^t>« ^ ^o PränumeralionSprei«: Im Comptoir ganzj. "tl. 140. 6'^. ^"bj. fi. 5 50. Für die Zustellung ins Hau« . ^ ^" halbj, 5U lr. Mit der Post ganzj, fi. 15, haldj. 7 50. Dinstag, I.Iuli. Insertlonsgebill: Für llelne Inserat« bi« zu ^ N^^^ < ZeUen 25 lr., größere per Zeile k lr,; bei öfteren « N / ^ Wiederholungen Per Zeile U tr, I. V » V. Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. Juni d. I. dem Bürgermeister und Postmeister zu St. Johann um Taucrn m Steicrmart, Heinrich Kluckl, in Anerkelinung seines verdienstlichen Wirkens das silberne Verdienstkrcuz allcrgnädigst zu verleihen geruht. ^ilchtailltllcher Theil. Zur Wahlbewegung. Die Wähler der inneren Stadt der steierischen Landeshauptstadt haben sich in ciucr am 27. v. M. stattgefuudcuen und sehr zahlreich besuchten Versammlung mit großer Majorität gegen das Programm der Fortschrittspartei erklärt, indem sie Herrn Dr. Rech-bauer als Kandidaten für die Rcichsrathswahl aufstellten. Dr. Rechbauer sprach sich in der Wahlversammlung lin Graz entschieden gegeu das Programm der Fortschrittspartei aus, da diese die Losung des Delcga-twnsocrhaltmsscs verlangt. Die Delegationen sind nicht durch Reichsralhsbeschluß entstanden, sondern durch das gemeinsame Gesch uum 2i.I>lli ltt07, von welchem Ungarn nicht abgehen wird, und wcun auch die Rückgabe der gemeinsamen Angelegenheiten an die Parlamente durchgesetzt wnrdc, so ware dasselbe Spiel zu ^warten, wie zwischen dcn beiden Delegationen; oic Krone ^'Ü^'' M absoluten Entscheidung gedrängt werden. Was den größcrn Einfluß anf die äußere Politit betrifft, so hat das Abgeordnetenhaus seinen Einfluß geltend gemacht in der Adresse und in zahlreichen Interpellationen, und er war es, welcher den Berliner Vertrag der parlamentarischen Berathung zuführte. Eine Wiener Korrespondenz des „Pester Lloyd," welche angeblich verläßliche Enthüllungeu über die Ziele des Grafen Taäffe uud desscu bisherige politische Thätigkeit zu machen weiß, veranlaßt mehrere' Wiener Blätter, anf diesen Gegenstand noch einmal zurückzukommen. Die „Deutsche Zeitnng" vermag hinter dem böhmischen und mährischen Hochadel, um den sich Graf Taaffe bemühe, leine Partei zu gewahren, welche diese Anstrengungen rechtfertigen uud zu lohnenden machen würde. Ohne Mithilfe des österreichischen Bürgcrlhums lasse sich auf die Dauer keine erfolgreiche Politit in Oesterreich machen. Die „Morgen-post" spricht von einer „Verschwörung" der Aristokratie gegen den Fortschritt und Liberalismus. Das „Extrablatt" vermag iu dem Streben, die Ezechcn zum be^ diuguugslusen Eintritt in dcn Reichsrath zu bringen, umsowcniger eine Gefahr für die Verfafsung zu erblicken, als ja auch Dr. Herbst dieses Streben an den Tag gelegt habe, nnd es mahnt die Vcrfassungsparlei, sich durch Einigung wieder regieruugssähig zu machen. Das „Vaterland" endlich pwfezeil dein Liberalismus auch den Abfall des Bürgellhumb, nachdem der große nnd kleine Gruudbesitz ihm bereits den Rückeil gekehrt hätten. Der Eompromiß, welcher zwifcheu den beiden Parteien des Großgrundbesitzes in Böhmen zu stände gekommen ist, bildet anhallend dcn Gegenstand pnblicistlschcr Diseussiun. Das „Fremdenblatt" vermag an der „Gespeustcrscherci," von der ein Theil der liberalen Presse bei der Erörterung dieses Eonipro-misscs sich erfüllt zeige, nicht thcllznnehmrn. Der Verfassung sind keine neuen Gegner crwachfen, vielmehr haben ihre einflußreichsten bisherigen Gegner sie anerkannt. Der Wahlausruf der couservativen Großgrundbesitzer spiele allerdings noch viel mit jenen Theorien und Doctrineu, denen sie durch mehr als eiu Dcccnllium mit Leidenschaft nachhingen, allein man sollte denn doch mehr als mit den Worten mit der Thalsache rechnen, nämlich mit der Thatsache ihres ElutriUcs iu die VoitöUertictung. Letztere zeuge von der auch im gegnerischen Lagrr zum Durchbruche gelangten Erkenntnis, daß rmer Opposition ihre Berechtigung nur auf dem Boden deö Parlamentarismus zugesprochen werden könne. Mit dem Eompromiß fei ein großer Schritt zur Umwandlung der staatsrechtlichen Parteien in politljche vollzogen worden, eme Metamorphose, welche die Förderer ocs inneren Friedens in Oesterreich stets angestrebt haben. Einer ganz anderen Auffafsung begegnet der Kompromiß in der „Neuen freien Presse," o»e dcn „Wider« fpruch" nicht zu fafsen vermag, daß zwei Parteien, deren jede die Ziele der anderen bekämpft, dennoch wechselseitig ihre Kandidaten uuterstühcu. Was der vcrfassuugstreue Großgrundbesitz mit dem Eomproimß bezwecke, sei aus dessen Wahlanfrnf uur unvollständig zu ersehen. Die iu letzterem hervorgehobene Nothwendigkeit einer Vereinigung des Großgrundbesitzes zur Abwehr der Angriffe aus desscu Wahlrecht hält sie für eiue Ausflucht uud behauptet, es sei der Eompro- miß nicht aus einer freiwilligen Annäherung der Parteien hervorgegangen, fondern als Resultat desRegie-ruugseluftusses. — Das „Tagblatt," die „Morgenpost" und die „Vorstadt Zeituug" kommen in der Annahme, daß die Eompromisse im Großgruudbcsitze von Böhmen und Mähren die Vorboten neuer Partelbildungen und harter politischer Klampfe feien, mit der „Neuen freien Preffe" überem, und machen den Großgrundbesitz theilweise zum Gcgeuslüude lebhafter Angriffe. — Nach Ansicht des „Vaterland" sind diese Eommentare übertrieben. „Vor allem unterliegt es," schreibt das genannte Blatt, „keinem Zweifel, daß die Verfassungstreuen jedenfalls auch im nächsten Reichsrathe die Majorität haben werden; zweitens weist der conservative Wahlaufruf selber ausdrücklich darauf hiu, daß auf Grund der faettsch bestehenden Verfassung sich mannigfache thatsächliche Verhältnisse entwickelt haben, die sich theils gar nicht mehr, theils nur sehr all» mählich werden ändern lassen." Es sei also unrichtig, von einer Bedrohung dcr Verfaffung zu sprechen. Die meisten czcchischen Journale, der „Polrok," der „Ezech," der „Posel z Prahy" geben ihrer Be« fliediguug Ausdruck über die versöhulichen Artikel einiger Wiener Journale und erblicken m diese/ Wen-duug eine Garantie für die Zutunst. Der „Ezech" begrüßt deu Eompromiß im böhmischen Großgrundbesitze als ein historisch denkwürdiges Ereignis. — Die „Ga-zeta Narodowa" bezeichnet diesen Eompromiß als einen großen iHieg des Grafen Taaffe und hofft, daß ähnliche Compronilsfe auch seitens der Großgrundbesitzer m den anderen Kronländern zu stände kommen werden. Vorgänge in Frankreich. In der Versailler Deputiertenkammer wnrdc am 27. v. M. die Generaldebatte über das Unterricht sgesetz mit einer Aussehen erregenden Rede des Unterrichtsinlnisters Jules Ferry beendet. Da die Kammer der ewigen Wiederholung derselben Argumente bereits müde geworden, so wurde schon Mittwoch beschlossen, die Debatte abzukürzen, offenbar zum großen Verdruffe von 10 bis 20 Deputierten, die bei dlcfer Gelegenheit noch wohleinstudicrte Reden anbringen wollten. Am 26. v. M. follte Bernard Lavürgne feinen Bericht über die Abänderung der Geschäftsordnung und die Vcrfchärfung der dem Kammerpräsidenten zustehenden Strafmittel zur Vermeidung von skandalöjcn Auftritten der Kammer vor- Jemlleton. Alera oder auf dunklen Wegen. Roman von Ed. Wngncr. (Fortschnnn.) w.m'n ^ ^ "icht nöthig, mir einer goldenen Kette Nm^ " mit erkünsteltem w uchmnth. „Ich t„„n mir andere kanfen, so viel sollte ich mich einer einzelnen "Z, l3.