Lmllücher Zeitung. Nr. 45. Prä numerations preis: Im Comptoir ganzj. fl.il, halbj. fl. 5..5.O. ssllr die Zussclliin.i >»« Hau« hatt>j.5ulr. Mit d>!iPost ganzj.fl. l5, halbj.ft.7,50. Samstag, 24. Februar Insert« onSgebNhr bis IN Zeilen: imal l>0lr., 2m.80lr., lim. l fl.z soust Pr.Zcilc Im. N lr.,2m.8lr., 3m. lu lr. ». s. w. Ius«tio»i«stcmpel jcdci«». 30 li. 18«6. Amtlicher Cheil. Sc. f. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 14. Februar d. I. den Ehren-boinhcirn, Dechant und Stadtpfarrcr in Krems Sclia» !linn Licbhardt zum Titnlarpropst uou Ardaggcr ^crgnädigst zn ernennen geruht. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung 00m 16. Febrnar d. I. die von btt Direktion der ftriuilcgirtcn österreichischen National» bank wiedergewählten Oonucrucuröstcllvcrtrctcr Pcicr bitter u. Hlurmauu und Moriz ^rcihcrru u. W 0 d i a« "er auf die statutenmäßige Dauer von drei Jahren allcrguä'digst zn bestätigen gcruht. Das Ministerium fnr Handel und Voltswirthschaft hat die Wiederwahl des Großhändlers Wilhelm Wic-bcnfcld znm Präsidenten und des Direktors der Troppaucr Znckerraffincric - Aktiengesellschaft Eduard ^entzitzkl) zum Vizepräsidenten der Handels- uud ^cwcrbclammcr in Troppan genehmigt. Richlaulllicher Theil. Laibnch, 24. Februar. Die Forderung der Bewilligung cineS besonderen l'era ll lw or l l ich c il Ät i n i slcri u ms für Un» Nnrn, welche in der Dcak'schcn Adresse ausgesprochen 'sl, hat in der letzten Zeit ziemlich allgemein zu der ^sorgniß Anlaß gegeben, es werde eine Zwcithcilung ^^ Ncichcs, ciuc lion der föderalistischen, wie uou der l'bcralcn deutschen Partei gleich gcfnrchtetc Eucnlnalität, herbeigeführt werden. Dem entgegen hebt die „Presse" Ul ciucr stanlsrcchllichcn Stndic hervor, daß die letzte Dcat'schc Adresse die Ncaitivirnng der 1«48cr Gesetze, "'.c Wicdcreinsctznüg eines imgarischcn Ministeriums ''U'gends als Bedingung hinstellt, nutcr welcher allein ^' ungarische Landtag in die Berathung dcr gemein» miucn Angelegenheiten cinzntretcu Willens wäre. Wohl "l'dcrlc dies'die 180lcr Adresse, die Borschläge zu ^sehesäudcrungen nnr von einem vcraulwortlichcn Mi' "'Itcrimu cutsicgcnnchiucn wolllc. ^iichts von allcdcm ^'lhält aber die letzlc Adresse. Diese sagt vielmehr in Mem vierzehnten Msatzc ausdrücklich: „Wir erkennen ^ an, daß cS Verhältnisse gibt, welche Ungarn nnd die ^>Ucr dcr 9icgicrung Enrer Majestät slcheudcu übrigcu Zander gemeinsam berühren, — nnd unser Streben wird dahin gerichtet sein, daß in Vezng ans die Festsetzung uud Aehandlungswcisc dieser Verhältnisse solche Be« schlüssc zu Stande kommen, welche ohne Gefährdung unfcrcr konstitutionellen Selbständigkeit nnd konstitutionellen Unabhängigkeit dem Zicle entsprechen. Eben deshalb gehen wir ohne Sänmcn an die Ausarbeitung eines hicranf bezüglichen Entwnrfcs." Nach diesen Worten wird also dcr ungarische Landtag „ohne Säumen" an die Alisarbcituug eines die Rcichsangclcgcnhcitcu bc-treffendcn Entwurfes gehcu. Die Wiedereinsetzung eines uugarischen Ministeriums wird nicht als conäitw ^in« <^uli noil hinaestcllt. Wir erinnern außerdem, daß nicht die 1848er Gesetze, sondern die pragmalische Sanktion als „Ausgangspunkt" dcr Vcrhandluug bezeichnet wird. Es wird übrigens dcr Fall dcr Nichtgcwährnng dcr Viltc um ein nngarisches Ministerium ausdrücklich iuS Auge gefaßt. „Iu diesem Falle würde, so heißt cö iu dem Adrcßeutwurf, wieder drückende Besorgniß sich auf nnscre Gemüther lagern, uud das Schwaukcn nnscrcr Hoffnnug uns die Bewahrung jcncr Seelenruhe er-schwercu, dercu wir zur Losung dcr uns vorgelegten schwierigen Fragen in so hohem Grade bedürfen." Hier wird als Folge der Nichlgewährnug ciues ungarischen Ministeriums wohl eine Gemüthscrrcgung, uicht aber cinc etwaige Unterbrechung der Unterhandln«« gen bezeichnet. Dcr Schwerpunkt dcr Adresse liegt in der Verheißung, daß der ungarische Landtag ohne wei> tcrS die Abgrcnznng der Rcichssachcn und dic Methode ihrer loüstilntioncllcn Erledigm,g znm Gegenstände einer eingehenden, von dem Gefühle der Billigkeit und der Zlisammcngehörigkcit beider Rcichshä'lftcn getragenen Be-rahmig ma6)cn werde. An daS Schicksal dieses Gesetz cntwnrfcs allein ist jenes dcr im Zngc befindlichen staatsrechtlichen Friedens Unterhandlungen geknüpft. Führt diese legislative Arbeit zn einem das Ncichsintcrcssc bc^ fricdigcnden Ergebnisse, so ergibt sich dann uou selbst, inwieweit cö den 1848er Gesetzen gcgöuut sein wird, ihre Wicdcrerstehuug zu feiern. Bis dahin mnß die Bitte des ungarischen Landtages um Gewährung ciucs besonderen Ministcrinms auf sich bcrnhcn. Hicdurch würde, wie gezeigt, selbst aus dem Gesichtspnuktc dcr Adresse ciue Störung des FricdcüswcrkcS nicht eintreten. Noch haben wir des Krönungswimschcö dcr Adresse zu gedenken. Wenn es iu dem N2. Absätze der Adresse hcißt, so lauge die Krönnug nicht geschieht, bleiben alle unsere Argumentationen blos ein Nachgeben lind Vor« schlage, wclchcn nnr dcr gekrönte König Gesetzeskraft vcr-leihen kaun, so folgt daraus uoch uicht, daß die Krönung vor der zwischen den Völkern dies- und jenseits dcr Lcitha getroffenen staatsrechtlichen Vcreinbaruug sich vollziehen müsse. Eiu der Krone vorliegender Gesetzentwurf, der eine folche Vcreinbaruug lonstalirc, kann von dcr Volksver-trctnng nicht mehr zurückgezogen werden; ihm die Weihe eincS Gesetzes zu verleihen, hängt dann lediglich von der Krone ab. Sollte nun dcr Fall eintreten, daß ein solcher Entwurf dcr Krone zur Sauktion vorläge, bann wäre der Zeitpunkt dcr in dem Adrcßcutwurfe gefor» dertcn Krönung gekommen. Viag der Königseid der