Pkiuamkraii. u« Nrnse: Kür Laibach, «»»itährig . . . » fl. «0 kr. halbjährig . . . t , il» » Vi-Neljähri,. - - » . t<> . «oLLlits . - - — » , Laidacher Mil der Post: »LKjtährig . . . 11 fl. — kr. Halbjährig . . . L , L0 , « - ljährig. . . L . '» » H4r ^llftilluug >»» Ha»« »iertel- ichrig »5 kr., monatlich S kr. »n,«!-,- «»»-.m-ra S kr. Tagblatt. Anonyme Mittbeilungen werden nicht'berücksichtigt . Manuscripte nicht zurückgesendei. Nr. 193. Sanl^tag, 24. August 1872. Morgen: Ludwig K. Montag: Zcphyrin. «cd actio Sahnhosgasse Nr. 1Z-. Lrpediüon und Znseratni Lureaii: Longreßplay Nr. 81 (Buchhandlung von I. ».KleinmavrLF. Bamberg), Zusrrliousvreise: Für die einspaltige Petitzeile i kr bei zweimaliger Einschaltung t -kr dreimal t 7 kr. Anlertionsflcmvel jede»ma> »0 kr. Lei größeren Inseraten und öfter«» rinISaltung entsprechender Rabatt. S. Jahrgang. Christenthum und Liberalismus. Was verstehen unsere ultramonlanen Gegner heutzutage unter „christlich," also unter „Christen-thum"? Offenbar, wie auö jeder ihrer Aeußerun-gen in, öffentlichen Leben, aus jeder Zeile ihrer pudlicistischen Organe hervorgeht, den römisch-je-fuitisch-unfehlbaren Katholicismu«. Nur dieser Ausfassung ist eö möglich, den Begriff „christlich" dem Begriffe „liberal" eiitgegeiizusetze». Unsere klerikalen Gegner werden also nichls dagegen haben, wenn wir uns diesen Begriff nach der Weise aller vernünftigen und rechtlich denkenden Menschen zurecht legen. „Christenthum" ist demnach für uns nach dem Willen, den klaren Anssprüchen und der praktischen Betätigung des erhabenen Stifters der höchste Grad der Humanität, der Liebe, de« Friedens und der Duldsamkeit. Diese Grundsätze finden wir in Christi Lehre in ihrer erhabensten Reinheit verkörpert. Gar cst wurden, um die Menschheit auf eine höhere Stufe der Bildnng zu führen, erhabene Gedanken und Lehren von hochbegabte» Männern in Verkehr gesetzt. Aber sie beschränkten sich entweder auf engere Kreise, oder trafen auf minder empfängliche Gemüthrr, auf schwache und unvollkommene Menschenkinder, denen die Weiterbildung und Ausführung der schöpferischen Idee» überlassen werden mußte. Alles blieb daher Stückwerk, unvollkommen und verstümmelt in der Ausführung. Dian blieb bei wvhlg:meinlen Anläufen flehen, das reine erhabene Ideal des schöpferischen Geistes, der den ersten Anstoß gegeben, ward nie erreicht, leider gar oft von unbcrufc»e» und untüchtigen Werkzeugen, welche die weilere Entwicklung in die Hand nahmen, in sein Gegentheil verkehrt, zum Zerrbild und zur Fratze. So ging cs auch der einfach-erhabenen Lehre des „Menschensohnes" aus Nazaret. Bald nach seinem Hillscheiden theilten sich die Meinungen seiner jünger über die einzelnen Satzungen der christlichen Lehre, und die eingetrelene Spaltung erstreckt sich bis auf unsere Tage, wo die verschiedensten christlichen Secten sich herumstreiten um den Alleinbesitz der „seligmachenden" Kirche, der immer mehr von der Form als vom Wesen der Sache abhängig gemacht wird. Dies vorausgeschickt, wenden wir uns zur Begriffsbestimmung des „Liberalismus." Dieser ist uns ein der menschlichen Natur eigener Drang, ihre Wurde und Unabhängigkeit jederzeit unversehrt zu erhalten und gegen jede widernatürliche Bedrückung zu schützen, oder wenn schon bedrückt, durch unermüdliche Anstrengung die Fesseln zu sprengen und sich vom Drucke zu befreien. Betrachten wir die Verhältnisse, welche dm Begründer de» Christenthums in seinem Vaterlande Palästina umgaben, ziehen wir die gedrückte Lage des Volkes, das voll stolzer Erinnerungen an seine vergangene Freiheit und Unabhängigkeit war, untü: der Botmäßigkeit der römischen Frohnvögte in Betracht, erwägen wir insbesondere die Geistesknechlschaft, in der es von seinen eigenen Priestern, Schriftgelehrten und Pharisäern gehalten wurde; betrachten wir anderseits das ganze Auftreten Christi, sei « Ankämpfen gegen die scheinheilige Priesterkaste, gegen das heuchlerische Pharisäerthum, gegen die blos äußere Werkheiligkeit; berücksichtigen wir insbesondere, wie er sich mit seiner Lehre und Predigt am liebsten an die arme, verachtete und unterdrückte Volksklasse gewendet, wie er slcls für die verletzle Menschenwürde eingeireten und den Eienden und Verlassenen die Botschaft des Heils verkündet, wie er feierlichst die Gleichheit aller Menschen vordem göttlichen Vater gepredigt hat, — so werden wir gewiß nicht sehlgehen, wenn wir Chri stuin als Kämpe sür die mit Füßen getretenen Men schenrechte, als Vorkämpfer der modernen Ideen, der Humanität und des Liberalismus a»ffafsen. Der moderne Liberalismus verfolgt dasselbe Ziel, er will der Menschheit aus entwürdigender Geistes- und LeibeSknechtschast ein Erlöser sein, ihr das edle Selbstbewuktsein, die Stellung und Würde, wozu der Schöpfer den Menschen auserkoren, wieder geben. Unsere Gegner werden demnach begreifen, daß „christlich" und „liberal" statt vollkommen widerstreitende Begriffe zu sein, im Gegentheil für uns vollkommen gleich sind, sich vollständig decken. Daß einzelne Secten das Attribut „christlich" für sich allein beanspruchen, kann den Liberalismus nur wenig berühren, denn er steht über allem Secten-wesen und consessionellen Getriebe, er strebt die körperliche und geistige Freiheit aller Menschen an: und eS ist daher seine erste und einzige Pflicht, den Schwächer» gegen die Gewaltacte des Stärker», den geistig Unmündigen gegen die Ränke und Schliche des abgefeimten Unterdrückers in Schutz zu nehmen. Wenn sich unsere Gegner die Mühe nehmen wollten, die Geschichte zur Hand zu nehmen, sie würden finden, daß sich die Liberalen überall der Unterdrückten ohne Ansehen der Person, des Stan-des oder Bekenntnisses angenommen haben. So sind sie in Lngland, wo die katholische Kirche von protestantischen und anderen feindlichen Elementen bedrückt wurde; mit ihrer ganzen Zähigkeit und dem Aufwande ihrer vollen Kraft für diese eingetreten. Alle Erleichterungen und Begünstigungen, deren sich die katholische Kirche gegenwärtig in England zu erfreuen hat, verdankt sie der liberalen Partei, und gerade das liberale Ministerium Gladstone war es, welches in unseren Tagen noch die Abschaffung der irischen (protestantischen) Staatskirche durchsetzte und den Katholiken Irlands und Britanniens den wirksamsten Schutz angedeihen ließ, unbekümmert darum, daß ihm die Iren dies nur mit erneuertem Trotz Jeuületo». Die Rebhühner des Herrn Thiers. (Schluß.) CS würde selbstverständlich viel zu weit führen, die — im übrigen des wellhistorischcn und gastronomischen Interesses gewiß nicht entbehrende Untersuchung i„ allen ihre» Phasen zu verfolgen, in das Labyrinth der voluminösen