Nr. 20 Mittwoch, 26. Jänner 1916. 135. Jahrgang. Mtmlher Zeitung L« ll, halbjähliss n li. stui dir ZustrNunf, ins Ha»« gaiizjüyrin 2 X. — zns«rtto»»K»bi»lir: Mi lleinr ^»Irrate >i« zu v. ßröhe,e pcr Zeile l2 l,; l>el sfterei» Wiederholunnc» pci Mle ü l,. Die «Lail,nch>r ^citmin» srlckein! »üsslill, mi! Äulnahmc der Lo»»- und ^sielta«!-. Tie Administration bennbet sich Milloßiöstrli'he Nr. 1«: die HlldakNon Milloölöstrllhe «r, I«, SpleHstundl'N drr !«ldaNio!, vl„i ^i di« 1v Uhr ^ulmit!«!;« Unstll»l>fl!s Vrisjr wnben »lch< onßsnowmr»!, Maiiuillipte ni -! zuiNckneslellt. Telephon-Uv. >ev Medaktion 52. MchtccmMcher Geil. Die türkisch russischen Kämpfe im Kaukasus. Aus Konstant inopcl wird dcr „Pol. itorr." geschrieben- Aus russischen Mitteilungen, die den Türken in die Hände fielen, war zu ersehen, dah die russische Heeresleitung bei den Kämpfen an der Kaulasusfront daS Ziel verfolgt, die türkische Wehrmacht auf dieser Linie in möglichst weitgehendem Matze in Anspruch zu nehmen, um dadurch die Notwendigkeit dcr Verminderung dcr türkischen Stoeitlräfte an der mcsopolamischcn und ägypti-schell Front herbeizuführen. Diese Vemühuna, wird an »nahgebender SteNc in Konstantinopel als ganz illusorisch «klärt. Die russischen Berechnungen verraten, datz man in Petersburg in falsche:, Vorstellungen über die zahlonmähiae Stärke dcS türkischen Hccrcs sowie über seine Leistungsfähigkeit besannen ist. Die Türkei verfügt gegenwärtig über eine Wehrmacht von zweieinhalb Mil° lionen wohl ausgebildeter und trefflich ausgerüsteter Soldaten. Die heldenmütige Tapferkeit und Ausdauer der türkischen Truppe» ist durch del, zehn Monate lang geleisteten und von einem glänzenden Erfolge gekrönten Widerstand der Türken gegen die Angriffe der Engländer und Franzosen auf die Dardanellen erwiesen worden und durch diesen Triumph l,abcn die ausgezeichneten moralischen Eigenschaften dcr ottomanischcn Truppen noch «ine Steigerung erfahret«. Die russische. Annahme, bah die Türlei durch Verstärkung der Kämpfe an dcr KaukasuSfront zu einer Schwächung ihrer Streiilräfte auf anderen Kriegsschauplätzen gezwungen werden könnte, ist gänzlich hinfällig. Die Verteilung des türkischen Heeres ist so wohldurchdacht und ausgeführt, daß gar lein Anlatz besteht, eine Verschiebung von Truppenmasscn aus dem Irak oder von der ägyptischen Front nach dem Kau-kasu« i„ Erwägung zn ziehen. Politische Uebersicht. Laibach, 25,. Immer. » Anläßlich der Verleihung der Würde eines l. und k. Feldmarschnlls an den Könia. von Bulgarien hat nachstehender Depeschcmvcchsel stattgefunden: König Ferdinand von Bulgarien telegraphierte: Seiner k. und I. Apostolischen Majestät, Schönbrunn. Dcr Gardetapitän G. d. K. Graf Lonyay hat mir soeben das gnädige .Handschreiben überreicht, durch welches Eure Majchät mir die historische Würde eines österreichisch-ungarischen Fcldmarschalls übertrugen. Geradezu erschüttert von diesem neuen ganz lmticrdientcn Ncwcisc kaiserlicher Gnade und höchst beglückt von den Worten der Anerkennung meiner Tätigkeit als verbündeter Kriegsherr, bitte ich Eure Majestät, den Ausdruck vollkommenster Dankbai-kcit dafür entgegenzunehmen. Dieselben Gefühle, welche vor »unnlehr 35 Jahren den damals von Eurer Majestät zum Leutnant ernannten Jüngling beseelten, erfüllen auch heute noch mein dcr geheiligten Person Eurer Majestät in kindlicher Treue ergebenes Herz, das jetzt um so höher schlägt, als mein Allerhöchste Kriegsherr von einst und mmmchrigcr erlauchter Verbündeter die höchste militärische Würbe seiner glorreichen, von ruhmvollen Traditionen getragenen Armee meiner Wenigkeit zu verleihen geruhte. Fcrdinan d, ll., k. lmd k, Fcldmarschall. — Seine Majestät erwiderte: Die überaus wannen Worte, die Eure Majestät anläßlich der Ernennung zum Fcld-marschall Meiner Armee an Mich zu richten die Güte hatten, halxn Mich tief kcriihrt. Ich schätze Mich glücklich, baß Eure Majestät dieses Zeichen Meiner treuen Freundschaft und aufrichtigen Bewunderung für den verbündeten obersten Kriegsherrn des ruhmreichen bulgarischen Heeres so freudig aufgenommen habm und danke Eurer Majestät auf das herzlichste sür die Versicherung der von Jugend an bewährten liebevollen Anhänglichkeit cm Mich und Meine Armee, die stolz darauf sein wird, die verehrte Person Eurer Majestät untcr ihre Fcld-marschällc zu zählen und dadurch noch enger mit sich verbunden zu wissen. Franz Joseph. Wie aus dem Kriegsftresscquarticr gemeldet wird, lassen die Russen in den Armcczeitungcn und in der in-lind ausländischen Presse täglich Schauergeschichten über russische Kriensncfcmncnc erscheinen, die durch unsere Soldaten mit oder ohne Urleilsspruch dcr militärischen Behörden auf die unmenschlichste Weise mißhandelt und gemartert werden. Die Verfasser dieser blödsinnigen Schauermärchen, die nicht in letzter Reihe auch nur dcn Zweck verfolgen, dic russischen Soldaten davon abzuhalten, sich unseren Truppen zu ergeben, beschämen mit ihrer ungezügelten Phantasie die begabtesten Autoren von Indiancrgeschichten. Auch scheinen sie ein Handbuch dcr Foltcrkunst aus der Zeit der Inquisition entdeckt zu haben, da man mit normalem Menschenverstand und mit der geraden Denlungsart dcs Soldaten nicht auf so per- verse Martergeschichlen verfallen lann, wie die Nussm mit dcr Spitzmarle „Österreichisch-ungarische Grausamkeiten" in den vorher erwähnten Publikationen veröffentlichen. Da werden russische Kriegsgefangene lebendig in Särgc gelegt, in deren Deckel sich nur kleine Offnungen zum Atmen befinden und dann zur Erholung zwei Stunden in einen finsteren Raum gesperrt, um später rncoer in den Martersarg zu wandern, ein Blödsinn, der lein Wort der Widerlegung verdient. Und dies läßt sich die russische Telegraphcnagentur angeblich aus Stockholm mit dun Zusätze melden, daß nach der Nußerunh eines deutschen, natürlich ungenannten Diplomaten, alle triegsge-sangcnen russischen Soldaten ermordet werden sollen. Dann folgt cinc Serie von angeblichen Äußerungen entflohener Gefangener, in welchen behauptet wird, daß in unseren Gefangenenlagern cholcrakrankc russische 5tricaö-ncfanacnc lebendig verbrannt worden sind, während andere infolge Mangels an nötiger Fürsorge zugrunde ningcn. Die Schändlichkeit der Behauptung, daß bei uns eine Verbrennung lebender Menschen vorkommen kann, muß außer ganz unwissenden asiatischen Truppen sclbft in Rußland jedem Lebewesen mit gesunden, Menschenverstand klar sei». Die zweite Behauptung über die schlechte Behandlung von Kriegsgefangenen widerlegen auch in der ausländischen Presse unter der Marke des weltbekannten Namens jener bedeutenden Persönlichkeiten des Auslandes veröffentlichte Äußerungen, die im (Gegenteile mii viclcn Emzelhcitcn über die MusterM-tigkrit unserer Gefnngcncninstitutionen berichten. Aus Budapest, 24. d M., wird berichtet: Die Deputation des Varanyarr Wahlbezirkes, dessen