Priininiitralions-Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . . 4 „ 20 „ Vierteljährig. . . 2 „ 10 „ Monatlich . . . — „ 70 „ Lai dach er 9)Z i t brr Post: Ganzjährig . > . 11 fl. Halbjährig . . . fi „ Vierteljährig. . . 2 „ - kr. 75 Für Anstellung ins Haus vierteljährig 2,'S tr., monatlich 9 kr. Einzelne Nummern ti kr. Tagblatt. Änonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Meirthlioii: Nahnhvsgassc 9fr. 1:12. diptiiilioii IIn) Snfrtalrn-flurcnu: Kongretzplatz Nr. 81 (Buchhandlung von 3. v.KleinmaprLF. B.imbergj. 3ufcrlii)ii9|irtifr: Fiir die einspaltige Petilzeile :i sr. bei zweimaliger Einschalinug ä 5 kr. dreimal ii 7 kr. Jnsertionssteinpel jedeSmal 30 kr. Bei größere» Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Nr. 31. Mittwoch, 8. gebruav 1871. — Morgen: Apollonia. 4. Jahrgang. Trübe Aussichten. Gambetta's Stern ist im Verbleichen. Könnte der brustkranke Diktator sich auch des Genies eines Carnot rühmen, während er in der That nur dessen Plagiator ist, es würde ihm doch nicht gelingen, das todesmüde Frankreich in einen letzten Verzweis-lnngskamps zu treiben. Wohl hat die Nation nach der Katastrose von Sedan, als sie auf den ersten Ruf jenes Mannes hunderttansende ihrer Kinder zur Schlachtbank führte, der Welt bewiesen, daß die Gefahren der wiedererstandenen Republik nicht an ein entartetes Geschlecht herangctretcn waren; aber der militärische Dilettantismus Gambetta's und die Unfähigkeit feiner Generale überlieferten die Blüthe der französischen Jugend dem Grabe oder der Gefangenschaft und verwandelten die Re-publik in eine trauernde Niobe. Mag die Partei der „resistance ä outrance“ in Lion, Bordeaux und Marseille noch so kühn ihr Haupt erheben, sic kann selbst mit Hilfe des Ter-rorismus keine nachhaltige Wirkung mehr erzielen. Die unermeßliche Mehrheit der Franzosen ist zur Erkenntniß gelangt, daß nur ein rascher Friedensschluß die Zukunft Frankreichs zu retten vermag. Friede ist ihr einziges Losungswort, Friede mit oder ohne Zustimmung Gambetta'S. Und wie einst im römischen Zirkns die Theil nähme der Zuschauer sich von dem verwundeten Fechter in dein Momente abwandte, als er zum Zeichen der Ergebung die Waffe gesenkt hatte, eben so ist auch jetzt nach der Kapitulation von Paris die nervöse Spannung gewichen, welche alle nicht unmittelbar beteiligten Kreise Enropa's beim An blicke des gewaltigen Bölkerduells gefesselt hielt. Auch in unserem Vaterlande beginnt die öffent- liche Aufmerksamkeit sich in erhöhtem Maße wieder den Reichöangelegenhciten zuzuwenden. Die weltgebietende Stellung, zu der das hohen« zollcrn'sche Kaiserthum berufen ist, wirft schon jetzt ihre Riesenschatten voraus über alle anderen Reiche des WelttheilS. Jedermann fühlt eS instiuktartig, daß an Stelle des abgewirthschafteten Sistems des früheren kontinentalen Gleichgewichts das Prinzip der freien Völkerbüudnisse auf den natürlichen Grundlagen gemeinschaftlicher Interessen treten werde, und daß die Absonderung eines Staates dessen sichern Untergang herbeisühren müsse. Die Annäherung Preußens an Oesterreich ist auch vou den vernünftigen Politikern diesseits und jenseits der Leitha deshalb mit Freude begrüßt worden, weil in beiden Reichen Beweggründe der inuern Politik, wie Interessen des Handels und der Bolkswirthschaft nach den meisten Richtungen parallel laufen, die realen Vorbedingungen eines wechselseitigen innigen Einverständnisses somit vorhanden sind. Allein diese Annäherung faun nur in dem Falle zu einem festen, den Bestand der habsburgi-schen Monarchie sichernden Bündnisse führen, wenn Oesterreich Bürgschaften seiner Existeuzsähigkeit zu bieten im Stande ist, denn mit einem „Leichname" wird Preußen ebensowenig paktireu wollen, als sich Napoleon III. dazu verstehen mochte. Will Oesterreich überhaupt aus feiner jetzigen Jsolirung heraustreten, so hat es den Beweis zu liefern, daß es seine Ausgabe als Kulturstaat mit vorwiegend deutschem Gepräge richtig aufzusassen und mit eherner Konsequenz zu lösen versteht. ES muß vor allem bedacht sein, mit dem Kitte des deutschen Elementes die auseinander strebenden Theile der Erblande zusammenzuhalteu, das Gra-viüre» derselben nach fremden AnzichungSkörpern zu hindern. In seiner inner» Politik muß es mit Hilfe der gesetzgebenden Faktoren alle jene Reformen, deren allgemeine Umrisse unsere Staatsgrnndgesetze enthalten, nach einem unwandelbaren Programme anbahnen und in wahrhaft demokratischem Geiste dnrchzusühren suche». Ei» neues Kabinet ist »ns seit gestern gegenübergestellt. Wird cs dieser Ausgabe gewachsen sein? Besitzt zunächst der Champion der Erlösung, Graf Hohenwart, den Willen und die Kraft, de» Widerstand jener ethnologischen Halbgebnrten, die mir noch in Rußland ihren Hort erblicken und den Zerfall des Reiches offen diskntiren, z» brechen, ohne die Basis der heutigen Gestaltung des Reiches preiszu-gebe» V Nach der vo» uns gestern gebrachte» flüchtigen Skizzirnng müsse» wir