P»»I» ow 1«» 7». n,. 200 6«n 29 7uII 1SZZ ...? ^VWW»»»»»W» WWMMWWWA ^IVIUW»_____ »>»">> mo««. » via. ««wn«» s« vln. 5»1 WWW«, «ft. «lk lidsstg« « «G , dk s 01» »Wckltzl», ««<» «I»K» r«ww»«tz. Antung Sanddis KovlttilaNon «roker englischer Erfolg in Der Führer der indischen Freiheitsbewegung, Gandhi, hat kapituliert. Er sah sich gezwungen, auf die Fortführung des Kampfes gegen die Engländer verzichten zu müssen. Der kluge Inder, von den Volksgenossen hals Halbheiliger verehrt — daher seine Bezeichnung als Mahatma, die „gro^ Seele" — mußte sich vor der traditionsstar. ken Regierungskunst des Kolonialherrn beugen. Der passive Widerstand, der seit Jahren mit großer Erbitterung durchgeführt wurde, ist abgeblasen. Gandhi selbst muhte das Zeichen zum Riickzug geben. Er hat es nicht freiwillig getan. DaS höchste Organ der Swaraj- (Selbständig« kcits-) Bewegung, der allindisc^ Kongreß, hat in seiner diesjährigen Tagung in Poona, dem Ort, wo Gandhi seine Haft verbrachte, Stellung gegen Gandhis Kampfthesen ge-nommen. Eine klare Mehrheit hat sich slir frieden mit England ausgesprochen. Der Mahatma konnte bei seinen Anhängern nicht mehr erreickien, als die Bollmach», noch einmal Verhandlungen mit dem Bizekönig einzuleiten. Diese Verhandlungen hätten kein anderes Ziel verfolgt, als Berschleie Gang- und klanglos vertagt Das Fiasko der Welwirtschastskonferenz L 0 nb 0 n, 28. Juli. Di« Vertagung der Weltwirtschaftskonferenz wird von der Londoner Presse ohne Kommentar verzeichnet, wobei auf den Mißerfolg der Konferenz hingewiesen wird. Die „Daily Mail" schreibt, das Scheitern der Londoner Konferenz werde früher oder später auch England von den Illusionen befreien und neue Wege in der Richtung deS wirtschaftlichen Nationalismus weisen. Pa riS, 2S. Juli. Die franzi^fiische Presse weint der Londoner Weltwirtschastskonserenz keine einzige Träne nach, sie lobt im Zusammenhange mit den Meldungen über die erfolgte Vertagung nur das Vorgeheik des französischen Finanzministers V 0 nnet, der die Interessen de, Goldländevblocks zu wahren gewußt habe. Die römische Entrevue Die Revtflonsfrage stand nicht auf der Tagesordnuna ging vornehmlich um wirtschaftliche Fragen PariS, 29. Juli. Der Besuch des ungarischen Ministerprä« sidenten GömbAS in Rom wird von der französischen Presse nach wie vor eifrigst kommentiert. Die offiziösen Blätter stellen heibei fest, daß in Rom von der Revisions-frage nicht gesprochen werde, es könne stch nur um die Regelung von wirtschaftspolitischen Fragen zwischen beiden Ländern han deln. / ES rung der?tiederlage, als Vorbereitung des Rückzuges. ! Dieses Manöver des Kongresses wurden jedoch von dem Vizetönig durchschaut. Lord! Willingdon ließ sich auf keine Verhandlung gen ein. (5r hat sich geweigert, Gandhi zu > empfangen. Zlveimal bat der indische Ratio-! „alistenführer um Audienz, zweimal mußte j ?r die negative Antwort einstecken, er, der', bei dem Vorgänger Willingdons, Lord Ir-win, stets offene Türe fand! Der Bizekönig verlangte bedingungslose Kapitulation. Gandhi hat sich dem Willen des Stärkeren gebeugt. Er Proklamierte das Ende der Ge-Horsamsverweigerungs-Kampagne. Budapest„ LS. Juli. Ministerpräsident GömböS hat von Rom aus zwecks Intensivierung der ungarisch-italienischen handelspolitischen Verhandlungen angeordnet, daß Handelsminister Fabiny im Verlaufe der nächsten Woche sich nach Rom begebe, um diese Verhandlungen persönlich fortzusetzen. Ministerpräsident Gömbös wird die italienische Hauptstadt heute um 19.50 verlassen, um sich nach Ungarn zu begeben. Daß in den römischen Verhandlungen irgendwie auch die österreichische Frage einbezogen worden ist, beweist am besten die Ankündigung der Ankunft österreichischen Han-delministerS Stock inger, den der ungarische Ministerpräfidem nm Sonntag emp fangen wird. , In diplomatischen Dreisen herrscht die 'Auffassunq vor, dah Gombös ebenso wie in gelassen habe. Aus diesem Grunde komme oin Zusammengehen Ungarns mit der Klei-nen Entente nach wie vor nicht in Frage. In ungarischen RegterungSkreisen äußert man sich, sehr zuversichtlich über die Politik Italiens, welches Ungam auch weiterhin alle Unterstützung ««gedeihen lassen würde. Wie aus Rom berietet wird, haben Mus-folini und GömHös das wirts^ftSpolitische Material der Verhandlungen einer eingehenden Prüfung unterzogen und haben gleichzeitig den Beschluß gefaßt, die Handels-politischen Fragen und deren technische Ber-wirklichting in der nächsten Woche zu bereinigen. Zu diesem Zweck wird der ungarische Handelsminister Fabiny in Rom eintreffen. Hiebet soll der Gedanke ausschlag gebend sein, den ungarisch-italienischen Warenaustausch auf lange Sicht hinaus festzulegen. Das >wr ein schwerer Schlag für den! Berlin setzt auch in Rom^n Agemen für 7. '^".!.kdinzes Leben dem Kampf ^n ungarischen 'lSeiz^ntwerschuß abgebe. gegen die englische .^rrschaft widmete und der sich schon unmittelbar vor dem Siege sah. Dieser Sieg bestand jedoch bloß in seiner Borstellung. In Wirklichkeit waren die Engländer in Indien keinen Augenblick gefährdet, selbst in den schlimmsten Ägen der Boykott-Bewegung nicht. Sie haben Gandhi und seine unmittelbaren Jünger ins l^fäng nis werfen können, wann und wie sie eS wollten. Und sie haben dem Treiben der Swarajisten jene englische Ruhe entgegen-gesetzt, gegen die so schwer anzukämpfen ist. Keinessalls griffen sie zu den allerletzten dra konischen Niederzwingungsmaßnahmen; sie hatten eS nicht nötig. Und ste haben gesiegt, ohne sich sonderlich angestrengt zu haben. Dieser Sieg ist nicht zuletzt das persönlicl>e Werk des Lord Willington. Erst seit verhält-nismcikig kurzer Zeit in Indien, hat dieser hohe Berwaltungsbeamte, der sich zuletzt aufs beste in Kanada beivährt hatte, verhaltene Energie entwickelt, zu der sein Amts-vorganger nicht fähig zu sein schien. Bin-nen weniger Monate hat er in Indien eine völlig neue Situation geschaffen, die zum Zusanimenbruch der letzten Hoffnung radikaler Swarajisten führte Diese mußten sich davon überzeugen, daß sie im Frie^den mit England mehr für ihr Land erveichen werden, als durch die Fortsiihrung des auSsick)ts losen Kampfes. Ungarn habe ein gri>stes Interesse daran, seinen Weizen- und Getreideüberschuß auch in Italien definitiv zu placieren. Budapest, 38. Juli. Die Informationen über die Verhandlungen in Rom lauten duhin, daß eine en» gere Znsammenarbeit zwischen Italien und Ungarn angestrebt wird. ?^en den wirtschaftspolitischen Banden sollen es auch gewisse Attribute politischen Cl)arakterS sein, die Italien und Ungarn fester verknüpfen sollen. In hiesigen Politischen Kreisen wird als das Wesentliche der römischen Bespre-chungm die Tatsache hervorgehoben, daß Ungarn die Revisionsidee keinesfalls fallen Der Verfassungsentwurf, den die Engländer für Indien vorbereitet haben, und der allmählics>es Hineinwachsen der indischen Bevölkerung in das System loser englischer Nc-vormundung vorsieht, bietet den Indern ein gewisses Maß an politischer s^eiheit, mit dem sie sich nunmehr zufrieden geben sollen. Die Mission Gandhis ist für absehbare Zeit zu Ende. Seine historischen Verdienste um das Erwecken des indischen Nationalbewus^t-seins sind groß, das Endergebnis seiner Bemühungen ist gering im Vergleich zn den Eruiartungen oder Befürchtungen, die daran geknüpft waren. LNstVerkehrSl»»»««»« mit Griechenland. Athen, 28. Juli. Griechenland und Jugoflawien haben ei ne Konvention abgeschlossen, die den Luftver kehr zwischen beiden Ländern regelt. Iin Sinne dieser Konvention ist die jugoslawische LuftverkehrS-A.-G. angewiesen, ihre s^lug-linie Beograd—Saloniki bis Athen zu verlängern. Ebenso hat die griechische Luftver-kehrsgesellschaft ihre Fluglinie Athen—Sa-loniki bis Beograd zu verlängern. TesPische Hitze. Paris, L8. Juli. In Paris herrscht seit zwei Tagen eine derart tropische Hitze, daß selbst in den größten Pariser Warenhäusern die Badeanzüge einfach ausverkauft wurden. ^«»»«liftmOUstuhr i» V«rG>s. S 0 f i a, 28. Juli. In der Stadt Burgas haben stch in der Nacht zum Mittwoch Kommunisten in die dortige Kvserne eingeschlichen und gwße Mengm von Gswehren und Munitivn erbeutet. Der Diebstahl wurde bald bemerkt. Die alarmierte Garnison un'd Polizei verfolgten die Kommunisten. Es^ kam auf der Gtarße Ku einem längeren I^euergefecht, in dessen Verlauf zahlreiche 'Personen ve«vm»et wurden. Schließlich flüchteten d-ie Kommunisten unter Zurücklas. sung der erbeuteten Gewehre imch ihrer Verletzten. Der gehei>««A»Ole Tod des Gen-rals M»to. T 0 ? i 0, 28. Juli. Zu dem geheimniS-vollen Tod des japanisi^n Oberbefehlshabers in der Mandschurei, l^neral Muto. wird noch gemeldet: General Muto ist ge- stern um 7 Uhr früh plötzlich gestorben. Man ver,nutet, daß er einem Attentat zum Opfer gefallen ist. Der Presse ist streug untersagt worden, über die Ursache o-der den Verlauf der angeblichen Krankheit etwas zu veröffentlichen. Deutschland verbietet Ozeanflüge. Berlin, 28. Juli. Das Reich-Zluftfahrk. Ministerium wird in H^n^unft alke Ozean-flüge verbieten, die nicht ausdrücklich gene^ migt worden sind. TrOßischer Tod ber «attin Gelehrten. eines Präget» Preßburg, 28. Juli. Wie aus Alt-schmecks berichtet wird, ist am Dienstag die Gattin des Prager Universitätsprofessors Dr. K e t t n e r bei einer Tour in der Ta» tra abgestürzt. Sie erlag kurz nach der Bergung ihren schweren Verletzungen. Der Fall ist besonders tragisch, da sich der Gatte der abgestürzten Frau seit einigen Wochen ans einer Studienreise in den Vereinigten Staas ten befindet. Ein neuer Ozeanflug. L 0 n d 0 n, 28. Juli. Der australische Weger U l m ist gestern fvülh um 5 Uhr 4V Minuten MGZ mit Awei Begleitern von dem Flugplatz .^ton zu einem Atlantikflug gestartet. Ulm fliegt zunächst den irischen Flugplasi Baldonel an, ^ von wo bekanntlich auch tzünefeld, Köhl und Fitzmauriee starteten, — und wich vor der eigentlichen Ozean-überquerung nochmals tank^. « e r r i n, 28. Juki. Das preußische Staatsministerium hat auf Grund des Gesetzes über die E^iehung staats- und volksfeindlichen Vermögens die Konfiskation von 9,S MMionen Reichsmark der sozialdemokratischen Konzentration»^^ A.-G. zugunsten der preußischen GtaatÄasse angeordnet. Börfmberichte Zürich, 28. Juli. Devisen: Paris M.Äß, London l7?0, Newtiork A87, Mailand 27.275, Berlin l23.?i), Wien 'Hrsg «.32 » L j u b l! a n a, 2^'. Inli. Devifen: Vev-lin l36!^.^2—1374.27, London 189.8^ 191.4«, Newyork 4ZY8.27—4S36.53, Zürich 1108.:i.'