Wlmcher «r: 287. »,««>«: I« «!>«pl«», ,»N»j. ß ,!. >,«,. si. i »u. YNl »!» ZUssellRN,! in« H«n« h«ll»i. »0 l». vilt »« V°ft pan»!, ft- >>. >»lbj. si, 7'«». Freitag, 15. Dezember. 187«. Amtlicher Theil. Aie l. l. Finanzdirectlon für Krain hat die Eteuer-amtsadjuncten Alois Moschner und Joseph Huttcr W definitiven Steueranllscontroloren in dcr X. Rangs« 'lasse ernannt. Laibach am 30. November 1876. Von dei k. k. Finlllydircclion für ürain. 3ilchtalntlichel Theil. Oefteireichilcher Reichsrath. HI?. Gi < solution: „Die tzotze Regierung »iro aufgefordert, den i» Gesetze vom 7. Mal 1874 in »usfichl gestellten Gesetzentwurf über die EinHebung einer Eultusfteuer in den katholischen Pfarrgemeinoen noch im Verwallungs-jahre 1877 der Reichsveilrelung vorzulegen." Uuf Antrag de» Abg. Dumb» wird hierauf dle Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung merzen. Tagesordnung: Fortsetzung der Vudgeldcbalte. Die Aussichten dcr Couferenz. Wenn auch noch leine Fricdensschalmeien von Kon-stantinoptl her vernommen werden, so mehren sich doch die Mittheilungen über eine wider alles Hoffcn und Er» warten günstige Einleitung zu den Eonferenzen. Die inspirierten Organe dcr verschiedenen europäischen Haupt städle berichien von denl sehr befriedigenden Ergebnisse der vorläufigen Unterredungen zwischen den Hauplbevoll-mächtigten, und namentlich zwischen dem General I g n a» lie ff und dem Marquis von Salisbury. Auch die „Pol. Eorr." bringt an ihrer Spitze nachstehendes offi« ciöse Communique: „Wie un« aus Konstanlinopel aus vollkommen be-> glaublglcr Quelle gemeldet wird, tritt die Borconferenz dcr dort versammelten Veoollmächtiglen dcr Großmächte, deren erste offllchleilen und die für die Politil dls Reiches bestimmenden Verhältnisse zu machen Gelegenheit hatte, sehr mäßlurnd auf die Türlenfreund. >ichleit des britischen Bevollmächnglen gewlrll haben, ^ord Salisbury hat bereilS die Ucbtrzcugung gewonnen oah bei der vollständig:« U'istcherheit der Zustünde am Vas Vereinswescn in Krain mit Jahres-schluß 1ll?5. sin» ftolistischt Vtudit. (Tchlnh) Ebenso erfuhren dic politischen Vereine einen merk- ^rc^sbr" "" Eine leider nur sehr schwache Vertretung finden in ssrain di freiwilligen Feuerwehren - d.e sMnsrc.chste Afsocla n form des siachm Bandes, " i" E"dc 187. "ur, mit 249 ^iilglicdern, eine aew.ß sehr geringe Zahl gegen die übrigen Kronlündcr Ocstcrrctchs. wenn man in Netracbt zieht, daß Krain 403,276 Emwohner ü lt ^un^ uf^circa 1.0<> Bewohner ein freiwill.ger 3euerwchrmann kommt. - H'« wäre für dte Thätig, leit der Hcmnnden ein dankbares Feld I Die Turnvereine Krains smd schr m Abnahme, da auch von den 1875 noch bestehenden 4 Aeremen .) e.ne "ur sehr geringe Betheiligung "'Welsen. Der Berschonerllnasvcrlin. welcher '875 als neu stgrünoct angegeben erschtinl. hat seinen S'h in Kraln^ bürg und stellt sich die Aufgabe, die Stadt Kramvurg und dessen Umgebung durch Verschönerung zu siirotrl,; ein ähnlicher Verein, der Stadtverschouerungsverein in laibach", erhiclt zwar schon 1871 die behördliche G-« nehmMng, hat sich jedoch faclisch niemals constitui-vt. Dev bis zum letzten Geu.enstcmd5jcchre noch öe-stehendc Eonsumverein in Strasischc liistc sich 187i) frei» willig auf; die glcichsallö zu conslatirrr»dc Alinahme der Vorschußlassen hat dagegen ihrcn Grund nicht in dcr freiwilligen Auflösung, sondern darin, daß sich die lai-bacher AuShilfokasse >n eine registrierte (^ennssenschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt hat. Endlich muß noch der Bcreinc sür geselliges Vergnügen — wie 6asmo>, Oesangs», GrssUigleils, ttese-, Musik' und Echützcnvcveine — Erwähullug geschehen, nnter welchen blsunocrö die Kesevercme (Casino uno li,italnica), sowie die plnlharinouls^c Glscllschafl in Kai' bach eine slarlc Ollycil>gu!lg aujwelien. Eine Specialität ttrains ist der im Jahre !853 von einem Plarrer gsgrüudele „Mäßigteitsvercin in Kronau". dessen Hlitglieorr (W5 nwunlichc und 14t) wcit'liche. gleich 24^)) sich durch ein Gelübde verpflichten, sich jedes geuramuen Wassns zu mlyallei, und aiwerc geistige Octräule nur mit Maßigtril zu genieren. Bon den mit Jahresschluß 1^75 bestehenden Vereinen Krains cntfallcn iyicr Entstehung nach noch drei ,n das 18. Jahrhundert, in die rrstc Halste des gegenwärtigen b. in das sechste Deceiminm 17, in das siebente 3!) und in das achte 57 Bereine. Der älteste Verein ist die philharmonische Gesellschaft in Kaibach (argrimdct 1702), nach ihr — die „Kutschrr.Beerdigungs' Äruderschast in ttaibach", dieselbe entstand im Jahre 173U, ihr solgten im Jahre 1707 die „l. l. ^andwirlh. schastsgsscllschaft in ttaivach" und 1835 die ..Klciiilinder-bcwahranstalt" ebendaselbst. ilußrr diesen angesichrten Vereinen, welche aus Grundlage des VcrcinSgesetzcs vom 15. November 1867 bestehen, aMren noch unter das AsfociationSwesen die Sparkassen uno Attieng-srllschllftcn sowie die Erwerbsund Wirthschaftsg-nusscnschllften, die sich auf eigene Ge> setze basieren und in vorstehende Zusamlnenstelluna nicht aufgenolnmtn wurden. Unlcr den wirthschaftlichen Einrichtungen der Gegen, wart nehmen die Sparkassen unbestritten einen hervor« ragenden Platz ein. Die Sparkasse in ^aioach. am 4. November 1820 eröffnet, ist nach dcr ..Ersten österreichischen Spar-lasse in Wicn" (1819) nicht nur die älteste, sondern auch eines dcr größten Institute dieser Art in der österreichischen Monarchie; der Stand deS Interessenttn» autl)llbe»s betrug Enor 1875: l0.710,049 f! 0 W Äußer dieser Sparkasse, welche über ganz Kram'ihre Wlrlsamlrit erstreckt, besteht noch die ,m Jahre 1573 gegiündtle Sparlasse de« „Werlsarbriter^ Bruderladen. Bertms der Gcwrvlschafl um Sauestlome in Saaor" 7/3'^ ^!