Mittwoch, dm so. August 1871. X. Jahrgang. Di« „M-rb«.g.r -.rscheint.j-de» Mittwoch und Sr°>'-«- P»ise - s». «a.bnrgl aanzjährig « h-IbjShri» S 5. vii„e,jShrig 1 ?. »0 t.! fiir Sust«a«ni in» Hau» monatlich 10 kr. - mit Postversendung: ganziahrig 8 fi.. halbiährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 6 kr. pr. Zeile. Me Aekleidung der Veservemäuner. l Marburg. 2V. August. Zweitausend Reservemänner bchnden sich ge-gentvärtig in Marburg, um ihre zwanzigtägige Uebung durchzumachen. Die Bekleidung zeigt alle Formen und Fir» btu mit Ausnahmt der zweckdienlichen und schönen: abgegriffene Mützen — Waffenröcke. die vor Jahren einmal tveiß geschimmert — verbli» chene. verwetztk. geflickte, sransenreiche Hosen — Stiefel und Schuhe, die in Wald und Flur so manches Angedenken zurückgrlafsen. von Allem zu geschweigen, waS die Stiefel und Schuhe verhüllen. Erregt diese Gewandung schon unter der Woche eine sehr beventliche Aufmerksamkeit, so triti der Gegensatz noch greller hervor am Sonn tage, welcher doch zu einem Tage der Freude und der Erholung bestimmt ist. Der äunste Löhner kann an diesem Tage sich sth.n lassen und weit und breit treffen wir knnen Bauer, tvelcher eS duldet, daß sein Knecht am Sonntage in verwahrlostem Anjuge herumgeht. Der Tenoffe des Staatrs, welcher für den Schutz desselben seine Haut zu Markte tragen soll, besitzt doch wohl ein Recht, zu fordern, daß der Staat ilim diese Haut bedeckt, während er sich zur Erfüllung der fraglichen Pflicht in den Waffen übe« muß? Der Staat, welcher auf Gleichförmigkeit und Sauberkeit der Goldatenkteldung Getvicht legt und legen muß, darf doch gewiß seine Reservs-Männer nicht in der Weise vernachlässigen, die uus beute zu redtN zwingt. Die Reservemänner, welchen der Staat während der Uebung entwedrr gar keine, oder nur die schlechteste Uniform gibt, ziehen ihre abgerissensten Kleider an, um die besseren zu schonen. Wir mögen dies aus manchem Grunde bedauern, allein der Staat, welcher so knausert, ist nicht befugt, den Reservemännern deßhalb einen Bvrwuls zu machen: der Slaat hat kein Recht, zu verlangen, daß der Einzelne besser sein soll, als die Gr-sammtheit. Aie Wiener WettausMung und die Ausgleichspolitik des Ministeriums. Unter der Aufschrift „Polilische Hintergedanken" bringt der ^Wanderer" eine Ansicht über die Beziehungen der Wiener Weltausstellung zur Ausglrichspolitik drs gegenwärtigen Ministeriums, welcher man vielleicht nur deßhalli die Berechti' gung abzusprechen aeneigt sein könnte, weil die Wahrheit gar zu naheliegt und gar zu natürlich erscheint. Dlese Hintergedanken sind aber folgende: „Wenn die Wiener Welt'AuSstcllung weder im Interesse der österreichischen Bevölkerung, noch in dem der ausländischen Fabrikanten liegt, und wenn wir das neugierige Publiknm sammt den „riesigen Speise-CtabliffementS" im Namen deS guten Geschmackes streichen: Wrm könnte dann noch an dergal^n PhantaSmagorie etlvnS liegen? Vielleicht dem Ministerium Hohenwart? Wer weiß? DaS Ministerium hat einen so großartigen .Plan" inS Werk zu setzen, sein „Programm" lvar von vornherein so auf „alle Eventualitäten" berechnet, daß man auf die Ver-muthung kommen darf. eS habe auch die Musik mit IN Anschlag gebracht. Ein großes Orchester, welches anderthalb Jahre gestimmt wird und dann ein Jahr lang spielt, wäre die passendste Beglei-wng zu der Haupt- und Staats-Aktion, welche so eben in Szene geht. Je mehr die Zahl der Musikanten wächst, je brausender daS lutti an. schwillt, je toller die Variationen wechseln, desto mehr tvird die Aufmerksamkeit der Masse angezogen und abgeleitet, desto ungenirter können allerhand Allotria getrieben werden. Metternich regierte bekanntlich mit Strauß' schen Walzern und „Backhendln." Diese «gutcn alten Zeiten" sind univiederbringUch vorbei. Die Walzer haben ihre Zugkraft verloren, und dir Hendln find zu Infusorien geworden. Wer jetzt daS Publikum ueutralistreu uilll, bedarf kräftigerer Mittel. Um einen „Ausgleich" unvermerkt zu bewerkstelligen, einen Reichsrath —sich selber „weg-revidiren" zu lassen, muß mau eine „Welt AuS-stellung" extemporiren. Es paßt Alles zu dieser Hypothese — denn natürlich, mehr als eine Hypothese ist eS nicht ; Niemand kann die Wege der unergründlichen Her-reu ersorschen. in deren Händen gegenwärtig Oeslerreichs Schicksal rulitl Wer veranstaltet die „Welt-Ausstellung?" Die österreichische Industrie? Neil». Der österreichische