EINZELPlieiS: wodMitMi 10 IM tlemetaf-Soeatif IS Rpf üllaniurger Leitung Amtliches Organ des Verlag und Schriftlcitunc; Marburg a. d. Urüu, U»d(;ag»Q Nr. 6, Fcrnruti 25-^7, 2Ö-Ö8, 25-til}. Ab 18 Uhr (ü Ulir «bends) jst die Öclirittleitung nur auf l^crnrut Nr. 28-67 crreiclibar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgesandt. — Bei Anfragen Rückporto beilegen. ^ Postscheckkonto Wien Nr. 54.608. Steirischen Helmatbundes ttrschcint wöchentlich sechimal alt MorgenieitunK (mit Ausnahme der bonn* q. I^otertage). Bezugep'cis (im voraus zahlbar) monatlich KM 3.10 einschL Zustellgebühr; bei Lieferung im Streifband xutÜKlIch Horto; btl Abholen in der Oe-schMftsstelle RM 2.—. — Anzeigen- und ^zugsbesteliungen in der Verwaltung. 3lr. 218 Tltarburg a. 6. iDrou, ?RiHtoo((, a, eeptmtber 1941 51.3o6rsan0 tcfotge äec Jiak im. Osten: 1018 Sowjetliuizeuse abgesehassen Troti tchlschtom Wetter und stellenweise hartnäckigstem Widerstand des Gegners siegreiches Verwärtsdrängen der deutschen Truppen an allen Abschnitten der Ostfront Eine stolze Bilanz Berlin, 2, September, ^im Hc«r ttingcsetzte Verbände der dcutsclien Luftwaffe, Flakartillerie und AufklirunfffifHegcr haben pich aucli im Ostfcldxug In gani hervorragender Welse ausgezeicnnot. In der Zeit vom 22. Juni bis zum 27. August wurden von diesen Verbänden 1108 Sowjetflugzeuge abgeschossen. Hiervpn durch Flakartillerie 1018 und durch Auflilärungsflieger Im Luftkampf 43. Weitere 47 Feindflugzeuge wurden am Boden zcrstöt?- Außerdem setzten die gleichen Flak verbände in derselben Zelt 396 Panzer. kampfwagen, darunter zahlreiche Panzer schwerster Bauart, außer Gefecht, ver- hra"ii}J 'Pf'l f« Icichte Laiijic und konsequent hatten sie den und brichlcn ^ telndlichc HandclsscH Hc von inagemmt 4000 brt, 2 Kuiteiiw«ch. „eucii Welthrund itcscIKlrt. f.. kam Iii-schiffc und 2 Kanonenboote zum Sinken. Die durch Aufklärung?*fHccer erzielten Abschußerfolge verdienen besondere HeachtunR, da hieraus eindeutig hervorgeht, daß diese zur Erkundung einge. setzten Flugzeuge auch im harten Luftkampf in der Lage sind, den angreifenden Gegner zu bezwingen. 3aljr &«r (Entfct^eibun^ Von Hauptmaon Stephan Ami J. Scpleinbcr pcdcnkt tllc WcU Jüi" Wiederkehr des Tiii;cs, au dem es vor zwei Jylircti Cliurchill und senieii i'rcunücn Kelaiiu das liritibciic l^cich und das iiiui damals befreundete Fraiik-rgich Reynauds und DalaJlers in den Krleff KeKcn Deutschland zu treiben. Niedarlage der Bolschewislen nördlich Luga Unaufhaltsamer Vormarsch unserer Soldaten Herl] n, 2. Scplember. Im Räume nördlich Luga »teilten gestern deutsche Truppen sTttrkere sowjetische Verbände lum Kampf und vernichteten sie. Die deutschen Soldaten hatten bei diesen Kämpfen überaus schwierige Gelände, und Wittcrungsverhältnisse zu überwinden. Die Wege und Straßen waren vom Regen der vorhergehenden Tage aufgeweicht und nur schwer passierbar. In dem sumpfigen Wald- und Wiesenge-lände waren die Marschtiewegungen der deutschen Truppen außerordentlich schwierig. Die schweren Infanteriewaffen konnten mir durch Trägerkolonnen vorwärts gebracht werden. In zäher Ausdauer überwnndten die deutschen Soldaten alle diene Schwierigkeiten und führten die Kämpfe erfolgreich weiter. Die volle Auswirkung der vernichtenden Kämpfe, insbesondere die in diesem Kampfgebiet gemachte große Ueutc an sowjetischem Kriegsmaterial läßt sich noch nicht endgültig überselien. Infolge des unüberPichtlichen Sumpfgeländcs ge, staltet sieh die Bergung und Zählung des erbeuteten Materials sehr schwierig, Die zahlreichen, Im Sumpf steckengebiiebe- Deolsche Krieasmariiie beherrscht den Oslseeraum B c r 11 ij, 2. Scploubcr. neu dabei /UKute, dal.l der soKenaunte »l'ricdcnsschluü« von lOl'J nicht mehr kU'wcscn war als ein steriler Waffen-•stilistand und dafl Intolcedcsseii in />\vci iii)«:cblich bctricjctcn Jahr/ehnten bald hier, bald dort h'eiier aufloderten und nirgends sieh die Ruhe einstellte, die überall die Vorbcdinffuii}; zum Wiederaufbau itcwescn würc. In dieser Atmo- Üculsche SeeHtrcitkräfte sind in den , sphiirc der Unrast und der Unsicherheit vergangenen Wochon erfolRrelch /.nr Si-1 konnten alle nihilistischen Kriifte, alle cherung der Nordflanke des deutschen j Miichte der Zerstoruni: sich entwickeln; Vortnaraches und zum Schutz des deut- der liolschewisnius, die Plutokratic, das sehen und neutralen Seeverkehrs in der i Judentum. Ihnen auch die Teile der Ostsee eingesetzt gewese.i. Der auf dem Welt zu unterwerfen, die sich diesen Seewege durchjj[eführte Nachsehub für | Tendenzen entzogen oder «ar widcr-das vk'utsche Ostheer konnte planmäRij* setzt hatten, das war das i^iel, in dem mul ohne nennenswürto Verluste erfolgen, die Kricj;shelzcr sich ehiiüi waren, Sie Vom ersten Tage des Krieges an hat ilie ijUiiibten, eitles leichten Sietcs sicher deutsche Kriegsmarine die Sowjets in die sein zu können. Verteidigunpr gedran;it und den Ostsee- Avci .lalire später sieht man in Lerati()ncn an der Ostfront ver. darauf schließen, daß die Bolschewistcn laufen planmäßig. in diesen Kämpfen gewaltige Verluste an Angriffe der Luftwaffe richteten sich mit guter Wirkung gegen Eiscnbahnstrek-ken im Raum von Charkow und südwestlich Moskaus. Sturzkampfflugzeuge versenkten auf dem Dnjepr ein sowjetisches Kanonenboot und warfen drei weitere in Brand, neucrte deutsche Volk wußte, daß es um Sein oder Nichtsein ging und es entnahm aus den kiidvollen Jahren nach dem Zusammenbruch von 1918 den Antrieb, nunmehr dem Recht den Sieg zu erkämpfen. Gewaltig sind die Leistun-jren, die die gesamte Nation, front und Heimat vereint, In diesen 24 Monaten vollbracht haben. DaU sie — anders als vor Jahren — In unlösbarer Kami>f» is'emeinsehait zusammenstanden, das war die büse Überraschung für den f'^elnd, der jiCfflaubt hatte, >\'ieder wie einst durch zersetzende Agitatioti Zwietracht säen und zwischen Arbeiter und Soldaten einen Keil treiben zu können. Der (]e>j:ner hatte übersehen, wte gewaltig die Wandlunj? ist, von der das k'anze deutsche Volk seit dem schlinv-mcn Ende des Weltkrieges erfaßt wurde! Aber wenn die Uedanken heute zum .1 September 19.W zurückgehen und ermessen wollen, was in diesen zwei Jahren erreicht wurde, so selten Dank und Bewunderung vor allem anderen dem deutsehen Frontsoldaten. Sic sind es, die In fünf sewultigen Feldzüpren lede (lefahr von den deutschen Urenzen abwandten mid in kühnen Vorstößen alle Feinde vernichteten. Ist es uns nicht heute fast unbegreiflich geworden, daß noeh vor nun gerade 24 Monaten der Pole nur 150 Kilometer von Berlin entfern stand, daLl die Verbindung zwischen Ostpreußen und dem übnVen Reichsgebiet nach Belieben von einir fremden Macht imterbunden werden konnte, daU fremde Mäclite sich erdreisteten. darüber zu entscheiden, ob da« rein deutsche Danzig sich wieder mit Deutschland vereinigen dürfe oder nicht? Wie deutlich stellt jener glorreiche Feldzug der 18 Tage vor uns. In den» die junge deutsche Wehrmacht, getragen zugleich von revolutionärem Feuer und von den stolzen Traditionen einer ruhmvollen Veri»angcnheit, den Idolen die Anmaßung austrieb, mit der sie sich zwei Jahrzehnte lang über die Deutschen erheben zn können geglaubt hatten. Mehr als sechs Monate vergingert, ehe diesem Vorspiel — das aber alle Motive der konnnenden Haupihandlung schon enthielt — der zweite Feldzug feierte. Die \\[estmächie hätten In dieser Zeit den Frieden haben können. Fr wurde ihnen nach dem Sieg an der Wefchsel so greifbar nahe gebracht. Sie schlugen ihn aus und wfihlten noch einmal, wie An der ganz#ni Ostfront Treffer auf Bahnlinien» Truppen- «"\'^ ^eptember. den Krieg, nie PanzArantamm*unaan ;ieln. In heftigen Kämpfen , deutsche Luftwaffe im Laufe des Mon- wärts des Dnjepr sowie auf Truppen- und wurden die Piotschewisten (geworfen.' ^ORS wiederum starke Angriffe gegen Panzeransammlungen. Im nördlichen Peil Hierbei veniichfeten die stürmenden feindliche Vcrkehrsziele, So wurden der Osfront wurden Feindbatterien und deutschen Infanteristen fünf sowjefIsche! Eisenbahnlinien im mittleren und nörd- f^e ndstellungen mit Erfolg bombardiert. P(m7erU^»'i'">fwoTen. d ünnte- einen Ran-, l'chen Teil der Südfront an zahlreichen Die Gesanifvcrluste des Feindes an der zrrknmnfw pifen von 32 Tonnen, und Stellen durch Bombenwürfe unterbrochen Ustfront betragen Im Laufe des Sonntags hrac»^^en eine große Zahl von Gefange-j und mehrere Elsenbahnzüge zum Ent-j und der vergangenen Nacht 100 Flug-nen ein. gleisen gebracht, zeuge. An der gesamten Ostfront unternahm sierte Kolonnen und Flakstellungen ost- Icn, Am gefährlichsten wurde die englische Drohung znnüchst in Norwegen, hier fiel deshalb der erste Hegcnschlag. Fwig unvcrgcRIlch. wie in einem Wagnis, dessen Oelingen noch heute fast 'mglanblich erscheint, der gewa'tige Kiistenstreifen des Atlantik vom Oslo-fiinem Arger zunächst d rc'i , weckt im finnischen Voltk Abscheu. Die eine Bombardierung von Pet-iino L"l 'Hartnäckigkeit, mit der solche aus^ der gemacht. r")och habe dieses Hombnrd.»