Nr. 271. Montag, 26. November 1906. 125. Jahrgang. Mbacher Zeitma Vränn«tl»«ou«ftreie: MitPoftversenbung: ga^jühng 3« li, halbjährig 15 «. I« «ontor: ganzjähng >^!i li, halbjährig li li. ssür die Zustellung in« Haus ganzjühnn 2 li. — InsertlonSgebühr: Für kleine Iuseralc bi» zu 4 Zeile» 50 k, größere per Zeile 12 b; bei öfteren Wiedsrhulungr» per Zeile 8 d. Die «iiaibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Nusnahmr der Oonn- und ssl^itage. Die Ndminiftration besinbet sich kongrekPlaft Nr. li, die «ebaltiou Dalmatingass« Nr, 10. Eprechstundn, dcr Nrballio» don 8 bi« 1« Uhr vor« nnttags. Unfranlierie Vriese werden nicht angenommen. Uanmlriple nicht zurückgestellt Amtlicher Ceil. Seim k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 1!). November d. I. infolge de<' Ablebens Seiner- k. llno k. HolM des dlirchlauclnigsteil Erzl^rzogs Otto die Mitglieder höchstdessen Hofstaates in Gnaden ihres Dienstes zu entheben, dcm Feldmarschall-Lentnant Karl Freiherrn Dlalihowesk y von L a n g c n-dorf l>ei di<,"sem Anlasse für seine als Obersthofmeister geleisteten vorzüglichen Dieltste den Orden der Eiseriren >trone erster blasse nut Nachficht dor Tare zu verleihen und die Erzieher Ihrer k. und f. Hoheiten der durchlalichtigsteir Herren Erzherzoge Karl und Max Ol'ersten Georg Grafen Wallis Freil>erril auf Earig h >n a i n, Rittmeister Friedrich Grafen von Wurmbrand-Stuppach und Rittmeister .Hernmnn Freihernr von Blumen cr on in ihrer bisherigen Eigenschaft dem Hofstaate Ihrer' k. und t. Hoheit der durchlauchtigsteil Frau Er;herzogin-Wii!vc Maria Iosepha zuzuteilen geruht. Des weiteren geruhten Seine f. und t. Äpo-Kolifcl>e Acajestät in Anerkennung treuer Dienstleistung dem Hlluptnmnn-Rechnungsfuhrer Josef Liebhart das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens, dem Hofwirtschaftsaoj unkten Emil 3t o s a das Goldene Verdienstkreuz mit der K^rone, dein Kanmüerdiener Thomas Crha und dem Stall meister Josef R o in w a l t c r da.s Goldeile Ver-dieiy'tkreuZ, dein Leibkntscher Welrzel Tanz e r das Silberne Verdienstkrellz mit der Krone, dein Hos-kutscher Ludwig Souczct und dem Hausdiener Adolf Wo'ginger das Silberne Verdienstkreuz allerssnädigst zu verleihen. Den 23. November 190« wurde in der l. l. Hof. und Staats' druckerei das XXIII. Stück der polnischen, das I^XI. Stück der kroatischen, das I.XVIII. Stück der italienischen, das XOII. Stück der italienischen und kroatischen und das X6IV. Stück der büh-mischen Ausgabe des Neichsssesehblattes ausgegeben und versendet. «ach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 23. November 1906 (Nr. 269) wurde die Weiteroerbreitung folgender Preherzeussnisse verboten: Nr. 12 «Ob-ul I.iwm^Il.Il?» vom 15. November 1906. Nr, 8 «I'iolstHr» vom Ili. November 1906. Am 24. November 1i106 wurde das XXI. Stück des LandeS« gesetzblattes für Kram ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 23 die Kundmachung des t. l. Landespräsidiums für Krain vom 17. November 19UU, Z. 4375/pr., belieffend die Ein-teilung der Forstinspettions» und Forstaussichtsbezirte im Bereiche der politischen Verwaltung Krams. Von der Nedaltion des Landcsgesehblatles für Kram. Laibach am 26. November 19W. XIX. Verzeichnis über die beim l. t. Landespräsidium in Laibach zu Gunsten der Abbrändler in Altcnmarlt, im Vezirle Loitsch, eingelangten Spenden, und zwar: Sammlungsergebnis der Gemeinde Zalog im politischen Bezirte Stein 5 X, Spende des Besitzers Matthäus Sersen in Slaiucna per 3 X. Hiezu die Spenden aus den früheren Ver» zeichnissen mit 20b? «. 60 !». Zusammen 2065 X 60 l». Nichtamtlicher Teil. Die polnische Frage in Preußen. In den kirchlichen Kreisen Roms bildet nach einem der „Pol. Korr." zugehenden Berichte die polniscl)e Frage in Preußen, andauernd den Gegen Uand iX'r Erörterung. Man wiederholt, daß der Hei lige ^tuhl den Erzbischof von Posen nicht desauou ieren wird, da dieser, indem er- den Unterricht des Katechismus in der Mittersprache vorschreibt, nur den kegeln des Tridenliiujcheu .Konzils folgt. Vor-läufig beabsichtigt der Vatikan der Agitation gegen über, welcher sich die polnischen Katholiken in Ange legenheit der, Verordnungen der prellßischell Negierung hingeben, eine gewisse Neutralität zu beobach wn; falls jedoch diese Agitation die Grenzen der Gesetzlichkeit überschreitet: sollte, so unterliegt es keinem Zweifel, das; der Vatikan nicht ermangeln wird, an die polnischen 5tcitholilen Ratschläge der ^lughcu und der Mäßignng zu richten. In manchen kirchlichen kreisen äußert man die Ansicht, daß die preußische Legierung sich ihrerseits auf eiu vortreffliches Terrain gestellt hat, da der deutsche Unterricht im zlatechivmns uur für jene polnischen linder obli^ gatorisch ist, lvelche d<'lltsch lvissen, und daß daher die ^-rage einen religiösen nnd koitfesfionellen An strich inir in dem Falle annehmen könnte, wenn dieser deutsche Unterricht bindern auforlegt Nmrde, die nur polnisch wissen, lrni5 zur Folge hätte, das; sie jedes religiösen Unterrichte? beranbt würden. Wie dem mm immer sein möge, jedenfalls beabsich tigt der Heilige Stuhl, fnr den Augenblick, ohne den Crzbifchof Ttoblewski zu desavouieren, aus seiner Reserve nicht herauszutreten und sich in den Kon flikt, der zwischen den polnischen Katholiken und der preußischen Regierung angebrochen ist, nicht einzumischen. Ter Vatikan legt der Aufrechthaltung gnter Beziehungen zum Deutschen Reickx große Bedentnng bei. Die päpstliche Diplomatie wird. wenn sie anch die polnischen Interessen in wesent-liäM Punkten, lvo sie bedroht nnd verletzt werden können, in Tchlch nimmt, ihr möglichstes tnn. nm ihren Beziehungen znr kaiserlichen Regierung ihre ganze Herzlichkeit zn bewahren. Japan und Amerika. 'Vcan berichtet aus London: Die vom japans schen Minister des Äußern, Visconnt Hayashi, gegenüber verschiedenen Parteiführern abgegebene «ärkläruug, daß die Anfichtcn der Regierungen Ja I'ans und der Vereinigten Ttaaten vcm Anierika bezüglich der Zwischenfälle von Tan Francisco im vollen Einklang stehen, bietet die Gewißheit, das; '.wischen Tokio nnd Washington im Prinzip bereits eine Verständigung erzielt worden ist. Anderseits ist aber auch nicht zu bezweifeln, daß Haliashi sich bei dieser Kundgebung von der Erkenntnis der Notwendigkeit leiten ließ, cmf die öffentliche Meimmg in Japan beruhigend einzuwirken. Die Art der Beziehtingen zwischen den beiden Staaten wird im nächsten Frühjahre dnrch den offiziellen Besuch eines japanifchen (Geschwaders in San Francisco sichtbar werden, für welchen Zweck die Regierung bereits 5ißt auch Schmidt und hat meinen Brief bekommen. Ist das nicht köstlich?" „Aber Lissa?" Die Mama verwies ihr nber» mutig labend»'» Kind mit einem strengen Blick. ,Es ist aber doch so, nicht wahr, mein Herr?" fuhr Lissa unbeirrt fort und sah den unglücklicl)en Walter schalkhaft volt der: Seite an. „Jawohl, l>erehrtes Fräulein!" erwiderte er und wandte sich dann mit höflicher Verbeugung an die Mama: „bestatten Sie, gnädige Frau, Walter Schmidt, Architekt!" Beim letzten Wort horchte Lissa auf und öffnete die Lippen, als wollte sie etwas daranf erwidem. „Das ist wirklich ein seltener Zufall," antwortete die Mama, ihre Tochter mit einem nicht ganz dertrauensvollen Blick streifend. Es kam ihr plötzlich der Gedanke, daß diefe den Brief nur als Deck mantel für ein Renoezvons mit einem Fremden fingiert hatte. Zwar erfchien ihr der fremde jnngc Mann nichts weniger als unfylnpathisch, dann aber schickte sie sich cm, den Heimweg anzutreten. Walter sah seine aufgetauten Hoffnungen wieder zusammenstürzen, da kam ihm die kleine Lissa mit nie versagender Franenlist zu Hilfe. Sie hatte scholl zu tief in die ehrlichen, braunen Augen Walters geguckt, als daß sie sich all sogleich wieder von ihnen trennen konnte. Das von ihm vorhin kaum, hörbar ausge sprochene Wort „Architekt" hatte sie mit Jubel aufgenommen und sogleich ihren Plan daraus gebaut. „Weißt dll. Mamachen", begann