Handel? Nein. So wenig wie das Ministerium Hohenwart. Niemand als Freiherr v. Schtvarz. Wenn trifft der Ruhm dieser gewaltigen Schöpfung? Niemand als Herrn v. Schwarz. Wen das Fiasko? Kaum den Herren v. Schwarz; denn ein Mann kann unmöglich Alles machen. Unter allen Um-stünden aber kommt daS Ministerium mit heiler Haut davon; denn daS Ministerium thut offiziell Nichts bei der ganzen Sache, macht sich zu Nichts verbindlich, gibt höchstens etlichen Beamten unter der Haud Urlaub und läßt im Uebrigen machen und geschehen. Die Ausstellung nimmt sich gerade so aus lvie ein inspirirtes Organ, welche» imTugendmantel einherschreitet und „einem längst gefühlten Bedürfniß" abhilft. „Oesterreich hat keinen andern Gedanken alS das „Geschäft." sein ganzes Dichten und Trachten ist aus daS „Arran-gement'' im Prater gerichtet; eö ahnt gar nicht» davon, daß man um seinen Rock würselt. Verfassung und Reichsrath sind völlig gleichgiltige Dlnge; Damenstiesel. Meerschaumpfeifeit, Zucht-stiere und Renttpferde, daS sind die Hauptsachen. Wer iveder Meerschaum, noch Stiefel, noch Pferde und Ochsen auszustellen hat, der sährt wenigstens begeistert zum „Speisen" herbei. Nur Eines steht zu besürchten. und daran könnte der ganze Pian noch einmal extra scheitern. »Venn Herr v. Schwarz auch sotist „daS Unmögliche möglich machen" >olltc. Wer wird im Prater ausstellen? Die Ungarn erklären, sie würden als „Gäste" kommen; die Insassen der Stefanskrone werden zu den „Ausländern" zäh. len, tvelche sich bekanntlich schon so „außerordentlich rüsten." Die Boechesen und Dalmatiner reichen mit etlichen Schubkarren aus. Die Slo-Vknen werden an ihren „Nalionalitäten" auch nicht schwer zu fahren haben. Die Polen haben schweres Vieh, hübsche Pferde und gutes Korn. Die Tschechen können den „Ausgleich" zu Markte führen. Was werden aber die Deutschen thun? Werden sich die Deutschen entschließen, die Produkte ihres Fleißes, ihres Kunstsinnes, ihreS Kampfes mit dem Boden und dem Unterboden sorgfältig im Prater zu ordnen? Wenn Ae frei-lich eine nationale Sache aus der Ausstellung »nachen wollten, sie könnten den sämmtlichen „Rationen" ettvas zu rathen geben und sich einen glänzenden Triumph sichern. Aber die Frage ist, ob sie tvollen. Es könnte ihnen auch durch den Kopf fahren, Oesterreich einmal hinzustellen, wie es ohne die Deutschen ist, die Ausgeglichenen allein auf dem Kampfplatz zu lassen und der Welt da» absolute „österreichische Bewußtsein" in seiner ganzen Hohlheit und Nichtigkeit zu zeigen. Eine glänzendere Vernichtung politischer Schrullen, ein einfacheres Zerplatzen einer schillernden Seifenblase wäre noch nicht dagewesen. Und wir wetten, die Deutsch-Böhmen sind schon auf dem Wkge zu einem solchen Entschlüsse; in Ober - Oesterreich kostet eS nur Ein Wort; Nieder-Oesterreich und Steiermark sammt Kärnten scheinen uns durchaus nicht von brennendem Eifer beseelt zu sein, in Andermann'S Karten hineinzuspielen. Und was den»,? Kurz, die Sache steht so: Die ganze AuS-trommelung der „Welt-AuSstellnng" ist kurz vor der Auflösung der Landtage und deS ReichSra-theS verordnet worden. Ohne jeden Zweifel ver. drängt das Wahlaeschäft jetzt alle AuSstellungS-Gedanken. Die Deutschen werden ihre Pflicht thun. das versteht sich von selbst. Hat daS Ministerium Recht mit der Auflösung gehabt, eröbert eS sich in den Landtagen eine Majorität, beschließt diese Majorität ettvaS DeutsthfeindlicheS. „revidirt" sie die Verfassung im ultramontaa-feu-dal nationalen Sinne: dann ist die Welt-AuS-stellung gewesen. Ein antideutsches Oesterreich vor dem Auslande zu Ehren zu bringen, keinem Deutschen ein." Am Geschichte des Hages. Eine der ersten Vorlagen, welche die Regie-rung den Landtagen gemischter Nationalität Machen lvird, soll ein Nationalitätengesetz betres-fen. Der steiermärkische Landtag würde zum Beispiele behuss Entscheidung nationaler Fragen zwei Gruppen (Kurien) bilden: eine deutsche und eine slovenijche und würde ein giltiger Beschluß nur dann gefaßt, wenn beide Gruppen übereinstimmen. Ferner soll jede Gruppe daS Recht erlangen, ihre Stammgenossen für nationale Zwecke, Schulen und dergleichen zu besteuern. Rußland will sich mit dem Papste ausgleichen. Dieser Tage wird in Rom Sumarakoff erwartet, tvelcher mit der fraglichen Sendung betraut ist und sollen die Vorschläge Rußlands nach, stehende Punkte umfassen: Einführung der rufst-schen Sprache in allen katholischen Provinzen — Anerkennung der heiligen Synode in Petersburg als kirchliche Behörde für die Priesterschaft — Rückkehr der nach Sibirien verbannten Bischöfe FclinSki, KrasinSki u. s. iv. in ihre Diözesen und Beschenkung eine» jeden mit dreitausend Rubeln behuss der Wicdere»ns,j)ung — Bestellung eimS Ministerresidenten beim Papste — Theilnahme an einem Zusammenwirken der Mächte zur Wiederherstellung deS Kirchenstaates. Frankreich will die Lehre der Nordame-rikaner. das gute Beispiel ver Schweiz und die eigenen bitteren Erfahrungen nicht beherzigen und verlangt nach einem allmachtigen Präsidenten. Vom Stuhle eines solchen auf den Kaiserthron führt ein kühner Schritt. Thiers wird diesen Schritt nicht unternehmen, wer aber bürgt für seinen Nachfolger? Vermischte Vtachrichten. (Das bewaffnete Europa.) Nach einer Darstellung der Wehrverhültnifle in Europa, die in der Buchhandlung Seidel und Sohn ^u Wien erschienen, betragen die militärischen Streitkräfte aller Staaten dieses WrlttheilS die G,. sammtzahl von 5.164.300 Mann, S12.294Pfer. den. 10.224 Feldgeschützen und 800 KugelspriKen. (Ein Neschenk Frankrei chS.) Ueber die Schenkung von hunderttausend Hektaren Landes in Algerien für die Tlsässer. welche dahin auswandern wollen, macht HanS Wachenhusen in der „Kölnischen Zeitung" folgende Bemerkung: „Hunderttausend Hektaren Landes in Algerien, »vas heißt das? Es sind ebenso viele Hektaren elenden, nichtsnutzigen Sandes, langer, unabseh« barer Kiesstrecken, an denen nur die scheckige El-ster, die Natter und der Skorpion ihre Freude haben — harten, unerbittlichen Bodens, allenfalls unterbrochen durch die im Sommer ausgetrocknete Sebka. die schüsselförmigen Betten der Binnen-Salzseen. mit zerspaltenen und zerriffenen kachel-förmigen Salzkrusten bedeckt, von der Zwergpalme überwuchert und meist unfruchtbar durch die salzigen Änfiltrationen, welche den BaumwuchS fast uumöglich machen. Und diejeS Danaer Geschenk bietet man als patriotische Gabe den Eljäfsern und die ganze französische Nation schläft sich wieder vor die Brust und ruft; Was sind wir wieder groß, was find wir doch sublim!" Wehe de« armen Elsäffern, die sich zur Auswanderung verlocken lasten! (Photographische Aufnahmen als Beweismittel.) Bor dem Obergerichte in Schwyz wurde künlich eine merkwürdige Äreit-sache verhandelt. Die Parteien hatten sich, um die Kosten des gerichtlichen Augenscheins und eines Plaues zu ersparen, geeinigt, den Htreit-gegenständ photographtren zu lassen uud die Richter urtheilten auf Grund dieses Beweismittels. (Theuerung in Großstädten.) Das „Magazin für die Literatur des Auslande«-schildert die theuerung in Troßstädten. „Um mit Wie» anzufangen, so find Miethe, Pferde und Wa^n und Möbel während der letzten zwanzig Jahre um hundert Perzent gestiegen. Selbst ehemals reiche Leute, die mit ihiem Einkommen glänzenden Luxus treiben konnten, fühlen fich jetzt mit demselben Reichthnme genöthigt, zu knausern und wie Geizige zu leben. Im Durchschnitt braucht man jetzt achtzig Perzent mehr, um ebenso zu leben, wie vor zwanzig Jahren. Während derselben Zeit stiegen in München die Preise für Nothwendigkeiten dcs Lebens in den verschiedenste« Graden. Für Hammelfleisch hundert. Kalb- und Rindfleisch siebzig, Brod und Wild fünfzig. Weizen achtundzwanzig, Bier sie« benundvierzig, Feuerung elf Perzent Gute uud beste Wohnungen find jetzt doppelt, geringere fünfzig bis fünfundfiebzig Perzent mehr Werth. 3« Berlin müssen gerade die armen und kleinen Leute für verächtliches, beschränktes Unierkommen. wen» fie es überhaupt noch finden, im Berhältniß bis doppelt so vikl zahlen, wie reiche Leute sür ihre großen Wohnungen. Dabei sind die Arbeits-liih«e ia Wie« nur sünszehn bis zwanzig Berzent und in Berlin durchschnittlich wohl nicht viel höher gestiegen. Ein diplomatischer Bericht eines englischen Kegations-SekrelärS versetzt unS mit einem Sprunge nach Brüssel, wo der Legations-Sekretär für ein zwar standesgemäßes, aber sehr ruhiges Leben mit Frau und drei Kindern in einem Jahre nicht weniger als !600 Pfd. Sterl. brauchte, also mindestens 10.000 Thlr. Alle an- deren Leut^, die zehn Ma! und noch weniger haben, lkiden unter dieser Theuerung mehr als wohl in jeder anderen Großstadt. Bon 18ö2 bis 1869 waren die unentbehrlichen HauSbedürfniffe und Lebensmittel zwischen 25 und 90 Perzent gestiegen. Im Haag, der Haupstadt Hollands, wo fich Rang und Reichthum zusammendrängen, ist