-1 Luft gegriffenen Gerüchte immer wieder ment im finnischen Volk eine d"n l'riti- verbreitet werden, gibt selbstverständlich sehen Wünschen e'itgcTengc^elz'e W'r-| Anlaß zur Vorsicht gegenüber solchen kung ausgelöst. Der ietzt fo-fgcsetz'? Agiiationstricks. Diejenigen, die solclr^ englische Agitationskricnr grg-n Finnla u! C-orüchte zu verbreiten suchen, müssen sters und Oberbefehlshabers der Hlinka. sei ebenso plump wie der Angriff . m ebenso scharf angefaßt werden wie die " Petsanio. Die engl'^clip^ riehnuptiing Koniiutinisteri. Es hat sich klar heraus-Finnland wäre über das ItVgc' n's "^e'n ■ gestellt, daß die englischen Pläne ni't bisherigen K'^iegfOhrnng tinziifrioflcn, s'i Jenen der Bolschewisten Hand in Hand dumm und läclinlich. /iiinal im Au. ''n-j gehen, und deshalb niOssen auch diu eng-bl'ck dor Fmi'.v run-^ Viipur'S. Pen ih"l vo.i li^ehon Agonien in gleicher Weise wie die Dülsc.icuisnius aufge//,Mirgcncii Kampl 1 bolsihcwistischen belmnt'elt wer:'€n.olschewlstischen Verlusten gebrochen und der deutsche Vormarsch fortgesetzt. Die Beule von Viipuri Berlin, 2. September. In den Kämpfen um Viipuri haben die Bülschewisten schwere Verluste an Gefallenen und Gefangenen gehabt. Die Zahl der von den finnischen Truppen gemachten sowjetischen Gefangenen laßt sich noch nicht endgültig übersehen. Die bisherigen Zählungen des erbeuteten sowjetischen Kriegsmaterials haben 143 Geschütze, 64 Traktoren und Zugmaschinen, zahlreiche Panzerkampfwagen und große Mengen sonstigen Kriegsgeräts ergeben. Endlich ton den Sowjets Ireigelassen Helsinki, 2. September. Alle Mitglieder der finnischen Gesandtschaft in der Sowjetunion, die bis. her von den Sowjets an der türkischen Grenze zurückgehalten wurden^ sind nunmehr endlich freigelassen worden und in tier Türkei eingelangt. Am 3. September wird ihr Eintreffen in Ankara er-wartn» Neuer Oberbelehlslialier der iranzOsischen Kriegsnarlne V i c h y, 2. September Anstelle von Admiral Leluc ist Konter admiral Auphan zum Oberbefehlshaber der französischen Kriegsmarine und Chef dos Marinesckrelariats frnannt worden i Antibritisches aus Kairo Anklagen Im ägyptlschm Parlamsnt — „SchündUch* Haltung, frpratsung und unmtrHglich« Einmischung Istanbul, 2. September. Im ägyptischen Parlament wurde ein Schreiben des britischen Botschafters an den ägyptischen Ministerpräsidenten verlesen, in dem es heißt, die britische Regierung fühle sich nicht an ihre Verpflichtung f^bunden, die Hälfte der ägyptischen Baumwolle zu übernehmen, wenn die ägyptische Regierung nicht sofort Gesetze zur Einschränkung der Anbaufläche für Baumwolle und zur Aufnahme einer Anleihe für den Ankauf der anderen Hälfte der Baumwolle erlasse. Der Abgeordnete und frühere Staatsminister Sidky Pascha bezeichnete dieses britische Schreiben als Erpressung und Einmischung in innere Angelegenheiten. Der Abgeordnete Abdul Haqq nannte es eine Beleidigung für Ägypten. Die Ab- i>efänden sich im Krieg, weil England es wollte. Gewiß habe England nicht vorausgesehen, daß es belagert und vom europäischen Kontinent vertrieben würde und nun im Mittelmeer ständigen Schwie. rigkeiten ausgesetzt ist. Auf dem europäischen Kriegsschauplatz sei es bereits geschlagen und seine Kriegsführung sei auf die Luftwaffe und den nicht immer wirkamen Schutz seiner Geleitzüge nach dem Mittelmeer und dem Orient beschränkt. »Corriere della Sera*^ betont, der Kriegsausbruch bedeute den Beginn jener ebenso tragischen und ruhmlosen Politik Englands und Roosevelts, zahllose Nationen, eine nach der anderen, mit beständigen Hilfsversprechungen in den Abgrund gestürzt zu haben, ohne daß die Nationen di'^ versprochene Hilfe er. langten. Nach zwei Jahren des Kampfes und fortwährender Niederlagen beharrten London und Washington auf ihrer ebenso tollen wie starrköpfigen Taktik. Von ihrer eigenen Halsstarrigkeit verblendet, sei die angelsächsische Pluto-kratie auf dem Standpunkt angekommen, daß die Welt zusammenbrechen möge. geordneten stellten fest, daß der Ministerpräsident Sirry Pascha in einer früheren Sitzung erklärt hätte, England knüpfe an den Ankauf der Baumwolle keine Bedingungen. Sie machten dem Minister-' Präsidenten den Vorwurf, das Parlament irregeführt zu haben. | Der Abgeordnete Abdul Madschid Naft erklärte ironisch, Ägypten müsse seine' Hafenstädte für die englischen Interessen ' zerstöreri lassen. Die Gegengabe Englands sei eine unerträgliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten und eine Schädigung des ägyptischen Marktes durch die Nichteinhaltung des Baumwoll-abkomniens. Der Abgeordnete forderte die Bildung einer starken nationalen Regierung, die die ägyptischen Interessen durchsetzen könne und England seine schändliche Haltung fühlen lasse. Englands nngelieure Schnld Dia Itallantecha Prataa zum Baglnn das drittan Kriagciahrat R o m, 2. Septe nber. Zum Beginn des dritten Kriegsjahres weisen die römischen politischen Kreise, wie Stefani schreibt, auf die unq.'hjure Schuld Englands an diesem Kriege hin. Die ganze Welt wisse, daß Polen nur durch die leeren Versprechungen Englands, Fran-kreichs und "der Verei.iigten Staaten in den Abgrund gestürzt worden sei. Nach Polen sei die Reihe an Frankreich gewesen. London und Washington wüßten sehr wohl, daß sie weder strategisch noch mit anderen Waffen siegen könnten, aber sie suchten den Krieg weiter auszudehnen. Diese nutzlose Verlängerung des Krieges spiegelte den ganzen angelsächsischen Hochmut wider, der London veranlaßte, Deutschland den Krieg in dem Augenblick zu .erklären, wo Europa vor der letzten deutschen Revision stand. Dieser britische Hochmut, der alle Völker nur als englisches Kanonenfiitter betrachte, sei die Ursache der nun zwei Jahre währenden Welttragödie. „Bin bestiaHscIies Verbrecten" Die römische Presse legt in ihren Ar- ____________rre^5e wm- tikeln ebenfalls die ungeheure Schuld fest, met dem Jahrestag des Kriegsausbruches die England auf sich geladen hat, als es ausführliche Leitartikel. Der offiziöse »Po- Deutschland einzukreisen und zu Vernich polo d'Italia« betont, England müsse als ten trachtete. Die damals verabsäumte Hauptverantwortlicher vor das Gericht Abrüstung habe, wie »Popolo di Roma« der Geschichte gestellt werden. Im übri- ^Giornale d 'Italia« erklärt, daß das Übel, das Roosevelt und seine Komplizen, angefangen mit dem damaligen Botschafter Bullit, Europa angetan hätten, unermeßlich sei. Der von den Demokratien vom Zaun gebrochene Krieg sei ein solch bestialisches Verbrechen, daß man umso eher die jüngste Erklärung Hitlers und Mussolinis verstehe, den Kri^jg nicht vor der Erreichung des endgültigen totalen Sieges zu beenden. »Messaggero* schreibt in seinem Überblick über die beiden ersten Kriegslah''e, daß der Führer und der Duce einem unmenschlichen Programm, das Europa zu einem nicht wieder gutzumachenden Niedergang führen v/ürde, die Grundsätze der Gerechtigkeit und der wirtschaftlichen Unabhängigkeit entgegengestellt hätten, die allein den wahren Frieden und -die Zusammenarbeit unter den Völkern gewährleisteten. ..EiiloBd auf den europHsciwn RriegssdHiDplalz geschiagn'* Auch die norditalienische Presse wid- schreibt, die allgemeine Wiederaufrüstung herbeigeführt, die das Vorspiel zum unausbleiblichen Krieg gewesen sei. Es sei bezeichnend für die Unfähigkeit der angelsächsischen Regierenden, daß England und die Vereinigten Staaten heute wieder in ihre gemeinsame Erklärung das gleiche Prinzip des Versailler Vertrages aufgenommen hätten. gen genüge es, festzustellen, daß alle Verbündeten Großbritanniens vom Kampffeld beseitigt wurden, während jetzt die Sowjetunion unerbittlich bekämpft werde. »Gazetta del Popolo« schreibt, für die Stunde der Abrechnung dürfe nie verges-'^en werden, dal^ England den Krieg wollte. Europa, Afrika, ein Teil Asiens USA-Transporte nadi Wladiwostok Washington antwortete auf die japanischen Vorstelhingen unbefriedigend T o k i o, 2. September. In der Pressekonferenz am Diensta;j; erklärte üer Sprtcher der Informationsabteilung der Regierung auf .Anfragen, ob au< die japanischen Vorstellungen in MoSikau Uiid Washington bezüglich der Transporte über Wladiwostok eine Antwort erfolgt sei, daß bisher offizielle Antworten nicht gegeben seien. Sowohl Moskau wie Was+iington hätten gewisse Ansichten zum Ausdruck gebracht, die unbefriedigend seien, und infolgedessen seien von japanischer Seite Rückfragen gemacht worden. »Rriienlage laaus veriMSI Sussenle EiulKtt des fettes" T 0 k i 0, 2. September. Kriegsminister General Tojo sprach am Montag anläßlich der Konferenz der Geis der neuen Aushebungsstellen bei den Divisionen über die ernste Krisenlage Japans, die die äußerste Einheit des Volkes verlange. Heer und Volk müßten wie ein Mann zusammenstehen, um die unerschütterlichen Ziele Japans im Ftrn-ost durchzuführen. Der Fan BelBonle Die DokumentenfMischung erneut vor ötr bolivianisctien Kammer L a P a z, 2. September. Nach einer