Preis Din 1*29 (Postnina placana t gotoTini.) ßillill Zeitung Ifrldjcüo «Sch-uMch (MctauUi n) ktttz. Gchristleitung und «erwallnvg: Pre^ernova ulica Rr. b. Z^ephon Sl. — Anlündiaungen »e,den fa> der Benvaltunq gepen Berechnung diviaster Gebühren entaeoenaenammen. ve,ugSpre,s»: For do» Inland merieliäheig Dmdv—. halb,ähiig Tin «V-. kanzjährig Div IZV-. Für da» «u« land entsprechende Erhöhung, — Einzelne Nummern Tin l SS. Rnmmer 37 > Donnerstag, den 7. Mai 1925__50. Jahrgang Z>ie neue Hlegierung. Da der 1. Mai in den Druckereibetritbe» natürlich alS Feie:tag eingehalten wird, mußten wir für unsere SonntagSnummer schon am Donnerstag Redaktionsschluß machen, so daß die am Freitag be» kanntgewordene Umwandlung der bisherigen Wahl-regierung des Nationalen Blocks in eine Geschäfts-regierung in unserer SonntagSsolge nicht berichtet werden konnte. Was bei Betrachtung aller Faktoren, die aus die gegenwärtige politische Lage in Beograd ein-wirkcii, vorausgesehen weiden konnte, ist eingetreten: Herr Pas>^ hat die plötzlich« Neuordnung der Dinge # vermieden und das bisherige Provisorium seines Wahl-kabinelis in eine feste Zwischenregieruug verwandelt, die ein beliebig langes Mürbemachen seine? Partner zuläßt. Diese Partner sind Pribiievi? mit seinen selbständigen Demokraten und Paul Radii mit seinen kroatische» Bauern. Er hat sie beide in der Hand und, indem er sie gegeneinander ausspielt, ist er und seine Partei in der angenehmen Lage, Hochmut und unangewesjene Forderungen beider Parteien in sehr gebührenden Schranken zu erhalten. Seine Regierungsmehrheit ist von einer mit» arbeitenden Partei abhängig; dadurch daß beide Parteien Mitarbeit und Mitgenuß wünschen, die kleinere, indem sie sich verzweifelt anklammert, die zweitgrößte im Parlament, indem sie Ursache hat, den Zweck der ganzen Uebung, die Teilnahme an der Regierung, endlich hereinzubringen, ist Herr Pa6iö von beiden Parteien geradezu souverän unab» hängig geworden. DaS ist ohne jeden Zweifel ein angenehmes Gefühl, das nicht nur nach Beliebe« verlängert werden kann, sondern das auch im Falle einer definitiven Entscheidung bleiben wird. Herr PribiKvit wird immer ein sengendes Interesse daran haben, nicht kaltgestellt zu werden, Paul Radiö ist aber mit seiner Bekehrung so weit gegangen, daß er rückfällig ganz einsach nicht mehr werden kann, daß er nach der Rechtfertigung für diese Bekehrung, nach Verständigung und Mitarbeit, wird streben müssen, ganz ohne Rücksicht auf die Länge der Zeit. Wir haben also wieder eine Regierung des Nationalen Blocks. Die demokratischen Blätter liefern den Maßstab für ihre uneingestandene Beunruhigung in der Größe des Jubels, in den sie über dieses selbstverständliche Resultat der gegenwärtigen Lage ausbrechen, und durch die Heftigkeit der Schaden-freut* über die „Blamage" der oppositionellen Presse, deren Blätter Herrn Pribiöeviö schon in der Isolier» zelle sahe«. Einem unbefangenen Beobachter, der über das Abc unserer Politik hinausgekommen ist, wird Jubel. Schadensreude und Blamage gleichermaßen unberechtigt erscheinen müssen. Für Herrn Paöic bestand nach dem oben Angedeuteten absolut keine dringende Notwendigkeit, die Radiöianer, deren Chef noch im Gefängnis sitzt, so ohne weiterS zu königlichen Ministern zu machen, bloß deshalb, weil sie einige Male inbrünstig erklärten, hinfort brav zu sein. DaS steht fest. Er wird die Kunst seiner Politik kalt auSgenießen. Dazu gibt die schönste Zeit die neue Regierung. Wie lang sie dauern wird, wer weiß es außer ihm ? Wie die Blätter melden, hatten die Verhandlungen mit den Raditianern den Zweck, sie mtt Pribic'evic zusammen bei der Regienmg ! einzuspannen. Dasür sollen sogar Radit und die anderen Führer in Freiheit gelassen werden. Mit dieser Botschaft fuhr Dr. Niki'6 nach Zagreb. Gehen die Radiiianer drauf ein, so triumphiert der Re, gterungSchef doppelt über sie; geben sie nicht daraus ein, dann ist mit dem Hinweis auf die Freundschaft» lichkeit, die sür die selbständigen Demokraten in dieser Forderung liegt, noch immer Zeit, diese schmerzlos zu entlassen, da die höchsten Stellen, die radikale Klubmehrheit und die .Böller" die Verständigung und die Versöhnung wünschen. Die neue Regierung ist also — wie übrigens ja jede — eine Zwischen-regierung, aber mit den ausgesprochenen Zeichen einer solchen. Mepressatien für die Vergangenheit. Daß immer und ewig zur Diskussion stehen muß, wenn Uebergriffe gegen hierländi'che SlaatS» bürg« deul'chft Nationalist, die der Berfaffung unseres Königreiches, den internationalen Verträgen und den Gesetzen strocks zuwiderlaufen, gerechtfertigt werden sollen: Die Deutsche» haben es vor