LlliblichelWMtung. Nr. ^»i». ^!^!l^^«^H,VkiÄ^;iÄ Molitüq, '».September ,!^7^,?.,'^Ä.........................,' -l^<». Amtlicher Theil. 3e. l. und k. Apostolische Majestät haben die nach« stehenden Allerhöchsten Handschreiben zu erlassen geruht: Lieber Graf Andr:1 ssy! Ich habe die vom Ncick«. rathe auf Grund deS Gesetz?« vom 2!. Dezember 18s;7 für daS Jahr 1872 gewählte Delegation und die vüm ungarischen Reichslage auf Grund des 12. GcsctzartilclS für das Jahr 1872 zur Behandlung der gemeinsamen Angelegenheiten zu entsendende Delegation mit den in Abschrift beifolgenden Handschreiben für den 1<>. Scp» tcmber 1872 nach Pcst einzuberufen befunden und be« auftrage Sie. wegen Einbringung der betreffenden Vor< la^en das Erforderliche zu veranlassen. Ofen, 4. September 1872. /ran) Joseph in. j). Andrüssy m. i>. Lieber Fürst AuerSperg! Ich finde Mich bestimmt, die vom Neichsralhc auf Grund des Gesetzes vom 21. Dezember 1807 füc das Jahr 1872 gcwähllc Delegation »nid die vom ungarischen Reichstage auf Grund des 12. Gcsetzartilels 1807 für das Jahr 1872 zur Behandlung der gemeinsamen Angelegenheiten zu entsendende Delegation auf den 10, September 1872 nach Pcsl zur Aufnahme der ihrem Wnlungölreise gesetzlich vorbchaltcncn Thätigkeit einzuberufen. Indcm Ich gleich-zeilig Meine Ministerien für gemeinsame Angelegenheiten zur Einbringung der verfassungsmäßigen Vorlagen an« weise, beauftrage Ich Sie. wegen Einberufung dcr gewählten Delegationsmitglieder das Enlsprecheude zu veranlassen. Ofen, 4. September 1872. Fran., Joseph in. z). Auersperss u>. ix Der Minister dcS Inner«! tint im Einvernehmen Nlit dc» beth-iligtcn anderen l. k. Mioislerien dcii Hcricn Rudolf Klaug und Heinrich Zwerncmanu die Be-willigung zur Errichtung einer Attiengcscllschaft unlcv der Firma „Wiener Guchdlückcrcigesellschasl" mit t^in Sitze in Wien ertheilt und deren Statuten genehmigt. Nichtamtlicher Theil. A « f ruf! Am 29. Juli d. I. brannten 11 Wohn- und 39 Wirtschaftsgebäude der Ortschaft Zilog in, Bezilkc Nudolfsivclll) ab. Da die mcistcu Oll<«belvohn:r zu>! Zelt der Enlstchung des Vrandcs sich dcS Wochen mark» l'eS halber in Rudolfswcrth befanden, wurden nicht nur obgmatmte 5>0 Gebäude, sondern auch die ganze heurige Fcchsunss. einiges Nutzvieh, HauSgcräthc. Kleidung Wäsche und selbst bares Gild ein Raub der Flammen. Der auf nahezu 23.(100 fl. geschätzte Gesammt-schade trifft die armen Abbrändler umso härter, als lein einziger dcrsclbcn assccuriert war. Ein fast noch härteres Ung'ück brach am 14. August 1872 über slllcnmailt im politische» Bezirke Loitsch herein: ein durch undckaun'c Vcranlüssung entstandenes Feuer legte 05 Wohn» und WiithschaslSgcbäude in Vsche und v:rz-hrtc übeldics fast sämmtliche Fulter« und Kör-ncr'Vurräthc. Äie so schwer g'lrcffemn, Obdach und Nahrung entbehrenden 28 Familien siüt, auch dem bittersten Elende, insbesondere bei der hcrrannahenden kalten Jahreszeit geopfert, wird ihnm nicht ausgiebige Hilfe. Um dein Elende möglichst abzuhelfen, findet die i'andcSrcgierulig eine Sammlung mlldcr Beiträge im gauzm Nronlaiide einzuleiten. Es ergeht daher an alle hochhcrzigcn Bewohner Krains der Aufruf, zur Linderung dcs fo empfindlichen NüMckiS nach Kräften beiliagm zu wollen. Icdc, aucl^ die s.elingste Gabe. mit oder ohuc sp:» cielle Widmung, wird in ^aibach b:im Stadtmagist'.ale und am pande bei den Bezi.lehauplmannschaslcn. mit Dank angenommen werden. Von dcr lt. ll. tanoesregicrung slir t'lrain. ^aibach, am 30. August l872. Alexander (9raf v. Auerspcrg n<. j... l. l. Landespräsident. Die LandcSrcgicrul'a. hat den Grundbesitzen Ma. lhiaS Sajovic, Joscs ^Iulo von Ccöc'uvas ur>d Ma^ lhiaS ^tllstll von Podaora fiir die lici dem Brai.de dcr Ollschast Zalo^ im Vr;irse Rudolfswerth am 29. Inli d. I. mit eigener ^ebcnsqcfahv bcwilklc Nctlnng von vier Menschinlcben vor dem Tode des Verbrennen» die acsetzlichc ^cbcnSrcttungtllaglie im vierfachen Betrage pr 105 fl. ö. W. zucikaunl und für die muthvolle, energische und erfolgreiche Hilfeleistung bci dem glcichm Äiance dem Gcndarmlri'c Titularftchrer Johann Otto-niöar, den Gendarmen Johann Schweycl, Josef Noscn-^>ftf in,d Franz Pello vom l. l. Gendarmerie-Posten in Nll5o!sSwc!!h. sowie dem Franz Bucar von Ober-Slraza und dcr ?chrerötochter Franziela Novak von Precna die wohlverdiente belniicndc Aneilcnnung ausgesprochen. ?'at> hiemit zur öffentlichen KcuiUxis abbracht wird. Von dcr ll. k. tmldrorcgierung siir tlrain. ^aibach, am 30. August 1872. Alexander Graf v. Aucrspcrn m. p., ' l. l. i^ndcepläsidcnl. Znr Aaiserrtise. Se. l. uüd l. Apostolische Majestät haben sich in Begleitung bcs tlslen Slaalswannes Otsteireich'Ungarns und einer glänzenden Suite in die Hauptstadt des deutschen Reiches an den Hof Kaiser Wilhelms begeben. Immerhin mögen eS in erster k'inie Motive rein persönlicher Natur sein, tie den Kaiscr Franz Io> scph 1. nach itterlin fühlen; o« Äcg!?>tung des ersten Ministers des österreichisch.uugarischen NlichcS läßt uns aber mit einiger Sicherheit vclm»th:n, daß bei diesen in Berlin in Scene gehmden MonalchcllbegcgüUügen ?lctc auf die Tagesordnung gesetzt werdc,,, die auch das Interesse der Böller Ocslerr eich > U n g a rn s be lühren. Ganz Oesterrcich-Ungarn begleitet im Geiste feinet' ssaiscr und Herrn nach Lwlin; die besten patriotischen Wünsche folgen dem Monarchen auf dem Fuße! Die Kaiserreise ist ein Ereignis von höHslwichü^r Bedeutung. Oesterreich-Ungarn nimmt scine ihm gebührende Großmachtstellung in Europa wieder ein; das Kaiserreich ist ungcachtet der c.liltli'rn Tchläge wieder ueliäfligt, wiedir erstarkt; das ftule Einvernehmen mit Oeslerrcich'Nngarn wird wiedc: ^ ' ^lchl^ die Monarchen Deutschlands ui.. , , <> den wahrer» Wcrth Oesterreich'Ungarns wieder erkannt; die mächligsicn Herrscher Europas empfatigen dcn Kaiser von Ocslcrr'lch mit nllcn Ehren. Diese Thatsache muß jeter Patriot mit Freuden bcgrüß.n. Die Völker Oesterreich« Ungarns knüpfen an die "' gnung in Bcilin nur einen Wunsch ^ der Bcglüßung: ..Der Friede s.i mlt Euch! Ist er uit Euch, so ist er auch mit uns!" _____ _______ Pit tage in uroaliln und s'lavoniln wird von Pessimisten so schwarz beleuchtet, daß d< „Ung. ^l." Anlaß nimmt, diesen schwarzen P.nliei! n nllchstlhendcm enl^egcnzulrtten.- „Wir können dicsen Pesfiniisttn nicht ^a:,^ de>. stimmen. Darin haben sie allcldiligs N.cht. daß die i>" ncrcn Angclcgenhcileu des kroatisch . slavonische!