Nr 30Y. Priinumerationspreis: Im Comptoir nanzj. fl. N, b>nl>j. fl. Ü.5U. Für biü ^ustellui!»; i»ö ^aus haldj. 5.0 lr, Mil der Post ganzj. st. ,5,, halbj. fl. 7.5^ Samstag, l). Scptembcr Vnfertionegebllhr bi« 10 feilen: ,m. 8ll',. lU lr. u. s. w. ^inkNioneftempel irdel'm. ^l»li. ^871. Alutlicher Theil. Vc. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Aller-! höchster Entschließung vom 3. September d. I. aller-! gnädigst zu bewilligen geruht, daß dem Oberlandes' gerichtsrathc Johann Gröl ich in Graz aus Anlaß der auf sein Ansuchen erfolgten Versetzung in den wohlverdienten dauernden Ruhestand die Allerhöchste Zufrieden-! hcit mit seme,,' vieljährigen treuen und sehr ersprießlichen Dlen,tle,»tung ausgesprochen werde. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. August d. I. dem Professor am Staatsgymnasium zu Salzburg Dr. Karl Laurcnz Sieber anläßlich seiner Uebernahme in den bleibenden Ruhestand und seiner Enlh.bnng als Vertreter des ^ehrstandcs im l. t, ^andcsschulralhc für Salzburg in Anerkennung seiner uicljährigcu und erfolgreichen Lehrlhaliqteit, sowie seiner eifrigen Verwendung im Lehrfache das goldene Verdicnsttreuz mit der Krone allcr-gnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Ncbcr die Klnserbegegnung in Salzburg liegen folgende telegraphische Nachrichten vor: Salzburg, C. September. Sc. Majestät der! Kaiser von Oesterreich ist heute um i'/z Uhr Nach'! mittags hier eingetroffen, am Bahnhöfe vum Erzherzog! Ludwig Victor, vom Vandcspräsidcntcn und coinman^ mrenden General empfangen und von einer zahlreichen Volksmenge enthusiastisch begrüßt worden. , f.^^l z bürg, tt. September, Abends. Die An« lunft Kaiser Wilhelm's erfolgte um «'/, Uhr Abends "c>-etts um 5'/^ Uhr blgab sich der österreichische ^aijer vor das Absleigqnartier des deutschen Kaisers! Se.^ Majestät dcr Kaiser trug die preußische Obersten-, mnwrm und das Giußkrcuz des schwarzen Adlcrordens.' ^l, der Suite desselben befanden fich Ercherzog ^ndwiss' Victor Fürst Hohcnlohc. dic Giafcn V^cgardc, Äcust, Andrassy nnd^ Holicnwart, Hof.nann. Crennev'llc und Ma,'«,^ ^ Majestät der Kaiser wurde von dcr massenlmtcn Volksmenge ledhaftest acclamirt. In der preußischen Su.te befanden sich Zchweinitz, Graf Redern, Abcckcn und Podbielsly. ^. A'.^", ^^ Ulir kam dcr deutsche Kaiser hier an. S M!,'"s77^^>"°"'^ ^' prcuß.schc Vollshymne. Se Mc,^s,at dcr Kaiser trat auf die vinspänniae Postal ^' s."' '"^" "' ""sche Kaiser in öste reich. scher Oberstenun.fom rasch herausspran . Beide Ka^ r umarmten und küßten sich unter lebhaften Voll^urufcu Nach gegenseitiger Vorstellung dcr Suite begaben sich beide Ka.ser m die Appartements des deutschen Kaisers zuletzt tamen Bismarck und Keudell an, welche Beide n . 7'/°'"" ^'"en. Nach viertelstündigem Auf- ^/'^^!'.°'^'c>chisch-Kaiser mit Suite n.tcr s mnu,chem Bollsiubel zu Fuße in die Kaiscrresidc.,; zu-K^> ? "'" ^'b '^ Uhr Hoflafcl stattfand, der beide Na!,cr^sammt Snitcn beiwohnten. A„, ^,"/5 bürg. k. September. Sofort nach seiner ^"iMst stattete Fürst Bismarck, ohnc sich umzukleiden, ^ura,,lcnnufosm den Grafen Andrassy und Hohcn- ^n ^otel „Schiff" cine» mettelslündigen Besuch ab. ^ morgen w^'c^' ^- Scplcmbcr Nachmittags. Für! Auffahrt n°^'!,^"'H^p^^auun: Galadiner, sodann! von dcr S.adt ?7'"' ^'"l der Rückfahrt wird e,nc besichtigt. Abend« js^"^ v°> bereitete Bcrgbclcuchtung in der Reside,,;. ' ^^'^ l"i Sr. Majestät dem Kaiser Die „Sal^burncr Ankunft Sr. Majcstal ^'^ ^'tung" begrüßt die der Bevölleruna, ihren oel . ''^' ""«atirt die ssrcudc sehen, und fährt fort- ^ 7'"'^andcsfürstcn wicdcrzu-teit zu erhöhe», es wäre d?Ä'^ ^^ "'^ '^'"^'^ gnädigsten Monarchen in m.s5 H, ^" ""sern aller-doch unserer Stadt ge,ön.u^ ^'"e führt. Ist es lichen Begrüßung, welche aüsgel '?s^/" ^'" ^ ^^' zwei, durch Gande der Verwandt. "'" zw'schen d^n Souoeraincn, unserem erhabene. H """^ ""'^'pslcu dculschcn Kaiser, einer Äcgrnßima j °""^"" "»d dem liche Meinnn /wie uus dün m!t '^""^ ^ dffcm-sichtbaren Aufdruck freu.'dnachb ch'? '"«,'".' '"^, ^e'' «l^oerheißeuderUebercinstimmung^^^U^rübt durch irgend welche Hintergedanken, frei von allen be-! ! unruhwcudcn Ncbcliadsichten, stellt sich dirsc Harmonie als die nalürlichste und verläßlichste Gürgfchaft'dcs Fric^ ! dci'S dar, nichi etwa blos slir Oesterreich-Ungarn und daS mächtig verjüngte deutsche Reich, sondern für das gesummte Europa, und in diesem Sinne die Vca.ea.nung der bciden Monarchen auffassend, rufen wir, rust die Bevölkerung ihnen ein ehrerbietiges, von froher Zuversicht bewegtes „Willkommen" entgegen/' ! München, 0. September. Kaiser Wilhelm trifft Freitag, den 8. September, in München ei», von wo die Reise nach Hohenschwana.au fortgesetzt wird. Am 9. d. erfolgt die We-terleise über ttemptcn nach Lindau. > Dcr deutsche Kaiser wird auf seiner Rück,cisc an dcr l bairischen Grenze vom Prinzen ^'uilpolo und dem Grasen Ncchbcra. erwartet werden. Der König von Oaicrn fährt dem Kaiser von Hohenschwcmaau cntglgcn. Kaiser Wilhelm begibt sich Sonnabend noi, Hohenschwanssau ! über Augsbnrq üach dcr I>,scl ill.ainau bci Constant Berlin, 0. September. Dic „Provittzial-Corrc» spondcnz" schreibt: Alan darf erwarten, daß die wiederholten Begegnungen dcr Monarchen Oesterreichs und Deutschlands und die Besprechungen dcr beiden leitenden Staatsmänner da? gute Einvernehmen zwischen Deutschland und Oesterreich befestigen werden. Dic Varanlic >rs europäischen Friedens. Die Orgcbnisfc dcr Consercuzcn in Gastcin werden ! von dcr londoner Wochenschrift „Saturday Review" , mit dcr diesem Blatte cigcnthüinlichcn kritischen Ruhe , beleuchte»; cS gclanqt in seinen Combinationen und ! Cmchclurcn zu dcm Schlüsse, daß die Abmachungen, die dort platzgcgriffcu haben, jedenfalls dcr Erhaltung des europäischen Friedens zu Gute kommen. „Es ist augenscheinlich — sagt die ,.Saturday