Nr. 2!9. «'liinumllationspltie: Im Comptoir ganz,. N >, halbi. f>. b'5<». ssür di« »justcllun« in» lr.< groß«« pl. ^«l« « ll., bei oft««,, Wieberbolun en re. Zeil« « ,L. 187«. Amtlicher Theil. 3c. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. September d. I. dem Statthaltcreirathe Karl Ritter v. Zwölf iu Anerkennung seiner ausgezeichneten Dienstleistung den Orden der eisernen Krone dritter Klasse nut Nachsicht der Taz.cn allcrgnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben auf Grund eines vom Minister dcs lais. Hauses und des Acußern erstatteten alleruutcrthänigstcn Vortragcs mit Allerhöchster Entschließung vom 1. September d. I. den Handelsmann O. H. Sattler zum uubesoldctcn Consul in Iquique, mit den, Rechte zum Bezüge der tarifmäßigen Consulargcbührcn, allergnädigst zu erucnnen geruht. Se. k. uud l. Apostolische Majestät habeu mit Allerhöchster Entschließung vom 18. September d. I. dem Bezirlsrichter in Kirchdorf Andreas Wagner, aus Anlaß seines Uebertrittes in den bleibenden Ruhestand, in Anerkennung seiner vorzüglichen Dienstleistung den Titel und Charakter eines Landeögcrichtsrathes aller» gnädigst zu verleihen geruht. Glaser m. p. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Lehramtscandidaten Emanucl Nicolich und den Lehrer an der Ackcrbauschulc iu Roocrcdo Albin Bertamini zu wirtlichen Lehrern an der Staatsrealschnlc in Pirano ernannt. Die ElltriistultgSMtttings in London. Die City von London war am 18. d. M. Ze^ge einer großartigen ttm.ogebung gcnei« die türkischen Greuel» thaten in Bulgarien. Das P ro l est - Mce ti n a fa>,d in der Guildhall stall, uud der Zudrana des Pl.. blifllms war so qroß, daß auhcrhalb der Halle zu Weicher Zeit ei» zweites Meeting abgehalten werden mußte. Dcr ^ordmayor Alderman Cotton fiihrtc den Vorsitz. Zuerst wurden Briefe von ^ord Bcaconsfield, dem Vtarquii« uon Salisbury ui'd den Hcrreu Gocsche» und Lowe verlese", worin dieselben ihr Ausbleiben durch Mwcseichci: von London eutschllldigteii. Go eschen fugte sci^cm Schrciben hinzu: „Die ernste Beschuldigung, die zuerst gegen die Partei, der ich anzugehören die Ehre habe, erhoben wurde, nemlich, daß der Ruf „bulgarische Greuel" zu politischen Zwecken erscholl, bricht gänzlich zusammen, wcun wir, die wärmsten Freunde der Negierung, deren Gegnern die Hände reichen und mit gemeinsamer Glimme die Meinungen, welche die ganze Nation betreffs der Politik, die jetzt im Orient verfolgt werden sollte, hegt, ausdrücken sehen. Viele große und philanthropische Be« wcgungen in diesem Lande sind im Auslande gründlich mißverstanden worden, und eigennützige Motive sind mit cymschem Argwohn unseren uneigennützigsten Handlungen beigemesfen worden. Bei der jetzigen Gelegenheit wird unsern Nachbarn bis über die Möglichkeit eines Zweifels hinaus gelehrt, daß unser Land fähig ist, durch Gefühle einfacher Humanität aufs tiefste erschüttert zu werden, und daß dcr Macht dieser Gefühle nationale Empfindlich» keilen und traditionelle Politik weichen müssen." Der Vorsitzende eröffnete sodann die Verhandlungen mit einer schr maßoollen Rede, in welcher er die Kundgebung als eine zugunsten des Friedens bezeichnete, vor übereilten Reden und Urtheilen warnte, und bat, Vertrauen in die Polüit der Regierung zu setzen, deren Bemühungen im Inlresse des Friedens soeben einen kurzen Waffenstillstand auf dem Kriegsschauplätze zuwege gebracht hätten. Der nächste Redner war Herr Hub-bard, Ex-Gouverneur der Bank von England und einer der Vertreter der City im Unterhause. Er drang auf die Anwendung dcr wirksamsten Mittel zur Verhinderung der Fortdauer und Wiederkehr der stattgehabten Greuel und empfahl zu diesem Bchufe ein herzliches Zusammen-haildeln Englands und Nußlands. He" Mcrriman, der Organisator des Meetings, befürwortete die Befreiung Bulgariens vom türkischen Joche. Von den übrigen Rednern drückte N. N. Fowlcr völliges Vertrauen in die Politik Lord Derbys aus und bezeichnete daS Ver< halten Gladstone's als ei„ unstaatsmännisches und un. patriotisches. Diesem Ausfall gegen de, Er-Premier be» gegnete das Meeting mit einem dreifachen Hoch auf Herrn Gladstone. Zu gleicher Zeit wurde eine Resow« lion, welche gänzliches Vertrauen in die Negierung des Lords Veaconssicld und Derby ausdrückte, unter furchtbarem Zischen und Gegcnllmdgcdunae!, mit überwältige»' der Majorität verworfen. Die einstimmia zur Annahme gelangten Resolutionen laulelc,,: 1. Daß die fast allgemeine Mi'ßwirthschaft, welche m der aanzcn Türkei herrscht, brstiwdige Leiden für deren Bcvolkcrm'a ,m Gefolge führt, welche dmclben tin An-recht aus die Sympathie Englands «ewabr" daß, wahrend wir Abichcu über die iünasi ^ ^ ^ '.' ^,,n Agenten der türkischen Rcgicru?g^ lo,e Frauen ""d Kmder ... Bulgarin und anderwärts verübten unmenschlichen Grausamkeiten empfinden, wir in diesen Barbareien nur einen wcile.e., Beweis von der Mißwirthschaft und der Aussicht a.,f „cue Leiden für die Bcoöllerung in diesem ganzen Reiche erblicken. 2. Daß die von Großbritannien der TUrkei erwiesene Gunst und der ihr seit fo vielen Jahren gewährt« Schutz uns eine schwere Verantwortlichkeit für die Handlungen dec türkischen Behörden auferlegt, und im Hinblick auf diese Verantwortlichkeit legen wir der Regierung der Königin die Nothwendigkeit ans Herz, unverzüglich Schritte zu thun, um für das bereits verübte Unrecht Genugthuung zu erlangen, die Wiederkehr solcher Greuel, wie sie jüngst vorgekommen, zu verhindern, und daß die Regierung insbesondere alles thue, waS in ihrer Macht stehe, um fNr die Unabhängigkeit der jetzt der türkischen Herrschaft unter, lhanigcn slavischen Rassen Fürsorge zu treffen. Beschlossen wurde ferner, der Königin ein: Adresse zu überreichen, worin die stattgefundenen Ausschreitungen beklagt vo roen und Ihre Majestät ersucht wird, oer türkischen Regierung aus Rücksichten politischer Zweck. Mäßigkeit die bisher gewahrte Unterstützung zu entziehen. Auch gelangte ein Antrag zugunsten einer unverzüglichen Einberufung des Parlaments zur einstimmigen Annahme, und es wurde beschlossen, eine Subscription zugunsten derjenige", die durch den Krieg im Orient gelitten, an» zuregen. DaS zweite Me-linu faßle ähnliche Beschlüsse. Am Abend fand in der Ereter-Hall eine große Arbeiter-Kundgebung in anti-türkischem Sinne statt. Professor Fawcett, welcher dabei den Vorsitz führte, bemerkte, die gegenwärtige Versammlung habe einen specielleren Zweck im Auge, als die bloße Mißbilligung der in Bulgarien verübten Greuelthaten. Die