^l 118.85, Paris 2S4.W^A2k».2S, Prag l «9.79—170.65, Triest 301.S8— Wien (Priv.) 8.85. Schiiffe beim LeicheubegSuguiS. Auf dem Friedhof von Straßburg sollt« die Beisetzung eines Kaufmam^ stattfinden, der ein beträchtliches Vermögen hinterläßt. Schon im Haufe deS Toten war unter den beiden Söhnen ein Streit ausgebrochen, weil sie sich nicht über die Erbschaft einigen konnten. Als der Leichenzug sich nach dem Friedhof bewegte, begannen die beiden Brüder von neuem einen heftigen Wortwechsel. Die Verwandten bemühten sich vergebens, den Streit zu schlichten. Plötzlich zog einer der jungen Männer in jachster Erregung einen Revolver und gab auf seinen Bruder mehrere Schüsse ab, die aber glücklicherweise ihr Ziel verfehlten. Unter den Trauergästen brach eine Panik auS. Im Nu hatte sich der Zug aufgelöst nnd die Teil-nehmer suchten hinter der Friedhofsmauer Deckung oder flüchteten in die Kapelle. Grst als die Polizei einschritt und dil' streitenden Brüder abfülirte, konnte man den Toten zur letzten Ruhe gellten. Marivorer Zeit»mg^' ?kummrr EamStag, den 2». Jutt 1933. « M. der Kvntg in Bleö L i u b l j a n a, 27. Juli. Z. M. der Zlönig hat den Ausenthalt w Lika abgebrochen, m» sich nach Bled zu be. flehen, wo er den Sovuner über zu verbleiben gedenkt. Der Herrsther fuhr im Kraft-»oagen mit semer Be^itung durch Ljub' ljana und ««rden ihm überall, wo er erkannt wurde, herzlii^ und spontane Voa« tionen zuteil. «»irischer Landtag. r a z, '<^7. Äuli. Ter steirischc Landta^i tritt am Samstag, den iZ9. d. zusammen. Auf t>er Tassci>ordnung befindet sich eine Borlage i'tbcr das Mhen der natioualso.^ialistlschen Landtagsmaiitxlte fv'wlc des Äainincrhofer'schl'n Öcimatschutzes. Eine Mehrheit dürfte für das ^^'andtagsgesey zustande fommen. Grns,e französische Lustmanöoer bei Metz. Pari s, 27. Juli. In der Zeit vom I. bis 15. August werden an der französischen Oftgrenze in der Um-i^elinng von Met^z groste Luftmanöver statte finden, die die Schlagkraft Frankreichs zur ^'nst demonstrieren sollen. Die angreifende ^^iartei soll sich nach den Plänen des Generalstades ans zalilreichen schweren Bombardiergeschwadern und einenl Veolmchtungsg?-schwader znsamniensetzen. Die Verteidigung von Mek obliegt vier Jagdgeschwadern, nlehrereil Scheinwerferabteilnngen nnd ^lalbatterien. Ten ^^ustmanövern, die von» Inspektor der französischen L.'nftverteidigun.i geleitet lverden, wird eine größer^ Anzahl ven (^eneralstabsoffizieren beiwohnen. Mussolini legt vas histoi1dann zur Tagcsord-llung über: Durchberatung der l^eset^esvor-lage über die Regelung des R e l i g i o n s-u n t e r r i ch t e's an deil Schulen und Lehranstalten des Landes. Änterrichtsniini-ster Dr. S t a n k o r i brachte den Wunsch zum AuÄ»ruck, der Senat möge die Vorlage so rasch als niöglich behandeln, danlit zu Beginn d«s kommenden Schuljahres keine adminiistrMven StSrungen sich ergeben. Für die Behandlung dieser Borlage ^vählte der Senat einen eigenen Bervtungsausschuß. Dem Finanzausschuß des Senats wurden hernach einige mit dem Ausland abgeschlossene Konventionen unterbreitet. Ein Bovschlag des Senators Dr. 8 iloviv betreffend die Abänderilng des Ber -brauchssteuergesetzes wurde dem Finanzminister zu in Studium unterbreitet. Da Senator Dr. T o nl a S i ä Ackerbau-minister ist, wurde an seiner Stelle Senator Dr. Ploj zum Vizepräsidenten des Finanz au^chusses des Seivats gewählt. Der vom Senator .H r i b a r gestellte Antrag auf Prüfung eines Borschlages üler die Maßnahmen gegen den K e t t e n h a n d e l nl i t S P a r k a s s e b il e l n wurde von dem eigenst gebildeten SenatsauSschus; verworfen, ^m l^nat wurden sodann zahl reiche Petitionen zur Kenntnis gebracht. Die nächste Sitzung findet nvorgen unt 17 Uhr ftatt. Kochzeitsreise dlreN na«v Ufrß»^ MW Afrikaforscher Millauer mit seiner jungen Gattin beim Start in Berlin. Horst Millauer, der bekannte deutsche sichtigen eine neue Expedition nach den frü« Afrikaforfcher, und seine junge Frau beab- Heren deutsckien Kolonien, um besondere wissenschaftliche Aufgaben zu lSsen. Ungarns Hauptziel Die Revision des Vertrages von Trianon / Italien stützt die revisionistischen Bestrebungen Ungarns / Bor dem Abschluß eines neuen Abkommens B u d a p e st, 27. Juli. Meldungen aus Roin zufolge werden die Verhandlungen zwischen Mussolini, ö ni bös und dem Außenminister K a-n y a die Beziehungen zwischen beiden Ländern noch um Vieles vertiefen. Ob flir das neue Verhältnis ein 5tonsultativpakt oder eine andere Vertragsform gewühlt werdLn sollte, ist augenblicklich nicht bekannt. Die Kohlenbergbau über Tag in sadrdodefien 'Zu dem reichen liv.iei, - ^iohleilchili.?e lo dicl^t an der (5rdobersläche, ^ sie mit Hitjc von Mtos gefördert lver dei: löllnen.^ Entscheidung in dieser Frage dürfte erst heute oder nwrgen fallen. Das neue ungarischitalienische Abkommen werde sich nach diesen Meldungen von denl bisherigen Freundschaftsvertrag darin wesentlich unterscheiden, daß sich die beiden Länder zu gegenseitiger Stützung in der altiden Aus^politik verpslichten. Im Sinne dieses Vertrages wird Italien in der nahöstlichen Politik mit Unganl gemeinsaln auftreten und die revisionistischen Ziele Ungarns vor den internationalen Stellen mit noch größerem Nachdruck unterstüßen wie bislang. Anderseits übernimmt Ungarn die Verpflichtung, in allen Fragen, die sich hinsichtlich der Neugestaltung des Donauarmcs ergebell sollten, mit Italien gemeinsam aufzutreten. Die neue Form des gegenseitigen Einverneh-n?ens wird einerseits eine Erweiterung des Schutzes der ungarischen Interessen darstellen, anderseits ermöglicht sie eine intimere Anlehnutlg der ungarischen Außenpolitik an ^ie Politik Italiens. Diese Btindnispolitik wischen Roln und Budapest dürfte mit Rück 'icht darauf, daß ein Konsultativpakt zwi-chen Budapest lmd Wien bereits besteht, "'ch anf die ungarisch-österreichischen Bezie-' laen sich auswirken. Die bisherigen dies-""Aschen Besprechllngen haben in bezug Oesterreich die volle Identität der An-' erwiesen. R o m, 27. Jnli . italienische Presse ist offensichtlich '> ihre Begleikiniisik zu den Besprechii -Igen zwischen Mullolini ultd Gömbös durch besonders in die Augen stechende Behandlung der revisionistischen Tendenzen der ungarischen Politik abzustimmen. Unter dem Titel „Recht sür Ungarn!" schreibt das „G i o r n a l e d'J t a l i a-. Ungarn sei besiegt aus einem Frieden hervorgegangen, der den Krieg hätte abschließen sollen. Aber Ungarn sei nicht nur besiegt aus diesem Kriege hervorgegangen, son dern auch verstümmelt und erniedrigt durch die Verringerung des eigenen Territoriums, was zu furchtbaren moralischen und ökonomischen Schädigung geführt habe. Das Blatt betont die Bedeutung der italienischen Freundschaft für Ungarn und beschäftigt sich mit dem Echo, welches die ungarische Nevi-fionsforderung in der Welt gefunden habe. „Ungarn — heißt es dort — weiß es bereits, daß dieser Prozeß sich langsani, al)er stetig entwickelt und daß Europa die Berechtigung anerkeuntn muß, die für den Einzelnen wie flir die Völker die Garalltie der gesicherten Arbeit und des Friedens ist." AehlUich schreibt die „Tribun a", die ihre Leser darauf aufnierksain macht, das; sich auch in England starke Strömungen zugunsten Ungarns ergeben hätten, denn die Worte Mussolillis fänden heute lueit und breit Widerhall. „I l L a v o r o F a s c i st a" schreibt, es erübrige sich, über die größere oder ge-riugere Notwendigkeit der Vertragsrevision zu sprechelk, denn diese Revisionsforderung habe in den einflußreichen Läildern Europas und Amerikas noch immer ihre Anhänger. Es frägt sich nur, lvie man zu einer wirksamen und friedlichen Abänderullg der ungarischen Verträge konlmen köinite, denn diese Verträge sind letzten Endes die wichtigste, wenlt nicht eillzige Qnelle aller Konflikte. Der „P o p o l o d'J t a l i a" schreibt, Uilgarn verlange Volk der gegenlvärtigen politischen Lage Gerechtigkeit und die Anerkennung seiner unbestreitbaren Rechte. Jtalieil, welches den Weg der Verzichtlei-stung ltieinals gegangen sei, werde auch auf das Recht nicht verzichten, Ungarns Interessen zu verteidigen. „E o r r i e r e della Sera" betolit die Geradelinigkeit der faschistischen Außenpolitik. Die italienisch-ungarischell Beziehungen wiirden sich nach den römischen Besprechungen nur noch mehr vertiefen. Das Pro-gralnm internationaler Gerechtigkeit, welches Italien zugunsten Ungarns aufrecht erhalte, falle nach wie vor ill den Rahnien eines Progrmnines der definitiven und wirklich gerechten Umgestaltung der europäischen Lage, sie sollte auch dazu dienen, die Mängel der Friedensverträge auszumerzen. Das Donaubecken ist das heikelste Gebiet Europas. Vorsicht und Gerechtigk^t fordern ka-thegorisch die Wiedererlangung eines europäischen Gleichgewichtes. Ungarn sei in diesem Zusammenhange ein wichtiger Faktor. In MusslZlini besitze Ungarn einen mächtigen Fürsprecher und es wäre im Interesse aller, wenn der Sieg der gerechten Sache in die Nähe rücke und mit umso friedlicheren Mitteln erreicht werde. Berlin, 27. Juli. Der „A n g r i f f", das Organ des Dr. Göbbels, kommentiert die römischen Verhandlungen zwischen Gömbös und Mussolini und erblickt eine besondere Bedeutung der Zusammenkunst insbesondere darin, daß Gömbös sich Mussolini gegenüber energisch dagegen verwahren werde, Ungarn in daS französische Vertragssystem einzubeziehen. Ohne Revision des Trianon-Vertrages gebe es fflr Ungarn kein nahöstliches Locarno. Aehnliche Ausdeutungen bringe,: die „Berliner Börsen-Zeitung" und die „Deutsche Allgemeine Zeiwng". Aafchlttm In Ärlanv General O'Duffy: der Führer der irische« Blauhemden. — Gegeu Judentum und Bolschewismus. Dublin, 27. Juli. Nach Pressemeldungen beabsichtigt die Regierung de Valera die kürzlich unter Fi'ch. rung des GeneralsO'D u s f t) gebildete faschistische Mtionalgarde zu »erbieteu. Dem-gegenül'er erklärte General O'Duffy ili einem Interview, daß seine Organisation den für deil li^. August gePlanten ersten offiziellen Anflnarsch der irischen Blanhenlden unter allen Umständen durchführen nierde. Die '^iegierung habe kein Recht, die Bewegung ' l'erbielen. 'I'er Flihrer der irischen Faschisten niachte auch eillige Mitteilullgen über die Ziele der vamDfag, den ?v. MM l«». »Marworer Zeiwng' Nummer 2lX>. Vewegu«g, wobei er d«i «mtikommunistt-schen und antisemitischen Charakter der Nationalgarde unterstrilb. O'Duffy betonte, daß die Bereinigung, me in Nordirland verboten worden ist, gezwungen sei, dort unterirdisch tätig zu sein. Die Bewegung habe sich die Bereinigung Nordirlands mit dem Freistaat zu ihrem vornehmsten Ziele gesetzt. 