Protokolle einzudringen, welche die rinzelnkn Verhöre und Kreuzverhöre auf die Nachwelt z» übertragen bestimmt sind. Ich begnüge mich daher mit der wortgetreuen Wiedergabe des Verhörs und der gedrängten Skizzierung des Thatsachen-Bcweises des (Lhevet, wie mir solche« im Wege besonderer Prolectio» in authentischer Form zugänglich wurde. „^et-liiii" olv. Frage: Ihr Name? Antwort: Ehevet, Ica».Baplistc>Hippolyte. Fr.: Ihr Gewerbe? A.: Nestauratcur. Fr.: Waren Sie beauftragt, das Diner vom 8. v. M. im Elysee zu liefern? A.: Ja? (Folge» Details über die All und Weise der Bestellung rc.) Fr': Erhielten Sie den Auftrag, Rebhühner serviere» zu lassen? A.: Nei»? (Bewegung im Auditorium.) Fr.: Dann haben Sie solche eigenmächtig aufs Menu gesetzl! A.: Jawohl! Fr.: Was hat Sie zu einem solch' unverantwortlichen Vorgehen bewogen? A.: Der Wunsch, den hohen Herrschaften angenehm zu sein. (Weniurittkl im Auditorium.) Ich muß um Entschuldigung bitten: die lang, jährige Gewohnheit, bei Hof-Diners Wildpret zu servieren---------- (AilSbrtick'e der Enttiistuiig im Auditorium. Der Vorsitzende interpelliert das Publicum, sich ruhig zu verhalte», und setzl soda»» das Verhör fort. Fr.: Sie gestehen also zu, ein Rebhühner-Fricassce serviert zu habe»? A.: Ja! Fr.: Ist diese« Frikassee aufgetragen worden? A.: Ja! Fr.: Sind Sie dessen sicher ? A.: Vollkommen! Fr.: Ein Gerücht will wissen, daß jene Rebhühner aus Schottland kamen. Ist dem so? A.: Nein! (Murren im Auditorium.) Fr.: Woher haben Sie sich also die Rebhühner verschafft? A.: >1on äisu: ganz einfach von meinem Fleischer. Fr.: Sollte der Mann sich am Ende gar mit Contrebande befassen? A.: Bah — ich habe keine Rebhühner von ihm gekanst, sondern »ur Ochieiiganme» bestellt. Fr.: Es handelt sich hier »ichl um Ochseu-gauüien, sondern um Rebhühner. Verwirren Sie die Sache nicht. A.: Anstatt zu verwirren, kläre ich nur auf, Herr Präsident. Man wird mir, Jean-Baptistc-Hippolyte Chevet, hoffentlich nicht die Beleidigung anlhun, mich für einen Stümper zu Hallen. Die und Aufruhr lohnen. Ueberall, wo der Liberalismus zur Herrschaft gelaugt ist, erachtete er cs als seine erste Ausgabe, die Emaucipation der Juden, die Gleichberechtigung aller Confessionen, die Gleich, heil aller Staatsbürger vor dein Gesetze autzzuspre-chen, die UüterihänigkeitSverhällnissc und Frohndeu abzuschaffen, für die Hebuug des geistigen und materiellen Fortschrittes der Massen Sorge zu tragen. Allem religiösen Secteuwesen uud confeffionelleu Gezänlc sieht er fern; dieses berührt ihn nur dann, wenn eine oder die andere confcffionelle Partei ein politisches Uebcrgcwicht im Staate, oder die Herrschaft in demselben ganz oder theilweise an sich reiße» will. Der Liberalismus faßt die einzelnen Con-fessionen als Berciue, welche iu ihren durch die Unparteilichkeit des Staates gezogenen Grenzlinien ungestört ihren geistlichen Angelegenheiten obliegen können, wie dies in Nordamerika, wo alle Conses-fionen wirklich gleichgestellt sind, der Fall ist. Nicht gegen irgend einen Glauben, sondern gegen den Aberglauben, nicht gegen die Religion, sondern gegen den Misbrauch der Religion, nicht gegen die Kirche Christi, sondern gegen die Uebergriffe der römischen Kirche auf Gebiete, die außer ihrem Bereiche liegen, kämpfen die Liberalen, weil der Aberglaube wie die geuainiten Miöbräuche und Uebergriffe die Wohlfahrt des Staates und die Interessen der übrigen Coufesswnen des Staates arg gefährden. Wenn also die Katholiken jesuitischer Richtung (zur Ehre der katholischen Kirche gibt es auch noch Millionen, die den jetzt herrschenden Jesuitismus gründlich verabscheuen) sich über Unterdrückung oder Verfolgung seitens der Liberalen beschweren und sie, die Mitstreiter für die rein christliche Idee der Humanität und Menschenliebe, als Gottlose, als Feinde des Christenthnmö anklagen, so ist dies nicht allein schwarzer Undank, sondern auch der höchste Grsd von Heuchelei und Verlogenheit. Herrschen wollen sie und Gesetze geben dem Staate, das ist die Ursache, warum sie den Liberalismus begeifern, welcher keine confessionelle Partei, und wäre sie auch die des „unfehlbaren" Papstes, an das Staatsruder lassen darf, will er nicht die Wohlfahrt, ja den Bestand des modernen Staates gefährden. Die Herrschaft im Staate wie in der Gesellschaft, das ist das Ziel all des heuchlerischen Jammers -inse«r Ultramontanen; jedoch das wird der Liberalismus zu verhüteu wissen, ohne den Katholicismus zu bedrücken. Und wenn der geistige Kamps noch so grimmig wüthen, noch so lange dauern sollte, er wird und muß ausgekämpst werden, er wird und muß zu Gunsten des Liberalismus, der im Sinne der Liebe, der Humanität, der Duldung und des Friedens, also im Geiste Christi wirkt, aus-gesockten werden. Möge die ultramontan? Partei Loch einen Blick znrückwerfen in die Geschichte der verflossenen vier Jahrhunderte, und sie möge sich dann selbst sage», auf welcher Seile Christus kämpft. Mit den Jesuiteu nicht, mit de» Römlingen nicht; Christus mW das Christenthum kämpft an der Seite der Männer des Fortschrittes uud der Aufklärung. Was wird das Ende dieses Kampfes sein? Der vollständige Sieg des Liberalismus, der Sieg der Christnsreligiou und der Untergang der Satzungen Roms uud der Antichristen. Politische RmMchau, Lrribach, 24. August. Inland. Eine Nachricht aus Prag, deren Bestätigung vorerst noch abzuwarten bleibt, meldet die Absicht der sogenannten jungczechischen Seite im Lager der nationalen und feudalen Declarantcn, die Politik der passiven Opposition anfzu geben und im nächsten Landtage zu erscheinen; über diesen entscheidenden Frontwechsel in der czechischen Politik sollen jetzt die Unterhandlungen zwischen den verschiedenen Fractionen schweben. Möglich ist es schon, daß die Jungczechen, kühn gemacht durch die wenig beneidenswerihe Lage, in welche die Feudalen nnd Altczechen durch die Verhaftung ihres pnblici-ftischeu Führers versetzt sind, ihre alte Opposition gegen die Enthaltnngö-Taktik wieder aufnehmen und sie diesmal mit Erfolg durchzuführen hoffen. So weit ein Gegensatz zwischen Alt- nnd Jungczechen besteht, befinden sich letztere augenscheinlich jetzt in einer günstigeren Lage; siegen sic, so hätte die Verfassung in Oesterreich das letzte Bollwerk umgeworfen, das sich ihrer Anerkennung aunoch entge-genstemmt. Das „Prager Abendblatt" untersucht die Vorspiegelung, mit der die Czechen zuweilen etliche Deutschböhmen für ihre Selbständigkeitspläne zu captivieren versuchen, nämlich die angeblichen finanziellen und volkswirtschaftlichen Vortheile einer solchen Selbständigkeit. „Die Welt" — so äußert sich das citierte Blatt — „hat jctzt Gelegenheit, die Wirkungen der erlangten Selbständigkeit an Ungarn zu erproben. Sind nun diese Wirkungen, speciell nach der materiellen Seite hin, wirklich derartige, wie sich sie das Volk versprochen?. Zahlt vielleicht die ungarische Bevölkerung heute weniger Steuern als vor dem Jahre l867? Ist der ösfeutliche Credit Ungarns vielleicht größer als jener der westlichen Reichshälste? Haben die Länder der Stephanskrone eine bessere Rechtspflege, bessere Verwaltung und bessere Finanzen als Oesterreich? Wurden in Ungarn mehr Eisenbahnen gebaut, mehr Telegraphen linien errichtet, mehr Schulen gegründet als bei spielsweise in Böhmen? Ist die öffentliche Sicher heit in Transleithanien größer als bei uns? Wir glanben nicht, daß es jemand gibt,er alle diese Fragen bei gutem Gewissen mit Ja beantmorlen könnte. Wo sind also all' die materiellen Segnungen geblie-ben, die man sich von der gewonnenen selbständigeren Stellung Ungarns versprochen hatte? Und doch wird man dem ungarischen Volke politische Reise und den ungarischen RegicrungSmännnern staatö-männische Begabung nicht absprechen können. Sollte nun das, was das große, seit jeher selbständig gewesene Ungarn nicht zuwege bringen konnte, einem etwaigen antonomen Böhmen, das doch mit allen Fasern seines geistigen und materiellen Lebens auf Oesterreich angewiesen ist, je gelingen? Wir zweifeln nicht daran, daß einzelne Wortführer des böhmischen Volkes staatsmännische Befähigung, beson« der.s aber finanzielles Genie besitzen, daß sie aber Böhmen wirklich auf jene Stufe bringen könnten, wie ihre journalistischen Leibtrompeter behaupten, dürften sie vielleicht selber kaum glauben. Womit will man also die schönen Versprechungen begründen, die man für den Fall der Durchführung der föderalistischen Principien so freigebig in Aussicht stellt? Etwa mit den bisherigen Erfahrungen in unseren autonomen Körperschaften oder auch nur in den nationa l, Actien-Znckerfabriken von Confnm-Vereinen?" Die ungarische Regierung hat ihre liebe Noth mit Serben nnd Kroaten. Crstere waren eben zn Karlonitz in einem Cougresse versammelt, nm den seit vier Jahren erledigten Patriarchensitz ncu-zubesetzen. So lange hatte die Regierung unverantwortlicher Weise dem Hetzer Milctic Zeit gelassen, gegen ihren Eandidaten, den Archimandritcn Angjelik zu agitieren, um für Stojkovik, den Eandidaten der Nationalen, zu wirken. Die der Partei des Miletik, der „Omladina" angehörige Eongreßmajorität ging bereits soweit, den königlichen Eommissär zu ignorieren, und stellte daher am Vortage der Eröffnung an den Patriarchats-Verweser Bischof StojkoviL däs Ansinnen, er möge, ohne den General Molli-nary als Commissär abzuhote», den Eongreß eröffnen. Auf die Weigerung des Bischofs Stojkovik wnrde von den Omladinisten zuerst ei» Zwölfer-Comitv gewählt, dessen Conferenzen aber bald in Plenarberalhnngen übergingen und den Priva'.charak-ter völlig abstreiften. Darauf schickte nun General Mollinary seinen Adjutanten, Major Baier, mit der Zuschrift an den Patriarchats-Verweser Stoj-koviö, daß er, wenn diese Berathnngen noch fort-danern würden, den politischen Behörden den Auftrag geben werde, derlei Versammlungen aufzulösen. Die Omladinisten faßten nun den Beschluß, Aortsetznng in -er Beilage. -WG Kunst besteht eben darin, die den Gonrniands vor-zusetzenden Speisen derart herzustellen, daß die gewöhnliche Physiognomie derselben verschwindet und sie ein fremdartiges, unbekanntes Aussehen der Neuheit erhallen und den Appetit in verführerischer Weise reizen. Glauben Sie denn, mein Herr, daß unsere Gerichte wirklich das sind, was das Menu besagt? Bah! Wenn Ihnen Hahnenkämme vorge-gesetzt werden, lasse» Sie sich denn nicht träumen, daß dieselben ans einer Kalbskopfhaut herausgc-schnitte« könnten? Haben Sie geahnt, daß der Jhnei gefetzte Chateau-Margaux nichts als unter bördele,, r Firma segelnder Chateau-Suresnes ist?! Fr. : Hm — die angeblichen Rebhühner wären als nichts weiter als---------- A.: Ochsengaumen, zu dienen, mein Herr Prä- sident — sonst nichts! (Lebhaste Bewegung im Auditorium, Chevet fahrt fort.) Alle Kochkünstler, die in ihrem Metier halb, wegs kait sind, werden Ihnen bestätigen, ^aß man aus Ochsengaumen ein delicateS Rebhuhn-Fri-cassee mit allem Zngehör herzustellen vermag Fr.: Das scheint denn doch ei» wenig stark. A.: I'urdlvu! Ich verpflichte mich, Ihnen sofort ein Rebhnhn-Fricassee ans gar nichts herzu- stellen. Schließen Sie mich hier ein mit nichs weiter als einem Casseroll, Feuer, Salz, Pfeffer und Gewürz, und ich serviere Ihnen binnen einer Stunde ein Rebhnhn-Fricassee, nach welchem Sie sich alle Finger lecken sollen. — > Die Commission trat hierauf zu flüsternder Berathnng zusammen, und da sie es für ihre Pflicht hielt, nichts zu verabsäumen, was zur Feststellung des inqnirierten ThatbestandeS diene» mochte, so wurde Chevet's Antrag unikouo angenommen. Nach minutiöser Durchsuchung des Cabinets, in welches der Kochkünstler interniert werden sollte, sowie Che-vetS selbst, machten die Ofenheizer ein tüchtiges Feuer an, Chevet erhielt die geforderten Ingredienzien und blieb allein Nach Ablauf einer Stunde klopfte Chevet auf die Thüre; als die Huifsiers öffneten, strömte ihnen ein delicieufer Geruch entgegen, und Herr Chevet erhob triumphierend das Haupt, indem cr auf das verführerischeste Fricassee deutete, das jemals einem Gourmand vorgesetzt worden. Das dampfende Casse roll wurde vor die Commission escortiert; jeder der Commissäre erhält Teller und Gabel, nnd unter an dächtigem Schweigen machte man sich ans Verkosten des wunderbaren Gericht-. Das Auditorium.war von dem köstlichen Duste völlig betäubt, während die glücklichen Teilnehmer an dem improvisierten Male durch ihre entzückten Mienen die Vortresflich-keit des Chcvet'fchen Rebhühner-Fricafsecs bestätigten. Als das Casseroll bis auf den letzten Tropfen Sauce leer gegessen war und der Präsident wie die Beisitzer sich im Vollgefühl des „überstandenen" Genusses den Bauch strichen, wurde das Lcrhör wie folgt fortgesetzt: Fr.: Nun, mein lieber Herr Chevet, allen Respekt vor Ihrem kulinarischen Genie, aber gestehen Sie uns im Vertrauen, was Sie eigentlich zu diesem herrlischen Rebhuhn-Fricassee verwendet haben? A.: Nou äiou! Nichts einfacher als das — betrachten Sie doch meine Füße, ich habe ineine Stiefel gekocht — voilä, tout!................................. Ein Blick auf die noch vor einer Stnnde und zehn Minuten mit den feinsten Glanzlederstiefeln, nun aber nur noch mit „I.i^-tlire-ui".Strümpfen bekleideten Füße des Großmeisters der Kochkunst machte die Herren Commissäre sammt und sonder- erbeben, erbleichen, erb.........................'