H^.__________________Mittwoch, 29. März 1905. 124. Jahrgang. Aibacher Mtung. !llhiia"^5"lil",öp«is: Mit Postve rlendu» g: Mizjährig 30 «, halbjährig 15 X. Im Kontor: „anz-",i > halbiahiig 11 X. Für die Zilstellu,,« i»ö Haus nan^ähri,, 2 X. — Insel'tilllisgtüühr: Mr Ileiue ^>>!?la!>> bis zu 4 Zeilen 50 li, „rükeic per Zl'ile Ili d- del üftcil'u Wiedcrhulungcn per Zeile L K. ^ Die «iiaibachei Zeitung» erlchciiit täglich, mit 'Ausnahme der Sonn« und Fen-rtan.e. Die Adm. März 1W5, Z. 1001/pr., betreffend die Entwaff-Nung der bei den Eisenbahnbauten beschäftigten Arbeiter in °kn Ortschaften Mocheiner^nalwesen, Sklavenhandel, Kollisionen, Prisen-Men, Urlaubs-Augelegenheitcu ?c., scheiden aus "n Bereiche seiner Fürsorge aus. Seine erste Auf-^^wird die Vorbereitung auf den Krieg sein, das heißt die, Erwägung aller großen Fragen der maritimen Politik und Kriegführung, sodann die Erhaltung der Seetüchtigkeit lind Schlagfähigteit der Flotte, ihre Organisation und Mobilisierung, die Verteilung uud Verschiebung allerSchiffe, welche iil Dienst gestellt sind oder der Reserve angehören. Schließlich soll er die oberste Kontrolle des Intelligenz-, des hydrographischen und des Zeugdepartements in den Händen behalten. ^,eine früheren Agenden, wie die Fürsorge für, die anderen Aufgaben der Admiralität, sind den drei jüngeren Seelords zugeteilt. Der Marineminister oder erste Lord der Admiralität behält natürlich die oberste Leitung aller Geschäfte. Für die schnelle und rationelle Neuverteilung der Aufgaben muß in erster Linie Sir John Fisher das Verdienst Zugeschrieben werden. In Verbindung nn't dem neuen Plane der Marine, eine möglichst starke Reserve zu sichern, sind neue Bestimmungen für die Dauer der Dienstzeit ill Kraft getreten. Seeleute nnd Marinesoldaten dürfen hinfort nach Abfolvierung einer vierjährigen Dienstzeit ihren Anstritt gegen eine Gebühr von vier Pfuuden Sterling erkaufen. Diese Gebühr ist natürlich nicht die Hauptsache, sondern die weitere Verpflichtung, daß die Leute die restierenden zwölf Jahre ihrer Dienstzeit in der Reserve absolvieren. Leute, welche acht Jahre gedient haben, dürfen ohne irgendwelche Gebühr ausscheiden, aber natürlich nur unter der analogen Verpflichtung, daß sie die restiereuden vier Jahre bei der Reserve bleibeil. Diese Bestimmungen haben jedoch auf die Richt nummern an den Geschützen keinen Bezug. Die Admiralität hat dcil Wuusch, dieses wichtige uud erfahrene Personal für die ganze Tauer der Dienstzeit zu behalten. Es ist noch nicht bekannt, was diese Leute dafür als Elitgelt erhalten follen. Für die Ausbilduug voll Torpedo-Offizieren hat die Admiralität umwälzende Anordnungen ge-'troffen. Bipher war den Offiziereil, welche sich für den Eintritt in das Torpedowesen qualifizieren wollten, ein Kursus von 15 Wochen vorgeschriebeil. Von jetzt ab soll dieser Kursus ein volles Jahr dauern. Dieser Kursus wird sich zusammensetzen aus: zwölf Wochen theoretischeil Unterricht, neun Wochen Iustruktion über Nhitehead Torpedos, vier Wochen Unterweisung in den Werkstätten, drei Wochen im Minenwesen, zehn Wochen Unterricht in der Elektrotechnik, eine Woche Ehemie, zwölf Wochen praktischem Kursus. Zwei Wochen entfallen auf Besuche voil Etablissements und auf Urlaub. Von besonderem Interesse ist die bevorstehende Ablieferung des neuen Kreuzers „Amethyst", welches das erste Turbinenschiff größerer Art der Flotte fein wird. Es wurde im Jahre 1903 in der Werft von Amstrong, Witworth H Komp. begonnen uud ist das erste der „Iuwel"-Klasse. welche weiter aus der „Topaze", „Diamond" uud „Sapphire" bestehen soll. Die kontraktliche Geschwindigkeit, welche die Maschinell liefern sollen, beträgt 21-75 Knoten, aber Parsons Marille Turbinen Eompany ist über diese Bedingung hinau^gegaugen und auf der Probemeilenstrecke im Tyne wurden 2!i'5 Knoten erreicht. Die Armierung besteht aus zwölf lOZenti-meter-Geschützen nnd acht dreipfündigen Schnell-fcuei-geschützen. Die „Amethyst" wird all Stelle der „Hermes" der Atlantic-FIotte überwiesen werden und der kommandierende 'Admiral der Flotte wird der Admiralität einen spezielleil Bericht einreichen, auf Grund dessen über die Frage der Anwenduug von Turbinen entschieden werden soll. Die Baukosten habeil 4,W0.0M Mark betragen. Das ist ein Prei5, welcher nur wenig uuter dem für die, älteren Kreuzer erster Klasse steht. Da die Geschwindigkeit gleichzeitig durchaus keiue vergrößerte ist, so darf mali auf die Feststellung besonderer Vorteile gespauut sein. Politische Uebersicht. Laib ach, 28. Mjirz. Der Katholische Schul verein für O st er r e i ch hielt am 2tt. d. M. eine zahlreich besuchte Festversammlung ab. Voll mehreren Erzherzogen, darunter vom Protektor Erzherzog Franz Ferdinand, mehreren Erzherzoginnen, dem Mini-sterpräsideuten Freih. v. Gautsch, mehreren Ministern, sowie dein Bürgermeister Dr. Lueger wareil Begrüßungsdrahiuugeu eingelaufen. Der Papst übermittelte durch die päpstliche Nnutiatur eiu Segensschreiben. Dergleichen liefen Schreiben ein von den Bifchöfen Rößler nnd Doppelbauer. Nach der Eröffnungsansprache des Vorsitzenden Dr. Porzer hielt der Landecchauptmaun von Vorarlberg, Rhomberg, eine längere Rede, worin er für die konfessionelle Schule eintrat. Nach Erteilung des päpstlichen Segens durch den Bischof Dr. Mayer wnrde die Festverfammlung mit einem Hoch auf den Kaifer Feuilleton. Gine automobilistische Gespenstergeschichte. Von V-i^k- 5ch muß auch vorausschicken, daß ich durchaus M besonders phantasievoll oder sentimental bin; "chbinich eill verheirateter Mann und dazu Auto reis uch ^ lme Sie also sehen, ein Manu von ^ ?c Erfahrung und ziemlicher, Verstandesschärfe. l^« schote, die ich erzählen will, ist darum um so "Nwürdiger. ^ An cmem der letzten Abende verspätete ich mich i unserem Grafschaftsstädtchen nnd hatte mitsamt f^uein Faktotum John etliche zwanzig Meilen zu H^'kU' um in meine Behausung ill der Nähe von f?,. l " 5u gelangeil. Der Wagen war mit Einkäu-^ gepackt, und ich selbst befand mich in der geho-c> l>len Stimmung, wie sie die Begegnung vieler spunde, und eine fröhliche Zusammenkunft beim ^"uinrndeu Glase mit sich gebracht hatte. Sie Nickl dcininl ^twch blicht glauben, daß ich etwa ")l vollkommen nüchtern war. Deutlich sah ich meinen Weg vor mir liegen und fuhr unentwegt darauf los/John schlief friedlich auf seinem Sitze. Es war nahe an Mitternacht, als ich mich Gib bett Hall, neun, Meilen von Diddlabury, uäherte und hier traf ich auf den ersteil einsamen Fußgän ger, seit ich die ^tadt verließ. Er stand in der Mitte der Straße, ein hoch gewachsener Mann, in einen weiten Mantel gehüllt, und deutete mir mit hocherhobenen Arme an, Zu halten. Höflich, wie ich gegen jedermann, und wäre es selbst ein verkappter Polizist, bin, verlangsamte ich mein Tempo, uud dies nahm der Fremde offenbar für eine Eiuladuug, den Wagen zu