^ »> Mittwoch den 14. Wärz i»<7. Jahrgang. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — sitr Marburg: ganzjährig tt fl.. halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr; skr Zustellung ins Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig ij fl., halbjährig 4 fl.. vierteljährig Kit allgrmtint Nothlage uiid drr Staat. (Schluß.) Man ist bei ulis eben mit der Durchführung aller jener Einrichtungen, die in andern Staaten zur SLcher»ing der Extj'tellz des Kleiit-uiid Mittelgemerlies mächtig lieigetrage,t l)aden, bis ans die neueste Zeit fast gäitzlich zurückgc-blieben. Die aUgenieinere Anwendltn^^ des Asso-ziatious-PrinzipS, die Gründung volt aus den Prinzipien der Sell)i'll)ilse lierlthenden (Äenossen-schasten, die Organisation des Kreditwesens — all' dies ist erj't im Lause der letzten Jal)re unt-fassender in Angriff gelwmmen worden, l)at sic!) aber in dem Velvubtsein des Gewerl^estan-des noch immer nicht so eiitgelebt, wie es notl)-wendig wäre, um sür die Masse desselben auch nutzbar zu sein. Die Entwicklung aller Schö-psunget» auf dem Gelnete des Assoziatiousweseus ist überdies bei uns eine unendlich langsaute nud schwerfällige, weil ein furchtbarer Sleuer-druck aus all' diesen Schöpfungen lastet. Es ist gerade so, als ob die Steueräinter die Liqui-batinn aller nnserer gewerblichen Assoziationen erzwingen wol'ten. Dazu kolnmt, dab für die Hebntig der sachlichen AttSbildung, der Leistitngs-sä!)igkeit des Gewerbes erft in alleriieuester Zeit dlirch Errichtullg von Fachschulen Vorsorge ge» troffen wnrde. Eittzelne Gltippen des GeiverbeS st»!hett allerdings auf eiiu'r hohen Stufe, es ist aber eine Tlintsache, dasj es in nlleit Gewerben eine sehr grobe Anzahl von selbstt'tändigen ttii-ternehmern gibt, die schon deßhalb nicht auskommen können, weil sie ihr Handwerk nicht ordentlich erlernt haben, weil sie bell Nnsorde-rungen der Zeit nicht nachznkoinmen im Stande sind. Ich behaupte, es gibt auch unter unsern hochentwickelten Gelverbei» iticht elit einziges, in welchetu nicht die Zahl der Pfuscher eine erheblich große ist. und mau kann sich »vahrlich nicht darüber wunderit, das; diese Pfnscher nicht il)r Fortkommen findeit können. Damit soll na türlich nicht gesagt sein, dab diejeniget, Gewerbetreibenden, die es nicht sindeit, zum großen Theile in die Kategorie der Pfuscher gehören; wohl aber luöchte ich sagen, daß der Fortbestand des Klein« und Mittel^gewerbes die Hebtlng seiller Auge!)örigen aus die höchste Stllfe der sachlicheil Leist»ll»gsfähigkeit zur Vorar.ssetzung hat. Nur derjetlige kleine Gewerbsmann vermag sich zu behallpteil, der in seinem Fache das Tüchtigste leistet, der den weitestgehenden Ansorderunj^en, die au die Erzelignisse seines Gelverbes gestellt iverdeu, attch zu entsprechen vermag. Natürlich gilt dieser Satz l>los für alle jene Gewerbe, bei welchen die Kunstfertigkeit, der Geschmack, mit Enieui Worte die Jn' dividualität des A^beiteri» eine eutscheidende Nolle spieleu. In jenen gewer'oliche>t Gruppen, wo die Massenerzeuguitg, die Theiluug der Arbeit, . dec Maschinellbetrieb stch Vahu gebroche!» haben, wird es de»n tüchtigsten kleinen Unter-nehlner nur nnt deu ällßersteu Austrenglingen nlld selbst d(inn iticht iunner gelingen, sich noch läuger zu behaupten Es ist die Gründung von Prodnktiv-Ge-nosseuschasten als ein Universall)eilmittel für das Kleingewerbe bezeichitet worde«» Ich lnöchte vor Allein bemerkeit, daß dort, wo die Produktiv Gellossenschaft ihren Anfang nimint, das lUeingewerbe bereits sein Ende ^^efundeu hat llnstreitig ist die Produktiv-Genossellschast be-rusen, ilt koinmenden Jahrzehuteu iit der Ent wickillng der Organisatioil der Arbeit zu einer epochetnacheitdei^ Bedeutung zu gelangen. Aber, nieine Herren, jenrS Geschlecht, welches auf der 2 fl. Jusertloutgebühr 8 kr. pr. Seile. Höhe der Bildung angelangt und voi' jeneln eisernen Pflichtgefühle beseelt wäre, ivelches mit inein Worte alle jene Eigeitschasten besäße, die eine lebensfähige Produktiv-Genossenschaft bei der überiviegendeu Mehrheit ihrer Piitglieder voraussetzt, existirt heute uoch nicht. Wir hatten und haben ja zahlreiche Prodllktiv'Geuosseu-schaften. Einzelne von ihnen erfreuen sich eines guteit Fortkommens, aber die große Mehrzahl derselben siecht traurig dahin oder ist längst sch^n