^eu^ Da wir aber gerade von Schmnck- ?"aa, „und feine Stimmet "d"l lch wol fragen, wann ich ^ynen dm Vettobungsr.ng überreicheu kauu?" öeron w^w^^' b^sen, daß Lord Stratford v^ d. m^ s.^ F' ""d fobald Sie seinen Namen die'7^ befreien," lautete Sie Sie an'seinem Tode. Haben "W^.,^"" "' 6""land verließ." daß e! noch "ml dann anf der Annahme, Si a^se^ ^f""^ Warum zweifeln Wnl.'m Si<> „^itt ^. ^ch "ac Ihnen noch einmal, Mid aus den « ^ ^ Genchlsvechandlnngen lesen ütnn!f werde^U'N'S2d'" s7""" ^"^ "?>lssahlgkclt daß, nachdem Sie morgen die Aeten U '^ "" '"be"« den^Verlobnugs. Nnl^s, -^ ^ )"" im vollen Besitze seiner /.//?/' bei die cn Worten erhoben. Er ermi tlnale sick, N "id Raubte, daß all' ihre Ei,i^!d!n" i.ur "vlettme seien. Alles, was ihm nothwendig schien. War nur ein Wenig mehr Kühnheit seinerseits, ein wenig mehr Verlraucu zu sich selbst und etwas weniger Nachgiebigkeit gegen ihre Launeu. > Lady Wolga erhob sich langsam, auf seine letzten Bemerkungen nichts erwidernd. Er führte ihre Hand an feine Lippen, drückte einen Kuß darauf uud cutferutc sich dann. Als er fort war, trat Lady Wolga an einen Tifch, goß aus einer Karaffe ein wenig Wasser auf ihr Tafcheutuch und rieb damit die Slelle ihrer Hand, welche der Marquis geküßt hatte, mit einem Eifer uud eiucr Art Abscheu iu ihreu Gebcrden, als sei ihre Hand durch den Kuß entweiht wurden. Inzwischen ging der Marquis zufriedene,, Siunes die Straße entlang. Das Schweigen der Lady Wolga anf feine letzte Anspielung auf dcn Verlobungsring hatte er für Znstimmnng gehalten. „Murgen will ich den Verlobuugsriug kaufen," dachte er. „Ich bin ein Thor gewesen, daß ich mich so nachgiebig zeigte. Die Frauen lieben es, wenn der Mann cuergisch ist uud sich auch so zeigt. Was mag sie bei der Erwähnung der alten Uhrtette gemeint haben? Wie kann ihr das in den Sinn gekommen sein? Ich würde viel darnm gcbrn, es zu wissen. War es bloßer Zufall oder schwebt ciu Unheil iu der Luft? Unmöglich! Es war ein reiuer Zufall -— aber ich möchte doch wissen, wie es kam, daß sic an die Kette dachte, uud warum sie davon sprach?" Tiefe Falten lagerte» sich auf seiucr Slirn und ein Gefühl von Uxbehaglichklit mischte sich in das der Zufriedenheit; mit jedem Schritte wnrde das erstere stärker und verdrängte das letztere. „Nenard hat recht!" mnrmclte er, als er sich seinem Hanse näherte. „Er muß morgen nach Mont Heron reisen. Es ist irgend etwas nicht richtig, uud das verwünschte Mädchen mag an allem Schuld sein; denn ehe sie kam, ging alles gut. Ich frage nichts danach, w,e Renard sie aus dein Wege schafft, aber beseitigt muß sie werden! Bisher hatte ich noch Mit-leid mit ihr, jetzt aber ist es nöthig, daß ein Ende gemacht wird. Ich darf nicht länger zögern, die Katastrophe nähert sich ihrem Schlüsse. Nur ihr Tod gibt mir meine Ruhe wieder — Alexa muß sterben, und chr Vater soll ihr folgen!" 48. Kapitel. Mehr Licht. Älexa kehrte nach Mont Heron zurück mit der Ueberzeugung, das; die goldene Kette, von der sie ein Stück in dem Schlafgemach des ermordeten Marquis gefunden hatte, Pierre Renard gehölte. Dies zu beweisen, war jetzt ihr Wunsch und Streben. Sie hielt es für nicht unwahrscheinlich, daß der andere Theil der Kette noch in seinem Besitz war, in welchem Falle er ihn jedenfalls in seinem Zimmer im Schlöffe verborgen hielt, da er nur auf kurze Zeit noch London gegangen und nnr wenige Sachen mitgenommen hatte. Sie entschloß sich deshalb, Renards Zimmer einer sorgfältigen Durchsuchung zu unterwerfen. Mrs. Ingcstre war von der Reise gänzlich erschöpft nnd klagte über heftige Schmerzen in allen Gliedern und meinte, daß ,^der Engel des Todes ihrer harre." Sie wurde schleunigst zu Bett gebracht. Doktor Äonson wurde aus dem Dorfe Mont Heron geholt, und ihr Kammermädchen brachte Salben und Pflaster, heißes uud kaltes Wafser, Pillen, Pulver und Medizin herbei, uud der Arzt und das Mädchen warcu lange mit der Kranke» beschäftigt, bis diese endlich vor Ermüdung eiufchlief. Am andern Morgen war die gute alte Dame uicht im stände, das Bett zu verlassen. Sie ließ sich bei Miß Strange entschuldigen, daß sie sie während 1272 legen. Die Kommission des Senats hat endlich den> Artikel des Uebersiedlungsgesetzes, welcher die Uebereinstimmung beider Kammern für die temporäre Verlegung der Sitzungen nach Versailles for-i dert, aufgehoben. Es soll also jeder der beiden Kammern freistehen, eventuell in Versailles zu tagen. Es ist nicht anzunehmen, daß die Deputiertenkammer sich dieser Auffassung der Senatskommission fügen werde. Die am Donnerstag in der Kirche St. Augustin für den Prinzen Louis Napoleon abgehaltene Todtenfeier verlief in größter Ruhe. Die Regierung ließ den Bonapartisten volle Freiheit bei dem Arrangement und traf nur Vorsichtsmaßregeln, um die Bonapartisten, falls sie sich Provocations erlauben sollten, gegen die Voltswuth zu schützen. Als die Matadore der Partei, wie Cassagnac, Canrobert, Haußmann, Bourbaki, Pietri u. f. w. erschienen, verhielt sich indeß die meist aus Neugierigen bestehende Menge ganz ruhig. Unter den Anwesenden bemerkte man auch die Fürstin Metternich. Von dem diplomatischen Corps fehlte nur Fürst Orloff, der in Baden-Baden weilt. Daß Prinz Icröme und die Prinzessin Mathilde sowie das Ex-Königspaar von Spanien anwesend waren, wurde bereits telegrafisch gemeldet. Allgemein aufgefallen ist dagegen die Abwesenheit Mac Mahons sowie einer legitimistischen Deputation, welche nach Versicherung der bonapartistischen Journale einen Immortellenkranz überbringen sollte. In Summa braucht die republikanische Regierung nicht zn bereuen, daß sie ihreu Gegnern eine Kundgebung erlaubte, wie sie von den vorhergehenden Regierungen schwerlich gestattet worden wäre. Die „Patrie" erklärt sich zu der Mittheilung ermächtigt, Prinz Jerome Napoleon wolle weder Paris noch Frankreich verlassen und werde sich deshalb aller Kundgebungen enthalten, welche einen Vorwand zu Sicherheitsmaßregeln gegen ihn abgebe» könnten. Der Prinz will