i 'j-ilü.'far.;*, *ttbau«ßslfff Skr. » »lii«fluitc: ligU4 sattl Srtwim! bft 60M- «. 8«l«x-o« nUkl nuandtfc Et»-bkniä richt tctfdlMtigt IiKtatliaagta nat Mi Smtiltmg gtgrn •mftung ;rt s«?. iMa Hi»ttn caigegea. - N BicbRb>lsii«ni <»« »I« *t111 mit l*« H»»«! «»»«lltch . . . . » » >« «ateljidrtg ...» »•— ÄdimÜxig «esttüttig .1.1 if— rtUtf «ullon» trtolK* sich »1« Cfisglg«6jltc[iiiBtlt Wirst« 8woi*o«q OlliiH«tlC!e MeilS<8Mz. B. Rettungs-gefellfchafteu, Krankenhäuser, Afqle, Bruderladen u. a.) soser» sie versicheruugspflichtige Personen z. B. als Direktoren, Aerzte, Sekretäre, weiters Vereine, Sparkassen usw, endlich Private, sofern sie beispielsweise Privatsekretäre, Leibärzte. Erzieher, Gesellschafter n. a. beschäftige». Länder, Bezirksvertrctuugcu, Bezirksämtern räte, BezirksstraßeuauSschüffe, Gemeinden, Handels-nnd Gewerbekammern, Bvrfeukammern, Gewerbe-genossenschafteu, Knltnrgemeinden und andere öffentliche Korporationen, rücksichtlich aller Versicherung»-Pflichtigen Angestellten. W e l ch e A u g e st e l l t e u s i n d v e r s i ch e r u u g S-p f l i ch t i g? Auzuiueldeu sind alle Bedienstete» mit Beamtencharakter, sowie überhanpt alle Bediensteten Person«», die ausschließlich oder doch vorwiegend geistige Dienst-leistuuge» zu verrichten haben, sosern sie ») das achtzehnte Lebensjahr überschritten und das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet haben; >>) ihre Be-züge Ixt einem und demselben Dienstgeber mindestens COO K jährlich erreichen; c) für ihre Entlohnung ein Monats- oder IahreSgehalt üblich ist. Es kommen bei der ersten Anmeldung nur solche Personen in Betracht, die frühestens am l. Jänner 1854 und spätestens 1. Iäntter 1891 geboren sind. Die Höhe des Iahresbezuges muß bei einem und demselben Dienstgeber mindestens <500 K betragen. Der ZahreSbezug umsaßt nicht bloß den Gehalt im eigentlichen Sinne des Wortes; in den versichernngspflichtigen Gehalt sind auch eiuzube-ziehen: 1. Onartiergelder, Aktivitäts- und Funk-tiouSzulagen. 2. Alle Anen von Naturalbezügen. 3. Tantiemen und andere von Geschästserfolgen abhängige Bezüge, ferner Remunerationen. Aeisrgepäck! Betrachtungen eines Reisenden.) Ueber das Reifen im Allgemeinen nnd besonders über das Reisen aus Eisenbahnen ist schon so viel schrieben worden, daß die Reise-Literatnr als «lche eine ganze Bibliothek für sich allein bilden könnte. Als Lorwort enthalten die meisten Reisebücher Cmke über die Art uud Weise de» Verhaltens aus der Aeise uud in den verschiedenen Ländern, sie erteilen Ratschläge mit, was sich der Reisende zu »ersehen und wessen er sich unter diesen und jenen tlmfiiinben zu versehen hat. sie geben weiters an. »ieviel Geld der Reisende bei Einhaltung einer normale» Lebensweise brauchen wird, dann auch, MS siir die praktische Ausnutzung der Zeit in den einzelnen Orten zuträglich ist, kurz und gut, sie gehe» ihren Lesern in allen möglichen Dingen an die yand und trachten für alle Fälle vorznsorgen die ych ereignen können. Eines fehlt jedoch in diesen Reisebüchern, was havplsächlich bei Reisen auf Eisenbahnen zu beachten »»wendig ist, nämlich die eindringliche Empfehlung in ihre Leser, daß diese ihren Mitreisenden gegen-über, die gezwungen sind aus kürzere oder längere Zeit in einem engen Wagenabteil mit ihnen bei-lammen zu fein, eine gewisse Rücksichtnahme ange-beiden lassen. Zu dieser Rücksichtnahme gehört es unter anderem auch, wenn man nur einen Platz bezahlt bat ober einzunehmen berechtigt ist, den GepäckSranm und die noch übrigen Sitze des Wagenabteils nicht ir sich allein zur bequemen Unterbringung seiner Person und seines Gepäcks zu verwende«, sondern daraus zu achten, daß auch nachkommende Fabrgäste mit ihrem Gepäck noch Platz finden könne». Haupt-sächlich betrifft diese Mahnung Reisende 1. und 2. Lasse. weil in der 3. «lasse zu solcher Ausbreitung jmneist ohnehin keine Gelegenheit vorhanden ist. Damen der höheren Gesellschaftsschichten, sowie Mitglieder der Aristokratie sind eS vornehmlich, die bei Reisen aus Eisenbahnen in die Äbteile der 1. und 2. Wagenklaffe so viel Handgepäck mitnehmen, daß ein nach ihnen in dasselbe Abteil gewiesener Reisender nicht mehr weiß, wie er sich bescheiden soll, auch wenn der Umfang feiueS Handgepäcks noch so gering ist. Uni den Unfug voll zu mache», rühren die Herrschaften, die sich so breit gemacht haben, gewöhnlich keine Hand, ihr Gepäck auf einen kleineren Raum zusammen zu stapeln, und Play zu machen; sie sind womöglich noch ungehalten darüber, wenn der neu Angekommene, der von Bornehereiu als unangenehmer Eindringling betrachtet wird, ein oder daS andere Gepäcksstück von seinem Sitze schassen oder ans dem ihm rechtlich zngehörende« Raume über seinem Sitze, bei Seite bringe» will, «oinnie» solch vornehme Herrschaften oder auch andere etwa in einer Zwifcheilstation in ein teilweis bereits be-setzte» Abteil, dann wird selbstverständlich das im Abteil nicht mehr unterzubringende Gepäck im Korridor des Wagens oder zwischen den Sitzen des Abteils abgelagert nnd es bleibt den verehrlichen Mitreisenden überlassen, wenn sie anfstehen oder den Korridor passieren wollen über die herumliegenden Gepäcksstücke hinüberzutnnien. Die schüchternen Versuche der Bahnbedienstcten in solchen Fällen Wandel zu schassen, bleiben ge-wohnlich fruchtlos und energisch vorzugehen getrauen sich diese Leute nicht, weil eine Anzeige seitens der i» Frage kommenden Standespersou bei der Bahn-Verwaltung dem betreffenden Bediensteten einen Ver-weis, wenn nicht gar eine Besttrasung eintragen kann. Sehr häufig beruseu sich die Reifenden, wenn sie wegen zu vielen Handgepäcks beanständet werden, aus die Gepäcksträger. die doch auch Bahnorgane sind und wissen müssen, was sie zu tun haben und diese hätten ohne Weiteres die übergeben?» Gepäcks-stücke in die Wagen gebracht. Ja die Gepäcksträger! Die sind so ein Zwischen« ding zwischen Bahnbediensteten uud Bediensteten der Reisenden und sehen vor Allem ans ihren Verdienst. Je mehr so ein Mann GepäckSstncke trägt, destomehr wird er entlohnt und deswegen übernimmt er auch Alles, was ihm übergeben wird, wenngleich er den Bahnvorschriften zufolge nur soviel als Handgepäck übernehme» sollte, als zur Unterbringung in den Personenwagen mit Rücksicht ans die Anzahl der reisenden Personen zulässig ist. In vielen Fälleu geschieht es übrigens, daß dem Gepäcksträger seitens der Reisenden falsche Angaben über die Anzahl der Personen gemacht werden, welchen dir Gepäcksstücke gehören, die er in die Wagen zu schaffen hat, so daß beispielsweise der Träger Gepäck für angeblich vier Personen übernimmt, während tatsächlich nur zwei Personen reisen. ZweiselloS sind die geschilderten Zustände für jenen Teil des reisenden Publikums, der nicht ge-wohnt ist zu krakehlen uud der lieber eine Unbe-quemlichkeit auf sich nimmt, als sich in einen Wort-Handel einzulassen, höchst peinlich nnd Zweck dieser Zeilen ist eS, in dieser Richtung eine Wendung zum Besseren anzubahnen. Den Bahnverwaltungen kommen täglich Be-schwerden wegen der die Kommunikation und die Bequemlichkeit des reisenden Publikums störenden Ueberfüllung der Personenwagenabteile und Korri-dore mit Handgepäck zu nnd es wäre nur zu be-grüßen, wenn in tatkräftiger Weife gegen diese Un-znkömmlichkeit auch von Seite der Bahnverwaltungen angekämpft werden würde. Eine gesetzliche Handhabe hieztt ist in dieser Znsatzbeftimmuug i zum § 28 des Betriebsreglements gegeben, die in dem für alle österreichisch ungarischen Eisenbahnen giltigeu Teil 1 zu den Personen-Tarifen enthalten ist und nach welchen nur kleine, leicht tragbare Gegenstände in den Perfonenwagen mitgeführt werden dürfen und in welchen bestimmt ist, daß jedem Reisenden zur Unterbringung seines Handgepäckes ausschließlich nur der nach dem Verhältnisse der Sitzplätze ans ihm entsallende Raum zur Verfügung steht. Die Lagerung von Handgepäck auf oder zwischen den Sitzplätzen, in den Gängen oder auf den Plattformen der Personen-wagen ist nach der erwähnten Bestimmung n n z n -lässig und daher verboten. •Seite 2 Hiebei ist, soweit nicht ein anderer Wert nach-gewiesen wird, eine Naturalwohnung mit 15 Pro- j jent des baren Gehaltes, eine Naturalwohnung einschließlich freier Beheizung und Beleuchtung mit 20 Prozent, eine solche samt Verköstigung mit 33 eindritte! Prozent des baren Gehaltes in rechnung zu bringen. Im übrigen ist der Wert der Naturalbezüge nach den örtlichen Durchschnitts» preisen in Ansatz zu stellen. Es werden daher An-gestellte bei Gewährung einer Naturalwohnung anzumelden sein, wenn ihre sonstigen Bezüge min-destens 522 K, bei Gewährung einer Natural« wohnnng nebst Beheizung und Beleuchtung, wenn ihre sonstigen Bezüge 500 K, und bei Gewährung einer Naturalwohnung nebst Beleuchtung, Sehet-zung und ganzer Verpflegung, wenn ibte sonstigen Bezüge 450 K ausmachen. Ist jedoch ein höherer Wert der Naturalbezüge »achgewiesen, so begründet schon ein entsprechend niedrigerer Barbezng die An-Meldepflicht dann, ivenn dieser Barbezug bezüglich des nachgewiesenen Wertes der Naturalbezüge'den Betrag von 600 lv erreicht. Alle anderen Arten von Bezüge» bleiben bei der Ausmittlung der versicherungSpflichtiyen Bezüge außer Betracht. Daher sind die Diäten in den Ge-halten nicht einzubeziehen. Ferner sind Zuwendungen in barem, zu deren Leistung der Dienst-geber nicht verpflichtet ist (Belohnungen und dergleichen», ferner Vergütungen von Fall zu Fall. Pauschalier, gegen Berechnung oder zur Spesen-decknng oder nur vorübergehehende Erhöhungen der Bezüge bei gleichbleibendem Wirkungskreise des Angestellten als Versicherungspflichtige Bezüge nicht anzusehen. Als eine weitere Boraussetzung für die B»sicherungspflicht ist erforderlich, daß die Aus zahlung des Gehaltes in nicht kürzeren als monat-lichen Zeitabschnitten üblich ist. Form der A n m e l d u n g. Die Anmeldung muß bei sonstiger llngiltigkeit aus den amtlich vorgeschriebenen