fie, „das drol^ ligste ist doch noch, daß der Herr, der Arcln'tekt ist, alfu einen ähnlichen Beruf hat, wie der Bautechuiker Schmidt, sich bei Papa auch um oie freiwerdeirde Stelle im Bureau bewerben will. Das ist doch wirklich originell!" Walter hätte laut aufjauchzen mögen. Diese Kleine war kostbar! Die Mama schien jedoch die Sache weniger interessant zu finden. Diese rege Teilnahme ihres TöchterclMS für einen fremden, jungen Mann fagte ihren strengen Ansichten durchaus nicht zu. ,,0'>ewiß, mein Kind, das ist eilt merkwürdiges Zusammentreffen, aber ich glaube nicht, daß Papa noch eines zweiten Bewerbers bedarf, so sehr ich dein jungen Herrn die gute Stelle gönnte." „O, Papa hat sich noch nicht bestimmt für Herrn — für den anderen Herrn Sclmndt alisgesprochen, ich schmeichle so lange, bis er —" „Aber. Lissa, Kind!" sagte die alte Dame, die weiteren Worte.kurz abschneidend. „Du bist mir doch nicht böse, liebes Mamachen?" fuhr der kleine Sä)elm fort und fchmiegte jlch zärtlich an die Mutier, „ich spreche noch hellte lliit Papa darüber —" Walter vermochte kaum noch ernst zu bleiben während dieser Worte, und nur mit Mühe feine Glückseligkeit unterdrückend, fiel. er der Sprecherin ins Wott: „Sie sehen, verehrtes Fräulein, wie recht ich habe, daß ich eiu ausgesuchter Pechvogel bin!" ,F5eben Sie nur die Hoffnung nicht auf, Äla-ina wird fchon nachgeben, nicht wahr, Mcnnachen?" „Kind, dli bist nicht gescheit," rief die alte Dante erzürnt und lachend zugleich, „was fällt dir ein, ich habe doch über Papas Dispositionen nicht zu bestimmen." „Sehen Sie, habe ich's nicht gesagt!" frohlockte, Lissa, „jetzt ist sie ganz mürbe geworden. Nun fom men Sie morgen getrost zu nns, Papa gibt Ihnen sicher keinen ablehnenden Bescheid." Die Mama sagte nichts mehr. Als sie sich aber von dein jungen Manne getrennt hatte und ihrem Heim zuschritten, hielt sie dem „unartigen K-iude" eine gehörig^ Moralpredigt, die Volt Lissa mit der größten Rnhe und (Geduld aufgenommen wurde. Am anderen Tage erhielt Walter voll Lissa einen längeren Brief, worin sie ihm mitteilte, daß sie ihren Eltern „haarklein alles gebeichtet" habe. daß Mama zwar „noch immer etwas schmolle", iin übrigen Papa aber gute Miene zu ihrem bösen Spiele macl> und dem Besuch entgegensehe. Walter tat hierauf seinen „lebten Mohikaner'" feierlich unter Brief und Siegel. Laibllcher Zeitung Nr. 271. 2544 26 November 1906. Japan und England ,',u der vaschen, günstigelr Ei' kdifnma. des Zlvischenfalles von San Francisco ill beträchtlichelii Maße beigetragen hat, da infolge dieser Allianz in Japan für die englisch-sprechenden Kationen überhaupt große Sympathieir bestehen. Man ist anf japanischer ^eite jeht geneigt, die Agi ration in San Francisco lnehr auf innerpolitische Momente zurückzuführen, als auf eine ausgesprochene Feindseligkeit gegen die japanischen Einwohner der Stadt. Jede wirkliche Trübung des freundschaftlichen Verhältnisses zwischen Japan und den Vereinigten, Staaten, welches nun schon über ein halbem Jahrhundert besteht, würde ill Tokio aufs lebhafteste beklagt werden. Gehört e5 doch zu den leitenden Grundsätzen der japanischen Regiernng, auf die Weiterentwicklung des friedlichen und freundschaftlichen Verkehres unter allen Anwohnern des Stillen Ozeans hinzuwirken. Politische Uebersicht. Laibach, 24. November. Die N e i ch 5 r a t 5 w a h l e n anf Grnnd des neuen Wahlrechten werden laut Mitteiluilg, die der Ministerpräsident Freiherr v. Beck einzelnen ihn be frageildeil Parlalncntariern gemacht hat, erst im Monat Mai 1907 stattfinden, da es ausgeschlossen ist, das; die politischeu Behörden mit der Zusammen stellung der allgemeinen Wählerlisten und mit allen übrigen Wahlvorbereitungen vor Ende April 1907 fertig werden. Die „Zeit" wendet sich gegen die Versuche, die jetzt unter den Mitgliedern des Herrenhauses unter-immmen werden, die Beschlüsse des Abgeordneten-Hauses über die W a h lrefor m zu ändern. Die Zeit drängt, da6 Abgeordnetenhaus habe bald keiue Veweglingsfreiheit mehr. Daß es aber Männer, das; es führende Persönlichkeiten im Herrenhause geben sollte, die diese Sachlage ansnützen und mißbran chen möchten, das sei doch schwer zu glauben. Eine so wenig vornehme Politik darf man den Vorneh men des Herrenhauses denn doch nicht zutrauen. Das „Neue Wiener Tagblatt" verzeichnet es mit großer Genugtuung, daß ein Politiker von Ruf nnd^iang, einer der führenden Geister Italiens, Herr Maggiorino Ferraris, in dem offenen Schreiben, das er an seine Wähler ill Accnn gerichtet hat, den Wunsch ausgedrückt, daß das aufrichtige Einverständnis zwischen Italie n und O st e r r e i ch-Ungarn zur vollständigen Auffrischung der Freundschaft geführt werden müsse. Ferraris sei kein einsamer Rufer ill der Wüste. In der öffentlichen Meinung Italiens gewinne seit einiger Zeit immer mehr dieüberzeugung von der Notwendigkeit an Kraft, das Verhältnis zwischen Osterreich-Un. gärn und Italien herzlicher, intimer zu, gestalten. Es sei nicht der Optimismus eines Ideologen, wenn aus den jüngsten Kundgebungen der öffentlichen Meinung Italiens und der berufenen Volksvertre- ter der ^chlutz gezogen wird, dal.; der Dreibund aus der apenninischen Halbinsel noch nie die kompa/'e Mehrheit in solchem Maße für sich. hatte, wie in die sen Tagen. Nicht staatsnmnni'sche Weisheit, nein, nur ruhiger Überlegung, des Veiseiteschiebens der unverantwortlichen Insfeuerbläser bedarf, es, um den: Buchstaben des Bundes vertrage» jeneil lebeii' digen Inhalt zn geben, der als ein Gewinn für alle von alleil gewürdigt werden müsste. In Italien könne man überzeugt sein, daß die Friedeusliede Österreich-Ungarns zn einer jeden ehrlichen Ans spräche über diese oder jene strittigen Punkte immer bereit sein wird. Herrn Maggiorino Ferraris antwortet in Österreich-Ungarn die gleiche Zustimmung, die er bei seinen Heimatsgenossen erntet. Ans New ?)ork wird gemeldet: Auf dem Iah-resbankett der hiesigeli. Handelslalniner, woran der deutsche Botschafter Freiherr Speck v. Sternburg als Ehrengast teilnahm, führte dieser in Erwide-rnng eines anf die Gegenseitigkeit der H andels -b e z i e h u n g e n zwischen D e n t s ch land lind A m erika ansgebrachten Trinkspruches aus: „Während der Jahre, die ich in Amerika zugebracht babe, beobachtete ich häufig, daß, wenn Gott nnd die Natur jemals drei Nationen für einen dauernden Frieden lind Freundschaft miteinander bestimiw teil, diese Deutschlaud, Großbritannien nno Amerika sind. — In den weiteftgehenden diplomatischen Aktionen", flihr der deutsche Botschafter fort, „sehe man Kaiser Wilhelm nnd Roosevelt dieselbell, Wege gehen; eine Politik, welche den Beifall des amerikanischen Volkes gefunden habe, weil sie eine Politik des Friedens lind anf Vertrauen basierend sei. Deutschland befürwortet die offene 3ür überall nnd suche einen Ansgang für seine wirtschaftlichen Kräfte. Deutschland lade Amerika zu engeren Handelsbeziehungen ein." Man schreibt aus London: In Erwiderung des Besuches, den Prinz Artur von Eunnaught in I a -p a n gemacht hat, wird Prinz Fnshima in spezieller Mission nach E n gland kommen. Er wurde schon einmal als Vertreter Japans nach Europa entseu-det, und zwar zur Krönungsfeier des Kaisers Ni-tolans II. Er ist das Haupt der Fushima-Familie uiid mit der Prinzessin Tofhiko verheiratet, der Schwester des Prinzen Arisugawa, der England im vorigen Jahre besuchte. Prinz Fnfhima steht in: 48. Lebensjahre und nimmt als Mitglied des obersten Kriegsratcs regstes Interesse an den militärischen Angelegenheiten des Landes. Teil Krieg gegen, China hat er als Brigadekommandant, den mit Rußland als Kommandant der ersten Division mit-gemacht. Für seine Verdienste in der Schlacht von Nan fan wnrde er im Juli 1904 zum General der Armee befördert. Sein ältester Sohn, der in der Marine dient, wurde in der Seeschlacht im Gelben Meere am 10. August 1904 an Bord der- „Mikasa" verwundet. Tagesneuigleiten. ^ (EineGemeinoe, die keine Rekru» teustellt.) Au5 Öoniburg schrobt man: In der im Csornaer Bezirke gelegenen Gemeinde Bodouhely sind gelegentlich einer im Jahre 1894 ausgebrochenen epi-oemischen Krankheit alle in diesem Jahre neugeborenen, .Müder der Epidemic zum Opfer gefallen. Im Jahre 1!