VrSaumerattonS-Preise: Fiir Laibach: »»nzjiihrig ... 8 ft. 40 fr. Halbjiihrig ... 4 „ 20 „ Lieneljiihrig . . 2 „ 10 „ SRonatlich ... — „ 70 „ Mit der Post: Vanzjiihng. . . 11 ft. — ft. Halbjiihrig ... 5 „ 50 „ Nierteljiihrlg . . 2 „ 75 „ Fttr Zustcllung in« Haus vier-lrljiihrig 25 tr., monatt. 9 kr. Bimetnc Nummern 6 kr. Laibachcr Redaction Bahnhofgasie Nr. 132. Sxpedition- & Jnserateu. Bureau: Tongretzplay Nr. 81 (Buch-handlung eon Jgn. o. Klein« mayr & Fed. Bamberg.) JnsertionSpreise: Fiir die einfpnttige Petitzeile a 4 kr., bet troeimaliget Ein-schaltung L 7 tr., bmmaliget it 10 kr. Jiisertionsstempel jedeSmal 30 kr. Bei grb&cren Jnseraten unb bfterer Einschaltung entspre, chenbcr Rabalt. Anonyme Mitthrilungen roerbcn nicht beriicksichtigt; Manuscripte nicht zurfickgesendet. Nr. 132. Mittwoch, 11. Zuni 1873. — 6. Jahrgang. Die nachste Rummer erscheiut des h. Feiertages wegen am Frcitag. Frankreich unb die Miichte. Die Sprache. welche die osficiosen Blatter des deutschen Reiches in den letzten Tagen hinfichtlich der ncuen Regierung in Frankreich gefiihrt haben, ist nicht ohne Wirkung geblieben. Fiirs erste hat sic das Gute gehabt, das vorzeitige Triumphgeschrei der papstlichen Zuavenorgane, die Mac Mahon bereits auf dem Marsche gegen Rom begriffen sahen, verstummen zu machen. Das stark accen-tuierte Mistrauen, das nicht blos in der „Nordd. Allg. Ztg.", sondern auch in den andern aus dem deutschen Pretzbureau bedienten Organen in Bezug auf das franzosische Coalitionscabinet lant wnrde, hat dafiir gesorgt, bah die Baume der Ultramon-tancn nicht in den Himmel wachsen. Ofsen wurde totien Gcbaren der franzosischen Regierungs-^resse gegenuber hervorgehoben, bah keinerlei Sicher-heit dariiber herrsche, ob nicht schlietzlich doch ein jaher Wechsel in der auswartigen Politik Frank-reichs zu gewartigen und bah es daher zweckmahig sei, fiir die Fortfiihrung correcten politischen Ver-haltens im Sinne Thiers', demnach fiir eine pLnktliche Ersiillung des FriedenSvertrages Biirg-schaften zu fordern. Es steht damit nur im Ein-klange, wenn die drei grohen Continentalmcichte nach gemeinsamer Uebereinkunft mit der amtlichen Anerkennnng der neuen franzosichen Regierung zo-gerten. Es braucht damit durchaus keine Mahnahme beabsichtigt zu scin, die gegen diese Regierung ge-richtet ware; es lag darin vielmehr ein grundsatzli-cher Vorbehalt, um zq zeigen, dah die Proclamie-rung der neuen Regierung durch die Nationalver-sammlung nicht an und fiir sich schon eine Aner-kennung derselben durch die fremden Machte in sich schliehe. Autzerdem waren die fremden Miichte, da die bestehende repnblikanische Regierung noch immer nur provisorisch ist, nach den Versicherungen der „Times" auch nicht berufen, die Person anzuer-kennen, welche zusallig als Delegat der sonveranen Versammlnng in Versailles gewcihlt wurde, und es ist nur natiirlich, dah fie wunschten, in dieser Hin-sicht sich ihre Freiheit ftir die Zukunft zu wahren. Nachdem aber dieser Vorbehalt vonseite der Machte einmal klar gemacht Worden war, wurden die Botschafter derselben in Anbetracht der Stel-lung des Marschalls Mac Mahon an der Spitze Frankreichs in den Stand grsetzt, und zwar seit Anfang dieses Monates, zu erklaren, fie feien er-machtigt, osficiose Bcziehungen mit dem Minister des Auswartigen wicder auszunehmen, bis fie ihre neuen Beglaubignngsfchreiben iiberreichen, nachdem die franzosischen Gefandten, welche bei den betresfen-den Regierungen beglaubigt find, die Ankiindigungs-formalitaten erfiillt haben, welche der diplomatifche Brauch vorfchreibt. Man geht wohl nicht fehl, wenn man an- nimmt, dah die Hauptbedenken insbesondere Dcutfch-lands nicht so fehr aus einem Mistrauen inbetreff der Einhaltung der materiellen Verpflichtungen Frankreichs entsprungen find, als der Thatsache, dah das Cabinet Mac Mahons sich von allem Anfange an mit Ostentation als den Sammelpunkt nltramon-taner Strebungen gab. Der Jubel, welchen aller-orten die Organe der Papstherrschast und der schwarzen Internationale bciin RegierungsantriU Mac Mahons anfchlugen, hat das Warnungssignal gegeben, und dasfelbe ist nicht nur von Deutschland, fondern auch von andern Regierungen als ein fehr ernftes angefehen worden. In Paris muhte natiirlich die Entdeckung, datz eine Anerkennung der Machte auf Hinderniffe stohe im hohen Grade verbliiffen. Trotzdem man mit folchem Eifer die Fahne der „Gefellfchaftsrettung" ausgehiht, begeg-nete man allerwcirts, ganz im Gegensatze zum Staatsstreich- des dritten Napoleon, einer ungcmcirt kiihlen Ausfafsung der Dinge. Ja diejenigen Regierungen, welche ein besonderes Jnteresse an der Niederhaltung der klericalen Wiihlereien haben, mach-ten die Anerkennung der neuen Wendung und die Wiederaufnahme auch nur officiofer Beziehungen zum neuen auswartigen