Vräunllirraiiour-Prrisk: Für Laibach: *^jLhrig . . . 8 ft. 10 kr. ?<>lW-ri, . . .4.2«. «'Ejährig. . . 2.1». «-Eich . . ._.7V. Mil der Post: ^-Mhrig . , . ii fl. _ k. v^bjjhriz , . L . 50 . di-rteljährig. . . r . 7S. Zustellung iuS Hau» »ierlel- »Ürig ,5 kr.. S kr. E:r»elae Nummern 6 kr. Laidacher ütdaktior: vahndosgasse dtr. »3^ Lrpe-iti'in und Inseraten Lurcau: K»ngrcßplay Nr. 81 (Buchbandlr Nj von I. v.»!§'nmadr ff. Bamberg). Inscrlionspreise: »^ür die einspaltige Petitzeile 3 kr bei zweimaliger Einschaltung L 5 k, dreimal L 7 kr. Iniertionöstcmpcl jcdeSmal 8« kr L^ei größereii Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 60. Mittwoch, 13. März 1872. — Morgen: Mathilde. 5. Jahrgang. Noch einmal das Dankschreiben Hohenwarts an Dr. Costa. Das plötzliche Hervortreten des Vertreters der Fundamentalpolitik aus Nacht und Dunk.l in die Ocsfeiitlichkeit, sein selbstbewußtes Pochen aus den endlichen Triumf seiner Partei über die durch Zwangsmaßregeln herbeigeführten „Scheinerfolge" des Ministeriums Auersperg hatte, wie man aus einem ministeriellen Blatte erfährt, seine tiefer liegenden Beweggründe. Eingeblasen ward das berüchtigte Schreiben von Prag aus, und zwar von den Pfadfindern der Fundammtal-Arlikel, den Herren Clam-Martinitz und Rieger. In Böhmen soll nämlich Während der Parlamentsferien der nächstwichtize Schritt der Regierungsthäligkeit erfolgen, der böhmische Landtag soll aufgelöst und dadurch dem Unfug des dortigen LandeSausschnsses endlich ein Ziel gefitzt werden. Da man die Auflösung und die sofortige Ausschreibung der Neuwahlen schon im Verlause des nächsten Monates erwartet, so rüstet man sich auf beiden Seiten mit aller Kraft zum nächsten Wahlkampfe. Es ist unzweifelhaft, daß die Negierung, wenn sie auch nicht wie durch einen Zauberschlag in diesem durch die Reichsfeinde meist durch-wühlteu Lande die Situation ändern kann, es dennoch mit Glück versucht hat, den terroristischen Einfluß der gegnerischen Wühlerei Welt zu machen, daß sie namentlich auf eine größere Zahl verfassungstreuer Wähler aus dem Großgrundbesitze rechnen tann, die bekanntlich in Böhmen die Farbe des künftigen Landtages bestimmen. Seitdem die czechischen Feudalherren zur Einsicht gekommen, daß cs diesmal mit einem kurzlebigen ^Winterministerium" "ichts ist, sind sie stutzig geworden, im ganzen Lager Herrscht Bestürzung; die eigenen Organe der Partei 'vnnen nicht umhin, einzugestehen, daß der Monarch allen Einflüsterungen czechischer Hochtories unzugäng- lich geworden, daß vielmehr Fürst Auersperg und seine Amtsgenossen sich des vollsten Vertrauens der Krone erfreuen. Kein Wunder, wenn angesichts solcher That-sachen von Seite der Czecheusührer, 'deren Stern zu erlöschen droht, Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt und krampshaste Anstrengungen gemacht werden, um sich den Sieg in der Wählerklasse der Feudalen nicht entringen zu lassen. Ein nicht geringer Thcil jener Wählerklasse besteht aber aus Elementen, welche sich bei ihrer Stimmenabgabe ausschließlich nach der Strömung richten, die bei Hose beliebt wird, und deren Streben dahin geht, in allem und jedem, unter Verzichtleistuug auf eigene politische Ueberzeugung, den Wünschen an maßgebender Stelle zu Willen zn sein. Es handelte sich nun darnüi, durch ein geschicktes Manöver diese Feudalherren über die wahre Gesinnung an höchster Stelle zu täuschen und sie ihre Stimmen wie bei den letzten Wahlen für die Kandidaten der Deklarantenparrei abgeben zu lassen. Um dies zu bewerkstelligen, ward Graf Hohenwart auscrsehen. Wie bekannt, hatte der Graf eben beim Kaiser Audienz genommen, um über eine abfällige Aeuße-rung des gegenwärtigen Ministerpräsidenten über seine Regieruugothätigkeit Beschwerde zu führen. Da hatte er nun Gelegenheit — so schlossen die Herren Clan, und Rieger — die Anjchauungen des Monarchen über die gegenwärtige Lage des Reiches kennen zu lernen. Ließ man mm den Grasen mit seiner Epistel in die Oeffentlichkeit treten, worin er sich mit so großem Selbstgefühl zum Profiten aufwirft und der verfassungstreuen Politik des jetzigen Ministeriums ein baldiges Ende voraussagt, so muß doch alle Welt, am ersten aber die böhmischen Feudalen überzeugt werden, daß der Graf Hohenwart diese seine Zuversicht aus der Unterredung mit dem Monarchen selbst geschöpft habe? Und gerade dar- auf hatten es die Einbläser jener profetisch sich geberdende Epistel abgesehen, gleichviel ob Graf Hohenwart sich zum unwürdigen und plumpen Manöver mit Wissen und Willen hergab, oder ob er den czechischen Urhebern desselben selbst in die Falle gegangen. Die Farblosen und Schwankenden im Großgrundbesitze — so rechnete man — werden gewiß die Auslassungen des Grasen unmittelbar nach seiner Audienz als den getreuen Wiederhall dessen auffaffen, was er in Wien zu höreu bekam, und dies könnte nicht verfehlen auf ihre Stimmabgabe bei den nächsten Wahlen von entscheidendem Einflüsse zu sein. Um die Sache der czechischen Feudalen muß es wirklich schlecht stehen, wenn sie zu solchen Mitteln ihre Zuflucht nehmen müssen und mit