>15 wird gelegentlich der Hauptusseutieruug tciu einziger Asseutpflichtiger ans dieser GemÄllde sich melden, da sie alle mit Tod abgingen. Hener nxnvn zni- Stellung 37 Militärpflichtige aufgerufen worden und nicht ein einziger tonnte als tanglich erklärt werden. — (Der „Vertrauensmann" Mor« gau s.) Aus Rom wird gemeldet: Die Republik San Merino ist soeben wie durch ein Wunder einem Her« einfatt ü. lil Köpeilick entgangen. Ein Aii^Iänder hatte sich den beiden Regenten von Scm Marino als angeblicher Vertrauensmann des Milliardärs Mor-gali vorgestellt, nm gegen Zahlung von zwei Milli» nen fiir Morgan llnd eineli anderen amerikanischen Kröfils den He-rzogstitel zu erwirken. Dafür vel-laugte der Vertrauen^man» eiiie Provision iil Gestalt des ilointurkreuzes unb die Bestallung zum Gesandten von San Marino für Nordamerika sowie die, Eutseu dnng in diplomatischer Mission nach den Vereinigten Staaten. Dann wolle er den Betrag bei Morgan er» Heden nnd nach San Marino bringen. Die Regenten waren ni,it diesem Geschäfte einverstanden, hatten aber die gute Idee, beim Konsulat in Rom Ei'timdignngcil einzuziehen. Ehe diese noch eintrafen, war der Herr Gesandte ledoch unter Hinterlassung großer Schulden verduftet. — (Verschwundene Gobelins.) Au.s Diedenhofen, 23. November, wird gemeldet: Gestern stieln im Hotel St. Hubert zwei Personen, angeblich Pariser, ab, engagierten drei SM-einermeister und gingen >nit diesen nach dem in Scheuren gelesseiden Schlosse des Adjutanten des französischen Kriegsmini. sters, Grafen Berthier, der seinen Wohnsitz iu Paris hat. Dort erklärten sie unter Vorzeigung eines Schrei» beus, im Auftrage des Grafen Berthier zli tommen, uili die Gobelins iul Werte von 1M.000 M^ark zu holen. Mit Hilfe der Dienerschaft 'entfernten sie die Gobelins von den Wänden nnd verschwanden mit ihnen. Als der Hallsverwalter, der auf der Jagd war, zurückkehrte, telegraphierte er sofort nach Paris cm den Grafen, von dem er den Bescheid erhielt, daß ein Auftrag seinerseits nicht vorliege. Die Schwindler sind spurlos verschwunden. — (M aIeude Postbeamt e.) Aus Paris schreibt man: Zum vierteumal haben die französischen Beamten der Post, des Telegraphs und des Telephons ihre jährliche Kunstausstellung eröffnet. Sie zeigen nicht weniger als 467 Gemälde, nnd einige davon ha> bcil dem Staatssekretär für Kunstsachen dermaßen imponiert, bah er sie für den Staat angekauft hat. Außer dm Postbeamten veranstalten anch die französi schen Eisenbahnbeamteu jedes Jahr eine KunstauB-stollung, das ilämllche tnn die Richter, Advokateil und Unrecht Gut. Roman von N. Voronh. (3. Fortsetzung.) (Nachdruck vslbuleili „Ein trauriger und wenig ehren voller Lebens beruf," stieß Huber rauh hervor. „Nach dein, was alles für dich getan wurde, hättest du es schon zu etwas anderem briilgeli müssen. -— Nun. inemetwegeul Geschehen ist geschehen, und an der Vergangenheit läßt sich nichts mehr ändern. Bleib unter meinem Dach, so lange es nötig ist. - Dann begegnen wir uns Hof» feutlich nicht wieder. Einstweilen mag dich Katharina versorg ml." Ohne noch einen Blick auf den ihm i,u tiefster Seele Verhaßten zu werfen, entfernte er sich. Käthe tat fiir den Schwager, was in ihren Kräf» reu stand. Sie brachte ihm Wäsche und kräftige Kost, aber er erholte sich nicht. Seine defekten Kleider hatte er, zn einem Bündel zusammengeschnürt, neben dem Nette liegen. Die ließ er sich nicht nehmen, und Ka-thariua machte muh gar keinen Versuch mehr, um ihn nicht aufzuregen. Trotz seiner Schwäche und Hinfälligkeit wollte Paul fort und bestand mit Heftigkeit darauf, weiter zu wandern. Es war ihm nicht wohl in dem Hause, wolckies der Bruder bewohnte. „Ml kann ihn nicht länger zurückhalten," sagte die jmige Frau nach wenigen Tagen. „Morgen geht er wirklich." „Nun gut! Laß ihn doch!" erwiderte Martin. „Aber ich will heut' abends noch nach Saarbrücken hinüber, um nötige Einkäufe zu besorgen, und kann, wenn ich mich auch noch so beeile, vor morgen mittags licht daheim sein." „Was schadet das? Der Christoph fährt mit. M tät's selbst, muß aber die Feldarbeiten überwachen." Tie nickte. „Ich brauche keinen Begleiter, aber weil du es nun einmal wüuschest, kann der Christoph mitkommen. Die Sache ist nur die —" „Nun?" „Ich hätte deinem Bruder, mag er's nun oei> dienen oder nicht, gern noch etwas Freundliches 'cü> wiesen, eh' er geht. Es schmerzt mich, daß er kremk und schwach, bettelarm, mit seineu elenden Lumpen dahinziehen soll." „Beunruhige dich nicht," sagte Huber. „Er wird Geld. Lebensmittel und anständige Kleidungsstücke erhalten." Sie haschte nach seiner Hand nnd drückte sie. „Sei gut gegen ihn, wenn er dir auch Böses zusügte. Bestraft ist er ohnedies schon. Wohltun bringt Segen." Er hob sie in das Korbwägelck)eli und legte ihr ein dickes Tuch um die Schultern, denn der Wind sauste mächtig, und auf der Üandstras^ war es sehr zugig. „Du übernachtest ill der Wirtschaft ,Zum halben Mond' und machst gleich mit dein Wirt die Angelegenheit wegen der Obstpachtuug ab. Auch ein schönes Kalb steht zum Vorkauf." „Weiß schon, Martin. Brauchst mir nichts zu sagen. Eitlen Korb junges Gemüse nehme ich auch mit. Gib die Zügel her, Christoph, du Schlafmütze. Ich will selbst kutschieren. — Also wegen des armen Menschen — du verstehst mich — kanu ich ruhig sein?" -Ja, ja!" „Hat er seine Kräfte überschätzt ^ und das glaube ich — so gib nicht zu, daß er sich jetzt schou weiter-schleppt und etwa unterwegs hilflos liegen bleibt." „Du machst dir zuviel Sorge, meine Liebe. Habe ich ihn scholl so lange geduldet, kommt es auf ein paar Tage mehr oder weniger auch nicht an." „Freilich! Du wirst, wie imuier, das NickKge tun." Mit festem, ehrlichem Blicke legte sie ihre Hand iu die Einige lind trieb dauu das wohlgenährte Pferd an, welches munter vorwärts trabte. Huber lief dem Wagen nach und rüttelte den Knecht, der sich in oim' Ecke gelehnt hatte. „Donner-Wetter, fauler Bursche, was fällt dir ein, zu schlafen?" „Er ist müde, n>eun'5 not tut, wecke ich ihn schon", beschwichtigte Katharina, uud fort rollte da5 Neiue Gefährt, „Natürlich. Nur sich faul hinlümmeln!" murrte Martin, sein Gehöft, ill lvelchem bereits alles schlief, wieder betretend. „Das elende Pack hat ja keine Sorgen. Essen und Trinken muß 05 kriegen und den be< dungenen Lohn ebenfalls. Der Herr qnält sich von früh bis spät, der Diener nicht." Die alte Holztreppe knarrte uud stöhnte unter seinem schweren Tritt. Er wurde von argen Vefürchwu» gen gequält. Das Gütchen brachte wenig ein. Schou jetzt mußte er daran denken, Geld aufzunehmen, Käthe ahnte nichts davon. Ihr, die so tapfer arbeitete und so wohlgemut in die Zukunft blickte, wollte er nicht sagen, wie eo eigentlich um ihn stand. Aber jedesmal, wenn er sie lmd die Kinder ansah, gab es ihm eiueu Riß durchs Herz. Was sollte denn aus ihnen werdoll, wenn er das kleine Auweseu am Ende doch verkaufen mußte? lind au dein ganzen Elend war dor ehr^ mrd gewisseulose Mensch schuld, den or jetzt noch unter seinem Dache hegen nnd pflegen, sollte? Laibaaier Hettuna i»ir. 271. 