poKniM fiiiiAma * (oioviiü. 79, lahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mi! Ausnahme der Feierlage). Schrift-ieitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68 und 25-69. Maribor. KopaliSka ulica 6. Manuskripte werden nicht retoumiert. Anfragen Rückporto beilegen. Nr. 80 Fraltag« dM 7. AprtI 19S9 Inseraten- und Abonnemcnfs-Annalimc in Marihor, Kopaliska ulica 6 (Verwallung). Bezugspreise Abholen monatlich 23I)inj zuslollen 24 Üin, durch die Post monatlich 23 Din, für das Ausland tnonallich 35 üin. Einzelnummer 1.50 und 2 Din. Preis Din f'50 PuriDom Reitling Unfer $anDel mit Sranfrcid) Oer englif«-iwliiifcficn <£0am6trlain fvrld^t Onile im Xfnirrltaue (Iber &a« tfrge&nf« (er £on^oner aawratungtn / StiOe 'Ber^anOluno^partner befrieMgl London, 6. April. (Avala). Wie verlautet, ist in den Verhandlungen zwischen dem polnischen AuQemninister Josef Beck und den enj^schen Staatsmännern eine übereinstimniung hinsichtlich der polltischeti und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen England und Polen erzielt worden. Ebenso wurde in diesen Besprechungen eine grundsätzliche Einigung in der Frag der polnischen Juden und deren Auswanderungsr^gulie-rung erzielt In diesem Zusammenhange werden die beiden Regierungen demnächst praktische Maßnahmen ergreifen. London, 6. April. (Avala). Die gestrige Unterredung zwischen Premierminister Sir Neville Chamberlain und dem polnischen Außennfinister JoSef Beck dauerte ein und drei Viertel Stunden. Außenminister Beck begab sich hernach ins Hotel »Clarldge«, wo er den ame rikanischen Botschafter Kennedy und den ungarischen Gesandten Barcho empfing. London, 6. April. (Avala). Im Zusammenhange mit den gestrigen abgeschlossenen Besprechungen zwischen Oberst Beck und den englischen Staatsmännern verlautet, daß Premierminister Chamberlain wahrscheinlich noch heute nachmittags e^e kurze Unterhauserklärung über den Verlauf der polnlsch-eng-lischen Besprechungen abgeben werde. Das englische Parlament ist zu diesem Zweck einberufen worden. Wie verlautet sind die Ergebnisse für be^de .Bespre-chungspartner zufriedenstellend. in ?llbanien Tirana, 6. April. (Avala.) Das albanische Parlament ist gestern zu einer Vollsitzung zusammengetreten, um aus dem Munde des Ministerpräsidenten die freudige Kunde von der Geburt eines Thronfolgers entgegenzunehmen. Bei dieser Gelegenheit kam es zu stürmischen Ovationen für König Zogu I., Königin Geraldine und das gesamte Königshaus. — Gleichzeitig wurde auf Grund dieses Beschlusses des Parlaments der 3. April zum Nationalfeiertag erklärt. Wie mitgeteilt wurde, wird der Kro iprinz den Namen Skender erhalten, um die Erinnerung an Albaniens großen Nationalheld Sken-derbeg zu versinnbildlichen. Vor dem Königsschloß gab es gestern nachmittags eine große Militärparade, bei der es wiederholt zu stürmischen Freudenltundge-bungen der Bevölkerung kam. 3>(r oeftrifle Seftabrnd in ]3;rag Prag, 6. April. (Avala). Das DNB berichtet; Die Hauptstadt Prag war gestern zum ersten Male Zeuge eines großen Fak-kelzuges, verbunden mit Zapfenstreich vor dem Hradschin und festlicher Jllumi-nierung aller öffentlichen Gebäude aus Anlaß des Einzuges des Reichsprotektors Baron v. Neurath. Im Fackelzug bewegten sich Tausende von Menschen mit ihren Fackeln. Dem Schauspiel wohnten Reichsprotektor Baron Neurath, Staats Präsident Dr. H a c h a, General v. Blas-kowitz, die deutsche Generalität, General Syrovy als Vertreter der früheren Wehrmacht, Primator Dr. K1 a p k a und die prominentesten Persönlichkeiten des tschechischen und des deutschen öffent-l'chen Lebens teil. Reichsprotektor v. Neurath ist gestern abends nach Berlin abgereist, um sich zunächst auf sein Gut zu begeben. Der Reichsprotektor wird am 20. d. wie der in Prag e'ntreffen und dann dauernd •^uf dem Hradschin wohnen. TRfniflfrra* in »uno« Burgos, 6, April. (Avala.) In Burgos trat gestern ein Mi listerrat unter dem Vorsitz des Staatschefs General F r a n-co zusammen. Der Bautenminister unterbreitete dem Ministerrat eine Reihe von Plänen über den Bau von Straßen, Kanälen, sowie über die Errichtung zahlreicher öffentlicher Gebäude. Sämtliche Pläne des Ministers wurden genehmigt. Der Ministerrat befaßte sich sodann mit der aktuellen europäischen Gesamtlage. Die spanische Flotte in Algeciras eingetroffen. Gibraltar, 6. April. In Bizerta sind gestern 11 Einheiten der bis vor kurzem in Bizerta internierten nationa1?pan schen Flotte im Hafen von Algeciras vor Anker gegangen. Oberstaatsanwalt von der Geliebten erschossen. Bukarest, 6. April. In Sft. Gheorghe spielte sich vor dem dortigen Gerichtsgebäude eine aufsehenerregende Liebestragödie ab, die zwei Todesopfer forderte. Die 28jährige Privatbeamtin Rozsika Ko-rody lauerte vor dem Gebäude dem Oberstaatsanwalt Dr. Vasile Debu auf u. forderte von ihm Rechenschaft, warum er sie nach einem fünfjährigen Liebesverhältnis plötzlich stehen ließ. Im Verlaufe des Wortwechsels sog das Mädchen einen Revolver und gab auf den untreuen Liebhaber einige Schüsse ab. Als Dr. Debu blutüberströmt zusammenbrach, richtete das Mädchen die Waffe gegen sich selbst und entleibte sich durch einen Schuß. Dr. Debu ist kurz nach der Je-berführung Ins Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. S)a(t 3agret>er 0(Da{iDiurn!er In der f ü n f t e n Runde, die Mittwoch zur Austragung gelangte, konzen-triete sich das Interesse der Schachwelt auf die Begegnung zwischen den Großmeistern Dr. V i d m a r und Piro, die sich schließlich auf ein Remis einigten. Unentschieden endete auch die Partie Vu-kovi(5—Schreiber, wogegen Rozic gegen Petek unterlag. Die übrigen Partien wurden noch nicht zuende gespielt. Der St a n d nach der vierten Runde stellt sich nach Austragung einiger noch ausständiger Partien folgendermaßen dar: P i r c und Vukovic je 3 ein halb, Schreiber und Kostif je 3, Bröder und Tomo-viö je 2 (1), Dr. Vidmar, Vldmar jun., Preinfalk und LeSnik je 2, Furlanl 1 ein halb (1), Avirovid 1 ein halb, Filipöiö 1, Petek und Roziö einen halben und Dr, Kalabar 0(1) Punkte. Innsbruck, 6. April. In Innsbruck fand gestern eine Zusammenl^unft zwischen dem Chef des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht Generaloberst von K e i t e l und dem Chef des italienischen Generalstabes General Pariani statt. Die Unterredimg dauerte einige Stunden, Paris, 6. April. Ministerpräsident Daladier hcttte gestern eine längere Besprechung mit dem aus London zurückgekehrten Luftfalirtniinister 0 u y 1 a C h a m b r e. Anschließend daran gab der Minister Pressevertretern gegenüber Erklärungen, er sei über die Londo ier Aussprache, wie auch mit den dort erzielten Abmachungen sehr zufrieden. M a d r i d, 5. April. Der bekannte Flie gerkommandant Garcia M 0 r e t 0 stürzte bei einem Schauflug über Madnd tödlich ab. Ganz Spanien betrauert den Tod dieses Mannes, der im Bürgerkrieg in mehr als 30 Luftkämpfen Sieger geblieben war. B e r 1 i n, 5. April. (Avala) Der Führer und Reichskanzler ernannte den Kommandeur der 17. Division Generalleutnant F r i d e r i c i zum bevollmächtigten Vcr treter der deutschen Wehrmacht beim deutschen Protektor in Prag. Generalleut nant Friderici, der als Militärattachee wie derholt in Verwendung gestanden hatte, ist mit der Aufgabe betraut worden, die bisherige tschechische Armee zu liquidieren. Gleichzeitig wird er dauernd Repräsentant der deutschen Wehrmacht auf der Prager Burg sein. Sfirfe Zürich, den 6. April. Devisen: Beo-^rad 10, Paris 11.81, London 20.87 Newyork 446, Brüssel 75 05, Mailand 23.45, Amsterdam 236.70, Berlin 178.75, Stockholm 107,60, Oslo 104.90, Kopenhagen 93.20, Sofia 5.40, Warschau 83.75, Budapest 87.—, Athen 3.90, Istanbul 3,60, Bukarest 3.30, Helsinski 9.20}^, Buenos Aires 103.K. Dieser Tage Ist das neue Handelsabkommen zwichen Jugoslawien und Frankreich in Kraft getreten. Unsere Wlrt-schaftskreise erwarten von den neuen ver traglichen. Bestimmungen einen bedeutenden Aufschwung der Jugoslawisch-französischen Handelsbeziehungen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhange eine Erklärung des jugolawlschen Handelsministers H. T 0 m i ?, der sich Uber das neue Handelsabkommen mit Frankreich folgendermaßen äußerte; »Seit 1. Jänner v. J. erfolgt der Güteraustausch unseres Königreiches mit Prankreich auf Grund von Zahlungen In Devisen nach dem Abkommen über den Zahlungsverkehr, vom 14. Dezember 1937. In diesem Abkommen wurde auch das Verhältnis des gegenseitigen Verkehrs festgestellt. Aber unter dem Einfluß der Clearing- und Kompensationsabkommen unseres Königreiches mit den Ländern Mitteleuropas bewegten sich die Preise der jugoslawischen Agrarprodukte über dem Niveau der Preise auf den freien Märkten und demnach auch der französischen Preise. Das ungünstige Verhältnis, das zwischen unseren und den französischen Preisen eintrat, hatte den Rückgang unserer Ausfuhr nach Frankreich zur Folge, während die französische Einfuhr nach unserem Königreich infolge des Sturzes des Franc stieg. Diese Entwicklung des Handelsverkehrs führte zu einer Störung des Gleichgewichtes zwischen Ausfuhr und Einfuhr, wie es durch die Vereinbarungen vom Dezember 1937 festgelegt war. Das beiderseitige Interesse verlangte möglichst baldige Anbahnung von Verhandlungen, durch die die Störungen zwischen unserem Königreich und Frankreich beseitigt und die nötigen Vorbedingungen für eine günstige Entwicklung des Handelsverkehrs geschaffen werden sollten. Die daher eingeleiteten Verhandlungen in Paris hatten die Herstellung des Gleichgewichts und die Ermöglichung einer Steigerung unserer Ausfuhr nach Frankreich zum Ziele, um uns auch den Transfer unserer finanziellen Verbindlichkeiten zu erleichtern. Diese Verhandlungen wurden am 10. Februar d. J. erfolgreich beendet durch die Unterzeichnung einer Reihe von Dokumenten, von Vereinbarungen über Zollpräferenziale, über Kontingente und durch einen Nachtrag zum Handels- und Schiffahrtsabkommen vom Jahre 1929. Im Abkommen Über die Handelszahlungen, das jenes vom 14. Dezember 1937 abändert, wird festgesetzt, daß der Handelsverkehr auf Grund von Devisenzahlungen erfolgen soll, wobei unsere Ausfuhr nach Frankreich um 40 Pri'Z 'nl h'ilier c'n muß al" 'nsere Einfuhr aus Frankreich. Falls die Handels-b'lanz nicht diesen Überschuß zeigt, haben wir das Recht, auf die Einfuhr aus Frankreich die Verordnung über die Ein-fuhrkontrolle vom 6. April 1936 anzuwenden. — Durch das Übereinkommen übf^r die Zollpräferenziale werden Rückvergütungen fRestitut'onen) im Rahmen der festgesetzten Kontingente für alle unsere Produkte bewill'gt: Schlachtpferde, le- bende Schafe, Schaffleisch, Schinken, geräucherter Speck, Salami, geschlachtetes Geflügel, Eier, Mais, Bohnen, Dörrpflaumen, Schnittholz und Zellulose. Im Kontingentabkommen sichert uns Frankreich neben den ordentlichen Kontingenten für 1939 auch Ergänzungskontingente für Tomatenkonserven, Leim, Häute, Stiefelvorschübe, Emailgeschirr, Schinken, ga-salzenes Fleisch, Salami, geschlachtetes Geflügel, Eier, Käse, Karpfen, Forellen, Mais, Bohnen, Äpfel, Pflaumen, frisches Geflügel usw. Der Nachtrag zum Abkommen von 1929 enthält die Herabsetzung unseres Zolles auf Datteln sowie die De-konsolidierung von sechs Positionen unseres 2olltarifes, die durch das Abkommen von 1929 gebunden waren. Mit diesen Vereinbarungen, welche die französische Regierung genehmigt hat und die am 1. April d. j. in Kraft traten, erhält unser Handel mit Frankreich eine solidere Grundlage für die weitere Entwicklung. Man kann eine bedeutende Verstärkung unserer Ausfuhr nach Frankreich sowie die Sicherung eines aktiven Saldos erwarten, der uns die Durchführung der finanziellen Verbindl'chkeiten erleichtern würde, die wir gegenüber Frankreich haben. Es sind die Erwartungen nicht unbegründet, nach denen wir auf Grund der bestehenden Arrangements unsere normale Ausfuhr nach Frankreich verdreifachen j I _2 _ :Braefflerler ßinpfano örd TlegierungdcOefd in :8rograC »MIT DER STIMMUNO UND DEM EMPFANG IN ZAGREB BIN ICH SEHR ZUFRIEDEN.