Mtmcher Nr. 383, Vl«numel<>t<°n»pre««! Im «omploi» «an,j. f. I,, halbj. fi, 5-5». ffNr die .^ufiellun« in« Hau« halbj. 5U lr. Mil ber Post «anzj. fi. il, yalbj. 7 K0. Freitag, 10. Dezember. Ins««»lon»g«b«l: F«i titln« I»s«»t« bl» ,u < .^««l«n »6 lr., glößn« p« Zeile » l»., bet »st««n wllderholnngen per geil« » ll. 1880. Amtlicher Theil. ^ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^"Zvchst nuterzeichnetcm Diplo'.ue dem k. k. Major "° Mühchandcs Georg Camelli den Adelstand mit 7^ Ehrenworte „Edler" und dein Prädicate „Santa-niona" allergnädigst zn verleihen geruht. y, Se. k. nnd f. Apostolische Viajestät haben mit ^""höchster Entschließnug vom 3. Dezember d. I. ^." Statthaltereirath Theodor Ritler von Ninal-nU " zum Hofrathe bei der Statthalterei in Trieft ""gnädigst zn ei nennen geruht. Taaffe in. p. ^ . ^,..„,deute, am 10. Dezember 1890, wird da» Vl. Stück dc« u„^"y',sssi, lrainischcn llandesgesepblatte« ausgegeben " versendet. ^ ^llssclbc rnlhält unter ^ l^ das Gesel) vom 18. November 1830, wirlsam für da« Herz^ihnm Krain. betreffend die Acitrasssleiftun« der aus rinrm nnderen Landr ilbcrtretenden Lehrer der ijffent^ 3tr ,^ ^" Vullsschiilnl znr Pmsionslassc! ' '^ die Knndinachnnss der l. t, Landesregierung für Kram lwm 25,^01,'einbrr 1880. Z, ^:z7?>',. betreffend die Aller« höchst genehmigte Erhöhung der l>ci den (gemeinden des -liiippachrr Thales bestehenden Wcinmessgebür. ^d e r l»iedaction d cs U a n des gesc h b Ia t te». Nichtamtlicher Theil. "eber das Expose des Herrn Finanzministers ^Utet daü Urtheil der lehlen „Sonn. und Montags- Altung" ,m wesentlichen wie folgt: „Der Finanz. Minister Dr. Dunajewsli hatte, als er am vergangenen Dienstag dem Abgcordnetenhanse das Budget für das Ilihr I88l vorlebe, nicht bloß mit den allgemeinen Schwierigkeiten eines Finanzministers zu kü.npfen, wel- lher einer durch lange Zeit von der Herrschaft ans» geschlossenen Partn angehört, sondern er müsste nach ^em, was voransgegangen war, noch auf einen be- Oberen Wldevstand gefasst sein, infolge einer mit gro- ^ltl Nüffinrmcnt nnd seltener Zähigkeit eingeleiteten ^Mation gegen seine Person und seine Nationalilät. ^l diesen kmistuoll unterwühlten Boden mnsste Dr. ^»ajewsli Slellnng nehmen. Das Blatt beleuchtet ^" das Expose und sagt zum Schlufse: In dem lftusi wird die ernste Luge der Staattzfinanzen anf- , ^lig dargelegt uuo cs werden die gewöhnlichen Mittel w> ^lmählichcn Beseitigung des chronischen Deficits 't «ilchll'rncm Sinne aufgezählt. Wenn die Gegner ^D^.____________________________________________ der Regierung und insbesondere des Finanzministers den Muth der Aufrichtigkeit besäßen, sie würden ein. gestehen, dass sie von Dr. Dnnajewski gewagte Expe. rimente und weit ausgreifende Speculationen erwartet haben und dass sie enttäuscht wurden durch das ruhige, geschäftsmäßige Auftreten des Finanzministers. Er hat weder Wunder gewirkt noch Wunder versprochen. Seine Gegner brechen darüber in mehr oder minder gut geheuchelte Entrüstung aus. Wir sagen, wie bei früheren ähnlichen Anlässen, wir wollen dem Finanz« minister die Zeit gönnen, sich ans dem weiten Gebiete seines Nessorts praktisch zu bethätigen. Den Gegnern Dnnajewslis ist es nur um einen Sturm auf die Mi-llisterfauteuils, uns ist um Oesterreich zu thun. Wir hab^n schon manches schöne österreichische Finanzexpose gehört. Da« Expose ist verrauscht, das Deficit ist geblieben. Wir sind vollkommen glcichgiltig gegen schöne Worte und das Volk ist mit uns, wir wollen Thaten sehen, welche nicht dem Fiscus, sondern der Bevölkerung zngute kommen und eben dadurch die Stenerkraft heben." Wir haben ferner noch ausführlicher die von uns