2545 26. November 1906. lonsngou Angehörigen oo5 Iuslizpalastes, und volil nächsten Ial)re an N'ird eS auch eine jährliche >iu»st-ausslollung aktiver und ehemaliger Offiziere gebe)l. Wer kann da zn>cifelll, daß Frankreich wahrhaft die I'nt,,> tw» nit« ist! X lV o m K a v a l i e r z n n> D r o s ch keus ii h r c r.) In Saint-Germain-en-Laye ist, wie aus Paris berichtet wird, diesertage ein einfacher Troschtenkut> scher zn Grabe getragen worden, dor schon seit uiehre-reu Jahren dort seines bescheidenen Amtes waltete, ohne daß die wenigsten wußten, das; or der borochtigto Träger eines der stolzesten Namen der spanisch-franzo' sifchen Aristokratie war. Er hieß Marqnis de Loz do Gonet-Gourand und entstammte einer alten, vorneb' men Familie, die aus Spanion nach Frankreich gekommen N'ar, dnrch die Zerrüttung ihrer Verinögens-Verhältnisse aber allmählich von dor Höhe ihres srühe-reu Ansehens herabgelangte. Dieser Marquis, einer der letzten Sprossen seines Geschlechtes, versank immer tiefer in Armut und sah sich schließlich genötigt, das Gewerbe des Troschkeuführors zn ergreifon, das keine Vorkcnntnisse verlangt nnd bei geringen Ansprüchen seinen Manu zu ernähren vermag. — Es fehlt ja in teinem Lande an Aristokraten, die das Schicksal es branch: nicht oinmal ein selbstverschuldetes zu sein ans der sozialen Stufonloiter bis an deren untolites Euix,' hinabgleiten läßt, und es ist eine alte Erfahrung, daß au,f diese Art von Eristenzen alle jene niederen Berufe eine besondere Anziehungskraft ausüben, die wenigstens noch einen kleinen, wonn auch noch so losen Zusammenhang mit ihren ehemaligen Beschästiguw ge.n bioten. Wer einst ans eigenem Pferde eiuherritt, der wird dann gern Reitknecht, Bereitn -^ oder .ft^lt-schor, wolx'i zn beriicksichtigen ist, das; dio Reit- nnd Fahrtnnst vielleicht auch dio einzigen positivon flennt nisso darstellt, über die er versügt. 21?an braucht nicht erst jousoits deo „großen Teiches" nachzuforschen, auch diesseits des Ozeans, in allen großen europäischen Hauptstädten würde man Nosselenker findon, deren Namen von gutem, alten« klänge sind. (Wie kommt mau zum Nordpol?) Die Tatsache, daß Commander Peary seinen >uit so großon Mittoln uutornommonen Versuch, dei, Nordpol, zu erreichen, nicht hat durchführen können, bat Fritjof N^anson veranlaßt, seino gonnchtige Meinung über die Möglichkeit dieses Unternehmens nild die besleu Woge dazu z»l äußern. Nach seinor liborzougung wiirdcn zlvei Erpoditionen Anssicht ans Erfolg habon. Als erste Möglichkeit uennt er oiue Tchlittenerpedition über da» Polareis. Er hält es nicht siir unmöglich, vom nördlichsten ^andstreifel, Mls im Schlitten bis zmu Nordpol vorzudringen, und wieder zurückzuteh» reu. Nansen verweist dabei selbst cms Peary, als den Mann, der die Vorbedingungen zn solch kühnem Wagnis oesitze. Tou zux'iten Weg, die noch unbekannten Gebiote zu erforschen, erblickt Nansen in dem Zug des Eises. Man könnte in gloicticr Woiso oin Schiff in dem treibenden Eise einsrioreu lassen, lvie es seinerzeit mit dein „Fram" geschah. Insouüorhoit Pearys Neobach ruugen übor da^' Treiben de.H Eises gegon 3iordeu bringt dio Voneüo dieser Methode nahe. ,.^ch halte es dahor für das Zu^eckmäßigsle, ein Schiff durch die Bet> ringstra^c zu senden uud dies so lveit als möglich nordwärts in der Richtung bis zu lW bi» 170 Grad westlicher Breite vordringen zu lassen. Das wäre nordwestlich der.<>liisto von Alaska. Tort möge man es ein-frieren lassen, und das Eis wird es mit fich fortnehmen. Iu diesem Falle können wir mit Wahrscheinlich' koit annehmen, daß es mitten durch die Nordpolregion treibeu wird, fernab vom nördlichsten Teile der „Fram"°Noiso uud mitton durch die interessantesten, noch unerforschten Gebiete." Lolal- und Promnzial-Nachrichten. Simon Gregoröib -f. Vorgestern vormittags starb iu Görz einer dor. bedeutendsten slovouisäM Lyriker der Gogonwart. Simon Gregors»/, im Altor voll (i^ Lebeus» julireu. I»» Vrsno unter dem ^rl» geboreil, loiümete er uch »lach Abjolvieruug des Görzer Gyulnasiuuls dem gei>lllch,za!l)l von zart empsunoenen lyrischen Gedichteil, loouiit or sich die Herzen iin Sturm eroberte, die aber auch nicht ohne Widerspruch blieben. Der bittero, unvordieule und uu!gerechtfertigte Tadel, desfeu Spitze sich gerade gegen oinige der schönsten poetischen Erzeugnisse des Dichters richtete, hatte eino scharfe Polemik, aber auch oine andauernde Versiimmuug Gregon'ic^ zur Folge, jo daß er ers: vor einigeil Jahren wieder vor die Offeut-lichteit trat. He'utzutage sind feine Gedichte Gellleiugut des flovellifchen Volkes; sie lverdon obenso gern deklamiert, wie sie, ihrer Mohrzahl uach vertont, gefungeu lverdeu. Mögen auch die spätereil Produlie, »licht allo gleichwertig feill, da» oiue bleibt uubestritteu, daß die Schöpfungeil der ersten Periode den Stompel eineo reichbogiladeloil dichtcri^chen Gemütes an sich tragen und daß sich darin mit tiefem triftallroinem Emp^ fiuoeu ein berückender Wohllaut der Sprache verei nigt. Properen war der Begründer der slovenischen .<,luustpoesie, Stritar festigte dereu Prinzipiell, Gre^ gor<'ic brachlo Pre^erelljchen Goisl mit Sirilars eleganter Tochnil in Verhiuduug uud ist soulit der dritte ul dem geseiorton Treigestirn, das oiue gauzo Schar uou Satelliten au sich gezogen. Gregoren- war ill erster Reihe ^yritor, odschon er sich, allerdings illit nicht ausgejprocheuem Erfolge, auch illi Epischen versuchte. Seine Hauptstärle liegt iu der Godautonlyrik, worin, er eine Fülle von ungokann-ton Bildern hervorzuzanbern verstand. Seiiler Ode „An den ^lbaum" vermag die ganze sonstige slove uifche Xiitoralur nichto ail die Seite zu stellen; das Ge» dicht „Iu der Fastnacht" übt noch hente wie vor vielen I<>hreu ihre faszinierende Macht auf empfänglicl>e Gemüter; die Elegie „An die Heimal" findet Her» zenstöire von ergreisender Innigkeit: das tiefe Poem „Den Menschen schaffe nimmermehr" ist ein Kabinettstück von pessimistisch angehauchter Weltanschauung! Und an diese Meisterwerke der intimen ^yrit schließen sich in langer Neihe sonstige Gedichto, vollendet nach Form und Inhalt, die in ihrer Gesamtheit dem mm» mehr verblichenen Sänger ein nnsterbliches Andeuten im Herzon des slovenischon Volkes sichern... Nun hat er ansgornngen, der ^ioblillgslyrifer der Slovenen, und so manäMi dürften bei der Tanis^ tag hier eingetroffenen Todesnachricht dio lvehmütigeu Verse in Erinuernng gekommen sein,, lnit denen Gre^ gon'i«: seille Ode „All don ^lbauni," abschließt: Ich seh' iul Geist oin modrig Zimmer, drin strahlet bleicher Kerzen, Schimmer. Da sehe einen Mann ich ruh'n; er steht so bleich iu schwarzem kleide, das rings verbrämt mit Eilberscide. Er schläft mit festgeschlossenem Lid, erschöpft vom Gang dnrchs Weltgedränge. Uud mancher, der ihn fchlafon sieht, mit oinom Ölziveig uiedertuiet, anf daß er botond ihn bosprengo. Ach, Brüder, ja, wenn dies geschieht, dann ist vorbei des Daseins Strenge, verstummt sind all die Schmerzonsklänge; dann mag ich rnh'n für alle Zeit vor Herzensweh und Menschenstreit! - (Z u r Ein s ü h r u n g d e r P o st a u s ^ weiskarten.) Nokauutlich werden vom 1. Jänner !M7 an im internen PostVerkehre versuchslveise Post-auslucisknrteu eiugeführt. Dio Postansivoislarwil müssoll eine Photographie, eine kurze Perfonsbeschrei' bung lind die eigenhändige Unterschrift des Inhabers enthalten. Sie sind nur während des Kalenderjahres der Ausstellung gültig. Die für die Postauslveiskarte beizustellende Photographie soll nicht aufgezogen sein. Zur Ausstellung einor Postanswoiokarte ist joues Post. mut besugt, in dessen Bestellbezirk die Person, welche sich nm die Ausstellung einer Auswoiokarto bewirbt, ihren Wohusitz oder eiu besonderos (Heschäftslotal hat, oder sich vorübergehend längore Zoit zuni Beispiel Mr Sommerfrische u. dgi, aufhält, Postauslveiskarteu dürfen nur solchen Bewerbern ausgestellt Nx'rden, welche deu Identitätsnachweis in der i» »X'n Postvor-schrifde» vorgefeheneu Weise llilzux'iselhaft erbrüt haben oder dem die >tarte ailsstollondon Organe pe» söillich bekannt sind. Die Postausux'iSlarteu uuter-liegeil der gesetzlichen Stemvolgebühr von ^ K. Diese Gebühr wird mittelst vom Bewerber beizustellender Ztompelmarken entrichtet, die vom. Poftamte auf der Ausweislarte aufzukleben und mit dem Orts- und Tagesstempel zu entwerte», find. Die Postallsweistar» >en siud im Sinne der Postvorschrifton vollgültige Al,sn.