Nl.51. Fmtllg, 4. März 1898. Jahrgang 117. Mbacher Zeitung. «»!MU«5 ""bpltis: Mit P ostue lse n b u ng: ganzjährig fl. 15, halbjahrig fl. 7'50. Im Comptoir: l!tlm?°! . ^' halbjährig fl. 5 5U, ssilr die Zustellung in» Haus aallziährig fl. ,. — InsertionSgtbür: Für ^ >!n>»ate bl« zu 4 Zellen 25 lr,, größere per gelle e lr.- bel Öfteren Wiederholungen per Zelle » lr. Die »Laib, Ztg.,» «Heini täglich, mit ««»nähme der 3n HUfsämter-Directions-Adjunctcn im Handelsmini-U?"'" Karl Knoblich aus Anlass der erbetenen "?Mme il, den bleibenden Ruhestand den Titel '", .harakter eines Hilfsämter-Directors allergnädigst «" verleihen geruht. Koerber w. p. -^ . Der Finanzlninister hat den Steuer-Inspector l>r«onch Lanza zum Steuer - Oberinspector extra, ti.«^ ^"^ bell Amtsbereich der Finanz-Landesdirec-"" "l Zara ernannt. V l^" Handelsminister hat der Wiederwahl des h z! Welponev zum Präsidenten und des Karl s..^Hurtschenthaler zum Vizepräsidenten der , «ao 5" ""b Gewerbekainlner in Bozen für das Jahr ^V8 die Bestätigung ertheilt. diuc,.^?"! ^ März 1898 wurde in der l. t. Hof- und Staats- Stück k ^ ' ^Vlil., «(!., OXVI.. oxvlll. und l^xx. Iabtp ^^"""lischen Ausgabe des Neichsgesetzblattes uou, das v ^ ' ^"^ ^' ll-, lü. und IV. Stück der rumänischen, rutbtn'il? ^" polnischen und rumänischen, das VI. Stück der Nelcksa,?^""b das VII. Stück der kroatischen Ausgabe des ^°«e,etzdlattes vom Jahre 1898 ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Landtage. Sitzungsberichte vom 2. März. berl>^s. niederösterreichische Landtag Hin.,.. r heute über den Bericht des Bau- und qü'" Ausschusses, betreffend die Vollendung und Er-Neberk's Donau-Regulierung in Niederösterreich, gefül^l " Gegenstand wurde eine längere Debatte Gras h-"" ^^r sich auch der Herr Statthalter ^ertr^^^?"usegg und der Herr Regierungs-dettwili. Dbcrbaurath. Weber von Ebenhof in E.,3 c^^ Verhandlung wurde heute noch nicht ^"°e gefuhrt und wird morgen fortgesetzt werden. S^'u böhmischen Landtage wurde die Dben>l ^ e über das Budget fortgesetzt. Der Mit ?- ""schall theilt bei Eröffnung der Sitzung Lan'dw "^ Grund Allerhöchster Anordnung der werden miv? Z^^"'^ ^r heutigell Sitzung geschlossen Canit^^ c ^"m Capitel «Sanitätswesen, hebt der recht dp 5^ "nzelnen Rednern gegenber das Aufsichts» Lande k ""^"^waltung über das Sanitätswesen im Statthaltereirath Pelz kreis d/"^^ «Sanitätswcsen», dass derWirtungs-werde "utonomen Sanitätsorgane genau festgestellt ^^^um möglichst Conflicten vorzubeugeu. Bei der Post ^Schulwesen» weist Abg. Graf Adalbert Schönborn darauf hin, dass die Neuschule den berechtigten Wünschen nach religiöser Volkserziehung nicht entspreche, nicht genug Widerstandskraft gegen die destructive Zeittendenz ill das Volk lege. Redner reclamiert den Einfluss der Kirche auf die Schule. Abg. Sokol verweist auf die jüngste Annäherung der Iungczechen und der conservative» Großgrundbesitzer. Er hätte erwartet, dass alles Trennende werde gemieden werden. Er hatte ursprünglich die Absicht, dementsprechend vorzugehen, uachdem aber Graf Adalbert Schönborn gerade die schärfste Lanze gegen die Partei des Redners eingelegt hat, müsse er die Neuschule vertheidigen. Redner beantragt eine Resolution ans Abänderung der Disciplinarvorschriften gegen die Lehrer. Abg. Domherr Krasel legt die Wohlfahrt des religiösen Unterrichtes dar. Abg. Pippich polemisiert gegen Schönborn und sagt, die Czechen werden nie mals dem Einflüsse des Clericalismus auf die Schule zustimmen. Die Czechen wollen eine Aenderung des Schulwesens im autonomistischen Sinne. Die Neuschule lege in das Volt die nothwendige Widerstandskraft gegen destructive Tendenzen. Es sei unzulässig, dass an Stelle des staatlichen Einflusses auf die Schule der kirchliche Einflufs trete. Es dürfe an die Stelle des staatlichen Einflusses nur der des Landes treten, weil dadurch der gesunde nationale Sinn gepflegt werden könne. Redner befürwortet das Minuritä'tsvotum, wonach die Privatschulen, welche der Unterrichtssprache nicht mächtige Kinder aufnehmen, nicht subventioniert werden sollen, weil es ein Recht der Nation sei, die Kinder vor Entnationalisierung zu schützen. Das Capitel «Schulwesen» mit dem Minoritätsvotum wurde angenommen. Hierauf wurden die restlichen Capitel er» ledigt und das Budget in dritter Lesung angenommen. Die Sitzung wurde sodann unterbrochen und abends fortgesetzt. Der Bericht der Budget-Commission über das Referat des Landesausschusses, betreffend die Durchführung des Beschlusses des Landtages bezüglich der Feier des fünfzigjährigen Negierungs-Iubiläums des Kaisers, wurde einstimmig ohne Debatte nach den Anträgen der Commission, welche Abg. Graf Karl Max Zedtwitz vertrat, angenommen. Nach Erledigung der übrigen Gegenstände der Tagesordnung wurde der Landtag um 10 Uhr abends unter begeistert aufgenommenen Slava- und Hochrufen auf Se. Majestät den Kaiser gefchlossen. In der gestern vom Bukowinaer Landtage unter Begeisterung angenommenen Adresse wird betont, dass unter der Regierung des Kaisers Franz Ioscf Oesterreich-Ungarn in alter Größe, aber verjüngter Kraft neu erstanden ist. Fünfzig Jahre sind es, dass die Bukowina als Herzogthum das kostbarste Geschenk, die Selbständigkeit, durch kaiserliche Ollade empsieng. Hiedurch sowie durch die Verleihung des Gesetzgebungsrechtes an den autonomen Landtag erhielt die Bukowina die Möglichkeit, sich innerhalb der durch Rücksichten auf die Staatseinheit gezogenen Grenzen ihrer Eigenart gemäß zu entwickeln. Die Adresse schließt mit den Versicherungen der Liebe, Verehrung, Ergebenheit, unverbrüchlicher Treue und Anhänglichkeit an Kaiser und Dynastie. Politische Uebersicht. Laibach. 3. März. Seine Majestät der Kaiser trifft Freitag, den 4. d. M., früh aus Budapest wieder in Wlen ein. Sämmtliche polnische Mitglieder der parla» mentarischen Commission der Rechten weilen bereits in Wien. Der Obmann der parlamentarischen Commission der Rechten Ritter von Iaworsli hatte eine Unterredung mit dem Ministerpräsidenten Freiherrn von Gautsch. Im Abgeordnetenhause fand eine Besprechung zwischen dem Präsidenten Ritter von Abrahamowicz und dem Vicepräsidenten Dr. Kramarz statt. Der conservative böhmische Groß» grundbesitz hat an den Papst ein in lateinischer Sprache abgefasstes Huldigungs- und Beglückwünschungs. Telegramm abgesendet. Das ungarische Abgeordnetenhaus nahm das Budget des Landesvertheidigungsministeriums an, das Minister Fejervary eingehend erörterte. — Nächste Sitzung heute. Die Budgetcommission des deutschen Reichstages nahm die vom Abg. Lieber be< antragten Amendements zur Flottenvorlage an, wonach die Bereitstellung der Summen für die durch den gesetzlich bestimmten Sollbestand erforderlichen Neubauten und für die Ersatzbauten der jährlichen Fest» stellung durch den Etat unterliege, ferner die Bestimmung, dass der Reichstag in den Jahren 1898 bis 1904 nicht mehr als 471,200.000 Marl für die einmaligen Marine-Auslagen und nicht über 4,200.000 Mark jährlicher Steigerung für die fort« laufenden Marine-Auslagen bereitzustellen habe. Diejenigen Bauten, die nicht nach diefem Präliminare ausgeführt werden lvnnen, sind bis nach dem Jahre 1904 zu verschieben. Das preußische Abgeordnetenhaus berieth in zweiter Lesung den Gesetzentwurf, betreffend die Staatsbeihilfe für die Hochwasserschäden im Jahre 1897. Die Commission schlägt vor, dass die im Ent< würfe geforderten 5 Millionen Mark im Bedarfsfalle auf 10 Millionen erhöht werben können. Die Commiffionsbeschlüsse wurden hierauf einstimmig angenommen. Der Rest der Vorlage wurde ohne Debatte genehmigt. Feuilleton. Auf der Schnepsenjagd. Skizze von »or Hedber«. so wen?, ^"b hatte in seinen» Leben wohl nicht ich i/ s ^wartet. Wenn ich darüber nachdachte, hatte jenes n,/^""ch "iemals anders, als auf dies oder dass M - Uchlien. Ja, das war das Merkwürdige, 'Geduldinm^ 7 ""^' die Eigenschaft hatte, "^ nack ^ " Warten» vorauszusetzen. Er war Jäger erste 2?.