Wi. 281. Freitag, 9. December 1892. 111. Jahrgang. ^«"'°"N/. ?l!» Pos«vcr,enb,,nn: ganMH'«« ft, l5. Halbjahr!« fl. 7 b<>, ^»«, »°mp!°,l,' "^nssi.'.,^ ^Wn ft. 55,,, ss.il t.!.- Zust.llnng in« Ho»« ganzjährig fl, l. - Inserti«««»tbüt: Für ^^ o!« z« 4 HrNen 25 lr., grtihere p!-r »illlc « lr,: b,! öfti-ir» Wisbfrhüliiilz.n per ^e!l, » tr. Dte «Latblichel Zeitung» e^cheim :ü«lt der Eonn< und Feieltaac. Die täglich vm, » b« ll Uhr vormittll,« — Unfranlierte Vrlef» werden n Nv^ ^ Wien, 6. December. N^ iil ^"lung ^.Z Einlaufcs wurde zur Tages-I°°^N«. ^llanqen. das ist die Besprechung der 'nd zuni Worte gemeldet die Abgeordneten: >. N, '^"'del. Trojan, Masaryk, Adamek, Kaizl, ^^bg^e Vieißler. ^". in ..^"b: Mir ist die Aufgabe zntheil gc-«cn,; '^r Angelegenheit die Debatte mit Be-«^ Vt?^^'^"' '" welchen ich nicht meine per-js. Mch! , ""gen, sondern die cuinlnuni« opinw Ü^e,lbF'" Anödruck bringe. Er brtol'te, dass die 3i ' aus ' '"' welche es'sich handle, für seine ^ lveap.^' Gründen voil hoher Bedeutung sei: ^""d l„! brs deutschen Charakters von Reichen-^^^^"n von dem Gesichtspunkte der Anto- nomie der Gemeinde. Die Antwort des Ministerpräsidenten reiche nicht zu einer meritorischen Behandlung der Angelegeuheit aus. Diese Antwort habe selbst betont, dass sie nur eine beschränkte Anzahl von Thatsachen mittheile; nicht wenige unter diefen Thatsachen müssen das Erstannen hervorrufen; für Reden Einzelner kann doch ein Colleginm nicht znr Verantwortung ge> zogen werden, zumal eine subjective Verfolgung unterblieben ist. Eine Reihe von Beanstä'nduugen fällt vor di.' Zeit, zu welcher Neichenberg durch den huldvollen Besuch Seiner Majestät beglückt wurde, dessen Gnade auch dem Bürgermeister ein sichtbares Zeichen hinterließ. Es widerspricht unserer Empfindung, Vorkommnisse hellte noch zu beanständen, welche durch diesen Gnadenact der amtlichen Erinncrnng für immer entrückt, ans derselben für immer ansgelöscht sein sollen. Unsere Partei stimmt nicht in allen Belangen des öffentlichen Lebens mit der Mehrheit des Neichenberger Stadtrathes überein; daraus erwächst aber für uns die doppelte Pflicht einer objectiven Prüfung, sobald auch wir aufgerufen sind, unser Urtheil auszusprechen. Wir können nun nicht zu jeder Maßregel des Colle-giums oder zu jedem Vorgange in Reicheuberg unsere Billigung aussprechcn. Wir haben die Regierung sowohl als den Anwalt Reichenbergs in der letzten Debatte gehört und es haben sich da allerhand Wider-sprüche ergeben, wohl aber müssen wir in dem Vorgehen der Negierung eine Gefahr für die Sicherheit der Autonomie von tausend und tausend von Gemeinden jeder Nationalität ohne Unterschied erblicken; selbst diejenigen, welche der Partei des Stadtrathcs von Reichenberg nicht angehören, werden sich sagen müssen, dass die alleräußerste und stärkste Maßregel des staatlichen Anfsichtsrechtes durch das Mitgetheilte noch nicht gerechtfertigt erscheint; der Staat hat eine Reihe von Mitteln sowohl in der allgemeinen Gesetzgebung wie in dem Stawte Reicheubergs selbst, um sein Ansehen zu schützen und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Mittel, von denen er anderen Gemeinden gegenüber fortgesetzt Gebrunch macht. Von diesen gelinderen Mitteln hat die Statthalterei keines in Anwendung gebracht. Die Beanständigungen treffen niemals den selbständigen Wirkungskreis, und doch war es gerade das Organ des selbständigen Wirkungskreises welches dnrch diese Maßregel auf das härteste getroffen wurde. Dadurch wird die Vermuthung wachgerufen dass es sich nicht bloß nm Mängel der ftoli- tischen Verwaltung, um Mängel der Verwaltung des übertragenen Wirkungskreises gehandelt habe. sondern dass seitens des Statthalters die Absicht bestand, auf das denkbar härteste die Autonomie und gleichzeitig Verwaltung zu treffen, welche nationale Angriffe und Uebergriffe mit großer Entschiedenheit abzuwehren gewohnt waren. Ja, die Vermuthung geht im ganzen Lande so weit, dass selbst persönliche Velleitäten der Sache nicht ganz ferne gestanden feien. Nachdem die Geschäftsordnung des Hauses eine Beschlussfassung am Ende der Debatte verbietet und ein selbständiger Antrag bei der Geftion des Hauses nur zu leicht einer Verschleppung der Angelegenheit gleichkäme, so werden wir im Rahmen der Debatte über das Ministerium des Innern einen Resolutionsantrag vorlegen, der wesentlich den Zweck hat, jene sichtlichen Lücken auszufüllen, welche die Antwort des Ministerpräsidenten ausweist. Abgeordneter Dr. Zucker bemerkte, er stehe unter dem mächtigen Eindruck einer bedeutenden Rede, die vor einigen Tagen von der rechten Seite gehalten wurde und in einen persönlichen Appell für die Deutschen ausklang. Für den heutigen Gegenstand und für die ganze Inscenierung passe aber keine friedfertige Stimmung. Die Atmosphäre des Hauses sei eine dumpfe. In der Sache selbst genüge es nicht, die Auflösnng der Reichenberger Stadtvertretung zu besprechen, sondern den Gründen nachzugehen. Die Interpellanons-Beant-wortung seitens des Ministerpräsidenten habe den Charakter aller Regierungsmaßregeln. Am Schlüsse wird von der Wahrung des deutschen Charakters von Reichenberg gesprochen, ein Compliment an die Linke, in dem übrigen Theile werden Bemerkungen verstreut, welche wieder die Rechte captivieren sollen; und so stehe die Erklärung trotz der Behauptung des Ministeriums, über den Parteien zu stehen, unter einer gewissen parteimäßigen Färbung. Diese Haltung des Vrr-mittelns zwischen rechts und links habe bisher die nöthigen Erfolge nicht gezeigt. Der Fall Reichenberg fei nicht vereinzelt, er müsse typisch genannt werden. Redner erinuert daran, dass vor kurzein zwei Gerichtsverhandlungen in Mähren stattfanden; vom Kieis-gericht in Olmütz wurden deutfche Excebenten, vom Landesgcricht in Brunn wurden böhmische Excedenten verurtheilt. Es sei bedenklich für die Sicherheit eines Staates, wenn die Mitbürger desselben je nach der Nationalität gegen einander so weit ansschreiten. Es müsse daher auf den Grund dieser Verhältnisse ein- Feuilleton. Eine», ""l" OiiusllMl. ""bergeschichte von Guy de Maupassant. ^ hir?"l ich Ihnen sage. dass man es nicht V^ch fan».''- ^ Erzählen Sie trotzdem!» Obiges "statt ^ "u Speisesaale eines Gasthauses in Bar-^,'Also ^. suhr fort: ">, benr,, ^ .hatten abends bei dem armen, jetzt V ^Nir "" »ssen. Er war der Tollste von li l?>n. ala,.l "" ""r i" Dreien, Soricnl, ich und Le <^t wa' 'ch, 'ch weiß aber nicht bestimmt, ob 'st ''"ler H ' >. ^ Hoitevin, der anch schon gestorben ' A°lrr. von dem noch lebenden talentvollen Land- ^>iU^sM', dass wir bei Sorieul gegessen g<>" Kar s,-?'": wir waren benebelt. Nur Le ^l, ?' aber ^'""' Sinnen, zwar ein wenig an-^Al UN rr^ ""' Wir waren znr Zeit noch '"'l kben Ei,^ l ' »ns eifrig in der an das Atelier ^»bl ! Niick,, ' ?"s dem Teppich liegend. Sorieul V.' 'prach ..'""! dem Nodeu, den Beinen auf dem ^,? Kais/, ^Schlachten, redete über die Unifor-^ c> '""n 3 "V^- Plötzlich erhob er sich und holte M "WMl'nsclMlll eine Husaren-Uniform, die ^"- A?'