« Kömq reiches ziemlich allcs zu wünschen übrig lussen. i>ie st" Jahren hcrrschcnd! Parteizctklüslung hat den Zwiespalt >n die Eom'.ilunen, selbst in die Familien und die Cü<» scllschast überhaupt üliellragen und daselbst die wider« lichsten Fcinl'slllglciten erzeugt, welche daS öffentliche und private ^eben vergiften. Eine sinnlose Opposition gegen Gcsctz und Obliljl^il vürursachle die iirschutlerullg dcr Autorität, dcs Gesitzlichlcils« und Ordnungesiünes im Volle und legte die Keime zu jcuer bösen Frucht, wie solche in dcm onulin-.r Putsch blutig reifte. Die gegenseitige Verdächtigung und Anschuldigung der leiten. 5cn Prlsoneu, die ungeschcute Seelcnläuferti, das jyslc« ^ellissl'llNl. In eiserner Faust. Ei» No man aui! der neuesten Zeit uoii I. Steinmauli. «V. .Napitel. ^ngel und Teufel. (Fortsetzung.) Georg begann: Es ist nicht meine Schuld, daß ich ohne Abschied von Atomen g.ng. 3lm Nachmittag um sechs Uhr be. kam ich Ordre, abzureisen, und schou um neun Uhr des-sclben Al'cndS w°r ich an Bold um in gcschäs.lichcr Anaclegenheit nach London zu gehen. Aber ich habe nock an dich geschrieben, ehe ich an Vord giug. da mir keine Zeit blieb, dich zu slhcn. Hast du den Brnf uiclil twpsangcn?" " ..Ich erhielt leine Zeile von dir." ..Und ich schrieb so oft. Ich wähnte dich krank oder todt, ein drittes war nicht möglich." „Und waS wäre dicS dritte gewesen?" „Daß dn mir -- nnttcu geworden wärest?" «>.. "Ale." crwitmlc Anlonic mit hcitticm. klarem " 'n. ..Mcr es ist mir unclllärlich, wo die Aricfe gc-blleben ftin können." «Dann muß sie jemand unterschlagen haben." „klier wer sollte ein Interesse au unseren Briefen finden?" „Vkllcicht d?in Vater oder deine Mutter?" „Nein," ciwidcrlc Vlnlonie, und eine Wolle der S.l wcrmulh vcltüslerlc einen Uugcnblick die Züge. „Mein guter Vater war gestorben, als du abreislch, dcnu zwei Abende vor seinem Tode sahen wir uns noch, und die Mutter war krank —" „Halt!" rief Eva, „dann weiß ich, wer die Griefe haben kann, dcr Freund dcii.cs oerstoibeuen Vaters, dcr Polizeibcau.le, dcr noch mitunter hierherkommt — dcn müssen wir darnach fragen. Vielleicht hat dcr die Vriefe ausbewahtt, er nahm ja allcs an sich, als das Geschäft geordnet wurde. Dcr hat sie noch, das glaube ich be» stimmt. Herr Georg," fagtc sie dann mit schalkhaftem Lächeln, „das Vcrtral.cn ist hergestellt, hi:r, schlagen Sie ein." Sie hielt Georg die kleine, niedliche Hand hin, und dieser schlug ein. ..Perlranen gegen Vertrauen." sagte er. ,.DaS versteht sich." Dann sagte sic: „Aber was thaten Sie gestern in dem vornehmen Hause?" Ruhig erwiderte Gcorg: ..Sie trafen mich gestern in dem Hause meines Vaters." ,M!" rief Eva. ..Und die schöne Dame?" „Ist mcine Schwester." «Und der Herr mit dem langen schwarzen Schnur-bar!?" „Ist der Bräutigam meiner Schwester und mcin zukünftiger Schwager." „Nun, ich gratuliere." sagte Eoa leichthin, nicht ohne einen spöttischen Auslug. „Aber Toni. wie siebst du auf einmal aus, du bist ja ganz bleich gewordi».'" In dcr That. Anlonie hatte sich während der letz' ten Wendung des Gespiächc? ausfallend oelänbert. Der fröhliche Ausdruck, die Unbefanacnhcit war verschwunden, und statt d.sscn malt- en,e innere Anast sich in ulkn ihren Zügm. T as Nolh war von den Nangm gewichen und halle einer Müsse Platz a"nachl. wie die« dcr Fall nach einem h.f'igc" 3ch"ck zu ,e,n Auch Gcorg bcmcille die Veränderung und fragte erschrocken: „Nnlome, was ist di, ?" . „O nichts." antwortete sie l)lpreßl. „Ich l>m em törichtes Kind. Ich dachte nur t^a". °d es der re.chen Familie rccht sein wird, wenn p.ötzl.ch cm cnmes Mädchen zu ihnen ins Hau« acsuhit wird Ich dachte wie schwer es we,dcn wü.'dc, t»s schone slolze Fräulein als Schwester zu bea'nsei,, «nb mit einem male wurde mir fo bang und üliMlch zu Mull)'. elS wenn ich im Begriffe stände, irgend ein schrcsllchlS ^-ibvcchen zu begehen und als wenn ich Georg mit hmcin in daS Ver-derben zöge." „Du bist aufgeregt, Anlonie. und deine Phantasie formt lrlibe Schaltenbilder. Wenn du stall bist und 1470 malische Agitieren und Wühlen der Parteien führte zur bedauerlichsten Corruption, an der die kroatisch! Socie« tät heute lranll. Bedenkt man daneben die horrende Unwissenheit des kroatischen Voltes, von dem etwa 84 Percent dcS Lesens und Schreibens unkundig sei, er-wägt man die materielle Armuth deS Landes, das auf eigenen Füßen nicht stehen kann, da die finanziellen Erträgnisse nicht einmal die laufenden Kosten der Administration decken; so hatte die ob'.rste und erste Pflicht der kroatischen Landesoertttlung darin bestehen müssen, vor allem die zahlreichen geistigen und materiellen Uebelstände im Innern zu beseitigen und an deren Stelle Institutionell zu gründen, die das allgemeine Gedeihen des Landes anbahnen. Leider bewegte sich der kroatische Landtag auch diesmal wieder nur auf den breitausae« fahrenen Geleisen hohler Dcclamationcn, anschuldigender Recriminationen. Verdächtigungen, langathmiaer Inter» pcllationen u. dgl., wodurch die kostbare Zeit unnütz vergeudet wurde. Abgesehen von dem lückenhaft votierten Landcslmdget und einigen schvn klingenden Resolutionen sucht man vergeblich nach einem positiven Reformgcdan-len. Und auch in den Resolutionen macht sich die südslavische Großthuerei breit, die da mit einer kroatischen Universität flunkern will, ohne zu bedenken, daß dem Lande vor allem Elementarschulen nothwendig wären. Nach innen zu erweist sich die Lage Kroatiens wenig glänzend, und hat das Gerücht einige Berechtigung, wo» nach die slavonischen Comitate eine Trennung von den kroatischen Theilen dcS ..dreieinigen" Königreiches wünschen sollen. Slavonien ist von Natur aus besser ge< segnet, das Voll ist auch fleißiger, ordnungsliebender — was Wunder, wenn es den Schreiern, die von Zeit zu Zeit die Herrschaft in Agram erlangen, nicht mehr untergeordnet sein will? Eine solche Tendenz der slavonischen Comitate bildet zugleich die entschiedenste Ver-urtheilung der extrem kroatischen „Nalional-Politit." Dic Lage in Daiern gibt seit kurzer Zeit der Journalistik Stoss zu den ver-schiedenartigsten Combinationen und Erörterungen. Der „Pester Lloyd" schreibt: „Die Vorgänge in Baiern beherrschen so vollständig die Lage in Deutsch' land, daß man darudcr an die nahe bevorstehende Begegnung der drei Kaiser nahezu vergißt. Die gesammte Presse beschäftigt sich mit dem fatalen Umschwung der baierischcn Politik, der die Beziehungen des Landes zum Reiche allerdings zu trüben geeignet scheint. Man sieht sich durch diese überraschende Wendung in den sichersten Erwartungen getäuscht; man glaubte, daß die Zeit die