zn Grnnde gegangen. Es ist überhaupt eiue charakteristische Erscheinung bei uns, daß so viele volkswirtl)schastliche Schöpfungen kanut iln Stande sind, die ersten Kinderkrankheiten zit überstehen. Zunt große«? Theile tragen auch hier die allgeuieinen, die staatlichen Verl)ältnisse Schuld daran, der Steuerdruck, die lückenhaste Kredit-Organisatioll, das Agio, die Nücklvirkun-geu der Handelspolitik zc. zc. Zum nlcht geringen Theile isl dies aber auch eilter aitdern, ebenso iilteressanten als tranrigen Erscheinung zitzu-schreiben. In der Regel ist es ein kleiner Kreis anständiger, ehrenwerther Männer, dcp zur Grüuduug der einzelnen wirthschastlichen Unter-nehmungeit die Jnitative ergreist. Es dauert aber nieistens nur kurze Zeit Utld schon ist es solchen Eleineilten geltingen, aus die. Leitling des Uilternehmens Einfluß zn erlangen, welche dasselbe zum Schaden seitier Aktionäre, Genossenschaster oder sonstigen GeschastSlheilnehmer atlSzunützett u>ld auszubeuteit streiken. Das Zu-samnlenlvirken der allgemeineit staatlichen Verhältnisse ultd dieser Elemellte reicht vollstäitdig Hill, ein derartiges Unterltehuten schon nach kurzetn Bestände zu Grunde zu richten. Nach deiu Gesagteil wird es Ihnen leicht möglich seilt, darauf zu schließen, wie ich die Frage: „Ist das Kleingelnerbe lebeltssähig und Kcni l leto u. Nur aus Niichlässtgkrit. Erinnerung eines Gefällgnißinspettorö. Es lvar bereits zehn Uhr Abends, als die j^lingel an der äußern Thür ves Gefangenhauses drei Mal heftig »lnd il» rascher Folge gezogeil wurde. Das war das Zeichen, durch welches der Direktor seine Ankttust tueldete, wenn er ilicht selbst den Schlltssel zur Thür bei sich trlig. Sein Erscheilien zu dieser Stuilde ließ alletnal auf etlvaS Uligetvöhnliches schließen. All jenetn Abellv tnnßte ich das uin so ntehr allnehlneli, als ein schauerliches WeUer und eilte sast luldurchdrtngliche Fiilsteruiß deit Auf^ enll)alt außerlialb seiuer vler Psähle höchst un-augenehln ilmchten. Ich beeilte znlch daher auch, au die Thür zu koinmen uild d^ese zu öffnen. Der Dllektor lvar llicht alleiil. Ait seiner Seile desallv sich ein Malln, deil ich nicht kannte, der eillige füitszig Jahre alt seilt inochle ulld leichl. aber anstäildig geklelvet war. Der Direktor ließ it)li zuerst in das HattS eiittrelell. Ans der All Ulld -^^^else, »vie das geschah, kounte ich ullllehil^eu, baß dlwort jene Bedeutung erlangen, jenen großartigen Umschwinig iil der Organisation der Arbeit herbeisühren n'eide, wie von manchen Seiten erwartet wird, ninß ich bezweifeln. Die Charakter-Eigenschaften, welche die Produktiv»Genossenschast bei ihren Mitgliedern voraussetzt, sind in unserer Zeit viel zu selten vertreten, als daß diese Form der gewerblichen Produktion sich l)eute schon Bahn brechen könnte. Ich kenne aber auch die uneigennützigen, großherzigen, für das Gemeinwohl erglühenden Cha« raktere nicht, die ich mit der Leitung dieser Produktiv'Genossenschasten betrant wissen mischte. Denn, meine Herren, üt'ersehen Sie dies nicht, wer einem Konsmn-, Vorschuß- oder Rohstoff-Vereine beitritt, der kann, findet er sein Interesse dabei nicht, jederzeit wieder austreten, ohne sich damit geschädigt zu haben, wer dagegen einer Produktiv-Genossenschaft beitritt, der gibt in der Hoffnung, sich damit feine materielle Lage zu verbessern, seine Unternehmer-Selbstständigkeit vollständig auf. Er muß sich der Leitung der Genossenschaft blindlings unterwerfen. Befindet sich diese Leitung in den Händen tüchtiger, besähigter Mckuner, dann hängt und blieb unfern der Thür stehen. Es war eine imponirende Figur, groß, stark und kräftig, mit einem feinen, aber blassen Gesichte, das von einem vollen dunkeln Barte eingefaßt wurde. Der Ausdruck des Gesichts war rul)ig und ernst, ich möchte sage»! würdevoll; nichts verrieth Schwäche oder Niedergeschlagenheit, Alles wies aus Festigkeit und Vertrauen hin. Als ich ihn darum bat, nannte mir S. seinen vollständigen Namen, sein Alter und seinen Stand. Erst als er mir den Grund der Verhaftung angeben sollte, da wollten die Worte nicht Über die Lippen; ich mußte die Frage wiederholen. „Man giebt mir schnld", sagte er dann hastig, ^Kassengelder veruntreut zu haben." Er sagte nicht, daß er unschuldig sei; er wollte sich jedenfalls mir gegenüber nicht rechtfertigen. Aber