^ l" Poiteviu, sich als Grenadier zu ^ ^li v'chr sich widersetzte, sasötcn wir ihn U, ri,,, 's, '/"tlen ihn, nachdem wir ihn an- Uwsorn, von unermesslichem Umfang, in welcher er vollständig verschwand. Ich selbst kleidete mich als Kürassier Soricul ließ uns nun verschiedene schwierige Bewegungen ausführen, dann rief er ans: «Weil wir hente Abend alte Handegen sind, lasst nns anch als Haudegen trinken.. Es wurde ein Punsch an-gerichtet und ausgeschlürft. Dann spielte die Flamme Ulm zweitemnalc unter der mit Rum gefüllten Bowle, und wir sangen aus voller Kehle alte Lieder, Lieder, welche einstmals die Krieger der großen Armee brüllten. Plötzlich hieß Le Poitevin, der trotz alledem sich beinahe noch beherrschen konnte, uns schweigen; dann nach eiuiacn Secunden sagte er halblaut: ltlt!^H<.'i ^'.:^.l:^! «^ . '^81. 2458 8. DeclMl-crU^ gegangen werden. Schon der Name «geschlossenes Sprachgebiet» sei ein feindseliger Appell; es heiße eigentlich «verschlossenes Sprachgebiet», denn es werde das staatsgrundgesehlich gewährte Recht der Freizügigkeit in Frage gestellt, und zwar von derselben Partei, welche die Staatsgrundgesetze gegeben hat. Der Abgeordnete Dr. Engel sei als Badearzt nach Karlsbad gegangen. Da begann die Hetze in den deutschen Blättern, man möge ihn dort nicht dulden und ihn davonjagen. In Karlsbad sind an siebzig Badeärzte verschiedener Nationalitäten, und dass gerade ein böhmischer Arzt dort nicht geduldet werden soll, ist geradezu unqualificierbar. Es leben genug deutsche Aerzte in böhmischen Orten, welchen niemals in Ausübung ihrer humanen Thätigkeit Schwierigkeiten gemacht worden sind. Und was soll man zu der famosen Schwimm-schul-Affaire sagen? Die Gründe einer solchen Animosität gegen die böhmische Bevölkerung sind mit zwei Erscheinungen in Verbindung zn bringen: 1) mit dem gesteigerten Selbstgefühl des deutschen Volkes und 2) mit gewissen Erscheinungen, die im böhmischen Volke vorgegangen sind. Das gesteigerte Selbstgefühl des deutschen Volkes kann seit den Ereignissen der Jahre 1866 und 1870 nicht in Zweifel gezogen werden. Dasselbe hat sich auf Kosten der nichtdeutschen Nationen entwickelt. Coincident mit dieser Erscheinung geht aber ein Aufwachen und Aufflammen des böhmischen Nationalgefühls. Das mächtige Nationalgefühl drang auch in die weiteren Schichten der Bevölkerung, und jeder sucht seine Nationalität zur Geltung zu bringen. Daran waren eben die Deutschen in den böhmischen Städten von früher nicht gewohnt, und auf diese Weise kommt es zu Conflicten. Der Abglanz des Gegensatzes zwischen Slavismus und Germanenthum, der jetzt eine gewisse Gefahr für die Deutfchen hat, äußert seine reflexe Wirkung auch auf unsere Verhältnisse. Man fürchtet die slavische und französische Umarmung, und so wurde jene Abneigung auch auf die österreichischen Slaven übertragen. Die Besprechung der staatsrechtlichen Fragen gehöre nicht ins Parlament, weil im Parlamente nur reife Dinge abgethan werden sollen, nicht aber unreife. Es werde die Zeit kommen, wo die Deutschen zum Schutze der deutschen Nation das Staatsrecht in Böhmen suchen werden, ohne es zu finden. Allerdings habe sich Graf Taaffe noch mit aller Entschiedenheit gegen das böhmische Staatsrecht aus« gesprochen. Dies beweise aber nur, dass die böhmischen Abgeordneten es mit Necht vermieden, entweder auf einmal Vertrauen zu heucheln oder heldenhaft davonzulaufen. Die Böhmen wollten lieber mit den Deutscheil als ohne oder gegen sie das Staatsrecht durchführen, doch an ihren V.strcbungen werde die Haltung der Deutschen nichts ändern. Redner erinnerte an die vor kurzem gehaltene Rede des Abordneten Herold, die in einer Weise versöhnlich und entgegenkommend gewesen sei. wie es sich nur ein Mann von der Popularität des Dr. Herold erlauben könne. Möge diese Haltung bei den Gegnern gleiches Entgegenkommen finden! Wenn eine solche Annähernng zustand? käme, so würde der Anlass zn der in Rede stehenden Interpellation entfallen und damit auch die Interpellation selbst und die Debatte über dieselbe. Abgeordneter Prade wendete sich gegen die Rede des Abgeordneten Zucker, welche gar nicht «versöhnlich» geklungen habe. Graf Taaffe weise vor allem darauf hin, das Stadtverordneten-Collegium habe in einer i solchen Weise zu dem bekannten Erlasse des Justiz-, ministers Stellung genommen, dass die Publiciernng der Stellungnahme inhibiert werden musste. Redner verliest das Protokoll der betreffenden Sitzung des Collegiums, welches zeige, dass die Vorgänge ,m einem Verbote keinen Anlass gaben. Die in einer Einübe des Stadtverordneten-Collegiums enthaltene Bezeichnung des böhmischen Landtages als «Rumpfparlament» müsse nur als Constatierung einer Thatsache, nicht aber als eine Gesetzesübertretung angesehen werden. Auch die anderen zur Begründung der Auflösung aufführten Thatsachen seien nicht stichhältig. Es sei richüg, dass in einer Badeanstalt Tafeln mit d^r Inschrift hieua/n: «In dieser Badeanstalt darf nur deutsch gesprochen werden; Dawiderhandelnde werden ausgewiesen.» Da die Anstalt aber der Gemeinde als Privateigentum gehöre, hätten die Gendarmen nichts in derselben zu thun gehabt. Redner kommt sodann auf die Uniform- und Ordens-Affaire zu sprechen. Er weist darauf hin, dass! die Wien?r Polizei gleichfalls Pickelhauben trage, ferner Käppis nach französischem Muster, während die Reichen-berger Pickelhauben schwarz-gelb gehalten und nach sächsischem Muster gearbeitet seien. Die Uniform habe aber nicht deutschen, sondern den russischen Schnitt. Was die Ordens-Affaire anlange, so sei es nach dem ganzen Charakter und der Bescheidenheit des Bürgermeisters begreiflich, wenn er den Orden nicht getragen hat. Er hat den Orden nicht getragen, weil er glaubte, an Kaisers Geburtstag als Vertreter der Bürgerschaft und nicht als politischer Beamter zu erscheinen, und dass es sich da gezieme, im einfachen und schlichten Kleide zu erscheinen, weil er in die Kirche gehe, für seinen Kaiser zu beten. Der Redner kritisierte die Thätig« keit des Regiernngscommissärs und trat sodann für das autonome Recht der Gemeinden ein, ihre Amtssprache zu bestimmen. Abg. Trojan bemerkte, es sei für ihn peinlich, der es sich schon vor 45 Jahren zur Aufgabe gemacht habe, ein friedliches, freundfchaftliches Zusammenleben zwischen den beiden Volksstämmen zu befördern, in die gegenwärtige Debatte eingreifen zu muffen. Von einer Verständigung sei man jetzt weiter denn je entfernt. Redner klagte über die Verfolgungen, welchen die C^< chen ausgesetzt seien, und führte eine Reihe einzelner Fälle hiefür an. Die Verhandlung wurde fodann abgebrochen. Abg. Hofmann v. Wellenhof und Genossen interpellierten den Finanzminister wegen der baldigen Vorlage eines Gesetzentwurfes über Cartelle und Ringe, um der Vertheuerung allgemeiner Lebensbedürfnisfe, wu zum Beispiel Zncker u. s. w., entgegenzutreten, — Nächste Sitzung morgen. Politische Ueverftcht. (Kärnten.) Der vom Kärntner Landtage in der heurigen Frühjahrssession beschlossene Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung des Iagdkartengesetzes, hat die Sanction nicht erhalten. (Parlamentarisches.) Die Meldungen von Verhandlungen der Linken mit den Iungczechen wegen der Bildung eines vollständigen Zusammengehens sind unbegründet. Der Reichsrath soll am 8. Jänner wieder zusammentreten; die Landtage, welche das Budget nicht erledigt habrn, sollen nach Weihnachten zu einer luC Session zusammentreten. < ^ ^„ (Aus der Diplomatie.) Der Ka'l" ^V^ Legationsrath zweiter Kategorie Guido 3"^"" ck Nosenwrg