Nr. 117. Montag am 22. Mai 1863. Die „kaibacher Zeitung" erscheint, mit Ananahmr der Vuun- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den veilagm tm «lomptotr ganfjühllg il fi., halb-lährtg »st. 50 lr., mit sreuzband im Comptoir llNNsj. 12 si., hawj. « fl. Für die Zustellung in'« Hau« sind halbj. «> lr. mehr zn entrichten. Mtt »er Post portosr-t glMft" unter Kreuzband und gt. druckt» «dress« 1« fi.. halbj. 7 st. eo Ir. Inftriwnsgedllhr fttr «ne Garmond »Spaltenzeill oder den Raum derselben, if, fUr lmalige Einschaltung « kr.. f«r -nialigc 8 kr., fUr smalige 10 lr. u. s. w. Zn diesen Geblthren ist noch der Insertions, Gtempel per «0 lr. fllr ein« jedesmalige Einschaltung hinzu zn rechnen. Inserate bi« 10 Zeilen losten 1st. 30 tr. für 5 Wal, 1 fl. 40 lr. sNr 2 Wal und »0 fr. fttl l «al lmil Inbegriff de« Inserlionsstempel«). ^c. f. l. Apnslolische Majestät habeu mit Aller« höchstem Bcfehlschreibeu vom Iü. Mai d. I. alle»' ssuädigst zu ernonc!, geruht. Se. l. t. Hohei! den ifroupliii.^'n Hcirn Eiz> herzog iitudolf zmi, Inhaber des Aiüllciie. i)iegi> incnti« Nr. 2; Sc. taiscrl. Hoheit dcu Großsürsttl, lind Thiou^ folget' vou Rilßland A lcxauder Czcs a remits ch znui Iuhabcr dco Iufautcric.Regimeuts ?ir. 61; deu Fclümarschall - Lieutenant Alexander Olafen M c usdorff > P ouilll>, unlcr Euthcbuug von dcr Stelle als Inhaber drS Iufantcric.iiccgimcnts ?ir. 73, zum Inhaber des UhlancN'N'cgimsnts Nr. 9; den Fcldmnrschall - Vicutrnant Erwin Glasen Ncipperg zum Inhaber des Kürassier-ilteaimeutS Nr. 12; de» General-Major Wilhelm Herzog von W ürt > lcmbcrg zuiu Inhaber des Infanterie - Regiments N'r. 73; dc» Geueral'Mnjor Rudolf Frciherru v. Roß. bachcr zum zweiten Inhaber bcS Iufauteiic-Regi« '»euts Erzherzog Wilhelm Nr. 12 und dcu Gcurrnl«Viajur Wilhelm Freiherrn 3 cut von WoIsSbcrg zum zweileu Inhaber des 5l»tillelie« Rcni'licul« Kaiser Flc,nz Joseph Nl'. I; flrxcr hadrn Se. l. l. Aposlolischl.' M.ijeslnl aller» gnädigst anzuurdncu grrliht, daß dno Infanlelic^i^'' ^imclil ^>lr. A dm ^,'uilicii scincö lii^hcrigeli zweilcli Rcgimciit^inljabcr»; , dcö Fcldmarschall - ^icütcuaiitc« Joseph Frcihcrrn u. Gerstncr, zu fuhren hade. Sc. l. l. Apostolische Majestät habeu mit Aller« höchster Hutschlichmig vom 14. Mai d. I. die erledigte Vizc'StaMlmchhalteröstcllc bei der uiedcr-ostcrrcichi. scheu Staatsbllchhaltuug mit deu systcmmäßigcn Bezügen drin NcchuuuM'üthc dieser ^laatölmchhaltuug Harl Hoschcl allerguädigst zu verleihen geruht. Der StaatSministcr hat die au der Krakauer Uniocisilät erledigte Stelle eincö UüivcrsilälS.SelrctärS dem l. l. Fmalizlonziuistctl Hilar Ritter vo» Han« liewicz verliehen. Dcr Staatsminister hat eine ^chrerstelle „eiwl »tkwm" am Grazer Gymnasium dem Lehrer am t. StaatSgynmasium zu Hcrmanustadt Johann Alezauder Nozet ucrliehc». Daö Fiuanzmiuistcrilim hat die Slcllc des Zcn» tralarchiuarc« des Grundstcuerlatasierö iu Wien dem Mappcnnrchivar iu Graz ThaddäuS CulcruS von Geldern verliehen. Heute wird iu deutschem nul) zugleich slovcuischcm Tc^'tc au^gegclicu uud ucrscudct.- Gesetz» uud Verorduungö-Vlatt für das Herzog thum Kraiu. H«H. Stück. Jahrgang «85. 3Ilchial,llslcher Theil. Laibach, 21. Mai. Die parlamentarische Schlacht ist geschlagen, die Zollfl-age entschieden. Nuch dreitägigem, mit großer Vcideiiichuftlichteit und Gereiztheit geführtem Kampfe hat das Abgcol'd»clcnlM,6 den Handelsvertrag mit einer Majorität von mehr alt« zwei Dnttel Stimmen angenommen. Da5 Resultat ist ein ül'ciraschcndcS; freilich, was alle Vertheidiger uichl vermochten, das lmuiiltcu — die Angreifer.' Die Maßlosigtcit '.,nd ycfligkcit, die Rnctsichtblosiglcit in dcr Wahl der ! Argumente, das gänzlich Uufachmännische, die Ueber-tre,bnng ichlug znm Nachtheile deijcnigcn um, welche diese Wasfeu schwangen. Nuu die Sache entschiede» ist, werden uusere Iudu»triclleu die Pflicht hM>u, sich tüchtig des Fort. Mltts zu besicißigeu, ,m, die ssoulurrenz zu be< stehen. Wir hegen die Hoffnung, daß diese ttoulur. reuz mehr uiltzeu als schien wird. Uebcrdicß ist lcder uoltöwirlhschaslliche Follschritt ciu Fortschritt zur Freiheit. Dcr freie Voltc^cllchr ist riu wcscnt« l'ches Merkmal uud die gesunde Grundlage dcö Wohlergehens der Nation. WaS hat mau einst Allcö gegen die (5iseubahurii vorgebracht! WirlhS-und Fuhrleute jammcrlcu und schrieu — uud jetzt? Wie oicl Tauscndc werdc» von del, Eisenbahnen Dic nächste Zeit wi:d manchen Lcser, der dru natloual.ötonomischcn Fmgcn bisher aus dem Weac «mg, zwingen, sich mit denselben zn l'sschäftigcu. Es ist eine Zeit, wo Jedermann wissen soll, um was es sich Haudell; Keiner, wer er auch immer sei, ist un. bclhciligt bei dicscu Fragen. Lche Jeder, uubeirrt von dem landläufigen Geschrei, genan uach, wo das 0f. fcnlliche Interesse wirklich ist. — Während es mit Bestimmtheit heißt, die römisch, italienischen Bcrhandluugcu seicu zum Abschluß ge. dicheu, uud die Konvention bezüglich dcr Besetzung der Bisthümer bedürfe uur noch dcr Ratifikation — sind aus diplomatischer Quelle authcutischc Nachrich. ten eingclaufcu, welche besagen, das; die ganze Vcr-Handlung ins Stockcu gcralhcu und kaum mehr Hoff. l,uug auf ein Resultat gewahre. Die Besetzung dcr Äisthümer im ?tcapolitauischeu sei auf uubcsicalichc Schwierigleiteu gestoßen, heißt cö, uud dcr bof von Florenz trete plötzlich mit Ansprüchen hervor, deren ß^.