al» wrMindest«,« dr«l Monat« «inzujenden.Z» deantWorw»^ ortete odn«MarIAi wseratenannahm» in M«»td«r de» d« ftdminiNration der ZeitRna; 1«rStSe»» «tica 4, w civdlla«» »et («mpanv, >« Zagreb d«t I»» terrekiom d. d>, i» g»« h.kl«nr«i«i^ >» >Vien del alte» ttizeigena»» »»hme-'telte». Ar. t2S «>rl»or, DItNÄag de« 2t. Äunl tS27 S7. Sadrg. Kino Upolo Tel. 121. Noch Montag: und Tanzrevue. Ab Dimstag her Ufa-GrobauSstattungssilm Die Kvnlasmattressen Eine moderne DuHarry mit der schSnen Ma ria Cerda. Hochinteressant, unter^ltend und spannend. Noch nie ffeselhene Ausstattung! 7460 g» her am ZV. Juni beginnenden Teeabrü. ftungSkonferenz in Genf. Der englische Delegierte Lord E e e! l. AugSkotakropde ln Ofljek o. Osijek, 80. Juni. Gestern um S0.80 ereignete sich dicht vor vsijet ein schweres Eisenbahnunglück. Der Zagreber Schnellzug ist wegen schlechten Unterbaues umgestürzt. Die Lokomotive bohrte sich ln das Erdreich hinein, sechs Personenwagen wurden inein. «tbergefihachtet und zum Teil zertrümmert. Durch einen sonderbaren Ausall sind der Lo. tomotivsührer und der Heizer unverletzt ge» blieben, wvhl aber erlitten sieben Reisende «ehr ober weniger schwere Verwundungen. Der FahrgLst bemäGigte sich eine grofze Pa. «ik. Ans Osijek wurde sofort ein HilsZzuq an ben Unglücksort entsandt, wo inzwischen anch eine Untersuchungskommission einge. langt war, «n bie Ursache bes Unglückes sest. t«ftellen. Der Verkehr wirb burch Umsteigen avfrechterhalten. Da der Zug ungewöhnlich gut besetzt war, ist es direkt ein Wunder, baß «icht mehr Opfer zu beklagen sind. Sljamberlin und Levine in Wien o. D e r l i n, A). Juni. Die Ozeanfficc^er Thamberlin und Levine sind gestern vormittags nach München und dann nach Wien weitergeflogen. Der Etatt war für 9 Uhr angesetzt. Da aber die Frauen der beiden Aviatikcr noch nicht zur Stege waren, mußte der Flug um eine Stunde verschoben iverden. Unter lebhasten Ovationen der tau. endtöpfigen Mens^e sind ie?linerikaner am Horizont entschwunden. Der Flug vollzog sendköpfigen Menge sind die Amerikaner am nachmittags landeten die s^lieger auf dem Münchner Flngplah, wo eine nach Tansen' den züihlende begeisterte Mi?,ischot,menge il)« rer ungeduldig harrte. ?roh verstärften Pe» izeianfgebotes gelang es den ^lMaiiern, >en Kordon zu durchbrechen und nmringte >ie Flieger. Unter den Anwesenden wan'n mch die Spitzen der Behörden. Obcrbiirger-neister Dr. G ch a r n a g l bejirüftte dic ^lmer-ikaner und hob die grosje Bedeutung Ib. 'er Leistilng enbervor. In ähnlicher Weise Prach sich auch der Vertreter der Negierung Buklkevlä frondittt... BauernparteiliAe Aktion in Güdserbien d. B e o g r a d, 20. Juni. Die Wahlkam« zague hat schon mit aller Wucht eingesetzt. Alle Pmteien zeigen eine ungewohnte Leb. hastigkeit, ba sie glmiben, aus der bestehenden ungewissen und ganz verworrenen poli» tischen Lage ihr Kapital schlagen zu können. In radikalen Kreisen bemerkt man einen ge» wisien Eiser, um die Einheit ihrer Rei^n wiederherzustellen. Zwischen der PaSiögrup. pe und dem Zentrum sind Besprechungen im Gange, bie schon ziemlich weit vorgeschritten sind und einige Ersolge zeitigten. So stellten sich beide Fraktionen aus ben Standpunkt, baß man mit allen Kräften bar angehen miisse, eine Aussöhnung der zerstrittenen Gruppen fo fchnell als möglich zu erzielen, ba sonst bie Wahlen für die Partei verhängnisvoll werden könnten. Jnsbefon-bere bemühen sich Dr. R i n L i 6, T r i f-k o v i 6 und Aea Gtanoseviöum das Zustandekommen eines Kompromisies, der bei^ Teile zufriedenstellen soll. Ziemliche Verwirrung rief in radikalen Kreisen die Tatsache hervor, batz der gewesene Minister Anq. Koilnti ^ in Begleitung mehrerer angesehener Politiker der Radi6-Partei, darunter auch des Barones Schwe-g e k aus vleb, nach Skoplse zur Einleitung einer groftangelegten Wahlpropaganda sür bie Kroatische Bauernpartei eingetroffen ist. Er erklärte, die Partei habe besi^ossen, auch iu Mazedonien mit eigenen Kandidatenlisten aufzutreten und sie ljofse auch einige Mandate zu erringen. Die Wal'lk'aitation werden einige der anaeselvnsten Nir^eipolitiker, darunter anch der Führer St-kan R abi ü selbst, betreiben nnd ?t'^ljlr''lche Bersammlnn" tten abk^alten. V'ie Kartei werde In allen Waltlkreisen selbständig anstreten. Nach den Staatssekretär Freih. v. W e l s e aus. Nach mittags um i7.2b sind die Flieger zum Flug nach Wien l^estartet. Die äusserst zahlreiche ^Bevölkerung bereitete ihnen abermals sti'ir-mische Ovationen. o. W i e n , ?<1. Juni. Chamberlin und Levine sind um 19.IO i« Begleitung von M'i deutschen und etwa 20 österreichischen Fliig^engün cilatt niedergegangen. DieBegei-sterung war aifch in Wien ei^ie ungeheure. Auch liier durcl^l'rnch die Menge den Kordon und stürzte auf die beiden Flieger. Tiefe wur den unter nna^h.'nrem s^'ibel auf die Sclnil« tern gel)l>l'on und zu einein bereitstehenden Automobil getrai.'n. woraus si? da-nn in die Ttadt niljren. (>^n,nbers'n nnd Levine iverden voranasi l'Ilich b'.^ ?^onners!ag in Wien bleiben. !^n der ^'»i^^'l'et'^eit gedenken sie nach n' e-'en. ^I^'^nnerstaa beab< sichiigcn si>' '"i:i starten. Kommentar über das Genfer Gr-gtbnls d. Paris, ^nni. Tie Presse kommen-til^rt ziemlich scharf die eben geichlcssene Ta-c^ung deS Pölkerbi!ndre sind ol^tie jeden triitiaen Grund ab'.rmals von der TageS-ordnilnss ?'nd ank s^'iiter ver'ch''ben ^ivorden. Einen Erf^'lg habe einzig und al- Gahlen sei eine Mitarbeit der Lanbwlrtepar« tei möglich. Auch die Demokraten l)aben mit ber Wahlagitation eingefetzt, die biesmal infolge ihrer verhältnismäbigen Kürze ziemlich heftig zu werden verspricht. Ter Führer der selbständigen Demokraten P r i b i e e v i ^ be-reitet sich zu einer großen Agitationstournee durch Bosnien vor. Das Hauptorgan der Muselmanen, die Garajevoer „Pravda", wirb für die Zeit der Wahlagitation täglich erscheinen. 0. Beograb, A). Juni. Heute um 3 Uhr srüh ist Ministerpräsident Bukiöeviü unerwartet im Krastwagen nach Sarajevo abgereist, wo er eine Konferenz ber bosnisch-herzego-winischen GrotzZupane einberufen hat, um ih« neu Anweisungen für die Wahlen M geben. Diefe plötzliche Abreise des Re^ierungschess hat angesichts der für heute einberufenen Sitzung Hauptansschnsses der radikalen Partei in volitischen Kreisen große Kommentare hervorgerufen. Allgemein wird bas vorgehen Herrn Vitklöeviü als ossener Affront gegen die radikale Partei ausgelegt, da dach baS radikale Zenttnm und die PaSiö-Gruppe Samstag den Vlinisterpräsidenten aufgefordert haben, sich zu dieser Sitzung bestimmt einzufinden, um fein Verhältnis zur Partei klarzulegen. Aus diesem Grunde wurde die Sitzung des Hauptausschusses auf morgen vertagt. Die Unzufriedenheit der Demokratischen Vereinigung mit ber Ernennung der Grosi-iupane wurde durch die Bernftmg Dr. Mahmud H r a s n i e a s, des Brul^rS des bekannten mnflimanischen Politikers und gewesenen Ministers, znm GrotzZupan von Vi-hao beigelegt. lein Dr. Stresemann M verzeichnen, der ei nen Cih in der MadatSkomniission erhalten habe nnd auf diese Deutschland nun seine koloniale Lert. Ts ist wahrscheinlich, daß innerpolitische l^rün^ nicht weniger als die Wirren in China die englischen Staatsmänner in ihren Entscheidungen beeinflußt haben. Zur Er^ltung dauernder Bereitschaft ist die bestimmte Zielsetzung notwendig und auch, wie man dies in Italien sehen nwq, die fortgesetzte Verwendung stimmulierender Mittel. Eine Neuerung, ine sich in Kompromissen ergeht, nur um Verwicklungen zu vermeiiden, kann airf nm-tige Gefolgschafft nicht rechnen. Ich glmlbe nicht, daß das englische Bürgertum sich freiwillig dazu verstehen wird, die Arbeiterpartei wieder ans Ruder gelangen zu lvssen. Dies schon deshalb nicht, weil die nächsten Wahlen eine viel radika-kalere Färbung der Arbeiterpartei aufweisen dürften und eine Arbeiterregierung mit tragfühiger Mehrheit ein sozialistisches Programm würHe durchführen wollen. Die Entwicklung, die ich vorausgebe, würde somit, was die innerpolitische Lage in England betrifft, eine scharfe Spannung zwischen rechts- und linksvadikalen Elementen herbeifÄhren und dies kann leicht zu gewaltsamen Zusammenstößen führen, wenn die außenpolitische Lage Englands bedrohlicher werden sollte. Schicksalsfrage bleibt für England, ob es seiner leitenden Schicht gelingen kann, die Ideologie zur Abwehr des Marxismus so aus.