M. 168. Nmncrstag, 25. Juli 1901. 126. Jahrgang. Mb acher Zeitung Prnnumelationsvreis: Mit Postucrl end« ng: ganzjähii« »n X, t,c>!bjn!,ri!, 15 X. Im ttoittor: gnnzjcihrlg « ^. Wibiähria l! li. Für die ZustcMing i»e Haus ylliizjäh^c, L li. ^ Insrrtiondgcbnhr: ss»r llcmr Inscrat,- bis zu 4 Zeilen 50 k, größere per Zeile 12 li; Ii,'i üslcre» Wicdcrhollinncn per Znle « d. Tic »Lnibachrr Zeitmi,!» erjchri'it iWich, mit slüsnahmc der 2u»n- und F^rlagc. Die Admlnlftratlon desindel sich 5tu»grer,PlaV '^r, li, die Nebultion Talmalingasse Nr. 10. Lprcchstuiibcil der iNcdaltiun uo» l! bis l« Ul>r voi» mittn^s, Unfrcililieric Aricfc werde» nicht angcnomuie», Maiaislripte nicht zurnctnestcll<. Amtlicher Geil. Dn:23. Juli 190? wurde in der t. t. Hof- und Staats^ bruckerei^as 1.XXV. Stück des Reichsges^blattes in deutsche Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Mung» uom5,3. Juli 190? (Nr. .1U7) wurde die Weiterverbreitn^ folgender Preß-erzeugnisse Verboten: Flugblatt ohne Angabc des Druckers oder Dru^ortes betitelt «1.a ?aroll», de^Ii ^uai-elii«!». Nr. 604 «0inniw8» vom 1«. Juli 190,7. Nr. 17 ^NiUico 8vcida^» vom 17. Juli 1907. Nichtamtlicher Heil. Der neue Syllabus. Nach Mirnl der „Pol. Korr." alls Noni zll-gehenden Ber-chte niüerliegt es keineni Zweifel, daß die Verö'ifentlichnng des nenen Syllabus durch das Aufseheii, welches d'e geheiine, inter-ualiunale katholische Liga erregte, beschlennigt worden jst. Muen Beweis hiefür bildet der Um stand, daß an die Spitze der li5> Artikel des Syllabus die dm Izider betreffeiiden Tatze gestellt wurden. Diese Einzelheit loird von den Anhängern der nioderneii kirchlichen Nichllmg in Italien her vorgehoben, die ihre Verwunderung darüber andern, daß solche Tatze den Vorrang vor jenen erhielten, die unmittelbar deu (Alanden lind die Grundlageil der katholischen Kirche betreffen. Man zieht daraus den Schluß, daß es deiu Valitan in erner Linie darum zu tun sei, der modernen Be^ wegung unter del, Katholiken Einhalt zu tuu. Iil vatikanische,: Kreisen wird darauf hingewiesen, daß die A'ehrzahl der i,n lleuen Syllabus verdamin-ten Irrtümer bereits in früheren feiten verurteilt wurde^ Der Syllabus, der sich hauptsächlich gegen lne Schriften dcr ausländischen Modernisten <^chnle Vyrell und Loisy» richw, lasse, wie man ferner wtont, die Tür für jede stillschweigende llnterwcrü'ng offen, welche die Eigenliebe der Autoren uicht verletzt. Ta das Tchriflstiick keinen :>lame!l nennt, ist niemand zn einer offiziellen Unterwerfung,.verhalten. Für die ^utnnft wissen aber die ^iathoMen, die sich nunmehr in Kenntnis der Tache befinden, daß sie sich dnrch ein Beharren auf deu bezeichneten Irrtümeril Disziplinarstrafen zu-ziehcil würden. C's ist notwendig — so äußerte sich ein Kardinal, welcher der Kommission angehörte, die den Tyllabus abgefaßt hat — daß von den Teilnehmern l'n der modernen Vewegnng diejenigen freiwillig oder gewallfam von der Kirche getrennt werden, welche aus derselben nicht ausscheiden wollen, nm sie nin so sicherer verderben zu können. Tas Feld der historischen Kritik ist weit genug, ohlv daß e5 notwendig wäre, die Grundlagen der Religion anzutasten. Äußerungen des Fürsten Bülow. Tas „Nene Wiener Tagblatt" führt in einer Besprechung de^ Berichtes über eine Nuterredung des Fürsteu Bnlow mit deni .Korrespondenten des Parisrr „Figaro", Herr», Inles Huret, ans, die Betrachtungen, die Fürst Bülow anstellte, seien, wenn auch in einem Privatgespräche gefallen, doch an die ganze politische Welt adressiert. Fürst Bülow sei, wao man einen praktischen Kopf nennt. (5r gebe sich keinen Illusionen hin. Er rechnet. Er erkennt, daß jeder Tag einein ^taatomann ein vollgerüttelt Maß von 'Arbeit gibt. Wenn Fürst Vülow von dem Beginn einer Detente zwischen Frankreich lind Deutschland spricht, dann ist dies ein, gesvro^ chenes diplomatisches Aktenstück. Die „Österreichische Volkszeituug" sagt: Detente-Entente, in diesem Wortspiel ist die gegen-wärtige Lage knrz nnd treffend gekennzeichnet. Trotz des marokkanischeil Streitfalles haben sich die Beziehungen zwischen Berlin und Paris zweifellos gebessert. Fürst Vülow halte es für möglich, daß sich ans der Detente, der Entspannnng, die zwischen Deutschland lind Frankreich Platz gegriffen hat, eine Elitente, zunächst in wirtschaftlichen Fragen, heransbildet. Seine Äußerungen können ibren guten Eindrnck ill Paris nicht verfehlen. Das „Neue Wiener Journal" meint, wenn Fürst Bülow auch das Wort Annähernng nicht ansgesprochen habe, so dürfe man doch, ohne seinen Worten Gewalt anzutun, von einer beginnenden Annäherung zwischeu Frankreich und Deutschland sprechen. Es gebe Verhältnisse, unter denen eine zngestandene Möglichkeit den Eharakter dcr Wahrscheinlichkeit gewinnt. Man werde in England die Bemerkungen des Fürsten Vülow über die Möglichkeit einer Verständigling zunächst anf wirtschaftlichem Gebiete nicht gerade gern vernehmen, aber es scheint, daß man in Frankreich mitunter die englische Freundschaft «licht für fo uneigennützig hält, um nicht eventuell mit Hilfe Deutschlands die britische koloniale Umschnürnng ein wenig lockern zn wollen. Korea. Eine der „Pol. Korr." von kompetenter japanischer Seite zugehende Mitteilung? betont, daß die ans l^önl verbreiteten Nachrichten über die ))>'i!hestö'rnngen, die anläßlich der Abdankung des Kaisers von Korea vorkamen, über den Rahmen des tatsächlich Geschehenen weit Hinansgehen. Daß das erwähnte Ereignis in manchen koreanischen Kreisen eine Bewegung hervorrufeil lind daß un-znfrieoene Elemente die Gelegeilheit zu erhöhter Tätigkeit ausnützen werden, war vorauszusehen. Diese Agitation vermochte jedoch keineswegs Unruhen voll folchem Umfange herbeizuführen, daß die ^age im ^ande der Gefahr schwerer Erschütterungen ausgesetzt wäre. Die ill den gedachten Feuilleton. Kuriert. . Von Anhuste Kroner. (Schluß.) Es hatte einen nnerwarteten Erfolg. Es er-"gte lhren ganzen schmerzlichen Zorn. „Glücklich loll lch werden? Glücklich V O, Doktor! Ich liebe oas Gewöhnliche nicht!" brach sie los. „Aber —." ^das ne noch hatte sagen wollen, erfuhr Pirkcr nicht — sie mochte fühlen, daß sie zn Viet sagen """' schweigen müsse. Ihr Feingefühl riet ihr zu letzterem. Sie ging, rascher als sie nnd er gewollt. „<-o ist's denn zu Ende damii nnd sie geht ungeheilt," murmelte der Doktor, der noch lange nach der Stelle starrte, an der er sie zuletzt ge-lchell.; da fiel sein Blick auf das Kuvert, und das Mli^te eine Idee in ihm erweckt haben, eine un "»genehme Idee, wie der Ausdruck seiues Gesichtes beniet. Nachdem Pirker mehrmals rasch das Zim-nu'r durchwandert hatte, trat er an den Tisch und Mnete das Kuvert. Eine Karte voll Lnisens Mntter und eine große Banknote fielen ihm entgegen. Er lächelte trüb. „Sie ist generös, die alike Fran, .necht! Ich uehme es als Vorausbezahlnng. Ich wlll dich gründlich heileil, du liebes, süßes Ding, "" du das Gewöhnliche so sehr hassest." Doktor Pirker klingelte. Sein Diener, ein Urave^ jedoch schwerfälliger Bursche, trat eiu. „Setze dich Hieher." „Ich — znm Schreibtisch?" „Setze dich, sag' ich, nnd schreibe, was ich dir "'klieren werde." Josef schüttelte den blonden Kopf, tat jedoch "hue weiteren Widerstand, was sein Herr befohlen. „So und jetzt linterschreibe, aber ^ meinen Hainen," sagte ein wenig zögernd, ein wenig un Ucher der Doktor. Josef schaute verwnndert anf. „Esel! Schreibe!" schrie Pirker — da schrieb Josef auch noch den A'amen seines Herrn hinzn. „So — nnd diesen Brief bringst dn sofort