Mandat durch dcn Tod dcs Abgeordneten Julius Nadanyi iKossuth-partci) erledigt worden ist, erschien heute beim Ministerpräsidenten Grafen Tisza und erklärte, baß jie einen Kandidaten der nationalen Arbeitspartei ausstellen wolle, nachdem Abgeordneter Nadanyi aus der Unabhängig' kcitspnrtei ausgetreten war. Graf Tisza erwiderte, daß dic nationale Arbeitspartei dort keinen Kandidalcn aufstellen könne, da mit dcr Opposition ein stilles Nberein» kommen bestehe, daß bci Ersatzwahlen während des Krieges in den betreffenden Wahlbezirken stets ein Kandidat jcncr Partei auftritt, die diesen Bezirk früher besessen hat. Auf ein weiteres Ersuchen, daß der Ministerpräsident dcn geeignetsten unter den Kandidaten drr Un-abhängigkcitspartci bezeichnen möge, antwortete der Ministerpräsident gleichfalls ablehnend. Ursula. Roman von Courts-Mahler. , 12. Fortsetzung.) nd daß Änderungen aus dem Gesetze hervorgehen müßten. Die Kommission spreche sich für die Zensur aus, müsse aber auf militärische und diplomatische Artikel beschränkt sein. Die Kommission schlage vor, die Beschlagnahme von Zeitungen sowie die administrativen Verurteilungen der Presse zu untersagen. Die Regierung habe sich ihrerseits an die im August 1914 getroffene Abmachung mit der Presse nicht gehalten. Lotal- und Promzial-Nachnchtcu. — (Getnlrtsfeft des Deutschen Kaisers.) Anläßlich des Geburtsfestes Seiner Majestät des Deutschen Kaisers und Könisss von Preußen findet am 27. Jänner l. I. eine allgemeine Pcflaqguna. in Ofterreich statt. — (Cinladuna. zur Äeflaggung.) Da im Deutschen Reiche das Namensfest Seiner Majestät unseres aller« gnädigsten Kaisers in der festlichsten Weise gefeiert Kurde, lade ich alle P. T. Haudbefitler ein, norgen am 27. Jänner l. I. znr Feier des (helmrtsfestes unseres hohen i!'er-bundeten Seiner Majestät des Deutschen Kaisers ihre Häuser mit Fahnen zu schmücken, Der Bürgermeister: Dr. Ivan Tau car. — (Krieasauszeichnuna.) Dem hiesigen Aoookaturs-landioatcn und k. un?> k. Leutnant in dcr Reserve Johann Stanonik wurde das Viilitärverdienstkreuz dritter Klasse mit der Kricasdckoratwn verliehen. — (Der Brotpreis.) Von heute an bis auf weiteres dürfen dle Viicker das Brot - well es aus Mehl Nr. 1 erzeugt wird — mit 70 Heller berechnen. In den städtischen Verkaufsstellen wird es nach wie vor mit 00 Heller veräußert. — (Spende.) Herr k, l. ScMonschcf Dr. Vladimir Globoönik Edler von SorodolsN hat dem Zwcigverein vom Noten Kreuz in Adelsberg neuerlich 100 K gespendet. — (Kranzablösung.) Das Personal der iZezirls-haufttmannschaft Adelsberg hat anstatt eines Kranzes auf das Grab des verstorbenen k. k. Landesregicrunas-kanzlistcn Franz Sever zu Gunsten der Ladestelle auf dem Vahnhofe in Adclsberg 55 K gespendet. — (Beschaffung verschiedener Artitel für das t. u. l. Heer.) Das Kricgsministerium beschafft im Februar 191 an die 13. Abteilung des Kriegsministrriums lVcsttllgruppc) einzusenden. Die Offerte müssen alles Nötige üler die Beschaffenheit des Liefercicgonstandcs, Preis, Liefermenge und Lieferzeit enthalteil. Sie müssen mit einem 1 K'Swupcl gestempelt sein; an eine bestimmte Form sind sie nicht gebunden. Mit Rücksicht auf die große Zahl unvollständig einlangender Anbote (Offerte) wurden jedoch im Interesse der Anbotsteller besondere Drucksorten aufgelegt, die durch die überreutcrsche Vuchdruckerei M. Salzer in Wien. IX., Pelilangassc 1, Form. Lag. 909, in den Handel gebracht' werden (Preis per Stuck 8 Heller). Die Offeitformulare enthalten sowohl die Bestimmungen für die Verfassung der Anbote als auch die Lieferbedingungen unverbindlich zur Orientierung. Da die Bestellungen öfters durch die Fehlerhaftigkeit oder Unvollständigleit des Anbotes Verzögerungen erleiden, wird die Benützung der Anbotdrucksorten cmpfoblen. Anbote auf Textilwarcn können gegenwärtig nur dann Berücksichtigung finden, wenn das Offert die erforderlichen Materialien (Garne, fertige Ware) vorrätig hat. Im Offerte ist daher anzugeben: die hiezu erforderlichen Garne (fertigen Waren) sind in meinem Betriebe vorhanden (oder: habe ich bei der Firma N. sichergestellt). — (Aufforderung zur Offcrtstellung für Haarschneidemaschinen.) Das Kriegsministermm beschafft in der ersten Hälfte Februar 1916 (bis 15. Februar) 4000 Stück Haarschneidemaschinen mit zwei Aufschiebkämmm. Anbote samt Muster sind, in einem Paket zusammen verpackt, an die 13. Abteilung des Kricgsministeriums (Bestellgruppe) einzusenden. Die Offerte müssen alles Nötige über die Beschaffenheit des Liefergegenslandes, Preis franko Monturdeftot Nr. 4 (Kaisercbcrsdorf) oder Nr. 2 (Budapest), Liefermenge und Lieferzeit enthalten und mit einem l K-Stemftel gestempelt sein; au eine bestimmte Form smd sie nicht gebunden. Beigefügt wird, daß Händler nur dann berücksichtigt werden können, wenn die nach Qualität und Preis entsprechende Ware am Lager und daher prompt lieferbar ist. Die vollständige Lieferungsausschreibung kann in der Kanzlei der Laibacher Handels- und Gcwerbekammer eingesehen werden. — (Verlustlifte.) In der Verlustliste Nr. 362 sind folgende Offiziere ausgewiesen: vom Landsturminfan-tcrieregiment Nr. 27: Hauftlmann Eisenmayr Adolf, Oberleutnant Dr. Fischer Viktor, 10. K., Oberleutnant Flaschka Alois, 1. K. Oberleutnant Kralj Ivan, 10. K., Oberleutnant im Verhältnis der Evidenz Kurzthaler Hans, 11. K., Oberleutnant Lewinsky Paul, 4. K., Haufttmann in der Reserve Pru5a Ladiölaus, l.2. 5t., Oberleutnant Ryschavy Hubert, 8. K.. Oberleutnant im Verhältnis der Evidenz 6avnik Janko, 11. K., verw.; Oberleutnant in der Reserve Stepec Josef, 11. K., Oberleutnant Tschulik Anton, 4. 51., tot; Oberleutnant Wo-dicka Karl, 9. K., vcrw.; — vom Infanterieregiment Nr. 27: die Kadetten in der Reserve Foitl Karl, Dr. Och' senfesd Artur, 11. K., Fähnrich in der Reserve Tominec Stanto, 2. K., rriegsgef.; — vom Feldjägerbatiillon Nr. 7: Kadett in der Reserve Balisz Julius, 3. K., Oberleutnant Vunc Viktor, 3. K., die Fähnriche in der Reserve Detela Martin, 2. K., Tolexal Johann (zugeteilt vom IR 7), 1. K., Kadett in der Reserve Fiala Franz, 4. K., Fähnrich in der Reserve Hanus Josef. 3. K.. verw.-, die Lcutnante in der Reserve Hauser Tibor, MGA, Holzinsser Franz, 1. K.. tot; Kadett Klein Artur (zugeteilt vom FIV 8), 2. K., EjFrw. TitOberjäg. Kunz Josef, 1. K., Leutnant in der Reserve Ma^el Iofef, 3. K., vcrw.; EjFrw. Oberjäg. Neumann Heinrich, 3. K., tot; Fähnrich in der Reserve., Vasek Franz, 4. K., Kadettaspirant Voda Vohumil, 1. K., verw.; Kadett Wentlar Stanislaus. 2. K., tot; Kadett in der Reserve Werner Hans, MGA, Kadett Wesely Richard, 2. K., verw.; Fähnrich in der Reserve Dr. Witschte Alfred. 