Die „?«ibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt dm Veilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb» jährig 6 si. 50 lr., mit Hreuzband im Comptoir ganzj. 12 fi., halbj. 6 fl. Für bic Zustellung in's Hans sind hallij. 50 lr. mchr zu entrichtm. MN der Post portofrei ganzj., untei Kreuzband und ge« druclter Adresse 15 fl., halbj. 7 si. b0 tr. Änstrltonagellüiir für etne Garmmld-SMtmzciie oder den Raum derselben, ist für imalM Eiujchal-tnngSlr., fllr 2malige8lr., für 3maligc 10 lr. u. s. w. Zu diesen Gebilhrcn ist noch der Iuscrtiouö - Stcmptl per 30 kr. fllr eine ledeSmalige Einschaltung hinzn zu rechnen. Inserate bi« 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. für » Mal, 1 si. 40 lr. fllr 2 Mal und 90 lr. für l Mal (mit Inbegriff des InsertionsstempelS). ^Kaibacher Zeitung. Amtlicher Theil. 3^e. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchsler Entschließung vom 14. Mai d. I. den Po. lizeiralh. Johann Kraus, zum Ncgieruugsrath nud Polizei «Direktor in Triest allerguäoigst zu ernennen geruht. > Wchtllmtlilhn Theil. Laibach, 20. Mai. Das Betragen Englands, uom ersten Minister bis zum letzten Pennyblalt hinunter in dem deutsch, dällischcn Streite ist ein so unedles. Dculschland fcind« licheS. daß e^z begreiflich ist. wie alluiählig eine allge» meine Entrüstung in Dculschland Plah greift gegen ^das perfide All'ion." In Äerliu zirkuülle vor einigen Tagen das Gerücht, die deutschen Bevollmächtigten zur Konferenz uoil London seien abgereist. Die «Nordd. Mg. Ztg." bemerkt dazu: Entbehrt dieses Gerücht auch bis zur Slunde des thatsächlichen Bodens, so ist dasselbe doch nicht minder um seines Ursprunges willen bemerkenswert!', der eben nur in dem Gcfudl des preußischen Volkes zu suchen ist. daß die Würde Deutschlands es nicht länger gestatten könne, seine Gesandten in einem Lande zu wissen. n>c» dieselben nicht mit der ganzen, vollen Achtung behandelt werben, auf welche sie als Vertreter eines großen und mächtigen Staates An. spruch haben. Der Artikel der «Nordd. Mg, Ztg.« erwähnt der Interpellation Graf Ellenborough'S und der Ant. wort des englischen Premiers nnd sagt danu zum Schlüsse: Befremden muß es aber noch mchr, daß sowohl die englische Regierung als auch das Paria« mcnt in dcm Augenblicke, wo die von England ein^ geladene Konferenz in London tagt, wo die Mitglie» der derselben in Thätigkeit sind nnd das Necht der Gastfreundschaft zu beanspruchen haben, in ibrer Mitte eine Sprache dnlden. welche, ganz abgesehen von der pöbelhaften Form. die offenste Parteilichkeit zur Schau trä^t. die selbst einem Feinde schlecht an» steht, besonders, wenn er noch die Rolle eines Ver< Mittlers welttr zu spielen gedenkt. Demnächst dürfte Deutschland wiedet eine breu. ucnde Frage, und zwar die limburgischc Frage haben, Wie nämlich der Abcud-„Monileur" meldet, hat man in den holländischen Kammern den Minister des Ans« wärtigen bei Gelegenheit der Diskussion des Budgets seines Departements lebhaft dazu aufgefordert, bei der Londoner Konferenz den Vorschlag zu machen. daL daS Hcrzogthum Limburg aus dem deutschen Bunde gelöst werde, wie das ein einstimmiger Wnnsch vom Lande sei. Als Argument dafür wird angeführt, daß Limburg nur als ein Ersah für den au Belgien gc-gebenen Theil Luxemburgs dem Äundc zngetl'cilt worden wä're, welcher sich jcht durch seine Vergröße« rung gegen Norden für den Verlust LimburgS ent< schädigen könne. Uebcreinstimmenben Nachrichten ans Petersburg und Warschan zufolge erachtet die russische Regierung, daß bereits der Zeitpunkt eingetreten sei. in welchem man es mit milderen Maßregeln gegen die crstorbenc Insurrektion versuchen kaun. General Troplow, der immer einer vermittelnden Politik daS Wort redete und beim Ezaren beliebt ist, wurde nach Petersburg berufen. In Warschau deutet man dieß als ein Zel-chcn beabsichtigter Versöhnung. Oesterreich. Prag. In der beutigcn Laudtagssihnug wurde das Präliminarc des Grnndrntlastungsfonds für 1865 erledigt Die von der Negierung verlangten Mod'fi kationcn am Statute für die Hypothekenbank Böhmens wurdcn nach Antrag der Kommission ohne De- batte angenommen, worauf das Haus über die Mo< tion des Grafen Clam-Martinit) auf Aufforderung des Obcrstlaudmarschalls ein dreimaliges begeistertes Hoch auf Se. Majestät ausbrachte, um sein Dcmkge» fühl für die gnädigst bewilligten Privilegien für die Bank auszudrückeu. Hierauf wurde die Generaldebatte über das Straßenkonkurreuzgcsct) eröffnet. Pest, 17. Mai. Dcm „P. Hirnök" schreibt man aus Wien. daß zur Linderung des Nothstandes in Ungarn die Erwirkung eines neueren Anleheus von zwei Millionen i» Verhandlung ist; daß jedoch die Zustände der Neichsfinanzcn der Tragnng einer solchen neueren außerordentlichen Last nicht günstig scheinen. Auch zur Verwirklichung der Eine Million betragenden Subsidieu, die zum Van der Alföldcr nnd der Pest» Losouz-Neusohler Eisenbahn bewilligt wurden, im Wege eines Staatsanlehcns zeigt sich nicht viel Aussicht, so daß dieses Anleheu unter Bcob« achtung der bestimmten Vorsichtsmaßregeln und Be« dingungcn auS dcm Landcöfondc wird entnommen werden müssen. Wie man übrigens hört, ist die Peft-Losonzcr Eisenbahngescllschaft um die Bewilli« gnng zur Aufnahme eines AulehenS von sechs Millionen eingekommen. Sollte dieses Anlehcn zu Stande kommen, so würde dieses Unternehmen der Unter« stühung des ohnehin schon von so vielen Seiten in Anspruch genommenen LandesfondS nicht bedürfen. Ausland. Ans Hamburg, 17. Mai, wird geschrieben: Was man ursprünglich als eine Finte des schwedi« schen Gesandten am Tuilcricuhofe