^ugestalten, daß auch das Gros der Arbeiterklasse sich der nationalen Verteidigung anschließt. Informierte Krebse behaupten, da^ t^s Gesetz gegen den Generalstreik, das eben jetzt im englischen Untevhause verhandelt wird, einigen Gewerk schasten, die sich der Tyrannei der russenfreundlichen Gruppen nicht mehr ki'lgen wollen, sehr wiMommen ist. In Italien ist cS gelungen, das Gros der Arbeiterschaft in den Dienst des Fascismus zu zwingen, in anderen Ländern stellt sich das glei.-^ Problem und es ist denkbar, daß man auch in England eine besrie^igende Lösung wird finden können. Sollten diese Voraussetzungen eintreffen, so würde das neue politische Europa sich in rocht eigentümlichem Mosaik darstellen lassen. Im Osten die Diktatur der kommunistischen Partei, in England und Italien jene ihrer Gegner. In der Mitte lüge dann ein neutraler, weniger lebendiger aber auch weniger sh^annungsreicher Landerkoiniple?^. Deutschland, Frankreich und die österreichischen Suil^essionsstaaten, gleichsam ein Torso, aus dem alles und nichts werden könne, ein Aufmarschgebiet, eine sowjetische Wüstenei oder a>ber der Grundstock zum neuen Europa. Jedermami iveiß heute, wenigstens wurde eS ost genug wiederholt, daß der deutsche Michel neutral bleiben will und sich nicht zum Landsknecht zwingen läszt. Auch m Frankreich herrscht das Be^dürsnis, Verwicklungen zu vermeiden. Nealpolitisch verachtet gibt es aber keine schwierigere Politik als jene der allen Händeln ausweichenden, Passivität, wenn Gewicht und Geltung dabei erhalten bleiben sollen. Ueberwindbar find diese Schwierigkeiten nur, wenn eine sehr große diplmnatische Geschicklichkeit diese Politik vor Ueberrumplung oder Vergewaltigung bewkhren 5ann. In der Mittelstellung, die wir eben erwähnt haben, liegt die Geifaihr, daß jede nationalistische Geste Frankrevchs eine bolschewistensreundliche Reaktion in Deutschland auslösen muß und daß solche Schwankungen in einer geladenen Atmosphäre sehr leicht zu Störungen des Gleichg^ichtzustandes führen können. Darum erscheint es mir sicher, daß eine Neutralitätspolitik der Kontinentalmächte im'schöpferischen Sinne nur dann erfolgreich sein kann, wenn es dorther gelungen ist, alle Nachkriegsdiffsrenzen aus dein Wege zu räumen, den Ausgleich zum Zwecke der Berhüwng größeren Unheils zu scl'licßen. Der Gottesfriede am Mein mnß den Frieden von Versailles ersetzen. Man muß sich kla? werden, daß alles was bisher seit dem Kriege gemacht wurde, Not-standZibau war, dessen Bestc?nd sür die nächste Generation kaum in Frage kommen wird. Was heute geistig sieht und denkt, ist sich klar darüber, mß aus der Spannung lhevailB dr? M einem neuen die i Gegensätze synthetisch vereinigenden trans-! nationalen Awfibau gesunden werden niuß.! Hier liegt im Wesentlichen die Lösung des europäischen Problems, d.is keineswegs durch Politiirlie Zusammenlegung. Beseitigungen von Zollgrenzen oder Aufhebnng der Paßsiiven gelöst werden wird, sondern einzig und allein durch eine Umwandlling, durch innere Wesen^meinschast im Reiche des Geistes und der Sittlichkeit. Nachrichten vom Tage Das größte llnterfee-boot der Welt In Amerika werden jetzt zum ersten Male Bilder und nähere Angaben über das größte und stärkste Unterseeboot der Welt, das englische U-Boot „X 1", veröffentlicht. „X hat eine. Wasserverdrängung von 3600 Tonnen. Die größten deutschen U-Boote, die im Krieg fertiggestellt wurden, waren die U-Kreuzer-U 139 bis l4l. Sie hatten über Wafser ein Deplacement von 1930 Tonnen und unter Wasser 2^8(1 Tonnen. Die größten deutschen U-Bootsprojekte sind die Boote U 142 bis 150, die Wer Wasser 2100 Tonnen und unter Wasser 2770 Tonnen Deplacement besaßen. Sie sind nicht mehr in Dienst gelangt, da das Ende des Krieges ihre Fertigstellung verhinderte. Mit 3f!00 Tonnen ist das U-Boot „X 1" fast doppelt so groß wie die größten deutschen. Die Schnelligkeit des englischen Kreuzers ist außerordentlich. Keines der deutschen U-Boote und N-Bootspro-jekte hatte eine größere Geschwindigkeit als 18 Seemeilen über Wasser. „X 1" erreicht 2? Seemeilen. In der amerikanischen Marine gibt es noch heute nur fünf U-Bc'ote, die schneller laufen als Seemeilen. Das englische Boot besitzt eine starke Armierung in vier I4-Zentimeter-Geschützen, die in Mei Türmen vorn und achtern aufgestellt sind. Die Besahung von „X 1" best^t ans 120 Köpfen. Es hat eine Länae von 107 Metern und eine Breite von Metern und wird i'rber Wasser von Dieselmotoren angetrieben. Die Schnelligkeit des Untersei'krenzers unter Wafser, die Leistung seiner Maschinen und der Antrieb unter Wasier werden von den englischen Behörden geheimgehalten. Titel ab und heiratete in Paris zum zweiten Male. Später ist er an einer Blutvcrgislung geistovben. Der Köni^ der Diebe: George Mano^escu Die Schicksale eines Abenteurers. Dle Geschichte etzöhlt von vielen romantischen Äaunl^'vnsönlichkeiten, doch >n-ter<.sj7n: dil^se Figuren auch scheinen den meisten fehlt es an dom (Genialen, das einen Gauner zu einem Fürsten 'o!:r Unler-wslt stempeln kann. Die meisten Helten immer Mithelfer nötig bei der Auösührung ihrer Freveltaten. Es hat aber unch einen Mann gegeben, der iu seiner phantasievollei: und wunderbaren Laufbahn niemals and>?rer Hilfe bedurste; der stets alles selbst ausführte und desien größte Stärke gerade in der absoluten Unabhängigkeit bestand. Dieser Mann war Georg Manolescu, der sich mit Recht „König der Diebe" nannte. Einer von ihm selbstbeschriebenen Biographie zufolge war er der Sohn eines rumänischen Kavallerieoffli.'^iers und wurde am 20. Mai 1871 in Plusci in Rumänien geboren. Menschen, die ihn Persönlich gekannt ll>li>ben, sagen, daß er ein bezauberdsr Mann war, mit schönem Körperbau, dunklen, feurigen Augen und außergewöhnlich geistreich in der Unterhaltung. Viele Jahre vermehrte er als Herzog von Otranto oder als Her-^og von Parma oder als Fürst Lahovarz in den ersten aristokratischen Kreisen, was nicht zu verwundern ist, denn dieser ritterliche, schöne und geistreiche Vkann. der sich von den be-rübmtc'sten Schneidern kleiiden ließ, besaß mehr natürliche Graqie als die nieisten seiner Opfer. Einst, eben aus dem Gefängnis entlasten, machte er in einem Eisenbahnzug die Be-kanntschi'ft einer deutsch?« Gräfin. Er be-gloitete sie zu ihren Eltern, erklärte ihr seine l.'!ebe und . . . heiratete sie unter dem Vorgeben, ein reicher rumänischer Landedel-mann zn sei-i. Was wird die Gr-ifin gelitten haben, als sie fpäter m ihrer Villa vernafm, da^ ihr Gatte in Frankreich wegen Iivwelen d>bstahls verhaftet worden sei. Sie hat ibn aber trotz allem geliebt, auch nack'den? sie l^eMungen worden war, sich von ihm lck'^'iden zu li^'ssen. Manolescu liat in seinem Leben so un-ae'älir 17 Millionen ^so-'tkbarkeiten gestohlen. Nachdem er -^0 Jahre lang der „König der D'ebe" gewesen war. bot er seine letzte Ueberraschung: Er gab sein abeutene?1iches Leben auf, legte feinen bis dahin geführten Die Amtskollegen plagt der Durst, Dem ^t'enner ist die .^iize Wurst, Denn er zieht schmunzelnd aus der Lad^-Die „Cllo"-Bvau.sclimonade1 ÜS37 t. Die goldene Hochzeit feiern heute in LrneLe bei Dravograd Herr Franz Kogel-n i k und seine Frau Anna, geb. Strmönik. Unsere herzlichsten Glückwünsche! t. Ein Opfer der Save. Infolge der in der Vonvoc^ plötzlich eingetretenen Hitzwelle, die aber gestern eine Abkühlung erfahren hat, ist die Badesaison schnell aufgelebt. Leider ist aber jedes Jahr eine Sck)attensei'te dabei zu verzeichlten, nämlich die Badeopfer. Besonders die jungen Leute sind beim Baden in reißenden Flüssen viel zu wen!g vorsichtig, und deshalb werden im Sommer fast täglich traurige Nachrichten über Unfälle verlautbart. Samstag hat die Drau i^ Maribor das erste heurige Badeopfer gefordert. Am selben Tcige gegen 17 Uhr hat auch die Save bei Tomaöeva (unweit Ljubliana) ihren Tribut verlangt. Dortselbst geriet der 19jährige Vladimir T o m c, Absolvent der 3. Klaffe der Lehrerbildungsanstalt, in die reißende Strömung und verschwand in den Wellen. Die Leiche wurde bisher noch nicht aufgesunden. t. Ein neues Zeppelinluftschifs. Die Berliner Blätter veröffentlichen eine Unterredung mit Dr. E ck e n e r, in der er auf das neue Zeppelinluftschiff zu sprechen kcvm. sür dessen Montage die Vorarbeiten nächstens beginnen würden. Dieses Luftschiff, das den Namen „L. Z. 127" führt, werde im Frühjahr 1928 fertiggestellt sein. Es sollen dann zunächst einige Versuchsfahrten unternommen werden, worauf der Atlantische Ozean wiederholt in beiden Richtungen überflogen werden soll. Die große Luftschiiffhalle in Lakehurst sei bereits für die Landung zur Verfügung gestellt worden. „L. Z. l27^' solle dann von einer spanischen Gesellschaft für den Verkehr Sevilla—Buenos Aires gechartert werden. Der Bertrag sei aber so abgeschlossen, daß das Luftschis's in regelmäßigen Zeitabschnitten für eine bestimmte Daner wieder für Deutfchland 5ur Verfugung stche, damit dieses besondere Fabrten, vielleicht auch wissenschast'^ich« E^-lieditionen, durchführen könne. An einen Nordvolilng werde nick>t gedacht. Es wird v-iclmehr beabsichtigt, einen Flug rimd um die Welt zu unternebmen. der in drei bis vier Etappen in 300 Stunden, also in zwöls Tagen din'ch.