er preßte die Lippen fest zusammen und vermochte mich nicht anzusehen. „Sie müssen", oersetzte ich, um ihm nicht wehe zu thun, mehr bittend als befehlend, „bis aus die Kleidung, welche sie tragen. Alles, was Sie bei sich führen, herausgeben und an mich abgeben." S. rührte sich nicht. Ich darf keine AilS« nähme eintreten lassen", fuhr ich fort, „es ist unerläßlich, daß Sie das thnn." Auch diese Bemerkung blieb unbeachtet. die Existenz der Genossenschast davon ab. sich diese Mäniler zu erhalten. Dieselben werden ihr immer unentbehrlicher; sie erlangen einen stetig zunehmenden Einflilß, und auf welcher sittlichen Höhe nu'issen sie stehen, um nicht, durch Selbstsucht. Herrschsucht und andere böse Leideuschaften getriebei', die Mitglieder der Produktiv'Genossenschast ihre Unentl'ehrlichkeit allzu empfindlich fühlen zu lassen! Thuu sie dies aber, dann ist es denkbar, daß diese Mit^ glieder, die sich durch ihren Beitritt ihrer Un« teruehmer-Selbststcindilzkeit vollständig begeben, die an das Schicksal der Genossenschaft ihr eigenes Schicksal gesessclt halieu, weitmls schlimmer daran, weitaus alihäugiger sind, als sie eS dereinst als einfache Lohnarbeiter waren —mag ihre nmterielle Stellung selbst eine besserr gewordeil sein. Ich habe übrigens die Ueberzengung, daß die gewerbliche Frage wie überhailpt alle wirth-schaftlichen und sozialen Fragen erst tiann aus-hören werden, rein akadeinisch zusein, und daß die Männer der praktischen Politik, also die Regiernng und die übrigen ,Faktoren der Gesetz-gebling und Verwaltung, erst dann sich aus-raffetl werden, diese Frageu u» Behandlung zu ziehen, wenn es gelungen sein wird, die von mir angedentete NesolNl in allen llnser»» staatlichen Eilirichtungeli nnd Zuständen zur Anerkennung nnd Durchführung zll lulngen. Wenn sich hentzlltage einzelne Vertretnngskörper niit der Lage des Kleingewerbes und mit andern tief einschneidenden wirthschastlichen und sozialen Angelegeliheiten vorübergehend beschäftigen, so geschieht dies ohne den ^nölhigen Ernst, ohne die ei^r^rticke GjMdUchkeit »nid ohne den festen^ntschlnß. niM eher z^u rasten und zn ruhen, ja mit der^nzen WMnz dafür einzu-treten, bis diese Angelegenheiten endlich einmal den Interessen der Bevölk^'rung gemäß auch ausgetragell werden. Bei uns ill Oesterreichchat eben weder die Regierung noch das Parlament die nöthige Zeit, sich nnt dem Allerwichtiasten niid Allerdringendsten selbst nur flilchtig zu be» schäftigen. Dcr Ausgleich ul»d die sogenannten gemeinsamen Angelegenheiten nehmen die Thätigkeit der Negierung nnd Gesetzgebung vollständig in Anspruch, und die kurze Spanne Zeit, die man für andere Dinge zn erübrigen vermag, muß dazu ausgenützt werden, um die Schmerzen einzelner dnrch den Börsen- und Eisenbahn-Krach allzu hart mitgenonimener Kreise wenigstens einigermaßen zu kuriren. Daher kommt es auch, daß die wirthschastlichen Fragen, die Brot- und Magenfragen des Volkes, „Wenn Sie mein Verlangen nicht freiwillig erfüllen", sagte ich etwas erregt, „so nöthigen Sie mich zu einer Dnrchsnchung. die ich gern vermeiden möchte." Erst hierauf leerte S. seine Taschen und legte die verschiedenen Gegenstände hastig und trotzig auf den Tisch, er behielt nur seine Uhr und zwei Ringe, eineil großen Siegelring und einen einfachen Goldreis nnt einem blauen Steine. „Ste müssen auch die Uhr und die Ringe zurücklassen." „Die Ulzr? sragte er und fügte, noch ehe ich antworten konnte, hinzu: „ja. und auch'den Siegelring. Aber den zweiteil Ning lassen Sie nlir." ^Es thut mir unendlich leid, ich muß auf nieiner Forderuug beharren." „Aber", rief S. heftig, „ich habe diesen Ring seit einundzwanzig Jahren an meiner Hand, ich habe ihn nie abgelegt und gelobt, ihn nie abzulegen; ich kann mich von demselben nicht treiuien, die theliersten Erinnerungen sind dannt verbunden." „Und dennoch dars ich den Ning nicht in Ihrem Besitze lassen. Ich bitte, legen Sie denselben zu den übrigen Sachen auf den Tisch." „.Herr Gott!" schrie S. fast weinend, „was ist aus mir geworden! ich kann ihn nicht frei- nur von einzelnen disklitirt werden, trotzdem gerade diese Fragen der Lösung dringend be-dürscn mlirden. Wir alle sind aufrichtige Bekenner des österreichischell Staalsgedankens, treue Anhänger der Verfassung; wir hoffe» vou dereu fortschrittlicher