Nr. 276. Pränumerationspieis: Im Eonlptoir ganzj. fi. ^1, 1,'albj. fl. 5.s>«. ssilr dirZuftüllung in« Hau? halbj.,')«^. Mit dcrPosl ga!!,i.st.l5,, halbl.fl. ?.5><>. Samstag, 30. November Mit 1. December beginnt cin ucucö Abonnement anf dic ^Lluliachcr Zeitung." ,. Der Prännmcrati ons-Prcis beträgt für "^ Zeit vom 1. liis Ende Dcccmbcr IW7: ^'N Comptoir offen....... -- fl. 92 kr. ^'u Comptoir nntcr Convert . . . . 1 „ — „ ^'^' ^aidach ine ftaus zugestellt . . . 1 „ — „ '"U Post nntcr Schleifen'..... 1 ,. 25 „ Amtlicher Theil. , ^c. k. f. Apostolische Majestät haben mit Allcr-^Mr Elttschlicßuug vom 18. November d. I. den cvan--^'schcil Pfii^r Hclvctis6)cr Konfession zn Horatcv in ^uhinc^ Consenior Hermann v. Tardy zum geistlichen ^ulhc helvetischen Bekenntnisses dcS evangelischen Ober» ^^»ralhes in Wien allcrgnüdigst zn ernennen gcrnhl. Der Instizminister hat cine beim Rzcszowcr Kreis« "dichte crlcdigtc KrciSgcrichtsrathsstcllc dem Staats-"^ualtssubslitutcn ')iicodcul Garbaczynski verliehen. Heute wird i» deutschem und ziinlrich slovrm'schem Texte .^Ürgchm li„d vrrsendct: "^sctz- nnd Vcrordnungs-Blatt für das Her- »°gthnmKrain. XX. Stück. Jahrgang I8„ 29. Tfptrmber ^5)8 wiedlr in Wirlsamtlit gesetzt nil,' - werden. n, k> flir Bühnien, Dalmatian, Galion nnd ^'odoinerien mit ü, ", 'l ^'slrrrnch nnler und l>li der (5'nni«, S,il;dnrci. Sleier-'mrl, ,^In„!s,!. ^lrain, Vnsmvinn. Mähren. Schlesien, Tirol mid "urarlbnli, Istri-n, Gürz, «"radi^l'li. dc>»n die Stadt Trieft mit ihrcui Gcliiete. Vailiach, den ^lN. Vloveinbcr I,^n l. f. Nednclicmichnren» dc« Gesetz- und VerordniinnMalteö für Krnin, Fnr die Votivkirchc in Nien sind zn den nenlich ^röffcntlichtcn Beträgen zusammen pr. 17 si. 10 kr. ''» Wege des l. k. Bezirksamtes Krainbnrg eingegangen: ^oiu Pfarranitc St. Georgen der Sammlnngs- bctrag ftr.......1 fi. 3^ kr. .. Pfarramtc St. Martin . . . 5> ,. 34 „ „ „ Krainbnrg. . . . 6 „ 71 „ „ Prcdaßl ' . . . ^^,^-^,. ^ Daher bis jetzt im Ganzen . . 5>si fl. 4^/, kr. ^aibach, am 28. November 1«07. ^om f. l. ^nndcsftriisidi nm fnr K rain. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 29. November. Wir haben die Bedeutung dcr neuen Pairscrnen» nungcn bereits gcwnrdigt. (5s dürfte nun unsern Lesern erwünscht sein, auch über die Persönlichkeit einiger Ernannten nähere Details zu erfahren. Wir geben sie nachstehend nach den Angaben wohlunterrichteter Wiener Blätter: Graf Franz Faltcnhayn, Mitglied des Abge» ordnctenhanscs, Erbe dcS verstorbenen t. k. Botschafters Franz Grafen v. Collorcdo'Wallsee, im Besitze dcr Güter WalpcrSdorf, AggSbach nnd Tnln, cincS dcr grüßten Fideicomissc in Nicocröstcrrcich. Fürst Georg ^ubomirSki, einer der größten Grundbesitzer Galizienö, ausgezeichneter Redner, höchst chrcnwcrthcr Charakter. Graf Thuru, Besitzer einer dcr größten Gcwcrke Kärntens. Landgraf Fürstcnbcrg, Besitzer deS Fideicomisscs Wcitra, in politischer nnd religiöser Richtung nicht auf dem Standpunkte seines Brndcrs, des Cardinal-Erzbischofs von Olmütz. Graf Josef AncrSpcrg, Herr dcr Majorats-Grafschaft AucrSpcrg und dcr Herrschaften Nadlischcg uud Sonncgg in Krain, Chef dcr ältesten ^iuic des gräfliche» Hauses. Graf Otto Chotel, Caftacität in Finanzsachcn, gewandter Ncdncr, sehr thätig nnd eifrig. Graf Karl Glciöpach, geheimer Rath, ?and> marschall in Stcicrmark; anf dem parlamentarischen Boden heimisch, stets im Sinne des gegenwärtigen Systems thätig. Fürst Hohen lohe, schon durch seine Stellung als erster Obcrsthofineistcr des Kaisers in das Herren« haus berufen, vollkommen Anhänger dcS gegenwärtigen Systems. Gras Hugo Trau», früher bei dcr Diplomatie, eine sehr geschickte Persönlichkeit. FZM. H auS lab, wissenschaftlich gebildet, sehr thälig, hat den besten Ruf auch über dic Grenzen Oesler^ rcichs hinaus. FZM. v. Mcrtcuö. Präsident dcS obersten Mili. tärgerichtöhofcö, ist wohl ernannt, nin anch diesen Zweig dcr Instizpflcgc im Hcrrcnhausc ucrtrctcu zu sehen. Karl v. Klein hat scinc mcrcantilischc Erziehung im Hause Stieglitz nnd Comp. in Petersburg erhalten, dessen kolossalen Geschäfte er mehrmals selbständig geleitet, nnd welches ihm Gelegenheit bot, durch Nciscu im Auslande wie im Umgänge mit den hervorragendsten Notabilitäten an den bedeutenderen Handelsplätzen werth. volle Erfahrungen zu machen. Seit dem Jahre 18A8 hicr ansässig, nahm cr in den Jahren 1842 bis 1845> schr thätigen Antheil an der Administration der Donau-Dampfschifffahrtgescllschaft und trug nicht unwesentlich zn ihrer Entwicklung bei. Er war viele Jahre Mit-glicd und vier Jahre Präsident der Wiener Handelskammer, nahm wesentlichen Antheil an der Gründung dcr auglo - österreichischen Ban! und ist anch jetzt noch eines dcr thätigsten Mitglieder dcr Direction. Sem ehrenhafter Charakter genießt der allgemeinen Achtung. Alexander Ritter v. Schöller ist ein so eminenter Industrieller, daß cS wohl uicht nöthig ist, seine Vcr> dienste zu detaillircn; dabei ist er ein biederer Charakter und allgemein geachtet. Dr. AudrcaS Zelinka, Bürgermeister von Wien. Man hofft von ihm, daß cr so unumwunden und offen, wie man ihn als Bürgermeister kennt, auch im Herren-Hanse die Stimmungen und die Wünsche dcr hauptstädtischen Bevölkerung vertreten wird. Franz Mayr von Mclnhof, einer dcr bedeutendsten Eiscnwcrksbesitzcr Slcicrmarts, Präsident dcr ^cob-ncr Handelskammer. Cr bekennt sich zu den Hochschntz. zöllncrn. In den Landtag wollte cr nicht gewählt wer» den. In ihren Eingaben hat dic ^eobner Kammer wic< dcrholt die Nothwendigkeit dcr Trennung dcr Schule von dcr Kirche betont. Hcklor Rittcr v. Z ah o u y, Präsident der Han« dclskammcr in Görz, GntSbcsitzcr und Fabricant, einer dcr bcdcntcndstcn Indnstricllen Oesterreichs. Er stammt von einer Pastoren-Familie in Frankfurt, dic vor etwa «0 Jahren nach Oesterreich einwanderte und da zn großem Ncichthumc gelangte. Er hat dem Protestantismus in Görz cin sicheres Asyl gestiftet. Scinc Wohlthätigkeit ist bekannt und cr ist cin „Gentleman" durch und durch. Dr. 5larl NokitanSky, Hofrath nnd Professor der' pathologischen Anatomie c.n der Universität, cin Mann