^^'"^ ''""" ^i.aagenstande von ^4.9.^ fl. ö. k;. be,chloß. Was die Anlage d?s ge- sammlen Vnwalluugsvermoaens dieser briden Sparlafsln betrifft ,« neslaltet sich diese, in Verhältniszahlen aus-gedruckt, folgendermaßen: Es entfallen auf yypothelar.Darlchen 51'11 Werth der Nealitüten 4 85 Wechskworrath . . ^tzi He.tllcke Anlagen bei Vorjchüsse aus Werth. ^ .itulen, Papiere. . . 539 .„«. ^,.^4 ^ourswerthdWerth. «asset,«,chafl . . 2'75 Papiere. . . ,.^13 Sonstige. . . .,-79 Die Hypolhekar.Darlehcn bilden somit mehr al« die Htilstt der Geldeinlagen, n" ' u,an sich km Wrchselescompte und dem Vorscl. lc ziemlich ftrne hält. Insbesondere fällt kr Btsitz u» Werthpapieren und Realitäten inS Gewicht, ui^d weist Kraln in dieser Veziehung den höchsten Perzentjatz nach. D,h 23lS Sitze der Eentralreglerung dtS oltomanischen Reiches an «in festes und verläßliche« Bündnis kaum zu denken sei und daß man ebensowenig auf eine zuverlässige Durchführung der gemachten Zusagen rechnen tönn«, wenn nicht ein unabweisbarer Zwang die Staatsmänner der Pforte zur Einhaltung derselben nöthige. Die Prin-zipienfrage der Garantien wird von englischer Seite nicht nur keineswegs mchr als undisculierbar angesehen, sondern ebenfalls nachdrücklich aufgeworfen; damit ist bereits ein gemeinsamer Punkt gewonnen und die Aussicht zu einer schließlichen Verständigung gegeben. Die jüngste Verschwörung in Konftantinopel. Von turlophiler Seite sucht man die Geschichte von der beabsichtigten Entführung Murads bereits als einen harmlosen Spaß darzustellen; die vier Einschleicher sollen nemlich nicht nur als Weiber maskiert gewesen sein, sondern es hätte sich um eine wirkliche Liebesaffaire ge» handelt. Der „Pol. Eorr." geht dagegen unterm 8. d. aus Konstantinopel von augenscheinlich wohlinfor» mierter Seite nachstehende Darstellung der jüngsten Lom-plot'Nffaire zu: Die staatlichen Verjüngungstendenzen Mit had Pascha's haben das Partei- und Elique-Wesen in der mohamedanischen Bevölkerung in einer nie dagewesenen Weise begünstigt. Alles fühlt sich berufen, mitzureden und mitzuhandeln. Begreiflicherweise, daß dann die Fa« natiker ausgebeutet und zum Spielball unermüdlicher Intriguanten gemacht werden. Das Resultat einer solchen Intrigue ist die von der Regierung eben entdeckte Eon« spiration, welche, an und für sich unsinnig, dennoch, wenn sie gelungen wäre, der Pforte Verlegenheiten, ja sogar ernste Ruhestörungen hätte schaffen können. Es hat sich um eine Entführung des El/Sultans Murad aus dem Palais Tscheragau gehandelt, in dessen Namen ein Manifest erlassen worden wäre, worin den Gläubi» gen die Ungesetzlichkeit seiner Thronentsetzung, die Desavouierung aller Acte des als Usurpator erklärten Sultans Abdul Hamid, die Verwerfung aller beabsich-tigten Reformen als antireligiös verkündet und ein Appell an alle Gläubigen zur Anerkennung Murad V. »ls rechtmäßigen Souverän und Kalifen gerichtet wurde. Die Regierung ist im Besitze de« vollen Wortlautes des fraglichen Manifestes. In das Oehtimni« des Eomplotte« waren mehrere Damen de« Haushalte« Murad« und auch dessen Mut« ler eingeweiht. Dagegen hatte der unglückliche Murad auch nicht entfernt eine Ahnung von dem Spiele, wel» che« mit seiner Person beabsichiigt wurde. Die Verschwörer, als Frauenzimmer verkleidet, passierten ungehindert da» Palais Tscheragan und hielten dort mit den gc< nannten Frauen ihr« EonvenTilel. Durch eine ehemalige Favoritin Sultan Murads, welche mit einem der Per-schworenen ein zartes Verhältnis angeknüpft hatte und dieserhalb von den Eunuchen übel angelassen wurde, ist die Verschwörung verrathen worden, indem fie einer in freundschaftlichen Beziehungen zu ihr stehenden Odaliske des Sultans Abdul Hamid das ganz« Project mittheilte. Kaum daß man im Palais von Dolma Vagdsche von der Sache Wind erhielt, war bereits auch die Polizel hinterher und bemächtigte sich bei eincr neuerlichen Zusammenkunft der Verschworenen ihrer insgesammt und lieh s'.e frischweg ms Polizeiyefängnis wandern. Die Verhaftungen find nicht besonders zahlreich, und befinden sich unter den Erwischten auch zw:i Griechen, von welchen einer, Star», ride», Bruder des englischen Botschafts.DragomanS ist. Man sagt aber, daß außer den Verhafteten noch zwei Pascha«, eine Anzahl von Ulemc,« und ein mit einer fremden Botschaft in Beziehungen stehe«der Europäer compromiltiert sind. Die in da« Complot verwickelten Weiber wurden gehörig abgekanzelt, sonst aber nicht weiter belästigt. Ueber das gegen Mithad Pascha geplante Mordatlentat verlautet nur so viel, daß die Regierung telegraphisch vom türkischen Eon,ul in Ragusa über das bevorstehende Eintreffen von zwei I«dioiduen avisiert wurde, welche von den slavischen Eomitös die Mission erhalten hätten, Mithad