. . . Das Verhör war zu Ende! Beilage zum „Latbacher Tagblatt" Rr. eine Beschwerde an den Kaiser zu richte», worauf die Auflösung des Congres seö erfolgte. Die Kroaten zeigen sich eben so wenig zu Zugeständnissen bereit. Der Landtag ist noch immer die Hölle, welche den Regierungsvertretcr» mit ewig offenen Fragen furchtbar heiß gemacht wird. Die ungarische Regierung hat sich, wie der „P. Ll." gerüchtweise meldet, wieder einmal zum Zuwarten entschlossen, und der kroatische Landtag wird vorläufig noch nicht aufgelöst. Au Bischof Stroß -mayer hat sie sich mittlerweile einen Anhänger erworben. Wie es heißt, hat die Aussicht aus den Erzbischofssitz des „bedenklichen" Mihailovics aus dem Saulus einen Paulus gemacht. Die nationalen Organe behandeln Stroßmayer schon als „Abtrünnigen" und verhimmeln den Heißsporn Ma-kauec, auf desjcii junge Schultern sie ihre schwerwiegenden nationalen Hoffnungen laden. - Ausland. Den politischen Ereignissen verdient jedenfalls die Inspektionsreise beigezählt zu werden, die der Kronprinz des deutschen Reiches gegenwärtig in Süddeutschlnnd unternimmt. Es wird damit gleichsam aä ocmlos demonstriert, daß Deutschland jetzt eins ist, daß die Awiegespaltenheit aufgehört hat, die Main-Linie nicht mehr existiert. Die Reise gestaltet sich überall zu einem Festzage, allerorten strömt die Bevölkerung dem Kronprinzen unter Kundgebungen der Sympathie entgegen. Dieser Empfang erhält eine tiefere politische Bedeutung noch dadurch, daß er als Beweis gelten kann, wie der von den Klerikalen genährte Preußenhaß in dem südlichen Deutschland im Absterben begriffen ist uud einem nationalen Geiste den Platz räumt. Mit der Klosteraufhebuug im Römischen macht die italienische Regierung endlich Ernst. Der betreffende Gesetzentwurf ist schon auSgearbeitet und wird dem Parlamente alsbald nach dessen Zusammentritt vorgelegt werden. Die „Räpublique Frauxaise" bespricht die in Paris statlfindenden Verhaftungen von Männern, welche der Theilnahme an der Commune beschuldigt werde». Das Organ Gambetta s kennt nicht die Zahl der Verhafteten, weiß aber, daß letztere theilweife den unter der Commune für meist reaktionär geltenden Nationalgarde-Bataillonen angehören. Man nennt darunter Männer, die auch nicht ein Schatten des Verdachtes kommunistischer oder nur radikaler Gesinnung treffen kann. Die Mehrzahl besteht aus Handwerkern uud kleinen Kaufleuten, die in ihren Qnartieren als friedliche Leute bekannt und sicher gehässigen Denunciationen zum Opfer gefallen sind. Die „Rvpublique Franxaise" gibt ihrem tiefen Schmerze über daö uusinuige Gebühren der Militär-Behörden Ausdruck, fordert den Präsidenten auf, sich von der in Paris herrschenden Mis-stimmung zu überzeugen, und verlangt, daß endlich den Verfolgungen, die nur zu lauge gedauert hätten, ein Ende gemacht werde. Thiers hat leider anderes zu thun: er setzt in Trouville seine K anonenprob en fort. Ein schweizerisches Geschütz hat den ersten Kernschuß ge-than. Die pariser Blätter bringen spaltenlange Berichte über die Knallerei. Das alte Komödienspiel! Oesterreich, Preußen, Rußland probieren uuablässig neue Massen, aber sie suchen sich nicht vielbesuchte Badeorte zu den Proben aus und laden dazu keine fremden Officiere ein. Wie pariser Blätter versichern, würde die Räumung der ^Departements der Marne und Haute-Marue nicht vor dem Monat Oktober stattfinden. Die Baraken, welche die deutschen Truppen beziehen sollen, werden nämlich vor dieser Zeit nicht fertig sein. Die Unruhen in Belfast sind für den Augenblick gedämpft, doch glimmt eö unter der Asche fort und ist deshalb die Anwesenheit einer starken Besatzung der Stadt unerläßlich. Reibungen zwischen Orangistcn und Katholiken, in denen Stein-Würfe mit Pistolenschüssen abwechselu, gehören seit dem l5. zur Tagesordnung. Die Polizei sicht sich häufig genöthigt, von ihrer Waffe Gebrauch zu ma. 193 vom 34. August. chen, und das umsomehr, als sie oft von beiden Parteien angegriffen und übel behandelt wird. Zahlreiche Verwundungen sind zu beklagen, und wurden Verhaftungen in großem Maßstabe vorgenommen. Die ganze Schuld dieser betrübenden Vorfälle muß deu Orangistcn zur Last gelegt werden. Mit kindlicher Naivetät oder grenzenloser Unverschämtheit scheinen diese Leute zu glauben, daß die Aufhebung der Beschränkungen nur ihnen zugute kommen müsse, daß sie zwar Partei-Auszüge halten, Parteifarben tragen und Parteilieder singeu dürsen, die anderen dagegen nicht. Die Orangistcn haben sich in der Achtung aller sehr geschadet. Statt den Anstand der Irländer, die sie wenige Tage zuvor alle ihre Aufzüge in Ruhe ausführen ließen, sich zum Muster zu nehmen, haben sie das Signal zu schändlichem Blutvergießen gegeben und den kaum entschlummerten Parteihaß zu lichterlohen Flammen von neuem angesacht. Zur Tagesgeschichte. — Der „Budivoj" bespricht in seiner jüngsten Nummer die Asfaire Sabina und sagt, es sei ein sehr unkluger, ja geradezu alberner Schritt gewesen, den genannten Literaten zur Auswanderung zu zwingen. „Fürchten vielleicht die Herren" — so schreibt das genannte Blatt wörtlich — „daß ihr gewesener Kamerad und Helfershelfer etwas über sie verrachen könnte? Da wären wahrlich sowohl die Verbannung als das Reisegeld zwecklos, da sie doch nicht die Macht besitzen, Sabuia die Rückkehr, wann es ihm immer beliebt, za verwehren . . . Diejenigen, welche unter der Führrmg Sabina's nach Konstmz pilgerten und mit ihm verschiedene nationale Komödien und sonstige Spectakel aussührten, weil sie ihn für eine Sänle der böhmischen Nation hielte», dicse werden gut thun, wenn sie sich privatim besten schämen, daß sie diesen nationalen Lampen nicht durchschaut haben; aber sie sollen nicht auf die Dankbarkeit des böhmischen Volkes rechnen, weil sie Sabina in die Fremde geholfen" ... Am Schluffe heißt es : „Jeder vernünftige Czeche weiß es heute, daß je mehr einer Lärm macht und nur Revolution athmet, desto stärker der Verdacht auf ihm ruht, daß er entweder Verrath übe, oder wahnsinnig sei. Wir wünschen unserer Nation, bah unter einigen unserer „energischen Demokraten" nicht noch etwelche grausame Sabina's sich vorfinden." Wir glauben, daß eine solche Sprache eines nationalen Organs keines CommentarS bedarf. — Aus dem Canlon Frei bürg meldet man folgendes lustige Stückchen: „Ein aus eidgenössischem Dienst heimkehrender Soldat hatte in der FreM, seinen heimatlichen Herd wieder zu sehen, des Guten zu viel gethan. Zwei Spaßvögel aus seinem Dorfe fanden ihn total betrunken am Slraßenrande liegen. Ihn auspacken und in das nahe Haus eines Freunde- schleppen, war einS. Dort