Macher Nr. 73. st»', balbj, fi. ««1. »H. h,ll>j. ft ?.<»<>. Freitag, 3tt. März. 4 Z«> PIti« b«t> Apostolische Majestät haben mit ^indevorsl^ b""2 vom 23. März d. I. dem l>"3 st,,!"." ^lszowa Paul Martyla in An. "° ^erd tns.,'"lährigen verdienstlichen Wirten« da« ^^^Mreuz allergnädigft zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. ., ^ ^ ^ur Eisenbahnaction. b'3>^^ de« Herrenhauses de« »^^^'sw c^^"^s wurde von Sr. Erc. dem »tb2^ '"'ller v. Ehlumecly eine Re-d«ts?' ">clH ^ ""fassungsmüßigen Behandlung ein-bahn lt.,.,, . Enteignung zum Zwecke der '"«I "btlr>ff"nb des Vetriebe« von Eisen, sch , l>tcfo ^ ^" die Gestchlspunlte, von welchen ' ?'l>illt l»kr ^."' ^kproprlatlon angebahnt werden l»«r«n^ den I, 7^/lvenbericht folgendes: i "»ende d«.- V'sst"„d ss le'e»; in jeder dieser lann man >"t s Greint ""en f"" irgend eine beliebige der betreffende !" N„ ' °ber dtr ..... ^"heite ^^ ^,^ ^^ 'll'gst " schi^en /" "" Linie unterrichtet, stellt sich !1' ih " lürzchH zur Verfügung, hilft ihm die ^ 5 " 3°rm v 7 ^'"'Uel" u. s. w. Jede größere ^!." nach,7 "nd die« ' ^"?s°'"en ^^"n umsonst >lch>ht,H e^ zur Verbreitung d r i)rt^ jenlgen Fälle, in welchen regelmäßig die Nusübuna de« bnteignungsrechtes zu Lisenbahnzwecken platzgreifen soll und welche bisher bei der pratlischen Uebung des Vnt-eiznungsrechle« durch die adminiftratloen Behörden auch thatsächlich zur Entscheidung gelangten. 2.) Präzise Unterscheidung, welchen Personen «in unmiltelbar« und welchen ein nlltelbarer Entschädigunas» anspruch durch die Enteignung erwachst. Z.) Endlich Vezeichnullg und »c,renzung der für die Entschädigung selbst maßgebend«, Momente. Inbetreff des Verfahrens bei der Enteignung waren folgende Gesichtspunkte maßgebend: I.) Strenge Scheidung der in die Kompetenz der Verwaltungsbehörden fallenden Feststellung des Gegen, stände« der Enteignung von dcr Entschädigungsfrage, bezüglich deren infolge ihres prioatrechtlichen Charakters der Schwerpunkt in der Intervention der Gerichte liegt. 2) Verbindung der Erhebung der für die Enteignung maßgebenden Verhältnisse mit jener Amtshandlung, welche bestimmt ist, überhaupt die Grundlage für die Ausführung des Eisenbahnunternehmens zu schaffen. 3.) Einschränkung der Intervention der administra» tioen Behörden in Ansehung des Bergleichoversuches auf die Vermittlung eines Zugeständnisses der Partelen be-züglich der Abtretung selbst, wobei den Interessenten die Möglichkeit gtboien werden muß, sich rechtzeitig vorher über die Tragweite der an sie herantretenden Forderungen ein rollständiges Urtheil zu bilden. 4.) Bezeichnung der gerichtlichen Schätzung ale regelmäßige Form der Werlhermiltlung unter Aufstellung jener Normen, welche die Vertrauenswürdigkeit dieser Amtshandlung bezwecken. 5.) Einschränkung des Rechtsmittels der Vewei«. aufnähme zum ewigen Gedächtnisse auf das seinem Zwecke entsprechende Maß. 6.) Klarstellung der Verpflichtung der Eisenbahn» Unternehmung zur Leistung der Entschädigung o,r dem Vollzüge der Enteignung. Außerdem trat an die Regierung noch eine weitere, in der bisherigen Gesetzgebung nicht geregelte Frage heran, welche ebenfalls in dem Enleignungsgesetze z» entscheiden ist. Dieselbe betrifft die Perfection dcr Em. eignung und gipfelt in der Bestimmung des Zeitpunktes, in welchem für den Berechtigten und beziehungsweise oci, Verpflichtelen die Enteignung rechlswlrt,am oder rechts unwirksam geworden sein muß, ferner in der Nor. mierung der Rechtsfolgen de« Nichloollzuge« einer Enl. elgnung. Bei Beantwortung dieser Frage nun ließ sich die Regierung von dem Grundsätze leiten, daß — soweit die« mit der Natur und dem Zwecke des Enteignungs» rechtes vereinbar ist — dem Enteignenden mit dem Ent» eigneten eine paritätische, letzterem aber jedenfalls eine Was der Amerikaner in Bezug auf — nennen wir es in gedrängtester Kürze — Ausbeutung von Naturschön heilen leistet, möchte ich schließlich an einem Beispiele illustrieren. Wie viele kennen wol die Mazocha? Es ist dies ein imposanter Erdriß, zu dem in zwei Wegstunden ein Thal von VlanSlo aus (bei Brunn) führt. In diefem Thale wechseln ganz reizende Punkte mit wahrhaft pilto. reslen Partien. Der Weg durch dieses schöne Thal ist wol nur nach länger andauerndem günstigen Wetter gut beschreitbar. LebenSmillel müssen Sie sich selbst mit-nehmen oder sich bis zur Rückkunft in die nahe dem Bahnhofe befindliche Restauration vertrösten. Die schönen Wälder, welche die Gergrsabhänge zur Rechten und Linken des Thales bekleiden, sind nur dem guten Fußgänger zugänglich. Von der Höhe der Erdspalte blicken Sie in die schwindelnde Tiefe mit Un< beHagel,, denn Sie sind an die zwar massive, aber schwankende und morsche Barere mtt berechtigtem Miß. trauen herangetreten. Gagenhaft klingt es, daß kühne Leute es unternommen, in d»e Tiefe zu kommen. WaS aber — und dies «st die Nutzanwendung und die gleichzeitige Illustration der an nahezu allen fchönen Punkten der Bereiniglen Staaten getroffenen Emrichtun. gen — hätte der Ameritaner mit diesem Rcichthume an Motiven begonnen? In jedem Vahnhofe würden die verschiedenen Par« lien der Mazocha illustriert prangen, taufende von Fahr» Plänen sie in Lied und Bild feiern, gute, jederzeit betretbare sichere Wege wären gebahnt, sichere Barrieren würden einen mwerlümmcrten Blick in die Tiefe ge< währen, ein Elevator brächte Sie bequem in diese nieder, unten fünden <3ic gewiß einen Fotografen, der Sie zur Erinneruna mit den mächtigen Felswänden im binter- eines Rechtsstaates würdige Stellung angewiesen werden soll. Der Gesetzentwurf, welcher die Lösung der au« den oben bezeichneten Prinzipien ftch entwickelndcn Auf< gaben und mit der strikten Ordnung der rechtlichen Seite des Verfahrens auch dessen Beschleunigung bezweckt, soll fernerhin auch den bisher festgehaltenen Un. ttrschied zwischen Staat«, und Privaleisendahnen bezüglich der Un»endun« de« Enleianungerechte« beseitigen. Pariser Weltausstellung. Am 4. d. M. fand in Wien im Saale des n.