leider die Befähigung des »cue» Kabinets hiezu vorläufig in Zweifel ziehe». Ei» Ministerium, dessen Mitglieder, mit Ans-»ahme eines einzigen, sich dem parlamentarischen Schanplatze noch niemals genähert hatten, ist im konstitutionellen Leben eine noch nicht dagewesene Erscheinung, eine bittere Satire ans die Impotenz des ParlaMeiitarisintts. Allerdings haben jene Miiimer einen hohe» Grad von Selbstverleugnung, um »icht z» saue» Vermessenheit bekundet, indem sie in ein Kabinet traten, welchem nicht einmal ein Stremayer nnd Tschabuschnigg ihre Unterstützung zu gewähren wagten ; aber gerade die heroische Opferwilligkeit dieser Herren erschwert von vornherein ihre Lage, weil die öffentliche Meinung eine» sehr strengen Maßstab cm ihre Leistungen legen wird. Aus keiner Partei hervvrgegangen, werden sie von allen Parteien mit Mißtrauen nnd Argwohn betrachtet werden; ohne die Träger einer politischen Idee, eines großen Prinzips zu sei», sind sie dar- ÄeniÜ'eton. Der Wald und sein Einfluß aus das Klima. (Schluß.) Wälder tiitd Berge sittd die wichtigste» Schutzmittel gegen den Anprall der Winde, letztere bei genügender Höhe freilich in noch größerem Maße. Der Wald vervielfältigt die Flächen für die nächtliche Wärmeausstrahlung (also Abkühlung), verlangsamt aber auch die Abkühlung durch die vou Laub und Banm aufgenommene Tageswärme, die nur langsam entweicht; deshalb ist »ach einem Regen die Luft i» WaldeSiiähe wärmer, als in der Entfernung. Die Tageöschwanknngcn der Wärme sind im Walde geringer, und zur Nacht sind die über dem Waldboden ruhenden Luftschichten wärmer, als die über waldfreicm Boden. Waldreiche Gegenden habe» einen kühleren Sommer und einen wärmeren Winter. Im Sommer zeigt sich der Einfluß des Waldes auf die Temperatur feiner Umgebung übrigens weniger, da die Verdunstung stärker einwirkt. Ai» Tage ist die Temperatur zumeist wegen der Ver- dunstung etwas niedriger, bei Nacht wegen behinderter Ausstrahlung etwas höher. Im Winter dagegen wirken die Wälder für de» Pflaiizenwuchs der Umgebung sehr wohlthätig, indem sie die Strenge der Polarwinde mäßigen und den Einfluß plötzlicher warmer Winde mindern. Die Ansicht, welche öfters ansgesproche» wurde, scheint irrthümlich zu sein, daß die Waldverminderung auch eine Verminderung der Regenmenge bewirke. Der Rege» hängt wohl vorwiegend von atmossiirische» Einflüssen, namentlich von de» Winde» ab; obwohl nach Becquerel in bewaldeten Gegenden */* mehr Regenwasser fallen soll, als in waldarmeu, »»d »ach de» Anpfla»z»»ge» am Suez-kanale, namentlich in der Gegend des Timsah-See'ö und der Stadt Jsmaila es häufig regnen soll, während Regenfälle dort früher nahezu unbekannt waren. Aber auf die Folgen stärkerer Regengüsse wirkt der Wald, wie wir oben auseinandcrsetzten, und so wie er eine mittlere Feuchtigkeit erhält, so wirken größere Wälder auch zur Ausgleichung allzu großer Temperaturunterschiede; die Extreme von Kälte und Hitze scheinen im westlichen Europa seit Ausrottung der Wälder vergrößert worden zu sein. Das wichtigste ist hier, wie in so vielen Verhältnissen des Erdballes, daß für die gemäßigten Breiten der Erde ein gewisses Verhältniß zwischen Wald und waldfreicm Land für die klimatischen Verhältnisse das günstigste ist, bei dem der Wald zwar nicht in tagelangen dichten Beständen oder in Thä-lern, wo er die Ventilation verhindert, vorhanden sein soll, in dem er aber ausgedehnten Ebenen als Fenchtigkeitserhalter dient und namentlich auf Bergen und steileren Abhängen die Fortschwemniung des Humus, die Verwüstung des Ackerbodens, die übermäßige verheerende Anschwellung von Wildbüchen hindert und überhaupt auch die Extreme der Temperatur mildert. Ueber die Grenze dieses günstigen gegenseitigen Verhältnisses sind wir in Krain offenbar schon hinaus. Wir geben zn, daß durch die Waldverwüstung nicht Unfruchtbarkeit des Landes erzeugt wurde, scheinbar wird es durch Ackerland, das auf dem Waldboden entstand und entsteht, sogar an Nahrungsfrüchten reicher. Doch auf wie lange! Die oft steilen Berghöheii, die des Waldes entkleidet sind, werden nicht immer die Ackerkrumme tragen, sondern Regen, Schncelawinen und Sturm fegen selbe mit der Zeit weg, — und dann kein Ackerland und kein Wald! Abgesehen von den übleu Einflüssen ans Klima und Boden, die wir oben audenteten, kommt auch noch die Holzverarmung hinzu, die dem auf angewiesen, das Terrain ihrer Wirksamkeit Schritt für Schritt zu erkämpfen. Indem sie die Mission übernahmen, die Aus-gleichsverhandlung mit den „interessanten" Nationalitäten wieder anzuknüpfen und zu einem gedeih lichen Abschlüsse zu bringen, müssen sie schon nach Antritt ihres Amtes in entschiedenen Widersprach gerathcn mit jener überwiegenden Majorität, welche jede Transaktion mit den Nationalen auf dem Boden der Verfassung als eine Unmöglichkeit betrachtet und derartigen Versuchen einen unüberwindlichen Widerwillen entgegenbriugt. Warten wir übrigens, bevor wir den Stab über das neue