Amte yeradezu von der Bedin-gung abhangig, bah das neue Cabinet sich nicht zum Angelpunkte bet papistischen Action'mache. Der unfahige Minister des Auswartigen, Herzog von Broglie, konnte in einer erften Anwandluug von Begeisterung dec Verfuchung nicht wiberftehen, Ieuill'eton. Nassr-ed-din. Die „Berl. B. Z." schreibt: Nassr-eb-bin, der Schah von Persien, ist wohl ber merkwiirbigste Lanbesvater, der je als Gasi unsere Metropole besucht. Der Schah ist jetzt4Z Jahre alt unb regiert 1848. Wohlwollenbe fagen ihm nach, bah er Reformen hold set unb eine Politik bes I^eundfchastlichen Verkehrs mit ben europaischen ^cichten inouguviert Habe j Bsswillige behaupten, vieles foul fei im Staate des Cyrus. Die resvrmierenbe Hand laht sich inbes nicht verkenncn; Nassr-ed-din hat ein ganz civilisierteS Ausfehen, vo» °em brillantbeknopften europaischen Oberrock bis zu dem goldenen Pincenez, das unter dem unkleid-MMen Turban aus der orientalischen Rase schwebt. Wenn daher die Fama fagt, dah Seine persifche Majestat, befragt, was ihm hier am meisten Spah Aachen wurde, geantwortct Habe, „cine Hinrichtung ober Seiltiinzerin", so biirfte daran noch zu zwei-mn sein, da der perstsche Strafcodex iiberauS milde ist. Bei Ilcinercn Vergchen begnugt man sich im Uformierten Persien mit Gelbbutzen, Staubbesen, voftonnabc; die Todesstrasen variieren zwifchen Er- drosseln, Kopsen, Erstechen, Zerschneiden, Ausreihen der Glieder und anderen Scherzen. Der hiesige Cere-monienmeister durfte sich nicht leicht cirtcn zweiten derartigen Gaft wiinschen, denn in Sachen der Be-dienung ist Se. Majestat vom hohen Sonnenorden sehr penibel. Die Schar der Hosbedienten und der Leibwache, an die Nassr-ed-din gewohnt ist, zahlt nach Tausenden, unb neben bem Leibarzt, bein Hos-poeten, bem Hosastrologen, bem Ober-Lampentrager, ben Eunucheu existieren noch eine Menge Diener, bie bent Schah die Pfcife stopfen unb anrauchcn, die Tassen einschenken, Hinrichtungen sogleich auf fcinen Besehl ausfiihren unb fonftige kleine Verrichtungen ubernehmen. Ueberhaupt ist ber Schah, was ben EgoismuS anlangt, etwa ein persifcher Kurfllrst von Hessen. Die guten Berliner, welche heute zum potsbamer Bahnhof eilen, werben iibrigens mehrfach enttaufcht zuriickkehren, benit Nasfr-eb-bin ist ziem-lich unempsanglich fiir offentliche Ovationen, und es barf niemanb befremden, wenn Se. Majestat gar keine Notiz von ben tiffentlichcn Griihen nimmt und aus seiner gewohnlichen absoluten Lethargic nur er-wacht, wenn es gilt, durch den goldenen Kneifer ein hiibfcheS Weiberantlitz aus nachster Nahe zu betrach-ten. Nassr-eb-bin liebt die Weiber, wie alle Perser. Ein wohlconditionierter Perser famt namlich vier Frauen heiraten und sich daneben Concubinen halten, foviel er will und kann. Nasfr-ed-din hat an drei ..legitimen" Frauen genug, fein Harem foll inbes fehr wohl assortiert fein. Leider werden die Berliner und namentlich bie Berlinerinnen um ben Genuh kommen, bie brei verschleierten Frauengestal-ten, welche unter Bewachung einer Dienerin unb zweier Eunuchen den Schah aufbieReifebegleiteten, zubewun-dem, denn die Reise dieser drei Grazien ist in Moskau ganz unsreiwillig abgebrochen worden: der Schah hat fie ohne Federlesens von Moskau nach Teheran zuriickgeschickt. Dies trug sich in folgender komifchen Weife zu. Nassr-ed-din ist in seinen Wiinschen wet-terwendifch, seine Plane anbern sich wie ber Barometer. Nach longer telegraphifcher Corresponbenz waren fiir bie brei Frauen im moskauer Palais Zimmer hergerichtet worden, als Se. persische Majestat plvtzlich ben Einsall betam, die weibliche Drei-einigkeit in einer vor ber Stabt gelegenen Villa einzuquartieren. Den Damen pahte biese Einsamkeit ganz unb gar nicht, fie behanpttten, bah bits Local ihrcn Gewohnheiten nicht entspreche, unb cntboten bem Schah burch ihren Lcib-Eunuchen ihr allerhochsteS Misfallen. Se. Majestat tturbe zunachst fehr wll-thenb fiber bie Minister, von benen sich niemand um bie armen Sultaninnen bekiimmert hatte, dann liejj er fie alle drei zu sich ins Palais bringen und begab sich brauf ins Theater. Was »citer gefchah gab dem Siege dcr Coalierten gleich europaische Pro-portionen und lietz in der Botschaft die in V:r-sailles tagendeNationalversammlung als „das wahre Bollwerk der Gesellschaft erscheinen, die sich in Europa von enter Faction bcdroht sieht, welche die Nuhe a tier Viilker in Gefahr bringt". Wahrend diese Grotzsprechereien die Staatsinanner, an die er sich wcndete, zum Sacheii bringen mutzten, leider auf Kosten des Landes, das er zu ocrtreten die Ehre hat, macht-n ihm die Republikaner Frankreichs, die er als..Faction" behandelte, ihren Standpnnkt klar. 9Zicht .fie, konnten fie ihm mil Recht ermidern, seien cs gewesen, derm Umtriebe in Gens und im Jura beit GlanbenSfrieden