sich offenbar ein Beispiel au dem Grafen von Paris nehmen, der es versteht, als Prätendent unbehelligt in Frankreich zu bleiben und sogar Oberst der Territorialarmee zu sein. „Gaulois" und „Globe" berichten über eine Unterredung, welche Reporter dieser Blätter in Chislehurst mit Herrn Rouher gehabt haben. Letzterer änßerte sich in beiden Fällen ziemlich übereinstimmend in folgender Weise: „Ich habe mir alle erdenkliche Mühe gegeben, den Prinzen von seinem Vorhaben, nach dein Cap zu gehen, abwendig zu machen. Ich stellte ihm vor, daß das Risico in gar keinem Verhältnisse zu dem Vortheile stünde, welchen die kaiserliche Sache aus diesem Schritte ziehen werde; er wollte aber nichts hören nnd forderte mich vielmehr anf, mit ihm ganz kaltblütig den traurigen Fall ius Auge zu fassen, der jetzt wirtlich eingetreten ist. Ich hielt ein solches Unglück gar nicht für möglich und ging nur, wie wenn es sich um eine ganz abstracte These handelte, auf das Gespräch ein. In dieser Weise verabredeten wir, daß, wenn der Prinz Jerome Napoleon auch ferner deu Prinzipien der Bonaparte den Rücken kehrte und sich mit der Partei nicht versöhnen wollte, das französische Volk im Namen des kaiserlichen Prinzen aufgefordert werden foll. seine Stimmen dem Prinzen Victor zuzuwenden. Von einem förmlichen Vermächtnisse der obersten Gewalt an diesen Prinzen ist aber des Morgens nicht empfangen tünne, ließ sie aber durch ihr Mädchen bitten, sie möge sich so gut wie möglich unterhalten, und stellte ihr zu diesem Zwecke das ganze Schloß zur Verfügung. Das war die Gelegenheit, welche Alexa wünschte. Sie begab sich in das Zimmer der Haushälterin, welche sich über ihren Besuch freute. Alexa ^aate dev Haushälterin, daß sie alle Räume des Schlosses gesehen, bis auf einige Privatzimmer, die sie gern noch besichtigen möchte. „Ich will Sie selbst umherführen, Miß Strange," sagte Mrs. Matthews. „Die Wohnzimmer des Schlosses sind großartiger und prachtvoller, als die Staats» zimmer mancher anderer Paläste. Einige von ihnen enthalten Bilder von großem Werth, mit anderen sind interessante Geschichten verbuuden, die ich Ihnen erzählen will. wenn es Ihnen angenehm ist." Alexa zögerte. Es schien ihr nothwendig, Mrs. Matthews ins Vertrauen zu ziehen und ihre Absicht derselben mitzutheilen. „Ich habe einen besonderen Grund, diese Zimmer zu besehen," sagte sie, „oder doch weuigsteus eins derselben. Kann ich auf Ihre unbedingte Verschwiegenheit rechnen, Mrs. Matthews?" Die Haushälterin sicherte ihr, nicht ohne große Verwunderung, die strengste Verschwiegenheit zu. „Sie erinnern sich des Stückes der Kette, welches ich in dem Zimmer des ermordete» Marquis fand?" fragte Alexa. „Ja, Miß." „Ich brachte zwei Glieder davon nach London, — die andern befinden sich in den Händen des Pastors zu Mont Heron, — und zeigte sie Lady Wolga Clyffe. welche ein großes Interesse an der Entdeckung des Wirtlichen Mörders zu haben scheint." (Fortsetzung folgt.) >nie die Rede gewesen. Man kann nicht vermachen, was man nicht hat, und überdies ist das Erbrecht nach imperialistischem Staatsrcchte stets dem Willen des Volkes untergeordnet. Der nächste Erbe des Prinzen bleibt der Prinz Ic'rumc, und er wird sich den Pflichten dieser Erbschaft auch nicht entziehen können. Mein Glaube an die Zukunft unferer Sache ist nicht erschüttert. Der Tod nnseres Prinzen verleiht der napoleonischen Legende nur eiuen neuen Glanz: er ist der erste Napoleon, der auf dem Schlachtfelde stirbt. Nicht aus persönlichem Interesse oder übertriebenem Ehrgeize hat er sich in diese Gefahr begeben ; er kämpfte an der Seite von Freunden für die Sache der Civilisation. Früh oder spät wird die Erinnerung an dieses edle Verhalten seinem Nachfolger zugute kommen. Das junge Geschlecht ist napoleonisch gesinnt. Unser Prinz hielt mehr als einmal die Ungeduld und Kampflust seiner juugeu Anhänger im Zaume. In diesem Sinne dürfte sein Abgang bald fühlbar werden; die politischen Leidenschaften werden sich ohne jeden Zügel entfesseln, und das Land wird sich bald nach einem neuen Kaiser umsehen. Was mich betrifft, fo sehne ich mich nach so harteu Prüfungen uud Schlägen nach Ruhe und Zurückgezogcuheit. Ich werde stets bereit sciu, meine Kräfte der Sache zu widmen, in der ich das Heil des Landes erblicke, aber auf persönlichen Einfluß werde ich keinen Werth legen." Dem „Gaulois" zufolge haben die Herren Ferdinand Varrot und Graf Joachim Murat im Namen der Altbonapartisten eine neue Unterredung mit dem Prinzen Napoleon gehabt, und man wäre auf dem Wege, sich zu verständigen. „Ich bin nicht so schwarz, wie man mich malt", hatte der Prinz zu dein Grafen Murat gesagt. Auch in einer am 24. v. M. im Cirque Fernando abgehaltenen Versammlung, in welcher der Bonapartist Pascal für die Schulbrüdcr agitierte, fagte der Abgeordnete Robert Mitchell in einem Schlußworte mit sehr verständlicher Anspielung, es handle sich jetzt nicht um Personenfragen, sondern um das imperialistische Prmzip. Auch die Republikaner hätten im Jahre 1871 um der Sache willen Herrn Thiers als Führer angenommen, obgleich sie ihn bis dahin gründlich gehaßt hätten und ihm nicht minder verhaßt gewesen wären. Aehnliche Andeutunaen machte Herr Jules Amigues. l Zur Orientfrage. Die Aufhebung des Fermans von 1873 und die Herabsetzung Egypt ens zu einem Paschalik scheint in Berlin nicht sehr günstig aufgenommen zu werden. Die ..Norddeutsche Allgem. Zeitung" schreibt diesbezüglich: „Da der aufgehobene Irade den Khedive zum selbständigen Abschluß von Verträgen mit dem Auslande und zur Haltung einer eigenen Armee ermächtigte, so liegt die Tendenz der in Rede stehenden Maßregel klar am Tage. Am Schlüsse sucht die Note das Einverständnis der Mächte durch die Verheißung zu gewinnen, daß die Pforte ihren ganzen Einfluß zur Geltung bringen werde, um die Finanzen Egyvtcns zu consolidieren und die gegenwärtigen Mißbräuche daselbst zu beseitigen." Wie der „Pol. Korr." aus Philippopel vom 27. Iuui gemeldet wird, weigert sich der ostrumelische Directiousrath, mit den vön der Pforte ernannten Zivil- uuo Militärbeamten Dienstverträge abzuschließen, und wird derselbe die Entscheidung dieser Frage der künftigen ProvinMversamluluug überlassen. Man will aus diesem Verhalten des Directiousrathes den Schluß ziehen, daß derselbe die Verwaltung Ostrumeliens auf Grundlage des Suzeränetätspriuzips zu decentralisieren beabsichtige. Aus Konstantinopel wird der „Pol. Korr." geschrieben, zwischen der Pforte und Oesterreich-Ungarn herrsche das vollständigste Einvernehmen, nud es sei nicht die mindeste Gefahr vorhanden, daß das Occupatiousrecht Oesterreich-Ungarns in Novibazar auch