Nr. 193. "-——-^^ Mittwoch, 25. August 1886. 105. Iahrgauss. Macher Zeitung. »an,!l>,ri<, « "^"«' M.t Vostversendung: ganzjähl!« fi ,s., hnlblähr!« ft, 7.50. 3m Lomvtoir: lllwe I»ler«..V,V '"^^ ^"^' ^"^ b'c Zustellung , — I»lert«°u«,tbiir: stur -^ ' "" "'' »u < feilen »5 lr., sslößir? pl, ^»ilc n ll.! b^, öst<-icn Wi.delholuüssen pr. .^clle 3 ll. -------- ________________________________________________________ Dic „i>ail>achtl Leitung" «schein! täglich m!> «usnllhme der Slim unb ssciertage. D!e »l»«luä„. s.^""uert. Die Acten ilbcr jene historischen desiy^ '^ U"d wohl noch lange nicht geschlossen - nichts-dass ^,l^^"^^ ^"" sch"" ^ilte cunstaticrt werden. dei„ ^ ' Alexander «nnr der Noth gehorchend, nicht >vem,,./"eu Triebe, sich an die Spitze jener Ac-dcnz win t hat. Europa hat um des lieben Fric-Alnr,, '"/" z»l diesem kleinen Staatsstreich Ja nnd ^iltste. s ^ ^ l""lle der Äattenberger auf dem strche,'^ m" ^lllgariens saß, n,ochte man jcine bc-Festillleit ""'^'lichkeit, sein ritterliches Auftreten, seine schlG ^,"!' Handeln, die Ucberlcgthcit seiner Ent» bttra^ ^'"''s^maßen als eine Garantie des Friedens lich l>^f.""^ "ah'" manches hin. was mit del, feier-Geg!>,s..,.'"^rn Vereinbarungen Europas im strictesten do,, N'.V ,na"d. Allein seit Sonntag ist Alexander Eine N«? s ^ entthront und außer Landes gebracht, hat seiner Regicrnngsperiode ein jähes Ende bereitet. Man kennt die Antwort, die Fürst Aismarck dem jnngcn Prinzen alls dessen Frage ertheilte, ob er den ihm angebotenen bulgarischen Fürstenthron annehmen solle. «Nehmen Sie ihn immerhin an — sagte der eiserne Kanzler — wenn nichts anderes, so wird es doch eine hübsche Erinnerung für Sie werden.» In der That. Fürst Alexander hat hcntc nnr mehr die Erinnerung un sein bulgarisches Fürstenthum. Zur Stunde, da wir diese Zeilen schreiben, liegen nns nur kurze telegraphische Nachrichten über die Ereignisse in Sofia vor, und wird sind noch außerstande, das Geschehene ganz zu überblicken oder aus demselben Schlüsse zu ziehen. Wir sehen vorläufig nnr, dass der Fürst einer Palastrevolution zum Opfer gefallen ist. Sein eigener Ministerpräsident, Karavelov. hat sich mit dem Chef der russenfreundlichen Opposition, Eankov, vereinigt, nm den Fürsten seines Thrones zu berauben. Legt schon die offenkundige politische Richtung Can-tovs, seine stete Verbindung mit den zahlreichen rnssi-schen Elementen Sofias die Vermnthnng nahe. dass Fürst Alexander dem Einflüsse Nusslauds erlegen ist, so wird dieselbe zur Gewissheit, sobald man sich den bis zur Unversöhnlichkeit gediehenen Hass vergegenwärtigt, mit welchem das officielle Russland den jungen Fürsten seit Jahresfrist «erfolgt. Fürst Alexander hat die vielfach verbreitet gewesene Annahme, dass Nussland den kleinen Staatsstreich vom 18tcn September v. I. veranstaltet habe, gründlich widerlegt; das Zarenreich war thatsächlich unschuldig an der Vereinigung beider Bulgarien. Aber gerade das mochte den Zar-Befreier verletzt, ja vielleicht' sogar geschmerzt haben. Nussland hat in der That für Bulgarien fo viele Opfer gebracht, dass es sich seines maßgebenden Einflusses daselbst begeben hätte, würde es wortlos zugegeben haben, dass sich eine der wichtigsten Phasen in der Entwickluug dieses jungen Staatswcsens nicht unter seinen Fittichen, nicht mit seiner Hilfe, ja sogar ohne fein Hinzuthun vollziehen. Dadurch dass Fürst Alexander sich stark genng gezeigt hat. Bulgarien auf eigene Füße zu stellen, hat er' die Eigenliebe seines mächtigen Protectors tödtlich verletzt, und schwer muss er nun dafür büßen. Das Werk. das Sonntag in Sofia vollbracht wurde, mag seineu Urhebern nicht leicht gefallen sein. Fiirst Alexander crfrente sich namentlich seit dem letzten Kriege mit Serbien, in welchem er sich als Stratege von tüchtiger Schulung bewährte, bedeutender Sympa-lhien im Volke nnd insbesondere in der Armee, deren Thaten er in der Kriegsgeschichte verewigt hat. Trotzdem wussten Berichte ans Sofia bereits am 31. März von außerordentlichen Agitationen zu erzählen, welche russische Agenten daselbst gegen den Fürsten erhalten und betreiben. Schon damals signalisierte man «unliebsame Ueberraschungen allerlei Art», welche offenbar anch bereits früher eingetreten wären, hätte der bulgarische Bauer Mihailov nicht am 18. Mai die Verschwörung verrathen, deren Spiye wahrscheinlich gegen das Leben des Fürsten gerichtet war. Fürst Alexander hätte damals zwischen Nltos nnd Burgas angegriffen werden sollen; dreißig Mann standen unter Führung des Studenten l^obokov bereit, nm das Werk zur Ausführung zu bringen, welchem im Falle des Misslingens bei Kamsik ein zweites Attentat hätte folgen sollen. Es ist alfo nicht zu zweifeln, dass Fürst Alexander schon vor drei Monaten von dem Schicksal ereilt worden wäre, das ihn nun, offenbar unerwartet, betroffen, hätte nicht, wie gesagt, der Bauer Mihailov die ganze Sache verrathen. Allein die Verschwörung vom Mai war auch gegen den Ministerpräsidenten Karavelov gerichtet, während wir heute denselben Karavelov Arm in Arm mit feinem politischen Gegner Eankov an der Spitze der Bewegung sehen, welche den Battenberger zu einem Fürsten im Exil gemacht hat. Es wäre nicht ohne Illtercsse, die Beweggründe zu kennen, welche bei dem bulgarische» Brutus diese Sinnesänderung hervorgerufen hat. Welches werden die Folgen der Sofiancr Vorgänge sein? Wird der thatcndurstige Fürst einen Versuch machen, sich des Thrones wieder zu bemächtigen, auf den er sich sein Anrecht bei den Schanzen vor Slivnica erworben? Wird Serbien der nun wahrscheinlich erfolgenden vollständigen Verschmelzung beider Bulgarien rnhig zusehen? Wird Europa die Etablie-rung der russischen Herrschaft in Bulgarien gestatten? Diese und ähnliche Fragen drängen sich uns in diesem Momente auf; — ihre Beantwortung wird wohl nicht lange auf sich warten lassen. Wir gehen möglicherweise stürmischen Tagen entgegen, und man wird gut thun, sich auf mancherlei Eventualität gefasst zu machen. Feuilleton. Die Geschichte der Toaste. Gesllll^ ,^'lotesie "ber der Gebrauch, auf jemandes thun» ,?,.k ä" lrmke,,. bestand schon im grauen Alter-^li'Nlick,/. Aborte damals mehr als jetzt zn den An-sonkl, ,,,-!" ber Tafel nnd znr Annähernng an Per-z>l trete, >l '"' '""" '" freundschaftliche Verbiuduug scheiß ' ""nschtc. Der Wein, der das kälteste Men-schencht u glichen ""^' l^liche trübe Laune ver« jlvinat "'?. b" schweigsamste Zunge zum Sprechen l"t und "c?" v"" jrhcr als das Symbol der Gesellig-ll'lf den U?'^ch. nnd die Griechen hielten so sehr "icht vom n c b" Heiterkeit, dass sie ihre Mahle ^'ke„ Kw '?'""'sp"s"l' sundcrn vom Zusammen-M AchM?"'""' benannten. Bei einem Gastmahle. w^""dt wnr'ü NM nnd Odyssens gibt. die an ihn i7"te die^ s ' "bebt sich der letztere, reicht dem ? beide i?«e ""d ruft: «Heil dir. Achill!- Nach-Ä^ sich d^^"'!!!"^ 6'" zurückgelehrt sind. be- ^" .. l^" der Anwc enden, ihnen stehend den I" der .Odyssee» erlebt sich der ^ Mfre" «?/.. ?'" 6"t" des Abschiedsmahleö, das w""n d s H^en ihm gegeben nnd reicht der °"e": Ick n?