«ö. Gewerbevereines die konstituierende Versammlung der Zentr alko mm isj,ion für die Pariser Welt» ausstellung statt. Se, Excellenz der Hanoclsmini. strr Ritter v. Ehlumecly eröffnete als Präsident dieser Kommission die Versammlung mit einer Ansprache, in welcher er die Nothwendigkeit betonte, den gesetzlich bewillilltc,, Kredit von 600,000 fl. als unüberschreitbar zu bclrachten und daher in allen Richtungen mil größter Sparsamkeit vorzugehen. - Ee. Excellenz der Handelb-ministcr erklärte deshalb, daß bei dem beschrcmllc>, Fonde Tranöporllosten nicht vergütet werden lsntM. dagegen werden cmS dem bewilligten Kredite die Kosten für die Uebernahme dcr Ausstellungsobjekte in, Paris, die De-loricrung der Ausstellungbräume. die sorgfältige Ueber» wachung derselben, die Versicherung gegen Feuer wüh» rend des Transportes und der Ausstellung bestritlen. Nach dem französischen Reglement ist leine Platzmielhe zu entrichten. Den Hauptgegenstand der Tagesord-mmg bildete die Feststellung der Organisatioilsstatuten für die Zentraitoculnission in Wien und für die Filial» und Speziülcomit6s in oei« einzelnen im Reichsrathe oertre« tencn Ländern, sowie die Organisation des AusstellungS-diensleS. Der dieösalls vorgelegte Programmentwurf sowie die Organisationsstatuten wurden su dioo angenommen. Nach denselben ist die eigentliche Action in die Hände des Execuliocomitßs gelegt, a» dessen Bpitze dcr Vizepräsident der Zcntrallommissioil Herr Rudolf Isbary steht und in welchem dic Präsidenten der neun Olllppci» sowie die von dem Handelsministerium c>lt< sendeten Mitglieder functiomeren. Dieses Eomil<> hat die laufenden Vusstellungsaeschafte zu besorgen und den Verkehr mit den Filialcomil6s im Inlande so wie mit dem französischen Gencrallommissariate in Paris zu führen. Se. Excellenz der Herr Handelsministcr hat, von dcr Voraussetzung ausgehend, daß sich die Arbeitbthei-lung in der l. l Zentrallommission dem Gruppcnsisteme des französischen Ausstellungsreglements anschließen müsse, eine vorläufige Elnreihung der Kominissionsmitglie. der in die neun Gruppen deS französischen lilassi' gründe aufnimmt, vor allem aber würde sich im Thale ein Hotel der beschriebenen Art mit siren Preisen eta» blieren. Die Wirkung dessen? So reich wir auch an Natur-schönheiten sind, würden sich dann doch auch für die Mazocha, die ich nur aufs Geralhewol herausgegriffen, Tausende und aber Tausende von Besuchern finden, würden poetisch gestimmte Naturen dies reizende Thal zeitweilig bewuhnen, würde Naturgrnuß einer größeren Zahl zugänglich gemacht und — man verzeihe dcu „ilch-ternen Ausdruck — würde viel Geld verdient werden, während gegenwärtig selbst dem nahen Brmmer ein Ausflug nach der Mazocha sich zu einem Ereignisse gestaltet. Was hat der Amerikaner aus einer ähnlichen Erd» spalte in Pennsyloamen (Glan-Millö. nahe bei Wil-liamsburg) zu machen verstanden! Und hat selbst der viel und mit Recht gefeierte Niagara diesem Zugang' lichmachen nicht vieles seiner Berühmtheit zu danken? Ueber die wirlhschaftliche Seite des hierauf gerichteten Unternehmungssinnes glaube ich mich nicht verbreiten zu müssen. Der Bergfex, ja selbst der rüstige Jüngling, der die Einsamkeit suchende Schwärmer, sie werden zwar dieses „Belecken" der Natur verketzern, allein, ich wiederhole: es schafft einer ungleich größeren Zahl Erholung, Freude, Genuß und einer anderen grö« ßcren Zahl — Verdienst. Eine sehr eingehende Besprechung verdiente die amerikanische Presse, das Vibli othelwesen. der Einfluß, welchen fremde Einwanderer genommen; allein im Bewußtsein des mir anfänglich gesteckten Zieles der Anführung nur einiger, meist charakteristischer und auf einen kleineren Raum zusammendrängbarer Ersche" nungen glaube ich hiemit abbrechen und nur «och die 57ft ficatlonsstfteme« vorgenommen und folgende Mlt-i glieder der Kommission zu Obmännern der Gruppen designiert: Herrn Oberbaurath Profsessor Ritter von Ferstel, lGruppe I, bildende Kunst), Herrn Professor Dr. Stefan (Gruppe II, Unterrichtswesen und Material der freien Künste), Herrn L. Lobmeyr (Gruppe III, Mobilien), Herrn R. o. Zimmermann-Göllhelm (Gruppe IV, Gewebe, Kleider und Zugehör), Herrn Regierungsrath Professor Dr. Hornig (Gruppe V, Rohproduction und chemische Industrien), Herrn Hofrath Wilhelm Frei« Herrn v. Engerth (Gruppe VI, Werkzeuge und Vorrich» tungen der mechanischen Industrie), Herrn Wilhelm Naschauer, Vorstand der Frucht« und Mehlbörse (Gruppe VII, Nahrungsprodutte) und Herrn Anton Grafen Attems (Gruppe VIII, Agrikultur und Viehzucht und Gruppe IX, Gartenbau). Als Mitglieder des Executivcomitsi sind ernannt: Herr Vizepräsident R. ISbary (Obmann), Herr Professor Dr. Alex Bauer, Herr Oberbaurath Ritter von Ferstel, Herr Handelskammerprästdent Gögl, Herr Re-gierungsrath Professor Dr. Hornig, Herr Handelskammerrath Ed. Kanltz, Herr L. Lobmeyr, Hr. Ministerial-rath Dr. Migerka deS Handelsministeriums, Herr Wil-Helm Naschauer, Herr Sectiunsrath Antonio de Pretis-Eagnooo, Herr Ingenieur Friedrich Stach, Herr Karl Ritter von Zlmmermann-Göllenhetm. Dem Obmanne des Efecutivcomites, Vizepräsidenten Isbary, ist die unmittelbare Leitung der administrativen und finanziellen Agenden der Ausstellung, so weit dieselben nicht der Entscheidung des Ministers vorbehalten sind, übertragen. Als Stellvertreter des Ministers in seiner Eigenschaft als Präsident der Zentrallomnüssion — für Fülle der Verhinderung oder Abwesenheit — ist Vizepräsident Seclionschef Arnt bestellt. Als Referent der Pariser Ausstellungsangelegenheit im Handelsmini« sterium fungiert Sectionsrath Ritter v. Thaa. Die Abriistungssrage. Die politische Aufmerksamkeit wendet sich in diesem Augenblicke vorwiegend Wien und der kürzlich daselbst stattgefunden«« Anwesenheit des russischen Botschafters General Ignatieff zu. Daß an diesen Aufenthalt nicht weniger zahlreiche Gerüchte geknüpft werden als an den Pariser und Londoner Besuch des vielgenannten russischen Diplomaten, ist selbstverständlich. Die zahl-reichen Combinationen und Conjecture« lassen sich kaum verzeichnen, zu welchen insbesondere die angebliche Acuße-rung des Generals Anlaß gegeben zu haben scheint, Rußland gedenke nun, nach dem vorläufigen Scheitern der europäischen Action, auf den Gedanken des Drei-Kaiser-Bündnisse« zurückzugreifen. Autoritativ beglaubigt ist leine dieser Versionen und die „Allgemeine Zeitung" hebt nicht mit Unrecht hervor, daß die Verläßlichkeit von Mittheilungen, die sich nur auf die Kennmis der vertraulichen Conversation«« des Generals Ignatieff mit dem Grafen Nndrassy gründen könnten, von vorneher als eine etwas fragwürdige betrachtet werden muß. Die „Indäpendance Belge" glaubt, „trotz der neuen