Formularen erfolgen. Für jeden Angestellten sind zwei gleich lautende Formulare auszufüllen. Im eigenen Interesse der Dienstgeber empfiehlt es sich^ daß dieselben ein drittes Exemplar des Umschlagbogens Form. 2 (Konsignation^ von den politischen Be-hörden erster Instanz begehren, dasselbe sür ihre eigenen Zwecke ausfüllen und als Kopie für sich zurückbehalte«. Die Anmeldungen sind für alle in dem Bei den Bahnen besteht außerdem eine eigene Kundmachung über das Verbot der Uebersüllung der Personenwagen mit Handgepäcksstücken, in welcher daraus aufmerksam gemacht wird, daß die Mitnahme von übergroßen oder von z» vielem Handgepäck in die Wagenabtcile nicht gestattet ist und daß die Ab-Messungen der Handgepäckstücke 65X30X30 Zenti-raeter nicht überschreiten dürsen. Zum Schlüsse wäre noch zu erwähnen, daß den personensührenden Zügen in kleinen Zwischenstationen, m welchen nur kurze Ausenthalte vorgesehen sind, durch das umständliche Ein- und Answaggonieren übermäßig viele« Handgepäcks zahlreiche Verspätungen erwachsen, wodurch die Regelmäßigkeit des Zugsverkehres gestört wird. Im eigenen Interesse aller Reisenden aus Eisen-bahnen ist es daher gelegen, sich hinsichtlich ihres Reisegepäckes so einzurichten, daß dasselbe in dem Raume, welcher zur Ausnahme der GepäckSstücke in den Abteilen der Eisenbahnwagen dient, im Ver-hältnis zu den wirklich eingenommenen Sitzplätzen, untergebracht werden kann. Wenn die Mitnahme umfangreicheren Reise-gepäckeS aber unvermeidlich ist, dann soll solches aus Rücksicht sür die Mitreisenden nicht in die Wagenabteile mitgenommen, sondern der Eisenbahn zur Beförderung im Gepäckswagen übergeben werden Hr hat keine Jeit. Skizze von Leo Eassan. .....Ich muß dich heute noch sprechen, Papa, bestimme uiir Zeit und Ort, es betrifft einen Ster-benden — den Anderen . . Die Lippen ivaren fest aufeinander gepreßt und das Antlitz sah vergrämt aus, als er diese Zeilen mit seinen großen Zügen aufs Papier ivarf. „Beugen wir uns noch einmal", m«rmelte er, während ein müder Blick das Portrait seiner rei- Deutsche Wacht selben Betriebe beschästigten Angestellten kumulativ bei der politischen Behörde l. Instanz, in deren Sprengel der Betrieb gelegen ist, zu überreichen. Wenn ein Dienstgeber im Sprengel einer Landes-stelle mehrere Betriebe besitzt, ist im allgemeinen für diese Betriebe eine gemeinsame Anmeldung zu erstatten, nnd zw. bei einer politischeu Behörde I. Jnstauz, in deren Sprengel der Hauptbetrieb liegt. Wenn aber ein solcher Dienstgeber für die einzelnen Betriebe eine besondere Prämienverrech-nung zn führen wünscht, ist eS zulässig, die Anmeldungen für die einzelnen Betriebe getrennt zu erstatten. Besitzt jedoch ein Dienstgeber mehrere in verschiedenen Landesstellensprengel» gelegene Betriebe, so ist die Anmeldung sür jeden Betrieb separat einzubringen. _ (Schluß folgt.» Politische Rundschau. Die Ersatzwahl nach Minister Peschka. Das Reichsratsmandat des deutschböhmischen Landgemeindewahlbezirkes Grulich—Landskron wird eines der heißumstrittensten sein, das zeigt die bereits starkbewegte Wahlagitation. Der Kandidat der deut-schen Agrarier, Joses Bernkops, wird begreif-licherweife von Seite der Christlichsozialen heftig, und zwar in der persönlichsten Weise zu Gunsten ihres Kandidaten, Pfarrer Janisch, angegriffen. Dabei übersehe» Jauisch wie seine Freunde, daß gerade Benikops es war, der bei Gründung des Verbandes der Flachsbauern — bekanntlich ist die Flachssrage in diesem Bezirke eine sehr wichtige — ans Grund seines Vorschlages die Wahl Jani,ch in den Ausschuß dieses Verbandes durchsetzte. Ebenso wußte Benikops es zu ermöglichen, daß Pfarrer Janisch von der deutschen Gemeinde Tschnak im Senftenberger Bezirke als Delegierter des Landes-knlturrates vorgeschlagen nnd auch gewählt wnrde. Jetzt schlagen die Ehristlichsozialen aus den früheren Bemühungen BernkopsS für ihren jetzigen Kandidaten Kapital. Wie es heißt, sind jedoch' nicht nnr die Landwirte dieses Wahlbezirkes für die Wahl Bernkopfs, sondern auch die Gewerbetreibenden und die Die .»Stajerc'-Partei. Die..Südösterreichische Korrespondenz" schreibt: Die Leitung der „Stajerc"-Organisation beruft ihren diesjähuigeu Parteitag sür den 23. d. M. nach zenden Fran traf, das aus einer Staffelei hinter dein übergroßen Rocoeotisch stand Ein Druck aus den Taster, geräuschlos öffnete sich die Tür. „Franz! Zum Herrn Baron; ich lasse um Antwort bitten." Die Portiere sank wieder zurück. „Alea jjicta — heute kann er mich doch nicht wieder abweise»; überdies ist ja Sonntag, uud er wird doch dafür Zeit haben!" monologisierte der junge Hansherr und warf sich tief ausatmend aus die Ottomane. Nichts vom Alltagslärm der Großstadt drang heraus in das hohe Gemach, nichts störte ihn im Träumen und Sinnen. Zeit und Raum schwände« — vorüber zogen die letzten Jahre, die ihn so srühzeitig alt gemacht. Er durchlebte nochmals den Augenblick, in welchem er nnd sein älterer Bruder vor dem strengen und eigenwilligen Vater gestanden und erklärt hatte«, lieber ihre eigene« Wege gehe» zu wollen, als sich fremden Einflüssen, die wie ätzendes Gist da« Fa-milienleben zerstörten, nnterordnen zu wollen. Und dann kam das Ringen um Stellung nnd Existenz in fernen Ländern. Er, der Jüngere, war von der launischen Göttin begünstigt, schon nach kurzer Zeit mit einer schönen und reichen Frau in die Residenz zurückgekehrt; ja, es war ihm sogar gelungen, einen offiziellen Verkehr mit dem nnver-söhulichen Vater anzubahnen. Der Aeltere aber hatte aus seinen Irrfahrten Schiffbrnch erlitten und war leiblich und geistig gebrochen heimgekehrt. „Komm' soso«, meine Stunden sind gezählt. Geh' zu Papa, er möge auch zu mir kom men, dies meine letzte Bitte . . Da lagen sie noch anf dem Schreibtisch, die mühsam mit Bleistist gekritzelten Zeilen, die der Freiherr ganz unerwartet und ahnungslos ans dem Krankenhause erhalten hatte, uud damit war auch das Sichverstecken und das beunruhigende Schweigen erklärt. Jetzt lag der Sterbende drüben im Gastzimmer, und wartete auf die Erfüllung seines Wunsches. Nummer «»Z P et tau ei«. Außer Berichte», Agitanons im» Organisationsfrage» stehen auch die kommend«, Landtagswahlen aus der Tagesordnung. Anglnch findet die zweite Jahresversammlung des so erfolg reichen PreßvcreineS statt. Man kann wohl sagen, daß diese beiden Veranstaltungen ein ttcueS Bill der so eigenen Unterlandsverhältnisse geben inerten. Vielleicht sind es scheinbar spärliche Ersolge, vielleicht gibt es noch hente achselznckende Zweifler, die lächeln werde» über die „ Kraftvergeudung" dieser dnitfa sremidlichen Bewegung. Aber wer die Verhältnis kennt, der wird sagen, daß diese aus der zwingend Notwendigkeit heransgeborene „Partei" sein m»x daß also dos „Stajerc"-Experiment gelungen iß.. Es ist nicht Anmaßung, wenn wir die Bewegn^ in eine_ Reihe mit den Schntzvereinen stellen. Die „Stajerc"-Partei durchkreuzt des windische« Gegners Pläne, sie schwächt seine Aktionen ab oder macht sie unmöglich, sie kommt ihm in politisch wichtigen Augenblicke,! zuvor, sie ist der „böse Geist" in seinem eigenen Hause, sie macht ihm stets im Strich durch feine Rechnungen, sie verhindert den Boykott des deutschen Handwerkers oder Kausmann» sie ist überall nnd rechnet überall mit der Mit-' seele. die noch nicht vom schreienden PanslaviSm", angekränkelt ist. Das ist die „Stajerc"-Partei! «ich, eine „Partei" wie sonst, sondern eine Ergänz^ der UnterlandSpartenn! Eine Ergänzung - unt ein guter, braver Wächter! Wer hätte es vor ach, Jahre» geglaubt, daß der Gedanke für beständij verwirklicht werden könnte? Die nie ausbleibender Propheten kündigten ein EintagSfliegen-Dalein an Ja, im schweren Irrtume befindliche Deutsche ivarf» der jungen Bewegung Prügel in den Weg . . . Ein Blättchen war gegründet worden, der „Stajerc". Abnehmerpreis: eine Krone oder nichts. Aber ti war das einzige slovenisch, nein, windisch geschrieben« Blättchen, das den Kampf gegen ein konservativ er starrteS Pervakeiitnm aufnahm. Es ging, dem, ti mußte gehen. Die Arbeit dieses Blättchens hat wm schaftlich unendlich viel Gutes geschaffen, politisch den Bruch der lendenlahmen Lethargie, qcnanm „slowenische Einigkeit", beschleunigt und kulturell l»i chinesische Mauer der windischen Landslenle gebrochen Und es hatte doch so ein einfaches „Programm" D e» tf chfreu » d l ich k eit! Seit 1. Jänner 1907 aber erscheint das Blättchen wöchentlich auf ach! Großseiten, hat vielleicht die größte Auslage unter den slowenischen Blättern. Und ein Stamm m Vertrauensleuten ist gewonnen, bei den Wahlen i* Die Portiere schob sich zurück und der Bedien» trat wieder in das Arbeitszimmer: ..Der Hm Baron bedauert, er muß heute zum Armenseste und hat daher keine Zeit!" Erregt war der Hausherr aufgesprungen, al» der Diener eingettete». wie er aber die Äiitwvn hörte, wnrde er bleich »nd die Hände ballten fich krampfhaft. „Nur jetzt Fassung. Ruhe!" knirschte er, „ist! leicht kommt doch der Tag der Vergeltung." Richtig, heute war ja das große Fest, auf Einer der oberen Zehntausend nicht fehlen dürfte daran hatte er freilich nicht gedacht. Bitter lach-tf schritt er hinüber in das Gartenzimmer, in dem der «ranke lag. Ans dem Korridor kam ihm der Arzt entgegen „Bitte, Herr Baron, eilen Sie, e» geht zu Sude", flüsterte er ihm zu. Durch die weitgeöffneten Fenster trug der Sin» den Blütendiift herein, starren Blickes sah der 2tti bende die sommerliche Pracht. Ein Lächeln glitt über die marmornen Züze, als er den Bruder eintreten sah; er atmete fuxj und schnell. „Hast du schon Antwort? Nicht wahr ja. er kommt selbst?" Aus die Lippen des Jüngeren trat ein ©lutfr tropsen, er neigte tief das Haupt . . . „Ja, dann ist's gut. Ich habe so viel gelitte» . . . ich bi» so müde ... will schlasen . . . Er schloß die Angen. Immer leiser und Lina-sanier wurde» die Athemzüge — und ward'S (o still — totenstill. Durch die Fenster klangen leise die