besteigen^ Er kletterte über die Motorhaube, indem er mit Sporen uud Reitstiefeln ein lautes Geräusch machte. „Dauke", sagte er, indem er sich's an meiner Seite bequem machte. Zu meiner großen Erleichterung bemerkte ich, daß er kein Polizist war. „Ihr wollt wohl 'n bißchen aufsitzen und mitfahren, guter Freund?" fragte ich. „Hättet mich wohl einwenig höflicher darum ersuchen können', aber meinetwegen — wohin wollt Ihr?" „Harley Common", kam die Antwort in einer tiefen Stimme, die dnrch Mark und Veiu ging. „Vier Meilen vom Wege ab — nein, guter Freund, dann tut es mir wahrhastig leid. Ich habe keine öffentliche Postkutsche für jedermann. Ich will euch meinetwegen bis Gibbett Hill bringeil, aber Harley Eommon . . ." „Sie müssen mich bis dahin fahren!" sagte er. Ich wendete mich ihm zu, um sein Gesicht zu sehen, aber die breite Krampe eines altmodischen Schlapphutes verdeckte es vollständig. „Ich wiederhole, Freundchen, das ist mein Wagen, nnd wenn ich auch Krankeilkassenarzt bin, so lasse ich mir doch nicht von einem jeden auf den Kopf spucken." Dabei griff ich ill die Tasche nach meinem Revolver und ließ den Lauf im Mondlicht erglänzen. „Tut das Ding nur ruhig weg", sagte er mit heiserem Lachen. „Ich bill ein Gespenst!" „Ein Gespenst? Nein, betrunken seid ihr, Mann, und wenn ihr nicht augenblicklich aussteigt, so schieße ich!"^ „Ha, ha! schießt nur immer zu! Ich sage euch, ich bin ein Gespenst!" „Erzählt das der Polizei. Ich bin ein Doktor. Mich werdet ihr nicht zum besten halten. Hinunter, sage ich, oder ich schieße!" „Seht her!" sagte er, und lüftete seinenMantel. Ein Schrei der Überraschung entfuhr mir. Eilt setzt und erstaunt stovte ich den Wagen. Mein Gefährte war ein Prachtexemplar eines wohlpräparierten Skeletts! Für mein sachverständig ge5 Auge war er geradezu eine Schmche.t, u,w meine nächste Regung war, seinen anatomischen Bail mit dem Eifer eines Sindenten zu prnfen. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 72. 612 29. März 1905. und den Papst geschlossen. An die Festversammluug schloß sich eine Generalversammluua, des katholischen Schulvereines an. Der P a p st hielt aln ^7. d. M. ein gehei -me s 5t! o n sistori n ln ab. In der hiebei gehaltenen Ansprache berührte der Papst, wie verlautet, mehrere Fragen des inneren Kirchenweseus und gad sodann seinem Vedauern über den autichristlichen Geist in der französischen Kammer Ausdruck, der Frankreich dein Untergänge zuführen werde. Auch die autikatholische Gesetzgebung in der Republik Ecuador beklagte der Papst lebhaft und schrieb die Richtungen in beiden Bändern einer von Sekten orgauisierten Beweguug zu, die in ganz Europa tätig seien. Sodaun sprach der Papst über die christliche Demokratie. Nach einer Meldung aus Sophia verlautet in Negiernngskreisen, daß Fürst Ferdinan d, einer au ihn ergangenen Eiuladung folgend, beabsichtigr, in den nächsten Tageil dein Präsideuten X! oubet eineil offiziellen Besuch abzustatten. Voraussichtlich werde den Fürsten der Ministerpräsident Petrov, der bekanntlich telegraphisch zum Vortrage nach Mentone berufen wnrde, nach Paris begleiten. Aus Paris, 27. März, wird gemeldet: Der frühere Marineminister Lanessan bespricht in seinem Blatte „Siecle" die Reise des Baisers Wilhelm n a ch Tanger und sagt, es sei offenkundig, daß sich der Kaiser bei dieser Gelegenheit als der Beschützer der Unabhängigkeit Marokkos zeigen wollte. Diese Haltung könne die Eigenliebe Frankreichs nicht verletzen. Man könne darin höchstens eine Lektion für die französische Diplomatie und für diejenigen erblicken, welche die französische Diplomatie nach dieser Richtuug gelenkt haben. Frankreich selbst könne sich weder über eine Unkorrektheit noch über ungerechtfertigte Bestrebungen beklageil. Deutschland erledigte seine Interessen in Marokko wie Frankreich die seinigen erledigt. Das sei das Recht Deutschlands. Nur diejenigen könnten dieses Vorgehen seltsam finden, welche so leichtfertig waren, dieses nicht vorauszusehen. Der „Köln. Ztg." wird aus Petersburg gemeldet: Gegenüber den Melduugen über einen bevorstehenden N affenftill st and kann versichert werden, daß bei den nächstbeteiligten russischeil Regierungsstellen znr Zeit von einem Waffenstillstand und von Friedensverhandlungen, nichts bekannt ist. Die allervitalsten Interessen Rnßlands sprecheil gegenwärtig gegen einen Waffenstillstand, durch welchen die i^age der russischen Armee nicht gebessert würde. Rußlauds eigene finanzielle Kraft genüge vollkommen, den Krieg ohne fremde Hilfe fortzufetzeu. Auch für den Fall der Erschöpfnng der Goldvorräte würde Rußland Mittel nnd Wege finden zur Erschließung von Hilfsquellen für die Fort-führnng des Krieges. Die innere politische Lage dürfte um so weiliger Anlaß zu Schwierigkeiten bieten, als die Regierung gewillt ist, die vom Zareil ill Aussicht gestellten Reformen möglichst bald in die Tat umzusetzen. Tagesueuigteitcu. — (Siegfried im Unglück.) Der kleine Siegfried Itzigsohn kam wie stets auch zum Herbst wieder mit einer schlechten, Zensur nach Hause, die ihm den, untersten Platz in seiner Klasse anwies. Der alte Itzigsohn fuhr seinen Sprößling darum hart an. „Was kann ich dafür, Vaterleben?" sagte dieser, „de ganze Klasse is antisemitisch, und der Lehrer mag mich auch nich leiden." Der alte Itzigsohn strich bedenklich sein«l Bart und gab seinem Jungen schließlich recht. „Ich wer dich lassen taufen, Sicgfriedchen." Und Siegfried wurde Christ. Alier als zu Ostern wieder Zensuren gegeben wurden, da hatte Siegfried wieder die schlechteste, uno wieder saß er der unterste ill der blasse, ^atürlich war er auch nicht versetzt worden. „Wie kommt das?" fragte der Vater in hellem Zorn. „Gott, Vaterlcben", fagte Siegfried. „Du kannst der gar nicht denken, wie sich die Iudenjungen in unserer blasse immer vordrängen." — (Die geretteten Schw iegermüt-t e r.) Ein russischer Journalist hatte kürzlich die Absicht, ill einigen Provinzzeitungen einen humoristifchen Artikel zu veröffentlichen. Der Titel war: „Schwiegermütter." „Tas geht nicht", erklärte der Zensor. „Bc> trcffs der Schwiegermütter ist jedur Scherz verboten, da mall befürchtet, er könne die Grundfesten der Fanii-lie erschüttern." Der Verfasser mußte sich also notgedrungen mit dieser Parole begnügen. Der Zensor jedoch war ein kluger Mann und lenkte ein: „Deshalb aber könnte doch wohl der Artikel verwendet werden. Andern Sie das Wort ,Schwiegermütter' darin überall in .Schwiegerväter' mil, nnd alles ist, wie es sein soll!" — „Lassen Sie dann den Artikel durchgehen?" — „Sicher! Wir haben kein Verbot bezüglich der Angriffe auf Schwiegerväter!" Und der Schriftsteller tat wie ihm befohlen ward. — (Wieviel ein „Geist" wiegt.) Die Polizei voll Newyork geht jetzt energisch vor, um den überhandnehmenden spiritistischen Schwindel zn nn-terdrücken, der durch Produltion angeblicher