Ministerium brechen, das Aktionsprogramm desselben ab; es wird uns zeigen, ob wir Pessimisten waren, indem wir dem Verdachte Raum gaben, daß sich uns im neuen Kabinete unter obskurem Namen die altbekannte klerikal föderalistische Firma des „Vaterland" präfentive. Vom Kriege. Uebcr die Stimmung der Bcoolkcrung der Ortschaften um Paris, sowie über die Zustände in der Hauptstadt schreibt der Korrespondent der „Breslauer Zeitung": „Die wenigen Einwohner in den neu okknpirte» Ortschaften sahen ziemlich apathisch drein; die> Soldaten aus dem großen Lazareth Vitry waren guter Dinge, teilweise trunken, die Offiziere niedergeschlagen, wenn nicht wiitheub. Jeder Mann hatte eine schöne Brotration offen an den Tornister geschnallt. Ich unterhielt mich längere Zeit mit einem Manne, der mir erzählte, das Militär hätte durchaus noch keine Notl) gelitten, die Zivilbevölkerung dagegen desto mehr. In letzter Zeit gab es für den Kopf per Tag % Pfund Brot und für drei Tage 60 Gramme Pferdefleisch. Hunde und Katze» sind in den Dörfern um Paris beinahe verschwunden. — Wie ich es mir dachte, so ist es gekommen. Die französischen Journale machen den hochniiithigen Parisern die Kapitulation mundrecht. Natürlich ist dieser Akt eine Schlappe für die Deutschen, und Bismarck, sagt man, würde sich damit die höchste Ungnade der chauvinistischen Berliner zuziehen." Briese vom 26. Jänner aus Paris sagen, daß feine Illusionen mehr möglich seien. Die bitteren N'achrichteu aus den Provinzen haben die Augen der Ungläubigsten geöffnet. Man fühlt, daß Frankreich überwunden ist, und unterwirft sich willig dem unvermeidliche» Geschicke. Von Saarbrücken wird der „Köln. Ztg." anö Versailles gemeldet, daß Jules Favre am l.b. abermals eine Besprechung mit Bismarck hatte. Sandmann dort bare Geldauslagen verursacht, wo er früher nur von den Zinsen seines Bode»kapitals sich wärmen und seine Nahrung kochen konnte! Zum Schlüsse noch ein paar treffliche Eigenschaften unseres Freundes, des grünen Waldes. Sumpfgegenden wurden durch dichte Anpflanzungen laubreicher Bünme unschädlich gemacht; fo verschwand in Algerien an Orten, wo dies geschah, das Wechselfieber, welches seit Jahrhunderten dort geherrscht hat. In Bengalen haben Wälder und Parks, wie Dr. Murray mittheilt, die Ausbreitung der Cholera verhütet. Und die Poesie, die im grünen Walde unser Herz berührt und ahnungsschanernd aus dem Wal-desdunkel in die Fantasie deö Kindes und in die im Realismus »och nicht ganz unttrgegaugenen Herzen der Jugend rinzieht, die uns ans so manchem Volksliebe frisch und urlrästig entgegentönt — ist sie nichts für die Volksveredelu»g, gilt sie »ichtö für Belebung des VolkSgeistes? Freilich ka»» man ihre Wirkung »icht in Zollen messe», in Pfunden wagen und in Gnlde» ab sch ätzen! Da versteht sich die verketzerte Naturwissenschaft doch trotz allem besser darauf, den» erforschend die Wirklichkeit im Detail, vertiert sie nie de» Zusammenhang des Einzelne» mit dem Ganze» a»s dem Auge, — de» Geist in der Natur! G. Kleine Differcnzpnnktc in den Verhandlungen mit französischen Offizieren und Beamten wurden mit äußerstem Entgegenkommen geregelt. Wegen der Demarkationslinie im Norden finden Erörterungen darüber statt, ob Abbeoille frauzösijcherscitS zu räume» sei oder nicht. Faidherbe reklamirte den Ort als festen Platz. Die Frage wird leicht erledigt werde», da man diesseits kein Gewicht darauf zu legen scheint. Chanzy hat die militärischen Vereinbarungen pure anerkannt und zur Ausführung gebracht. Für die Herstellung der Eisenbahnen geschieht das möglichste. Der Polizeipräsekt Cresson war ebenfalls in Versailles, um wegen der Zahl der Geleitscheine zu unterhandeln. Zur Verproviantirung von Paris. Auf Befehl des preußischen Kriegsministeriums werden nunmehr aus den Mainzer Magazine» bedeutende Proviantzüge gebildet und unter Begleitung von Beamten der Proviant-Aemter schleimigst nach Frankreich dirigirt. Ein Korrespondent der „Daily Netvcr schreibt ans Calais, daß die Verproviauti-rung nur sehr schwierig vor sich gehen werde. Die Eisenbahnen seien streckenweise zerstört, den Seeweg vertrage das Schlachtvieh nur sehr schwer. Alles das sei sehr zu beklagen, den» wie ei» gerade ans Paris angekommener Beamter mittheilt, so „stirbt Paris vor Hunger." Derselbe brachte ein Stück des Brotes mit, welches mau jetzt in Paris ißt. ES ist ein furchtbares Gemisch; es ekelt eine» a» und schmeckt »ach Schimmel. Ans Pariser Briefen und den Erzählungen von Leuten, denen eö jetzt gelungen, die Stadt zu verlassen, geht hervor, daß die Gefahr einer wirklichen HnugerSnoth für die Bevölkerung just mit dem Tage herantrat, als die Verproviantirung zngestanden wurde. Sonst wohlhabende Leute waren genöthigt, auf die Rationen zu rekurriren, welche einstweilen von verdeutschen Armee geliefert wurden. Die Pariser Armee hat wie bemerkt noch keine Noth gelitten. In den übergebenen Forts werden noch große Lebcnömitteloorräthe gesunde». „Daily