dem Umstürze mit den Slowene» viel ärger getrieben und sie müssen froh sei», daß man ihnen nicht Gleiches mit Gleichem vergelte! Zieht man die Nutzanwendung au« diese», unseren slowenischen Mitbürgern ein-suggerierten Satz: und sucht in der Vergangenheit nach solche» Uebergnfsea der Deutschen in de» an. geblich von ihnen beherrschten allen Staate, welche die Racheläligkeit der heutige» Zeit gegen die wehr» uod freundlose deutsche Minderheit in Llo» wenien auch nach der nationalistischen Mentalität einigermaßen rechtfertigen könnte, so findet man sie nicht. Greifen lpir einmal einen von den Vorwürfen berau«, auf die sich der unbeschreibliche Haß und d,r daraus resultierende westerwährende Kampf einer zermalmenden Uebermacht gegen eine» wehrlosen Gegner stützt, und piüfen wir sie sachlich auf ihre Substanz und ihre Berechtigung. Die Jnlernierungen während des Krieges! Diese hat der viele Jahr« Hunderte alte öste, reichische Staat als solcher vorge« nommen. Ganz offenbar in jenem Bestreben, von dem jeder Staat geleitet wird, wenn er seine Existenz behaupten will. Daß gerade die südslawische Frage eine flammende Gefahr für seinen Bestand war, da« bat die Folge gelehrt und es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte ma» das zu beweise» versuchen. Der alle Staat ist an der südslawische» F age dann wirklich zugrundegeganger. Dieser alle Staat hat i» einer grausamen Zeit, wo die eisernen Würfel de« Krieges über Sein und Nichtsein geworfen wurden, promment« südslawische Patrioten interniert und konfimere. Ob er dazu als Staat da« Recht hatte oder nicht, das kann außer Frage bleibe». Jeden soll» weisen dies« Internierten h-ute mit Slolz auf ihre damalig« Arbeit hin, die wesentlich zur Nieder- werfung des alte» Staates und zur Errichtung des eigenen neuen Slaate« beigetragen hatte. Im Hinblick daraus, daß dc» Deut'chrn in Slowenien die*« Jnter« nierungen nicht verg,ffeu bleiben uvd an ih«en g«. tächt werden, find mr zwei Fragen zu be-an'worten. Die erste lautet: Würde z. B. unser unser Staat oder die Tschechoslowakei diejenige« ihrer Bürger dem scher oder magyirisch»? Nationalität, die unter drn gleichen Umständen elne gleiche Tätigkeit entfalten würden, nicht internieren, ihnen dieses Unrecht nicht antun ? Die zweite: Sind die deutschen Bürg-r in Slowenien, die fich damals wie heute mit ihre? Arbeit, mit Handel und Wandel mit ihrem H?ndwerk und mit der Bebauung ihre? Bodens beschäftigten, schuld daran, d a nationale Slowenen interniert wurden, hätten fie, deren Groß, teil ja auch im Felde blutete, diese Jnternierunge» durch ihren Willen verhindern können? Dazu ab» schließend die Zusatzsrag»: Bind die heutigen Deutschen in Slowenien schuld daran, daß in den griueu Vorzeiten die Slowenen ibre eigene Staaten b'ldang nicht behielten, daß der führend« Teil der Ju-oslome», die Serben, sich erst vor hundert Jabren uod in der jüngsten Zeit au« dem Türkenjoche besreien konnten, unter das ohne d«n Rückhalt an den deutschen Westen selbständig« Slowenen in der Zeit der Türkenstürme wahrscheinlich auch gekommen wären? Wir glanben, baß mit der Beantwortung dieser Fragen die Moral einer Rache für die Jnter. nierungen hinlä»glich bezeichnet ist. Wir sollte» sroh sein, daß uns nicht Gleiche« mit gleichem vergolten werde? Wir wären sroh, wenn uns ja Gleiche« mit Gleichem vergolten würde. Denn dann wäre das »Deutsch« Havs* in Eelje noch heut, unser ruhiges Eigentum. Die Deutsche» haben BereinSvermigen ihrer vichtdeutschen Bürger niemal« angetastet. Der „Narodni dom* in (Seije kand früher auf de» „heißen Bo^eu" dieser damals deutschen Stadt als da» ..Deutsche Haus". Da« »Hermagoras.Palais" in Klagensuri rubt heute i» sicheren Besitze der Klagensurter Slowenen und bei der »tyrannischen" Regierung Kärnten« hat sich noch kein Mensch gefunden und wird fich nie einer finde», der eine Wegnabwe auch nur im Traume in Er« wägung ziehen könnte. Wenn uns Gleiche« »ik Gleiche» vergolten würde, dann wäre» wir nicht u« den letzten Rest unserer öffentlichen Vermögen ge» kommen. Wir wollen seine Objekte nicht wieder auf» zählen. Dann könnten wir unsere geschlossenen Liedertafeln, Kouzerte u. s. w. ruhig abhalten. Daß slowenische Liedertafeln und Konzerte, die ma» ohne demonstrativen Charakter und ohne öffentliche Paraden i» den damal« deutschen Städten der Süd« steiermark abh'elt, gestört oder verboten wurden, ist un« nicht bekannt. In Kocevje könnte, wenn Gleiche« mit Gleichem vergolten würde, der Lefeverei» ruhig Bücher ausgeben, der Vogelschutzv?rein ruhig seine Bogerl füttern und dabei die „Wacht an der Kulpa' pfeifen. Und so weiter. Und so weiter. Und so