rasiert man ihm dem Schnurbart, schneidet ihm eine Tonsur, steckt ihn entkleidet in eine Kapnzinerkutte und bringt ihn aus einem Wagen nach dem einige Stunden entfernten Mönchskloster, vorgebend, man habe den betrunkenen Kapuziner am Wege gesunden, mau solle ihm, um öffentlichen Scandal zu vermeiden, im Kloster ein Asyl gönnen, bis daß er den Rausch ausgeschlasen. Natürlich wird dem Wunsche entsprochen. Das Erstaunen des Erwachenden über seine Metamorphose kann man sich denken. Er macht Lärm. Seiner Versicherung, er sei ein aus dem Dienste entlassener Soldat, ein Bauernbursche aus dem und dem Dorfe, wird kein Glauben geschenkt. Die Mönche halten ihn noch für betrunken und ratheu ihm, sich nochmals aus'S Ohr zu legen. Er geräth in Zorn, wird wüthend und sängt an, auf die Mönche loszuschlagen. Diese glauben jetzt, er sei vom Ililirum tröMMS befallen. Er wird bewältigt, gebunden und jetzt förmlich in eiue Zelle eiugesperrt. Da wird der Patient ruhiger und verlegt sich aus'S Bitten: man solle doch den Pfarrer seines Ortes holen, er werde constatieren, wer er ist. Dies geschieht endlich: der Pfarrer kommt und erkcnnnt den angeblichen Kapuziner sofort als ein Schäflciu der seiner Obhut anvcrtraute» Hcerdc. Damit ist die Ätschichte aber noch nicht aus: Soldat und Mönche haben gegen die Spaßvögel, denen man auf die Spur gekommen, Klage erboben." Local- und Provinzial-Angelegecheiten. Local-Chronil. — (Eine Piuspred igt.) Wie sehr die kraiuische Geistlichkeit das Landvolk durch die ärgsten Entstellungen aus der Lebensgeschichte des Papste-Pius IX. in den religiösen Fanatismus zu verhetzen bestrebt ist, davon lieferten die zahlreichen Predigten bei den letzten Pinsprocessionen am Großfrauentage den besten Beweis. Wir beschränken uns auf die Wedergabe einiger Kraftstellen aus der Predigt, welche der als Fanatiker und Hauptsammler des PeterSpfennigs bei den laibacher Dienstboten bekannte Domherr Peter Urch zu Dobrova hielt, deren Text in der letzten „Danica" enthalten ist. Domherr Urch sprach unter ändern: „Kein Papst hatte bisher so verbissene, so tückische, so böswillige Feinde, als Pius IX., und je weniger sie gegen ihn ausrichten können, desto mehr wiiihct ihr Haß gegen den H. Vater. Sie hassen sogar sein Bild.« Als eins Frau das Bild des Papstes in die Hand bekam, spuckte sie es an, warf es zu Boden und zerstampfte es mir den Füssen. Und ihre erwachsene Tochter, welche Zeugin dieser Handlungsweise ihrer Mutter war, thak desgleichen. Der Haß gegen das Bild des Papstes wird dadurch beihätige.', daß man ihn in lächerlicher oder garstiger Weife abbildet. Auch die Diener des Papstes sind gehaßt, sie werden ohne Ursache angefallen, ja es ereignete sich, daß sie ermordet wurden. Ferner sind alle Anhänger des Papstes dem allgemeinen Hasse preisgegeben, sie werden mit den garstigsten Namen betitelt. In solcher Weise handeln die Gegner des Papstes, re können ihre Feindseligkeit nicht grell genug zum Ausdruck bringen. Nachdem sie dem Papste alles genommen, nachdem sie ihn zum Gefangenen gemacht haben, streben sie ihm sogar nach dem Leben, wenn cs nur ausführbar wäre." So verkündet ein Cano-nicus der läibacher Diöcese das Evangelium christlicher Nächstenliebe. Im weiteren Verlaufe seiner Predigt kam Herr Urch auf eine der Hauptursachen zu sprechen, weshalb der Papst so sehr gehaßt wird, nämlich wegen seiner Unfehlbarkeit. Höchst naiv sind die Bemerkungen des Herrn Canonicus zu diesem neuesten Glaubensartikel : „Ich will Euch nicht au-einandersetzen — sprach der Piusprediger —wie viel albernes Geschwätz, wie viel böswilliges Geschreibsel, wie viele satanische Werke gegen diese längst geglaubte Wahrheit zutage gefördert wurden, ich will Euch nur bemerken,,daß der Papst nach der Unfehlbarkeitserklärung kein anderer geworden ist, als er früher war; was er war, das ist er jetzt, und was er jetzt ist, war er auch früher. Ich sage Euch folgendes, meine lieben Zuhörer, wenn jemand von Euch ein Geistlicher wäre und nach dem Tode de- jetzigen Papstes zum Papste gewählt würde, so würde ich auch von ihm sagen, er sei unfehlbar, eben deshalb weil er Papst wurde. Und dies könnte ein ganz gewöhnlicher Mensch sein, ohne alle Gelehrsamkeit, ja möglicherweise einer, der gar nicht lesen und schreiben kann, und doch würde ich an seine Unfehlbarkeit glauben, sobald er Papst geworden wäre." Angesichts solcher Expectorationen jedoch sind wir so frei, zu glauben, daß selbst die erbittertsten Gegner des PapstthumS dem Cardinalcollegium einen solchen Hochverrath an der katholischen Kirche nicht zumuthen würden, als eS CanonicuS Urch in seinem blinden Fanatismus thut, nämlich einen unfehlbaren Papst zu wählen, der weder lesen noch schreiben kann. Sogar die Bauern ^>on Dobrova sollen zu dieser Zu-muthung des Domherrn Urch an ihre Leichtgläubigkeit sehr bedenklich die Köpfe geschüttelt haben. — (Tod durch Ertrinken). Am 31. d. ertrank beim Baden in der Laibach nächst der Schwimm» schule ein Mann des k. k. 47. Jnf.-RegimenteS von Hartung. Die Leiche desselben wurde gestern abends feierlich zu Grabe getragen. — (Von Seite des lacker Consor« liums ) beschäftigt man sich gegenwärtig eifrigst mit dem Studium der Strecke Lack-LaunSdorf und hofft bis zum Mcdcrzusammentrilte de- NeichSrath« diese Arbeit fertig zu bringen. — (Spende für die gurkfelder Feuerwehr.) Herr Martin Hokevar, Haus- und Realitätenbefitzer in Gurkseld, der bereits bei der Gründung der gurkfelder Feuerwehr großmüthig einen Bei-trag von 100 fl. derselben zugewendet hat, hat jetzt neuerdings 50 fl. für die genannte Feuerwehr zur Anschaffung von Helmen gespendet. — (Schadenfeuer.) Am 19. d. nachts gegen 11 Uhr brach au« unbekannter Ursache in der ärarischen Holzknechthütte nächst der Jdrizabrücke bei Jdria Feuer aus. welches den Dachstuhl einäscherte. Der Schade soll nahezu 300 fl. betragen und das beschädigte Object gegen Brandschaden nicht versichert sein. — (Zur Erziehung der Findlinge.) Ueber diese hochwichtige Frage schreibt die „N. Fr. Pr." „Nach Josefs II. Grundsatz sollten arme und verschämte Frauen in der von ihm gegründeten Anstalt Schutz und Hilfe finden, Verbrechen sollten hintangehalten, werthvolle Menschenleben sollten gerettet und gepflegt werden. Josef schätzte den Menschen und seine Kraft; er war Menschenfreund und National-Oekonom. Bon der »Geburt bis zum vollendeten zehnten Lebensjahre, in der wichtigsten Epoche des menschlichen Lebens, verfügt jetzt über den Findling die Anstalt, refpective das Land, feine Vertretung. Die Kinder werden so bald als möglich Pflegeparteien zugewiesen und bleiben dort, außerordentliche Zufälle