Pascha au« dem Wege zu räu-men. Die beiden signalisierten Individuen wurden that« sächlich nach ihrem Eintreffen eruiert, der eine in Pera und der andere in Kadillöi verhaftet, letzterer leistete bei seiner Verhaftung einen so heftigen Widerstand, daß eine ganze Abtheilung G ndarmen aufgeboten werden mußte, um ihn in« Polizeiministerium zu bringen, wo er umfassende Geständnisse ablegte. Aufsehen erregt es jedoch, daß die russische Votschaft die Freilassung dieser Individuen unter dem Vorwande reclamlerte, daß sie mit russischen Pässen versehen seien. Zur Finanzlage Frankreichs. Auch Versailles hat diesertage seine Budgetdebatte gehabt. Der französische Finanzminister hielt im Laufe derselben eine sehr veachtenSwerthe Rede, welche sich gegen die Steuerreformpläne Gambetta's wendete. Leon Say wies auf die kolossalen Bedürfnisse hin, welche nach dem Kriege an Frankreich herangetreten seien, wie die Verzinsung neuer Schulden in der Höhe von neun Milliarden und die Wiederherstellung der Armee. Infolge dessen wurden neue Steuern im Belaufe von 8(10 Millionen Francs von der Nationalversammlung beschlossen. In diesem Jahre schon eine Steuerreform anzubahnen, wäre gefehlt und würde das Land beunruhigen; der geeignete Moment für folgenschwere Reformen sei noch lange nicht gekommen. Uebrigens muthe das geaenwärtige System der Steuertraft des Landes nicht so viel zu, denn das öffentliche Vermögen habe stetig zugenommen. Einen lehrreichen Beweis hiefür bieten die folgenden statistischen Daten: Aus einem Vergleich der Erbschaften mit den Hauptzlffern der Einnahmen und Aufgaben der entsprechenden Budgets ergibt sich, daß sich dieselben im Jahre 1840 wie 64 : 10»; im Jahre 1861 wie 63:100; im Jahre 1874 wie 66: 100 verhalten haben. Was die indirecten Steuern betrifft, so sei zu hoffen, das diesel» ben auch in der Folge Ueberschllsse ergeben werden, doch dürfe man sich leine Illusionen machen, da a»ch der Fortschritt seine Grenzen habe; im Vergleiche mit dem Voranschlage sei er in diesem Jahre bedeutend gewesen, doch im Vergleiche mit den Erträgnissen des Vorjahrs habe er nicht, wie man erwartete, 3—4 Perzent, sondern nur 1'/, Perzenl betragen, eine Thatsache, die zur Vor» sicht ermähne. Die Ansprüche an den Staatsschatz seien noch bedeutend, und deshalb solle man vorläufig nicht an dem gegenwärtigen System rütteln. Der Staatsschatz als solcher befinde sich in einer vortrefflichen Lage; er habe nur 86 Millionen Bons lm Umlauf, während er zur Ausgabe von 400 Millionen ermächtigt ist. Staalsschatz unc» Budget seien jedoch etwas verschiedene«, und wahrend letzteres pro 1876 noch emen Ueberschuß von 48 Millionen nachweist, wird sich die Sache von nun ab schwieriger gestalten, denn pro 1877 surfte sich ein D'ficil von l) Millionen ergeben, während sich pro 1878 das Verhältnis noch schlimmer hler die Sparkasse in Laibach den Nusschl«g gibt, ist selbstverständlich. Ueberaehend zu den Actiengesellschaften, welche die Association des Kapitals zur Erreichung größerer wirlh« schaftlicher Zwccke vermitteln und in den letzt vergan» genen Jahren (1872 bis Mitte 1873) besonders in Niederüsterreich und Böhmen wie Pilze aus der Erde schössen, müssen wir bemerken, daß wir von dem Gründungsschwindel in Krain verschont blieben, — obwol mehr oder minder alle Gesellschaften infolge der auf dem Geldmärkte eingetretenen Deroute zu leiden haben. Wir geben nachstehend eine Liste sämmtlicher in Kram bestehenden Actiengesellschaften mit Angabe des eingezahlten Actienlapitals und der emittierten Priori» täts.Obligationen mit Schluß des Jahres 1875: Firma der Vtstlllchllft Sitz I^ ? ß ?I K ___ Z ZZ Z^Z Erste allg. Versicherung«, Vanl „Slovenija" . . Laibach 1872 257,070 5r°in,sche Vaugtsellschaft „ 137g z^yay «römische Industrie«'!'». schaft - - / " 1669 1.700.000 Laibacher «ctienges'llschaft für Gn Verkehr lasten, wie die Frachtensteuer, ferner diejenigen, welche die Fabrication beeinträchtigen. An die Abschaffung der Frachtensteuer knüpft sich eine große Fina,izoperalion, die Eonversion der fünfperzentigcn Rente, welche in den» geeigneten Zeitpunkte vorgenommen werden muß. D»< Project der Besteuerung erklärt Say im Hinblick a»i diese Transaction al« gänzlich unzulässig. Man habe lm Jahre 1789 die Rente besteuert, aber schon 179? machte man diese Maßregel rückgängig und stellte das unwandelbare Prinzip auf, daß die französische Rente nie und nimmer besteuert werben dürfe. Die ErkläruM» de« französischen Finanzmlnisters, deren wesenlljchstel, Inhalt im Vorstehenden wiedergegeben wurde, fanden in der Nationalversammlung den lebhaftesten Beifall. Politische Uebersicht. Laibach, 14. Dezember. Gestern hielten beide Häuser des öst err eich»' schen Reichs rath es Sitzung. Im Herrenhauie wurde das Gesetz über die Aushebung des RelruleN' contingents angenommen. Das Abgeordnetenhaus sltzle die Budgetdebatte fort. Der ungarische Reichstag hat vorgestern l" einer siebenstündigen Sitzung die Angelegenheit drr u"' yarischen Ostbahn verhandelt und den von der Regiern^ vorgelegten Gesetzentwurf, betreffend den Ankauf dieser Nahn durch den Staat, angenommen. Die Ablehnung der Theilnahme an der parisel Weltausstellung b-.gea.net in Deutschland