Deutsche Macht —--- •McnotMU« ».. 3m- urt «Mlofttf «n. Krt«««! ..d MalINMra H.»»-»l°, im. ewrtflut,*. M HrtattL, »T'" TZ, 3"1"'" '" '"" ®'*" »"««««»«• Cilli, Sonmag dcn 15. Mai 1887. Aandgtossen zur Ftnterrichts-Deöatte. Von rin,m Mitlelschul Proiesior, 3ch gehöre nicht zu den Bewunderern un-ms eleganten Unterrichts -Ministers, denn wenn ch m r selbst die kühle Neberlegung alleS dessen, os Uerr von Gautsch bisher gethan oder in twficfn gestellt hat, ersparen wollte, würde mich hon der ^nstinct auf Seite der Gegner der «errichts-Excellen; stellen und zwar aus sol-»dem Grunde. Ich bin ein eifriger, wenn auch nicht üui'tcrtcr Leser der Wiener „Weltblätter"; die twvnsprilnge der „journalistischen" Preßbuben «r Br. Excellenz haben mich kopsscheu gemacht, er ^ude Hai eine feine Nase, und während Um den, Minister gegenüber rathlos und un Mig dastanden, haben die Macher der össent-^en Meinnng von Wien in Herrn Gautsch so-« ihren Aiann erkannt und ihm zugejubelt, i dem erkorenen Staatsprososen. der dem »tich Nationalismus auf den Nacken treten «de. Allein für eine That verdient Kautsch w deutschen Händedruck als Dank, nänilich die Art, mit der er den Wechsel des Herrn Hnklje honorirte. Herr Professor Schuklje hatte die Stirne, lin e e h e m a l i g e n C o l l e g e n in L a i-tch Gautsch gegenüber zu denunciren. Er hat rcit neuerlich den Beweis erbracht, daß die Iliche Art der Führer des jüngsten »krreichische n Kulturvolkes in ihrer »lhwi Potenz zur Denunciation wird, in ihrer »erstell als Kriecherei sich geanet zeigt und Zwischen diesen beiden Tugenden nichts anderes »Handen ist. Ln süßer, schmeichelnder Weise offerirte hklje bem Minister die 5000 sl. für den zwei ■Cecriouschts, um gleich hinzuzufügen, Se. Zwei ßrinnerungstage. Ein lustiges Völkchen war es gewesen — jedem Schabernack, zu jedem Streich und zu «Missethat ausgelegt, sobald es gegolten. - Äosessoren oder den Bürgern einen Possen . freien. Dabei aber doch gewissenhast, ehrbar t brav, sobald es hieß, die Standesehre wah-und ber Welt zeigen, daß ein Zögling der »rakavemie auch zu etwas Besserem zu ver->en sei. als dazu, das Städtchen iu.Ausruhr kmgen. Wohl waren Einzelne im Lauf der Studien-wie welke Blätter vom Baum gefallen... «ihm, Tod, auch mangelhafte Anlage waren llnache gewesen — aber von hundertzwanzig -n hatten doch gegen achtzig den Kampf ich bis zum Ende durchgefochten, um frohen an* den Tag anbrechen zu sehen, wo ihnen der „Ausmusterung" der Lieutenantsstern liehen werden sollte. Sin solennes Banket hatte die Feierlichkeit jloisen. Der Commandant und sämmtliche ^soren waren als Gäste Jener erschienen. »°ch vor Kurzem „schlimme Buben" gewesen so oft den Zorn des Allgewaltigen in verschiedenster mit harten Strafen ver->er Donnerwetter über ihre Köpfe entladen i — die von den häufig zu Heller Wuth ohten Lehrern allerlei Epitheta, wie: „grü- Excellenz möge Schulmänner anderer Nationali-täten ebenfalls in'S Ministerium berufen — für bis slovenische Nation gibt es natürlich nur einen Mann, der dafür in Betracht kommen könnte; es ,st dies der erleuchtete Abgeordnete von Neu-stadtl, Schuklje der Streber. Ich hege die freilich mehrfach bestrittene Anschauung, eS sei auf Grund eine» gleichen nationalen und winhschaftlichen Programmes zwischen ben Deutschen unb anberen Nationen em Bunb möglich; aber ich gestehe, baß ein sol-cher Bunb nur benkbar wäre über bie Köpfe ber „Führer" hinweg. Namentlich bie Führer beS sonst kerngesunben unb beutschfreundlichen windischen und krainischen Bolksstammes sind nur berechen-bar •— in der Tragweite ihres Streberthums. Ich glaube, Herr von Gautsch konnte den zweiten Semonschef kaum theurer erkaufen, als dadurch, daß er ihn einem Antrage des Geschichts-Professors am Wiener akademischen Gymnasium verdank,, und wir wollen hoffen, daß dieser viel-bestnttene Sectionsches nicht nur das Geld werth ist, das er kostet, sondern auch den Schweiß und den Aerger, den Se. Excellenz dafür aufbrauchte. Anders steht es nun aber mit dem, was Gaut,ch bezüglich der deutsch-nationalen Bewe-gung in Oesterreich vorgebracht hat. Ich gestehe, daß ich eS selbst lebhaft beklage, wenn viele Deutsche in Oesterreich vom Baterlanbe selbst viel geringschätziger sprechen, als sie eS sollten. Mir scheint, es sei bieser Pessi-mismuS einerseits einem alhugeringen Vertrauen aus bie Kraft des deutsch-österreichischen Volks-stamme? entsprungen, andererfeits hege ich die Vermuthung, daß jüdisches Gift unbewacht in unser deutsch nationales Programm sich einae schmugelt habe. Die deutsche Ostmark kann sich in nationaler Hinsicht mit jedem andern deutschen Gebiete messen und zwar ebenso, was den nationalen Charakter, HL Jahrgang. ner Junge" — „Galgenstrick« — ..Schandfleck" u. s. w. zu vernehmen Gelegenheit gehabt, und welche sich heute selbstbewußt den Flaum ober-halb der Lippen zupften, beftiedigt auf ihre fun-kelnagelneuen Uniformen herabblickten und einen angenehmen Kitzel verspürten, als nun der Ge-neral sein Glas in die Hand nahm und sie mit „meine Herren" anredete. Brausendes ..Hoch" war dem Trinkspruch gefolgt, dann hatte Hans Malburg, der Räbels lührer so zahlloser Streiche, den Toast des Com-Mandanten erwidert, um daran einen Vorschlag zu knüpfen: „Und so beantrage ich denn, daß wir hier aus derselben Stelle unser sünsund-zwanzigjähriges unb unser fünfzigjähriges Aus-musterungSjubiläum feiern Wer mit bem Antrage einverstanden ist, erhebe sich von seinem Platze!" Sämmtliche lebensfrohen Gesellen schnellten wie auf ein Commanbo von ihren Stühlen em-por. nur ber „Gestrenge" unb bie Professoren blieben ruhig sitzen. „Herr General!" rief Hans, bem ber Wein begreiflicher- unb verzeihlicher weise em wenig in ben Kops gestiegen. „Herr General, warum sind «jx „nd die Herren gegen den Vorschlag? „Sie sind ja ein guter Rechner, Herr Lieute-«am; das Problem, das ich Ihnen gebe, ist übrigen? kinderleicht: fügen Sie fünfundzwanzig Jahre zu unserem Alter — und dann gar noch fünfzig." wie ihn die gegenwärtige Bevölkerung zeigt, an-langt, als nicht minder im Hinblick auf Ge-schichte und Literatur. Unsere erste Pflicht ist es daher, zu bewahren, was wir ererbt haben, und wir können das. ohne muthlos oder mnthwillig über die Grenze zu schauen. Wir haben absolut nichts anderes zu thun, als mit aller Kraft und mit möglichst wenig Phrasen unsere nationale Eigenart zu schirmen und die geistigen Schätze unseres Volkes uns möglichst reichhaltig und um-fassend anzueignen. Wir stehen mit angestammter Treue zu Oefter-reich, ^das ist unsere Pflicht und das Gegentheil wäre Felonie. wir greisen nicht voreilig oder vor-witzig ln da? Rad der Weltgeschichte. Diese selbst aber soll uns jederzeit kraftvoll und tüchtig finden, falls einmal ein welthistorischer Moment an unS herantritt, der uns zuruft: Deutsche der altehr-würdigev Ostmark stellt euch aus die Grenz-wacht! Von Hagen erzählt das Nibelungenlied, wie er mit grimmig-höhmschem Blicke das Hunnen-gestndcl. das sich in hellen Schamrot an ihn herandrängte, maß. Er that es unb konnte es thun im Gefühle feiner stolzen, überlegenen Kraft. Thun wir es bem Hagen nach, aber nicht nur in ben Geberden. sondern auch in den Aeußerun-peil seiner Kraft und feiner Treue. Die ersteren Nelleii sich selbst und ungekünstelt ein. wen» diese äugenden vorhanden sind. Aber wenn anch sei tens der österreichischen Lehrerschaft mit gutem Fug behauptet werden kann, daß sie ihrem Eide und ihrer Pflicht nicht untreu wird, so irrt sich doch die Excellenz ganz gewaltig, wenn sie glaubt, die deutsch-national gesinnten Lehrer werden sich zu ^chleppträgern der Finanzbarone herabwür-digen lassen. Zwischen diesen und dem Deutsch-Nationalismus bleibt das Tischtuch entzweigeschnitten — für immer. Und was von den Leh-rern und Professoren gilt, das gilt von den „Nichts da, nichts da !" rief man burch-einanber. „Es hat Fälle gegeben unb gibt solche noch, wo Leute bas hunbertste Jahr erreichen." • «Gut!" — Der General erhob sich unb mit ihm bie Lehrer — „wir sind einverstanden." Alle stießen die Gläser aneinander und ließen froh den Antragsteller leben ... Keinem dieser blutjungen Leute fiel es in diesem Momente bei, daß bis zu jenem Tennin so Mancher aus tris-tigen Gründen verhindert sein würde, zum Jubiläum zu erscheinen. „Nun zur Sache!* rief Hans. „Ich bean-trage, daß jeder von uns einen gewissen Betrag erlege; die Gefammtfumme wird deponirt, unb zu den beiben Terminen obliegt bem Wirthe bie Pflicht, bas Nöthige zu besorgen; einver-stauben ?" „Ja, aber," entgegnete eine Stimme, „ber Wirth ist ein alter Mann, unb wenn er mittler-weile — stirbt, was bann i" Das Won „sterben" wirkte für einen Mo-ment abkühlenb. Erst jetzt würbe sich's bie Ge» sellschaft bewußt, baß man ba einen gewichtigen Tflctor in Betracht zu ziehen vergessen, doch »ans brach schnell das augenblickliche Still-chweigen. »Ei was! dem alten Witth wird ein jüngerer wlgen, der „schwarze Adler" ist mithin ein Phönix, der ewig wieder auferstehen wird. Vereinfachen wir bie Sache: Uebergeben wir bie 2 ..Deutsche Wacht" iFÖ7 Studenten. Ein Minister kann sich als Dalai-Lama einpuppen und von der isolirten Höhe eines solchen seine Nkase erlassen: sie werden sich, falls sie ihre Spitze gegen unsere deutsch nationale Ueberzeugung kehren, ebenso papieren erweisen, wie fidi schon vieles andere als papieren erivie» sen hat in unserem lieben Oesterreich. Aenderungen des ETecutionsver-fahren». AuS d«m vom Herrcnhaui« angenommenen Gesetze, betreffend die Abändern »ß, beziehungsweise Er-gänzur.z einiger Bestimmunge» dc« ExeeutionSverfah-renS zur Herreinbringung von Geldfcrderungen heben wir folgende Paragraphen heraus: 8 2. Außer den nach ben bestebenden Borfchrif-ten von der Exeemion auSgenommene Sachen sind derselben ferner entzogen: 1. die Kleidungsstücke, die Betten, die Wäsche, das Ha««- und Küchengeräthe, insbesondere die Heiz-und »ochösen, soweit diese Gegenstände für den Schuldner und für dessen im gemeinsamen Haushalte mit ihm lebend« Familienglieder und Tienstleute unentbehrlich sind: 2. die für den Schuldner und für dessen im gemeinsamen Haushalte mit ihm lebenden Familien-glieder und Dienstleute auf zwei Wochen erfordern-chen RahrungS- und FeuerungSmittel; 3. eine Milchkuh oder nach der Wahl deS Schul-dnerS zlvei Ziegen oder drei Schafe, nebst den zum Unterhalte und zur Streu für dieselben auf zwei Wochen erforderlichen Futter und Streuvorräthen, sofern die bezeichneten Thiere für die Ernährung des Schuldners und seiner im gemeinsamen Haushalte mit ibm lebenden Familienglieder und Dienstleute unentbehrlich sind: 4. bei Offizieren, Beamten, Geistlichen, Leh-rern, Advokaten, Notaren Aerzten und Künstlern, sowie bei anderen Personen, welche einen wissenschast-licken Beruf ansüben, die zur Berwaltring des Tien-stes oder Ausübung deS Berufes erforderlichen Ge-genstände, sowie anständige Kleidung; 5. bei Handwerkern, Hand- und FabrikSarbei-ten«, sowie Hebammen, die znr persönlichen Aus-Übung ihrer Beschäftigung erforderlichen Gegen-stände; 6. bet jenen Personen, deren Bezüge nach dcn bestehenden gesetzlichen Bestimmungen der Ereeution gänzlich oder theilweise entzogen sind, einen Geldbe-trag, ivelcher dem der Ereeution nicht unterwor-fenen Theile des Bezuges für die Zeit von der Bor-nabme der Execution bis zum nächsten Zahlung?