieland , k. k. Finanz.-Coneipist iu Tliest« * „ Graf Carl von Hochemvart. ^ Frau Gräsin von Hocheuwart. * Herr 'I'iuceuz Velasti. * Frau Aloisia Velasti. Für sämmtliche Glückwunsch - Erlaßkarten si>^ 4l9 fl. 55 kr. eingegangen, wofür die Armen-In6>' tllts.Commissiou im Name» der Armen deu benannte» Wohlthätern ihre» Dank abstattet. »5. M. Nnrger, Bm germeister. _^_______________________________^____^_____________________........_____« zölllges Bauholz, ) /i0 » '^« .. i im -7^ " ' ?^ " / bearbeiteten 'U I :^ ,1 ^ Zustande. ^161 Stück Dachlatten, 43t) ^. „ ^. zöllige Bretter, 85000 „ Dachziegeln. Ferner werden annoch veraccordlrt dic Lieferung von 550 Cublk - Klaftern Bruchsteinen, 550.000 Stück gebrannte Mauerziegeln, 7.300 Metzen Kalk, 20.000 « Sand, 440 Cublk: Klafter Erdbewegung, 3070 Cubikschuh feuerbeständiges Material, bestehend in O^ stellsteinen und feuersten Ziegeln. Dle betreffenden Baupläne und sonstigen Bedmqmsse werden ^ Rude bei Szamobor durch den Bcrg- und Hüttenverwalter Herrn Car' Funk den Herren Bauunternehmern vorqelegt, welch letztere lang^ stens bis Ende Jänner d. I. ihre Offerte einzudringen belieben- 3. 58, (l) ,^ Licitation des k. k. Ingenieurs Cichler am Bahnhofe. Am 22. des l. M. und den nächstfolgendem Tag werden zu den s^ wohnlichen Licttationsstunden sehr gut erhaltene Möbeln, Auster, Spleg^ lldren, Gewehre, so wie auch KücheneinrlchtungSstücke und GeschO nebst andern uneingetheilren Gegenständen, gegen gleich bare Zahlung " die Meistbietenden veräußert werden. _________________________________________________________^ Z. 3!>. (2) Böslauer Schaumwein/ (Inländischer t^DN«zHPNA«RN5) so wie auch verschiedene Gattungen österreichischer, steirischer und ung^ scher Extra- Weine in Bouteillen, sind sowohl in qroßen als aust)' kleinen Parthien bei der Unterzeichneten zu billiasten Drelsen vorräthig' «F. « . ^KFFFFSR'F/e M'. 'sä'^' Wohnt neben der Schust.rbrücke, im Gllstav Heimal"" Hause Nr. 23t, im »ten Stocke links.