aller Gewalt der Wahlbeweguug in neuester Zeit deu Stempel des lächerlichen aufzuprägen versuchen. _________________________________________ Politische Rundschau. Laibach, 13. März. Inland. Die galizische Angelegenheit ist Dank dem Starrsinn der Polen zerfahrener denn je. Der Verfassungsausschuß hat die drei selbständigen Vorschläge zur Regelung des finanziellen Theiles der Frage abgelehnt, und nun stehen wir in der That vor einem neuen Abbruch der Verhandlungen. Man hatte bei der Vertiefung in das Detail den Ueber-blick des ganzen sowie den Hauptzweck der Verhandlungen aus den Augen verloren, und die offene» und geheimen Feinde des Ausgleichs sind eifrigst dahinter her, aus der allgemeinen Verstimmung Kapital zn schlagen. Die Einen, indem sie die praktische Undurchführbarkeit der Ausschußanträge zu beweisen suchen, die anderen, indem sie den Ernst des Willens, zu einem Ausgleich zu gelangen, in Zweifel ziehen. Bezeichnend ist die ironische Frage des Dr. Grocholski zum Schluffe der letzten Sitzung, ob der Aeuilletoii. Am 13. März. Vor 25 Jahren wurde Austria von einer Tochter entbunden, die bei der Feuertaufe den Namen „Freiheit" erhielt. Austria wußte damals gar nicht, daß sie gesegneten Zustandes sei; aber ein Engel ^ der Erzengel Gabriel und jener Gabriel aus Linz waren es nicht — überschattete trotz Metteruich, Sedlnitzky und Polizei auch die holde Austria, uud fi> erblickte am 13. März 1848 die göttliche Fr ei-'kit das Licht der Welt in — Oesterreich. Das Kind geberdete sich nach der Geburt sehr "ruhig, unsauber, ward unbändig; nach zwei Mo-ten, j„ den Maitagen 1848, fing es zu schreien '!°urde durch allerlei Medikamente, Umschläge, — rch Preßfreiheit und Konstitution — besänftigt; den ersten Oktobertagen 1848 trat aber durch »ahrlässigkeit der Aerzte bei dem Kinde ein Par-vklsMus ein, der arge Krisen zur Folge hatte. . Die Tochter der Austria, die unbändige Freiheit, wurde mehr als neunzig Ministern zur Er- ziehung übergeben ; aber ungeachtet dieses Kind bereits 25 Jahre alt und großjährig geworden ist, ungeachtet der Tauspathe — der Reichsrath - ernstlich bemüht war, aus dem unbändigen Kinde eine sanfte, holde, anmnthige Jungfrau zu schaffe», so ist die Erziehung der Tochter Austrias doch noch keine vol-leudete zu nennen. Das Kind des 13. März hat wohl viel geschaffen, es hat sich von der Herrschaft des Adels freigemacht, es hat Grund und Boden entlastet, es hat die übrigen Kinder der Austria, die österreichische» Kronländer, durch Eisenbahnen einander nahe gerückt; es hat dem Bureaukratismus anf die Finger geklopft, cs hat autonome Körperschaften, Vereine und Institute, wo Freiheit herrscht, lebensfähig gemacht, aber — das Kind der Austria hat noch gar vieles zu schaffen. Nach 25 Jahren sollte doch das Licht der Freiheit überall sonnenklar leuchten; aber es ist noch nicht so weit gekommen, unter dem wechselnden Mond! — In einigen nationalen Köpfen hat sich ein unedler, unrationeller Begriff von Freiheit cingenistet, welcher der Entwicklung der freiheitlichen erwärmenden Sonnenstrahlen hindernd in den Weg tritt. Die klerikale» Kreise können das Licht der Freiheit gar nicht vertragen. Diese Kreise lieben, wie die Nachieulen, die Finstern iß; sie wollen, daß das Volk, gleich wie der Ochs nur in finsteren Siallungen wohlgemästet wird, in der Finsterniß herangezogen nnd am klerikalen Gäogelbande durchs Leben geleitet werde. Gott sprach zur Zeit der Schöpfung der Erde, und wiederholte am 13. März 1848: „Es werde Licht!" — und es ward Licht! Wo es nicht licht geworden i st, dort wird eS — wir hoffen es — Licht werden. Die Sonne der Freiheit wird überall hin ihre erwärmenden Strahlen aussenden. Das Eis, schmilzt cs nicht im März, wird es halt um etwas später, es wird im Juni oder Juli schmelzen, aber es m n ß schmelzen. Die Weltgeschichte hat ihren Laus- Die finsteren Mächte können die Sonne der Freiheit wohl zeitweise verdunkeln, aber eine totale, andauernde Sonncnfinsterniß können sie nicht mehr in Szene setzen, dafür bürgt uns der 13. März 1848, dessen Jahrestag wir heute feiern! Verfassungsausschuß noch einmal in dieser Angelegenheit zusammeutrete» werde. Zwar ist für heute Mittwoch eine Ausschußsitzung anberaumt, was aber in derselben noch erreicht werden soll, ist nicht abzusehen. Inzwischen vergeht kein Tag, an welchem nicht ein Faktum aus der galizischen Verwaltung einen grellen Schein auf die Zustände wirft, welche der galizische Ausgleich in seinem Schöße birgt. Nach dem empörenden Vorfälle in Lemberg mit der schwangeren Jüdin läßt der Bezirkshauptmann in Biala die Petition der Bürger konfisziren, die Be-zirksvertretung von Neusandec erläßt mittelalterliche Bestimmungen über die Sonntagsheiligung, die nicht blos die gröbste Mißachtung der interkonfessionellen Gesetze enthalten, sondern in höchster Willkür sich am Privateigcnthnm von Staatsbürgern vergreisen. Schöne Aussichten unler der polnischen Autonomie! Die Annahme des B u d g e t ges e tz e s im Abgeordnetenhaus hat den Föderalisten einen verteufelt gescheiten Gedanken