weiter. Die Slowenen mußten — auch da« soll an un« gerächt werden — in Wien und Graz stud-eren 7 Sie mußten. Wir geben da« zu. Heute aber müssen Slowenen, Kroaten und Serben nicht mehr in Wie» *<«c 2 5 M i « «, Mnaraus 37 unb Graz unk Stuttgart und Berlin studieren. Hie studieren aber doch. Die akademische Verbindung „Triglav' hat noch irrmer ihr slowenische« Schild tn Gcaz draußen hängen. Wa? wollt ihr eigentlich noch vou un«? Ihr verbietet un«, vationol aufzutreten. Wo.uver-bietet ihr grüne Wiesen dori, wo ihr schon lang grauen, trostlosen Sand geschaffen habt? Wa« redet ihr noch immer hoch ö-iend von Rache, wo ihr euch doch schon so überaus gründlich ausgerächt habt? Wa« wollt ihr denn noch? Politische Rundichtilu IttltMÄ. fV * Hine Heschäftsregierung des Nationalen Alocks. Am DonnetSlag gelangte im Parlament das mit allgemeiner U:bertüfctung aufgenommene Ec-nennung«»ekiet der neuen R gierung d S Nationalen Blcks zur Verlesung EZ warb« das b Shürt?» W »hl-kabmett mi: Ausschließung de« Minister» Dr.Krizman selbständiger Dewokrai), der kroalischea Minister D-. Sarmi» und Dr. Drinkovit und de« Minitter« Stanic i» eine G/ chtfiSregierung verwandet'. Neu ernannt wurde» die Minister Dr. Geiso^ono (han. del). Jag. Radojevit (Eisenbahn), Dr. ®r«fi<5 (Aus-gleichung de, G:1>tz?) und Milan Simoaov 6 (Äcker-bau). Wie die Biälter der Oppositio» und die un> parieüsch? Presse allgemein behaupten, ist diese Re« gierung eine bloße Zwischer^regierung. »,« über kurz od'r lang von einer Regierung RR (-Rabifale Ra-d ö an er) abgelöst w>r«en wuß. Iaterniernng des Ucivzen Keorg. In Bcograd hat die Nachricht, daß Prinz (Starg, der erstgeborene Sohn weiland Köaig P?ierS, in Begleitung von Auzten aus da« StaatLgui B:>j übe, führt wurde, wo er inierniert werden soll, be» irächilichi Sensation heivZrgerufen. Eine am SamStag herausgegebene Regierungserklärung berichiet, daß die Rücksicht auf den G-fundheitSzuftand des Prinzen eine Aenderung seine« bisherigen Lebenswandel« unter der ständigen Aufsicht via Aerzten an einem Orte, der allen Bedingungen entspricht, bringend erheische. Wie die Beograder „Politika" mitteilt, ka« am Samitag in die Wohnung de« pensioniert«» Obersten »ngjelkoviö. wo der Prinz zu verkehren pflegte, die Polizei und führte eine HauS»urchfochung duich. Diese förderte kein Material zu Tage, da« den ehemaligen Lehrer bei Prinzen, den Oberst Angjelkoviö, belasten könnte. Gefunden wurden bloß zwei geschlossene Koyer mit Schriften, die angeblich Memoren de» Prinzen sein sollen. Gleichzeitig wurden auch die Wohnungen de« Chef« der ferbt» sehen republikanischen Partei» Ua>v rsiiättprofeffor Ja»a Prodanov:^ ferner de« ehewaligen HauptmannS M i 6, Sohn de« Wojwoden M iii, und die Wohnung de« Schrisileiter« der „Republika", Jkoniö, durch gefuchk. Offiziell wird behauptet, daß Prinz Georg an einer hochgradigen geistigen Depression leidet, die fich zu einer fixen J»ee verdichtete. Der Prinz glaubte nämlich, daß man ihn verfolge und nach seinem Leben strebe. I» der letzten Z it kannte er nicht Rast und Ruh; selbst gegen seine intimsten Freunde und gegen seine nächste Bedienung wurde er so mißtrauisch, daß er nichl mehr zuhaust essen wollte, sondern zu seinem alten Lehrer auf die Kost ging. Sein Geisteszustand verschlechterte sich so, daß e« niemand mehr in feiner Umgebung aushielt. Er griff die königliche Regierung und da» KönigSbau« bei jeder Gelegenheit an und sprach von diesen Per-fönen so uoehrerbietig, baß die AuSdiück« nicht wiedergegeben werden lönvk». Sein Zustand wurde von politischen Gegnern ausgenützt; man beschuldigt den Prinzen enger Beziehungen mit den serbischen R padlikancr» und sogar mit den K?wmuaist«n. mit denen er angeblich häufige Zasamwenkünsi« halt«. A» Sonntag früh ka» der Polizeipräsident von Beograd in Begleitung von Wachleuten in die Wohnung deS Prinzen, wo er diesem den im Ein. vernehmen mit dem Hof gefaßten und infolge Krank-heit de« Mlnisterprästsen von Pribic-vit erlassenen Beschluß de* Regierung zur Kenntniß brachte. E« bedürfte beträchüicher U-berreduug. um den hefug widerstrebenden P.tnzen znr Annahme seine« neuen Wohnorts zu bewegen. U-ber daS Vermögen deS Punzen Georg wurde die Karatell veihängt. Aarteiendämmerung. Wie eS scheint, können die kleineren Parteien in unserem Staate, die bisher mit mehr oder wenig Glück allein schweiften, der Anziehungskrast der beiden Sonnen an unserem polnischen Himmel nicht mehr länger widerstehen. So hat am vergangenen Sonntag die BertrauenSmännerversammlung der Selbständigen Bauernpartei in Slowenien, die Herr Pucelj, in der Zeit der Zugkraft dieses glücklich ge« fundenen Namens Ackerbauminister