eS gleichwohl verhültnißmäßig billiger geblieben, als in jeder andern Großstadt. Die Steige-rnng beträgt seit den letzten 20 Jahren nicht über 30 Perzent, wovon nur die WohnunjiSmiethe eine Ausnahme macht. Jm Uebrigen hat auch in dem sruchtbaren. billigen Holland diese Anziehungskraft deS wohlfeilen LebenS aufgehört. Eine Haushaltung kostet dort im Durchschnitt ein Drittel mehr als in der Schweis. Man sollte glauben, daß weiter nach dem Norden hin, wo weder Ueber-völterung herrscht, noch durch Einwanderung eine Zunahme zu hoffen ist und im Gegentheil die Auswanderung immer mehr steigt, der Kamps nm'S liebe Leben leichter, statt schwerer geworden sei; aber eS hat fich ermiltelt, daß man zunächst in Kopenhagen zweiundz«vanzig Perzent mehr brauche, um ebenso zu leben, wie vor zwanzig Jahren und noch mehr, um ebenso zu ivohnen. In Stockholm ist eS noch schlimmer. Dort hat der LuzuS. namentlich auch in Vertilgung alkoholischer Flüssigkeiten, so zugenommen, daß im Durchschnitt AlleS. was man braucht, fünfzig Perzent mehr kostet. In den Großstädten Rußlands. namentlith in St. Petersburg, stand zunächst die WohnungSmiethe immer höher, als wohl in jeder Hauptstadt Europas. Zwei möblirte Zimmer in der höchsten Etage eineS Hotels kosteten einem Engländer 1400 Rubel im Jahre. Wenn ein einzelner Herr, der guten Gesellschaft angchörig, mit 5000 Thalern im Jahre auskommen ivill, muß er noh ein guteS Talent für Sparsamkeit haben. Die kaufmännischen Kreise und liesseren Mittelklassen Rußlands entwickelten neuerdings eine solche Sucht nach LuxuS und Pracht, daß sie auch mit ihren hohen Einnahme« in Verlegenheit, Noth und Schulden und nicht selten unter den Auktionshammer geraihen. DaS ivird wohl anderswo auch nicht viel besser sein. Nur die höchsten, vornehmsten Klaffen Rußlands sollen nicht luxuriöser geworden sein, im Gegentheil sparsamer. Sie lieben eS. lvährend der Sommeimonate ihre Residenzpaläste ganz zu schließen und in Berlin oder in einem deutschen Bade sür den nächsten Winter zu sparen. Besonders große Noth haben sie mit den Dienstboten, welche seit Aufhebung der Leibeigenschaft und der Prügelstrafe über hundert Perzent mehr Lohn verlangen und bekommen und fich auch noch auf Kosten der Herrschaft ungestraft betrinken und bereichern wollen. Je mehr Prügel fie früher bekamen, desto weniger vertragen fie jetzt nur ein ernstes Wort der Zurechtweisung. Russische Hausmätichen in besseren Haushaltungen litkommen 130—150 Thlr. Lohn, außerdem Theegeld. wofür fie gern Branntwein kaufen sollen. Dabei erwarten fie nicht nur ein reiches WeihnachtS-, sondern auch Oster-geschenk. Der gute herrschastliche russische Kutscher bekommt 600—700 Thlr. Lohn jährlich." (Gegen die Cholera.) Die nieder« österreichische Statthalterei hat für Wien und die Umgebung folgende GesundheitS-Maßregeln angeordnet: 1. Die behandelnden Aerzte sind verpflichtet, etwaige CholerasüUe sosort zur Anzeige zu bringen. 2. Die Gemeinde Wien wie die Borstände der angrenzenden Gemeinden haben sosort die systematische Räumung aller Hausund Hauptkonäle, der Senkgruben und Aborte vornehmen zu lassen, mit der Desinfektion derselben zu beginnen und mit letzterer regelmäßig fortzufahren. 3. Desgleichen wird es für noth-wendig erkannt. Gebrechen in den einzelnen Häu-fern zu erheben und nach Möglichkeit schleunigst abzustellen. Bezüglich der zivil-ärarischen Gebäude und Anstalten wird in Wien die Gemeinde, in den Gemeinden außerhalb der BerzehrungSsteuer-Linie die betreffende BezirkShauptmannschast er-mächtigt, in gleicher Weise wie in de« Privathäusern vorzugehen. 4. Die LebeiiSmiltelmärkte und der Hausirhandel mit Lebensmitteln find strenge zu überwachen. 5. iSndlich wird die AuS-Mittlung von Cholera Nothspitülern in Wien und den nächstgelegenen Orten und die Sicherstevluug der Einrichtungsgegenstände mit dem Beifügen angeordnet, daß im Falle eineS Auftretens der Epidemie im Interesse der in den öffentlichen Krankenhäusern in Behandlung befindlichen Kran-ken und um durch eine übermäßige Anhäusung von iZ^holerakranken nicht zur Bildung von Seuchenherden zu führen, eine Aufnahme von Ehole-rakranken in diesen Spitälern «icht znlässig erscheint. Marburger Berichte. (Aus der Gemeindestnbe.) In der letzten Sitzung des Gemeindeausschusses wurde Herrn Joseph Koroschetz die Bewilligung ertheilt, in seinem Hause — St. Magdalena. Nr. 91 — daS WirthSgeschäft zu betreiben und wurde