Telegraf" meldet aus Versailles, die B e l a g e r u u g s - A r ui e e ziehe am 20ten Februar i» Paris ein, ob als ßremid oder als Eroberer, sei abhängig von der Bordolaiser Regte-ruugö-Delegatio» D i e Ursache» dev Niederlage der $Ö 0 » r b a f i ’ f dj e n Armee, welche außer 130.000 Man» eine der deutschen überlegene Artillerie nebst mehreren Batterien der mörderischen Mitrailleufen zählte, sind nicht weit zu suchen. Die Pferde der Armee waren vier Tage lang ohne Futter und die Truppen während drei voller Tage ohne Rationen. Viele der Gefangenen sagten, daß sie feit zwei Tagen nicht das mindeste genossen hätten. Der Winh des Hauses, in welchem ich zu Soulnot im Quartier lag, ein kleiner Grundbesitzer, erzählte mir, daß, als die französische Armee durch das Dorf zog, die Pferde gierig die Düngerhaufen fraßen und die Offiziere über die für die Schweine bestimmten Kartoffeln herfielen. Die Straße von Viller-Sexel nach 'coulnot und Ronge-mont war mit tobten Pferden bedeckt, aus deren Rücken Stücke geschnitten waren, welche ohne Zweifel den Truppen zur Nahrung gebient hatten. Viele dieser elenden Thiere waren nicht viel mehr als? Ske> leite mit brandigen Knocken. Der ganze Weg war mit Tornistern, zerbrochenen Chassepots, Patroniaschen, Mützen, Koch-Utensilien, zerbrochenen Säbeln und unbeschreiblichem Unrath bestreut. Die Milrailleuseu machten ein fürchterliches Spektakel, aber entweder waren sie schwer zu handhaben oder schlecht bedient, denn sie richteten Verhältnismäßig geringen Schaden an. Wo sie aber einschlugen, wirkten sie mörderisch. (Sitte Ladung lödtete und verwundete 21 Mann. Das Feuer der Deutschen hat eine unvergleichliche Präzision erreicht. In der Nähe von Btisfnral griffen 600 Franzosen ein deutsches Landwehr-Bataillon an. Als sie auf 150 Schritte hcrangckommen waren, feuerten die Deutschen und lödteteu oder verwundeten die ganzen i 600, mit Ausnahme von 42, die, von Panique er« 1 griffen, sich ergaben. In Moiitbeliarb fanden die Deutschen zu ihrer Entrüstung einen ihrer Leute, dem Nase und Ohren abgeschnitten und die Stirn mit dem Kolben eines Chassepots eingeschlagen war. Politische Rundschau. Laibach, 8. Februar. Die Kluft zwischen den beiden Regierungen von Paris und Bordeaux ist eine fast unüberbrückbare. Während Gmnbcttn erklärt, die Pariser Regierung fei „in der Lage cincv Kriegsgefangenen" und er halte darum feine Dekrete aufrecht, bringt das Pariser „Journal Offiziel" von, I.d. das bereits fignalifirte Dekret, welches die Vollmachten der Regiernngsdclegation in Bordeaux, sich als selbständige Regierung zu geriren, wieder aufhebt. ES ist im Interesse des Friedens wohl zu hoffen, daß der Einfluß Juleö Favre's sich stärker erweist, als der Gambetta'ö. Einer Prioatdcpefche des „Gauloiö" aus Bordeaux zufolge haben mehrere Präfekten Gambetta ihre Demission cingcrcicht. In mehreren Städten haben die Behörden sich geweigert, Gambetta's Dekrete anschlagen zu lassen. Beachtens-werth ist außerdem ein P r o t e st, den die in Bordeaux weilende» diplomatischen Vertreter der neutrale» Mächte gegen die Errichtung eines Wohl 'ahrtS-AiiSschusses erhoben haben sollen, sowie der Umstand, daß Gambetta selbst die revolutionäre» Beschlüsse der südsranzösische» Komitee's entgegen-junehntc» Bedenke» trägt. Am (!. zog i» Bordeaux eine Gruppe Kriegslustiger, zirka 700 Personen, von einem garibatdischeu Obersten angeführt, zur Prä« ektnr und schickte eine Deputation ins Ministerium. Sie wurde aber nur vom Präfekten empfange», der ihr erklärte, Gambetta bleibe seinem Programm: „Zu den Waffe», z» den Wahlurne»!‘ getreu. Er sei jetzt gerade im Kriegsralhe mit der Bera thung über die Mittel zur Ausnutzung des Waffen 'tillftandeS beschäftigt. Die ganze Kundgebung blieb ohne weitere Bedeutung, die Bevölkerung verhielt "' ruhig.: Die Pariser Regierungsdelegation soll nun die Absicht haben, die Konstituante nicht »ach Bordeaux, sondern nach Bvurge s ein zuberufe». Die Wahle» in den französischen Departements sollen, wie die „Pr." sich aus Berlin berichten läßt, verschob e» sein, bis matt sich ver gewisser! hat, daß das Pariser Wahldekret überall bekannt werde. Ans Versailles wird gemeldet, daß, wenn die von Bordeaux herausbeschworene Anarchie sortbauert, deutscherseits unter Zustimmung Rußlands, Englands und Oesterreichs eine provisorische Regierung eingesetzt wird. Falls der Vertrag gebrochen werde, sollen des Krieges nächsten Ziele die deutsche Okkupation von Lyon und Bordeaux sein. Die Agitation für die Orleans ist, wie aus Paris und der Provinz übereinstimmend gemeldet wird, im Wachsen und wird von Preußen indirekt unterstützt, Thiers fleht an der Spitze der Agitation, Guizot leitet ihre Fäden int Auslande, und ein Wahlsieg dieser Partei ist nicht unwahrscheinlich Die „Kreuzzeitung" meldet, daß die Po» tus-(Konferenz alle wesentlichen Punkte im Einverständnisse der Mitglieder erledigte. Zur TlMssieschichte. Ce. Majestät der Kaiser h.u an