« — DR. MACEK NACH KUPINEC ABGEREIST. »Marlborcr Zeitung« Nummer 80 würden. Wir waren allerdings bisher infolge der Preisverhältnisse nicht in der Lage, auch nur die Hälfte der bisherigen Kontingente auszunutzen, die uns Frankreich bewilligt hatte. Aber dank den Zollrückerstattungen, die in Form unserer Ausfuhrprämien zum Ausdruck kommen werden, wird die Ausfuhr nach Frankreich lohnend, was zur Ausnutzung der in den neuen Vereinbarungen erhöhten Kontingente beitragen wird. Anderseits ist es. wenn Frankreich, wie zu erwarten ist, seine Käufe nichtkontingentierter Artikel in unserem Lande steigert, nicht ausgeschlossen, daß unsere Ausfuhr nach Frank reich bald wieder die Ziffer von 300 Millionen Dinar überschreiten wird. Das wird jedenfalls auf die weitere Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse Jugoslawiens einen günstigen 'Einfluß nehmen.« ^olitifdie Stille in Berlin Vorbereitufigen für den 50. Geburtstag Adolf Hitlers. — Görlng reist über Rom nach Lybien. — Dr. Göbbels bleibt über Ostern in Rhodos. B e r 1 i n, 6. April. Der Führer und Reichskanzler H i t 1 e r ist nach der soeben erfolgten Nordseereise über Berlin in Berchtesgaden eingetroffen, wo er die Osterfeiertage verbringen wird. Es ist sogar wahrscheinlich, daß der Reichskanzler noch einige weitere Wochen in Berchtesgaden verweilen wird. Am 20. April — seinem 50. Geburtstag — wird sich Hitler nach Berlin begeben, wo aus diesem Anlaß eine große Militärparade stattfinden wird. In Berlin und in ganz Deutschland werden schon jetzt die größten Vorbereitungen für den Geburtstag des Reichskanz lers getroffen. So ist bis jetzt schon eine ungarische und eine bulgarische Gratulationsabordnung angemeldet. Die bulgarische Abordnung wird von Sobranjeprä-sident M u s a n o v, dem Bürgermeister von Sofia und dem Chef des bulgarischen Generalstabes geführt werden. Es ist noch nicht bekannt, ob auch andere südosteuropäische Staaten ihre Abordnungen entsenden werden. Wohl aber werden Vertretungen der deutschen Volksgruppen aus allen Staaten des Auslandes nach Ber lin kommen. B e r I i n, 6. April. Wie aus San Remo berichtet wird, wird sich Generalfeldmarschall G ö r i n g am Freitag von San Remo nach Rom begeben, um von dort die Reise nach Lybien anzutreten. Reichspropagandaminister Dr. G ö b b e l s befindet sich auf Rhodos in Italien, sodaß in Berlin augenblicklich vollständi.frer politischer Stillst?\nd herrscht. Bei dem diplomatischen Sniel, das in London vor sich geht, {•'t r)eMfen (Srcnie? Rom, 6. ApriL »II Giornale d' 11 a 1 i a« und die anderen großen italienischen Blätter melden aus Bukarest, daß der rumänische Kriegsminister die Entsendung entsprechender Truppenteile an die bul^^arische Grenze angeordnet habe. Diese Maßnahme werde damit begründet, daß Bulgarien auf der anderen Seite Truppen zusammengezogen habe. Auch einige Reservistenjahrgänge seien in Rumänien einberufen worden. Diese Maßnahmen hätten in der rumänischen Oef-fentlichkeit Besorgnisse ausgelöst und zu verschiedensten Kommentaren Anlaß gegeben. Nach gewissen Behauptungen habe Bulgarien eine europäische Großmacht angefragt, wie sie süch verhalten würde, wenn Bu-Igarien die Dobrudschfi-Frage aufs Tapet stellen würde. ([Die pobrud-schrinent^ Oer i'a'ieniftnen Vro-eftoratoabficlDtni fn Slibop en Rom, 6. April. An maßgeblicher Stelle werden die im Ausland verbreiteten Nachrichten, denen zufolge Italien sich darauf vorbereite, in Albanien ein Protektorat zu erreichen, auf das entschiedenste dementiert. Die gleichen maßfrebli-chen Stellen geben lediglich zu, daß sich König Zogu an die italienische Regieri ng mit dem Ersuchen gewendet habe, Italien möge ihm bei der Stärkung der albanischen Wehrbereitschaft helfen. Die italienische Regierung habe daraufhin dem König mitgeteilt, er möge seine Vertre- ^ ter nach Rom entsenden, damit Besprechungen über die Art und Weise eingeleitet werden, in welcher dem albanischen Wunsche im Rahmen des bi"h"rigen Bündnisvertrages entsprochen werf'en könnte. Diese Verhandlungen haben in ^tlrim miclKr 3t(iQt§]irü!iii(nt ALBERT LEBRUN WURDE GESTERN IN STIMMEN NEUERDINGS AN DIE Paris, 6. April. In Versailles fand, wie bereits berichtet, gestern nachmittags unter dem üblichen Zci'emoniell die Neuwahl des Staatspräsidenten durch die aus Kammer und Senat geb'ldete Nationalversammlung statt Die Abstimmung begann um 16.15 Uhr. Das Skrutinum ergab folgendes Ergebnis: Zum Präsidenten der Republik wurde der bisherige Staatspräsident Albert Lebrun mit 506 Stimmen gewählt Von den übrigen Kandidaten erhielten Albert Bo-dois 151, Marcel C ach in 74, Edou- VERSAILLES MIT 506 GEGEN 398 SPITZE FRANKREICHS GESTELLT. Senat zu seinem Präsidenten. Nach dem Attentat auf den Präsidenten Doumer am 7. Mai 1932 wurde Albert Lebrun drei Tage später zum Präsidenten der Republik gewählt. Am Ende seiner Präsidentschaftsperiode wurde Lebrun nun gestern neuerdings zum Staatsoberhaupt Frankreichs erho-ben. ard H e r r i 01 53, Justin G o d a r d 50, Fernand Bouisson 16, Pietri 10 u. die restlichen Kandidaten zusammen 44 Stimmen. Der Präsident der Natlonalversamml'ing Jeanneny und Ministerpräsident Da-lädier begaben sich sorjleich nach dem Skrutinum ins Elysee, um dem neuen Präsidenten offiziell die erfolgte Wahl mitzuteilen. * Albert Lebrun wurde am 29. August 1871 in Mercy les Hau bei Metz, in Lothringen als Sohn eines Landwirtes geboren. Lebrun wendete sich dem Studium der Technik zu, wurde Bergbauingenieur und schrieb mehrere wissenschaftliche Arbeiten aus seinem Fach. 1900 wurde er in die Kammer gewählt. 1913 wurde er Vizepräsident der Kammer, mch-dem er bereits vorher, 1911, als Kolonialminister in die Erscheinung getreten \^ar. Im Jahre 1920 erfolgte seine Wahl zum Senator, in welcher Eigenschaft er auch als Berichterstatter für Mrli'är imd Kolonien fungierte. 1931 wählte ihn d;;r jKeic^^proteftor^ in Die Begrüßungsansprachen und die Worte Baron Neuraths. — Der Empfang der Protektoratsregierung. P r a g, 6. April, (Avala) Das DNB berichtet: Reichsprotektor v. Neurath wurde bei seiner gestrigen Ankunft um 10 Uhr vormittags am Wilson-Bahnhof von den Vertretern der Wehrmacht, der j Stadt Prag und der tschechischen Regierung feierlich begrüßt. Vor dem Bahnhof I versammelten sich mehrere Tausende, die ' den Reichsprotektor begeistert begrüßten Nach herzlichen Begrüßungsansprachen des Primators Dr. K 1 a p k a und des Primatorstellvertreters Dr. P f i t z n e r luhr Dr. Neurath nach Abschreitung der lihrenkompagnien durch ein dichtes Spanier der Prager Bevölkerung auf den Hradschin, wo er zuerst von Generaloberst v. Brauchitsch begrüßt wurde. Unter den Klängen des Präsentiermarsches wurde sodann auf dem Hradschin die Reichsflagge und die tschechische Flagge aufgezogen. Neunzehn Kanonenschüsse begrüßten den Reichsprotektor. Der Reichsprotektor begab sich sodann ins Rathaus, wo er von den Spitzen der militärischen und zivilen Behörden erwartet wurde. Hier hielt v. Neurath eine Rede, in der er u. a. sagte: »Ich weiß, daß sich heute wiederum ein historischer Umbruch vollzogen hat, den vor tausend Jahren der Hl. Wenzel versucht hat. Es ist dem Führer gelungen, diesen Umbruch zum Glück beider Völker und des Friedens in Europa und in der Welt zu vollziehen. Meine Aufgabe v/ird es sein, Böhmen und Mähren im Lebensraum des Großdeutschen Reiches zu Glück und Wohlstand zu führen. Mein herzlichster Wunsch ist es, daß das tsche chische Volk die Mission unseres Volkes verstehen möge, ebenso auch seine eigene Mission und daß es mir zum Eigenwohle durch seine Mitarbeit bei dieser m Freitag, den 7. April 1039 3 »Mariöorer Zeitung« Nujnmer 80 der Tat bereits.begonnen. Es entspricht aber Iceineswegs den Tatsachen, daß Italien seine Truppen nach Allwinien* entsendet und dortseibst größere Waffen-mengen deponiert hätte. London, 6. ApriL Der LoiKloner Rundfumltsprecher hat in englischer, deutscher und italienischer Sprache alle Nach richten über angebliche italienische Protektoratabsichten in Albanien auf das entschiedenste dementiert. Tirana, 6. April. Nach einem amtil-cfien Bericht sind alle Nachrichten Uber eine engere italo-albanische Zusammenarbeit im Rahmen eines Protektorates vollkommen erdUchtet. Zwischen Italien und Albanien herrschen die besten Be-7iehungen. Albanien, heißt es, ist ein unabhängiger Staat und Ist bereit, seine Un-aibhängigkeit m-it den Waffen In der Hand 7U verteidigen. 