^'/^ !5' ^" ^? ^/^"" ""l'ig"' würde, deu ^omg V.ltor iömannel als rechtmäßigen König von (5, scheint demnach, daß Tie Partei m der Umgebung des Muigs Viktor Emanuel welche lclucu, auch nur lilchlichcn Anschluß au Rom will, abermals deu Sieg davou getragen hat. Es tauchcu merkwürdige Angaben vou cincr Er-p'ditiou gegen Mexiko auf. Durch Washiugtouer V alter lauft e.uc Auzc.ge, daß „Offiziere und Sol-datcn die lu Gcmäßhcit des mexilauischm Dekretes uach Mexiko auszuwandern wüuschen, ihre Namen uud Ad csscu an Oberst A. I. Ni. iu Washington eiu. enden mogcu"; u. deu übrigeu größereu Städte» ollen Bureaus zu ähnlichem Zwecke cröffuct werdcu. Iu Philadelphia uud Piltsburg spricht mau von dcr Orgamllruug eiucr Cxpcditiou. — Dcr Gucrillatrica iu Slnola uimmt größere Ausdchuuugcu an Keiuer« scits wird Pardou gcgcbcu. 65. Sitzung dcö Abgcoriuclenhausts vom 19. Mai. Auf der Miuisterbaul: Schmerling, Pleuer, Hciu, Burger, Frank, Scltioiiochcf v. Kalchbcrg, Sektions-chef im Fiuauzministcl'ium v. Hock, Sclliousrath im HaudclSmiuistcrium v. Parlncuticr. Nach Vorlesung des Protokolls und Mittheilung der Einlaufe wird znr Fortsetzung dcr Debatte über den östtrreichisch.preußifchcu Handelsvertrag geschritleu. Oerichterstatler Dr. Ärcstl rcferirt im Nachhange zu feinem gestrigen Berichte über eine Reihe von Petitionen, welche in Angelegenheit des Handelsvertrages an das HauS eingelangt siud und durch dcu zu erwarteuden Beschluß des Hauses erledigt werden. Abg. Kaiserfelb ergreift baS Wort, um die Aunahmc des Handelsvertrages zu befürworten. Er wendet sich uamcullich gegen die Ausführungen seines LaudSmauucs Wafer, wclchcr in dem Handelsverträge die Existenz Steicrmarks bedroht findet. <3r (Redner), ein Sohu desselben Bandes, werde ein anderes Votum abgebeu. lir theile uicht die Vefürch« tungcn und Uebcrlrcibuugeu sciucS ^andsmauucs. Er bcdaliere, sich von seiueu Gesinnungsgenossen iu die» scr Frage trcnueu zu müsscu. Er sehe iu der Frage eiue Frage der Freiheit, wcun auch nur wirthschaft, licher Freiheit. Nur eiu höherer allgemeiner Standpunkt kenne das HauS über dic Kämpfe der Parteien und der Iuttresscu erheben und vou diesem Standpunkte über» sehe mau daS Wirken dcr.Zcit uud dic Forderungen bcS Zeitalters. Mau dürfe kcincu Schritt rückwärts machen, wcuu auch einzelne Seufzer lc,ul wcidcu. Keine Enquete, keine juristische Weisheit löuuc zisfe:-mäßig dic Schutzbediirflinkcit des Landes oder cinzel» licr Industrien ausdrücken. Wer daS nicht glauben will, brauche mir die verschiedenen Vciichlc dcr Hau-delslammeri, zu lesen, welche Gegensätze über das Bedürfniß des SchntzcS und die Konlurreuzfähigkeit herrsche. Dic Dauer des Schutzes lasse sich auch uicht bestimmen. Gewähre mau 12jährigcu Schuh, so werdcu sie auch dann uoch uach Schutz rufen, denu, wenn sie in dieser Zeit auch Fortschritte gemacht, so habe das Ausland auch zugleich Fortschritte gemacht uud sie werden wieder gegeu diese zurück sein. Mit Riesenschritteu geht die Industrie vorwärts und wer diese Fortschritte uicht einhalten kaun, dem werde auch der Schuh uicht uützcn. Man könne uicht übersehen, waS rings um uuS vorgeht. Auch er sei lein Freihäudlcr im engsten Sinne deS Wortes. Er sehe in dem Schutzzölle uur dcu Uebergang. Aber mau dürfe leinen Schritt rückwärts machen, nicht den Posten verlassen, den mau bcrcilS iuuc hat. Er er-blickt in dem Handelsverträge einen Sporn für die Regierung, um jene Gesetze zu schassen, welche die Produltion und dcu Bcrlchr erleichtern. Er hoffe vou dem Vertrage, daß die Kräfte wachgerufen wer« den uud sich cutwickclu, daß ausländisches Kapital herangezogen und Industrie und ^andwirthschnft auf« blühen. Er glaube, dieß müsse auch dcr Staudpunlt der Regierung sciu. Wenu man sagt. England sei durch daö Prohibitivsystem groß gcwordeu, so sci mau den Beweis schuldig geblieben, was England geworden wäre, hättc es lein Schutzzollsystem besessen. Abg. Wascr habc dic Kalamität dcr Eiscuiudustrie in'S Flld geführt, um gcgcu den Handelsvertrag zu stimmen. ES sci unklug, zu sagen, nur Prohibitiv. zolle könueu ihr nützen, denn da wäre sie schon vcr-urtheilt uud kciu Abgeorductcr, uud wäre er selbst Steircr, löuule für diese Zölle stimmen, denn allc Gewerbe, jede Industrie braucht billiges Eisen und daS HauS löuue dem Reiche d^S Eisen nicht vcr-«heueru. Ucbrigcus sci in dem Vertrage dcr Ein-fuhrSzoll für Liscn erhöht und gerade die Eisenindustrie sollte deßhalb mit dem Vertrage c »verstanden sein. Die Eiscuiudustric licge darnieder, das sci uicht zu läugucu, aber sie leide uur uutrr dcr allgemeinen Kalamität, die Zölle siud nicht die Ursache uud sie werde au dem allgemeinen Aufschwünge partizwircu Wäre dieß uicht dcr Fall, so müßte die Eiufuhr an Eiscu zugcuommeu habcu, waS durchaus nicht dcr Fall sei. Redner weist dieß ziffermäßig und au« 468 statistischen Datcu nach. Dcr größte Produzent, die Handclskammcr iu Vcobcn, erklärte, auf Roheisen brauchen sie gar tcinc Zölle. Rcducr erwähnt dcr ini zweiten Dczcnuium dic< scs Iahrhnndcrtö in dcr Eisenindustrie eingetretenen Stocknng und damals halte sie hohe Schutzzölle, er erinnere sich, wie die Eiscuiudustric in Folge dcr Crfiudung dcö Pnddclus daruicdcrlag, es war cbcu cinc Erfindung, welche über sie hinwegfchrilt nnd gewiß wäre es Niemand eingefallen, zum Schiltz der Industrie die neue Erfindung zu uerbiclcu. 