die Witwe des am 2. C. gestorbenen Ministers Freiherrn vci! ($ ö t ö ö 6 folgendes Allerhöchste Handschreiben gerichtet: „Liebe Freiin v. Eöloös! Tief erfchiitlert hat mich das Ableben Jhrcs geliebten Gatten, welche« nicht nur feine Familie, fonberu auch Mich, sowie das ganze Land mit dein empfindlichsten Schmerze berührt. Jn-beui das Vaterland itt dem Verewigten einen treuen und hervorragenden Sohn, einen seiner Besten de-trauen, muß wohl ein tiefempfundenes Bebauern auch Mich erfüllen, der Ich in dem Dahingeschiedenen zn-gleich auch den Verlust eines treuen und weisen Rath-qeberS beklage. Das Andenken an den aügcachtcteu Mann mit dein reinsten Charakter wird jedoch fort« währen, gleichwie ihn seine patriotischen Verdienste und werthvollen literarischen Werke überleben werden, und nur in diesem Bewußtsein kann der Stummer der ©einigen über den unersetzlichen Berlust des musterhaften ' Familienvaters einige Linderung finden. Mit der innigsten Theilnahme, welche gewiß auch im ganzen Lande und Uber dessen Grenze hinaus tiefempfundenen Widerhall finden wird, richte Ich diese Zeilen au Sie mit dem aufrichtigen Wunsche: möge Ihnen der Himmel die Kraft verleihen in diesem Schmerz und die Zeit ihn lindern. Ofen, am 3ten Februar 1871. Franz Joses m. p.“ — Herr L. R. Z i m m ermann hat seinen mit Herrn Schiskorn geschlossenen Vertrag, betreffend die Herausgabe der „Freiheit", aufgelöst und daö Ungenannte Blatt hört daher zu erscheine» auf. Den Abonnenten wird ihr Guthaben zurückerstattet. Die häufigen Konfiskationen und Zimmermanns Krankheit haben diesen Entschluß hervorgerufen. — Bei Toulonhat sich ein großes Eisenbahnunglück durch Explosion von Waggons ereignet, welche mit Pulver beladen waren. Sechzig Personen sind gelobtet, hundert verwundet. Lokal- mid Prövinzial-Angelegelcheiten. Lokal-Chronik. — (DieGemeinderaths-Ergänzungs-wa hle«) sind vom Magistrate in nachstehender Weise angeordnet worden: Für de» 3. Wahlkörper, welcher 2 (Semeinberäthe zu wählen hat, am 6. März; für den zweiten Wahlkörper, mit der Wahl von vier Ge-memdertithen am 7. März, für den Fall einer engeren Wahl am 8. März; für den ersten Wahlkörper, der gleichfalls vier Gemeinderäthc zu wählen hat, am Dien März. Alle Wahlen finde» in der Zeit von Früh 8 bis 12 Uhr statt. — (Ernennung) Die k. f. Finanzdirektion für Krain hat die Steueramtsoffiziale zweiter Klasse Ferdinand Schulter und Anton Prenz zu Steuer* arnisossizialen elfter Klasse definitiv, die Steueramts-offiziale dritter Klaffe Claudius Marche tti, Adam Smolej, Johann K r e n n . Rudolf Roller und Stefan S n p a n k i ö, dann den Steucramtsafsistenten erster Klasse Ignaz Urban eit zu Steueramtsoffizialen zweiter Klasse, und zwar die zwei Erstgenannte» definitiv, alle Uebrigen provisorisch, ferner die Steuer-auitSaffiftentcn erster Klaffe Ignaz Mülle r, Felix Schngel, Franz Schescheg, F.idolin Ritter v. Franke», Josef Jeglitsch. Johann Gruden, dann den Finanzwache-Respiziemen Anton Kabiuni zu provisorischen SteueraintSossizialen dritter Klasse ernannt. (Aus dem Verein sieben.) Am m> gangenen Sonntag fand die Generalversammlung des Fortbildungsvereines und des mit ihm vereinigten Kranken- und Jnvaliden-Unterstützungsvereines für Buchdrucker statt. Wir entnehmen dem vorgetrageuen Jahresberichte, daß der Fortbildungsverein aus 9 unterstützenden und 34 wirklichen Mitgliedern besteht. Die Kranken- und Jnvalidenkasie hatte eine Totaleinnahme von 362 fl. 75 kr. und 112 fl. (J4 fr. Ausgaben, so daß sich ein Ueberschuß von 249 fl. 81 fr. ergibt, von welcher Summe 200 fl. in der Sparkasse hinter-legt wurden. Da sür den Uiitcrfttltzungsoeiciii bereits 1000 ft. in der Sparkasse erliegen, so ergibt sich mit de» entfallende» Zinsen ei» BerinögetiSftand von 1297 fl. 62 fr. Gewiß ein erfreuliches Resultat nach einjährigem Bestände. — (5)er fra inifche Ma 1 er Johann Franke), deffen künstlerische Leistungen bereits vor zwei Jahren in unserem Blatte von einem Kunst-freunde rühmlichst hervorgehoben wurden, hat wäh- \ renb feines Winteranfenthaltes in Venedig, wo er nunmehr zur Fortsetzung feiner Studie» weilt, ei» \ sehr gelungenes Portrait (Kniestück in Lebensgröße) des verstorbenen Dr. Lovro Toinan nach einer Fotografie in Del gemalt und als Zeichen seines Dankes für die ihm vom trainifchen Landtage bereits zweimal bewilligte Unterstützung der trainifchen Landcsvertretung gewidmet. Die sprechende ’jlchnüchfeit der Züge, das warme und Natnrwahre Kolorit taffen auf de» erste» Blick das Äild als die Schöpfung eines begabte», für die Knust i begeisterten Malers erkennen. Das Kunstwerk befindet j • fich einstweilen i» dem SitznngSlokale des krainischrn ^andesausschusses in der Burg, eS soll während der nächsten Landtagssesfion in dem Rcboutenfaale ausgestellt werden. — (Die eigentticheUrfacheberfran-zöfifchen Rieber la gen.) „Stov. Rarob" weiß seinen Lesern, unb zwar allen Ernstes zu erzählen, Gambetta habe sich in Lille geäußert, ber