^ "'" ^füllte Schale mit den di ^."1 die V^ 6"h---------seid glücklich?» h// wie Xenvvbm. s' ^ "^ Trinker waren, nnd a.c"'sgetraa u w gerichtet, soviel tranken, dass sie ""'ssten, weil sie nicht mehr "' sestlich^Vm k°""t"'' leierten mit Trinkgelagen Kimmung. Als Themistoklos, erzählt ^ Plntarch, znm Pcrserköuig geflüchtet war. feierte dicfer dies freudige Ereignis durch ein Trinkfest und trank ans dessen Wohl. Dass solche Triuksprüche stehend ausgebracht wurden, ersehen wir ans verschiedenen Stellen des Athe-näns. des Lucian nnd des Diogenes Laertins. Später erfuhr das Gesundheitslrinlen bei Gastmählern eine vollständige Regelung. Gleich zu Anfang des Mahles erwählte man durchs Los den König des Festes, welcher die Zeit, wann die Gesundheiten ausgebracht werden sollten, bestimmte. Der Gewählte füllte seinen Becher mit Wein und ließ ihn, nachdem er selber daran genippt, am Tische hsrumlreiscn. Mau betrachtete diese Ceremonie als das Symbol der Frennd< schaft, welches die Freunde vereinigen sollte. Im Vcrlanfe des Mahles brachte man sich noch viele gegenseitige Gesundheiten, und die ganze Tischgesellschaft befand sich in der denkbar heitersten, rosigsten Stimmung, die ein alter Dichter mit den Worten schildert: Die Vecher kreisten, und dem Fnlhlmgsprcmgrn Les Gartens gleich erstrahlten ih« Wangen. Wehe dem. der ein solches Mahl verlassen hatte, ohne dass ihm jemand Beschrid gethan! Er wurde als ein der Gesellschaft Unwürdiger'betrachtet und bl,eb fortan von gesellschaftlichen Kreisen ausgeschlossen. Zu Eudc der Mahlzeit kamen die feierlichen Gesundheiten, welche in langen Zügen getrunken werden mussten. Der König des Festes brachte dieselben aus. und sie mnssten ans der Stelle erwidert werden. Die Klänge der Leier und Gesänge mischten sich m diese Wünsche, und das Ganze endete mit Libationcn zu Ehren der ^ Götter. Die Römer beobachteten ihr Tafclceremoniel nicht minder gewissenhaft als die Griechen. Anfangs beschränkte' sich der römische Toast auf die e.nfache Formel: lVoj.ml», ich trinke dir zu; als aber nach den Erobernugen in Asien orientalischer Luxus m Rom Eingang gefunden hatte, wurden auch die Gesundheiten viel' pomphafter und ceremouieller. Besouders in den letzten feiten der Republik uud den ersten der Kaiser-Herrschaft legte man großen Wert auf dieses gesellige Vergnügen. Gegen das Ende der Mahlzeit ließ man die Schüsseln abnehmen, nm den zn Gesundheiten nnb zu Libationen bestimmten Bechern Platz zu machen. Erstere betrafen die Gäste, die Libationen aber waren für die Götter. Das Ausbringen der Gesundheiten selbst bestand im Zutrinken oder den Becher zuschicken, weil der, welcher einem Gast Heil und Segen wünschen wollte, zuerst von seinem Becher nippte nnd denselben dann dem Begrüßten zum Austrinlen überreichen ließ. Bei großen Festgelagen waren die Becher ebenso wie die Gäste mit Blumen bekränzt, und zuweilen warf man Nosenblätter in den Wein. Beim Kreisen der Becher gab es allerhand bacchische und galante Scherze; trank einer zum Beispiel seiner Geliebten zu, so schrieb er auch ihren Namen mit Wein auf den Tisch. Visweilen war es Tischgeseh, so viele Becher zu trinken, als der Name dieser oder jener Person Buchstaben enthielt. Auch bei den alten Hebräern war es Sitte, sowohl vor als nach dem Mahle den Becher in der Gesellschaft herumkreiscn zn lassen, nur war dieser Becher mehr der Libation als den Gesnudheiten geweiht 4)er Talmnd erzählt, dass ein Rabbi, der den Becher semer Tischgesellschaft zum Trinken hcru,ngere,chl. stlne ^rau ^Macher Zeitung Nr. 193 1588 25. August IM^ Politische Ueberficht. (Strammere Partei-Organ isatio n.) Angesichts des bevorstehenden Wiederbeginnes der parlamentarischen Verhandlungen verlangt die «Politik» eine strammere Organisation der Rechten des Abgeordnetenhauses. Der parlamentarischen Taktik der Linken gegenüber, die jetzt zu ihrem stärksten Schlage ausholen werde, müsse die Rechte eine durchaus solidarische Partei bilden, wenn sie sich für die Zukunft actions-fähig erhalten will. Das bisherige Execiltivcomite' der Rechten fei ein zu schwerfälliger Apparat; das Partei-Interesse fordere eine Vereinfachung desselben. Es sei nicht unbedingt nothwendig, dass jeder Club der Rechten fünf Mitglieder in das Executivcomite' entsende ; so wenig wie die Thätigkeit Riegers, bedürfe die Thätigkeit des Grafen Hohenwart oder Herrn von Gro-cholski's einer Controle durch andere Clubgenossen. Tie «Politik» plaidiert also für die Reducierung der Mitgliederzahl des Executivcomite's und verweist darauf, dass zur Erledigung wichtiger Fragen stets ein kleines Comits eingesetzt wurde. (Aus dem Ministerium des Aeußern.) Se. Excellenz der Herr Minister des Aeußern, Graf Kalnoky, ist vorgestern morgens aus Prödlitz in Mähren nach Wien zurückgekehrt. (Ungarn.) Der ungarische Ministerpräsident hat vor seiner Abreise nach Ostende Vorsorge getroffen, dass die Agitation in der Ianski-Edelsheim-Affaire nicht weiter umsichgreife. In einem an die Obergespäne gerichteten vertraulichen Circularschreiben fordert er sie auf, durch taktvolle Aufklärungen dahin zu streben, dass in den Municipien weder Resolutionen noch Adressen in dieser Angelegenheit beschlossen werden. Mit dieser Aufforderung kommt der ungarische Ministerpräsident augenscheinlich dem im königlichen Handschreiben enthaltenen Auftrage nach. durch Aufklärungen die erregten Gemüther zu beruhigen. (Die Vorgänge in Bulgarien.) Fürst Alexander von Bulgarien ist am Sonntag entthront worden und hat Bulgarien bereits verlassen. Aus den Parteiführern, darunter Karavelov und Cankov, wurde eine provisorische Regierung gebildet, welche bis auf weiteres die Rechte und Pflichten des Regenten ausüben wird. Nach allen Nachrichten, welche über diese unblutige Revolution vorliegen, dürfte diese über die Grenzen Bulgariens hinaus keine acute Bedeutung gewinnen. Sie ist vielmehr als eine Action aufzufassen, welche im Einvernehmen der maßgebenden Großmächte mit den bulgarischen Parteiführern durchgeführt wurde; die Entrevues in Kifsingen, Gastein und Peterhof sind jedenfalls als die Stationen anzusehen, welche zur Entthronung des Fürsten Alexander geführt haben. Die eigentliche Ursache der letzteren ist selbstverständlich in dem Unvermögen des Fürsten Alexander zu suchen, die Sympathien der russischen Regierung wiederzugewinnen. Von Berlin wie von Petersburg aus liegen bereits Enunciationen vor, welche das Einvernehmen der drei Kaisermächte und die friedliche Entwicklung des bulgarischen Zwischenfalles betonen. Es ist wohl anzunehmen, dass die Großmächte schon in den allernächsten Tagen über die Art der Lösung zur Entscheidung schreiten werden. Es ist selbstverständlich, dass die drei Kaiser« mächte dabei die führende Rolle haben werden. (Rufsland.) Ein Communique' der russischen Regierung besagt: In der letzten Zeit begannen in einigen unserer Zeitungen der Besprechung der politische!, Lage gewidmete Artikel zu erscheinen, in welchen vollständig willkürliche und unrichtige Ansichten über die zwischen der kaiserlichen Regierung uud den anderen Mächten bestehenden Beziehungen allsgesprochen werden. Im Laufe dieses Jahres wurden jene Beziehungen keinen Veränderungen unterworfen und sind keine Umstände in Aussicht, welche als Grimd zur Befürchtung dienen könnten, dass die Beziehungen gestört werden können und dass die kaiserliche Regierung veranlasst werden kann, ihre Politik zu verändern. (Der französische Krie gsminister) hat verfügt, dass alle Transporte von Rekruten oder von zu Uebuugen eingezogenen und entlassenen Reservisten uud Wehrleuten auf dem Wege von Ansammwngs-plätzen zu den Bahnhöfen oder von diesen zu den Entlassuugsplätzen mit Militärmusit zu begleiten seien, «um diesen Bethätigungen des militärischen Lebens einen gewissen Charakter von Feierlichkeit zu geben zu dem Zwecke, die zwischen der Nation und der Armee schon bestehende Verbindung noch intimer zu gestalten und die der Armee gebürende Beachtung noch zu erhöhen.» Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Grazer Morgenpost» mittheilt, dem Ortsschulrathe zu Neubau im politischen Bezirke Hartberg zum Schul-hausbane eine Unterstützung von 200 fl. zu spenoen geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Vrünner Zeitung» meldet, der Gemeinde Blazowitz zum Schulbaue 100 ft. zu spenden geruht. — (Die ersten Schuhe eines Königs.) Der Madrider Hofschuhmacher wurde von der Königin Christine beauftragt, für Alfonso XIII. das erste Paar Schuhe herzustellen. Dieselben werden in weißem Leder mit Goldstickereien gearbeitet und mittelst Spangen an den Füßchen befestigt. Bevor der junge König seine ersten Schuhe anlegt, werden diese, einer alten Sitte gemäß, mit Weihwasser besprengt, damit der Lebensweg des Fürsten ein gesegneter sei. Königin Christine hat angeordnet, dass zugleich mit den ersten Schuhen des Königs auch dreihundert Paare für arme Kinder angefertigt und in ihrem Namen vertheilt werden. — (Unsittliche Inserate.) Der Wiener Staatsanwalt Pelser hat die Redacteure der Wiener Tagesblätter zu einer Besprechung geladen, in welcher er ihnen mittheilte, dass er fortan alle Verstöße gegen die Sittlichkeit in den Inseraten, insbesondere in der Anpreisung von gewissen, zu unsittlichem Gebrauche dienenden Mitteln und in den Ankündigungen gewisser Specialisten der pressgesetzlichen Ahndung zuführen werde. — (Duell.) Sonntag nachmittags fand in Sissek zwischen zwei Aerzten infolge eines Wortwechsels ein Säbelduell statt, das für beide Duellanten ziemlich blutig verlief. Der eine derselben wurde an der Anist, der «' dere am Oberarm erheblich verletzt. , — (Unerfülltes Versprechen,) I« °" Rue Nivoli zu Paris bewohnt eine reizend schöne,5" einen Entresol. Die Dame war vor Allsbruch der!^ bisch bulgarischen Feindseligkeiten dein Fürsten AlexaM sehr nahe gestanden. Nach Beginn des Krieges nM sie sich zurückziehen, und als sie jetzt wegen ihrer Moe^ kehr anfrug, erhielt sie eine ablehnende Autwort. ^ vierzehn Tagen erhielt der Fürst eine Sendung ° schöner Hand; diese bestand in einer aschblonden ^ und in einem Vriefe, welcher die Bitte enthielt, am 1.1 ^ August um 7 Uhr abends ein Vaterunser spreche« i wollen, da um diese Stunde die Dame ihrem Leben Ende machen werde. Ein Telegramm des Fürsten orderte für die angegebene Stunde einen vertrauten 3^ in die Wohnung der vermeintlichen Selbstmörderin, n» cher daselbst eine kleine, aber gewählte Gesellschaft v ' sammelt fand. Die Dame selbst saß beim Clavier «" sang mit großer Verve ein Couplet aus «Niniche»- .. außerordentliche Gesandte sandte sofort eine sehr beruy genoe Depesche an seinen fürstlichen Auftraggeber. — (Hypnotisierte Thiere.) Ein Peter« burger Amateur hypnotischer Erscheinungen, der !^ ., reits seit mehreren Jahren mit der Erforschung b^"^ notismus beschäftigt, lud vor einigen Tagen eine M ^ Personen, worunter auch mehrere Aerzte, nach ^. ^ ein, um in deren an Thieren, und zwar an Hunden, Katzen und Kanins' anzustellen. Als am meisten für die Hypnotise""" empfänglich erwiesen sich Hunde. So wurde unter ^^ ein Jagdhund hypnotisiert und leistete den leisesten 2M und Befehlen des Hypnotiseurs willigste Folge; er vM« das Stehen vor dem Wilde, indem er besonders zu ^ sem Zwecke hingeworfene Gegenstände als solches a«i ' apportierte dieselben und trug sie, wohin befohlen w»"^ sprang, stellte sich auf die Hinterfüße und stand in ft^ Stellung unbeweglich, so lange es der Hypnotiseur langte. Ganz dieselben Resultate wurden anch bei Mß und Kaninchen erzielt, nur mit dem Unterschiede, ^> ^!„ einer ziemlich langen Hyftnotisierung unterzogen wel mussten. Nach Beendigung der Sitzung zeigten sänllwl Thiere, welche den Experimenten unterzogen worden lva eine starke Ermüdung und außergewöhnlichen Durst ,, — (Eine interessante Entdeckung)^ dem Vau ihres neuen Palastes, den die lltmeu nl"'°" . in Rom jetzt in der Via Nazionale daselbst auW ^ lässt, stieß man auf ein Haus, das noch aus dem dr" Jahrhundert nach Christi stammt und dessen Wände ^ Malereien bedeckt sind, deren Sujets zumeist a»s . Bibel genommen wurden. Aber auch viele mythology Figuren sind auf diesen Bildern sichtbar, so ein W"' auf dem Helikon-Gebirge, ein Gott Aesculap "l" ^ Schlange, einige Musen zc. In dem Hanse wurde ein Grab mit einem Skelette darin gefunden, was u interessanter ist. als bekanntlich im Innern Ron's Todter begraben werben dürfte. . ^i — (Ganz einfach.) «Merkwürdig, s^.hie Wochen kommt die Gräfin wieder in die KoM^ ^ und nicht mehr ins Trauerspiel. Was mag ihr ^hl .^ geguet sein?» — «Sie hat sich ein neues O^v machen lassen!» ^ jedoch dabei vernachlässigt, diese über die ihr zugefügte Kränkung derart erzürnt hatte, dass sie in den Weinkeller eilte uud vierhundert Fässer Wein auslaufen ließ. Es galt das als die höchste Beschimpfung, wenn jemandem diefer Becher, über welchen der Segen gesprochen wurde, nicht gereicht worden war. Dieser Brauch hat sich noch heute im Iudenthum, namentlich an Sabbath, und Feiertagen, erhalten. Noch heute ist es Sitte und Brauch im Iudenthum, dass am Passah-Abend in jedem israelitischen Hause cin Becher Wein für den Propheten Eliah, den wandernden Schutzgeist der Juden, credenzt wird, weil er der Sage nach in dieser Nacht die Welt durchkreist, in jedes jüdische Haus einlehrt und von dem ihm zu Ehren bereitstehenden Weine trinkt. Auch bei den Kelten, Galliern, Briten und Germanen hatte das Zntrinken bei Gelagen, namentlich in den Iulitagen. des noch heute bei den Stndenten üblichen «Vorkommens.. d. h. eine Aufforderung an den Begrüßten, nachzutrinken. Diese Aufforderung gieng im ganzen Kreise ohne besonderes Ceremonie! von Nachbar zu Nachbar herum. Schon die Christen der frühesten Zeit tranken bei ihren Liebesmahlen auf das zeitliche und noch mehr auf das ewige Wohl ihrer Mitbrüder. Der heilige Ambrosius, welcher im vierten Jahrhundert lebte, eiferte gewaltig gegen die heidnische Sitte, auf das Wohl des Kaisers, des Heeres, der Kampfgenossen, der Kinder zu trinken, und schließt mit den Worten: «Wie konnt ihr euch einbilden, dergleichen Wünsche seien Gott angenehm?» Noch andere Mlssbräuche kamen bei den Christen auf man trank schon damals nicht bloß auf die Gesundheit der Lebenden, sondern anch das Andenken der Todten wurde bei vollem Becher erneuert. Dieser Brauch hat sich noch heute bei der niedrigen Volks- classe erhalten, indem sie, kaum den Körper der Erde übergebend, «die Seele des Todten vertrinkt.» Diese Abhandlung dagegen, und Karl der Große selber verbot sie in seinen Landen. Beiläufig mag hier erwähnt fein, dass ein Concilium in Petrikow in Polen im Jahre 1510 dem gesammten Clerus das Gesundheitstrinken untersagte. Wollten die römischen Kaiser einem Gaste einen ganz besonderen Beweis ihrer Gunst geben, so ließen sie ihm ihren Becher überreichen, um die Neige aus-zutrinken. So lud Kaiser Maximus den heilige» Martin, Bischof von Tours, zu Gaste und ließ ihm seinen Becher reichen, dass er ihm denselben credenze. Martin trank, übergab aber nicht dem Kaiser den Becher, sondern seinen geistlichen Begleitern, die gleichfalls als Gäste geladen waren. Der Kaiser erhielt erst von diesen den Becher, rügte aber nicht die Unhöflichkeit des von ihm hochgeehrten frommen Mannes, fand es vielmehr sehr natürlich, dass ein mit dem Priesterthum Christi geehrter Mann dem Kaiser vorgezogen werde. Von da an wurde St. Martin der Schutzpatron der Trinker. Im Altfranzösischen heißt mai-!m6r stark trinken, uud noch hellte wird im Französischen der Katzenjammer mit KWI 5ainl, üliirlm bezeichnet. In Italien und Frankreich findet sich die Sitte des Zutrinkens und Gesundheitstriukens in den ältesten historischen Ueberlieferungen. Die Franzofen hatten iu früheren Zeiten das Wort K'.