englischen Arbeiterklassen seien entschlossen, daß keine Regierung, so weit sie es verhindern könne, eine Politik in der Orientfrage adoptieren solle, die der englischen Nation unwürdig s>>i. Durch das Verhalten seiner Regierung sei England dem Vorwurfe ausgesetzt worden, daß es seine Sympathie dem Bedrücker angcdeihcn lasse und sie dem Bedrückten verweigere. Diesen Eindruck mühte das Land verwischen, und dies könnte am besten durch die Annahme der von Herrn Gladstone dargelegten klaren und präcisen Politik, die in glänzendem Contraste zu der verwirrten und zwecklosen Rsgierungspolitil stehe, geschehen. Nachdem noch die ParlainentSl.litalieder P. A. Taylor und Whalley, sowie Alderman Sir John Bennett in ähnlichem Sinne gesprochen, gelangten Resolutionen zur Annahme, welche in die Regierung dringen, die Gewährung einer Autonomie au die christlichen Provinzen der Türlei zu unterstützen, Entrüstung über die Scrbicu vou der Pforte auferlegten Fricdcnsbedingungen auszudrücken, und die Königin auffordern, das Parlament einzuberufen, um dem Volke eine Gelegenheit zu geben, sich eine Politik in Uebereinstim» mung mit sciucn Ueberzeugungen zu sichern. Auf einem auf dem Trafalgar-Square abgehaltenen Ergün-zungs'Mccting wurden ähnliche Beschlüsfc gefaßt. Feuilleton. Aus Chicago. Einem der ..Klagenfurtcr Zeitung" zugchcudcn „Briefe aus Amerika" eines in Gesellschaft mehrerer Oestcrreichcr in Amerika reisenden jnngcn klagen fürt er Industriellen entnehmen wir die nachstehenden interessanten Skizzen aus Chicago, in denen namentlich die hochinteressanten uud musterhaft ent-wickelten communalen EinrichtmMn dieser mit wunderbarer Schnelligkeit gleich einem Phönix aus den «lammen verjüngt wiedererstandenen Riesellstadt in anziehender Weise geschildert werden: ..In Chicago — heißt es im ssenannten Briefe T' wohnten wir im ersten Hotel „Palmcrhousc", wcl-3^ erst nach dem Brande gebaut und, vor wenigen W"n vollendet, jetzt gewiß als eines dcr schönsten ^!tts der Welt dasteht. Durch das hohe Portal ge- Not», ü'"" *"" ^^ ^^ '" bic große Vorhalle und Ciaa"? , in welcher sich das Office, Tclcgraphcnburcau, ist ae3 . "' Gcpiicksmagazin :c. bcfiudcu. Die Halle ^"Pve, e-^ '"^ jonischen Säulcu, uud marmorne prachtnnsl ^" in bl'e Stockwerke; ein breiter Gang, dient zur «^ltestattet mit Teppichen und hohen Spiegeln, und den M ^'"b"ng zwischen den ciuzclncl. Parlours vous «si ^"zwuueru, ist aber gleichzeitig das Rendez-Forme» ^^' "^^ auf Fautcuils vcrschiedcustcr aufnal/ "'^ Farben sich grüßtentheils iu diesen Räumen «usae atte^ !? ^" anstoßenden, mit fürstlichen, LnxuS machn «"«3""'"" ihre Besuche empfangen. Wir ^ rn ewe Wanderung durch die Spcisesale und Sa- lons, sowie im Souterrain durch die Magazine, Wasch» räume, verschiedenen Küchen :c>, und waren wirklich übcr die großartigen Einrichtungen erstaunt; alle Proftssions» sind in, Hausc vertreten. — Zwischen den sieben Stock' werken ist die Verbindung durch marmorne Treppen und verschiedene Aufzüge hergestellt; es befinden sich im Hotel 700 Zimmer — größteuthcils mit daran stoßendem Badccabinct — 16 verschiedene Ltores, darunter auch ein Vcrlaussmagaziu der Gebrüder Tyounct in Wim, und 60 ou^1.0l1>e05. Das Gebaud, f^te Z /,Ml° lioncn Dollars, und Palmer bcschaft.gt dar.n be, 500 Der österreichische Consul, an den wir besonders anempfohlen ware.', b-alcite'e m,ö gc^cn Mittag a»f die Kornbö« sc wo wir Oclegenhett hatten, den lclchasten Verkehr kennen zu lernen, dcr in dle,cr Mctrovo'c te? Wc stens für den Getreide- »,'d Vuhhandcl stattfindet. Aus den staiislischen A>,swcisc!> sind die swuncnswcrthcn Zif. fern dieses Verkehrs ersichtlich; cs wurden beispielsweise im Jänner dieses Jahres "t>er 1 /^ Millionen Bushels «orn gehandelt. Der Käufer sichc die Ware nicht, sondern erhält an 'oer Binse em:n amtlichen Bericht über die Qualität der in dm Depots aufgehäuften Vorräth?, und dieser dient ihm als Grundlage beim Kanfe. Wie es bei den unoerhällnismaßlg theuren Arbeitslöhnen möglich ist, mit so kolossalem Erfolge Getreide nach Europa zu exportieren, ist nur durch die Anwendung dcr vollkommenste,, Maschine" zn erklären, und andererseits durch die enorme Fruchtbarkeit des Bodens. Um 160 Acres zu bebauen und abzuernten, braucht der Farmer außer seiner persönlichen Arbeit und der Beihilfe seiner Familie nur einen Mann; der Acre trägt in dcr Regrl 75 Büschel, was beiläufig einem unserigen Scha gleichkommt. DaS ^relbcn an dcr Börse unterscheidet sich vom unseligen nur durch noch mehr Geschrei, dagegen werden die Geschäfte mit großer Schnelligkeit abgemacht, und es kommt selten vor, daß S^wieriatcilen bei der Effectuie-rung entstehen. In geschäftlicher Beziehung wird über, hai'pt sehr coulant vorgegangen, und darum fühlen sich die Kailflcule hier im allgemeinen sehr zufrieden. Oe-eroacn und bcstohlen wird meist nur der Staat, und da geht lua», wie die Amerikaner jchon groß angelegt sind, nicht lleinl'ch vor, sondern rechnet lieber nach Millionen' Der Gctreioehandel dürfte in den nächsten Jahren an Bedeutung sehr gewinnen, da sich das Bedürfnis, durch Schienenwege den Wchm mit dem Often besser zu verbinden, immer fühlbarer mach,, und uach der Prastdcntenwahl im November, wenn die Zeit des War-l:nS u„d dcr Ausregung v, rüber ist, »mro mau sicher daimt beginnen. — Die fruchtbaren westlichen Staaten Utah, Colorado, M.'Nlai.a, Nevada :c. werden dann eine ungeheure Quantität Getreide auf den Markt brmgm. — Jetzt wäre es die beste Zeit für strebsame junae Leute, nach dem Westen auszuwandern, wo sie theilweise ohne Bezahlung ober doch gegen die geringste Elttf««^ gung in den Besitz von viel Kand kommen "«""'.""' ches ihnen bis zur Zeit der billigen Tra"^""^^ schon reiche Ernten und somit «ute 3?"""» «en muß. ß^<,.g in Ganz großartig ist der H°"^er Sl«" befin< Fle.schwaren. - Am si"liHe" A'«^ ^-^ ^-den sich die sogenannten '^^/'„furl, ist bedeckt von ««8; cm Raum, g.