»«hlßi». »U«! str ZU»." «r. R«S To««tag, S«. A«g«st tSSS. VII. Jahrgang D» .«»«b-rg««rsch-int le^i, S°ni,,«g. M«»w°ch und »«>«»«. P'tise - str Mardurg: g°>i,>SH»ig « hxIbiShri« Zfl.. vi.i«.Ijöh,i° l?. ö0 «r: str Suftellmia m« Ha», m°»«Mch l0«r. - mit »»Vvnfendung: «-«„»hng h-lbiöhrig 4fl.^ dur,el>SH'i» Z Die -in Mal gelv-lt-iit S-imondieile wird bei einmalig« «insch-I«»»-_mit I», be, Mimaliger mit lb, kl dnimaiiger m>« Zv k. I>»rechnel> wo,» sür jedetmalize Sinschattiing »v tt. Zns«r»«en.SI-m»elgebahr Zur Geschichte iies Tages. Während dierumSnische Regierung von Sübitikeit gegen Oesttrreich und grantreich überfließt. HuldigungSgkstmdte herumschickt, ihre verleumdete Unschuld betheuert. rüstet sie mit allen eigenen und ihr von Preußen und Nußland zur Bersügung gestellten Mllteln zum Kriege. Nicht allein hat dieselbe schon jetzt den vollen Bedarf von Waffen sür die Miliz und die Rationalgardr. sondern fie bekam nicht unbedeutenden Au« wachs an jenen Waffen, welche fi« Oesterreich in Baten abgejastt lzattk und die auch den bulgarischen Freischärlern gedient haben heute wissen wir. daß sie aus Umwegen über Rußland 50,000 preußische Gewehre bezogen. 3n den Regierungs» und militärischen ltreisen vön Paris ist man ziemlich betroffen über eine Nachricht aus Rom. Ein preußischer General, der seine Ausgabe gar nicht geheim halte, befinde fich augenblicklich in der ewigen Stadt, um die neuen, von den fran-Mschen Ingenieuren angelegten Besestigungswerke derselben zu ftudiren. Er sei indeß wenig mit denselben zufrieden und liezeichne daS ganz, Dreieck, das aus der EngelSburg. dem Avrnlin und dem Gianieolo bestellt, als falsch angelegt. Das Fort auf dlM Aventin tann von den übrigen Werten aus nicht bestrichen werden und muß so dem Feinde leicht in die Hände fallen. Seinerseits aber beherrscht eS die ganze Stadt mit sammt seinem Dreieck, so daß dieselben sich einem Feinde, welcher den Aventin besetzt hielte, auf Gnade odrr Ungnade ergeben miißtcn. Dieses Urtheil eines preußischen OsfizierS berührt in Paris um so unangenehmer, als man stch gerade auf die römischen Befestigungen viel zu Gute that und General Dumont. der dieseltien angelegt, als einer der ersten Ingenieure in der sranzökschen Armee gilt. Ein Theil der französischen Regier un gSpresse besingt den Frieden, ein Theil predigt wülhenden Krieg. „PayS^' hält den Augenbtlck sür geeignet, auf die in ihm zur Ueberzeugung gewori>ene Idee zurückzukommen, daß eS für daS Kaiserreich kein anderes Mittel gebe, seinen ruhmvollen Ueberlleferunger treu zu bleiben, als daß eS so bald als möglich Preußen den Krieg erkläre. Der Friede sei keine Lö« sung. da er unmötilich von Dauer sein könnte; man möge daher bald zuschlagen, denn dieSmal würde noch Ein Feldzug genügen ; wenn man dagegen noch länger zögere, so würde man sich vielleicht zu hundertjährigen Kämpfen gegen die neu erstelzende Macht Preußens verurtheilt sehen. ..Preußen^', schließt Paul de Cciffagnae. Ritter der Ehrenlegion seit dem 15. August 1868 und RegierungS'Kandidat für die bevorstehenden Wahlen. „Preußen ist nicht blos der Erbfeind Deutschlands, sondern es ist anch der Erbfeind Frankreichs." Ans Petersburg wird geschrieben, daß die ruffische Regierung bezuglich der Erwerbung eines norwegischen Hafens zu verhandeln suche, der wegen deS Golfstromes nicht einfriere. Die schwedifche Preffe soll darüber sehr aufgebracht sein, jedoch wiffe man nichts Genaues über den ruffischen Plan. Gege« die BerzehrUugssteuer. Marburg. 29. Auguft. Im niederösterreichischen Landtage ist die Berzehrungssteuer zur Sprache gekommen — ist als eine Hauptursache des verminderten Wein« abiatzes die jetzige Einhebung dieser Steuer bezeichnet und beantragt wor-den. zuständigen Orts aus schnelle Abhilse zu dringen. Eine gründliche Abhilse vermögen wir nur in der gänzlichen Auf-Hebung dieser Steuer zu erblicken. Lebensmittel zu besteuern, ist ein Verstoß gegen den obersten Grundsatz der Staatswirthschast. daß die Nur. ger nur nach ihren Krästen. welche das Gesammtergebniß ihres Vermögens und ihrer Thäligkeit sind, und nur in gleichem Maße beitragen sollen zum Haushalt des Staates. Lebensmittel durch die Besteuerung zu ver-theuern, ist auch ein Verstoß gegen das oberste Gesetz des volkswirthschaft« lichen Verkehrs, nach welchem nur Angebot und Nachfrage den Preis einer Waare zu bestimmen haben. Die Besteuerung deS WeineS zumal ist es. ivelche die Weinländer und besonders die untire Steiermark schwer trifft. In Ländern, wo die Rebe nicht gedeiht, wie zum Beispiele in Kärnten und in der oberen Steiermark, hat der Gastwirth in Folge der Berzehrungssteuer blos 1)en Eine Nacht in Missouri. trwuernng eine« amerikanischen Freiwilligen. (Schluß.) Ich will kurz sein in meinem Schluffe. Al» wir die Rebellen anS der Gegciid von Werner» Farm Vertrieben, ohne daß eS mir mötillch gewesen wäre. daS mir so denkwürdige HauS wiederzusel)en. hatte der Alte seine bis dahin unterdrückte Sympathie sür die deutschen Unionsstreiter offen gezeigt, während sein Sohn, sein GeburtSrecht als Amerikaner Hölzer schätzend als seine