Review" unter Anderem — daß Deutschland, Oesterreich und Italien im ^ Kriege wenig gewinnen und vicl verlieren können und , daß, wenn sie ernstlich zusammen wirken und eine Art ^Politik gcmciuschafllich verfolgen. eS ihnen wahrscheinlich , gelingen wird, ihren Zwcct zu erreichcn. Iu dcr heutigen ! ^'agc Europa's gibt es manches Beunruhigende und es ! aibl vielleicht iu jcdcin Vandc ^cutc. die nicht ^anz oh»ie Einfluß sind und nach Kricg verlangen, allein cS ist ein großer Gewinn in den Augen derer, wcläie den Krieg 5 als cmen Fluch des Menschengeschlechtes hassen, daß aus verschiedenen Gründen dvci Nationen, wie Deutschland, ! Oesterreich und Italien, geneigt sind, AllcS. wc>s in ! ihrer Macht steht, zu thu», um den fieberhaften Durst nach neuen Kämpfe!, zu unterdrücken, und daß dieselben ! geneigt sein würden, jedwede Sliirnng dcS europäische» ! Friedens als g>fäh.lich für sich aufzufassen, wenn auch ^ dcr crste Augriff vielleicht von cincr Seile her kommen ! würde, wo sie nicht unmittelbar vclhciligt wären." In-, weiteren Vnlaufc des Artikels sucht die „Saturday Review" darzuthun, daß nicht nur die genannten drei Mächte, sondern auch Roland Veranlassung höbe. sich ruh g zu verhallen. „Italien — heißt es schließlich in dcm Artikel — ^bcdaif, was kaum zu vcmcitcu nölhig ist. des Friedensj .noch mchr, als ir^cud cinc andere Macht. Es muß sich ^ , iu seiner Hauptstadt festsetzen, und das ist cine Arbeit von großer Schwierigkeit. . . So kommt cS. daß ganz Europa aus der einen oder anderen Ursache augenscheinlich Zeit braucht, um wieder zu Athem zn kommen und z Gülcgc,-Hcit zu erlangen, in Ruhe neue Probleme und ^ neue Idecn auszuarbeiten. Es wird dclchalb so leicht keine Vcranlassiiüg ;ur Störung des allgemeinen Friedens zur Gellung kommen und wahrscheinlich wird tcr Friede das Ziel und Streben dcr drci Mächte sein, welche sich zu dicscr ucum ^iga verbunden haben sollen, ob sie sich nun über gcmciusamc Action geeinigt habcn odcr nicht." Aus Schweden. Dcr Schwedische Reichstag ist zum 11. September zu cincr außerordentlichen Session berufen, während deren er sich ausschließlich mit dcr Reorganisation d?r Armee beschäftigen wird. Dcr Kriegsminister hat jctzt feixen dicosälligen Entwurf beendet und dcn Mitgliedern des Reichstages zustellen lassen. Wir gcbcn nachstehend die wichtigsten Bestimmungen dieser mnflniarcichcn A'bcil wieder, indem wir zum Verständniß derselben bemerke,!, daß in dcr vorigen Session beide Kammern mit dcm damals vorgelegten Entwurf, soweit er die Wehrpflicht betraf, im Wesentlichen ei!wc>'s!cmdln waren nnd cin principieller DisfcnS nur insofern bestand, als die erste Kammer im Cmvcrsländmß mit dcr Regierung das so» genunnte Einthciluiiyssystcm. d. h. die Stclluna von Truppen durch die Grundbesitzer beiochallen wollte, während die zweite Kammer die allmälige Abschaffung dieser Institution beantragte. Dcr Entwurf des Kriegsminister rimns sucht nun ein Compromig dadurch anzubahnen, daß cr die beantragten Aenderungen dcS Wchrpflichl-sscsstzcs aoopürt und in Ucbcrci:!stimmung mit den Erklärungen dcr ersten und erheblichen Minorität der zwcitcn Kammer für die zur Truppenslcllung Verpflichteten gewisse Erleichterungen beantragt, indcm namentlich die ihnen obl,e< genden Ausgaben auf cin gewisse« Maß bcsch,äntt wcroen. Demgemäß soll dcr von dcn Grundbesitzern den Soldaten zu zahlende Sold höchstens 100 Rd. schwedisch betragen (l Rd., Reichsthalcr, schwedisch ist nicht ganz 1 Papier-gulden österreichisch) und das darüber Erforderliche vom Staate gewährt werden, welcher letztere auch verpflichtet ist. für jeden Soldaten jährlich 1!) Rd. in eine Spctt-kassc cinzuschicßcn. die demselben nebst Zinsen bei dcm Austritt aus dcm Dienst ausgezahlt werdcu. Die Re-krulirung verbleibt dcm Grundbesitzer, doch bezahlt ihm dcr Staat, wenn cr einen waffcnlückligcn Mann gcslcllt hat, 50 Rd.; kann er für dcn tiormal^äßigri! Sold tcinc Vcnle beschaffen, fo geht die ^ckrutirungSpflicht auf dcn Staat über. Ferner wird bestimmt, daß lein Rekrut ansicnommcn wcidcn sc>ll, dcr das 25). Jahr vollendet hat, und daß dic Dienstzeit nicht übcr das 45. Jahr ausgedehnt werden darf. Hat der Soldat 7 Jahre gedient, so kann cr seinen Abschied verlangen, falls er für sich einen anderen Mann stellt; nach fünfzehnjähriger Dienstzeit fällt die letztere Bedingung wcg und dcr Betreffende erhält außerdem die vorzugsweise Berechtigung ',ur Anstellung im subalternen Eivildicnst, Während eincS Krieges hört bie RekrulirunySpflicht der Grundbesitzer auf nnd tritt erst drei Monate nach dcm Friedensschluß wieder in Kraft, bücken, welche während des Krieges in dcr ..cin^cthciltcn" Arnuc culstchen, werden aus der wehrpflichtill.cn Mannschaft ersetzt. Politische Uebersicht. Vaibacl,, 8. September. Das Gerücht, daß die Vager» und Herlistma-növcr bei Waitzcn wegen Furcht vor der Eholcra unterbleiben, ist dcr „Prrssc" zufolge unwahr; in dcr ganzcn Monarchie sei kein Epidemiesall vorgekommen. Herr Erzherzog Ioslfth und LalidcSvcrlhcidia.uns,S-Mini. stcr Graf Andrassy übersiedeln mit dcn Stäben und Kanzleien am 15. September nach Wll'tzcn. Die Houvedmanöocr dauern vom 15. bis 23. September, die gemeinsamen von ^mic und HonvedS beginnen am 24. Heptcmber; hohe Gäste werden zu denselben erwartet. Die Ofncr S t a d l re p r ä s e n ta nz hat mit großer Majorität folgenden Beschluß gefaßt: Die Com-munität dcr Hauptstadt Ofen kann, an dcn allcn katholischen Glaubci'Ssätzcn festhaltend, das Infallibilitäts-l'vgma, welches das 1'i^eowm re^mm ,^ch nicht erlangt hat, als zu Rccht bestehend nicht anerkennen; weshalb sic die Publication desselben in dcn unter ihrem Patronate stehlen Kirchen und Schulen verbietet und dcn Geistlichen, dcr cS publicirt, alö seiner Bcncficicn verlustig betrachtet. Die „Kreuzzcitung" erfährt, daß bei dcn Gast cin er Verhandlungen vcrmicdcn wo>c,cn ist, die eigentliche römisch«: ^ragc, die Frage der Wiedcrhclstclluna der weltlichen Macht dcs Papstes, zur Ei oilerung zu bringen, sondern es dürfte diese Frage forlgisetzl als rein innere italienische Angclcgclchcit aufgefaßt worden sein, deren lntcrnatioualc Erledigung vo:> Italien nicht nur nicht bcgchrt sondern soaar cillschicdcn abgelehnt wurde. Dcr „Bohemia" wird aus Berlin versichert, daS man dort nach dcr Vösunn, welche dic Proro^ationsfrage in der französischen Nalional-Vcrsammlulig gefunden hat, die Zustände Frankreichs wieder mit größerem Vertrauen betrachte und überzeugt sei. daß Bismarck das Müaliche thun werde, um Thiers eimge Erfolge in dcr auswärtig,, Politik zuzuwenden und dessen Stclluna dadurch zu beseitigen. Thiers werde eben als die einliae Persönlichkeit Frankreichs bctrachttt. bei der man d?n ÄH^^cht?Xl.