^"" Erfahrung wenigstens ist des Jägers ^wer n? '/""^" zu tonnen; - er war Fischer W. welk Ä m" """ A"«." in der Hand gesessen " War frm ^^-^^ es heißen will, zu warten; -behauvte P V.?^"^nschiffer gewesen und wie man Nino V,w' . ? die meiste Zeit gelegen und auf und auf ^3' ""s günstigen Wmd, wenn er widrig, ruhigeres mÄ^"' """" " schlecht war, und auf letzt n ei^m"^'"3 's Sturm gab; - er wohnte das sich in so schlechtem konnte al« '^ c7 b"^ man Nichts anderes denken e. "s dass er ständig darauf wartete, dass es einstürzen sollte, denn sonst war es schwer begreiflich, warum er nicht versuchte, es zu reparieren. Wenn ich dort am Tage vorbeikam, gieng er in seinem Hausgärtcheu — «Hausgärtchen» klingt zwar etwas niedlich und zierlich, aber ich weiß leinen anderen Namen dafür — betrachtete fein Stückchen Feld, welches er hinter dem Haufe umgegraben hatte, und rauchte sein Pfeifchen. «Guten Tag, Anders», fagte ich, «wie geht's?» «O», versetzte er, «ich meine, es wäre an der Zeit, dass wir bald ein bisschen Regen bekämen.» «Ja ... ja, ja ... die Kartoffeln braucheil wohl ein wenig Regen, nicht wahr?» «Ja, und dann kam hellte der Großhändler bei Olsson her und fragte, ob nicht einige Aale für ihn hier seien. Ja, ja ... man muss sehen ...» Und Anders that einige Züge und blickte nach der untergehenden Sonne hin. Erst begriff lch mcht recht den Zusammenhang zwischen del, Aalen und dem Regen, aber dann kam sein Stückchen 3^ a s vermittelndes Glied dazu und die Sache wurde mir klar. A ld rs wartete auf Regell, damtt Mgemvnrmer m d Höhe kommen sollten, so dass er Grunhchnur auswerfen konnte, um dann Aussicht zu haben, einen Aal zu fangen, den er an den Großhändler bei Olsson verkaufen könnte. Und so ist es mit allen Beschäftigungen, Hoffnungen und Bestrebungen des Anders; durch eine längere oder kürzere Kette von Gliedern hängen sie an einem Zufall fest, von dem alles abhängt, und Anders thut eigentlich nichts weiter, als dafs er sich etwas vornimmt, indem er darauf wartet, zu sehen, ob der Zufall, von welchem alles abhängt, eintreffen wird oder nicht. Vielleicht, wenn »nan alles zusammenfasSt, lst es bei uns allen so, vielleicht hängen alle unsere Hand-lunqen an einem solchen Zufall, und unsere schöne Resignation, unser stolzes Selbstvertrauen oder feste 3uvers'ck)t ist nichts anderes, als dle maskierte Hoffnung, dass der Zufall uns beistehen wird. Es lst nicht unmöglich, dass es so lst -- denn das lst eme Frage, die zu ernst ist, um hier su stehenden Fußes entschieden zu werden, während man jeden Augenblick darauf wartet, eine Schnepfe zn verfehlen — aber sicher ist, dass sich in diesem Falle nicht viele so wemg Mühe gegeben haben, diese Hoffnung zu maskieren wie Anders, denn sie liegt und leuchtet so deutlich in seinen kleinen, farblosen Augen, und man braucht nur den Ton zu hören, womit er sein: «Ja, man muss schon sehen' sagt, um voll und ganz den Fatalisten vor sich zu haben. Laibacher Zeiwng Nr. 51. 388 4. März"1898. Der italienische Senat genehmigte in geheimer Sitzung mit 71 gegen 16 Stimmen den Gesetzentwurf, betreffend die Maßnahmen für die Garantien und die Assanierung des Notenumlaufes der Emissionsbank in der von der Kammer beschlossenen Fassung. Nach einer aus Paris zugehenden Meldung hat der Minister des Aeußern, Herr Hanotaux, in der jüngsten Sitzung des Ministerrathes über den Stand der Verhandlungen zwischen Frankreich und England, betreffend das Nigergebiet, Bericht erstattet. Er äußerte sich sehr anerkennend über die entgegenkommenden Gesinnungen, von denen sich Lord Salisbury beseelt zeige. Die strittigen Punkte seien nunmehr präcisiert und eingeschränkt und man halte an der Hoffnung fest, dass die Arbeiten der anglo-französischen Commission zu einem befriedigenden Erfolge führen werden. — Des weiteren wird von dort gemeldet, dass am Quai d'Orsay bedeutende Veränderungen im französischen Consul arcorps vorbereitet werden. Bei Uebernahme des Präsidiums der Senats-gruppe der Union Republic« ine hielt Senator Guyot eine längere Ansprache über die Nothwendigkeit, die Republik gegen die Clericalen und Boulangisten zu vertheidigen. Guyot sagte, der jüngste Process habe denselben Anlass gegeben, sich zu finden, zu einigen und sich wieder kennen zu lernen. Man schrie: «Tod den Juden!» Morgen wird man rufen: «Tod den Protestanten!» Die rumänische Kammer nahm das neue Gesetz über den mittleren und höheren öffentlichen Unterricht an. Wie die «Agence Roumaine» hervorhebt, bildet dieses Gesetz eine jener großen Reformen, welche von der national-liberalen Partei angeregt wurden. Der König von Griechenland, umgeben von der königlichen Familie und dem gesammten Hofstaate, empfieng am 2. d. M. mittags im Thronsaale in feierlicher Weise die Mitglieder der diplomatischen Corps, um die Glückwünsche sowie diejenigen ihrer Souveräne und Regierungen zur glucklichen Rettung vom Attentate entgegenzunehmen. Der König dankte dem diplomatischen Corps in bewegten Worten und sagte, der Act sei eine vereinzelte That gewesen, die seinem Volte Gelegenheit zu großartigen und rührenden Loyalitäts-lundgebungen gegeben hat. Bisher haben Russland, Oesterreich-Ungarn und Italien das jüngste Circular der Pforte betreffs Kreta beantwortet, indem sie betonten, dass die Lösung der kretischen Frage mit der Räumung Thessaliens in keinem Zusammenhange stehe. Die Antwort Italiens fügt hinzu, dass die Mächte sich fortwährend mit der Lösung der kretischen Frage beschäftigen. Die «Agence Havas» meldet aus Kanea: Eine türkische Barke, welche sich auf dem Wege von Spina-Longo nach Kandia befand, wurde von kretischen Christen mit Flintenschüssen empfangen. Eine andere Barke mit vier türkischen Artilleristen und zwei Matrosen an Nord, welche sich auf derselben Route befanden, werden vermisst. Oberst Chermidc hat ein Schiff auf die Suche nach der Barte ausgeschickt. Es wurde jedoch nichts gefunden; man glaubt, dass das türkische Boot von kretischen Booten gekapert wurde. Aus Peking wird berichtet: Der Vertrag über die 4V,procentige Anleihe mit den deutsch-englischen Banken wurde unterzeichnet. Die Anleihe ist in 45 Jahren rückzahlbar. Tagesueuigleitell. — (Allerhöchste Genehmigung.) Seine Majestät der Kaiser hat, wie der «Bote für Tirol und Vorarlberg» berichtet, auf die Bitte der Section Sterzing des deutschen und österreichischen Alpeuoereines zu bewilligen geruht, dass anlasslich Allerhöchstseines bevorstehenden fünfzigjährigen Regierungsjubiläums die von der genannten Section erschlossene «Gilfen-Mamm» bei Ratschings «Kaiser'Franz-Josef «Mainm benannt werde. — (Fünfzigjähriges Regie rungs-jubiläum Seiner Majestüt des Kaisers.) Die drei in Gliding bestehenden Feuerwehren, nämlich die t. k. Tabakhauptfabriks-Feucrwehr, die Feuerwehr der Zuckerfabrik der Brüder Redlich leicht verletzt. Local- und PromuM-Nachrichten. Arainisches Militär-Veteranen-Vorps. Die Generalversammlung des krainischen Mlital" Veteranen-Corps wurde Sonntass, den 27. Februar, l" der Turnhalle der 11. städtischen Wnabcnvoltsschule in d^ Zoisstraße abgehalten. Die zahlreich erschienene M^ glicdcrschaft wurde vom Commandanten Herrn G. Miha" herzlichst begrüßt und die Versammlung mit einem dre«' fachen «Hoch» und «Hivio» auf Seine Majestät den Kaiser eröffnet. Der Commandant Herr G. Mihalic ergriff nun d>" Wort und wies vor allem darauf hin, dass die Lcit""6 im abgelaufenen Verwaltungsjahrc 1897 ihre Aufgav voll und ganz erfüllt habe; er werde im Vereine mit de> Herren Corps-Rechnungsführer Jakob Smole und Corps' Cafsier Franz Otof hierüber eingehenden Bericht erstatte"' müsse aber im Namen der Verwaltungs'Commission "" überzeugt, dass er den Gefühlen der VcrsammllW Rechnung trage — vor allem dcs beglückenden M^' jährigen Negierungsjnbiläums Sr. Majestät nnsercs alle' gnädigsten Kaisers und Herrn Franz Josef ' gedenken, das am 2. December d. I. festlich gcs"" werden wird. «Alle Völker Oesterreich-Ungarn sind eines Si'"^ dass uns der König aller Könige — Gott ^ ' unserem Kaiser den besten Landesvatcr, den weiseste"' edelsten und besten Herrscher beschieoen hat. Unzählig sind unseres erhabenen Monarchen Thäte zum Wohle seiner Völker; seiner Edclherzigkeit, Ml" und Gnade nach unerreichbar groß ist unser erlauchte Kaiser; das ist uus Veteranen, ist jedem treue Oesterreichcr und der ganzen Welt bekannt. . Seine edlen Thaten, seine gnädigste Fürsorge reiche beglückend vom Paläste bis in die ärmste Hütte. Niema" weudct sich in Bedrängnis und im Unglücke fruchtlos a die Gerechtigkeit und Gnade unseres geliebten Kaisel, Ritterlich im Sinnen und Handeln steht unser große"" Was ich aber wisseu möchte, ist, ob das Leben, so wie es ihm erschienen ist, Anders so machte, oder ob er seiu Leben so nach seinem Geschmack formte — es würde mich sehr wundern, wenn da nicht auch der Zufall seiue Hand im Spiel hätte. — Mau findet im allgemeinen einen fatalistischen Zug bei unseren Bauern, und sind sie noch gar Fischer oder Jäger, dann . . . Im selben Augenblicke knallte dicht bei meinem linken Ohr ein Schuss — ich warf die Aüchfe an die Wange und blickte zum Himmel empor — gerade früh genug, um einen Schwanz hinter den Fichtengipfeln verschwinden zu sehen. Da man auf den Schnabel und nicht auf den Schwanz zielen foll, so schoss ich nicht — besonders da ich in der Eile vergessen hatte, den Hahn zu spannen. Anders stieß die Büchse gegen den Bodeu und fluchte. «Sie ruckte, das Teufelsding,» fagte er. «Aber warum fchoffen Sie denn nicht? Ich flüsterte Ihnen ja zu, bereit zu sein.» «Ich hurte es nicht,» erwiderte ich. «Ja, wo hatten Sie denn die Ohren?» brummte Anders. «Ja, ich weiß nicht. Ich stand und dachte an etwas anderes.» «Man muss nicht an etwas anderes denken, wenn man Schnepfen schießen will,» schloss Anders die Discussion, blies den Nauch aus dem Lauf und lud vou neuem. «Ja, alter Anders, da hast du recht, es taugt nicht, anAtwas anderes zu denken, wenn man den Glückszufall im Fluge treffen will; es kann sonst ge- schehen, dass man fehlschießt. Wache Sinne, aber chlafende Gedanken, scharfe Augen, aber nicht zu großer Gesichtskreis, sonst bekommt man nur den Schweif davon zu sehen und hat nicht einmal Zeit, den Hahn ganz zu spannen. Und dann ruckt er so verdammt, das ist gerade das Unglück. Nein, ich merke,' ich bin ganz aus der Jäger-stimmung herausgekommen. Ich will unwillkürlich aus allem Symbolik machen, uud hier handelt es sich nicht darum, Symbole zu schießen, sondern Schnepfen. Aber vor mir follen sie heute abends wenigstens Ruhe haben; vor mir sollen sie ungestört ihren Strich über die Waldwipfel und Wiefenflecken machen dürfen, mit schnellem Flug und in jäher Wendung durch die dunkle Luft. Wäre ich an ihrer Stelle, würde ich mit meinem Strich ein wenig öfter wechfeln, aber das verstehen sie wohl besser; sie haben nun einmal diese originelle Idee bekommen, welche, Gott weiß wärmn, nnseren Frühlingsabenden eine solch eigenartige Stimmung gibt. Ich glaube nicht, dass meine Büchse so besonders gefährlich für sie sein müsste, aber nun sollen sie in iedcm Falle Ruhe bekommen. Ich sehe, wie der Himmel im Westen bereits duutler wird, die Stille wird noch stiller und die Dämmerung ein wenig dämmeriger; noch höre ich die Drossel, aber der Wachtelkönig ist verstummt. Ich werfe die Büchse auf den Rücken und gehe Heini, um, wenn auch mit Bedauern, die bleiche, fchöne Nacht zu verfchlafen. Anders ist böfc und bleilit zum Trotz da, aber ich bin sicher, dass er bald nachkommt; denn er kann wohl die Kunst dcs Wartens, wenn es auch vergebens sein sollte, aber ich glaube uicht, dass er schon so weit gekommen ist, zu warten, auch wenn er weiß, dass es vergebens ist. MlN seinetwillen. Roman von M. Lichtenberg. (36. Fortsetzung.) Während dieser laut und stürmisch hervorgestoßen^ Fragen uud Beschuldigungen war Bruno in das " den kleinen Salon grenzende Zimmer getreten, wo, ^ ihm der im Vorzimmer befindliche Diener gesagt ha"' Baron Landsberg sich befinden sollte. Graf Steins^ kam in der Absicht, den Baron zu bitten, ihm als ^ cundant bei seinem Duell mit dein Fürsten zu diene"' Da eben, als er in das anstoßende Zimmer llO' welches nur durch schwere Seidenportieren von "^ kleinen Salon getrennt war, schlugen des Bar0" zornige Fragen und Beschuldigungen, sowie sein cige^ Name, welcher ja bei des Barons Vorwürfen ^ Hauptrolle fpielte, fo laut an fein Ohr, dafs er 9 fesselt stehen blieb. « Doch nur sekundenlang. Dann sagte er sich, "H seines Eintritts hier nicht sein konnte und wollte i^ eben zum ungehortcn Gehen wenden, wie er, da? weiche Teppich jeden Schritt dämpfte, unhörbar ew getreten war, als im felvcn Moment Seraphincs " widorung feinen Fuß gleichsam bannte. ^ «Nun ja denn, Oswald», fchlugen klar u^ deutlich an des unvermuthcten Lauschers Ohr "^ Worte der jungen Frau, welche sich erhoben l)^ und mit leuchtendem Blick vor den finsteren Oat" hintrat, «ich habe Bruno geliebt mit der aM h Innigkeit meines warmfühlenden Kinderherzens! " so ist mein Lieben nichts weiter gewesen, als wunschlos reiner Traum, ein kindlich demüthiges ^ wundern, welches sich durch kein Wort und lell" ^bacher Zeitung Nr. 51. 389 4. März^1698. Neuen! "^ ^"""^ glorreichen Vorfahren und allen wird? i!?^ ^"w" der Staatsgeschäfte voran und es reiche? /"^^eschichte lnit goldenen Lettern die segens-5 r a '""Wgjahrige Negierung unseres geliebten Kaisers "z Josef I. verzeichnen. auch ^ Bevölkerung Oesterreich - Ungarns ist sich Kch'er? b"l'gen Pflicht bewusst, das fünfzigjährige Weit U'M"gs.Iubiläum ""^ Dankbarkeit, Anhang-und f. "' ^"^ den Intentionen des edlen Kaisers und k " "'^p^chcnd, durch Errichtung von Stiftungen ^ vumalutäts-Anstalten feierlich zu begehen; aber auch so wab '"" ""^" ""^"'" ^llicht getreu nachkommen, 'Rit^. """"ten Kräften nnd unseren« Wahlspruchc: >nit w^ ' ^"' K'ms" und Vaterland!» werden wir ^eclierun^^^öensftende an der fünfzigjährigen Kaiser- " '"lng^Iubiläums.Feicr theilnehmen, »veil w^" ^^" als Veteranen unsere Pflicht thun, bar ses»,?" ""s^er bcschworcllcn Kaisertreue nnwandel-Eoldll»? ' "'^ "nserenl geliebten Monarchen als 'oarfn ^""^ Staatsbürger stets ergeben und anhänglich "en und verbleiben werden. buld /i.?