^,>, ^iches eigentlich bedeutet, für jemanden eme Bürgschaft übernehmen, spater aber die Bedeutung erhielt: verlangen, das jemand, auf dessen Gesundheit man getrunken sich revanchiere. Der Historiker Pasquier erzählt, dass Maria Stuart am Abend vor ihrer Hinrichtung ihre in Thränen aufgelöste Dienerschaft getröstet und auf deren Unsitte belegte das Concilium von Nantes nm Banne. Hinkmar, Erzbischof von Nheims, sch^'b ^ Wohl getrunken habe mit der Bitte, ihr Äes^" ^ thun. Später haben die Franzosen das Wort l""^,^ für den Begriff des Gesundheitstrinkens der deiM^, Sprache entlehnt, welches sie vorzugsweise für «toai gebrauchen. . „,,,- Am meisten verbreitet, wo kein Fest ohne "'" ' ^ hafte Anzahl von Trinksprüchen gefeiert werden t" ^ war die Sitte des Gesundheitstrinkens in Englano» ^ wir auch für unfere Sprache das bezeichnende entlehnt haben: Der Toast. ^la»b» In Oesterreich, namentlich aber in Dem»^ ^. dessen Bewohner schon nach Tacitus' Urtheil «"" ^e nigstcn Durst und Hitze vertragen konnten,» " ^M überkommene Sitte des Zutrinkens und Ges'""^ trinkens so tief und verderblich Wurzel gcschlaaM ^ namentlich im Iti. und 17. Jahrhundert von d"' ^, zeln herab ein wahrer Kreuzzug gegen die ^ ^,gt zum zerstörenden Laster gewordene Unsitte 6^ ^„ wurde. Maßloses Trinken galt für einen 9 ^„ Ruhm, den zu erreichen Hoch und Niedrig v^.^N Haaren herbeizog. Daher kam es, dass das o" ^ und Toasten bei den fürstlichen Höfen, in den .„ ligen Schlössern und in den Bürgerhäusern ! Schwung kam. - falid Erst gegen Ende des vorigen Iahrhmlden» '..^ die Gesellschaft für die zum Laster ausgeartete " ^ ein einigermaßen richtiges Maß, welches sich ' hei Zeit immer mehr verminderte, so dass das ^".^ A'-uns nur noch für besonders feierliche und M"'"? legeuheiten in Gebrauch geblieben ist. ^ gst. Dr. ^' ^aibacher Zeitung Nr. 1»:^ 1589 25. August !»««. Was in Oesterreich verraucht wird. lick -^ ^ gewaltige Tabak-Quantitäten, welche alljähr-«Y m den im Neichsrathe vertretenen Ländern als Rauch d^l ^ Ablasen werden. In, Gelde ausgedrückt machen 7^ ^"anUtäten einen noch imposanteren Eindruck; ^ f'l ^' ^"^ben in Oesterreich im vergangenen 2, Cigarren, Cigarrettcn. Rauchtabak und Schnupf °ai vom Staate eingenommen, also vom Volke für diesen ^emlss verausgabt. «>., V'mmdsicbzig Millionen Gulden Vrutto! Das ^''"e dieser Ziffer spriugt erst so recht ins Auge, ste,, ?" ^ entgegenhält, dass die gesalnmte Erwerb-dpm n 7"^ ^" Millionen, die Gesammt-Einnahme aus ten >. "'"^ 2" Millioueu beträgt uud die gesamm-blnk " Steuern Oesterreichs die 74 Tabak-Milliouen wy um lucniges - - um 22 Millionen übersteigen. nm,.l'? """ directen Steuern Oesterreichs betragen rin N ""'^ ^^ Millionen. Freilich sind die 74 Millionen si .^.ll°°Erträgnis, ebenso wie es die anderen Millionen leva l "^ .^"^" Steuereinuahlucn siud, ist hier irrc-aeln ä die Tabakraucher Oesterreichs kaufen ins- ^ammt um jene Suuune Fabrikate des österreichischen tiM ^ '^ """ interessant, zu erfahren, was für Quan->>:"" verraucht werdeu mussten, um 74 Millionen in Versal zu blasen. Am meisten favorisiert siud selbst-lio, ^ die Cigarren; deren wnrdcn ruud 1275 Mil-rauck" Stück oder ganz genau 1274 77l)911 Stück ver-sort ' ^^^^ ^ffer participiere» nur jene Cigarren-' «n, welche in jeder Trafik erhältlich sind, also die aus?" ""6 dem allgemeinen Verschleiß. Die Fabrikate jeder?" Specialitäten-Verschleiß, welche bekanntlich in sind -l '"" ^" ^'"^^ einzigen Trafik zu bekomme» narr '""''2 "ut, weil der Gesammterlös ans Ci- und ' ^'6"^"tten, Rauchtabak, Schnupftabak, Gespunstcn ^. unportierlen Havauuah-Cigarrcu an jenen 74 Mil civi"" "ganz Oesterreich bloß mit 2 Millionen parti-»Wi "bcren Zchutauscud blascu also Verhältnis- ^ '"""g Rauch zuul Wohle des Staates in die Luft. Gros leistet eben die Masse des Volkes. Mr ^wenantheil ail den 1275 Millionen Ci und ^' ?^"^^ — Nl"n stauue — der vielgeschinählen dun , ^lMlchte» Zweikreuzer-Cigarre, der «Kurzen», jener w?^' '^" Millionen Stück, also fast die Hälfte an ,' ^ wurdeu 1li2 Millionen Stück verraucht, !Nnie, 'Virginier. die größte Anzahl. «Kurze Vir-4 zw s,'^"^" 21 Millioucn und «gemischte Virginicr» ^.^lUllonen Stück verkauft. Von den Sorten «Britan-^eier >"^> ^^bucco» wird mancher der rauchcuden borten -^ ^""' erstenmale hören, dass es mehrere sie " *?ritannicas» und «Trabuccos» gibt, uud dass Daber «^" Vezug auf Aroiua ganz verschieden sind. "/rührt oft die Klage: «Heute find die «Vritan- nica» (oder «Tlabucco») aber schlecht» ?c. Man ist auf eine der angedeuteten Sorten gerade gewöhnt, und erhält man zufällig iu einer Trafik dicfelbe Cigarre anderer Sorte, fo kann man sich den Unterschied nicht erklären nnd Nagt. Es gibt nun dreierlei Sorten «Britannien». Freilich haben sie officiell verschiedene Bezeichnungen. Die Sorte, welche im Voltsmunde schlechtweg «Brilannica» heißt, benennt sich officicll «II Brilanuica Havanna, Britan« nicaform». Das Grundwort ist < Havanna». Dann gibt es noch eine Sorte: l0<;4 8!>8 fl. Rohtabake angekauft und importiert hat, während im Iulaude (meist Galizicn. Tirol und Ungarn) bloß nm 5 894 471 fl. Rohtabale eingelöst wurdcu. Die Tabake, die in OcsterreichUngarn wachsen, sind leider noch immer nicht au Qualität sowohl als auch au Quantität den ameritauischcu Tabaken gleichwertig, nnd werden die inländischen Tabattrantc nur zu den billigsten Rauchtabaken und Schnupftabake» sowie zu de» billigste» Cigarreusortcn verarbeitet. Alles übrige ist importierter Tabak aus dem Auslaude. Aber uicht uur Rohtabat, soudcrn auch fertige Tabal-fabrikate bezicht das österreichische Monopol ans der Havanna. Diese importierten Havanna-Cigarren sind freilich nur in der einzigen «Specialitäten-Trafik» erhältlich, und zwar um theures Geld. Die früher besprochenen Cigarrcu-fortcn find sämmtlich aus ausländischem Tabak erzeugt, wobei uur zum geringste» Theile die besseren und die besten inländischen Tabake verarbeitet sind. Im ganzen wurden 1275,Millionen Cigarren abgesetzt, was einen Mehrconsnm von 31 Millionen gegen das Vorjahr bedeutet. An dem Mehrconsum participieren durchwegs die billigeren Sorten, während die theuerere» durchwegs einen Verschleißrückgang ausweisen. Cigarrettcu weisen einen beträchtlichen Mehrconsum ans; es wurden im ganzen 339 Millionen Stück (gegen 280 Millionen im Vorjahre) verraucht. Schnupftabake befinden sich imVerschleißrückgauge; es wurden 2 065 561 kx — um 54 584 kg weniger als im Vorjahre — con-snmiert. Ebenso weisen die Rauchtabake einen Minder consum von 500 000 lcx ans; zusammen wurden etwas über 21000 000 kx Rauchtabake abgesetzt. Auch Kau- tabake nnd Gcspunste sind im Verschleißrückgange; es wurden 57 098 kx weniger, aber immerhin die für diese in den weitesten Kreisen unbekannten Genüsse noch immer stattliche Snmme von 1500 000 kss abgesetzt. Local- nnd Provinzial-Nachnchten. — (Aus St. Peter inInnerkrain) schreibt man uns: Das Allerhöchste Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers wurde hier am vergangenen Sonntag in loyaler und patriotischer Weise gefeiert. Feierliches Glockengeläute nnd Pöllerfchüssc verkündeten um 10 Uhr vormittags den Beginn der Festmessc, welche der hochw, Herr Pfarrcoopcrator Johann Podboj in der hiesigen Kirche St. Petri cclebricrte. Außer zahlreicher Landbevölkerung wohnten derselben bei: die Mnglirdcr der jetzt im Auftrage der Rcgieniüg anlässlich der Cholcragesahr