^"^ichtungeng^^ Em Wiener Blatt drachle neulich eincn Artikel dcr ."'/1 "^"u^tg.." der sich gegcn dcn «rauch dcr preußischen Osficicre aussprach, mit französisch" Äe- dö'den in fral-zösifcher Sprache ;u corrcspondlrcn, und 1504 sie ausforderte, immer nur deutsch zu schreiben. Der Artikel der „Kreuzztg." scheint eine größere Tragweile zu haben, als man bei fluchtigem Lesen annehmen möchte. — Von anderen preußischen Blättern wird er bereits vielfach commentirt und hinzugefügt: „In der diplomatischen Geschäftsführung ist diesseits längst die französische Sprache abgeschafft. Es haben sich aus den Berichten der Gesandten und diplomatischen Agenten an die Centralstclle in deutscher Sprache vielerlei Vortheile und vor Allem der Vorzug ergeben, daß, wie es viel« fach vorkam, wegen Beobachtung der Form nicht Haupt« punkte nebensächlich behandelt oder geradezu unberührt geblieben waren. Auch die diplomatischen Noten, welche von hier aus an auswärtige Regierungen erlassen werden, sind «n deutscher Sprache abgefaßt, es w,rd nur aus Höflichkeit eine französische Uebersetzung, die ausdrücklich als solche bezeichnet wird, beigcgeben. Eine weitere Rücksichtnahme seitens der deutschen Officiere im Verkehre mic französischen Behörden ist daher in der That überflüssig und scheint auch höheren OrteS unliebsam bemerkt worden zu sein." In Bezug auf die künftige Verwaltung von Elaß»Lothringen wird der „N. Fr. Pr." aus Berlin geschrieben: „Fürst Bismarck will sich mit vollem Interesse den Angelegenheiten der neuen RcichS-landc hingeben. N,cht in gleicher Weise, wie „Minister" für Lauenburg, will er Munster für Elsaß und Lothringen heißen, er will eS auch in Wahrheit sein. Der Kanzler scheint es sich zur Lebensaufgabe gemacht zu haben, diese alten deutschen Lande eng und fest mit dem neuen deutschen Reiche zu verbinden; man schallt deshalb schon lange nach einem geeigneten VerwaltungS» Chef aus und hat jetzt dazu die beste Kraft in dem Oberpräsidenten v. Möller in Kassel erwählt, die Preußen auf diesem Gebiete auszuweisen hat. Anfänglich wähnte man, man müsse den Elsaß-Lothringern die süße Gewohnheit, unter einem Prüfecten zu stehen, erhallen, jetzt ist man davon völlig zuiückgelommm. Man fchcint eine heilsame Lehre auS den Erfahrungen zu ziehen, welche man mit der „Schonung berechtigter eigenthüm-lichkeiten" annectirter Bänder gemacht hat. Herr v. Möller halle zuerst kcine große Lust, sich unter eine von einem jüngeren Beamten geleitete Centralbehördc in Berlin zu stellen, er ha: indessen hier die Ueberzeugung gewonnen, daß diese letzlere gewissermaßen einem Ministerium für Elsa^-Lothrmgen entsprechen sollte, welches in unnuUclvarr hervortretenden Gegensatze ergibt sich deutlicher als aus jedem anderen Symptom die Aussicht auf eine Consolidirung der inneren Ordnung und der rcuublicanischcn Ncgicrungsform des bis in seine Grundfesten tief erschütterten Landes. Vor drm vierten Kriegsgericht hat nun der Proceß gegen die Petroleusen begonnen. Die erste Abtheilung derselben enthält folgende fünf Angeklagte: Elisabeth Re« tiffe, Eulalia Passaooinc. Josephine MarchaiS. Leonliue Sautens und Lucie Marot (Frau Bouquet.) Sechs wei-lere Angeklagte, die in derselben Abtheilung erscheinen sollten, haben sich mit dem sie commandirenden Officier divon gemacht. Seitens der von der Ganque dc Paris geführten Finanzgruppe sind der Regierung gegen eine Provision von '/, pEt. weitere 500 Millionen Francs in drei- bis sechsmonatlichen Tratten zur Complctirung der zweiten Milliarde der Kriegsentschädigung angeboten worden. Thiers hat kürzlich angedeutet, daß an den Ufern der Loire eine neue Armee gebildet werden solle. Dieser Plan wird soeben verwirklicht. Zahlreiche Eisenbahnwagen, mit Waffen und anierem Kriegsmaterial beladen, gehen nach Bourges. Vier^oi' und anderen Orten der Umgegend. Zuerst wurde General Faidherbe, dann General Chanzy als künftiger Befehlshaber dieser neuen Armee genannt, nach dem „Conslitutionnel" wird General Ducrot dieses Commando erhalten. Die Formation der Armee, rmlchc 150.000 Mann betragen soll, wird N> gleicher Zcit in NanteS. Tonis. Angers. Nevcrs und Blois in Angriff genommen. Ein Lager wird in der Nähe von Gourges errichtet, wohin auch die ehemals in Metz befindliche grohc Mililärschnle gelegt werden soll. ! Anch von der Verlegung der polytechnischen Schule dahin wird gesprochen. (Neuerdings heißt es, Canrobcrt sei zum Befehlshaber der Loirearmee auSersehen.) Nach Meldungen aus Rom geht der König am 20. Septcmlier nach Verona, wo er daS Commando tes großen Manövers übernehmen wird. — Die neuen Minister und der neue P'.