^^^" ""^ hiezu unzählige Beweise der deiner m>^' ^""^ ^"' "^^^ ritterliche Herzenszug Ms., ^"icstät, seine alten Soldaten mil der neu-3? Negieruugs.Iubiläums«Medaillc zu schmücken, zustinn,, "berzcugt, dass die Versammlung einhellig Eomm tt" ^"b- wenn ich im Namen der Vcrwaltuugs- '"Mlsston Folgeudes beantragen deiner im^ ^"'valwngs - Commission wird beauftragt, ^eaierin. . ^" ^" ^iser am fünfzigjährigen Kaiser-Arpss» 6s'^Mläumstage, h«.,, 2. December 1898, eine M zu unterbreiten. Ilistuna s^^ Errichtung einer Militär-Veteranen-Witwcn-^ezuas ^ Witwen verstorbener Corpsmitglieder mit den 'v°3una . "" ^ ^^"mber jeden Jahres in Er- ^MeinsH?^ Veranstaltuug einer Festfeierlichkeit in l>»d St > ^'^ ^" Brlldervereinen von Domschalc fur ^n c?^ trainische Militär - Veteranen - Corps hat ^nfzimiis "^ ^ Stadtgemeindc ans Anlass des ""stalten l? ^^ierungs - Jubiläums Festivitätell ver-schaften ^ "'^ ^^' Mitwirkung anderer Körpcr-»vilrde ?!? ""leres Militär-Vetcranen-Corps wünschen heiligen "rporativ an diesen Festlichleiten zu be- ^auftraat^ ^^"^tuugs - Commission wird weiters zu pfleae, ^ ^""thnngcn mit thunlichster Veschleuuiguug "ußerorkp .? hierüber iu eiucr rechtzeitig einzuberufenden statten." ^^" General-Versammlung Bericht zu er- welche ^ ^"tragsteller erläutert die gestellten Anträge, spanncnk^V^ Versanl'nluug wie der Bericht mit acclami^ "ufmertsamkcit verfolgt nnd öfters lebhaft "Ussion d> '"^'^"' b"""l- dass die Vcrwaltungs - Com-liche E^ ""' '" der Sitzung vom 2^. v. M. in reif-"hoben f,"?""^ gezogen und einstiinmig znm Beschlusse die Bcrsi ^^ schließt mit einem warmen Appell an Minium ""?M'g., ^ loyale, patriotische und hnmane "'"nifestie "^ einhellige. Annahme der Anträge zn Sämmtliche Anträge werben stimmeneinhellig angenommen. Aus dem Rechenschaftsberichte wird entnommen, dass das Corps in loyaler und patriotischer Richtung seine Aufgaben erfüllt hat, die Excellenzen k. u. k. Admirale Herren Freiherrn v. Sterneck und Eberan v. Ebernhorst zum fünfzigjährigen Militär-Dienstjubilüum beglückwünschte und hiefür sehr ehrende und erhabene Danksagungsschreiben erhielt, gedenkt des großen Verlustes, welchen das Vater» land und namentlich uusere herrliche Kriegsmariue durch das Ableben des ruhmgekrönten Helden Seiner Excellenz Herrn Admiral Freiherrn v. Sterncck erlitten hat, zählt weiter die großen Verdienste des t. u. t. Generalmajors v. Mingazzi um die Militär-Vetermien-Organifation auf, hebt die Güte und frenndlichc Bereitwilligkeit des Ehren» Mitgliedes Herrn Domcapitulars Andreas Zamejic den, Corps gegenüber hervor, erwähnt der Liebenswürdigkeit des t. u. t. Oberste» i. N. Heinzel, das Corps im Militär-Veteranen-Neichsbundc zu vertreten, bespricht die Thätigkeit der Verwaltuugs-Commissiou, iusbesondere die ersprießliche Wirksamkeit des Ncchnuugsführers I. Smole und des Cassiers I. Stof, die Ausrückungcn u. s. w. und empfiehlt die Weckung und Erhaltuug eines guten Corpsgeistes. Der Bericht wird genehmigt und den hohen Gönnern, der Verwaltungs-Commission, dem Rechn ungsführer und Cafsier der Dank ausgesprochen. Aus dem Rechnungsabschlüsse wird entnommen, dass das Corps an Einnahmen 1238 fl. 66 kr., an Ausgaben 1226 fl. 15 kr. hatte. Krankcngebüren wurden an 33 Mitglieder verabfolgt nut 583 fl. 94 kr., Lcichentostcn-beitrage wnrden bewilligt mit 152 fl., an Unterstützungen an Witwen und Waisen wnrden 85 fl. bezahlt. Das Corpsvermögen ist in der krainischen Sparcassc mit 4272 fl. 44 kr., in der städtischen Sparcasse mit 390 fl. 75 kr. fruchtbringend angelegt. Das Corps zählt 208 Mitglieder. Der Rechnungs< abfchlufs wird genehmigt. In die Verwaltungs-Commission wurde Johann Kordiö, als Nechmmgsrevisoren Lorcnz Älazuit und Valentin Frehe gewählt. Ueber Antrag des Commandanten Mihalic wird schließlich dem Herrn Bürgermeister I. Hribar und dem Schulleiter Herrn Oberlehrer Franz Rattelj der Dank für die freundliche Uebcrlassung der Turnhalle ausgesprochen und hierauf die Versammlung mit einem dreifachen Hoch und Hivio auf Se. Majestät »den Kaifer Franz Josef 1. gefchlossen. — (Aus dem k. k. Stadtschul rat he.) Ueber die am 21. v. M. abgehaltene ordentliche Stadtschulraths-Sitzung haben wir nachstehenden Bericht erhalten. Nach Constatierung der Acschlussfähigkeit durch den Vorsitzendell werden vom Schriftführer die im currenten Wege erledigten Geschäftsslücke vorgetragen und zur Kenntnis genommen. Zum Ausdrucke des Beileides aulässlich des Ablebcus des städtischen Lehrers Franz Kotalj erhebt sich die Versammlung von den Sitzen. Den Verstorbenen wird im zweiten Semester des laufenden Schuljahres die absolvierte Lehramtscandidatin Karoline Fiser sup-Plicreu. Statt des iu del, Zeichencurs an der k. k. Staats-Gewcrbeschule in Graz für dicfcs Semester berufenen "nsaali^",^. s° b"ss Vruno nie geahnt hat, wie M°e Z, ^"cklich mich jeder freundliche Blick, jedes "ur Mein?, n"?" 'W machte! Ja. ich selbst ward Nille mi^ kch klar bewnsst, als des Onkels "st fünll? -^ ^lchl zwischen euch beiden zwang. Da welch ^ 'H'. wie unsagbar ich Bruno liebte und 'Vtann^ V^/. ^ geahntes Glück es sein musste, dieses ^^"ttm zu werden'.. höhnte N ^tM dann, du romantische Thörin», 'westwlli ^°" ^""dsberg sie mit aschfahlem Antlitz, "in dir ki f?l ""^ch du Bruno nicht zum Gatten, .^ ./s.hohe, „je geahnte Glück zu erringen?' t>"s "en mir Brunos Lebeusglück höher galt als tlana ^ ' ,"^ lch 'hu nicht unglücklich machen wollte!' T"avbi,,-5 V ""b doch voll weicher Innigkeit von « k ^lppen zurück. von dir .s'^"^ benn glaubtest du, dass Bruno, Aaron «^M' unglücklich werden würde?« forschte N,,, sbcrg "nt zorubebcnden Lippen, "luth uiM . <^'"e Heftigkeit zerstörte ihre Sanft-"ben a,.?, .?^che fie in der Schule der Leiden zu ^».rnt yatte. die jun^"c>^, "ach dem Tode des Onkels., fuhr Verbotes ?"" fort, «s^'H ich mich trotz strengen in den großen Saal, u,u an der ^" Plö^Vs, .'" ?^"' ^"storbene.i Abschied zu uchmen. ich' vm, ^ ^'"w Br.mo und seine Mutter ein, und sitrchtr,.^ ^r ^"'"' "neu strengen Verlocis be-blaperien ^«?^ >'"ch angstlich hinter den Saniult-llezwuna,, ^^'bettes. So war ich wider Willen lührteu m„ 5 ^'lprach, welches beide nun miteinander gewann ick^^n".' "'^ "'s den«, was ich vernähn,, salzen Mm.« ». ^?"