Geister» oilder in allen Gesellschaftsklassen anffallend um sich greift. Besonders eine Frau, die von einem Geistlichen der Spiritistenkirche „geweiht" worden ist, hat eine große Gemeinde. An einem der letzten Abende fiel sie vor der Gemeinde in Trance und ließ die Geister einer Allzahl Verstorbener erscheinen, die der anwesen» den Gemeinde Notschläge erteilten, wo man am sichersten nnd besten Geld anlege. Plötzlich wurde das „Ma-terialisierungot'abinett" von anwesenden Geheimpolizisten umzingelt und niedergerissen, worauf man darin ein wohlgenährtes lebendes Medium im Gewichte von über zwei Zentnern fand, das mit phosphoreszierender Gaze, bekleidet und von allerhand sinnreichen Vorrichtungen znr Hervordringung von GeistererscheinniMn umgeben war. Zwei Zentner ^ ein recht zarter Geist. — (Chine s isches.) Die „North China Daily News" berichtet über folgenden Vorfall in der Provinz Tschekiang: Vor mniger Zeit entstaud zwischen zwei Dörfern ein Streit wegen des Schneidens von Röhricht. Dabei wurde ein Mann ans dem einen Dorfe getötet. Der zuständige Mandarin verurteilte das schuldige Dorf dazu, einige tausend Mark Scha< oenersatz zu leisten, wofür die Erträgnisse der letzten Ernte verwendet werden könnten. Als das Korn aber nicht eingeliefert wurde, schritt das gekränkte Dorf zur Selbsthilfe. Erst gab es ein längeres Wortgefecht, das sich innu^r hitziger gestaltete, bis endlich jemand aus dem angegriffenen Dorfe auf den Führer der Än> greiser anlegte uud ihn dnrchs Herz schoß. Nun stützten sich die ergrimiilten Leute auf das Haus des Torf' ältesten ulld setzten es in Brand. Während des Feuers erging sich eine der Fraueil aus dem brennenden Hause in heftigen Schmähungen gegen die Angreifer, worauf man fie ergriff und kurzerhand in die Flam-men warf. Zu gleicher Zeit erhängte sich eine andere der Frauen. — (EineModellpromenad e.) In cinem Leipziger Blatt zeigt eines t>er größten, Geschäfte den Eingang der neuesten Toiletten und Hüte an und erklärt am, Schlüsse: Voll Donnerstag bis Samstag werden sämtliche Modelle, voll jungen Mädchen angezogen, in einer Art Modellpromenade den Aesucherin-nen vorgeführt. Lolal- und Provinzial-Nachrichteil. * (P erso nalna chricht.) Seine Exzellenz der Herr Lundespräsident Baron He in hat sich gestern nachts nach Wien begeben. — (Ernennungen im Finanzwach' d i e ll st e.) Das Präsidium der k. k. Finanzdirettion für Krain hat den Finanzwach-Kommissär S. Mer-Kol zum Finanzwach-Ooerlommissär II. Klasse ulU> den Finanzwachi-Oberrespizienten Michael AmoN zum Finanzwach-Kommlssär ernamlt. — (Aufnahme in die t. und t. Infan -teriekadettenfchule in Karlstadt fiU' dasSchuljahr 1905/1906.) Jünglinge von österreichischer, bezw. ungarischer Staatsbürgerschaft oder bosnifch-hercegovinifcher Landesangehörigkcit, welche die körperliche Eignung für die Militärerzichuna be« sitzen, den Nachweis über die Absolvierung der vier unteren Klassen einer Realschule oder eines Gymna-siums (mit Öffentlichkcitsrecht) erbringen (voll un-genügenden Noten in der lateinischen oder griechl' scheil Sprache wird abgesehen), eine genügende 3luf' nahmsprüfling ablegen nnd mit 1. September uN Alter zwischen 14 und 17 Jahren stehen, können in den I. Jahrgang der Infantcriekadettenschule lN Karlstadt aufgenommen werden. Den einzelnen Klassen der Mittelschulen sind die korrespondierenden Klassen der nach dem XXXVIII. Gesetzartikel vo'N Jahre 1868 organisierten ungarischen Bürgerschule", der Kommunalbürgerschulc in Fiume, dann die "-bis VIII. Klasse der kroatischen „höheren Volks' schnlen" in Otos'ac, Ognlin, Sissel, Neil-GradM, Virovitica, Kopreinitz und Brod hinsichtlich der M' forderung der nachzuweisenden Vorkcnntuisse, für den Eintritt in eine Kadettenschule gleichgehalten. 3lbs^' venten der mit Verordnuna des k. k. Ministers l^ Cultus und Unterricht vom 20. Juni 1903, Z. 22.5^, errichteten, mit Bürgerschulen verbundenen einjähr^ Familie Hormann. Roman von Alexander Römer. (22. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Nuth blickte jetzt über seinen Kopf hinweg hiw aus ill veil grüuen Schatten. Hohe ausländische Väume standen da, deren lange, Zweige sich wie-der bis zur Erde senkten lind dort neue Wurzeln zu fassen schienen, schleierartige Hängeweideil, breit-blätterige Tulpenbäume, ia sogar eine hochragende Zeder dehnte ihre stolze Krone ill dem strahlenden Sonnenliä/t. Uild dazwischen wandelte eine weiße Gestalt. Sie kam näher, trat alls die Terrasse draußen und schritt, jeht ius Zimmer anf sie zu. Es war eine schöne, üppige Frau, in ein ele-gant»2, reich mit Spitzen nnd Stickerei verziertes weißes Morgengewand gekleidet. Das ebenholzfar-bene Haar ward in einem losen Knoten am Hinterkopf durch einen goldeneil Kamm gehalten, die ruhi-gen, stolzen, nachiduuklen Angen ruhten fest nnd prüfend auf der Gruppe vor ihr. Nnth blieb noch eincn Angenblick wie gelähmt sitzen, Leo war seiner Herrin entgegengespruugen. Endlich fühlte sie das Blut wieder k'bendig durch ihre Adern rinnen, sie richtete sich empor und ging zögerud der schönen Frau entgegen. Von einem in'-erklärlichen Impuls getrieben, bückte sie sich und küßte den Saum ihres Kleides. Donua Mercedes lächelte. Die Frau zählte über 40 Jahre, aber sie war noch berückend schön. Die volle Büste, die hohe Gestalt des reich entwickelten Weibes, das edel geschnittene Gesicht mit dem bleicheil, durchsichtigen Teint, dic wundervollen Augeu uild der stolz geschwungene Mund bildeten ein Ganzes, das fast jeden auf den ersten Augenblick berückte. „Kleine Ruth", sagte die sonore Stimme mit dem weichen, warmen Timbre, „hast du so rasch Freundschaft mit Leo geschlossen? Das ist erstaun lich. Aber was machst du für Streiche?! Ich habe sofort all deinen Vater und deine Tante telephonieren lassen, damit sie wissen, daß du hier bist. Hast du ilicht darml gedacht, daß sie in Sorge mn dich sein werdeil?" Nuth schaute sie mit geöffnetem Munde an. Das war Donna Mercedes — natürlich war sie es, nnd sie redete mit ihr, als ob sie einander kennten. Nuth fühlte sofort eine ganz feine, verborgene Schwingung Heralis, welche diese Rede vou seder anderen bisher an sie gerichteten uuterschied. 9üir Enrico freilich hatte deuselbeu Klang ill seiner Stimme, und wie sehnte sich ihr darbendes Herz nach ihm. Sie vermochte nichts zu antworten als: „Du bist Donna Mercedes." „Ja", sagte die Dame lachend, „ich bin Enricos Mutter. Wie ich höre, galt ocine Pilgrimschaft ihm, nach dem dn verlangtes!, kleine Heimatlose. Ich kann's begreifen. Zufällig kommt er hellte zum Lnnch nach Hause, lind ich weroe dich bis zum Abend hier behalten. Dann wird er dich heimbringen." Nnth hatte Merc.'" - ^and gefaßt mit 5cm festen Griffe, der ihre Hei!'