äfcct der Stadt Rom übernahmen ihre Functionen. Eine Brüsseler Nachricht sagt, unter den dort lebenden Franzosen oeischicdener Parteirichtung geht daS Gerücht, daß Prinz Napoleon auf besonderen Wunsch des Kaisers Napolen scmen Aufenthalt in Brüssel wühlen werde. Die Kaiserin wird. wie es heißt, bleibend sich in Madrid niederlassen und es soll ihr Wunsch sein, daß der kaiserliche Prinz in der spanischen Armee Dienste! nehme. Kürzlich wurde berichtet, daß in Nuß land daS Unterrichtsministerium angewiesen worden ist, dafür sorge zu tragen, daß in concessionirten Prioat-schulcn und Erziehungsanstalten unter den modernen Sprachen die deutsche überall der französischen voran-stehe und im Ztundenplan für den deutschen Unterricht stets eine größere Anzahl Lectionen auszuwerfen sei als für den französischen. Man hat darin eine Huldigung für das neue dentsche Reich gefunden und es als ein Pfand deS Friedens und der Freundschaft mit Rnßland freudig begrüßt. Ader — schreibt ein Berliner Correspondent der „Fr. Z." — so sehr wir uns auch freuen, daß die Russen deutsch lernen sollen und wollen, so hat das Ding doch auch seine Kehrseite. Keine Regierung ist den einzelnen Phasen des Krieges von 1870/71 mit solcher Ansmc,ksamlen Wahlen. Der lärntnische Großgrundbesitz wählte am Mittwoch die Herren: Dr. Burner, Graf Thurn. Graf Goes, Dr. v. Ramer, Leopold o. Moro, Dr. Er. wein, Dr. Sieger, Baron Gnobloch. Dr. Mitterdorfer und Dr. Edlmann. Vo« den Gewählte«! waren neun vom Central-Wahlcomitö aufgestellt. Trieft, 7. September. Bei der heutigen Landtags-Eraiinzungswahl im dritten Wahllörper wurde bei sehr geringer Wahlelbctheiligung Dr, Aettini gewählt. Gruz, 7. September. Um 2 Uhr Nachmittags waren folgende Slädlcwahlei, bekannt: In Radlersburg Portugal!, in Windiscdgraz Varon Rast, in Fürstenfcld Pairhuber, in (5iUi Neckermann, in Marburg Rcutcr, in Vruck Advocat Wannifch. Weitere Slädlewahlen: In Graz: Dr. Rechbaucr, Dr. Schreiner. Remschmidt. Dr. Schlosser; in Leoben : Dr. Muschler; in Liezcn: Dr. Lipp; in Iudenburg: Dr. Fleils; in Voitsverg: Scholz; in Hallberg: Dr. Moriz Kaiserfcld; in Pettau: Dr. Joseph Kaiserfeld; in Leibnch: Dr. v. Stremayer. Zwei Bezirke fehlen noch. Brilnn, 6. September. In die Wahlcommission wurden gewählt: Von Sr. Majestät ernannt: Graf MittrowSty, Graf Mensdorff und Ritter v. Vojalowsly. Bon den Wählern: Graf Mazzuchclli. Ritter o. Manner, Heinrich Graf Velrupt, Ritter v. Harrasowely. Der erste Wuhltörper des Großgrundbesitzes wählte: Fürsten Salm, Garon Sternbach, Baron Königsbrunn, Grafen Tarroucca und Belcredi. Brunn, 7. September. Im zweiten WalMrper des mährischen Großgrundbesitzes hat die conservative Partei mit 80 gegen 74 Stimmen gesiegt. Bei den Landtagswahlen haben bic Verfassungstreuen in den mährischen Stadtgemnnden. im mährischen und oberösterreichischen Großgrundbesitz cine Niederlage erlitten. Die liberalen Großgrundbesitzer von Mähren wollen wegen angeblicher Ungerechligteit beim Reichsgericht Klage führen. Hagesmmstkeiten. — Se. Majestät der Kaiser haben sllr die kürzlich durch Feuer verunglückten Insassen des Markte« Trofaiach eine Unterstützung von 800 fl. aus Allerhöchsteren Privat-Mitteln huldvollst zu bewilligen geruht. -- Aus München wird gemeldet, daß die Verlobung des Königs mit der ältesten Tochter des Prinzen Friedrich Karl eingeleitet worden sei. -- Der König von Griechenland ist am 4- o. in Venedig eingetroffen und hat noch in der Nacht seine Reise fortgesetzt. — (Verlegung der Schön brunner Menagerie in den Prater.) Es wird gemeldet, daß Se. Majestät der Kaiser, um der Wellausstellung noch ein Ne. lief zu verleihen, den Entschluß gefaßt hat, die Menagerie von Echünbrmm nach der einstigen Schlitzenwiese im Prater zu verlege», woselbst ein großer zoologischer Garlen angelegt werden soll. In der Mille dieses neuen Gartens soll ein riesiger Tcich cmgclcgt und rings um denselben geschmack» volle und in originellem Style augelegte Pavillons für die Thiere angebracht werden. — (Zur Sicherung des Kassendienstes.) Das t. l. Finanzministerium hat sich veranlaßt gefunden, zur größeren Sicherung des Kassendicustes eine Reihe von Bestimmungen zu erlassen. So sollen bei allen ausübenden mu Geldgeschäften betrauten Aemtern, also auch bei den Zollämtern, soferne sie mit mehr als einem Beamten be^ stellt sind, die Hauptjonrnale und die Register, in welche nach Vorschrift die erste Eintragung staufmdet und aus denen nur die Tagesschlüsse in das Hauptjounial übertragen werden, vom Controlor, und zwar die Haupljournalc jedenfalls eigenhändig geführt werden. Der Controlor hat sich der dem Einnehmer, und wo Kassiere bestehen, der diesen zukommenden Geldgcbarung unbedingt zu enthalten. Im Falle des GcschäflSdranges kann sich bei der Gcldgcbarung der Einnehmer durch einen anderen ausübenden Beamten und bei der Negisterführung der Conlrolor durch einen untergeordneten Functional, jeder aber unter feiner Haftung unterstützen lassen. Abweichungen von diesen Anordnungen sind nur insoferne stallhaft, als sie sich auf die eine a ^ """ besonderen Instruction stützen, oder hiefür wirkt "y ."^s,e Genehmigung des Finanzministerium« er-ieder Sco»n" ^' ^ Scontrirungscommissäre haben bei Kasse in d//3"^ """ d" Iinanzbchördc unterstehenden ob alle veraus^""!!!'^'^"^" ausdrücklich zu bestätigen. Amtsqumun en' d^i^^^luhreu oder Geldverläge durch — s^n dp gedeckt befunden wurden, soll auch "die stra"^^ unzureichenden Em chäI " f.