nicht durch' wrgs einer zustimmenden Kritik, obwol man nicht m"' hin kann, einzelne von den geltend gemachten Motive« zu billigen. Unter den letzteren figuriert obenan dai von dem Reichskanzler auf der jüngsten parlamentarische» Soir6e hervorgehobene, daß unter den Tausenden vo" Deutschen, welche die Ausstellung besucht Hütten, sich gewiß auch Pcrsonen finden möchten, welche bei nicht ganz vorsichtiger Haltung der Franzosen gegen die u>'< beliebten Gäste Eonflicte hervorrufen könnten. Nach dcl „Kölnischen Zeitung" soll sich der Kronprinz für die M« schickung früher zuerst interessiert haben, weshalb an ih" aus Paris von höchster Stelle ein Schreiben gcrichtt« wurde, um seine Theilnahme für das Unternehmen z^ beleben. Die französische Ministerkrisis ist endlich bccn det. Jules Simon wird zum Conseils-Präsidenten und zu»" Minister des Innern, Martel zum Iustizministcr tt nannt. Die übrigen Minister verbleiben auf ihren Postc» Mac Mahon hat es also doch nicht für gut befundl», sich mit einem aus der Rechten g.bildeicn Ministeriun> zu umgeben. Man darf sogar behaupten, daß das nlli< Ministerium um eine Nuance republikanischer ist ali das Ministerium Dusaure. Wie Iulcs Simon, so gill auch Martel, der mehrjährige erste Vicepräsident dcl seligen Assemble, als ein ehrlicher Republikaner. »W die Gruppen der Linken hat die Neubildung deS Cabi' nets jedoch durch das Verbleiben des Kriegsministers Berthaut einen empfindlichen Stachel. Unter dem Vorsitze des Herzogs von Southerland fand vorgestern in Kondon ein anstokralisches Meeting zum Behufe der Bildung eines Hilfscomilö zur ^i,'^ rung der Noth in der türkischen Armee statt. ^ Blanlire zeichnete am Schlüsse desselben 1000 Pfli"d Sterling für Winterlleidung. Wie aus Koxstanlinopel gemeldet wird, seien vel' miltelnde Untcrhandlunljen zwlschen England u"d Rußland im Zuge. Admiral Drummond soll bereits mit der britischen Escadre die Besika-Bay verlassen und sich nach Saloulchi gewendet haben. Inzwischen verössentltchcl. die russischen Journale de« Bericht des Minister« des Innern über den Verlauf der am l/13. November axqcordneten MoblM^ rung, aus dem dle interessante Thal,ache ersichtlich ist, daß die Mobilisierung aus nicht weniger als 52 Gouvernements ausgedehnt wurde. Nach diejer Ziff^ ^ urlheiltn, scheint es fast, als wenn Rußland au« ''och andere Truppen als die bekannten sechs Armeccorps >„ Europa und die Kaukasus-Armee in Asien auf den Kriegsfuß gestellt Hütte. , ,. Vorgesttrn h«t in Konstantinopel d,e erste formelle S'tzung der Vorkonferenz stattgefunden. General Ignatieff, als Doyen, wurde »um Präsidenten und Graf Mony, erster Secretür der franMlchen Botschaft, zum Gecreiär gewählt. Die Gitzungen sollen an den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Die Dispositionen seien versöhnlich, meldet ein lonstantmopler Telegramm; im Prinzip herrsche über die hauptsächlichsten Fragen ein Einvernehmen. Zu diesen wurde aber sicherlich die Haranliefragc gehören. Der Umstand, daß England mit Bezug auf eine Oebietsoergrößerung Montenegro's bt' reit« sehr erhebliche Concessionen gemacht hat, läßt allerdings darauf schließ:«, daß es sich dem russischen Standpunkt wesentlich nähert; wie weit dies auch in der G" rantlefrage geschicht und wie weit Rußland ftch in dlesel 2317 Hauptsache auf Zugeständnisse eingelassen, dürfte sich bald ergeben. Wenn diese Grundlagen festgestellt sein werden, soll die Eonferenz unier Zuziehung der ottu. Manischen Delegierten ihre Arbeit bcgii'ni'i'. Die dem osmanischcn Reiche zugedachte Ver-fafsung ist in mehreren MimsterrathSsitzungen, zum Theile unter dem Vorsitze dcs Sultans, im liberalen Sinne irwoisiciert worden, so wurde z. V. die Mmisteroerant« wortlichleit hineingenommen, während dcr Titel „Groß« vezicr" aus Rücksicht fiir Mhemed Ruschdi Pascha vor< läufig bleibt. Mit llUcc Bestimmtheit wird versichert, daß Tscher« najtff nach Serbien zurücklehren soll. Die Einberu» fung der beurlaubten Mannschaft ist auf den 22. d. M. festgesetzt. Die Auszahlungen dcr Beamten» und Offi-zlersgchalic crfolgle gcslcin zum erstenmale mit den neuen serbischen Banknoten. Man spricht von einer in nächster Aussicht stehenden Zusammenkunft zwischen dem stursten von Montenegro und dem Miriditenfürsten Prenl be» Hufs einer gemeinsamen kriegerischen Action. Der König von Griechenland licauflragte am 11. d. Komunduros mit dcr Bildung eines neuen (5abi. nettes, was dieser jedoch zugunsten Zaimib' ablehnte. Der König hat indeß diesen Antrag nicht angenommen. Mge5nemgkeilen. — (Richard Wagner) wird in Italien mit la»m a/ahnlen Ovationen bedacht. Vor einigen Tagen lam el mil jlliitr Tallin nach Vologna, woselbst cl bei selner Nnluüft im Vahlchose von dem VUlssermeisler, dem Oemeinderathe und einige» Deplllalionen verschiedener vereine, liegrllht «rurde. Wagner danlle lllr die Ehre und begab sich, da er von der Reise ermllbel war, sofort nach dem Gasihofe. Um 4 Uhr staltete er dem Wägermeister sodann seinen Vesuch ob und de« Abend« wohnte c. im Thaler der Nuffilhiun« de« „Rienz," bei. Da« Theater war oollsländi« «efUllt. alle i!