LMitchnMIeituilll. Nr. 213. Prä »ll!!!? ratio »«preis: Im iiomploir n>ins>, Yalb^. fl.7.^><, Mouüig, l,^. Slptcmbcr 3n s er t < on « geb ^ hr b„ 10 Z«ilen : 1 mal eo ll. ^», »,l»lr.. dm l ft.: ,>nst Pr. > t. und t. Apostolische Majestät geruhten mit dcr Allerhöchsten Entschließung ddo. Schöubruun. lOlcn September, den Professor Libcr Peilcr dcr k. t. Marine» Unterrcalschulc zu Pola i»m Director dieser Anstalt mit dem Range der achten ^iätentlassc und den systcm-mäßigen Gebühren allcrgnädigst zu ernennen. Se. f. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vum 5>. September d. I. den LandeSqcrichlsralh bei dcm Preisgerichte in Rovcrcto Dr. Wilhelm v. Bossi' F c d r ig o t t i zum Ruthe des tiroli'ch vorarlbcrgischen Obcrlandes^crick'eS aller« gnädigst zu ernennen geruht. Habietinck m. p. Nichtaiutlichcr Theil. Zur ErWung dcr Landtags. Wir haben in N>-. 212 vom ll». d. M. den allge» Meinen Theil des Expo's dcr „Wiener Abcndpost" «ebracht und lassen sofort den speciellen Theil des« selben folgen: In Böhmen, wo dcr Großgrundbesitz unstriititzl die hcroor agcndste Bedeutung hat, soll oelsclbc drei Wahlkölpcr bilden. j Oe^limä.liss ist diese Wählcrllasse dort in zwei Wlihlfijlpet- abtheilt. In den eisten gehiiit der fiocicom-w>ssc,rische, in den zweiten dcr allodialc Großgrundbesitz. Dlc Steucilisten des böhmischen Großgrundbesitzes weise» Nach, daß diese Krittrien ülicr die Bedeutung des Großgrundbesitzes nicht entscheiden. Es wurde daher doS Uü terscheidungsmellmal dcr bestehenden Wahlli),pcr durch ben Stcuci census erseht und dr Umstand, daß sich in Viihlnen, abgesehen von einzelnen AdelSgcschlcchlein dcs Landes, deren außerordei'tlichcr Besitzslano ein noloris^er l>k. nicht allein bel liocm MiniinulecnsüS von 25)00 st an jähiliilier Glu»d!'ttucr, sondern selbst bei einem Mi-nimaittnsliS vo» 25» ()(V fl. Grundsteuer eiüc bedeutende Anzahl von Wuhlbcrrckliglcn ei gibt, rechlseiligt die Bildung mchrcrn Wahlförpcr in dieser Wühlerklasse und die Abgrenzung derselben nach dcr Höhe dcr Gicuerschul-digteit. In Schlesien, wo die Fürsten des La>,des und der Hoch< und Deulschmeistcr im Großgrundbisitz!: eine so cmilicntc Ttellung einnehmen und wo deren Rcalsteucr eben so viel bcträ.it wie die dcS gesammten übrigen Großgr-unddesitzcs. würden dieselben auch li'mflighin einen abgcsondc,lcn Wahllürper zu bilde» haben. Es fehlt zwar auch in andern landein an hohen Steuerträgern nicht, allein die Art und Wcifc dcr Vcr-theilnng des Großgrundbesitzes in dcnselb.u würde dcr Bildung von mchrelen Wcihlluiftlirn in dieser Wählcr-llassc nicht das Wort führen, wcil cS nicht zu eiziclcn wäre, daß jeder derselben eine entsprechende Anzahl von Wählern mit einer entsprechenden Stcmrsumme u»d Ab-yeordnelcnzahl in sich schließt. Dies ist auch dcr Grund, warum sonst von der Theilung dcö Großgrundbesitz^ in Mehrere Wahllörpcr abcuschcn wurde. Anch in der Bukowina bestehen im Großqrund-besitze dermalen zwei Wahllöipcr. In den ersten gc-^llren die slimniberechtiaen Mitglieder dec' bischöflichen ^°nsisloriumi< und dr.i Kloslervolsteher. Alle diese Wähler itcUtl, ,11^. (5! nen Wahlbeicchligten, den gricchisch-orien-'lllischen Ncliczionefonds vor. Es läßt sich schwer rechtfertigen, einem einzigen "Wer, und sei er auch von der großen Bedeutung de? lNlechjsch-osielitalisch'N Religionefonds in dcr ^lllowina, ^llien ciqcncn Wahlsöipcr einMälüncn, daher »ach den Kollage,, auch in diesem Lande nur ein Wahlkiiipcr im ^soßqimidbesitze beantragt wird. Dagcgn, suUcn dlc ^piäscnlai'leil des griechisch. orientalischen Rclia.l0!,S-sonds das Wahlrecht im Ot-ohgrnndticsitzc b'Iiallcn „nd ware damit so wie mit dem Ncchte dcr Krone, die Sanction von Gesetzen alizul.hnen, die clwa den gc. "unl'ten ssonds »nvelliällnißmäßiq ins Millcidcn zichen. ^^s Iittcresft dieses allcrdings hochwichtig» man lann la^.i. den Mitlc,ft.»,tt aller bulumiuacr Interessen bil-ocndcn Fond« voUlommcn gewahrt. In den Vorlaqcn wird dem Großgiundbesike die Anzahl der Abgeordneten, die er jctzt wählt. crl)altcn, Wenn >n cinz.lneu Mündern die Stärke dev Vertretung des Großgrundbesitzes zu Kla. «en Anlaß gegeben hat, so wird sich die Sachlage da- durch wesentlich ändern. ds.ß bei Auflassung dcs lirfor-dernisfcs dcr Vandlä'flichkeit dcr Umfang dics.r Wählcr-klassc, insbesondere im Hinblick auf dic ^rcilhcilbaltcil, bedeutend gewinnt und daß in Mihrcrcn Vändcrn an die Stelle des GrohgrundbcsitzlS die Hochstbcslcue,ten treten sollen. In mehreren Bändern darf der Großgrundbesitz auch nicht nach dcr von ihm gclragcncn Rcalslcucr allein beurtheilt werden. Es ist vielmehr auch dcr Antheil in Anschlag zu b.ingcn. dcn cr an I nd usl r ic stcuern hat. ohne an dec Vertretung der Industrie besonders bcthciligl zu werden. Daß dieser Antheil cm bedeutender und in einzelnen Bändern ein hcloorragcndcr sci, weisen die Steuervorschreibungen nach. Emcr näheren Dailegung bedarf eS wohl nicht, wciill in Erwägung gezogen wird, welche Stellung der Großgrundbesitz inebefondere durä, seine Äraustätlen, Branntweinbrennereien. Zucke,sabri» len. Montan' nnd sonstige Industriewerke unter dcn I». oustticUcn einzelner Länder einnimmt. An die stelle dcr Abgeordneten der Handels-und Oewcrbckammcrn sollen nach den Regierungsvorlagen die Abgeordneten der Großindustrie treten. Gegen das Wahlrecht dcr Handeln und Gewerbe» kammcrn sind viele Einwendungen erhoben worden. E? läßt sich auch nicht in Abrede steUen. daß daS Landtags-wahttccht die Handels- und (^ewclbctammcrl, auf ci„ slld gefühlt hat. dessen Bclrcluüg daS Vertrauen in diese, nach ihrer c^clillichm Ulid ursprünglichsN V.st den Handel^lammcrwahlcn in den Vordergrund trat. ein Inlerlsft. welches dem losmopollli^ scheu Wesen des gewerblichn, m?d dls HandrlSvcrtchve ac,adetreten si„d. dali sic eigene Wählcrklasst» l'ildcn lüi'ncn, wurde die Wählerllasst tcr Hö ch st b c st c u c r-ten in Ani„ >rclchcr den bedeutendste" Steuerträgern Raum gegeben ist. ihr Interesse zur Gel» tung zu bringen. Diese Wählertlasse bestchl schon in Dälmatien; sie sollte nach den Landesordnungen von, Jahre lAs) in Ausführung deS § 78 der Reichsvcrfasfung vom 4 Mär; 18-ii» allgemein eingeführt