3)ir £t6rn0rf(3Me anörrer ^olMaruvprn im (9roB-Oeutttben Dr. Fa. Berlin, 4. April. Im Rahmen eines Empfangsabends von Relchslelter Rosenberg, zu dem fast das gesamte Diplomatische Korps der Reichshauptstadt, die Botschafter, Gesandten und Geschäfts träger sowie führende Persönlichkelten aus Partei, Staat, Wehrmacht und Wirtschaft und die ausländische Presse erschienen waren, sprach Reichsminister Dr. F r 1 c k über die nichtdeutschen Volksgruppen in Deutschland. Volk und Volkstum seien die grundlegenden Lebensbegriffe, von denen aus die Frage der Volksgruppen betrachtet werden müsse. Das deutsche Volkstum bilde einen einheitlichen Volkskörper. Dasselbe gelte auch für fremdes Volkstum. Jedem Volkstum sei ein natürliches Lebensrecht zu wahren, auch wenn es in einem anderen Staate lebe. Das sei auch der Wille des Führers. Man denke daher In Deutschland auch nicht daran, zwangsweise nichtdeutsche Volksgruppen zu germanisieren. Die in den sudetendeutschen Gebieten wohnenden 300.000 Tschechen seien ohne weiteres In den Arbeitsprozeß des Deutschen Reiches eingegliedert worden und das tschechische Schulwesen werde in den Gebieten mit bodenständiger tsche chischer Bevölkerung In vollem Ausmasse weiter betrieben. DFe In Böhmen und Mähren geschlossen siedelnden Tschechen seien nicht als Volksgruppe zu rechnen; sie bildeten vielmehr ein eigenes Reichsprotektorat mit Ihren eigenen Lebensrech ten. Auch die polnische Volksgruppe habe sich in Deutschland nicht zu beklagen. Es sei im Reich kein aiteitsloser Pole vorhanden, das Schulrecht der Polen sei besonders günstig und auch Itn sonstigen kulturellem Leben seien die polnischen Volksgruppen in keiner Welse behindert. Dasselbe gelte für die Kroaten und Slowenen, die drittgrößte Volkse:ruppe in Deutschland. Selbstverständlich sei auch das Eigenleben der kfeineren Volksgruppen, der Magyaren, Dänen und Slowaken, die Im Reich leben, in feder Hinsicht gesichert. Es sei das Bestreben der Reichsregierung, mit den beteiligten Staaten gegenseitige Vereinbarungen zu treffen, durch die die Verhältnisse der beiderseitigen Volk'^grup pen auf friedliche und freundschaftliche Weise geregelt werden. Es liege aber nahe, daß die Behandlung der deutschen Volksgruppen in einem anderen Staat nicht ohne Rückwirkung auf die Behandlung der betreffenden nichtdeutschen Volksgruppen im Reich sein könne. Deutschland hänge mit brennender Liebe an seinem Volkstum und habe daher auch sicherlich das tiefste Verständnis für andere Völker und zu deren Gruppen Im Großdeutschen Reich. Ein Sträfling in Szegedin spielte in der Strafanstalt so wundervoll Geige, daß ihn ein zuhörendes Mädchen liebgewann. Als der Sträfling entlassen worden war, ging es gleich zum Standesamt. Indien hat Ti'gerjagden, Afrika Löwenjagden, d'e heute zu »Einheitspreisen« von großen Büros aufgeboten werden. Shirley Temple, der reizende kleine Filmstar, verdient wöchentlich ein Vermögen — 6000 Dollar. Die meisten Menschen unserer Erde sprechen chinesisch; 400 M'llionen! 200 Millionen Menschen sprechen englisch. 2)ie £onöDnrr ^rrDatiDlunoPii DAS P«0L1SCH-P0LNISCHE ABKOMMEN GESTERN NOCH NICHT UNTER-ZEICHNET, — EINE NEUE FORM DER EINKRElSUNQSPOLITfK. L 0 n d 0 n, 0. April. Die englisch-polnischen Verhandlungen zum Eintritt Polens in eine von England In Bildung begriffene Verteidigungsfront gegen einen etwaigen Angriff auf unabhängige Staaten stoßen auf Schwierigkeiten. Die erste Schwierigkeit Hegt darin, daß England erkennen mußte, daß Polen nicht etwa In eine Staatenkolonie eintreten kann, sondern lediglich die englische Garantie In Form einer zweiseitigen Verpflichtung zu akzeptieren vermag. Dies ergibt sich aus der geographischen Lage Polens und aus den Beziehungen, die Polen zu Ungarn unterhält. Die zweite Schwierigkeit stellt die Frage der Mitwirkung Rumäniens dar. Polen kann sich sehr schwer In einen Verteidigungspakt'mit Rumänien einlassen, solange die Frage der ungarisch-rumänischen Beziehungen nicht gelöst ist, da Polen seine Freundschaft mit Ungarn in keinerlei Art und Welse aufgeben will. Die dritte Schwierigkeit bildet Sowjetrußland. Polen kann aus grundsätzlichen Erwägungen mit So\v letrußland nicht zusammenarbeiten, da es sich mit keinem seiner beiden großen Nachbarn gegen einander binden will, an derseits besitzt Polen einen gegen Sowjetrußland gerichteten Vertrag mit Rumänien. Die englische Diplomatie hat angesichts dieser Schwierigkeiten den Oedanken zweier Pakte bzw. zweier Bindungen lanciert, und zwar einen sogenannten »Zweistockvertrag«, der in folgender Art und Weise funktionieren würde: 1. England und Frankreich schließen zuerst getrennte Bilateralpakte mit Polen und Rumänien. Die Beistandsverpflich tung würde im Falle eines Angriffes auf Rumänien und Polen sofort automatisch und ohne vorherige Beratungen und Erwä gungen eintreten. 2. England und Frankreich schließen sodann einen Verteidigungskreis gemeinsam mit der Sowfetunio'n, dem vielleicht auch die übrigen Balkanstaaten beitreten würden. In diesem Bündnis würden Frank reich ur>d England den Balkanstaaten ihre Hilfe für den Fall eines Angriffes anbieten, doch würde die Beistandsverpflich tung hier nicht automatisch in Kraft treten, sondern erst nach erfolgten Beratungen. Diesen Staaten würde es anheim gestellt werden, ob sie auch die Hilfe Sowjetrußlands an^rufen. D'ese Hilfe würde also nicht automatisch, sondern \uf Anruf erfolgen. Die Frage ist jetzt nur, wie die Sowjetunion für eine solche Mitwirkung zu gewimen wäre. London, 6. April. Der polnische Außenminister Beck hatte gestern um 17 Uhr seine letzte Aussprache mit Premierminister Chamberlain und Lord H a-11 f a X. Heute früh begrtb er s'ch nach Portsmouth. Abends gibt der p^Ms^he Bot?chnfter Graf P o t o c k i zu Ehren Becks ein Galasouper. nicht mehr zum Vorschein kam, konnte der Mann, der in einem der Rettungsgür-tel steckte, nach längeren Bemühungen an Bord gezogen werden. In 18 Monaten dreimal Witwe geworden! In der Umgebung von Djakovo hat die Besitzerin Maria Zerinöevic einen eigenartigen Rekord aufgestellt: im Zeitraum von etwa 18 Monaten »begrub« sie nicht weniger als drei Ehemänner, die sie nacheinander geheiratet hattel Ihren ersten Mann heiratete sie im Herbst 1937. Nach kaum drei Monate währender Ehe fiel der Mann von einem Baum und blieb auf der Stelle tot liegen. Ihr zweiter Mann, den sie bald darauf geheiratet hatte, erlag nach sechsmonatiger Ehe einer Lungenentzündung, Sowohl der erste als auch der zweite Ehemann war etwa 30 Jahre alt. Bald war auch die dritte Ehe, diesmal mit einem 64 Jahre alten Landwirt, geschlossen. Das Schicksal wollte es, daß auch der dritte Mannsnach kurzer Zeit starb. Nun verging der schwergeprüften Frau jede weitere Lust zum Hei raten, und sie erlMariborer Zeitung« Nummer 80 Freitag, den 7. April 1939 3ugriiöH(De SSettler in den @;ra^rn der 6ta&t EIN UNFUG, DEM EIN ENDE GEMACHT WERDEN MÜSSTE. — WO BLEIBT DER SOZIALPOLIZEILICHE EINSATZ DER HIEZU BERUFENEN ORGANISATIONEN? In verschiedenen Straßen und Gassen unserer Stadt kann man des öfteren beobachten, wie kleine Kinder mit einer Beharrlichkeit, die schon lästig wird, an Passanten herantreten und mit gefalteten Händen sowie mit allem mimmischen Rüst zeug des Mitleiderweckens um Almosen betteln. Gibt ein Passant irgendeine Geldmünze, so wird dieses Geld dem Kinde von einem in der Nähe lungernden älte- * Hemden, Krawatten, Handschuhe, "hübsche Bluserl und Kombinees in grosser Auswahl zu den tiefsten Einführungspreisen bei F. KramarSiö, Gosposka 13. ren Verwändten — meistenteils ist es eine Schwester oder gar einer der Eltern — abgenommen und in den allermeisten Fällen sicherlich nicht der Linderung etwa vorhandener Not zugeführt, sondern eher in bestimmten Spelunken »verflüssigt«. Die Polizei hat sich mit dem Um-fug des Kinderbettels schon wiederholt befaßt. Die Polizei ist aber keineswegs die Instanz, die in einer buchstäblich so- zialen Frage Wandel schaffen kann. Sie kann die Straßenerscheinungen verhindern, keineswegs aber das soziale Uebel und die Ursachen dieses Unfugs, der sich als Mißbrauch der Kinder erweist, bei der Wurzel erfassen. Hiezu sind in erster Linie die staatlichen Kinderschutzeinrichtungen und außerdem auch die sozial-charitativen Frauenvereine usw. berufen. Wo wirklich Not herrscht, soll und muß eingegriffen werden. Wo jedoch Kinder Donntrttag. öen 6. Slpril ling bringt, die der Wandel der Geschlech ter bedingt, zu erfassen. Es ist dem Menschen eigentümlich, daß ihn gerade das Erwachen des ersten Frühl'^fs zum Nach sinnen über das Ziel des Lebens anregt und daß er aus tausend Fracken, aus in- _ _% Rrawanen. Socken,. Sportslrflnple, Kragen und alle übrigen Herrenmodeartikel nur von I. Batriö, Gosposka 24. Größte Auswahl, solideste Preise! * Wissen Sie schon, daß Strümpfe, Socken, Sportstrümpfe am billigsten bei F. KramarSiji, Gosposka 13, zu haben sind? mißbraucht werden, dort müßten solche Kinder, um nicht durch die Straße auch seelisch zu verkommen, den Eltern einfach abgenommen werden. Solche Erschei nungen in den Straßen unserer Stadt gereichen uns keineswegs zur Ehre. Mit dem Achselzucken allein ist es nicht getan! nerem Suchen nach der Wahrheit, in der Natur den Weg zur Klarheit und zum Sinn des Lebens findet, genau so wie ihn nach der alten Sapre Parslfql fand, als er den Karfreltagszauber erlebte. Dem Erleben des Karfreitags gab Eduard M ö r i k e den schönsten Ausdruck: »0 Woche, Zeugin heiliger Beschwerde! Du stimmt so ernst zu dieser Frühlingswonne, Du breitest im verjüngten Strahl der Sonne Des Kreuzes Schatten auf die leichte Erde...« ÄQrfreitnn^^auber Es ist ein besonderer Zusammenklang von Frühlingswonne und der Vertiefung in den Sinn und die letzten Ziele des Leiwens, der dem Karfreitag seinen besonderen Zauber verleiht. Niemand hat stärker als Richard Wagner diesen Zusammenklang in Melodien ausgedrückt. Der »Karfreitagszauber« des Parsifal, der uns bei der Hand nimmt und u is aus tiefsten Schicksals- Lebensfragen hinausgeleitet in den Zauber der erwachenden Natur, ist der Spiegel für das Ostererleb-nis des Menschen, der zu allen Ze'ten die Zweiheit von Natur und Gott in ihrem Zusammenwirken zu ergründen suchte. Der Karfreitag spricht seine besondere Sprache. Wir lernen sie verstehen, wenn wir an diesem Tage hinauswandern in die erwachende Natur und wenn wir ver- ÜHsete HknfiesäiittUe suchen, über die Grenzen unseres Ichs hinauszugreifen und das Leben in seiner tausendfachen Erneuerung, die jeder Früh m. TodesfalL Gestern ist in^ Maribor der Kellergehilfe Franz K o v a C i ä Im Alter von 32 Jahre gestorben. Der Verstorbene, der lange Jahre bei der hiesigen »Stajerska vinarska zadruga« bedienstet war, wird am Karfreitag um 15 Uhr In Pobrezje beigesetzt werden. — R. !. P.! m. Schwimmbad in Zrefe. In dem am südlichen Bachernfuß idyllisch gelegenen Zre£e soll im Laufe des heurigen Jahres ein Schwimmbad mit allem neuzeitlichen Komfort erbaut werden. Die diesbezügli- 2)ie Oftrrnummrr &rr „TRari&orfr 3rHung erscheint im vergrößertem Umfange und vermehrter Auflage bereits eam^tag, öen 6. ^oril frflD j und nicht wie bisher erst in den ersten Nachmittagsstunden. Die geschätzten Inserenten werden darauf höfl. aufmerksam gemacht and gleichzeitig ersucht, die Osteranzeigen