in die Villa Maria nnd übergibst ihu dein Fränlein, hörst dn — nur dem Fränlein — und — wartest anf Antwort. Und jetzt — geh' schnell!" Josef ging. Als er wiederkam, legte er ein winziges, dünnes Kuvert in die Hand seines Herrn. Diese Hand zitterte, sie öffnete das Kuvert nicht, doch tasteten ihre Finger nach dessen Inhalt. Es einhielt nichts als eine Münze. Pirker wnßte, daß es ein Zwanzigt'ronenstück sei, welches Lnise ihm ohne ein einziges begleitendes Wort gesandt hatte. Er legte das Kuvert rasch — als brenne es ihu, nnf den Tisch, dann nahm er seine Wanderung dnrch das Zimmer wieder auf. „Sie ist knriert. Ich wnßte es ja. Ihre Trän-merei konnte das nicht überstehen", sagte er, bitter lächelnd ill die sinkende Nacht hiuansblickend. Unterdessen saust der Zng dnrch die grüue Steiermark lind über ihre Grenze Hinalis. Werner lind seine zukünftige Schwiegermntter hatten noch anf dem Perron eine kurze Uuter-reduug, ,gepflogen, während welcher der. junge Mann zuweilen schier verstört anf seine ganz im Nachdenken versunkene Braut geblickt hatle. Luise bemerkte es nicht eiumal, daß er ganz gegen seine Gewohnheit diesmal in ein Nanchronpö stieg. Tort zog er einen Brief hervor, den ihm Luisens Mntter heimlich zugesteckt hatte. Er enthielt, mir wenige, recht klobig geschriebene feilen. Sie lauteten: „Mein Fräuleiu! Ersuche Sie, das allzu geringe Honorar, das Sie nn'r brachten, zn vervollständigen. Achtungsvoll Heinrich Pirker." Wir wissen, daß der Doktor nicht den Mnt gehabt, diesen ihm so entsetzlichen Brief selber zu schreiben -^ vielleicht wollte er überdies die ästhetisch gebildeten Angen Luisens durch die plumpen Schriftzüge verletzeu — jedenfalls hatte er mit diesem Briefe bewiesen, daß er ein Franenkenner war, denn während Werner, alles begreifend, mit feuchten Augen des treuen Freundes gedenkt, starrt Luise im Eoup^ uebeuan ill die Dämmerung hin-ans. Alis ihren Augen blitzt bitterer ^pott, ihre Lippen kräuselt ein verächtliches Lächeln. „Doktor Pirker ist doch ein reizender Mensch!" sagte ill diesem Augenblicke ihre Mutter mit wirklicher Wärme, in die sich kaum merklich ein forschender Ton mischt. Luise lächelte nicht mehr. Kühl uud scharf eut-geguet sie: „Findest du? Ich meine, daß er eine Krämerseele ist!" Damit ist der Doktor für die schöne Schwärmerin abgetan. Anch ihre Mutter redet nichts mehr von ihm. Sie müßte den herzlieben Menschen, der ihre.r Tochter dieses so wirksame Rezept geschrieben, ja verteidigen — das wäre jetzt noch gefährlich. Später erst, viel später wird Lnise erfahren, welch tüchtiger Mensch nnd Arzt Pirker ist. Nach Monaten steht ein sehr glücklich aussehendes Brautpaar, vor dem Altare. Das kostbare Bukett mit seinen roten Alpenrosen, blanen Enzianen uud dein samtenen Edelweiß, welches wellige Etnnden vorher als lieber Gruß aus dem fernen Steirerlande kam, wird allgemein bewundert. Später, bei der Hochzeitstafel, bringt der jnnge Ehemann einen Toast anf den Blumen-spender ans, nnd uur drei Menschen, Luise selber, ihre Mutter uud ihr Gatte, wissen es, warum die bräutliche Frau erglüht, während ihr Maun sein Glas an das ihre klingen läßt und dabei fröhlich ernst sagt: „Dein treuesteu Freunde, dem besten Arzte der Welt!" Laibacher Zeitung Nr. 168. 15KH 25. Juli 1907. Meldungen eilthalteile Andeutung, daß es zu eiiler Volkserhebung in Korea koinuwu. könnte mW daß es den Iapauern vielleicht außerordentliche Echwie-rigleiteil bieten werde, die Situation zu beherrschen, werde durch den (^ang der Ereignisse gewiß nicht bestätigt werden. In einer Betrachtung über die erzwungene Abdankung des Baisers von Korea führt das „Fremdenblatt" aus, daß Japan nunmehr den vollen Besitz von Korea ergreife. Der ncne Kaiser werde der japanischen Herrschaft keine Schwierigkeiten bereiten und da die Japaner, die angestammte Dynastie im Scheinbesitz des Thrones lassen, werde der Widerstand der koreanischen Truppen und der Bevölkerung für sie kaum eiu ernstliches Hindernis zur Erlangung der vollen Herrschaft sein, deren Ausübung freilich bei dem Rassenhaß der Koreaner gegen die Japaner nicht leicht sein werde. Korea wird der Herrschaft Japans stärker als Ägypten der englischen unterworfen sein. Mit dem Thronwechsel in Korea sei die letzte Konsequenz des großen Krieges endgültig gezogen. Noch sicherer als durch alle gesetzlichen Bürgschaft ten muß Korea stetig der japanischen Oberherrschaft durch die planmäßig dirigierte Einwanderung unterworfen werden, welche die zunehmenden Vevö'Ikerungsüberschüsse Japans seinem wichtigsten Koloin'sationogebiet zuführt. Die überragende Bedeutung, welche Japan der Auswanderung nach Korea nnd in weiterer Folge nach der Mandschurei beimißt, macht es ja anch erklärlich, daß es wegen der Auswanderung nach Kalifornien, ungeachtet der Kränkung, die seinem Selbstgefühl dort, angetan wird, nicht nur keinen Konflikt riskiert, sondern anch seine diplomatischen Vorstellungen im ruhigsten Ton gehalten und sie durch Betonung der besten Beziehungen zur Union ergänzt hat. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" schreibt: Der Sieger im Kampfe gegen Nnßland etabliert sich nun als Herr Ostasiens. Er steckt einfach die reife Frucht ein nnd jagt den bisherigen Besitzer davon. Korea ist nur eine Vorstufe, ein Anfang der ostasiatischen Herrschaft Japans. Nach Korea kommt die Mandschurei und Ehina. Darnm ist es sehr interessant und wichtig, wie Japan jetzt mit Korea fertig wird. Politische Ueberficht. Laib ach. 24. Juli. In der am 22. d. M. abgehaltenen Sitzung des Herrenhauses wurde das Gesetz, betreffend die grnndbücherliche Teilung von Katastralparzellen sowie die Zulässigkeit der gerichtlichen Aufnahme von Urkunden über die Erwerbung geringwertiger Liegenschaften, nach dem Berichte des Mitgliedes Edl. von N u b e r ohue Debatte in allen Lesuugeu angenommen. Derselbe Berichterstatter referierte sodann über den Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung des Gesetzes über die Evidenzhaltung der Grundsteuerkataster, welcher gleichfalls ohne Debatte in alleil Lesungen genehmigt wurde. Dic „Neue Freie Presse" bemerkt zu der mit großer Mehrheit erfolgten Annahme des Bud -g e, t p r ov i s o r i u m s , daß die große Maschine der Gesetzgebung im neuen Hause wohl ein bißchen lärmend, aber. doch mit der Wirkung arbeite, daß die Staatsnotwendigkeiten pünktlich geliefert werden. In diesem glücklichen, Hause gebe es vorläufig noch keiue eigentliche Opposition. Erst im Herbst, wenn alles reift, was an gnten uud bösen Keimen in diesem Hause steckt, werde es sich zeigen, welche Parteien zur Regierung in ein Verhältnis schroffer Opposition treten werden. Es werde eine große dramatische Szene sein, wenn der Ausgleich auf den Tisch des Hauses niedergelegt uud die Frage, eut-stehen wird, wer die von der Regierung gesuchte Arbeitsmajorität auf der Ministerbank vertreten solle. Es war der beste Witz der Session, als ein Abgeordneter sagte, daß die Parteien dem Ministerium ihre Führer als Geiselu stellen müssen. Es gibt jedoch Geiseln, die sich gerne stellen und nicht allzu betrübt sind, weuu sie das schwere Opfer für ihre Partei bringen müssen, Minister zu werden. Das „Deutsche Volksblatt" erklärt, auf die Zusammenkunft in Desio zurückkommend, Freiherr von Ährenthal habe dabei den großeil Erfolg erzielt, nicht bloß eine Verständigung über die schwebenden Fragen herbeizuführen, sondern anch dieses Einverständnis für alle künftigen Eventualitäten zu sichern. Wenn man zu dieser erfreulicheu