deutsche Abstammung, mit den Sezessionisten geflüchtet war — und Maggy hatte nicht angestanden, ihren An:hril an meiner Flucht zu bekennen. Beide aber hatten ihre OfflNheit bald genug schlimm zu bereuen gehabt. Die deutsche Hauptmacht hatte sich nach andern be-drohten Theilen deS Staats wenden Mffen. und schnell darauf waren auch starke Streifkorps völlig verwilderter Menschen von Seiten der Re-bellenmacht erschienen. AlleS plündernd und niederbrennend. ivaS als Eigenthum der unionStreuen Bevölkerung galt, schändend und mordend, was von dieser ihr in die Hände fiel, und der alte Werner, welcher noch zeitig genug gewarnt worden, hatte dos Schlimmste sür sich nicht abge-«vartet, sondern sein Geld und ivas sonst noch zu ntten war. gerettet und sich dann mit seiner Tochter nach St. Louis geflüchtet. Es war !)lt höchste Zeit dazu gewesen, denn von Nachkommenden hatte er schon unter-Wegs Vernommen, daß bei der Ersteren Abreise von seinem Hause nichts als die rauchenden Ruinen übrig gewesen seien. Es vergingen drei Monate, in welchen ich mit der Familie, die sich vorläufig in ein BoardinghauS einquartiert, in stetem engen Bertehr blieb, in tvelchen aber auch mein Berhältniß zu Maggy völlig reiste, ohne daß eS mir indessen gelungen wäre, eine gewisse RückHaltung des Alten gegen mich, die sich besonders in einem steten bestimmten Ausweichen zeigte, sobald er vermuthen mochte, daß ich mich offen über meine Gesühle sür seine Tochter auszusprechen beabsichtige, zu besiegen — da hatte Weener unter den oft eingebrachten Gefangenen von der Rebellenmacht eines TageS einen jungen Mann auS seiner Gegend erkannt und von diesem erfahren, daß sein Sohn bereits vor einem Monate in einem der kleinen, aber stets mörderischen Gefechte geblieben sei. und als ich an diesem Abend in seine Wohnung tam. sah ich »osort. daß etwaS Besonderes mit ihm und Maggy vorgegangen sein müsse. Das Mädchen, welche ihre rottigcweinten Augen Vergehens verbergen zu wollen schien, raunte mir zu. über nichts zu fragen und mich heute nicht lange aufzuhalten; als ich aber am nächsten Tage unruhig wiederkehrte, theilte mir der Alte in voller Fassung selbst das Geschehene mit nnd fügte hinzu: „Er hat un-recht an seinen Eltern und Großeltern gehandelt — aber dennoch hätte daS, was da zivischen Ihnen und Maggy besteht, nimmermehr gut ge« ihan. ivenn er einmal wieder heimgekommen wäre — er hatte einmal die Farm zu übern»hmen. und ich konnte deshalb nicht 3a zu dem saj'.tn. was ich längst über Ihr Berhältniß zu meiner Tochter wußte. Wollen Sie jetzt, wenn wir erst einmal den schweren Verlust in unsern Herzen überwunden habei,. mein Sohn werden und. sobald die Zeilen ruhiger sind, mit unS hinaus aus'S Land ziehen, so habe ich nichts da-wider — rnein letztes Kind aber kann ich nicht ganz von mir geben unl^ will auch da sterben, wo ich fast jeden Baum selbst gepflanzt und wo ich bis jetzt meine eigentliche Heimat gesunden habe."-- Maggy ist heute mein süßes Weib, in welcher ich neue Schätze entdecke und der Zeit, welche der Alte herbeisehnt Mich zum wohlhäbigen Farmer machen soll, sehen ivir hoffend wenn wir Gott für etwas danken, so ist eS vor allem er uns in einem geschützten Asyl zusammenakführt und uns lichereS LooS b.^reitet hat. als den vielen Tausenden, deren und Famllienglück in diesem unglücklichen Kampfe für immer gerichtet worden ist. jeden Tag und welche entgegen— dafür, daß ein ertrag' Wohlstand zu Grunde Nachtheil, dcß der Wein nur um höheren Prei» ausgeschenkt werden kann, daß der Gast wenister verzehrt und die Einnahme geringer ist. Der Gast aber muß wegen deS höheren Preises sich einschränken, muß auf den vollen Genuß verzichten — des ungeschmälerten Mittels zur Erholung nach den Mühen de» Tages, der Erfrischung und Stärkung zu neuer Arbeit entbehren. Wenn aber der Weinbau ein Zweig der Bolkswirth' schaft ist. wenn er der bedeutendste Zweig derselben ist. wie im steierischen Unterlande, so erwächst diesem au» der Nerzehrungssteuer der ungeheure, unberechenbare Schaden des geminderten Verkehrs. Der letzte Wein« bauer im steierischen Unterlande klagt, daß der schlechte Absatz oes Wei« ne» nach Kärnten und nach der oberen Steiermark zum großen Thelle seine Erklärung sindet in der Verzehrungssteuer: ohne di^se Steuer würde viel mehr WeiN verkauft, als unter dem jetzigen Drucke derselben, weil die billigere und trotzdrm gleicht^ute Waare mehr Abnehmer hätte. 