^""g' dass es für den adels-"" der ^" b'eb'tterste Demüthigung gewesen wäre, trachtete,. ,' ^'"^ b"''^ "illeu der Gatte des "Men ^onlodlaute„kl!,des zu werden. Auch sprach Bruno von der Möglichkeit, dass mein Vater noch lebe, ohne dass ich darum wisse, da sich unter den Papieren der Mutter kein Todtenschein desselben gefunden habe. Ich hatte bis dahin niemals an meines Vaters Tode gezweifelt, da ich den Worten meiner Mutter unbedingt glaubte. Doch als Vruno nun mit so bitterem Tone von der Möglichkeit sprach, dass ein verkommener, vagabundierender Komödiant eines Tages in sein Haus treten und ihn ganz cordial ,Herr Schwiegersohn' nennen könne, ohne dass er das Recht habe, den frechen Eindringling zur Thür hinauszuweisen, weil er ebcn der Vater seines Weibes sei, da fühlte ich mit namenlosem Schmerz, dass ich Bruno niemals wählen durfte. Ich musste doch auch der Möglichkeit gedenken, dass mein Vater einst vielleicht krank und hilflos zu mir kommen tonnte. Musste ich, sein Kind, dann den alten Mann nicht hegen und pflegen? Wcil aber der Gedanke an einen solchen Schwiegervater für Bruno ein so abschreckendes Zukunftsbild war und er nur, durch die eiserne Macht der Verhältnisse gezwungen, mein Gatte geworden wäre, so sagte ich mir, dass ich Bruno nicht unglücklich machen dürfe. Und darum durste ich ihn nicht wählen und wenn ich mir damit alles Glück der Welt hätte erkaufen können!» endigte Seraphine, hochanfathmend und das Antlitz mit den Händen bedeckend, alö fürchtete sie sich vor den zornfunkclnden Blicken ihres Gatten. ^ ^. c «Und welche Garantie habe ich», ftagte dle,er mit grollender Stimme, .dass dich überspm,ntc Mmid scheinliebe, von welcher, wic du agft, der ( cl.e'. demes Herzens damals nichts wuM mch M wo Bruno "fortwährend in deiner Nähe lebt, heftiger denn je erwacht ist und von Bruno eutdcckt, )a mellelcht gar erwidert wird?» (Fortsetzung folg!.) städtischen Lehrers Johann Krulec übernimmt den Unterricht in der IV. Classe der städtische Lehrer Franz Bahovcc, für den letzteren aber den Unterricht in der I. Clafse die absolvierte Lehramtscandidatin, bisher Volontärin an der städtischen achtclassigen Mädchenvoltsschule, Maria Dev. Das Protokoll der ständigen Commission für Gesundheitspflege in den Volks- und Bürgerschulen über die Besichtigung der Schullocalitäten im Ursulinnen-Convente wird zur Kenntnis genommen und wird gleichzeitig beschlossen, die Conventsvorstehung zu beauftragen, hiefür Sorge zu trageu, oafs die leicht zu befeitigenden Mängel fofort auch beseitigt werdeu. Die Gesuche zweier städtischer Lehrer um Gewährung eiuer Geldaushilfe werden den» hohen t. t. Landesschulrathe befürwortet vorgelegt. Dem Ansuchen des Lehrkörpers an der ersten städtischen Knabenvoltsschule, betreffend die Einführung des Unterrichtes im Lefen statt des Zeichenunterrichtes im ersten Jahrgange der dortigen gewerblichen Vorbereitung«-schule uuo den» Ansuchen einer Schülerin der III. Classe der städtischen deutschen sechsclassigen Mädchenvoltsschule um Befreiuug vom obligaten slovenischen Unterrichte wird stattgegeben. Schließlich werden noch zwei interne An-gelegenheiten erledigt, — (Verbot der Agitationen sür Verbreitung von Schulbüchern.) Se. Excellenz der Herr Minister für Cultus uud Unterricht, Gras Latour, hat mit Erlass vom 30. Iäuucr d. I. die Agitationen für die Verbreitung von Schulbüchern nntcrsagt. Der Erlass lautet: «Aus Anlass eines vorgekommenen Falles, in wel-chein bei einem Lehrbuche sür dcu Fall der Einführung des« selben an den betreffenden Schuleu der Hilfscasfe eines Lchrervcreiues eine Provision seitens der Herausgeber zugesichert wurde, siudc ich mich veranlasst, den Landes-schlllrath anfzusordern, die Leitungen der Volts- und Bürgerschulen eindringlichst darauf aufmerksam zu machen, dass bei der Auswahl der einzuführenden Schulbücher ausschließlich der pädagogisch-didaktische Wert derselben maßgebend sein muss uud dass etwaige finanzielle Portheile, welche von Seite der Verleger oder Verfasser für deu Fall der Abnahme ihrer Bücher oder Lehrmittel aus den« erzielten Gewinne für irgend welche Zwecke in Ausficht gestellt werden, unter leinen Umstünden Berücksichtigung finden dürfen. Sollte es fich herausstellen, dass Verfasser oder Verleger zum Zwecke der Einführung ihrer Bücher an den Schulen Leitern oder Lehrern die Gewährnng finanzieller Vortheile zu welchem Zwecke immcr in Aussicht stellen, würde iu jedem Falle dem betreffenden Buche oder Lehrmittel die Zulässigkeit zum Untcrrichtsgebrauche vor-euthalteu, beziehungsweise entzogen werden. Die Bezirksschulräthe sind anzuweisen, derartigen uuzulässigcn Agitationen für die Verbreitung von Schulbüchern mit allem Nachdrucke entgegenzutreten und vorkommcndcnfalls sofort die erforderliche Anzeige zu erstatten.» — (Südbahn.) Im Eisenvahnministerium hat eine Confcrenz stattgefunden, welche der Erledigung der finanziellen Pläne der Südbahn galt. Die Ver-haudluug betraf sowohl die Conversion der fünfprocen-tigen Südbahn-Prioritäten, als die Emiffion der pro-jectierten Invcstitions-Anlcihe. Den Vorfitz in der Con» fercnz führte Eisenbahnminister Ritter von Wittet. Die Gesellschaft war durch den Präsidenten Freiherrn von Chlumecku, die Verwaltungsrathsmitglicder Wollheim und Haber, den Generaldirector Hofrath Dr. Eger und den administrativen Director Dr. Kaizl vertreten. Außerdem wohnten Functionäre des Eisenbahn-, Finanz- uud Justiz-Ministeriums der Besprechung bei. (Personaleinkommensteuer.) Behufs Vermeidung von Doppelbesteuerungen hat das l.l. Finanzministerium gestattet, dass Beiträge, Znlagen, Unterstützungen u. dergl., die an Verwandte oder andere Personen regelmäßig gewährt werden, in jenen Fällen in das steuerpflichtige Einkommen der Empfänger nicht eingerechnet werden, in welchen die entsprechenden Ausgabe» gemäß ß 160, Z. 6, des Gesetzes vom 25. October 1890, R. G. Al. Nr. 220, und Artikel ?, I, Z. 2, der Vollzugsvorschrift vom steuerpflichtigen Einkommen der Geber nicht in Abzug gebracht wurden. —"- — (Jubiläums - Ausstellung Wien 18 98.) Die Ausstellnngs-Direction hat ihre Amtierung iu die Südarcaden der Rotunde verlegt. Die Vollendung der elektrischen Beleuchtung und Kraftübertragliug wlro vou der internationalen Elektricität - Gesellschaft elfngst betrieben, welche die Hanpttabel im Parke bereits gelegt »nd die Montienmgsarbeiten bis auf die .Verstellung der einzelnen Belenchtungsobjccte nahezu abgeschlossn hat. * iOemcinder aths < Sitzung.) Gestern fand eine ordentliche Sitzung des Laibachcr Ocmeindo mlh^' statt, in der Berichte der Personal-, Finanz- nnd Stadtregnliernngssection crlcdigl wurden. Mehrere Berichte über Personalangclegmheitcn nnd interner Natur wurden in geheimer Sitzung verhandelt, Raninlnangels halber folgt ein näherer Bericht morgen. — (Handels- und Oewer bekam mer für Krain.) Heute, den 4. März, findet um 2 Uhr nachmittags im Turnfaale der ersten städtischen Knaben-Volksschule (Komcuskygasse) eine öffentliche Sitzung der Handels- und Gewerbekammer für Kram mit nachfolgender Tagesordnung statt: 1.) Vorlage des Protokolls der letzten Sitzung. 2.) Mittheilungen des Präsidiums. 3.) Wahl Laibacher Zeitung Nr. 51. 390 4. März"1«98. des Kanmlerprä'sidiums. 4.) Nericht über die Gewexbe-rechte der Kuftferschllliede und Spengler. 5.) Aericht über die Gewerberechte der Ärotbäcker und Vrotverkäufer. 6.) Bericht über das Gesuch um Erhöhung der Markt-gehüren in Derlluvo. ?.) Bericht über das Gesuch um Bewilligung von Märkten in St. Gregor. 8.) Bericht über die Gewerberechte der Buchdrucker. 9.) Bericht über die Gewerbvrechte der Brot- und Zuckerbäcker. 10.) Bericht über das Gesuch um Errichtung einer öffentlichen Wäge» anstalt in Laibach. 