bereits inkürze wiedergegebenen Aeußerungen der „Mou-tags-Nevuc" nachstehend zu verzeichnen. Die „Montags-Nevue" äußert sich: «Das Deficit von 1861 ist bis zum letzten Kreuzer die unabweisbare Cousequenz der finanziellen und politischen Verwaltung, wie sie von der Veifassungspartei auf Grund und im Geiste der Verfassung eingerichtet worden ist, inclusive jeucr bescheidenen Mchrfordcrungen, welche für die vollkommenere nationale Gleichberechtigung in der Schule gemacht werden, inclusive auch der großen Summen, welche die Eisenbahnbaulen erhäschen. Alles Bemühen ist vergeblich, aus der Höhe des unbedeckten Abganges eine Beschuldigung a^en die Ncgicrnna zu schmieden. Sie konnte, nm die Ziffer zu verkleinern, die (ömimhincn in traumhaften Zlfseransätzen einstellen; dass sie e§ nicht that, sondern die Erhöhung nur iu jenem Umfange gelten lässt, den die Thatsachen eines Iahrzehcnts rechtfertigen, ist nicht mehr. aber auch nicht weniger als ein vollgiltiger Beweis von dem Ernste und der Ehrlichkeit einer Verwaltung, die nicht um die Gunst der Parteien buhlt, sondern in« mitte der zahllosen Unwahrheiten nnd Entstellungen, welche den öffentlichen Streit durchtränken, die Wahrheit, die politische und wirtschaftliche Honcttetä't zu ihrem leitenden Principe erhoben hat. Diefe Wahrheitsliebe konnte die Finanzlage des Reiches nicht anders als in einem ernsten Lichte erscheinen lassen; sie durfte aber auch nicht anders handeln, als sie es lhat, indem sie der Erkenntnis Ausdruck gab, dass der österreichische Staatslöiper weder eine Radicalcur vertrage noch deren bedürfe, sondern die Heilung von der allmählichen Verabreichung stärkender Mittel er- warten darf. So bilden also die Mittel der Steuerreform die Hauptanklage, welche man dem Exposi des Herrn von Dunajewsli entgegenhält. Es ist zwar, wie der Finanzminister selbst erklärte, nur eine Wiederaufnahme oder die directe Fortfetzung der Arbeiten, die Herr von Plener sen., Dr. Brestel und Baron Pretis einander vererbt haben, aber — ki äuo laciuut iäßm, uttu 68t. idem! Es darf wenigstens nicht das Nämliche sein. „Wir vermögen indessen dem Standpunkte unserer Gegner keine Concession zu machen und bekennen in aller Offeuheit, dass das Steuerreformproject des Herrn von Dnnajewfki in der Hauplfache nichts weiter ist, als die Fortfetzung der Steuerreform semer Vorgänger aus oeu Rciheu der Versassungspartei. (tin wesentlicher Unterschleo zwischen der Anschauung der gegenwärtigen und der Regierung der Verfassungs-partei besteht also nicht, kann auch gar nicht zutage treten, lso lange die Bahnen siaalsölonomischer Solidität uicht verlassen werden. Es wäre aber eine irrige Auffassung, wenn man behauptete, dass das ganze Fiuanzprogramm des derzeitigen Cabinets und der Verfassungspartei sich vollkommen decken. Das ist nicht der Fall und wird hoffentlich nicht geschehen, so lange die Opposition ihre bisherigen Traditionen nicht aufgibt. Sie gefiel sich in den schönsten Redensarten von der Berücksichtigung des Armen und schonte den Reichen am meisten. Sie verkannte den Wert der großen Geldmärkte und huldigte der falschen Auffassung, dass die dort roulierenden Kapitalien lauter im Müssig-gang erworbene Schätze seien. Sie protegierte die Industrien, die sich wehren konnten, weil ihre Ver« treler mit bei der großen Schüssel saßen und gieng ,'ibcr die Waffenlosen zur Tagesordnung über. Niemals warf sil! ihren Blick über die Grenze, um in anderen Ländern die Bedingungen des wirtschaftlichen Gedeihens zu studieren und nachzuahmen, obwohl die natürlichen Verhältnisse nachdrücklich genug hiezu einluden. In dieser wirtschaftlichen Politik wird das Ministerium Taaffe der