Nr. 5. Freitag, 8. Jänner 1903. 128. Jahrgang. Mbacher Zeitung AA"""",'!^"^"^' Wit Postvcrlrübunn: «anzjälirin 3a«. hai^ährin 1l> l<. Im Nonlor: na'iziHhriss "^> halbiähnss 11 «. sslir die ZlistcNüüt, ins Han« gauzjälirig 2 li. - Insrrlionögibühr: ssllr llcinc Iniflnle bis zu 4 Zeile» 50 k, «löheie per geile l, b; bei öfteren Wiederholungen per Zeile 8 k. Die «"niknchlr »Mimn» erlcheii't «ässlich. mit «u«,i»hme bei Nonn- ,md Feierlage, Die «dminiftiatl«, befindet sich Milloöiöstru'llc Nr 20: dir VlednMon MiNoZi^strabc Nl, 20. Sprechstunde» der Neblllüo,, von » bis 10 Uhl vormittag«. Unfraülicrte Briefe werben nicht angenommen, Manuslripte nicht zurüctgeflellt. Telephon-Nr. der Nedaltion 52. Amtlicher Heil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben lnit Allerhöchstem Handschreiben vom 5. Jänner d. I. Allcrhöchstihren Zweiten Obersthofmcister Alfred Fürsten Montenuovo zu Allerhöchst-ihrem Ersten Obersthofineister allergnädigst zu ernennen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben m,t Allerhöchster Entschließung von, 1. Jänner d. I. dem Ministcrialrate im Eisenbahnlninistcriuin Stanislaus Ritter von 3t awic z K osinski taxfrei den Titel und Charakter eines Scktionschcfs cülcr-gnädigst zu verleihen geruht. Förster m. z>. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mlt Allerhöchster Entschließung von, I. Jänner d. I. den Oberbaurätcn im Eisenbahllüiinisterium Emil Arnold und Karl Gölsdorf den Titel und Charakter eines Ministerialrates, sowie den Vau-ratcn in diesem Ministerium Oskar Rother. Friedrich Fischer Edlen von Zick harts-b u r g und Josef Edlen von O t t den Titel und Charakter eines Obcrbaurates, sämtlichen mit Nachsicht der Taxe, allergnädigst zu verleihen geruht. Forster iu. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25. Dezember v. I. dem Oberrechnungsrate und Vorstande des Rcchnungsrepartemcnts der Finanzdirektion in Laibach Anton Svctek anläßlich der von ihm erbetenen Versehung in den dauernden Ruhestand den Titel eines Rcchnuugsdirektors allergnädigst zu verleihen geruht. Der Leiter des Finanzministeriums hat im Stande der Beamten für die Evidenzhaltung des Gruudsteuertatasters die Evidenzhaltungs - Ober-geomctcr zweiter Klasse Johann Presel und Ferdinand s'ermak zu Evidcnzhaltungs-Obcr-geomctern erster Klasse in der achlen Rangtlasse, weiters den Evidenzhaltungs-Geomcter erster Klasse Jakob V erne zum Evidenzhaltungs-Obcrgcometer zweiter Klasse in der neunten Rangllasse ernannt. Der k. l. Landespräsident im Herzogtume Krain hat den absolvierten Rechtshörer Franz H u -bad zur Probepraxis beim Rechnungsdepartement der Landesregierung in Laibach zugelassen. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 5. «nb 6. Iänucr 1909 ,Nr. 3 und 4) wurde die Weitcrvcrbreitung folgender Preherzeuguisse verboten: Nr. ^10 «Vicl«f>»ily Dviinik. vom 30. Dezember 1908. Nr. 298 .Oüluiek<> I.ig«,)'» vom ^9. Dezember 1908. Nr. 26 .rroie^i-» vom AI. Dezember 190«. Nr. I8"8 >Il ^»vol-^tolL» vom 28. Dezember 1^08. Ansichlelpostlarten: Frau, einen Arzt umfassend, mit der Aufschrift: Dortour! vc»ue m'uvyx reuäli lu, j«u,86» und «Nr. 5!i»; rothaarisst-s Frauenzimmer, dem Beschauer deu Rückex wendend, ohne An^übe des Druckers, mit den Aufschriften: «(^oulUlül» Nr. 1 und 3U. Nr. 1 «8olc«l8ll6 Lv8«ll^» voin 1. Jänner 1903. Nr. 1 «ktllii I'ojixosj. uoul 1. Jänner 1909. Nr. 51 <1.kl)8k6 l'roi^^» uom III. Dezcnwer I908. Nr. 10N/I01 »lrviil lmo^vi»^ Ü8t zirzi,L3ll^eli ptvlimösti Vo1u6 «lovo» l om 23. Dezciuber 1908. Nr. 1 «^oöd'ääli^ O^ur» vom I. Jänner 1909. Nr. 248 «I'nxor» Uom 29. Dezember 1908. Nr. 294 «8ei8k6 I^igt^» vom 29 Dezember 1908. Nr. b3 «Dudrnvnill» vom 31. Dezember 1908. MchtamMcher Teil'. Griechenland und die Türkei. In den Gesinnungen der Politischen Kreise Griechenlands gegenüber der jungtürkischen Partei ist, wie man aus Athen berichtet, in der letzten Zeit eine beträchtliche Abkühlung eingetreten. Die Schwärmerei, mit welcher manche griechische Blätter früher alle Aktionen der Jungtürken begleiteten, und die Nachsicht, mit der sie auch solche Vorgänge des neuen Regimes in Konstantinopel beurteilten, die dein Hellenismus nachteilig oder min» bestens unbequem waren, sind nun geschwunden. In sehr bezeichnender Weise tritt dieser Umschwung im „Neon Asty" zutage, der dem nationalen Ehnuvinis-Nins gewisser jungtürtischer Kreise entgegentritt und betont, daß derselbe eine große Gefahr für das neue System in der Türkei berge. Konstantinopler Blätter greifen Griechenland wegen Kreta heftig an und suchen ersteres sogar durch Kriegsdrohungen einzuschüchtern; der Unistand, daß Kreta sich in den Händen der Schutzmächte befindet, werde dabei ganz ignoriert. Ein weiteres Symptom von Chauvinismus sei es, daß gewisse jungtürtischc Politiker davon träumen, das osmanische Reich durch die tür-kischc Sprache einheitlich zu gestallen. Dies tonnte während so vieler Jahrhunderte nicht erreicht werden, als die Türken noch nach dem Rechte des Er» oberers herrschten und das türkische Reich gegen alle auswärtigen Einflüsse abgeschlossen war. Nie soll dieses Ziel im 20. Jahrhundert erlangt werden, da die christlichen Nationalitäten blühende Staaten rings um die Türkei errichteten und der Verkehr zwischen der Türkei und dem Abendlande ungemein rege und stark geworden sei. Die aufrichtigen Feuilleton. Der Sicgeszng der sslussmaschine im Jahre l908. Mit einem neuen Rekord auf dem Gebiete der 6lugtechmk hat das alte Jahr abgeschlossen: Noch am leitten Tage hat Wilbur Wright in Le Mans emen ^'lug unternommen, seine letzte Leistung vom ^: Dezember überboten und damit endgültig den Mchelmpreis von 20.00N Franken gewonnen. Der französische Minister der öffentlichen Arbeiten, Var-thou, wohnte dem interessanten Versuche bei und auch der deutsche Ingenieur Kobcrg, ein Mitarbeiter des Grafen Zeppelin, war in Le Mans eingetroffen. Trotz der Kälte ließ Wilbur Wright sich von dem Auge nicht abbringen; in 1 Stunde 52 Miuuten 15 Sekunden hatte er 100 Kilometer zurückgelegt, aber er entschloß sich, die Fahrt fortzusetzen und kam Mit seinem Apparat erst nieder, als er zwei Stunden 20 Minuten und 2'l Sekunden geflogen war. Nach den offiziellen Messuugen hat er'in dieser Zeit 124 Kilometer 700 Meter zurückgelegt, in Wirklichkeit eine Strecke von mehr als 15)0 Kilometern 6annt hat Wright seit dein 5. September, an dem ei den Preis der Sportskommissiun von 5000 Fran-ken errang, den fünften Preis gewonnen und in vier .'Nonatcn rund W.000 Franken eingenommen. Farman, der sich ebenfalls um den Michelin-Preis bewerben wollte, hat wegen verschiedener Un-Me an seinem Apparat den Wettkampf aufgegeben, und auch der englische Flugtechniker Moore-Vraba-zon, der ,n Chalons mit seinen, Gehilfen einen Unfall erlitt, ist zurückgetreten. .. Der jüngste Erfolg Wrights bildet einen würdigen Abschluß des Jahres 1908, das in der Ge-Ich'chte der Eroberung der Lüfte allen ersten pessimistischen Zweifeln zum Trotz als eine Zeit der gewaltigen Fortschritte verzeichnet werden muß. Zu Beginn des Jahres wußte die Allgemeinheit kaum etwas von dem Stande der Dinge in dem Kampfe um die Eroberung der Lüfte und selbst die Eingeweihten blickten voll Skepsis in die Zukunft. Die unbeglaubigten Nachrichten von den großen Erfolgen der Vrüder Wright in Amerika im Jahre 1905 fanden wenig Glauben. Farmans Maschine war noch so unentwickelt, daß der Flugtcch-niker eine Fahrt von einer englischen Meile noch nicht hätte wagen können, sein Apparat vermochte sich kaum zwei Minuten in der Luft zu halten und nicht viel günstiger schienen die Dinge mit der Lenkbarkeit der Vallons zu stehen: wohl hatten die französischen und deutschen Militärballons wesentliche Fortschritte errungen, aber die Versuche hatten meist mit Unfällen geendet und schienen alles Mißtrauen zu rechtfertigen. Mit einer fast dramatischen Plötzlichkeit kam dann der Umschwung. Im ersten Monat des Jahres schon errang Farman den Dcutsch-Archdeaconprcis für den Einkilometerflug und nun folgten unaufhaltsam die neuen Siege von Farman und Dela-grange in Frankreich und die ersten öffentlichen Flüge der Vrüder Wright. In Amerika, wo zu Beginn des Jahres der Einkilometerflug des Far-manschen ÄroPlans fast als ein Wunder betrachtet wurde, vermag man heute mit der Flugmaschine 150 Kilometer zurückzulegen und der Apparat, der unsicher nnr wenige Minuten in der Luft zu balancieren vermochte, leistet heule mit überraschender Sicherheit Fahrten von mehr als zwei Stunden Tauer. Ein englisches Vlatt gibt eine interessante Zusammenstellung der wichtigsten Flugversuche des vergangenen Jahres, die einen lehrreichen Überblick über das Tempo des Fortschrittes gibt. ^lin 13. Jänner fliegt