Etristltkmiz: >wcha»»gaff« Nr. ^ (ildlii Rr. tl, tatmttaa. dMÄw Kr »««,. ». ®rtrv a|M «« ll-l* «* (•■»l^nibca wfrbm wch« ■dMt«t(kai> Ramaiifc tla> cmfrmtfltn iriAt MM Mt PfTBoIinn« K»n •cnAmna« tirr biOlsd MI» tr#cDtrn «tktfcN 1, ?ktz»g»dr»t»««»e> »»ra M« »«? k«t»*ni! WfrttlMrti ... I I M N»l«fcia ....Kl« •«■tiuirig. . . . K ll-H »lk (Hll mü •taVefln« M **»•: «•nilia . . . • ■ l'tf (Hnt([i«lina ...»»-....»»— «nwiMrtj . . . . K ir-HKi< «all»a» «tat« sich H» tMc an »irfe&fetc» Mutclrittct Sd«»»«»e»tt «ctttn MI pt aitrtdl»»« Kr. tOt Eilli, Mittwoch den 17. Z)tzem0tr 1913 38 Iaörgang. DitösterreichischrnSlawe» und die Pilniy drs Balkankrirgrs. WaS man angesichts der Errignifse deS Balkan» kriege» hinsichtlich der Hallung der Slawen in der österreichischen Delegation erwartete, ist eingetreten: ihre Reden waren durchwegs au» Moll gestimmt, denn der zweite Balkankrieg hat die hochklingenden Hoffnungen gedämpft, bi- der erste in ihnen erweckt halle, Am deutlichsten o»d klarste» kam dies in einer Rede de» tschechischen Abgeorsnete» Dr. Kramarsch zum Autdrucke, die einer Bankcrotterklärung seiner bisherigen Politik gleichkommt und gerade dort, wo sie die Balkanpolitik der Monarchie ausS Schärfste angriff, zu ihrer unsteiwilligen Verteidigung wurde. Rußland und Oesterreich-Ungarn haben — so sühne Dr. Kramarsch au» — Fehler gemocht, Oesterreich.Ungarn indem eS zu schloss und 9hifj« land indem ei zu ichwach war. So wurde Serbien d« Weg anS Meer vcrsperrt und durch die Schaf-sung Albanien« der zweite Balkankrieg hervorge» rusen. da Serbien sich für Albanien Kompensationen auf Kosten Bulgariens suchen mußte. Damit wurde aber der Balkanbund zersprengt und erlitt Rußland «ine Niederlage, die daS russische Volk nicht ruhig hinnehmen werde. — Daraus kann man entnehmen, das Dr. Kramarsch sich bei Beurteilung der auS-wärligen Politik der Monarchie aus den russischen Standpunkt stellte und so zur Verurteilung der Politik deS Grasen Berchlold gelangte, ^eine Argu> mente auS vom österrtichisch-ungarischen Standpunkte angewendet, also die stärkste Rechlsertlgung dieser Politik bedeuten. Wenn Dr. Kramarsch in seiner Rede dann die russische Oeffenllichktil haranguierte, an Oesterreich Ungarn Rache zu nehmen, und gleich-zeitig in der österreichisch - ungarischen Ocffenllich« Hante Aosamunde. HumoreSke von A. Gan»-Bachmann. „Ich bitt' dich, wa» ist dir denn? Wa» steht denn in dem ©rief so Schreckliche»?" Meine Frau war ausgesprungen, schaute mir ängstlich in« Gesicht und streichelte mein Haar. Wir saßen beim Fiühstück und ich halte eben die einge-langte Post durchgesehen. Beim Lesen deS einen Brief»» mußte der Ausdruck des Schrecken» sich wohl sehr deutlich aus meinem Gesicht ausgeprägt haben, um meine Frau zu dem ängstlichen AuSruse zu seranlassen. „Ach Gott, e» ist ja am Ende nicht» Schreck« liche»", sagte ich in beruhizendem, aber doch elwa« kläglichem Ton: „Dir Tante Rosamund« will aus ein paar Wochen zu un» kommen." Jetzt war die Reihe de» Erschrecken» an mei-«er Frau; sie wurde ganz blaß nnd mußte sich nie-versetzen. „Die Tante Rosamunde I" hauchte sie. „Die Tante Rosamunde!" echoten die Kinder in langgezogenen Tönen. Ja, die Tante Rosamunde l Ihr Besuch bedeu-tete einen Umsturz in allen Lebensgewohnheiten, ein Entbehren aller Behaglichkeit, ein Ausgeben der eige-uen Persönlichkeit. Tante Rosamunde beanspruchte da» Zimmer für sich, da» ihr gerade paßte, e» mußte nach ihrem Geschmack und nach ihrem Gesund-heilezustand gekocht und die Tageseinteilung nach ihrem Wunsche reguliert werde». Tante Rosamunde war eine Erbtante, aber nicht in dem Sinne, daß e» etwa» von ihr zu erben gab, sondern ganz im Gegenliste: ihre Erhaltung war der Familie als Erbleil zugtsalltn. Sie war «inst durch die Schuld ihrer Brüder verunglück!; keit Mißtrauen gegen Italien zu erzeugen suchte, so entspricht daS durchaus den mit den Lebensbedingun» gen der Monarchie unvereinbaren Tendenzen der tschechischen Politik. Schwerer mag aber drm Dr. Kramarsch, der durch Jahre da» deutsch-österreichische Bündnis a!» eine abgetane Sacht, als ein „abge-spielte» Klavier' behandelte, daS Geständnis gefallen sein, daß es Torheit sei, an eine Auflösung dieieS Bündnisse» zu denken. Damit hat Dr. Kramarsch einbekannt, daß seine ganz« Politik töricht war, ebenso wertvoll ist aber auch seine Feststellung, daß dai deutsch österreichische Bündnis auch deshalb un» zertrennbar fei, weil eS auf einer Jntereffengemein-fchaft der Magyaren und der Deutschen in Oester-reich beruhe. Da» ist für die Politik der oeutschen Parteien in Oesterreich sehr orientierend und gibt denen Recht, die bereits bei den ersten Sturmzeichen auf der Balkanhalbinsel daraus hinwiesen, daß eS für die Magyaren und für die Deutschen ein LedenSbedürf-niS sei, sich zn verständigen und im gegenseitigen Einvernehme» die slawische Hochflut abzudämmen. Eg leb? dir Irrihrit! Der Oesterreicher hat ein Vaterland, er liebt eS uns hat auch Ursach', eS zu litben. Zumal wegtn dtr Freiheit. Wa» ist in Oesterreich nicht alle» frei! Die Freiheit der Person ist gewährleistet, da» Hau»> recht unverletzlich, da» Briefgeheimnis geschützt, beide also frei von unliebsamen Störungen, das Peiition«-recht steht jtdem frei, jtdtm steht r» frei, Vereine zn bilden und Versammlungen abzuhalten, und diese Rechte sind sogar durch besondere Gesetze g?regelt, wir haben da» Recht der freien Meinungsäußerung, die volle Glaubens- und Gewissensfreiheit ist ge-wähl leistet, niemand darf zu einer kirchlichen Hand-lung oder zur Teilnahme an einer kirchlichen Feier die wilden Buben hatten sie auf dem Lande von einem hochbeladenen Erntewagen heruntergeworfen und sie war so unglücklich gefallen, daß da» Hin-terrad de» schweren Wagen» über ihren rechlen Fuß ging und ihn fast zermalmte. Zwar heilte die furcht-bare Wunde, aber der Fuß war unbrauchbar. Bon dem Augenblicke waren die Brüder die Sklaven der Schwester gewesen und da» wurde unheilvoller sür ihren Charakter al» daS Gebrechen für ihren Kör> per. Denn durch einen geschickt konstruierten Schuh ward sie in den Stand gefetzt, ganz sicher und gut zn gehen, aber ihr Charakter war so unleidlich ge-worden, daß niemand sie auf die Dauer ertragen konnte. Sie war anspruchsvoll über die Maßen, rücksicht»lo», zänkisch, rechthaberisch und bo»haft ge-worden; die allgütige Mutter Natur hatte in dem Bestreben, auszugleichen, für die Lähmung de» »echten Fußes der Zange eine Behendigkeit, eine Schärfe und Bosheit verliehen, die ihresgleichen suchte. Es war selbstverständlich, daß die Brüder für sie sorgten, eS fiel ihnen auch nicht schwer, denn sie waren alle in gulen Stellungen; aber Rosa-munde beanspruchte auch Familienleben und so ver-suchten e» die Brüder, die alle geheiratet hatten, nach der Reihe, sie in ihr Hau» aufzunehmen, aber es war unmöglich, das auszuhalten. Wenn Rosa-munde in einer Familie Einzug hielt, liefen nach acht Tagt» die Dienstboten weg, die besten Freunde blieben aus, die Eheleuie entzweiten sich, die Ki» der wurden stutzig oder revollirrttn offtn; kurz, der Zustand wurde unhaltbar. So entschlossen sich die Brüder, Rosamunde eine eigene Wohnung zu neh-meu und ihr ein bestimmtes, ziemlich hoch bemesse-nri Monai»geld zu geben. Damit war sie wohl gezwungen werden, die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei, e» steht jedermann frei, feinen Beruf zu wähle«, wir erfreuen un» der Freizügigkeit — kurz und gut: Ei schwindelt einem förmlich vor den Augen, wenn man alle diese Freiheit Stück für Stück, wie die zur Dörre bestimmten Aepfelfchnitze am Faden aufgereiht sieht — aus dem Papier d.-r Hof- und SlaatSdruckerei, in der auch die Staat»-grundgefrtze gedruckt wurden. Da ist eS denn eine wahre Wohltat für de» ob all dieser Freiheit schwindlig gewordenen Z'vili» sten, wenn er einer Ernüchterung teilhaflig wird und zur Erkenntnis gelang«, daß e» mit dem Uebermaß der staatSgrundgeseylichen Freiheit so bö» nicht ge» meint war. Für diese Erkenntnis wollen wir auch der Staaisweisheit den verdienten Dank nicht vor» enthalten. Wie in unserem un« so teuren Oesterreich e» mit dieser Freiheit eigentlich ausschaut, zeigt un» recht deuilich ein Borfall, der sich ansang» Dezem» der in Vorarlberg abspielte und von dem die deutsch» freiheitliche Presse noch viel zn wenig Kenntnis nahm. — Einen der besten Vtrsammlung»redner, einen gründlichen Kenner de» Jesuitenorden», hatte der um die Hebung der Volksbildung in Dornbirn sehr verdiente „Wiffenschasiliche Verein" zu einem Vortrage über „Geschichte und Wesen dt» Jesuiten« orden»" gewonnen. Diese» Thema lag förmlich am Wege in einem Lande, wo die Jesuiten die herrlich» sten Paläste besitzen, wo sie von Mission zu Mission ziehen und wo so viele LandeSsöhne ihre Minel» schulbildung bei den Jefuilen holen. Da glauble der „Wissenschaftliche Berein" einmal einen gulen Griff zu tun, wenn er feinen Freunden und Gönnern über da« Wesen und die Geschichte dieser in un» serem öffentlichen nnd privaten Leben so einfluß-reichen Gesellschasl Aufschluß gäbe. DaS war ein Ereignis, daS wie ein Blitz in das Pirlversaß der Feldkircher Jesuilenmetropole und damit bei alle» Klerikaltn dt» Lande» einschlug. Al» einverstanden, aber ihrer Sehnsucht nach Familien-leben, besser gesagt, nach Zerstörung de» Familien-leben» trug sie dadurch