/ 81. lahrqsng | Erscheint wuchcntlicli seclisiiuil || (mit Ausnahme der Tclcrtagr, Sc.hriflleitung, Verwaltung und Biicbdruckerci Tel. 25-67, 2i-f)S 25-Ö9. Maribor, Kopaiiska ul. r> aifi Nr. 75 Dienstag, den 1, Anril 1941 li-ri'.iicn- und Abonnrnicnt*-Annalime in der Verwaltung. B ■-/, u s p r i s : \hholrn oder durch die Host monHtlirli üin 26.—, bei Zustelinnj/ Din 27-—, iii* das Ausland inondtlicli Din 40.—. lUn/clnummor Din 1.50 und Hin 2.—. Manuskripte werden nicht rctournirrt. IJei Anfrafien Kückporto brllegen. t*o{>"<' f rGIS Olli — ÜllotUioitr Mtuna ■hbbbb Jugoflawen, bewQl)rt Kul)e und Ordnung! 0 (Sin begrüBen^loerter Eppell i)e^ ^Jüniftetprdülienteii iHrmeefleneral SimoDic au Die ^etJölfenind ^ufloilaiuieii^ ftein ^st üiren Ursprung haben. Deshalb verbiete ich jegliche Übersiedlung aus den Wohnbezirken sowie auch das Verlassen der Wohnungen, weil dafür kein Grund vorhanden ist und weil dies auch schädliche Folgen hs>jen könnte. Die Interessen des Staates und des Volkes fordern es, daß jeder sein Heim beschützt und daß jedermann an seiner Schwelle sein Leben für das Wohlergehen von Vateiland, König und Volk opfert, wenn dies notwendig sein und wenn } dies das Schicksal fordern sollte. I Heer, Fliegerei und Marine unseres I Königreiches sind in Bereitschaft, um ! ih'C Pflicht zu erfüllen. Alle staatlichen Ämter und in erster Linie die Gemeindeämter sowie Geistlichkeit müssen auf jeden Fall auf ihren Posten verbleiben. Die zuständigen Minister werden nur jene Evakuierung gestalten, die in den Plänen vorgesehen ist und für die schriftliche Aufträge herausgegeben werden. Der Herr Innenminister möge alle notwendigen Maßnahmen treffen, daß alle Versammlungen, die nicht den Interessen der gegenwärtigen Lage entsprechen, sowie jegliches Ansammeln des Volkes an verschiedenen Stellen verboten werden. Die zuständigen Herren Minister mögen im Sinne des obigen Ukases alle notwendigen Schritte zwecks genauer Durch fühmng dieser Maßnahmen sofort unternehmen. Bei dieser Gelegenheit ist vor allem die Staatsbeamtenschaft darauf auf merksam zu machen, daß sie in diesen schweren Zeitläuften ihren Dienst gewissenhaft verrichte sowie auch auf ihre Pflicht betreffs Bekämpfung unwahrer Gerüchte und zwecks Erhaltung des Nationalbewußtseins auf notwendiger Höhe. Der Präsident dej Ministerrates: Armeegeneral Dusan S i m o v i ö m. p* Die Seesihlacht im Jonisthen Meer !7toni gibt (en Drrluft bon brel ^reutern unb iivei 3eritbrern )u unb melbet au(6 Ic&toere britif(t>e 'Beriufte / Gd^lectit- toeMer belDinbrrt ble £ufta!ilonen im szBeften / :£>lutioe Äärapfe in Oftafrifa London, 1. April. (Reuter) über die Seeschlacht im Mittelmeer erfahren die Nachrichtenagenturen noch folgendes: Das Groß des britischen Geschwaders bildeten die drei Schwesterschiffe der schweren Panizer »W a r s J) i t e«, »B a r-h a ni« und »V e 1 e b i t«. Da in das Gefecht ;iuch britische Luftßeschwader ein-giiflen, wurden die italienischen schweren, aber äußerst schnellen Kreuzer zum Kampfe gestellt. Die britischen Panzer näherten sich den gegnerischen Kreuzern auf wenige Meilen, bevor sie das Feuer eröffneten. Die »Warspite« gab auf kaum 2 Meikn Entfcrnun-g (kaum 3)4 Kilometel) eine i-alve aus schwersten Geschützen auf die »Fiuine« ab. die sofort an mehreren Stellen in Brand geriet^ Eine zweite Salve vollendete das Werk und der Gegner sackte ab. Die »Warspite« erledigte kurz darauf auf gleiche Weise die »Zar a«, während die »P o 1 a« inzwischen von den anderen britischen Panzerschiffen in Brand geschossen wurde. Der Zerstörer »H a w a c k« kam dicht an die »Pola« heran unorantcblaa HEUTE BEREITS IN KRAFT GETRETEN — DIESMAL NUR FÜR NEUN MONATE — DIE AUSGABEN 14.115,124.100 DINAR — DIE WIRTSCHAFTSUNTERNEHMUNGEN DES STAATES GESONDERT Beograd, 1. April. (Avala) Der neue Staatsvoranschlag für das Finanzjahr 1941, das diesmal nur neun Monate' umfaßt und bis Ende Dezember d. j. dauert, ist heute bereits in Kraft getreten und ersetzte die bisherigen Budgetzwölf- S^riltorlft Qibrrifr retchebrutfcber eiaotebüraer aue 3uoofiatDitn Beograd, 1. April. (Avala). Die Abreise eines Teiles der deutschen Reichs-btirger aus Jugoslawien, /u der es wahrscheinlich wegen einiger unliebsamer Zwischenfälle gekonmien ist, die von unverantwortlichen Personen .inläßlich der patriotischen Manifestationen am und 28. März d. J. verübt und die sowohl sei-tens der Regierung als auch seitens unserer gesamtc(i Öffentlichkeit mit größtem Bedauern utjd Verurteilung zur Kenntnis genommen A^urden, verursachte bei ein- zelnen i'eisuiien eine gewisse Verwirrung. Wegen dieser Vortälle werden die Staatsbürger aufgefordert, auch in Zukunft bei jeder Gelegenheit Ruhe und Kalt blütigkeit zu bewahren und sicli durch Alarmineldungen welclier Art imnu'r nicht irreführen zu lassen, weil unsere Regierung iherseits alle Schritte unternimmt, damit jeder Zweifel bezüglich unserer aufrichtigen Hcstrebimgen zur l:rha1tung guter Beziehungen mit unseren Nachbarn beseitigt werde. tel. Die Ausgaben belaufen sich auf 14.115,124.100 Dinar und ebenso auch die vorgesehenen Einnahmen. Der Voranschlag ist fortan geteilt und umfaßt die Budgets der Staatsverwaltung im engeren Sinne und der staatlichen Wirtschafts Unternehmungen, die