IVi SS Ireltag dm 3«. Aprit 187S.! !>V Jahrgang Die ^S^urhnkger Seitiliig" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch nnd Freitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 st..halbjährig S fl., vierteljährig 1 fl.Lo k: für önstelluog in» Hau» monatlich Ii) tr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., .viertel>ährtg 2 fl. Jnsertionigebühr 8 kr. pr. Zeile. Kit Ausübukg dts Wahlrechtes und die Koste«. tch ^ Marburg, 2S. April. » - minder schwer als die Rücksichten auf Zeitersptrung fallen bei Ausübung des Wahlrechtes- die Kosten inS Tewichl. Wah^ordnavgkn, die so wetrig ihrem Begriff entspiechtv, wi^e jene für unsnkn Landtag und zumal für den RtichSralh . . : solche Wahlord-auvgev finden sich nicht mehr, so iveit in poli-tifchei» Dmgrn abgestimmt lvird. Dii manchen Wahler haben die nnvermeid-lichev "VaaranSlagen von dtr vet Heiligung abge-schreck; und slüd namentlich die Kosleu 0er dring' lichften A^ilaNon so bedtutend, daß wer elnma^i in emem Wohllomite gts.sskn und thüUg getvesen, das näthste Mal gew öhnlich sür diese Ej/re ab-lthntvd.sich bedat»kt. ^'.SoAe.a die Kosten bei Ausübung deS Wahl-rechtes Möglichst vertingert iverdca, so. ist eine »atiuliche Ptlppng der Wohitreis'?, die gcographijch yjcht.nnletbrocheae Adgrenzmig deljrldt« izner^ . lüßlM. D»e lveftlmmunge», wie viele Berichtigte ein Wahlkeis zühlev, wie viele W-Hsorte er dadst. Iol>, mns^ey gründlich geqnder; iveröe». Kch eMtzW Ü«d demsewEn Stachmiltag" oberem,nig' ^eiiK, an, etneiq n^d deinsetbeu Tage muß die ^tMMgehnaa beendigt l»iu, damit, die Zeitdauer dem.^^^^Mger,^ weicher ftch betheiligi, keine M»,Slioge. AMSgahe^ .veiuisacht — damit WS. isin^i solche als nothlveu^ig stch.eripech, fpfteüs^ej opez/wenigstenS mit AuS- lagen betrieben werden kann, ivklche zur Sache in richtigem Verhaltniß stehen. Je rascher der Verfaffuligsstaat. seiner Vol' leadung sich nähern soll, desto eher müssen diese Grundsätze Geltung erlangen. Der Höchste staniöfisch-deuische /eld)«g. ^ ' Von allen Blättern deS deutschet! Reiches legt die „Kölnische Zeitung" den eitientlichen Kern d,r belgischen Frage am klarsten dar. Die Belgier, lesen »vir u. A., zeigen eine Hinneigung zu Frankreich, tvelche Deutschland beunruhlgt — zeigen Kalle und Mihachlung gegen die Deutschen, obschon sie diese als ihre Schutz-wehr ansehen mi^htev, und sie' liebäugeln mit den Franzosen, obschon ihnen von diesen Gefahr droht. DtNl» sie wüßte« eS wissen, daß die Franzosen und selbst Thiers Belgien als die Slruße deS RachezugeS nach Deulsc^and bezeichnen. Unter solchen Umständen tverde eS sich die deutsche Regierung überlegen, ob sie ferner ihre schützende Hand über Belgien holten oder eS dem Ero^stMksjsgetvste de? Franzifstn überlasten solle. Letztere Belleitat dürste wohl' noch ihre gnten Weg, haben. Denn mit diesem Bissen tvürde wahrscheinlich. Frankreichs Appetjt nicht gestillt, sondern: n»;k noch lebhafter angeregt werden. Allein vom Beginne der Neklamotion Deutschlands gegen Belgien mußte eS jedem Politiker klar sein, daß daS Bskliner Kabiuet nicht ohne^ re fliche Ueber» legung und zwingende Nothtveüdigkeil diesen Schritt untervommen haben kann. Ja Berlin konnte mau sich unmöglich einer Täuschung hingeben über daS Aufsehen, über die Beunruhigung, welche diese Reklamation hervorrufen werde, llnd hätte man sich, wüS>fast undenkbar scheint, einer solchen Täuschung hingegeben, so würde man nach dem unerwtnleten Effekte die Fühlhörner schnell wieder eingezogen haben. Allein die preußischen Offiziösen haben nur aus den übe,flüssigen Lärm kalmirend ein» gewirkt, die Frage selbst haben sie immer schärfer und schärser dcleuchtet. " - Auch die ziveite Note