Stabilisierung unserer Beziohnngen zn Italien noch hinzurechnet, daß unier der Amtsführnng des Freiherrn von Ährenthal sich auch eiue weitere Annäherung Rußlands all die beiden Kaiscrmächte konstatieren läßt, so gewinnt, mail von unserer internationalen Lage ein durchaus freundliches Bild nud den beruhigeudeu Eindruck, daß der gegenwärtige Leiter unserer auswärtigen Politik durch eine geschickte, nüchterne nnd deshalb anch im Auslande durchaus vertraueuerweckende In teresseupolitik es trotz allen inneren Schwierigkeiten der Monarchie verstanden hat, nnser internationales politisches Kapital wieder gu mehren. Dein portugiesi s ch e n K r o n p r i n z e n Dou Luiz Filippe ist, wie mau aus Lissabon schreibt,, bei seiuer am 17. d. M. erfolgten Ankuuft ill St. Paul de Loanda, der Hauptstadt von Angola, ein glänzender Empfang bereitet worden. Bei der Einfahrt des Pakctoootes „Africa" in die Bucht von Loanda wurde der Kronprinz voll einer großen Ailzahl Portugiesischer Schiffe, sowie von einem zur Zeit anwesenden englischen nnd einem belgischen Schiff begrüßt. Von, Landungsplätze bis zum Regierungspalais wurden dem Kronprinzen von der Bevölkerung Ovationen dargebracht. Der Erzbischof von Angola und Kongo, Don A. Barbosa Leao, zelebrierte ails Anlaß der Ankunft des Kronprinzen ein Tedcum. In: Regiernngs- palais hielt der, Kronprinz eine Reihe von Empfängen ab. Der Präsident des Gemeinderates hielt eine patriotische Ansprache uud übergab dem Kronprinzen, einem alten Brauche gemäß, die Schlüssel der Stadt. Der Kronprinz besuchte das Kolonialmusenm uud wohute der Einweihuug eiues Seminars im bischöflichen Palais bei. Der Gouverneur von Angola gab zu Ehreil des hohen Gastes eill Diner, dem auch der Generalgonverneur des >longostaates beiwohnte. Der Kronprinz gab seiner lebhaften Befriediguug über diese Anfmerk-samkeit des Königs Leopold Ausdruck und sprach die Hoffnung aus, daß die guteu Beziehungen zwischen den beiden Kolonien sich immer enger gestalteil werden. Von Loanda hat der Kronprinz die Fahrt nach Louren<^o-Marques angetreten, wo er am 28. Juli eintreffen soll. Hierauf beabsichtigt er, den an ihn ergangeneu Einladungen entsprechend, Transvaal, die Orange River Eolony lind die Kapkolonie zu besuchen.______________ Tagesneuigteiten. ^ (Das heiratsfähige Alter der Fra u.) Ein von deu Zürrcher Ärztinnen abgegebenes Gutachten über das ehefähige Alter des weiblichen Geschlechtes lautet dahin, daß nicht nur vom ethischen, moralischen und volkswirtfchaftlichen, sondern anch vom gesundheitlichen Standpunkt aus die Eheschließung de^ weiblichen Geschlechten vor Znrückgelcgtem 18. Lebensjahre durchaus zu verwesen ist. Hätten die Ärztinnen da5 fragliche Gesetz zu bestimmen, würden sie unbedingt mindestend das zurückgelegte 20. Jahr als unterste Grenze festsetzen. Neun auch mit zwanzig Jahren hat in unserem >llima und unserem Zeitalter der weibliche Körper seine volle Entwicklung noch nicht erreicht. Tie Wahrscheinlichkeit einer erhöhten Disposition zu schwerer Vlutanuut, ^uugeuerkraukuuMi uud anderen gesundheitlichen Schädigungen, ferner ein frühzeitiges körperliches und geistigem Altern der Mütter uud die Erzeugung einer schwächlichen Nachkommenschaft sind meist die Folgen der zu frühen Heirat des weiblichen Geschlechtes. Cehr bemerkenswerte Ausführungen über das zu frühe Heiraten der Frau macht auch Doktor Beyer iu Litteuweiler auf Grund seiuer Erfahruugeu als Nervenarzt. Demuach kauu das zu frühe Hei-rateu au der Entstehung schwerer nervöser Erkrau-lungen der Frau Schuld tragen. Leider ist die Mei-nuug sehr verbreitet, daß die Ehe ein Heilmittel bei mancheu krankhaften Zustäudeu und namentlich bei Nervosität sei. Tie Ehe schafft aber derartig ueue Verhältnisse in physischer, seelischer uud sozialer Hill-sicht, daß sich ihre Wirkung niemals mit Sicherheit vorhersagen läßt. Tr. VelM macht auf die uoch weuig beachtete Tatsache aufmerksam, daß Geisteskrank, heiteu lind schwere Nerveukraukhciteu gerade häufig im zwanzigsteu Lebeu5,ahre begiuueu.'Tieseo Alter hat demuach die Vedeutnua, einer Quarautäuezeit, lind vor dem eiuunozwauzigsten Lebensjahre sollte daher kein Mädchen heiraten. Der Fall Vasilijev. Roman von Paul Dslar Höcker. (24. Fortsetzung.) (Nachdruck veibolc».) Auch Johannes fühlte sich gehoben. Er war iu ziemlich gedrückter Stimmung hergelommeu. So überraschend gnädig die Aufnahme von seiten des Professors gewesen war — die lauge Trennung vou Martha hatte eiue gewisse Vaugigkeit in ihm gezeitigt. Vielleicht war er mitsamt den glückseligen Sonnner-Plauderstunden längst vergessen! Er hatte Martha wiedergesehen — und die alte Herzlichkeit bestaud also uoch zwischeu ihuen. Wie ihn das glücklich machte! Jedes ihrer lieben Worte hatte sie iu sein Herz gegraben. Neue Pläne, neue Träume, ueue Luftschlösser tauchten uun alls. N-ur ein banges Gefühl beschlich i.hn immer wieder und störte ihn iu seiuen zukuuftsfroheu Phantasien, so oft er an den Nüssen dachte. Über dessen Person, dessen Charakter war er sich nicht klar geworden. Auch fiir Martha blieb Gabriel Vasilijev in deu nächsten Taaeu eiu Nätsel. Sie hatte gefürchtet, daß Vaisilijevs Eifersucht nun hell aufflammen würde, daß sie peinliche Szenen ourchzumaäM habeu würde. Nichts von alledem. Der Russe arbeitete fleißiger als zuvor an seiiwin Werk — seine bisherigeil Spazier gange gegen Übend stellte er ganz ein --, nnd mit verdoppelter Aufmerksamkeit widmete er sich in der ganzen übrigeu Zeit dem Krauten. Mehrere Wochen lnu'i hatte man über Nacht den einen der Hospitalwärter beim Krauten gelassen. Da sich Justus darüber bellagte, daß der Fremde ihm „seiues Schnarchens halber" lästig sei, zog sofort wieder Vasilijev aus der Mansarde, die als Fremden- zimmer diente, zum Patienteu hiuunter uud schlief über Nacht auf der Chaiselongue im Alkoveu uebeu der Kranteustube. Das fortgesetzte Zusammensein mit dem Patienten schieu er aber dazu zu beuükeu, um dem euergielusen, auf ihn angewiesenen Justus, der ihm so blindlings vertraute, eiue Antipathie gegen deu juugeu Küustler einzuimpfen. Als Ioha,uues seiuen Besuch wiederholte, war Justus durch keine uoch so dringeude Bitte seiner Schwester dazu zu bewegen, ihu zu empfaugeu. Martha verlor dein Russeu gegenüber kein Wort darüber, daß sie seiue Jutrige durchschaut habe. Aber ihre kühle, voruchm reservierte Hnltuug kouute ihm dentlich genug beweisen, welch schlechten Dienst er sich damit geleistet. Teil Freund weihte sie vorläufig uoch uicht eiu. Sie ließ das Atelier aus eigener Machtvollkommenheit herrichten, uud als Johannes sich das uächstemal zu einem Plauderstündchen bei ihr eiusaud, händiatt' fie ihm den Schlüssel dazu eiu. „Sie finden alles empfaugsbereit, hoffe ich/' sagte sie iu herzlichem Tou, „uud es ist uieiu iuuiger Wuilsch, daß mit Ihueu vin ueüer Geist iu die verwaisten Räume einzieht — Schaffeusfreude, Lebeus-freude!" Justus erfuhr die Umwandlung uud Neueinrichtung des Ateliers erst, als der Schwarzwälder sich schon dort installiert hatte. Er äußerte sich nicht direkt darüber, aber er zeigte Martha seineu Groll dadurch, daß er mehrere Tage hiutereinauder überhaupt »licht mit ihr sprach. Sie ließ sich dadurch nicht anfechteil. Auch war sie darauf bedacht, daß Iohauues voll der Verstimmung nichts merkte. Sie wußte, daß er ebeuso stolz wie zartfühlend war. Eiu Gnadeugeschenk auzu uchinen, noch dazu, wenu es ilM unwillig gewährt wird, wäre er uicht der Mann gewesen. 