« termine des Bezuges gleichkommt; 7. die Bücher, welche zum Gebraucht des Schuldners und seiner im gemeinsamen Haushalte mit im lebenden Familienglieder in der Kirche oder Schule bestimmt find; bewußte Summe dem Stadtrath zur Aufbewahrung, und bestimmen wir gleichzeitig, daß die Interessen zu Gemeindezwecken verwendet werden dürfen. Daiür muß sich aber der Rath verpflich-ten, in fünfundzwanzig und in fünfzig Jahren die nöthigen Anordnungen für unsere Feier zu treffen; recht so?" „Recht so !" tönte es aus sämmtlichen Kehlen. „Run, noch Handschlag und Wort, daß sämmtliche Theilnehmer von heute sich pünklich einsindeu werden." „Und wenn Einer ernstlich verhindert wäre?!" warf der Commandant ein. „Es gibt nur ein Hinderniß!" erwiderte Malburg. „Der Tod!" kam eS leise a«iS derselben Richtung, aus der früher das Wort „sterben" erwähnt worden. ..Ganz recht, der Tod!" sagte Hans nach» denklich. „Aber trotzdem soll der Platz und das Gedeck jene-? Kameraden nicht fehlen, den uns vielleicht daS Schicksal entreißen wird. Wer sich also am Bortage der Zusammenkunft bei dem Stadtrache nicht anmeldet, muß als nicht mehr lebend gelten, und seinen Stuhl soll ein Kranz zi^en. der seine Stelle vertritt." Der perlende Champagner verwischte bald den beklemmenden Eindruck, den dieses letzte De-lail für einen Augenblick hervorgerufen, und Mal- burg's Dorschlag wurde auf der Stelle ausge-fuhrt — dann, wenige Stunden später, stoben die Kameraden in alle Winde anseinander. Der fünfundzwanzigste Jahrestag war ge« kommen. Die Meldungen langten pünktlich, aber bei Weitem nicht vollzählig beim Stadtrath ein und die Porbereituugen wurde» gewissenhaft getroffen : „Fünfundachtzig Gedecke und — siebenunddreißig Kränze!" so hatte der Beamte, der mit der «ache betraut war. calculirt. Die Kameraden hatten sich nach und nach im Karten versammelt, wo sie freundschaftlich plaudertm, einander ihre Erlebnisse erzählten und die Meldung erwartete««, daß Alles bereit sei. Der einstige „Gewaltige", der vor zehn Jahren in Pension gegangen, sah noch wunderbar rüstig und munter aus ; er versprach in der That, noch stramm in die Hundert hinetnzumarschiren, — aber von den einstigen Lehrer» «varen nur zwei erschienen — noch immer bescheidene Hauptleute «vie damals, während «lnter ihren ehemaligen Schülern so mancher war. der bereits seit längerer Zeit den goldgestickte«« Kragen trug . . . . Andere hingegen hatten den Militärdienst ver-lassen, un« eine mehr oder- «veniger einträgliche Civilstelle zu bekleiden. Da war Einer, der nie einen Kreuzer in der Tasche gehabt und dem das Glück einen Bankdirectorsposten mit störst» 8. der Ehering des Schuldners, dann Briefe, Schriften und die Familicnbilder mit Ausnahme der Rahmen; 9. Orden und Ehrenzeichen. 8 3. Das auf einer Liegenschaft befindliche Zu-gehör derselben (88 294 bis 2S7 deS allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches), darf nur mit dieser Liegenschaft selbst in Ereeution gezogen werden und ist daher in die executive Schätzung derselben einzube-ziehen. 8 4. Eine Execution auf bewegliche Sachen hat zu unterbleiben und die etwa vorgenommenen ExecutionSschritte find alS unwirksam zu erklären, sobald sich nicht erwarten läßt, daß der Erlös für die zu verkaufenden Gegenstände einen Ueberschuß über die Kosten dieser Execution ergeben werde. 8 8. Zur Feilbietung beweglicher, sowie unbe-weglicher Sachen sind nur zwei Termine anzuordnen bei derem letztem fit, wenn der Schätzungswerth nicht zu erhalttn ist, auch unter demselben veräußert «ver-den sollen. 8 >0. Wenn bei einer vollzogenen zwangSwei-seit Veräußerung eineS unbeweglichen KuteS der von dem Erstehe? gebotene Preis zwei Drittheil« des SchätzungSwertheS oder des AnSrusSpreiseS nicht er-reicht, so kann die erfolgte Veräußerung durch ein die Anordnung einer neuerlichen Feilbietung bezioe-ckenbe» lleberbot unwirksam gemacht werden. Ein sol-cheS Ueberbot ist jedoch nur dann zu berücksichtigen, wenn dein Ueberbieter kein Hinderniß entgegensteht, daS ihn vom Bieten ausschließt, und «venn er sich erbietet, einen dcn früheren Meistbot mindestens um den fünften Theil übersteigenden Preis zu enttichten, die FeilbietungSbedingungen zu erfüllen, sowie alle Kosten der Feilbietung zu bezahlen und dcn fünften Theil deS angebotenen Betrages durch gerichtlichen oder naturiellen Ertrag von Geld oder Werthpaxie-ren sicherstellt. 8 >8. Wenn bei einer vollzogenen zwangS-«veisen Veräußerung eineS unbeweglichen Gutes der von dem Ersteh« gebotene Preis nicht einmal ein Drittel deS SchätzungSwertheS oder des Ausruf»-preikeS erreicht, und die Durchführung dieser Ver-äußerung daS wirthschaftliche Verderben deS Schuld-nerS herbeiführen müßte, so ist derselbe berechtigt, bei dem G«richte, welches die Fcilbietnng vorgenom-men hat, daS Begehren zu stellen, daß die erfolgte zwangsweise Veräußerung als unwirkfam erklärt »verd«. 8 19. Dieses Begehren ist von dem Schuldner schriftlich oder zu Protokoll innerhalb einer uner-streckbaren Frist von l 4 Tagen zu stellen. Die Frist läuft, falls ein Neberbot innerhalb der im 8 11 festgesetzten Frist nicht gemacht wurde, vom Tage nach Ablauf der letzterwähnten Frist, falls aber ein Ueberbot rechtzeitig gemacht ivnrde, vom Tage nach der in Gemäßheit des 8 > •> vorgenommenen neuerlichen Feilbietung, beziehungsweise von der rechts-kräftigen Abweisung des UeberboteS. 8 20. Nach Einvernehmung der Vorgeladen,, und, falls diese nicht erscheinen, auch über Jerrc Ausbleiben hat das Gericht, nachdem ti au, ta Erklärungen der Erschienenen und auS anderen, ohne Einleitung eines förmlichen Beweisverfabren» herbeizuschaffenden Belegen einen verläßlichen Ueber-blick der Sachlage erlangt hat, nach freiem Ermc> c» über da? Begehren deS Schuldners durch Bescheid unter Bekanntgabe der EnscheidungSgründe zu cd kennen. Wird dem Begehren um Unwirksamcrklärmij der vollzogenen >wangSweisen Veräußerung NZNzr» geben, so ist zugleich auSzusprechen, daß vor Abi«? eineS JahreS von dem Zeitpunkte, in welchem fcit'tr AuSspruch die Rechtskraft erlangt, eine aeucrl^e erecutive Feilbietung deS Gutes wegen derselbe» Forderung nichr begehrt werden kann. Gegen die Entscheidung über das Begehre» |M Schuldners um Unwirksamerklärung der vollzog««, zwangsweise» Veräußerung ist der ReeurS zaUifa. 8 31. Nach Eröffung deS ConeurseS überds Vermögen des Schuldners kann da» Begehren an Unwirksamerklärung einer vollzogenen zwangSirei--Veräußerung weder von dem Schuldner noch kj dem Massiverwalter gestellt werden. Wird der EoneurS während deS über m solches Begehren anhängigen Verfahrens eröffnet, so ist daS Begehren abzuweisen. — Korrespondenzen. Wien, 10. Mai. (Orig. Ber.) sG autsch' auf der Rechten.) Die Einbildungen i» welchen wir Deutsche in Oesterreich noch befangen sind, müssen nach und nach doch .:2t weichen. Die Budgetdebatte hat es endlich ans-geklärt, daß das Ministerinm sich längst schon eittschieden hat, sich völlig aus den Standpunkt der Rechten zu stellen, und so muß denn a»ch! die Selbstvorspiegelung, daß der Unterrichts-1 minister ein weißerer Rabe wäre als se« College«, in ihr Nichts zerrinnen. Seit kieda Jahren wird an der deutschen Schule berumge^ nergelt. Bald wird eine aufgehoben, bald ront> sie tschechischer Leitung überantwortet «ntijo unmöglich gemacht, bald wird sie verkürzt, w i für erleben wir einen wahren Hagel neuer slavischer Schulen und es witrde an den Thamch-i von Leitmeritz, Krumau und Bösching nachgt-wiesen, daß solche Schulen gehalten werd«», selbst «venn ihnen von richterlicher Seite 6« gp schliche Grundlage ihres Bestandes abgesprocha «vird. Dafür können deutsche Schulen, wieTt Kraus jüngst an Werschvwetz und Aenqd nachwies, nicht iu'o Leben treten, auch wem« fit alle Bedingungen ihres gesetzlichen Dasein? er-füllt haben. Was erwiderte der Unterrichtsmim'ter? 8 ginge ihn nichts an, es betreffe das liehen« Einkommen zugeschanzt; ein Anderer, dch>> Raine in der Dichterwell mit Elirsiircht gaaM wurde, ein Dritter, welchen« eine imeriv^m Erbschaft zugesallen, ein Vierter, dem eine » findung Geld und Ehre eingebracht . . . ate auch eilt Dutzend, deren ärmliche, abges^ Kleidung von Weitem erkennen ließ, daß sie« nur mühsam durchzukämpfen vermocht und tut das bevorstehende Festmahl seit Jahren tun ofe sein sollte, wo sie sich wieder einmal ordcitlW satt effen konnten. Als einer der Letzten et Hans Malburg in der Uniform eines Ulaiu»! obersten. Seine Brust schmückte unter anda» Ehrenzeichen ein hoher Orden, den er 'li o« kaum einem Jahre in Italien erkämpft. „Willkommen !" rief erfreitt der greise Sud Mandant dem eintretenden „ (Galgenstrick* M „Willkommen, Malburg! Heute bin ich fitU Dich einmal unter nteiner Fuchtel grdadl s» haben — ein Abglanz der Ehren, die T® erworben, fällt doch auf mich zurück!* - ?a Ankömmling wurde sogleich von den llednM freudig umringt und Jeder hatte ihm Schmeichelhaftes zu sagen, denn sei« iHaf :ll bewährter Baterlandsvertheidiger war in Ecke» nitd Enden des Landes aedruagea. Bald erschien nun der Winh, umzul-den, daß das Mahl bereit sei und raanvM schritt man dem groft.i« Saale ;u. derHW ausschließlich für diesen Zweck reservin «tz 1887 ZMmen unb gehöre in die böhmische Landstube, «nn eine tschechische Schule in Leitmeriy trotz Je? Reichsgerichtsspruches ausrecht erhalten iwrtw. Wenn der Minister so wenig bei dem Schulwesen Böhmens dareinznsprechen hat, daß tr fragt: „Wer taun das Land Böhmen hin-dern. eine Schule zu subventionirendann traben sich die Teutschen daselbst des Schlimmsten z» versehen. Tann wird das Laud Böhmen in j jeder deutschen Gemeinde tschechische Schulen er-lichten, so viel ihm beliebt, und die Deutschen weiden gezwungen werden, diese Schulen gerade so au» ihren Steuergelderu, die sie dem Lande Miren. zu erdalten, wie sie jetzt gezwungen »erden, diese Schulen aus der Gemeindesteuer zu erkalten. Wie kommt es denn, daß eine tschechische Schule in Leitmeriy besteht, trotzdem das Ver-fahren, welches zu dieser Schule geführt hat, nach dem Spruche des Reichsgerichtes ein „Mangel-Haftes" war? Man kann mit Fug und Recht dchaupttn. daß das „Verfahren" bei sämmtlichen ben deutschen Gemeinden ausgelasteten Schulen, «n ..mangelhaftes" gewesen, und trotzdem be-tarn diese Schulen. Die Deutschen waren zu Veffiim dieser Schulbewegung zu lässig in der Adivehr und zu nachsichtig. Wo eine Abwehr möglich war, gelang sie nur durch die äußerste : Anstrengung und durch die Anrufung der letzten JWnzen. Meint man denn, die Deutschen durch sclche Nöthigung zum Alleräußersten wirklich milde stimmen zu können 'i Die Ansicht des Ministers, daß er das Land Minen an der Förderung von Schulen nicht Hindern könne, ist eine durchaus föderalistische. €ic überliefert die Deutschen in Böhmen völlig dem LandeSausschusse >md in Schulsachen dem I Landesschulrathe unter dem Vorsitze deS Statt-I Halters Baron Kraus. Was da§ zu bedeuten, I dllbm die Deutschen längst erprobt. * Frieda», 12. Mai. (Ong.