eingegeben. Powcki und Hohenwart, sagen sie, sind gescheitert, weil sie die AuSgleichsverhandlungen erst so spät beendet hatten, daß die Einberufung des Reichsrathes und die Bo-tirung des Budgets auf den Nägeln brannte. Um nur das Budget votirt zu erhalten, mußte man den ganzen Ausgleichsichwiudel bei Seite werfen. Zur Vermeidung solcher Eventualität gibt es kein besseres Mittel, als den Reichsrath sofort auseinanderzujagen und augenblicklich wieder auszugleichen. Ganz richtig — wenn nur nicht das Ministerium Auersperg am Ruder stände und noch dazu recht fest stände. Das offiziöse „Prager Abendblatt" publizirt folgendes Communique: „Zu den verschiedenartigen Mitteln, mit denen die nationalen Organe in Böhmen die Agitation gegen die bestehenden Gesetze schüre», hat sich jüngst ein neues gesellt. Zwei nationale Organe berichten, daß von dem Ausgange der eventuellen Neuwahl des böhmischen Landtages das Schicksal der jetzigen Regierung abhänge, und daß mit dem Siege der Versassungs-fcinde bei dieser Neuwahl auch das Morgenroth der vcrsassungsseindlichen Aera anbreche. Wir können jene Blätter versichern, daß das einer eitlen Jllu-sion sich hingeben oder wenigstens eitle Illusionen zu erzeugen suchen heißt. So bedauerlich es auch im Interesse der endlichen Konsolidirung des Reiches wäre, wenn bei den jetzigen Neuwahlen des böhmischen Landtages jene Partei siegen sollte, die sich der verfassungsmäßigen Rechte nur bedient, um ihrem Hasse gegen die verfassungsmäßige Konsolidirung und Entwicklung der Monarchie um so rückhaltsloser die Zügel schießen lassen zu können, so wäre eine solche Eventualität dennoch nicht im mindesten geeignet, das Akious-Programm der Regierung irgendwie ändern zu können, da die Regierung auch für diesen Fall die entsprechenden Maßnahmen bereit hält, zudem die zu jeder verfassungsmäßigen Aktion noth-wendige parlamentarische Majorität ihr zur Seite steht. Diese Andeutungen werden hoffentlich genüge», um rechtzeitig vor Illusionen zu warnen, aus denen jene, die sich ihnen hingcben, sicherlich früh genug gerissen worden wären." Ausland. Die Berliner Presse gewinnt dem Kampse im Henenhause, namentlich der großen Rede Bismarck's, immer neue Seiten ab. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" gibt der konservativen Partei vollends den Laufpaß. Au die Abstimmung im Hcrreuhause anknnpfcnd, sagt sie: „An den vorauSgegaugeueu Debatten ist und bleibt das bedauerliche, daß die Evangelischen unter den Konservativen eine Situation geschaffen haben, in der es bei den Wahlen künftig heißen wird: „Seid ihr Wähler für die Liberalen oder für die Polen, für Windlhorst oder für Bismarck?" Geschaffen hat djese Situation die konservative Partei. Vielleicht ans Mangel au Intelligenz und vermöge ciueS der Berichtigung irrthümliäcr Annahme» unzugäiigli-ch n -Ltarrsiniics. jedenfalls in Folge eines Mangels a» Vertrauen zu der konservativen Regierung des Landes." Korrespondenzen aus der Provinz Posen geben Andeutungen über die nächste Anwendung, welche das Schulaufsichtsgesetz finden wird. Die Polonisirung geschah zumeist in Folge Zersplitteruug der Schulen nach den Konfessionen; dadurch arbeitete die Regierung selbst den Ultramontauen und Polen in die Hände. Jetzt sollen die Schulinspektoren darauf dringen, daß überall die konfessionell und national getrennten Schulen zu paritätischen und simultanen verschmolzen werden. Dem Posener Erzbischof scheint Fürst Bismarck besonders zu grollen, wohl weil er demselben ein schmählich getäuschtes Vertraue» erwiesen hat. Uebereiilstimmcnd beschuldigen zahlreiche offiziöse Berliner Korrespondenzen Herrn v. Ledochowski, daß er nicht nur polnische Losrei-ßuugsgelüste, sondern auch panslavistische Bestrebungen gestützt habe. Wie sehr übrigens die preußische Regierung Anlaß hat, gegen die schwarze „Internationale" energisch vorzugehen, beweist der Umstand, daß iu den oberschlesischen Kohlenrevieren die Ultramontanen abermals Unruhen hervorzurufen suchen, behuss deren Abwehr am Samstag in Kattowitz l50 Mann Infanterie aus Oppeln und ein Detachement Uhlaueu aus Gleiwitz eingerückt sind. Die „Opinion Nationale" schreibt: „Die Kaiserin Eugenie hat, wie man versichert, Herrn Janvier de la Motte ein Telegramm übersandt, in welchem sie ihn über seine Freisprechung beglückwünscht und die Freude beschreibt, die mau in Ehislehurst beim Empfange dieser Nachricht hatte. „Diese kleine Begebenheit," sagt das angeführte Blatt, „hat ihre Bedeutung, wenn man sie als Moral des Prozesses von Rouen betrachten will; cs ist ein Zug, in welchem sich die ganze Dehnbarkeit des Gewissens spiegelt, durch welches sich das Regime auszeichnet, welches uns in unsere jetzige Lage versetzt hat." Wicht.ge Dinge gehen in Spanien vor. So weit ist es zwar noch nicht gekommen, wie man in Paris wissen wollte; die Nachricht des „Univers" von einem Aufstandsversuche mit nachgefolgten Hinrichtungen bestätigt sich nicht, dessenungeachtet aber wird die Lage des Königs Amadeus von Tag zu Tag prekärer. Wie die „Epoca" versichert, kam, die Koalition aller