Bande, welche Gaiern mit dcm Reich vereinigt, nur fester gestalten werde u id daß der EinheilSgedanle stets mächtiger wirken werde; anstatt dessen kommt eine parti« culurislische Bewegung zum Durchbruch, die leicht zu argen Störungen des inneren Friedens führen kann. Ein Theil der deutschen Presse faßt die Sache indessen nicht besonders pessimistisch auf. Die „Schl. Ztg " sagt über die baierische Ministerlrise unter andcrm: „Ein Ministerium, das unsern nationalen Wünschen vollkommen entspricht, dürfen wir, ganz abgesehen von der Stimmung des Königs, nicht erwarten, so lange das Mandat des noch vor dem Kriege gewählten Landtages dauert; ein geradezu antinationales ist angesichts unserer VcrfassungS' Verhältnisse unmöglich. Bai^rn kann keinen Schritt zurück« thun, den es bisher auf dem Wege seiner deutschen Politik gegangen ist; was es dem Reiche zugestanden, ist durch Verfassung und Gesetz unwiderruflich verbrieft. Eine entschieden widerstrebende Haltung im Bundes rathe würde es außerdem der Gefahr aussetzen, in wichtigsten Dingen majorisie,t zu werden, da Fürst Bis-marck bekanntlich sttts die Grenzen seiner Nachgiebigkeit richtig zu finden weiß. Dieser Ueberzeugung wird man sich auch in Baiern nicht verschließen, und voraussichtlich wird Herr v. Gasser in dieselben Bahnen einlenken, die sein Vorgänger, Graf Gray, der mit ähnlichen poli-tischen Antecedentien das Ministerium übernahm. zu wandeln für angemessen fand. Schlimmstenfalls wird die Fortbildung der Neichsoerfassung im Sinne der Com-petenzcrweilcrung auf kurze Zeit inS Stocken gerathen und die schwebende confessionclle Frage von Seiten deS Reiches nicht diejenige Lösung finden, die vielfach er» hofft wird. In letzterer Bezichung haben wir uns nie Illusionen hingegeben, unsere Erwartungen vielmehr vorwiegend auf den preußisHen Landtag gebaut, dem die Verfassung für alle nothwendigen legislatorischen Acte die sicherste Grundlage bietet. Was a»f diesem Wege für Preußen gewonnen wird, das wird nach wie vor für Deutschland gewonnen sein." Auch die „Nat.-Ztg." erwartet von einem Ministerium Gasser keinen Widerstand gegen die geschaffene staatsrechtliche Stelluna Baierns; sie sagt: „Freiherr v. Gasscr ist ein ehcmals Großdeulscher, der in die neue Bahn, in welche der baierische Staat 1870 durch den Krieg und durch seinen König gerissen ist, nur widerstrebend mit fortgezogn ist und so viel an ihm lag, zu verzögern und zu hemmen gesucht hat. Indessen hat er sich, wie auch sein früherer Chef, der Minister Graf Bray fort-zichen lassen und sich scinen Gesandschaste Mmco. Die ..Newyortcr Staats^itung" schreibt: ..Ver» schiedene Umstände deuten darauf hin, daß ein« Veränderung in der vieher gegen Mexico befolgten Politik der Vereinigten Staaten bevo steht, und n^r halten daher auch das Gerücht, daß sich der amerikanische Mi-nister, Herr Nelson, unterwegs nach Washington befinde, um mit der Regierung über d.n Plan zu conferieren, der mexicanischen Executive den Vorschlag zu einer ge« mcmsamen Occupation dcs Rio Grande GeuiercS zu machen, für wohl begründet. Eine solche Maßregel ist durchaus nothwendig.. Nur sie kann einen neuen Krieg zwischen den beiden Ländern verhüten, denn die Ver° einigten Staaten dürfen nicht länger die unuerschämlcn Räubereien der mexicanischen Banditen, durch die das Eigenthum und das Leben der Grenzlievöllerung von Texas fortwährenden Gefahren ausgesetzt ist, ruhig zulassen. Noch erst in diesen Tagen, fast im Angesicht der Commission, die mit der Untersuchung dieser Vorgänge betraut ist, haben solche Gewaltthätigkeiten staltgefunden, bei denen ein angesehener amerikanischer Bürger ums L^ben gekommen ist, und die Thäler sind wieder Sol» baten Cortina'S gewesen, die sich auch an den Viehdirb-stähl.en in hervorragender Weise zu oetheiligen pflegen, ein Beweis, wie groß die Gesetzlosigkeit in jenen nörd» lichen Staaten Mexico'« ist. nenn die, die vor allem für Nuhe und Ordnung uno Sicherheit von Leben und Eigenthum sorgen sollten, auf Kosten der Angehörigen einer benachbarten Nation das gerade Gegentheil thun. Der Schaden, den die GrenzdMricte von Texas durcu duse von Mexico her ausgeübten Räubereien wahrend der letzten vier Jahre erlitten haben, wird auf sechs Millionen Dollars veranschlagt, und dic Stimmung der Bevölkerung ist dadurch allmälig so trliillert worden, daß sie, falls nicht die Vereinigten Staaten j^tzt. entscheidende Schritte zu ihrem Schutze tb«>,, auf sigene Hai'.o einen Grenztrieg gegen das mexikanische Gcsindcl unternehmen würden der dann schließlich damit cndcn müßte, daß die anfänglich privaten und locals F:ind-seligleittn einen nationalen Charakter annehmen. Die Mcxicaner werden freilich zu den cmc:ikanischen Vorschlägen eln sehr saures Gcsichl machen, denn die ac« , meinsame militärische Occupation ware immer nur eiie euphemistische Bezeichnung für ein Protektorat der Ver» einigten Staaten über jenen nördlichen Theil Mexico'?, und das Protectory würde nolhwendigerweise sriihcr oder später zur vollständigen Einverleibung führen. Indessen daS ist nun anch einmal die luanis^t llcntmv, der Mexico nicht mehr entrinnen kann. Es ist seine Bestimmung, in die Vereinigten Staaten aufzugehen oder wie das so oft bezeichnet worten ist, als Arle Glatt sür Vlatt von ihnen verspeist zu werden." Politische Uebersicht. Laibach, 8. September. Das ungarische AmtMalt veröffentlicht Mlnhöchstt Handschreiben, womit Baron Ladislaus Majlhel.yi zum lön. Commisscir bchuss Untersuchung der serbischen Kirchenverwaltung ernannt wird und die Delegationen auf den 10. d. M. nach P^sl embcrufen werben. — Der Präsident des ung. Unterhauses theilte die Mi ni ster crn en n u n sj eu mit, dic mit Cljcn aufgenommen werden. Darauf erfolgte die Einreichung der Wahlprolotolle. Gegen .'10 Abgeordnete wurden CassationSaesuche angemeldet. Eine üoatischc Zuschrift des kroatischen Landtages bezüglich der entsendeten Delegierten für den Reichstag wurde verlesen. — In Mgecndnelcntreisen war das Gerücht ron einer wesentlichen Annäherung der beiden großm ReichStagsparleicn verbreitet. Die Linke will die staatsrechtliche Frage gänzlich ruhcn lassen, jedcch auf der Forderung nach eincr getrennten Armee bestehen. He»vorragende Patrioten Slavoniens beschlossen. Schritte bei der Landesregierung zu unternehmen, damit den Agitationen der slavonischen Seccssionislen ein Ziel gesetzt niiro. Der scccssionistischc Aaitcilionö-ausschuß wird vou Pest aüs nnttrsliitzt. Wie die „Spener'sche Zeitung" erfühlt, wird der Kaiser von