Rechnung, daß sie sich bei jeder Familie aus ein paar Wochen zu Besuch ein» lud. Zum Glücke vergrößerte sich die Familie im» mer, die Söhne «nd Töchter der Brüder heirateten und die Taute Rosamunde wurde immer mehr ge» teilt; aber die einzelnen Familie» trugen immer noch schwer genug an dem Stückchen Rosamund«, da» ihnen zufiel, und hätten die Bußwochen ihre» Besuche» gerne in barem Gelde abgelöst; aber so stark war jedem einzelnen Gliede der Familie die Rücksicht aus Tante Rosamunde eingeimpft worden, daß keine» sie direkt abschütteln wollle. Ader dafür arbeitete jedes mit allen möglichen Listen, sie hin» auszubringen und sie einem anderen Familienglied« zuzuschieben. Jetzt drohte un» da» Erbübel und darob der Schrecken. Unser hoffnung»v»ller Majoral»herr Otto faßte sich zuerst. „Du, Papa," sagle er, „wenn du mir jeden Tag ein neue» Jndianerbuch mitbringst, so lege ich mich eine Woche in» Belt und trinke irgend» einen Tee, daß ich recht rot ausschaue; wenn du willst, kann ich auch jammern und stöhnen, daß die Tante glaubt, ich habe eine ansteckende Krankheit. Ich bringe dir schon da» Opfer." „Sage mir einmal, Ollo, hast du nicht die nächste Woche Schularbeit aus Latein oder Mathe-matik ?" „Ich? Nein — da« heißt ja, aber da« würde nichlS machen; wenn man nicht da ist, macht man sie später, deshalb brauchst du dir kelne Sorge zu machen." Seite 2 Deiche Wacht der ,.volk«fieund" den Bortrag ankündigte, trat so-fort i>er Feldkircher Weihbifchof Dr. Waitz gegen die Abhaltung dc« Vortrage» aus. In einer im klerikalen Parieiblatt an leitender Stelle erschienenen „Oeffentlichen Erklärung" hat sich der Bischof so-weit verstiegen, daß er die Abhaltung dt« Vortrage» eine Beleidigung de» ganzen Klerus Vorarlberg», eine Beleidigung de» katholischen Volke», eine Be-schlmpsung der katholischen Kirche und überdies, wa» da» drolligste an der Sache ist, eine Be» fchimpfung de» österreichischen Kaiserhause» nannte, weil zwei Erzherzöge der Erziehung der Jesuiten in der stella malutina zu Feldkirch anvertraut sind! Nachdem der Bischof gegen diesen Bortrag Ver-Wahrung eingelegt, griff er den Grasen HoenSbroech persönlich an, indem er ihm leidenschaftlichen Hab. wenig ritterliche KampfeSweise vorwarf, seine Au»-sührungen al« nicht wissenschaftlich anführte. Ader nicht genug damit, da» bürgerliche Gesetz mußte obendrein noch mißhandelt werden, und io setzte man zu Feldkiich alle Hedel an. daß der Vortrag ver-boten werde. Der Feldkircher Bezirkshauptmann «ilter von Ferrari, ein Liberaler, hatte zwar die Abhaltung de» BortrageS zugesagt, weil er gesetzlich gestattet ist, allein der klerikale Generalstab wandte sich sofort nach Wien und daraufhin kam über JnnS-brück (statthalterei) an die Behörde zu Feldkirch die Weifung der Vortrag de» Grafen Hoen«broech sei „au« Gründen der öffentlichen Ruhe" zu unter-sagen. Doch e» follie ander« komme». AuS der ver-botenen .Oeffentlichen Versammlung" wurde einsach eine „Paragraph 2-Versammlung" für nur geladene Gäste, ein Familienabend mit über 600 Personen, die sich aus dem ganzen La»de zusammengefunden hallen. Der Gastgeber, Recht«anwalt Dr. Zumtobel (Dornbirn), begiüßie seine Gäste beim Saaleingang und hieß alle herzlichst willkommen. Dann begann der „Familienabend'I Unter großem Beijall erschien Gras HoenSbioech auf der Tribüne. Gleich zu Be« ginn teilte er mit, daß ihm in der letzten Minute noch von einem politischen Beamten au« Feldkirch ein Schreiben überbracht wurde, worin dem Grafen gesetzliche Sirase angedroht wurde, fall« er den Vor-trag wirtlich abhalte. Ruhig und sachlich, mit einem Tonfall, der die wahrhaft adelige Seele diese« merk-würdigen Manne» verriet und die Zuhörer von der ersten Minute an gesangen hielt, wandte sich Hoen«-droech zunächst gegen die persönlichen Berunglimpsun-gen in der „öffentlichen Erklärung" d,s Bischose« Dr. Waitz. Die hervorragendsten Gelehrten deutscher Zunge haben die Weike Hoensbroechs al« wissen-schaftlich einwandfrei anerkannt und durchaus gebilligt, so vor allem der größte lebend« evangelische Theologe Harnack an der Berliner Universität, ein Gelehrter von Weltruf. Die Vorwürfe de» Hasse« und de« „wenig ritterlichen" Benehmen« entkräftigte Graf Hoen«broech durch die leidenschaftslose, ruhige, abgeklärte Sachlichkeit seine« Vortrage«, die so wohl» tuend abstach von dem Poltern und Dröhnen un» serer Kanzeljesuiten In einfachem Plaudertone er« zählte der Vortragende von der Geschichte de« Or-den« und von deffen unausrottbarem Haff« gegen alle Ketzer und Andersgläubig«» und von seinen staatszerrüttenden Bestrebungen. Graf HoenSbroech ließ die von Jesuiten selbst verfaßten Schriften sprechen, so da« „Jmago primi saeculi". Bild des ersten Jahrhunderts der Tätigkeit de« Jesuitenordens aus dem Jahre 1640; ferner Stellen au« dem 1912 erschienenen Werke des Innsbruck«! Jesuiten und Universttätsprofessors Sträub „Bon der Kirche Christi". (Mit seinen eigenen Waffen ist der Je-suitismu« am besten zu schlagen.) Der Vortrug löste einen wahre» Beisallssiurm au», denn solche Redner mit derartigem Material hat man im schwarzen Vorarlberg bisher noch nie gehört. Aber e« hat längst begonnen zu tagen und die vermeintliche kle> rikale Trutzburg Vorarlberg ist längst nicht mehr da«, waS sie war. Selbst die Bauern im Lande sind schon stutzig geworden, nicht nur deshalb, weil sie von de» Klerikal«» am Rarrenseil herumgeführt werden, sondern wegen der übermäßigen Dummheit, die ihnen der KlerikaliSmu« zumutet. Der «lerikaliSmu« Vorarlberg« samt seinen christlichen und welllichen Führern aber hat eine für feine Frechheit und schamlose Gewalttätigkeit wohlverdiente denkwürdige Schlappe erlitten. Die Vorarlberg« aber sind auf dem besten Wege, da« zu erreichen, wa« ihnen von Natur auS gebührt: die Freiheit. Und da« Verhalten einer österreichischen Be-hörde, die da« gewährleistete Recht mit Füßen trat? Diese« behördliche Verbot war wieder ein Hand-greiflicher Beweis dafür, wie verjesuitet da« Recht«, befinden den österreichischen Behörsen schon gewor-den ist. ES war eine Illustration zum VortragS-thema de« Grase i Hoen»btoech, wie die Behörde und die Drahtzieher hinter ihr un« keine bessere hätten zur Verfügung stellen können. Damit ist klar gezeigt worden, daß in unserem ska»d!llübersättigten Musterstaate wohl Kapläne mit u»d ohne Matura, Kapuziner, Gymnasiasten und klerikale Hochichüler Wissenschaft, Kunst, StaatSWbrn und Wirtschaft«. Politik, soweit sie nicht klerikal sind, iu Kirche, Schule und öffentlichen Versammlungen ruhig verunglimpfen dürfen, daß aber freien Staat»bürgern das freie Recht, ein freie« Wort zu hören, auf eigene Kosten. — durch einen Gewaltstreich genommen wird. Vielen, die e» noch immer nicht glauben wollen, daß die klerikale Macht iu Oesterreich so groß und einfluß-reich sei, gehen wohl diesmal die Augen auf. Nummer 101 Politische Rundschau. Ein Spionageanbot an österreichisch' ungarische Offiziere. Da» Organ de« Krieg«ministeriumS, die Wiener „Militärische Rundschau", veröffentlicht zum Be-weise, mit welchen perfiden Mitteln der Nachrichte»-dienst eine« sremden Staates arbeitet, um unsere Offiziere für seine Zwecke zu gewinnen, einen litho-graphierten Brief, der in letzter Zeit einer Anzahl von Offizieren per Post zugegangen ist und eine» österreichischen Auszabsstempel trägt. In diese» Briefe« werden die Offiziere zur Spionage verlockt. Die Militärbehörden, die rechtzeitig von diesem An-schlag Kenntnis erhielten, haben sich schon au» dem mangelhaften Deutsch und au« anderen Anzeiche» des Briefes die Ueberzeugung verschafft, au» welcher Quelle er herrührt. Die Arbeit wurde der Behörde auch in diesem Fall dadurch erleichtert, daß sie schon vor Ausgabe der Briessendungen davon Kennt»i» erhielt, an wem diese Anträge abgesendet werde» sollen. Jedenfalls sei e» bezeichnend, in welcher Weise man versuche, sich a» unsere Offiziere Hera»-zumachen, um sie durch glänzende Verheißungen znm Vaterland»verrat zu verleiten. Die tschechischen Schulen in Niederöfter-reich finanziell gefährdet. Der tschechische Naiionalrat hielt unter Vorsitz des ehemaligen Abgeordneten Zdarsky eine Sitzung ab, in welcher über die Lage des tschechischen Mi-noritätSschulwksen« und der nationalen Sammlung«» berichtet würd«. Es wurde konstatiert, daß «in« voll-ständig« Apaihi« de» Publikum« bei den letzten Samm-lungen eingetreten sei. Die nieder österreichische« tschechischen Schulen stünden vor einer finanziellen Katastrophe. Der Nationalrat beschloß auch einen Prolest gegen die Sanktion der lex KoliSko. Der Kampf um die Orientbahnen. Die serbische Regierung hat eine Reihe vo» Verfügungen getroffen, die rechtliche» Bestimmung» der 1883 zwischen Oesterreich-Ungarn, der Türkei, Serbien und Bulgarien abgeschlossenen Konvention, betreffend die Beförderung von Eisenbahngüter». ausHeden sollen. Der Zweck dieser Verfügung ist. den Frachtverkehr au» Oesterreich Ungarn und de» Deutschen Reiche nach dem westlichen Balkan und nach Saloniki zu erschweren und dadurch einen Druck aus die Regelung der Frage der Orientbahnen zu-gunsten Serbien« auszuüben. Be «»ntlich ist d,e Mehrheit der Orientdahnaktien von einem^ österreichischen Konsortium erworben worden. Serbie» weigert sich, die auf den von ihm okkupierten ehe-maligen türkischen Gebietsteilen gelegenen Linien der