Farman in 1 Minute 28 Sekunden 1 Kilometer. Am 81. März vermag er in 5l Minuteu ZZ Sekunden bereits 2 Kilometer zurückzulegen und am 22. Juni führte Delagrange seinen großen Flug aus, der 1li-5 Minuten dauert und bei dem er mit seiner Maschine über 17 Kilometer zurücklegt. Am 9. September erfolgt der erste große Ausstieg Orville Wrights, wobei der kühne Amerikaner eine Strecke von über l!0 Kilometern durch-fliegt und mit seinem Apparate 1 Stunde -l Minuten und 15 Sekunden in der Luft bleibt. Zwölf Tage später unternimmt sein Bruder Wilbur in Frankreich einen Aufstieg, der 1 Stunde 31 Minuten 24 Sekunden dauert und mit einer zurückgelegten Strecke von 90 Kilometern abschließt. Am 11. Oktober unternimmt Wilbur Wright zum erstenmal mit einem Passagier einen größeren Flug, der 1 Stunde 9 Minuten 45 Sekunden dauert und bei dem ^0 Kilometer zurückgelegt werden. Einen Monat später, am 12. Dezember, bleibt Wilbur Wright mit seinem Apparat fast zwei Stunden, genau eine Stunde 54 Minuten und 22 Sekunden in der Luft und die offizielle Messung ergibt eine Strecke von 120 Kilometern, die in Wirklichkeit aber ungleich größer ist. Den Abschluß bildet der jetzige letzte Rekord Wrights am Silvestertage, der mit dem 150-Kilometerflug von 2 Stunden 20 Minuten und 23 Sekunden bisher die größte Leistung der Flugmaschine darstellt. Aber diese großen Entfernungen wurden durch Kreisflüge auf einem bestimmten Gebiet zurückgelegt: sie allein würden nicht ausreichen, die praktische Verwendbarkeit des Äroplans endgültig zu beweisen. Die Flugtechniker haben sich daher auch nicht darauf beschränkt, Zcitrekorde aufzustellen, sondern auch freie Fernflüge veranstaltet. Am 17. Oktober hat Farman den Flug von Reims nach (5halons, rund 27 Kilometer, glücklich zurückgelegt, einen kürzeren Fernflug unternahm Vleriot mit seinem MonoPlan, während Wilbur Wright am 18. Dezcmber mit seinein überraschenden Höhenflug, der 'hn "ls zu 120 Metern in die Lüfte emporführte, emen lii.-her unerreichten Höhenrekord aufstellte. Laibacher Zeitung Nr. 5. ____________________^_____________________________________________8. Jänner 1909. Freunde der Türkei, nicht nur die Griechen, sondern auch Engländer und Franzosen, hätten bereits ihre warnenden Stimmen erhoben. Wenn der praktische und nüchterne Sinn, der die Iungtürken bei ihrer Erhebung leitete, sie fortan im Stiche ließe, dann könnte die Türkei leicht in neue Isolierung geraten. Politische Uebersicht. Laib ach, 7. Jänner. Das „Fremdcnblatt" stimmt den Ausführungen der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" vollständig zu. Es sagt: Deutschland hat Österreich-Ungarn von allem Anfange an die vollste diplomatische Unterstützung gewährt. Wenn man mit herzlicher Freude von dem Eintritt einer Detente sprechen kann, so liegt der Grund dafür in dem unbedingten Zusammenhalten der beiden verbündeten Reiche und in dein festen Glauben aller übrigen Mächte an die Unerschütterlichkeit und Unabänder-lichkeit dieses Verhältnisses. Hier hat auch die Hoffnung auf eine weitere und noch vollkommenere Entwirrung ihre stärkste Wurzel. Die Art, in der sich Fürst Bülow auf unseren Standpunkt gestellt hat, erreicht ganz und gar die .Höhe unseres Anspruches auf die Treue des Verbündeten. Ein stärkeres Hervortreten Deutschlands hätte eher geschadet, als genützt. Auf unseren Verhandlungen in Konstantinopel, deren Ausgang unseren freundschaftlichen Dispositionen für die Türkei ein gutes Prognostikon stellen, ruht heute das Schwergewicht der Situation, nicht aber auf der müßigen, weil schon entschiedenen Frage des Verhältnisses zwischen Wien und Berlin, das durchwegs von Vertrauen und Loyalität beherrscht wird und ebensowenig durch Verdächtigung der deutschen Büudnistrcue. wie durch die lächerliche Umstellung gestört werden tann, daß unsere Politik auf geheimen Nebenwegen mit England kokettiert. Aus Belgrad, 5. Jänner, wird gemeldet: Der österreichisch-ungarische Gesandte Graf Forgach hat im Auftrage seiner Regierung beim serbischen Minister des Äußern Milovanovi<> Vorstellungen wegen der Rede in der SkuMina erhoben. In seiner Erwiderung wies Dr. Milovanovi<' darauf hin, daß in dem veröffentlichten Berichte seine Rede nicht genau wiedergegeben worden sei. Der authentische Text werde erst in den nächsten Tagen festgestellt werden. Bis dabin werde ein Urteil über die Tragweite der gefallenen Äußerungen vorbehalten bleiben müssen. — Das Kabinett Velimiroui« über^ reichte heute dem König seine Demission mit der Motivierung, daß es das Vertrauen der Skupütina nicht in solchem Maße genieße, wie es für die gegenwärtigen ernsten Verhältnisse notwendig sei. Der König nahm die Demission nicht an, da zu einer Zeit, wo dieStuMina nicht versammelt sei, keine Möglichkeit bestehe, die Krise in einer Weise zu lösen, welche mn besten der Parlamentarischen Situation entsprechen würde. Die Meldung der Belgrader „Politika", die bosnische Negierung beabsichtige, den muselmanischen Frauen das Schleiertragen zu verbieten und eine Reform der türtischen Eheschließung durchzuführen, ist eine Erfindung, die jeder Grundlage entbehrt und den Zweck verfolgt, die musclmanische Bevölkerung Bosniens und der Hercegovina zu erregen. Eine solche Absicht ist der Regierung niemals in den Sinn gekommen. Religion, Sitten und Gebräuche der Bevölkerung Bosniens und der Hcrcegovina sollen, wie bisher, auch fürderhin unangetastet bleiben. Das „Frcmdenblatt" bemerkt zu dem Aufrufe, dcn das Wiener Hilfskomitee für oie Unglücklichen in Tiiditalicn an die Bevölkerung erläßt, er werde gewiß in ganz Österreich Widerhall finden. Die Tatsache, daß der Minister des Äußern, Freiherr von Ährenthal, sich an die Spitze der Aktion gestellt hat, darf wohl mit Recht als Beweis dafür angeschen werden, daß sich Österreich mit allein Nachdruck in die erste Reihe jener Staaten stellen will, die dein schwergeprüften Lande einen Beweis werk-täliger Sympathie geben. Man schreibt der „P. K." aus Saloniki: Die Vertretung der „Mönchsrepublik" auf Athos hat in einer kürzlich in Karyaes abgehaltenen Sitzung aller Äbte der Athosklöstcr beschlossen, durch Vermittlung des ökumenischen Patriarchats in einer Eingabe an das Parlament das Verlangen zu stellen, daß die alten Privilegien der Klöster, welche ihnen unter der Regierung der byzantinischen Kaiser bewilligt und von den türkischen Sultanen später bestätigt wurden, von der Kammer ratifiziert werden. Diese Eingabe soll gleichzeitig die türkische Regierung auf die Schritte aufmerksam machen, welche im Laufe der Jahre, besonders im letzten Jahrzehnt seitens eines anderen Staates unternommen wurden, uni in diesen Klöstern einen überwiegenden Einfluß zu erlangen, was infolge der Gleichgültigkeit der türkischen Regierung nicht schwer geworden sei. Wie man aus London meldet, ist nach Berichten aus Johannesburg anzunehmen, daß die Gruud-züge für die Organisierung des neu zu errichtenden britischen Gemeinwesens, das den NaMcn: Südafrikanische Union führen soll, ungefähr um die Mitte Februar festgestellt sein werden. Einen der schwierigsten Punkte für die Verständigung unter den beteiligten Kolonien bildet die Wahl der künftigen Bundeshauptstadt. Tagesueuiglciten. — sDie Ncttruhc alo Heilmittel.) Abgesehen von de» schwereil Krankheiten, bei welchen die Vetlruhe wegen der Schwäche der Kranken selbstverständlich ist, gibt es eine Anzahl Kranlheitszustände, bei welchen die Vettrnhe zwar nicht nnbedingt notwendig ist, aber immerhin ein wertvolles Heilmittel znr Erziclnng der Heilung darstellt. Solche Krankheiten sind n. a. manche Formen vmi Blntarmnl nnd Nervenkrankheiten. Oft wird der lange Vettansenthalt dem tränten aber ver» leidet, da er sich an nnd für sich nicht so schwer kranl fühlt. Man mnft sich daher nach gewissen Behelfen um» sehen, llin dem tränten den Aufenthalt im Nett ange» nehmer zn gestalten. Man soll deswegen den Kranken häufig das Nett wechseln lassen, indem man zwei neben^ einandcrstehende Netten bcnühl; sehr oft soll man dann die Wäsche des einen Nettes wechseln lassen, damit der tränte das Angenehme des gnl gelüsteten Nettes mit der frischen Wäsche empfinde. Sehr angenehm sind die Luftmatratzen wegen ihrer Weichheit und Nachgiebigkeit. Sehr ost leidet der bettlägerige Kraute an Verdauungs» beschwcrden. Dazu tommt noch die Untätigleil der Mus» leln. Um diese Übelstände zum Verschwinden zu bringen, ist eine systematische tägliche Massage nötig- dadurch werden die unverdauten, giftigen Neste von Nahrungs-stoffen aus den Muskeln entfernt. Außer der Massage sind lauwarme Näder zu empfehlen, sowie Abreilnmgen mit Lavendelspiritus. Das Krankenzimmer soll möglichst lustig nnd dem Lichte ausgesetzt sein und man soll darin die