^ t» Mtwoch den ts. Ileömar 187S. . Jahrgang. Vt« „VkurburgerZeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — fiir Marburg: ganzjährig S fl., halbjährig 8 fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr; für Zustellnn-in» Haus monatlich lv kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteliährig 2 fl. JnsertionSgebühr 6 kr. pr. Zeile. WWW? Altgritchischk oder ntuisterrtichische Nuiiltn? II. Marburg, 11. Februar. Die Vtltheidiger der „archäologischen ^nter-suchungSreise nach Samolhrake" weisen aus die Belspiele anderer Staaten hin. lvelche sür solche Forschungen namhaste Opfer gebracht, wie: England. Ruhland, Frankcelch. Preußen . . . All' diese Veispiete ziehen aber nicht. Die Engländer mögen sich zu solchen Unternehmungen entschließen, weil ihnrn die Mittel nicht fehlen und lvcil sie die Selkistsucht haben, den Borwurs der Krümerpolitik dadurch zu wi» derlegen; alltin es thäteu »vohl auch die Engländer besser, sich um ihre eigtven Ruinen, namentlich in London und Irland zu kitmmcrn! Rußland als Borbild für künstlerisches und tvisstttschastliches Streben ?! ÄS waie zum Lachen, ivenu der fragliche Vtiveggrund' dieser Macht nicht gar so traurig stitnmte: Rußland ivill nicht immkr als Eroberer, als Hrnker Polens geltkn, rS uill der Welt auch durch sel»l< Prepgauucr betveisen, daß eS die geistige Bildung söriilrc! Napoleon IN. hat allerdings archäologische UntkrsuchungSreisen nach Macedonikn, Kleinasien... ins Wrrk ge>c>^t. aber nur. UtN der Nuhmgter skincS Volkes zu sröhnen, nm sich alS einen Bc-schüjzer der Kunst und der Wissenschaft lobl)udeln zu lassen, wäl>rend daS Schulivesen im Argen lltg, tvährend die „untvissenden Vrüder" und Schulschivestern die Jugeud verdummten — tväh» rend Hunderttausende von Bauern in förmlichen Rninen haustcn. Die ltunstgönnerschaft Friedrich Wilhelm IV. von Preußen lvar nichtt als ein persönliches Belieben, vor tvclchem damals leider die Verfassung noch nicht schilpte. DaS Geld dieses Staates iväre auch besier für die hungernden Weber in Schlesien, sür darbende Lehrer, sür zehn andere nothivendige Zwecke angewandt worden, als sür die Expedition nach Egypten, t»elche dieser Köni>; unternehmen litß. Wird jejjt in Berlin der Plan tvieder angeregt, den „heiligen Boden'' von Olympia noch mehr freizulegen, alS die Franzosen eS vor dem KriM' kriege begonnen, so kann Preußen die Kosten zivar viel leichter tragen: die StaalSwirthschaft ist geordnet, die Bürger find lveniger von Stmern gedrückt, alt >ie Oesterreicher und die französische Kriegsentschädigung bringt Milliarden in'S Land deS GiegrrS... doch ist'S auch hier unsere Ueber Zeugung, daß zumal die armseligen Hütten der Litthauer und dcr Wasserpolaken den Berlinern viel näher liegen, alS der Ringplaß und die Rennbahn von Olympia. Bei der Verhandlung über den erwähnten Nachtrag im Abgeordnetenhause lverden die Sa mothrakler gkwiß klassische Erinnerungen wach rufen; gut! auch in unserer Serie tauchen so manche Erinnerungen auf. Ludwig I. von Baiern war bekanntlich der wärmste Hrlenenfreund; als sein Sohn Otto zum Könige von Griechenland gkwählt worden, sagte Kaiser Franz: „DaS lvär' ivaS sür'n Alien, ab^r der arme Bua daurrl mi!" Vertreter deS österreichischen Volkes, die Ihr vor AlltM über die Belastung desselben zu ent» scheiden habt ; sprecht inl Hochdeutsch unserer G^sk^» grbung: Dieses arme steurrgedrückte Bolk d^>mrt UNS! — Erklärt dieS, überlaßt Camothrake Schwärmern, die überslüssigeS Geld haben ual> werft nicht Tausende hinaus für die Ruinen einer altgriechischen Stadt, altgriechischer Götzentempel ! Zur Geschichte des Hages. EinMinisteriumTaafse-Lasser^ Stremayr soll unS bevorstehen — konservativ, wie das Ministerium NuerSpcrg, aber verschämt ausgleichsfreundlich und von kurzer Dauer, um dann einem vollblutreaktionären unter dem Roth« frack Gras GolucholvSki PlaK zu machen. Unter den je^igen Verhältnissen kann das Auftauchen eines solchen Gerüchtes durchaus nicht überraschen. Im ungarischen Abgcordnetenhausc ist nun endlich dieFortweisungder Jesuiten beantragt worden. Wo ein Gesetz so ausdrücklich spricht, lvie hier daS ungarische, da kann die Voll» ziehung nicht dein geringsten Zweifel unterliegen. Wollte die Mehrheit dcS HauseS auch jeßt noch die frommen Väter schonen, so würde sie sich einer Ungesetzlichkeit und einer unvergeßlichen Feigheit schuldig machen. Achtung vor dem gkllenden Gesetz und Schaffung neuer Wrhren der Freiheit nach dem klaren BolkSrechte dieS sind die Waffen, mit