°gen waren deseht und dic Damen hat! n dem Meistrr zu Ehren elegonte Toilette gemacht; die Illumiliolimi >l» Theater« selbst war nur auf ausbrllcllicheu Wu»sch Wagne,?, der s°nse um 8 Uhr im Theater nu und uuijlli mit seiinr Frau in der Loge de« «ilrgermcisi?iS Lau. Tucconi, welcher it>» begleitete, Platz. Da« Publilum begrltßle sciu Erscheinen mit a.,« hal.^ndem Npplau«. Eme zweite Ovation wurde ihm nach der Syüvhonie und er selbst opplandierle lebhaft dem Orchester. Welches gleich den Aclenr« uild den Cohren sein beste» gab. Am grüßte» wurden die Ovalionen jedoch nach dem Flnale dc» ersten und zweiten llcte« und Wagner danllt dann immer recht hofi'ch ^nd applaudierte dcn itlinstlern soniol al« den Lhüren, — (Line der m t r l w il l d i g st e n Kanjeln ) be» finde, stch, wie i„ der ..Bchl-s, Kirchflijtg." ,u lesen ist, in der ll, doch »Hut fr lam», wie diesc itanjel duhm gelommt» und was sie eigentlich gewesen. Der König John»» Hobiesly von Polen, bllannt nl^» d,-i Zlit der Tlllllllbtlagslung Wien«, ähnle gewiß nichl, wa« an« dem ptllchtvlllleu Triumphwagen, in welchem er saß. wahr« schtixlich em.' Beute au« dem Tüllllllagei, werden wllrdc. Die Kanzel in Raddah »st jener Triumphwagen. Lin ehemaliger Ve» silz.r de« Onle«, Oeneclll.Fslbmal.schlill v. Kleist, licß ihn >n der zum <3ule gehörigen Kirche zu dem heilizeu Oebrauch einrichte» und herfiellr». Wie aber der Triumphwagen iu den Vciitz de« «leist'schm Hause» gelangte, ist nichl belannl. («ine kostbare Perle) Man schreibt der „Ncuen freim Pressc" an« Petersburg: Mchstcrtagc wird im Hause Schpigotzlij an der Poijasla eine intertssanle iücilalio» staltfin» den. Zur Vlfriedigunq sthr bedeutmdcr Schuldsorberliiigen a» den Nachlaß be« Hafralhe? Iwanoff. dcr um die Mitte der Drei-ßill/ljahre gestorben »st, gelang» nemlich eine außerordentlich werth» voll, Perl,, die ,um Nachlasse de» Hosialhls gehürl. zur ösi/nt« lichen VllNeigcrung. nachdem um do« ^cMecht derselben von-seite der Erden seit 4U Jahren ein Prozeß gefiihrl wurde. Hos-rath Iwanofs haNe die Perle seinerzeit von den, belannten persi. ichci, Thronerbl» Khl.n Muslnpha crhalttu, °l« dieser uu? Persien nach Rußland slilchltle und Iwaocff das Velmögm dciselbe» verwalllts. Die Perle ist zu verschiedenen Zeilm gerichtlich geschätzt worden, „nb der Werth, bt» mun 'hr btilegtc, schwenltc srtjr; ,m !)at,re 185b wurde sie auf 41.000 Nubll geschäht, im Iahre^ 18»^ °u! 52M» Nudel. 1870 aber ,nir aus 17.400 Rubel' Linem günstigen Verlaufe wsclbcn lommeu die ZeUverhällulsse jetzt wol nichl jehr zu stalten. — ,Nachträglich«« zum Theaterbrande in Vroollyn.) Ueber d«e Ursachen dl« schitcllichli, Vranbe» des Vroollyner Thealers wi,d eine Unlersuchung eingeleilcl. welche möglicherweise zu emigeu gsrichllichru «eisolguiigeu sllhren wird. Dit große und noch immcr wachssiide VestUrzung m:d «usregulig de» Vol^o »illhigl die Vea:n ziü «iiül^llung der gröhlen strenge bei ihren Unitlsnchungen. Die Scenen nach dem Vrandc am ?len und 8, December waren undeschreibl'^ glählich und ergreifend. Tausende von Pers2nen standen in einer l!lnie vor den Ihilreü. ängstlich dem Vinlasse enlgegenharreud, um mogücherwels: ver» unglllllte ßltunbe zu »nbenlisicicreu, Drinnen waten so viele i,'rule. al» di, Rüume nur fassen konnten — Milunei, Welbcr und Kinder, selche sich «her die oerlohlttu Nest, bcuclen, in bcr Hofs-«ung. irgend jemanden zu ellenueil Mehr al« dle Hillfle jedoch der Verbrannten ist gnnz unlennll'ch unl> in einige» fallen lonnlen bit Prison,!» den l»d,l if,,,« Leichnam gar nicht mchr als den ih»>« llngthüriflfn eilelmeli. In emem l^ulle ging eine ganze Familie jngrnlibe; ,hi H^u« stehl gllnzlich leer; in e«ncm nnder:! h'Nlfllaßt em verungiülltsl Mann eine Familie von acht Köpfen in völliger Hilflosigkeit. Ein Kiiidsmildchen. dein gestattet wotben, ,we, kleine Kinder mit in« Thealer zil »ehmen. wurdc aufgefunden, wi? sie dieselben fest in die Nrm, geschlossen hatte. Alle Drei waren zu Asche verbranni. Von der OlatN Vroollyn nnd den Theaterulilerliehülern sind llnfialten zur Uulersttthnng der Hilfe-bedurfügc» gclr^ffeu worbeu. fokale s. Ans dem Gemetnderathe. Vaibach, 12. Dezember. (Fortsetzung.) E« wlrd nunmehr zur Berathung de» Erfordernisse« geschritten. Im ordentlichen Erfordernis werden Post 1: „Landcefürstliche Steuern 2487 ft." und Post2:„Slif. tunken 2087 st." ohne Debatte genehmiget. Vei der Pust 3: „«ehranstallen 40'^8 ft." erklärt der Bericht, erstalter, die stinanzjeclion habe den «ntrag deS Magi» strateS um 1(XX) fi. herabgemindert, und zwar aus dem Oruudc, weil der Magistrat den vollen, zur Erhaltung dcs RcalichulgebäudiS zu leistenden Mafimalbeilraa ein« gestellt habe, was sich aber als unnolhwendig erweist, da die Gemeiude im heuiigen Jahre >ur 3(X) fi. für Eonscroierunasarbeiten bezahlt habe, daher fürs nächste Jahr 350 ft. genügen dürften. OR. Iuriii: Die Eparlafse habe mit dem Real. fchulgcbäude dem ^iande und der Stadlgcmeinde ein wah< re« „Danaergeschenk" gemacht. Stadt und ^anb müssen der Spa lasse ein so immenscS Oebäude mit großen Ko< sleu erhallen, und wenn es hemc oder morgen der Spar-tassc einfällt, uns daraus zu delogieren, dann sind alle die großen Kosten für Einrichtung und Erhaltung weg» geworfen. Redner tadelt ferner die splendide Bezahlung des Hausmeisters und die theuere Bcheiznng des