'Sie tam also häufig, Uxnm sie den Krankeu in der Gesellschaft Vasilisevs wußte, ius Atelier über deu Hof herüber — manchmal begleitet von Frau Winter oder einem Bestich, mit dem sie deu stmMl Künstler bekannt machte — oft aber auch allein. Vafiliiev beobachtete sie mit Argusaugeu. Einmal - in Justus' Zimmer — brachte er ihre Besuche im Atelier zur Sprache. Marthas Bruder war nicht we° uiger aufgeregt als der Nüsse. Es schicke sich dock) nicht, daß sie so häufig drübeu weile, meinte er, man werde sie iu der Stadt bereden. Sie hatte diese Auslegung erwartet gehabt. Stolz sah sie die beiden an uud erwiderte: „Ebenso wenig wie es eiue Gefahr für meineu Nuf in sich bergeil kauu. daß ich die Gesellschaft Vasilijevs uuter diesem Tache dulde — ebenso wenig soll mau eiu Recht haben, weine herzliche Freundschaft mit Johannes Brake zu bereden. Das Atelier ist hell und hat Gott-lob Glaswände, die aller Welt erlauben, hiueiuzu« seheu. Wer ill uuserem Verkehr etwas Häßliches suchen will — verurteilt sich bloß selbst." Mehr sagte sie nicht, aber Vasilijev empfand, daß seiue eifersüchtige Verdächtigung zn nichts auderem geführt hatte, als eiue ucne Scheidrwaud zwischen ihm und der heimlich Geliebten aufzutürmen. Er schickte abeuds, als sie sich schon in ihr Wohuziimner zurückgezogeu hatte, das Mädcheu Zu ihr, um sie lim viue Uuterreduug zu bitten. Sie ließ ihn eiutreteu uud er kam ganz zerknirscht, ganz unglücklich uud flehte sie an, ihm zu verzeibeu. (Fortsetzung folgt.) ^aibacber Zeitun.; Nr. 168 1569 25. Juli 1907. (Mil einem originellen Trick) arbeitet augenblicklich in Paris eine Schwindlerin, oie bisher noch nicht dingfest geinacht lverden konnte. Es gelang ihr, in einer einzigen Woche l5(X1 Franken Zu erbeuten. Tie noch jugendliche Person promeniert vor den großen Schnhgeschäfte», wartet, bis Ange stcllte ans den Läden getaufte Schnhwaren nach der Wohnung des Käufers tragen und vorfolgt die Voten, um ihr Ziel auszukuudfchaften. Da es in Paris üblich ist, daß alles beim Portier abgegeben wird, findet sich die Schwindlerin kurze Zeit nach der Ablieferung in der Portierloge ei>,, stellt sich als Angestellte des Geschäfts vor und verlangt dao Paket wieder zurück, weil ans Verschen eine falsche Ware bestellt worden sei. Dann begibt sie sich in den betreffenden Laden, gibt sich hier als Dienstmädchen der Ganser ans und fordert im Auftrage ihrer an-geblichen Herrfchaft die Neclnnlng, die rh'r auch anstandslos ausgehändigt wird. Mit den Schuhen und der Rechnung sucht die Schwindlerin schließlich die Känfer auf und bittet im Anftrage des Geschäftes um Bezahlung der Nechnnng, die stets Prompt erfolgt. Dieselben Manöver hat sie neuerdings auch mit Erfolg vor den Wäschemagazinen nnd Spitzengeschäften ausgeführt. — (Der Tode stamps im Geschütz turni.) Die furchtbare Erplosion in einem Geschütz türm des amerikanischen Panzers „Georgia" wird in Boston nach den fetzt vorliegenden genaueren Schilderungen auf die vorzeitige Entzündung der Geschonladung zurückgeführt. Mau nimmt an, das', ein Funken vom Schornstein dnrch die obere Öffnung des Turmes eindrang, die nicht verschlossen war, und so die Katastrophe herbeigeführt hat. In demselben Augenblick verwandelte fich der kleine, abgeschlossene Nanm zu eiuer wahren Hölle. Schmerz verzerrte Männer wurden gegen die Metallwände geschleudert, andere wanden sich im Todeskampf cnn Boden. Viele von ihnen wurden bis zur Unkennt lichkeit verbrannt. Andere hatten, als die Hilfe kam, das Augenlicht verloren. Trotzdem wurden in den wenigen Sekunden der Katastrophe Taten von Aufopferung und Geistesgegenwart getan, dir verdienen, nicht vergesse!, zu werden. Einer der Matrosen sah einen Funken springen: mit einen« instinktiven Rnck warf er sich auf die MunitwnSkammer, schloß die Qffnung im letzten Augenblick lind rettete so das Schiff vor völliger Vernichtung, Ein anderer schützte mit seinem eigenen Körper den Lentnant Goodrich, der, trotzdem von furchtbaren Schmerzen gepeinigt, wild stöhnend den Gang sich hinanffchleppte. Mit brennenden Kleidern stürzte er sich verzweifelt ins Meer. Von einem Boot wurde er sofort aufgefischt, aber nur, um wenige Minuten später zn sterben. Von den 18 Matrosen nnd !'. Offizieren, die im Tnrme sich befanden, ist nur ein einziger, der Midshipman Kimball, relativ unverletzt davongekommen. Im kritischen Augenblick riß or unwillkürlich die Mütze vors Gesicht, wars sich platt auf den Boden, und wie dnrch ein Wnnder kam er mit einigen Brand wunden davon. Während in dein geschlossenen Tnrme das Verderben wütete, wartete die Mannschaft draußen iw Sonnenschein ungeduldig auf den fälligen Schnß des 8 Zoll-Geschützes. Nenn Tote sind bereits in Boston ans Land gebracht, Im Ehelsea-Hospital ttegen noch sechs Verstümmelte in hoffnungslosem Todeskampfe. — (Ein felt e n e r G a st a m H i m m els -o o m e) hat bereits die Reise angetreten nnd kommt öl'r Sonne und damit aus der Erde immer näher: der Hallcysche Komet. Er ist der einzige, der mit bloßem Auge ganz deuilich zu sehen ist', doch wird es noch bis zum Dezember l9()8 danern, ehe auch der Laie u>it Fingern auf ihn hinweisen kann. Die Astronomen Neilich wissen schon fetzt ganz genau den Ort, wo er unt ungeheuerlicher Schnelligkeit dahinsanst, um am ^- Mai MM oen sonnennächsten Pnnkt zu passieren, feinen Namen hat der Komet nach dem englischen Astronomen Halley erhalten. Dieser berechnete die -uahiien früher erschienener Kometen, eickannte, daß rmc Menge jener Bahnen völlig übereinstimmte, nnd ichloß daraus, daß diese Bahn ein und demselben «mneten gehören müsse, nnd zwar dem, der schon !M Jahre 12 v. Chr. beobachtet wurde. ^ (E i n K ind dnrch die Post g es ch i ck t.) Feiertage erschien knrz vor Mitwrnacht im Londoner ^tamt Strand ein gntgelleideter jnnger Man t und lx'rlan^te Marken, da er einen Eilbrief abzn 'enden habe. Er gab einen Brief an die Hansmutter ?.^ Londoner Hospitals in der. City Noad zur Ve« Wrderuini. Vor der Post wartete ein Wagen auf ihu, ö"u <'iue modifch gekleidete, sehr hübsche Dame von "wn 20 Jahren entstieget, war, die ein Kind in ^cni langen, weißen, gestickten Kleid trug. Als der ^'te. der den Brief befördern sollte, auf die Straße 'Unaustrat, fragte ihn der Herr, ob er der Eilbote sei, nnd als er es bejahte, wnrde er aufgefordert, in den Wagen zu steigen. Die Dame küßte das Xtind leidenschaftlich und legte es dann sorgfältig dem Boten auf die Arme: der Herr sagte: „Mit dem Brief übergeben!" schloß die Wagentür und gab dein Kntscher die Weisnng, ins Krankenhaus in der City Noad zn fahren. Der Eilbote wußte nicht, wie ihm geschah, dachte aber, der Herr werde das fchon mit dem Postbeamten abgemacht haben. Im Krankenhaus wurde der Brief geöffnet, es stand nichts darin, als: „Bitte, behalten Sie das Kind über Nacht. Brief folgt." Die Wärterinnen des Nachtdienstes weigerten sich, dao Kind zu übernehmen, und der Eilbote mußte das Kind, das mittlerweile zu weinen angefangen hatte, wieder aufs Postamt zurücktragen. Dort konnte man das Kind auch nicht behalten, da es für Ll> bende eine postlagernoe Abteilung nicht gibt. Die Polizei wurde benachrichtigt und die Polizeifrau des Bezirkes mußte sich des Kindes annehmen. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Die Karstbahn-Eröffnung 1857. (Fortsetzung.) Anch sieben Statthalter nahmen an der Eröffnungsfeier teil, und zwar: der Statthalter von Wien Freiherr von Eininger; von Graz Graf Strassoldo: von Venedig Graf Bissingen: von Mailand Freiherr von Burger: von Zara FML. Freiherr von Mamula-, von Klageinni't Freiherr von Schloißnigs» und Statthalter (Banns» von Agram FZM. Graf von Ieta^. An der Eröffnungsfahrt beteiligten sich ferner: die Oberlaudesgerichtspräfidenten von Wien nnd Graz I. I. E. E. Freiherr von Somaniga und Graf Mittrowsky: der'Präsident de<> Handelsgerichtes von Wien Dr. Franz Ritter von Rantz; die Finanz-Landesdirektoren von Wien und Graz: der Finanz» proknrator von Wien: die Zentraldirektion für Staatseisenbahnbanten mit zwölf Vertretern; die Betl'iebsdirektion in Wien mit sechs Gästen. Die Akademie der Wissenschaften entfandte den Pläfidenten Freiherrn von Naumgartner und den Vizepräsidenten Theodor von Karajan; die Universitäten von Wien nnd Graz ihre Rektoren, 5as Joan näum den 1. Kurator. Es beteiligten sich an der Festlichkeit sodann noch: das Münz- und Antiken-Kabinett, die geologische Reichsanstalt, die geographische Gesellschaft, der österreichische Ingenieurverein, die niederöster reichische Landwirtschaftsgesellschaft nnd das Polytechnische Institut. Die priv. österreichische Nationalbank vertraten der Gouverneur Dr. Pipitz und sein Stellvertreter Ritter von Benvenuti: die Kreditanstalt für Handel und Gewerbe der Präsident Fürst Zu Schwarzenberg, der Vizepräsident Freiherr von Nothschild und Oberdirettor Nichter. Nebst vielen Vertretern der verschiedensten Vereine, Anstalten nnd Gesellschaften nahmen an der Feier teil: die Handelskainmerpräsidenten von Wien und Graz und die Bauunternehmer der Karststrecke Arcari, Pongratz, Pollaj, Kurz, Wollheim H Ko. und Klein. I n I ä n d ische E i senba hng ese ll scha ften entsan dten ihre höchsten Spitzen als Vertreter, so daß man die wohlklingendsten Namen unter diesen finden lann, unter anderen die Fürsten Sapieha und Iablonovski. die Grafen Wickenbnrg, Zichy, Andraßy, Apponyi und Szech^ny. Unter den Gästen waren auch I. I. E. E. die Handelsminister von Preußen und Sachsen nebst vielen Vertretern des Norddeutschen Eisenbahuver-ban des. Die Statthalter vou Kraiu und Küstenland er-hielten je 25 Einladungskarten zur beliebigen Verteilung unter'das Veamtenkorps. III. Zur feierlichen Eröffnung der Karstbahn langte Seine k. und k. Apostolische Majestät der Kaiser in Begleitung der Herren Erzherzoge Karl Ferdinand, Wilhelm, Leopold und Rainer am 2«. Juli 1857 -es war ein Sonntag ^- gegen 8 Uhr abends mittelst Hofseparatzuges von Wien in Laibach an und wurde am Perron des Bahnhofes, wo eine Ehrenkompanie des Regiments Erzherzog Rainer aufgestellt war, von Ihren Exzellenzen dem Herrn Statthalter Gustav Grafen Chorinsky und dem Herrn Armeekomman' danten FZM. Grafen Gyulay ehrfurchtsvoll empfangen. Im Bahnhof und vor diesem, wie auch auf der ganzen Strecke bis zur Burg wurde der Kaifcr von der zalilreichen Volksmenge, die sich schon in den Nachmittagsstnnden daselbst eingefunden hatte, mit den loyalsten Ausdrücken der Freude und Ergebenheit begnißt. Die vordere Front des Bahnhofes nnd die Häufer an der Wiener Straße, in der Schellenburggasse nnd am Kongreßplatze hatten durch ausgestellte Fahnen, Teppiche nnd Blnmen ein festliches Aussehen angenommen. In der Burg angelangt, inspizierte Seine Ma l'estät die daselbst aufgestellte Ehrenkompanie des vaterländischen Regiments Prinz Hohenlohe Nr. !7 nnd zog fich sodann in die für das Allerhöchste Nachtlager vorbereiteten Appartements zurück. Knrz darauf wurde vor der Burg von der städtischen Musikkapelle eine Serenade veranstaltet bei großem Zudrange der Volksmenge nnd Beleuchtung der nmgebenden Ge-bände: sie begann mit der Voltshymne, nach welcher laute Hoch- uud Nivio-Rufe erschollen, lvelche sich nach jedem Musikstücke wiederholten. Am selben Tage langten anch die an der Festlichkeit teilnehmenden Herren Minister, Freiherr von Brnck, Freiherr von Bach und Ritter von Toggen-bnrg in Laibach an. Ein Separatzug aus Wien brachte eine bedeutende Anzahl der znr Festlichkeit geladenen Gäste, zu deren Unterbringung der Stadtmagistrat nnd die Bürger Laibachs das Nötige veranlaßt hatten,. Montag den 27. Juli 1857 gegen 5 Uhr früh erfolgte die Allerhöchste Abreise nach Trieft. Am Bahn-Hofe hatten fich Seine Erzellen', der Herr Statthalter, sämtliche ^ivil- und Militärantoritäten, der hohe Klerns mit Seiner Exzellenz dem Herrn Fürstbischof Anton Aloisius Wolf an der Spitze, eiugefunden. Den Anfang der neuen Bahnstrecke bezeichnete eine von der Bauleitung der Bahn in halbgotifchem Stile errichtete Triumphpsorte, mik Reichs, nnd Landesfarben reichlich dekoriert, wobei an der Vorder-feite, das krainifche, au der Rückseite das küstenländische Wappen effektvoll angebracht war. (Fortsehnng folgt.) — (Ordensverleihung.) Seine Majestät der Kaiser hat dem Direktor des Staatsgymna-siums m Villach, Herrn Negierungsrate Andreas Zeehe, ans Anlaß der von ihm erbetenen Versetzung in den bleibenden Ruhestand den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse verliehen. Herr Direktor Zeehe hatte vor Jahren am hiesigen 1. Staats» gymnasinm gewirkt nnd steht noch heute bei seineil aewe'senen Schülern im besten Andenken: in der wissenschaftlichen Welt bat er sich als Verfasser von gediegenen Geschichtswerfen einen Namen gemacht. — (Eine Va h n anf d e n Trigla v.) Das k. t. Eifenbahnlninisterium hat dein Bau^Adjunkten der priv. ^sterr.-nng. Ttaatseisenbahn-Gesellschaft« nnd Privatdozentcn an der k. k. deutschen Technischen Hochschule in Prag Dr. Friedrich Steiner die Bewil-li^ilug zur Vornahme technischer Arbeiten für eine Bahn niederer Ordnuug von der Station Wocheiner Feistritz der k. k. Staatsbalmen über St. Johann nnd Althainmer auf die Spitze des Triglav auf die Dauer eines Jahres erteilt. - (Kurs über Moorkultur und Torf v erwert u n g.) Über Auftrag des k. k. Ackerbanniinisterimns wurde am Ä). und 21. d, M. in Admont, nnd zwar in den Räumen der dortigen Moorwirtschaft, unter Leitung des Herrn Dn. W. Versch,, k. k. Adjunkten nnd Leiters der Moorwirtschaft der k. k. landwirtfchaftlich'chemifchen Versuchsstation in Wien, sowie unter Mitwirkung des Herr» Dr. V. Jailer ein Kurs über Moorkultur aligehalten. Unter den 4!) Teilnehmern waren aus Krain die Herren Oberlehrer Franz Ornagof (Karolinengrund) und Franz H'av. Trokt (Brnnn-dorf), der Besitzer Herr Franz Iarc aus Schwarz-dorf und Herr V. Ogorelec jun. aus ^kofelica erschieneil. Am 20. Juli vormittags hielt Herr Dr. Bersch einen Vortrng über die Kapitel: Bedingun gen der Torfbildung: torfbildende Pflanzen, Flora der Moore, Flachmoore. Hochmoore, Übergangs-moore, Eharakterisiei'ling des Torfes, Verbreitung der Moore in Österreich ?c. Der Vortrag wurde mit praktischeil Demonstrationen erläutert. Ein zweiter Vortrag, den Herr Dr. V. Zailer hielt, behandelte die Erschließung nnd Ansbeutnng der Torf-lager, die technischen Mooraufuahmen und ihro Hilfsmittel, die Eigenschaften der Torfstren, schließ» lich den Vergleich mit anderen Einstreumitteln. Am Nachmittage erörterte Herr Dr. V. Zailer das Thema: G^müiiung der Torfstreu im kleinen nnd großen, Toi'fstreufabriken, Anwendnng nnd Vorteile, über Torfmull. Dabei zeigte er 'mehrere Arten von Torfstren lind Torfmull uud befprach die Werte der Torfeinstreu im Verhältnisse zn anderen Einstleumitteln. Hierauf begaben sich sämtliche Teilnehmer auf beigestellten Wagen zn den Admonter Torfstichen sowie zur Torfstnufabrik der Firma Robert Weidlinger «!