Deutsche Macht (Arüyer „Gissler Zeiwng"). aiftrt«! )<•<■ XuUTftat I. l.M. HlViOri« ff. MO, (»rtUna M 9 u» iiiilM »»r,»« im» lofUt fiii «illi »>, jatilni im (iil ntullM ft. —M, »l«tdi«»ri| ff. 1.40, ff. «.-. »«jichrij ff. Kit P-0»!>»», - Rrtlnutimri »»tt.ftn. - Wamilcrijit «Krte» M4I i«rMorfni»«t. - In*n«t All»»»»»,«, «Ml texiltfffAnoct. Nr. 86. Cilli, Sonntag, den 25. October 1885. X. Jahrgang. Die neue Kampfweise. Noch immer zitier» die gewallige Erregung nach, welche der leidenschaftliche Streit herior» rief, der anläßlich d,r Adreßdebatte heftiger denn je zuvor un österreichischen Abgeordneten-dause entbrannte. Sogar der immer lächelnde Ministerpräsident war ja aus der Faifung ge» bracht worden, denn er fühlt« wohl, daß Alles, was an die Grun. lagen der Macht und Ein-heit des österreichischen Heeres greift nothwendig an der Regierung selbst sich rächen müsst. Ihm aber war vor Augen gestellt morden, daß sein System „den Nationelitätenstreit in die Armee trage." Mußte er nicht gerade diesen Anwurk mit dem größten Aufwand? ministe-rieller Entrüstung zurückweisen? An der Armee und ihren unersättlichen Anforderungen an den Staatssäckel hatte einst die liberale Herrschaft Echiffbruch gelitten, an ihr und an keiner keiner anderen Klippe könnte auch nur das jetzige System scheitern. Daher die Empfindlich-keil des Ministerpräsidenten. Tiefe Empfindlichkeit vird aber wesentlich dadurch erhöht, daß die mächtige Ber?dfamkcit des Abgeordneten Knotz es nicht verschmäht, zu den angeführten Thatsachen auch die nöthigen Daten über die betheiligten Personen sowie denn Namen schonungslos anS Licht der Oeffent-lichkeit zu stellen. Die zahme Opposition der früheren Zeit hat eS wohl nur aus falscher Scham zu oft vermieden auch den Personen kirect an den Leib zu rücken, von denen nun einmal die Thaten, die sie vollbringen, und die Prinzipien, die sie vertreten, nicht zu trennen find. Am sichersten bewährte sich diese neue, wirksamere Kampsweise, wohl jenem Neuling qegenüber. der von jenseits der Save entsendet, den Deutsch-Nationalen mit dem. bei unseren Slaven beliebten Vorwurfe des Hochverra- Eine 'Aeis'e nach Slavonien. Anläßlich der Kaiserreise nach Pozega las ich in einigen Wiener Journalen den Passus: .Unter fturmisch-n Tivio-Rufen betrat Se. Ma-jeftät der Kaiser den Bahnhof von Omanovac. um dann die Reife mit der Hofequipage fortzu-ietztti." Damals war die Strecke BarcS-Pakracz, eine Flügelbahn nach Slavonien, noch nicht dem öffentlichen Verkehre übergeben worden, jedoch der Hofzug passirte dies« Strecke ohne weitere Störung und hiemit war zur Genüge dargelegt, daß die Linie BarcS-Pakracz dazumal wohl hoffähig, aber nicht betriebsfähig gewesen ist. Theilweise auch aus Neugierde über das, »un dem Verkehre erschlossene Land, richtete ich das diesmalige Ziel meiner Erholungsreise nach Tlaoonien. Ich bestieg wohlgemuth eines schö-um Tage« in BarcS einen eben zur Abfahrt dneiien Zug und fort ging es in einer schar« f«n Curve über die Drau mitten in das Land Slavonien. Wenn aber meine verehrten Lese-rinnen und Leser vielleicht glauben sollten, daß sich dies wirklich in einer so kurzen Zeit abgespielt haben sollte, als ich es hier erzähle, dann muß ich mir schon die Erlaubniß nehmen, zu bemerken, daß es bei großer Eile besser ist, dm Zug als Beförderungsmittel verächtlich bei Seite zu lasten, und sich lieber per pedes »poütolorum weiter zu bewegen. Nun, die un- lhes kam. Er wird nach der „R e m i n i S c e n z," die ihm Kuotz aus der eigenen ultraslovenischen Jugendepoche entgegenhielt, diesen Vorwurf gewiß nicht mehr erheben. Sehen wir unS bei dieser Gelegenheit überhaupt die Vergangenheit dieses Vertreters „slovenischen Streberthums". des heutigen Regierungsmannes Schukle etwas näher an. Es ist eine wahre Ironie des Schick-salS, daß gerade dieser Mann, der sich und seinem, nach Großserbien gravitirenden Volke mit solcher Selbstgefälligkeit das Prädicat der höchsten Loyalität beilegt, einst nur durch die Gnade deS Kaisers von den Folgen einer An-klage losgezählt wurde, die er nun gegen die Deutschen schleudert. Aber seit derselbe Mann Professor in Laibach geworden und das slove-nifche Amtsblatt leitet, hat er auch len Pa-triotiSmus in Pacht. Er will eben Carriere machen und schlägt in seinem Blatte daher, wenn eS noth thut, auch auf seine LandSleute in höchst drolliger Weise los. Ernst zu nehmen ist die Sache bei ihm freilich nicht, das hat feine parlamentarische Jungfernrede wieder ein-mal deutlich gezeigt. Während er erst neulich in seinem Blatte unter dem Titel: „Die slove-»i'che Sprache und unsere Gymnasien" die Un-tauglichkeit des Slovenischen für den höheren Unterricht haarklein dargeihan hat, steht er heute nicht an. dieselbe Sprache für eine hoch-entwickelte Cultursprache zu erklären. Damals, — wir bespräche n jenen Aufsatz seinerzeit unter dem Titel: „Slovenische Selbstbekenntnisse" — als der genannte Artikel erschien, gal: eS für den RegierungSjlovenen par excellence, sich Hrn. Winkler gefällig zu erweisen, dem das gar zu ungestüme Drängen feiner GesinnungS-Freunde wieder einmal unbequem war, heute, im Par-lamente muß der Redner sich bei den slavischen Parteigenossen in Gunst setzen, die mit GruiO einigermaßen verschnupft lein dürften. Daß da- glaubliche Langsamkeit steht übrigens ganz im Verhältnisse zu den langen Aufenthalten in den einzelnen Stationen, obwohl außer dem Sta-tionSgebäude oft weit und breit keine mensch-liche Behausung zu entdecken ist, und man hoch-stens annehmen könnte, eS sei dies auS Rück-sicht für den Stationsbeamten, der abgeschlossen von aller Welt, mit einem zufälliger Weife auf dieser Streck« reisenden Passagier, dann ein Stündchen angenehm verplaudern kann. Jeden-falls wird diese Gelegenheit, sollte wirklich dies der Grund der langen Aufenthalte fein, sich nicht allzuoft ergeben. Als Beweis diene fol-gende Geschichte, die sich thatsächlich zugetra-gen hat. Der StationSvorstand von ithe einen Gesetzenlwurf vorzulegen, betreffend einige Ab-ände^unge» des Zolltarife» vom 25. Mai 1882, inhaltlich welcher eine Erhöhung der Getreide-zolle gleichfalls i.i Aussicht genommen wurde u. z. mit dem ausdrücklichen Hinweise auf die überseeliche und östliche Eoncurrenz, unter wel-cher der heimische Lauddau von Jahr zu Jahr mehr zu leiden habe. Der Zollausschuß tra» in seiner Mehrheit der Regierungsvorlage, betreffend die Erhöhung der Getre»dezölle bis zur Höhe dieser Zö^le im allgemeinen Zolltarif des deutschen Reiches aus dem Grunde bei, weil mau dem speculaiiven Import nach Oesterreich vor jenem nach Deutsch-land nicht eine Prämie gewahren dürfe. Di.se Zollvorlage kam nicht mehr zur Ver-Handlung im Plenum d«S Abgeordnetenhauses. Die Lage der Landwirthschaft aber hat sich feit-her bekanntlich immer ungünstiger gestaltet; die erwähnten Zollerhöhungen in den französifchen und deutschen Zolltarifen haben ihre Rückwir-kung fast aus die gesammte Produktion geäußert und wenngleich dieselben in direkter Weise vor-erst nur den Export in landwirtschaftlichen Produkten beeinflussen, so ist doch in Folge der gesunkenen Kaufträft« der Bevölkerung eben der ganze wirtschaftliche Markt in Mitleidenschaft gezogen worden. Neben den Rückwirkungen auK-ländischer Zollmaßnahmen ist es bekanntlich auch die ungeheuu Getreideconcurrenz amerikanischer, russischer und anderweitiger Provenienz, welche die österr. Landwirihschast dadurch schädigt, daß sie einerstitS die heimische Produktion von consumkrastigen Exportplätzen verdrängt, an» derfeitS d«n Marktpreis bis unter die eigenen Produktionskosten herabdrückt. Zur teilweise« Abhilfe in dieser wirth-schädlichen Krisis, insbesondere zur Erhaltung des heimischen Marktes für die eigene Produc-tion, sowie zur gedeihlichen Anbahnung eineS größeren Exportes und leichteren Grenzverkeh-res sieht nun die landwirtschaftlich« Bevölkerung zweckmäßigen zollwirihschaftlichen Resor-men entgegen, wobei immer mehr Stimmen in Fach- und Interessentenkreisen sich erhebrn, welche es als die zweckmäßigste Maßnahme zur Sanirung d«r geschädigten Exportverhältnisse de» zeichnen, wenn eine gemeinsame Aktion der österr.-ungarischen Regierung mit jener des deut-sehen Reiches behufs Abwehr der fremdländischen .Deutsche Wacht Eoncurrenz zum Schutz« der heimischen Land-wirthschaft bethätigt werden könnte." (Zolleini-gung!) „In Erwägung, daß dem Reichsrathe bi»-her eine neue Vorlage betreffs einer zollwirth-schaftlichen Reform überhaupt und einer Aen-derung der Hohe der Getreidezöll« insbesondere nicht zugekommen ist: zugleich in Erwägung der «den im Zuge befindlichen Verhandlungen der k. k. Regierung mit der k. ung. Regierung zum Zwecke der Erneuerung des Ausgleichs mit Ungarn erlauben sich die Gefertigten die An-frage: 1. In welcher Weife gedenkt die k. t. Regierung der Nothlage der heimischen Boden-production durch zollpolitische Maßnamen Ab-Hilfe zu verschaffen, eventuell 2. in welchem Zeitpunkte hat das Abge-ordneienhaus des Reichsrathes eine RegierungS-vorlag« betreffend Abänderungen d'S allge-meinen Zolltarife« vom 25. Mai 1882 zu gewärtigen. 