lvelchen d i e U l t r a m o n t a n e n in der Schweiz bekämpft werden eine Mchnung sür Alle, die zum Kriege rüsten gegen den gefährlichsten Feind deS Staates und seiner Bürger. Vermischte Ätacbrichten. (Eine landwirth schaftliche Muster-schule in Nordamerika.) Unter den land- AenNleton. Der erste -saH im neuen Äinte. VolN Versaffer der „neuen deutschen Keittiilder." (Fortsetzung.) Sie verschwanden im Hause und machicn die Thür sest hinter sich zu. WaS drinnen geschehen war, hatten die Beamten durch die dicht verschlossenen Laden nicht ival)rnehmen könneir. Nur einmal hatten sie gemeint. Gläserklingen zu vernehmen. Mahler war biS g'gen drei Uhr Morgens in dem Hause geblieben. AlS er sich entfernt, hatte ihn daS Mädchen biS mitten ans die Straße begleitet, und Beide hatten dann dort durch eine lange^UmarmungMbschied von einander genommen." DaS berichttten mir die Beamten. Es verschaffte mir eine große Genugthu-ung. Mein Verfahren hatte sich, wenn auch aller Regel, allem Herkommen und allen Vor-schriften der Kriminalordnung zuwider, als ein richtiges, zweckmäßiges erwiesen. WaS sind alle Regel^n und Gesetze gegenüber dem Rechte und der Eigenthümlichkeit deS einzelnen FalleS? 3ene sittd todt. dieser allein ist lebendig; und nur daS Lebende hat Recht. Ich hatte auf einmal einen Anhalt für die Untersuchunj,, ein Licht in dein Dunkel des empörenden Verbrechens gewonn'n, wie ich sie aus detn gewöhnlichen Wege der Borstiriften und deS Hergebrachtcll wahrscheinlich gar nicht, jedenfalls nicht in solchein Umfange und nur mit vieler Mühe und nach langer Zeit ivürde erhalten hab^n. Ich sandte auf dcr Stelle alle Vier Beamten Mit dem B-sehle zurück, sofort den Fleischermeister Mahler, die Eheleute Schmid und deren Tochter LiZuise zu verhasten und in die Gefängnisse dcS Inqnisitoriats abzrzliefera. Mah^ ler soUle nichts von dcr VirhaftUitg der Schmid's, diese sollten nihtS von der Wählers ersahren. Ueber daS mir Mitgethe'lte empfahl ich den Beamten das tiefste Stillschweigen gegen Jeder' mann an. Ich tvollte zugleich,einen kleinen Triumph der Eitelkeit haben. Ich begab mich auf daS Jnquisitoriat nnd ließ den AktuariuS herübecbitten, um m>r das Protokiill führen zu lassen. Er kam alS» bald. Ich diktirle ihm zuuächst einfach die Belichte der vier Beamten Wort für Wort zu Protokoll Die Ueberraschung, daS Erstaunen deS Matznes war in der That groß; aber er »var ein braver Mann, er freute sich über daS geivonnene Resultat. Wir sind doch nicht aus dem Regen nnter die Transe gekommen, sprachen seine Augen. Laut sagte er: „Gott sei Dank, jetzt lvird hier VieleS anders werden " Aber daS gewonnene Resnllat war nur eiir vorläufiges und eS war noch Manches zu thnn. um zu jenem Ziele zu gelangen, an tvelchem erst der zu einer Verurtheilung der Schuldigen erforderliche BelveiS liergestellt lvar. Die vier Personen waren verhaftet, ganz, ivie ich es angeordnet hatte. Sie hatten sich am gestrigen Abende, noch heute Nacht so sicher gc-ivußt. Sie muhten sofort, unter dem ersten überraschenden, ängstigenden Eindrucke ihrer Ver« Haftung vernommen lverden; ihre Bcrn hmung mußte schnell, ohne Umschweife auf ihr Ziel los-gehen. Ich ließ zuerst Mahler vorführen. Er zeigte keine Spur von Angst oder Unruhe. „Wann haben Sie die Louise Schmid zum letzten Male gesehen?" tiegann ich. „Ich lveih eS nicht genau; es können vierzehn Tage bis drei Woihen sein." „Wo „Auf der Straße.- wlrthscbaftlichen Schulen Nordamerika's ist jene in Pensylvanitn am vollkommensten eingerichtet und im besten Fortgange begriffen — mit zelin Professoren nnd Lehrern und vielen Zöglingen aus allen Theilen deS Staates. Diese Schule sorgt für einetüchlige wissenschaftliche Ausbildung und verwendet dabei besondere Aufmerksamkeit auf die Theorie und Praxis der Landwirthschaft. Ein Theil der Zeit wird mit körperlicher Arbeit ausgefüllt. Als Zugehör zu der Anstalt sind brn Muster- und Versuchswirthschaften ausgewählt zum Zwecke, um Gelegenheit zur Erwerbung der Röthigen praktischen Erfahrung zu verschaffen. Diese Farmen sind so weit von einander entfernt und so verschieden an Boden und Klima, als die Grenzen deS Staates eS möglich machen, um die besten Arten des Landbaues für die verschiedenen Gegenden zur Darstellung zu bringen. Gewisse Versuche werden in jeder Farm angestellt in derselben Weise. mit derselben Aussaat und derselben Pflege für eine entsprechende Reihe von Jahren, um zweifelhafte Fragen zu lösen, wegen der Arten des Pflügens Arten und Mengen deS