<<> i/<»I»i'il/x'v:>Iin» drn^tvo" mit dem Sitze im li. Bezirke in Laibach, nach Inhalt der vor-gelegten Statnten, im Sinne des Vereinsgesetzes zur Kenntnis genommeil. <>. (Der Laudeshilfsverein für Lungenkranke) hält Montag, den 29 d. M., ,um ^ll Uhr abends im Bibliotheksfnale der k. k. Landesregierung eine Ausfchußsitzung mit nachstehen der Tagesordnung ab: 1.) Veriefung des Proto kolles der letzten Sitznng. '2.) Älitteilungen des Prä sidinino. 3.) Genehmigung des Planes uud Voranschlages für das Kinderheim. 4.) Festsetzung des Honorars für den Vereinsarzt. !>.) Eventualia. — Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Tagesordnung werden die P. T. Herreu Ausschußmitglieder unl vollzähliges Erscheinen ersucht. — (Annen fest.) Wie schon gemeldet, findet heute zu Ehren aller Laibacher Annen im Garten des Hotels „Union" ein großes Militärkonzert statt. Es wird von der vollständigen Musikkapelle des In-fanterieregiments Nr. 27 unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters Christoph ausgeführt. Anfang halb 8 Uhr abends. - Bei ungünstiger Witterung wird das Konzert im großen Saale des Hotels „Union" veranstaltet werden. — (An der krainischen landwirtschaftlichen Schule iu Stauden) bei Rudolfswert gelangen mit dem Schuljahre 1W7/08 fünf Landesstiftungsplätze znr Verleihung. Gesuche hiefür sowie Aufnahmsgcsnche überhaupt sind bis 5. September der Direktion der genannten An» stalt einzusenden. — (T ch w n r ge r i ch ts h o f in Rudolfs-wert.) Zur Mitwirkung bei den Hauptverhandlnu-gen in der am 2(i. August llX)7 beginnenden Schwnr-gerichtssitznng wurden bvrnfen: Kreisgerichtspräsideut Dr. Jakob Kavl-il- als Vorsitzeuder; ObcrlaniX's gerichtsrat Johann Sterlj als dessen Stellvertre ter, die Laudesgerichtsräte Emil Nizzoli, und Vlasius Dolinöek als Richter; die Landesgi'richtö-räte Anton Levec uud Dr. Eduard Volöiö als Ersatzrichter; der Gerichtsadjunkt Dr. Nobert Ogo-reutz, die Auskultanten Peter L e v i <- n i k, Georg G regorc nnd Anton K ajsež , die Nechtsprakti-kanten Iguaz Malneri? nud Veno Sabothy nls Schriftführer. Zu Hnuptgeschworenen wurden unsgelost: Mito >Nnnbi5, Besitzer und Handelsnlailn in Krasinc; Johann Trobniö, Besitzer nud Kaufmann in Videm; Anton Ku/.nik, Besitzer uud Wirt in Treffens Johann Iakli<', Besitzer nnd Wirt in Pusti Iavor; Anton Valou^ek, Besitzer in Gnrkfeld-, Anton /.lajpcch, Besitzer uud Fleischer iu Nasseufuß; Vinko Boii, Besitzer nnd Kaufmann in Raka; Josef Ko5ak, Besitzer uud Müller in Gesindedorf' Alois ^lokü'ek, Lederer in Seiseicherg: Juan Lov^iu, Be sitzer uud Wirt in Su6je; Franz Geraldi, Besitzer und Rauchfangkehrer in Gurkfeld; Josef Oswald, Handelsmann in Gottschee; Franz Iarc, Besitzer in Groß Lipovec; Johann Arkar, Besitzer in Triebsdorf-, Tavorin Vll^inie, D. N. O.-Koinnieuda in Mottling; Marko Kurc, Besitzer, Wirt nnd Gemeindevorsteher in Brezovica; Jakob Srpan, Besitzer und Wirt in Großlaschitz; Anton ^olar, Besitzer in Trebinec; Franz Grabrijan, Besitzer in Mottling; Anton Xagar, Besitzer in Brezjc; Anton Arko, Wirt in Neifnitz; Franz Bartol, Besitzer uud Gelneiudevorsteher in Ic-lovec; Josef Siegnnind, Besitzer nud Wirt in Mitterdorf; Franz Gschella, Kanfmann in Ratschach; Josef Kobeti^, Besitzer in Vcaierle; Matthias Anlovec, Besitzer und Wirt in Winkel; Vinzcuz Leitgeb, Besitzer und Bäcker iu Tschernembl; Johann Novak, Tischler iu Gottschee; Jakob ^k'erlj, Uhrmacher in Seisenberg; Franz Iaklitsch, Wirt lüld Kaufmann iu Unter Deutschau; Johann Rupar, Besitzer und Kaufmann in St. Crucis; Anton Nudesch. Gutsbefitzei- in Neifnitz; Iofef Groznik, Besitzer in Pnngert; Josef Peöjak, Besitzer in Tol. Polje; Anton Kora<"in, Be sitzer in Nassenfuß; Franz Pati/, Besitzer und Kaufmann in Sodraschitz. -- Ergäuzuugsgeschloorene sind Anton Turk, Besitzer in Werschlin; Josef Femc, Besitzer in Mnhaber; Franz Kastelic, Besitzer iu Santt Iobst; Jakob Mikolic-. Besitzer nnd Schneider in Nn-dolsN'crt; Ludwig Ilovsky, Besitzer und Bäcker in Nudolfswcrt; Franz Vertaöu-, Besitzer in Ahovo Telo; Frauz Tular inn., Besitzer in Iurkendorf; Johauu Iak.^e, Besitzer und Wirt in Kandia; Anton Weiß, Besitzer nnd Kaufmann in Nudolfswert. — (I ui ferversa m m lung in I l lyri s cl)° Feist ritz.) Schluß. Unmittelbar nach 2 Uhr nachmittags wurde die Versammlung wieder eröffnet, woranf Herr Likozar die rationelle Ökonomie in der Bienenzucht behandelte nud ausführte, daf; unbedingt durch öftere Vorträge die Bienenzüchter dazu herangebildet werden mußten, weil bisher meistenteils nur auf die Stenge der Bienen, nicht aber anf deren Qualität gesehen wurde. Auch von der praktischen Eruährnng der Bienen wissen die einheimi-scheu Züchter viel zu weuig. Viele uehmeu den Honig ab, nachdem das ganze Bienenvolk getötet wird, was durchaus nicht richtig sei. Mau müsse in erster Linie dafür sorgen, daß die junge Brut erhallen bleibe, beziehungsweise überwiutere, man müsse ihr nur genügende Nahrnng an Honig lassen, damit sie sich warm erhalten; altere Brüten kaun man töten, da die Arbeitsfähigkeit sehr gering sei; für die Überwinterung müsse der Züchter wohl daranf sehen, daß er Bienenstöcke mit starken Wänden gebrauche und hierin die ältere Brut von der jüngeren getrennt überwintern lasse. In erster Linie müsse man für eine ausgiebige Fütterung mit Honig oder Zncker forgen; dabei sei zwischen Fütterung zu unterscheiden, ob diese zur Stillung des Hnngcrs oder zwecks Überwinterung geschieht. Je mehr Nahrung vorhanden sein werde, um fo reicher und stärker werde die Vrnt sein; die beste Nahrung sei natürlicher Honig mit Wasser gemischt; zur Vermehrung der Brnt müssen immer vom Bienenstände die besten Bienenstöcke her aligezogen werden, da Ulan sich hiedurch die^ beste Gesamtzucht heranziehe. Vor eiwa zwei bis drei Jahren haben in der Umgebung Laibachs, dann bei Loitsch und in Oberkrain die Bienenzüchter mit den Bienenschwärmen sehr schlechte Erfahrungen gemacht, da sie eben die Fütterung nicht rationell betrieben haben; anch zn späte Flüge von Schwärmen seien durch unrichtige Behandlung erzielt worden, was natürlich von gar keinem Nutzen sei. Man unisse daher auf starke Bienenstöcke, eventuell durch Vereinigung von zwei bis drei Bienenvölkern sehen und die Vor-fütternng richtig behandeln sowie anf die Haupt fütterung (Weide) in den Sommermonaten das volle Augeumert' richten. Dann müsse man beiläufig vor der Hauptweide mit der fogenannten fpeknlativen Fütternng beginnen, um einen voranssichtlich ausgezeichneten Erfolg, zn erzielen. Natürlich müssen da Unterschiede gemacht werden, ob der Bienenzüchter sich mehr unk der Gewinnung des Houigs oder aber mit dem Handel mit lebenden Bienen befassen will. Hierauf stellte Nedner den Autrag, die Gründung eines Filialfachvereines zn beschließen nnd anch tatsächlich sogleich znr Wahl des Ausschusses zu schreiten. Nach längerer Verhaudlnng wurdeu folgende Herren ill den Ansfchnß gewäblt: Nud. Strnad, k. k. Steueramtskontrollor, als Vorsitzender (versieht auch die Funktionen des Vereinssekretäi'o); Michael ll r b a ll <' i c', Besitzer, als Präses-Stellvertreter; Anton L o g a r, Besitzer, als Kassier; sodann Johann Makaroviö, Oberlehrer, Johann Penko, Besitzer, Josef Stembergcr, Besitzer, uud Anton 5 n i d erk i 5 , Teigwarenfabrikant, als Ausschnß-mitglieder. Hierauf hielt Herr 5 n i d e r 5 i <"- eineil Vortrag über die künstliche Vieuenzncht wieder in Verbindung mit praktischen Demonstrationen. Insbesondere lx'haudelte er das Tbema der Königinnen-zncht. Sehr interessant waren seine Ausführungen über die verichiedenen Methoden; er kam von der primitivsten Schwarmzncht bis zn den neuesten komplizierteil künstlichen Becherzellen, mit deuen