gestort oder welche in Rom gegen die Anwendung des gemctnen Rechtes auf alle Gcnosscnschaftm protesticrt oder welche in Wien die Wirksamkeit der Berfassuugsgesetze zu hemmen suchen ober welche in Deutschland die nnnrnschranktc Lcitung der Schnlen fiir sich in Anspruch nehmen und offcii die Auflehnung gegen die Staatsgesetze predigen; nicht fie endlich scien es, welche in Spanien im Bunde mit Don Carlos' entmenschtcn Soldlingen morden, brennen, plundern. Nachdem es so dem frommen Herzog unmiiglich gemacht worden, eine andere auswartige Politik ein-zufchlagen, als die des gesturzten Herrn ThicrS, ra» dotiert er in feinem neuesten Rnndfchreiben an die auswartigen Cabinete gewaltig wider die Dema-gogen und Socialisten Frankreichs, und da die hen-tige Regierung Frankreichs denn toch einen Zweck ihres Daseins vorschutzen mutz, so findet er den-selben in der Niederhaltung der Umsturzmanner und hat die Schwachheit, an-die allgemeine europaische Reaction zu appellierm, „Ganz Europa — meint der Duc be Broglie — hat das gleiche Jnteresse an der Unterdruckung des revolutionareii Geistes in Frankreich." Es ist wohl eine Anmatznng fonder gleichen, wenn die Herren Berschworer in Versailles sich zu Rettern der europaischen Gesellschaft cmporschwin-deln. Die europaischen Staaten wisfen ihre Sicher-heit auch ohne daSZnthun der fonderbaren Staatsinanner im Gefolge Mac Mahons zu wahren. Was soll man aber dazu sagen, wenn eine Regierung im druckenden Bewuhtsein ihrer Ohnmacht und ihres gan; und gar zwecklosen Daseins die Dnmmheit be-geht, die Majoritat des eigenen Volkcs dem Aus-lande zu denuncieren und, in den schwarzcstm Farben zu schilderu? wenn sich selbe nicht entblodet, die Intervention Europas anzurusen, urn die franzosischen Republikanec zu unterdrucken. Dcr verzweifelte Muth einer solchen Sclbstcrniedrigung hat wenig beneidens-werthes. Mag das Cabinet Broglie die Reaction ist Haremsgeheimnis. Man behauptet, Se. Majestat sei sehr erregt aus dem Ballet zuriickgekehrt, er Habe seine Balletfreuden den Frauen mitgetheilt und die-selben schliehlich so eifersuchtig gemacht, dah die Lieb-lingsfrau ganz kategorisch verlangte, auch ins Ballet gefuhrt zu werdcn. Am folgenden Tage, nach dem zroeiten Lesuche des <2>chahs im Theater scheint die „Revolte im Harem" noch griitzere Dim-nsionen an-genommen zu haben; die Damen, welche wutzten, datz fie in Europa weilten, schlugen einen krastigen Ton an, und Se. Majestat hatte fie auch wirklich beinahe in eine verhangte Loge gesteckt, als ihm plLtzlich der Entschlutz lam, ihnen den Laufpatz zu geben. Und so gefchah's: Trotz aller Thranen und Lamentatiouen sind die brci Damen auf der Eifen-bahn nach Persien zuruckspediert worden, und Berlin ist somit urn ein Vergniigen, der berliner Hof. aber um eine Verlegenheit armer. Der „Allg. Ztg." wird aus Petersburg ge-schrieben: Am Sonnabend, 24. Mai, ist Herr William Rawlinson in autzerordentlicher Mission der englifchen Regierung hier eingetroffen, um den Schah auf seiner europaischen Reise zu begleiten. Man meint hier, datz der HSslichkeit und Etikelte wohl genllge geleistet worden ware, wenn die englische Regierung dem Schah einen Gesandten an denjeni-gen Hof entgegengeschickt haben wurde, wrlchen der- im Jnnern anstreben, den Verrath an dec Republik, die Wiederherstellung des monarchischen Regiments planen, alles werdcn ihm die Franzosen verzeihen, niemals aber die Thatsache, datz es Frankreich in den Augen Europas heruntersetzt und sich selbst dem Fluchc der Lacherlichkcit preisgibt. ___________________ Politische Rundschau. Laibach, 11. Juni. Inland. Die Ordensverleih ungen, welche diesertage an viev MNtgliedern des Cabinets Auersperg ersolgten, stehen im Vordergrunde des Jntcrcffes. Es ist dies die zweite Serie von Aus-zeichnungen, welche dem gegenwartigen Cabinete in der Person seiner Mitglieder zutheil ward, indem der Ministerprasident Fur st Auersperg und die Minister Streinayr und Depretis erst vor kurzem an-latzlich der Vermahlung der Crzherzogin Gisela hohe Orden erhalten haben. Datz nun auch Glaser, Unger und Banhans in den Kreis der Ausge-zeichneten einbczogen wnrden, liefert den Beweis, datz alle Rathe dcr Krone sich deS ungeschmalerlm Ver-trauens des Monarchen ersreuen. Bemerkenswerth ist zudem, datz Baron Laffer, dem der Haupttheil an der Schaffung der Wahlresormgesetze zusallt, mil der namlichen hohen Auszeichuung bedacht wurde, wie dcr Chef des Cabinets, Fnrst Auersperg. Die Leitung des MinisteriumS des Jnnern fur die Zeit des UrlaubeS deS Ministers Laffer hat der Mini« sterprasident Fiirst Auersperg iibernommcn. Das ungarische Abgeordnetenhaus beschlotz in seiner Samslagssitzung, die Gefetzent-wurfe iiber die Provinzialisierung der Militar-grenze Mittwoch in Berhandlung zu nehmen. Nach Erlediguug