11.) Bericht, betreffend a) einen Beitrag sür die den Zeichcncurs w Graz besuchenden Lehrer, l») die Bestimmung des Beitrages für die gewerbliche Fortbildungsschule und die beiden gewerblichen Vorbercitungsschulen in Laibach. — (Kaiser Franz-Joses,Stiftung für Versorgung l. und t. Officiers-Witwen und -Waisen.) Mjt Ende Jänner d, I. verblieben in Kraft 805 Versicherungen mit 303.200 fl. und 50 reducierte Versicherungen mit 3823 fl. Rente. Bei 505 Versicherungen wurde die erstmalige, bei 158 die zweit« malige lUproc, Rentenerhöhung mit zusammen 31.699 fl. zuerkannt. Im Nentengenusfe stehen 407 Witwen mit 142.359 st. und 53 Waifcnfamilien mit 18.794 fl. Rente; 271 Witwen beziehen die erstmalige, 129 die zweitmalige 10proc. Rentenerhöhung mit zusammen 18.124 fl. und 38 Waisenfamilien die erstmalige, 15 die zweitmalige lOproc. Nentenerhöhung mit zusammen 2347 fl, Prämien - Nückgewährs - Versicherungen stehen 62 in Kraft. Das Vermögen der Stiftung betrug mit Ende Jänner d. I. 3,864.376 si., darunter an Hypothekar-Darlehen 757.132 fl.; jenes der Gisela-Stiftung 12.798 fl. — (Handfertigleits-Unterricht.) Her österreichifche Verein für Knabenarbeit ill Wien wird auch in diesem Jahre, und zwar in der Zeit vom 18. Juli bis 13. August, an seiner I. Wiener Schulwertstätte, VII., Neubaugasse 42 und Zollergasse 41, einen Curs zur Heranbildung von Lehrern des Handfertigkeits-Unter-richtes für Knaben abhalten. —>>. — (Der Hilfs- und Privatbeamten« Kranke«'' und Unterstützungs-Verein für Kr a in) hält Sonntag, den 6. Mrz, um 2 Uhr nach« mitttags im Glassalon des Hotel «Lluyd» seine ordent« liche Generalversammlung ab. — (Weidmännisches.) Im politischen Bezirke Littai ist im abgelaufenen Jahre nachstehendes Wild zum Abschüsse gelangt: 27 Nehe, 867 Hasen, 1 Auerhahn, 110 Haselhühner, 57 Feldhühner. 9 Wachteln, 34 Wald- und 5 Moosschuepfen, 18 Wildenten, 53 Füchse, 4 Mrder, i l Iltisse, 1 Fischotter. 16 Dachse. 4 Uhus. 20 Eulen sowie 70 Habichte, Falten und Sperber, —u. — (Aus der Theatertanzlei.) Heute gelangt zum Vortheile des OpereNensängers Heinrich Bertiui Lelschlaegel 's ilperettclulenheit <- Der Schel m von Bergen » zur Erstaufführung und ist die Reprise dieses melodiösen Wertes, dem ein gelungenes Libretto zu Grunde liegt, auf Montag den 7. d. M. festgesetzt. Am Mittwoch gelangt Karllveih' trefflicher Wiener Schwant «Der tleine Mann», der mit dem Raimundpreis prämiiert wurde, zum Vortheile des Cassicrs Julius Bergmann zur Aufführung. Für die Operette «Die kleinen Schäfchen», die in Paris einen geradezn kolossalen Erfolg erzielte und in Berlin anderthalb Jahre mmnterbrachcil das Rcportoirc beherrschte, werhen die sorgfältigsten Hovbereitu.ngen getroffen u.n,d wird dieses melodiöse Werk in glänzendster AuMftttMg in Gnne gesetzt. — (Benefizoprstell ung.) Der Operetten-tcnor Herr Bertini hat heute seinen Ehrenabend. Da der Künstler zu den lneistverweudelen, pflichteifrigsten Mitgliedern der Gesellschaft gehört unh, was bei einem ersten Tenyr nicht genug zu schätzen ist, nie versagt, sondern jederzeit luit schönem Erfplge gewirkt hat, wird ihm das Pnblicum gewiss die Anerkennung nicht ver-sagen. * (Concert.) Das gestrige im kleinen Saale der Tonhalle veranstaltete Concert der Herren A ltma n n, Kletnent und tzaszky war lejder wieder sehr schwach besncht. Der künstlerische Erfolg lieh hingegen nichts zu wünschen übrig. — (Philharmonische Gesellschaft.) Sonntag, heu 6, d. M., findet das vierte Mitglieder-Concert unter Leitung ihres Musikhirectors Herrn Josef Zöhrer und solistischer Mitwirtung des Herrn Franz Lulek aus Graz (Gesaug) und Herrn Adalbert Sy-rin?t (Violoncch) statt. Die Clavierbeglcitung beforgt Herr Heinrich Wettach. Beginn des Concertes nm halb 5 Uhr nachmittags. Ende nach halb 7 Uhr abends. Programm. 1. Abtheilung. 1) K. M. v. Weber: Oliver-ture zur Oper »Der Freischütz». 2.) Alexander v. Ficlitz: «Eliland». Ein Sang vom Chiemsce. Lieder-Cyklus fin eine Varitonstimme. Herr Franz Lulek. 3. ») Anton Dvorak: «Waldesruhe», d) D. Popper: «Pavillon», für Violoncello mit Orchcstcrbegleitung. Solo: Herr Adalbert Syrincl. 4.) PH. Eillellbnrg: «Atlantis'. Ballade für eine Varitonstimme. Herr F. Lul>t. 5.) Rich. Wagner: «Charfrcitags-Zauber» aus dem VühuenMihfestspiel 'Pachsal>. (Erste Aufführung m Laibach.) II. Abthei' lnng. Wollenstem, Eylnphouisches Tangelnälde von Josef Rhein berger, a) Vorspiel (^Us^ro oan kvooo). l^) Thekla (^.äa^io non ti-oppo). <^) Wallensteins Lager und Kapuzinerpredigt «My^rutto). ä) Wallen stems Tod Mttäeluto — ^.Ilößl-o vivyu6 — ^.äft^io — ^lls^ro). — (Viererzeugung.) Im Monalo November u. I. betrug die in den im NeiclMUhe ver« tretenen Königreichen nnd Ländern angemeldete Bier« crzeugung 1,471.868 Hektoliter; die hievon vorgeschriebene Bicrsteuer einschließlich der Nachtragsteuer belief sich auf 2,775.713 sl. Nach Wien und Trieft wurden in diesem Monate 88.304 Hektoliter eiugeführt, die hievon entfallenden ZnschlagsgMren beliefen sich anf 88.304 st. Die Vierausfuhr über die Zollillie der geschlossenen Städte Wien nnd Trieft betrug 10.935 Hektoliter, die hicvon entfallende Steuerrückvergütung 10.935 st. In den occupierten Ländern wurden im bezeichneten Monate 3662 Hektoliter Vier erzeugt, die hievon vorgeschriebene Meuer betrug 7844 fl, — (Abbazia.) Die letzte Curliste vom 1. d. weist 3607 Parteien mit 6242 Personen aus; in der Zeit vom 18. bis 26. Februar waren 498 Personell neu zugewachsen, so dass das anwesende Curpublicum an diesem Tage 1588 Personen betrug. — (Telegraphendicnst.) Bis auf weiteres dürfen Privat-Telegramme nach Costa Rica nicht befördert werden. Merarjsches. Die untrüglichsten Frühlingsboten, welche dem nahenden Lenze immer vorauseilen, sind die Illustrationen unserer Modeblätter, nuter denen ^ M o d e nnd Haus», Verlag John Henry Schwerin, Bcrliu W. 35, sowohl als Moden- wie als illustriertes Familien-blatt eine dominierende Stellung einnimmt. Die in der eben zur Ausgabe gelangten ersten Märznummer dargestellten Frühjahrsmoden geben ein erschöpfendes Biid alles dessen, was demnächst chic, fchön und praktisch sein wird, in Kleidern sowohl wie in Hüten, Schirmen, Frisuren, Handschuhen :c. für Erwachfcne, wie für Kinder. Der illustrierte belletristische Theil, die Haus-Beilage, der illustrierte Humor, ärztlicher Rathgebcr und vieles andere machen «Mode und Haus» zu einem echten und rechten Fa milie n bla tt, das dazu noch den Vorzug hat, ein vornehmes und tonangebendes Modenblatt vornehmsten Stils zu sein. Ohne Eolorits und ohne der Roman-Beilage kostet dasfelbc nur rine Mark - vierteljährlich, mit Colorits, Muster» frisureil und achtseitiger Nomanbeilage «Aus besten Federn" nur 1'/4 Mark. Der Musittheil bringt wieder eine Original-Composition. Abonnements nehmen sämmtliche Buchhandlungen und Postanstalten entgegen. Gratis-Probemunmern bei ersteren nnd durch den Verlag. Der e r st e Schmetterling in diese m Jahr zeigt sich für jedermann, der ihn sehen will, auf dem Titelblattc der «Illustrierten Wäsche-Zeitung». Verlag John Henry Schwerin, Berlins., nnd zwar als Zierrath eines Taghemds mit Durchbruch-stickerei, Aus derselben Seite dieses herrlichen, reich illn«-striertcn und mit großem Schnittbogen behufs Selbst-anfertigung versehenen Svccialblattcs finden wir, dessen Vielseitigkeit charakterisierend, au Herrcnsacheu folgende Gegenstände Umlege» und Stehkragen, Manschetten, Cravatte», Taschentuch, Oberhemd mit Stehlraa/u, Reise-Oberhemd:c. Weiter nennen wir ein russisches Hemd für Knaben, Mädchen- und Knaben-Wäsche und Unterzeug, Iupons, Damenweste, Schürzeil, Blousen, Matinie. Beinkleider, Taschentücher, Tischtuch und Servietten, Nachtanzug für Herren, Reform-Eorset, Hemdhose für Damen, Monogramm'Eombinationcn, Stickerei- und Häkelarbcitcu :c. ic. Die «Illustrierte Wäsche-Zeitung» tostet nur 45 kr. vierteljährlich. Zu beziehen durch die Hauptauslieferungsstelle für Oesterreich-Ungarn: Rudolf Lechner H Sohn, Wien, I., fowie durch sämmtliche Buchhandlungen, Postanstaltelt und Zeitungsverschleißer. Gratis-Probemlimnern durch erstere beiden. Neueste Nachrichten. Gel'egrcnnrne. Wien. 3. März. (Orig.