sobald als möglich, spätestens aber bis Freitag, den 7. April 18 Uhr in der Verwaltung des Blattes (KopallSka ulica 6) abgeben zu wollen. Am Samstag, den 8. April können keine Anzeigen für diese propagandistisch wertvolle Nummer des Blattes mehr angenommen werden. DIE VERWALTUNG DER »MARIBORER ZEITUNG«. SJrgegnuno am Karfreitag Von Klaus Fischer. Das Dorf lag vor den Toren der Stadt.' Man mußte damals bis an die Stsdtgren-| ze mit der Straßenbahn fahren und ein gutes halbes Stündchen querfeldein geh-' en, an den Aeckern und Wiesen vorbei. | Am Anfang des Dorfes lag der Krug. Ein, beliebtes Ausflugsziel, wo man Kaffee kochen konnte. Und abends wurde im; Saal getanzt. Der schöne schattige Garten bot angenehmen Aufenthalt. Nach der Stärkung machte man sich dann von hier aus weiter auf den Weg durchs Dorf. An den kleinen Häusern vorbei, die in winkligen Gassen standen, bis zum Gutspark. Ein schöner Park mit vielen Bäumen und versteckten Wegen. Hin und wieder hört" man d'e Geräusche der nahen Stallungen. Hinter dem Park führte ein ausgefahrener Weg bis zur Mühle. Man nann te sie die »Liebes-Mühle«, ohne daß jemand ei 'en Grund wußte. Es war für den Großstfidter so recht ein Sonntag der Erholung, wenn das Ziel seines Ausfluges in dieses Dorf führte. Edmund war damals gerade zwanzig j Jahre alt geworden und der alte Höfig. sein Chef, hatte ihm unverhofft eine Ge-1 haltszulage bewilligt. Das mußte gefeiert i werden. Würdig gefeiert werden. Einerl der Frci'nHp brttc den gut'^n Rinfnll: 7!in^ | Krug, dann ein Spaziergang durchs Dorf| und abends zum Ball. Edmund war ein guter Tänzer. Die andern Burschen sahen nicht gern, daß er immer mit Johanna tanzte. Doch wie sie ihn bei der Damenwahl zum Walzer holte, schickten sie sich drein. Wer konnte der Johanna schon böse sein. Ihr Lachen mußte jeden aufheitern, ja versöhnen. — Edmund zog es an. Zog es fort aus dem Kreis seiner Freunde — zu ihr. Zweimal in der Woche ging er von nun an den Weg bis vor die Tore der Stadt und dann querfeldein. Johanna kam ihm immer entgegen. Bunt wirbelte ihr das Tuch um die Schultern. Dann gingen sie Arm in Arm bis ins Dorf. Sassen lange vor den kleinen Häusern, bis der Mond umgeben von der Pracht der Sterne, leise wie ein zarter Hauch, über die Wege des Gutsparks seinen Schein warf. Oft führte sie der Weg zur »Liefbes-Mühle«. Einmal hatte sie ihm gesagt, seit sie ihn kenne, müsse sie oft weinen, ohne einen Grund zu spüren. Das ist doch Glück, das Glück unserer Liebe, hatte er ihr gesagt. Wird sie immer sein? frag'en ihre Augen. »Endlos«, meinte Edmund mit dem Druck seiner Hand. Es war doch ein Glück für die Kohlmachers, daß ihre Johanna so einen frn-ten Mann bekam. Die Johanna würde ein- chen Pläne sind bereits ausgearbeitet. Zre te wird dadurch als Sommerfrische noch mehf gewinnen. m. Evangelisches. Der Karfreitag-Gottesdienst wird Freitag, den 7. d. um 10 Uhr in der Christuskirche stattfinden. Anschließend daran um 11 Uhr Abenmahl-feier. m. Die Geldinstitute in Maribor bleiben am K a r s a m s t a g (8. d.) den ganzen Tag geschlossen. m. Der StraBenbauverein in Ljubljana hält am Dienstag, den 23, d. um 18 Uhr in den Räumen des Autoklubs, Sektion Ljubljana, Kongresni trg l/L, seine Jahreshauptversammlung ab. m. Die Friseurgeschflfte werden am Karsamstag nur bis 19 Uhr geöffnet sein. m. Deutsche Predigt. Am K a r f r e i- t a g findet um halb 20 Uhr (halb 8 Uhr abends) in der Herz-Jesu-Kapelle des Jesuitenkonvents eine deutsche Predigt statt. Herrenwäsche nach Hafi in feinster Ausführung nur bei I. Bablfi» Gosposka ullca 24, vis-a-vis Cafe Central. mal eine feine Frau werden, sagten die Leute, wenn sie erst in der Stadt wohne. Doch ihr Dorf würde sie bestimmt nicht vergessen. Wie Edmund dem alten Höfig sagte, daß er heiraten wolle, schaut der ihn lange an. »Mensch«, fährt er ihn an, »und eben war ich im Begriff, Sie auf drei Jahre nach London zu schicken. Ein Kerl wie Sie, muß in die Welt. Heiraten können Sie noch früh genuf;. Sie können was werden. Sie müssen was werden! Versäumen Sie nicht den Augenblick, wo Ihnen das Glück die Hand reicht.« Edmund nahm verlockt die angebotene Hand des Glücks. In dem kleinen Haus an der Stadtgrenze weinte ein Mädel, dem die Welt zert)rach. Wurde vor Schmerz lange krank. Dann kamen die Jahre. Viele Jahre. Die Stadt hatte das Dorf eingeholt. Die I'Felder sind nicht mehr. Große Neubau-blocks mit hellen, lichten Fenstern. Brel-jte Ausfahrtstraßen mit Radfahrwegen. Wie durch einen Zufall blieben noch einige kleine Häuser um den Gutspark steh len, der noch immer in seiner Schönheit ternnmmer der »Mariborer Zeitang« efaie selten gflnstige ReklamegelegenlMlt Metet. Die bevorstehend stark vergröBeHe und fai vermehrter Auflage erscheinende Feiertagsnummer wird nämlich nicht weniger als volle dreieinhalb Tage aufliegen und Somit auch mehr als sonst gelesen werden. Wh* richten deshalb an nn-sere geschätzten Geschäftsleute die höfliche Bitte, die Osteranzeigen wegen des zu erwartenden Andranges am letzten Tage (Freitag) sobald als möglich, spätestens aber bis Freitag, den 7. d. 18 Uhr fai der Verwaltung des Blattes (Ko-palüka uUca 6) abgeben zu wollen. Die Verwaltung der »Mariborer Zeitung«. liehe Knabe wurde Ins hiesige Kranken-haus^ geschafft und sofort einer Operation unterzogen. • Für die Fasttage frisch gewässerter Stockfisch zu haben bei Josip Skaza, Marlbor, Glavnl trg 14 (Rotov{). m. Osterfahrt auf den Bachem. Der städtische Autobus fährt am Ostersonntag und Ostermontag, jedesmal um 8 Uhr vom Hauptplatz, auf den Bachern, falls sich genügend Teilnehmer melden. Die Anmeldungen werden in der Verkehrskanzlei am Hauptplatz, Tel. 22-75, entgegengenommen. '•r m/um ilnta !•! mir am ftl&0IO** Malvr- Mmidmmiriimpi f NsrIAOr. SlOVMSlia irt. 94 m. Osterbitte. Zwei mittellose und kinderreiche Familien wenden sich angesichts der bevorstehenden Osterfeiertage an mildtätige^. Herzen mit der innigen Bitte um kleinere Spenden, die die Schrift * Hotel »Orek. Beste Ljutomerer Weine, Salvator-Bier, vorzügliche Küche, mäs sige Prelsel 3108 m. Am KarSamstag bleiben, wie die Kaufleutevereinigung für Maribor-Stadt mitteilt, die G e s c h ä f t e bis 17 Uhr (5 Uhr nachmittags) geöffnet. Nur die I>e likatessenhandlungen können bis 19 Uhr offen gehalten werden. Die Bevölkerung wird ersucht, die Besorgungen rechtzeitig vorzunehmen, da die Sanktionen sehr empfindlich sind. m. Entrichtung der Hundesteuer. Die Bevölkerung wird darauf aufmerksam gemacht, daß bis Ende April d. J. alle drei Monate alten Hunde auf dem vorgeschriebenen Formular, das in der städtischen Buchhaltung zum Preise von 25 Para erhältlich ist, anzumelden sind. — Gleichzeitig sind die Hundesteuer in der Höhe von 150 Dinar (bei Wachhunden nur 10 Dinar) zu erlegen und die Hundemarke zu 2.^ Dinar zu beschaffen. Nach dem 1. Mai wird der städtische Wasenmeister alle Hunde, die ohne giltige Hundemarke angetroffen werden, binnen 48 Stunden, falls die Taxe nicht entrichtet wird, vertilgen. Zuwiderhandelnde haben Geldstrafen bis zu 900 Dinar oder Arreststrafen bis zu 30 Tagen zu gewärtigen. Aus täk c. Evangelische Gemeinde. Am Karfreitag finden die Gottesdienste vormittags um 10 Uhr und abends um 6 Uhr statt. Beide Male findet anschließend auch die Feier des heiligen Abendmahles statt. c. Riesen-Torlauf in den Samitaler Alpen. Für den Riesen-Torlauf vom Santa-lersattel herab zur OkreSelj-Alm, der am Ostermontag vom Skiklub Celje durchgeführt wird, herrscht bereits reges Interesse. Die Skifähre droben ist Ideal. Auf der ganzen Rennstrecke liegen etwa 150 Zentimeter Schnee. Die Lawinengefahr Ist vorbei und die Frischaufhütte vom 8. bis 16. April geöffnet und bewirtschaftet. Nach den letzten Mitteilungen, die wir vom Skiklub in Celje haben, wird es äusserst spannende Kämpfe um die ersten Plätze im Torlauf Wettbewerb geben. Die Rennstrecke wird ab Ostersonntag früh ausgesteckt und zum Training freigegeben sein. Der Sonderautobus, der am Kar samstag von Celje ins Logartal fährt, ist bereits vollbesetzt. Weitere Teilnehmer des Osterskilaufs im OkreSelj oder Skifah rer, die diesem Wettstrelte beiwohnen u. die Osterfeiertage in der Frischaufhütte verbringen wollen, müssen nun den fahrplanmäßigen städtischen Kraftstellwagen benützen, der täglich um 16.10 Uhr von Celje ins Logartal fährt. c. Der Ladenschluß am Karsamstag. Die Vereinigung der Kaufleute in Celje teilt mit, daß am 8. April (Karsamstag) alle für den Kundenverkehr offenen Ge-schäftsräumlichkeiten (Laden) Im gesamten Kleinhandel um 17 Uhr (5 Uhr nachmittags) zu schließen sind. Die Engrosbetriebe haben den ganzen Nachmittag über geschlossen zu bleiben. — Allen Käu fern möchten wir aber besonders ans Herz legen, ihre Einkäufe nicht auf den letzten Tag und die letzten Stunden zu verschieben, damit auch die an diesem Tage vielfach über Gebühr in Anspruch genommenen Angestellten rechtzeitig zu ihrer Auferstehungs- und Osterfeier kommen. c. Kino Union. Heute, Donnerstag, zum letzenmal »Der Herr des Krieges«. Spannende Szenen aus dem Leben des größten chinesischen Kämpfers. c. Kino Metropol. Heute, Donnerstag, zum letzten Male »Die Insel der toten Seelen« mit John Litel in der Hauptrolle. Heller Kopfl Praktischer Shin! Inserieren bringt Gewinn! HUltUont Türfirfff REPERTOIRE Donnerstag, 6. April: Geschlossen, Freitag, 7. April: Geschlossen. Samstag, 8. April: Geschlossen. Sonntag, 9. Apnl um 15 Uhr: »Die Schach partie«. Ermäßigte Preise. Zum letzten Mal. — Um 20 Uhr: »Der Bettelstudent«. Premiere. Außer Ab. Montag, 10. April um 15 Uhr: »Die verkaufte Braut«. Ermäßigte Preise. —- Um 20 Uhr; »Matura«. Ermäßigte Preise. Zum letzten Mal. Wegen Norma bleiben alle Kinos bis Karsamstag 20 Uhr geschlossen. Erste Ostervorstellung am Karsamstag um halb 21 Uhr. Bung-Tonkino, Karsamstag um halb 21 Uhr die jugoslawische Premiere des deutschen Spitzenfilmes »Hotel Sacher«. In den Hauptrollen Sybille Schmitz, Willy Birgel und Wolf Albach-Retty sowie die charmante Mariborer Sängerin lllie Mayer hofer. Wien am Silvesterabend 1913, an der Schwelle des schicksalsvollen Jahres 1914. Kaiserliche und königliche Hoheiten, Bankfürsten, Diplomaten, hohe Beamte, Offiziere im festlichen Treiben im berühmten Hotel »Sacher«, wo sich auch die geheimnisvollen Drahtzieher aus allen Ländern zusammenfinden. In diesem bunten Wirrwarr erfüllen zwei Menschen ihre selbstlose Pflicht und werden einem blutigen Schicksal in die Falle gejagt. Tonkfaio Esplanade. Bis einschließlich Mittwoch der Olympia-Film »Olympiade fai Wort und Bild«. Donnerstag und Kar freitag bleibt das Kino geschlossen. Ab Samstag 20.45 Uhr der wunderbare Volks film »Der Edelweißkönig« nach dem besten und schönsten Ganghofer-Roman mit Hansi Knotek und Paul Richter. Der Film erzählt uns, von prachtvollen Landschafts bildern umrahmt, eine große Liebesgeschichte von einem Grafen und einem Landmädel. Ein Film, der das Tagesgespräch bilden wird. Union-Tonkino. Mit dem Oster - Überraschungsprogramm beginnen wir am Samgtag um Uhr abends und zwar bringen wir den besten Shirley-Temple-Film Der Hüter von Indien« in deutscher Sprache. Tonkino Pobreije. Am 8., 9. und 10. April das herrliche Filmwerk »Korallenprinzessin« mit Ita Rina und Svetislav Petroviö. Freitag, 7. April. Ljubijana, 12 PI. 19 Nachr. 