abgerechnet, bis zu der gesetzlich bestimmten Zeit. Die Resultate sind aber ieider nach Verlauf eines Jahrhunderts nicht günstig. Jetzt sterben noch nahe an 60 Percent der Findlinge, und waS aus der großen Menge der übriggebliebenen geworden, wissen jene, die sich mit dieser Frage beschäftigt haben. Bis jetzt glaubt man das Beste zu thun, die samilienlosen Kinder in Familien zur Pflege und Erziehung zu bringen und mit der Erhöhung der VerpflegSgelder die Lage der Findlinge nach und nach zu verbessern. Die Familien-Erziehung ist aber nur relativ gut. Eine brave Familie ist, wenn auch die Verhältnisse ärmlich, sür das Kind ein Glück, eine schlechte kann ein Unglück sein, und in den meisten Fällen ist es auch so. Zur'FindlingSerziehuug haben sich in Oesterreich meist Familien oder Personen bereit erklärt, die kein rein humanitäres Gefühl dazu geführt hat; entweder handelte es sich um Erwerb oder um Heranziehung von Kräften, die schon in der Ent« Wicklung auSgebeutet werden könnten; von niedrigen Motiven, die gegen das Gesetz und die Menschlichkeit arg verstoßen, gar nicht zu sprechen. So wurden Tausende von lebensfähigen, werthvollen Menschen der ArMth, der Rohheit, dem Elende in allen Formen zur Erziehung überliefert. DaS Resultat war eben unverhältnismäßige Sterblichkeit, also Vergeudung der VolkSkrast, oder Schwächlichkeit, Entnervung des Volkes, oder moralische Versumpfung, Vermehrung de- Proletariats. Diese Resultate sind um so bedauerlicher bei Kindern, die der Staat nach seinen Intentionen erziehen lassen könnte. Genügend gute Familien zur Erziehung von fremden Kindern sind bei uns nicht zu finden, wenn der derzeitige VerpflegSbetrag verdoppelt und verdreifacht würde, wenn auch niemand leugnen kann, daß dir vom LandeSauSschusie zu'stellenden Anträge im Landtage betreffs der Findlinge zunächst ein Besier-werden versprechen. Radical kann nur durch Erziehungsanstalten (kleine Internate auf dem Principe der Familien-Erziehung) für Findlinge geholfen werden. Vom dritten Lebensjahre an werden die Findlinge einem derartigen Internate zugewiefen (deren es auf dem Lande viele geben muß und die in ein System gebracht werden sollen), verbringen drei Jahre unter kindergiirtnerischer Erziehung und beginnen mit dem sechsten Lebensjahre den Schulunterricht, der ihnen vom Leiter der Anstalt, der jedenfalls ein Lehrer sein muß, erlheilt wird. Ueber die weitere Gestaltung einer Colonie, wie wir sie uns denken, über die Kosten und Beischasfung der Mittel wollen wir bei nächster Gelegenheit uns aussprechen. Wesentlich ist vorderhand, daß die Findlinge vom dritten Jahre an in kleinen Gruppen vereinigt öffentlich erzogen werden. -Dadurch wäre auch den Säuglingen insofern- wesentlich geholfen, als sich die Zahl der Findlinge, die einzelnen Familien zugetheilt werden müssen, sehr bedeutend ver- ringert, demnach weniger Parteien nothwendig- sind, also eine sorgfältige Auswahl getroffen weide« kann. Mit der Ausarbeitung eines solchen Planes beschäftigt sich gegenwärtig, wie wir erfahren, ein Comit6 des Ausschusses des Vereine« von Kindersreunde» in Wien. Wohl zu beachten! Wer für die Gesundheit des Mundes und der Zahne gebührend Sorge tragt, wird finde», daß nur beharrliche Aufmerksamkeit und Sorge im Stande ist, vor den vielen Leiden und Krankheiten z» bewahren, welchen diese Theile des Körpers vor allen übrigen anSgesetzt sind, und welche, zum größten Theile in unserer Lebens- nnd Ernährungsweise wurzelnd, oft unvermeidlich und unheilbar erscheinen. Gewiß von der höchsten Wichtigkeit ist daher ein Mittel, welches eine langjährige Erfahrung, als geeignet anerkannt hat, den Uebeln des Mundes und der Zähne Einhalt zu thun und sie dem normalen Gesundheitszustände wieder Mzu-führen. Dr. Popp, k. k. Hofzahnarzt in Wien, Stadt, Bognergasse Sir. 2, bereitet seit 20 Jahren eine Mund und Zahn-Tinctur, unter dem Namen: „K. k. österr. a. priv. und erstes amerik. nnd eng!, patent. Anathenn Mundwasser" bekannt und durch die heilsame» Wirkungen selbst über Europa hinaus verbreitet, welche sie ans alle Krankheiten und Leiden der Zähne und Mundtheile. Zahnschmerzen jeder Art, übler Geruch des Mundes, Weinstein der Zähne, Ge schwüre, lockere Zähne, ungesundes Zahnfleisch,Schwämme, selbst Scorbnt, werden durch den Gebrauch dieser Esseuz gründlich beseitigt und durch ihre dauernde Anwendung alle Theile des Mundes vor derartigen Uebeln bewahrt. Sie ist daher nicht nur als Heilmittel, sondern auch einem jeden zu empfehlen, der, wie oben bemerkt, die Organe des Mundes in steter Aufmerksamkeit gesund zn erhalten bemüht ist und wird seine diesfallsigen Bemühuugen gewiß mit trefflichem Erfolge erleichtern und unterstützen. Literarisches. <8esa»»nelte Tchristen und Reden von Tr. Zoh. Jacoby. Hamburg 1872, 1. und 2. Lbeil, bei Otto Meißner. Der Verfasser der hier veröffentlichten Aufsätze nimmt seit langen Jahren unter de» deutschen Publicisten und Politikern eine ausgezeichnete Stelle ein. Seit >830 ein Stimmführer der politischen und religiösen Freiheit, ein unerschrockener Bertheidiger der VolkSrechte gegenüber Geistesdruck und Unduldsamkeit, gebührt Johann Jaeoby ein hervorragender Antheil an der Entwicklnng des BeifaffungSlebenü in Preußen, sowie an der Verbreitung und Befestigung freiheitlicher Principien in Deutschland überhaupt. Wenn derselbe auch anläßlich seiner bekannten Haltung im letzten deutsch.französischen Kriege namentlich der Erwerbnng von Elsaß-Lolh-ringen gegenüber mit den Anschauungen so mancher seiner bisherigen Berehrer in einen bedauerlichen Widerspruch ge-rathen ist, so wird dock' niemand seine früheren unleugbaren Verdienste verkennen wollen, nnd die hier gebotenen Schriften nnd Reden werden gewiß von jedermann als eine ebenso anregende wie belehrende Rückschau ans bedeutungsvolle Momente in der Entwicklung der deutschen Zustände mit regstem Interesse gelesen werden. Aus dem reiche« und mannigfaltigen, meist politischen und literar historischen Inhalte der beide» Bände heben wir nur beispielsweise die folgenden Aussätze hervor: Zur Emancipation der Inden; die seinerzeit epochemachenden „Bier Fragen"; die Grundsätze der preuß. Demokratie; Kaut und Lessing; über Wesen nnd Wirkung der griechischen Tragödie; Schiller, der Dichter und Mann des Volkes; Sind die Mitglieder des Herren-Hauses Volksvertreter? Nationalitätsprincip und staatliche Freiheit; das Ziel der denlschen Bolkspartei; Selbstgesetz-gebnng des Volkes; da« Ziel der Arbeiterbewegung; iwer die Annexion von Elsaß und Lothringen, nnd vieles andere. Wirtschaftliches. — (Einfluß phoSphorsäurearmer Nahrung auf die Knochenbildung.) Bezüglich