3icducr wcisl nach, daß feit 1^5,^, wo man znersl mit den hohen Schutzzöllen brach, die Ausfuhr von Eisen fatlifch sich steigerte, wahrend die Eiufuhr stetig ad-nahm. Zehn Jahre früher und selbst im I. 1850 habe die Einfuhr die Ausfuhr noch bedeutend über« stiegen. Man habe dcr Ifolirnng das Wort gcrcdit. Das löl,,ic man nicht. Im Norden habe cs nur fortgeschi iltcnc ^tatioutn an dcr Grenze, wclchc nahezu unr Finau;zölle haben, im Süden halblnltiuirlc Völ« lcr, im Innern ohne Homogenität könne es sich nicht isoliren nnd sich von den Märkten dcs Südeus nnd Ostens ausschließen lassen. Redner hält die herrschenden Mißverhältnisse fur vorübergehend, deßhalb dürfe man sich zu leinen» Rückschritt bewegen lassen und sind die Mißverhält« nissc konstant, dann helfen anch Schutzzölle nicht. Einer Rancuuc gegen Preußen halber tonne mail den Vertrag nicht ablehnen und den letzten Fadeil zer» reißen, wclchcr uus an Deutschland luüpft und zum Taue werden taun. — Redner schließt nuter dem Beifall dcö Hanfes. Abg. Herbst: ES handle sich nicht um Schutz« zoll, uicht um Handelsfreiheit, sondern um die Frage, ob dcr vorliegende Haudclovcrtrag anzunehmen sci. Rcducr beklagt cbcufalls dcu Maugel au lUialcriul uud die Kürze dcr Zeit, wclchc zur Klärung der Be« griffe nothwendig ifl und fugt, man habe noch immer nich't gehört, worin die Vortheile dee Verträgst vc< stehen, mau höre uur die Handelsfreiheit befürworte!'. Mit diesem Schlagwortc ködere man wohl viele, aber man dürfe nicht jede Frage von dem Standpunkte der Freiheit culschcidcu. Selbst jedcr Freihändler müsse zugestehen, daß der Vcrtrag »icht derart sci, daß man ohne Ver> letzung eigener Interessen denselben anuehmcn könue. Nl'an lüuuc sehr gut Freihändler sein uud gegen den« selbeu stimmen. Er könne dem Ausspruche des Ans» schusscS, daß die Vorlhtilc des Berlrags die Nach« theile überwiege», nicht beistimmen, sagt Redner uud geht zn einer Schildernng der Situation über, wic sie durch den gegenwärtigen Pertrag geschaffen ldurdc. Der Februarvcrtrag sei eine großartige Kouccption, durch große Ideen hervorgerufen gewesen, gegen wel> chen dcr vorliegende eine wahre Armseligkeit sei. Die Situation sei eine gauz andere, als sie nach dem Februarvcrlrag wär. Diese beruhte auf Gegenseitig» teil, die Absatzgebiete wurden erweitert- was solle man aber zu dem gegenwärtigen Vertrag sagen? Wir sehen Zölle, wo früher leine waren, Zölle erhöht auf Industrien, welche sich Absatzquclleu nach dem Zoll« verein geschaffen haben, und da solle man sagen, die Situation sei nicht wesentlich geändert? Der Zollverein hatte seinen feststehenden Tarif, er mußte jede Veränderung mit Frankreich vereinbaren, war daher gar uicht in dcr Lage, Konzessionen zu machen. Ocstcr-reich hatte leinen gesetzlich bestehenden TarifSeutwurf, foudern einen idealen, auf dem Papier stehenden, der jeden Augenblick geändert werden kann. Die Situation war also ungleich und die Stellnng des österreichischen Vertreters cinc schwierige. Wenn man dann auf der einen Seite durchaus den Vcrtrag haben will, so muß er zum Vortheil desfcn ausfallen, den an dem Vertrag uichtS liegt. Neducr geht in eine scharfe Kritik der einzelucn Vertragsbestimmungen cin, vergleicht die gebotenen Vortheile mit den Nachlhcileu nnd sucht rechnungsmäßig llachzuwciscn, daß die Nachtheile größer sind. Dic Bcrcchnnng dcr Zollwcrlhc sci nicht richtig und znm Vortheile Preußens gemacht worden. Die Positiouc» dcs Vertrage scicn nichts audcrcs, als Differential' züllc zu (Knusten dcs Zollvereins, ohne eine Bcgüu« stigung dafür zu erhallen, während der österreichische Vertreter aus dcr Konferenz ausdrücklich erklärte, er könnte solche Differentialzölle uicht vertreten. Redner verwahrt sich wiederholt dagegen, daß cr als Schutzzöllncr spreche, dic Frage, ob Schutzzoll oder Freihandel habe mit dcr vorliegenden Frage gar nichts zu schaffen. Redner führt eine Reihe von Zollsätze« an, wie sie dcr Vcrtrag „ormirt, und 'sucht nachzuweisen, daß aller Vortheil auf Seite Preußens, welches jede sciucr Industrien ,zn schützen bemüht sci, wclchc exportfähig ist, uud frägt, ob daS die Priu. zipieu dcs Freihandels sind, wclchc rings um uuscre Grenzcu blühcu? Redner findet cS herabwürdigend für einen Staat, seine Gesetzgebung zu biudcu, iudcm :r sich verpflichtet, Exportprämien einzuführen. Man solle dem eigenen Vaudc ubcrlasicu, uolksthümlichc Prinzipien anzucr. kennen oder nicht. Im Arlilel XXV (eventueller Ein- tritt in den Zollverein) findet Rcdncr den Hauptgrund,' warnm eigentlich dcr Vertrag abgeschlossen wnrdc nnd hält denselben nach dcr Erklärung dcs Handclsmini» stcrS im Abgcordnctcnhansc zu Äcllin ganz illusorisch. Und dieses Artikels halber, habe man eigentlich Kon< zcssionen gemacht. Von diesem Standpuuklc auS lönnc er sich nicht für den Vertrag auSsprcchcn. Auch das Cartel lönnc ihn nicht bestimmen, denn er fürchte den Schmuggel nicht, weil cr sich nach fciucr Mci« nuug nicht mchr renlirt, ebtnsviveuig wic Bestim« mungcn über Grcllzvertehrerlcichternugcn, uxlche Prcu« ßcn stclö aufrcchtcrhalleu werde, weil sie iu seiucm Ii.tertsje licgcu. Äian habe gesagt, Ungarn müsse im Iuttrcssc sciucs Wciuhaudels Freihändler sein, alier gciadc eben deßhalb uiüsse Ungarn gegen den Vertrag sein, denn auf 12', Jahre mache dcr Ber« lrag dcu Wcine^port unmöglich. Ein Vcrtrag, dcr jllr Wein uus leiue Bcgilüsligung