werden. In den voraeleylei, Gesetzentwürfen soll sie unter den angedeuteten Umstün^ den nur als Ausnahme eintreten, da dort, wo Gioh< grundbtsitz und Großindustrie wirklich eine Bedeutung haben, ihicm Interesse durch die Bildung abgesonderter Wählerclasscn gewiß besser entsprochen ist. Die Wählcrklassc dcr Höchstbestcuerlcn sl,ll hieucich in Salzburg. Vorarlberg, Görz, Istrien und Dalmalien bestehen. lFortschunß iolgt.) Dic Vorgänge in len Endlagen von Vber-östcrrcich, Mührrn und Kram. Wir haben in unserem Älalte vom 16. d. M. Nr. 212 unter dcr Rubrik „Neueste Post" Mitgetheilt: oaß die „Wiener Abcndpost" das Borgehen der l3 De-pulirten des lrainer Landtages „uneitlärlich" gesunden hat. Wir bringen nun auch jene Ansichten zur Kenntniß, welche die „Wiener Abcndpost" betieffs ähnlicher Vorgänge im ovcrösterreichischen und mährischen Landtage ausgesprochen hat. Das bezeichnete Organ äußert sich. wie folgt: „Wir vermögen nicht z» begreifen, wcßhalb der oberö stcri cichijchc Landtag als mchl legal be» zeichnet wird, dnui nicnn dcr momentane Abgang der Vertretung eine 5 Wahlveznles <^dkemal der Vm^er Haudrletammcr) üder die Lc^alllät des ganzen Land» >ages wirtlich entscheiden würde, so tonnte leicht der Hall cilMctcn. daß alle oder die llmsleu Bcrtlelungs' lüiper ulö illegal angesehen weiden müssen, da die Erledigung von Lauola^ssitzen bei Elöffliung dc« Land« lae^cS nne häufig voilommcnde Eischelnung ist. Im mährischer, Landlugc veisuchen die so» genannten verfassungstreuen Abgeordneten ihren Austritt oatuich zu rcchlferllgcli, daß bei der Vornahme der LandlagSwahlen, liei der Ellheilung von Wahlvollmachten Ungcsetzllchlcilen vorgekommen sein sollen. Wir fragen jeden Anhänger wirtlich constilulionlller Zustände, jcdcn Kcnncr tcr parlamclilarischcn Verhallnisse, ob denn das Verlasse» des Landtages im Momente seines Zusammentrittes, bevor derselbe noch die Gelegen« heil halle, sich mit der Verificirulig der Wahlen zu be« schäfltgen. das geeignete verfassungsmäßige Mittel ist, die angerlichcn Ungcsetzl chkeilen dci dcn Wahlen zu con< statircu. Derlei Ungesetzlichkeiten, wcnn sie wirklich stallgesulldcn haben sollten, lommci, in, Landtage zur ^ptachc; die Prüfung und Verification dcr Wahlen bielct hiczu dcn gcsrtzlichen Anlaß. Unsere gestrige Darlegung dcr Motive, von dcncn sich die ^cgicrung bei dcr von ihr angestrebten R e> form dcr L a n d t a gS w ahl o rd n u r, g cn leiten ließ, beschäftigt hcute die hiesigen Blätter in hohem Grade, i'as Urlheil, zu dem die Prcssc gelangt, ist im AUge» meinen ein absprechendes. Uns überrascht dies nicht. Oic hiesige Prcsse hat schon seil langem sich das Vor« recht uindicill, über Dinge und Verhältnisse, sobald sie der Initiative dcr Rcgierungslreisc überhaupt cnlstam« mcn, vorweg abzusprechen, und vci der Krilil politischer Maßnahmen die 2 a ch c selbst kaum eines fluchtigen «UlickeS zu würdigen. Die Resultate einer solchen Kritik entsprechen naturgemäß dcm Standpunkte, vou dem sie vorgenom» men wird, sic abslrahirt von dcr Sache vollständig, halt sich an äußerliche Momente und wird schließlich z»m ÄuSbruch politischer Vorcingenomincnhcilcn. Mit voli» liscticn Vorurlycilcn zu rcchncn wird man keinem prall», schen Politiker ;nmuthen wollen, am allerwenigsten einer Vorlage gegenüber, wie dcr Refoim der LandlagSwahl» oldnungcn, die alS strcng-sachllchc Frage auch eine sachliche K'itil erlangt u ir» die vom Slanopunllc momen-lancr Empfindungen gar nicht disculabcl ist. Die hiesige Prcsse hat auch dicscr Frage gegenüber sich au.f den letzteren Standpunkt gestellt. Wir wollen nicht «»'ersuchen aus welchem Grundr sie der sachlichen Prüfung aus dem Wege ama - °k,r wir mochten nur be.,'pielSro.ise auf t,n Umstand h n-we.,en. daß mchrcrc dcr hiesigen Organe die vcrstä. te Vert.tung der Landgemeinden sofort^ f e T^m emer ..V.rgcwalligung der wahrend >h'.m d.e dcn cmzelncn Landtagen v.rlieg^c« ^h"Uw"^ doch noch gau; unbekannt si"d.^r ^ °uch solche Oc^.n'. ,^lch: in d„. oa, "r ^. ""« angluahnlen Reforms,, ihr? l°h"lang s«"'s""" Wlinleye 1556 erfüllt sehen müssen. hcu!c für dicsc — doch ihre eigenen — Wünsche nur Spott und Hohn haben! Solche ad' norme Erscheinungen finden ihren prässnanlcsten Ausdruck in folgendem Satze des ^HrcmdemblatteS": „Gral Hohenwart darf sich wahrlich nicht wundern, wenn seine Vorlagen betreffend die Aenderung dcr Landesordnuna.cn und der Wahlordnungen noch vor jeder Prüfung verurtheilt und znrückaewieset: werden." Wo solche, in dem genannten Blatte doppelt auffallende Sprache geführt wird, kann Ruhe, Objectivitüt und sachgemäße Veurthciluni überhaupt wohl nicht erwartet werden/ Zur Situation. Wir tiabcn bereits zu lricdcrhollenwalen erwähnt, daß der polnische Horizont Oesterreichs nicht so von Wollen gellüvt ist, wie er hier und da schwarz aesehcn wcrocn w^U. „Jupiter-Pessimismus" wiro durchaus nicht iluclllll als Iahresrcgcnt Oesterrcich simismus nicht. Die „Aagsburgcr Allgemeine Z.ilung" betracht«! die polillschc ^age Oesterreich Ungarns g ü n ^ stiger, indem sie schreibt: „Wenn man nur die Parteiblätter zu Rathe zieht, so müßte man nochwendlg glauben, daß die Verhältnisse lm Innern sich unrettbar u n oerj ohn l i ch ^stattet haven, und daß. wie die Wahlergebnisse vorliegen, die Verfassun, und das Oeulschlhum gleichzeitig ohne weitere würden über Bord gcworfcn werden. Wir sind enl» jchlcdcn dcr Mcinung, daß das ein Irrthum isl. Es ist das Programm und die Aufgabe der gegenwärtigen Regierung, die bisher widerstrebenden Elemente zur Mtwirtung an der parlamentarischen Thätigkeit heranzuziehen. Aber daß sie nicht weiter zu gehen gedenkt, alö cs dcr Zwcct unerläßlich gebietet, dafür sollte schon dlc Thatsache nnc Bürgschaft gewahren, daß die Abänderung i'er Verfassung streng auf dem Oodcn nnd mit dcn Mitteln der Verfassung angestrebt wird. Wer gar über daS Dcutschlhum für bedroht erachtet, stellt nicht nur oicsea, Oculschthum selbst ein un» verdlenles A r m u th S z eu g ni ß aus, sondern cr vergißt auch, daß die sehr za hl re i ch c n deutschen Elemente, llelche mit ^l'.i Minislerlum gehen, wohl an ocr allem-sellgmachc.'