Oesterreich das diplomatische Corps niÄt im königlichen Schloß, sondern in den Sälen des Botschafters Olafen Karolyi cmpfan^u. - Die „Nord-deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: ..Als neue?, weithin sichtbares Freulidschasl^eichen befjri'ißm wir die Begegnung der drei mächt^stm Herrscher dcs europä'« schen Continents. Sowohl unsere Sympathien wie daS Interesse für den Weltfrieden weisen Deutschland mir vertraust, wenn deine Liebe zu mir größer ist, als die Furcht vor den Vorurtheilen der Welt, dann hast du nichts zu fürchten, dann werden wir siegen. ..Allerdings wird es nicht ohne Kampf abgehen, aber den habe ich allein auszukämpfen. Du hast bis jetzt nicht erfahren, daß ich dereinst mit Glücksgütern gesegnet sein werde, du liebtest mich um meiner selbst willen. Nun wohlan, wenn ich alles opferte, um dir zu gehören, wenn ich alle Schranken durchbräche und zu dir käme und sagte: „Hier bin ich, verstoßen von meiner Familie, geächtet von der Merischenllasse, die sich die höhere nennt", würdest du mich deshalb weniger lieben? Ich glaube nicht, denn du kanntest meine Verhältnisse nicht und hieltest mich für arm und allein« stehend, alS wir uns gegenseitig Treue schwuren. Nun antwortete mir, Antonie, gilt der Schwur von damals noch?" „Er gilt! Er gilt für alle Ewigkeit!" Georg zog Anlonie an seine Brust. „In alle Ewigkeit! Amen!" flüsterteer leise. „Nun mag kommen was da wolle." Noch in derselben Stunde wurde Madame Ehren. Wed in daS Geheimnis eingeweiht. Sie war nicht wenig Überrascht zu erfahren, daß sich Antonie schon längere Zeit mit dcm jungen Manne heimlich verlobt habe, der nun um ihren Segen bat. Ihr zitterten die Hände, welche sie segnend ausstreckte, und innerlich rief eine Stimme: „Dein Segen wird zum Fluch, denn du bist fchuldbeladen!" AlS die Liebenden sie verlassen, drückte sie ihr Haupt tief in die Kissen und weinte bitterlich. (Fortsetzn«, solgt.) Pao Heiligthmn einer französischen Muss/ Von Schmied l. III. (Fonsehlmg.) Es ist anzunehmen, daß manche Lcscr das kleine aber reizende Hotel der Gräfin Manl^on anS der Zeit, wo cS im höchsten Flor und Rufe stand, gekannt haben. Nichts sinnigeres, nichts feineres, nichts anziehenderes läßt sich denken. Es gibt Leute dcs Geistes und Geschmacks, unter deren Leitung alles zur höchsten Vollkommenheit gedeiht. Der Pavillon, die Salons, das Boudoir ?c. dieses Schlosses waren Meisterwerke, hervorgegangen aus der Hand eines General-Lieferanten in die zarten Hände einer Opcrnmuse, welche für diesen Preis die Oper aufgab. AU' diese Schönheiten waren durch die Phantasie der liebenswürdiaen Gräfin noch polenziert morden. All' diese Herrlichkeiten entfalteten sich zunächst sür den glücklichen Besucher an den Tagen goldener Feste. So viel über den Tempel, nun einige Worte über dessen Göttin. Grafin Maulen war, abgesehen von Rang und Geburt, eine Dame erster Größe, die daS starke, wie das schöne Geschlecht um sich zu versammeln nno sich unterlhänig zu machen wußte. Die Honneurs der Hausfrau wußte sie auf die entzückendste Manier zu machen. Jedermann war voll dcs Lobes über dicscs Prototip der Liebenswürdigkeit. Die ganze Welt sprach von ihr. Wie das von irgend einem großen Autor gespro» * Vergl. Nr. 204 d, Vl. chene Wort sich stets bewährt, daß jene Frau die lilsle sei, v2N der niemand weiß und spricht, so erging eS auch unserer Gräfin, die ganze Welt sprach von ihr, sie sprach ober auch Böses. Die Gräfin halle den schönen Lucic», der ihr von der Dichterin Eulalic Epinac voracsttllt war. von dieser und seinem Mentor al, und glücklich an sich gezogen. Sie halte aber zugleich cincn jungen Säuger, der an ter Hofopcr Epoche machte, an sich aerissm, und zwischen diesen beiden Rivalen sollte der festliche Abend, zu dcm wir die Einladung gelesen, cl.'.scheidcn, und wenn nicht beide zu halten möglich, war der com Glücke weniger Begünstigte schon im vorhinein geopfert. Unser geistvolle Merinval, theils durch eigene Spur. mehr abcr nock dnrch die Eifersucht dcs SliflSfräuleinS und surch die Bcsoianis ihrcs Verbündeten geleitet, hatte den ftin gesprnnencn Plan der Gräfin durchblickt und riß das Gnuebe mitten durch. Feuria, wie wir ihn geschildert, brachte er cS zu einer Erklärung, die ihn dort. wo noch ein Znmfel möglich, zur vollen Ueberzeugung gelangen ließ. Als der Glanzpunkt der Soiree durch den lieblichen Gefang dcS Opernsängers auf den höchsten Grad gesteigert war, der Saal ihn mit Acclamationen überschüttete und die Gräfin mit Entzücken ihm cl'.tn.egcliflo,i, um ihrem Danke aus Herzenöfüllc glühende Worte zu leihin; da trat Mermval, in feinem Inncrslcn verletzt, rasch vor und brach die Worte der Gräfin mit dcm Ausrufe ab: Zum Gcacndcmt nchmm Sic die Pcr,son deS Sängers aus meiner Hand. Sprach's und verschwand. Lucien entschloß sich, in die Heimat nach Querly zu seiner Muller rückzulehrcn, um mit der alten wür- 1471 m gleichem Maße auf Rußland wie auf Oesterreich. Ungarn hin, und nicht das geringste Verdienst unseres Kaisers ist cs, Deutschland zum Vereinigungsftunltc der friedlichen und versöhnlichen Vestrcbungen beider Reiche gemacht zu haben. Das „Journal deS Debats" glaubt, daß das Ge« »licht nicht ernsthaft zu nchmcn sei, wonach Fürst GiS-malck Rußland und Oesterreich Stipulations« wegen gegenseitiger Garantierunss aller ihrer Besitzungen vorschlagen wolle, was auch die Ga-rantici-ung drs Elsaß zu Folge haben würde. Das gc-ilannle Journal kann nicht zuaeben, daß der ssaiscr von Rußland aus ^iede zu seinem Onkel so weit hchen tonne, daß cr N.lßland eine solche Garantierungslast auferlegt. Auch Oelterieich, meint dieses Journal, werde eine sulche Velpflichtung nickt auf sich nehmen. Die „Allgemeine Zeilnnq" meldct: „Die Bildung t'nes Mi nisterriums Gasser ln Baiern ist auf so viele und mannigfache Hindernisse gestoßen, daß der betreffende Plan heute als definitiv nescheltcrt und aufgegeben hetrachtet wird. Man glaubt, daß ein neuer Mmistcr-Pläsident in der Person Pfretzschners ernannt wird. Madrider Briefe der „Times" bestätigen, daß über 300 Mitglieder der ministeriellen Partei gewählt worden sind. Die Cortes werden am 15). d. M. zusammentreten und sich wahrscheinlich gegen den 20. consti-tuicrt haben. Das Budgrt wird, bestimmten Angaben zufolge, am 22. vorgelegt werden, und es mcrden täglich zwei Sitzungen stattfinden, um cS ohne Verzug zu diS» uiliertn. Ruiz Gomez, der Finaiizminlslcr, hat, wie vnlautct, bereits mehrele wirksame und pialtischc D)iaß-'egeln zur Deckung des Deficits und