^hung der gegenwart.gen sung finden. Als grundsiH "' 5" """""^ ^" "' läusig vereinbart: 1 wurden vor- Mannschaftsun.ertünf.e aus^l277^ ^'W^""?. sür höht werden, und e soll 2^"^ ^7 bemessen werden, daß 'die Crba ' ^"m'1 mogMst so lagecapilal verzinst sehen; inun^ 3. um mindestens 25 pCt qeri ? °"" ^" «"'^ schädigunqsbetrag; endlich soll 4^r l"' "^" volle En. schädi un sbelra es eine Commissi ^7^"«^/e« ^"" Miniterialinstanz hat aus die U. ^ " "" '"' ^ ^gefordert über die höhe der vo^^,^,^ Quartierträger. Aehnliche Erhebungen sind schon vor zwei Jahren gepflogen worden und wird an dieselben jetzt angeknüpft werden können. — (Der erste allgemeineBeamtenverein der österr. - ungar. Monarchie) hat im Monate August d. I. 466 u'eue Versicherungsverträge über 487.320 Gulden Capital und 1100 fl. Rente abgeschlossen, so daß der Bestand aller scincr gegenwärtig in Kraft stehenden Polizzen bereits die Summe von zehn Millionen Gulden Capital und 32.000 Gulden Reuten übersteigt. Seine Todesfallzahlungen seit Anfang dieses Jahres betragen 61.350 fl. Capital und 150 fl. jährliche Rente. Die Prämieneinnahme pro August war mit 29.405 Gulden vorgezeichnet. Aus dem veröffentlichten Semestral-Gesammlauswcise seiner Vorschußconsorlien entnehmen wir nicht minder beachtenswerthe Rcsultale. Hiernach zählten die Porschußconsorlien mit Ende Juni d. I. 6377 Theilhaber mit bar eingezahlten Einlagen von 633.290 st. und halten Credite im Betrage von 493.882 st. ertheilt. — (Um die Prämien für Verdienste um das Abraupen) haben sich innerhalb des in der Ausschreibung vom 6. October 1870 gestellten Termines, und zwar bis Ende Juni d. I. nur vier Bewerber gemeldet, je zwei aus dem V. U. W. W. und V. O. M. V. Auf Grundlage der Angaben der betreffenden Bezirlsvereine, welche die Leistungen der sämmtlich dem Lehrerstande angc-hörigen Bewerber bestätigen, hat der Centralausschuß der t. k. Landwirlhschaftsgesellschaft, der diese geringe Bewerbung nicht genug bedauern kann, aber anderseits die zu seiner Kenntniß gelangten Verdienste sehr gerne anerkennt und als nachahmungswürdige Beispiele zur Veachtuug empfiehlt, 4 Prämien ü, 10 fl. zuerkannt. Zur besonderen Anerkennung hat der Centralausschuß auch noch beschlossen, dern Lehrer Karl Heißenberger aus Hollenthon, dem die erste Prämie zu Theil wurde, 20 Gulden zur Vertheilung von Obstzucht-gerathen als Prämien an jene Schüler von Hollenlhon zu bewilligen, die sich im Sammeln von Liern, Raupen, Puppen und Schmetterlingen von Obstschädlingen besonders eis. rig gezeigt haben. — (Oesterreichischer Arbeitercongreß.) Die Abhaltung des österreichischen ArbeitercongresseS, welcher, am 30. September in Ärüuu stattfinden sollte, ist, wie die „Brünncr Zeitung" meldet, nicht gestattet worden. — (Pulvercrplos ion in Stiechowitz.) Die Erplosion soll bei der Durchsiebung der Pulvcrmasse erfolgt sein. Ohne irgend eine Veranlassung sei plötzlich ein Funke sichtbar geworden, es erfolgte eine heftige Detonation und das Nrbcitsgebäude flog lheilweise in die Luft, theilweise wurde es in einen Schutthaufen verwandelt. Drei Arbeiter wurden sofort gctödlet. Zweien anderen Arbeitern gelang es zwar, sich aus den Trümmern herauszuarbeiten und da ihre Kleidungsstücke lichterloh brannten, in den nahen Bach sich zu stürzen, aber ihre Körper waren mit so schweren Brand» wunden bedeckt, daß trotz der ärztlichen Hilfe leine Hoffnung zum Aufkommen vorhanden war. Die gerichtliche Untersuchung ist bereits im Zuge; gestern begab sich auch eine militärische Commission an Ort und Stelle. So viel bisher ermittelt wurde, waren in dem Locale, wo die Erplosion stattfand, beiläufig 10 Centner Puluer vorhanden. — (Zu den Excessen in Pilsen.) Die freiwillige deutsche Feuerwehr in Pilsen hat anläßlich der letzten Excesse folgenden Beschluß gefaßt: «Bei einem ausbrcchcn-den Brande versammeln sich die Mitglieder der freien Fcuer-wehrablheilung des Turnvereines „Nar" in der Wachlstube, wo sie so lange warten, bis sie von compelenter Seite auf. gefordert werden, an der Löscharbeit «heilzunehmen, und ihncn Garantie und Schutz gegen Vorfälle, wie die letzten, geboten werden." — (Furchtbarer Brand.) Drob omul, eine Stadt, fechs Meilen von Przemisl entfernt, ist gänzlich ab« gebrannt; 250 Häuser die katholische und ruthen'ische Kirche, das Bezirksgericht und das Postamt sind ein Raub der Flammen. Das Elend ist unbeschreiblich; 3000 Mensche» wurden obdachlos. Das Salzwerl blieb unberührt. — (Der Tischlerstrike in Berlin) scheint leine solche Dimensionen annehmen zu wollen wie der Maurer-strike. Theils haben viele Meister sich den Forderungen gefügt, respective Separatablommen mit ihren Gesellen geschlossen, und theil« arbeiten viele der Gesellen zu den allen Bedingungen weiter. Die Generalversammlung, welche die Tischlergesellen am 3. d. im Handwerlsoereine abhielten, war von etwa 4000 Personen besucht. Den Strike betreffende Beschlusse wurden nicht gefaßt. — (Die Arbeitseinstellungen) mehren sich von Woche zu Woche. In Brüssel haben in mehrere Werkstätten die Mechaniker die Arbeit eingestellt; sie verlangen Herabsetzung der Arbeitsstunden. In Berlin wollen die Drechsler striken. — (Dr. Larney in Paris) hat mit Hilfe zweier magnetisirter Personen traurige Entdeckungen gc macht, die er den Blättern in einem mit rother Tinte geschriebenen Briefe mittheilt. Wir theilen einen kurzen Auszug daraus mit: „Das große Unglück, welches Frankreich betroffen hat, ist noch nicht das letzte. Thiers wird in fcchs Monaten ganz plötzlich an einer Herzkrankheit sterben. Große Verwlrrung in Paris; die schreckliche „Internationale," von Preußen und England bezahlt, wird sich wie Ein Mann erheben. Die Metzelei wird schrecklich sein. Paris wird verbrannt werden. Unglückliche Arbeiter, durch gottlose Agenten zu diesem Verbrechen aufgereizt, werden ins Elend gerathen und nach Amerika gehen, um dort Arbeit zu suchen; aber sie werden dort 100.000 Deutsche finden, welche sie steinigen und aus den Städten treiben werden. Sie und die Ihrigen werden vor Hunger sterben, nachdem , sie durch die Wälder in der neuen Welt gewandert sind. Dann werden sich die Provinzen erheben; die Monarchie wird im Namen der heiligen Grundsätze der Gesellschaft proclamm werden." Dc. Larney schließt mit dem Rathe, den Grafen Chambord als König von Frankreich zu krönen, ehe dieses Unglück eintritt. — (Eisenbahn - Katastrophe.) Ueber den bereits kurz erwähnten Eisenbahn Unfall auf der französischen Nordbahn wird aus Lilie unterm 4. d. gemeldet: Gestern Nachts um halb 11 Uhr ereignete sich bei