.dü! Kraft der bestehenden Verfassung Zweifel hegen mögcü, ^a^! sie aber gleichwohl deutsch sind uno <ühldncte ihr Fernbleiben in einer Zuschrift an dcu Landeshaupt« mann, in welchcr sic erklären, diesen Landtag „nicht als lcgal bestehend" cltelincn und an den Verhandlungen dcsselbcn insolangc leinen Theil nehmen zu lünncn, „dis dcr Landtag nicht die Anerkennung dcr best^hendm Staatsgrundgesctze rückhaltslos bethätigt habeu wird". Im lärntncr Landtage beantragte Einspielcr die Drucklegung dcr Vc« Handlungen in slovcnischer Sprache. Niemand unterstützte diescn Antrag Im uicdcröstcrrcichischcn Landtagc lam tine Differenz zwischen der Regierung und dem Gcmeinderathe von Wicn in Betreff dcr Frage, ob die KricgSzuschlä^c zur StcucrlcistuNti der Wähler hinzugerechnet werden sollen oder nicht, zur Debatte und ist außerdem ein Antrag aus Erweiterung des Wahlrechtes gestellt worden. In Obcrösterreich verließen 15 Mitglieder der „Vetsassunuspartel" mit der Erklärung, daß sie wegen Mangcls der Handclslmnmervurtreluua dcn Landtag dermalen „nicht ^« legal" anerkennen, vor der Eonstitui' rung den Saal. In Böhmen wurde das a. H. Rescript vom Landtage mit Begeistern^ aujgmommen und wurden die im die Wahlreform und das Nationalitattngesch auf di« nächste TageSord» nung gesetzt. Die deutschen Abordneten waren in d^r Sitzung ^»gea/n. Il, Mähren brachte der Landeshauptmann nach oen Eröffnnnasformalitäten eine Erklärung des La/.d^> ausschufses zur Verlesung, mittilst welcher dieser die sämmtlichen Wahlacten „wegen Illegalität der Wahlen" ihm zur Verfügung stellt, worüber eine eigene Eommis-sion von 15) Mitgliedern zur Verification der Wahlci, gewählt wird. Darauf wurde cine oas Nlchterschcinen der Linleti im Landtagssaale begründende Erklärung v.-r-lesen. Im sch lesischen Landtage veianlaßte das '^e lan gen eines Mitgliedes, das Angelöbniß in c^echischer, re» spcctioe polnischer Sprache leisten zu dücfen, eil-c leb» hafte Debatte, welche dahin endete, daß diesem Vertuen «vohl entsprochen, jedoch beschlossen wurde, die d^nlsHie ais Verhandlungssprache des Landtages gelten zu lassen. Im aalizlschen Landtage brachte Smoltz nuen Adrehantrag ein. Oe:: galiliscken Landtage wurden, glcichwi: dcm tirolischcn uno Triester. die bekannten Gesetzentwürfe dcr Regierung nicht lmttlbrcitct. In dcn übrigen Landlagen ging die Eröffnn«^ ohne erwahnenswe>thc ^lomcnte vor sich. Die Entwaffnung dcr Nationalgarde hat, laut Pariser Nachrichten, in mehreren Departement? be--,,onncn; überall herrscht vollste Ruhe. Auch die Schweif in ihrer Eigenschaft als poli-tisches Pin^iiland, befindet sich wieder einmal in cincm Ue bera a n gsstad i u m. Seit einige,, Jahren hiben bekanntlich verschiedene Eantone sich auf dem We«,n' der Umkehr zur unmitlclbarci: Oemolratie befunden, nachdcm längere Zeit hindurch die Neigung mehr für di.' Ne-präsenlatl"t)-Demokiatlc stcw>,scn war. Für dic lchl-genannte Phase tplten auch kleine Cantone, für welche die nnmilleldare Volksabstimmung bei Gesetzen gewohnheitsmäßig gewescn war, sich der schließlichen (5nt-schcidung durch gewählte Repräsentanten zugeneigt. Bis ! oor Kurzen war dagegen cine Richtung siegreich, welche auch in den grüßten Cantone» die directe Vollsllbstim-mung wenigstens in dcr Form des Referendum zur Einführung brachte. Die ganze Bewegung stand im Zusammenhaua mit einer politischen Denkart, welche auch in Frankreich zu dem imperativen Mandat für die, Volksvertreter führte m-.d mehr oder minder in ihrem lcßlen Grunde mit dcr Theorie, wenn auch nicht dcr Praxis dcr napoleonischen Volksabstimmung zusammenhing. ! In Rom herrscht seit dcn Ereignissen vom 24. und 25. v. M. die voUständigslc Nlihe und Ordnung. Der Fremdenzusluß ist ein außcrordentl cher und verspricht von Tag zu Tag a,öi;cr zu werden. Auf dcn rufsischcn Kaiser machten die Tel» gramme Bismarck's übcr die G^sleincr Zusammenkunft, welche der deutsche Vertreter in Petersburg zur Vorlage brachte, hünstigen Eindruck. Die neueste Post ans Madrid meldet, daß der König von Spanien bci seiner Äbiahrt von Valencia der Gegenstand einer begeisterten Ovation gewesen. Bel! der Weiterfahrt nach Tarragona wurde derselbe auf allen ^ Stationen, besonders aler in Murviedro und Torlosa. warm begrüßt. Sein Einzug in Tarragona gestaltete sich zu einem wahren Triumptizulle. Die Behörden und eme zahllose Volksmenge cinpfinaen ihn am Bahnhöfe, dcr Clcrus in dcr Kathedrale. Di? Anleihi von ttOO MMo« nen Realen ist achtmal gezeichnet worden, und diese Smnmc wird noch überschritten werden, da das Gc» sammtresultat der Zeichnungen zur Stunde noch nicht vollständig vckannt ist. DaS Ministerium in Spanien ist in sollender Weise neu gebildet: De Fontcö, Präsidium und Finanzen, Par Zampcljo Inncrce, Monitz Marine, Avelino öffentliche Arbeiten, Coroo Acußeres. Bargona Justiz. Die Arbeiterbewegung in Vord>eutschlan> und die daselbst massenhaft eintretenden Arbcilseinficllun. gen veranlassen dic „Weser-Ztg." zu einem län^cren bc» achtenswcrlhm Arlilel über dic Strike Epidemic. ^Die Unlernehnicr. - meint dieselbe — müßte» in dcm bisherigen Abtreten dcr Arbeiter Symptome erlenncn. welche dic B?sor.Mß erwecken, daß sie cs nur mit ersten Ver» suchen zu lhun hätten, daS bestehende freie Verlragsver« hällnitz zwischen Arbeitgeber und Arbeiter in eine Dic-! tatur des Lctztereu oder vielmehr irgend eines anonymen, den Arbciicv beherrschenden Comites zu verwandeln. Ic,, eS ließe «>^ sogar denken, daß die Agitation für höhere Lohne lc. ilch dem schärfer blickenden Auge als ein bloßee Parleimaiiii^r darstellte, dessen Leiter gar nicht ernsthaft an die Durchführung dcr Forderungen dächten, sonderl, die Unzufriedenheit der Arbeiter lediglich als ein Mitte! zur Förderung ganz andercr Pläne betrachlcten." So dann sagt dic ..Weser-Ztg." weiter: ..I-, der That lan» man sich in vielen Fällen dcr Annahme nicht erwehren daß die Strikes nichts weiter sind als Agitations mittet der c ommun isti schen Partei, welch auf diese Weise die Massen in Unruhe und Gäh rung versetzen und Erbitterung zwischen den verschiedenen Klassen der Bevölkerung säen will. Die wirklichen Führer der Bewegung haben leide ganz andere Dinge im Auge als das Wohl de, Arbeiter. Im Gegentheil, das Wohl