oppositionelle» Parteien gegen das Ministerium Sagasta als eine vollendete That,ache betrachtet werden, und der Aufruf der koalirteu Parteien thut weder des Königs noch überhaupt der Dynastie Erwähnung. Die „Jgnaldad" bereitet aus die Abdankung oder Abreise desKönigs vor, der auch nach einer Korrespondenz des „Nord" sich unmöglich weiter halten kann. „Die italienische Fregatte „Novara" — schreibt die „Jgualdad" — „wird dieser Tage in einem spanischen Hafen erwartet ; sie soll eine italienische Familie an Bord nehmen. Vorgestern wurden eils Paar Pferde aus dem königlichen Marslalle verkauft, und die Dienerschaft des Palastes hat Ordre, aus ihren Livreen den Buchstabe» zu entfernen. Der Freiheit droht große Gefahr. Merkwürdige Ereignisse stehen bevor, die Uuionisten planen einen Staatsstreich." Das Madrider Blatt scheint uns das richtige getroffen zu haben: Thronwechsel oder Staatsstreich. Eines von beiden, wird das Ende vom Liede sein.______________ Zur TlMögeschichte. — Klo st erberau bung. Man schreibt aus Brody, 8. März: „Das Potkamienier Kloster ist unermeßlich reich und birgt in seine» unterirdischen Gewölben Schätze, welche den Beschauer fast blenden. Eine zahlreiche Räuberbande schlich sich nun kürzlich einzeln und ohne Aussehen ins Kloster. Des Nachts, als alles stille wir, kamen sic aus ihrem Bersteck hervor, wo sie alsdann die Mönche banden und den Pr'or noch aussorderlen, ihnen die Absolution zu ertheilcu. Einer der Mönche aber eulwischle, wonach er mit aller Machst die Klosterglocke zog und so die gan^e Umgebung allarmirte. Ehe sich die Räuber von ihrem Staunen erholen konnten, waren bereits die Geudannen und sehr viele Bauern, mit Dreschflegeln und Heugabeln bewaffnet, angekommen. Die Banditen, welche keinen Ausweg mehr sahen, da das Kloster ringSu^n- her besetzt war, setzten sie sich in VertheidiguugSzustand, verrammelten die Thore, und erst nach hartnäckiger Gegenwehr gelang es, das Kloster zu erstürmen und die Mönche zu befreien. Die Räuber, die sich nun auf Gnade oder Ungnade ergaben, sitzen bereits hier in Brody hinter Schloß uno Riegel." Lokal- und Promnzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — Se. kais. Hoheit .der durchlauchtigste Herr Erzherzog Wilhelm haben gestern die Abtheilungen des k. k. 12. Artillerie-Regimentes in Laibach und Stein, unter einem die Batterien in Bir und Pre-voje nächst Laibach inspizirt und sind heute Nacht zur weiteren Generalinspeknon nach Radkersbnrg abgereist. — (DerBerein derAerzte) in Kram hält am 16. März, d. nächsten Sonntag, in seinem Museallokale eine wissenschaftliche Monatsversammlung ab. Programm : Innere Angelegenheiten; 8. wissen- schastliche Vorträge. 1. Bezirksarzt Dr. Wut sch er: auS der gerichts-ärzilichen Praxis; 2. Primararzt Fux: chirurgische Muiheilungen; 3. Professor Valenta: gynäkologische Miltheilungen. — (Ueber die Beschädigung von Linharts Grabstein) schickt uns die Friedhofverwaltung eine Zuschrift, der wir folgendes entnehmen: Erst am 5. d. M. gelangte die Verwaltung zur Kenntniß der Beschädigung, am 8. aber kam ihr der Artikel im „Tagbl." zu Gesichte. Die löbl. Verwaltung sucht nun dem im besagten Artikel ausgesprochenen Wunsche: „aber wissen möchten wir, durch wessen Schuld das beinahe unglaubliche geschehen ist" — zu entsprechen. Sie sagt, der Grabstein sei im Jahre 1840 auf Anregung des Domdechants Jerin von mehreren Verehrer» Vinharts auch aus dem geistlichen Stande gesetzt worden. Der jetzige Dompfarrer und Friedhofsverwalter habe ferner im Jahre 1855 die Rcnooirung der Grabsteine Lvdniks, Cops und Lin-han's besorgt, die Kosten der Renovirnng aber habe Domkaiechet Melelko bestritten. Linhar! stehe nämlich bei der Geistlichkeit in großer Verehrung und rühm-lichem Andenken und sie könne nicht begreifen, warum ec ein „Pfaffenfeind" genannt werde. An der Beschädigung des mehrgeuannten Grabsteins trage weder die Familie B. noch die Friedhofverwaltnng die geringste Schuld, sondern einzig der Steinmetzmeister, der das Gitter für die Familie B. ausstellte, durch sein willkürliches Vorgehen bei den Steinmetzarbeiten auf dem Friedhofe. Seine „barbarische Hand" habe den Grabstein des berühmten krainischen Gesichtschreibers be» schädigt, indem er in dessen Mitte ein Loch gemeißelt, ihn mit Mörtel beworsen n. s. w., und zwar ganz eigenmächtig, ohne Wissen, gegen den Willen, zum Bedauern der Friedhossverwaltnng, ihr zum Trotz. Wie genannter Sleinmetznieister sogar gegen die gesetzliche Vorschrift verfertigte Grabsteine, auch große Monumente, ohne es anznmelden oder die Bewilligung einzuholen, ausstelle, jo habe er es auch hier gethan, ohne die gesetzliche Bewilligung anzusuchen. Gegen solche willkürliche Beschädigungen und Zerstörungen an den Grabsteinen durch den Steinmetz könne die Verwaltung den Friedhof ebensowenig wie gegen jene schützen, welche die Blumen zertreten, die Kreuze auf den Gräbern zerbrechen oder gar stehle», daher könne sie auch nicht verantwortlich gemacht werden. (Gibt es denn keinen Friedhofwächler?, UebrigenS sei dem Steinmetz ämtlich am 