Wollen, welche den politischen Horizont umzogen haben, konstatieren zu können, daß die durch ihre Stellung am meisten zu einem richtigen Urlheile befähigten Staatsmänner immer noch die Hoffnung hegen, daß der Konflikt beschworen werden tonne." Die russischen Blätter sprechen sich über die Forderung Englands in der Ab rüst ungsfr age sehr gereizt aus und finden dieselbe au< zwei Gründen Eine Vchlußbemerlung machen zu sollen: Alleben auch den Vereinigten Staaten die schweren Kämpfe Europa's erspart, so drängt sich doch in das Jahrhundert, dessen Auslauf im Jahre 1876 in würdiger Weise durch Veranstaltung der Weltausstellung in Philadelphia gefeiert wurde, zusammen: das Erringen der politischen Selbst» ständigkeit, die Sammlung aus ganz zerrütteten wirthschaftlichen Verhältnissen, die Entwicklung einer mächtigen Industrie, der endliche Sieg der freien Arbeit auf dem weiten, weiten Gebiete. Von drei Millionen ist die Bevölkerung auf mehr denn 40 gestiegen, mehr als 70,000 englische Meilen Eisenbahnen verbreiten sich über das Staatsgebiet, das mehr als zwei Drittheile des Flächenraumes Europa's mißt, von Ozean zu Ozean kreuzt die Lokomotive; zwischen den nördlichen Küsten des Atlantischen Ozean« verkehren Schiffe ohne Zahl. Ein neuer Mitkämpfer auf der Vühne der Mensch-heit ist in den Vereinigten Staaten entstanden, ein neuer Mithelfer ihrer Entwicklung. Millionen sind die Vereinigten Staaten zur Heimstätte geworden, und weiteren Millionen stehen ihre reich gesegneten Fluren offen. Arbeit war eine der leitenden Mächte — eine ideal angelegte Verfassung, ein überreicher Natursegen die Grundlage ihres Wachsthums. Wahrlich, welchen Standpunkt wir immer einnehmen mögen: die Vereinigten Staaten Nordamerika« erscheinen als ein würdiges Objekt der eingehendsten Gtudien, werth der sorgsamsten und eifrigsten Beachtung und einer thellnahmsvollen Verfolgung seiner Geschicke. unannehmbar, einmal weil fie eine Verletzung der Würbe Rußlands bedeute, sodann aber, weil auch da« Protokoll ohne alle Wirkung auf die Türlei bliebe, wenn die russische Armee vom Prulh verschwinden würde. So schreibt das „Journal de St. Petersburg" in einem telegrafisch bereits avisierten Artikel: „Die englischen Blätter beschäftigen sich mlt der Demobilisierung der russischen Armee, als ob diese Maß« regel der Gegenstand irgend eines internationalen Arrangements sein könnte. Es scheint uns, daß der bloße gesunde Verstand jede derartige Hypothese zurückweist. Die Mobilisierung eines Theile« der russischen Armee würd: angesichts der Eoenlualität beschlossen, daß Europa sich nicht um das LoS der orientalischen Christen lümmern werde, und um in diesem Falle von der türkischen Regierung die Konzessionen und Garantien zu erlangen, welche zur Sicherung der Verbesserung dieses Loses für nothwendig erachtet wurden. Inzwischen vereinigte sich in Konstanlinopel die Konferenz; Europa bezeuqte seine Sorge für die fraglichen Völkerschaften, und damals wäre die Demobilisierung angezeigt gewesen, wenn man nur die Gewißheit gehabt hätte, daß die im Namen der Mächte zu fassenden Beschlüsse auch ihre Ausführung gefunden hätten. Nenn man nicht vorging, so war in dieser Hinsicht ein Zweifel erlaubt, und der Ausaang der Berathungen der von den Ufern des Bosporus versammelten Bevollmächtigten hat denselben nur zu sehr gerechtfertigt. Die Aufrechterhaltung der Mobilisierung war also nach der Konferenz ebenso begründet, wie es die Mobilisierung selbst vor der Versammlung war — nur mit dem Unterschied, daß diese Armee im Monat November berufen sein konnte, das Programm Rußlands auS'Uführel,, während seit dem Monat Jänner die Eventualität in Aussicht blieb, baß da« angenommene Programm gemeinschaftlich von allen Mächten zur Geltung gebracht werde. Indessen handelt es sich darum, dieser Eventualität zuvorzukommen, und niemand hat gewiß ein lebhafteres Verlangen, als die russische Regierung — es zeugen davon ihre beständigen Vemühungen vor und nach der Note vom 31. Jänner, — die europäischen Regierungen zu einer Verständigung über die zu ergreifenden Maßregeln zu führen, um endlich von der Pforte zu erreichen, daß sie sich den von der Konferenz beschlossenen Stipulations anbequeme. So muß, wenn wir uns nicht täuschen, der Charakter diese« Protokolls sein, über dessen Unterzeichnung man jetzt in London verhandelt. Aber nehmen wir diese« Protokoll als unterzeich, net an, ist es sicher und gewiß, daß die Türkei sich demselben anbequemen werde, daß sie sich gegen den Willen Europa's gefügiger zeigen werde, als sie es auf der Konferenz war? . . . Diese von dem bloßen gesunden Verstand eingegebenen Betrachtungen scheinen uns zu genügen, um zu beweisen, daß die Informationen der englischen Blätter nicht dem wirklichen Stande der schwebenden Verhandlungen entsprechen können. Je mehr man von der friedlichen und sozusagen europäischen Bedeutung der durch Rußland genommenen militärischen Maßregeln durchdrungen ist, umsomehr wird man zu der Ueberzeugung gelangen, daß daS Aufhören derselben nicht das Corollar und noch weniger das Vorspiel der Unterzeichnung des Protokolls sein darf; daß die Demobilisierung nur stattfinde» könnte, wenn man die Folgen lennen würde, welche die türkische Regierung dem Collectivschritt Europa's zu leisten geneigt sein wird." Im ähnlichen Sinne sprechen sich die russische „Petersburger Zeitung" und der „GoloS" aus. „Die Ab« rüstungSfrage," bemerkt das erstere Blatt, ..berührt in der That die LebenSlmcressen Rußlands; für dasselbe ist es aber zur Abrüstung nothwendig, entweder die Aus. führung der von oer Konferenz gefaßten Beschlüsse seilen« der türkischen Regierung oder Garantien oonseile der Großmächte dafür zu erlangen, daß sie die Pforte nach der Abrüstung Rußlands zwingen würden, die verlangten Reformen inS Werl zu setzen. In dieser Beziehung sind weitere Concessionen undenkbar, wenn sie die Würde Rußlands antaten." Der „Golos" meint, die Unterzeich, nung des Protokolls von irgend einem formellen Ver. ^ sprechen Rußlands abhängig machen, heiße den Sinn der Combination vollständig emstellen, wie sie vom Petersburger Kabinett gemacht worden sei. Das Protokoll sollte eine bestimmte Form f^ir die Erklärung der West-mätte bieten, auch ferner bereit zu sein, t,le Vemühun. aen Rußlands zur B sserung des Loses der christlichen Unterthanen