Seclin ein großer Unglücksfall. Der Pariser Eilzug stieß mit oem von Douay kommenden Postzuge zusammen. Drei Waggons wurdens völlig zermalmt und eine Menge Passagiere durch Dampf und Wasser verbrannt. Die Locomotiven gingen in Trümmer. Im ersten Augenblicke zählte man zehn Todte und an hundert Schwerverwundete. Die Katastrophe wurde durch eine Verspätung deS Personenzuges um 45 Minuten verursacht. Die Behörden von Lillc haben sich nach dem Schauplatze des Unglückes begeben, der einen grauenhaften Anblick darbietet. — (Mazzini) ist in Genua eingetroffen und wird demnächst in Rom zu dem im Laufe des September abzuhaltenden republicanischen Congresse erwartet. — (Ein neuer Taucherapparat für militärische Zwecke.) Wir lesen in der in Neapel er-scheinenden „Nuova Patria" den nachfolgenden Bericht über die Versuche, welche mit emer neu construirten Taucher, glocke in Baia vorgenommen wurden: „Gestern wurde die von einem Herrn Toselli aus Venedig construirte lull'U, MÄlliiÄ (See-Maulwurf) in Gegenwart der Militärbehörden einer Prüfung unterzogen. Die lalpa muring, ist eine eiserne Maschine von cylindrischer Form, welche den Zweck hat, in Meeresliefen von 100 und mehr Metern versenkt zu werden, um den Meeresgrund zu erforschen, Torpedos aufzusuchen und dieselbe zu beseitigen. Der Versuch gelang vollständig. Der Eisinder des TaucherapparateS begab sich persönlich in denselben, tauchte 80 Meter tief und verblieb durch nahezu eine Stunde am Meeresgrunde. In der lalpa marine können sich zwei Personen unbelästigt zwei Tage und länger aufhalten. Während Herr Toselli sich am Meeresgrunde befand, schrieb er einen Bericht über die von ihm gemachten Wahrnehmungen, und ist das Schriftstück wohl das erste, welches mehrere hundert Fuß unter dem Meeresspiegel verfaßt wurde. — (Mittel gegen die Cholera.) Das „Lieg, niher Stadtblatt" bringt folgende Zuschrift des Cantors Jakob in Schönborn: Choleraheilung durch Camphcrspirilus aus der Apotheke, 6 bis 8 Tropfen, auf Farin gegossen, Erwachsenen eingegeben (Branntweintrinlern mehr), Kindern 4 bis 6 Tropfen, stillt Brechen und Durchfall, und es wird durch wiederHolle Gaben und gleichzeitiges Einreiben des Unterleibes damit Genesung bewirkt: der Patient bleibe zu Bett und gehe zur Vermeidung des Rücksalls nicht eher aus, biS er sich ganz wohl fühlt. Von 39 Kranken hierorts, denen ich 1866 das Mittel verabreichte (darunter ein zweijährige« Kind), genasen 26, die übrigen drei suchten zu spät Hilfe. Ein Rückfall, durch zu frühes Ausgehen her» bcigesührt, ward ebenfalls befeitigt. Ein Nachts 2 Uhr als todllrant mir gemeldeter Mann ging nach Gebrauch dieses Mittels Vormittags 9 Uhr, also 7 Stunden darauf, festen Schrittes in seine Arbeit. Einer bewußtlosen Cho-leratyphuslranlen ließ ich die Zähne aufbrechen und den Spiritus eingießen, worauf sie nach vier Minuten meinen Namen nannte; daß sie gesund wurde, beweist unzweifelhaft, wie dies das sicherste Mittel gegen Brechruhr fei. Reisende sollten dies Mittel bei sich führen. Friihe Hilfe ist die beste. — (Cholera.) In Arabien brach die Cholera auS; in Medina wüthet sie besonders heftig. Zwifchen Medina und der Küste ist daher aller Verkehr unterbrochen. — (Röm ergra b.) Bei Villach wurde diese Tagen ein vollständig erhaltenes Römergrab aufgedeckt. Dasselbe enthielt vier Urnen von der Form und Größe unserer gewöhnlichen Suppennäpfe. Zwei davon waren leer, zwei aber enthielten Erde und eine Menge kleine ausgebrannte Knochenstücke. Unter den Urnen lag ein in drei Theile gebrochenes gerades Schwert aus einer bronzeartigen Masse, Griff und Klinge aus einem Stück. Daneben lag, ebenfalls in drei Stücke gebrochen, eine ganz eigenthümlich geformte Lanzenspitze auS demselben Materiale, wie es scheint auf Hieb und Stich eingerichtet. Noch befand sich im Grabe eine Bronzenadel mit einem geschmackvoll gcarbeltelen Kopfe und eine Metallplatte in Halblrcisform von nrca 2'/, Zoll Durchmesser. In der Erde, welche den Grab-hüael deckte, fanden sich zwei römische Bronzemünzen, gut erhallen bis auf die nicht vollständig lesbare Schrift. Locales. — (Neue Apotheke.) Die Bewilligung zur Er-richtung einer neuen (fünften) Apotheke wurde Herrn Schenk dem frühere» Pächter von Mariahilf, ertheilt — (Gefunden.) Am 5. d. Abends'wurde in der Sternallee em schwarzes Damcnlüchel qesunden Die Per^ lustlrägerin wolle sich dieöfalls beim Stadlmaaistrate an.' fragen. ^ n, "(Aus dem Amtsblatte.) Verpachtung von Weg-, Brücken, und Wassermauthen in Kram für die Jahre 1872-1874 am 21 d M bei der hiesigen l. l. Finanzdireclion. — Verpachlung der Jagd von mehreren 1506 Gemeinden des Vezirles Ädelsberg am 14. d. M. bei der dortigen t. l. Bezirlshauptmannschaft. — (Die Tischler» und Schlosserarbeitcn filr das neue Realschulgebäude) wurden, wie „Novice" mittheilen, an Wiener Unternehmer vergeben. Bei der begreiflichen Aufregung, die dieöfalls unter den hiesigen Meistern herrscht, wäre eine tlare Darlegung der Beweggründe und der Verhältnisse überhaupt Eeitens der lüvl. Sparlassedirection gewiß nur im allseiligen Interesse gelegen. — (Als LandtagScandidat für Idria), woselbst am 13. d. die Ersatzwahl für Herrn Baron Con-rad stattfindet, wird Herr Irleö, Notar in Gurlfeld, genannt. — (Das prachtvolle Herbstwetter) lockle auch gestern wieder Alles ins Freie, so war namentlich gestern früh der oberlrainische Zug sehr start besetzt und führte zahllose Sladtflüchtige aus dem dunstumhülllen Laibach ins schöne Oberland. An solchen Tagen, wie gestern, wird das Vergnügen eines Ausfluges durchaus nicht erhöht durch den förmlichen Kampf, den man um die Erringung eines Fahrbillettes bestehen muß, und wir erlauben uns im Interesse des Publicums die Bitte zu stellen, daß von berufener Seite durch Aufstellung von Organen sur die so nothwendige Ordnung an den Zugängen zur Kasse gesorgt werden möge. Es wird dann in den meisten Fälleu seldst em Kassier zur Billctausgabe genügen, was bei dem grenzenlosen Durcheinander, wie z. B. gestern, durchaus unmöglich ist, keine verspätete Abfahrt nothwendig werden und außerdem nicht so mancher Rockschoß oder ein Stück von einem Tuch oder Kleide hängen bleiben. Oinsscsendrt. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten, Revalesciere Du Barry von London. Beseitigung aller Kranlheitru ohne Medicin und ohne Kosten durch die delicate O sundhcilSspcisc l^v»!^«'!»'!'« cl,i Ilki-i-v von London, die bei Erwachsenen und Kindern ihre Kosten 50fach in anderen Mitteln erspart Auszug aus 72 000 Genesungen, an Magen-, Nerven-, Unterleibs-, Brust, Lungen-, Hals-, Stimm-, Athem-, Drilsen-, Nieren- und Blasenleiden — wovon auf Verlangen Copien gra-tis und franca gesendet werden: 6ertificat Nr. 64210. Neapel. 17. April 1862. Mein Herr! In Folge eiucr Leberlraulheii war ich s^it sieben Jahren in einem furchtbaren Zustande von Abmagcrung nud Leiden aller Art. Ich war außrr Stande zu lescu oder zu schreiben; halte ein Zmcrn aller Nerven lm ganzen iimver, schlechte Verdauung, fortwährende Schlaflosigkeit, und war in einer sielen Ncrvcnausrrgung, die mich hin- und hertvieb und mir leinen Augenblick der Ruhe ließ: dabei im höchsten Grade melancholisch. Viele Aerzte halten ihre Kunst erschöpft, ohne ^mderung meiner beiden. In rolliger Verzweiflung habe ich Ihre N,;v3>L5<^<- Pfund fl 1.50. 1 Pfund fl 2.50, 2 Pfund fl. 4.50, 5 Pfund fl, 10, 12 Pfund fl. 20. 24 Pfnnd fi. 36. I^vxle^niu-u <"l>o<:ulül«e in Pulver und in Tabletten fllr 12 Tassen ft. 1.50. 24 Tassen ft, 2 50, 48 Tassen ft. 4 5l>, in Pulver für 12>1 Tassen ft. 10, für 28« Tassen ft. 20, für 576 Tassen ft. 36. Z» belehn, durch Oarry du Varry H Comp. in '«Vieu, ^VHUL-zoli^H»«« Ilr. 8, ill I>Hib2.<:li Ld Mahr, in Marburg F. Kollelnlg. in Klagenjurt P. Birnbachcr, in Oruz Gebrüder Oberra nzmay r, in Innsbruck D iccht l H Fr ant, in 5,'iuz Hasclmayer. ,n Pest Tür öl, in Prag I. Fürst, iu Brunn F. Eder, sowie in allen Städten bei guten Apotheker» „nd Specereihändlcrn; auch versendet das Wiener Hans nach allen Gegenden gegen Postanweisung oder Nachnahme, Neueste Post. (Driginal'Telegramme der „Laibacher Zeitung.") Salzburg, 8. September. Die Abreise des deutschen Kaisers nach München erfolgte heute 7 Uhr früh, nachdem beide Majestäten herzlichen Abschied „enummen, sich umarmten und küftten. Kaiser Fran; Josef reiste direct nach Ischl ab. Vismarck und Veust reisten nach Neichenhall. Andrassy nach Ischl, Hohen-lvart verläßt Mittags Taljburss. Innsbruck, w. September. Die Land» gemeindewahlen weiterer 22 deutsch-tiroler Wahlbezirke sind conservativ ausgefallen. In den Landgemeinden VZälschtiruls wurden V konservative und 4 Natlvnale gewählt. Salzburg, 7. September. Das gestrige Hofdiner dauerte bis 9 Uhr; hierauf eiustündigcr Cercle, ^ülst Bismarck verweilte sodann noch längere Zeit in den Appartements des Grafen Brust; den bisherigen Diepusi' tionen zufulgc reist 3e. Majestät der deutsche Kaiser morgen früh um 7 Uhr von hier ab, worauf sodann Sc. Majestät Kaiser Flan; Joseph nach Ischl zurückführt. Frau Gräfin Äeust ist in Salzburg anniesend. Heute Morgens fand auf dem Walseifelde ein Manöver der hiesigen Garnison vor Sr. Majestät dem Kaiser Franz Joseph stull. Nachmittags halb 5 Uhr ist großes Diner, nach demselben Ausfahrt nach Kleeheim, bei der Rücttehr Gesichligung der Hühenbeleuchluilg und sodann Thee bei Sr. Mujeslät dun Kaiser. Salzburg, 7. September. Heute Vormittags lauschten die Minister und die Snite der Kaiser die Besuche aus. MittagS um 1 Uhr stattete der Kaiser dem deutschen Kaiser einen Besuch im Hotel ab. Um halb 5 Uhr fand die Hoftafel statt, welcher beide Maje-stäten, der deulsche Kaiser in österreichischer Olieisten« uniform, ferner Erzherzog Ludwig Victor. Fürst Bis» marck, Graf Hohenwatt, Graf Äcust, Graf Andrassy, die beiderseitige Suite, endlich der heute von dem öner° reichischen Kaiser empfange baitische General Hitman« beiwohnten. Um 6'/, Uhr erfolgte die Ausfahrt nach Klesheim. Der Kaiser fuhr allein aus der Residenz, um den deutschen Kaiser im Hotel abzuholen. Der Kaiser von Oesterreich wurde bei der Auefahrt aus der Residenz, von den Vollsmassen mit enthusiastischen ..Hochs" begrüßt und auf der gangen Fahit durch die Stadt mit ununterbrochenen Acclamation?» begleitet. Es fuhren in Wagen zusammen: Beide Kaiser, Graf Beust mit Fürsten Bismarck, Graf Andrassy mit General Schwcinih, Graf Hohenwlllt mit General Podbiclsly, Scctionschef Hosmann mit Lcaationsl'llth Keudcll, Fürst Hohenlohc mit Obersttämmerer Ncdcrn, Oraf Vellegarde mit General TreStow, Graf Crcnncville mit Grafen Piickler Nach der Nücltchr findet bei dem Kaiser von Oesterreich Thee statt welchem der dcntschc Kaiser beiwohnt. Zum Thee sind 2^ Persuncn geladen. — Es vcrlalittt, Graf Äcust begleitet morgen den Fürsten Bismarck nach Reichcnhall. Salzburg, 7. September. In Klcsheim machte Se. k. l. Hoheit der Erzherzog Ludwig Victor den Ma» jestäten die Honneurs, welche nach dreiviertelstünoia.cm Aufenthalte daselbst zurückfuhren. Die Höhenbeleuchtung begann um 8 Uhr, sämmtliche Bergsplhen und Berg' rücken um Salzburg sind mil Feuern bedeckt, das Schauspiel ist ein prachtvolles. Telegravtiischer Weckselcour« vom 7. Septcmbe». 