2. K., tot. — (Verstorbene Heeresangehörige.) In den Lai» bacher Militärspitälern sind gestorben: In der Belgier-laserne: am 11. Jänner der 35 Jahre alte LstInf. Do-minik Nous aus Stcmovi^te bei Gros; Meserttsch an allgemeiner Blutvergiftung nach Zellgewebsentzündung des linken Armes bei Brandwunden an der rechlcn Brust-Hälfte,- am 16. der 39 Jahre alte Inf. Gustav Martin aus Gottmannsgnin bei Asch (Böhmen) an Entlräftuna, bei Ruhr; — im Epidemiesftitale auf dem Codelligmnd: am 4. Jänner der 26 Jahre alte ZivTragtierführcr Io-vica Duti^ aus DutM bei Vlascnice (Vosnim) an Bauch typhus, und der 23 Jahre alte Inf. Julian Krzi-niinsti aus Iezierzany bei Tlumacz (Gal.) an linksseitiger Lungenentzündung bei Vauchtyphus; am 6. der 33 Jahre alte LwInf. Ianos Moise aus Oravicza-banya (Kom. KrassoSzöreny) an Ruhr, und der 23 Jahre alte Inf. Josef Stanek aus Nespice bei Slra-touitz (Böhm.) an Pleuropneumouie bei Vauchtyphus; am 7. der 28 Jahre alle Kriegsgef. Tanasto Trnga-ji6 des serb. IR 16 aus dem scrb. Bezirke Negolin; am 8. der 20 Jahre alte Ins. Fercncz Kecskemcth y «us Zenta (Kom. Vacs-Bodrog) an Vauchtyphus, und der 21 Jahre alte Inf. Iwan Krcwoho aus Stanislau an Paratyfthus; am 3. der 31 Jahre alte Inf. Sandor Drinosty an Plcuropneumome bei NauchtyvlM; der 29 Jahre alte Kan. Johann Meyer aus Wien an Paratyphus. und der 34 Jahre alte Inf. Du^an Srije-mac aus Mohovo bei Ilol in Slavonien an beiderscü,-ger Lungenentzündung; am 10. der 21 Jahre alte Inf. Bohuslav F i sch er aus Unh^t be: Kladno (VolM.> an Nauchtyphus; am 13. der 23 Jahre alte LstInf. Roman Nutar aus Vol5o bei Tolm-in an Vronchopueumome bei Vauchtyphus;.- im Landesspüale: am b. ^mincr der RechUnlOff. 1. Kl. Ostar Sch och er auswiest an Hirnhautentzündung bei Blutvergiftung' nach Schuß-Verletzung des Schädeldaches '"d Schuß m den rechten Unterarm, und der ,9 Jahre alte LstInf Johann S v o-boda aus Div.'ivc bei Vudweis an B utverg.ftunf, nach Schüssen iu den Os sacn.m und die lmke Schulter w Erfrierung des rechten Fußes; am !1. der 20 Jahre clte Ins. Milan Gjlurasinoviä aus Vlankovac bei Knlfta (Nos.) an Wundstarrkranipf uach Schußzertrunv 'nerung des linken Unterschenkels; - ln der Landeszwangsarbeitsanstalt: am 7. Iäuner der 67 Jahre alte Ziv. Franz Krt aus Hru^evica bei St. Dämel (Bez. <3esana) an Myodcgcneration des Herzens; — im Leo-ninum: am 17. Dezember der 39 Jahre alte Honv. In.rc Sandor aus Mezoczavas (Kom. MarosToro») an Vronchopneumonie bei gasiger Zellgcwcbsentzündung des linken Schenkels nach Grauatverlctzung der Arterie; am 28. der 19 Jahre alte Honv. Pal M ercz an aus Vekes-csalia (Kom. Vekes) au Gnlefthalytis bei Gchirnver-lchung duch Granatsplitter; am 3. Jänner der 20 Jahre alte Inf. Ivan Gjakovi« aus Drenovo bei Prnjavor (Bos.) an Enlephalytis bei Hirnhautentzi'mdunsf und Gehirnabszeh nach Schrapnellverlehung des Schädels; am 9. der 25 Jahre alte Inf. Ianos Mudacs „>s Viso (Kom. Maramaros) an Vlutvergifwng nach Granatzer-trümmerunc; des rechten Oberschenkels bei Verlegung der Hüftgegend; — am k. k. Zweiten Staatsgymnasium: am 12. Jänner der 39 Jahre alte LstProfcssionist Ignaz Mayer aus Wien an Lungentuberkulose — (Todesfall.) Wie bereits kurz gemeldet, ist am 2l. d. M. in Gries bei Bozen der Landesregierungsrat i. R. Herr Gottfried Friedrich gestorben. Im Jahre l849 in Laibach geboren, hatte der nunmehr Verblichene als Konzeptsprattitaut, bezw. als Landesrcgierungs-lonziftist bei der hiesigen Landsregieruns, sowie bet den Bezirkshauptmannschaften Adelsberg, Laibach und Rudolfswert, als Bezirkskommissä'r bei den Nezlrtshaupt-mannschafwi Nudolfswert, Gottschee und Radmanns-dorf sowie bei der Landesregierung m Laibach gedient, bis er als Landcsregierungsseirctär nach Stein abging und gleichzeitig mit der Leitung der dortigen Bezirk-Hauptmannschaft betraut wurde. Im Jahre 1889 zum Vezirkshauptinann ernannt, verblieb er in Stein bis zum Jahre 1900, da er zum Landesregierungsrilc vor' rückte und zunächst die Leitung der Bezirtshaufttmann-schaft Rudolfswert übernahm. Sohin wirkte er bis zum Jahre 1905 als Leiter der Vezirkshauptmaunschaft Umgebung Laibach und trat im gleichen Jahre in den dauernden Ruhestand, wobei ihm von Seiner Majestät dem Kaiser in Anerkennung seiner verdienstvollen Tätigkeit der Orden der Eisernen Krone dritter Klasse verliehen wurde. Ill der Folge übersiedelte Landcsregie-rungsrat Friedrich uach Grics bei Nozcn, wo er nun nach schwerem Leiden starb. Er stand infolge seines konzilianten Wesens an allen seinen Dienstorten in der besten Erinnerung; die Gemeinden Mlaka, Trojana und Vodice hatten ihn seinerzeit zu ihrem Ehrenbürger ernannt. — (Die Untertralner Valmen.) Das Ministerium des Innern hat nuf Grund Allerhöchster Ermächtigung und im Einvernehmen mit dem Eisenbahnminist'.vium und dem Finanzministerium die auf Grund der Beschlüsse der Generalversammlung der Aktionäre der Untcrkrainer Bahnen in Wien vom 19. Mai 1913 vorgenommene Änderung der Gesellschllftsstatuten genchmigt. — (Postalisches.) Ernannt wurden: zu Postmeistern der Postadjunkt Friedrich Schmidt sür Gradac, politischer Bezirk Tschernembl, die Postoffizianten Ferdinand Gasftarl für St. Daniel am Karst und Cyrill Havlu-ek für Jel^ane; die Postaspirantiu Älbinc Hili zur Post-osfiziantin iu Idria und der Posterpedicnt Alfred Zi-mola zum Postadjuuttcu sür Dignauo. Verliehen wurde dem Postofsiziantcn Alois Vo/iö die Postexpedienten-stclle in Nozzo. Versetzt wurden die Postofsizicmle,, Adolf Braz von Idria nach Ko5ina, Eduard Prodan von Pola 1 nach Trieft l und Maria Postral von Gurkfcld in den Grazer Direktiontzbezirt, die Postofsizianiin Gabriela 5ir5ek von Idria nach Illyrisch-Fcistrlh, Auf ihre Stelle» hnbcn verzichtet die Poswffiziantinnen Aloi-sia Hrovat und Mnria Poto « n i t. — (Den Verlelulngen crlencn.) Der 45 Jahre alte verehelichte Fabritsardcilcr Johann Üangu>; aus Moj« strana, der am 13. d. M. bei der Holzverfrachtuna unylück° lichcrlveise unter den Wagen geriet, überfahren und schwer verletzt wurde, ist vorgestern im hiesigcn üaiides-sp'itale seiueu Verlehunnen erlenen. Lillv Veck, Nichnld Lund, Alstrup, Olsen, Mitzi Parla uild Paulia wirtcu zusammc» >>» »icucu Programm im 5mw „Ccutral" im Lanocötl>caler. Tas Vcrbrcchcrdrama „Die Veraanaenheit seiner Frau" ist cm crsttlässiger Suenska-ssilm, dessen Hauptrollen durch Lilly Beck und Richard Lund ülx'rzcuacüd gespielt werden. In den anderen Nordist-Luftspielen wirkcu dic vorzüsslicheu komischen z»räflo Alstruft, Olsen, Mitzi Parla und Paulia mit und finden den verdienten Veif«ll. Alis dcm Pro^r^mm ist mlch der aNernenestc Mcfztcr-.