19.30 Vortrag. 20 Kirchenpsalmen. — Beograd, 19.30 National Vortrag. 20.30 Konzert. — Beromünster, 18,30 Vortrag. 20 Klrchen-musiik. 20.40 Hörspiel. — Budapest, 19 Konzert. 20.20 Kirchenkonzert. — lx)n-don, 18 Volkslieder. 19 Kammermusik. 21 Oratorium von Elgars. — Malland, 19.20 PI. 21 «Messias« von Händel. — Paris, 18 Gesang. 19.30 Konzert. 20.45 Reisevortrag: Somaliland. — Rom, 19.20 »PI. 21 Geistl. Musik. — Straßburg, 17.30 »Die Passion des hl. Johannes« von Bach. 21 Geistl. Musik. — Wien, 16 Konzert. >*8.15 Chorkonzert. 19 Reisevortrag. 20.10 »Peer Cynt«, Drama von Ibsen. — Berlin, 18—20 AI te Musik. 20.15 »Undine«, Oper von Lortzing. — Breslau, 18 Volkslieder. 19.10 Kammermusik. 20.10 Serenaden und Suiten. — Leipzig, 18 Matthäus-Passion von Bach. 21.30 Hörspiel. — Mönchen, 18 Hörfolge. 20.10 Klingender Reigen. 21 Neue MusHc. »Ich lese hier gerade,« sagte die Gattin, »daß es auf einigen Südseeinseln noch dreitausend Menschenfresser gibt! Es sind jetzt aber vier Missionäre hingeschickt worden.« »Ach,« staunte der Gatte, »aber findest du nicht auch, daß das für dreitausend Mann ein bißchen wenig ist?« GeschMiles Publikum Achtung! Kaufen Sie elektrisches Material, Bedarfsartikel für Gaslci-hmgen, sowie Benzin, Oel und Naphta bei den angesehenen Finnen der Stadt Maribor. Es empfiehlt Ihnen dies Justin GustiniK Ausschußmitglied des Slow. Gewerbe Vereines, Vizeobmanii der metallurgischen Gewerbevereinigung, Mitglied des Zentralausschusses für flüssige Heizmittel des OremialVerbandes für Slowenien und Mitglied der Kaufleuteinnung für Maribor. Allen Abnehmern frohe Osterfeiertage I prcdilwcga podmoislra (Seifaktor Unteimeiater) Ponudbepod prediini podmojster na upravo Hat«. Ml9 Schmerzerfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihre innigstgeliebte, unver-nd Schwägerin, Frau geßliche Gattin, Mutter, Schwester u GeriK ^gata. seb. Horvat Lokomotivführersgattin am Mittwoch, den 5. April 1939 um 18 Uhr nach kurzem, schwerem Lei-n der hl. Religion, im 54. Lebensjahreden und versehen mit den Tröstunge gottergeben verschieden ist. Das Leichenbegängnis der tmvergeßlich Dahingeschiedenen findet am Freitag, den 7. Apnl 1939 um 15.30 Uhr von der Leichenhalle in Pobreije aus statt. April 1939 um halb 7 Uhr in der Die hl. Seelenmesse wird am 11. Magdalenenkirche gelesen werden, am 5. April 1939. Radvanje, Maribor, DIE TIEFTRAUERND HINTERBLIEBENEN. »Marrborer Zeftung« Nummtr 00 Freitag, den 7. April 1939 Sport 6fifefttaQ auf öer |3ir^n RIESENSLALOM »K0RDE2EVA OLAVA«—»ULETOVA KOCA« ZUM AUSKLANO DER WINTERSAISON Mit lebfiaftestem Interesse sieht man in allen Kreisen dem letzten Treffen unserer alpinen Meister auf der Petzen entgegen. Zum ersten Mal wird auf den bekannten Steilhängen zwischen dem 2114 Meter hohen Gipfel »Kordc^eva glava« und dem Sattel oberhalb der »U'letova koCa« eine Slalomstrecke über die Rekorddistanz von 2400 Meter ausgestreckt werden. Die Höhendifferenz zwischen Start und Ziel beträgt etwa 400 Meter, Die Tore werden so verteilt werden, daß nicht nur alle Eigentümlichkeiten der Terrains voll und ganz verwertet, sondern auch alle tech- nischen Feinheiten und Sonderheiten zur Gänze in Betracht gezogen werden. Für das Rennen, das am Ostersonntag um 9 Uhr vor sich geht, herrscht in allen Ski-fahrerkreisen das größte Interesse. Bisher haben sich die bekanntesten Vertreter des alpinen Skilaufes von Maribor und Celje angemeldet, die Staatsmeister Miran C i z e 1 j anführen wird. Auch die heimische Garde von Meiica und Crna wird vollzählig am Start versammelt sein, sodaß unsere sagenumsponnene Petzen nach langer Zeit wieder einen imponierenden Skifesttag erleben wird. : S, K. »Rapid«. Das Theiselheim ist zu Ostern und zwar vom Freitag bis Montag geöffnet. Er herrschen gute Schneeverhältnisse, : »Rapid« nach Graz. Die FußbaÜinann Schaft »Rapids« hat die Einladung zu einem Runidspiel am 16, d. in Graz erhalten. ; Die außerordetitliche VoUversamm- Jung des Radfahrerklub »Perun« findet Samstag, den 15, d. um 20 Uhr in der Restaurat on »Narodni dorn« statt. : Der Motoklub Marlbof hält Sonntag, den 16. d. um 9 Uhr vormittags im Caf^ ;>VeIika kavarna« seine Jahreshau|)tver-sammlung mit der üblichen Tagesordnung nb. Schiedsrichter der Ligaspiele. Die sonntägigen Ligaspiele leiten die Schieds richter Kap »Ljubljana«—»Slavija« (Va-razdin) in Lju'bljana, Mlinariö »Hajduk« —»Zemun« in Split, Stojanovlö »Gradjan-ski«—HASK in Skoplje, Stefanoviö BSK —BASK und Dokmanoviö »Jugoslavija« —»Jedinstvo«, beide in Beograd, das Match »Gradjanski«—»Slavija« (Sarajevo) in Zagreb wird ein italienischer Schiedsrichter berufen werden. : 12 LeichtathletikUämpfe wird Deutsch fand heuer bestreiten. Die Gegner sind Polen, Luxemburg, Frankreich, Dänemark, Italien, Estland, England, Belgien, Ungarn, Schweden und die Schweiz. Hiezu kommt ein Frauenkampf gegen Polen, Die Wintersportler von Oberkrain hielten am voriigen Sonntag die Jahreshauptversammlung ihres Unterverbandes ab. Dem Unterverband sind gegenwärtig 30 Vereine angegliedert. Die Zahl der verifizierten Skiläufer belief sich auf 96. Groß ist die Zahl der Schiedsrichter, deren es 31 gibt. Zum neuen Obmann wurde der bisherige Vizeobmann Pero Vovk gewählt. Sämtliche Staatsmeisterschaften f'elen' in diesem Winter an die Vertreter "on Oberkrain. : Der Jugoslawische Touring-Club, Fi-l\ilc Maribor, hält die ordentliche Jahres-! nuplversnminlung am Dienstag, den 11. um 20 Uhr im Hotel »Orek ab, : Die Cross-Country-Meisterschaft von Jugoslawien für Junioren gelangt am Ostersonntag in Zagreb zur Erledigung. Die Laufstrecke wird 5000 Meter betragen. : Ein Schv/immbassin beabsichtigt der Sportklub Varazdin zu erbauen. Gleich-zeilig will er auch die übrigen Sportanlagen in seinem Stadion ausbauen. : Punöec zurückgekehrt. PunCec ist von der Riviera zurückgekehrt. Nach kurzem Aufenthalt in Cakovec und Karlovac begab er sich nach Zagreb, wo er mit dem fra nzösischen'Tennislehrer Vissault trai-r'eren wird, • D!e Osijeker Fußballmeisterschaft er-^1ng der SK. Rata aus Bnrovo. Im letzten Match schlug er die Osijeker »Olympin« mit 2:1. : Ein Verband der Profession-ilboxer r-^ill in Beof^rnd gegründet werden. : Die Sportbeziehungen zwischen Deut';ch*r:id und Holtand wurden wieder hergestellt. : Auf c!:r Seo^rubc bei InSbruck wurde i'.nter Bctcir^ung der deutschen Sp'.tzen-iüiifer ein ToriniiF durchgeführt, der ganz ri:r,r;r::r'irh-!ctü Lels'ungen brachte. Bei den Männern holte sich Rudi Cranz den Karwendelpreis, bei den Frauen siegte in Abwesenheit von Christi Cranz die Ins-bruckerin Rosemarie Proxauf, ; Der Fechtkampf Veneria OiuUa—^Jugoslawien findet am 16. d. in Zagreb im Saal des Hotels »Esplanade« statt. : »Bocskay« kommt nicht. Im letzten Augenblick traf in Zagreb die Nachricht ein, daß der Budapester Profiklub »Bocs-kay« sein für Donnerstag angesetztes AtsaUetUfeU neraecrv- A:4r*v 3Beri)et nie fatjlföpflfl unl) jeefrauf! Spleeniges Testament eines englischen Greises. Zur Ausrottung der »zwei größten Übel des menschllohen Daseins«, der Kahlköpfigkeit und der Seekrankheit, hat ein englischer Greis in seinem Testament den größten Teil seines Vermögens ausgesetzt. Es Ist gewiß äußerst unangenehm, auf einer Meeresreise dem Neptun opfern zu müssen. Für einen eitlen Mann wird es auch niemals erfreulich sein, wenn er bemerkt, wie sein volles Haar sich lichtet und anstelle einer gut geschnittenen Frisur die Glatze tritt. Wenn aber ein Mann sein 82. Lebensjahr erreicht hat und auch dann noch wie Zeit seines Lebens in panischer Furcht vor Seekrankheit und Glatzköpfigkeit lebt, so spricht man entweder von einem Spleen oder von einem kleinen Geistesdefekt. Mr. Henry Revell Reynolds, der von einer solchen unerklärlichen Angst vor Seekrankheit und Glatzköpfigkeit besessen war, daß die Ärzte sich mit seinem Geisteszustand ernstlich beschäftigten, blieb sich allerdings in seiner Abneigung und Psychose noch nach dem Tode gleich. Weit davon entfernt, sich beim Herannahen seiner letzten Lebensstunden mit ernsthafteren Daseinsproblemen zu beschäftigen, setzte er ein Testament auf. das selbst in der Geschichte englischer Spleenigkeiten einzig dasteht. Den größten Teil seines Vermögens vermachte er der Wissenschaft unter der' Voraussetzung, daß sie sich besonders' um das Studium des Haarausfalls und die | Ursachen der Seekrankheit bemühe. In den Erläuterungen zu diesen testamenta-| rischen Bestimmungen ermahnte er allej jungen Männer, sorgsam ihr Haar zu pflegen, es täglich tüchtig durchzukäm-' men und durchzubürsten, kurz, er gab ihnen die Verhaltungsmaßregeln im | Kampfe gegen die Glatzköpfigkeit, die er, sich im Laufe eines 82jährigen Lebens erworben hatte. Es wäre indes ein Irrtum, wollte man annehmen, der spleenige Mr. Reynolds wäre ein Opfer desj Haarsausfalls geworden und hätte etwaj seit dem 25. Lebenjalir mit einem kahlen i Kopfe herumlaufen müssen. Ganz im Gegenteil! Sein schönes graumelie>tes Haar entlockte seinen Freunden noch bei den Feier seines 81jährigen Geburtstages laute Rufe der Bewunderumg, Man kann Spiel abzusagen gezwungen ist, da fünf Spieler zur Militärdienstleistung einbezogen worden sind. ^ : TmoIs in Aegypten. Im Kampfe um den Poksl der Nationen gewannen die Vertreter von USA gegen Aegypten mit 2 ; r und geg^n Pratikreidh gleichfalls mit 2 : 1. Die Kfimpfe des offenen Turniers haben bereits begonnen. Ueberra-schend kam bisher nur die Niederlage des Amerikaners Andersen gegen die Griechen Michaelides, der mit 6 : 1, 6 ; 3 gewann. ; In Cannes wurde ein Turnier beendet im Einzel schlug Bawarowski Im Finale den Franzosen Lesueur mit 6 : 3, 4 : 6, 6 : 8, 6 ; 1,>6 : 1. Im Doppel siegten Lesueur-Schröder über das frühere österreichische Meisterpaar Bawarowski-Metaxa mit 1 : 0, 1 ; 6, 6 : 4, 7 : 5, 6 : 4, : Querfeldeinlauf der Nationen. Auf der Pferderennbahn von Ely bei Cardiff gelangte der