nngarischcn Vcrfaffung überhaupt oder speziell dcu 1848er Gcsctzeu gelten, in jedem Falle wird dcr gekrönte König berechtigt sein, den erwähnten Gesetzentwurf zn saut-tionircu. Es steht nichts im Wege, daß der gekrönte König als ersten Staatsakt diese Sanktion vollziehe. Nnr dürfte vorerst, da das Verfassungsgefetz dcr ministeriellen Kontrasignalur bedarf, ein ungarischer Minister zu crueunen sein, dcr, wie dcr F. 13 des 111. Gcsctz-artilcls vom Jahre 1848 verfügt, „beständig um die Person Sr. Majestät sein und auf alle Verhältnisse, welche das Vaterland und die Erbländcr gemeinschaftlich betreffen, seinen Einfluß ausübend, das Land unter Verantwortlichkeit vertreten" wird. Iu der äußereu Politik scheinen die hoch ge« stiegeneu Wogen sich augenblicklich zu beruhigen. Dic „Krcnz Zeitung" dcmcntirt die dem loyalen Preuße» so uugcrechterwcisc aufgebürdete „Handslrcichspolitit" iu den Hcrzogthümern. Die russi scheu Trupp cubc-wcgun gen stellen sich als cinc Bewegung nach rück« MrtS dar, welche daher für uns nichts Drohendes mehr hat, und von dcr sclbstznfricdcncn Erklärung deS Kriegsministers im italienischen Parl«« ment, welche das zum Ueberdruß augcstimmte ltiüin, l'irr^ äll ^ intouirt, bis zur wirtlichen Kricgscrtlärnng ist noch ein großer Schritt, besonders wenn erwogen wird, daß die Hoffnnngcn answärtigcr Intrigue» auf eine Spaltnng dcr österreichischen Völker dnrch das loyale Benehmen der Ungarn, welche für den Bestand dcr Monarchie so ost mannhaft eingetreten sind, anf dem Nullpunkte stehen. Inzwischen sind Frankreich und England im eigenen Hause zu sehr beschäftigt, um ihre wohl-» wollende Aufmerksamkeit auch auf unsere Angelegenheiten ausdehnen zn können, ersteres dnrch daö Enga» gcmcnt in Mexiko, die römische Frage und die inneren Schwierigkeiten, letzteres durch dic fcuischc Bewe^ guug in Irland, welche so ernst geworden ist, daß sie zur Suspension dcr Habeas«Korpus.Akte geführt hat. Aus Irland sind demnächst ernste Nachrichten zn erwarten nnd England wird des Aufgebotes aller Kräfte uud alles scincö staatsmäunischcn Geschickes bedürfen, nm die Smaragdinscl in der Staatscinhcit festzuhalten uud dabei zngleich die ciuc Wahlrcform fordernde Volkö« mciuuug in England selbst zn beschwichtigen. Fmillelmi. Die Fr an kin. Origiualnovrllc uou Johann Tchouer. (Fälschung.) An dcr Brücke dcs sslusscs, der an dcr Stadt liorbrisiihrtc, ^"te Cato und scin strcnacö Grsicht wandlc sich freundlich dem ^"almgc zn. ^. »„Wacker, mcin Sohn! Wrndc Dich nb riou den Gncchm. . '^ ^»inpcil habcn unscrc ciscnfcsle Rcpublik dmchlöchcrt n»d „Geschah Euch schon rccht, Ihr, dic Ihr cms cinc NNuber-'^üd und tcinrn wcitrrn Voizug pochtct; dic crs!e That iu Eurer "dt N'nr cin Vnldcrmovd." ,",Tohn dcr Thrti^, wic kannst Dn so Uo» den Nömeru ur- >>! "^h^ hattct kcinc Gercchtiglcit ilu Hcrzcn, darum schriebt ^ ^' ste auf gcricbcuc Csclöhaut." Haus flog davou. Dichte Ncbrl nmhülllcn scin Haupt, rief ^""^ ^""^"' ""b "ugstlichcr um ihn hcr. „Licht, Licht!" nis s"' ^"^°^ lagtc da? unsichtbare Gcspanu, daö ihn bald leicht, ^ hatte cr Fliigcl, bald schwcrfällic, nud c,cgcn scinru Willcu ^,^"' tnic; iu dic Höhc, dcm Himmcl zu. Plötzlich siaud cr vor ^lem ciscnicu Thorc. Er klopfte. „Tarf ich ciulrctcn?" rief cr, " Nch vou Iuucu Schritte vcruchmcu licßcu. t>i.s ""^^ ^'" nullupft, dcm wird aufgclbau. Dcr Eiulriit iu >w Saal darf uicht, lanu uicht vcrwchrt wcrdcn."" ,. Echlüsscl knarrte iu dcm a.roßcu Schlosst. Nun ricf x»!nc>l dicsclbc Stimmc: „„Stoß dic Thiirc auf, wcnn D» ciutlclcu willst. Ich habe uicht die Macht, Dich einzuführen selber mußt Dn lommcn."" Hans gehorchte. Ein Lichlmccr blcndctc sciu Angc, ciu bnntc^ Gctlin brtänbtc scin Ohr. Vcfangcn stand cr am Eingänge. Vclbcn ihm schaukcllc sich ciu bärtigrr Mann rnhck'ö hin und hcr, dcu Bund Schliisscl iu der Rcchtcu drrhcud. „Wer bist Du nud wo bin ich?" fraglc Han^. ,..,Ich bin dcr ewige Jude uud PftUncr dicscö unermeßliche» Saale?."" An dcr Dcclc tanzte cinc Lichtmassc; von ihr sicl manchmal cin tlciueS Filulchcu auf dcu Mosaitbodcu herab; flugs lain ans dicscr Stcllc an« dcni buntcn Gcstciu ciu tlcincö Kcrzchcn hcrvor; dail wuchs während cö branulc. Aufaugö schicn eö scin Licht uou dcn bcnachbartcu grußcn Kcrzcu zu empfangen; bald aber überstrahlte scin Schimmer dicfe, dcun dic wnrdcu llcincr uud vcr-loscheu endlich. „Was bcdcntcn diese Kcrzm?" „„Daö sind die Lcbcuelichtcr dcr Mensche» auf Erden, Dn bist im Saale dcö LcbcnS."" Allmtilig hatte sich daö Ohr dcö Wanderers au das bnntc Getiine, dai< über den uiclfarbia.cn Mosaikbodcu zu rauschen schicn, gcwohnt, uud cr glaubte einen Akkord zu vcruchmru. Auch bc-mcrllc rr nnn, daß manche Lichter ihre Flamme nach obcu, au-dcrc, vou cincm widrisjcn Winde gedrückt, sie nach uutcn wcndctcn, nud daß jeue länger brannten, diese natürlich viel zeitiger abliefen. „Kann ich unter dicscn Milliuucn ineiu Lebenslicht hcr-auefiudcu?" „,,5tomul."" Dcr ewige Jude nahm dcu Studculeu bei dcr Haud uud filhrlc ihu durch dcu Saal. Dic Wanderung dancrtc lauge, sie wollte fast lciu Ende nehmen. „Wohin gchcu wir?" „„An die andere Seite dcö Caalcö."" „Sonderbar, daß ich meiu Lcbcnslicht gcradc au dcr äußersten Grenze erblicken soll." „„Uud uoch sonderbarer,"" fügte dcr ewige Jude hiuzlt, „„daß ich Nllc, die hicr antlopstcn nnd dicsclbr Vittc wie jctzt Du au mich stclllcu, an daö cntgcgcugrsc^tc Ende des SaalcS führen mußtc. Nir müsscu das gauze Leben durchN'anderu, weuu >vir nn« selber findcn wollen."" Endlich hiclt dcr ewigr Jude iuuc. „„Suche Dein Lebenslicht."" „Ich la»u eö uichl