ührbar sein werde. t. ModermsierunssDes anglikanischen Gebet buches. Die Bischöfe der anglikanischen Kirche haben sin neues Gebetbuch ausgearbeitet, das verschiedene Aender-lmgen im Kirchendienste vorsieht. Das neue Gebetbuch war Gegenstand von Beratungen der Kirchenver-sannnlungen von Canterbury und Vork in der Westlininster-Abtei. Die Vorschläge auf Aendernng des nahezu 300 Jahre alten Gebetbuches gaben seinerzeit Anlaß zu lebhaften Kontroversen. Die nun vorlieaenden Ab-änderungsanträge der Bischöfe stellen ein .Komprc>miß dar zwischen den Evangelischen einerseits und den Anglo-Katholiken andererseits. Die Anwendung des neuen Gebetbuches -oll nicht obligatorisch sein, sondern dem freien Ermessen der ein.zelnen Kongregationen überlassen bleiben. Die Neuerungen betreffen vor allein das Abendmahl sowie die kirchliche Trauung. Bei der letzteren soll das formelle Versprechen der Brctut, iihrem Manne „gehorchen und dienen zu wollen", fallen gelaffen werden. Der Bräutigam wird nicht mehr erklären müssen: „Wyth all my world-ly goods I thee endow" lmit all meinem weltlichen Besitz belehne ich dich), sondern: ,.all my worldly goods I widh thee share" (all meinen weltlichen Besitz teile ich mit dir). Ferner ist die Kremation der Toten vorgesehen. t. Der moderne Diogenes, der ^ Erfinder Es glb .1-. -uwerika Patentm? oü,.? i'le iul Austrag von Iudustriegesellschasten Er-finduugeu jeder Art ankaufen, soweit diese für den Betrieb der von ihnen vertretenen Unternehmungen nützlich sein können. Mr. William D. B. K a h n, der Präsident der größten dieser amerikanischen Patentanwalts firmen, ist soeben nach Europa gekommen, um Millionenbeträge für den Ankauf neuer iter Ver^enilet'' . k > 'i Patente auszugeben. Zurzeit hält eS sich in London auf, in der Absicht, für die von ihm vertretenen fünfzig amerikanischen Industrie konzerne (Erfindungen Ku erwerben. „Die Bereinigten Staaten sind zu ihrem großen Wohlstand gelangt", erklärte^ Mr. Kahn einem Vertreter des "Daily Expreß", „weil sie sich jeder arbeitsparenden Methode und jeder technischen Verbesserung bedient haben, deren sie habhaft werden konuten. ^ie Bemühungen in diefer Richwng sind nicht erlahmt, und ich bin deshalb nach England gekommen, um dort alentierte Erfinder zu en^ decken und sie oder ihre Arbeiten mit nach Amerika zu nehmen, (kinige Mllionen stehen zu diesem Zwecke zur Verfügung, und ich werde mich freuen, wenn sie mir von tüchtigen Erfiyldern abgenommen werden." Wie Mr. Kahn betont, fuch» er besonders chemische und metallurgische Erfindungen; er ist näntlich der Ansicht — und man darf ihn ohne weiteres als berufenen Sachverständigen ansehen — daß die wichtigsten Ersindun-gen auf diesem Gebiet nahezu alle auS Deutschland kmnmen, und er will nun versuchen, auch die britische Wissenschaft zum Wettbewerb heranzuziehen. Allerdings erwartet er vorläufig noch nicht allzuviel von feiner Englandreise, denn Mr. Kahn erklärte resigniert, daß er fchon zufrieden sein würde, wenn er ein oder zwei einigermaßen wichtige Patente anlaufen könnte. Nei^n den chemischen und metiZ-lluraischen Erfindun gen sucht er für seine amerikanischen Freunde vor allen Dingen Patente, die den Krast-wagenbau verbessern können, und neue Vorrichtungen für den Arbeitsschutz in Fabriken. t. Nabob Amerika. Nach Berechnungen von Sachverstädigen der Nationalen Industrie-konferenz betrug das Gesamteinkommen der Bereinigten Staaten im vergangenen Jahr 78.647,000.000 Dollar. In dieser gigantischen Smume sind sämtliche Löhne, Dividenden, Geschäftsgewinne und sonstige Einnahmen der anlerikanischen Bürger enthalten. Im vergangenen Jahr wurde von denselben Sach verstäni)igen c-uif 77.313,lXX).000 Dollar, im Ja^e 1924 auf 70.7«8.000.000 geschätzt. Die nabionale Wohlfahrt Amerikas macht danach lmaufhaltsame Fortfchritte. Nach anderen Stati^stiken, die die Blätter veröffentlichen, wurde die fchwebende Staatsschuld der Bereinigten Staaten in» abgelaufenen Budgetfahr um eine Milliarde Dollar verringert. Seit 1919 ist die fchweitende Schuld der Vereinigten Staaten infolge der stetigen Be-nckhungen der Washingtoner Regierung mn insgesamt 6.6i1,0lX).000 Dollar zurückgegangen. t. Die Sonnenuhr in der modernen Astr»-«omie. Aus Florenz wird geschrieben: Nach einer Mitteilung des berühmten italienischen Astronomen Padre Guido Alfani soll anläßlich der Sonnewvende am 21. Juni die in der Kuppel der Kathedrale von Florenz eingerichtete 460 Jahre alte Sonnenuhr wieder in Funktion gesetzt werden. Sie ist das Werk von Paolo Tosoanelli aus dem Jahre 1467 und diente Jahrhunderte hindurch nicht nur dazu, die genaue Position der Sonne für astronomische Zwecke festgulstellen, sondern auch um zu prüfen, ob der wundervolle Dom. bau Brunelleschis tatsächlich Staibilitätsfeh-1 ler habe, indem er sich nach einer Seite neige. Sonnemlhren waren im Altertum und im Mittelalter befondrs in Dombauten und Kathedralen sehr gebräuchlich. Die Archen ^ Santa Maria degli Angeli in Rom, San Pe-tronio in Bologna und Saint Sulpire in Paris besitzen die berühmtesten Sonnuhren ihrer Art. Aber keine dieser kann mit der Son-wenuhr in der Florenzer Kathedrale verglichen werden. Toscanellis Werk besteht ausi einer großen bronMen Platte, die aus Visen! klammern ncht und an der Südseite angebracht ist. Bis zur Mitte des neunzehnten^ Iahichunderts wurde jedes Jahr eine Prüfung vorge?ioinlmen. Die letzte fand iiM re 1901 statt, wobei festgestellt werden konnte,! daß das große Erdbeben a>m 18. Maii 1395^ die Stabilität der Kuppel durchaus nicht beeinträchtigt hat. Lost htl Stllats-Allssell-Llltterie werden in der Verwaltung der »Marburger Zeitung" verkauft. VW»» 7» M«. gWI «7/ »»»»!»»> r Z« »I»»» v?nr »k Klno «MO .VM0?E« ttrO-ss «lUko».) DK »ntmchaltende, besonder» für ju«se Ehe« ^eate sehr lehrreiche Komödie: »Uchte «»f »et»« An«!" wird heute Montag zum letzten Male vorgeführt. ED tp ein sehr geschickt mit verschiedenen Vorkommnissen aus dem Eheleben zusammengestelltes Lus^piel, das bei viel Frohsinn auch einen tteferns^n Kern zeigt. Flottes Spiel, von guter Ne^e geführt und hübsch ausgestattet, regt durch sieben AUe an und fchelt an manchen Stellen mehr als genug. Ein Ehewman, wie ihn heute viele junge Eheleute erleben, an den tieferen Ursachen achtlos vorübeegehen nnd nicht ahnen, daß die Schuld auf Vegeenseitigkeit bscuht uick mn durch gegenseitiges Verständnis auS der Welt geschafft werden kann. Wb morgen Dienittag gelangt ein großartiger, Mfevgertfender All« znr vorfühmng, der eS unter allen Umständen v«t>ient, !^cht»ng zu fin-h«: ^ vaisen". Gr behandelt die Lebensschicksale dreier Waisen-tiefincgreifenlder Film zur Vorführung, der eS un davon unberührt bleitt. Wir kommen darauf Mch zmück. Nv heute Montay bis einschließlich Mittwoch h« tt. Juni geht de, schSne Film: „Ptwtes^ Nwoeia". Aber die Leinwand. Ein« Fimhandlung aus der Zeit der rusiischen Revolution. Der Roman und die packenden (^ebnifse einer russischen Prinzessin, die der Umsturz aus der Heimat vertrieb. In der Hauptrolle wirkt die schSne Marion D a-v i e S, die durch ihr hervorragendes Lpiel den Auschautt in steter Spannung hält. Das ganze Gl^et ist in jeder Beziehung anregend, die AuS-Pattmig ebenftlls erstklassig. I'sppentin-ösifs 77?-^ Voriax: Oer erkrisekenäe Dutt M3ckt 6sz ^sscken 3nxenekmer, äer äuns-tixe (Zeruck in 6er >VZ5ckklicke versckvinäet. ^uck clie ^Sgcke rieckt kriscder unä gnzenetimer. 