3st aber die VerzehrungSsteuer als solche nicht länger haltbar, so erscheint die Verpachtung derselben vollends verwerflich. Durch diese Art der Einhebung stellt sich der Staat nicht nur ein Zeugniß der Unfähigkeit auS. er verletzt auch eines der unveräußerlichen Bolksrechte — das HauSrecht. welches dem Pächter und seinen Ange-stellten preisgegeben wird. Der Staat macht durch die Berpachtuni; die Steuer, die nur ein Beitrag seiner Genossen zum allgemeinen Bedarf sein soll, zu einer Quelle der Bereicherung für die Pächter. Der große Ge« winn der Pächter ist die Summe all' jener Beträge, welche die Pflich-tigen gezahlt und welche der Staat nicht empfangen — und doch »st's eine berechtigte Forderung de? Staatsbürger, daß ihre Stenern so unge-theilt als möglich dem Staate zu Gute kommen. Die Verpachtung der Berzehrungssteuer hat namentlich die Volks' wirthschast in der unteren Steiermark geschädigt. Kärnten und daS steie-rische Oberland find die natürlichen Absatzgebiete des untersteierischen Weines — Kärnten und das steierische Oberland »varen auch die Gegen« den. wohin die meisten Weine des Unterlandes geführt worden. Wenn jetzt Kärnten und die obere Steiermark weniger von dieser Waare be« ziehtN. so ist großentheil» wieder die Belästigung durch die Angestellten des Pächters schuld, welche die Gastwirthe bestimmt, lieber Schnaps und Bier zu vtrzapsen. Die betrübenden Wirkungen dcs überhandnehmende« SchnapStrinkens — die Branntweinpest. zu welcher die Keime bereits gelegt sind — hat. nebenbei gesagt, ebenfalls der Staat auf seinem Gewiffen Das einzige Mittel, die Berzehrungssteuer als solche halbwegs er-träglich zu machen — die Abfindung — ist weder durchs Gesetz dem Zwecke gemäß geordnet, noch wird dieselbe durch die BolUiehung dieses Gesetzes geföidert. wie eS die Steuerpflichtigen wünschen. Die Abßnduug für die Zeit bis zur Abschaffung der Steuer müßte nach Gemeinden be« antragt und versucht werden, und tvürde sich die Eintiebung nach tarif« mäßiger Beschreibung durch den Ausschuß der Gemeinde empsehlen. wenn ein »vergleich mit den Besteuerten nicht abgeschlossen ivorden: bei der Ab-sttmmung über den Vergleich mtschiede hier wie in allen parlamentarischen Verhandlungen der Wille der Mehrheit. Der Urbergang. von dem wir heute sprechen, muß rasch vollzogen werden. Alle Bedenken gegen diese Steuer führen ja mit rechtlicher und wirthschastlicher Nothtvendigkeit zu drr Forderung, daß die Verzehrungs-steuer fallen muß. DaS österreichische Ministerium arbeitet jetzt an einem Enttvuif zur Reform der Steuern. Die Regierung, welche einen Rechts-staat lenken »vlll — die Vertretung, »velche dieser Regierung Ziele sltzt und Mittel bewilligt, kann die fragliche Belastung des Volkes nicht sort» bestehen lassen. Ülmenrausch und Edetweiß. Voa H. Schmid. 1. AmScharten-Kaser. Drob'n auf die Berg da saust der Wind. Der Bach drunt' in der Klamm: Und Wind und Wasser. Berg und Thal. Wie kamen die wohl z'samm ! So klang eS von einer der höchsten Höhen deS Steinberges lustig in den blauen, herbstlich klaren Aiiendhimmel hinein. Die Sängerin saß an eintM vorspringenden steilen Berz^abhang auf einem mächtigen AelS' block, zu dessen Füßen anS schaucrvoller Ticfe die Gipfel deS hundertjäh-rij^en TannenlvaldeS emporragten, der die Mitte deS Gebltj^s umgürtet Hart daneben, durch eine Lücke in den Bäumen öffnete sich ein Ausblick in den schmalen, schon dunkelnden Thalgrund der Ramsau. aus welchem die Ach. vom Hintersce heranrauschend, hie und da flüchtig durch die Ahornkronen ihrer Gestade aufschimmerte. Gegenüber stiegen die schroffen Geivände der Reiser Alm und die riesigen Mühlsturzhörner in das Abend-roth empor, das aus den k,ihlen und grauen Hänptern schimmerte, ivie eine Rosenkrone auf ein^r Greisenstirn. Es waren nur noch die letzten Strahlen der untergehenden Sonne, welche die obersten Schrofen und Grate erreichten; tiefer hinab verdämmerten schon die Risse und Spalten der Felswände mit den Säumen des WaldeS. tvährend eS auf dem Steinberg selbst und um den Sitz der Sängerin bereits tiefer dunkelte; die Strahlen drangen nicht mehr über seinen geivaltigen Rücken, nnd die mächtige, scharf gerissene Scharte in demselben. daS Denkmal eines vor Jahrhunderten dort abgegangenen ungetieneren Bergsturzes, ra^te scharf gerändert und schwarz in den darüber verglühenden Abendhimmel. Bei-nahe völlige Nacht lag hinter dem Mädchen auf den zerstreuten Alm-Hütten, aus deren offenen Thüren von fern tzer die rothcn Heerdfeuer loderten. Weit und breit war eS einsam und stille, nur einige verspätete Bergraben schwebten mit gemeffenen Flügelschlägen dem Walde zu; der Vemischte Rachrichteo. (Eine deutsche Liedertafel in Amerika.) Zu Niaga-rafalls in Amerika hat sich eine deutsche Li-dertaftl gebildet. Unter den Mit,gliedern deS leitenden Ausschusses befinden sich zwei Oesterrricker. nähmlich Max Bruck aus Prerau in Mühreu und Anton Iänisch au« Wien. Letzterer war in Wien durch einige Zeit alS Herausgeber der Oesterreichischcn Militär-Korrespondenz thätig und ging im Jahre 1864 über Paris als militärischer Berichterstatter nach dem amerikanischen Kriegs-ichauplatz. vertauschte aber diese Stellung daselbst bald mit jener eines Hauptmannes im Gencralstabe des Nordheeres und wurde nach Beendigung des Kriege» nach manigfachen wechselvollen Schicksalen Arzt zu Niagarafalls im Staate Newyork. Die Liedertafel, welche den Wahl-ipruch des Wiener Männnergesant^vereins: „Frei und treu in Lied und That" gleichfalls alS ihren Wahlspruch angenommen hat. besteht auS dreißig Mitgliedern und ist sehr eifrig. (G et r e i d ema rkt.) Dem „Bund" »Verden aus Paris hierüber Mitthcilungen gemacht, die Würdigung verdienen. Der ganze Süden Europas hat tvegen der Trockenheit fast nichts geerntet. Spanien