der Arbeiter ist für sie dlc «näßte Gefahr; mit der Rückkehr der all-limeincn Zufriedenheit stürzt das ga-ize Gebäude ihres Hinslusses zusllmmcn. Wir sehen denn auch die Reisc-apostel dcs Communismus üverall beschäftigt, die Bevormundung d:r Arbeiter mi sich zn rcißcn und Strikes zu orgauisiren, ohne sich im geringsten darum zu bclüm« mern, waö dabei für ihre unglücklichen Trabanten herauskommt. Diese Äeinnfchnna commuuistiichcr Tendenzen i>t jür die Ardcitcrbcw^unq eine aroßc O.fahr. Sie droht, s>ie Letztere von allen Syinpathieli der besseren Volt^ clemente loszulösen und sie selbst ihrcn cifrigslen Freunden als cine bedenklich: V'rirrung etschcinen zll lassen. Die Arbeiterbewegung sinkt zu einer blinden liiagt» ielier brutalen Reaction hcrab, deren eingcstaude' neS Ziel cs ist, die Wenschlieit zn der Unfreiheit der altcn Hliaoenslaatcu zuiück^uschraukcn, i^ denen eelcin Prioatcigelltl,llm. leine Eoncurrenz und freilich au^ keine Klassenunterschiede gab, we>l Alle gleich mlsc' rabel dc>>an waren." ! Die Botschaft des Vrästllcntcn Thicrg. Minister Jules Simon verlas am !)',. d. M. i" der National-Versammlung tiie Botschaft dcs Pläsi^cnlcll dcr französischen Republik. Die Vorlesung dcs sehr landen Aktenstückes uahm beinah.' eine hl,ll>e Slunde in Anspruch. Die Botschaft begann damit, daß sie einen Nückdl'ck auf die langen und wichtigen Arbeiten dcr Natl0l!lllv?rsamm!unn warf. die ihr cin Neckt geben, einem Augenblick der Ruhe ooin Lau)c zu oer-laugen, das zu gerecht, zu verständig un!) selbst zu sehr gewohnt ist, d>> Grenze der m nschsichm Krasl zu b^ messeil. uin d^rnuS der Regierung un) dcr ?iational' vclsammlung einen Vorwurf zu machen. Dennoch ist es nicht einc Rnhe, nm die cs sick handelt, so fährt Thiers fort, cS ist leinc Ruh?, die wir verlangen, sondern Zeit, nm den Gegenstand Ihrer iftc« lülhungcn des nächsten I ihres zu bearbeiten nnd uorzU' bcrcitcn, lvo niöglich ein Normilbudj'/t znsllmmcn;lls(hcn, die praktisch!: Reorgaiusirung dcr Armee zu vollrndcn, dcn Gang dcr Verwaltung zu überwachen, dieselbe nach Ihrcn und nnscrcn Anschauungen zn regeln, die Ve» Handlungen zu bccndia.cn. welche unser Handelssystem auf scsle Grundlaqen stellen sollen, lind endlich ticse un« begrenzte lülaufhülliche Arbeit der ilteor^anisirnliu dcs durch zwei schreckliche Kriege nach außen und nach imicü erschütterten Landes fott^nsetzen. Also um zu arbeiten, verlangen wir Zcil, indcin wir freimüthisi vor dcm ^andc die gan^e Veraiilwollllch-leit anf nnS nchn-cn. ThierS betont hicrauf die Noth« wendil,leit für die D>lMirten, dic cnlw>dcr Mtgl'edcr dcr Gencralrälhe gewesen oder bei dcn bcvolstchendcn Wahlen hicfür cS werden, sich in ihrcn Departements zn befinden. In eimm solchen Augenblicke sei ihre An< Wesenheit in dcn Hallptorlcn dcr Departements even so unerläßlich wie in VeisailleS. Nur in dcr Vcllraulichkeit der engsten Heimat könne man erfahren, was das Land könne, maS cs denke und was es .volle. Meine Herren, fährt Thiers fort, sprechen wir mit aller Fieimülhigleit, cS handelt sich >» diesem Augenblicke für das Land um dic denkbar nröhten Interessen; cö Handell sich sein acgenniärli.uS und zU' künftiges Geschick zn rcacln, eS handclt sich >.u wissen, ob es sich nach der Tradition der Vergangenheit, clncl ruhmvollen Tradition oo.'i 10lA) I^hrcn. conslitniren soll odcr ob eö. sich dem reihenden Strom überlassend, dcr die m.nschlichtn G.'sc!lschaften hcntc cincr unbe^ kannten Zukunft entgegentreibt, sich in cinc neue For>n kleiden soll, uin ycmächlich seine Geschicke zu veifolgen? Wird dieses Land, G^cnstand dcr erstaunten Aufmerk» samleit der Welt, itpühlicauisch oder monarchisch sein? Wird cS die cine odcr die andere dieser beiden Re" gicrunasformen annehmen, die heute alle Völker fpaltet? Welches s>'d'ßcrc Project wurde jemals einer groß^ Nation untcv VciiMmssen gestellt, untcr dcnen cs jetzt un« gestellt ist? Ich srazr, meine Hcrrcn, ist cs wohl befremdend, daß dieses Project uns anfrcgt? Je auf< richtiger wir sind, dcsto bessere Patnoten sind wir, unt> desto mehr muß es ur.s aufregen. Wcnn Sie um W blicken, so schcn Sic tic Nationen, die beinahe eben s° betroffen wie wir von ^'!'.' außergewöhnlichen Schauspiele sind, daS wn ih'un bictcn. Es ist demnach lein Oru»d uns dafür zu tadeln, daß wir so stark bewegt sind-Wir sollen cS fein und wir würden weniger wcrlh sc>>'' wenn wir es nicht so sehr wären. Unsere Aufregulist aber wird unvermeidlich zu jener des Landes. So l?c> rcchtigt auch die Bcweagründc derselben sind, so mi>sse>' wir doch befürchten, "daß sie durch ihre Verlängern!^ etwas dcr Ruhe und Klarheit benehmen, dcr.cn nnst'' Gemüther bedürftig sind. Demnach, meine H"""' trennen wir uns auf einige Wochen, um üocr die 3tt' organifation dcr DcpartemenlS von Frankreich zu n)aä!c", nm ihre Tradition entweder wieder aufzunehmen ode«, wcnn eS sein muß, diesclbe abzuändern, während c>> 'Nrgierung sich dazu verwenden wird, Ihre ncucn Ä.^ oriten vorzubereiten. Es ist demnach cinc von 3^^ >ind ganz Frankreich anerkannte und gefühlte No') wendiglcit. . Die Steuerfraae berührend, sctzt Tb'erS auseu inander, daß die von der Bubgetcommisslon berc ^ genehmigten neuen Steuern genügen, nm für die ^uc > llne Bürgschaft zu bitten. Es erübrigen noch «>"«' 1557 Ul votiren. die hauptsHchlich bestimmt sind, der seit 20 fahren vernachlässigten und nunmehr in voller Verbindlichkeit gegen die Zulunst wieder aufzunfhmenoen Amort strung zu genügen. Die Reqicrung dachte, die neuen Hilfsquellen würden leichter durch die Zölle auf die Rohstoffe beschafft werden. Es wurden "von der Commission Einwendungen dagla.cn erhoben U' d bisher lcilx-rlcl cndglltiger Beschluß gefaßt. Angesicht« der Nolhmcndiklcit, die Arbeiten der Nationalversaminlung zu s^Spendiren. bat die Negierung die (5insührl!ng cincs zeitweiligen ZehnlelzuschlagcS zu alle Steuern als eine zur Oaranlirung des Älnorlisationsdiensics bestimmte Hiilssqu llc beantragt. Dieser Entsag wurde nicht günstig uusgcnummen. Die Regierung, in schlicßlicher Ellmntnih, daß der Credit diese Huseqlirlle »icht unerlünlich und unverwcill nothwendig hade, da die )iatioiialversammlui,g schon WO Millionen neuer