MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES GMchlft..t.1l..- .n CilU. M.rklplat, Nr 12. F«nru» Nr. »."ond In* U«.fl°.rl'c,rg«..''Nr° 1. F^ru'/ Nr. 89 4^ .ebüh;. BiD«lauLt™^^^rX. dl! 'L7d^X''"p^noll« Nr. 1Q9 — 83. Jahrj^atig _Marb«rj|-Drau, Montaj!, 19. April 1943 Einzelpreis 10 Rpf Tagesbefehl Marschall Antonescus an die Armee Dank fttr die Bewährung nimAnlscher , Truppen an der Kuban-Front Bukarest, 18. April In einem TagesbefohJ an die gesamte Armee würoigte Marschall Antone»ou die besondere Bewährung der an der Kuban-Front ©ingesetzten 19. rumänischen Infanterieddvision im Laufe des vergangenen Winters. »In den schweren Verteidigungskämpfen an der Kuban-Front im Winter 1942/43«, so heißt e« in dem Tagesbefehl des rumänischen Staatsführers, »ist es der 19. Infanteriedivision dank kluger Führung und dank der Tapferkeit ihrer Truppen gelungen, starke feindliche Angriffe zum Scheitern zu bringen, die von zahlreichen Panzern und von Artillerie «Her Kaliber unterstützt waren.« Elchenlaub mit Schwertern fOr U-Boot-kommandanten Berlin, 18. April Der Führer verlieh am 15. April 194.1 an Kapitänleutnant Wolfgang Lüth Kommandant eines Unterseebootes, als 29. Soldaten der deutsct^en Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Mit Eichenlaub ausgezeichnet Berlin, 18. April Der Führer hat dem Hauptmann Egon Mayer, Grupponkommandeur in einem Jagdgeschwader, als 232. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichonlaub tum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Pu^ira« Platz an der Seite Japans Rangun, IB. April Im Verlauf einer großen öffentlichen Kundgebung gab der Chef der burme tischen Zentralverwaltung, Dr. Ba Maw, die Umrisse eines Programms für das neue Burma bekannt. Die vordringlichste Aufgabe sei die Verteidigungskraft der Landes zu verstärken, und zwar vor allem die Armee. Burma werde in nahe' Zukunft, dank der Hilfe und Großzügig keit Japans seine lang ersehnte Un abhdngigkeit erhalten. Damit werde eir Jahrhunderte langer Kampf, den dn buiniesische Volk mit viel Blutvergir Ben gegen seine englischen Unterdriik ker führte, von Erfolg gekrönt. Bei sei nem Staatsbesuch in Japan habe er ei' Volk kennengelernt, daß in einmütige) Entsrhlossenheit für ein gemeinsame!, Ziel kämpfe, jederzeit bereit, Gut und Blut für die Größe des Vaterlande' hinzu'jehen. Das gleiche treffe fü' Deut<5rh!cind zu, das so'nen GeTnern ir ungebrochener Kampfkraft immer vor neuem «"hwerste Schläge beibi-inge Reichsverweser von Hoithy beim Führer Fest entschlossen, den Kampf gegen den Bolschewismus nnd seme englischamerikanischen Verbündeten bis zum Endsieg zu führen Führerhauptquartier, 17. April ' Am 16. April traf der Reichsverweser des Königreiches Ungarn, Nikolaus von Horthy, zu eineB zweitägigen Besuch Im Ftthrerhauptquartler ein. Der Führer hatte mit dem Reichsverweser Besprechungen über die Fragen der allgemeinen politischen Lage und über den Kampf gegen die gemeinsamen Feinde. Die Unterredungen beim Führer, an denen auch der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop teilnahm, und die militärischen Besprechungen zwischen Generalfeldmarschall Keitel und dem ungarischen Generaloberst Vitez Ferenc Szombathely wurden bestimmt durch den Geist der traditionellen deutsch-ungarischen Freundschaft und Waffenbrüderschaft. Der Führer und der Reichsverweser gaben Ihrer Festen Entschlossenheit Ausdruck, den Kampf gegen den Bolschewismus und seine englisch-amerikanischen Verbündeten unbeirrbar bis zum Endsiege zu führen. Das ungarische Volk, das schon einmal die Schrecken des Bolschewismus erfahren hat, wird Seite an Seite mit den im Dreierpakt Verbündeten bis zur völligen Beseitigung der Bedrohung unserer Völker kämpfen und » I ___.1___—II..___ *7 weitere elf feindliche Flugzeuge vernichtet. Erfolgreiclier Torpedoangrüff auf englisclie Zerstörer Rom, 18. April Der italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: Längs der Tunesien-Front heftige und langandauernde Artillerieduelle. Feindliche Vorstöße im Südabschnitt unserer Stellungen wurde in unmittelbaren Gegenstößen abgewiesen. Ein Flugzeug wurde von deutschen Jägern abgeschossen. Bei Angriffsversuchen auf unsere Geleitzüge wurden sieben Feindflugzeuge von italienischen, zwei von deutschen Jägern abgeschossen. In der Nacht zum 16. April führten zwei unserer Torpedoboote, die als Deckung eines Geleitzuges fuhren, einen kühnen Angriff auf zwei englische große Zerstörer durch. Einer der Zerstörer entfernte sich mit Feuer an Bord und ging infolge Explosion^ unter. Eines unserer Torpedoboote ging unter. Mehrmotorige amerikanische Flugzeuge belegten gestern Palermo, Catania und Syrakus mit Bomben, wobei in Palermo und Catania öffentliche und private Gebäude beschädigt wurden. Die Bevölkerung von Palermo hatte 20 Tote und 30 Verletzte, die von Catania drei Tote und 17 Verletzte, die von Syrakus sieben Verletzte zu verzeichnen. Bei diesen Angriffen verlor der Gegner elf I Flugzeuge, von denen sieben von Flak-'hfltterien vier von Jägern abgeschossen wurden Vier der abgeschossenen Flugzeuge fielen westlich von Cap Callo, zwei westlich von Cap Rama, eines östlich von Syrakus ins Meer. Weitere 7wei Flugzeuge stürzten im Gebiet des Monte Cuccio ab Ein weiteres Flugzeug entfernte sich, wie beobachtet wurde, mit dem rechten Tragderk in Fl-immen und ist als abgeschossen anzusehen. Britischer 8000-Tonner versenkt Genf, 18 April Aus Halifax (Neuschottlandl meldet »Daily Express«, daß im Hafen von Port Castries (Santa Lucia) der 7970 hrt iroße Dampfer »Lady Ne'son« durch e*n U- Hl ainaTTanO von veTauLlUt! um Wjcii-Fan*.«-!» v«yo i // v^tv. w , nadiere aulzuhalten. In schnellem Zupacken wurde der Pdiizer vernichtet. I Boot versenkt wuide. sten einen Markstein ihres Lebens dar, Sie sind Angehörige einer Generation, die von der Vorsehung dazu bestimmt ist, in siegreichem Kampf ihr Lebensrecht selbst zu gestalten und in unermüdlichem Einsatz zugleich den Lebensraum für die kommenden Geschlechter sicherzustellen. Viele dieser jüng,ston Parteigenossen rücken auch unmilf«lbar nach der Parteiaufnahme zur Wehrmacht ein. So war der Tag der Aufiiiihme in die Partei nicht nur für die 'ungen Partpiianwärter selbst, sondern für die ganze Volksgemeinschaft ein stoties Ereignis. Veränderungen im dinloma-tisclien Dienst des Reiches Führerhauptquartier, 18. April Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsjninisters des Auswärtigen von Ribbentrop im politischen Außendienst des Reiches folgende Ernennungen vollzogen: Der bisherige Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Freiherr von Wei-j-saecker, wurde zum Botschafter des Reiches beim Vatikan ernannt. I>er bisherige Botschafter beA Vatikan, von Bergen, tritt in den Ruhestand. Zum Staatssekretär des Auwärtigen Amtes wurde der Gesandte erster Klasse, Dr. Adolf von Steengracht, ernannt. Der Botschafter im Auswärtigen Amt, Hans Heinrich Dieckhoff, letzter deutscher Botschafter vor Kriegsausbruch in Washington, ist zum deiitschen Botschafter in Madrid ernannt worden. Der bisherige Leiter der politischen Abteilung im Auswärtigen Amt, Unterstaatssekretär Dr. Ernst Woermann, wurde zum Botschafter des Reiches in Nanking ernannt. Der bisherige Botschafter an der Botschaft Madrid, Gesandter erster Klasse, An der Hencke, wurde zum Unterstaatssekretär ernannt und vom Reichsaußenminister zum Leiter der politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes berufen. Der bisherige Leiter der Reichsabteilung, Unterstaatssekretär Dr. Friedrich Gaus, wurde zum Botschafter zur besonderen Verwendung des Auswärtigen Amtes ernannt. Im Stabe des ReichsauRenministers wurden ernannt; der Beauftragte beim Führer, Gesandter erster Klasse Walther Hewel, zum Botschafter, der Gesandte erster Klasse Emil von Rintelen zum Botschafter und der Vortragende Lega-t'onsrat Franz von Sonnleithner zum Ge-sündten erster Klasse. Wacht im Süden Europas Von Dr. Wolidleten von Langen, Koa Neben der »kämpfenden Front«, den ta Tunesien und im Mittelmeer sowie ia einigen Gebieten des Balkans eingesetzten italienischen Land- ttod S«M^r«it-kräften, steht die »ruhende Front« Italiens, die jene Verbände, Mittel und Planung umfaßt, die von den Seealpea bis Sizilien, von Kalabriec bis zur Adria zum Schutz der Küsten Italiens über SS72 Kilometer und über weitere Hunderte von Kilometern zur Sicherung Griechenlands und seiner Inseln gegen die M&glichkeit eines britisch-amerikanischen Landungs-versuches aufgeboten sind. Wenn dl« Wacht am Kanal, an der Biskaya oder den Küsten Belgiens. Hollands, Dänemarks bis zum N^ordkap seit Jahren organisiert und systematisch ausgebaut worden ist, so wurde aocb der Schatz ier Küsten der SSdfront Europas im bisherigen Kriegsverlauf verstärkt. In der Abschirmung dieses Raumes gegen «ine feindliche Invasion des Kontinents vom Süden her liegt neben der Kontrolle im Zentralmittelmeer der Kampf zur Erhaltung des Brückenkopfes in Afrika and Polizeifunktionen in einigen Balkangebieten die strategische Hauptaufgabe Italiens. Solange sich der Gegner nor im Besitz eines Teiles der afrikanischen und adria-tischen Küste des östlichen Mittelmeeres befand and durch die Kämpfe in Libyen bzw. Ägypten in seiner Kraft gebunden war, bliet) eine Invasionsdrohung vom Süden her reine Theorie. Der RaubSber-fall auf Französisch-Nordafrika and das Vorgehen der VIII. britischen Armee ta Libyen brachten dieses Projekt der Wirklichkeit näher oder es war vielmehr — gemäß den mit Worten and Prophezeiungen nicht sparsamen Gegnern — geradezu die Triebfeder für eine Landung In Nordafrika. Die Tatsache, daß sich diese Pläne bisher in keiner Hinsicht verwirklichen ließen, hat Italiens Wachsamkeit keineswegs geändert. Die Drohung stellt sich für Italien in zwei Erscheinungsformen dar: 1. in der effektiven militärischen Bedrohung, 2. in dem gegnerischen Versach, mittels dieser Drohung Italies einen Nervenkrieg aufzuzwingen. Der ersten Form entsprechen die italienischer* seits getroffenen militärischen Vorbeu« gungsmaßnahmen, die in verstärktem Kfl-stenschutz, Aufklärung, Ausbau und Verstärkung der Verteidigungsanlagen osw, bestehen. Als neue Abwehrmittel müssen die italienischen Geschütz- und Flakzüge angeführt werden, die gemäß den in letzter Zeit in der Presse veröffentlichten Bilddokumenten eine schnelle Verlegung und damit eine Konzentration der Abwehrwaffen in den etwa bedrohten Abschnitten der Kästenverteidigung