-Bencht.) [Die [Spende der Sradt - Gemeinde I Frieda» an den deutschen Schul-I ktrein.1 Ihre Leser erinnern sich wohl noch I ta Angelegenheit der von unserer Gemeindever-I tstung dem Teutschen Schulvereine votirten I -pcnde von 29 fl. Die Bezirkshauptmannschast I uuersagie seinerzeit die Vollziehung dieses Be-I Uusses. die Stadtgemeinde recurirte an die | Ztatthalterei und diese letztere hob die Ver-I NiMg der Bezirkshauptmannschast mit der Be-I orundung aus. daß die Gemeindevertretung mit I intern Beschluß weder ein Gesetz verletzt, noch 1 iticn Wirkungskreis überschritten habe. Gegen I dir Entscheidung der Statthaltern haben die I Herren: Dr. Anton Zijjef, Rotariatsschreiber I Zvm Vertnik und AdvocamrS - Concipient I voran der Commandant mit Malburg, die liebn-| jen, wie sie sich gerade zusammenfanden. Aus der reich gedeckten Tafel funkelten die I mchlissenen Karaffen mit weißen und rothen I Seinen und riefige Blumensträuße überragten I hie Aufsätze, die mit Obst nnd Zuckerwerk belegt I waren ^ aber die Feststin«mnng der Eintretenden I wirrl» plötzlich getrübt, als sie die siebenund-I dreißig Plätze gewahrten, auf welchen die Kränze I mit dcn Namen Jener hingen, die nicht mehr I «an». Doch kehrte allmälig die mnntere Laune I Bieder zurück, zu welcher Malburg, der uoch I immer der Alte war, nicht wenig beitrug, und I nun der Champagner eredenzt wurde, erhob I cr sich, um sein Glas auf den verehrten Com-> I «mdanten zu leeren. Nachdem das Hurrah verstummt, erwiderte I alte Mann in herzlichen Worten, dann sagte I er leise, daß er ganz kurz Jener gedenken möchte, I die bem heutigen Feste »ehlte». Hierauf begann er zu sprechen, indem er | sich feierlich der Reihe nach den leeren Stühlen andte. Gewissenhaft hatte er die einzelnen fi»ahnen seiner Schüler versolgt, denn die Miclgezogenheit, in der er nun seit Jahren g-lebt, hatte ihm Muße zur Genüge gewährt, um alles bis aufs Kleinste auszuzeichnen, waS auf ieme ehemalige» Pflegebefohlenen Bezug gehabt. Gar wechselvoll war ihr Leben nnd auch ihr Ende gewesen: zehn von ihnen hatten in« .Deutsche Wacht" Michael Jezovöek die Berufung an das Ministerium des Innern ergriffen, welches nun mit Erlaß vom 10. v. Mts. die Berufung als unstatthaft zurückgewiesen hat. „weil das im Z 89 der steiermärkischen Gemeindeord-nung der Staatsverwaltung über die Gemeinden eingeräumte Aussichtsrecht ein solches ist, welches von AnitSwegen wahrzunehmen ist und daher niemandem ein Beschwerderecht zustehen kann, wenn die Staatsverwaltung dem Beschluß« einer Gemeinde gegenüber keinen Anlaß findet, ihr Aufsichtsrecht geltend zu machen-. — Mit der erwähnten Entscheidung der Statthalterei wurde, wie erinnerlich, im Einvernehmen mit dem steier-märkischen LandeSanSschnsse erkannt, daß der Beschluß des Bezirksausschusses Friedau, mit welchem die Streichung des dem Teutschen Schnlvereine gewidmeten Betrages aus der Friedauer Gemeinderechnnng des Jahres 1 SSI angeordnet wurde, sowie der Beschluß der Be-zirksvertrening Friedau vom 17. September 1885, mit welchem dieselbe die gegenständliche Widmung ihrer Schlußfassung umerzogen und bewilligt hat, nicht vollzogen werden dürfen, weil die genannten Bezirksorgane durch diese Beschlüsse ihren Wirkungskreis überschritten haben. Der von dem Bezirksausschüsse durch ihren Obmann gegen diese Entscheidung ergrif-senen Berufung hat das Ministerium deS Innern mit dem eingangs citirten Erlasse keine Folge gegeben und die angefochtene Entscheidung auS deren Gründen zu bestätigen gefunden. — Damit wird die Angelegenheit denn doch endlich zur Ruhe gelangt sein. ♦ * St. Martin bei yrlachstrin, 13. Mai. (Orig.-Bericht.) sJahresversammlung der Ortsgruppe des Deutschen Schulvereine S.j Die Jahresversammlung unserer Ortsgruppe findet am 19. d. MtS. (Christihimmelsahrtstage) in der deutschen Schule zu Laak bei Süssenheim, Nachmittags 3 Uhr, statt. (Siehe Weiteres im Inserate,ttheile.) Wir hoffen, daß sich die auswärtigen Freunde und Förderer nnserer Ortsgruppe dabei recht zahl« reich betheiligen werden, da ja Süssenheim einen angenehmen, lohnenden Ausflugsort bildet uud man in der Fabriksrestauration in jeder Beziehung befriediget wird. Schutvereine. fD e u t s ch e r S ch n l v 1r c i u.] Wien, 12. Mai. Tages-Ordnung der VII. ordentlichen H a u p t v e r s a m m l u u g des DeutscheuSchul-Vereines, welche am Pfingst - Montag, den 30. Mai 1887, genau un, halb 19 Uhr Vormittags im großen MnsikvereinS-Saale zu Wien abge-halten wird: I. Erstattung des Rechenschafts - italienischen Feldzuge den Soldatentod gesunden; fünfzehn — darunter auch die vier Professoren — waren verschiedenen Krankheiten erlegen. Einer war bei dem Versuche, ein Kind zn retten, ertrunken, einige hatten im Duell ihr Ende ge-funden, zwei waren verschollen, nachdem sie i» fremden Welttheilen ihr Glück versucht, zwei hatten sich selbst den Tod gegeben, einer war eine Bergwand herabgestürzt, und endlich der Letzte lebte zwar noch, aber für sie warmer todt, denn er saß auf Lebenszeit aus der Festung. Dem alten Manne versagte die Stimme, als er zum Schluß? noch dieses Letzten gedachte^ dann, während er krampfhaft blinzelte, um den Schmerz zu verbergen, der ihn überkommen, ließ er sich ermüdet in den Stuhl nieder. Allen hauen die betrübten Worte des Greise» einen tiesen Eindrnck hinterlassen, kein Laut unterbrach die Stille, bis endlich Malburg dem General zuflüsterte: „Gehen wir in den Garten, die Lust hier ist drückend." Draußen im Freien wich »ach und nach die Beklemmung, die sich der Tischgesellschaft bemächtigt hatte, aber eine heitere Stimmung war nicht mehr herbei * zuzauber», deuu selbst Malburg war ernst und nachdenklich geblieben. Der Vorschlag, den er damals als ftöhlicher, sorgenloser Bursche ge-macht, schien ihm heute frevelhaft und vorwitzig, und nicht ungerne hätte er eS gesehen, wenn Einer oder der Andere den Antrag gestellt hätte. 3 berichteS über die Vereinsthätigkeit während des VII. Vereinsjahres 1886. 2. Berichterstattung deS Aufsichtsrathes. 3. Ergänzungswahl für die Vereinsleitung; dann Neuwahl des AuffichtSra-theS und des Schiedsgerichtes. 4. Berichterstattung und Beschlußfassung über die rechtzeitig (d. i. bis längsten? 1. Mai) angemeldeten An träge ber Ortsgruppen (barunter solche aus Abänderung der Satzungen). — Zur Theilnahme an der Hauptversammlung mit berathender und beschließender Stimme sind (nach $ 17 ber Satzungen) nur bie Mitglieber ber Vereinsleitung, beS AufsichtSratheS unb des Schiedsgerichtes sowie die (mit graulila Karten) ausgewiesenen Vertreter der Ortsgruppen berechtigt. Als Zuhörer können nach Maßgabe des aus der Galerie des großen MusikvereiussaaleS znr Verfügung stehenden Raumes auch andere Vereinsmitglieder, welche im Besitze von (chamoiS) Teilnehmerkarten sind, zugelassen werden. Die Zusendung der Vertreter- und Theilnehmerkarten an die Ortsgruppenvorstänbe erfolgt in ber Woche vom 15.—21. Mai b. I. — In ber AuSschußsitzuug vom 19. Mai wurde der Bericht über ein dem Vereine zugefallenes Legat nach Herrn Joses Fischer in Teplitz zur Kenntniß ge-nommen und für daS Ergebniß eines Vergnü-gungsabend? der FrauenortSgrnppe in Warns-dors der Dank votirt. Das Ausschußmitglied Tr. Schindler berichtet über seine Reise nach Nebotein uud Paulowitz sowie über den Verlauf des OrtSgruppeutageS in Olmütz. Weiters wer-den die Veranstaltungen zur diesjährigen Haupt Versammlung mit Rücksicht auf die durch den Gemeinderathsbeschluß vom 19. Mai festgestellte Betheiligung ber Gemeinde Wien an derselbe» berathen und schließlich nebst mehreren kleinere» Unterstützungen für Schulzwecke in Arnold stein und G ö r t s ch a ch angemessene Beträge bewilligt. » * A n die P. T. M i t g l i e^d e r der Orts-gruppe Cilli des Schulvereines für Deutsche. Die bieSjährige Hauptversammlung, des Schulvereines für Deutsche findet Sonntag den 12. Juni um 19 Uhr Vormittags in der Stein-felder Bierhalle in Graz statt. Sonntag Nachmittag« findet ein G a r t e n f e ft in der Steinfelder Bierhalle statt. Montag Vormittags Ausflüge in die Umgebung, Abends ein großer S t u dentencommers in der Industrie-Halle. Der Obmanu der Ortsgruppe Cilli beS SchulvereineS für Deutsche. Dr. E. G l a n t s ch n i g g. bas zweite Jubiläum aufzuheben; aber Niemand that es. unb er wollte ber Schwäche, bie ihn für einen Moment befallen, nicht Raum geben. Eine Genugthuung hatte cr heute boch : sein Einfluß war gegenwärtig schon groß genug, um mit Zuversicht einigen bedürftigen Studien -genossen seine wirkungsvolle Fürsprach« zusagen zu bürsen, unb dieses Bewußtsein, Anderen nützen zu können, verscheuchte auch die trüben Gedanken, die er bis jetzt nicht zu bemeistern vermocht. Der Abend war hereingebrochen, als man sich hänbeschüttelnb trennte unb „Aus Wieber-sehen l" zurief... Der October 1885 war gekommen. Hans Freiherr von Malburg, Felbzeugmeister, Besitzer unzähliger hoher Orden unb Inhaber eines Kavallerie-Regiments, entstieg mühsam dem Wag-gon, welcher ihn der Stätte zugeführt, wo er vor fünszig Jahren baS Officiersporte^pve um ben Säbel geschlungen. Die Kugel auS bem Jahre 1860 schmerzte zuweilen in unerträglicher Weise und zudem hatte sich nun seit einiger Zeit ein inneres Leiden ge-sellt, das bie Aerzte für nicht unbebenklich er-klärten. Der General stieg in einen Wagen unb ließ sich birect nach bem Hotel fahren, wo er schon einige Kameraben zu treffen erwartete ; unterwegs aber packten ihn von Neuem die 4 Deutsche Wacht" 1887 Kleine Hhronik. [ÄricflSbcreitfdjaft.] Die französischen Blätter beschäftigen sich eingehend mit der Kriegsbereitschaft der einzelnen Länder und kommen zu dem Resultate, daß eigentlich blos; Deutschland sertig sei. Rußland kann es noch lange nicht sein, da sein Eisenbahnnetz nicht vollständig ist, Oesterreich-Ungarn sei ein in der Auflösung begriffener Ltaat, ('. ?) England, Italien und Spanien, die Türkei und Griechen-land haben mit sich zu viel zu thun, um sich rühren zu können, und Dänemark und Scandi-navien sind nicht mächtig genug, um selbst in Action treten zu können. Letzteres kann nian auch von Holland und Belgien sagen, so daß Frank-reich in einem Kriegsfalle ganz ohne Verbündete dafteben würde. Der einzige Trost sei, daß auch Deutschland auf keine andere Unterstützung zählen dürfe. [Bon den militärischen Neuerungen. die in Italien geplant werde n], ist besonders die Verdoppelung der Artillerie sehr bemerkenswerth. In Zukunft soll das italienische Heer für jedes Armcecorps zwei, im Ganzen 24 Regimenter Feldartillerie erhalten. Die Regimenter werden in acht Batterien einge-cheilt und die Batterie zählt auf dem Kriegsfuße sechs Geschütze. Außerdem werden zwei neue Batterien reitende Artillerie gebildet und die reitende Artillerie wird zusammen in einen Re-gimentsverband eingefügt. Ein Gleiches geschieht mit der Gebirgsartillerie, die ebenfalls durch eine Batterie