gewählt, müsse untcs allen Umständen uclworscn lvcrden, denn er sci nnser c?.porlsähigstcr Artikel. Eben weil Ungarn im Hause nicht vertreten sci, müsse man dessen Interessen wahren. Wenn mau die im Vertrage normirlcn Zoll« sätzc für gnt hält, so möge »nan sic selbst festsetzen, wozu den Vertrag mitnehmen. Man möge die Iu« duslriellen nicht lolitumaziren, man möge sie hören, wenn man ihnen vielleicht auch uicht Recht geben könne. Man füge z» der schon hinreichenden Verbitterung nicht noch eine neue hinzu. Er spreche nicht vom Standpunkte des Schutzzöllnere, nicht von dem de« Freihändlers, sondern von» österreichischen Standpunkle. Lebhafter Beifall.) Vizepräsident v. Hopfen übernimmt den Vorfitz. Scttionschef Freihcir von Hock: Die Rede dcs Hcrrn Dr. Herbst habe ciue so pcrsöuliche Wcnduug gcgcu ihll gcuomüicn lR»i linls: O nein!) 0aß er sich genöthigt sehe, dcu Vertrag uud dessen Unterhändler zn vertheidigen. Herr Prof. Herbst uicintc, mau habe sich blos au dem Vertrage zu halleu, um übcr seiuc Annahme urthcilcn zu tonnen, und dic allgemeine Frage dcr Reform dcs Zolltarifs habe mit dcr Au« uahmc des Vertrags nichts zn schaffen. Dieser An« sicht müsse cr entgegentrete!!. Wenn die Zollrcform vor dcr Ausicht dcr Rcg'ieruug oder dcr dcs hohcu Abgeordnctcuhaufco abhäugcu würdc, dann wäre vielleicht manche Einwendung des Dr. Herbst begrüudct. Wenn aber die 'Nothwendigkeit einer Zollrcsorm uuabwciolich au lins hcrangctrelcu isl, wenn wir dic ^ccforu, nicht auf eine gelegenere Zeit hinausschieben töuucn, dauu gewinnt die Frage cin» mldcre Bedeutung. Daß die Nothwendigkeit der Zollrcform au uns herangetreten, ist von lcincr Seite in Abrede gestellt worden und auch Dr. Herbst hat dies bekannt. In dciil Augcn-blick, wo dcr frauzosischpreußischc Handelsvertrag und dcr darauf basirlc Zolltarif au unscrcu Grenzen znr Gcltuug gelaugte, ist die Frage dcr Zollreform nicht mehr in unscrc Freiheit gegeben, sie ist zur Nothwendigkeit gcwordeu, weil die Zustände, welche schon au unscrcr italienischen Grenzc obwalten, sich ans nnserc ganze Grcnzc gegen Wrslen und Nordwcslen ausge» breitet habcil. Uuserc Fiuauzwachc uud uuscrc Zoll-bcamtcn siud brau, ich darf uichts gegen sie toiniucu lassen, aber cin Ideal von Zollorgaucn wird die Grcuzc uulnöglich vertheidigen lönilcn, wcun ans dcr einen Seite ein Schutzzollsystem uud auf dcr audcrcn Scitc das Freihandelsystem herrscht (ganz richtig!). DaS Freihandelsystcul des Zollvereins übt auf uus doppelte Wirluug, es fetzt crsleus dic Prcisc im ^a:ide selbst, wo es herrscht, hcruutcr, cs erleichtert daher den Schmnggel aus dcm Zollverein zu uns. Zweitens erleichtert es, wenn dcr Unterschied der Zolwcleguiig groß ist, auch den Schmuggel mit verzollten Waaren. Das einzige Mittel gegen dieses Getrcibc w5re, die Finaiizwache in dcm Maße zu vermehren, wic wir cö in Italien zn thnn gezwungen warcn und sclvsl dicscs Mittel würdc nicht ausrcichcu, denn dcr Schniug-gcl uud sciuc Rcizclsiud zn groß, als daß ihn die Finanzwachc gauz verhindern lönntc. Ist abcr dic Zollrcform eine 'Nothwendigkeit geworden, dann biete dcr Vcrtrag dic größten Vortheile, dcuu alles, was mau dafür hiugebc, fci uichts, dcnu mau sci durch dic Nothwcuoigkcit dcr Tarifrcform ohnehin dazu gczwuu-gcu. Dcn Verhandlungen mit dcm Zollvereine lag dcr ucuc Zolltarifscutwurf zu Gruudc. Dicfcr Znll-tarifscutwurf ist dcrjcuigc, zu wclchcm die Rcgicrung sich mit uuabwcislichcr Nothwcudigkcit hingedrängt sah. Also nnr diejenigen Uutcrschicdc, wclchc zwischen dicscm ucucu Tarifscutivurfc uild dcm Vcrtrag mit dcm Zollvcrciuc obwaltcu, find cs, wclchc wir dcm Zollvcrciuc als Opfcr hiiistcgcbcn habcu. Abg. Herbst hat ciuc große Rcihc von Artikeln hergezählt, wo unser Zolltarif künftig Höhcrc Sätzc enthalten wird als dcr Tarif dcs Zollvereins. Betrachtet man Miseren Tarif vom 1ö. Novcm- bcr i8<>i, so wird lnail allerdings dic hicr anfgc» zähltcn Artikel mit denselben Zollsätzen finden, diesc Sätzc wurden damals nicht aus Rücksicht für dcn Zollverein — man wollte dcm Zollucrciu nicht dic geringste Konzession machen - soudcrn ans Rücksicht ! auf dic Bedürfnisse dcr inländischen Industrie fcstgc' ! setzt. Die Zolltarifs Reform ist in dicscr Bczichuna. autonom gcwcscu. So wurdc z. Ä. für Preßhefe dcr Zoll von 11 Thaler» uicht fcslgchallcu, svndcrn man" hiclt ciucn Zoll von 5 fl. für hinreichend. Dicscr Zoll ist jcdoch kcin ncucr, soildcrn hat bcrcits in dcn Tarifen von 5>l und lxl gcslandcn. Professor Herbst hat dcn Zoll ans calciuirtc Soda mvähul. Dicscr Zoll mit"4<) tr. bcstcht scit 1,^j8, ist zu cincr Zcit ftstgcsctzt, wo dic Prohibition noch bcslnnd, er übel' ging in dcn ersten Tarif, wo sich Ocstcncich von dcr Prohibition znui HochschutzivllsWcm wandle, nämlich in dcu Tarif von lK)l. Bci Vcrfasfnng dcs Tarifs von I.