löne de: Musik vom nahen Festplatz herein, mit der selbst beherrschiing war'S nun vorbei. Laut schluchzen! sank der junge Freiherr an der Leiche nieder und rief im bittersten Schmerz: „Armer Bruder, er kommt nicht, er hat keine Zeit!" Nummer 68 die Partei maßgebend. Mau hat in vollkommen »indlichen Bolkskreisen nur um ein paar Hundert Stimmen zu wenig bekommen, um in die Stichwahl ju kommen. Es wurde ein Kalender herausgegeben, der zwei Auslagen erlebte. Es geht also. Der Vcr« such ist gelungen. Und man hat einen unglanblichen Gegner. Man wird am Parteitage Fälle zu hören bekommen, welche den brutalsten Galizianer schäm-rot machen würden . . . Nur die im politische« Gerause des Unterlandes gestählten »raste können (»lebe Arbeit leisten. Darum werden die Veranstaltungen der „Stajerc"-Partei ein treffender Beweis unsern: Schlagsertigkeit sein. Um die Zukunft sei ims nicht bange. Eine deutsche Schmach. Montag den 13. Juli kam der Kaiser, wie schon seit einigen Jahren, znm Besuche des Herzogs von Cumberland nach G m n n d e n. Bei diesem An-Iahe wäre« die Häuser der Stadt Gmmtden beflaggt und ein Bürger hatte sogar eine s ch w a r z - r o t-goldene Fahne gehißt. Was geschah nnn durch den famose« „deutschnationalen" Bürgermeister Franz Siargelik? Er sandte zuerst einen GemeindeanS-schnß, welcher, nebenbei bemerkt, auch Obmann des Deutschen Turnvereines ist, zu dem dentschgesinnten Mitbürger, nm denselben zur Ein-Ziehung der schwarz-rvt>golde»en Fahne zu veran» lassen! Als dieses Ansinnen begreiflicher Weise mit Staune» nnd Entriistnng zurückgewiesen wurde, erschien im Auftrage des „deutschen" nnd „fteiheit-liehen'* Bürgermeisters ein Wachm a n n mit gleichem Begehre», welchem natürlich abermals nicht entsprochen wurde. Nach diesen beiden erfolglosen Versuchen, die Einziehung der verhaßten Fahne zn erreichen, toin der Bezirkshanptmann in höchsteigener Person vor das Hans, von dessen Zinnen die deutsche Fahne lustig flatterte, nnd gab durch das bekannte Zeichen sendaler Abstammung seiner Entrüstung stimmen Ansdruck. — Und wir De«tsche lassen n n S solche Bürgermeister und Hezirkshauptlente gefallen nnd erster-den vor Patriotismus! Slavisches Bankwesen. Vor zehn Jahre« wurde die Wiener Filiale der Zivonstenska banka gegründet. Damals beschäftigte sie 13 Beamte; heute im eigenen Hause uud i« drei Unterfilialen 213. Unter ihrer Mitwirkung erfunden in Wie« eine Reihe tschechischer Borschuß, lassen, deren Umsatz in diesen zehn Jahren von 1 aus 26 Millionen gestiegen ist, während sie durch ihre finanzielle Unterstützung im Süden die Grün-dung der „Laibacher Zentralbank", der „A d r i a t i s ch e n Bank" in Trieft und der ..Sroatisch-slavonischenHandelSgesell« schast für Industrie zwecke" ermöglichte, welche Institute durchwegs slavischnationalen CHa-rasier haben. Die weidlichen Landtagsadgeordneten in Finnland. Ueber die Wirksamkeit der weiblichen Mitglieder des finnländischen Landtages schreibt der „Globe", daß während der letzten Tagung 19 Frauen als deputierte im finnischen Landtage saßen, säst alle von ihnen radikal. Die Befürchtung, daß ein Ueber-maß von Reden von ihnen würde gehalten werben, habe sich nicht bestätigt. Die Volksvertreterinnen hätte» eine große Begabung sür die Abwicklung der Geschäfte gezeigt. Sie brachten dreißig Gesetzesvor schlägt ein. Bon diesen sind drei Gesetze geworden. Das wichtigste unter ihnen verbietet eine Heirat mit Mbcheu unter !7 Jahren, während bisher Mäd-chen von 15 Jahren das Heiraten erlaubt war. Außerdem widmeten die Frauen ihre besondere Aufmerksamkeit dem Probleme, wie die Lage der unehelichen Kinder gebessert werden könne. Aus Stadt und Land. Großer Kcllerßrand in Hilli Gestern, Dienstag, versetzten drei Alarmichüsse vom Ziikolaiberge die ganze Stadt in große Aufregung, es war das Leichen, daß in der Stadt selbst ein Feuer zum Kiübluche gekommen war. Leider zeigte eS sich bei Ankunft der Freiwilligen Feuerwehr Cilli, die mit aiglichsier Raschheit am Brandplatze erschienen war, daß «an es hier mit einem äußerst gefährlichen Keierherde zu tun hätte. Im Hause des Herrn Deutsche Wncht Volksschuldirettors Josef B o d i s u t in der Bahnhos-gasie befinden sich das Kausmannigeschäft Mali?, die Drognerie Fiedler und die Zuckerbäcker« Petricek: unmittelbar unter den beiden letzt-genannten Geschäften ist der Keller des Kau'manneS Matii gelegen. In dielen, erfolgte um 6 Uhr (5 Minuten eine heilige Erplosion. w,lche die Keller-Wölbungen zertrümmerte eine schweie Baialtplatte des Bürgersteiges in die Höhe hob und die Glas-icheidcn der Droguerie in Scherben schlug, von wel-chen ein im gleichen Augenblicke vorüberfahrender Einspänner überstreut wurde. Die Explosion war eine derart heftige, daß Frau Fiedler auf die Straße geschleudert und die Tochter des Hntmochers Wolf im gegenüber liegenden Laden zu Boden ge-worsen wurde; gleich daraus züngelten lebhafte Flammen aus den Kellerlöchern und aus dem Ge-schäfte d>s Herrn Pelriljchek aus die Straße Es war ein äußerst kritischer Augenblick, als die Feuer-wehr am Platze erschien, denn man mußte noch an-dere gefährliche Stoffe im Keller vermuten, die leicht durch das nun hellauflodernde Feuer ergriffen werden konnten. Dem ungeachtet ging die wackere Cillier Feuerwehr mit bewundernswertem Opfermut an die Arbeit, die eiue »»gemein erschwerte war. denn schon schlugen die Flammen aus der Droguene und au».der Zuckerbäcker«, auch stand die Keller-treppe schon in Hellem Brand; man vermochte von der Straße aus nicht, die Wasserstrahlen bis in den auch bereits brennenden rückwärtigen Keller zu schleudern, der die ganze Länge des tiesen Hofraumes einnimmt. Erst nach Löschung der Holz-treppe, die vom Erdgeschoße in das Stockwerk führt, konnte die Feuerwehr bis zur Kellertür gelangen, von wo aus große Wassermeng n in den Keller ge-schleudert wurden, lvährend mau eine dritte Schlauch-linie vom Hofe aus durch ein Kellersenster wirken ließ, tie Dampffpriye, die an der Wogleina postiert war und zwei Abprotzspiitzen lieferten vom Hofraume des Hotels „weißer Ochs" uud vom öffentlichen Biunnen in der Rathansgasse das nötige Wasser. Ungemein zähe wehrte (ich das furchtbare Element gegen seine gänzliche Tilgung, den» immer wieder flammten Stroh und Holzwollevorräte hoch empor. Endlich - - eS war fast 10 Uhr geworden, — konnte zum Zusammenräumen geblasen werden, während eine Brandwache mit den nötigen Geräten noch zurück-blieb. Die Gefahr einer weiteren, jedenfalls noch schrecklicheren Explosion war endgiltig beseitigt, denn auch andere Kellerräume hätten von den Flammen erreicht werden können, wo sich leicht -brennbare und explosive Stoffe befanden. Äanz Cilli konnte aufatmen! Der Dank hiesür gebührt nicht nur unserer braven, unerschrockenen Feuerwehr, die unier dem Befeste ihres HauplmanneS Herrn Karl F e r j e n ausgerückt war. sondern auch im gleichen Maße der hiesigen Besatzung. Herr Oberstleutnant Noe und Herr Major M ore l li waren mit der gesamten dienstsreien Mann-schaft der Garnison (zu-sammen Mann erschienen, während die ge-samte stöbt. Sicherheitswach e, eine Bereitschaft der Landwehr, sowieeine Gendar-meriepatroille die Ordnung in der sehr engen Straße ausrecht erhielt. Ein rührendes, ergreifen-deS Bild bot uns an diefem SchreckenSabende das opferwillige, und einmütige Zusammenwirken des Militärs, der Feuerwehr und der Civilbevöl-kerung. Sie haben Cilli vor einer fürchterlichen Katastrophe bewahrt! Und hier dars auch nicht unerwähnt bleiben, daß eS eine wahrhafte Wohltat ist, wenn ein Teil der Garnison eines OrteS im Feunlöschivesen geschult wird, wie dieS in Cilli geschehen ist, denn die braveu Leute nanden dem Feuer als gut geschulte Mannschaft gegenüber. Allerorten konnte man sie bemerken, wo nur zu helse» und zu retten war! Der hier zum erstenmale bei einem größere» Brande ange« wendete Handfeuerlöschopparat „O p t i m » i" bewährte sich glänzend, er bewältigte den Brand einer Holztreppe und einer Warenstellage mit Leichtigkeit. Leider sind hier einige schwere Un^lückSsälle zu be-klagen. Herr Zuckerbäcker P e t r i t e!, ein Mann von 56 Jahre», erlitt einen Bruch d?r rechten Almspeiche. Brandwunden im Gesichte und eine» Nervenchoc; ein Bediensteter deS Herrn M a 11 i erlitt schwere Brandwunden. Beide mußten zur Pflege in daS Giselaspital in Cilli gebracht werden. Auch einige Feuerwehrleute und Soldaten mußten Unwohlseins wegen gelabt werden, hervorgerufen durch die mephitischen Dämpfe, die dem brennenden Keller entstiegen. Herr Bürgermeister-SteUvertreter Dr. Gregor Iesenko und Herr Stadtamtsvo: stand Dr. Otto Ambroschitsch waren während der ganzen Dauer der Löicharbeiten am Brandplatze an- <£fite 3 wesend. Ueber die Ursache der Entstehung des Brandes war seitens deS schwer verletzten Herrn Petriiek nur das Folgende zu erfahren: Herr P e t r i l e k war eben mit dem Auömasfen der Kellertreppe beschäftigt, als ein Lehrling des Kaus-maunes Mali? mit einer Lampe in den Keller ge-gangen war. Kurz darauf erfolgte die heftige Ex-plosion, durch die Herr Petricek zu Boden ge-morsen wurde und sich die erwähnten Verletzungen zuzog. — Herr Fiedler erleidet durch das Brand-unglück großen Schaden, da er nicht imstande ist, in dem verwüsteten Geschäfte den Betrieb fortzusetzen, während es Herr» Pettiiek doch »och möglich ist, die Zuckerbäckerei aufrecht zu erhalten, weil die Küche von dem Brande verschont blieb Der Wach-dienst zur Sicherung der geretteten unk aus der Straße befindlichen Möbel uud Eff»klen wurde die ganze Nacht hindurch vom k. u. k. Militär und von der städl. Sicherheitswache versehe«. Abgeordneter Marckhl. Ueber den Un-soll, den Abgeordneter Maickhl erlitten hat und über den wir bereits berichteten, nnd nachstehende Einzel» heilen bekannt geworden. Abg. Marckhl befand sich im südlichen ReiSkofelgebiete im Gailtale aus der Jagd. Als er eine steile Berghalde hinaufstieg, »ahm er die