bezeichnete, die Idee dcS Anschlusses des ganzen Königreiches Dänemark an den dcutscheu Bund, ist. wie aus Kopcnhageucr Berichten ersichtlich ist, in Dänemark selbst mit allem Ernste aufgegriffen worden. Gegenwärtig gtt't es be« rcits eine. wenn auch nur kleine. so doch nicht zu unterschätzende Partei, die dlescö Projekt gierig auf- Feuilleton. Laibacher Plaudereien. (Erst Geiz, dann Vnschwcuduuc; — Leuzfrrudm der Gourmands — Die Pfinssstfahrt derSttugcr, Turner mid Schützm —- Die Festlichtcittu auf dnu „IäM" — Dcr siidüstrrrcichischc Sängerbund.) So wenig seinem Nufe entsprechend das erste Debüt des Wonnemonats auch war. er hat sich gc> bessert. Der Frühling, dcr Anfangs mit seinen Ga-^u kargte, theilt sie nun in verschwenderischer Fülle "us. I„ oen grünen Niescnteppich hat er die far-A'»frischesten Blumen gestickt; über die Bäume und Gebüsche hiug er einen weißen Blülhenschleier und auf die Kastanien hat er die prächtigsten Kerzen gesteckt, die aus dem dunklen Laube hervorleuchten, als wären es Flammen. In der Sternallce sowohl als in der Lattcrmannöallcc stehen prachtvolle Exemplare dieser Maikaudclabcr. Es ist eine größere Lust zwl. scheu diesen grüueu Zeilen der Natnr. als zwischen den schwarzen der Journale den Geist spazieren zn führen. Es gibt Leute, welche an dcm keinen Gefallen finden, was die Poeten am Lenze preisen. Auch sic lieben de» Frühling, aber aus anderen Gründen. Als getreue Jünger der Gastronomie behalten sie stctö die Zwecke dieser Wissenschaft im Auge. und wenn lle von den Ncizen des Frühlings sprechen, gedenken "e der jungen Gemüße. welche anf den Tisch kom. N'en, per kleinen, pikantcu, rolhwm'gigen Rettiche, und uor Allem des Spargels, dieser schmackhaften ^""zensplossc. die man füglich «die Auster deö ^nanMreiches" nennen kann. Die Gastronomen yaben so unrecht liicht, rvenn sie seiner materiellen Spenden wegen den Lenz lieben, sie haben mchr davon, als die Poeten, welche nur vou Duft nnd Blüthen singen. Und doch — ist so ein blühender, qrüueuder Kastanienbaum oder eine lilumenreiche Wiesc nicht schöner alö ein Spargclgcricht? Dc>> 3'u-»lilul« mm <>8t n ^Ferdinandcum imposant; besonders gefielen die Schuhen durch ihre stramme Haltnng und die Laibachcr Turner durch ihr schmuckes Aeußere. Der Weg bis zum „Jäger" oder »Fcrdinandeum« ist sehr schön; mau wandelt zwischen grünen Eichen« bäumen, die einen lieblichen Kontrast zu der «blauen Wiese" bilden, welche sich unten in unabsehbare Weiten erstreckt. Unter einer schatlenspcndendcn grün-rauschenden Eiche zn sißen und die Blicke über die schimmernde Adria. die alle Nuancen des Blan zeigt, zn senden, ist ein Genuß, den Mancher der Laibacher Gaste zum ersten Male kennen lernte. Thalatta! Thalatta! Sei mir gegrüßt du ewiges Meer! Sei mir gegrüßt zehulausendmal Aus jauchzendem Herzen! So mit Heine möchte man abrufen, wenn man die Adria in ihrer lieblichen Bläue. umsäumt vou reizen« dcu Küsten, zn Füßen dcS alten Tcrgcste erblickt. Und einer der anmuthigstcn Punkte in der gauzen Umgebung Tricst's ist der eichcnnmrauschtc Berg. der auf seinem Nucken das «Fcrdinandcum" und die SchiMätte trägt, wo in den PfingNtagen sich die Stunden eiues so gcmütlilichen. herzlichen Beisam« meuseius der Lalbacher, Görzcr und Triestcr Sänger. Turner und Schuhen abspannen. Dieser Aerbrüde-rung der genannten Vereine galten zunächst die Worte, welche beim Abgeben der Fahnen in der Schießstätte von den Herren Nittmaier. Dr. Stöckl. Dr. Schö'ppl ?c, gesprochen wnrden, als ersterem das Diplom eines Ehrenmitgliedes des Lai» bacher Schüpenuereincs überreicht wurde. Aber auch beim darauffolgenden Diner bildete der Wunsch des brüderlichen Znsammenstchcns. des Wohlergehens der Schwcstcrstädte Triest und Laibach das Hauptlhema der Toaste, welche die Hcrrcn Nittmaier. Dr. Stöckl. Dr. Schöppl. Dr. Ibleib. Laiblln ?c. ausbrachten. Dieselbe auiinirte Stimmung, wo möglich in uoch höherem Grade, herrschte Abends bei dcm Commers im Salon Bcrger. Hier brach sich auch der Pall'iotismus Babu; als Dr. N a b l den Toast anf den tapferen Conlreadmtral Tegctthoff und seine Kampfgenossen ausbrachte, da hallte der Saal wicocr von Begeisterung. Der Toast wurde an Tegetthoff^tele« graphirt und am Dinstag ist die Antwort zcn MancwcrS zu sein. daS schon darum erwähnt zu werden uerdimt, weil es die verzagte Stimmung, die im Lande herrscht, charakterisirt. Turin, 13. Mai. Die «Unita Italiana- spricht die Befürchtung anö. Garibaldi lönntc aus Caprcra entführt werden. Sie spricht uon griechischen Kc>» saren, welche dazn gedungen wurden, ihn aufzuheben, und fordert Garibaldi zur größten Vorsicht auf. Paris, 14, Mai. Die heutige Sitzung war wohl eine der stürmischesten der ganzen Session, Der Herzog von Morny gericth in einen Konstill mit der Opposition, wobei der sonst so kaltblütige Präsident des gesetzgebenden Körpers in eine Erregtheit verseht wurde, die ihm kaum gestattete, die Sitzung vis zn Ende zu führe». Anlaß zu dieser deftigen Szene gab die Diskussion über die vierte Abtheilung des Budgets dcS Ministeriums deS Innern. daS Polizei« wesen betreffend, und zunächst die Ncde des Herr» PeUctan. der sich mit größter Heftigkeit gcgen daS Sicherheitsgcsetz aussprach. waS den Herzog von Morny besonders deßhalb so unangenehm berührte, weil er der Vcrichtcrstaller über dieses Gesetz war. also indirekt znr Zielscheibe des groben Geschützes diente, das Pelletan dieses Mal aufgefahren hatte Pcllctan sagte bezüglich des Sichelheitsgesetzes unter Anderem: In Folge eines AtlcnlatcS, das mit Frankreich nichts gemein hatte, legte die Regierung das Sicher-heilsgesetz