gestatten. Günstig zur Sicherung des italienischen Festlandes haben sich die vorgeschobenen Inselbastionen — Sizilien, Sardinien und Korsika — ausgewirkt, sowie der sogenannte »Flaschenhals von Otranto«, der mit entsprechenden Verteidigungsanlagen auf der Insel Saseno an den Küsten Apu-liens und Albaniens eine Bedrohung der Adria durch Uberwasserfahrzeuge praktisch ausschließt Die Inselbastionen verfügen ihrerseits zum Schutze dagegen, daß der Feind durch Aktionen selbst hi Besitz von Absprungbasen kommen könnte, teilweise Ober bereits im Frieden fertiggestellte Verteidigungsanlagen, wobei etwa hinsichtlich Siziliens das Thema der großen italienischen Manöver des Jahres 1938 lautete; »Abwehr eines feindlichen Landungsversuches auf Sizilien« Unter den italienischen Abwehrmitteln ist an hervorragender Stelle die italienische Schlachtflotte zu nennen. Ihre in 34 Monaten der Kriegführung im Mittelmeer nicht nur vollständig erhaltene, sondern durch die während dieser Zeit erfolgten Indienststellungen neuer Einheiten potenzierte Schlagkraft muß dem Gegner bei den besonders in den Vereinigten Staaten auf Grund der dortigen Unkenntnis europäischer Gegebenheiten viel empfohlenen Landungsprojekten an der Südfront Europas zur Vorsicht raten. In britischen Flottenkreisen ist man sich dieser Tatsache, wie eine kürzlich« Veröffentlichung andeutet, bewußt, und zwar weiß man, daß die 35 OOO-Tonnen-Schlacht-schiffe, wie »Roma«, »Impero«, »Vittorio Veneto« nnd »Littorio« den Vergleich mit dem Stolz der britischen Flotte in Gestalt der im Dezember 1941 in Dienst gestellten Schlachtschiffe, wie »Anson« und »Howe« (gleichfalls 35 000 Tonnen), durchaus aushalten. Die besonderen Bedingungen der Kampfführung im Mittelmeer, bei der die leichten Überwasserfahrzeuge die Hauptrolle spielen und den Einsatz der italienischen Schlachtschiffe bisher auf die erfolgreichen Gefechte von Punto Stilo, Kap Teleuda und im Sirten-Golf begrenzten, würden für den Fall der Abwehr eines feindlichen Landungsversuches großen Stils nicht mehr ins Gcwicht fallen. Was das praktisch bedeutet, könnten sich die gegnerischen Invasionssach verständigen an Hand des Kriegsflottentaschenbuches in Gestalt von fast 200 Geschützen, darunter fast 80 schwersten Kalibers, er-' rechnen. Die italienische Abwehr hat Seite 2 * Nr. 109 * Montag, 19. April fhreraeiti einiifen ertchwertndea Umstlfl' den Rechnung zu tragen, to etwa, daß das Mittelnieer mit leinen aus|{e»proche-nen Schönwetterperioden In den Sommermonaten für Landun^tversuch« hin* •ichtlich der Wetterverhältnisse ein« gün-•tigere Situation als etwa in d*r Biskaya, dem Kanal, Skagerrak und dem Nord-meer schafft. Weiter, daß die durch dit geographische Lage gegebene Struktur jdcs Verkehrswesens Italiens besondere Sicherungen notwendig macht, daß der Feind seinerseits aua der Katastrophe von Dieppe Erfahrungen tStigte und andern mehr. Erleichtert werden di« Auf* gaben der Abwehr dadurch, daß sie sich in vollem MaOc auf die italienische Be-vMkerunjl seihst stülzcn knnn, deren Gefühle in Zusammenhang mit den Terrorangriffen der britisch-amerikanischen Luftwaffe bekannt wird Bemühungen dor gegnerischen Agitation, aus der Invasionsdrohung ihrerseits Nutzen 7u riehen, um Italien einen Nervenkrieg auf7uzwingen und in den Mas-»pn Italiens einen Alpdrt!ck vor einem Landurgsvcrsiich entstehen xu lassen, sind ergebnislos geblieben. Die dauernd wiederholten Prophezeiungen, daß nach der Eroherung des afrikanischen Brük-kenKopfes, welchcn Vorgang man sich in London und Washington im November I0'I2 all/u rasch und mühelos vorstellte, di« Invasion in Italien selbst folgen werde, nutzen sich in wenigen Tagen ab. Kein besserer Erfolg wurde den unge Kaban^Brückenkopf - Brennpunkt der Kämpfe 35 leindlich« Flugzeuge abfjeschossen 50 Panzcrwaden vernichtet— Erfolgreicher LuftanftriH •af Leningrad Berlin, 18. April Am Kuban-Brflckenkopf letzte der Feind seine Angriffe fort. Nur an einer Stelle aber gelang es ihm, einen örtlichen Einbruch zu erzielen, der Jedoch bofort abgeriegalt wurde. Im Gegenstoß vernichteten unser« Grenadiara dia eingedrungenen Bolschewisten und stellten die alte Lage wieder her. Bei den harten Kämpfen schössen PAnzerJäger sechs sowjetische Panzerkampfwagen ab, so daß sich die Gesamtzahl der in den letzten drei Tagen im Bereich eines Armeekorps gemeinsam mit der Luitwaffe vernichteten feindlichen Panzer duf 50 erhuht. Bei einem großen Uber-setzversuch über den Kuban wurden von 15 Booten 14 versenkt. Am Ostflügel des Kubanbrückenkopfes wiederholte der Feind seine Angriffe, die ebenfalls nur örtlichen Charakter trugen. Die m Kompanie- bis Bataillonsstärke herankommenden Bolschewisten wurden mit hohen blutigen Verlusten zurückgeschlagen Starke Verbünde von Kampf-, Sturr-kampf- und Zerstörerflugzeuqen griffen auch am 16. April in die Erdkämpfe ein schicklcn, zumeist über neutrale Quellen toder zerschlugen die feindlichen Trup-gclcilettn > Infoimationen« zuteil, daß 1 penmassen schon In ihren Bereitstellun etwa in Gibraltar ein starker Geleitzug I gen. Sturzkampfflugzeuge mit Schlachtscliiffsicherung zum Eitksatz gegen ein »bisher unbekanntes Ziel« konzentriert werde und daß Flottenverbände im wcsilichon Mittelmecr auf Ostkur« gesichtet worden seien. Besonders hartnäckig erwies sich die gegncr'schc Agitation mit Meldungen über ^^aSnuhnicu in den arabischen Anliegerstaaten des Octmittelmecres, deren Sinn immer derselbe ist; etwa durch feierliche Erldürting des Küstengebietes von Ali'xandria bi? Beirut zur verschärften ^Vili^ärzonc oder durch Verbot der Küstenschiffahrt von Jaffa bis Tripoli (Syrien) den Eindruck groß aufgemachter Vorbcreitiinjjcn im syrisch-palästinensischen Raum zwecks Angriff auf Süd-osleuropa cnt.slchen zu lassen. Mit Absicht wird aus Gründi'n des Nervenkrieges ein Zipicl des Schleiers gelüftet, der üHcr den angeblichen militärischen Geheimnissen des »Planes liegen soll So sichcr es ist, dnfl Churchill Saloniki-Abenteuer nicht erst seit heute lieb und teuer sind, so sichcr ist es auch, daß die Sicheriing.smaDti.'ihmen der Achse in diesem R{aim planmäßig getroffen werden und niclit etwa dadurch beschleunigt werden. daß die Briten für Cypcrn ein Auf-enlhaltsverbot für alle nicht militärischen Personen crl isren. Diese planmäßige, aus-gei'lichene und isleichmäßige Wachsamkeit von Perpignan bis Rhodos ist das beste Gegenmittel gegen den Versuch eines Nervenkrieges im Zusammenhang mit einer Invasionsdrohung im mittelländischen Rniini und die schärfste Waffe gegen die Invasion s-ilbst, sollte sich der Feind anstelle ^es Geschwätzes darüber ru dem blulij>en Experiment entschließen. zerstörten «Hein 16 der vernichtet gemeldeten Panzer durch Volltreffer und beschädigten mehrere Kampfwagen schwer. Ein Treibstofflager ging nach Bombentreffern in Flammen auf. In einer Reihe von Explosionen flogen sieben Munitionslager In die Luft. Ein Bahnhof hatte große Schäden duich mehrere sich rasch Ausbreitende Brände. Jäger, die den Luftraum abschirmten, schössen in heftigen Luftkämpten ohne eigene Verluste 35 sowjetische Flugzeuge «b. MiBgUIcktes sowjetisches Spähtruppunternehmen Die hinter den Donez zurückgeworfenen Bolschewisten versuc)>ten am 14. April durch einen Spähtrupp die deutschen Stellungen diesseits des Flusses zu erkunden. Im Schutze der Dunkelheit hatte der Feind schwimmend da» Ufer erreicht und arbeitete sich Im Morgengrauen an unsere, an der Uferböschung aufgestellten Sicherungsvorposten heran. Ein ff-Unterscharführer, der sich gerade zwischen zwei vorgeschobenen Gefechts-ständen befand, sah sich plötzlich von den Sowjets umringt. Geistesgegenwär* tig warf er sich auf den Boden und feuerte mit seiner Maschinenpistole in die Bolichewisten. Ein Sowjetarmist brach tödlich getroffen zusammen, weitere wurden schwer verwundet. Der Rest der feindlichen Gruppe aber stürzte sich auf den Unterscharführer und überwältigte ihn. Sie banden ihm ein Sei! um den Leib, schleiften ihn zum Ufer, uro schwimmend m't ihrem Gefangenen die sowjetische Stellung zu erreichen. In diesem Augenblick stürzten sich ^^-MAnncr, die durch die Schüsse alarmiert waren, auf den feindlichen Spähtrupp und schlugen mehrere Bolschewisten mit der blanken Watfe nieder. Nut wenigen gelang es, sich schwimmend an das jenseitige Ufer zu retten. Das nunmehr einsetzende schwere Granatfeuer des Feindes konnte die ff-Männer nicht hindern, mit dem befreiten Kameraden und mehreren Gefangenen wohlbehalten die eigene Stellung 7.u erreichen. Das feindliche Spähtruppunternehmen aber war gescheitert. So behandeln die Briten Ihr Indisclies Kanonenfutter '' Tokio, IR, Mär?, Von einer FrontsteUe in Burma wird gemeldet; Die Rürksichtslongkeit und Brutalität, mit der die Briten dii? indischen Truppen behandeln, hat sich bei den Kämpfen im Arakan-Gebiet und am Maju-Fluß wieder einmal deutlich gezeigt. Die Aussagen gefangener indischer Soldaten haben übe'einstimmend ergeben, daß die Briten die fader an die getahrhchsten Stellen schickten, während sie im Hintergründe blieben. Bei den vergeblichen Versuch dar Britein, einen Geländestreifen an der Nordwaat* grenze Burmas wieder zu erob»m, setzt« sich che vordc^rste Linie auaichli#6Uch aus Indern zusanimen. Die Engländer richteten Infanteriegeschütz« auf die indischen Truppen, um sie am Rückzug ztl hindern. Als die indischen Regimenter infolge des verstärkten Drucks dei Japaner ihre Stellungen nicht mahr hiitan konnten, scliossen die Briten blindlings in die indischen Linien und zogen «lincn Rduchvorhcing, in dessen Schutz «ie sich in Sicherheit brachten. An einem anderen Frontabschnitt machten Japaai* sehe Vorhuten die Feststellung, daB Indische Soldaten wie Sträflinge an den Füßen mit Ketten geicsselt waren. Wohin die Briten mit ihrer einer Kulturnation hohnsprechenden Handlungsweise kommen, wird sich früher oder später herausstellen. Der Blufrausch von Katyn Abordnung kriegsgefangener polnischer Offiziere ^us Deutschland besucht die Stätte des Grauens Smolensk, 18. April Am 16. und 17. April weilte eine Abordnung der in Deutschland kriegsgefan-genen polnischen Offiziere, bestehend aus Offizieren aller Rangstufen, im Walde von Katyn, um sich von dem Schicksal ihrer in die Hand der Sowjets gefallenen Kameraden zu überzeugen und nach Rückkehr«, ins Reich ihren Kameraden zu berichten, wie in Deutschland und wie in der Sowjetunion kriegs-gefangene Offiziere behandelt weiden. Die kriegsgelangenen Offiziere, die