Bel-größcrung der Emlünfle vorbereitet, die er dem Congresfe „iwelzüglich vorlegen wild. Die „Mosl. Ztg." vernimmt gerüchtweise, daß die! russische Gesandtschaft in Wien zum Nange lincr Botschaft erhoben werden soll. Aus Rio de Janeiro wird gemeldet, daß die Begehungen zwischen Brasilien und der argen» li nischen RepMit eine befriedigende Regelung gefunden haben. Zu dcn militärischen Prüfungen. DaS Verordnungsblatt brachte vor einigen Tagen eine zweite Auflage der AnWhrungs-Vcstimmmigen zur Besörderungsvorschrift, mit deren sofortigem InslcdcN' treten jene vom 2. März 1871 vollständig außer Kraft treten, und welche auch für die nunmehr in den Eon-crclualstat',ls der Linien-Infanterie übergetretenen Grenz' Officiere giltig ist. Wir resümieren den wesentlichen Inhalt derselben in folgendem: 1. Daß eine Diepeusicrnna. von der theoretischen Prüfung ans eincm der Gegenstände von nun an ab« s°l»t nicht mehr stattfiyden bars; 2. daß eine Wicderholui'g der theoretischen Prüfung seitens eines Aspiranten, welcher die Qualification „entsprechend" nicht erlangt hat, lünstig unzulässig ist. Diejenigen Aspiranten jcbock, welchen l^i den letzten Pliv funden die Wiederholung au« cinzclnei, Gegenständen zu« gestanden wurde, können ausnahmsweise beim nächsten Prüsungstcrmine — jedoch nur dieses m^l — die Prü> sung wiederholen, müssen sie jcdoch aus sämmtlichcn Ge> genständen wiedclholen. Z. Der § 1!), welcher die außerlourliche Vefördc-rung auch ohne Prüfung, auf Grund ganz besonders hervorragender Leistungen zulässig machte, wurde ganz aufgehoben. 4. Wurde genehmigt, daß dic praktischen Prü' fungen - welche gleichfalls nicht wiederholt werden dürfen — in Absicht der gleichmäßigen Beurtheilung vor einer ständigen Commission abzulegen sein werden. 5. Ist zur Erlangung dtS Prädicatts „entsprechend" die Zweidriltel-Majorilät der Commission erfor-derlich. 6. Die Aspiranten werden auf ihren Wunsch vom halben Juni bis zur Ablegung der praktischen Prüfung einer der verschiedenen Waffengattungen zugetheilt, in welcher sie wahrend der Uebungen ein ihrer Charge ent« sprechendes Commando zu führen haben. 7. Der Commission ist es überlassen, die praktische Prüfung auf mehrere Feldübungen zu erstrecken. 8. Die lhcoretiche (schriftliche) Prüfung muß in Gegenwatt des Examinators und eines zweiten Com» missionsgliebes erfolgen. _______ Hagesneuigkeiten. — Se. l. und f. Apostolische Majestät trafen, einer freundlichen Einladung Sr. Majcstät des Kaisers Wilhilm entgegenkommend, am 6. d. in Vcrlin ein. Die „Wiener Abcn'dpost" knüpft an diesen Vericht nachstehende Worte: „Die Böller Oesterreichs begleiten Ee. Majestät mit den heißesten patriotischen Gefühlen und dem einmülhigen Wunsche, es mögen die festlichen Tage in der Hauptstadt des befreundeten Nachbarreiches dem geliebten Monarchen zur Freude werden und Seinen erhabenen, auf das Wohl Seiner Böller gerichteten Absichten entsprechend neue Bürgschaften des Friedens und ter Böllerwohlfahrt begründe». Die gleichzeitige Anwesenheit Sr. Majestät des Kaiser« von Rußland am berliner Hofe lann diese Zuversicht nur ver-ställen und wird von der öffentlichen Meinung Europa's mit Recht als ein Unterpfand des guten Einvernehmens der drei großen Nachbarreiche und der friedlichen Absich ten ihrer Herrscher gclemizeichnet." — (10 0 Bau - Van tact ien) verlor ein wiener Vanlbeamter auf dem Wege aus dem ..Casü Vaucr," vi^-n-vi« vom Sladlparl, bis zum ..Grand Hotel" in Wien. Diese hatten folgende Nummern: 0^.7^1 bis 63.795. 70.166 bis 70.170, 72,361, 72.365. 71.461 bis 72465, 74.516 bis 74,520. 60.111 bis 60.115, 60.366 bis 60.370, 63.931 bis 63.945, 24 676 biS 24.700 und 34.901 biS 34.925. — (Se. Lzc. der hochw. Herr Bischof vonz Königgrätz) Karl Borromäus Hanl v. Kirchlreu erreichte am 4. September sein 90. Lebensjahr. — (Die Spitze des GroßglocknerS) bestiegen am 26. August d. I. nicht weniger als 34 Personen, nämlich 15> Touristen und 19 Fllhrer. — (Aus den Bädern). In Gmunden befanden sich bis zum 31. August 1567, in Ischl 496?, in Naoe-gund 560, in Frohuleiten 244, in Todclbao 607, i» Hofgastcin 1375, in Monosce 655, in Meran 144 Bade» gaste. — (Äeim Notaren tage) in Prag — 20len lüz 22. d. M. — gelangen folgende drei Fragen zur Behandlung: l. Welche Wege sind einzuschlagen, da» mit tx>r Nularenstand sich einen tüchtig gebildeten Nachwuchs ! schaffe? 2. Welche Aenderungen der bestehenden Vorschriften ilber dle staatlichen Gcbllhicn sind wlinschenswerlh, um die Errichtung notarieller Urlimde» leichter und nicht theurer zu machen, als Privaturtunden? 3. Welche Erfahrungen! sind bisher bezUglich der praktischen Anwendung der neuen Grundbuchsordnung gemacht word-n? digen Dann in dcr Zulückgczoa/nheit gemüthlich zu lcbcn. Gute Entschlüsse bringen Glück, und ^ucien halle sich laum iln mütterlichen Hause fcstgcfctzt, so übl,naschlc ihn ' eine bedeutende Erbschaft. Sie tam von einem Onlcl Mütterlicher Scilc, dcsscn Aesitzungcn in dem Dcpartc« went le Lot nächst Quercy lagen. In der üblen Vaunc, in welcher Mcrinu^l sich Iicfmd, konnte ihn nichts oppor-luneres tr. ^./^ ^,'!' "" °" a»dcres Glück zu; man we.ß. Muck und Unglück lommen nie allein. In der Umgegend bcsand pch elne reiche Erbin, juna und schön zum Entzücken, voll Geist nnd Tn^nd/li?benswü^i w,e selten c,ne. Auch sie war von Quercy. auch sie war M't ihrcm bisherigen Geschick nicht zufrieden m,d cnt. 'chloß sich gern, an einen Mann in Quercy die Hand z" vclgebcn, dcr längere Zcit in Paris gelebt. Sie hatte n.le daran gedacht, außer ihren Kleidern und Hüten auch emen Ehegatten aus Paris zu beziehen, und siehe da. durch Lucien waltctele offenbar die Bestimmung für sie! Die Trauung halte in aller Stille stattgefunden, "^ Vucien ^r ^, ^^^^ ^„cr Rente von 15.000 ^lvrcs, was in einer Provinz, wo mehr Kastanien als loln?t^^" "'^' einem Großmogul'Schatzt gleich M°n,?^ ^^ ^ir unseren jungen Freund ein kritischer '""'t und eine Art Probestcin. Mit 15.000 Livrc Ncnte hat man le Vot in feiner Hand. mann lann allcS erdenklich! dW?h>-en und erwartcn: politische Ehren, d^pa:lemcnlale Ansttllliugcn. GcmtinoclalhS.gulicliolicl,; man tan!, sich ülxrall dielili^) und nütz'i^ machen, mit einem Wort in allen Sätteln reiten. Vucien bestand die Probe si'greich. Er folgte lcincm politischen Nufe und wurde — nichts. Da spreche man von Ehrgeiz! hatt ich ir>e mich. Er übelnahm cinc Sendung, cr wulde zur allgttucmcn Bcfliedigung VürgrlMeister scincS Dor» fcs. Oeiln Vulgcrmclstcr sängt man an und beim Mi» nistcr hört man auf. Ich füge gleich b.i, daß ^ucicn nicht das Ehrcntrcuz (I^ cruix d'^oniKüii) beanspiuchte. Dahin Hit cs dcr eillsiige Günstling dcr Gräfin Mau» lüon gcbracht. Ist cr genug hcrad^sticgcn? Ma.» muß schr bcschcidcn scin, um mit fo Wenigen sich zusricdcn zu gcbm. Was wollen wir? i?ucicn halte eine Epoche großen GlückcS bci dcr Damcnwelt und er begnüge sich mit der Erinnerung, den Wunsch wohl nicht unlerd'.