^ricnöwochcnbcricht. Diese Vorstellungen sind fUr Iunendliche nicht gecinuet lind sin-dcn im Xiandcschcnlcr hcute ilnd murs,cn um hall, t>, 7 und halb U Uhr abends statt. — Um 4 Uhr nachmittags kommen znr Vorführnna, zlvci interessante Tra-mcn: ..Vor dcn Nichtern" und „Der verloren aenlaubte Kapitän Philipp".. Die Vorstellungen um 4 Uhr nachmittags sind auch Jugendlichen zugänglich. Der Berliner Hofschausftieler Alexander Moissi im hicsissen Kino Ideal. Gestern führte das Kino Ideal den Film „Sein einziger Sohn" mit Alexander Moissi in der Hauptrolle vor. Moissi zeigt sich wicdev als Meister der Filmdarstelluug uud insbesondere im letzten Akte, da er als zum Tod« verurteilter Verbrecher unvermutet mit seinem Vater, dem Pastor, zusammentrifft, wirkt er geradezu überwältigend. — Als zweites Bild kam das Militärlustspiel „Amor im Quartier" zur Vorführung. In der Hauptrolle And Nissen, die sympathischeste und reizendste Filmschauspielerin Deutschlands. In diesem Lustspiel präsentiert sich Aud Nissen als junge, reiche, lebenslustige Witwe. Die einzelnen Szenen sind m.ßer-ordcntlich lustig durchgeführt. Dieses seine Program», ergänzt die cillerneucsle Meßter-Woche; cs wird nur noch lMe und morgen vorgeführt. — Samstag: „Joe Tccbtz?!?!?" Detektiv??! Für unsere Atmuna.sora.ane sind Herbst und Winter böse Feinde. Nur zu leicht stellen sich dann Schlclnchiut-cntzündlingcn der oberen Luftwege ein, deren Vernachlässigung oft langwierige, schwere Katarrhe zeitigt. Man nehme also beizeiten zu einem wirtlichen Heilmittel, z. V. dein „Sirolin Roche", das in jeder Apotheke erhältlich ist, seine Zuflucht. Außer seiner vorzüglichen Wirksamkeit hat es noch dm Vorteil des angenehmen Geschmackes. Laibacher. Zeitung Nr. 20_______________________________147_____________________________________26. Jänner 1916 Der Krieg. Telegramme des k. k. Telegraphen-Aorrespondenz Anrean«. Österreich Ungarn. , Von den Kriegsschauplätzen. Wie,,, 25. Jänner, Amtlich wird veilnnlliart: rüsten ^linncr. Russischer Kriegsschauplatz: Heftern ft»inden n'iedcr verschiedene Teile unsere, Nordoftsrunt unter ms sischrm (^cschnllfcurr. An vielen Stellen war die ?wfNä-»unnotälinleit drö Feindcö sehr lebhaft. ^talicnischcr .^ricqsschanplatz: An der Tiroler Frunt ueschoh feindliche Artillerie die Ortschaften (sreto (Iudilaricu) und b'aldona.zzo (Suflnnatnl). Am l^örzer Brürtenlopf sind bei Oclaliija wieder Kämpfe i», (^ann.r. Nestern nbeud? w,u die Tätigtet der italienische» )lrN!)ntcnc>;ri,,i-schcn Heeres «eht nach wie vor glatt vonstattei,. überall, wo unsere Truppen hinlommcn, liefern die muntcncgri-nischeu Bataillone unter dem Kommando ihrer Offiziere ohne Zöncrn ihre Waffen ab. Zahlreiche Abteilungen nus testenden, die noch nicht von unö beseht sind, haben bei nnseren Vorposten ihre Bercitwillialeit zur Waft'cnftret» lung angemeldet. In Slutari erbentrtc« wir l^ beschütze, 5i«ll Gewrhrr und 2 Maschinengewehre. Alle au^ feindliche»» Lager stammenden Nachrichten über neue »änrpfe in Montenegro sind frei erfunden. Daß der König sei« Land und fei» Heer verlassen hat, beftätigt sich. In wessen Händen derzeit die talsächliche NtenicrunaMewalt liegt, läf^t sich «och nicht mit Bestimmtheit feststellen, ist aber für das militärische Ergebnis des montencn.rimschen Aeldzuges völlig bedeutungvloü. Der Stellucrtrclcr o^ij Chefs des Generalstabes: v. 5)öfer, FML. Der Attentäter öabrinovi« gcstorbcu. Prag, 25. Jänner. In der Therchenstädter Strafanstalt ist Nedjeljlo (iabrinovi^ der wegen des Attentats uon Sarajevo zu zwanzig Jahren schweren Kerters vcrnrteilt worden war, an Lnnqentnberlnlose gestorben. Deutsches Reich. Von den Kriegsschauplätzen. Vcrlin, 2:L Jänner. Das Wolff-Vnreall meldet: kroßes Hauftla,llarlicr, 25. Jänner. Westlicher ickricaF-schauftlah! In Flandern nahm unsere Artillerie die feind« lichen Stellungen unter lräftigeo Feuer. Patrouillen, die nu einzelnen Stellen in die starl zerschossenen <^rabei< des l^egners eindrangen, stellten große Vcrlnftc bei ihm fest, machten einige ^rsangcnc und erbeutete,» vier Mi nenwcrfer. Der Tcinpler Tur,n nntt die Kathedrale von isiicuport, die dem Feinde gute VcobachtungsfteUrn bo ten, wurden umgelegt. Östlich von ^lieuvillc griffen un serc Truppen im Anschlüsse an erfolgreiche Minensprcn« guugll, Teile der vorderste», französischen Grabe« a«, erbeutete» drei Maschinengewehre und machten 7lM (>^e. fangene. Mehrfach angescylr feindl. Angriffe gegen die eroberten Stellungen lnmen über lläfflichc Anfänge nicht hinaus; nur einzelne beherzte Lenlc verließen ihre Mii ben, sie wurden niedergeschossen. Deutsche Flugzeug-geschwadcr griffen die militärischen Alltagen uon ^am>> nnd den dortigen Fllighafcn sowie die Fabriken von Vaccnral n«. Ein französischer Doppeldecker fiel bei St. Vcnoit (nordwestlich von Diamourt) nnt seinen ^n« fassen »»M'crschr« iu unsere Hand. OfUicher K^csss' schauplcch: Nussiscl^ Vorstöße wurden an verschiedenen Stellen leicht abgewiesen. Va15a,u?ricassch,!Nftlatz: Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Montenegro. Die Peschun«, Stutaris. ^ Berlin, 2ü. Jänner. Die Nachricht uon ber Vcsctzunk ^tutariö durch die österrcichisch-lmacirischeu ^rnftftcn hat hier großen Eindruck a,cmacht, der „m so nachhaltia,cr ist, als hiednrch die Bcocutnnssslosisslcil t>cr Mitleilunnen verschicdcmr montencqrinischer (Ncrncrallonsnlatc in den (5ntentcländcrn üder dcn ?lbl'r»lch der Fri^denü^erhand^ lnngen >md den (Kntscklns; dcr Monteneqrincr, Us zum äußerstril zu lnnipscu, ad oculus demonstriert n ird. Die Nachtausgabe dcs „Lolalnngci^crs" schreibt: Die Österreicher und Unssam stehen jetzt auf einem Boden, der ihnen dank jahrelanger dort verrichteter Kulturarbeit nichts lucniacr M fremd ist und den sie wieder in ante Pflea,e nehmen werden als einen Teil der großen Aufgaben, dcrcn Lösung an der Adriatnstc ihnen ..ach der Nlcderwcrfuua, Serbiens und der (iiuuahnlc Montenc-Nros zugefallen ist. Der listenreiche Nilita mag von ^yon aus sich nu dem Lorbeer berauschen, dcu dic Viewer-bandspresse ihm nach seiner Flucht über Italien bereit- willig dargebracht hat. Von einem Widerstände seiner tapferen Streiter, ans den er zuletzt >wch prahlerisch hinwies, isl nbcr nichte zu mcrlcn. Tic unbeftritenen Heiren des Bandes sind dic Österreicher und Unnani, die r>on dem ncucn Machtzuwachs nusschsießlich jcuen Gebranch nmchcn irxrocn, welchen dic ciflcne» Intcrcsscn ihuen vorschreibt. Im „Berliner Tageblatt" heiß: es: Der Einzug der üsterreichisch^lnssarischcn Truppen in Slu-tali, der lamftflosc Abmarsch der serbischen Bcsatzunss, dic ohne Rcibnnn, vor siä) gehende Unterwerfung dcr »lontcncssriuischcn ,^änipftr »lachen der Legende von cincin lctzlen Widerstände d?r Montencqrincr untcr de»n Prinzen Mii-lo ein rasches (3nde. Das ßanzc Land des .