Düngers, Samen, Zeit des Herbstens, Reihenfolge der Saaten, Beschaffenheit des VicheS und der Früchte. Der Zweck ist, nicht bloS zu ermitteln, was das Beste ist. sondern auch die Wirkungen deS Bodens und des Klima's in den verschiedenen Fällen zu bestimmen. Diese Musterwirthschaften werden von bezahlten Arbeitern betrieben und stehen unter der Leitung wissenschaftlicher und praktischer Männer. Die tabellarisch zusammengestellten Versuche enthüllen höchst wichtige Thatsachen sür Alle, die nicht die Zeit und Mittel haben, solche Fragen sich selbst zu lösen. Kleinere Parzellen sind den verschiedenen Arten von Hafer. Gerste, Weizen. Korn, Kartoffeln und Gräsern gewidmet. Jede Art von Dungmitteln wird für jede Fruchturt geprüft. Vieh wird gründlich geprüft in Bezug auf den Vortheil für Lieferung von Fleifch, Milch, Arbeitskraft und Fütterungskoften. Die Tiefe, bis zu welcher der Pflug gehen soll, wird sorgfältig aufgezeichnet. (Landwirthschaft. Wie man in Frankreich die Neben düngt.) Ä!an be-ginnt mit dem Schnitte jener Neben, die gedilngt werden sollen. Sind sie nun vom überstüstigen Holze befreit, so entfernt man ringsum den Fuß der Nebe mittelst der Haue die Erde aus eine Entfernung von drei bis vier Eentimetcr und in hinreichender Tiefe, daß der Dünger durch die späteren Arbeiten nicht blohgelegt werden k.inn, daß aber auch die Wurzeln bedtckt bleiben. Ist dies geschehen, so bringt man in die entstandene Oeffnung den vorhandenen Dünger: Wolla^'pen, „Wo waren Sie heute Nacht?" „In mcinrm Hause." „Die ganze Nacht?" „Die ganze Nacht." „Sie waren nicht ausgegangen?" Er besann sich doch ; skin Bl'ck zeigte eine leise Unruhe; aber nach einer Wtile antwortete er dreist: „Nein." „Geftingknwärter, führen Sie den Gefangenen m daS Gkfängnih zurück." Da wurde er sehr unruhig; diese kalte Kürze hatte sich wie eine Last auf ihn gewälzt, die ihm den Athem nahm. Er blieb stehen und sah mich fragend an. als trenn ich in meinem Schweigen sein Verderben mit mir trüge, daS er von mir heraushaben müsse, als wenn er lieber dem Tode in daS Gesteht sehen, olS ihn lauernd hinter sich wisjen woll«'. „Haben Sie mir noch etwas zu sagen?" fragte ich ihn. Er fühlte, daß er sich verrathen habe, und nahm sich zustimmen. „Nein." Er ging mit dem Gefangenwärter. Louise Schmid mußte eintreten. Sie hatte nichts von ihrem sanften Wesen verloren: ein Ausdruck stillen Leidens war hinzugetreten. Wäre ich zum Scherzen aufgelegt gewesen, ich Preßrückstände von ölgebenden Körnern. Stall' dünger, Unrath aus Städten. Traubentreber, Pas-sende Rückstände auS Fabriken, Absälle aus Wollspinnereien, andere thierische Stoffe, Mengedünger ^Kompost) und bedeckt ihn sogleich mit der ringS um die Grübchen aufgehäuften Erde. (Reform deS italienischen Unterrichts.) In Italien wird eine Reform des gan-zen höhern UnterrichtswesenS eingeleitet. Es handelt sich zunächst um genaue Ermittlungen über den Stand derselben im ganzen Königreiche. Ermittlungen, wie sie vor zwei Jahren kurz nach der Besi^ergreisui'g von Rom in Bezug auf diese Stadt gemacht und in ihren so überaus kläglichen Ergebnissen veröffentlicht worden. Der lln-terrichtsminister, welcher sich schon, bei anderen Gelegenheiten als ein thatkräftiger Mann erwie» fen hat, kann bei diefem ersten Schritte zu umfassenden Reformen auf einem schwierigen und verwickelten Gebiete der allgemeinen Zustimmung gewiß sein. Er hat aber auch das richtige Gefühl, daß seine Absicht nur dann erreicht werden kann, wenn das Publikum selber, besonders die Familienväter, die ja in erster Reihe davon berührt werden, so viel an ihnen ist, theilnehmen und mit ihm Hand anlegen zur befriedigenden Lösung der Frage. Der Minister drückt dies in dem ver-öffrntlichten Berichte an den König unumwunden aus. (Heilkunde.) Im Allgemeinen Krankenhause zu Wien (Abtheilung des Dr. Fieber) tmrd seit längerer Zeit ein Verfahren angewandt, welches zum Zwecke hat. die Gefchwulst des Kehlkopfes ohne schneidende oder glühende Jn-strnmentc zu entsernen. Dieses Verfahren beruht auf den chemifchen Wirkungen deS elektrischen Stromes und es wird dadurch in der Geschwulst selbst ein Prozeß erregt, well^er ein ellmäliges Absterben derselben veranlaßt. (Heerwesen. Leistungen der E i n-j ä h r i gF r e i w il l i g e n.) Die Bestimmung hinsichtlich der Einjähiig-Freiwilligen ist dcßhalb in das Wehrgesej) aufgenommen worden, um Jenem, der sich irgend einem Beruföftudium gewidmet. die Beendigung desselben zn ermöglichen troj^dem er seiner Wehrpflicht