>e'ispapiere und berechtigen üm Inhaber zur Jeder Nerv zuckte ihm m den harten, schwieligen Händen. Am liebsten hätte or den Schürfen gopaclt und aus dem Hause goschloudert, akor dao ging nicht, denn >iäthe hatte ihm das Versprechen a.ba.enonimen, den Bruder zll schonen, und ilir n>ürde er sein Wort niemals gebrochen haben. Im Zimmer oben saß Martin lange, den >topf ni beide Häude gcstiitzt, siinieud und rechnend. Wenn er dieses nild jenes Abkonnnon traf, lloch verschiedene Eiuschrällkllugen vornahm und ohne Nnh und Rast arbeitete wie ein Knecht, brauchte der Öt'ouoiniehof vielleicht doäi noch nicht mit eiuor neuen Hypothek belastet zu werdeil. Aber was kam dlibei heraus? - - Mit doi, .üindern wlichsen die Ausgaben, die Einnahmen aber verriugertou sich täglich. Stunde auf Stuudc verstricl). Fröstelnd staud Hllber auf. Die Zahlen alls dem Papier tauzten ihm vor den Augen. Was half es auch. hier zu sitzen uno eiu stechenerempol nach dem anderen aufzustellen? Da>s Resultat blieb immer gleich trostlos. Der nächste Tag aber forderto neue >traste. Schon im Begriff, ill dio Schlaftammer zu gehen, gedachte er zt>achalinens Bitte und nieinto, e5 ivärc doch besser, was eiuuuü geschehen lnüsse, lieber gleich zu erledigeu. Miide. wie er war, konnte es ihm wohl passieren, sich zu verschlafeu, mrd Paul sollte in Gottes Namen das Versprocga!0 sich mit leiseu Schritten, den Sclfein der Kerze sorgfältig dämpfend, zu de,u uuwillkoinnuMen Gast, lvolcher schlummerte u»ld jaft lvie ein Toter anzllsehen war. Huber uahm das arliijelige Bündel von den» Stuhl, leglc statt dessen die reichlich bemessenen Gaben darauf und auch noch eine allerdings nicht groß bemessene Geldsummo. Mehr konnte er nicht tun, lind schon da5 fiel ihm schwer. Zu der schmalen Kammer führten, wie das iu alten Bauernhöfen häufig ist, von de»u mit Ziegel-steiueu gepflasterten Vorsaale mehrere. Stufen hiuauf. Als Martiu diese jetzt wieder herunter stieg, hörte er plötzlich ein seltsames Geräusch hinter sich, hatte aber nicht mehr -jeit, uach der Ursache desselben zu forfcheu. Plötzlich war ihm die ilorze auH do-r Hand ge° fchlageu. Etlvas lvie eine wilde Tigortatze fprang, halb ersticktes Wutgohelil al,sftoßeud, au ihm empor und drückte feine stehle zu. „Tieb, elender Dieb!" zifchto eine tlauglose, hoisero Stimme in snu Ohr. Ohllo sich im ersten Augenblick von dem, was vorging, Rechenschaft geben zu können, suchte Hubor die würgenden Hände von seinem .Halse wegzureißen, aber sie, hielten fest wie Eisentlaminern. In twr höchsten Erst'ckungsgefahr wohrte sich der Überfallene >lun mit seiilen mächtigoil Fäustou, dio n>ohl iilistando gewesen lvä'ren, eilloil Stier niederzn^ schlage», und führte gelvaltige Stöße wider die Brust dos Angreifers. Mau hörte nichts weiter als ileuchon, Stampfen uud gurgelndes Röcheln. Dann gab es oineu fchwereil Fall, dem kurzes Ächzeil uud dann lautlofe Stille folgte. Bald darauf wurde eiu Züild-Hölzchen angestrichen, flackerte mit fchweflig'gelbom dichte auf und erlosch sofort wieder. Neuerdings blieb nmmteulang aLes still — dann hätte ein aufmerk-fanler Laufcher wohl rasct>^, geprobte Atellizüge. ge iliurmolto Worte und eigentümliches, unsiäieres Her- umtappen vernehme,l könne». Es klang, lvie ivenu sich jemand bemühen würde, eiue sckKvore Last fortzuschleppen. I we i to s Capitel. — Eine halbe Stuude später schlich Huber, der die Schuhe abgestreift hatte, iu soiu Zimmeir, vorweilte dort längere Zeit uud suchte dann die Kauuuer wieder auf. Als er sie nach ungefähr einer Viertelstunde ver° ließ, schlotterten seine 5lnie nild dicke Schweißtropfen perlten ihm von der Stiru. Er fanl auf eine alte Truhe »ieder, die links vou der >lm»,mer ailf de»il Korridor stand, Die Glieder luare», ihn, wie, zerschlagen, sein Kopf bräunte. Wn: das wilde Heer stürmten die Gedanken ans ilm ein, ohne daß er lx'rmocht hätte, auch nur einen ei»zigen festzuhalten. Regungslos blieb er sitzen, bis der erste goldig, rote Schein am Himmel aufdämmerte. Dann erhob n sich schworfällig, zog die Klingel, bestimnit, allmor» gendlich Kllechte und Mägde zu lveckoil, öffnelo das .^orrioorfonfter lind rief den, ersten Bursck>on, t>er gähiioiid n»d verschlafeil mit zwei Eimern in den Hof kam, zu: „!^aufo schnell zum Doktor, zum Pastor Frank uud zur Polizei und melde, daß der Fronioe, deu ich hier beherbergt habe, in dieser Nacht verstorbeil ist." Iobst uickte mit stumpfer, gleichgültiger Mione uud schloudorte fort. Bald darauf orschiHieu dio beiden .verren in Begleitung eines Gerichts beam ten. Der Arzt nntersuchte deu Toten, dessen Leib und Bettwäsclie und erklärte: Er habe sich iiu letzte» Sta-dium der Schlvindslicht bofntide» uud sei ani Nlntsturz gestorben, (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeiwng Nr. 271. 2546 26. November 1906. Empsangnahme von Postsendungen aller Art ohne anderweitige» Identitätsnachweis. Sollten sich Zwei» fei über die Identität des Besitzers einer Postausweis-karte ergeben, so kann deren Inhaber verpflichtet nx'r-dcn, den Identitätsnachweis in der gewöhnlich vorgeschriebenen Weise zn erbringen. Der Inhaber ist für iedl.il aus deni Verluste oder der mißbräuchlichen Be. llütznng der Postausweiskarte mtsteheilden 9tachteil verantu>ortlich. ^ ^ (E r ste r G a r u i s o n s a b e n o.) Unter den winterlichen Saisonveranstaltuilgen der eleganten Kreise der Gesellschaft stehen die Garnisonsabendc obenan, denn sie bilden eine Pflegestätte edler Gesel-ligkeit. Trotzdeni sie sich erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit eingebürgert haben, erfreuen sie sich einer außerordentlichen Beliebtheit; sie üben öurch ihr ge< schuiackvolles Arrangenlcnt. da5 jederzeit neue meist küllstlerische Überraschungen znr Hand hat, groß Partien zu übernehmen. Nach Aufführung einer kölnischen Gerichtsszene mit Gesang sowie nach einigen Schattenbildern, die lebhafte Heiterkeit hervorriefen, begann unter den Klängen der Lnibacher Vereins-tapelle ein Tanzvergnügen, in dessen Trubel sich die Jugend mit geziemenden! Eifer stürzte. " (P h i l h a r m o u i s ch e Gesellsch af t.) Gestern fand die Jahreshauptversammlung der Phil» harmonischen Gesellschaft im kleinen Saale der Tonhalle unter dem Vorsitze des Gesellschaftsdirektors. Herru Landesgerichtsrates Josef Hauffen, statt. Wir werden über deren Verlauf eingehend berichten. ZuulGesellschastsdirettor lvnrde,nit Akklanlation Herr Josef Hauffen wiedergeiuählt. Zn Direktion smit-gliedern wurdeu gewählt die Hcrreui Frauz Kau-dela, Emerich Lang, Hermann von Nicker l, Dr. Peff ia ck, Dr. Robert Prar m a r e r, Emil N a ndhartinge r, Dr. Rudolf Sajovi c, Mar Sa in assa nnd Heinrich Wett a ch. Die bisherigen Hörnen Rechnungsprüfer Dr. Vok und Laiblin tmlrdeu einstinnnig wiede^rnannl, " (Explosion einer S Pi r i tn sf l a sch e.) Als gestern vormittags oie Vahnkondukteursgattin Johanna Mobar, wohnhaft an der Wiener Straße, in den unter der Kaffeemaschine brennenden Spiritus aus einer Flasche Spiritus nachgoß, erplooierte diese, worauf sich der Iuhalt auf sie und auf ihr vierjähriges Töchterchen ergoß, das sie im Schoße hielt. Die Frau erlitt an der Brust sowie an den Händen beträchtliche Nrandwnnoen, während das Kind am Kopfe und an deu Armen schwer verletzt wurde. * (Haz a r dspieIer.) Der Marktfierant Aro» Tauber erstattete bei der Polizei die Anzeige, daß ihn oiefertage seine Geschäftskollegcn, die Brüder Ignaz nnd Josef Kerpner sowie Karl Scheer in ein Passagier- zimmer eines hiesige» Hotels gelockt und ihn, in einer Nacht bei „Einundzwanzig" 40t) I< abgewonnen hätten. Die Hazardspicler wnrden auf Grlllw dieser An-zeig,e Sainstag nachlnittags durch die Polizei verhaftet nnd nach der Tatbestandaufnahme Sonntag vormittags auf freien Fuß gesetzt. Der Vorfall wurde der k. k. Staatsanwaltschaft zur zvenntuis gebracht. („Na 5 a zveza.") Der Beam ten verband „Naöa zveza" hat ein Vereinsorgan gegründet, das nntcr dem Titel „Naöa zveza" in zwangloser Folge erscheinen wird. Die Mitglieder erhalten oas Blatt lulentgeltlich, soust beträgt das Abou,le,nent für 12 Nuniniern 2 l<, während einzelne Nummern 2N l» kosten. Als verantwortlicher Redakteur