verstärkt wird. Außerdem wird noch die Neubildung von acht Compagnien FestnngS- und jtüstenartillerie in Aussicht genommen. |B ö f e Uebelstände im 2111 g meinen Krankenhause zu W ien] hat der Abgeordnete Pernerstorfer im Reichsrathe aufgedeckt. Während die drei Primar-Aerzte und der Director die schönsten Wohnungen haben, in denen sie sogar Bälle geben, während deren Wohnungen in dcn besten und gesündesten Höfen liegen, gehen viele Krankenzimmer in die lärmende Alserstraße hinaus oder sind in ungesun den Höfen nnd Winkelgassen gelegen. Die Kost sei geradezu ungenießbar. Die Speisen kommen zumeist unberührt zurück. Die Wärterinnen be-nütze» den Patienten als Ausbeulungsobject und bereichern sich durch Trinkgelder, durch schwung-haft betriebenen, eigentlich strenge verbotenen Lebensmittelhandel, endlich auch durch Peru« treuungen. Die Patienten haben bekanntlich gegen da» „Versehen" durch die Geistlichen eine große Scheu. Trotzdem werden Geistliche sogar zu irren Kranken geholt. Der Direcwr sagte einmal, man solle ja nicht in dieses Wespennest stechen. Redner bitte« den Minister um eine gründliche Unter-suchung dieser Zustande. (Abgeordneter Gras Hompesch ruft erregt: „Wenn diese Sachen wahr Schmerzen und er hieß die Hotelbediensteten, ihm in ein Zimmer zu helfen, damit er ein wenig ausruhen könne; wenn die Essenszeit ge-kommen, solle man ihn abholen. Eine schmerzvolle Stunde verging um die andere, bis er sich endlich etwas erleichtert fühlte und beschloß, mit Hilfe des Kellners in den Karten hinab zu gehen. Eben wollte er die Klingel ziehen, als der Mann in der Thüre er-schien und „Seiner Excellenz" meldete, daß das Essen aufgetragen sei. Aechzend ging es die Treppe hinab, dem Speisesaale zu, dann, an der Schwelle angekommen, wollte der General an seinen Führer eine Frage stellen, aber er hielt sich zurück, nahm seine Kräfte zusammen und schritt nun ohne Beihilfe durch die Thüre. Als er sich der Tafel näherte, erwartend, daß die Genossen von« Garten her eintteten würden, blieb er plötzlich betroffen stehen und starrte er-schreckt vor sich hin: sämmtliche Stühle waren bekränzt — nur ein einziger, der seine, stand zu seinen, Empfang bereit . . . Er sank in den Sessel und drückte die Hände vor die Augen, dann aber, mit Aufwand aller Willenskraft, richtete er sich so stramm als möglich aus und ließ seinen umflorten Blick über die leeren Sitze schweifen . .. Lautlos huschten die Diener heran, vor jeden Platz das Gericht sind, gehören diese Leute in's Criminal.") Der Regierungsvertreter versprach gründliche Unter-suchung. sE i s e n b a h n b a u i n A m e r i k a.] Die Amerikaner lieben die Kunststücke auch beim Eisen-bahnbau, ob e» sich blos um das Erweitern der Geleise, oder um Anlage ganzer Bahnen Handell. Die St. Paul- und Manitcba - Bahn hat nämlich die Erlaubnis zum Bau einer 1080 Kilometer langen Bahn nach Helena erhalten und eS sollen die Arbeiten so beschleunigt werden, daß der Verkehr am 28. November eröffnet werden kann. Die Unternehmer haben zu dem Zwecke 5000 Arbeiter an-geworben, die den Unterbau herstellen. Den Ober-bau aber besorgt eine ebenfalls sehr zahlreiche Schaar mit Hilfe der bekannten Schienenlegemalchine. Die Arbeit wird in drei Schichten von je acht stunden eingetheilt. Nacht» wird bei electrischem Licht ge-arbeitet. Auf diese Weise hofft man täglich 8 Kilo-meter fertigzustellen und dcn Bau der Bahn, deren Länge etwa der Entfernung zwischen Berlin und Paris gleichkommt, in 135 Tagen zu vollenden! Beim Bau der Pacificbahnen wurde bekanntlich bis-weilen auch mit einer wahnsinnigen Gechwindigkeit gearbeitet, doch niemals auch nur die Hälfte der obenberegten 8 Kilometer erzielt, wa» übrigens nur in der VorauSseyung möglich ist, daß die Gegend völlig eben und Kunstbauten kaum vorkommen. sJ m m e r g e w i s s e n h a ft.] Richter: „Frau Gräfin. Sie sollen in der UntersuchungSsache wider den Eckensteher und Trunkbold Glaser, der Ihr Reisegepäck zu entwenden versuchte, al» Zeugin ver-nommen werten. Vorher muß ich Sie jedoch fragen, ob Sie mit dem Angeklagten nicht verwandt oder verschwägert sind. [Auch ein SelbstmordSmotlv.^ AuS Kleinschmalkaden wird berichtet: Am Tage vor Ostern erhängte sich hier ein Korbmacher in der ausge-sprochenen Absicht, seinen Angehörigen, mit denen er im Streite lebte, die Festfreude zu verderben! Ein sonderbarer Schwärmer! sWann ist derMenlch betrunken?1 Auf diese in einer amerikanischen Zeitung in einer langen Abhandlung wissenschaftlich behandelte Frage antwortete in einem anderen Blatt ein liebenswürdiger College erheblich kürzer : »Seit Erschaffung der Welt zumeist gegen die Dämmerstunde, an Sonn-und Feiertagen aber schon früher." PolkeS zu verewigen, und welcher den Ertrag 'cimr Dichtung im Betrage von 30.01)0 fl. zu für Krainer verwendete..... Den Abgeerd»«ci slovenischer Nation werde ich Gelegenheit bie», jene Rorte zu deSavoniren, welche diese Thaten Mt übt hat. indem ich sie aufford:rr, gleichfalls fit folgenden Antrag zu stimmen : »Die Regierung reist aufgefordert, dem österreichischen Patrioten u» Dichter Grafen Anton AuerSperg in Laiba», al» dessen Vaterstadt, ein würdige« Denk«,! aus Staatskosten setzen zu lasse» ui» dafür zu sorgen, daß dasselbe nichlde-sudelt werde.' Ein anderer Abgeordneter von der Linken kam auf die Prätensionen der Zlooeac» zu sprechen, welche verlangen, daß sie art ihrer Sprache den Deutschen gleichgestellt feien, nachdem selbst die Tschechen, ein viel boher j stehendes Volk, durch ihre Führer das ,{ur-ständnis gemacht haben, daß jeder gedild« Tscheche deutsch sprechen muß. „Ja, bestehen denn die deutschen Schulen für uns Deutsche allein? Die deutschen Mittelschule» bestehen größtentheils für den Staat und seine dürsnisse, und damit mögen sich die Slorenen »4 einmal vertraut machen; wenn sie aber, d e re1 ganze I a h r e S l i t e r a t u r — wie uni jt stern mitgetheilt wurde um zwanzig Gulder käuflich i st. sich bereits auf dieselbe Höhe :»>-schwingen wollen, auf welcher daS groß« Volk steht, dann — muß ich aufrichtig jag» — verfallen sie dem Fluche der Lächerlichkeit.' Schlimm kommt insbesondere derAbgeord nete S ch u k l e weg. der — die Windischen!.n nen das Denunciren nun einmal nicht lassen, — zwei seiner College» dem Untericht-iiiiilisttr angegeben hat, den einen wegen der Wahl »im» Themas, den ander», weil er ein Bandchm i'4; dichte veröffentlich hat. welches wegen angtM nnpatriotifcher, nnsittlicher und sonstiger mne ren Gebrechen nicht in die Schülerbibliothek nn verleibt wurde. ■ Gegen Klun. welcher behauptete, das die kärntischen Slovenen in den deutschen -chulc? verblöden, wendete sich G h o n , welch« Behauptung mit Entschiedenheit zurückwies und dann beleuchtete, wie. Dank den sloveniiche» Agitationen, die Petitionen um slovenische sdjuln zustande kommen. Zn einer Gemeinde bade« gar die Schulkinder unterschrieben. Redner m las eine Zuschrift einer Anzahl von ^andwiribt». die ihre Unterschrift auf einer solchen Pcmio» zurückziehen, weil diese, in neuslovenischer Sprach« versaßt. ihnen, den slovenischen Laudmnden. unverständlich war. Sie haben unterzeichnet, «i ihnen der Meßner eingeredet hatte. eS dantll sich um die Sonntagsschule. Aber vom Land-volke gehen diese Petitionen gar nicht au*, widern von Hetzern. Die Slovenen in ftaMj» haben im Gegentheile häufig gegen die Errck tting von slovenischen Schnlen protcsnrt, real sie gar nicht das Bedürfniß haben, daß iän Kinder in der neuslovenischen Sprache, die ße nicht verstehen, unterrichtet werden. 5ür große flovenische Königreich, für diesen ttrvva-wahn, werden sich die Kärntner Bauers mch aller jungflovenischen Hetzerei nicht begemmi. sP e r s o n a l n a ch r i ch t e«.] Tcm ( desgerichtsrath in Klagenfurt. Herrn Hopfgartner, wurde anläßlich feiner '£«• j 1887 setzung in drn Ruhestand der Titel und Charak-Kr eines Oberlandesgerichtsrathes und dem prac-tischen Arzte in Oderoellach, Richard Güssen-bauer, in Anerkennung seines vieljährigen Wirkens das goldene Verdienstkreuz verliehen. — Der Statthalterei-Concipist, Herr Anton C st p e f, hat sich mit Frl. Mmi G r a s e l l i, der Tochter des Laibacher Bürgermeisters, verlobt. sS pcnbej Ein Industrieller aus Wien, dessen Familie sich durch einige Wochen in un-serer 5ladt ausgehalten, hat dem Herrn Fritz Mathes den Betrag von 30 fl. übergeben mit der Bestimmung, daß je ein Drittheil desselben dem Cillier Stadtverschönerungvereine, der Crt«-oruppe „Cilli und Umgebung" des Deutschen vchulvereineö und den durch das Brandunglück vom 2. d. M. in Noth gerathenen Bewohnern von Neukirchen zugewendet werde. I „B e x b 1 ö d u n £ st n st st! t e tt." ] Mit diesem Ausdrucke bezeichnete der ehrenwerthe Abgeordnete Herr Klun die deutschen Bolks-schulen in slovenischen Gegenden und seine slo-»misch gesinnten College« sprachen oder klatschten Zustimmung dazu. Die unver—srorene Behaitp-wng des Herrn Klun dürste an Reiz nur ge-«innen, wenn man dabei daran denkt, daß dieser ehremvertbe Mann selbst — in so einer „Verblödungsanstalt" den ersten Unterricht ge-nosi. ja nicht nur er, sondern sie alle, die ehren-werthen Herren Gregorec, Hren, Vo§-«ak. Ferjancik, Schukele und der brave Herr Pfeiffer, hatten das traurige Geschick, in solchen Anstalten erzogen — d. h. also „verblödet" worden zu sein! Wenn «an bedenkt, was »rus diesen Herren erst ge-worden wäre, wenn sie daS „geisuödtende", .verblödende", gräßliche Unglück einer deutschen Normalschule nicht ereilt hätte, so thut es Einem ordentlich selbst leid um diese „Verblödung-anhalten". Im Uebrigen dars man diesen Herren nicht? medr verübeln, sie mögen nun salsche Behauptungen ausstellen, Unwahrheit sprechen, verleumden oder denunciren — sie sind ja arme Cofer der „Verblödunganstalten" aus der Zeit der Herrschaft der Conservativen. [Die Slovenen sind schon wie-d'e r ausgebrach t.s Diesmal ist Herr von Kautsch die Ursache, welche die slovenischen Poli-ufcr dazu bestimmt, dem Ministerium zum nenn md neunzigsten Male die Kündigung ihrer Liebe in sicherste Aussicht zu stellen. Es sind keine acht Zaqe her. daß die slovenische Presse jubelnd den Eindruck schilderte, welchen eine Rede des Herrn Schukele in Schulangelegenheiten auf den Unter-rich>4minister gemacht haben soll. Daraus kam etwa* unerwartet die Erklärung des Herrn von Gautsch aus den Wechsel, welchen (nach Schukele) der UnterrichtSminister auf die „Slovenen" ge-zogen habe, der von diesen acceptirt wurde, und denen Deckung sie nun von — dem Aussteller verlangen. Herr Schukele thäte gut, seine Phrasen weder dem Sternenzelte noch dem Wechsel-rechte zu eutlehnen, er hat kein Glück aus diesen Gebieten, von welchen er, wie man hier wieder siebt, so gar nichts versteht. Herr von Gautsch wies die Zumuthuug der Zahlung dieses Wech-. sei« — die Valuta dachten sich die Slovenen in Zuqchändnisien bezüglich Slovenisirnng der Mittelschulen — so deutlich zurück, daß den Fana-ufern schon das Blut zu Kopse schoß. Da kani öerr Gras Coronini, der, wohl aus Unkenntnis diesiger Verbältnisse, unter Anderem