^l machtc man dcm Zollverein gcgcnübcr dic Konzession dicscn Zollsatz bciznbchaltcn, trotzdem man dazu nicht gezwungen war. Damals wurdc cinc Pc-tition eilu'l Sodafabrit um Erhöhung dcs Zolles überreicht, welche glaubt^ dcm Untcrgaugc nchc zn scin. Es warcu im Ministerium Mänucr, wclchc dcn Zustand, diese wichtige Fabrikation begünstigend, in's Auge faßten; allein bci dcr Äerathnng sprach man sich gegen die Erhöhuug jcucs Satzes ans dcm ein-fachen Gruudc aus, weil Soda die Grnndlagc unserer chcmischcu Indnstric nnd ein Hilfsartikcl für cinc Menge anderer Gewerbe ist. Ich erinnere an die Glasindustrie. Wenn der Zollverein glaubte, in dicfcr Bczichuug einen höheren Zoll beibehalten zn sollen, so durfte dies die Regierung nicht bestimmen, eine aus Rücksicht für die inländische Industrie getroffene Verfügung zu ändern. Ucberhanpt vittc ich sich die Vage eines Unterhändlers zu denken, dcr nicht Män ncru gegenüber zu sprechen hat, dic cr durch irgend cinc andere Gewalt als durch dic dcr Gründe Und Gegcnkouzcssionen zu irgeud einer Maßregel bestim men kann. Welchen Eiuoruck hätte ich hervorgebracht, wenu ich gesagt hätte, wir haben in unserem Tarife vom Jahre Itt.'ltt für Svda ^ tr. festgesetzt, i» uusc rcm Tarife vom Jahre i!.'! denselben Satz beibehalten, abcr gegenwärtig, weil wir einen neuen Vertrag »lit Euch schließe», nud weil wir von Euch GegenkiMes sionen verlangen, werden wir unscrcu Zoll ans einen Gulden hinaussetzen. So ist cS mit der ganzen Reihe dcr von Hervst angeführten Artikel. Professor H"l>st hat scll'st gesagt, daß eine große Masse "'!»".'" lächerlich sei uud eo isl anch gan; richtig "" " „ahme von Soda ist vielleicht kein ein^iacr daruuiel, dcr voll Bcdcntuug wäre. Mehrere andere Artilcl, me Professur Herbst aufgeführt hat, sind M"; zufällig hinciussctomnicn. Unsere Tarifftvsitioncu und jene dcs Zollvereins stimmen mit einander nicht ganz vvllloinineu überein. Hic und da isl ein kleiner Artikel, bei dem einen darin, bei dcm andern fehlt cr. Äei diesem Vcrtrn^c qlanbten wir uicht mlscrcn Inucntaris ändern zu follen, und fo kaln es, daß manche von dcu Aceessorieu cincs Tarif' satzcs in der Vertragsaulagc für Oesterreich erscheinen uud in jener für deu Zollverein nicht. Su siud z. B< eingewebte Dochte bei uns zufällig uutcr der Position „gebleichter Baumwollgariie", bciul Zollverein aber in andern Positionen aufgeführt. In Bczug auf dct> Tarifsatz für Ehemilnlieu bemerkt ^liedner: Es gibt beinahe gar leine dcr wichtigsten Eheuiilalien, mit Ausnahme jeuer, wclchc Abg. Herbst eitirte, die bei ust^ nicht zwei' bis dreimal so hoch belegt sind, als >"' Zollverein; ich erwähne das Bcrlinerblan, die ^ioba^ Verbindungen, Kupferfarben, Blei - uud Rolhstiftc '!' Gchcn wir zu dcn Nianlifactnrcn nnd betrachte» ^ die Wollwaarcn, wo wir in vielen Dingen del« S . verein, wcnn anch nicht vor, so doch gleich stchc", ^ fiudcil wir, daß da, wo dcr Zvllverciu 25> si. z"^" muß, wir l5) si. zahlen, wo cr 45 fl., wir .'^'7 wo er 70 st., wir nnr .'j"'' 15)0 fl. zahlt, da zahlcu wir nnr 45) fl. 2)" ^uicu^ waarcn zahlen wir durchschnittlich lanin ^5/< ^^ dessen, was dcr Zollverein bei uns zahlt. .^ um zahlt dcr Zollverein für GlaS l! fl., wir bei 'h'" l. N-Für die fogcnanntcu Wiener Artikel zahlen wir li p« mid cr zahlt bci uns 1^ fl. Wenn ">s" "on Zo", Ungleichheit die iltcdc ist, so ist oieslM u» (^ro!?w nnd Ganzen nicht znm Vortheile des Zollvett""' soudcrn znm Vortheile Ocsterrcich'S. .,.. Nian hat eingewendet, diese Äcgüilstignngcn >' dcu Verkehr Oesterreich's seien durch dcn sra"'^" ^ preußischen Handelsvertrag gegeben, und '""""!', auch zu Statten ssckommcn, wenu wir l"»"' ^'.^" abgeschlossen hätten, darauf antworte ,'.^', H^.icht " ja', abcr mit ebensolcher <^cwißhcit: .>'u ^ ,^ Der Zollvcrclll ist bloß durch cs steht rcich gcblmdcn, dicsc Satzc c>'''^ "/,^,,c Staa^ in seiner Willkühr, jeden A..^'ck^c.^^ ^ ^. ^^ Dlffcrintialzöllc aufzulegen, » Differentialzölle ans' nach dem Vertrag m^ch,,,'. N^ ^^^ ^,^. znlcgcn. wenn nm s su ^ ^ ^ , ^,^, ^^ en Vertrag a h nn^ Zollverein anwcnde.l, oder win "wir"s^cincn Tarif einführen, der dcm B"> "'!". , aollvercins uuüberwiudliche Schranken ,ctzt, o werden Tie "lit großer Wahrscheinlichkeit ihn uu' ,cqcnnl'er ein Differential. Zollfystcm ciuführcu sehc". 469 Scktionschcf Freiherr v. Hock widerlegt den ihm gemachten Vorwnrf des Widerspruches betreffs der Disserenzial^öllc, weist nach, daß der betreffende Passus der preußischen Denkschrift, welche Prof. Herbst citirte, mit der l'ctrch'enden Stelle seiner Rede vom l. Mai volllommen identisch sei, nnd führt dann fürt: Die Regierung hat diese Differentialzölle nnf einige wenige Arlilcl beschränlt, ivelche gewissermaßen den Eharattcr eines Grcnzverlehrcs an sich trageil, wo Rücksichten anf andere Staaten vorwalten, welche nicht ein libc-rales Zollsystem gegen Oesterreich angenommen haben. Ich erwähne vor Allem das Getreide. Ich möchte die Herren, die ans <>>alizien sind, fragen, ob sie einverstanden wären, wenn wir die Zollfreiheit für Getreide anch in (^alizirn gegen Rusilaud einführen winden? Nein, N'ir haben nicht geglaubt, nUt diesen Differentialzöllen dem Zollvereine einen Vortheil zn gen'ähreil, wir haben geglaubt, den Bedürfnissen einiger unserer Grcuzproviuzeu im verdienten Masic Rechnung '^ll tragen, nnd ich wiederhole eS, die Regierung hat offen erklärt, daß sie für alle Gegenstände, welche dein Weltverkehre angehören , ein Diffcreuzial - Zollsystem nicht einzuführen beabsichtigt. Es steht vci Ihnen, dieser Ansicht Folge zu geben oder nicht. (Redner widerlegt nun alle erhobenen Einwände gegen den Bert rag mit Ziffern.) Von dem Zolltartcll bemerkt Redner, der Zollverein bedürfe keines Schutzes gegen nns, ihm ist das Kartell nicht nöthig, aber uns deßhalb: 1) weil wir in mehreren Industriezweigen zurück sind, aber noch mehr deßhalb, weil ^) hinter dem Zollvereine Frankreich , England