nachkommt — tvelterö aber, Reserveoffiziere zu bildcn. BiS jcht blieb es j dem Einzilncn überlassln, sich n ährend seiner einjährigen Dienstzeit die Kenntnisse zu erwerben, welche es ermöglichen, d>e Piüfnng zum Reserveoffizier abznlcgen; leider haben sich ver-hältnißmäßig s'hr wenige zu dieser Prüfung gemeldet, wodurcl) im Mobilisirungssalle leicht «in Mangel an ttUiglichen Reserveoffizieren eintreten kann. Die Mehrzahl hat wählend dieses Jahres ^rade nur ihre Schuldigkeit gethan und sich nach Dollendung desselben einfach in die Referve übersetzen lassen, ohne sich weiter um militärisches Wissen zu kümmern. Um dieser Auffassung mit Ersolg entgegenzuwirken, soll man beim Kriegs« Ministerium an einer Vorlage arbeiten, laut Ivel-cher jeder Einjährig-Freitvillige enttveder nach vollendetem Präsenzjahre die Prüfung zum Reserveoffizier ablegen, oder aber noch weitere zwei Jahre bei der Truppe dienen müßte, um erst dann in die Referve verseht zu werden. Marbnrger Berichte (Auszahlung der Lehrgeholte i m B e z i r k e M a h r«n b e r g.) Die Lehrer im Bezirke Mahrenberg klagen über sehr unregelmäßige Auszahlung d» GehalteS. Der Eine und der Andere hat wohl schon fünf Monate lang keinen Sechfer bezogen und am 1. d. M. soll die Gesammtheit vergeblich auf ihr Geld gelvarlet haben. (Brautstands -Gebühren.) Der Kaplan in Kötsch hat die Neuerung eingesührt, daß Brau^'aar, welche zur „Prüfung" kommen, dafür eine Gebühr von 60 tr. entrichten müssen und trifft nach dem Grundsatze der Gleichheit jeden Theil die Hälfte. (L eh r e r v e r e i n.) In der lehten Versammlung wurde konstatirt, daß die Miiglieder deS Bezirkes Umgebung Marburg ausgetreten feien. Der Verein beschränkt flch somit auf die M tglikder deS Stadtbezirkes und erschien, da die Mehrheit der Stadilehrei: anwesend war. die Versammlung als beschlnßfäl»ig. Nach Verlesung d'S Protokolls und Mitthkilung der Einlaufe hielt Herr Professor Dr. Wretfchko einen Vortrag, über „Vnt'vickluttgsgang der mechani schen Würmetheorie." Der Redner gab zuerst eine Ueberslcht '»er-Atomentheorie, besprach sodann die alte (materielle) Theorie von der Wärme, ferner die Art nnd W'ise, wie man sich nach derselben die Er« zeuguug der Warme durch mechanische Mittel zn denken habe, und ging dann auf die eigentliche Frage über. Er theille zu dem Zwecke den EntwieklungSgang der geg'Nwärtig allgemein anerkannten mechanischen Wärmetheoric in drei Perioden: I. Zeit des Rumkord und Davy, welche durch unumstößliche Versuche den Beweis lieferten, daß die Wärme kein Stoff sein könne, und daß man sich dieselbe als irgend eine Art von Bewegung der Moleküle vorstellen müsse ; nach ihrer Ansicht befinden sich die Moleküle eines jeden Körpers (da alle Körper einen ge- hätte sie mit einer saust leidenden KaKe vergleichen können. „Wcinn haben Sie den Fleischer Mahler zulej^t gesehen?" „Vor zivei oder drei Wochen ettva.^' „Wo?" „Auf der Straße." „War er nicht gestern Abend bei Jhntn?" „Ich war ja sast bis Mitternacht hier am Gerichte." „Aber nachher? Heute Nacht?" ^Jch Hobe ihn nicht gesehen." „llttd doch war er bei Ihnen." „Er tvar nicht bei mir." „In Ihrem Hause." „Wer Ihnen daS gesagt hat, der hat mich Verleumdet." „Sie waren ihm biS aus die Straße entgegen gegangen." „Großer Gott, welch abscheuliche Verlenm-dung l'^ „Er sagte Ihnen: jeht sind Sie Frau Mahler." DaS ist nicht wahr, daS ist gelogeii." „Er hatte zwei Flaschen Wein mitgebracht." „Herr in dein.m Himmel, wie werde ich verleumdet l" Sie iveinte. Sie hatte wirklich Thräneu. War sie eine von der Natur so wunderbar und so selten begabte Heuchlerin, dl'ß sie dißseZhrä-nen hatte, oder preßte sie ihr die ungel)eure Angst aus?" Ich fuhr ruhig fort: Mahler blieb bis drei llhr MorgtnS bei Ihnen?" „Er war gar nicht bei mir," schluchzte sie. „Als er ging, begleiteten Sie ihn wieder bis auf die Straße und nahmen mit e ner lim-almung Abschied von ihm." „ES ist Alles schändlich erfunden und erlogen." „Ich bringe Ihnen die überzeugendsten Beweise." „DaS ihun Sie. Auf der Stelle I" „Später; vorher habe ich eine andere Pflicht. Gegkn Mahler ist bereits ein dringender Verdacht begründet, daß er seine Frau vergiftet hat. Dadurch, daß sie hier Thatsachen ableugnen, die auf daS Vollständigste bewiefen werden können, machen Sie sich einer Theilname on feinem Verbrechen in hohem Grade verdächtig. Der Verdacht steigt, je beharrlicher Sic bei Ihrem Leugnen bleiben. Erwägen Sie daS, bevor Sie, wenn Sie unschuldig sind, sich selbst in eine Loge