auch für die Gymnasien in Cilli und Marburg slovenische Aaralchclassen verlangte. Herr v. Gautsch er-widme aus die diesbezügliche Resolution: „Dem Abg. Grasen Coronini habe ich nur zu erwidern, das? die Frage der größeren Berücksichtigung der Schüler italienischer Nationalität im Küstenlaiide qraiij? den Gegenstand ernstester Erwägung seitens der Unterrichtsverwaltung bilden wird." In dieser Antwort ist von den Wünschen der Pervaken nicht weiter die Rede. Es fällt uns nicht ein, darüber zu jubeln, denn dieser Durchsall ist ja mir eine natürliche Folge vernünftiger Beunhei-limg der hiesigen Verhälnisse, aber wir glauben unseren Lesern die An und Weise der Betrachtungen. wie sie slovenische Politiker darüber an-stellen, nicht vorenthalten zu sollen. So schreibt ,Slov. Narod" darüber: ..veutfche ZVacht" „Wir erwarteten die Antwort des Unterrichts-minister? mit Spannung, müßen aber eben so offen gesteben, daß wir sehr unangenehm enttäuscht waren, al» wir sie gehört hatten. Und mit uns die ganze Rechte (?) Von wirklichem Unwillen wurde die ganze Majorität (?) erfüllt, als der Minister, unbekümmert um die Versprechungen, die er im Budget - AuSschuße auf die Interpellation Tonkli vergangene» Jahr und auch Heuer wieder gegeben, so sorgfältig einer präzisen Antwort auf die offene Frage Tchukeles, ob da« Ministerium slovenische Paralellelassen in den Gymnasien zu Cilli und Marburg errichten wolle, auSwich. Kr half fich mit einigen nicht gerade taetvollen Beispielen, welch« die Heiterkeit der Linken erregten, Während sie bei unS Nachdenken erweckten, ob eS wohl noch lange möglich sein werde, das Taaffesche Ministerium mit Rück-ficht auf diesen Minister zu unterstützen, der in so entschiedene Gegnerschaft zu dcn Absichten der Majorität tritt." sJnSachenderErrichtungeincr L a n d e s - A s s ecu ran,z.) Behufs Samm lnng statistischen Materiales und zur Berathung wegen der sonstigen Vorarbeiten für Errichtung einer Landes-Assecurauz hat der steiermärkische Landesausschuß eine Enquöte zusammenberufen, bestehend aus den Herren Landes-Ausschuß Bei-sitzern Dr. A. Manisch und Dr. Moriz Ritter v. Schreiner, einem l. Rechnungsrathe, den Herren General-Secretären der wechselseitigen iuneröster-reichischen Brandschaden-Versicherungs-Anstalt A. v. Spinler und der „Hiunione Adriatica di Sicnrti," Blumenthal, dann Herrn Walz, und je einem Delegierten der Statthalter« und der steierm. LandwirthschastS-Gesellschaft. [® ä n g «t f a H r t.] Wie bereits bekannt, erfreut der ..^arberger MännergefangSverein zum Psingstfeste Cilli mit seinem Besuche. In unserer freundlichen Sannstadt wird den Pflegern desMedes gewiß ein herzlicher Empfang zu Theil werden, und Claudia Celeja wird den alten Ruhm ihrer Gastfteundschaft bei diesem Anlasse neu verjün-gen. Die Vorbereitungen für daS Sängerfest sind in vollem Gange, und wie immer sind es vor Allem die Damen unserer Stadt, die Alles daran fetzen, um den liebwerth^i Gästen den Aufent-halt in Cilli so angenehm als möglich zu gestal-ten. Wir hoffen, man wird dcn edlen Jntentio-nen der patriotisch fühlenden Frauen allenthalben freundlich entgegen kommen und ihnen überall helfen, wo es gilt, ein schönes Vorhaben zu verwirklichen. [Seetion Cilli des deutschen und ö st e rr e i ch i s ch e n Alpe nv er e i ii e s.s Der Ansflug nach demKumberg, der verflossenen Sonntag in Folge der ungünstigen Witteruug nicht zu Stande kommen konnte, wird auf unbe-stimmt vertagt, weil auch für den Himmelsahrts-tag nicht auf günstiges, warmes Wetter gerechnet werden darf. In Aussicht ist die Zeit des Voll-mondes im Monate Juni genommen, wenn die Götter dann nur günstig gelaunt sind. lDer Genossenschaft für Metall-und Baugewerbe in Cilli) wurde vom Land«? Ausschuß die Ermäßigung der Kosten für die Verpflegung ihrer Mitglieder im hiesigen össent-lichen Krankenhause auf die Dauer von 50 kr. per Tag und Kopf mit dem bewilligt, daß der Dif-ferenzbetrag zwischen dieser ermäßigten und tarifmäßigen VerpflegSgcbühr dem LandeSfondS zu ver-rechnen fein wird. sDer Cillier Gewerbevereinj hält morgen Sonntag, 2 Uhr Nachmittag, im Hotel „Elephant" eine Monatsversammlung ab. Tagesordnung: Bericht des Ausschusses über Gewerbeschul - Angelegenheiten, Besprechuug des bevorstehenden Schlachthausbanes, Anträge und Interpellationen. sRadfahrerfportfeft. ] Der erste Grazer Bicyclclub veranstaltet auch Heuer zu Pfingsten ein internationales Radfahrer - Wett-rennen, das glanzvoll verlausen dürfte. Ehrenpreise im Betrage von 40V fl. kommen zur Ver-theilung. Die hervorragendste Programm- Nummer wird wohl das Mouocycle-Rennen bilden, ein Wettfahren auf einem Rade. sBildungsunterricht für Tanz und A n st a n d.J Der akademische Tanzmeister aus Graz, Herr Eduard Eichler, beginnt Don- 5 nerstag den 2. Juni im hiesigen Easinosaale seine Lehreurse für Kinder und Erwachsene. sRegionalausstellung in Mur-e ck.1 In den Tagen vom 1. bis 4. Oktober d. I. findet in Mureck unter dem Protektorate des Herzogs Della Grazia eine landwirthschaftliche und gewerbliche RegionalanSstellnng statt. Zweck der Ausstellung ist, ein möglichst vollkommenes Bild der gesammreu Production der Gerichtsbe-zirke Mureck und Radkersbnrg zu bieten, um dadurch die landwirthschaftliche Bevölkerung zur erhöhten Thätigkeit anzuspornen; daher werden ausgenommen die sämmtlichen land- und sorst-wirthschaftlichen Produete, als: Nutzthiere, thierische Produkte und Bodenproducte, dann land-wirthschaftliche Maschinen und Geräthe, die Erzeugnisse des Wein-, Obst- und Gemüsebaues, die Erzeugnisse der Hausindustrie. Einrichtungen und Lehrmittel. Schülerarbeiten und alles aus die Schule Bezughabende; endlich die Erzeugnisse technisch-gewerblicher Industrie der beiden Be-zirke. Anmeldungen sind bis l. September ein-zusenden. IFreiwilligeFeuerwehr inFrie-d a u.] Die gründende Versammlung der fteiwilli-gen Feuerwehr in Friedau. deren Statuten von der Statthalterei bereits genehmigt worden sind, findet heute statt. sDer Bauernverein „Umgebung M a r b u r g"] wird, wie uns geschrieben wird, am 19. Mai, Nachmittag 3 Uhr, in R a d-kersburg eine Versammlung abhalten, in welcher Herr Georg Scham berger, Ob-mann des oberösterreichischen Bauern Vereines über tie Lage deS Bauernstandes und Herr Georg von Schönerer über wirthschaftliche Zustände und deren Reformen sprechen wird. Aus dem Bahnhofe werden sich zum Empfange der Gäste ein Bauderium von 80 berittenen Lunenberger Bauern einfinden. dann auch viele Feuerwehren betheiligen. sD i e D u m m h e i t st i r b t n i ch t a u S.s Man schreibt uns aus Graz: „Der in DechantS-kirchen ansässige Grundbesitzer Johann Kopier ließ sich seit ungefähr zwei Iahren von drei alten Frauenspersonen beschwatzen, es liege in seinem Hause ein unermeßlicher Schatz begraben, zu dessen Hebung es jedoch ersorderlich sei, vorerst die den schätz behütende Seele zu befreien. Dazu sei viel Geld ersorderlich. der Bauer lieh sich solches aus seine Realität aus nnd als ihm die listigen Weibsbilder einntal ein paar alte Zwanziger zeig-ten, die sie im Hofe schon ausgegraben zu haben vorgaben, gab er ihnen so bedeutende Summen, daß er im Ganzen über 2000 fl. schuldig wurde. Die FraucnSpeyonen verschwanden und Kopier ist gänzlich ans den Bettelstab gekommen." [Die deutschen Lehrer in Ärain] haben fürwahr ein wenig beneidenswertes Dasein. und wenn der Eine oder Andere von ihnen nervös wird, dürfte sich kaum jemand, der die traurigen Verhältnisse dort kennt, wundern. Un-ter sortwährenden Denunciationen, Hetzereien, Verleumdungen, Beschimpfungen, rohester Art ist Herr Professor N, in Laibach krank geworden und mußte um einen Urlaub ansuchen. Die Redaction des „Sl. Narod" hat daran noch nicht genug, auch jetzt noch schießt sie dem Kranken einen vergifteten Pfeil nach und verhöhnt ihn. Das ist so slovenische Sitte und Cultur! sSängerausflüge.j Der Klagensurter Männergesangverein „Einttacht" plant für Pfingsten eine Sängerfahrt nach Arnoldstein, der Man-nergesangverein von Spinal eine solche nach Limz. * * * sDer niederländische Circ uS Mark van Oßj ist bereits hier eingetroffen und beginnt morgen Sonntag auf dem Holzplatze vis ä vis vom Hotel „Löwen" feine Vorstelln»-gen mit einem sehr gewählten Programm. Das Pscrdemateriale sowohl als auch die Personen der Gesellschaft, Reiter und Reiterinnen lassen gute und sehenswerthe Produktionen erwarten. Insbe-sondere soll die Dressur des Direktors Oß eine brillante und sein Kants chukpserd „F et u st" das von plus ultra dieses Genres sein, sowie die „Kanonen-Königin" Frl. Iosefina Ayda mit ihren Kraftproductionen bei 6 eleganter Erscheinung und Ausführung als Tpe eialttät ersten Ranges bezeichnet wird. Der schnell erbaute Sommer-Circus ist «it bequemen Sitz-plähen und Gasbeleuchtung bestens versehen und wünschen wir nur, daß Jupiter pluvius dem vor-aussichtlich guten Besuch keinen Eintrag thun möge. ♦ [t o b t f <6 l a 0-1 Xtv GrundbesitzerSsobn Josef Schwarz au» Skofleg würd« gelegentlich einer Rauferei von Johann Zaklun mittelst einer Wein-gartenhaue so heftig auf den Kopf geschlagen, dah er todt aus dem Platze blieb. sDiebstahl. 1 Dem Besitzer Mathias GoIlesch in Lotsche bei St. Martin wurden aus der Getreidekammer 12 Schinken, 18 Kilo Fleisch. 130 Würste. 20 Kilo Schmalz und Speck im Werthe von 53 fl. gestohlen. O * * Berzeichniß der beim Stadtamte Cilli bis 8. Mai l. I. ein-gegangenen Unterstützungsbeträge für die Ab- brandter in Neukirchen. Traun & Stiger 20 fl., I. Weiner 5 fl.. Franz Zangger 5 fl.. Wokaun 5 fl., I. Kupferschmidt 5 fl.. Raim. Koscher 5 fl., Ferjen 3 fl., Fritz Rasch 5 fl., Georg Skoberne 5 fl., I. Costa 10 fl., Fritz Mathes 10 fl., «fund 2 fl., A. Walland 5 fl.. Pospichal 5 fl.. Joh. Jellenz 5 fl., Franz Bahr 5 fl., Dr. Schneditz 5 fl., R. v. Wretschko, Abt 5 fl., Dr. Sernec 10 fl., Vincenz Janic 5 fl.. Tr. Tarbauer 2 fl., Fa-milie Karl Mathes 10 fl., Moriz Sajovitz 10 fl.. Karl Sabukoschegg 5 fl., Wogg & Radakovits 10 fl., Familie culic 15 fl., Higersperger 5 fl., Mareck 5 fl., Skolaut 5 fl., Nregg 3 fl.. Riedl 5 fl., Franz Kamerer 5 fl., Leopoldine Koscher 5 fl.. W. Degen 5 fl., Bendiener 3 fl., Johann Herzmann 5 fl.. Ernst Faninger 5 fl., Eduard Faninger S fl., L. Wambrechtsamer 3 fl., Franz Hecht 5 fl., Bobisut 2 fl.. v. Gugenmoß 2 fl., Josef Marie 2 fl., Vanic & Jerman 2 fl., Josef König 10 fl., Auna Seiler 2 fl., Auguste Pallos 2 fl., Maria Leber 2 fl., Fritz Seybalt 2 fl.. Alexander Echukelt 2 fl., R. Bakovskoi 1 fl., Dr. Joh. Sajowitz 2 fl., Pelle 3 fl., Georg Strauß 5 fl., Stef. Szcekely 3 fl., Schmidl & Kreitzberger 10 fl., Familie Pratter jun. 2 fl., Raner 2 fl.. Ungenannt 2 fl.. Spetzler 2 fl., Franz Krick 3 fl., C. Petricek 2 fl., Dimetz 1 fl., Orescheg 1 fl.. Sträub 2 fl.. Hans Detitschegg 2 fl., Caspar Treo 2 fl., G. B. Bontempelli k Comp. 10 fl., P. Fehleism 3 fl., Krainz 3 fl., Josef ßicfar 5 fl., Kotzian 1 fl.. Karl Kurz 1 fl., Ernst Fehleisen 2 fl., Franz Herzmann 2 fl., I. Bräu I fl., Therese Herritsch 10 fl., Franz Janesch 5 fl., Zorzini 2 fl., Dr. Horvat 1 