wendet sich bereit» wieder an die Einfuhr und Italien ist kaum beffer daran. Die Einkäuse dieser zwei Länder in Marseille bewirken die hohen Preise aus diesem Platze und lasten stch auch in Bordeaux verspüren. Die Ernte in Algier blieb weit hinter dem Bedürfniß und wird spätestens im Jänner schon erschöpft sein. Für England, Holland. Belgien und die Schweiz besteht ein Abgang von 30 Millionen Hektoliter. Auch Frankreich tvird sich bei der Erschöpfung der Borräthe nicht selbst.genügen können. Der Weizen wird also in ganz Europa ziemlich selten und theuer bleiben. (Güter der todten Hand) Da» Erzbisthum Olm^ hat 300800 fl. jährliches Einkommen, das Prager 71,686 fl., das Prager Kapitel 80.000 fl. das Bisthum Linz S7.250fl.. Klosterncuburg1S8.000 fl.. Herzogenburg ö1,000 fl. St. Florian 9ö.000 fl.. Die Kreuzherren in Prag beziehen jährlich 54.000 fl.. die Prämonstratenser in Schlögl 52.150 fl.. in Tögel 223,000 fl.. die Barnabiten in Wien 54 450 sl.. die Benediktiner in Melk 1S0.000 fl. in Seitenstetten 92,000 fl.. und bei den Schotten in Wien 107.000 fl. in Göttiveih 71.600 fl . bei St. Peter in Salzburg 87.500 fl.. in KremSmünster 191.700 fl.. in Admont 52,760 fl., in St. Lamprecht 50.200 fl., die Zisterzienser in Heiligenkreuz 63.900 fl., Zwettl 50.000 fl. Hohensurth 51.100 fl.. Offeg 87.900 fl. (K ä s e re i G e n ojse u s chaft e n.) Da» Ackerbauministerium hat sich, um die Gründung von Käserei-Genoffenschafteu. die sich in der Schweiz und im bairischen Allgäu vortrefflich bewährt, in den Alpen-ländern Oesterreichs zu befördern, zur Ausschreibung mehrerer Geldpreise für solche Genossenschaften veranlaßt gesehen. Die ausgesetzten Preise werden vorläufig in einem ersten von fünfhundert Gulden und in zwei ziveiten Preisen von je zweihundert und süufzig Gulden bestehen. Um diese Geldpreise »Verden sich alle in de» österreichischen Alpenländern schon bestehendkn Käserei Genoffenschaften betverben können, wie auch jene, ivelche spätestens im April 1869 ihre Thütigkeit begonnen haben. Die eingegangenen Beiverbungen sollen einem hiezu eingesetzten AuSschuffe von Fachmännern zur Beurtieilung übergeben werden und tvird erforderlichen Falles durch Mitglieder derselben eine Besichtigung der Käsereien der sich bewerbenden Genossenschaften vorgenommen werden. Im Falle ungenügender Betverbung behält sich das Ackerdauministerium eine nur theilwelse Verleihung der ausgesetzten Geldpreise oder die Erneuerung der ganzen Preisausschreibnng für ein späteres Jahr vor. Das Mtnisierium erklärt stch endlich bereit, Käserei- und Molkerei Genoffen- Gesang des Mädchens drang darum weithin in die Gegend, er traf das lauschende Ohr der Bauersleute, die drüben aus dem Lattengebirg bei der Wegscheid oder am Schwarzeck feiernd vor dem Huuse fitzen mochten, und verweilte den Wanderschritt des Holzknechts, der vielleicht unten im Thale an den Mühlen votüber von der Arbeit heimkehrte. Ein schtvacher Wiederhall anttvortete den Tönen des Liedes, an den fernen Bergwänden verschwebend. Die Sängerin schien dem Rachklange Mit Vergnügen zu lauschrn und ihn selbst hervorzurufen, denn sie zog und schwellte die Töne lang hinaus und hielt dann inne. gleich als wenn sie prüfen wollte, ob die unbekannte ferne Stimme tvirklich im Stande sei. sie ebenso hell wiederzugeben, und fuhr emsig fort, ihren hohen breit-krämpigen Hut. den sie vor sich auf dem Schooße hielt, mit Alpenrosen zu bestecken. Jetzt hatte sie geendet und horchte wieder mit gehobenem Kopse auf daS Hinsterben deS Wiederhall». Mit einkm Male aber flog ein muu-tereS Lächeln über daS fcingeformte Gesicht, denn daS Echo dauerte ganz ungewöhnlich lange und schien sogar seinen Standpunkt ändern und näher kommen zu ivollen. „Do ist einmal ein g'spaßiger Wiederhall." sagte sie vor sich hin. „der rührt stch vom Fleck und singt was Anders, als man ihm Vorgesungen Hot! Den muß ich schon ein Bissel auf die Prob' setzen!" Sie erhob die Stimme noch Heller alS zuvor und begann daS zweite Gesätzel ihreS Liedes zu singen: „Jetzt treib' ich von der Alma ab; B'hüt Gott. Du Schätzet mein. Und wenn der AuSivärtS iviederkimmt, Wo wer' ich nachher sein?" E» dauerte nicht lange, so ließ die nachahmende Stimme sich wieder hören Utld verwebte sich begleitend und sekundirend geschickt mit jener der Borsingenden. Während deS Jodler» am Schlüsse kam sie immer näher und ertönte zuletzt hart unter dem Felsen, auf loelchem da» Mädchen saß. aus dem Walde herauf. Als das Lied zu Ende war, fügte die un-sichtbare Begleiterin noch einen hellen, langgezogenen Juhschrei hinzu, und im nämlichen Augenblick tauchte zwischen den Steinblöcken und Tannen-Wipfeln ein Mädchen empor. schaften. wenn sich solche bilden, mit allen Kräften mit Rath und That zu unterstützen. (Lehrertag.) Der zweite allgemeine österreichische Lehrertag zu Brünn hat einstimmig solgrnde Erklärungen abgegeben: „1. Die Mittel der Volksschule zur Erreichung ihreS Zweckes sind drr Unterricht, die Disziplin, die Geftaltunfl deS Gemeinschaftslebens und daS Beispiel." „2. Die Disziplin ist drm Unterrichte insofcrne untergeordnet, als