nur im mindesten verkürzt werde. Oesterreich-Ungarn werde vou diesem seinem Rechte in der ihm gutdünkenden Weise Gebrauch machen und es nicht zulassen, daß irgend eines seiner wohlverstandenen Interessen eme Schädigung erleide. Der Sultan lebt wieder in steter Angst vor Complotten. Eö ist ihm ein Drohbrief zugekommen, in welchen: er aufgefordert wird, da er kein legitimer Padischah, sondern cm Usurpator ist, rasch abzudanken, weil er sonst von Leuten gestraft würde, die geschworen haben, seiner schlechten Regierung uud seiner Usurpa« tion ein Ende zu machen.' Der Sultan beeilte sich, diesen Brief dem Großvezkr zu zeigen, und dieser meinte, daß den Souveränen >n Europa derlei Dinge häufig zustoßen, ohne daß sie sich im geringsten darüber beunruhigen; der Sultan möge es gleichfalls gleichgiltig aufnehmen. Ganz harmws scheint übrigens die Sache nicht zu sein. Von der ^Heimen Palastpolizei wurden eiu Oberstlieutenant, ein Major und drei andere Offiziere der Schmähung des Sultans beschuldigt und deshalb exiliert. Weitere Verhaftungen fanden in der Militärschule von Paucaldi stc^t. Es soll dortselbst eine Verschwörung entdeckt worden sein, wonach einige junge Leute beim Freitagsgebet in der Moschee auf den Sultan hätten schießen sollen. Drei Eleven wurden verhaftet, und man hörte weiter nichts von ihnen; mehrere andere minder Schuldige sind nach Hanse geschickt worden. Die montenegrinische Grenzrcgulierung ist thatsächlich ms Stocken gerathen, und von türkischer wie von montenegrinischer Seite werden Circular« oten ail die Mächte vorbereitet. Die Türken und ihre Freunde Weben die Schult) der erstandenen Differenzen der österrclchlschen „Generalstabskarte" zu, welche so fehlerhaft sem soll. Mit Bezug auf diefe Meldung schreibt die „Presse": „Vor allem haben wir darauf zu bemerken daß es nach der strengen wissenschaftlichen Terminologie keine ..Generalstabskarte", sondern nur SpeMl- und Generalkarten gibt, und zwar je nach der Große des Maßstabes, welcher zur Anwendung kommt. Dem Berliner Congreß blieb nichts anderes ^l. °ls d'c relativ beste der über die Türkei bestehenden Karten dem Fricdensinstrumente zugrunde z" lZen. D,e Wahl ist auf die österreichische „Generalkarte der Türkei" gefallen, die also keine Spezial- « „Generalstabskarte' ist Daß diese Geueralkarte als solche nicht frei von Fehlern ist, hat kein Kundiger in Oesterreich behauptet weil sie nicht aus einer regelrechten Mapvie> mug, sondern auf Grund von 5 1-l, vuL-Anfualnnen üings einzelnen Routen, deren Zwischeuräume dnrch Erkundigungen uud vorliegendes älteres Kartcumaterial ausgefüllt wurden, im Verlaufe vou vier Jahren cut-stauden ist. Neun es der Türkei um die baldiqe Re-gulicruug der montcucgriuischeu Grenze zu thun' wäre, brauchte sie sich nicht au etwaige Irrthümer der Karte, sondern an die Iuteutionen des Berliner Vertrages zu halteu. Die Schadenfreude der Turkophileu über memals verleugnete Fehler der mehrcrwähuteu Generalkarte zeigt nur. daß sie auch iu diesem Falle ihreu Witz an Diugeu übeu, von denen sie thatsächlich mchts verstehen." > -? -, Der Krieg in Südamerika. Durch die Zeitungeu gehen Nachrichten von einem neuen großen Kampfe zwischen der peruanischen uud der chileuischeu Flotte. Dieselsien beruhen jedoch auf einer nicht schwer zu erkennenden Verwechslung; was ihnen zugrunde liegt, ist weiter nichts, als ein über Newyort eintreffender Auszug aus amtlichen Meldungen über das wohlbekannte und vielbesprochene Seegefecht vor Iquique uom 21. Mai. Diese Mittheilungen, von peruanischer Seite ausgehend, enthalten einige Eluzeluhelten, welche zur Vervvllständigmia und Berichtigung der bisherigen Angaben dienen können Das peruanische gepanzerte Widderschiff „Huascar" hatte das chilenische Holzschiff „Esmeralda" zwischen sich und die Feldarttliene au der Küste zu brinacn gewußt uud feuerte acht 300pfüudige Geschosse qeaen dasselbe, von denen eines in den Maschinenraum der .Mmeralda" einschlug und alle Maschinisten tödtete. Da die See hoch ging. beschloß Kapitän Grau vom „Huavcar", den Feind m den Grund zu bohren. Die beiden ersten Bcrsuche waren erfolglos, da die „Esme-ralda" sich abzuwenden wußte; beim dritten male aber wurde das hölzerne Schiff mitten in den Rumpf ae-truffen, wahrend der „Huascar" zugleich zwei Schüsse aus den beiden Drehkanonen gegen dasselbe richtete. ""?. ?ng !!"" w" Mei. Der Kapitän der „Esme-ralda" desseu Name Prats ist, nicht Thompson, wie früher berichtet wurde, stel mit anderen an Bord seines Schiffes; die überlebende Mannschaft wurde aefauaen uach Iqmquc gebracht. Die frühere Angabe, daß der Kavitäu die „Esmeralda" in die Luft gesprengt habe. erweist sich demnach, wenigstens der peruanischen Darstellung gemäß, als irrig. Der „Huascar" verlor den Slgnalofflzier uud hatte zwei Verwundete; Schäden erlitt er fast gar nicht. Der andere Theil des Gefechtes spielte sich, we-mger günstig flir Peru, zwischen der peruanischen Panzerfregatte ,^ndependencia" und dem chilenischen Holzschlffe „Covadouqa" ab. Erstere jaate letzterer nach uuo wollte den Feind niederrenuen, als sie auf emen verborgenen Felsen auflief; sie war der „Cova< douga" schon so uahe. daß die Masten sich berührten. Als die „Independcncia" sich ans die Seite neigte nnd die Matrosen zum Theile schon knietief im Waffcr standen, gab sie noch eine Breitseite auf die ,Cova< duuga" ab. Der Kapitän der letzteren ließ auf du' Mannschaften der „Iudeftendencia", welche dem Landi' zuschwammen, Feuer geben — so wird von pernanifche» Seite behauptet. Die „Covadouga" entkam fast siukeud nach Autofagasta; die „Iudepeudcncia" hat, nach chileui schen Berichten, als sie schon aufgelaufen war, noch eincü Schliß unterhalb des Panzers erhalten und ist ei,' vollkommenes Wrack geworden. Von Iquique suhl' der „Huascar" uach Autofagasta und feuerte a'" , 26, Mai auf diese Stadt; da er indessen die dortige" , chilenischen Batterien nicht zum Schweigen bringc'lH konnte, dampfte er fort, wahrscheinlich, um sich mit d^» übrigen peruanischen Flotte bei Callao zu vereinige»' 1273 Der Saatenstand in Oesterreich-Ungarn. Das k. k. Ackerbauministerinm veröffentlicht soeben auf Grund amtlicher Erhebungen von Mitte Juni l. I. nachstehenden Bericht über den Stand der Saaten in Oesterreich-Ungarn: Die Witterung in der ersten Juni-Hälfte war im allgemeinen durch eine der Jahreszeit angemessene ziemlich hohe Temperatur und durch sowol zahlreiche als ausgiebige Gewitterregen ausgezcia)nct. Die letzteren nahmen überhaupt nicht selten, namentlich aber in Mahren, den Charakter von Woltenbrüchen an und verursachten m diesem Lande sowie auch in Schlesien, m Wcstgaliz.cn, in