ückcnd, die Gräfin für ihre Malice gestraft zu schcn. Sie halte ihn zermalmt wie Olas, zerbrochen, aus ihrem Herzen hinausgeworfen, mit Scham und sleigcr überfüllt. Genug der freundlichen Erinnerungen. — Hätte sie für diese auffallende Grausamlcit, für diesen klaffenden Verrath nicht Vlhüdnng verdient? ich wollle bejahen lönnen. dcch muß ich meiner Erzählung dcn Charaller cer Wahihcit wah'.cn. Bon allcm dem t:af die Gräfii, nichts, das Geschick rächte sich nicht, dcr Blitz cntlnd sich nicht obcr ihtcn Häupten und sie fuhr sort, ncbcn drm Rufe dcr ^iebenSwüldlglcit jeucn dcr Uebung unschuldiger Spicle zu bewahren, in welchen die junge Männerwelt die Hauplrclle spilllc. Z (Schluß folgt.) Locales. Zur Talzfrasse. (Schluß.) Wenn es einerseits eine gerechte Indignation der Ve« völlerung hervorruft, daß man taufende von Centnern bereits fertigen Salzes wieder in daS Meer oder in die Flüsse zurückwich, so lann es andererseits den österreichi« schen Patriotismus wohl nicht begeistern, wcnn die Staatsverwaltung an da« Aueland: an Baiern, an Rußland und die Tllrlei den Neichthum seiner Provinzen, dcn Gölte«, fegen seines Vodens um den Preis der Gestehungskosten hintcmgibt, die eigenen Kinder aber an dem von der Natur so'reich besetzten Tische hungern läßt oder sie sogar zwingt, daß sie aus dem billigeren Viehsalze, so lanze es bestand, sich das Speisesalz präparierten. Im Jahre 186« hat der NeichSralh. einsehend die berechtigten Nuse nach wohlfeilem Salz, einen Anlauf genommen, den Preis desselben herabzusetzen, dabei aber hat er das Viehsalz aus dem Bezüge gestrichen, weil die Majorität desselben leider die gewichtigen einzelnen Stimmen nach Aufhebung deS Salzmonopols überhört und daS Ganze wieder bei einer halben Maßregel gelassen hat. In demselben ReichSrathe ist auf die Erfahrung hin» gewiesen worden, daß der Staat Überall, ob er als Oelo-nom oder Gewerbsmann auftritt, der theuerste Producent ist, die schlechtesten Reinerträge erzielt, uno daß die Erzeu-gunIslosten des Kochfalzes in Oesterreich liber 88"/„ ausmachen, daß aber der Staat und die Bevölkerung desselben sich wohl befinden würden, wenn er die Salzbereitung und dcn Salzverlauf der Privalindustrie überlassen würde. Blickt Oesterreich auf andere Staaten, so sollten diese schon Grund genug scin, da« Salzmotwpol aufzuheben; ist doch nunmehr Oesterreich dcr einzige Culturstaat, in welchem die mittelalterliche Einrichtung des Salzmonopols noch besteht, auch Rußland nicht ausgenommen. Bald wird ein halbes Jahrhundert sein, seitdem England das Talzmonopol ausgehoben hat und der freie Engländer das Salz je nach der Feinheit dcr Ware von 84 lr. bis auf :l'/, fi. ö. W. den Zentner bezieht. — Nach einigen Jahren hat, als Nngland im Jahre 1625 dc>S Salz freigab, sich der Consum verdreifacht. Auch in Franlreich besteht lein Salz» monopol, und wird daselbst blos eine Verbrauchssteuer vom Talzc eingehoben. Ebenso haben Preußen, der norddeutsche Vund, der Zollverein schon lange das Salzmonopol aufgehoben, und wird nnr für Spcisrsalz euie Consumsteuer erhoben, während alles andere Salz und überhaupt der ganze Handel mit Salz srei geworden ist. Würden die Salzbereitung und der Salzhandel freigegeben werden, würde man auch nicht nöthig haben, Preise aufzuschreiben auf Mischungen, welche das nalUrliche Salz fälschen und jene Producte erzeugen, welche man Vieh-, Industrie, und Dungsalz nennt; durch die Nulbebuna. des Monopols wlil-de der Preis deS Kochsalzes gewch aus die Hiilslc herclbgcdlllckt werden und per Zentner sich vielleicht höchstens auf 4 fl. stellen, der Preis des uincmtll 3alzes, d. i. des Biel>, Industrie« und Dungsalz-S, aber sicher nicht mehr als I fl. betragen. Durch diese Preisherabsetzung aber würde der Aer-^rauch der Ealzcs enorm gehoben und den vollswirlhschast« lichen Interessen volle Rechnung getragen werden. Tamil abcr die ohnehin nicht glänzenden Finanzen Oesterreichs leiüen Schaden leide.', würde die in allen Staaten, wo lein Salzmonopol besteht, bestehende Consum» oder Verbrauchstcuer ein verläßliches Corrcctiv abgeben. So würde dem Fiscus des Staates und der Vevöl« lerung geholfen werden. I« Erwägun,; aller dieser Umstände erlaubt sich demnach die gchlllsamst gefertigte Handels» und Gewerbelammer in Vcfolguug deS eingangs erwähnten h. Erlasses den dringendsten Wunsch nach Aufhebung des Ealzmonopols und Freigebung des Vellaufes und dcS Handels mit Salz auszusorcchcn; damit aber die Finanzen des Staates nicht geschädigt we»den, die Einsühru'.ig einer den Qualitäten des Salzes cnlsplechrnocu Bclbiauchssteuer n, Anlrag zu bringen. — (Der Herc l. l. pandeSpräsioenl Äle» xander Graf ÄuerSperg) hat heute eine Inspektionsreise angetreten. — (Auszeichnung einheimischer Fabrikate.) Die in den ElabilissenentS des Herrn Albert Saniassa angcfeNlgtc und beim sleirischen Feuerwehr« tage in Gra; zur Ausstellung gebrachte ZcuelwehrAbprotz» sprtzc erhielt den zweiten Preis. Wir weiden unsere Anempfehlung in jeder Beziehung gerlchlfcrtigt finden, wenn wir die Feuerwehren und Gemeinden auf die auSgezeichne-ten und dabei billigen Feuerspritzen der einhcinnschsn Firma Ä. Samassa auzmetlsam machen. ' — (Die Lotterie der philharmonischen Gesellschaft) findet fortwährend in den wüsten Srcl-sen lebhafte Theilnahme, ^uestens haben auch emc Reche von Verlegern, so die H.rrcn Mcndorfer, Nraumüller, Haslinaer in Wien, M?'seburger m Wpz,g, scholl m Mainz u. a sehr wer-h^llc lilcrarlsche und musilalische Welle als Gewinste gesp-ndet. Wir erlauben uns hiebci die Damcn und Herren des ^llcrieCom,!