Orientbahnen jetzt nach dem Kriege wieder in die Verwaltung der Gesellschaft zu übergeben. Bleibt e« ..Na. sorgen tu ich mich gerade nicht, aber dein Opfer erscheint mir dadurch etwa» anrüchig", entgegnete ich. . „Du beleidigst mich. Papa," sazte mein söhn würdevoll und meine Frau warf mir einen gekränk- ten Blick zu. „ „Papa, ich weiß wa» Bessere»," rief M>zz,, unser kluge« Töchterlei». „Die Mama foll sich nie-derlege« und ich werd« koch«n. Papa, ich w«rd« furchtbar kochen, da« schwöre ich dir." .Davon bin ich ohne jeden Schwur überzeugt , «rwiderte ich; „ich glaube auch, daß dir da« keiner-lei Schwierigkeit machen wird." „Du bist abscheulich, Papa", erklärte meine Tochter und wendete sich grollend ab. Meine Frau ließ e« diesmal nicht bei einem gekränkten Blick be wenden, sondern beme kte schars: „Du kannst die Verwandtschaft mit Tante Rosamunde, wenigstens wa« die spitze Zunge betrifft, nicht leugnen; e« ist «ine starte Familienähnlichkeit da. Die Kinder haben »« gut gemeint und verspottest sie." Der Borwurf der Familienähnlichkeit mit der Tante Rosamunde beleidigte wieder mich; da waren sie ja wieder, die Schatten, die besagte Tante ,m-mer schon vorauSwurs. Aber ich wollte c$ ju Zwiste kommen lassen und sagte versöhnlich: „Ich hab' doch bloß Spaß gemacht und die Vorschläge der Kinder taugen ja auch nicht«, daß weißt du ja ganz gut. Wenn un« da nicht etwa« besondere« Glänzende« einfällt, müssen wir die Rosamunde»-wochen eben geduldig tragen." Zunächst blieb mir »ichl« übrig, al« in mein Büro zu gehen; ich hoffte dort eine gule Idee zu finden, denn da« Büro hat die Eigentümlichkeit, meine Denklätigkeit filt Pnvat« Angelegenheiten besonderer AN enorm anzuregen während ich umgekehrt im Privatleben absolut keine Anregung für BÜroangelegenheite» finde. Da« hätte ich allerding« nicht geahnt, daß meine leisen Hoff-nungen sich so glänzend rechtfertigen würden. Mit ungewöhnlicher Freundlichkeit näherte sich mir heute unser Amt«diener, der sonst eine sehr kollegiale Miene zur Schau zu tragen pflegt. Heute hals er mir au« meinem Ueberzieher und bemerkte dabei : „Ah. Herr Kontrolor, ha» noch Uebeziehe, no, i« schon besser, man nimmt Winterrock, i« so kalt, denkt wa« schon an Christkind!." Ich dachte eben an Rosamunde, die so gar keine Aehnlichkeit mit dem Christkind! hatte und sagte ziemlich unfreundlich: „Ich nicht; Sie denken weit voran, Krzepek. ^Mensch muß immer vorau«denken". sagte Krzepek in freundlich belehrendem Ton und fuhr ver-traulich fort: ,Wa« wird Herr Kontrolor werte Familie zu Christkind! kaufen?" Und ohne meine Antwort abzuwarten, fuhr er fort: „Hob' ich näm-lich wa« Wunderschönes, feine Grammaphone zu alle Preise, mach' ich natierlich Herrn Kontrolor AuSnahmSpreise. Vielleicht bemieht Herr Kontrolor sich in meine Wohnung." . Ein Gedanke durchzuckte mich. „Sie haben e,ne Agentur und haben die Dinger in Ihrer Wohnung? Na, ich werde nachsehen kommen." # Ich will vorläufig fchweigen über meine Ab> machungen mit dem biederen Krzepek. Oui vivra verra I Man wird» ja erleben! An die Tante Rosamunde ging der übliche Brief ab mit der heuchlerischen Versicherung, daß wir un« alle auf diesen Besuch freuten. Diesmal war ttott--gen» die Versicherung nicht ganz so heuchle, isch Wir freuten un» zwar gerade nicht, aber wir sahen dem Besuche mit einer gewiffen erregten Spannung entgegen. Ich hatt« einige sehr heitere Unterredu». gen mit meinen Bürokollegen, mit unseren Nachbar» und unserem Hausherrn und dann holte ich die Tante vom Bahnhofe ab. Nachdem sie init dem Ge-päckträger und dem Kutscher gestritten und nnch einen elenden Schwächling genannt hatte, we,l ich nicht die sofortige Gefangennahme dieser beide» Menschen veranlaßte, brachten wir sie glücklich nach Hause. Dort angekommen, versrcherte sie meiner Fra» nachdrücklich, daß sie sie sehr gealtert fi"d<^ Unserer Mizzi rief sie statt der Begrüßung zu: ..Na, willst du vielleicht zum Variete gehe»? Zu meiner Znt hat kein anständiges Mädchen eine solche Frisur ge-tragen !" — Unsere Mizzi trägt bloß einen locker», durch die Fülle ihres Hause« elwa« gebauschte» Scheitel. — Unseren Otto suhr sie an: „Du machst Verbeugungen wie ein Hau«knecht und von deine» Handkuffe kriegt man blaue Flecke." Unserem sedr geschickten und brauchbaren Dienstmädel sagte sie mit höhnischer Liebenswürdigkeit: .Sie sollten doch lieber aus» Land gehen und den Kühen und Ziege, da« Futter vorstrecken; Sie werdtn ja doch rne i« Leben eine Schüssel halten können." Dann erklär« sie. i» dem für sie hergerichteten Zimmer nicht esi-stieren zu können, sie müffe Mizzi« Stübchen habe», weil e« südseitig gelegen war. Trotz der späte, Abendstunde wurde die Wohnung vollständig umge-stellt. Die Tante erließ noch den Uka«. daß die Klavier- und Vio'.instunden eingestellt werden miiß-ten, dann ging sie zu Belte. Schluß folgt. Nummer 101 K-'acht Seile 3 tabei, so könnte Serbien Oesterreich Ungarn den Eifenbahnweg »ach Saloniki durch Kampftarife nahezu sperren und deshalb widerstrebt man in Wien der Verstaatlichung dieser Linien durch Serbien und will höchsten« in eine Jnternationalisierung dieser Linien unter der Führung de« österreichischen Ltzn-dikalS willigen. Aus 5tnftt und lauft. Tillier Gemeinderat. Am Freitag den 19. d. um 5 Uhr nachmittags findet eine ordentliche öffentliche Gcmeindeausschuß» fitzung statt mit der folgenden Tagesordnung: Mitteilung der Einläu'e. Berichie deS RechisauSschuffes über die Ein« gaben wegen Zuerkennung des HeimaltrechleS in der Stadt aus Gnmd des zehnjährigen freiwilligen und ununterbrochenen Aufenthaltes betreffend den Tag löhner Anton Cwickl, den Cafetier Alexander Kru fchitz, de» Taglöhner Michael Anischek, den Schuh-macherkehilfen Anton Aich und den Taglöhner So renz Söroislfo; einen Amisvortrog wegen Wahl des OdmanneS und dessen Stevve»treters für daS jagUiche Schiedsgericht und die Eingabe des KreiSge-richlSpräsidiums CiUi in Angelegenheit der Ueber» lassung von Räumlichkeiten während des KreiSge» richlSneubaue». Berichie deS BauauSschusscS über ein Bauan-suchen der Frau Luise Klimtk; ein Baugesiich drs Karl Strauß und eme Eingabe deS August Lakiisch in Angelegenheit der Herstellung eines Geschäfts. portaleS Berichie des Finanzausschusses über die Eingabe deS Dr. Waller Riebl um Ablölung verschiedener WohnungSverbeiserungen; eine Eingabe der Deutschen Volksschule in Hochenegg um Gewährung einei Bei-trage«; eine Einladung deS Deullch österreichijchcn Preßvereincs zum Beitrilt als Mitglied; daS An. suchen des Deutschen SchulvereineS um Bewilligung eine» Beitrages und die Eingaben der Freiwillige» Feueiwihr in E>lli um Anschaffung von einigen AuS rüstungSgegensiänden u, d Erhöhung der jährlichen Subvention. Berichie des Gewerbeausschusfe« ll^er eine Ein-gab« der Wiener .^lelichhauervtreiniguug um Ueber-lassung eines Raume» in der städtischen Schlacht» Halle zur Lagerung der Ri»d«häuie; die Eingabe de» Franz Fuchs des «eiteren und Franz FucbS de» Jüngeren wegen künftiger Ausübung der Rauch fangkehrer-Konzession unier der GtseUich>,stesiima Franz Fuchs und Lohn und über das Aniuchen der stüdlischen Sicherheilewache in Unisvimierungsange» legenheil. Der öffentlichen folgt eine vertrauliche Sitzung. Eine Erklärung Peter Roseggers. Ich lese in der Zeitung, daß der Deutsche Schul-verein, veranlaßt durch die bekannten tschechischen Umtriebe, zur Genugtuung eine Gcldsammlung für mich einleiten will. So dankbar ich für diesen Be» weil tieuen Wohlwollens bin, so muß ich doch die Eache selbst auf daS entschiedenste ablehnen. Es bedarf keiner Genugtuung wegen der tschechischen Hetze, au« der mir ja so werivolle moralisch- Vor» teile erwachsen sind. Graz am 13. Dezember 1913. Peter Rosegzer. Aus dem Iustizdienste. Der Kaiser hat mit Enischließung vom 8. d. dem Bezirksrichrer Dr. Max Georg Hendl in Graz taxsrei den Titel und lharatier eine« LandeSgerichtSraie« verliehen. -Der Justizminister hat versetzt: den LandeSgerichlS» rat Dr. Johann Spanner in Leoben nach Graz, den BezirtSrichier und Bezilk«gerichi«vorsteher Dr. Franz Go,sic in Landstraß nach Stein, die Richter inion Kaifez in Radmannsdorf und Anion Ohm» Janujchowsky v. Wnchehrad in Kronau »ach Laibach, fr. vladimir Golia in Naffenfutz nach RadmannS dorf und Stanislau« Jencic in LaaS nach Kronau; «erliehen: den Richtern des Grazer Oberlande«» terich'Siprengel« Aloi« Nendl und Dr. Adolf Lenar, Zlichierstellen, und zwar dem erstere» in Nasfenfußt dem letzteren in Reifnitz; ernannt zum Lande»-jerichlSrate und Bezirk«gerichtsvvrsteher in Llttai den BezirkSrichler Oito Bidic in Cilli, zu Landes» lerichiSräien an ihren Dienstorten die Bezirk«rlchter und Gei ichtSvorsteher Anton Mladik in St. Marem, Äichaid Puza in Gmünd, Dr. Artur Dolelj.ll in Pettau und die BezirtSrichier Anton Bulovec in iaibach und Dr. Roben Popelak ve» LandeSgerichte« ill G,az zum LanveSgerichiSrate in Leoben. den Be jiiitrichier nnd GerichlSvorsteher Dr. Hugo Aßmann » Simnz zum Bczirk«richter und GeilchtSvorsteher, den Bezirk«richter de» zeitlichen Ruhestandes Johann Trenker für Stainz, die Richter Dr. Johann Buk in Reifnitz für Landstraß. Dr. Guido Schöner in Villach für Arnolbstein zu Bezirksrichtern, den Bc-zirksrichter und GerichtSvorsteher Anton Mnlej in Oberburg für Marburg, die Richler Dr. Franz Ziher in Cilli und