gebracht haben, unschuldig als schuldig verurtheilt zu werden." Auch diese Ermahnuug sruchtete nichts. Sie sah mich mit ihrer leidenden, mit der unschuldsvollsten Miene an. wissen Grad von Wärme befi^en) in schwingen-dkr BeweMng. die um so intensiver, je wärmer lr ist, und »Venn durch mechanische Mittel (Hämmern) Wärme erzeugt werden kann, so l^eschieht dies dadurch, daß die sichtbare Bewegung deS Hammers als Wärme ttnpfunden in eine unsichtbare, der Moleküle ukiergeht. II. Zeit des Mnytr und Joule, welche einen bedetltcnden Schritt weiter gingen, und indem sie für die Wärmeeinheil das mechanische Aequivalent fcststtllten, u. z. Mayer ohne irgend welche Versuche, nur mit Hilfe seines tiesen Denkens, Joule dagegen unabhängig von Moyer durch die genauesten Experimente, welche in die Zeit von 1843^1849 fallen. ES ergab sich hiebti eine so große Uebcreinstimmung der erhaltenen Ziffern, daß man den Unterichied nur auf Rechnung der unvermeidlichen Bcobachluugs-sehlcr se^en muß. III. Neue Zeit, nämlich die letzten zwanzig Jahre, IN welche die mathematische Behandlung deS GegenstlindeS fällt. Der Redner veransch,znlichtc und erläuterte seinen Vortrag durch viele Zeichnungen und mathematische Beispiele aufs veste. Allseitiger Beifall und der Wunsch, die Versammlung bald durch einen ähnlichen Vortrag zu erfreuen, lohnte die Gefäll'gktit und Bereitwilligkeit, mit welcher der Herr Professor der Bitte des Vereint nachgekommen. Zum Schluße legte der Obmmann das Programm vor, nach welchem die neue Vereins» leitung in diesem Jahre vorzugehen wüilscht. Bei dieser Gelegenheit erlaubte sich derselbe einige kritische Bemerkungen ub^r die Thätigkeit der früheren Leitung uud bewies an der Hand der Thatsachen, daß man im aiigelausenen Vereins-jähre jene Fragen, die sich auS der Schulpraxis ergeben, viel zu wenig pflegte. Diejem llebel-st^mde soll nach seiner A'sicht dadurch abgeholfen werden, daß die neue Aercilrölcilung fi»r dic jedcömallge Versammlung irgnid ein Thema, gegriffen aus dem prakllschcn Schulleben, zur Blsprechung bringt U! d dabei jedem Mitglltde Gelegenheit gil>l. sich über seine Erfahrungen und CrlebNisse in der Schule auszusprechen. lvaS silf jeden Schulmann von tt,tun nl.cht zu unter-schähcnden Werthc ist. Das Programm rvurdc auch in allen Punkten nach dem ^^ior^chlage der Vercinsleitung ge» nehmigt. (lN uS z e l ch n u u g von Landwir-then.) Die 49. f.ll .emcilie Versammlung der LandwirthschastS-Gesellschaft h.ü ^rchlzehn Herren altS der unlern Steiermark ivegen ihrer Lerdienstc Einmal verworfene Frauen hakien eine unglaubliche Gewandtheit in der Hurchelei, besonders in der leidenden Hauchtlei. Mit der Person tv.ir, trieuigftcns jej)t nichts zu machen; ich lleß sie daher ablreten und ih-ren Vater vorführen. Der Mann hatte in der Nacht einen Rausch gehabt; man sah eS dem aufgel^nnscneu Gesichte, den rothen Augen, dem wüsten Blicke an, der verrietl), »vie trittst es im Kopfe sein msrsse. Ich hatte falsch gerechnet, ivenn ich meinte, darum mit ihm leichtere Mt'rhe zu haben. Ans alle meine Fragerr, auf alle nieine Vorhaltungen, daß Mahler die Nacht liber in seinem Hause ge» lliesen sei, a..tworlele er mir einfach unv bcharr» lich: er sei in der Nacht nach dem Verhöre durstig nach Hause gekornmcn und da müsse er über den Durst getrunken l^aben, und darauf fei er alsbald schläfrig geworden, und er habe sich zu Vette gelegt uud wisse von nichtS, waS in seinem Hause passiit jci. UebrigeuS glaube er nicht, daß Mahler dagewesen sei, denn er habe diesen uoch nrcht in seinem Hause gesehen. Sein Rausch sollte indeß mrr mehr Dienste leisten, als ihn». Ich ließ nach seiner Entfernung seine Frau vorkommen. Der Gefangenwärter, -bevor er sie in daS Verhörzlmmer führte, theilte mir, um Entschul' in verschiedenen Zweigen der Landwirthschoft ausgezeichnet. Die StaatSpreise (silberne Denkmün« zcn, erhielten : Martin Derniatsch in Unter-PulS-gau. Joseph Heinisch in ArnfelS, Johann Lapajne in Lutteuberg, Jakob Lopan in Weitenstein, RochuS Oratsch in Rohitsch, MathiaS Raisp in St. Georgen an der Stainz, Georg Schopper in RadkerSburg. Die silberne Denkmünze der Gesellschaft wurde zuerkannt, den Herren; Johann Hartner in Windisch-Jeistritz, Peter Käfe» in Na» geltdorf. bei Mureck, Karl Valentintfchitsch in Hrastnik. Geldpreise (je zwanzig VereinSthaler in Silber) erhielten: Joseph Heinisch in Oberhaag bei ArnfelS, Peter Jöbstl in Pitschgaueck bei Li» tiiswald, Paul Laßbacher in Pfesferberg bei RadkerSburg, Johann Pammer in Graben bei Mureck. Andreas Woch in Remschnik. Mit Diplomen ehrenvoller Anerkennung wurden bedacht; Johann Pej» in Emitsch bei Straß. Alois Reiterer in EibiSwald, Rudolf Gchlangenberg in Mureck. (S t e i e r i s ch e O st b a h n.) In der Si-tzung der Grazer Handelskammer vom 10. F?