bekannte Querfeldeinlauf der Nationen über 14.4 Kilometer zur Entscheidung, an dem sich diesmal sieben Mannschaften beteiligten, näml'ch von England, Belgien, Schottland, Irland, Wales* Nordirland und Frankreich. Der klassische Wettbewerb ergab den vierten Sieg des englischen Spezialisten Holden, der in der bisher noch nie erzielten guten Zeit von 47:27 gegen die Kolon'alfranzo-sen El Ghazi in 47;42 und Amrauhe in 47:47 gewann. In der Länderwertung besetzte Frankreich mit 36 Punkten den ersten Platz vor England mit 95 und Belgien mit 115 Punkten. sich vorstellen, wie sehr gerade eine solche Anerkennung seiner jahrzehntelangen Bemühungen um seinen Haarschopf das Geburtstagskind geschmeichelt hat. Mit den Erfahrungen um die Seekrawk-heit war es bei Reytiolds nicht anders bestellt. Alle rwei Jahre machte er die Überfahrt nach Frankreich. Als begeisterter Radfahrer legte er dort im Laufe seines langen Lebens nach seinen eigenen Angaben mehr als 400.000 Meilen, das sind etwa 600.000 bis 700.000 lau, zurück. Vor jeder Überfahrt war er in großer Aufregung und erklärte seiner Frau, er sei'felsenfest davon überzeugt, dieses Mal würde er nicht um das Neptunsopfer herumkommen. Aber noch jedesmal nach dieser trüben Vo'raussage überstand Reynolds die KanallJberque-rung blendend. Er blieb selbst bei den schlimmsten Stürmen seelenruhig an Deck und verzichtete auch nicht auf die Hochgenüsse der guten Schiffsküche. Seine Frau dagegen zog es öfter vor, ihr Elend in der ScWffskabine vor den Augen des kerngesunden Mannes zu verbergen. Leben hat Reynolds auch nur Anwandlungen von Seekrankheit gespürt. Dennoch glaubte er steif und fest daran, einmal würde ihn das Übel doch ereilen genau so wie die Glatzköpfigkeit. Eingebildete Sorgen aber sind vielfach schlimmer als'wirkliche Not. @teinfd)Ian(\en uitb ^oaefntehfdicn Von unserem Dr. Pa.-Mitarbelter. Berlin, 5. April. Der durch seine interessanten Filme über das unbekannte Südarabien und über die Nationalparks in den Vereinigten Staaten wohlbekannte Forschungsreisende und Komponist Hans H e 1 f r 1 t z ist diesmal mit der Filmkamera den Spuren der Azteken in Mexiko und der heute längst vergangenen hohen Kultur dieses eigenartigen, einst so mächtigen Kaiserreiches nachgegangen. Das Ergebnis dieser Reise kreuz u. quer durch das Land der Azteken zu Pferd u. im Auto ist ein Ufa-Kulturfilm »Steinschlangen u. Vogelmenschen« (Herstellungsgruppe; Dr. Nicholas Kaufmann), zu dem Hans Helfritz selbst die Musik schrieb. Sein Film zeigt uns die staunenswerten Bauten aztekischer Tempel u. Pyramiden mit ihren grotesken Steinplastiken. Besonders eindrucksvoll sind die Aufnahmen des großen Schlangenheiligtums der Pyramide von Tenyuka mit seinen kunstvoll aus Stein gemauerten Schlangenlel-bern, die als Schmuck und Altäre dienten. Darüber hinaus zeigt uns der Film das Iveben der von den Azteken abstammen- den heutigen Indianer in Mexiko in ihren verschiedenen Kulturformen, Hierbei hat Helfritz manche alte aztekische Sitte aufgespürt und Stämme gefunden, die, noch ziemlich reinrassig, eine Vorstellung geben von dem Aussehen und der Kultuf d-es Aztekenvolkes, Wir sehen z. B. die Taraskafischer am Patzcuarosee, die Cha mulaindianer auf dem Hochland von Chia pas. Der Volksstamm der Otomi ist wohl der ursprünglichste von allen, und hier gelang es, einen religiösen Brauch zu filmen, der verschollen schien: der Flug der »Voladores«. Diesen Brauch schildern 9chon die alten Aztekenhandschriften. Die »panische Kirche hatte ihn als Teufelswerk verboten, und erst vor kurzem wurde festgestellt, daß er noch heute einmal im Jahre auflebt: Ein 30 Meter hoher Mast wird errichtet. Herumgewundene Lia nen erleichtern das Hinaufklettern. Oben wird ein drehbarer, sechseckiger Rahmen angebracht. Sechs Männer umtanzen den Mast mit Rasseln. Ueberkreuz gebundene Tücher auf dem Rücken deuten das Federkleid an, das die »Menschenvögel« in der Aztekenzeit bei diesem Anlaß trugen, Sie klettern hinauf und binden sich 4in Seilen fest, die um die Mastspitze gewickelt sind. Die kultische Handlung beginnt mit einem tollkühnen Hüpftanz in der schwindelnden Höhe auf einem winzigen Brett auf der Mastspitze. Dann folgt der gemeinsame Absprung der sechs Vo-iadores. Die Seile wickeln sich ab und setzen durch den Schwung das Gestell in Drehung. Dabei wirbeln die Tänzer um sich selbst. Drefund7wanzigmal dreht sich der Rahmen. Halsbrecherisch ist ^or allen Dingen die letzte Umdrehung dicht Uber dem Erdboden, bei der die Volado-res, die mit dem Kopf nach unten hangend in rasender Schnelligkeit den Mast iimkreisen, rechtzeitig sich herumwerfen. Aber durch die jahrhundertelange Uebung dieses traditionellen Brauches landen sie wieder wohlbehalten auf ihren Füßen. Lippenstifte auf der Stidsee-Insel »Ziviiiisation ist, wenn sich ein einsamer Mann in der Wüste trotzdem rasiert« — lautet eine scherzhafte Definition. Wenn sie richtig ist, so trifft sie in abgewandelter Form auch auf die Bewohnerin nen der Insel Tristan da Cunha im Südatlantik zu. Sie soll eine der einsamsten Inseln auf dem Atlantik sein. Ein Dampfer, der dort neulich anlief, brachte einige Pakete mit Lippenstiften und Puderquasten zu den »zivilisationshungrigen« Insu ianerinnen. Geldv^rteilung aul der Straße. Ein Bankkassierer, der durch die Straßen Oslos ging, begann plötzlich das Geld mit vollen Händen auszustreuen. Jeder Passant erhielt von ihm einige Geldscheine. Es entstand ein riesiger Menschenauflauf. Der Bankkassierer wurde, da er geistesverwirrt war, in ein Krankenhaus gebracht. Wenige Stunden später befand sich der gesamte Betrag — es handelte sich um rund 70 Millionen Kronen — wieder auf der Bank. Keiner der so unerwartet »Beschenkten« hatte einen Geldschein zurückbehalten. Heitere Ecke Die Karikatur. Der Künstler, ein bekannter Karikaturist, zeichnete die Karikatur eines modernen Damenhutes. Lachend zeigte er si^ seiner Frau. »Entzückendl« rief sie hingerissen aus. »Ich gehe gleich zu meiner Modistin, damit sie mir so einen Hut macht. So solltest aber wirklich die dummen Karikaturen lassen, wenn du so etwas Schönes entwerfen kannst, und Modezelchner werden.« Zweifache Deutung. Was sagst du dazu, Kurt? Mia behauptet, du hast mich meines Geldes wegen geheiratet?« »Glaub doch nicht so was, Kind! Die ist doch nur neidisch, daß ich sie nicht genommen habe, weil sie kein Geld hat!« Unter Kellnern. »Ist es nicht komisch, daß eher ein minderbemittelter Gast ein Trinkgeld gibt als ein reicher?« »Das ist durchaus nicht komisch. Dur Arme will nicht merken lassen, daß er arm ist; der Reiche will nicht merken lassen, daß er reich ist.< Freitag, den 7. April 1939 ^Mariborer Zeitung« Nummer 8C UiHsiliaMklii Hukästkau 2>(e QßflttDarenmärtte DIE VORWOCHE KENNZEICHNEN WENIG VERÄNDERTE PREISE, KLEINES GESCHÄFT UND RUHIGE HALTUNO . zu vorsichtigen Dispositionen hält weiter an. Das wichtigste Ereignis in der Berichtswoche war die Beltanntgabe des neuen Baumwollplanes Rooseveits, der all gemein in Diskussion steht. Auf den Getreidemärkten hat sich die Preiskurve nach dem Anstieg in der politischen Krise Wien, 4. April, Die Rohstoffmärkte haben auch in der verflossenen Woche auf politische Reizungen nicht mehr reagiert und behiel ten bei kleinem Geschäft und wenig veränderten Preisen eine durchaus ruhige Haltung. Die Tendenz der Verbraucher Ware und Provenienz Kupfer, London electrol. je t Pfd. St, Zinn, London je t Pfd. St. . * , . . Blei, London je t Pfd. St. .... . Zink, London je t Pfd. St...... Weizen, Chicago Cents je Bushel . « Weizen, Rotterdam fl. je 100 kg . . , Mais, Chicago Cents je Bushel . < < Baumwolle, Newyork Middl. Cts. . i Baumwolle, Liverpool ostindische . , Kautschuk, London Smok. d. je Ib. . , Kaffee, Rio loco Nr. 7. Milreis . . ■ Kaffee, Hamburg Vikg Rpf. . . . , Zucker, Hamburg März RM je 50 kg Metalle. Der Kupfermarkt zeigte in der Be richtswoche einen festen Grundton. Eine Stütze des Marktes bilden die fortgesetzten Käufe Sowjetrußlands und Japans. Auf dem amerikanischen wie auf dem außeramerikanischen Markt ist die Nachfrage weiter gestiegen. Dadurch wird der Kupfermarkt günstig beeinflußt, daß die amerikanische Ausfuhr in letzter Zeit etwas nachgelassen hat. D. Hüttenproduk tion der Welt stellt sich nach den Berech nungen der Metallgesellschaft-A. G. insgesamt auf 192.824 Tonnen Im Dezember 1938 gegenüber einem Monatsdurchschnitt in 1937 von 188.080 Tonnen. Im Jahre 1938 belief sich die Kupfererzeugung auf insgesamt 1,970.740 Tonnen gegen 2 Mil. 256.961 Tonnen im Jahre 1937. Viel beach tet wurde die Nachricht, daß die italienische Regierung 10.000 Tonnen der spanischen Kupfererzeugung sichergestellt hat. Auf dem Zinnmarkt hat der nach Veröffentlichung der Quotenbeschlüsse des Komitees erreichte Preis von 217 Pf. Sterl. etwas nachgegen. Die Tendenz des Marktes ist jedoch keineswegs unfreundlich. Aus den Diskussionen in USA über die Anlage von Kriegsreserven dürfte der Markt weitere Anregungen erhalten. Die Produktion von Weißblechen wächst und man nimmt an, daß bald stärkere Käufe zu erwarten sind, die den Ueberschuß der Zinnproduktion absorbieren werden. Besonders günstig ist die Entwicklung der Südwaliser Weißblechindustrie, die umfangreiche Reglerungsaufträge erhalten hat. In Fachkreisen rechnet man mit der Möglichkeit, daß, im Fall der Wirksamkeit der Quote von 40 v. H., der Puffer Pool etwas von seinen Beständen abgeben kann. Der B1 e i m a r k t lag bei nachgebenden Preisen sehr zurückhaltend. Man vermißt auch genaue Mitteilungen der Lead Pruducers Associatione über die statistische Lage des Bleimarktes. In Sympathie mit Blei war auch Zink rückgängig. Sowohl die Nachfrage nach Rohzink wie nach Elektrolytzink ist in letzter Zeit schleppend. Der USA-Zinkpreis wurde bei ruhigem Geschäft weiter auf 4.50 Cent gehalten. Getreide. in der letzten Woche verschob sich die Preisbasis nicht wesentlich und zeigt nur auf dem Rotterdamer Markt eine nennens werte Steigerung für Loko-Welzen. Die Aufnahmsfähigkeit des englischen Marktes ließ gegenüber der Vorwoche etwas nach, dagegen glaubt man in englischen Kreisen von weiteren Einfuhrplänen Italiens und Griechenlands auf 90.000, beziehungsweise 30.000 Tonnen Donauweizen zu wissen. Auch Spanien soll für Donauweizen Interesse bekunden, und zwar soll es sich um eine Menge von 100 000 Tonnen handeln. Der Abschluß des wieder ^twas gesenkt. 24. III 31. III. 48.75 49.50 Steigerung in o/o 1,5 Verminder, in ®/o 217,85 215.25 — 0,9 14.88 14.37 — 3,8 13,92 13.50 — 3.0 67,63 68.25 0,9 — 3.45 3,65 5,8 — 47.63 47,75 0.3 — 9,10 8.83 — 3.0 3,77 3.69 — 2,1 8,06 8,00 — 0,7 128.00 132.00 3,0 — 31,00 . 