zeichuet Herr Anton Trstenj a k. (A l s L e iche gef u n d e n.) An, 22. o. M. wurde iu Cilli der in der Eisenhandlung Viajdiü be-dienstete Johann Kvnöan als Leiche au^s der Sann gc» zogen. Der Umstand, daß er seine Brieftasche lind seine Uhr zu Hause gelass«.'», läßt auf Selbstmord schließen, doch ist es auch nicht ausgeschlossen, daß er in die Sann gefallen und ertl-unken fei. Koman, der seinerzeit in strain ein eigenes Geschäft hatte, stand im 43. Lebens« jähre. (G cmeindevor st a ndsw a h l.) Bei der am 2. November vorgenommeneu Wahl des Ge meindevorstanoes für die Ortsgemeiude Loklm'tz wl,r den Alois Mihelöic- ans Ober°Lokwitz znin Gemeindevorsteher, Johann Tragovan aus Ullter-Lolwitz, Johann Gornik alis Grnbrovec, Johann l^kof aus Ober-Lotwitz und Antou Kra^ovec aus Ober-Lokwitz zu Geuieiuderätcn gewählt. — (E i!, Ri e s e n u b ll e rI eg t.) Im Reviere des Herrn Georg Hugo >iindler unweit des Schlosse's Luegg bei Preima iu Untertraiu erlegte am 20. d. der Iagdhüter Florian Baumgartner einen prächtigen Uhu. Die Spannweite der Flügel beträgt 1W Zentimeter. Der erlegte nächtliche Ränber wurde nach Lai> bach zum Ausstopfen abgesendet. - (Int e r n a l i o li a l e 3t eise ° Zeitun g d e s F r e m d e l, b l a t t.) Unter diesem Titel ift die fertage die erste Nummer iu Wien, Verlag des „Frem denblatt", erschienen. Es ist ein ourchaus niodernes Unternehmen, das von. Anfange an durch die Aufnahme deutscher, englischer uud französischer Beiträge dem internationalen Charakter des Fremdenverkehres Rechnung trägt. Die „Reise-Zeitung" bildete bis-hor eine regelmäßige Beilage zum „Fremdenblatt". Nun ist eine selbständige Zeitschrift daraus geworden, welche im Winter alle vierzehn Tage, im Sommer alle acht, Tage erscheinen wiro. Jahresabonnement l !< 50 II. -" (R icht: g st e l l n n g,) Wir werden ersucht, unsere Notiz vom 2:;. d. M. über den Generalkonsul Ritter v. Rehu dahin richtig zu stellen, daß Herr Ritter von Rchn bis zu seiner Matura die Schule iu Laibach besuchte nnd erst dann in die Orientalische Akademie nach Wien abging. * (E i n e a u f g e fu » d e >> e L e i ch e. > Von einen, Jäger wurde gestern nachmittags im Walde nächst Babna Gorim eine mäunliclie Leiche aufgefun den. Ob ein Selbstmord oder ein Verbrechen vorliegt ist vorläufig unbekannt, Theater, Kunst und Literatur. * * (DeutscheBühn e.) Mit seinem Lustspiel „Das Glashalls" wollte Vlumenthal die Geißel ätzen-der Satire gegen die Auswüchse eines anmaßenden Di lettantismns iu der Kunst schwiugen: blutige Satire ist jedoch nicht Sache des witzigen Dichters, der sich auch gar nicht bemüht, die Fülle der Möglichkeiten, die in dem Stoffe liegen, zn erschöpfen, d.er vielmehr rasch den bequemeren Pfad des Schwankes betritt, hier aber sein volles bewährtes Geschick zeigt. Wenn auch die Charaktere deu gewisseu FamUieuzug Blnmenthalscher Schwante tragen, so kann das der lustigen Wirknng keinen Abbruch tun, im Gegenteile, es geht auf der Bühne wie im Leben, mau sieht alte Bekannte uno Freunde am liebsten. Mit dem amüsanten Schwant stand die Darstellung anf gleicher Höhe: es war ein treffliches Ensemble, von dem er zum sicheren Lach-erfolg geführt wurde. Eiu Vorzug des Lustspiels liegt in seilier reinlichen Harmlosigkeit, die den Besuch auch für höhere Töchter uubedeuklich erscheinen läßt. Durch flottes und lauliiges Spiel machten sich um de» Er-folg des Stückes in den Hanptrollen die Damen R a u° Ich er und Hold verdient; letztere wurde durch Überreichung eines schönen Blumekorbes besonders geehrt. Von deu mänulichen Hanptrollen seien besonders die Herren H o l z e r, W e i ß m ü l l e r. W e y° rich und Wen g er genannt. I» Nebenrollen erheiterten die Damen Rivrel und N r b a» und die Herren M a i o r h o f e r uud M a h r das Pllblikum, welches im allgemeinen und einzelueu lauten Beifall spendete. Hoffentlich wird das hübsche Stück bei seiner »rächsten Aufführung besser besucht sein. — (Ill ustrierte Schobert- R o in a n e.) Zweite Serie. Paul List, Verlagsbuchhauoluug in Leipzig. - Als erster iu der Reihe der ueuen uud in den weitesten Kreisen mit Spuunuing erwarteten zweiten Serie von zehn Aänöcu reich illustrierter Romane der Schriftstellerin H. Schobert erschien soeben der prächtige Roman „Die Brillanten der Herzogin". T-as ebenso geistvolle als schön geschriebene Werk hat überall, vor allem aber bei der Frauen- uud Mädcheuwelt einen großen Erfolg zu verzeichueu. Durch diese ueue, illustrierte Ausgabe, die iu ihrer Gesamtheit über 7M Bilder uuo Bildcheu schmücke» werüeu, steigert sich der Ruf dieses hochgeschätzten Autor-Namens uoch um ein Beträchtliches, und dessen großer Verehrcrkreis wird sich uoch ver-luehreu. H. Schobert (Barouin Node), din-ch Gebnrt und Stellung iil den hohen Sphären heimisch, die sie so zu schildern versteht, ist in üen „Brillanten der Herzogin" auf dem Höhepuukt ihres Schaffens angelangt uud legt uns hierin ein Meisterwerk moderner Erzählungskunst vor. Die Fabel ist verwickelt, die Lösung hochüberraschend, die Fülle uud scharfe Charakterisierung der Persoueu verblüfft, ohue zu ver» wirreu, der fließendste Dialog beschwiugt den Gang der Haudluug, beflügelt uuser Interesse uud läßt uns das Werk nicht eher los, als bis wir das faszinicreude Schlußwort gelesen haben- Schobert versetzt uns iu eine kleine deutsche Residenz, wo eine sromme Her zogiu gebietet, wo Fürsteukiuder dem Schlage ihres Herzeus uicht lauschen dürfen, sonder» dem Staats-wohl ihr Gliitt zum Opfer briugen müssen, au einen Minialnrliof, an dem Iutrige gedeiht uud oie Klatsch-rose blüht; — daher der rechte Aadeu, zum Aus« ballscheu der „famosen" Schmuckaffäro, in oie eine Reihe der vornehmsten Mitglieder der Hofgesellschaft venvickelt werden, nm die sich die ganze Handlung dreht und die ihreu Ausgaug nimmt auf dem vielbesuchten Maskenbälle des Hoftheaters der herzog-lichen Residenz. All dem Halse eines eifrig urn-schwärmteu, elegauten, weiblichen Domino, hinter welchem man eiue, dem Erbprinzen uahestelieude Taille vermutet, hatte mail das wunderbare Schmnck stück „Die Brillanten der Herzogin", uoch flimmern und gleißen geseheu, als die schölle Unbekauiite am Arm des ritterlichen Kavaliers Grafen Verchin e5n° Iierschritt das rätselhafte Verschwinden oes aus dem Schmllckfchrei» der Herzogin entlvendetyn Kleinods zieht Tod, Trauer uud uoch viel anderes Unheil an zerstörtem Familienglück nach sich. bis schließlich ans all dem Trübe» wenuglcich anch über einen Grabeshügel schreiteud, ein spätes Glück aufleuchtet und wahreu, echteu Sonneuscheiu hinein» trägt ill die junge Ehe des Grafen Magnus Verchin mit der vielgeprüfte!, Ione von Trettau, dereu heim-lickier Ballbesuch iu jenem Uuglücksabend. mit eiu Glied ill der Verkettung der Umstände gebildet, welche die „Brillanten oer Herzogin" durch so lauge Zeit verschwinden ließe». — Bis Weihuachteu werden, außer diesem erstell Bande der zehubäudigen Serie uoch Baud 2 und Baud :» erscheiuen. Band 2 wird deu spannenden Roman: „Eine verrufene Frau", Vand 8 wird „Geniifchte Gesellschast" bringen. Jeder Band kostet geheftet 3 Mk,. elegant gobunde» 4 Mk. II. v. It. - („Wiener Mode.") Die Toilettenfrage spielt iin Budget der Hausfrau eine große Rolle, und das ueueste, eben erschienene Heft der „Wiener Mode", das die Fortsetzung ocs Kuchels zum An« fertigeil vou Hüten im Hause euthält, soll den Damm den praktisclicn Weg zum Sparen zeigen. Mit oin bißchen Fleiß nnd Ausdauer köunen mit Hilfe der deutlichen Ausführungen des Kurses die Gruudkeunt-uisse der Modisterei ganz leicht erlernt werden, das Übrige tnn dann Übuug, Schick und Geschmack. Wie immer bringt die „Wiener Mode" auch in diese,m Hefte alles der Jahreszeit Entfprecheude: Abiend-kleider. Abeiidmäutel, Theaterhüte uud Frisuren mit einem erläuternden Eingang,sartikel, Eislaufanzügc, praktische Blusen uno Kleiderröcke. Besuchs- uud Straßeukleider. Straßenmäutel, Hauskleider uud die neuesten Formen der Pelzmode», Der Handarbeitsteil' enthält eiue reiche Auswahl vou Vorlagen für Weihnachtsgeschenke, die fleißige Hände noch rechtzeitig fertigbringen. Dem süustlerisckM, Wandschmuck im Kinderziuiluer ist ein großer Ranm des Heftes gegönnt.' Laivacher Zeitung Nr. 271. 