Gc« bäudes, welche eine Summe von 500 fl. verschlinge, dabei aber doch herzlich schlecht sei. In den oberen Stock werten sei die Hitze so groß, daß die Professoren nicht tradieren können, in den ebcnerdige» Kotalilälen dagegen f'.iere die Schuljugend. Redner beantragt daher die Slrei» chung dcr ganzen Post für Eonscroalivn und hofft von der Oenerosilät der Sparkasse, dieselbe weide die Kosten zur Erhaltung des Glbäubcs selbst tragen, denn nur i„ diesem Falle würe dasselbe wahryufl ein Oejchent. OR. Dr. v. Schrey erwidert: Die eben gehörte Art und Weise, in der ein so hcioorrageuder Act der Munificenz, wie jener der lrainischcn Sparkasse, von einem Vertreter der Sladtgemeinde besprochen wurde, mache in dcr That einen höchst eiglmhümnchen Eindruck. Obwol GR. Ilni'i mchle positive» vorgebracht hat, sche sich Redner doch vcranlaßl, im Namen der Majoriläl des lHemeinderalhee, welche der Eparlussc für die navezu beispiellos dastehende Widmung einstimmig den Dank ausgesprochen hat, gegen eine derartige Besprechung die» ses mumficti'ten Acle» Protest zu erheben. (Zustimmung.) Herr Im ö.ö ist wroer mit positiven noch Mlt desinltiocn Anträgen gclommen, wo w>r unsere RcalsHule unter« bringen sollen, wenn mcht in dcm der Spallassc gehörigen Gebäude, sondern hat lediglich zur Krönung seiner slussührungen eine neue Bettelei bei d:r bpar. lasse beantragt, vermuthlich, um sich ein neue« ..Danaer» fesche«!" zu holen. Redner dagegen, und mit ihm gewiß die überwiegende Majontüt, betrachte einen solchen Bor» gang als der Wiirde der Oemlindtverlretling ^aibachs abträglich nnd müsst sich daher gegen denselben entschie» den verwahren! lebhafter veifaU.) GR. Potoinil glaubt, die Ausführungen des GR. Inrcic seien unrichtig lllisgrsaßl worden. Der Tenor derselben liege eben darin, daß man sagt, die Millionärin Sparkasse könne ihr Gebäude leichter erhalten als die ^arme Stadtgcmeinde Laibach. Uebrigens müsse der Spar» lasse für den wirklich prachtvollen, in Oesterreich einzig dastehenden monumentalen Bau jedermann den wärmsten Dank zollen. Berichterstatter Dr. Sup pan bemerkt, eS habe ihn sonderbar berührt, zu hören, wie viel Kosten der Stadtgcmeinde die Konservierung des Realschiilgebaudes auferlege. 300 ft. haben wir für die Eonselvierunu des GlbäudcS gezahlt und 600 st. haben wir vom Rcalschul-director als Zins für seine Wohnung bezogen. Die Beheizung des Gcbändcs mag unb allerdings größere Kosten verursachen, das berechtiget aber niemanden, das Geschenk dcr Sparkasse als ..Danaergeschenk" zu bezeichnen. Man bcornle nur, wie viel Zins wir früher für die Unterbringung der Realschule in schlechten Lokalitäten bezahlen mußten, und welch' großer Vortheil unl daraus erwachsen ist, daß die Realschule das Gymnasialgeväudc ge> räumt hat, weil wir infolge dessen die städtische Volts» schule dort unterbringen luimtcn, während wir im ent> gegengesetzten Falle eine neue städtische Volksschule hätten bauen müssen. Uebrigcns sei die Streichung dieser Pust ganz unmöglich, weil dieselbe auf einem .wischen Stad! und ttano abgeschlossenen Vertrage basiere. Bei der Abstimmung wird dcr Antrag Iurcii abgelehnt und der Geclionsantrag angenommen. Post 4: „Blilrägc 5009 ft.," «nd Post 5>: „Be-soldungen, Perjonalzulagen und «djuten 13,825 fi./' werden ohne Debatte angenommen Zur Post 0: „Löhnungen der Diener und Diurncn 4033 ft.," ergreist GR. Regali das Wort. Er bean-trage leinen Abstrich an dem Präliminare, soweit es diesc Pos, betrifft, wünschen aber würde rr t,u5 die tw» der Gemeinde bezahlten Organe auch ihre Pflicht und Schutdialeil thun, wofür fie bezahlt werden. Die Bandes-Hauptstadt ^aibach war in der letzten Woche so zu sagen in einem Kothmeere versunken und sah eher einem magyarischen Dorfe als einer Landeshauptstadt ahnlich. Red-ner erjucht schließlich den Bürgermeister, insbesondere der Beschotterung der Petcrsstraße durch seine Organe ein größeres Augenwerl zuzuwenden. Bei der Abstimmung wird Post 0 angenommen, ebenso Post 7: „Functionsgebühren 1030 ft." Zur Post 8: „Remunerationen und Aushilfen," bemerkt der Berichterstatter Dr. Suppan, daß die Fi-nanzscction diese Post von 1820 si. auf 1420 fi. reduciert habe. GR. Regali ist der Anschauung, es seien alle Remunerationen bei dcr heutigen Sachlage, wo oas Sparen in erster Linie die Aufgabe eineS jeden Gemeinderathes sei, zu streichen. Hat der steucrzahlenoe Bürger schlechte Zeiten, so soll dcr Beamte und Diener sich auch mit dem begnügen, was ihm angewiesen sei. Uebrigens wäre es sehr am Platze, die Eomooität der stets remunera-tionslüstcrncn Beamten thunlichst zu beschränken. Berichterstatter Dr. Sup pan entgegnel, die Nemu-nerationeu fürs Rechnungswesen seien sehr billig, wie er schon einmal bemerlt habe. Daß man alteren Be-amten, wie dem Oelonornen Podlraischel, Remunerationen blwilligtr, habe darin seinen Grund, daß man älteren Beamten in die Pensionsfähigteit einrelhenbare Gehaltserhöhungen nicht bewilligen wollte und daher lieber diese Form wählte. Eine gewisse Summe für Remunerationen müsse bei der großen Anzahl von Beamten, Lehrern und Dienern bewilliget werden, da außergewöhnliche Fälle, als Krankheit ic. Unterstützungen nothwendig machen. Bei der Abstimmung wird der