ößer a- x u ^ 3WH ^rch WW viereckigen seinem^ tzndt uaeMrt !u "rjchafflt ^ durch prechend zu verwenden und ihrem ver» verblichen Müßiggange zu entreißen. So sollte der Krön. prmz zum Gouverneur von Adrianopel ernannt und ihm ein aus Türken und Christen geuuschter Rath an die Seite gestellt werden. ES blieb diese Idee leider, wie die meisten Reformoorschläge, unausgeführt; wenn sic aber jetzt wieder auftaucht, dürfte sie vielleicht größere Aussicht aus Verwirklichung haben. Vorausgesetzt natürlich, daß Humid die Allmacht des Grohoezlerals zu brechen imstande ist. Wcnn ich noch hier erwähne, daß am verwichcnen Samstag telegraphische Befchlc ergangen sind, verschiedene auswärtige Zeitungen wie das ;,X1X.Siücle", „T6bals", „l'Iudüpendancc bclge" und den „Nord", ins kaiserliche Palais zu liefern, so sind die liberalen Kundgebungen des neuen Regimes ziemlich erschöpft. Es gibt auch eine Kehrseite. Auf derselben steht mit dickster Schrift zunächst der abnehmende Einfluß Mithad Paschas verzeichnet. Dieser energische Statsmann und licistvolle Organisator hat die Rolle, welche ihm in der neuen Aera zugedacht war, nicht durchgeführt oder durchzuführen vermocht. Die Reformflagge wurde verschiedcnemale von ihm ausgehängt, aber immer wieder eingezogen, um schließlich ganz zu verschwinden. Wenn er heute seinen Anhängern bemerkt, es könne die Neugestaltung administrativer Verhältnisse erst nach Abschluß des Krieges in die Hand genommen werden, so merkt man daran die kümmerliche Ausflucht, den Nothbchelf, den einzigen, der ihm geblieben ist. Die liberale Partei, der man früher eine feste Gestaltung mit regelmäßigen Zusammenkünften und einem bestimmten Programme nachsagte, ist zusammengeschmolzen, der Zusammenhang mit den Softas gelockert, die Softas selbst stehen den neuen Verhältnissen rathlos gegenüber und die rückschrittlichen Elemente unter ihnen gewinnen die Oberhand. Mithad Pascha soll mit dem Sultan einen heftigen Auftritt gehabt haben; Hamid warf ihm die Stücke des Hats, den Murad erlassen, zerrissen vor die Füße, weil er demselben abgeschwindelt worden sei. Wcnn die Erzählung wahr ist — sie kommt aus einer guten Quelle — so wäre damit dem neuen Hat ein trauriges Horoskop gestellt.^_________________ Politische Uebersicht. Laibach, 24. September. Se. Majestät der Kaiser haben am 21. d. den türkischen Botschafter Alelo Pascha, welcher das neue Beglaubigungsschreiben des Sultan Abdul Hamid II. überreichte, in feierlicher Audienz empfangen. Da auch unser Botschafter bei der Pforte, Graf Zlchy, tagszuoor vom Sultan in feierlicher Audienz zu gleichem Behufe empfangen wurde, so sind die diplomatischen Beziehungen in officiellster Form wieder hergestellt. Ueber die Ergebnisse der Eonferenzen in der öfter» reichisch-ungarischen Ausgleichsfrage be< richtet die „Budap. Eorr." zunächst, daß die von den Mlnisterialräthen Baumgarlner und Merfort ausgearbeiteten neuen Verzehrungssteueramen Minister» conferenz ein Beschluß über das Actionsprogramm nicht gefaßl werden, weshalb heute eine erneuerte Berathung beim Grafen Andrassy stattfinden dürfte. Ueber die Banlfrage sei noch nicht verhandelt worden. Bekanntlich wird der ungarische Reichstag fast sofort nach seinem am 28. d. M. erfolgenden Zusammentritt wuder vertagt werden. Wie nun ncucslcns l'e-richtet wird, soll die Vertagung, die ursprünglich nur bis zur zweiten Hälfte des künftigen Monates in Auö-sicht genommen war, nunmehr bis zum November erstreckt wcrdcn. Motiviert wird die Verlängerung des Termins mit den hochwichtigen Vorlagen, welche drm Reichstag gleich nach seiner Eröffnung gemacht und die Fachcommissionen vollauf beschäftigen werden. — Der Elub der sogenannten unabhängigen liberalen Partei soll gegenwärtig 64 Mitglieder zählen. Wie es .heißt, wird diese Partei zur Bezeichnung ihrer Sonderstellung fortan einen eigenen Platz im Abgcordnctcnhausc einnehmen. — Der für den Wenzelslag (28. September) von den Iungczechen nach Raudnitz einberufene „Ta-bor" wurde verboten. Der „Schwäbische Merkur" meldet ans Karlsruhe: „Der Staatsmimstcr Dr. Jolly hat Mittwoch seine Entlassung eingereicht und sich Donnerstag von den Beamten des Ministeriums des Innern verabschiedet. Näheres über die Gründe seincS Rücktrittes sowie über die Person seines Nachfolgers ist unbekannt." Die bisher vorliegenden Resultate der französischen Gemrindewahlcn vom letzten Sonntag deuten aufs neue darauf hin, daß die republikanischen Ideen im kandc immer tiefere Wurzeln schlagen. Insbesondere constaticren die Organe der Linken mit Wohlgefallen, daß gerade in den Departements, welche bisher für die letzten festen Burgen des Bonapartismus galten, so in der Charcnte, der Charente'Införicure, der Girondc, dem Lot-et-Oa-ronne und der Nwvre, die Mehrzahl der Gewählten der republikanischen Partei angehört. Für die in zwei Jahren erfolgende Neuwahl eines Drittels des Senates ist dieses Ergebnis ein sehr wichtiges Präjudiz. — Marschall Mac Mahon ist nach Paris zurückgelehrt. Die Gerüchte über Meinungsverschiedenheiten im Ministerium werden entschieden dementiert. Duc Decazes ist nach der Gironde abgereist. Wie die „Liberts" erfährt, wären nun wirklich gegen die „France" wegen des von ihr mitgetheilten apokryphen Documents strafgerichtlichc Verfolgungen auf Grund des Art. 2 des DecretS vom 17. Februar 1852 (Verbreitung falscher Nachrichten) eingeleitet worden^ Die Staatsanwaltschaft hätte diese Untersuchung aus eigener Initiative veranlaßt, ohne einen Antrag der russischen Botschaft abzuwarten. Als Urheber der Fälschung bezeichnet die „Liberty" mit der öffentlichen Stimme einen Polen. Der „Gazeta Narodova" wird aas Bukarest mitgetheilt, dierussische Regierung habe die Verwaltungen der Kemberg-Ezernowitz'Iassy'Bahn und der rumänischen Eisenbahnen aufgefordert, einen Ausweis ihrer sämmtlichen EommunicalionSmillel, die im Nothfälle benutzt werden könnten, vorzulegen. Zufolge fürstlichen Decretes wird die am 12. Mal suspendierte Rekrutierung für die r umän i sche Armee am 13. Ollober wieder aufgenommen werden und am 13. November beendigt fein. Aus Belgrad wird den „TimeS" über die Ausrufung des Fürsten Milan zum Könige gemeldet, das Publllum sei getheilter Meinungen in dieser Angelegenheit. „Die Wenigen, welche das Heil in dcr Fortsetzung des Krieges erhoffen, thun, als ob sie dem Pronuncia-mento der Soldaten große Wichtigkeit beilegten. V^ Vorsichtigeren unter ihnen sagen, die Thal sei allerdin^ etwas voreilig gewesen, sei aber einmal geschehen u"d könne nun nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Dtl größere Theil aber bezeichnet den Vorfall als einer ein» sten Aufmerksamkeit unwerth, als einen Ausbruch von Nachlijch-ttoyalilül, wie er in Serbien während der letzten paar Jahre bei jcdem öffentllchcli Mahle vor^cloM« men. Es ist indessen zu befürchten, ouß u»lcr jenen wc-nlgen einige sind, welche den Narrcnstreich zu einer lci-5WN Affaire gestalten tölinen, wenn l,s überhaupt in Scrdiün noch jemand ^ibt, dcr den Vauf drr Erci^nisse für die nächsten paar Wachen becinflußc»» kann." Dic