1789 mid 19sz Dr. Gübdels vergleicht die sranzöfische Revolution mit der natianalseMMchen im Reich. ^ Hitler begriitzt 4KV italienische JunGfaschiste«. Berlin, 27. Juli. Anläßlich eines Rundganges durch die Räume der nationalsozialistischen Führerschule hielt Reichsminister ftr Propaganda Volksaufklärung Dr. G ö b b e l s eine Rode, in der er u. a. erklärte, die nationalsozialistische Revolution ivevde nicht lediglich auf Deutschland beschränkt bleiben, sie werde in einein Zeitraum von 50 Jahren in ganz Europa überhandnehmen, um ähnlich wie die französische Revolution 1789 die erste Etappe der großen europäischen Umwälzung abzugeben. So, wie sich Frankreich nach dieser Revolution eine Suprematiestcllung zu erkämpfen vermochte, werde auch Deutschland über die nationalsozialistische Revolution hinweg sich den Borrang unter den anderen Staaten zu erkämpfen wissen. Verlin, 27. Juli. Zn München empfing Reichskanzler tz i t-l e r im Gebäude d?r Residenz 4Sl) italienische Jungfaschisten, die dem Kanzler votn ita lientschen Botschafter Cerutti vorgestM wurden. Der Bots6)after erklärte in einer Ansprach!', die Avantgardisten scien nach Deutschland gekommen, um das nationalso--zialistische Deutschland kennen zu lernen und der dentschen nationalsozialistischen Jugend die ^'^ände zu drücken. Hitler erwiderte: „Ich freue wich, daft ich Sic heute hier begrüßen kann, nicht nur deshalb, weil von dieser Stadt eine Bewegung ihren Auösiansi q^'nf'mmen hat, die. ähnlich wie der Fas.'l^ismus in Italien, Deutschland wieder zur Selbstbesinnung bringen soss, bringen wird und zum Teil auch schon ge-braäit hat, eine Bewegung, die ein herzliches und freundschaftliches Verhältnis mit dem italieniscl)<'n faschistischen Staat Hörstel^ len wollte und, ich glaube, auch hergestellt hat. Sic als Jugend des Staates, mit dem wir uns weltanschauliäi am meisten verbunden fühlen lnüssen, werden nlln eine Reise durch Deutschland antreten und dab^i sehen, das^ unsere Bewegung sich bemüht, ans dem Dentschen Reiche daS zu machen, was ^hr groster Fül^rer Mussolini aus Italien gemacht hat, daß sie sich bemüht, das dentsche Volk zum gleichen Stolz und zur gleichen Ueberzengung von seiner Eigenart zu führen, wie Mussolini das italienische. Sie werden sehen, daß in Deutschland durch di"f.' neue Bewei^ung eine Geistesrichtung zur .^rrschaft gelangt ist, die von dem aufr!cs>-tigen Wunsche beseelt ist, gerade mit Ihrem Volke die Beziehungen wieder anzuknüpfen, die durch viele Jahrhunderte Italien nnf' Deutschland rerbunden haben." Unterstaatssekretär Ricci dankte «Is Mhrer der italienischen Abordnung und überreichte dem Kanzler die Abzeichen de*^ Ballila und der Avantgarde, worauf dieser die Front der Jungfas,!^sten abschritt. Die Italiener zogen sl>dann zun, Braunen HauS, wo sie von Rudolf H e k, dem Stellvertreter Hitlers, empfangen wurden. Itaufchgtftdrama um eine Siebzednjahrige Aus London wird geschrieben: Ein siebzehnjähriges, ungewöhnlich schönes und ernstes junges Mädchen ist dieser Tage als das unschuldige Opfer eines RauschgiftdramaS vor den Sck)ranken des Gerichtes erschienen. Die Mutter des jungen Mädchens, Kathe-rine Turner, eine geschiedene Frau, hatte stark unter Echlaslosigkeit und depressiven Verstinlmungen zu leiden. Um bei dem we-Tligstens zeitweilig zu entgehen, begann sie Cchlasmittel u»d später auch Ranschgifte zu sich zu nehmen. Die junge Tochter Anne muß te daher häusig das traurige Schauspiel erleben, ihre Mutter in einer totenähnlichen Narkose bewiifjtll.-'s lwrzufinden. Eines Ta» ge5, als die siebzehnjährige Anne gerade aus der Schul« zurückkam, erbli«tte sie ihre Mutter wieder in vollkommen bewußtlosem Zustande auf dem Loden des VorzimmerA. Ä»S junge Mädchen rief sofort den HomS-arzt an, doch traf eS sich unglücklicherweise, daß dieser gerade ausgegangen war und erst später zurückerwartet wurde. Das arme Dwg überlegte, was hier zu machen sei, einen fremden Arzt anzurufen, hatte ihr die Mutter strengstens verboten, die WohnungS-nachvarn um Hilfe anzugehen, schien nicht wünschenswert, da diese mit ihrer Tratst sucht ohnehin den beiden einsam lebenden Frauen auf Schritt und Tritt nachstellten und nur allzufroh sein würden, ein neues Thema für ihre böswilligen Schwätzereien zu finden. Die bedauernswerte Anne richtete also auf dem Loden so gut eS ging ein Lager zurecht und wartete, daß sich die Mutter aus ihrer Betäubung erholen werde. ^ Hausarzt blieb nach wie vor unerreichbar. Am Abend endlich kamen einige Tanten zu Besuch, die über Anblick, der sich ihnen m der Wohnung bot, höchst entsetzt, sogleich an einen Arzt telephonierten, der die sofortige Ueberführung der Bewußtlosen in ein Krankenhaus anordnete. Doch trotz aller Gegenmittel war die unglückliche Frau nicht mehr am Leben zu erhalten, obwohl die DosiS des von ihr eingenommenen Giftes normalerweise nicht von letaler Wirkung hätte sein können, wenn sie gleich, wie sie von ihrer Tochter aufgefunden worden war, in ärztliche Pflege gebracht worden wäre. AuS diesem Grunde mußte sich daS siebzehnjährige Mädchen auch vor Gericht verantworten, warum es nicht rechtzeitig für die ^r-beiziehung eines Arztes gesorgt hatte. Doch schritt der Gerichtshof zu einem Freifpruch und begründete ihn mit der Weltunkenntnis und der Verstörtheit des jungen Geschöpfes, das schuldlos zum Zeugen der gräßlichen F V«» «- 0b«k»v '> «oerL«Mt 8ek»Gr»t ^ ILopt Vtvti» XSPllM 0le G .»».»k. NZZ v.ZZ N.»t«». Wirkungen des war. RauschgistlasterS geworden Albanlen ohne Xbwnfolger Schwere Erkrankung deS albanischen Königs / Man diskutiert bereits über die Thronfolge B e o g r a d, 27. Juli. Die Blätter be. richten aus Podgorica; 9!ach Meldungen yon Reisenden, die in der letzten ^eit aus Albanien hier eintrafen, soll der Gesund^ heitszustand des Königs A li m e d Zo g u trotz der wiederholten offiziellen Dementis der albanisclien Regierung nicht zufriedenstellend sein. Die Krankheit soll sich verschlimmert haben, sodaß man sich schon mit den Vorbereitungen für die Thronfolge zu befafsen beginnt. Der König leidet bekanntlich an einer Kekjlkopftuberkulose. Den Meldungen zufolge soll der Wiener Spezialist Dr. B a u e r. der raschest nach Tirana berufen wurde, sich nach der Untersuchung geweigert haben, eine Operation vovzuneh-men. den letzten Tagen'soll Prof. Tottor Bauer abermals nach Tirana berufen worden sein, doch soll er telegraphiert daben, daß er, da er die Krankheit des jitönigs kenne, nicht persi>nlich nach Tirana kominen müsse. Er hat bloß telegraphisch weitere Rat schlüge erteilt. Taraufhin habe man si6) au? der Umgebung des Königs an einen italienischen Spezialisten gewendet. Die Frage der Thronfolge beschäftigt ge-genlvärtig alle maßgebenden politischen Per sönlichkeiten Albaniens. Da der König un-vermählt ist, hat er keinen direkten Nachfolger. Einige albanische Politiker sind der Ansicht, daß die Thronfolge der Mutter deS Königs zufallen soll, während andere niei» nen, daß der noch unmündige Reffe des Äü. nigs, der im Auslande studiert, ^önig werden soll. Es wird sehr lebhast der ^^esuch des albanischen Ministerpräsidenten Pandel Bangheli und des Innenministers Jnkti bei Sesleit Berlazi Bey in Elbasan erörtert, der seinerzeit S6)wiegervater des Königs Zogu werden sollte. Ter König war seinec-zeit nlit der Tochter des Berlazi Bey verlobt, doch hatte er, sobald er den Thron bestieg, die Verlobung rückgängig gemailit. Die strenge Zensur in Albanien verbietet der Presse, sich mit der Krankheit des Königs zu befassen. so.ooo DoNar für geftoMme Liebe » O O Ein echt amerikanischer Sensationsprozeß N e w y o r k, im Juli- Die Newyorker Gesellschaft hatte dieser Tage wieder einmal ihre große Sensation. Diese fast schon banale Redensart liewahr« Heitete sich diesntal aber bestininit, denn der Prozeß, der im Mittelpunkte dieser Sensationsaffäre stand, war wirklich sehr niterei-satit. Ebenso interessant wie die Vorgeschichte des eigentirmlichen Falles. Ainerika ist bekanntlich das Land der Seltsanikeiten, Rekorde des Manmions. Hier versucht man a!« les niit klingender Münze zu bewerten, ivaS zwar zum menschlichen Leben gehört, sich aber nur unschwer tnit Geld bewerten läßt. Schadencrsatzprozesse habe» in den Vereinigten Staaten schon immer eine große Rolle gespielt und sind nach wie vor die große Ä1!iode der (Gesellschaftskreise geblieben, was nachstehender Fall beweist. Bor einigen Tagen wurde gertchtlick) ein Kampf ausgetragen, der zwischen Lydia Swanson, der geschiedenen Frau eines ver- mögenden Börsenmaklers, und Mabel Swan ion, der zweiten Frau des Börsenmaklers, getobt hat. Lydia, nach allerneuester Mode gekleidet, verlangte von Mabel nicht weniger als Dollars wegell gestohlener Liebe. Den Wert dieses eigenartigen Diebstahls mußte nnn der Gerichtshof festlege»!. Frau Lydia Swanson hatte vor einem Jahre großes Pech. Sie verunglückte bei einer Autofahrt und sauste niit den» »topf durch die Fensterscheibe, wodurch ihr das linke Ohr bis zur Wurzel abgesäbelt wnrde. Frau Swanson war wegen des Mißgeschicks sehr unglücklich, denn nun war sie ja dazu verurteilt, sich mit einem Ohr begnügen zu müssen, was ihr nicht häßliches Gesicht nicht gerade verschönerte. In ihier höchsten Not ob der verletzten '^)önheit riet ihr eitie Freundin, sich an ein Institut zu n>enden, das sehlende Körperteile gai^ nach Wnnsch und Mas; besorge. Und wirklich: Der weiter des lurioten UntttnehmenS erklärte ^rau C^wanson, daß er ihr selbstverständlich einen Ersatz für das verlorengegangene Ohr liefern könne. Gegen Bezahlung einer Sunime in der Höhe von !l).0VN Dollare erklärte sich das Maneguin Mabel Patt bereit, ihr linkes Ohr zu opfern. Ein hervorragender Chirurg operierte nun Mabel Patt und trennte ihr das linke Ohr mit der Wurzel ab, um es wenige Minuten später Frau Slvanson einzusetzen. Die Operation glückte glänzend. ?!iemand konnte Frau Swanson ansehen, daß ihr liilkes Ohr einstinals eine andere Besitzerin hatte. Selbst ihre intimsten Freundinnen ben'erkten nicht das Geringste. Vls nun der Börsenmakler die lV.M) Dollar ftir das linke Ohr seiner Frau bezahlen sollte, wurde er neugierig, wie eigentlich ein Geschöpf aussehen könnte, daS seim Gliedmaßen und Ä^ürperteU<' für andere Menschen zur Verfügung stellt. Er wandte sich ebenfalls an dns bewußte Institut und erhielt von diesem die Adresse Mabel Patts. StuhlverstopsunG. VerdauungSftbvunaen« iltagenvrcnttett. AZalliingen. Kopfschmerz«^,,, all-Gemeinem Unbehaaen nehme man früh nüchtern -in TlaS naNirliches ..ztzranz-Joies".Aitterwai-ier. Nach den an den Kliniken für innere jkrank-teilen gesammelten Erf-ihrungen ist das Franz» Ioftf-Wasser ein Zufserft wohltuendes Llbführ-mittel. Das „Franz-Joses"-Bitterniasser i.st in Apothekn, Drogerien und Cpezereihand^un-gen erhältlich. Mister Swanson war sehr erstaunt, als er entdeckte, dasz Mabel ein sehr niedliä>eS Kind und reizendes (Geschöpf war. Durch geschickte Aenderung ihrer Frisur l^atte sie eS verstanden, die Stelle, an der sich das linke Ohr befinden muß, so zu verdecken, daß niemand das Fehlen des Ohres entdecken konnte. Der Opferniut des jungen Mädchens, das sich seinen Lel>ensunterhalt in schwerer Arbeit verdienen n,ußte, gefiel dem Börsenmakler so gut, daß cr beschloß, sich von seiner Frau, der' Modepuppe, scheiden zu lassen itnd Mcibel, diesen Prachtmenschen, zu heiraten. Mabel wollte von der.Heirat clnfangS nichts wissen. Dann ließ sie sich jedoch überreden ulld erhörte Swanson. Die Scheidung wurde ausgesprochen, worauf Swanson tatsächlich Mabel, dcis Mädckien mit einem Oljr, liei ratete. Als dies Lt>dia Snxznson erfuhr, war sie so etnpört, daß sie sogleich einen Zckxidener-satzprozeß ivegen gestohlener Liebe gegen Nkabel Swanson anstrengte. Das Gericht wies Lydia Swanson mit dieser hohen Forderung ab. ES verurteilte aber Mabel Slvan son, an Lydia Swanson den Betrag von Tansend Dollars, wegen gestohlener Liebe zil zahlen. Nach amerikanisch^'r Anfsassung ynt nicht Mabel, sondert? Lndia Swanson da? l>este Geschäft gemacht. Sie hatte zwar Dollars für das little Ohr an Mal'el bezahlen müssen, erljält jetzt aber Dollars zuii'lcf und lann aus^erdein das Ol)r tiehal-ten. ^st das nicht etrankcnhause starb am L7. d. Frau Fran-.