vor, welches ihr das Recht gab. ein bis .dahin unbekanntes Vergehen zu verfolgen. daS des Einverständnisses im In- und Auslande, und es mit einer bis dahin unbekannten Strafe, einer eventuellen, zn belegen. Und. als die Opposition die Vefürchtnng ausdrückte, daß daS Gesetz den Hintergedanken habe, die Führer zu treffen, die geglaubt, sich im Hinter-gründe halten zn müssen, die mir ihren Platz im Parterre bezahlten, erklärte der Berichterstatter, daß das Gesetz nicht die Absicht habe. die eminenten Männer zu erreichen, die er. wie ich glaube, die Emigranten im Innern :iannle. sondern daß es gegen iilwclsöbnliche Feinde der Gesellschaft, gegen die soziale Hefe und den sozialen Abschaum gerichtet sei. Präsident: OS war gegen die geheimen Gesell' schaflen gerichtet, und man hat wohl daran gethan. Belmontet: Es war gcgen die Freunde Orsini's gerichtet. Pcllrtan: DaS Gesetz konnte nicht gegen die geheimen Gesellschaften gerichtet stin, die schon der Transportalion anhcimfislen. Es war gegen den Abschaum der Gesellschaft gerichtet, wie man sagte. Gnl! Gegen drei Personen wurde dieses Geseß in Anwendung gebracht. Und wer sind diese drei Per. sonen? Der Marqnis de Flers. eine Magistratsper. son; Herr Scheurer. ein reicher Fabrikant; Herr Tanle, ein Slndent der medizinischen Fakultät. (Un-terbrechung.) Wie kann man sich aber mm dlescö Vergehens des Einverständnisses im In- nnd Aus« lande schuldig machen? Man hat mit Recht gesagt: durch das Wort allein und durch dag gedruckte Wort. Aber wir haben ja das Preßgesetz und das Straf-gesehbuch. Das Gesetz war also gegen die Privat» Korrespondenzen und gegen die Privat-Unlerhaltnn-gen gerichtet. Die Regierung hat dieß bestrittcn, aber die drei Personen wurden nur wegen ihrer auf der Post mit Beschlag belegten Korrespondenzen vcrnrlheilt. Herr Scheurer saß seine dreimonatliche Gefängniß« strafe in Mazas ab. Aber glaubt man, daß er jctzt frei ist? Nein, hente befindet er sich unter der Hand der Polizei; er ist Staatsgefangener anf Ehrenwort. (Mehrere Stimmen: Sehr gut!) Er kann nalürlich seiue Familie besuchen. des Abends seine Frau umarmen (Unterbrechung), aber nichts bürgt ihm dafür, daß den folgenden Tag sich nicht ein Polizei - Agenl bei ihm cinfindet. um ihn, vielleicht anf eine anonyme Denunciation hin. seiner Familie zu entreißen. Sir. meine Herren, welche die Repräsentanten der Familie sein wollen (lärmende Unterbrechungen.) Nouhcr: Es ist unerhört, daß die Entscheidun-gen der Justizbehörde auf diese Wlise vor die Schranken der Kammer gebracht werden. Präsident Morny: Sie können die Handlungen der Verwaltung besprechen, aber nicht ein volirtcs Geseß. PcUelan: DicseS uuvermeidliche Gcseß. dazu bestimmt, einer ungehencrcn, über das gauzc Land verbreiteten Verschwörung Einhalt zn thun. hat. ich wiederhole es, nur drei Verschwörer bestraft. Von aUen Seiten: Zur Abstimmung! Pclletan: Wenn diese ungeheuere Verschwörung wirklich bestanden .... (Zur Abstimmung! die Worte Pellctans verlieren sich inmitten eines fürchterlichen Lärms.) Präs. Morny: Herr Pelletan, man hört kein Wort. Zahlreiche Stimmen: Zur Abstimmung! Pellelan: Der Herr Minister sagte Ihnen neu» lich, daß die Redefreiheit in diesem Saale herrsche; Sie strafen ihm schön Lügen. (Steigender Lärm) Ich werde enden, meine Herren, wenn ich gesagt habe, daß die Nrgierung nns das Schauspiel einer Regierung gibt, die uic beunruhigt wird uud immer bcun» ruhigt ist. (Ruf zur Abstimmung!) Präs. Morny-. Beruhigen Sie sich. die Regie« rung hat kelnc Furcht. Sie fürchtet weder Sie, noch irgend Jemanden. Picard: Soll das eine Drohung sein, Herr Präsident. Präs. Morny: Es ist kel»e Drohung, wenn man sagt, daß sich die Regierung nicht fürchtet. Picard: Wir haben weder die Absicht, sie zn fürchten, noch ihr Furcht einzujagen. Präs. Morny: Sie haben Recht, keine Furcht vor der Regierung zu haben, denn sie ist eine schüz-zendc Regierung. die Niemanden bedroht. Wenn sie so auflräie. daß sie Furcht erregte, so würde hi»r vielleicht nicht die Sprache geführt werden, die wir zu hören bekommen, (Bravo. Bravo! Lange anhal« tender Beifall. — Picard sagt inmitten des Lärms einige Worte, die unverständlich bleiben) Jules Favre: Das heißt uns Gewalt anthun! (Lebhafter Widerspruch, Ruf: Zur Ordnung.) Staatsmiuistcr Rouher: Sie haben sich dessen schuldig gemacht. Thiers: Wenn eS sich um die Interessen deS Landes Handell, so wird uns Niemand Furcht einjagen, selbst die Regierung nicht. Staatsminister Ronher: Erlauben Sie, Herr Thiers, Sie kommen eben erst in den Saal. Sie wissen nicht, was vorgefallen ist. und Sie betheiligen sich an einem Streite, von dem Sie nichts wissen. Thiers: Emschnldigcn Sie, ich habe Alles gehört. Präs, Morny: Ich befrage die Kammer über den Schluß der Debatte. Derselbe wird uotirt und dann die 4. Abtl'ei-lung, öffentliche Sicherheit (7.6tt7.575 Franken), angenommen. Paris, 16. Mai. Der Herzog v. Morny hat dem Kaiser eine Denkschrift überreicht, in welcher die Einführung der Verantwortlichkeit des Ministeriums befürwortet wirb. Dem entgegen rälh Pcrsigny. die parlamentarische Neigung durch strengere Ueber-wachnng der Wahlagitationen und zugleich durch die Verwendung einer Milliarde für landwirthschaftliche Zwecke zu begegnen. Wahrscheinlich wird der Kaiser den Rathschlägen Morny's Gehör geben. Eine Ministerveränderung wäre alsdann unvermeidlich. Persigny würde das Staatsministcrium. Walewski die auswärtigen Angelegenheiten. Staatsrath Thuil» ler daS Innere, der Vanlpräfident Vuitry die Finau» zen übernehmen. Diese Kombination bedenlet Frieden nach Außen lind Reaktion im Innern. Herr Rouhcr. der gegenwärtige Staatsministcr. würde sich ihr schwerlich anschließen; er würde mit Fould. Dronyn dc Lhnys und Bondet zurücktreten. Herr Nouher hat schon seinen Abschied verlangt, der Kaiser aber hat seine Entschließung bis zu dem Schlnß der gegen« wärtigen Session vertagt, Derselbe soll am 19, d. stattfinden, allein die Uebcrfülle des Materials wild eine nochmalige Prorogirung des gesetzgebenden Körpers nöll'i,, machen, so daß das Ende der Scjsion wahrscheinlich auf den 28. Mai oder auf den 3, Juni festgesetzt werden dürflc. Aus London, IN. Mai. wird geschrieben: Der hiesige deutsche Turnverein, wclchcr. im Zahle 1861 gegründet, lx-veits über fünfhundert Mitglieder zählt, hat am Sonnabend das Fest der Grundst-inlegung zu einer neuen Tnrnhallc begangen. Kopenhagen. 