und Belgien liegen, nnd nns sehr daran gelegen sein mnß, daß auch die im Zollvereine verzollten Waaren nicht zn nus hcrübergchcn. Wir hätten endlich Alle ein Interesse au der Herstellung miserer Finanzen, folglich anch daran, daß ciue unserer wichtigsten Einnahmsqnellen, das Tabakgcfällc, nicht gefährdet werde, nnd das sei gefährdet, wenn das Zolllarlell uicht unsere Wache uutrrstülM würde. Ein Jurist hat gesagt, fährt Redner fort, er vermisse das ll<> ut. (l<^. Ich vermisse das uicht, ich vcrmisfe auch das jucio nt l'littm« nicht. Der Zollverein hat uns nene, werthvolle nud ihm kostspielige Opfer gebracht. Er vcrlaugt, daß wir uuscrc Gewebe draußen bei ihm bedrucken lassen, er bewilligt den Lciuwaudvcrkehr nnd dao Zolllarlell, was eine positive Leistung ist. Es ist traurig für einen Mann, der vier Monate unter ungünstigen Verhältnissen in einem Nachbarstaatc gc^ arbeitet hat, unter Verhältnissen, die ich keinem mciucr Gegner wünsche, nach Hause lommeud, vou Hiäuucru, die er achtet >md anf d^rcu llrtl)eil cr Gewicht lcal, >nif solche Wcisc (Nigcariffc» zu wcldcii. Ee> gab cincii !H)iomen! , wo ich selbst bcantrngt yabc, dcu Vcrtraa nicht abzuschließen, weil wir keine Begünstigung beim Weiue betommeu haben. Aber die Regierung ist dar-anf nicht eingegangen, und sie hatte Recht, die Verhandlungen nicht abznbrecheu. Denn es ist nicht richtig, daß wir durch den Vertrag leine Begüustiguug fnr uufere Weine erlangt haben. Wir nehmen Theil an den Begünstigungen, die Fraulrcich gewährt wurdeu, und diese sind für den Wciuvertehr höchst beträchtlich. Es wurden alle Weine, die früher be er es gethan, weil er fürchtete, das Abgeordnetenhaus werde denselben nicht annehmen, we.m die agrieolen Interessen nicht genug berücksichtiget siud. Die Regierung hiu gegen sei überzeugt gewesen, das Haus verkenne die wahren Iutcrcsseu Oesterreichs nicht nnd werde den Vertrag auch ohne diese Konzession annehmen. — Redner erklärt, er verzichte wegen vorgerückter Zeit darauf noch eine Mcuge Gründe anderer Rcduer zn widerlegen und schließt mit den Worten: Ich glaube erreicht zu haben, daß, Sie mögen vou dem Vertrage denken, wie Sie wollen, Sie mögen einzelne Bestimmungen desselben für weniger vorthcilhaft halten, als ich es gethan hade. Sie doch überzeugt fein werden, b"ß ich mich redlich nm das Wohl Oesterreichs bc "UN)t HM, daß ich einen leouinischcu Vertrag, der "."serein Vaterlaudc von Schaden ist, der ein volles ^"tgelt nicht bietet, nicht geschlossen habe (Bra„o! ?M,o! Nll. Pcmel sprach sin- dcn Vertrag: Wir wcrbm Dasjenige, maö man hcutc gegen dicscn Vcr» «rag, was mau vor Knrzcm gcgcn dcn Vertrag vom 8 ic< ^ii>?lct'c,illc!cil dcö Handclcon Pakrac nicht weniger als drei Morde vtlüut, und trotz der schon früher öfters vorgenommenen Entwaffnung sind noch weitere Verbrechen von ihnen zu befürchten, weil dicsc Leute sich immer wieder Waffen zu verschaffen wissen. sDeb) 4»0 Ausland. Berlin, 19. Mai. Die heutige „National'Zci» tnng" mcldct: Die handelspolitischen Verhandlungen mit Belgien sind gestern beendet worden. Eine Ver> sländiguug übcr wesentliche Pnnltc wurde erzielt. Dcr definitive Abschluß dcö Vertrages ist zweifellos val« digst bcvorstchcnd. Paris, 16. V!ai. Die Gencral-Vcrsammlung dcr sud. österreichisch - lombardisch ' central > italienischen EiscnbahN'Gcscllschaft ging soeben in der „Sallc Hertz" wider alles Erwarten geräuschlos vor sich. Ohne jede Diskussion wurde dcr Vcrwaltnngsrath ermächtigt, mit den bcthciligtcn Regierungen üdcr die Ve-diugnngcn dcr Theilung dcr beiden Netze, bcS ösler« rcichischcn u::b dcö italienischen, zn verhandeln, und zur Deckung dcr im Namen dcr Gesellschaft cingc-gangcncn Verpflichtungen 400.0(X) nenc Obligationen :>, 245, Franls zn cmittiren. Ein Aktionär sprach seine Besorgnisse im Hinblick auf den Umstand auS, daß mit dem 1. Jänner 186'.» die Befreiung der Gesellschaft von der Einkommensteuer in Oesterreich ablaufe. Graf Franz Zichy beruhigte denselben mit dcr Versicherung, daß der VerwaltuugSralh diesen Puutt wohl in's Auge gefaßt habe, und daß übrigens dic Steuergesetzgebung in Oesterreich inzwischen, späte« slcns in dcr nächsten Session dcS RcichSralhcs, cincr gründlichen Ncform unterzogen werden werde. Die Dividende wurde auf 40 Franks festgesetzt. An Stelle des ausscheidenden Herrn Blumseld wurde dcr Vize-Präsident dc5 österreichischen Abgeordnetenhauses, Herr u. Hopsen, in den Vcrwaltungsrath gewählt. — 19. Mai. Morgen wird eine Broschüre von PcrsiglN) in dcr Form eines Schreibens au den Sc-natspi'lisidcüten Troplong erscheinen, welche in cincm für Italien sehr günstigen Sinne gchallcu ist. Per-sigM) glaubt fest, daß die italienische Einheit cndgillig nnd dauerhaft begründet sei; cv glaubt, daß Italien ciurs Tages gcnng reich sein werde, um Venedig zu lausen. Frankreich habe sich mit Italien verbündet, um die österreichische Herrschaft zu zerstören, nicht aber um die seinigc an die Stelle dieser letzteren zu setzen; er tadelt lebhaft di'' herrschende Partei in Rum, welche Frankreich feiudfclig gesinnt sei, nnd schlicht, indem er auf die Aussöhnung dtS Papstthums mit dem cinigcu, freicn und unabhängigen Italieu hofft. Lokal- und ProvinM-Nachrichttn. Laibach. 