2547 26. November 1906. Telegramme ks l. l. leltllrsllhell-zlmchllllilellz-Vlllttlls. Empfang der Delegationen. Gestein imchmitwg? um 2 Uhr fand in Vuüapest dor Empfang dcr Tclrgatioil dcs N^ichsrates und um !l Uhr der Empfang dl'r n,nz,iarisch«» Delegation dnrch S<'im' Majestät den >lais Anspiachcn d<'r öeidc»! Präsidenten gcrnhw Soinc Majestät Fol^endcä. zu erwidern: Mit Vcsl-iedissiing und aufrichtigem Dcmle nehme Ich di<> Versicherungen Ihrer treuen Ergebenheit entgegen. In den wenigen Monaten, welche seit dem lMcn Zusammentritte der Delegationen verflossen sind, ist eine wesentliche Änderung dcr politischen Lage nicht eingetreten. Wie bisher, so wird auch forwb dao in-tiine Vcrliältmo zu llnseren Verbimdetei,, üa^ stete Einvernehnien uüt dem russischen'Reichc in Angele-genheitoli des näheren Orientes unt> die Pflege durchaus freundschaftlicher Neziehnngen zu allen anderen Mächten fiil- unsere Poütit richtimggebend sein. Hiebe, steht uns die Erhaltung deo Friedens bei voller Wahrung der Interessen der Monarchie als steteo Ziel vor Allgen. Ta,s lanfendc Erfordernis Meiner Kriegsverwal -rung zeigt gegen i>a? Vorjahr eine Steigerung, welche zum großen Teile durch die auf allen Gebieten eingetretenen Preiserhöhungen gerechtfertigt erscheint. In, den allßerordentlichcn .Krediten werden da gegen bedeutend lleinere Aeträge angesprochen, so öaf; >ie Gesanttansoidernng Meiner ^lriegsverwaltnng hinter jener für dao Vorjahr nicht unbedeutend zurückbleibt. Die Verwaltung des OttupationsgebieteH ist auch weiter beflissen, mit einer Reihe von durchgreifenden Reformen den zu keiner Zeit unterbrochenen materiel len uud kulturellen Fortschritt öer beiden Provinzen, soweit die verfügbaren Mittel dies ermöglichen, zu beschleunigen. Noonien nnd die Hercegovina werden auch im Jahre . November. Da5 heute don b«i^ den Delegationen vorgelegte gemeinsame Vndget pro lR)7 tm'ist ein Nettoerfordernis von !'.l!7,li7?.^7:l K, nni ^),!)Nl!.!»l l X mehr al5 für das Jahr 19l«>, auf, Hievon entfallen auf das Ministerium des Äußern 12,(>tt8.524 X. uiu 536.9^8 K mehr als im Vorjahre: anf das ,<>lriegslninisterinm, und zwar Heer: ordentliches Nettoerfordernis ^'.»1,l"),:i7<;.Ul^7.^l)^ li, zusauluieu demnach .".<)1,!>12.M1 X, größer um 5,863.54(1 I< K^iegsnia-rine: ordentliches Nettoerfordernis: 12,850. l lli X, größer uin 13,219. l!)l) l<- allßerordeutliches Erforder uis 2,549.M1 K, größer un, 1,253.l(X1 l<. Das Ge° samtersordcrnis der Kriegsmarine beträgt demuach 45M!. K. Die Zollge-fällsüberschüsse sind pro 1907 nlit !29.513.7 zu erfolgeude Erhebung dei- österreichifch-ungnri-sciien Gesandtschaft in Tokio znr Botschaft sowie für die Umwandlung der Ministerresidentnr in Tauger in eine Gesandtschaft. Ferner verlangt das Ministerium des Äußeru die Bewilligung eines Nachtragskredites per 58.000 l< zur Deckung der durch die Beteiligung der Monarchie an der Konferenz von Algeciras er-wachsenen Mehranslagen. Im außerordentlichen Erfordernisse !>es Heeres figurieren u. a. als Fortset-zungstreditc 1,150.lX)l» l< für die Armierung einige-r fester Plätze mit Geschützen neuerer Konstruktion unü 2,500.M0 l< für fortifikatoriW' Masmahmcu. Das 5iriegsministerinm sucht außerdem um die Bewilligung oes Teilbetrages von 30 Millioneil Kronen zur Fortsetzung der Beschaffung des ueueu Feldartillerie materinles an. Bisher wurden von den für diese Zwecke angesprochenen 1l!5 Millionen Kronen in den letzten Jahren 85 Millionen bewilligt, so daß nach Be willignng der jetzt verlangten 30 Millionen noch ein Restbetrag von 50 Millionen Kronen anzusprechen er übrigt. Weiters verlangt oas Kricgsmmisterium die V<5villigung des restlicheu Teiltx'tra^es von 19,480.lXX1 Kroneil auf das 120,95l;.l)00 5trone,n betragende, auf mehrere Jahre verteilt gewesene Gesamterfordernis fiir Echiffbauten, ErnerleTung der Torpedoflottille, Ban von Unteiieebooten, Geschützen usw. P o seu, 25. November. Erzbifchof S tab lew-s t i ist gl>stern nm lialb 10 Ubr abends plötzlich gestorben. Posen, 25. November. Der Tod des Erzbischofs Stablewski trat gestern abends plötzlich, ohne jedes vorherige Anzeichen ein. Man fand den Erzbischof anscheinend schlafend ill seinem Rollstuhle. Der herbei-gerufene Arzt stallte Hcrzschlag als Todesursache fest, Neuiykeiten vom Büchermärkte Puppenlochbuch, nach welchem lleine Mädchen wirtlich lochen können, von Frau Helenes Kinderchen, ll — 60. — Böttcher N. und Kunath A., Lehrgang für das Mädchen» turnen, X 3 36. — Weigand H,, Ter Geschichtsunterricht nach den Forderungen der Gegenwart, X I 20. — Schaeffer Emil, Friedlich Karl Hausmann, ein deutsches Mnstlerschicksal, X 6. — Vraß, Dr. A., Ernst Haeckel als Biologe und die Wahrheit, lv 1 80. — Preuß, Dr. H., Die Vorstellungen vom Antichrist im späteren Mittelalter, K 9 60. — Vürli, Dr. I., Das Vuch für Gesunde und Kranke. K 6. — huch R., Komödianten deö Lebens, li 7 20. - Keller H., Streber, K 6. — Grad M., Unsere liebe Frau, 2 Vänbe, X 9 60. — König K., Zwischen Kopf und Seele, k 240. — Emerson R. W., Seid fröhlich und Weise. K 2-40. — V auer M. M., Das Motorboot und seine Behandlung, abd., K 3 36. — Cherpillod A., Meine Selbsthilfe, einige Kunstnriffe des Dschiu-Dschitsu für Damen, K 1 92. — Keller O., Vau> technisches Taschenbuch, K 5 76. — Ioly H.. Technisches Auslunftsbuch für das Jahr 1907, gbd., K 9 60. — Arno Holz und Oskar Ierschke, Frei, k 2-40. — Über das eheliche Glück, Erfahrungen, Reflexionen und Ratschläge eines Arztes, K 5 52. — Schieckenthal, Dr. P., Das österreichische öffentliche und Privat-Seerecht. k 804. — Clery. Tagebuch über die Vorgänge im Turm des Temple während der Gefangenschaft Ludwig XVI.. k 4 32. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr KFed. Vambergin Laibach, Kongrehplah 2. Angekommene Fremde. Gr««b Hotel Uni»»< Am 22. uud 23. November. Zaruba, Ingenieur: Nitteimann, Schmidt, l, u, t. Hauptleute; Reiman, Reisender; Hubert; Devetal, !tfm.-, Cecalta, l. u. l. Oberleutnant, Graz, — Neuber, itommerzialrat; Schoch, Iugenieur: hock. Direktor; Deines. Kfm., s. Gem., Hanau a, M.; Wottitzty, Kfm,; Pol^, Blüh' weih. Meier, Gellis. Pulzer, Weiner, Reisende^ Notetlu, Pfarrer. Wien. — Hasenblah. Reisender, Linz. — Pogainit, Laibach. — Stangl, Kfm., Berlin. — Hausmann, Feuer, ltflte., München. — Dr. horvat, Ngram. — Tonani, Ingenieur, Trieft. — Epstein, Reisender, Zürich. Hotel Ttllbt Wien. Vom 23. bis 25. November. Doleiet, l. u. l. Oberst; Abram, Private. Stein. — Rufs, k. l. hofrat; Schreiber, Melier, Augenfeld, Schiffermann, Kflte., Trieft. — Bochatsch, Neubauer, Kflte.. Pilsen. — Grad, Rehling, Private; Hammel s. Frau; Polatzet. Eger, Hut, Wohriset, Juwelier; Weiß. Reisender; Glattauer, Beamter. Graz, — Deutsch, Geider, Schacherl, Müller. Hasche!, Fischer, Merteus, Feldbaner. Böheim, Schwarz, Fialla, Schick, Barbarii, Mandl, Mellel, Seidenberger, Strobel, Kohn. Gerstenberg, Barth, Belh. Kflte., Wien. — Wolf, Pölzl, Dia. mant. Kflle., Prag. — Dnffel, Slibil, Monteure, Krainburg. — Neumann, Sallis, Bader, Beamte, Lundenburg. — Rella, Ingenieur; Hänsle, Gradisca. — Schiffrer, Adler, Schmidt, Kflte.. Budapest. — Nenwirth, Reisender; Oth. Private, Rmchen» berg. — Koleschel, Ingenieur, Wenisch. Privat, Krems. — Dr. Pilshofer, Seidl, Rudolfswelt. Fober, Lulet, Beamte, Salz. bürg. — Halter, s. Familie; Felizio, Ingenieur, Iara. — Loy, Bürgermeister, s. Frau, Gottschee. — Homschal, «fm.. Klagen-fürt. — Rosenblatt, Krauh, Kflte.. Himmelberg. — Roth, Keller, Reisende, Warnsdorf. Verstorbene. Am 22. November. Maria Ialsit, Private, 72 I.. Kaiser-Iosef'Plah 7, zl»l»«mu» gsnili». — Wilhelm Baron Rechbach, k. l. Landesgerichtsrat i R., 84 I., Theaterstiege 1, Marasmus. Landestheater in Laibach. 