^iokn r e 8 a n, (Gattin des Organisten in ^'jubno. Sie erreichte ein Alter von 5ö Jah-reil. f. Ein neuer Rechtsanwalt. Herr Rechts-«Mvalt Mirko 5^ v L e v a r hat in der Raz-lngova ulica Nr. seine Rechtsanwalts» tanzlei eröffnet. c. Vorbereitungen für das Fußballwett-fpiel gegen Zagreb. Sonntag, den 6. August findet das Städtespiel Celje—Zagreb statt. Tie Reise der Zacy^eber Repräsentanz wird von dem PrivatnngesteMenverein „Merkur" in Zac^reb arranqiert, der an diesem Tage <'iuen grvsicn Ansfluci nach Celje mit einem (srtraznqe veranstaltet. Heute, Freitag, findet am Eportplah beiui Felsenkeller um 18.15 Uhr das erste Auswahlspiel zur Ermittlung der Ctädtemannschaft statt. Das zweite Cpiel findet Mittwoch, den 2. August stait. c. Die Wewerbetreibenden für die ArbeitS-kosen von Trbovlje. Der Sozialausschuß des '-L^ereines der jugoslawischen Gewerbetreibenden in Celse wird Sonntag, den 30. d. vornnttags in den Straßen der Stadt einen Blumentag und im Stadtpark ein Konzert veranstalten. Der Reinertrag beider Veranstaltungen fließt den Arbeitslosen in Tr-bovlje zu. Der Verein richtet an die Gewerbetreibenden und an die gesamte Bevölkerung die herzliche Bitte, nach Kräften beizusteuern, unt derart die Not der Arbeitslosen lindern zn helfen. : Einen Ausflug nach Lisee fzum Petri-t^ek) veranstaltet der Verein der jugoslawischen Gewerbetreibenden Sonntag, den 30. d. nachnlittagS. Mitglieder und Freunde sind eingeladen! c. Zwei Ueberfülle. Dienstag nachts überfiel den 57jährigen Besitzer Franz Bobek in Slivnica bei Celje ein Unbekannter mit einer Sense, wobei er schwere Verletzungen ain Kopfe erlitt. Bobet mußte ins Allgeniei-ne rankenhaus geschaft werden. — In Pa-ka bei Äitante geriet die 4<)jährige Taglöh-nerin Anmlie L e v o v n i k mit einem Nachbarn in Streit, der sie schließlich arg verprügelte und ihr hiebei den linken Arm verstauchte. Auch sie niußte ins Allgemeine Krankenhaus gebracht werden. c. Unfall. In der Ziegelei in Spodnja .Hudinja wurde der ^jjährige Arbeiter Johann L a h vvn Erdmassen verschiittet. Er erlitt dabei schwere innere und leichte äußere Verletzungen. c. Gefunden wurde in Lisee eine silberne Damenkette mit einen: goldenen Anhängsel. In der Frankopanova ulica wurde ein Her-renzwicker in einem Etui gefnnden. c. Von der Anklage des Giftmordes freigesprochen. Mittwoch standen vor dem Fnnfersenat des Kreisgerichtes der !j7iüh-rige Bergarbeiter und Besitzer Anton VoljLanZek aus Poklelo bei Sevnica und seine .'jMhrige Frau Agnes VoljLan-i^ek, die beide angeklagt »varen, im Dezember vergangenen Jahres ini Nnvernehmen und mit Vorbedacht die 74jährige Auszüg-lerin ?)?aria Bnd<'n getötet zu.haben, um sich der Frau zn entledigen. Die Angeklagten hatten im Jahre I9S9 das Anwesen der Mathilde Hlastan in Pokleko um 34.()lX) Dinar käuflich erworben. Die Besitzerin Hla-stan, die ihrerseits wieder in: Jahre 1924 in ^n Befitz dieses Anwesens gekommen war, mußte damals den über 70 Jahre alten Josef Buden und dessen Gattin als Aus-zügler übernehmen, ivelche beide auch Volj-^nLek übernehmen mußte. Im August vergangenen Jahre erkrankten beide Auszügler unter verdächtigen Umständen. Sie gaben an, daß sie im Keller kaltes Wasser aufbe-lvahrt und dieses getrunken hätten. Nach dem Genüsse des Wassers verspürten sie SÄ),ncrzcn. Als sie in deniselben Masser Kartoffeln gekocht und diese den Hühnern vorgesetzt hatten, verendeten diese. Seit dieser Zeit lx'gannen die beiden Auszügler zu siechen und beklagten sie sich öfters den Nach barn gegenüber. Josef Buden starb am Oktober. Nach seinem Tode sprach seine Witwe den Wunj^ch aus. das Haus ju I verlassen, da sie fürchte daß die Eheleute BoljöanSek sie wieder vergiften werden. Sie starb schließlich Heuer am Reujahrstage. Auf Grund eines anonyulen Briefes, den noch an diesent Tage der Arzt Ä:. ökof erhielt, wurde am 3. ^lnmer die Obduktion der Leiche der verstorbenen Buden durchgeführt. Die chemische Analyse ihrer inneren Organe, die vom Physiologischen Institut der Universität in Ljubljana vorgenommen wurde, konstatierte eine größere Meilge Arsen. Die Sachverständigen gaben ihr Urteil dahin ab, daß die Buden mit Arsen vergiftet worden sei. Der Verdacht fiel nati'irlich auf Boljeansek und dessen Gattin, die aber jede Schuld in Mrede stellten. Es wurden auch mehrere Zeugen einvernommen. Nach dem Plaidoyer des Staatsanwaltes Dr. P o-Zar und des Verteidigers Rechtsanwalt Dr. Milko HraSovec, zog sich der Senat zu einer längeren Beratung zurück und verkün^ dete darauf ein freispr^ndes Urteil. DaS Gericht kam zwar zur Erkenntnis, daß die Buden an Arsen-vergiftung gestorben sei, doch kann man den Angeklagten nicht nack)-weisen, daß sie dies verschuldet hätten, ^r Senat setzte sich aus dem Kreisgerichtspräsidenten Dr. BidoviL und aus den Richtern Levisnik, BreLto, Dr. Mal und Zmit zusammen. l0l) 5P0«7 SegMtkter Endspurt Das gestern abends ausgetragene Endspiel unl den M. O-t-Polal nahm einen recht eigentünllichen Verlauf. Zunächst waren sich die Gegner ziemlich ebenbürtig; wenngleich auch die Eisenbahner mit ihren besten Leuten zugegen waren, stellte doch „S v o b o d a" die aggressivere Mannschaft ins Feld. Nach dem itnentfchiedenen Ausgang der ersten Halbzeit (1:1) nahm auch die zweite Hälfte einen kaum lebhafteren Verlauf. „Svoboda" hielt bis etwa 15 Minuten vor Schluß das Treffen 2:2. Als dann Willy P ezd iL ek verletzt das Feld verlassen nlußte, schien ein Sieg „Svobodas" nicht niehr im Bereiche der Unmöglichkeit. Aber gerade jetzt erst entsalteten die Eisenbahner, die zu einem gewaltigen Endspurt loslegten, ihr ganzes Können, wobei Angriff auf Angriff gegen „Svoboda" folgte. Mit 7:2 schloß schließlich das Treffen, das Überdies den Eisenbahnern einen schönen Pokal einbrachte. AmVrosiana mehrere Wettspiele in Jugoslawien anzubieten. Die Verhandlungen werden in einigen Tagen festgesetzt. Ambrosiana toll also in Zagreb, Beograd, Novi Sad und Ljubljana le ein Wettspiel austragen. In jugoslawischen Sportkreisen wer den die Verhandlungen mit dem Mailänder Meister mit größten! Interesse begleitet. : Zwei jugoflawifche Rekorde wurden leim Stäidtekanchf Zagreb gegen Beograd aufgestellt, den bekanntlich ^greb mit 6(!:43 Punkten gewann. Buratoviö erreichte im Weitsprung 7.18 Meter und Mikiö kam im Dreisprung auf 13.86 Meter. : Jugoslawien Tschechoslowakei. Für das am 6. August in Beograd stattfindende Länderspiel hat der jugoslawische Verband die beiden Wiener Schiedsrichter Mief z und B e r a n e t in Borschlag gebracht. Da die OFAF. keine Einwendungen erheben dürfte, wird wohl Mesz das Beograder Spiel pfeifen. Auf der Rückreise trägt die Auswahlelf bekanntlich ein Städtespiel Graz —Prag in Graz aus, doch sind die Verhandlungen noch nicht endgiltig abgeschlossen. — Uebrigens interessiert sich auch „.Hajduk" für tschechoslowakische repräsentative Elf. Internationales TischtenniSturnker in Bled. Die Tischtennisabteilung der Ljublja-naer „Jlirija" veranstaltet am 5. und 6. August ein großes internationales Tischten-nisturnier in Bled. Das Turnier findet im Kasino statt. Das genaue Programm wurde bereits festgesetzt. Ä werden Herreneinzel-, Dameneinzel-, Herrenpaar-, gemischte Paar-und Herren- und Dameneinzelspiele für nicht verifizierte Svieler ausgetragen. Anmeldungen nimmt SK. Jlirija - Ljubljana bis 4. Augnst an. Die Sieger erhalten wertvolle Preise. « : AnSslug der „Per««" Motorradfahrer. Die agile Motosektion des Radfahrerklubs Perun veranstaltet Sonntag, den 30. Juli „Zelezniöar" nach i^akovee. Die Eisen« ^ einen Ausflug nach Gornja Radgona. Sla-bahner stehen mit dem S. K. ^^akovec zwesks > fina Nadenci, Ljutomer und OrmoZ. Start Bordemonftration in MaNbor Der Sportklub e l e z n i L a r" veranstaltet S a m s t a g, den 29. d. abends in der Veranda der Union-Brauerei einen internationalen Boxabend. Als Gegner wurden die bekannten Boxer des Grazer Boxklubs Punching verpflichtet. Beide Vereine werden je vier Kämpfer entsenden, überdies werden noch sechs weitere heimische Boxer in den Ring treten, so daß für die Reichhaltigkeit nnd Abwechslung des Abends hinreichend Sorge getragen erscheint. Markbors Chancen sind angesichts der schönen Erfolge von L ovi vöek und S t r u-k e l j bei den jugoslawischen Boxmeifter-schaften, wo beide in ihren Kategorien den zweiten Platz besetzten, nicht zu nnterschätzen. Aber auch die übrigen verfügen über Schule und Routine. Anstraqnng eines Gastspieles in (lakovec in Verhandlungen. : Die Old boys „jielezniöars" unterneh-n?en Sonntag einen Ausflug nach 2 a l e r, wo sie gegen eine dortige Mannschaft antreten werden. : Unter dem Protektorat I. M. Königin Maria findet vom 3. bis 6. August in Bled das alljährliche internationale Tennisturnier statt. Bekanntlich geht in Bled zur selben Zeit ein Tischtennisturnier vor sich. : Reue Schiedsrichter. Bei den sonntägigen Schiedsrichterprüsungen in Ljubljana bestanden die Prüfung auch die Mariborer Kandidaten IanLie und Kopie. : Die jugoflawifche Meifttrfchaft im Kunst springen geht am 29. und 30. d. im Bad des SK. „JUrija" in Ljubljana in Sz^ne. : Ein Leichtathletikwettkampf zwifchen Ljubljana und Graz findet am 5. und K August