28.00 — 9,0 4,07 4,07 — — deutsch-rumänischen Handelsvertrages LJublJana, 5. April. — Devisen Berlin 1778.12—1795.88, Zürich 995 neue Baumwollplan Rooseveits hat besonders in Aegypten starke Besorgnisse hervorgerufen. Dort hat eine Abordnung der BaumwoUpflanzer beim Ministerpräsidenten vorgesprochen und gleichfalls die Einführung einer Ausfuhrprämie verlangt. Mit Spannung werden Erklärungen über die Einzelheiten des Subventionsplanes, insbesondere die genau Höhe der Sub-sidien erwartet. Kautschuk. Der Kautschukmatkt war in der Berichtswoche wenig belebt. Die Käufe beschränkten sich auf den dringendsten Be darf des Handels, wobei aber auch von selten der Verkäufer Zurückhaltung herrscht. Die Preise haben gegen Wochen ende leicht nachgegeben. Die Nachrichten über den amrikanischen Verbrauch laeten weiter günstig. Die jetzt vorliegende ame rikanische Reifenstatistik läßt ansehnliche Produktionszunahme erkennen, da 8.9 Mil Honen Stück Reifen im Jänner-Februar hergestellt worden sind, mithin um 78 v. H. mehr als im Vorjahre. LJublJana, 5. April. — Devisen Berlin 1778.12—1795.88, Zürich 995 gangen, weil auch die jugd^lawische Aus fuhr nach der Schweiz gesunken ist. Die Schweiz hegt die Absicht, ihre Ausfuhr nach Jugoslawien zu erhöhen. Aus diesem Grunde wird nunmclir die Möglichkeit erörtert, wie auch die jugoslawische Ausfuhr nach der Schweiz erhöht werden könnte. Man erwartet, daß die Tagung dieses Ausschusses bereits im Laufe des morgigen Tages beendet sein w'rd. In gut unterrichteten Kreisen wird behauptet, daß nach dieser Tagung eine große Besserung in den Handelcbeziebunfren zwischen Jugoslawien und der Schweiz eintreten wird. X Im Clearing mit Italien ist nach den letzten Ausweis die jugoslawische Passivpost bere'ts auf 31.1 Millionen Dinar angestiegen. Im Verkehr mit den Gebieten der ehemaligen) Tschecho-Slowa-k ei beträgt der Passivsaldo 64.4 Millionen Kronen oder fast 100 MMlionen Dinar. Im Verkehr mit De u t s c h 1 a n d'hinge-gen ging der Aktivslado Jugoslawiens etwas zurück und beläuft sich auf 18.1 Millionen Mark (fast 250 Millionen Dinar). X Zwei dalmatinische Zementfabriken sind wieder in heimische Hände übergegangen. Es handelt sich um den Industriellen und Reeder Marino F e r i (5, der die Unternehmungen »Adria Portland« in Solin und »Dalmatia« in Kastel Suöurac von Italienern erworben hat. ^ X Die neuen Autorentantieineii sind 'n der von der letzten Nummer des Amtsblattes veröffentlichten Verordnung ent- scheint bei anderen Donauländern, in erster Linie bei Ungarn, gewisse Befürchtungen auszulösen, daß sie ihren Weizen Überschuß nicht mehr zu denselben Preisen in Deutschland absetzen könnten, da dieses seinen Bedarf in Rumänien billiger eindecken kann. Die Verschiffungen Argen tiniens waren in der letzten Woche wenig umfangreich, obwohl die Abgaben der Erzeuger unvermindert anhielten. Argentinien muß daher nach wie vor um einen verstärkten Absatz seines Welzenüberschusses bemüht sein, und zwar in erster Linie in Europa, da der Fernostmarkt in China noch immer von Australien beherrscht wird. Der Abgabedruck Argen tiniens wird daher die Weltwelzenlage der nächsten Wochen und Monate weiter beeinflussen. Die Weltverschiffungen betrugen in dieser Woche 220.000 Tonnen gegen 286 Tausend Tonnen in der Vorwoche und 252.000 Tonnen in der entsprechenden Vorjahrswoche. Sie waren also nicht sehr umfangreich. Von der Gesamtmenge gingen 143.000 Tonnen nach Europa. An den nordamerikanischen Märkten liegen die Weizenpreise fast unverändert, da sich die preisbestimmenden Momente gegenseitig aufhoben. Die Schätzung der diesjä rigen Winterweizenernte des Landwirtschaftsamtes der Vereinigten Staaten belief sich auf 13.2 Millionen Tonnen, die der Sommerweizenemte, normale Witterungsbedingungen vorausgesetzt, auf 5.4 Millionen Tonnen. Danach würde die Wei zenernte dieses Wirtschaftsjahres 18,6 Millionen Tonnen erreichen, gegen 25.5 Millionen Tonnen als endgültiges Ergebnis des Vorjahres. Bei einem voraussichtlichen Ueberbrückungsbestand v. 7.5 Mil lionen Tonnen zum Ende des Wirtschafts jahres dürfte eine verhältnismäßig kleine USA-Weizenemte, die nicht erheblich über den Eigenbedarf der Vereinigten Staaten hinausgeht, zu einer nicht unwesentlichen Entlastung des Weltweizenmarktes führen. In Liverpool zeigten die Weizenpreise keine wesentliche Aen-derung, da jede Führung durch die Ueber seemärkte fehlte und von Plata-Weizen ein anhaltender Druck ausging. Im Zuge der Umstellung von März- auf Malslch-ten zogen die Preise in Rotterdam um fast 1 RM je Tonne an, während sie bei gleichzeitiger Umstellung von Septemberauf Novembersichten um RM. —.40 nachgaben. Baumwolle. Der neue Baumwollplan Rooseveits hat kaum zu einer Klärung der Marktsituation geführt und im Gegenteil eine allgemeine Nervosität auf den Baumwollmärkten ausgelöst, wobei die Preise auf den meisten Plätzen nachgaben. Stärkere Prets-einbrüche waren auf ' dem Liverpooler Markt zu verzeichnen, der sich jedoch ge gen WoChende wieder beruhigte. Der 1005, London 207.15-210.35, Newyork halten. Demnach werden alk öffentlichen 4406J5__4466.75, Paris 116.95—119.25, lokale im Staat soweit in ihnen niusiziert Triest 232.95—236.05; deutsche Ciear ng- Kategorien eingeteilt, nach denen schecks 13.80, engl. Pfund 238, iim freien pich die Höhe der Tantiemen richtet. Die Verkehr 258 | größten Lokale im Staate werden nicht Zagreb, 5. April. — Staatswerte: eingereiht und treffen mit dem Autoren- "u J d ftty Rioir 100 102* beträgt. Der Tarif führt ferner die Agratibaak 215-0.' NaUonalbaik 7523-^ »brigen Taxen an so für Konzerte, Radio giai-uai 1 Ljubljana und Maribor sind in die zweite Gruppe eingereiht, Celjc in die dritte, in die vierte alle übrigen Städte mit mehr als 10.000 Einwohner und in die fünfte Gruppe alle übrigen Orte. 0. — eiaii& Der (ugoflotoffclben iTtQtional&aiil B e 0 g r a d, 5. April. Der Stand der jugoslawischen Nationalbank am 31. III, im Vergleich zum Stand vom 22. März | |#W0MwV^IWPlP verzeichnet folgende Veränderungen; A k t i V a; Die Golddeckung ist um 0.6 Millionen gstlegen u, beträgt 1915.6 Millionen Dinar. Die Devisen, die als Dek b. Handbuch der Kulturseschlchte. Heraus gegeben von Dr Heinz Kindermann. Etwa 3000 Abbildungen. Zahlreiche vierfarbige und ....................—----- . . oinfarbige Tafeln. Preis 2.80 RM pro Liefe- kung nicht mitgerechnet werden, verzeich rung. Akademische Verlagsgesellschaft Athe-neten einen Rückgang um 28 Millionen I naiem Potsdam. Dieses gewaltige und viel- auf 438.3 Millionen Dinar. Der Posten des geprägten Geldes ist um 22.1 Millionen auf 323.4 Millionen Dinar gesunken. Die Darlehen sind um 19.3 auf 1675.5 Mil lionen Dinar gestiegen. Der Reservefond ist um 2 Millionen auf 237.5 Millionen und der Posten der verschiedenen Aktiva um 0.9 auf 2043.2 Millionen Dinar angewachsen. Die gesamten Aktiva verzeichneten eine Summe von 9353.7 Millionen Dinar. Passiva: Der Banknotenumlauf ist um 275,5 Millionen angestiegen und beträgt gegenwärtig 6805,9 Millionen Di nar. Die Sichtverpflichtungen sind um 295.1 Millionen zurückgegangen und betragen jetzt 1808.3 Millionen Dinar. Der Posten der verschiedenen Passiva ist um 7.4 Millionen zurückgegangen und be trägt 251.2 Millionen Dinar Banknoten- seitlge Thema spiegelt sich in ganz bestimmter zeltlicher Einstellung in den neu erschienenen Lieferungen. In ihrem Mittelpunkt steht das 17, Jahrhundert, die Zeit des Ba* rocks. Auch die Fortführung der »Kultur Skandinaviens« durch Prot. H. de Boor zeigt diese typischen Vorzüge. In den nordischen Ländern steht im 17, Jahrhundert der Kampf des Individuums um sein Geltungs-recht im Mittelpunkt des kulturgeschichtlichen Interesses. , ^ b. Wasserfreuden, Luft und Sonne, — bald ist es wieder so weit! Und wie ist es mit Ihrer Badekleidung bestellt? Fangen Sie doch schon jetzt damit an, sich recht hübsche und zweckentsprechende Badesachen selbst zu arbeiten. Es ist gar nicht schwer, wenn Sie sich der ausgezeichneten klaren Arbeitsanleitung des Beyer-Bandes 401 »Bade- und Strandsachen selber zu machen« (Verlag Otto Beyer, Leipzig) bedienen. In ihm finden Sie das Neueste der Bademode für Da- ----- ----------- ------ --------j aie udö 1-1CUC31C uci Dauciiiuuc lui i-*a- umlauf und Sichtverpflichtungen betrugen Herren: Badeanzüge ein- und zusammen 8614,2 Millionen Dinar. Die' • •• • • gesamte Deckung mit 28.5 Prozent Prä mie verzeichnete einen Wert von 2461.6 Millionen Dinar und die Deckung: 28.57 Prozent. Das Gold In den Kassen mit 28.5 Prozent Prämie beträgt: 2447 Millionen Dinar und die Deckung 28.41 Prozent, X Die Handetovertragsverhandlungen zwischen Jugoslawien und der Schweiz. B e o g r a d, 5. April. Wie bceits berichtet, tag^ bereits seit einigen Tagen in Beograd der ständige schweizerisch jugoslawische Wirtschaftsausschuß, 'Auf dieser Tagung wird Insbesondere die Fra ge der Förderung der gegenseitigen Han zweiteilig mit dem modischen Rückenaus schnitt, Strand- und Luftanzüge mit kleinen Bolerojäckchen die auch für viele andere Zwecke zu verwenden sind. Zu allen teilweise farbig gezeigten Modellen finden Sie gut passende Schnitte in diesem Heft u, aus seinem beiliegenden Schnittmusterbogen. Sie erhalten es für 80 Pfg. in jedem einschlägigen Geschäft. Der teuere Knopf. »Haben Sie die Sache mit Gruber gehört?« »Nein, was hatte er denn?« »Der hatte doch einen goldenen Kragenknopf verschluckt, und nun ________^________ „ . hat er delsbeziehungen^erörte"rt." Durch" die Er-1 sich operieren lassen. Das hat ihn 10.000 Weiterung der Einfuhrkontrolle auf die Dinar gekostet.« Nichtclearingstaaten ist die schweizer »Donnerwetter, da wär aber doch ein Ausfuhr nach jligt^lawlen stark zurückgej neuer Kragenknopf billiger gewesen.« >Mariborer Zeituo^c Nummer 80 Freitag, den 7. April ld3& fi['! fijiilir iilelilfli wir Blusm: aus starkem Oarn, gut waschbar ........ Trikotseide, Sportfa^on . . Spitzenbluserln, elegant u. duftig ........ Strumpf«: Flor, für den täglichen Gebrauch ....... Seidenflor, haltbare Strapazsorten ....... Waschseide, alle modernen Farben ....... Reinseide, für gewählten Geschmack Handschuhe: Zwirn, gut waschbar . . . Trikot, haltb. Lederimitation Leder in allen Modefarben . Das Neueste in Htftblttmen und Schlsfeml Din 65-~, 35--, 28-- Din 40--, SO«- CMn 44-- Din 13.-, lO*- Din 25-, 20-- Din 29-^, 24-, 14-- Din 70--, 55--, 48-- Din 15-- Din 30--, 28-, 20-- Din 70--, 55--, 48--- 3096 3096 W Hallo» Hallo I Dauerwellent Dann nur bei Drlie^i^ an der Reichsbrückel Neueste Apparate! Rasieren nach amerikanischem System Stuteen. Solideste BedienunRl 3589 Jede Dame und jeder Karelier kauft Ostereien Hasen* Bonbonnieren und Liköre nur beim »KAYALIRc. Qosposka ul. 28. 