von und zu Culmbach zum ^"^1 erster Kategorie, den Hunorar-Legationsratt, 6 v. Rosty zum Legationsrathe zweiter Kategorie m ^ Honorar - Legations - S^cretär Heinrich 3"'""/ A-Ritter zum Legations-Secrctär ernannt und " ^ sandtschaftö-Altach (Die Handelskammer inTroPP« ' absichtigt mit Rücksicht auf die vielen ^'^^ls' gegen die Consumvereine eine Eingabe an das k. l. >p ^^ Ministerium zu richten und hat sich an and-' ^ mern um Unterstützung in dieser Angeleg/ny ^ wendet. In der bezüglichen Eingabe wird das V^^ Ministerium ersucht, Maßnahmen zu t"'^'"' ^< die Consumvereine nur die Artikel des t"^,^^ darfes zu führen berechtigt sein sollen. d»e ^ ^ anderer Artikel, z. V. Delicatessen, Erzenem ^ Kleingewerbes u. s. w., soll ihnen "üzogen ' ,^ Ferner soll ihnen aufgetragen werden, die Gre^^ ,^< Wirkungskreises genau einznhalten und nur au Mitglieder Waren zu verabfolgen. -a hie ' (Ministerpräsident Weterle) '" ^ ziemlich friedfertige Stimmung der ungarischen ^ tion benutzen, um durch rasche Vorlage von ^< entwürfen Herr der Situation zu bleiben, /i)" ^< entwurf, betreffend die Recipierung der I^IH ^ ligion, ist vollständig fertiggestellt. Die ^"lG " lF treffend die Religionsfreiheit und die 3"". M'" Matrikelbücher, bedürfen nur mehr einer "wu dc« Revision; dieselben liegen schon im M"/>l" ^ l>'> Innern vor. Im Justizministerium wird lNM^el dem Gesetzentwnrf über die Civilehe 9"^"" . ^ Vorlage hofft man im Abgeordnetenhaus eu> . Majorität zu sichern. . ^nisteM (Frankreich) hat nun wieder em ^'"' ^ct«. Es besteht aus den Mitgliedern des vongcn ^ ^ mit Ausnahme Ricards, welcher das IuM«""''^ii" und Jules Roche's , welcher das Haudelsm" ,^ ^ innehatte. Ricard, welchem Eigenmächt'gkclt m ^ ordnung der Panama-Untersuchung volA'"^ ^, erhält den bisherigen Unterrichtsminister Aourg ^ Nachfolger. Letzterer wird durch Charles Dup"^e" durch den Abgeordneten Siegfried ersetzt. ^ -^ d^ Ministerpräsident Loubet le'hält das U""sA alF Innern, ebenso verbleiben die übrigen M'!"^. ' t z>l den genannten, in ihren Aemtern. Ribot ub"> ^ch dem Ministerium der auswärtigen Angelegene den Vorsitz im Ministerrathe. -, ) D^ (Frankreich und die «Matin, zufolge habe Ribot den Deputierten ^ ^ zum Haudelsminister gewählt, weil derscl^ ,^ll mäßigter Freihändler das Frankreich und der Schweiz, bei glcichz""^^ ">'° sichtignng der Empfindlichkeiten der SchuM" z V^ der Schweiz, vertreten würde. Das 'I^'.^tels ">' bats» rühmt die hohe Integrität des ^"l hr M bots und hofft, die Regierung werde nun festere, consequentere und'einheitlichere >""'. „ische" (Die Adressdebatte im 'tal'r ^ Parlamente.) Die itali""'s^- Kannner ^^ dieser Vorschlag mir sehr natürlich vorkam. Le Poitevin wurde mit der Vertheidigung beauftragt, während ich die öffentliche Anklage vertreten sollte. Er wurde mit allen gegen eine Stimme, die seines Vertheidigers, zum Tode verurtheilt. «Vertraue dich diesem Herrn an, deine letzte Stunde hat geschlagen.» Bestürzt fieng der Lump an zu schreien: «Zu Hilfe!» und zwar so laut, dass wir gezwungen waren, ihm einen Pfropfen in den Mund zu stecken, um die Nach-baru nicht zn wecken. Dann warf er sich zur Erde, strampelnd und sich krümmend, die Möbel umherwerfend, die Leinwand zerreißend. Endlich schrie Sorieul ungeduldig: «Lasst uns aufhören!» und da er den Un« glücklichen auf dem Boden ausgestreckt sah. spannte er den Hahn seiner Pistole. Der Kerl stieß ein leises Geheul aus. Hiedurch ermuntert, drückte er los. mein Gewehr, welches mit einem Feuerstein versehen war, ließ einen Funken schießen, worüber ich mich jehr wunderte. Dann sagte La Poitevin feierlich: «Haben wir wohl das Recht, diesen Mann zu todten?» Der darob sehr verwunderte Sorieul antwortete: «Natürlich, weil wir ihn zum Tode verurtheilt haben.» Aber La Poitevin erwiderte: «Man erschießt doch keine Civilisten, man muss ihn dem Gerichte überliefern. Lassen wir ihn zur Wache bringen.» Der Beweisgrund kam uns triftig vor Man nahm den Mann ans. und da er nicht gehen konnte, wurde er auf ein Brett eines Modelltisches gelegt, stark befestigt und ich trug ihn mit Le Poitevin, während Sorieul. bis an die Zähne bewaffnet, den Zug schloss. Vor der Wache hielt uns der Posten an. Der Commandant der Wache, welcher gerufen wurde, erkannte uns und da er jeden Tag Zeuge war von unseren Thorheiten, unseren Ungehörigteiten. von unseren tollen Streichen, begnügte er sich zu lachen und weigerte sich, nns den Gefangenen abzunehmen. Sorienl bestand darauf, der Soldat forderte uns jedoch auf. nach Haufe zu gehen, ohne Lärm zn machen. Der Zug setzte sich nun wieder in Bewegung nnd kehrte in das Atelier zurück. Ich fragte: «Was wollen wir jetzt mit dem Dieb anfangen?» Le Poitevin, zärtlich geworden, betheuerte, dass der Mann sehr müde sein müsse. In der That. er sah aus, wie jemand, der mit dem Tode ringt, gefesselt, mit einem Pfropfen im Munde und auf ein Brett gebnnden, wie er war. Auch ich wurde von einem heftigen Mitleid befangen, von einem Säufermitleid, und indem ich den Pfropfen entfernte, fragte ich ihn: «Nun. armer Alter, wie geht es?» Er seufzte: «Ich habe genug davon, zum Donnerwetter!» Auch Sorieul wurde zärtlich. Er befreite ihn von allen Fesseln, hieß ihn sitzen, stützte ihn, und um ihn zu stärken, fiengen wir schnell an. einen neuen Punsch zu brauen. Der Dieb. der ruhig in seinem Sessel saß, betrachtete uns. Als der Trunk fertig war, gaben wir ihm ein Glas und tranken uns gegenseitig zu. Der Gefangene trank wie ein ganzes Regiment. Als es jedoch zu tagen anfieng. erhob er sich nnd sagte sehr ruhig: «Ich werde gezwungen sein, Sie zu verlassen, denn ich mnss nach Hause.» Wir waren trostlos ; man wollte ihn noch behalten, aber er verweigerte es, noch länger zu bleiben. Dann schüttelte man sich die Hand, und Soricul leuchtete ihm mit der Kerze auf dem Corridor, indem er ihm zurief: «Nehmen Sie sich in acht, wenn Sie durch den Thorweg gehen!» Lüftchen und Kosenblatl. Vun Ncnitzlh Vajza. (Fortschung.) Aitz' Ein Ansschlag der Lidern, und weuH „>'d'" strahl traf, war gefangen, bestrickt. u"naai ^,' Wonne erstorbcn. An diesem Abende spl"" feller mit Hermias. Ottnst^ l,c Die Oper nahte ihrem Ende. der " ^ 5>1 reitete sich eben znm Schlussacte "", " Ol< seiner Garderobe sich öffnete, bei derselbe" "^ßy Mädchen hereinhuschte und Hernnas "n ^ entgegenhielt. ,.,„ zu, ' «Sie schickt es dir,» raunte s« '^ ^ Herzogin Cleopatra.» . M h" heil Sie warf es ihm in den Schoß u"° <s welcher seine schmiegsame Gestalt, "^s. )" ^c Wimpern beschatteten Augen, se"' '"fA W^' hcl Haar zurückstrahlte, und eilte da'M «M ^. M ^ letzten Scene, indes die Herzogin. a"^ '"s^tt" Loge vorgebengt, das «Jawort» von ^ ablauschte. . ^lt ^3^ Hermias antwortete. Cleopatra u^ »!'„.. Liebesduett, ihr das Geständnis, o e ^B " ^ Verzückung, welche der Künstler m d" ^s^n' darzustellen hatte. Unter brausendem v", der Vorhang nieder... ^bochl? Zfiwm Nr. 281 2459 9 Drl-emdsr ^'^) ^^ Adresse, mit welcher die Thronrede beant-l°lte s. . c," ^^' I" der hierüber gepflogenen De-°"ken N ^' ^"rzilai, man müsse die Frage der ^rle 3l ^ ^" jener der Armee trennen. Eine 6lGn?"' salbst wenn sie zu den wirtschaftlichen sch/'? Landes in keinem richtigen Verhältnisse ^rlia^ m^> Befolgung einer unabhängigen au2-^^^üik, wie sie gewünscht wird, erleichtern, ^urf n > M des Berichterstatters wurde der Adress-^ N,,^ I 3^kl Majorität angenommen und hierauf "UMdebatte begouueu. ^"^.