größte Theil der Mißerfolge im heurigen Kriege fei dem Umstande zuzuschreiben, daß französische und deutsche Eisenbahnen die gleiche Schienenweite haben, es war also den Deutschen möglich, ihre Waggons ohne weiteres auf den französischen Eisenbahnen zu benützen. — „Stov. Rarob“ weist nun auf bas Kulturtanb im Osten Europa'« hin, bas seinerzeit in beit Vertrag wegen gleicher Spurweite ber Bahnen nicht eingegangen ist, unb also im Falle eines Krieges gewiß ben Sieg bavontragen müßte. — Es wirb boch jebcrmann bekannt sein, welche Vorteile bie Einführung gleicher Schienenweite bem allgemeinen Verkehre bietet, jetzt sollten nun, ba deutscher Geist unb beutsche Kraft ber französischen Gtoire die Spitze geboten, um im Falle eines abermaligen Krieges den Verkehr in ,Feindesland zu erschweren, ganze Völker sich die „russische Intelligenz" zum Muster nehmen. Ja dem „Rarob11 geht halt Rußland Über alles. — (Theater.) Mit dem „Jongleur" erzielte Fr. M i t s ch e r l i n g ein recht gut besetztes Hans. Das Stlick, obgleich ziemlich werthlos, erregte doch durch einige drastische Episoden viel Heiterkeit. — „Die Großherzogin von Gerolstein" bewährte auch gestern ihre alte Zugkraft und fand bei dem zahlreich versammelten Publikum die beifälligste Aufnahme. Die Aufführung war im allgemeinen eine befriedigende ; einige Mängel, zumal im Chor »nd Orchester, gehören wohl nur auf Rechnung einer etwas überstürzten Jnszeue-setzuug und werden bei einer nächsten Borstellung sicher weg-fallend Die Ausstattung war bis ans die etwas betonte Armee der Großherzogin sehr anständig. Von den einzelnen Darstellern erwähnen wir vor allem Fr. P a n l in a n n in der Titelrolle, die in ihrer Paradeuniform im 1. Akte recht brillant aussab, in gesanglicher Beziehung uns aber im 2. Akte gefiel. Frl. Binaat war vortrefflich und in Ge saug und Aussehen jedenfalls die beste Wanda, die wir hier noch gehabt. Hr. R U d i n g e r war ein prächtiger, schmucker Fritz, nur hat seine Stimme noch immer nicht ihren gewohnten Wohllaut vollständig wieder gewonnen Hr. S t a i n I lieferte mit dem Prinzen Paul eine neue ausgezeichnete Leistung. Hr. Richter bewährte als Pul wieder sein vielseitiges Talent Auch Hr. Raster sand sich mit seinem „General Bnmbum" recht anständig ab, mir bedarf er in gesanglicher Beziehung noch einigen Studiums. — (Das Repertoire! mußte wegen Unwohlsein des Herrn Raster abermals abgeändert werden. 9. Februar: Pariser Leben. — 10.: Großherzogin von Gerolstein. — 11.: Givand, Minard und Komp. — 12.: Pfarrer von Kirchseld. — 13.: Czar und Zimmermann. — 14.: Czar und Zimmermann. Gemeinderathssitznng am 7. Februar. Anwesend 27 Gemeinderäthc. Regierungsvertreter: RegieruugSralh Hvzhevar. Rach geleisteter Angelobung mehrerer Gemeinde-aiigehörigen, denen jüngst das Bürgerrecht verliehen wurde, referirt Magistratsrath Gutntaitn über die in Folge der erhobenen Reklamationen reftifizirten Wählerlisten für die nächsten GemeinderathSioahten. Die Reklamation des peiifionirteu Hauptmannes Ur-baS wird nach mehrfachen Bemerkungen schließlich dahin erlediget, daß dem Reklamanten wegen Nichtzuständigkeit nach Laibach daS Wahlrecht nur in dem Falle zuerkannt wird, falls die Steuerzahlung von feinem Pensiousbeznge das mindeste Ausmaß von 8 fl. 10 tr. erreicht, welches für bie Geineinderathswahlen in Laibach berechtigt. Die übrigen Anträge deS Magistrates beziehen sich auf die Konstituirung der Wahlkomifftvneu für die einzelnen Wahlkörper und werden ohne Debatte angenommen. Vorträge der Finanzfektion. GR. Dr. Schoppt referirt über den Anbot des Johann Kozjek, welcher den von ihm bei einer exekutiven Lizitation erstandenen Viehmarliplatz in der Nähe des KnhthaleS der Gemeinde um den Betrag von 1500 fl. und Zahlung der Perzentualgcbühr efferirt. Da der jährliche Pachtschilling hiefür 60 fl. betrug, unb dem jetzigen Eigenthümer von den Besitzern der Nachbargründe viel höhere Atiboie gemacht werden, wird der Ankauf für die Kommune als ein sehr .vor« theilhafter befürwortet und einstimmig beschlossen. Den beiden Feuerthurmwächtern am Schloßberge wird mit Rücksicht auf die in Folge der bedeutend ge» ftiegenen Holzpreise erhöhten Beheizungskosten desVeob-achtungslokates eine aufjerorbenttiche Aushilfe von 12 fl. für jeben bewilliget. Vorträge ber Bausektion. GR. Sted ry referirt über die mit ber Gasanstalt getroffenen Vereinbarungen in Betreff der nach« mitternächtigen Straßenbeleuchtung. Es würbe nämlich im Gemeinberathe beantragt, in ben Wintermonaten im Interesse ber mit dem gemischten Zuge an-kommenden und abfahrenden Passagiere und wegen des frühzeitigen Kirchenbesuches einen Theit der Gastatet-neu, unb zwar 37, bis Morgens 6 Uhr brennen zu lassen. Die Gasanstalt verlangt hiefür eine Entfchäbi-gung von 8 fl. monatlich an ihre Laternanzünber, welche nach biefet Mobifikation dreimal in der Rächt mit dem Laternauslöschen beschäftigt sind, die vermehrten Beleuchtungskosten würden im ganzen 50 fl. betragen, daher der Gemeinde eine Mehrauslage von 98 fl. erwächst. Wird angenommen. Den Schotterlieferanten , Franz Peter za unb Karl Sau tfeher werben bieVerbienstbeträge für ba8 int Jahre 1870 gelieferte Deckmateriale zur Straßen« beschotterung im Betrage von 617 fl. unb 1093 fl. zur Zahlung angewiesen. (Schluß folgt.) Eingesendet. Z»r spezielle» Beachtung empfehlen wir die im heutigen Blatte stehende Atitwnze des bekannten Hauses 8. Stelndeclter «V Comp, in Hamburg. Witterung. Laibach, 8. Februar. Gestern feuriges Abendroth. Nachts wechselnde Bewölkung, heute Morgens trübe, später theilweise Aufheiterung. Kalter Nordostwind. Nachts die Wege gefroren. T e m p e tat ut: Morgens 6 Uhr — 0.4", Nachm. 