>imnss!3 Nilila und auch der rwu ihm während des >trie-qcs brschtc Teil albanischen Bodend sind in üsteirci-chisch-unnurischen Händen Dein Könige ist nichts gc^ blieben. Auch die Vorteile sind für ihn verloren, die ihm eine ehrliche Erfüllung der deu t. und l. Parln--lncniärcn gegebenen Znstchemnsscn vielleicht hätle sichern lönneu. Sein Asyl auf französischem Voo^n isl die eiu-zisse Fnlchl dcr von seinem Minisrerpräjidmlen mit so ^ic! Selbstbewußtsein vcrtündelen ^ricssslusl. Die Ent-läuschunc, wirb am bittersten in Italien empfunden wcr-dlu. Die Festsetzung Ostrncich'Unssams in Ttiltari lcitct dcn Schifsbnlch der gesamten italienischen Ädriapolilit ei,,, - Die „Post" ineint: die Besetzuna. Stutaris rrinyt dcu Ballankrieg in ein neues Stadinm. Tic Besetznuß bcs Landes der schwarzen Verge ist so gut wie l ecndet. Nach dem Einmärsche in Wbanien würden sich Ereignisse uun großer Bedeutung abspielen. Wic„, ^i''. ^nnncr. Nic dic „Albanischc >^orl<'spon° d^ü,V' «ncldcl, richiclcn im ^l» ^stt'rr<'i6>t!naarn lvcilcnd^n Älvancr Vischos von Snppn, ^>l-0ln >wlcci, und dcr ^licmalige Gouverneur von Valonu, Vrioin, ein Tclcgrsinnn an Kaiser Franz Joseph, worin die albanische Kolonie dem Baiser t^'n unlrrlliniaftln Toni fiir dic Bsfreniiil-, Slniaris dnrch dic licld^nmiitiac» ösicr-rcichisch'Nn^arischln Tinp^n nnivcl)cf Fre-ih. von Coined und >N'iea,VmnnjN'!. :1lincr i.'»n »rol,>al!n acscndcl. .^lönin ^iltolauo i» Lyoil. ^>,uu, -'ü. ^(iniicl. Tcr völlig dun ^onicnc^ro ist nui dcn, Kronprinzen Danilo, dcm Priu.'.> hier alinctoininrn, und in, Öulvl nt'^slicncn. (>in ,^l>m»luuique des Pariser montencgriinschc» (^encralkonsulo. Paric, ^l. Iäüner. Dic „Ägcuc< Huoao" nicid^l: Tcr Paiisel nwntcnegrinische GcueraUousul ucilautbart solgludcs Nollununiqn^: Prinz Mirko verbleibt mit drei Ministern in Montenegro, nm die Verteidigung zu or-ganisicitn nnd die eventuelle Räumung zu leiten. Die Vlnncc untcr dein General Vuloti^, dem früheren Mini-slclPräsidenten, setzt dcn Streit zum Zwecke dcr Verei'ü-ssnna, mit dcn serbischen >lonlingentc>, in! Albanien fort. Mit Hilfe der Alliierten hofft dic montenegrinische Ar-nicc cvsolgrcichcn Anteil an dem Kampfe in Albanien, mn 2lntari als Stützpnnlt, z« nelnneii, Albanien. Tll frühere l.ulnarischc GcscknftOtriinrr n, T,,ra^^ venia Glm.bcn finden. Aw >,n '.'lolicmbcr t'c-rcils dic scrbischcn sslüchil'"^ einzutreffen beyauucn, vc-fnvcktctc (ci albanischen Bevollcruna, flüchten, (^corgjeo sow,c dcv öjicircichisch-ungarischl' Geschäftsträger scicn von Essad Pasclia crsucht toordcn, Durazzo zu bcl'lasscn, ü"^ ,f,,,> Tlcllünn unhaltbar geworden ivar. Der See- und der Luftkrieg. Beschwerde Ameritao a.rgrn die ensslifchc Seesperre. Ätewyorl, 24. Jänner. „Associated Preß" meldet mie Washington i Ämclikli hat betanntgeßeben, daß es gca.cn dic Durchführung des britischen Gcschcs über den Hc.n del/mit den feinden Vesä)wcrde erhebe, weil dadurch der nmerilanisckc Handel qesctiädisst werde. Die Fragc der Verschärfung der Handelssperre. Haag, 25. Jänner. Einer Meldnng des „Rotler-dänischen Conrants" aus London zufolge sehen „Times" und „Daily Mail" die Kampagne zu Gunsten der Verschärfung der Handelssperre fort, wogegen Telegramme aus den drei skandinavischen Hanptstädten warnend auf die zunehmende Erdittermiu. hinweisen. Die Befrachtung der niederländischen Schifte. Haag, 24. Jänner. Das Korrespondenzbureau erfährt, daß demnächst von leitender Stelle Mahregeln zu erwarten seien, wonach niederländische Schisse ausschließlich nach niederländischen Häfen befruchtet werden dürfen. Zum Verlause von niederländischen Schiffen wird leine Zustimmung mehr nötig sein. Das schwedische Perbot der Ausfuhr von Holzwolle. Kopenhagen, 25. Iannr». ..Bc-rlinaStc Tidcndc" ln^>, dc: auö Stockholm i Ans dic ^usführunaru dcr cna,lischrü Prcssc. daß daH schwcdischc Vcibot dcr Ausfuhr von Hol^ wolle nur ocr Gründung nnd Füibcruliy ciner selbftäudi sscn cnylisä)cn Industrie ans bicscni Gcbiclc dienen wiirdc, crtlärtc cin bedeutender säMdischcr Fachmann, daß nicht dic sicringstc Alissichl alif Einführung cincr solcl>cn Indn stric in Englant» vcstchc, durch die l>cr cnglischc Bcdars licdcckt loerdcn tönntc. Was die epische Picssc daliil»cr sa^>, süiiiil' nilni riling als cnylischl'n BInff l^ctrachlcli. Die Luft»efechci^ sichcr ^, vcr inüllich >1. Die Engländer nntcrnuhincn sechs Boinl»cn angrisfc, dic, Deutschen drcizchn. Tic Cü^Iändci bcnul^tcn alx'r hicfür l.^i8 Maschincn, dic Deulschcn duftcacll ^('. Tic Zahl dcr dritischcn Flngzcugc, lvclche >il>cr dic dcutschcu Schühcngräbcn slogcn, l>ctrug 1^27, dic Zahl dcr tx'nl schcn Fln^zcnssc, dic übcr dic vritischen ^rabcn fiogcii, All!. Tcnnmit wics mit Nachdruck darauf hin, daß dic inci stcn (^cfcchtc hintcr dcn dcntschen Linien acl.cfcrt ü.»il t>cn, dic dclllfchc" sslllgzcngc also, wcnn sie netroffcn ttull dt'i,, lxici, ihrcn Linien znrüctflicncn toinikn. T<'l^r iunr c5 nicht inösslich, dic Vcrlujlc lichtift anzngcvcn. Wliin iü d<-li Hcl'rcölicrichlcn ncmrldct luilrdl'. daß fcindliÄ>c Vcn. schinci! acnötial loaren, zu Ici lniö ^ancN^ Zwischen 7 und « Uhr mora,c>!3 hat cin<' ncne Vc. schicßnnn dcr Stadt staltacfnndcn, loclchc tcincn cibrt»< Iicl>cn Tchaden verursacht haben soll. Etz sollen dabei zwei Pcrsoncn Icicht verwundet worden scin. Mncn Mitta>, HÄtcn mchrcrc feindliche ^lugzevye dic llmyestend dir Stadt libcrfloacn lind Poml^n ncworscn. ohnc cin Ergebnis zn crziclen. England. Die Militardienftbill angenommen. London, 24. Jänner. Daß Unterhaus hat dic MMin. dicnstbill in dritter Lcsnng mit 338 «ca"' "j Tiimme,' anacnommcn. Vaibacher Zeiwng Nr. 20_________________________148_________________________________26. Jänner 1916 London, 24. Jänner. Die ..Times" bespricht die Ab' ünderungen der Tienstpflichtbill und sagt, die Zugestand-nisse, die die Regierung machte, seien vielfach don Schwäche nicht zu unterscheiden. Ihre wirklich schlechten Wirkungen würden durch di? immer wachsende Zahl der aufgenommenen Berufe vergrößert. Die Einwendungen Lord Derbys seien erfolglos geblieben. Das Blatt ist mit der Erklärung Lord Kitcheners nicht einverstanden, dah die Bill ihm die notwendigen Mannschaften geben werde, deren er zum Siege bedürfe. Es sci ganz unberechenbar, wie viele Retruten die neue Bill einbringen werde. Dnmit sei viel Ieit verloren worden. Die ersten Retruten könnten erst im April eingestellt werden und würden nicht uc>r Oktober im Felde gebraucht werden können. Die Verlustliste. London, ^4. Jänner. Die letzte Verlustliste weist !! Offiziere und 1142 Mann auf. Hausdurchsuchungen in Dublin. London, 24. Jänner. „Zentral News' mclden aus Dublin: Die Polizei drang in verschiedene Häuser ein und beschlagnahmte eine Druckerei sowie Waffeiworra'te. Gegen die Schließung der Londoner Museen und Galerien. London, 24. Jänner. „Manchester (>waroian" polemisiert dagegen, daß die Londoner Museen und Gemäldegalerien aus Sparsamleitsrücksichten geschlossen wcrden. Lk Kämpfe in Mesopotamien. London, 24. Juni. (Reuter.) Der Oberucfchlshaver in Mesopotamien berichtet, daß am 22. d. M. auf wenige Stunden ein Waffenstillstand abgeschlossen wurde, um die Verwundeten wegzubringen lind die Toten zu lie-graben. Während der letzten 43 Stunden war der Tigris in Kut um 7 und in Amarom um 2' 2. Fuß gestiegen, wodurch die Truppenbewegungen zu Lande unmöglich gemacht