auf der hiesigen Bahnstation amtierenden Sanitätscommission, die Beamten der Südbahu, der Gcmemdcvorsteher an der Svihc der Gcmeindciäthe uud des Gemeinde-Ausschusses sowie die k, l, Gendarmerie, Die Hauplmomente des Hochamtes signalisierten von außen kräftige Pöllerschüssc, und am Schlüsse desselben ertönte in der Kirche das feierliche Tedcum und die Voltshymne. In, Anschlüsse au die kirchliche Feicr versammelten sich nachmittags in den geschmackvoll decoricrtei,, mit Bildnissen der Mitglieder des Allerhöchsten Kaiserhauses gezierten Gasthauslomli-täten des hiesigen Bürgermeisters Herrn I. Spilar die Honoratioren des Ortes zu einem solennen Bankett. Die Versammlung beehrten mit ihrer Anwesenheit auch der Leiter der t, k. Bczirtshnuptmanuschaft Adclsbcrg, f, f. Regierungssecretär Herr Friedrich Ritter von Schwarz, und der l. t. Bezirlsingenieur Herr Wilhelm Kraupa, welch beide Herre« am selben Tage die Collaudieruug des jüngst erbauten, Dank den Bemühungen des genannten Herrn Bezirtsleiters zustande gekommenen Cholera-Noth-spitalcs vorgcnommcu hatteu. Die Reihe der Toaste er-öffuete der Herr Bezirtschef in einer längeren Rede mit begeisterten und zündenden Worten anf Te. Majestät den Kaiser, welche mit brausende» Avio-Rufen und Pöller-schnssen begleitet wurden. Ebenso wurde der darauffolgende Toast des Herru Ncvisionsarztes Franz Saurau auf das durchlauchtigste Kronprinzcupaar mit allgemeiner Be-gcisteruug aufgenommen. Der als ausgezeichneter Redner bckaunte hochw. Herr Pfarrcovperator Podboj richtete hierauf sciuc Worte an den Herrn Leiter der Bezirks-hauptmauuschaft, betonte in richtiger Würdigung seiner Thätigkeit als Bezirtsches dessen ersprießliches Wirte» uud dantte ihm schließlich für das freundliche Wohlwollen, welches er stets den Interessen der Bevölkerung entgegenbringt. Die Zurufe, welche dieser Rede folgten, wareu der fprechendstc Beweis, wie Herr Ritter von Schwarz in der verhältnismäßig kurzen Zeit seiner Amtswirfsam-keit iu diesem Bezirke allseitig die wärmsten Sympathien sich zu erwerben gewusst hat. Von den vielen weiteren Anreden sei nur noch jene an die Sanitätscommission als «Wacht am Karste» hervorgehoben, in welcher der Wunsch ausgesprochen wurde, dass ihr das Fernhalten des unheimlichen asiatischen Gastes von unserer Heimat gelingen möge. So verlief dieses eminent patriotische Fest in der animiertesten Stimmung. Das Kaiserfest wird aber sicherlich nicht nur deu unmittelbaren Theilnehmern, sondern auch der gesummten hiesigen Bevölkerung noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben. (Nachdruck verboten.) Das Opser der Liebe. Roman von Vlaz von Weihenthnrn. ^ (74. Forlschunn.) Land b"Mng der Herbst, und der Winter zog ins Ne'hllachten war es! dale in °" herrschte Frohsinn und Leben in Erin-Mre» k ^ einsame Schulhails, m dem Beatrice t'tte /^"" Vcruf «ls Ortslchrcrin schaltete uud wal. Elches m"^"' U"d verlassen da. Das kleine ^ädchcu. Men ^.l 5!"" zn ihrer Vcdienuuq zu sich gelwm-sie a«,,? «'" ä."d"l Ihre», ins Dorf geschickt. So war heim. " '" Hrem traulich durchwärmten, stillen Äratr^ "' ^ Dämmerung des Christabends hatte Jetzt hatt ? ^O" gesessen, iu Sinnen versunken. AeaM k- l ^e" die Lampe angezündet uud war in, »Nt ch'wm l^^a'uge zn schlichen, als sie plötzlich Machs '" ..^"ten Aufschrei in das Imicrc des Ge-deckelld ^"^Ulch. das Antlitz mit den Häudcu w sie ei» m l'^""^'"' "" die Scheiben gepresst, hatte schmerwullp., 2 fesche,,, ein Gesicht ' mit wilden, ^füllte. "9"'' dessen Anblick sie mit Entsetzen ^"s unfähig, sich zn rühren, ^''"g tenchM '^ l°ut zum Zerspringen; ihr Athem !" writ^u"^/'"" ^'^" Weile gelang es ihr, sich ^"auszublick", !!'^'" "'s Fenster zu wandeln uud ö" entdecken ^ ""^ "nd breit vermochte sie nichts Aengstlich zog sie die Vorhänge zu. Da — war das wiederum die Kraft ihrer Einbildung, oder hörte sie jetzt ein Geräusch, als ob jemand leise und vorsichtig versuche, die Thilr von außen zu öffnen? Plötzlich brach der kleine Hund, den Madeleine ihr geschenkt hatte, in ein klägliches Gebell aus. Zögernd stand Beatrice; was sollte sie thun? War irgend jemand draußen, welcher der Hilfe bedürfte, uud sollte sie öffnen? Oder war alles nur em Wahngebilde ihrer erhitzten Phantasie? Gewaltsam sich beherrschend, schütt ste an d,c Thür uud riss dieselbe auf. Im nächsten Moment fuhr sie erschrocken zurück. Vor ihr auf der Schwelle lag eine dunkle Gestalt, die sich scharf von der weißen Schneedecke draußen abhob. Mit Allgewalt überkam Beatrice die Gewissheit, dass sie sich nicht getäuscht, dass jenes Gestcht am Fenster Wahrheit gewesen, und wie auf eine Ersche'i-nnng aus einer anderen Welt hefteten ihre Augen sich auf 'den wie leblos Daliegenden. Diese Umrisse, diese wachsbleiche Hand! Barucherzigcr Himmel! Im nächsten Momente kniete Aeatrue am Boden, und ihre Hände suchten mit Anstrengung das Antlitz des Mannes gegen das Licht zu wenden; jetzt war es ihr gelnngen, tiefer bengte sie sich nieder... In demselben Augenblick taumelte sie znrück wie vom Blitz getroffen, nnd ein lauter, ma, lerschütterndec Schrei hallte durch das einsame Haus. Derjenige, dcr vor ihr lag, starr nnd unbeweglich wie eine Leiche, es war Henry Carr, ihr todtgeglaubter Gatte! Geheimnisvoll. Die Weihnachtsfeiertage waren vorüber, die Schnle hatte wieder begonnen. Frau Forbes sah sehr leidend aus; sie behauptete, dass das kalte Wetter ihr nicht gnt thue. In ihrem Wesen war sie noch freundlicher, noch geduldiger als sonst und unermüdlich iu ihrer Arbeit. Mit müdem Antlitz sah sie eines Tages, nachdem die Schule geschlossen und die Kinder sich entfernt hatten, vor ihrem Schreibtisch, sie ordnete Rechnungen, welche sie für die Schlussfrau beglichen, die sie mit dem Ankaufe von Preisen betraut hatte, deren Ver-theilung man wegen der momentanen Abwesenheit des Freihcrrn nnd seiner Tochter verzögert hatte. Eine merkwürdige Veränderung war während dcr letzten Tage mit Beatrice vorgegangen; nicht nur, dass sie noch bleicher, noch trauriger anssah wie gewöhnlich, es lag auch eine eigenartige Nervosität in ihrem Wesel», eine Schell, eine Unentschiedenheit, die sehr verschieden waren von jener ihr sonst eigenen, würdevollen Rnhe und dir sie selbst zurückhaltend sein lieh gegen das kleine Mädchen, welches zu ihrcr Aufwartung kaum noch das Nöthigste besorgen, tanm aber über die Haus-thürschwelle ließ. In S'iluen versunken, saß sie auch jetzt, als das Oeffnen der Hansthür sie zusammensahren ließ. Erst, als sie gewahrte, wer komme, wich der Ausdruck des Schreckens einem herzlichen Willtommölächeln. Madeleine stand vor ihr. «Ich wusste nicht, dass Sie zurückgelchrt snen, Fräulein Oliphant,. sprach Beatrice, sich erhebend. lFoltschung folgt.) Laiblicher Zeitung M. W3 1590 25. NlWlsl 1»««. — (Gedenktafel für Bischof Wolf.) Wie man dem «Slovenec» aus Idria berichtet, beabsichtigen die dortigen Patrioten dem verstorbenen Fürstbischof von Laibach und slovenischen Maecen Anton Alois Wolf an dessen Geburtshaufe in Idria eine Gedenktafel zu setzen. Wir fügen dieser Nachricht nur den Wunsch bei, dass die Idee, dem großen Wohlthäter ein Denkmal zu setzen, auch realisiert werden möge. — (Das Bleibergwerk Littai.) Die «Oesterreichische Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen» bringt eine geognostisch - montanistische Skizze des Bergbaues in Littai aus der Feder des Bergrathes Riedl in Eilli, welcher wir Folgendes entnehmen: Nach langer Pause wurde im Jahre 1878 der bergmännische Betrieb in Littai wieder aufgenommen und die dermalige Gewerkschaft