Kugelbüch'e, deren Lauf versichert war, von der Schulter und plötzlich entlud sich durch einen unausgeklänen Zuiall das Gewehr und die Kugel drang dem Abg. Marckhl in die linke Hand, zer-trümmerte den Mittelhandknochen und zerriß die Sehne deS Zeigefingers vollständig. Abg. Marckhl mußte mit der durchschossenen Hand einen Wildfach durchwaten und nach Kttchbach im Gailtale gehen, wo er von einem Arzte einen Notverband erhielt. Hierauf fuhr er mittels Kraftwagen nach Greisenburg und von dort in der Nacht mit dem Eilzuge in daS allgemeine Krankenhaus nach Villach, wo Prima-rius Dr. Pichler eine Operation vornahm, die Ab-geordneter Marckhl gut überstand. Abgeordneter Marckhl hat inzwischen wieder Aufenthalt in Greisen-bürg genommen. Der Senesungsprozeß nimmt einen noi malen Verlaus. Ueber das Befinden des Per-unglückten sind in den letzten Tagen Hunderte von Anfrage» eingetroffen. Landsmannminister Prade erkundigte sich persönlich nach dem Befinden des Ad-georeneten bei einem in Wien lebenden Schwager desselben, Professor am Wiener Konservatorium Ludwig Ernst. Abgeordneter Marckhl hat nach Cilli die Mitteilung gelangen lasten, daß er aller Voraussicht nach an dem deutschen Volksfeste am 15. August werde teilnehmen können. Ministerpräsident Baron Beck kam heule nachts in Cilli an und fetzte '/,8 Uhr früh die Fahrt nach Schloß Plewna fort, nachdem er im Salonwagen der Nachtruhe gepflogen hatte. Direktor Karl Freyberger. Wie wir in der letzten Nummer berichteten, wurde der hiesige LandeSbürgerschullehrer Herr Karl Freyberger vom stciermärkischen LandeSauSschuffe zum Direktor der LandeSbürgerschule in Radkersburg ernannt. Mit ihm verliert unsere Stadt einen wackeren GesinnungS« genossen und der Cillier Männergesangverein sein tüchtigstes und hingebungsvollstes Mitglied. Herr Freyberger, dir Sangwanstelle ablehnend, hat al» langjähriger SangwartstellveNreter gerade in den schwierigsten Zeiten den Verein zu halten verstanden und um ihn scharrten sich die Sangesbrüder jeder« zeit gern, wenn es galt, eine Aufführung zu be-werkstelligen. S«iu Weggang bedeutet für den Verein, ganz offen und ehrlich zugestanden, einen unersetzlichen Verlust. Die geplante AbschiedSfeier wird dem treuen Sangesbruder den vollsten Be-weis erbringen, wie sehr er von der Sängerschar geliebt und geehrt wird. Sein aufopserungvolles Wirken als Schulmann uud seine berufliche Tüchtig-keil haben sich in den Herzen der ihm anvertrauten Schuljugend für immer ein ehrendes Denkmal ge« setzt. Herr Freyberger kann mit dem seltenen Be« wußtsein von Cilli scheiden, keine Feinde, wohl aber unzählige treue Freunde zu hinierlaffen. Heil ihm! Vom Postdienfte. Dem Post-Oberoffizial Franz Hackl in Cilli wurde eine Post-Kontrollor« stelle daselbst verliehen. Versetzung. Wie der „Slovenec" meldet, wurde der Finanzsekretär Raimund Jordan in Krainburg aus eigenes Ansuchen nach Frei« st ad» in Oberösterreich versetzt Raimund Jordan war seinerzeit deutscher Burschenschafter und hat sich später zu einem Funktionär der s 1 o v e n i-scheu Leo-Gesellschast „entwickelt". Seite 4 Peutsche Wa«ht Nummer 63 Grohes Konzert zugunsten des Deuschen Hauses. Das große Konzert findet unwiderruflich am Samstag den 8. August um 8 Uhr abends im großen Saal des Deutschen Hauses statt. Kassaeröffnung um 7. Uhr. Das reichhaltige und glänzende Programm zerfällt in «inen ernsten und einen heiteren Teil. Die ausgezeich« nett Stadtkapelle wird verilärkl durch auswärtige Kräfte und wird ein ausgewähltes Programm, u. z. Beethoven Grieg. Reinecke k. zum Bortrag bringen. Weiters kolgt ein Violinsolo der bestbe-kann:eu Violinvirtuosin F-äulein Elisabeth Matic. Nachdem infolge Indisposition der in Aussicht ge» vommenen heimischen Sängerin ein Ersatz angestrebt werden muß, so muß dieser Programmpunkt noch offen bleiben. Im zweiten Teil erfolgt das Auftreten des berühmten Äünsilerpaars Frau und Herrn L o n g o dem mit außerordentlicher Spannung entgegengesehen wird. Die Pause» werde» von der Stad'.kapelle mit heiteren Musikvorträgen ausgefüllt. In allen Kreisen wird de>» Konzert das größte Interesse entgegengebracht. Die Nachfrage nach Karten ist eine ganz außergewöhnliche. Da ein Massenbesuch bestimmt zu erwarte» ist, so werden sämtliche Saal-lokalitäten geöffnet und auf der Galerie ein eigenes Büffet anfgestellt werde». Damit sich in der Be-dienung keine unnötige» Störunge» ergeben, wird eine praktische Ordnung eingeführt und ist das Aus» tragen von Speisen und Getränken während der Borträge unbedingt verboten. DaS Rauchverbot dauert bis zur großen Pause. Mit Rücksicht auf den nationalen Zweck der Veranstaltung wird noch-mals darauf aufmerksam gemacht, daß Spenden und Ueberzahlungen auch an den Kassen dankbarst in Empsang genommen werden. Es wird ein glänzender Abend, der große Ueberraschunge» und all-seitige Befriedigung hervorrufen wird. Niemand fehle an dem Abend. Äussührliche Programme sind an den Kassen erhältlich — Jene Herren, welche den Vertrieb von Karten übernommen habe», werden ersucht, den Erlös am Konzertabende selbst bei den Kassen abzuführen. Spende. Der Ortsgruppe Cilli des Deutsche» Schulvereines wurden von Frau N. N. 20 K statt «ineS Kranzes für Herrn Dr. Johann Stepifchnegg gespendet. Cillier deutscher Sportverein. Der Cillier Deutsche Sportverein hat in feiner Sitzung vom 3. d. M. beschlossen, den Plan der schon vor längerer Zeit auftauchte, eine Fechtriege zu gründen, zu verwirklichen. Obwohl daS ganze Unternehmen noch einer eingehenden Ausgestaltung bedarf, fo können wir heute mitseilen, daß die Uebungen unter der be-währten Leitung des Herrn Fechtlehrers Pangertz bereits nächste Woche beginnen werden. Durch daS liebenswürdige Entgegenkommen der Stadtgemeinde Cilli ist es dem Verein ermöglicht, seinen Mitgliedern geradezu ideale Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Da sich für diesen Sport, über dessen er» zieherische Wirkung sowohl in physischer wie in psy-chischer Beziehung keine Wone zu verlieren sind, die weitesten Kreise interessieren, so weiden jene Herren, die (ich am Fechtbetrieb beteiligen wollen, ersucht, sich ehestens schriftlich oder mündlich zu melden. Nähere Auskünfte erteilen die Herren August de Toma jun. und fW. Robert Hren. Der Cillier Deutsche Sportverein hält am Mittwoch den 12. d. M. seine diesjährige Vollversammlung mit folgender Tagesordnung ab: l. Beritt deS AuSfchuffeS; 2. Neuwahl des Ausschusses; 3. Einfühlung eineS neuen Sportzweiges; 4 Satzungsänderung! f». Abfälliges. Ort und Zeit: Deutsches Haut, halb 9 Uhr abends Cillier Männergesangverein. Freitag, den 7. ds. findet im Deutschen Hause eine gesellige Zusammenkunft statt und werden die Mitglieder er-sucht, hiezu möglichst zahlreich zu erscheinen. Der Cillier Geselligkeit»- und Lese-verein gibt bekannt, daß der AuSslug nach Stein-brück, welcher sür den 9. d. M. geplant war, wegen allzuschwacher Beteiligung auf eine spätere Zeit ver-schoben wird. Die steierische Sängergesellschaft Ruderer, die sich in unserer Stadt der größten Beliebtheit erfreut, konzertiert heute abends ö Uhr m Garten deS Hotels „Stadt Wien". Deutschnationaler Handlungsgehilfen-verband. Die von der Ortsgruppe Cilli des Deutschnationalen Handlungsgehilsenverbandes für Vorgestern (4. dS.) einberufene öffentliche Vereins-Versammlung wurde infolge des Brandunglücks im Hause Bobisut abgesagt und auf die nächste Woche verschoben. Es fand eine interne Ortsgruppen- fitzung statt, in welcher die Arbeitspläne des Verbandes sür die nächste Zeit festgelegt wurden. Die neuen Iubiläumshundertkronen-münzen. Vor einigen Tagen hat im Münzamte die Ausprägung der neuen österreichischen Iubi-läumsgoldmünzen zu hundert Kronen begonnen. Von den Münzen werden lO.OoO Stück geprägt. Die ersten Stücke weiden ausschließlich dem Hofe und den Ministerien refer-viert bleiben. Es ist beabsichtigt, auch den A b-geordneten ei» bestimmte» Quantum — ausnahmsweise gegen Papiergeld — zur Umwechslung bereit zu Halle». Dem Publikum wird es erst in der zweite» Hälfte A u g u st möglich sein, die Hundertkronenmünzen ausschließlich gegen kleinere Goldmünzen zu erlangen. Monatsausweis, des Einlagenstandes gegen Kassenscheine und Einlagsbücher der k k. priv. Böhmischen Unionbank: Stand per 30. Juni l'JOS K 60,131.698 75 „ „ 31. Juli 1903 „ 62,164.93**0 daher Zunahme K 2,033.234 05 Deutschnationale Arbeiterbewegung. Am 1. Jänner 1908 bestanden in Oenerreich 164 deutschnationale allgemeine Gewerkschastsvereine mit 26.600 Mitglieder», 9 lokale Gewerkschaften mit 10 0 Mitgliedern und 9 Zcntralvcrbände mit 26 770 Mitgliedern und 407 Ortsgi uppen. Die deutschnationale Arbeiterorganisation umiaßte also 54.370 Mitglieder. Kaiserfest der Veteranen in Pettau. Am 2 ds. veranstaltete der Militärveteranenverein von Pettau eine KaiferjubiläumS-Huldigungsfcier, an der sich als Festgäste das Offizin»koips mit dem Stationskommandanten als Protektor, der Bezirks-hauptmann Dr. Adam Weiß von Schleußenburg. der Bürgermeislerstellvertreler Johann «teuble mit dem Sladiamtsvorstand Ltatthalterenat i. R. Wilhelm Rittier von Hetimar, Dr. W. Teltichik, Amtsleiter des Bezirksgerichtes, mit Adjunkten Dr. Heinrich Mariniisch usw. beteiligten. Außer dem Pettauer Beteranenvereine waren mit Fahne erschienen die Bereine von Graz, Cilli, Marburg. Klagenfurt. Söstach, St. Andrä und St. Lorenzen. Die Knaben-kapelle von Pettau besorgte die Musik bei». Weck-rufe, beim Empfange, beim Einzüge, bei der Feld-messe, bei der Defilierung und nachmittags beim Feste im Schwcizerhause des VolkSgartenS. Dom Pettauer städt. Ferk Museum. Gestern kam Herr Hosrat Dr. Robert v. Schneider, Direktor des k. k. archäologischen Institutes in Wie», in Pettau an. um daS Museum zu inspizieren. Aus dem Bahnhose wurde derselbe vom Museumsaus-schussc und dem Mufeumsdirektor Herrn Tragau empfangen und in die Räume deS Museum wie zum Mathras-Tenipcl nach Haidin geleitet. Der