3. Sind mit der Regierung des deutschen Reiches Verhandlungen eingel «et worden, welche ein gemeinsames Vorgehen beider Regierungen zum Schutze der Bodenproduction gegen fremdländische Eoncurrenz in Aussicht stellen?" Wir hätten nur gewünscht, daß in der Interpellation, die wichtigste nationol-wirth-schaftliche Frage, d. i. die nach der Zolleini-gung mit dem deutschen Reiche in weniger all-gemeiner Form gegeben wäre, hängt von der gedeihlichen Lösung derselben doch das Wohl aller unserer VolkSwirtischaftSverhältnisse ab. Wundfchau. (Die Delegation c.nj traten am letzten Donnerstag zusammen um den gemeinsamen Staatsvoranschlag für das Jahr 1886 in Be-rathung zu ziehen. Derselbe weist ein gemein-fameS Brutto-Erforderniß von fl. 119,724.748 aus. Davon entfallen auf das Ordinarium fl. 114,236.525, auf das Extraordinarium fl. 5,588.223. Im Vergleich« mit der Bewilligung für daS Jahr 1885 ist das Erforderniß um fl. 491.238 höher; es stieg nämlich das Or-dinarium um fl. 2.065.454 das Extraordinarium sank um fl. 1,514.216. Die eigenen Einnahmen fer gemeinsamen Eintratstellen sind mit fl. 3,167.527 eingestellt. daS ist um fl. 11.617 mehr als im Vorjahre. Nach Abzug der Be-deckung aus den eigenen Einnahmen verbleibt ein Netto-Erforderniß von fl. 116,557.221, das ist also um fl. 479.621 mehr als im vorigen Jahre bewilligt wurde. Für die Zoll-gefalle ergibt sich ein Netto-Ueberschuß von fl. 25,914.133. »ach deren Abrechnung ein Er-forderniß von fl. 90,643.089 verbleibt. Werden lagert sich auch die ganze Familie des glückli-chen Besitzers, um dem Thiere zuzusehen und dasselbe vor Schaden zu behüten. —Von was die Leute denn eigentlich leben? Auch daS ist wieder bezeichnend für den Eharacter dieses Eulturoolkes. Besitzt der «inheimisch« Bauer ein Feld, das trotz der höchst mangelhaften Be-bauung Früchte trägt, so schließt er mit einem dort ansäßigen Kolonisten, diese sind zum Theil Deutscht» zum Theil — sit venia verbo — Söhne LibussaS, einen Vertrag dahin lautend ad, daß der Kolonist das Getreide auf einer Handmühle mahlt, und dafür die Hälfte deS Ertrages bekommt. Da hat man »un oft Gelegenheit zu be-obachten, wie der glückliche Besitzer am Boden liegend mit der unvermeidlichen Pfeife im Munde, während der ganzen Arbeitszeit zusieht und schließlich mit der redlich getheilten Hälfte de» Ertrages von bannen zieht zum fröhlichen Polentajchmaufe cn f&mille. Reichte das Erträg-niß I ts zum Frühjahre auS. dann hatte es bis jetzt kein« Noth gehabt, denn im Früh-jähre gab eS hin und wieder eine Fuhre, welche für einig, Zeit, mitunter auch bis zum Herb'te dem Bewohner den Lebensunterhalt verschaffte. Jetzt freilich, wo die Bahn Gütertransporte besorgt, fällt dieser Verdienst weg. und die Bauern werden notgedrungen wieder zur Feldarbeit greifen müssen. Die Fruchtbarkeit des Bodens lockt viel« Deutsch« herbei, die durch ihren Fleiß eS auch zu stunden habe man veranstalttt. Unter diesem Misdrauche d s Einflusses der Geistlichkeit leide Glaube und Religion und thue sich eine Kluft auf zwischen Volk und Priester. Die ecclesia rnilitaus schädige Religion und Nationalität. Die Regierung sei nicht eiuAeschritten. sie lebe ja von der gnädigen Unterstützung der clericalen Partei. DaS Alles beweise, wie die Regierung die Verfassung»-gesctze acht.t, dort wo eS sich um Deutsche handelt. sDer Unterrichts mini st er und d i e s l a v i j ch e M a j o r i t a l.] Die clerical-feudal-slavische Mehrheit deS Abgeordnetenhau-ses gönnt sich wieder einmal das Vergnüge» einer Parforcejagd. Object derselben ist wie-derum der unglückliche Minister für Cultus und Unterricht Baron Eonrad von Ei?btsfeld Excel-lenz, welcher aus uns unbekannten Gründen daS Verbrechen begangen hat. sich vor der Abstim-mutig über die Majoritätsadreffe zu absentirea. Wann das Halali ertönen wird, ist für unt natürlich Geheimnis, interessirt uns übrigens Büchermarkt überschwentme»; die meiste» derselben find freilich nur sogenanntes „Lesefutter*. das auf einen literarifchen Werth keinen Anspruch erheben kann und gar bald wieder neuen Erscheinungen Play machen muß. Nirgend kann man wohl aus dem Gebiet« der schönen Liters-tur den Satz «Viele sind berufen, aber Wenige nur auSerwählt" mit solchem Rechte anwende», als auf dem Gebiete der volkstümlichen Erzählung. Nicht Jeder der ein guter Novellist ist, vermag ein guter VolkSschriftsteller zu sei» — dazu ist ihm außer dem novellistischen Talente überhaupt noch eine besondere Gabe nöthig, die leider nur Wenigen verliehen ist, die Gab« nämlich, daS Volt wie eS wirklich ist, sei» Wesen, Leben und Treiben schildern zu könne». Daß Naaff diese dem VolkSschriftsteller vor Allem nöthige Gabe in ganz hervorragenSer Weise besitzt, daS beweist sein neues Buch „SBob fchwarzer Erde". Der Verfasser betritt in dem-selben einen, in Bezug auf literarisch« Ausbru-tung noch ziemlich jungfräulichen Theil unsere» deutschen Vaterlandc», nämlich die südlich vo» Erzgebirge gelegenen Gegenden DeutschböhwenS. Von der Natur gesegnet und nicht arm an aa-muthigen landschaftlichen Schönheiten ist da» Land ; reich an prächtigen Stoffen für den Dich-ter ist die Geschichte des mannhaften deutsche» Volksstammes fränkischen und sächsischen Ge-blütS, welcher hier seit Jahrhunderten sei» 1885 auch blutwenig. Wir haben keine Sympathie, nicht einmal Mitleid mit dem gehetzten Mini, ster. welchen jene Mehrheit trotz seiner und der Proteste der Opposition hartnäckig den Libera-len zuzahlt, und nehmen von dem ganzen Vor-fall nur darum Notiz, um rechtzeitig dem Vor-wurse vorzubeugen, daß die Linke Herrn von Conrad. die letzte Säule deS Taaffe'fchen „Libera-lismus" in ihrer verbissenen Bösartigkeit gestürzt habe. Diese Vorsicht erscheint geboten im Hin-blick aus die Beharrlichkeit, mit welcher die Ostindien des Grafen Taaffe an der unwahren Behauptung festhalten, die Opposition habe jene Mitglieder des Cabinets Taaffe. die man mit mehr Anf^ein vou Recht zu d-n Liberalen zählen konnte, auS dem Eabinete „hinausgebif-f:n". Wenn Herr o. Conrad endlich zu Tode gehetzt zusammenbricht, so ist die Opposition nicht Schuld daran. Schuld oder Verdienst, wie man will, der clerical-seudal-slavischen Majo- rität wird es sein, wenn......aber wird es denn j« dazu kommen? So erfinderisch ist die Majorität nicht, daß sie im Stande wäre, eine CapitulationSbedingung zu ftcö»n, welcher sich, wenn es das Portefeuille gilt, der Herr Cultus- und Unterrichts-minister nicht unter-würfe! [D e t Deutsche Club] hat sich zur partelfachmännüchen Berathung der vorkommen-den Angelegenheiten in vier Abtheilungen ge-sondert. I. Abtheilung für p o l i t i s ch e, V e r-ivaltungs- und Rechtsfragen: Vors. Dr. Heil« berg : II. Abthlg. für Finanz-Steuerfragen: Vorf. Dr. H e i l s b e r g; lll. Abthlg. für volkSwirth schaftliche Fragen: Vorf. Dr. Pickert; IV. für Schulfragen : Vors. Dr. Weitlof. Die einzelnen Abtheilungen werden sich auch mit außerhalb des deutschen C.ub stehenden Parteimännern zur gründlich fachmännischen Erörterung ihrer Auf-gaben inS Einvernehme» fetzen. s^Zu st i m m u n g S - Ku n d ge b u n g e n^. Der deutsche Club hat neuerlich aus Steiermark folgende Zuschriften erhalten: Für die Gemeinde-»Vertretung Roßwein begrüßt der Gemeinde-rath Joses Heß unterm 15. October den ge-sammten deutschen Club und schreibt unter Anderem: Die neue Einführung flovenifcher StationSbezeichnung-n ist eine Schande für das ganze Land; kein vernünftiger Mensch hat das verlangt und die slovenischen Hetzer verstehen alle sehr gut deutsch. Durch den Abg. Dr. K r a u ß wird folgende von dem Gcm.indeausschuß Birk-seid in Steiermark einhellig gefaßte Re-folution übermittelt: „Der Gemeinde-Ausschuß von Birkfeld begrüßt freudig die Bildung deS deutschen Clubs des österreichischen Abgeordnetenhauses, bringt den Bestrebungen und Heim hat und treue deutsche Wacht halt gegen HvssitiSmus und Sklaverei. Rein Schriftsteller ist wohl so dazu beut-fen. da» Volk der „schwarzen Erde" Deutsch-döhmen» in Erzählungen zu verherrlichen, wie Naaff. — Ein ©ohn jenes Landes (er ist zu Weitentrebitsch bei S a a z am 23. No-vember 1850 geboren) hat er auch einen gro» ßen Theil seines Lebens in der Hetmai (meist in Komotau. Prag und Teplitz) zugebracht und hängt an derselben mit glühender Liebe. Durch fünf Jahre war er zu Komotau der Heraus-geder eines vorzüglichen Jahrbuches „Eomo-tavia", das nebst belletristischen Beiträgen Haupt-sächlich gediegene Aufsätze aus dem Gebiete der deutschdöhmischen Landesgeschichte enthält, die zum großen Theil aus Naaff'S Feder selbst stammen und Zeugniß dafür abgeben, wie gründ-lich der Verfasser seinen Stoff kennt und be-herrscht. Seiner sorgfältigen Beschäftigung mit der VolkSpoesie seiner Heimat verdanken wir ferner eine Reihe äußerst anziehender Studien üd?r „das deutsche Volkslied in Böhmen", die in den „Mittheilungen des Vereins für Ge-schichte der Deutfchen in Böhmen" erschienen finf. Außerdem ist Naaff wie seine 1881 zu Leipzig erschienene Gedichtensammlung „Von stiller Insel" und zahlreiche zerstreute Gedichte ^darunter viele in echt volkSthümlichem Tone ?gehaltene) beweisen ein sehr talentvoller und einsinniger Poet. ..Deutsche Wacht " dem Programme dieses ClubS daS vollste Vertrauen und die wärmsten Sympathien entgegen unc> wünscht dem für hohe und edle Ziele unter-nommenem Kampfe siegreichen Erfolg. An den Abg. P o s ch schreibt die Gemeindevertretung N e u b e r g, am 15. October: „Mit Schreiben vom I. October haben Euer Wohlgeboren im Vereine mit dem Herrn Abg. S t a d l o b e r d-n Beitritt zum Deutschen Elub angemeldet. Nachdem der Deut>che Club eS in seiner Er-klärung vom 23. September als seine Aufgabe und sein Ziel hingestellt hat: Dem deutschen Volke die aus einer tausendjährigen Geschichte begründete Führung, der deutschen Sprache ihre naturgemäße und angestammte Bedeutung in Oesterreich wieder zu erringen und weiters mit Kraft und Ausdauer jene Reformen anzustreben, welche geeignet sind, den