^ s wiederholt zu erinnern, die Llnsammlimg der Gcwuu.ste in ihren Kreisen ehestens zu beenden, namentlich aber die bereits in ihren Händen befindlichen Gegenstände ungesäumt cm daS Gcminnst' comilo gelangen zu lassen, damit letzteres seine Arbeiten ' ohne allzugroße Ueberstürzung und so bald als möglich be- 1472 enden tann. — Die Bibliothek der philharmonischen Gesellschaft hat in diesen Tagen ebenfalls eine äußerst werth, volle Bereicherung erfahren, indem Herr Heinrich Slodler derselben mit der vollständigen Schumann'schen Manfred-Mufil ein großmüthige« Geschenk gemacht hat. — (Der Casino garten) ist und bleibt der Centralsammelpunlt der Musilfreunde und eleganten Welt. Wir wundern uns nicht mehr. an Militär.Concert-Abenden 700 bi« 800 Personen in den gastlichen Räumen der Ca-sino'Nestauralion vor un« zu sehen. Das vorgestrige Con« cert, welches von beiden Militärkapellen Huhn und Härtung in voller Orchesterbesetzung zur Ausführung kam. zog gleich einem Magnet mehr als 1100 Gäste in Ehrfelds Localitäten. Die Conversation und Promenade der Plätze suchenden Gäste, die Acnon der klirrenden Gläser und Speise« teller war eine so lebhafte, daß die fein schattierte Streichmusik nicht völlig zur Geltung kam. Von den zur Ausführung gelangten Programmnummern betonen wir die vortrefflich exccutiecte Ouvertüre zu „Raimond" von Thomas, die Phantasie über Motive aus Meyerbeer« .Hugenotten", und das Potpourri „ die vier Jahreszeiten" von Schanlel. Den größten Beifall erhielt der Flllgelhornist Herr Toinlo des l. l. 47. Inf.-Reg. Härtung sUr seinen bezaubernd schönen Vortrag der Kavatine au« dem .Barbier von Seoilla" und der Arie aus „Ione" von Petrella. — (Für den Schulpfennig) gelangt als Neinertrag des gestern von Herrn Ehrfeld im Casino-garlen arrangierten Militär-Concertes nach Abzug der Auslagen ein Betrag von 26 si. zur Abfuhr. Anwesend waren nahezu 650 Gäste. Die Kapelle k. l. 79. Inf.'Regiment« Graf Huyn brachte zehn recht freundliche Programmnummern zur Ausführung, von welchen der „Egyptische Marsch" besonders lauten Verfall errang. — (Die hiesige Feuerwehr) bctheiligte sich durch 22 Feuerwehrmänner an der Feier der Fahnenweihe für die Feuerwehr in Agram. — (Praktische Telegraphenverbindung.) Wir haben vor einigen Tagen die sehr zweckmäßige Herstellung einer telegraphischen Verbindung zwischen dem Feuerwächter am' Kastellberge und der Feuerwehrwachstube im Magistratsgebäude gemeldet. Diese Telegraphenverbindung wurde bereits der Probe unterzogen und bewährt sich dem Vernehmen nach vollkommen. Herr Eduard Tausch er hat einen telegraphischen Apparat nicht nur im Depot der hiesigen Feuerwehr, sondern bereits ähnliche im Banlhause 1. Mayer und in den Casino>Restauralionslocalitäten aufgestellt. Wir finden derlei Apparate bereits in allen Hotels der Großstädte zur Bequemlichkeit des Publicums und der Bedienstelen aufgestellt und wir tragen nur den be» rechtigten NnsprUchen der Neuzeit volle Rechnung, wenn wir die Aufmerksamkeit der Hoteliers auf die vom Herrn E. Tauschcr aufgestellten Telegraphenleitungen lenken. — (Eine Persammlung der Kleider« macher) fand gestern hier statt. Auf der Tagesordnung stand: 1. Besprechung über gewerbliche Angelegenheiten. 2. Besprechung und Beschlußfassung Über die Grlindung eines Fachoercineö, verbunden mit einer Reise- und Kranlenunter« stlltzungskasse. 3. Wahl des Grllndungscomil6's und allfällige Antrage. — (Das Comitu des hiesigen Lehrer« vereinS) wirbt dem Vernehmen nach in allen Theilen des Landes Mitglieder; Laibach soll in der Folge der Sammelpunkt sämmtlicher Lehrer KrainS werden. — (Herr Karl Glaser) hat, wie der „Slov. Narod" meldet, auf seine Stelle als Professor am Real» gymnasium zu Rudolfswerlh resigniert und geht mit Anfang des neuen Schuljahres in gleicher Eigenschaft nach Peltau. — (Der PreKiren-Feier) werden der Verein „Eolol" mit dem Eängerchor der Citalnica aus Laibach, die übrigen Eololvereine aus Inner» und Oberlrain und, wie die „Slidslav. Corr." meldet, auch kroatische Vereine beiwohnen. — (TUrlenlose.) Am 11. und 12. findet an 24 Zeichenstellen die Subscription auf die neuen Türken- lose statt. Während man mittelst Natenbriefen nur durch langjährig fortgesetzte unzählige Ratenzahlungen in den Be» sitz eines nur vier bis fünf Percent abwerfenden Effectes gelangt, treten wir bei Subscription auf die neuen Türkenlose schon nach den Einzahlungen von nur sechs Raten und längstens bis Ende September 1874 in den vollständigen Besitz eines nahezu sieben Percent abwerfenden Papieres, das uns fogleich nach der Rateneinzahlung einen Haupt» treffer von vier- bis fechsmalhunderttaufend Francs in Aussicht stellt. Die bei dieser Immission gewährten Vortheile machen es auch der minderbemittelten Be» Mlerung möglich, sich bei der Subscription auf dle neuen Türkenlose recht lebhaft zu belheiligeu. Zur Bequemlichkeit des hiesigen Publicums besorgt am 11. und 12. d. M. Hesenfreie Subscription laut Prospect die hiesige Filiale d«r steiermärlischenEScomplebanl. — (Ein Schadenfeuer) brach am 28. v. M. aus einer bisher unbekannten Ursache auf dem Dresch« boden des Keuschenbesitzers Paul Schorl in Knapou, Be» zirk Krainburg, auS, wodurch die sämmtlichen Wohn- und WirlhschaflSgebäude sammt den darin befindlichen Getreide- und Futtervorräthen des genannten Keuschlers ein Raub der Flammen wurden. Der Schaden ist, wie wir wir bereit« stereotyp zu melden bemüssigt sind, nicht versichert. — (NuS dem Amtsblatte). 1. EoncurSaus-fchreibung, betreffend die Befehung einer N >H4 Musikern ausgeführt, ist bci prachtvoller Beleuchtung deS Lustgartens und der Straßen glänzend ausgefallen. Die Monarchen wohnten dem selben von den Schloßfenstern aus an. Berlin, 8 September. Der österreichische Kaiser äußerte sich im höchsten Grade befriedigt über den ihm bereiteten herzlichen Ompfang Der Verkehr zwischen den drei Kaisern trägt völlig den (Charakter naher verwandtschaftlicher Vertraulichkeit. Früh wohnte der österreichische Kaiser einer stillen Messe in der Hedwigskirche bei, an deren Portal er von der Geistlichkeit empfangen wurde. MittagS « Uhr gemeinschaftliche Fahrt aller Majestäten nach dem zoologischen Garten; ein zahlreiches Publicum begrüßte die Monarchen enthusiastisch. Nach einstündigem Aufenthalte daselbst fuhren die Majestäten und die übrigen Fürstlichkeiten nach Potsdam. Haag, H. September. Der Kongreß der Internationale wnrde geschlossen, nachdem Verlegung des GeneralrathSsitzeS nach New» Aork und die Abhaltung des nächsten Congresses in der Schweiz beschlossen worden. ! Madrid, 8. September. Bei den Se-natSwahlen siegte die Regierungspartei. . Telegraphischer N5echselcurS vom 7. September. ' Papier-Rente 66.4C. ^ Silber-Rente 7l.45. - l86')er l "3 taat^Tlillehen 105.50. - Vanl-Nctiei, 859. — Tcedit.Ncneil , 342.60. — London 100 — Il's>.r 107,65. - K t Vtiln,.D:l-, caten 5.24. — Nllvoleousd'or 8.70 Kandel und Woltiswirthschaslliches. , WochenausweiS der National!»