in Ljubljana statt. : Schiedsrichter Popovie wird den sonntägigen Ligakampf Mischen „Primorje" und „Gradjanski" in Ljubljana leiten. : Ambrosiana (Mailand) in Jugoslawien. Mitte August findet das Entscheidungsspiel zwischen „Austria" und „Ambrosiana" (Mailand) um den Mltropacup in Wien statt. Die Beograder und Zagreber Klubs sind mit der Anlbrosiana in Verhandlungen ge-trettt. um aut dem Rückweg auS Wien der t O'Moz! und Zusammenkunft Sonntag um 8 Uhr früh am .Hauptplatze. Die Teilnehmer, soweit sie nicht mit Motorrädern ausgerüstet sind, werden mit Autobussen befördert werden. Da die Fahrtgebiihr äußerst tief herabgesetzt wurde, ist es jedem Einzelnen ermöglicht, sich an diesem Ausfluge zu beteiligen. Die Fahrt geht durch die herrliche Rebenlandschaft der Slov. gorice über Sv. Lenart und Sv. Tro-jica nach Gornsa Radgona, dann weiter nach dem idyllischen Kurort Slatina Radenci, welchem ein längerer Besuch abgestattet wird, sodann nach Ljutomer und weiter nach OrmoZ, wo den Ausflüglern ein herzlicher Empfang bereitet wird, darauf gemeinsames Mittagessen und sonstige Belustigungen. Hierauf Besuch des neuen DrauVades in Or-moZ. Rückfahrt nach Wunsch, über Ptuj nach Maribor. Für vorzügliche Küche und gute Weine bei ermäßigten Preisen ist bereits gesorgt. Da dieser Ausflug einer der umfangreichsten in (^^meinschcrd>^n, haben MinisteiPräsident Dr. SrökiZ und Minister Dr. S r stme r übernonlmen^ p. Wo bleibe« die Parkkonzerte? Trotz der Zusicherungen fand Heuer nach kein Konzert in unserem, gerade jetzt stark aufgesuchten Park statt. Mnigstens einmal in der Woche könnte mn Abend schon die Milsik spielen. p. Einen unglücklichen Sturz über die Stiege erlitt Frau Marie Fijan und verletzte sich dabei fo schwer, daß sie inS Krankenhaus überführt werden mußte. p. Zu eine« blutige« Zwischenfall kam eS dieser Tage bei einem Gleichenfest in Gorcq. Die beiden Bauarbeiter Josef LozlnZek und Andreas öprah bearbeiteten sich hiebei derart mit ihren Taschenmessern, daß beide inS Krankenhaus überführt werden niußtcn. p. Unfall. Aus ziemlicher .^he stürzte die 60jährige Besitzerin Therese Cvetto von einer Leiter und blieb mit schweren inneren Verletzungen liegen. Die Frau, die auch einen Armbruch hiebei erlitt, wurde inS Krankenhaus überführt. » "»IG »» Aus Dravoorad g. Todesfall. Im schönsten Alter von 28 Jahren ist hier der HauSbesitzerSsohn Herr Friedrich Mandl gestorben. Friede seiner Asche! Der tieftrauernden Familie unser innigstes Beileid! g. Ein NeineS Erdbeben wurde vergangenen Montag vormittags um 10.45 Uhr ver spürt. Immerhin war es so stark, daß die Bilder an der Wand ins Schwanken gerieten. g. Vlutige Eifersuchtsszene. Wegen eineS Mädchens entfachte sich beim sonntägigen Kirchweihfest in Sv. Magdalena bei Dra-vograd zwischen den beiden Knechten deS Besitzers TuliS und den Besitzerssöhnen Franz Podlauf und Franz Korbus ein erregter Wortwechsel, der alsbald in eine wüste Messerstecherei ausartete. Podlauf wurde hiebei derart zugerichtet, daß ihn? ganze Fleischfetzen von den Rippen gerissen wurden, während Kurbus arge Verletzungen am rechten Armt davontrug. Beide wurden inS KrankenhanS nach Slov. Gradec überführt, »vährend die beiden Messerhelden deul Be-.^'^'ksgerichte in Prevalje eingeliefert wur« jden. EmnStag, 6m SS. JuN IWZ. ^MarlVorer ^^esku?^ Mmmer SY07 /IsIcaF QAZ^<»F»F^ so Savre Priester diamanten« MeNe de« «rzbischoss Dr. Jeg-^ Große Feierlichkeiten in Ljubljana. Keute vor 60 Jahren wurde der emeritier te Fürst5'tschof von Ljubljana Dr. Anton Bonaventura I c g l i e zum Priester geweiht. Mehr als 30 Jahre verwaltete der hochgebildete, mildtätige und sympathische Oberhirte die Diözese Ljubljana und legte dort erst vor drei Jahren sein schweres Amt nieder. Der Papst ernannte ihn zum Erzbi-schof, als er sich auf die kirchliche Domäne nach Gornji grad zurückzog, wo er seinen Lebensabend --- er steht bereits im hohen Al ter von 83 Jahren — in stiller Zurückgezogenheit zu verbringen wünscht. Kommenden Sonntag wird Erzbischof Dr. JegliL in der Domkirche von Ljublsana, wo er vor sechs Jahrzehnten die Priesterweihe crlmlten und während seiner Oberhirten-schaft hllnderte v. sungen Männern zu Priestern geweiht hat, seine diamantene Messe lesen. Aus diesem Anlasse ^Verden große Feier lichkeiten stattfinden. Die Teilnehmer an denselben genies^en au>f der Bahn den halben Fahrpreis. Bisher wurden bereits mehr als 30.000 Amveisnngen zum halben Fahrpreis abgesetzt. Man rechnet damit, daf^ kommenden Sonntag mindestens 40.000 Fremde in Llubljana anwesend sein werden. Auch für die Teilnehmer aus Maribor und Umgebung wurde ursprünglich ein Sonderzug in Aus^ sicht genommen, doch verkehrt derselbe nicht, da der halbe Fahrpreis zwischen dent 28. Juli und 2. ^liuigust für alle Ziige gilt. Das s^stprogramm Ulnfaßt u. a. niehrere Festkonzerte, an denen mehrere hundert Tän ger mitwirken werden. Zur Anffi'hrung gelangt u. a. auch ein Festoratorium. m. Berggottesdienst. Sonntag, den 30. d. wird die evangelische Gemeinde ihren Gottesdienst um 10 Uhr vormittags bei Sv. Bolfenk (St. Wolfgang) auf dem Bachern seiern. Der Aufltieg erfolgt frei. Sollte es Sonntag früh regnen, so müßte der Gottesdienst in der Christuskirche stattfinden. m. Die nächste Sitzung des städtischen Ge-meinderates findet, wie uns mitgeteilt wird, Freitag, den 4. August um l8 Uhr mit der üblichen Tagesordnung statt. In diesem Sinne ist unsere gestrige Notiz richtigzustellen. m. Heimische Bildhauerlunst. Der hiesige BilS>hauer Herr Ivan S o j L, in dessen Atelier (Razlagova ulica) eine herrliche Pieta-Steingruppe ihrer Bollendung harrt, hat soeben eine große Madonna fertiggestellt die in der Kapelle der Lun^zenbeilanstalt Tvlnik zur Aufstellung und feierlichen Einweihung gelangen wird. m. Zum Pfarrer in Slovenigradec wurde .Herr Jakob S o k l i ö, bisher Pfarrer in Sv. Bid bei Ptuj, ernannt. m. Ausschreibung einer neuen Apotheke in Sllarlbor. Die Banatsverwaltung hat die jkonzessionsvergebung einer neuen Apotheke in Maribor ausgeschrieben. Für die neue Apotheke wird da? südöstliche Territorium der Stadt bestimmt. Gesuche sind bis zum lö. August einzureichen. m. Wieder Konzerte in unseren «aftbe-trieben? Wie verlautet, wollen die Kaffee-hausbesttzer Herr Strehar tAstoria) und Herr Kle 6 iL lBelika kavarna) in ihren Lokalen wieder ständige Abendkonzerte einführen. Die Konzerttaxe, die die Ursache des Konzertstreikes ist, soll aber demnächst abgeschafft werden. m. Tontaubenschießen. Die Mariborer Jagdvereinsfiliale veranstaltet Sonntag, den 30. d. um 14 Uhr auf der Militärschießstätte in Radvanje wieder ein Tontaubenschießen. Geschossen wird auf Tontauben sowie auf alle Iagdscheiben. Mitglieder sowie Freunde des Schiefzspvrts sind geladen. m. Wichtig für Dentisten. Im Zusammenhange mit der erfolgten Publizierung des Dentistengesetzcs nürd vom Ministerium für Sozialpolitik und ^^olksgesundheit mitgeteilr, daß alle Peisone«. di<' nuf Grund dieses Gesetzes das Recht der Ausübung der Zahn-technikerprnris, den Titel eines Zahntechnikers older das Neckit ^^ur Ablesiulig der Den-tistcnprüflliiq evlia>!eii haben, innerhalb von Arivao, den 2S. SuN «Gesetzes fich über die Banatsverwaltung dem genannten Ministerium zu melden haben. m. Volle« RealMMiafium w Murs?a So-bota. Im Unterrichtsministerium fand eine Konferenz der Fachreferenten aus dem Sa-ve- und dem Draubanat statt. Die Konferenz beschloß, das Realgymnasium in Mur-ska Sobota in ein vollstAndiges Gymnasium muzuwandeln. m. Waldbrand bei Samnlea. Gostenr mittags brach in den Waldungen der Frau Franziska Schmidererin Kamnica ein Feuer aus, das alsbald größere Dimensionen anzunehmen drohte, ^nk dem sofortigen Einschreiten der Feuerwehren konnte die Gefahr rechtzeitig gebannt werden. m. Auch eine Leistung. Die junge Buchhalterin Frl. Elly B o S n i a k, ein Kind unserer Stadt, befaßt sich schon längere Zeit mit der Miniäturschrift. Ihr neuestes Meisterwerk ist eine gewöhnliche Korrespondenzkarte, auf die sie nicht weniger als 133 Zeilen mit 3093 Worten und 12.750 Buchstaben hinaufgebracht, eine Leistung, die ihr wohl selten jemand nachmachen kann. ni. Die Leiche de« in der Vrau vernn-glasten reichsdeutschen Studenten geborgen. Wie berichtet, ertrank dieser Tage in der Drau oberhalb Sv. Jan! der 18jährige In-dnstriellenssohn Hermann Dietrich auS Dresden. Wie nun aus Ptuj berichtet wird, wurde die Leiche heute vormittags vom Schneidermeister Herrn Aleirander R ajh aus Budina bei Ptuj beim Baden am Drau-ufer in Budina entdeckt und geborgen. Schneidermeister Rath verständigte sofort den Verwalter der Rettungsabteilung in Ptuj Herrn D a m i s ch, der auch die Eltern des Verunglückten davon sogleich in Kenntnis setzte. m. Auch eine Leistung. Die ^unge Buchhalterin Frl. Elly B o 8 n j a k, ein Kind unserer Stadt, befaßt sich s.'^n längere Zeit mit der Miniaturschrift. Ihr neuestes Mei« sterwerk ist eine gewöhnliM Korresvondenz-karte, auf die sie nicht weniger als 133 Zeilen mit 3305 Worten und I3.g60 Buchstaben hinaufbrachte, eine Leistung, die ihr wohl schwerlich jemand so leicht nachmachen wird können. m. Seine Frau und neun unversorgte Sin» der hinterließ der unlängst in der Drau auf so tragische Weise ertrunkene Gemeindearbei ter Franz K a i s e r. Die große Familie, die sich Plötzlich ihre^ einzigen Ernährers beraubt sieht, ist nun den größten Entbehrungen ausgesetzt. Für unsere mildtätigen Herzen bietet sich hier Gelegenheit, einer der gri^ßten Not preisgegebenen vielköpfigen Familie durch rasche Spenden in lZ^ld oder Naturalien zu helfen. Die arme F^imilie wohnt in der Vrbanova ulica ?, Spenden übernimmt aber auch die Nerwaltung der „Mariborer ^eilunsi". — Die unglückliche Witwe und Mutter der großen Kinderschar Marie Kaiser sagt auf riesem Wege allen für die anläßlich des schn'eren Schicksalsschla ges zugekommenen Beileidsänßerungen sowie für die zahlreiche Beteiligung am Begräbnis und für schönen Blumenspsnd>.'n ^rzinnigsten Dank. n^. Flucht au« dem Leben. Aus S l o v. Bistrica wird gemeldet: Bergangenen Dienstag wurden zwei Männer beigesetzt, die die Verzweiflung in den Tod getrieben hatte. Unterhalb des Hügels mit dem Kirchlein fandell die Arbeiter des Lehrers Herrn JanZekoviL Montag gegen Abend neben dem Weg eine männliche Leiche. Die herbeigeeilte Gendarmerie stellte fest, daß es sich um den K0jährigen Bahnunterbeamten Johann F e r n i s e k aus Leskovce bei Pragersko handelt. Der Mann litt an Rük-kennmrkschwindsucht. Aus Verzweiflung an der Wiedergenesung verließ er das Krankenhaus in Maribor, wo er sich drei Tage aufgehalten hatte, ging hin und schlizte sich den Unterleib auf, worauf er sich noch einen Stick) ins Herz versetzte. Er hinterläßt außer der Witwe noch mehrere Kinder. — Ein ähnlicher Fall ereignete sich in Zgornja LoS-nica bei Slov. Bistrica. Sonntag erschütterte ein bisher noch nicht genau erforschtes Ergebnis einen gewissen Bartholomäus I a n-2 i e derart, daß er geistig in größte Ver-aerist 'Md die Aeußeruqg ztiat, er werde das Leben von sich werfen. Man beobachtete ihn längere Zeit, wie er gänzlich verwirrt umherirrte und einsame Stellen aufsuchte. Da er etwas schwachfinnig war, legte man seinen: Gebahren und seinen Aeu-ßerungen keine besondere Bedeutung bei. Gegen Abend wurde der 60jährige Mann bei einer Harpfe tot aufgefunden. JaniiL hatte sich den Bauch aufgeschlitzt. Neben ihm lag noch das blutbefleckte Messer, mit dem er fich die schreckliche Verlchung beigebracht hatte. m. Schwere Folgen des RadfahrerunsugeS. In S l o v. B i st r i c a zwischen de? Post und der Bürgerschule wurde ÄimStag na:!