von europäischem Rnsc nnd Gründer dcr Wissenschaft dcr pathologischen Anatomie. Scinc liberale Gc» sinnung steht außer allcm Zweifel; die Aerzte haben stets zn der vorgeschrittenen Partei gezählt. Dr. Ignaz Freiherr von Szymouowicz, Se-natspräsidcnt des obersten Gerichtshofes, gilt als tüchtiger Jurist. Dcr con fcssi on cllc Ausschuß deS Abgeordneten-Halses hat abermals cincn Tbcil dcö Mühlfclo'schcn Re-ligions-Edictcs dnrchbcralhcn. Von Interesse ist daS Beifügen eines Alinea, welches, indem cs bezüglich deS Verhältnisses der Schule zur Kirche auf das bereits erledigte Schulgesetz verweist, ausdrücklich ancls die Unter« richts« und Bildungsaustaltcn für Rcligionsdicncr dcr Oberaufsicht des Staats und den allgemeinen Unter-richtsgcsctzcn unterworfen erklärt. Weiter ist hcrauszu- Dic Thcatcrfragc. ;,,. ^ic? höre ich freundliche Leser nnd Leserinnen aus-h/"' cinc Thcatcrfragc? Was gibt cs denn wieder zn", diesem Gebiete zn erzählen, nachdem die feindlichen ^cr, Classikcr nnd Romantiker, dic blanke Waffe des ^'"Nqcndct" wieder in dic Schcidc gesteckt haben? Ich ^, . ^ Ihucn kurz sagen, dic Ucbcrschrift dicscS 5'cid-^lcls (liittc, dies als keinen Druckfehler anzusehen) lcw^' d^ nnscr Theater in Frage gestellt ist. Nnn H," 'ch mir Ihre bestürzte Micnc wohl dcnkeu, wcr f^^ ^uch sei,, niögcn, Lebemann des Fantcnils, Knnst» „ 'ud nns dcr Prosecninmslogc, solider Spcrrsitzabon-falm' /^^crhaftcr Partcrrzuguogcl odcr Inhaberin go »!i)I! '"' "lngcn im ersten odcr zweiten Vogenrang, ja ^linchcrn'cisc sogar sonntäglicher Thcatcrcnthnsiast von Vöhe ocs Paradieses: Kein Theater? 3^)rr wird misrc Kiiidn- lehrci, Kränzc wrrfm ,»id dir Gutter^ ehren? Tch,-^'" Theater! Malen wir unS nur einmal dic Älü f ^' c'ucr Wintcrsaison ohne Theater anS. D>c i,^ "' fallen, die Schwalben sind heimwärts gezogen, dic Q^!" l°llcn He leichten Wandervögel dcr Kunst wic t»'r^ ?'"lbc ihr Nest bauen für cinc kurze Zeit und hiiiw' 3' fetiches Spiel uns den Ernst des Bebens ^^tthcrzcn? Abcr die Schwalbe hat wärmcrc Gcgcn- ^°ll vielleicht hciizcu: GöNiiuicil? Aum. dcs Schcrs. den anfgesncht und cs bleibt uns uur — ciu laugwci. ligcs )icst. Sonst bcgann man diesen Iahrcöabschnilt imincr mit licitcrcn Hoffnungen, mit einer Fülle von ^crtrancnsscligkcit. Dcr Director war angekommen, nachdem cr in Wien cin ganzcS Künstlcrhccr angeworben, das Opcrnpcrsonalc verjüngt, an die Stelle dcr schnell sich abnützenden ersten Liebhaberin cine noch frische, ohne Liaisons angeworben, und nnn hämmerte nnd zim. merlc es schon lange gchcimnißvoll in den stillen Mnscn. hallcn Dcr Fcnillctonist, sonst cin Fremdling hinter den Coulissen uud in dcr Thcalcrgardcrobe, war ciner dcr wcnigcn Eingeweihten. welchen cin Einblick in dicsc gehcimnißvollc Thätigkeit gcstaltct wurdc, cS war dic -- fürchten Sie nichts, Herr Director, ich plandcrc nicht — ich will ja heute eigentlich nicht erzählen, was ich von den Vorbereitungen znr .. D i nora h" gcfchcn habe Ich will uur die Reize einer beginnenden Saison schildern, und zu dicscn gehört einmal dic gespannte Erwartung dcr Dinge, die da tomnmi werden; ob wir cinc Primadonna mit jugendlicher Figur und gut con-scruirlcr Stimme, odcr mil gut conseruirtcr Figur nnd jngendlichcr Stimme, cine Liebhaberin von 17 odcr von W Iahrcn, cincn Komitcr mit trockener Scholz'schcr odcr mit scharfer Ncstroy'schcr Manier, cinc ..schöne Helena" odcr .nntikc" Galathca haben werden? Und „stc nahen.'sie kommen, die Himmlischen alle, mit Göttern erfüllt sich die irdische Halle." Die erste ..Thcatcrnach-richt," dic crstc Taubc mit dcm Oclzwcig, die dcr Dl-rcctor flicacu läßt, — und dcr auS „gut uuterrichtctcn Kreisen transpirircndc" Gagcnctat spannen die Erwar. tnngcn anf das höchste. Ja, wenn sie ewig grünen bliebe, diese schöne Zeit dcr crften 5/icbc . . . Nun sind ^ic wohl schon ungeduldig, schöuc Leserin, uud rufen mich vielleicht „zur Sache." Gnt, ich bin bci dcr Sachc. Wir haben alle dic geschilderten Stadien dcr Thcalcrsaison durchgemacht und wir befinden nnö nnn mitten in dcr Saison. Wir habcn bereits die beliebtesten Schöpfungen Vcrdi's. dicsc Mclodicn, die sich so leicht in nnscr Ohr nnd in uuser Hcrz stchlcn, wir haben Snpp''-'Offenbach's „Flotte Bursche" mit dcn uns anheimelnden Studcntcnliedcrn. wir haben Offcnbachs graciöseste Vicdcrspielc, Bancrn-fcld und Mautner, Halm und Bcncdix dic wcltbedcu-ten Bretter bcschrcitcn schcn uud dcr Rcccnscnt schreibt regelmäßig von — leeren Häusern. Das ist die Frage, sagen wir mit Hamlet, und wir finden ebensowenig ciuc Antwort als unser dänische Prinz. Dic ältesten Habi-^luc's unscrcr Bühne schütteln dcn Kopf, daS Pnblnum ^ — schweigt, dcnn dicscs allcin könnte uns cine bcsric» ^ digcndc Erklärung di?scr miffallcndcn Erscheinung gcbcn. , Oder hat ^aibach nnr ..viele" ^ogcn- oder Parlcrrchnbi. tu<'s und tcin eigentliches „stehendes" Theatcrpublicum? Abcr in früheren Iahrcn warcn ja Tagcscinnahmcn von 200—300 Gulden leine Seltenheit, während hculc durcll dic Tageseinnahme oft kanm dic Kosten gedeckt werden Enahrnngcn wic die der hcnrigcu Saison können Tncater. Md uns vcllllßt, was dann? Da habcn wir also dic ^aieisragc, dic jedenfalls einen Iannslopf hnt. dcn einen, dcr nach dcm Director Hinsicht, und cincn zweiten 1878 heben, daß keinerlei besondere Censur der Bücher und sonstigen Schriften einer Kirche bestehen darf, sondern daß auch für Werke religiösen Inhalts lediglich das Prcß-gesctz dc« Staates Geltung hat. Noch weiter ist die Be-stimmung aufgenommen, daß keine Kirche in Bezng auf die Erwerbung von Gütern und Vermögen und die Verfügung darüber anderen als den im Wege der verfassungsmäßigen Gesetzgebung festgestellten Beschränkungen unterliegt. Und endlich ist die Aufhebung aller noch bestehenden kirchlichen Zehnten und analogen Leistungen gegen ciuc nach Maßgabe der GrundentlastungSprincipien aufzumessende Entschädigung ausgesprochen. Ueber dic Aussichten deS Ansgleichswcrkcs in dem ungarischen Reichstage läßt sich die „Pester Corr." vom 25. d. in folgender Weise vernehmen: Dic Aufnahme, welche die Sectiousreferate über die BeitragSquote