des Sultans zu unterstützen, keineswegs aber einen Compromi«, um dessen Prel« Rußland zu ftimmen würde, seiner erlangten Stellung zu entsagen. General Ianalieff sei nicht deswegen nach Berlin, Pari« und London gereift, um mit Graf Veaconsfield und Lord Derby zu feilschen. Dieser diplomatische Schritt wurde geihan, nicht um Rußland aus einer schwierigen Lage zu befreien, wie die englischen ministeriellen Or-gane glauben machen möchten, sondern vielmehr die Westmächte, welche sich über die Form der Antwort auf die Circulardepe^che des russischen Kanzlers nicht verständigen konnten. Das Programm des neuen griechischen Ministeriums. Da« nach langwieriger Krisis endlich zustande ge-kommene neue griechische Ministerium Deli-, georgis hat sich vorige Woche, nachdem e« w Gegen-^ wart dl« zurückgetretenen Eonseileplüsidentel! Athen nachstehender Bericht zu: . ,^M Ministerpräsident Deligeorgis belonte l» "z baß die Aufgabe des neuen Ministeriums angtsw ^ nahenden VessionSschlusseS eine sehr schwierige sli. " . chenland bedürft vieler Verbesserungen in >"" ^ waltung und müsse zudem auch zu einem °"s' ^ Staate im Oriente gemacht werden. Die Reg!""''^ sich die Aufgabe gestellt, diese« Ziel zu "M«"- ., derhano aber gebe e« für die Kammer einige °"" ^ Arbeiten zu erledigen. Die Regierung befinde p°^^. größten Geldnothj die Zahlunzen, welch« dem « ^. schätze bevorstehen, würden sich auf zwcl UM" ^ laufen, wahrend in der Zentral-StaatStasse n ^ 3000 Drachmen vorgefunden wurden. Die ^ ^ müsse daher vor allem die Kammer ersuche"-^ ^M von dem zurückgetretenen Kabinelle vorgelegte ^ >« ^ die Ausaabc verzinslicher Tchahschelne M""^ «^. tieren. Weller sei e« nöthig, da« Ministelveran ^ lichltits.Oesrtz in einigen Punllen, welche M ,M. mündlichen Befehle der Kriegsminister «nd " ^ Verantwortlichkeit der Referenten in den Min«!" ^ ziehen, abzuändern. Inbetreff weiterer Vorlag sich die Regierung in den nächsten Tagen "«!p^ ^ü Es war vorauszusehen, daß Kumund" ^< schweren Vorwurf, welcher ihm in der A"^"'° B' neuen Minlsterprlistüenien gemacht wurde, nw ^, dert lassen werde, und so gestaltete sich s<5°" ^ndi^ Sitzung zu einer stürmisch bewegten. "", ^hF erinnerte daran, daß, als gleichfall« imM"«""^ des Jahres 1374 da« Kabinett BulM'S °°" ßebl' nette Deligeorgi« gefolgt war. jenes slews""' " B vorstehende Verpflichtungen und noch viel wen»« ^c in den Kassen vorfand; er versuchte die Uli^^M darzulegen, und betonte schließlich die NottM""» ^ außerordentlichen Kammersession, um die l>^ ^^ Fragen: die Herstellung des Gleichgewichte« ^W haushalle und die Vollendung der nationalen «" endlich zur Lösung zu bringen. .D '" Der Ministerpräsident D'ligeorgls "M M. einem höchst ger«izten Tone, daß es sich fl" '" ^l„. redner nicht zieme, seine eigene Verwaltung « ^ ganz Griechenland wisse, wie diese beschaffen n>"' z»l zwei volle Jahre habe KumunduroS Gciecyc' ^ Unlhätlgteit und Erniedrigung verurthellt. " ^ Worten erhob sich auf den Gallerlen ein lv«^W' fallssturm; ein Theil der Deputierten vertan«« ^ i<» mung der Gallerien. Ein wüster Lärm d"w ^D Verathungssaal, die Deputierten lärmten UN g d" und sah sich der Präsident genöthigt, die ^ scharfen Kritik zu unterziehen, indem «r ^ F dasselbe, wie es ist, ganz undurchführbar " ^B es durchgeführt werden sollte, die M«"^ sl'!»« tragen würde. Für die nationale «"^^B^ so viel wie gar nichts geschehen, und die "" W^ ö de« Lande« sei durch die Politik feines «M» radezu eine trostlose geworden. -„, l^„ Als nun hierauf Delijannls sich ," ' ^d, -Erörterung der finanziellen Zustände ein«ß ^' Schlüsse seiner langen Rede die Oe"""">«!e „c" daß auch die gegenwärtige Regierung, w»„ilitc^l gegangene, leine absolute Mehrheit i>, tU^sMl^i. auf die sie zählen könnte, ergriff ^ /"" ^^^ ^^ abermals das Wort, um infolge der MUl^ ,^ janni's zu verlangen, daß sich die Kaw'"" ' ^ die Vertrauensfrage auSspreche. . die ^g stl, KumunduroS erklärte, daß, wiewol .^iol>e"^ Deligeorgis' vollkommen correct «nd " n^el»>^ll er doch, wenn die Vertrauensfrage ge>«", xMpM ' gegen das Kabinett stimmen müßte. ' "ly M ^ die Stellung der Vertrauensfrage l^ ' """2^ Deligeorgis bestand trotzdem auf der ^rgcl"^ «' <"-. reichst zu empfangen und über die Ihätialeit dieses LoM'^ M"«" >< < Die BeMkerm.g der tMr gl ^v ^ des böhmischen Erzgebirges ist "" " ge^Hc'' ^l »legend auf die Spitzenanfertigung "^hsM^ <.' °>' bei aller Anstrengung, den noth. i,l und sick *""er*M zu verdienen nicht imstande lvlirdc ^ o.""" "lhl eme Unterstützung eintreten ^" H«"ger gegenübcr ltlhe! dttuti» 7^'""^omu6, welches in Prag zur Besor. »er böhmischen (irz. u..i> "">' >m . ""lwohner eifrig und erfolgreich wirlt, hat Ihre '^uwt ^'^ ^^"Vfrau alles Guten und Schönen, ^"t !>.. die «al serin, die allcrunlerlhanigstc ^mii^ ^ '!^. " '"°ije ocm Oumann.Slellocrlreler ocs »u,, ^^^ '^., !^^ v- Dvtzauer huldreichst gestaltet wer-"°" Soitze. ^^lll der Kaiserin eine Mustersammlung ^"zu^r°" ^" böhmischen Erzgebirge zu süßen Ml h^ ^>m-, D^esi ergebenste Bitte hat Ihre M». wunl h^"^"" ullergnaoigst gewahrt, und am 23. d. ?kW«c " v. Dohaucr düö Muck zulheil, vor Ihrer ""»vorl^ ""l>"ln erscheinen, und die Spitzenjamm» ^sllljrc^ ,^" die Kaiserin gnuhte huldreich Aller-?"^llspnch" " """"9 «der dir Thimgleit oes Comites ^^>N)"in / ^^ Spitzen>anlmlung wolgcsallig in ^"l ttbete '^^'un unü sofort dreitausend (Hulden ^ !"r dicie^^'"^^ ^" bestimmen und zu verfügen: selche balz f .""^3, ""ch Mustern und Zeichnungen, -Mie h ' ^ österreichische Museum für Kunst und ^" ^rzacb " ^"^"^ "^'^ Spitzen im böhmi-!^WMtt /''^l^llgt werdin, welche alS Allows 1U?V ^" ^>cltauoslcUung ill Paris im .> lchcit d>. ?> b""m haven. Zugleich geruhte Ihre >ll" ^l>l)„l^ 3'l^'"' ^l)rc Durchlaucht dlc grau Für. ^"lcil ^lm« »"^^^^ i" ersuchen: im «reise der ?"ldeii Ver, ,, ""^" ju "ollen, daß der nolh-> ^^lillg ou, <^"'^ ^^ bühlnischen Erzgebirges durch ^"ng, >.lll)>it ^^" "vcr Anlauf derselben Bcschiif-!U> ^»cs^^ ^"dienst zugewendet werde. "DM der 3 ^'^' ooranleuchlcnde Bellplcl Ihrer > a ^ ^>P2cn ^"'" wlrd mchl nur Segenswünsche ?,"' >°»l>tt,, """tn Arbeiter im Erzgebirge br»n-^" ^ilrll l?"^ ^^rhebend und beispielgebend in 5 v°llcn ^ ^lerrclchs wlrlen, welche ducch oen neuen b^^iur^^ ^" Allerhöchsten Theilnahme und ^lltrui^ ^.^"""8 der Nolh elner fleißigen Arbeiter-^ ^^lll,..