mehrtägigen Obstruktion der Regierung im Verein mit dem Kammerpräsidenten und der Galerie im Fall Belmonte gelang? es dem Abgeordneten Fuente in der Kammcrsitzun>g a schichte Odessas stehen deutsche Truppen vor den Toren der Stadt, utn sie deni Bolschewismu« zu entreißen, und vielleicht ist unter dcjicn, -die in diesen Tagen d<'n ehernen Gürtel um die in sie ver-s-prengten Reste der Budjenny-Armeen legten, auch wieder manch einer jener Männer, die damals, im März 1918, den wichtigen Plat« besetizten und gemeinsam mtit den um die ukrainische Freihislt kämipfenden Scharen des Hetman Petl-jura behaupteten, bis sie der Ausganf; des Wcltikrieges in die Herniat zurüdcrief. Odessa machte in jenen Jahnen des bolschewistischen Chaos eine schwere Zeit durch. Ais einer der erste.i Städte des Landes war es bereits 1917 von den revolutionären Horden der Sowjets üt>er-schwemimt, die mordend, brandschatzend und plündernd ihren Untermensch-Instinktcn freien Lauf ließen. Denn (Odessa war schon, Odessa war reich, Odessa, die Stadt des Goldenen Weizens, der hior von den schwarzerdigen Äokern der Ukraine zusammenfloß und sich unter den Händen von Handeteleuten aus jiller Welt zu purem On4d verwandelte. Denn das Meer und der Weizen hatten diese Stadt, die auf Befehl der zweiten Katharina in der Nähe der gleichnamigen altv'n Griechensiedtung aus dem Boden gestaimpft wurde, efbHihen lassen. Im Jahre 1791 ge^^^rlJndet und 1806 zum Sitz des Generaigouvernements Neu-R«ßVand bestimimt, wuchs die um die alte Türkenfestung Jeni-Dunja auf einem 45 Met^r hohen Plateau über dein Hafen liegende Siedlung; in einem knaippen Jahrtlwindert zu einer Halbmillionenstadt mit Werften, Lagerhäusern, Fabriken, Börsen und Kontoren hv'ran, in denen In aWcn Sprachen der Welt gehandeflt, geschachert und Geld gezäJitt wurde. Der natürlictie Reiditum, der skrh im Hinterland Odessas verschwenderisch ausbreitete, ließen die Stadt auch die schworen äußeren u.id und inneren Angriffe überstehen, denen sie immer wieder ausgesetzt war. So erschien im Krim-krieg eine französisch-englische Flotte vor ihrem Hafen, um den russischen Bären zur Raison zu zwingen und ftjuerte schwere Breitseiten auf die Stadt. So geriet Odessa nach der Jahrhundertwende in die Wirren» die sich im Anschluß an •die Niederlage des Zarenreiches im Fer-nt»n Osten überall im Lande entzündeten. Von Nihilisten und Sozlalresvolutionären, echten Vorgängern der späteren Bolsche-wisten entfacht, raste im Juni 1905 ein furchtbarer Aufstand durch die Straßen der Stadt. Kämpfe zwischen zaristischen Truppen und der bewaffneten Masse •durchtobten die Stadt. Mitten in diesen Aufruhr begannen dann plötzlich die Schiffsigeschiüt^e des im Hafen Hellenden Panzerkreuzers »Potemkin«, dessen Bc-1 Satzung ihre Offiziere niedorgemaoht und , sich auf die Seite der Revolutionäre geschlafen hatte, auf die Stadt zu schießen I und die Stellungen der Truppen unter Feuer zu nehmen. Trotzdem: der Aufstand ~ von den Bolschewisten splter im FHm verherr* licht, wurde niedergeschlagen und bis zum Weltkrieg erlebte die Stadt noch einmal eine Zelt wirtschaftlicher Blüte, die sich um den großen, die Stadt als Hauptader durchziehenden Nikolal-Bou- levard Ihr Hotel- und Luxusvlertel-schuf. Bis Odessa, verlassen von den deutschen Truppen und verraten von der fran20si-schen, serbischen und pohlschen Besatzung, vUe sie IÖ19 im Stich ließen und b'' zum März 1920 noch von General Denikir gehalten, den Boischewlsten erlafi;, deren Terrrorherrschaft sich in diesen Ta^en Iii der fest umschlossenen Stadt zu Ende tobt. VOLK und KULTUR Die deutsche Sprache in Europa Durch die seit dem Weltkrieg erstaun, lieh fortentwickelte Technik ist Europa kleiner geworden. Die Entfernungen sind zusammengeschrumpft und die Völker näher aneinandergerückt. Indem nun zugleich sein Zentrum, Deutschland, sehr viel stärker wurde, ist dieses von größerem Einfluß auf seine Umgebung, und so muß auch die deutsche Sprache in weiterem Raum wirken und tiefer ringsumher eindringen. Die Kultur geht mit der Macht. Jeder deutsche Soldat, der irgen-wohln vordringt, ist zugleich ein Macht, und Kulturträger. So ist in diesem Kriege nach Osten, Norden, Westen und Süden die deutsche Sprache mit unsern Soldaten marschiert, und dieser Kultureinbruch muß sich umso stärker auswirken, je mehr es sich um langdauernde Besetzungen und nicht tiur um flüchtiges Durchmarschieren handelt. Welche Aussichten die deutsche Sprache in der Welt hat, das haben zwei so verschiedene Deutsche wie Schiller und Friedrich der Große vor fast anderthalb Jahrhunderten verkündet. Der Dichter sagt in dem unvollendeten Gedicht zur Jahrhundertwende: »Das köstliche Gi»t der deutschen Sprache, die alles aus. drückt, das Tiefste und das Flüchtigste, den Geist, die Seele, die voll Sinn \%t — unsre Sprache wird die Welt beherrschen.« Der König aber schrieb in seiner Schrift »Über die deutsche Lftoratur« Im fahre 1780; »Wir werden klassische Schriftsteller bekommen, die jeder zu sei. nem Nutzen wird lesen wollen; unsere Nachbarn werden Deutsch lernen — _ Und vielleicht bringen es unsere guten Schriftsteller dahin, daß unsere abgeschliffene und vollkommene Sprache von einem Ende Europas bis zum andern geredet werden wird.* R. Paulsen. Abschied der kroatischen Künstler Die kroatischen Künstler und Künstlerinnen, die auf Einladung des Reichsministers Dr. Goebbels eine Deutschlandfahrt zum Besuch deutsohtr Städte und der Münchner Kunstausstellung untcrnomimen hait>en, trafen auf ihrer Heijnreisc Sonntag at>end in Graz ein. Sic besichtigten am Montag vormittag das Zeughaus und die Graizer Kunstaussteilung, wo sie das Schaffen bildender Künstler aus dem be-nachbartxin Gau Steiermark kennenlernten. Zum Abschied versammelten sich die kroatischen Künstler auf dem Grazer Schloßberg, wo sie sich mit aufrichtiger Daniklbarkeit über die vielen Eindrücke äu^rten, die sie bei ihrer Fahrt envpfan-gen haben. Mit begeisterten Worten sprachen sie von den Anregungen, die sie für ihr weiteres künstlerisches Schaffen gewonnen haben. Referent Walter D ü c k vom Reichsminlsterium für Volksaufklä-rung und Propaganda verband mit dem Dank für den Besuch der Künstler des befreundeten Kroatiens den Wunsch auf gute Heimikehr und ein Wiedersehen. Gnu-propagandalelter Gustav Fischer gab in seinen Abschiedsworten der Hoffnung Ausdruck, daß die kulturelle Wechselwirkung zwischen dem benachbarten Kroatien und dem Reiohsgau Steiermark, die bereits erfolgreich aufgenommen wurde, in Zukunft immer lebhafter und fruchtbringender werden möge. Gegen Mittag traten die Gäste ihre Heimreise an. Theater in Riga Es hat ^inen besonderen Reiz, Wi einer Stadt wie Riga in ein Theater zu gehen, in dean man neben Lettisch gut Deutsch spricht und deutsche Kultur uns auf Schritt und Tritt begegnet. Das Opernhaus, das eine Sommcrsplelzcit «ingelegt hat, ist ein repräsentativer Bau, vieltleicht für unsere feuerpoiizcHiche Sicherheit etwas eng in den Gängen. Der Zuhörerraum ist geräumig und im Stile vergangener Jahrzehnte mit Stuck reichlich verziert, aber nicht überladen. Die B4ihnc gestattet die Aufführung größerer Opern. Das Theater ist stark besucht, wozu allerdings die deutsche Wehrmacht ein erhebliches Zuhörerkontingent stellt. Von besonderem Reiz ist das Ballett, das über die außergewöhnliche Stärke von 80 Köpfen verfügt und unter der Leitung von Oswald Lehmanis sehr Beachtliches leistet. Wir finden hier die Pflege des Spitzentanzes, wie er auf den russischen Bühnen zur Zarenzeit gepflegt wurde und wie er in der OestaH der unvergeßlichen Pawlowna uns ki Deutschland noch in bester Erinnerung Ist. Dieses 1 Ballett hat auf der Rigaer Bühne eine so ' crhIch — ja, ich fiel allerdings herein, ;ib:er es sitizt sich gamz gut.« >Eben, das dachte ich auch gerade, man möchte ja nicht aufdringlich sein, denn es wird vielleicht auch hier Etilcette beobachtet. Oder ist es gestattet, dn wenig FMatz zu nehmion?« »Bitte sehr. Ich habe übriges nicht darüt>er zu ^stimmen, denn die Kaule gehört nicht mir.« Will Schönbuch hockt auf dem Rand. Kr trägt bcquenncs RcisezivH, und nun sieht Maielies, daß er wirkAich nicht mehr jung ist. Da« daimkle Haar hat «einen kleinen hellen Schimmer, der an den Schläfen sich zu vielen grauen Härche^n verdichtet; die Augen sind müde, und Fältchen sitzen um sie herum. Nur die komische Nase stt-'ht unverändert dick und ein wenig hell in dem mageren braunen Gesicht. Maielies fäHt ein, daß ihr Vetter iigon Storch einiinal gesagt hat; »Der Will Schönbuoh hat 'ne Nase wie 'n Clown und Augen wie n' trauriger Affe.