5. d. M. der Auflrag ertheilt worden, den belchädigten Grabstein binnen acht Tagen in den vorigen Zustand zu versetzen, widrigenfalls die Klage wegen Beschädigung fremden EigenthumS bei Gericht Überreicht werde, und heute sei das Loch bereits verkittet. (Aber schlägt sich die löbliche Friedhofverwaltung durch dies Eingeständniß nicht selbst, wem, sie angesichts solcher Beschädigungen, die sie selbst eine „wahre muihwillige Zerstörung" nennt, sich mit einem lahmen Auftrag begnügt, anftait wie cs ihre Pflicht ist, den Beistand des Gesetzes anznrusen!) — (Für d i e N oih le id e n d e n in Krain ) Die Generaldinklw» der Südbahn und die Direkiion der Rudolssbahu haben die kostensreie Besördernng von Lebensmitteln und Getreide für die Nothleidcnden in unter- und Jnnerkrain bewilligt, insoferne die zur Auf-3° e gelangende Sendung mit einem vom LandeSprä-H mm ausgestellten Zertifikate versehen ist. — Eine er Städtgemeinde Krainburg eingeleitete Samm-^"3 hat einen UnterfiützungSbcitrog von 140 fl. nebst Naturalien erzielt. ^ (Ein Nothschrei aus der kraini-I Gen Lehrerwelt.) Als ein sprechender Beweis ^ sehr im argen das Volksschulwesen in Krain unter der Hut des PsassenthumS und des klerikalen Landtages M noch immer befindet, möge folgender Brief eines Schullehrers aus einer größeren krainifchen Ortschaft bienen, den wir wortgetreu hersetzen wollen. Zweierlei erhellt unwiderleglich aus diesem merkwürdigen Schrei-beu: einmal, daß aus der Lehrerbildungsanstalt in Laibach junge Leute hervorgehen, deren Vorbildung für chren künftigen Berus nicht einmal den allerbescheidensten nsvrdernngen genügt; sodann stellt man dieselben als Erzieher des heranreifenden Geschlechtes an, "ßt sie am Hungertuche nagen. Das Schreiben lautet: " "?rle Redaktion! Unterzeichneter bittet um eine kleine nnonce in Ihrem geschehen Blatte, und weil unkundig " lefeui will er seine Lage kurz schildern: Bei dem khalte von 300 fl. öst. Wh. in dieser großen Theu-erung Har er gezwungen Schulden zn machen, als »och Krankheit in die Familie rieß. Zwar spricht man Viel und schon lange von Verbesserung unserer Gehalte, och alle Hoffnung wird zu Wasser, und man wird uns nichts geben, bis nicht einer am Hungerihisus Lei/ ^ meine Noih Ihren geehrten Un " ö" schildern und in meinen Namen um gütige könn' ö" bitten, wie dringend ich selber bedarf an w"l^^ Dauben, denn es ist heute der zweite Tag m ^ ich und meine Familie uns mit trockenen oe begnügen müssen, und wenn nicht bald Abhilfe o»>mt wir auch dieses bald nicht mehr haben werden. Doch noch eine große Bille! Ich bitte ja niemanden Meinen Namen zu nennen, so auch den Bezirk nicht Wo ich diene, denn sonst könnte ich noch diesen kleinen Verdienst verlieren, letzteres ist leichter zu verschweigen da ja inner und unter Krain von Hungersnoth bedroht ist. Um beides aber bitte ich, weil ein Lehrer wohl hungern, aber nicht betteln darf." (Milde Beiträge für den Armen nimmt die Redaktion bereilwil-"äst entgegen und wird selbe an die Adresse gelangen lassen.) — (O b st - n n d W e inb a ns chu l e in M ar-"*8-) In der benachbarten Steiermark, zu Marburg, also noch innerhalb der Grenzmarken „SlovenienS", am 11. d. M. eine für ganz Unlersteiermark ^ die angrenzenden Distrikte hochwichtige Anstalt, die ^ Und Weinbauschule eröffnet, und zwar gestaltete Eröffnung durch die Anwesenheit zweier Minister ^ yluinetzky und Stremayr) und zahlreicher hervorragender Ersönlichkeiten zu einer erhebenden Feierlichkeit. Nach "er fachmännischen Elössnnngsrede des steirischen Ab-geordneten Plankeusteiner, begrüßie der Bürgermeister von Marburg Dr. Reiser die zahlreichen Gaste, besonders die Mitglieder der Regierung, und nachdem Baron Washington, der erste steirische Landwirth, und Dr. MullS auf die Feier bezügliche ^Reden gehalten ergriff Minister Chlmnetzkh das Wort, um seiner Ge-"uglhuung Ausdruck zu geben, daß es gelungen ist, diese Schule ins Leben zu rufen, die gerade an diesem ^rte von besonderer Bedeutung ist, wo sie dem Nachbarvolke freundlich die Hand reicht und es auch ^eilhasiig werden läßt an den sittlichen Fortschritten höheren Kultur. Der Nationalitätenhader wurzelt l ^ der Bevölkerung, welche seit Jahrhunderten ^ "ch »ebx„ einander lebt; er ist ein krankhaftes sej„"^°a> der Zeit und kann durch Gewalt nicht be-werden. Nur die Ueberzeugung, daß die staathat . ch^ordnnng einen unerschütterlichen Bestand Na!' ^ Pflege der materiellen Interessen aller lvird^" innerhalb dieser Rechtsordnung gesichert ist, . diesen Streit verstummen machen. Die Schule E ^erzu das wirksamste Mittel, sie wird materielle . eressen fördern, Bildung ^»d Gesittung auch dem v,,che„ Biuderstainme entgcgeniragcn und somit ein postel der Versöhnung, ei» Pionnier des Friedens- werkeS sein. Landeshauptmann v. Kaiferfcld heißt sodann den Direktor der Anstalt Herrn Gölhe im Namen des LandeSansschufses willkommen, worauf dieser die zu lösende Aufgabe näher präzisirt. Die eigentliche Eröffnungsfeier wurde mit der Ueberreichung der von der Landwirihfchaftsgefellschaft dem Dr. Mulls zuerkannten