nun zu einer eigenen Körperschaft zusammengeschlossen sind (wie die? beispielsweise schon vor Jahren bei der Stadtgemeinde Maribor hinsichtlich ihrer Betriebe der Fall ist. Anni. d. Red.) Der Haushaltplan der Staatsverwaltung umfaßt .Ausgaben in der "he von 0.n2'l.fi98.100 Dinar und ist, auf neun Monate unigerechnet, um 1.380 Millionen Dinar höher als der eben abgelaufene. Der Voranschlag der Staatsbetriebe sieht 5.090,42H.O(X> Dinar vor und dürfte einen Überschuß von ■100,131.800 Dinar Aufweisen. Die neuen Kredite für die Landesverteidigung werden außerhalb des Hurtgets au 1 Landcsuverteidigung^fond ge- schöpft werden. Mittelmeer wurden zwei erfolgreiche Angriffe auf Malta sowie auf die britischen Truppen in Nordafrika durchgeführt. Gestern flog der Feind weder bei Tag, noch bei Nacht über Deutschland ein. Rom, 1. April. (Stefani) Wie aus dem Bericht des Obersten italienischen Genc-rabtabes hervorgelit, war es in der Nacht vom 28. auf den 20. März im Jonischen Meer zu einer schweren Seeschlacht gekommen, bei der wir drei Kreuzer mittlerer Tonnage sowie zwei Zerstörer verlo-j ren. Ein gj^oßer Teil der Mannschaft ist i cjerettet. .^uch der Feind hat schwere Verluste erlitten. Ein großer Kreuzer wurd«; von unseren gröPden Bat^erien ^^troffen und ist gesunken. Zwei weitere Einheiten wurden schwer beschädigt. Roni, 1. April (Stefani) Dem gestrigen Bericht des Hauptquartiers der italienischen Wehrmacht zufolge wurden an der griechischen Front örtliche feindlich«^ \ngriffe abgewiesen. Deutsche Flugzeuge führten Angriffe auf den Flughafen Halffar auf Malta aus. In Nordafrika griffen deutsche und italienische Flugzeuge feindliche mechanisierte Einheiten an. Feindliche Flugzeuge erschienen über Tripolis, richteten aber keinen Schaden an. In Ostafrika sind unsere Truppen östlich von Cheren in schwere Kämpfe verwickelt und fügen dem Feind schlimme Verluste zu. Auch unsere Verluste sind groß. Oberst Borghezi fand den Heldentod im Augenblick, als er die tap-fe-en Soldaten des 10. Regiments der sa-voyisch"n Grenadiere befehligte. In den l.iif!1:ämpfen wurde von unseren lägern eine Hurrican-Maschino abgeschossen. Der Feind führte einen Luftangriff auf .Asmara aus, bei dem 10 Personen getötet und Maicrialscliaden an den Häusern :inj':eriehtet wurde. F/m l'nlerseebooi versenkte im .\tlnnlischen U-^ean ein feindliches Schiff von mittlerer Größe. >Mariborer Zeitung- Nummer 75, Dienstag, den 1. April 1941. Die „Avala" demenflert Falsch meitiuRgen des Auslandes 2)ie S)(ul|(f>en ^ugotlatpien« piEniepen öetiietben ecf)ug {Die I)te übrigen 0taat(i&ürßer Beograd, 1. April. Die Nachricliten-agentur Avala teilt mit: Wir sind ermächtigt, in kategorisclier Weise die Informationen gewisser ausländischer Blätter über Ausschreitungen gegen nationale Minderheiten in Jugoslawien in Abrede zu stellen. Ebenso entsprechen die Behauptungen eines Teiles der ausländischen Presse nicht der Wahrheit, daß in Jugoslawien Demonstrationen gegen Deutsche organisiert und daß in den stattgefundenen festlichen Umzügen englische und polnische Fahnen getragen und Lieder ^osungen worden seien, die zur Bedrohung des Lebens der Deutschen aufgefordert haben sollen. Entschieden werden auch die Meldtin^en ausländischer Blätier dementiert, wonach sich eine gew'^'Se Zahl der dcie. D'' Mitglieder der deutschen Minderheit in Jugoslawien genießen alle bürgerlichen Rechte und denselben absoluter Schutz wie die i> ''igen fugoslawischen Staatsbürger. 'Oort)erriiuhßrn für ^rrounfeiuna KTJNDMACHLING DES MARIBORER STADTMAOISTRATS Der Stadtniagibtrat teilt mit: Wie cier Stadtm^^gist^at schon in der Tagespresse dieser Tage ailgeinoinc Anleitungen zwecks Durchführung der Verdunkelung verlautbart hat, wird die Be-vöi'kerung abermals darauf aufmerksam .ü^eniacht, die erlassenen Verfügungen dis-I tipliniert und ruhip: vorzubereiten und durchzuführen, soweit es sich um die Verdunkelung von Privatwohnungen, Fahrzeugen usw. handelt. Jede unnötige .Xufrci^ung schadet den Interessen des Staates, der die Ruhe nach innen und nach außen aufrechtzuorhalten wünscht. Der ISierfonrnjupöberffOr in ^uaofjatQien norma^! Beograd, 1. April. (Avala). Die Generaldirektion der jugoslawischen Staatsbahnen teilt mit, daß alle personenführenden Züge nach wie vor weiterhin verkehren, Es war keine Einstellung personen- führender Züge vorgesehen. Im Gegenteil es ist vorgesehen, daß im Bedarfsfall noch Sondcr-Personenzüge eingeführt werden. iSiitfoteit den alten Jlta rtturfi>« öerlf^ngert Mil 31. März d. J. ist die Frist für die Ausnützung des alten Kurses der CIcm-ringmark von 14.80 zur Begleichung von alten Rechnungen abgelaufen. Im Einvernehmen mit Deutschland wurde jetzt die-' se Frist um e'nen Monat verlängert und gelten die Zahlungen zum alten Clearing, | kurs noch bis Ende .