die Reise nach Smolensk antraten, hatten G'^legenheit, selbst Leichen ihrer Kameraden freizulegen und identifizieren zu lassen. Einige von ihnen erkanr.ten dabei Regimentskameraden wieder, von denen sie wußten, daß sie in die Kriegsgefangenschaft der Sowjets gefallen waren. Die Beweisstücke waren so schlüssig, daß die Offiziere von einer ungeheuren Erregung und Empörung befallen waren und äußerten, daß sie Morde an Kriegsgefangenen niemals für möglich gehalten hätten, es ihnen aber bisher undenkbar erschienen wäre, daß man sämtliche Offiziere eines Staates, mit denen man nicht einmal im Kriege stand, die man Internierte und dann zu Kriegsgefangenen erklärte, einfach ohne jeden Grund umbringt. Der Führer der Abordnung stellte fest, daß die Zahl der im Walde von Katyn erschossenen Offiziere etwa zehn- bis elfmal so groß sei, wie die Zahl der im Polenfeldzug gefallenen Offiziere, die 1067 betragen habe. Die Offiziere äußerten, daß sie als Soldaten Grauen ge- Schv/erer Schlag für die feindliche Luftwaffe 81 Flugzeuge in einer Nacht verloren Führnrhau[)tr(uartier, 17. April Düs Oijeikommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Kuhan-Bückenkopf scheiterten dif auch tfeslern erneu.'ilen Angriffe de Sowjet.i Während dei letzten diei Tag v/urrlon im Al)srhnilt eines deutsche' Aimei'kotps im Zusammenwirken mi dar Lufiwdffp 50 Sowietpanzer Vernich te't. An firi übrigen Ostfront fanden nu am ohorLn Donez lebhaftere Kämpfi stritt. Hier V ehrten Verbände des Hee res und der Wdflen-^f mehrere starke Angriffe dos Feinde» ab. In Tün(>r,ipn verlief der Tag bis au örtliche Kompttütigkeit in einigen Ab schnitten tiur West- und Südfront im aligenieiiuni ruhig. Die Luftwaffe grif frin'lich" Fiviostützpunkte an und er zielte H )ni'"c:itreffer zwischen abge s'iiHlen Flugzeugen und in Materialla guin Jäger und Flakartillerie der Luft V. afle sclr ssen im Mittelmeerraum el feindliche F!iK|/.ouqe ab. fn der Narht um 16 April kam es In Kanal zwischen Booten der deutschen Küstonsicheiung und leichten britischen Si ostieitkräflPM zu einem Gefecht, Eir ff'indliches Ai llerieschnellboot erlitt st schwere Re'jcbiidigunqen daß es als ver nichtf.'t anzusehen ist. Der Versuch dep Feindes eines unsorei Schiffe zu en tern, v/urde im Nahkampf abgeschla gen. Uru.ere Boote kehrten vollzählig in ihre Stützpunkte zurück. Boi nät htlichen Angriffen feindliche*' riienervnrbiinHe gegen Orte in Süd- und Siidwostf'oulschlanci, darunter Mannheim lind Luilwigshafcn, und gegen ost-d 'utsrhcs Gnliiet erlitt der Feind be-sonflers srhwcre Verluste. Nach bisher vorliegenden unvollständigen Meldun-gfn wurden im Osten zwei, im Westen 53 vorwicrjcnd viermotorige Bomber abqesrhossm. Außerdem wurden am gestiirton larje bei Angriffen gegen die bose'./t(in WcstgebietiC 1.5 feindlich'' Fluqzeuiin vfirnifhtet. Drei eigene Jagd flugzeu'ic« wprdrn vermißt. Srhnello deutsche Kampfflugzeug« wcirfi.'n in der vorr^angenen Nacht Bom ben schweren Kalibers auf das Geble' von riroß-London. Aufbau im neuen pazifischen Empire Genf, 18. April »V/ns tun eigentlich die Japaner mit ihrem neuen pazifischen Empire?« Diese Frage versucht die englische Wochenzeitschrift »News Reviews« in einer Ihier letzten Ausgaben zu beantworten. Der Direktor des großostasiatischen Ministeriums, so schreibt die Zeitschrift, habe kürzlich den Gesamtplan der Ja-p.iner enthüllt. Das Programm sei erstaunlich, und noch viel erstaunlicher, daß es nicht nur ein Traum sei, sondern Die Operationen im nordwestlichen Japan hier tatsächlich auf festem Fun- burmesischen Grenzgebiet, über deren dament baue. Einige der »Scitenwände« erfolgreichen Abschluß das Kaiserliche des neuen japanischen Empiregebäudes Hauptquartier am Montag berichtete, stünden bereits. In Nordchina ist die spielte sich im Gobiet des Chiudwin-Kohlenproduktion gewaltig gesteigert Flusses, nordöstlich von Myitkyina im worden, in Hongkong sind die Gummi- sogenannten Hakong-Tal ab. Hier erlitt fabriken wieder voll im Betrieb. In dor der Gegner klägliche Niederlagen. Mandschurei haben die japanischen Behörden im Jahre 1942 zahlreiche neue Bergwerkslizenzen erteilt. Auf den Philippinen haben die Japaner entsprechend ihrem Bedarf die gesamte wirtschaftliche Struktur verändert. Die landwirtschaftliche Erzeugung werde von der Zucker-, Kopra- und Hanferzeugung auf die Baumwoll-, Jute- und RIzinusölsamen-Fr/eugung umgestellt. [Politische "Wochenschau wöhnt seien, aber einen so grauenhaften Anblick nicht erwartet hätten. Moskau und die Juden komnan Mit einfältigen Dementis Die Aufdeckung der jüdisch-boUch«-wistischen Mordtaten an den polnischm Offizieren und die Erregung, dt« anga* sichts dieser ruchlosen jüdischen Mat-senschlächterei in der ganzen zivilisiar-ten Welt entstanden ist, hat den Macht* habern im Kreml Veranlassung g«geb«a, ihre zunächst ausgegebenen D«Ri«otls noch einmal aufzuwärmen. Man bailtzt in Moskau darüber hinaus die Frechheit zu behaupten, die Deutscheen hAtten dia bei Smolensk von den Bolschewisten ga-fangenen Polen nach Eroberung dies«« Gebietes dort noch aufgefunden, armor» det und dann verscharrt. Dies« Behaup* tung ist ebenso dumm wie einfältig. Bekanntlich haben Sachverständige festgestellt, daß die in den Massengräbern Gefundenen schon vor drei Jahren im Walde von Katyn verscharrt worden Bind. Die deutschen Truppen drangen In das Gebiet von Katyn aber erst vor zwei Jahren ein. Neben den Bewohnern der Dörfer in der Umgebung, die Augenzeugen der Massentransporte waren, hat Stalin selbst den besten Beweis fflr dl« Verlogenheit der neuerlichen Moskauer Behauptungen gegeben, indem er schon vor zwei Jahren auf Anfragen der nach London emigrierten Polen über den Ver« bleib der von den UdSSR gefangengchal* tenen Polen schwieg, eben um die Wahrheit, den Massenmord zu vertuschen. Es besteht also kein Zweifel, daß di« von Moskau ausgegebenen Dementis nun al« faule Ausreden zu werten sind, um Neuer Sekretlr der faschistischen Par zu versuchen, den ungeheuren Eindruck, tel. Unter dem Vorsitz des Duce trat deutschen Veröffentlichungen | am Samstag das Direktorium der faschl- ' stischen Partei zusammen. Im Verlauf d«r Sitzung machte der Dure bekannt, er habe den gegenwärtigen stellvertretenden Sekretär der faschistischen Partei, Carlo Scorra, an Stelle des zurücktretenden PsrteiiekretSrs Vldussoni zum Sekretär der faschistischen Partei ernannt. Vldussoni Öbernimmt das Amt Wohr-machtbetreuung in der Ministcrpräsi-dentschaft. ^ Pr^Hag, •. April: Während an der 'Ostfront Ruhe zu veizeichnen ist, cnt-brannta in Tunesien die Schlacht mit aller Schärfe. Planmäßig wurden unsere Truppaa in neue Stellungen gebracht. Bei Hinflügen in westdeutsches Gebiet hatte der Feind erhebliche Flugzeugver-lustc. — Bei den Florida-Inseln versenk-t«n di« Japaner einen feindlichen Kreuzer, einen Zerstörer und zehn Transpor-tei. Samstag, 10. April: Die Angriffe de!> Gegners an der Front in Tunesien waren welter erbittert. Unsere Luftwaffe fügte dem Feind schwere Verluste zu. Sonntag, 11. April: Bei einer vier Tag« währenden Zusammenkunft Führer-Diict* wurden alle Fragen des totalen Einsätze! aller Kräfte beider Völker besprochen und volle Ubeieinstimmung der Meinungen erzielt. — Durchbruchsversuche, die der Gegner in' Tunesien unternahm, wurden unter schweren Verlusten für ihn vereitelt. — Im Kanal gelang es, zwei feindliche Kanonenboote zu versenken. — Von der Ostfront werden keine besonderen Kampfhandlungen gemeldet. — An der Burma-Front mußten die Briten eine neue, schwere Niederlage hinnehmen. Die Japaner sind welter im Vormarsch. Moatag, 12. April: Ein Wall von Beton und Stahl an der Atlantikfront wird erstmals besichtigt. — In Tunesien nahmen die schweren Kämpfe ihren Fortgang. Bin deutsches Unterseeboot versenkt« im westlichen Mittelmeer einen feindlichen 8000-Tonnen-Kreuzer und einen Zerstörer. DiMslag, IS. April: Unseren U-Booten gelang es, wiederum 21 Schiffe mit 138 500 hrt tu versenken, gleichzeitig vernichteten unsere U-Boot-JÄger zwei feladlich« U-Boote. An den Fronten im Osten und in Timesien keine wesentlichen Kampfhandlungen. Einem grauenvollen Massenmord am 12 000 polnischen Offizieren durch die Bolschewisten kam BIBA auf die Spur. Die verbündeten und neutralen Völker sprechen mit tiefer Verachtung von diesem bestialischen Verbrechen, das die blutige Fratze des Bolschewismus in aller Klarheit zeigt. Mittwoch, 14. April: Marschall Anto-nescv wurde vom Führer empfangen. In der Aussprache kam die unerschütterliche Kampfgemeinschaft beider Länder erneut zum Ausdruck. — Bei regerer Kampftätigkeit an der Ostfront verloren die Sowjet! 48 Flugzeuge. An der süd-tuneslschen Front kam es zu erbitterten Nahkämpfen. — Den Japanern gelang es, den USA-Streitkräften auf dem Pazifik neue schwere Verluste zuzufügen. Donnerstag, 15. April: Unsere Schnellboote führten im Kanal kühne Uberra-schungsengriffe durch, wobei es gelang, •inen feindlichen 4000-brt-Tanker, ein Handelsschiff gleicher Größe und zwei Zerstörer zu versenken. Die Angriffe auf den Kuban-Brückenkopf blieben für^ die Sowjet! erfolglos. An der tunesischen Front waren keine besonderen Kumpf-handlungen zu verzeichnen. den die hinterlassen haben, nach Möglichkeit zu verwischen. Das wird den mit Blut besudelten jüdischen Mördern, auch wenn heute die gesamte Weltjudenkumpanel Zeter und Mordio schreit, nichts nützen. Die durch zahllose Zeugenaussagen eln-wandfreiei unparteiischer Persönlichkeiten erhärteten Beweise können durch so albernes jüdisches Gerede nicht aus der Welt geschafft werden. „Tiger" greifen an Fels in der Abwehrschlacht, Raniiböcke beim Durchbrach — De Teufel ist los Berlin, 18. April Die »Tiger« sind dal ßin Jubel ging durch die Reihen unserer staunende)' Grenadiere. Dann fuhren sie an, die Die Hauptanstrenqungen der Japaner auf mächtigen Rammböcke und wälzten «ich den Philippinen konzentrieren sich je- dröhnend und stampfend in die schwerp doch auf die Baumwollerzeugung. In Abwehrschlacht. Die Erde zitterte und Thalland arbeiten die Japaner ausge- , bebte unter den schweren zeichnet mit den Siamesen zusammen, Ketten die dem Boden ihr Si- Zur Entlastung des Transportwesens ha- gnum aulprägten. Ein Anblick geball-ben die slamrcischen P.e'^enesellsch^f- j^r Kraft, ein Zeichen unerschütterli ten und Schiffsversicherungsgesellschaften eine neue Reederei unter dem Namen »Siamesisrhe Leichtergosellschaft« gegründet, In HolKindisrh-Ostindien sind die von den