ferner genehmigt, daß Herr Franz Adler seine GasthanS-konzession in der Kärntner-Borstadt Nr. 48 ausübe. (Pferde ertrunken.) Am 25. d. M. Nachmittag stürzten zwei Pferde deS Grundbefttzers Faritsch in Zwettendorf samm dem leeren Wagen von der Schlapfenstraße in die Drau uud wurden unterhalb St. Peter todt ans Ufer gezogen. Der Schaden belauft fich auf 400 fl. (In der Feistritzer Schmiede.) In Feistritz bei Lembach wurde dieser Tage ein Pferd beschlagen. Der Schneidergeselle Blasius Forstner. welcher in der Schmiede »usah, wurde vom Hufe desselben in den Unterleib getroffen uud starb an der Verletzung. (Ertrunken.) Der achtjährigeTaglöhnerS-sol»n Ludwig Reschek begab fich am 27. d. M. Bormittaa in Begleitung eineS Schulkameradeu auf die Lände, um dort zu fischen, stürzte von der Plätte in daS Wasser uud ertrank. (Aufgefundene Leiche.) Bei der Wehre deS Bleichers in St. Joseph wurde am 28. d. M. ein männlicher Leichnam aufgefunden — von mittlerer Größe, mit schwarzem, graugemisch. tem Haare. Bekleidet war derselbe mit einem Spenser von grünem Tuche, mit eine« schwarz, tuchenen Leibchen, mit grauen, braungestreiften Hosen. Das Hemd war mit den Buchstaben I. M. gemerkt. Der Leichnam dürfte vier Wochen im Wasser gelegen haben. (Schadenfeuer.) Am Montaa, 9 Uhr Nachts entstand im Lorber'fchen Wirthjchaftsge-bände — am linken Drauufer unterhalb der Eisenbahnbrücke — ein Brand, bei deffe» Löschung die freiwillige Feuerwehr zum erste» Male chätig war. Auch die städtische Spritze war erschienen. Die Mitglieder der Feuerwehr gegen hundert an der Zahl — arbeiteten mit Ausdauer uud Erfolg; denn ihren Bemühungen ist's hauptsächlich zu danken, daß daS Wohnhaus nicht von den Flammen ergriffen wurde. Die Feuerwehr verließ erst um 2 Uhr Morgens die Brandstätte und war beim Rückmärsche noch vierzig Mitglieder stark. Das Feuer soll gelegt wordeu sein. Das Gebäude war versichert. (Robot uud Zehent.) Als in St. Martin am Bacher die Wahl der Wahlmänner Vorgenommen ward, geriethen mehrere Bauern mit dem Pfarrer wegen „Robot nnd Zehent" in scharfen Streit und wurde letzterer genöthigt, daS Feld zu räumen. (Katholisch-konservativ.) JuWin-disch-Graz ist ein katholisch-konservativer Berein gegründet worden. (Zu den Lan d tagSw a hlen.) Herr Dr. Prelog ist von seiner Kandidatur zurückgetreten und ist vom slavischenWahlkomite Herr Dr. Radeh aufgestellt worden. Die freifinnige Partei im Wahlkreise Marburg (Landschaft) rechnet auf mehr Stimmen als bei der früheren Wahl. Jn Pettau (Stadt) hat Herr Direktor Aichna erklärt, zu Gunsten deS Herrn Joseph v. Kaiserseld zurücktreten zu wollen und ist letzterer iu der Wählerversamm-lung vom 28. d. M. einhellig als Kandidat an-genommen worden. Im Wahlbezirk Pettau-Land-schaft soll Herr Notar Rodoschegg Aussicht haben, anstatt des Herrn Michael Hermann geivählt zu «Verden. (Tamser Wabl.) In Folge klerikaler Umtriebe ist kestern bei der Gamser Wahl!die freisinnige Partei mit 8 Stimmen gegen neun unterlegen. Gewählt wurde der TrundbefiKer Anton Hlebilsch. (Am 4. September.) Die Landtags-Wahl str Marburg (Landschaft) soll in der Win« ter-Reitschule der Kavallerie-Kaserne stattfinden. (Vom Südbahnhof.) Bekanntlich hat das Kriegsministerium auS militärischen Gründen einen sehr großen Werth auf den raschen Ausbau der Strecke Billach granzenSfeste gelegt und die Südbahngesellschaft wiederholt ersucht, dafür Sorge zu tragen, daß jene Strecke noch vor der vertragsmäßig festgesepten Zkit, d. i. vor Ende Oktober des Jahres 1872 vollendet sei. Die Ge« sellschaft hat nun mit Bezug hierauf da» möglichste aufgeboten, mehr Arbeitskräfte verwendet, bedeutende Summen verausgabt, nur um dem Wunsche der Staatsverwaltung nachzukommen und soll die Linie wirklich noch im Laufe dieses Jahres dem Betriebe übergeben werden. Nicht so willfährig zeigte stch jkdoch die StaatSverwal« tuug gegenüber der Gesellschaft. Diese hat näm-lich für den ihr durch den beschleunigten Bau erwachsenen Mehraufwand irgendwelche billige Entschädigung beansprucht, ste jedoch biS zur Stunde, trotz der Befürwortung deS Handelsministeriums noch nicht erhalten, weil der Finanz- Ais zum Schaffst. Bon Z. Mühlfeld. (Fortsetzung). „Im Zuchthaus!" wiederholte der Alte. «Fragt nur den Bater Martin, der kann eS Euch erzählen. O, der kennt solche Geschichten!" „Da hat man eS jal" rief der Knecht. „DaS sollte unsereins gewesen sein, aber ein Bauer freilich, der kann