bürgerlichen Mittelstand, sowie den Bauernstand, die beide unter der Un-gunst der Verhältnisse schwer leiden, lebenS-kräftig zu erhalten, ferners die Korruption auf allen Gebieten rücksichtslos zu bekämpfen und endlich mit Entschiedenheit die Angriffe auf die staatsbürgerlichen Rechte abzuwehren und den rückschrittlichen Bestrebungen auf dem Gebiete des VolksschulwesenS entgegenzutreten und so-mit den Forderungen des deutschen Volkes auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens rückhaltS-los Ausdruck zu geben, wurde dessen Gründung von uns freudig begrüßt. Ihre, diefer Gemeinde angehörigen Wähler haben deßhalb und im Hinblicke auf die, anläßlich der Wähler-Versammlung in Kapellen, am 17. Mai d. I. ausgedrückten Wünsche und Ihr gegebenes Wort nichts Anderes erwarten können, als Ihren Beitritt zum deutschen Club. In dieser Erwä-gung hat die gefertigte Gemeint evertretung heute beschlossen, Ihnen Herr Abg. die Zu-st i m m u n g zu Ihrem Eintritt? in den Deut-schen Club unter ausdrücklicher Billigung der in Ihrem werthen Schreiben dargelegten Gründe auszudrücken. Mit Befriedigung werden wir eS sehen, wenn Sie, geehrter Herr Abg., an der Seite der übrigen deutschgesinnten steirischen Abg. im deutschen Club treu ausharren — so lange er selbst seinem Namen und seinem Programme treu bleibt — und unter allen Umständen bitten wir Sie, fortzufahren, als freier deutscher Mann die Interessen Ihrer Wähler, die Interessen unseres geliebten Heimathlandes Steiermark, das Interesse endlich des deutschen B o l-k e s, welches gleichbedeutend ist mit dem wirk-lichen Interesse unseres großen und schönen Oesterreichs, unentwegt und unbeirrt, kräftig und fest zu wahren und zu vertheidigen wie bisher. DeS vollen Vertrauens Ihrer Wähler seien Sie. Herr Abg., in diesem Falle versichert. Josef Prnkesch, Gem. - Vorstand. Vinz. v. Bifchoss, Wir glaubten diese kurz?n Bmerkungen über Naaff's sonstige literarische Leistungen der Besprechung seines neuen Buches vorausschicken zu müssen, da sie einerseits seine hohe Befähi-gung für die Abfassung deutschböhmischer Volks« geschichlen beweisen und andererseits Naaff, ähnlich wie der mannhafte feurige Dichter Franz Keim, zu jenen Poeten gehört, die Dank unferen so würdigen Preßverhällniffen der Großstadt, von einer gewißen Cliyue, der anzuschließen oder zu schmeicheln sie sich für zu gut halten, am liebsten todtgeschwiegen werden und daher nicht in dem Maße bekannt sind, wie sie eS ihrem Verdienste nach fein sollten. „Von schwarzer Erde" entyält drei Erzählun-gen. Die erste und größte trägt nach dem Namen ihres Haupthelden, den Titel „Georg Mann-hart"und schildert unS die heftigenGlaubenskämpfe zwischen den Anhängern der evangelischen und der römischen Kirche in der alten deutschböh-mischen Stadt Komotau zu Ende des sech-zehnten Jahrhunderts. ES sind prächtige, scharf gezeichnete Charaktere, die unS im Laufe der äußerst interessanten und spannenden Handlung entgegentreten, vor Allem der junge Wittenber-ger BaccalanreuS und Komotauer Bürgers-söhn Georg Mannhart, der ähnlich wie Carl Moor aus Rache für den Tod seiner Mutter, welche die Katholischen als Hexe zu Tode ge-martert haben, zum Führer einer Freischaaren-bände wird, die in der unwirthlichen Tscher- 3 Frz. Reisinger. Ant. Oberhäuser, Gemeinderäthe. Josef Schmidhammer, Franz Enders, Paul Schliefsteiner, Johann Hobenreich, Carl Rag er, S«gm. Mosauer. Gemeinde-Ausschüsse. Horrespondenzen. St. Marein bei (xrlachstcin. am 19. Oc- tober 1885. (O.-C.) sEin pervakischer W a h l p r o l e st.j Kürzlich fand in der Ge-meinde Umgebung St. Marein die W-ihl deS GemeindeauSschußeS statt. Da hiebei eben nicht durchwegs Schleppträger der hiesigen, denun-ciationSsüchtigen Dorspervakenklique gewählt wurden, so ließ die letztere durch ihre gewöhn-lichen Partisane einen durch einen Eillier Advo-caten verfaßten Wahlprotest überreichen. DaS Fadenscheinige dieses Wahlprotestes dürste wohl schon daraus hervorgehen, daß sich hiebei die besagten slovenischen Helden diesem Advocaten gegenüber hinter dem Scheine von deulschge-sinntcn. um das Gemeindewohl besorgten Bie-dermännern verbargen; da sich sonst bei der bekannten slovenischen Wahrheitsliebe ein deut-scher Advocat zur Verfassung eines Wahlpro-teste# gewiß nicht herbeigelassen hätte. Dieser Wahlprotest rügt besonders den Umstand, daß der Verwalter deS Baron Gödel'sche» GuteS Erlachstei». Herr Stumberger. als Vollmacht?-träger seiner Herrschaft wählte. Daß Herr Stumberger bereits fast dreißig Jahre bevoll-mächtigter GutSverwnlter von Erlachstein ist und die Wahlcommission gegen die dieSsällige Ausübung des Wahlrechtes keine Einsprache erhob, genirt die Pervakenprotestler ebensowenig, als der Umstand, daß daS Gut Erlachstein mehr Steuerlasten trägt, als sie alle zusammen. Sehr bezeichnend und beachtenswerth iit der zweite Punkt des Protestes, — daß nämlich ein Grundbesitzer für die Wahl von nicht per--vakifchen Schleppträgern agittrt haben soll. Nun eS wäre in der That sehr ersprießlich und würde zum wirkliche» unverfälschten Aus-druck der BolkSmeinung bei den hiesigen Wah» len jeder Art ein erhebliches beitragen, wenn man etwa dem hiesigen flovenischen Denunnan-tenclub die Wahlagitation verbieten würde; dießfallige behördliche Verfügungen wären unS daher gewiß sehr erwünscht. Zur Erklärung dieser Bemerkung fügen wir lediglich an. daß gerade bei der vorliegenden Wahl, trotzdem daß felbe dem Gesetze nach mündlich vorzu-nehmen ist. der hiesige aus Eroatien importirte BezirkSvertretungSschreiber Javornik, dessen all-gemein bekanntes Vorleben ihn für Marein so trefflich qualificirt, not» während deS Wahlactes fortwährend Zettel mit Namen von Pervaken-candidaten beschrieb und unter die Wähler ver» nowitzer Haite und in den Wäldern des Erz-gebirgeS ihre Schlupfwinkel hat und von da aus ihre Vaterstadt Komotau hart bedrängt. Eine äußerst sympathische Gestalt ist die Sena-torStochter Agnes SecuriuS. die zwischen ihrem Vater und dem Geliebten ihres Herzens Georg, die einander feindlich gegenüberstehen, sich auf deS Letzteren Seile stellt und ihm muthig in feine Verbannung fo'gt und gemeinsam mit ihm in den Tod geht. Von den übrigen Charakteren heben wir als vorzüglich gelungen hervor die Gestalt deS finsteren, fanatischen und rachegie-rigen Ratsherrn und Hauptes der katholischen Partei Securius, das getreue Pfeiferlein Mock» Matz u. A. m. Dte ganze Erzählung ist ein treues Gemälde jener vielbewegten Zeit. Eine geradezu meisterhafte Novelle ist die zweit« Erzählung des Buches „Der Lotterie-tönig" und wer dieselbe gelesen, wird es begreif-lich finden, daß der Altmeister deutscher Novel-listit, Paul Heyse, derselben hohes Lob gespen-bet hat. Sie entspricht allen Forderungen, die man an eine Novelle ersten Ranges zu stellen berechtigt ist: Reiche, interessante Handlung, scharfe Charakterzeichnung, prächtige Schilde-rungen, getreues Colorit der Gegend und der Zeit, btfriedigender und versöhnender Schluß! Die letzte Erzählung „die Unfrucht", welche in einem der kleinen Städtchen deS A u b a ch-t h a l e S spielt und überaus treu in den Schil-derungen der Gegend und der Sitten der Be- 4 theilte. Das der besagte RecurS von dieser Thätigkeit des genannten Individuums nichts zu erzählen weiß, ist wohl selbstverständlich. Im übrigen gleicht die Ueberreichung des vor» liegend sozusagen erschöpfend beschriebenen Wahl-Protestes fast auf ein Haar den hier als Sport vetri denen Denunciationen uud dürft« selber, wie fast alle verunglückten Actionen deS hiesi-gen slovenischen Denunciantenllubs. beim hie-sigen Strafgerichte fein Nachspiel finden. UnS ist übrigens das Endresultat ziemlich gleich-giltig, da in besagter Gemeindevertretung die Pervakenschleppträger ohnedieß die Majorität haben und eS endlich Sache oer Steuerträger selbst sein wird, über die Verwendung ihres SteuerguldenS zu beschließen: Zur Empfang-nähme von Erledigungen über den Wahlpro-test wurde Franz Wrelfchko Grundbesitzer zu Moutschle ermächtigt; wir werden uns mit dem>elben demnächst sehr ausführlich zu beschäf-tigen haben. Kleine Hyronik. [Eine zwölfjährige Heldin.] Im gegenwärtigen Augenblicke, wo die Cholera in Spanien zu erlöschen beginnt und man mit Ruhe auf die entsetzliche, vergangene Zeit zu-rückblickt, erzählen die Zeitungen von einer zwölfjährigen Heldin, welche während des schrecklichsten Wüthcns der Epidemie sich in so bewunderungSwerther Weise benommen, daß ihr auf Vorschlag der Behörden von dem Könige das Kreuz für Wohlthun zweiter Classe ver» liehen worden ist. Das Mädchen heißt Conception Jnewa und wohnt im Valpalmas bei Saragossa. Zuerst wurden im Dorfe der Schul-ledrer und leine Frau von der Cholera ergrif-fen, und während alles die Nähe des Haufe« mied, war eS die kleine Conception, welche die Kranken bis zu ihrem Tode pflegte und dann die Leichnahme mit dem Pfarrer und dem Arzte zusammen nach dem Friedhofe trug. Am folgenden Tage erkrankten ihr Vater und ver-schied nach wenigen Stunden, und noch am gleichen Tage wurde ihr« Mutter von dem nämlichen Schicksale ereilt. Die Tochter war nicht einen Augenblick von den Eltern gewichen und nun, wo sie als Waise zurückdlieb, war ihr allein die Sorge für .ine bewegungSun-fähige Großmutier, drei Brüder von v, 6 und 3 Jahren und ein Schwesterchen von 4 Mo-naten überlassen. Conccpcio» zog das Schwe-furchen mit Ziegenmilch auf. Wenige Wochen nach dem Tode der Eltern erkrankte und starb der mittlere Bruder, Eoncepcion trug ihn auf ihren eigenen Arme» nach dem Platze, wo die