goldenen Medaille durch den Landeshauptmann geschlossen. Bei dem Festbankette brachte Bürgermeister Dr. Reiser den ersten Toast auf den Kaiser; der Landeshauptmann einen auf das Ministerium AuerSperg und die Verfassung aus; Minister Stremayr auf den Landeshauptmann und Landesausschuß i der Gemeinderalh Marco auf Oestereich und den Reichsrath; Güterdircktor Müller auf den steirischen Landtag; Bürgermeister v. Schreiner aus die deutsche Einigkeit und Freiheit; Statthalter Kübeck auf Stremayr; Mulls auf Chlumetzky; Stampfl auf Kübeck; Dr. Duhatsch aus die Armee; Plankensteiner auf die Bewohner Marburgs; Reuter auf die Landwirthfchafts-gefellfchaft und der Abgeordnete Dr. Wretfchko auf das Gedeihen der Anstalt. — (Theate rn achricht.) In dem gestern mit so außerordenilichem Beifalle begonnenen Gastspiele des Frl. Stäuber ist in Folge eines Unwohlseins des Frl. Eberhard insofern eine Veränderung eingetreten, daß „der Meineidbauer," statt morgen, bereits heute in Szene geht. Nach auswärtigen Urlhei-len übertrifft diese Arbeit Grubers noch den „Pfarrer von Kirchfeld," so daß wir uns von dieser Novität, die an allen Bühnen, namenilich im Theater an der Wien einen großartigen Erfolg errang, wieder einen ganz besonder» Kunstgenuß erwarten dürfen, der durch die Mitwirkung Frl. Stäubers, die im Stücke eine hervorragende Rolle hat, noch ein vermehrtes Interesse erhält. — (Theater.) Ein vorzügliches, sowohl durch seinen interessanten psychologischen Prozeß, wie durch geistreiche, formschöne Durchführung fesselndes Produkt spanischer Dichtung, Moreto's „äesäen von ei Zssäen" — aus unserer Büline in K. West's Bearbeitung als „Donna Diana" all-und wohlbekannt, bekamen wir vorgestern aus Anlaß der zweiten «enefizvorslellung unserer dramatischen H.ldin Frl. Krägel zu sehen. Theils die glückliche Wahl dieses hier schon mehrere Jahre nicht gesehenen Stückes, wie noch mehr tue große Beliebtheit, der sich die geschätzte Benefiziantin in allen theatersreundlichen Kreisen in ungewöhnlichem Maße erfreut, batten das HauS an diesem Abende zum natürlichen Rendezvsusplatz für alle diejenigen gemacht, die der ersten und geistig entschieden bedeutendsten Vertreterin der Runft an unserer Bühne einen deutlich sprechenden Beweis ihrer Zhmpathie und Achtung bezeugen wollten. So kam es denn, daß Las Hans in allen seinen Räumen förmlich überfüllt war nnd die Benesiziantin bei ihrem ersten Erscheinen mit einem wahren Sturme von Beifall uud Bluinciispenden empfing. Bon allen Seiten flogen ihr Kränze und Bonqueis zu, so daß die Bühne wie im Nu in einen lebenden Garten verwandelt schien, in welchem man die Benefiziantin als liebliche Gärtnerin minutenlange nur mir dem Aufheben und Ordnen der Blüthengaben beschäftigt sah, da sie der stürmische Applaus ohnehin lange nicht zu Worte kommen ließ. Wir sahen an unserer Bühne schon lange nicht einen so glänzenden und dabei so sichtlich herzlichen Empsang einer Künstlerin, wie es diesmal Frt Krügel gegenüber der Fall war. Und so wie wir, als die Vertreter der wägenden Kritik, nns dieser Manifestation nur ans ganzem Herzen anschließen können, ebenso wollen wir auch hoffen, daß Frl Krägel aus derselben die Ueberzeugung geschöpft haben wird, wie wahres Talent im Vereine mit emsigem Streben und pflichteifrigem Verhalten bei unseren, Tbeaterpiibliknm jederzeit der gerechtesten und wärmsten Anerkennung gewiß sein kann. — Geben wir auf die vorgestrige Leistung Frl. Krägels als „Donna Diana" über, so rönnen wir nur sagen, daß sich dieselbe ihren vo> Heimgegangenen Leistungen in jeder Hinsicht würdig anreibte. Sie bewies in derselben nenerdings. wie sie jede ihrer Rollen NM knns,ler,schem Verstand,iiffe zn erfassen nnd in edler, ästhetisch schöner Weise wiederzugeben weiß Ihr volllom' ! meu ebenbürtig znr Seile staud Dir. W a l'b n r g der den „Perm" mit wahrer Jngendsrische gab und in 'jeder Einzelheit den geschulten, denkenden Künstler erkennen ließ. ^ Wäre auch die dritte der Hauptrollen in gleich vorzüglichen ^ Händen wie die erstgenannlen zwei gelegen, so könnten wir „Donna Diana" füglich als eine der glänzendsten Vor stellnngen der Saison bezeichnen. Leider war jedoch elfteres nicht der Fall. Hr Otto war der schwierigen Aufgabe d>s „Don Cäsar" nicht vollkommen gewachsen und bot nns nameullich in deklamatorischer Hinsicht eine „i,zulängliche Leistung. Sein Lortrag entbehrte deS iwtbwen-dig>l>'n jeder Deklamalivn — der richligen Aussprache unv Belonnug. Auch schien er »ns seiner!