Nicderösterreich und im nordwestlichen Theile Ungarns namhafte Überschwemmungen, von denen die durch das Austreten der March, der Thaya und der Oder herbeigeführten die bemcrtcns-werthestcn waren. Auch Hagelschläge in ungewöhnlicher Menge stellten sich ein, darnntcr sehr verheerende, von denen hier nur die iu Westgalizien und am Plattensee vorgckulnmenen erwähnt werden mögen. Glücklicherweise waren die Niederschlage wenigstens m jenen Ländern, welche in frühereu Perioden dieses Jahres wiederholt durch ciu Uebermaß derselben gelitten hatten, namentlich Tirol, Görz, Istricn sowie Kruazlen uud Slavomen, diesmal um mäßig, und zwar nieistcutheils auf die zwei bis vier letzten Tage der Periode beschränkt, während in Krain und Dalma-zlm sogar bereits Trockenheit herrschte. Trotzdem wurde die übermäßige Nässe in den erstgenannten Ländern, namentlich Kroazicn uud Slavonien, noch nicht überall behoben. So steht längs des nntcrn Laufes der Saue noch immer das Innndationswasscr auf weiten Ebenen, obwol die Save selbst bereits tics in ihrem Bette rinnt. Amlng und wohlthätig waren die Niederschläge in N'.""' ^berösterrcich, Salzburg, Slciermart nnd "^'" Agenden Ungarns, namentlich in I" den am weitesten gegen Osten ge- Vrack ^ nnd der Bukowina ent- Machul die starken Gewitterregen, welche sich dort ein-stellten^ einem bereits lebhaft nnpfnudenen Bedür.u e. ^ Temperatur erreichte keine bcmerkenswertlen Hitzegrade, lond dagegen mit einer einzigen - e me Gegend im Nordweste», Ungarns betreffenden — Auö nähme mich nirgends als kühl bezeichnet, und war auch m deu Hochgebl^en der Alpen hoch genug, um die dort gelegenen starken Schnccmassen vollends zum Schmelzen zu bringen. M^?°l^" blüht noch in Galizien sowie auf den Mittelgebirgen und den Vorbergen der Nordwc tlän-^'^ lwrdlichcu Alpen. Sonst ist derselbe überall bereits verblüht, uud steht dessen Ernte in der südlichen Hone noch i,u Laufe des Monates bevor. Die Blüte wurde zwar größercntheils beregnet, doch erwuchsen aus diesem Umstände nur in Mähren und Schlesien und theüwelse in Galizien erhebliche Schäden in gröberer Ausdehnung, während es in den übrigen Zandern namentlich in Böhmen, Nicderösterreich, ^teiermark, Kärntcn und Siebenbürgen, im allgcmei-3m ^ "«""l sehr befriedigenden Körne, ansähe kam. Allerdings wurde auch ziemlich viel Roggen während ^5 ^ gelagert, uud gibt es in den meisten Ländern auch Gegenden, in welchen über schartige, lücken> ^^^^"u> doch bilde!, dlese/wenig-R ttt 2il^. ^"?7'^" ^'"chten. nur Ausnahmen. A br ^ wird owol die schöne Entwicklung der des Halmes gelobt nnd in vInmn.^ "^!l,^"' ^'satz für den ziemlich häufig vorkommenden schütteren Stand erwartet. Nn". n'.^" 'ch^t,m allgemeinen in der nördlichen U ,.' ^ ^"!. ^lM" und blüht in der mittleren, und ^gM"s bereits größtenthcils ab-?. N's "^^^at slch größteiuheils erholt, insofern ".u "Haupt Erholung bedürfte, und we.st nun im äug nemcn e.nen fchönen, dichten, nur dnrch das Un^ iin^. ^'^""lchcn beeinträchtigten Stand nnd eine ge-d sn.Z"'^ °"l- Ueber vergilbte Winterfaaten liegen N i vör" ^"" ^V?" ""d Schlesien einzelne Nach-de?sel .> ?, ^"' ^ hat nicht weiter uin sich gegnsfen, nord^ !?' ". Galizien Niederösterreich und im da n^i? .^"""ll"" in größerer Verbreitung, .lnd anch aetrnss , ^ "^ /"" ""tcrsten Theile des Stängels an-nicht be^^" ^ "berflächlicher Betrachtung also gar aeM,^ b"" Stande der Gerste verhält es sich un-Nl. '7"!o w,e mit jenem des Weizens, mit dem Unter^ eu ül.','' ?"' ^"^ der weniger günstigen Nachrich-"wV?b r'H^'" ^ bezüglich'des^ckizens, solclje Tbeile s^ "^ vorkommen. Ein „schwacher", znm ms ers'K"""" Stand der Gerste wird beuchtet r n WesWal '"' (A'rlchterstatter-) Slalione,. in Mäh. as Da nan> "' ^"d der Nordhälfte Ungarns sowie 'ft meraerste ist j, ''^"2 kegetatlonsstad...,,. der Som-a « i.^ d e Ni ^'""'eu noch etwas weiter znrück, dus/.^ric^ ^^' Da der Anban erst im Laufe UÄ ! K ""^ "sendet wnrde, konunen natür-N '"^'1..,?^"^""g die größten Verschiedenheiten vm' . ^ "^ ^ ^ '"'"^' jedenfalls beträchll.ch weniger "v" dieser Frucht, als in gewöhnlichen Jahren. Dies UM „ich! nur von Somniergerste, sondern auch von oer Wintergerste. Mgesueul^lieileu. — (Zum Rector Magnificus der Wiener Universität) für das Studienjahr 1879/8.» wl.rde Hofrath Dr. Brücke von der medizinischen Fa-cultä't (Protestant) mit allen gegen die vier Stimmen der Theologie gewählt. Dr. Brücke ist der erste nicht-katholische Rector seit Begründung der Universität. — (Vom Glocknerhauso.) Bekanntlich sollte heuer das Untcrkunftshaus auf der Elisabcthruhc nächst Hciligcnblut am 1. Juli eröffnet werden. Da indeß durch die bedeutenden Schnecinasscn die Passage zu diesem Touristenhause noch uuprattieabcl ist, so ist die Ausführung des ursprünglichen Planes nicht möglich geworden; man hat aber schon begonnen, durch Aus-schauflnng des Schnees einen Weg auf die Pasterze herzustellen, und so wird die Eröffnung des Glöckner-Hauses an. b. Juli erfolgen können. — (Eine entsetzliche Blutthat.) Aus Prag wird folgendes berichtet: „Ein entsetzlicher Massenmord ercigucte sich Freitag vormittags nm 11 Uhr im Hause Nr. 882—I, genannt „u /^nn'ilu". Im Hoftractc dieses Hauses wohnt im ersten Stockwerke der Galanteriewaren-erzcugcr Josef Deport, wo er auch seine Werlstätte hc>t. Er beschäftigte zwei Gehilfen, den Wilhelm L.mdshut nnd Johann Voudra, dann die Arbeiterin Anna Voudra, Um N Uhr vormittags erschienen oci H. Kevort der 21jährige Lithograph Josef Voudra und der l 7jährige Galantericwareuarbciter Anton Voudra, Brüder des bei Keport beschäftigten Gehilfen Johann und der Arbeiterin Anna, und verlangten eine große Brieftasche. H. Kefturt wendete sich zu dem Kasten um, wo er seine Muster-ware hat; iu diesem Augcublicke drehte., die Angekommenen den Schlüssel in der Wuhnungsthür ab, zogen jedcr einen scchSläufiiM Revolver heraus, nnd nuu fiel zum Entsctzeu der Hausbewohner ein Schuß nach dem audcrn. Verzweifeltes Geschrei nnd das Wl.thgebrüll der entmenschten Mörder War alles, was man ocrnahm. Ehe sich die Hansbcwohncr vom ersten Schrecken erhull hatten und zur Thür geeilt waren, um in die Wohnung ciuzudriugeu, spraug einer der Gehilfen, Wilhelm Lcmdshnt, aus dem Fenster in den Hof hinab, wo er. ganz von Blut überströmt, in der linken Hüfte angeschossen, liegen blieb. Erst nach längerer Mühe gc. lang es. die Thür zu erbrechen nnd einzudringen. Es war ein schauerliches Bild, das sich deu Eintretenden bot. Auf den Fußbuden lag die Arbeiterin Anna Vondra im Blute und rang mit dem Tode; Frau Keport, gleichfalls aus mehreren Wunden blutend, schützte ihr anderthalbjähriges Kind vor den Hieben der