Todtengräber ihn abholten, und wenige Tage wohner ist. gipfelt in dem Volksglauben, daß eine Familie, über welche der Fluch der «Un-frucht" gesprochen worden, bald ihrem Ausster-ben entgegengehen müsse. Die Erzählung, welche mit mehreren hübschen Hozschnitten geziert ist, bedient sich zum Theil der Chronilform und verlien ihren Vorgängerinnen gegenüber dadurch, daß die Handlung mehrere Generationen um-faßt und es ihr in Folge dessen an Einheit gebricht. Mög? sich „Von schwarzer Erde" bald einer großen Verbreitung erfreuen; solche gediegene VolkSgeschichten, wie eS enthält, tragen nicht in letzter Linie dazu bei, daß das Volk sich selbst kennen und schätzen lerne und ist daS nicht vor Allem nöthig, um ein kräftiges Na-tiouclitätsdewußtfein entstehen zu lassen ? Naaff aber möge die vorliegenden VolkSgeschichten nicht die einzigen sei» lassen, die seiner Feder entstammen, sondern bald aus der reisen Ge' schichte und dem echt deutschen Leben seiner Hei-mat bald Stoss zu neuen sammeln. Er wird dadurch den zahlreichen Verdiensten, die er sich um die deutsche und besonders die deutschböh-mische Literatur erworben, neue hinzufügen, die sicherlich dereinst nicht am leichtesten befunden iverden dürfen. C. W. G. „Deutsch« W«cht. darauf mußte sie dem jüngsten Brüderchen den-selben letzten Liebesdienst erweisen. Noch im-mer schien daS Unglück nictt erschöpft zu sein, denn auch der älteste üer Brüder erkrankte. Die Schwester pflegte ihn und zu ihrer unaussprech-lichen Freude genaS auch dieser Bruder. Bei alledem vergaß sie die Pflege ver Großmutter und deS Säuglings nicht. Wiewohl die Epi-demie in dem Dorfe fürchterlich gewüthet hatt?, fo daß alles voller Trauer war, fo erwarb sich das furchtlose, aufopfernde Benehmen die unge-theUte Bewunderung aller. [3)on 32.000 Auswanderer nj, welche letzthin über den Ocean nach New-Aork kamen, wurden >144 als „zur Auswanderung nach Amerika begnadigte" Zuchthäusler, als Irr-sinnige oder Schwachsinnige oder sonst unfähig, für sich selbst zu sorgen, mit Protest nach Europa zurückgeschickt. jDer krasse Aberglaube n^ der schwarzen Race kommt namentlich im «vüden Amerika's zum Ausbruch, wo noch die .Voodoo"-Doctoren ihr Unwesen treiben. So gerieth dieser Tage in Berard, N. E., ein Neger mit einer „Voodoo"-Doctorin in Streit, in Folge dessen diese in seiner Gegenwart sein Haus und dessen Bewohner behexte. Die ganze Fa-milie wurde sofort von den heftigsten Krämpfen befallen und in wenigen Stunden lebte Keiner mehr. Daß hier die stark entwickelte Einbildung«-kraft der Schmerzen, verbunden mit dem Aber-glauben, die Ursache des TodeS war, unterliegt keinem Zweifel. [Jet schwimm endeJaguar.j Als kürzlich der Dan-pfer „Henry A. Tyler" an dem am Tenneffee-Fluffe gelegenen Orte Sa-vannah im Staate Tennessee vorüberfuhr, sprang ein großer amerikanischen Panther oder Jaguar von dem hohen, dem genannten Orte gegenüber liegenden Ufer in den Strom und schwamm dem jenseitigen Ufer zu. Plötzlich än-derte der Panther jedoch seine Richtung und suchte zum Schrecken der Passagiere und der Schiffsmannschaft den Dampfer zu erreichen. Das Fahrzeug war schwer beladen und das äuß-rc Geländer auf dem Deck ragte nicht be-sonders hoch über den Wasserspiegel empor. Der Panther legte seine Vordertatzen auf das Geländer und schwang sich auf dasselbe. Er wurde von Deckarbeitern und Matrosen mit großen Stücken Kohlen, die sie »ich ihm warfen empfangen und durch die Kohlenstücke ins Wasser zurückgeschaudert, wobei er ein Geheul des Schmerzes und der Wuth ausstieß. ES ge-lang ihm dann, mit einer gewaltigen Anstren-gnnc, das Deck zu erreichen; er sprang mitten uuter eine Anzahl Neger und Deckarbeiter, die sich aus dem Vorderdeck befanden, hinein. Im nächsten Augenblicke machte sich der Panther ein Opfer suchend, sprungfertig. Da erschien der Capitän des Dampfers mit einer doppelläusi-gen Schrotflinte und feuerte eine» wohlgezielten Schuß auf das Raubthier ab, wobei dieses zwi-.fchen den Schultern getroffen wurde. Mit einem gewaltigen Satz sprang der Panther über das Geländer wieder ins Wasser zurück und schwamm nach deui anderen User zu, wobei er im Was-ser eine von seinem Blute herrührende rothe Spur zurückließ. DaS verwunderte Thier ver-schwand in dem Dickicht, von welchem daS Ufer besäumt ist. ES war von dunkelbrauner Farbe, 5 Fuß lang und der drößte Panther, der seit langer Zeit in de°. dortigen Gegend gesehen worden ist. sEin wüthenderHirsch.j Der Fürst von Bulgarien hat bei seiner letzten Anwesenheit in Darmstadt seinem Oheim, dem Großherzog, unter anderem einen Hirsch und eine Hirschkuh aus Bulgarien mitgebrach», die in den Wal-düngen bei Dornberg in Freiheit gesetzt wur-den, während ein Paar Wölfe, für die man in Darmstaot keine recht« Verwendung wußte, dem Zoologischen Garten zu Franksurt überwiesen wurden. Der fragliche Hirsch aus Bulgarien ist ein außerordentlich wildeS Thhier, vor des-sei» Tücken m hrfach gewarnt wurde. Neulich früh war ein junger Forstmann in der Fasanerie, als der männliche Hirsch mit gesenktem Geweih auf ihn zukam. Im wilden Ringen riß 1885 der junge Mann den stetS zu nenem Kampf ausholend»» Hirsch mehrmals zur Erde konnt« aber schließlich nicht verhindern, daß ihm von dem Hirschgeweih daS eine Bein aufgefchlitztt wurde. Weiteres Unglück wurde durch 2 zu Hilfe eilende Männer verhütet, welchen eS mit großer Anstren-gung gelang, de» kampflustigen Hirsch zu übn-wältigen und in die Flucht zu jagen. Ter oer-wundete junge Mann liegt leider fo schwer krank darnieder, daß es zur Stunde noch frag' lich ist. ob er mit dem Leben davonkommen wird. Dem unbändigen Hirsch dürfte wohl bald der Garaus gemacht werden. n d i a n e r t ä m p f e.j Im Indianer-gebiete ist im August diefes Jahres wieder reichlich Blut geflossen : Vierzehn Mann r und eine Frau wurden getödtet oder ermordet und vier verwundet; außerdem wurden dort im Manat August zwei Personen hingerichtet und zwei begangen Selbstmord. An den Morden waren meist Neger und Weiße und nur ausnahmsweise Indianer betheiligt. Unter d«n Ermordeten befanden sich zwei Viehhändler Na-mens Frank Eahs und A. P. Goooykoontz, die. während sie an einem Feuer bei der Sac- und Fox-Jndianer-Agentur im Schlaf.' lagen, von Jäte und Joe Tobler ihres Geldes wegen er-mordet wurden.,Die Mörder find in Haft. Die ermordete Frau hieß Jane Austin; sie wurde in Red Fork im Gebeine der Creek-Nation von ihrem eigenem Schwager, Dan. Childers, er-morde», der sie vergewaltigen wollte, wogegen sie sich verzweifelt wehrte. ChilderS wurde fpä« ter von einem G. Perrymann erschaffen. jPlafon d-E i n st ü r z.J In der Nacht zum vorigen Freitag hat sich in Budapest ei» bedeutender Unglücksfall ereignet. In einem Haufe in der Josefstraße ist in einem Z»mmer der Pfalond eingestürzt und hat die Frau und drei Kinder des Briefträgers Ferdinand KrebS begraben ; Krebs selbst flüchtete aus dem Zimmer, als er den Plasond krachen törte. Die sofort herbeigeeilt« Polizei begann den Schutt adzu-räumen. Der Frau Krebs hing der rechte Auß mehrfach gebrochen und zerschmettert vom Leide > der einjährig« Nikolaus wurde als Leiche her-vorgezogen, während die anderen zwei Kinder leichtere Verletzungen davontrugen. In der au-stoßenden Küche schliefen ebenfalls 2 Kinder deS KrebS; diese blieben unversehrt. Gegen die HauSeigenthümerin, welche abwesend ist, wird die AmtSverhandlung eingeleitet werden, da sie längst aus den gefährlichen Zustand deS Hau'es aufmerksam gemacht wurde, ohne irgend etwaS zur Abstellung zu thun. fParifer B e t t l e r.I Vor dem Pariser Zuchtpolizeigerichte stauben kürzlich ein Lahmer und Blinder, die sich wegen eines einträglichen Posten« für den Straßenbettel so erbärmlich geprügelt halten, daß die herbeigeeilt« Polizei aus de» Gedanken kam. die Blindheit de« einen wie die Lahmheit des andere» müsse e« >e Erfin-duug fein. In der That ergab es sich, daß veide rüstig. Häuserdesiyer in BatignolleS sind und dorl von ihren Miethern und Nachbarn für Minist rialbeamte gehalten werden. Sie ziehen, nämlich jeden Morgen in gutem Anzug« aus, verkleiden sich unterwegs in eigens dazu gemietheten Kammern als Bettler und wieder-holen diese Operation »ach veuchtelem Tagewerk. Der Blinde und der Lahme wurde» je zu sechs Tagen Gefängniß wegen öffentliche» Aergernisses verurtheilt. sDer entlarvte Deserteur.fJ» einer Badestube in dem Moskau benachbarten Orte WjeswätSkoje wurde dieser Tage ein im August d. I. ouS dem Lager desertirter Soldat deS Sophien-RegimentS auf originelle Weife tingefangen. Der ganz in Lumpen gekleidete Deserteur wartete in der Badestude ab, di» ein neuer Badegast eingetreten war und sich entkleidet hatte. Dann schlüpfte er statt in seine Lumpen rasch in die Kleider deS Neuangekom-menen und wollte sich gerade hinauSschleichen, als einer der Badediener ihn anhielt und int Polizeibureau brachte. Hier gab er sich für einen Moskauer Kleinbürger aus. ohne jedoch eine bestimmte Wohnung und Beschäftigung an-geben zu können. Der Polizeiofficier sah bald i ■ ^ 1885 «n, daß das Verhör sich in die Länge ziehen «d doch resultatloS verlaufen könnte; da er »der an dem Verhafteten eine gewisse militä-Me Haltung zu bemerken glaubte, so kam er itohlich auf den Einfall, den Mann nach dieser Dichtung hin zu fassen. Mit einer deS Com-»»ndirens gewohnten Stimme donnerte er den Kerhasteten an: „Rechtsum kehrt! Marsch!" llnd wie auf den Paradeplatz marschirte Jener der Thür zu. Ein kräftiges „Halt!" bannte ihn « die Schwelle, und nun brauchte «S nur ,sch weniger Fragen, um den