^age in Armenien.) Die «Daily 3ulta,,/'eldet aus Coustantinopel: Auf Befehl des 5zig m,, ^ben sich die Staatsräthe Baki Bey und killen n? Kommissäre nach Armenien, um die Men "^!""de zu prüfen und darüber Bericht zu bAen 's, ^chaster Englands und Russlands ^lnissi Befriedigung über die Ernennung der ^W^ kutschen Reichstage) wird Ver-^un ^"^lge angenommen, dass die erste ^lllsik ^'lltärvorlage. die heute beginnen soll, viel ^deals Zk" in Anspruch nehmen wird. Darüber t°ge s.^ °5 ^- December herankununen. An diesem l^n >. " ^^ Weihnachtsferien beginnen, ^'erm^ . l griechischen Kammer) legte die Meru'^ ?'"' Gesetzentwurf vor, betreffend Ab-K do^ " des Zolltarifes und der Landungsgebüren l^^uslallde kommende Schiffe. Tagesneuigleiten. '^aws..?^"t der Kaiser haben, wie die ?l ilnsck.tt Hcituilg» meldet, der Gemeinde Ebenthal MeihMllng von Lüschrecmisiteu für die freiwillige " ^" fl- zu spenden geruht. ^^'e Neise der Kaiserin.) Wie aus ''tin /"eldet wird, ist Ihre Majestät die Kai-?Rvni""' °" Nacht «Miramare» am 6. d. M. dort ^ »enn' ^°" "nem officiellen Empfange wurde Al>-^ °mmen, da die Reise im strengsten Incognito ^t^/Weltreise des Erzherzogs Franz ? Herrn ") Wie bestimmt wurde, erfolgt die Abreise ^°l°l.f, Herzogs von Wien am 14. d. M. mittelst lallen. 2^ ^" Südbahn nach Trieft. Der Torpedo->tlich"ler «Kaiserin Elisabeth», an dessen Bord be-?^°ch!" ^zherzog die Weltreise macht, wird am ^ R» c ^ ^- M. um Mitternacht den Hafen von ^ Nur'"'' ^le es heißt, wird der Erzherzog in ^lih emen mehrstündigen Aufenthalt nehmen und "ltidil. '" ^'t an Äord der «Elisabeth, die Spitzen ^ ^ ^"Nd Militärbehörden empfangen, worauf so- ^"loitd t ^"" Suezcanal nach Aden angetreten !?>ht^e neuen Münzen.) Die Regierung hat » llU«? ^ Probemünzen für die Zwei-Hcllerstücke. ^siiicle . °"^ hergestellt werden, sowie für die gehn« ^ "^ dm, ^ °us Nickel erzeugt werden, approbiert, . ^'"scheidung über das Zehn-Kronenstück aus besteht. Die lstüse /m"ä"l Zwanzig-Kronenstückc (Gold). Zwanzig-h> ^ sw ^) "nd Ein-Kronenstückc (Silber). ^rHustapha ^eg Fadil Pasii f) Der ^>^^wn Sarajevo, Mustapha Veg Fadil Pasic, ist vorgestern, während er der Sitzung des Gemeinderathes von Sarajevo präsidierte, plötzlich infolge eines Hcrzschlages gestorben. Er war einer der wohlhabendsten Grundbesitzer von Bosnien und bekleidete die Stelle eines Bürgermeisters von Sarajevo bereits durch eine längere Reihe von Jahren. — (Raubmord an einem Priester.) Aus Venedig wird telegraphiert: In Roseto bei Lucera wurde der 73jahrige Weltpriester Donato Canobianco, ein sehr reicher Mann, welcher allein in einem großen Palais wohnte, mittelst Strickes erdrosselt aufgefunden. Aus der Casse fehlten 25.000 Lire bar und Rententitres für 200,000 Lire. Ein entlassener Arbeiter wurde als des Mordes verdächtig verhaftet. — (Eine gesunde Stadt) ist das freundliche Friesach in Kärnten. Im ganzen Bezirke dieser Stadt mit etwa 4000 Seelen ist laut gemeindeamtlichen Ausweises seit 16. October bis 3. December, d. i. durch 48 Tage, weder priuat noch in den dortigen Spitälern oder Versorgungshäusern ein Sterbefall vorgekommeu. — (Werner Siemens), einer der bedeutendsten Elektrotechniker, ist vorgestern in Berlin gestorben. Eine Reihe von Erfindungen verdankt die Elektrotechnik diesem genialen Kopse; die bedeutungsvollste dürste die Erfindung der dynamo-elcltrischen Maschine sein, deren Theorie er in der Berliner Akademie der Wissenschaften am 17ten Jänner 1867 entwickelte. — (Brand in einem Armenhaus e.) Im Armcnhause der Gemeinde Lmnpis in Finnland ist Feuer ausgebrochcu. Die Abtheilung für Geisteskranke wurde durch den Brand zerstört, wobei von den neun Pfleglingen derselben sieben den Tod fanden. — (Deutlich.) Wirt: «Mein Wein scheint Ihnen nicht zu munden; war vielleicht die Flasche nicht luftdicht verschlossen?» — Gast: «Das schon, aber nicht wasserdicht!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus dem Reichsrathe.) In der vorgestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses legte die Regierung den Gesehentwurf vor, betreffend die Verfügungen anlässlich der Convertierung der galizischen Gr»nd-entlastungsschuld. In fortgesetzter Debatte über die Beantwortung der Interpellationen betreffs Reichenberg sprachen die Abg. Bendel, Masaryl, Vasall), Morre und Lueger, womit die Debatte abgeschlossen ist. Die nächste Sitzung findet heute statt. * (Slove nischer Lehrerverein.) Die vor« gestern abends in Hafners «Bierhalle» abgehaltene Monatsuersammlung des hierortigen slowenischen Lehrervereines war von zahlreiche» Mitgliedern und Gästen, unter denen sich mehrere Damen befanden, besucht. Zunächst hielt Herr Professor und Bezirksschulinspector Levcc den angekündigten Vortrag über den Erlass des k. l. Landesschulrathes für Krain vom 27. April 1892, mit welchem normiert wurde, dass künftighin in Krain für Schulbauten nicht mehr die Schulgcmeinden (Schulsprengel), sondern die eingeschulte Ortsgcmeinde und im Falle der Einschulung mehrerer Ortsgemeinden die Gesammtheit der zu einer Schule ganz oder theilweise eingeschulten Ortsgemeindcn ausznlommen habe, dass demnach die Bestreitung des Schulauswandes nicht mehr, wie bisher, auf die eingeschulten Insassen repartiert werden dürfe, sondern dass die unbedeckten Schulauslagen aus die eingeschulten Ortsgemeinden nach Maßgabe ihrer ganzen oder partiellen Einschulung, das ist nach dem Verhältnisse der Steuerleistung ihrer eingeschulten Theile, aufgetheilt werden müssen. Der Vortragende besprach in ausführlicher Weise die alte und dle neue Praxis bei Schulbauten, beleuchtete seinen Vortrag durch zahlreiche Beispiele der thatsächlich bestehenden Verhältnisse, erklärte, dass infolge der neuen Praxis die Schulauslagen auf einer breiteren, gerechteren Basis ausgetheilt, daher den Steuerträgern minder empfindlich fallen werden und dass kleine Echul-sprengel, die jeyt kaum in dreißig Jahren den nöthigen Schulbaufond ausbringen konnten, nun schon in sechs bis acht Jahren zu einem neuen Schulhause kommen dürsten. Da dieser Erlass des k. k. Landesschulralhes, beziehungsweise des t. l. Ministeriums, geeignet ist, die Entwicklung des Schulwesens in Krain nach seiner materiellen Seite kräftigst zu fördern, habe die Lehrerschaft allen Grund, denselben mit großer Freude zu begrüßen. Herr Lehrer Alois Kcel besprach sodann in einem launigen und witzigen Vortrage die Liebe zum Lehrerberufe, indem er schließlich seine Fachgenossen zn wahrer Collegialität, mannhafter Wahrung der Standcsehre und unausgesetzter Fortbildung aufforderte. Hierauf wurden vom Oberlehrer und k, k. Bezirlsschulinspector Herrn Andreas Zumer die neuesten Lehrmittel für den Anschauungsunterricht von Karl Iansky vorgewiesen und ausführlich besprochen. Diese Lehrmittel fanden wegen ihrer Anschaulichkeit, Lebcnswahrheit und gelungener Ausführung sowie wegen ihrer Billigkeit den allgemeinen Beifall der Versammelten. Zum Schlüsse widmete Herr Professor Levec dem kürzlich in Graz verstorbenen hochverdienten österreichischen Schulmanne Franz Ritter von Mocnik einen warmen Nachruf, der mit großem Beifalle aufgenommen wurde. — (DieEinberufung