Holländern bei der Räumung zerstörten Ölquellen, insbesondere die auf Sumatra, fast sämtlich wieder in Betrieb. In Malakk* hat die Krafst^^tion von Perak schon liWe des vergangenen Jahres wieder gearneitet, während Im übrigen die Zinnindustrie im großen StM wieder für die Japaner produriert. Ncrer We^ nach TschungkinfJ-^bifia? Tokio, 18. April Japanische Elltetruppeii. die vor ei iilgen Tagen in Zusammenarbeit mi' Truppen der chinesischen Nanking-Re qlerung neue Kampfe gegen die 15 feindliche Brigade unter dem Befehl vor Tschangtschenyü in Stärke von unge fähr 5000 Mann begannen, die sich im Abschnitt Sukuanhsien festgesetzt hatte haben, wie Domei meldet, die den Feinrl umschließende Einkesselung überall ver engert, Tiniwecjung, der Sitz der be treffenden Brigade, sowie Lintang und Sanchiamino, zwei befestigte Stelluiigen des Feindes, sind bereits in die Hände der japanischen Einheiten gefallen. Der Tod Ma Tschenkungs, des Komman deurs der 27, Brigade und die Desertion Tschangtschenyüs verursachten eine Oemoralisation der feindlichen Truppen, die sich zur Zeit in völliger Unordnung befinden und verzweifelt versuchten, die Einschließungskette der Japaner zu durchstoßen. Bisher wurden 2500 zurückgelassene feindliche Tote, 1300 Gefangene sowie eine beträchtliche Beute an Wolfen und Munition gemeldet. chen Willens, ein Symbol beseelten An griffsqeiste». Ungewöhnlich schien die ses Bild unsern Truppen, tigergleich diese geduckten, langgezogenen stählernen Massen, weitvoraus springend wie ein Prankenhieb das gedehnte Rohr der Kanone und wie gefährliche Zähtir die Mündungen der MG. Drohend die 'ugekniffenen blinzenden Augen der ■Sehschlitze, massig und gewaltig der olumpe und doch schlanke Kopf des '^anzerturms Einige Männer und eir '^anzer, ein stählerner, jedes Hindernis >ezwingcnder Koloß, gefährlich gleich am dem Tiegr, dem König des Dschun rel, der den Angriff nicht scheut, L'nd dann tost die Schlacht Eine ge Wältige Übermacht des Feindes wälzi sich nach Westen. Der Sturm der Steppt 'agt wäffenklirrend über die Ebene uii«^ -ucht seine weitgesteckten Ziele ver lichtend zu erreichen. Da aber steheii die »Tiger«, nur wenige sind es, nu aine Abteilung gegen eine ganze Herdt von Panzern, Herden gleich den Scha fen, die so unübersehbar wie das Gra ier östlichen Steppe sind. Sie halten dazwischen, die großka i'brigeii Mäuler der »Tiger«, packen den f^egner schon aus weiter Entfernunti )der lassen ihn auch unbekümmerl näher kommen, denn fast scheint das dicke Fell der »Tiger« unverwundbar .^o donnert das Rudel in die sowjeti sehen Panzer hinein. Und sie hauen zusammen, was ihnen die Stirn zu bieten sich anmaßt. Schwere Granaten heulen herüber. Pak bellt wütend aus feurigen Schlünden, Der »Tiger« aber schüttelt sich nur, so gut ist die Panzerung, daP dort nur eine kleine Stelle zu finden ist wo die feindliche Granate dem Stah' eine Wunde zu schlagen versuchte. Angriff! Die »Tiger« springen und stürzen sich in die feindlichen Linien und werden ihrer eigentlichen Bestim-in.ing als Durchbruchspanzer gerecht ;>ie rollen auf, was vor ihnen Widerderstand leistet. Durch dieses gesprengte Tor schieben sich die nachdringenden Einheiten. Mit kaum glaublicher Geschwindigkeit rollen die schweren Massen über das schwierige Gelände, si-rhor gelenkt durch eine zuverlässige .Steuerung. Gleicherweise dreht sich auch der bullige Nacken des Panzerturmes. Nach kurzem Duell auf weiter Entfernung und auch auf kurze Schußweite leben die Sowjets ihren Geist auf. Zer-l.rümmfirte Stahlkadaver bleiben auf der Gbene zurück. Die »Tiger« haben ihre Opfer gefunden Im Osten und in Afrika hat di« o«u« Spcziolwdffe des Heeres ihre erste und beste Bewährung gefunden. Allerschwer-sie Beanspruchungen haben das Ver trauen, das man in diese neueste Konstruktion setzte, gerechtfertigt erscheinen lassen Stärkste Panzerung, gesteigerte Geschwindigkeit, große SchiiB-weite, gute Durchschlagskraft haben unseren Di-rchbruchspanzern im irsten Einsatz das beste Zeugnis ausgestellt. Die Kampfwagen der Steppe, die Panzer des Wüstensandes, die modernsten der Welt, gebaut nach den vielfältigsten Erfahrungen unserer Panzermänner von nie ruhenden Konstrukteuren und Ingenienren, sind ein neuer Beweis für den vn-beugsamen Willen und die ungebrochene Widerstandskraft der Heimat. Jede Waffe hat ein neues Gesicht, und das Neue muß kämpfend erprobt werden, bis es seine Bewährung findet. Es gibt kein großes Geheimnis um die i»Tiger«. Unser Geheimnis, das dem Gegner nicht Immer verständlich, Ist nur das Gefühl der Überlegenheit, das uns, trotz allem, immer wieder stark macht. Das Vertrauen auf die neuen Waffen und dieses großartige Gefühl der Hber-legenheit befähigte auch die Soldaten unserer ruhmreichen Panzerwaffe /u ihren außergewöhnlichen Leistungen. Die ersten »Tiger« sind da. Andere werden folgen, Und wo die Panzer- katzen sich ducken, um zu vernicntcn-dem Sprunge anzusetzen, verbreiten sie Angst und Schrecken. Denn wo die »Tiger« anpacken, dort ist der Teufel los. Kriegsberichter S. M. Pistorius, PK Selbst schwerste Sowjetpanzer llttchteten Der neue deutsche Tiger-Panzer wurde im Osten zum ersten Male entscheidend im Kampf um Charkow eingesetzt und hatte wesentlichen Anteil an der Zerschlagung des erbitterten feindlichen Widerstandes und der schnellen Rückgewinnung der Stadt. Die Bolschewisten versuchten, die in das Innere der Stadt führende nordöstliche Einfahrstraße durch schwere und schwerste Kampfwagen zu sperren und den Angriff unserer ff-Panzer-Grenadiere aufzuhalten. Da griff ein Tiger ein und nahm den Kampf mit den zahlreichen Sowjetpanzern auf. Der Verteidiger schleuderte den Granathagel ihrer Panzerebwehrka-nonen, Geschütze und Panzer gegen den deutschen Panzer. Aber Meter für Meter gewann der Tiger an Boden. Die Granaten der feindlichen Geschüt/c prallten an seiner Panzerung ab und hinterließen, selbst bei Einschlägen aus nächster Nähe, nur Kratzer und unwp-MHtlicbe Einbeulungen In den Panzerplatten. Die StahlwÄnde der Sowjetpnn-zer dagegen wurden von den Granaten des Ttger selbst auf große Entfernungen glatt durchschlagen. Innerhalb einer halben Stunde hatte der Tiger die feindlichen Panz«r8perren zerschlagen. Acht Sowjetpanzer standen brennend auf der StraBe. zahlreiche Panzerabwehrkanonen und andere Geschütze waren außer Cle-fechf gesetzt. Die Bolschewisten aber hatte panischer Schreck erfüllt. Wo der Tiger sich auch sehen Heß, griffen seihst schwerste Sowjetpanzer die Flucht. DnHb ■ Vtrlai Marbari|«r Varlagi u Drucktrc G«i. «. l» H - Verl»|tilfi«unÄ R(|on Baumijijrlnei Antnn Gerichsck Haaplichriillritunil Marburii ■ d Drau ßadiiBiir 6 all« Zw /all ifii Anaeljan die Prelalialr Nr 2 *ow 1 Jttll 1»42 tfflillil Aiiifall der Ueferunü df> BtaKn bai h5h«rer Gaw«l< odar Btlriahailftninil gibt kcinco An«prchwesterchen — das Gequarre will ich nicht um mich haben! Mit einem kleinen Bruder ist es ganz was änderest« Nim haben wir das große RStselraten. Und nicht nur bei Jörgen und Hannelore. Es gibt viele, die außerdem raten Zunächst die Mutti selber. Und dann Vati, dem sie es natürlich gleich geschrieben haben. Und sogar der eine oder andere in unserem Hause, der in-twischen schon von Jürgen und Hannelore unterrichtet worden ist, ratet mit. Eins wissen wir alle: ob Brüderchen oder SchwestefÄien — das ganze Haus wird sich freuen, wenn wieder ein kleirter strampelnder Mieter mehr da ist m. Sonderbriefmarken tnm FOhrerge-burtstag. Die Deutsche Post Osten bringt mm 20. April drei Freimarken mit dem Bild des Führers nach einem neuen Ent-vnirf von Prof, Wilhelm Dachauer und einem neuen Stich von Prof. Ferdinand Lorber-Wien heraus. Es erscheinen die Werte 12 Groschen (violett), 24 Groschen (rot) mid 84 Groschen (grün). m. Nachrichten aus GroBsonntag, Im ersten Vierteljahre 1943 wurden beim Standesamt Großsonntag 21 Geburten und 9 Sterbefäll« gemeidet, außerdem wurden 8 Trauungen vollzogen. Getraut wurden: Josef Laschitsch, Landwirtssohn, Dobrowschag, mit Rosal4e Pewetz, Matthia« Pewetz, Fcldarbeiter, Draksl, mit Theresie Waida, Johann Wolai, Feldarbeiter, Löschnitz, mit Elfriede Flucher, Johann Kosetz, Hilfsarbeiter, Witscha-rM*tr, mit Angela Munda, Johann Meschko, Feldnrbeiter, Draksl, mit Mari« KoMi, Johann Schef, Schneidergehilfe, Schar-ding, mit Maria Kotriper, Franz Pra-srhilschek, Felrlarbeiter, Stermetz, mit Marie KuTnmf»r, Cyrill Meschko, Tischlergehilfe, Heindl, mit Hedwig Ander-litsch. Beste Auslese sichert die Zukunft Die Ortsf^ppe Unterstciennark ffihrt« die Aufnahme det Jahrganges 1925 in die NSDAP durch Feierstunde im Festsaal der Marbur|{er Burg Mit Rflrksicht auf die Kriegserfordernisse wurden in diesem Jahre im gesamten Heichsgebiet die Feiern anläßlich der Aufnahme des Jahrganges 1925 in die NSDAP bereits am Sormtag, den 18. April, durchgeführt und nicht so wie in den Jahren des friedlichen Aufbaues am Tage des Pührergeburtstages. Auch die Ortsgruppe Untersteiennark der NSDAP führte die Aufnahme gestern mit einer Feierstunde im Festsaal der Marburger Burg durch. Atleinentscheidend fflr die Aufnahme in die Partei ist die charakterliche nnd weltanschauliche Haltung des einzelnen jungen Menschen. Herkunft, Stand und Beruf sind dagegen Tollkommen neben sächlich. Auch für den Jahrgang 1925, der nun die jüngsten Getreuen des Führers gestellt hat, war die Möglichkeit für die Aufnahme In die NSDAP nur dann vorhanden, wenn die strengsten Auslesebedingungen der Partei erfüllt waren. Aus den Tausenden Junger Parteigenossen, die gestern In allen Ortsgruppen der NSDAP aufgenommen wurden, werden einmal die Führer der Partei and des Staates ausgelesen wer den. TXirch diese ständige Auslese wird der Bpstand und der gesunde Aufbau In der Führung des Reiches für alle Zeiten in jeder Generation neu gesichert. Deshalb bedeutet dieser Tag nicht nur einen Festtag der Partei oder der Angehörigen und Verwandten der betroffenen jungen Parteigenossen, sondern ein stol/es Ereignis der ganzen Volksgemeinschaft. Schon mit der Einreihung in das Jungvolk und zu den Jungmädeln tritt eine Prüfung des Wertes der jungen Menschen ein. Bereits hierbei mflsscr die Pimpfe und Jungmädel zeigen, ob sie den harten Forderungen, die an dir Jugend des Führers gestellt werden miissen, auch gewachsen sind. Die .Jungen und Mädel, die im Dienjit der Hitler-Jugend und hier In der Untersteiermark in den Reihen der Doiitsrhen .lugend des Stelrischen Heimatbundes die be- tten Leistangen