Verhafteten zum Keständniß zu biingen. daß er ein Deserteur sei. Er wurde an seine Compagnie ausge-liefert. [Lynch > usti z] Zu Ehester im County !hoyer im südlichen Nebraska wurde dieser Tage ein roher Kerl durch die ver zeihende Groß-nuth seiner Frau aus den Hängen des Richters Lynch gerettet. Eine Rächerschaar hatt« ßch dort vejammelt in der ausgesprochenen Ab» sicht, den dort ansäßigen Hufichmied Warren koon, eitlen Trunkenbold und s ylechten Kerl, j« lynchen. Eoon war seit mehreren Tagende-trunken, hatte seine Frau geprügelt und gedroht, ei wolle die Stadt an allen vier Ecken in Krand stecken. Diese letztere Drohung hatte die Bewohner in Unruhe versetzt, und sie be» schlössen, den Kerl auf dcm, nicht mehr unge-ähnlichen Wege des Hängens aus der Welt schaffen. Sie umzingelten sein HauS, bemächtigten sich des Burschen und trafen Anstalten, ihr Vorhaben inS Werk zu setzen, als plötzlich die Frau des Coon m der Mitte der Richter »schien, sich auf die Kniee warf und unter strömenden Thränen bat, man möge dieses Mal Gnade für Recht ergehen lassen und ihrem Rann Gelegenheit geben sich zu bessern. Die Menge durch das inbrünstige Flehen der armen Frau gerührt, zögerte. Coon, der seinen Bor-theil wahrnahm, fiel ebenfalls auf seine Kniee nd vereinigte sein Bitten mit dem seiner Frau, «dem er einen heiligen Eid schwor, er wolle jrnie Gattin in Zukunft gut behandeln und das saufen einstellen. Der Rächerhause eröffnete dnn Manne, daß eine Verletzung dieses Gelöbnisses seine sofortig« Hinrichtung zur Folge daden werde, und entfernte sich sodann. sV e r e i n t u n d g e t r e n n t.j Die Freunde des bekannten Wiener Schaupspielers Tewele erhielten vor einigen Tagen zwei Briefe zu glei-cher Zeit; in den, einen war die Vermählung d» Schwester Tew.le's mit einem gewissen Llio Wertheim angezeigt, der andere Machte die Todesnachricht des jungen Gatten. Fast 15 Jahre lang hatte zwischen dem Da-Hingeschiedenen und der Schwester Tewele'S ein imiges Liebesbündniß bestanden; widrige Ver-Mmffe hatten die Vereinigung des Brautpaa-res immer wieder verbindert. In vollster Angendblüthe waren sie Beide, als ihre Herzen ßch landen und Jahr um Jahr verstrich, ohne daß sie einander besitzen konnten. Da trat schweres Siechthum den Bräutigam an: ein schleichendes Uebel warf ihn auf daS Kranken-bett und angesichts des nahenden Todes ging n mit der Geliebten die Verbindung ein, welche sonst ein Bund für daS Leben heißt. [6 i n Riefe.] Zu einer Zeit, da die Riesen in den Specialitäten - Theatern „Zug-«ücke" bilden, dürften Mittheilungen über einen dieser Herren, welcher vor achtzig Jahren Auf-ieheo erregte, von Jntereffe sein. Eine alte Zei-titng erzählt uns von diesem Riesen, in dessen großem Körper auch ei» großer Geist gewohnt zu haben scheint. Folgendes: „Der sogenannte Aiese Friond ist ein junger Kausmann aus einer guten Familie deS südlichen Frankreich, der fi:t seit dem Jahr- 1801 in Paris aufhält, mb eine wirklich riesenmäßige Größe hat, da-bei auch sehr wohl proportionirt und nach Ver-hiutniß der Größe auch breitschulterig ist, was sich mcht immer beisammen findet, da sehr oft die sehr hohen Leute sehr schmal sind. In den eistcn Zeiten seines dortigen Ausenthalts zog er Jedermanns Ausmerksamkeit aus sich; wo er Iguig. blieben die Leute stehen und staunten an chm hinauf, und oft sah man, während er nur seinen gewöhnlichen Schritt sühne, Jungen sich und im Gesicht« zu sehen. Man hätte ihn sehr gern zum Tambourmajor in der Consulargarde gemacht, allein, da er ein Mann von Vermo-gen und auS guter Familie ist, so war leicht vorauszusehe», daß er sich nicht dazu verstehen würde. Bonaparte selbst verlangte ihn zu sehen und zu sprechen; er machte scherzweise die Be-merkung, daß er so neben ihm wie ein Kind erscheine. , Citoyen Consul*, erwiderte ihm hierauf Friond, .c'cst lä, qu'on peut voir ladiffä-rence entre nn grand hörne et un hörne grand.* (Abschied von d e r Kanzel/> Ein Prediger in einem kleinen Orte von Wayn« Eounty Mich. (Nordamerika) nahm in folgenden Worten von seiner Gemeinde Abschied: „Meine Vielgeliebten! Unsere Trennung von einander schmerzt mich nicht besonders, und zwar auS drei Gründen: Ihr liebt mich nicht. Ihr liebet einander nicht und der Herr liebt Euch nicht. Wenn Ihr mich liebtet, würdet Ihr meinen Gehalt für die letzten zwei Jahre bezahlt haben. Ihr liebt einander nicht, sonst würde ich mehr Trauungen zu vollziehen haben, und der Herr liebt Euch nicht sonst würde er mehr von Euch zu sich rufen, und ich würde mehr Leichenbegängnisse und Trauergottesdienste haben." Die Gemeinde nöthigte ihn nicht, zu bleiben. sJ n einer Pariser W a h l v e r-s a m m l u n g ] wird dem Eandidaten v on ver-schieden?» Wählern der Vorwurf gemacht, daß er zu clerical sei. — „Wie, ich clerical!" so Tust er. „das ist eine infame Verläumdung! .... Ich bin kirchlich nicht getraut, keines meiner Kinder ist getauft!...."— „Das ist vielleicht wahr," rufen einige, »aber Sie haben sich noch nicht civiliter begraben lassen." [Ein promovirter Bäckst m ei« st e r] dürfte wohl ein Unikum sein. Die „Po-sener Zeitung" enthält eine Annonce, daß auf dem Petriplatz eine „Karlsbader Bäckerei" er-richtet worden ist, welche das „Hochverehrte Publicum" um geneigten Zuspruch ersucht. So weit ist an der Anzeige nichts Auffallendes. Unterzeichnet ist dieselbe aber mit Dr. phil. A. v. GrabSki, Bäckermeister. [Laune des Telegraphen.] Vor einigen Tagen fand in Praq d>e Vermählung des Prinzen Alain mit der Prinzessin Johanna AuerSperg statt. Nach dem HochzeitSfchmauS reiste diS junge Ehepaar mit Separatzug nach Sichrow. Der Tausname des Bräutigams „Alain", der den Telegraphistinnen schon man-ches Kopfzerbrechen bereitete, gab auch diesmal zu einer launigen Depeschen-Verstümmelung Ver-anlassung. Von der Endstation der Fahrt des Ehepaares langte nämlich noch Abends folgen-des Telegramm an: „Glücklich angekommen, Johanna allein." Man kann sich vorstellen, wie heiter das stimmte! [Erfreulich.] Arzt: Ich gratulire Ihnen, lieber Freund, von aanzem Herze». — Patient: So geht'S also besser mit mir J! — Arzt: DaS gerade nicht, aber unsere Consul-tationen haben ergeben, daß Ihr Fall ein ganz neuer, noch nie dagewesener sei. Wir sind da-her entschlossen, dieser Krankheit Ihren Namen beizulegen, wenn unsere Diagnose sich nämlich bei der — Section bestätigt findet. — Der Kranke stirbt bei dieser Eröffnung vor Schreck. [Ursach e.] Stubenmädchen : Hier sind meine Zeugnisse, gnädige Frau. — Frau: Bei wem haben Sie zuletzt gedient ? — Stubenmädchen : Bei der Frau Baronin X. — Frau: Ah! DaS ist die kleine Dame mit dem braunen Teint und de» kohlschwarze» Haare» '? — Stubenmädchen : Ja. — Frau: Und weShald wurden Sie dort entlassen? — Stubenmädchen: (verlegen): Weil .... weil ich nicht rasiren kann. Deutscher Schutverein. In der letzten Ausschußsitzung wurde eine für Ertheilung des katholischen Religionsunter-richtes bisher bewilligte Remuneration auch auf weitere zwei Jahr- ausgedehnt. Für den Schulbau in Schuhdorf (Böhmen) bestimmte der Ausschuß neuerdings einen entsprechenden Be- 5 für die Adaptiruna des Schulgebäudes in Königs-berg (Schlesien). Das Ansuchen um Gewährung einer größeren Unterstützung füc Den Schulbau in Hohenmauthen (Steiermark) wurde in Be-rathung gezogen, und außerdem mehrfache Schul-angelegenheiten der Erledigung zugeführt. Die Mitglieder-Diplome gegen Erlag von fl. 1.— von der Vereinsleitung zu beziehen, sind bereits fertiggestellt und zur Versendung bereit. Schließ-lich beschäftigte sich der Ausschuß mit der Zu-Weisung wichtiger Arbeitsgebiete an einzelne Ausschußmitglieder, und genehmigte die inhalt-liche Zusammenstellung der nächsten Nummer der „Mittheilungen", welche den Bericht über die Hauptversammlung enthalten wird. Dem Vereine sind weiterS zugeflossen: Von der FrauenortSgruppe Wien, VIII. Bezirk an Spen-den: Frau Serafine Thoula fl. 1.—. Frau Pauline Zwieback fl. 5. Frau Margarethe Vo-goin fl. 3. Frau M. M. fl. 1. Frau Karoline Lang fl. l. Frau M^rie Teutschländer fl. 1. Herr Fried. I. Förster, mit dem Motto: „Hoch Schönerer", fl. 2. Theodor I. Karl und Anton M., Studenten, mit dem Motto: „Deutsch die Zun,e. deutsch das Herz", fl. 7. A. F. Kreidig in Wien 50 kr. Ogr. Bürgstein: Licitatioa eines Stückchens Marzipan fl. 3.45. Ogr. Wien, X. Bezirk. Spende vom politischen Geselligkeit«-Vereine fl. 20. Spielgesellichaft bei Höller fl. 1.56. Ertrag der musikal. deklamat. Adendunterhal-tung am 11./6. 1885 fl. 59.39. Ogr. Glogg-nitz: Spenden fl. 2.44. Ogr. Straß: Spenden fl. 4.97. Ogr. Liebshausen: Ballerträgmß fl. 28. Lotterieergebniß durch W. Hauptnagl und Ober-lehrer Langer fl. 7.20. Gesellsch. in Nosnitz fl. 4.20. Ortsgruppe GünterSdors Ad. Mandl Fondsbeitrag fl. 50. Deutscher Turnverein in Reichen-berg fl. 20. Hr. Leopold Mandl fl. 08.20 und Fondsbeitrag fl. 200. Sammlung I. A. Win-ternitz fl. 4.74, Paul Wintreiß fl. 3.45. Turn-Verbindung „Tafelrunde" fl. 21.52. Portisch fl. 10.16. Kühnel fl. 5.94. Sammlung Steffen u. Stöger fl. 7. Deutschpädagogischer Verein und Turnverdand „Tafelrunde" fl. 17.15. Gehbauer in Eharlottenburg fl. 5. Prager Studenten fl. 7.81. „MäSkarniples" fl. 4 50. Sammlung v. Mettel und Tischgesellschaft bei Janauska fl. 13. Sammelschütze bei Hanauska fl. 10. Samm-lung Schmidt fl. 2.40. Vom allgemeinen deut-scheu Schulverein in Berlin fl. 250. Sammlung Winternitz fl. 18. Wette Mai dl fl. 5. Turnverein in Freiheit-Marsch ndors fl. 24.20. G>'-r.eraloersammlung in GünterSdors fl. 40.