sie den regelmäßigen Aortschritt desselben zu ermöglichen lzat. Zlirc selbständige Bedeutung liegt darin, dnß sie die Einzelnen an die Unterordnung unter gtmelnschaftliche Zwecke gewöhnt." „3. Auf die Pflege deS Gemein« schaftsl^ns, die üsthetische Bildung und i?en unmittelbaren Berkehr mit der Natur ist bei der Schulerziehung weit mehr Gewicht zu legen, als es bisher gescht^h. „4. Die Schulfeste sollen die Schüler in geho-bene Stimmung versetzten. Gefühle edler Art (wie religiöse, patriotische u. s. f.)' in ihnen wecken, nährrn und kräftigen, die historische Erinnerung pflegen und die Schule zu dem Volksleben in ein bestimmtes Berliältniß setzen." „S. Die W,nlderuNt,en dienen dem Unterrichte, geivöhnen an den Bertehr mit der Natur, tragen zur physischen und geistigen Jugend, frische bei und beleb.n den Gemeinschaftssinn." „6. Das Spiel ist ein unentbehrliches Mittel für die ästhetische Bildung und für die Befriedigung und Veredlung des Gemeinschaftssinnes." Marburger Berichte. (Mädchenschule.) Die Mädchenschule der Stadtgemeinde Marburg zählte im veifloffenen Jabre 221 Schülerinnrn: 65 in der ersten. 62 in der zweiten. 62 in der dritten. 2tt in drr vierten und 4 in der fünften Klasse. Den Unterricht ertheilten fünf Lehrer. Die Ar-britsschule besuchten 144 Mädchrn. !)ie in weiblichen Handarbeiten von zwei Lehrerinnen unterrichtet wurden (Gymnasium.) Das Programm deS Gymnasiums ist nunmehr in Druck erschienen. Dasselbe enthält ein „Syst» mystisch geordnetes Ber-zeichniß des wisslnschaftlichen Inhalts der von d^n österreichischen Gym-nafien und Realgymnasien in den Iahren 18S0—1867 veröffentlichttn Programme. I. Theil„ — eine Arbeit des Professors H-rrn Äoliann Gutscher, welche dem Flciße des Sammlers zur höchsten Ehre gerricht. Dem Jahresberichte entnehmen ivir. daß am hiesigen Gymnasium 13 Professoren. 2 Supplenten und 3 Nebenlehrer thütig waren und sich die Zahl lier Schüler auf 305 belief; darunter waren IIb Deutsche. 164 Slaveu. 1 Italiener; 25 sind als „slovenisch-deutsch" eingetragen. Zlvei Schüler gehörten zur evangelischen Kirche, die übrigen waren Katholiken. Die Unterrichtsgelder stiegen im ganzen Jahre bis zur Höhe von 2356 fl.. von der Entrichtung drs SchutgetdlS waren 258 befreit. Stipendien im Betrage von 1807 fl. bezogen 22. Dem Verein zur Unterstützung dürj. tiger Schüler wurden 256 ft. gespendet; verausgabt wurden 184 fl. DaS Vermögen dieses Vereines beträgt 334 fl. Die Zahl der Freitische belies fich wöchentlich auf 385. (Au S hi lfstasse) Ende Juli belief sich der Kassarest auf 45 fl. 26 kr. Im verflossenen Monat wurden 1830 fl. 67 kr. einge-nommen. 1821 fl. 96 kr. ausgegeben und 5 Wechsel im Betrage von 560 fl. verlängert. (Betrn t^). Der Lederermeister Herr Anton Badl hatte seinerzeit einen Burschen von 21 Jahren. Franz B. anS Stainz. alS Wirtbschasts. auffeher angestellt und ihm auch die Lohmühle in der Kärntner.Borstadt zu gleichem Zwecke anvertraut. Am 1. August wurde B. entlasten, behielt jedoch in betrügerischer Absicht fleben Lohmarken zurück. Eine solche Marke trügt in runder blauer Druckschrift die Worte: „Anton Badl in Marburg a. d. D." Liefert ein Bauer Lohe in der Mühle ab. so empfängt er eine Marke, auf welcher der Aufseher mit linte oder Blei-stift die Zahl der Butten geschrieben; diese Marke weift der Betreffende in der Geschäftsstube deS Herrn Badl am Hauptplatze vor uud bezieht sein Geld. Der entlaffene Ausseher benützte einen Maurer auS der Gemeinde Gams, Namens Jakob K.. nm durch Vorweisung jener fiebea Marken mit einem Verzeichniß von 118 Butten zu verschiedenen Malen 94 fl. 20 kr. beheben zu lassen. Am DonnerStag tvurde der Betrug entdeckt. Die Thäter befinden fich in Haft. B. wurde sofort, der Mau-rer jedoch erst vorgestern verhaftet, nachdem ihn der städtische Polizeimann Joseph Wistak sieden Stunden lang in Gams gesucht und endlich auf der Landstraße getroffen. (SteiermärkischeS Sängerfest.) 514 Sänger werden einquartiere. Dem Ausschuß stehen 560 Betten zur Verfügung. 365 in öffentlichen Lokalen, die übrigen in Privathäusern; 450 dieser Betten sind vom hiesigen Berpflegsmagazine überlassen worden. Die Direktion der Köflacher Bahn hat gleichfalls eine Ermäßigung für Hin- und Rück» fahrt der Sänger zugestanden. Herr H.Proßinagg ist zum Fahneutrager. Herr G. Stopper zum Festordner ernannt worden. (Preß klage.) Die Schlußverhandlung, die unserem Berichte vom 9. d. M. zu Folge auf gestern anberaumt war, hat nicht ftattge-sundcn. weil der Kläger. Herr Wegschaider und der Einsender, Herr th. E. fich verglichen, gestützt auf die Erklärung des letzteren, daß die frag-liche Drohung nicht geäußert tvorden und daß auch die betreffende Darstellung auf einem Jrrthume des VerfafferS beruhe. (Evangelische Gemeinde.) Anstatt deS Herrn Pfarrers Schroll. welcher als Abgeordneter der deutsch stavischen Gustav'Adols'Bereine zur Hauptversammlung nach Halberstadt abgereist, predigt heute der Kandidat der Theologie. Herr Eichhorn. Letzte Post. , ^ eine« «eschlnff- . des ft«d die Oder, ^ndesgertchte vom Zustizminister angewiesea morde«, die «öthige« Akten von den geiftliche« Shegeriehte» schlimmste« Kalls dnech Exek«tion herbeizuschaffen. Minister des Inner» soll in eine« »««dschreibe« a« die Tkatthalter beton^, daß Beamte, die VerfaffAnasfitndUche« Parteien Vorschub leiste«, ihres Dienstes z« e«thebe« seie«. Aufmf. An die ?. 