Eiltivicklung das Heil Oesterreichs. Wir Alle sind aber auch ülierzeugt, daß, würde wie bisher fortgewirthschaftet werden, trotz Verfassung, verantwortlichem Ministerium und Parlament, Staat und Volk zn Grunde gehen müßten. Zur lgejchichte kie-; Da» gedruckte Wort in Oesterreich soll nach dem Beschlllsse des Abgeord-netenl)ause nm einige Fesseln freier werde«. Die Regierung hat jedoch während der Ver-haildlungen geschwiegen und haben jene Minister, »velche zugleich Abgeordnete sind, vor der Abstinnnung den Saal verlassen — Zeichen genug, daß die kaiserliche Genehmigung versagt wird, wuln gegen die allgemeine Befürchtung dieser Gesetzentwnrs nicht schon ini Herrenhause zu Falle gebracht werden kani,. Denl Beispiele ilirer Parteigenossen in Belgien. Frankreich und Deutschland folgend, wollen sich inlll auch die U lt ra m o n ta n e n O e st c r r e i ch - U ll g a r n s stlaminer organi-stren und einen Katholikentag (voni 16. bis 19. April) zn Wien abhalten. Als Hauptgegenstände der Verhandluitg werden bezeichnet: Presse, Schule, Kunst, sozial-katholisches Leben und katholisch-politische VereinSthätigkeit. Bei dem Berathen nnd Beschließen allein wird es aber nicht bleiben, sondern auch znr aussilhreuden That komnlen. Die freisinnige Partei möge von ihren Gegnern lernen, daß die Organisation eine Großmacht ist. ohne die keine Llel-lulig behauptet und keine erstttrnlt werden kann. Die abinette von Wien und Petersburg haben sich seit dem serbischtürkischen Friedensschluß bedentsain genähert ulld sichert die österreichisch ungarische Militärpartei Rußland, wenN' nicht eiil gemeinsaines Vorgel)en, so doch wenigstens vollständige und wohlwoUeitde Neutralität zu. Wlr halten erste-res sür wahrscheinlicher, weil diese Partei nichts dringeilder wünscht, als vor der Geschichte sich rechtfertigen zu kiinnen, daß sie auch Provinzen erobert, nicht nur Provinzen verloren, llnd die ersehnte Gelegenheit bietet die lLrwerbung Bosniens und der Herzegoivina iin Bnude mit Rußland. willig hergel'en; ich muß ihnen überlassen, den Ring — nnr wegzunehmen." Ich ergriff die Hand, zog de», Ning ab und legte il)n ans den Tisch. S. leistete keinen Widerstand, aber die Hand zuckte, und als ich ihm zufällig in das Gesicht sah, demerkte ich, daß der große starke Mann weinte. Ich »nußte ih,n unendlich wehe gethan, ihn tief getränkt habeit. Jedenfalls war dieser Ning der Schlnß-steill, auf welchen vieljähriges Fannlienglück sich gründete, und bei der gewaltsanien Wegnahme desselben mußten die vielfachen Frenden, welche jenem Glücke entsprösse»! ivaren, il^nr vor das Auge getreten sein und dies genäßt haben. Das Maß der Leiden war dannt aber noch llicht voll. Die CiiUragung in die Liste war erfolgt. Ebenso hatte ich die Asservate verzeichnet ltnd dies Verzeichniß airerkennen tassen. Ich konnte nm; Herrn v. S. in nreinem Zinllncr nicht mehr zurückhalten, ich nrnßte ihn einschließen S. mußte mir voraufgehen. Er folgte willig, aber schweigend. (Schluß folgt.) Verinischte Nuihrichtl'li. (Ein Harem in Trauer.) Berichten aus Teheran zufolge hat die Cholera in Kabul, der Hauptstadt Afghanistans, nachdem sie volle sechsundfünfzig Tage daselbst gewüthet und während dieser Zeit Tausende von Opfern gefordert hatte, gegen Mitte Januar aufgehört und können die Bewohner wieder ruhig ihren täglichen Beschäftigungen nachgehen. Sehr betrübt ist aber noch i'nnler der greise Fürst des Landes, Schir Ali. denn ihm hat die Krankheit nicht nur viele Blutsverwandte und treue Die» ner, sondern auch mehr als zwanzig schöne Sklavinnen, darunter drei Tscherkesslnnen und eine Portugiesin, weggerafft, die alle schon nach kurzer Krankheit in der Blüthe ihres Leliens dahinstarben und nebeneinander in einein Wiiu kel des Schloßparkes beigesetzt wurden. Im Palaste Balachissar, wo der Fürst gewöhnlich residirt, herrscht debhalb große Trauer. Die Gewäuder und Schmucksachen der Verstorbenen wurden verkaust ulld der Erlös davon an die Armen und an die Moscheen der Stadt vertheilt. Auch wurden deren Gemächer, nachdem tt»an die Möbel darin als Zeichen der Trauer zertrümmert halte, verschlossen und sollen so bleiben, bis man würdige Nachfolgerinnen ge-flinden haben wird. Dab die Krankheit in dieser Stadt gar so arg gewüthet hat. daran ist der Fürst selbst schuld, der aus Furcht