der Eonventions-Eilber münzen.) Die «Wiener Zeitung» publiciert neuerlich die Kundmachung des Finanzministeriums vom 8. August 1892, betreffend die Einberufung der nach dem Conventionsmünzsuße ausgeprägten inländischen Silbermünzen. Es wird neuerlich in Erinnerung gebracht, dass die inländischen Conventions-Silbermünzen mit dem 31. December 1892 als letztem Termine einberufen wurden und dass dieselben bis dahin von allen k. k. llassen und Aemtern bei allen Zahlungen und Verwechslungen angenommen werden. Nach Ablauf des oben bezeichneten Termines werden diese Münzen sowie die Stücke zu sechs Kreuzer Conventionsmünze bei den k. k. Cassen und Aemtern weder im Nennwerte noch gegen Vergütung des Materialwertes angenommen; auch findet bei den k. k. Gold- und Silbereinlösungsämtern nach dieser Zeit keinerlei Einlösung derselben mehr statt. — (Jubelfeier in Cilli.) Aus Cilli wird uns unterm Vorgestrigen gemeldet: Im festlich decorierten Gemeinderathssaale fand heute um 11 Uhr vormittags in Form einer außerordentlichen G?meindcrathssitzung die Feier der 25jährigen Selbständigkeit der Stadtgemeinde Cilli statt. Die Festrede hielt Herr Bürgermeister Doctor Neckermann. Sein Antrag, an Se. Majestät den Kaiser in telegraphischem Wege den Dank der Stadtgemeinde für die seinerzeitige segensreiche Gewährung des eigenen Gemeindestatutes zu senden, wurde mit brausendem Beifalle aufgenommen. Vicebürgcrmeister Gustav Stiger überreichte sodann an Dr. Neckermann das prachtvolle Ehrenbürgerdiplom, wofür letzterer bewegt dankte. Die Spitzen der Behörden und ein zahlreiches Publicum wohnten dem feierlichen Acte bei. Abends fand ein Fackelzug statt. — (Paul Schemerl f) Unter außerordentlich zahlreicher Betheiligung wurde vorgestorn nachmittags Paul Schemerl, der älteste Sohn des Herrn Hofrathes Schemerl, zu Grabe getragen. An dem Leichenzuge, an dem sich die Elite' unserer Gesellschaft bethciligte, nahmen auch die Schüler des Obergymnasiums theil. Man sah es den Studenten, welche dem Sarge folgten, an, mit wie schwerem Herzen sie dem noch vor kurzem in ihrer Mitte weilenden Kameraden das letzte Ehrengeleite gaben. Und mit Recht bekränzte die Studentenschaft seinen Sarg mit Blumen und beklagt den allzufrühen Hingang ihres Mitschülers! Mit Recht beklagen auch die Professoren den Tod ihres hoffnungsvollen Schillers. Paul Schcmerl war einer der begabtesten Jünglinge an unserem Gynnafium. Er war ein ausgezeichneter Philolog, ein so gründlicher Kenner der classischen Sprachen, wie es nur wenige in seinem Alter gibt. Alle seine reichen Kenntnisse hat er sich ohne fremde Beihilfe durch rastlosen Fleiß und unermüdliches Streben erworben. Dabei war er bescheiden in seinem Auftreten und stets liebevoll gegen seine Kameraden. Er ruhe in Frieden! — (Slovenisches Theater.) Der vorgestrigen Aufführung der bekannten Operette «Mesecnica» gieng ein einactiges aus dem Böhmischen übersetztes Lustspiel «Starinarica» voran. Das Stück gehört zu jenen geist' und witzlosen Nü'hnenproducten, die den Zuschauer völlig kalt lassen, weil sie eben den Darstellern nicht die geringste Gelegenheit zur Entfaltung ihrer Kräfte bietrn; daher wollen wir uns einer weiteren Meinungsäußerung lieber enthalten. Das Theater war sehr schwach besucht. — Samstag wird zum erstenmale Ipavec' Spiclover «^clim^ki r»Ic,miöi» gegeben werden. Nach dem regru Interesse, welches das Publicum dieser Novität emgrgen-bringt, zu urtheilen, wird dieselbe sicherlich vor einem ausverkausteu Hause in Scene gehen. ^- ^. wartete unter den Palmen ihres Herz-k^z s. .schüchterne Schein des wolkenumhülltcn ^'""fte die Loggien mit langen düsteren ^itt^^lug Mitternacht; ein, zwei, drei Uhr (>u l,^. ^ tagte noch nicht, der Hunmel i > in ^"""t, umdüstert; und finster und düster H Liebsi "hb Innerem. Noch immer wartete ste ^ >stanm"' ^ Kopf ruhte auf einem dicken N^dez3' ^ Auge hicng träumend an cmem ^ wa,- ,"'°'"ents, welcher reiner, weißer, durch-^ d°s1. °'s °lle anderes le^ zersi .^e Sonne, dachte sie, Gram im Herzen. Ü" heit r 5? Gemüth brachte der nahende Morgen T.^de «<" ^nnenschein. I" veilchenblauen Farben l^glimn.","' strömten von dem im zweifelhaften l?>5Kn Punkte aus, und ihm gegenüber V der H"bkreise, von weißen Perlenstrahlen um-^n u"k 'd. Ein bläulicher Dunst entstieg dem ^^N l,^.U"chtete dem Meere zu. !„l> waH "^ Läuten rüttelte sie ans ihren Träu- V °nf ,'??"" "rrnahm sie hastige Schritte. S,e V ^n mi/ cc^'" Kommenden entgegen und cm-er sie h "'fenen Armen, ihn, von' dem sie ahnte, dickte^"lsen Neapel,, sprach Hermias zn ihr !">> l l Wilt "" sein Herz. lht ,"!e Atett^' ?°ss er nur Sarah liebe, und jetzt, b Nbr befriedigt fchien, flog er zurück zu ^"ng u,ch Reue beschlichen sein Herz. SaM^fänd mit der ihrer Raffe eigenthümlichen feinen Beobachtungsgabe das Wahre heraus «Wenn er mich betrog, todte ich chn,» dachte ste leidenschaftslos, «und sterbe mit chm, weil ich ohne ihn nickt zu leben vermag.» Der kommende Tag verlief ungetrübt, nichts störte ilir Glück. Hermias spielte nicht und verbrachte vierund-manua Stunden zu Sarahs Füßen. Er begegnete ihr oll HrMkeit, wie sie nur die erdrückeude Wucht ^ies Mechteu Gewissens erzeugen kann, uuo Sarah e an wei^ °b ihr Erdacht auch begründet war Sie kannte eben noch nicht den Mann m semem Doppelspiele, wie er d,e eine liebt und stch von der im Apollo-Theater wieder eine Vorstellung gegeben und Hermias hatte im «Fi- ^!^ " Sarah, weil er sich olme sie schwach M)lte angesichts des bunten Schmet- .Äi^s bö e die Vorstellung an oder erwarte mich n de? Garde obe. Gestählt und rnhig kann ich mich ,r in d w" Gegenwart fühlen. Weshalb follst du ^ ? "», i„ wr Nacht langweilen?» b'1 Die Vacht ist ",ir ein tranter, alter Freund,- ^lmnrtete Sarah, den wahren Sachverhalt ahnend; ihr Herz ob ihres Liebsten ^ Ä,7 nd Lander.,. «Wir verkehrten gar viel mit-^n.n Ä iclnväru>te uud träumte und sie nmgab mich ^/?l^r Numnen Stille, lind Neapels Nacht, finden Mt "s Jen auf dem weiten Erdenrunde.. Nlll)! !yl u (Fortschullg folgt.) Laibacher Zeilnng «r 281 2460 9 DeccmbcrM^ * (KrainischerLehrerverein.) In der am vergangenen Mittwoch stattgehabten Monatsversammlung dieses Vereines besprach der Vereinsobmann Herr Oberlehrer I.B end a die «Normalwörtermethode im ersten Leseunterricht'. Seine aus der Praxis geschöpften Dar« legungen bezogen sich zunächst auf die dem eigentlichen Leseunterricht vorausgehenden Vorübungen, welche sich auf das Nachahmen und Heraushören der Laute sowie auf die Nachbildung der Schristelemente erstrecken. Daran reihte sich die Darstellung des unter dem Namen Normalwörtermethode bekannten analytisch-synthetischen Verfahrens; besonders interessant war die psychologische Begründung desselben. Durch stete Vergleichung mit der üblichen, rein synthetischen Schreiblesemethode ergaben sich von selbst die beträchtlichen Vortheile des obigen Verfahrens. Zum Schlüsse beurtheilte der Vortragende die behördlich approbierten Fibeln hinsichtlich ihrer Eignung für diese Art des Leseunterrichtes und schloss mit der Bemerkung, dass die Befolgung der Normalwörtermethode keine andere Voraussetzung habe. als einen regelmäßigen Schulbesuch. Herr Landesschulmspector Josef Sum an sowie Herr Nealschuldirector Rudolf Iunowicz beehrten für die Dauer des Vortrages die