-bruar gelangte auch die Clsenbahn'Fr.zge zur Berathung. An dcr Vorarbeit deS Ausschusses hat-ten auch die hiesigen Mitglieder: Herr Franz Bind-lechner und Herr JulruS Pfrirner theilgeuom-men; Herr Eduard Janschitz war durch Unwohlsein verhindert, kver Antrag dieses Ausschusses lvurde von der Kamlner einstimmig zum Beschluß erhoben t die Konzession sür die steiermär-kische Ostbahn soll demselben zu Folge nur jener Gesellschaft ertheilt lverden, tvelche stch verpflichtet. auch die Zweigbahn RadkerSburg-Mar-burg zu bauen. (Zur W i e n e r W e l t a u Sst e l l u n g.) Die HandtlSkamrner hat nach dem Antrage deS Herrn I. Pfrirner befchlosstN. der Marburger AuSstellnngS - Kommission einen Beitrag von 100 fl. zu leisten. (Oe s f e n t l i ch er Vortrag.) Freiherr von KleSheim, bekannt durch seine Gedichte in österreichischer Mundart, wird nächster Tage hier eine Vorlesung halten. «-tzt- Most. Der Hande^mtnister ersucht um die kaiserliche Wenehmiguug, den Gesetzentwurf, betreffend die Eisenbahn Knittelfeld Zapre-sitsch dem ReichSrathe vorlegen zu dürfen. Im nnflarischeu Abgeordneten Hause wurde gelegentlich der Verhandlung Über die Einkommenftener mitgetheilt, daß S^tt Pflich tige ein I<».W0 fl. übersteigendes Einkommen haben. Die katholischen Klöster in Bolhynien nud Podolien werden in Kasernen verwandelt für nnjnreichend beqnartierte Besatzungeu. digung bittend, mit, daß durch ein Versehen von seiner Seite die Frlin im Verhörgangange ihren Mann g'schen, wie er gerade in die Gefängnisse zurückgeführt »vorden sei. Zuin Glück habe der Mann sie nicht geseljkn. so daß sie sich keine Zeichen hätten geben kiinttca. Dieser Zufall kam mir zum Nuhen. Die gewandte, listige Frau trat uicht mit ihrer gestrigen Sicherheit ein. Hatte sie wirklich Angst, daß ihr noch halb berauschter Mann geplaudert, den Vrrräther gemacht haben mi^ge? Der G.'daiike stieg plötzlich in mir auf. Es wäre unrecht vou meiner Seite gelvesen, den Jrrlhum in ihr zu nähren; aber benutzen durfte ich ihn. Ich sc'gtc ihr sofort auf den Kopf zn: „Frau, heute Nacht war Mahler in Ihrem Hattse." Sic erschrack hestig. Cr hat AlleS verrathen, sagte il)r l^rschrecken. „Wer hat daS gesagt?" fragte sie, leise zitternd, ablehnend, aber lauernd. „Ich kann Ihnen auf der Stelle den Mann bringen, der eS Ihnen in daS Gesicht sagen tvird." „ES ist nicht möglich." „Soll ich?" Ich griff nach dem Klingelznge. Ich hätte ihr nach und nach die vier Kriminalbeamte» An die P. T. Eltern der Volkzschkler im Atadtschvilitzirt^t. Im Interesse einer guten Schulzucht, der Ordnung und eines zeitgemäßen Fortschrittes erscheint eS dringend geboten, daß sich die Schüler weder zu srüh noch zu spät im Schulhause einfindet». Die P. T. Eltern, beziehungsweise deren Stellvertreter werden demnach freundlichst ersuche sür das rechtzeitige Eintreffen der Kinder in der Schule Vormittags zwischen und 8 Uhr. Nachmittag, zwischen und zwei Uhr gewij senhaft Sorge tragen zu wollen. Von der Leitung der städt. Knabenschule zu Marburg, 8. Februar 1873. Eingesandt. Der ütaturar^t. Zeitschriftjsür naturgemäße Behandlung deS menschlichen Körpers in gefunden und kranken Tagen. Herausgegeben von Gustav Wobold in Dresden. 10. Jahrgang, Preis 3 fl. ö. W. (Erscheint in Moiatheften zu 1 Bogen und bringt ferner jedeS Vierteljahr eine eben so starke Beilage der Fachliteratur«) Auf dem wichtigsten Gebiete deS LebcnS — Gesunderhaltung unseres Körpers und dessen Pflege bei Erkrankungen — emanzipirt sich die Menschheit immer mehr vom Aberglauben; sie verwirft den Wahn, als ob die Golt-heit ihr Meisterwerk, den menschlichen Leib, so mangelhaft gestaltet, daß derselbe nicht ohne eine gewisse Kaste von Künstlern bestehen könne, und als ob nicht vielmehr jeder Denkende selbst mit einfachen in der Naturheilkunde zu Ehren gebrachten Naturgesetzen seinen Körper zur Ausgleichung der Störungen des LebensprozesseS befähigen Uttd sich in den überiviegend meisten Fällen Nicht selbstrathend und selbstthätig gründ' lich Helsen könnte. Zahlreiche Vereine in allen Ländern verbreiten durch Belehrung Vertrauen zur Sache und Befähigung zur Selbstbehandlung in Tagen der Gesundheit und der Krankheit. Der sicherste Leiter und verläßlichste Freund