zu den gemeinsamen Ausgaben, über den von Ungarn zu übcruchmenden Theil der Staatsschuld und über den Zoll« und Handelsvertrag im Hause ge-funden, läßt mit Sicherheit darauf schließen, daß die Vorschläge der Central'Section unverändert acceptirt werden dürften. Die Majorität läßt sich in dem mit klarem Bewußtsein begonnenen AuSgleichswcrke durch tei-ncrlci müßige Klagen und Incriminationcn irre machen; sic war vorsichtig, ja mißtrauisch, als es galt ihr Wort zu verpfänden; sie hatte eS wohl erwöge», wohin der erste Schritt ihrer Ausglcichspolitik führen wcrdc. Jetzt gilt es mit festem Manncsmuth das gegebene Wort ohne Zaudern und Schwanken einznlösen. Die Dcakpartci 1st sich ihrer Zwecke wie ihrer Mittel vollständig bewnßt, sie wird sich jene Launenhaftigkeit nnd jenen Wankclmuth nicht zn Schulden kommen lassen, welche die Opposition der Nation znmnlhet. Der heute auf den Tisch des Hanfes gelegte Gesetz-vorschlag über die Gleichberechtigung der Israelite«, ent-spricht allen Forderungen, die von Seite des Liberalismus gestellt werden. Daß die Iudcnfragc nicht mit jener der allgemeinen Gewissensfreiheit verquickt wurde, ist nur ancrkenncnöwcrth und blos im Interesse der Israelite» selbst geschehen. Ihre Gleichberechtigung wird nirgends auf Widerstand stoßen, sie wird nicht einmal cinc Debatte hervorrufen; ob dasselbe auch vou der allgemeinen Gewissensfreiheit gesagt werden kann, ist immerhin fraglich, nnd es wäre den 400.000 zur Stunde noch politisch rechtlosen Vürgcrn nnscrcs Vaterlandes wahrlich ein schlechter Dienst erwiesen worden, Hütte man ans liberaler Principienreiters das praktische Resultat des sie erlösenden Gesetzes in Frage gestellt oder auch nur verzögert. 17. Sitzung des Herrenhauses vom 28. November. Die Galerien uud die Diplomatenloge sind lange vor Acginn der Sitzung dicht besetzt. Auch das HauS ist voller als sonst, die Rechte nnd die Linke stark vertreten, das Centrum ziemlich leer, der Clcrus fehlt ganz, mit Ausnahme des Bischofs Hack mann. Anf der Ministcrbank: Ihre Excellenzen die Herren Minister Freiherr v. Beu st, Graf Taaffc und Frei-Herr v. John. Präsident Fürst Karl Aneröpcrg eröffnet die Sitznng um II Uhr 50 Minutcu. Schriftführer Ministcrialrath Kubin verliest das Protokoll dn letzten Sitzung, welche genehmigt wird. Schriftführer Scctionschcf v. Hoffmann verliest den Einlauf. Darunter befindet fich: Eine Zuschrift Sr. Excellenz des Ministcrpräsidcn-tenstellvcrtrctcrs Grafen Taaffc, in welcher die dnrch für das Publicnm; für den Director cinc Geld-, für dao Puulicuiu cinc sociale Frage. In diesen, Lager ist Laibach, das andere sind einzelne Trümmer, hier sind wir gewohnt, allcs was Anspruch auf Geist, Schönheit, Stcllnng in der Gesellschaft macht, sich cinfindcn zn fehen. Es ist wie cinc große Familie, welche der Genius der Kunst, des Ideals, das nns allein noch die Bretter bieten in dieser glanbcnsarmcn Zeit, wie mit einem nn< sichtbaren Vande umschlingt, und in dem der Verkörperung dieses Ideals gcspcndctcn Beifall sehen wir nichts als eine Kundgebung jenes eigentlichen ältesten Frcimanrerthums dcr Erde, das dic Gutzkow'schcn „Ritter vom Geist" beseelt und daö dabci doch keinen Standesuntcrschied kennt. ES sind nicht blos die engherzigen Interessen cincr Coterie, die nach Vergnügen jagt, sondern das Princip des Ideals, das Cnltnrclcmcnt, welches das Theater vertritt, und wir können bei dem gewählten Repcrtoir unserer Theater« leitung wohl sagen, auf das würdigste vertritt. Dieses Princip, dieses Element, das dcr Feuilletonist als Mann von der Feder, als unwürdiges, aber eifriges Mitglied deS großen nicht mehr geheimen Bnndcs dcr Ritter vom Geist zu vertreten sich verpflichtet fühlt, fchcn wir bedroht durch den jede stabile, reelle Theateruntcrnchmung unmöglich machen' den Kaltsinn unseres ThcatcrpublicumS. Wir sind einst, weilen zufrieden, diese Saite angeschlagen, dieses frucht, bare, nicht so schnrll zu erschöpfende Thema auf die Tagesordnung gefetzt zu haben. Wir wünschen vorlänfig nichts weiter, als durch diese Zeilen einiges Interesse für einen Gegenstand zn erwecken, der die Aufmerksamkeit aller gebildete» Krcis^ verdient. Der Feuilletonist hat das Scinigc gethan. Thun Sie das Ihrige! - das allerhöchste Handschreiben vom 25. Nov. d. I. erfolgte Ernennung der neuen Mitglieder des Herrenhauses mitgetheilt wird. Präsident fordert die anwesenden neuernannten Mitglieder auf, die Angelobung zu leisten. Es leisten hierauf die Angclobnug: Graf Ehotet, Graf Falkenhayn, Freiherr v. Handel, Ritter v. Haus-lab, Fürst Hohenlohe, Großhändler Klein, Freiherr von Mertens., Hofrath Rokitansky, Großhändler Schöller, Ritter von Szymonowicz, Graf Traun/ Graf Wrbna, Dr. Zelinka. Präsident widmet dem vorstorbenen Mitglicde FZM. Graf Khcvcnhüller einen Nachruf. - (Die Versammlung erhebt sich zum Zeichen dcS Beileids.) Präsident theilt noch mit, daß der Strafgesetz« ausschuß sich constiturt unb den Baron Kraus zum Obmann, den Baron LichtenfelS zum Obmannstcll-vertreter gewählt habe. Schriftführer Sectionschef v. Hoffm a'n n verliest hierauf den weiteren Einlauf. Sc. Excellenz Ministerpräsidentstellvertreter Graf Taaffc theilt mit, daß Sc. Majestät dem Gesetze über Vereins« und Vcrsammlungsrecht die allerhöchste Sanc< ticm zu ertheilen gernhete. Se. Excellenz Kriegsminister Frhr. u. John berichtet die erfolgte allerhöchste Sanction des Gesetzes, mit welchem die kaiserliche Verordnung vom 28. December 1865 aufgehoben nnd die Bestimmungen des HccrcS-crgünznngsgesetzes vom 25. September 1858 wieder ein« geführt werden. Se. Excellenz Finanzminisler Freiherr v. Beckc theilt mit, daß Se. Majestät den Gesetzen über die Steuerfreiheit bei Neu», Um» und Zubauten die aller< höchste Sanction zu ertheilen geruhte. Das Präsidium des Abgeordnetenhauses theilt mehrere von diesem Hause gefaßte Beschlüsse mit, welche den entsprechenden Commissionen zur Vorberathung zugo wiesen werden. Es werden folgende Petitionen überreicht. Rcgierungsrath Arndtö überreicht 10 Petitionen gegen die Aufhebung des ConcordateS, Graf Blomc 5 Petitionen desselben