er anch auf seinem Bienenstände züchtet; anch die neuesteil ainerikanischeu Befeuchtnngokästchen, welche wie Starlkästcheu aussehen, sowie auch die schweizerischen Zuchtstöcke erregten allgemeiue Aufmerksamkeit. Zum Schlüsse hielt noch Herr Hu m e k einen sehr belehrenden Vortrag über die Nieneukraukln'iten; insbesondere erwähnte er die Bienenrnhr, die nicht entfernt fo gefährlich ist wie die zweiterwähnte, überaus ansteckend wirkende Bienenfänlnis (Faulbrut). Bei deren Be» Handlung empfahl er die größte Vorsicht, insbesondere durch Desinfektion der manipulierenden Hände, da durch Ansteckung eveutnell der ganze Bienenstand vernichtet werden könne. Es sei diese Krankheit eine ausgesprochene Vrutkrankheit, erkenntlich an der Made nach deren zwei- bis dreitägigem Bestände, wornach sie in der Zelle statt gekrümmt und glänzend weiß, langgestreckt lind gränlich und iu vier bis fünf Tagen braun aussehe. Gleichzeitig falle die Wölbung des Zellendeckels ein und erhalte ill der Mitte eine kleine Öffnung, durch die sich ein sehr unangenehmer Geruch verbreite. Die Verbreitung dieser Krankheit finde durch einen Bazillus statt, der eine nngeahnt rasche Vermelu'ungsfähigkeit besitze, nnd könne einzig nnd allen dnrch vollständige Verbrennung und Ver-uichtilng der verseuchteu Bienenstöcke ausgerottet wer» den. Der Herr Vortragende erwähnte, daß diese Seuche nur durch die Verabreichung voll verdorbenem Honig als Futter der Bienen entstehe und in hiesigen Ländern sehr selten vorkomme. Hieranf wnrde fol» gende Resolution einstimmig zum Beschlüsse erhoben: „Unsere Abgeordneten werden anfgefordert, für die Bestellung eines Vieneuzuchtinspektors einzutreten, der, als vom Staate allgestellt, die Funktionen als solcher übernehmen müsse." Nachdem die Vorträge unter allgemeiner Anerkennung ibren offiziellen Abschluß faudeu, wllvden von Herrn 55 nider 5 i 5 noch einige Demonstrationen in seinem großen Bienenstände mit einzelneu Gerätschaften gehalten und die hiezu nötigen Handgriffe bei allen uolweudigeu Werk-zeilgen vorgeführt. Desgleichen wurde die Eiupackuug der Versaudbieueu famt den Bienenköniginnen in den hiefür eigens angefertigten, bereits beschriebenen Persandkistchen vollständig durchgeführt; desgleichen sah mml die künstlich gezogenen Köuigiunenbrut-. Waben. Znnl Schlnsse der Versammlnng dankte Herr Oberlehrer Nojina für die überaus großo Teil-nahlne sowie Herrn 2'nider5i5 für die instruktiven Demonstrationen, worauf gegen N Uhr die Teilnehmer nilseinandergingen. Es wäre sehr wünschensw'.'rt, derlei lehrreiche Versammlungen des öfteren zn veranstalten, da ja dadurch die richtige Behandlung der Bienen nnd deren Erzeugnisse ins Volk dringen und diesem dadurch eine angenehme Beschäftigung und mit der Zeit eine sehr gute Erwerbsquelle erwachsen würde. —ä. ^ (Imkerversammlung in Werschlin bei Nudolf s wer t.) Sonntag, den 28. d., findet in, Gastbanse beim „^efidel" eine Versammlung vou Bienenzüchtern statt, bei welcher Gelegenheit für den Bezirk Nndolfswel't ein Filialverein des' Krainischen Vienenznchtvereines gegründet werden soll. Beginn der Versammlnng um A Uhr nachmittags. Von sei ten der landwirtschaftlichen Filiale in Nndolfswen ergeht die Einladung zur zahlreicheil TeilunlMe aller Interessenten. * (Ein gefährlicher Nachbar) ist der in Ilovica wohnhafte Manrer Martin Srnjaf. Unlängst überfiel er den 1 "jährigen Franz Kramar lind mißhandelte ihn derart, daß er mehrere Verletzunge'l davontrug. Schlichlich hetzte er noch feinen Hnnd anf ihn. der dein Knaben eine Bißwunde in die linke Wade beibrachte. ' lIwänglinge auf Neifen.) In der jetzigen Sauregurkenzcit, wo überall unheimliche Ruhe herrfcht, kann man nicht so leicht dem Dränge widersteheil, den Straßenstanb abzuschütteln, den Wanderstab zu ergreifen und in die frifche Natnr zu ziehen. So kommt es denn, daß auch nnfere, im gelben Haufe am Poljanadamm befindlichen Universitätshörer von einer wehmütigen Sehnsucht nach der freien Natur ergriffeil werden; sie wandern, um sich Laibacher Zeitung Nr. 168. " 1571 25. Juli 1907. d«' i.mi^wl'ik' zu v(!rlr<>lbl'n, scit ^iinu^r Z^it ,^u zw^ru mls,. Diesortag^ haw, zwci solche Musnl- ")!u>, und zwar d^'r Lüjäht'ial.', iu Fran^ndnra ^c- wrciu' Heinrich Aning<'r und drr K)jähl-ia^ iu .^a° N^ b^i Gurt'ftld 8^'dorcnc Zwäugliug Anton Murn, 0iL bciiu Vauo d^ höheron Töchterschule au der ^wwoisstraßo beschäftige ZU'änali'uv^abteilunl-, v^l'. lassen und die Nichtnn^ ii, den romantischen Tivoli- U'ald l^'Uo»!!!!^!!. " (Wieder eiu Fahrrad -.-, ostol) Ion.) Gestern friih wunde iu der Vahulwfgasse Nr. 552 dmi Mechaniter Geora Nazdrh <>!n Ttyriafahrrad uiit der Fabritt'Uuiuiuer li:i.<»15 uud der auf eim'iu roten Täfelchon befindlichen schwarzen Polizeinunnuer 803 durch einon Dieb eutfiihrt. * (Verloren) wurde ciu Geldtäschchen mit ^ K M Ii, ferner ein schwarzes Pork'inonnaie uiit 7 Kronen. Telegramnle lles l. l. TcltMcil^llmIpMlltllz'Vuttlllls. Neichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wi>n, ^l, Juli. Tas Hauo beendete h<>nte die Tebatte über den Autraq Udr/al auf Erhöhung de5 M'liorationsfonds von 1 auf l^ Millionen .^l'ronen und nahm deu Antras, au, Dann erledigte dao Hano eine Reihe von Iüiuiuuität^au^eleA'ulieiteu, Vein, 3su^liefe.ruunc'lx>(iehreu ft^en Ab.,. Prohasta lueqen l'lbertr<'tuu!i des PresMsetzes tmu es zwischen deu Eozialdemotraten uud deu Christlichsozialeu wiederholt zu stürmischen 5iontroversen. Mq. Nieger (Sozialdeuiotrat) beantragt ent^e^'n d<>>n Berichte des ^!»uiu»iläloauc'schuss<'s die Äu5lieferuuli d<'^ Absi. Proliaska. Der Antrag N'ird jedoch absselchut uud der AnoschnsMitran anaenoinnicn. Das Haus verhandelt hierauf mehrere Notstau d^anträm' uud nimmt diese au. Aiu Tchlusse der Tibuim Protestiert ^'lda. Silvester daaeaeu, das: Vizepräsident Zm-el ni d<'r aestricien Titzuua voiu Präsideuteutisch aus m bohuilscheu Worteu oiuc Nede ^ehalteu habe Der Pmsioent Dr. Weißkirchuer erklärt, daß die ^izeprasideuteu alle Nechte deo Ab^eordneteu habe» uud sich ihrer Muttersprache bedieucn köuueu. we»u N<> uicht den Vorsitz sühreu. Zn^ck bediente sich so oft er den Vorsch führte, stets der deutscheu Sprache (Beifall bei deu Czecheu.) Der Präsident schliesst die Sitzung nut deu besten Ferieuwi'mscheu um ^^ Uhr abends. Ein Festmahl der Chnstlichsozialen und Konservativen. Wicu, 21. Juli. Die christlichsoziale Vereiui f!nua des Aba<'ordueteuhauses veraustaltete steswru zuui Schlüsse der Coiumersessiou des Hauses» eiu Festmahl. Der Führer der Partei Dr. L ucgcr hielt cure Nede, und sa^te unter andcreiu, der Zweck des Festmahles sei, der politischeu M'iueiusamkeir der louseruatweu und christlichsozialeu Parteirichtuim mich durch p<>rsö»lich<'u Verkehr Ausdruck zu Ieben. Der christlichsozialeu Partei huldiac jetzt das nanze Harlamcut, da sie Neichsparkn geworden uud bleibe» wolle. Er brachte eiu begeistert aufgeuommeuec' Hoch auf Seine Majestät den Baiser aus. Ln»d<'5haupt-niauu Dr. Ebeuhoch Prk's in schwuulivollen Wor-t>eu deu Parteifiihror Dr. Lueger, deu er als eim'u nioderneu Artus bezeichnete. Dr. Lueaer dankte tief-N^'iihrt uud brachte eiueu Toast auf deu aus s>eiuer Cchule hervorgcgaugeueu Präsideuten des Abgeordnetenhauses Dr. Weistn-chuer au^. Dr. Weis-kirchu^r toastierte auf die christlichsoziale Wähler schaft Österreichs, wobei er betoute, das; er die ihm anvertraute Präsidentenwürde des AbA'orduete» Hauses durch Festhalteu au Objektivität uud Loya lität betätigeu wolle. Abg. Violohlavck trauk n"f die chriftlichsoziale Presse. Abg. Dr. Gestui aun N^dacht^ hie Eutuücklliug der christlichsozialen Partei Ml- Neich^partei uild hob insbesoudere die Verdienste "^'r Tiroler Ehristlichsozialen, uameutlich der Abge-"dneteu Schraffl und Schöpser hervor. 