deS Berliner Kalij. netS hält die Reklamation ausrecht, obschon eS doch trotz aller Dementis klar liegt, daß dieselbe diplomatische Schwlertgkeiten bei andern Mächten erretit hat. Die deutsche Note berührt zwar nicht direkt den.Puukl der Besorgnisse. Sie konnte wohl nicht. Reklam<^t«onen wegen Ereignissen der Zukunft erheben. Sie mußte, um nicht inS Leere zu greifeNs sichere A.uhaltSpul»tte wählen. Sie wandte sich zunächst an daS belgische Kabinet wegen eiaeS bestimmte« FalleS und,' wegen der klcrital-sranzöszschen Agitationen. Hier hatte sie sestcrn Boden unter, den Füßen. Denn darüber, kann eS wohl keinen Zweifel geben, daß eiauu neutrateA Staate Nicht erlaubt lein kanl», Kanonen avzuschteßea, deren Geschosse auf nachbarliches Get»tei. fallen. Die. deutsche Ne-giernng würde eS aber sicheiltch vorgezogen haben, sich auch gegen die belgische» Agitationen passiv zu schützen, wie sie eS gegen dieselde» Ngitatio-nen ond,rer Staaten tl»un muß, . weoil^lhr nicht daran gelegen.wäre, diesen neatralen Nachbar zu «sonditer» und Mit ihm aus irgend eine Art inS Reine zu kommen. Denn eine Neutralität, welche allem Anscheive nach nur alS spanische Wand sür dte Kriegspläne eines revanchelststernen Fein- Veuilletott. Der tehtk seiaes Stammes. Herausgegeben von I. F—e.' (Fortsetzung.) Einen Hinterhalt, um noch seinem getvall-thäligen, trotzigen Sinne etu Opfer zu Hungen, um noch Rache zu netjmea jur dle Behandlung seiner Gtliet)t«n, sür seine eigene Verjolgun^i, und dann silr immer daS Land, den Weillheil zu verlasseu. in dem er als geächteter, dem Henkel verfallener Gerbrecher erkannt war? Der ttleije Diener sah ehrlich auS. Er kvnitte selbst getäuscht sein. Wir traten in das hohe Portal, in nne weite Halle. gekommen.- „B'schreiben Sie sie." Der Dtetter deschrteb Antonie Htin. „statten Sie die Dame schon früher einmal gesehen?" „Niemals." „Wie kannte sie Ihren Herrn ?" „Vle ivar sehr vertraut mit „Hat Ihr Herr Ihnen kcin.n Auftrag hin-terlassen?" „Nein.- Karte, aber et ist dasselbe, alt weua sie eS auf zehn Karten setze« würde. Gelingt ihr der Aug, so hat sie den Feiud auch bet der Kthle und nach zwei oder drei Schlachtea ganzlich zu Boden geworfen. Die Mtisien Mächte gefallen sich nun darin, die Möglichkeit eine« solchen FtldzugeS zu be-strettin oder über die Voraussicht Deutschlands zu lächeln, und die Franzosen selbst erklären mil dreister Stirn, daß ihnen nichts ferner liegt olS Kriegsabsichten, wählend sie in der That fortfahren, über Kopf und Kragen zu riisten. Deutschland läßt sich aber nicht blind und dumm machrn, eS will sichtk sein, ob Belgien die Hand zu dem Durchzuge reiche, ob eS sich nur zum Scheine wehren werde. Denn die Mckstcht aus die andern Garantiemächte braucht die Franzosen tion dem Einmarsch in Belgien nicht abzuhalten. Die Ga-rantiemächte werden vi«lleichl Noten schreiben und sich longsam rüsten, aber gewiß erst zu spät kommen. Siegen die Franzosen, so tverden sie diese» Bölkerrecht»bruch zu rechtfertigen wissen, unter-liege» sie, so kommt AlleS auf Eine Rechnung hinaus. Iltr Geschichte des Hages. Oesterr«ich»Ungarn tvird durch den Sturz deS VroßvezierS Hussein Avni Pascha fi»r den Augenblick wenitistenS —. angenehm berühr»; eS behauptkt in Konftantinopel daS Feld. Angesichts der Eisenbahn-Frage war' diese Weodung von hohem Werth, Hütte sie nur nicht im goldenen Horn staltgejunden. Die Freude in Wien und Pkft-Osen wird rbrn deßhatb von kurzer Dauer sein; Rußlands Jutriguen, die Launen deS Sultans und seines HaremS bürgen dafür. In monarchischen Kreisen Frank-rei'chS verursucht die letzte Rede Gambeua'S viel Aerger, denn die äußerste Linke hat sich zu dem Z'vetkammel--Svsteme