Obmann deS MuseumSvereines Herr Bürgerschnldirektor A. Stering dankte namens des Bereines für den ehrenden Besuch. Ehrenbürger von Friedau. Der Ge- meindeausschuß vou Friedau hat die Herren Ober-landesgeiichtsrat Anton L i e b i s ch und Landtags, abgeordneten und Schriftsteller Wastian einstimmig zu Ehrenbürgern der Stadt Friedau ernannt. Diese Kundgebung hat in den Friedauer Kreisen lebhafte Freude hervorgerufen. Die Wahlen in die Aerztekammer. DaS Ergebnis der Neuwahlen in die steiermäi tische Ärztekammer für die nächste dreijährige FunklionS-dauer ist folgendes: Gewählt wurden für den poli-tischen Bcziik Brück a. d. M.: Piimararzt Dr. Manin Bertha in Brück a. d. M., als dessen Stell-Vertieter Dr. Anton Kadletz in Wartberg; im Be-zirke Liezen-Gröbniiiig Aussee und im Geiichtsbezirke Eisenerz: Piimararzt Dr. Joses Gmeiner in Leobe». als dessen Stellvertreter Dr. Max Freiherr von KönigSbrunn in Jrdning; im Bezirke Leoben, Judenburg. Knittelfeld. Murau: kaijerl. Rat, Dr. Anton Buchmüller in Donawitz, als dessen Stellvertreter Ordinarius Dr. Josef Daghoser in Knittelfeld; im Beziike Deutich Landsberg. BoiiSberg: Dr Franz Mieden in Mooskirche», als dessen Stellvertreter Dr. Georg Bodendorser in Groß St. Florian; im Bezirke Feldbach: Dr. Adolf Johannfen in Feld bach, als dessen Stellvertreter Dr. Rudolf Lembergec in Hatzendorf; im Bezirke Umgebung Graz: Dr. Ludwig Gipandl in Maria-Trost, als desfe» Stell-vertieter Dr. Rudolf Kotzbeck in Waldendorf; im Bezirke Hartberg, Weiz: Dr. Karl Lederer in Pischeldorf, als dessen Stellvertreter Dr Joses Wagner in Gleisdorf; im Bezirke Leibnitz, Radkers-burg: Dr. Artur Satter in Heiligenkreuz a. W., als dessen Stellvertreter Primararzt Dr. Franz Kamniker in Radkersburg; im Bezirke Cilli, G o n o b i tz, Rann, W i n d i s ch - G r a z: Pri-mararzt und k. k. Sanitätsrat Dr GregorJeseak» in Cilli. als dessen Stellvertreter Dr. Jose' M ar-ciuS in Hrastnigg; im Bezirke Marburg, Peil«, Luttenberg und GerichtSbezirk Mahrenberg, und Herr Thomas Bergmann in Marburg, all dessen Stellvertreter Dr Hans Benigerholz in Egydi-Tunnel. Für die Stadt Graz wurden ge-wählt: Dr. HanS Gasser. Pros. Dr. Friedrich Han-mann. Dr. Arnold Schauenstein. Dr Albin «chlö micher, Privatdozent Dr. Arnold Wittik und all deren Stellvertreter Dr. Thomas Aigner, Doktor William HallHDr. Lmil Mehra, Dr. Josef Recker-man» uud klinisch. Assistent Dr. Karl Potpeschmgg. Die Konstituierung der neugewählte» Kammer findet am 5. d. statt. Verein Südmark. Graz. Ausweis über erhaltene Spende» sür die Zeit vom 23. bis 28. Juli 1908. Spenden liefen ein F.-O -G. Brück a. d. M. (Sammlung beim Früh-schoppen der 50jährigen Bestandleier des Vrucker Männergesaiigvereines) K 106 73; Robert o. Lederer in Graz I Finderlohn) 4 i Gustav Schadelock m Triest (zur Ausgestaltung der Triester ^üdmark. bücherei) 50; M.-O-G. Gmunden (Adiiurienteii 19>'8) t2; M -O.-G. Brück a. d M. (Jubelfeier des 50jährigen Bestandes des Brucker Männerze-sangsvereines) 106 73; die 7. Klane des Gymnasium» in Leobe» 99; Abiturienten in Radkersbmg ü0 ;M.-O.-G. Wiener-Neustadt (Sonnwendfeier) 6^0, O.-G. Feldbach 1; O.-G. Bruckbach - Rosen«« (G'spitzte Angelegenheiten 2, Inkasso-Provision24u/, Hans Germak in Billach (statt eineS Kranzes fit Hans Gutmann) 10; O.-G. Zeegraben-Judeiidorf (Feste»trag) 2.',0; O.-G. Lutteniiergn (sommerfeft) 8<»; Stadtgemeinde Bregenz 15u. Aus den cam= melbüchien. O.-G. Straß (Gasthaus Neubauer) 6-tjO; O.-G. Kirchbeig in Steiermark 3; O-G Rabelsbach (Gasthaus Fugger) 7 92: O.-G. Kirch-bcig a. ». R. 9; O.-G. Altlag (GasthauS Eisengast > 14 55; O.-G. Bruckbach-Rosenau (OiSmmuhie) ö; M.-O.-G. Triest (Eiskeller) 12; O.-G. Feldbach 56 40. Giünder: Siudenientisch Tafelrunde „Haui» ruckhort" in Vöcklabruck 50 K. Für den Kaiser-Jubiläumswnd „Für das deutsche Kind" sind bereit» eingelaufen O.-G St. Johann i. P. 17; O-O. Stn)er (von Abilurenlen der Oderrealschule rn Steyerl >3 00. „Deutsche Heimat", deutsches Rat>«-ualmufeum für Oesterreich. Der herein beabsichtigt, auj Grund der glänzende» Erfahrung« und Erfolge des bayrische» Vereines für Volkskunst und Volkskunde in Bayern, mit Herbst eine Abt«, lung für heimische Bauweise einzurichten, in »r unentgeltlich Pläne angefertigt, begutachtet und fach« männifch stilgerecht umgestaltet werden. Großes Äe-wicht soll aus das Landhaus, ob Bauernhaus ofcr i'illa gelegt werden, daß es dem Charakter der Um gebung angepaßt wird oder bleibt, aber auch am die übrigen Bauten wird Bedacht genommen werbe«. — Auf Außen- und Innenarchitektur muß genau Rücksicht genommen werden. Nicht bloß für die öa»< weife, auch sür die Kleinkunst sollen unter fachmännische? Leitung Entwürfe und Pläne beigestellt wn-den. so sür Kapellen, Kreuze Grenzsteine usw Zv gleichzeitig angefertigten Modelle werden dem Ratio-nalmuseum einverleibt Junge Banzeichner an* Architekten wollen unter Angabe ihrer Gehallsao sprüche sich an die Bereinsleitung Wien VII. Kücha-gaffe 2\ wenden. Studien- uud Veiwendungsnaih-weis ist beizulegen. An die Bürgermeister an» Pfarrämter, sowie an die Lehrerschaft ergeht schon heute die Bitte um toerfiätfge Unterstützung. Fischfrevel. Dem Windifchzrazer Fischerei-inhaber Apotheker Karl R e b u l wurden unlinzsi über 60 Forellen im Fischbehälter mit Schwefelsäure vergiftet. Die» ist nun feit zwei Jahren schon der dritte Fall. Schwerer Unfall auf der Eisenbahn. Als am 2. August vormittags der Personcnziq Graz- Marburg die Station Leibnitz verließ, sprang der landwirtschaftliche Arbeiter Johann Malli, oer da« Ausstcigen verpaßt hatte, vom Zuge ab. Sr geriet mit der rechten Hand unter die Räder, sie wurde ihm direkt abgetrennt. Nachmittag wurde er nach Graz ins Spital gebrach:. Die Hohlweihlingsinoasion — eine schwere Gefahr. Au» Asch und Eger wurde vor einigen Tagen berichtet, daß übet die dortige« Gegenden Schwärme von unzähligen Millionen w« Kohlweißlingen dahinzogen Vorgestern würben »le Schwärme bereits in Wien gesehen ; sie kamen ant Nordwesten und ziehen nach Südosten. ES ist der ?!nnner 63 tchlwkißl'-'g. der über Wien hinwegging. Da die Ayslraj.< d« Kohlw,i^lü.ge m.-hrei e Kilometer Jffi:c besitzen dürste, wie aus den Mitteilungen Mi Äeodachtern in Stadlau und Aspern hervorgehl, beträgt die Zahl der Wandersalter. die «onutag ^ Wie» hin > egflogen, nach aufgestellten Berech-ungut v ele Millionen. Während bei Asch und fger der Wanderzug noch dicht gedrängt war, Irrhrte er sich im weiteren Fluge mehr und mehr us, und dadurch ist die Gesahr sehr groß gewor-Ist., daß in kurzer Zeit mit einer Raupenplage zu itchnen fein wird, weil die von den Faltern gelegten fier, die sich in Häuschen zu 100 bis 120 auf der H-lrrjtite der Kohlrübeublätter usw. vorfinden, in «ws 14 Tagen ausschlüpfen uud die gefräßige. IGßige Raupe geradezu eine Landplage wird- Es toben sich an einzelnen Kohldlättern oft 8 bis 1t), niä mehr Hierherde und es ist leicht zu ermessen, ■eiche Gesahr den Gärien und Feldern in der «chsten Zeit droht. „Was soll ich werden?" Frehs Weg-«isn^ Was soll ich werden? — (8.) «ihrer (Lehrerin mit Hochschutdjl» tug. — Von I. f. Regierungsrat Johann Max hilltemaldner. — 2 Auflage PrnS l X 20 t>, krrlag „Lumen", G. m. b. H., Wien und üchzeig! VII/3 Echollenfeldgaffe 8^. — Vorlie-xrdes Heft enthält bereits die neuesten Vor-ft riften über die Maturitätsprü-fangen und bietet jedem angehenden Studie-iniden wie auch jedem Hörer der Philosophie ten ausführlichste», schätzbarste» Wegweiser ni dem Gebiete der Studien- und Berufs-rahl. Die in ihrer Art völlig vereinzelt dastehende fuhminnische Schrift verdient die B e a ch t u n g der kchul- und Elternkreise im höchsten We. Die Bibliotheken der Mittel-spulen und verwandten Austalten jillten sie in ihren Bücherbestand auf-lehnen. Eröffnung der SteiermärKischen Agrarbank. Die esteinmärkische Agrarbank reg. Ser. m. d. H. hat am 1. d. M. ihre Tätigkeit tegonnen. Damit wird einem sehnlichen Wunsch im-Wir fortschrittlichen Landwirte und überhaupt der «tielständische» ErwerbSkreise Rechnung geiragen. €cs Unteniehmen ist ein rein wirtschaftliches und hüt sich strenge von parteipolitischen Bestrebungen Im. Es pflegt alle Zweige deS Kredites und nimmt «ch Einlagen von Richtmitgliedern entgegen, welche «i läge der Einlage an schon zur Verzinsung «lenzen Der Anteil sür die Mitglieder beträgt rar 20 K, so daß es den breitesten Schichten mög-ich ist, sich an diesem nützlichen Institute zu be-irilijen. Es ist nun Sache aller jener Kreise, die » einer gedeihlichen Entwicklung unseres landwirt-Ich-ftlrchen und gewerblichen Mittelstandes ein Amreffe haben, der Steiermärkischen Agrarbank ihre Förderung angedeihen zu lassen und dadurch derselben die Erreichung ihrer Ziele zu erleichtern. Ar Steiermärkische Agrarbank hat ihre Kanzlei in Siaj, Sporgasse I I, I. Stock, wohin auch alle Zu-tynsten zu richten sind. Schadenfeuer. Aus S u l z b a ch wird «,1 geschrieben: Am 28. Juli nachmittags kam aus taher uubetannier Ursache im Wohgebäude des Lcktzns Iar» uik Feuer zum Ausbruche, welchem ach ^uttervorräte und Geräte zum Opfer fiele», frtfter {orderte das wütende Element auch 3 Men-Ichenleben Unier den Trümmern des zusummenge-Kürzten Wohnhauses wurden drei Kinder des Be ßtzei» begrabe» ^ wohl gelang es der verzweifelten Jiulier, mit größter Mühe und eigener Lebensgefahr ta» eine zu bergen, doch hatte es derart schwere Brandwunden und Verletzungen erlitten, daß eS be-teil! am nächsten Tage starb. Die beiden anderen frnkr fand man auf der Brandstätte nur mehr als Krfohlte Leichen vor Verbrüht. Wir erfahren aus P l e t r o-Irnlsch solgenden schrecklichen Fall: Am I. August ipifltr sich das 2^/,jährige Töchterchen Marie des Lrsitzers llarl Kuder neben seiner Mutter in der «üche derart, daß e« immer nach rückwärts ging Hihrend dieseS an und für sich nicht ungefährlichen Spult® stellte die Mutier einen Tops heißen Wassers im Herde weg auf