^ mittags der Gerichtsdiener Jakob Ferme ron einem Radfahrer zu Boden gestoßen, wobei er nicht unerhebliche Verletzungen am Ko^e erlilt. Der zu Boden Gestoßene stand wiÄer auf, während der unvorsichtige Rad fahrer um die Ecke verschwand, so daß er unerkannt blieb. Bald stellten sich bei Z^rme immer stärkere Schwindelanfälle ein, sodaß er sich schließlich niederlegen mußte. Der Arzt stellte eine starke Gehirnerschütterung fest. ^ Meder einmal hat der Unfug, daß die VÜrgersteige von Radfahrern benützt werden, ein Opfer gefordert. An den gsfShr lichen, weil verkehrsreichen und unMerblick-baren Stellen müssen Warnungstafeln angebracht werden. Jeder Radfahrer, der auf dem Bürgersteig angetroffen wird, ist unbe dingt exemplarisch zu be^en. m. Radfahrer im Tomsikev drevored. Bon befreundeter Seite wird uns geschrie bm: Die wiederholten Klagen über den Un fug, den gewisse Radfahrer im TomSiöev drevored verüben, haben nichts gefruchtet. Die verantwortungslosen „Sportler" trei ben nach wie vor dort ihr Unwesen. Bor einigen Tagen nun passierte ein besonders frasser Fall. Eine Frau saß auf einer Bank, und vor ibr spielten mehrere Kinder. Da ^uste plötzlich ein Raidfahrer daher, mit einem Tempo, das er sich wohl nur auf offener Straße erlauben dürfte. Die Frau rief rasch die Kinder an sich und es ist wohl nur einem Zufall zuzuschreiben, daß nicht ein Unglück passierte. Di^er Radfahrer ist nicht der einzige, der dort unerlaubt seinem „Sport" nachgeht. Wer sich die Zeit nimmt, dort aufzupassen, kann je^ Paar Minnten einen Radfahrer sehen, der das strenge Verbot überschreitet und rücksichtslos durch die genannte, jetzt so stark besuchteMee rast. Ein bloßes Verbot nützt hier nichts, wenn nicht auch die entsprochende Aufsicht da ist. Die maßgebenden Faktoren werden dringendst ersucht, dort für eine Zeitlang ständig einen Wachmann zu postieren, der gewiß in der Lage wäre, in kürzester Zeit einige Erentpel zu statuieren. Nnr strengste, rücksichtsloseste Bestrafung kann hier Abhilfe schaffen. Oder muß erst ein Unglück passieren, ^vor eine enerslische Remedur geschaffen wird? m. Spurlos verschwunden ist vor etwa 10 Tagen der 50sährige Besitzer Josef G r-mek aus RoSpoh bei Maribor. Grmek, der vor acht Jahren aus Borovnica bei Vrhnika nach Ro8poh Übersiedelte, wurde von der allgemeinen Wirtschaftsdepresiion arg in Mitleidenschaft gezogen. Wer von seinem Verbleiben etwas weiß, möge dies der Gendarmerie in Maribor bekanntgeben. m. Einbruch. Der beschäftigungslose Schlossergehilfe Willibald Kranner verübte dieser Tage einen Einbruch in die Wohnung seiner Hausfrau Anna Su8iL. wobei er WM)ezeuiff und Kleidungsstücke im Werte von mehr a^s 2700 Dinar mit sich gehen ließ Kranner, der die Sachen um einen Spottpreis bereits veräußert hatte, wurde dem Gerichte überstellt. m. Tragischer Tod eine« «indes. In Ne- gova (Slov. Gorire) wurde Mttwoch abend das drei Monate alte Kind der Winzerin Marie Pohl tot aufgefunden. Da das Plötzliche Ableben des Ksl^es den Leuten verdächtig vorkam, wurde von dem Fall die Gendarmerie in 5kenntnis gesetzt. Der Berda?s.t eines gewaltsamen TodeS verdichtete sich umso m-^hr, als an dem Hals des toten Kindes blaue Flecken festgestellt wmden. Die Gendarmerie verständigte hicvon die Mariborer Staatsamvalts^ft, die gestern an Ort nnd Stelle eine Gerichtskommission, bestehend aus dem Untersncbunl^srtibter Dr. T r a v n e r, dem GeriKtSarzt Dr. I u- knm Zie M . » vikä I»eZ. lkr l.«bea sv»o reLko und dem Schriftführer P e t r o-v i L, entsandte. Die Kommission stellte fest^ daß das stark vernachlässigte Kind wegen völliger Ilntercrnährung gestorben ist. Ein Verbrechen liegt also n^t vor. m. UnMe. Der in einer hiesigen Textil-fabrik beschäftigte Arbeiter Karl Sa mäste r glitt bei der Arbeit so iunglücklich aus, daß er eine schwere Prellung des linken KnS chels erlitt. — Beim Ziegeltransport stÄrzre der Kutscher Wilhelm Kolnik unter das Rad des vollbeladenen Wagens. Kolnik trug hiebet eine komplizierte Quetschung am linken Arm davon. — Der Zögling der Forstschule Rudolf Rebolj zog sich beinl Sturz eine Prel lung des lmken .Handgelenkes zu. Alle drei mußten ins Spital überlührt wechen. m. Ausnahme von Zöglingen in die Mi-litärschulen. Anßer den in der letzten Zeit mitgeteilten Militärschulen werden auch in den nachstehenden Anstalten Zöglinge ausgenommen: 1. Militär-Gewerbeschule „Obi-liöevo" in KruZevac nimmt 50 Jünglinge im Alter von 12 bis 15 Jahren auf. Gesuche sind bis 5. August einzubringen. 2. Mi-litär-Gewerbeschule des Militärtechnischen Instituts in .^tragujevac, 50 Zöglinge im Alter von 12 bis 15 Jahren, Gesuche bis 1.5. August. 3. Flieger-Unteroffiziersschule in Novi Sad, größere Anzahl von ^glingen der Jahrgänge 191? bis WIK, Gesuche bis i. September. 4. Kavallerieschule (gewesene Kavallerie-Unteroffiziersschule) in Zemun, mehrere Zöglinge der Gebnrtsjahrgänge 1912 bis 1916, Gesuche bis 15. September. 5. Marine-Fliegerunterossiziersschnle in Di-vulje bei Split, mehrere Zöglinge der Jahrgänge 1912 bis 1916, Gesuche bis 1. S^-tember. — Nähere Informationen erteilt das städtische Militäramt während der Amtsstunden. m. Spende. Für den Invaliden spendete H. Z. 20 Dinar. Herzlichen Dank! m. Wetterbericht vom 28. Juli 8 Uhr. Feuchtigkeitsmesser: -j- 12; Barometerstand: 736; Temperatur: -s- 26s Windrichtung: SN; Bewölkung: 0; Niederschlag: 0. » Abenditouzert heute Samstag inl kühl« Garten des Hotels Halbwidl. Ämzgelegeu« heit! 8040 » Hmhenschnitzel, «rebse, »raacino Resta« rant „Vel. Kavarna,, und „Kavarna Part^^ V066 * Zu spät ^ welch schlimmes Wort! ES bedeutet versäumte Stimden, verlorene Wer te. Hinterher stellt sich die Reue ein, daS „Hätte-ich-doch", das „Wäre-ich-Äoch", kurz das „Zu spät". Wie ist eS z. B. init unseren Zähnen bestellt? Oft wird der Zahnstein zur Ursache schwerer ^hnkrankheiten, wenn er nicht rechtzeitig entfemt wird. Und das ist ja so leicht, wenn man seine Zähne nur regelmäßig mit Sarg's Kalsdont Mtzt. ^rg'S Kal-odont enthält als einzige Zah^asta in unserem Lande das gegen Zahnstem wirksame Sulforizin-Oleat. ?llso lieber heute als Mvrgen mit der richtigen Zahnpflege beginnen ^ Zahnpflege mit Sarg's Kalodont. Uino Union-Tonkiuo. Die Premiere des gröl» ßen Lustspielschlagers „Das Liebestestament". Prachtvolle Landschastsbilder und eine schmissige Handlung. Charlotte Ander und Johannes Riemann in den Hauptrollen. Vurg-Tonkino. Es fingt wieder Richard' Tauber in „Melodie der Liebe". In den übrigen Rollen dieses besten Tauber-Films sind Lien Dyers, ?llice Treff, Szöike SzakaK und die kleine Petra Unkel beschäftigt. Die Reg4e leitet Georg Jakobi. Ein großer Sänger landet nach den Enttiinschnngen seiner ÄebeSavanluren in: Hafen der großen Liet>c »om«« soo. Wirtschaftliche Rundschau A.hr über W«»vor. Nach Mit teilungen der landwirtschaftlichen Kontroll-und Versuchsstation in Maiibor find im vergangenen Monat Juni über die Draustadt nach Oesterreich 3b.8S9 und nach der Tsche-cho^wakei 16.279, zusammen somit 54.148 Liter Wein ausgeführt worden. Im erften Halbjahr 19S8 belief sich der Weinexport über Maribor auf insgesamt S14.VSl) Liter; diese Menge rollte nach Oesterreich, der Tschechoslowakei, Belgien und Holland ab. H««igmarkt. In der Wojwodina wur de dieser Tage bereits der neue Honig auf den Markt gebracht und im Großhandel durchschnittlich zu 11 Dinar pro Kilo gehandelt. Infolge des ungünstigen Wetters im heurigen Frühjahr und Frühsommer dürfte der diesjärige Ertrag um etwa 20^/» gerin ger sein als inl Vorjahr, weshalb mit einer Preisbessorung zu rechnen ist. Diese Tetldenz kommt bereits zum Ausdruck, obwohl der Markt noch sehr flau liegt. Ausländische Händler haben sich bisher noch nicht eingefunden. X I« Pti»Oteleari«g l» Oesterreich no tierten in den letzten Tagen der Dinar 11.49 bis 11.55 und der Lei 4.W bis 5—. DaZ Agio betrug für die Westderisen 57.SAi bis 37.75 und für Dollar und Auslandmar!^ ?7.7!5V», im Kompensationshandel für In landmark 25 bis 25.5^ Tschechokroneil ^.5 bis 20.75 und für Peseta 23 bis 24.5«/«. X Nikigang der SetreßDePreife in Oester reich und der Tschechoslomakei. Infolge der starken Zufuhren sind in O e st e r r e i ch die Getreidepreise stark zurückgegangen. Wäh rend in der Bovivochc Wetzen zu 30.50 lind Roggen zu 25.50 Schilling pro 100 kg gehan delt wurden, notierten dieselben zu Beginn der laufenden Woche bereits 31.80 bzw. 21.50 Schilling. Das Preistief liegt unter den hei mischen Produktionskosten. — Auch in der Tschechoslowakei sind die Weizen« preise im Abbröckeln begriffen, was vor al lem auf die ungewöhnlich gute Ernte in der Slowakei zurückzufilhren ist. Die Mühlen legen große Reserviertheit an den Tag, da sie sich schon früher stark eingedeckt bal'en zuul Teil mit amerikanischen! Getreide. Ter Preisrückgang belÄuft sich beini Weizen au 15 bis 18 Albanen pro Meterzentner. ' vamsky, Veit »9. gulk 1V8S. terkonzert. — 2l: Vortrag. — 21.15: Kon-^rt, Fortsetzung. — Rom, 20.30: Schall-»latten, Uel!ertragung aus der Basilika. ^ Zürich, 19.20: Jazz — Grammophon. — 20.30: Werke für 2 Klaviere. — 21.10: Gast-piel Grete Anders und .Hans Hunkele. — Prag, 19.2V: Blasmusik auf Schallplat-en. — ^.15: Aus der Filmwelt, Einakter, iNesang. — Klavier und Grammophon. Nord-Italien, 19.20: Schallplatten^ 20.45: Bunte Schallplattenstunde. — 21.30t Uebertragung auS Rom. — München^ 20: Unterhaltungskonzert. — 21: Zitterkonzert. ^ B u d a p e st, 19.10: Schallplat-teu. — 20: Vorstellung im Senderaum. 22: Jazzkapelle. — Warschau, 19.0S: Leichte Schallplatten. — 19.40: ^dyard Kipling: BenuS Anodomini, Literaturfunk. — 20: Leichtes Konzert. 