und Ehes einer damals verhältnismäßig beträchtlichen Gruppe im Beograder Parlament, nunmehr in einsamer Größe in Beograd repräsentiert, beschlossen, sich dem slowenischen Flügel der Radiöianer, der Slowenischen Republikanischen Partei des Harn Prepeluh, anzuschließen. Aber auch die Selbständige Demokratische Partei trifft Anstalten, in die radikal« Sonne zu sallen. Der Bwgrader .Balkan" wenigstens berichtet, daß ernstliche Verhandlungen zwischen den beiden Parteien stattfinden, die ein Ausgehen der Selbständigen Demokratischen Partei in der Radikalen Partei zum Ziele haben. E» ist durchaus möglich, daß auf diese Weise die Verhandlungen bezüglich eine« Uebereinkommens mit den Kroaten erleichtert werden sollen, da diese den Stein deS Anstoßes leichter werden schlucken können, wenn er in der Masse der Radikalen verschwindet. Die Ironie dieser Götzendämmerung besteh» darin, daß gerade diejenigen Parteiin des Parlaments, die das Prädikat .selbständig' sühren, ihre „Selbständigkeit" so gründlich ausgeben, daß von ihnen Überhaupt nicht« mehr übrigbleibt. Aus dem Wlinisterrate. Auf der Sitzung de« M nist'rrate«. die am 2. Ma« unicr de« Voifitz« de» U iierrich!S»inist-rS P is ö-v>ü stattfand, wurde die DarchführungS?«r Ordnung unterschrieben, durch welche di« Bezüge »er Eistobahnangestellten, vor alle» die Frage de« K lo-metergelde«, geregelt wird. Dadurch werden die Be-züge deS Eise"bah'Personals für den ganzen Giaat ausgeglichen. Ferner nah« die Regierung eine Verordn mg über den Ersatz der Reise» und U.dee-fiedlungSkosten für die staatlichen Angestellte» and Ojfiiiece an, wodurch die »ietb.'zägliche» Gebühren, sätze vom 1. April an im ganzen Königreich« ausgeglichen erscheinen. Ausland. Senator La Iottette üöer die Wahl Kindenöurgs. Der amerikanisch? Senator La Follett«, der be» kanvtlich bei der letzten Präfid«»tschafi«wahl in Ame> nfj kandidiert hatte, richtet in der „Uitied Preß" scharfe Angriffe gegen die K-itik, di« der deutschen PräsideuischaflSwahl in einem Teil der amerikanischen Presse zuteil geworden ist. Er erklärt: Die Wahl de« deutschen ReichSpräfidenten ist ein« Angelegeaheii, die lediglich di« deutschen Bürger angeht. Ich habe nicht die geringste Sympathie für die Kritiker, d»i sich j'tzt allenthalben in Amerika vernehmen lassen. All diese Latte, die fetz! so besorgt tun, haden fich seit de« Frieden von Versailles nie im geringsten um das Schick,al der deutsch!» R pablik gekümmert. D-ese „schreckliche Proklamation der Reaktion*, die, wie fie fich au«zu»rücken belieben, den kommend«» Znsa»m«nbruch der Republik verkündet, hat dazu geführt, daß man zu« erstenmal s«in Jnierefse an der Aufrechterhaltung der d«»okratifche» Regierung in Deutschland brkundet. Tatsache ist jedoch, daß, wa« im«er auch Deutschland in außenpolitischer Beziehung täte, nicht die Z isttmmung dieser amerikanischer Kritiker erlangen würde. Wegiernngssteg bei den Kemeindewahken in Irankreich. Bei den a« Sonntag tn Frankreich durchge-fährten Gemeindewahlen wurden zwei Drittel aller Gemeinden vom Regiern» gSkartell der Linken erobert, ein Sieg, beste» Größe die Regierungsparteien selbst überraschte. Da allgemein mit «wer Zanahm« der nationalistisch«» Parteien gerechnet wurde, wird die Regierung darch diese« Sieg b feine« Fleiße haue er e« so weit gebrach», daß er trotz sprachlicher Schw!«rtgk->t»n den eisten Teil der Schluß Prüfungen glänzend bestand. Da» zw-i Wochen vor der Heimfahrt, waif ihn eine starke E kälinng nust Krankenlager, da» nun auch «u s-iuem Toienbe t: wurde. Die schwer bttroff^UkN Eitern beklagen »en Verlust ihreS einzigen Sohne« uid «rschüttrrt stehen sein« K -meiaden und M»bürg-r an der Bahre »e« jungen deutsch«» ManoeS. Wie wir de« näher«n er» fahren, bat ven rafche» Abschluß diese« in »einer Blüt« g«kn ck «o jungen Leben« der Htnstard beschleunigt, daß seine Erkrankung gerade in di? Z-tt der Res,r»eo>fizi«r»prüiung fiel. Mit eiserner Willen«' krast woll e sich »er juvge Mann aufrech: ergalien, um «>t leinen K imeradea zusa»men nach Ablegung dir Prüfung i» die geliebte Heimat z>a sah'en. Oa« Schck-al hatte >« an»,'« bet»i»m'. Al« seine Ka» meraden unt«r k!i»genve« Spiel zu» Bahnhos rück-e», rang er »it dem Tode un» di« Klänge «achten >ha so traurig, daß ihn die Krankenschwester kaum be» ruhig«» konnie. Am 30. April erlag er ber »vsoige feiner Erkrankung eiiigelrrteacn H?rzschwäch'. S:»» tiefgeb ugier Vater, ber auf die Nach icht nach Sa» rajewo geeilt war, fnas ihn bereit« ioi an. Am Sonntag vo mittag« u« 10 Ubr war»« der Leichnam de« jangeu E njäbeig-F-eiwlllizeu-Zugführn« »>r allen mililärtichen Ehre» aus de» Bahnhof geleitet, um ia di« Heimat üverfüh>t zu werden. An dem Leiche»-zuge nah»«n alle Offizier« des R^gim-nt« uod ber R«sero?oifizi«'S'chule »'l. Mö^e drn ichwerg'p'Äfte» Eltern da« allgemcia« ii f« Mitleid, di« ihaea entgegengebracht wirb, eia kleiner Teoft für den tragischen V-rlust sein. De» jange» Ssldatea aber sei die ltr.