Dr. Arnold Mally in Pettau an ihren Dienstorten, endlich zu Richtern die AuS-kultanten Dr. Anton Stach für Jrdning, August Mund« nnd Ernst Merala für den Grazer Ober-landeSgerichtssprengel, Dr. Anton Likar für Laa» und Dr Hermann Meye, hoff für Edelstein. Au» dem Finanzdienste. Das Präsidium der Finanzlandesdirektion hat den Finanzrat Rudolf Löffelmann von Windischzraz nach Graz (vteuerad-ministration) übersetzt. Veränderungen im Personalstande der Südbahn. Versetzt wurden: der StalionSchef Emanuel Piwon, Titularinspekior und Stationsches in Kufsiein, al« Stationsches nach Villach-Haupt» bahnhos; die Residenten: Walter Held von Mar-bürg Hauptbahuhof nach Graz Hauptbahuhof; Bik» »or Part von Pragerhof nach Wiener-Neustadt Haupt» bahnhos; Franz Blazon von Villach Hauptbahuhof nach Pravali; die Assistenten: MiecislauS Grzy bowski von Pöltschach nach Matzlentdorf; Viktor D,velak von Trient nach Loitjch; Richard Piwon von Pragerhof »ach Ried^rdors; Franz Rozmann von Feist, itz »ach Pöltschach; Franz Hruban von Pößnitz nach Donawitz; Wenzel Paolicek von Ma> trei nach Lpielfeld; Leopold Samonig. provisorischer Assistent, von Trifail nach Rann; Paul Bondy, provisoiilcher Assistent, von Möllbrücke Sachsenburg nach Pettau; die Bkamlenaspiranten: Adolf Girzi» kowski von Plävali nach Völkermarkt-Kühnsdoif: Anton Haustein von Giafenstein nach Bleiburg; Karl Juwan von Niederdorf nach Uuterdrauburg; Alfred Müller von Wlldon nach Pragerhof; Joses Mocher von St. Michele nach Slorö. — Pensio» niert wurden mlt I. d.: Franz Senitza, kaiserlicher Rat, Jnfpeklor und Veikehrskontiollor beim Be» triebSiirpekiorat Trieft, bei gl.ichzeiliger Verleihung deS TitelS „Oberinipeklor"; Josef Gomilsek, Ober-revident in Laiboch Hauptbahuhof, bei gleichzeitiger Verleihung des Titels ..Jmp klor' ; Anlon Oliwa, Resident beim Beiriebsinip,klorat Klagenfurt. Eine Iännersession des Landtages? Wie d.is Grazer Tagblait eifährt, Hai r'andeShaupt» mann Edmund Graf AttemS an die Obmänner der Landlagsparteie» Einladungen zu einer für Milt» woch anberaumten Obmännerkonferenz ergehen lassen, in der über eine ausällige Jännersession des Land-lageS zum Zwecke der Sanierung der Lundesfinanzen berate» werden soll. Die Grazer Handels- und Gewerbe-Kammer hielt Montag eine Sitzung ab, in welcher He,r Josef König, Kaulmann in E>lli, in da« Kuratorium der städtischen Handelsschule in Cilli gewählt wuide. Herr Adolf Schianke (Pettau) brachte den Antrag ein wegen endlicher Errichtung der Tele» phonlinie Marburg—Petlau—Lande«gren;e und einer solchen Marburg—Klagenfurt, Herr Pf, immer (Mar-duig) beantragte, beim Handelsministerium für die unverzüglichste Herstellung der Fernsprechverbindung zwischen Rohitich Sauerbrunn und Kroatien einzu» treten. Herr Schranke sprach mit Hinweis auf seinen oben aiigesührte» Antrag den Wunsch au«, daß diese Angelegenheit bis zur Durchführung feines An-trazeS vertagt werden möge Der Referent sprach sich dagegen au«, während sich Herr Jolef Ornig dem Ver agungSant age anfchloß. Schließlich wurde ver Antrag Pj,immer angenommen. Evangelische Weihnachtsfeier. Sonntag nachmitiags um halv 5 Uhr findet in »er evailgeli» schen Christuskirche die WeihnachtSbescherung der Ar-wen und in Verbindung damit da» Weihnachtsspiel ..Fieude" von Therele Kö>tliu statt, wozu alle Freunde der Jugend herzlich eingeladen sind. Die Lokalbahnen. Die Lokalbahnvorlage, deren Eindringung im Abgeordnetenbaufe für Don» nerStag erwa»tet wird, ist die g,ößle von allen, die je biSher der verfassungsmäßigen Genehmigung unler» zogen worden sind. Sie umsaßt nicht weniger als 94 Bahnlinien mit einer Länge von 2102 Kilometer und einem Anlagekapital von >437 Millionen, von welcher Summe 287 4 Millionen durch die SiaatS» Verwaltung sicherzustellen sind. Duich die Vorlage werden unier anderen alte Wünsche der Sleiermark erfüllt, indem die Verbindung GleiSdorf—Harlberg als normalipurige Hauptbahn, dann Feldbach— Gleicheuberg—Radkcr»burg und Luttenberg —Fiiedau al» normalspurige und Seebach—Turnau—Gußwerk als schmalspurige Lokalbahnen aufgenommen sind. Von Käinten «»scheine» die in der letzien nicht er» ledigten Vorlage des Jahre« 1909 enthalten gewe» fenen Projekte Hermagor—Kölfchach und Kolbnitz oder Pufarnitz—Obervellach in dieser Borlage wie» der, dagegen neu die normalspurige Verbindung von Klagenfurt nach Völkermarkt als erste» Teilstück der Kärntner Ostbahn. Eine besondere Begünstigung wird Tirol zuteil, für welche» außer dem Teilstücke Landeck—Pfunds der Vintfchgaubah» bi» Mal» noch sichergestellt werden sollen die schmalspurigen Lokal» bahnen Lienz—Windisch Matrei, Todlach—Eortina, LaviS—Cembra, Neumarkt—Predazzo und Trient— Tione—Arco. Für Steiermark und Krain sind wich» tig die Bahnen Heilenstein—Möltnig und Dom» schale—Glogowitz. die nach Ferligstellung de» Ber« bindung» ^ückei Glogow tz—Möltnig eine neue direkte Linie zwischen beiden Ländern bilden weiden. Für die Küstenländer kommt neben kleinere» Projekten die Bahn Görz—Cervignano in Betracht, durch die ein Bedürfnis von Friaul erjüllt und ein abge-kürzter Weg von Jnnerösterreich an die Adria sowie nach Venedig hergestellt wird. Die Schuloereinsortsgruppe Gaberje hielt Sonntag im Gasthause Pristovlek in Unter» kötting ihre Julfeier ad. Alle Räumlichkeiten der Gastwirtschaft wäre» geradezu beängstigend über-füllt, so baß mehr als 100 Personen, die sich an der Feier beteilige» wollte», unverrichteter Dinge fortgehen mußten. Der Obmann der Ortsgruppe Herr Scherl konnte insbesondere auch au» der Stadt Ellli sehr viele Volksgenossen begrüßen. Die Jul-rede hielt in formvollendeter Weise Herr Lehrer Engelbert Goltschnigg aus Schönstem, der die alt-germanische Bcdentung der Julfeier an der Hand der Gölieilehre eingehend schilderte. Die Julfeier fei ein Familienfest und so vereinigen sich auch heute die Anhänger de« Deutschen Schulvereiue» zu einem innigen Bunde und zu brüderlichem Zusammensein. Herr Baiimgartner kennzeichnete die Ortsgruppe als eine Arbeite,orl»gruppe und' stellte unter lebhaftem allgemeinen Beisalle fest, mit welchem innigen An» teile die deutsche Arbeiterschaft in Gaberje an dem Deutsche» Schulvereiue hänge und sich für seine Ausgaben opferwilligst einsetze. Der Gabentisch war reich bedacht. Die Cillier Musikvereinskapelle spielte prächtige Weisen auf und Heir Meißner erheiterte die Anwesenden durch köstlich« Lieder vorträge. So »ahm die Feier einen schönen, erhebenden Verlauf und alle Anwesenden waren voll de« Lobe« über die gediegene Veranstaltung, durch die da« Deutschtum und die Sache bei «Leutschen SchulvcreineS in un« serer Umgebung gewiß eine Kräftigung erfahren haben. Was die Gemeinde Wien für natio» nale Zwecke spendet. Der Wiener Stadtrat hat viele Subventionen an Vereinigungen für Wis« fenschaft und Kunst, Volksbibliotheken, nationale und vaterländische Zwecke, Fremdenverkehr, Sport lind sür verschiedene andere Zwecke bewilligt, darun» ter für nationale Zwecke: Äse» und Redevercin der deutlchen Hochschüler „Germania' 100 K, deiilsch. akademischer Juristenverein 100 K, „Akademia", Rede» und Leseverein christlicher deutscher Hvchschü-ler in Wien 100 K, Bezirksverband „Wien" de« Bunde« der Deutschen Nordmährens 100 K, deut» scher BolkSgesangverein 800 K, deutscher VolkSlie» derverein in Wien 100 K, Adlergebirg»bunde«gruppe „Wien- de» Bunde» der Deutschen OstböhmenS 300 Kronen, Verein zur Erhallung de« Deutschtum« in Ungarn 200 K, deutscher Böhmerwaldbund, Bun-deSgruppe ..Wien' 200 K, Bezirk«verband der Wie-ner Ortsgruppen de« Bunde» der Deutschen in Böhmen 500 K, Bereis zur Förderung ver deut-schen Schule in Abazzia 1000 K. Verein .Deutsche» Slndentenheim in Cilli 1000 K, Berein „Deutsche« Schülerheim' in Czernowitz 200 K, Verein zur Er» Haltung einer deutschdu Schule in Görz 500 St, Verein „Südmark" in Graz 5000 K, Bund der Deutschen der Jglauer Sprachinsel 200 K. Tiroler Voltsbund in Innsbruck 500 K, Bund der christli» chen Deutschen in Galizie« 100 «, Verein „Ostmark", Bund deulfcher Oesterreicher in Linz an der Donau 5000 K, Verein zur Förderung einer deut» schen Schnle in Loo-ana 2l)0 K, Bund der Deut-schen Südmähren«, BundeSgrupp.' Lundenburg 100 Kronen, deutsches Studentenheim in Marburg au der Drau lOO K, Verband österreichischer Heimat» schutzvereine 500 K, germanische« Nationalmuseum in Nürnberg 20V K, Bund der Deutschen Nord-mähren« in Olmütz 200 K, Stadtamt Pettau 300 für das Studentenheim und 200 K für da« Mäd-chenheim, Berein ..Nordmark" in Troppau 300 K, „Nordmark", Männerortsgruppe Teichen 200 K, Verein „Deutsche« Hau«* in Trieft 1000 K, deutsch» österreichische Schrislftellergenoffenschaft 1500 K, Zentralstelle für WohnungSreform in Oesterreich 2u00 K, Verein deutscher Lehierinnen in Frankreich (Pari«) 200 ». feilt 4 Soldatenurlaub zu Weihnachten. Da» Kriegsminister ium hat verfügt. daß Urlaube während der Weihnachtszeit in ausreichendem Maße und bereite am 20. d mittags bis 2. Jinner »914 erteilt werden können. Lehrlingsfreisprechung bei der Schuh-machergenossenschaft. Die Lehrlinge, die fr«, gesprochen werden sollen, haben sich mit Gesuch und Arbeitsbuch zur Zulassung »er Gesellenprüfung biS 4. Jänner beim Vorstand Herr» Johann Berua, Herrengasie 6. zu melden. DaS Freisprechen und Ausdingen der Lehrlinge findet am 11. Jänner um L Uhr nachmittags