>>otte sehr unsicher zu sein, was wohl nicht znin kleinsten Theile Mitnrsache an den eben gerügten Fehlern gewesen sein dürfte. In Bx- .K'V -,-uiE wegung und Mimik entsprach Hr. Otto besser. Die^MkjMt. kleinen Rolleu wurden leidlich Lurchgeführt. Frl. Lang, h o f that als „Flenrette" ihr möglichstes. Warum jedoch , Liese Rolle nicht von Fr. Löcs - Weik gespielt wurde, da doch sie als „Fleurette" am Zettel stand, ist uns ein Räthsel , geblieben, um dessen Lösung wir bitten möchten. Sollte dahinter am Ende auch nichts anderes stecken, als eine jener sattsam bekannten Konlissenkaprizen? Uns dünkt, daß das Publikum, wenn man sich gegen dasselbe schon eine derartige willkürliche Abänderung erlaubt, zum mindesten das Recht hat, zn verlangen, den Grund derselben zu erfahren. Kapellmeister Pleininger hatte sich zu seinem gestrigen zweiten Benefiz eine abermalige Reprise der „Prinzessin von Trapeznnt" erwählt und hiebei, wie er sich überzeugt haben dürste, kein schlechtes Geschäft gemacht; denn das Haus war glänzend besucht und nahm die beliebte Operette mit großem Beifalle auf. Die Leistungen unserer darin beschäftigten heimischen Kräfte sind als vorzüglich bereits so bekannt, und auch hier schon wiederholt lobend besprochen worden, daß wir zu genügen glauben, wenn wir mir abermals anerkennen, daß sie auch diesmal alle ihr Bestes leisteten und durchwegs mit unverminderter Lust und Liebe spielten. Auch Herr Kapellmeister Pleininger, vom Hanse beifällig begrüßt, leitete die Operette mit gewohnter Präzision und Sicherheit. Neu war mir Fräulein Stäuber aus Graz, die als Gast in der Rolle „Regina" unsere Bühne zum erstenmale betrat. Wir müssen konsta-tiren, daß der Erfolg dieses Debüts ein vollkommen gelungener, ja mehr als Lies, ein nach jeder Richtung hin, glänzender war. Frl. Stäuber verbindet mit einer äußerst angenehmen Erscheinung eine kräftige und liebliche Stimme, einen vorzüglich geschulten Vortrag, wie ein sicheres und gewandtes Spiel, — also Faktoren genug, um den überaus reichlichen Beifall, mit welchem sie gestern nach jeder Szene von Lem animirten Hause belohnt wurde, erklärlich erscheinen zu lassen. Wenn wir Frl Staubereinen kleinen Wunsch zum Ausdrucke bringen möchten, so wäre es mir der, ihr Spiel durch gewisse, gesucht erscheinende Znthaten nnd Mianderien, wie sie es gestern stellenweise that, nicht zu verrunzieren. Frl. Stander besitzt nebst persönlicher Aiimnth einen zn reichen Fond künstlerischer Mittel, als daß sie derartiger Allüren nicht leicht entbehren könnte. Wie wir hören, haben wir Hoffnung, Frl. Stäuber noch in l—2 Vorstxlluugen an unserer Bühne wirken zu sehen. Wir werden nns freuen, sie an jedem dieser Abende ebenso warm begrüßen zu können, wie wir es gestern gerne ge-than haben._________________________________ Witterung. Laibach, 13. März. Trübe, kalter Nordostwind. Wärme: Morgens 6 Uhr 2.3"; Nachmittags 2 U^r -s 5 0" 6. (l87l'-j- 14.1°;. 1870 4- 4,0"). Barometer im Fallen 732.09 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -j- 8.1°; um 5.3° über dein Normale.___________ Verstorbene. Den 12 Februar. Dem Mathias Mlakar, Faß-bindergeselle, sein Sohn Johann, Bäckergeselle, alt 20 Jahre, in der Kas»i;i»ervorstadt Klagensnrterstrasse Nr. 82, gähe am Schlagflosse.__________________ Gedenktafel über die am 16. März l 872 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb., Franko'sche Real., Westert, BG. Lack. — Reli,. Germ'fche Realität., Zagorica, BG. Großlaschitz. — L. FeNb., Miäic'sche Real., Berblene, BG. Laibach. — 3. Feilb., Logar'sche Real., Hrenovic, BG. Senosetsch. — 2. Feilb., Stesancic'sche Real., St. Michael, BG. Senosetsch. — Reliz. Jersic'scher Real.. St. Kanzian, BG. Nassenfuß. — I. Feilb., Smerda'sche Real., BrünLl, BG. Senosetsch. — 2 Feilb., Pezek'sche Real., Tschernutsch, BG. Laibach. — 2. Feilb., Vilhar'sche Real., ALetsberg, BG. Adelsberg. — 3. Feilb., Juznik'sche Kanfrechte, BG. Laibach. — 1. Feilb., Potocnik'sche Real., Sapotniza, BG. Lack. — l. Feilb., Kosmac'sche Real., Obergamling, BG. Laibach. Telegramme. (Orig.-Telcgr. des „Laib. Tagblatt.") Wien, I». März. Der Reichsrath nalnn unverändert die Ausschußanträge bezüglich des Dertheilungsmodus der Theu-erungözulage der fünf Millionen für Beamte und Diener an. Wien, 12. März. Der Finanzausschuß nahm die Regierungsvorlage bclreffcnd den Nachlragskrcdit von 500 000 Gulden znr Unterstützung katholischer Seelsorger an. In der diesfalls stattgehabte» Debatte erklärte der Kultusminister Stremayr, daß zunächst nnr niindeit dotirle Seelsorger mit Aushilfen betheilt werden sollen. Bei der Bertheilung solle der Negierung ein entsprechender Einfluß gewährt bleiben und die Würdigkeit der ftaalöbnrgerliche» Haltung der zu Betheilenden maßgebend fein. Wiener Börse vom 12. März. SPerc.Rente. öst.Pav. dto. dto. öst.inSilb. Lose von 16',4 . . . Lose von 1860. ganze L^se von 1860, Künft. k-ärmensch. v. 1864 . Hrerermark zuSP^. Särnten, Krarn a. Küstenland 5 . Ungarn. .,zu 5 « Aroat. u. Slav. 5 , Siebenbürg. « 5 . L.vt1«rr kiattonaldank . . . Union-Bank . . . LreditanftaU . N. ö. EScomvle-'L'ej. Loglo-öfterr. ^ > Oeft. Bodencred.- ^ Oest. Hypotb.-Bar! ! kreier. Escomv!.-^». Franko - Austria . Kais. Ferd.-Nordi'. Südbahn-Ocsellsch. Kais. Llisaderö>^2-« Larl-Ludw-g-Bahn S rebenb. Eisenbau ii StaatSba!,n. . . . Lais. Kranz-Icl 2. Fünf7. Bo. . 'L.! Mküld-Nuw. n . r?t»LLÄr.oks. Nation. 6.W. 2Lr>o?d. L?g.öst.Bod.-L. :d vto. »u ss*ch.-Ges. zu 100 st. EM. . . Tribster 109 ft. CM. . dto. 50 st. 2.W. -.jener . 40 st. ö.2L. Salm . Balfiy . . 49 „ «Llarv . st 40 » SL. GenoiS„ 40 » Windischgrä^ 20 » Waldstern . 20 „ Seglevich . 