des Einflusses, welchen an Phosphorsäure arme Nahrung auf die Knochenbildung ausübt, ist die lange gellende Annahme, daß die Knochenbrüchigkeit von einem'Mangel der Knochen an Mtncralbestandlheilcn herrühre, von Hofmann dadurch widerlegt worden, daß er die Knochen derartig erkrankter Thier: ar.alysierle und sie sogar reicher an phosphorsaurem Kalke fand, wie die gesunden. Den umgekehrten Weg zum Beweise derselben SayeS hat Weiske eingeschlagen. Von zwei gesunden, ziemlich gleichen Ziegen ernährte er die eine mit normalem Futler, während der Nahrung der anderen die Phosphorsäure zum großen Theile entzogen war. Nach 42tägiger Verabreichung einer solchen Nahrung stellte sich das Resultat heraus, daß die Verabreichung eines phosphorsäurearmen FutterS längere Zeit ohne Einfluß auf die Zusammensetzung der Kno-chen einer ausgewachsenen Ziege bleibt und die Knochenbrüchigkeit nichl so schnell hcrvorrust, als oft angenommen wird. Dagegen zeigte das ganze Verhalten des ThiereS am Ende de« Versuchs eiu Schwinden der KiLfie, so daß unzw^fclhd!, dci wrlgese^: Ernährung mit demselben Fullci Kraukheüserscheimingen heibei-gesührl worden sein winden. (singesenSet. M sllMM WMr-V«MlWdM iu Nie», >VLllir8(-Iix»88e >r. 1», Hcliön-OapitsI vivi- IMIIionsn Lullten ö. W. emittirt vom 15. .liili 1872 : ^ r - «i, » « ^ in ^I,8(-I>»it1eu von ü. 5000, 100V, .'>00, 100, 5V mit S'/.pereenrigsr VerÄnsung bsi MtLZiZer LüväignnA, » b , . „ l>0 „ „ " 7 '' - '^0 .. ., , 47. . . , « 8 , 1)io /ins, » werden auf VsrlLnZvn «len p. t, Liu-isgoru in vorhinein dsraklt. <404—ly) Witterung. Laibach. 24. Angnst Wechselnde Bewölkung, schwacher Ostwind. Wärme: Morgens 6 Uhr -j- 15.2 , nachmittags 2 Uhr -j 2L.2 6. l187l 25.7"; 1870 >19 9'.) B a r o m e t e r 733.60 Millimeter. LaS gestrige Tagesmittel der Wärme -s- 15 9°, um 2.5° unter dem Normale. Der gestrige Niederschlag 18.55 Millimeter Anzeiommeuc Mindc. Am 23. August. Gottscheer, k. k. Kriegöcommissär, Graz. — Leosohn, Graz. - Svetec, Notar, Jdria. — Stucin, Handelsm., Kostajnica. — Zerkoviz, Wie». — Gürtler, Meisterdorf. - v. Foscarini, Assecnranz-Jnspecior Triest - Prnstel, Einsiedln (Zchweiz) — Bauman», Notar, Brünn. — Wallmann samnit Frau, Triest. - Leugyel, Kaufm, Kanischa. Gerlach, Kaufm., Nürnberg. — Knh, Kaufm., Wien. Pongratz, Kaufm, Graz. — Malli, Privat, Neumarktl. — Rosenberg. Kaufmann, Wien. — . Kreulitsch, Student der Philosophie, Graz. -- Lewicki, Sagor. »«df. Tvmaii», Tscherneiiibl. FIoI»i«». Juh». — Dr. Kalman», Jour nalist, Wien. Wiener Äökse vom 23. August bto. iig.lnS'Ib. !s!e voa iel>4 . . . oou 1830. aoii i von 188V. Fm'' üim.eulch. v. ,8>!« Sieiermark jubpLt. kirnt-», Lraiu ». Sükcnlaud 5 , 7'zaru. . zoL . rrsat.u.St»». 5 . Ztelnrbürg. , b . LKtloa Nationalbank . Sreditaustatt . . o. ««comsic^.I Lualo-öfterr. «»>' ^est. Bodcr.ced.-i! Orst. ' kreier. Vec. i?l -Ä> franko - >rftr » . kais. ikert . ^ordk, Südd-vn-H lell'H. iatl.Lttlad« )U t»liou. o.W. »eiis«d. lug. Bod.-Lrcdilan». 1llg.öft.«od.-Lred>t. i» Beld Ware «S.4» ««.so 7I.»0> 7i.— «S. > S8.S0 IM.S0IV4- l25.5»!rr« so I48.7LI1U.- Sl.bll Si.- »S.7S ««.-«i. 0 82.- «1. 7S.- SS.— 7V.SL «so. ««2 — ,74.50 27S. S4I.l0»4i.»0 101» i»22 »2».SV»21.-287.— 28!».-»8.— 102 -282. 2«S. 127.- I27.S0 2i»0 2IU7 2UÜ.S> 208.70 2LI.2L 257.K0 2.->4. 25,.25 I85.5V >8«.-»40. - »11.--23S.5» 2^4.-185.- 18«.— 181.25 181.7» Gctt ^ Ware 95.7b 114 LO ?L 103.LL d:,. Bon««rSt-ll«,«. SM.) S.w. Sn >0 ft2.S0 Stüai.'bavN vr. Ttü« »W.— ^taa.rv. vr. >^l. ic<» 125.—!i28. «udo-1^.,üczfi.ö.w.) ?-i.t2eo..s»k. zu 4Li Li..eNe> Iüi> N. SM. . 12» dir. K. S.W. rs. Qkae, . »o f., ö.W. 50. Salm . , . 4, P-M» . . 4, . L'ar« . , 4!> . «k. «8 .Ni 40 , ^r.nbikchz . 20 . . rv . »i!gler>ch . , «-<»».) ^uu»i>. loo N.Mdd.IIL. Aran!,.iU0,i. , . ^nd°u 1« P>- ercri. »v» 5u r. v 80 Pal!» 10» israac« l ^2 85 42 «l> »U-rrso. ! > 5v!>87.— .50 l»0.-.5^ 121 5S . - 5» -! «l.-50 42.-.»V 2».— .— »8.— ! »0.— 25.-»v. »»-- .5«! >b.5a »1.7« dl.»,, 81.80 92. »2.25 ,8.75 W.25 105.- 105.50! 88.50 «S. Sttbn 5 27 z>, »o yrau^^llü. . 8 7, «rr-!»«r»a!cr . . . isr.7- ixz ^ 10«.- IN8.V5 Telegrafischer Cursbericht . ^br Filiale derLtricrmärk. Esromptebanll inL'ailiach, von der k. k. öffentlichen Börse in Wien am 23. August. Schlüsse der MittagSbörse. ->pcrz. MetalliqueS mit Mai- und November-Zinsen ^ -^perz. 4!ational-Anlehc» —. — 18L0er StaatS-»nlehen— Bankaktien . — Lredit 341.30. -- Anglobauk 332.— . — Francobank l25.50. — Loinbarden 210.20. — Unionbank 274 25. - WechSlerbank 332. Baubauk 139.50. Auglobaubank 226. . — BereinSbank 174.25. - Hypolhekarbank 239.75. — Tramivah 332. Lslegrsemme. Wien, 23. August. Justizminister Glaser tritt am I. September eine Urlauboreise in die Schweiz und nach Italien an und wird durch Minister Stre-mayr vertreten. In Czernowitz ist die Cholera heftig ansgebrochen. Berlin, 23. August. Kaiser Wilhelm geht am 27. d. von Gastein nach Salzburg, am 28. d. nach Ischl, am 29. d. über Ebensee nach Gmunden, von dort über Passau, Leipzig nach Berlin. Mehrere Lnss-MarqittM Mid 1 Lkhrjuug finden sogleich Aufnahme im La«!,»». (468-3) lüe Oeleriißten gobon >^oem>t äio tesung« ^sobeiclit von «lem krsiliütteenäen üinscbeiilen imlirrstgeliebten 6»tt>!n, rosp. Vstoe», Loluws, Ld^viebersodnos un1. um 4 Ilbe morgens n»eb Ilingoeein t.vii>en unil Lwpkng den beiden Lteebesseegmente im 31. I^obensjsbre soliL in dem Herrn entseblüsen ist Die ircliselio Nüllo 6vs tbeuvren Vseblinbenen >vira ^jont3A 6en 26 cl. ^1. um 4 lilir ngeii-iniUugs im 1>-aueeb»use, k872. Okristine Huäovernix, geb. l?Lu1iv, nls 6»tti». V^Lrie, Okristiae und ^08sk, g>s Kinder. I'rrmu« HuüoverLiA, LatliLriuL Lluäo-ver-Lix, 2>s Litern, riieresis rauliö, ge>, ^1em1iL88, »Is LelnviegernmUer. ^.vtLÜL I-Lrisvk, ^ed. I'Luliö, ->Is 8( Iiwüzorin. Julius I-Lririvli, s>s Leliwgxer. Vanli L ^nkmpfeklung. Indem ich dx,„ geehrten p. t. Publicum für den bisherige» Zuspruch meinen Dank ausspreche, bitte ich auch in deu neu hergerichteteu Localitäten um weiteren zahlreichen Besuch, m.t der Versicherung, daß ich stets bemüht sein werde, mir ne vollste Zufriedenheit zu erwerben uud die Gunst zu erhalten. (480-I) Laibach, am 24. August 1872. Easino-Cafttier. Collectiv-Anzeiger. Verkauft werden: 2 Zinshäuser in Laibach, 2 Landrealitäten ; verpachtet werden: 2 Gasthäuser, 2 Magazine; ansgenomnien werden: Pränumerationen auf und Inserate in sämmtliche inländische Zeitungen, 2 Kostmädchen, 2 Handlungslehrlinge, I Forsthüter, 1 Buchbindergehilfe, 1 Kürfch-nerlehrling, 2 Köchinnen und 2 Kellnerinnen für Tr»est inid Agram, I Gärtner, 1 Kuhmagd, 1 Lehrling für eine chirurgische Officin, 10 Wohnungen mit 3 