« Das war frech und stimmte keinesfalls. Mnielics äfßeri sich heute darivber. Wahrhaftig, was Schönheit anbetrifft, kann es Will durchaus mit Egon aufnehmen, der einen kurzen roten Hals hat und ein ebenso rotes kugelrundes Gesicht. — Nein, Will Schönbuch, das muß Maielies sich gestehen, ist immer noch trotz der grauen Haare ein hübscher Mensch. Der Kopf, etwas klein für sein*; Größe, sitzt auf schlanikem Hals. Dann hat er abfallende Schultern und schiniale Hüften, eine Reiterfigur, wie sie sein soll, gar nicht mit dem kleinen, pum■me^igen Egon zu vergleichen. — Will Schönbuch dreht sich auf dem Kautenrand seine Zigarette. Das Anstekken alrterdings hat bei dem Sturm Schwierigkeiten, u^ so rutscht er mit schneller Bewegung im Sand herunter und sitzt nun zu Maielies' Füßen. Die Zigarette brennt, und somit hat or Zeit, sicn Maielies ein wenig genauer anzusehen. Sie hat ihm immer gefallen, mehr als ihre Schwestern, oh, bei weitem, denn ihr Gesicht ist nicht nur zart und fein, sondern auch lustig. Das machen diese komischem Zähne und der große Mund. Dazu weht ihr jetzt das ho-nigfartiene Haar höchst ungebärdig um die Schläfen. Die Augen sind noch Immer so groß und harm-los wie die eines kleinen Kindes. Wenn das nicht wäre, wflrde sio ein wenig an Vera erinnern, oder doch nicht, nein! Es ist vielleicht rwir dies ganze Wohtgopfkrgte, \lns allerdings kaum eiwas KfVrperlichfs hat, weil k'etne Eitelkeit uf' nicht der Wimsch zu gefallen dahinterstehen. Die WoM.';;(>nfle''tMei' is» ' da, angeboren wie dem Chinesen die Schlitzaugen, und besteht bei diesem Mädchen aus der überaus feinporigen Sei-m einmal, und somit war er ein kompletter Esel gewe-5;cnl — Nicht genug an dem, wa« man hatte — ausgerechnet mußte er in diese alberne LivAelei hincintaipeml — Ausgestanden — vorbei! Nun sitzt er in der Sandikaule und sieht in Maielies' helles (ksicht, das ihm gefällt, sehr gefäHt, besonders, wenn der unordentliche Mund lacht. Er gibt sich also Mühe, etwas recht Verdrehtes zu sagen, um den Mund zum Lachen zu bringen. »Ein reizendes Boudoir, in dem Sie mich empfangen, Fräukin von Brakel, oder darf man Maielies sagen?« »Meinetwegen 1« Sie ist ein bißchen verlegen, denkt an die Gv'schichte mit Vera, »At)er Boudoir in der SanJflcaule! — Das ist doch die Höhe — so'n Urtsiiwi!« Wirklich werden die Zähne lustig, »Sic meinen, well man Fremdwörter vermeWen soll — also SchmollwlnuT(^er Zetfunp* 3. September 1041 ?eite 5 AUS STADT UND LAND pmiiminiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiifiHiiiiniiiiiiiiiiHittiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiNiBiiiiiminiiiiiiiinniinuiHniiiniiiiiNiuininiiMiuiiiminiiiiiiiiiiiinniiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHi^ Kulturelle Freizeitgestaltung -eine Aufgabe für alle! Die Arbeit des Amtes Volkbildunji: Im Steirtschen Heimatbund Es ist eines der Hauptmerkmale des Lebens im nationalsozialistischen Deutschland, daß die Menschen die Stunden des Feierabends in fröhlichen oder In besinnlichen Gemeinschaften miteinander erleben. Das hat seinen Grund! Wenn man will, daß sich ein Volk in Notzeiten Wr das Vaterland mit allem, was es hat, einsetzen soll, dann muß man andererseits dafür sorgen, daß dieses Volk das Vaterland mit all seinen Schönheiten kennenlernt, denn nur was man kennt, wird man schätzen, achten und lieben können. Vaterland aber ist Uberall da, wo in der Natur oder durch die Schöpfungen des Volkes selbst Schönes und Großes zum tieferen Erlebnis der Heimat führt. Die Heimat schafft den Ausgangspunkt und ist die Wurzel eines starken, an das Volk und an das größer® Reich bindenden Gefühls! Alles was in der engeren Heimat und hn großen Reich aller Deutschen jemals und heute geschafft und geleistet wurde, ist ein ewiges unverätißerliches Kulturgut unseres Volkes. Kultur Ist der mehr oder minder hochentwickelte Zustand der seelischen Bereitschaft zur Leistung in einem Volkef Es ist die Aufgabe der politischen VortcsfOhrting, diese Bereitschaft zu för. dem, zu steigern und zu lenken. Uftd die Au^be des Amtes Volkbil-dung im Steirischen Heimatbund ist es daher, alle Menschen der Unterstder mark anzuregen, zu ihrem Teil und nach Ihrem Leistangsvermögen zu Trigem des kulturellen und gesellschafftlichen Lebens zu werden. Diese Aufgabe be. kommt In der Untersteiermark noch eine besondere Bedeutung dadurch, daß eine 23-jihrige Fremdherrschaft mit ihren Auswirkungen gerade auf kulhirelleni Gebiet er>t bdseitigtt werden muB, um eine neue, aufbauende Enwlcklung nach deutschem und nationalsozialistischem Gesichtspunkt einzuleiten. Ajn Anfang steht nun für jeden Unter-stelrer die Aufgabe und die Parole: Willst du teilhaben an einer großen lebensbejahenden Zukunft, dann sei ein bewußtes Glied der Gemeinschaft deines Volkes I Die bisher durchgieführten Volkskon-xerte der Musikgcmeinschaft Marburg haben den Weg aufgezeigt, den wir miteinander gehen müssen. Net>en dem Erlebnis der Schaffungen dtr größten deutschen Meister in der Musik muß und soll das gemeinsam gesungene Lied stehen. Dieses Lied des Volkes, ob wir es nun von früher her kennen ofder nk?u lernen, ist der Mutterboden, auf dem eine Volks'kultur wachsen kann, die auch zu den größten Schöpfu'H'gen unserer Meister führt. Der musizierende, singende od^r am Laien- ^iel beteiligte Kamerad Im Betrieb oder im Dorf ist der Träger eines kulturellen Empfindens, das "deswegen zur Gemeinschaft führt, wtiii die Gemeinschaft durch ihn selbst mitschafft und mitgestaltet. Wenn die unzähligen Sprachkurse, die zur Zeit laufen, mit Abschlußfeiern, in denen die Teilnehmer selbst singen, musizieren und das Wort unserer Dichter hören, beendet werden, dann werden wir jenen Anfang machen, der uns weiterführen soll auf dem Weg des gemeinsam gestalteten Feierabends. Stunden besonderer Erhebung und Er-, bauurvg sollen uns die künstlerisch hoch-| wertigen Theater- und Konzertveranstal-' tungen bringen. Zur Ausspannung und Erholung mögen Darbietungen des heimatlichen Volksstückes sowie sonstige bunte Proigramme vlienen. Alle gesellschaftlichen Zusammenkünfte und kulturellen Veranstaltungen, die Im Rahmen des Amtes Volklbildung stattfinden, aber sollen stets einmünden in das Bewußtsein einer großen Gemeinschaft, die alle Menschen der Untersteiermark umschließen soll, die guten Willens im Aufbau ihrer Heimat mitarbeiten. Es ist daher schon richtig: Die kulturelle Freizeitgestaltung ist eine kulturpolitische Aufgabel Die kulturelle Freizeitgestaltung ist eine Aufgabe für allel Theater für {edernnann! Verbilligte Theaterringa ermöglichen jedem Volksgenossen einen regelmäßigen Theatert)esuch Das Amt VolkbilJun^ hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Menschen der Untürsteiermark, die durch über 20 lahre kaum oder n-ur in sehr geringem Maße die Möglichkeit hatten, mit den Werken deutscher Kunst in Berührung zu kommen, mit allen Kulturgütern des Groß-deutschen Reiches vertraut zu machen. Jeder deutsche Mensch in unserem Vaterland hat heutie die Möglichkeit, das Theater zu besuchen, um dort Stunden der Erhebunig zu erleben. So wollen auch wir in Marburg allen das Theater erschließen. Das Amt Vol'k-bUdun.g hat erstmalig die Möglichkeit geschaffen, den Besuch des Theaters durch Schaffung eines verbilligten Theaterringes weitesten Kreisen zu ermöglichen. Der Theaterring, der vom Septemib^r 1941 bis Juli 1942 läuft, soll aus 10 Vorstellungen, Opern und Operetten uw4 Sprechstücken bestehen. MitgHed des Theaterringes kann jeder werden, der die Mitgliedschaft des Stcl-rischen Heimatbundes erworben hat. Der Mitgliedsl>eitrag beträgt 50 Jfpf. Teilnahniebedingungen und Anmeldescheine sind in der Anmeldestelle des Amtes Volkbildiung (Tegetthoffstrafte— Ecke Gerichtshofgasse) während d^i-Dlenststund^n crhältUch. Kindergirtan im Zafchefi der Volkageaundheit Die Betreuung des Amtes Volkswohlfahrt setzt mit der Arbeit der Hilfsstelle >Mutter und Kind« an der Wiege des Lebens ein, sie besteht hier in allen erforderlichen Maßnahmen für die Schwangeren, für die Mütter und die Gesunderhaltung der Säuglinge. Eine natürliche und notwendige Fortsetzung dieser Tätigkeit findet in den Kindergärten statt, wodurch die gesundheitliche Fürsorge der Vorschulpflichligen bis ztim sechsten Lebensjahre gesichert erscheint. Dieser Lebensabschnitt des Menschen ist einer der besonders gefährdeten: Der jugendliche legt in ihm zwei Drittel seines Wachstums zurück, hat Kinderkrankheiten mannigfacher Art zu überstehen und leidet überdies oft an Rachitis oder Nachwirkungen. In den Kindergärten der Volkswohlfahrt ist diesen Umständen dadurch Rechnung getragen, daß die Gesundheitspflege in den Vordergrund gestellt wird: Dieser dient nunmehr eine Zweckgymna. stik, die den Platz der früheren Beschäftigungsspiele und Arbeitsversuche des Kindes einnimmt, mit Luft- und Sonnen, bädern verbundener Aufenthalt im Freien ebenso wmc die Benutzung von Planschbädern und häufiges Duschen. Aber auch die Ernäbrungsfrage soll unter diesem Gesichtspunkt gelöst werden; aus diesem Grunde werden für die Kindergärten in jeder Ortsgruppe Ausspeisungen vorbereitet und Obst eingekocht. Es ist verständlich, daß in Anbetracht der gesteckten Ziele in diesen Kindergärten die beratende Tätigkeit des Arztes so wichtig ist, wie die der Kindergärtnerin selbst und daß die hygienischen und gesundheitlichen