vor der durch die Mollaü (Priester) sauatisirten Menge es nicht wagte, europäische Aerzte aus Indien herbeizurufen, und lieber sein Leben und das ftiner Unterthanen Qllacksalbern ui;d Zauberern anvertraute. (Heerwesen. S ch »l ßw e i t e n - E r-n» ittle r.) General S. Berdan in Nordamerika ist von der britischen Negierung ersucht worden, Einjelt)eiten über die Konstruktion nnd Anwendung seines neuen Schußmeiten-Ermittlers (liange-üuclor) zu liefern. Der „liango-tiuäsr" besteht aus t'/, Meter laugen Teleskopen niit Objektivgläsern von 4 Zoll im Durchmesser und einem von 40v bis 6000 Meter sich abstufenden Registratenr. Die Basis ist ein Meter; die Durchschnittszeit, die erforderlich ist, uin das Instrument in Position zu bringen llnd die Ästanz zu uehmen, beträgt weniger als zwei Minuten, und die erforderliche Zeit, um die Distanz eines zweiten Ol>jektes zu uehmen, ist, wenn das Instrument erst einnml gerichtet ist, weniger als eine Minute. Nur Ein Pferd mit einem Karren ist nothwendig für den Transport dieses Instrumentes, das, wie der General versichert, das Feuer der Artillltwerpen, den Ausstellungs-Palast von Amsterdanl und noch vieles Andere wal)rhaft Schöne. Theater (—8.) Samstag den 10. und Sonntag den 11. März. Historischer Lustspielabend. Aus denr 16. Jahrhurrdert: „Das heiß'Eysen". Ein Fast« nachtsspiel von Hanns Sachs. Aus dem 17. Jahrhundert: „Die ehrlich Bäckin mit ihren drei vermeinten Liebsten". Ein Possenspiel von Jacobus Ayrer. Aus dem 16. Jahrhundert: „Hanswurst der traurige Küchelbäcker und sein Freuird in der Roth." Ein Freudenspihl von Gottlieb Prehauser. Aus den« 19. Jahrhurrdert: Der Phlegrnatrcns. Lustspiel in 1 Akt von Roderich Beiredix. Es wurde durch diese» Lust» spielabend eine wohlthuende Abwechslung in das Repertoire gebracht und der durch die lange Reihe von Operetten-Aufführungen verdorbene Geschurack etwas geregelt und anderiveitig be-sriedigt. Laube, dem jetzt lebende^! Neslor der Schauspielkunst gebührt das Verdienst die Ent-wicklung des LrrstspielS von Hans Sachs ange-failgen bis auf unfere Zeit in einen Rahmen eingefügt und zur Aufführung gebracht zu l^aben. Jederrnann hat daber Gelegenheit ein Stück deutsche Liieraturgeschichte ken«ren zu lernen, und wird den steifeir, abgezirkelten Bewegungen der Darsteller aus dem 16. uud 17. Jahrhundert mit eben demfelben Interesse folgen, wie den exakten Äusführuirgen der Jetztzeit. Die Aufführung rvar irn allgemeinen an beiden Abeirden zufriedenstellend. Es ist für den Darsteller keine Kleinigkeit, sich uin 3 Jahrhunderte znrückzuverfetzen uird derngeinäß seiir Spiel ein-zurichterr, doch gelang es zuineist den dabei eirgagirterr Klüften, das richtige zu treffen. Wir beschränk''!» uns darauf, deir betheiligten Darstellern irn aUgerneinen unser Lob auszudrücken für rhre Bernühungen und hatten nur einen besseren Besuch irn Interesse dieses historischen LustspielabendS gervimscht u»id bedauerir nur, daß in letzterer Woche das Publikum durch vorzeitiges Ausstehen deir Schluß eines jederr Stü» ckes sich lieber denkt, als ansieht, was jedoch ungemein störerrd wirkt und bei der Ungleichheit der Phantasie jedes Einzelneir nicht empfehlens-werth, ja irr arrderen Schauspielhäusern rricht einrnal zukörnrnlich ist. Montag deir 12. März. „Darnenkrieg" oder: „Ein Duell der Liebe." Lustspiel in 3 Auszügen von A. Theobald. Ein gut gearbei- tete» Stück, das neben gefälliger Sprache und treffenden Eittsällen auch bühnengerecht, gestaltet ist. Etwas mehr Frische hätte deniselben nicht geschadet, sonst kann man mit der Aufführung zufrieden sein. Von den Darstellern können in erster Linie Frl. Herbst (Gräfin von Autreval), Herr Lemaitre (Baron von Montrichard) und Herr Griese ^Gustav von Grignon) lobend erwähnt werden und fanden von dem schwach besuchten Hanse verdienten Beifall. Morgen gelangt zum Vortheile des Kapellmeisters Herrn Josef Cohn Verdi's Oper „Der Troubadour" zur Aufführung. Die Oper ist gut einstudirt und es wird in derselben außer den heimischen Kräften der Tenorist Herr Stau-besand vom LandeStheater in Graz mitwirken. Da der Benefizilint sich alle Mühe beim Studium der Operetten gegeben hat, und die genannte Oper uur dieses eiue Mal zur Aufführung gelangt, so ist in seinem Jnteresie ein zahlreicher Besuch zu gewärtigen. Letzte ^ost Das Mittift-rittm AucrSperg will am WahlmvduS der österreichischen Dclegatio» festhalten. Die Titznna der Dcleqationen soll im Herbste ftattfindcn. Mo»ten?gro hat «och auf keine F»rde-runft verzichtet, die Pforte verhält flch ab lehnend. Die tlirtische Regierung hat verboten, ü'^er den Gesundheitszustand deS Tnltan» zn schreiben. Course der Wiener Börse. 