Opposition nicht folgen. Ihr Wohlwollen soll weder vom Partei- noch vom Interessengeiste dictiert sein, sie dient dem Staate und damit jedermann im Staate. Sle muss sich aber von allen Illusionen freihalten und nur dasjenige zu erreichen trachten, was rasch und sicher zu erreichen ist. Das Ministerium Taaffe will erfolgreich operieren und fertig bringen, was es beginnt. Es nimmt nicht allzuviel in Angriff, aber es wird sein Werk vollenden." Ueber dasselbe Thema bemerkt der gleichfalls von uus bereits auszugsweise beim^te „Sonn- und Feiertags.Courier": „Die Thatsache, dass bei Entgegenhaltung der ordentlichen, regelmäßig wiederkehrenden Staats-Ausgaben mit den ordentlichen Staats-Em« nahmen der Abgang für das nächste Verwaltungsjahr Iieuilleton. Die Irre von Wardon-Hall. Noman von Albrecht hen brich». l4b. Fortsehnn«.) ilwi ^" entfernten sich die beiden, welche sich so lväi^ ^btcn, weiter nnd weiter von einander, uud Hrend ein einziges Wort genügt hätte, die Kluft, l> ")e ste trennte, ansznfüllen, hielten Stolz und Miss» "en diesrs eine Wort zurück. Luit ^ !""'be an Frau Loreby schreiben," sagte 'glnd mit zitternder Stimme. s Ob und inwieweit es für die Länder, deren ^> teressen die zurückgetretenen Mitglieder des Com'.!« demselben bisher 'vertreten haben, von Vortheil 1"" werde, dass diese Vertretung aufhörte, dies zu ". urtheilen sei zunächst Sache dieser Mitglieder M^ das Comite werde gewiss, auch wenn letzterer u"" eintrete, stets Gerechtigkeit übeu und auch diese UaMl nicht stiefmütterlich behandeln. , „, Die Motwieruug der Mcktrittserklärung cntya" jedoch einen Volwurf. welcher ihn als Obmann °c Comites in erster Linie zu treffen geeignet erW^ Es wird darin ein Beschluss des Comites als «nt ^ Absicht des Gesetzes nicht übereinstimmend erlia»' Diesfalls wolle er vor allem anderen daraus y'" weisen, dass das eine der Mitglieder, vou denen Erklärung gefertigt erscheint, in der Sitzung, «n n> cher der angefochtene Vefchluss gefasst wurde, oe' selben als einen gesetzwidrigen erklärte und die " nähme dieser Erklärung in das Protokoll verlang" . In der jetzigen Erklärung werde derselbe mehr als mit der Absicht des Gesetzes nicht uvere' stimmend bezeichnet. Es sei dies ciu viel minder tm gehender Vorwurf, wovon er mit Befriedigung nehme, aber auch diese letzteren wolle er einer nay. Untersuchung unterziehen. Er habe vergeblich ^ einer gesetzlichen Bestimmung gesucht, durch welche selbe begründet werden könnte. ,,.,«< Der § 34 des Gesetzes stelle der Centra"" mission als Aufgabe die Pniflma. der Beschluß" Laudescommissioncn und die Richtigstellung der ^ sificationstarife. und enthalte das Gesetz über ^ Vorgang hiebei einschränkende Bestimmungen "!>>>-Weise; nur tz 21 schreibe vor, dass bei Z"'""^ bringuug der Tarifsätze alle Momente, welche "»', Reinertrag der Grundstücke vou Einfluss sind, "" lichst zu berücksichtigen seien. Dies seien die «1^ muugeu, welche die Centralcomiuission und da» mite binden. ^z Vor Beginn der jetzigen Berathung des ^ ^ habe eine Besprechung der Mitglieder der ^ti , commission über die Frage stattgefunden, ob deM uiitc Illstructionen für die Art feines Vorgehens ' ertheilen wären ; ts wurde sich jedoch dafür entsch^ ^ eiue folche Instruction nicht zu ertheilen. Der 1^ angefochtene Beschluss des Comites normiere aber ^ ^ falls nur die Art des Vorganges desselben, ""d s ^ speciell bei der zweiten Lesung der Tarife, könne o der Absicht des Gesetzes keineswegs nahetreten. ,^ Er glaube keinem Widersprüche zu ^geg^ weuu er behaupte, das das Comile bei der ^ 40 Sitzungeu in Anspruch nehmcudeu ersten "^ iu eiugchcudster Welse über die Tarife im Deta" rathcu und