1. I'erpentjnßedalt 2. (ZroLes Ksn6iicde5 LtQclc 3. Outer Qeruck 4. ^Srckenbiläer auk äek p»ckunß 5. Lckut^psckunß^ 6. K«8onäer8 l^ickt 7. I)e8inkeletl0n äer ^VSscde UMO Der hübsche und interessante Film Name« des Zaren" mit Lia de P u t t i, H. A. Echlettow und Erich Kaiser-Titz wird noch heute Montag vor geflchrt. Morgen Dienstag sehen wir einen erstklassigen Filmschlager: ,IönigSmaitressen" mit Maria C o r d a in der Hauptrolle. sDie moderne Dubarry.) Ein Film, der sowohl in der Handlung wie auch Ausstattung zweifellos hervorragend ist und einen Riesenerfolg hinter stch hat. Morgen darüber Näheres. » Rachrichtm aus Maribor Das RetlamaNonsver-fokren für die Skup-schNnawayIen Vom Staddmagistrat wird mitgeteilt: Die a» 8. Feber 1925 gewühlte Rationaler-isammlmtg ist mit königvichom Reskript vom 1v. d.' aufgelöst worden. Die Wahl der Skiip-^tinamit^'ioder für die 4jährige Legislaturperiode von 1927 Vis 1930 wird im gan-ßen KöMgreich am Sonntag den 11. September d. I. nach den Bestimmungen des Wahlgesetzes vollzogen werden. Die an diesem Tage gewählte Swpschtina wird am IS. Oktck^r d. I. AU einer außerordentlichen Tagmlg zusammentreten. Die ibtägige Re-llamatlonssrist erlischt im Sinne des Ar-tllelA 12 des Gesetzes über d4e Wählerlisten Olm 30. Juni d. I. Die Wahlreklanmtionen werden an Wochentagen von 8 bis 12 Uhr vormittags in der Konskriptionsabteilung des Stadtm ller Strenge eingreifen, um dem leichtfertigen Spiel mit dem Leben einfür allemal ein Ende zu machen? Sin entmenschtes Glternpaar Vergangenen Donnerstag verließ der in der Ralöeva ulrca wohnhafte Neiiwer-fchlcißer Josef S enöa r gemeinsam mit seiner Gattin Rosalia die Wo^hnung und überließ, wie ge-n^öhnlich an Sonntagen, seine vier Kinder im Alter zwischen !1 Mona ten und 9 Jahren ihrem Schicksal. Das 9jährige Töchterchen, noch selbst ein Kind, nmßte tagsüber für die Geschwistvr sorgen. Nun ist das neunmonatliche Kind in Abwesenheit der unbetün^merten (Altern in der Nacht vom Freitag auf Samstag verschieden. Die poliHeiürztliche Untersuchung hat ergeben, daß das Kind infolge Unterern^-rung und Verwahrlosung gestorben ist. Gegen das saubere Elternpaar wurde die strafgerichtliche Untersuchung eingeleitet. m. Gemeinderatssttzung. Am Donnerstag, den 23. t>. um 17 Uhr findet im Sitzungssaal des Staatmagistrats die siebente ordent liche Sitzung des Gemeinerates mit folgen-der Tagesordnung statt: 1. Bericht des Präsidiums; 3. Anträge und Anfragen, und 3. Berichterstattung der Ausschi'isse. m. Ausstellungen. Gestern den 19. d. um 18 Uhr wurden sowohl die Grapkjisc^ Ausstellung in der Studienbibli-othek als auch die Ansistellung der Gewerbegehilsen- und Lehrlingsärbeiten geschlossen. Beide Ausstellungen waren ständig gut besucht und ho^n die Besucher im allgemeinen sohr zufriedengestellt. nl. Neue Straßen. Für heute ist der Beginn des Baues der nouen Bezirksstraße Ma ribor —'St. Peter angesetzt. Die Bezirtsver-tretnng Maribor hat dio bisherige Gemeindestraße, die von der Station Raöse-Fram nach Fram führt, übernommen. m. An die Gläubiger der SlavenSka ban-ka, Filiale Maribor. Die Fovderungen ge-«gen die Slavensta banka, ^liale Maribor, werden beim gefertigten Ausschuß angemeldet, der die Vertretung bei.m Konkursgerichte tostenlos besorgt. Jene Gläubiger, die das Bollmachtssormnlar und iiiie diesbeMliche Instruktion nocl) nicht empfangen haben, nrögen sich persönlich oder schriftlich beim Gefertigten melden. Wir den Gläubigermis-schuß der Slavensiia bania: W. MoLnii, Vorsitzender. Seeräuber 4 Roma» VON «laude Farröte. Kaum daß Mine diese Schrite und dieS Lied gchSrt, so war ste auch schon mil einem Satze mitten w der niedrigen Stube und flatschte in die Hände und schrie von Freude? Mater, Vater, ärgert Älch nicht länger, Er P da. . Sie lachte laut iherauS dabei, ebenso wild-lustig jetzt, als sie zuvor noch, die Nadel in Händen, das brave stille Kind gewesen. Sie machte es so toll, daß der alte Malo mit Nachsicht für diese Jugend, die sein letztge-boreneS Kind war, in seinen raaihen grauen Bart vor stch hin spottete: „Hast du denn schon gesehen, du Nichts Mltz? Was weißt du denn, ob es dein Bruder ist? und nicht irgendein anderer Strolch den man mtS der 5kneipe gejagt hat?" Da wurde ste aber bSse, fast vergaß sie, mit wem ste sprach: „Thomas aus der Kneipe gejagt! Eher jagt er die ganze Gesellschaft zum Teufel! ist denn mit (Such los, Vater? Seid Ihr etwa der einzige in der Stadt, der sein Blut nicht kennt? Wird man Euch die Holländer herrufen müssen, daß ste ih-m Zeugnis geben?" Sie setzte nur ab, um Atem zu schöpfen. Aber d^ Alte war d«rrüber gar nicht ärgerlich: ,Mln aber Ruhe!" sagte er nur. Im Gegenteil, er freute sich. Er fühlte ste BlM von seinem Blätt. Und was ste auch ge- sagt haben mochte, er liebte sein Blut tiefinnerlich, das rote, rasch aufkochende Blut der Trublets. Mit einer beinahe zärtlichen Bewegung stieß er ihre Schulter zurück, die sich unter dem blauen Feiertagstuch rundete. Denn zum Empfang ihres Bruders Thomas, den sie zärtlich liebte, wie jede Tchlvester ihren Bruder licht, ehe sie einen Liebsten hat, hatte Mine stch so schön gemacht, wie sie nur konnte. „Ruhe!" sagte Malo Trublet nochinals. „lind jetzt geh erst mal und mach ihm auf." Da lief sie hinaus. 4. Jetzt saß nun endlich der Korsar in dem zweiten Le^stuhl. mi der anderen Ecke des Kamins, seinem Vater gegenüber. Und Pe-rine und Mine saßen, um das Halbrund zu vervollständigen, zwischen ihnen, machten zufriedene Gesichter und taten womöglich nicht den Mund auf, nur mn auf die beiden Männerstimmen besser hinzuhören — die alte, noch kr«ftvolle und trockene, und die junge, tönende — wie eine der anderen Fragen stellte und Antworten gab. in alter Freundschaft, wie sie zwischen Vater und Sohn bestehen soll. Nein, an dem J'lingen lag nicht die Schuld, tvenn die Admiralität in ihrer peinlichen Genauigkeit bis nach Sonnenuntergang der Mannschaft die Erlaubnis hintangehalten hatte, endlich an Land jsu gehen, MN, wie es der Bmuch war, den kleinsten Anker, der an Bord war. auf die Schwelle der erLten Kneipe beim gro^n Tor hinizu- werfen und um alsdann auf ebendieser Schwelle ein jeder sein gutgeMtes Glas auf des Königs Gesundheit zu leeren. Welcher Kapitän hätte anstnndigenveise seine Leute sich selbst überlassen dürfen, ehe diese Gesundheit, wie sich's gehörte, ausgebracht war?si „Wie ist das nun?" fragte Malo Trublet. „Bist du nun allen Ernstes Kapitän, du mit deinen drcinndzwanzig Jahren?" Tarauf run.zelte aber Thomas die 5tirn: „Wollen sehen!" sagte er, wie die Normfte Bretone. Malo a^ber war noch nickt einmal zu einem Viertel Normanne. Daher war er auch nicht schlau, sondern oerstand sich nur darauf, nlit dem Kopf durch die Wand zu gelten? das nerstand er daiiir aber auch wie kein Ztveiter. „Wollen selben?" wiederholte er sogleich ungedulidg. „Was soll das heißen: wollen '^ehen? Das Gewäsch verstehe ich nicht! Bist dn K'apitän oder bist dn'S nicht? sok^n. dem Vator muß man mit Ja oder mit Nein antworten!" Thomas war augenblicklich w Zorn geraten, er preßte die Fäulste zusammen; gleich darmlf bezähmte er sich mit einer (^-nZalt, die ihm zwei rote Flecken ins Gesicht trieib und von der die frische Wunde aus Stirn und Schläfe blntig anlief. «Bater", jagte er mit veränderte Stünm^ recht habt Ihr ja. ?lber mir hat doch der Julien Grave vorhin selber nicht mit Ja und nicht mit Nein geantwortet . . Thomas Tniblets Augen — von stäZ^ler-ner Farbe wie MeereÄvellen unterm Stiurmhimmel — flackerten. Nun war auch der Alte ärgerlich, und diesmal nicht mif seinen Sohn. (5r runzelte seine struppigen Brauen und sagte: „Zakrament; Und wie will er denn daS bezahlen, der Julien Grave?" Dabei wies er mit beiden ausgestreckten, Zeigefingern auf das zerspaltene Gesicht und den eingebundenen Arm. „Oh!" sagte Tliomas oerächtlick'. „das da? Wer kttUttnert sich da drum! Noch da,zu, wo die Mei elenden 5».nde, die mich zerhauen haben, tot sind!" „Herr Jesus!" schrie Perrine Trubelt auk. und ihre Mntteraugen flosien vor Angst über. „Herr Jesous, mein lieber Junge, sag deiner Alten die Wahrheit, ist der Arm zerbrochen?" Mer Thomas, dem seiil Zonl schon gan^ verflogen war, brach in ein kräftiges La^n aus: I bewahre! dazu ist der Knochen zu ftar?! Das holländische Krantmesser ist daran zerkracht . . . Nun weint doch nickt, die mich einmal töten sollen, ich will's euch sagen: deuen ihre Väter und Mütter haben bis zu dieser Swndc noch nie ihre Hol^chich ver« tai^'cht!" tMl»«»»!»» ff,?»»»,» MMfte? 1?? vsm ?i. IVS7« Am 7. August 1927: Aeuerwehr Tombola m. Vertagte Schwurgerichtsverhandlung. Die für zwei Tage anberaumte Schwurge-richtsverhandlung gegen die Schmuggler Jgnaz B r e z n i k, Franz Klemens-b e r g e r, Alois Golob und Dominik I a m e r n i t, die, wie wir schon in de? letzten Nummer geschrieben, am 7. September l!)26 nachmitt.ags den diensthabenden FinanMvachmann Janlo R e s n i k in der Nähe der österreichischen Grenze bei CerSal »Bkmordet haben sollen, ist auf die S6)wurge« richtssession im Herbst aufgeschoben worden. Während der Verhandlung hat es sich nämlich herausgestellt, daß der angeklagte Alois Golob nicht der richtige Mörder sein könne. Deshalb hat der Staatsanwalt den Antrag gestellt, die Verhandlung zu vertagen, damit inMischen der richtige Mörder Alois Golob «mssindig gemacht werde. IN. Die Maturitätsprüfung au der hiesigen Lehrerinnenbildungsanstalt wurde am 18. d. beendet. Der Reifeprüfung unterzogen sich 31 Kandidatinnen des 4. Jahrganges. Das Zeugnis der Reife mit Auszeichnung wurde Ii Kandidatinnen Mrkannt. 