13. Einheitliche Staatsschuld in Roten . 02.90 in Silder . 67.75 Goldrente .... 74.45 1860er St.Loje . 109.-Bankaktikn-Anl.» . . 826.— Creditaktien . . London . . . Silber .... Napoleond'or . . Ä. k. Mmiz-Dttkalen 5.85 100 Reichsmark . 60.75 März. . 148.80 . 123.75 . 112.35 ' !).89 Ein möbNrteK Zimmer samm' 5?abinet ist am 1. April zu vermiethen. Aussicht auf den .^>auptplatz. Ebenso zwei BerkaufSgewölbe sammt Wohnun g. (306 Anzufragen Hauptplatz Nr. 1. Lokal-Vtrilnderang. Ich zkige hicmit ergebtnst a», daß ich »nein Schneider Geschäft von der Frauengasse in dic Pfarrhofgasse, im gleichen Hause vcrlegt habe. Dankend für das Vertrauen, welches mir durch 14 Jahre von meinen Kunden zu lhei! geworden, bitte ich, mir sclbeS auch s bis IL. März. M l' Täglich geöffilet ^vou 10 Uhr Vormittag bis Uhr Abends.^ ^ Eutree kr. pi^r Persou. ^ Awei Wohttnns^en jrde bestehend aus 3 Ziinmcrn, Kilche, Spei>e ze. die eine im 1. Stock und die andere ebenerdig qassknseitig gelegen, sind in der Kaiserstrahe im Paganischen Hause mit 1. April zu vermietheu. Anzufragen beim Hauseigenthümer Cajetan Pagani, Schillerstraße Nr. 16. (293 HosPitantenkurs siir Mfl- Ulli) Weinkau an der Landes - Obst- und Weinbauschule bei Marburg vom v. bis SR. April ISVV. An demselben können 2V Steiermärker thk'lnehmen. »vklche über 18 Jahre alt skin müssen und die nöthige Borbildung zum Ver» ständniß der Vorträge besitzen. Der Unterricht, welcher Vormittags von 10 bis 12 Nhr im Schulsaal der Weinbauschule stattfindet und die Obst- und Weinkultur be-h.nidkln wird, sowie die an den Nachmittagen ar.zul).)ltcnden Demonstrationen über diese Kul-turzweige werden vom Fachlehrer Heinrich Kal» mann eitlieilt. Die Aufnahme geschieht nur über schriftliche Meldung bis S. April d. I. bei der Direktion der Weinbauschule. (290 Marburg im Marz 1877. Die Direktion der Landes-Obst- n. Weinbauschule. (Z0^! »unllsfttsusoillls von Honsvtisn vkrdankc» ihr schöilks, iiPpigt» H'.,r dkl ci»)ig und allri« tnliirtiidt» kins. tönigl. cinSschl. priv.^ lvtlche gleichzeitig die Schuppen spurlos vertilgt, sowie d.'r dazu gel)örlz^ktt echten lktirischen ^lpenkräuter- oder Nußertract-Pomade aus der k. k. a. pr. Parsiim^Fabrik von Wie.,. I.. Teinfaltstraße ^ Aas nniibertrGichftt Mittel ist unsere oft b'währte Haar-und Sart-wuchs - E^tU), welch? b im rcgkl- nlavlgcn Gebrauch und bei Anlve.!-dnng der steierischen Alpenkränter-odcr Nußexlrc,ct-Pom id. . schall lunnen sechs Monaten, selbst auf den liahlfttn Stellen eine Haarsiiltt in der urspriinglichen Farbe erzeugt! 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ViLlIivijelisn. VVldl/.ei'......!-— I. 14. I^olkn.......75 !. 1ü. I^veltvus?«!. ......^«^5 !. 16. I)iv Na/.urktt.....l).75 IN. l7. Ovr I^is1>o»1tiote. lFklopp.....1. I». 1) ^Ipvn l)löreiche Einfachheit, il)re elegante, brillante nnd effektvolle ÄnSdrurkSiveise zeichne» sie vor viele» anderen Stilkken au». Zur weiteren Fortbildung ic. pädagogische Zeitschrist f. Elsaß-Lothringen. vodonkllkin, XV0 I^anllluvK äireot un«^ trnneo von l^lntei^oivkllotizni xe^en KinÄlZNllun^r » t I. Z^viso Ein Magazill (294 am Hauptplatz ist sogleich zll vermiethel,. Nähere Auskunft im Comptoir d. Bl. Weill - Manipillation wird praktisch j^clehlt durch dnS neu erschienene Uvvvpt^VZiviK, rllthaltend: Anleitung zur Veredlunl^ saucicr gehaltloskr Nalurweine, Cr-zeugunt, von Wein ohne Trauben, Wein aus Geläger (aus 100 Liter 1000 Litt?) mit Zusliß von vollkommen gesunden Stoffen, zu billigen Haustrunk- und seinen Bouteilleuiveinen; ferner Erzeugung von kü' stbchen seljr gutem Obstmost, Wein-Essig, Ejsig-Sprit, Branntwein, Rum, Litiueuren, Fruchtjüsten, Preßhefe, Parfüms, Mkdicinal-Spirltuosen, Balsame, Seiftn und über liundert Hundelsartikel, lvclche mehr als 100^^/^ Gewinn bringen. — Preis S sl. — Prospekte gratis. — Best'llungen mit Angabe von 1 fi. si"d zu richten an V. ttrclliöka, VVivn >, IsinfaltstrsZZS 17. 