auf diesem Wege ist der „Naturarzt." dessen Lehren zahllose Familien den reichsten Segen Verdanken: schnelle urrd sichere Heilung, Hebung der Widerstandskraft deS Körpers, Verminderung der Erkrankungen, Ersparniß an Zeit und Geld. F. T. gegenüber gestellt, nln ihr AlleS, tvaS in der Nacht an Ihrem Hanse Passirt sei, in das Gesicht zu sagen. Bei der Angst, in der sie ein-inal ivar, konnte ich davon ein Resultat erlvar-ten, zumal, da sie in Ihrem Jrrthum befürchten mußte, daß ich zuletzt doch noch ihren Mann ihr bringen iverde. Sie überhob mich der Ope» ration. „Nein, nein," sagte sie ängstlich; „ich wil( Alles s^igen." Ihre Angst ivar mir erklärlich. Sie glaubte an rine Gegenüberstellung ihreS Mannes. Sie mußte auch ihrn gegenüber die Rolle deS Leugnens fortsetzen, ihn also zum Lügner machen. Und nun mußte sie ihn ivohl genau kennen, ivie das ihn zum Aeußersten, zu den gefährlichsten Geständnissen treiben iverde. „Ich ivill Alles sagen. Ja, Mahler war die Nacht bei unS; aber in allen Ehren, uno er hat nie etwaS Schlechtes mil meiner Tochter gehabt." „WaS that er bei Ihnen?" „Er ißt gern etwaS Gutes. Und seine Frau war geizig und meine Tochter ist eine perfekte Köchin. DaS ist AlleS." (Schluß folgt.) liMtlisrlo» eidt im sixsvsn unä im idrsr I'oolitsr marls aUsa Lskaiiv-tov ullä l-'rsuuäsv äio köekst dstrübsnäs ^aed-riedt von 6sm Ilillsedsillen idrss ivviesteelisb-toll kattsll, bs^ieduQL^sveigs Vatsrs, ass llorru Paul ülorva^, Stsuoramts-0tü»i»lvn, vsloksr vsol» lävAersr Xraulltloit, vsrsedsll mit 6sQ kl. Ltsrdesslcrawelltöii, am 10. k'sdruar 1378 um 1l> Ildr ^devtl» iv ssivsm 57. I^odsns^'akrs söli^iw Hgrrn sotsedlaLeQ igt. Das I^siokolldsßsilll^iss äss tkouorsn Vadin» xs8odis6sllöQ klläst 8littv?ood üsa 12. ä. um 4 Vdr I^kodmittags vom Ilauss Ikr. 107 iu 66? ^'st^ettkoK'sti'Asss »us statt. vsr VsrblicksQS virä äsm krommsn ^väsulcoii smpkodlov. ^»rdurgs, »m 11. ksdruar 1873. II. itsisrm. Iisiollsnaukdallrunxs» u. vooräissUlix»» Anstalt. Ein Zllshavs i« Marlnirg, in einer der belebtesten Hauptgafsen mit 3 Gewölben, solid gebaut, 1 Stock hoch, ist auS freier Hand zu verkaufen. (130 Anfrage im Comptoir dieses BlatteS. Z7 c) s s s s auf Ungarisvliv l.osv tlLr äis ^ieliuvs am IS. fsdniar ä. .1. HaupttrsL^sr A. il l.7T unä 8l) Icr. Ltompel; iernsr Lose der Wiener Armen-Lotterie 2l«tiunx kW 25. k'sbruar Ic. »s. HauMreL^er lvOV TtiivIt Vukatvn, SO (dsi ^dQkdms vov 5 gt. 1 3t. Linä 2U bv:iisben äureb kllckolf k'Iueli, ^ecb8slstubs, 3aolcstra8gv 4. NM^'örisüiolis Lostolluvxov vorävQ prompt »Liootuirt Lose der Wiener Armen-Lllttkrie DM'» SV Rettkreuzer^WD Haupttreffer 1VVV St. Dnkaten und Viele Nebentreff-r. Ziehung am Faschina-Dicnstag l)en 25. Fcbruor Wer sünf Armen-Lose kauft, erhält ein Los gratis. Joyann Schwann, 131) Herrengafse, Nr. 123. Lizitations'Gdikt. Ueber Bewilligung deS k. k. Bezirksgerichtes in Marburg vom 23. Jänner 18733. 5S3 werden nachfolgende zum Nachlasse deS am 2ö. Oktober 1872 verstorbenen GlaSfabrikSbefitzerS Eduard Bivat gehörigen Realitäten, Rechte und beweg« lichen Gegenstände mittelst öffentlicher Lizitation an den Meistbietenden verkauft: 1. Die in der Gemeinde Zmollnig gelege-nen GlaSfalrikS-Realitäten Urb. Nr. 60 u. 68 aä Faal sammt den F"brikSgebäuden, 2 Herren-und 5 Arb iterhäusern, Nebengebäuden u. s. w., wie dieselben im JnvenlurS- und Schätzungsprotokolle angeführt sind. 2. Die den jedesmaligen Besttzern der GlaS-fabrik anS dem mit dem Herrn Ferd. Martin Freiherrn von Rast geschlossenen Vertrage ddo. 25. März 1833 zustehenden Erbp.zcht- und Ab-stockungsrechte, welche auf der in der steirischen Landtasel 8ub Tom. II, Fol. 1344 einkommenden Herrschast Faal auf dem ersten Sape intabulirt sind und wovon eine Abschrift dem JnventurS-Protokolle augefchlofsen ist. Die Fab'ikSrealitat und obige Rechte wer-den zusammen um den gerichtlichen SchäKwerth pr. 82176 fl. 55 kr. ouSg-^rufen. '3. Sämmtliche Borräthe, GlaSwaaren. Fahrnisse, Einrichtuug u. f. w. im SchätzungSwerthe von 18923 fl. 72 kr. Die Lizitation der ^brikSrealitäten sammt Rechten findet am S. Marz 1873 Vormittag 11 Uhr im Hcrr.nhause Nr. 31 in Zmollnig bei Maria Rast und jene der Fahrnisse und Einrichtung am 4. März 1873, nöchigenfalls an den nachfolgenden Tagen ebendort, jedesmal von 10 Uhr Vor- bis 3 Uhr Nachmittag statt. Hiezu »Verden Kaufliebhaber mit dem Be-merken eingeladen, das; jeder Lizitant auf die Fabrik^'realität. bevor deljelbe milzubiete» berechtigt ist. ein Vadium von 15000 fl. entweder bar, in