Versammlung mit ihrem Besuche; auch Herr Vezirksschulinspector Julius Wallner war anwesend. In seinen Mittheilungen berichtete der Vereinsobmann über die Ausführung der Beschlüsse der letzten Versammlung, über die Vermählung eines Vereinsmitgliedes, über die letzte Ausschusssitzung und über eine empfehlenswerte Schrift von Dr. Konrad Ganzenmüller: «Erklärung geographischer Namen nebst Anleitung zur richtigen Aussprache.» Herr Professor A. Sololl erwarb sich den Dank der Versammlung durch den künstlerischen Vortrag mehrerer classischer Musikstücke auf dem freundlichst zur Verfügung gestellten Bösendorfer Flügel des deutschen Turnvereines. * (Casino-Vereinsabend.) Die Lichtgeftalt der Freude winlt zur Theilnahme an geselligen Vergnü« gungen, die in reicher, verlockender Auswahl in der kurzen Carnevalszeit bevorstehen. Fürwahr, die Zahl der Saisongenüsse, so Theater, Concerte, Soireen, Vereinsabende, Eislaufen und das von der Jugend am heißesten ersehnte Tanzvergnügen bieten, hat eine Höhe erreicht, zu deren Bewältigung nicht nur Muth und Ausdauer, sondern auch eben das warme, empfängliche Herz der Jugend gehört. Als willommener Vorbote jener anregenden Ver^ anstaltungen, die aus der vergangenen Saifon in an» genehmster Erinnerung geblieben, wurde der vorgestern abgehaltene erste Casino-Vereinsabend von den in großer Zahl erschienenen Mitgliedern begrüßt. Das kurze Pro« gramm bestand aus drei Nummern, als deren etste in sinniger Weise ein Vortrag über Frauen, von poetischer Begeisterung durchzittert, von einem Herrn aus der Gesellschaft formfchön vorgebracht, selbstredend die wärmste Zustimmung seitens der männlichen Zuhörer und auch von schöner Seite keinen Widerspruch erfuhr. Die Wiedergabe einer Violincomposition von Keler Be'la überraschte das Publicum durch die reine Intonation sowie den weichen, vollen Ton auf das angenehmste, indes die Schlussnummer einer jungen Dame reiche Gelegenheit bot, ein achtungswertes Recitationstalent in der Auffassung des bekannten Solovortrages «Eine Scene» zu beweisen, wobei die liebenswürdige Uebernahme dieser Piöce knapp vor der Aufführung besonders anerkannt werden muss. Es ist uns nicht bekannt, wie lange das nun folgende Tanzvergnügen währte — wir vermuthen jedoch, dass es bei der bewährten Ausdauer der hiebei Betheiligten kein zu rasches Ende fand. ^. — (Allgemeiner Grazer Selb st HilfsVerein), der auch in unserer Stadt viele Mitglieder hat, eröffnet mit Schluss des Jahres 1892 die Liquidierung der sechsten Section. Ende November betrug die Zahl der Mitglieder dieser gemeinnützigen Institution, welche sich in der zehnjährigen Periode vollkommen bewährt hat, 1900 Mitglieder mit 5700 Antheilen. Die Geschäftsantheile betrugen 343,631 fl,. der Reservefond 15.470 st. 80 kr., die Spareinlagen 342.043 fl. 69 kr,, die Anlehen21.888fl. 39 kr., der Casscstand 20.012 fl. 31 kr. und die ausstehenden Credite gegen Schuldscheine 695.640 fl. 33 kr. Dieses Institut ist für jeden Eigenberechtigten zugänglich und gibt insbesondere dem kleinen Handels- und Gewerbs-manne, dem Beamten, Officier, überhaupt dem Mittelstande die beste Gelegenheit, sich zu rangieren, die Mittel zur Erweiterung ihres Geschäftsbetriebes, zur Besorgung billiger Einkäufe von Materialien, Rohstoff, Werkzeugen und Maschinen u. s. w., zu beschaffen den Staatsbeamten z. B. zur leichtesten Anschaffung der Uniformierung. Die Thätigkeit dieses Vereines, dessen Inslebentreten auch in Laibach geplant wird, erstreckt sich derzeit beinahe auf ganz Oesterreich und hatte bisher keine Verluste zu be-llagcn. —1<. -(Habt acht auf die Kleinen.) Am 30. November vormittags gieng die vierjährige Tochter Maria der Besitzerin Margareth Wols von Saderz, Gemeinde Tscheftlach, in einem unbewachten Momente, als sich deren Mutter und die mit Sechteln der Wäsche beschäftigte Maria Stalzer aus dem Hause entfernten, aus dem Zimmer in das Vorhaus und kam dort wahrscheinlich dem unter dcm Waschlrssel angemachten starten Feuer zu nahe, so dass die Kleider derselben Feuer ficngen. Das Mädchen erlitt derartige Brandwunden, dass es nach wenigen Stunden den Geist aufgab. — i'. * (Deutsches Theater.) Die vierte Aufführung der Operette «Das Sonntagskind» fand gestern ein sehr gut besuchtes Haus und animiertes Publicum. Heute geht zum erstenmale die Novität «Die Uhlancn», Operette von Weinberger in Scene, die infolge ihres lustigen, guten Sujets, wie nicht minder ihrer melodiereichen Musik halber in Wien und anderorts mit durchgreifendem Erfolge gegeben wurde und daher auch in Laibach ihre volle Schuldigkeit thun wird. ^. — (Deutscher und österreichischer Alpen-verein.) Die Section «Kram» dieses Vereines hält morgen abends um 8 Uhr im Salon des Hotels «Stadt Wien» einen Vortragsabend ab. Nach den Mittheilungen des Vorsitzenden wird Herr M. Topolanski über «Das Wasser» sprechen. Gäste sind willkommen. — (Todesfall.) Am 5. d. M. ist in Lobositz Herr Anton Tschinkel sen., der älteste Sohn August Tschinkels, des Begründers der Cichorientaffee-Fabrication in Oesterreich und lange Jahre Chef der Firma August Tschinkels Söhne, im Alter von 81 Jahren gestorben. — (Eine neue Ei sen ba h n brü ckc.) Die hölzerne Südbahnbrücke über die Mur bei Lcobcn wurde vorgestern durch eine neue Eisenbahnbrücke ersetzt. Der Einschub vollzog sich exact in anderthalb Stunden, ohne dass eine Verkehrsunterbrechung nothwendig geworden wäre. — (Personalnachricht.) Seine Excellenz der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr. Mifsia ist vorgestern abends von den Bischofsconferenzen in Wicn wieder in Laibach eingetroffen. — («Matica Slovenska») Der literarische Verein «Matica Slovenska» hält am 17. d. M. nachmittags 5 Uhr im Vereinshause seine 92. Ausschussversammlung ab. Neueste Post^ Original-Telegramme der Laibacher Zeitung, Wien, 7. December. Erzherzog Franz Ferdinand d'Este ist unwohl und muss das Zimmer hüten. Der Erzherzog wird von Professor Mosettig behandelt. Die Krankheil ist ganz ungefährlich und besteht in einer leichten Anschwellung am Halse. Wien, 8. December. Der Thronfolger von Ru« niänien ist heute abends ans Budapest hier eingetroffen nnd reiste sogleich nach Sigmaringen weiter. — Das Präsidium des Vereines zur Abwehr des Antisemitismus überreichte heute dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses eine Petition um Hintauhaltung antisemitischer Ausschreitungen im Abgeordnetenhause. Präsident Dr. Smolka bedauerte das Benehmen der Antisemiten im Abgeordnetenhaus^ und erklärte, die derzeitige Geschäftsordnung biete dein Präsidenten leider nicht die Machtvollkommenheit, um mit größerer Strenge einzuschreiten. Paris, 8. December. Die Monarchisten werden nächsten Monat im Wagram-Saale unter dem Vorsitze Kellers ein großes Meeting abhalten, um gegen die Enthüllungen in der Panama-Angelea/nheit zu protestieren. Paris, 8. December. In der Kammer wurde heute die ministerielle Declaration verlesen. Dieselbe erklärt, das Cabinet sei entschlossen, die von d.'r Kammer gebilligte innere und äußere Politik fortzuführen. In der Be« rathung der Interpellation Hnbbards, unter welchen Bedingungen die Regierung gesonnen sei, der parlamentarischen Untersuchungs-Commission ihren Beistand zu gewähren, nahm die Kammer mit AON gegen l()4 Stimmen