18 Kandidatinnen legten die Reifeprüfung mit gutem Erfolge ab. Einer Kandidatin wurde die Wiederholungsprüfung aus zwei Gegenständen im Herbsttermin gestattet. Die Prüfung ergaib folgendes Refultat: Mena Alek. f i ö, Franziska 0 o n ö, Martha G o l o-b i ö, Danica Gruden, Christine I a n-ö a r. Hedwig K a v ö i L, Franziska K o-v a ö, Miöa K r a S o v i c, Milena K u r-b u s, Aurelie RegorSek und A^es V e r b e k mit Aui^zeichnung. Ada A n t o-n a c, Elvira B o r k o, Ella ö o n L, Marie G o r u p, Danica I e r e, Vera K »f ö, Marie K i n L i L, Liaroline K l u n, Lea O z v a t i ö, Bettina Löchert, Sylvia M on a r i-?ieufc'ld. Ei^cilia P r el og Zora P u v p i s, Mithilde R a j h. Marie R o j n i k, Agnes R o Z k a r, Luise U r-b a j s. Antonia Ur b a s> Marie Besen-j a k. sämtliche mit ssulem Erfolge. m. Der Autobusverkchr in Maribor steigert sich von Tag zu Tag in einer Weise, das; die vorhandeoien Autobusse bald nicht mehr ausreichen werden, um den Verkehr attfrechtz>uerhalten. .<^>?>lte niar der Autobus der Untcrnchmunq Völker derart voll besetzt, das^ fünf Reisende auf dem Dach des Autobusses Platz nehmen muszten, nm rechtzeitig ihr Ziel zu erreichen. Unserer Oof fentlicftkcit erscheint dies Mar edwas ungewöhnlich, in Paris jedoch sind einstöckige Autobusse etwas Natürliches, ebenso aber auch, daft die Fahrgaste sehr oft ans dem Dache platznehmen. m. Von Krüms'sen befallen. Gestern abend wurde die in der Maistrova ulica 1v wohnhafte Privatbeamtin Claudia L. im Bolls-garten plötzlich von heftigen Krämpfen be-^ fallen. Die Genannte wurde von der Ret-tungSziska K o l a r i L, Besitzerin. Kri^ia, 52 Jahre, Maria I u r ö i L, Win-zerssrmt, 68 Ji?lten die .?>er-ren Stefan Rat nik ans Krog und Samuel Polak aus Mnrska Sobota, ferner die Gntsverwaltttng Beltinci in Doljna Lenlda^v«, die Anerkennungsschreiben deS Gros^Zupans die .?^errcn Franz N e m e in Tcsanovci, Iolmnn K o l o ö a in Ba-neöa, Stefan MiholiL in Martjanci und Jakob P i tz in Topolovei, alle zum Bezirke Murska Sobota sowie Johann Matja 8 ec in Dvlina, Bezirk Dvlnja Lendava. m. Im Fahrkartenbiiro deS Zyremdenver. kehrSverbaudeS Maribor. Aletsvn'drvva cesta 35, werden Fahrkarten für daS Ji^ und Ausland sowie für die „JadranSka vlovidba" (,.Adriatischc Schisfahrt" A. G.) mit allen bestehenden Ernl'ö^igungen aus^ge-igeben. Auskünfte gcbü>hrenfrei ebenso Prospekte für Kurorte und Sommerfrischen. Faihrordnungsbücher („Red voinje", "Eks- preS" unb „Austria-Berkehr") sind am Lager. m. Mut«»iße Zecher. In der Nacht vom 19. zum 20. d. M. zerschlug einer der Gäste, die nach 3 Uhr früh dvs Cafs „Europa" verließen, eine Auslagenscheibe des Tabak-Berschleißladens G o l e i auf der Aleksan-drova cesta. Der Täter tonnte noch nicht ausfindig gemacht werden. m. Neue Volksküchen. Maribor wird in kürzester Zert zwei neue Volksküchen erhalten, und zwar in den Räumen des Herrn Isidor C o p e t t i, Ob pristanu, und Herrn S m o d e j, Pod mostom 11. m. Der nächste Viehmarkt findet, da Diens tag den 28. d. (Beitstag) Staatsfeiertag ist, am vorhergehenden Tag. also Montag den 27. d. statt. m. Webereischule. Infolge des nach dem Kriege eingesetzten Ausschwunges der Webe-indwstrie in Maribor, die feste Wurzeln gefaßt hat und einen wichtigen Zweig unserer BolkÄvirtschaft bildet, hat das Handelsministerium die Errichtung einer besonderen Webereischule im Kreise Maribor angeregt, wobei eS seine tatkräftige Unterstützung in Aus-sicht stellte. Die Stadtgemeinde hat nun die Einführung des WeVerviunterrichtes an der hiesigen gewerblichen Fortbildungsschule beschlossen, was die interesiierten Kreise mit Genugtuung begrüßen dürften. m. Polizeichrouik. Der Tagesrapport vom 19. d. umfaßt 2 Verhaftungen (1 Diebstahl, bezw. Veruntreuung und 1 Betrugsfall) und 14 erstattete Anzeigen. m. Wetterbericht v»m 20. Juni, 8 Uhr früh: Lutdruck 741, Feuchtigkeitsmesser -i-l?, Berometerstand 736. Temperatur -s- l6.S, Polymeter 13°. Windrichtung —, Bewölkung ganz, Niederschlag: Regen. m. Kranzspende. Der A;.vcheker Herr Alois Sirak hatte anstelle eines Kranzes für die verstorbene Frau Maria GrubiL 200 Dinar für humanitäre Zwecke der freiwilligen Retwngsgesellschaft gespendet, wofür ihm dieselbe den herzlichsten Dank ausspricht. — Aus dem gleichen Anlaste spendeten die Mieter des der Verstorbenen gehörigen Hauses den Betrag von 250 Dinar für die Freiwillige Feuerwehr und deren Rettungsachteilung. * Hört und schaut! Schicht und Terpentin zusammen ergeben die beste Seife. Verlange« Sie diese Seife bei Ihrem HauSliefe-ranten. Nachrichten aus Selje Das Ergebnis der gestrigen Semeinde-Wahlen Tieg der vereinigten Parteien. C e l j e, 20. Juni. Bei den gestrigen Gemeindewahlen trugen dieVereinigtenParteien (Radikale, Slowenische Bolkspartei und die Deutsche Mrtschaftspartei) einen überlegenen Neg mit a^oluter Gtimmenmehr^it davon. Die Wahlbeteiligung war außerordentlich groß. Von 1509 Wahlberechtigten wählten 1304 Personen, also 87 v. tz. Bon den aufgestellten 4 Kandidatenlisten erhielten: 1. Die Liste der Selbständigen De-inokratischen Partei (Listenführer Büraermei-ster Herr Dr. I. H r a 8 o v e c) 40S Stimmen und Mandate; 2. die Liste der Vereinigten Parteien (Listemuhrer .Herr Doktor Alois G o r i L a n) 799 Stimmen und 29 Mandate; 3. die Liste der Jugoslawischen sozialdemokratischen Partei (Li.stenfübrer -^rr Stefan L a h) 22 Stimmen und kein ZMn-dat; 4. die Liste der Sozialistischen Partei Jugoslawiens (Listenführer Herr Karl F i-l i c i j a n) 9« Stimmen und 8 Mandate. Der Wahlquotient betrug 39. Die Wahlen, die von 8 bis 17 Uhr dauerten, verliefen ru-h-ig. Bon den Vereinigten Parteien er.,ielten die Radikalen und die Sloivenische Volkspartei se 8 und die Deutschen 4 Mandate. Als gewählt erscheinen folgende Kandidaten: l. Vereinigte Parteien: 1. Dr. Aloiis G o r i e a n, Rechtsanwalt; 2. Dr. Anton O g r i z e k, Rechtsanwalt; 3. Franz Rebeuschegg, Hotelier und Fleischhauer (Deutscher); 4. Andro P o s a v e e, Apotheker; 5. Max I a n i e, Besitzer; 6. Dr. Georg Skoberne, Rechtsanwalt (Deutscher): 7. Joses B r i n a r, Bürgerschuldivoktor; 8. Franz Doboviönik, Kaufmann; 9. Dr. Dragotin V r e L k o, Rechtsanwalt; 10. Franz K o s ch i r, Schnriedmeister (Deutscher). 11. Johann M o ! i n a, GefangenhavS-venvalter; 12. Anton L e L n i k, Uhrmacher; 13. Franz G r a ö n e r, Diener; 14. Josef 7. u m e r, Gastwirt; 15. Dr. Chrisdian Wolf, ^rift (Deiit-scher): 16. Dr. Vekoslav B o r 8 i L, AdvokatmS-kandidat; 17. Anton Koren, OberstaatSwachmmm; 18. Michael H o h n j e c, Bildhauer; 19. Thomas C v i r n, GymnasialdirÄtor; 2. SelbstSndige Demokratische Partei: 1. Dr. Juro HraLovec, Rechtsanwalt; 2. Johann Rebek, Schlosiermeister; 3. Dr. Ernst Kalan. Rechtsanwalt; 4. Johann Ravnlikar, Kauistnann; 5. Franz M r a v l j a k, Professor; 6. Dr. Antvn B o L i e, Rechtsanwalt; 7. Drago Bernard i, Hotelier; 8. Dr. Drago H o ö e v a r, DistriiktSarzjk; Die Sonnenjunaser Ei» Roman »on der roten Erde von A n n V kS o t h e. 44 (Nachdruck verboten.) Amerikanische« Copyright 181» by Anny Wothe Mahn. Leipzig. Margones Augen trafen ihn in wunderbarem Glanz. U>»d dann sel'gen AugeS hinübenvinken Zu den stillen," sonnenlosen Auen. Daß, wenn wir vom Lichte scheiden müssen, Noch ein Traum die lange Nacht durchglühe. Und Erinnerung das Grab umblühe Mit dem Rosenflor pon deinen Küssen." Jmlnier leiser, müder, traumverlorener waren die Worte den Lippen der Kranken entflohen, das Hampt sank zurück und ein „Ich !Vh« sa kinen herrlichen Gang, mein heMZcs^verNSrleS LSchrln zittert« um den Ellert. Mir ist so srsi und leicht. Ich möchte, Mund. . heute wieder singen, d-u weißt, Ellert, das m- Lied, das ich so oft gesungen, das uns beiden /ollte die Tranen sehen, die unauf- so lieb war und das du nie vergessen wirst." j ^ entströmten. Und sich ohne Eilerts Hilfe m die Höhe«, ^^us^aim ließ (Ellert die goliebte Frml aus richtend, schlvebte ihre süße Stimme durch .lrnien gleiten, der schlanke Leib Mar das Gsmach: „Ueber meinem Haupte deine Hände.