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Dem Osferte ist ein Betrag von das nach ihm allf ein Jahr entfalterlden Mieth- und Pacht-Zinses aus der von de, Militär-Ball-behörde approximativ berechileteil Jahresbe-köstiftnng der lieizitstellenden Nebenleistungen -als Vadiuln und iveiters, da der hiichste Anbot siir die Ueberlassting der ^^iarketenderei nicht absolilt lnaßgebend ist, fonderu hiebei befoilders nuch die Vertranenswi'irdigkeit des Offerenten im Auge behalten ivird, — eill diesbezügliches Zeilgnib von der Ortsobrigkeit oder Geweibe-kmirmer beizltfchließen. Die nähere» Bedillgungeil sind täglich Vormittag von 9 bis 1l Uhr und Nachnlittag von bis 5 Uhr hieramts eilizuseheil. Marburg alu 10. März 1t!j77. Volu k. k. Koinlnando der Aranz-Josef-Kaserne. ü^iniiiiiiK!! Seit ciniaer ^eit tverd,?« von Wieuer f^irmen echt U»^I>einsche '^tlisiNnstriimente <>o»rtv» an^ekui'di^zt »nd jeti« mich bier« durch veranlaßt, um taT P. T. Publikum vvr Tiiuschung schllyrn, b.fantttzu>ieb<'N, dißsich daS^t^eneral-repvt meiner lLrfinduug OcarinA, — auf welchem gegenwtirttg in Pari» mit außerordentlichem Erfolge concertirt wird, — Qur bei Herrn ««I. HVttt«, HVt«», befindet, somit »ll» andererseits an^prie» sencn gletthnamis^en Fabrikate nur Ra«I»« ahmunfl meines tZrigtnaleS sind. Jedes meiner ret» »ontrte»! Jnstru« mente trägt nachstellenden FabrikSfiempel: tilUII. UttNKtl ^ KUDKio. 140 Hochachtungsvoll K!USVPPV l>0NlltI. Nach meiner gedruckten und leichtfaß-ttchen Schule können Dilettant«» schon MU' In so MW Laien in wenigen Stuneen die sdar Nr. l und II mit je IL Melodien » 40 kr. General-Agent f r zlZtsterreich» Ungarn n. pentschland: ««» HV Itt«. ^Vivi». Stadt, vkri. Küriitiierstriiße SS. Äerszndt prompt per Kassa oder gegen Atachnadme. — I^'» tsro»»Käuser Rabatt. ZU« vcweiS der Solidität mein«» offerirten e«t,tku italienischen Instrumentes, verpflichte mich, alle andererseits angepriesenen softenaunten OcarinaS per Stuck von Lv kr. lilS I st. von Nr. I—Vll ßu liefern; ver l^iintert noch dilliger. Gine Schmiede in Unter-Poll ersch ist zu verpachien. An^^kunft ertheilt Herr Anton Rt'Nprechl am Hauptpla^. (302 Dauipf- ll.Wliiiiltilblid in i>rr Küriilucr-liitirltadt tätlich von M llhr Früh bis tt Uhr Abends. 10t!) Alois Schmiderer. ÜSiin rcli Ki'Äppel! in iittslen8k!l0tt empüelilt seinc^. liljolograpliijchi'n Zllieiti'ii. Warnung. Ersuche 0uf meiucn Namen nichts zu borgen. ^08) V».xra.»ÄI. Z. 2359. Gditt. <243 Vom k. k. Bezirksgerichte Murburg l.D. U. lvird bekannt qemacht: Es fei über Ansuchen der Elben die freiwillige öffelttlich? Veisteigeruns^ Vts zuul Verlasse der H rrn Carl Zettler ge-höriilen. ln der pomg..sse zu 'INarbusg gelegenen, 'iristöcki.^en, gemauerten, mit Ziegel l^edtckten, ^u jedem GeschastSbelr'ebe geeil^neten Hauses E N'. 205 tUt, tm Grllndbuchc unter E. Nr. 193 aä Ma.,lstrat Marburg vorkommerld, be-lvtlligt und dte Vornadm^? auf deri 21. März 1877 Bormittag von!)—12 Uhr UN Ort und Stelle des HauseS ans^eordnet lvori)en. Kauflustige werden »nit dem eingUaden, daß jeder Lizitant ein 10°/g Vadium vom Vlhätzwerthe pr. 9180 fl. o. W. zu erlegen hat. und dtlß Grundbttchs-Extrakt, Schü^ung^pvotokoll und Lizitotions-Äcdlnqnisfe täglich bei dein bestellten Gerichtokommiffär Dr. Fsanz Rädel), f. k. Notar zu Marburg eingeseheri lverdeu können. Die Pfandrechte der Sahgläubiger bleiben durch diese Fetbietung unbei^ülirr. Marburg am 24. Februar 1877. 287 von Weinstein, Hlldcrn, M'ffing, Kupfer, Zinn, Eisen, Blei, Kalb- und Schaffclten, Roß-, Ochfen-u. Schwcinlzaaren, Schafwolle, allen Galtungeti Rauhwaarcn, Knochen, Klauen nebst allen anderen Lani)eöprodutten. von ungarischen Bettfedern, Flauinen und gesponnenem Roßhaar zu den billigsten Preisen. .1. 8vIiIeiji«K;vi', Marburg, Burgplatz. 4« I«I» I ^llnd »eil kentstnilden, lverdeii in wenigen Tn^^cu. öfters in weni-t^eil Ltnttden. nltere in kurzer Zeit ^elicilt und ^jäl)rigen Knochenfchtvellungen Schmerzlosigkeit verschlifft. T'ieseA äußere Mittel wurde seit Jill)ru> liiel-isach lierdessert und tausendfältig^ mit lieillirinc^endeni »Erfolge nngclvendet. was mit znl)lrelchen Dnnkschreil>en, ^dic znr Einsicht vorliegen, erwiesen wird. Preis per Flacon I fl. ^27'^ Da auch die liesten Medicaniente liei nicht eitt-^sprechender Anordnung nnr tl)eillveisen Erfolg erzielen !s^' lvird dei Anschaffung um die jlrnukl)eitönilttl>eUnng versucht, damlt bei jedem Leiden die aus großer Er lsahrniig erprol'teste Znsammensepnng des MitlelS lind Idie passendste AnordnungSweise lnitgetl)cilt iverden Ikann. ... Spezialarzt in dei ll.'