otto manischen Missionen im AuSlandt sind seitens der Regierung beauftragt, zu erklären, daß die Gerüchte, die ollomamschen Truppen hüllen die Was- zog und sah die ganze Manipulation bis auf das ..Kil' .ing", welches, da es mit enormer Schnelligkeit geschieht, >ehr interessant ist. — Mittelst eines Auszuges gelangt das unglückliche Opfer in den oberen Stock, wird während des Aufsteigen« mit unglaublicher Schnelligkeit gelobtet, und zwei Secunden darnach liegt es schon im lochenden Wasser, um dann zertheilt und in den Eiskeller gelegt zu werden. — In diesem I^ckiug 1wuä6 allrin werden täglich bei 4000 Schweine und am ganzen Platze durchschnittlich 35.000 Stücke geschlachtet und verpackt. ^- Das ^eoen und Treiben an dieser blutigen Stelle W Merchant; halbwilde Ueute treiben zu Pferde ihre A /" ein, berittene Postboten galoppieren herum, und o'e schmerzlich klingenden Töne der armen Delinquenten A." f" die ^uftt. — Weines Wissens ist die Schlacht-A >. i ° '" Klagcnfurt noch immer — in Berathung; ?s.-I^ ""Photographie dcr kwok )2ick mil, welche "U'^t "ls Anhalt«puntt zu weiteren - Debattin dienen kann Wahrend eines Ganges durch den Hydepart wurde ,ch auch an unsere Ringstraße erinnert; es ist dies eme ganze neu Schöpfung, die ^vollsten all n «üumewuren or hm verses und darum mächt es e Eindruck, alS ob der Part schon viele Jahre bestände ES ist wahrhaft bewundernswenh, wie diese durch die' Feuersbrunst so arg mitgenommene Stadt sich i^n «ach wenigen Jahren so erholt haben kann. um so viel Geld für Luruszwecke zu erübrigen. — Ich begegnete dort einem Block von fünf Häusern, welche eben transportiert wur. den; es kommen unter die Grundpfeiler lange Strebe, bäume, und diefe werden wieder auf Walzen gelegt, dl« sich auf Schienen bewegen. - Ein Pferd ist imstande, mit Hilje eines Flaschenzuges den ganzen Älocl m Bewegung zu bringen, und es ist leine Fabel, daß ganze Stadtviertel in dieser Weise transportiert wcrden, ohne daß die Bewohner die Häuser verlassen. Die Amerikaner sind in der Kühnheit ihrer Ideen in der That groß; — Entschluß und Ausführung ist bei ihnen Eins — wir brauchen immer zur Ausführung einen zweiten Entschluß, dann kommen erst die Zweifel, und darüber unterbleibt oft die Ausführung. Unser lleb'.nswürdiger Begleiter führte uns dann ins Bureau des Feuermar. schall«, der auch ein Deutscher ist, um uns die Einrich. lungen der Feuerwehr zu zeigen. Ehicago hat ja die traurigsten Erfahrungen ge. macht und kaun deshalb wol die beste Feuerwehr haben. Wir befahen zuerst die Karte der Stadt und deren Ein-lheilung in 7 Feuerwehrdistricte, von welchen jeder einen Ässislcntmarschall hat, welcher dem Ehefmarschall untersteht. In dem Roggy des Commandanten des Nord. districteS, vor welches ein starkes schnelles Pferd gespannt war, fuhren wir in kürzester Zeit zu dem einige Meilen entfernten ersten Depot, in wclchem der Rettungswagen stand. Der Eapitän führte uuS durch das ganze Haus. In einem geräumigen Stalle stand der Rettungswagen und im Fond waten die Stünde für zwei starte prächtige Pferde, die ganz unter Geschirr standen und nur das Gebiß ausgehängt hatten. Im ersten Stocke befindet sich ein großer Schlafsaal, sehr nett und reinlich eingerichtet — daneben zwei schön ausgestattete Badezimmer; im zweiten Stocke sind die Unlerhaltungsrüume, eben-fall« comfortable eingerichtet, die Wände geziert mit allerlei Bildern und Photographien der Kameraden, ein Feuerwehrmann splelle Klavier, und ein Billard macht lhnen den fortwährenden Aufenthalt in diefen Räumen angenehm Man bedeutete uns, auf der Mille der Stiege Iteyen zu bleiben, von wo aus man das ganze Manöver am besten übersehen könne. Das Glockensignal ertönte, und wir sahen ein Spcclatel, wie man es auf der gröhlen Bühne bei Fecnmärchen nicht schauen kann. Die Thor« von den Pferdeständen wurden durch eine elektrische Vorrichtung geöffnet, und die beiden Thiere sprangen selbst im Galopp an ihre Plätze vor dem Wagen, ein Mann hatte die Gebisse ein und zwei andere befestigten die Stränge, der Kutscher, welcher durch tint Fallthüre, die ebenfalls elektrisch geöffnet wuroc, ans den Bock rutschte, nahm die Zügel in die Hand, u»o in einem Zeiträume von fünf bis sechs Secunden lval alles zur Abfahrt bereit. Wir beobachteten dies mit del Uhr in der Hand, drückten selbst auf das Allarmzeichel« und gaben dann wieder das Signal zur Umkehr. ^" gleicher Schnelligkeit waren die Pferde wieder ausgesvau"" liefen selbst wieder zu ihren Ständen, und alles war '" aller Ordnung. Im Schlafsaal ist noch eine ganz o^ ginellc Einrichtung, um das Aufstehen dcr ttcute schnelle zu machen: durch das gleiche, von den verschiedenen Wa«^ lhürmen ausgehende elektrische Zeichen werden auch ^ Decken von den Betten der Mannschaft gezogen, n>ela> sofort die nöthige Kleidung, bestehend aus Stiefel u" Hosen in einem Stücke, anziehen — das weitere si"d sie am Wagen, und unterwegs wird erst die Tolle vervollständigt. Der Eapitän ließ noch die Mannsch^ fußcxercieren, und wir bewunderten die schnelle u"d ^ cise Bewegung. Die Verbindung unter den einzelne Depots, sowie zum Hauptdepot im g^uto« lwuso ' durch Telegraph hergestellt, und in der 9°"!" „ " I circa 50 Schritte von einander entfernt, sind «"" kästen aufgestellt. Auf den Wunsch des Besitzers lrgl eines größeren Geschäftes oder Magazines wird ^ sinnreiche Vorrichtung aufgestellt, durch welche es ""v 1723 fenruhe verletzt, unbegründet sind. Die Regierung de-mentlert ferner die Zeitungsmelbung. daß die Christen in Thesssalien und EpiruS sich wegen befürchteter Verfolgung flüchten. ES herrscht daselbst angeblich vollkommenste Ruhe.