21.30: Polnische Musik. — Daventry, 19.05: Braß-Band-Konzert. — S1.S0: Quintett. — 22.80: Vorlesung. — Königswusterhausen, 20.S0: Lustiges Kopfzerbrechen am Wochenende. ^ 23: Stachtmusik. ' »>» ^ Radio Ga«Dtag, 19. Juli: Ljubljana, 12.15 Uhr: Schallplat. ten. — 18.30: Tamburizza Sextett. — 19.30: Außenpolitik. — 20: Uebertragung auS Salzburg-Fidelio. — Beograd, 11: Schallplatten, 12.05: Konzert. — 18: Gram-mophon. — 19: Uebertragung auS Salz-burg-Fidelio. — Wien, 11.30: Schallplatten. — 12: Mittagskonzert. — 15.15: Chorvorträge. — 16: Schloß Jf und Monte Christo. — 16.30: französische Sprachstunde. — 17: Kurmusik. — 18.25: Der Mond im Lied (Schallplatten). — 19.15: Ueber-.'tragung aus Salzburg-Fidelio. — 22.10: Tanzmusik. — Breslau, 20.45: Deutsche Ouvertüren. — 23.05: .Hörbericht. — 23.25: Tanzmnsik. — Straßburg: Uebertragung aus Salzburg. — 22: Pres, seschau. — Mühlacker, 20.45: Süd-funkorchester. — 23..W: Schallplatten. — Leibzig, 20.05: Mussolini und Nietsche. — 20.30: Neue deutsche Tanzmusik. — 23..80:Wiener-Walzerabend. — Bukarest, Instrumentalmusik auf Schallplal-ten. ^ 20: Leichte Lieder. — 20.20: Orche- Aus aller We« Vis «artiwseMofter »ßrd wieder, hergchelt. Das berühmte franzöfifche Kartäuselkloster La Grand Chartreuse soll auf Anregung der Deputiertenkammer wieder hergestellt werden. Von mehreren Iahren wurde das Kloster in ein Hotel umgewandelt, und die Mönche wanderten nach Italien anS. ES handelt sich um daS älteste Kloster deS Kar-täuserordenS. Der Bau, der auch eine Kapelle und eine wertvolle Bibliothek umfaßt, stammt aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Besonders bekannt wurden die Kartäusermönche durch die Zubereitung deS beliebten Kräuterlikörs, der nach dem Kloster seinen Namen bekommen hat. Vo« ei«e« «eservereist« getötet. Ein Uliglück, wie es sich in einer Million von Fällen nur einmal ereignet, kostete eine junge Engländerin daS Leben. Miß Oliva BowleS, deren Eltern in der Nähe von London ein großes Gut besitzen, befand sich auf einem Spazierritt. Auf der Landstraße wur de sie von einem Auto in rasender Fahrt überholt. Plötzlich löste sich das Reserverad des Wagens und traf das junge Mädchen so unglücklich an den Kopf, daß eS besinnungslos vom Pferde sttirzte. Kurze Zeit darauf starb es, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Der Autolenker bemerkte erst nach geraumer Zeit den Verlust des Reservereifens und fuhr dieselbe Strecl« noch einmal zurück. An der UnglückSstätt« hatte sich inzwischen eine große Menschenmenge angesammelt, die den Führer deS Wagens festhielt. Die Eltern der unglücklichen Reiterin verklagten den Autosahrer. Die Verhandlung ergab aber, daß er an denl Unfall keine Schuld hatte. Er wurde freigesprochen mit der Begründung, daß der Tod des Mädchens durch höhere Gewalt her beigeführt worden war. Gute» «Ppetitl Die Bereinigung futuristischer Künstler m Mailand veranstaltete ein großes Festessen, auf dem es u. a. folgende Gerichte für Anhänger suturist,scheu Geschniacks gab: Eau de Cologiie-CoStails nlit Paprika und Weinessig, Gemüsebratling mit Parmesankäse u. Ananas, Orangen mit Salaini gefüllt, Suppe mit Rosenblätter-Einlage. Die futuristischen Feinschmecker, unter denen sich Angehörige der Aristokratie befanden, sollen dieses Menü mit großem Appetit verzehrt haben. Die Tischmusik wurde von einer Kapelle futuristischer Künstler bestritten, von denen ein Teil Iazz-Instrumente hatte, während die übrigen auf Kämmen bliesen. Das Konzert bestand darin, daß jeder auS dem Stegreif eine eigene Melodie komponierte. Wieder einmal: Der zerstreute Professor. Moiumsen, der große deutsche Gelehrte, kehrte einmal tief in Gedanken versunken, von einer seiner Borlesungen nach Hause zurück. Ein kleines Mädcheu, das an der Hand einer Bonne an ihnl vorbeikam, blieb vor ihm stehen nnd machte einen artigen Knicks. „Schan, schan", sagte Moninisen, „ist das aber ein höfliches kleines Dingelchen! Wie heißt du denn eigentlich, liebes Kind?^' „Erika Monnnsen, lieber Großpapa", liiitinortete pronlpt die höchst verblüffte Enkelin. ' Samstag, tien 29. Juli 1V33. „MarkVorer Nummer ZM. isckniscliss Die SnindftoMeoile ettchMtert? Umwandlung von Aluminiumatome in Nickelatome Die Nürnberger Chemiker Wilhelm Kaul und Wilhelm Johann Neumann teilen mit, da^ es ihnetl nach vierjähriger Arbeit gelungen sei, ein Aluminiumatom in ein Nlckelatom umzuwandeln. Wenn diese Angaben sich bestätigen sollten, so würde tatsächlich diese Erfindung für die Wirtschaft von größler Bedeutung sei». Es wäre damit ein Einbruch in die bisherige Grund--stofftheorie erfolgt. Die beiden Erfinder erklären außerdem noch, daß sie weitere Versuche, die zu umwälzenden Resultaten führen würden, vorbereiten. Zunächst ist es allerdings angebracht, diese Meldung mit einiger Zurückhaltung aufzunehmen. Bisher ist es noch niemals gelungen,. eine AtonlUmwandlung auf dem Gebiete der Metalle durchzuführen. Vor einigen Iahren erregten die Versuche Prof. M i e t h e s, der behanptete, aus Quecksilber Gold entwickeln zu können, ungeheures Aufsehen. Der alte Alchimistentraum, daß minderwertige Elemente in hochwertige, also z. B. Blei in Gold, verwandelt werden könnten, schien damit in Erfüllung zu gehen. Voraussetzung dafür wäre der Nachweis, daß alle Elemente auf einem Grundstoff auf gebaut sind. Bei näherer sorgfältiger Prüfung ergab sich jedoch, daß sich Prof. Miethe geirrt hatte. Tatsächlich führte er keine Umwandlung von Quecksilber iit Gold durch, vielmehr war es ihm gelungen, winzige Quantitäten von Gold, die im Quecksilber enthalten sind, abzuspalten. Auf einenl anderen Gebiet ist tatsächlich eine Atomumwandlnng gelungen, und zwar auf dem der Gase. Lord Rutherford hat die Umwandlung des Stickstoffes in Wasserstoff durchgeführt. Mr Metalle fehlt jedoch bisher jeder Nachweis der UmwandlungsmSg-lichkeit. Aus der kurzen Meldung der Erfinder geht nicht hervor, in welcher Weise die Umwandlung des Aluminiunlatoms in ein Nickelatom durchgeführt wird. Das spezifische Gewicht des Nickelatoms ist 58,7, das des Aluminiumatoms 27. Es müßten also, um die Atomumwandlung durchzuführen, dem Aluminiumatom andere Bausteine hin- zugefügt werden. Solche Experimente lvaren bisher mit großen Schwierigkeiten verknüpft und aus der lapidaren Meldung der Erfinder verniag man nichts über die Methode ihrer Arbeit zu entnehmen. Die Nickelerzeugung der Welt belief sich im Jahre 1928 auf 45.l)0<) Tonnen. Den Hauptteil der Erzeugung lieferte Kanada, wo in der Provinz Ontario 39,i>lX> Tonnen, gleich 87,2 erzeugt wurden. 8?6 der Weltproduktion entfielen auf Neukaledonien mit einer Erzeugung von 4.100 Tonnen. Die überaus wichtigeil kanadischen Lagerstätten befindeil sich im Besitz des Englisch-amerika-nischen Nickeltrusts. Nickel wird in erster Linie von der Stahlindustrie zur Herstellung von Nickelstahl (Edelstahl) verbraucht. Dann dient es zur Herstellung von Ge branchsgegenständen aus reinem Nickel. Nickel ist etwas dunkler gefärbt als Sil ber. Es hat einen starken Metallglanz und eine hohe Politurfähigkeit. Es ist so hart wie Eisen, jedoch fester und dehnbarer und läßt sich walzen, schniieden und zu feinstem Draht ausziehen. Der Schmelzpunkt von Nickel liegt bei !452,3 Grad. Nickel ist viel edler als Eisen und es erhält sich an der Luft vollkommen blank. Nickel findet sich gediegen im Meteoreisen und ferner in einigen Erzen. Es wurde '1751 von Cronstedt als Element erkannt. Im Jahre 1754 legte er ihm den Namen Nickel bei. Nickellegiernngen sind jedoch schon lange vor der Entdeckung des Nickels gewonnen worden. So enthalten Münzen aus dem 3. Jahrhunderte v. Ehr. neben 77.ii?S Kupfer 21K Nickel. Auch die Chinesen stellten schon seit langer Zeit Nik-kellegierungen ber. Bon ihnen stammt die Nickellegierung Packfong (weißes Kupfer). Sollte die Entdeckung der beiden Nürnberger einer ernsten wissenschaftlichen Prüfung standhalten, so würde tatsächlich der Technik ein großer Dienst erwiesen sein. Bevor nian sich jedoch der Auffassung anschließt, daß die Grundstofftheorie erschüttert sei, wird man das Ergebnis der Nachprüfung abivarten müssen. Mkrowellen jagen können. Weml dann der nächste Krieg ausbricht.. . nun, wie es auch sei, ich bin der letzte, der Todesstrahlen für eine Unmöglichkeit erklärt. Aeroplane u. anderes durch Radio zu lenken ist heute eine verhältnismäßig simple Angelegenheit, wena auch hier die Mikrowellen, die so oder so der Schlüssel zur Welt sind, noch weitere Möglichkeiten und Perspektiven aufweisen werden. Doch, wie gesagt, wenn man erst mal die Röhren hat, die genügend Energie in die Antenne schicken können, dann — braucht man keine ferngelenkten Flugzeuge und Unterseeboote mehr. . .Mr find auf dm Spuren der Todesstrahlm.. Gne sensationelle Erklörung Marconis / Mikrowellen, die Schlüssel zur Welt In Londoll hat sich Marchese Marco-n i innerhalb einer Fachgruppenbesprechung zu einigen Aeußerungen anregen lassen, die in sensationeller Aufmachung durch die englische Presse gehen und auch tatsächlich — nicht nur vom technischen Standpunkt aus gesehen — eine Sensation bedeuten mögen. Jnteresianterweise bewegten sich Marconis Ausführungen vor dem düsteren Hintergrund eines kommenden Krieges. Wörtlich erklärte er: „Es wird in diesen Tagen so viel von Krieg gesprochen, daß wir es getrost einmal unternehmen können, ein wenig vorwegzuschauen und uns vor Augen zu halten, welche fürchterlichen Möglichkeiten in den Nadiowellen als Kriegswaffe liegen. Ich Persönlich würde zwar viel lieber daran denken, wieviel Menschenleben schoit durch das Radio gerettet worden sind. Ich würde das viel lieber tun, als einnml klar und sachlich Rechenschaft darüber abzulegen, welche Effekte in Kriegsfall mit den Radiowellen zu erzielen sind. Da die Erfahrung aber gezeigt hat, daß inl Radiowesen nichts unmöglich ist, wird auch niemand daran glauben, wenn behauptet werden sollte, das Radio wäre als .