derselben wird der Gesetzentwurf iiber die Escomptebank an die Reihe kommen. Die Zeit, warm der Antrag aus Erhohnng der Dialen der Abgeordneten in Berathnng gezogen werden folle, wird erst nach der Berhandlung des Budgets fest-gestellt werden. Die Sectionen sprechen sich zwar fiir die Erhohung aus, es ist jedoch nicht unwahr-scheinlich, datz das Hans dieselbe unter Hinweis aus die allgemeine Finanzlage ablehnt. Der ungarische Justizminister crosfnctc Samstags die con ihm zur Berathung der Justiz-reforin einbernsene Enquete. Aus der Rede des Ministers geht hervor, datz autzer den Entwursen uber die Advocaten-Ordnung und das. Notariat, welche dem Reichstage bcrcits vorgclcgt worden, das Strafgefetzbnch sertig ist. Dassclbe soll im Herbst im Reichsrathe cingcbracht werdcn. Beziiglich der Strafprozetz-Ordiiung hosst der Minister auf Grnnd der getrosieuen Verfiigungen, datz dieselbe gleichzeitig selbe vor seiner Ankunst in England bernhrt hatte, und datz des Guten zuviel sei, ihm eine Art Auf-passcr auf seiner ganzen Reise mitzugeben, noch da-zn einen Begleilec von der Qualitat Rawlinsons. Der Schah nimmt von seinem Aufenlhalte in St. Petersburg, was das Autzcnlebcn anlangt, nicht die facften Eriimerungen mit. Das Wett-r war, mit kurzen Unterbrechungen, kliiglich. Auch das Newa-Wasser, dessen durchschlagende Wirkungen — Brunnen existieren hier nicht — notorisch sind, hat dem Schah die ganze Zeit seines Aufenthaltes hindnrch Unbeguemlichkeilen verursacht, um so mehr als die Moslemin sich des Weins und der Spirituosen nach dem Koran zu enthalten verpslichtet uud daher auf den Wassergenutz angewiesen sind.^ Jch Habe ihnen schon in meinem letzten Briefe mitgetheilt, wie der persifche Monarch inbezug auf den Verkehc mit Damen und mit feineu Wurdcntrageru und Ver-wandten schon recht erkennbar mit alien Traditionen gebrochen hat, indem er mit erftercn sich lebhaft zu unterhalten befleitzigte und mit letzteren an einem Tische speiste. Als ein seiner Beobachter, der er ist, diirfte der Schah wohl Ursache haben, fur Abstel-lung noch ublerer Gcwohnhciten, die unserem europaischen Geflihl mit Recht widerstreben, Sorge zu tragen, so datz fie hoffentlich schon nicht mehr bet feinem Auseuthalt in Berlin zutage treten, ich meine mit dent Strafgefetzbnch werde ins Leben trelen konnen. Als nachste Agenden der Enquete bezeich-ncte der Minister das Eivilrecht, die Civilprozetz-ordnung und die Gerichtsorganisation; auch be-zeichncte er beziiglich dieser Gegenstande die Punfte, welche er der fpeciellen Untersnchung der Engaete ernpsiehlt. Als wirkliches Resultat der Besprechungen des Ezaren und nnseresKaisers sowie der leitenben rnfsischen nnd osterreichischen Minister mcldet bet „Pester Lloyd", datz die Gesandtschasten beider Hof e dem-nachst in Sotschctf ten uingewandelt und der oster* reichische Gesandte in Petersburg, Freiherr v. Lan-genau, durch eine andere Personlichkeit ersetzt wer-den soll. Attslaud. Die deutschen Blatter be-schaftigen sich noch sortwahrcnd in cingchender Weise mit dein Pretzg es etzeutwurf, un> alles, was nur auf den Namen liberal Anspruch hat, verlangt die Verwerfnng des monstrosen Gesetzes. So schrcibt sugar die conservativ-liberale „D. A. Ztg." am Schlnsse eines langeren Artikels: „Datz cine solche Borlage uberhaupt auch nur an den Bundes-rath gcbracht werden konnte mit der Bestiininung, von da an ben Reichstag zu gelangen, datz die Regierung des leitenden Slaates im ueuen dcutschen Reiche auch nur daran deufen konnte, die gesammte dentsche Presse in so hartc und entwiirdigende Fesseln zn schmieden — das, wir gestehen es, ist stir miser nationales Gesiihl ties schmerzlich, und das konnte uns zngleich fur die Zukunst Deutschlands bang? uiachen, wenn wir nicht wiitzten und so oft ersahren hatten, datz die Berhaltnisse starker sind als die Menschen und datz der Geist aller Fesseln spottet." Zn welchen Mitteln die Ultramontane" bet der gegenwartigen Wahlagitation auch in Preutzett greisen, davon gibt ein Erlatz des Land-raths-Stellvertreters im oberschlesischen Kreise Neu-stadt merkwiirbige Bcweise. Die betreffende Ver^ ftignng bringt die Bestimmung des deutschen Stra^ gesetzbuchs gegen Verbreitung von wisf«ntlich erdichteteit ober entstellten T^hatsach enin Er-innerung, weil die Gcistlichcn ihren Pfarrtini,ci:l predigten, die Regierung beabfichtigc die Ausuvung der katholischen Religion zu verbietcn, insbefondere auch den aus der ©chute entlassenen Kinbern nicht mehr zu geftatten, znr heiligen Communion zn gehen, bie Kirchcn zu schlietzcn und ben Be>uch ; derselben zu nntersagen, das Kirchenverinogen einzuzichen UN» namentlich die Pfarreigrundstiicke sich anzueignen, die weitere Ltuterhaltung der Geistlichen aber den meinden allein zu iibertassen und endlich den Ettern ihre