17. Mai. Die «Verling'sche Ztg." bringt einen ausführlichen Bericht des Marine« ministers über das Gefecht uon Helgoland, in wel» chcm daS österreichische Manövrircn und Schießen anerkannt wirb. Um das neutrale Helgoländer Territorium uicht zu verletzen, musilen wir v>er Quartmeilen von Hei« goland die Verfolgung (?) einstellen. Die dänische Eskadre blieb bis ^'/, Uhr Morgens östlich von Helgoland und ging dann zufolge einer Depesche des die Kapelle des Regiments Franz Karl unter dessen tüchtigem Leilcr Herrn Blaschte, welcher einige gelungene, auf daS Fest bezügliche Stücke komponirt hatte, begannen die Oefangsproduktioneu im Saale, der lange vor Beginn schon überfüllt war. Der Laibacher Männcrchor der philharmonischen Gesell« schaft erntete dnrch den feinen, präcisen Vortrag des Doppelchors aus „OedypuS", uon Mendelssohn, und durch den „Nachtgesang im Walde", von Schubert, ungethcillcn Beifall. Rauschenden ApplauS fand auch der von den Laidacher und Triester Männerchören gemeinschaftlich gesungener Chor von Nedved: »Mein Oesterreich", dessen markiger Ausdrnck ungemein an-sprach. Er mnvl- wiederholt werden. Wir können wohl sagen, daß unser Männcrchor der Stadt Laibach alle Ehre machl, wo er nur immer erscheint. In Trieft feierlc er einen wirklichen Triumph. Einen hübschen. feierlichen Akt bildete die Fahnenweihe. Die Ueberreichnngs-Urknnde las Herr Dr. v. Scari vor; der Vorstand des Schillervcreines. Herr K ü h n a u , entwickelte oie Bedeutung des Mo« mcnlcö in cincr passenden Rcde. Acht der annmlhig-stcn jungcu Damen des SchillcrvcrcincS, nacheinander vortretend, vollzogen, jede cine Devise sprechend, die Befestigung der Fahne, worauf jede ein prächtiges Vlumtnbonquet erhielt. Dann wurde die Fahne unter allgemeinem Hochruf enthüllt und vom Triester Vereine mit einem Fahnenchor begrüßt. Ein Ball schloß die ganze Feier, an welchem jedoch uon den auswärtigen Gasten wenige Theil nahmen; die Temperatur n, dem Saale war etwas sehr südlich. Es ist uns nicht möglich, alle Momente des Tricstcr Festes zu beschreiben; das Urtheil der Lai-bachcr geht dahin, daß eg ein schönes Fest war. Und wie freundlich das Entgegenkommen aller Trlester war, geht aus folgendem Vorfall hervor. Einige Laibacher Sänger wollten in die Stadt fahlen, der Fiaker uer« langte alier dafür tt fl. — eine unverschämte Förde« rung. denn der ganze Weg wird in drei Vierleistun, den zurückgelegt. Die Sänger gingen zu Fuß. Nun kreuzen sich aber Fnßweg und Slraße öfter, und als sich hier Fiaker und Sänger begegneten, und Ersterer sah, daß Letzierc zu Fuß gingen, nöthigte er sie, ein. zusteigen, und verlangte nichtS dafür alS — ein Seidel Wein. Er habe sie für Wiener gehalten und erst später gemerkt, daß sie Laibachcr Sänger seien. Das schönste Resultat der Pfingsjfahtt nach Tricst ist aber die Gründung eines „Südöstcr» reichischeu Sängerbundes." Die Statuten sind bereits entworfen, und ist Lai bach darin als Vorort bezeichnet. Wir zweifeln keinen Augenblick an dem Zustandekommen dieses Sängerbundes, der ein geistiges Band mehr um die, bereits im innigen materiellen Verkehr stehenden Nachbarstädte Laibach und Triest, denen sich dann auch Görz, Idria,. Neu-marktl x. zugesellen werden, ziehen wird. Wir be< grüßen mit aufrichtiger Freude und dem Wnnsche dcö besten Gedeihens diesen „Südöstcrreichischcu Saugcr< bund!" Gin Ausflug nach Adelsberg. Die mannigfaltig abwechselnde Landschaft, durch welche der zum Grottcnfcst dampfende Eisenbahnzng eilte, war von einem lebenswarmen Frühlingshanche durchweht, Wiese und Flur, Berg und Wald überboten einander in grünender Frische. Sogar der düstere Kanzianer-Wald bei Rakel, nach der Iagdfama nicht selten der Schauplatz von Aveuturcn zwischen Meister Petz und den Jägern der Umgebung, hatte sich mit einem Blumenteppich aznrencr Frühlings-iiuqcn — der schönsten vergißmeinnichtähnlichen Waldblume — geschmückt, znm Beweise, daß er in seinem geheimnißvollen Nalodnnlel nicht bloß wilde Bestien, sonder» auch die herzigsten Kinder des Frühlings bc< Herberge. Der Statlonöplatz Adelsberg, die Straßen des Marktes boten das Bild einer bunten, bewegten Menschenmenge dar. An dritthalbtanscnd Menschen hatten sich eingefunden zum uuterirdischen, in seiner Art einzigen Grottenfestc. In den Gasthäusern bekam man die Sprachen ans aller Herren Länder zu hören, ja sogar Klänge, die in unserem Vaterlande einst an der Tagesordnung gewesen sind. traten so zu sagen herausfordernd auf. nämlich die Silber-klängc der Gulden- und Vicrtelguldcnstücke, womit die Börsen der „Schwalben dcS SüdenS" reichlich gespickt warcil. Gegcn Mitlag war vollkommene Aushelterung eingetreten, die Konturen der Karstberge zeichneten sich am blauen Himmel in voller Schärfe ad. Ein Spazicrgang anf den die Nuiuen d^s