wurden. General Townshend berichtet, daß er zur Genüge mit allem Möglichen versehen sei und das; seine Truppen nicht wieder im Gefecht waren. Schweden HersteNun« von stlummi aus in Ichweden vorkommenden ft1ew«chs«n. Gt»ckh»lm, 25. Jänner. Der Lektor am technischen Institut in Göteborg. Lamglat. teilte mit, das; er zusammen mit William Erichson ein Verfahren gefunden habe, lim Gummi aus Gewächsen herzustellen, dic reichlich in Schweden vorkommen. Der gewonnene Gummi lännc jedenfalls zur Herstellung von IsolierungSmaterial verwendet werden. Die Zeichnungen auf die neue Anleihe. Petecsbura., 24. Jänner. Nach der „Rjec" sind allf die neue Anleihe insgesamt 322 Millionen Rubel gezeichnet worden. Außerdem haben die Sparlassen 8l) Millionen übernommen, so daß die Privatbanken 600 Millionen zur Placierung übernehmen mußten, Vulgarien. Gin Tagesbefehl des ttönia«. Tofia, 2'!. Jänner. !Meldung der „Aaencc tel. bul-nare".) Der König erlief folgenden Tassesbefehl: Über Wunsch meiner teueren Armee, der mir durch Vermittlung des Generalissimus und der Führer der Truppen zur Kenntnis gebracht wurde, habe ich die mir verliehene Würde eines Generalfcldmarschalls zum Zeichen der Dankbarkeit gegenüber (Nott und der Anerkennung acgen« über meinen Soldaten für ihren aufopfernde,, Heldenmut und iln'c glänzenden Ziege angenommen. Ver Vierverbaud und die Valtan-ftaaten Italiens Vallanpolitil am Wendepunkt. Paris, 24. Jänner. In der Frage oe6 Baltannnler-nehnrens der Alliierten wird dcr „Temps" besonders dringend in der Forderung der Mitwirkung Italien» in Salonichi. Italien wird ^alona ballen, ,lellt dl',5 Blatt in ciner Kritik der mililürijcln'N Lage befriedigend fesl, meint alier gleich dazu, das;, nm diesen ..^asen ^,u uer^ leidigen, Italien nichi alle jeine' StreMmilc donl^in zu schicken branchl. Daö n'ürde uichl mehr heißen clls :>i volllommcuer Tolidaritäl und miuiger ^uiaiiunennrbeit mit den Alliierten handeln, Eine ^ini^it lcune »ichl erfüllt wcrden auf dciu Boden des Progc.iüunei.' sin' pas' siveil Widerstand, nmnlich für dic Vcrteidiguns, ^aloul.s und Salonichis. Das gemeini/uue Vorgehcil »»'ssc viel' mehr offensiv werden und könne nur Halouichi -ur Basis haben. Ferner hebt dcr „Tempo" die recht gefahl ».'olle ^agc der Montcncgriner und dic bevorstehende Bcsehung von Giovanni di Mcdua und von Durazzo hervor. Man müsse der Notwendigkeit ins Auge sehen, die säuischen Truppen teilweise nach Valoua zu schicken. Mchr und mehr wird klar, daß Italien dichl davor jleyc, energische Entschlüsse fasjeii zu müssen. Seine ValtaupoliUl stehe am Wendepunkte. Me Türtei Bericht des Hauptquartiere. Konstalttinopcl, 24. Jänner. („Agence t6l. Milli.") Tas Hauptquartier meldet: Irak-Front: T>ie Stcllunsss-lämpfe bei Kut-elAmaru dauern fort. Englische Ttrcit-trä'fte, welche aus der Dichtung vun Jinnin Ali Oarlii lamen, griffen am 2l. d. unter dem Schuhe von Monitoren unsere Stellungen l>ei Mcnlahije l!l? .Kilometer »><> lich von Kut-rl-Amara) an beiden Ufern des Tissrw an. Tie Schlacht dauerte sechs Stunden. Alle Angriffe des Feindes wurden durch unsere <^ea.ena«a.risfe ie»ri»ctge-schlagen. Der Fcind musite einige Kilometer nach ^stc» zurückweichen. Wir zählten unu.efähr ZlXX) tute Engländer auf dem Schlachtfeld? und nahmen einen Haxptmann und einige Soldaten ffefangcn. Unsere Verluste sind vcr« hältniö'mnßia. gerinss. Wir ffewährten den Enssländcrn einen cintägisten Waffenstillstand, der vom englischen Konnnand anten (General Hilcmcr ,M Becrdissunq seiner Toten verlangt worden war. (hefana.cnc sagten au?, daß die Ensslnnder anßrr den in dieser Schlacht erlittenen Verlusten in den vv»hcr«eaannenc« Schlachten in der Umgebung von Scheich Said WW Tute und Verwundete verloren haben. Turch einen Angriff uun ,-nsercr Veite wurde eine andere englische ztulmme, die westlich Korna auo dcr Richtung Mnntrfit vurznstllfml versuilile, gezwungen, sich zurüclzuziehrn. Sie ließ MX) Tote nuf dem Schlachtfelde. Wir erbeuteten eine Anzahl ,, Ttelle t>eo lrantl^it^halber lx>^ urlaubten Oberlehrers Vak'i'li" ^ » l n i t die al'sokuerte ^ehmmlsfan!)!txU!N M r ^ e l ,;ar Slipplentin lD!N' Nndmaiiüödurf Hal die Prolietmididaliü ^rnnzisw ^>i i d < e r > i c- zur provisorische!, ^eliverin l der ^oltösänile in Mittt'rdorf liestelt«. «Hnlirraddicl'stnl»!.» ^l»! ^O. d. ^.>l. end6 >ul>rde eiü^iu Br>i»!N'!!!!,c!!>>'r iu linier ^i^ta 5 dem ^liusfliir deo v?!i!lsec' ^c'r. ! mi der Maria Theresienslra^e ein ^alir-ral> der ,virl»d (>'»rer mil >>ach lNlf>>.,,' emwendr!. »Wnschedicllslntil.» ^iner in i^der !>i^l»,l>ifle!! Parlei unirde dieserlage verschieden!,' ^rnieü- >>»d Bell >r>lische, leilo inil V. >»., leilo »,il M. H. ^e»,är!l, die ül'ev '.'/ach! .;u»i Troclin',, iin >>ufe Gelasse,, N'orr>e!! >u^r, dnvch eii,«,'!, nübetmmu'ü ^var, wurde von der ,^utterschncidm,ischine ein ssiiujrr tn rechten Haud zerquetscht, tt^elddiebstahl.) In der ^ei< voiu l!>. dis -_^. d. wurde eiuer Nesitzerin in V^e bei Zwischeuwässeru in Abwesenheit dcr Hausleutc aus dem versperrten Hause ein unter dem Äeltc versteckt gewesener Geldbelrag voll lWtt i>l cntwcudct. Der Täter war auf den Heuboden gestiegen, worauf er dort eine auf den Dachboden dcö Wohnhauscs führende Tür ansbrach und so ins Innere des Hauses gelangte. Er mufttc mit den Haus Verhältnissen gut vertraut gewesen sein, dcnu er holte sich das ^>cld aus seinem Verstecke hervor, ahne andere Behält uisse anzurühren oder zu durchsuchen und verschwand aus dem Hause auf dem gleichen Wege. - (Tierquälerei.) ^wei halbwüchsige Vurschcn be merkten aus dcr Eisenbahnstrcckc Mijchen ^dcr^ und Untcr-Senica ein Schaf. Die dcidm Burschen trieben es auf eine Brücke und zwans.en es zn ihrem Ver^nünen über das Geländer zu springen. Das Tier, in die ()nnc ssetriebeo, sprans, fünf Meter hoch über das Ärückcnsselä» der auf die Eiscnbnhnstrecke, wo cs mit gebrochen».',, Vei ncn liegen blieb. (Vcrstorbeile in Laibach.) Theresia Zalraj^el, Schmicdswitwc. 82 Jahre; Gregor (Kr/en, Magistrats offiziant i. N., 70 Jahre; Josef ^ranjc, Pfründuer, .