______________________ Hagesneuigkeiten. — (Vom Papste.) Der GcsundhcitszuNand des Papstes hat stch, wit in italienischen Regierungskreisen versichert wird, in den letzten Wochen von Tag ,u Tag verschlechtert und g,bt zu ernstlichen Nesürchlungeu Anlaß. Obwol derselbe bisher. w,e es heißt, noch leine seiner gewohnten Veschilftigungeu unterlassen -er h°l alltäglich einer ziemlich großen A",ahl von Frcmdcn Nndien,en ertheilt, - sind seine Physischen Kräfte bedeutend ge-schwilcht so baß er sich lanm aus dcn Veinen erhalten kann. Vcr-gaugene Woche empfing PiuS IX. unlcr andern eine Deputation von irischen Gcisllichen, an die er ,inc lateinische Ansprache hielt, die allerdings noch v°n vollständiger geistiger Klarheit zeigte, allein der Papst sprach dabei dnrchwcgS mit so schwacher Stimme, daß manche Worte ga»z verloren gingen. WaS den «erzten am meisten zu benlcn gibt, ist die Geschwulst des linlen Fußes, da sie eine lärope nenilo fürchten, gegen die alle lirztli< chcn VemNhnngen nichts auszurichten vermöchten. Als der Papst vor einigen Tagen die favoyischen Wallfahrer empfing, befiel ihn eine plötzliche Ohnmacht, so daß er eine Zeitlang bcwußllo« auf seinem Sessel lkgen blieb. Indrssm ging dieser Zustund wieder vorüber, und Piuö IX. konnte sich, aus den Arm>i«es der Car-diullle gestützt, in seine Gemächer zurückziehen. — (Königin Victoria inLcbcusgefahr.) Man schreibt aus London, 19. d.: „Die Königin Victoria hätte gestern in Balmoral durch eine» Wagenunfall beinahe ihr Leben eingebüßt. Während einer langen Spazierfahrt nach dem etwa 40 Meilen entfernten Schloß Kildrnmmy gingen die Pferd: der Equipage, in welcher die Königin saß, Plötzlich durch, aber einem herbeieilenden Polizisten gelang es, dieselbe» aufzuhalten, ehe irgend ein Schade angerichtet werden lonnte. Die Königin, heißt es, trug große Kaltblütigkeit zur Schau, während ihr Gefolge in g'vßer Furcht schwebte. Es wurde niemand verletzt." — (Zu Ehre » T> arwinS.) An mehrere Wissenschaft, liche Vereine ist die Aufforderung ergangen, dem Gelehrten Charles Darwin, welcher im Februar 1877 in sein 70. Lebensjahr tritt, als Ehrengeschenk ein Album zu überreichen, welche« dir Phote. graphie» der Gratulanten enthalten und mit einer künstlerisch au«, gestatteten Enveloppe Verseheu werden soll. Der „Wissenschaftliche >gen Hausfriedensbruch« und Sachbeschädigung. Dieselben lauten nach der „Verl. Ger.": „Nm . . . lc>, . . . befand . . sich d . . Angeklagte . . in dem Nestaurationsloialc dcS Schaxlwirlhs.... Da ... sich ungebührlich benahm . ., so wurde . . . wiederhol! llufgesordert, daS Lolal zu verlassen. D . . Angeklagte. lristclc. dieser Auffordermig nicht Folge, so daß ... mit Gewalt a«s dem Lokal entfernt werben mußt . . . Aus Acrgcr hicrülicr zc,-fchlug . . d . . Angeklagte . . von der Straße auö . . Scheiben im Werthe vou . . . Mark. Die lc. werden angeklagt ,c." Der StaatSanwalt schciul feine — Vcrliucr — zu leimen. — (Eine Transportvorrichtung für Forellen,) Vci den» Nusschwungc, den die Fischzucht infolge der von der Regierung gehauohablcu Vcsüldenmgs» und Schntzmcißregeln jetzt scho» nimmt und künftig noch mehr nehmen wiid, ist es für die Vctheiligtcu nicht ohne Interesse, vou einem »cnen, slhrpral» lich ist, beim nächsten Depot das Haus, ja sogar das Stockwert anzugeben, in welchem das Feuer ist. Chicago wird sehr oft von Feucrsbrimstcn helmgesucht; bei at'hallender Trockenheit im Sommer bedarf es bei dem von der Prairie kommenden heißen Winde nur der geringsten Veranlassung, um das Unglück herauf zu beschwören, welchcS bei den vielen Holzgebäuden rasch die grüßten Dimensionen annimmt. Das große Feuer im Jahre 1871 begann auch während dieses Prairie-windeS und verbreitete sich schucller als ein Mensch laufen konnte; binnen zwei Tagen waren 3 bis 4 Quadrat-meilen des schönsten am Seeufer gelegenen Siadtlheiles in Grand, und schon nach dem ersten Tage war die Feuerwehr unfähig, zu arbeiten, da sic vollständig cr> maltele und überdies fehlte es an Wasser, da die Wasser-werte eingestiirzt warcn. Die new-yorler Feuerwehr, welche ein Zug in 1? Stunden an den Brandplatz brachte, konnte aus gleichen Gründen auch nichts auslichten und mußte müssig zusehen. Am dritten Tage sah cS verzweifelt aus, das Ende Chicago's schien gekommen. Alle Wecuranzgescllschaften machten Onulerolt, und von dcn 450 My. Dollars Schaden wurden nur 20 Millionen ersetzt. Die Unglücklichen, welche die Eisenbahnen uncnt« ^"tllch, wohin sie wollten, beförderten, wanderten in an. ere Gegenden aus, um sich ein neues Heim zu grün-t"; vielen jedoch ging der M»th nicht auS, und von vem Gemeinsilin ihrer Brüder unterstützt, fuhren sie nach "st und West, um sich neue Materialien zu beschaffe,,, w«l! " ^ Schulden gestrichen und neuer Credit gewahrt wurde. So wurde wenige Tage nach dem Brande nus den rauchenden Häuser.Ruiuen an dem Wiederaufbau °rr tz3ladt gearbeitet, und in laum drei Jahren stand .^"^ "^ kin Phönix au« der Asche herrlicher da als o "vr und zählt nun die doppelte Einwohnerzahl." zu hvren, mittelst dessen der sehr < schwierige Transport lebender Forellen sehr erleichtert wird. Vr-lanütlich war riue solche Vesiirberunz mil großen Umständen bisher verluilpft, indem die Forelle zu ihrem Vestchcn ein Wasser verlangt, welche« beständig in Bewegung ist und fortwäbrend srische Lnft aufnimmt. DaS ließ sich auf dem Transporte durch Einblasen von Luft nur mühselig und mangelhast bewerkstelligen. Jetzt hat iiu» ein lothringer Namens Jean Richard einen Apparat erdacht, mittelst dessen selbst wllhrcnd dcS Transportes eine stete Lufterneueruug im Wasser stattfindet, wie es in der Natur durch das Springen und Rieseln über das Gestein der Gcbngs« bächc der Fall ,st. Es besteht der Apparat anS einem Kasttn von Blech, der mittelst einer mit Lüchen, versehenen Wand in zwei Abtheilungen getheilt ist. Eine jede Abtheilung ist bis zur halben Hohe mit Wasser gefüllt; die Forellen werben nun iu die cme Abtheilung gelhau, in der anderen befwocl sich eine Art Mühlrad mit lleiucn Flügeln, welche« durch ein aufzuziehendes Uhrwerk in Umdrehung gesetzt wird. Auf diese Weise wird das Wasser stctS mit neuen Luftschichten iu Berührung gebiacht und die Forellen machen die Eifcnbahureise »mtcr denselben Verhältnissen wie in ihren heimatlichen Gebirgsba'chen. — (Gründlich aufgeräumt.) Durch einen Ula« be« russischen Kaifers, der line Revision der polnischen Ndclsdiplome anordnet, sind 14,000 polnische Schlachj'zen in dcn Bürger' stand versetzt worden. Diese „Edelleute" waren in den meisten Fällen völlig mittellos und ebenso ungebildet wie die Bauern. — (H, 1 mn, m » ter.) In Wien wird vom 1. Oktober ab eine vom absolvierten Juristen M. Vrcitenstcin redigierte Wochenschrift: „äiwn, Uzler" erscheinen als Organ für Hochschulen. ^ lDcr Chi gnonlrach.) Wenn da« neueste pariser Mobegcsetz, welches den Damen d°S Troge» falscher Haare absolut verbietet, in Europa executier! sein wirb, dann wird eine Krise zu ihren letzten «lonsequelizen gelangt sein, die unvermerkt, aber doch zerstörend genug, wenn auch nur in der kleinen Welt der Coiffeurs seit nun zwei Jahren wlllhet. Die Vlasscminfuhr de« sogruamüen «chinesischen Haares" aus Ameril», welches eimgc für wirklich auf den Scheiteln der bezopften Kinder dcS Reiche« der Mitte gewachsen, andere jedoch nur für Vliffelhaar halten, hat schon vor zwei Iahrm eine große „Haarlrisc" hervorgerufen. Die beiden grüßt.'» Haarhiwdler Europa's — in Leipzig und Frank-fürt am Main — stcllttn ihre Zahlungen ein mit einem P°ssi» Status von 3 und 4 Millionen Mail. Der Werth der Haar-vorrilthc in den Friseur, und Coisscnr.