biSl> Zimmern; gekauft wird: 1 Zinshaus; Dienst suchen: 2 Ladenmädchen, 2 Näherinnen, zwei Kutscher, 1 Bediente, 4 Privatlehrer, 3 Wirtschafterinnen, 1, Handlungsdiener, 1 Hausknecht, 2 Stubenmädchen, 4 Köchinnen, 1 Schreiber, 1 Wirth-schaftsbeamte. (479) Auskunft ertheilt: nnd Laibach, Hauptplatz 313. Trotz aller Mngriffej gegen deu Professor der Mathematik N. voll VrltvL, Berlin. Wilhe?tt,strc,s^ behaupte ich die Wahrheit der von demselben aus-gegebenen Ltncl-Jnstrnrtisuen. Ich habe wiederholt mit denselben gewonnen! Löhmisch-Lrod. It, Bahnwächter. / versendet aus Francoanfragen der Professor der Mathematik, k!!. v«», Berlin, Wilhelmstraße Nr. 5, seine neueste Gewinnliste nebst ! den nötbigen Ausklärungen über seine wissenschaftlich anerkmiiten und wie bei mir glücklichen Lottospiel-Jn-(475) ' strnetionen. Obiger. ^NSZSSIUW':N«WS!SNS Z Fellerspritzen, rZj aus der Triester Ausstellung mit der ^l silbernen Medaille ausgezeichnet, sind in verschiedenen Größen, zu verschiedenen sZj Preisen und sür Gemeinden mit der Begünstigung ratenweiser Abzahlung; weiters Wohnung. Für das k. k. Revier-Bergamt in Laibach werden circa 5 Zimmer, zu Georgi 1873 beziehbar, gesucht. Gefällige Anträge wollen im vorgenannten Amte, Lt. Petersvorstadt Nr. 18, mündlich oder schriftlich baldigst gestellt werden. (472—3) Die allgemeine steierische Creditbank in Graz übernimmt von heute ab Geldeinlagen gegen Cassascheine mit 8tägiger Aüiidignng zu !>"/, . .» 3» „ ., .. 6° ,. Bei Ankäufen von Effecten i» der Wechselstube werden angekiindigte ka-sascheine ohne Abzng an Zahlungsstatt angenommen. Graz, am 2!>. Mai 1872. ' (473—1) neuester Konstruktion, mit denen man bis sechszig Eimer in dcr Stunde Überschänken kann, dann >,»«>> für Hansbrunnen und Fabriken, solid und zu billigsten Preisen zu haben in der Glocken- und Metallgießerei von i» Laibnch. (116-23) Lmnplmr >— ^Ibeni Ik'inkei' befindet sich nun in der M KM Kckr'^" 1. Ltock, (429-5) wo auch noch immer Aufträge auf Bcttflanmeu und Feder» ange nommen werden. Allgemeine 8ieiek'i8l:tl6 Onellitbanli. W Ausgiüle von ttM. Ciljsoschtinkn. Gründliche und schnelle Hilfe!! ^ in nilku Knuikliriim!! Die Erhaltung der Gesundheit ^ beruht zum größten Theile in der Reinigung und j Reinhaltung der Säfte und des Blutes und in der H Beförderung einer guten Verdauung. Die« zu errei- i chen, ist das beste und wirfamste Mittel Dr. koLL'L ^ vr. R.08L's Lebensbalfam entspricht allni ! diese» Foiderungen aus das vollständigste; derselbe ! belebt die gesammte Thvtigkeit der Verdau- > uug, erzeugt ein gesundes uud reines Blut, ! uud dem Körper wird seine frühere Kraft uud Ge- ^ sundheit wicdcrgegeben. — Dcrselbe ist sür alle ^ Verdauuugsbeschwerdeu, namentlich ^.ppetitlosig-Leit, saure« ^ukstossell, SILLuiiASL, ürdrsvlieii, vlLxerrkrLmnk, Vk-rnelrlei-muLA, SsmorrkoiüsL, ved«rlL«1iii»§ ües vlaxells mit Speise» etc., ein sicheres uud bewährtes Hausmittel, welches sich in kürzester Zeit wegen seiner ausgezeichneten Wirksamkeit eine allgemeine Verbreitung verschafft hat. Eine große Flasche t fl. Halbe Flasche 50 kr. Hunderte von Anerkennungsschreiben liegen zur Ansicht bereit. Derselbe wird aus fraukirte Zuschriften gegen Nachnahme des Betrages nach allen Richtungen verschickt. (306—11) Herrn B. Fragner! Durch eil, chonisches Ml gen »nd ÜeÄe leiden war ich in völlige Abzehrung verfallen; seit 6 Jahren war mein Leben eine beständige Qual; kein Mittel linderte meine Leiden, ich glaubte sterben zu müssen. Nach 3monatliihem Gebrauche Ihres Dr. Rosa's Lebensbalsain bi» ich völlig genesen; die Kur gleicht einem Wunder; ich bitte Sie, meinen lebhaftesten Dank anzunehmen. A. Bach ins im, Kaufmann. Hanptdepot: Apotheke des B. Fragner, Klciiiseite, Ecke der Svornergaffe Nr S05 in ri-Lx; in I-sibLvk bei Ottokar kc-Iivuk, Apotheker. Sämmtliche Apotheken Oesterreichs führen Depots dieses LebknS-BalsamS. A MM Ankauf der neu rmitlikrlc» La.lr'burZSr H.nlölisiisl03ö. Die geserligte Wechselstube erlaubt sich hiemit ihren k. IV geschätzten Vrivat-Kundk» und lNrkcliiiktsk, ?» dak das von der N. ». rückgezahlt. - Dasselbe ist in Lheilschuldverschreibungen (Lose) emgetheilt, deren jede mit miiiÜWtv»!, li» N. finden 5 Zikhuugen mit Haupttreffern von 40.000, 30.000, 15>.lM fl. n. s. w. sta t, und bieten die Lose alle nur mögliche Sicherheit, gesammte» Vermögen sowie mit ihren Gefällen nnd nutzbaren Rechten sür die pünktliche Eiulösnng der gezogenen Lose hastet. Oi"L^Li»»I-I^O!?r«rs-r 26 H. ö. sichtlich lebi-as^, °«l»'rrksain gemacht, daß die geserligte Wechselstube mir einen Theil der Anleihe zu diesem ersten Preise abzngeben gesonnen ist, da bei dcr voraus- dieselben auch aus «ach diesen so vorzüglich dotiitcu Lose» eine Preissteigerung elnlictcn wird. Um Jedermann den rechtzeitigen Ankauf der Lose zu ermöglichen, werde« nun auf de» ^ "iit monatlicher Einzahlung vou mir I II. ü. XV., Stempel ein- sür allemal 19 tr., verkauft, wobei ma» schon in der nächsten Zieh- Velraacs prompt effeetuicl, "berhaupt au« alle Treffer ganz allein mitfpielt. Allfällig geneigte Aufträge werde» gegen Frattco-Eiuseudiing des betreffende» bcsasse» wolleii, beliebe» sich dir^, GelchäslSfreuiide dcr niilcrfcrligtcn Wechselstube, welche sich mit dem Verkaufe dcr Salzburger Lose gegen eine angcmesscne Provision Ina t l V , .Gklcrtigtc !» weiidcii. (46g^7) MchlMm dcr k. k. pr Wiener Handtlsbank, vorin. lok. e. Sotksn, Graben 13. Ln I^aidaolr, Oon^rossplritx ^i-. 81, emxfedlen bei literariseben Bedürfnissen idi's rur freundlieben öeaebtung. Dieselbe bält stets ein reiebes Iiager der gangbarsten ^Verlcs des In- und -Auslandes: Arch^e/^ rmck Mani/ce/' Lebst- M LrbgllWßsbüedkk, prsäUsii. irr /eine«, eüeAarr^rr ^-rbü-icken. /? Neuigkeiten aus uüen Fücüern äes Mi^ens. öüllenbüetiei', jug6N(j80tmft6N. ^anMarien, Ailanien, Dogi- urll! Denöa!m^arien. ^6L86liaii<1dÜ6li6i', ^n8ie1it6n unä I'ILno von 8tktlten ete. Lelirsid- L 2eie1ik6nvorl3.§en. Aöonnement unä 8ul»^erlption aut' sLwwtliebe in- und ausländiseben «1 oiLiurLl^ und sowie aut' alle neu ersekeinenden Säwwtliebe von anderen Luobliandlungen irgendwo angekündigten Artikel des Luebliandels sind in der lieget vorrätbig oder werden in kürzester 2eit ru öden denselben kreisen und Ledingungen besorgt. ^usiebts- und ^.uswalllsendungen werden, wo gewünsolit, Zerns und xünlitliobst ausgetulirt. — Ibre bietet eins reiebe ^Vuswakt der vorrügliebsten und besten 8tlM- unä Lui)1'6i8tie1i6, I^itliOKiApdivn, klioto^rapliitzii, ^teivo^liopdilätzr, Oslciruckbilcisn uncl OslASmälciö in Qolclralimsn (Itzt^törs ri-ueli 8'6§6ll LnttzNMtüunxon). 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