eine Tagesordnung an, worin der Regierung das Vertrauen ausgesprochen wird. Madrid, 8. December. Ministerpräsident Canovas del Castillo hat sich ins königliche Palais begeben, um der Königin-Regentin die Demission des Gesammt-cabinets zu überreichen. Man erwartet die Berufung eines Ministeriums Sagasta. Budapest, 8. December. Neuerliche Schneestürme sind in Budapest, Gran, Kaschan und Temesvar vorgekommen. Vielfach werden Verkehrsstörungen bei den Eisenbahnen angemeldet, da die Züge im Schnee stecken bleiben. Auf der Landstraße liegt mannshoher Schnee. London, 8. December. Den «Times» zufolge habe der chinesische Beamte in Kaschgar erklärt, die Sicherung China's erheische die Besitzergreifung des Alitschnr-Pamir. Philadelphia, 7. December. Das großartige Gebäude, in welchem sich die Redaction und die Druckerei des «Philadelphia Ledger» befinden, ist total niedergebrannt. Petersburg, 8. December. Aus Kiev verlautet, dass die Behörden eine neue revolutionäre Verbindung auf spürten. Unter den Mitgliedern befänden sich Studenten und Officiere. Aunst und Aiteratnr. — («Auf Schneeschuhe ».>) Unler dich',» Tttcl ist ein Handbuch für Forstleute, Jäger imd Touristen au-; der Feder des Oberförsters E. H. Schollmayer soeben erschienen, I„ llarer und auzichcnder Form schildert der Verfasser den neuesten Sport, das Laufe» mit Schneeschuhen. Er beleuchtet jedoch uichi nur die sportliche Seite, sondern macht den Leser, der ihm in dem uctten Büchlein gerue folgt, mit der l'M)ichtc der Sch ^ m,d deil Einzelheiten der Darstellung uud ,^'^ "I,h jM «Sli'-rn uud Trümer» bclaunt. Dcm Schneeschuh!'"!"' > ^ Tcchuii, feiner Verwendung bei der Jagd und '"'".,„ ,„ Militärs sind eigene Capitel gewidmet. Das °" "" ^ Kd Klagenfurt erschienene Vuch ist 'sehr hübsch nnssse,^. u dcu Tchueeschuhläuseru gewiss neue Freunde l1"u>m ',^He„ Alle in dieser Rubril bcsftrocheucn Vilch" '"'0^^^^. tönneu durch die hiesige Buchhandlung v' ü' mayr H. Fed. Namberg bezogen werden-______^— Allgeloutmeue Hrcmdl. Am li. December. , H . sttthsa, Hotel Stadt Wien. Merizzi, k. und k. Mawr ' ^' ^>, Vahu-Oberiuspector; Glas, Herzog. lUöstler und '^ »>/ ^ uud Auril, Reis,, Wien. — Auwu, Secrelar "»" M, von Pslügl, Ober Swatsauwalt, Graz. - ^'""2 'Ki",' Marburg. — Poselt. its,».. Rcichcuberg. - H"'"1^lDc!, Berlin. — Fabiaui uud Dr, (Aoboenil, Kraim'"^ , «^ Trieft, - Wranitsch. Fabrikant. Znaim. - ^"^'sl administrator, Pomian. — Dr. vou Tagany. F"°l^, Am 7. December. ^ Hotel Stadt Wirn. Karplus. Holzhäudler; P"W'^., W„ Hirsch u. E. Popper. Me,. Wieu. - ^'^'. !l mb^'>" Marburg. — Adamel. Obcrl.. Trieft,— P"Nc' ^"Ztt»"' Wippach, - Batrella, Buchhalter, Andrih. '">-"',,„' Inspector. Adelsberg, - lVjurgeuiK !- ^'""'^'" M 'M Hotel Elefant, Färber u. Elger. Me.; Babo. Ne',., -^'^„.n, — Weiß. Kfm.. u. «lelich, Leiter des «Iauus», Maz, ^. Privat, u. Tcdcschi, Kfm,. Trieft. - Deinlierss,. ,^>, Moline. — Born. Neumarltl. - Ehrenwert, f^, M, — Majdic s, Familie; lijloboc'uil, Kfm.. n, O">""'..' lM — Majdic. Mühleubescher, Eilli. - Fürst. NM,"''.' . — Kronabetuogel, Privat, Stciu, - Habcrl, M",^'^l. Hotel Aaiiischcr Hof. Semler. Stenograph, Maz. ..^fMi' Obsthändler. Wien. — Nanll, (Uotlschee. - Vauel, " — H»t!cr. Mmrrgruud. m.ilwlti, <^ Gasthof Kaiser von Oesterreich. Flesch, Wien. ^ ,^' mrister. Trieft. — Haus. Iugeuieur. OrostlMM^^^ Verstorbene. ., ,,,„ <,«5 Den «. Decembcr. Anton Krüger. Zw"'^ '^"'"' Polanadamm 50. Tuberculose. — Maria Slum. ^' 7« I., Kralaucrdamm 12, (hehirnblntuug. Im Spitalc: ^ s^.Ml"' Dcn 3. Deccmber. Ursula Cimcrman. Ä"ci. ^ 5« I.. Nuhr. — Maria gajc, Inwohnerin, t>" ^ schwäche. HolkswirlschaMches. Lallmcl,. 7. December. Auf dem heutigen M""tt ^4 schienen: A Wagen mit Getreide, lii Wageu m,t V"i 17 Wagen und A Schiffe mit Holz. Durchschnitts-Preise.____ Ml!,. Mc>z,- st tl'^ st, >lr, st, i tr, -^S^ Ncizeu pr. Hellolit. «23 6 7:l! Vuttcr pr. jmo . - ^ ^ Korn » 4 U5) 5 AN Eier ftr. Stün - - ^^ Werstc . 3 84 3 «4 Milch pr. ttiter - - ^ <^ Haser » 2'54 2 73 Rindfleisch pr. M" ^^^ Halbfrucht » —,------------Kalbfleisch ' 46^ Heiden » 5^5l) 5 5)4 Schweinefleisch ' gß^ Hirse » 4 41 4 ^Schöpsenfleisch' ^4(1^ Kuwruz » 4 1') 4 «0 Hähudcl pr. Stua ^ ^ Erdäpfel UX) Kilo 3 3-------Tauben ' ZB^ Linsen pr. Metcrctr. l.2-------Heu pr, M.^tr- ' ^ b ^ Erbsen » 12-------Stroh ' ' ' , Fisolen . IN - - Holz, h^tes A ^ ^ Riudsschmalz Kilo -95------- Laster ^.^ Tchwei »eschmalz » «4-------------- weiches. ' ^ A Speck, frisch . 50 - - Wcin,roth.,l00!i.t. ^ — geräuchert » «2-------— weißer^^^^^ Lottozichunss vom 7. December. ^ Vrünn: 83 2« 68 ^^-»^ Vteteorolonische NcobachtunM^^^ ff ?t:i Z-. ß'! ^ Ze-I ^^________-^--I^fiNelt^^oo " 7U.Mg^ 72!)0' ^^07ÄW lchwacsthellw.^ l) 7.2.N, 73N 3 12 W. schwach "^l ^^ 9 . Ab. 732 4 ^-3^8 W, schwach____-^b^l ,.g<, 7U,Mg. 735 4 -12 2 windstill ^r " ». 2.N. 73« 2 —5'2 W. schwach " ^el ^, «.Ab. 737-5 -9 4 W. lchwach ^ M" ^ Am 7. tagsüber wechselnde Bcwoilung, '", ^,cr ^i abends n,bliii. Mondhof. — Am «- ""'""/")/., Lag- ^° »^ bis gegen Mittag anhaltend, dann heiterer. I"" ^1^.)^ Tagesmittel der Temperatur au den bcwcn ">^c dew —« ii», beziehungsweise gleich, und um « " male. _____ ^- Verantwortlicher «,^^'"- 5l, V<°u ^^M ! Danksagung, ^^ ! Tief gerührt danken wir "lll'N und H,^, des die Beweise der Theilnahme, die ""^ " ^sp- ^ Plöl)lichen Hiuscheidens unseres Sohnes ders, geiuordeu. ,. ^,e!>N ^. Diese Theilnahme ist >ms ein Tro,l, ^,,^,1^ die wrüstc des Verlustes sich dadurch ""/',,,,s.>tt - , Deuselbcu iu Ergebenheit zu trasicn. 't , M gäbe; die Uebrrzenguug. dass ein " '"'^ichl^" > schou ge>uürdig! luordeu, wird d»1> Laibach. deu 7, December U^^^^^^i ^^cherZeitung Nr. 281 2461 9. December 1892 Course an der Wiener Börse vom ?. December 1892. n°ch dem oMenm t°ursbla«e ., Held War,- ^enem?'^° ^nlc m Nottn »?»< <"''<, '««Nei z/o^oaMose. 25« ft. i;i - l4< t>0 ««0 /° ' W« ÜNO fl. ,44 2" 144 7> ^"Et«llt«I«I "ü"''" u><> fl. ,zs. «5 15« «5 ^l>°»! z«»>^. ^ - bn fi. ,8/ 75 ,«8 ü!> ^Hh.^ '"7d 1l«?5 ?'HA»k,r.',!3,.,^., ^°lIiel.Z/Wn «m. ,884 . »V- 9». >°N'U»"V,I,187N 119 _ 11»., ^-Llll,«^ b"st.U.V. j..,_,<4_ z^^°''"/s.lcx,st.5,W. l89-,89bO »eld war, Grundentl.-Gbligattonen (sür ,nn st. Präm.°«nl, b, Ledigem, Wien ,«8'/e> l«< l»< Görsenba« ülnichl verlo«, b"/„ w<> — >»0 5N Pfandbrief« (für 100 fl.). «odcnrr, all«, «st. 4",, . . „8 «5 ,,ft z» bt°. dto. 4'/,°/». . ,00 4" 10, ,!<' Kto. bto. 4°/» . . »«40 97»« bto Pram,"Tchull>v«rschr. 8°/, 112 b" ,13 5> Oest Hypothelenbanl ,<>j. 50'/° »8 80 99 f>l> Ucft.-un», «unl verl, 4'/,°/° , »<>.' - «''«''" de„o » 4»/« , 99?l> 1002N dstto 5><'j«hl, . 4"/„ . , «N'70 ,«»«<> VllorilLt».Vblialltion«n (fiir ,0» st.), ssesd)<,'!0 «attzlschf Karl.Lud» '«8 5« Vtaotsbahn ...... '87 7^ 188 7' Viidbahn i,. »°/,..... ibN8' lt., X.' . il 5«/"..... ll>» - »2»"' u,!«.»a«»s V Vllhn..... ,«'»- '«»?<> Diverse Kos« (per Stück), Crrd!,'°se IW fi...... ^»2^ l94'ü5 Elaly/iolr 4N fi...... "'" /"'" 4"/. Donau-Dampfsch. 1«N st. - '««' '""'^ Laibachsr Präm.-Änlrh. »<> fi.------''_ OW'sr L°!r 4<, fi..... ^7!' »'" P°l!wL°,c 4N fi...... .^< ?« " ^ N°tl,rn Nreuz, öft,«ef.U.ll>fi. <7 7" '8 Rudolph «°,e 10 fl. . . . »«^ "H' 3!, G!>»ol« L°!e 4N fl. . . , r 20 fl..... »?'?b »«75 Wilidisch »räh Lose 2N fi. . . b8— 6»' «fw..Vch. d, »"/„ Priim.