Üaden sank um 60 bis 80 Perzcnl, und jetzt weiden die armen Hc>°rluustlcr ihre Ehignons und Zöpfe vollends z» den unvelläuflichen und durchaus unnützen kadcuhlllcrn weisen müssen. Krach a» alle» Enden! fokales. AuS dem Sanitätsberichte des laibacher Stadt-physilaies für den Monat Juli 1876. (Schluß.) IV. Aus dcm Landessftitale aina für den Monat Juli 1870 folgender Bcrichl cm" Vom Monate Juni verblieben 331 Kranke, im Monate Juli zugewachsen . ^ .271 „ ^ ml'f„<, n im Monate Juli d. I. sind zugewachsen 134 „___ > Summe . . 219Kranle. V Abgang: Genesen . . . . 95Kranle, V erholungsbedürftig. 6 „ 1 mit bleibenden De- ^ fecten.... 6 „ in andere Heilanstalten gegeben . 7 „ gestorben . . . 2 „ Summe des Abganges . . . .116 „ Verblieben mit Ende Juli d. I. . . 103 Kranke. Es bestand die Neigung zu Zersetzungstrankheiten, die beiden Todesfälle warcn durch Vauchtyphus bedingt. — (Vammlungsergebni«) Für bi« Abgebrannten in > koitsch sind bei der l. l. kandesregilrung folgende weitere SammlungSbetrtlge eingegangen: Von de» l. l. Vezillehaupl. mannschaslen: Tschernembl 23 fl., Radm»nn«dors 46 ft., Weih in Stciermarl li fi. 70 lr., zusammen 71 fi. 70 lr. — (Musil.) Der von der neuen Kapelle be« N ll d l i s ch e n Musilverein« gestern mittag» zum erstenmale unternom. mcne Versuch einer Promenabemusil im Pavillon der Sleruallec fand zwar seilen« de« Publllum« eine recht sreundliche Aufnahme, dagegen erwies sich die kleine Kapelle in numerischer Hinsicht doch zu schwllch, »m in dem großen, iaß noch allen Seilen hin freien Naume einen nachhaltigeren Erfolg zu erzielen. Die Ttinc verhallten zu seh» und waren Überhaupt nur in aller« uächfler Nähe hiirvar. Vin zweiter Versuch würde möglicherweise dun« besser gelingen, wenn die Kapelle eine günstigere Aufstellung — e Infanterie - Regiments Erzherzog Leopold Nr. 53 bei recht zahlreichem Besuche und unter vielfachem VeisuHe im Ola»» salon der Casinoreslauralion. — (Feuer.) Samstag abend« um '/«10 Uhr ertönten vom Eastellbcrgc drei Allaruischüssc und signnllsierleu ein heuer in dcr Karlstlldletvorstadt. Lm unter der Samassa'schen Fablil flehender kleiner Holzpavillon war in Vrand gerathen und binnen kurzer Zeit bis aus d«n Grund niedergebrannt. Die mit gewöhn» tcr Präciston auf dem Vrandplahe erschienene freiwillige Feuer, wchl leistete ihr möglichstes, wenngleich ihre TlMgleit in diesem Falle selbstverständlich wemger aus die Erhallung de« brennenden ^ Objictes als vielmehr aus die Verhütung anderweitigen Schadens gerichtet sein lonnte. Letztere« gclang ihren Vemühungeu vollständig uud blltb daher der durch das Feuer anger,chtete Schabe auch nur ein unbedeutender. — Wir wollen diese Oclegluheil übrigens nicht vorübergehen lass u, ohne diesem lvallcreu und wahrhaft mufiflgilligem Illfiitule flir seine bei jedem Vranbe — ob gi vh oder llu», ob im llentlum der Slabt oder siundenweit nußerhalb der Molle« derselben — bewilhrlc selbsiaufopfernde Thätigkeit unsere wilrmfie Nuclkcmiuüg auszusplechen. Schon wiederholt und speciell auch diesmal wieder hallen wir aus peljönlicher Anschauung Ve. lcgciiheit, die ft a u n r n S w e 1 l h e Prücisiol, uud Schnelligkeit zu bewundern, mit der dlc einzekn« Mitglieder dcr Feuerwehr zu jeder TogeS- uud z^illchlstundc — alle« stehen uud liegen lllsscnd — dem ersten Fcurrrufe Folge leisten und sich mit einem wirklich aller Ehren werthen uud im hohen Oiadt antllennmig«, würdige« Pflichteifer der EifülllMg ihrer nicht sel'ell gefährlichen, immer aber zum mindesten schr ulistteügenl en Aufgabe unlen ziehcn. such diesmal waren nicht ganz fünf Minuten feil Uh. gäbe der Signalschüsse verflossni, ale sich der erste i!öschtr»in — vollsiäudig armiert — bereit« auf dem Wege zum Vlandplatze befand, was mit Rücksicht »us die späte Abendstunde sowie auf dru Umstand, baß die einzelnen Mitglieder der Feuerwehr in allen Stadlthsilen zerstreut wohnen, gewiß eine höchst achtung«. werthe Leistung ist. Es ist daher nur schr zu bedauern, baß diese« wohlthätige IüNilut von vielen Seilen, und zwar gerade au« j^ien Kreisen, die ih>cm Aller und ihr?r Verussstellung nach zu, nächst in dcr läge wären, demselben activ beizutttleu, noch immer viel zu wenig beachtet wird und daß die laibacher Feuerwehr trotz der nahezu 30,000 Einwohner, die unsele Stadt der uene. steu Zählung zufolge bereits haben soll. eine verhältnismäßig nur geringe Belhe.liguug von laum 150 Mitgliedern auszuweisen b°t ^üll,g unbegreiflich aber bleibt m.« jene sonderbare Clique von heuten. d,c trotz der hervorragenden Verdlenstc unierer braven Feuerwehr uud der eclalauleu Wohlthätigkeit, ja Unenlbehrlichleil dleseS Iustuutes etz bishrr nicht nur »och niemal« zu einem Worte der Anerlennuliy gebracht hat, sondern der sogar leine Oelegenht" s zu schlecht scheint, demselben wo nur immer möglich Prügel vor di, Fiihc zu werfen und e» n„» dcm Geifer ihrer hühueüben iV,l,e>« zu bewerjeu. Gottlob hat e« linserc Hcuelwehr „ibeß nicht n<«h'l,. den Hohn und bi> bewußte Malice bieftt Sorle von e,u<" ^" schrucn. de»n sic steht - ohne Hyperbel gesprochen - ""^ viel zu hoch, als baß sie durch dieselbe geschädigt °«>" ^ , — beschmutzt werden l0l»,le ^^ung des - lWeinbauc 0 ngreß) I» »der vo^le ^ „ferierte marburger Wein baucongrelse« ""^„ «»f den Wein-Dr.Mulk über die Einwirkung "' ^ ,^sde befchlossen: Der Handel. Ueber «ntills, des Di"ctm^ ^, Wfi,,n,ui!le und l liongreh a»erlei!»l die 8r"be ,^^ ^ i!olalwelnmürlte jür l empfiehlt »»Sbeslindere b'e ^^„„„g des zwe,Nlächsten lion-Ocsterreich. - «l« Z"<^ ^„^ber lft?V bestimmt. I» der gresses in Wien w"0 ^ ^^ SchlnmbergerK bew"Nen: 3°'?'i.r7n« l" «u "!"«"'. die bisherigen Vertragszvlle von lä N per ^,.