^ii i,, Tirol. Wiril's soiidcllk «liiii jilHIc I!issiuiiöl)s1-?s.drik von ^I«n, III. 3e^., I>ilafxei-gils8s 17, elnpfielilt sich zur prolnpten Liefcrung ilirci geschmackvollst auögesübrten Fabrikate. Jllustlirte Musterblätter gratis. (1194 Rebmann-Stelle. An der steiermärkischen Landes,Obst- und Weinbauschule bei Marburg ist am I. Mni d. I. die Rebmann-Stklle im Burgmald mit einem Jahresqeh«ilte von 500 fl. ö. W., freier Wohnung und Beheizung zu besetzen. Die Bewerber haben ihre Kenntnisse in der Behandlung und Neuanlage von Weingärten nud Obftkultnren durch Zeugnisse zu belegen und ihre Gesuche bis zum 5. April d. I. an die unterzeichnete Direktion einzusenden. Der Rebmann kann verheirnthet sein. Die Kenntnlß der slovknischen Sprache gibt den Vorzug. Marburg am 22. Februar 1877. (239 Die Direktion der Laudts-Obft- und Weinbavschnle. Was man Alles für MNn«^n TV«. HV.I bekommt. 1 eleganten Herren- oder Damen-Filzhut. 1 Paar sehr dauerhafte Herren-oder Damen-Filzschuhe.I 12 Paar stärkste Herren-Z^uß-Socken. 6 Paar Hochseine dnnkelsärbige Klnderstrünipse süi Kinder bis 14 Jahre. 5 Paar sehr feste Damenstrümpfe. 1 hochfeine Herren- oder Damenhol'e. 1 hochfeines Herren- ol?er Diimeii-Leikchen. 1 sehr elegante Britannia-Silder-Salon-Petroleum Lampe mit Kugel und Cylinder. l feinste Meerschaum-TalinkS Pfelie mit Chiuasilber^ beschlagen. 6 feinste echte weiß l'letlzeiide.Speiselösfel. «z Bestecke. 6 Messer, 6 Gal'eln. 1 ganze Schreibgaruitnr, 100 Bg. Briefpapier. 100^ feinste Coilverts, 6 Federhefte, 50 Federn, 6! Bleistifte, 1 Schteibzeug. 1 prachtvolles iederneS Pbotographie-Allium. 1 neuestes Snlon-Esfectstiick, zur Zierde fiir jede^ Wol)nung. 1 reizende Dainen-Murtcltascke ans Jnchteuleder. 1 hochfeiuen Dameufacher mit passendem Giirtel. 1 Paar echte Hirschleder-Wasch-Handschnhe. 1 s^roße feuerfeste, eiserne Handkassa. 1 Zanber.Apparat, um Geister erscheine« zu lassen. 1 echt englisches, feinstes Taschenmesser nul melireren Bestandlheilen, so auch Scherre entlialtend. 1 echtes juchtenlederneS Andrassy-Portemonnale; ent-hält 5 Fächer für Noten, 1 Abtheilnng für! Silber und Äupfer und für Visitkarteu, ist dabei nicht Vitt nnd läßt stch liec^nem in die Tasche stecken. Sonnenstrahl in der Westentasche. (Laterne). Sie ist zwar klein, aber groß ist daS R«lch, welches^ sie beherrscht. Sie ist nicht größer al? eine^ TabakK-Tose und kann in der Westentasche ge. tragen werden. ^139'.? 1'"hochfeiner Bierkrug aus Krystall mit'feinstcni^Por' zellan.Deckel, — und so noch viele tausend Artikel, die alle so billig sind! in der IntOrttSKtt«» ßQR» Wien, Pralerstraße Nr. lk. __Um Jrrthümern vorzubeugen, wird uoch- ^alS ausdrücklich bemerkt, daß jede eiuzelne Rubrikl st. Oe. W. kostet. — uud wird für jeden einzelnen Gegenstand Garautie geleistet. einen lier^liene» vanli ?dem ProfessorMui>«tf v. ttrllev tn?verll»».^ >^Wilhelmstraße 127, durch dessen Beistand ich soeben/^ K K»I»Ä T 'gewonnen habe. Möge eS dem Herrn Professor« ?noch recht oft vergönnt sein, sich als vi« in zu erweisen. (275 Bochula. E.'K^m ien'bro d t ki, k. k.' Postexpeditor. __T^^'^Meine < u« tian«'» ertheile ich^ »t«v Otc>° rina« zu warnen, die, waS gute Qualität und überaus reine Toiiirung anbelaiigt, keinen Vergleich mit uiisercin Ir. prLv. echt italienischen Ocarinas anShalten Jedermann, der auch lein Musiker ist, sann schon nach einer Stunde llebuug die schönsten Stücke auf unserem Ir. xrtv. Musikinstrument Vok».rtv» spielen und kosten Nr. I Ii lll IV V VI VII st. I.-, I.bN. 8. — , ».Sl>, S.-, 4..-, fi.— Ocarina, zur Slavierbegleituitg aeilimmt, kosten fl. S.«.'' Sedruckte leichtsaßliche Anleitungen geben wir zu tedem Stück. xr»tt». — Die Ir. U. prlv. echt italienischen Ovkrtuka sind zu be^iedeii auS dem Italienischen Miisitiiistruniciitcil-Dcpot, Wien.Bnrgring Z. lur Vvsektung I m«».». versehen — Alle anderseitig angepriesene», nachgeahmten, uicht privileairten sogenannten Ocarina» liesern wir» iw kr. per Stück, vll ssro» viel billiger. Hrovtnz-Austräge prompt gegen Vtachnahme. — Wiederverkäuser erhalten Rabatt.