3ied-^^' sn,ite, die abgelanfeue Session habe den Beweis "'bracht, das; beide in der christlichsozialeu Vereini-Mlng vereinten Parteirichtuugen Geuosseu eiues H"zeus und eiues Siuues seien. Im Verlause deo 6chmahles folgteu uoch weitere Trilüspriiche. Vrände. 5 glo , 2 l. Juli. Iu ^tluluo sind 28 Häuser sann Nrbeii^'blNlden abgebrauut. Das Feuer wurde, vo» ^»em alten Landwirt gelegt, der aus Nachc die ^cheuue seiues Sohues auzüudete. Velg r a d, 2<1. Juli.. Heute nachmittags brach ^u eiu^>n Magaziu der serbischeu Dauipsschiffahri^ ach'llschaft am Savc^iai eiu Feuer aus, das eiu in der Nähe liegeudes großes Breunholzlager ergriff. Der Brand wütet fort. Viktoria (British 5lolnmbieu), 21. Juli. Eiue groste Feuersbrunst wütet im nördlichen Teile, die um so bedrohlicher ist, als ein heftiger Wind weht und Wassermangel herrscht. Vis jetzt sind zwei Kirchen und !5>i) Häuser meist ärmerer Leute zerstört. Liudau am Boden see, 21. Juli. Iu 5en Schuellzügeu der Strecke Müncheu-Liudau treiben iu den letzten Tagen, wie das „Liudauer Tageblatt" meldet, iuteruatiouale Tascheudielx' ihr Uuweseu, Zlvei Neisendeu wurden Brieftascheu init 4M, bezw. l><)<) Mark gestohlen uud eiuem Amerikaner ,uimeu<' 3l'ockefellow wnrde ciue Brieftasche nlit 2l).(XX) Pfuud Sterling in Kreditbriefen, lautend anf deu Name» Murol und ,^lo»N'anie, Paris, eutweudet. Die Kreditbriefe find gesperrt. Berlin, 24. Juli. Der britische Botschafter in Petersburg ist zu Äuem mehrtägige,: Besuch hier eiu getroffeu. Teiu Neuterbureau zufolge steht dieser Besuch mit deu Unterhauolungen zwischen (Yi-os;bri' tanuieu nnd Nnßland im Zusaminenhaiu/ie. Die Uuterhandluugen mache»: zwar gute Fortschritte, aber über gewisse Frageu wird noch immer diskutiert und der Abschluß eines endgültigen englisch russischen Übereinkommens kann frühestens in eiuigeu Wocheu erwartet werden. Belgrad, 24. Inli. Die serbische Negierung hat dem Autrage, betreffend deu Abschluß eiues Handel<'provisoriums uiit ÖsterreichUugarn, zuge stimmt uud deu serbischen Delegierten ihre Propo sitioueu übermittelt. Tokio, 24. Juli. Wie verlautet, hat sich der Nat der älteren Staatsmäuuer gestern iu der Haupt sache mit der russischjapauischeu Entente beschäftigt, die nnn greifbare Form angenommen hat. Vermut lich wird die Vepöffentlichuug bald erfolgeu, und zwar uumittelbar vor der Veröffentlichung des Hau deliver träges. Neuigkeiten vom Büchermarkte. P. Saurich, Im Gewässer, li 2-40. — H. Scherer, Führer durch die Strömungen auf dem Gebiete der Pä< dagogik uud ihrer Hilfswissciischafteu A., X 2 40. — I. Ti« scheu dorf & A. Marquard, Hilfsbuch für den Unterricht au allgemeinen Fortbildnngsschulen, X 3-Z6. — Dr. 51t. Sey. fert. Der Aufsah iu, Lichte der Lchrplamdec, X — W. — Galster, Genügt unsere Küstcuverteidigunss? X —-W. — Lud. Geromiller, Das Kueipp'sche Wasserheilverfahren, li l 80. — A.Schneider, Wörishofen nebst einer lurzen Schildernnss semer näheren und weiteren Umgebung, X 1 80. - I. Nettling, Pflcmzen.Apotheke, X 1-80. - A. Neh. b ein, Rheinische Schlendertllge,Ii 2 40.—A. Kl eins chmidt, Die geographischen Grundbegriffe, X 2 16. — Dr. W. Ein« feldt, Slaven, speziell Polen. Tschechen, Wenden, X 1-44. — I. Obermeyer, Modernes Judentum im Morgen« nud Abendland, li A. — Offenbarungen über Monte Carlo, Ge» winnsystcme, I.Teil, X 3. — Dr. Delassus, Die modernen Theorien über die Verbrechcrursache»,X — 60.— N. V o nrsct, Untcrhaltuugeu im Freien, j^ — 96. — V. Thom nnd Th. Walde, Tmnspiele, Aufmärsche und Neigen, X 2 16. — G. Verger, Die WortvorsteNungen im deutschen Unterrichte der Voltsschule, X 1-44. — Th. Fischer, Liederbuch für MiderMrchenchllre, X —-72. — P. H ösel, Die Erziehung zur geistigen Selbständigkeit, X —-60 — E. Linde, Die Muttersprache im Elementaruutcrricht, X 1-44. — it. Müller, Aus der Heimat vergangener Tagen, X 1-20. — Frz. X. Pollal, Katechismus des Waldbaues, X 2 40. — Prof. G. H. Nghetti, Zwischen Ärzten und Klienten, X 2. — U. Scholz, Vodensee, X 2'40. — I. C. Heer, Ferien an der Adria, X 3 84. — Dr. P. Deussen, Die Geheimlehre des Veda, X 3.60. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr >^ Fed. Vamberg in Laibach, Kona.reßplah 2. Verstorbene. Am 84. Juli. Vera Veniäel, Kapellmeisterstochter, 14 M., Rcitschulgasse 11, ^Isniu^itis. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Sechöhe :l06 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. H ^ " Z " "" «. 2U. N. ?.",3 1 26 3 SW. z. star! heiter ^- 9 U.Ab. 733 b 19-6 SW. schwach teilw. bew. 25.1 7 U.F. 733-4 j 17-6, NO. schwach j » j 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 20-l", Nor male 19-9°. Wettervoraussage für Steiermarl und Käruten für den 25. Juli: Wechselnd bewölkt, schwache Winde, wann, Gewitterneigung; für Krain uud das Küstenland: Meist heiter, schwache Wiude, warm, Gewitterneiguug. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Wt lles k. u. !l. LlMlMMMn. Mahstab 1: 75,000. Preis per Vlatt 1 X in Taschenformat auf Leinwand gespannt 1 X 80 !>. I». l>. AcmM l Fell. Nmleljis VuWMW in Aaibctch. r flnnenfest! Heute um halb 8 Uhr abends im Garten des Hotels Union grosses jÄilitär-Konzcrt der vollständigen Musikkapelle des k. u. k. Infanterie-Regiments König der Belgier Nr. 27. Eintritt 3O Kreuzer. Hotel „Dirija" heute Donnerstag den ZS. d. M. zu Ehren aller Annen grosses KONZERT ausgeführt von der vollständigen Vereinskapelle. Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt 20 kr. 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Kontoristin der deutschen und slovenischen Sprache in Wort und Schrift mächtig, Stenographin und Maschinschreiberin, mit guten Zeugnissen, *4ua«-!at J*it«5ll«. Ziischrifton unter „Koutoristin 1907" an die Administr. d. Ztg. (2Üf>0) 3-1 Lllibacher Zeitung Nr. 168. 1572 25. Juli 1907. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- ^gy&c^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach Franx-Jose W- *^^$£&S^' IS * *- » s » «s 1W *•• 9. Al&tieiilcn.i>ltn.l H. 130,000.000— ^TgK?*1 Keservefontl KL 63,000.000- (1713) Kontokorreute. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem osftziellen Kurslilattej vom 24. Iluli 1907. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwähruug. Die Nutlerung sämtlicrer Mtien und der „Diversen Lole" verstell» sich per Stück. Hell Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Nente: Io»v. steuerfrei, Krone» (Mai-Nuv.) per Kasse. . k«5< !»67< detto (Iän,-I»li) per Kasse «6-4« !)<>'»,< 4 2«/„ö. W.Nuten Febr.-Aua.,) per Kasse......98- 9t'2l! 4 2«/<,L. W.Silber (Mpril'Olt.) per Kasse....., 95-05 !»8'2.° ^8«0ei Staatslose 50<» fl, 4n/„t<<»2» lbi 2^ i860 er „ 10» st. 4"/n^<^ l)> 2<>«5< 1«U4er ,, 10« fl. . ,25»'- 2Ü4'-,»64 er „ b« sl, . .Ü50'- ^'4- Dum.-Pfandbr. ü 120 sl. 5"^2öN-8c>29l8< Staatsschuld d. i. Reichs- rate vertretenen ltönig° reiche und Länder. Österr. Goldreute, stsr,. Gold per Nasse .... 4«/„,,4"?! l14i« bsterr. l!>e»tc in Kronenw. stfr., N, per Nasse. . . 4"/., <>ß «s 9,', 8, octtu per Ultimo . . 4"/<, 9«!- ß< Ösl. Investitions.-Reute, stfr., Kr. per Kasse . 3'/:"/<, «6 i< 5«! 3c A!stnb»bn.S!»lll»schull>. ullschllilungen. Elifabellibah» in W,, steuerfrei, zn 10,00» fl, . . . 4"/<, - >. —>. Franz Ioses-Bahn in Silber (biv. Et.) . . . 5>/^lli