2 Uhr + 1.0" R. (1870 + 8.1", 1369 + 8.6”). Barometer int steigen 327.61"'. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 2.0", um 2.3" über dem Normale. Verstorbene. Den 7. Februar. Martin Slokar, Tischler, alt 82 Jahre, im Ziv ilspital an Erschöpfung der Kräfte. — Maria Prese, Inwohnerin, alt 65 Jahre, im Zivilspital am Sungenemftsem. Dem Herrn Dr. Friedrich Kcesbacher, Medizinä-Doktor nud Primararzt im Zivilspital, seine Toch ter Irene, alt 9 Jahre, in der Kapuzinervorstadt Nr. X) an Blattern und wurde sogleich beigesetzt. - Jakob Ruiigaj, Hutinachergeselle, alt 36 Jahre, im Zivilspital an der Ent krästnng. Gedenktafel über die am 10. Februar 1871 stattfindenden Lizitationen. 2 Feilb., Slejlo'sche Real., Bnkttje, BG. Senosetsch. — 3 Feilb., Trojansek'sche Real., Domzale, BG. Stein. — 3 Feilb., Kozu'sche Real, Vahomc, BG. Stein. — 3. Feilb., Pretzl'sche Real., Uittergalooii, BG. Stein. — 3. Feilb., Schmeib'sche Real., Krainbnrg, BG. Krainbura. — 3. Feilb.. Radkovi^sche Real.. St. Barthelmä, BG. Land ftraß. — 2. Feilb., Rom'sche Real., Jrtschdorf, BG Ru dolsswerth. - ^ 3. Feilb , Bostiaiiüc’scbe Real., Großlukowiz, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Grasii'sche Real., Sebejne, BG. 4!enmarktl. 3. Feilb., Schauer'sche Real., Altjag, BG. Rndolsswerth. I. Feilb., Baucer'sche Real., Podraga, BG Wippach. — 1. Feilb., Slapar'sche Satzpost Pr. 154 fl 10 kr.. BG. Neumarktl J. Feilb., Trrbec'sche Real., Zagorjc, BG. Feistriz. 3 Feilb, Zadu'sche Real., Gra seubnln», BG Feistriz. - • 3. Feilb., Vtiii'sche Real., Ha-rijc, BG Feistriz. — 1. Feilb., Debevc'sche Real., Goie. BG. Wippach. - 1 Feilb., Dermelj'sche Real., Peciee, BG. Tressen. — 1. Feilb, Perhavc'sche Real., Senosetsch, BG. Senosetsch. Telegramme. (Orig.-Telegr. bes „Laib. Tagblatt.") W io», H. jfebrnnr. Die heutige ,,Wr. Zeitung" veröffentlicht ein foifvrl. Hand schreiben nt« de» Justiz ministe r. welches allen ZivilstnndSprrsoneu, die in den ziS-leithmnschen Lnridrrn bis zum 7. $i*bruor einer der in %^ovnflrnft'ii 5*6, (il. 03. «-4, iirt. :$ und des Straf- gesetz buch es, in den Artikeln 3 bis W deS Gesetzes vvm 8 7. Dezember 8 SOS, ferner auS politischem Anlässe einer in den Paragrafen «8. 60, 73, V« 78, 81, «79 bis »84, 31» und 314 des Strafgesetz buche« bezeichnet»» strafbaren Handlungen, sowie einer vonAmtswegen zu verfolgenden, durch den Inhalt von Druikschriften oder gegen die Preßordnung begangenen strafbaren Handlung oder Vernachlässigung pflichtmäßiger Aufmerksamkeit sich schuldig machten, — volle Verzeihung ««gedeihen läsit. Ausgenommen von der Amnestie sind Jene, welche sich nebst den be-zeichneten strafbaren Handlungen auch eines Verbrechens, Vergehens oder einer Uebertretnng aus Gewinnsucht oder gegen die öffentliche Sittlichkeit schuldig machten, ferner Landwehrmänner, Urlauber, Reservisten , wenn die strafbaren Handlungen zur Kompetenz der Militärgerichte gehören, oder Verletzungen der Militärdienstpsiicht darstellen. Bordeaux, 6. Februar. Die aus Paris hier ringetroffenen Regierungsmitglieder weisen die Unter-präfekten an, daß die von der hiesigen Delegation angeordnete Wahlrechtsbeschränkung aufgehoben und daß die von der Pariser Regierung am 29. Jänner erlassenen Wahldekrete aufrechterhalten werden. Die Pariser Wahlen wurden bis zum 8. Februar hinausgeschoben. Ein Dekret der Pariser Regierung ernennt Emanuel Arago zum Minister des Innern und zum interimistischen Kriegsminister. Wiener Börse vom 7. Februar. Staatsfonds. 6$etc.iRente, öst.P üclc von 1860, ganze «ose von 1860, flritnft. Briimiensch.». 1864 . Örundentl.-Obl. Steiermark ,u5pCt. »ärnten, »tarn u. Küstenland 6 „ Ungarn. . ju5 , Ätoat. u. Ela». 5 , eiebenbiirg. „ 5 „ Aotlen. Kattonatfcant • • • Union - Bank . . . Lredttanftalt . R. 8. «»compte-Ge,. «nglo-öfterr. Bank . Okst. Bodencred.-A.. Deft. Hhpotb.-Banl. ©ta«.«icom»t..»t. Franko - Austria . . Äeif. Ferd.-Nordb. . Südbahn-Geselll». . Kais. Elisabeth-Bahn. Sarl-Ludwia-Bahn Siebend. Eisenbahn . Staatrbahn. . . . ÄÄ’r». «lföld-Fium. Bahn . Pfandbriefe. Nation. ö.W. verloSb. Lug. Bod.-Creditanst. Allg.öst.Bod.-Tredi1. dto. i» ss11.60 233.— 215.— 108. 8110 186.70 823.50 845.85 168.50 381.50 194. 164.25 170 75 93.— 98 25 88.50 89. 