Steuern oolirt hat, w ll gt in die Billigung allcr Fragen, welche die zu voNren noch erübrigenden neuen Steuern bctreffm. Die Ferienfragl udcriKlllS berühriod, sagt Th'.crS, die gegenwärtige Un> lcrbrechung der Nibciten ltwnc, was die Mö^lichlcit und den Willen des Maudes, sclnc Verpflichtungen zu erinllcn. ln^clanqt, nichts Nachtheiles bedculcli. Die Botschaft unterslützt dcn Vertagunastermin vom 4. December und scklißt in folgender Weise: „Seien Sie überzeugt, e« geschieht dies nicht, ua, uu^ Ihrer Controle zu entziehen ; wir rufen diese Controlc herbei, wir wünschen daß Ihre Älickc nns auch nicht einen Augenblick vcr« lassen, denn Sie wi'udcn nnr Zeugen des unaufhörlichen Fleißes bei dem so schwierigen Werte der Reorganisation des Bandes sein, Sie wllrden in Allin nur ergebene, häufig der Ermüdung erliegende Arb.itcr erblicken, die aber uon den» einzigen Interesse bewegt sind, die die Bemannung eine« in Gefahr befindlichen Schisses bcseclt. Glücklicher Weise erblicken wir schon am Horizonte dcn Hafm; dieser Vlnblick erfreut uns und richtet unsere Herzen auf. Scicn wir einig und arbeiten wir ohne Slüiung, und geleitet von ^hncn wird der Staat gleich» zeitig Vaterland, Ordnung und Wohlstand wiedci finden nnd seinem alten Ruhm dcn Ruhm hinzufügen, sich selbst aus dem größten und bedrohlichsten Schiffbruche gerettet zu haben." Dic Sklm'l'N-ElnancipMn in DrMcn. Endlich soll auch in Brasilien der Sklaverei dir sich doit noch erhalten hat. dcr Todesstoß gegeben werden. Die brasilianische Negierung halte sich nämlich entschlossen, der Deftutiilcnlammer einen dttaillirlen Gesetz' , cnlwurf znr Ncgcrcinancipllt,on vorzulegen, und die ^ Dcpl,t!ltcnll'.m:l!cr hat ih > in zwcxcr Vlsung mit cincr! ^lchllnil von 25) ötimmcn anssenummcn. Man zwcifclt "'Hl, daß auch dcr Senat zustimmen werde. Dcr Gcsctz'! entwnrf will indessen nicht eine sofortige allgemeine Emancipalion, sondern nur eine schr allmäligc. Gleich nut Erlaß dcS OcschcS treten nur die dcr Krone oder dem Staat,: gehörigen Lllaven in dcn Genuß ihler Freiheit und muh Ablauf von sicben Jahren die Sllaven nuf den Gütcin der Kirche. Dcn übrigen stlavcn, di>, vo^eist in ihrer bisherigen Stellung verbleiben, verleiht das G setz volles EigcnihumSrecht, das Recht. Viaei,-thilm zu besitzen, zu eibcn, zu erwerben, ausschlilßllch über das zu verfügen, was sic etwa durch Arbeit, Er- < spannst, Schenllüigcn oder Eibschast crwcrocn. ferner das Recht, argen ein von AnxSil'cae!, fesl;l,slcllc»dce' ttanf^eld sich jederzeit loslaufen zu löonen. Ocw,ß w,rd dcr heutigen Stlllvcnaeneralion diese Gcschwohllhat nur in AuSnahmefäüen z» Gute to,,men. Dnr^^reifendc,-, wenn auch nicht ohne Bcdcnlcn, isl das Gescy für die lom< mcn^e Sllavcngcneratio:', Dcnn sämintlichc Kilidcr, die vom Erlaß dcS GcsetzcS all von dcn Sklavinnen grborcn werden, siod frci. Sehr eigenthümlich si»d übrigens die Veslimmunaen, die das Gesetz für die Erzichung dieser Kinder trifft. Bis zum vollendeten achten ^bcüöj.ihre fäll! die Sorge für die Ernährung und Eizichung dem Eigenthümer dcr. Mutter zk, welcher als Entschädigung dafür je »ach seiner Wahl cntwcder dcn jährlichen Gc-lniß einer Rente von (5 Perz. cincs Capitals von WO Milrcis (ein M'lreis ist ungelühr I fl 35 tr) oder bie Vcfilgluß erwirbt, dcn mindc» jährigen Negcr bis zu s"nem 2l. ^cbcu^jahre in srincn Diensten zu vcrwcn^ de>». Tr,fft der Eigenthümer die erstere Wahl. so tritt' bcr achtjährige Ncger unlcr die unmittelbare Vormundschaft dcs Slaatcs, und liegt cs dcn Behörden ob, ihm lme angemessene Beschäftigung gegen ensprechcndcn ^ohn z» sichern, bis cr mil scineill 2l. ^cbcn^jahrc scine "olle Selbstbestimmung crlangt. Man glaubt, daß die '"eisten Eiacnihümer von dem Angebot dcr Rente Gc-mauch machen werden, und dann wäre diese Rente gewissermaßen cine Entschädigung der Eigenthümer für ihr ulsherlgcs Recht au die heranwachsende Negcr-Generation. -w>e ,lch das Gesctz in p,!>,xi machen wird. bleibt abzu .varten. Ein eminent wohlthätiges wird es auf alle ncille. Neuerer Nachricht zufolge wird der Entwurf dcs Gesetzes der Opposmou halber in diesem Jahre wahr schemlich noch nicht Gesetz werden Hassesneuigkeiten. Prvceft Favre-Laluyv. Nach dem Falle der Commune wurde ein gewisser Laluyö reihastet, abcr die Militärbehörden setzten ihn in Freiheit, da nichts Vedeutendes gegen ihn vorlag. Nach Paris zurllckgelehrt, sprengte er aus, daß Jules Fovre ihn habe verhaften lassen, nm sii, ^isscr. ^eweisMe. die Valuyü in Händen habe, zu lvm^ii.irn und einen lästigen Zeugen bei Eeile zu schaffen. Jules Faore reichte eine Silage auf Verleumdung gegen kaluyo und die Redacteure und Drucker der „P^ril6" ,mo des ..Avenir liberal" ein, welche Äläller jene Behauptungen verbreitet hallen. In dem Processe waren alle Verklagten uuo dcr Kläger felbst mit ihren Adoocalcn erschienen. Gleich in dem Verhör ließ Laluys dcn eigentlichen Antlagepunlt bei Seile, um sich in den gehässigsten Angriffen gegen I. Faore's Privat» leden zu ergehen.
Direclor der Ausstellung hat, im Ver. eine mit einer Anzahl Industrieller und Fachmänner am SamSlag den 16. September einen gemeinschaftlichen Aus« slug „ach Ulm unternommen, um die schwäbische Industrie« Ausstellung zu l'esichiigcr,, die Vertreter derselben zu be« grüßen und in collegialcr Weise znr Beschickung der Wie. ner Ausstellung des Jahres 187^ einzuladen. Die Ant» worten der Dlrcclionen der ausländischen Bahnen, betreffend die Herabsetzung des Frachtp 0 rt 0 s auf das mög» lichst geringste Mciß fUr die zur Wiener Wcllausstellung gelangenden Frachlgegenstcinde sind bereits fast durchgehend« eingelaufen und laulen alle äußerst gUnstig. Fast sämmtliche Bahnverwaltungen sind auch bereits unter sich vollkommen liber das Maß der zuzugestehenden Ermäßigungen einig und es werden besonders Maschinen und Maschmenbestand» theile, Dampf- und Oelonomie»Npparale und solche Gegen-stände, die Überhaupt zu ihrem Transporte eincs ganzen Wagens bed!