Antrag Regali'« abgelehnt und die Post 8 nach dem Sectionsantrage angenommen. Post 9: „Deputate und Entschädigungen sür Emo-lumente 080 fl.," und Post 10: „Diäten, Vieiselc^n und Fuhren 80 fi.", werden ohne Debatte g:ne> Zur Post 11: „Kanzlei- und Nmlserfordernljje", beantragt Referent Dr. Suppan die Herabsetzung der vom Magistrate prüliminierten Summe um 1l^»o fl, daher die Einstellung derselben ins Budget mit 3438 ft. GR. Ziegler beantragt da« für den Stadt-Ingenieur eingestellte Pauschale per 21 fi. mit Rücksicht dessen, als derselbe mit der Ausarbeitung des Stadt-plane« beschäftigt ist, auf 50 ft. zu erhöhen. VN. Polo inil schließt sich diesem Antrage an, beantragt aber die ganze Post au« dringend gebotenen Spaisamleilsrücksichlen auf 3200 st. herabzusetzen. Berichterstatter Dr. Suppan bemerkt, die Erhöhung des Pauschale« des städtischen Ingenieurs anläßlich der Verfassung des neuen Sladtplanes müsse von letzterem nachgesucht werden, übrigens glaube er, daß die Auslagen bnfür ohnehin nichl aus seinem Pau» schale fliehen. Bei der Abstimmung wird sowol der Antrag Zieg-ler als Poiolnil abgelehnt und Post 11 nach dem Sectionsantrage angenommen. Post 12: „Pensionen und Onadengaben 5432 fl.," l>wie Post 13: „SanitiilsauSlagcn .5700 fi.," »erden nach dem Gectionsantrage angenommen. (Schluß solllt.) — rftlllun -6us) von Veet» Hoden; Stttlchquallell (li-ilus) von Haydn; Trio ! n Schubert. Die Plvduclion findet abend» um 7 Uhl n. h»se, ,»eilen Stocl li»l«. fi,t>. Lnllve fllt eine Perfon I fi. Wir erlauben un«, »Ue Viufilsreunde unseier Sladl aus diesen interessanten Abend anfmerlsa» zu machen. — , Vt bildeten die Psahlbaulenfundc am la, bach er Vi o r u fi e den O,ge,!fi«nd eine« eingeh-üden Vortrage« des w,rll,chen Vlil«liede» Freiherrn vo,c Voclcn. l!etzlerer l,gle der «lab-mie den verichl be« Herrn Muf/aliufto» Des ch mann llber d,e mil Subvention der lllil-r« lichen Nlademie unleiuomwmen Psohllülufetschungen im !< Mools vor und blsprach unter «.^'»s'gui'» b» wlchtlgfts,' , 8s«sl!ll2nde die Resultate dies« Untersuchungen, Die «u«gr»b»n,en nuibei, zur Sommerzeit lr°Y der uügltnftigen Willetungs' verhalluisje aus einei gll»ch,n«u«behnun°. von ^0W Quadratmeter, und zwar zunächst die w-H-r- »nfbecknng v-r ,m »or,ahre auf dem la,bl.chei M?ore >n der Vtllhe d«n viunndors entdecl^en Pfuhlbaulenfilltte »«genomwtn. wobei sich zeigte, b»h di-se gegenwärtig der Isca'ßlub dulchschneidet. ?lachbe» jemil b,s 23!S Ende dieser S«,Ansieolung erreicht war, wurde die Untersuchung »n anderen Stellen fortgesetzt und in nordiMcher Richtung von der ursprünglichen Fundstätte ein zweiter, wahrscheinlich jllngerer Pfahlbau entdeckt, welcher vom See»Ufer entfernter lag und im allgemeiner. biesetben Verhältnisse zeigte, nur standen die Psllhle dichter beisammen und in den Nrtefacten bekundete sich noch voll« endetere Technil und Ornamentik. Freiherr v. Sacken charalteri« fierle nun die verschiedenen Fundobjeete an Stein» und Knochen» Werkzeugen, die mannigfaltigen Thonformen, worunter ein 10 Ltnlimeter hohe« Stück in Gestalt eine« stach gedrückten oben abgebrochenen weiblichen Oberkörper« gefunden wurde, von welchem man vermuthet, daß e< ein Idol sei, dessen Kopf fehlt, w» wol da« erste Vorkommen eine« <3ütze»bilde« in. einem Pfahlbau wäre; ferner besprach der Vortragende einige merk» würdig« Funde von Metallgegenssänden im Vergleiche mit den Thongußilllmen der Pfahlbaubewohner, worau« aus da« Ver-hllltni« der au« de» mittelitalischen Fabriken gekommenen Arbeiten zu den einhelmischen zu schließen ist; dann erwähnte derselbe da« Vorkommen der überall« großen Menge von Thierlnochen, das für dle Kenntui« der Faun» de» L«nde« in alter Zeit eine reiche Ausbeute bieten wird. Herr Varon Sacken schloß seinen interessanten Vorlrag mit dem Vemerleu, daß daher die Nachforschungen diese« Jahre« ein sehr befriedigende« Resultat ergeben, indem sie unsere Kenntnis der ältesten Kulturzufiände Krams wesentlich fördern. — (Selbstmord einer Trübsinnigen.) Am 6. d. M. wurde von dem Nibeiter Franz lljuha der Valentin Zeschlo'fchen Wattafabril in Fuschine am Fabril«rechen im Lai» vachflusse ein weiblicher Leichnam aufgefunden. Derselbe wurde als der Leichnam der feit 21. November d I. verschollen gewesenen dienftlosen Kind«frau Iusefo Weher au« Gran, Pfarre Phonheim, Vezirl«hauptmannschaft Revte in Tirol, erkannt, welchesich am genannten Tage mit Zurllcklüssung ihrer Legitimatioiispapiere und Effecten au« ihrer Wohnung in Laibach. Theaterkasse Hau«« Nr. 42 (alt), entfernt halte und seither nicht mehr zum Vorschein gekommen war. Da sich an der Le'che leine Spuren von Vewall« thäligl.'it vurfanden und andeieiseit« constatiert vorliegt, daß sich die Verunglückte lnrz znuor wegen hochgradigen Trübsinne« im hiesigen «llvilspitale in ärztlicher Vehandlung befand, so erscheint die Annahme geicchtferligt, daß die Unglückliche in geistesgestörtem Zustande »hren Tod frnwillig in den Nell« gesucht und gefuudcu haben dürfte. Theater. <—8.) Nach längerer Pause feiert« vorgestern die tragische Muse in unserem Kunfttempel wieder einmal einen glänzenden Triumph. Frau Lcwinslli'Precheisen hat daran selbst» verständlich den meisten Unlhe,l. Sie eröffnete