<"-l «" «llgemeinen M einzufühlen. Du bish«« 1724 den Nachbarländern zugestandenen Zollbegünstigungen seien auf' zuHeben. Die Zollbeträge seien fortan in Gold oder als Ausgleich der Differenz zwischen Gold« und Silberpreis entsprechende Zu-schlUge zu erheben. — Nachmittags fand in einem Separatzuge der tärntner Vahn ein Ausflug nach Pickcrn zum Besuche der gräflich Meran'schen Weingärten statt. — Tagsdarauf, Samstag den 23. vormittags, wurde der Longreß durch den Landeshauptmann von Steiermarl geschlossen. Um 2 Uhr fand ein Festbankett statt. Der erste Toast des Landeshauptmannes auf Se. Majestät den Kaiser wurde mit Jubel aufgenommen. Diesem folgte ein Toast auf den Ackerbauminister Erafen von Mannsfeld, welcher gleich, falls lebhaften Beifall fand. — (Ein erwischter Dieb.) Ein bekannter Taugenichts der erst vor wenigen Wochen aus dem laib acher Zwangsarbeits« hause seine Entlassung erhielt, wurde, wie die „Tr. Htg," mit. theilt, vorgestern in Trieft erwischt, als er einer Frau aus Pa-renzo, welche sich eben zum Bischöfe Monsignor Dobrila begeben wollte, ihre goldene Uhr, die sie an der Brust trug, entriß, Auf ihren Hilferuf wurde der flüchtige Dieb von einem Sicherheitswachmann verfolgt und auf der Stiege im dritten Stockwerke eines Hauses in der Pia Capitelli, wo er sich zu verbergen suchte, sestgeuommen und dann in Arrest gebracht. Die gestohlene Uhr wurde bei ihm vorgefunden. ___________ Theater. 53. Zwei belannt« einactige Lustspiele: „ Ein Zllndhülz-chen zwischen zwei F e uer n" und „D e r P r il si d e n t«, und die ebenso bekannte Offenbach'scht Operette «Daphnl« und Ehloü" füllten dm Mittwochabend recht amüsant au«. In die Erfolge desselben theilte sich unbestritten das Direction«' Paar. Hcrr Julius Fritzsche spielte die Rolle „eines Zünd» Hölzchen« zwischen zwei Feuern" mit maßvoller Wärme und wnßte als sächsischer Schausp'eldireclor, der bei dem Herrn Land-räch um die u gute« SlUcl Humor führt uns die« Lustspiel vor. jene Äit effectvollei Komik, die eine vor« zugliche Darstellung verlangt, um günstigen Eisolg zu erzielen. Herr von Champignac, ein junger, flatterfUchtiger Ehemann, der« nachlässig! seine Gatli:: Constance und sucht Eroberungen außer dem Hause zu machen. E« gelingt seiner ihm unoelanxttn Tante Eamllle, in heilerfter Weise und durch Weiberllst, den uut>eueu Gemal im eigenen Hause irrezuführen. Durch Zufall im Reise» wogen mit Herrn von «ihampiguac belannt geworden, blnUht sie dessen Täuschung, als Kammerzofe einer reizenden Italienerin — in welche ihr Neffe verliebt >st — und dringt als Dolmetscherin Herrn von Champignac so weit, daß er die Hand seiner eigenen Frau fllr diejenige der schönt» Italienerin hält. 3,iit verbundenen Augen, Treppe auf und ab, in seinem eigenen Salon umher« wandernd, sühn Tante llonstance den f l a t t e r s ll ch t i g e » Neffen so gewandt irre, als sei er in einem fremden Hause; zwi» schell Corridor und finsteren Gängen, als sei er im Empfang«« zimmcr der angebeteten Italienerin. Frau von Lhampignac reprä-sentiert, durch baS liflige Arrangement LamillcuS rrmuthigt, die Angebetete ihres Mannes; die schlaue Tante verdolmetscht ihre Gefllhle, und Ehampignac, der FlattersUchtige, hört mit Entzücken ihre Worte und llißt ahnungslos die Hand s.'iner Gemali». El muß — mit quälendem Hungrr — in einem Nebenzimmer walten der Dinge, die la kommen follen, und durch seine Ungeduld und die empfindsamen Regungen nach Speise und Trunk ein uuange-nehm.'ö Rencontre nut dem eifecsllchligen Geliebten seiner Tante aushalten. Nachdem die beiden in unerquicklichem Zwiste und Miß« Verständnisse sich aufregen, versucht Eousn, Fndolin vergeben« den Streit zu ende», und Herr Ehampignac muß vor dem willhenden, eifersüchtigen Rlverol durch emeu Sprung au« dem Balcon sein Leben retten. Cr läuft eiligst nach Hause, stößt unterwegs an einen Pfahl und trifft endlich ermattet in dem kaum verlassenen Salon ein. Hier empfängt ihn seine Gemaliu. und der Flatter, sllchtige machte Geständnisse und sucht Verzeihung zu erhaltn, ; seine Gemalin versucht d°S Gleiche fllr die mit Hilfe ihrer listigen Tante vollbrachte Täuschung. Heir von Riverol findet seine junge, geliebte Witwe, und Freude und Verzeihung beschließen d°« Ganze. Da« Lustspiel ist heiter und voll komischer Effecte, wenngleich der erste Act entschieden zu wenig Spannung hat; er ist zu uber-flllll vom unülhigen, extremen Allerlei. Allmällg entwickelt sich die Phase de« Zusammenhanges und die folgende» Scenen sind voll Humor und Heiterkeit. Der Umstand, daß manches vom Originale gestrichen wurde, mag Eiusluß auf anregendere Form haben. - Director Fritzsche (Ehampiguac) leistete — wenige Ausnahmen abgerechnet — sorgfältige, gute Darstellung und ist ein vortrefflicher Repräsentant komischer Rollcn; seine Imitations« latente sind namentlich erfolgreich und außerordentlich anregend, yltlullm Nren«dors (Eonstauce Ehampignac) zieht die Grenzen o» Anmuth zu enge; sie begegnet un« noch immer zu uuvollcnd^t und zurückhaltend in Gefühlssceum. Frau Schubert, Vor« bieri mische" uud „singende" Alte. Du Piraten waren trefflich maskiert, und machte es wenig Eintrag, baß der eine Pirat seinen genial» ligen Schnauzblllt auf der Unterlippe trug. Gewiß ging niemand unbefriedigt nach Hause. Die Leistungsfähigkeit unserer Vühnenmitglieder ist vollständig zufriedenstellend. Möge sich die Thcaterlust bei den Bewohnern Laioachö steigern und durch fleißigen Besuch die strebsame» Bemühungen belohnt' werden! Ncncllc Mt. (Original-Telegramm der „ttaib. Zeltung.") Wien, 24. September. Die Ministerconfcrenzen bezüglich de« österreichisch - ungarischm Ausgleiches sind beendigt. Von der Ueberzeugung geleitet, daß alle auf den Ausgleich bezüglichen Gesetze gleichzeitig vorgelegt werden sollen, was jetzt noch nicht möglich gewesen wäre, haben sich die Regierungen geeinigt, die Gesammlheit der Vor» lagen im Jänner 1877 vor die Verlretungslürper zu bringen, letzteren derart Gelegenheit bietend, sich übcr den ganzen Ausgleich ein klares, vollständiges Bild machen zu lönnen. Um die Verhandlungen mit der Nationalbant über das künftige Banlstl.tut sofort einleiten zu lönnen, sind die Regierungen, da beide Theile an ihrem Stand« punkte bezüglich dcr Achlzia-Millionen-Fragc festhalten, übereingekommen, den Vertrctungstörpern eme Gesetzvorlage zu machen, wornach diese Frage Deputationen der Ver, lrelungstörper vorgelegt, und falls auf diesem Wege eine übereinstimmende gesetzliche Lösung nicht herbeigeführt werden sollte, ein eigens konstituierte« Schiedsgericht berufen werden foll. Kral au, 23. September. (N. fr. Pr.) Der „Czas" berichtet: In Russisch-Polen und in Rußland findet eine große Truppenbewegung statt. In der Nähe dcr türkischen Grenze wird eine Armee concentricrt. In Russisch-Polen notieren die BeHürden sämmtliche Pferde von Privaten. Im russischen Militär herrscht die Ueberzeugung, ein Ninterfeldzug stehe bevor. Belgrad, 23. September. (N. Wr. Tgbl.) Die Stimmung unter der Bevölkerung Belgrads ist wegen der Haltung des Fürsten