^.fen, einer großen ^rachtermäßigung sich er» freuen. Von Seile der Gesandten und Konsi'ln der europäischen und Überseeischen Staaten sind ebeui^ll« bereit« beim Handelsministerium Berichte eingelaufen, die auf eine große Belheiligung der Industriellen und insbesondere auch von Künstlern jeder Art hoffen lassen, und es wurden »uch deshalb fchon mit den Besitzern vpn Hauffartheischlften der oerfchiedenen Meere Unterhandlungen eingeleitet, um dem Transporte überseeischer Ausstellungsgegenstände jedwede mögliche Erleichterung zuzugestehen. — (Post.Sparcasfen.) Der Hof m»d («e. richlsadvocat Dr. Max Schweinburg weilt derzeit in Brüssel, um das auch in Belgien bereits vortheilhaft eingebürgerte Institut deS englischen Postlassen-, i'ebens< und NenleN'Versicherungswesens an Ort und Slelle lenuen zu lernen und seine Erfahrungen, welche sich derfelbe schon frilher llber die englischen ,.?>(>8t-OM^-8iN Mss-?.imk!<" und .,In3urlii»c.6" gesammelt hat, mit Rücksicht auf die beabsichligle Einführung dieses Institutes in Oesterreich zu ergänzen. Das belgische Svstem, da« erste und beste nack dem Maßstabe continentaler Verhältnisse, ist einfacher als das englifche und auch geeigneter, in Oefter reich als Muster zu dienen. — (Mont.Ccnis'Vahn.) Die Herren Hosrach v. Nördling, dann die Ministerial-Tecretäre des Handels' Ministeriums, Pollanetz und Dr. Freiherr von Strobach, ferner der Nordbahn-Director Herr Fillunger haben sich zur feierlichen Eröffnung des Tunnels durch den Mont« Cenis nach Turin begeben. (Eine Na lurm i ßbi ldung seltener Ar») lam dieser Tage in Wien vor: Frau Marie Hiirll. Oe< wölbsinhabersgallin und MichauseigenlhUmerin, ^. Bezirl Porzellangasse Nr. 29. wurde den 8. d. von einem Knaben entbunden, welcher weder Arme noch FUße besitzt, Dll< Kind lebt, Mutter und Kind befinden sich wohl. — (Dan la d, e sse j Dem Herrn Oberlandes^ gerichtspräsidenlen Nitter v. Schweidler in Graz wurde durch eine Deputation des GemeinderalheS eine Dankadresse fllr seine Thätigkeit als Obmann der Gemeindesparlasse llber« reicht, welcher Anstalt Nitter v. Schweidler seit deren Grlln» dung bis in die jllngste Zeit vorstand, und um deren Pro» spcritäl er sich wesentliche Verdienste erwarb, so daß, w« die Adresse Wont, der Name Schweidlel's mit der Anstalt immer auf das innigste verbunden bleiben wird. — ^Badcrb esuch in Steiermarf.) Im Cur« orte Gleichenberg sind bis zum 10. September 2433. in der Curanstalt Rohitsch-Sauerbrunn 2303 und in der Kalt» Wasserheilanstalt St. Radegund 501 Personen eingetroffen. — (Die Ausstellung in Trieft) wird unfehlbar am 20. d. M. um 10 Uhr Vormittags eröffnet werden. Das Comilv fllr die von der Handels« und Ge-werbekammer veranstalteten Musterausstellung, die in einer geräumigen Abtheilung untergebracht ist, ladet alle jene Kaufleute, die derselben noch irgend einen passenden Vegen» stand einzuverleiben wlwschen, ein, sich bis zum Ik. d. M, an Herrn Hugo Massopust im Locale der Ausstellung selbst zu wenden. — (Die großen Manöver) zwischen Pest nnd Waihen, welche am 24., 25,, 26. und 27. d. stattfinden werden, sind in zwei ^agerperioden eingetheilt und wird das Ostcorps der Landescommandirende Baron Gablenz und das Westcorps Se. s. Hoheit der Herr Erzherzog Joseph commandiren. - (Banditenwesen.) Aus Ilamo (Griechenland) wird dem ..Osserv. Trieft." unterm 25. v. MtS. geschrieben: Vor einigen Tagen fand ei» Zusammenstoß zwischen einer starken, aus griechlsch-lUrlischen Truppen combiuillcn Patrouille und dcr Räuberbande des Tacco Arvanili statt, dieselbe, die vor zwei Jahren den Engländer Loyb und den ital. Legalionssecretä'r Grasen Boyl gefangen nahm und fpäter ermordete; das Gefecht dauerle geraume Zeit, zwei Briganlen fanden daselbst ihren Tod; unter diesen der berühmte Xefluda, der dem Grafen Boyl den Todesstoß gab. Der Nest der Bande rettete sich in die Gebirge, sie wird jedoch verfolgt und es ist Hoffnung vor« Handen, daß eS den Truppen gelingen wird, selbe emzu-fangen. Locales. Die Negierungs-Borlagcll für dell trainer Landtag. Wir bringen vorläufig einen Auszug aus dtn. dem lraincr Landtage libcrgrdcnen drei Regierungs-Vvl-lagcn: u. z. 1. den Gesetzentwurf m Velreff dcr Abilndtruna der ^andesordnung. welcher die §H )l, 12 und )N dcr bisherigen i'andeeoldnulill. außer Kraft seht und die Bestimmungen enthüll, daß die nru zu consliluirende ?andeevcrlrelung aus 39 Mitgliedern, beziehungsweise aus 4 ^andeeaus,chuß-Bcisitzern bcstehl- ?. jenen in vetuff der Abänderung de, Anhanges zur Landes 0 rdnuna der den bioherige»' Anhanz außer Kraft setzt, und bestimm,, daß 6 ^"' tagsnntgliedlr noch emcm neuen M°b»- '" "' Hau« der Abgeordnctm des Reich-rach" ," wühlen ,mo, 1558 3. jencn in Vctnff dcr ^'an dtag S - W ahl' oldliung, ds! dic dlshnige Wahlordnung außer Kraft seht und cine li:u,' al,S 47 ^üva.^lap^li besichcude Wühloldllmig jcslsteUt. ^orncch dl< Vaudlagsabgeorbne-teu diiect zu wählen sind, der Großgrundbesitz und dic Oroßindusnic E i <1 e n Wahl^zirk und beide j« Einen Wahttötpcr lulde», fin dt? Wahl der slbgt-orducten der Slüdlc lind Maillc ^>, >l!id für jcnc der Abgeordneten aus cen Lalldgemeiudeli l7 Wahlbc-zlrle bestehen, neuc Wahlotlc ,;u bestimmen sind. der Census bcim Großgrundbesitze lmd bei der Groß« induslric auf nnndcsleüS ' fl. festgesetzt wird und schließlich dic Bo rbe re i t u ny, Ausschreibung und Vornahme der Wahl normirt werden. Im Verlauf« dcr nächsten Taqe werden wir den vollständigen Inhalt dieser drci Gesctzrs-Vcnllisim veröffentlichen. — (Die Ausstellung der Ender'scheu Aquarellbilder) dauert auch noch während der laufenden Woche fort, da die ursprünglich beabsichtigt gewesene Ausstellung derselben in Nlagcufurt uuuniehr untclblcUt. Olcläizcilig mit dieser Verlängerung der Nuöstelluna. wurde der C'mlrittöpreis auf 10 kr. herabgesetzt. — (Ernennung.) Herr Franz Marlmz, Grund-duchsfUlncr bci dem t. k. städt. deleg. Vezirlegeitchte Lai-l'ach, wurde ^uin Landtafel- und Grundduchsdirectionsadjunc-ten bei dem l. t. LandeSgerichte m Lalbach ernannt. — (Istrianer und dalmatinische Bahn^ projecle.) Wie man auS Wien schreibt, sind die dal> matinischcn und istrianer Eisenbahnen der Verwirklichung nicht sc> nahe als man glaubt. Es mußten und milssen wohl auch noch neue Tracirungen vorgenommen werden. Die Istrianer-Bahn hat auf dem Tschitschenboden mit bedeutenden Terramschiviengleilen zu kämpfen. Die neue Trace der dalmalilnschcu ^'änacud^hn weicht von der alten wesentlich ab und gcl>t nunmehr über Swerich am Fuße des Monte Promina, wo sich die Kohlenlager befinden, deren Ausbeute nicht unbedeutende Vortheile verspricht. Der Ausbau der dalmatinischen Bahnen ist natürlich von dem Anschluß «n das croatisch-ungarische Netz abhängig; da aber für diese letztere Bahn, selche die Militärgrenze durchschneiden soll, nicht elmu.il die nothwendigen Vorstudien gemacht sind, und die Il',tcvcss^!'Garamie'Frage noch gar nicht angeregt ist, so dürfte das cisleithanische Dalmauen, des lransleichll' nifchcn Crocuiens wegen, noch einige Jahre aus seine Bahnen warten. C'nn^cn Ersatz dürfte Dalrnalien in der L?