den Boden. Das arme Kind heile das Unglück, bei stinem abermaligen Rückwärts-gchen in de» Top' zu stürzen und wenn auch die l'iiitter rasch zur Hilse kam u»d das Kind aus seiner 'chrrcklichw Lage befreite, hatte es doch schon derart •ItKte Lei brühunzen an Gesäß und Rücken er litten, toB irrziliche Hilfe vergebens und eS am selben Tage ; (ine Leiche war. Itie große Fahrt des > Grafen Zeppelin. Drahtnachricht der „Deutschen Wacht." Stuttgart, 5. August. Graf Zeppelia hat heute 6 Uhr früh auf seiner Rückfahrt unsere Stadt plissiert. Ter Zubc! hier ist ein - ganz unbeschreiblicher. Gras Zeppelin hatte in aller Stille eine AuS> fahrt seines neuen Luftschiffes vorbereitet und stieg am 4. August um 7 Uhr früh von Friedrichshafen aus. Das Lustschiff passierte Konstanz, Radolfzell, Schaffhausen. Basel (woselbst die Regierung dem Grafen zu Ehren Kanonenschüsse löien ließ)-, Mühl-Hausen i. E., den «aiserstuhl bei Kolmar und be-fand sich um Mittag über Straßburg, woselbst es von einer vieltausendköpfigen Menschenmenge jubelnd begrüß« wurde. Um >/,2 Uhr überflog Graf Zeppelin Maxau bei Karlsruhe und Speyer. und wurde um '//> Uhr westlich von Darmstadt gesichtet, von wo aus man das Luftschiff die Richtung nach Mainz verfolgen sah. Vermischtes. (Die eigene Tochter geheiratet.) Aus Bromberg wird gemeldet: Unter Beschuldi-guug, seine leibliche Tochter geheiratet zu haben, wurde ein gewisser Thomas Malland verhaftet, der erst kürzlich aus Amerika zurückkehrte. Vor mehr als dreißig Jahren war e* nach Amerika ausgewandert nnd hatte feine junge Frau und Kinder in Bromberg zurückgelassen. Zwanzig Jahre hin-durch ließ er nichts von sich hören, so daß feine Todeserklärung erfolgte nnd die nunmehrige Witwe eine neue Ehe einging. Die inzwischen 21 jährige Tochter deS Mannes entschloß sich selbst, ihren Bater in Amerika zu suchen. Dort fand sie einen Mann, der um sie warb und der ihr auch gefiel, trotzdem er bereits in ei»em vorgeschrittenen Alter war. Jetzt kehrte er mit der Fran nnd drei «in-dern nach Bromberg zurück. Dort stellte sich heraus, daß die Frau feine Tochter set. Die eingeleitete Untersuchung soll vor allem feststellen, ob der Mau» bei Schließung der Ehe wnßte, daß die Auserkorene seine Tochter sei. Jedenfalls hatte sich der Mann drüben einen anderen Namen beigelegt. (Eine Versicherung gegen Wanzen.) Ueber den Umfang, de« das ReiseverficherungSwefen heute angenommen hat, machte kürzlich ein Schweizer Reisender in der Nähe von Lausanne interesiante Beobachtungen. Nachdem er in einem dortigen Hotel eine Nacht verbracht hatte, konnte er sich der Ueberzeugnng nicht mehr verschließen, daß dort richtige, echte Wanzen waren. Empört beklagte er sich am Morgen bei seinem Wirt. „Es wundert mich allerdings sehr, mein Herr, aber ich bin natürlich versichert!" „Versichert? Wogegen?" „Nun, nieiu Herr, natürlich gegen die Wanzen!" So erfuhr er denn, daß es in der Schweiz eine BersichernngsgefeUschast gibt, die gegen eine jähr-liche Prämie den Wirten ihre von Wanzen be-fallenen Betten ebenso vergütet, als wenn sie durch Feuer beschädigt wären. Und die Wirte sind auch gar nicht so? Wenn ein Reifender ihnen nachweist, daß diese kleinen Lebewesen ihn nm seine Nacht-ruhe gebracht haben, so setzen sie ihm die Rech-nung etwas herunter nnd kassieren dann vergnügt ihre Versicherung ein. Aerztliche Untersuchung an alt-ägyptischen Mumien.) Ans London wird berichtet: Das Museum des Royal College für Chirurgie in London ist soeben durch eine anßer-ordentlich interessante Sammlung von Mumien bereichert worden, die von der ägyptischen Regierung dem Mufeum überwiesen wurden und die der pa-thologifchen Forschung fesselnde Aufschlüsse über die Heilkunst und die Chirurgie der alten Äegypter gibt. Es handelt sich um die Ernte von Forschung?-arbeiten, die sich ans jenen Teil deS NiltaleS er-: streckten, der »ach per Vvllendnng des großen > Dammes von Afsnan unter den Fluten verschwinden wird. Die Expedition, die unter der Leitung des I Hauptmannes H. G. Lyon«, der Archäologen Dr. ; Reisner und des Professors Elliot Schmith, der ! die anthropologische Arbeit übernommen hat, stand, 1 hat in der Zeit vom September 1907 bis zum Seite o April dieses Jahres 47 Totenstätten durchforscht und mehr als 9000 Mumien untersucht, aus denen die Sammlung sür das chirurgische Museum zu-sammengestellt wurde. Das gesammelte Material gibt interesiante Beispiele über abnorme Körper-bildnngen und Knochenformationen, über Krank-heiten nnd Verletzungen und über die Art, wie die alten Aegypter deren Heilung ins Werk fetzten. Be° fonderes Jntereffe erregen die Exemplare, in denen man die Behandlung von Knochenbrüchen beobachten kann Die Kuren scheinen durchwegs gute Erfolge gehabt zu haben und denen der modernen Methode kaum nachzustehen. Unter der Sammlung befinden sich auch eine Reihe von kleinen Stäben, die bei der Behandlung von Brüchen des Vorderarmes zum Einschieben benutzt wurden. Daneben gewahrt man eine reiche Auswahl von Beispielen von Knochenkrankheiten, u. a. auch eine Menge von Fällen, die zeigen, daß die alten Aegypter unter Gelenkrheumatismus viel zu leide» hatten. Die vor-treffliche Konservierung der Mumien ermöglichst! e« auch in vielen Fällen, noch genan Gewebekrank-heiten festzustellen; in einer sehr gut erhaltenen Leber konnte noch daS Vorhandensein von Gallensteinen festgestellt werden nnd bei der Mumie eines jungen Mädchens wurde beobachtet, daß sie an Blinddarmentzündung gelitten hätte. Interessant ist es, daß Professor Schmith bei seinen Untersuchungen in keineni der Körper Spuren von Tuberkulose und Syphilis feststellen konnte; allem Anschein nach waren die alten Aegqpter diesen Krankheiten nicht ausgesetzt. (Wozu der Reichtum mißbraucht wird.) Die reichen, sür ihre Tiere schwärmenden Engländer haben einen neuen Frauenberus zum Besten ihrer vierfüßigen Lieblinge ins Leben gerufen — den der Hundebonnen. Im Winter halten sich diese neuen Privatbeamtinnen in London aus, im Sommer in den vornehmen Badeorten, die von der englischen GeburtS- oder Geldaristokratie mit den bounendürstigen Hunden besticht werden. Hier wie dort habe» sie eine doppelte Ausgabe. Erstens erscheinen sie stundenweise nach Art der Privatleh-rerinuen im Hause ihrer Pfleglinge und unterrichten sie in de» hundert Künsten, die ein wohlerzogener Hund besitze» muß. Selbstverständlich muß die Hnndebonne die Hairptkunst beherrschen, ohne An-wendung äußerer Gewalt den schlummernde» Genius der verhätschelten, manchmal geradezu angebeteten Möpschen, Seidenspitze, Bologneser Hündchen, Pudel usw. zu wecken, sonst wäre sie wohl gleich entlassen und ihre Unbrauchbarkeit würde i» den Damenge-fcllfchaften so gründlich besprochen, daß es für sie keine Chancen auf Beschäftigung mehr gäbe. Zweitens aber hat die Hundebonne ihre Zöglinge täglich an die Luft zu führen, damit sie unter zuverläsiiger Aufsicht die nötige Bewegung im Freien machen. Meistens führen die Hundebonnen die Hunde von mehreren Klienten zu gleicher Zeit aus und haben so begreiflicherweise ein schweres, anstrengendes Amt, daS außerordentliche Umsicht, Zuverlässigkeit und ein Nervensystem von Eisen erfordert. Dafür kann aber eine Hnndebonne, die erzieherische Begabuug besitzt und sich in alle Launen ihrer Herrinnen zu schicken weiß, auf ganz respektable Einnahmen rechnen. (Ge s e tz es s p r a ch e.) Neben dem ZeitungS-deutsch uud dem LanfinannSdeutsch wird in neuerer Zeit besonders das Juristendeutsch auss Kor» ge-nommen. Man tadelt mit Recht die Satzuugelüme richterlicher Urleile, bei denen dem Leser der Atem ausgeht, die auch der Gebildete erst nach wieder-holtem Lesen verstehen kaun. Matt tadelt die veraltete», zopfige» Redeiveudungen des Kanzleistils, die oft umständliche Breite des Ausdrucks u. a. Auch unsere Gesetze, die ja von Jonristen entworfen werden, sind zum Teil in schwerfälliger, steifer Sprache verfaßt, wenn auch anzuerkennen ist, daß einzelne wie das Bürgerliche Gesetzbuch darin eine rühmliche Ausnahme machen. Daß einsichtsvolle Jonristen selbst diesen Mißstand erkennen, zeigt ein in der Deutschen Juristenzeitung (1908, Nr. 8) erschienener Aufsatz des Amtsrichters Bicheronx über die sprachliche Reform der Strafprozeßordnung. Er nennt dieses Gesetz das sprachlich unzulänglichste der Reichsjustizgesetze und führt zum Belege für dieses Urteil eine lauge Reihe von sprachlichen Vor-stoßen und Schönheitsfehlern aus. Besonder» zu beachten sind die Schlußworte feines Anssatze»: „Zum Schlüsse sei eS gestattet, noch daraus hinzu-weisen, daß wir Juristen, die wir von der Stu-dienzeit an die Ausdrucksweise sprachlich veralteter Gesetzestexte in unser Fleisch und Blut übernommen haben, zumeist den Blick sür die Häßlichkeit und Fehlerhaftigkeit dieses oft verspotteten Juristendeutschs wie 6 summet tft verloren haben. Nach unserer Vorbildung haben wir daher allen Grund, aus sprachkritischem Gebiete mißtrauisch gegen uns selbst zu sein. Zollen daher unsere Gesetze auch sprachlich aus der Höhe ihrer Zeit stehen, so ist es erforderlich, daß iron vornherein anerkannte Sprachkenuer herangezogen wer« den und dauernd bis zur endgültigen Fassung des Textes mit der Kritik der Gesetzesspracht betraut i bleiben." Die Kölnische Zeitung bemerkt hierzu: > „Das Verlangen ist durchaus berechtigt. Wie man ' jür die sachgemäße Gestaltung des Inhaltes der Gesetze Zachkundige aus den einschlägigen Gebieten nicht entbehren kann — ebenso bedari man sür die sachgemäße Form, da heißt sür eine gme, einfache, klare, gemeinverständliche Sprache sachkundiger Mit. arbeit. Hub diese Forderung ist ja iil schwer zu erfüllen. So ist z. B. wie wir wissen, in äh». lichen Fällen mit Erfolg die Vermittelung und Hilfe des Deutschen Sprachvereineö in Anspruch genommen morden, der unter seine« Mitgliedern bekanntlich tüchtige Fachmänner aus allen BernsS-Nassen zählt, und dem namentlich eine große Zahl hervorragender