Inhaltes, Graf Meran 4 Petitionen aus Stciermark für die Aufhebuug deS Concordates, Fürst Iablonowski dlc Pctitiou vou 19 gali-zischcn Gemeinden gegen den von dem Abgeordnctenhaufe beschlossenen § 11 lx. i dcS Grundgesetzes über die Reichs-Vertretung, und zwei Petitionen aus Görz und aus Steicrmarl gegen die Aufhcbuug des Eoucordatcs, Graf Lancloroneki eine Petition gegen tz 11 lit. i dcr Verfassung, Ritter v. Hasner eine Petition deS Professoren» collegiums dcr philosophischen Facultät dcr Universität Wien um Regelung dcr Gehalte, ferner dic Petition von 12 Gemeinden Böhmens gegen das Concordat. Fürst Sanguszto die Petition von 12 Gemein» den Ostgaliziens gegen tz 11 !il. i dcr Verfassung, Graf Anton Aucröpcrg 24 Petitionen gegen da« Concordat (darunter von Graz, Laibach, Marburg, Mürzzuschlag :c.), Fürst Czartorysti eine Petition gegen 8 Ü lil. i der Vcrfasfuug, Freiherr v. Doblho ff eine Petition gegen das Concordat. Dic überreichten Petitionen werden theils dcr Pc-titionscommission, theils übcr Antrag dcr Uebcrreichcr den betreffenden Commissionen zugewiesen. Es wird znr Tagesordnung geschritten. Auf derselben steht der Bericht der Commission des Herrenhauses übcr deu Entwurf eines Staatsgrund' gefetzeS betreffend die allgemeinen Rechte der Staatsbürger für die im ReichSrathc vertretenen Königreiche und Länder. Berichterstatter Ritter von HaSner verliest den Bericht. Die Commission hat an dem Entwürfe deS Abgeordnetenhauses mehrere Aenderungen vorgenommen, auf welche wir in dcr Specialdcbatte zurückkommen. In dcr Generaldebatte ergreift niemand da« Wort, weshalb sogleich zur Special deb atte ge-schritte» wird. Als Redner siud eingeschrieben: zu § 4 Ritter von Schmerling, Freiherr v. Hock, zu § tt Fürst SanguSzlo, zu § 8 Freiherr v. Hock. (Schluß folgt.) 56. Sitzung >cs Abgeordnetenhauses am 27. November. (Schluß.) In Betreff der Petition um Erhöhung der Zinsen-garantic für die Prag'Nakonitz-Karlsbad-Eg er-Bahn beantragt der Ausschuß: Das hohc Hanö wolle beschließen: 1. Da« Gesuch der Tonccssiouiire der Prass-Ralonitz-Karls» bao-Lger-Aahll wild der Regierung mit dem Bcmcrlen adgetre-ten, daß cinc Erhöhung dcr ursprünglich bewilligten Ziusengarantie nicht gerechtfertigt erscheint; 2. die im Berichte aufgeführten 14 Petitionen find der Regie» mig mit der Aufforderung abzutreten, daß sie wegen Couces-sioml'lmss deS (HisclibllhuuetzcS uom nordwestlichen Bühmen dem Hansc der Abgeordneten noch in dieser Session eine Vorlnge zn ucvsllsslliig«mäßiger Behandlung mache. Der Finllnzmini stcr gab Namens dcr Regierung die Erklärung ab, daß zwischen dem Ministerium des Handels und der Finanzen einerseits und einer Gc« sellschaft andcrcrfcits die Dctailvcrhandlnngcn über den Ausbau des Eisenbahnnetzes dcS nordwestlichen Böhmens bereits abgeschlossen sind. Dieses Netz umfaßt die ^inic von Prag, Saaz, Komotau, Weivcrt an die sächsische Grenze Unterem,' tucller Abzweigung nach Nakonitz, dann dic Linie v?ü Saaz, Franzensbad nach Eger. DaS ganze Netz soll binnen vier Jahren ausgebaut werden. Das Handelsministerium hat den Concessions' entwurf bereits ausgearbeitet uud ist eben im Begrifft, die allerhöchste Ermächtigung znr Eindringling dcr dicö-fälligen Vorlage an das hohc Hans einzuholen. Es ist somit diese Vorlage binnen wenigen Tagen zu gewärtigen. Die Ausschußanträge wurden nach cincr Vefill-wortung durch dic Abg. Wolfru m uud Herbst ei"' stimmig angenommen. Es wnrdc hicranf cinc lMc Reihe von Petitionen erledigt; hcrvorhcbcnSwcllh ist die Entscheidung bezüglich der Petitionen um Ein-führuug des obligatorischen Turnunterrichts. Dr. St less er befürwortete die Petition in warmer Weise ui'd stellte Namens des Ausschusses den Antrag, das Hal-s wolle beschließen, es sei das t. l. Unterrichtsministerium aufzufordern, die geeignete Einleitnng zu treffen: 1. daß der Unt erricht im Turucu an Voll^ uud Mittel schulen, sowie an Lchrcr-BildnnaM' stalten als obligat erklärt werde; 2. daß für diesen hochwichtigen UntcrrichtSzwci>1 bei Vorlage des Budgets die erforderliche Ri'ictsicl/ getragen wcrdc. Herr von Hyc erklärte hierauf, daß dasjenige, waS von dem Pctitionsausschnß beantragt wird, von del Negierung bereits angeordnet und zum Theil auch >" Ausführung gebracht wurde. (Bravo, bravo.) ES wurde bereits im vorigen Monat an alle Statt' Halter, an alle Landcschcfs die doppelte Wcisnng erlasse» ^ 1. mit aller Cnergic dafür zn forgen, daß dcr Turu unterricht an allen VollS- und Mi^ telschulcn in kürzester Zeit als obligater Gegenstand eingeführt werden könne; 2. abcr sogleich und ohne allen Verzug dafür z" sorgen, daß derselbe noch im ^anfe dieses Semesters als obligater UnterrichtSgcgenstand in allen ^ ehrcr - G > l' duugsanst alt cn eingeführt werde, daß man dic vorhandenen Privatanstalten benutze, als auch einzelne Tnrner aufbiete uud ersuche, diesen Unterricht für allc ^ehrcr«Bildungscmstalten zn übernehmen, damit vo> allem andern die Vchrcr in die Lagc kommen, fich selbst in Turnübungen zn bcwcgen und sofort alsbald, vielleicht schon im künftigen Jahre, den Turnunterricht z» ertheilen. (Bravo, bravo.) Dcr Antrag des Ausschusses wurde angenommc»-Die nächste Sitzuug ist Freitag. Parlamentarisches. Wien, 27. November Der AuSgle ichsauS-schuß deS Abgeordncteuhlluscs hat gestern die Berath»"' gen übcr den finanziellen Ausgleich abgeschlossen. Bezüglich dcr Frage, ob einer oder mehrere M' richtcrstattcr gewählt werden sollen, um die drei Gcsctzl iu Betreff des ungarischen Ausgleiches im Hause i" vcrtrcteu, sprach sich Vice-Präsident Dr. Zicinial' t on) st i für die Bcstellnng EincS Berichterstatters aus, indem er auf den innigen Zusammenhang dcr dtt' GcsctzcSvorlagcn hinwies, welcher cS nicht opportun ^ scheinen läßt, für jede einzelne einen besondern Bericht erstattcr zn bestimmen. Dieser Antrag Dr. Zicmialkowsk^ wurde ohne Debatte angenommen, sofort zur Wahl d^ Berichterstatters geschritten nnd Abg. Dr. Brcstcl vo" 15) Anwesenden mit 1Z Stimmen gewählt. Dcr Bericht der Herrcnhauscommission übcr b" Revision dcr Verfassung (aus dcr Feder ^ Grafen Anton