fett schmieren. Er wird die Ge-richtSherren schon abgefunden haben, daß sie so geschrieben haben, wie er eS haben lvollte. Wo Geld ist, da ist auch Recht." „Pfui! rief da» Mädchen, .»schämt Euch, über die Herrsehaft so »u reden. Und über den jungen Herrn zumal, der Niemand etwas zu Leide thut und so gut und sanst ist. Der hat kein böses Gewiffeu." Die Beiden lachten roh. „Sei still, Bater", rief der Knecht, „der Dörte hat eS der blondlockige Vengel mit seinen großen Augen angethan. Ich habe eS längst gemerkt, weshalb ste gegen mich so zimperlich thut. Ich biu ihr nicht gut genug, sondern eS soll der Bauersohn sein, der ste gar nicht ansieht." „Du Tolpatsch!" rief daS Mädchen, welches über und über glühte. „AuS Dir redet der Aerger, daß ich von so einem wilden Kerl nichts wissen mag. der bei Trunk, Spiel und Raufen stets voraus ist. Gleich geh, ich will meine Sache allein machen, oder ich rufe den Bauer!" „Sei still. Bater, laß sie gehen. Bielleicht nimmt sie der ^itz; dem Bauer kann eS ja recht sein, denn ein Mädchen, an dem waS ist, nimmt den TollhäuSler doch nicht zum Mann." Plötzlich wurde eS hinter dem Knechte laut und ein scharfer Hieb fiel auf seinen Rücken so unerwartet und hart, daß er vor Schreck und Schmerz laut aufschrie. Als er stch umwendete, stand der Bauer mit zornig geiöthetem Gesicht und hocherhobencr Reitpeitsche vor ihm. In schneller Folge hieb er unbarmherzig auf den Knecht loS, über Brust und Gefichr, daß bald das Blut hervorquoll und der Bursche winselnd vor dem Bauer in die Knie brach. Der Taglöhner wollte dem Bauer in die Arme fallen, allein dieser rief im höchsten Grimme: minister dagegen ist und erklärt habrn soll; „Was gsht mich die Bahn an. ich habe kein Geld für solche Sachen. KritfKaßtil dtt NedM«. Herrn Jakob Petschovnik und Genoffen in St. Leonhardt. Ihr Eingesandt zu Gunsten deS Herrn Dech. Tutek und gegen Herrn Dr. Zug kann nicht aufs genommen werden. Sie find in der fraglichen Sache unmittelbar nicht betheiligt; die ZeitungS-fehde zwischen den genannten Herren ist aber schon auSgesochten und wurden die Leser durch den weitläufigen Schriftenwechsel derselben voll-komme» in den Stand gesetzt, sich ein gerechtes Urtheil zu bilden. Eingesandt. Gymnastiker - Gesellschaft K. Merkel. Die von ihrem Gastspiele im hiesigen Theater noch im b^ten Andenken stehende Gymnaftiker-Gesellschaft Karl Merkel wird heute und morgen im Götz'schen BrauhauSgarten zwei Vorstellungen geben. Unter andern Sehenswürdigkeiten produ-zirt Merkel auch die Belozipedsahrt in der Luft und wird auf einem nur V» Zoll dicken Drath-seile in der Höhe von 80 Fuß eine Strecke von „Seht Euch vor. Murner. daß es Euch nicht ebei^so geht wie diesem Halunken! Verdient habt Ihr eS auch l" Cr ergriff den niedergestürzten Knecht bei den Haaren, drückte ihn nieder und strafte ihn so derb ab, daß sein Wehegeschrei über den ganzen Hof drang und alle Insassen desselben erschrocken herdeistürzten. „So", rief der Bauer athemloS. „daS war das Erste, und nun vom Hofe mit Euch beiden! Nicht eine Stunde dulde ich Euch mehr im Ring". Einreden und Bitten blieben vergeblich. DaS Wort des Bauers galt. Die erschrockene Magd war mit ihrem Bnt-terwagen so schleunig als möglich vom Hof davon-gefahren. Sie fuhr jedesmal in der Mittagsstunde von Tenglin weg. ließ sich mit der Fähre über den Strom setzen und langte zum Abend in der Stadt an. Anderu Morgens bezog sie dort den Markt und traf gegen Abend wieder zu Hause ein. Als sie am Abeab nach jenem Borfall wieder in den Ring einfuhr, hegte sie große Angst, waS nun kommen würde. Mit klopfendem Herzen ging sie in die Stnbe. um dem Bauer daS gelöste Marktgeld und die gemachten Besorgungen zn überbringen. Sie fürch« tete einen Auftritt. Doch der Bauer war ruhig und gleichmüthig wie immer. Er zählte daS Geld, nahm die Gegenstände in Empfang und fragte nach einzelnen Marktpreisen, die Dörte hatte erfragen muffen. Dann sagte er bloS: „Die MurnerS habe ich beide davongejagt. Hüte Dt» Dich vor ähnlichen Redereien!" Weiter nichts. Dörte eilte, daß sie hinauskam, und athmete erleichtert auf, so leichten Kaufs davongekommen zu sein. Die beiden Murner aber fanden auS Aurcht der Leute, den reichen Ringbauer zu erzürnen, im ganzen Dorfe kein neues Unterkommen. Bauern halten zusammen. Sie lieben stch nie, aber die Gemeinschast» lichkeit ihrer Jntereffen den Leuten gegenüber re-spektiren sie stetS. ES vergibt Niemand der Würde deS Andern etwaS. weil er der eigenen Würde zu schaden fürchtet. Die Murner blieben, da der Ringbauer sie vom Hofe gejagt, so schimpflich sortgejagt hatte, in Tenglin und der Umgegend geächtet, so hart daS war. Die beiden Männer, Trotz und Haß in der Brust, zogen über die Grenze, um in der Fremde neuen Dienst zu suchen. 