^pril d. J. 3Bo(Den{>rri(0t Der :9eogra5rr 3örSe Effekten; Der historische Um-iTendenz ab. Infol'ge des geringen Angeschwung in der jugosi, Innenpolitik hat botes war der Umsatz in dieser Woche auch seine Rückwirkungen an der Börse j schwächer als in der Vorwoche. Im folgehabt. Zu Ende der Woche war d. Nachigenden geben wir einen vergleichenden frage sehr stark und alle angebotenen ; Überblick der zu Ende dieser und zu En-Papiere fanden reißenden Absatz. Die | de der vergangenen Woche notierten Kurse aller Papiere schlössen daher zu 'inde der vergangenen Woche mit fester Kricgsschadenrente 7% Invesfitionsanleihe 4% Agrarobligationen 6% Beglukobligationen dalni. Agrar 6% Forstobligationen 7% Blairanleihe Blairanleihe 1% Seligmananleihe 1% Stabilisationsanleihe A k t i e n: Die Aktien der Nationalbank wurden im Laufe der ganzen Woche zum unveränderten Kurse 6450 g'ehandelt. Die Aktien der PAB (große Stücke) wurden zu Beginn der Wochc in der Nachfrage zu 200, sodann in der Nachfrage zu 211 notiert. De vi sen: Die Clearingmark Kurse: 21.111. 477.50 100.— 57.— 85.— 79.75 79.75 100.— 105.— 110.— 98.— 28. III. 477.50 100.— 57.— 86.— 80.— 80.— 100.— 105.— 110.— 9fi.— '+" oder :+■ 1.— V. 1/4 '+' V-i wurde auch in dieser Woche sehr lebhaft gehandelt. — Saloniki- Bons notierten im Laufe der ganzen Woche zum unveränderten mittleren Kurs 37.50. So-f i a notierte nur am letzten Börseiitage im Abschluß zu 52.08. (^la^, ein 3öerfftoff Der i^ufunft Nürnberg, März. (UTA). Werkstoff j Glas hat bisher ein unscheinbares Dasein I geführt; das mag z. T. an seiner substan-1 ziellen Durchsichtigkeit gelegen haben. I Wer sich jedoch einmal die Mühe macht, I die Gegenstände seiner täglichen Umgebung zu beobachten, der wird immer wie der auf Glas »stoßen«. Vorsicht! Zerbrech lieh!) Aschenbecher, Vase Thermometer, Glühlampe, Fensterscheibe, alles ist aus Glas. Der Nationalökonom sieht tiefer, er kennt neben der volkswirtschaftlichen auch die wehrwirtschaftliche Seite de.s Glases. Da ist das optische Glas für viele Erzeugnisse auch der militärischen Beobachtungstechnik, das elektrotechnische Glas für Röhren, Glühlampen und Gläser, das Ampullenglas, das als Behälter für Medikamente, Heil- und Impfstoffe in der Gesundheitsbetreuung unentbehrlich ist. Das Konservenglas dient der Sachwcteer-haltung von Lebens- und GenuRmitteln im Haushalt, neuerdings aber auch in der industriellen Obstkonservierung an Stelle der für andere Zwecke zu verwendenden Metalle. Die vielseitige Verwendbarkeit des Tafelglases erstreckt sich auch auf die überglasten Gewächshäuser, deren ernährungswirtschaftlichen Wert gerade der Großstädter zu schätzen weiß. Dazu ist als neue Gattung die Glasfaser gekommen. Sie stand auf einer dieser Tage 7U Ende gegangenen Tai?ung der deutschen Glas- und Hüttentechniker im Mittelpunkt der Diskussion. Prof. Doktor Paul August Koch von der Technischen i Hochschule Dresden konnte über die Er- gebnisse seiner textilen Untersuchungen Glasseide und Glasfasern berichten. Heute kann in den Hütten das Glas so dünn ausgezogen werden, daß es Faden-und Faserform erhält. Man zieht Fäden bis zu fünftauscndstel Millimeter, so daß sich die Sprödigkeit des Ursprungsmaterials verliert und sich seine Geschmeidigkeit und Dehnbarkeit vergrößert. Im Jahr hundert der Chemie, wo die Menschheit das Wundern verlernt hat, muß es trotz-ilem als eine Sensation wirken, daß man den anorganischen Stoff Glas in Laboratorien zu solchen Eigenschaften gebracht hat. Man möge sich dabei vergegenwärtigen, . daß die Ausgangsstoffe für Jie Glasschmelze Sand, Soda und Kalk sind, daß Glas also aus Mineralstoffen erschmolzen wird, im Gegensatz also etwa zum Plexiglas, das eine organische, hoch molekulare Substanz ist, die ihren Ursprung in der Kohle hat. Bisher ist Glas im textiten Gebiet nur am Rande vermerkt worden, aber die Entwicklung geht dahin, daß das auch einmal bald modisches Material in der Textilindustrie wird, nachdem es sich be reits als technisches Material in Form von Isolationen und Wärmeschtitz bewährt hat. Das ist in erster Linie eine Frage der Fadenfeinheit, der Festigkeit und der Beständigkeit gegen verschiedene Einflüsse. Die modische Verwertung der Glasseide, die etwa bis zur Qualität des schweren Vorhangstoffes gediehen ist, wird durch eine Entdeckung von Dr. ffens Freytag, Frankfurt a. M., begünstigt, dem es gelungen ist, ein Verfahren auszuarbeiten, mit dem man schon die dünne Glasfaser einfärben kann, und zwar in jeder beliebigen Farfcnuance. tosMi. »Wie war's In SirTHen?« »Schön, aber, entsetzlich heiß. Vierzig »Naja, du brauchtest dich ja nicht im Schatten aufzüchaTten«. Bei einem Sportfest kamen zwei Läufer gleichzeitig ans Ziel. >Wie nennt man das, Kurt, wenn zwei-auf einmal ankommen?« fragte der Va-tter. »ZwilHnge!« antwortete Kurt. fraUletm Lipe Efzätilung von Josip JuriU (Aus dem Slowenischen üt^ersetzt.) Wie Lipe ihr früher erzählte und seinen Worten vollkommen glaubte, daß ihre Liebe sein Leben sei, so war er diesen Abend in seinem Schlafzimmer mit unendlichem Schmerze schnell fertig mit dem Urteil: »Liebe ist nichts; sie existiert nicht, — und unter diesen Umständen ist auch das Leben nicht viel wert.« Spät in der Nacht kehrte der alte Vater RodovS^ak vom Pferdemarkte zurück und Licht im Zimmer seines Sohnes sehend kam er ihn noch schelten, warum er nicht schlafe. — Wie sollte er schlafen? Und Marie? Unwillig kam sie nach Hause, und ihre Mutter sprach nicht gar freundlich von Lipe. Sie gab ihre gewöhn liehen Lehren. Das Mädchen, als es allein war, half sich nach Weiherart e> weinte.Es liebte ilin. h.ltte das armo Mädchen gctnn. ■^«cnn es gewußt hätt'*, wir er jetzt denke. VII. Nach und nach gestaltete sich der kör-periiche Zustand bei Lipe derart, daß er nicht wußte, ob er krank oder gesund sei; heute empfand er Schmerzen, morgen wieder ging er herum, und es schicn ihm unmöglich, daß er noch lange leben werde. Leute, die ihm von allen Seiten ihr Mitleid bekunden 'wollten, waren für ihn eine wahre Plage, wie Fliegen um die Ohren. Mitunter hatte er alle zum Teufel geschickt. Der eine, der ihn sah, schüttelte mit dem Kopfe und sagte: »Welche Blässe im Gesichte!