im Gasthofe zur Traube am Kaiser Joses.Platz statt. Rann. (Familien abend.) Nach längerer Pause veranstaltete Sonntag den 7. b. die Leitung de» Vereine» Deutsches Heim wieder einen der be-liebten Familienabende. Unser so verdientes Mit-glied Herr Kapfer versetzte gleich zu Beginn durch seine mit zündender Komik gebrachten Einzelvorträge die Anwesenden in die heiterste Stimmung, die den ganzen Abend andauerte. Auch zwei sehr hübsche Zweigesänge, in denen sich Fräulein Lina König al« treffliche Partnerin hervortrat, gab er zum Besten. Nicht endenwollender Beifall solgie jeder Nummer. Sin heiterer, sehr gelungeuer Lichtbildervortrag: „Herr und Frau Knopp" von Wilhelm Busch ver-vollständigte die Boriragsordnung. In den Zwischen-Pausen erfreuten die gediegenen Darbietungen unseres Hausorchester» unter der bewährte» Leitung Herrn von Billefort« die zahlreich erschienenen Besucher. Neues vom Bauernschreck. Den Grazer Blättern wird aus Schwanberg berichtet, baß das in letzter Zeit in der Gegend von St. Paul im La-vanUale festgestellte Raubtier über St. Vinzenz wie-der in die Schwandeiger Alpen zurückkehrte. Eine 12 Zentimeter große krallenlose Fährte wurde am 9. d., den Kolbenwald - Überquerend, entdeckt und abgegossen. Der Schritt deS Tiere» hat die Länge eines Hirschschrittes, nämlich 120 Zentimeter, der Wolfsfchritt nur 92 —96 Zentimeter. Da der Schnee «inen Meter hoch liegt und weich ist, so kann man selbst mit Ski nicht weiter und ist eine Jagd oder Beobachtung deS Tieres unmöglich. Das Tier geht jetzt etwa 3—4 Stunden oberhalb Echwanberg herum in der Richtung Brentlalm—Glashütte und kommt auch im ti.fen Schnee leichter weiter als da» ganz einsinkende Wild. Seit fünf Wochen liegt Schnee, ohne daß hier gegen das Raubtier der min« beste Erfolg erzielt werden konnte. Iulischer Alpenführer. Der Fremdenver-kehriausschug der deulschen Volk.röte für die Al-penländer, bisher bekannt al» Heran» jeder de» deutschen Gaststättenverzeichnisse« für Südösterreich und de» Wegweiser» durch die Karawankeu, Juli' schen und Sanutaler Alpen, beschloß da» Erscheinen eine» julischen Alpensührer». wodurch eine Lücke in der alpinen Literatur au»gefüllt werden wird. Al» Verleger wurde der rührige Verlag Joh. Heyn in Klagensurt gewonnen, al» Leiter Finanzrat Dr. Roschnik in Wien, der frühere langjährige Obmann der AlpenvereinSseklion „Krain'. Außerdem haben eine Reihe der besten Kenner diese» Gebiete» ihre Mitarbeit zugesagt. Da e» manche Touristen gibt, welche neue Wanderungen in den Julischen Alpen gemacht, aber bisher nicht veröffentlicht haben, richtet der oben genannte Fremdenverkehr»au»schuß an diese Herren die herzliche Bitte, ihm solche neue Angaben gefälligst im Laufe de» Winter» einzusenden (Klagen-surt, Gasometergaffe 14). Der neue Führer soll ein Wander- und Werdebuch zugleich fein und daher auch eine reiche Ausstattung an Bildern uns Karten erhalten. Für Weihnachten und Neujahr er- sucht die Südmal k ihre Mitglieder u«d Freunde um freundliche Beachtung ihrer Berlag»gegenstände für Gefchenkzwecke. ES ist so mancher Gegenstand dar-unter, der nicht nur gerne genommen, sondern der auch über die Festzeit hinau» Wert und Geltung de-hält und deshalb manch anderer Gabe vorzuziehen ist. AuS der bunten Reihe seien n»r namhaft ge-macht: WeihnachtS- und Neujahrskarten. Kerzen, Seife, Bleistifte, Briefpapier, Anhängsel, Uhrkelten, Krüge, Gläser uud dergleichen. Ein praktisches Ge-schenk ist vor allem der Südmarktaschenkalender 1914, der zum Preise von 1 20 K erhältlich ist; auch Neu-jähr» Glückwunsch EnthebungSkarten nimmt der Ver-ein gerne entgegen. Ein Preisausschreiben der Südmark. Der Verein Südmark wi>d im Jahre 1914 dem 25. Jubeljahre seine» Bestandes. eigene Jubel-Gründerbriefe und eigene Jubel-Spenderkarten au», (jeden. Um den Mitgliedern und Freunden einen wirklich künstlerischen Bildschmuck dielen zu können, veranstaltet die Hauptleitung de» Vereine» ein Prei»- Deutsche ausschreiben, zu dem hiemit alle deutschanfchen Künstler im Südmai kgebiete eingeladen werden. Die Ent-würfe sollen ein völkische» Motiv, bezugnehmend aus die 2',jährlge Tätigkeit des Vereine« im bedrohten Sprachgebiete (Lesiedelung, Bodenschutz, Unterstützung bedrohter Volk»genosfen und dergleichen) enthalten. Im übrigen wird dem Künstler vollständig freie Hand gelassen. AIS Preise werden 250 K und 150 Kronen für die besten zwei Entwürfe ausgesetzt, wo> für die preisgekrönten Entwürfe in den Bentz de» Vereine» überzugehen haben. Die Hauptleitung be-hält sich jedoch da» Recht vor, auch nicht preiSge« kiönte Entwürfe anzukaufen. Tie Entwürfe sind mit einem Kennwort zu versehen und nebst einem dieses Kennwort und die Aufschrift de» Künstlers enthal-lenden versiegelten B'iefumschlage bis längst, ns 15. Jänner 1914, 12 Uhr mittags, an die Haupt-leituug de» Vereine« (Graz, Joanneumring Nr. 11, zweiten Stock) einzusende». Ein auS drei Haupt« leitungSmitglirdern und einem Kunftsachverftändigen bestehendes Preisgericht wird dann die Entscheidung fällen, die bis ungeiähr 1. Februar 1914 den Teil« nehmern bekannt gegeben werden wird. Volksbundversammlung in Rotten« mann. Samstag sand in Rottenmann im Gastbofe „Zur Post" eine Versammlung deS Deutschen Volk»-Kunde» für Steiermaik statt; sie ersreuie sich eines guten BesucheS. Den Vorsitz führte Bürgermeister Dr. van der Hellen. LandtagSidgeordneler Dr. Regri legte die Bedeutung und den Zweck de» Volksbundes dar und besprach unter allgemeinem Beifalle auS« führlich die Ergebnisse der letzten Landtagstagung, die der Stadt Roltenmann die endliche Eifüllung de» Wunsche», eine Bürgerschule zu besitzen, brachte; er erklärte überzeugend, daß nicht« andere» übrig blieb, al« den Ausgleich mit dcn Slowene., zu schließen, wenn man den Lehrern und den Bezirken helfen und die kulturellen Bedürfnisse nach vielen Jahren wieder befriedigen wollte. Gleichzeitig beleuchtete er daS demagogische Verhalten der Abgeordneten des Deutschen Zentrum«, die wohl an allen Vorteilen dt» Frieden« Schlusses teilnahmen u d sich, al» die Rottenmanner Bürgerschule schon gesichert war, sogar als überflüf. sige neue Antragsteller in den Vordergrund schoben, den Preis der Arbeitsfähigkeit de» Landtages aber — die Bewilligung *er slowenischen Bürgerschule in Sachsenfeld — ablehnten, um nur ja den Eindruck besondere? nationaler Strammheit zu erwecken. Auch für die Ei höhung der Lehrergehalte waren sie natürlich, weil e» populär war, die finanzielle Bedeckung aber lehnten sie ad, ohne zu sagen, wie man anbei» die Bedeckung hätte schassen sollen. Der Redner ern-«ete reichen Beifall. Chefredakteur Dr. Weidenhoffer legte daS Wesen der nationalen Weltanschauung und olitik dar und stellte zu dieser einzig richtigen rundlage aller öffentlichen Betätigung nnd wahren Arbeit für daS Volk die Folgen und Wirkungen de» internationalen LlerikaliSmn» aller Schattierungen in wilksamen Gegensatz. Seine glänzenden AuSsüh-rungen fanden stürmischen Beifall. Alle Anwesenden traten dxm Volksbunde al» Mitglieder bei. Ein guter Fang. Am 12. d. wurde von der Gendarmerie in Tüsser in Ersahrung gebracht, daß sich in der Gemeinde St. Kristof ein Individuum herumtreibe, dessen Beschreibung mit einem auch bereit» vom Gcndarmerieposteukommando in Hrastnigg gesuchten Schwindler übereinstimmte. Die Beimutungen trafen tatsächlich zu. Es war die« der 24jährige Handwerksbursche Aloi» Pollak, der schon eine Reihe von Borstrasen zu verzeichnen hat. Der-selbe gab sich als Schreiber des «reisgerichle« Eilli auS und versuchte in einer Reihe von Fällen der Landbevölkerung Geld herauszulocken. So tat er e» bei dem Besitzer Jakob Golob, dem er mit der Vorspiegelung, er fei vom Kreisgerichte Cilli nnd habe den Auftrag, die von dem Sohne des Galob verursachten Genchtskosten von 37 K einzuheben, diesen Geldbetrag abverlangte. Da Galob die Zah lung verweigerte, drohte ihm Pollak mit der Exe-kution, doch mußte er ergebnislos abziehen. In einem anderen Falle entlockte er der Besitzerin Franzrska Herme in St. Georgen 20 ». desgleichen der in Hrastnigg wohnhaften Gastwirtin Dernovfek ebenfalls 20 K uni das Steuerbüchel. Pollak erscheint auch verdächtig, in dieser Gegend mehrere Diebstähle verübt zu habe». Er sitzt bereit« hinter Schloß und Riegel. Vor Kurzem las man in der Presse auch von einem Schwindler, der sich in Mittelsteiermark herumtrieb und sich al« Steuerbeamter ausgab. E« ist nicht ausgeschlossen, daß man e» hier mit ein und derselben Person zu tun hat. Ein Schulknabe als Messerstecher. Die zehnjährige Schülerin Mathilde Blamik ging noch mit anderen Schülerinnen nach der Mittag»-pause au» der Schule in St. Leonhard ob Tüsfer Rummer 101 zur dortigen Postablagt. Dem Mädchen begegnete der 12jährige Schüler Johann Oblak. Ei» Mädchen stieß diesen zur Seite, da er den Weg ver-stellte. Darüber geriet der Knabe derart in Zorn, daß er die Blatnik packte und sie zu Boden wars und ihr mit einem Stein mehrfache Verletzungen beibrachte. Hierauf zog er fein Taschenmesser und brachte dem Mächen mehrere Stiche bei, wodurch e« schwer verletzt wurde. Wegen einer Klage. Der hier wohnhafte Mühlenarbeiter Andreas Miesczak au» Bierna bei Saybufch in Galizien wurde von der hiesigen Greis« lerin LaUrenzia Coeej wegen einer Schuld geklagt. Darüber war MieSczak derart erbost, daß er