alten Schlosse« Ädelsberg tragenden Berg Souiö versprach eine hübsche Rundschau. Den angenehmsten Eindruck machte auf uns die daselbst auf dem felsigen Terrain durch Anlage uon Terrassen gewonnene, sehr gut gehaltene kommunale Obstbaumschule. Sie wurde auf Anregung eines wackeren AvelSberger Bürgers in's Leben gerufen, um für den Unterricht der dortigen Schuljugend zu dienen, was auch mit sehr gutem Erfolge geschehen soll. Möge es den Männern, welche sich diese Sache angelegen sein lassen, gelingen. cineS der edelsten Propfrciscr, nämlich die Liebe zum Baume, .n das Gemüth der jungen Generation ja recht dauerhaft cinzupfiau^l,. Danu erst kann von dm Vcr- 455 Marincministcrs nordwärts. Weder in, iwch nach dem Kampfe war irgendein dänisches Schiff kampfuu» tüchtig. Bukarest war am 13. voll um, allerlei Ge, rüchteu. welche beweisen, daß man den Cusa'schcn Staatsstreich erwartete. So schreibt man uns aus Bukarest, daß Cusa sich in der letzten Zelt ganz auf den Decembermann l)ii,ausspielte, daß er sein mot ä'orlü'l! ans Paris erhält und danach handelt, und daß man nur darüber im Zweifel ist, ob Cusa nach der Pfeife der Tuilcrien oder nach der des Palais Royal tanzt. In besonders lebhaftem Verkehre steht Cusa mit Thouvcnel, seinem alten Protektor, und daß dieser ehemalige Minister des Kaisers der Franzosen nicht ohne höhere Weisung Cusa inspirirt, daran wird wohl nicht gezweifelt werden. Cusa ist seii'.rr Sache so gewiß, von Paris ans so sicher gemacht, daß er Nalhgebcr, welche iyn anf die von Nußland. Oester-reich und der Pforte drohenden Gefahren aufmerksam machcn. geradezu verböhnt. ,Es gibt lein Emver< ständuiß u„tcr den Mächten, und ich muß aus der allgemeinen Zerfahrenheit möglichst viel Vortheil ziehen", soU er uenlich zu einem Diplomaten gesagt haben, der ihn warnte. Lokal- und ProvinM-Nachrichten. Laibach, 21. Mai. Se. Exzellenz der Herr Statthalter Freiherr v. Schloißuigg ist nach Wien gereist und hatte vorgestern Audienz bei Sr. Majestät dem Kaiser. — Morgen wird, nach mehrjähriger Unterbrechung, der Schicßstand in Adclsberg wieder eröffnet, und hat d,c dortige Schützcnvurstcliuna. die hiesige Schützen. Gesellschaft zu ihrem Elöffnungsschießeu eingeladen. Dem freundlichen Nnfe folgend, wird sich. wie wir hören, cine Deputation der hiesigen Schützengesell-fchaft morgen nach Adelsberg begeben. — Die Ortschaft Stermza bei Planina ist am 19. d. M. bis auf !i Häuser abgebrannt. — Der bekannte Triester Kompositeur Herr Nug. gcro Manna ist, 55 Iakre alt. am 13. d. M. in Crcmona gestorben. Er war ein vertrauter Freund Rossini's und Meyerbeer's u»d als einer der gclehr. testen italienische!, Konlrapunktistcn geschätzt. — Se. Majestät der Kaiser haben mit Aller» höchster Entschließung vom 14. Mai d. I. die Wahl des Herrn Albin AIber zum Bürgermeister ver Landeshauptstadt Graz bestätigt. — In der Uniucrsitäts-Sammlung zu Zürich hat sich ciu Stück Mcteor-E'sen vorgefunden mit der Etiquette: «Gediea/u Eisen, sehr rar. auS Sleicr« mark." DieseS Stück ist durch Prof. Ä. Keungolt nach Wien gesendet, durch Haidinn.cr drr kais. Aka« demie vorgelegt und um so interessanter geworden, als Mctcorfunde aus Steicrmark biShcr nicht beschrieben worden sind. (VeründrrmlM im Clcrus der jlaibacher Niöcej'c.) Die P'arre Hotcderschitz wurde dem Herrn Fr. Rihar. Hilfsgeistlichen in Loitsch, verliehen Gestorben ist am 12, o. M. in Tschermoschnitz der Iubilarglisllichc und Pfarrer im Ruhestand Herr Georg Ionke. (D) ^Schlußvtrhaudlllllgcll beim k. k. Kandesgenchte.) In der nächsten Woche finden bei dem hiesigen k. k. i.'andesgerichte folgende Schlußverhaudlungen Statt: Am 25. Mai: 1. Fcrdiuano Bogen — wegcu Krc» ditspapier« Verfälschung; 2. Franz Ti6ar — wegen Diebstahl. Am 27. Mai: 1. Maldias Lipovc und Consorten — wegen Dicbslahl; 2, Theresia Muru — wegen Dlcbstahl; 3 Kaspar und Anton Rebol — wegcu schwerer körperlicher Besäiävigung; 4. Au« ton Petri« — wegen schwerer körperlicher Beschä« digung. Wiener Nachrichten. Wien, 19. Mal. Der Staalsministcr Ritter v. Schmerling hat, nls oberste administrative Spitze der Kunstange« legcnhclteu in Oesterreich, cin lu den verbindlichsten Ausdrücken abgefaßtes amtliches Beileidschreiben an Meyerbeer's älteste Tochter erlassen, worin die cngeu Beziehungen des verstorbenen Komponisten zu Oester» reich und die schmerzliche Theilnahme Oesterreichs au diesem Verlust hervorgehoben werden. — In der heute vom Gemeindcrathe der Stadt Wien vorgenommenen Neuwahl des Bürgermeister« entfielen von 118 Slimmeu 99 auf Dr. Andreas Zelinka, und wurde mithin der gegenwärtige Vür< germeister mit großer Majorität wiedergewählt. — In der Rede, welche der Neugewählle darauf hielt, kommt cin Satz vor, der auch anderwärts beherzigt werden sollte. Der Zclinka sagte: »Ich muß Sie wirklich darum bitten, und ich bin überzeugt, daß Sie mich jederzeit freundlich unterstützen werden, daß wir unS stets r b j c k t i v halten und ohne Rücksicht auf Part eiunge u. oit endlich iu einem großen Körper unvermeidlich sind, stets das Beste ber Kommuue vor Augen habe n." — Der bekannte Agitator auf dcm Gebiete der Haudelspolitik. Hosrath Kcrödorf. befindet sich seit einiger Zeit hier. Seine Anwesenheit stcht mit dem Plane eines süd-dentschen Handelsvertrages iu Ver< binduug. durch welchcu dem preußiich. französischen Handelsvertrag cin Paroli geboten werden soll. — Die Staatödruckcrei geht, wie die «Ant. Korr." meldet, eiuer Umgestaltung entgegen. Herr Direktor Hofrath Aucr hat vorläufig einen längein Urlaub angetreten. — Das Korps der bürgerlichen Scharfschützen in Prag hat in stiuer