>t Heimaterde leich ! Zum Verbot des Bottscheer National-liedes. Zu d«ei«m Grgeastan» wtr» un« >,u« Kci vje von «mer zweiten Seit« näheres berichtet: Der V-Uki jipan der Ljabljanaer GebieXi'erwaltung Hai a» tt. April l. I. duich di« Bezttk»haupl»anoschafl«» an alle Gc»eindeimt«r «in« Beiordnung erlaffen, die in deutscher llebersetzung alio lautet: „B'W-nehmend a >s mein R>ind>chreib«v vom 18. März 1921, Zahl 1&80, vnöff-ntlicht iw llrabni list 1921, Folge 37, S«it« 198, reih« ich u>,i«r die v rboieaea Lieder auch die iogeuannt« Gotischen Hymne „Die Wacht an der Kulpa' ein, weil fie mit einseiliger Betonung beutscher Lorzüje «ine» Teil der Beoöl. keruag wider den anderen aufreiz«» könnte (§ 103, ferb Strafgesetz), weil fie von einem dem scheu Herzogtum spricht, da« in Wnklichkeit niemals ve» standen hat und nach der B^fasfung unsere« Köniq-reiche« ganz autgeschloffe» ist und weil sie fich im gehässigen Tone gegen die ur« frtundlich gefinnte französisch« Nation richtet. Jegliche» Singe» ber Gouicheer Hqmn« soll nach »er Verordnung vo« 20. April 1854 (R. G. »t. 96) bestraf, werbe», illsofer» fich aus be» U»stände» »icht bl« Art de« strafgerichilichen Bei fahre»« ergib«, wonach die geltende» Sirafgefetze bzw. ba« Gesetz zum Schutz« de« Staate« in A»we»b»ng zu kvmmen haben. Der Btliki Zilpan : Dr. Balt c " — Wir bericht«» Ihnen von ber Verordnung ohne Kommentar. Nur auf zwei geschichtliche, in der Goitscheer Hyun« angedeuirt« T«tsach«n, feststehende Tatsachen, möchten wir hm-wetsen, die nicht angezweifelt oder gar geleugnet werden können. Man höre? Zm Jahr« 1623 wurde da« Gottscheerlänbchen zur Gcafsldasi, am 11. No-vember 1791 dmch Kaiser Leopold II zumHerzo g» turne «hob«» unb d«m jeweiligen Haupte oer fürst-liche» Familie AuerSperg ber Titel „Herzog von G»ttfchee" verliehe». — Die G-fchnchiSichreiber ««lden die Besetzung deS Gottscheerlän»chep« durch die Franzosen in den Jahreu 1809 und 1313, in denen tatsächlich .Franzoienblut unser Laud gejärbet hat." Dies« zwei geschichtlich»» Tatsache» hat der heimgegangen« Prof. Jostf Odergiöll in der Gott» scheer Hymne, bi« er nach der Weis« de« »«ulschen Weihelieoe« im Sommer de« Jahre« 1875 verfalle, so schön voetisch zum Ausdruck gebracht. Im übrige-wollte Obergsöll durch sein begeisterte« H'imailied den LskalpatriotiSmuS, der bi« dorthin oen Gott-scheern vi'lsach sremd war, wecken, sieben und pflegen. ES ist ihm vollauf gelungen. U-berall wo Kammer 37 Goitscheer m slöhlichcr Stimmung b«ifa»men saßen, in der Heimat o»«r in der Ire«»«, wurde da« Goliicherlied bi« auf »i« letzten Tag» heraus »it freudigem Stolze gesungen. D-« Gott ch'er Hymne war tatsächlich zum Bolksliede geworden. U » «wn — »achde» unsere Hymne ein Halde« Jahrhun»«rt lang zu unserer und unserer Kinder Freude in der heiß« geliebten Heimat geklungen hatte, wird da« Singen derselben l>-hir»lichersei» plötzlich unterlag'. Schweren H rzen« und mit dttterer E«pfindmg bringen wir »a« Opser und fügen uns dem Verbot«. Ulfe,« Hymne bat m Jugoslawien keine Heimat m-hr, sie ist »e« Land«» verwiesen worden. Mögen unsere LandSleure in Oesterreich und Amerika, die ein gleicher Sch'.ag nicht getrrfsn ha», mit desto größerer Begeisterung ihre Hymne jtagen und wöge »urd) die Pst ge »iese« Liede« ihr deutsche« VolkSbewußt. sein immer mehr und mehr erstark-nl UaS dentichen Gotischeern Jazoilawiens ober erstehe in Bäl»« ein neuer Sänger, ein zweiier Obergsöll, der u»«, den jetzigen Z'ilvtrhältnifie» angepaßt, ein L^ed schafft, da« untere Hrimailiei>e, unser Volksbewußtfern, unser Zasa»me»gehörigkei>« un» Ba>erla«d«gesühl kräftig wecke, ernähre un» erhalte! Wir wo'leu in dieser lei»en«vollen Zit trotz alle» « al« gute Staatsbürger un« bewahren, Ruh« und Oc»nung einhalten, Geduld und unerichrock nen ManneSmut bekunden. Da« alle« wollen wir. Aber eine« wollen wir nicht: unsere nationale Eigenart geben wir niemals aus. Nein, nie und nimmer I Und nun lassen wir unsere» Heimgegangenen Overgsöll »a« Schlußwort: Wir werden deutsch- Siinn nicht, Und deutsche Ar« n'cht lassen I Probe der neuen Benzinmotoren spriye Da« Kommando der freiwilligen Feuerwehr Telje erlaubt sich hiemit, dem vrrehrtichen Publikum in Celje und Umgebung die Mitteilung zu machen, daß die neue 32-pserdekräftige Benzinmotorenspritze aus Wien Hierort« eingelangt ist und am Sonntag, dem 