AuerSpcrg) acccvtirt im Wesentlich^ deu Entwurf des revidirten Grundgesetzes über die Reichs Vertretung, wie er aus dcu Berathuugcn des Abated' nctenhauscs hervorgegangen nnd ertheilt das vollste ^ der gegenwärtigen Rcgicrnng und ihrem System, daß man ihn als ein Vertrauensvotum der Majorität d^ Herrenhaus-Commission für Herrn v.'Veu st bezeichn^ taun. Der Bericht hebt hervor, daß dic Commission dcS Her/ rcnhanscS „einerseits in den meisten dcr von dem HlU'" entworfenen Bestimmungen die Grundlagen cincS 9^ funden freiheitlichen VerfasfungSlcbcns, und somit d' Bedingungen seines ersprießlichen Gedeihens, andcrcrscU aber auch neben dem FortschrittSstrcbcu zugleich °e Geist der Erhaltung und dcr Rechtsachtung zu erbl'^ glaubte, welcher dcu Rechtsboden, dem er selbst i^' Existenz dankt, gewissenhaft zn wahren und nur "^ ihm ans Unvollkommenes zu bessern, Ungenügendes ^ erweitern strebt", und fügt, iudcm er daS Festhalte" .^ dem Boden dcr Fcbruarvcrfassung rühmt, bei: ..^ allgemeine uud unvcrbrü chl i ch st c A ch t" vor Recht und Gesetz abcr bleibt immer ° sicherste Gewähr für gedeihliche und °° erndc Vc rfa ssun gszust ände." -,-che ..Constitutioucllc Scheinformcn , Parlaments > .^ Rcdcbcfugnisse allein können nicht mehr genügen;e . ein« aufrichtige Anerkennung der Voltsfrciheit ul'v 1879 ^Mc Verwirklichung in dcn staatlichen Einrichtungen mo Vcschen. Nur ans der thnnlichstcn ^ufricdcnstcllnng cr Zander nnd Volksstäntmc wird sich jcnc wiulschcnö- ,,^^ allseitige Anerkennung. Achtung und Unantast- l'amit unseres iUcrfassnugSrcchtcs crgcbcn." Schließlich ist noch zu bcmcrkcn', daß die Majorität "cr Kommission auch die OcscWbung iibcr die Volks. MNcn, die Gymnasien und Realschulen, sowie übcr daö ^undbnchswcscn in den WirkungskreiS des Neichs- ^thes anfnchmcn will. Oesterreich. Pest. 2tt. November. (Vom Hofe.) Der „Lloyd" meldet: Sc. Majestät der Kaiser begibt sich heute nach ^odollo und bleibt da bis morgen. Gestern hatte Graf Mann Waldstcin die Ehre. Sr. Majestät über das Muck der Bewohner des Ortes FnSz auf der Insel schütt, welcher bis ans zwei Häuser abgebrannt ist, zu "'"errichten. Se. Majestät gcrnhtc sofort ans seiner pridat-Chatouillc eine bcträchlichc Summe für die Unter' !"Mngsbcdürftigcl! anzuweisen. Ausland. . Verlin, 27. November. (In, Abgeordneten« ^"sc) fand die Berathung über dcn Antrag Master's '""' dic Sichcrstcllnng der parlamcnt.-.rischcn Redefreiheit, Ermittelst anthcntischcr Dcclarationcn dcs betreffenden ^fchnngsartikcls. statt. Der Instizministcr bebt hcr-.,^'' die Regierung müsse am Principe festhalten nnd ""'Uc in dcm Processe gegen Twcstcn nicht einhalten, ^n-dc jedoch nichts znr Bcscitignng des ConfiictcS ,"'lrlasscn. Graf Äismarck legt der Frage nur ciuc uicorctischc Bedeutung bei, schlägt als seine persönliche '^!>cht vor, bchnfs der Bcscitignng der Spannung da« unch ci» Ansknnflsmillcl zu schaffen, daß zwischen dcm Mwchcncn nnd dcm gedruckten Worte nntcrfchicdcn würde. ^ Antrag Vaskcr's wurde mit 181 gegen 1<>0 Stim-^u nngcnomlncn. Die Conscrvativcn und dic Fort« M'ittöpcn'tci stimmten dagegen. . -— 28. November. (I n der gestrigen Vun-^iiratl,ssitzu ng) theilte dcr Bnndcstanzlcr mit, ^ dcr ^önig während der Zeit dcr Vertagung sämmt^ k ^oni i)teichstagc und dcm Äuudcsrathc genehmigten Äshc vollzog. Dic Commission für Ausarbcituug dcr ^'lproccßorduung tritt am ^. Jänner znfammcn. Darm-,> "t wünscht dcn Eintritt des nicht zum Bunde gchö» !W, (^^ictcS in dic Gcmcinfchaft dcr inneren Stcn» ^" , »iit dcm Bunde. Daö Präsidium erklärte sich ^U einverstanden nnd lud dic Bevollmächtigten ein. ^ ldendura wünscht das Post« nnd Tclcgrtiphcnwcsen an "" ^rnsidinm «Antreten. Dic Verhandlungen sind ^»l Al'schlnssc imhc. Dic Postvcitrügc vom ^ij. Novcm-"^ ginnen dcni fünstcn Ausschüsse zu. Nom, 23. ^iovcmbcr. (Niontc rotondo nnd "i cntana. — D icC on fc rcnz. ^ Todtcn a m t.) ^m die dnrch dcn Krieg übcr dic Einwohner von Monte ^otundu nnd Mcntana gctommcnc Noth zu erleichtern, >"ics der Papst auS eigenen Mitteln eine beträchtliche ^ldsummc an. Monte rotondo ist ein mittclaltrigcr ^l't ^ion 2300 Einfassen, dic sich vom Weinbau nähren, ^ Wcinc von N'omcntnm, aus dcsscn Areal znm Thcil ^ hcnligc Mcntana, auch la Äicntana, licgt, waren ,^li znr Nömcrzcit geschätzt. An dcn Schaufenstern "er unserer Knnstlädcn sind Photographien dcS Orts ^ den nculichcn zl'nmpfsccncn ansgcstcllt: neugierige ^'PPcn finden sich da zu jcdcr Stundc. nmnchcr ninr» «^.. ^" gehässiges Wort, ein anderer verbeißt seinen ^'"nii. Mcntana zählt nur noch 5i4»'> Einwohner, war H^.un frühen Mittclaltcr cin Bischofsiy. itarl dcm '^ °^u ging Papst ^co l>>, mil dcin Scnat, dcm gan» !)>n s ^'"^ und allcn übrigcn Eorporntioncn bis dort-nnt ^^'/" ^liglicn von hicr) entgegen; man speiste z^cmnndir. Nicolauö Ül. gab Mcntana dcm Orso ^, '"i^ ^^ lM der Ort sehr dnrch cin Erdbeben, "n iw'^ verkauften eS die Orfini für 2.')0,000 Scudi l,^ ,'^clc Pcrctti, Principe di Venafro, von dcm cs Ilttit "^'^ a" dic Familie Borghcsc tam, die cs noch ist /s !'cs'Kt. Das sehr feste Schloß mit vicr Thürmen ^ Mil<< ,^ls dcm 13., 15. und 1<>. Iahrhnndcrt und llaii " Gaiibaldincm alb treffliches Bollwerk. Die >li„ ^'^"lngcln dcr Päpstlichen nnd dcr Franzosen vcr-!„ x^>' ^nr die Mancrn, man warf dahrr Granaten ^nnu , "^"'- Dic^ust in Mcntana ist nicht gcsnnd. Dic ^!'si,! '^ ^'^" ""b s^rbcn größtcntl).cilS an dcr ^nn-^c>p — ^l)n dcm Anstrag dcr cnropäischcn Eon-^tali' ^A'artct man hicr nichts entscheidendes, doch die ^>ss/"^ ilnscits dcr römischen Grenzc lcbcn dcr gc-llns > ^"^unng, ctwnS cntschcidcndcs nlüssc so oder so bis j> "usgcbruchcncn Krisis koinmcn. Anch ist man zu Q ^ '" bcr Enric wcnig gcncigt, falls die Eonfcrcnz zii^'^^c kämc, sich vertreten zu lasfcn, nnd zwar vor. dcv Z, ""^ dm' Grnndc, wcil dcr Papst bcim Abschluß Ulrich ^^'ubcr-Eonvcntion nicht auch gefragt wnrdc. ob-kh^ .