120 Fuß durchfahre», und zwar hin uud zurück, mit solcher Schnelligkeit, daß diese doppelte Fahrt kaum die Zeit einer Minute in Anspruch nimmt. Mit dem Beloziped in Verbindung ist ein Trapez, auf welchem ein zweiter Künstler während der Fahrt die gewagtesten Evolutionen auSsühren wird. Wir bemerken hierbei, daß die Gesellschaft Merkel nur auf der Durchreife in Marburg ist. daher unwiderruflich nur heute und morgen die Bor-stellung stattsindeu kann. Ein Theaterbesucher. Letzte Vpst. Auf highere Weisung ist di« religiöfi Frage vom Programme des Asterreichische« Lehrertage» gestrichen worden. Sur Eröffnung de» Landtage» i« Vrag werden außer de» deutsche« Abgeprduete« auch sSmmtliche einflußreichere« Partei«A««er nebst alle« Bürgermeister« Deutschböhmeu» erscheine«, um hosort «ach der Kundmachung de» Ru»gleich» die gemeinsame Abwehr zu beschließen. Ztalie« be?e««t stch ««»drüeSlich zur «e meiusamkeit der Iutereffeu mit Oesterreich und Deutschlaud. Nach diesem Borfalle wnrden die Lente- im Dorfe noch vorsichtiger in Reden über den jungen Fröse. Da derselbe einen Tag wie den andern rnhig seines WegeS ging und weder etwas vom bösen Wesen zeigte, noch Unglück anstiftete, so beruhigte sich^ allmälig ihre Aufregung und Furcht. Der alt? Martin behauptete, der Bauer müsse entschieden von ihm auch etwas wiffeu, denn er habe ihn einigemal bitterböse angesehen und spräche kein Wort über Wetter und Zeiten mehr mit jhm, wie er das sonst zu thun pflegte. Als er zu Neujahr in den Ring kam, um sein Geschenk zu holen, da merkte er an der Karg-heit desselben am dentlichsten, daß etwas ge-,chehen sei. Er wurde wie ein Bettler im Vorhaus ab-gespeist, statt wie sonst in die Stube gerufen zu werden, uud verwünschte im tiefsteu Herzen denjenigen, welcher ihn beim Bauer verklatscht habe. Er hätte doch zu allererst seine eigene Znnge verwünschen sollen. Daß er übrigens schwieg und die schlimme Beränderuug trug, ohne den Baner nm den Grnnli derselben zu befragen, bezeugte am deutlichsteu, daß sein Gewissen sich der Schuld dieser Znnge nur zu wohl bewußt war. Der Frühling kam. Der Winter war still und einsörmig vergangen. Der Bauer holt in den kalten Tagen den im Sommer versäumten Schlaf nach. Johann, der älteste Sohn des Bauers hatte die arbeitsfreie Winterszeit benutzt, um sich nach einem Mädchen nicht seines Herzens, aber doch seiner Wahl umzuschauen, die er als Frau in den Ring heimführen könne. Der älteste Sohn vom Ring konnte natürlich auf das reichste Mädchen in der ganzen Gegend Anspruch machen. Dasselbe wurde auch in eine« mehrere Stunden von Tenglin entfernten Dorse gefunden und die Brautwerbung fand statt. Wenn die Getreideernte nächsten JahreS vor-bei sei, sollten Maurer und Tischler im Ring er-scheinen, das Auszngsstübchen neu in Stand setzen und auch in dem alten Wohnhause mau-cherlei der Zeit gemäß einrichten und verändern. Nach dem Erntedankfeste sollte auch gleich Hochzeit sein. (Fortsetzung folgt.) A« Vitz'sch«« Bra>hM-Garte» ht«te und morgen der ersten earopiiischtk Gymiaftiker Gesellschaft vo« Cheükr Alhsmbrn in Lo»don unter der Direktion: «. Merltvl Besonder» zu erwähnen: V4I«»«lpHÄL«I»rt li» Ä«!» auf einem nur '/zzölligen Drathseile in der Höht von 80 Kuß. »NN« frei «knv «iner «»»«nrir-tHnse ausgeführt. Mit dem Velocipöd in Verbindung ist ein VrMpeK, auf welchem ein zweiter Ritnftler vttlirON«! ^er kAkrt die gewagtesten Evolutionkn ausführen wird. Die Urtheile der Presse in allen Großstädten haben diese Bölocipödfahrt einstimmig als die eleganteste Luftfahrt bezeichnet, welche jemals prvdnzirt worden ist. Es finden unwiderruflich nar 2 Varstvltun«»», nämlich heute und >i»orgen statt. Nähere» die großen Plakate. (634 K. k. priv. Siidbahn-Gesekschast. Am 1. September l. I. lvird die Wr. Reuftadt'Grammat'Renfiedler'Eisenbahn, deren Belrieb die k. f. pri). Südbahn GrscUschaft ülnr nommen h't, für den Personen« U"d Sachen-Verkehr eröffnet. Das Nähere enthalten die Piaf^Ue. Wien, im August 1871. 532) Vit Seneral-Virektiou. Lei 38b Griisn ?»