7. Bewohner Marburgs. Die Sänger SteiermarkS werden fich am 6. und 7. September in unserer Stadt zu einer Festlichkeit vereinen, um deS Gesanges Macht durch ihre unS dargebotene Freundschaft zu beweisen. ES ergeht denn nun auch von uns an Alle Bewohner Marburgs. besouderS an jene, deren Wohnungen in den Gaffen gelegen find, durch die sich der Festzug bewegen wird (Hauptplatz. Herren«. Post-. Grazergaffe. Burgplatz und Grazervorstadt). die freundliche Einladung, ihre Häuser festlich zu schmücken, damit dadurch den Gästen Marburgs gezeigt werde, daß nicht nur die Sänger, sondern die ganze Stadt über ihre Anwesenheit die größte Freude empfinde. Zur Beantwortung von Anfragen in Angelegenheiten deS Sängerfestes. sowie zur Entgegenahme von ebenfalls noch zu gewärtigendeu Wohnungsanmeldungen ist die Kanzlei des KomitSS (Erhart'scheS HauS in drr Burggasse) täglich von 10—12 Uhr Vormittags geöffnet. Das Fest-Komi tö. Die auf dem Felsen wendete sich nach ihr hin. „Die Kordel l" rief sie lachend. „Du hast mich so gefoppt?" Hab' ich mir'S doch halb und halb gedacht, daß es Niemand Anderer ist. als Du. unmüßige Dingin!" „Hast mich wirklich nit gleich an der Stimm' gekennt. Evi 7" sagte die Angekommene, indem sie näher trat und fich leichthin neben ihr aus den Felsblock s^te „Ich mein', wir hätten doch of! genug mit einander g'fungen. daß Du wissen könntst. daß es in der ganzen Ramsau keinen Stimmstock mehr gibt. atS wie unsere Zwei? Mußt ja völlig tief in Gedanken gewesen seinl" Die beiden Mädchen boten, als sie so nebeneinander saßen, ein un« gemein reizendes Bild. Sie waren beide jung und schön, beide Bauern» dirnen und doch vollständig verschieden. Evi war eine große, wohlge. baute und schlanke Gestalt. Kordel erschien kleiner und von feinem, fast zierlichem Bau; jene hatte daS reitbe lichtbrauue. beinahe blonde Haar in stattlichen Zöpfen um die Stirn geschlungen, diese trug ein Kopstuch> welches in breiten Zipfeln den Nacken hinunter fiel, wahrend nach vorne zu sich dichtes, glänzend schivarzes Scheitelhaar unter demselben vordrängte. In Cvi'S Gesicht schimmerten tiefblaue Augen über angenehm gerötheten Wangen, kräftiger Nase und anmuihig geschwellten Lippen von der Farbe des Kornmohns — Kordet's Antlitz war bleich, von südlich gelbem Hauche überflogen, zu tvelchen die funkelnden kohlschwarzen Augen ebenso gut stimmten, als der schmale, tief rosig überflogene Mund. Evi trug das offene unverkennbare Gepräge deutscher Abstammung; bei Kordet wurde man unwillkürlich an die atte Sage erinnert, als seien die ersten Bewohner des Ramsauer Thals Römer gewesen, die sich in diesen Bergversteck flüchteten, an welchem der Sturm der Völkerwanderung unbemerkt vor. über brauste „Und schau." begann Kordel wieder, „da ist ja eine ganze Burd' von lauter Almenrausch und ganz frisch gebrockt ... wo hast'n her?" „Ich bin den Abend selber noch einmal hinauf ins Gewandt, ivo'S gegen daS Gkisterbrünnl hinauf geht, und Hab' das Blumiverk gesucht-es ist so viel schön da droben. D rum hat»' ich wies noch einmal ange» schau't und Hab' mir einen Buschen geholt ... und für mein Vieh muß ich doch auch was haben zu einem Kranz ... weißt ja, daß wir morgen abtreiben l" „Leider Gottes l" sagte Kordel mit einem tiefen Seufzer. „SS liegt mir schwer genug in den Gliedern und auf dem Herzen!" „Warum?" fragte Evi entgegen. „Bei mir ist'S waS and'reS, wenn'S mich hart ankommt, von den Bergen fortzugehen... Ein Dienst, bot. wie ich einer bin, der muß bald da. bald dort sein... Du bist in Deiner Heimat!" „Ja wohl." seufzte Kordel wieder. „ ... und ich wär' glücklich, weun ich frei wär' und fort könnt', wie Du! Mir graust, wenn ich d ran deaf, wie der Winter hinüber gehen joll!" „Das kann ich mir gar nit vorstellen!" rief Evi verwundert. „Du bist doch auf der Ledermühl' daheim, hast Vater und Mutter ... ich Hob'S meiner Lebtag nit so gut gehabt! Ich bin ein armes, ledig'S Kind — meine Mutter ist gestorben, wie ich noch so klein gewesen bin. daß ich'S nimmer denk' ... von meinem Bater weiß ich nichts, als daß er selbigeS-mal. wie sie hineinmarschirt sind in'S Rußland, nicht mehr zurückgekom» men und mit den Andern erfroren ist. Ich bin im HüthauS und im Gemeindhaus anfgewachfen und alleweil unter fremden Leuten 'rumge-fahren ... ich weiß nit. wie das thut. wenn man sagen kann, daß man auch einen Menschen hat. dem man angehört!" Kordel war noch trauriger geworden und hielt den Kopf gesenkt. „Ich weiß nit. waS besser ist." sagte sie kummervoll, „gar keine Heimat und keine Eltern haben, oder... Aber ich mag nit reden davon ; sie bleiben doch meine Elteru und mein armer guter, guter Vater.... Mau hört Dir'S an. Evi. daß Du noch kein Jahr in der Ramjau bist und daß Du noch nie in die Ledeimühl' kommen bist. Du thätst Dich foust nit wundern, warum ich Sorg' Hab' auf den Winter... Aber ich glaub' gar. ich Hab' nasse Augen?" lachte sie scharf auf. indem sie die Schürze an'S Gesicht drückte. „Die könnt' ich gerade brauchen! Fort mit den traurigen Gedanken! Ich mein', es ist nit umsonst, daß wir Heuer miteinander zusammen kommen sind auf der Alm und daß wir so gute Kameradinnen worden sind! Ich denk', wir fahren im Auswärts wieder miteinander gen Alm ... Warum sollt st nimmer da fein. Evi? Ich mein'. eS gäb' doch genug Bandeln, die Dich halten könnten in der Ramfan..." (Fortsetzung folgt.) Geschäftsberichte. Marbura. 