Kinder zwangsweise zn nehmen oder abzukausen. gewisse -tandesubtiche Hanbtiernngen bcim Essen. Der Perfer speist in seiner volksthiimtichen Welse, so batz er die Speisen, welcher Art sie auch seien, mit beit Fingern ersatzt, diesctbeu eine Weilc knetel, und danit von untcn nach obett in den Mund schi^ In welchem Znstand nach solchen Mahlzeiten si« Hande und Kinnbart beftnden, latzt sich denkcn. Der Schah und sem Gefolge hat nun allerdings vcn bieser Lanbessitte sich fern gehalten, aber die zu speisen, wie ich sie von dm Gastm mit eig Augen gesehen, ist noch immer widerwartig gmug. Ich bcmerfte, wie der Schah, sobald er sich ,yo einer Speise aufgethan, regetmatzig mit dem Zelge finger der rechten Hand auf den Teller itt ® Speisen fuhr und bann den Finger durch den Mu»° jog; sein Gefolge bemiihte sich diesein Beispicl m julommett, es gab aber noch eine Ungeheuerltchtt^ zu, indem, augenscheinlich weil die Herren Suttev brod gem verzehrten, ein jeder derselben, wenn ^ sich dieses ©musses erfreum wollte, nicht etwa va» Messer nahm und mit Hilfe desselben Butter am das Brod strich, sondern brevi manu mit einew Brodstuckchen in den fur die gesammte Umgebun» hingestellten Butternapf fuhr und von der Buti so Diet eben moglich auflangte. um fie nach dem Elfatz fortzufLhren. Ferner ist den Frauen gesagt roorben, dah bei Einsnhrung der Civilehe jeder verhciratete SDiann das Recht haben toerbe, sich nach Belieben von seiner Ehefrau wieder zu trennen, respective sie wegzujagen. Die BehSr-den find beauftragt, die Kampfer sur „Recht und Wahrheit", wie die „Germania" das nennt, bei Be-tretung auf solchen Agitationslugen an die Gerichte einzuliesern. Das Interim in Špani en ist znmAbschlutz gekommen. Nachdem schon am Samstag die consti-tuierenden Cortes den Vorschlag Figneras' auf Pro-tiamierung der demokratischen und federalen Republik mit Acclamation angenommen, erfolgte am Sonntag das definitive Votnm bei namentlicher Abstimmnng mit 210 Stimmen gegcn nur zwei Dissidenten. Der Chef der bisherigen Executive, toetche ihre Vollmachten in die .pande dieser Ver-samrnlung zuriickgegeben, Hat also noch im letzten Momente selber die Initiative zu der neuen Mand-lung der republikanischen Staatssvrrn ergrisfen. Cin neues Ministerium ist zur Stunde noch nicht ge-bildet. Pi y Margall rcurde zurn Prasidenien des-selben ernannt und ihrn die Wahl seiner Collegen anheimgegeben. Aber die Bildnng eines neuen Cabinets gelang ihrn nicht und es verbleibt dernnach das alte irn Arnte. _____ Zur Tagesgeschichte. — Die LebenSweise bes Papstes. Aus Rom, 3. Juni, wild der „Tr. Zlg." geschrieben: Der Papst empsangt srtih zwischen sechS und si-ben Uhr ietne brei Aerzte und unlerhalt sich mit ihnen Cora Belle aus ober irn SftegUae aus cinem Lehnstuhl sitzend und mit der gewohnten weihen Nijchlmiitze auf bem Kops, geuau cine Halbe Slunde. Dann tleibet er sich an und hijrt die Messe. Jst diese vorllber, unlerhalt er sich mit seinen Privatkaplanen und den Klerilern seiner Kapelle. Urn 8 Uhr nimmt er fein Frllhstlick, toShrcnd deflen ihrn bie mit der Post eiiigetrossenen Briese mitgetheill werden. Bis 10 Uhr conferiert er mit bem Cardinal Anlonelli, unb roenn dieser enl-lassen ist, beginnen die Privalaudienz-n, bie jsboch Nur ganz distinguierten Personlichkeiien gcrotihrt werden. Bis 117a Uhr gcht der Papst an seiner Kriicke, einer sehr eleganten Arbeit aus England, in den Log-9'en bes VaticanS ober im Garten spazieren, wah-renbbesien viele D-Pulalionen unb Privalpersonen, die ben heiligen Baler sprechen wollen, cmpsangen werden. Um l Uhr finfcet bag Miltagsmahl statt unb bis 4 Uhr rotrb Siesta gehallen. Nach bem Erwachen begibt sich Se. H. in seine Privalbibliolhek, wo cine Art polilischer Cercle stallsindet, cn bem die Nobel-garben, bie geheimen Kaminerer unb anbere verlraule Personen, bie lheils bem hohen Klerus, lheils ber tiimi(chen Aristolralie angehoren, theilnehmen. Das Sonelt, bas in Jlalien eine so grohe Nolle spielt, fehtt ouch hier nicht. Ein berUhmler romischer Schrisl-steller hat bie Aufgabe tibetnommen, taglich merjehn Zeilen, meist salyrischen JnhallS zusammenzureimen unb bie Gesellschast babuvch zu etheilern. In einer bet letzlen Zusammenkilnste wurde ein Sonelt vorge-lesen, das sich ilber ben „Solbalen-Ehreun,ann", Marschall Mac Mahon, lnstig macht, wie die „Unita Nazionale" ben obersten Gewallhaber ber sranzosischm Republik getaust Halle. In den Slbenbstunben metbeu Noch bie Borsteher unb Schriflsilhrer verschiedener Ver-cinc, bet Cardinalvicar unb der Dr. Ceccarelli em-Psangen. Gegen 87a Ml)r ist die TageSorbnung er-schLpst. Pws IX. verzehrt fein Abenbbtot, wahrenb. bem er sich bie Abendblatlcr vorlesen latzt, und begibt sich dann zur Rnhe, um am nSchjlcn Tage dasselbe beschwerliche Tagwerk wieder von vdrn durchznmachen, das schon stir einen ganz gesunden und kraslizen jun-!