«>I»«mIlre> ii» Xuvvkkl 7.U folxvnävn ?rsi8sn: t^IIdernv t?l>tn<>vrukren von tl. 9—12 „ vristkllsla« . „ 12—1b 4nkerukr«n » » 1b—18 „ x»»« kein „ . n 19—24 kvmvatvlr „ n 21—35 <vne V»men«I»rvn « » 26—80 Lmkil n . n 80—üv . „ 60-80 . » 39-02 „ „ nvmovtoir st Uerrenukren ^n1c«r >» kvmontoir 75-110 pea^rlalirvn, 2^»drixs (ziaraiiUo, kvino Xä«ton 8 1'»x (Zokvortrs . . von ti. 18—23 „ 8tun6o»>okl»e . st 30—84 „ Vivrtoirspvtition . „ 50—60 kop»r»tursv vsrävn billigst dvrvoliust, sokavil unä xut ausxotukrt. Zilkrdurx im 1871. Vom 1. September an tostct das Pfund Rindfleisch 22 kr. Ailb- «id Ichvtiijltisch SS ltr. bei Josef Ba««a««, Mtlschhauer, Posttiaffe. (526 535) Grummet an der Wurzel ist zu verkaufen. Comptoir dieses BlatteS. RäbereS im äsr aineirlkanlsvlivi» OnN«»! Aikeeler L ^ilm S. 80 kür lintontÄsiniarli sinilg unil allsln in AiÄltlirx bei MitnuÄ k«II«r, llerroll8S88e 112, 1. Lwelc. von 324 Was Kowe Mfimaschinen Mr Sekusler m«! Selliieiiler. ^oMommsns»' 2viru uiiä Naävlu degter (Zualität. ^slvn-fkii^rvvrliv »li» ^om pwtsii pzfmtoclinluclisn I^»bi,r»tonum, »I»! Xaktte», Achwärmrr, Limktn», Fallschirme, Luflftückr, Slumtn pte. pr. »lüeli l, L. S, ü, 10, Lv, ZV lif. vsrllkutt äik lnilustriv-Nallv 450 llerrenjx»«»« lZA. Gdlkt. (Ü22 Bom k. k. Bezirtsjlerichte Miirbutj^ werden Di'jeltigkn. welche als Gläubiger a., die Vei-l'isscnskhast der am 31. März 1871 zu Maria Rast ad intesww verstorbenen GrnndbkfiKcrin Frau Theresia Frrsch rine Ford^runt, zu stellen hallen, aufgefordert, in der Katizlei dcs in diescr Vttlasse^sache als Gerichtskommissär bestellten t.k. Notars Dr. Franz Radry zu Marbnrj,. Grazer-Vorstadt. Ttgttt!»»ffftrahe Nr. 13. zur Anmeldung Dtuthuung ihrrr Ansprslche am IN. September 1871 BormittaqS 9 Uhr z>t erscheinet,, oder bis dahin schriftlich il)r Gesuch zu überreichen, tvidri-gen» denselben an die Bcrlassenschaft, wenn fie durch l>ie Bezahlung der angemeldeten Forderungen erjltiöpst lvürde. kein weitenr Anspruch zustünde, als insofcrnt ihnen ein Pfandrecht gebührt. Marburg am 13. August 1871. Der t. t. Notar als GerichtSkommiffär: Dr. Fr. Radey. L .5° »» GF-. vri^inAl-MM^eliinkn. Vke lSInx«r Al«nat»v<»rlnx O«. grössto Mtims»vkimnf»l»'ill öve MN. Die »llgemeino öeliolztkoit, <1sren «iek liik'Lst ^!^«eliii>sn iiikt p l>os»on Vl)r?üj?« «rLrvuon, Ii»t vielLttvIi Vernulassuuj^ k?k^vl»en, öio k'irm» unä t'ttl,r.lism»rlrv ttpr Linss«»?Oompnkniv 7U l>or»üt^/t », um lln» s'ultliltum clui'cl» NkvKsjVMÜvIltvG luzt vnn p<'rms?er (Zütv 7.u täusekon. Dkmlt Äivsvm llilisAdiAueks vorasbsugt ^inl, Kai »lvk öiv Sinyvr »anusae-tufinv Vo. veranlasst gosakvn, öuren ävn Untorkvivknvtvn «l« «lUVIKS» »IlVllRtUV« ftm liie8l^en l^lkd/.o 7.U errieliten. — joklor Vfirä ein Dvrtlt^^ o(?or ^rTPNMgGIGUsjNiHS vvlekst« r ^G^Zfvrll, ^lr. INTlvv ^oppvr, s"Vio von mir Uliler?.vietjnvt i?^t. Div öillker (?o. l)»ut ^nseliin^n für ji'filielis i?Vt?cl4 Stunde von Marburg, nach Katafter-Außmaß 4 Joch Redengrund, S'/, Joch Obstgarten sammt «ecker in drei verschiedenen Theilen. wovon der erste Theil ohne Winzerei, der zweite Theil mit neugebauter Winzerei mit 2 Simmern, «üche, StaNnng und dazu gehöriger Hutweide mit schönen, reichlich tragenden Obstlüumen. sammt Wein-und Obsternte am Stock; der dritte Theil mit zieaelge. decktem «eller sammt Presse, danu «ckergrnndstücke und vorzüglicher und reichlicher Wein- nnd Obstfechsung am Stock von der ausgezeichnetsten Qualität. Vadium ist keines zu erlegen erforderlich. Vom «auffchilliuge wird die Hälfte erst nach drei Monaten. feruerS der vierte Theil nach wieder drei Monaten, und endlich der Rest nach abermals dni Monaten zu erle-gen sein. ThimaS »d Moria vlalchtz b36) in Pettau. Llzttatiy«A-»««p«ach««g. Zu der auf den 31. August 1871 in GamS angeordneten freiwillige» Lizitation der vormalt Stellaschen Weingarten-Rralitäten wird bemerkt. daß dazu ein geräumiges Wohuhaus für einen angenehmen Sommeraufenthalt sammt zwei Winzereien und Wirthschaftsgebäuden gehören. Marburg. 28. August 1871. Dr. Radey. Z^^emand wünscht aus ein in der Grazer« ^<-^^vorstadt zu Marburg grlegeues Haus ^Meinen Betrag von citea IVViV Gulden ^^^darznleihen ; wenn es möglich wäre aegen «°/o und auf den I.Satz. Dieses Kapital konnte auf dem Hause mehrere Jahre liegen bleiben. Der betreffende Bescher soll stch persönlich ohne Vermittler bei der Redattion dieser Zeitung wegen Ertheilung der Auskunft melden. (KS? öZ AnRNwoitttchi Ntdalliin, »iid d»i> Tdx.rd Sinichitz in 2.«. »t. a.