106.761107.— 87.76| 88.60 Oest. Hypoth.-Bank. Priori t&ts-Obllg. Südb.-Ges. zu 500 Fr.; bto. BonS 6 pCt. Nordb. (100 fl. CM.) Sieb.-B.(8v0fi.ö.W.) Staatöbahn Pr. Stück StaatSb. pr. St. 1867 RudolfSb.(300fl.ö.W.) Franz-Sos. (200 fl.S.) Lose. Credit 100 fl. ö. W. . Don.-Dampfsch.-Ges. zu 100 fl. CM. . . Triester 100 fl. CM. . bto. 50 fl. ö.W. . Ofener . 40 fl. ö.W. Salm . „ 40 * Palffy . * 40 * Llarv . „ 40 * St.GenoiS„ 40 * Windisckgrätz 20 * Walbflern . 80 „ Keglevich . io „ Rudolfsstift. lOö.W. Wechsel (3 Mon.) AugSb. 100 fl. fttbb.Sü. Franks. 100 fl. , „ London 10 Pf. Ster!. Paris 100 Francs . Mtinxen. Kais. Münz-Dncaten. 80-FrancSstück. BereinSthaler . Silber . . 114.-114.60 237.- 83«.-93 - 93.25 89.— 89.25 135.50 336.— 132.50 133.— tfo.80; 90.25 94.— 94.25 161.75 162 — 117.— 122.— 33.— 34.- 39.50 40.-89.— 30.- 35.50 36 50 31.50 32.5o 20.50 22.-22.— 23 16.—| 17.- 15.50 16 5i 103.35,103.50 108.55 103.70 123.60 123.75 5.83 i 5.55 9.94 I 9.95 1.83 I 1.83' 121.40! 121.50 Telegrafischer Wechselkurs vom 8. Februar. 5perz. Rente österr. Papier 58.90. — üperz, Rente vsterr. Silber 67.85. — 1860er Staatsanlehen 95.30. Bankaktien 723. — Kreditaktie» 253.—. — London 124.05 — Silber 121.50. — K. k. MUnz-Dukaten 5.84. - Na-poleonsd'or 9.94. Ausverkauf in der (517-19) Tuch-, feinen- und Brijmttimiami-fianMnng des Heinrich Skodkir am Hauptplatz in Laibach. Theater. Heute: Tie Mönche. Lustspiel. M o r g e » : Pariser Leben. Operette. Die l|an biete dem Glücke die Hand!| ioo.ooo Tlilr. im günstigsten Falle als höchsten Gewinn liietet die | neueste grroene Geld - Verlosung, welche von der Imlieil Reitlevuilg genehmigt I und garantirt ist. Die vorlheilhalle Einrichtung des neuen l'lanes ist I derart, dass in den folgenden 5 Verlosungen im Laufe I von wenigen Monaten * 1.000 Ucniaiie /.ur | sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich [ Haupttreffer von eventuell Thaler 100.000, liO.000,1 40.000, 20.000, 13.000,12.000, 10.000, 8000, 6000, 3000, 4000, 2000, 104 mal 1000, 159 mal 400, 278 mal 200, 31.850 mal ä 47 etc. Oie nächste zweite Gewinnziehung dieser grossen, I vom Staate garantirten Geld-Verlosung ist amtlich fest-1 gestellt und findet schon (57—3) am 20. und 21. Februar 1871 statt und kostet hiezu 1 viertel Original-Rcn.-Los nur II 3, 1 halbes „ „ „ „ ,, 6, 1 ganzes „ „ „ „ „ 12 gegen Einsendung des Betrages in österreichischen | Banknoten. Alle Aufträge werden sofort mit der grossten Sorgfalt ausgeführt und erhält jedermann von uns die mit I dem Staatswappen versehenen Original-Lose selbst in [ Händen. Den Bestellungen werden die erforderlichen amt-1 liehen Pläne gratis beigefügt und nach jeder Ziehung I senden wir unser» Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt I unter Stailts-tinriuitio und kann durch direkte Zusendungen oder auf Verlangen der Interessenten durch I unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzen Oester-1 reichs veranlasst werden. Unser Debil ist stets vom Glücke begünstigt und I hatten wir erst vor kurzem wiederum unter vielen an- I deren bedeutenden Gewinnen 3 mal die ersten I Haupttreffer in ü Ziehungen laut offiziellen Be-| weisen erlangt und unseren Interessenten selbst aus-1 bezahlt. Voraussichtlich kann bei einem solchen aut der I solidesten Basis gegründeten Unternehmen I überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmt- I heit gerechnet werden, man beliebe daher schon der [ nahen Ziehung halber alle Aufträge hal- | lügst direkt zu richten an S. Stcindccker & Comp., Wank- und Wechsel-Hesäjäft in Kamburg. Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobliga-1 tionen, Eisenbalin-Aktlen und Anlelieiislose. 1*. S. Wir danken hiedurch für das uns seither I geschenkte Vertrauen und indem wir bei Beginn der I neuen Verlosung zur Hctheiligung einladen, werden! wir uns auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und reelle Bedienung die volle Zufriedenheit unserer geehrten Interessenten zu erlangen. O. II. Kunstreitergejellschast Nava ist beflissen, für Sonntag den I«. d. m. um drei. Uf;r Nachmittags eine außerordentliche Spektakel - Borstellung zu veranstalten Bon allen in de» Anschlagzetteln vorqe. zeichneteu Programmnummeru, die sicherlich mit vielem Beifall ausgenommen werden, ist besonders jene zn erwähnen in welcher der (»sei als Hochkeiltänzer erscheint. Preise der Vliilze : 1. Platz 30 tr., 2. Platz 15 h. Achtungsvoll (61-1) Angelo Nava, Direktor. Bei Josef Karinger. -Zeit! a? ! Baufächer, Poinpadur re., ganz weiß und in Farben ! von 1 fl. bis 12 fl., sowie Kotillon-Lrden, das prachtvollste I CO« l1/, bis 35 kr. pr. Stiicf. - Feinste Damen- und Herren-Maske», in Sainmt, Seide und Leinwand, von 25 bis 70 kr. Aufpntz-Artikel, Ironische, aller Art. - Glas-»nd Äa»tsch»ksch»l»ck, neuester mit Brillanten — Toilettk-! WCflCItstnuÖC, best assortirt, von mindester bis feinster Qna-; litrtt, in Küniinen. Bürsten. 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