Lust Tag und Nacht erneuern. Dnrch Lektüre, Vorlesen, soll man außerdem die Langweile des Patienten zu zerstreuen suchen. — Mgcnartigc Vermächtnisse.) Nicht von großen Reichtümern nnd Legaten soll hier die Nede sein, auch nicht von einer vielköpfigen Generalion, sondern von eigenartigen Vermächtnissen, deren Weilerdestehen die Erblasser noch bei Lebzeilen genau festlegten. Simon Daudet, ein entfernter Verwandter des großen Fran-zosen, vermachte 2000 Franken zur Pflege für seine» alten Oleanderbanm, 700 Mark halte der ehemalige Schauspieler Vrühl für eine ihn überlebende Fledcr-maus übrig. Nicht weniger als 37 Paletots vermachte ein kürzlich in Nreslau verstorbener Rentier seinen Crben, wobei er nicht nntcrließ, darauf hinzuweisen, daß es alle gewesen seien, die er seit seiner Konfirmation erstanden hat. Alfonso dal Abbia, ein spanischer Wein» Händler, schenkte sogar dem Arzt, der seine Nehand» lung vor dem Tode übernommen hatte, 20.000 Franken. Der Schriftsteller Marlinberg, von dem in keinem Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (52. FortschUNg.) (Nachdruck verböte».) Achtes Kapitel. Am folgenden Vormittag, als sich Eva noch im Zimmer befand, trat der Hofmarschall in das Boudoir feiner Tochter. „Fräulein von Solden wird sogleich erscheinen. Wie gefällt sie dir eigentlich, Papa?" „Ich muß dem Assessor von Ncchting zugestehen, daß er einen hervorragenden Geschmack bewiesen hat", sagte Herr von Lücken lächelnd. „Und srin Bruder hat ihm da wirklich einen verzweifelten Streich gespielt. Wäre die Liebe zwischen dcn beiden Brüdern nicht so stark gewesen, man wäre versucht, dcn Heroismus des guten Richard zu bel—, bewundern, wollte ich sagen." „Ich kann ihn nur tadeln, daß er diese Wahl überhaupt traf", fagte Helene ruhig. „Der Mensch ist nicht verantwortlich für seine Augen", scherzte der Hofmarschall. „Und da mag nun die gute Laura Iercmiadcn anstimmen, wie sie will, Fräulein von Solden ist eine süperbe Schönheit. Und ihr Vater ein Offizier ,comme il saut'. Daß er damals nicht losknallte, rechne ich ihm, nun ich seine Tochter gesehen habe, zur höchsten Weisheit an. Vergiß nicht, heute bei der Witzdach vorzufahren." „Gewiß nicht!" Herr von Lücken sagte hierauf in verändertem Tone: „Gestern hat der letzte Arbeiter Großminten verlassen, das Schloß ist fertig ausgebaut und eingerichtet, es fehlt nur noch der Besitzer. Laß mich das Bild sehen, welches Koleman dir zuletzt aus Bombay sandte." „Es ist ein Jahr alt", sagte Helene, den Pho-tographicständer hinreichend. Der Hofmarfchall zuckte die Achsel. „Das Einzige, was man Koleman vorwerfen kann, ist, daß er es mit dem Ehejoch nicht sehr eilig hat." Er betrachtete das Bild, welches dcn Grafen Wechting in weißer Ausrüstung mit Tropenhelm und Nackenschleicr darstellte. „Ein hübscher Bursche! Der Alte ist zu früh gestorben, das ist das Ganze." Helene biß sich leicht auf die Lippe. Hatte Richard Wechting nicht einmal gesagt: „Du bist doch zu schade für ein solches Wartcspiel?" Oder hob sich dieser Gedanke aus ihrer eigenen Seele? Sie wußte es nicht. Aber ihre Hand umspannte den Vildcrrahmen mit einem seltsamen Anflug von Unsicherheit. „Wann", sagte sie mit merkbarem Unwillen, „wird Koleman sich auf die Pflicht besinnen, welche er meinem Zartgefühl schuldet? Er wird wenigstens nie sagen können, daß die zukünftige Gräfin Wcch-ting eine ungeduldige Frau ist. Ich sage das nicht, Papa, um dich zu Maßregeln zu veranlassen, die meinem Zartgefühl noch weit mehr widerstreben würden, als diese unentschiedene Stellung, in welche Kolemans Saumseligkeit mich hineinzwiugt. Wir wollen aber ehrlich gegen uns sein, Papa^ Es ist ein aufreibendes Ding um eine Zukunft, welche keine Gegenwart gehabt hat." „Wie meinst du das?" fragte der Hofmarschall aufmerksam. Nun andere Lippen das berührten, was er sich selbst gern verschweigen wollte, durch-fuhr ihn eine Art von Schreck. „Ich könnte auch fagen, meine Zukunft habe meine Gegenwart schon im voraus verschlungen", fuhr Helene lebhafter fort. „Lebe ich noch für das Jetzt? Habe ich je dafür gelebt? Nicht immer nur in Erwartung der kommenden Zeit? Nicht einmal das mehr! Nur noch in Erwartung einer kommenden Stunde, die mich aus dieser Zwittcrstellung erlöst, indem sie mir zugleich die Freude des Wiedersehens raubt. Dafür mache ich Koleman verantwortlich, daß er mir zu allen Verkürzungen diese in meiner Lage vielleicht empfindlichste zufügt." , „Ich verstehe deine augenblickliche Verstimmung", sagte Herr von Lücken rasch. „Aber ich verstände sie nicht mehr in Kolemans Gegenwart." „Vielleicht verstehe ich mich selbst nicht mehr", erwiderte Helene mit leichtem Lächeln. „Oder könnte man meine Lage nicht in eine Rätselaufgabe formen? Nie Kind, nie Braut — doch stets verlobt!" „Habe Geduld", sagte der Hofmarschall, ihre Hand nehmend. „Bon der Stunde an, wo Koleman dir gegenüber steht, wirst du die Herrin deines Willens sein. Ich kenne meine Helene. Und was mehr gilt in diesem Fall: Du kennst dich selbst." Sie zuckte scherzend die schönen Schultern. „Damit dürftest du Kolcman eher Furcht vor mir einflößen als Vertrauen. Aber", fuhr sie ernst fort, „die Frage liegt nur seit einiger Zeit nahe, was hält ihn so lange in Indien zurück?" „Das Wunderland", erwiderte Herr von Lücken lachend. „Das ,Vor der Ehe' ist Sache des Mannes, das ,Nach der Ehe' Sache der Frau. Mir däucht, ich höre Fräulein von Soldens muntere Füßchen im Vorzimmer." „So will ich mich jetzt ankleiden", sagte die Baronesse, diese willkommene Gelegenheit ergreifend, einige Minuten mit sich allein zu bleiben. Eva trat singend ins Boudoir, schöner denn je in ihrem knapp anliegenden, dunlelglünen Samtkleid, mit schwarzem Federbesatz verbrämt, einen breitrandigen weißen Filzhut auf dem blonden Haar. „Frau Gräfin, darf ich bitten —" Als sie den Hofmarschall erblickte, trat sie verstummend zurück, lachte und eilte dann mit bezaubernder Koketterie auf ihn zu. „Ich bitte um die Vergünstigung, Exzellenz, bis morgen abends ein klein wenig närrisch sein zu dürfen, damit ich mich während des Hoftonzertes desto gravitätischer geben taun!" Sie schlug die Hände ineinander. „Wie freue ich mich darauf! Und meine Verbeugung vor Ihrer Hoheit habe ich ganz sicher einstudiert. Bitte, Exzellenz, stellen Sie einmal die Frau Herzogin vor, damit wir sehen, ob die Sache richtig klappt." Der Hofmarschall, das lebensprühende Antlitz des jungen Mädchens mit Bewunderung betrachtend, willfahrte lachend ihrem Wunsch. „Hier stehe ich. Also die Gräfin Hostwyl sagt soeben: Fräulein Eva von Solden!"i. (Forts, folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 5. 41 8. Jänner 1909. Literalurkalender mich ,n möchte ich anf Pariser Art, abwechselnd Solo nnd Chor, gesnngen haben. Ich wünschte auch, daß das ,,^.l>5olv<>" von einer einzigen Tenorstimme vorgetragen würde, das Offertorium „limning .»^u (^iri«tc!" dagegen von drei oder vier Baßstimmen in einer weniger einförmig schnellen Sprechweise, als es neuerdings üblich ist. Beim Hinanstragen der Leiche bitte ich, daß man das „I><> l'i-ot'nncli«" „<>», i'nnx Iwui-slnn" singe, der einzige» Art Mnsik, die, wie ich wünsche, bei meinem Begräbnis zu hören sein soll. — sNeifezeugniss«.' für Verkäuferinnen) bilden die neueste Erscheinung im kaufmännischen Leben Newyorls. Zwei Newyorker Damen haben eine Schule erösfuet, iu welcher Mitglieder des weibliche!, Geschlechts eine gründ-liche Ausbildung als Verkäuferinnen erhalten sollen. Zu den Schülerinnen dieses Lehrinslituts zählen auch zahlreiche ältere Frauen, wenn auch das jüngere EIe° ment bedeutend überwiegt. Der Lehrtursus umfaßt mehrere Monate, worauf das Eramen als Verkäuferin gemacht wird. Jede, die es besteht, erhält das Reise» Zeugnis. Die großen Warenhäuser haben bereits an» gekündigt, daß sie bei der Anstellung von Verkäufer« innen solche mit derartigen Reifezeugnissen bevorzugen Würden. Die Amerikanerinnen, denen das „Shopping" — das heißt das wie ein Vergnügen betriebene Ein-taufen — in Fleisch und Nln! übergegangen ist, begrüßen die Errichtung dieser Schnle mit ganz beson» derer Genugtuung: sie hoffen, daß die Damen nicht nur in die Geheimnisse der Geschäftswelt eingeweiht werden, sondern anch in die Art nnd Weise, wie man mit den Kunden verkehrt. Es kann nämlich nicht bc° hauptct werden, daß die amerikanische Verkäuferin im Durchschnitt allzn höflich sei. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. lHoher Grotten besuch in Adclsbera..) Am 6. d. in den Nachmittagsstnnden traf Seine k. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Karl Franz Josef samt Suite miltelft Automobils aus Abbazia in Adelsberg ein nnd beehrte die Grotte mit seinem Be° suche. Obwohl man anf den hohen Besnch nicht vorberei» tet war, so wurden durch den Grottenchef, den Herrn Leiter der Vezirkshauplmaunschast Schittnil, doch in der kürzesten Zeit alle Maßnahmen getroffen, nm dem hohen Gaste die Adelsberger Grotte in ihrer mär» chenhasten Pracht zeigen zn können. Schon im großen Dome war Seine kaiserliche Hoheit von der Großartig» kcit der wilden Grottenszenerie tief ergriffen und wäy» rend des folgenden Ganges von der Herrlichkeit ge-radezu enthusiasmiert' der Prinz bekundete das leb» hasleste Interesse an den prächtigen Gebilde» und ließ s,ch einzelne Tropfsteingrnppen, Bezeichnungen nnd Be-Nennungen der Grutlenpartien sowie die Entwictlungs» gcschichte der Grotte erklären. Die Grotte wnrde in ihrer ga»ze» Ausdehnung begangen, nnd Seine kaiser» lichc Hoheit halle vor Verlassen der Grotte die Liebens-Würdigkeit, sich in das Ehrenbuch der Grölte einzu» tragen sowie dem Groltenchef gegenüber den Dank für das geluugene Arrangement der Führung znin Ans» dinckc zn bringen. —l. — sVernnderunqen in, städtischen Dienste.) Wie wir erfahren, wurden iu der jüngsten vertraulichen Sit» zung des Laibacher Gemeinderates mehrere Personal» cmgelegcnheilen der Erledigung zngeführt. Der Kanzlei-adjuult und Erpeditor Hl'rr Johann Kali 5 wnrde nach 46jähriger Dienstzeit über eigenes Ansnchen in den dauernden Ruhestand versetzt und ihm bei diesen« Anlasse der Titel Kanzleidirellor verliehen. Im Status der städtischen Polizeiwache wurden ernannt: Oberwach-mann Alois SIan o v e c znm Wachtmeister, Wach» man» Michael Sitar zum Oberwachmcui» u»d der provisorische Wachmann Michael Stante zu,» defi-liven Wachmann. ^ lTtödtische Sparkasse iu Laibach.) Der Lai» bacher Gemeinderat hat den Notarialssullizitator Herrn August P e t r i <"- zum Assisteuten und den Mitarbeiter des „Sluvenski Naiod" Herrn Matthias Rode zmn Praktikanten der städtische!'. Spartasse ernannt. — sTiebzigster Geburtstag.) In aller Stille beging am 3. d. M. Herr kaiserlicher Rat Johann Murnik scin 7l!. Gebnrlssest. Obwohl seit einer Reihe von Jahren infolge Krankheit der Öffentlichkeit entrückt, zählt der Jubilar in allen Kreisen unserer Stadt sowie im ganzen Lande zahlreiche Freunde und Bekannte, die des verdienstvolle» Mannes in Liebe und Verehrung gedenken. Am 3. Jänner 1839 in Olol bei Rndmanns-dorf geboren, absolvierte Herr kaiserlicher Rat Murnik das Obergymnasium i» Laibach mit Aliszeichnung und besuchte sodann die juridische Fakultät in Wien, wo er das Absulntorinm erhielt. Dann trat er in die Ad» volatnrslanzlei Dr. Lovro Tomans in Nadmannsdorf ein nnd übersiedelte im Jahre 1865 mit seinem Eyes nach Laibach, wo Dr. Toman auch die Stelle eiues Sekretärs der Handels» nnd Gewerbekammer bekleidete. Nach vier Jahren wurde er Snbstitut des Handels-kammerselretärs uud bald darauf, als Dr. Toman ans die Sekretärsstelle verzichtete, dessen Nachfolger in, Sekretariate der Handels» und Gewerbekammer, wel» chen Posten er bis zu seiner im Jahre 190! erfolgten Versetzung in den bleibenden Ruhestand einnahm. Herr kais. Rat Murnik beteiligte sich seinerzeit rege am politische!, Leben und gehörte zwei Perioden hindurch dem krainischen Landlage als Abgeordneter des Wahl-bezirles Slei»»Ne»lnarslI.Radma»nsdors an. Der Landlag wählte ihn im Jahre 1870 ins Abgeordneten» hansi auch snngierle er zweimal, und zwar vom Jahre 187! bis 1878 nnd vom Jahre 1883 bis 1900 als Mit» glied des Landesausschusses sowie von, Jahre 1876 bis lW7 als Vertreter dieser Körperschaft im l. l. Landes» schulrate. Im Landesansschnsse war ihm das Referat über Industrie, Gewerbe, Landesfonds und Eisenbahn» Wesen zngewiesen. Es ist sein nnvergängliches Verdienst, daß, nachdem er an, Zustandekommen der Oberlrainer Bahn erfolgreich mitgewirkt hatte, anch die Nnterlrainer Aahne» erbaut wurden. Den landwirtschaftlichen Be» slrebnngen brachte Herr tais. Rat Mnrnik stets das leb» hafteste Interesse entgegen; er gehörte dem Zentral» ausschusse der k.' k, Landwirlschaftsgesellschafl seit den, Jahre 1879 a» und wnrde zehn Jahre später zum Piäsidenleu dieser Gesellschaft gewählt. Dieses Amt be» kleidete er bis znm Jahre 1901; bei seinem Rücktritte wurde er in Anerkennung seiner vielfachen Verdienste znm Ehrenmitgliede der Gesellschaft ernannt, die ihn schon früher als ihren Vertreter in den Staatseisen» bahnrat e»lse»det hatte, i» welchem er bis zum Aus» tritte alls dem Zentralansschnsse verblieb. 5)err kais. Rat Mnrnik war ferner mehrere Jahre hindurch Mit-glied des Gewerbesördernngsbeirales des k. l. Handels» Ministeriums und der Zentraltommission für den ge» werblicheu Unterricht. Er tral mit allem Nachdrucke für die Errichtung der l. k. Fachschulen für .Holzbearbeitung sowie für Knustsliclerei in Laibach ein und konnte im Jahre 1888, als die beiden Schulen ins Leben gernsen wnrden, mit Stolz auf seine von Erfolg gekrönten Be» mühnllgen znrückblicteu. In jüngere» Jahren war Mnr» nil',nil großem Eifer anch schriftstellerisch tätig nnd versah bei der Zeitschrift „Noviee" zu Bleiweis' Zeiten die Stelle des verantwortlichen Redakteurs. Er war Mitarbeiter beim Werle des verewigten Krön-piinze» Rndolf „Österreich in Wort lind Bild", Band Krai», sowie beim Werle „Die Hansindnstrie ^ster. reichs" von Dr. W. F. Er.ner. — So inlenfive und allseitige Tätigkeit wnrde dnrch verschiedene Ehrungen anerkannt. Seine Majestät der Kaiser verlieh ihm im Jahre 1871 das Ritterkreuz des Franz Joses» Ordens, im Jahre 1884 den Titel eines kaiserliche» Rates und im Jahre 1898 den Orden der Eiferne» Kione dritter Klaffe. H^r kais. Rat Muriiik war in den Jahre» 1881 bis 1884 Sekretär des Roten Kren» zes und wurde später zweiter, dann erster Vizeprä» sident dieses humanitären Vereines; gegenwärtig be» kleidet er seit dem Jahre 1901 beim Rote» Krenze die Präsidenteilstelle wie er anch dein sloveiiifche» kauf-mäxnischen Vereine „Merkur" in Laibach seit dessen Gründung als Präsident vorsteht. — Wir schließe» »n» fere Zeilen, die natürlich nnr das Hanplfächlichstc ans dem reichen Wirten Mnrniks anführen, mit dem Wnnsche, daß es dem greisen Jubilar, der sich voller geistiger Frische erfreut, gegönnt wäre, .Heilung vou sei» nein langjährigen Leiden zu finde», damit sich sei» Lebe»sabe»d so frenndlich gestalte, wie er's nach so großer, selbstloser, ausschließlich dem Wohle seines Vol» kes und seiner Mitmenschen gewidmete», Tätigkeit ver-dient! - slkhrenabcnd.j Zn Ehreil des anläßlich des Re» giernngsjnbilänms Seiner Majestät des Kaisers dnrch das Goldene Nerdienslkrenz mit der Krone aus» gezeichneten Ehormeislers der „Glasbeua Matiea", Herrn Matthäus Hu bad, fand gestern im großen Saale des „Narodm Dom" ein Festabend statt, zn dem sich der Gescmgschor der „Glasbe»a Matica" sowie zahlreiche Frennde des Herrn Musikdirektors Hubad eingesnnden halteil. Dieser wurde bei seinem Erscheinen im Saale durch stürmisches Häiidetlatsche» begrüßt; das gesamte Publiknm erhob sich von den Sitzen, während das Orchester der „Slovenischen Philharmonie" Men° delssohns „Einzugsmarfch" intonierte. Dir Ncihe der Trinlsprüche erössnele der Präsident der „Glasbeua Matiea", Herr Prof. 5 t r i t o f, d»rch eine von B«> geifterung getragene Ansprache, worin er zunächst her» vorhob, daß durch die Herrn Hubad zuteil gewordene Anszeichnnng auch das Musitinstitul der „Glasbena Matica" sowie deren Gesangschor für die erfolgreiche Tätigkeit auf dem musikalischen Gebiete geehrt worden sei. Hieraus erörterte er die vielfachen Verdienste Hu-bads, indem er anf die musikalischen Verhältnisse vor ihn, hinwies uud hervorhub, daß dank desfen Energie nnd Ansdaner darin ein spontaner Ausschwung Platz gegriffeu habe, ein Aufschwung, der in den imposanten Kunzertei, zum Ausdrucke gelange, wie sie beispielsweise bisher in Wie», Trieft n»d Agram veranstaltet wnrden. Herr Musikdirektor Hubad könne zu den verdienstvoll» steil Arbeitern auf dem Gebiete des slovenischen Kultur-lcbens gerechnet werden. Seine Verdie»ste erstrecken sich nicht nur ans den Gesaugschor, so»dern Hnbad sei auch zeitweilig sowohl in pädagogischen Fragen als auch bei der Herausgabe von Musitalieu und in zuweilen schwierigen finanziellen Fragen die Seele der ganzen „Glasbena Matica" gewesen. Es sei ferner sein Ver-dienst, daß die „Glasbenn Matica" hente so konsolidiert dastehe. In der jüngsten Zeit sei die Gründung des Orchesters der Slovenischen Philharmonie vorzugsweise slin Werl. Herr Prof. Ktriluf schloß seine Aussührun-gen mit dem Wnnsche, daß sich Herr Musikdirektor Hu» bad noch lange Jahre der wohlverdienten Auszeichnnng ei freuen möge, und rief ihm ein herzliches 5iviu zu, iu welchen Ruf alle Versammelten freudigst einstimmten. —- Herr Dr. Navnihar als Präses des Verbandes der slovenischen