-Tel.) Die Erkrankung Ihrer k. u. t. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie nimmt einen normalen Verlauf. Die Aerzte sind mit dem hentigeu Tage zufrieden. Wieu. 3. März. (Orig.-Tel.) Das Abendbulletin über das Befinden der Prinzessin Clementine yon Coburg lautot: Keine Veränderung, Athmung und Pllls weniger beschleunigt, Kräftezuslaud nicht im Abnehmen. Wien. 3. März. (Orig.-Tel.) Der Landtag nahm einstimmig die Huldigungsadresfe an Sc. Majestät den Kaiser anlässlich des Regierungsjubilä'ums an. Die Adresse dankt für die den Landtagen im Rahmen der Neichsverfassnng gewährte Selbständigkeit nnd bespricht den wirtschaftlichen nnd geistigen Auffchwnng am flachen Lande fowie in den Städten, besonders in Wien, und druckt die Liebe und Verehrung für Kaiser und Kaiserhaus aus. Wien, 3. März. (Orig.-Tel.) In dcr hnchcM griechischen Kirche fand hente vormittags cmläsöNH ^ glücklichen Errettung des Königs von Gnechenmno ew Tedeum in Anwesenheit des Fürsten Ferdinand vo> Bulgarien, des Ministers des Aeußern Gra"' Guluchowski, des Scctionschefs Grafen Ml,crslM". zahlreicher Mitglieder des diplomatischen Corps ui'v des griechischen Geschäftsträgers statt, 'Prag, 3. März. (Orig.-Tel.) D^ HosoP^ Director Mahler dirigierte heute seine von dt'r P^W deutschen Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst "" Literatur prämiierte SymplMlie ill dem von ""'pu Gesellschaft suboenticmierten Concerte im neuen ow' scheu Theater. Dem Orchester des dmtschm LMe^ theaters gesellten sich, um den Wiener Hofopcindlrec^ zn ehren. 25 der hervorragendstell Musiker dcr wy mischen Landesbühne bei. . ., Lcmberg, 3. März. (Orig-Tel.) In W, UU^ hier abgehaltenen Generalversammlung der Mlz'!^ Landwirtschafts-Gesellschaft wurde einstimmigerAsiiuu angenommen, aulässlich der Feier dcs ^eglenW jubiläums Sr. Majestät des Kais c r s die MsM der Verehrung und unbegrenzten Dankbarkeit "N Stufen des Allerhöchsten Thrones zum Ausdrucke i^ bringen. . ^ Budapest, 4. März. (Orig-Tel.) Seine M " der Kaifer ist um 9 Uhr 45 Min. abends mW" Separatzug abgereist. , ..... Budapest, 3. März. (Orig.-Tel. - AbgeoM"^ haus.) Der Präsident theilt mit, dass Abg. Ko>!"^ einen Dringlichteitsantrag eingebracht habe, das/P ^ möge das italienische Parlament aus ^nlass Jubiläums der italienischen Verfassung bcglückwllNM'' Der Antrag wird morgen vom Auttagsteller begrub werden. Das Haus geht sodann in die Verhandlwv des Voranschlages des FinanzministerinlNs ein. " Abgeordnetenhaus beendete die Generaldebatte Capitels «Finanzministerium'. Der Finanz""''' kündigt die baldige Vorlage, betreffend die Uinwanol"^ der Consumsteuern in Productionssteueru, an, ^/ ^ die Dringlichkeit der Reform der Erwerbsteller!"" der Befreiung dcr kleiusteu Gruudbesitzcr von Vodensteuer und constatiert die weitgehendste Scho"" » bei der Steucreintreibun.l. in deil von feinem Katastrophen heinigcsuchteu Gegellden. Cr con)tane ' dass im Jahre 1«97 die SteucrabschreldUM 5,394.000 fl. ausmachten und empfiehlt den "" anfchlag zur Aunahme. (Lebhafter Beifall.) ., .,, Agram. 3. März. (Orig.-Te.l) Im LallMU wurde die Verisicatiousdebatte fortgefetzt. ... Berlin, 3. März. (Orig.-Tel.) Per Reichstag ^ ledigte nach langer Debatte das Ordiuarium des ^" des Reichseifenbahuamtes. ^,, Berlin, 3. März. (Orig.-Tel.) Die Vudgctco« nlissiou des Reichstags nahm den § 3 der M""^ -Vorlage mit großer Mehrheit nach den Vorschlag"' " Referenten an. § 4 wurde gestrichen, U 5 bis > >" den nach den Anträgen des Referenten angenomm , Rom, 3. März. (Orig.-Tel.) Der Papst w^'^ in dcr sixtinischcu Kapelle in Anwesenheit der ^" uälc, der Bischöfe, der PMaten, des diplonwUM^ Corps und zahlreicher Fremder auläfslich des v<"l) ^ tages feiner Krönung einer feierlichen Meffe lici l intonierte fodanl» das Tedeum. ^.., Rom. 3. März. (Ovig.-Tel.) Die Agenz'aH fani veröffentlicht fünf heute morgens vom ."^ Humbert unterzeichnete Amnestiedecrete aus Anlass 50. Jahrestages der Belaffullg des Statuts. , ,. Neapel, 3. März. (Orig.-Tcl.) Fürftin M" von Montenegro ist mit ihrem Sohne nach «^ abgereist. Paris, 3. März. (Orig.-Tel.) Oberst Henry " weigert dem Oberstlieutenant Picquart die Mi'»^ thuullg, sulailge der Ursprung der Nohrpostkarte, ^ welcher er den Major Cste'rhazy verdächtigte, "^, aufgeklärt sei. Die Zeugeu Picquarts, dessen Sch""U Gast uud Senator Ranc, erklärten, dass sie cs u>> solchen Umständell weder ihres Auftraggebers '' ihrer felbst würdig halten, die Vechandluugen ^ zusetzen. .^. Paris. 3. März.(Orig.-Tcl.) — MelduugdcrMn Havas. ^ Dcr Capitäu iiu Generalstab Aegouiu hatte n^ dem Processe Zola dem Senator Trarieux einen leidigenden Brief geschrieben, den dieser dem ^ s minister übergeben hatte. Der Kriegsminister ^"^,,„ über Iuterventiuu des Senatsprä'sidenten Lollbet 0 ^ Begouin eine Rüge. Hellte nachmittags uersanunel . sich die einzelueu Gruppen des Senates, um stu) «^ orduell. Der Majorität scheiut die Strafc '""^ ^ genügen. Die Entscheiduug wllrde jedoch auf "^ vertagt. ^ Paris, 3. März. (Orig.-Tel.) Naquct M"" vom Schwurgerichte freigesprochen. .. 5^ Bukarest, 3. März. (Orig.-Tel.) Aulässllch ^ Errettung des Königs vou Griechenlalld vor " Attentate wurde iu der Metrupolitankirche cinTeou' celcbriert, welchem ein Vertreter des Köuigs ^ar ' die Minister, das diplomatische Corps und y"" Würdenträger beiwohnten. ^HrIeiwng Nr. 51. 391 4. «ärz 1898. garish Ä^"t"°pel, 3. März. (Orig.-Tel.) Der un-ncich^?l"pfer cNador., welcher sich auf dem Wege gan"^M befindet, strandete gestern abends am Einist n^^sporus infolge Nebels. Der Schaden klagen ^ ^stgestellt. Es ist kein Menfchenopfer zu sion w^".""''", 3. März. (Orig.-Tel.) Die Mis-die Nril ^ beauftragt ist, dem Schah von Persien nach ^""ten des Imtiaz-Ordens zu überbringen, ist ^ "yeran abgereist. Nock? ?"^' '^' ^"rz. (Orig.-Tel.) In der letzten ^s^ W79 Personen an Pest gestorben. ^^Weis über^ Stand der Thierseuch^ in Krain lltl die Zeit vom 18. bis 25. Februar 1898. bie«.' "^ Bezirte Oottschee in der Genleinde Niederdorf Toin"^""lheit un Vezirke Adelsberg in der Gemeinde Nci,z _"^^'Februar. Benuzi. Kfm.. Trento. — Petzi, Kfm.. ^chstra,,! ""' ^ ' ^indorf. — Pendl, Private, s. Tochter, ^iinbern ^^mntz, Kfm., Zwittau. - Penaney, Kfm.. Liuh «,H 7^ Schviclhart, Kfm., Budapest. — Alseher, Schubert, ^ Nl'llvn ^' Wlvian, Mancheimer. Kamauf, Groeßler, Schässer. yo. Kraus, «ewis, Habige, Berger, Kflte., Wien. ^, Hotel Elefant. Vötllina'" ^' ^"^- Sturm, t. l. Gerichts'Adjunct, s. Gem., ^°lln tt'c^ Hirschmann, Gasthofbesitzer, Radmannsdorf. — ^ Pen '^^""denthlll, — Fantl, Mühlstein. Me., Prag. Alain j.' ^ ' Schweiz. — Perto, Kfm,, Neumarltl, — Senosetsch. - Dia- ^usman ^'^"genz. ^ ^^l!' Kfm.!, Linz. - Mencinger. ?