gegründet. Die ersten Probeschürfungen ergaben Zinnoberausschlüsse, so dass die ersten vier Grubenmaße auf das Vorkommen dieser Erze unter der Entitätenbezeich-nung «Littaier Quecksilberbergbau» gelagert wurden, erst später kam man in der Tiefe auf reiche Bleierzlagen, und bildet die Bleigewinnung nunmehr die Hauptarbeit der Gewerkschaft Littai. Das Erzeugnis war im Jahre 1882 12 600 Centner, 1883 16 700, 1884 19 000; hiezu kamen noch in den beiden letzten Jahren 14 und 46 Centner Quecksilber. Das Hauptcrz ist der Aleiglanz, die Ausstellung in Trieft im Jahre 1882 zeigte ein Stück ganz reinen derben Galenits im Gewichte von 29 Centnern, welches einer Mächtigkeit von drei Metern reinen Stofferzes entnommen war. Außerdem kamen in Sitar-jovc noch andere die Bleilagerstätten begleitende Erze und Mineralien vor, unter denen die Weißbleierze mit prachtvollen großen Doppel- und Drillingslrystallen die Aufmerksamkeit der Mineralogen auf sich gezogen haben, auch gehören die seltenen krystallisierten Zinnobererze von dort zu den von den Sammlern geschätztesten mineralogischen Vorkommnissen. — (Lourdes-Wallfahrer.) Von unserem Herrn Berichterstatter wird uns nachträglich noch mitgetheilt, dass an dem Pilgerzug nach Lourdes aus Kram folgende Herren und Damen theilgenommen haben: Professor Thomas Zupan aus Laibach, Pfarrer Lorenz Kristofic aus Kaier, die Cooperatoren Golmajer aus Wocheiner-Feistriz und Albin Ilovfty aus Brezo-vica, Administrator Primus Petrlin aus St. Leon-hard, Baronin Eveline Lazariniund Victoria Melzer aus Laibach, Ida Urbancic aus Hüflein, Johanna Strupi aus Altlack und Katharina Mulej aus Brez-nica. An der Wallfahrt betheiligten sich insgesammt 581 Oesterreicher, darunter 178 Priester. — In Paray-le-Monial hat das Pilgercomite zwei immerwährende Messen gestiftet, die eine jeden 18. August für das Wohl Sr. Majestät, des regierenden Haufes und für das Heil Oesterreichs; die zweite für die Pilger, die am Zuge theilgenommen haben — diese letztere wird jeden 19. August, am Aufenthaltstage der österr. Pilger, hier gelefen werden. — Die Ruine Habsburg zu sehen, war unserem Berichterstatter nun schon dreimal vergönnt. Dieselbe befindet sich in der Nähe von Aarau ober der Eisenbahnstation Schinznach in wahrhaft malerischer Lage. Als der Pilgerzug am 21. d. M., auf dem Heimwege begriffen, dort vorüberfuhr, regte der Herr Berichterstatter die Idee an, die Ahnenburg unseres Kaisers mit der Volks-hymne zu begrüßen. Enthusiastisch wurde hierauf die Hymne an dieser altehrwürdigen Stätte abgesungen. — (Lebensgefährliche Verletzung.) Dem vorgestern nachts halb 12 Uhr vom Gasthause «zum Speckhügel» in Stefansdorf nach Laibach rückkehrenden 64 Jahre alten Mehlhändler Jakob Feigl wurde nächst der Polanabrücke von einem bisnun noch nicht eruierten Thäter mit einem scharfen Messer der Hals aufgeschnitten. Der lebensgefährlich verletzte Mehlhändler wurde in das Civilspital überführt. — (AufgefundenerLeichna m.) Gestern morgens wurde im Gradaschzabache nächst Waitsch ob Laibach in der Nähe der Restauration des Herrn Locnikar der angeschwemmte Leichnam eines etwa zwei Monate alten Kindes männlichen Geschlechtes gefunden. Das Kind hatte auf dem Kopfe mehrere Verletzungen. Die Erhebungen wurden eingeleitet. — (Ueber den Cholera st and in Oesterreich.) In der Zeit vom 12. bis 19. August 1886 betrug der Zuwachs an Cholera-Erkrankungen in der Stadt Trieft sammt Gebiet 109 Fälle mit 61 Todten. Es ist somit ein größeres Anwachsen der Ertrankungen erfolgt, da sich gegen die Vorwoche ein Plus von 66 Fällen mit 28 Todten herausstellt. Seit 13. bis 16. d. M. wurden unter dem Militär fünf in der obigen Summe einbegriffene Fälle constatiert. Die Gesammtzahl der seit 7. Juni Erkrankten beträgt 295; hievon starben 179, genasen und verblieben in Behandlung je 58. In der Provinz Istrien ist die Seuche im politischen Bezirke Capodistria zu Socerga und Nernobici, Gemeinde Pin-guente, bedeutend zurückgegangen; es kamen nur je zwei und ein neuer Fall vor. Die Gesammtzahl der in Socerga Erkrankten beträgt 22 mit 11 Todten, in Ber-nobici 8 mit 4 Todten. Ebenso ist in Ricmanje, Gemeinde Dolina, eine Abnahme der Erkrankungen ersichtlich. Es erfolgte' ein Zuwachs von 7 Fällen; die Totalsumme der Erkrankten beziffert sich auf 57 mit 33 Todten. Mit größerer Heftigkeit trat die Cholera in Isola auf; zu den im letzten Sitnationsberichte mitgetheilten 14 Fällen mit 6 Todten kamen 50 Fälle mit 20 Todten hinzu, daher die Gesammtzahl 64 Fälle mit 26 Todten. Die Ausbreitung der Cholera in Fianona des politischen Bezirkes Mitterburg scheint sich dagegen zu beschränken, nachdem in der gegenwärtigen Berichtsperiodc nur drei Fälle zugewachsen sind. Die Summe aller Erkrankungen beträgt 23 Fälle mit 10 Todten. In den Städten Pa-renzo und Rovigno wurde je 1 Fall beobachtet. Die Provinz Görz-Gradiska betreffend, zeigte sich je ein verdächtiger Fall in dem politischen Bezirke Gradiska und Sessana zu Cervignano und in der Gemeinde Komen. — (Billige Aepfel,) In Rann und dessen Umgebung kaufen Obsthändler aus Wien die Aeftfel loco Bahnhof um drei Kreuzer per Kilogramm auf. Unterhändler gehen von Haus zu Haus, auch nach Unterkram und Kroatien, und lassen sich die angekauften Obstmengen nach Videm bringen. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 24. August. Die Pol. Corr. meldet aus Ojurgjevo: Die in Ostrmnelien stehende bulgarisch«' Armee machte ein P rouunciameuto zugunsten des Fürsten. Oberst Milkurov wurde zum Regierungschef proclamiert. Auch die Garnisonen von Schumla und Tirnouo und die dortigen Bevölkerungen erklärten sich für den Fürsten. Diefe Bewegung ist wachsend. Von dem Fürsten verlautet, er wäre als Gefangener auf seiner Jacht nach Renirussi gebracht worden. Trieft, 24. August. Von gestern bis heute mittags sind hier 4 Personen an der Cholera erkrankt und 2 Personen gestorben. Fiumc, 24. August. Im Laufe der letzten vierund-zwanzia. Stunden ist hier eine der früher an der Cholera erkrankten Personen gestorben. Bukarest, 24. August. Die Mehrheit des bulgarischen Volkes und der Armee ist fürdenFürsten. DerChef der rumelifchen Milizen wird dem Fürsten Al exander mit Truppen entgegenzichen und ihn nach Sofia zurückbringen. Der Präfident dor Kammer,Stambnlov,welcherdieProtest-bewegung zu Gunsten des Fürsten leitet, berief die bulgarischen Milizen ein. Die Garnison von Philippopel ist unter die Waffen getreten, bereit für den Fürsten zu streiten und zu sterben. Das Volk fraternisiert mit den Truppen. Bukarest, 24. August. Die Yacht des Fürsten Alexander wurde iu der Nähe Reni's gesehen. Der Fürst ist dort wahrscheinlich bereits als Gefangener gelandet. Bukarest, 24. August. Fürst Alexander schiffte sich gestern auf seiner Jacht in Rahova ein und soll heute früh in Gjurgjeuo, sodann in Bukarest anlangen. Constantinopcl, 24. August. Nach Meldungen aus Sofia statteten die Mitglieder der provisorischen Regierung Samstag dem russischen Agenten einen Besuch ab, drückten demselben ihre Reue über das bisherige Verhalten Bulgariens aus und versprachen nunmehr ihre volle Unterwerfung unter den Kaiser. Währcud dieses Besuches lag die bulgarische Volksmenge auf den Kuieu vor dem Consulate und acclamierte deu Kaiser Alexander. Constantinopel, 24. August. Heute mittags wurde die neue provisorische Regierung Bulgariens zu Gunsten Alexanders unter Vorsttz Stambuluvs in Tirnova gebildet. Petersburg, 24. August. Das «Journal de St. Mersbourg. sagt: Die Mächte, welche über die bulgarische Frage entscheiden