—. Sammlung FamanSka fl. 4.90. Popper fl. 10. Fddscharek fl. 10. Statute» Nachbörse fl. 22.80. Reichsdeutsche Mk. 2.5. Sammelschütze fl. 1.00. Sammelschütze Schwadowitz fl. 112.26. Lied v. deutschen Schulverein fl. 16. Feuerwehr Gun-tersdors fl. 1.12. Jahnstatue fl. 9.60. Sammlung Mandl fl. 15. Sammlung Hofsmann fl. 5. 70. Versteigerung fl. 3.20. Ortsgr. Müdldorf Concert fl. 10. Ortsgruppe Kuttenpla» Spenden fl. 31.31. Ortsgruppe Uuterdrauburg Sam-melschütze fl. 9. Ortsgruppe Saaz Spende» fl. 3. Ortsgruppe Umgebung Hradisch Spende» fl. 7.96. Deutscher Studeutenclub „Eoucordia" in Wie i Biersteuer fl. 5. Ortsgruppe Stauding diverse Spenden fl. 29. Ortsgruppe Aussig Sammelbüchse in Mäckerts Restauration fl. 3, Sammelschütze im Gasthause zum Schwan fl. 43. Ungenannt fl. 1, Glaas fl. 3.5, Beronow fl. 3.66, Schulvereinsball fl. 514.43. Ortsgruppe ArnSdorf Spende fl. 25.23. Ortsgruppe Mähr. Altstadt Sammelschütze fl. 1.70, Cigarre fl. 3.42, Flasche Wein fl. 3.1, Sammlung See-tionSversammlung fl. 16.49. Hochzeit in Wei-gelSdors fl. 1.74. Ortsgruppe in Groß-Jedlers-dorf Spenden 40 kr. Ortsgruppe Lin; Bicycle-Akademie fl. 261.8. Ortsgruppe Silberbach Spenden fl. I. Ortsgruppe Prag Kleinseite Spenden fl. 179.98. Frauenortsgruppe Aussig Spenden fl. 73.82. Ortsgruppe Grottau Con-certertrag fl. 143.32. Ortsgruppe Ober-Sekrza« Spenden fl. 17. Ortsgruppe St. Nicolai Sam-melschütze fl. 3. Ortsgruppe Schwanenstadt Spende fl. 11.48. Ortsgruppe Kosten Spenden fl. 28.66, Schierer-Matz aus Prag Spende fl. 50. ♦5 Locates und ^rovinciates. Eilli. 24. L5 Thätlichkeiten über' und versetzte dem Wretschar. ivährend Beide miteinander handgemein wäre», nicht weniger «IS sieben mehr oder minder g«< fährliche Messerstiche. [Den Bauch a u f g e f ch litz t.] Ä« IS. d. M. Nachts geriethen die beiden Knechtt Andreas Pitschotek und Michael Werhounik. beide bei dem Fürsten Hugo Windischgrätz m Gonobitz bedienstet, in Streit. Ursache deS atm-teS war die SchweiuSmagd eines Gonoditzer Bäckermeisters, zu welcher beide College» » heftiger Liebe entbrannten. Als sich nun beide in der besagten Nacht auf dem Wege zu d« Dirne hinter der Pfarrkirche trafen, üdersitt Pitschotek seinen Dienstgenossen von rücklingt und versetzte ihm drei Messerstiche in den flä« cken. mit einem vierten Stiche schlitzte er d!« am Boden liegende» Nebenbuhler den Bauch aus, so daß alsbald die Dünndarmschlinge a»t der Bauchhöhle hervortrat. An dem Ausko» inen des Schwerverletzten wird gezweiselt. Mer arisches. [„Geschichten vom Hockewanzel'] nenn» sich ein Wertchen, has die in Nordböhmen »och beute im Munde des Volke» at» kulirenden Anekdoten von dem originellen Politzn Erzdechanten Wenzel Hocke, gemeinhin „Hocke-wanzel" genannt, in novellistischer Form ver-arbeitet hat und soeben in neuer, gänzlich um-gearbeiteter und bedeutend vermehrter Aufl z« —' der siebenten vinnen kurzer Zeit — b« El». Streiche in WarnSdorf erj hieneu ist. Ro>egqei bezeichnet die Hockewanzel-Geichichten als ei« der gelungensten Erscheinungen der einschlägigen Literatur, und der bekannte heimische Historiker Professor Paudler schreibt darüber in einer ausführlichen Recension in den .Mittheilunaen deS Nordböhmischen ErcurfionSklud" u. & Folgendes: „.....Der spanisch« König Philipp lll. bemerkte eines Tages, daß e» Student, welcher vor seinem Palaste lustwan-bette, bald in einem Buche las, bald wieder innehielt. Lustsprünge machte, mit den Hände» in der Luft herumfuhr und in ei» schmettern' des Lachen ausbrach. Nachdem der Söing dieses Betragen eine Weil« beobachtet halt, rief er auS: Wahrlich, der Student ist eu Narr oder er liest im Don Quirote!" -„Oder er liest die Geschichten vom Hockewanzel!* So könnte jener König mit demseden Rechte rufen, wenn er >n unseren Tagen, >m nördlichen Böhmen sein« Lebenslage abspänne. Wir wollen eS gleich heraussagen: Wir sind der festen Ueberzeugung, daß der „Hockewaiiztt' dereinst in unserer Literatur neben dem Psaff» AnieiS, dem Psaffeu vom Kahlenberge und dem Eulenjpiegel «ine nicht unedenbürlige Rollt spielen wird. Ja, der Hockewanzel steht in gi» wisser Beziehung weil über jenen Vertrete« deS altdeutschen PolkSwitzes....." — Taj die „Geschichten vom Hockewanzel" auf all« Leser einen solch' günstigen Eindruck gemalt haben, beweist der rasche Absatz der ersten iech» Auflagen. Die gegenwärtig« siebente, in welcher die Geschichten, durch zahlreiche neue vermedrl. in eine chronologische Reihenfolge gebracht siil> und so ein zusammenhangendes Ganzes bilde,, wird den Lesern der ersten Auflage als n» ganz neues Buch erscheinen und den köstlichen Hockewanzel-Geschichten (Preis 60 kr.) zahlreich? ncue Freunde zuführen. [Fromm e'S Äiener Auskunft»-Kalender] für Geschäft und HauS. heraus gegeben in der Redaction von Lehman»! WohnungS Anzeiger, 21. Jahrgang 1886. Wie», Verlag von Carl Fromme, in elegantem Hald-leinwandeinband, fast 396 Seiten stark. Preit 60 kr. Ein schmucker Band, dieser verläßliche Rathgeber, der seinem Besitzer viel Zeit und Geld ersparen kann. Der sich für ein solche! Buch überreich bietende Stoff ist übersichtlich geordnet, in dem kalendarischen Theil, umsas-send das vollständige Kalendarim für Katholiken. Protestanten, Jsraeliten und Griechi'ch-Katholiken, mit Papier zu Vormerkungen durch-schösse», eine genaue Tabelle deS Sonnen« und Mondes'Aus- und Niederganges, Landwirlh- 1885 Daran ichließt sich der Hoskalender des regie« renden Kaiserhauses und der übrigen europäi-schen Fürstenhäuser. — Der Kirchenkalender hat gegen das Vorjahr dankenSwerthe Erwei-terung erfahren, wir finden da nicht »ur den Schematismus sämmtlicher Cardinäle. der Erz« dischöse und Bischöse Oesterreichs, die ge» sammle Geistlichkeit der Erzdiözese Wien, die OrdenSstifte. Klöster und geistlichen Institute in Wien, auch alle übrigen Confessionen sind genau berücksichtigt, den Schluß dieser Abthei-lung bilden di« Begräb nß-Orbnung und -Ge-bühren. — Ein weiterer Zuwachs ist der Staatskalender mit Angabe deS Flächeninhaltes, Einwohnerzahl. Behörden, UnterrichtS-Anstalten aller Kronländer CiS- und TranSleithaniens mit PersonalstatuS, Die folgenden Abtheilungen. Militärkalender, Postkilenber. Telegraphenka-lender, HauS- und Geschäftskalender. Börsen!«-lenrer. Wiener Adreßkalender, Wegweiser und Fremdenführer, Marktkalender, haben durch Umarbeitung und Neuqruppirung bedeutende Bereicherung erfahren, von denen wir nur fol-gende erwähnen: Aufgabszeit und Abgang der Posten. Gewerbegesetz vom 8. März 1885 — Pse-tebahn mit Plan — Donau-Dampfschiff-fahrten — Eisenbahn-Personen-Fahrpreis«. — Möge der Erfolg der Mühe entsprechen. [ JJ) i e Werkstat t,"j Meister KonradS Wochenzeitung, (Leipzig, Ernst Heit-mann) bringt einen sehr nützlichen und ganz verständlichen Artikel über die Verletzungen, welche in den Werkstätten vorkommen und wie solche am besten bis zur Ankunft des ArzleS zu verbinden sind. Außerdem enthält Rr. 3: AuS der Welt. — Für die Werkstatt: Kinder« Sklaverei. — Belohnte Lehrlinge. — Bohne in Kamerun. Allerhand Nützliche« für den Handwerker. — Für den Abendschoppen: Wo das Handwerk krankt. — Wil^e Menschen in Frankreich. — Allerhand Neues und Merk-würdiges. — Für Haus und Herd: Nach 13 Jahren. — Was man am SchnapS sparen kann, nota bene wenn man ihn nicht trinkt.— Guier Gartendünger. — Meiner Fr m Küchenzettel für den Herbst. Was ein Berliner Buch-drucker täglich braucht. — Wie man Pilze zu-bereite» soll. — Wie man auS 15 Meter Lein-wa»d ein halbes Dutzend Frauenhemden fchneidet. — Für den Feierabend: Die gestohlene Geld-kuye. — Fragen und Antworten. — Briefkasten. — Sonntagsruhe oder nicht. — Anzeigen. Eingesendet. *) Sehr geehrter Herr Redacteur! In Folge oftmals bewiesenen sangesfreund-lichen Entgegenkonimens ersuchen wir um ge-fällige Aufnahme nachfolgender Zeilen: Die seinerzeit durch «ine kurze Notiz in den Tage»-blättern einberufene Schlußsitzung deS Fcst-AuS-schusies des 6. steirischen SängerbundeSsestes be» wog nur circa 23 Mitglieder von dem 54köpfi-gen Ausschüsse bei derselben zu erscheinen. Daß dies der Fall sein konnte ist einzig und allein dem Umstände zuzuschreiben, daß zu den frühe-ren Sitzungen die Mitglieder stets mittelst Eor-«ipondenzkarten eigens einberufen wurden, was diesinal unterblieb ; abgesehen davon, daß viele der Mitglieder an jenem Sonntage, an welchem die Sitzung angekündigt war, zeitlich früh über Land gingen, und so di« Tagesblätter deSsel-den Tages gar nicht zu Gesicht bekamen, daß ferner nie verlautbart wurde, daß die Sitzun-gen nunmehr mittelst Einladung in den Tages-blättern einberufen werden, so war erstens die Tagesordnung vorher gar nicht dekinnt gege-den worden und jene Sitzung wegen zu am»-ger Betheiligung überdies gar nicht beschluß-sähig. Ei» Antrag auf Verlegung derselben aber wurde kurz mit den Worten zurückgewiesen: „Die Herren hätten die Zeitungen lesen und erscheinen sollen". Uebrigens wurde auch di« Zahl von 23 Theilnehmern an der Ausschuß-fitzung dadurch erziel», daß zugewartet wurde, bis die Mitglieder deS Grazer Männergesang-Vereines von ihrer Probe kamen, die damals gerade stattfand. Zunächst wurde der, von dem Vertreter •i irfir >strtti unh _Aia_^ „ptutf*< zs««ht " eines sehr geachteten Vereines gestellte Antrag: „ES sei der Ueberschuß dieses F«st«S d«r Bun-descafse einzuverleiben" mit der Entgegnung abgelehnt: man brauche eine solche Geldan» Häufung nicht, trotzdein ein bis zur Erbauung einer Sängerhalle vom Grazer Männergessng-vereine zu verwaltender, dem steirischen Sänger-bunde gehöriger, nur zu diesem Zwecke gebil» deter unantastbarer