leigen and gute Kameradschaft zu pflegen verstehen, die sich dann auch bei der harten Arbeit im Reichsarbeitsdienst bewähren, werden auch als ParteigenoB&en alle jene Leistungen vollbringen, die von ihnen gefordert und erwartet worden. Immer waren die jungen Partelgenoe-sen di* Marschierer in der Bewegung. In den Gliederungen der Partei fanden sie als SA-Männer, als Angehörige der ff, als Männer des NSKK oder des NSFK ein weites Betätigungsfeld. In diesem Jahr wird der größte Teil der Jungen unmittelbar nach der Parteiaufnahme in die Reihe der Wehrmacht einrücken und vor die höchste Bewährungsprobe gestellt werden, die je ein Volk seiner Jugend stellen konnte. Auch die Mädel haben für die Aufgabe der Partei einen wichtigen Platz auszufallen, dem im großen Kriegsgeschehen noch besondert Wichtigkeit zukommt. In der Heimal werden sie sich in die junge Gemeinschaft der Jugendgruppen der Frauenschaft einreihen und alle Aufgaben er füllen, die der jungen Frauengeneration gestellt sind. Zahlreiche werden als Nachrichtenhelferinren oder als DRK-Schwestem ihren Beitrag für den Sieg Deutschlands abstatten. Die Parteigenossen, die derzeit in der Untersteiermark seßhaft sind, gruppieren sich aus den Angehörigen der früheren Auslands-Organisation der NSDAP, aus den Männern und Frauen, die nach der Befreiung des Landes in die Untnrsteier-mark kamen, und schließlich aus jenen Volksdentsrhen, die als Anerkennung füi ihre Volkstumsarbeit während der Fremdherrschaft imd für ihr aktives Mitwirken im Wiederaufbau des Landes in 'lle NSDAP berufen wurden. Alle Parteigenossen sind in der Ortsgruppe Unter-Steiermark erfaßt. Die Ortsgruppe wurde keinem der bestehenden Kreise im Gnu Steiermark eingegliedert, sondern der Gauleitimq unmittelbar unterstellt Der GanleliPr berief ^um Ortsgruppenleiter dieser Ortsgruppe den Parteigenossen Bauernarbeit und Jugendbewegung Schlußfeier an der Landwirlschaflliehen Berufsschule in Studcnitz In der Landwirtschaftlichen Berufs-j tete die Schulleiterin einen ausführli schule In Studenitz fand der diesjährige I chen Taiigkeitshericht. Im VordergnUK Winterlehrgang seinen Abschluß. 38 Mädel aus dem Bauernstände waren hier durch drei Monate in einem Lehrgang zusammengefaßt und sollten am letzten Tag zeigen, was sie an Kenntnissen und Fertigkeiten erlernt hatten. Die Schulleiterin Frau Anna Srhlam-berger konnte den Landrat, Oberregie-rungsrat Dr. Engelhart, Schulrat Schneider, Direktor Hechenberger, Schulrat Schneller, Bannführer Aumeier und die Stabsleiterin der Bundesmädelführung begrüßen. Nach dem Lied »Hoch vom Dachstein« und Sprüchen der Mädel erstat- Klänge aus der Märchenwelt Der Mozartchor der Berliner Hitlerjugend in Luttenberg Der Mozarlchor der Berliner Hitlerjugend war in Luttenberg. Hell schien die Sonne über die Luttenberger Weinberge, am Hugo-Wolf-Platz herrschte reges Leben. Der Fanfarenzug und die Jungmädelsmgschar waren angetreten die Jungmädel alle im Dirndl, Die Spannung wurde immer größer, endlich ka men die Gäste. Hell erklang der Fan farenzug und herzlich war die Begrüßung des Standortführers, der den Jun gen und Mädeln über das Leben und die Xieschichte der Untersteiermark erzählte. Das Lied der Jungmädelsing-schar »Znarhst hoan is a Roas gmoachl ins Sfeirische Loond« begrüßte die lieben Gaste. Die Freude der Berlinei Jimgen und Mädel über diesen netten Empfang war sehr grcl. Der Konzertabend wurde jedem zum Erlebnis. Der Chor begann mit Abend Uedem so schön, so rein und es war wie ein Klingen und Schwingen aus einer tie'en wunderbaren Märchenwelt. Nie- mals wurden die Chöre unserer alten deutschen Meister und die unserer Zeitgenossen so schön zu Gehör gebracht als an diesem Abend. Besonders gefiel dai Echolied und das Landsknechtslied von Orlando di Lasso. Nicht nur die Chöre, sondern auch die Konzerte det Kammerorchesters, das Tello-Solo von Becker und das Menuett von Mozart waren Ausdruck der Seele und des Geistes reiner deutscher Musik. Und iiell und rein klangen Volkslieder von diesen jungen frischen gut geschulten Stimmen unter der Leitung des Chormeistert Steffen, gesungen. Als Einlage gab es niederdeutsche Volkstänze, die so richtig beschwingt und froh waren Viel zu schnell kündigte der Spreche das Schlußlicd an, obwohl das Kunzoi seine normale Dauer schon botracht lieh überschritten hatte. Der Beifall wollte kein Ende nehmen und als di< Mädel noch mit Blumen beschenkt wu' den, gab es wiederum Draufgaben. H stand (iie Erlernung der deutschen Sprache, aber auch die anderen Fächer wie natirmalpolitischer Unterricht, land wirtschaftliches Rechnen, Hauswirt Schaft, Kochen, Nähen usw. zeitigten gute Erfolge. Landrat Dr. Engelhart sprach herzliche Worte zu den Mädeln und forderte sie auf, sich auch weiterhin als junge Bäuerinnen voll und gan.-für Führer, Volk und Reich einzusetzen. Nach einem gemeinsamen Mittages sen versammelten sich die Gäste und die Lehrerschaft mit den Lehrgangsteilnehmerinnen im Unterrichtsnal. Direktor Hechenberger schilderte die Pflichten des Landvolkes, stellte den Aufgabenkreis der jungen Mädel besonders heraus und betonnte, daß die Leistungen, die in diesem Lehrgang erzielt wurden, als hochwertig bezeichnet werden können. Er hob auch die vorbildliche Kameradschaft der Mädel hervor und sprach dem Lehrkörper den Dank für die geleistete Arbeit aus. Schulrat Schneller verteilte mit anerkennenden Worte die Gedenkhefte an die Schülerinnen worauf Schulrat Schneider die besten Grüße und Glückwünsche des ICreisführei» an die Teilnehmerinnen übermittelte Abschließend sprach Bannführer Aumeier anerkennede Worte zu den Mädeln. Hierauf wurde die Fahne eingeholt und mit der Führerehrung und den Liedern der Nation die Schluß eier beendet. 38 junge Mädel aus den Landkreisen Marburg und Luttenberg verlassen in liesen Tagen die Schule wohlgerüstet in Weltanschauung und Fachwissenschaft, Sie kommen nun hinaus auf die löte der Eltern, um dort vorbildlich licht nur in der Bauernarbeit sondern uch im Dienste der Deutschen Jugend Is Führerinnen tätig zu sein. Ratte, GeuperwmalBHitslehier der NSDAP. Anläßlich der Aufnatunefeier trat die Ortsgruppe «rptmahg tai Brschetnmkg. * Di« Gemeiiuctiaft de« Volke« ist «htrcfa-wurzelt von der nationalsozialittischen Bewe^un^ di« die notorische Kraft verkörpert, atM der Wachstum and BlQte kommea. DaB dice« Kraft erlahmea, daß der Quetl des Gedeihens versiegen mflg«, war der Wunschtraum derer, di« ihre eigene Schwäche nicht wahr haben wollten. Mit der Arroganx eine« gelangweilten GroGbesitzera urteilten die Vertreter der westlichen Plutokratie öbcr dai wertvollst« Cot des Reiches, die Jugend, die sich n selbstlosem Dienen verpflichtet hat. Die Grundsätze einer deutschen Na-tionaierziehung gaben sie der Llcherlich-keit preis, um gar bald ni erkennen, daß der Geist der Bewegung schwerer wiegt, als ihr gehäuftes Gold An diesen Krieg, mit der Leichtfertigkeit eines Spielers entfesselt, knüpften sie die Hoffnung, den Geist, der eine neue Ordnung bahnt, vernichten TO können. Ihre Kriegsziele spiegeln sich in den teuflischen Plänen e^ner Zwangserziehung, Unschädlichmachung und Deportation der deutschen Jugend. Im ganzen Deutschen Reich haben sich am Sonntag wieder di« Besten der Achtzehnjährigen als Parteigenossen zum nationalsozialistischen Vorbild in der Volksgemeinschaft verpflichtet Aus der Er-zichungsschute ihrer Jugendorganisatira treten sie unter die Fahne der Partei, «m ihr in Zucht und Gehorsam, Treue und Selbstlosigkeit würdig zu sein. Bald treten diese jüngsten Parteigsnossen unter die Waffen, um ihr Gelübde soldatische Tat werden zu lassen. Nach dem Wunsche des Führers müssen die Parteigenossen di« besten Nationalsozialsten sein. Als Parteigenosse ist jeder verpflichtet, in jeder Lage, in jeder Unterhaltung und bei jeder Gelegenheit ein echtes Vorbild zu geben. Das gute Vorbild ist besser als die klügsten Redensarten nnd die erste Pflicht des Parteigenossen. Gläubig und voll Zuversicht scharen sicS zum Geburtstag des Führers alle Deutschen um das Ranner, das Jahr um Jahr von jungen Fäusten neu am.spannt wird, damit es nie falle und mit ihm das Reich ewig sich rerjünge. Den Helden an der Front nnd den Schaffenden in der Heimat soll dieses Bewußtsein Herzen und Hände stärken im Wissen um den Sinn ihres Kampfes. Fflr alle zusammen aber gilt der alte Wahlspruch aus der Kampfzeit der Bewegung: »Nichts für uns, alles für Deutschland! Adolf Hitler die Treue!« m. EK I rar einen Lorenzer. Der Hoh-arbeiter Josef Saloechnig a*is Lorenzen am Bachem, der derzeit als Grenadier an der Ostfront steht, erhielt für sein tapfere« VeThnlten vor dem Feind das EK I. Er ist bereits der zweite Lorenat-'i, der diese hohe .Auszeichnung trägt. BefUggmig am Geburtstag des Fährers Der Rcichsminister für VolksaufVIl-mg und Propaganda fordert die Bevölkerung auf, aus Anlaß des Geburtstages des Führers am 20. April ihre Häuser und Wohnungen bis Sonnenuntergang zr beflaggen. Feierstunde beim Deutschen Roten Kreuz Am Sonntagvormittag fand im Musik-saai des Fodoroczy-Paiait m der Sclima-derergasse in Marburg di« feierliche Vereidigung der neuen Helfer und Helferionen des letzten, zum Abschluß gekommenen Ausbildungskurses det Deutschen Roten Kreuzes statt. Es war einr Freude, die stets hilfsbereiten Männei und Frauen der Kreisslelie Marburg in straff geschlossener Formation hinter ihren Fahnen anmarschieren zu sehen Kreisführer-Stellvertreter Obermedizinalrat Dr. Hans Tollich begrüßte einführend die zahlreich erschienenen Ehrengäste, unter ihnen die Vertreter des Steirischer Heimatbundes, der Wehrmacht, Polizei, der Stadtfeuerwehr, eine Abordnung aus Graz, Oberfeldführer Prim. Dr. Bouvier, den Kreisführer der Ärzteschaft Dr. Do-leczek und viele Helfer und Helferinnen Dankend für den Willen zur Opferbereit Schaft im freiwilligen Dienst der hehren Ziele des Doutschen Roten Kreuzes ermahnte er zugleich zur bevrußten Pflichterfüllung im Geiste herzlicher Kameradschaft und Treue zu Führer und Reich Der feste Glaube an den Endsieg verlangt vom Helfer den totalen Einsatz, der sehr oft viel mehr als nur Zurückstellung persönlicher Wünsche bedingt. An das Treuegelöbnis, die Vereidigung und die Broschenverteilung knüpfte Obermedizinalrat Dr. Tollich in begeisternder Rede den Glauben an den Sieg gegen die Feinde im Osten und Westen, der mit keiner noch so genauen Berechnung, sondern vor allem mit gläubigen Herzen und dem Willen der ganzen Netion errungen