am 13. d. im Geschäfte der Genannten erschien und die Geschäftsinhaberin zur Rede stellte. Hiebei steigerte sich feine Wut so weit, daß er sich schließlich an den im Laeen befindlichen Gegenständen zu vergrei-fen begann, die er zertrümmerte. SIS sich Cocej ge« gen die Ausschreitungen deS etwas betrunkenen MieS« zcok wehren wollte, gab ihr dieser einen derartige» stoß, daß sie rücklings gegen einen Stuhl und zu Boden fiel, wo sie schwer verletzt liegen blieb. Die Parteien des H.ruseS, die daS Geschrei gehört halten, eilten herbei und retteten sie vor weiteren Mißhand-lungen de» MieSzcak. Diebstahl. Am 1.3. d erschien in Tüffer ein Mann, der sich als Mafchinenagent der Firma Als« auSgab und im Gasthaufe Falta nächtigte. Dort stahl er einem Dienuboten 50 L und verschwand am nächsten Morgen. Der Gendarmerie deS Postens in Fichtenwald gelang eS schon am nächsten Tage, den Dieb in der Person de« Anton Niefergall auS Stein in Krain zu verhaften. Die Gemeindeverwaltung in Pola. Nach eiuwöchiger Dauer wurde am 13. d bti« Klagensurter Schwurgericht der Prozeß gegen die sieben Beamten der Polaer Gemeindeverwaltung, die wegen Amtsmißbrauches und Veruntreuung an« geklagt waren, zu Ende geführt. Sechs Angeklagte wurden freigesprochen und nur der Kasfenverwalter Thomas Galante zu zwei Jahren schweren Kerker» verurteilt, wovon 22 Monate durch die Untersuchungshaft verbüßt sind. Oeffentliches Lieferungswesen in Bulgarien. Die Handels- und Gewerbekammer in Graz macht die an öffentlichen Lieferungen ia Bulgarien interessierten Geschäftskreise ihre« Sprengels aufmerksam, daß sich die Bestellung von Ber-treten» in Sofia empfiehlt, die brauche- und platz-kundig sind und über die erforderlichen Berbindun-gen verfügen. Vermischtes. Tschechische Bestien. Au« «oliu, 11. d>, wird berichtet: Vor fünf Wochen verschwand die 18jährige Dicnstmagd Winduschka auf unerklärliche Weise. Gestern wurde die Leiche des Mädchen« i» der Nähe des Bahndamm?» ganz entstellt aufgejun-den. Inzwischen hatte sich in Prag ein gewisser Geschmai der dortigen Polizei mit der Selbstb«-fchuldigung gestellt, in Kolin ein Mädchen ermordet zu haben, beziehungsweise an dem Morde beteiligt gewesen zu sein. Die Nachforschungen der Polizei ergaben, daß sieben Burschen die Winduschka vor süof Wochen in daS HauS eines gewissen Slavik lockten, wo sie das Mävchen eingesperrt hielten und an ihr fortgesetzt Vergewaltigungen begingen. Al» da» Mädchen immer mehr herabkam, wurde c» vo» den Burschen ermordet und die Leiche bei Kolin aus das Geleise gelegt, um einen Selbstmord oder einen Unfall des Mädchen« vorzutäuschen. Die Leiche der Winduschka wurde von einem Schnellzug übersah-ren unv den Damm herabgefchleuderr. Der Po-lizei ist e» nun gelungen, fünf der Burschen, die an dim furchtbaren Verbrechen beteiligt waren, za verhaften. Da« Relchenberger Krematorium. Der 10. Februar 1914 ist der letzte Termin zur Einreichung von Plänen für den Bau de» Reichen-berger Krematorium». Au« den eingereichten Pläne» wird eine au» je zwei Mitgliedern de» Reichenderger .tadtrate» und deS dortigen Bauamt»« und de» Präsidenten der Wiener .Flamme- bestehende Kam-Mission den geeignetsten auswählen, so daß mit dem Eintritt der günstigen Jahie»zeit der Lau in An-griff genommen weiden wird. Die Vollendung de»-selben wird aller Voraussicht nach noch im Herbst 1914 erfolgen. Für die besten drei Arbeiten sind Preise von 1800, 1300 und 900 K ausgesetzt. „Glücksrad", SSSSWM Briinn, Rudolfsgasse 12 Osten. Postsparkassen-Konto 119.163. Ung. Postsparkassen-Konto 33.836. Tetephon 997. Telephon 997. DAS NEUE JAHR 1914 fängt für denjenigen am angenehmsten an, der mit dem Erlag von ms 2 Kronen nnd 95 Hellern bei den Ziehungen am 2. Jfinner 1914 . . . Kronen 60,000 auf 1 taten. Rotes Kreuzlos v.}. 1882 am IB. JSnner 1914 . . . FfCl« 100.000 auf I »erb. Staatsloa v. J. 1888 rewtaat oder wenigstens einen von diesen zwei Haupttreffern macht. Diese vorzügliche Gruppe von 2 Losen, die sich durch ihren vorteilhaften Spiel plan, sowie durch eine bedeutende Möglichkeit einen Gewinst zu suchen auszeichne!, überlassen wir Jedem billigst gegen 49 Monate« raten zu K tilS. Will jemand Besitzer von mehreren Losen werden, dem offerieren wir eine weitere Gruppe von 3 vorzQgliehen Losen, auf die man In kürzester Zelt folgende Haupttreffer machen kann: Am I. Februar 1914 . . Lire 13.000 auf 1 itai. Rotes Kreuzlos v.J. 1885, am I. März 1914 Kronen 30.000 auf 1 ung. Rotes Kreuzlos v. J. 1883 und am i. Mir« 1914 Kronen 30.000 auf I Budap. Basilikalos V. J. 1886, welche beliebte Gruppe von Z Losen wir billigst gegen 49 Monats-raten zu K Z«0 verkaufen. Viele bedeutende Gewinste sind schon auf Lose entfallen, die bei uns gegen Monatsraten gekauft wurden. Zahlreichen hat bereits ein einziges Los die nichtigste In mnft gesichert. Es liegt daher in jedermann» Interesse, durch Ankauf einicer o*t sein Glück zu versuchen. Die Weihnachtszeit Ist die geeignetste Zelt zum Ankaufe f*B WM «urb niemand vernachlässigen soll; denn U»e sind im übrigen nichts anderes als Geld, Kapital, welches in der Regel ■ Prclie steigt Reine Lotterie! Jedes Los muss gewinnen! Das vollkommene, alleinige Spielrecht besitzt der Käufer »fort nach Bezahlung der ersten Rate und ist Jeder Im Laufe dtr Abzahlungszelt gemachter Treffer dessen Eigentum. Die Auszahlung der Gewinste erfolgt In barem Gelde. Beigefügten Bestellschein wollen Sie unterschreiben und uns postwendend ' Bitte hier abzuschneiden. > BESTELLSCHEIN. Aas Grund Ihrer Offerte tu.................{Zeitung) kaufe Ich hiemtt: 1 ö.terr. Rotes Kreuzlos v. J. 188S und 1 serb. Staatslos v. J. 1888 gegen 49 Monatsraten zu K 295; oder die Loagruppe Nr. 2 gegen 49 Monatsraten zu K 3-60; oder die Gruppe von Wertpapieren Nr. 3 gegen 49 Monatsraten zu K 4-10, oder 1 türkische« 400 Fres. Stnatslos v. J. 1870 gegen 49 Monatsraten zu K 6 90 und ersuche um Zusendung einer gesetzlich ausgestellten und gestempelten Verkaufsurkunde franko, gegen Nachnahme der ersten Rate, damit Ich mit vollem Spielrecht an der nächsten Ziehung teilnehmen kann. — Gleichzeitig melde ich mich als Abonnent des Verlosungsanzeigers „Million' an. DeatUch auszufallen. Name:.. Stand:- Wohnort:...——________________ AKfc__________________I /in//.. [1IE VORZÜGLICHSTEN NEUJAHRSGESCHENKE! Die nächsten Ziehungen schon am 2. und 15. Jänner 1914. Die auf der anderen Seite angeführten 5 vorzOgllehen Lose haben jährlich 13 Ziehungen, bei welchen Im Laufe eines jeden Jahres folg. Haupttreffer gezogen werden. Am 2, Jänner Kronen 60.000 .. 1. Februar.. Lire 15-000 „ l. März Kronen 30.000 , 14.Bai..Frei 20.000 „ I.August. ..Lire 15.000 „ 1. September. K 20.000 „ 3. November Lire 30.000 im IS. Jinner Fr. 100.000 . L März Kronen 30.000 „ 2. lai.. Lire 30.000 „ 1. Juli. Kronen 30.000 „ I. September. I 20.000 „ 14.September Fr. 75.000 Außer diesen angeführten Treffern kommt noch eine Reihe «rösse^r und kleinerer Nebentrefter zu Kronen 4000, 3000, SOOO und zu Franken nnd Lire 2000, lOOO usw. zur Verlosung. Sollte jemand die bereits erwähnten Lose besitzen, dem empfehlen w ir bestens zum Ankaufe folgende besonders beliebte Gruppe von b vorteilhaften Wertpapieren, Gewins,scheinen, die ebensoviel »vamU nzU hungen wie Originallose haben, d. h. die den Eigentümer zn allen Haupt- und Nebentreffern bei allen PrÄmlenzlehungen berechtigen u. zwar. Gattung der Wertpapiere | Jährliche Ziehungen I 10tter. Ist. Krauln fiav.». 1118? 1 urt. Tilikm-Sew. f. 1 HU 11til. R«t. IrauriH-Gm. f. 11886 1 r, „ BodMkradltln^w. r. J. 1880 1 mg. M. Krauzioi Gew. v. J. 1882 1 unfir. BaiiiiUlii Eiw. f. J 188S 2/1. und 1-/7. 15-/1- 14.,<5. und 14./9. 1/2.. Ist. 1/8. und Z/U. 15./2., 15., 5., 16./8. u. 17/11. 1./3- und 1./9. 1./3. und 1./9. Haupttreffer 20 zu K 60.000 20 „ K 30.000 40 zu Fr. 100.000 40 . . 75.000 40 . . 20.000 46 . Lire 30.000 47 . . 15.000 68 zu K 90.000 23 . . 30.000 23 . . 20 000 20 . . 30.000 20 . . 