hiedurch dem Gesetze entsprochen h^' (Flirtlehuna sulnt) Zur Lage. , Wie aus Iitschin der „Pol. Corr." g^'i wird. hat der AusschusS des dortigen bürg^" „ Schützencorps iu seiner am 4. d. M. abgey!" ,^il Sitzung Se. Excellenz den Herrn Mimsterplall^, Grafen Taaffe, in Würdigung der Es war eiue äußerst feierliche Handlung, die Eröffnung des Testaments der Frau von Saldern. Das Testament sollte im Ahnensaale eröffnet werden und in demselben war denn auch eine große Gesellschaft ve>» sammelt. Graf Otto stand an der Seite des Natars und erwartete den Eintritt seiner Cousine. Iu diesem Augenblick überschritt sie die Schwelle mit dem Stolz uud Austand eiuer Königin. Graf Otto gieug ihr entgegen, um sie au ihren Platz zu führen. Ein unmelkliches Roth flog über ihre Wangen, als sie ihre zitternde kleine Hand in die seine legte. Während die einzelnen Punkte des Testamentes verlesen wurden, saß Luitgard regungslos in ihrem Sessel. Für Otto war alles dies nichts Neu/s mehr. und wenn er auch gewünscht hätte, Luitgard habe nie von der Bestimmung, welche ihre Mutter in Bezug auf Wardon-Hall getroffen, gehört, so änderte doch die Thatsachc nicht das Mindeste in seinem eigenen freien Entschlüsse. Niemand sah, was in Luitgards Seele vorgieng und doch war sie mächtig bewegt. Wie Bergeslast war fs vou ihrem Herzen gefallen. Mit einem Schlage war die ganze Sachlage verändert. Graf Otto brauchte jetzt nicht mehr Wardou-Hall zu verlassen; sie war es nicht, welche ihn aus seiner Heimat forttrieb. O, wie sie der Mutter uoch im Grabe für diefe letzte Auord-lm„g daulte. Aber lange sollten die Freude und die Hoffnung sie mcht beherrschen. Graf Otto wollte nicht einmal, dafs Lultgard deuten solle, er werde von diesem Rechte Gebrauch machen. Etwa eine Stunde später ließ er sich bei ihr melden. Als er in ihr Gemach trat, gieng Luilgard ihm eutgeqen. Sie zwang sich zu einem Lächeln, obwohl ihr Herz von Furcht und Hoffnung wie zusammen-geschuürt war. „Nun, werden Sie Hierbleiben?" fragte sie. Graf Otto fchüttelte deu Kopf. ..Nein, Luitgard, — das werde ich nicht. Du wirst hoffentlich nicht deukeu. dass ich auf deine Kosten von der Großmuth deiner Mutter Gebrauch macheu werde. Ich achte und ehre alle Punkte, welche iu dem Testamente augeführt siud, aber — die Vermögensverhältnisse bleiben uuberührt." Sie trat wie erschrocken einen Schritt zurück. »Wie?" fragte sie. „Sie hätten die Absicht, deu letzten Wunsch meiner sterbenden Mutter, welche damit ein Unrecht zu sühnen gedachte, unbeachtet zu lassen?" „Mir ist kein Unrecht geschehen, Luitgard. Wenn jemandem Unrecht geschah, so geschah es deiner Mutter. Nein, du bist Erbin von Wardon «Hall uud niemand wird dich aus dieser Stellung ver-drängen." Luitgard war blass geworden uud zitterte. «Aber es ist dein Eigenthum, — du wirst nicht von mir denken, dass ich mir etwas schenken lasse," sagte sie, zum erstenmale sich des vertraulichen „du" bedienend. Graf Otlo lächelte. „Du wirst das auch nicht von mir denken, ^ gard. Wir stehen beide auf demselben P""" ^l,'» mit dem Uotclschiede, dass du die rechtmäßige ^, von Wmdon.Hall bleiben musst, wenn ich niell" schaft uicht aulreteu will." «^ s° „Und du willst in der That deinen Eige"!' weit treiben?" fragte sie immer mehr geängsl'9'^,< „Allerdings, Luilgard, - ich habe ke"" Mi, aulassuug, etwas zu nehmeu, was mir uM « j„ Ich werde in die Stadt zurückkehren und w>e ^>,l die verlassene Lebensbahn einlenken. I>" ^stiü»^ vergiss nicht, dass deine Mutter mich dazu "1^^ hat, dir ein Freund und Bruder zu sein, ^ '^ stets bereit sein. deine Wünsche zu erfüllen." ^,w» Noch eiunml versuchte Luitgard, Otto m ' ^>e Entschlüsse wankend zu macheu, — vergeben»- ^„, ganze Ueberredungskullst scheiterte an seM" baren 3tuhe. ^. ^dliä)' „Ich wäre lieber gegangen," sagte s" „als dass ich dich gehen' sehe." ^ ., .!