bezüglich der Kundgebungen der Armee eine hoch erregte. Man befürchtet böse Demonstrationen. Belgrad, 23. S-Ptember. (N. Wr. Tgbl.) Auf den Abschluß eines weiteren dreißigtägiaen formellen Waffenstillstandes wird hier nicht mehr gerechnet, und glaubt man, daß Dinstag die Feindseligkeiten wieder aufgenommen werden. — Fürst Wrede verlangte Na- mens der österreichischen Regierung Mittwoch Aufklärungen über das Pionunciamento der Armee. Derselbe erhielt von Ristii die Antwort, dasselbe sei der Ausdruck des militärischen Enthusiasmus. Weder der Fürst noch die Regierung hätten hiezu beigetragen, doch könnten sie es ebensowenig verhindern. Hier wird die Königsprocla-mation als ein ku.it accompli betrachtet. Die kriegerische Stimmung ist im Wachsen. Belgrad, 23. September (N. Wr. Tgbl.) AuS diplomatischer Quelle wird authentisch bestätigt, daß zwischen Rußland und Rumänien Verhandlungen wegen Be« willigung eventueller Truppendurchzüge im Zuge sind. Die rumänische Regierung soll hierzu nicht abgeneigt sein. — Heute sind abermals 300 Russen und 40 Ossi« ziere, meistens dem russischen Garde^orps ungehörig, hier angelangt. Konstantinopel, 23. September, abends. Der angekündigte Große Rath hat nicht stattgefunden, aber ein Ministerralh wurde heute im Palais abgehalten. — Die Botschafter werden morgen der Pforte in identischer Weise die Entschließungen dcr Mächte bezüglich der Friedensbedingungen mittheilen und den Abschluß eines Waffenstillstandes verlangen. Telegraphischer Wechjelcouis vom 23. September. Papier, Rente 6« 95, - Silber - «ente 6990. — I860« staalS-Nillehen 112 20. — «aut-Acticu 863 -. Hrcdil-Nctim 153 10 London 120 85. -^ Silber 101 90. K. l. Mmx-Du» laten 5 75. — NapnleonSd'or 9 64, - 100 Reichsmark 59 25. Wien, 23, September. 2 Uhr nachmittags. (Schlußcourse.) «lreditactien 15330, 1860er Lose 11220. 1864er Lose 131'—. dfterrlichische Rente m Papier 66 95, StaatSbah» 28l —, Nord, bahn. 181- , 20. ssranlenstlxle 9 64. uugarilche «lreditactien 128 25, österreichische ssrancobaut — —. österreichische Nnglobanl 83 70, Lombarden 78 75, lluionbank 62—, anstro-orirnxlische «ant —' . Lloydacllei! 335' -, anstro-oltlmiamsche Van! -, türkische Lole 16 50. «lomnnma" - Nnlshen i»6 — . VgypMche 103-. Fest. Kündel und Wolkspirthschastliches. Lalbach, 23, September. Nuf dem heutige» Markte sind er« schienen: 18 Wage» mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Strol', 24 Wagen uub 3 Schiffe mit Holz (34 Enbilmctcr). D urch schn «tts - Preise. Mll.. M,,.. Vllt.. Vtgz.« st. tl. ft.j ll. fi lr. st. tr. Weizen Pr.Hettolit. 8>74 9 83 Vulter pr. Kilogr. — 85------- Kor» „ 6!60 6 52 Eier pr. Stücl - 2j — Gerste „ 4 70 4 80 Milch pr. Liter 8------- Hafer „ 3 41 3 82 Rindflnsch pr.Klgr. -50 - Halbfrucht „ -------7 10 Kalbfleisch „ 56------- Heiden „ 6 50 6 32 Schweinefleisch „ - 48 - H'rse „ 4 70 4 65 Schöpsenfleisch „ 26 — Kuluruh „ 5 «0 6 22 Hähudrl pr, SMcl — 35 — EidäpsellOOKilogr. 3 15 Taube» „ .....,6____ Lmsm Heltoliter ll------- Heu(nru)100itilog. 2 80— . Erbsen „ 10----------- Stroh „ 3----------- Fisolen „ 8------ Holz, hart., pr. vie, NilldSschmalz Klgr, 93 Q.-Meler ^ — «!— Schweineschmalz „ — 82------- — weich»'», „ - - b^— Speck, frisch „ 62 - - Wein.roth,.I00Lit. - -23 — - geräuchert „—75 > — wcif,er. ., — 20 — Theater. Heute: G iro fl6.G l ro fl ü. Komische Oper in 3 Acten von Albert Vauloo und (8ugrn Lelerricr. !l1ieteorl,ll,sti Den 23. angcuchmer, sonniger Tag, etwas windig, Herr« lichcr Sonnenuntergang, Nbcndroth. Den 24. morgens heiter, tagttber abwechselnd vorüberziehende Regenwolken, mäßiger SW. Das TageSmittel der Wärme am 23. ^- 13-9«, am 24. ^- 15,-1», beziehungsweise gleich und um 13' Über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Otlomar M a m b e r s.. 33l)ü^'N^vi^i' Wlen, 22. September. Die Vürse behauptete im allgemeinen die gllnstige Stimmung de« gestrigen Tage«, und e« war in SpcculalionSpapicren der Verkehr ein recht «^»lV^^!)l. helebter. Insbesondere erzielten Anglobaul'Actien weitere Avancen. Im Schranken war wenia. Geschäft. Devisen und Valuten schloffen etwas maller. Mai, 5 < ^"b ^"' »ebruar.j «em« <..... 66 70 66 50 Hunner-, l ..... 6V 70 66 80 «!?«. 1 6"b«r»ut. . . . 69 75 69 «5 v«l. 1»N9 < - - - <,l»7b 69 85 ^ 1864........ !8l 2b i«i bo DomilnenePsandbriefe .... ,402h 140^^ Prümienanlehen der Gtadt Wien b6- vh.zf, «iebenbUrgen ^ ^^ j - - 74 b« 7b ^ D7n"° «egulierun««^se . . '0b 7b 1,^ U°g. Lifeub°hn-Nul..... b97b 102^ Un«. Priln.im-Nnl...... ^ °u " ,0 Wiener «ommunal - «nlehen . 94 25 94 b0 «eti« »<» v«le». Nngl°lB» ^ — ««lb Wal, «reditllnfillll........ 1k>1 30 151 40 «reditanftall, uilgar..... 12« — 126 2b Depostlenbant....... 127' 128 — EScompteanfialt...... 67li-— 67b — ßranco-Vanl....... — — -' — Vi,tion»lbanl....... HK8 — 865-— Oefterr. Baulgesellfchllft . . . 156 - 15«-— Unloubanl ........ bli7b 60 — «ertchrsdant ....... 85— 8b>50 «ctien v«n tr«ubvsrt-Unter»eh- «elb «v«e N"'^°l»n........108 i!b ,s>d 50 ^"^bw'8.«°hn.....206 7b L07-. ßerdinande.Norbb'ahn '. '. ' ',«^'",«71^ 8r°nz. Joseph, «ahn . ' ' .'^'"b' Noyd.Oesellsch.. ../... Löb- !»7.^ Oefierr. Nordwefibuhn .... i«2 50 ,hg.^ 8ludoll»«««»hu.......lov»_ ^hlj.^ Ctaatsbahn........ 281 — 28l b0 Sildbahn......... 7750 7775 Theiß-Vahn........ !?5-. ,76 — Ungarische Nordofibahn . . . 1082b 1027b Ungarische Ostbahn..... il0— 80b0 Irllmu>ay>-Otstlllch...... 109 — 110 — van«ele»fch«fte». «ll«. llfterr. Baugeslllschnft . . —»— —__ Wiener Vaugesellsch»ft..... -.-— »._ Vl«ndbriefe. «llg. öfterr. Vobencrebit . . . 104 25 104 50 dlo. in 83 Iah«u 89 7b 90 - Nationalbanl ». W..... 97 z^o ßh __ Ung. Vodencredit...... 8b 2b 8b b0 Prloritiite». Elisabeth.,«. 1. Tm..... l«9 — «9K0 ßerb.,iii°rdb..G....... 102 60 102 80 Hran,.Io,evh.«....... 9375 94 — Gal. Karl'Lndwig.V., 1. «m. . »7 50 98 — Oefterr. Norbweft-V. . «8— 88 25 G',l,„>bNr«er....... 6280 62 60 Sta«l»b«chn........ 1b» - ibS — Südbahn Kb»/....... 114 - li4l" » b»/....... 9450 947b Sudbahn, Vonds..... — .. . -- Nng. Oftöahn....... 60 80 60 40 Privatise. «redil-L..........I««— 162^0 Nudolf«-L.........13 50 I2?b Wechsel. Nngsburg.........58 80 5«^ «rcnlfurt.........58 80 b8'M Hamburg.........5880 l»«'A London .........llll - !2l 40 Pari« .........4790 48-^ Veltzssrte». Dulaten .... bfi. 79 lr. b fi. «0 « »inpoleonSd'oi . . 9 ^ 66'/.^ 9 „ 6? -Deutsche Reich«. banlnottn ... 59 ,35 „ b9 » 45 , «Über .... 101 . U0 ^ 101 ^ 9l1 - Krainische Vrundentlaftunge°Obll,ariolUU, Priv«t»«tttrnu,: «eld V0 —, «»« -^