« Der andere, der mit Lipe's Vater in geschäftlicher Beziehun.^ stand, fügte leichtfertig hiezu, als ob von einem lahmen Gaul die Rede wäre; »Junger Herr! Sic werden niemals in Rodovjc die Wirtschaft führen, denn Ihr Aussehen ist nicht darnach.« Der Arzt im Orte verschrieb ihm eine Menge Arzneien und sprach zeitweise von Gefahr. Die Leute dagegen, welchc voll der Vorurteile sind, sagten: »Der Arzt versteht nichts; seinetwegen kann er noch 100 lahre leben; iedes Weib weiß mehr.'*' Besonders der alte RodovSfnk jagte jeden davon oder verwies ihn barsch, der ihm von der Krankheit seine--Sohnes «sprach. vnr der p't'"' in "^ron Bcsor:;nis: zuweilen kannte man ihm eti an, zuweilen jedoch konnte er es verbergen. Lipe selbst dachte schon nicht mehr viel darüber. Er hatte andere Herzenssorgen, die ihn quälten, und welche gewiß viel dazu beitrugen, daß alle Arzneimittel seine Gesichtsblässc nicht zu vertreiben vermochten. Es gereichte ihm gewissermaßen zum Tröste, daß er an seinem Leben zu verzweifeln begann und einsah, daß sein Lebensglück, wie er sich selbes in der Liebe ausgemalt, im Eriöschen ist. Sie schrieb ihm bald darauf, nach dem er sie besuchen gewollt, aber nicht zu Hause getroffen. Der Brief, welchen ein kleiner Knabe überbrachte, war sehr kurz. Sie fragte, wie er sich befinde und warum er nicht komme^ Lipe schien der Brief so kalt, so alltäglich, wie sie einen solchen noch niemals geschrieben. Etwa z^'ci Sätze gegen das Ende (welche ganz und gar harmlosen Inhalts waren) schienen ihm geradezu beleidigend. Alsogleich nach Empfang setzte er sich Abends hin und schrieb die Antwort. Diese war lang. Als er sie durchlas, um hie und da ein allfällig übersehenes Wörtrhen einzuscha'-ten, oder ein vergessenes Pünktchen an | die richtige Stelle zu setzen, bemerkte er,! daß der Brief ru scharf, 7\\ vorwurfsvoll i ' <;el. -»erriß üin UP'! »^rhrieb sofort ei- [ inen /.weiten mit der Absicht, ihr in Ruhe I vorzustellen, wie ste sich verändert habe. Schließlich sah er, daß er wohl andere Worte und Sätze schrieb, aber die gleichen Gedanken sind. Nichts! Gut ist es so, sie muß nachgeben, sie muß sich rechtfertigen! — Den anderen Morgen ■war der Brief abgeschickt. Ihre .Antwort war kurz. Sie sagte, daß sie diese Vorwürfe nicht verdient, daß sie ihr sonderbar vorkämen und bat ihn, er möge doch kommen, damit sie sich besprächen. — Dies war Lipe abermals nicht recht. Sie mußte ja wissen, daß er nicht vom Hause könne, wann er wolle, zumal jetzt nkht. Jetzt aber wollte er auch nicht. Zwar trat an einzelnen Abenden die Versuchung an ihn heran und die Sehnsucht, die »Treulose« z« sehen, trieb ihn eine kurze Strecke gegen den Markt; doch jedesmal siegte der Widerspruchsgeist, oder es kam zu ihm der Vater und verhinderte ihn so, 'denn dieser bekümmerte sich desto mehr um seinen Sohn, je mehr sich um dessen Gesundheit fürchtete. — So wuchs nun der Briefstreit, zumal lieh auch das Mädchen Lipe's Benehmen nicht erklären konnte, und an ihm zu I zweifeln begann. Sind doch ^weif*»! und ! Mißtrauen unerbittliche quälcfide Regle»-I ter der Liebe. i j (Fortsctziiig folgt.) Dienstag, den I. April 1941. »Marfborer Zeltung« Nummer 75. Alis Stadt iiiui Umocbima ?Rarfbor. 2)ien«tag. Orn i. SlDril 3u(rrrrar(rii in O!larf&or Das städtische Approvisionierungsamt tei'lft mit: Infolge Beschwerden der Bevölkerung, daß nicht genügende Zuckermengen ausgefolgt werden, traf das städtische Approvisionierungsamt eine Verfügung, wonach ab 1. Aipril d. J. die Mariiborer Kaufleute Zucker nur gegen Vorlage der Mehl-tmd Brotkarten, versehen mit der roten Stampiglie, abgetyen dürfen. Jeder Ein- wohner hat das Recht, monatlich ein Kilo Zucker gegen Vorlage der Nahrun^s-mittelkarte zu kaufen, auf deren Talon der Kaufmann die im cnts-prechenden Monat bezoigene Zuckermenge Mi vcrnvcrken hat. Die ^'Konsumenten und Kauflcutc werden aufgefordert, sich nach oibiger Bestimmung genau zu richten. 2>or 5er O^euregelung öed SleifcDber&rau^rd INFORMATIONEN DER BEOGRADER »POUTIKA«- Beoigrad, I. AipriL Wie die Beogra-der »Politika« berichtet, beschäftigte sich eine in der Direktion zur Förderung des Außenhandels abgehaltene besondere Konferenz miit der Frage der ausreichenden Versorgung des Landes mit Fleisch, sowie mit der Frage der Ausfuhr nach dem Auslände in den Grenzen der früher übernommenen Verpflichtungen. Wie man erfährt, Ist man auf dieser Besprechung zu der Schlußfolgerung gelangt, daß in beaug auf den Fleischverbrauch Sparmaßnahmen notwendig sind. Zu diesem Zwecke wurde eine Verordnung vorbereitet, durch die die Zahl der fleischlosen Tage in der Woche von zwei au.f drei erhöht werden soll. Außer dem Donnerstag und dem Freitag, an denen auch bisher kein frisches Rindfleisch, Kalbfleisch und Schweinefleisch verkauft werden