«'< Er sah eine Thräne in ihrem «e « „n Sollte er sie fragen, ub nicht für beide l"a Schlöffe sei? ^„ken. ^ Er schrak jedoch zurück bei dem Geda'n ^^ konute er an die reiche Erbin eme I""? stellen? LnitglU ' „Ich werde zuweileu wieder to»""". ^ d" uud weuu du meiner bedarfst -^ du »v p, mich finden kannst." (Fortsetzung folgt.) 24tt9 Agenden Verdienste um den Staat, ein-Il'mnng zum Ehrenhauplmann dieses Corps ernannt, f. . «^uf der Tagesordnung der am 13. d. M. statt-Wenden Sitzung des Herrenhauses stehen N "!^ Lesung des mit Belgien wegen gegenseitiger ^Wahrung des Armenrechtes vereinbarten Vertrages 7°" l9. Juli 1880. danu die erste Lesung des Ge->eye^ betreffend die Beschränkungen der Execution ans ">e Bezüge der im öffenllichen Dienste stehenden Per-m?,. ""b ihrer Hinterbliebenen und die Wahl eines "Medes in die volkswirtschaftliche Commission. .Der Wehr. Ausschuss des Abgeordneten-^uiez nahm das Nekrutengesctz pro 1881 ohne De-,"Ue an. Referent Zeithammer trug sofort den von UM verfassten Bericht vor. welcher ebenfalls genehmigt yy Der neucrnannte päpstliche Nuntius für Wien. "0l's,g„or Vauutelli, Hat mit dem Cardinal ^?cobini mehrere Unterredungen gehabt, und wird. " e Man berichtet, bei seiner Ankunft in Wien, welche citte dieses Monates erfolgt, ein eigenhändiges Mrwen des Papstes mitbringen, um dasselbe Sr. "Aestät dem Kaiser in der Antrittsaudienz zu über-^?He>,. Auch bringt Vanutelli bestimmte Instructionen ^t. welche die Regelung der katholischen Kirche in "»Men und der Herzegowina zum Gegenstande haben. ^ In der letzten Sitzung des Achtzehnercomitts der entralcommissiou für ' die Grundsteuerregelung urdeil die vom Negierungsvertreter Seciionsrath layer bezüglich der Tarifiernng für Nieder« und "veiösterreich gestellten Anträge zum Beschlusse erho- ^'. nach welchen für Niederösterreich in der Nein-'"Mmume eine Herabsehung von 478.000 fl.. l" Ode röste r reich eine solche von 313,000 fl. ^NUtlert. ^ Aus Budapest wird unterm 7. d. M. gemeldet: h,kr Jinanzcmsschuss des Abgeordnetenhauses erledigte H? ^Ul'sum-Sleuervorlage über Zucker. Kaffee und w ^ uud nahm selbe auch im Speciellen an. Der en, )"^. für Administrution verhandelte den Gesetz-c,)"llrf über den Sicherheitsdienst und acceptierte denken. Diesen, folgt der Gesetzentwurf über die ^k'erung der Gendarmerie in Ungarn h ,^,>gänzmlg derselben in Siebenbürgen. Der Sicher-^ Dienst iln ganzen Lande wird reorganisiert und l"1 die Gendarmerie, welche dem Honvedmiuisterium ""nsteht, versehen werden. Vom Ausland. . Die Auflösung der Eollectivflotte steht noch '"'.'er UN Vordergründe de« Interesses, und wie ge- lseilt auch die UNheilc über die Flottendemonstlation Überhaupt waren, so herrscht doch jetzt, wie die „Wiener «loendpost" schreibt, nur Eine Stimme der Befriedigung darüber, dass. Dank den allseitigen Bemühungen, die mrkisckMontenegrinische Angelegenheit einen Inedlichen Abschluss gefunden, welcher es gestattete, die Flotten- "ussiou als beendigt zu erklären. Die englische, fran- Msche, italienische und russische Escadre der euro« Aschen Flotte haben die Vocche di Cattaro in der M nugedcuteteu Reihenfolge nach Abgabe der vor- Mftsmäßigen Salutschüsse'für den obersten Befehls- Mer. den englischen Vice-Admiral Seymour, an dessen f^'niralschiff „3)ionarch" die Schiffe einzeln vorbei- Mlrn, anl 5. d. M. Vormittag verlassen: Die k. und k. ^uznfregatten „Prinz Eugen" und „Custozza" fowie ^deutsche Corvette „Viciuria" gaben ihnen bis auf .. ^emeileu südlich von Punta d'Ostro das Geleitc. d? ^ Punta d'Ostro salutierten sie insgesammt die i>.