20.000 Alle 6 Wertpapiere, die Jährlich 17 Ziehungen haben, überlassen wir jedem billigst gegen 49 Monatsraten zu K 410._ Eine bedeutende Hoffnung auf einen Treffer gewähren die vorzüglichen und besonders vorteilhaften türkischen 400 Frcs. Staatslose v. Jahre 1S * 0, welche 6 Ziehungen Im Jahre haben und bei wachenJJJ'f ^ 1^1 gende Haupttreffer verlost werden: am 1. Dezember, 1. April und 1. August FRANKEN 400.000 IN GOLD, am 1. Februar, 1. Jnnl und 1. Oktober FRANKEN 200.000 IN GOLD außer einer Reihe von Nebentreffern 5 Frcs- 30.000, lO.OOO, 8000, 250°Säm?i?h? Haupttreffer des türkischen Staatsloses werden bar In Gold- ZU_< ricren wir Ihnen billigst 1 türkisches 400 Frcs. Staatslos v. Jahre 18 #0 gegen 49 Monatsraten zu K « »O. Alle beliebigen Losgruppen, sowie auch einzelne Lose wind billigst bei uns anzukaufen. Jeder kann auch mehrere Gruppen bestellen, auch mehrere Persone« aD' FsneinstNniThtn'nöti2. die erste Rate im vorhinein einzusenden sonders u*ird dieselbe bei gleichzeitiger Absendunz der nach gesetzlicher schriit ausgestellten Verkaulsurkunde. welche die Serien und Nummern der I ose enthält, von uns durch die Post nacheenommen. Weitere Zahlungen kann man mittelst unserer Posterlags^eine ohne Stylen bei jedem Postamte leisten. Nach Bezahlung der letzten Katt werden dem Eigentümer der Verkaufsurkunde die Originallose ausgelolp. Wollen Sie «fälligst auf diese vorteilhafte» Loszruppen Ihre Bekannt« aulm"p ™fc hMittel nicht erlauben, sich sofort eine Losgruppe zuJr stellen, der verwahre sorgfältig diese Beilage und sende erst gelegentlia den Bestellschein ein. Bitte hier abzuschneiden. - ALLEN Eigentümern irgendwelcher Lose, Wertpapiere usw.empfehlen wtr gegen eine unbedeutende jährl. Pränumeration unseren vorzüglichen Vertosungsanzeiger „Million" der monatlich einmal erscheint u. alle Gewinste der in unserer Monarchie bewill. Lose verzeichnet. Die Insertlon In dieses Blatt berechnen wir zum billigsten Preise. • "------' A" KORRESPONDENZKARTE 5 Heller-Markt GLÜCKSRAD Gesellschaft für Handel mit Wertpapieren Mähren. IN BRÜNN Rudolfsgasse 12. ftummci 101 Äenl cke tllcrtit Seite * Grossmütterchen wusste es auch schon, dass man nur SCHICHT-SEIFE verwenden darf, wenn die Wäsche ohne viel Mühe weiss wie Schnee werden soll. SCHICHT-SEIFE, Marke „HIRSCH" besitzt unerreichte vollwertige Waschkraft und erhält das Gewaschcne neu, weil sie, — im Gegensatze zu vielen neumodischenWasch-mittein — verbürgt frei von ätzenden, scharfen Bestand« teilen ist, durch die die Wäsche bald zerfällt. Vertrauet dem Namen SCHICHT! Er hat sich 60 Jahre lang bewährt- Der LandeSschulrat von Kärnlen für die Schulzahnpflege. Die kulturell vorgeschrittenen Staaten haben in der Erkenntnis, daß die Zähne der Bevölkerung in der Ersten Iu. gend gepflegt und erhalten werden wüsten, schon seil Jahren die Schulzahnpflege ausgebildet, welche die Bekämpfung der Zahnfäule innerhalb der Schul-jogend, die mit voller Berechtigung al» eine Volks« krankheit bezeichnet werden kann, bezweckt. Unter-suchungen haben dargetan, daß 90 bis 98 Prozent der Schulkinder zahntrank sind. Die unmittelbaren Folgen der Zahnfäule und Magen- und Darm, störunge«, Unterernährung, Blutarmnt und selbst Disposition znr Tuberkulose, welche unreparable Schäden für den jugendlichen Körper nach sich ziehen können. Aber abgesehen von diesen Schäden leiden die zahnkranken Schulkinder auch vielfach an einer Verminderung der geistigen Aufnahmefähigkeit; denn rin mit Zahnschmerzen gepeinigtes Kind wild nur unvollkommen und widerwillig dem Unterricht folgen können; überdies kommen für Mitschüler und Lehrer die unangenehmen Einwirkungen durch den üblen Geruch der Ansatnrungsluft zahnkranker Kin-der in Betracht. Die Hebung der Zahnpflege in der Schule tst aber auch rm Interesse der Hebung der Wehrkraft de« Bolle» gelegen, da zahnlose Kiefer umerernährte und schlecht entwickelte Körper zur Folge haben. Die notwendige Abhilfe gegen dieses volksübel kann nur durch eiue rechtzeitig eingrei-sende zahnärztliche Behandlung der Jugend inner-halb der Schulzeit geschaffen werden, und deshalb hat Seine ^zcllenz der Herr Landespräsident die maßgebenden Behörden beauftragt, im obigen Sinne nach Tunlichkeit entsprechend« Abhilfe zu schassen und der Schulzahnpflege ihr Augenmerk zuzuwenden. Bor dem Tode sehendgeworden. Dieser Tage starb in Budapest Juliu» RudnyanSky ein bekannter ungarischer Dichter, der seit Jahren erblindet war. Nun wir» bekannt, saß der Dichter einige Stunden vor seinem Tode sehend geworden war und die wiederlangte Sehkraft be rützte, ein Ge-dicht niederzuschreiben, das nach seinem Tode in den Kissen deS Sterbebettes gesunden wurde. Ein Gesetz gegen das Trinkgeld. Ein Gesetz gegen daS Trinkgeld. Wie ichön das wäre! Wie sich die Menschheit darüber freuen würde! BiS jetzt sind alle Bestrebungen, an diese? Ziel zn gelangen, unnütz gewesen. Mit Ausnahme natürlich von Amerika, wo soeben In der Stadt St. Loui», einer Stadt von 800.000 Einwohnern, ein städtische» Gesetz gegen das Tlinkgeld erlassen wor-den ist. DaS Gesetz wurde durch einen Kellnerstreik, der mehrere Wochen gedauert hat, hervorgerufen. Die Kellner bezeichneten eS als eines ehrlichen Menschen unwürdig, Trinkgelder anzunehmen und nur von dieser Einnahme zu leben. Sie sind mit ihrer Ansicht durchgedrungen. DaS Gesetz bestraft den versuch. Trinkgeld zu geben, wie auch die Annahme eineS Trinkgeldes, und zwar mindestens mit einer Geldbuße von zehn Dollars. Aus diese Weise hoffen die weifen Oberhäupter von St. Loui», diese un-würdige Sine mit Stumpf und Stiel auszurotten, voraussichtlich werden bald andere amerikanische Städte diesem Beispiele solgen. Die Frauen-Feuerwehr vonBilbel. In dem kleinen hessischen Städtchen Bilbel stehen die Frauen im Kampfe um die Gleichberechtigung mit den Männern nicht hinter den Geschlechts» genvssinnen an anderen Orten zurück. Auch an per-sönlrchem Mut wollen sie es dem starken Geschlecht gleichtun. Freilich war es schwer, in dem großen Programm da« Rechte zu finden, da die meisten sür eine „uniformierte" Ausgabe eintraten. Soldat zu werden lag da am nächsten; doch weil leider die Männer darüber die Enticheidung zu tressen haben, so sah mau ohne lange Erörterungen davon ab. Aber eine ähnliche Einrichtung ist ja die Feuer- wehr: so tröste!« man sich und schritt sogleich zur Verwirklichung dieser Idee. Man legte dieser Grün-dung keinen Stein in den Weg und sieht nur mit Spannung der Gelegenheit entgegen, wo die Frauen in ihrer kleidsame» Tracht dem entfesselten Element zu Leibe gehen werden. — Daß sie eS auch hierbei an der oft gerühmten Trene und Pünktlichkeit im Beruf« nicht fehlen lassen werden, wagt niemand zu bezweifeln. — Jedenfalls kann man die Bilbeler Frauen in diesem Punkte als Bahnbrecher betrach-ten, denn gewiß werden in der Folge noch in man-chen Orten Frauen-Feuerwehren entstehen. Aber eine» erregt noch Bedenken: Wenn nun einmal die Auswüchse der englischen Frauenbewegung auch die deutsche Frauenwelt ansteckte» und ein Eingreisen der Feuerwehr notwendig machten? Werden dann die Bilbeler Uniformierten auch genügend Herzlosigkeit und Mut zeigen, um aus die eigenen Mit-schwestern den kalten Strahl zu richten? Da« Spiegelbild. AuS Konstantinopel wird geschrieben: Welchen Abgrund vo» naiver Un-wissenheit die Zivilisationsbest^ebungen der Jungtür-ken in Kleinasien noch zu überbrücken habe», beweist folgende vom „Tanin" kürzlich erzählte Begebenheit. Ein alter Bauer auS Total in Anatolien war zum erstenmal nach Konstantinopel gekommen und seine» Staunens über die große Siadt mit den vielen Menschen war kein Ende. Nach vielerlei Miggeichick betrat er eine türkische Eßstude, wo sein gesunkener Mut sich bei den Herrlichkeilen der Küche zu belebe» begann. Zuversichtlich schaute er um sich. Da traf sei» Blick den großen Spiegel ihm gegenüber an der Wand, verblüfft sah d«r Mann aus Tokat. mit den Eisindungen de» Adendlandei noch unbekannt, auf die weiße Scheibe, bemerkte einen Bauer in der Tracht seine» Dorfe» und stürzte mit einem Will-kommenSgruß in seine Arme. Da erhob sich ein Ge-polter und zwischen Glassplittern lag der Mann au» Tokat am Boden und verwünschte allen TeuselSspuk deS Krankenlande». Ein rätselhafte» verbrechen beschäs« tigt di« Wiener Polizei. Am Sonntag den 7. d. nachts wurde der Ehausseur Anlon Munda bei seinem zertrümmerten Auto, mit dem er eine Fahrt in Begleitung eine» Tagelöhner« und seiner hübschen Fran gemacht hatt«, tot aufgefunden. Ursprünglich glaubte man an einen Selbstmord, den der Ehausseur begangen hatt«, um drr Siras« zu entgehen Da sich aber herausstellt, daß er kein Geld bei sich hatt«, während er nachmittag» seinen Gehalt von 300 K behoben hatte, wird gefolgert, daß es sich nicht um einen Selbstmord, sonder» um Raubmord handelt. Die Mitfahrenden, die geflüchtet sind, wer-den gesucht. Da» Automobil gehört dem Dienstherr» Munda», kaiserlichen Rat Dr. Schrnker > Angerer. Ein Stab von Polizeibeamten mit Polizeihunden d«-gab sich an den Tatort. Herichtssaal. Eine Ehrenbeleidigungsklage. Der hiesige Spenglergehilfe Franz Sorber hatte den Spenglermeister Konrad Potzner öffentlich beschuldigt. daß er mit Hilse seiner Lehrlinge durch Jahre hindurch Zinkblech und Zinkstaub au» der k. k. Zinkhütte in Gaberje entwendet und sür seine Zwecke verbraucht habe. Wegen dieser Beschuldigung wurde Korber von Potzner geklagt. Der Angeklagte versuchte den Wahrheitsbeweis zu erbiingen, wa» ihm jeroch vollständig mißlang. ES stellte sich viel-mehr die vollständige Halilongkeit heraus und da» Ende war, daß Franz Korder vom Einzelrichier Herrn LandeSgerichiSrat Dr. Anton Rojic gemäß § 4ö7 St. G. zur Strafe de» Arreste» in der Dauer von 14 Tagen verurteilt wurde. (Schwurgericht.) Wegen Raubes hatte sich Dienstag der LOjShrige KeuschlerSsohn Michael Medvesek vor dem hiesigen Krei»- al» Schwurgerichte unter dem Vorsitze de» Oberlande»-gerichiSrate» viSkouti zu verantworten. Er zechte am Nachmittage de» 19. Oktober mit dem 16jähri. gen Georg Jug, welcher in Deutschland wohnhaft ist unb in Bukovje bei Cilli auf Besuch weilte, im Gasthaust deS Franz Pungersek in St. Stesan. von wo sich die beiden gegen 5 Uhr abend» auf dem Heimweg nach Bukovje begaben. Unterweg» bcgeg-neten sie in einer Entfernung von ungefähr 200 Schritten vom Hause de» Michael Pajek in Grub» berg dem Besitzer ssohn Joses Cak». Medvesek sprang sofort aus ihn zu und ersaßte ihn an der Brust mit den Worten: Bei meiner Seele, wenn Du nicht jr-dem 1 Krone gibst, werde ich Dich erschlagen. Auf di« Erwiderung de» CakS, daß er sei» Geld besitze, griff Gebstahle» zweimal vorbestrafte 21jährige laglühner Martin Lipotnik au« St. Lo» renzrn