Gesangsvereine pries unter Hervor» Hebung des lnllnrpolitischen Momentes ebenfalls die außerordentlichen Vorzüge des Herrn Musikdirektors Hubad nnd wünschte ihm eine lange ersprießliche Tätig» leit anf dem Gebiete der kulturellen Bestrebungen der „Glasbena Matiea"; Herr Dr. ck v i g e l j gedachte im Namen der Slovenischen Philharmonie der Tätigkeil Hnbads, die sich von Liedertafelchören emanzipiert, höhere Ziele verfolgt und das slovenische Lied gehoben habe, und traul schließlich aus das Wohl der slove» nischen Heimat; Frau Dr. F e r j a n <' i 6 als Obmän» ni» des Frauenchores der „Glasbena Matica" brachte an^' Hubad einen Trintspruch in launigen Versen aus, die lebhasteHeiterkeit entfesselten; Herr Husrat Dr.F e r» j a n <' i <"- als einstiger Präses der „Glasbena Malica", feierte die Tätigkeit Hubads, die trotz der mißlichste» finanziellen Verhältnisse des sluvenischen MusiloereinS eine Renaissance dieses Institutes herbeigeführt und desfen allseitige Anerkennung errungen habe, weshalb die dem Gefeierten zuteil gewordene Allerhöchste Aus» zeichnung als ein Rnhmeszeichen feiner künstlerischen Taten betrachtet werden könne. Herr Musikdirektor H ubad dankte für die ihm bereiteten Ehrungen, be» tonte aber anch die Ausdauer jener, die ihn während seiner 18jährigen Tätigkeit unterstützt hatten, so der slovenischen Komponisten, des Lehrkörpers der „Glas» bena Matiea", des anfopfernd tätigen Gesangschores, der einstigen Vereinspräsidenten sowie all der bisheri» gen Obmänner und der Obmänninnen des Gesangs» chores, des gegenwärtigen Vereinspräsidenten, Prof. ^tritos, und der Gründer der Slovenische» Philhar» monie, »vorauf er dem slovenischen Volle volle Aus» dauer ans allen Gebieten wünschte und sein Glas aus alle seine getreuen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sonne anf alle jene erhub, denen das Gedeihen der „Glasbella Matiea" am Herzen liege. Schließlich be» tonte Herr Vezirlsrichler Aebre die Anhänglichkeit des Gesangschores zn seinem Führer, der das slouenische Lied zum Siege geführt habe. — Im Verlaufe des schöne» Abends brachte das Orchester der Slovenischen Philharmonie unter Leitung des Herrn Tal lich ein tnnstlerisch gewähltes Programm zum Vortrage; über» dies trat sowohl der Männer' als auch der Damenchor in einigen Gesangsnnmmern auf, die relchen Beifall fanden. Dieser erstreckte sich anch auf die Vortrage des Damenciuartettes B o l e , Franke, Pav<"i<- und M a l i <' sowie auf die des Herrenqnartelles M a t j a n, Stegnar , Znvr 5 an und k e b e » i l. Den Be» schlich des Abends bildete nach Mitternacht ein Tanz» vergnüge», dem sich die Jugend mit vollem Eifer hin» gab. — — — Mtcrnabcnd.) Im Tnrnsaale des t. l. Zweiten Staatsgymnasiums findet morgen um 6 Uhr abends der zlveite Elternabend mit einen. Vortrage des Herrn Dr. Panl P e st o t n i k über die Sorge der Erzieher nm die Körperpflege der Jugend statt, wozu die geehr-ten Ellern, bezw.' deren Stellvertreter von der l. l-Direktion hiemit freundlich eingeladen werden. lNcsihwechscl.) Karl Gras v. La n th, er , ycn seine ausgedehnte» Besitzungen seiner Tochter -»«ro m Klementine Lövehov ins Eigentum abgetreten u, gleichzeitig seine» Wohnsit' von Vippa") """) ^.au. verlegl. Laibacher Zeitung Nr. 5. 42 8. Jänner 1909. * lAuS dem Vollsschuldicnste.) Der k. k. Landes- schulrat für Kram hat behufs Stellvertretung einer er-krankten k. k. Übnngsschnllehrerin die definitive Lehre« rin in St. Martill bei Krainbnrg Fräulein Marie Stab erne auf die Dauer des Bedarfes zur Snp» plcmin au der k. k. Mädchcnübuugsschule der k. k. Leh» rcrinllenbildungsanstalt in Laibach bestellt. — Der k. k. Landesschulrat für Krailt hat über das Gesuch des Ortsschnlrates in Suhorje in Gemäßheit des ij 15, Absah 3, der definitiven Schul- und Untcrrichtsordnnng dic Einführnng des Halbtagsnnlerrichtes an der ein» klassigen Volksschule in Suhurjc, politischer Bezirk Adelsbcrg, bewilligt. — Der k. k. Bezirksschulrat Lai-bach Umgebung hat an Stelle der krankheitshalber be-urlanbtcn Lehrerin Frau Scraphine K o u a c'. I a m . 5 ek die disponible Lehrerin Fräulciu Marie M ula -«ek zur Supplcutin an der Volksschule in Vrezovica bestellt. — Der k. k. Bezirksschulrat in Adelsberg hat die bisherige Supplentin an der Volksschule in Altlag Fräulein Rosa P i ch l e r zur provisorischen Lehrerin an der auf drei Klassen erweiterten Volksschule in St. Peter am Karste ernannt. — Der l. k. Bezirks-schulrat Laibach Umgebung hat die bisherige Snpplentm au der Volksschule in Brunndorf Fräulein Theresia Furlan zur provisorischen Lehrerin ans ihrem gegen-wärtigen Dicnstposten ernannt und die absolvierte Lehr» amtskandidatin Fräulein Anna Kermavner zur Supplentin an der Volksschule in Mariafeld bestellt. " sVröffnung ciues Privatkurses für ästhetisch, hygienische Gymnastik.) Die l. l. Landesregierung für Krain hat die von der Lehrerin Fränlein Elisabeth Tren z in Laibach in Aussicht genommene Eröffnung eines Privatlurses für ästhelisch-hygienische (Gymnastik nach amerikanischem System . — ) lind 13 Personen ans Anstalten <72'22^,). Infektions-erlranlnngen wurden gemeldet: Masern 2, Scharlach 2, Keuchhnsten 4. — s.Krankenbewegung.) Im Kaiserin Elisabeth. Fraucnspitale in Rudolfswert verblieben Ende Novem» ber v. I. 15 Kranke in der Behandlung. Im Monate Dezember wurden 20 kranke Personen ausgenommen. Die Summe der behandelten kranken Personell betrug fomit 35. In Abgang wurden gebracht, und zwar als geheilt 9, als gebessert 3 und als ungeheilt 3 Personen. Gestorben sind 2 Personen. Mit Ende Dezember ver-bliebeil 18 Personen in der Behandlung. Die Snmme aller Verpslegstage betrug 563, die durchschnittliche VliPflegsdauer für einen .Kranken l6 08 Tage. Ohne bestimmte Diagnose stand eine Person in der Behand-lung. l,I. * sIur Volksbewegung iu Krain.) Im Lande K ra i n l508.l50 Einwohner) fanden im dritten Quar-tale des vorigen Jahres 697 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 4370, die der Verftur-bcnen anf 2895, darunter 1329 Kinder von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 479, von über 70 Jahren 444 Personen. An Tuberkulose starben 432, an Lungenentzündung 99, an Diphtheritis 43, an Keuchhusten 27, an Scharlach 92, an Masern 9, an Typhns l4, an Dysenterie 30, an (5hulera infantum 19, durch zufällige, tödliche Beschädi» gnilg 86, durch Selbstmord 15 und durch Mord und Totschlag 7 Personen- alle übrigen an sonstigen ver-schiedenen Krankheiten. —r. — MeihnachtSgabe für Arbeiterkinder.) Au3 Weißenfcls wird nns geschrieben: Der Beamten-Mnsikklub der Stahlwerke Weißenfcls hat das bedeu-lende Reinerträgnis des am 15. August v. I. veranslai-tetcn Kaiser'Iubiläumsscstes als Wcihnachtsgabc für die Kinder der bei den Stahlwerken bcdienfteten Arbei-ter verwendet. Es wurden über 100 Kinder beteilt, darunter 36 mit warmcu Kleidern, Schnhen und sou» sligen Nützlichkeiten. Frau Oberstleutnant Verrer, welche seit Jahren in liebenswürdiger Weise für die in Weißenfels bestehende Suppenküche für arme Schul, linder sorgt, hat auch bei diefer Gelegenheit die Klei-nen bedacht nnd fie reichlich mil Spielzeug und Lecker» bissen beschenkt. — lVom Viscnbahnzugc getötet.) In der Nachl auf den 7. d. M. wurde der 40jährige Michael Ko^al ans Rodice bei Iar,^e vom Zuge überfahren und vollkommen zerstückelt. Die llberreste wurden in die Totenlammer nach Wailsch übertrage!,. Wie das Unglück geschah, ist unbekannt; vielleicht liegt auch ein Selbstmord vor. — sStatiftischeo.) Im Jahre 1908 wurden im Polizeidcparlemenl des Stadtmagistrates Laibach nebst verschiedenen Bestätigungen, Zeugnissen, Zertifikaten nsw. ausgestellt: 435 Arbeitsbücher, 324 Heimatscheine, 356 Sittenzengnisse, 302 Wasfenpässe, 28 Hanfierbewil° ligungen, 265 Reisepässe und Reisebewillignngen, 107 Waffen- und Mnnilionsgeleitscheine, 27 Legitimation^ karten, 34 Dienslbotenbücher, 112l Anweisungen für kostenloseil Bezug von Medikamenten für die Armen, 1072 Lizenzen für Vergniiglingsveranstallnugeu, 76 Produktionsbewilligungen aller Art. In 109 Fällen wurden die Armen mittelst Armensnhr in ihre Heima! befördert. K^—. — fZcitungotatalog für l!)l»N.j Mit gewohnter Pünktlichkeit und allen voran ift anch hener wieder dir-ses nmsangreiche Nachschlagewerk der bekannten ältesten Annoncenexpedition Haasenslein H Vogler, Altiengesell-schaf», Wien, l., Nener Markt 3, erschienen nnd wird anch diesesmal in einer Anflage von 30.000 Exemplare» ausgegeben. — Der Katalog enthält einen Tages» und Notizlalendcr für das Jahr l909, ein alphabetischem Verzeichnis sämtlicher Filialen und Agenlnren der Firma im In- nnd Auslande, ein Orlsregister der pol>° tischen Zeitnngen des Kontinents, ein Verzeichnis aller existierenden