werden wird Ein Fanfa-renzug der Deutschen Jugend gab nach den Liedern der Nation der würdigen Feier einen erhebenden Abschluß. m. Todesfalle. In Marburg verschieden: In der Theatergasse 10 die 87 Jahre alte Witwe Apollonia des vor einigen Monaten verstorbenen bekannten Komponisten und Musikdirektors Fülleknißi am Sophienplatz 3 die 67jährige Hausfrau Franziska Klementschitsch; femer der 84jähiige Schneidermeister Anton Kossar vom Domplotz 5i der fiOjährige Pensionist Alois Petek vom Mellingberg 63! die 21jährige Besitzerstochter Josefine Lorber aus Wolfstal 44, nnd In der Tauriskerstraße 3 der kleine Kamillo Lupinz aus Peltau. — In Wien verstarb 27jährig der Tisrhlergehilfe Josef Zmok aus Pickern 202, dessen Leichnam nach Marburg überführt wird. m. Ein Fund ans der Steinzeit «n Bachern. Der LandMvirt und Tischlermeister Alois Monelti aus Lorenzen a. B. Zinsath find beim Pflügen ein gut erhaltenes aus der jüngeren Steinzeit stammendes Beil. Für die Freiheit der Heimat Ein Tag stolzer Trauer in der Ortsgruppe Montpreis Dienstag, den 13. April wurden die beiden von Banditen ermordeten Kameraden der Ortsgruppe Montpreis zu Grabe getragen. Klarer konnte sich dir ablehnende Haltung der Volksgenossen gegenüber dem kommunistischen Mord-tjesindel nicht dokumentieren, als in (lein «indrucksvollen Trauerzuge, dei alles erfaßte, was irgendwie die Mög lichkeit hatte, am Begräbnis teilzuneh men. Vormittags fand die Beerdigung des Hauptwaqjitmeistcrs der Gendarmerie Alois Oschbolt statt. Ein Zug der Schutzpolizei, der Gendarmerie und der Wehrmannschaft Im Stei-rischen Heimatbund nahmen vor dem offenen Grabe Aufstellung. Der Stellvertreter des Kommandeurs der Gen-larmerie nahm Abschied von dem in treuer Pflichterfüllung Gefallenen, nach hm sprach der Kommandeur des Polizeibataillons Major Maiwald. Eine lange Reihe von Kränzen legten die Vertreter des Steirischen Heimalbundes lind des Staates auf das frische Grab. Am Nachmittag wurde Emil Jasbin- scbek, der Leiter des Führungsamtes II der Ortsgruppe Monipreis zu Grab« getragen. Bis zum ältesten Mütterlein gabnn ihm alle das Ehrengeleit. Von weither waren die Kameraden gekommen, um zu bezeugen, wie teuer und lieb ihnen Kamerad Jasbinschek war \m offenen Grabe nahm der Ortsgnip-penführer von ihm Abschied, der Führer der Standarte Rann, SA-Hauptsturmführer Hammer, dankte dem toten 'er kleine Bucklig«, tu Ihrem Blick verfangen, grinste hilflos, »Weiß nicht, Fräulein — von einem Herrn, einem fremden. Ich stand vor dem Bühneneingang, allein. Da kommt er auf mich zu, schräg aus den Anlagen herüber, und spricht mich an. Ob ich ihm nicht den Brief besorgen will. Und . ..« »Schon gut, Röck, danke.« Dina schenkte dem armen Burschen ihr schönstes Lächeln, bevor sie den Türspalt schloß. Prüfend drehte sie den großen, glatten Briefumschag zwischen den Fingern, Sie war als Vertreterin eines so anziehenden Faches wie das einer ersten Liebhaberin an Huldigungen aller Art gewöhnt. Bei jeder Premiere kamen Blumen und Bonbonnieren, mit denen vet-schwärmte Backfische und die Theater-freijnde dieser mittleren Provinzstadt um ihre Gunst warben. Aber dieser da schien nicht zum Stamm ihrer Verehrer zu gehören. Bripfformat und IloJidschrifl wa itin iUi unbekarmL Hastig Uennt« sde mit der Spiitz« ihrer Nagelfeile den Umschlag auf. Ihr Herz wechselte lekuiidonlang den RhythoMi«, als sie die wenigen Zeilen überflog. »Verehrtes, gnädiges Fräulein«, letitet« der Inhalt. »Sie sind m schade für dieses Provinztheater. Ich habe Ebnen eiTMO Vorschlag zu machen. Wenn Ihn«n Ihre Karriere am Herzen liegt, kommen Sie heute Abend nadi der Vorstellung ru einer Besprechung zu mir Ich erwarte Sie bis spätestens halb Zwölf mit meinem Wagen Ecke Rittsteig und Göstin-gerlände Es liegt in Ihrem eigenen Interesse über diese Zusammenk^mft vollkommenes Stillschweigen zu bewahren \uch meinen Namen kann ich Ihnen nur persönlich nennen Haben Sie dennoch Vertrauen und kommen Sie« Dina ließ das Blatt in den Schoß fallen Ihr Herz ging noch immer in dumpfen Stößesn. Im ersten Augenblick war *ie versucht gewesen, den Brief filr eine Irreführung zu halten, für einen dummen Witz, den irgendeiner ihrer Kollegen sich mit ihr machen wollte Aber etwas in ihrem Iruiem, eine seltsame, beinah angstvolle Spannung sa^e ihr, daß es vielleicht ihr Schicksal war, das sie aus diesen Zeilen anrief Immer wieder siirbten ihre Augen wie magneti-siert die steilen, kiirznbqosetzten Schriftrüge in denen sich F-ftoismus und eine fast bnitnle Energie ausdrückten. Wer war dieser Mann? Ein Direktor vielleicht, oder einer der großen Anenten, der sein Inkognito w.ihren wollte, damit er nicht morgen von sämtlichpn Mit-aliedorn des Theaters In seinem Hotel üjbciLaufen wurde. Oder vielleicht...? Seite 4 * Nr. 109 0 Montag, 19. April Wir hören im Rundfunk McMta«, t«. A^U laichMcadtTi 12.SS—12.15. Der Bcricht lar tS^ It: .M«x Rt(rr.Sol>*teiim>tilt. 17.tS—18 Tan-feriarlit .Mutilt drr Grgrrwarl. t9 M—1* Dtr H—J* Ii: Vcbrmachtvnrtrag. t'.lS bit 1*.10 Fronthrru ht*. l*.45--20; Pnliliichcr Vortrat. 20 2fl- 22: «Für jeden rtwat«. D«atictila*d*cnil«ri 17.15 18 Klaiiiichr Kam-mtr- und ürckratrrmuaik. }li.lS—21: KammfriBumk \rm Prrtho\cii hit X'olkmann 21—22 Ctdcakita-diing für Max voa Schi11in(i. Grosse Vergangenheit verpflichtet Der Cillier Männergesangvt r ein vor neuen Aufgaben Tanz, Akrobatik, Huipor Frohe Kurrwcil w^r m, wa» «m Sams t«q im Heimatlmndsnal eine Gruppe vor Artistrn und Humoristen bot, die, übei E'nlodunq dfs Steirischrn Heim»»tbun dp« Ami Volkbildung, eine Reihe hei tcrrr Abende in der Untersteieimark vcrflnstaltet. In die von Lori Ritschardin rei^enrl besorgte Ansage srhaUeten tirh alsbald Kment und Ritschardin mit durchschla-qendem Witz ein, so ein lustiges Tri<-bildend, das sirh unter anderem mit ei Htm unteihaltenden Sketch »Der Liebes Irppich« einstellte. Lachsalven entfeb selten die Tanrlcarikaturen der beide!'» Rilschardins, die im von einem Wiener Sommerfrischler und einer waschechten Alplerin ausgeführten »Watschentanz ■ den G'pfel der Komik erreichten. Auch der Zauberhumorist Fritzar loste mit «ei ren lustigen Hexereien und originellen Spässen nicht endenwollendes Lachen au». Als Meisterin heiterer Vortrags-kurst stellte Llly Glaßner «ich vor, die mit köstlich pomtierten Plaudereien und von trefflicher Mimmik begleiteten Spötteleien das Publikum glänzend amü S'erte. Die fröhliche Vortragsfolge wurde jedoch auch von emsien Darbietungen unterbrochen. So wurde vom Tan/paar Ferez und Worth nach der Musik der 3. Etüde von Chopin ein Bild von Gra riß und Beschwingtheit gezeigt, In ei nom akrobatischen Tanz bester Schu hing hohes Können vorgeführt. Große KIdsse repräsentierten die drei Junglns, »dmentlich mit geradezu verblüffenden Ausführungen von Kopfbalance und Akrobatik. Mit dieser fabelhnften Dar bielung fand das nbwechslungsvoHc I'rogramm seinen Abschluß. Das aufnahmefreudige Publikum un tr-hirll sich prachtig und geizte nich mit dem verdienten Applaus. Marianne von Vesteneck . Flüchtiger Morder Die K.riminalpolizeileitstelle München t- 't mit: Der polnische Landarbeiter Sta-r 'aus ßlas/iswics, geh. 1919 in Jurkov h t itm 13. April 194.1 gegen n,:jO Uht m Walde bei Westenriod, Gemeindr-L'jcrfing, Landkreis VVeilheim, die polnische Landarbeiterin Stanislaw« Ko-5un ans Rache mit einem Jagdgeweh-erschossen. Der Mördt?r flüchtete nach der Tat. Er ist 172 bis 173 cm groß kraftig, hat blußgelbe Gesichtsfarbe, zurückgekämmte lange blonde Ilaare, kleinen Schnurrbart, «ogenannte Mücke, und Irrigt hellgrauen Knickerbockeran-zug ohne Weste, Pullover, Sporthemd dunkelgrünen, der Länge nach einge-d ürkten Filzhut mit kleinem Gamsbart andef linken Seite. Besondere Kennzeichen: 2 bis 3 cm !*nge, senkrechte, gut s chtbare Naibe auf linker Wange. Er fuhrt die Tatwaffe, einen Jagdzwilling mit geflochtenem Lederriemen, Kai. 16, i"il sich und dürfte noch im Besitze V 'n einigen Jagdpntronen sein. Bei Be-i elen ist sofort die nächste Polizei-(iicnststelle zu verständigen. Sonstige sachdienliche Mitteilungen sind erbeten an die Kriminalpolizeileitstelle München, 1 Kommissariat, Tel. 14.121, Nebenstelle 616. oder an die nächste Polizei- oder Cendarmeriestelle. Der Cillier Mannergesangvciein wurde im März des Revolutionsjahies 1Fj18 gegründet Aber schon im Jahie 1840 bestand nach mündlicher Überlieferung in CiUi ein Gesangverein, der das deutsche Volkslied pflegte. Vornehmlich waren es Studenten und Arbeiter, die diesem ersten Gesangverein angchoitcn und dann auch den Cillier Mannergesdn^ver-ein ins Leben riefen. Lnd als die Märzrevolution des Jahres 184b über Deutschland und Österreich brauste, da waren es vor allem die MitgJieder des jungen CMGV, die als allererste zur Befreiung aus der Knechtschaft des Absolutismus aufriefen. Der revolutionäre Schwung seiner ersten Mitglieder und das Vermächtnis der verunglückten Revolution waien der Wegweiser für die zukünftige Arbeit des Vereines. In den 95 Jahren seines Bestehens hat er sie treu und redlich erfüllt. Es hat eine Zeit gegeben, wo der CMGV der einzige Rückhalt des hart bedrängten Cillier Deutschtums war, wo er aber auch unter der genialen Stabführung de.s Ehrenchormeisters Dr. Fritz Zangger in der Untersteiermark kulturell führend wirkte. Nach der Befreiung der Heimat erwuchsen dem Verein neue Aufgaben. Sie konnten aber erst im Angriff genommen werden, nachdem der politische «Aufbau soweit abgeschlossen war, daß er die Grundlagen für eine ersprießliche Wei-terarbeit abgeben konnte. Um den CMGV eine feste und volksverhundene Führung zu geben, berief Kreisführer Dorfmeister den Kameraden Gottfried Gradt, d. Ä., der »chon einmal in schwerer Zeit die Geschicke des Vereines in vorbildlicher Weise gelenkt hatte, zum Vereinsführer. Unter seiner Führung fand vor einigen Tagen ein Sängprabond statt, an dem fast alle Mitglieder teilnahmen. Kamerad Willy Löschnigg begründete den Zweck des Scingorabendes, worauf Vereinsführer Gradt das Wort ergriff. Er rief die völkische Arbeit des ehemaligen Cillier Liederkranzes in die m. Dl® Techlihche Hochschule Graz • ni Sommersemester geit 14.12 (10:2)-Türen nach einem schönen Spiel. Die Cillier EU, die durch vier Spieler der ersten Mannschaft verstärkt war, setzte sich besonders in der zweiten Spielhdlfte recht gut durch und gab sich erst nach erbittertem Widerstand geschlagen. Die Hauptschuld an der knappen Niederlage der Cillier trifft vor allem den Tormann. Die