crkenuen," rutgegnete Haus. „Doch sage mir, wem gehUrl jcnc Kerze, dcrcu Wachs von einem sogc-nauuten „Räuber" so fchnell geschmolzen wird?" „„Dir."" „Wer ist der Räuber mcincö Lcbeuö?" „„Dein Leichtsinn."" „Und ach, neben meiner Kerze erlischt soeben cinc cuidcrc. Wem gehört sic?" „„Dcincr Mnltcr."" „Und dicscs tlcinc, schöne Lichtcheu, das von cincm düsteren, grancn Dnnstc verdunkelt wird?" ,,„Eö gehurt dcm Waiscnlindc Marie."" Haus bcbtc zusammen. Sciuc Kerze war es, die jenen grauen Dnust um Mariens Licht verbreitete nud in welchem das scincr Mnttcr im Erlöschen begriffen war. Vergebens bemühte cr sich, daS umherliegend.' Wachs dcr Kerze sciucr Mutter zuzulegen uud dadurch die Flamme zn fristen; das Licht erlosch, ein schriller Ton störte die Harmonic des Saales, plötzliche Fiustcruiß ranbte dem Stndcuteu dic Vcsumuug — nnd als cr dic Augen öffnete — dämmerte da« Tageslicht des Ostcrsonntagcs dnrch dic bestaubtcn Fcnstcr scincs Kerlcrs. VII Am Abcnd dcs Ostersamölagcö nach dcm solennen NauMnUc sitzen dk Augchörigcu ciilcr Pancrnsamilic um den Tisch uud 302 Oesterreich. Wien, 21. Februar. Oesterreich denkt nicht daran, seine alten Allianzen aufzugeben; seine Partner gedenken aber anch nicht, ihre Verbindungen mit Oesterreich zn lösen, nnd alle gegcnlhciligcu Angaben erwiesen sich bisher als Seifenblasen. Der vorgebliche Anmarsch russischer Truppen gegen unsere Grenzen verwandelt sich bei näherem Besehen in den Rückmarsch einer Division ans Polen in daS Innere von Rußland. DaS Kricgs-fcucr, das geschäftige Scufatioustorrcspoudcntcn ans einem andern Punkte anfachen möchten, dämftft die „Krcuzzeitung" mit der offiziösen Erklärnng, die preußische Regierung denke an keine Handstrcichspolitit in den Hcrzoglhümcrn. Wir haben auch keinen Augenblick daran geglaubt und vernehmen jetzt, daß im Gegentheile eine Lösung, wclchc den uneigennützigen Bcmühuugcn Oesterreichs, die Iutcrcsscu Deutschlands in den Her« zogthümcrn zu wahreu, wie deu Forderungen Preußens möglichst einsprechen würde, große Anbsicht ans An» uahinc habe. üs könnte sogar eine Personalunion sein, wenn anch nicht gerade die, wclchc nahe nnd ferne Kollegen so energisch pcrhorrcözirten, als ob sie die einzig denkbare wäre. (Vaterl.) — Ein anf die Politik BiSmarcks bezüglicher Lcit- j artikcl des „Pcsli Äiaplo" enthält nntcr Anderem fol-gcnde Bemerkung: Die „Nordd. Allg. Ztg." miigc cS noch so sehr in Abrede stellen, so ist dennoch wahr, > daß seit einigen Tagen vertraute Agenten der prcu» ß i s ch c n Regierung in Pest» Ofen ein« und anS-^ gehen, nnd obwohl cS eine handgreifliche Lüge ist, daß! diese täppischcr'.'.'cisc bestrebt gewesen wären, wen immer ! zum Widerstands, anzureizen, so ist doch anthcntisch be» lannt, daß daS preußische Kabinct von der ungarischen Stimmung nnd der wahrscheinlichen Enlwicklnng der ungarischen Sache auf daS gcuaucslc unterrichtet ist." Hiezu bemerkt „Pcsti Hirnöl": Diese Eutdcckung sei mit der tradilionellen Politik der Preußen vollkommen im Einklang, und es halte Vcslcchungsvcrsnchc durchaus nicht für nnmöglich. Ebenso habe Prenßen es auch im Jahre 17W gemacht, und sei es ihm gelungen, eine solche OpposilionSvcwcgung hcivorzurufcu, daß die Krone gcuölhigt gcwcscu sei, mit den Türken Frieden zu schließen nnd Velgrad nnd die Donanfür» stenlhümcr ohne Schwertstreich zulückzngebcu. Die Preußen haben sich damals ins Fänstchcn gelacht und die ungarische Opposition beschämt eingesehen, daß sie sich der prcnßischcn Intrigue zum Schadcu dcs ungarischen! Vaterlandes als schnödes Werkzeug hingegeben habe. Prag, 20. Februar. Die nationale Frage bildct, namentlich iu ihrcr bcgrcnztcstcn 9tichtung, daS toustantc Vesprcchuugöthcma unserer föderalistischen Organe. Durch ziemlich geraume Zeit wand sich durch die Spalten derselben die Äcsprcchuug der Frage einer nationalen Reform der hiesigen Hochschule; während man vorläufig! dieses Thema für abgethan betrachten sollte, denn nur „Narod" läßt hcnte noch „Eine Stimme aus der Bevölkerung" „Die Prostitntion der ^ogit", welcher sich der Minoritätsbcricht der Kommission schuldig mache, beleuchten, ziehen bereits „Narodui Listy" die Spra-cheufragc in Steicrmark in dem ilreiö ihrcr Besprechung. Die Antwort, welche der dortige Statthalter auf die Interpellation Dr. Razlag'ö wegen Durchführung dcr Spra« chcnglcichbcrcchligung an den Schnleu Slcicrmarks cr^ theilt, raubt den „Rcnodui ^isty" ihren ganzen Sccleu. frieden und läßt sie neidisch anf die „Errungenschaften" Ungarns blicken. „In Ungarn ist das Maß der Konzessionen, wclchc man vor einem halben Jahre noch für unmöglich gehalten, bereits weit überschritten; mit vollen Händen wird ihnen noch mehr geboten, als selbst das Diplom statuirt, alles wird nachgegeben, ein vcr« antwortlichcs Ministerium — kurz alles. In dcr wcstli^ chen Rcichshälftc, in den „dcutsch-slauischcn Klonländcrn" verkündigt die Regierung dnrch ihren Statthalter, daß die Einführung dcr Sprache dcr Äcvölkcrnngsmajorilät iu die Schulen nnter der „gegenwärtigen Organisation" eine unmögliche Sache sei!" K'rakau, 20. Februar. Nach den ersten Aenßc» rungen dcs „Czas" über das Programm Bartals schien daS polnische Organ dcmselbcl: nicht entgegen-zntrcten, dcnn die gleichzeitig au das ungarische Unter' haus gerichtete Mahnung, seine Ansprüche zu mäßigen, konnte kann, anders, dcnn als eine Billignng dcr von den Konservativen ausgehenden Proposition,.'» gedeutet werden. Davon ist jedoch dcr „Ezas," wcnigslens nach seinem ncncsten Artikcl, weint entfernt. Er bekämpft ganz entschieden daS Programm Vartals alö ein allzu