«,,?. (Nach 5 K , der Statuten und auf Grund dor Gosche vcm> 5». Mai und 25)lt» ' August 1866.) Perciudrruugeu jeit dm» Wuchcnauiüurise von, 3l. August 1872 : Oantuoteu - llmla uf 3l3,534.6",> ft. ' — Hieuon ab: Am Schlüsse dcs MouatcS bar z» begleichend!: Forderung der Vant aus der commissiouswcism Besorgung des Hupothelar - NuwcisungengeschäfteS <5 62 der HtatU' teu) 48.2^7 sl. 6^'/, lr, Verbleibe» 3l3.4tt6.4,.2 sl, 3/',, lc. -' Vedccknng: Mctallschalz 125>.955.708 fl. 60 l>. In Mclall > zahlbare Wechsel 2V>22.512 ft- <><: lr.. StaatSüole». wclche d^ i Vanl gehüre». l.346.230 fl. EOcomute 144,262,?5>8 fl. 83 tr. , Darlehen 2 >,405,900 fl. Eingelüelc üouponil von Onindcnllasliüiss«' Obligalioneu 86.618 fl. 40 tr., 6.275,900 fl. — eingelöste und l bürsemUfi'ss angekaufte Pfandbriefe -» 06', Percent 4.ld3.'.U3 ft, ' 33 lr, Zusammen 326,763.6«! fl. 68 lr. Vaibach, 7. September. Auf dem heuligcu Marlle sind er« ' schienen: 15 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Stroh ' (Heu 65 Ztr.. Stroh 25 Ztr.), 30 Wagen und 2 Schiffe (l2 t Klafter) mit Holz. . ___________ Durchschnitts-Preise._____ ^ ^ Mll..,Vl,z.. Ufl^Vll""' st. lr.,st. ll. ft. ll. ss. ' . Wche« pr. Meh,n 6 —> 6 97 Vulter pr. Pfund 42 — - Korn « 3 80,4 22 Eier pl, Gtu^l —2z — Cerfte „ 2 90 3 22 Mllch pr. Maß - 10 - Hafer « 1 70 it 16 Ninbfteisch pr Pfd, - zi4------ Halbfrucht „ -------^ 5 - Kalbfleisch „ 2!»------ Heiden « -------4 32 Schweiurflcisch,. 27____ ^ Hirse „ 3 —^ 4 20 Schiipseuflesicl, ,. <-15------ . Kutnriitz « ------4 -- Hilhudel pr. Olllck — 45____ Erdilpsel „ 2 —' - - Taub'il „ I5>____ ' linsen „ 8—!-.— He» s., «lcutner 130'___ Erbsen „ 6 »I— Stroh „ _ 95^___ , Fisolen ,. 550,------- Ho'z,liart.,pr Klfl.------ 6 40 sllndsschmlllz Psd - 53------ - weiche«, il2^' — 4 gu Schweineschmalz „ — <ß — ^. Wei,,, rolh., Einier .. 14.- Speck, frisch, « ^. :^^- _ - weitz« ^ __ .. ,, . — gcrlluchelt ^ —42.— — ^ , Angekommene Fremde. Am 7. September. Lle>s»n». Vaiit, Köüicisberq. — U. Malschall Wien -Zupan. !l.epp. - Mandic. ssclblirche». - Hau, Kaufmann. (s>o!j.Ka!llscha. — R, v. Schubert. Klageufurt. -- Mold mil Fam., Riva. — Maria Hchlrsingcr. Wir». Fr «lossulla, Pr>' uaie, Zara, - Flau (5ristan. Trieft - F.i. Sxech „ud H°! HMzcr. l. l. Mililcir^Iulendaiu. Gra; »«!»»H< HH'««>»,. Brauchbar, Schwarz, Hübscher und Schreiev. Kanfleute, Wieu. - Wiener. Kanfm.. Pwss. - Fader, ssaiifm , Aieslau. - Kandut, Kaufn,.. Trieft. - Frau Vüsilig-Vurn. »»»«> «unn,»n. Wagner. Uligarn. - Stenovic, Sagor. — Kriz lütt Fran nud Mllrlii.', Valluilterliehmer, kin». - - 'Vnsch, Lehrer. Marburg. NnlnlMr«»^ »»»s. Tegala. Veamle, Trieft. FZ»»»,««,,,. Grabiier. Vcamte, Gurlfeld. - Zupaucic, Na»,', Z ''!^ N « N W ___^I^^ / «^ !«^? 6U. Mg. 736.?^ -l.l4.« , windstill Nebel' 7. 2 „ N. 735.5, i 25.» SW. mllßig heiter ! 0.,« .. ^" Ab^ 735«, -l-I8.« iSW.schwachl heiter , ! 6 ll Mg. 734 si -s-l2 , wi'ldstill Nebel 8.! 2 „ N. 733.»s ^26.. SW. lchw. heiter (j.,, 110,. Ab. 73!,« «17., SW. schiu. heiter Deu 7. Morgcnnebel. tagilber »rindig, heiler, fthr heiß. ^ Wcllerlcuchlen iu Nord. Den 8. Morgennebel, heiterer lmfier Tag. schwach bewegte i'nft. i,'cbhaftc« Wlltcrleucht'u iu Nold. Da« TageSmltlel der Wärme an dicseu beide» Tagen » l!>'"" '^ ^^'! beziehungsweise um 4 2' und 3 2' llber dem Normnle. ttsi<'„!w<,rll,cver «ieoarilur: Iqna, v. Hl I e i u m a Y r. ?: in Noten vrrzinsl.Mai-Noüembei 66 25 66.35 „ Februar-August 6625 66.35 Silber „ Iclnnlr-Iuli , 7130 71.40 " ^ Npril-Octuber . 7, 30 71.40 e3slv"I. 1«39......348.50 348.50 . / 1854 (4 "/,) ,n 250 fl. 94Ü0 95- I860 zu 500 fl. . . 105.20 105.40 I I 1860 zu 100 si. . . 126.- 126,50 " 1864 zu 100 fi. . .146 25 146 50 Sta°t«-Domiin«n-Pfandbrlese zu 120 fl .r-0efterreich . . . 5 . 93.50 94^- «iebtnburaeu . . . ^L^ 7975 8028 «ttitrm«, ... „ 5 . 9150 92 50 Ungarn .... „ 5 ,. H2.— V2.75 «^. Andere öffentliche Nnlehen D°nllurczuUlung«l°se ,u 5 pCt. 97 50 9«.— U, g. Eifcubahnllnlthlu »u 120 fl. «. W. Silber b'/, pr. Slucl 106 — 10« 50 Una Prlimienanlehtu zu 100 fi. «.«.l7bst.«inlahl.)pr.«H« 107.- 107 35 Niener Lommunalanlehen, rllck- Veld Voare zahlli« 5p«t. für 100 fl. . . 8470 8490 «. Actieu vo» Ba»r<»siltut<^. Geld w<,»re ^ Nnglo-üfterr. Vanl . . . , .326 50 327—, Vanloerein.......365.— 366,— V°den-«redit»nstalt .... 279.— 281-«lreditauftalt f Handel u. Tew. . 347. - 249,— «lrebitanstalt. allgcm. uugar. . . 149.50 150 — Depositenbank......l14.- 114.50 EScomple-Gtselllchaft, n, ». . 1045,— —.— ssranco-üft'rr. Van! . . . .133 50 134.-- HllndclSbanl.......258 — 25?j.ü0 Nationalbanl...... 886.-887.- Unioubaul.......275.- 275 25 «ereinsbllnl...... 175-- 175 50 Verlehrsbaul.......218.- 219.— lü. Actlen Von Ir»»nspl,rfunlerneh' mungen. Telo Vaare «lfilld-Finmaner Vahn . . 180.75 18!.— Vöhm. Westbahn........— —- «ill»nd«-3t«rdbahn . . . 2090—2095.-Fül,fluchtN«V2res»r.Va;u . -.- -.- ! <«elt> ^ Fron^Illscrliz-^üön . . 228—228 50 Lembliss-L,s^.-Iassher.Vl,h2 . 163— 163 50 Ll°yb. ilflerr......., 53?.— 538 - Oefterr. Nordwestbahn . . . 217— 217 50 Nudolfs-Vahn......177 50 178.- Siebenbllraer Vahn .... 1825,0 18350 StaatSbllhn...... 33650 337, - Slldbllhn........214 40 214 60 Sild.nordb. Verbind, »ahn . . 180.— 181 - Theiß-Nahn.......262 — 262 50 Ungarische Nordostbahn . . . 166 25 166 75 Ungarische Ostbah« .... 135... 135,25 Tramumy........338.50 339. - M>. Pfandbrief« (für 100 fl ) illlg. ilst, VobcN-Hrebit-Anftlll! Gelb Waare vcrlosbar zn 5 pTt. iu Silber 104 — 104 25 '»ta.in33I.rllckz.zu5p0 zrauz'Iofephs.Vqhn . . . .10075 101.-H.tarl.Lndw.V.i.S.vtrz.l.«». 102— 102 50 vtsterr. ««i»estb«hu... 99.75 100. - Gel>> Waart Ziebenb. Vah» in Gilder „er,. . 9170 9l !>0 slliateb. G. 3"/. 5 500 Fr ..I Em.__________' ß"db.G. 2«/. i 5/X) Frc, pr. Slilck ! l2 50 l 13. ^ Vlldü.-T.i. 200 fl.z. 5«.. sl!r 100fl. 95 50 96.-°-!'.dl>. Von« 6°/. (1870 74) ^ 500 Frcs pr. StUck .____- - ling. 0sti»ahu fllr 100 fl. . . W.I.'i '0 50 lll. Vrlvatlos? sp-r Gwc!). lrebitanftalt f. Handel u. Gew. ld ??<,«'» zu 100 ft, il, W......1895.0 19" 50 Nuoolf-Gtiftuug zu 10 fl. . . 15.25 15.75 Wechsel (3 Man) Geld Wo°r» ilugsburg fur 100 fl slldb. W. 91 90 92.^-FranlfurtaM. 100 fl. detto 92 20 ^2 30 Hamburg, fllr 1W Mark Vauco ?0 .^5. ^0 40 l?oud°n, fli? 10 Psulld Slerliug 108.95 109 "2 vari^, Mr 100 Franc« . . . ^ >«0 4240 «ours »e» »l,»t„ O<-l>, 5Paac- ». MNnz-Ducalet. . 5 fl. 24 k. 5 fl. 25» ll. Ilaftoleollab'ar . . 8 ^ 71 « 8 ^ <1j ^ Prcuß. Tasstuschrwe 1, .. 63 ^ 1 . <'6l » silb<>r . . 107 < 65 ^ 107 „ 85 » «rainische «rnudenUasturlge. 0l,li»»tl«nen, Prl« »etllottruu«: f«li.7b ««ld 86 Äe«t.