durfte, soll nun auch der Mittwoch zum fleischlosen Tage erklärt werden. Vor allem sofllen sich die geplanten Sparmaßnahmen auf (Jen Veilbrauch von Rind- und Kalbfleisch erstrecken, für das die Nachfrage am stärksten ist, außerdem ist auch in der kommenden Jahreszeit, wo das Vieh auf die Weide getrieben wird, eine Verminderung des Auftriebes an Hornvieh auf den Märkten zu erwarten. Nach dem Entwurf der neuen Verordnung soll sich der fleischlose Tag am Mittwoch nur auf Rind- unid Kalbfleisch beziehen, während Schweinefleisch auch am Mittwoch verkauft werden darf. Die übrigen Bestimmungen der neuen Verordnung beziehen sich auf die Regelung der Frage der Schlachtumg von Jung vieh. Jungschweinernes darf nur noch an Sonntagen verkauft werden. Lämmernes und Hammelfleisch darf auch weiter an allen Tagen der Woche verkauft werden. Kälber, die für Zuchtzwecke geeignet sind, dürfen überhaupt nicht geschlachtet werden. Geflügel kann auch weiter uneingeschränkt verkauft und verbraucht werden. m. In Ljubljana sind die Schulverwal-tersgattin Antonie Loväe und die Abiturientin der Handelsakademie Ludmilla Potlak gestorben. m. Oast Im Mariborer Theater. Bei der heute, Dienstag, stattlindenden Reprise von Finzgars Drama »Ruine des Lebens« wird sich Janez Cesar, Mitglied des Ljubljanaer Nationaltheatcrs, als Gast vorstellen worauf das Theaterpublikum ganz besonders aufmerksam gemacht wird. m. Die Zusammenkunft der pensionierten Lehrerschaft für den Monat April •findet nicht statt. m. Die Ausgabe der Lebensmittelkarten III Pobrezje wird am 2. und 3. April erfolgen und zwar in nachfolgenden Rayons: Kinosaal Rendel]: PreSernova, Ipav^eva, Masarykova, Kettejeva, Slom-Skova, Camkarjeva, VerstovSkova, Nasip-na, Zupan^iCeva, Cvetli^na, Finzgarjeva, Ob gozdu, Ti^aSka, Zagata, Gregorinova, Krpanova, Aleksandrova, Preöna ulica. Schulgebäude: Vrtna, Sokolska, Poljska, Copova, Jadranska, Hutter-Kolo-'nie, Zrkovska, Ob Dravi, Nabrezna, Fran-'kopanova, Solska, Malgajeva, Gajeva, ASkerCeva, 2eleznikova, Medvedova, Mi-kloSiCeva, ErjavCeva ulica. — G a s t- ^ haus Roz man: Gosposvetska, Gub-' ^eva, Delavska, Lovska, Nova, Trstenja- { kova, Strazunska, Schottergrube, Tezen-1 ska, Stranska, Vrazova ulica. — Gasthaus Marin: Tezno. — S c h u t g e-bäude: m Devica Marija v Brezju; Dogo§e, Zrkovci und Devica Marija v Brezju. m. Die Tisch'erarbeilen itn neuen Realgymnasium wurden im Lizitntionswcge an die Firma Maria Perko in Ljubljana vergehen. * Achtung! Große Auswahl von Küchen- und Weckeruhren, nur beste Marken O. Kiffninnn, Alfk-^^aniirova 11. • Hornhaut und Hühneraugen entfern! Echmerzlo? »Bala« Maribor, 19 isfDcnte '^utituuerüilüitu'^uju Alis SiTOttiilqüiiito sg. Die Thronbesteigung Seiner Maje. stät Könölg Peter IL wurde auch in Slo-venjgradec festlich begangen. Die Stadt war festlich beflaggt und am Abend illuminiert. In einem großen Festzug brachte die Bevölkerung von Stadt und Land dem jungen Herrscher ihre Huldigung dar. sg. Die Bautätigkeit entwickelt sich in Siovenjgradec trotz der außergewöhnlichen Zeiten recht erfreulich. So wurden heuer allein fünf Neubauten- und eine Reihe von Adaptierungen in Angriff genommen. fcmicniiDCll Slleine Sdiökn lajö) . beliobeu Wie pflege ich meine Wäsche? Das Haushalten mit den vorhandenen Wäschebeständen ist gerade in dieser Zeit von größter Wichtigkeit, da Neuanschaffungen und Ergänzungen nur in beschränktem Rahmen vorgenommen werden können. Grundsätzlich sollte es sich jede Hausfrau deshalb zur Pflicht machen, alle Schäden, die sich an der Wäsche, sei es an der Bett-, Tisch oder Küchenwäsche zeigen, sofort auszubessern. Jeder weiß aus Erfahrung, daß ein geringfügiger Schaden, ein kleiner Riß, den man unbeachtet läßt und dessen Ausbesserung von heute auf morgen und von morgen auf übermorgen verschoben wird, sich in wenigen Tagen zu einem größeren Schadcn entwickelt, dessen Behebung nicht nur entsprechend mehr Mühe macht, sondern der auch das gesamte Wäschestück weit mehr entwertet. Diese sorgfältige Pflege der Wäsch.? muß sich in erster Linie auf die Bettwäsche beziehen, die ja am stärksten angegriffen wird. Bei Bettlaken ist es ratsam, dünne Stellen, gerade wenn sich noch kein Riß zeigt, zu verstärken, indem man , ein entsprechendes größeres Stück Stoff unterlegt und feststeppt. Noch mehr zu empfehlen ist es ,die Laken zu »stürzen«, das heißt sie werden in der Mitte der Länge nach durchgeschnitten, dann dreht man die beiden Teile um, sodaß jetzt die Außenseiten in der Mitte eine Naht bilden. Auf diese Weise wird die Lebensdauer eines Lakens beträchtlich erhöht. Bei Tischtüchern pflegen zuerst dij Stellen dünn zu werden, die auf den Tischkanten aufliegen. Man kann dieser Abnutzung entgegenwirken, indem man beim täglichen Gebrauch das Tischtuch nicht genau in die Mitte legt, sodaß alle Seiten gleich weit überhängen, sondern es des öfteren um wenige Zentimeter verschiebt, sodaß nicht ständig die gleichen Streifen durch das Auflegen der Arme durchgerieben werden. Ganz besonders notwendig aber ist eine pflegliche Behandlung der Küchenwäsche. Hies heißt es zunächst auf Rostflecke achten und sie sofort mit einem Roststift entfernen, che der Rost den Stoff zerfrißt. Schadhaftes Geschirr zerreißt selbstverständlich umso