22. Mai. Se. (5r;ellenz der Hcrr Statthalter Freiherr o. Schloißnigg ist Samstag den 20. d.M. nach Wien abgereist, — Die Gcmäldcausstcllung des österreichischen KnnstvcrcinS ist gestern in den Casinolokalilätcn er« öffnet und an diesem Tage vcrcitS uon 300 Personen bcsncht worden Unter den Gemälden befinden sich mehrere bedeutende Kunstwerke; wir werden dieser Taqc daranf zurückkommen. Da dic Ausstellung mir tt Taqc währt, so müssen dic Kunstfreunde und alle Ienc, dencu an cincr Wiederkehr der Ausstellung liegt, sich beeilen, dieselbe zn besuchen. — Wie eifrig und erfolgreich das Bessemern bereits in unserem Nachbarlande Kürnten betrieben wird, zeigt die Thatsache, daß nunmehr schon ein Stahlblock von dcr in Oesterreich noch nicht erreichten Schwere von 5,070 Pfund in der Rauscher'schen Hütte zu Heft gegossen wurde. Fünf weitere solche Stücke, welche sämmtlich für Pislonstangen bestimmt sind, sollen in Kürze nach demselben Verfahren erzeugt werden. (Theater.) Zur ungewöhnlichen Zeit haben sich die Pforte» unseres Theaters wieder geöffnet, nm einen Gast einzulassen, dem ein bedeutender Nuf, in Wtcr wie schlimmer Bedeutung, vorangeht. Fräulein Jose fine Gallmcycr, dic berühmte Lolalsäu« gcrin und Eancantänzerin anS Wien, veranstaltete im Verein mit den Mitgliedern der Ealliano'schen Thca-tcrgcsellschaft aus Trieft eine Vorstellung, der noch zwei oder drci folgen dürften. Ueber die gestern ge-geheüen Pieccn „Zwei Geschwister" , „dic Köchin als Künstlerin" und „Wiener G'schichtcn" wollen wir kein Urtheil füllen; sie entbehren dcs Anrechts einer liiti« schcn Beleuchtung; wir wollen nur dcr Erscheinung des Fräulein Gallmcycr einige Zeilen widmen. Es ist so viel über dieselbe geschrieben worden, daß gewiß dcr größte Theil des Publikums mit einer Art Vormthcil das Theater besuchte. Nun, Diejenigen, welche Skandalosa erwarteten, dürften getäuscht sein; Fräulein Gallmcyer präscutirtc sich in cincr Weise, dic wir nur als eine höchst günstige bezeichnen müssen. Sie erzcdirte nach lciuer Richtung hin nnd selbst den Eaucan am Schlüsse der „Wiener G'jchichtcn", die, wenn sie wirklich zeigen, wie man sich in Wien amüsirt, lici Manchem dic Sehnsucht' nach dcr Kaiscrstadt wecken dürften, tanzte sie ganz solid, wie sie das zur Bcruhissung vorher selbst bc- mcrlte. In dem Sololustspicl „Einc Köchin al« Künstlerin" entwickelte sie hingegen ctwas von dem ihr eigenthümlichen Wesen — ihr parodistischcs, ironisches, vom schärfsten Realismus durchsetztes Talent trat hervor. Wir können dic Künstlerin (denn daS ist sic, uud zwar cinc höchst originelle) nach dcr gestrigen Vorstellung nur flüchtig skizziren und halten mit un< scrcm Urtheil zurück, bis wir sie in cincr größeren Rollc gcschcn haben. Das aber können wir heute schon gestehen, daß Fränlcin Gallmcycr ein cminculcs Talcut ist, das mau sich anschcn muß. Ihr Eouplct» vortrag ist höchst pikant, nnr war sic gestern nicht gut bei Stimme. Hcutc Abend wird Fiudcisen's „Plan uud Zufall" gegeben, das wird uus vielleicht Gelegenheit gebcn, unsere heutige Skizze mehr auszuführen. — Das Thcalcr war, trotz dcr erhöhten Prcisc, außerordentlich besucht. Wiener Nachrichten. Wien. 21. Mai. Se. MajeM dcr Kaiser haben znr Untcrstüz« zung der Nothleidcndstcn unter den dnrch eine Fcners» brunst verunglückten Bewohnern des Dorfes Nüzidcrs bei Äludcuz in Vorarlberg cincn Betrag von achthundert Gulden ans der Allerhöchsten Privat" lasse erfolgen zn lassen gcrnht. — Die von einem hiesigen TageSblalle gebrachte Notiz, daß es bereits „im Prinzipe beschlossen sei", bei allcn Infanterie« und Iägerbatailloncu dic Anzahl der Offiziere per Kompagnie um cincn zu vermin« dern, respective dic Ehargc der Uutcrlicntenantc zweiter Klasse aufzulassen, fcrncrs die hieraus resultirendcu Ersparungen wicdcr thcilweis? zur Erhöhung dcr Gagcn für die Ehargc vom H^.nptüiann abwärts zu vcr« wcndcn, wird uns von glaubwürdiger Seite als Erfin-dnng bezeichnet. — Wie man hört, soll nach Schluß dcs wcitc-reu Ncichsrathcs, d. h. nach Bcrathuug des Budgets für Itt<)<), was ja schon die Thronrede antündctc, dcr cugere Ncichsralh für heuer uicht berufen werden, fondcru cö folleu dauu überall dic Landtage bcgiuncu. — Ueber die der, „Gartenlaube" jüngst cnt^ nommene Erzählung sa^l die „N. Fr. Pr." : WnS die Beziehungen Benedll'S zu Lamarmora betrifft, fo bcrnht das Erzählte anf Erfindung. Btncbtt lzatlc niemals in der Artillerie gedient und Walmuden hatte unter Radetzly kein M^iorspalcitt zu verleihen. Bc-nedcl war schon 1^35) Hanptmann im Generalstadr und wurde im Mai 1840 auf Anempfehlung, des koilnuandire/iden GensililS in Oalizieil, FM3. v.Nctsey, zuill Major und General« Kommando «klt'jntaiitell in jener Provinz vom Kaiser befördert. Er hatte also nicht im Entferntesten — Walmoden oder gar 5/nmar< mora diese wchlvcrdicntc Berücksichtigung zn vcr-danken. — Bei Fromann in Jena verläßt im Laufe dirscs Monats eine ncnc Auflage von Schaubach's berühmtem Werke: „Dic deutschen Alpen" die Presse. Die Durchsicht uud Verliesse!»ug des sünslcn Bandc»?, welches spczicll unsere Länder Slciermark. Kärntcn und Kraiu betrifft, hat — wie die „Tgpst." schreibt — Professor Dr. Franz Ilwof besorgt. Neueste Nachrichten und Telegramme. Wien, 20. Mai. In der heutigen Sihnng des Abgeordnetenhauses wurdc die Bcrathnng über den Handelsvertrag mit dem Zollvereine beendigt. Nachdem dcr Finanzministcr Plener schließlich verschiedene Einwendungen sMcn den Handelsvertrag, für wclchcn das Gcsammtininistcriuln