^Fort Äiamula herabwchende österreichisch-ungarische ^9ge. Die frauzösischeu Schiffe dampften nach Toulon. H, Uaiieiiischen nach Vrindisi und die englischen nach j^lta. Der russische Coulre-Admiral Kremer hatte h', "use des 4. d. aus St. Petersburg den Befehl er- lyls ' ^ Fregatte „Svjetlana" nnd die Corvette ^uisi^" "^ Neapel zu dirigieren, und die beiden H Mjcu Schiffe uahmen auch dorthin ihren Cours. tt>, österreichische Escadre und die deutsche Corvette Gloria" hallen Befehl erhalten, die alten Ankerplätze d-°.er aufzusuchen; doch ist. wie die „Pol. Corr." meldet. ai,/"Usche Corvette bereits am 7. d. M. nach Malta "^dampft. 3^,^^^dmiral Seymour erhielt vom Fürsten tzh"." von Montenegro dnrch Gabro Vukovi«! als z^?^l-Gesaudten das Großkreuz des Danilo-Ordens ^lkndet. t,^ ^us Rom, 7. Dezember, meldet man: Die „Voce Ükbli ^Mtk" erfährt aus guter Quelle, dass das au-„T)° ^ Gespräch des römischen Correspondents der der nMk" Nevue" mit Cardinal Iacobini inbctreff zlvilli ^^^ingen zu Deutschland und der Beziehungen dr„ h ? ^"" Vatican und Italien nicht swltgefun> ist »j^" ostrumelischen Provinzialversammlung dl".'^ Gl'srtzciMvllrf wegen Aufhebung der Sklaverei Nlnn, ^ Worden, da letztere auch heute noch in Ost-lde, ^'! ""t"' den Muhamcdancrn factlsch ex>stlert. d»ck 7'chrntwnrf wird jedenfalls angenommen werden. Ta !>t man nicht sicher, ob er auch die vorgeschriebene ^w!l des Sultans erlangen wird. Hagesneuigkeiwl. ^ — (Die Leucht gassteuer.) Die Besteuerung de3 Leuchtgases zählt nach der „Presse" zu den fest« stehenden Absichten des Finanzministers, und ist man im Finanzministerium gegenwärtig eifrig mit der Ausarbeitung des betreffenden Gesetzentwurfes beschäftigt. Das genannte Vlatt theilt über die Grundzüge dieses Entwurfes Folgendes mit: „Es besteht die Absicht, von jedem Kubikmeter Leuchtgas cine Steuer von 1'/, bis A kr. einzuheben und hat mau den Ertrag auf Grund der gegenwärtigen Gasproductiou in Oesterreich auf circa 2 Millionen Gulden veranschlagt. Die Einhclmug soll am Productionsorte und vom Producenten erfolgen, der sich für den Betrag der Steuer im Preise des Gases beim Cuusumentcil erholen muss. Die Messung der zu versteuernden Quantitäten würde nach der bestehenden Absicht beim Austritte des Gases au3 dem Gasometer iu das Rühre»«etz erfolgen und dürste die Control bti dcu großen Gasanstalten, wo genaue Messungen stets vorgenommen werden, leicht sein. Ein ernstes Hiudcruis für die richtige Bemessung der Verbrauchssteuer bildet indes die Entweichung vou Gas aus den Röhren, bevor c5 zum Verbrauche gelaugt, und wird darüber nur eine auf Grund der fachmännischen Erfahrungen per« centuell bcmrssene Vergütung hinweghelfen tüuncn. Damit sind indes weitaus nicht alle Schwierigkeiten der Contrule und EinHebung dieser Steuer erschöpft, denn es muss auch auf die. private Erzeugung von Leuchtgas und auf die Production in ganz kleinen Fabriken Rücksicht genommen werden, wo es sich nicht lohnt, eigene Finanzorgane aufzustellen. Wichtig scheint es uns auch. dass die zu versteuernde QanMät des erzeugten Gases durch weitgehende Verbesserung der Qualität, beziehungsweise der Leuchtkraft, erheblich geschmälert zu werden vermag, wa» gewiss geschehen wird, um die Last zu erleichtern. Unter dieseu Umständen darf wohl angenommen werden, dass die geplante Leuchtgasslener, wenigstens iu der ersten Zeit, ein weit geringeres Erträgnis abwerfe» wird, als der gegenwärtige Consum anzunehmen gestattet. — (Die Zerstörungen des Erdbebens in Kroazicn.) Die „Agramer Ztg" gibt eine Zu-sammenstelluilg all der Bauten, welche