*) Deine Liebe über meinen Wexien Und do6i führen sie der Nacht entgegen Und ein Grab ist unsrer Wanderung Ende." ^) Gedicht „TodeSwege" von Anna Ritter, evmponiert von Lili Hunger, Berl/?g: C. Rucl-mich, Freiburg in BreiSgau. Reimer nivd .Helmgard knieten an em Lager der sterbenden Frau. Margones Lächeln grüßte wie oin holder Traum die ge- > liebten Kinder, unld ihr Ha>ttpt an ihres gones streckte sich wohlig alts, ihre Hände umschlossen noch oiinmal des Sohnes .'^upt, irrten über Helmgards goldenen Scheitel, dann blieb ihr Blick fest an Eilers ?lntlib haften ut,d leise wivdevholten ihre Lippen: „Uober meinem Haizpte deine Hände." Dann stand das heif^e Herz, das sich müde gekämpft, für immer still. Die l^rbe HeiVe-lnft stronlte ins Zimmer, die letzten Z^rzen flackerten noch einmal auf nnd voin Dorfe ber töitte die Betglocke weithin über die Hei- Ein heilrges Schweigen war in dem Ge- Mannes Brust legend, klana Margones 'uacb, wo oine Karte Menschenblume, vor der Stimme noch e'inmal durch den Raum, - geknickt, zur Ruhe gegangen war und durch den leht >.er DO Ivr letzten Rr,en^'°un dem LW« -nti^g-Mchllef^ _ - wchte: ^ ^te Erlenbach schäumte und ranschte t» . n.^ ^ kan^ Maraone, wie oinstenS ihrem Ü.-Ä U"'-In die Emme schauen, iSnaben. das letzte Lwd. Voldnes Licht und Schönheit trinken O Still hatte man Margone von Rinkerode zu Grai^ getragen. Aus dein Erlenschloh hatte man sie nach der kleinen Dorskirche überführt, wo Ruf^d ihr einen letzten Scho!.degrusz nachrief, ehe nion sie in der alten Familiengruft derer von Rinkerode bettete. Die Schulkinder hatten gesungen ain Grabe der Frau, die, wie sie sich so geheimnisvoll zuflüsterten, eine Priuzefsin war, nicht wie 'im Märchzn, sondern eine wirkliche, die eine gan^ richtige Krone getragen. Und die jungen Stimnten hatten sich noch stvaih'lender erhoben zllm Geleit sür die schöne, blasse Frau, die nun tot war. „Wie wird'S sein, wie wird'S sein, Wenn ich zieh in Salem ein. In die Stadt der goldnen Gassen, Herr mein Gott, ich kann's nicht fassen, Was das wird für Wonne sein.'' Manche braune, knorrige Baiuernfauist alber hatte sich drohend erhoiben und mancher Zornesblick war nach dem Erlenschloß geflogen. Alles Leid — davon waren d?e Bauern von Rinlkerode überzeugt — kam von dem alten, grauen Haus. Wäre die schöne Prin-zesiin Margone mcht in daS alte Erlenschloß gegangen, so lebte sie heute noch. Auch EMe dachte daS. als sie langsan, nach dem Begräbnis dem HaHichtshofe zuschritt. In ihrem a-lten Kopf war alles wüst und kraus. Der Tod der Prinzessin, die Aufhebung der Verlobtmg der Sonnensungfer und die, Nachricht, die j^lmgard ibr unter TrK- nen vertraut, daß sie Graf Waldaus Weib werden wollte, erfüllte die Brust der alten Getreuen mit den widevstreitendften Gcsü^ len. Graf Waldau, der Frau Margon^ Sohn war — Elke hatte den Llieinen Prinzen, den sie oft auf ihrem Arm gehalten, längst erkannt — er ivürHe nun ljtm Erlenschloß wohnen und Helmgvrd mit ihm. Und der Fluch, der al^ dem alten Ählofse !^ete, der würde auch die SonnenMngfer treffen, die Elke so lielb hatte, lieber als dm eigenen Sohn. Nein, das dui^te nicht sein. Nie sollte die Sonnenjung^er wieder das Schloß betreten. Einen Augenblick stand die Mte am Heiderand und schMite weithin über d'ie Heide, dorthin, wo der Habichtshof lag. Wie eine Seherin hob sie die braune T^nid und ließ sie segnend sinken. Ihr Blick flog über Rinkerv-de hinweg zum Sonnenhos, wo, wie aus dem Erlenschloß, die Tra-uerfahnen halibmast wehten. Noch lälrteten die Totenglocken für diiie Prinzessin Margane und Elke faltete die dürren Hände über der Brust und sprach M kurzes Geibet, dann tt>andte sie sich dem Schlosse zu. Wild flackerten ihre Augen auf, als daS Schlio-ß vor i>hr lag. Mit katzenartiger Ge-schwindigkoit schwang sich Elle Über das eiserne Gitter. Das Erlen!schloß war wie aus-gestorbeit. Die Dienstleiute waren noch nicht vom Begräbnis zurückgelehrt. Diabolisch blitzten d'ie Augen der Greisin auf. Dort ein Fenster im Erdaeschoß stand offen. Mit leichter Mübe st^ Elte in da« ÄauS. IWjn«? IM kückn Ul. Ktkk lSL7. LH « »I » » ß e e «eNe r V. Johann Prekorße?^ Krankenhaus-Perwalter; 10. Drago S i r e e, Kaufmann. Z. Sozialistische l^rtei JnMawienS: 1. Karl FLlicijan, Ti^enbahner t. R.; 2. Valentin K o m a v l i, Leiter der Ar-beitÄörse; 3. Alois P u k m e i st e r, Schneider. c. Operngaftspiel l« Celje. Wie bereits pe-meldet, gastiert am Sonntag den 26. d. M. die Ljubljanaer Oper aim Stadtcheater in Celje mit RoPniS l^mischer Oper „Der Barbier von Sevilla". Die Vorstelluirg beginnt mn 15 und endigt um 18 Uhr. Die Oper dirigiert Kapellmeister Herr N e s f a t. In den Hauptrollen treten Frau Lov 8 e sowie die Herren Ban ovec, Betetto, Janko und Zupan auf. Für das Gastspiel herrscht in Celje reges Interesse. c. Zwei gründliche Zecher. Matthias E-, Haifnergehilfe bei Herrn Mtziobler, erschien in der Nacht vom 16. auf i7. d. stark angeheitert am Hauptlatz. Da er ver^ß, daß das Jauchzen verboten ist und er außerdem auch das Auslagefenster der Firma Jasck be« sthmutzte, mußte er unter deiil Schuj^e der hl. H^mandad sein Nachtlager zubringen. — In derselben Nacht gegen halb l Ubr wurde der Knecht Johann G. mis Sv. Peter im Sanntale auf der Straße vor dem Hotel S?o-berne vollständig berauscht Mlfgesunden. Der Mann 'war einfach auf der Straße liegen geblieben. Er bekam ebenfalls ein Nachtquartier im Polizeiarrest. e. Diebstahl i« ewem Geschäft. Am 14. d. zwischen 17 und 18 lühr erschien im Laden der Modi.stin Frau Glanzin der Schmied, gafse eine Frau, um einen Hut zu kaufen. Als Frau Glanj^ inzvvischen in das Neben-Aimmer trat, entwendete die Unbekannte einen besseren Hirt und verschwand. c. Sine Rauferei auf der Kapuzinerbrticke. Der HikfSavbeiter Georg R o m i h und sein Sohn Georg kamen am Donnerstag gegen 2l Uhr angelheitert vom Nikolaiberg herunter. Auf der Kapv^nerbrücke trafen sie den in der Zinkhütte ^schästigten Arbeiter Johann K r a g el f. mit dem fie schon am Ni« kolaiberg qk'stritten hatten. Bater imd Sohn stürmten sich Mf Kragelj und fügten ihm leichte Verletzungen zu. An der Schlägerei bet<^ligte sich auch der Hilfsarbeiter Simon F e r j u c» der aber beim .gerann aben des Wachmannes Fersengeld gab. Nach Aussage eines Zeugen soll Fersuc dem Arbeiter Kragelj mit ewem Stein einen Schlag auif den Kopf versetzt haben. e. Polizeichronik. Donnerstag den 1k. d.: 2 Verhaftungen wegen Landstreicherei und 1 Anizeige wegen Fundverheimlichung. — Frei tag den 17. Juni: 1 Anzeige wegen vollständiger Tvunfenheit, 1 Anzeige wegen Trun-ke^cheit, nächtlicher Ruhestörung uich Benin-reinigung öines öffentlichen Platzes, 3 Anzeigen wegen öiffentlicher Rauferei in trunkenem Austand, 1 An,^iye wegen Diebstahls, 1 Anzeige wegen Verlustes einer Damen-handtasi!^ aus schwarzem Leder und I Verhaftung wegen Landstreicherei. — Eainstag den 18. d.: 1 Verhafwng wegen Bettelns, 1 Anzeige wegen Uebertrewng der verVehrSpo-li^lichen Zustimmungen, i Anzeige wegen Fundes einer silbernen HerrentaschenuHr u. 1 Anzeige wegen Verlustes einer silbernen Herrentafchenuhr. ^ Sonntag, den 19. d.: 1 Anzeige wegen gefährl-ichex Drohung und 1 An^ae wegen Fundes eines Eheringes in Galberje, Theater und Kunst RationalMeater in Maribor Repertoire Montag, 20. Juni: Geschlossen. Dienstag. 