bestialischen Wüthcrichc; Herr Krport suchte Frau und Kind zu schirmen, obschuu er gleichfalls heftig blutete, und iu eiucm audcru Winlel lag, vun Btnt überströmt, Johann Vonbra. Mitten nntcr den tläglich um Hilfe Rufenden nnd Acchzcnoeu rasten die beiden Wütheriche wie sinnlos, «einer von ihnen hieb noch mit dein Kolben des Revolvers in den Kopf der sterbenden Schwester, Die herbeigeholte Polizei fesselte zuuächst die beiden Mörder, und jetzt giug mau darau, den Opfern derselben, soweit es möglich war, Hilfe zu bringen. Anna Bondra verschied, ehe noch ein Arzt erschien ; fic hatte in der rechten Rückenscite eine Schußwunde und oberhalb des linken Ohres viele Hieb- und Stichwunden. Frau Anna Keport hatte im Oberarm zwei Schußwunde», das kleine Kind hat den Schädel von den Hiebe» mit dem Revolverlolbcn wie ein Sieb durchlöchert; das Gehirn trat heraus, ein Stück der Hirnschale des armeu Kindes ist eingeschlagen, natürlich lebt das arme Wesen nicht mehr; Herr Kcpurt hat in« rechten und im linken Vorderarme Schußwunden, mehrere Hieb- und Stichwunden, mit einem Buchbindcrmcsscr beigebracht, welches die Mörder zum Abschlachten der bcdaucrnswerthen Opfer ergriffen hatten. Am ärgsten ist jedoch der zweite Gehilfe. Johann Vondra, der Brnder der Mörder, zugerichtet; derselbe hat Schnß- nnd Hiebwunden, und zwar im ganzen 2l, welche sämmtlich mehr uder minder lebensgefährlich sind. Die Verwnndcten wurden schleunigst iu die Krankenanstalt der barmherzigen Brüder übertrage», Frau Keport in das allgemeine Krankenhaus, die ermordete Anna Vundra iu das auatmnisch-pathulogische Institut. Ein Bild des Jammers war es, deu armeu, schwcrvcrwuu-deteu Herrn Kcpurt mit seinem blntendcn Kinde auf einem Bette beisammen zu sehen, Die cutmcufchtcn Brüder hatten diesertagc die bei Herrn Keport arbeitende, nun gemurdetc Schwester Anna mißhandelt, Herr Keport erstattete als ihr Dienstherr davon bei der Polizei Anzeige, und die rohen Brüder wurde» zu drei Tagen Arrest verurthcilt. Heute huttcn sie die Strafe abgebüßt und kamen, um eine fo fürchterliche Rache zu uchmeu." — (Eiu Wieuer als Bürgermeister von Teheran.) Wie man der „Presse" meldet, hat Schach Nassr-liddin den im vergangenen Winter nach Persien ausgcwandcrtcu österreichischen Unterthan Grafen Montc-furte zum Bürgermeister (Schach El-Aclcd) der Reichs-nnd Residenzstadt Teheran ernannt. Graf Mo»tesurte erhielt nämlich gleich nach seiner Antunft in Teheran eine Stelle bei der dortigen Polizei, in der er su vortreffliche Dienste leistete, daß ihn der Schach jetzt zum Bürgermeister dieser Stadt ernannte. A» Gehalt bezicht der Bürgermeister von Teheran bei 600(1 ft. ö. W.; auch hat er »och Nebe»ei»lü»ftc und übliche Amts« wohnnng. Er ist zugleich Oberrichter der Stadt, und steht ihm das Recht zu. Einkerkerungen und auch körperliche Züchtigungen zu verhängen. Da man in Teheran das Institut eines Gemeinderathes nicht kennt, so ift der Bürgermeister nur dem Großvezier verantwortlich. fokales. Die gestrigen Neichsrathswahlen in den kraini-jchcn Städten und Märkten. Das Ergebnis der gestern in sämmtlichen kraini-schen Städten vorgenommenen Reichsrathswahlen ist zu entschiedenen Ungunsten der liberalen verfassungstreuen Partei in Kram ausgefallen, indem in sämmtlichen drei Städte-Wahlbezirken die Kandidaten der nationalen Partei gewählt wurden. Die Betheiligung am Wahlacte war diesmal überall eine außerordentlich lebhafte, da von beiden Parteien alles aufgeboten wurde, den eigenen Kandidaten zum Siege zu verhelfe.,. Speziell in Laibach erfchienen von circa N 70 Wählern 885>, somit nahezu 70 Perzent — eine bisher noch niemals erreichte Zahl - am Wählertische. Verhältnismäßig noch zahlreicher war die Betheiligung, so weit nns bekannt, iu einign, unterkrainischen Städten, wie z. A. Mottling, wo 86 Perzent, und Tschernembl, wo sogar i»0 Pcrzcnt aller Wähler ihre Stimmen wirklich abgegeben haben. Von den in Laibach abgegebenen 885 Stimmen entfielen auf den Kandidaten der nationalen Partei, Herrn Hofsckretär Josef Schneid Ritter v. Treuenfeld, 4'.)4, ans den Kandidaten der verfassungstreuen Partei, Herrn Landesausschuh (5arl Deschmanu, 387, ans die Herren Hofrathe Dr. Ritter v. Kaltenegger nnd Freiherr v. Schwegel je 1 Stimme, 2 Stimmzettel wurden leer abgegeben. Es erscheint somit Herr Ritter v. Schneid-Trcurnfeld mit einer Majorität von 107 Stimmen znm Vertreter der Landeshauptstadt Laibach gewählt. Zwar ist das Wahlresultat der mit Laibach gemeinschaftlich wählenden Handels- und Gewerbe-tamn.er, die sich heule um '/< I I Uhr vormittags zu diesem Behnfe versammelt, noch ausständig, doch ist dasselbe angesichts dieser bedeutenden Maiorität vollkommen irrelevant, da die Zahl der stimmberechtigten zt'ainmerräthe nur 24 betrügt und somit das gestrige Wahlergebnis meritorisch nicht alterieren kann. In der ober- und innerkr ainischen Städte-Wahlgruppe Stein, Neumarktl - Krainburg - Lack - Rad-mannsdorf-Id.ia-Laas - Adelsberg > Oberlaibach wurden im ganzen 507 Stimmen abgegeben, hievon entfielen auf den gewählten Kandidaten der nationalen Partei, Herrn Dr. Josef Potlutar, 280, während der Kandidat der verfassungstreuen Partei, Herr Bezirls-hanptmann Dr. Julius Fränzl Ritter von Vesteneck, mit 220 Stimmen (— 60) in der Minorität blieb. Vier Stimmzettel (3 in Stein und 1 m Radmannsdorf) wurden leer abgegeben, je eine Stimme erhielten die Herren: Bezirlshauptmann Mahlot (in Laas), Dr. Eduard Deu (in Adelsbeig) und Johann Poklnkar (in Oberlaibach.) Das Stimmenverhältnis in den einzelnen Wahlorlen war folgendes: Dr. Potlukar Dr. R. o. Vesteneck. Stein 72 7 Nenn.arkll 10 26 Krainburg üb 36 Lack 24 24 Radmaunsdorf 21 21 Idria 10 57 Laas 28 — Adclswg 38 37 Oberlaibach 22 12 Summe 280 220 In. nnterkrainischen Städte - Wahlbezirke Weixelbnrg- Landstraß- Rcifniz - Tschernembl. Mottling-Gottschee - Vindolfswerth - Gm lselo betrug die Gefammt-zahl der abgegebenen Stimmen 431. Gewählt wurde mit 234 Stimmen de. bisherige verfassungstreue N( ichsraths^ und Landtagsubgeordnete und nunmehrige Kandidat der nationalen Partei, Großgrundbesitzer Herr Albin Gras Margheri; fein verfassungstreuer Gegenkandidat, Herr Hofrath Franz Kromer, unterlag mit 1<.)4 Stimmen (— 40). Zwei Stimmzettel (je l in Mottling nnd Weixelburg) waren leer, 1 (in Mottling) lautete auf Franz Furlan. Das Verhältnis der Stimmen in den einzelnen Wahlorten war folgendes: Graf Margheri Hofrath Kromer Weixelburg 21 11 Landstraß 20 5 Reifniz 28 10 Tschrrncmbl 26 11 Mottling 63 21 Gottschce 6 56 Rndolfswerth 39 51 Gurkfeld 31______________29 Summe 234 194 Was speziell den Wahlact in Laib ach betrifft, so ging derselbe trotz