außerhalb Agrams im Lande durch das Erdbeben Schaden gelitten. Sie schreibt: „Da3 herrliche Traiostja». wer kennt c3 nicht, den Ursitz unserer Draölovice; das kolossale Klcnovnil des Grafen Vombclles mit seinen achtzig Zimmer» und Sälen, wo dereinst, unter Palatin Draöluvic, der ungarische Landtag tagte; — das graue Ivanec des Herrn Ladislans v, Knluljeviö »nit seine,, bizarre», Thilrmen, wo in vergangene» Zeiten die Tempelherren hauste», — Stulnca und Popovec des Grasen Orsii. — Pod« gradje des Grafen Stefan Schlippenbach; Bistrica des Baron Hcllcnbach. — das schiwe Oroslavje de» Gra. fen Sermage und jenes des Grase» Vojtffy. — Golu-bovec des Baron Rauch, — Iatoulje des Herrn o. Io-sipovit, — die uralte Staatsdomäne NagU'Tabor mit ihren vorchristlichen Bauten, — das reizende Mirlovec, einstige Veste der Grafen Cilli. welches Vicegespan Frcmcisci bewohnte, — das so pittoresk gelegene Heili-genlreuz des Grafe» Ernst Schlippculiach, daL immens große Lobor und Gorica des Grafen Weglevic', — Er-penje des Herrn Sladouic. — Klolouec. des Herrn v. Ozegovic. — Gredice des Herr» Babiö. — Ger-deuce des Herrn von Simuucic', — Bracat d.s Hcrru V. Cegcl. — Pretlovec des Herr» Weiser, — Ternovec des Co»te Veg»a, — Hrusevrc des Herrn v. Mattachich, — Nuvidvori des Grafe» Erdüdy u. s. W.; alle diese Schlüsser und Edclhöfe. sie siud heute mehrweniger Nuiueu uud es dürfte kaum eines wieder in dem Vollbesitz seiner einstigen Pracht erwachen. Vou dcn Kirchen wurden am «»eiste» beschädigt die Pfarrkirche in Kraljcv Vrh und Sueli Peter, welche theilwcisc zusammeusiürz' ten. die Kirchen i» Groß.Trgouiöie. Tuhclj und Zabok. welche gesperrt »nd bei der crstgenaimten der Thurm abgctragcu werden musste, — dann die Nilchen iu Er-pcnje. Hciligeutrcuz. Desiuii und das Kloster in Klanjec. Ebenso wnrdeu auch viele Bürgerhäuser in Krapiua uud Klanjec arg mitgenommen und die Kapelle iu Slari-cevo, die Ruhestätte der irdischen Ueberreste des Patrio» tcu Eduard v, Halper. Vou dcu Schule» musste uur die in Krapina-Töpliz gesperrt werdeu, währeud das Curgebäude merkwürdigerweise beinahe gänzlich verschont blieb." — (Theaterlrach.) Der Director des Stadt-theaters iu Oedenburg. Herr Rudolf Verstl (vermählt mit der belauilten Schauspielerin Wühclmine Krägel. die unter der Direction Wallburgs der Liebling des Laibacher TheaterpuulicumS war), erklärte am 4. d. M. der durch die Stadtcommuue designierten artistischen ! Commission, dass er infolge der Iuoolcnz des Publicums die Leitung des ihm anvertrauten Theaters nicht wei-tersiihlc» tounc. Damit jedoch das Schaujpielpcrsunal nicht der Gefahr, brotlos zu werden, preisgegeben sei. hat sich infolge Aufforderung des Großindustriellen Iguaz Ritter v. Flaudolffer sofort ein provisorisches Cousortium coustituiert. welches den Beschluss fasste, die Weitcrführuug des verwaisten Kunstiustitutes auf eigeue Faust zu übernehme» und unter allen Umstände» dahin zu wirken, dass die Vorstellungen ununterbrochen b>3< Palmsonntag, das ist bis zum Schlüsse der Theatersat-son fortgesetzt w?rden. Die durch den Vürgermeifter Glozer einberufene außerordentliche Generalversammlung des Municipalausschufses hat dieseS Project genehmigt und gleichzeitig die von dem gewesenen Director Nerftl deponiette Caution per 2(XX) fl., welche jeder Ueberneh-mer des Theaters zu leisten verpflichtet ist. als verfallen erklärt. Locales. — (Nut dem Vereinsleben.) Der Unterstützungsverein der Laibacher Lehrer-Vilbungsanstalt hält Sonntag, den 12. d. M, vormittags 11 Uhr im physikalischen Cobinete (im ersten Stocke des Lyceal-gebäudes nebe» dem Museum) die diesjährige ordentliche Generalversammlung ab, wozu sämmtliche