29. »ugust. tvochenmarttSberlcht.) Veizen fl. 4.80. Korn si L.SS, Gerste p. v.—, Hofer ft 0.—, Kukurutz fl. 8.25, ^iden fl. , Hirsebretn fl. 4.»0, Erdäpfel fl. K.— pr. Metzen. Rindfletsch 25 tr., Kalbfleisch 26 tr., Schwein fleisch lung 26 tr. pr. Pfund. Holz, hart 80" fl. 9.—, 18" fl. 5.40, detto weich 30^ fl. 6.—, 18" fl. 8.50 pr. Klafter. Holzkohlen hart fl. 0.60, weich st. 0.50 pr. Metzen. Heu fl. 0.—, neues fl. 0.--, Stroh, Lager« fl. 0.—, Streu- fl. 0.— pr. Centner. Pettau, 28. Auaust. (VochenmarktSbericht.) Weizen fl. 4.50, Korn fl 8.80, Gerste fl. 8.20, Hafer fl. 0.—, Kuturup fl. 3.—. Heiden fl. 2.70, Hirsebrein fl. 5.—, Erdäpfel fl. 1.10 pr. Metzen. Rindfleisch ohne Zuwage 25, Kalbfleisch ohne Auwage 26, Schweinfleisch jung 25 tr. pr.Ps. Holz S6"hart fl. 10.—, detto weich fl. 7.50 pr. Klafter. Holzkohle« hart fl. 0.95, detto weich fl. 0.75 pr. Metzen. Heu fl. 1.—, Stroh Lager- fl. 0.90, Streu- fl. 0.70 pr. Centner. «ut K8v4«r Q««« zur Zichung am I. September I»«» womit ma» fl. 200.000, 50.000, 15.000, 10.000, 5000, 2000, 1000, 500, 400,155 gewinnen kann, tmpstehll zur Aboahme (488 IIerrenß»»se I?r. 123. 2!altuar2t IRSNSSI (497 tritK I»GUtG iv I^krdur^ eil» vvÄ i8t im (Aaitkofo „2vr I^Kudv" »u »prookvll. vis I^iiivn- öl Vm'fsiitvsLi'e» > llsvöluilK vo» m »GifdMA, IvgvttdoMrasss, viupüvtilt ilir 80sbeu auxvislixtes I^axsr vov äeu so dvlivdtvQ Vz 30 LII. slauslsinsn (roill I^eivev) k A. K.80, pr. LN. 24 kr. 30 Lll. kumdurgsr 6arlvin^an6vn k L. 8, pr. LII. 28 kr. 5Ä »Uv (Aattuvxeu llaugv^äsclis smvfMsQSvertk, soviv äa8 N^össtv I^sxvr voa KIvkI- « Kstrviilvsüvlcvn wit uuä otwv xrösstvvtdeils vixvllö siu dilUssstv» ?»drlluxrsi»sa. (S00 Xusvürtizxe LostelluQxvv veräou prompt etkvktuirt uaä?rHLs-(?our»lltv traueo 2uxesauÄt. fiir das SSngerfest besorgt Julius Reitter. (502 Ein elegant möblirtes Zimmer ist im Ehrenbergischen Hause vl8-a-vi8 der Gambrinus-Halle im 1. Stock sogleich zu vermiethen. (493 Die Kr küiilel m»! Iixlmlm In vr«», et«e vo« Kaufieute« «ud Industrielle« Stetermarks gegründete höhere kanfmänatsch-indnstrielle Vtldnngs'Anstalt, b-gtant am R. -Vktober ihr v. Schuljahr. Zweck der Schule: ZZjk.'W:,.:'!! . Die Schule besteht aus zwei Aachschulen, der kaufmSn. . Nischen und der taufmännisch-industriellen, jede mit drei Iahreskursen; die letztere gliedert flch in eine chemische und in eine mechanische Richtung. Außer den Aachgeaenständen werden drei Sprachen gelehrt (Italienisch, Französisch und Englisch). Kür die praktische Ausbildung besteht ein kausmän-nisches Muster-Eomptoir, ein chemisches Laboratorium und eine mechanische Lehr-Werkstätte I die Wahl der Fachschule und Richtung ist sreigestellt. Susnahms'Uedlngungen: »Zi NÄ'°l,chul.°'.'d« Ä llntet'Gymnaflums. Für solche, welche die Kenntnisse nicht befitzen besteht eine Vorbereitungsschule. (458 . üur Unterbringung fremder Studirendsn bestehen drei, von Professoren der Anstalt geleitete und nur für Schüler der Anstalt errichtete Penfionate und Erziehung» Institute, als: das des Herrn Manz Dawidowsky, vchießstattgasse Nr. 887, „ „ ^ Alois Kuhn, 1., Mandell-Verbindnngsjtraße Rr. 64/,,, „ „ „ Georg Nallnöfer, Schießstattgaffe Rr. 840/.. Auch können achtbare Familien, wo fremde Studirende sorgfältige Aufficht und Pflege erhalten, von der Direktion nachgewiesen werden. Auf alle Anftagen ertheilt bereitwilligst Ausüinft und ausführliche Prospekte der Akademie str Handel nnd Industrie in Graz, Re«th»rplatz Nr. 5. Dil voi, d« erst,« k. t.priv. D,»a«'Dampffch«fff«h,t«.Grstllsch«st IN KSnfkirche« michiete Ntiilmhlt» -Hnplitlschlciß-Attilie empfiehlt fich zu geneigten Auftragen auf Heiz- und Gchmiedekohle, sowie au» auf VriquetteS. Fünfkirchen, Ende August 1866. Austräge f^ obige Agentie nimmt M ganz Untersteiermark in Empfang Herr V. SSUpvert in «rdu» und erlaubt fich derselbe zu bemerken, daß die Eröffnung der so wichtigen Bahn am 1. September l. 3. stattfinden wird nnd die Fracht für Kohlen biS hier 31 Nkr. beträgt, daher z. B. die Gchmiedkohle loeo hier ans 60 Nkr. pr. Eentner kommt. (499 Konvokations > Edikt. Vor dem k. k. k. k. Bezirksgerichtes Marburg ddo. 4. Juli tvL8 Z. 7901 abgeordneten Gertchtskommissär, in dessen AmtSkanzlei, Viktringhofgasse Nr. 29, wollen am t7. September Vormittags 9 Uhr die VerlasseSgläubiger nach der am 26. Juni !8K8 zu Marburg verstorbenen HauS- und Reali» tätenbefiderin Frau Therese Taferner behufS Anmeldung und Darthuung ihrer Forderungen, sowie die Verlassesschnldner behufs Ginbekennung ihrer Herzuschulden so gewiß erscheinen oder bis dahin ihre diesbezüglichen Gesuche schriftlich einbringen, widrigenS die Gläubiger die Rechtsfolgen des §. 