10 , NncoifSstift. lOö.^L '«'sorL»sL(3Mov.) AugSd.ioo^.südd.A' ffran!f.icop. „ „ ^ondcn 10 i:f. Steri. 186.50 100 ixrancS ^ ÄLLllLSL. 90. 90.20 Mün.^Dncarru 89.50 89.75 xv-F.ancL ^6 . . 104.50 105. . . 87.50j 88.-lD rd.r Geld Ware 95.-i b5.50 j 113.- 113 50 L30.- 232. -103.40 104.— 94.25 94.50 132.50 133. -131. - 131.50 94.25 94.75 10050 101.— 189.75 190.25 ! 99.50 100.50 120.50 121.50 ; 58. 59. 31.50 33 - 29^— 30 -36 — 38.-LS — 30.-24. - 25.-22 50 23 14.- 16. 14.50 15- 93.10 93.20 93.40 S3.50 111.20 111.30 43.50 43.60 5.26 5.27 8.82 8.83 1.65 I 1.66 10S.50 110.30 Angekommene Fremde. Am 11. März. GrafLichteuberg, Wien. — Ritter v. Franken, Gurkfeld. — Gosler, Pfarrer, Heil. Geist. — Dotra, Raunach. — Sckach-ner, Wien. — Kauiic, Berg-verwalier, Wien. — Stäuber, Sängerin, Graz. 8t««It AVI»-,,. Bartels, Kausm., und Hanemann, Realitätenbesitzer, Graz. — Schacherl, Kausm., Wie». — Gerlach, Kaufm., Nürnberg. II«f. Kottnig, Oberlaibach. Tegner, Italien. De Ciani, Maurer. Italien. Telegrafischer Kursbericht der Filiale VerSikiermnrk. Lskomp!ebank in Laibach, von der k. k. öffentlichen Börse in Wien am 13. März. Schlüsse der Mittagsbvrse. 5perz. Metalligues mit Mai- und Norember-Iin^i-65 05. — 5perz. National-?!»leben 7>.30. — 186<>er Staats-Anlehen 103. — Baukaktien 844. — Kredit 341.20. -Anglobank 354.—. - Fiankobank 141.—. — Lombarden 206.^>0. — Unionbank 332. — Wechslerbauk 342.50. — Baubank 125.20. — Anglobaubank 176.—. — Wechslerbaubank 55.25. - Mäklerbank —. — London 110.80. — Silber 109.25. — K. k. Mün;-Dukaten 5.24. — 20-Frank-Stücke 8.80. Eine (138—1) Theater. Heute: Zweite Gastrolle des Frl. Stäuber. Ter Mein eidbauer. Bolksschauspiel mit Gesang in 3 Akren von L Gruber. > ^ < Um dem mit unserem Namen vielfach getriebenen Unfuge entgegen treten, daß nämlich nur zu häufig schlechte nachgemachte Nähmaschinen als aus unseren Fabriken stammend verkauft weiden, werden von nun an zu allen von ,»>»8 erzeugten und versandten Howe-Maschine» aus Nummer der Maschine lautende und vom Präsidenten der Kompagnie Lilien 8. Ltookve» unterfertigte beiqegeben. Wir ersuch, n daher alle x. t. Känser, ja darauf zu achten, das Zertifikat zu verlangen, sowie auch unsere Marke genau zu besehen, wodurch allein sie sicher sind, eine ««->,»« von »ns fabrizirte LIin« zu bekommen. üe gm-M« llm» in Keiv-Vorlc. ller kepi-äsvnlant: Vine- ^oLekriL§§. Lekte LIÜ18 Hln «te. eie., sowie beste Karne und 8eille, ^pps^ste fün «ssvtiinen, dann »efren- und Vsmen-Väsoke, Lperialitslon in »emllein8äiren, lii-sgen, ^LN8vkeits, kon-fektionirte lull-^nglsis L I^Ioul-^i-tikel, Noulelten »»d l.eliei'tüokei' empfiehlt in großer Auswahl und zu billigsten Preisen Vino. ^08olinagg. < - ^ (128-2) ßj M Vslk llkr ) ^ möblirte Wohnung D ^im Heimaml'schen Hinije, 1. Stock) ans 3 Zimmern, Küche, HolzschuPsc und Dachboden bestehend, ist vom 1. April d. I. zu vergeben ; anzusehen beim Haus-Meister. Weitere Auskunst im Komptoir von Herrn im Grumnig'schen Hause. -ss LFrsLsrOM erlaubt sieli mitLutlisilsn, !' Vormittkl§8 erkol^en kanll, unä äktss äie /Vu87.aklnn<; äsr ^Veoliskl voll 3 dis 4 Illir ^»elimittÄtzs au äsröll Xass6 statt-ülläet. (135—2) I^LibLoli., 1l. LlLrr >872. Filiale -er Stemm. Esko»iptelmk. ML Iahnarzt MiVck Lim. Di. Lanzer. Dozent der Zahnheilknndc an der k. k. Universität zu Graz, macht allen p. t. Zahupatieuten höflichst bekannt, daß er mit 17. Mär; l. I. in Laibach .,»«<-1 «l.»«-«..»" seine zahnärztlichen und zahntechnischen Ordinationen beginnen und sich durch eine kürzere Zeit wie bisher dort wird aufhalten können. Worauf alle x. t. Hilfesuchenden ausmerk-sam gemacht werden; so wie es sehr zu empsehlen ist, um sehr gute Erfolge und die möglichste Schmerzvermeidnng zn erziele», wenn sich die x. t. Patienten gleich Anfangs zur niithillk» Vorbehandlung melden wollten, wodurch auch dem „enen das (s>idc des Aufenthaltes ;n zahlrei- ^ chen Andranne vorgebeugt würde. -2) Graz, 8. März 1872- Hochachtungsvoll vorenl Vf. lanrei'. Im Globotschuiq'scheu Hause, St. Peters-Vor-stadt Nr. ?2, kauft Unterzeichneter trockene Knochen zu 3 fl den Centner ein; daselbst werden auch Hlidmi, altes Eist» etc. eingekaust. (109—2) Ü18 jvlLt unülrvrti ölten! Xaissrl. unü XöuigH , ,aussodl. privileßirtos O DEL..-: .. - GLP O I.LSLKV«»L«s 0LL von ÜL8 >6in8lö, bs8ts, natürlickstv unä snvrlt^nni v/irltSÄM8i6 IVIittvI gvgsn unä ».»„«<->»gvgvn 8kro7eln, «aut3u880lilägv, Vi-Ü8vnli>-Lnlt-iivitvn, 8ckwäeklioklcöi1 u. s. ist - ,I'v k>i,8vl,v t 1l. — eu^vöäkr iu wewer I'Ldrilcs-^iöäörlilAo: WiöN, öävltvi-8ti-a88v I«,-. 12, oäer In äsn rgnommir^slen ^.potliolcou unä 8p6r6r6iliilllälu«8sn äer Llonarel-is eelik /u dolcowwou, so unter ruuloru boi tolzenäen li'irmöll: ^aikaeli: K«xv»berx<;r8 HVitve, «ttokar 8el,e»k, unä N. kulul», XaukmLnn; 6it1i: kr>w/ Mnvsvl', Lmismann; ^uäüiikurF: ^«8. X»ufm.i.nn; Nardurg: ». »lUlealari, ^M'vlcör; t?rio8L6ll: 0ttl» Uu88«x-ii». ; Villitok: F. I». »erUii, Lankmanu. (83—4) Dm>k Voll Ja", v- Kleinviayr L ned. Lambrrg in Laibach. Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Oltomar Bamberg. ^