^ suh uul dic Lebensfrage feiner weltlichen Hcrr^ bih^,^'^cltc. Mancher Italiener hat aufgehört, in dem c>»c ft;^" ungebrochenen Widerstand des heiligen Stnhls N'cl^j /^^ ^u schcn, dic meisten sind überzeugt, daß die ^"tio, /^"'schaft b^ Papstes mit dcn italienischen ^her .' Spende.) Das ungarische Amis» blalt meldct: Se. Majcsläi dcr Htaijrr hat dem Obelstuhl' llchleiamle von Malaczla 2500 Gulden zur sofortigen Ver< thcilung an die Abgebrannten von Sternct libersenden lassen. — (Die Leiche des ÄaiserS Maximilian.) Admiral v. Fautz begibt sich, wie berichtet wird, nach Trieft, um daö Commando des Geschwaders zu üdernehmen, wel« chcö die Leiche des ^aisllü Max zu gleiten hat. 3iach der Alitimft in Triest wird dic Leiche mittelst üftrazug nach Wien gebracht. — (Dic Vergiftung dcr Gräsin Cho< rinsty.) In dem Berichte ndn den gestein aus München acmrldctcn Vcrgistungi'lod dcr Giäsin Chorinüly wnidc er-zühlt, dah sich nnc Dame in dcc Gesellschaft dcr ui'glüct-lichen Grüfin, eine angedliche Baronin Vay befunden hadr, oil» ader aufsalliget Wusc an dem Tage, da das Unglück geschah, verschwunden hastet und in Polizeiarissl gebracht. Sic ist leine Ba-roncssc von V°y, sondern hciht Julie Naronin itbergcnyi, >>l Ehrcnstijisdame deü adeligen Ainnncl Damcnslijtcs, 25 Jahre alt, talholiscd, von Szechenyi bei Steinamangcr in Ungarn grbinlia,, Tochier „ unserer Heimat nicht so rationell betrieben wnd, wie sie betrieben werden sclltc, wird niemand in Abrede stellen, u»d daß eine Verbesserung sehr noth lliul. wird Icdcimann ,in-s»hen: zu dilstm Zwecke lünnen wir line neue Zeitschrift nnler dem Tilel: „Der Hausgarle»" lüiscren Lisern, besonders aber den Landwirthen, Oelonomcn und Gailel,-besihern »ichl warm gc>,ug anempföhle». Dieselbe ist b< i ' ihrer Gediegenheit so billig, dah sie jedermann hallen tann, denn sie losttl jährlich mit Poiloeisendung m di? Provinz nur 1 fl. ü. W. und ist so leicht faßlich mid verständlich geschrieben, und wo es noch thut, auch noch bildlich mit lMichcn Itlullralionen versehen, daß Jeter fehr leicht nach Ai'leitung dieser Zeitung seine» Gcirttn verbessern und zum höchsten Ertrag biingcn kann. Man Pränumerirt in drr Eipcdilion unseres Blaltli>. — (Theater.) Das gestern gcgcbenc Lustipi.l: „Dcr Gesandtschaslöattach^' ist ein echt srcinzbsischrs Salon-stück voll geistriichrr pilanl^r StrUen n»d mit feiner Men» schentenntniß ausgestaltet. Es fand die würdigste Darstellung. Die beiden Hauptrollen, res Attach > und der Baro-nin Palmer, waren in den besten Handen. Frl. A r t h u r und He>r Kraft entwickelten die liebenswürdigste Frische und Gewandtheit und wurden >ür ihre verdienstlichrn Leislnn-gen mit dcm lebhasteiie» Beifalie belohnt. Herr Roller gab dcn blsch'änllen Gesandten ganz entsprechend. Herr Müller zeiglc sich auch^ i>, der Charakterrolle dcs Dieners Figg als mnvcndbarer Schauspieler, olle anderen Tarsidlel wirl'lcn zum Gelingen des Ganzen mil. kurz, jedermann tonnte zu!l'.den scin, nur Hen Director Zöllner nicht", denn dat Haus war leer. — ("Bericht über die letzte Monalvcr-sammlung des Museal- und de>§ hiftorischeu Vereins.) >Schluß Die natulwisfenschasllichen Vortrüge croffncte Herr Custos Deschmann, Bezug nehmend aui daö vom Maler Petnhart zur Ansicht aufgestellte Triglav-Panorama mit einer historischen Uebersicht der bisher erschienenen nllturwisscnschajlüchen und topographische» Schilderungen und Slizzcn des gedachten Riesen der julischrn Alpen: teltc. (Wir werden diesen Aufsatz in .«üize in diesen Blattern mittheilen.) — Weiters knüpfte derselbe an die Vorweisung imhrcrcr Exemplare des E d e l w c i ß c s (k,i;,s,I,,,j^,,, j.l'olllojxulmi,, i^,), die vom Herrn Wurner, Gymnasial Professor in Krainburg, bei Drulout nächst Mautsch.tsch am rechten Save-Uler g.fnmm^„ !!„.. !«. > - -"lujealcuslos zng^e odann mehiere von .dm nn hcu.,gcn Sommer im ti-frn Unu.lrain gesammelte Pilanzen vor, die als neu für die Flora KrainS anzusehen sind i blshcr geborten sie meist nul der istrischen oder cvoanschcn Flora an. Es sino dicö.- X< luüllioi.uiü cv!,». 1880 llsi'l)'UIN 5„1,, cine Strohblumenalt, die am felsigen Ravin bei Ficilhurn an dcr Kulpa selir selten vorkommt i lri-l'oliuil! ^cu!,, u>>, i>,. eine winziqe Kleeart vom nämlichen Standorte, auch vom Maichaucl Verge nächst Nudols«wellh i DiüiUllil^ i'!'>>!i^:'l.., die kleinste Ncltenart, von Freithurn an felsigen Stellen, auch zwischen Radovitza und Vojansdorf an der krainisch - crocitischen Grenze. Nllül^x i'ulc!»,'!' l..,! eine schöne, gcspreiztcislige Ampferart, deren einziger in ikrain bisher dctannter Standort die Umgebung von St. Cantian "äckst illingenfels war, wo sie der hochro. Herr Valentin Plemcl cnldcclt hnttc, die jedoch auch an felsigen Stellen bei Krupp und bei Mottling nicht scllen ist; DcüiÜwnil» rirl». villcillli« l). (.'., schon von einigen Standorten in Krain bekannt, jedoch wegen ihres massenhaften Auftretens auf den Vergwiescn des Motllinger und Tschernemdler NodcnZ charal-terisliscd, sc> z. Ä. crschlint diese Haferart als vorherrschendes Gras auf den Wiesen des Smuler Berge« ober Semitsch. Von dcn s.ltenen Psianzen des Gorjanzgedirges wui- > den vorgewiesen: Dl'üllN'ii» swlv^l^'llu und IX ll il'c)li<> W.X., zwei schone Zahnwurzarten, die, msviünglich der croatischen Flora a.'gcbürig. biihcr nur noch vom Gotschecr Aerge Kugel' l)aus, wo sie Herr Plcmcl grsundcn, belannt waren i ^lul^l,-<>imil !>I>n>Nlin l><'.^> , ein sonst auf dcn Alpen vorkommender, schön dlau dlübendcr Tistclsalat; I>l»i!!Uin »no^iüüluin ^'.lv.^belisaUs ein Noldcngcwächi der croalischen Flora, daö in Krain vieher nur vom 5'!>!!!w»i(^>>!