werden, wüuscheu vor allem die Aufrechthaltung des Friedens. Die bulgarischen Politiker müssen sich jedes Unternehmens euthalten, welches die wohlwollende Action der Mächte hemmen könnte. London, 24. August. Nachrichteu aus Sofia melden: Der Fürst verweigerte standhaft die Unterzeichnung der Abdication. Er wurde so lauge in Haft gehalten, bis er der Pression Cankovs nachgegeben hatte. London, 24. August. Im Uuterhause erklärte die Regierung, sie verfolge die Ereiguisfo iu Bulgarien mit sehr großer Besorgnis. London, 24. August. (Unterhaus.) Stanhope erklärt die Nachricht von der Uebernahme des Protectorates über die Ellice-Inseln seitens Englands als unbegründet. Gorst coustatiert, dass 17 000 Manu Truppen iu Birma stehen und 10 000 Mann Verstärkung dahin beordert wurdeu. Ncwyort, 24. August. Cutting wurde von der mexikanischen Regierung in Freiheit gesetzt. Volkswirtschaftliches. illudolfswerl, 23. August. Die Durchschnittspreise stellt" sich ans dein heutigen Marlte wie folgt: _____^ sl, ,r, ^5. Weizen per Hektoliter « 84 Eier pr. Stillt - - - "" ^ Korn » 4 55 ! Milch pr, Liter - - ^ ^ Gerste » 5 40 Rindfleisch pr. Kilo . ^ A Haser » 2 28 Kalbfleisch » > '" * Halbfrucht » 5 21 Schweinefleisch » ^ " Heiden » — — Schöpsenfleisch ' ' "" oh Hirse » 4 88 Hähndcl ftr. Stück. . "" <.« Kulurnz » 4 71 Tauben » . ^ Lrdäpfelpr.MeterClr. 2 40 Heu ftr. ION Kilo . - ^ "" Linsen pr, Hektoliter . — — Stroh 100 » - - ^ ^ Erbsen » — — Holz, hartes, pr. Cnbil- -^ 1^ Fisolen . Meter..... " "° Rindsschmalz pr. Kilo — 80 Holz, weiches, pr.Cnbik- ^ Schweineschmalz » — 80 Meter....."7 ^ Speck, frisch, » — — Wein, roth., prHeltolit. 1« Specl, geräuchert, » — 80 Wein, Weiher, » ^^»»» Verstorbene. Den 20. Ana. n st. Mathias Tercel, städt. Wach"'«""' 43 I., Vahnhofgassc 20, Lungentnberculofe. ^ Den 2 3. August. August Ieuuiler, Maurers 28 Tage, Hradchkidorf Nr. 38. Fraisen. ..,.,, Den 2 4. A u g n st. Alois Suclil, Arbriters-Sohn, ' -"' nate, Chröngaffe 14, Atrophie. Im Spitale: Den 21. A n g u st. Mathias Kavla . Inwohner, n l' über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglik. 21 IlniverMäts 'Professoren und viele hundert praktische Aerzte hallen die Apoll), ler ' , Brandts Schweizerpillcn (erhältlich 5 Schachtel 70 lr. in ^ Apotheken) geprüft und diefelben als ein angenehmes, s'^' „ und unschädliches Heilmittel bezeichnet. Dies sollte allen N"'"^ welche noch Zweifel über dieses ausgezeichnete HauS' "",, f,,,,» mittet hatten, nur gebe man acht, das ilchte Präparat m>t " Aamcnszug R. Brandts zu erhalten. (2 lichen Verluste des iunigstgeliebten Bruders, Schwa- > gers und Onkels, des Herrn ! Julius Wetsch ! die schiinen Kranzspenden sowie die große Belheili l ! gnng an dem Leichciibsgangnisse, besonders aber die l > Herren Brauer, verpflichten uns zum ausnchligsll'U l ! und besten Dank. I Tic trauernden Hinterblicuellcil. bestes Tisch- n. Eri'risehungsgctränfe erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magon-____________und Blasenkatarrh. ___ Heinrich Mattoni, Karlstad und fit Depot der k. k. Generalstabs-Karten. Maßstab 1:75lXX). Preis per Blatt 50 lr., in Tasche"!"' auf Leinwand gefpannt 80 lr. . Iss. n. MmmM ck «. 5lam1mn5 MFmn'"""!, in Aaib^ch. ^ Lnlbacher Z^ituna Nr. 193 1591 25. August 188«. Course an der Wiener Börse vom 24. August 1886. N°« d«n oM^n Coursbl°tte ^.^ <^c!d Ware Ctnllt5.A,,lehc,.. Killte» .,.......^''^' »" »" !Wn« 5«/ ^laalslose 250 fi. ,82 - 1»2 75 'Mn5.,7 ^"''« ^n.. '«-'«40 ,^'' ^">«<«l°le . . ion." !si9 251,l,,75 0chN,^«"^e.'crsrc> . ,20-5« ,.«7«. °'lNfen»e„ flenersrei . n>zi0lN2'L5 ? Pa^'^ ' - - "> 7«,°«.«, « V,7^'^"''b W,S! .54 50,5^ ^ S «H'Ä"°li!ä!,i, . . 100 50100 ?s, ^,^.'.'- H ^'l'M H, Ik/U , —'—------ ' X «ttg..^,e 4.,^ ,^ ^ izi«50il!7 - ,,/» boh», chl ^ l!<"'«>ahrilche .....105 - i«S - ^H7"H?. ' ' - °^-- Geld A'm^ ^°/., Temeser »anal .... lN5 — ,05 «n b"/„ ungarische...... 105 — 105'«<> Nndrrr öffentl. Nnlchen. Dl>nau.z«tst.,tolt b«/<> »00 sl. . 1lU50ill< — d!o. >!i,>c>b!d) . , . . 183'^ — — Pran,ic» »lnldklnblgemwien I2K50I«0 — Pfll,,dbliefe <</, "/» w! — 101 50 dto, in 5« « «<"/», l»7 «5 «7'7!> t»D. Prainicn-kchnl^vttschr,!»«/« 101 — 101 by il cft, Hyprll^Icnbaul >0j. 5'/,"/» lui i!b 101 75 Och,5>l»g. il'oii! verl, 5«/,, . , 100 !>0'NI 10 Nl'. « <>/,"/„ ' lvisoioz — ^!i, „ .<"/„ . . W 8« 3!> l!0 I!n«, a>,» ilwdencredil'Vlct'engcs. >>, Plj, in I, i«,''l» vc,I, 5'/,"/n ^'^ —^- Privritätö'Obligalionen Ulisabllh Wefib.ch» 1, «tmilsion —-_____— ^eibüianb^Noltla^i, in ^,lber >»«— v» 80 ^r«»zIrilIcDa^!>.....^.--------— (^a>>z,>n,ü ii^ll» Vl!b>^,g» Uahn , IbK! Ä0« s>, E. !>/,"/« - I«, — 101^40 l7?s!clr, Uil'l!» cs!d>>I)N . . .1«N MI0l! !!,l>u>»>>.......!___! __---- O^Id ware Etaat«b»hn 1, «mission . . »oi!O«ü0.'!5« Siibbahn ^ »"/,.....l,!i l5>«»'— „ niZ3 10 Unss,<«ali). Vahn.....,0i?o in« - Diverse Lose (per Slüs). »ilcbillosc lUN si...... I?»'!l517!»"?5 «ilalv.Lol«.' — <5-- <"/„ Donnu.Dampssch. luo fl. . il«'75li!»2b z,'ailachül Prämicn-?lnlch, ^n fl, 2075 212!, Oslncr i^'jc <0 sl..... <8 — «>'s,N PalsjhLosc <« fi..... «75 45 25 Nolhcn Kicuz, i>fi,Ges.v, l"li. 14 8« l5i 10 Nudols^'osc 10 ft..... ,9 ßy «o — Ealm-i'ose 4<» sl...... 57 ^0 58 — Sl,'Gcl!ois»l!osc 40 si. . . . 57 — 5?'b0 Walbstein.^'ose it» sl, . , , »4-— Ü4 50 Wi»dischgrä^'t,'os«: »0 sl, , . 44 50 45 — Vanl'Nctien <> «t»d..?!>!<>,.Q^ft,^00sl.S,4««/<, «30—l!2< -(lld!,.Ä»ft,s, HandU.G. I(!ufl, 2«» «är^ilbanl, «Ilg Uug, iüwsl, . n,0 50«>'1 — Dcposilcobanf, «llg, 2«l, fl, . ,«9 f»o i l',l.5,lcnb., öft.^!«,!l,, l,s,»/,,E, > «4—! — — randcid,. oft. ^UUjl, sl.....7,40 75 80 Ncticn von Transport» Unternehmungen. spei Stils), Älbrechl-Vahn «00 sl. Silbn . —---------— «Isold,ssiuil!,«Vahn LUN fl. Silb, l»l»5i»l 75 Äuffig'TcPl. ltisciil'. «>Nfl,«iVt.--------------- Vöhm. Noldbahn ,50 fl. . . —_______ , wcftbahn z!0« fl. . . . — —------- Vuabtl Lisb. 50» fl, «M.---------------- « «!l, U) «o« sl. . iz», K013« bo Donau » Dnmpfschlfillhlt» » Ges. Oeslerr. 500 fl, !l«t. . . . 887'—3»»'— Drau-ltis. (Ba,.,Db.-Z,M0sl.S.---------------- D»l''«obe»l>llchel «i.'s. »no fl,S. —'------------ Llisabelh.Vohn 800 fl. >'50L4«'— „ ^inz»Vubwei» i!W ll. . — — —-— „ S!)b..I>r,III, !t. iX?»i!U0sl.S, z>n?'75»u^«^> Ycld!»a»d«-Norbt>, l000 sl. C^il, l«75 22«n Mnn,'l1oscs'Bahn «»0 sl, Silber »zi l«5«z,-75 ssiinstirchün 'dollser!eisb,»0!,fl.S,-------—-— Ga!iz,«arl'Vudw!g V,K00 sl, HM, »83' ^ 1«3 50 Orazüöflachc, <>l,.i',z!0------------ j!,i!/I,,l>bcr„ Liscnl'ahn I0l) sl. . 3»'5l»l 40 — jtaschaU'O! «d, «tisc»!'. i!0U !l, S, 15» s.n ,52'tto z,'c!»bcr« «izcrnowih'^^jlY «>!ci>- l'ahN'Oc>ellIcha!l ^i,U jl. i). W. LlU 5022!»'— l!lo»b,öst, uiig,, Tviesl50Ujl,0 sl. Silb ,724017z»« dto. , Silber . ,7l —l?I 50 Prag Durcr «tlscnd, ,5,, sl. Gilb. , ^.---------^ Mubelj'^'ayn «00 j>. H>!^cr . ,lU4'l«5>!!4'?K kicbeübüla.« se»d. i00 sl. ! .-<--------.. E.laaloc>!c>:!'>>>>> ^>>^ !l ö, Al, . ^3ll — z!82'25 Südbahn »00 fl. Silber . .ll4 5»l lL — Vüd'Nordb.Verb,.«,,0U fl.7« 50 Nuß Wcftb,sNaal"Vraz)»0n!l,V.,?!»— n-GüIsN!ch., öslerr,,llll>!Nt ü? « >?'50 Prnlici lt's?» ^>id,»Ges. li»0 « t!ol>lc>!!.........iz«10l2ei«l Pmie .........48 »7.«»»?» Pe!«r»burg .......—— — — Valutn». Ducalc»........ 5», ^ ,z »«»Franc» 2l«l Geruch a»« ^m M^nde, 1 ssrostt« ^ Flacon 50 lr, Don»«'?,,"""f','brl«» '^'Uel. liber die viele »mN'"»"' ""'iesen. siihrt ftetß frisch "«« »,,d versendet täalich per Pos! die Apotheke Trnköczy "^t>, dem U,ilh!)a>,sl in Unikach. Ealis ^'lN!»»>-Baliryl.Ä»i.,!,dwntter >md "l'>)a'>d>>',>?"!'.'""lv" 'st cine a»«!