leichter die Trockentücher. Es ist ratsam, unter den Küchentüchern stets eines bereitzuhalten, das bereits schlechte- ist und das ganz bestimmten Zwecken vorbehalten bleibt Man verwendet es nicht nur zum Trocknen solcher schadhaften Gegenstände, sondern beispielsweise auch des Reibeisens, das übrigens stets nur vorsichtig abgetupft werden darf. Danach trocknet man Reibeisen sowie auch Fleischhackmaschinen und ihre Einzelteile in der ü-fenröhre, auf der Heizung oder auf der warmen Herdplatte nach, im Sommer an der Sonne. Auch zum Trocknen der Bestecke sollte stets ein besonderes Tuch verwendet werden. Hier heißt es achtgeben, daß stets beim Abtrocknen der Messer die scharfe Seite nach außen liegt, sodaß sie nicht in den Stoff einschneiden kann. Gabeln reibt man nur nach einer Seite zu trocken, damit sich die Zinken nicht in den Stoff einbohren. Gebrauchte KUchentücher, die naß geworden sind, sollen niemals unmittelbar danach eng nebeneinander an den Handtuchhalter gehängt werden, womöglich noch mit einem Uebertuch bedeckt, weM sie auf diese Weise, besonders in feuchen Küchen, leicht stockfleckig werden und sich an der Wand darunter Schimmel bildet. Sie werden vielmehr zum Trocknen an den Ofen oder über die Leine gehangen. Moclbour iUfnltt Dienstag, l. April um 20 Uhr: »Ruinen des Lebens«. Ab. A. Gast-spiel Janez C e-sar. 0taMt6eatrr fn (Seife Mittwoch, 2. April um 20 Uhr: »Doro. thea Angermann«. Gastspiel des Mariborer Theaters. Xm-KliiD Burg-Tonkino. Der große Schlager »Marika« (Frühjahrs^parade) mit Franziska Gaal, Paul Hörbiger, Wolf Albach-Rctty, Hans Maser, Theo Lingen, Tibor v. Halmay, Fritü Imhoff und Adele Sandrock. Die Regie führt Geza v. Bolvary, Musik von Robert Stolz. — In Vorbereitung der neueste Hans Albers-Film »Ein Mann auf Abwegen« (Der Gast der Unterwelt). Esplanade-Tonkino. Der Lustspiel-Schlagerfilm »Margerita : 3« mit Theo Lingen, Gusti Huber, Richard Romanow-sky und Hermann Thimig. Ein erstklassiger, geistreicher und humorvoller Film, voll lustiger Verwirrungen, die Lachsalven auslösen. — In Vorbereitung der beste amerikanische Spitzenfilm »Adieu, Meister Chips«. Ünion-Tonkino. Bis einschl. Donnerstag »Bei Sonnenuntergang«. Ein großes Filmwerk, dessen ernster Inhalt mit einem zarten Humor durchwoben ist. In der Hauptrolle der berühmte französische Charakterdarsteller Harry Baur. —• Als nächstes Programm wird der schöne Mickey Rooney-Film »Die Liebe des jungen Audy Hardy«. ^D0tltefenna(f)t6ien^t Vom 29. März bis 4. April verschen die Mariahilf-Apotheke (Mr. Ph. König) in der Aleksandrova c. 1, Tel. 21-79, und die St. A n t o n i u s - A p o-theke (Mr. Ph. Albaneze) in der Fran-kopanova ul. 18, Tel. 27-01, den Nachtdienst. ^]^r(tftifdic 3®tnfe für Ledersessel reinigt man mit warmem Wasser, dem man auf je eine Tasse einen Löffel Fruchtessig zusetzt. Nun reibt man das Leder mit einem sauberen Schwamm, bis es rein ist. Danach wird das Leder mit einem weichen Lappen und wenigen Tropfen Oel übergerietDen. Oelgemälde und Oelanstrich an Fenster und Türen werden am besten mit Kartoffelwasser behandelt. Man schält ei'vgc große Kartoffeln und reibt sie. Nun giefM man frisches Wasser auf, rührt den Brei um und wäscht mit einem weißen Flanell läppen mit dem Kartoffelwasser Türen u. Fensterrahmen gut ab, wäscht mit klarem Wasser nach und trocknet mit einem reinen Tuche. Oelgemälde werden auf die gleiche Weise behandelt, tlie Farbe wird dabei nicht nn^ecriffen und der Schmut? verschwindet. Goldrahmen sind oft von Fliegenschmutz verunreinigt. Man entfernt ihn durch Ueberstreichen mit Weinessig und Nachspülen ni. reinem Wasser. Das Trock nen geschieht am besten an frischer Luft. Um Goldrahmen aufzufrischen, ist es ratsam sie mit der Schnittfläche einer Zwiebel abzureiben. Risse im Linoleum oder Wachstuch dürfen nicht zusammengenäht werden, da sonst der Schaden noch größer wird. Rat sam ist es, ein dem Riß entspechendes Stück festen Stoff auf der unteren Seite über die schadhafte Stelle zu kleben, bann wird das Tuch oder Linoleum umgewendet, Papier unterlegt und die Stelh' beschwert, bis sie trocken ist. Auch Leukoplast tut im gleichen Falle gute Dienste. BambuSrtiöbel werden tadellos sauber, wenn man sie mit scharfer Bürste und warmem Salzwasser reinigt, mit einem sauberen alten Leientuch trocken reibt und in Zugluft nachtrocknen läßt. Schmutzige Teppiche müssen zunächst gründlich entstaubt, am besten geklopft, werden. Ilm Flecke zu entfernen und die Farben aufzufrischen, stelle man eine Mischung von einer Tasse Salmiakgeist auf einen Eimer Wasser her und reibt dann mit einer Bürste und dieser Lösung den Teppich ab. Dabei darf die Bürste nicht zu naß sein, damit die Nässe nicht in den Teppich einzieht. Strohmatten werden wieder sauber, wenn man eine Handvoll Kochsalz in war mem Wasser auflöst, eine scharfe Bürste hineintaucht und die Matte mit dem Salzwasser (nachdem sie entstaubt ist) kräftig abbürstet. :»örie Zagreb, 31. März. Staatswerte: Kriegbschaden 477.50—478, 4% Agrar 56—0. Begluk 85.25—0, 6% dalm. .Agrar 70.75—80, Forstobliga-tionen 79—0, 7% Investitionsanleihe 99— 0, 7% Seligman 102—0, 1% Blair 0-102, 8% Blair 104—-O; Priv. .Agrarbank 205—0. Ogl r«g pod S. Br. 1318 od 15 XII. I93ä. »Marrborer Zeitung^f