^ ""p"ls erhallen, dem eryabcnen Bor-i " Dulch "°!"' bleich oen Damen Wiens, welche I,/" Ullvitz? ^^ Frau Fursnn Johann» Auers-„' dun erlwl,"" «cn Erzgebirge, welche das Zen-^ l>t^n ^ Prag bereitwilligst vermittelt, die Noth "0ll>. UlUdern, ihnen Arbbcil, das tagliche Brod F«,3"' tVtl?"" "stenhiinde" die Hiindc der armen " au1°" M ^^ "^ ^"«t emsig schaffen, um ihren lül ."^ lein, ""n zu filfteil; nun „Fcenhanoe" werden sel>tl, ^ ^"«gc dlc Arbeit ermöglichen, Arbeit lens ." steht die b" Spitzc dieser cdkn patriotischen ^°llbu^ "'^ Schutzfrau solch schönen Wir- i""«, die alloerehrte Kaiserin Elisabeth. !,tl <, ^ tr »< '--------------------- ^''"l>,«.lc.l°"'!' ""l "cm Gtes«n«thurm.) Wic-^" ^« UN««, ^"^ "" """"'' ^" "llaumlich auf der °" in. ^" ^rab^""" Slljallschmms glwachlcu >st. °u«. ^e<>u, "^xusp^ "°" "«d^.l soll, um sc.lieli lllllfligl« -land-^>v^^">ltln 2^ " "^lteu. lHz ,st bltalmlllch e.ue Alllc, "l>t> h ''btlcll^, .'"^" dahin geuagluen Samen lurn aus. !°""° "er! ^"ztl» si/">l zwei itlallcr.. »ic.cht hat !^cl> ^'Lt habc', . "" l° ""U durch die Fugeil dec V»u> /^b^ °^l» .^,^ "li sie de« verband tcchlbeu zu spreugcu ^«Uf, "' Äch^utl "^"^ dcs Hombaumcistere, Herru '°" ^üitu'°"' ^«o»rra.^. ^"l"«""s oe«. «aumc« beschlossen. >^ U^°tdn, ,st"""" Slaudorlc eme «rl Wahlze.che» ^"l>l.^"" >"°ch..."'" "" l°lches hlfstullich auch l.n N°lh. '"' d soebeu / ^ s« " loszulüs.."^" "'" lnüglichstcr Schonung derselbe >H^«rich,^°^e in Kalocsa) «trzbischof °"l«^l. Dir ^ ^ "«"'° «°sl"> "Nt Sternwarte tn ^i^/'^r" ^"'^llegiumb^n. ^H>'°M "^u°ll.) Am 2.. d. M. l°n° in 7 ^r>'UNd d77" '" M H^^.^ment-, > di,?^ war de<^ "'"""""" Dr, Dietr.ch ein Duell i^ ^,^°rd ^ " ä" bm.stunt°ug'.ich machen. >° ^ ^ ^""«»en """ ^"' "°b die «usll»hru..gtn " . b ^'l . 'N' bild ""'"""'i ^l"be. welche bcreit« wei. ^ '"c lchc«»l m ,u.em »ou dcm «o„«lp«u. beuten der «Time»" citierten Vriefe: «Mein junzer ßreun August Wllhelmj beredete mich. die günfi'gr Gtimnmng des cng« lischt!» Publilum« gegen mich zu benutze«, um dlnch emmonlll-Iichc Alistrcliguligcn da« Defizit au« den vorjährigen Fefioorsiel. lungcn zu decken, und d, meistens verftllndigc Urtheile llber mein Unternehmen von der englischen Vesellschasl ausgegangen sind, so betrachte ich meinen Ausflug nach England liichl allein als er-spriejjllch für mein Unternehmen, font»«« liuch «l« ermulhigend jlll drsslli Wiederholung." — (Rcgenle,:. 7. l ter.) Kaiser Wilhelm, der am 22ften März s»iu achtzigste«! i.'sben«jahr vollendet, silht mit dieser Gunst ocg Schlclsals, welche ,hn ,n« nmlilc I»hrzehl!l einer Überaus ltlchcn Laufbahn cinlcetcn lilßl, gan, einzig da. Nicht allein in der langen Reihe der deutschen Kaiser, sondern auch vo,': sammt« llchen Helischtlu Preußens. Liiglnnd«, Franlreich» und Nußland» Hai lem einjiger den Austritt »u< 70, haben wenige nur, wie Friedrich der Oroße (1712 bi« 17^6) die 70 erreicht. Georg III, von Lüglant, wurde zwar Ubcr 81 Jahre alt, hatte aber längst nicht mehr legier»; die Frllnzosen LomsXIV. und i.'oui« Philipp wurden 77. Karl X. 79 Jahre a!t. Pon sämmtlichen deutschen «lllsen!, deren duichschnillliches Vebensallcr nicht mehr al« cue» ü3 Jahre bellägl — bekanntlich leine ungunstige Morlalüäls» Ziffcr — sind nur vier 70 Jahre und d>r Oroße 72, Rudolf, der erste Habsburger, 73. se,ne Nach. lolmnlll Älgismul.d 75 und Friedrich III. 78; nicht weiter al« im ganzen 13 unter 4i) habe» es zu Sechzig und mehr gebracht. — (Weile Reise eine« Vriefc «.) A« einen be>m l»cullch.sr»nzäsischcl, itriege delheiligten Marinesoldatcn in Pr. Hol» land wurde von Elbing aus während des genaunten Xrielze« im Iahrc 1870 e,n Brief gerichtet, den Adressat jetzt, also «ach circa 6',, Jahren, richtig erhalten hat. Dem Vriefe war eine ungefähr 1 Melcc lange Allonge ocigesuzl, worauf sämmtliche Poststatio» neu, welche der Oiief Passieitc, sowie die Verwertung der «on-sulalc bezüglich der Unbestellbarteit dc« Oriefe« vermerlt waren. Hlc «Ilouge llllgl folgende Poststempel: Tclest, Vrlntzift, ital-lntta, Klugopole, Ualavia, Passaivang, Mlndanao, Guzon, Hoag» l^ng, lthlsun, Holadaoc, Kanajaoa, Heddo, Wla0isla«lam«l, Sidney, «upstadl. St. Helena. Äozenston, Suranua, Brest. Toulon, Wllhcimichafen, Pr. Holland. — CUuciio« Hyre») hatle in der ersten Hälfte de« ooii^e» Monule« dle giüllle Hitze, die bort je erlebt wurde. Das Tyclillunitlcr zeigte nämlich 40'/^ lHcad 0. (über 34 «srad li,.) l>» Schalle». In ünlre Rio« u«o Sam» F6 war die Hltze so dlüclind, daß alle Gefchafle stockten. — l Papier als «aumateriale.) In «merila lummt jetzt auch Oallpuplcr al« Maleclal zum Bau von Häusern zll«, Auluciiduug. Elue Fabrll ni Wisconsin fabriziert täglich j6 Tumlen. ltterell» lm Iahrc 1857 wuroe dlc Fabricalion oou Pupiec fur Bouzwect.: begouucu, und um sich gegeu Kouiiirrenz zu schlltzcn, velfchllfftcll ftch 0,c Elfinoer Pateulc. Da« «aupapler vtllehl au« tückcu, und Harlem Pappdeckel, welche »n «ollen oou 25 vl« 100 Piunl» uujgewictell wirb und gewöhnlich 32 Zoll blcll ist. Vcl der Fadllcaliou wird da« Vaupapier einem Drucke oon mehleren hundert Tonnen ausgesetzt, welcher die Fasrru zu einer festen Masse zusammenpreßt und so iiucn ablolut luftdichten Vogen ycrstclll. Dc> da« Papier «lu fchlechter Wärmeletter ist, fo wldelstehl e« fowol der Hitze al« der «alte; daher iß ein Ge» viiubt, welche« damit ausgelegt witd, ,« Winter warm und im Sommer luyl. fokales. Auszug aus dem Protokolle de« l. l. UandeSschulrathes für Krain in ttaibach vom 8. Miirz 1877, unter dem Vorsitze de« Herrn l. l. Uanoeeprasioenlen Oo< huSlao stiller o. Wiomann in Anwesenheit oon acht Mitgliedern. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Vorsitzenden trägt der Schriftführer die seit der letzten Sitzung er« ledigteu Oeschäftsstückc vor, deren Erledigung zur Kennt-ms genommen wird. Hierauf wird zur Tagesordnung übergegangen. Dem Gesuche eines Pfarrnmles um Restringierung der auf den Wiederholuügsunlerricht fur die Mädchen entfallenden wöchentlichen Unterrichtsstunden wird leine Folge gegeben. Mit dem vom hohen Ministerium für Kultus und Unterricht für Staalsstipendien bewilligten Betrage von 8000 st. werden 60 Zöglinge der orei Jahrgänge, ,11 Zöglinge der Borbereitungstlasse der hiesigen Lehrer-bildungsanstalt belheilt. DaS Gesuch eines Apothekers um Zulassung zur Prüfung auS der nalunvissenschaftllchen Gruppe für Bürgerschulen wird dem hohcn Ministerium für Kultus und Unterricht vorgelegt. Die Berufung von zwei Supplenten an hierländigc Mittelschulen wird genehmigt und weiden die bezüglichen Subslitutionsgcbüren flüssig gemacht. Schulgeld'Älfreiungsgcsuche von Mittclschulschülern werden erledigt. Gesuche um Onadengaben von BollSschullehrers-witwen und einem Vollsschullehrcr werden an den Kandesausschuß aelcitet. Die Präsentationen des Lehrers Josef ^evl^nit in 2i«nern zum definitiven Lehrer daselbst und des Pfarradministrators Ludwig Bodopioec zum definitiven Lehrer in Hotederschiz werden bestätigt und die bezüglichen Anstelluilgsdetrele ausgefertigt. Der lrainische» Industrlsgcscllschaft wird für die oll! Hollsschullchrern iu Wochemer-geistriz, Mitterdorf und Karnervellach jährlich zugestandenen Bonificationen die Anerkennung des l. l. LandcsschulratheS ausgesprochen. Berufungen und Strafmilderungsgesuche in Schul-vcrsäumnisfüllell schulpflichtiger Kinder werben erledigt. Remunerationen und Geldaushilfen werden bewilligt. Aus der t. t. Landwirthlchaftsgejellschast jür Krain. (Schluß.) Herr Pislur legt einen Oericht über seine Wanderoortrage über Flachsoau in Altlall und St.M»rtin bei Littai vor und bringt damit einen Antrag in Verbln-dung, daß es zur Hebung des Flachsbaues nothwendig wäre, eine Hlachsbereitungsanstalt m St. Marti» zu errichten, für dlesclbc wurde das Gebäude circa 1000 fi. und die Maschinen ebenfalls 1000 ft. losten. Dieje Flachsbereimngsanstalt beabsichtigen eimge Patrioten in St. Martin zu errichten und wünscht der Herr Plslar, daß daß hohe l. l. Ministerium zur Ermogllchung dessen einen Betrag von 1000 ft. al« Subocntwn behuf» Anschaffung von Maschinen bewilligen mbge. Herr Dr. Blei weis befürwort« otcjen Antrag; die Herren schollmayer uni> Dr. Ahazhizh sprechen sich jedoch unter Motivierung gegen derartige experimentale Subventionen aus, uuo schließlich stellte oer Herr Landeshauptmann Ritter oon ttallcnegger den Antrag, dieses Consortium aufzusorocrn, vorerst einen genauen Bericht zu erstatten, »n welchem: Kosten, Zwecl und Vortheile dc: genannten Anstalt sür da« ^»nt> genau ersichtlich gemacht werben, worauf sodann dieser Gegenstand in die Berathung zu ziehen wäre. Der Antrag wurde angenommen. 6.) Fllialoorftand Herr Hom ätsch berichtet über die Wanoeroonrägc des Professor« Povse. Der Bericht wuroe zur Kenntnis genommen und dem genannten Professor der Danl votiert. 7.) Die Gemeinde ssranzdorf ersucht um Absendung eines Wanderlehrers. 8.) Die Filiale Adclsberg zeigt an, daß der im Jahre 187tt angelaufte graue Murzthalcr Sprungstiec impotent sei, uno stellt das Ansuchen, t>,c Gesellschaft möge gestatten, daß derselbe dem glelzcher verlauft werbe. Wurde genehmigt. 9.) Johann Polzar au« Ilooazora bittet um zwei Subvenlions-Bienenstölle. Es wurde beschlossen, dieselben gratis abzugeben. 10.) Die Schulleitung in Sturije, im Wlppacher Bezirle, bittet um Gewährung einer Geldunterstühung für ihren Obstgarten. Das Ansuchen wurde abgewiesen, da die genannte Schule schon einm«l eine Geldunlerstüßung unb eine Gartenwcrlzeug - Garnitur im Werthe oon 24 st. erhallen habe. 11.) Die Filiale Wochein zeigt an, daß sich wieder eine neue Käserelgenossenschaft „Saoiza" mit 64 Mit-gliedern und 280 Kühe» gebildet hat. Die Statuten werben unterbreitet und als erste Gründungsunkrftühung um eine Subvention oon 400 st. angesucht. Der Ausschuß beschloß, dieses Gesuch dem hohen t. t. Acterbaulnimstcrium befürwortend vorzulegen, worauf die Sitzung geschlossen »uroe. — tF» ua nzmlnl ster Vepreli ».) Se. Vicellenz der Herr Flnaulminister Fie.herr Depreli « ist oorgefteru mil dem Schnellzuge nach Tliest hier durchgereist. — (Milll tr. lii übersetzt. ^ — (Fur den l r a i n«f ch r n Schulpfennig) sind eingegangen: Bom Berw1. entwickelte sich gestern bereits ein tlußerst lebhafter Oillberbefuch, der heule voraussichtlich seinen LulmlnalionSpunli ecreicheu düifte. — (Heinrich« Vorlesungen.) Prosessor Heinrich beginnt den I. Lyllu« seiner hlstorisch-dramallschen Vorlesungen Ho UN tag den 8. April im alten Schießstältsaall. Die weiteren drei Vorlesungen folgen am 11., 15. und 18. April. — (Gruppe u turnende« Laibachti nnöTritster Turnverein«.) Im Vereine mit tiner Ostersonntag nacht« hier eintreffenden Abtheilung de« Turnvereine „Eintracht" in Trieft veranstliltel der Laibacher Turnverein Ofier» monlag den 2. April nachmittag« iu der hiesigen Turnhalle ein lHruppenturneu. — ( Vergnüg un g«züge nach Oberl rain.) Im Klause der heurigen Sommersaison Nlianstaltet die »lonprin, Rubolf«b°hn sieben Ve r g «« gu n g ,, ll g e "°" ^'»ib°ch nach N°bm»nn«borf.r«e, und retour, zu welchen in allen Stationen Tour- und «e.ourlarten ,u b. «-tend erm«b,,.^ Prt.fl« «»«»^b^ w^e^^>er er d. er Vel«l.llgu°,,zU«e «rlehrl ubel«°l«en - 0 stets«.««"« 579 1. April; — die Abfahrt vom hiesigen Slldbahnhofe erfolgt um 8 Uhr srllh, die Tlnlunft in R»dmann«dorf,Lee« um 9 Uhr 56 Minuten. Vie Rückfahrt von Lee« um 6 Uhr 4b Minuten »bend«, so daß der Zug bereit« um 8 Uhr 55 Mlnuten abmd« in Laibach wieder eintrifft. Die Fahrpreise fllr die Hin- und Rllck, fahrt betragen fllr die ganze Vtrecle II. Klasse 2 fl.. III. «laffc 1 st. 20 tr. — Die weiteren scch« Nergnügungezllge verkehr« an nachfolgenden Tagen: S.Mai, 20. Mai. 3. Juni, 1. Juli, 15. August und 8.September. doch wurde festgesetzt, daß dieselben bei entschieden ungllnstia.tr Witterung unlerbleibcu, in welchem Fall: die bereit« gelösten Karten für den nächsten ve» lehrenden Vergnllgungszug Oilligleit hoben. — (Feftlneipe.) Zu Ehren der au« Trieft zum ge> meinfchafllichen Vruppenlurnen hier eintreffenden Turngäfte findet Ostermontag abends im Tlaesalon de« Gasthauses zum „Ster n" eine Herren» Feftlneipe des Laibacher Turnvereins statt, zu welcher auch durch Vereinsmitglieder einglführte Gllste Zutritt haben. Da« Programm der um 7 Uhr abends beginnenden Kneipe besteht au« folgenden Pieren: 1.) Der Gang nach dem Eisenhammer; 2.) Vortrag; 3.) Ouartettgesang; 4.) der Hand« fchuh; b.) lebende Vilder: ») Freut euch de« Leben», dj der Kampf mit dem Drachen, c) da« liederliche Kleeblatt, ü) die drei Grazien; 6.) Quartettgefang; 7.) Vorlrag; 8.) Lebende Vilder: Kain und Abel: «,) das Opfer, b) der Todtschlag. — (Das Institut der Einjahrig-Freiwilligen) hat seit seinem Vestande folgende