>enMann elwas angreisend erscheint, geschweige benn flir einen altersschwachen, von schweren korperlichen Leiben heimgefuchien Achlziger. _____________________ Local- unb Provinzial-Angelegenheiicn. — (Einbruchsdiebstahl.) Heule nachts wurde tm Gewolbe des hiesigen Uhrmachers Herrn Wilh. Rudholzer, Tcke der Judengasie und des KundschaslS-platzes, ein Eiubruch ausgesUhrt, bei welchem, wie cS heitzl, Uhren unb Pretiosen in bebentenbem Werthe gestohlen wnrben. — (Fromme Sammlerinnen.) Fur bie untit bem Protectorate unseres srommen Rechlsgelehr-ten Dr. Costa seinerzeit zu erbauenbe Josesikirche wirb sleihig gesammelt. Da ber SLckel ber gebilbetcn Klaffe sich siir berarlige Zwecke felten ossnel, haben es bie „ rianten ftubiert werben unb zwar: liber Dfcina, Du toule, Slopa, Kopriwa, Kobdil, Unter-Brenica, Mance unb Wippach; ober Kobdil, St. Daniel, Gabria, Slap unb Wippach; ober St. Daniel, Samaria, Ktaschze, unb Ustie; ober Opcina, Sessana, Kasle burch Nasa-Bach-Thal, Unier>Brenica, Manze unb Wippach nach Heldenschast. — Project einer Eisenbahn von Gorz uber Heibenschasl, Wippach, Prawato, Rakek, Reisniz, Topliz unb RubolsSwerlh nach Nann unb vcn Reifniz liver Gottschee nach Tschernembl. Der Jngenienr Alois Edler von Slidenhorst in Berbin-bung mit Karl Reichsgraf Lanthieri, Grunbbesitzer in Wippach, unb V. C. ©upan, Prasibcnt ber HanbelS-unb Gewerbekammer in Laibach, hat Uber fein An-suchen bie Bewillignnz zur Vornahme ber technischen Vorarbeiten stir eine Eisenbahn von GLrz liber Hei-benfchaft, Wippach unb Prawald nach Rakek, Uber Reifniz, Topliz unb Rudolfswerth nach Rann unb von Reifniz Uber Gottschee nach Tschernembl vom HanbelS-minister unterm 12. Mai 1873 auf bie Dauer Don brei Monaten erhalten. Die Linie GLrz-Rann (Station ber steinbrltck - agramer Linie ber Sitbbahn) bezwcckt, nach Anstcht ber Projectanten, eine birecte Betbinbung zwischen bem notbitalienijchcn unb bem slld-ungatischen, fowie bem otientalischen Bahnnetze, welche utn so nothweniget wetbe, je mehr sich die letz' teren zwei Netze vervollstandigen. Die Terrainverhiilt Eingescnder. Sveben eingetroffen unb empfehlen Einsichlnahme projeclterten Linien, circa 30 Meilen nisse sollen fUr bie Anlage ber welche eine Gesammlliinge von Ijabcn, ziemlich glinftig fein. — (Bea ch lc n Swe rt h.) Der heutigen Rummer bes „Laib. Tagbl." liegt flir fammtliche Abon-nenten ein Prospect von Georg von Gaals „Allgem. denlschen Muster-Briessteller" bei. Priinumerationen Ubernimmt bie I. v. Kleinmayr & Feb. Bamberg'fche Bnchhanblung in Laibach entgegen. zur gefaHigen (320) Eine nene Sendnng ©tlfarbenbrndt - Dilder mit unb ohne Goldrahwen bott ft. 10 bis ft. 40. Zahlbar in Rate«. Kataloge gratis. 3.$. Kleinmayr L I. Lamberg's Buchhandlung in Laibach. Allen Kranken Kraft unb Gesundheit ohne Medizin und ohne Kosten. Revalesciere du Barry uon London. 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Idalir, fowie in alien ©tabten bei guten Apoihekern unb Spe» ie .eipanblern; auch berfenbet ba» wiener HauS nach aOn Stsenbee jggen Poftanweisuug ober Nachnabme.____ Wittcrung. Loiback, 11. Juni. Morgens heiler, fpatcr biinn bewLlkt. Warmer Morgens 6 Uhr -I - ti-3°, nackmiltags 2 Uhr + 22 2° C. (1872 + 20'1°, 1871 + 19'8°.) Bar om eter im raschen Fallen^ 732-75 Millimeter. Das gestrige Tagesmillel ber Sarme -j- 13 0°, um 5 3" nntcr bem Normale.__________ Angelommene Fremde. Am 10. Juni. Hotel S6adt Wien. Baron, fiftn., Kanischa. — Scherz, Kfm., Graz. — ©tine, Hauz, Kanflmle; Oblak, Hartmann, Wien. — Edlbacher, Kfm., Tllffer. iSeft^l Kief««*. Marquis von Gozani, Wolfsbiichel. — Cartelli, HSlzl sammt Fran, Wien. — Kogej, De chant, Jdria. — Mayer, Bcamle, Reisniz. — Dr. Majm-tinger, Porlow. — Cevacia, Triefl. — Lirginia Castelli, Triest. — Ruschitz, Oberkrain. — Stepančič, Veldes. — Freiherr v. Taussrer, Weixelbnrg. Molireei. Hans, Reiseiider, Bremen. — Palesc, Archi-tett; Janvitz, Kfm.; Kraflitsch, k. k. Haiiptmann, Triest. — Jescrschek, f. f. Cberlieutcnant, Bischoflack. — Icnc, Lellner, Laibach. — Mark, Agent, Graz. Berstordene. Den 10. Juni. Otto Jenalsch, Kaffeesieber, 70 I. unb 5 M., Karlstadtervorstadt Nr. 11, Langenlahmung. — Emma Wulscher, Rcalitatenbesitzerskinb, I I., Stadl Nr. 208, Entkraftuna. btm Telegramme. Berlin, 10. Juni. Die Aerzte riethen Kaiser vollige Ruhe unb Enthaltung von ten an. Madrid, 10. Juni. Jnfolge Meinungszwie spaltes iiber bie Finanzsrage demissionierte das Mi nisterium. Wahrscheinlich werden die CorteS Fi^ gueras mit der Cabmetsbildung betrauen. Moblierlt Sommerwohmmg nahe bei Laibach, in schonstcr Žage, ist foaleich zu haben. — NahereS bei Petcr Latznik, tioiUatt). (321) Allerneueste grossartlgc von hoher Regierung genehmigte, garantierte