Sprachgelehrten und unsere ange-sehensten Germanisten angehören. Und solcher Mit-arbeit sollte man sich bezeiten versichern, keinesfalls sich aus Bundesrats» oder Reichstagskommissionen verlassen. Denn die sprachliche Durcharbeitung so umfangreicher Werke gedeih! nnr im „stille» Käm-merlein" des Tprachgelehrteu; größere Körperschaften sind dafür gänzlich ungeeignet. Dieser Mahnung sollten unsere Reichs» wie Staatbehörde» eingedenk sein und ihre Befolgung sich zur Regel machen." (Die v e r sch lu ckte E r f i n d n n g.) Ein eigenartiger Vorfall wird aus Befancon gemeldet: Dort war seil einiger Zeit in dem Greisenasyle „Eaint-Jean.L'Aunionier" ein alter Uhrmacher untergebracht, der in der letzten Zeit sich erregt zeigte und seinen nahen Tod mit großer Bestimmt, heit voraussagte. Dieser trat den auch infolge eines heftigen Blntsturzes ein, weshalb die Leiche eiuer Obduktion unterzogen wurde. Der Arzt stieß in der Magengegend auf einen harten Gegenstand, forschte diesem nach, zog aber die Hand mit einer schweren Schnittwunde rasch zurück Diese stammte von einem Rassiermesser. das der alte Sonderling verschluckt hatte. Erst bei einer genaueren Besichtigung des Rasiermessers bemerkte der Arzt dessen völlig neuen nnd überaus geschickt erdachten Mecha-ittSmuS, der ihm so interessant erschien, daß er das Instrument der Sammlung der Uhrmacherschule in Besancon überließ. Der alte Mann hatte sich von jeher ans Erfindungen verlegt, damit aber ivenig Glück gehabt. Seine letzte Erfindung erschien ihm so wertvoll, daß er sie um jeden Preis geheim-halten wollte, weshalb er sich in Ermangelung eines sicheren Versteckes dazn entschloß, sie in seinem Magen ansznbewahren. Offenbar war der alte Uhrmacher ein Philosoph, der sich sagte, daß man sein Talent oder sein Genie erst nach seinem Tode anerkennen werde, nnd er scheint sich darin gar nicht getäuscht zu haben. Auf alle Fälle ver-dient sein Name in der bereits langen Liste der Opser des Erfindergeistes verzeichnet zu iverden. (Hadschi Loja.) Das dreißigjährige Jnbi-bilänm der Okkupation Bosniens und der Hercego-vina ruft die Erinnerung an die eigenartige Gestalt deß Räubers Hadschi Loja wach, dessen Name einst, von romantischem Zauber nmwoben, von einem Ende Europas bis an das andere flvg und dessen An-denken durch verschiedene Umstände lebendig geblieben ist. nachdem sein Träger schon längst zn Mekka an der heiligen Stätte des Islams die Augen sür immer geschloffen hat. Im vergangenen Jahre ist aus der Feder des Militärschriststellers Karl Braun ein flott geschriebenes Büchlein ..Sarajevo 1878" erschienen, in dem der Autor auf Grund von Mitteilungen des seither verstorbenen Dr. Krenn, der den OtrnpativnS-seldzng als Oberarzt mitgemacht hatte, mancherlei bisher unveröffentlichtes Material über Hadschi Loja erzählt. Hadschi Loja war in Sarajevo geboren, er nnd sein Bruder Mustapha, kräftige, aufgeweckte Burschen, verdienten sich ihr Brot mit Verfrachtung von Waren durch Tragtiere. Salih, so lautete der eigentliche Vorname Lvjas, hatte einige Bildung ge-«offen, das heißt, er verstand mehrere in arabischer Sprache geschriebene Gebete teils zn lesen, teils her-zusagen. So wurde er Lehrer an jener Moschee, an der sein Vater Jmam (Prediger) war. Er ver-sah den Lehrdienst, ohne des Schreibens kundig zu sein. Durch seine Strenge in Religionsübungen ge-wann er ein gewisses Ansehe», in türkische» Kreisen. Er quittierte sein Gewerbe als Tragtiertreiber und verschaffte sich durch Biehdiebstahl, sowie Tabakschmuggel die Mittel sür die Reise zur Kaaba, von wo er mit dem Titel „Hadschi" zurückkehrte. Der j Anfang seiner Popularität fällt in das Jahr 1863, * wo er das mohammedanische Volk gegen die Er-bauung eiuer griechisch-orientalischen Kirche in Sara-jevo ansreizte nnd infolgedessen nach Novibazar verbannt wurde. Erst 1878 kehrte er nach Sarajevo zurück. Znr Zeit deS Einmarsches unserer Trnppen hatte er sich unter der mohammedanische» Bevöl-kerung bereits die Stellung einer Art von National-heiligen errungen. Der Großscherif von Mekka, ließ er in den Moscheen verkünden, habe ihn autorisiert, de» heiligen Ärieg zu proklamieren, und gleichzeitig erklärte er die Satzungen des Korans als bürgerliches Gesetz. Er berief eine Art Wohlfahrtsausschuß ein, setzte den Gonvenienr von Bosnien, Mazhar Pascha, förmlich ab, bedrohte das österreichisch-ungarische Generalkonsulat nnd versuchte sogar einen Ueberfall ans die in den Forts der oberen Stadt von Sarajevo untergebrachten Geschütze und Munitionsvorräte. Schließlich demissionierten Mazhar Pascha nnd deffen Stellvertreter nnd beide ver-ließen das Land. Hadschi Loja verteilte Waffen nnd Munition nnter den Mohamedanern uud teilte seine Erhebung zum Diktator der Porte offiziell in einem Telegramm mit. Als unsere Trnppen in Sarajevo einrückten, hatte Hadschi Loja bereits einen große» Teil seines Einflnsses verloren, er war in die Berge geflüchtet, nachdem er sich durch einen Zufall mit feinem eigenen Gewehr eine Bein-wunde beigebracht hatte. Am 2. Oktober 1878 wurde er bei Rogatica von einet Offizierspatrouille gefangen genommen, nach Sarajevo eingeliefert und ins Spital gebracht. Dort unternahm er eine» Fluchtversuch, der aber wreitelt wnrde. An den Gesechten nahm er weder als Führer noch als Kämpfer teil. Seine Hauptansmerkfamkeit beschränkte sich ans die Agitationen, die er namentlich vor nn-seien Truppen mit so günstigen Erfolgen leitete, daß das Auflodern der Insurrektion zum großen Teil als sein eigene« Werk betrachtet werden kann. Das Kriegsgericht verurteilte Hadschi Loja. dem auch verschiedene Akte der Gewalttätigkeit und ver-brecherischn Gewinnsucht ohne politische Triebfeder zur Last gelegt wurden, zu füus Jahren schweren Kerkers. Er wurde >883 begnadigt, in die Türkei abgeschoben nnd starb im Frühjahre 1884 zn Mekka. Seine Strafthaft saß er in Theresienftadt ab und ans der Eskorte dahin kam er über Wie», wo er aus dem Bahnhöfe Gegenstand großer Ans-merksamkeit des Publikums war. Deutsche ZoltSftcnossen! Nach jähr langer freudig geleineier Arbeit »n» Tant der opferw »iguen Beihilfe naiionn beroufetet Aolt-igenofsen ist der Bau i e» Deutschen Hauses bi« zur Bollen?u»g Tie präidii,en Räume deS stolzen Baue» sind ihrer Bestimmung überreden worden. Zteigem»!«». sr"che». völkische» Leben ist in da? haus ein-aezoaen. da? nie da» ««»»< d Nische Cilli und alle Freunde dieser Stadt. fctr die b«*utfcbfit Vereine, ttlr alle Schichten der deulche» Bevöt.rung bestimmt ist, a>? Heimstatt deut-,'ck>en geistigen Strebe»- und deut Icher Lebenssreude. al« Wegestät'e deuilctien Wesen» in den Sildmarten de4 deut» sche» Gedieie». Xo* Hau» ist erstanden durck rühmenswerte änitia» gen an Geld und Gut und Arbeit, b. i denen bruiite 5mi(> teil und Br»derii»?eii limlich zu T'ge traten. Jetzt still t* das Geschaffen« »u erhalten als "9i|rt Bild voltischen L berS. a» Sammelpunti aller Zeun5, aus i.ali und fern, !o daß jeder deuiiche B«ll»Pe«ofie mit aufrichtiger Fteude und mit Begeisteiimg die detrlild,, Hallen betritt. 2a* T-euii-be Hau« io la erhalten, M* (4 u»iff aller StoU und F'euve ist, das fiebtn im D'uNche» ötut» so zu gestalten, daß es das völkische und winjiiaiilit« Gedeihen T»uii<> CiUi» in b d^uiung vollem Rade 'öiKrt, da« ist e Teuiiche» iilli» wi aller Deutsckien. die treu »u C>U> stehen! In erster Linie odliegt diese Ehrenpslicht de» de»ll«d» Bewohnern C>tl>,'. Es gibt wenige Städte auf deimd« Erde, i» welchen die nationale Op'ei willigteil io ieir j« Gesamibeit beseelt, wie nnier fanpfumloste«, aOr;rit ÜAjt rei«des Cilli, wo >u bewunderung«wu> diger n eiie arm n» re ch. dock und nieder freudig di? ichiversten Lvier am Altare de» deutschen BoltsiumS und auch 'fit tat Teutsche Hau» Cpf't gebracht wur eil, die der derung und dauernden laute? wen sind. Teuiscke Cilli»! An diese bewährte Cp'eroiUiglm. die Ui serer Siadi so viel :egen «ebiachl und idt in «l!n d?ut>chen Landen einen ehrenvollen Namen zemachi wt, appellieren wir Tas Teutsche Hau» bedarf dringend Euerer >1 rr, es stell« an Eure Lelstmigssäbigteil. an Eure Heiwaili^e und Euren geiu> den nationale» sinn höh« Aniorderu-za, höhere, als Ne je an Euch derangeltete» sind. Wahret und heget Euer schönstes ftleinok: Das Deutsche Haus l Seid in dieiem dedren Ziel« ein einig Holt n» Ar. dern! Trage jeder nach ieincn tränen sri» schnilein u» zum Deutschen Hauie. Weidet Mitglieder, Gründer, ätiitt d s Vereines Teuis.deS Hau», itrömi in schare« m ti» schönkii R.'ume - lurz vereinigt Euch in liebender Smif un diese» ftohr ©eit, da» unser-r Stadt u<>D de« ga»ji» Baier!ande zur Zierde uns zur Ebre , «reicht Jeder tve »eine Pflicht. Itiner bleibe ZiirW V>«il CiUi imm-rda-! Der AuSsltiuß des Vereines Deutsches Hau», ffiüi. s Anmerkung: Spende» und Beitritt erklär >i>g«i > vom Zahlmeister Henri Joief Iarmer entgegengemmre. V ß\. V 1 III l l rnngsvereine« Sei jpirfot, Wetten unö Legaten! VerKorbtne im iltonatf Mi 1908. Pauline Rothschädl, 78 Jahre alt, Fleischersmtm. Peter Spreitz, -i9 Jahre alt, Gastwirt. Margareta Helbel, 18 Tage alt. Lerkänseriii-kird. Josefine Baumann, ltt Jahre alt. FleischerStochin. Im allgemeinen Krankenhause: Georg Krevl, 79 Jahre alt, Inwohner. Stesan Sri'za», 78 Jahre alt. Gemeindearmer. Franz Seosek, 77 Jahre alt, Taglöhner. Maj «perber. 30 Jahre alt. Kontorist. Marie Marcink 82 Jahre alt. Inwohnerin. Antonia Toma'zin, 32 Jahre alt. Bedienerin. Stesan Cingel. 