> ^l,' voüständigung des VilrcZ der topographische» und Veg«ta< tionevelhällnisje deö ausgedehnten l" o r ja n z g e b i r g e 6 winde die Stizze einer im heuligen Sommer dahin gemachten C'rcrnsion nn'tgcltieilt, worin auher der reichen Flora dieses bedeutendsten und sehr wenig gelaunten untertlainischen Gcbirgs-zuge5 auch einzelne Lucalilüten im Gebirge, an die sich mannigfache Voltssagen tuüftsen, geschildert melden. Unter diesen wild ter blulige Stein lviv^vi liinln» häusig genannt; seine rothe Färbung rührt von einer Sleinftechte (^Vl>l<'(!lu l^l>!l>Itüi>) her, die auch anderswo an Kaltfelsen aujtritt und besonders manchen Kreidelallen de3 Mältlinger und Tschernemblor Vodens «ine sehc ledhafte roth«! Färbung ver» leibt. Die Vollssage jedoch crllärt diese Erscheinung als Erinnerungszeichen an eine blutige That, die daselbst bei «iner Gienzregulirung zwischen 5lrain und Croatien sich zu> getragen haben soll. Als ergänzenden Veitlag zu den in Krain noch derzeit bei Grenzregulirungcn üblichen Gebräuchen führte Hcrr Staalsanwalt Nr. (^rnst Lehmann die Ion ihm gemachle Ersahruug an, daß man die Eiinnerung an die festgestellten Grenzen durch schr lrüftigc physische (5in< Wirkungen ans die Sinnesorgane der eben anwesenden jungen Vlllschc», so z. V. durch kräftige Faustschlüge, Ohrfeigen u. s. w., ja recht tief in das Gedächtniß der Jugend einzuprägen sucht. — Zum Schlüsse wurde vom Nealschulprofessor Glo» bocnil ein von ihm in Aquarellfarben ausgeführtes Pano« rama der Umgehung Laibachs, aufgenommen vom Golovc berge, oo>gewiesen. Sein Umfang und seine Höhe nebst den darin gelieferten Details stimmen mit dem Simony'schcn Panorama von diesem Punkte üderein. Auch wies der Herr Professor eine teife Frucht der Van ane oner Paradieses feige (Ulli>>'!!,!^".!) vor, wclcbe Frucht zu dieser Zeit aus dcn Mättten von Al>i'anlirien cine sehr de-licbte Ehwaale ist. — Tem Musealorreine neu beigelretcn si»d die Herren: La»ocohaup!mc>nn Dr. Karl v. Würz-dach und Ludwig Dimih, FLrster in Landstrah. Viricht über die Sitzuuss des train. Landes« Ausschusses vom HH. November. Der Landesauöschuß hat mit Landtagsbeschlus; vom iil). Februar 18L7 die Ermächtigung erhalten, ohne Verzug die zur Errichtung einer eigenen Landescassa nölhia/n Vorkehrungen gegen nachträgliche Genehmigung des hohen Landtages zu treffen. In Vollzk'hnng dieses Auftrages hat der Lanvesaus« schuh vorläufig einen Landescassier an ver Stelle des eben in den Ruhestand überlntenen Kanzleioorstehers ernannt und hat die Maplirung und Einrichtung der erforderlichen Cassa-Localitäten, sowie die Verfassung einer llassa.Iustruclion ei,i- ! geleitet. Die Gegensperre wurde einstweilen einem Nusschuh-mitgliede und dem Secretär anvertraut. Dadurch ward es mdglich, auher den bereits in der unmittelbaren Cassagedah-rung des Landesausschusses befindlichen fechs Fonden auch noch den sehr bedeutenden Waisensond zu übernehmen. Die Uebernahme des Landes-, Domestical- und Grundentlaslungs-fondcs dagegen halte der Landcsausschuß die Absicht, einstweilen zu Verlagen, bis die Sistcmisirung der Controlorstellc durch den hohen Landtag selbst erfolgt sein würde. Allein weil es sich jetzt herausstellt, dah der hohe Landtag im heurigen Jahre schwerlich mehr zusammentreten wird, wogegen es zur Vermeidung von Unzukömmlichkeiten in der Verrechnung wünschenswert!) erscheint, dah die Uebernahme des Landes» und Grundenllastungsfonde» von Seite der k. l. Landeshauvtcassa zu Anfang des Jahres und nicht im Laufe desselben stattfinde,, so beschlicht der Landcsausschuh mit Stimmenmehrheit, sofort kraft der ihm vom hohen Landtage ertheilten Ermächtigung zur Aefchung der Controlorslellc zu schreiten, um die besagten sämmtlichen Fonde mit 1. Jänner 1608 übernehmen zu können. Es wird demnach der Concurs für den Conliolorposlen mit einem Iahresgehalte von 800 fl. und dem Competcnz-Termine bis zum 15,. December 1867 ausgcfchrievcn, und sich an die k. k. Iinanzdirection i mit dem Ersuchen gewendet, wegen der Uebergabe der fraglichen Fonde mit 1. Jänner 18U8 die geeignete Verfügung treffen zu wollen. Da die schon lange anhängige Verhandlung über die Ersatzansprüche des Landes Krain aus der erfolgten Incamerirung des Provinzialfondes noch immer ihrer Lösung harret, so beschließt der Landcsausschnß, »nn direct an Se. Excellenz den Herrn Finanzminister die Vitlc zu richten, sich dieses für das Land Krain höchst wicdligcn Gc° genstandes persönlich annehmen und die haloige erwünschte Erledigung herbeiführen zu wollen. Gleichzeitig wird Sc. Excellenz auch noch gebeten, aus die ehclhunlichste Flüssigmachung des dem ständischen Fonde aus den Jahren 1801, 1802 und 180!i noch gebü!,-renden Dolalionsrestcs pr. 91,60 fl., um welche Versügung bisher bei dem hohen Minislclium ebenfalls schon wiederholt petitionirt würde, unmittelbaren Einsluft ütnn zu wollen. Auherdem w'.nden eine grohe Anzahl administraNver Ge-schäftHstücke, dann mehrere Gemeinde- und Strahenana/legen-heiten elledigt und die erste Lefung einer neuerlichen Land-tagsvorlage wegen Aenderung der Landtagswahlordnung vorgenommen. Oingrscüdct. Seit Jahren an Husten leidend, gebrauchte ich in letzter Zeit die so berühmten steierischen A lp c n t r ä u l e r> Vrustteig'Zelteln, uno schon nach luzer Zeit be° währten diese Zelteln sich bei mir als ein vorzügliches Heilmittel, welches ich hiermit zur Kenntniß bringe und ähnlich Leibenden solche angelcgenllich empfehle. W. Joses Wagner. Neueste PA Wien, 29. November. Das Herrenhaus nahm den Gesetzentwurf über dic allgemeinen Staatötmrgcrrcchtc wesentlich übereinstimmend mit dem Entwürfe des Abgeordnetenhauses an. Tricst, 2!). November. Einer Mittheilung aus Wien zufolge würde Se. Majestät der Kaiser persönlich nach Trieft lommcn, um die irdischen Ucderrestc smicö oiellietranerten Bruders in Empfang zn nehmen. Dic „Novara" und „iälisalicth" werden vor (5ndc December hier erwartet. Sechs Marineoffiziere wcrdm auf der Fahrt bis Wien bei der Leiche die Ehrenwache hnltcn. Berlin, i^^. November, (Mgeordmtenhans.) Der Finanzministcr legt einen Entwurf über die Erhöhnng der Dotation der Hlronc nm eine Million vor n»d mo< tiuirt denselben dnrch die gesteigerten Bedürfnisse in Folge der Erweiterung der Monarchie nnd der Stellung Prcn» ßcnö im 9tordl)nnde. — Die „Nordd. Allg. Ztg." spricht sich energisch gegen das Vorgehen Darmstadt's in der Confcrcnzfragc ans und fügt hinzn, daß daö Präsidium des Nordlinndcs Veranlassung genommen habe, sich hier« über bei der großhcrzoglichcn Regierung näher cuiözn-sprechen. — Die „Kreuz.