Nammer 75. Dienetag, den 1. April 1941. Spoct 3)ie 0er&if(t)( £iga Die Frage der F i n a 11 e 1 In e h m e r nach dem großen Sieg der Serbischen Liga ist noch immer ungelöst. Nach dem großen Sieg der »Vojvodina« über den 2AK kann der Novisader Klub als der dritte Anwärter bezeichnet werden, während als vierter der Beograder »Jedinstvo« oder der SK. Bata in Betracht kommen, deren Treffen am Sonntag allerdings ausgefallen war. In der Tabelle lautet derzeit die Rei hung: BSK 18 15 2 1 63:17 32 Jugoslavija B. 18 11 4 3 41:21 26 Vojvodina 18 7 5 6 36:28 19 Jedinstvo 17 8 2 7 20:21 18 18 7 4 7 32.42 18 ßata 17 8 1 8 38:32 17 Jugoslavija J. 18 7 2 9 27:41 16 Gradjanski 17 5 4 8 24:37 14 Slavija 17 5 4 8 24:37 14 Bask 17 1 4 12 21:56 6 : Im Wettbewerb der Skifunktionärc auf der Rozca oberhalb Jesenice trug Drago Korenini den Sieg davon. Im folgten A4ax Medja, Paul Uikman. Dr. Po- toönik und Stanko Ravnik. : Ein CroB-Coufitry über 6500 Meter wurde in Jesenice ausgetragen. Sieger wurde Kvas in 20:34 vor Zupan und Kun-ßiö, die 20:43 bzw. 21:14 Minuten benötigten. : Im nordische Skisport gab es verschiedene große Ereignisse, bei denen die Elite der internationalen Läufer wieder in Erscheinung trat. In Ornskoeldsvig (Schweden) gewann der Finne Matti L ä h d e einen 25«Kilometer-Langlauf gegen die beiden Schweden Axel Danielson und Karel Röstedt. Im Spezialsprunglauf belegte Sven Selanger (Schweden) den ersten Platz vor dem Finnen Tolvunen. LanglaufWeltmeister Dahlqvist (Schweden) holte sich in Härnosand (Schweden) einen 30-km-Lauf in 2:15:42. In Finnland trafen sich die schwedischen und finnischen Spitzenkönner in Rovaniemi in einem 50-km-Dauerlauf. Pekka Niemi errang einen bemerkenswerten Sieg vor Brannström (Schweden) und seinem Landsmann Weltmeister Kuri-kkata. Klctnct AlMtiOBC V**"' WwTiuii»«», BMd«l nit Qwtbm, VcnnawJiuog.u . ^ KoiT»ipond«M bl* tO Worla DIa mIi»« Wam ni* bU 90 Wort« DIa JtdM irolMr* Wovi Otn Vnv dla ZimTIiAiiä» roo ohlffrlertoa nri«f«D Ut aia« OabOhr von DU Mtriohten. — B«l JLalVu«!^ oad Adrw» «U. bi «in, CkbOhj ^ Ol« !■ PgMDvbaa bctaaMhUM^n. IfustkieäeMs PFERDEFUHRWERK samt WaEcn zum Transport von Heu von LajterSbcrk zur Artillcriekasernc wird gesucht, Dr. Schcrbaum. Tru-barjcva 5. 1557-1 & vumieUk OroUc ZWEIZI/MMERWOHNUNG zu vermieten. Vetrinjska ul. 18-1. 1618-5 DREIZIMMERWOHNUNG sonnitr. 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VukaSino^ö, Cafova ul, Nr. 1. 1622-8 Staatliche Klassenlotterie Da der Lotterieplan der abgeschlossenen 41, Spielrunde mit ihren interessanten Aenderungen bei den Loskäufern große Billigung gefunden hatte, weil alle von den irmächtigten Verkäufern und deren Unterverkäufern übernommenen Lose fast völlig ausverkauft wurden hat die Staatliche Klassenlotterie diesen Plan auch fUr die beginnende 42. Runde in Geltung belassen. Die Lose der 42. Spielmnde sind fertiggestellt und gelangen am 1. April d. J. in 100.000 ganzen Losen zum Verkauf. Die ZiSungen finden statt in der L Klaue am 8. Mai 1041 n. Klasse am 5. Juni 1941 DI. Kluse an 4. Juli 1941 IV. Klasse am 25. Jall 1941 V. Klasse vom 12. Aug. bis einschl. 10. Sept 1941 Der L 0 s p r e i s beträgt für jede Klasse für dn ganzes Los Din 200.-~, für ein halbes Los Din 100._und fOf ein Viertellos Din 50^ Der Gesamtwert der Treffer in der 42. Spielrunde betritt DIN 65.000.000.- In allen fünf Klasseti gibt es 7 Prämien» und zwar zu Din 2,000.000.— und zu Din 1,000.000.—, ferner 3 zu Din 500.000.— und 2 zu Din 300.000..^ Außer diesen Prämien gibt es folgende größere Trefferj 7 zu Din 200.000.—, 16 zu Din 100.000.—, 17 zu Din 80.000.—, 17 zu Din 60.000.—, 19'zu Din 50.000.—, 17 zu Din 40.000.—, sowie eine große Anzahl aiklefer größerer Treffer. Im allerglQckliclisten Fall, durch den möglichen Zusamroenfall von Präimien und Treffern Hi der V. Klasse körnten auf ein ganzes Los DM 3,200.000.- gewonnen werden. Für die Auszahhmg der Gewinste bürgt das Königreich Jugoslawien. Die Lose sind bei den ermächtigten Verkäufern und deren Unterverkäufern, deren es fast in allen größeren Orten gibt, erhältlich. Nähere Anleitungen mit dem Lotterieplan uiul den allgemeinen Spielregeln können von allen ermächtigten Loewrkäufeni unentgett-llth angefondeirt .wefiden. mmmmm Kinb, fomm t^cim! ROMAN VON J. SCHNEIDER-FOERSTL Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau 20 — Er ist noch so schwach und setzt trotzdem liic Füße rascher in Bewegung, Josa. — Sic ist sein einziges Stück Heimat. Er mußte jetzt verzweifeln ohne sie und sie vielleicht ohne ihn. Das Mädchen, das 'hiicn gestern die Ziii/n^er angewiesen, sieht ihm erschrok-ken entgegen, wie er weiß unj farblos die Treppe zum ersiMn Stock herauf-tayler. Hilfreich greift sie zu, um ihm die Ictzfeii Stufen zu erleichtern. "Ist meine Frau schon wach?<< fragt er, die rote Samtkordel des Geländers lest zwif.chcn den Fingern haltend. r,Madame ist vor einer Viertelstunde ^\'^'l?fst-'gangen.« Sie sucht mich, durchfährt es ihn, liebe j^ute Josa Claudius. »Hat meine Frau nicht gesagt, wohin sie geht?« Das hatte die Madame allerdings nicht. rAber die gnädige Frau hat bezahlt,« berichtet das Mädchen. »Ich dachte, Monsieur wissen es, weil Madame doch auch den Koffer mitgenommen hat.