69 Jahre alt. Taglöhner. NiatthäuS Ogrisek, 5>5 Jahre alt, Auszugler. Anton Novak, 64 Jahre alt, Knecht. Ausweis über die im stüfct. Schlachthause in der Woche vom 2t). bi« 26. Juli !908 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Sattung des eingeführten Fleische«. Name be« Fleischers Rutschet Jakob . . Gajiitiek Anton . . Grenta Johann . . Janschet Manu» . «ues...... Kossäi Ludwi.? . . LeSkoschet Iatvb. . Payer Samuel . . Plani nz Frani . . Plestschat..... Pletersty..... Aebeuschegg Joses . Eellat Kran« . . . Seutschnigg Anton. Stelzer...... Umegg Rudolf . . Kollgruber Iran» . Gastwirte..... Private..... kini. tiimffttjue« W«iwi i» £ Ä Jt ■S ■» O 'S) U as i 4 » 19 2 4 1 — i'I 1 1 4 — eingeführtes Fleisch in Kilogv <~> Q l - -e -e « «9 >6 oo 2»9 — 28 6 72 34 1S2 --- 14 K»«MN rt;» «totste Wacht 7 „Optlmus" der neueste nmi von vielen staatlichen und städtischen Behörden, sowie vielen Berufg-tind Freiw. Feuerwehren als der bisher best anerkannte Handfenerlöschapparat, der sich bei seiner strengen, an neun Objekten vorgenommenen Erprobung in Cilli so glänzend bewährte, kann durch den Cillier Vertreter der Optimusapparate-Bauunter-nehmung, P«*ter Ber|Hili, zu folgenden Preisen bestellt werden: I Type 1 mit 8-6 Liter effektivem LöichfifiMlgkeitslnhalt and 3 Keserrefüllaagen ...............K 50.— 10 5 6 K 44.- .. - . „ s „ 10 s „ „ voi»?eltv?exI»Ul»» mit « »e,erve5aU«»Ue»........ K U.— ErMtx für bei Brandfall verbrauchte Füllungen..................,............... Krall« Ereatxfftllnngen, welche nicht bei Br&nden verbraucht worden, per Stack................... K l.SO Froatfailnngen, bia —30* E. nicht elnfrierend, per 8'.g |ädigungSbegehren ist «weifen. Kunstgewerbeausstellung inSt. Petersburg. Das Ministerium für öffentliche Arbeiten s:t dem Landesverbände für fremdende r k e h r eröffnet, daß Vorsorge getroffen wurde, konnt die im laufenden Jahre iu St Petersburg ßattfindende «unstgewerbeauSstellung auch im In-terfje der Hebung des Fremdenverkehres in Oester-niitl entsprechend nutzbar gemacht werde. Zu diesem 4»f(fe wurde der mit der Durchführung betrauten kslmeichischen Komm ssion eine Subvention von 15.1.KX) # bewilligt. Steiermart wird in der Holleric von österreichischen Ansichten durch wir-tagiuQe photographische Aufnahmen vertreten sein. Um die Auimertiamkeit des russischen Publikums »i die ifterreichischeu Reiseländer zu lenken, wird fcfiltT« ein in russischer Sprache verfaßter, u. a. such mit neuen wirkungsvollen Bildern von Lieiermark ausgestatteter Führer ..Bon Ruß kud »och Oesterreich' in einer Auflage von 20.000 £t»tf herausgegeben und während der Dauer der Riitftellung in der Abteilung für Fremdenverkehr stldft, sowie durch die Konsulate und Reisebureaus z»«k»lj?lechend zur Leueilung gebracht. Außerdem die Kommission einen entsprechenden Abschnitt H tu deutscher und russischer Sprache erscheinende» Katalog« kostenlos zur Bersügung gestellt, in dem idasall» anziehende Landschaften von Steiermark »nuischaulicht werden. Die Vereinbarung ..Es bleibt beim alten" bezieht sich auch auf die frühere Abmachung bezüglich der Kündigung. diesem Sinne entschied das Grazer Gewerbe-ßeridit in einem kürzlich zur Verhandlung gelangten Ettkitfall. — Der Schneidergehilse Fr. it. klagte den Schneidermeister G. P. aus Lohnentschädigung im Image von 41 K80 h sür 14tägige Kündigung sowie ans Zahlung einer Entschädigung von 100 K tut in Aussicht gestellten JahreSverdienst. Der L'äzn begründet letzteren Anspruch damit, daß ihm bei der Aufnahme vom Meister für den Fall zu schluß vereinbart wurde. Dagegen konnte in dem Versprechen des Meister, den Kläger bei Zufrieden-stellender Arbeit das ganze Jahr zu beschäftigen, keine bindende Vereinbarung bezüglich einer ganz-jährigen Dienstzeit erblickt werden. Herichtslaat. Oeffentliche Gewalttätigkeit. Am 12. Juni d. I. bestraste die Lehrerin Herntine Bratic ihren Schüler A n t ou Spieler mit Nacksiyeu über Mittag. Nachmittags halb 3 Uhr kam dessen Vater Johann Spieler znr Schule und sorderte in brüskem Tone von der Leh-rcrin die Herausgabe seines Sohnes, diesem gleich-zeitig befehlend, mit »ach Hause zu kommen. Die Lehrerin weigerte sich, aus die notwendig gewesene Zlestrasnng hinweisend, den Knaben herauszugehen und faßte ihtt an der Ha»d. Johann Spieler stieß sie zurück und riß ihr das Kind an sich. Er wurde bei der am 31. Juli stattgehabten Kreis-gerichtsverhandlung wegen Verbrechens der öffentlichen Gewalttätigkeit zu vier Wochen schweren und ver' schärften Kerkers verurteilt. Betrug. Der 16jährige Brodausträger Max P i l i ch hatte den Zahlkellner im Hotel Post, Johann Gorischck durch Fälschung der Knnbeulmchel um den Betrag von mehr als 100 Kronen geschädigt und das Geld sür Zechen «nd Dirnen verbraucht. Das Preisgericht verurteilte ihn wegen Be-truges zu vier Monaten Kerkers. Aür /vom und Inhalt übernimmt die «christleitung leine Verantwortung Ordnung aus der Reichsstrahe. Zu sehr unangenehmer Weise fühlen sich Fußgänger und Radfahrer überrascht, wenn sie am Abend oder in der Nacht au' der Laidacher Straße heimkehren müssen. Zwischen der Äasfabrik und demGasthaui Hudertus ist die Straße zu PflasterungSzwecken aufgerissen. Man hat aber in der bekannten Sorg-losigkeit mit der solche Sache» hierzulande behandelt werden, nicht der Mühe wert gefunden, gerade an der dunkelsten Stelle dieses StraßenteileS eine Laterne hinzustellen. Es wurde nur ein Holzpflock hingelehnt, der vorzüglich geeignet ist, herankommende Person?» kopfüber in den aufgerissenen Straßenteil zu befördern. Hoffentlich haben diese Zeilen ihre Wirkung. Kaiserlicher Dank und Aaerk nuung. Herr Kom-mcr.iialiat Wilhelm Müller, Inhaber »er Firma R. Lechner (Mlv. Müller» ja Wien, welcher „och wählend ve« J»ft< zuges einen Teil und später zirka 300 auf dem ,>en platze aufgenommene Photographien dem Kaiser überreicht hatte, erhielt vom H.irn Kabineitediretlor de» Kaiser« folgende Zuschritt: .Seine (amtlich? und königliche apostolische Majestät baden die von Ihnen in Audienz Üvereeichten Album« m l den photograp^ischen Ausnahmen de« Juwläumssest-zuge« allergnästigst anzunehmen geruht, und mich deaufiragl, Euer Hochwohlgrboien für diese interesiante Widmung den Allerhöchsten Dank auszusprechen. Ich dart auch hinzufügen, dab Lein, taisertiche und königliche apostolische Majestät die Kenigstelunft un» Ueberreichung der ersten Bilder noch währen» nti Tauer des Hestzuge» al» eine ganz un gewöhn, liche Leistung anerkennen". Schrifttum. Dem Juliheft der „Illustrierten öfterreichi-schen Alpenzeitung". die durch gewählte Ufo strationen und einer Kunstbeilage ihre gewohnte prächtige Ausstattung beibehält, entnehmen wir nebst einein Münchener Ausstellnngsbrief und einer touri-stischen Schilderung von Hansi Aitdrt) die beiden illltstrierten Artikel über Badgastein von K. Kriech-baumer und Paffan von K. Fuchs. Die Besprechung der nächstes Jahr zu eröffnenden Tauernbahnstrecke verrät ebenso die Feder des Fachmanns als der die Hebung des Fremdenverkehrs behandelnde Artikel. Nachdem einige Gruppen des KaiserjubläumSsestzugeS vorbeigezogen, versetzt uns Baron Mylins mit seinem Jagdzua ittS Gebiet des Sportes, dessen verschie- Altbewährte NahmnQ ßss gesunde u kranke Kinder sowie MaQenlaidsnöe. Btuscbürt Kinderpflege gratis durchJ1C5TiE Wien LBiberetrassß 11. Habt Zhr auch wirklich nichts vergessen? • 4, Wenn wir dann in unserem stillen Bergnest sitzen. pmß dann fällt euch wieder allerlei ei», was man nötig • i. Hätte und doch nicht haben tann — Wahrhaftig, Fay» echte sodener Mineral Pastillen fehlen nochl »^» — Na, dann ab«r schnell - ohne meine Iay» echte jmß Sodener geh« ich nicht wieder in die vommeitrische, • i. feit ich vor zwei Jahren die bös« Erkältung in dem jmä weltfernen Nest durchgemacht habe. Wenn ich pftft >i. echte Sodener habe, weiß ich wenigsten«, daß ich 0mä keine Erkältung zu sürchlen brauche — Fay« echte Sodener tosten K > .25 die Schachtel und find in jeder ^ Apotheke, l>rof(erle und nincrulwuHkcrliaiKlIuiiK zu Haben. Achten Sie darauf, daß Sie keine Nachahmung erhalten. ««»er»l»n>r>>'e»t»il> fiir (>t*Urr*Irk-ra|c»ri > W. Th. Gantsert, Wie« IVfl, G>»jc IT. ft»e«nstellender Arbeit Beschastiquug für da« ganze ! deusten Ärten der bekannte SpoUfchrislsteller «alduin ^alr zugesichert worden sei. Der Beklagte wendete ; Groller in seinem Wiener Sportbnes behandelt. Wtr nr,, daß der Kläger, der schon einmal bei ihm in Arbeit gestanden war, gewußt habe, daß in seinem schließen mit dieser reichhaltigen Nummer wenn wir noch erwähnen, daß ebenso der Automobilsport wie Parkett und Linoleum hüt nur «lie f«it l!«01 fflnnzcnil btilobt« „Cirine"-Oelwachswichse. Verbrauch eintM" u« «paraam. Zu haben to farkloa ba» ant dankelR«lb tu Clttl bat Anguit da Tvma, Ma. borg H. Ullcrbeck, T.cibni«i l.. Feaat«, Patlau Mjreliy« Witwr, AltetnariaB J. I.orrnx Ä Co., K«[fr i./B. «airer um Geidwftc «imdigungSausschluß besteht. Der Kläger \ die «eronautik, sowohl textlich als auch illustrativ sei otn 1. Juni nachmittags von der Arbeit ansge« Huben. Als er am nächsten Tage in die Werkstätte San, labe der Kläger sein Arbeitsbuch verlangt. Teritlbe fei mch: entlassen mintci;, sondern habe •ilbit daS Arbeitsverhällnis gelöst. Der Kläger er-DldMt, daß er deshalb sein Arbeitsbuch verlangt darin Berücksichtigung gesunde». Die illustrierte österreichische Alpenzeitung ist durch alle Buehhand« lungen oder direkt vom Verlag, Graz Neutorgasse 24, zu beziehen. Abonnement jährlich 6 Kronen. Sin vorzüglicher weißer Anstrich für Wasch-tische ist Keil« weibe Glasur. Ter Anstrich irocknet lofort, Hebt nicht und ist vollkommen geruchlos. Dosen zu 45 kr sind b i Gustav Stiger und bei Viktor Wogg >n Cilli, in Markt Taster bei And. Elsbacher, in Rohitjch bei - Joses BerliSg, in St. Marein l>ei Srlachftein bei Joh. ! Lüschniag, in Lausen bei Franz £ao. Petek, in Zranz bei t Kranz Oftet erhältlich. Seite 8 Kestsche Wacht Numir.er 6$ Zuckerbäcker Karl Petricek erlaubt sich seinen p. t. Kunden mitzuteilen, dass trotz des ge- . babten grossen Brandunglückes täglich gebacken wird, da die Backstube unversehrt blieb und bittet alie Bestellungen nach wie vor entweder in der Backstube Bahnhofgasse oder im Filialgeschäft Hauptplatz gütigst zu machen. Kleines unmöbliertes Zimmer wird von einem stibilen Herrn in mieten gesucht. 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