°chrich V'er, 3eistritz, - Pohner, Kfm., Fichtelberg. -^llinann ^"^ Krause. Bick. Kulla. Steiner. Nossmann. ^^^«odel. Kstte,. Wien. — Pczdiö, Oberlehrer. Krainbura.. Verstorbene. Ilovca 2» ^',^cirz. Maria Kunst, Kaischlerstochter, 3 I., °' ^tlclfluss infolge Ertrinkens. Ami«w- I" Eivilspitale. °ulose ^. «v -^ ° r z. Johann Selan. Arbeiter. 30 I., Tuber« ^^ ^carlll Peterca, Köchin. 68 I., Lungenentzündung. Volkswirtschaftliches. Laibach, 2. März. Auf dem heutigen Markte sind er-schienen: 2 Wagen mit Heu und Stroh und ? Magen mit Holz. Durchschnitts'Preise. Mlt.° Mgz.» «Itlt,- ^Mgz^ fl, lr fl.tr, fl. tl-. fl.,lr. Weizen pr. Heltolit. 12 80 13 — Butter pr. Kilo. . — 84 —!— Korn » 9 20 9 70 Eier pr. Stück ..—25 — — Gerste » 7 20 7 - Milch pr, Liter . . — !10 -,— Hafer » 7 20 7 50 Rindfleisch pr. Kilo -64—!— Halbsrucht . ------------!— Kalbfleisch » —^64 —^- Heiden » 9— 9 50 Schweinefleisch » —66—!— Hirse » 7 80 720 Schöpsenfleisch » —!40------- Kulurnz » 6 50 6.60 Hähnoel pr. Sti!^ —55------- Erdäpfel » 3>----------- Tanben » 18------- Linfen » 12!------------Heu pr. M.'Ctr. . 1 96 — — Erbsen » 12i-----------Stroh . . . 178------- Fisolen » 12!-----------Holz, hartes pr. Rindsschmalz Kilo ->96 — — Klafter 6 80------- Schweineschmalz» —170-------— weiches, » 5------------ Speck, frisch » 66-------Wein,roth.,pr.Hkll.-------24 — — geräuchert » — 70-------— weißer, »-------30 — Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Scehöhe 306 2 m. i zß D tz, Wind ^^!2e.,!l^ « 2 u. N. 731 2 "27 "NO. schwach" bewölkt 9 » Ab. 731.7 00 ^NO. schwach heiter_________ 41 7 U. Mg. 732 8 , -3'6 , SW. schwach ! Nebel < 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 1-2«, um 0' 7 « unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm«Ianufchowsly Ritter von Wiffehrad. Henengasse £Tr. ©, 2?a.xterre reclrts- Erstes und ältestes Wohnungs-, Dienst- und Stellen-Vfirmillelungs-Bureau (behördlich bewilligt) empfiehlt und placiert Dienst- und Stellensuchende aller Art für Laibach und auswärts. Gewissenhafte, mögliohst rasohe Besorgung zugeslohert. (856) 25—1 Fanöestheatev in Aaivach. A3. Vorstellung. Ungerade. Freitag, den 4. März Benefiz für den Operettentenor Heinrich Ntrtini. Novität! Zum erstenmale: Novität! Her Gchelm von Vergen. Operette in drei Acten von Konrad Loewe und Karl Lindau. Musik von Alfred Oelschlegel. Anfang halb 8 Uhr. «nbe 10 Uhr. Zu verkaufen: Landesgesetzblatt für Kram von 1872 bis incl. 1896 in 10 Bänden 10 fl. — Reiohsgesetzblatt, deutsch von 1861 bis incl. 1897 in 3t> Bänden 40 fl., beide Gesetzblätter mit wertvollen Bezugsnotizen für politische Beamte. — Allg. tfsterr. Oeriohtszeltung von Dr. Stubenrauch, Jahrgänge 1857, 1858, 1859, 3 fl. — Gerichtshalle von 1860 bis incl. 1881 in 21 Bänden 15 fl.; nebst anderen juridischen Werken, darunter Dr. Schusters Bau- und Ver-biethungsrechte (eine Seltenheit) 10 fl. Anzufragen vormittags: Triesferstrasse, Villa Bene-dikt, Hochparterre. (868) 3—1 Herrn Apotheker Ploooli in Laib ach. Theile Ihnen mit, dass ich mit Ihrer Glycerin -Crfime sehr zufrieden bin, da sie die Hände wunderbar weiß und glatt maoht. Der Dame, welche mir die Crfime empfohlen hat, werde ich nicht genug dankbar sein. Ihre letzte Sendung bestätige ich mit Heutigem dankend. Wien, 15. Mai 1897. Ootavie Laurent III. B., Landstraße, Hauptstraße 33. (460) 10-4 Course an der Wiener Börse vom 3. März 1898. N^ dem off»« Course« ^'«eint^tN,^ ««ld Ware . . . 102 45W2U5 l,^ >. "«' Iünner-Full 102 35 lN!i 5,5 Olsten cf" u> »,w - . 102-75 lUU Ul. «one« «o«. . . gg ^ ^,7^, ^'N'«^5 «<". "1- 122- >!'bah ' 3 ", «°M 5'/'" ,28'45 120 4Ü ^'««M. ^"'l't), slli 200 Kl. ^bergbalin^/'! « ' ' - IWüo 101 50 ""lir.^."' »«" »r. s. ......1«1b0 1N2 50 Geld Ware «0« Staate zu» Iahlnng Übernommene Eisenb.'Prlor^ Obligationen. «llsabethbahn 600 u, 3UN0 Vl. 4'/, lll! 1!)"/n !t. St. ... Il6-Ü0 117-50 »llsabethbahn, «X) u. 2000 M. 200 M, 4°/....... 121- 122- Fraiiz.Iolcf.B.. /,<>/, 120 15 121-iü dto. bto. Silber 10!» fl,, 4>/,"/» 100 50 10150 dto, Staats-Oblig, (Una, Ostb.) u, I. 1«?6, 5°/n..... 122 10 12'! 10 dto,4'/,"/<,Scha!,lrealll.Abl,'l)Vl. ici — ,ni 80 dto. VläM'Anl, k IU0 fl, 0, W. 158'25 159 25 bto, bto, i^ KN sl. ö, W. 157-75 158 75 Thelh.Re»..2os« 4"/« 1W fl. . 141-14150 Gründen!!. - Hdligallonen (für 100 fl, LM,), <»/, unaarische (100 fl, 0. W.) . »730 9« 30 4°/„ lruatifche und slavonlfche . 8? 75 i>8 75 And«re Issentl. Hnlehen. VonaU'Reg,'LoIe b"/...... lül — 131 50 dto. 'Anleihe 187» . , 10s- 110 — Nnlehen der Stadt Güiz . . iiL-5N —— Anleben d. Stadlgemeindc Wien 104-25 10525 Auleneil b, Ntadttirüieinde Wien (NUber l,bcr (»uld) . , . . 12? 50 12» 2!, PräniirnNiil, b, Stabt>i«i, Wien iuu 2 17» 25 Äöiltbau'Anlehril, verlosb, 5"/, i0«-75 lui 75 4°/, «ralnti Laiibti'Llnlehcn . 99 — 99 5« Veld Ware Psandbrleft (für l fl.). »,d«. allg.öst.ln5NI,V«l.<»/, 99 10 100 — bto, PrHm,'SchlbV. «"/,,, I. z, Nahn..... 1l>» »0 ,(,!> 80 <»/<, Untellrainer Nahn« . . »»50 100- ßank«Ar«e» (per Stück). «NgllxOeft. VllNk 20« sl. «0«/n «. 160 5o 161 50 Vauloereln, Wiener, 100 fl. . 268 75 269 75 B°bcr..Anst.,0est,.2NNfl,S,40°/, !45750 458 50 «lidt.Anst, f, Hand. u. «. <««fl. -— —-- bto, bto, per Ultimo Trptbr. 364-90 3U5-40 Vieditbcml, Allg, UNg., 200 fl. . 38l-5N3«2 5>— 2U5 — Hl,vull,ell>,.0tst,.200fl,2b°/»«. 85-— «ß.zzü Ländtrbanl, Oest., 200 fl. . . 219 25 219-50 Ocslcrl-,->inaar, Vanl, S00 st. . 929 — 933- - Uniunbanl 200 fl..... 302 — 303 — Verlehisbanl, «ll«., 1« fl. . 177.50 177-75 «elb Ware AcNen V«n Zranspon« Unternehmungen (per Stück). «lufstN'Tepl. Eisenb. 80» fl. . 1634 1«87 Vohin. Norbbahn 1b« fl, , . 280 — 2« — Vllschtiehradcr Vif. 500 fl, 2M. lb?5 1585 dto, dto, (lit. U) 200 fl. . b?U'bO b?1 50 Douau - Dampflchlsfalirts - Ges., Oesttir.. 500 fl, «Vl. . . 449- 45050 Dur.Äodent!achcrE,°Ä,200fl,A. 70 30 70 80 Ferdl'lllndil-Nurdb. i0«Nfl,CÄt. 3445- 8455-Lemb'Czenww,'Iossy - Eisrnb.» Gesellschaft 200 fl. S, , . 303 — 804-50 Lloyd, Oest,, Trieft, 500 fl, CM. >23 — 425 — vesterr. «ordwestb, 200 f>. T. !248 —249- dto dto, (lit, U) 200 fl, V. 2«L 75 263-25 Pra^Dliiel ltiscnb. 150 fl, T.. 9S— 9U-00 Slaatseiscnbah» 200 fl. V. . 342-. 34250 Südbahn 200 fl, S..... 80— 80-25 Lübnorbd. Verb.'N. 200 fl. «IM. 210 50 212 — Tramway-Ves.,Wr..170fl,0.W.---------------- dtll. 50 212-50 Un8-W«stb,(«aal,-Graz)200sl,I. 2I2-— llI3 — Wiener Lacalbahne»-Act.'Vef. —-— —-— zndustrle»Acti«n (per Stück). Values,. Allg. «st,, 100 fl. . . i^I — 12U — lkgi'bier Eisen, »nb Gtahl-Ind. in Wien 100 fl..... «4 50 8«-— Elsenbatmw.'ttcUiss,, «lrste. 8» fl. i»5 5« ikL-zu „Elbemühl", Papierf, u. N,.(3. 9?>— 99 — Liesinger Ärauerei 100 fl, , . 147 5« 148-50 Montan Geselllch,, Oest, «alpine 153 70 154 20 Planer ltistN'Ind,»««!. LN0 sl. 708-50 707 50 Salao-Tarl. Vteinloblen «0 fl. l,84 — 585 - ,,Schl«glmül,l", Papierf, 20" fl. 209 — »10 50 »SttlNVN«/'. P«pi«lf. U. «,'«. 173 — 175 - Veld Ware Irifaller K»HIen»..Ves. 70 fl. 181—1«»-— Waffens..<»,.O«st.inWien.1i,ll!ll>len . . 58 70 5875 Italienische VanlixKe» . . . 45-45 45 55 Papier.lliubel.....i> 127^ ,«?7',