10. Mai 1925, um '/*8 Uhr nachmittag«, bei der Kapuzinerbrücke zweck« Probe aus ihre Letstungs-sähigkett in Tätigkeit gesetzt wird. Glockenweihe in Tebarje. Die historische, vor richt lan^e> Zeit renoviert« St. Stesani-k.rcde in Teharje bei C lj- bekomm! drei neue Glocken, welch' SamStag, den 9. d.M.. von o'ote nach Te» harje feierlich übersührr wenden. Sonntag, »en 10. d. M., finde« binn gelegentlich de« F.ftgoite« d-enste« um 10 U^r vorm.ttag« >n der genannten Kirche die Glock?nwe'h- ttott. Protestversammlung gegen die Auslastung deS Zollamtes in Celje. Im J-Hre 1922 wurde bekanntlich von drn inteirfsirrten Wirt» fchaft«kreifen der Stadi Celje am eauokat (Sav njSko nabrejje) ein neue« Gebäude aufgeführt, du« den Z»eck besaß, der Zollverwaltung durch Unterbringung der Kanzleien, Magazine und Wohnungen der Zoll» beamten entgegen zu kommen. Trotzdem gerade Elj« in industrieller Bezehang einen der ersten P'.ütz- in Slowenien einnimmt, da sich in seiner Umgebung zirka 60 Jntustrieun'ernehmunzen b finden uvd da« Sanatal sowie die Orte an der Strecke Laikv— Grvbelrio—Rogatlc mit ihrem lebhaften Handel«, verkehr nach Celje gravitieren, wurde schon i» ver-gangenen Jahr« da« Zollamt II. Klasse aufgehoben und in eine Abteilung de« Hauptzollamte« Maribor vnwandelt. Nicht genug damit, trägt fich die oberste Zollverwaltung in Beograd nunmehr mit der Absicht, da« Zolla»t in Celje ganz aufzulassen. Durch diese Auslassung würden sowohl die Geschäftskreise unserer Stadt und ihrer Umgebung al« auch die Konsumenten ganz «Befindlich bett offen werden, weil die in Ma» ribor vorzunehmend« Verzollung der für Celj: tie-stimmten Waren bedeutende Schwierigkeiten, Versäumnisse, hohe Lagerzinse, somit eine beträchtliche Verteuerung der Waren, nach sich ziehen würden. Di« Absicht der Auflasjung de« Zollamt««, für da« unser« Wirtschaft«kreise mit beträchtlichen materiellen Opfern die günstigsten Vo au«ietzuagen geschaffen haben, muß umso mehr Wunder nehmen, als im ad-gelaufenen Jahre der Warenverkehr auf de« Zoll-a»'e in Celje über 4000 Waggon b-trug, wovoa 3000 Waggon eingefühlt und ungefähr 1200 Waggon ver chiedener Waren ausgeführt wuroen. Die mottat» l'chen Einnahmen machiev ungefähr zw«i«inhalb Millionen Dmar au». Daraus geht hervor, daß di« Zollamt Celj: zu den aktivste» Zollämtern d«s ganzen Staate« gehört. Während in verschiedenen Gre, zonen Zsllirvosiwren erhallen werdcri, wo die Zollbeamten in der Tat nicht« andere« zu tun haben i>U in der lieben Sonne zu sitz-n, soll das Zollamt Celje einer unbegreiflchen Erwägung unierer Wirt» schai!«»irigenten zum Lpfer fallen. E« ist ganz be-greiflich, daß di. r drvh.nde Anschlag aus die Wirt« Cilltec Zett»»z schast unserer Gegend bei den betroffenen Handel«-kreif«» aus erbstterten Widerstand stößt. A» 30. April fand in der R'stauration de« ehemaligen „Deutschen Hause«" in Celje eine Protesiversammtung de« HandelSzremium« statt, die von Herrn Stermecki ge leitet wurde. ES würd« beschlossen, eine au» mehreren Herren b-stehende Delegation nach Beograd zu ent-senden, um i» Finanzministerium einen Widerruf de« Aushedung«Keschlusse« zu erreichen. Anzunehmen ist, daß diese Reise von Ersolg gekrönt sein wird, da sich die Abgeordneten der Selbständigen Demo' kratischen Partei, die in der Regierung et» gewichtige« Wort zu sprechen haben, auch einmal sür eine rein wirtschaftliche Frage »n dem bekannten Elan ein-sitz n werden. Regelmäßige monatliche Viebmärkte werden laut einer Berlamdarung de« Siavtma^istrat« E Ijt i» laufenden Jahr« auf de« städtischen Markt-platz neben dem Gasthaus« .Zar grünen Wiese" wieder abg'halten werden Sie werden an jedem ersten Moniag im Mo^at statifiide»; wenn aber der erste Montag ein Feiertag ist. so am daraus« folgenden Werktag. Auf den monatlichen viehmärkte» werden keine Gdühren eingehnben. Der erste mo-natt'ch» Btehmarkl im Jahre 1925 fan» am 6. Apitl 1925 statt; ferner fi»oen solche Biehmä^k!« statt Montag. oen 4. Mai; DienStag, » n 2. Jani; Montag, »en 6. I tli; Montag, den 3. August; Montag, den 7. S-plember; Montag, den 5 Ok toder; Montag den 2. November, und Montag, den 7. Dezember. Außer den angeführten «onat» lichen viehmärk!