fl., L. Ba5 2 fl., A. Perc 1 fl., Fabiani 1 fl.. Reiber 1 fl., Chiba 2 fl., Fries 1 fl., Klabutschar 1 fl., Lenko 1 fl., Re-gula 1 fl., Paulinz 50 kr., Jurza 50 kr., Ungenannt 20 kr.. Ungenannt 4 fl., Dr. Kocevar I fl.. Ungenannt 1 fl., Florian Parier I fl.. Zamolo I fl.. Ant. Simonischeg 2 fl., Franz Kmecl 1 fl. 50 kr., Matthäus Kmeczl 50 kr., Samuel Braun 5 fl., Josef Rauch 5 fl., Jo-sefa SJioUi 1 fl.. Therese Wouk 1 fl.. Grenco 1 fl.. Lachnit 3 fl., Max Sima I fl., Math. Hoinik I fl. 20 kr., M. Wegesser 1 fl., Waupotic 2 fl., Florian Regul I fl., Anton Murko 1 fl. 20 kr., Schwab 1 fl.. Johann Span 50 kr., Jos. Jel-lenz 2 fl., Skoberne 3 fl.. Karlin sammt Gem. 3 fl.. Reidinger 2 fl., Kossär 1 fl., Barbara Schmon 1 fl., Josesine Kuß 1 fl.. Maria Zangger 1 fl.. Tisch 5 fl., Weber 1 fl.. Fr. Fuchs 1 fl., Lemesch Georg 2 fl. Heute fand eine Sitzung des vom Gemeinde-rathe mit der Bertheilung der Spenden betrauten Comites statt und wurden die bei» einzelnen Verunglückten zu spendenden Beträge bereits fest-gestellt. In Cilli sind einschließlich des von der Bezirksvertretting vonrten Betrages von der 100 fl. im Ganzen 720 fl. aufgebracht worden. Wäder und Sommerfrischen. sA u s Gl e i ch e n b e r g] wird uns gemeldet. daß am 22. d. M die feierliche Enthüllung des dem Andenken des Grafen Constantin Wicken bürg gewidmeten Denkmales statt- Wacht" findet. Wickenburg war bekanntlich der eigentliche Schöpfer des BadeS Gleichenberg, für dessen bedeutenden Aufschwung die Thatsache, daß es im ersten Jahre seiner Eröffnung von 117, im vorigeit Jahre aber von nicht weniger als 5082 Curgästen besucht wurde, deutlich genug spricht. — Weilers wird aus Gleichenberg geschrieben, daß die Vereins-Restauration, welche entsprechend adaptin und die Veranda durchgehends verlän gert wurde, an Herrn Josef PanHans, bisherigen Leiter der Hotels Semmering und Abbazia ver-pachtet wurde. — Frau Erzherzogin Mari a Immaculata Salvator ist mit Familie zu längeren» Aufenthalte hier eingetroffen. ^C u r- und Fremdenliste Nr. 1 de « KaiserFran,Joseph-Bade« Tüffer.) Alexander Schmidag, 5. t. Major d. R., Sügb. — Jda Hertle, Privatiere, Wien. — Marie Hertle, Privatiere, Wien. — Eugen Gunkel, f. f. Rittmeister und Gutsbesitzer, Wien. — Alphon« von Ruthner, k. k. Hauptmann, Marburg. — I. von Orfaghöe, Privatier, Haag. — Jan Koprivarz, Handelsmann, Kriö. — Otto Meiliöek, Privatier, Wien. — Feodor MoriSkov, Rentier. — Georg Brandl, HauS- und WirthschaftS-Besitzer bei Wien. — Oskar Marias, Privatier, Ober - Oesterreich. — Heinrich Zayringer, f. f. Hauptmann, Linz. — I. Pachncr, Privatier, Wien. — Anton GroSaker, Privatier, Steiermark. — Adolf Weber, Leder-fabritant, mit Frau Gemahlin, Tüffer. — C. Weber, Hausbesitzer, Tüffer. — Carl Flucher, Privatier, Marburg. — Fr. Bürger, Beamter, Tüffer. — Fran, Ulrich, k. t. Notar, Tüffer. — I. F. Drolz, Grundbesitzer, Tüffer. — Max Schmidt, Reisender, Agram. — Theodor Drol,, Privatier, Tüffer. — Anna Trapp, Hau«-Besitzerin, mit Frl. Tochter, Tüffer. — 6. Trapp, f. f. Hauptmann, Tüffer. — I. Jurko, Zimmermann, Retschitz.— Josef Czerny, FabrikSbesitzer, Trieft. — Mari- Gunkel jr.. GutsbesitzerS-Gattin. mit Stubenmädchen, Wien. — Ludwig Winter, Kaufmann, Budavest. — Eleonore Mohr, med. DoetorS-Gatrin. mit Frl. Tochter, Gra». — Dr. AloiS Urbantschitsch, k. k. RegierungSrath und Primär - Arzt mit Frau Gemahlin und Stubenmädchen, Wien. — Marie Gunkel sen., Ppvatiere, Wien. — Marie Hertle sen., Privatiere, Wien. — Ludwig Hertle, General Jnspector, Wien. — Friedrich Guttwill, Maler, Steiermark. — I. Bramer, Handelsmann, Troppau. — Johann Bochnig, k. k. Oberpost-Verwalter, mit Begleitung, Lemberg. — Angela von Wirska, Privatiere, Krakau. — Ernst Weißmann. Privatier, Wien. — Anna Edle von Rigler, Echul-rathS-Wittwe, mit Frl«. Töchter. Gra,. — Dr. Franz Edler von Rigler, Hof- und GerichtSAdvocat, Wien. — Carl Lukesch. Privatier, mit Söhnchen, Wien. * * ch ^LandeS-Curanstalt Rohitsch -Sauerbrun n.] (Curliste Nr. 1.) Dr. Anton Mauroviö, Gymnasial-Profefsor, Agram. — Pincenz Kowalski, k. k. Postassistent, Graz. — Josef Max Richter, Apotheker und Hausbesitzer, Graz. — Johann Schartner, Praetikant, Mixnitz. — P. Birnbacher, Apotheker, Klazenfurt. — Dr. med. Josef Ritter von Koch, k. k. Universität« - Professor, Graz. — Jgna, Schazinowitz, Hausbesitzer, mit Gemahlin, Regischen. — Maria Hirsch, Schuldirectorstochter, RadkerSburg. — Constanze v. Braumüller. Ober-Ingenieur» - Wittwe, mit Frl. Tochter, Graz. — Katbarina Göhring, BuchhändlerS-Wittwe, Marburg. — Fran, Stahl, Kapellmeister, mit Familie, Wien. — Ludwig Kokai, Buchhändler und Verleger, Budapest. — Johanna Draxler, SchuIdienerS-Gattin, Gra,. — Anna v. Rainer zu Lindenbüchl, Beamten« - Waise, Graz. — Anna Wolf, Lehrer« - Tochter, Groß-Florian. — Marie Wieser, Private, Graz. — Mathias Zauner, Oberlieutenant i. P., mit Gemahlin, Graz. — tyeorg M. Povitz, Kaufmann, mit Ge-mahlin. Neusatz. — Maria Teutsch. Beamten«-Waise, Graz. — Caroline Werner, ClaviermacherS-Wittw«, Graz. — Johann Faustböck, k. k. Post-beamter, mit Gemahlin, Graz. — Juliana Teischl. Private, Gra,. — Caroline Bank, Pro-fefsorSgattin, mit Frl. Tochter. Gra,. — Marie Frisch. ProfefforS-Wittwe, Graz. — Dvri Grau«. Manufacttir- und Modewaarenhändlerin, Tirol. — Emilie Pusitfch, Galantriewaaren-Händlerin. Mar-bürg. — Jlls« Berfy, Gutspächter, Ocfärd. — Elife Mucha, k. k. Post-Oberconducteur« Wittwe, Graz. — Johann Dolzan. Pfarrer, Jauchen. — Georg Schi- 1887 mak, Schuldiener, Gra,. — Marie Resch, TisÄert-gattin, Graz. — Josefine Omann. ^Private, T ie mysteriösen Diebstähle beim Grase» von M e r a ».} Im Verlause der letzten cre Jahre wurden im Palais des hier domicilirendeii Grafen Franz von M e r a n ganz nnerklarliche Diebstähle verübt. Bald war es das schreib-pult des Grafen, das angegriffen wurde, bald verschwanden Geldbeträge aus dem Boudvir Gräfin, bald vermißte der junge Gras Rudia seine Börse sammt Inhalt und_ bald waren e» wieder die Bediensteten, vom Secretär und *k Gouvernante angefangen bis hinab zum 1<3M Diener, denen ihre Ersparnisse aus raidielb^ Weise abhanden kamen. Wiewohl mcm :ui eine bestimmte Person einen Verdacht gar män zu lenken vermochte, verschwand im Hause doch alles Vertrauen und es schlich 'ich ein ^behagen ein. wie es peinlicher nicht sein -um. Diese Situation erreichte aber Ende l. I. ihren Höhepunkt, als am 25. des deznch-neten ÄtonateS Graf Heinrich Lamwfl da» gräfliche Palais besuchte und ihm ein seuille mit 5300 fl. gestohlen wurde. Gras^am-berg, ein Schwager des Grasen oo«HVicrm. hatte die Handtasche, in welcher sich daS Pme-feuille befand, nach Zählung des Geldes adqp fpern und den Schlüssel unter einer lllir ver-borgen. Um 9 Uhr Abends war die^a»che noch unberührt; als er aber nach dem gegen halb 11 Uhr in s Zimmer trat, dcmtMe er sosort, daß die Tasche geöffnet worden M f 1887 «Stf. und zu seiner Bestürzung fehlte das fme Llory 25 fl., dem gräflichen Secretär 203 fl.; «cherdcm noch zahlreiche kleinere Diebstähle an Seid und mehrere Flaschen Wein aus dem Keller. Kei seiner Leibesvisitation sand man noch 7 fl. und mehrere Schlüssel. — Heute stand er »n den hiesigen Geschworenen unter der An-fkie des verbrecherischen Diebstahles und — wsesenie er das 14. Lebensjahr noch nicht er-nicht hatte — auch der Uebertretung des Dieb-jtoSU«. Den Boyitz der Verhandlung führte kMÄ. Ritt. v. FrölichSthal, die Anklage ver-tritt ZtAS. Dr. Riegler, während Dr. Zirrner als Vertheidiger beigestellt wurde. Ter jugendliche Angeklagte gestand vor ln Jurrt weinend alle die Diebstähle nnd er-Mile. daß er das viele gestohlene Geld in WirthS-Kaffeehäusem vergeudet, zum Theile auch .vmiascht" habe; er sei von Niemandem ver-lmö «vordeit, vielmehr haben Zufall und Gele-pcheit ihn zum Diebe gemacht. Der Vorsitzende amftotin, daß der Angeklagte ursprünglich alles «»Hartnäckigste geleugnet habe und erst unter dki» Andrucke der erdrückenden Verdachtsmomente Mählig zum Geständnisse schritt. Weiters wird jichngestellt. daß Jantsch oft förmliche Bacchanalien birti. ein ganzes Faß Bier, mehrere Flaschen ßdampagnet und um 5 fl. L'iqueuie, besonders dqniaiiiiicii „Akademischen", aus einmal bezahlte ad flott lebte. Das geschah in Gesellschaft meh-ttiec anderer verderbter Gymnasiasten, die seither alle aus dem Gymnasium ausgeschlossen wurden. Nach Vernehmung von 15 Zeugen wurden teil Geschwornen die einzelnen Schuldfragen vor-llricfll und von denselben durchweg« bejaht. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten dem-nach zu drei Jahre« schweren Kerkers, wo- „Deutsch- Wacht" bei die anzuboffende Besserungssähigkeit in die Wagschale gelegt wurde. * • • [$ i e Rächerin ihrer Ehre.) Ein un-erwartetes Beriet hat der Asstsenhok von Palermo dieser Tage gefällt. ES war ein Prozeß der weib-lichen Selbsthilfe. Auf der Anklagebank sah eine junge, hübsche Sizilianeri», angeklagt de» Mordes an ihrem beliebten Antonino di Gregorio. Gregorio hatte die hübsch« Angela mit allen Künsten der Liebe zu bethören gewußt, dann ein Jahr mit ihr auf seinem Gute verlebt und sie dann sammt ihrem Kinde au» dem Hause gejagt. Während Angela sich im äußenten Unglück befand, verlobte sich di Gregorio mit einer reichen, jungen Dame der Gesell-schaft. Am gleichen Tage, als da« junge Paar zum Standesamts schritt, näherte sich die verlassene Angela ihrem treulosen Verführer und gab zwei Revolver-schüsfe auf ihn ab; di Gregorio. in'S Her» getroffen, starb auf der Stelle. Die unglücklich« Angela aber sprach der Assisenhvf unter frenetischem Beifall des Publikums frei. Hfieater, Kunli. Literatur. Killier Stadttheater. Man mag vom höheren künstlerischen Standpunkte gegen die Operette im Allgemeinen noch so Vieles einwenden, das Eine läßt sich doch nicht bestreiten. daß sie sich eine Popularität errungen und ersnngen hat, wie kaum ein zweites Kunstgen«, die italienische Oper nicht ausgenommen. Während das ernste Schauspiel nur noch aus Pietät gepflegt wird, die Posse auf den Aussterbeetat gesetzt ist und selbst das bessere Lustpiel sich nicht allzu großen Zuspruches erfreut, erzielen in großen Städten Operetten uoch im-mer eine stattliche Reihe ausoerkauster Häuser, und wo »tan geht, begegnen Einem Melodien von Strauß und Millöcker, von Supp,'- und Dellinger. Das trällert und singt und spielt sich so leicht, und klingt so hübsch und zaubert so schöne, flimmernde und wohl auch üppige Bilder vor die Phantasie, daß man nach so einer kleinen Abschweifung nur um so lieber zur langweiligen Werkeltagsarbeit zurückkehrt. Bleibe man also dem verzogenen Liebling mit aller schulmeister-lichen Pedanterie vom Leibe, denn er hat ein eigenartiges, zur Sünde geneigtes Tempera«,ent, und sein Geist ist durchaus nicht danach angethan, schwierige Probleme zu lösen; er ist aber dabei munter, fröhlich und liebenswürdig, wie ein verhätscheltes Backfischchen. An» Donnerstag gab die Gesellschaft der Direktion Schulz Millöcker's „Bettelstud ent." Trotzdem diese Operette in unserer Stadt wohl schon ein halbe« Dutzend mal gespielt worden, war der Saal dennoch ziemlich gut gefüllt. Und Keiner, der gekomnien war, bereute es. denn die Operette ist gut besetzt nnd splendid ausgestattet. Die Hauvtvartien sind in den Händen des Fräuleins Leeb und der Herren Straßer und Arnberg. Fräulein Leeb sang und spielte ihre Rolle, die Laura, angenehm, und wurde von Fräulein Agelie (BroniSlava) gut unterstützt. Herr Straßer, dem Herr Steinberg als Janicki zur Seite stand, war besser disponin als ge-wohnlich, und Herr Aruberg ließ als Oberst Ollendorf seiner guten Laune im Allgcnieinen wohl allzusehr die Zügel schießen, aber er sang richtig und bot Alles auf, den satyrischen Zug der Rolle einsprechend hervorzukehren. Von den übrigen Mitwirkenden sind zu nennen: Herr Schmidl, der als Kerkermeister bedeutende Vir-tuosität in der Handhabung der sächsischen Mund-art bekundete, dann Herr Feuereisen (Malachowsky) und die Fräulein Swoboda und Pitzou (die Gräflu und die Gattin MalachowSky's). Die Opperette glänzt bekanntlich durch bril-lante (Sichre, welche, gut studiert und lebhaft vor-getragen, auch diesmal großen Applaus ernteten. Außer diesen weckten die Soli des Fräuleins Leeb und des Herrn Straßer, das Entrölied Ollendorfs mit dem graziösen Walzer und sein „Schwamm drüber"-Couplet, ferner das erste Duett der beiden Studenten und das Duett Leeb-Straßer im dritte» Act rauschenden Beisall. 