und durch beeidigte Notare vollzogene Geld-Verlosung. Ziehung den 18. und 19. Juni 1873. Eingctheilt in » Abtheilungen. Hauptjtewlune i eventuell 300l000 200.000.100.000.75.000,'30.000,40.000,2 L 30.000, 25.000, 3 a 20.000, 3 a 15.000, 66,12.000.13610.000, 11 a 8 000 12 L ti.000, 32 a 5.000, 3 a 4.000, 65 a 3 000, 204 6 2.000, 3 a 1.500, 2 a 1.200, 412 a 1.000, 412 6 500, 10 a 300, 472 a 200 MarkHamb. Crt. (1 Mart=12 Sgr.) u. s. w. 1 ganzcs Original-Staatslos 2 Thlr., oder 3 fl. 34 kr.o. W. 1 halbes „ » » » 1 » 67 „ a 1 viertel „ „ '/« » » ~ » 84 « ” . Zu dieser gunstigen Geldverlosung empfehlen wir unter der weltbekannten Devise: Wo gewinnt mail vieles ticld? Bei Gebriidcr Lilienfeld! zum geneigten Glttcksversuch unser Geschaft bestens, denn unter obiger Devise wurden uns schon haufig die grossten Haupttreffer zuthell. . Gegen Einsendung des Betrages filhren wir Auitrage selbst nach den entferntesten Gegcnden aus und sen-den die amtliche Gewinnliste sofort nach der E.ntsckei-dung zu. Die Gewinne werden in Cold oiler Sillier an »Hen Platzen ansbeznlilt. Wlederverkanfer erlialten Pro-vlelon. Jedoch mussen sich solche eines recht-lichen Namens zu erfreuen haben. l*ro*«|iecte zur gefalllgen Anslclit gratis. S&- Kelerenzen ilber unsere Flrma ertliellt jeder hamburger Hauf-mann. Man wende sich vertrauensvoll an Geteder Lilienfeld, Lank- und Ztaatspapicre-Gcschlift, Unentgeltliche Auskunft tiber sammtliche Staatslose. (277—4) 120.000 Thlr. |)r. Lrt. ev. als Ilauptgewinn. Gewinne von Pr. Crt. 80.000, 40.000, 30.000, 20.000, 1G.000, 2 6 12.000, 10.000, 3 a 8000, 3 a 0000, (i a 4800, 13 a 4000, II L 3200, 12 a 2400, 32 a 2000, 3 a ItiOO, 65 L 1200, 304 a 8000, 3 a 600, 2 6 480, 412 L 400, 412 a 200, 10 a 120, 472 a 80 und 42.130 6 44, 40, 20 Thaler etc. etc., demnach im Gesammtbetrage von uber 2 Millionen 660.000 Thlr. Pr. Crt., welche binnen wenigen Monaten in siebenmaliger Ziehung zur sicheren Entscheidung kommen mtissen. Zu der amtlicli auf den 18. und ID. Juni d. J. festgesetzten Ziehung kostet 1 ganzcs Original-Los fl. 3.50 o. W. 1 halbes „ » 1*75 „ 1 viertel „ „ —.90 „ Gegen Einsendung des Betrages, am bequem-sten und billigsten in fl. o. W. Banknoten in re-commandierten Briefen, werden die mit dem Staats-wappen versehenen Originallose von mir selbst nach weitester Entfernung prompt und verschwie-gen versandt unter Beiftigung des amtlichen Ver-losungsplanes. Nach jeder Ziehung erfolgt dann sofort das officielle Nummernverzeichnis der mit Gewinnen gezogensu Lose, sowie auch die Aus-zahlung der Gewinne nach Entscheidung unmit-telbar geschieht. Jedc weitere Auskunft wird be-reitwilligst ertheilt und Verlosungsplane gratis und franco versandt. . Man wende sich baldigst vertrauensvoll in directen Zuschriften an das stets vom Glticke be-gunstigte Bankhaus (301 6) Siegiimud Hecksclier, Hamburg. Ginladung. Ansgczeickmeter Kassee, mit bestem Obers, seinste Chocolate, ausgesuchteste Siqueure, iiberhaupt alle in das Fach der Kafseewirthjck>aft cinscblcigige (Setrdnfe und Ersrischnn-gcn in vorziiglichster Qnalitat, so wie alle Arten Gesrornes zu den billigsten Preisen bei prvmptester Bedienung im Casmo-Kaffeehause tit Laibach nachst der Sternallee. (319—1) Zum zahlreichen Besuch ladet ergebeust ein hochachtungvoll J. Oswald, Casvtier. C. J. II51 Hlii II11 „zur goldenen Quaste“ Laibach, Hiiuptplatz, empfiehlt sein stejs mit dem Neuesten gut sortiertes Lager von: Selden- und Woll-Crepin, Gallons, Quasten, Behange, Spangen, Woll- und Seiden - Fransen, sehwarz und farbig Reps, AtlaS, Noblesse und Taffetas, sehwarz und farbig Seiden- und Baumwoll-Sammte, Woll- und Seiden* Plusch, sehwarz und farbig Noblesse, Faille, Atlas, Molree-und Sammt-Bander, sehwarz, weiss und farbig Baumwoll-, Zwim-, Seiden- und Woll-Spltzen, weiss und sehwarz, glatt und fafonniert Seiden-Tiill, •/« und */t Blondgrund fur Brautschleier, Gaze, Frou-Frou, Hutschleler, Tiill’ anglais, Batist-Clair, Moul, Crepe-Llsse, gesehlungene und gestiekte Moul-, Batist- und Leinen-Streifen, Mousselin, Organtln, Aermelfutter und Futterleinen, Sarsinet, Percall, Vor-hang- und Schlafrock-Quasten, weisse Vorhang-Halter, Mobel-Chenillen-Fransen und Crepln, Wagenborten, Leinen-und Percall-Bander, Knopfe jeder Art, Seide, Zwlrn, Na-deln etc. etc. Bestellungcn naeh Auswarts werden postwendend expe-diert und Gegenstande, die nieht auf Lager, bereitwilligel besorgt. (12—63) ee*)©e©e©€€©©©©©e©©©ee©©©€©©©©©©©3 g Ausserordentlicli vortlieilhafte 1 GlucHsofferte. I Gliick und Segen bei Cohn.