.. lmzeichnete. Leu kreiste in ungeduldigen Sprüngo-t um die beiden, wurde aber vou seiner Herrin auf die Terrasse verwiesen lind gehorchte sofort. Fräulein Merkel trat ein mit Erfrischnngen für Nuth, belegten Vrötch^u, Limonade, Früchten. Unter oem ZVltdache draußen auf der Terrasse wurden sie ihr sermert. Nuth saß neben der Hausfrau uild verzehrte das Dargeboteile mit köstlichem Appetit. Leo lag"^ fich wieder neben ihr, verschmähte aber stolz die il)>u von ihr dargebotenen Bissen, was Nuth ungenleM verwullderte und amüsierte. Donna Mercedes, welche halblaut mit Frcnl' lein Merkel Beratuug pflog, weudete sich jctzl 5' ihr und beobachtete sie mit augenscheinlichem Int^ osse. Sie hatte von zwei Seiten recht verschied^ Urteile über dieses ftemde Kind gehört. En""^ Herz war dnrch ihr Schicksal gerührt worden, ""-Mutterlose lind Heimatlose hatte sein Mitleid wc^ gernfen: er hatte sie intelligent und originell N nannt. . Schwägerin Eilly war gestern bei ,'hrein lu^ zeil Besnche schon in Klagen ansgebrochen l>^ das nnlenksame, störrische Kind mit den boshaft Anlagen. . .. Jetzt versuchte Donna Mercedes sich ihr cM' nes Urteil zu bilden. Intelligent schien die Klc^ wirklich zu sein, und ihre Sehnsucht uach dein cl^ zigen, der freundlich uud teilnehmend zn ihr siM. seil war, begriff sie als Enricos Mnttcr ""lllo^ men. Auch die rücksichtslose Energie, mit der ?«-Kind zur Tat geschritten war, gefiel ihr. . Um diesen kleinen, feingeschnittenen Mmw "U ein anffallender Zug von Festigkeit und l^./^ losigkeit. Hier war noch ganz unangebautes i^ ' noch llrboden, der vielleicht, richtig beackert, uv^ raschenoe Frucht trug. . ^ ,., War aber eine Frau wie Cilly die richtlge ^ sönlichkeit, auf dem Grnnde dieser Unbildung, a"/ Unverbildnng, mit Verständnis uud Geschick "' zubaueil? Laibacher Zeitung Nr. 72. 613 29. März 1905. 3on ^ehrlnrse werden probeweise zur Ansilahmsprü lung filr den ersten Jahrgang zugelassen, wenn sie "nen solchen ^!ehrlurs, an welchem die deutsche uud ^französische Sprache, dalm die Algebra obligate nterrichwgegnstände sind, init mindestens „befriedi-«Mde:n" (guwn) Erfolge absolviert haben. Die . ^'^agssprache ist i,n ersten Jahrgang der Kadetten-N? ^ Uarlstadt uud U'an«nitz üentsch nnd troa-. ^- 7" Für den, Eintritt in diesen Jahrgang erstreckt a ^ ^u deutscher oder kroatischer Sprache abzille-Lende Aufnahmsprüfung auf folgende Unterrichts-«Umstände: Deutsche und kroatische Sprache, Arith-ntttt und Algebra, Geometrie, Geographie, Geschichte, "turgeschichre. Physik und Eheniie, und zwar in je-^tti Umfange, in welchen, sie in den unteren Klassen lnn- H>littelschllle znm Vortrag gelallgen. Es ist ge-'"ttet, daß sich die Aspiranten hiebei, als Erleichte-'!'lq zur Darlegung ihres Wissens und ihrer Fähig-^ten, ihrer Mutterspraä)e bedienen. Sie müssen aber lUic Sprachen (für die Kadetten schulen in Karlstadt mo Kcnneuitz deutsch luld kroatisch), ii^ lvelclK',l der unterricht erteilt wird, solueit beherrschet:, daß sie ^'n vortragen folgen können. Ill den drei unteren ^"irgängen der Kadettenschnle wird im allgemeinen krielbe Xtehli'toff vorgenommen, wie an der Ober->"Ne der öffentliche», Realschulen. Die Zöglinge kön-M daher nach Absolvieruug des dritten Jahrganges, . "Nl si,. z>^ sonstigen geschlichen Anforderungen ent-lprech^i^ zur Maturitätsprüfung an einer öffentlichen '^'alschule zugelassen werden. Zöglinge dieses Jahr-^lMs, welche inindestens „sehr guten" Gesamterfolg Usweisen und die vorgeschriebene lommissionelle Prii-U'lg bestehen, sönnen über ihre Vitte mid uach Zuläs-'gleit des verfügbaren Ranmcs, auf Freiplätze in "^ der beiden Militärakademien übersetzt werden. ^ Schulgeld veträgt: l.) für eheliche oder legitim ^'^e Eöhne von, Personen der belvaffneten Macht, ^ ^ jährlich; 2.) für eheliche oder legitimierte Söhne "" Offizieren im Reserve-, nichtaktiven Landwehr-""Haltnisse und uu, Verhältnisse „anßcr Dienst", dann Ul? bosnisch, hercegovilnscher Landesangehöriger " lc jährlich. Das Schulgeld ist von den Angehörigen .^r Zöglinge in zwei Raten, und zwar im vor-5 für die Ersatzreserve. In Prozenten wurde sonach ein Ergebnis von 25 A? erzielt, was immerhin noch als ziemlich günstig bezeichnet werden muß. Viel bemerkt wurde am Stellungsorte Littai der stellungs» Pflichtige Anton Tom«i5 aus Kotredesch, der trotz sechs Zeheu am linken Fuße für den Militärdienst tauglich befunden wurde, sowie am Stellungsorte Weichselburg der Stellungspflichtige Josef An2Io-var aus Klein-('eüence, der nur 114 Zentimeter hoch ist. —ili. - (Bautätigkeit iu Idria.) Der Vor» schuß und Sparkassevereiu für den Gerichtsbezirk Idria beginnt uoch in diesem, Fri'chjahre mit dem Bau eines neuen Hauses auf dem. vom. Herrn Franz Nagode kanfsweise erworbenen, Gartengrunde, oer hinter dem Gebände der k. k. Werksvollsschnle an der vom, Hanptplatze zur Hl. Dreifaltigkeitskirche führenden Straße gelegen ist. Das Hans, ein dreistöckiger Ban mit zwei kleinen Flügeln nnd einemHofe zwischen denselben, ist für sechs Parteien, bestimmt. Wie wir vernehmen, werden in den ebenerdigen Räumen des zu erbauenden Hanfes das k. k. Steneramt nnd die Bnreaw' des Vorschnß- und Sparkassav^reines untergebracht werden. Das k. k. Steueramt hat bisher seine vollkommen unzulänglichen, nngesnntxm Räume im Schlosse inne, die Kanzlei des Vorschuß' und Spar-kassavreines befindet sich iu einem kleinen Lokale, das Herr Valentin Lapajne, Kanfmann und Grundbesitzer, in seinein Hause in zuvorkommender Weise dem Vereine überlassen hat. —v— — (V erei n s unterhaltn n g.) Die Män« ner- und die Frauen-Filiale des Cyrill- uiw Methodvereines in Adelsberg veranstalten, am 2. April um ^ Uhr abcuds ilu „Äcarodui Hotel" in AdÄsberg unter Mitivirkung des allseits beliebten Adclsberger Salon° orchesters nnd des gemischten Ehores eiiie Vereins» nnterhaltnng znglllisteii des Cyrill- und Methodvereines mit nachstehendem Programme: 1.) Marsch. 2.) Hnmincl: „Karneval", Ouvertüre. !l.) Noseukranz: „Mein 'Österreich", Phantasie. 4.) Ljadov: „V«/.l<» ,'<>5ki, voxl<' iuu8tu", russisches Volkslied, gesungen vom gemischten Ehore. 5.) Poliakin: „1^ Ollll^ri", Solo für Violine mit Klavierbegleitung. 6.) Drescher: „Ziehrer-Qnadrille". 7.) Eilenberg: „Goldene Stenie". <^.) Invanec: „I^Iuinuni'n'ii,", vorgetragen voin gemischten Ehore. 9.) Eilenborg: „Petersburger Schlittenfahrt", Galopp. 10.) V«li1<:l xm(^n.jlivii. üli i>l'<»l»ii>l< ^'"^'u Zähnen zermaluüe, taumelte sie mit Nle. ""^ ^'^ s"5>^ wieder zutraulich uach Donna lc^>es' Hand. Loli '^' fragte sie jetzt allerlei — nach ihrem borV^ ^" ^^ Hoinwt, uud Nuthö Iunssc lvurde eil,« ^'^mduet, lvahllos Niarf sic die Diua,o durch^ ^^under lind doch wurdeu die Viloer auschaulich, I, "^' "><>t'il<>i' spielte die. Hauptrolle darin, auch f^'nphrey, der alto Knecht, die Mais- und Weizen-i.