8l4 a. b. G.-B., die Schuldner aber die RechtSklage zu gewärtigen hätten. Marburg am 2l. August 1868. 487) Der k. ?. Notar als Gerichtskommissär: Dr. Matth. Reiser. Der Sauerbrunntn M Preblau i« KSrnte«. Dn Pkiblaiier Siiunb»,»,,««. «m schSn«, La»a»«h«k in »»Hl»«!. I «linde» »«n «olstber» eiilf«rn«, schlieft fich den Quellen »«n Selter«, »iltn, vbe». alzbrunn u. s. w. würdig an. Er ist sehr verdaulich und ruft im Tesammtorganismus die störenden Erschei-nungen. wie Congestionen zum Kopfe und Berdauungtstörnngen nicht hervor, die bei den meisten Mineralquellen in der ersten Zeit ihres Gebrauches beobachtet werden. ^ ^ Zunächst ist seine Wirksamkeit bei geltörter Thätigkeit des Magens hervorzuheben. Durch seinen hervorragenden Tebalt an Alkalien ncutralistrt er die fteie Magensäure und beseitigt dadurch alle durch diese heworgerufenen Verdauungsstörungen, zugleich regt er die gesunkene Thätigkeit der Magen- und Darmhäute an, stärkt und steigert die Energie ihrer Tefässe, befördert dadurch eine geregeltere Aufsaugung der Lymphe und bewirkt somit mittelbar eine bessere Ernährung des ganzen Körpers. Aus dem (^tagten folgt nothwendig, daß bei dem Gebrauche dieser Mineralquelle die peristaltische vewe-gung des Darmes eine kräftigere wird, wodurch Unterleibs-Anschoppungen beseitigt, eventuell verhütet werden. Die große Menge von steier Kohlensäure, welche durch den Gebrauch dieser Quelle dem Organismus zugeführt wird, vermindert die Benofltät des Vintes und erhöht somit die Lebensthätigi^eit sämmtlicher Organe. So wird die Thätigkeit der Leber angeregt, die Absonderung der Galle befördert, Stockungen im Pfortadersysteme werden vermindert; da dieser Sauerbrunnen eine raschere Ärculation des Vlutes hervorruft, erhöht er mittelbar die Thätigkeit der Schleimhäute und der Haut. Eine gan» spezifische Wirkung äußert der Preblauer Sauerbrunnen auf die Harn- und Sexualorgane: die Quantität des Harnes wird vermehrt und seine Qualität verändert, indem die Harnsäure vermindert, die bastschen Produkte vermehrt werden. Was die Sexualorgane anbelangt, so wird vor Allem die Thätigkeit der erschlafften Schläumhäute angeregt und gestärkt. In großen Quantitäten genoffen, wird durch die Hedeutende Menge freier Kohlensäure ein der Verauschung ähnlicher Austand herbeigeführt. Wirksam ist daher dieser Sauerbrunnen: vei allen chronischen Katarrhen des Magens, des Darmes, der Lungen, der Harn, und Sexuolorgane; beim Erbrechen in Folge von Verdauungsschwäche: »tmMagenkrampfe: bei dem so lästigen Sodbrennen, besonders, Mnn es durch Mißbrauch von geistigen Getränken entstanden ist: bei chronischen Diarrhöen: bei Erschlaffung der Lungenschleimhaut und dadurch bedingter vermehrter Schleim» absonderu^, wie dies vorzüglich bei Livpkvsvm, Lrovvi»ioot«»i« und nach vorausge« gangener Vrovvdjti» der Fall ist; bei hysterischen und hypochondrischen «er-venverstimmungen: bei Stockungen im Pfortadersysteme; be»Hämorr. hoidalleiden; bei chronischen Schleimflüssen aus den Sexualorganen; vorzüglich aber bei Erkrankungen der Skieren; bei Katarrhen der Harnblase; bei Stein- und Griesbildung, in welchen letztere» Fällen seine besondere Heilkraft fich vorBßlich bewährt hat und weit und breit bekannt ist. Die im k. k. allgemeinen Krankenhause zu Wien mit einer Partie dieses Wassers gemachte» Ber uche (1860) habe» die Wirksamkeit der Quelle im gleichen Sinne bestätigt und namentlich die fast spezifische Wirkung in Krankheiten der Harnorgane bekräft > «t. So wie jede andere Hei!quelle ist auch diese nicht leichtfinnig und ohne vorher eingeholten är tl.chen Rath zu gebrauch n. Der Brunnen eignet fich auch gattz besonders mit Milch getrunken zu werden. Sehr zu empfehlen ist der Preblauer Sauerbrunnen als Luxusgetränke, und gibt zumal mit säuerlichen Weinen ('/, Wein. V, Sauerbrunnen), je nach Belieben mit etwas Zucker gemengt, ein vortreffliches und erfrischendes Getränke. (859 Niederlage bei in Marburg. Freiwillige Versteigenmg. Mit Bewilligung deS löbl. StadtamteS Marbnrg werden am nächsten Mittwoch, 2. Geptember Bormittag 9 Uhr im Girstmayr'schen ^ause . -. « „ , < gegenüber dem Lüdbahnhofe, ebenerdig, wegen Uebersiedlung einige Möbel- stücke gegen baare Bezahlung versteigert. (503 Warnung. Ktr H»pf»tifltr daultl dt» M»el»tv»vl»tvr für seine Erkundigung. Er befindet fich wohl. (504 Der Gefertigte wurde als Bermögens-Kurator deS Georg Aichmaier gerichtlich aufgestellt, und ersucht, von diesem weder etwaS zu raufen, noch an ihn zu verkaufen, da jeder Kauf oder Berkauf für ungiltia angesehen wird. Johann Roschrer, Marburg, 29. August 1868. Grundbefitzer in Iellentschen, 498) als Aurator. Eisenbahn-Fahrordnung für Marburg. Räch Wien: Nach Trieft: Abfahrt: 6 Ukr 2b Min Früh. Absahrt: 8 llhr 14 Min. Früh. 7 Uhr 8 Min Abends. 8 Uhr 48 Min. Abends. ' . »ach Billach: Abfahrt: S Uhr Früh. Verantwortlicher Redakteur: Franz Wiesthaler. Z. «. St. G. Druck nnd Verlag von Eduard 3 anschitz in Marburg.