Einrichtungen in ihnen den größten Anforderungen entsprechen müssen. Der Volksgenosse wird daher begreifen, warum die spärlich hier vorgefundenen Kindergärten fast ausnahmslos umgebaut werden mußten; der Großteil davon war nur an der daran angebrachten Tafel als Kindergarten erkennbar, ganz abgesehen davon, daß die Bestimmung der Gebäude meist nur durch eine geringe Anzahl von Sitzgelegenheiten, einen Haufen Sand und einige Spielwürfe) angedeutet wurde. Der Volksgenosse wird sich aber auch darüber im klaren sein, daß sein Kind im Gegensatz zur Vergangenheit im Kindergarten nunmehr nicht nur in sicherer Obhut ist, sondern dort auch eine gesundheitliche Betreuung genießt, die das Vollkommenste darstellt, was beim Stand der heutigen Jugendpflege über, haupt geboten werden kann. mmi SiegpsUd stidU nicht Das Erlebnis eines Dorflehrers Von Hans Berneburg Als der Krie-g begann, hatte Ernst Tim, ein junger Vo^ksschullehrer, erst einige Monate seine erste Schulstelle auf dem Lande verwaltet. Es war ihm im Anfang nicht ganz leicht gefallen, sich an die dörflichen Verhältnisse zu gewöhnen, da er in der Großstadt aufgewachsen war. Aber da er jung, aufgeschlossenen Herzens und Sinnes war, erfüllt von echter Berufsfreude, großer lliebe zur Natur und starkem Interesse für alle Fragen und -sjjBiiosupujaQ uaqojiJjQp s?tp uoqcSjny lebens, war der Kontakt doch verhältnismäßig rasch hergestellt. Tim sorgte dafür, daß ein frischer Turn- unij Sportbdrieb in und außerhalb der Schule gepflegt wurde, gemeinsam wanderte er mit den Jungen und Mädchen in die Natur, erzählte, erklärte, unterrichtete und zeichnete und ließ immer die Kinder zu Wort kommen, wenn sie von bodenständigem Brauchtum und vielen anderen Dingen erzählten, von denen sie durch die Eltern und Großeltern wußten. Als dann die Stunde der Trennung schlug, als er den Soldatenrock anzog, war ihm der Abschiod gerade vcn seiner Jugend recht schwer Rcfallen. Mit dem kle'nen Fanfarenmusik/ug, den er eingerichtet hatte, brachte ihn die gesamte Schuljugend zum Bahnhof der nahen Kreisstadt. Auch in den dann folgenden Monaten des Krieges waren die gegenseitigen Verbindungen nie abgerissen. Gab es auch in den Feldzügen manche Wochen, wo der junge bdhrer nicht zum Schreiben kam, seine Schule schrieb ihm regelmäßig und erfreute ihn mit ausführlichen Berichten und bebilderten Schilderungen. Da ernst Tim seine ersten Urlaubswochen bei seinen Eltern In der Großstadt verbracht hatte, war aber doch ein seltsames Gefühl In ihm lebendig, als er es jetzt möglich machen konnte, einige Tage seines neuen Urlaubs auf dem Dorfe zu verbringen. Die Eindrücke der Feldzüge waren so stark und vielfältig gewesen, daß er sich auf der Fahrt mit der Kleinbahn durch die sommerlichen Fluren oftmals bei der Frage ertappte: Werde ich wieder mit der alten Begeisterung und Freude vor den Kindern stehen können wii«i in den Wochen vor dem Krie^ da ihm die Schulstube ein glückhaftes Kelch war und er der Kinder bester Freund? Aber wie schnell waren alle Bedenken zerstoben, als er dann auf dem Schulhof stand, inmitten der begeisterten Schar, die ihn umringte und von allen Seiten auf ihn einsprach. Dann hatte sich Ernst Tim von der Lehrerin erbeten, an diesem Vormittag wieder den Unterricht übernehmen zu können. Die ersten Stunden vergingen im Fluge mit Schilderungen seiner Kriegserlebnisse und den Berichten, welche die Jungen und Mädchen gaben. Doch sein stärkstes Erlebnis hattie der junge Lehrer dann gegen Mittag, als er in der Ge- schichtsstunde vor den elfjährigen Jungen nach dem Lehrplan die Heldensage von Siegfried zu erzählen hatte. Wi«; ein sachHcher Berichterstatter begann er. Zunächst hatte er noch das Gefühl, er rede über die Köpfe der Jungen hinweg, aber dann überkam ihn ein tiefes Erstaunen, als er sah und fühlte, wie die Kinder aufhorchten. Kein Wort, keine Geste ging ihnen verloren. Der Lehrer fühlte, wie ihn ein Strom jungen, warmen Lebens trug. Er konnte nicht meTir berichten, die Gnade einer schöpferischen Stunde überwältigte ihn. Und je bildkräftiger und erregender er erzählte, desto lebhafter folgten ihm die Knaben, in deren Mitte er saß. Immer wieder fielen Zwischenrufe, als er mit einer Begeisterung, dessen Vermögen er vor Stunden vielleicht noch ab- ffestritten haben würde, die Taten des ungen Siegfried schilderte. Aber als Lehrer Tim vom tragischen Ende des Helden erzählen wollte, stand plötzlich ein blonder Junge vor ihm. Kerzengerade, aber mit bebendem Mund: »Ich habe die Gesch cbte in meinem Sagenbuch schon gelesen. Aber aus meinem Buch habe Ich die Seite, auf der steht, wie S>g-frled getötet wurde, herausgerissen. Ich will heraufgehen, wenn Sie es erzählen, ich kann es nicht hören, Siegfried darf so nicht sterben!« Der junge Lehrer zog den Jungen an sich. Sein Herz schlug nicht minder erregt wlt? das des Kna^n. Und alle Schüler in dor Klasse verstanden ihn, ah er sagte: »Ein Held lebt auch dann, wenn Furchtbares Mord verbrechen Mutter und fflnf Kinder ermordet In der Ortschaft Wölfnitzgraben unweit von Griffen In Kärnten wurde ein furchtbares Verbrechen aufgedeckt. Als der Landarbeiter Josef K u c h e r seine Angehörigen besuchen wollte, fand er die Mutter und drei seiner Geschwister teils in den Betten, teils am Fußboden in ihrem Blute liegend tot auf. Kucher meldete das Verbrechen sofort der Gendarmerie, die alsbald am Tatort eintraf. Die Erhebungen ergaben, daß auf dem Bodenraum des Hauses noch zwei Stiefgeschwister des jungen Mannes ermordet lagen. Am Tatort wurde ein schwerer Ast aufgefunden, mit dem der Verbrecher seine Opfer überfallen hatte. Außerdem waren der Mutter und ihren Kindern Hals und Schlagadern durchschnitten. Der Mörder Ist noch nicht ermittelt. Die Leichen wurden nach Griffen gebracht. Kleine Chronik m. Jodesiili«, im Marburger Krankenhaus starben die 75-iähri'Ke Private Maria Sl u g 11 sch , die 65-jährige Arbeiterin Ludmilla Tscherntschetz aus Unter-Portschitsch bei Sl Leonhard, der 70-jährige Feldarbeiter Andreas Poschun aus Schober, der 63-jährige Michael Grobelschek aus St. Marein bei Erlachstein und der 5-jährige Besitzerssohn Franz Horvat aus St. Martin bei Wurmberg. m. Wehrmachtskonzert in Marbi^g. Im Marburger Stadtpark findet am Mittwoch, den 3. d. votf' 18 bis 19 Uhr ein Konzert statt. Es spielt ein Musikkorps der Wehrmacht. Die Vortragsfoke lautet: Per astpera ad astra, Marsch von Urbach. Lustspielouvertüre von Keler Bela, Lustige WHwe, Potpourri von Fr. Lehar, Münchner Kindl, Walzer von Komzäk, Parade der Braunheniden von Glesmar und Graf Zeppelin, Marsch von C. Teike. m. Die Kun^ussteUung untersteirischer Malö" kl Marburg verlängert Die Kunstausstellung untersteirischer Maler in der Marburger Burg, die heute hätte geschlossen werden sollen, bleibt bis einschließlich Sonntag, den 7. September zur üblichen Besichtigungszeit weiter der Öffentlichkeit frei zugängig. m. Drei 100.000 RM Gewinne gezogen. In der gestrigen Vormittagsziehunx der 5. deuischen Reichslotterie fielen drei Gewmne von je 100.000 Reichsmark auf die Nummer 51248. Die Lose werden in der 1. und 2. Abteiluns: in Viertelteilung, m der 3. AbteHunß in Achtelteilung gespielt. m. Schon wieder b a Üedl g^ga.,. Jeden Mittwoch Abend gibt es m Luttenberg eine offene Singstunde. Die Bevölkerung hat sich in den letzten drei Monaten schon so daran Kewöhnt, daß sie ohne darauf aufmerksam gemacht zu werden, herbeiströmt, um im deutschen Lied einige frohe Stunden zu verbrim^en. Vor einigen Tagen konnte sie der Leiter dieser Singstunden überraschen. Er durfte eine Studentin der Musikhochschule Graz-Eggenberg, die Kameradin Berti Schenk benüBen. Sie leitete d.e ihn efn Mörder tötete. Siegfried wird immer leben, solange deutsche Jungen leben .,.« Diti Glocke schrillte. Aber noch während der ganzen Pause saßen die Kinder um ihren Lehrer, dem sie den Geist der deutschen Jugend in einer Art erschlossen hatten, wie er ihn bisher in der Schulc noch nie so beglückend erlebt hatte. Anekdote Kein Versnttgen! Zu Bismarcks Zeiten war Maybach Verkehrs- und Bauininister in Preußen. Er war eine zielbewußte Persönlichkeit, die unbedingt durchführte, was sie aU richtig erkannte. Ihm ist es auch zu danken, daß die Eisenbahnen in den Besitz des Staates übergingen und damit eine sidiere Grundlage m finanzieller Hinsicht erhielten. Bezeichnend für das Wesen Maybachs ist eine Episode, die sich abspielte, als Maybach nach Hannover kam, um dort seinen Posten als Präsident der Eisenbahn anzutreten: Pünktlich um 9 Uhr fand er sich in seinem Büro ein. Zu seinem Erstaunen war erst ein einziger Beamter an seinem Arbeitsplatz, der sich nachlässig erhob. aber dennoch höflich fragte, mit wem er das Vergnügen habe. »Vergnügen«, knurrte Maybach. »Ich hhi der neue Präsident, und Sie werden bald merken, daß hier von VerRmücren kaum die Rede sein kann'. Seite 6 »Mart)iK(?er Zeitung« 3. September 1941 Nummer 218 offene SinKstunde' und brachte den lauschenden Luttci>bcrs:em viele schöne Lieder bei. Die Bevölkerunfi:, die nach Jahren der Fremdherrschaft und der kulturellen fntfremdunt: wieder im L"'' fröhliche Stunden verbringen kann, begriff allzu KUt den r'rm des Liedes: zu sein bedarf es wenig.