am 17. Mai abgehalteneu konstiluirendeu Sitzung den Großherzog vou Toscana zum Inhalier der sielienlcu. oen StaalSmlnllter Ritter v. Schmerling zum Inhaber der dritten Scharfschützsn. Kompaguic gewählt. Neueste Nachrichten und Telegramme. Fiume, 20. Mai. Der Handels« und Seefah-rcrstand von Fiume bietet dcm tapfern Kontrcadmiral Will,, v, Tegsllhoff. der mit so viel Tapferkeit die Söhne unseres Küstenlandes iu, Seegefecht bei Hcl« gol.'Ud zu führen wußte, cincu Ehrendegeu an. Dresden, 19. Mai (Abends). Ein Frankfurter Telegramm des «Drcsd. Iourn." dcmcntirt das Wie» ner Telegramm der »Postzeitung" über die letzte Kon-fcrenzsitzung. Authentischen Nachrichten zufolge erklärte sich der Bevollmächtigte des Vuudcs gegen jedwede Vrrbiudung mit Dänemark überhaupt; letzteres aber habe die Personalunion verworfen. Berlin, 19. Mai. Der Kronprinz wurde zum kommandircndcu Generalen des zweiten Armeekorps ernannt, FM. Freiherr v. Wrangcl iu den Grafen« stand erhoben. Prinz Friedrich Karl erhielt dem Vcr« nehmen nach daö Oberkommaudo in den Herzog-thümern. Berlin, 19. Mai. Priuz Friedrich Karl ist hier eingetroffsn. Die „Nordd. Allg. Ztg." ueröffeutlicht eine De. pesche BiSmarkS an den Grafen Bernstorff ddo. 15. d. M. Das Aktenstück erklärt schließlich die preußische Regierung a!s vollkommen frei von allen Verpftich. tuugen, dic aus dem Londoner Traktate von 1852 gefolgert werden könnten, und berechtigt, jede auder« weitige Kombination ganz unabhängig von diesem Traktale zu erörtern. Daß die Lösung der Frage von europäischer Tragweite mit den ülirigeu Groß» mächten gemeinsam versucht werde, folgt aus der Namr der politischen Beziehungen; nur dieses Vcr« hältuiß habe die preußische Ncgicrnng im Schlußsätze ihrer Erklärung vom 31. Jänner anerkannt. Nur eine gemeinsame Aufsuchung und Berathung der Mit« tel dazu kaun die Aufgabe der Konferenz sciu. Die «National. Ztg.« meldet: Gestern ist hier cin Komilö zur Gründung einer Aktiengesellschaft für den Bau eines Kanals in Schleswig-Holstein zur Verbindung der Nord« und Ostsee unter dcm Vorsitze, des Ministers Freiherru v. d. Heydt zusammengetre« ten. Daö Anerbieten der Staatsregierung, die Vor» arbeite» auf Staatskosten ausführen zn lassen, wurde dankend angenommen. Mit den Vorarbeiten ist der geheime Negirnmgsralh Lenze beauftragt. Hamburg. 19. Mai. Das Abendblatt der «Vcrling'scheu Ztg." vom 17. berichtet, die schwedisch, norwegische Eskadre werde durch eine norwegische Ka« uonenbootcskadrl- verstärkt. Der Kommandant von Veile hat die Abfahrt eines SchiffeS nach Odeuse verhindert und hat derselbe Ordre, den Schiffen das Aussegeln zu verbieten. Turin, 18. Mai. Die Deputirtenkammer ist über dcu Antrag, die EinHebung des Peterspfennigs zn verhindern, zur Tagesordnung übergegangen. Paris, 19. Mal, Der heutige „Mouitcnr" de« meutirt die Gerüchte über ministerielle Veränderungen und über daS Vorhaudcusciu ciucs Schreibens des StaatsministcrS Nouhcr an den Kaiser. Hcrr v. Äeust wird morgcu hier erwartet. Suez, 19. Mai. Nachrichten aus Shangai vom 9. v. M. melden: Die Kaiserlichen wurden beim Angriff anf Kin.Tang zurückgeworfen. Gordon wurde verwundet. Nachdem sich die Kaiserlichen wieder gc« sammelt haben, rücken sie neuerlich zum Angriff vor. Kintang erhielt beträchtliche Verstärkungen. Mau glaubt, daß die Insurgenten von allen Seiten eingeschlossen sind. suchen znr Aufforstung des Karstes ein Erfolg erwar« tet werden, wenn an die Stelle des Walducrwüstungs« tricbes, den mau !u Inuerkraiu iu so bedauerlicher Weise noch immer schalten und walleu sieht, die bes< scre Einsicht iu die Natur dcö Waldes unter der Bevölkerung Platz gegriffen haben wird. und wen» die vereinzelten Anpfianzungen nicht mehr Gefahr laufen, im nächsten Momente dem Unverstände, der Vosheit oder der Nohheit Einzelner als Opfer zu fallen. Daß übrigens in Adelöderg daS Interesse für Bodenkultur und Obstbaumzucht seit einem Dcccn. ^Ulm sich bcdcnlend gesteigert, dafür liefern die im üvviMn Grün prangenden Wiesen an der Poik, Mehrere neu angelegten Baumpftanzungen und Kul« llUeu den besten Beweis. Außer dem interessanten Panorama, das man bier überblickt, nmgrenzt vom Birubaumer. Walde Nanos. den Bergen des (^cnbodens und den kahleu Ausläufern des Iavornik. verdient auch die Flora deS Soviö einige Beachtung. Sie trägt — wie der Karst überhaupt — einen alpinen Charakter, was dem Nicht, botaniker schon die Namen einiger daselbst vorkom< Nlcnden Sträucher, als: D^plmo ui^inu, 1!iK<^ :i1pi-Mim, Mumiiu.8 tÜMa andeuten. So paradox es auch klingen mag, so licßc sich doch durch ciu Ver. zeichniß der hier wildwachsenden Pflanzen der Beweis herstcllrn. daß cs in Kram nur wcuige Lokalitäten uon dcm mäßigen Umfange des Berges Sovil- geben dürfte, welche sich eines ähnlichen Reichthums an Manzenarteu rühmen können. AIS wie armselig wird llewöhnlich die Vegetation des KarsteS geschildert, während sie doch einen Glanzpunkt der mit Recht ^rühmten lrainischcn Flora bildet, wie verbrannt und dürre sehen in einem trockenen Sommer jene Karst» wiesen aus. die in einem mit Feuchtigkeit gesegneten ! Frühjahre den üppigen Wiesen der Alpen mit ihren kräftigen aromatischen Kräutern an die Seite gestellt zu werden verdienen. Unter den Sträuchern des Sovic stand die duf. leudstc aller Msclienarlen. die Mahalebkirsche (slove-uisch reZoliku) in vollster Blüthe. Sie entwickelt sich hier zu kräftigen Stämmen, uud es wäre ihre Kultur au diesem Originalstaudorlc schr zu empfehlen, da sie nicht nur eine ausgezeichnete Unterlage für edle Weich« selsorteu ist, sondern auch. wie z. B. ,„ h^ Umgebung