Fond existirt. Hingegen wurde mit sehr geringer Majorität der von einem hervorragenden Grazer Männergesang-Vereinsmitglied« eingtbracht« Antrag: „Der Ueberschuß wolle dem Herrn Bürgermeister mit dem Beifügen übergeben werden, dem nächste» Sängerfest» Ausschüsse (also dem Jubelsest-AuSschusse deS Grazer MännergesangvereineS) denselben auSzu-folgen" — angenommen. Hiebei wollen wir bemerken, daß sogar Mitglieder deS letztgenann-ten Vereines selbst gegen diesen Antrag stimm-ten, weil sie überzeugt waren, daß dieser Be-schluß eine schreiende Ungerechtigkeit anderen Vereinen gegenüber ist. ES nimmt beinahe den Anschein, als ob man bedacht wäre, die Ein-nahmen dem steirischen Sängerbunde zu ent-ziehen, dafür aber BundeSseste, wenn sie auch nahezu 400 fl. kosten, zu beschließen. Unwillkürlich drängt sich unS die Frage auf, ob denn bei gleichen Pflichten nicht auch di« übrigen Vereine di« gleichen Ansprüche haben ? Weshalb erlegten denn die Herren Sänger 828 fl. i Vielleicht um ein«, einer Spirituosen-Etiquette ähnlich sehende Festkarte zu erhalten, mit welcher das Recht eingeräumt war» mit-singen und für das Wohl eines einzelnen Ver-eines sich mühen zu dürfen? Wir glaubten, eS geschehe um die Bundescasse zu obenbesagten Zwecke zu füllen. Hätte der Herr Antragsteller seinen Antrag früher geprüft und bedacht, daß hiedurch 503 fl. den kleineren Vereinen, welche doch die Hauptsumme beisteuerten, entzogen und einem Vereine zugewiesen werden, welcher es keinesfalls nöthig hat, auf solche Weise sich die Mittel zur Abhaltung seiner Jubiläums-feier zu verschaffen, da ihm ganz andere größere Einnahmsquellen zur Verfügung stehen, so wäre dieser Antrag von ihm gewiß nicht gestellt worden. Wir wartete» absichtlich die Hauplver-sammlung dieses auf keine solche Unter-st ü tz u n g anstehende» Vereines ab, weil wir der Hoffnung Raum gaben, daß gegen den von einem Mitgliede eingebrachten Antrag wenigstens gesprochen oder vielleicht der Betrag i.« die BundeScafse zurückgewiesen werden wird. Nachdem aber kein einziges Wort hierüber ver-loren wurde, sehe» wir uns veranlaßt, die auswärtigen Gesanavereine aus die Wirthschaft im Bunde aufmerksam zu machen und können s e versichern, daß unter den Grazer Sängern eine mächtige Gährung platzgegriffen hat. welche jedenfalls noch größere Dimensionen annehmen wird. Man beabsichtigt, daß selbe vereint gegen diese» Beschluß protestiren, eventuell auf eine Bundesversammlung dringen werden, da die Schlußsitzung bei nicht genügender Stimmenan-zahl abgehalten und die Tagesordnung unbe» kannt war. — Nicht Eigennutz oder Neid leitet uns bei unser.'m Vorgehen, sondern einzig und allein das Verlangen nach Gleichberechti-gung. nachdem die einzelnen Verein« außer ihrem Festbeitrage noch für di« größtentheilS nur bei diesem Feste verwendbaren Chöre bis 25 fl. zah» len und an Jahresbeiträgen bei dem letzten Feste mit 20—40 fl. aufkommen mußten. Zum Schluß« wollen wir bemerken, daß das nächste Bundesfest im Jahre 1888 stattfindet und zu-gleich di« Jubelfeier deS 25jährigen Bestehens des Bundes in sich schließt, bei welcher der Heuer erzielte Reinertrag gewiß auch nützliche Verwen-dung finden hätte können. Mehrere Bundesmitglieder. [Interessant^ ist die in der heutige» Numiner unserer Zeitung sich befindende Glücks-anzeige von Samuel Heckjcher senr. in Haut-bürg. Dieses Haus hat sich durch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und i» btt >l » t ii» » « " - " " - " - " i daß wir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle aufmerksam machen. 5 ♦ Unser heutige Jnseratentheil enthält eine Ankündigung des bekannten Hamburger Bank-Hauses Valentin & Comp., betreffend die neu-este Hamburger Geldlotterie, auf welche wir hiedurch besonders aufmerksam machen. — Es handelt sich dabei nicht um ein Privatunter-nehmen, sondern um eine StaatSlotterie, welche von der Regierung genehmigt und garantirt ist. * * Wir machen hiedurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herr«n Kauf-mann 6r Simon in Hamburg besonders aufmerksam. Wer Neigung zu einem iniereffan-ten wenig kostspieligen Glücksversuche hat, dem kann die Betheiligung an der mit vielen und bedeutenden Gewinnen ausgestattet«» staatlich garantirten Geldverloosung nur bestens empsoh» len werden. Gerichtssaat. [Ein alter S ün d e t.] Der 56 Jahre alte Schneidergehilfe von Pettau Franz Puschauer, wurde wegen des Verbrechens der Nothzucht, begangen an einem 7 Jahre alten Mädchen, und wegen Uebertretung der Wachebeleidigung nach Äahcspruch der Geschwornen zum schweren Kerker in der Dauer von 5 Iah-ren verurteilt. — Wegen des gleichen Verbre-chenS wurde auch der 53 Jahre alte Auszügler Georg Skof in Jablanach angeklagt, jedoch über Verbiet der Geschwornen hievon freige-sprachen. Mittwoch, am 21. October. [U » g e-b e t e n e Säjtc.] Am 10. Februar l. I. feierte der Grundbesitzer Josef Govejschek mit Theresia Mannc in St. Pongraz seine Hochzeit, da drang plötzlich der 20 Jahre alte Berg-knappe von Buchberg Johann Wild mit noch zwölf Kameraden in das Festlocale. Die Bur-schen begehrten zu trinken und verlangten Geld, welchem Verlange» von Govejschek auS Furcht vor Ausschreitungen auch Folg« gegeben wurde. Trotzdem fingen die rohen Burschen zu excedi-ren an, weil der Brautsühr.r der Brautjung» fer gegen einen der Burschen, der selbe wegen Tanzverweigeruug mißhandelte, veistand. Mit Stöcke» und Prügeln schlugen die Eindringlinge nun auf Tische, Bänke und auf die Hochzeits-gäste los. welche sich flüchten mußten. Die Excedenten entfernten sich erst, nachdem ihr Ueber» mulh gekühlt war. Wild hat sich aber außer diesen rohen Ausschreitungen ein noch größeres Delict zu schulden kommen lassen; er versetzte nämlich am 26. Äpril l. I: dem Grunvbesitzer Johann Skorjanz einen iödtliche» Messerstich, weil derselbe seinem Nachbar Martin Pototjch-nik zu Hülfe kau, da ihm Wild das Jauchzen vor dem eigenen Hause aus reinem Ueberm. the untersagen wollte, wodurch er mit ihm in Streit gerieth. Nach dem Wahrspruch« der Geschwor» nen wurde Johann Wild wegen des Verbre» chens der öffentliche» Gewaltthätigkeit 12. Falles und wegen des Verbrechens des Todt-schlages, bei dem Umstände als sowohl vom Gemeindeamte, wie auch vom Pfarramte über ihn ein äußerst übler Leumund abgegeben wurde, der besagt», daß Wild «in gewaltthäti» geS, für die körperliche Sicherheit seiner Um-gebung gefährliches Individuum schlimmster Sorte fei, zum schweren Kerker in der Dauer von sechs Jahren veruriheilt, während feine Genossen bei dem Excesse vom 10. Februar von einem Erkenntnißjenate wegen des Verbrechens der öffentliche» Gewaltthätigkeit 12. Falles zu Freiheitsstrafen in der Dauer von 3 bis 0 Mo» naten schweren Kerkers verurtheilt wurden. Donnerstag, 22. October. [El » V « r» loinmener.] Der 33 Jahre alte beschäftigungslose AloiS Palese von Schonstein wurde wegen des Verbrechens des Raubes angeklagt, weil er am 25. Juli d. I. von dem 65 Jahre allen kranken Bettler Blas Wiitmayer Geld verlangte und, auf dessen Anlwort, daß er kein Geld, sondern nur ein Jäckchen Mehl im bei' Dorfstft Wacht." 1885 Itlben mit einem andern Stock« mehrere Hiebe versetzte. ihm das Säckchen Mehl aus dem Tragkorbe nahm, sich damit entfernte und bei Maria W«rnard davon für sich einen Sterz machen ließ. Noch während des Mahle», welche« er dortselbst hiclt, wurde er von dem Tit. (Send.-Postenführer Mathias Pototfchnik arretirt, wobei er dewelhen überdieß gröblich beschimpfte. Seine auch von einigen Zeugen bestätigte Verantwor-tung lautet« dahin, daß er betrunken gewesen sei und in diesem Zustande die Ge-wohnheit habe, die Leute um Geld anzuspre--chen, was er auch Wittmayer gegenüber that, der ihm daS Mehl freiwillig gegeben habe. Diese Behauptung konnte Wittmayer nicht ent» frästen, weil derselbe mittlerweile an einem lang, wierigen Krebsleiden gestorben war. Die Ge-schwornen verneinten die Frage des Verbrechens des Raubes und nur jene auf Uebertrelung des DiebstahleS?und der Wachebeleidigung wurde bejaht. DaS Urtheil lautete sohiu auf sechsmo-natlichen strengen Arrest. [Ein diebischer Kutsch»r.1 Der Gutsbesitzer Max Rosenberg hatte aus einer Fahrt von seinem Weingarten nach Freiheim am l. October seine Brieftasche mit 399 fl. unv 4 ung. Ausst^llungslofen zu 4 fl. verloren. Der Kutscher Jakob Gaischek fand di« Brief-taiche und eignete sich dieselbe an, woraus er flüchtig wurde. Später stellte er sich selbst dem Stadlamte in Cilli. Von dem widerrechtlich an-geeianeten Gelde hatte er sich nun eine Uhr im Werthe von 28 fl. gekaust und einige Ze-chen gemacht, so daß Rosenberg einen Schaden von 33 fl. erlitt. Wegen Verbrech-nS deS Dieb-stahleS wurde Jakob Gaischek nach dem Ver- l>ie Gefertigten geben hiernit die höchst betrübende Nachricht von dem Hinscheiden ihrer innigstgcliebtvn Gattin, beziehungsweise Matter, Schwieger- und Großmutter, der Fran Johanna Zunder geb. Ilirlli, welche heute Vormittags, */,12 l'hr, nach kurzem Leiden und Empfang der heil, Sterbesacromente, im 84. Lebensjahre, sanft in dem Herrn entschlafen ist. Das Leiebeubegängniss findet Montag, den 26. October, um 4 Chr Nachmittags, vom Trauerhause aus, auf dem Friedhof drr Stadtgemeinde Cilli statt. Die heil. Seelenmesse wird Dienstag, den 27. iL, Vormittags 8 I hr, in der hiesigen Abtei-Stadtpfarrkirche zu St. Daniel gelesen werden. Cilli, 24. October 1885. GabrieUe Zunder, Schwiegertochter. Anton Nadeniczek, ClTÜiaffenJeur» Josef Hansmann, lirgkamMer, Josef Herzmann, Lederfabrik«!)