«« werden auch noch drei gewöhnlich? B?eh- und Jahrmärkte stattfinden und zwar an solgenden Tagen: am ersten SamStag nach Mill-sast«n, am 21. Oktober und am 30. Nwember. Schließlich werden die Jateress-nten auf die wöchentliche» Sit>we>ne»ärkte aufmerkiom gemacht, die aus de« erwähnten Markiplotz jeden Mittwoch und Gamitag fiaiifinden. Wenn j-doch Miiiwnch oder SamStag zufällig Feiertag ist, fiitzet der Schweine-»atkl am folgenden Tag: statt. Kirchenraub. In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai drangen unbekannte Verbrecher in die Wallfahrtskirche in Petrovce bei Celje ein und stahlen außer dem Ziborium die kostbare Monstranze, die fünf Kilogramm wiegt und auf 100.00V Dinar geschätzt wird, seiner vier goldene Ketten mit Edelsitinen, Medaillon« u. s. w. vom Hals: deS MadonnenstandbildeS. Die Siinge auf der rechten Hand de« WalljahrtSbilde« sowie die beiden Kronen aus dem Haupt der Muttergoite« und de« Jesu» kinde« ließen die Einbrecher zurück. Der Schaden soll sich aus ungefähr 400.000 Dinar belaufen. Den Seiteneingang in die Kirche und da« Tabernakel brachen die Kirchenräuber mit einem eisernen Eggenzahn und einem Pflagmesser auf, die sie dann aus dem Hauptaltar, wo die Hostien herumgestreut lagen, zurückließen. Von den Tätern sehlt jed« Spur. Neuerliche Brandlegung. AuS Bajaik wird der-chitt: Genau v'erzeh" Tage nach de» letzten Brande, zur gleichen Stunde — halb 10 Uhr nachi« — un» wieder n'cht weit von »er Siechenanstalt, gab e« neuerding« ein Schadensener. Diesmal drannien die Harpse und da« Wirtschaftsgebäude de« Schlofier-»eister« Herrn Franz L-gwart in U»zebung Bojnik ab. Aus oe» Brandplatz« waren die Wehren au« Bojaik, Ljubrino und Skosja vas täiig. D-« Wohn-hau« konnt« erhalten werden. Der Besitzer war oller-ding« versichert; od ober »ie Versicherungssumme »cm tatsächlichen Scha»en Halbweg« entspricht, bleibt sehr zu bezweifeln. Die Emwohaer M Markte« habm infolge der all« vierzehn Tage anftietenden Brän»e — e« ist die« »er vierte ii kurzer Zeit — eine Nachiwache organisiert. E« besieht kein Zweifel, taß da t'n? verbrecherische Hivd am Werke ist, »ie durch vrandlegung » c Bewohner von Bojnik terro rifi-rt und an ihrem H^b und Gut schädigt. Brand in Libeliöe. Au« Dcavo^rad wird berichtet: Ja L belic- brach in der Nachi vo« 3. auf den 4. Mai in der Tenne de« Besitzer« Oranscheck da Feuer au«, da« den Siall, da« Wohnhaus und de» Stall d,« Nachbar« Herrn Ring einäscherte; auch zirka 30 Kloster Brennhol; wurden ein Raub der Flammen. Der Besitzer erleidet einen großen Schaden, da alle landwirtlchafil'chen Gträte ver-brannten. Die Ursache de« Au«beuche« de« Feuer« ist noch nickt bekannt. Die Feier d,S 1- Mai ging in der ganzen West ruhig vor sich, wenn man einige obligate Zivilchensälle im faschistischen Italien in Abrechnung bringen will. Die Maifeiern der Arbeiter in Slo« wenien un» in unsere» S:aaie Ldelht>>vt »bliesen ohne Zwiichenfall. I* Celje waren dir Uvzüz« der Arixiter in d?r Siadt verboten. Seit- 3 Eiergrossirnporllirrna in Deutschland sucht zur Errichtung und Leitung eigener Eieraufkauf »stellen ansässige bei der Bevölkerung bestbekannte Fachleute. Ausführliche Angebote mit Referenzen unter M. K. 8161 an Rudolf Mosse, München, erbeten. Alle Aerzte, die wäheenv k>e« Kriegs al« Mediziner K>leg«»>enNe geleistet haben, bi«d»r aber noch nicht zn Reserveoifi^ere» ernannt wurven, werden von der „Bereinigung der SplialSärzie in B-ograd" (U*>u$-i>f' boln cfih lekara u veog a»u) aufgefordert, ihr sofort »ie M'liiäedokumente einzn» fendm^ Die Friseurgeschäkte sind in Ctlje an Sonntagen von 7 bis 11 Uhr vormittag« geöffnet. Eine Pensionserböbung der Alt-penüoniften. Ei« R-gieiunga»eltt>, d«,» »ieser Tage hinauSgegeben wuc»e, regelt »ie Pr'sioae» der Sl penstoniften insofern, als den Alip nsioniste» mit dem Da'.um vo« 1. Avril 1923 «ine Echö^anq u» 85°/t für »ie «rstrn 2000 L r« und um 25'/, für den dt:st zuerkannt wurde. Wie man au« fei Gel»dezeichnung ersieht, erfolgte »ies« R'g?lung in — Italien un» für »ie dornen neuen «Kemeie. E« wäre d,e allerhöchste Zeit, daß man auch bei un« an di« E nlösung «ine« Bruch!«ile« der Beriprechange» herantreten würde, di« b«, drn Wahlen gemacht werden. Man scheint die v-rheereid« Wirkung der N'chierfüHung dieser Ehrerpfl'cht gegenüber den >» öss'ntlichen Dienst Bredrauchien ans de» Aebiete der iftentlichen Mo al leider noch immer nicht erkenne» zu wollen. Eine Sonsoli»ier»ng gerade in »ieser H nfidjt Sollte eine« der dringendsten G bo'« sei». Steue Paßvisagebühren sür Oester-reich. Da« önerrctwische Koniulat in Ljudi^lia teilt «>t, baß e« v?