« Kameradir Schenk mußte n-- h am nächsten TiT^p mit den herbeiseeilten Schulkindern sinken. und dann nochmals mit der Bevöl-kenn"" eine Singstunde all... zn. Der Dank der Lutter' ^rsyer äußerte m den Augen, als sie sangen; »...Daß wir uns hier in diesem Tal noch trertcn so viel htinH'^-tmal.. m. G^meinscbiftsnachmittag .der Frauen in Bad Radein. Unlängst fand ein Qemeinschaftsnachmittag der Frauen in der Ortsgruppe Radein statt, an dem auch Kreisfiihrer Dipl. Ing. N e m e t z teilnahm. m Lustiger Dorfabend in Ober-Pul^au. In Ober-Puisgau veranstaltete die Deutsche Jugend einen Uberaus gut gelungenen Dorfabend, an dem ein großer Teil der Pulsgauer Bevölkerung teilnahm. In der bunten Darbietungsreihe fiel besonders der reiche Liederschatz, den sich die Jugend bereits erwerben konnte, allgemein auf. Gestalter des Abends war Standortftjhrer Fritz Kappel. m. Bk>ck. und Zellenlührerschulunx der Ort^uppe Wernsee. Kürzlich traten in den Räumen der Ortsgruppe Wernsee die Block- und Zelletiführer zusammen, um in einer Arbeitsbesprechung über alle wichtigen Fragen unterrichtet zu werden. Cier Leiter des Führungsamtes II im Kreise Luttenberg Hans Harin sprach über die nationalsozialistische Weltanschauung. stellte sie feindlichen gegenüber und ging nach der Streifung der unermüdlichen Friedensv6rsuche des Führers auf den jetzigen Krieg über, der wohl der schwerste und entschcidungsvoll.^te Kampf des Reiches Ist. Mit der Heini-holung der Untersteiermark sind wir auch ein Teil der großen Schicksalsge-melnschaft geworden. Jeder Blodk- und ZellenHihrer muß stolz sein, in seinem Bereich dem Führer am großen Aufbauwerk helfen zu dürfen. Mit dem Wort: »Ks Ist nicht wichtig, ob ich lebe, wohl aber daß mein Volk lebt«, endete oer Schulungsnachmittag. m Werkkonzert in Trifal! und Hrast. niW. Der Musikzug des RAD veranstaltete Montag, den 1. September am Vormittag in Hrastnigg und am Abend In Tri« fall ein Werkkonzert für die Bergbau-ern der Trifailer Kohlenbergwerksgescll-schaft. Beide Konzerte waren zahlreich besucht und fanden großen Anklang bei den Bergarbeitern. m Betrietjsappell in den Trifailer Stein-tMÜchen. In den Steinbrüchen der Firma Hauck in Trifail fand ein Betriebsappcll statt, bei dem der Leiter des Arbeitspolitischen Amtes in der Kreisführung Trifail zur Gefolgschaft über aktuelle Themen sprach. m Morjtenfeier In Trifail. Die im Trifailer Kreise weilende Singschar der Studierenden der, staatlichen Hochschule fü"" Musikerziehung in Graz blelt am Sonntag in Trifail eine Morgenfeier ab, die überaus zahlreich bcsucht war. Die Singschar hatte in den drei Tagen, die sie in Trifail verbrachte, in offenen Singstunden und Schulungen der Bevölkerung eine Reihe deutscher Lieder beigebracht, die von den Trifailern gern gesungen werden. m. Schulung schaft zu treuen Händen übcrgebenen Mittel können nur an Volksgenossen weitergegeben werden, die sich als wertvolle Glieder der Oemcinschaft bewähren. Dies .sind kinderreiche. erbgesunde und rassenreine Familien, die überdies ein Lehen führen, das vom sittlichen Oesichtspunkt unta-delhaft ist. Die Hilfsstelle »Mutter uikI Kind« soll in jeder Ortsgruppe den Mit-•»»'pun-kt dieser Familien bilden. in. Betretet nicht die Obst- und Wein" gif^enl In letzter Zeit mehren sich immer häuFger die Fälle, daß von Ausflüglern und' anderen Leuten Obst- und Weingärten aufgesucht werden, d'e dort rücksichtslos die unreifen Früchte abreißen und sich dadurch nicht nur des Diebstahls schuldig machen, sondern auch größten Schaden an den Pflanzungen selbst anrichten. Im Interesse der Allgemeinheit ist es, daß «solchen Elementen ein für allemal das Handwerk gelegt wird! m. Beim Sonnenbad abgestürzt. Auf einer Dachterrasse in Marburg nahm gestern mittags der 19-jährige, beim Reichsarbeitsdienst eingesetzte Friedrich Lois ein Sonnenbad, wobei er, offenbar von der Sonne benommen, einschlummerte und sechs Meter tief vom Dach In den Garten fiel Lois, der bewußtlos aufgefunden wurde, erlHt hietiei schwere Kopf- und Innenverletzungen sowie eine Prellung des linken Handgelenkes. Das Deutsche Rote Kreuz überführte ihn ins Marburger Krankenhaus. m. Schwerer Unfall t>elni Brückenbau, Beim Brückenbau in Pößnit« ereignete sich gestern ein schwerer Unfall. Dem 42-jährigen Zimmermann Franz Gra-dischnig aus Ober-St.Kunigund fiel ein schwerer Balken auf die Füße und verletzte ihn schwer. Man schaffte ihn in« Marburger Krankenhaus. m Auf einer Wendeltreppe verunglückt. Die 55-jährige Private Charlotte Kering aus Marburg glitt in der Elsenhandlung. Pinter pe in Kroatien, Altgeyer, ernannte zum Kommandanten der deutschen Einsatzstaffel (Miliz) den Hauptmann Willibald Keller. An der Abwehr des Tschetnitzi-Überfalles im Bezirk Doboj nahnven auch 40 Mitglieder der Volksdeutschen Mannschaft aus Teslic teil. Hierbei wurde der Volksdeutsche Draxler von Tschetnitzis überfallen und in viehischer Weise hingemordet. Unter großer Beteiligung der Volksdeutschen und kroatischen Bevölkerung wurde er in TesHc zu Grabe getragen. m. Ein deutsches Realgymnasium in Agram. Am 1. Oktober wird in Agrani eine private deutsche Oberschule (Realgymnasium) mit öffentlichkeitsrecht eröffnet werden. Außerdem ist die Errichtung einer zweijährigen deutschen Handelsschule vorgesehen. Private deutsche Volks- und Bürgerschulen mit öffentlichkeitsrecht bestehen schom seit vielen Jahren. m. Deutsche Modeschau in Agram. Vom Haus der Mode in Wien und der Deutschen Modellgesellschaft wurde in der kroatischen Hauptstadt eine Modenschau veranstaltet, der ein großer Erfolg beschieden war. Die Modelle überraschten durch ihre Vielfalt. Eleganz und Zweckmäßigkeit. Am Montag fand ein großer Mo-':tee statt, dem Staatssekretär für Propaganda, MIklovic, Per-sönllchkeken des öffentlichen Lebens und zahlreiche Vertreter des Agranier Modegewerbes beiwohnten. Ministerialrat Ziegler (Wien) begrüßte die Gäste und verwies auf den großen Aufschwung des deutschen Modeschaffens auch im Kriege. m. Es bleibt bei der Somnerzek auch *n Kroatien. Die Sommerzeit wird in Kroatien auch den Winter über aufrechterhalten bleiben. da sie sich außer-ordentHch bewährte. m. Großzügixer Ausbau des kroatischen Rundfunks. Der Agrainer Rundfunksender, der gegenwärtig nur mit 3 kw arbeitet, wird in Kürze auf 10 kw verstärkt werden. Die in Deutschland bestellten Kondensatoren werden bereits in den nächsten Tagen erwartet. Für später ist eine Verstärkung der Sendeanlage auf 120 kw vorgesehen. Die Einrichtungen dafür sind gleichfalls in Deutschland bestellt worden. Weiter ist die Inbetriebsetzung von Nebensendern in Essegg, Banjaluka, Sarajewo und Dubrowni'k geplant. Die Vernachlässigung des Rundfunks in Kroatien durch das frühere Regime hat es mit sich gebracht, daß der kroatische Rundfunk die Bevölkerung nicht zu erfassen vermochte, kann doch der schwache Agramer Sender an vielen Stellen tki Landes nicht gehört werden. Die Anzahl der Rundfunkhörer ist auch dementsprechend gering. Mit der Verbesse« rung und Verstärkung der Scndemög-lichkeiten wird auch die Schaffung eines Rundfunk-Einheitsgerätes vorbereitet. Rahmen von rund je 40.000 Zuschauern vor sich. Sie waren mit ihren letzten Einzelkämpfen um deutsche Jugendmeisterschaften und den Begegnungen der deutschen Spitzenklasse mit ihren ausländischen Kameraden ein eindrucksvolles Erlebnis für jung und alt und erreichten im Aufmarsch der Sieger und deren Ehrung einen feierlichen Ausklang. Mit Baldur von Schirach wohnteri die Führer aller ausländischen Delegationen, Ver. treter des Staates, der Partei, der Wehrmacht, der Formationen und des NS-Reichsbundes für Leibesübungen dem Schlußtage bei. Die 5. Sommerkampf-splele sind beendigt. Der Verlauf war glanzvoll, die Leistungen hervorragend und die Haltung unserer deutschen Jugend über alles Lob erhaben. ; Eine Bombenielshing vollbrachte der vorjährige deutsche Straßenmeister Kittsteiner im Straßenpreis der Radfahrer von Saarbrücken. In der zweiten Hälfte des Rennens fuhr er dem starken Feld allein auf und davon und hatte bereits einen größeren VorspnmfT. als ihm einige Kilometer vor dem Ziel die Vorderachse brach. Obwohl d'e Ku>zellager bald leer waren und das Vorderrad bedenklich schlug, fuhr Kittsleiner weiter und gewann in 3:06.00 mit einer M'nute Vor. sprnng vnr U'rich (M?nnhclm). : Im Radrennen rund durch d'-^ Täler vojj Varese über 242 Kilometer ging Paiisto Coppi in 6:44.10 als Sieger hervor. Nummer 21ft »Marfrufger ZeHungc 3 September 1941 Seife 7 WIRTSCHAFT HiiHiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiniHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiMiiiiiiiiiiiiinttitimiiiiiiniiiiiiiiiimiiiitimmiiiiinnimHimfliimiiiiiiiiMitiiii Kroatien auf der Leipziger Herbstmesse Der