dualistisches uud ist demselben gegenüber hcntc mehr Föderalist als je. Er schreibt: „Ein ganz neuer Anblick ist es, wenn ciu Staat sich so ciuzurichtcn strebt, damit den Rechten, Wünschen und Bcdürjnisscn aller seiner Völker Genüge geschehe, und damit er in dcr Befriedigung derselben für seinen Bestand uud iu Opfcru für fcinc Kraft eine Gewähr finde; neu ist dcr Anblick cincs Monarchen, dcr durch Sciuc Anwesenheit den Landtag cincs Seiner Kronläudcr zur Bedeutung ciucr Reichötoustituanlc erhebt, indem Er persönlich mit dcm vollcu Gewichte der Majestät uud mit einer uuerhörtcu , Nachgiebigkeit von Seite dcS Thrones daS Verlangen an ihn richlct, seiner erhabenen Anfgabe zn entsprechen nnd selbst seine unbestrittenen altcn Rechte mit dcucn der anderen Voller dcr Monarchic, so wic »nit dcn Ez'islcnzbcdingungcn des Rcichcö, iu Einklang zu bringcn. Neu und sicher anch höchst wichtig für Europa ist dcr Anblick jener Bcslrcbuugcu auf dcm Boden dcr födcra-tivcn Monarchie, au welchem Schauspiele in aller Ruhe nnd im Vollgcnussc dcr konstitutionellen Freiheiten, uugc» achtet dcr Vcrfassungssistirung, so viele Völker, die anch ihre Rechte habcu uud zu dieser Föderation gehören, Antheil nehmen. Ja, zur Föderation! Dcnn im Schooßc all' dcr gegenwärtigen Ereignisse cMirt dieselbe, mag man ihr was immer für eine Form geben. Nicht um die Benennung handelt eS sich hier, sondern um das Wescu dcr Sachc. Zwar ist die föderative Mouarchic ctwaö ganz Ncncs iu dcr Politik. Ist aber anch eine Monarchie von solcher Zusammcnsetzuug bekannt, wic Oesterreich? Dcr Zusammensetzung soll die Organisation entsprechen; darum konnten wir uns auch übcr die Phasen, dic Oesterreich durchgemacht, übcr die Pro-bcn, die es bestanden, nicht wundern. In eincr auS so verschiedenen Nationalitäten bestehenden Monarchie gelangt man nicht mit einem Sprnngc znr Asuug ihrcr Anfgabe, d. i. zur Harmonie, welche ihrer Äcdcntnng nnd ihrem Benifc entspricht. Doch die Monarchic soll keinen kostspieligen Proben nntcrzoa.cn werden. Eine jedenfalls kurzdauernde uud vielleicht schr schädliche Probe wäre ein Versuch mit dem Programme Äartals. Wir schcn dabei ab von dein ungarischen Standpunkt und stellen uns auf dcu dcr Gcsammtmonarchie. Es ist klar, daß das Programm dcm Theile diesseits dcr Leitha dieselben Rcchlc zuerkennt, wic dcr uugarischcu Krone. Es ist dicS eine scheinbare, auf einer ssitlion beruhende Billigkeit. Man weiß, wie schwankend eine solche Basis ist. Auf die Fiktion des politischen Gleich' gewichtcs beider Theile, von denen dcr eine zwci-oder dreimal größer ist, als dcr andere, stützt sich aber auch dcr Grundsatz der Parität, so wic der gleichen Anzahl von Dclcgirtcn. Daö Programm setzt für die Länder diesseits dcr Leitha eine solche Födc< ration voraus, wic die ungarische Krone sie bildct. Was ergäbe dies Anderes, als gleiche Delegationen einerseits vom ungarischen Landtage, andererseits von einem engern Rcichsrath? Und daö soll Föderalismus scin uud uicht Zcntralisation? Wir wissen uicht, wie wcit die Autonomien dcr Länder dcr nngarischcn Krone im Pester Landtage tonzcutrirt scin könnten, ohne der magyarischen Zentralisation zn unterliegen, aber das wissen wir bestimmt, daß die Autonomie dcr Länder dies" scits dcr Lcitha, konzcntrirt im Wiener Rcichsrathc, dcr deutschen Zentralisation sich nicht entgegenstemmen könnten, uud dies schou aus der einen Ursache, wcil die deutsche Zcntralisation, günstiger gestellt, als die Ma-gyarcn, dic nur auf sich selbst angewiesen sind, einen starten Rückhalt iu dcu 50 Millionen zählenden Slam< mcsgcnosscn findet. Das fühlen dic nichtuugarischcll Völker Oesterreichs unr zu lebhaft, uud es ist nicht schwcr vorauSzuschcu, daß so wic die Schmerling'fchc Fittioil an dcm Nichterscheinen der Ungarn im Rcichsrathc gc-scheitert ist, auch das ungarische Programm durch die Nichtbcthciliguug einiger Bänder am Rcichsrathc verci< tclt werden könnte. Wenn nnn dcr FödcraliömnS i» einem solchen Dualismus uumöglich ist, wic soll sich der Koustilulionalisinus bchanpten? Letzterer erfordert dic Geltung dcr Majorität, im dnalistischen Programm fehle aber dicsc Basis, cS wäre dcun, daß dic Duali-stcn dcn Absolutismus zu Hilfe nehmen wollten." — schließlich gibt dcr „Ezas" zu bedenken, welch' schwache Stütze dic Krone im Falle cincö Konfliktes in dcm auf Nnll rcdnzirtcn Föderalismus diesseits dcr Lcitha finde« würde lind daß man gezwungen wäre, znr Zentralisatioi« znrückznkchrcn. „Ezas" theilt dahcr auch "uicht die A»' sicht, daß in jenem dualistischcu Programme der Gedanke dcr kaiserlichen Rcgicruug ausgesprochen sei. Ausland. Florenz, 21. Februar. (N. Fr. Pr.) Dcr Krou< priuz verzichtet auf dcu Gcucralsgehalt. Auf ric Inter-pcllatiou Bixio's wcgcn dcr Artigkeiten dcr italienischen Flotte gegen die österreichische Flagge antwortete der Minister der Marine: Ein instrnttionsloser Admiral salutirlc die österreichische Flagge zum Dank für die wicdclholtcu Gefälligkeiten, wclchc von östcrrcichischcll Sccbchörocn dcr italienischen Eskadre erwiesen worden waren. Nom. Die Depesche Anlonclli'S übcr dic Scp-lcmberkouvcntion an die päpstlichen Nuntien liegt u»S nun vor. Sie ist ein sehr umfangreiches Aktenstück. Der Kardinal sagt im Eingänge: „Dic Regierung des h. Stuhles ist der AnSführung dcS Scptcindcrvcrtragcs so fremd, als sie dcm Abschlüsse desselben fremd war. Dcsuugeachtct berühren sie die Konsequenzen, die dar< auS entspringen, sehr nahe; cS ist dahcr nothwendig, diese ins 5llarc zn stellen, sowohl nm die öffentliche Meinung, die cine lügnerische Presse beständig irre