-Ztg." rectificirt ihre gestrigen Mittheilungen über die Confcrenz. Sie erfährt zuver- lässig, daß keine Großmacht, Oesterreich vielleicht aMc-nominen, die Theilnahme an der Conscrcnz znsaatt. Weder Nußland noch England haben ihren friU,mu Standpunkt, wonach die Eonfcrenz nnr nach vorgängigcm nnd von dcn Hanptbcthciligtcn vereinbarten Programme zulässig wäre, geändert. Die übrigen Mächte haben entweder keine, oder answcichcndc Antworten ertheilt. Ptt»-ßcn behält sich seine Entschließungen vor n»d erwartet die Beantwortung der Vorfragen, welche es bei der Mit-thcilnng über die Einladung zur Eonfcrcnz stclltc. " Die ..?iordd. Allg. Zcitnng" spricht sich in ähnlichem Sinne aus. Hele«raphisckc Wecvsclcoursf vom 2!). Nom'mlicr. 5pcrc. il'lttalliqni>s 57.40. — s.pi-rc. Äictalliques mit Mal. M'd Noueml,er-Ziuscn!)8.<>5>.—bftcrc. !)lüt,0!ia^Äu.^0, -- >Uu!i'-actini <)78. — ^r^itacti','!! I^!j,!>s>, — IklM,,' Slallt«n'N»'t:c!! 8> Silber 1I«,5,0. — <'cudon 120.40. - K.l. Ducaten 5.72. Verstorbene. Den 21. Ätoveinbli. Pincen; KuZoruh, Tischlrrgeselll', alt 24 Jahre, mi Ciuilspilal, an der Wassersucht. Den 22. Noucmber. Dein ^ohmin Woll. Etciiune^^ sein Kind Iosefa, al! '.» Moiiatc, in der St. Pl'lrri,:Vurs!ad! Nr. 104, an der Vnngcnlähniniig, -- Hcrr Fran; Oklat, quic^-cirlcr Maqislvat<, alt 54 Jahre, in d>>v Gnidiicha-Vorstadt Nr. 58, nn Lrschüpfniis; der Veueiiülrcifle. — Frau Clara i»-hofcr, t. l ÄiagazinenrowiNve, alt l>0 Jahre, in der Stadt Nr. 2'^, ain Zchlsicdcr, — Iakod Iancar, Tagluhuer, alt <>2 Jahre, '» dcr Hradrtzlu-'Lorsladt Nr, :l>>, an der Viiü^iilnliüiunsi. — Düw Josef Pust, Ziinincrniann, sein Kind Juses. all 7 Tage, in 0"l' Hrndrtzty-Vorsladl Nv, 2A, ain Kiiindaclenlraiüpft. - Der hoaV würdige Herr Iühann (Huangelist Pollukar, Bcxnhcrr, fiirs!liischl'sl> Cmisislorinlralh :c., n!t , n» Unlerleidöeutartunssen. Dcn 2.'l. November, Dem Hnrn Fran; Emil HrilM', Hal,t«l,l,'sil,U'r, sein Kind Emma, cilt « Wuchen, i» der Stadt Nr, 1l», ail Vcdcüdschwäche. — Johann Vliii,;, Pitttelhiiblsr^lind, n» 4 Jahre, im uivilsfti!al, cm der Gehniiinliinuüg. - - Dcin Kn5 par Cottar, Tcigluhner, sein Kind Maria, all 5 Tage, in !)>'>' St. Pc!rrt«-Vc!rsll,dl Nr 82, ain .K!»nl,'> der St. Pclcrs-Vorstadt Nr. 11!!, an der Vuiignilähiniin^, Anstekommene Fremde. Am 27. NciUcinlxr, Ttadt Wien. Dir Hciren : Se, taisnl Hoheit Erzhcrzon. Ernst, FZM., und <Äraf Pcilffn, k. k. Kaiinnevhcvr. uc>,i Graz. ' Äril^inger, von Trieft. — Unlcrhnber, t, l. Forslseerrlär, von Wolfödncj. Dr Strnbcr, nnd Stalzrr, Tnchfadrica»!, vo» Gotisch« — Laclner, Tuchsnbricnnt, uon i'icht^ndach. — Urban-lschitsch, Gntöbes., ans Obntrain — Rlycr, von Trieft. ^ Frau ssrühlil, Guic«vcf.. uon Eilli ,Gl?pl,ant. Diü Hrrrcn: Lanizvaf, Allenbrrg, Dcntsch und Rillcc, Kauslt.. nnd Moll, von (Ära;. — ^^intlci,' mid ^'üwifh, Kaufl!,, niid Nlan, ?ls,i>!!t. uou Wic». — Äaninslarliitt', Aahlibcamtcr, uon Bozcii. — Ncuwirlh, Kaufm., uuu Prsl Mohvcll. Nil' ^crrcn i v. schweizer, Furstdlaintcr, »un Pöllschach Bürger, Handel^in,, von Olm!l>j. — Maudcle, Lehrer, vlu'> Wuchciner-Fcislriz. Am 28. November. Ttadt Wieis. Dic Herren: Henlinami, Ha>,deli«m. — Sig-mund. Hcmdclam., von Vottschce. — Milcchnoja, Ocschciftsreis,, van Marlnirss. -- u. Bereü^'r, Südbahiiinsprctor, von Wie» Elephant. Hie Herren: Orriiicr, uu>> Graz. — Frcihcvr vn» ^'ciifirnch, l. t. ^ic>>or, uun Wie». — Dolen; An!, u^n Prä-walo — Dolcnz E,, von Nnßdors. -- ZliUarouic, tüiiiglichtr Staatöanwalt, von Fiuinr. ^. Theater. H cntc S a m ^ l a s>: beichte (^avalcvie. Komische Over in 2 Aluh^i!n!,gs!i van Suvv«. Viu licbeltswurdisser Mcosch. ^»slspicl ,n 1 Act von Max Stcin. ^ l' t: t ?,a r') l« (l ilslle 3!eclhnchlunnlUi li> i. lull «I l l, !,.-! ^ 5 « ^ h » , "^, ! "ii) ^ 2 «^ tz«^ ^2 « ^u ' -?",!^ « ?/ ,» ff -3 » 55 ^."l? ! ^ ll. M^'"^2:»,',? — Ü.4 wmdM"i Neliel 2!,».! 2 „ N. 3^>.n ^ 0.1 windstill ^ Iiciler C^c» ,K'., Äli. :j29,!.lj'— !l.8 windstill ! heücr , MovssmS starler Höhcnreif, die Bänmc mid die Edmc '" dichte« Weis; fiiihiillcnd. Untcltaczi« Soniienschcin, richilzc i!"^' schivcichcr Woll^nzng anö N, Vjecantwonliibtr Redacteur: Iyilo, y. K l r i n m a u r .^ ^ I ^' < . Wii'ii, 28. Nou^nbrr. Dcr Papicimartt verfolgt im allgmieincn die steigende Richtung. Iicsoiidcrs gilt dicö von Aelmi aller Uiili-liiehinü,!!,^!. von welchen namentlich j"'' W^!l?l!Ull»U)^ dcr bühül. Westlmhn einen 'octrächtlichcn Alilschwinig nahm. Devisen und Valuten sielen nm 1 pCt. Geld alionoan!. Gcfchüft nicht nmrh^lich. ^ ^»effentliche Tchulv. ä. des Staates (flir 100 fl) Geld Waare In ü. N. zu 5pCt. für 100 st 55.70 53 80 In üstcrr, Wähnmg steuerfrei 57 80 57.00 '' Slciieranl. in o. W. v. I. 1864 ;n 5vLt. riicl;ahlbar . 8l).- 8!).^" SUblr-Aiilcheu von 1»»>4 . . —-^ ?2.5^> Silb«a»l. 1865 (Fres.) ri!ct,ahlb. in Z?Iahr. ^n 5pÜt. 1<>0st. 7^,— 79.5N Nat.-Anl. mtt Iäu.-.EouP. zn 5"/« «7.10 l>7 ^0 « „ « Apr.-Eonp. .. 5 „ 50,40 50.7<» Mit Verlos, v. 1.1839 . . 148.50 149,-- „ „ „ 1854 . . . 75.75 73. - „ „ „ ,' 18«0zu5Wfi. tvi.-. 84,^0 „ „ „ I860 „ 100,. 92.- !»2.4!> ,. „ „ 1864 „ 100 .. ?8,25 7y lj,'. EmnoMtlitcnsch. zu 42^ ,u5l. ^, -x, ^ii.- Domamcn Ä"«, "' 'l-llher 10.;,?5 10?.- g.derssr°n<^ Uiederüsterrnch - i" ^/° ""^0 ^0.- Qberöflerrcich - „ 5 ,. d/.,.^ U8.- Geld Waare Salzburg . . . . zn 57. 8<),5>» 87.5s» Böhmcn .... „5 „ 8l1.— 90.— Mähren .... „ 5 „ f<7.-. 88.-- Schlesien.....,5 ,. 87.— 88.- Etelermart ... „ 5 .. 89.50 90.— Ungarn.....,, 5 „ 71.— 71.50 Trmcscr - Vllnat . . „5 „ 71.— 71.50 ErnaUcn und Slavonien „ 5 „ 71.50 72.50 Oalizien .... „ 5 „ <;5.50 «8.50 Pfalldbriefe (für 100 si.) National- ^ ban! auf > verloöbar zu 5°/, 97.W 97.90 C. M. 1 Nationlllb.auflj.W vcrlotzb.5 „ 93.20 93.Ü5 Nng. Vod.-Ered.-Anst. zu 5'/, „ »',,.50 9«'. -Allg. ost, Bodcu-Crcdit-Äiistall verlaöbar zu 5°/„ in Silber 1'A.50 »04.— Lose (pr. Stllct.) Crcd.-A.f.H.u.G.z.100fl.'<7.- , Stadtgem. Öfm „ 40 „ ü. W. 24.- 24.50 Esterhllzy „ 40 „ EM. 1l8.— 120.— Salm „ 40 „ „ . m),50 31.50 PalM « 40 ,. „ . 24.25 24.75 ! Geld Wa"e Clary zu 40 fl. EM. 2550 25." St. Grnoi« „ 40 „ „ , 25.5l» 2>').^ > Windischgräh „ 20 .. „ . 1<.<.— 1l1.5" Naldstcin „ 20 ,. „ . 19.50 2<'.^ Keglcvich „ 10 ., „ . 13.50 14. ^ Rudolf-Sliflnitg 10., „ . 12,25 1^ W e ch s e l. (3 Monate) Augsburg für 100 fl südd. W. 100.- 1l)