Tore für Cilli schössen: Swoboda (7), Ing. Westen (4) und Staube (1). Im Vorspiel trat die zweite Garnitur der Fußballabteilung gpgen die SG Tri-fail 2 an und behielt mit 9:1 die Oberhand. Die steirische GauUla^e Auch in der Gruppe A der steirischen Fußballmeisterschaft wurden am Sonntag zwei Spiele durchgeführt. In Kapfenberg schlug die Mcisterelf des SK Kapfenberg die BSG Pohnsdorf mit 9:3 (5:0) und in Donawitz siegten die Grazer Reichsbah-ner über die dortige Betriebssportgemeinschaft mit 4:2 (1:1). F echtmeisterschaften des Donau^Aloenl'^ndes Die Bereichsraeistcrschaften des Do-nau-Alpcnlandes im Einzelfechten wurden in Wien ausgetragen. Josef Lodert, der gerade auf Heimaturlaub weilt, holte sich sowohl die Florett- wie die Säbelmeisterschaft vor Hanisch bzw. Werze-rek (alle Wien). Bei den Frauen gab es in der Linzerin Grete Honnef eine Uber-raschüngssiegerin. Der erste Endkampf um-die Ilandballmeisterschaft In Graz wurde das erste Entscheidungsspiel um die Handballmeisterschaft von Donau-Alpenland zwischen dem ADTV Graz und SGOP Wien ausgetragen. Der Titelverteidiger SGOP Wien siegte 14:8 (8:4) und hat für die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft, in der er am 9. Mai in Prag gegen die SG antritt, kaum etwas zu befürchten. Das Rückspiel gegen Graz findet zu Ostern in Wien statt. : Die Handballerinnen der Sportgemeinschaft Marburg, Abt. Rapid, weiden darauf aufmerksam gemacht, daß künftighin die Handballübungsstunden jeden Montag und Mittwoch um 19 Uhr am Rapidsportplatz stattfinden. Die Abteiluiigs-lei terin. : Die Sportgemeinschaft CilU, Abteilung Tischtennis, hat mit dem ständigen Spielbetrieb am Montag und Donnerstag ab 20 Uhr in der Turnhalle der Oberschule, Grabengasse, wieder begonnen. Zutritt haben nur lithaber der Jahressportkarte. : Im Rückspiel der Aussrheidungsbe-gegnung zur Vorrunde der deutschen FuOballmelslerschaft zwischen TSG Rostock und Holstein Kiel begnügten sich die im Vorspiel 4:0 siegreich gebliebenen Kieler mit einem 1:1-Unentschie-den, das ihnen das Weiterrucken in die : Groyer unterlag. Der bislang von Sieg zu Sieg eilende Wiener Landstrek-kenläufer Groyer mußte am Sonntag eine Nioderlage einstecken. In Hadersdorf zeigte sich der Reichsbahnsportler Welgel auf einer etwa 7 km langen Strecke in 23:35 Groycrn, der 23:53 benötigt überlegen : Ein Hockeystadtespiel Hamburg-Bremen fand am Sonntag in Hamburg statt. Die Hamburger Elf iiam zu einem 3:0-Sieg. Bund um Luxemburg wurde auf einer 1925 m langen Rundstrecke in Grevenmacher ausgetragen. Sieger wurde Peter Clemens in 1:2115. Tm Gesamtergebnis führt welter Neuens. Sizilien, landwirtschaftliche Vorratskammer Die Droieckiniel Sizilien am Fuß« Italiens hat sich in kurzer Zeit <>us einer einfachen Randprovinz zu einem weltpolitischen Brennpunkt entwickelt. Die beherrschende Lage im Norden der mlt-telmeerischen Enge zwischen Afrika und Europa hat ihr eüie große Bedeutung als Sperriegel für den Schiffsverkehr der Gegner verschafft. Genau gleich weit enUernt von Gibraltar und Suez, Afrika zugewandt und zugleich ein Teil Europas, hat Sizilien besondere strategische Funktionen zu erfüllen. Die englischen Luftangriffe auf die Küsten-stAdte der Insel verfolgen dasselbe Ziel, daß auch bei den Terrorflügen gegen deutsche Städte angestrebt wird: die moralische Zermflrbung der Zivilbevölkerung. Mit etwa 26 000 Quadratkilometern ist Sizilien die größte Insel des Mittelmeeres nnd setzt sich in der Hauptsache aus Gebirgsland zusammen. Es stellt sich als eine an den Rändern, namentlich im Norden, etwas gehobene Platte dar, die sich sanft zur Südküste abflacht und eine mittlere Höhe von 600 bis 700 Metern hat. Die höchste Erhebung der Insel ist der riesige Vulkankegel des Ätna, der sich in einem ehemals in die Ostküste einschneidenden Golf, der noch heute in der Ebene von Catania erkennbar ist, in vorgeschichtlichen Zeiten aufgebaut hat. Im Inneren der Insel findet man zahlreiche Mineralquellen, heiße Wasser und Schlammvulkane, die davon zeugen, daß Sizilien erdgeschichtlich noch ein junges Land ist. Der Ackerbau ist die Grundlage der sizilianisrhen Wirtschaft. Von den etwa vier Millionen Inselbewohnern rechnet man etwa die Hälfte zur Landwirtschaft. Mit neun bis zehn Millionen Doppelzentner Weizen deckte Sizilien schon um die Jahrhundertwende etwa 15 Prozent des italienischen Gesamtbedarfs. Seitdem unter Mussolini große Anstrengungen gemacht worden sind, um alle Zweige der Wirtschaft zu fördern, ist de' Lieferungsdnteii Siziliens um metir als die Hälfte gestiegen. Außerdem kommen beträchtliche Mengen der italienischen Erzeugung an Frischgemüsen, Orangen, Mandarinen, Zitronen, Mandeln und Nüssen aus Sizilien, das sich immer mehr zu einer nationalen Vorratskammer entwickelte. Seit der faschistischen Herrschaft sind auch erfolgreiche Ansätze zur Aufrichtung einer Verarbeitungsindustrie festzustellen. Dabei handelt es sich in der Hauptsache um die Konservierung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und der Ausbeute eines recht regen Küstenfischfanges. Eine natürliche Reichtumsquelle Siziliens sind die Lager an Rohstoffen. Der Asphalt, der in großen Mengen im Distrikt von Ragusa zu Tage gefördert wird, spielte im italienischen . Wirtschaftsleben eine beträchtliche Rolle. Von den sizlllanlschen Bodenschätzen ist jedoch der Schwefel das wichtigste und bekannte Erzeugnis. Er kam zum überwiegenden Teil zur Ausfuhr und deckte mehr als den halben Bedarf Europas. Seit 1933 arbeitet Siziliens Schwefel-Industrie im Rahmen garantierter staatlicher Preise. Der ungesunde Handarbeitsbetrieb wurde weitgehend durch mechanische Abbaumittel ersetzt. Als Italien in den Krieg eintrat, waren die Vorbereitungen zu einer Förderung von jährlich etwa 300 000 Tonnen Schwefel nahezu abyeschlosst-n. MARBURGER ZEITUNG Montag, 19. April ♦ Nr. 109 * Seite 5 Aus aller Welt ' &. luraend« Urolimütter. An einem Frauenturnen während der Getundt-heitswoche in Gsr«, Thürinqen, nahmen übdr fünizig Frauen im Xter von 50 bis 70 Jahren teil. Etwa zehn von ihnen waren bereits Großmütter, die trotz ihres Altera den turnerischen Anford«-ningen in loder Weise gerecht wurden. a. Ein teltsamer Trauergast. Vor Jahresfrist hatten Bauersleute unweit Petten- bach bei Linz bei der Heumahd ein junges Reh autgafunden. Die Bäuerin nahm sich »einer an und zog es mit einer Saugflasche auf. Lange Zeit lebte das Reh völlig lahm am Höfa, bis es eines schö nen Tages wieder im Wald verschwand. Nun ftdrb die Bäuerin plötzlich und beim Begräbnis bemerkten die Hinterbliebenen und die Trnuergäste, daß dem Zuge in angemessener Entfernung unbeirrt ein Reh folgte, das durch ein sicheres Merkmal als jenes erkannt wurde, das von der Verstorbenen mühsam aufgezogen worden war Wieder ein Beweis der Anhänglichkeit der Tiere a t.n« Katze hütet Gtinsekflrken. In einom kleinen Orte des östlichen Schleswig-Holsteins hatte man einer Katzt ihre sieben Jungen weggenommen. Die Katze suchte sich daraufhin ein anderes Betätigungsfeld und fand dieses in einer Pappschachtel, in der sich sieben Gänsekücken tummelten. Sie legte sich /II den Kücken* und diese flüchteten, wenn sie irgend eine Gefahr vermuteten, strts hlKesiichend zu ihrer Pflege mutier a. Hundert Jahre Bergwerkskapellen. •Fast alle saarländischen Berqwerkska-pellen können auf ein hundertjähriges Bestehen zurückblicken Die älteste von diesen zehn Kapellen ist die der Stein-kohiengrube St. Ingbert, die nachweisbar im Jahre 1837 gegründet wurde. Trotz schwerer wirtschafticher und pn-litisrher Notreiten des Grenzlandes ha- ben diese Kapellen immer zu ihrer kulturellen Aufgabe, eine Pflegestätte deut->cher Tonkunst zu sein, gestanden a. Warum Salzbänke? In Besehtei-bungen und Erzählungen über mittelalterliche Markte wird oft das Wort Salz-bänke erwähnt. Das waren nicht Verkaufsfische für Salz wie man annehraen könnte, sondern die Auslagen der Fleischer. In der damaligen Zeit «B man das Fleisch »o stark gesalzen, daR man die Tische Salzb.^nke nannte. STADTTHEATER MARBURG-Drau kloBiag, 19. April IlMf I des Amte! nt VolkblM«af. Der GVisMiifwami flsuernkomödie In drei Akteu von Ludwig An*««-jniber. Beginn: 20 Uhr. Ende: J3 IJhr. Kein Karlen-verkauf. Dl^ttig, 20 April Iriteefiflhrcnf Das Dorf bei Odessa .Schmiipiel ir einem Autüug von Herbert Rtinecker Seginn M Uhr, Ende n Ifhr. Preise 1. UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURG-DRAU BUBG-IICHTSPIEIE Heota I«, 11.30, M.4S UW Uli Der Seaiorchei ■dl Otto Weralck«. loll WetJi, Kuto HtatoML Mlttw etti dem L«ben gegn(f«D M dieMi PIIb ~ boMt nd Deckend wie da> Leb« Mlbitl VBr /■gendllcbe alcht ■■geleeeeal KULTUlFILM-SONDBRVORSTILLUNOCNi Moalag, Dienstag nnd Mtliwecb IS.iS in» ' Det S(«ra TM Teivu ^ MaroRkMlack« toaaaa*. Nr i«ten4llche ra|eUtsest ESPLAIADE Heute 1«. llJk, MM Ml Penruf V-» ■iilaillth/aif Liebe, Leidenschaft «nd Leid Ha Prag-FlUa mit Karin Hardt, HUde Seeeak, Marfll Srmo, Waldenar Leltgeb, llchard HlaBlcr, Jatal SIebat, Margarela Raagea Flr Jafendllcbe alck» sagalaaMMl tidiiipicle Kade< pril Frfnleia FrM mm iafe. Pea« Harbiget, Olfa LkBiM mt An Ion Poinlner lieer Yater, Ich wieget- and Grofi-vater, Herr Simon Paschl BteaeraaitK-Dlrekter L L kat mm aa 17. April neck l«ag«as, «ck(w«Mm Leiden im 83. Lebensjahre ftlr tnwnar ^«rlassaa. Di« Beisetzung im Familiengrab« fladat «m Mootog, den 19. ApriL ■■■ iSJO Uhr, mi den Friedhof la Klageufurt statt Klagrafort, Merburg/Drea, d«a la. Apifl MtS. Ia tiefer Trauer: Alfred Pasdd, Soba. Tkaa gab. Kraalch, Schwiegertochter. Erich, Brlka, Waltraud, Bakel, im Namen aller flbrigaa Verwandtaa Danksagung Fttr die Tielen Beweise der iaalgea Anteftnahoie, die ans anl&Blich de« Todes des ynm den Banditen armordetea Heben Gatten, Vatei«, Sckwagers asw., des Herrn Hauptwachtmeisters Alois Osckbolt, cute41 wunden, sowie für die Tielen Kranzspandan das ehrende Geleite der Polizei and Geodenneaie aas Lichtenwald and Montprei«, der KVehrmannerhaft de« St H. B. and allen anderen Heben Teilnehmern rur letzten RohestÄtte, sagen wir hfier unserem tiefgefflhltÄi Dank. 236 Die tranemdea Hinterbliebenen. Montprets, Trlfafl, dea 16. April 1943. Siellenqesuclie Ökonomie-Verwalter mit land-wirt. Lehranstalt, .37jähr. Praxis auf Großbetrieben, versiert im Acker-, Obst- n. Weinbau, Viehzucht und Handflspflan-zenbau, derzeit in Stellung, sucht ab sofort seine jetzige Stellung zu wechseln. Gefl. Zuschriften • unter »Ökonomie 2« an die Verw. d. El. 27(V-5 Gewesener Staatsangestellter sucht Stelle b. Versicherungsinstaft als Reisender oder ähnliche Stelle. Adresse in ,der Verwaltung der «Marhnr-ger Zettung». 