Fach. und sonstigen Zeitschriften. — Das handliche Vnch, welches mit großer Sorgfalt nnd Sach» kennlnis nach anthentischem Material versaßt uud ver-vollständigt ist, wird von vielen Geschäftssinnen als wertvoller Ratgeber benutzt. — Die Firma samt deren Filialen geben dieses nmfassende Werk an die dafür in Betracht kommenden Kreise kostenlos ab. -^ lStellungsflüchtling.j Der 21jährige Tischler-gehilfe Matthias Rom^ak aus Cerlljanska Dobrova wollte sich am 5. d. M. abends seiner Henrigen Stel-ll'ngspflichl dnrch Auslvandernng nach Amerika enl-ziehen. Am Claatsbahnhose in ^i^la nmrde er jedoch von der Gendarmerie verhaftet und dem Gerichte über-gtben. —o— " sVin eigensinniger Fuhrmann.) Als vorgestern ein Fleischer mit seinem Wagen über die Poljanastraße fllhr, wollle er trotz der Warnungssignale des nachsah» reilden elektrischen Straßenbahnwagens so lange nicht ausweichen, bis ein Znsammenstoß erfolgte, wobei der Straßenbahnwagen etwas beschädigt nnd dein Pserde des Fleischers die Vrustlelte gesprengt wurde. Der Fuhrmann wird sich für diese Wettfahrt vor Gericht ver» anlworlen müssen. " sIm Rausche.) Zwei in der elektrischen Zentrale in der Slom^elgasse beschäftigte Arbeiter, und zwar der 55jährige Thomas Dolenee, aus Unter.Ki^ka und der 57jährige Peter Vo5i<' aus Pirniöc, kamen gestern mor» gens niit einem Nansch zur Arbeit. Sie neckten ein» ander >vährend der Arbeit solange, bis Bo/i5 wütend aus seinen Gegner lossprang und ihm mit einer Stein» kohlenschansel ei »eil so wnchligen Schlag über den Kopf versetzle, daß Dolenec eine 7'/2 Zentimeter lange, bis an die Schädeldecke reichende Verletzung erlitt. Er wurde vom Pulizeiarzte verbunden nnd sodann ins Kranken» Hans überführt, während man den Täter verhaftete uud dem Landesgerichte einlieferte. " sDiebstlilile.j Der Inwohnerin Maria Mezc in Adelsberg wurde aus der versperrten Truhe ein Gelt», betrag von 154 1< nnd ein Sparkassebnch der „Nolranjska Posojilnica" mit einer Einlage von 340 l< gestohlen. Tatverdachtig ist die schwachsinnige Franzisla Gm'nik aus Salloch, die plötzlich ans diesem Hanse verschwunden ist. — Einem Tischlergehilfen an der Franz Josef-Straße wnrde dnrch einen vagie» renden Kellner eine silberne Taschenuhr entwendet. -All der Römerstraße wnrde einem Schmiedgehilsen ans dem Koffer eine Zwanzigtronennote, ferner eine sil» berne Taschenuhr nebst solcher Keite entwendet. — Einem Hasnergehilfen an der Triester Straße wurde ans einem Stalle ein ueuer Rock gestohlen. ^ An der Poljanastraßc entwendete ein Dieb ein Geldtäschchen mit 30 Iv. — In einem Gasthause wurde einem lanb» stummen Gaste ans Oberlrain, der eingeschlafen war, aus der Rocktasche ein Geldbetrag von 40 K nebst Kleingeld entwendet. " lHwei empfehlenswerte Brüder.) In einer der letzteil Nächte wurden von einen» Hansbesorger am Froschplatze zwei am Alten Markt wohnhaste Brüder ertappt, als sie an seinem Hanse ans pnrer Bosheit mehrere Fensterscheiben zertrümmerten. Diese Glaser» freunde habeil auch in der Deutschen Gasse eine Fensterscheibe eingeschlagen. " Mnc unehrliche Kellnerin.) Ende vorigen Mo» naies Hal einer hiesigen Gastwirlin die Kellnerin The» ,esia Zalokar ans Trifni! den Nelrag von 27 !< ver. nntrent. Die Diebin ist flüchtig. * Defuudcnj wurde: ein Handwagen »lit einer Decke aus Wachsleinwand, serner ein goldener Finger, ring. " sVcrlorenj wurde: eine schwarze Damenschürze, eine Zehnlronennote, ein Männerhnt nnd ein Stock. Theater, Klinst und Literatur. "" sDeutsche Nühne.) Gestein fand eine zweite Wiederholung Leo Falls reizender Operette „Die Dollarprinzessin" statt. Sie stand anf der Höhe der bis» hcrigen nnd es fanden die Hauptdarsteller Frl. Bau m und K e r n sowie die Herren N inde r und Harden sür ihre tüchtigen Leistungen wieder lebhaste Anerlen» nung. — Das Haus war schwach besucht. sAus der deutschen Theatcrlauzlei.) Wegeu Vor» bereitungen znr Oper „Tiefland" nnd zur Operette „Liebeswalzer" werden im Laufe dieser lind zu Beginn der nächsten Woche einige Reprisen stattfinden. Am Samstag gelangt das Lustspiel „Gauz der Papa", am Montag die Oper „Carmen" zur Wiederholung. Laiiacher Zeitung Nr. l>, 43 8, Iänn« 1»0l», Telegramme des k. k. Telegraphen-Koirespondenz-Vureaus. Das Erdbeben in Nnteritalicn. Turin, 7. Jänner. Die „Stamfta" veröffentlicht cinc Unterredung, die einer ihrer Redakteure mit dem Ackerbaumiuister Verwlini nach defsen Nücklehr aus Messina hatte. Nerllilini führte aus: AIs ich Messina verließ, war die Situation verhällnismäftiq besser. Die Protlamieruna, des Velagerunnszuslandes war im Interesse des ungestörten ^nultiouicreus des Verwal» tungs° und Sicherheitsdienstes unvermeidlich. Das Rcttunaswerk ist beendet. Man kann annehmen, daß lein bebender sich mehr nnler den Trümmern befindet. Messina ist vollständig vernichtet. Vloß ein Hans ist nn» uersehrt, da es nach den Reqeln der Wisfenschast nur mit einein Stockwerk aufgebaut war. Die Wiederansrichtung Messinns wird nur unter Veobachlnng strenger Negeln möglich sein. In Neggio sind di.e Bedingungen besser, (iin Teil der Stadt ist unversehrt. Die Häuser waren meistenteils niedrig. Der Wiederaufbau Neggios wird viel leichter sein. Ungleich schwieriger wird sich die Aufgabe gestalteil, die verwüsleteu an der Küste uud im Gebirge gelegenen Ortschaften Kalabriens wieder auf» zubauen. Der von der Negierung aufgestellte Plan ist vorzüglich. General Mazza verfügt über 1»».(N>(» Mann und zahlreiche Schiffe. Das Privateigentum ist ge> borgen. Die Nrgiernng beabsichtigt, möglichst viele Baracken zu errichten, iu denen diejenigen, die in der Heimat bleiben wollen, Wuhnen können. Der Minister erklärte schließlich, daß einzelne an dem Verhalteu der Armee und Marine geüble Kritiken völlig nilverdient seien. Armee und Marine gaben Beweise von Selbst» Verleugnung, Menschlichteitsgefühl nnd Aufopferung. Ebenso zeigten sich die Schissslommandanten der Be» Minderung des Landes würdig. Die Balkanfrasscn. Belgrad, 7. Jänner. Der öslerreichisch-ungarische Gesandte in Belgrad, Gras Forgach, hat den Auftrag erhalten, bei Herrn v. Milovanovic- wegen der Nede, die dieser in der Skuv^tiua gehalten hat,' Vorstellungen zu erheben und den Minister um den authentischen Text einiger seiner Äußerungen anzngehen. Der ser-bijchc Minister des Z'lnßern hat, indem er die gewünsch-ten Aufklärungen gab, den Grasen forgach ermächtigt, in seinem Namen dem Wiener Kabinett zu erklären, daß seine Nede keinerlei aggressive Tendenz gegen Österreich-Ungarn gehabt habe. Er fügte hinzu, daß irgendeine verlebende Absicht ihm ferngelegen fei nnd daß er daher bedauere, wenn die Ansdrücle, deren er sich bedient habe, um deu serbischen Slaudpuntt in der bos» nischen Frage zu entwickeln, in Österreich.Ungarn so aufgefaßt worden sind, als ob sie von feindseligem Gefühl gegenüber der Monarchie eingegeben worden wären. Schließlich habe Herr Milovanovn' keinen Anstand ge> nommen, zu erklären, daß er die Kritik, betreffend die inneren fragen der Monarchie, die von einigeil Ned> nern in der SkuiMina geübt wurde, als mit der iuter-nationalen Gepflogenheit in Widerfprnch stehend an» sehe und demgemäß mißbillige. London, 7. Jänner. Die „Times" sagen: Solange Österreich-Ungarn seine gegenwärtige Haltung gegen» über der Türkei beobachtet^ ist eine Lösung uumöglich lind ohne eine Lösung in den nächsten Wochen ist der Friede am Balkan und vielleicht in Europa voll irgend» einem uuverautworllicheu Serben abhängig, der die Driila überschreitet. Ein Krieg oder die Unterdrückung eines bewaffneten Anfstandes in Bosnien kostet aber Osterreich-Ungarn nnverhältnismäßig schwerere Geld» opser, als die prompte Erfüllung der äußersten For» deruugen der Türkei. London, 7. Jänner. Der „Standard" veröffentlicht ein langes Telegramm des Ministers des Äußern Milo» vauovw, das die Stellungnahme Serbiens zur Annexion Bosniens erklärt. Das Telegramm ist im wesentlichen eine Zusammenfassung seiner Rede in der Sknp^tina mit Hinweglassnng der Stelle von der Sklaverei oder der Unterjochnng der Serben in den zwei Provinzen. Milovanovi« wiederholt das nationale Programm Ser» biens, verlangt die Emanzipation Bosniens und der Hercegovina wenigstens soweit, daß es in der Lage sei, in enge politische und ökonomische Veziehuugen mit Serbien nnd Montenegro zu treten und die Unabhän» gigkeit Serbiens nnd Montenegros müssen iu Bosnien und der Hercegovina ein Gegenstück finden. Das euro» päifche Gleichgewicht verlange, daß diese Provinzen allein gelassen werden, damit sie der Richtung ihrer Sympathien und ihrer Interessen folgen, die dahin gehen, das Gefühl einer engen Gemeinschaft der öko» nomischen und politischen Interesse» mit Serbien und Montenegro entstehen zu lasscu. Explosion. Odersurth, 7. Jänner. Gestern früh entzündete sich in der provisorischen Vetriebslanzlei des im Abteufen befindlichen, der Steillkohlengewerlschast gehörigen Oder»Schachtes in Oderfurth ein Paket gefrorenes Dynamit, das ausgetaut werden sollte, um für Spren» gungen bei den Abteusungsarbeiten verwendet zu wer» den. Während sich der Schußmann Anton Martinee alls der Kanzlei entfernte, scheint der Nachtwächter mit drm Dynamit manipuliert zu haben, wobei dieses auf den Fußboden gefallen sein durste nnd erplodierte. Hie» durch wurde der Nachtwächter sofort getötet und das Halls gänzlich zerstört. Der Oberhäner Hnbert Hollesch wurde mit dem Dache in die Höhe und sodanu beiläufig 15 Meter seitwärts geschleudert. Desgleichen wurde auch der Schußmaun, welcher die Tür im Angenblicte der Erplosion geöffnet hatte, um einzutreten, einige Meter weil fortgeschleudert. Neide haben einen Nerven» choc nnd mehrere Vcrlet'.nngen erlitten. Die gerichtlichen und bergbehürdlichen Erhebnngen sind im ^uge. Deželno gledališèe v Ljubljani. Št. 50. Par. V petek, dne 8. JanuarJa 1909: Drugiè: Veleturist. Burka v treb dojanjih. Spisala Kart Kraatz iu Maks Neal. Prevel A. Ekar. Zaèotek ob »/2P. Konec po 10. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Für Lunaenkranke. Über das in letzter Zeit so viel besprochene, von Hcrrn Dr. Fehrlin in Schafshauseu entdeckte H i ft o -s a n schreibt das Institut sür pathalogische Anatomie der Köiligl. Universität Catania unterm 26. Februar 1908 an den Erfinder: Nach nlledem qercicht c6 uns zum Vera.nüqcn, Ihnen ausrichtiq zu qratulicrcn, daß es Ihnen qcluua.cn ist. cin solches Heilmittel herzustellen, welches mit lcich» ter Anwendbarkeit eine sichere und daucrudc Wirluna. vereinigt. Histosan darf mit ruhigem Gewissen, nach Ursache wie Wirlnng, als das beste, wirtsamste und ge» eignctstc Mittel gegen die Lungcntuderlulosc bczeichuct werden. Besonders auffallend ist, »vie schnell sich das Aus» sehen der Patienten ändert. Die blasse kränkliche Farbe verschwindet schon nach welligen Wochen, der Körper erhält ein frisches, gesundes Änssehen n»d der Patient fühlt wieder neue Arbeits» uud Lebenslust. Histosan ist nirgends offen nach Maß oder Gewicht, sundern >lur iu Originalslaschen znm Preise von 4 l< in Apotheken vorrätig. Wo es nicht erhältlich ist, wende man sich direkt an die Histosan.Werte in Singen» Nadeil. (4732) Ausweis über den Stand der Tierseuchen in 5lrain für die Zeit vom 26. Dezember 1l108 bis 2. Jänner 190!). Es herrscht: der Rotlauf der Tchweine im Bezirke Rudolfswert in den Gemeinden Sagraz (1 Geh), Srisenberg (1 Geh.). die Gchlve»nepest im Bezirke Adelsberg in den Gemeinden Dornegq (1? Geh.), Ill.'Feislritz (7 Geh,), ^ablauitz (>A Geh.), Iauezeuo Brdo (1 Gel),); iu, Vezirle Gottschee iu der Gc memde Lienfeld <1 Geh); im Bezirk Gmlfeld in den Ge» meiudeu Tjchatesch (A Geh.), Zirtle (4 Geh.); im Bezirke Littai in der Gemeinde Obergurl i,1 Geh.); im Vczirle Ru dolfswcrt in den Gemeinden Amlirus (2 Geh.), Döbcruil (1 Geh.), Sagraz (1 Geh.). Erloschen ist: der Milzbrand im Bezirke Abelsberg in der Gemeinde Dornegg (1 Geh,); der »lotlauf der Vchweine im Bezirke Laibach Umgebung in der Gemeinde Dobrunje (l Geh.,; im Bczirle Loitsch in der Gemeinde Zirtnch ^6 Geh.). A. k. Aande^rcgicrung für Arain. Laib ach, am 2. Jänner 1W«. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 1. und 2. Jänner. Nona. Ingenieur; Weil, Kfm.; Horoschofsty. Nst».; Dr. Zellenmayr, Adv,, Wien. — Ielotml. Kaplan, Pettau. — Lcichtmann, Rsd., Budapest. — Halavanja, Pola. — Gräfin bi Manzono s. Sohn, l5ormonS, — Ivancie, Grohgrundbes., Hwischeuwässcrn. — Sonthoncn, Nfd., Älagenfurt. — Fürst, Zanon. Kslte.; Ivankovich, Rsd. Agram. — Ritt. v. Zandonatti s. Frau, Cill,. — Grünwald s. Fran; Pros. v. Luschini s. Tochter, Graz. — Uhle s. Frau, Ing., Prag. — Pctric, Lehrer, Rann. — Cada, Leutn,. Otocac, Am 3. und 4. Jänner. Wiener, Reisender, Olmütz — Österreicher, Mandl. Hochhcusler. Fühl'Lazar, Rsde.; Hal-ban samt Tochter, Suffer, Kslte ; Böhm. Dir,; v. Schuschuig, l, l, Hptm,; Dr. Staub; Moller, Nicn. - Schwarz, Abiturient; Sutrj, Kfm., Agram. — Dr.Suppan, Dir.. Leoben. — Schwarz, Nsd.; Dr. de Mondis, l, k. ssinw,.jcomm.; ssuri, Kfm., Trieft. — Ambrozic', Mojstrana. — Poll, Rsd.. Budapest. — Gold» Wasser, Ksm, Warschau. ^ Baron Astrup, Pickrrsdorf — Perclcs. Rsd.; Prclnar, l. l. Hnuptm ; Polißer. Kfm.; Bodnar, Priv.. Graz. - Pogacnil, Abgeord,, Älschoflack. — Früdthandl, Tarvis. - Kohn, Rsd,; Bracii, Ksm,, Fiume. — Noval, Sclrclär, Idria. - Gcrschal, Reisender, Cilli. — Prtcr, Ab» gcordncter. Moch.-Fcistritz. - «ind. Pfarrer. — Mihelcic, Pfarrer, Müttling. — Zelnil, Pfarrer. — Riemer, Ing, — Berlin, Ing; Spider. Magdeburg. — Kautor. Msd., Neusah. — Dr. Gloning, Spalato. - Pecoonil. — Hajrl, l.u.l. Oberst; Lahar, l. u. l. hauptm.. Pola. - Bartol, Bülgermcister, Sober-schitz. - Dr. Glulini; Bühr'Ug. Ing., Mannheim. — Matjrsic, VoSlannice. — Slatnar, Druckeieibcs., Stein. — Demsar, Ab» geordneter, Heslijica. — Hocevar, Priv., Nassenfuh. — Kobi, Abgeordneter, Franzdorf. — Frödshand, Turvis. Verstorbene. Vm 2. Jänner, Leopold Ambrozic, l. k. Major b. N.. 6^ I,, Sallocher Straße 29, I)illd«t,y« melliw«. Am 3. Jänner. Mina Kapus, Dienstmädchen. 27 I., Levstilgassc 1.^, Herzlähmung, — Barthlmä Pogibu, Taglöhner, 64 I, Bahnhofgasse 18, Erstickung. - Matthäus «aftelic, In» wohuer, 7« I.. Iapeljgasse 2. MaraSmus. A m 4. Jänner. Lorenz Oven, Arbeiter, 66 I., Stadt» waldstraße 15, Schlagfluß, Am 5. Jänner. Anna Sadar, Greislerin. 73 I., Flo» riansgasse N, U»,l-»»mu8 »«uili». — Ursula Compahi, In» wohnerin, 85 I., Maria Theresien»Straße I I, ^i-tol-i,>«clero»i». Am ^i. Jänner. Johann Tursic. Arbeiter, 00 I., Na mivli ^., Lungrnrntzüubung. ^ Fr mzisla jtoleöa, Arbeiters' tochter, 3 Mon, Irnlo^asse 14, Eutern «llwrllm» iul«,i>tum. - Franz Palusml. Schneider, lil I.. Kirchengasse 2t, Herz-lähmunn,. — Franz Ttrcznar, k, l. Gcrichtsbcamtcr i, R,, 6X I,, Pctrr^strasze 24, ^mpl!)«!;m», pulm. — Georqina Iavornil, Rcchmingsuntcroffizierstochter, 8 Mon,, Schirßstättgasse 15, litleliiri». Im Zivilspitale: Anl 2. Jänner. Franz Engll. Anstreicher, 40 I,, 'lu. l»ercul. pulm. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Serhohe 3W 2 in. Mittl, Lliftdrucl 736 0 u.m, "" 2 Ü7N^!742^I 0"0^SO"MaH^^Mlrt^! ^" ^^ U U. Ab. > 741 -b^-^tt! NW, schwach ! . ___ 8 l 7 U. F. ' 733'7 l -1'i)NO. schwach s . 0 0' Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur -10°, Normale -2 7°. Wettervoraussage fNr den 8. Jänner: Nebelwetter, niäs;ige Winde, kalt, unbestimmt, unliestinidia,; fürs Küstenland: Schüius 38etter, mäßige Winde, sehr kühl, mibrstimmt. Eeisnuschc Berichte «nd Beobachtungen der ^laibacher Erdbebenwarte (Oll: Gebäude der l, k. Staats-Oberrealschule,) Lage: 3ldrdl.Bicite46" 03'; Ösll.Liinge von Greenwich 14« 31'. Bebcnberichte:^ Am 28. Dezember geqen 19 Uhr, am 29. Dezember n/gm 14 Uhr 24 Min, Erschütterung in Slituraj (Dalmatim!. — Am 4. Jänner abends Erdstoß auf Teneriffa. Am 5. Jänner zwei Erschütterungen in Philadelphia und Umgrbuiig. Aodl'nunruhe:** Am 8. Jänner am 12.Trlnnden» Pendel «sehr schwach', an den beiden lurzperiodischen Pendeln «mäßig stark». » Dir )l<-iln!!l,al»'» l'sjN'll'l! sich auf mKtrleiirllpiiiichr Zri! ll»o wtlbel! von Mittrrollcl,' l>i« Milttlüllch! 0 1lhl l>is li4 Uhr «szählt »- Dir Ä od, n u »tu I,c wird in solffsndl'n Slürlrgraden tloMzier»!: Ali!?!chlll0 MiUimrtrl «aüher-ur^ü'iich slarl». — .All^mrmc ^«br»!!»lu!)e» bcdculc! nleichzeilil! aufm Hufbeschlag wiid von seiten der Pferde» besiher im allgemeinen uiel zu wenig Aufmerlsmnleit grschmkt. Um zum Beispiel im Winter bei glatten, mit Schnee uud Eis bedeckten Wegen die Pferde vor Überanstrengung oder vor Sturz lind daraus resultierenden schlimmen Folgen zu bewahren, be> darf es stets scharfer Stulleu, die den Pferden stets ficheren Gang gewähren uud bei deren Benußuug gefährliche Verletzun« gen, wie ütroncntritt, ausgcs^ lossen sind. Der einzige Stollen, welcher allen diesen Anforderungen genügt, und der bisher noch von leiner anderen Stollcuart oder Beschlagsmrthobc nbcrtroffcn oder anch nur erreicht wurde, ist der von allen Autoritäten im Hufbeschlagwescn empfohlene Original.!