Resultate geliefert: Assentiert wnr« den bi« zum Schlüsse de« Jahre« 1876 24,500 «injährig.Frei. willige. Hievon haben ihre Prllsenzdienftzeit bereits abgeleistet 16,800 uud haben demnach noch abzudienen 7700 Einjährig« Freiwillige. Im ganzen wurden bisher zu Restlve'Ofsizieren 3300 Einjährig-Freiwillige ernannt und 3500 haben die Reserve« zkudetttuplllfung mit Erfolg abgelegt. — (herrLasla), der noch im letzten Augenblicke, ge» legentlich feiner Verabschiedung, vom Direktor Fritzsche auf dem Bahn» Hofe fllr Haschau engagiert wurde, trat heute nachts seine Reise dahin an und beabsichtigt nach Bchluß der dortigen Saison — mit Anfang August — zur ElMung sciner fechswüchentlichen militärischen Dienstpflicht in der Reserve, der er als wolbestalltcr l. l. Filhcer d<« oberästerrelchischen I:ifautciic»Negimenlö Groß» herzog von Hessen Nr. 14 angehört, nach Laibach zu lommen und letzterer belm hiefigen 17. Ecgänzungö'Veziilslommando genllgezuleiftrn. Da Direktor Fritzsche inzwischen die Laibacher Thealerlonzessioii pro 1877/8 echaltcn hat, so steht da« W>cder. engagement Herrn Lasla's somit in sicherer Aussicht. — Auch Herr Mailler begab sich gestern in sein Engagement uach Haschau. Die Saison beginnt daselbst Ostermontag mit der neuen Posse „Weiber, wie sie nicht sein sollen." — (Diebstahl im Theater.) Herrn Direktor Fr i tzsch e wurde am letzten Theatertaze aus semtm Garderobezimmcr ein auf l8 fl. bewerthetcr Reooluer enlnendel. De« Diebstahls wird ein Mitglied des Lhor« verdächtigt, da« inzwischen seine Reise uzch Wien angetreten hat und dessen Verfolgung auf telegrafischem Wege requiriert »urde. — (Katholikentag.) Der allgemeine üfter» reichifche Katholikentag fllr die gesammte Monarchie wird nicht, wie ursprünglich bestimmt war, vom 16. bi« 19. April, sondern vom 30. April bi« 3. Mai in Wien abgehalten werden. — (Zehnlreuzer. Verein.) Von dem unter den Nuspicien dcr österreichischen Veamteuschasl im vorigen Frühjahre gezrunielen österreichischen Zehnlreuzer.Plreine. dessen ausschließ» liche Aufgabe es ist, mittelst monatlicher Veitrilge von zehn Kreuzern die Mittel zu schaffen, um damit sowol durch Ver-theilung von Handftlpendien al« auch durch Errichtung von höheren Schulen die Ausbildung der Töchter und Waisen von Vearnten fördern zu können, liegt nun der I. Rechenschaftsbericht de« leitenden gentralau«schusse« vor. Einer rührigen Agitation in Heamtenkreisen ist e« gelungen, diesem Vereine, der erst seit drm 35. April l«75 unter der Leitung >e« Herrn Hosrathe« Freib/rrn Falte v. Lilienstein besteht, 2727 Mitglieder und 124 Förderer zu gewinnen, sowie durch deren Neitrilge mid die Spenden von Gönnern bereit« ein Vereinsvermogen von ^372 fl. 40 lr., dann vier Freiplähe an Erziehungsanstalten zu schassen, so daß del l üeude Ausschuß bereit« heuer an die praktische Durchführung feiner Aufgabe schreiten kann, indem er die Eröffnung der ersten «lasse der höheren Mädchenschule für Wien mit 1. Oktober d. I. in Ausficht nimmt und in den Provinzstädten, namentlich dort, wo eine größere Nelheiliguag an dem Vereine zu verzeichnen ist, vorlllufig mit der Verleihung von Stipendien und Freipliltzen vorgehen will. — (Selbstmord tiner jungen Frau.) Die feit eini-gen Tagen vom hause abgängig gewesene Gattin des im verlän« gerten Aquedottc in Trieft wohnhaften Handelsmannes K. eine erst 23 Jahre alte Dame, gebürtig au« Leipzig, wurde, wie die «Tr. Ztg." meldet, vorgestern ftüh von Fischern al« Leichnam au« dem Meere nächst Na lire sina gezogen. Nach Aguo«cie« rung derselben durch soglcich von Trieft nach Nabresina unter Geleite de« Herrn PolizeilOberlo>nmissiir« Viditz entsendeten Personen, wurde der Leichnam mittelst Wagen» nach Trieft be« fördert und in die Tobtenlammer bei St. Just gebracht. Der Geist der armen jungen Frau war feit einiger Zeit nach einer Frühgeburt umnachtet, und es hat sich dieselbe offenbar in dieser ihrer Verwirrung, nachdem sie vor einigen Tagen ihre Wohnung in einem bloßen Nachtlleide verließ, in da« Meer gestürzt. Der bc^ bauernswerthe Gatte war, al« man ihm plötzlich dcn Unfall mit» theilte, einer Ohnmacht nahe, — (Wetterpro fezeihung für den Monat April) Die Ofterfeieltogt dürften heuer nach den Angaben des bekannten Welterproseten Dr. Sofla zwar ziemlich mild ausfallen, aber schon um den 4. April beginnt angeblich eine bi« etwa zum 14len fortgefehte Reihe schwächerer Abkühlungen, und zwischen dem 21. und 27. tommt eine ftllrll'rt, die indeß durch um den 23sten gruppierte Winde oder Niederschlage unterbrochen werden könnte. — Die mondhellen Nächte vor dem 6. und nach dem 20. April nennt der Landmann mit Recht den „giftigen Aprilschein", weil sie gerne Spättlöste bringen; doch lommen diese nach kalten Tagen zuweilen auch in der Zwischenzeit. So ist den Nächten um den 8. nicht ganz zu trauen, am größten aber wäre die Gefahr um den 26,, wenn nicht gleichzeitig starke Winde ode: Nieder« fchläge wahrscheinlich wären. Wo die Vegetation schon stark vorgeschritten ist, sollte man jedenfalls Rauchfeucr bereit halten. Tage m>t Niederschlagen zählt der Monat durchschnittlich 127 mit 1734'" Regenhöhe. Am wahrscheinlichsten lommen sie (meist mehrtägig) um den 4., 7., 10., 18., 18., 21., 24. und 26, wer-den ust »öl, sturlcn Winden begleitet oder vertreten und v:r-schieben sich zuweilen um einen Tag. — (Neue deutsche M o n a ls ch r i f t.) Unter dem Titel „Nord und Süd", redigiert von Paul Lindau (Verlag von Neorg Stille in Verlin), wird vom I. April ab m gefälligem Format und eleganter Ausstattung eiue neue deutsche Monalschrift erscheiuel,. Der Prei« »ieser Mona'schrist beträgt 5 Mark ober 3 fl. ö. W. pro Quartal. Da« Nprilheft erliegt in Ig. o. Kleinrnayr H Fed. Vomberg« Vuchhandlung zur Anslchl, woselbst auch Pränumeralionen übernommen werden. — Du« au«führliche Programm von „Ncrd und Süd" ist in der Vc». lag« der heuligen .Laibacher Zeitung" eulhulten. Danksagung. Der löbliche VermaitungScalh der lia'nischen EslompttlG» sellschaft h»t au« der demselben fUr da« zweite Halbjahr 18?6 zugekommenen Funcllon«gebur den Vetrag von 25 ft. dem hiesigen Stadtarmenson»e zugewendet. Diefer Alt der Mildthätigkeit wird mit d?m Ausdrucke des verbindlichsten Danke« >m N imen der Stadtarmen zur öss:nllichen Kenntnis gebracht. Stadtmagifiral Laibach am 29. März 1877. Neueste M (Original-Telegramme