33. Vorstellung. Ungerade« Tag. Montag, den 26. November 1906 Der fliegende Holländer. Große romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. 34. Vorstelluug. Gerader Tag. Mittwoch, den 28. November !90tt. Über den Waffern. Drama iu fünf Auszügen von Georg Engel. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 SW. schwach ! > 7U.F. 746 6 39 windstill > Nebel 25. 2 » N. 745-5 66 SO. schwach heiter 00 9 . Ab. 745 2 2 4 O. schwach ^ Nebel 26.> 7U.F. !?42-8j 0 2, S. schwach i » 10 0 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 4-3°, Normale 17°, vom Sonntag 4 3°, Normale 15°. Verantwortlicher Nedalteur: Anton Funtel. Auszeichnung. Der firma Jg. simon, mech. Tleberei in Doudravka bei Pilsen, liieäerlage Nien, i. Vezirk, öaizgries 19, wuräe äie )tu3)eicd-nung zuteil, äen kaiserlichen dialer im Schiläe unä 3iegel )u fiidren. ^080) VllMllllNll..llill>ll" ilun^l«ln»lll« Ks. 165, dlltun, ll!!>/!m«li^ W Vlaria Premoser geb. Hanf gibt allen M ^ Freunden und Vclanuten die traurige Nachricht ^ M von dem Hinscheiden ihres innigstgeliebten Gatten, W ^ des Herrn > Ferdinand Premoser » ^^ Vergverwalters i. N. ^» ^ welcher nach turzem Leiden heute um 6 Uhr mor- ^ ^ gens in seinem 65, Lebensjahre selig im Herrn ^ ^ entschlafen ist. ^> ^ Das Leichenbegängnis findet Dienstag den ^ 37. November um 2 Uhr nachmittags vom Trauer- ^ hause Komenslygasse Nr. 14 aus auf den Friedhof W zum Hl. Kreuz statt. W Die hl. Seeleumesse wird in der Pfarrkirche W ^ zu St, Peter geleseu werden. ^> W Laib ach, am 25, November 1806. M ^» Neeidiguiigslliistalt des Fr. Doberlet. ^W > Danksagung. > ^ Für die vielen Veuicise herzlicher Ccil- ^ W nähme anläßlich de5 Ableben- ihre^ W ^ innigstgeliebten Vaters ^ > Mellll zmhmn m KM > M sprechen den liefstgefühlten Dank an^ M ^ sic tsauernllen zfawilienmltglieaes. W Vkr 2ie !trömungen un3 V^trebungen unzeru WM M M H^ ^W ^M D^ moöernen Xun5t- un3 8ei5t«ledenz in einem U DW > ^^ «U U« numori5ti5cll-52tiri5cnen 2eikpiegel betracnten > >M UH ><> OH unll verfolgen vill, 3er l«e Mn Montag ^» DD W» HM WA M^G 3ie neue5te Mmmer 2er Mnckner W^^W», GM W>»,M »»»»»» Snielverkauf und /lbonnementz bei I3. v. X1aiuiu».^r H lsä. »«.imdsrF in I.a.ibHolK, Xongr«5pl2tx M 2 un2 Züilbaknkof M05K) 5ovie in Vtowdrüok, 5ü3b2nnnof M05K). ' Laibacher Zeitung Nr. 271.________________________________ 2548 26. November 1906. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 24. November 1906. Die notierten Kurse verstehen sich :-45 4 L"/,0. w. Silber («pril'Ott.) p«l «llffe ...... 100 80 10N'c>0 1860er Staatslose 50« fl. 4«/., 157 7b 153?^, lljgoer ,. 10« fl. 4 o/n 21850 2?4'50 18S4er ,. IU0 fl. , . 2734N 2?l 40 lb«4tl .. ü« ll. .. 273'40 27540 Dom.'Vandbr. il 12« fl b°/n 290 —290-50 Staatsschuld d. i. Neichs« rate vertretenen König» reiche nnd Lander. Ofterr. Goldrenle, stfr,. Gold per Kasse .... 4°/« ,17 «0 li?8l Öfterr. Rente in Kronen«, stfr., Kr. per Kasse. . . 4"/n bu-io 99-»0 bett« per Ultimo . . 4°/^ 8» 10 89-3<> Öft. Investition«, «ente, stfr., Kr, per Kasse . 3 >/,"/« «970 88Ll Gisenbal,N'z. Kar! LudwigVawi (div, Stücke) Krone» . . 4°/„ 8810 10010 siudolsbahn in Kronenwährung, steuersr. (biv. St,) . 4°/, 88 15 100 12 Vorarlberger Vahn, steuerfrei, 400 Kronen , , .4°/° 9U0ü I00«b Hn ztaat»schuldl>nschl»U>un»t» »dglßempllt» Fisenbaliu.AKn«. «Elisabeth«, 20« fl. »M. 5'/<"/« von 400 Kronen .... 462 — 48350 del to Linz.Äuowei« 200 fl. ö. W. E. b'/<°/» - . . . 43b-4»6dU detlo Salzburg-Tirol 200 l. 0, W S. b°/n .... ««'50430-50 Geld Ware yon, Staate zui Zahlung über» nommlne Eisenbahn» ZlriorltLt». ßbligalionen. Äöhm. Wcftbahn, ......115-80 11680 Elisabethbahn 400 und 200l> M, 4-?5 Vorarlbergei Bahn Vm. 1884 (div. St,) Silb. 4<", . . 88'2i, 10U-L5 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/« ung. Golbrente per Kasse . 114-1« 114 30 4°/o detto per Mtimo 114-10 114 3« 4°/« ung, Rente in Klonenwähr, Nsrei per «a«e . . 8d 50 8b bl> 4°/„ detto per Ultimo 85 55 Lb'7'> 3>/,°/u detto per ltasse. «4 75, 84-!>.'> Una. Prämien'Anl, ix loo sl. . 2<>4-?l> »u? ?d detto k 50 sl, , li04-2l> 2»?2! Theiß Ncg,'Lose 4°/<> . , , . 153-75 ,55-75 »°/o ungar. Grundentl.-Oblig 85-25 9li-25 4°/u lroat. u. slav. Vrundcntl.. 0blig........88— 8? 20 Andere öffentliche Nnlchen. «o«n. Landeö'Anl. (div,) 4»/,, . »4 60 8d'«c Vosn..herceg, Eilenb,-Landes» Nnleheii (biv.) 4'/,°/» . , ö8-85 100 «5 z°/« Donau-Reg.-Nnlelhe 1878 105— 106- Wiener Verlrhr«-?lnleil,e 4«/<, 8^-10 10«-lü detto 18«« 4°/u 88 25 1008 5 Nnlehen der Stadt Wien . . 103— 104-dett« (S. od. G.) , . . 121 I« liiL'10 detto (1884) .... 87-75 88-75 detto (183«) , , . . «8'2b 100-2i detto (1800) , . . . 88-?ü IN0-2K detto Inv.°«l.) 1802 . 83-25 100 25 oölsrba» Nnlehen verlosb. 5°/« 83- ^l!0 — Vulg. Ltaateetsenb.-Hyp.rAnl, 1889 Gold . , . . e°/^ 118 75 11t! 75 ijulg. Staats. Hypothekar Anl. 1882......S«/« 118-82 118 85 Geld Ware Pfandbriefe «. Bodenlr.,llll8,öst.in5UIDl,4"/l, 8875 88-5C Äöhm. Hv,pothrlenbanl verl,4"/i, 88'bb 1U0 5d ^entral-Bod.-K^red. Äl., österr., 45I. verl. 4'/,°/« - - - 102-- — -gentral Bud.Kred.-Vl.. osterr., «5I, verl, 4"/u , , , . 8830 100-30 ,ftrcd.-I!ls<.,österi..f.i8erl..Unt. u.üffenll.Arb.Kal.^vl.4''/« 38- 33 — Lanbesb. d. Kön, Galizien und Lodom. 57>/, I. ruclz. 4°/„ 975l! 385« Mähr, Hupothelcilb. veil, 4°/<, U8 05 100 — N.'österr.La»dts.Hyp.>Anst,4<'/u 88-L2 100 25 dettu inN. L"/^Pr. verl, 8'/,"/u 82— «3- bett» K.'Schuldsch. verl. 3>/i°/n 81-75 82 75 betto verl. 4°/« 88-15 KX1I5 Osterr.'ungar. Van! 50 jühr. verl. 4°/« ö. W..... 8»-45 10U-45 dcttll 4"/« Kl..... 88-/0 100 ?o Nparl. 1. »st.. 60 I. verl, 4°/« io»'40 iNl-ll, Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. ifcrdinandö>»iorbbah» Em. 1886 88 60 100-«l> detto Vm. 18o4 100 20 — — Österr. Nordwestb, iuo fl, S, , 105 85 1«6-3i> ölaatibahn 500 Fr..... 4>5 b0 4Sch,d. 3»/«Präm,.Schuldv. b. Vodenlr.'Uüst, Vm, 1888 3I-— 97 — Nltien. Vranlport'ZnttMthmnngN!. »usstg.Tepl. Eisenb. 500 sl. 2453 — 24ö8 — Äöhm. Nurdbahn 150 sl, . 37350 375- Vuschtiehrader n si. per Ult, N32— ii36 -Donau . Dampfschissahrts. Ges,, I.. l, l. priv,. 5N0 sl, KM, 1049 — K5U- Dul'Äobenbacher Vsb. 400 Kr, 557— 559- sserdwaüds.Noidl,, louo sl. KM. 5670 — b?iO--Lemb..Ez>'r!!..Iasi!!. Eisenbahn- Gesellschaft, 200 fl. T . k>79- 580- Llov.d,M'll.,Trieft.,5N0sl.KM. 776— 786- Östell. NordwesUllh« 200 sl. S. 45125 4b2 - detto (lit, u.) 200 sl,S.P. Ult. 449 450- Plag.DuxerEisenb,loofl.llbgst. 221-75 222 25 Staalöelsb. 200 fl, S, per Ultimo 674 40 67540 Sübb, 200 sl. Silber per Ultimo 174 6» 17560 Siidnorddeutsche Verbindungsb. 20« fl. KM...... 40b'— 40720 Tramway.Ges., neue Wiener, Priorltäts.ziltien 10« fl. . —— — — Ungar. Westbahn (Naab.Oraz) 200 fl. S....... 403- 405 — Wr. Lolalb..«lltieü.Efs. 200 fl. 180—------- Vanlen. Anglo.Österr. Aanl, 120 fl, , , 314- 315- Äantverein, Wiener, per Kasse —— — betto per Ultimo . . . 557— i)ü8 - Äobenlr,'»lnst. österr, 200 fl.S. 1062'— 106?-- Zentr,.Vod,.Kredb, ös!,, 200 fl. 545— 547 -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe. 160 fl., per Kasse —— — — detto per Ultimo 681 75 «82 75 Kreditbanl allg. ung., 200 fl, . 821- 822 — Depositenbank, allg., 200 fl. . 452-— 45t — Eslomplc. Gesellschaft, nieder» österr., 4Talg0'Taijaner Oisenw. 100 sl..... b62'7» 5667b IalgU'Tarj. StelnlMen lou fl, 621-— »z^-__ ,,Sch!öglmühI", Papiers.,2uofl. üb«-— »b«»— ..Schodnica", A..G. f. Petrol.» Ind., 500 Kl..... 630 — 633 — ..Eteyrermühl", Papierfabrik nnd V.»G...... 4Ges. 820— 826'— Devisen. Kurze zichte» nnd zcheck,. Amsterdam....... 198Ü0 18910 Deutsche P'ähe...... 11? 60 I1?-«0 London........ 241 — 241 25 Italienische Vaulplätzc , . . »Vb2» 9k»-«?-' Pari«......... 8Ü-42' Sb «' Zürich und Vasel..... 95-42^ St>0b Valuten. Dukaten ....... ll'»ö »1-89 >io Franke» Stücke..... 1»'» 18-1? ilN.Marl-Tti>lll>...... 2» b» 28'58 Deutsche «eichsllantnote n . . 117 60 117 80 Italienische Banknoten . . . 9560 gz»8o «übel-Noten..... »b8'» z,-^»