einstehe, widerlegt hatte, empfahl er dic Annahmc dcS Vertrages. Nach Vrcstl's Schlußworten wurde drr Minoritätsantrag bei na» mcntlichcr Mslimmung tnit 112 Stiunncu gegen 5>1 Stinuncu abgelehnt. Der Vcrtagnngsantrag Winter« stcin's wurde gleichfalls verworfen, Dcr Majoritäts-antraq: dcm Handelsverträge zuzustimmen, wurdc mit großer Majorität ans.cnommcn. Prag, 20. Mai. (leb.) Im Prcßprozcß dcs „BlcSl" wurdc heule in ^chcimcr Verhandlung H^rr Just, Mitarbeiter dicses Blaltcs, wclchcr der Majc-slätSbelcidiguug uud Aufwiegelung angeklagt erschienen war, wegen Mangel an Beweis freigesprochen. Herr Röscher, verantwortlicher Redakteur des Blattes, wnrdc wegen Vernachlässigung der pflichtmäßigcn Ob> sorge, zn vierzchntügigcm Arrest und 20 Gulden Geldstrafe vernrlhcilt. Berlin, 20. Mai. Der dänische Gesandte von ()uaade ist hicr cingetroffcn und hatte sofort eine Besprechung mit dcm Viinistcrprüsidcnlen Herrn v. BiSmarck. PariS, 20. Mai. (N. Fr. Pr.) Gcrüchlweije verlautet, ciu gegen daS Vebcn dcS Kaisers uon Me-zciki; geschmiedetes Attentat sei glücklich vereitelt wor-!dcn. (In dcr Depesche heißt es: lirint, ll,t,wnwt Paris, 20. Mai. (Pr.) Große Pauiquc an dcr Börse über das vollständig erdichtete Gerücht, Ka»ser Maximilian sei ermordet worden. Mexikaner fiele» nm drei Franks. Brüssel, 20. Mai, Abends. AuS Paris cingctioffcnc offizielle Nachrichten ans Algier voin I!>. d. M. bestätigen in lciucr Weisc das in 3ont>o« uclbrcitetc Gerücht von cincm Allenlatc. Der Kaijcl '?iapolcon besiildct sich uilimrhr in voller Gcsnndheit, «ondon, 19. Mai (Nachts). Untcrhanösitzung: Griffith intcrpcllirt, ob d,c ^icgicrung Großbritanniens dcr amerikanischen Unionsrcgicrung Vorstellungen bc> lreffs dcr Bchandluug dcr glebellcnführcr machcn wcrdc? ^!ord Palmcrston crwicdcit hicranf, dic eng« tische Regierung beabsichtige keinerlei Einmischung. ^öffentlicher Dank! Die Vorsteher der mit dcn mildcn Gabcn be--theilten Gcmcindcn dcs Bezirkes Scnosctsch finden cs für ihre süßc uud heilige Pflicht im Namen aller bclhciltcn Nothlcidcnden dcs obigen Bczirles für die ihnen in so reichem Maße zugekommenen und zugcwrn' dctcn Gabcn vor Allcm drm aUerhöchstcn durch« lauchtisssten Haiserhause, Seiner Exzcllenz dcm Herrn Oberststallmeistcr Grafen von Grünnc, allcn hochgeehrten Gesel l fchaften und edlen Günnern für dic reichen Gabcn, fcrncr Sr. Exzellenz dcm Herrn Statthalter Baron von Schloiß» nigg für die schnelle nnd herzergreifende Einlrituul, dcr Sammluug, für dic treffendste Wahl und auogc« zeichnete Qualität dcr Samcngattnugcn nnd für dic wahrlich vätcrlichc Fürsorge, womit sich Scinc Exzcl-lcnz persönlich von dcm großen Elende überzeugten und durch schnelle Hilsc zu lindern suchten, uud schließlich unserem allvcrchrtcn Amtsvorslehcr Herrn Stcfan Klanzhizh für scinc Geduld, Mühe, Herzensgute und Umsicht, mit wclchcr cr dafür sorgte, daß dic mildcn Gabcn nur wirklich Nothleidcndcn und Bedürftigen zn Theil wnrdcn, und onß rr dcn lent' scügcn Beamten Hcrrn Johann Trocha zur Vcr thcilung abordnete, welcher das Wcrl dcr Mildthä-tigtcit mit wahrer Sclbstvcrlänguung nnd frrundli-chcr Bchandlling dcr Partcicn vollzog, uusern w^rm-stcn Dank mit dcr vollsten Versichcruug z" s"^"^ daß täglich aus dcn dankbaren Hcr^n dcr Bethe'It'-'» zum Throne des Allinächtigcn hnßc Grbelc ausstcigcu, cr möge dcn huhcn llnd cdlcn t^önnern diese cdclhcr ;igc That rrlchlich vcrnl-'ltcii. Markt- u»i Vtschüflöbmchlc. Wiener Fruchtbörse. (Telegramm uom ii<). Mai.) Weizen: Banaler. Naab, von sl. -j.75), 88 Psd., bis fi. 'lM ^ Pfd-Theiß, Naab, von fi. :!.5>0, 87 Pfd., bis fi. .'l.75>, 89 Pfd. MaiS: Wien, fi. 2,^0, 79—80 Pfd. ssorn: Mährisches, Wien, von fi. 2.85>, 80^sl Pfd., bis fl. 2.75), 81-82 M-Slovalisches, Wicn, von fl. 2,85). 80^-^ Pfd.. bis fi. 2.85, 82-83 G» Ungarisches, Wien, fl. 2.M, 7!)z-80Pfd-Gerste: Slouakischc, Wien, ft. 2.I5), 71 Pfd. Hafer: Ungarischer, Transilo, von fl. 1.60, 48 Pfd-, diS fl. 1.08, 5)0 Pfd- Ungarischer, Transito, von fi. 1.65), 5>0 Pfd-, bis fi. 1.70, 51—52 Pfd. Oberosterl-., Transito, fi. 1.50, 47 Pfd. Umsatz in Weizen 20.000 Mchen. Mchlpr-ise unverändert. Vom Musktkommissariats. vaibach, 20. Mai. Aus dem heutigen Mallll sind erschi'nen: 2 Wagen mit Getreide, l Wagcn l^ ötroh (10 Ztr. 07 Pfd.», 89 Wagen nnd 6 Sch'^ !M Klafter) mit Holz. (Wochen »narlt - Preise.) Weizen pr. Mtze" st. l.— (MagazinS.PreiS fi. —.—); Korn fi. 2-"" (Mgz.Pr. sl. -.--);Gevstefl.-. -(Vlgz. Pr. fl. -.-^' Hafer st. —.—(Mgz. Pr. fl.—.—); Halbfrucht fl. -^-"7. (Mgz.Pr. fi.-.-); Heiden fl.-.—(Mgz.Pr. fi. ^^'' Hirse fl. -.-(Mgz. Pr. fi.-.-); Kukuruz fl.^ (Mgz. Pr. sl. -...); Erdäpfel fl. 1.80 (Mgz. ^. fl. —.—); linsen ss. 4. - (Mgz. Pr. fi- ^-^' Erbsen fl. 3.70 (Mg;. Pr. fi. --.-); Fisol"' si ^-^ (Mgz. Pr. ft. -.-); Rindsschmalz pr. ^- ". -^ Schweineschmalz kr. 44; Sp"t, fnsch r. 3/,^ ° geräuchert kr. 44; Butter kr. 5"; ^^p' ^"° kr 1- Milck lordinär) vr. Mast kr. 10; 9m,dflc,sch vr Vfund ? !8 20 Kalbfleisch kr. ltt, Schweine-^s3kr^2SchöpÄH^''^l)udelpr.SM tr "'l Tauben kr 13; H" pr. Ztl. fi. —.—, Strot) ' 80- h lz lMt S -w", Pr. Klafter ft. 8.-, dctto weiches fi^ K-.0; Wein (Mgz. Pr.) rother pr. Eimer 13 fl., weißer 14 ft- ^ Verantwortlicher Redakteur: Ianaz v. Kleinlnayr. Druck und Vcrlaa von Issuaz v."Klelu»,ayr « Fedor Vamberss in ?aibach. Hiezu cin halber Voqeu Amts- nud Inttllincllzbllttt.