| Grosse vom Staate Hamburg »arantierte Celd-Lotteric von ilber -2 Million lili 1.400 Thaler. Diese vortlieilhafto Geld-Lotterie ist cliesmalj wlederum tlureli Gewinne g»n* be* ileutentl vermelirt ? sie entliftlt nur 84.500| Lose, und werden in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen. folgentfe Gewinne sielier gewoimen, namlieh: I neuer grogser Haiiptji;ewinn| eventuell 120.000 Tlialer, speeiell Tlialer, 80.000, 40.000, 30.000, 20.000, 16.000, 2 mal. 5 12.000, 10.000, 3 mal 8000, 3 mal 6000, 6 mat! 8800,13 mal 4000, 11 mal 3200, 12 mal 2400,32mal] 4000, 3 mal 1600. 65 mal 1200, 204 mal 800,. 3 mal 600, 2 mal 480, 412 mal 400, 412 mal 200,( 10 mal 120, 472 mal 80, 19,800 mal 44, 22.330' mal 40, 20, 8, 6, 4 und 2 Tlialer. < O Dio tiewinn-ZleltMlig der ersten Abthei-f Q lung ist amtllel* auf den j y 18. umi HO. .luni d. J. j y festgestellt. Es kostet liierzn tt das gauze Original-Los nur 3 11. o. W, 8 das lialbe „ nur l^fl. o. W. g das viertel „ nur SO kr. i>. W. y und sende ieh diese Orlgrlnal-IiOSe mit He-i ^ glevunKSwapiien (nieht von den verbotenenj ^ Promessen oder Privat-Lolterien) gegen lrankleille| Einsendung des lSetl*affe® selbst nach den § I'erntesten Gegendeil den geehrten Auftrag-' gebern sol'ort zu. Die nmtliclie Zlelmngsllste und die Versendung der Gewinngelder, erfolgt sofort imeli der ZleUung an jeden der Betheiligten prompt und verHCllwlegeil. Mein Gesehatt ist bekanntlieh da# nltegtei © und nllergliieUlleliSte, indem die het mir' S Betheiligten schon die griissten Haupt-£1 gewinne vonThaler 100.000,60.000,50.000, ti oftmals 40.000, 25.000, 20.000, sehr haufig 15.000,; 8 12.000, 10.000 etc. etc. und jttngst -n den Sim Mount Mal d. J. stattgehabten Ziehungen dlei Z Gesammt - S.mm.e von »her 100.000. Tlialer laut amtllclien Gewlnnllelen bei mlr gewoimen liaben# (dlO—4) Lax# Sams# Cohn in Hamburg, Haiipt-Coiliptolr, Bank- und WechselgeschSft. Suladungtiittm Glucksverfuche! 300.000 M.Ct. im gilnstigen Falle als hochsten Gewimi bidet die neucste grotze Geldverlosung, acnehmigt un$ ?arantiert von der hohen Regierung ver reien Stadt Hamburg. Die Einrichtung dieser Geldverlosnnq ist so ge-troffen, bag in eincm lurzen Zeitra tme (in 7 Abthei-lmigku) 43.800 Gewinne zur sicheren Eutscheidmig kommen und befinden sich hiernnter »anppttresser von event, m. (St. 300.000; spec. 200.000, 100.000, 75 000, 50.000, 40.000, 2 & 30.000, 1 it 25.000, 3 a 20.000, 3 fi 15.000, 6 il 12.000, 13 L 10.000, 11 il 8000, 12 it 6000, 32 it 5000, 65 it 3000, 204 it 2000, 412 it 1000, 412 it 500, 472 it 200, 19800 it 110 ic. Schon am 18. Hltb 19. All 111 1873 findet die liadjfle erste Gewinnziehung dieser vom Ltaate garantierten Kapitalien-Derlosung, wie amt-lich sestgesetzt, (latt, nub kostet hierzn 1 gauzes Originnl-Los nur fl. 3■/,, 1 halbes Dtp. dto l*/4, 1 viertel dto. dto. 1, welche Orig.-Lose, gan, nach Bcliebeu, gegen Einsendung des betressendeu Betrages durch das uuterzeich-nete Bankhaus bezogen werden kiinnen. Mein seit nunmehr 21 Iahren bestehendcs Geschiist ersrent sich eines ganz besonderen Gliickes, denn auger vielen anderen bcdeutenden SgwuPt* gewinnen Habe erst jilngst laut ossiciellcr Bewcise 1 Pramie bon 152.000 M. Ct. und 1 Pramie von 153.500 M. Ct. in dortiger Gegend ansgezahtt, nnd bars id) daher mit Recht zur allgemeinen und gliicklichen Theilnahme ans-sordern. Bei Anssiihrnng der Anslrage filge die ersorder-lichen amtlichen Plane gratis bei, und nach stattgehab-ter Gewinnziehung erlialt jeder mciitet Jnteressenlcn unansgesordert die amtlichen Listen, worans das Re-snltat ersichtlich. Die Gewinnauszahlnng geschieht prompt unter Garantie des Staates. Da, wie voransznsehen, die Belheilignng an dieser anf solidester Basis gegriindeten Lcrlosung sehr lebhaft werden wird, so roollc man der nahen Ziehung wege--die resp. Anstriige recht bald direct senden au Bank- und WechselhauS J. HaiuiMSiaiH in Hamburg. Wiener Borse vom 0. Juni Staatsfonds. SPerc. Rente, ost.Pa! dto. dto. oft. in ©ill Lose von 1854 . . . 8ofe von i860, ganze j-ol- von I860, Fiinst. Pramiensch. v. 1864 . Grundontl. - Obi. Steiermarl zu 5 pCt, eanttcn. Krain. u. Jtitftentanb 5 „ nngant zu. . 5 „ Sroat. u. Slav. 5 „ Si-denbltrg. zu 5 „ Actien. Nationalbank . . . • Union - Bant . . . Lrttiianstalt - • • • St. o. «$ecom»te-®el, »nglo.-iist-rr.Bank . Deft. Bodencred.-A., Deft. Hvvoth.-Bank. eteici. Escompt.-Bk. franco - Austria . . *«i(. Ferd.-iliordb. . 6fit8eBn»@e|cHto. • »»if. Llis-beth.Bahu. Larl-Ludwig Bahu 6teBcn6. «smba»> etaoteba^n . • syssSgpi: Slf8lb-Siutn. Bahn . Pfandbriefe. Ration. 8.ŽB. Dcrlodb. ttM. Bod.-Sreditanft. lag. 5fUaob.«6rebtt. bte. in 88 3. rfldz. . Geld 67.56 72.30 Ware 67.75 72.40 100.- 100.50 136.— 137.— 90.— 69. 80.- 82. 77.- 965.— 144.— 268.— 1070 194.- 970.- 145.— 269.- 1080 195.— 103.— 2150 185.— 820.— 819.— 104.— 21GU 186.— 230.— 820.— 327.— 217.— 328.- 218.- 159. 103.— 89.— 84.60 100.25 87.- 90.— 84.75 100.75. 88.—1 Deft. Hypoth.-Banl. Friorltftts-Obl. Siidb.-Ges.zu 500 Sr. dto. Bons 6 pEt. Nordwb.klOO p. 63».: Si-b.-B.