-«-Stollen. l70») Man überlasse also die Sorge um sein wertvolles Tier» material nicht allein dem Kutscher oder Schmied, sondern jeder Pfcrdebefihrr lümmere sich selbst darum, ob seine Pferde auch im Winter bei glatten Wegen stets diensttauglich und lristungs» fähig erhalten werden; er achte datier darauf, daß sie mit Oci» ginal-l-l.Stollen beschlagen sind. Da wertlose Nachahmungen existieren, ist das Original'Fabrilat mit einer Schutzmarke ver» sehen, die in Annoncen bekannt gemacht wird: man beachte dies beim Einkauf, Tüchtige Verkäuferin mit K 100 — Gehalt, deutsch und slowenisch, fiudet Le-bonsBtelluHg in oinem großen GenchäftshaiiBe. Anträge unter „Lebensstellung", hauptpostlagernd Graz._________________________________ (82) Von der Kaistriubilaoms ^stansgal» der Caibacher Zeitung = oom 2. Dezember 1908 ===== sind, solange der Vorrat reicht, noch Cxcmplare zu haben in der Buchhandlung lg. d. Kleinmayr & fed. Bamberg und in der Administration der saibacher Zeitung, pm* i R. Laiiachci Zeitung Ni, 5, 44 8, Jänner 1909, Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom ?. Jänner 1909. Tie notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährunss. Dir Nutieruna, sämtlicher Alticn und der «Diverse» Lose» versteh! sich per Stücl. j Geld l Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Nenle: 4^ lunuer, steuerfrei, Kronen (Mai Nov.) per Kasse . , 94 10 »4 30 deito (^änn-Inli» per Kasse 94 10 »4 30 4 2"/., <>, W, Nut.,'» r, Aug.) per Kasse......97 — 97 20 4 li"/„ «, W, Silber (April Olt.) per Nasse......»7 — 97 20 <8S»cr Staatslose 500 fl, 4"/„ ,5, IN 155'1<» t»f>0er ,. 100 fl, 4"/„!2l>8 5v2l2 50 18i!4er ,. 100 fl. , . j263 267 — 1864er ., 50 >/„ 94 20 94 ^0 betlo per Ultimo . . 4°/n S4 15 »4 35 iDeft, Inucstilion^ Nento, steuei- frei, Kr. per Kasse :»>/,"/» 84'— 8l 20 «lscubahn. Ttaatöschuldverschreibunssen. ! ltlisabelh-^ahn i, O,, steuerfrei, zu 10,000 fl. . , . 4"/„ — — — — Franz Ioseph-Bahn, in Tilb>,'i (div. St,» , , . 5>/<"/<, 11740 1,8 40 Galizischc Narl Ludwig-Vahn /<"/„ , ^26— 429 — dctto Salzbura-Tirol 20« fl. ö. W, in Silber, 5°/„ . . l19 — 421 — Krcmstal-Äahn 200 und 8000 Kronen, 4 iuritätlZ'Oblissatilinc». Vühm, Wcstuahn (im, ,8ü5, 400. «00i> u lo UNO Kronen 4"/„ 9b 50 SS'50 Elisalie>h-Äali„ 600 u. 3000 M, 4 at> tN'V«...... 1Ib15tI«'1b Elisabeth-Aali» 40» n. 800N M, 4"/„........ 114-50 115-50 sscrbinanbs-Nllrdbahn Em,1«86 9S— 97 — deüo Em, >!«<>! 9«'— 97 — ssra»; Ioseph-Äahn Em,lx»i er, 4"/n , «5- 56' — Unss.GaüzVat,,, 200 fl. S, 5>"/, U^Nü ,03 60 delto lu« u, s>»0i» K «>/,,"/„ "I>'30 «« llO Voiarlberßer Bahn >> «0 S« — Staatsschuld dcr Länder dcr unssarischcn iironc. 4"/„ u„ss. Goldrcnlc per .ttasse . 10920 in:>'4N 4"/« detto per Mlimo lM',5!i0»'35 4"/i> uuss. Rente in llroueuwälir., ! steuerfrei, per Kasse . . 90,NN> 9> l« 4"/„ bett» per UKimo !»1'»5, üi 05 »'/,"/„ detto per »asse . »«55! «i 7ü Un«. Prämienanleihe k 100 fl. 18425 18U25 dcttu :i 50 fl. 184 25 ,83 25 Ilieiy.-Ncg.-L^e 4"..,. . . .140-144 — 4"/n UNg. Ociin!' ll-OdÜg, . U2'55 »8 55 4",„ lroat. n, sl Ornndentl. Oblinationcn .... 23'50 9450 Andere 'öffentl. Anlehen. Nosn, LaubeZanlehen (div,, 4"/„ 8885 8985 Uoön,-Hcrcca. Eisen l>,-Landes- 'Anlchrn 4>/i"/„ . . W'5« 9750 5"/n Nonan Req.-Anlclieil ,878 >0» 20 ,04 20 Wiener Berlehrsanleheu 4"/„ . »4 35 95 35 dtltu 190« 4"/„ U4-50 !!5'/><> Anlehen der Stadt Wien . . 1»>2'50i0:l'5« detto sL. odrr G.) 1874 121-. 1>2 — delto ^)..... 93 30 U4!!« detto (Gas, U. I. 1898 . 95,5 9N 15 detto slHleltr., v. I. 1W0 9525 !»«^5 detto lInv. A.'U. I.'902 94'90 >»/i Ü0 bett!) v. I. ,908 . . . W'3" '.»6 05 Büilenbau-Anlelie» verlob. 4"'„ "5.50 «i'50 Nüssische Ttaatsanl. v. I. 1!!«6 f. ,00 X per «lasse . 5"/« ^-'— ^-^ betto per Ultimo 5"/^ »ž'2,^ 9775 Vulg.Slaatz-Hlipotlielaranlclien 1892......6"/„ 1<9'5ü 12050 Geld > Ware Aula,. Ntaats-Woldanlcihc 1907 f 100 Kronen. . 4>//7„ «N'75! 8775 > Pfandbriefe usw. Vodeiilredit, all«. öst>rr,, in 50 Ialirrn vcrlosbar , 4"/« «4,0 95 t« Bül)M, Hupothelcnb,, Verl. 4"/„ 96'— 96".!N ge!!lral..>^od.-.//V» W2— — - etlo <>5 I. uerl, . . 4"/„ 9650 '.»? 50 Kred.Inst.,östsrr,.f.Vell.Unt. u. üsfeuO. ?l>U. »lal. ^ 4"/„ V4'25 95'25 Laüdeed. b, „önissr, Gallien u. Llldom., 57 l/,^ I, ruckz, ^"/„ 93"<>ü 94'27> Mähr. Huputl,elenl!.. veil. 4"/« 95 25! 96 25 N, üsterr.Landcs-HyP-Anst. 4"/„ !>6'75 97'75> detto iull. 2"/n«r. »erl, 3'/2«/„ 8825 8!»25 detlo K.-Schüldsch. Verl. «>/,"/<, ««'^> »9'25 belto ucrl.....<"/„ '.»«'5 Ü7'5>0 Oesterr, ung. Vani, 50 Jahre uerl., 4»/„ ö. W, , , , l<760 W 50 detlu 4°/^il,ncnW, , , !»«"?3 9,»,75 Spar!.. Erste öst.,<>«I. Verl. 4°/<, !»!»—liU« - Eiseubahn-Prioritäts-Oliligationen. Oesicr,, Äiurt wesil!^,, 200 fl. 3- '«225 10425 Staatsbahn 500 Fr..... N9N->897' Südbah:! ll 3"/„ Iünucr-Iuli 500 ssr. (per Sl.) . , . Ü63L5 26525 Eübbahn ll 5"/n 200 fl. L. °,O. ll«7« 11770 Diverse Lose. > iPcr Stück) Verzinölichr iiose. 3"/n Vobe,!l,edilLose 880 2S4L0 270 50 dclto Eui, !»»:> 2!>o — 266 — 5"/„ Donau Ness»!.Lose 10!» !l, l251'50 25750 Serl,,Pr,im,.Anl,p,,00 sl...... 469 — 479 — (i,«"ü Lose w fl. tt..M. . , 142—!,52 — iDicüer Lose 40 m,-Luk 40 fl, K,-M, , , >95'—!li»5 ^ illüten Kreuz, iist, Ges, »., 1" fl. 5>>'75j ?,,?5 Üiaten «reuz, unn., Ges, U.. 5 fl. 2« U0 !.'« «0 Rübulf Lose ,0 fl...... eN'— ?0- - öalm Lose 40 s,, K,-M, , , 235 - 2^5 — Tiirl. ll. V.-A»,..Präm.-Ol>lia. 400 ssr, per Kasse . . . 172— 173 detto per Medio . . . 17225 17325 Velo Ware Wiener Nomm-Lose v. I. ,874 479— 489 — Ol>w. Sch.b, 3"/nPr,i!N.Echn!d. d.Bodenlr..Anj!, (tin. ,889 -- - Altien. Lrnnöpllrtxnternelimunntn. Aussiss Teplilzer (iüen!'. 5,00 s>, 2285 — 2305 — Bühmijche Norddnhn ,50 fl. . »98— 40 — Bn,cht!el,ru:!6— 1042 — Noüan-LainpischÜIahrts-Ges.,1,, l. l. priv.. 5N0 fl. K,-M. , 885 — 895 — Dux-VudenbachcrEiienli.-iWzkr. '89— 542- sferdinaüb« Nurdb. 1«00fl,,^W, 49,'>0 — 4!»»0 — Kaschan -Oberbelsscr Eisenbali!, 200 sl, 2....... »55 - 3'i? - Ll'mu,- Czern. Iass« -Eii>'nl'alin- Gesellschnst, 2<>0 sl. L. . «0- s>44- Lloud, üstrrr,, 40« Krone» . . 3'>U- - 4»1'— Ocs!crs.Nurbwcs!l!ahn,^0Usl.V, 44,- 442-5O bsüu !tt. ll)20Ufl.E,P. Ult, 44075 44,'5>« PrassTuicrrEisenl', luaflabnst. 2!4-— ^1N- vtaatscilcnü, 200 fl. <2, per Uü. es,!l— LN4' Südbahn 200 fl. V. per Ultimo 9975 100 75 Südnurddcntiche Verbindunsssb, 2U<> fl. K.-M..... 297'50 .«,,'50 Transpurlneieüschaft, internat., A.üj.. 20N Kronen . . . N0'- 120- linear, Westlmhii (»ianli-Graz) ' 200 fl. S....... 406— 408'" Wiener Lulalb.-Alt.-Ges. ^00 fl, 2<1U- 205 50 Vnnlr,!. Anglo Ocsterr. Vani, !2N sl. . i>87>- 288 — Banluerein, Wiener, per Kasse —'— - '— detto per U>>!,no 50, 75 50Kr, ,0^3— ,030 — ^e,!tr..Vud..Kredl!l..ost..20Uil. 52«'— 527 — Kreditanstalt für Handel und «Aew.. 320 Nr., per Kasse . - - - - dctto per Ultimo 6I2L5 »,N'25 Nredilbanl, unss. nllg., 200 Kr. 7,3?)0 7I4'5>!> Depositenba»!. alln, 200 sl. ., 455— 456— Eülumpte - l^esellschas!, nieder- üslerreichischl', 400 »runen 567— 571 — l«iru !i Kassenv., Wr., 20!, fl. 44k— 44»'— HM'thek'nl'l.. «st.. ^00Kr. 5"/<> !-84- 28U- Lä,ibcrl,a,!l.üst., 200 f!,,p, Kasse —— —' — dettu per Ultimo ^,«'20 5"^' «Merliir». Wechselslul'.-Vlltirn- Gcsellschast, 200 fl. . . . K92'— 596- Ocf!err.-M!N,.Va,!i, ,400.«roneu 17L7— ,737 — U„iun!ia»l, 200 sl..... 517— 5,8'- Umunlianl, bühmischi', ,W fl. . 245'— 24« — Verlehrvbanl, alla,., ,4l> fl. . N3?-— 33«— Geld ! Ware Induftritun00 , 1N0fl, 19-»bO '.«X»'50 »(tlbemül)!», Papii'isalnil und iln sl. . 177 - 180 — «tleltr.-Ges., alls,,lPcrr., !iUNfl, 303'— »S4 — ltlrl'r.-ttirs,, intern, '^00 sl, , —— - — Vlellr. Ällien Ges.. »ereinisste , 210— L»2— Hinterbersser Palr-, ^ündh,-11, Met,-ssn >il, 40» Kronen , Ü7N— »NO — Liesinsser »iiranerei l«0 sl. . . 220' iilL — Mo,,l'lnus,l!ah<- sf.Asl. stlelrllschast. 200 fl, 4lN— 4»2'— Prasser Cilrninbustrisneiellschast 200 fl........ 2372— L382 - Nima Mnranu Snlno-Tarjaner Eüenw. ,00 fl..... 5!ft— <»11' - Tal w-Larj, Kteinlohlen 100 fl, 57l— 573 — 'Lchlüsselmül,!.,Papiers,,1,'UNil, 3U3 — »06 — «^chud„ica., A. O. für Pelrul,- Industrie, 50» Krone» . 422— 432 — «Lleyiermühl», Papierfabrik u, ^rilanunesellschas: . . . 430— 48ö— Trisai,er Kuhlenw. Ges. 70 fl. 27250 275 — Tiirl. Talialrrlnencs, ^<<> Fr, per »lasse....... —— —— d>!lu per Ultimo 29N— 83»'— Wlifsenf.-Ges., »sterr.. ,00 fl. . 603 — 007 — Wiener Baua.rse!lscha!t, 100 fl. !37— »38— Wienerlirrsser Zilsself-Alt-^es, 662 - ««6 — Devisen. i Nurzc Tichten und 2che>li>. Amsterdam....... 1!,6 «»'> >'.'9 10 Neulsche ^anlplähe , , , . ,17 0ü 1l7'27 Italienische «anlplühe . . , 95 15 95'30' London........ 23!» 55 23985 Paris......... 95-5!) 05.62 St. Pelersburss...... 25050 251 — Zürich nnd «aj,-I..... 9537 9552 Valuten. Nülaicn........ 1l'35 ''I«!!9 20-^ranlcn Vtncle..... ,908 ,9,1 ^NMarlStüile...... 23,4b ^350 Teutsche Reichichanlnolen . ,,705' 117 «5 Italienische Banluote» . . , ^ 95>',5 9540 Rubel Noten....... ^ ^'50 2 5l filn- und Verkauf von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. _________ Los-Versicherung.__________ ¦¦> J. C Mayer Bank- wrici 'WechslcrKCSchäft Prlvat-Depots (Safe-Deposits) unter eigenem Verschluß der Partei. 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