21. Juni: „Scampolo", Ab. B. und C. Coupons. Ermüßigte Preis«. Zum letzten Male. Mittwoch, 22. Juni: Geschlossen. Donnerstag, 23. Juni: „Im weißen, Rössel", Ab. C. Coupons. Zum letzten Male. -s- Veränderung des RepertoirS. Wegen plötzlicher Erkrankung der Frau B ukSeg göht Dienstag, den 21. d. M. „Scampolo" für das Abonnement B ud C, bei ermäßigten Prehsen in Szene, Donnerstag, den 23. d. M. das Lustspiel „I mweißen Rössel" für das Ab. C. — Für den bevorstehenden Saisonschluß wird unter der Regie des Herrn Prof. Sest die klassische Komödie „Was ihr wollt* vorbereitet. Die Erstauf-stthrung findet schon Ende dieser Woche statt. Somit wird die heurige Theaterfaison früher geschlossen als in früheren Jahren. ttsncle!. lnciuZtne un(t finsnien Die Äagrebr Börse im Jahre ^926 A. W. Z a g r eb, 18. Juni. Dom Jahresbericht der Zagreber Waren-und Effektenbörse von 1926 entnehmen wir iiber den Verkehr auf der Börse folgende interessante Ziffern. Der Gesan^tverkehr be-liof sich auf 3,870 Millionen Dinar gegen 4.47V Millionen Din^ar in» Vorjohre; was einem Rückgang um M) Millionen Dinar gleichkommt. Der Devisenverkehr belief sich auf 3.5ö0 Millionen Dinar, gcgen 3.831 Millionen im Borjahr und 4.059 Millionen Dinar im Jahre 193^. Dieser Umstand ist in erster Linie mit der schivüchereil Handels bilanz im Vorjahre zu erklären, wejters mit denl rapiden Sinken de^ Arbttragege-schäftes, welches einerseits durch die strengen Devisenvors6)risten, andererseits dnrch «die Stabilität der einzelnen Devisen stork eingeengt wurde. Die hock)gehenden Woz^en der Spekulation sln'd j^glättet, wodurch auch dem Arbttrageschäft ein starker Anreiz infolge-der. geringen Verdienstmöglichkeitcn genommen wurde. Da der Dinar im Lause des Vorjahres kaum wesentliche Scliwan-kungen aufzuweisen hatte, waren auch die meisten fremden Zahlungsmittel stabil, ausgenommen die Lim und der französische Franken, die größeren Kursschwankungen unterlaoen. Der Einfluß des Genevalinspek torats Finanzministeriums aus die K'ursb^.ldung >der ewzelnen fremden ZallD» lungsmittel lam von Tag zu Tag mehr zum Ausdruck. Da die Nachfrcrge nach Devisen bedeutend sckMächer war als das Aus-gebot, mußte die Nationalbank das Manko ^decken, wodurch i!hr Einfluß auf die Kursgestaltung viel gesichert war. .Hiebei muh jedoch avf den Umstand bedauernd gewiesen wecken, t^ß die Interventionen der Nationalbank nicht zum gleichen Kurs oll.f der Zagreber und Beograder Börse erfolgten, sodaß sich hieraus zum Teil beträtliche Differenzen ergabt'n. Das gleiche gilt auch für den Valntenverkehr. Bemerkt sei, daß die Anweisungen der Aus!N>anderer mm-mehr vorwiegend in Schecks erfolgen, sodaß 'der Verkt.^br w effektiven Dollars, der bisher der Hmlpttrciger des Valutenhandels auf der ^reber Börse war, eine starke Einschnürung erfahren hat. In den einzelnen Devisen wurden im Lmlfe des Jahres I92() umgesetzt: Die erste Zaib! bedeutet die fremden Voluten, die zweite Zahl den Ggenwrt in Dinaren. In der Klaimner der Berkehr im Vorjahre: Amsterdam 928.9^3—?l.l<)0.090 (897.923 —2l,2l7.039). Wien 48.39.').2lX) Millionen 028.^0 (37,785,027-333,0651W), Berlin ^8,678.010^117.7t>5,3(^ 8,A)S.174 — 111,760.088), Budapest l6M8,N 1.000 — k,481.781 (1,363.255—3.786,495), London 2,85?,46S — 814,936,8.?9 (2,.380.756 — 667,117.924 (New-?)ork 10.958,618 _ 614.975,2«^ (11,983/M^707.W9,789), Pa ris 21,709.5?0_-40,503.525 (30,0^10,522 — 72.632.302), Prag 213.463,58.^-358.457.123 (S25..^72.I88 — 390.014.039), Mailand 256,632.31.^^553,5.'??,341 (399.725.583 — 909.704.018), Zürich 5Z,400.092 ^ 4H4.5!i8,3^U (.-^.317.063 (658.399.797). ^ In der vovstchenden Aufstellung find nur Ne .Hauptdevisen augesührt. Der Verkchr aus dem Mmkte der Staatswerte fiel von 268 Millionen Dinar im Vovjaihre auf 216 Millionen Dinar in^ Ialjre 192!',. Ntkl^rend jedoch im Vorjahre, besonders im .Herbst, ein starkes spekulatives Geschäft einsetzte, bewegte sich der Verkehr der Staatsiverte i diesem Jaihre m nihige-ren Bahnen unid dienten die Käme in der Hauptsache feften Anlagen des freien Kapitals. Dieser Umstand "kam auch in der Knrs-gestaltung der StaatÄverte znm Ausdruck. Der Kurs der Ivestitionsanleihe belief 84, PoSnisck)e Agrarschul^werschreilmngen notierten zum Schluße dcs Jahres 1925 bei sich Enlde 1925 aus 77.50, Ende 192l'» auf 48, 1926 gleiMalls 48. .Hingegen ist in dein Kurs der Kriegsentschädiaungsrente ein scharfer Aufstieg von 316 im Jahre 1925 auf 351 im Ia'hre 1926 zu verzeichnen. Nicht wesentlich wirlte auch die Erniäßi- gung des Zinsfußes auf die Kursbewegung «der Staatspapiere, da die Rentabilität der Staatspapiere gegenüber dem Einlagezinsfuß eine bedeutend höhere ist. Der Verkchr in Obligationen zeigit auch im Jahre 1926 keine befriedigende Entwicklung. Der Verkehr in Bankaktien zeigte im Jahre 1926 einen neuerlichen Riickgcrng von 44.2 Millionen Dinar — 1925 anf 23.7 Millionen Dinar im Jahre 1916. V^hrend sich der Verkehr in JniZnstriepapieren im Iothre 1925 insgesamt auf Stücke im Gegen wert von 20.3 Millionen belief, sank der Verkehr 1926 aus 13.2 Millionen Diirar. Hiebei ist jedoch auch ein wesentlicher Kursrückgang, besonders der Omikaktien, zu verzeichnen. Die Efektenarbitrage belebt nr>ch einigermaßen den Effektenmarkt und zeigt günstige Auswirkungen auf die Kursgestaltung. Auf der Zagrober Börse hatten jene Eflfekten den größten Umsatz aufzuweisen, 'die auch auf fremden Börsenplätzen kotieren. Da die Effekten^rbitrage zwis.-k^n der Zagreber und den ausländischen Börsen mog» lich ist. wäre es auch erforderlich, diesen Verkchr zu fördern, was leider infolge der derzeit bestehenden Derisenvorschriften nicht geschieht. Im Interesse des Essektenmarktes wäre es notwendig, die durch die Devisen-ovdung hervorgerufenen Störungen in der glatten Abwicklung und Ausdehnung dieses Geschäftes zu beseitigen. In: Jahre 1926 wurden auf der Agramer Börse Ctaatspapiere im Werte von 666.486,300 Dinar Nominale und im Kurswerte von 216,157,483 Dinar umgesetzt. Der Umsatz in Bankaktien belief sich auf 222.172 Stück im Gegenwerte van Dinar 23,740.201 Dinar, der in Jndustriewerten am 114.456 StÄck im Gegenwerte von 13,251.628 Dinar. Das Schiedsgericht der Zagreber Waren-und Effektenbörse intervenierte in 2666 Streitfällen. .Hievon betmfen .Holz 52, Kolo« nialwaren 2W, Lederwaren 34, Petroeum. Venzin, Oel und Farben 186, Säcke und Plachen 49, Seife 29, .Heu und Stroh 15, 'Gilaswaren 25, Tly^tilwaren M5, Kohlen 59, Wein und alkoholische Getränke 429, Eisenwaren 94. Getreide und Mchlprodukte 224, sonstige Waren 167. Die Vagabunden. „Schau, Sepp, ein Gendarm! Den krageln wir ab." — „Ja,_ was. wenn er aber schießt?" — „WaS? Das wär eine hüb''che Humanität! Wir sinld doch jetzt in einer Republik!" Mädchen von heute. Fritzi: „Ich muß dich vor Max warnen". — ?lnnie: „Warum?" — Fritzi: „Nun, wie wir gestern abends beisammensaßen, ist Plötzlich das Licht ausgegangen — un'd er hat den Rest des Abends Äazu verbraucht, den KurAs:^uß zu reparieren!" LMNWWVWMUUIWWWWWWMWWWWA vke „MarbmAer touo mit iedtm Tage abo»-ntert werbe». Ein Schauer durchrieselte die ?llte, als sie in die große Halle trat. Wie ein Frösteln rann es ihr durch die Glieder. Suchend blickte sie umher. Nun hatte sie gesunden. (Sin selt sames Lächeln irrte um ihre trockenen L:p-ven. als sie d-aS Licht entzü«ldete. Und dann schritt sie mit schleichendent Schritt von Zimmer zu Zinmler. Immer hielt sie das Licht an einen der freien Spitzenvorhänge und immer lachte sie hohnvoll auf, wenn die Flammen hoch emporschlugen. „Du sollst meiner Sonnenjungfer nichts tun, du ailtes, verfluchtes Haus," murmelte ste, unt» als ringsum ein unendliches Flammenmeer sie uMvollte, da sairk sie in die Knie unld betete. Krachend stürzten die Balken über der armen Irren zusainmen. Als der Feuerrus durchs Dorf schall>te, die Sturmglocken läuteten und die Dörfler mit 'ilhren Löschapparaten herbelieilten imd auch aus der Nachbarschaft Beistand k<».m, n>ar nichts mebr vom Erlenschlosse zu retten. Nur Joses war es gelungen, unter eigener LebenSg^ahr wichtige Papiere und Dokumente seines Herrn zu bergeu. Als Graf Waldau mit dem Frerherrn, dem Pfarrer und Baldo, der zum Z^gräbnis vom Birkenhof heritbergekommen, auf der Brandstätte erschienen, war das ganze Schloß bereits ein Fllimmenl/erd. Dte Männer spvc^n kein Wort. Alle sahen, daß bei den Mgenügenden Löschvorrichtungen jede Hilfe vergebens war. Unld alle hatten die Empfindung, als wäre lkS gut, daß die Flaimmen über die Stätte fuhren, wo die schöne.Prinzessin Margone geliebt und gebitten und ihren letzten Seufzer ausgehaucht. „Wie eine Opferstätte ist es", sagte endlich der Pfarrer, „S>ie nie mehr eines Menschen Fuß betreten sollte, durch Schmerzen ist sie k)cheiligt. In Flmnmen fliegt das verrufene ^'^^'ioß zum .Hi^mmel auf." Renner faßte Hel:7?ga?dö H.'nd, die zitternd mit Grit und J'ot auch t)«rb.igeeilt war unid entsetzt aus die Flalnuienglut starrte, und sagte j^wegt: „An dieser Stelle, die der Tod meiner Mutter gttweiht, will ich ein Haus für Arme und Kranke errichten und die Eonnenjungser soll 'darüberstehen und iihre weißen, l-iek^n Hände werden den alten Fluch in Segen wandeln. Ans Cchutt und Asche wird nelles Leben emporblühen, den Menschen zum .Heil nnd Unglücklichen z^M Segen." „Das walte Gott." schloß der Pfarrer ernst. Noch einmal znckten wild und gierig die Flaminen empor, dann sank das Haupthaus in Trümmern zusammen. Erst nach Tagen fand man bei den Anf-rämnungsacheiten die Leiche d<'r alten Elte,-die mian so lange vergeliens gesucht. Helm-gard weinte ihch eiße Tränen nach. Sie ahn-te, u>as die Alte dazn getrieben, die Brant»-fackel in da? alte Schloß zu ir>erfen. Der Glaulbe an das Nebersinnliche, die große Liebe zu ihr, die Elke mit dem Loben 'be,',>ahlt. .Helmgach wollte sich der armen, kleinen Enkelkinder annehmen, für iihre Ausbildung sorgen und Havms Oerre zi, trösten suchen. Gewiß, das wollte sie. Elke aber n>ollte si<' nicht vergessen, ivenn auch ihr Tod Helm- gards Seele mit Graiken erfüllte, obwohl der '^^sarre»- am Grabe Elkes so über;..'ugt o'>n c>er Vergebung der Sünden sprach. wnrinr schon wieder ?!!?lvs.en dahin.