z" leiten sucht, darüber aufzuklären, als anch vom h. Stnhl jede Verantwortlichkeit im Angcsichlc dcr Wclt abzulehnen." Dcr Kardinal stellt dann dic nachdrückliche Frage feiern eine Art hciligcn Festes, Sie schnitzen imtcr frommen Gc- ^ sängen aus dem bei dcr Anfcrstchungsfcicr gcwcihtcn Holze llcilic Krcuzchcn, welche am folgenden Oslersonntaa.omora.cn nebst geweihten Palmen von dcm Bescher des Bancrngrundcs beim Auf- ! gang der Sonne, anf dic Felder gesteckt werden. , Selten bleiben im Winter die Landlcnle läuacr als bis 9 Uhr ^ anf dcn Beinen; dagla.cn verlassen sie wic im Tonuner schon um halb fünf das Lager. Am Ostcrsamstage dagegen wird es b^i Großbauern wohl anch cilf, nnd noch halten heitere, znmcist rcli, ! giöfc Gespräche deuF.iniili.nlreiS nm den tranlichcnTisch versammelt, wenn er noch imnnr nicht scchsliial soviclc Krcnzchcn auswciscn kann, als bcrBancrAckcrstückc bcsitzt. Gewöhnlich steckte man anf jede in der Diagonale sich gcgcnüberstthmde Ecke eines Feldcö drciKrenzchcn, doch nehmen cö die Bancrn jetzt nicht mehr so genau nnd sind froh,we»n sie auf jcdes „Gewende" ein Krenzchcn nnd einen Palmcnzweig gc-slectt haben nnd nach Hause zmn Kaffcetopf gehen dürfen. Nnr die egoistische Furcht, dcr Drache könnte dcn Felder» schadcn, wcnn , der Besitzer das nntcr Gcbct übliche Aufstecken dcr geweihten Kreuze unterließe, hält dcn Gcbranch noch einigermaßen aufrecht. Während die Manner auf dcm Felde beschäftigt sind, besuchen dic Weiber die Friihimsse, die Mägde kochen das Frühstück und besorgen die Wirthschaft. Icncö bestand bis zur Einfühninq deS Kaffee's in einem „Warmbier" mit „Ostertringcl," d. h. cincr Biersuppe, die jedoch in dcr Weife des Kaffee's genossen wurde, ^ nnd einem geflochtenen Gebäcke, das in der Form cincs Krciscö i von bisweilen zwei Schuh im Durchmesser vom Bäcker dcö Dorfes verlanfl wird. An die Stelle des „Ostcrlringels" sind jedoch schon fast überall die iin Hanse gcbackcncn „leeren Kuchen" getreten; in ' den bemittelteren Häusern industrioser Gegenden wird er wohl anch ^ schon wic in dcr Stadt „Sträußcllnchen" genannt. An dcn Osier-u,ld WcilMchtstagcu fehlt cg bei temcr Mahlzeit an Kuchen, deren die Hansfran wohl fnr eine ganze Woche backt. Die reicheren Nauml nnd Handelsleute legen sich auch ein Fäßchcu Vier ein. beider hat dicse Sitte seit dcm Iah« 1818 dein Wirthöhauübc-snchc fast gänzlich Platz gemacht. Nach dcr Friihmcssc wird gefrühstückt, hierauf zündet der Hansvater sciuen Ulincr au nnd stolzirt endlich nach dem crstcn Läuten pathetisch zur Kirche. Die Weiber besorgen daö Mittags-rsscn, die Mägde besuchen dcn Gottesdienst, dcr zum Unterschiede von dcr lnrzcren crstcn Mfsc „das Amt" gcuaunt wird. Die alte Franlin hatte seit dcm Tode ihres Mannes nicht mir die „Frühmesse," sondern anch „das Amt" bchlcht. Ihr Millagscssen besorgte sie nachher noch zeitig gcnng. Marie, da« Waiseumädchcu, Pflegte bei dem Gang in dic Kirche das alte Mütterchen stets abznholen. Sie wollte es auch heute thun. Doch nicht mit jcmr cillm Souiilagsfreude, die anch ein armseliges Fest-grwand, wcil cö immer noch besser als daö Wochcnllcid ist, dcm Unbcmiltcltcu gewährt, nicht mit der frohen Hoffnung auf eine ^ glückliche Stunde bei dcr stcts heitcren Franlin, sondern mit banger ! Theilnahme öffnete Marie heute das Garlcnthürchen. Dcr heftige Wind, dcr durch dic dürrcu Vanmzwcige rauschte, entriß es ihrer Hand nnd schleuderte es an die ^indc, das; daS Heiligenbild, welches an ihren Stamm genagelt war, herabfiel und in zwei Theile zersprang. „Was bedeutet das?" mnrmclte Marie von düsteren Ahnungen geängstigt. S>c eilte an die Thüre dcö HauscS; sie war verschlossen. Marie llopfte. alles blieb stumm und still. Sie klopfte wieder nnd heftiger, niemand antwortctc. Sie rief die Franlin, ohne Erwiderung zn finden. „Sollte sie schon in dic Kirche gegangen sein? Unmöglich! Sie haben m>ch nicht da« erste Mal geläutet, sie weih. dasz ich lommc." Und Marie begab sich an die Mauer des Hanscs, wo die Fenster am niedrigste» lagen. Dennoch erreichte sie dieselben nicht. Sic eilte zum Backhaus, wo, wic sie wußte, nutcr dcm uicdcrcu Dach eine kleine Lcitcr hing. Das Mädchcn trug dicsclbe an« Fenster uud sticg hinan. Ihr Herz klopfte, als ahnte es dic Leiden, die seiner harrten, Sie schaute durch dic dunklen Scheiben dcS Fensters, sich festhaltend au dem Nahmen, damit dcr Sturmwind sie nicht hcrabwcrfe. W"^ erblickte Marie? Die Franlin lag in ihren Klcidcrn auf dcM Vctte. Es war nicht aufgedeckt, sondern zum Theile nnr anf die Seite geschoben. Die Alte mnsz nur müoc scin, zu fricrcn sch""t sie uicht. „Frankcmnltcr, macht auf, macht auf!" Die Fraulin hörte nicht. „Schlaft Ihr, Mutter Fraukc?" Es blicb allcö still, nnr dcr Wind Pfiff snifzcnd durch d^' Schiudclu dcS vorfpriugcudcn Daches. Marie tlopftc au daS Fenster, stark, immer stälkcr, »"^ fragte und bat nnd rief, umsonst. Die vorübcrgchcndcn Kirchcnbc-sucher waren stchcn gcblicbcn. Mari», stieg dic Leiter hcrab »»^ sagte zn ihnen: „Die Franliu liegt im Sterbm, oder sic ist todt." „„Drnm heult der Wind so schanrig. Die Hcxc fährt gcw>6 ohne die Sakramente in Teufels Schnappsack,"" sprach ein (3^ mcindcrath von Hochdorf und scl'ritt weiter in das Gotteshaus dcr Liebe, den Answeichcndcn eine dcm Bczirlsvorstcher abgclausch^ Miene znwcrfcnd. „Hclst nur, Lcntc, wir wollen die Thürc mit Gewalt öffm"," bat das Mädchcn. „„Küuntc mir einfallen,"" rutgcgnetc ein stotternder Holzhändler, „„daß cincn die Frauliu wcgcn Verletzung dcs H""'" rcchtcs tlagtc."" „Sie wird verschmachten, wir lönncn sie rcltcn." „,,3üas mich nicht brennt, lösch ich nicht. Dem Schl'l,'^ will ich die Anzcigc macheu. Dcr mag als Gcmcindcvorstch"' ^ fehlen nud ucrautwortcn, was er will."" Dcr lallende, snpttll"^ Gefchäftömann trippelte dcr Schnlzcrci zn. Indeß kam der Franlin Nachbar, ein Drechsler, herbei. „O, Vetter ZirbS, macht mir dicfe Thilrc auf," stehle M^e. Dcr neugierige Mauu sticg auf dcr Lcitcr an das Fenster. „„Sie ist todt,"" sprach er, und kam herab. (Fortsetzung folgt.) 