>!!nliche "iund»>öl,le »ncnlssclllich l'eisscpaclt. <) l) Nr. 4954. Meite ezec. Feilbietnnss vor, ?" ^ September 1«««. Grn,''M l,on I I bis 1i^ Uhr. wird i>, Mid N'l dcs dirsgerichtlichcll Vl'scheidcs b'e ^ ^'" ^'Iuni 1«W, Z.!i«8l, F"llm'w"g dcr dem M«.' Ollpanäc w„ St. Lamftrccht l"^tm'^ ^s^"ich auf 3W0 fl. gc-llaltfiich ""l'lctt ,u der Gerichtskalizlei Aug^/Hzirksgericht Littai, an. 4tm ^s----------^016. ^ekanlltmachunq. der l,s'/., Ullbclailnten Rechtsnachfolgern Uorr.., Fbcth Pulucnik. Johann nnd Maria Kralj. Maria Rari, . "^" Smrekar. Maria Pot^nit, ^l^'uc , !!, F"""^a Potocnik. Franz dann ^ r ^uaz Potocnit von Kropp. ^)üci!< ?''^"t»l) ""'l Zcje. Barthelmä Rrd <>"" «?"s^ Pl-'lat von Ncnmarktl als ^" "alentin Klinar von Krupp ^n^'^^'um bestellt nnd dem- ^5. Mai 1«8tt, Z. 1W!j. am 1. ^, ^suksgencht Radmmmsdorf. (il0?4^ ?»'——------------------------- ^ " Nr. 1039. -uoirlifilngs'Edict. ^U'd am.!'.^' ^"^"ichto Rndolfswert X!'bttau > l"t "lehr als 30 Jahren Michael ^ezirtsa,"^^^ ^"'"nden des k. k. ^ Frau7dk ^'^'"' iiber Ansnchen ^ VH' "'u Noje nnd anderer Ml d^3"V angeleitet, nnd es ^'"hte d^ dem ü^'lltm^' r'Ä?' ben Abwesenden " den Nu,^""^^'"t von Stove !>"ch^'.^"ber 1887. !n b'«lhi?T 'd^"Z^ ^lnsnchen nber ^" Wird. ^^sertlarnng erkannt N'er- lYftiscoiirants nebst Zahlwrigsbcdingnissen für k. k. Staatsbeamte über Uniformkleider und Uniformsorten versendet franco die IJnifbrintarnngs-AiiKtHlt ^fa (328!l—2) Nr. Kl34, 8254, 8328, 832!^, 8917, 8!>18, 8!jl9. 8<)58, 8W2 und 8W3. Bclanntmachlüiq, Nachbenannten Perfonen, unbekannten Aufenthaltes, und deren unbekannten Rechtsnachfolgern wnrde Herr Anton Weiß von Rndolsswert als Curator .-ui :u:!ul» bestellt und diesem nachstehende Bescheide zugestellt, nnd zwar die Tabularbescheide vom 12. März 1886. Z. 2962. für Maria Zdesar von Sterlaz; . 2. » 1886. Z. 263«. . Franz. Ursula. Cäcilia uud Johann Eecelic von Orußlcrchendorf und Barbara Pipan von Silberdorf; » 3. » 1886. Z. 2303. . Barbara Kastrcnz von Gaberje; . 24. Februar 1«86. Z. 2347. . Urfula Iaklic vou Pechdorf; 2. Mai 1««6. Z. 5028. . Franeisca Virant von Drachenburg; . 31. Oktober 1885i. Z. 11219. . Michael Kapö von Draudul; dauil die Rcalexeeutions-Aescheide dritten Grades: vom 1. Juni 18«6, Z. 6471. für Agnes Vochte von Germ. Michael Inräic vou Igleuik und Amaud Äarou Schweiger von Rudolfswert; » 10. . 1886. I. 6784, . Franz Petrii vou Froschdorf; endlich wurde im Nachtrage zum diesgerichtlicheu Ediete vom 20. Juli 1886. Z. 6634. Nr. 2947 der Eiuschaltung. der Mag^bescheid vom 9. Iuui 1886, Z. 6634, dem in dieser Rechtssache aufgestellten Curator :u1 i^,,m, Herrn Dr. Karl Slanc in Rndolfs-wert für Amalia Lepie von Rudolfswcrt zugestellt. K. k. städt.-deleg. Bezirksgericht Rndolfswcrt am I I.Angust 1886. (3256—2) Nr. 6650. Bekanntmachung. Den als Tabulargläubiger der dem Jakob Skerlj aus Oberplauiua gehörigen Realität Grundbuchseinlage Z.' 189 der Catastralgemeinde Oberplanilla. deren executive Feilbietuugeu auf den 12. August. 9. Seprcmber nnd 9. Oktober 1«86 vor-lnittags 11 Uhr hiergcrichts angeordnet worden find. interessierten Anton Slof. Mathias Wolsingcr. Lurenz Stcindl aus Planina nnd Franz Hrcn von Lipljc, und rncksichtlich ailch deren unbekannten Rechtsnachfolgern, ist Herr Karl Pnppis aus Loitsch zum Cllratur uc^ ii^lum bestellt worden. K. k. Bezirksgericht Loitsch. am 5ten Augnst 1686. (3210—2) Št. 3867. Oklic. C. kr. okrajno sodiöce v Velikih Lašièah naznaiija: Na prosüjo Jarneja Vodifarja iz Zdenske Vasi kot cesijonar Jarneja Ilooevarja i/ Kolenca se zavoljo ne-izpolnitve dražbenih pogojev odloèi zopetna dražba Janez Mavsarjevega, v vlogi St. 57 katastralne obtine Pod-gora vpisauega, na izvršilni dražbi od Lize Mavsar iz Podgore kupljenega zemljišta na dan 1. oklobra 188G predpoludnem od 10. do 12. ure pri ten» sodišti z (lostavkoni, da be bo to zera-ljišèe pri tej dražbi za vsako ponudbo oddalo. C. kr. okrajno sodišèe v Velikib Lašièab dne 16. julija 188G. (3296—2) Nr. 4969. Vetanntmachnnq. Vom k. k. Bezirksgerichte Adelsbcrg wird der uubelaunt loo befiudlicheu Ta-bnlarglällbigeriu Maria Koutelj vou Kal uud den unbekannten Rechtsnachfolgern des Michael Kuntelj von Kal hiemit erinnert, dass der in der Executionssache des Georg Kontelj von Kal gegen Josef Konttlj von Kal Nr. 4« ,>«!«. 9 fl. er-qaugeue Feilbietuugs-Aejcheid vom Uten Mai 1886. Z. 3066. dem für fclbcn bestellten Curator «ici a«lum Herru Dr. Pitamic in Adelsberg zugestellt worden ist. K. k. Bezirksgericht Adclsberg, am 15. Illli^1886. _____________ (2817-2) Nr. 3531. Bekanntmachung. Vom k. k. Bezirksgerichte Wippach werde in der Rechtssache des Matthäus Jauezic von Loze gegen Johann Kobal Nr 53 und Johann Iamsek Nr. 3 von Lo^e respective deren unbekannte Rechtsnachfolger. p<:lo.Aiirrtennnng der Ersihuug des Eigenthllms der Realität Einlage-Nr. 11U li<1 Catastralgemeiude Wippach für die Geklagten Jakob Furlau von Mance als Cnrator uci acluin bestellt uud demselbeu die Klage »l'»6«. 23. Iuui 1886. Z. 3531. worüber die Taasahung zur ordentlichen mündlichen Verhandlung auf den «.Oktober 1886. vormittags " Uhr. hiergerichts angeordnet wnrde. zugestellt. K. k. Bezirksgericht Wlppach. au, Iten Juli 1886. (3158-3) Nr. 5416. Kundmachung. Vom k. l. Landesgerichte Laibach wird der uubekauut wo befindlichen Maria Klauber verehelichten Appe uud dereu unbekannten Rechtsnachfolgen! hicmit be-tanut gemacht: iis habe Anna Tambornino vou Laibach wider sie die Klage «ud pray». 23. Juli 1886. Z. 5416. wegen Verjährung der auf der Realität in der Grundbuchseiillage Nr. 9 der Catastral-gemeiude Capllzinervorstadt aus dem Ehe-vertrage ddto. 16. August 1824 für Maria Klauder haftenden Heiratsausprüche eingebracht, wuriiber für die Geklagten Dr. Franz Muuda. Advoeat in Laibach, auf ihre Gefahr und Kosten als Curator bestellt und dcmfelben die Klage um die binnen 90 Tagen zu erstattende Einrede zngefertigt worden ist. Dessen werden die Geklagten z» dem Zwecke verständigt, dass sie entweder einen andern Vertreter bestellen oder dem aufgestellteu Curator ihre Behelfe an die Hand geben können, widrigeus diese Rechtssache nur mit ihm verhandelt und darü« ber. was Rechtens ist, erkannt werden wird. Laibach am 27. Juli 1886. ^3313—2) Nr7i216^ Vorrufuugs-Vdict. Vom k. k. Kreisgcrichte in Rudolfswert wird gegen den seit Februar 1854 unbekannt wohin als Rauchfanglehrerlehrling von Rudolfswert abgereisten nnd seit dieser Zeit verschollenen Anton Mozc von Irtschdorf. Curauden des k. k. städt. - beleg. Bezirksgerichtes in Rudolfswert, über Ansuchen feines Neffen Anton Moze von Berdovae die Todeserklärung eingeleitet, und es ergeht demnach die Aufforderuug. dem Gerichte oder dem für den Verschollenen bestellten Curator Herru Dr. Skcdl in Rudolfswert über denselben Nachricht zu geben. Die Edictalfrist endet mit 31. Oktober 1887. wornach über ueuerliches Ansuchen über die begehrte Todeserklärung erkannt werden wird. K. k. K^reisgericht Rudolfswert, am 27. Juli 1886. (3139—3) Nr. 3428. Bekanntmachung. Dem Johann Lozar vonTschernemvl. unbekannten Aufeuthaltcs, rücksichtlich defsen unbekannten Rechtsnachfolgern, wurde über die Klage clb ,>r^«. 15. Juni 18tt6. Zahl 3428. dcs Iofef Kobetic von Tfcherncmbl wegen Ersitznng s. A. Herr Peter Pers> von Tschernemlil als Curator ad uc-tum bestellt und diesem der Klagsbescheid, womit zum ordeutlicheu mündlichen Verfahren die Tagsatzung auf den 14. September 1886, vormittags 9 Uhr. Hiergerichts angcori> net wurde, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tschernembl. am 16. Juni 1886.