!, Schwiegersöhne. Gregor Zunder, k, k. Oberln*pa*tor I. K., Gatte. Caroline Zunder, Victor Zunder, Eiern bahn-Ingenieur. Mathilde Xadenincek, geb. Zunder, Maria Hausmann, geb. Zunder, Louise Herzmann, geb. Zunder, Kinder. Knkel. biete der Geschwornen zum schweren Kerker von 2 Jahren verurtheilt. Freitag, den 23. October. sN o t h-z u ch t.j Der 15'/. Jahre alte Knecht Franz Povoden von Witschein wurde in geheimer Ber-Handlung, wegen Verbrechens der Nothzucht begangen an der zehn Jahr« alten Maria Mörth zum schweren K-rker in der Dauer von 2 Jahren verurtheilt. MATTON alfeallurhe-r bestes Tisch- iii Irsrisctaisjelräiil, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Maien- und Blasenkatarrh. Heinrich Mattoni. Karlsbad ond Wien. Sicherer Verdienst! Ohne Capital und Risico kann Jedermann bei uns, durch den Verkauf von Silerrelehlaeh-uncarlaehrn Nlaala« und Prftiiilen-I.OHeii gegen Katenzahlungen laut Gea -Art XXXI v. J. 1883, = uiatlick 100-300 Golden verdienen. = Offerte mit Angabe der gegenwärtigen Beschäftigung sind xu richten an die Internat. Annoncen - Eipedition Leopold Lant Budapest, Dorotheagas»« 9. 677 G. 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Unsere Collecte war stet« vom Glücke besonder» begünstigt und haben wir unseren Interessenten «faul« die grössten Treffer ausbezahlt, u. A. solche «uti Mark 250,000. 100,000, 80,000, 60,000. 40.000 etc. 740—11 ToraiutUhtlich kann b«i einein solchen auf der solidesten Basis gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher, um alle Aufträge ausführen zu können, uns die BeKtellnngen baldigst und jedenfalls vor dem ll. Ortober «I. M. zukommen zu lassen Kaufmann & Simon, Bank- und Wachsel-Oeschäft is Hamburg. FS. Wir danken kwraarch sflr das ans setttier geschenkte Vertrauen und bitten durek Einsichtnahme In den amtlichen Plan sieh von den arosiartigrn Gewinn-Chancen tu öbcricugea. welche diese Yerlooiooren 4 bieten. D. 0. 1 „THE GRESHAM" Lebens-Versicherungs-Gesellschaft in London. Filiale fUr Oesterreich, Wien, Gi»ela.«trasse 1, im Hanse der Gesellschaft RecliciiHoliaftK- Bericht vsni I. Juli IM2 bis Inel. SO. Juni IHN3. Activa................................... Jahreseinkommen aus Prämien nnd Zinsen................... Auszahlungen für Versicherung*- und Rentenverträge. Rückkäufe etc. seit 1848 . , , In der letzten zweimonatlichen GeschAftsperiode und bei der Gesellschaft für... , neue Anträge eingereicht, wodurch der Gesainiutbetrug der in den letzten 29 Jahren eingereichten Anträge »ich auf mehr als............... stellt Von« 1. «lull IMHS bist Inel. 30. Juni 1**4. fr. 83,780.01«90 . 16,602.367-70 » 139.950.000 — . 65,726.175— ,1.260.777.854 55 . fr. 87,284.420-— 17.134.226-05 149,800.000-— 63.992.275 — Al'tlV Q ..................................1 Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen . . ............... Auszahlungen für Versicherung«- und RentenvertrÄge Rückkäufe ctc. seit 1848 . . In der letzten twölftnonatlicbeu Geschäftsperiode wurden bei der Gesellschaft für . neue Anträge eingereicht, wodurch der Gesammtbetrag der seit Bestehen der Gesell? schuft eingereichten Anträge sich auf...................„1.324,770.129-55 stellt. Die Gesellschaft übernimmt zu festen Prämien-Versicherungen auf den Todesfall mit 80 Percent Gewinnsntheil oder auch ohne Antheil am Gewinn, ferner gemischte» und auf verbundene Leben! schliesst Reuten- und Ausstattung*-Verträge ab; gewährt nach dreijährigem Bestehen der Poliren den Rückkauf für Polizei! auf Todesfall oder gemischt, welche hiezu berechtigt sind, oder »teilt für Polizen auf Todesfall nach dreijährigem und für Aus« teuer-Versicherungen nach fünfjährigem Besteben reduzirte Polizen aus, fllr welche dann keine weiteren Zahlungen zu leisten sind. Prospekte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt durch die Herren Agenten und von dem titmei'iiUAgciitiMi iVn- Kruln und 8i)iliittvl«rmurk, Valentin Zeshko, 47—12 Tricster-Strasae Nr. 3 in Laibuch. G Zu haben bei Johann Kakuseh in Cilli. D Im Verlage von F. (»oll it. I.rnz ist soeben erschienen: peutfdmafionafer italcnbcr für Oesterreich auf das Jahr 1886. Geleitet von Carl W. Gawalowski. Mit Beiträgen von: H. Beheimer. F. Dahn, E. Fels, W. Fischer. A. Hages, R. Hamerlisg, Dr. Hsrps, F. v. Hsus-egger. F. Keim, A. R. Naaff, A. Ohorn, W. Ressel, H. Swoboda Reich illustrirt^ Stärke 10 Bogen. Grosn-Octav. l'i-ei« Itr. — Gegen Einsendung von 41 kr. nach Auswärts portofrei Xu haben bei Johann Kakuseh in Cilli. An Se. Wohlgeboren Herrn Oscar Silberstein, Erfinder des .BRESLAIJER UNIVERSUMS' in Breslau. Nachdem ich beinahe 3 Talixe an OHc3a.t und Mag-eniramps gelitten und die ärztliche Hilfe lee^aen Erfolgs leistete, nabin ich mir vor. Ihr Toera.lj.ra.tes IXell-xrxl-ttel einzunehmen, wodurch ich nach Verbrauch mehrerer nSuscls.sla.eaa. jetzt vcll-Icimmen. g-es-ar-ä. "bin.. Ich fühle mich daher verpflichtet Ihnen für Ihr bestes X^ellm 1 tt Das WJniMMMm ist per Flasche zu 2 fl. zum Gebrauche auf 6 Wocheu ausreichend, nebst Gebrauchs-Anweisung echt zu haben: In <1111 bei J. Hupfenschmld, Apotheker, in DeutÄcb-Landsberg liei H. Müller, Apotb. „ Feldbach bei Jo». König, Ap. „ Kriesach bei A. Rnppert, Ap. „ Frohnleiten bei V. Blumaner, „ Fttrstenfeld bei A. Hchrückenfnx Ap. „ Gonobitz bei J. Pospiachil, Ap. „ Gras bei U. Stühlinger, Ap. ., Klagenfurt bei W. Tburnwald, Ap. in Leibnitz bei Othniar Uassheim, Ap. „ Marburg a. Drau bei W. A, König, Ap. „ Neuinarktl i. Steierm. bei Otto M&ly, Ap. „ Pettau bei Hugo Eliasch. Ap. „ Kott«nmann bei Franz Moro, Ap. „ Tarvia bei Job. Siegel. Ap. „ Villach bei Friedrieh Seholz, Ap. „ Weix bei C. Maly, Ap. * 12 Deutsch, Wacht 1885 Kundmachung. Behufs Abschliessung von Lieferungs-Verträgen für das öft'entliche > ninkonhaus in Cilli werden die P. T. Herren Gewerbetreibenden ersucht, über nachbezeichnete Artikel ihre diesbezüglichen Offerte für das Jahr 1886 bis 15. November 1885 an das landschaftliche Secretariat in Graz um so sicherer einzusenden, weil später einlangende Offerte nicht berücksichtigt werden. Der Minimalbedarf ist folgender: Rindfleisch ohne Zuwage 4800 Kilogramm, Kalbfleisch ohne Zuwage 1100 Kilogramm, Semmeln 00,000 Stück b 100 Gramm, Brot 25,000 Stflck ä 240 Gramm, Brot 360 Stück ä 1400 Gramm, Grobkohle 800 Metercentner. Die einzusendenden Offerte sind mit dem scalamässigen 50 kr.-Stempel zu versehen. Die Blauquets zu den Ofl'ertbedingnissen können bei der Krankenhaus-Verwaltung behoben und eingesehen werden. MenlM-Verwalt« Cilli, 740-1 am 24. Oktober 1885. Gasthaus „zum Mohren"* SQsser Pettauer Most........1 Liter "28 kr. Kirchstätter Most....................„ 24 „ Colloser 1884er....................» 24 „ Sauritscber 1879er.............,. 40 „ Ruther Tiroler......................- 48 „ Burgunder..........................» «W „ VontOgliche kalte und warme Küche. Achtungsvoll Anton Skoberne. Gasthaus „zur Sonne . Kirchstätter Most.........1 Liter 24 kr. Collo»er 1883er........... 32 „ Saiiritscher 1879er ......... » 40 „ 73(1-3 Achtungsvoll Anton Skoberne. Ein Ciavier. Wiener Fistgel. 6*/« Oetaven, «ehr stimmliältig, mit fehlerfreiem Stimmstock und fehlerfreiem Resonanzboden und moderner Form, ist um den billigen Frei» von 100 fl. zu verkanten. Anfrage Sehulgas»e Nr. 141, ebenerdig 730-3 werden auf mehrseitigen Wunsch und «war wöchentl. zweimal, vom 3. November d. J. angefangen, bei Frl. HaimrnhArlil. Theatergasse Nr. 56 gehalten und sind die Damen hiezn höflichst eingeladen. Honorar per Monat 2 fl. im Vorhinein erbeten. 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Prämie .100 000 M. 1 Gewinn ä 200.000 M. 2 Gewinnes 100.000 M. 1 Gewinn i illl.HOO M. 1 Gewinn ä 80 000 M. 2 Gewinnei 70.00# M, 1 Gewinn ä 60 000 M. 2 (iewinne a 30 000 M. 1 Gewinn a 30 (100 M. 5 Gewinne a 20 000 M. 3 Gewinne a 15.000M. 28 Gewinne a 10.000 M. 38 (iewinneii 5000 M 106 Gewinne ii 30- Cl. auf «0,A00 M. in d r 3» anf 70.000 M„ in der 4"* auf HO.OOO L in der 5>— auf UO.OOO M. in der ti1'* auf IOO.OOO in der 7'» auf 200.000 M . und mit der Prämie von IOO.OOO M. event ans 500.000 Mark. FQr die erste <•«>«*iiiiialrliuiis. weHr amtlich festgestellt, kostet das ganze Orininalloos nnr311.60 kr. ö.W. od. 6 M.. das Halbe Ori&itialloos nur l fl. 80 kr- ö.W. od. Z1. das Ylertel Orißnalloos nnr 90 tr.ö.W. od. I1/, I, und werden die», vom Staate garantirten Orisinal-Loose (keine verbotenen Promessen) mit Beifügung des Original-Planes, gegen frankirte Einsen-düng de» Betrage» oder gegen Pontvorschuss »elb.it nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. Jeder der Betheiligten erhält von mir nach stattgehabter Ziehungeofortdie amtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt Plan mit Staatswappen, woraus Einlagen und Vertheilung der («ewinne auf die 7 Classen ersichtlich, versende im Voraus gratis. Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengst r Verschiedenheit. AM" Jede Bestellung kann man einfach ans eine Posteineahlungskarte oder per re-comnuuidirten Brief machen. AM" Man wende sieh daher mit den Aufträgen der nahe bevorstenden Ziehung halber, sogleich, jedoch bis zum :iO. October <1. J- vertrauensvoll an 099-16 Samuel IVeekseher senr., Banquier und W. -isel-Comptoir in HAMBURG. Die Möbel-Niederlage Graz, Franzensplatz Nr. 1 und 2 __vlM-tk-vlN dem Landealhoalor, *96 empflehlt ihr grosses Lager ron eompletsn Sehlaf- und «peUealmMer-tiar«|turen aus Nuss- und Eichenhola_ Salon-Kästen. Credenaen mit und ohne Marmorplatten. Spiegeln, Karni essen. 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