-snng der fllr daö Kronland äußerst wichtigen „Nareuta-Angelegenheit" finden, Minister Dr. Schaffte beabsichtigt, das Pioject nder dic Schlffbarmachung der „Narenta" und die Enisumpsung des Narentathales dem nächsten Reichsrache vorzulegen. — (Schlußverhand lung en beim l. l. Landesgerichte Laibach.) Am 2l). September. Andreas Porcnla: schivcrc körperliche Beschädigung. — Am Listen September. Barlhclmä Slapnit: schwere körperliche Beschädigung; Eouard Klllcr und drei Genossen: Diebstahl. — Nm 22. September. Jakob Osmek: schwere körperliche Veschädiguug; Mathias Tauöar: Betrug ; Michael Prugger : schwere körperliche Beschädigung. —- (Diöcesanveränderungen.) Herr Math. Strucelj, Pfarrer in Nieterdorf, erhielt die Pfarre Dornegg bei Feistriz; die Pfarre Niederdorf wurde am 12. d. ausgeschrieben. Herr Michael Lazar, Director und Katechet in Kraniburg, kommt als erster Lehrer an die Präparandcnschnle für Mädchen in Laibach. — Uebersetzt und angestellt wurden die Herren: Fr. Spendal von Neumarktl als Director und Katechet nach Krainburg; Karl Ceme, neu ausgeweiht, als Cooperator nach Flödnig; Ignaz Koren von Dragotusch nach St. Peler bei Ru» dolfswerlh; Ic»h. Poklutar, neu a»sgeweiht, nach Dragotusch; Fr. Mare sic, neu auögeweiht, nach Heil.-Geist. — Gestorben ist am 8. d. Herr Anton I a tic, »Pfarrer u» Mssenfuß; die Pfarre Nassenfuß wuidc >i n,, 12. d. rnd die Pfarre Auttsperg neuerdings cul 5, r>, ansgeschn^tli, Einladung ! zur ! General Versammlung det, Lchrervereinö für Kram am 2 7. September l 8 7 1 fr<»h 9 Uhr im magist>aU«<,. ->»'.! zwei-, drei. vier- und mehrllassigc Voltilschulen. 2. Anttag auf Aenderung der Statuten dahin, das» kchrer aller s l ° u c n i sch eu i'iluder als Mitglieder dem A,'!>il:c dci-treten tonnten. 3. Bcralhnng, ob da« slovcuische Echulblall ..l^,<< lj ! i !'<>-v-o-z" ,„e hl mal ausgcsscb^i werden sollte als bisher, ii'd wie diescü ;n crmüglichen lväre. 1 Anträge, betreffend dic Gcschentwilrfe ilber dic 3! ^ >l> is -u e r h i» l t li i s sc der BoltSschuIlchrcr. dcmn Erricht«,,^ und Erhaltung dcr V o l lv s ch n le u in Ä>,am. Oleich:cit!ss wird in? Nicealll.ebiiude 1. Stock in dcu kocali-liileu dcr i. t. lleblmgssch.'lc cine l! e h r >n i t t t l - ?l n Lel,ln'ü u n c er t mit Musit und O s^üg statt. Entree 30 tr. Her Neixerlrag wird dem Pcl>siu»slicrci»e für Lchrrr, dl>^il Witwni u»d Waisen in itrain zugewendet werden. - Am 's!hmdl>ü des OittudnngsanSschnsse^, :i. Bericht libcr die Thäliqtcit dcS Ansschusse« 3. Wahl dcö nenen Ausschüsse, 4 Allfilllige Anträge der Mitglieder. Zn dieser Virsammlinil; werden alle Mitglieder und Schulfreunde höflichst eingeladen. 4l!eu kranken kratt uns tteznnällbit obne Meäicin llnä obne llozten. kevalezeiere vli Ü2ir^ von I.onäau. Xieino Kranthnt ucrmag dc>' d^licalrn Ns>v,'!!^<:,c-!-<' ;u widerstehen und bcseinc^t dicsllde ohne Medici" und Kus!>i> alle Magru:,'!i!l,'rvc!l-, Bn'sl'. ^uügrn-, Ledrr:. Drüscn-, Schleim-hant-, AthsiN', Blasen- u>,d Vlicrsiilsldrn, Tudercnlusr, ^chwind-suchl, Nllhma, Hüllen, Unucrdaülichkrit, Vcrslopsnng, Hiari-liäm, Schlaflnsiglcit, Schwäche, Hämorrliuiden, Wassclsuchl, Fieder, Schwindel, Vlulanssleigcn, Ohlenbrallscii, Ueliclleit unt, Eilirechrii selbst während der Lchwangt'rschast, Diabetet«, Älclancholie, Al?^ niagerung, Nhmmatismus, Gicht, Bleichsucht. Auszug aus ?2,<)0l) Cerlificatcn llder Ocnesiing n, die aller Medicin widerstanden : Lertifical Nr. 58782. Tyrnau, W, Mai 18«9. Ich lilt lange an Appetillosigleit und Erbrechen nach drm Essen. Ihre vorlrefflichc ^evul^^iei-o hat das Erbrechen gänzlich gehoben und meinen Appcüt hngestellt. Meine Uebcrzenguua, von der Hjortrefftichtelt Ihrer N<-v«I«2<:,^,> veranlaßt mich, dieselbe andern Leidenden bestens anzuratt,?,: Carl Bcrger, Certifical Nr. «2914. Wrslllu. 14. September IlM. Da ich jahrelang filr chronische Hiimorrhoidal-^cioen, i!ebcr-lrankhcit unü Verstorf'nng alle nu'glichc ältliche Hilfe ohne Erfolg angewendet, so nabm ich i» Perzwcifluilg meine Zuflucht zn Ihrer liev^Ios.'i^:. Ich lanu dem lieben Oott und Ihnen nicht a/nng daulen für diese löstlich? Gabe dcr Natnr, die für mich die nnbertchenbarsie Wohlthat gewrsen ilt. Fran; Stcinmann. Nahrhafter als Fleisch, erspart die ll«'v,',Iü5m<'!>!l>l,l,o in Pulver und iu Tabl.'tlen fi',r ls Tl.sf^^ fl. !„>!. "4 Tassen sl, 2 5>0, 4« Tusscn sl. 1 t'»-», '" i'nlv-r sl'r 12') Tnsscn fl. l<), fllr 2«8 Tassen sl. 20. fl'r 5>?6 lassen sl. 3l b^iehcn durch Barrt, bn Äar,»> ä Eomp. in Vl^ian, ^V»U2«olKzH»8e Ilr. S, tu I^lbaoli Cd Mahr. in Mardnig F, ,<üo l l<>! ix ^,. in Klligcnsürt P. Bi rnbach er. , in Gruz Gcdrnd>/r O^errau;lNll>)r, in ^nn^brnct Diecht! H Frauf, in ?iu; Hnfclina »jer, o, Pi-st Türöl, in Prag I. Fllrst, in Bi ünn ^. <5d.'r. sowie in allm Zlädtcn l>ci gnlsli Äpothelcrn 'ü'.d ^pccen'ihäuolr!'»; nnch veiseudet das Wiener Ha>'<> ! nach allen Ocgendcn ge^rn Postalüveisung oder Nachnahme l r.m l<^ Seplembe». 5,perc. 21Itl.u>uau>v> 58 75». — äpclc, MetalliqncS mn Mai-nnd Viovemher-Zii'scii 58.75. — 5^r^ Nn'wual-Nlltehm li8 «0. — 18«0cr ölc,«^.Ä.!lelicll i»8.30. — Naul-Actlc» 765.-- Er.dii' llct en 290.30. roi don 117.80. - Sil!,.r 118.50. - K. ? VM,',^ Duca<«, 5.70'/,,, - '.'iapoleond'or!<45'/,«. Das Posidampffchiff „Cimbria". Capita» Haact, giug aili 13. September mit <^42 Passagieren von Humlinrg v>« H«ure unch NewYorl ab. Mndel und VoKswirthschaslllch^'. Vail^acd, Kl. September, Auf dem heutige» Marlte find cr schienen: 45 Waa/n mit G^ieide, 8 Wag^n mit Hru n„> ^>>,!) (Heu 72 Ctr., Siroh u l a»iü>n >l< «-'1>rc ise. -^. ^___._ Mi?.' ^^"' Wch.n vl. M^rii « sl) L «I Butter pr. Pfund 42 — Korl! Saal,. 