7 Nicht unerwähnt darf bleiben, daß wir diesmal eine neue Decoration zu sehen bekamen, einen Burghof, der sich den den anderen Deco-rarionen unserer Bühne würdig erreicht. * Morgen Sonntag geht am Cillier Stadt-theater „Der Z i g e u n e r b a r o n" in Scene. O * * * Wie Laibacher Blätter melden, wurde Maler S k u b i z beauftragte das Werk „Oefter-reich-llngarn in Wort und Bild" mit Ansichten aus Untersteiermark zu verseben. Herr Skubiz hat, so viel wir wissen, ini Rudolphinnm und in der Jakobskirche in Laibach einige Frescen gemalt; weiter dürfte von ihm jedoch nicht viel bekannt sein. Insbesondere ist es zweifelhaft, ob er der Aufgabe gewachsen ist, die ihm bei dem genannten Werk zugedacht ist. In diesem Genre hat er eine Leistung hinter sich, die auf Aner-kennung keinen Anspruch machen kann. Wir mei-nen jenes Titelbild des Organs der Laibacher Panslavisten „Slovan", welches, wochenlang be-vor es erschien, als Weltwunder angekündigt wurde, um wenige Wochen nach dem Erscheinen wieder von» Blatte zu verschwinden, weil es gar zu miserabel war. * Die letzte Nummer des in Stuttgart er-scheinenden „B u ch fü r A l l e". bringt eine ganz-festige Illustration „Bilder aus der Um-gebung von Cilli" gezeichnet von Wohl-schlager. In Form eines Tableaus sind die schönsten Ansichten aus der Umgebung unserer Stadt zusammengestellt. Die Bilder sind ziemlich gut gezeichnet, wenn wir auch gestehen müssen, daß einzelne, wie z. B. die Ansichten der Sann-bäder nicht ganz wahrheitsgetteu sind. Der die Illustration begleitende Text ist anziehend ge-schrieben. Wir können uns aus localpatriorischen Gründen nur darüber freuen, wenn die großen illustrirten Journale von den Natnrschönheiten unserer Umgebung Notiz nehmen. Für den Frem-denzufluß kann das nur von Nutzen sein. * „W a l d s e r i e n." Ländliche Geschichten für die Jugend, gewählt aus den Schriften von P. K. Rosegger. Mit 20 Abbildungen. 17 Bogen. Octav. In Farbendruck - Umschlag cartonnirt. Preis 2 fl. 20 kr. — 4 Mark. Verlag von Hartleben in Wien. Eine Jugend-fchrift von Rosegger, dem Menschen und Ju-gendfreunde mit dem warmen Herzen, dem schelmisch-heiteren Munde nnd dein liebenswürdigsten unserer Erzählertalenre, darf wohl gerne als eine köstliche Gabe für unsere reifere Jugend begrüßt werden. Wer von de» Netteren hatte sich nicht schon an den schalkhasten nnd gemüthS-vollen Geschichtlein ergötzt, die der Dichter aus seiner Kinderjahre Lust und Leben erzählt, wer hätte ihn nicht auf seiner idyllisch naiven Erzäh-lung „Als ich den Kaiser Josef suchte" mitbe-gleitet und wer nicht feine Geschichten aus Ro-segger's Knabenjahren bewundert. Sie alle ent-halten einen so köstlichen Schatz warmer Em-pfindung, sittlichen Adels und eines wahrhaft wohlthuenden Humors, daß wir für daS em-pfängliche Jugendgemüth keine edlere uud er-Hebende« Gabe wissen, als Rosegger's kernig-frische „Waldferien". Das treffliche Buch hat Meister G«il mit 20 allerliebsten Bildern geschmückt. bei denen unsere Knaben und Mädchen gerne verweilen werden — bilden sie ja doch die schwer zu entbehrende Ergänzung jedes echten und rechten Kinderbuches, das in gleicher Weise Auge und Herz ers«uen soll. In jedem deutschen Hause möge dieses treue deutsche Buch zu finden sein und die schalen, verderblichen „Indianer"-Geschichten recht bald verdrängen. ' Der Verlag der ..Albumstiftung" (Berlin und Rostock, Karl Hinstorff) läßt soeben in rascher Reihenfolge eine Serie vorzüglicher belletristischer Werke, zumeist Roviane, erscheinen, deren Reinertrag zum größten Theile der Wohlthätigkeit gewidmet ist — zur Unterstützung talentvoller hilssbedürsriger Schriftsteller und Schriftstellerin-nen. So wurde auch das „Deutsche Schriftsteller-Album" al« Grundstein dieses ganzen Baues von den Herausgebern, A. Hinrichsen und E. von Wildenbruch, zu dem gleichen Zwecke ge-schaffen und in gewissem Sinne dient demselben auch die neue Zeitschrist „Meine Welt", die der gleiche Verleger Karl Hinstorff herausgibt, und 8 die ein recht interessantes Organ zu werden ver-spricht. — Um wieder aus die oben annoncirten neuen Werke zu kommen, so sei weiters erwähnt, daß die prächtige, ganz gleichmäßige Ausstattung der Bände dieses Unternehmens dieselben vor-züglich solchen Lesern empfiehlt, welche sich eine kleine HauSbibliothek anlegen wollen; nach und nach, vielleicht zu Weihnacht jeden JahreS, kann sich dann ein jeder Abnehmer das im Laufe Er-schieuene ergänzen. Die Gründung einer derartig gen Sammlung verschafft dann dem Besitzenden außer den werthvollen Werken auch das Be-wußtsein, die edlen Zwecke deS Unternehmen» gefördert zu haben. Bon den bis nun erschiene-nen Werken nennen wir n. A. „DaS Geheimnis". Von R. Waldmüller. Preis eleg. gehestet M. 4.50, elegant gebunden M. 5.50. Dieser Autor hat sich so vielfach als ein in seiner Eigenart unübertroffener Meister auf dem Felde der Belle-tristik bewiesen, daß wir darauf verzichten kön-nen, dem vorliegenden Werk irgend welche An-preisung mit aus den Weg zu geben ! „Sibylla'S Traum und Anderes". Von E. v. Breidenbach. Elegant geheftet M. 4.30, elegant gebunden M. 5.50. Was von Waldmüller gilt, trifft noch nicht zu bei dem eben genannten Autor, dessen Weg noch kein so ebener und dornenloser ist. Aber wenn Breidenbach fortfährt, so gute Er-zeugnisse zu schaffen, wie dieses, so wird auch ihm der Erfolg nicht ausbleiben! Ist die vorliegende Geschichte auch nur eine einfache, ohne Effecthascherei und kunstvolle Verschlingnngen. so ist sie dafür um so natürlicher, und viele Leser ziehen eine derartige Lectüre ja allem Andern vor! — Eine dritte Erscheinung betitelt sich „Was zum Ziele führt" von A. v. R. Enberg. (Frau von Gottberg) (gleicher Preis wie die vorgenannte») und haben wir einen Tendenz-Roman vor nnS. Was zum Ziele führt — zum Ziele der ewigen Seligkeil. Ist eS der Protestant, der Katholik oder der Jude, welcher dieS Ziel ckm sichersten erreicht ?! Wer mehr von einem Roman verlangt, als nur ein Hinweghelfen über einige Stunden, dem ratben wir, sich in „Was zum Ziele führt" zu vertiefen. DaS nächste Werk hat HanS Buchwald zum Verfasser und sind eS zwei Novellen von feiner Zeichnung „HerzenS-räthfei" (geheftet 2 M. gebunden 3 M.). welche die Bezeichnung EabinetSftücke verdienen! Die erste Novelle „Aus dem Tagebuch einer Schau-spielerin" wird vorzüglich das Interesse der Her-renwelt erregen. Ein heiß empfindendes Weib ist es, da» unS seine Liedes- und Leidensgeschichte erzählt, und der Schleier ist nicht so undnrch-sichtig, als daß nicht mancher Leser auf den ersten Blick in dieser Geschichte diejenige erkenne» sollte, welche als Modell gesessen hat. Stückweise wurden diese Begebenheiten in nicht allzuserner Zeit vielfach bekannt und besprochen. Mehr wollen wir nicht verrathen! R. 'Nachtrag zum PreiSverzeichniß der vom t. f. militir-geogr. Institute aufgelegten Kartenwerke und Ber-lag»-Katalog von R. Lechner'S t. k. Hof- und UniverfitätS-Buchhand-l u n g. Derselbe ist soeben im Verlage der Firma R. Lechner, Wien, Graben 31 erschienen, und ent-hält außer den Novitäten deS k. k. militär-geozr. Institutes ein Verzeichnis jener GeneralstabS-Korten, welche von jetzt ab auch mik Bezeichnung der mar-kirten Wege zu haben sind. Der Nachtrag enthält ferner eine Zusammenstellung der GeneralSstabS-Karten der auswärtige» Staaten mit Angabe des MaaßstabeS und der Blattanzahl, sowie eine sehr schätzenswerthe Auswahl von guten Comptoir- und Schulwandkarten, mit genauer Angabe der Maaß^ stäbe, des Formate» und der Preise in den verschiedenen Ausstattungen; auch ein Verzeichnis von Hand und Schul-Atlanten, Lehrbüchern der Geogra phie, ferner Preisangabe von Globen, Tellurien ic. wurde diesem Nachtrage beigegeben. Die Kunstab-«Heilung dieser Firma macht auf ihre permanente Ausstellung von Reproduktionen berühmter Oelge mälde, die rasch beliebt gewordenen Tanagra-Figuren, sowie ihre äußerst praclischcn photographischen Salon-und Reise-Apparate, welche in eigener Kunsttischlern hergestellt werden, besonders aufmerksam. Dieser für weite Kreise M Publikum« interessante Nachtrag, sowie der im Vorjahre erschienene Haupt Katalog wird auf Verlangen gratis und franeo versandt. ..Deutsch, Wacht" Wotkswirtyschafttiches. [Die Erhöhung der deutschen Getreide zöll es wird von den Blättern zu-meist abfällig besprochen, weil darin eine Feind-seligkeit gegen Oesterreich gesehen wird. Halb amtlich jedoch wird gemeldet, man möge die deutsche Maßregel, die übrigens noch nicht an-genommen sei, nicht überschätzen. Die deutschen Zollerhöbungen richten ihre Spitzen wesentlich gegen den überseeischen und den russischen Wett-bewerb. sDerReichthumFrankreichS.^ Nach dem letzten ,Bulletin de stati-ttique# beträgt, wie die «Boff. Ztg." erfährt, der Werth der 1885 in Frankreich fällig gewordenen Erbschaften 5407 Millionen. 