5perc. Metalliaucs 59 - 5perc, MetalliqucS mit Mai-und November - Zinsen 59. - 5perc. National - Aulehen 69 10. - 1860er StaatS-Nnlehen 100.25. — Vanl-Actien 769. — 7 Nctien 292.50. - London 119,10. - Silber 119.50. — K. t, Münz-Ducaten 5.75. — Napoleond'or 9.55'/,. Verstorbene. Den 1. September. Johann Klobcar, Urlauber, alt 28 Jahre, ins Civilspital sterbend ilberbracht. — Der Frau Maria Mcrcher, Hcdamme, ihr Sohn Johann, Schiller dcr Lehrerbil' dungs^AnNalt, alt 19 Jahre, in der St. Petersvorstadt Nr, 145 an der Lungentuberculose. — Dem Herrn Maihias Wesner, Mascliincnfilh'rer. sein iiind Friedrich, alt 3'/, Monate, in der Ht. Petcrövorstaot Nr. 114 an Fraisen. Den 2. September. Dem Oeorg Ielovz. Tischler, sein Kind Maria, alt 2 Jahre und 10 Monate, in der Polanavorstadt Nr. 36 au der Auszehrung. — Der Maria Perger, Hausbesitzerin, ihre Nichte Iosepha Muser. alt 26 Jahre, in der St. Petersvoi' stadt Nr. 107 an der Wassersucht. Deu 3. Seplember Dem Zacharias Cerlini, Con -ducteur, sein Kind Angela, alt I Jahr. in der St. Petersvorstadt Nr. 35 am Durchfalle. — Maria Strack, Inwohnerswitwe, alt 60 Jahre, im Civilspital an Altersschwäche. Den 4. September. Dem Alexander Sibovc, Ar-bciter, sein Kind männlichen Geschlechtes, alt 2 Stunden, noth' getauft in der Tirnauvorstadt Nr. 28 an Apoplexie. Den 6. Sep tem b er. Dem Herrn Valentin Matajc, Privatier, sein Kind Paul, alt 5 Jahre, in der Polauauorstadl Nr. 60 an Fraisen. — Fläuleiu Autonia Pf,'fferer, Doctors-Waise, alt 50 Jahre, in der Polanavorstadt Nr 74 au der ?un-geillahlliuna.. — Matthäus Prcgclj, Taglühncr, alt 63 Jahr«, «m Eivilspital am Magenkrebse. Anmerkung. Im Monate August 1871 sind 62 Per» soucn gestorben, unter diesen waren 31 männlichen und 31 weib» lichen Geschlechtes. Angekommene Fremde. Am 6. September. «5>f!l»nt. Holsmgrr, Lchrer. Trieft. — Wallop, Trieft. -Segmau, Kfm., Trieft. — Hor», Triest. — Häuser. Wie». -Bassi, P°Ia. — Hamaun. Eilli. — Stare, Trieft. — Nabit, Güiz. - Ascher, Sava. — Hinze, Stallmrifter. Haasberg, Pislorii, Veamtens-Gatlin, Agram. — Fischer, Olierlmra, - -Mächtig, Ol'erlinrg. — Prrkmayrr, Obcrdurg. — Ierse, Obcr^ bürg. 5t«»><, HV««;,,. Oiordaui, Viricnborf. — Paltic, Ngram. Tschiulel, Kmlf»,., Nrlliin. - Fesch. Trieft. — Verges, Ka'ufm, Dresden. - Stenovitz, Sagor, — Graf Nulimi. Italien, — Edler u. Mlnde, t, l. Hofräth, Wien. — Kowauil), Kauf»'., Wien. HK«»>»»e». Ialel, Agent, Zirtmtz. — Cornet, Venedig. -^ Roch, Fleischer, Olirtfeld. — Piellind, Iügellieur, Völlcr-martt. ^ Stametz, Besitzer, Obcrliaili, 3Neleorliloliische Hieal)llchlu,luell ill Luilwch. « Z IZ "^ ^^^ Ä " ^Ü"Ma^'73!» u^ ^I^ ^'^viudstill" Nebel 7. 2 ,. N. 738ü<» 425.,. windftill heiter O.cic, 10 Ab. 737.^2 414.0 windstill heiter l ', ll. Mg. 737.5,, . l 9.« windstill^ > ' Nebel " ! " '...... 8, 2 „ N, 734.5« ! ^26.4 windstill heiter ! 0..,, 10 „ Ab.! ?34,l.> >18.8 ! windstill heiter ! Herrliche Tage. Den 7. wollenlu«, dcil 8, schwaches Ge» wülle läxgs der Alpen, Huhrilrauch. Das vorgestrige Tagesüiittel der Wiirme -s- 173". um 2'3"; das gestrige j 184°, u>» 3l>" ilbe>,' dem Normale. Veraiiüuorllichcr Nl-dactmr: Igua,, v. Klein m ° U r. V Danksagung. > ^W Fllr die vielci, Bcwrisc inuiger Theilnahme wiih- ^» « rend der llraiilhei!, snwic sl!r die zahlreiche Beglei- ^ M tulig bei dem m Mötiliug slaltgcfiiüdcüei! deichen- W M bcgäilgiiissc drr mm in Gott ruhenden W > Fanny Dolschewar, > W Haubbesitzersl Tochter au« Mottling, >> ^ sprechen den imiigslcn Dant aus ^ M Fanny Hotschewar, M ^ als Mlillei, Hnlis>iesitz^r,!i i» Mottling. ^ W Leopold hotschcwar, M « als Oütcl, Halibbesitzcr in ^'aibach. ^ Vürlendenchl 'Kjien 6 September. Die gitüslige Stimmung der Vorbürse, angeblich hervorgerufen durch die wirtsame GeldauShilfe seitcnö cliuo lileoiliustilittcö, schlug Miltag« um, da > die Prolongation neuerdings Schwicrigicitcn dot. Das Schrantengeschäft war wenig belebt. Rente und Lose verloren den an der Porboisc gewonnenen Vorsprung und lehrten ans die gestrige Schlußnotiz zurück. Devisen und Comvlanlen notirten hüher. ^_____^^_^^ ^. Allgemeine ^btaatssHuld. Für 100 ft. Wanr, Einheitliche Staatsschuld zu 5 p «ül,m«n . . . . zu5p«lt 96— 97,— M^lm ' ... ,5^ 7625 ?675 Z!^r.n. . . ^^ ,^,^ Ungarn .... ^5 79 80 80 20 0. Andere öffcn.liche A,.!'l,c., Donauregnlnuugslosc zu s>pE^ ^^5 9a.^> Uüg. Eiselibahuanlehen zu 120 st. ' " ö. W. Sllber 5"/„ pr. S,l»,«I<)levt,«.Nabn . . . . 208 75 209 25 Leml»lrn-Hzeru.°Iafsyer«Vllhn . 172.— 172 50 Ltoyd, »fterr........376.— 37? - Oesterr. Norbwestvahn . , .224—224 50 ,Rudolfe-Bahn......1«.'<25 163 75 ,Siebenbillger Bchn . . , . 174.5" 175.— Sllllltsdahn.......377 50 3?8 5>0 Slldbllhn ........180 10 18030 Sud-nordd, Verbind. Bahn . .175,50 176 — Theiß-Bahn ......24650 247,50 Ungarische Nordoftbahn . . . 162,— 1^2,50 Ungarische Ostbahn . . , . . 8625 86.75 Tramway........213.75 214.— 5. Pfandbriefe (f«r 100 st.) Ally, oft Vod^n-Credit-Anstal! Meld Waavt »»rlosbar z«i 5> pEt. in Silber 10? 50 10" — ,to.in33I.rnÄz.,u5vEt.ino.W'. 88.— 88 25 «anonalb. zu 5 vLt °. W. . . i»1,25 91 :><) inq.Bab.-Hred.-Anft.zu5V. Pllt. 89.— 89.25 ll. DrioritätHoblistationen. Geld Waare ölis.-Westb, in S. vcrz. (!. Emiss.) 94.75» 95 25 Ferdinands-Nordb in Slid oerz. 106,— 1<>6,25! franz-IosephS.^^hlt ... 99.40 9960 N.6arl-Ln'!» U.i V.v,r7.',35!,. 105.:0 106-, Otsterr. 3lln.dwcü''»i>n . , 99 50 99,70 Geld Waaie Siebend. Vahii in Silber verz. . 90.50 91.— staatsb, G. 3"/„ 5 5,00Fr. „I.Em. —— 139.50 silob. G, 3 ' „ .1 500 ssrc. Pr. Stilck 108.50 109,— 3llbb.-O.»200ft.,.5"„filr100fI. 89.80 90.-«üdb.-Bo:,« 6«/„ (1870—74) , 500 Frcs Pr. Stilck , . .-------239.— Ung. Ostbahn sur 100 fl. . . 86 50 »6/5 «. Privatlose lper Slllcl.) Kreditanstalt f. Handel >l. Gew. O^ld Waare zu 100 fl, ö.W......185 __ ^5.50 Nubolf-Stiftung zu 10 ft. . . 15.— 15.50 Wechsel (3 Mon) Geld Waare Augsburg sllr 100 st slldd. W. 101 30 101.40 Frankfurt a,M. 100 fl. bctto 101 60 101,80 Hamburg, sur 100 Mart Vanc° 88 40 8^50 London, fiir 10 Pfund Sterling ! 19.25 i l!'40 Parls, fur 100 Franc« ... 46 30 46 40 lkolles l>lr Meldsor.^u O.ld Wa°r< «. Mllnz-Ducatei. . 5 ft. 74 tr. 5 ft. 76 ll. Nlldolronsd'or . . 9 „ 57 ., 9 „ 5?j " Preuh. «lassenscheine 1 .. ?9j , ! . «<> " !o:lder ,19 „ 50 ^ I l9 „ 75 ,' !«rainische Grundentlaftung« - Obliaationen, P"' > «-»^t.r.li-.^ -, -