^sriegswaffe nicht zn denken . . ." Nach dieser Beteuerung seines Friedenswillens gob Mureoni so knappe nnd präzise ^i-kläruntien der .Sturzwellen Angriffswaffe im Kriege ab, daß der Eindruck der Verblüffung bei seinen Zuhörern ein dreifacher wurde. Niemand hatte beispielsweise erwartet, daß Marconi eine so schlüssige Erklärung wie folgende abgeben würde: „Wir find ganz fraglos auf die Spureil der Todesstrahlen . . Wobei allerdings von dem großen Erfinder vergessen wurde zu sagen, ob er unter wir, seine eigene Gesellschaft oder die gesamte internationale Radioforschung meinte. Offenbar dachte Mar coni nicht an diese breite Allgemeinheit, wie ans anderen Sätzen seiner Rede hervorzu gehen scheint. „Beispielsweise haben auf die ser Linie", heißt es da, „besonders die Mikrowellen (Wellen unter 1 Meter Länge), mit denen ich in letzter Zeit experinientiere, eine große Zukunft. Ich kann heute eine TrausinissionSkrast von ungefähr 30 Watt, das ist weniger als die Energie einer gc-wölinlichen .Haushaltsbirne, erzeugen, und doch ist die Luft 1 Meter von der kleinen Antenne silr die Mikrowellen so heiß, daß fein le'»ender Organismus standhalten konnte. Ganz fraglos sind wir auch in den Spuren der Tl?desstrahlen, wenn ich auch für die nächste Zeit iwch nicht an praktische Ber wertbarkeit glaube. Znnächst einmal müssen Röbren siescsmfsei, nierden, die zwei oder drei Kilowatt Energie in die Antennen der Schnelltrtebwagen in AGA. Wie aus Newyork berichtet wird, plant die Verwaltung der Union Pacific Railroad demnächst nach den: Vorbild des deutschen Schnelltriebwageus, ebenfalls einen Motorschnellzugsdienst einzuführen. Der projektier te Zug soll eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Meilen 17g km je Stunde entwickeln können und durchschnittlich etwa 90 Meilen — 144 km zurücklegen. Er besteht aus drei aneinandergekuppel-ten Wagen, von denen der erste einen 600 PS-Motor und ein Postbüro enthält, wäh' rend die übrigen je 60 Passagiere fasien. Der ganze Zug wird eine Länge von 200 Fuß (ungefähr 70 Meter) haben und so gebaut werden, daß der Luftwiderstand auf ein Minimum beschränkt wird. Alle Fenster und Türen werden »vährend der Fahrt hermetisch geschlossen und die Regulierung der Luftzufuhr erfolgt ausschließlich durch Ventilatoren. Voraussichtlich werden sich die Herstellungskosten des Zuges, der zunächst zwischen Chicago und der pazifischen Küste verkehren soll, auf Dollar 250.000 stellen. Man denkt daran, derartige Züge auch im Osten der USA. einzuführen, falls sie sich H^ähren. Sollte dies der Fall sein, so käme dem Projekte eine außerordentlich große Bedeutung zu. Es ist jetzt nämlich schon die Rede davon, gewisse Strecken für den Schnellzug zu reservieren, während andere parallele Gleise ausschließlich dem Frachtverkehr dienen sollen. In diesem Zusammenhang ist eine kürzliche Bemerkung Mr. A. Berles, des Beraters der Reconstruttion Fi-nance Corporation von Interesse, der sich von der Einführmlg des neuen Schnellzuges u. U. eine Mrderung der bekannten Eisenbahnfusionsprojekte verspricht. Beispielsweise laufen die Geleise der Newyork Central Rr. und der Nickel Platte Rr. zwischen Bus-falo und Cleveland nebeneinander her und kämen für ein derartiges verkehrstechnisches Abkommen evenwell in Frage. elektrisch betriebenen Flachlandstrecken Lokomotiven eingestellt, die eine Höchstgeschwin digkeit von 130 km/h zur Beförderung von Personen- und Schnellzügen mit einer Anhängelast von 600 t auf Flachlandstrecken. Weitere neun Lokomotivelt für 130/h find in diesen Tagen für die Strecke Augsburg— Nürnberg in Auftrag gegeben worden. Bor wenigen Tagen sind mit einer der neuesten elektrischen Sch,l?llzuglokomotive Probefahrten unterilommen worden. Die Lokomotive legte mit dem aus sie!ben Durch gaugswayen bestehenden Zug die 62 km lange Strecke München—Augsburg in 36 Minuten, die 86 km lange Strecke Augsburg-^ Ulnl in 51 Minuten, die 92 km lange Strek-ke Ulin—Stuttgart in 59 Minuten zurück. Die reine Fahrzeit für die Strecke München —Stuttgart beträgt somit nur 146 Mnu« ten, die erreichte Höchstgeschwindigkeit war 151,5 km/Std. Das ist die größte Geschwindigkeit, die mit einem so schweren Zug bisher gefahren wurde, Besonders beachtenswert ist, daß der Zug aus dem Stillstand in 2^ Minuten auf eine Geschwindigkit vml 110 km/Std. beschleunigt wurde. Die Lokomotive ist 15,2 m lang, die Treib räder haben einen Durchmesser von 1,6 .m, die Laufräder von 1 m, das Dienstgewicht beträgt 91,5 t, die Stundenleistung 300S PS. Die Lokomotive hat drei Treibachsen, die einzeln durch je einen Motor über ein zweiseitiges Getriebe angetrieben tverden. Die aus dem Fahrdraht entnommeite Spannung von 15 kB bei 16 zwei Drittel Per/s wird in einenl Oeltransformator auf die Motorspannungen herabgesetzt. Ft«gze>g mit Dampfantrieb. Nach Newyorker Meldungen führten die Brüder George und William B e s l e r, die Söhne des Präsidenten der Central Raiway Company von New Jersey, in Oak«« land (Kalifornien) vor einer Reihe von Fachleute:! neuartiges Flugzeug mit Dampfantrieb vor. Die technische Wissenschaft Amerikas zeigt größtes Interesse fkr diese Neuerung. Der notwenöge ^m^ druck soll im Kessel, ebenfalls einer vollkom-nten neuei: Konstruktion, in kaum anderthalb Minuten nach Inbetriebsetzung vorhanden sein. Weitere Nachrichten fch^ VW her noch. Elektrifizierung der Reichsbahn Vor kurzem ist der elektrische Betrieb auf der Strecke Augsburg—Stuttgart eröffnet worden. Nunmehr hat auch der Verwaltungs rat der Deutschen Reichsbahn beschlossen, die Strecke Augsburg—Trechtlingen—Nürn berg und die Borortstrecke Münchelt—Dachau im elektrischen Betrieb zu übernehmen. Der Strom hierzu steht aus dem Bayernnetz zur Verfügung. Es werden im ganzen nach denl Ausbau etiv« 230 Milli ollen kWh bellötigt. Die Wasserkraftwerke reichen aber für eine Jahresmenge von 25X) Millionen kWh Bahnstrom aus. Für diese Leiswng ist auch das Fernleitungsnetz bemessen, so daß es nach dem Ausbau dieser Strecken erst wirklich wirtschaftlich ausgenutzt wird. Auch die Ausnutzung der Triebfahrzeuge wird durch die Erweiterung des elektrischen Betriebs wesentlich günstiger: vor allen Dingen fällt der Wechsel der Maschinen in AngS bl>rg fort. Die Länge der neuen Strecken beträgt 160 km. Außer der Ausriistung der beiden Strek kell mit Fahrleitung und den sonstigell Aen derungen und Umbauten sind zwei Unter lverke und eine 110 km lange Fernleitung auszuführen. An Fahrzeugen sind zu be schaffen etwa 25 elektrische Lokomotiven und 10 Triebwagenzüge. Die Deutsche Reichsbahn hat schon seit ei Niger Zeit znr Beförderullg l'c'n Schln'llzi'i Aen mit einer An^ngelajt von ^ t auf Äadmiwer statt AahMmgm «rund; ! ) neues SkcheehettsWch. Wir alle verbinden den Begriff „Schloß'^ unwillkitrlich mit der Borstellung eiuÄ Schlüssels, dessen Bart in eme entsprechend' geformte Aussparung des Türbeschlages ge« steckt wird und der dann durch Umdrehung das Schloß öffnet. Zumeist wissen wir noch, daß die Güte eines Schlaffes von der Zahl der ZuHaltungen abhängt, die sich a» das mehr oder minder gl^en Zahl von Msw-fungen am Schlüssekbart kenntlich mac!^ Und nun sind alle diese guten Regeln und festgefügten Anschauungen zuliichte geworden. dieser Tage wurde in Berlin ej» Schloß gezeigt, das kewe Zuhaltunyen hat, und bei dem man keinen Schlüssel mehr um dreht, trotzdem es alle bisher bekannten Schloßarten in der Sicherheit mindestens erreicht. Der hier benutzte „Schlüssel^ besteht aus einem schmalen Leichtmetälkstreise» mit fünf beliebig gegeneinander verfchieb-barell Zahnstangen. Diesen Schkkssefftveißen! steckt man in eine entspr«hend geformte AuS sparung des Schlosses und der Schkießvar-gang ist erledigt. Um das Schloß zu öffnen, steckt mail die andere Seite deS Le^tmetall-streifens in den ausgesparten Schlitz, und schon ist das Schloß wieder mtriegelt. Hilltcr dem Schlitz befinden sich ZahlnÄ-der, die durch die Zähne der oben erlöä^ten verschiebbaren Zahnstangen nnd einen be-stimmtell Betrag vorwärts gedreht werden, um das Schloß zu verriegeln. Die Entriegelung erfolgt durch ew Zurückdrehen der Zahnräder beim zweiten Hilteinstecken d«S Schlüsselstreifens. Für die .sperren Einbrecher ist dieses Schloß bestilillnt eine unangenehme Ueberraschling; denn eS lüst sich nicht abtasten. Wo man alich mit dem M-tafthebel' hingreist, überall trifft man airs ganz gleichartig geformte Zahnräder. Bon dem zu d^sem Schloß gehörigen Schlüssel Abdriicke anzufertigeli, ist ganz zwecklos, delln der Besitzer ?nntest nlir einen Gefallen tun . „Ja . . . und . . .?" „Leih mir deinen Photoapparat. Ich bringe dir auch ein paar ganz feine Bilder." Fritz brachte ani Abend den Photoapparat Nlit, am nächsten Morgen wollte Gert fahren. In den zehn Urlaubstagen Gerts war es Fritz zumute, als habe er ebenso lange Zeit auf das Ergebnis der Abiturientenprüfung zu warten. Endlich kam sie zurück, doch am nächsten Tage wollte er ja seinen Urlaub antreten. „Wie war es? Gut erholt, Gert?,, „Fein, ja! War inl Riefengebirge . . Sie kramte einen ganzen Stappel Bilder aus der.Handtasche .. . Das Haus, in dem Gert gewohnt hatte . . . Gert im Badeanzug . . . Gert, wie sie die Hühner fütterte . . . Gert auf einem Felsen am« Fluß als Nixe .. Ger< im Wanderkostüm . .. Gert und im Hintergrund die Wiese . .. Gert, wie sie ein Lämw chen umarmt . . . Fritz staunte gebührend und fragte . .. „Hast du übrigens den Apparat wieder mitgebracht. Ich möchte unterwegs auch ein paar Aufnahmen machen . . ." Er blickte dabei auf ihre große, hellbraune Handtasche . . . „Dort ist er doch . . ., das ist nett, daß du ihn nicht vergessen hast." „Ja . . ." stammelte Gert, „aber ich muß ihn dir morgen früh an den Zug bringen." „Weshalb?" „ES ist noch Film von mir drinnen." „Gib nur her," rief Fritz und nahm den Apparat an sich, „ich lasse ihn unterwegs entwickeln . . ." „Wie du denkst, lieber Fritz," meinte Gert eigenartig. Und Fritz reiste ab. Unterwegs, irgendwo an der See, ließ Fritz den Film wirklich entwickeln. Als er die Abzüge betrachtete, sah er wiederum Gert . . . Gert beim Kopfsprung, Gert beim Kaffeetrinken und Gert ... als Kühlerfigur, vergnügt auf der schlanken Kühlerhaube einer eleganten Limousine sitzend . . . Und diese Limousine trug das Kennzeichen . . . N A 4587. Wie kommt es, daß bei jungen Damen Urlaubsschwierigkeiten vorliegen odar bei ver frÜhten Ferientagen plötzlich Limousinen mit vorhanden sind, die ein Kennzeichen tragen, das zur 7iächtlichen Stunde den rettenden Heimweg wies . . . Alles das mußte Fritz ja schließlich unter der Rubrik „Gefahren deS Kraftverkehrs" in seinem Herzen verbuchen. Da er jedoch ein recht gewissenhafter Mensch war, stellte er die betreffenden Bilder Gert durch die nächste Post zu . . . Die einzige Zeile, die er hinzu schrieb, hieß: „AlS Kühlerfigur zu groß geraten . . Ob er auS dem gleichen Grunde sich einen Wagen gekauft hat oder den Soziussitz seines Motorrades entfernen ließ, bleibt trotzdem dahingestellt. Ävill« ^em l.!ntessiüt7uii»:s-verein 6er Klinten in UubljANs. postsebecik dir. Kleiner /^meiser /^nliAgsn Ml»ß«0ssy Sind D in Vrivs- bviiuiogsn, cts »nsonston /^ctministrstlon niokt in ciai' l.3xje Ist, cjss'6vv,üf»sokt« ?u est«Iigen. WGVVVGGGGGVVGGGVSGV Mickchenpensionat Schloß Hu-bertuS. 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