^?-ga.igeu und das gmvo weite Ä.'stfalenland stand im roten .'^'rbstschilluck wie eine sar-benprächtige 5töniq'in. Die Heide trug ihr köstlichstes Kleid. Ganz in Pnrpnr uud G>.>ld getaucht, stand sie da, cüs Helingavd und Roi-nler > nd J^et und Baldo in der Di- li'1/.: von Rinkero-de den Segen des Pfarres empfingen. Ganq ftill unid olhne Gepränge war die Hochzeit, aber docli von innerster mi-d stiller Gllückseligikeit dvrchiveht. Und alles, daß es so sein durfte, ging von dem Marm aus, der die geliebte Frau hatte hergciben müssen und der doch so stolz und sicher, so sest aufgerichtet de>nl neuen und einsamen Leiben entgegenschritt. „Ich habe kein Recht, zu klagen," sagte Ei-lert von Rinikeroide zu seinem Freund, deni il^'arrt'r al? s?:. nach den r'..rzer. Hochze!:?-nlahl noch eine Weile Hand in Hand allein beioi-nander starrden, „denn ich l)abc ein reiches Glück genossen. Margone hat mir in ihrem Sohne ein kostbares Verinächtnis hinterlassen. Seine und Hc'lnigards Kinit mir schirmend ^ie Hand über das neue L.?^ben kälten, da«? an»? dem al-ten Stann'.te spries;cn soll, sich zu kriistigen TrielWi entfalten. Nichts Krankes, Trauriges soll hier sein, Wigbert, nur Sonne, wie eS ?)largone geliebt." Un der Pfarrer dachte, während er seinem einsamen Hanfe zirschritt: n ach es d.^^u Eilest nicht nach. Er „Grit!" rief Rilthard tief ergriffen. „Du wolltest, du köunteft?" Grit reichte dein Pfarrer fest ihre schöne, kräftige, weiße Hand. „Du wirst hier sehr einsam sein", sagte sie wie zur Entsch-uldignng, und eine helle Röte ksog wie bei einem ganz jnngen Mädchen über ihr Gesicht. „Du bist ohne Jsot so allein." „Und Eilert?" fragte er zögernd. „Wird er dich n'cht schmerzlich vermissen?" Grit schüttelte den Kopf. „Er hat seine Erinneruuge,: und dann biK ich ja nicht mls der Welt. Bis Reimer und Helinaard von der .Hochzeitsreise zurückkehren, bleibe ich natürlich auf dem Sonnenhof. Dann wird ia die Sonnenjungfer regieren und niemand wird mich nicht mehr branchen. Mer du, Wigbert, du brauchst micl) auf die alten Tage." „Ia, Grit", entgegnete der Pfarrer einfach, „ich habe dich immer gebraucht." Er legte bc^ntsam den Ann nm sie und Grit leiste ihr .Haupt an seine Schulter. So standen sie lange am Fenster und blickten in den herl'stlicben Garßen, wo der Wind da? fable Laub hob und raschelnd durch di<' Wege fegte, uin die goldgelben Blätter zur Sonne emporzicheben. (Schluß folgt.) 1HV WM ?r. ?w»k Ivtt. Aus der SporNvev LechtMlettsches Meettno w MN G». «V 48 VmW» « erftee Sttle^ S». IlkyU »tt 47 Pmckt« Z»etter >«» GU^ Mapld M LT P«M> Dritte?. DemierStaj de» ly. d. venmstaltete der EV. Ptuj sein erstes lvichtachleti^eS Meeting iu dieser Sais»« und erzielte hiebet ei-«e» Voile» Erfolg. JnSges^ waren W Athleten (Jlir^a 7, Rapid S» MarBor 1 »ad 11 Heimisl^) vertrete«. Nachstehend dl« erzieltm Resultate: DiSkuckoerfen: 1. Mnrn (Ptuz) S1.68, L. I » rkovtö (Ptnj) L9.SS, S. V « r l o-» t S (Rapid) LV-lS; 400 Meter: HabiL (Mirisa) «2:S, ». « t i i (Vws) SS:S, L. 5 » « 5 er (Ptvj) «2:4; söoo Meter: 1. Pernat (Ptvs) S. Hlad » ik Mriia) 11.S1 ?, S. vr »i « (Ptuj) S Met. hinter dem Zweiten. A o s e r (M) hat vorzeitig aufgegeben. Hachfpnmg: 1. Baumgartner (R) 1.V0, L. Wa ll « er (P) 1.4d, 8. M S r s («) 1.40. 100 Meter: 1. S t e p i » « i k tZ) U.S, ». «e » ef(N 11.5, S. PaVSi« (N N «, 4. « arl - vi « (R). MV Veter: 1. H a b iö (I) 2». L. P a v-> 1 4 (P) LÜ.1, 8. M « r » (P) »5.4, 4. M S r »(R). «o Meter: 1. Ie gl i ts ch (R) 2.11.,. S. «allnerlV)2.11I,s.»ladnik(I) H.1S,?. Gaver«e?(Uals Dritter wur-de diSiMlifiziert. 4X100 Meter: 1. SK. Zliris» 48.S, S. «K. Pwi 49Z, S. ««. «apid S4. SWihochspamß: 1. P « » » t 6 (D L V7, I. V««MIart»«e(R) S.V7, L. V » r « M Veitsprung: StePi 4 « ik (Z) 6.0S, L. «.«e k(J)ü.9a. S.P«,«i4^.^ualitat»fahrt durch Slowenien und ^oatien, welche von dem rührigen Motokwb LiMjana «« W. und 29. Ju^ l. I. veranstaltet wird. Diese erste größere Motorrad-Qualität»-fahrt in unserem Staate wird den Beteiligten Gelegenheit bieten, die Leiswng»fühiflkeit ilhrer Maschine sowie auch d!e eigene Fahrtechnik zu beweisen. Die ^rtroute ist die folgmde^ und zfimr am ersten Tage: Ljndljana, Kamnik, Gornji-grad, Mozkse, Üo»tanj. Velense» Klövenj-gradee, Dravogr«ch, MarkbOr al» gi»l d« «fte» Etapff«, sisdann weiter nach Mj, »o-gatee. NogaiUa Slatina, wo itbernachtet wird. Den nächsten Tag geht e» iiber Pod-öetrtek. Breikire. Samobor, KljeSiviea, Kar-lova«, al» Ziel der ersten Etappe de» »weiten Tage», Retretiä, Metlika, Novo mesto, TvebMe und »l» E«dzlel LPiblZana, wo abend» daun die PrviSverteidlng stattfinden wird. Zu dieser VvalttätHahrt werden Amnel-dw'gen bis HMn SS. d. übernommen. Motv-klub Liubljana, Re»ljeva eesta 1. ter Herr L i p a v e c an. Die T-Unehmer wurden bei ihrem Eintreffen von den Touristen mit großer Begeifttrang empfangen. Am Nachmittage wurde über die Raster Hütte nach RuSe und zurück nach Marivor die Hewtzlöhrt angetreten. : T. O. K. Merkur Reserve — 1. e. S. S. Maridor Reserv« 4:». S. B. Rapid 1. Ju-genld—1. S. S. K. Matibor 1. Jugend 1:0 (0:0). : S. R. VW! T. S. R. Mer?»r Das gestern in Pwj auSgetragene Handball-freundschaftSspiel der genannten Vognerw-nen. brachte den Heimischen einen schönen Überlegenen Sieg. Die FiMilie de» S. K. Ptuj ^t durch diesen Sieg wieder bewiesen, daß sie in letzter ^it einen schönen Aufschwung zu verzeichmn hat. ^ bemerke» sei hier noch, daß bei der Familie de» T. S. er eine empfindliche Niederlage hinnchmen.M. Merkur vier Spielerinnen de» 1. H. S. Da» Spiel war zwar jederzeit offen, doch V. Maribor al» Mte mitwirkten. der HandtaRaielsterschast der A. Slaße »« SlHWUtien. Da» Spiel ^Ptuj-Merkur' endete zufolge NichtantretenS der Letzteren 0:0 zu Gunsten »PtusK". Die Meisterschaft der zweiten Klasse, die mit diesem SpiÄe abgeflossen, zeigt den S. K. Ptuj in der SpitzenfÜhrung. Der Stand ist nun folgender: 1. S. K. ^uj 4 (14:ü), S. v. S^iid 2 (I1:S) und ^ S. A. Merkur ohne ^nkte (0:12). : Handballttawing»spiel 1. S. S. K. Ma. rldor Reserve_S. v. Rapid 11:1. Im sstrigen Trainingsspiel, mußten die Rapiid- fehlt« e» den Unterlegmen an einem zweck nräßlgen Angriffsspiel, da» Hinterspiel wurde viel M vt^ beschäftigt. Schiedsrichter Herr Voglar schwach. : R» Mtherren - G. «. Rapid Altheeren 9:2 (S:2). In der ersten Spiel-HWe können sich die Rapidler noch zweck-mäßi« behaupten, wahrend ste in der zweiten GpielWste ^rem Gegner da» Feld üverlaffen müssen. Die Leitung de» Spiele» lag in den Hünden des Herrn vsebig. : Ein wtereffaute» yahrradreimen. Am ^nner»tag den IS. d. M. veranstaltete der heimtische RadfahrerKpb „Perun^ ein interessante» Jhrrot»rennen. vie TeNneljmer mußten die Strecke Maribor-Maria Rcia per Rad zurücklegen und von hier aus, die Rüder tragend, das Aiiel, die Marbunger Hütte am Bachern, erreichen. An diesem Rennen nchmm 8 Siennfahrer teil. AlS Erster gelangte bei der Hütte Herr Naber g oj, zweiter Herr Sibernik »nd Drit- Ei»e B«ch-Ura»ff»tzru»g. Dt« Aufführung von Vach» der Fuge^, di« a« 28. d. in Leipzig stattfindet, stellt die Uraufführung diese» letzten Bach'schen Monumental wevke» dar. Geschrieben im Jahre 17ü0, kur» vor dem Tode de» Metstev», ist das Werk eine einzige Rtesenfuge von al» 2000 T^n über ein einzige» Thema, au»Ningend in den Choral „^Bor deinen Thron trete tch hiermit^. Da die Kupferplattm von Philipp Emanml Bach wegen d« damaligm geringen Erfolge» de» Werke» zum Mat«rialwert verkauft tvurden «nd der Meister selbst den Stich nicht bis zum Ende üVerv«chen konnte, war da» Werk Vi»her nur in entstellter Form bekannt. Die du^ Wolfgang Graeser wiederhergestellte ursprünglZche Form wird jetzt in Leipzig zum ersten Male zu Gehi^r gerächt. W> iro'»lMM ti Wi «lelner AiWger. Zl>UWs- »» Ko»km»e»»p»e>»«a LMirne >! Weiße Ktaderkktder, Sommerkleider. Henenanzüae. Schuhe, ^ndarbeiten. vbstt^er. elekm We Lampen, ^«dtäschi^». Messinßttftl^n, Barocktisch^n, Sewterttsi^n. Vasen, Bilder, Dianen. Wiche«» Aimteller. Da M»h«. 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