437 Offene Sie Ifen ▼a« SieftenaBf Twe ArbpMükrlt-lea maS Sie ZeaUmtnang dei wm-etSatflgaa Arbellnamtr« rlngrboll werdea. Flelscber-Lebrling wird sofort aufgenommen. Kost und Wohnung im Hause. Konrad Plau-rteiner, Fleischhauerei, Wurst-waren-Erzeugung, Cilli. 194-6 Haasgehlinä wird sofort aufgenommen. Anfragen; Marburg, Tegetthoffstraße SSll., Pipusrh. I________ 373-6 Lehrling« und Lehrmadehen werden bei der Firma Karbeutz, Edmund-Srhmid-Gasfie 8, Mar-burg-Dran, sofort aufgenommen. __3.32-6 Bedienerls für sofort gesucht. Marburg-Drau, Tegetthoffstr. 37. Anfragen beim Portier. __4?fl-ß 'Einsatzpflicbtige weibliche, maschinschreibkundiqe Büro-ihilfskraft wird halbt&giq sof. || aufgenommen. Tischlerei Ko-(ter, Wirtschafter F Drer., Marburg ■ Nettdorf, Wunnig-gasse 14. 445-6 Za vermietfen Schlafstelle für Frauieia aI>-v;ugeben. Adresse in der Verwaltung der »Marburger Zei-jtung«. 43fl-7 iZn mieiea gesuclitf Zissiaer mit 2 Betten für l&n-t|gor« Z«it gesQcht. Adresse in 'Jer Verwaltung der »Marbur- )er Zeitungt._441-6 r-rlulela. Handelsengesteil ta, I sucht leere« oder möbbertes I Zimmer für sofort oder 1. Mai. lAdresse in der Verwaltung d. >Marburger Zeitung» 440-fl ^FnnJe - Yerlusie I Ein großctf, welDer Zuchtbahn mit breiter Krone am 15. April 1943 mittags verschwunden. Der Finder wird reichlich belohnt Theodor-Kömer-Gesse 19, Marburg-Drau.__444-13 Ein Mehlbexagschein für 20 kq, mit der Nr 046812, auf den Namen Scherbinek-Gomila, Gasthaus, Marburg-Dr., Oberrot-woinerstraße 5. verlorcai. Der ehrliche Finder wird ersticht, den Bezugschein gegen Beloh-nung abzugeben.__447-13 Braune Ledertasche mit Lebensmittelkarten und 3 Kleiderkarten auf den Namen j Kreuch verloren. Der ehrliche j Finder wird ersucht, die Ta-' sehe am Fundamt in Mnrbnrg-Drau gegen gute Belohnung Idbrugeben. 446 13 ^eracfiiedenea Suche Lederrock gegen Holz oder Most zu tauschen, oder 'U kaufen. Anschrift in der Verwaltung d. »M Z« 44^14 Tausche Fahrrad geg, Schreibmaschine oder Rundfunkempfänger. Anschrift in der Verwaltung der »M Z.« 448-14 FüMILIENilNZEIGEn ^ finden durch die „Marbur^er Zeitung" weiteste Verbreitung 1 Seite 6 ♦ Nr. 109 ♦ Monta;{, 19. April MARBURGER ZEITUNG Deutsch die Renschen - deutsch das Land Gedanken zur Dorfverschönerung in der Untersteiermark / Von Bundetfflhrer Franz Steindl Wenn wir dei Unlei Steiermark dris Prätiikdl »deutsche zuerkennen, so den ken wir in erster Linie an die Men srhen des l'nterlrtndfs, die zum iiher wii'qecien Teil r^ssisch-iiioloqisch ku! iireli um! gesfhirhtlich zu uns gehö ren, sich 7um Deiilschiand Adolt Hit it^rs und seiner Weitansch munq heken nt!n und hcmiihl sind, die letzte trcn lende Schi uike der Spruche zu übei winden. Wir denken aber auch an das Land, seine Gestditunq, seine Bunjrr. und i)()rl«'r, Kirchen uiifl Stddte, UiHiern hausor und Mtirkte, die deutsch siiul und m;iiaii»o irrjendwo irn lier/en de', fieiches licien kennten Wn lieben d.e ses deutsche Land im Siiden, oh wir hier c|ehi>ren sin:;n. Die Natur schickt sich an, zu diesem ;'est ihr schönstes Kleid anzulegen. Mil-,.onen Blüten in allen Farben stehen auf den Bäumen. Die Blumen und Sträucher sind wieder erwacht. Auch wir sollen die Tage nutzen, jeder in seinem Kreis, um den Forderungen der Natur and damit des Lebens gerecht zu werden. Wir wollen hierbei einmal neben den Menschen des Unterlandes auch die Landschaft mit ihren Elementen in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen. Höfe, Ställe und Scheunen sind zu ordnen, die Fenster zu putzen, die Wände der Häuser zu reinigen, durchscheinende slowenische Aufschriften zu entfernen, Blumentöpfe in den Fenstern und ein sauberer Hausgarten, in dem ruhig trotz des Krieges neben Kohl, Kraut und Salat die Blumen und Blüten stehen sollen, geben den Stätten unseres Wohnens freundliche Züge. Unnotwendige Zäune sind zu entfernen, schadhafte auszubessern, oder neu zu erstellen. Unnütze Anschlagtafeln, häßliche Reklaraeschilder, überflüssige Wegweiser usw. sind wegzuschaffen. Schadhafte Gartenmauern sind abzutragen, oder zu verdecken Der Pflanzung von Bäumen, Sträuchern und Blumen — die Untersteiermark ist der Garten des Reiches — ist größtes Augenmerk zu schenken, Aber auch unsere Sportplätze, Dorfanger, Kindergärten, Schulen, Jugendscharräume, Dienststellen usw. wollen wir mit kritischen Augen betrachten und in einer totalen Reinigung unserem kulturellen Wollen Rechnung tragen ' Das »schöne DqrU soll keine propagandistische Parole bleiben, sondern aus Gemeinschaftsarbeit aller Gutgesinnten erstehen. Menschen und Landschaft, Höfe and Kitchen, Scheunen und Felder, Sitte und Wohnkultur bilden eine unlösbare Harmonie. Zwischen Drau, Sawe, Sann und Mur gilt die Parole: »deutsch die M«*n-schen — deutsch das Land'«- Das Herz für unser Volk An unsrer Väter Taten mit Liebe sich erbaun, fortpflanzen ihre Saaten, dem alten Grund vertraunt in solchem Andenken des Landes Heil erneunj um unsre Schmach sich kränken, sich unsrer Ehre freun) sein eignes Ich vergessen in aller Lust und Schmerz: das nennt man, wohl ermessen, für unser Volk ein Herz. Ludwig Uhland -t- Kopernlkus auf der BQhne. Generalintendant Hans Meißner bringt in der zweiten Maihälfte im Frankfurter Schauspielhaus das jüngste Bühnenwerk Beth-ges »Kopernikus«, ein Mysterium, zur Uraufführung. J'oik und Kultur Der KompODist Max von Schilling Zu den Mduinein, dunen es nicht vci-goiiut gevvutten ibi, die hiiüimiiy liiici Atbeil iui neui.xi Di-ut^(.nlcinu eUebtiii, genort Mdn von Sctiilliugst, debseji LjtJurtstdg djn 19. ApnJ dun dje Lhruii-gcii des gongen deutstiien Vulkt:!> e^ii geuidcht iidttu, wdie ei nicht kurz nach uer Mdchlüberucihme doi 24. Juli lUJj aus eiiiciu Leüta vonei KdUiple yusclue-dm. Uer IBbU zu Düien ini Rheinland iju boreiie, niutteiiicnt^rseils aei i-dniiiit dbiii Dichttirk tjrt^iildiiu entsidmineiiciu Max von Schillings, war eine vornehme, zuiütkndlleiidtt Natur, dbhold jedei i'ose, Ketuizuicheu seiner Niu!>ik sind edle lyn&chc brtiiiiiuuy, erlebenei üuschiuacK und teingeistuje Sliinmungäschildeiuiuj. aber auch rhy Ihiniäche Kralt und hai niunische liiyenwertigkeit. Mit aeineii Opern »liigweide« und »l'feifertag luhrt er das Werk Richard Wagners tort; seine Hebbel-Üper »Moloch lalU den Symbolismus der Handlung in diisli-ieii Chors»zenen und teieilich'.'ii Instrunien-taivurspielen deutlich wercien; nui in seiner »Mona Lisi» gibt ihm ilei Text Anlali zu naluralistischei Musikdrdinntik Seinen Liedern, Melodramen und Cfiur-werken ist die weityesp.uiiite Gesangs linie eigen, Seine Oichester-Fantasien, sein in Foiiii eim.r Symphonischen Dichtung gestaltetes V'iolinkonzeit und ,seine Kammermusik sind heib, ohne spröde /u sein. Der Mode des I ages zu huldigen, verbot ihm die Vornehmheit seinei Gesinnung, wenn aurh die Mittel seiner Musik oft neu und kühn waien, Seme wiehtic|Ste Sendung hatte Max Ton Schillings zu erfüllen, als er vom Amte des Stultijar er Generalmusikdirektors 1919 nach der Reichshauptstadt berufen wurde, um die Leitung der [ühierlosen Staatsoper ru übernehmen. Ihm war hier die Aiifg ibe gestellt, aus eine: höfischen Einrichtung eine auf die Allgemeinheit des Volkes ausgerichtete kunststätte zu sv^haflen; es galt, die •Tradition während der geistigen und materiellen fnlldtion der Nachkriegsjahre aufrecht ru erhalten, aber auch neuen Kräften zum DiKchbruch zu verhelfen Unbeirrt von .Anfeindungen und Vei-leumdungm ist Max von Schillings den Weg gegangen, den er als richtig erkannt hatte. Die preul^isihe Staatsoper erhielt unter seiner L.eitiing einen Spielplan, der sich vim dem Sensat.'nnsbe-trieb der Revolui ionsara bewußt df>lioli. Damit machte er sich selbstverständlich bei den linksradikt len Parteien verdächtig. Nicht /ulel/t war es sein Aneitum, das den damaligen Machlhahern ais Ärgernis erschien So wurde er l')i5 fristlos entlassen, obwohl sich alle künstlerischen Kreise Deutschlands hinter ihn stellten. Eine Cienugtuung tüi dies«-Schmach hat ihm der nalionalsozialisti-sche Staat gegeben, als er ihn 1933 mm Intendanten des Deutschen Opernhauses in Berlin-Chdrlottenburq ernannte! doch ein tragisches Geschick ließ ihn diese Erfüllung seiner Lebensarbeit nicht mehr genießen. Wir geclenkeii seiner zu seinem 75, Geburtstage als omes Vorkämpfers für die deutsche Musikkultur, eines Mannes ^ der mit lautetem Herzen und sauberen Waffen für die Kunst eingetreten ist und der Reinet Im llimf) des Deutschtums in der Musik spin Leben gewidmet hai Prof Dr Gotihnld Frotscher + Kunstmaler Oscar Detering gestorben. Im Alter von 71 Jahien starb in Düsseldorf der Kunstmaler Oscar Detering, einer der St nioien der alten Düsseldorfer Schule, Er pflegte neben der (jpnre-, Landscliafts-, Geschichts- und Bildnismaleiei auch das Industriebild. f Der Schriftsteller Leopold Stelner, Wien, ist durch den Tod aus einem reichen Schaffen gerissen v/orden, Steiner ist der Verfasser einer Reihe von fesselnden Romanen und dramatischen Werken und hat si^h besonders als Be-gründfir und» Her.itisgeber der Monatsschrift »Der Fachmann' um die Förderung der Jungen Dichter und Schrift-stellerqeneration «ler Donau- und Alpengaue große Verdienste erworben. Flxchf in l'ilfl'' Roman von Herl Oehlmann Alte Keciiie vorl'thalitn i;ci rlnrn- V crl;u.Her(inbW It (40. Fnrtset.'.ungl »tr wollte nicht Neid um sich hei sehen, er wollte Kamerad sein un ter Kameraden! n-ivan« zu schaffen. Es fehlten ihm aber die Mittel — sich das Wörterbuch anzuschaffen Allem Nachdenken zum Trotz fand er keinen Ausweg aus dieser schwierigen Lage. Traurig klagte er eines Tages setoem Studienfreund, dem später berühmten Altertumsforscher Döderlein, sein Leid und erbat sich einen Rat, wie er wohl zu Geld und damit zu dem ersehnten Wörterbuch kommen könne, Döderlein, ein biederer Bayer, hielt e« mit der Ruhe. Er sah die Sache nicht so tragisch an wie Platen. In väterlichem Ton sagte er: »Ja, nun, mein Lieber, da trinkst halt dlle Tag a Maß Bier weniger, und schon ist's beisammen!« »Aber Ich trinke doch überhaupt kein Bier!« sagte Platen ein wenig ärgerlich und mutlos. Worauf Döderlein ihm bitterernst vorwarf: »Hab i dir net immer g'sagt, du sollst d Bier trinken?! Jetzt, wenn du a Bier trinken tät'st und alle Tag eins weniger trinken tät'st, könnt'st dir dein Wörter-t)uch leicht zahl'nl«