1851 waren eS nur 1881 Millionen. Nach der Ziffer der Erbschaften wird das jetzige Vermögen sämmtlicher Franzosen auf 220 Milliarden berechne«. ES ist möglich, daß diese Ziffer etwa« zu hoch angesetzt, indem die Behörde bei Erhebung der Erbschaftssteuern die auf Grundbesitz ruhenden Schul-dcn nicht in Anschlag bringt. Dagegen vererben sich aber auch um so mehr Wertpapiere, ohne daß Steuer erhoben »verden kann. Die Schenkungen betrugen 1885: 1022 Millionen, 1870 dagegen 1068 Millionen. Immerhin ist der Reichthum Frankreichs in beständiger Zunahme, nur daß diese Zunahme jetzl langsamer vor sich geht, als vor 1870. Kaus- und LandwirtöfchaMiches. fDauerbafter Anstrich für Fuß-böden.j Man nehme im Vorsommer Walluuß blätter, koche davon in weichem Wasser einen gelb-braunen AuSzug und tränke damit mittels eines Pinsels den sauberen, trockenen Fußboden. ES kann dies nach Belieben wiederholt werden, jedoch müssen fedesmal die Dielen gehörig mit reinem Firniß ge strichen, wonach der Fußboden schön glänzend wird. Dieser Anstrich ist sehr dauerhaft und außerdem in-sofern besonders praktisch, da man abgetretene Flecke zu jeder Zeit erneuern kann. Zu bemerken ist noch, daß der Fußboden anfangs nicht farbig genug erscheint, die Farbe dunkelt jedoch in kurzer Zeit zum schönsten Braun nach. sS t r o h h ü t e z u r e i n i g e n.s Um fchmu-tzig und fettig gewordene Hütte auS weißem Srrob zu säubern, thue man in die Seifenlösung, womit der Hut gewaschen wird, einen Theelöfel voll Sal essentiales tartari, wasche dcn Hut mit einem Schwämme tüchtig ab nnd er wird weit schöner als durch Schwefeln oder irgend ein andere» Mittel. Sal essentialis tartari ist in jedcr Droguenhand-lun? zu haben. (Anstrich für alte Pappedächer.) Der einfachste und beste Anstrich für ältere Pappe-dächer, »velchen man selbst geben kann, ist der mit Steinkohlentheer. Am zweckmäßigsten gibt man diesen Anstrich im Sommer bei trockener und warmer Witterung. Zu diesem Zwecke erwärmt man den Theer vorsichtig in einem entsprechend großen, eiser-nen Kessel über offenem Feuer im Freien, entfernt von feuergefährlichen Objecten, und überstreicht mittelst eineS steifen Pinsels eine ungefähr 2 m* große Dachfläche mit dem erwärmten Theer. Diese eben Überftrichene Dachfläche wird mit ebenfalls gut er-hitztem groben Kiessand sogleich überstreut. Aus das Dach bringt man den Theer in einem kleineren Gesäße, welches ungefähr nur so viel Theer faßt, als man für einen jedesmaligen Anstrich vor dem Ueberstreuen mit Sand benöthigt. An Ort und Stelle, wo man den Theer erwärmt, muß man Sand in Bereitschaft haben, um, wenn der Theer im Kessel zufällig Feuer sangen sollte, dasselbe mit-«elf« einiger Schaufeln voll Sand sogleich dämpfen ,u können. Bei diesem Ueberstreichen der-Pappe-dächer mit Theer kann man auch allsällige kleinere Schäden, wie Risse oder kleinere Löcher, leicht auS-bessern, indem man ein Stück grober Sackleinwand, das größer als der betreffende Schaden ist, durch Eintauchen in den erhitzten Tbeer gut tränk«, auf die ebenfalls mit Theer überftrichene schadhafte Stelle legt und mit heißem Sand überstreut. Ein solcher Theeranstrich, alle zwei Jahre gegeben, sichert für lange Jahre die Dauerhaftigkeit der betreffenden Dachpappedächer, sowie der Sandüberwurf den besten Schutz gegen Flugfcuer gewährt. ßt uhstallpslaste r] läßt sich am bil-ligsten »nd zweckmäßigsten herstellen durch eine 1837 von den eigenen Leuten angefertigte &mnn betonschicht. Wer gerade groben Kies irti Sand) oder geschlagene Chausseemasse vormdq hat, kann sie dazu benutzen, sonst erfüllt «ft Mauersteinschutt oder -bruch denselben Eine 2—3 Zoll starke, eben- und festgeftam?» Lage davon wird mit dünnem Eementinöttel I» gössen, bis er nach dem Einziehen in den Gni# '/, bis 1 Zoll dick darauf liegt, dann nur « einem möglichst rauhen, »»behobelten HandbAl eben-, aber nicht glattgestrichen, ungefähr in ds Steigung von 1:10 von vorn nach Insttt Bei glatterer Oberfläche und stärkerer iip| derselben könnten die Kühe leicht abriet«. Dieser rauhe Cement - Estrich wird niemlt schlüpfrig. er ist sogar dauerhafter ilt Granitplatten. (Frostschäden au CM'H'uma.j |j recht gutes Mittel, um die durch Frost eruiMataa] Riffe und Munden der Bäume zu heilen, tcelUi der Wärme und Kälte gleich gut wiedcrsteht, « Wunden dicht abschließt und dem gesunde» ZJak nichts schadet, ist dieses: Man nehme zwei Iriul] Theer und ein Drittel ganz gewöhnlichen Äcjultyj koch« beides miteinander und wende es kalt an. Ku kocht eS kurze Zeit: erkaltet wird die Schmien s» dick, daß man sie gerade noch mit dem Pin'el mittragen kann. Die Methode übertrifft an Jjulriwrfs und Dichtigkeit jede andere. (Hausmittel gegen Migränc.IZ« Aprilhefte der Ther. Monatsbefte cmpficbU Zkt» Kochsalz gegen Migräne. Durch Zufall babc cr h Beobachtung gemacht, daß der Migräne Aniill «l einer geringen Menge Kochsalz coupir«, rcfp. u*#r drückt werden kann. Er hatte einem an mc Krankheit leidenden jungen Manne gerathen, H«t> salz bei sich zu tragen uud beim ersten «nzeicha eine beliebige Quantität von dem Mittel zu tttkna. Diese Verordnung wurde ausgefübrt und crrnA jedesmal den beabsichtigten Zweck. Entzückt m dmn guten Wirkung, griff nun eine feit Jahre» i» heftiger Migräne geplagte Dame gleichfall» tan Beginne ihres Migräne - Anfalls, der steis «8 Magenbeschwerden beginn, zu dem Kochsalz. It nahm davon einen vollen Theelöffel und trank etwi Waffer hinterher. Auf diese Weise gelang ei * regelmäßig, den lästigen Anfall zu coupinn A* wenn er bereit» eingetreten war, in einer fata Stunde zum Schwinden zu bringen. Rabe» tat nun da» Mittel in sechs Fällen mit Er'ck «ip wendet. Wo der Migräne-Anfall mit Slnrricm»! Seitens des MagenS eingeleitet wurde, wirkte ttj Kochsalz, rechtzeitig gereicht, häufig in geradezu üw rasckender Weise. Wiewohl daS Mittel maaSi«i auch im Stiche läßt, empffiehlt es sich dennoch Hja seiner harmlosen Natur und leichten Zugän^litdti zu weiteren Versuchen. Nachtrag. sS a n n r e g u l i r n n g.> Heute hätt« m 4 Uhr Nachmittag in Gegenwart einer m mission der Durchstich des Abschluß- Tamvut bei Lehndorf erfolgen sollen. Die Sache inttzr blieb, weil in letzter Nacht die Sann den Tirch- bruch selbst besorgt hat. * * Für die durch den Brand vom 2. ö. mm »»glückten Bewohner von 'Neukirchen nah wtj steiermärkischen Landesausschuß 1000 fl. fltwfc niet worden. Dieser Betrag ist heute bei m Bezirkshauptmannschast eingelaufen. vourle der Wiener ASrie vom 14. Mai 1837. Einheitliche Staatsschuld in Noten . . 31.41 J „ »in Silber . . 8i69 Oesterr. Goldrente........11250 | Märzrente 5*/,.........07.« ] Bankaktien...........8.78 < Creditactien...........281.— London . . . wista........127.— Napoleond'or..............lO.'j1, K. k. Münzducaten....... . 3..': 100 Reichsmark . i.......62.3s, M 1887 Mit dM sclwaraeiitae Grenadines (\f y. nan Maton bi» H 9 15 (iu 10 verschie-•J IT« yCl DiClul denen Qualitäten) versendet ;ja einzeln' O Roben und Stücken Lollfrei in s Hau* Ju Beidenl'ubrik-Depot G. Henneberg (k. u. k. Hos-[Metaat). Zürich. Mu-iter umgehend. Briefe kosten i tO kr. Porto. ..Deutsche Wacht" Hott- Mit'ii'i iiffe frische, beater Marke, lielert da» 5 Kllo-Fasa! (?e«en Nachnahme ohne weitere Spesen um 2 fl. 80 kr. H. Kaspar ek in Kulnek, Mahren. MmONi rr-lli-tT nlkAllaruer tetä Tick- mi MirtniMÄ erprobt bei Küsten, Halskrankheiten, Maßen- und Blasenkatarrh. i Heinrich Mattoni. Karlsbad und Wien. Zticmand brauckt fir anzuwenden ebne sick vorher e.kundii,» ,u Kaben tsi hierzu bitten bit nach Tausenden zahlenden ?iskschreiben, welche über bie Apotheker N. Vranbt? Ltmizerpillcn veröffentlicht werben, die beste Gt-Iqtichkii. Erhältlich k Schachtel 7U kr. in ben toetbefen. 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Auswurf, tobst, Schwciss nnd Rasselgeräusch. Das Körper-^•«itlit nimmt wöchentlich >/, I Kilo zu. Der Pütitnt wird geheilt und kiitn die anstrengendste liAöijweise wieder aui'nel nvn. D- i Asthma stellt »ich eine halb« Stunde nach )cr (i*»-Kthalation ein Nachlas der Athemnoth ein, B< i Fortsetzung der Cur kehren die Anfälle nicht vieler, 8elbs% bei tuberkulös zerstörten Stimm-liirikm, wo auch die Hälfte der Lunge zerstört wurde, trat Heilung ein. Von SO Patienten im letzte Stadium der Tuberkulose wurden mittelst Gas-In/ttion alle gründlich geheilt. Wie in den grössten Hospitälern der Welt, »o :inlft auch im k. k. Wiener allgem. Kranken-bame der Gas-Eihalations-Apparat beste Anwendung. Attoite Geheilter liegen vor. 217 50 Der k. k. a. p. Gas-Erhalations-Apparat (Heetal-ctioal ist coruplet mit Zugebor zur Gaserzeugung «mmt Gebrauchsanweisung föe Aerzte und zum Sdbstgcbruuch für Kranke durch Er. Carl Altmann WIEN. VII. 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Wenn dem «ranken nur da» richtige Mittel zu Gebot« steht, dann ist sogar bei schwerem Leiden noch Heilung zu erwarten und darum sollte sein Krauser »erzürnen, sich den „ÄTonfenfreund-, kommen zu lassen, «n Hand dieses lesenswerten Buche« wird er viel leichter eine richtige Wahl treffen können. Turch die Znsendung envachlen dem Besteller keinerlei Kasten. Heinrich Keppitscli, Cilli Brllctoiwaapliaii KonslscSiosserei vis-a-vis dem Gisela-1 spital (Labnhofstrasne 25) besorgt dio k. k. Aiehung ftr alle Systeme von Waagen, Gewichten und Mannen, und verfertigt dio daran nöthigen Reparaturen un.! Riehtigstellnngen prompt und billigst unter Garantie der Aiebfahigkeit. 18fcM- Leinenfabriks - Niederlage i. Briinn. Fröhlichergasse veneadet ml! Xachnahme: '>$2 111 Sommer - Kammgarne waschecht, in den neuesten Mustern I Rest 6 V« Meter auf einen comp-leten Herren-Anzug 3 fl. 25 kr. nur s<> lange der Vorrath reicht. | Muster und Preislisten gratis und franco. Ein Ciavier ist billig zu verkaufen. 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Diese Weingart-Realität ist am Züdad>»M des Nicolaiberges gelegen, eine Vienelftunde m der Stadt Cilli entfernt, mißt 10 Joch 3'>6 Cm--drat-Klafter, darunter 4 Joch besten Rebe-ign«. des, 2 Joch mit den edelsten Obstbaumsonc, besetzter Wiesen und 4 Joch Waldung mit »chr schönem oieljährigen Bestände, hat eine sehr qiw Zufuhr und gutes Trinkwasser. Das Weiqm-gebäude enthält im ersten Stockwerke 2 Zmima Küche. Speisekammer und die Veranda mt prächtiger Aussicht: zu ebener Erde die Sffinpni. den Keller, 2 Weinpressen und den gewöldtcn Viehstall auf 4 Stück. Ausrufspreis: fl. 4.M. j Die Licitations - Bedingmsse, wonach m»de» sondere die Frau Verkäuferin sich eine Frist t»u 8 Tagen zur Genehmigung des Verkaufes vor behält, der Meistbot in 4 Raten zu bezahlen ft und jeder Lieitant vor gemachtem Anbot« ei» 10*/« Vadium zu Handen der ^icitanon« Mission zu erlegen hat, sowie der Grundbuchs-ertrakt, die Grundbuchsbögen und das BerMch des Pundus instructus liegen im hiergerichili^n Expedite zur Einsicht auf. L. h. städt. del. Bezirksgericht Cilli, am 8. Mai 18s7. Der k. k. Landesgerichtsrch. Danksagung. Für die vielen liebevollen Beweise aufrichtiger Theilnahme, die uns anlässlich des plötzlichen Todes unserer innigstgeliebten unvergesslichen Mutter, bezw. Gross- und Schwiegermutter, der Frau Marie Wegesser Heizbaus-Cbess-Witwe und Hausbesitzerin 335 zugekommen, sagen wir allen Verwandten und Freunden unseren tiefgefühlten Dank. Wir danken für die vielen pietätvollen Kranzspenden und für die zahlreiche Betheiligung am Leichenbegängnisse. CILLI, 13. Mai 1887. Oie tranernden Hinterbliebenen. Die Möbel-Niederlage Graz, Franzensplatz Nr. 1 und2 «mpflehtt skr od oh>e Lager ron Splecaln. •Der ▼to-4-vfl« den H»nde«tliealer,-- ■ rfci-f nBd Nnrlaeilmmer-tiaratturen aus Nusa- und Eichenhol*. Salon-Kästen. CredeoM« «» Slkto vS S^^lt;^« TU® 90 fl. aufwärts, Sch^ Divan* Otto^nen und — ------" Möbllrungen von Land- und Badehinscr» werd* Hochachtn ngsvoll Eigenthum Druck und Verlag von Johann Raknsch in Cilli. Verantwortlicher Bedacteur A Ehrlich.