oer„Uaib. Heilung.") Wien, 29. März. Die „Pol. Correspondenz" meldet aus Uondon vom 29. März: „Nach verläßlichen Nachrichten hat das gestrige Kabinettsconseil die Gegen. Vorschläge Rußlands im wesentlichen angenommen. Die Hauptschwieligleit in der Abrüstungsfrage ist prinzipiell als beseitigt zu betrachten. Berathungen wegen Redigierung des Protokolls sind im Zuge." Die „Pol. Correspondenz" meldet telegrafisch aus Petersburg vom 29. März: „Ueber kategorische Aufforderung dtS russischen Kabinetts, die Antwort in der Pro-lolollsfrage binnen fünf Tagen zu ertheilen, sprach der gestrige englische Ministerrath die Geneigtheit aus, das Protokoll unter Ncceptierung der russischen Fassung, und die Nbrüstungsfrage fallen lassend, zu signieren." Linz, 28. März. (N. fr. Pr.) Der Kandidat der liberalen Partei, Vize«Bürgermeister o. Benat, unterlag bei der heute vorgenommenen engeren Wahl D ^ Stadtvertretung mit 287 Stimmen gegen den ""' konservativen Kandidaten Apotheker Ruckcr, der Stimmen erhielt. . ^ Pest, 28. März. (N. Wr. Tgbl.) M°"^'^ dem „Pester Lloyd", in unterrichteten Kmsen sur»' daß der montenegrinische Friede nicht zuftandc l" und die Pforte den Waffenstillstand nicht verlang , Verlin, 2«. März. (N. Wr. TM) ^" Ignatieff ist heute nachmittags hier eingetroffen «no - ^ von dem russischen Botschafter, Herrn von ^"° '^ dem Bahnhofe empfangen. Morgen wird er m ' Fürsten Bismarck konferieren und dann """ " fie empfangen werden. Freitag abends oder SawstM ^ er, wenn er nicht andere Weisung auS St. Pl» erhält, dorthin Weiterreisen. ^hl.) Konstantinopel, 28. März. (N. Wr. ^ Die Pforle sucht eine Anleihe in der M „' Millionen Pfund Sterling in London zu """' ^ Bis jetzt blieben alle Bemühungen ihrer Agenten ru ^ Man erwiderte denselben, daß früher die W .^ Zinsen auf die früher kontrahierten StllalSanMnz ^ solle, ehe sie einen neuen Appell a» die europa'M pilalisten richten konnte. Telegrllsislher Wechselkurs twm 2«. März ^. O°!t" Papier-Rente 63 65. - Silber-Rente ^ '«.„MÜc" Rente 77 80, - 1860,r Staats-Anlehsü 109 5,0. - "« Ml 816 -. »redit-Actieu 15120, - Loudm, l'^"- . 9A 109 70. - K. l. MUn,-T»ulaten 5 74. Mv°leo»eo" - 1(K» Reichsmark 60 45 W.eu. 29, März. Zwei llhr i<°ch:'.'llllltz«. '^7 iZ2l»' K.edilacllen 15140. !«6N« Lose W9 50, 1^°^/^ 'M° üsterrtichischl »teuie ,n Papier 83 65. Stautsbahn "° ^cl"^ bahn 182—, 20.Fr<,„le»fl!,lle 9 82'/,. ""«""'^ Mgl<' 130 25. oiltirelchlsch!' Fr»ncl>bunt —-. ü!lcrret!l„le!,-U>i,la>ls ft. 2^9.7^1.2 l0. Äbllahntt >' ^F" Ollo.Eliilagc!, fi. 2,097.50^, Z»ilal)Me f!.2l8^^! ^^ Vm>l>n,rvelsuns,m und andere fällige PaW" ;«. ZiB,^ ZUl.ahmc fl. 4ü7.«Ul.; Mclllllschal) ft. 136.«^'^"' ^l^ , ft. 150; in Metall zahlbare ^cch^el ft. U>2 4'"". ^,l> ' »I. 99.286; Staatsnoten si. 6 028,539. Ab»°hnu ''^ E«lompte st. 97183.5N. Abuahmc ft. 661.9" > ft. 27.727.600. Abnahme ft. 117,900. ________^^ 'Angck^mmeue Fremde Am 29. Milr,. . , ,. AKle>< hotel Stadt Wien. Misttsch. Sturm, sslnl un° TB Vottschee. - Schlauf, Stationschef, Liltai. ^ ^" ^ M - Urbantschitjch, Thurn. — Volob, Overlap«, ^ Buchhalter. C,lli. - Puschnil, Kramburg. - -0°"'' ,, und Viegl. Wien. ^ „»d 3l'> Hotel Elefant, gechini, «eisender; Wintermann " ^el, ,> haim, Wien. - Pappa. «ollöschulleiter, und V^ LF amter. Gottschee. — Bruder, Förster, Vlau"'»' Hrastnig. — Nauniler, Morüutsch. ,^. ^> «ehren. Sollltsch, «eldes. - Schantel^em^.------- Tottoziehung vom ii«. MrZ' . Prag: 20 45 16 33 3b^^-< Nleteorolozische Veob«cht,M«!^5^Ä « -? W zs : 3«° R ° "Z ftt N « -l p ______^_______3______________-^7"^heiler ^ 7 U, Mg. 740.?, -s- 8.» O. schwach I,iter 29. 2 „ N. 739.o? l -l-16> SW. mäß'8 ",,dhc5 ^lll 9,,3lb. 738.«« >i0.i SW,schw°^i ln^. n,°^/ Allssfllehnler, sonniger Tag; wollcnloser V ^^c-i Nacht. Tagsüber windig. Da« Tage«niltlcl °r um 3 6' über dem Normale.______——^"^^^lN^^^^ Verantwortlicher Redacteur: Ott« mc' V^t^kl^klld)!. Wie», 28. Mllrz. (1 Uhr.) Der Verkehr war lebhaft und wurde im Anschlüsse an die wieder gebefsntc Tendenz der deutschen Värscn zu bedeutend erhijh<^ «el» «lla« Papierrente........64— 64 10 Silberrente........«810 6X20 Voldrmte.........7><1ft 7t>20 i?°ll, l839........»87b» 288 50 « 1854........1057b !06 — ' 18«0 . .......1U9 7b l10- « I860 (Fünftel) .... 1177h ,1825 - ^4........185 __ igil2.^ Wg. P ämltU,«ul......74^ 7415 K«d,«»^.........,y4<25 ,«4 75 «ud°U«"L .......,z.hO i4_ ^rilm'euanlehen der «ladt Wi«n 9b— 95 25 Di lau-Ntlluliernng«»!ö,se . . 102'bO K2 75 T>omiiunl«Pfaadhr«fe .... 14z— 14250 Oefterreichische Schahschein, . . 9» 30 «9 50 Ung. süeubahn.Nnl.....9975 10(>25 Ung. Schahbou« vom I. 1874 102 - 10250 Anlehln d. StadtgemtMdt Wiw w B. V.........94 7b 9b 25 Grnndentlaft»ng»«Vblle«ti«»en. Vlihmen..........102— - - «ieberüsierrnch.......102 - 103 — Oslizlcu..........85— b5-bO SitbenbÜrge«.......70-»s> 7090 Temejer Vanat......72 2b 72 - Ungar«..........743b 7si - Netten von V«nlen. «n«lo«llfterr. Vaul..... 74 — 74 25 KiedNllilnalt........ 15« V0 1b» 80 Depositenbank....... 126— 137- Kretmanjwl. unzar..... 132 — 182 25 Velompte.Nnßalt...... 670— 68<> - slmionalbaul....... 81b - S17 — Oeftlrr. Vaulzesellschsft . . . —— — — Unionbant ........ b22b 5275 V«lehr«b«ml ....... 77 75 78 25 Wiener Bankverein..... 58 — b9 - Nette» von Tra«SPlvellbllhn . . . , 114 - 114 50 Ktnd°ls««>0ahn ... l<950 1,0-. Olaatsuahu........ 22? — 228 — Slldbahn......... 8050 8075 thtiß«V»hu........ 15l_ itzg^ Ungar.'galiz. Verbindungsbahn -- 8b- lingansche i/iordoftbahn . . . 97 - 9750 Wiener tram»ay.Gl.stllsch. . 103-^ 104-- Pfandbriefe. «llz. üft. Vodn>tredil«uft. («.Gold) 105 50 l06 - - « ^ (i.V.-V.) ljft-25 8950 Ulllicualbanl........9^ fx) 96 70 Unll.Vobtnlredil-Inftilut(V.cV.) 89 91 9010 Pri,rltätsvbll«attonen. «lisabeth«». I. Em.....91- . 91 35 ßerd.-Nordb. in Silber . . IU6 4<) 106 60 Franz-Ioseph-Vehn .... 90'50 90 ?b ll's^^ G°l.«°rl.Lnd«iq-V..'.s'"' ^, H , c»7fterr N°r!»l,eN hst'^ " 5N ^ l>' Dukaten - - - «'?ö " «0 " Napoleousd'or . . " " s0 " ^ ' Deutsche Reich«- . Z0 -^i<1 ^ banlnoten - ,^9^?b " , ^ Silbergulbm ll^^ ,^«tl< »ramilche Grunde-l^^ Prlvatnolierung: <"""', M' «achtra«: UN 1 Uyr »U Kimmen nolteren: Papterrente 6395 bi« 6405. Mli,erren,f S805 bi« 58'15 Goldrente 78 - bia 78 10 Kr^it 15310 bis l?»^' » /4-. liond« 1^235 bi« 13270. «apaksn, 9 ?V di« 9-/8',.. Gllb« 103-^0 b.« ><97b. ^" « ^