kroatische Handelsmlnister über das wirtscliaftlkhe Wollen seines Landes. Zum ersten Male ist der junge Staal KroatkM auf der Rcichsmesse Leipzig mit einer Kollektivausssteliung vertreten, die das kroatische Volk als Bauernvolk, als Kulturvolk und als Soldatenvolk herausstellt. Aus diesem Anlaß veranstaltete der kroatische Minister für Gewerbe, Industrie uniJ Handel, S i m i c, einer der ältesten Mitarbeiter des Poglavnik und bekannter guter Freund Deutschlands, einen Empfang. Der Minister übermittelte im Nahv^'n des Staatsführers Dr. Ante Fawelitsch die besten Grüße an das Großdeutsche Reich. An dem großen Kampf, den das deutsche Volk heute als Fahnenträger gegen Plutokratie, Judentum und Bolschewismus führe, nehme das kroatische Volk freudigen Anteil. Es werde den Kampf fortsetzen bis zum endgültigen Sieg und bis zur Schaffung einer neuen Ordnung. Über die Richtlinien der kroatischem Wirtschaftspolitik führte der Minister aus, daß bis zur Gründung des unabhängigen Staates Kroatien die Wirtschaft in Kroatien zum größten Teil in fremden, jüdischen Händen gelegen habe. Das aus Belgrad diktierte plutokratisch-demokratischu System mit seinen liberalistischen Ideen habe keinesfalls die Entwicklung einer kroatischen nationalen Wirtschaft begünstigt. im Gegenteil, jene Mächte, die die Wirtschaftsipolitik beeinflussen, hätten es gleich zu Anfang verstan'Jen, jeden Aufschwung der kroatischen nationalen Wirtschaft im Keime zu ersticken. Erst durch die Gründung des unabhängigen Staates Kroatien wurden Grundlagen für eine kroatische nationale Wirtschaft geschaffen, deren Träger sich bewußt sind, daß die Wirtschaftstätigkeit den Interessen 'der staatlichen und Tiatio-nnlcn Gemeinschaft zu dienen hat. Der Minister schilderte dann die einzelnen Etapipen auf dem neuen Wege, der damit begann, daß die jüdischen Unternehmen utitcr staatliche Aufsicht und Verwaltung gestellt wurden. Er betonte, das kroatische Volk sei glücklich, mit einem Partner wie Deutschland Schulter an Schulter den Weg zur wirtschaftlichen und moralischen Er-^ neuerung der Welt beschreiten zu können. * Daß aber das kroatische Volk Idiensfähig sei und daß ihm im großen euroipäischen Lebensraum auch ein Platz zukomme, habe CS dadurch bewiesen, daß es bereits vier Monate, nachdem es seine große Revolution erlebt habe, imstade sei, im Rahmen der Reichsmesse vor das Antlitz des Auslandes mit den Früchten seiner ehrlichen Arbeit und seiner Bodenschätze zu treten. „Mit Deutschland Schulter an Schulter" Vor Beginn der Leipziger Messe gab der kroatische Wirtschaftsminister vor einem kleinen Kreis deutscher Journalisten einen kurzen Überblick über die kroatische Wirtschaft und über die Bemühungen der Einfügung in den europäischen Wirtschaftsraum. Nach Gründung des un. abhängigen Staates Kroatien habe die kroatische Wirtschaft neue Wege beschritten. Die Grundlagen für eine kroatische Nationalwirtschaft wurden geschaffen, deren Träger sich bewußt sind, daß die Wirtschaftstätigkeit dem höchsten In-terpse der staatlichen und nationalen Gemeinschaft zu dienen hat. Zunächst wurden die jüdischen Unternehmen unter staatliche Aufsicht und Verwaltung gestellt und damit der Einfluß des Judentums aus dem kroatischen Wirtschaftsleben ausgemerzt. Diese Nationalisierung, erklärte der Minister, wird derzeit in vollem Umfange und kompromißlos durchgeführt. Bei der Arbeit »läßt« man sich die Erfahrungen dienen, die seitens der Regierung des Deutschen Reiches auf dem Gebiete der Nationalisierung gemacht wurden.« Der Minister erklärte weiter: »Was unsere Außenwirtschaftspolitik betrifft, wird auf dem Gebiete bis zu Kriegsende das Prinzip der Kriegswirtschaft angewendet werden. Es heißt dies, daß wir lediglich die drin'gendsten Bedürfnisse einführen werden und. nur das ausführen, was wir nicht unbedingt benötigen und was unsere Nachbarn und Freunde brau- chen.« Das kroatische Volk IM srch' der Schwierigkeiten bewußt, mit denen es zu kämpfen hat, und es ist sich ebenfalls der großen Opfer bewußt, die es zu bringen haben wird. »In diesen Tagen«, t^e-tonte abschließend der kroatische Han_ delsminister, »in denen auf anderer Linie ein Kampf auf Leben und Tod gcfi'hil wird, hat die deutsche Wirtschaft auch nicht einen Augenblick in ihrer positiven Schaffensarbeit ausgesetzt, deren reiche Früchte auf der diesjährigen Leipziger Herbstmesse der Welt dargestellt werden. Einem Volk, das auch im Kriege positive Güter schafft, einem solchen Volk, das seine Lebensfähigkeit und sein Recht auf Bestehen sattsam bekundet — das kroatische Volk ist glücklich, mit einem solchen Volk Schulter an Schulter den Weg zur wirtschaftlichen und moralischen Erneuerung der Welt beschreiten zu können! WirtschaftsnoHzen X Wiener Proiessoren zur Ajcramer Messe. Der Vorsitzende des Werberates der deutschen Wirtschaft Dr. Hunke wird am 5. d. mit mehreren Professoren der Wiener Hochschule für Weltharidel in Agram eintreffen und an der Eröffnung der Ajrramer Messe teilnehmen. X 46.000 kroatisciie Arbeiter in Deutschland. Die Zahl der seit der kro-atii?cheti Staatsgründuns: i|i« Reich ab-geganKenen kroatischen Arbeiter betrus: Ende August 46.291. VOR DEM RICHTER Pistole, Bajonett und Spaten gegen Wehrlose Das einzige Geständnis im Obomiker Mordprozeß Im großen Prozeß gegen die 28 Polen, die als ehemalige polnische Polizisten und Hilfspolizisten den ersten Obomiker Verschlepptenzug von Gnesen nach Mory vor Warschau brachten, wobei, w-ic amtlich festgestellt, 235 Vo!ksdcut_ sehe ermordet wurden, während 54 noch vennißt werden, die gleichfalls als tot gelten müssen, wurde am Sonnabend die Beweisaufnahme beendet. Im Verlauf der letzten Zeugenvernehmung brach einer der am schwersten belasteten Angeklagten, der Polizeibeamte Kazmierczak. unter der Last der Zeugenaussagen zusammen und bequemte sich nach achttägigem sturem Leugnen zu dem Geständnis, den Volksdeutschen Meyer auf dem Marsch nach Warschau erschossen zu haben. Ein Zeuge schilderte in ergreifenden W^orten, wie er seinen während dieses Marsches ermorde, ten Bruder mit 7 Schüssen und mit einem von Spatenhieben zertrümmerten Hinter-koof auffand. Andere Zeugen hatten gesehen, wie er vor seiner Hinschlachtung von Polizisten noch gepeitscht wurde. Manche der bestialisch hingeschlachteten Volksdeutschen wiesen hei ihrer Ausgra bung bis zu 25 Baionetttstiche und zum Teil die furchtbarsten Schädelverletzungen auf. Eine Lc'chc war sogar ohne Kopf. . • s Zum Schluß der Beweisaufnahme kam heraus, daß der heute auf der Anklagebank sitzende Hilfspolizist Kaczmarek nach seiner Rückkehr wörtlich erklärte, er sei im Zuge der Internierten immer vorn marschiert, weil er dieses Morden und Abschlachten nicht mitansehen konnte. Am Donnerstag ist mit der Verkündung des Urteils zu rechnen. Wiederaufnahme eine» Mordprozesses Das Reichsgericht hat das am 1. A.pril 1941 gefällte Urteil des Landgerichtes Leoben, durch das der Angeklagte Rupert Ferner aus St. Lorenzen ob Murau wegen Mordes und (icorg Murer aus St. (leorgen ob Murau wegen Anstiftung zum Mord zu lebenslänglichem schweren Kerker verurteilt worden sind, aufgehoben und nochmalige Verhandlung und Entscheidung der Sache vor dem Landgericht in Graz angeordnet. Der I9(>9 gelwrenc Aufsichtsjäger Perner hatte von der Holzknechthütte auf der Hauseraim bei St. Georgen durch Abgabe eines Pistolenschusses den Raimund Urschnigg getötet. Urschnigg war ein Wilderer, der mit Erlaubrfis des iPerner mehrfach in dessen Jagdrevier gewildert hatte. Zuerst stellte Perner die Tat so hin. als habe er Urschni^jg beim Wildern ertappt, festnehmen wollen und ihn dann — da Urschnigg nach einer Holzhacke gegriffen habe — in Notwehr erschossen. In sipäteren Geständnissen belastete Ferner den Mitangeklagten Murer schwer, dem er stark verschuldet ist. Er behauptete, Uurer habe ihn zur vorsetzliclien Tö- Nur dss 9uf i&iner Heilmitfelpackung kennzeichnet unverwecH. seibar alle •ÄÄH»«%"-Arznei-mittel. Es isf ein Sinnbild wissenjcKa^tlicher Verant« worfung. * Arznei* mrtfel haben sich nfiiflionen-^,1—fach in der ganzen Weif bewährf. Uberalt gilt das »So^a-Kreuz als Zeichen • sptel eines blutigen Chedramas Der 31-jährige Johann Erlatsch aus Kötsch bei Marburg, der in Polain bei Prävali bedienstet war und im Hause des Dienstgebers auch seine Wohnung hatte, knüpfte mit der Frau seines Dienstge. bers Hrast ein Liebesverhältnis an. Um den Dienstgeber aus dem Haus zu kommen. erstattete Erlatsch nach dem Einmarsch der deutschen Truppen im Mießtal gegen Cyrill Hrasj eine Anzeige, die auch zur Verhaftung des Autofräch-ters führte. Nach einigen Tagen wurde auch die Frau des Hrast verhaftet, je. doch nach einigen Tagen wieder freigelassen. Als sie zurückkehrte, kam es zwischen ihr und Erlatsch zu einer erregten Auseinandersetzung, in deren Verlauf Erlatsch die Frau durch acht Messerstiche tötete. Nach der Tat versuchte Erlatsch einen Selbstmord, indem er sich Schnittwunden zufügte un l Säure, die zur Füllung von .