« s-Ja, ja,« sagt er und hält noch immer die Kordel fest, »natürlich weiß ich es.« Er schleppt sich bis zur Tür seines Zimmers, drückt die Klinke auf, sieht Ge-r.oveves schwarzes Haar auf den Kissen und ist im Bilde. Er ist ganz leise, als er mit der gesunden Rechten seinen kleinen Koffer zuklappt, die Türe hinter sich ins Schloß drückt und die Treppe hinuntergeht, — Vielleicht gehört er doch zu den Verflojch ten dieser Erde!-- * Die wunde Schulter eng an den Körper ped»lickt und das weiße Gesicht im Schmerz verzogen, sucht er auf dem Platz, wo er in der vergangenen Nacht den Clown getroffen hat, nach einem Mit glied der Barlong-Truppe, um Nachricht zu geben, wo Genoveve zu finden sei. Es wimmelt von Menschen. Ganz Gent scheint sich hier versammelt zu haben, um diesen Wirrwarr von Trägern, Fetzen, verkohltem Gestänge, verbogenen Eisenteilen und zerbeulten Wagen in Augenschein zu nehmen. Er stolpert über einen Haufen ineinanderverwickelter Drähte, schlägt die wunde Schulter gegen einen verkohlten Mast und stößt mit einem herrenlosen Pudel zusammen, der noch gestern abend die Genter durch seine klugen Kunststücke begeistert hatte, »Suchen Sie jemand?« fragt ihn der Herr, der schon eine Weile versucht, den Punel an sich zu locken. Den Clown,« gibt er zurück. »Genoveve ist im Hotel Vendome.« »Ist Ihnen auch etwas vert)rannt?« »Alles,« sagt Karl Hölscher und denkt dabei an Josa Claudius. »Wahrscheinlich sind Sie nun auch außer Stelhjng?« »Ja!« Der Pudel sucht noch immer nach einem vertrauten Menschen und erfüllt das Gelände mit einem jämmerlichen Heulen. Der Herr sieht das bleiche Gesicht des jungen Mannes, die verbundene Achsel, den farblosen Mund und streckt die Hand aus, als dieser gehen will. »Haben Sfe einen Paß?« Hölscher zieht ihn aus der Innentasche und gibt ihn mit einer leichten Vernei-gung hinüber. »Das trifft sich ja,€ sagte der Hw, »Sie hätten es nicht besser erraten können. Mit einem Dompteur oder einem vom Tra pez hätte ich nichts anzufangen gewußt. Aber als Chauffeur kann Ich Sie sofort beschäftigen. Ist ja eigentlich gleich,« meint er, als Hölscher ihn wortlos ansieht. »Ich bin Generalkonsul Ovff. Mein Chauffeur liegt auf der »Levanthe«, die uns gestern hergebracht hat, an eitriger Bauchfellentzündung. Ich hätte mich ohne dies heute um einen Ersatz bemühen müssen. Wenn Sie also annehmen wollen? — Man wird Ihnen auch beim Zirkus nichts geschenkt haben.« »Gewiß nicht,« sagt Karl von Hölscher, spürt einen schneidenden Schmerz in der Schulter und fährt sich Ober die Stirn. »Ich nehme an,« sagt er. »— Nur meine Schulter _ — die Karpatenbären haben etwas böse zugebissen. Aber der Arzt, der mich verbunden hat, versicherte,* mir daß es sehr rasch heilen wird.« »Hoffen wir's,« meint der Generalkonsul in freundlichem Ton. »Vor Ende dieser Woche reisen wir ohnedies nicht ab. Bis dahin können Sie sich genUgeitd schonen. Das Waschen lassen Sie inzwischen vom Hausmeister besorgen. Zum Mittagessen sind wir im »Hotel sur la mer«. Ich werde Bescheid sagen lassen.« »Gewiß, Herr Generalkonsä. — Wünschen Sie, daß ich Sie nach Hause fahre?« »Mit Ihrer kaputfen Achsel?« lacht der Konsul. »LIassen S)e's nur sein und su. chen Sie erst Ihren Clown. Zum Mfttag kommen Sie dann pünktlich. Guten Morgen«. .»Guten Morgen, Herr GeneralkonsuU« Karl von Hölscher muß sich auf eineTrep pe setzen, die lächerlicherweise vollkommen unversehrt geblieben ist, während der ganze Wagen nur noch als verkohltes Gesitänge übrigsteht. Er greift erst nach seinem Kopf, ob er am Ende fiebert^ dann nach der Innentasche, wo er den Paß wieder verstaut hat. Der Umschlag ist verknüllt. An unteren Rande machen sich zwei FhigerabdrQcke breit. Er muß sich einen Ruck geben, ehe er einen Blick in das Innere wirft. Ein schnia les Gesicht sieht ihn an, das mit dem sei< nen kaum eine Ähnlichkeit haft; auf der Seite gegenüber steht in großer Schräder Schrift: Vor. und Zuname: Konstäntini Do-laisch. Geboren: 12. August 1909. Verheiraitet: Ja. Beruf: Chauffeur. Staatsangehörigkeit: Deutsches Reich. Der Arzt hat ihm einen falschen Paß ausgehändigt. Gott gebe, daß es der Paß eines Toten ist. Es sahen ja soviele, die gestern noch im Zirkus Barlong spielten, das Licht dieses Tages nicht mehr. 7. Der Vierwaldstättersee war eine Elegie in schwermütigem Blau. Ein wundersamer feuchter Glanz lag über der stillen Wasserfläche, wie ihn nur der Herbst in diesem zarten Zusammenklang von Mü> digkeit und letztem Duft kennt. Aber schon verblaßte die Luft leicht — der Tag schickte sich an, schlafen zu gehen. Auf der breiten Straße, die von Luzern nach Brunnen führt, glitt der Wagen, den Joachim Fandor steuerte. Neben ihm «aß Lenore Spiring, das Gesicht dem Himmel zugewandt, dessen Farben langsam erloschen. In den Fenstern um den See erglomm ein brennendes Rot, als stünde hinter ihnen alles in Fla'mmen. und wo die Felsen bereits Schalte.i warfen, sch'm merte das Wasser wie blauschwarzer Fett. »Bist du traurig?« fragte Fandor, nahm die rechte Hand vom Steuer und legte sie auf die ihre, die im Schöße ruhte. »Sag. Liebes?« (Fortsetzung folgt.) Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Maribortka tUkama" in Maribor. — Für doa H«rauf(|eb«r und den Druck verantwortlich KARL FRIEDRICH« — Beide wohnhaft in Maribor« \