ob Pioschin b.gab sich nach feiner Abstellung «um Militär Ende Februar 1913 nach Bordeck i» Deutschland, wo er vom 2. März bi» 29. September 1913 al« Bergarbeiter Dienste tat. Am 29. September 1913 verließ er dort den Dienst und b«. gab sich zum Besuche seines Bruder» Bartholomäu» Lipotnik nach DortSseld in Deutschland. Der Bruder, der gleichsall» in einer Kohlengrube arbeitete, »ahm ihn vorübergehend bei sich auf und teilte mit ihm feine Schlafstätte. Am 2. Oktober 1913 benützte der Angeklagte nun die Abwesenheit seine» aus Schicht-arbeit befindlichen Bruder« dazu, um dessen Koffer mit einem Nachschlüssel auszusperren und darau» >60 Mark, daS ist 187 20 K, zu stehlen. Mit dem Gelde reiste er in sein« Heimat St. Lorenzen ob Proschin. Zunächst fuhr er jedoch nach Cilli. w» er am 5. Oktober abend» gegen 7 Uhr einlangte, nach-dem er da» Geld nahezu vollständig ve» jubelt hatte. Hier traf er den 63 Jahre alten, schwächlichen Au»-zügler Joses Hladin au» ZavrSe, Gerichl»bezirt Rann, der zur ältlichen Untersuchung zum Zwecke der Militärdesreiung seine» Sohne» nach Cilli ge-kommen war. Lipotnik schloß sich dem in Eilli nur wenig orientierten Hladin an und besuchie mit i^m ein Gasthaus, wo er sich von ihm 2 «rttgel B er zahlen ließ. Im Laufe deS Abends hatte Lipotnik bemerkt, daß Hladin in feiner Brieftasche Geld hatt« und besch o«, sich die'eS Geld anzueignen. Zu diesem Zwecke lockte er Hladin an da» finstere Sannuser Elitt C Deutsche Wacht Kummer 101 nichst dem PalloSfchen Gasthaus« und führt« ihn in «inen finsteren Alleegange unler dem Borwonde, ihn in» Gasthau« fiofjftv zu begleiten. Zunächst versucht« e« nun mit Lift, sich des Geldes zu bemächtigen, indem er Hladin sagte, er mög« ihm 60 Heller auf 1 Krone herausgebe». damit «r sich die zwei Krügel Bier bezahlt mach«. Hladin ging daraus nicht ein, da «4 ihm zu finster war. Im nächsten Augenblicke stürzte sich nun Lipotnik auf den zu Tod« erschrak-kenen Hladin, ergriff ihn mit «iner Hand am Rocke, d«n er unter einem auiknipste und riß ihm mit der andern Hand die Brieftasche samt dem Inhalte von 16 K au« der Tische und lief damit davon. Hladi» hette vergeblich versuch», sich deS kräftigen Angreifer« zu «rwehr«« und wankt« zitternd und sprachlos »vr Entsetzen In» Gasthaus. Lipotnik gestand den D««bstahl der 160 Mark gleich vorbehaltlos ein. Hinsichtlich deS Raube« schritt er noch anfänglichem Leugnen erst angesicht« der vielen Zeugen, die ihn mit Bestimmtheit als Hladin« Begleiter erkannt hat-ten, zum Geständnisse. Nach dem Wahrheitsspruche der Geschwoirnrn wurde Lipotnik wegen Diebstahle« zu «inkm Zahre schweren KerkerS verurt«ilt. Notzucht. Dienstag waren vor dem hiesigen Schwurgericht unter d«m Borsiv« deS OberlaiideSgei ichtSrate» Bi<-conti d'« btivtn 15jährigen jjabi ifearbcitrr Franz Lampret au« Neukirchen und Johann Groß au« Cilli Umgebung wegen Notzucht, begangen an einem nkunjährigkn Mädchen, angeklagt. Elfterer erhielt nach dem Wahrspruche der Geschworenen eine schwere "Äcx ftxftrofe in der Dauer von 7 Monaten, letzterer eine solche von 6 Monaten. FRI1Z RASCH, iiicmboi), CILLI. Schrifttum. Lechner's Weihnachts Katalog. der so- eben von der k. u. k. Hos. und Universität« Buch. Handlung R. Lkchner (Wilh. Muller), Wien, 1., Graden 31, versendet wird, bringt al« stimmung«. voll« Einleitung mehrer« Gedichte unter dem Tuel „Bon Büch«rn" au« d«r Feder des Redakteur« der '^Wiener literarischen Mitteilungen", L.'opold Hör^ mann, denen eine übersichtlich gehaltene „Literarische Rundschau" folg«, in der die Bücherneuheiten de« laufenden Jahre« in gedrängter Kürze erscheinen. Wir finden da angeführt: Illustrierte Pracht- und Kunstwerke, Gesammelte Werke, Anthologien, Dich-tungen und Dramen, Romane und Novellen, Werke über Musik und Th«ai«r, Philosophie und Naiur-Wissenschaften, Jagd und Sport. Besondere« Äugen-merk ist aus die Memoiren- und Reiseliteratur und auf di« Jugendschristen gelegt worden. Dem litcra-rischen Teil schließt sich ein Aufsatz „Für den Weih-nacht«tisch de« Lichtbildner«" an, in dem alle Neu-heilen auf dem Gebiete der Photographie fachmännisch beleuchtet werden. Die von der Firma Lechner in eigen«? Fabrik erzeugten photographischen Appa- rat« ersr«u«n sich bekanntlich wegen ihrer besonder«« Feinheit und Güte der allergrößten Beliebtheit. — In Lechner« Weihnachtikatalog, der sich nicht bloß aus Anlaß de» Feste«, sondern da« ganze folgend« Jahr hindurch al« verläßliche« Nachschlagebuch er-w«is«n wird, ist nrben d«r deutschen auch di« sran-zösische und englische Produktion entsprechend berück-sichtigt worden. Ueber Verlange» versendet die Firma Lechner ihre« Katalog überallhin kostenlos. Sechs Stunden von Potsdam. — Die btkannt« „Bibliothek derUnterhaltung und de« Wissen»" erzählt folgende nette Ge-schichte: Di« preußisch« Gard«landw«hr stellte im deutsch-französischen Kriege öfters die Ehrenwachen beim König und beim Generalstab« und v«rtrieb sich in den Mußestunden gern die Zeit durch theatrali-fche Borstellungen. Auch Moltke wohnte mit seiner Umgebung eine» Abends einer solchen Aufführung bei. unterhielt sich köstlich und ließ sich schließlich einen Unteroffizier vorstellen, der in einer Person Dichter, Hauptdarsteller, und Regisseur war. In streng dienstlicher Haltung, die Hände an den Hosen-nähten, trat der Mann mit ernstem Gesicht«c>u«druck an den General heran. „Ihre Vorstellung war sehr nett. Wie heißen Sie denn?" fragte Moltke gütig. .Zu Befehl, Exzellenz — Schulze." „Wo sind Sie denn her?" „Sech« Stunden von Potsdam, Exzel-lenz," lautete die Antwort. Moltke lächelte und fragte weiter im Potsdamer Dialekt: „So — sechs Stunden von Potsdam? Wie hecht denn det Nest?" „Berlin, wenn Sie et noch nich kennen sollten, Exzellenz!" Der Feldherr und sein ganzer großer Generalstab brachen in laute« Lachen au« über die mit unerschütterlich dienstlichem Ernst abgegebene Antwort de« militärischen Komiker«. Hingesendet. Zahn-Creme Mundwasser Das neue Jahr bringt oft neues Glück! Die beste Gelegenheit, sein Glück im neuen Jabre zu versuchen, bietet jedem der Ankauf guter und wertvoller Lose gegen mäßige Monatsraten, Auf dies« Art erspart jeder einen größeren Betrag im Werte der angekauften Lose, und außerdem ist e« möglich, auf diese Lose unerwartet größer« Summen zn gewinnen. Lose sind auch die beste Grundlage sür den K-edit, da e« möglich ist, auf dies« ohne Bürgen größere Beträge auSnileihen. Wir machen auf di« heutige Beilage deS Geldinstitutes „Glücks-rad", Gcf. m. b. H., Brünn. Rudols«gasie Nr. 12, aiismerksam. Sämtliche Bestellungen, Anfragen usw. sind zu richten an diese Anstalt, di« unseren Lesern aus« wärmste empfohlen wird. Sollte jemand zu-sällig den Prospekt nicht erhalten haben, dann schreibe er um einen an da« „Glücksrad", Brünn. Katarrh und Husten, die sich in den rauhere» Monaten zwar ungebtt««. deshalb doch oft und gern einstelle«, werden von viel«» Leute« ganz unbegreislicherweis« al« etwa« kaum Beachten»-werte» angesehen. Aber »lit welchem Unrecht! Diese Uebelstände, die gewöhnlichsten Folgen von Erkäl-tungen, sind nur allzu HSusig die Ursache schwerer Lung«nerkrankunge«. Pflicht ein«« jeden ist also, sich vor folgenschwer«« Ueberraschungen zu schützen. Am besten geschieh die« durch den täglichen Gebrauch von Sirolin „Röche", da» stiuer Wirksamkeit und seine» Wohlgeschmack« wegen von jedermann mit bestem Ersolge und gern grnomm«« wird. Mai kaiiTi iar giebt oft im vieMleo, bofj Fay« äditc Eodener Mineial-Pastillen in keinem $>au»baU seht n sollten. Mir ihnen Hai man stet» die sicher wirtende Hilfe bei allen Erkältung««, scheinunaen der Lusiweae. bei Katarrhen, Heiserkeit, Indisposition :c. |ur Hand und man kann d'ele» au'g»jeichneie Piodutl. da« die mineralischen Be-standieUe der im Kurgebrauch b»findlichen Loden»« Heilquellen enhäli, mit der Zuversicht des Erfolge« bei neuauftreiende« wie bei veralteten Kaianden anwenden. Besonder»« Kennjeichen: Amtliche Be-fchein-gung de« Bürgermeister-Amte» Bad Soden a. T. aus weißem KontioUftreisen. Man verlang» auedrilcktich Fay» ächte Lodener zum Preise von Kr. > .25, weise aber alle Nachahmungen «»lschiede« jlUTVd. 5555 5555 5555 5555 5555 55N 5555 Sie wirtschaften billiger, umos Sie sich zur Zubereitung Ihres Morgen-, Jausen- und Rächt,nahl-k5asseeö deS. dem Bohnenkasiee-0/50 Stück Ansichtskartenalbums, — Typendruckerei (Kautschuk) Giasschreibzeug, doppelt, mit Thermometer Vorgedruckte Handarbeiten und zwar: Wandscboner, Handtücher. 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Dezember 1913 vorgenommenen Schlachtungen lowie hie Menc»? und «attung de« -Inaetüdrten Fteiichc». ftane be* Fleischer« dtzk». «lno'fUbttrl «» q«n» n 6(U "o X il II i U) es «5 c i s B-hal Joses...... I 8 I- 10» 1- nwbn® Johana .... — i — — — 8 — — — — — — — — — — — Junge, Ludwig..... l 10 »neS Bernhard..... 2 1 — 1 — 1 — 1 2 - — — — — - i'f«!otAel Jakob .... _ 6 1 8 1« _ _ — — — _ SHS _ 1 — 2 1 — — — — — - — - — — M 1 Steljet Joses..... - 2 — — » 1 buppan Johann . . . — t — — S 1 — — — — — — — - — — — — — — g fcnorue • ....... — — 1 — — 1 — — 100 — —* Faßarten- und fracUw nach Amerika kfinigl. belgischer Postdampfer der „Red Star Line von Antwerpen" direkt nach New-York and Boston konzess. von d«r höh. kJi. Osterr. Regierang. 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