4 ! 4 12 Eier pr, ^tUcl -3,! Gerste ,. l 2 8<» 3 25 MNch pl. Maß Kij Hascr „ « 1 70 2 15 Rindfleisch pr Psd '/3 - - halbfrucht,. !—' 495 Kalbfleisch ., .'<«._.. Heidf».: . '— ! 3 Tchwrincsl.isch ., 2li> . ... Hi',sr , ! li80 .^53 öchopscnsleiich ,. . 17,_ , «uluruh ., 4 40 4 70 Huhlioel pr. Sn'.ci -. A5> _ . ^lvdäpscl .. 2-^0 — — Taube:' „ U!____ riüscn ,. 5--!------- Hen Pi, lllr,, alt! l20 ... Erbsen „ !520— „ „ ,. nm ^ >......._ Fisolen „ »5 50 ........ Sl>,o!, „ !l !- R,nbsschllia!z ",)sd ^l . - Hol;, hart., pr klf«, ., . <; fto Schwcn'.rschuial^ „ - 4t! — —! - n-cichvs, 22" .,.! 5, ^.. Speck, frijch, ,. - !)0 - - Wel», roch. Vlmei l,2 - nrrällchcrt „ — 42 - - — » w>,t>er .. ----- >l<) . A«ssekollll,»ene fremde. Am 15. Scpttmber, «>«»«'»»«<. Üholcr. ssansm . Pest, - Sallcr« Bahubcamle, Ofen, - Tauc>r, Piarrc,. Welsch, - Iagcr, ssaufm,. Wien. — »Laron Noschi^, Unterlrain. Auster, P,ival, Nndullswerlh. — Plrchi. Privlit, ^chwsi^, Fräulein i,'eill!l>r, Pinq Fran Vallh, Pnic; ^ Fanny Aarlh, Prag. Pioseln/ P,aq. Schlosül, Pra^, Oerstne,'. P,a^, W^iler, .Naufm.. Wirn, — G»stc>!bta,idl. Wien M.uf, Wien. Michel, Giaz. — Gullmniüi, Gra; — Piimi«-, Graz, - Neüniss, ^el,-niailll. - Wütine, Frauknnnallt. >«»»«>« AV««>«. ,^ilin, zt.iusm., Tlirst. .slauischilsch Eduard, Fichtenwald. — ikauischusch, Änh,»,»«,,. Niedcl. Vn,i"^ 5» ! windstill Neli.-l'"^ !?. 2 „ N 7.'l7..,s .^.20 1 N, schwach h/itcr 0.,.^ l0„ Ab. 7.j5^ -ll4 ^ windstill hcitcr ^ Tic trockene nördlich? ^ustNröinnüs, anhaltend. Wolkenlose Tagc. Vom Morastbrcnu^i staler Moorrauch gcgcn die sltdlichen Berge. Gestern WMcrlcuchmi in W. Dnö vorg'.strig!- Tagctzmitlcl dcr Wärme <- !3'7" nm 0'2"; das gcstrigc .^- 125" um 1'4" unter dem Normale. A?la!!!!Ul>lll!!r 100 sl, Ac«d ob7r. 68 90 U9.- Ü?se v I 183!' . '. . . . 287.-28».— „ „ 1854(4",,» zu 855, " -,- l^0 „ ., I8«0 zu 500 fi, . . 98.40 98 60 ., ,. I860 zu 100 sl. . . 113 25 113.50 „ „ 1864 zu 100 ft. . 136 50 130,75 ^lalltt««Domänc:l-Pjandbriesc zu 120 st. c>2____ «4'4____ Ungarn . . . . "/5 ^ 7925 80. - O. Andere offclltliche Aulelien Vonaur^nlirun^lose zn 5pCt, 9375 94 — Uug. Eisciibahnanlchcn zu 120 st. ö. W. Sillier 5"<, pr. Stuck lovko 100.— Nn^, Prämienalilehc» zu 100 fl. 3 W l?5fl Emzayl.)pr. Gtilck 98.20 98 50 Wiener Hommunalaulehen, riick- Veld Waare zahlbar 5 pL. Nctien vl?n TrauSpovtnnternei,. MUNgen. Acld Waare AlfÄld-Finmaner Bahn . . 178.75 179.25 Vöhm. Westliahi,.....^-— ^-^ H°rl-i!udwig-Onhn.....252.25 252 50 Donlln-Dampfschifsf. Oesellsch. . 572.— 574, Eli!llt-cth-Westbah:l.....231.— 231.50 Llisabeth-Wlstbahn (Linz - Vud- »vtiser strecke).....203 25 203.75 FtromaudS-NVrdbahu . . . 2110 2115.— F«nfl,cch'n2.— Siebenblirger Bl-.hu . . , , 172.50 173°— jHtaatsbahn.......3?5 — 3?Zudbal,n . ......18850 18875 Sud.ilordb, Verbind. Vahn .172 50 173,- Theiß-Bahn......' . 245 - 245 25 Ungarische Norbostbahn . , . 159,25 159.75 Ungarische Ostbahn . . , . 85,75 86.25 Tramway........208,95 209,- r. Pfandbriefe (für 100 fl,) Ällg. «st Vobl.n-Tredit-?lnftllll Meld Waare derlasbar zn 5 pit. in silber '.06 25 106 75 '.'to.in33I.rüclz.zu5pEt.ini!.W, 8680 87 20 /iatianalb. zn 5 pst 0. W. . . 88.75 89 25 >1ng.Uod.-Hred.-Nnft. ,u!,V, P«t. —.— 89.— tl. Vvioritätsobligntionen. Geld Waare Hlif.-Nefib. in s. verz. (I. ämiss.) 94,50 95, -FerdiunndS-Norob. in sild verz. U>5. - N'5,25! Fran,-Ioscph«.Vihn ... 98.50 98?5> O.lllrl-iludw.V.i.G.verl.'Vm. -.-- 105 50 0«fttrr. Uotdwefldsin . . 9» 25 985', Geld Waare siebend. Balzn in silkcr verz. . .-.— 9>».— slaati«^ O. .'i'/, !. 50s)Fi-. ,.I, Cm. —— 13^. - -lldl-,. K, 3', -< 5lX) ssrc, pr. Slttcl 10? 75 I<>8 25. 3üdb,-G.:.2l,0fi.z. 5''<.sljr100fi. 89.40 89.<>0 '^!',tl'.-«on« 6"/« (18?ü -74) ^ 500 Frce ftr. ^tiick . , -. — 239.— tlug, Ostbahu silr 100 fi. . , ^520 8540 ». Privatlose lper stllck.) iredilanflalt f. Handel n. Gew. Oeld Wt>a:e ,u 100 fl ii,W......18275 18325 Nndolf-Sllflung zu 10 fl. . . 14/.0 15.50 Wechsel (3 Won) Oeld Wa°ls 5l!igübnrg filr 100 fl sudd. W. 100 35 100.^5 Hranlfurt a,M. 100 sl. dettc 100 60 100 80 Hamburg, fttr 100 Marl «an« 87 30 87 <1" London, fllr 10 Pfund Sttrlino 117.60 ll7 7l» Paric, jür 100 Franc« . . . 45 75 45 3-' (lour« der Geidsnrt-y «. Mllnz-Ducntli, . 5 sl. 72 tr. 5 fi. ?3 ". /«llp2leon«,d'or . . 9 „ 46 ., l> „ 4? " Preuß. Hafsenscheine 1 .. 78, . ' . ?" " »Äilbtt , . 118 „ 7b ., N9 - " »itrainischt Grundeilt'llftun»« - Ol'ügalioi:^, Prl> Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin and ohne Kosten, Revalesciere Da Barry von London. Neme Krautheit ucrniag dcr d^licalrn Ns>v,'!!^<:,c-!-<' ^li widerstehen und licseingt dieslldr ohne Mediciil uud Kusts» alle Massen-, Novell-, Brl'sl-, ^'uugrn-, Leder-, Drüsen-, Schleim-haut-, Athem-, Blasen- u>,d Nicrsiilsidrn, Tuberculuse, Schwindsucht, Nllhma, Hüllen, llnucrdaülichkrit, Vcrslopslinss, Hillvrtiall!, Schlasinsiss^ir, Schwäche, Hämorrliuiden, Wassclsuchl, Fieder, Schwindel, Vlulausslcigcu, Ohlciibrallscii, Ueliclleit und Eilircchrii selbst während der Lchwangt'l'schast, Diabettt«, Melancholie, Ad-niasseruliq, Nh^imatismus, Gicht, Bleichsucht. Auszug aus ?2,<)0l) Cerlificatcn llder lyciissiiüy », die aller Medicin widerstanden : Lertifical Nr. 58782. Tyrnau, W. Mai 18«9. Ich Im lange an Appetillosiqleit u»b Erdrccheu nach dcm Esftn. Ihre vorlreffliche ^evul^^iei-o hat das Erbrechen gänzlich gehoben und meinen Appetit hngestellt. Meine Ueberzeugung von der Partrefflichtett Ihrer N<-v«I«2<:,^,> veranlaßt mich, dieselbe an? dcrn Leidenden bestens anznralhen Carl Bcrger, Certifical Nr. «2914. Wrslau. 14. Teplember llM. Da ich jahrelang filr chronische Hämorrhoidal-^cioen, Lebcr-lrankhcit unü Verslors'ung allc uu'glichc ältliche Hilsc ohne Erfolg angewendet, so nabm ich i» Verzweiflung meine Zuflucht zu Ihrer liev^Ios.'i^:. Ich lauu dem lieben Oott und Ihueu nicht genug oaulen für diese löstlich? Gabe der Natur, die für mich die unbertcheubarsie Wohlthat gewrseu ill. Frau; Stciumaun. Nahrhafter als Fleisch, erspart die ll«'V!,Iü8<:i