Badens bei W'cn. durch Zucht ihrer kräftige» Wur-zcllricbc uud Verwendung derselben zu den sogenannten Wcichsclröhrcn eine nicht unbeachtenswerthe Rente ab-wirft. Für den Botaniker dürften der unter Gesträuch vorkommende blasse Osterluzei ^ristolacliia pulliäa >V11ä. und der in Fclsritzcn wurzelnde Alpen-Seidl, bast Di^mo ichüiw ^> zwei der iutercssantesten Pftauzcn dieses Berges sein. Während dieser Umschau iu der oberirdischen Natur Adclsbcrgs knallten die Pöllerschüsse. uns daran erinnernd, daß eS nun an der Zeit sei. oie Grotte zu besuchen. Bald waren die dem unterirdischen Vesnche gewidmeten Stunden verflossen, und der grelle Pfiff der zur Abfahrt gerüsteten Lokomotive mahnte uus, daß die hier angenehm zugebrachten Augenblicke ihrem Ende uahcn. Auf der Rückfahrt brachte uns der Zufall in die Nähe eines sehr beredeten Kramers, der über jeden Punkt der Gegend, die der Zug passirte. Bescheid zu geben wuLlc. und als Rcpcrtorium alles dessen, was sich das Volk daselbst erzählt, angesehen werden konnte. Originell erschien uns cine krainlschc Sage, die er zum Besten gab. In der Nabe Nakek's, an einer Stelle, wo mau das vom Mondlicht beleuchtete Planina, Thal erblickte, wics er auf eine noch jetzt am Planina. Berge sichtbare Erdblößc. Dort habc vor viclcn hundert Iahreu ein Zicgenhirt geweidet und eine riesengroße Schlange erschlagen, indem er einen gewaltigen Felsen auf sic hcrabgewälzt, daher sei denn auch jene weiße Riefe entstanden. Im Kopfe der Schlange habe der Hirt einen großen Diamanten gefunden, den er dcm Kaiser zum Geschenke gemacht. Dieser habe ihn dafür in dcu Grafenstano erhoben und ihm drei Herrschaften in Krain geschenkt. Noch jetzt — versichert der Erzähler — könne man im Schlosse Hasberg das in Stein gehauene Wappen schcu, worin sich zwei Ziegen nebst der Hirtentaschc zur cwigeu Erinneruug an den ehemaligen Hirtenstand des gräflichen Ahnherrn befinden. Offenbar bezicht sich diese Sage auf das erloschene krainlsche Geschlecht der Grafen Cobcnzl. denen einst auch Hasbcrg gehört hat. In iyrcm Wappen lommcn zwei Gemsen, auf schroffen Felsen stehend, vor. Nun ist cs keine bedeutende Metamorphose, wenn die Sage aus der Gemse eine Ziege schuf. Vicl eigenthümlicher ist die Deutung des die Mitte dcs Wappens ciuiicl'mcuden Mittelschildes, welches zwar lu seinen Umrissen mit einer Hittcntaschc eilige Achn« lichkcit besitzt. Die gegebene Erklärung entspricht zwar nicht der Heraldik, da der Mittclschild vier Felder hat. von denen zwei mit schrägen Balken uer» scheu sind. doch läßt sich uicht in Alireoc stcUc», daß sie zu jeuer Volkstradition über den Ursprung der Cobenzl sehr gut passe. ___________"". Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Bamberg in Laibach. 45« ^l^^N^Ni^! Staatsfonds unverändert; in, heute zur officiellm Notirung gtlaugten neiml Silbc^inlehen ftnden mehrere Schlüsse :, «7.50 stalt. Lose um wenige Zchütcl schwächer. Wie, ^ * IliduNnl'pcN'icre größtcnthcils um 1 bis 2 fl. billiger, nilr Actien dcr anglo-^sterrcichischm Bank nm 2 fl. höher. Wechsel auf fremde Plähe und Coinptantcn um eine de» I!» 'H^n. Klriuigfeit sl.'Iisr. Geld abc'üdant. Geschäft l'cschr/inlt. /^ ,^ Veffcutliche Tchuld. ^. de« Staate« (sür 100 st.) Geld Waar, In össerr. Wührnng . zu 57, 68.»i«lr. 17.50 18.- ll. dcr Hronlinlder (für KW st.) Grund» ntlastungs-Obliglitioncn. Nieber-Ocst.rrcich . . zu 5 24?.— ' " Gelb Waare Ga!.Karl-Ludw.-V.z. 200 fl.CM.216.50 217.— Oest.Don.-DanN'!sch.-O.s. ^H 445.— 446.— Oestn-rcich. Lll'yd in Trilst ZZ 23?.— 239.— Wien. Da»N'fm.-'.'lstg.500fl.ö.W. 490.— 500.— Pcsl.r K^ttenbriickc .... 373 — 375.— Böhm. WcNl'^!)!l zu 200 si. . 157.25 157.50 Th.is>l'ahn-?ll!!s>! zu 200 fi. C. M. m. 140 si. (707,) Einzahlung 147.— -.— Pfandbriefe (für 100 ft.) National-l 10>ihrige v. I. ba.tt auf > 1857 zu . 57, 101.- 101.20 C. M. ) v.rlo^baie 5 „ 91.25 91.25 Natilu,alb.auf ö.W verlob'.5 .. 86.80 87.— Ungarische Äoden'.ssrcdit-Änftalt z» 5'/, M.....—.- 85.50 itose (pr. Stuck.) Kred.'Vlnstalt für Handel u. Gew. zu 100 fl. üst. W. . . . 129.75 130.-Dc'N.-Dmpfsch.-G. zu 100 st. CM. 86.50 87.50 Stadtgem. Ofen ., 40 .. ö. W. 28.50 29.— Eslnhazy „ 40 ,. (5.M. 91.— 92.— Salm__________.. 40...... 31.25 31.7b Gcld Waare Palfsy zu 40 fl. CM. . 29.25 29.75 Clary „ 40 ., ,. . 28.— 28.50 St. OcnoiS .. 40 „ „ . 29.25 29.75 Windischgräl) „ 20 ,. „ . 18.50 19.- Waldstciu „ 20 „ „ . 19.50 20.- Keglcvich ,. 10 ., „ . 12.50 13.— Wechsel. 3 Monate. Geld Waar« Augsburg für 100 ff. südd, W. 96.50 96.75 Fr.nffurta. M. I00fl, dclto 96.70 96.80 Hamburg, für 100 Mart Vanco 86. - 86.20 Loüdon für 10 Pf. Sterling . 114. - 114.35 Paris, sin 100 Fr.nils . . . 45.15 45.30 Eours der Gcldsorten. Geld Waare K. Müuz-Dulaten 5 st. 46 tr. 5 fl. 46Mr. Kronen . . . 15 „ 74 „ 15 „ 77 NapoleonSd'or . 9 „ 19 „ 9 „ 20 Rnss. Imperials. 9 „ 44 ., 9 „ 45 „ VrreinSthalcr . 1 ., 71 „ 1 ,. 71 j „ Silber . . 114 .. 25 ., 114 .. 75 ,. Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Börse in Wien. den Ä). Mai 1864. 57. MtasliqueS 72.75 1860-er Anl.ihe 95.90 57^ Mt.-Anleh. 80 20 Silber . . . 113.75 Äansaltie» . 78l.— London . . 113 95 Hreditaklien . 193.50 K. t. Dulaten 5.45',, Fremden-Anzeige. Dm 10. Mai. Stadt Wien. D.'e Harren: Loh, FabrisSqesellschafttr, v^n KrauichSseld, — Schreiner, Vistubahn-Ober-In speltrr und Feldner, .l?aufni,un,, U.