der äußerst zahlreichen Betheiligung und der beiderseits sehr regen Agitation im ganzen doch ziemlich ruhig vor sich, ohne daß es zu Aeußerungen besonderer Erregung gekommen wäre. 1274 Als Vorsitzender der Wahlkommission fungierte Herr Anton Ritter v. Gariboldi, der dieses ebenso schwierige als Physisch anstrengende Geschäft mit Gewandtheit und allseits anerkanntem Takte durchführte. Als Regierungskommissär war der Kommission Herr Regierungsrath v. Fladung beigegeben. Die Stimmenabgabe nahm volle sechs Stunden — von 8 bis 2 Uhr nachmittags — in Anspruch, da die erste Verlesung der Wählerliste erst um halb 1 Uhr beendet war. Weitere zwei Stunden brachte die Kommission mit dem Scrutinium zu. so daß das ziffermäßig sichergestellte Resultat der Wahl, dem man diesmal mit ganz besonderer Spannung entgegensah, erst gegen 5 Uhr nachmittags in der Stadt bekannt wurde. Die Atalnica signalisierte dasselbe sofort durch Aufhissung einer weiß-blau-rothen Fahne auf dem Dachfirste. Im Verlaufe des Wahlactes wurde vom Herrn Landesausschusse Dr. Robert v. Schrey gegen die Zulassung zur Wahl der seit heuer in die Wählerliste des Großgrundbesitzes aufgenommenen vier Laibacher Domherren: Propst Josef Suppan, Johann Kramar, Franz Merscholl und Andreas Volc, unter Berufuna auf die Relchsraths-Wahlordmmg. derzufolae niemand persönlich em doppeltes Wahlrecht ausüben' dürfe, mit Erfolg Protest eingelegt, indem die Kommission nach kurzer Debatte und - angesichts der Stimmengleichheit — nach erfolgter Dirimierung des Vorsitzenden ,m Sinne des Dr. v. Schrey'schen Protestes, beschloß, die genannten vier Domherren zur Stimmenabgabe ?^ch ^ . "^- ^" "°" einem unbeteiligten Wähler (Dr. Poklukar) gegen diesen Beschluß erhobener Protest wurde zurückgewiesen, dagegen jener eines der betroffenen Domherren (Fr. Merscholl) zu Protokoll genommen. . . ?W dem gestrigen Tage ist der größte Theil der lramlschen Reichsrathswahlen beendet. Alle bisher ve-sttzten acht Mandate sind bekanntlich der nationalen Partei zugefallen, während in der abgelaufenen Reichs-rathssesston vier derselben (Landgemeinden Treffen-Gottjchee und die drei Städtewahlbezirke) in den Händen der verfassungstreuen Partei waren. Für die letzten zwei noch offenen Mandate des kraimschen Großgrundbesitzes, der bisher bekanntlich stets verfassungstreu gewählt hat, findet übermorgen um 10 Uhr vormittags im Regierungsgebäude dle Wahl statt. -" (Vom Schießstande.) Beim vorgestrigen Bestschiehen der hiesigen Nohrschützengesellschllft gingen auf der Feldscheibe die Herren Einerich Mayer und Josef Zenari und auf der Standscheibe Herr Johann Kurzthaler als Bestgewinnel. hervor. — (Einbruchs dieb stähle.) In den ebenerdigen Lokalitäten des Hausetz der Frau Agnes Hostnig in Stein wurde in der Nacht zum 18. r>. M. von unbekannten Thätern durch Eindrücken einer Fensterscheibe emgcbruchen und hiebei eine Quantität LebcnSmittcl und Wüsche entwendet. Gegenstände von größerem Werthe standen glücklicherweise nicht im Bereiche der Gauner. -- Am 11. v. M. wurde beim Grundbesitzer Johann Porenta m Safniz im Gerichtsbezirke Lack eingebrochen, und wurden hiebei aus einem in einem Wohnzimmer gestandenen versperrten Kasten eine Zilinderuhr sowie mehrere Gold- und Silbermünzen im Gcsammtwerthe von 50 st. gestohlen. . . I" (steckbrieflich Verfolgte.) Gegen nachstehende Personen wurde die steckbricfliche Verfolgung emgelettet: 1.) Maria Stalzer. 21 Jahre alt, wegen emes zum Schaden des Andreas Lehjat in Laibach vcr> übten D.ebstahls von 105 Silbergulden (Landesgericht I Ä .' ^ ) Jose Herbst. 18jähriger Bauernburschc aus Altlack, wegen Verbrechens des DieMahls (Kreis-ger.cht Nudolfswerth); 3.) Ferdinand Sudnil. 17jähri-ger Bauernbursche aus Zalog, Pfarre Zirklach im Bezirke Stein, wegen emes zum Schaden des Hribernik m Pla-mca verübten Diebstahls; derselbe soll sich nach Ver^ Übung der That in den Lacker Bezirk geflüchtet haben (Landesgericht Laibach); 4.) Mathias Kristian. ^jähriger Kaminfegers-Lehrjunge aus Hotavlje im Lacker Bezirke, wegen Verbrechens des Diebstahls (Landesgericht Laibach); 5.) Matthäus Koschutnig. 64jähriger Vagant, gebürtig aus St. Margarethen im Bezirke Ferlach, des Verbrechens des Todtschlages dringend verdächtig (Klagen-furtcr Landesgericht). Neueste Post. Original-Telegramm der „Laib. Zeitung." Wien, 30. Juni. Bisher bekannte Resultate der heutigen Neichsrathswahlen: In Wien Kuranda, Brestel, Iaques, Eduard Sueß, Lenz, Matscheko, Steudel, Kopp, Wiesenburg, Kronawetter, Löblich (9 Liberale, 2 Conservative); in Baden 1 Liberaler; in Oberösterreich 3 Liberale, 1 Conservativer; in Böhmen 13 Liberale, 1l» Czechen; in Salzburg ein Liberaler; in Schlesien 2 Liberale, 1 Nationaler; in Galizien 7 Polen, 2 Nuthenen; in Istrien 1 Slave, 1 Italiener; in Görz 1 Liberaler. Trieft, 29. Juni. (N. Wr. Tagbl.) Das sogenannte liberale, eigentlich aber föderale WalKomitc hat sich aufgelöst, weil kein Kandidat aufgefunden werden konnte, welcher das Programm bedingungslos acceptiert hätte. Heute finden zwei^ flovenifchc Wählcr-versammluugcn statt, eine in der 6italnica, dir andere beim „Jäger" für den dritten Wahltörper behufs Kandidiermig Naberqojs. Brunn, 29. Juni. (Deutsche Zt.^.) Heute abends um 7 Uhr ging hier ein schrecklicher Wolkenlnuch mit Hagel nieder. Straßen, Keller, ebenerdige Wuhnnngen waren sofort schuhhoch unter Wasser gesetzt. Der Tramwayverkehr war bis jetzt — 10 Uhr abends — unmöglich. Feldfrüchte und Gebäude haben durch die nußgroßen Hagelkörner beträchtlichen Schaden erlitten. In einem Gasthausgatten ist eine Pavillomnauer eingestürzt; die dorthin geflüchteten Menschen retteten sich mit genauer Noth. Die Straßen sind noch voll Schlamm und Wasser. Pest, 29. Juni. (N. fr. Pr.) Minister Baron Welickheim liegt seit Vormittag in der Agonie; sein Tod kann jeden Moment eintreten. Die Aerzte und die Grafen, Wenckheim, Sztaray und Almasy umgeben sein Krankenlager. Das Ableben des Barons würde allgemein lebhaftes Bedauern hervorrufen, da Wenckheim das populärste und geachtetste Mitglied des gegenwärtigen Kabi-nets und intimer Vertrauensmann der Krone ist. Wenckheim ist im Jahre 1811 in Pest geboren und war mit kurzer Unterbrechung seit 1867 Minister. Wenckheim gehört zu den sympathischesten Erscheinungen der ungarischen Aristokratie. A gram, 28. Juni. (Dtsch.Ztcz.) Der Warasdiner Landesgerichtspräsident Alexander Peiöic ist zum Präsidenten des Oberlandesgerichtes in Serajewo ernannt worden und ist bereits auf dem Wege dahin. Serajewo, 29. Juni. Der Stadtrath votierte dem FZM. Herzog von Württemberg, dem FML. Io-vanovic und den Hofräthen Notky und Vadovinac das Ehrenbürgerrecht. Hofrath Rotky tritt am 2. Juli einen Urlaub an. Bukarest. 