303 Entspricht die Lage, in der man jetzt den h. Vater läßt, Men Zwecken, zu welchen daS Gebiet des h. Stuhles von den fremden Truppen besetzt wurde? War das bcr Sinn der Einladung, welche der Papst selbst an alle katholischen Machte erließ und der auch Frankreich wit tindlichcr Liebe entsprach?. . . Wer würde es wa-M, in den Mund dcr tapferen Truppcu, die nun in lhrc Heimat znrückgcrufcn werden, die Worte zu legen: "Nir kamen nach Nom im 'Naiucn der katholische« Welt, auf Einladung des Papstes, der uns rief, nm Hm zum Aesitz seiner Staaten wieder zn verhelfen; l^un ist er dcö größten nud besten Theiles seiner Staaten beraubt, und in dem Wenigen, das ihm noch blieb, ist er von einem ähnlichen Raube bedroht von Seite eines Feindes, der r>on aUcn Seiten ihn umgibt, — uud bcimuch ist dcr Zweck unfcrcr Okkupation erreicht?!"------- AiUonclli bespricht dann sehr eingehend die ssnnst-llnffe, welche die sardinischc Regierung anwenden wird, uin Roms sich ;u bemächtigen, uud die sowohl in den natürlichen Bedrängnissen ciucö so verstümmelten Staates, uls in perfiden Umtrieben zn finden sind. Dcr Kardinal schließt: „Diese Auseinandersetzung dcr Gefahren nnd dcr Umtriebe, welchen dcr heilige Vater ohne hinlängliche VcrtheidigungSmittcl ausgesetzt wird, "u,ß die Aufmerksamkeit Europas uud der Welt zu dem Vchufc crrcgcu, nm den wahren Sachvcrhalt würdigen !li können und dcm heiligen Stuhle Gerechtigkeit wider» fahren zu lasscu, indem man ihn außer Verantwortung seht iu Äczug aller künftigen Ereignisse, welcher Art sie immer sein mögen. Eö drohen die größten Gcfah« lcn für die Sicherheit nnd Unabhängigkeit des heiligen SlnhlcS, größer noch als im Jahre 1848. Damals bekriegte eine nicht zahlreiche Fattion in Italien, welche von den Regierungen nicht anerkannt wurde, die Sou-vttänität dcS heiligen Vaters, uud Icdermaun weiß, lvas erfolgte; jetzt aber gibt es unter den Regenten selbst welche, die sich mit dcr Aktionspartei verbinden und dnrch alle Mittel zn demselben Ziele zu gelangen suchen. Kann man uoiauSsctzcn, daß sic nicht dahin gelangen, oder daß dcr Papst stärkere Mittel des Widerstandes besitze ? Aus diesen Andcutungcu wird es Ihnen leicht fein, in entnehmen, wie zahlreich nnd wie groß die Gefahren sind, denen dcr heilige Vatcr nach dem Abzug der fran-zösischcn Trnppcn von Rom preisgegeben sein wird. Ich wollte Ihnen darüber eine weitere Auseinander» sctzmig gcbeu, damit Sie sich derselben als Leitfaden bedienen können in den Unterrcduugcn, welche Sie viel« leicht in Vczug auf den Eindruck, den dcr Abzug dcr envähnteu Truppen bei dcm heiligen Stuhle macht, halicu werden, damit man nicht glaube, der heil. Vater selbst gebe sich über die wahrcu Absichten seiner Feinde einer Tänschung hin. Er wild den angcdcutctcu Gefahren mit jener Ruhe entgegengehen, die ihm daS Bewußtsein, sie nicht hervorgerufen zu haben, einflößt; wenn er aber trotz allen möglichen Anstrengungen nicht im Stande sein wird, die traurigen Folgen, die daraus eutspringcn können, hintanzuhalten, so ist es wohl klar, baß man jedem Andern eher alö ihm dic Schuld davon bcimessen nu,h. Mit dcm Ausdrucke meiner besondern Achtung n'. :c. 18. November 1805. Kardinal Anlonclli. (Nachschrift.) Elicn theilt mir ein Telegramm die Nedc wit, mit welcher gestern dcr König von Picmont das ucnc Parlamcut iu Florenz eröffnete; dcr Wortlaut blescr Rede ist mehr als hinreichend, um erkennen zu lassen, welches die wahren Intentionen jener Regierung seien." (Vollsfrcuud.) Paris, 18. Februar. Der „Eonstitulionncl" spricht s>ch sehr beifällig übcr das öst c rrc ich is ch c Budget für 1866 auS. Er erkennt darin das Gepräge dcr Vorsicht und Weisheit, welches der Regierung deS Kaisers Franz Joseph zur Ehre gereiche und in naher Zu« lllnft die vollkommene Wiederherstellung der Finanzen und des Kredits Oesterreichs, die dnrch achtzehnjährige politische und staatswirthschaftlichc Krisen so schwer heimgesucht worden seien, verheiße. — 19. Februar. Die Nachrichten auS Preußcu versetzen Börse nnd Publikum in unange» nehme und aufgeregte Stimmung. Uebrigens ist, mit Ausnahme dcr Leute, welche speziell an einer momentanen Verwirrung ciu Interesse haben, die Ansicht allgemein, daß die preußische Regierung sich wohl zu vielen anderen Dingen lieber entschließen wird, als in den gegebenen Verhältnissen zu einem Kriege gegen Oesterreich. In diesem Sinne sprechen sich auch die Journale auS. So sagt dcr „Temps": „Wie tollkühu auch die Pläuc des Herrn u. Bismarck sein mögen, so werde er sicherlich erst rcifilich überlegen, ehe er sich in ein so großes Abcntener (nämlich in einen Krieg mit Oestcr» reich) stürzen werde. . . . Von allen Folgen des arroganten Auftretens, welches man Preußen beilegt, wären sicherlich die glücklichste für Oesterreich und die unangenehmste für Herrn v. Bismarck dic vollständige Aus-föhnnng zwischen Oesterreich uud Ungarn." Ein noch düstereres Bild von den Verhältnissen in Preußen entwirft „La Prefse." Hagesneuigkeiten. Der Andrang zum Kabinetssekretär Ihrer Majestät der Kaiserin in Pest ist so start, daß Niemand zu ihm vorgelassen wird, ausgenommen