« 5. Ma, 1Sl4 an folgen»e G'büh^e» für »ie Sichtvermerke an SHL-StaatSangehörige zur E nhebung bringen wird un» zwar: E nmalige Ew-reif« 72 Dinar, »ehr«al'ge E'nreife 143 Dinar, ein»>l>g« Durchrkis« 15 Dinar, a^l« diele sicht« v'rmerte a»f 1 Jahr. Die Gebühr für S-aai«. deamie. Ojfiziere und Siusenten beträgt 22 Dinar. Wieviel Geld darf man ins Au«-land mitnedmen? B.'kanntlrch hat da« Fmanz» ministeriu» feiner,tu den Betrag frem»er B iluteu, de» man bei Reisen in« sogenannte valulaichvache Auslan» mitnehmen »urfte, »it dem Begei-lwerte von 3000 französischen F;auken festgesetzt. Da sich »ie Lage inzwischen durch die Einführung der Äold» Währung in Deutschland un» O-sterreich wesentlich geändert hat, erließ da« Finanzministerium unter Nc. 10301 «in« neu« Verordnung, lau« welcher de» Banken un» Bankgeschäften, denen da« Recht de« Valuten- und Devisenhasdels zusteht, erlaubt wir», unseren Staatsbürgern auf Grün» ihrer Retiedokn-mente bei Reife» nach Deutschland, Oesterreich und Polen fremde Valuten im Werte von 6000 seanz. Franken zu verkaufen. Dieser Betraa entfvricht ge-genwärtig 1305 Gol»»a,k oder 2258 Sch'lliagen. Die Drau ist in Ofijek »'efer Tage um 2 Meier 64 Zentimeter über den vor»alen Stau» gestiegen. Mau befürchtete Ueberschwenmmvngen und di« Bewohner »er durch sie be»>ohien Gebiete flohen. Eine Banknotensälschergefellschaft wurde dieser Tage in HatzfeU (Rumänien) ausge-hoben, die rumänische Bantno en un» unser« neuen 100 Dinar!ch -in« in vorzüglichen, schwer erkennbare» Falsifikaten in »en Verkehr brichte. Bei un« «dll eine halbe Million solcher Scheine im Umlauf sei». Eisenbabnkatastrophe im polnische« Korridor Dieser Tage ist in der Nide vo» kötargar» im sogenannten polnischen Korridor der D-Lug Jnsterburg-Berlin »a« Ovser einrr Eilen-bahutatafllovh« gew0'»en, wobei 30 Personen bat Leben verlöre» und 40 Reisen»« verwu»del wurden. Die Polen versuchen, di« Tchul» an dem Eisenbahn-naglück aus Deutjchland za schieben, wo diese Ber-suche aus da« fchärfste zurückzewie>en werden. E« wird »aran erinnert, daß im April nach Mine lungen polnischer Blätter in Polen innerhalb von 10 Tage» zwei Schnellzüge entgleisten, weil die Elfendahn-schwellen verfault waren. Sachverstäa»ige Augen-zeugen bestätigen, dzß »ie Katastrophe im polnische» Koeri»or aus »ie gleiche Ursache zueückzusühren ist. Der Zug bestand au« einer polnische» Lokomotive mit polnikche» Personal und zehn »er oeutschcu ReichSeiscubahngesellschast gehörigen Pullmanwage» mit deutscher Be»ien«ng. Gkiit 4 tllliif A»«t» » Na»»er 37 Der n-ue Kommandant b<« MildSr-kreis«« T lj», Aoram Berah, ist a» rerjangenin Mit woch in j< sli ger :n»m, wo er blt AgenXn jetDi# Dienst?« 6 tflt4 Ütx rabm. @inr Rauferet zwijch»« Solbairn urd Z« v'listen sa»b am Sv^ntog n ber ,!iö-il"«stauiat!on" statt. Einem Evldnet, murre wähle«» bet Schlägel ei ku0 Seitei-gelv'hr ^bgenommev. Wegen Fettleibigkeit wkti mit ko'ost^Iem Griolge ewzig „Bilfan« Tee". Es ist von Fach »ännern avertanul. ElhäUlich 1« allen «pv>bkti.n «nb D'vgene». EkieugN Ladoluiv'ium ivtl. D B>ljan, Zagreb Pnla, 71. Die nationale Struktur von Ljublana wi'b >u nachsolgenber Sia' Mk erfichilich: Im Ihr 1880 befap Ljubljava 28.231 Einwohner, ha»unt«c Ö026 DcMichk, 5 ©:rtolroaten, 150 andere Slawen, bat« übrige Slowenin; 1890: 33 198 (BiPiuotznrr, 5516 D-ul>che. 27 cetbottoolcn, 215 anfete G>a w'N; 19t, wo der stabile Zustand der öste-reichischen Valuta eine reelle Kalkulation deS Preises schon zuließ, geführt wurde. Daß in Oesterreich auch die moralische Sanierung der NachlriegSverhälinisst eingesetzt hat, zeigte sich in diesem Urteile unzweideutig. Generaldirektor Fried wurde trotz der Allmacht des Geldes sür schuldig erkann« und zu acht Monaten schweren Kerkers und zehn Millionen Schilling Geldstrafe bezir in deren UneinbringlichleitSsalle zu weiteren sechs Monaten Kerker verurteilt. Verstorbene im April 1925. In der Sta»t: Zdiavko Per>c, Psarretssvha. 9 Monate alt; Cy'va Gob.c. llnteroffijierSlochter. 3 Monate al«; Deienia B^ic, K.zusmanns«ochter, 2 Monate alt; G org Detik-k, t^il. Notar, 78 Z.; Anna Schwier, Piivute, 71 Z.; Jos-fi e Pitawic, Besitzerin. 74 I.; H?inrlch Uißö, Maschinenschloffer, 21 Jahre alt. Zm allgemeinen Krankenhaus: Ludwig Drugajner. Knecht au« «sreitovo, 25 Z.; Jzuaz Kor»:, TagIShner au» vrezoo ca, 55 I ; Anton SenoSi. Knechi aus Okolica Celj», 24 I. -Marie Magd k, Taglöhuer au« Buanje, 53 I.; Josef Strwsek, Arbeitiloser ohne festen Wohnsitz, 23 I.; Moriz Rauch, Glaser«e'.ster aus Telje, 6U I * Union Dänen. Oberwachmann au« 52 i.; «ntonia Iakop aus Ljubnica. 75 I.; Priwa«? Mal', Schuhwachergehilfe au« Trbvvlje, 50 I; S»on Poioinit, Tzglühner au« Pettovce. 62 I.; Joses Buiko, Schlosser au« So. Jurij ob j. 35 I. -Ferdinand Wolf, Ode. lehrn >. R. auS Celj?. 58 I ; Rudolf Eerar. Koniorist au» Otol-cz Celje, 26 I.; Äbols Aroj» f, >rbeiler«kwd au« Okolica Celj/, 12 I; Teresta Teodorcv i, »rbeitertkiv» cu* ©n. fioorei c, 2 V» 3-; Josefa Golinik. vesttzer«gat,in au« So. Mt, klar; 35 I. Im Milttärspital: Ka^ri Mehwedoo verantwortlicher Schrifttnter: Franz Schaurr. — Drua und ««rlaz: !L«»tn:bctchd7t!0«?:, „i&isjß- in &!'