^^.um (5chuua,a, die wilden Pferde, welche Pa sUr ^/ öderen squatters einfingen, zuritten und ferli n "'^ der weiten Wanderung feuchte Stirn sie ' ^ud ^^^. «i^,^^ damit alls ihren Tränmen "^^so fuhr empor und starrte einen Moment erschrockeil in das schölle, gütige, über sie gebeugte Gesicht. „Du hast deinc Mutter sehr lieb gehabt, Kleine?" Nuth nickte, und ein paar Tränen rollteil rasch über die, bräunliche Wange. Da fiel ein dunkler Schatten auf den sonn-erhellten Boden, Ruth wandte sich blitzschnell und stieß einen Freudenschrei aus. Eurieo stand da hinter seiner Mutter, lind seine dunklen Augen blickten lachend anf sie. Sie sprang von ihrem Sitze cmpor und auf ihn zu, er, breitete die Arme aus und fing sie auf, schwer, atmend schmiegte sie sich an seine Brust. Donna Mercedes blickte, durch den wilden Ungestüm des Kindes ein wenig befremdet, der Szene zu. Freilich, in diesem unentwickelten Geiste schlummerten elementare Leidenschaften, — ungebälldigie. „Du Ausreißer", sagte Enrico lachend, während cr sie brüderlich herzlich küßte, „was habe ich hören müssen! Hast du denn gar keine Furcht vor Strafe und Schelte, wenn du nach Hause kommsN" Nuth löste sich aus seinen Armen und warf den Kopf in den Nacken. Sie wiederholte sein „uach Hause" „noino" nnt einem unsäglich bittereu Kräuseln ihrer Oberlippe. „Ich hab' hier kein „«><)„».>", rief sie heftig, „und Furcht — pah! Wer sich fürchtet, ist ein ti'iMli>." „Vravo!" rief Enrico und begrüßte jetzt crst seine Mutter mit zärtlichem Handküsse. Sie tauschten ein paar rasche Worte in Spa< nisch, einer Sprache, welche sie häufig unter sich anwendeten. Nuth lauschte mit brennenden Nugcu den unverständlichen bauten. Die ungewöhnliche Scholl heil dieser beiden Menschen berückte ihre Sinne. Ein Herr von fremdartigen Empfindungen durchwogte heute ihr Herz und machte sich jetzt in gepreßten Lauten ^uft. Sie mußte sich austoben, sollte sie nicht ersticken. Eie sprang die Stufeu der Terrasse hinunter in den Garten und führte auf dem breiten Kies-pfadc- dort eine Art Indianertanz auf. So wild auch ihre Bewegungen waren, sie entbehrten nicht der Grazie und des Rhythmus. Enrico und seino Mutter standen oben nnd lachten. „Sie ist interessant", sagte Donna Mercedes, „aber ich begreife, wie die gute Tante Cilly sich entsetzt über den Wildling, der die korrekte Klara, die ihre Knire vor dem Spiegel einübt, besser gefällt." Ein rascher Blick flog aus Enricos Augen zur Mutter hinüber, und eine Wolke flog über seine Heitore Stirne. Das wurde mit Absicht gesagt, cr wußte es. Die Mama konnte Klara nicht leiden. Zum erstenmale entdeckte er bei seiner vergötterten Mutter ein? ungerechte Regung. Sie, sonst so vorurteilslos, ließ sich hier von einer unerklärlichen Antipathie beeinflussen, die ihn schmerzlich berührte. Er fand Klara Hormann reizend, madonnenhaft, gut und sanft uud bescheiden. „Ich fürchte, Tante Cilly behandelt die klcinc Ruth schlecht, ich war Zeuge, als sic' die Kinder empfing »nd war enirnstet über die kalte Art. ^.hr leuchtender Edelmut kommt nnr ihrem Bruder zu gut", sagie er grollend. ^ , , , (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 72. 614 _____________________________ 29. März l90b^ bar und gehört somit zur Klasse der teleskopischen Kometen. Er stand an dem genannten Tage um 8 Uhr abends in tck Grad Rektaszension und 11 Grad nördlicher Deklination. Seine tägliche Beluegilng wird mit 45 Bogenminuten in Reltaszensioll zunehliiend unü 75 Äiinuten nördlich augegeben; diese ungemein große tägliche Beivegung läßt auf cine relativ bedeutend? Nähe zur Erde schlichen, in welcher er jedoch nnr kurze Zeit verbleiben taun. Nach den bisherigen Erfahruu-gen werden Kometen^ mit so schneller Bewegung, sobald ihre Distanz von der Erde wieder zunimmt, rasch schwächer und verschwinden bald, selbst in den stärk-sten Fernrohren. Die Aussichten, daß dieser Komet eine schöne Erscheinung darbieten wird, sind demnach sehr gering. — (Militärisches.) Der Oberleutnant Ludwig Zwirn des Infanterieregiments Nr. 17 wurde der Infanterie-Kadettenschule in Marburg zu» gewiesen. — (Selbstmord eines Soldaten.) DerVerpflegslorporal Kovaöii: hat sich heute früh zwi-scheu 8 und 4 Uhr mit einem Dienstgewehre entleibt. Er war um 3 Uhr früh nach einer durchschwärmten Nacht nach Hanse gekommen und verübte knapp nach seiner Rückkehr den Selbstmord. Uni K Uhr hatte er angeblich noch einen Brief von seiner Geliebten erhalten. Die Ursache des Selbstmordes dürfte Liebe sein. * (Eine unredliche Verkäuferin.) Ein hiesiger Handelsmann schielte gestern vormittags seine Verkänferin aufs Hauptpostamt 72 1v tt5 d Geld holen. Zurückgekehrt teilte die Verkäuferin ihrem Dienstgeber mit, sie habe unterwegs eine Fünfzig' kronen-Note verloren. Da gegründeterweise der Ver° dacht besteht, daß sich die Verkäuferin das Geld ange-eignet habe, so wnrde sie der Polizei übergeben, der es jedenfalls gelingeil wird, die verlorene Banknote zustande zu bringen. * (Ein Dieb verhaftet.) Der üiijährige Vagant Franz Fajdiga aus Podjelüe bei Stein, ein berüchtigter Gauner, der wegen Diebstahles verfolgt wird, wurde gestern durch einen Wachmann verhaftet. Er wird dem Gerichte eingeliefert werden. ^ (Entwichen.) Gestern nachmittags ist der beim Bane des Teghenghischen Hauses in der Dalina-tingasse beschäftigte 20jäl)rige Zwängling Karl Schi-bitz ans Kärnten entwichen. Beim Abgänge nahm er aus „Versehen" dem dort arbeitenden Monteur Karl Strokut einen grauen Überzieher und einen schwarzen Hut weg. Er schlug die Richtung gegen Ieöica ein, * (Auswanderung.) Tiesertage sind vom hiesigen Südbahnhofe IM Kramer und 100 Kroaten nach Amerita abgegangen. * (Arbeiter-Sonderzug.) Vorgestern nachts paffierte ein Sonderzug mit KOO italienischen Maurern und Arbeitern unsere Stadt. Etwa 150 Maurer verblieben in Laibach, die übrigen, fuhren in der Richtung gegen Budapest weiter. — (In der Nestanration Fant in i/) Franzenstai, wird von Sonntag an täglich Pilsner Vier (Urquell) ausgeschenkt werden. Näheres im Inserate in der heutigen Nummer. — (Todesfall.) Wie aus Gospii: gemeldet wird, ist dort am 2tt. d. der Sohn des Agramer Gymnasialprofessors, Advokat Dr. Vladimir Marn, im ^1. Lebensjahre gestorben. — (B a u a r b e it e u i n d e n AIpent u n n e° len.) Über die bei den Beinarbeiten in den großen Alpentunnelen im Monate Februar l!)05 erzielten Fortschritte liegen folgende offizielle Daten vor: In bezug auf den Vortrieb des Sohlstollens betrug die Monatsleistung im. Karawankentunnel auf der Nordseite l)O,li Meter (Gesamtleistung Ende Februar 45l)2,tt Meter), auf der Südfeite — (Gesamtleistung Ende Februar ^(M),2 Meter). Was den Fortschritt des Firststollens anbelangt, betrug die Monatsleistung im, Karawankentunnel auf der Nordscitc 22 Meter (Gesamtleistung Ende Februar 4455 Meter), auf der Südfeite — (Gesamtleistung ÄX)2^i Meter). Die Gesamtleistung im Vollansbruchc betrug im Karalvaukentunnel auf der Nordseite 4l10,ll Meter, auf der Südseite 22^ Meter, im Wocheinertunnel anf der Nordseite 4007 Meter, auf der Südseite 2!N2 Meter. (Am k. Februar war der Vollausbruch im ganzen Wocheinertunnel beendet.) Die Mauerung der Widerlager weist Ende Februar folgende Gesamtleistungen auf: Karaw an ken tunnel Nordscite !A)7« Meter, Südseite 2134 Meter, Wochemertnnnel Nordseite 4007 Meter, Südseite 2832 Meter. (Am 1. März erfolgte im, Wocheinertunnel die Schlußsteinlegnng.) * (E in unvorsichtige r M o t o r f cch r e r.) Diesertage fuhr ein Mechaniker mit einem Motorfahrrade in rasenden» Tempo auf der Unterkrainer-straße gegen die Stadt. Da er einigermaßen angeheitert war, dirigierte er sein Rad bald rechts, bald links, bis er endlich auf der Karlstädterstraße das Trottoir erreichte und mit dem Rade stürzte. Er trug Verletzungen am Gesichte und am rechten Anne davon. > ^ (Verloren) wurden eine Geldtasche mit einer Zwanzigkronen-Note, ein Geldtäschchen mit 10 15, eine Zwanzigkronen-Note, ein Portemonnaie mit 14 15 22 k, ein, Geldbetrag per 13 Iv. Von Oberlaibach bis Laibach wurde ein Scheck (Nr. O51!)7) auf t-^0 Lire verloren. * (Gefunden) wurde ein Portemonnaie mit einem größeren Geldbeträge. Theater, Kunst und Literatur. ** (Deutsche Bühne.) Des hochbegabten Heyermanns jun. Fischertragödie „Hoffnung auj Segen" gehört zu den trostlosesten Stücken der neueren Zeit. Die Grausamkeit der Natur und des Welt« laufes waltet in rücksichtslosester Weise; brave, tüch' tige Menschen gehen durch oie Niedertracht eines herzlosen Schurken zugrunde, der ruhig und straflos den Lohn seiner Gewissenlosigkeit einheimst und kalt-berechnend seme schändlicheil Pläne ausführt, ungerührt vom Jammer und Elend, das er herauf-befchworen. Ein Kritiker charakterisierte das Drama als „Kirchhofstück", und es verdient in der Tat diese Bezeichnung. Kein Lichtstrahl durchdringt die mit grausamer Naturtreue und LebenHwahrheit gezeich' nete Stimmung; fröstelnd und schaudernd durchrieselt den Zuschauer der naßkalte Novemibernebel, nnd die namenlosen geistigen Qualen, welche die Ichifferfrauen in der von Sturm umtosten Hütte erleiden, da fie draußen, auf der empörten Ser iln Liebstes rettungslos dein Tode verfallen wissen, spotten jeder Beschreibung. An alles, was das Herz in Sehnsucht und hoffnungslosem Bangen bedrängt, legt der Dichter die schmerzliche Sonde an; jede Lebens-freudigkeit, jede Hoffnung auf eiue bessere Zukunft wird in der Tragödie, die sich beinahe ohne Hand-lnng entwickelt, ertötet. Die Schuld wird zwar samt dem Elend ohne Sühne im Gegensatz« zu Ibsen, weitergeschleppt, der als obersten Grundsatz in seinen Dichtungen aufgestellt hat, daß sich alle Schuld auf Erden rächen müsse, aber eines hat der holländische Dichter mit den Vertretern des Naturalismus, nebst der rücksichts- und rückhaltslosesten Enthüllung selbst des Gräßlichsten in ungeschminkter Naturtrene gemein: Er will den Beweis liefern, daß auch in jener Gesellschaftsschichte, die er mit der genialen Schärfe einer ans dem Leben gegriffenen Beobachtungsgabe schildert, die Verhältnisse geändert werden müssen, wenn die Menschen sich ändern sollen. Ans all dem Elend und der Niedertracht soll und muß eine künftige Gesellschaftsordnung der Wahrheit und Gerechtigkeit erstehen, die auch dem armen Fischervolle ein menschenwürdiges Dasein verbürgt! — Gespielt wurden alle Rollen einfach, ehrlich, natürlich und ergreifend, der Eindrucksmächtigkeit des Einzelschicksals der leidenden Armen konnte sich wohl lein Zuhörer entziehen. Besonders erschütternd trat die Überhelligkeßt der Verzweiflung im letzten Akte hervor, der fich zu gewal-tiger tragischer Höhe erhebt. Echt, wahr, zu Herzen sprechend waren, die Schmerzausbrüche der Verzweiflung der armen Fischerfrauen, denen ihr Teuerstes entrissen ward. Der Ernst nnd Eifer, die fchönc Bega-bung der Damen Stein, Vrunner, Valerius und Leopold wußten die dichterischen Gestalten mit seelenpackender Eindringlichkeit zu individualisieren. Ebenso ins Milien passend war Herr Kamm-auf als biederber Seemann; schon die wertlose, düstere Szene, da er, gebrochen durch die Kerkerhaft, das mütterliche Heim wiederbetritt, wirkte durch die schlichte Art der Darstellung. Für die Lebeussehnsucht und die verzweiflungsvolle Angst vor dem Tode, in den ihn die eigene Mutter ahnungslos hetzt, weil sie vom Reeder „Vorschuß bekommen", fand Herr Ha-n u s den. Ton, der unsere Seele trifft. Charakteristisch, in scharfen Umrissen verkörperte Herr Kühne den schurkischen Reeder; als seelen- und gemütlose Gattin stand ihm, Fräulein Ott würdig zur Seite. Herr We iß m ül ler stellte einen Zimmermann, der sich aus Verzweiflung doin Trunk« ergeben hat, mit Pak« tender Realistik dar; für die stimmungsvolle Inszenierung der Tragödie gebührt ihm als Regisseur warme Anerkennung. Einfach, mit der gedämpften Sprache des Unterdrückten fpielte Herr Glaß einen Armenhäusler: als sein Leidensgenosse, war Herr Schiller gut am Platze. Auch Fräulein Bongar, Herr Stueger und Frau Kühne wnchsen über die Grenzen alltägiger Kraft empor. <1ur) vor, und zwar mit so viel Sicherheit nn" Verve, daß seine Leistung das Niveau des Schüler' haften um ein gutes Stück überragte und dem Beste" beizuzählen ist, was wir in den letzten Jahren lN den Prüfungen gehört haben. Herr Prof. Sitt dcm sich eines solchen Schülers freuen." ^- . — (Die Slovenska öolsla Matica) versendet soeben die Publikationen für das verflossew Vereinsjahr. Es sind dies folgende BüclMr: 1.) ^^ lienbuch (li^nlun kuMuicu), redigiert von V. ^"^ 5 et; 2.) Stundenbilder (Ilcwc «likl>), redigiert vo" H. S ch r eine r nnd Dr. I. Bezjal; ^.) Pädagogisches Jahrbuch (1'«(1u^o«lci I.ctupiu), redigier von H. Schreiner und Dr. Josef Tomin^v' — (Eine wohlfeile illustrierte S ch ^' ler-Ausgabe.) Unter den zahlreichen Au^galiel von Schillers Werken hat sich die glänzend auM'sta. tote, von den ersten deutschen Kunstlern illustrier/ Pracht-Ausgabe der Teutschen Verlags-AnstaU " Stuttgart als eine der besteu und schönsteil einen " ' vorzugten Platz errungen und weite Verbreitung 6 ^ funden. Der reiche, vornehme, des Dichters wür^ö Bilderschmllck dieser Ausgabe, der in echt künstlerisch^ Weise die jedem Gebildeten vertrauten Gestalten, ^ soden, Gedanken und Stinimnngen aus den unsterb chen Dichtungen Schillers verlebendigt, trägt in ^ vorragendem Maße dazu bei, die geistige GemeinsclM mit dem großen Künder alles Schönen und Ede rege zu erhalten und zu vertiefen. So darf es dÄl mit besonderer Freude begrüßt werden, daß öel ^, nannte Verlag sich anläßlich der bevorstehenden Sa) lerfeier entschlossen hat, den in seiner Art einzig ^ stehenden Hausschatz, den die illustrierte Pl'cuht'-l"" gäbe darstellt, in der neuen Form einer wohlfeu . Volks-Ausgabe dm weitesten Kreisen zugänglich s machen. Die neue Ausgabe, die mit einer von ^. Dr. Heinrich 5traeger verfaßten, reich illustrierten ^^ graphie Schillers eingeleitet wird, erscheint in Lieferungen im Umfang von je 32 Seiten ""d ^ Preise von je W Pfennig. Die erste Lieferung ist > eben erschienen; sie enthält das mit prächtigen' 6 geschichtlichen, Bildcrmaterial ausgestattete Anl""^ kapitel von Kraegers Schiller-Biographie "N^ ^ von mehreren vortrefflichen Illustratiouen beg ,e ersten Akt der „Ränder". Beigegeben ist eine in ^/. ^ sarbendruck vorzüglich allsgeführte Wiedergabe ^'^ , Marbacher Schillermuseum befindlichen SchillcrP träts von Ludovike Simanowiz. ., — (Aus der deutschen Theaterkana l e i.) Heute findet die vorletzte Vorstellung in d"' ^t jährigen Spielzeit statt. Zur Aufführung ^!^t Millöckers Operette „Das verwunfchene Schloß den Damen Nigra, Loibner und Bongar und de" ^l-ren Loibner, Murauer und Schiller iu den H""^ , ^r tien. — Freitag wird als letzte Vorstellung, ""^ ^f, zum Benefiz des Sekretärs und Kassiers Adolf ^" die Oper „Bajazzo" nebst öehovs ^"" „Der Bär" gegeben werden. Telegramme k. k. des Megraphen-Korrespondenz-Zureaus' Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses- Wien. 28. März. In fortgesetzter Verhattdlu^ des Rübenrayoinerungsgesetzes betonen die 2>er ^^ der Rübenproduzenten die Notwendigkeit 5"'/^ rechterhaltung der Straffanktion, ohne w"w<, ^ Gefeh wirkungslos wäre. Abg. K i n t p^tesn^ ^. gen die Straffanktion. lvelche für die I"dust .^. leidigend fei, betont die Gefahren der ^'^ick' kung der Kartellfreiheit für die industrielle ^ ^ü lung nnd erklärt, daö vorliegende Gesetz sei ""^.j. Zusammenbrnche des Zuckerlartells und dein ^. tern des Kontingeiitierlingsgesches überflüssig- ,,g Verhandlung wird abgebrochen. -^ Nächste ^ Montag. Laibacher Zeitung Nr.^?2. 615 29. März 1905. Parlamentarisches. . Wie n. 20. März. Der Äudgetausschuh erledigte ^5 Kapitel „Direkte Steuern". Im kaufe der De- ^utte^rtlärw der Z-manzminister, er s^i stets bestrebt, l Steuerträgern liur dasjenige aluf^nerlegen, luas ^l,'n zu tragen möglich und für die Erfüllung der taatHaufgabeu notwendig ist. Den Steuerliel)örden 'M jedwede Vexation fern. Bezüglich der Reform "' Hebäudesteuer oeriveist der Minister auf die dies' Mglich<. Iuterpellation5l)eautwortung. . Wien. 2tt. März. Wie von amMcher nnlitäri-<")er Seite luitge^teilt wird, befand sich der in das !>!lsche Hauptquartier entsendete österreichisa>unga-^U)e Hauptniann des Generalstabes Graf Szeptycti ^'" l«. ^iärz d. I. im besten Wohlsein beim Detache- ^nt Nennentampf, bei dein er auch die Schlacht von -""llden nütgenmcht hat. . ^arls, 2tt. März. Fünf fra,:zöfische Kardinäle '«'«ten an den Präsidenten der Republik ein Schrei- . l^ln dem s^> fiir die Aufrechterhaltung des 5tonkor- ^ eilttreten, nnd zlvar in der Äleinung, die Tren- ^ungövurlage sei nicht der Ausdruck des Willens oer ^tion. Dil; Annaylue der Trennungsvorlage müßte H gedrungen ^" religiösen Verfolgungen führen. Me es notwendig fein, das Konkordat abzuändern, oge dies im Einvernehmen zwifchen der französischen ' ^Mörung und dem Vatikan geschehen. ^ ^i adrid, 28. März. Minister des Äußern, Villa nnia, erklärte in einer Unterredung, daß die von di? !?^ ^^'^ verbreiteten Nachrichten, daß Spaniel, ^ "urliereitungen. für Frankreich feindliche ^lrind-jungen in Tanger begiinstige, jeders B? u unhung entbehren. Der Minister erklärte schließlich, " Spanien dem mit Frankreich bezüglich Marokkos ^M'lussenen Abkominen treu bleiben werde. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Hl«, ^" ^' Mäi». Blody. z»ommtssäi: jlaldor, Vertreter, Len,' ^ Banner, Veamter; Nadmanovi«!, Kfm,, Fiume. — 'Nlltln' b°öal, Direttoren. Vrünn. — Den, Private, Neu< Pins '^ Falter, Oberingemeur, Vitlvwitz. — Marjeneg, ltNt Ä'^'lfer. ^bn-' driest. - Kardos, Zoltan, Hysern, Kiw .Budapest. — Teis, Kfm,, Leoben. — Morgenthau, n," ' '- Frau, Verlin. — Äadesly, Kfm,, München. — Hart» tbün ^" - Pvlitz. ^ Brod, Hermann, Kflte., Prag. — kA '^lm., Berlin. - Wolf, ttfm., Hasfelt. — Meisner, Plegl, ^""l. — Moll, Kfm,, Solingen. - Engel, Kfm., Ini?^' ^ Reinl, Kfm., Eger. - Dr. Ritter von Stüni, in ""^leller; Grunnard, Pfasf, Ingenieure; Malinak. Ober-Aeick"m' ^"" Moravetz, t, u. l. Feldzeugmeister, s. Frau; ^wd ^"chvoa, Habiger, Cawalier, Wiebl, Hübner, Tauber, ho<,. Griinhut, Giiber, Spider, Lautcrstein, Eisenhammer, ^°°^lfei^ Schmidt, Popper, Vollmai, Kflte.. Wien. Verstorbene. l°chter^m 88. März. Karolina Hoge, Bahnbedienstetens-^Udw' Monate, Raonilargasse 10, «rnneliit!» o»pillliri». — ltl>, H?°^ic, Momeurssohn, 2'/, I., Polanastraße 5, Ma< ' ^ccllllnpsie. Im Iivilspitale: l>«u« ^"' 25. März. Barbara Ianc, Besitzerstochter, 29 I., Lanvestheater in Laibach. 104. Vorstellung, Gerader Tag. Heute Mittwoch den AU. März Letzte VPerettenauMhrung Das verwunschene Schloß. Operette in vier Bildern von C. MiWcker. Anfang um halb 8 Uhr. Ende nach halb 10 Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 73« 0 mm. & a?» IS? *«e |sS Ö^RTTS!; 732 • 1 "18 • b~~. 737-3 8-8 »itibpitt teiln».bewftsit 29.| 7 U.g. 1740 0 I ~Tl "SB. jc^tuact) j setter | 0-0 ®až lagežmittcl bet gestrigen lempetatur 9-3°, formale 6-0°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. uncl Lroncliialkatarrlien ^»«»,«:», ^ Servuz l^g55eles fialer-Mao Die beginnende Frühlingspracht lockt jeden Naturfreund mit zwingender Oewalt ins Freie; glücklich, wer die vielfachen Eindrücke solcher Ausflüge als dauernde Erinnerung für alle Zeit festhalten lann, Hiezu gehurt nichts weiter als der Nesih eines guten photographischen Apparats, der es jedermann leicht macht, Amateur zu werden uud diesem edlen Sport zu huldigen. Technisch höchst vollendete Apparate in modernen Typen, deren Anschaffung bisher nur sehr Begüterten möalich war, werden von der Firma Nial H Freund, NreSlau. jedermann in wirtschaftlich gesicherter Position gegen geringe Monatsraten bei billigsten Original«Preisen geliefert. Die Firma versendet ihren neuesten, reich illustrierten Spezial - Katalog mit den Fabrikaten nur weltbekannter Firmen, wie Goerz, Hüt tig, Voigtländer, Kodal «,, auf Verlangen gern gratis und frei. (1236) Vielseitige UnWendung. Es gibt wohl tein Hausmittel vielseitigerer Verwendbarkeit als «Molls Franz» brannt wein und Salz», der ebensowohl als schmerzstillende Einreibung bei Gliederreißen, als seiner muskel» und nervenstärkenden Wirkung wegen als Zusatz zu Bädern :c. mit Erfolg gebraucht wird. Eine Flasche X 1'90. Täglicher Ver» fand gegen Nachnahme durch Apotheker A. Moll, l. u. k. Hoflieferant, Wien, I., Tuchlauben 9. In den Depots der Provinz verlange man ausdrücklich Molls Präparat mit desseu Schutz-marke und Unterschrift. (523l) 5—2 Ärztlich l'mpjMü» zur Äclil'lm,i>i all^r,Nranty<,'ito>l d?r VlümimiiwrM,»', Apparat für dr» Hauössclirailch ,,'I'l,«,'»!,» V«r>»»<«»»'" in cl!i>chlcM!i>'!i Wrjchäjll'» erhältlich, „'»'»»«»»»»i«»!" lM'nülprupwlsnurcs Mtrinm), aNriüMr Erzeuger I»«>. 1'l»«««!«»^ ««l»»»«l»,»^«l<» ««»^llt«, bcstcüs liciuähit ncae» Lunacii-u»d zrcl)llopll>ll!l'rlul°lr, (4«l3) 15—15 iltur niit „Ilior»»« V«»D<»t«r" wirlsame ,,'>'l»<,^u»l«»l"'InhallltiVncn miiglich. Winterinhalatorium: Lnssinpiccolo. Auslünfte: Dr. Nulling Inhalatorium Syndikat, Wien, I V., Gußhaubftr. 1«. Viel' Feind', viel' Ehr'. Wohl selten ist ein Präparat öfter nachgeahmt worden, als der feit 40 Jahren bewährte Bräzay Franzbranntwein. Dank seiner ausgezeichueten Qualität und seiner überraschenden Wirkung hat Bräzay Franzbranntwein Weltrnf erlangt und ist es daher lein Wunder, daß eine Menge Franzbranntweine auf den Markt kamen, welche zwar die Wirkung des Vräzay Franz' brannt wein nicht im entferntesten erreichen können, aber an Nichtkuudige an Stelle dieses verkauft wurden. Man achte daher beim Einkaufe im eigensten Interesse auf den Namen Bräzay Franzbranntwein, da nur diefer Echtheit und Wirkung verbürgt. (569) 2—1 Volkstümliche Vorfrage der Grazer Unioerfifaf in baibach, Eingetretener ßinderniffe halber kann der für Samstag den 1. flprll d, 3. angesagt gewelene Vortrag des Uniperfifflfsprofeffors ßofraf Dr, Zdenko Bans Skraup fiber das Radium' erst Im Oktober gehalten werden. Die flbonnenten werden hieuon mit dem Bemerken verständigt, dass der Cag des Vortrages zeitgeredit bekanntgegeben wird, und dass die gelösten Eintrittskarten ihre Gültigkeit behalten. (i274)2-i Das Komifee, Kurse an der Wiener Börse vom 28. März 1905. N°ch dem MMm Kursblatte Die notierten Kurie verstehe» slch !» Kronenwahrung. Die Notierung lümtlicher «ltie» und der «Diversen Lose» versteht sich per Stuck. h ^""»W» Staat-schuld. «lld Ware N^^«'"e in ^iotcn Wal» "'Hllb ^« V-N"?'^» - - - ioa-3z lno55 "Am ^?"-'Iullpr, lt.4'2«/u 1UU-80 loo-ÜU 3^ ««pril,°Ol,.pr,»,4^/« ion?b l0«»-9b lA»,I " üa« si, 4°/u 1K7 ü<1 158 50 '^4tl " loa ss. 4°/„ 18!»'5U l8l Ü0 ^<°. " 100 st. . . 883 — 28L— ^"»».^..„. >> «) fi. . . 88» — 28N — ",unobi. ^ l«U st. bo/y . «84 30 Ü8L 80 ^yVuldderimKeich». "«rtlentnKünigltich» o«i, "nd ziinh„ >>rHlbrente.stfr..ioafl.. »,p" H""r°nenn>Hhr., stfr.. ^s''rr,I^P« Ultimo . 4°/° 1U0 4b 1U0 65 »ei ^a« "Mtion«-«ente.stsr., "l > . . . 8'/,°/« 8320 83-40 i>«u ü„^?"'" «« . steuerfrei. ^!b!h,M°Uahi, in Silber l.°"«bal>n ', ' - 5>/<°/» l»8'-l«8-«^uersr,?" in »ronenwilhr, i>lbna^dlv 2t,), . 4°/» 100 15 W1 t0 Zy », ' ltrunen . 4°/« 100-20 INI »0 '^lnz^,''^......504-«,?'- '«<»«.,, - -.....44«'7b 444-75 Velb Ware Vo« Vtaate zur Zahlung übernommene Vlseub.>Prioi. Obligationen. Wsavethbahn 600 u. 3000 M. 4»/„ ab 10"/°...... N?'— ll« - lliiabethbahn. 400 u. 2000 M. 4"/^ ....... l18 30 120-30 Frllnz Io..... »00 3b 101-35 Valizlsche ftarl Ludwig Vah.i (dlv, St.) Silb. 4"/° - - - lOU'15 101'iö Vurarlberger «ahn. Em. 1884 (dlu. Tt.) Silb. 4°/<> . . . l«U-20 1Ut^0 Staatsschuld dtr Känder der ungarischen Krun». 4°/„ un«. Goldrente per «asse . 118-70 I18'8»> dto. dtu. per Ultimo .... 11865 118 85 4"/„ bto. Rente in Kronenwähr., slellllsrei, per ttasse . . . 88-1b 88 35 4"/. dto dto. dto. per Ultimo . 88 10 8830 Ung Nt.°Eis.°Anl, Gold 100 <>. —'— — — dto. dto. Silber 100 fl. . , . —-— —-— bt». Ltllllts'Obllg, (Ung, Ostb. v. I. 1876....... —'-" -^'-^ dto, Schanlregal.Ablöse Oblig. —'— --— bto Präm,-N, illNUfl. —20UK 222'75 22475 dto dtll. a 50 ft. — 1U0li z<20-2,°> 222 27. Theih.«cg.-L°k 4"/° .... 1?ü'2b 174 i-l> 4"/„ ungllr. Grundentl.-Oblig, »8 2b 99 2U 4°/„ lrollt, und slavun, betto V8'ü0 88 — Ander» össtntl. Anl«h»n. ü°/<,D°»au-«e«,'Anleihe 1878 , I06«l» io?-ßb Unlehcil der 2t«dt Vorz . . —— —'— «lnlehendcr Stadt Wien . . . 10350 104ÜN dtu dto, (S'Iberod.Golb) 122?z ii3?5 btll, dto. (1884), . . . 88l>0 Ull'bs, btll. dto, (1888). . . . 1«<,-»5 101'»° Uörsebau-Anlehen, verlost,, ü«/« 8835 100 32 4°/„ »ralncr Lanbesilnlehen . —'—! — >— Geld Ware Pfandbrief» »lr. N°dlr,allg. öst,in5/^ähr. verl. 4°/„......... »00-85 101 8b bto. dto, bNjähr. verl. 4°/« iui-45 102 45 Eparlasse. 1. »st,. «0I,, verl,4«/i> 10150 1«2üu ElsenbahN'Prianlälü-Gbligalianen. Ferdinand« Norbbahn Cm. 1»«« IN1'10 102-- oestcrr, Älordwestbahn . - - 108-b» w8-5'> Staatsbah».....- - 427-H0 43^l><> Südbahn l^3"/<,verz,Ian».-Iul! 819 lib 3«, 25 bto. ll b"',,...... 1l!ü 45 127 <"1 Ung,°galiz, «llhn..... 11150l12b(' 4"/u Unterlralner Äahnen . , —'——>— DiNtls» z°s» (per Stücl). Verzinsliche ' ofe. 3"/., ÄodenlreditLose Em, l»«<» 30?-— »i?-- 3°/„ „ ,. , 188U 305 — 314- 4°/„ Donau Dampssch, 1N«fl. . .-——>— b°/u Donllu°«eaul,°L°le , - - 280-28»-- Unverzinsliche llose. Äudap.-Vllslllca (Dombau) b sl. «4-65 26-15 Kreditlose 100 sl. . . , - 4«»'^ 484- Clary Lose 40 17b— 185 - «otenttieuz. vest, Ges., v.iu - b«üo 58 50 UNg. „ ,, ^ll. 87 25 3»l!5 Rubolf-Lose 10 fl, . - - - «»-- 68- Salm-Lose 40 fl...... 22U- 227- St'OcnoitLose 4N fl, - - ^-'" -^-— Wiener Comm,Lo!e u. I. 1°74 ü»5-— 545-50 Gewinstsch. d, »"/« Pr.°SchuIdv. d ÄodVnlreditanst.. lim. 1888 lu»-- 112 - Laibacher Lose...... -^'^- ^-'-— Geld Ware «Men. tzransportunter» nehmungen. Aussig-lepl. Eisenb. 500 sl. . . 2370' 2880-Van- u. Nrtrict>«-»cs. für stäbt. Ttraßenli, in Wien lit. ä, . —— —'— dto. dto, dto. lit. L . --— —-— Vütim. Nordbahn 150 fl, . . 35? »S3 — Äuschtichrader Eis. 500sl,KM. 2825, 283b- bto, dto. (lit. U) 200 fl. 1072 107b-Donau-Dampfschiffahrt«. Gesell. Oesterr.. 5XX! fl, KM. , . . 8»»> — 840 — D»x Vutwülmcher E.-A, «X) II 51'- —518 — Ferdinands Nurdb.lUWfl. KM. b5b<>- 5580-Lciiib.- Czernow. - Iass» - Eisenb.« «.«cscllschaft 2»« fl, S, . . , 5K8 - 581 — Lluyd, Ocst., Trieft, 500 fl. »M. 665,- - «78'— Oesterr. Äiordwestdalin 20« fl. S. 42«- - 427 — dtu. btu. Ml. U) »00 fl. Z, 417-— 420- Prag-DuxrrEisenb. wu sl.abgst. 215 50 Äi? 50 Staatselsenbah» 200 fl. 2. , . 659 25 kk« 25 Züdbah» 200 fl. S..... 80'— 81 — Sudnordd, Nerb'V. 200 fl. KM. 4w'b0 41350 Tranouay Ges,, NcueWr,, Prio- r!tä0 Uodlr.Anst,.Oest.. 20«fl.S. . 1026- 10»«- tttbt,°Anst.f. Hand, u. G.IUUsl. --- —- dtu. dto, per Ultimo . . «75-50 U7S-50 Nrcditbanl,'ANg. una.,2NNsl. . 786 75 7t 775 Vcpllsill'iibaiil. Allh.. 200 fl. , 4.<>b-— 457 — 100 fl. . . i?6 - 17? bo — Eisenbahnw. Leihg,Msle. 100fl. !78-— «83 - ,,!l,l". Papierf. u, N,°G. 133 — 186'— Licsiiigcr Äiaurrei 100 fl, , . 307 - »> — ,,Stcurerm,", Papiers, n, V, G. 4l«i-— 4^«'— Irifailcr «olilenw, Gesell, 7« sl. 245-— 250 — Waffenf.-G,,Oesl.i»Wien,l00sl. 5s8 — 604 — Wagnon-Lclhanst., UNg. in Pest, 400 K ....... 584 — 6l0 — Wiener Ballgesellschaft 100 fl. . 162-16«-— Wienerbeiger Ziegel-Uitien.Gef. »b2 — 860 — Devisen- >>r' «- dichten, Amsterdam....... 188 b« 1887» Dentsche Plätze...... 117-15 I17'3l> London........ 258-80 240 1» Paris.........8b-3? 8äb0 Vt. Petersburg......—._—-.. Ualuten. Dulaten........11»« li 3l 20Frllntcn3tüclc.....l"'"« " " Deutsche Nelchsbanluotel, . . <-'» '" ^ Italienische Uanlnoten . , - ^ »5 95 >» Rubel »Noten ,..... " '^ " ^.j,,, Ni!L LoB-Veraloherun«. i.»ib»«i., Spital^oHHe. V9»ln.»nB v.n B«r-Elnl.a.n >¦ um-nt |