-Schuld, verschl. be-V°btnc«bwnstal» »l'b0 8«b» Danll'Artln» (per Vilis). Nnal°«st,«a»l2N«st.««"/ak»"' lö« b0 Vanfvi-rci», Ww,er, 100 fl. , 114 !><> ,1 >'— Vdcr. Äust. »st.. ««>fl,S, 40"/^ l!8>' 386 - Lrd», Anst. s Hand. ii. .,60fi, »13 7: 3>4L^ Lreditbanl, «llg. ung., 200 fi WO 2« »««75 Dcv°fl b0 »«» ?»< ««complete!., Ndrüst., b. . . »i!5 — »25 50 Ocftsrr.-una., Vanl SlX» «. . . V?S - t<84,— Unionbllnl »<«> fl......L»? 75 LL8 L > «erlrliiebanl, «ll«., ,40 , .,ß3'^,e4/b Actien von Transport« Knternehvmngen lper Lti!, 500 fi. «Vl, '"?« 1<>8^ dto. «al.«arl-«udw. V. »«Ost. IVl «,7 — «« »,«b. ° «Hern«». < Iaffy' «tstn» ahN'Hefc2lch. »00 fi. 3. . «4« 50 »46« >ybM,-ung..Tr dto. (lit, u.) »<»« fi. 3, . , /. »!>/5 i»ß/k <3tant»e!jenbahn 200 fl. Silbtl »98 X,i 2»8 7,^ Tudbahn üM fi, Silber , . 92 2b »2 ?ü 3üd-Nordb,Berb,°V.»0<»fi.es..Wr.,,70fl. ». ». 241 — »43 -» neu« Vr., Priorität». »crien ,00 fl......91 50 92 5«, Un«.°aaliz.«i «Llbsmühl. Pavierf, u. «..«. bv ü, - Liesinqer Nrauerei 100 st. . . l(i> ?b!,<^ »s. Montan - Gebell. oNerr.. alpine 52 ?5^ >.2 75 Piaaer V..0tft.inWitN,00fl. ^>< k.0 31i. «»Mvn-Leihanst., «ll». W Peft 8« fl. . "'8'^ "'» <0 Wl. Ullunestllfchaft ,00 st. . '. »8 50 »4 — ««entrbel9tr Zlesel-»ctien^ef. «ü!< - »58— Devisen. Deutsche Plltze......"»<" 5^5^ «!Md«!........'»l» - '»l,8<. Pari».........«"/7, 4?-»»> Dalulen. Ducaten........ b«« 5.5, »0°Franc«-Ltucke..... 95»V 9-^« Deutsche Reichlbanknotn» . . 59 59^7 Papltl.Nubel...... l 1^ 1^8^ Italienische Vanlnoten (ION L.) — - —.- ^«Menter in Wlmch. iä,^"'^ Freitag den 9. Deceml'.'r ! °»n..Vorst. (Nr. 5l,) Unssrmdcr Tag : III«: erstl'ninalc: ^cttr in ^ ' U hl a .. e ... " ore, ^^.^.^ ^^^ ^^ Wittnlann. ''"uslt von Carl Wcinbera.cr. i št.22Zel110 Sledišèe v Ljubljani. Dr. pr. 4WÖ. Y Nova opera! s°boto dne 10. decembra Liri«na T6h*rski plemlöl. t3niekPOiia v treh dcvjanjih. Spisal Anf. ^?^^" ^lasbil dr Benjamin Ipavcc. t (o5j6) ^T .-------------------------------= * Primararzt 4-3 !f.V. Gregoric l»«'ise hieher zurückgekehrt und *0j, a Ordiniert täglich 5ljAuatl bia 4 Uhr naohmittaga \!^^der Sonn- und Feiertage. , Die Ühianen. ^Urm m drci A(;ien von Huß° nn- Musik von Carl Wein- SoUrri berger. UlJ'^cW" .Un«l II. für Ciavier zu zwei >-Waiä fl-l-60. V'1'80 r für Ciavier zu zwei Händen, \!" ^V5SCh sür Clavier zu zwei Händen, ^5|:P«fee„P0ika fra"*' fÜr ClaViCr 7M P«uä ^ei iftl> Polka schnell, fur Clavier h ^'90 sür C|avier zu zwei Händen, liMtei»eV ' ^H irriMe nUWal7-er für holie oder tiefe !el)l!j fü idich' wic ein Lieutenant üpl-----7^- ie Oder tiefe Stimrne' *Jlehr braucht er nel». fl. —-60. Vrat}exle hiezu k 3° kr-Ifl M V)Ue in der Buchhftndlun8 S^taayr&FeiBanilierj (5^^^OoagrS.,piatI. s-1 l'n^1 Sl. 5745. tl vsier°vitev dl'ažbe. ^?9' Folien2 df a In!'Ja 1890' »Ö'Sta vlo"„a :i223 «old. ceDja,e„a o ^aphn 4lcv- 19 kauwtralne «l. d ' a se ponovf na dneva C avkoi Un flo')oldne s PreJs" Höchst beachtenswert! W Reinseidene Herren-Tricothemden, 40Wi warm und dauerhaft, mittel fl. 3-90, groß fl. 430, ganz groß sl. 480. PG** Reinseidene Tricotleibchen, *WH warm und dauerhaft, miftel II. 320, groß fl. 3-80, ganz groß sl. 4"30 1^" Reinseidene Herren-Tricothosen, *Wl warm und dauerhaft, mittel sl. 320, groß sl. 3-80, ganz groß sl. 4-30. Heinrich Kenda, IuSli"ba,Cl}.- (5567) 5-3 1 Wir empfehlen unser reichhaltiges Lager von J Musikalien aller Art ils- Kirchenmusik, Salonstticke für Clavier und Violine, Lieder fttr K-ircüenmusiK, B Clavier- und Violinsohulen, sow.e Sohulen J ui^iKiSSen^SSSaS; ^.tnua-t., besonders Zithermusik. Completes Lager der Collection Peters und Edition Breitkopf & Härtel, Collection Litolff, Steingräber etc. J Kataloge obiger Collectionen werden auf Wunsch gratis und franco versandt lg. v. Kleinmayr * Fed. Bamberg Buchhandlung, Laibach. (2413^j (5532) 3-1 S». 5608- Ponovljenje dražbe. Vsled odloka / dne25. junija 1892, St 3579, dovoljena eksekutivna pro-daja Jane/u «ermeku iz Rakiine last-nega, sodno na 2096 gold, cenjenega zeml iMa vlo*ni .lev. 77 in 78 kaL-slralne obèine Rakitna «e ponovl na dan 16. decembra 189 2. 1. dopoldne ob 11. uri s prejönjim pri-st.avkom. ... C. kr. okrajno sodiäöe na Vrhniki dne 15. oktobraj^^^^^^^. '(5^4)3-! S,9302. Oklic izvršilne zemljišèine dražbe^ C kr. okrajno sodisße v Ilir>ki dražba Jožefu ftinkovcu iz Öembij šl. 29 lastnega, sodno na 835 gold, cenjenega zemljišèa vložni štev. 29 in 30 katastralne obèine Šembije. Za to se doloèujeta dva dražbena dneva, in sicer prvi na dao 16. decembra 1892. 1. in drugi na dan 16. januvarja 1893. I., vsakikrat ob 9. uri dopoldne pri tem sodišèi s pristavkom, da se bode to zemljišèe pri prvem röku le za ali èez cenitveno vrednost, pri drugem röku pa tudi pod to vrednostjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno vsak ponudnik dolžan, pred ponudbo 10 °/o varšèine v roke draž-benega komisarja položit.i, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek leže v registraturi na upogled. G. kr. okrajno sodis^e v Ilirski Uislrici dne 14. novembra 1892. (5301) 3—1 Nr. 7934. Erinnerung. Von dem k. k. Bezirksgerichte Tscher-nembl wird dem Joe Husic von Griblje Nr. 76, mm in Amerika, hiemit erinnert: Es habe wider ihn bei diesem Gerichte Maria Klobucar von Griblje Nr. 46 die Bagatellklage per 31 fl. 4 kr. s. A. lie 5>l'il65. 20. October 1892, Z. 7934, eingebracht, worüber zur mündlichen Verhandlung im Vagatell-Verfahren die Tag-sahung auf den 24. December 1892, vormittags 8 Uhr, Hiergerichts mit dem Anhange der 88 14 und 28 des Vagatell-Verfahrens angeordnet worden ist. Da der Aufenthaltsort des Geklagten diesem Gerichte unbekannt und derselbe aus den k. k. Erblanden abwesend ist, so hat man zu seiner Vertretung und auf seine Gefahr und Kosten den Herrn Josef Stariha von Tschernembl als Curator llä »c-lum bestellt. Der Geklagte wird hievon zu dem Ende verständigt, damit er allenfalls zur rechten Zeit selbst erscheinen oder sich einen andern Sachwalter bestellen und diesem Gerichte namhaft machen, überhaupt im ordnungsmäßigen Wege einschreiten und die zu seiner Vertheidigung erforderlichen Schritte einleiten könne, widrigens diese Rechtssache mit dem aufgestellten Curator nach den Bestimmungen der Gerichtsordnung verhandelt werden und der Geklagte, welchem es übrigens freisteht, seine Rechtsbehelfe auch dem benannten Curator an die Hand zu geben, sich die aus einer Verabsaumung entstehenden Folgen selbst beizumesfen haben wird. K. k. Bezirksgericht Tschernembl am 31. October 1892. (5346) 3—1 Nr. 4670. Reassumierung execntiver Realitäten - Versteigen«^. Vom k. k. Bezirksgerichte Senosetsch wird die zur Einbringung der Procentual-gcbüren-Forderung des l. k. Aerars per 21 fl. 50 kr. s. A. mit dem diesgericht-lichen Bescheide und Edicte vom 20. Mai 1892, Z, 1783, bewilligte, sohin sistiertc executive Versteigerung dec dein Jakob Cerne in St. Michael gehörigen, gerichtlich auf 2165 fl. geschätzten Realität in der Grnndlmchs-Eitllage Nr. 59 der Cata-stralgemeinde St. Michael im Reassumie-ruugswege auf den 2 1. December 1892 und 21. Jänner 1893, jedesmal um 11 Uhr vormittags, Hiergerichts mit dem Anhange des obbezo-genen Bescheides festgesetzt. K. l. Bezirksgericht Senosetsch am 8. November 1892. • ---- i^^M^^^^^y^MBBr^T^Bt^BMP^BIW^K 'n e'"':c'nci1 Portionen oi