3025 Für die Osterfelertage die besten Weine in beliebiger Auswahl erhältlich bei Senl-ca, Tattenbachova. Ueber die Gasse — wie stets — bedeutender Nachlaß» 3078 FUr dto F^Urtag« feinstes Milchbrot. besite Triester Blatzen. Nußpotizon, süßes Bauembrot Dr. Koff-lers Qesundheltsbrot« Haus-kekse. Ditbethikerbrot, Back haus Robaus Nachfolger Ra-ku$a. Koroika c. Z4. 3Q58 Busehenscbank, von 5 Liter aufwärts Obstmost, Ma-schanzker Aepfel zu verkaufen. Lachalner» St. Peter, iWaleönik. 3092 Zu den Feiertateii guter Wein bei Halbärth. Kalvar-gflca 2. 3099 Heute, Freitag, Samstag und Sonntag frische Seefische aller Art; dieselben können auch als roh mitgenommen werden, Restauration »Lju-tomer«, RotovSkl trg. 3113 Buscbenschank Sturm, Po^e-hova bei der Ziegelfabrik, erstWassiger Wein, von 5 I aufwärts zu Din 7,—. 3116 Festlich geschmOckte OSTEREIER aus Schokolade und Osterti-guren, Bonbotmieren sind die richtigen FMdeackiakt. — Schön, billig und stets sroße Auswahl bei KaTfltr. Qospo-ska 28. Trinken ^e auch zum Festtag die feine Kava-ttr-Kaffeemlschung. Felrjes Aroma. 3115 2» Wohiuifflinert fast neu* preis wert zu verkaufen. Adr. Verwaltung. 3012 Fast neue Dopoeltlire samt Tflrstock sowie Doppelfenster samt Stock billig zu verkaufen. Kozarieva 40, Parterre. Z-3 Uhr. 3109 Erstklassige OsterschlBkcn mH oder ohne Hant, letzt nur Din 16.— per kg. Seleh-fleisch jeder Art sowie Huis-Würste große Mengen lagernd. Es empfleMt sich Fleischhauer «. Selcher Valentin Smode. Pobreile. 31H SteUenloser Gehilfe verkauft billig mehrere sehr schön polierte Kasetten (Nibschatul-als OstergescbenJc g^ dgnet. Zu besiehtixen in der Tischlerei. FrandiMcanilka 13. _3104 Vcrzfigllcher Wein ab 5 Liter Meljski hrib 33, DernjaC. ans Hofwohnung, Parterre, drei Zimmer und Küche, ohne Par kettboden, nur an ruhige anständige Partei sofort ni ver mieten. Anfr. Llvada 2, Hausmeisterin. 3026 T MObL ssn. Zlmmir. Bahn* hofnähe, Zrinjskexa trg 6/II. 3103 Zimmer mit s^ar. Cingang zu vermle>ten. Cankarjeva 1, II. Stock. 3112 Sonniges, rein möbliertes Zimmer mit separ. Eingang, Parknähe, sogldch zu vermieten. Anfragen Verw, 3967 Leeres sonniges Zimmer mit separ. Eingan£ sofort oder mit 15. IV. tu vermieten. Ta-borska 20. aog] SckfltMs Zimmer beim Haupt platz, auch für Kandel ge-siiaet. so vermieten. Adr. Verw. 3080 Einzimmerwohnung samt Qar ten aib 1. Mai an kinderloses Ehepaar zu vemHetsn. Adr. In der Verw. 31W SUtitk Selbständige Köchln wird auf genommen. Hutter, Baldova ul. 2._^ Tüchtige Köchln, die auch an dere häusliche Arbeitet) verrichtet, wird für den 15. d. zu 3 Personen gesucht. Adr. Verw. 3015 Male^lehrOng wird aufgenom men. Lu2nik Ivan, Zg. Rad-vanje 75. 3062 Junger Zuträger per sofort gesucht. Anzufragen Caf6 RotovI. 3107 Klnderiräulein, der deutschen Sprache perfekt, mit Nähkenntnissen bevorzugt wird gesucht. Anzufragen Slom-5kov tre 5. 3030 Zimmer, sonnig und in jeder Beziehung rein, suche mit d, M. Oefl. Anträge unter »Rein« an die Verw. 3054 JUttäSiiH GMchSftihau* Zentrum Maribors, Gelegenheitskauf, nur 400.000. Rapidbüro, Qosposka 28. 3117 Verkaufe Haus, 888 m'. Parzelle 16.000. Zg. Radvanje. Ende Hostejeva ullca. Anfragen bei Oracel Blal 3075 Haus mit Qartea zu verkaufen, sehr günstige Lage zur Eröffnung eines Geschäftes. Zuschriften unter »Günstig« an die Verw. 3110 DankfagunB Für die vielen Bew^eise aufrichtigfer Freundschaft zu unserem veratorbenen lieben Bruder, Schwager und Onkel, Herrn Mag. pharm. Alois Siraic Apothaker sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Be« sonderen Dank sagen wir Herrn Senior Baron für die ergreifenden Abschiedsworte sowie für die vielen Kranzspenden. Die tieftranenid Hinterbliebenen. MARIBOR. den 6. April 1939. Eil iiizK ItlM itae All? ROMAN VON HANS JOCHEN VON PLEHWE Copyright 1937 by Aufwärts-Verlag. Berlin SW 68 16 Ueberdies glaubt sie — halb aus eigener Scharfsichtigkeit heraus, halb hat sie ihren jungen Gast so nach und nach ein bißchen ausgeholt —, die Gründe von Quitts Kummer und Blässe besser zu kennen als der Geheimrat. Doktor Birk ist ein gutaussehender Mann, im besten Alter ge liebt zu werden, und seine Sekretärin, ein Eweiundzwanzigjähriges junges Mädchen — also im besten Alter, sich zu verlieben —, da braucht es wirklich keine große Phantasie, den wahren Tatbestand herauszufinden. Quitt merkt, daß die alte Dame sie gern hat. Sie spricht auch immer sehr freundlich von Doktor Birk, was Quitt um so höher einschätzt, als Frau Geheimrat Starck sonst in ihrem Urteil über andere Leute sehr scharf und kritisch ist. Daß sie hier so oft das Lob des geliebten Mannes singen hört und, wie sie meint, ohne Verdacht zu erregen, selbst mit einstimmen kann, macht ihr den Aufenthalt In der hüb sehen Grunewaldvilla besonders lieb. Qu tt ist nämlich naiv genug, zu glauben, daß ihre mütterliche Freundin nichts von Ihrer großen und hoffnungslosen Liebe ahnt, und nimmt gern die Gelegenheit wahr, von ihrem Chef zu sprechen. Der Plan mit Barbaras Bild »Mittag im Garten« ist leider nicht geglückt. Frau Starck hat das Atelier besichtigt, alles sehr schön gefunden und gelobt; aber sie konnte sich doch nicht entschließen, eins der vorhandenen Bilder für die Sammlung ihres Mannes anzukaufen. Sie verspricht zwar bestimmt, in absehbarer Zeit ein B'ld zu bestellen; aber Barbara glaubt nicht recht daran, daß dieses Versprechen eingelöst wird. Die junge Malerin hat überhaupt keine gute Zeit augenblicklich. Manchmal ist es zum Verzweifeln. Wie soll man mit Mut und Glauben weiter arbeiten, wenn es im mer und immer nicht gelingen will, irgend jemand für ihr Schaffen zu interessieren? Die Ateliermiete vom vorigen Monat ist erst halb bezahlt, das heißt nur zu dem Teil, der auf Quitt entfällt, und ewig wird der Hauswirt nicht Geduld haben. Niemand scheint Barbaras kleinen Aushänge kästen unten an der Tür zu bemerken, umsonst warten die beiden jungen Mädchen auf den sagenhaft reichen Amerikaner, der für viele, viele Dollarnoten ein Bild zu erwerben wünscht. Manchmal geht es recht knapp zu draußen in der kleinen Atelierwohnung im Westen Berlins, jetzt wo Quitts bißchen Geld für zwei Leute reichen muß. Als Quitt eines Abends im letzten Drittel des Juni wieder einmal zu Starcks hinausgeht — es ist halb neun Uhr und sie hat schon zu Hause zu Abend gegessen —, hört sie schon auf der Diele, daß das Ehepaar nicht allein ist. Drinnen erklingt ein Lachen, das ihr bekannt vorkommt. Sollte Sascha Stein . . .? Sie will instinktiv umkehren, aber das Mädchen hat sie bereits angemeldet. Die Tür zum Wohnzimmer öffnet sich. Drinnen am Tisch, unter der schweren, holzgeschnitzten Stehlampe, sitzt die schöne Schauspielerin zwischen den beiden alten Leuten und plaudert und lacht. Quitt wird von den Starcks freundlich, wie immer, willkommen geheißen. Sie fühlt sich scharf von Frau Stein beobach- tet während dieser kurzen BegrUßungs-szene, und diese Aufmerksamkeit laßt auch nicht nach, als sie Doktor Birks Braut selbst die Hand gibt. Quitt ahnt nicht, was ihr plötzlich in Sascha Steins Augen solches Interesse verleliht. Auf jeden Fall freut es sie aber, daß sie ihr schwarzseidenes Kleid anhat, das noch so gut aussieht, obgleich es schon drei Jahre alt ist. Sie möchte nicht zu schlecht bestehen vor dem schönen, forschenden Augenpaar. Quitt kriegt einen Stuhl und ein Glas Wein, und hat ein bißchen Zeit, sich aufs neue in die altbekannte Umgebung einzugewöhnen, die durch Sascha Steins Anwesenheit eine ganz veränderte Note erhält. Die Schauspielerin sieht entzückend aus Quitt hat sie bisher nur in Hut und Mantel gesehen; heute trägt sie nun einen leuchtend roten Kimono, den eine gedrehte Goldschnur mit dicker Troddel zusammenhält. Sie wifkt ganz fremdländisch in dieser eigenwilligen Bluse; ihre großen, schwarzen, dunkelbewimperten Augen ste hen wie nächtige Bergseen gegen die weißblonde Helle des Haares. — Wie alt mag sie wohl sein?, denkt Quitt. Wie jung ist das Gesicht, doch wie alt sind die Augen! Sascha Stein erzählt von Paris, und der Kommerzienrat fragt dazwischen oder ergänzt hier und da ihre Worte. Beide kennen das gleiche kleiine Montmartre-Lokal, wo man so teuer und so gut essen kann, und jenen hübschen Spaziergang im Park von Fontainebleau; beide finden sich In iihrer Liebe zur gleißenden, spielerischexakten Ballettfreudigkeit der Pariser Oper. Sascha hat eine hübsche Art, ihre Schilderung mit kleinen Gesten anschaulicher zu gestalten. Ihre Hände sind schön, aber mit Ringen überladen. Warum ist der Doktor nicht mitgekommen? denkt Quitt. Sascha kennt die Starcks doch gewiß nür durch ihn. — Sie spricht die ganze Zeit über kein einziges Wort von ihrem Bräutigam, so als ob er gar nicht vorhanden wäre. In wenig Wochen heiraten sie doch schon — wie soll das werden mit den beiden? Da taucht wieder Peter Birks Gesicht vor Quitts geistigem Auge auf, Petruchios düsteres, unfrohes Gesicht, wie sie es seit jenem schweren Tage kennt, da er zum ersten Male von seiner Verlobung sprach. »Sie sind so still, Fräulein Petersen!« sagt Frau Stein freundlich. »Sie kennen Paris nicht?« »Nein , .sagt Quitt. »Ich kenne über haupt nichts von der Welt. Ich bin nie gereist.« »Das ist traurig für Sie. Nichts ist schöner als heute hier und morgen dort zu sein. Ich für meinen Teil bin^ein richtiger Zugvogel.« »Der jetzt aber doch kurz davor steht, seßhaft zu werden — nicht wahr, Frau Stein?« sagt Frau Geheimrat Starck und sieht die schöne Schauspielerin von der Seite an. »Es ist zu schade, daß Ihr lieber Herr Bräutigam gerade jetzt so mit Arbeit überlastet ist. Wir freuten uns früher sehr, ihn von Zeit zu Zeit bei uns zu sehen.« »Ja, es ist wirklich nicht hübsch, wie Peter von seiner Arbeit beschlagnahmt wird. Ich bin natürlich die Hauptleidtragende dabei; aber ich sehe es ein, daß das Wohl seiner Patienten allem anderen vorgeht.« Geheimrat Starck hat sich in seinen Stuhl zurückgelegt. Seine schmalen weissen Hände gehen nervös auf den Nickelgriffen hin und her. Man merkt ihm oft an, wie schmerzlich er seine Hilflos'^keit empfindet. Vielleicht am stärksten, wenn ein Gespräch wie eben die einstige Freude se'nes Lebens seines Lebens heraufbeschwor: das Reisen in fremde Länder. (Fortsetzung folgt.) Cbefrcdaliteur und für die Redaktion verantwortlich: (IDO KASPER. — Druck der „Marihorska tiskarna" In Maribor, — Für den HerauRgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.