^2 Jahre; August ktra^ove?, Gemeindearmer, ^2 Jahre-. Antoil Podr/aj, >tuecht, ','j Jahre; Barbara Podrxaj, Ticherheitswachmaunswitwe, ^i9 Jahre; Maria ^tur, Bcsi!)eriu, <»« Jahre; Maria Trojar, Krantenjlingsrau, 5>0 Jahre; Silva Mrhar, Privalenlochter, lU Jahre; Margarein sserjan, Tanlöhncrsgattin, 49 Jahre; ^ajo^ Paudi, Infailtcrist; Vojta Mari.a Lunibar, Schlacht lMlSpoitierslochter, i) Monate. Tllgcsnrniglcitcn. lEine erhebende Weitmnchtosciel.) Toc, f»lne»d^ t^eschichlel)<'n erzählt die ,.B. ^. n>» ^ittan"! ^i" I)l)llü» dischei! Tchiff lrxir i» der Weihixich! auf hoher S<'e, ix t>er Nichlun^ nach ^issaboi!, »uo eo mn ^«. Tezemver an. tomlxei! sollte, ^iue ftläu.zende Wcihnachtvfeier »vor ^e° pldüi. ^!ls man sich e!! »crsammclte. hielt der, Kapitän eine Ansprache m> die Pussli^iere. Da luurde dns Meer, txie l'isl)er ruhin nc. iriesen >uar, plötzlich stürmisch. „Meine Tnmeu und Her l<'ü," bessann der Kapitän, ..ich bin glücklich, ^hrcr ^5> in dieser feierlichen Ttunoe tun mich ,^> sehen, llnd ich benutze m'ru die (^clenenhcit, um meinen ^i ^nhörerü vriü Her.;e» alles Müct ,v> llninsche». ^ch «X'lnie meine Wünsche auch anf die Familien t^'r >« ^lülvesenden alicl. ^ch bitte daher Sie alle M, die Bläser ,^> erheben lind anf on5 Wc»l,l der N ^lmvesende», »>il mir .',» trinken. Meine Tame», »n'ine ,Öerre», auf ),l,lv vier ,<.wpf< fleht' ick da5 ^lücl de^' Fimmels herab. Da5 ist der Wunsch, mi» dem ich diese Ansprache schliejze. mein Herr!" iDir englischen Tammlcr im Griene.! Der e»g lische Tammelsport. man tonnte fast sancn die enM'cw' Sammelwut, die ii» ersten >lriea,5jahr ne»ualtiss nach Klasse» l,, schciot wieder lnifqeleb« ,^> sein. Dai> (^e bo! der Tparsainteit »nd da^ Pflichtgefühl, sein C'.cld lieber ^rieac^lvecle» ^i^ufülire», statt für »eures Por Lilly Beck im Landestheater! Heute Mittwoch 26. und morgen Donnerstag 27. Jänner Lilly Beck im Landestheater! mr* Im Kino Central irr*. Landestheater *^P| Die Vergangenheit seiner Frau Gesellschaftsdrama in drei Akten. - In den Hauptrollen B^AÄl/y Ä5«5l«: und Kfci.«»!*. Hjvuacl« In den Lustspielen Auftreten der beliebten Kräfte: Alstrup, Olsen, Wlitzi Paria und Paulig. tmr ^orstetlung^n «buh« taaalli» O-, T and Anfall» 1» WJ&*v L%!»«¦* «Im. "^Q Laibacher Zeitung Nr. 20 149____________________________________26. Jänner 1916 zcllan, für Bücher oder >n,pferstichc ansznA'i'cn, Hai dcn Eüsiländern eine wohltuende Zurückhaltung lion den Auktionen auferlegt. Allerdings scheint da auch die nrofte Enttäuschung mitgespielt zu habcn, dah die Preise begehrter Seltenheiten keineswegs gefallen warcn, wie man es doch in KricnZzcit Ixi dui-ch-ms nicht leliensnotluendi^ gen Dingen erlva^rtet liabcn luochtc. Ein Miwrl>eiter der «Times" konstatiert jedocli, daß Bücl)er und 5Nlnstlocrlc eher im Preis:: gestiegen sind und dah bei den Auktionen, die während der Kriegszeit zwar viel seltener als im Frieden abgehalten wurden, trotz geringerer Beteiligung doch im allgemeine» sehr hohe Preise «erlangt wurden. Namentlich die Buchhändler, die der sammelwütige Engländer gern „Vücherfciude" nennt, weil sie die schönen Bücher so unerhört teuer verlaufen wollen, scherten sich nicht um das Ausbleiben der grohen Näufermassc. Sie warteten lieber die Sinnesänderung ihrer bunden ab, statt eine Preisänderung durchzuführen. Und sie behielten recht. Denn die Bucherliebhabcr lamen nach und nach wieder; mit der langgeüblen ^urüclhaltunn war es aus. Seitdem Nebel und kaltes Wetter herrscht — im Sommer hält den Engländer der Spurt im Freien in Atem —, ist er zu seinem Wintersport, dem Smnmeln, ergeben zurückgekehrt. Besonders als sich herausstellte, das; die Freunde in der Front selbst dem Sammeln wieder huldigten. Die Mäuncr in Khali hatte eines Tages troh Gewehrgelnatter und Kanonendonner wieder die Leidenschaft nach schönen, seltenen Büchern gepackt. Und sic lie ßen sich Auktionstalaloge an die Front schicken, beauftragten auch Freunde in der Heimat, an Versteigerungen teilzunehmen u. für sie dieses oder jenes Stück bis zu der und jener Prciögrenze zu erstehen. Da gab es einen Kämpfer, der sich eine g^nzc Bibliothek, wenn auch nicht gerade in die Feucrlinie, so doch nicht weit dcwon, in den Etaftpenraum, nachtommcn lieft. Und die Fälle mehrten sich. das Beispiel zog au. So bcgannc» die Vorsätze der Daheimgebliebenen wankend zu lvcrdcn; die Bücherfreunde frönten wieder ihrer Leidenscl>aft. Ja, sie tun ,cs in einem Matze, dah sich, wie die „Times" bemerkt, schon die Regierung ins Mittel legen will, um den unnützen, hohen Veldausgaben einen Riegel vorzuschieben. Freilich, dieses (frucht hat biihcr nur den entgegengesetzten Erfolg gehabt. Die Sammelwut ist momentan so stark wie schon lange nicht, loeil jeder Sammler noch rasch vor Torschluh ersehnter Kostbarkeiten habhaft werden will. — (Die Berliner weiblichen Postillione.) Die lveib-lichen Postillione in Berlin haben jetzt die Zahl 50 erreicht. Unter dem Druck des Personalmangels wurden, wie aus Berlin geschrieben wird, weibliche Hilfskräfte für das Postfuhramt heraugezogen. Sie müssen mit Pferden umzugchen wissen und auch im Fahren bewandert sein. Die weiblichen Postillione kommen alle aus ländlichen Berufen-, sic crlMten Taggcldcr und werden nicht fest angestellt. Ihr Wirkungskreis liegt nicht in dem Schncllfahren zu Postämtern uud Bahnhöfen, sie fahren vielmehr die Pakete von .Haffucr. der sonst immer in, Wagen sitzt, pflegt jetzt zu dem kleinen Postillion auf den Bock zu stein«'», falls dieser noch nicht c»lö völlig sicher erprobt ist. Der Berliner weibliche Postillion trägt lueder ^ederhut noch Posthorn, sondern die Dienstmütze und einen warmen Mantel. — (Der Prozeß wegen cinrs Bindestriches.) Eine köstliche Prozeszidylle, wird sich dieserlagc in dcr Schweiz abspielen. Ein Tierarzt sucht nämlich bei den zuständigen Gerichten seine Ehre wieder instandzusetzen, nachdem sie durch einen Vauer beschädigt worden, was auf folgende Weise geschah: Der Baner kaufte ein Pferd und lieft es vor Ubschluft des Handels, wie das in solchen Fälleu üblich ist. durch einen Tierarzt auf seinen Gesundheitszustand untersuchen. Dcr K'auf wurde, gestützt auf die zustimmende Aussage des Veterinärs, abgeschlossen; aber das Pferd erwies sich nicht als so kräftig, wie es der Käufer halte erwarten dürfen. Seinem Zorn machte der Bauer in einem Brief an den Tierarzt Luft, den er auch anderen Bauern des Dorfes zeigte und in dein er schrieb, 'hm scheine cS, der Tierarzt sei mehr Nindvich als Pferde-» arzt. Daraufhiu verklagte der Veterinär den Bauer wegen Beleidigung. Der Bauer jedoch, dcr selbst etliche bürgerliche Ehrenämter bekleidet, rechtfertigt sich mit der Bel)aup-tllng, er habe nur vergessen, den Bindestrich anzubringen, indem er hatte sagen wollen, dcr Veterinär scheine ihm mehr Rindvieh« als ein Pferdcarzt zu sein. Der Veterinär gibt sich aber damit nicht zufrieden, und so werden sich die Gerichte in dieser waffenllirrcnden Zeit mit einem Prozesse um eines vergessenen Bindestriches willen zu beschäftigen haben. (Höfliche Diebe.) In Charkov wurde, wie „Nutz« toje Slovo" erfährt, kürzlich einem Dr. Tcnncnbaum im Opernhausc die Brieftasche mit «00 Rubel Inhalt gestol> len. Der Doktor scheint zu den Stützen dcr (^sellschaft zu gehören, denn die Polizei erhielt den Auftrag, mit besonderer Energie nach den Urhebern dieses Diebstahlö zu fahnden. Bald darauf erhielt sie in einem oersiegel« tc» Umschlag fünf Hundertrubelscheinc; im Beglcitschrci« ben hieß es. die Polizei sei auf falscher Fährtc, wenn sie die ihr bekannten Gewohnheitsdiebe festnehme und prügle, um sie zu einem Geständnis zu bringen. Den Diebftahl hätten „zugereiste Fremde" verübt; da aber die Zunft der Diebe von Charlov in letzter Zeit auf der Eisenbahn gute cgeu dieser Affäre keine Unschuldigen zu belästigen und „uns die Möglichkeit zu lassen, in Charlov ruhig und friedlich zu leben". Das Schriftstück trug die Unterschrift,- „Die Charlover Diebe". Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Jioe Deebs Detektiv zeigt büido verblüffenden Leistungen im Film „Der Geheimsekretär" von Samstag 29. bis Montag 31. Jänner im „Kino Ideal'1. Zum Maitermin wird Wohnung mit 6 bis 7 Zimmern nebst Zubehör, möglichst irn Mittel der Stadt gelegen, von ständiger Partei ohne kleine Kinder gesucht. Es können auch zwei nebeneinander gelegene kleinere Wohnungen sein. Geii. Anträge schriftlich unter „A. B. 30" an die 255 Administration der «Laib. Ztg.» erbeten. 2 — 1 Oesterreichisch-ungarische Bank. Ober Beschluß des Generalrates gelangt für das Geschäftsjahr 1915 eine weitere Abschlagsdividende von i Fünfundneunzig Kronen für jede Aktie zur Verteilung. Die AuBzablung erfolgt vom 3. Februar 1. J. an bei den HauptaiiBtalteu in Wien und Budapest sowie bei sämtlichen Filialen der OesterreichiBch-ungamchen Bank gegen Eiulieferuug des rechtsseitigen, bei der Umrahmung abzutreunenden Teiles des 73. Dividendenkupons. Der linksseitige Abschnitt des 73. Dividenden-kupoiiB hat bei dem Kuponsbogeu zu verbleiben und zur Behebung eines später etwa noch zur Auszahlung gelangenden RestoB auf die Dividende fQr das Jahr 1915 zu dienen. Wien, am 20. Jänner 1916. OESTERREICHISCH-UNGARISCHE BANK. Popovics 245 Gouverneur. Zimmermann Schmld (ientralrat. Genaralsekret&r (Nachdruck wird nicht honoriert.) Beim Insannnenstettcn der Liebes» gaben für «nsere braven Truppen denkt daran, was d eselben bei Kälte «. Nässe draußen im Feld auszuhalten haben und schickt gegen Husten, Heiserkeit und Verschleimung 1 bis 2 Schachteln «^-N^'» echte Sodener Mineral - Pastillen mit. Achten Sie beim Einkauf streng auf de» Namen ,,Fay". 100 2 2 Adclc Friedrich gibt im eigenen, im Namen ihrer Tochter Emma und ihrer Schwä-germ Frau Iatobine Kastuer schmerzgebeugt Nachricht, daß ,ihr innigstgeliebter Gatte, bezw. Vater und Bruder Gottfried Iiriedrich k. k. Landcsrcgicrungsrat a. D., Ritter dcS Ordens dcr Eisernen Krone :l. Klasse, Vesitzer der ^nblliiumscrinncrnnsss-Mcdaillc, des Iubilänmserinncrungskrc„zcs, Donat 2. Klasse des souueränen Maltcscrrittcrordcns, Ehrenmitglied der Gemeinden Mlaka, Trojaua und bodice, nach schwcrrm Leiden, versehen mit den Tröstungen der hl. Religion, am 21. Jänner um 7 1/ Uhr abends in Grics bei Vozen sanft und schmerzlos im U7. Lebensjahre verschieden ist. Die Beerdigung fand ani Montag den 24. d. M. um '/»5 Uhr nachmittags iu Gries von der städt. Lcichenkaftelle aus statt. Die hl. Seelenmejsrn werden in mehreren Kirchen gelesen. 253 !M9 St. 1328. Razglas. Pri ljubljanskih komisijah zahteva so skoraj gotovo previsoko ötevilo krušnib kart ki ne odgovarja pravomu ätevilu meBtuega probivalstva. Podpisani župan je torej odreuil, da ae vrSi veèja in uatanrncjfia rovizija v Ljubljani izdanili krušnih kart. Karte 41. todna izdajalo so bode no Biuno prihodiiji petek, tomveè tudi v soboto, dno 29. janimrja 191«. Vwakdo, ki pride po krušnfe izkaznice, ima s Babo prinesti listek, na katerem naj so zaplsana imena vseh tlstlh oseb, za katere sc kninne izkaznice zahtevajo. Obfiinstvo se prosi, da naznani le reanièno Stevilo uprarièenih oseb. ker bi drugaèo imela vgaka kriva naznanitev neprijetnc postavno posledice. Ivdlestaai XTLSLgristrsit Ij-oOoIj&.jol&^s.^ dno 24. jauuarja 1916. Zupan: Dp« Iira,n Tavöap 1. r. Z. 1328. Kundmachung. Bei den BrotkartenkommiBsionen in Laibach wird allwöchentlich höchatwabr-scbeinlich eine zu große Anzahl von Brotkarten augefordert, welche der derzeitigen faktischen Hevülkerungsanxahl nicht entspricht. Vom gefertigten Bürgermeister wird deshalb eine gröllere und genaue Revision der in Laibach ausgegebenen Brotkarten ang'-ordnet. Die Brotkarten für die 41 Woctie werden nicht nur kommenden Freitag, sondern auch Sanistag, den 2 <. Jänner 191fi, ausgeKeben werden. Jede Person, welche die Brotkarten abholen kommt, muß einen Zettel mitbringen, auf welchem die Namen aller Jener Personen verxelohnet «ein müssen, für welche die Bro»!- --.......gefordert werden. Das Publikum wird ersucht, nur die richtige Zahl der been, /W* Per~ sonen anzugeben, da jode fala socken, KjfJUf l UnU reiilWUSUie, Wickelgamaschen, Stutzen, Jagdstrümpfe, Schneehauben, Handschuhe, Pulswärmer, Sweaters, Westen aus Schafwolle, Kamelhaar und Baumwolle, weiters Trikothemden und Hosen, Damen- und Herrenwäsche Z^fL°ukdB^kiZephir' Knaben-, Mädchen- und Babywäsche. Kautschukmäntel in großer Auswahl, Rucksäcke usw. En gros und en ditaiU **9Q 0V* ^n Sros und en dätaih 247 Št. 1280. Razpis dveh nbožnih ustanov. Ker se ni oglasil noben prosilec, je za leto 1916 8e vedno oddati : 1.) Miklavža Janeza Krasohkovizha ustanovo v znesku 128 K. To pot je do te UBtanovo upravièena revna mešèauka, kmeèka, rokodelska all dninarska hèi iz šentpeterako faro v Ljubljani (ki je v tej fari — seveda kolikor je leži T Ljubljani — rojena), èe se jo leta 1916 ornožila. Prošnji jo priložiti rojBtni in porofini list ter nravstvcno sprièevalo. Tudi je » prošnji dokazati ubo/no raznicro. 2) Helene Valentlnoye ustanova v znesku 168 K. To iistanovo ima mestiii magistrat razdeliti med osirotele in zapušèene otroke, ki probivajo t franèiškanBki fari v Ljubljani in ki nioo še 15 let stari. Pro&uji jo priložiti rojatni list, Btanovanjsko potrdilo c. kr. policijakega raTDatelJBtfa-in mrtvaško liste stariäev. Tudi je v prošnji dokazati uboštvo in povedati, koliko èaBa. da prosilec že stanuje ¡ franèiškanski fari. Prošnjo mora podpisati varuh. Prošnje za te dve ustanovi jo vložiti najkasneje do vštetega 5. sveèana 1916 pri vložnem zapisniku mestnega magistrata. Na zakasnelo vloženo ali pogojem tega razpisa ne zadostujoèe prošnje bo ne be oziralo. dne 22. januarja 1916. ; nilgemeine UniformierunDS-Hnstalt; ! Back & Fehl -»«( \ Laibach Stari trg 8 Laibach i I (entlang der Straßenbahn). ( I Großes Lager fertiger Uniformen, i I Regenmäntel, Kappen sowie sämtlicher ( Winter -Ausrüstungssorten. Erzeugung 1 aller Uniformen und feiner Zivilkleider. < Eminente Kapital*! Eck-Zlnshous In Laibaoh, in gesunder, Bonnsoitiger Lage, * ötock hoch, neu, noch 13 Jahre steuerfrei, modern und gut gebaut, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Die Verzinsung des Kapitals stellt sich auf 6#/o- Sparkassapost kann übernommen werden. Adresse in der Administration dieser Zeitung. 2981 23 Kl« flutO (Magnet-Selbstfahrer) fast neu, tadellos erhalten, ist preinwilrdig zu verkaufen. — Adresse in der Administration dieser Zeitung. 221 3—2 Kinderloses Ehepaar sucht 1 Zimmer und Küche im Zentrum der Stadt. 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