>u Wien. — Mayer. t. s. Hauptmau», und Prechtel. .ssauf» niann. uon Triest. -- MuSq.iiter, Kaufman», l'on Kaoischa. — Frau Ruttmayer, und Fräulein von Glr!i,o,luStl>al. Private, von Wien. Elephant. Dic Herren: Tugendhat, Kaufmann, vcin Vieli^. — Neichenftld. Kaufmann, von Kanischa. — u, Schmidt, GulSbesi^cr, von Marburg, — v. Kreher, l. l. Oberst, von Verona, — Glo-botschüig, Gutsbessher, von N.umarltl. — Frau Weber, Private, von Verona. Venerischer Hof. Herr Haselic, .ssausmcmn, von Teinesvar, Hlaifer von vestcrrrich. Herr Hhcrndl, Agent, von Wien. Velstorbene. Den 13. Mai. Frau ^lugusta König, Schau-spielerswitwe, alt 43 Jahre, in der Stadt Nr. 3l3, an der Äauchwasse,sucht. — Herr Thomas Kauzlnzl,, Gastgeber und Realitätenöcsiber, alt 49 Jahre, in der Stadt Nr. 139, an, schweren Blutschlage. — Mariana Kaomilar, InslilutS-arme. alt 70 Jahre, im Civilspiwl 3tr. 1, a« der allgemeinen Wass.rs,>cht. D„i 14 Dem Herrn Friidrich Lawatsches, l. f. Major in dll Armee, seine Frau Maria, <,It 50 Jahre, in drr Stadt Nr. 220, an d.r Erschöpfung dcr Kräfte. Den 15. Dem Herr» Ignaz Wiminer, Gchuhmachei meister, sein .ssiod Leopold, alt l! Monate, in der Stadt Nr, 100, am G.dän»' brande. — Dem wohlgebornen Herrn Josef Gdlen r. Kleinnlayr, k. k. Steueramtsbeamtcn, sein ^find Iosefilie, alt 6 Monate, in der Stadt Nr. 44, an der brandigen HalScul^'i»d»ng. Den 17. Lorenz Sch,tina, Taglohner, alt 50 Jahre, im Ciuilspital Nr. 1 , an dcr Eut-artung der Magenhäute. — Maria Schreiber, f. f. VaudircftionS'Ve nntenS-Waise, alt 12 Jahre, in der Stadt Nr, 283, am Typhus. Dcu 19. Margaretha Sagorz, Magd, alt 4.'» Jahre, im Cn'ilspital Nr. 1, a„ dcr Lungentuberkulose. — Jasob Urbanz, Insiitulsanncr, alt 72 Jahre, im Civilspital Nr. 1, an organischem Herzleide». "sttX)1-N ^ Die neueste Pariser Stereoskopen - Ausstellung des 3.Dimischou5ky au5 Angarn st täglich iil d,r großen Schaubude am Vongreßplatz von 9 ^^ Friil) liiö 10 Uyr Abends zu sehe». Eintritt vml tt Uhr FM, l'iS ^ Ul,r Abends »tt kr., vmi 7 ln^ »O Uyl Abends dli lniUalUrr Moderateul-Ve- leilchlllilg 3<> kr. DaS Nähcrc der Anschlag^ltel. (1000-1) Eine Knnstmühlc, lmweit l'aibach gslegkl,. ,,,« hergestellt mit 4 Mahl- und 1 Graupengana „el>N AllfsttlNli'gSplal) für nieittre 3 Mahl-s^änge u>id liMnoiger Wassellraft. nmsslo geballten Wirihschaftsgedandtn, 1 Doppel' mW 1 einflichcn Harpfe. mit Grundstück,«!, welche den Holz« nnd Fiütevl'e» darf vollkommen dcctc», sammt alle» Utcnsilien. Wägen. Wagen ic, ist l>i!. lig ,zu uerlanfcn. Weilerc Alisklinft erlbeilt der Eigen-lhiimer dlrscll'c» Johann Wilher in ^.'aibach. s Dank W> AUWfthlW. 1 :i Andem dcr ergebenst Gefertigte für den seit Jahren zahl- . z reichen Zuspruch seines Geschäftes dem I>. 7". Publikum ! 5 Laibach's seinen wärmsten und innigsten Dank abstattet, ! ^ macht er die ergebenste Einladung zu seiner ! ^ welche Sonntag den 33. Mai R864 stattfindet, ! ^ und mit einer ! musikalischen Soiree, ^ ausgeführt von der Musik-Kapelle des k. k. Infanterie- ^ Regimentes Prinz Hohenlohe, beginnt. ^ Gefertigter wird bemüht sein, den Wünschen seiner ^ Gaste stets entgegen zu kommen und wird Alles aufbie- ^ ten, die Zufriedenheit, wie bisher, zu erlangen. :'! Für gute Küche und frische Getränke wird er ^ Sorge tragen. ^^^ (la») Josef Lausch. (950) Vci üzr«' v. lt.l«?l««»»)',' «K? l>«>. U»»,»,«ige, wic dieselben zum Nutzen und Vergnügm in und außer der Hecke am zwccklnnszigsteu drhandelt werden müssen. — Nebst Anleitung, Vögel zn fangelt und abzurichten. — Vierte ucrb. Aufl. Preis «0 Nlr. Eine Anweisung zum aua/nehmen Zeitvertreib: Earlo Bosco, das Zaubcrcabmot, oder: Das Ganze dcr Taschenspielerkunst. Cnlhalteud s110) Wunder errea/ndc Knnsislücle, durch die nalllrlichc Zauberkunst mit .«arten, Ningeu, V5i'lrfelu, «„stein u»d Ojeidstücken. Zur ^ftUschaftlichru Bl-Instigniig mit und ohne Gehilfen mlSznsichrcii. Pc>l„ Profosslir .^ler'lldorsfer. — Sechste Anflanc __ Preiij I fi. 20 kr. Durch die 110 überraschenden T as ch cn s p i c lerkü ust e, sowie die IN Kunst-stücke mit Würfel nnd Spielkarten und 69 interessanten arithmeti s ch c n Br-lustigungcn habeil sich schon Tausende auf die angenehmste Neisc vergnügt. Die Spezerei - Handlung* rzutn Jäger" welche sich seit 1. Mai im paschali'schcn tjause Nr. 10 (vormals Ccmtom) am Hauptftlatzc befindet, cinpfiehlt ihr gut affottirtos Lager von Naffinad-Zucker. Coll'nialzllckmnrhl, Cnssre, Rcis. Grrstl. Ääs, Salami, Zardlüru. UnschUtt-MrtlLchnsts., Milly- und ^pollo-tirrzcn, Zriftn, provcnzcr-. Tafel-, Spcis-, Mbs- und ^cinöl, liqueur, Punschcffrnz, Unm, Champagner-, Malaga», Cipro-, Rüster-, Gcllenbilrgrr-, Malvasia-, Vöslauer-, Wcidlillgcr-. Mail-bcrger- und Grinzwgcr-Wcin lc. lc. mit dcr Versicherung der billigsten nnd solidesten Bcdicmma. (997—1) _____________________JsakoB» Scliofecr. I Annonce. Si , Vcr ergcdcnst gefertigte hat in dcr unteren Gradischa - Gasse, > ^aus'?ir. 29, v^-^vi« dem Vurggartcn, eine neue Möbel Niederlage ! eröffnet, ullwo auch alle Gattungen Tapezier-Arbeiten angenommen ! werden. ! ES bittet demnach, unter Versicherung prompter Bedienung und z ! billiger Preise, nm geneigten Zusprnch j (1005-1) Anton Vrbanèiè, (998—N Tägliche StellwlWnschtt zwischen Laibach und Gottschee. Geftrtigler ztigt ergebenst an, daß er einc tägliche Stclllvaqcufahlt zwischtn Laibach und Gottschee errichtet l>at. Die Aufnahme der ?. I. Passa, ,->!rrc sindet iü Laibach im „Hütel <3le> phant" lind früherem Gasthofe „;nr goldenen Schnalle", sowie auch vom fehleren siatt. Dic Abfahrt geschieht um H Uhr Morgens. Der ergebellst Geftrli^te Imrgt fl>r schnelle Vesördernng. und sind die Fahl-preise folgende: VonLail'achbiö SoimM 50kr. ^ „ ^ « GlojZIaschlh 1st.—^ ^ ., ^ . Neifnit) 1 . 50 .. A- « ^ Gotlschec 2 . — « »- Hiezu ein Bogen Amts- und Inlelligenzblatt, dann Nr. 20 dcr „Blatter aus Krain."