jene Per« sonen, welckc durch ihn spezielle Einladung erhalten. Die Zahl dcr im Kauinetc Ihrer Majestät dcr Kaiserin um Unterstützung eingereichten Bittschriften soll, wie man versichert, bereits zehntausend Nummern erreicht haben. — Der Schluß des kroatischen Landtages soll, wie einem Wiener Blatte aus Agram gemeldet wird, nahe bevorstehend sein. — Wie dcm „Wand." aus Lemberg gemeldet wnd, so begeben sich dieser Tage (i Ossiziere des Berliner „Gene-ralstabeö dcr Armee" nach Bessarabien und von da nach Odessa, um sich dcr Suite des Generalgouverneurs Kokebue, dchcn Abreise von dort in nicht genannter Richtung bevorstehe, anzuschließen. — In Trterow (Mecklenburg - Schwerin) hat sich ein rührendes Beispiel treuer Einigung eines Ehcpaare 2 im Leben wie im Tode zugetragen. Der Maurer Berg und seine Ehefrau hatten am 27. Oktober 1805 ihre goldene Hochzeit gefeiert. Zu Anfang dcr letzten Woche des Iän« ners d. I. erkrankten bcide gleichzeitig; in der Nacht des 7. d. M. zwischen 10 und 12 Uhr schloß dcr Tod beiden die Angen, und am 11. wurden sie zusammen beerdigt. — Der Papst hat zum Karneval viele Geldsendungen erhalte»; die Stadt Paris allein hat in den Jahren 1660 bis 1865 für die Kasse des P eters Pfennigs 1,791.002 Franken aufgebracht. — In dem Speltakeldrama: „Der amerikanische Krieg," welches im GaMheater in Paris in Vorbereitung ist, wird ein Kampf von Panzerschiffen vorkommen und werden 200 Neger auf der Szene erscheinen. — Die Zahl dcr während des Jahres 1864 im ver« einigten Königreiche von Großbritannien und Irland abge° lieferten Briefe überstieg 679 Millionen. Auf jeden Ein» wohner tamcn durchschnittlich 23 Aricfc: rechnet man jedoch den Londoner Postuerkehr allein, so erhielt jeder Bewohner der Hauptstadt durchschnittlich 51 Vricfo. fokales. Zu dem von der philharmonischen Gesellschaft am nächsten Freitage zn veranstaltenden Wohl thä tig keitsk o nzc rte werden einem mehrseitig ausgesprochenen Wunsche gemäß die Sitzplätze zn Sperrsitzen, deren Prcis mit Einschluß des Eintrittsgeldes für eine Person auf 1 Gnldcn festgesetzt ist, umgewandelt. Dieselben können von Montag an bis zum Donnerstage bei Herrn Alois Cantoui (im Hand-lungsgowölbe des Herrn Albert Trinker am Hauptplatzc) gelöst werden. Am Konzerttage selbst werden Spcrrsitztarten nicht mehr ausgegeben. — Die von uns bereits erwähnte Ausstellung von Erzeugnissen der Land wirthschaft, Industrie und Kunst in Graz wird nun — dem vom Zentrale der hiesigen k. k. Landwirthschaftsgcscllschast uns zugegangenen Programme zu Folgc — definitiv am ^ 0. A u g u st d. I. eröffnet werden, und soll untcr Vorbehalt cincr etwaigen Verlängerung am letzten September d. I. geschlossen werden. Die Anmeldungen zu dieser Ausstellung, wclchc zunächst nur für die Kronländer Steiermark, Kärntcn und Krain bestimmt ist, haben längstens bis 1. Inni 1^06 zu erfolgen. Die Ausstellung der Nutz thi ere findet nur vom 27. bis einschließlich 29. September statt. Bei den großen Begünstigungen, welche den Ausstellern vom Komitee geboten werden, worunter wir die u n e ntg c Itl i ch e Ueberlassung des Raumes in den AusslellunMokalitätcn, die Bestreitung dcr Feuerversicherun g s g ebühr für die Ausstellungsgegenstände durch das Komitee, die in Aussicht gestellten Frachtcntarifsermüßigun gen, sowie die Vertheilung von Prämien hervorheben, lassen eine zahlreiche Betheiligung unser« Lcmdwirthe, Industriellen und Künstler an diesem Unternehmen mit Sicherheit erwarten, und tonnen wir uns der Hoffnung hingeben, das; Krams Erzeugnisse hicbei einen ehrenvollen Platz neben jenen der beiden Nachbarländer einnehmen wcrde. — Durch das andauernde regnerische Wetter und die zuströmenden Gewässer aus Inuerkrain hat sich dcr Wasscr-stand dcr Laibach noch immer nicht vermindert: der zur Absperrung des Flußbettes erbaute Damm durfte einige Beschädigungen erlitten haben, und sind die vorhabenden Negulirungsarbeitcn hiedurch in größere Ferue hinausgcrückt. — Aus Gottschee wird uns berichtet, daß der dortige Männcrgcsangöoercin zum Bestcn dcr Nothlei-denden in Uotertrain ein Kränzchen veranstaltete, durch welches ein Ertrag von 69 fl. 16 tr. erzielt wurde. Nach den musikalischen Produltionen, welche deutsche und sloue-nische Lieder zum Gegenstände hatten, wurden Tänze arran-girt und unterhielt sich die Gesellschaft in angciichmstcr Weise bis zum frühen Morgen. — Nach dem letzten Ausweise hat dic zu begründende südflavische Akademie in Agram bereits ein Ver« mögen von 270.000 sl. erworben. — (Schlußverhandlungen) bcim k. k. Landes« gerichte in Laibach. Am 26. Fcrbruar. Varthclmä Kusch-lan: Schwere körperliche Beschädigung. Urban Uscnicnik: Diebstahl. Franz Parasuh: Diedstahl. — Am 1. März. Andreas Äencdcic und Andreas Klinar: Schwere körperliche Beschädigung. Anton Ponschc, Andreas Suster und Jakob Golob: Betrug. — Am 2. März. Andreas Smrckar und Genossen: Schwere körperliche Beschädigung. Martin Maülo: Schwere körperliche Beschädigung. Ans >cn Landtagen. Pest, 21. Februar. (Depulirtcn tafel.) Fortsetzung der Sftezialdcbaltc übcr dcu Adrcßcntwnrf. Zur 15. Alinea stellt Icnorasfct dcn Antrag, daß dic Worte Laibach, 24. Februar. ^M Dructfchlcr unb dir „Göttlichkeit" dcr Licbe — Feuerwehr Uüd Anden'S, waö uns fohlt — Eiu ^awach brr Zukunft — „Wastl" in Laibach und dic Fraiizoscn in Stein.) Der Zufall trcibt scin böses Spiel auch mit dcm ^rmloscstcn Erzcnaniß dcr Prcssc, dcm Fcuillcton, in ^cslalt von — Druckfchlcrn. Dic bcstcn Gedanken, "',c schönsten Gcfühlsergüssc dcö Fcuillctonistcn sind ihm ^cht heilig. Da erlaube ich mir