Mit-glieber eingeladen sind. — („Donna Iuanita.") Wegen der Generalprobe zu der morgigen ersten Aufführung der neuen Opereltc „Donna Iuauita" findet heute abends leine Theatervorstellung statt. — (Ei» ttind ertrunken.) Ein zweijähriger Knabe Name»s Franz Cebin, Sohn des Kaischenbesihers Michael Cebin in Putoschlamas im Littaier Bezirke, der ohue Aussicht im Freien spielte, ist am Den 9. Dezembcr, Johanna Zebre. SclB"'^ Tochter, 20 I.. Deutsche Gasse Nr. 2, LungenschwindlM^ Theater. Wegen Vorbereitung zur morgigen Aufführung der A^li, „Donna Iuanita" bleibt heute die Bühne geschlon^ Meteorologische Beöbachlüngen^Laiba^^ tt » 35?, U « 6 -- ^ ,?Zi 7 U. Mg. 74154! — 3-6! windstill'j Nebel ..«« 9. 2 , N. 735 2? ^. 0 4 O. mäkig > halbhciter "" 9 „ Ab 73551 00 windstill ! Halbheit« Morgens stark nässender Nebel, tagsüber ziemlich ^ ^ mondhelle Nacht. Das Tagesmiltel der Temperatur -^ ^ ' 0 6° unter dem Normale. ^^.^ Verantwortlicher Redacteur: Ottomar VambelS^. Danksagung. Allen Anverwandten, Freunden und Bekannten, welche während der langen Krankheit meiner ulwet' gcsslichcn Gattin MM l!M B. WM in so herzlicher Weise ihre innigste Antheilnah"^ bezeigten und jcht derselben das letzte Geleite M ewigen Rlchcftüttc gaben, filhle ich mich uerpflicht"' „leinen aufrichtlasten Dant auszusprcchcn. I"sbc,>^ dcrc alicr spreche ich denselben noch aus gcacnuv" den hochherzigen Damen, welche mir benitw»"'«! ihre Untclstichling zulhcil werden liehen, dc»' l> s' Officicrscorps und denjenigen, welche der theure» Verstorbenen so schöne Kränze widmeten. .lukok düuoix. l, k. Hauptmann im 17. Infanterieregiment - Curse an der Wiener sörse vom 7. Vezember 1L8l>. (Nach bcm ossiciellen CurSblatte.) Gelb w»l, «llpierrmt«........ 7270 7285 Silberrmte........ 73 70 73 »5 «oldrente ......... 87 0b 87 20 Uose. 1854........ 122-75 123 25 . I860........ 1«1 75 132 — . 1860 szu 100 fl.) . . . 133 25 ,33 75 . 1864........ 17225 17375 Una.. Pr8ml«n.Y„l..... 11070 11110 L'-edit-L.......... 183--- 183 50 Theiß.Regulierungs« und Sze« gediner Lose....... 10740 Il»7 70 «udols«.L......... 18'-. 1850 zUrämienanl. b« Stadt Wien 117 70 118 Donau-Negulieruilgs-Los« . . 113 25 113 50 Tomänen« Pfandbriefe . . . 143 25 143 75 Ocsterr. Echahschein« 1881 riick- zahlbar......... 100 ?5 101- - Nesterr. Schahscheine 1882 rück« jahlbar......... 101 75 10« - U"6arilche Goldrente . . , 109 45 109 60 1'uzarUch, «isenbahn-Nnleihe I26-- 126 50 Ungarisch« «isenbahn-Anleihe. «tumulatlvstüclf...... 1,550 12575 ?nlehcil d« Sludtßeuleindt tsicn >„ V 's...... i01 zz ioi?z «llb ll>«< «snn»entl«ftnn,«.vbli«atlsnen. Mhmen.........10450 __ 'Ilieberösterrelch......195 . 10550 Galizlen.........»g-ssO 0800 Klcbenblirgen.......9850__-__ Temeser Vanat......V5 25 9« — llngarn..........97 50 V8- «lctlen »«», v«nl,„ Analo.öslerr. «anl..... 124 12425 Lreoitllnstali ....... 287 U0 288 - Depositenblntt....... 21« - 216 50 llrebitanstall. ungar..... 26175 262 — Oesierreichisch. ungarische Vanl 825- ^ 82? — Unionbanl ........ 112 60 11280 Verlehrsbanl....... 136 — i:^j-25 Wiener Vanlverein..... 142 80 143 - «lctle« »sn tran»tz«rt»Uuterneh< mungen. Gelb »»<,»< «lföld.Vahn .......15950 16025 Donau--------^V"" »tll, gF Franz.Iosevh.Vllhn .... ^H'H l«al. Lacl.Uudwiss.N, 1, «im. U"^B/i, Oesterr. Nordwesl-Nahn - - ^0s" ^" Zlebenbijrger Bahn ... - ,^.?ö 1?^" Staatsbahn 1. «m..... ^.^. ^«. Südbahn z 3°/....... fa ^l0^' . ^ 5'/...... ". Tevlse». 5?Si Auf beutfchc Plötze.....N?6b ^^5 üondon. kurze Sicht . - » ' ^l.0 ^"' Paris......... Dueaten. . . . ' ^ 55 'r.5 ^ ^/. . Napoleonbb'oi . » . >"/«- Deutsche Reich«- . b5 . 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