29. Juni. (Frdbl.) Die ostrumelischc Negierung hat es definitiv abgelehnt, zur Krönung des Fürsten Alexander von Bulgarien Vertreter zu senden. Konstantinopel. 29. Juni. (Presse.) In den der Pforte nahestehenden Kreisen versichert man, die Russen werden bis znin 3. August auch Vajasid geräumt haben. — Der Ooevkulnmandant des an der ost-rumelischen Grenze aufgestellten Militärcordons wurde voll Osman Pascha angewiesen, keine Truppen mehr gegen die mazedonischen Insurgenten abzusendeil, um eine Armee intact zu erhalten. Alexandrien, 29. Juni. (Presse.) Ismail Pascha läßt wegen Ankauf eines Palastes in Neapel unterhandeln. Auch will derselbe noch in diesen, Som- mer ein österreichisches oder französisches Bad besuchen. Der Khedive beabsichtigt Nubar Pascha wieder in den egyptischen Staatsdienst zu berufen. Telegrafischer Wechselkurs vom 80. Juni. Papier. Rente 6l>'60. — Silber » Rente 68- — Gold« Rente 77 85. - 1860er Staats.AnIehen 125 75. - Vanl»Actien 820. - Kredit-Acticu 262 . - tzo„don 116-. - Silber -—. K. l. Münz» Dukaten 5 50. — 20. Franlen »Stücke 922. - 100«Rcichsmarl 5695. t5lnn«n Vmae Wien. 30. Juni. 2'/, Uhr nachmittags. (Schluhlurse) Krcditactien 262 10. 1860er Lose 125 75. österreichische vtcntc in Papier 66 65. Staatsbahn 276 5l/ Nordbahn 229 25, 20-ssrantcnstiicke 9 21'/«. unqar. Krcditactien 251-50. österreichische ssrancobanl --—. österreichische Änalobanl 12.^80. Lombarden 88 50. Unionbant 86 - Lloydactic.! 575 -türkische Lose 2180. Communal-A,il<.hen ,13 Eaupüsche —' Ooldrente 77 75. unaarischc (voldrcnte 93 75. Fester. Attstekommeue Fremde. Ani 29, Juni. Hotel Stadt Wien. Pollat, Handlsm., Trieft. — Globolnil Gelocrlsbes.. Eisnern. — Punligam, Minislenalosficial, und Äerioeis, Geschäftsreisender, Wien. - FulotolMi, k. t. Thier-arzt i. d. N. und Vezirksarzt, Markt Tüffer. - Noval Ober« lraiu. — D'Ancs, Fimue. Hotel Elefant. Luzzatli, Ksm.. Triest. — Nreisiugcr, Reali« tutendes., Oonobil^, — Meier und Viller, Kaufleute, stjraz. — Hladinss, Forstmeister, sammt Genlahlin. — Deutsch ssfm Innertrain, - Cölestinc Edle von Nebenan mit Tochter Fimstircheu. — Paulus, Graz. — Notschild, Kfm., Kanischa. — Prodjcivin, Ksm., Agram. Hotel Europa. Kobnidisch sammt Frau, Fiume. — Zanier, Tt. Paul, Naierischer Hof. Erger, Verwalter, Untcrgnrl, - Edcr, l. l. pens. Steuereinnehmer. — Rupper, Goltschee, Kaiser von Oesterreich. Pogorclc, Pferdehändler, Niederdorf. — Nossan. Gerber, Götenih. Mohren. Zcrue, Neumarltl. - Gollob, Schönstein. — Pieber. Nadmannsdorf. — Podssurschel. Stein. Verstorbene. «... ^".^^I""l. Emil Äiebcnfichrcr, Student 19^ Alter Marlt Nr. 17, LmMuschwindsucht. ^'"ouli, li, ^.. ^ ^^ Im Zivil spitale: ftiti^^.uttis^^^7'"^'^l'hmr, 6« I.. linl- Meteorologische Beobachtungen il^Laibach? ° ^Z W N ^ :^ D - "Z ^ Z: Z ?,k 5«z .-„ ^U.Ma. 73716 ^191 SW. s.schw. he'ite^-------------- '^. 2 „ N. 735 09 ^-32 2 SW. f. schw. I)eitcr o 00 9 „ Ab. 735 70 >23« WSW. s.sch. schwach beiu. ,^, Die schöne Witterung hält an- abends Wetterleuchten in A!.. NO. uud O. Das Tagesmiltel der Wärme 4- 218« um 2 «^ über dem Normale. Vsranlwmllichfr Ncdncteur: Oltomar Namberg, W Fur die herzliche Antheiluahme au dc,n un» W M erschlichen Verluste meines innigstaeliebten Gatten W ^ des Herrn ^ W Inspektors der l.l.priv. Süd bahn, W W sür die ehrende Anwesenheit bei der feierlichen Ein M M senmmss des theuren Dahiusscschicdcnrn, suioie fur die W M demselben c,cw>dmetcu schöneil Kränze saae ich me- W W mit ocu tirsgesühltesten Dant. ' " ^ ^ > ^ Laibach am 1. Juli 1879. W W Fanny Karabaczek geb. Fiala. W Börsenbericht. V vo^b^ll^ t ^^ "^^ ^^ Umsätze waren sehr schwach, da die Speculation den Eintritt des Iuli-Termines abwarten zu sollen glaubt. Die Kurse wurden aber «elb War« Pllpierrente........6665 6675 Silberrente........«770 ^gy Goldrente.........77 70 7780 «ose. 1854........118- 11825 « i860........126 - 12650 . 1860 (zu 100 fl.) . . . 128 - 128 25 ^ 1664........15650 157 Un«. Priimien«Anl.....102 50 102 75 lttedit'L..........170 50 171 - Nudolss.L.........1675 17 — Prämienanl. der Stadt Wien 11350 11375 DonaU'Ncgulicrungs'Lose . . 108 50 109' Domänen »Pfandbriefe . . . 141— 14150 Oesterr. H>chaßscheine 1881 rück» zahlbar.........101- 10125 Oesterr. Schahscheine 1882 rück» zahlbar........100 70 100 90 Ungarische Goldrente .... 9385 93 95 Ungarische EiseubahN'Anleihe , 11125 11150 Ungarische Eisenbahn«Anlcihe, Cumullltioslücke......11025 110 75 lwgarische Schatzanw. vom I. 1874..........-- _ - »lnlehen der Stadtgemeinde Wien in N. V......99- 9950 Velb Ware Trundcntlaftungsvbligatiouen. Vöhmen.........102— 103 — Niederösterrcich......10475 10525 Walizien .........89 - 8950 Silbenbnraen.......8275 83'25 Temeser Vanat......8350 84 Ungarn..........85 75 86 25 keilen v«n Vanlen. «elb Ware Auglo.österr. Nanl.....123 50 l23 75 Kredltanstalt .......26350 2'i3 75 Neposttenbllnl.......174 . 175- Kreditanstalt, nnqar, . . ' ^ 252 - 25225 Ocstcrreichisch-ungarische Van! 823 - 824 U'uonbanl ........8^50 86 75 Vertchrsban .......HU25 N6 75 Wiener Nantverein.....120 50 121' - «ctlen von TransvsrtUnterneh-mungen. Veld «Laie Alföld-Bllhn .......135 50 136- . DonaU'Dampfschiff..Gesellschast 569- 570 - Elisabcth.Wcstbahn.....179— 17950 Velb wa« Ferdinands»Nordbahn . . 2292-2297-Franz'Ioscph'Äahn .... 14475 l45— Oalizische Karl»Ludwig» Äahn 24l. 2l, 245 50 KaschaU'Oderberger Nahn . . 11425 11450 Lembera'Czernowiher Bahn . 13450 135 — Lloyd - Gesellschaft.....575- 576- Oesterr Nordwestbahn . . . 125 75 126 25 Nu'oolss-Vahn.......132 25 132 75 Ttaatsbahn........278-27825 Ziidbahn.........83" 8825 Thcih.Nahn........2l2 50 213 - Unaar .galiz. Verbinduugsbahn 102 25 102 75 Unaarischc Nordostbahn . . 126 50 127 -Wiener Tramway-Gesellschast, 133- 138 50 Pfandbriefe. Allg.öst.Vodenlreditanst.(i.Gd.) 115 25 115 75 Oestcrrcichisch ° ungarische Vanl 10135 10145 »8 50 98 75 Prioritäts Obligationen. Elisabeth-V. 1. Em.....95 50 9N - Ferd-Nurdb, in Silber . . . 103 75 104 — Franz-Joseph »Bahn .... 9350 9375 «elb war, («al. Karl-Ludwig-V,, 1. Em. 10225 10275 Ocstcrr. Nordweft.Nahn . . 94— 94 25 Siebenbürger Nahn .... 7l 50 7l 75 Staatsbahn 1. Em..... ,6« - - l6«50 Südbahn »3«/,...... 120— 12^25 ^ 5°/....... 100 50 100'?.'. Devisen. Auf deutsche Plätze . . . , 56 55 5« ?0 London, lurzc Sicht . . . . 116 l>6 l<) London, lange Sicht .... ll«— lltt l,i Paris.......... 45 W 4590 weldjorten. ««Id Ware Dukaten .... 5 fl. 49 sr, 5 fl, 51 tr, Napolconsd'or , 9 „ 23'/,^ 9 ^ 24— ,. Deutsch? iltsich«. Noten . , . , 56 „ 95 . 5? „ ^ Sillicl^nloc,' . . — ^ .-. ^ — ^ - , ,