neulich, etwas von ^'"cm „göttlichen" Feuer dcr Licbe zn schreiben. Und ^ Sctzcr, auf dcn vkllcicht das Fcncr dcr lchtcn ^"°chc, wclchcö sovicl Sauerkraut „röslclc," cincn leb-^ftcn Eindruck gemacht, cSkamotirt mir an die Stcllc ^s „göltlichm" Feuers ein „plötzliches." Er lengnct, 'chcint cs, die Göttlichkeit des Licbcsfunlcns, und das l"nn ich Ihnen gegenüber, freundliche Leserinnen, nicht ^'"gerügt hingchcn lassen. UcbrigcnS war dcr Anblick ^ „Plötzlichcu" Fcncrö iu dcr Nost'schcn Sancrkrant-^icdcrlagc cin wunderbar schöncr. Ich bereute cS nicht, °"u ich mich durch dcn Allarmschnß anS meiner stillen Mmise hcranölockcn licß, nm als cchtcr Ionrnalist dcm ^okalcrciMß" auf dcn Grund zn schcn. Prächtige ^tucrgaibcn stiegen znin Himincl anf, an wclchem die ewigen Stcrne in stillem Glänze funkelten. Hände gab k" gcung zum Löschen, aber das gierige Element spot. I^ nllcr 'Anstrengungen. Unwillkürlich mußte sich dcr ^co^lc an ciuc Feuerwehr aufdrängen. Aber ^ldach muß ja nicht vou Allcm haben, was andcrc ^lndtc habcn. Wir haben ja auch noch lciuc Stadt-"uichöilcrungstommission, dafür aber vicl Koth, dcr nichts zu uuscrcr Verschönerung beiträgt, keinen hei« leren Himmel, dafür aber Nebel oder in dcsfen Erman» gelung in dcn fchönstcn Tagen des Frühlings uud Spät" sommers, Moorranch, leine wissenschaftlichen Vortrage, dafür aber Fasten — doch was soll dicscr ewige agiti< rcnde Nationalismus? Ucbcrlasscn wir nns lieber dcn angenehmen Spielen der Phantasie. Ein solches spiegelte mir neulich cin „Laibach der Zntunfl" vor. Es ist ja nnr cin Tranm uud Träume, wie Gedanken, sind zollfrei. Also — cin hcitcrcr blauer Himmel wölbte sich über dcr wciß schimmernden Kcttc dcr jnli» schcn Alvcn, als ciu amerikamüdcr Nciscuder im Dampf» wagen der Heimatstadt zufuhr. Es grüßten ihn nicht allein wic fönst die vielen wciß glänzenden Kirchlein auf dcn Aergcshöhcn; cin Kranz prächtiger, von reichen Fremden bewohnter Villen, die, dcr „Villa Agncfc" nacheifernd, sich in dcm herrlichen Panorama angesiedelt, überrascht den Aulommenden. Endlich, denkt er, haben die Laibachcr eingesehen, daß Gcld anch ohne nationale Färbung doch ganz angenehm glänzt und daß die Frcm> dcn nnscr Brot nicht umsonst essen. Aber das Erstaunen des Ankömmlings wächst, als cr auf einer breiten, staub- und lothfreicn Fahrstraß« in die Stadt gelangt, die Ufer des altcu NauportuS mit eleganten Quais eingefaßt sieht, an welchen im Schatten der Alleen die elegante Welt eben ihre Morgenpromenade macht. Uud unfcr lieber laugsam wallender Laibachflnß entsendet auch uicht mehr seine MillcflcurS, die Göttin Eloacina hat mit Ccrcs ein Vündniß geschlossen, LicbigS Theorie hat gesiegt, uud das leine ossiauischcu Nebel-! geistcr mehr entsendende Moor ist zur unbestrittenen' Kornkammer Laibachö geworden. Ein Kcllcustcg nächst dcm Thcatcr verbindet dic bclcbtcstcn Punltc dcr Stadt, von welchen sich die Mcnschcnmasscn in die Stcrnallce ergießen, deren dichtes Lcu:l) rincn kühlenden Schatten gewährt uud deren Blumcnanlagcn vor Angriffen dcr Straßeujngcnd geschützt sind. Ein Pavillon für Mnsik-chore uud cine Mineralwasscranstalt ciinncru stark an daS alte Wicucr Wasfcrglacis. Eö ist cbcu cinc ctwas spät aus dcr Residenz in dcr Prouinz angelangte Mode. Dcr Schloßbcrg, dcr vor Jahren nur dcn Anblick einer interessanten Nuinc gewährte, fällt dem Lustwan« dclndcn schon von Weitem durch die nctlcn Parkanlagen auf, mit welchen ihn dcr Svcknlationösinn cincs großen Laibachcr Indnstricllcn geschmückt hat. Hicr gibt cs Mo-nnmcntc berühmter Kramer, vou ciuhcimischcn Künstlern gefertigt, ciuc gauz ucnc Idee, dcnu bisher gab cs noch kcinc folchcn in dcr doch so luustlicbcndcn Metropole. Hier kauu ciu von dcm Schwelgen in dcm herrlichen Panorama nicht gesättigtes Gemüth sich in eine Halbe „Lager" versenken oocr, falls cs weiblichen Gcschlcchiö, sich in einer Filiale 9toscnbachs au cchtcm, zichoricficicn Motka labcn. Hicr tann cö iu Nuhc dic vielcn Ver-ändcrnnacn erwägen, dic dcr Fortschritt in dcr ,M:i I.uWum" bewirkt; daS tadellose Pflaster, die nicht mchr iu mittelalterlicher Engherzigkeit, sondcrn in moderner Vreitc dcm Nathhansc gegenüber ausmiiudcndc Spital« Me; die am Quai. dcm ehemaligen Laibachcr „Nasch-mart't," entstandenen prächtigen, in moderner Golhit gc-liautcu Ziushänscr; dcr Flcischmarkt, vcrwicscu in cinc während dcr Vcttichmgsarbcitcn alif dcr überbrückten Laibach hcrgcstcllte Mark,halle; die durch eine Reihe ncncr, von dcr alten Aaulnst dcr Laibachcr zeugender Gebäude zur Vorstadt gcwordcuc Schischta, unser Lerchen^ 304 „rcgicrcn zu wollen" durch „regieren lassen zu wollen" crsctzt wcrdcu. Dieses von Deak nnlcrstntzlc Amende' incnt wird angenommen. — Zn Alinea 1cr-dcn, nnd wir wiinschm, daß sein Vorhaben ,m österreichischen Interesse von bestem Erfolge gctrünt werden möge. Theater. Heute Samstag den ii4, Februar: Zum Vortheile des Schauspieler« Klcmenö !l! i n d rn b c rg. Wastl, oder: Dic bbhmische,, Amazoncu. Posse mit Gesang, Tanz, Gefecht nnd Evolutionen in 3 Anf-zligm »on Franz X. Told. Mnsil uoiu Kapclliueister Emil Titel. Morgen S o u u t a g den 25. Feb r u a r: Zum ersten Malc: Die Franzosen iu Stein. Zeitbild mit Musik und Gesaug in :; Abtheilungen und 8 Bildern von Jakob Alc^ovc. AteleurolMsche ^eolillchllillgm in Lailiach. i 'i m ft ' R A trübe ^ ^' ^" ^ «A'N 'j- 3-2 ,SO. schwach^ ganz bew. O.oa 10. Ab. 326.58 -^ ii.i ,SO. schwach! lrübe Den ganzen Tag geschlossene Wolkendecke, unr gegen 2 Uhr im Zenith etwa« gelichtet. Wolkcuzug aus SO. Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleiumayr.