8t. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsnt.ii (mit Aasnahme der Feiertage), xhriftleltung, Verwaltung und Buchdruckflfel Tel. 25-67, 25-08. 35-69. Marlbor. Kopaliika ul. 6 Nr. 26 Freitag, d«n S1.18nn*r 1941 Inscraten- and Alrännemenfs-Annahme in der VenraltnM. Besogspreltt Abholen oder durch die Post monatlich Dln >, bei Ziistellang Din (ür das Ausland monatlich Din 40.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din Z--« Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Aniraffen Rflckporto beil«aeib Poitiiina pU£aiM ? sotoviai. Prals Diu f'90 üniitUioitr Mtuno Ganztäsiser Luftalarm in London 2>er £uftfri(g fm 3Dtfl»n nimmt tfi0lf(Ti an 3n(enfilät su / QSßflftenfrftuna 2>rmo bon öen 3talifnern geräumt / Sritifd^cr £ullrnrri1f out OSGiitrlnreDatien / „Sir (SnlK^döuro tfint auf Oer britlftOtn Snter, erfiärt mon nocb tofe bor in Striin 2>e (Saunt flbtr Kinin (Strbrvdh in Sidutn / ^tOcn mtlOtt unuritrbrociitnt arit(tiit(5t Qlnarifft in 3il6anitn / Ttodft lintr omtrifonittdcn ^RelCuno btrfflgt 3)tutl(Man» flbtr 70.000 Slugaeuoe Berlin, Ende Jänner (UTA) In deutschen maßgeblichen Kreisen wird erklärt: Es hat den Anschein, daß eine durch die Wjtterungsvetliftltnlsse Mlng-te relative Ruhe In den deutschen Kampfhandlungen über England die engl'sctie Kriegführung nicht weniger oder gar noch mehr beunruhigt als der normale starke Elfisatz der deutschen Luftwaffe* Die Erfahrung hat seit langem g«ze*gt, daß gerade hl aolchen Tagen die Unruhe und die Nervent>elastung des englischen Volkes wttchst und die widerspruchvollsten Kombinationen ütier Sinn, Ziel und ge-helmtilsvoUe Hintergründe der ruh'gen Kampflage angestellt werden. Zumeist münden diese Betrachtungen hi die offen geäußerte Befürchtung, daß eine deutsche Invasion unmittelbar bevorstehe. Auch jetzt wieder ist das englische Volk von einer n*cht zu vert>erKenden Unruhe darüber erfüllt, daß die Gefahr e^ner solchen Invasion unmittelbar bevorstehe und es scheint mit Erleichterung leden Tag tu begrüßen, an dem sie noch nicht Wirklichkeit geworden Ist. Das wird auf deutscher Seite als ein Interessanter psvchologlscher Tatbeitand betrachtet, der für die allgemeine Beurtei- Berlin, 30. Täiiner. TAvaln) DNB meldet: Das Oberkommando der Wehrmrtclit gab {^esfern bekannt: Im 7Aif^c bewaffneter AnfklAniiii^ über den englischen Inseln griff die Luftwiitfe Indiislrieaiilaften an der Oslküste Mitlf^Ienfllands Ein- richtun'ieii an der Südostküsie P^nj^-liMuis jin. DU'. Femkiunpfliatterie;^ boni-iiHrUicrlcn militiirisehe Ziele im Süd-oslcn EiU'Jnnds. Kino slurko rtruppie vnn Kampfl'luKzeii»Jieu bombaTdirrto in der Nael\t vt)ni lill. auf den 3(1. .Tännor Krie^sziele in der Van'^cbuiiif von London P-s wnrden zahlrciehe Brand-iind Sprengbomben ijbf^evorl'en. Die frindliebe Lut'lwal'l'e ^nüff in der ^lei-c-lien Nacht Küslenorle in Norchvest-düulseliland :ni. Ks wnrden imstirblielJ-lich Wohnviertel «^elroffen, Aneli ein Arbcitshi'ser erhielt einigf Bombentreffer. Mehrere Zivilpersonen wurden getötet und einijfe verwundet. Der an-^(M'irhlete Sjiehsrhudeti ist unbedeu-UmuI. D;is ^es(»'rn nls vermißt ».»eniol-d»»le Kaninfflufi^zeuü! ist inzwischen zu St\Uzpmikt zurüekftekehrt. Kondon, Hl, .länner. ("Avulij") Heuler m^^ldeh Wje man erfährt, haben H.\F«Doml")enfluaiz«uju[e in der Nwrht zum Mittwoeh Ziele in Wilhelmshaven Miigegriffen. i t a I i f Iii s e h e k H a u ]) t q u u i* -t i e r, 31. .I.iinier. :'Av:ila) Stefuni l)C-rirhtpt: Der Rerieht des lUdienischen ()herkf>ninninHos Nummer 'Jßl lautet: P'n^nt j^pgeii (irieehenlinid: Sehlechtes WeMt r stiirte die Opi'iMtioueu. Unseren Patrouillen welan^i es, l'eintJUehe Soldnli'U Hi-faii'^en zu neinnen »nid Waffen y.u erljculen. Iii de!' Cyrenaika ArtiIU;ripiüii|iki'it. Tiitifilait von l'atrouilU'n unil*srluicl-Icu Ivrdieiten unter Mitwirkiuij.1 unseres Miif^weseus. .\n iliM" f^üdfrout i^rifl'iMi NVir l'ein«! liehe 'f'ru )pi'n in flrei Al-seiniilien wx und M'rtri *l)eii sie iur; ihren Sti'ilun-ßen. Unsere Luflslrellkrüfte boitibiir- lung der Kriegslage auf englischer Seite In mancher Hinsicht recht aufschlußreich sei. In dieser besorgten Stimmung Ist offenbar für die sonst übliche we'tgehen-de Deutung der militärischen Vorgänge Im Mlttelmeer als eines entscheidenden Beitrages um den Kriegsausgang nur noch wenig Raum. Die Invaslonst'mmung verrflt vielmehr die Einsicht, daß In der Tat die Entscheidung des Krieges auf der englischen Insel fallen werden und alles Geschehen an der Peripherie der Kr*e|Efs-schaupl&tze nur eine vorübergehende Erscheinung ohne Einfluß auf die letzten Dinge sei. England zel^ mit dieser Haltung nach deutscher Meinung deutlicher als es mit Worten ({eschehen könne, daß se'ne taktischen Erfolge in Afriica von der großen Sorere um das Schicksal der britischen fnsei fiberschattet werden und daß es rings um die britische Insel selbst KSmofe und Entsctfelduiigen er..i.ifti;t fürchtet, von denen es weiß, daß sie den Ausgang des KHeges bestimmen werden. Auch die T^^tsache, daß die Achse das Oesetz des Handels voll in der Hand zu halten scheint, geht nach deutscher Auf-fassunqr aus den Lotidoner Spekulationen deutlich hervor. dierten mit Erfols» feindliclic Abtei-hnv^en und feindliche Tnippeu. Die en'disehe Lnftw^affe i^riff einifje nnserer Fluqnlätz« an, wobei sie lilei-neren Schaden verursachte. Kiu feind-Ti>hes Ja^dflugiieu)? wurde abj^escbos-sen. London, 31. .Tämwr, "(Avala*) Reuter meldet; Der Stab des fTtmerals de Gaulle j^iib fol^jende Mitteiinnc aus: Im Traufe des Monats Jänner haben \htelhTnf»en unserer Truppen .ben, daß der Fliegeralarm den gan*»fn Tag über andauerte. Die deutschen Bomben warfen eine grolJe Anzahl von Bomben auf f^ondon. Ge-le/^entiich der Hückkehr ;inf ihre Basen wurden sie von hritischeu Jagd-flug»eu';en au'^ej^r'ffen. Trotzdem kehrten alle deutsctie Maschinen \inl>esehä-(ligt auf itire Basen zurück Kondon, 31. Jünner. (Avala—Heuler) Die Ministerien für Knftfahrl utui für Innere Sicherheit machten die Mitteilung, daß in der Nacht vom Don-nt-rslng zum Freilatj keinerN'i l*'reiL^ nisse 7.\\ vf'rzt i."hn''n waren. .M h e n. 31. Jänner. (.\N ala—Heuler'; Das Propagandaministerium berichtet über die Operationen der letzten 24 Stunden folgendes; Die griechischen Truppen sind an einem Sektor erfolgreich zum Kampf übergegangen, indem sie den Gegner zurückwarfen und ihm an mehreren Stellen Verluste zufügten, Diese Operationen brachten die griechischen Truppen an den Ausgangspunkt einer wichtigen italienischen Position, An der Nordfront kam es zu einer lebhaften Offensivaktion. Die griechischen Truppen vermochten in Lokalangriffen günstige Ergebnisse zii erJdelcn. Die Angriffe wurden durch die griechische Artillerie entsprechend vorbereitet. .\n den übrigen Frontabschnitten bereitete die griechische schwere Artillerie dem Gegner große Verluste, besonders aber an Jenen Stellen, an denen die Gegenoffensive vorbereitet wurde. Nördlich VjijL ^llisiua kanipfteu griechischen Truppen tapfer und entschlossen weiter, indem sie den Feind langsam, al)er »icher abwehren. In diesem Ge-birgsterrain sind die Operationen ziemlich erschwert. Da die griechischen Truppen immer wieder zum Angriff übergehen, ist es zweifelhaft, ob sieh der Gegner wird länger :uif seinen Positionen halten können. Kairo, 31. Jänner, (Bciiter) Das Oberkommando der englischen Xali-ostarmee berichtet mit Datum voui 30. Jänner: L y b i e n : Die Besetzung Dcr-nas ist heute morgens vollzogen worden. Eritrea: Die Konzentralion unserer Truppen bei Agordat und Ba-rant wird glatt fortgesetzt. Obwohl infolge der großen Entfernung grol.k' Schwierigkeiten physischer Natur id>er Budapest, 31.'Jänner. (Avala - Ste-fani.) Wie »Uj Neinzedek« aus Zürirch beichtet, soll die britische Regierung in Wash'ngton die Forderung nach Verringerung des Ausfuhrvoliimens nach tler Sowjetunion gefordert haben. wunden werden mußten, haben insbe« sondere die mechanisierten Abteiluu-« gen ihre Aufgabe erfolgreich beendete Abcssinicn: Oestlich von Meteme wurde intensive Spähtrupptätigkeit fortgesetzt. Italienisch-So m ali: Die Straßen arbeiten werden auf sämtlichen Abschnitten fortgesetzt. Unsere Patrouillen sind ununterbrochen auf feindlichem Gebiet tätig. Washington, 31. Jänner. Wie die »United Press« berichtet, erfährt man in gut informierten Washingtoner Kreisen über die militärische Lage des Auslandes folgendes: Deutschland besitzt nicht weniger als 36.000 Flugzeuge der ersten Linie und kann demnach sofort 18.000 Flugzeuge aller Typen in den Kampf einsetzen. Deutschland besitzt jedoch die gleiche Anzahl von Flugzeugen der «weiten Linie. Zieht man die Flugzeu ge in Betracht, die für die Einübung der Piloten erforderlich sind, dann verfügt Deutschland insgesamt über 70.000 Flugzeuge. Kairo, 31. Jaimer. (Reuter) Wie aus Libyen bericljtet wird, ist Dema nicht etwa nach chiem großen Angriff gefallen, wie elwa Bardia und Tobruk, sondern auf Grund einer Serie von kleineren OfKU'ationen, die zwei oder drei Tage dauerten. Britisclie und australische. TrupiK'ii eroberten zunächst die äulk'reii Stellungen, um dann zur Säuberung ülx'rzugehen. Schließlich wurde die italienische Besatzung, die etwa lO.(XX) Mann gezählt haben mochte, zum Rückzug genötigt. Südwestlich von Der na sind Kämpf« zwischen britischen Truj)ix',n und motorisierten italienischen Verbänden im Gxmge. Washington, 31. Jänner. (DNB.) Die Erklärung des Staatssekretärs Corde H u 11, daß die amerikanische AushjJr nach Süwjetrußland unbeträchtlich »ei, hat in britischen Kreisen starke Verwunderung und Ueberraschung ausgelöst. 6umner Ober QlitKritad eteilung }um Kriege N e w y o r k, 31. Jänner, (Avala-Keuter) Unterstaatssekretär des Aeußeren S u tn -n e r W e 11 e s hielt gestern auf der Rechtsfa'kultät der Newyorker Universität eine Rede, in der er u. a. sagte, daß die Vereinigten Staaten bei'eit sein mußten, schon mit Rücksicht auf die eigene Verteidigung. Redner erklärte, die USA müßten Qroßbritanion alle erdenkliche Hilfe :*ntfMl werden lassen. Was die Politik der \\ Staaten in Fernost betrifft, k'hnie der Unterstaats: ekretär die japanischen * Mschuldigungen, wonach die USA in diesem Teile der Welt eine a:ggri»S!*i\'e Politi'k betreiben, i'nergisch ab. Zürich, 21. Jänner. — Devisen : Beograd 10, Paris 8.17?/?, London 16.07'/.', Newyork 4.31, Brüssel 60 Mailand 2I.72?J, Madrid 40, Amsterdam 220 noni,, Berlin 172.50, Stockholm 102.75, Oslo 08.50 nom,, Kopenhagen 83.50 nom., Lissabon 17.24. Sofia 4.25, Budapest 85, ;.\ih^Mi 3.50, Bukarest 2.15, Istanbul 3.37 j Helsinki 8,75, Buenos Aires 101 sieben Achtel, Japan 101. £on5on foröfrt (Sinfdtränfuna &(r amrrifaniffhen QiudfuAr nadt eeeon »Martborer Zeitung« Nummer 26 2 Freitag, den 31. Jänner 1041 Adon Hitler: Jim Ende steht DeutscUands SieiT (Sine qroge 7tet>c drtf Sflftrert un^ ^IricDdfanMtro aniä^lidb 6r4 ad^ten 3a6redtaaM &nr ^Itacd^ersreifuni öts &nil'(()ni Ota*ionalfoiian0mu0 / ©Itler oropOcKelt fntf(Öfl^ell^en 6(ftlaa 6er aefoiiiten Deuifften ®e®rmo(öl ne® für öo< fau'enfte 3aDr / „2)a0 3a&r I94i toirb 600 3aOr Der großen (TteuorOnung (SuropM fein" / (Smile OltaDnuna an Me aiDrefle Oer Drrtinigien Gtaalen Berlin, 31. Jänner. Gestern, am 8. jv:hrestag der Maciitergreifuiig durch den NaMonalsozialisnius, fand in der großen rciciigcscliniücktcn Halle des Sportpalastes eine Führerkundgebung statt, die von sämtlichen deutschen Sendern und den deutschen Kurzwellensendern mit Richt-stralilern, ferner den Sendern des Protektorats und des Generalgouvernements so-uif uen Sendern Dänemarks, Norwegens, Hollands und des besetzten Frankreichs übertragen wurde. Angeschlossen waren Fcner Sender von Italien. Japan, der Slowakei, Ungarn, Bulgarien, J u g o s 1 a w i-e n. der Schweiz und den USA. Als Führer und Reichskanzler Hitler u:'' 1Ö.33 Uhr in Begleitung des Gauleiters von Berlin Reichsminister Dr. G ü b-b e 1 s im Saal erschien, wurde er von der ve-'immelten Menge |ubelnd begrüßt. Die Kundgebung wurde von Reichsmi-■ 'er Dr. G ö b b e 1 s eröffn'jt. der dem Führer den Gruß der Berliner Nationalsozialisten entbot. Dr. Göbbels eri'nncrte daran, daß die Berliner vor acht Jahren das Gfiiibnis ablegten, treu und unbeirrt hinte H'fpr zu marschieren. Dies'd's Gelöbnis hJiften sie wahrgemacht. Da^ deutsche Volk habe Hifier seine Treue und seine Liebe geschenkt. Dafür habe es Hitler von Sieg zu Sieg, von Triumph zu '^-•••'irnh gi.'^"'hrt. Heute erneuere das deut '^che Volk das Gelöbnis. Es wisse, d'iß noch Schweres vor ihm liege, aber der Führer könne sich auf das Volk verlassen. Die Versuche der britischen Plutokratie, Fiihrpi- und Volk zu trennen, seien ver-g'jblic'\ Von den Versammelten stürnr^ch be-;rrüßt, ergriff um 15.'W Uhr Hitler das Wort. Einleitend verwies er darauf. daß es in c'er Geschichte sehr oft Re- '**■ •€r noch Ko'n Wechset lir»hc soVh t'ef- ^reifende Foirrpn cehabt w'e d'e Ue- bern?'^'»«e der Pe«?€run|Bf durch die vor ao.ht lahreii. Redner warf einen Rnckt>lick auf die Lage, in der sich damals das deutsche Volk befand. Als Folge des Weltkrieges und des inneren Zusammenbruches habe der Weg Deutschlands ununterbrochen nach unten geführt. Hitler kam dann auf Ursachen des Weltkrieges zu sprechen. Amerikanische Doktoren hätten im Auftrag Rooseveifs die Schuldfrr"c untersucht und festf^^esteilt. daß Deutschland nicht die Schuld treffe. Die Ursachen d^? WeltkricL'cs seien nicht im Wollen einzelner, sondern in anderen Dingen zu ■.uchf'n. Die S^aa'sforni Deutschlands, das damals eine Demokratie (konstitutionelle Monarchie'^ trewes'en sei. wäre kein Grund i'eWesen, Schon eher sei d'e politische Geltung Deutschland-^ ein Grund gewesen. OMi-rh die deutsche Kiniiiuntr sei in l"'u-ropa ein neues Kraftelenient entstandc'n das man ^ bezeichnete, Fr habe aber, fuhr Hit'er fort, das Pfnn'f'>nini nii* Opw»'* „Ser Är'M SSolfan Derfcöont" NACH BUDAPESTER INFORMATIONEN ERWARTET ENGLAND JEDEN AUGENBLICK DIE INVASION. Budapest. 31. Jänner, Der Londoner Hcrichterstalter »P e s t i H i r 1 a p« iic-richtc, i'"ß man in F.ngland sti'ndlich eine große deutsche Aktion gegen Eng'and or-wartet. Die von der baldigen deutschen Invasion hat an der New Yorker Börse einen grnßvn Kurssturz zur Folfe trehabt. Im ZusaTumenhan^e mit die-«;en Nachrichten schreibt tlas Blatt »U j N e m z e d e k« daß der Krieg den Bal-kan wiederum verschont habe. Der Friede im pitronfe die ander ;p geradezu angebettelt, doch endlich Ve.Tiunft nn-zunelftnen. Alles sei getan worden, um den anderen den Weg zur VersiSrdlgung zu erleichtern. Aber ein W'^rt von ihm habe genügt, eine Internationa'-jüdische Clique in Erregung zu ve'se^zen. Er habe immer den einen Gedanken gehabt-friedliche Reviolon. De» Vcrlrng selbst habe diese Mßgt'rhke'* offen ge^a.s sen. Der Völkerbund aber der für die Re Vision zuständig gewesen S2i hätte gerade die Aijfgabe gehabt, die Revision zu verhindern. Die Natlonalsozia'isten seien freilich nicht geneigt gewesen, vor diesem internationalen Forum dauernd zu betteln, wie die Novembemän^er. Der Völkerbund habe fOr Deutschland nur Hohn gehabt, darum habe Ihn Deutschland verlassen. Auf dar Abrüstungskonferenz -sei es ebenso gewesen. deshalb hätte Deutscalai^ auch diese Konferenz verlassen. Nach der Saarab« Stimmung habe Deutschland üm! jede wel tere Forderung an Frankre'ch verzichtet Die Franzosen hätten dies mit Unrecht als selbstverständlich hlngenorrmen., von deutscher Se'te habe man ah#»'- nur dem Frieden ein Opfer bringen woMen, Aber d'eses Opfer hätt6 auch den Frie. den sichern müssen. Das sei n'c'it der-Fall gewesen Trotz der entgCKenkommen den Haltung Deutschlands hätten die feindlichen Plutokraten, ve«-?jOndet mit Ju den und Emigranten, weite"*iln die Feindschaft gegen Deutschland geschürt. In Wirklichkeit richte sich ihr Haß geg. das jeweilige Deutschland,. • Demgegenüber sei Redner zu dem Entschluß gekommen, von den Pechtcn Deutschlands unter keiner Umständen et was preiszugeben. Das fiUhce Rc'ch ha be ein Recht Deutschland« nach dem andern preisgegeben, bis endlich d''» Macht des Re'ches auf Jahrhunderte gebrochen gewesen sei. Das fi«utlfre Detitschland ent. achlossen, nicht einen Schritt zu^'iick-zuwelchen. Als die Kriegshetzer ChurcHU Eden, Halifax. Vans'ttart. Belisha tsw. das erste Wort in England erhaltei hätten, sei es dem Redner klar gewesen daß es diesen Leuten n'cht um die Ve-stän'^igung zu tun sei, sondern um d'e V emichtung Deutschlands So habe D"'itf;chland tP34 zu rüsten begonnen. Als RH*tei im September 19.19 'm Deutschen Reichstag Angaben über die deutschen Rüstungen gemacht habe, hätten die »«'ndl'chen Kriegs hetzer dies nicht geglaubt Heute wisse das deut«t!he Volk, wie gerfisfet worden sei. Aber es wisse noch lange nicht alles. Die Feinde wflfden es noch rechtzeitig genug er-fahren. • Nach dem Hinweis auf die Blockade im letzten Weltkrieg betonte der Redner, der Haß Her Feinde richte s.ch gegen das heutige Deutschland und ic'n sozialen Gedanken den es verkörpere. Es sei aber unmöglich, daß Hunderte von Mill'onen Menschen dauernd für die Interessen von wenigen Kapitalisten litten und hungerten. Wenn englische Arbeiterführer längst überholte soziale Programme hervorzö. gen. so kämen s'e zu spät. Ironisch bemerkte der Redner, wenn Englan-^ Sozia! reformen durchführen wolle solle es eine Studienkommission nach Deutschlan'^ schicken. Was d'e Dauerhaftigkeit des Natto-nalsoziallsmuü betrifft, erinnerte Redner an seinen einstigen Ausspruch, daß der Nationalsozialismus das Ge schick Deutschlands für d^e kommenden Tausetid lahre tjestlmmen würde. Der Nnt'onnlsoz'ali^mus würde erst dnnn überflüssinr sein, wenn er vollkommen verwirklicht sei. • In seinen weiteren Ausführungen enn- M<^rarft)orer Zeltung« Nummer 2G nerte der Redner an die Erfolge der deutschen Waffen im Jahre 1930 und 1940 und bemerkte s^jöttisch, wenn die Engländer von-tiner Öffentive g^egen Deutsch land^sprächen, so sollten sie Zeltpunkt u.' Ort ihres Einbruches mitteilen, er.wUrdC dann dieses Gebiet räumen lassen. Wenn die Engländer danrr kämen, würden sieh die deutschen Truppen wieder vorstellen und die Engländer würden sie wieder ken nen lernen. Deutschland stehe fest auf dem Kontinent und gehe nicht mehr weg. Im J«hre 1941 würde, wmn dl« Stunde komme^ England die entscheidenden Pläne Deutschlands geschichtlich zur Kenntnis nehmen. Gegenüber der Möglichkeit erner a m e rikanischen Hilfe betonte der Redner, daß Deutschland von vornherein jede Möglichkeit einkalkuliert habe. Das deutsche Volk habe gegen das amerikanische Volk nichts. Deutschland habe nie mals auf dem amerikanischen Kontinent gekämpft, es ^i denn, daß man an die deutschen Kämpfer erinnern köiine, die für die Freiheit dieses Kontinents gestrl-ten hätten. At>er wenn Amerika daran denke, In Europa einzugreifen, dann woHe Red n^r darauf aufmerksam machen, daB jedes Schiff torpediert werden würde, das in den Bereich der deutschen Gegenblockade käme. Diesmal stoße man nicht auf dn ermattetes Deutsch land, sondern auf ein entschlossenes und kraftvolles Deutschland. Zu dem Bündnis mit Italien bemerkte Redner, daß diese Freund. Schaft weiter bestehe und auch vorüber, gehende Mißerfolge des Freundes nichts daran ändern würden. Wenn Deutsch, land nach Sizilien komme, so handle es nach dem Grundsatz, daß dort, wo es den Gegner schlagen könne, ihn auch schlage. Wemi vom Balkan als möglichem Ausgangspunkt einer deutschen Offensive gesprochen werde, würde Redner'i^uch darauf nicht viel geben. Allerdingt müsse er sagen, wo Eng« land in Erscheinung trete, werde Deutschland anstreifen, und Deutschland se! stark cenug d^zu. überhaunt sei lede denkbare Möglichkeit In Rechnung gestellt. Am Ende stehe Dfutschlands Sleiar. Man könne Deutschland auch nicht aüshunorern und auch nicht mit seiner Rohstoffnot rechnen. Dafür habe schon der Vieriahresplan gesorgt. Da? deutsche Volk stehe fest zu seinem Führer, es sei mit ihm für alle Zeit verschworen. In die. seni Volk sei wieder sein alter Geist le. hendig geworden, sein Fanatismus und seine Kampfbereitschaft. Den Aripell Churchills nn das italieni sehe Volk, s'ch vom Duce zu trennen bezeichnete der Redner als Idiotie. Dann ironisierte er die Ausführungen der englischen Presse über Fehler, die er gemacht hätte, und meinte, er werdi, Got* auf den Knien danken, wenn er ihr l^^l mit d^n iDjleichen Kn^rbn'ssen sp'no Feh. k'i* we'ter machen lasse wie 1040. Sch'icRlirh versirherte Redner, Dent8c*iiand n'cht presehlnf'^n habe und daf^ sowohl d'e Luftwaffe als aiioh (He gesamte VVehrmacht die Fintscheidung so so erzwingen würden. »Unsere Produktion ist auf allen Ge. bieten fresteijrert. Was andere planen wird bei uns Wirklichkeit. Das ilenlscli*' Volk stfht hinter sc'ner Führung. Urs Inhr 1941 wird, davon b'n 'ch überreti^'t, d^s l"hr e'n«*«' Neiiordmin'* F^ro'ias s"in. F^'^s Pro_ knrn Ue'n soin, als der der Tvffirnipj iir«d 7Me«fiinicnbriirti rigr ©"d- lieh d'*» fJir VH'ker- H'tler wies dann auf seine seinerzeitigen | Voraussagen im Reichstag Irn, daß, wenn wirklich d'e Welt vom Jtidentum in einen Krieg gestürzt werden sollte, das fuden-tuni damit seine Rolle in Kuropa niisge. spielt haben würde. Schon jetzt sehen wir. w'c unsere Rassenerkpnntn's unsev Vo'k crf''Rt hnt, so dnf^ auch ili:^ rinHcrnp I Völk'^r die«: erkennen und in rinc p;r^i^er'' j Front eintreten werden. In eine arlscht | Franlireich erwartet entsdieideni^iis^^ii^e Lyon, 30. Jänner. (Avala—Havus.) Der »-T c m p s« s^ihrelbt: »Rh heRtatiqt sich immer der Eindruck, daß die große Wende im gegenwärtigen Krioße nicht mehr lange wird auf sich warten lassen. In den kommenden Monaten werden die Operationen zur See'und in der Luft voll aufgerollt werden. Dies wird überaM der Fall sein, wo es Irgendwie möglich Ist, Resultate zu öryjelen, um die Entscheidung herbe'-"fähren. Die lokaloperative Phnse des Krieges hat Ihren Raum bereits über-sehritten, besonders im Hinblick der ge- uUMnsauien Luftoperationen di'r Dcutsch':ii und der Italiener, Die relative StHIe, die seit einer Woche entstanden war, ist höchst unbedeutend. Dies gilt für England als auch für den Kontinent. Es handelt sich Um die letzten Vorbereitungen für die große, in Aussfcht genommene Offensive, Frankreich kann dank der klugen und loyalen Politik des Marschalls Petain so. wohl die Ereignisse als auch sein künfti. gcs Schicksal vertrauensvoll abwarten. Die französischen Kriegsschiffe erhielten Jänner: Geschloss^ den Befehl, Feber um 20 Ub^g^n ^der selbst zu ver!®fSon«. Pren]'yQ„ irgendein ner Seite der VersdcH unternommen werden sollte, die Flotte in Besitz zu nehmen. Frankreich ist fest entschlossen, die durch die Niederlage entstandenen Verpflichtungen ehrlich zu erfüllen. In diesem Geiste stand auch das Vorgehen bei Oran und Dakar. Diese Tatsachen sind ein Be. weis für die Aufrichtigkeit Frankreichs u. für die Loyalität seiner Haltung bis ziim Schluß dieses Krieges. 6lam ISroteftorot 3apand? Sauan« in örn fiamefif(d-in&o(^in(f{f(&tn SStjItOuitQtn / 2)lf 3D'iiffcnfijnftan(db(r6an&itin8cn Öa&nt fn Gaigon 6(Qonnni Schanghai, 31. Jänner. Wie Columbia Broadcasting Servicje erfährt, organisiert .Tapan in China eine Frei-wilHgenarmee für Siam. Diese Armee rekrutiert sich vornehmlich aus den in China diasporisch lebenden Nachkommen der alten japanischen Samurais. Wie man erfährt, glauben die Japaner — obwohl die siamesisch-indochinesisch en Wa ff en sti 11 st a nd sverh ti nd 1 u n -gen bereits begonnen haben — noch immer nicht an die Dauerliaftigkeit eines Friedens zwischen den beiden Staaten. Japan ist deshalb in ständiger Bereitschaft, um jed^in etwaigen neuen Konflikt zwischen Siam und Indorhina zur Verschärfung seiner Kontrolle auszunützen. die sich schon jetzt auch in Siam bemerkbar macht. Wie in unterrichteten Kreisen Schanghais verlau- tet, sind die Interessen Japiuis in Siam viel größer als in Indochina, wo man sich mit dem Besitz einiger Stützpunkte begnügt. In siamesischen Kreisen Schanghais befürchtet man allgemein, daß Japan das direkte Protektorat über Siam anstrebt. Im Verlaufe der jetzigen Vermittlungstatigkeit wird J;i-pan wahrscheinlich territoriale Konzessionen für Siam auf Kosten Tndo-Chinas herauszuschltigen versuchen, wohl wissend, daß diese Konzessionen dem Protektorat Japnns in Siam zugute. kommen werden. NhcIi FM'stigiing der in Siam wird Japan später mil zeitlich längeren Methoden versu-ch''n, auch TiiMocliin:! in srine Kiu-l'lußsphäre zu brinj^eii. 'l'r)kio. ,S1. Jänner. Domei Wif aus Saigon l>crichte( wird, haben ge- stern dorlselbL die VV'aifenstiUstands-Verhandlungen zwischen Siam und Indochina begonnen. Die Verhandlungen werden an Bord eines japanischen Kriegsschiffes geführt, welches im Hafen von Saigon verankert liegt. Die Verhandlungen wurden durch den Leiter der japanischen Delegation und Clief der japanischen Militärmission in Indochina, (rcneral Baischiro Su-mita, mil einer kurzen .\nsfSrache eröffnet, Den nach fand eine Ausspräche darüber slaü, wie die Hauptgedanken über die Art und Weise des Waffen-stillstanfles verwirklicht werden sollen. I>i<'. Konfen-nz bcFaßle sich nach kurzer Tinlerbrechung mil den Möglichkeifen riiicr haldigen .\bgrenzung im striHigcn firenzgürlel zwischen Siam und Indoeliina. !9ie Ql&änöerunq 5er afloofet)elt-35in VIER ZUSATZANTRÄGE, DIE ANGENOMMEN WURDEN — ROOSEVELT ZUR BERICHTERSTATTUNG VERPFLICHTET Washington, 31. Jänner. Der außenpolitische Ausschuß des Kongresses einigte sich in einer Gehe'msitzung auf folgende Punkte: 1. Der Zusatzantrag zum Englandhilfe-Gesetz, wonach di-i Vollmachten des Präsidenten Roosevelt am 30. Juni 1942 erlöschen, wird ango. nommen. 2. Der Präsident nuiß im Rahmen. dieses Gesetzes in regelmäßigen Zeltabständen dem Kongreß über dün Umfang der an England gewährten Hilf#- berichten. 3. Der Präsident der ÜS.A ist verpflichtet, vor jeder Waffensendung in die befreundeten Staaten sich mit den Oberbefehlshabern aller drei Waffengat. tungen ins Einvernehmen zu setzen. 4. Amerikanische Kriegsschiffe dürfen für die Begleitung von Schiffsgcleitzügcn nicht verwendet werden. 1.5 andere .Abänderungsanträge wurden vom Ausschuß als unzweckmäßig abg-?, wiesen. (dro9(r (SfmDfang in fier ®er('re; eoto'el6olf(f)aft Berlin, 31. Jänner. .Anläßlich der Ueberreichung der .Akkreditive durch t'en neuen sowjetrussischcn Botschafter D e-kanosow in die Hände des Führers u. Reichskanzlers gaben Botschafter Deka-nosow und Gemahlin einen Empfang in der Sowjetbotschaft. Eingeladen waren Vertreter der Re-chsrcgierung, der deutschen Wehrnu'icht, ('er Diplomatie, der neutralen Staaten und der Presse. Der Empfangssaal war mit den Bildern Lenins und Stalins geschmückt. Von den pro nrnenten Perscinl'chkeiten waren u. a. Rcichsaußenniinister v, R i h b e n t r 0 p. Generalfe'dmarrschall v. Heitel mit mehreren (}eneralen anwesend. Dem l:mp fang wohnten jugoslawij^clicrseits der Ge sandte Dr. Ivo A n d r i c, M lifärattacheo Oberst V a u h n i k und die beiden Korrespondenten der ^^Politika« imd der >-^No. vüsti« bei. Front gegenüber der jüdischen Ausbeutung, Das Jahr, das hinter uns liegt, war ein Jahr vieler Erfolge, aber auch vieler Opfer. Unsere Liebe und unsere Fürsorge f^ehört jenen, die Opfer bringen mußten, vor allem den Familien der Betroffenen. Gearbeitet hat die Nation auf allen Ge. bieten. Es ist ein wunderbarer Gemein, schaftsgedanke und wir b'tten den .All. mächtigen, daß dieser uns auch im kom. menden" Jahr erhalten bleibe. Das sei der V/unsch des heutigen Tages! Daß wir den Sierr erringen, das soll unsere Zuversicht sein, daß der Herrgott uns n'cht verlassen möge, das soll unser Gebet sein! Deutschland, S'eg Heil! Nach der mit stürmisch^Mu Heifall aul-<«:enommenen Rede des Führers kleidete Reichsminister Dr. Goebbels das neue Gelöbnis. imerschütterlicli dem Fühn^r "mi foi-'-^cn. 'n cinif'-e knr-i' Worte, wi»r;nif di-' hiin'T m't dt'm Abs^nrrcn d^-r Hym nen der Nation geschlossen wurde. ®el'ffrunp ö?«" u"nori*cf(en 3lu9enmini"er(( (9rQf & efan «fofij Budapest, 31. Jänner. Unter ungeheurer Beteiligung des ungiirisch^n Volkes, der Vertreter des Öffentlichen Lebens und der Sonderdelegationen aus Deutschland, Palien und Jugoslawien wurde gestern ilie Leiche des v^irstorbenen Außemninistcrs Graf C s a k y feierlich bein:e.setzt. An der Leichenfeier beteiligte ^ich a'Uch Reichsverweser Nikolaus von H o r t h y. Neben dem Katafalk unter djr Parirment.-kuppel v;anMi die Kränze der Staatsoberhäupter und der Delegationen bereitgestellt. Neben dem Lorbeerkranz Horthys sah man die Kränze des Führers und RjichskanzU'rs .Adolf MitU r, des Ducy und den Kran^ S. K. H. Jo;-. l'rinzreqenten Paul von Jugoslawien. Unter den anderen Kriin/en sah man f^'rnur einen Kr:inz des ii!|"->^la\vischeii AuP'-nrrniskrs Dr. C'1-'■ar-MarkO'-'i' und jenen dtjt> Verk'Mirsini-nisters Ing. BeSlic. Punkt 10 Uhr vormit- tags nahm Kardinal-Erzbischof Dr. S e -r e d y die feierliche Einsegnung der Leiche vor. Gleich darauf hielt Ministerpräsident Graf Paul T e I e k i die Trauerrede, in der er auf die imponierende Karriere und Opferfreudigkeit des verstorbenen Außenministers hinwies. Graf Csaky habe die .Außenpolitik Ungarns persönlich betrieben und sei auf dem .Altare seiner Heimat verglüht. Ungarn werde niemals vergessen, was üraf Csaky seinem Lande an Diensten geleistet habe. Daraufhin sang der Chor der Königlichen Staatsoper einen ergreifenden Trauerchor. Ein prächtiger Kondukt setiite sich sodann zum Kö-röpeser Friedhof in Bewegung, wo die irdische Hülle des Grafen Csaky in der Familiengruft zur letzten Ruhe bestattet win--de. 3>n« 6(u*f(fie ßdfto 6er ©üfto't-TItiff'on 3>ono))an0 Hulgurieii und die ITSA I>crlin. Hude .länner. UTA) .Aii-gpsichls der distanzierten Zurückhaltung, mit der die deutsche Prosse allgemein die südosteuropäische Heise des amerikanischen Obersten Dono-vaii. eines der Emissäre Präsident Hnnsevi'lls. verlnlgt, vi-rdienl ein \v-tikel der ..Wcstinark'* Beaehlung, der sich sehr eindeutig mit der .Missioji Donuvans belaßt. Der .Artikel geht von dcji Darlegungen di'.r amerikanischen Zeitschrift ..Washington ,Merj\v go Bound'' aus, die es als .Aufgabe Douo-va.ns bcz<'iclmel habe, die Vorausset-zungeii für dii^ iliploniatischeu Anstrengungen der .\S.\ m verbessern, di»*^ darjuf hinaus liefen, den Krieg zu verlängern und über möglichst weite Schauplätzi' zu verbreiten. Das Blatt nuMut hiiTzu, <'s si'i schon .,ein starkes Stück . daß Oberst Dono-van auf seinem Beisewegi'. auch in einem (jebict auftauche, das nur durch die militärische Stärke der Achse bewahrt worden sei. .,Welches tTcschrei win-de sich erheben" — so tragt das Blatt — ..wenn Deutschkmd eine derartige Heise eines Miiifärsacliver.stän-digen dur<'h die südamerikanischen und niillelcinuM'ikanichen Staaten ver-anstalti'te? Da würde gewiß Boosevelt behaupten, es gäbe keinen besseren Beweis für dii' Finmischung Deutschland . in die innerainerikunischen \'<'r häl Inisse. Auf deutscher Seite sei man indos- i^Mariborer Zeitung« Nummer in (kHIIV vllVidarität der (■uropilisch'l I ■ I ■ P .,Uiiverfro-ronlu'it Herrn Roo- scvell" uiHiiö^licli niat'lu'ii worfle. Das Ulatt gibl in diesem Zusammenhang soinL-r Verwunderung darüber Ausdruck, daß der Abgesandte Roosevelts in einem Sofioter Blatt imterwürfig als t ili Sendling der segensreictien und lür Bulgarien l>esonders fruchtbaren amerikanischen Kultur l)egrüßt und dafür Ix'dankt worden sei, daß sich linier dem Diktat von Neuilly nicht ancli die l'nlerschrift der TTSA finde. Auch der Vcrsialler Vertrajj;, so be-antwortel «his Blaü diese Bemerkung, sei von den UvSA nicht rulifizierl worden, obwohl der Vorgänger Poose-velts, Präsident Wilson, genau so viel vcrantworllich wie Clenienceau und Lloyd George für alle Ungerechtigkei-len sei, die dieses Diktat nicht mu' Deiitscldand. sondern auch Europa zugefügt habe. Ohne daß man die Be-nierkungen des Sofioter Blattes überschätzen wolle, könnten sie doch ein ii^eeigneter Anlaß sein, um alle europäischen Staaten daran zu erijmeru, in welcher Weise nn*'n tlie auf s'c entl'nl'e'uj • Mehhnengo bei jedem KTufnnnn erhnU':"^ diesen"' wird j'^'iioch die enf-or'M;hende Menn:e ersetzt. um fliulurrh die hei dem betreffen den Kaufmann Mehl be7'nhenden F'nwoh ner-nj.'Iit MI \'»'r'. i»r Dw- I^■t • h' Pen V(»'i 'lin-n ...........■ ■ usw. die entsprechenden Karten, fall-' ihnen diese zugeteilt werden, bzw. deren Abschnitte zu erhalten und sie dann als Beieg für den weiteren Quotenbezug dem zuständigen .Approvisionicrungsamt zuzustellen. In den G a s t b c t r i fc b e n haben die Gäste grundsätzlich ihre Kartenkupons abzugeben, soweit dies möglich ist, und die Betriebe haben diese Abschnitte der augengläser ? dlDl. opttker e. petein Mehl und Brot anweisenden SteHen abzuführen. Ueberdies erhalten die Betriebe besondere Karten .(Betriebskarten) für eine gewisse MehlnTenge zugeteilt. Den Zuk-kerbäckereien werden die Betriebskarten unbedingt zugestellt, da dort von den Gästen keine Kupons aibgenommen werden. Für die Bedürfnisse der Gastbetriebe und Bäckereien verschiedener Art werden monatlich Sonderkontingente zugeteilt werden. In Slowenien erhalten die Gaststätten, Büfetts und Milchverschleis-se zusammen monatlich 5 Waggon?, die Bäckereien für die Erzeugung von Feingebäck 2ii Waggons und die Zuckerbäk-k reien ebenfalls 2 55 Waggons Mehl. Für die Zuckerbäckereien in Ljubljana, Maribor und Celje sind die Sonderkontingente bereits test^'^csctzt, in den übrigen Orten v,\M*ilen sie von den Bezirks-.Approvisio-n'erungsämtern noch bestimmt werden. Die Betriebskarten gelten auch für den Ii--' !b-zij,';. Ifr-bei gilt, dnß 7.7 Kilo Weiß-iiL'!''' gleich in Kill» Weißbrut «'»der 3"^ Kilo Klnheitrhrot sind. Genaue Weisungen In 6taM und £an& Die Mariborer Filiale d«s Weinbauver-eines voranstaltet im nächsten Monat in der Stadt und am flachen Lande einj Reihe vcm Rebschnlttlcursen, und zwar in Mariboram4. Feber in Melje am Scher batim-Weitigut, Pekre am 4. Februar am dortigen KkisterbesHz, in P o c e h o-va am 6. Februar im Weingarten Kaufmann, in L i m b u s aan 6. Februar in den Klosterweingarten, in Parnca am 9. Februar am Grahornrk-Besitz und am 11. Februar in P e k e 1 im Mardn-Weingarten. Den Weimbautreibcnden wird wärmsten s empfoWen, an diesen Kursen teilzunehmen und auch die Winzer m^tzutiehm'dn. Der Rebschnitt wird heuer wieder sehr wichtig sein. Alle Kurse beginnen um 14 Uhr nachmMtags. Wer aus dem Fenster schaut, weiß, daß an den Frühling noch nicht zu denken ist. Trotzdem ist er da, nur nicht im Freien draußen, sondern hhiter schützenden Glaswänden ~ im Blumenladen. Wer in dieser Zeit ein Blumengeschäft betritt,.um ein Sträußchen oder einen Blumentopf zu kaufen, der tritt in den Frühling. Oft genießen wir ihn auch schon von außen. Viele Menschen halten vor dem Blumenladen den Schritt an und bleiben lächelnd und versonnen ein Weilchen vor dem Schaufenster stehen. Welch ein Blühen und welcite bunte''frühlingshafte Farbenfülle breitet sich dort aus. Die Spätwinterwochen sind'ja* die Zeit, in der alle Gärtnerelen die in den schützei^ den Gewächshäusern angetriebenen Pfk< Talons der FebruarkarU-ausgefolgt werden. m. Evangelisches. Sonntag, den 2, Feber werden die Gottesdienste ausfall^'i müssen. m. Die Stiftungen haben, wie der Stadtmagistrat verlautbart, im Sinne der geltenden Bestimmunrren bis spät'^stens 31. März eines jeden lahres. der Hanntsver waltung bzw. dem Unterrichtsministeriuin, wenn sich die Tät'p'keit auf mehrere Bannte erstreckt, t!en Pe'lr':un'iPiitn'k« veranstaltet in der Zeit vom 22. b'< 26. Feber eine Gesellschaft^ireisf' npch Hudanest. Die Fahrt erfokt auf Grund eines Kolicktivpasses. Prospekte und .AnmpMiipf*pn beim ^Ptitn'k^f. m. Wetterbericht vom 31. Jänner, 9 Uhr: Temperatur —7.8 Grad, Luftdruck 742.8 nim. Luftfeuchtigkeit 02"'o, Südwind. Gestrige Miviinaltemperatur —0. heutige Minimalteinperatur —9.6 ürad. 2>ie THrlDl- unö oft orten-Verteilung fn 6tu&rnci Das ApproviiökmierungsaiTit der Nachbargemeinde Studenci teilt mit, daß die Mehl- und Brotkarten für den Monat Feber kommenden Sonntag, den 2. Feber von 8 Uhr vormittags ununterbrochen bis 19 Uhr abends In der Knabenvolksschule zur Verteijung gelangen werden. D'^ FamHIenoberhäupter haben zwecks Angabe über die Nahrungismittelvorräte selbst ztj erschemen und die Karten für ihre Familiien zu beheben. Dasselbe gilt auch 10 r däe GenossenschaftsmitgHeder. Um in zweifelhaften Fällen die Identität festzustellen, hat jedermann Vilne Legitimation oder ein anderes Do'kument mitzu-brintgeti. Die Lebensimittelkarten kosten 75 Para pro Stück. Für das Vorräteverzeichnis und an Einschreibgebühr ist für die ganze Familie 1 Dinar zu entrichten. aSrotfarienaiMoa&t in TtaMvonfe Das Approvisiomierunigsaint in R a d -v a n j e gibt beikannt, daß die Ausgabe der Brot- und Mehlkarton im Bereiche der Gemeinde Radvanie wie folgt erfolgen wird: Am 3. Feber für Zgornje Radvanje. Am 4. Feber für Burova va« und Spo-dnje Radvanje. Am 5. Feber für Nova vas. Am 6. Feber für alle jenigen, die ihr Versäumnis an den obgenanntin Tagen entschuMigen können. Die Karten werden von 8 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr ausgegeben, und zwar nur jenen Familienoberhäuptern, die den richtig ausgefüllten Fragebogen abgegeben haben un-d die über keinen Vorrat von MahlprodU'kten verfügen. Die Mitglieder der Anschaffungsgenossenschaften erhalten die Karten bei ihrer Genossenschaft. Stefan Ramprez mehrere Stichvcrlctzun-, gen am Rücken davontrug. — In Dolane bei Sv. Barbara erlitt der 18jährige Franz Etnersic bei 'einem Raufhandel einen Stich in den linken Arm. — Beide Verletzte wurden ins Kranfkenhaiis üi>erführf. Aus Kofeufc * Im Burgkeller-Restaurant, Heute Seefische! 498 m. Unfall. Die 57 jährige Köchin Maria FriSkovic stürzte derart unglücklich über einen Stiegenaufgang, daß sie sich den Arm brach. Ans Ptul ko. Gestorben sind in den letzten Tagen im Gebiet von Kol^nionfoino Tocliler lebl in Wira'* — heißt der Wien-Fflin im Verleih der Ufa mit Hans Mosci\ Hans Oklcn. Doril Kreysler und Hedwig Bleibtreu, der ah morgen im Union-Kino läuft und eine köslliche und amüsante Komödie der Verwechslungen um einen falschen Schwiegerpapa ist. Ein Lustspiel für alle, die einmal so recht von Herzen lachen wollen. c. Kino Dom. Bis Sonntag der erste bul-gari'-"'ie Tonf'Im »Sieghafte Liebe«. Ab Montag »B r o a d w e y m e 1 o-d i e«. MOlUlOCCt Freitag, 31. Jänner: Geschlossen. Samstag, 1. Feber um 20 Uhr: ?>Eine verdächtige Person«. Premiere. Sonntag, 2. Feber um 15 Uhr: »Habakuk«. — Um 20 Uhr! »Eine verdächtige Person«. Montag, 3. Feber: Geschlossen. Dienstag, 4. Feber um 20 Uhr: »Ich liebe Dich«. Gastspiel Vera Juvan utiil Slavko Jan. ^olf^unttterfitftt Freiltfg, Iii. .läniier. Dozcul Dr. Vladimir Kilipovic spricht ül>cr die ,,Kultur Und ihre Bedenlung im Leben des Volkes'', Ton-Klnr Esplanade-Tonkino. Die Premiere des deutschen Großfi>hns »Der Stern von Rio« mit Gustav Diesl und dier bezaubernden Tänzerin La Jana in ihrer letzten Rolle. — Ein prunkvoller exotischer Film voll Temiperament, Spannung und originalspanischen Tänze, wie Rumba, Tango, Ka-rioka u. a. In Vorbereitung der Schlager der Saison »Yvette« (Die Tochter der Kurtisane) nach dem weltberühmten Ro-in"" --n Guy Maupassant. Burg-Tonkino. Nur bis einschließlicli Freitag der französische Spitzenfilm »Die verhängnisvolle Stunde« mit Bireille Baiin, Roger Duchesne und Erich von Stro-heim. — Ab Samstag die Weltsensation »Stjenka Rasin«. Uftion-Tonkino. Bis einschließlich Montag bringen wir den großartigsten Kriegsfilm »Spion«, eine Epopöe der unbekannten Helden des Kriegsgeheimdienstes. Die Handlung ereignete sich dokumentariscli im Jahre 1917. Die Hauptrolle spielen, brillant wie immer, Edwige Feuiller und Andre Lugnet. Der Inhalt ist äußerst spannend und ungemein interessant. — Unser nächster Film heißt »Die Rose aus der Großstadt« mit Tyrone Power, Aücf Fay und AI Jolson. ♦ Tonkiflo Pobrezje. Am 1. und 2. Feber der mysteriöse Großfilin »Hinter Kerkermauern«. 540 Rfutlo-Pcmctunm Samstag, l. Fet>ruar. Ljubijana, 7 Uhr Nachr., Frühkonzert. 12 Konzert. 17 Jugendstunde. 17.30 PI. 18 Jugendchor. 18.40 Vortrag. 19 Nachr. Nationalvortrag. 20 Außenpolitische Wochen schau. 20.30 Bunter Abend. — Beograd, 14.20 Verdi-Stunde. 17.05 Jugendstunde. 17.35 Militärkonzert. 19 Nachr., Nationalvortrag. 19.45 Uebertragung aus der Radioausstellung. 22 Tanzmusik. — Prag, 16.30 Leichte Musik, 19.30 »Der Revisor^ von Gogolj. 22 Bunte Musik. — Sofia, 18 Volksmusik. 19.50 Leichte Musik. 20 Gesang. 21 Tanzmusik. — Beromünster» 16 Kammermusik. 18 PI. 19.55 Bunte Musik. 20.25 Hörspiel. — Budapest, 18,15 Konzert. 19.20 Hörspiel. 21.10 Militär-! konzert. — Deutsche Sender, 12 RO. 14 Blasmusik. 16.20 Bunte Musik, 19 Leichte Musik. 21.15 Unterhaltungsabend. Bis zum 31. Jänner versehen die S v. A r 0 h-A p o t h 0 k e (Mr. Ph. Vidmar) ar Hauptplatz 20. Tel. 20—05. und die Magdalene n-A potheke (Mr. Pli. Savost) am Kralia Petra trg 3, Tel. 22—70 den Nachtdienst. Wettervorhersage für Samstag: bewölkt, unbeständige^ Vorwiegend Wetter. b. NaS rod. Zeitschrift für div Volksschuljugend. Erscheint bei der "hMladin-sika maticn« in Ljubijana. Im Jahresbezug Din 30.—. Unterhaltende und belehrende GcwSchichti'n aiK der Welt der Kindor, t;ü-te Bilder und eine Rätsel'seitc. Lothar lehnte mit Lore an einem Baum, t Es regnete in Strömen. Die be'den küßten sich. Es blitzte un'i donnerte. Die bei. den küßten sich. Da kam ein Herr vorbei und sagte: »Sie, wissen Sie nicht, daß es Icbensgefährl'ch ist, bei' einem Gewitter unter einem Raum zu s|ehen?<; : '>\la - haben wir denn ein Gewitter?«^ I drehte sich Lotlur um. »Mariborer Zeitung« Nummer 26 6 Freitag, den 31. Jänner 1941 Wittschiiftlidic Riuiflsfluiii ^ugotiatDlfiid QiuBengaii&H im 3a6re 1940 FÜR DAS JAHR 1940 WIES DIE JUGOSLAWISCHE HANDELSBILANZ EIN AKTIVSALDO IN HÖHE VON 661,7 MILLIONEN DINAR OEOENÜBER 763,8 MIL- UONEN DINAR FÜR 1Ö3» AUS. B 0 o g r a d, 30. Jänner. Laut amtlichen statistischen Angaben bezifferte sich die jUKOs^Iawische Ausfuhr für Deiember llMO auf 197.341) Tonnen im Werte von fir,' Millionen Dinar und war somit mei> i^cnmäßig um If>8,444 Tonnen bzw. 50,H Prozent und \/ertmäßlg um 117 Millionen Dinar bzw. 16,06% geringer als Im gleichen Monat des Vorjahres (395.703 Tonne nim Werfj von 728,4 Millionen Dinar). D'e jugoslawische Hinfuhr belief •^ich im Dezember 1940 auf 74.594 Tonnen im Werte von 578,7 Millionen Dinar und war somit menRenmäBip; hiniyc-;;en um 178 7 Millionen Dinar bzw. 44.67 P.ozent Krößer als im Dezember 1939 (7l?.384 Vonnen im Werte von 400 Millionen Dinar). Für das a n z e Jahr 1940 bezifferte sich die iUk{oslawische Ausfuhr auf 3,254.719 Tinnen im Werte von ß.R80,3 Millionen Dinar geKtnübcr 3.464.135 Tonnen !in Werte von 5.521 2 Millionen Dinar für das Jahr 1939. Im Jahre 1040 wies also die jugoslawische Ausfuhr mene[en-mäliig eine VerrinKcrunj^ um 209,416 Ton-njn b^w. 6,05%, wertiiiMBig hingegen eine Zunahme um 1.159,1 Millionen Dinar bzv auf. Die jugoslawische 0 e s a m t e i n. fuhr belief sich im vergangenen Jahre auf 1,262.877 Tonnen im Werte von 6.018,6 Millionen Dinar und war somit mengenmäßig um 136.484 Tonnen bjw. 12.12Vo und wertmäßig um 1.261,2 Mit. Honen Dinar bzw. 26.3P/o größer als Im Jahre 1939 (1,126.393 Tonnen Im Werte von 4.757,4 Millionen Dinar). Die jugoslawische Handelsbilanz wies für Dezember 1940 ein Aktivsaldo von 32.7 Millionen Dinar auf, während sie für Dezember 1939 mit 328,4 Mllllo. nen Dinar aktiv gewesen war. Für das ganze Jahr 1940 schloß die jugosl. Handelsbilanz mit einem Aktivsaldo von 661,7 Millionen Dinar ab, während sie für das Jahr 1939 ein Akt'vsaldo in Höhe von 763.8 MMlIonen Dinar aufgewiesen hatte. Das Gesamtvolumen des fugoslawl-schen .Außenhandels (Einfuhr und Aus* fuhr) betrug im Jahre 1940 4.517.596 Ton. nen und war somit um 73.418 Tonnen bzw. l,62'"o geringer als im Jahre 1930 (4,591.012 Tonnen). Der Gesamtwert des jugoslawischen Außenhandels betrug im Jahre 1940 12.698.8 Mill'onen Dinar, wa^i gegenüber dem Jahre 1939 (10,278.5 M'L lionen Dinar) eine Erhöhung um 2.420,3 Millionen Dinar bzw. 23,5''/o darstellt. 3ntmer nröBered 3nter(fie ffir asilfifellr DIE 31. PELZAUKTION IN LJUBLJANA _ DIESMAL OERINOE AUSLANDI. SCHE BETEILIGUNG Der traditionelle Agnes-Fcllmarkt m Ljubijana, der bekanntlich am Monta< nach den» Agnestag (27. Jänner) in den Räumen der Mustcrniehäse veranstaltet wird, umfaßte d'csmal zwei Tage, und zwar den 27. und 28. d. M. Die Qualität der angelieferten Ware war heuer elwa'-geringer als im Vorjahre. Obwohl genü gond Käufer vorhanden waren, war das allgemeine Interesse nicht auf jener Höhe wie im vergangenen Jahr. Infolge dep Krieges war das Ausland in der FelL auktion sehr schwach vertreten. Es muß hervorgehoben werden, daß das Inter. esse der inländischen Käufer diesmal sehr lebhaft war und daß ansehnliche Käufe getätigt wurden. Vorhanden waren u. a. mehr als 300 Silber, und über 100 Blaufüchse der inländischen Zucht. Zu größeren Abschlüssen in diesem Edelpelz-werk kam es nicht, da die Preisforderungen den Interessenten zu hoch schienen. I;s muß hier festgestellt werden, daß die heimischen Fuchsfarmen schon sehr schöne Felle liefern. In der Auktion wurde fast die gesamte angelieferte Ware verkauft, ausgenommen die Silber, und BlnufUchse. Bedeutend höher waren die Preise für Winterhasen, Dachst Bisamratten und sogar für Kat. zenfeile. Im allgemeinen wurden in der Auktion für erstk'assige Ware folfr?nde Preise erzie't: Frir-hse 180- .?20 ("vor e'nem lahr in ''er Pp'zmp0 bis 760 f'750 b's 9O0), sehr schöne Stücke bis 1060 lUiss'i 150 b's 180 MIO bis 140) F'schotter bis 1000 ^500 b's 600). WMiterhasen 15 (10). Sommerrehe 27 (25) Win^errehe 16. Dachse 13) (75), WiUlkatzen 50 (44) Bisftmrat^en 88 (40) Eichhörnchen 14 (14) braune Wiegel 7 (3), weiße Wiesel 35 ^35). Hauskatzen 10 b'« 40 no> und Kaninchen 3 bis 6 ^3) D'nar. Für Ri'chr (3) und Maulwürfe (1.50 D nar pro SUlck) war last kein In-t^'resse zu beobachttin. Der nächste diesjährige Fcllmarkt wird von der »Divja koia« am 10. März in den Räumen der Mustermesse in Ljubijana veranstaltet werden. ^orrnNrftftir LJubiJtng, 30. d. Devisen: London I74.ö7-.177.77.(lm freien Verkehr 215.90 —210.10), Newyork 443 Teilnahme lugo «slawiens an den FIS Wettk^lmnfen an«"'?, nipldft hatte, mußte wetren finanr'ollor •^rbwierlf^kelten von der n>»m(>n*i5chii. Der Zagreber „Gradjanskl" und der BSK wurden zu einem großen Oster-lurnicr nach Wien eingeladen. Außer den beiden jugoslawisrben Spitzen-klubs Tv«rden noch „Ferencsvtros" und „Ujpcst*" sowie mehrere Wiener Mannschaften mitwirken. : Beogmi! und Zagreb werden lueh-roro StädtespIflo austragen, aus welchem Anlaß der Boogrador Bürgermeister Tomid einen Wanderpokall gestiftet bat. ; Der Oberste FuDballverband wiril am 2. Fcbcr in Zägrcb seine Jahreshauptversammlung abhalten. : Der erste FuOballkampf Kroatii^n ■i-Serblen wird heuer zum Austrag gelangen. Als Tönnin wurde der 20. Mai vereinbart, und zwar wird das erste Match in Beograd stattfinden, während das RüPkspia0 (l(ltrnt, Ist es höchste Zeit, daß Sit das Bassin verläßt. In ihrer Angst rufen die Gehilfinnen Varietediener und Artisten herbei. Gemeinsam versuchen die Männer, den Deckel zu heben — umsonst! Es stellt sich heraus, daß der Mechanismus d'.:s Schnappver-schltisses nicht funktioniert. Drinnen aber, in ihrem nassen Grab, ringt eine junge Frau mit dem Tode des Erstickens. Kostbare Minuten sind verloren, sie fühlt das Bewußtsein schwinden, sie stirbt im Angesicht von 2000 Menschen, die nicht einmal ahnen, daß das Bassin Joan Dhisers Grab -eworden ist. Während man den Vorhang fallen läßt, eilen Bühnenarbeiter mtt einer Riesenstatuge herbei u, zertrümmern das Bassin. Klatschend ergießt sich d're Flut auf Bühne und Orchester, erschrocken sprine[en die Zuschauer auf: Was ist geschehen? Nach wenigen Minuten sollen sie es erfaihren: Joan Dhiser Ist 3)ie Ban^ertooffe nid^ an 6iragen ar&un5en Berlin, JäJiner (UTA). Die Handhabung und die Leistung der deutschen Pan-z^rwaffe sind neben der Luftwaffe das entscheidende Element, daß das Bild des modernen Krieges geprägt hat. Für den Einsatz der Panzerwaffe ist das Vorhandensein eines guten Straßennetzes eine willkommene Erleichterung. Sie ist indessen nicht an die Straße gebunden, sondern dank der hervorragenden technischen Eigenschaften der Pan-zerfahrzeuge in ■weitem Masse von ihr unabhängig geworden. Genera!ob'.?rt G u d e r i a n, einer der ersten und bekanntesten Fachmänner der deutschen Panzer^affe stellt dtes in einer Beirahtung fest, sie sich mit den Erfahrungen des bisherigen Kri'egs-verlaufes befaßt Er weist darauf hin, daß die schnellen Trup, habe sich aber so- (Sren^fifMunoen ftörfer atö Seftunaen" Berl i n, Jänner. (UTA) Emi hoher Be-jze angesiedelt worden. Die Siedlungsbc-unter des deutschen Ernährungsministe- hörden hatten vier Aufgaben zu erfüllen-, Ministerialdirektor Dr. K u m m e r,' I. Zweckmäßige Unierbringung der Umhat soeben in einer Fachzeitschrift e'nen Siedler und ordent-liche Ausstattung d-'r uiteressanten Beitrag über die Bau-rn- Höfe. 2. Wiederaufbau knegsbeschädig-wedlung zur Raumsicherung in neuen ter land- und forstwirtschaftlicher Betrie-Grenzräumen geliefert. Der absolut sach- be. 3. Austausch kriegsbeschädigter volks hch gehaltene Aufsatz stellt zunächst, deutscher Betriebe gegen polnische Grund fest, daß auch benachbarte Länder wie stücke und 4. Weiterarbeit an der Sied-Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Italien und lungsplanung (Neubildtung von Bauern-Frankreich _ d-m deutschen Beispiel auf tum. Umlegung, Anliegersiedlung usw.) diesem Gebiet gefolgt sind. Er spricht da- In Danz'g und in Posen s'nd neue zentra-bei den Satz aus: »In volkstumsgefährdc-|le Siedlungs- und UmsMungsbehörden ten Zonen ^st '^mZahlenmäßig starkes, Igeschaffen worden, denen II Kulturämter fest mit dem eigenem Boden verbundenes unterstehen. Vollendet ist die Ostsiedlung Bauerntum besser als Festungen und, bisher in 23,000 Fällen. D'e Kop^zahl die-Garnisonen mit ihrjn oft wechselnden , ser Familien beläuft sich auf insgesamt Mannschaftsbeständen.« j 125.000 Menschen, die Ackerfläche auf Ministerialdirektor Dr. Kummer gibt ^20.000 ha. dann einen Überblick über die deutsche Hinter der nüchternen Feststellung des Siedlungsarbeit in den neuj^ewonnenen Aufsatzes, daß polnische Höfe meist nicht Ostgebieten. Etwa 180.000 Deutsche,, deutschen Anforderungen entsprechen und überwiegend Angehörige des Landvolkes,, daß erhon 13.700 Hofstellen »über- sind in den weiten Räumen von Danzig holt« werden mußten, steckt ein Urteil bis hinab zur deutsch-slowakischen Oren- darüber, in welchem Maß das Zivilisationsbedürfnis der deutschen Siedler das der polnischen Bauern übersteigt. Eigentlich kriegszerstörte Gebäude waren In 1800 Gehöften w'ederherziistellen. Mit der Errichtung der Siedlungsgebäude sind 50 größere und kleinere Bauunternehmer mit rund 14.000 Bauhandwerkern und Arbeitern betraut worden. Wie im gesamten deutschen Reich hat man auch im Osten das Schwergewicht auf die Gründung von Erdhofen im Umfang von gut abrrerundeten Familienwirt-schaften gelegt. Von grundsätzlicher Bedeutung ist ferner der Umstand, daß für die laufenden Pachtlerstungen der neuen Bauern nicht die Gestehungskosten zu-frrunde gelegt worden sind. Vielmehr ist die Rente, durch deren Errichtung der Bauer im Laufe der Zeit unbelasteter Eigentümer seines Betriebes wird, so bemessen, daß sie unter Berücksichtigung einer angemessenen Lebenshaltung sowie des Aufwandes für die Kirxler im Durchschnitt der Jahre getragen werden kann. Soweit die Siedler nicht selber lebendes Inventar einbringen, werden ihnen später zu tilgende Einrichtungskrodite gewährt. Die Sied'ung im Westen, d'ie erst vor wenigen Monaten eingeleitet worden ist, erstreckt s'ch zunächst auf die Rückführung von 260.000 ha in Lothringen und im Elsaß in die landwirtschaftliche Nutzung. Weiter sind die dornigen Siedlungsbehörden mit den Vorarbeiten für den Wiederaufbau der Zone zwischen Westwall und Maginotlinie beschäftigt. fort nach Ueberschreiten der Grenze ganz wesentlich verändert. Doch habe es auch hier keine entscheidenden Schwierigkeiten gegeben. Das deutsche Kraftfahrzeug und insbesondere das militärische habe aufgehört ein straßengebundenes Fahrzeug zu sein. Es könne iede einigermas-sen hergerichtete Fahrbahn benutzen und bei leidlicher Witterung und Bodenbe-schaffenh'eit beachtliche Leistungen erzielen. Generaioberst üuderian hebt auch die hervorragende Ausbildung hervor, die es ebenso wie die Werkstatteinheiten und rückwärtigen Dienste ermöglicht hätten, eingetretene Schulden schnell zu beheben. Auch die den Panzereinheiten zugehörigen Pioniertrupps hätten .durch rasche Wiederherstellung zerstörter Straßen und Brücken Rekordleistungen vollbracht und auf diese Weise dafür gesorgt, daß »dem kühnen Gedankenflug der Führung keine läst'gen technischen Fesseln angelegt zu werden brauchten.« Frühere Voraussagen der gegnerischen Seite, daß die Beschaffenheit der Straßen und des Geländes ein ernstes Hindernis für den wirkungsvollen E'nsatz der deutschen Panzerwaffe darstellen würd*;, haben sich, wie der Verlauf des Krieges gezeigt hat u. Generaloberst Guderian ausdrücklich heute be-zeugt, jedenfalls in 'cci-ner Weise bestätigt. Bubi hat festgestellt, daß Opas Kopfhaare we'ßer sind als der Bart. Mutti muß ihn beruhigen und sagt; »Bubi, der Barf ist doch auch noch nicht so alt wie die Kopfhaare!« 3in Slrd^id 6er (deDirne Wien. Es ist ein richtiges Museum mit der dazugehörigen, sicher hochinteres santen, den Laien aber ziemlich melancholisch» berührenden Bibliothek von Krankheitsgeschichten: das Wiener Gehirnarchiv. Eine besonders schaurige Sehenswürdigkeit für den, der den Besitzer solch eines grauweißen Stückchens Gehirnmasse noch lebendig gekannt hat. Die Namen der »Spender« werden dem Laien allerdings geheim gehalten. Und überdies ist das lediglich Forschungszwecken dienende Museum nicht der öf-fetlichkeit zugänglich. Man betritt also mit einem leichten Gruseln den Raum, unter dem man sich ein modernes Schauerkabinett vorgestellt hat. Aber wo Wissenschaftler im Spiel sind, gibt es keine romantische Schrecknisse. Und so betrachtet man nach Überwindung des ersten Schocks nur noch sachlich und interessiert den Inhalt der zwölfmal sechzehn Fächer, in denen über vierhundert Menschenhirne, tadellos konserviert, zur Schau gestellt sind. Diese in den Gläsern konservierte Hirnmasse also ist der mystische Träger von Gefühl und Geistigkeit, Ignorantentum und Geniali. tät, Schaffensfreude und Verbrecherinstinkten! Der Laie sieht keinen Unterschied. Das Gehirn, das die Welt um ein Stückchen weiterbrachte, gleicht bis auf verhältnismäßig geringe Größenunterschiede dem benachbarten eines kleinen, dahin gegangenen Durchschnittsmenschen. In Schalen, Gläsern und Eprouvetten sieht man, schwimmend in einer glasklaren Flüssigkeit, die Gehirne von Gelehrten, Künstlern, Kriminellen, pathologisch Entarteten. Ein paar Dekagramm weißer Marksubstanz mehr oder weniger entschieden Wert oder Unbeträchtigkeit eines Menschenlebens. Was das Gehirn dem Ungeschulten nicht verrät, steht auf dem ans Glas gehefteten Zettel. Ein paar trockene Daten, aus denen sich ein Schicksal enthüllt. Gehirne von überdurchschnittlich Begabten, prominente Gehirne sind vorläufig noch in der Minderzahl. Das wird sich wohl erst ändern, bis die Menschen so vorurteilslos sind, ihr Gehirn als mehr oder weniger kostbares Legat der Klinik zu Studienzwecken zu vermachen. fUmsifcc Slomment>e ^ilme i)er Ufa (Von unserem Fa.-Mitarbeiter) Berlin, Ende Jänner. Zur Jahreswende konnte die Ufa mit ihrem Film »Wunschkonzert« einen ganz großen Premierenerfolg erzielen. Unter der Spielleitung von Eduard von Borsody entstand ein ebenso spannender wie zeitnaher Film, der die einstimmige Bewunderung von Presse und Publikum fand. D:e Hauptrolle des Films, in dessen Mittelpunkt fesselnde Aufnahmen vom Wunschkonzert, der populärsten Veranstaltung des Großdeutschen Rundfunk> stehen, spielen Ilse Werner, Carl Rad-datz, Joachim Brennecke. In den Ufa-Ateliers geht inzwischen dij Arbeit weiter. Im Vordergrund steht hier der in der Produktionsgruippe von Professor Carl FrocMch entstehende neue Zafah Leander - Film »Der Weg ins Frei e«, den Rolf Hansen, der Meisterschüller Prof. Carl Froelichs, inszeniert. Eine hervorragende Besetzung, von der wird Hans Stüwe, Siegfr. Breuer, Eva Immermann, Hedwig Wrangel und Kammersänger Walter Ludwig nenrnen, stem-ipelt diesen Frhn heute schon zu einem Spitzenwerk der deutschen Fi^lmkunst. Professor Karl Ritter hat inzwischen die letzten Arbeiten an semcm Film »Ü b e r a 11 e s i n d 'e r Welt« :ibge-schlossen und kann so seine gesamte Kraft auf den Filun »Stukas« konzentrieren, der, wie der Titel schoin sagt, der modernsten deutschen Fliegerwaffe gewidmet ist. Prof. Karl Ritter und Felix Lützkendorf schrieben das Drehbuch und trugen dafür Sorge, daß eine fesselnde Spielhandlung die mit Spannung erwarteten Szenen vom fliegerischen Einsatz der Stukas verbindet. Für die Hauptrolle wurde eine große Anzahl jun.gt^r Schauspieler verpflichtet, deren Typ sich mit \ >Mariborer Zeftung« Nummer 26 dt'm cieutschen SokJaten deckt. Wir tien*« "t*ri Carl Raddat«, Albert Hehn, Hannes Stelzer, Herbert W|lk utid Ernst v. Klip-stelfi. In den weiblichen Hauptrollen werden wir F.lse Knott und Marina von Ottmar sehen. Von den Außenaufnahmen von den öl-ftldern des Balkans zurückgekehrt i^t der Ufat'ilni der Weldomaiin-Produktlon >A n-sc h I a K ^ u f Ba ku«, der FHni berichtet auf Grund historischer Tatsachen von den zahllosen Verid Oeftetzen und Kur2i)erlohte aus dem In- wtd Au«-Urx). b. Qtopoiltik. DieK' Zeitichrift für Oeo-polltitk verbunden ii>lt der Zeitichrift für Weltpolitik uikI Weltwirtithift bringt wieder Aufeitzc uod Kommentar tum Wdigejchehen. Da» Haft vervoiistmdi-gtti Berichte und Kunwachrichteti. Verlauf Kurt Vöwhickel, Heidefbefg* Jik" resbetug Mk. 23.«^, b. Trgovikl tOvaill. Erich^lnt monat* Uch in LjiibQAna wid kositt kn Jaftresbe» 2Ug Dln 3ö»w. Aufiatxt. Bericht«, V#r- Kleiner Anzcloec einsnachrichten, ein kurzer überblick über die heimischen Und ausländischen Wa-renmlrkte sowie gute Randbemerkungen zur Einkaufs'' und Verkaufspraxis. b. Beyers Mode für Alle. E'ne reichc Auswahl bringt das Heft an schöncn ele. ganten Nachmlttagskle'dem und Frühjahrsmänteln, einfachen Tageskleidern, Hausanzllgen und praktischen Mäntelchen, Anlügen und Kleidchen für Bub u. Mädel. Särnflche Modelle dieses reichaus gestatteten Heftes sind auf den beillegen den zwei großen Schnittbogen enhalten. HeftprelB Mk, —,80. Verlag Otto Beyer, Leipzig C 1. b. Ragvoj oarodoe privrede. Berichte der Nat?onaW>ank für den* Zeitraum vom 1, Jänner bl^ 30. September 10^, Erschienen als, Ergänzung zum Berich^ Nr. 0 aus dem Jahre 1940. Zu beziehen durch dfo Nltlonaltank in Beograd. bU M olfl II'», Mai «ralMrO^fn Pta !•*. «II« tMm Mal- Hol! AlSSKLyiy '"•1 I'»-, tu 4lMwnaiiw »OB •UfM*r*ra Bri«r*a ut tU* dtbUr «n p(a i». «u Iin< 4 Ins Friodeu. Miinskt ja. 4»M Bessere eni$to FRAU ODER MADCHEN in Führung «in. Laedhautbal tei, Kochen und sämtl. Haut arbeiten versiert, wird zu al* leinstehendor Damo am Land Kösucht. Anträjie an Kartma-ta, Karamatina ul. 17. Zemun 519-8 hu$ä§ " Ifuiutlt VERLOREN Am Weae Me&Canfka Sola b. Schuhgeschäft RogliC lOOO Dinar verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten« den Be tras geRen gute Eklohnuna be! dar I^llzej aheugeben- liiel N'! TtMl k Jiiiliiifn Idlnf I HC fik 4m Ixpoft bttflmm* tM NlitM mllMm mit •Imm War^mldMfi mä^9 Mmti» Oaa •FlROFANIA''*SyftMi alWIn tat Hb diMB Zw9dk da i» dai Utbartraft» wen £ln* imkI Mthrlarben* dmdi H» ttaMM einaif«» Arbeitagange auf robM und bMrb«it«t«a Hob, Karton, Jmt aowie jedea aadere |K>rte Matorial eniiAflkht • VorlMgi« Sit »oeb honte Prafpikta und onvtrblndllelit Offorla IMI^^ MatUtonäa Hs^arna d. d. Mürlbw. Kvpamin MNn « • »4t, IMI. SMf msrnrnm llleiiie nit plmi ünl ROMAN VON KURT RIEMANN Urheber-Rechtsachutz durch Verlag Osker Meister. Werdau I. Sa. 14 So beschränkt er sich nun auf das Zuhören, hat eine Loge i. d. Oper als Dauer-inieter, kennt tillc bekannten Singer und Sängerinnen persönlich, sammelt mit bewundernswertem Elfer 8challplaiten und hat üich als Lebensziel gesctzT, junge unbekannte Talente zu fördern. Das ist sein eigentlicher Lebensinhalt, wobei Ihn nur eine geiecjontUchi; Sitzung «tört, die er notgedrungen leitet, nachdem ihn sein Schwleffer.^r)hn vorbereitet hat. »üut, daß ich dich treHe, Schwiegervater«, begrüßt Ihn Meßdorf. »Es tut mir zwar sehr leid, aber ich habe daß Gefühl, als wenn wir noch Arbeit bekämen. — Darf ich bitten, daß du dich für morgen iianz frei hältst und übermorgen zu einer Unterzeichnung in die Verwaltung kommst?« Da« Gesicht des alten Horm verzieht sich zu einer Miene, als habe ihm jemand ifugemutet. Essig üu trinken. »Muß denn das sein?« »Es läßt nlch le'tler nicht umgehen. Ich habe In deinem Naman morgen eine Auf-)>lchtfratsaitzung einberufen.« »Du lieber Hlmmeil« Der Alte Bchlägt in hellem Entvetzen die Hände Uber dem Kopf zusammen »Du willst doch nicht etwa Irgend etwat» Neues unternehmen?« »Ne'n, Papa^^ beruhigt ihn Meß'^orf lä che'nd. »Diesmal habe ich nur ulne aJte Rechnung beglichen. D^e »Vereinigten« . du weißt, d'e Leute, die uns damals mit dem Patent so betrogen haben, sind fällig. Darüber wollen wir morgen be, Hchreften; ich bin überzeuc:!. daß man me'nen Schachzug vernteht. Well Ich meinen BanVkre'^lt oln wen'g scharf an»n»n- ncn muß, ist mlr's lieber, der Aufsicht!-rat ist dabei, obgleich er neben dir nichts zu melden hat.« »OJel« Ein komischer Seufter entringt sich der Brust des Alten. »Und gerade morgen singt einer meiner Schützlinge In der Oper, ^hadel Der junge Mensch hat einen Barlton, der zu den schönsten Hoffnungen berechtigt.« »Du wirst doch pünktlich sein, vaietr'« »Beruhige dich! Beruhige d'chl Ich bin pünktlich auf die Minute! Schließlich muß ich ja auf irgendeine Weise dankbar sein, daß du mir den ganzen Kram so vorbdd lieh abgenommen hast. Aber... sag mal, wird das nicht ein bißchen viel? Nein, nein, du mußt nicht gleich aufbrausen! Es greift d^ch doch niemand an. Ich sehe bloß, wie du verwegen mit dem Qeid der »Union« umspringst. Du hast viel ausgegeben ...« »Deine Tochter i^t nicht billig!«: »Nu — nu beschwichtigte der Alta. »Brauchst nicht gle'ch iu bolBanl Aber wenn du nun eines Tages einmal Schwierigkeiten hast, mein Junge?« »Sei unbesorgt, PapA, i<*h verderbe mir »0 schnell nicht den Magen. Aber da kommt Irene.. In der Tür steht Irene Meßdorff, sehr fichlank, fast ein wenig zti groß. Die man delförm'gen Augen In einem sehr groß, geschnittenen, etwas scharfen Oesicht, blauschwarz das Haar, zu einem schweren Knoten in den Nacken gelegt. Ein Kleid, dai? so einfach ersche'nt, wie es nur eine Künstlerin entwerfen kann; ein Bild von einer Frau 'n einem Rahmen, der wie geschaffen für sie ist. küRt Ihr Hie Hand. »Du bist die schOnate Frau in der ganzen Stadt, Irene! Wenn du nur nicht die vielen Menschen um dich bittest f« t^Ach gehl... Sonst haat du Oeaell-schaft recht gernl Aber beruhige dichl Sie Bind längst fort. Du liehst... loh gehorche deinen Winken!« Dabei flhrt sie 'hm leicht pber das Haar. »Seid ihr beide bei Geschiften? Oder führt dir Papa seine neuen Schallplatten vor?« »Wir sind leider bei Oeachiften, mein Kind! Dein Mann belegt mich für die nächste Zeit völlig mit Beschlag; Du kannit deinem Vator glauben, es Ist aahr schrecklich, Generaldirektor zu sein, wenn man nichts von seinem Oeschäft versteht. Ich gäbe was dafUr, wenn ich mir ein Haus am Wannsee kaufen konnte und Franz Schulze h^eße, der mit niemand etwas zu tun hat!« »Aber Vaterf Charly nimmt dir doch alle Arbelt ab! Du darfst dich doch nicht beklagen.« »Tu ich auch gar nicht, Kind!« Er >acht freundlich und gibt ihr einen kleinen Klaps auf die Backe. »Ich muß nur von Zelt zu Zeit meinem Hersen einmal tutt maehen. O^b mir Baaehtid, Meßdorff, wann ich antreten muß und wo. Was ich IU tun und 9U aagon habe, bitte in gewohnter Welae bis heut« abend. nleht>« »Alles In Ordnung, Papa.« Er blinselt lelnen Kindern lu und nht. Nach kurier Pause httrt man guni leise dae tannhäuaer-Voraplil. Dar Herr Qe-neraldlrsktor ist für die nächsten 'we* Stunden nicht zu sprechen. Er wellt bei seinen Schallplatten. Mefidorff erstattet «einer Frau Bericht, Er geht mit großen Sehritten dabei auf und ab Das Ist so gewesen In den ersten Tagen ihrer Ehe, f^as lat noch heute so Er vertrsut s'ch wie er asgt, keinem Men sehen an als nur seiner Friu. Sie weiß da« sehr zu achltzen, und ihr Rat hat Ihm schon viel geholfen. Irene ist ein Mensch, der sich iwlsehen Zahlen außer ofd^ntMch wohl fühlt. Doch heute fällt ihr bei ihm ::um ersten Maie eine gewisse Zerfahrenheit auf. Das gefällt ihr nicht. Als er seinen Bericht geendet hat, wartet er auf ihre Zustimmung Aber die bleibt seltsamerweise aus. »Dil aagat gar nichta?« fragt er endlici) erstaunt. »Scheint dir der Plan nicht ganz einleuchtend? Ich lege die unangenehme Konkurrenz still und nütze unsere eigenen Betriebe voll aus. Es ist ein Geschüft, das man fast ohne Papier ausrechnen kann.« »Mir ist nicht wohl dabei, Charly. Und — du verheimlichst mir etwas. Es Ist kein Oeschäft, was du zu Ende bringen willst, sondern deine Rache. Arme Karola! -Schade; daß Ich sie nicht kenne. Muß ich eifersüchtig auf sie sein, daß du dir noch Immer so viel Mühe um dieses Madcjien machst? — Charly, du darfst mich nlcljt betrügen, hörst du? —- Man sagte unttMi In der Oeaellsehaft auch etwas von einer Charlotte... und dein Name wurde dabei genannt.« Aua halbgeschlos^enen Lidern sieht sie Ihn an. In aeinom Oesicht regte sich kein Muskel. Unhörbar atmete Irene auf. »Blödsinnige Eifersüchteleien 1« sagt er »Ich habe diesen Namen nie gehört. Du solltest über solches Geschwätz lachen, Irene.« In Wahrheit verwUnacht er jenen niederträchtigen Schwätier. der da voreilig ein Stichwort In esln Spiel gebracht hat, das ihm gtni und gar nicht paßt, Er hütet sich aber, nur einen einzigen Ton davon laut werden lu lassen. »Ich könnte dich kalten Harzens mor. den, wenn Ich erführe, daß du mich betrügst, Charly!« hört er seine Frau sagen. »Du bist nicht recht ausgeschlafen, Kind, Ich habe gesehen, w'e lange du noch gelesen hast!« gibt er ärgerlich zur Antwort.