ihr Tafispiel mit der Titelrolle in Scribe und Levange'« „Adrienne keeou« vreur" und begeisterte mit der Darstellung Verleiben, wie wir fchon in unserer gestrigen Vornotiz zu bemerken Gelegenheit hat« ten, da« zahlreich erschienene Publilum zu ungetheiltem enthnsia« ftischem Veifalle. laten 5 99. — N»poleon«d'or 1008. — 100 Reichsmark 620b. Angekommene Fremde. Nm 14. Dezember. h»tel V<«löt Vleu. Stllvllfser, Kreilsheim und Ablack, Kauf' leute, Wien. — Dr. Malli, Krainburg. — Hurtwig, Fabrik«» director, sammt Frau, Steindruck. — Silbermann, Kaufmann, London — Koprioa, Sagor, h»ltl Glel«»t. Mandelz. Unlerlrain. — Lavrii, Neudorf. — Zimutti, Vaumeifler.slatlchach. — Wulonit, sammt Frau, Littai, — Stampft, Kaufmann, Pr»g. — Panhaus, Kaufmann, Wien. V«lerlscher Hof. Kollar, Stein. - Mandelz, Sagor. — Sega, Handelsmann, Großlalchiz. Theater. Heute: Dritte» und letzte» Gastspiel der l. l, Hosschauspielerin Frau Lewin«lt).Precht!sen. Kabale und klebe. »Urger- liche« Trauer'piel in 5 Nclen von Friedlich v. Schiller. Meteorologische Beobuchtuugcn ln Laibach. l 7U.Mg. ?37.«7 -j> 2« O. f. schwach bewtlllt 14. li « N. 737«, 4- 9, SW. schwach bewällt 0.lo 9« «l,. 737.« -j- 8» windstill ^ bewUltt ! Die vewöllung anhaltend; runige, feuchte Luft Da« lazze«» Mittel der Wurme > 6 7°, um 7 7' Über dem «ormale. Verantwortlicher Iledactenr : Oltomas Number >. ^ Schmerzerfllllt geben die Gefertigten Nachricht von W ^> dem Tode ihres gellebten, unvergeßlichen Hatten, be» ^ M ziehungsweise «aterS, de« Herrn M Carl Tllmbornino, > Juwelier und Hausbesiher, Mitglied der lrain. ^ Handelskammer, welcher gestern abends um 11 Uhr, versehen mit den « heil, Sterbesakramenten, nact> langem, schmerzvollem Leiden in» Alter von 65 Jahren aus diesem Leben abberufen wurde. Die irdische Hülle des tbeuren Todten wirb Sam«» W tag nachmittags um 3 Uhr vom Trauerhaufe — W Longreßvlay «ir. 6 — auf den Friebhof zu St. Lhristof W« UberfUhrt und allda beigesetzt. M Die heil. Seelenmessen werden in mehreren Kirchen W gelesen werden. Der theure Verblichene wird dem frommen Andenken W aller Verwandten, Freunde und Velannten empfohlen, Laibach am 14. Dezember 1876. ^ Nnna Tambornins, geb. ileunacher, als Gattin ^ Äoief Tnnlbornino. Juwelier; Nl/vü^l. nicht gesprochen weiden. Die Lourfe hielten sich so ziemlich auf gestrigem Niveau. »«ld »«„ «"" ) «„,.. <.....6015 U0 25 Febrn«.) ««'« ^.....ßN 49 60 60 3^1«»««». z - - - «°;° «U L«se. 1y»s........3b7 bv «s.9 - » ^5«^........104 75 10b 85 " !^3 ,^ .'.....l08 7b 109 - ^ 1860 (Fünftel) .... 1,77b i,8ieb » ^^^. ' « -......12950 180- Uug. Prämien»««!......^75 ßg ^ «redit'L..........16» ?b 164 25 «ut,ols«°3. - - ----- I» 50 18 7b «ltlmiluanlthen der Stadt»lln »4- 3450 V^nan-Regulierungs-Lose . . 10575 105 90 Dowilnrn ^savddnefe .... 1V9— izg.^ Oesterielchlscht Scliahschtlne. . 97 60 «7.^ Ung. «»'.»"«.hn-Nnl. - - - - ^«0 i,85f) Ung. Schatzbon« vom I. 1874 9l-?b l,»-^ «nllh.n d. Sladtgemeinde Wim in V. «........." " '« 7l> «ruude«tl«ftu»«4«cbli«»lti«ne«. «ühm.n..........100-5U ---- ,:.ed,i0fterrtich.......100 ?b 101«» ««>i...« ^ ««»75 K3-6U «H«ld V«« Siebenbürgen.......717b 72 50 Temeser Vonat.......71 - 72 — Ungarn..........7380 74 — ««» V«»le», »«ld ««« «nglo.llfierr. V«ml..... 7160 7'90 trebttanftalt........ 18650 18660 «leditanftalt, nngar..... 10350 104 — «Lscompteanstalt...... 660— 670 — 3i«tion»lbanl....... 816 — 818 — Oefterr. Vcmlgesellschaft . . . 150 — 151 — Unionbanl ........ 46 75 47 - «,r,ebr«l,anl ....... 7600 7750 Niener Vankverein . , . . . t»5— b6 — Nette» tzm» Tr«»«tz«rt-U»ter»etz- «»»«e». »«id >l»«« «lftld.«»hu........93 - l»4 - ^°°°°'f«npl«ij,..«lsellsch<»ft 328- »40— «li!°b»tt>Neftb°in . ... . 1Äb- 13550 »erdm»nb«.,t<,rbh«ll)n . . . 1780—1785' -»ran,. Joseph . Bah» .... 1A)-50 121 - »elb ««« Oalizische Knrl-Lndwlg.Vahn . »00 - 80^25 Kaschau-Oberberger Vahn . . 84 50 85 50 Ltmbttll-Lz,rnowitze? Vahn . IW5> 111 — Lloyd.Gls'lllch. .... »10 - »!»-- Oenerr. Nordivtsthahn .... 11750 1l8- Nudolfe'Vahn.......101 - 10« - Sll>at«vahn........2!,8 50 »59 Slldbahn.........7850 7«75 Theiß-Vahn........163 164 - Uligar.'galiz. Verbi«dung«bahn — — — — ' Ungarische «ordoftvahn . . . 85 50 8650 Ungarische Oftbahn.....30— 3025 Wiener Tramway-Gesellsch. . — — — — Pf«»tz»rief«. «llg. üß. Vodencreditanst. (i.Vold) 106 50 107 — „ « ^ (i.V.-V.) 8950 8975 staiilnalbanl........96 — 96 20 Ung.Vodtncredil.InftilullV..«.) 85 25 65 50 Prl«rU»te». Vlisabeth-V. I. Cm.....91 75 92- ßerd.-Nordb. in Silber . . . 106 50 107 - Franz-Ioseph.Vahn.....9t V0 9150 »,lb »«" Gal. «arl.kndwi«-«.. 1. Vm. . 99 75 l"l1 - Oeyeri «°rdm.».Vllhn 87 75 A'' «iebenbürger »ahn..... 55 60 A"" Staatsbahn 1. Vm...... 15?»^ .^3^ «tibbahn i »'/....... »16 ' '^" 5',....... »s" I?I Nn«. Oftöahn.......bl>'0 55 93 revise«. «uf kutsche Pliitze.....LA 6l 50 London, kurze Sicht. . - - ' "^ ^«" ^n. lange Sch. ...- ^^ Gel»l»»rte». «tlb Val« Dukaten ...» /"'7 lc. 5 ft 98 lr. Nap°Ieon«d'°r ..»"-»» ^ lo ^ 1,) , Deutsche »ei««' bantneten ' ,?'" ^ , 62 . 20 » Silbergulbt« - » ^"^7h .117, « «rainische srunb«tlaftung«.0bli,«ti°ni« 66 70. «rebit 1S6- bi« 186 30. «nglo 712b bl« 71 b0. London 126 40 bi« 126 70. ««V«,l«n« 1010 bi« 10-11. »Ubn 110 7b bi« 117-.