\kkunuilatorcn verwendet wird, trank. Das Landgericht Klagenfurt verurteilte Erlatsch unter Zubilligung eines gewissen Fürregungszustande.s schuldig und verurteilte ihn zu 15 Jahren schweren Kerkers mit Dunkelhaft an jedem Jahrestag der Tat, 3eDer Unlerfleirer lieft MC OTtarburgrr 3tituno! DIE BUNTE WELT Das primitivste Volk der Erde Die niedrigste Kulturstufe, auf der Menschen ihr Dasein fristen, findet man in Süd-Sumatra bei den Kudu. Die sogenannten »wilden Kudu« sind ein auf den unzugänglichsten Teil der Urwälder beschränktes Völkchen, das familienweise zusammenlebt und in kleinen Horden ohne festen Wohnsitz herumschweift. Die Nacht wird unter ganz einfachen, aus Laub hergestellten Regenschutzdächern verbracht, falls nicht bereits vorhandene Schlupfwinkel benutzt werden können. Ihr ganzes Leben besteht aus der Suche nach Nahrungsmitteln. Als Kleidung tragen sie lediglich einen kleinen Schurz aus Baumbast und eine Kopfbinde aus dem gleichen Stoff. Eine lange, an dem einen Ende zugespitzte Stange aus hartem Holz bildet ihre einzige Waffe. Mit einem geflochtenen Tragkorb auf dem Kopf durchziehen die Kudu den Wald auf der Nahrungssuche. Sie essen alles, was genießbar ist. Vor Fremden flüchten sie und vermeiden selbst die Berührung mit den benachbarten Horden des gleichen Stammes. So ergibt sich das Fehlen von Tänzen und Vergnügungen jeder Art, ja selbst von irgendwelcher Musik. Sobald die Kinder groß genug geworden sind, trennen sie sich von den Eltern und ziehen auf eigene Faust umher. Dementsprechend sind auch ihre Hochzeitsgebräuche denkbar einfach. Die Ankündi- gung der Absicht genügt. Auch die Scheidung geht rasch und einfach vor sich. Man geht ohne weitere Formalitäten wieder auseinander. Eine andere soziale Einrichtung für die Familie gibt es nicht, ebensowenig Grundbesitz oder Territorialrecht, das den einzelnen Horden be-stinunte Gebiete zuweisen würde. Religion, selbst der einfachste Aberglaube, ist den Kudu unbekannt. Sie glauben selbst nicht an Zauberei oder Zauberdoktoren und fühlen sich wehrlos gegen Krankheit und Tod. Stirbt ein Mitglied der Horde, so läßt man es einfach an der Stelle liegen, wo der Tod eintrat, die übrige Horde aber zieht weiter. a. 900 Trauben an einem Rebstock. Ein Besitzer in Malterdingen (Baden) hat einen Rebstock, der etwa 25 Quadratmeter Fläche bedeckt und 80 Jahre alt sein soll. An der Rebe, die sich am Hause emporrankt, hängen gegenwärtig mehr als 900 Trauben, sämtlich gesund und normal entwickelt. a. Ein Vogelfänger ging in die Falle. In ItalitMi steht trotz aller Verbote der Voig^Ifang wieder in Blüte. Nun ist nicht immer der Vogel der Geleimte, bisweilen trifft es auch den Fänger. So den Mai-län'der Bernasconi Siro. Er hatte einen besonderen Trick zum leichteren Fangen der Vögel. Er setzte sich oben in einen stark belaubte;! Baum und ahmte nun die einzelnen Vogolstimmen nach, um so die Tierchen an sich zu locken und sie dann zu fangen. Nun hatte sich zur selben Zeit ein anderer Vogelfänger" in. dieselbe Gegend begeben. Als er auf dem Baum die Vogelstimmen vernahm und zugleich die Zweige sich rühren sah, schoß er in diesen hinein, in dem guten Glauben, einen oder mehrere der begehrten Vögel zu treffen. Und er traf den Siro, der sofort ein furchtbares Jammergeschrei ausstieß. Nun drückte sich freilich der Attentäter. Zum GlüC'k des Siro waren ein paar Freunde von ihm in dor Nähe. Sie eilten schnell herbei und brachten ihn in ein Kran-ken-haus. a. Seltsames Zwillingsschicksai. Zwei Zwillingsbrüder in Italien haben vor einigen Tagen zu gleicher Stunde und in gleicher Weise einen schweren Unfall erlitten, obwohl sie völlig getrennt voneinander beschäftigt waren. Der eine arbeitete in Sestri Levante an der Riviera, der andere in Riva Trigoso. Während dem einen, Luigi, die Bandsäge den Ringfinger der rechten Hand atischnitt, hat der Zwillingsbruder CCvSare den Ringfinger der linken Hand zu gleicher Zeit in einer Maschine eingebüßt. a. SchwaIben-»Sai8on« in der Antarktis. Niemals würden wir erfahren, welche Rekord-Flugleistungen unsere Zugvögel zum Teil vollbringen, wenn nicht von den großen Vogelwarten se't vielen Jahren systematisch die Bermgung durchgeführt würde. Allein bei der Vogelwarte Helgoland ist die Zahl der Beringungen in dcti letzten 15 Jahren jährlich um IO.Oip tialiln brriehlPl. „.Ms ieh litMiU^ beim Arzt war. sah or nur meine Zunge an und sehrirh mir dann ein stärkendes Mittel auf," „Ilm (iollt's Willen. Mathilde, dorh niehl etwa fiir die Zunge? .Muskete Sefls 8 ^Martjurjjer Zeltunßf 3. Sepiemb'er T94T Nummer 218 FÜR DIE FRAU Kleidung zwischen Sommer und Herbst Leichte Jacken und UmhÄnfe bewähren sich an kühltMn Tagen Mode zwischen Sommer und H<;rb$t _ das bedeutet den ersten Blick nach wärmeren Hüllen. Noch nicht nach der eigentlichen Herbbtkk'idunu, wohl aber nach manchem leichtcn Umhang, nach der Jacke oder dem Sommcrmantel für kühle Abende und frischere Tage. Für diese Zwecke bewährt sich am besten die helle, enganliegende Sportjacke aus leichtem Wollstoff, die 3o gern In zarten Pastell-lönen, in Mode und Hellgrau, in Altrosa und mattem Ulau, manchninl auch in kräftigeren Farben, in leuchtenücm Grün oder (lelb getragen wird. UicBe Jacken haben den Vorzug, daß Hie eigentlich zu allem passen. Man kann sie jetzt im üoijinier zM er Spttt«<»niMU'r h* jn, besondert» für die Berge, noch die beste Wanderzeit. Da fragt man nach einem An*ug, der tüicht Ist und doch ein wenig warm höM, denn In den Bergen ist es leicht frisch. Dabei erinnern wir uns an den beliebten TrÄgcrrock, der sich oft mit einfachen Mitteln aus einem alten Wollkleid arbeiten lößt, das etwa an den Ar-nicln und unter den Annen schon schadhaft war. Nun werden die Ärmellöcher erweitert, das Kleid erhält einen viereckigen Ausschnitt, vielleicht können wir os vorn In sportlicher Welse mit einer Inn- ijcn Knüpfreihe schließen _ und dazu wird nun eine leichte bunte ^()nune^blusc getragen, vielleicht mit dem beliebte Sportkragen, vielleicht auch hochgeschlossen mit einer grofien weichen Schleife abschließend. Sowohl für Wandertage al« auch für den Alltag eignet sich in der Übergangs-'zeit zum Herbst «utnexcichnet die Wettu. Westen haben den Vorzug, daS sl« wenig Stoff erfordern, man kann nie gani bc» quem aus so manghcm alten StücK schneidern, etwa aus einem alten Rock oder einer ausgedienten Jacke mit vertragenen Xrmeln. Nun wird ein kurzes, knappes, ärmelloses Ding daraus, ausgezeichnet geeignet, dnf^ man es an kühlen Tagen über die leichte Sommerbluse zieht, pie Weste häll Brust und Rücken warm. Man trägt sie jetzt an> liebsten hoch bis zum Hafs geschlossen und mit langer Knopfreihe durchgeknöpft. Neben diesen wärmenden Westen stehen die hellen, zartfarbigen, die sogar oft nur ein Vorderteil besitzen und auf dem Rücken mit Bändern zusammengehalten werden. Sic bewÄhren »ich jetzt, »Is vorgetMuschte Bluie, wenn sie unter dem leichten SommerkoitUni oder Bolerojäckchen getragen werden. Als sommerliche Hülle für kühle Tage taucht auch das Cape wieder auf, und zwar das halblange, bis zu den Hüften, dati eine gute f;rgänzung zum einfarbigen Straßenklcid bildet, Man kann es mit einem kleinen Pelzkragen arbeiten, es wirkt dann fraulich und doch Jugendlich. Solche einfarbigen Capes sind ebenfalls sehr vielseitig verwendbar, denn sie passen ebensogut auch zum bunt geblümten Sommerkleid. Der Sommer steht im Zenith. Man spricht noch nicht vom Herbst, aber die Tage der hochsommerlichen Buntheit gehen zu Ende. Kleiner Ihizeteer M Wprt kostet 10 Rpl, ttiednickte Wort 29 )»f Wortnreis cfltbis llqchstabeB le Wfrt. 1-t) SS lllimnillMlllllllfllllllllllllinillllllllllllllllllllinillinillll gJirgebBhr (KennwerV Ii h i^rlc(markcn) niifKcnoww^en, Mlnj'esrtVbllhr fOf «T»« *)lnr.e|ire RM'T- lllvipiNChBi U ■ b«r«cl r.i.i msv Win Win WHfi **"" reiten« werden nur texen VftralntcndeRK des petracet (tiell fi cflitltu Rol. POr Zuundnne yeji Kennworihriclfi! vrrdeii*''io l|p|^^to^^i|ft. Anfeigen«Annahtn*Echlplt Am TSM »Of Cncheino rtd 14 Ukr, »Itltlii« An- 2ii AfUiüfMMbi Gute Mtlchmaschine und Biit-lerküht;] wird sofort zu kaufen Ijcsiicht. Erlacher Ferdinand, (iastliaus Loren 19 Uhr eSPLMNADE Kar^nif 5J5*3V Der laufende Berg Ein Ufa-Film mit Hsnsi Knofeck, Paul Richter Maria Andergast, Fritz Kampers Für Jugandllcht zugelafsenl Ein Ufa^Ktilturfilm und die Deutsche WochMiichaiit 6247 Schrlftl*lt«r dar »Marburgar Zaltung« Mcht »b 8. S«pl«mb«r mttbllertes Zimmer, möglichst mit Badbenutxung, in der NMhe der »Marburger Zeitung«. Zwei Zinu mer (Wohn« und Schlafzimmer) hcvoraugt, Angebote unter »Ruhiger Mieter« an die Verwaltung erbeten. 6303 Vertrauensposten tUchtlgetn, si^iBtJIncli* gem BucHHalter oder Buchhalterin geboten, Angebote unter »Prlvatuntcrnchiiien« an die Verw, 630« Konffktionshtui Frani Mastek Adolf-H1tl#r-Pliti 1®, bjfibt vom 4,-14. H^ptembcr wegtn Gefolgachaftsurlauhs gctchtoMCn. 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