Spaikassebüchcln. öfterreichifchen StaatS-papieren oder an der Börse notirlen Eisenbahn-, Bank- und Jndustuepapieren nach dem jüngst bekannten l^ourSwerthe zu Händen deS LlzitationS« kommlssärS zu erlegen hat; der Ersteher hat über-dies sogleich nach geschlossener Lizitation auf Abschlag dcS MeistbotcS eine Zahlung von 15000 fl. zu leisten. Der Meistbot der Fahrnisse, GlaS-waaren u. s. w. ist aber vom (5rstcher sogleich bar zu entrichten. Die nähereu L!zitationSbedingniss<, Grundbuchs» und Kaiaster Auszüge, JnventurS- und SchäßungöprotokoÜe, das Gutachten der Forst» verständige». Anschrift der Verträge können in der Kanzlei des g>fertigten GerichtSkommillärs (Marburg. Stadt, Schulgasse Nr. 120) eingesehen werden. Ludw. Ritt. v. Bitterl, 121 k. k. Notar als Gerichtskommissär. Marbuäg am 30. Jänner 1873. Der große Beifall, welchen die von mir in den Jahren 1371 und 1872 veranstalteten Elite-Kostüme- und MaSken'Kränzchcn gefunden, veranlaßt mich, auch hcucr dcn Wü»schen Vieler dadurch evtgrgen zu kommen, daß ich für dcn 22. Februar im Götz'schen Saale ein Clitt-Koflümt- und Masktn-Krü«)chrn zu arrangireu mir erlaube. Die Details sind aus den zugelandten Einladungsbrieftn zu entnehmen. Sollte aus Verskheu Jemand, der sich zur Theilnahme berechtigt halt, keine Einladung empfangen haben, so ersuche ich, längstens bis 20. Februar uulcr Angabe der Adresse und des Charakters in der Handlung des Herrn Anton Hohl sich melden zu wollkU, da nur besonders Eingeladene zu diesem Elite-Kränzchen Zutritt haben. Marburg, 8. Februar 1873. Eduard Gichler jun., diplomirter Tanzlehrer nnS Grc^z und gewesener Tanzmeister 125 im vorinali»jen Kadettinstitute zu Marburg. Verein /u (Ism a»»» IT. W'ellVi'u«!' Iiall) 9 IIIu' ^denä« swttünäendeu llisvussionL /^bvnlls. V 0 r 1 li. uti 8 ek ? r 0 ^ raINm. 1. „Das metriseliv Vor-tra^ 6e8 Ilorrv krok. ^1s008 ^üllner. 2. keantwortullA Utieroommener 3. LrMlluvx tios k'laxel^ÄKtLn«. ^»rbnrx, 11. k'obrunr. 132) Der ^u33e!iu8g. 0 rißin 1- lUU' V V > 1.0 ös 8 SIQll 7.U As^inuvu ! 1000 VMateu iu Dis8g ie oatlullt n.u386i^0 Vi otfer " KVVAj». Die vrkolAt. am von 5 I^vk^on erl^alteii l gi«.ti3. I^vi geneiß^tvu ausvfü,! ti^su um getällixs 1^^in8<;u(?un^ äes sowie um Iiei3l:liIiskj8unA von 30 Icr. fiir clor seinor/oit vi8ues»t. 69 Diess 1^080 8int1 auoll 7U Italien bei Kafolinv Kai'Isbvi'gvi' in »ilafburg. Neoejits Gejellschllftsspiel! Z>ie größtmögliche Gewinnchance bieten meine «ezugSfcheine, Gruppe ^ für ö. W. fl. IsV«.— Papier-Nente. Monatliche Ratenzahlungen « ö. W. fl. 8. Während der Dauer der Einzahlungen spielen die P. T. Thcilnehmer ans die als Prämie beigegebenen 18 St. Lose dnrch 4E Ziehungen und zlvar auf: Ein Füliftrl mit der Serit gt^ogtvks tSSVer Lo5 (welche? am 1. März d. I. einen Treffer gelvin nen muß), und ferner auf „l8K4tr-, 187V-, Srannschweiger-, Türken-, Sachsen-Mtiuingtn-, Como», Oldenbnrger-, Innsbrucker-, Äanislaner-, Ofncr-, Palffy-, Htnois-, Waldsttin-, Windischgriil;-, Ätglcvich-, Undolfs-, Salzbnrgtr-Lose." Nach geleisteter Vollzahlung wird jedem P. T. Theilnehmer fl. 100.— Papier Rente auSgesol^t. Wechselstube, Graz, Sackstraße Nr. 4. Auswärtige Aufträge werden prompt effcktuirt. Geschiists-Empsehlung. Isitiate der „Warvmger SchuH-waaren- und Lederfavriks-Kesessschast". Ich zeige liiemit dem geehrten Publikum ergebenst an, das; die „Marburqer Schuhwaaren-und Lcdcrfabriks-Aktiengescllschaft" im Girstmayrlchen Hause am Burgplatz eine Filiale errichtet und mit der Leitiiug die scs Geschäftes mich betraut hat. Die Eröffnung h.ü nuu stattgefunden. Zugleich mache ich bekannt, daß der Detail-Verkauf nur von der Filiale besorgt wird und nun diese die Reparaturarbeiten übernimmt. Es lvird mein eifrigstes Bestreben s.in^ mich deS Vertrauens, welches die löbliche Gesellschaft mir geschenkt, auch durch reelle Bedienung deS geehrten Publikums wlirdig zu erweisen. Marburg, 8. Februar 1873. (128 Johann Wtstak. vr. ltovuu» SouilZ, 129 eröL^net mit 10. ^k'edruar 1873 seine Ütln/Iei im krAndsletter'sellen Ilause, l'eL^ettlwL^strasse, üu ebener I^r6e. Persottenziigl'. Von Trieft nach Wien: Ankunft 6 N. 21 M. Krüh nud L ll. 4ü M. Abend«. Abfahrt 6 U. 3S M. Krilh und 6 U. b7 M. Abends. Van Wien nach Trieft: Ankunft 3 U. 13 M. Krüh und 9 U. — M. Abends. Abfahrt 8 N. 25 M. Kriih und S N. 12 M. Abends. Verantwortliche Redaktion, Druck und Verlag von Eduard Janschiß in Rarburg. L. Lk» öt. V. Verantwortliche Redaktion, Druck und Verlag von Eduard Janschiß in Rarburg. L. Lk» öt. V.