bekehrt! Regiemnge-fähig wird Gambetta nun allerdings durch diese Elklarung ; aber seine Porteigenossen bleiben trotz-vem in großer Minderheit gegenüber den Koaser-vattven und vieaktionären mit und ohne Republik. Die Engländer beginnen schon ihre Sorglosigkeit gegenüber dem Papsithume zu büßen. Dreizehn Bischöfe hnbtN on ihre „Brüser" in Deuischland und in der Schweiz ein gemeinsames Schreiben gerichtet und tiestlben aufgkmun-tert, im ^ampse gegen daS Gesetz standhast zu verhalreo. Ui»d dieses Schreibet» kommt auS dem Volke, welches den PapiSmuS für immer abg,» than wähnte — aus dem Staate, wo der letzte Bürger sich rühmte wegen der Achtung vorm Gesetz! Bermischte Raehrlchten. (Brieflicher Verkehr.) Amtlichen Berichten zu Folge treffen in Crigland aUs jeden Staatsbürger jährlich dreißig Briefe, in der Schweiz 28, ia deu Vereinigten Staaten von Nordamerika 19, in Austealieu 16, in Deutschland 13, in Belgien Ui'd in den Niederlanden 12, in Oesterreich 11, ,in Frankreich und Kanada 9, in Dänemark 3, in Spanien und Norwegen 4, in Ungarn, Italien und Schweden 3, in Chili, Uruguay und der Argentinischen Republlt 2, in Griechenland 1, und in Rußland trifft gor jährlich nur 1 Brief auf 5 Einwohner. (Die Eisenbahnen in Ungarn. Ein Beitrag zur Sprachenfrage.) Abgesehen von den gemeinsamen Bohnen, welche vielleicht trotz Pcchy und dessen Erlaß ihre Sta-tit'tik auch in deutscher Spraehe werden Veröffentlichen dürfen, hat Ungarn jetzt 530 Meilen Eisenbahnen im Betriebe, tvelche die Summe Von 430 Millionen Gulden Oe. W. in Silber gekostet haben (die schwebenden Prozesse und Nachtrags» erforderntsse ungerechnet). Bon diesem Bahnuetze ist kaum ein Zrhntel lediglich von Ungarn und kaum ein Hundertstel Mit ungarischem Geld«, erbaut worden. Wenn nnn alle diese Bahnen gezwungen sind, ihre Geschäftsberichte und ihre Statistik in einer Spraihe zu publiziren, die außerhalb der stocklnagyalischen Komit'ate UagainS, ja setdst — tvegen der neu erfundenen oder noch zu erfindenden technischen Ausdrücke — auch in diesen wenigen Distrikten kaum vollkommen ge» kannt und verstanden tvird, wie sollen dann alle die Vielen Interessenten, die ihr guteS Geld an ungarische Unternehmungen gewagt haben, künftighin noch etivaS über Stand «ad Lage, Ge-bahrung nnd Ergebnlß der letzteren erfahren tönneu? Die königlich Ungarischen Staatseijen-bahnen, welche gegenivärtig 141 Meilen inog sind und bei 97 Millionen Gnlden kosten, haben schon den Geschäftsbericht und die Statistik für 1873 nur in magyarischer Sprache veröffentlicht, Uder richtiger gejagt, verheimlicht (da doch diese Publikation für die große Welt verloren geht), und es steht rinn den glücklichen Brsitzern der königlich ungarischen Eisevbahu-Paptere sret, wo uui) ivie sie rvollen ihre Neugierde über daS Be-slnden des ObjrkteS ihrer KopitalS-Anlage zu de« sriedigen. D^ß die Statistik dee ungarischen Lohnen in dem Momente» da fie nur ia magy- deS dient, kann Deutschland doch unmöglich ga-rantireu und stützen. Die Gefahren, Mit welchen aber Belgien Deutschland bedroht, sind nicht gerivge. Die „Kölnische Zeitung" sagt gerade heraus, daß sellist der nüchterne Thiers die Meinung der Fsanzoseu theilt, Belgien müsse daS AuSsallSthor der Rache-Armee sein. In der Tl)at könnte die französische Armee keinen bessern, keinen andern Weg wühlen. Alle südlicheren Straßen führen über Gebirge und durch eine zweifache ui'd drei« fache Kelte von Festungen, Da sind wohl Al»r-mirungen hervorzurufen, Attaquen auszuführen, aiier eS ist aus dicseu Routen nicht nach dem 'Norden zu gelangen, >vo die Kraft Deutschlands liegt, wo die Cttlscheiduttg fallen muß. Der Weg über Belgien umgeht alle Festungen und ist bis Berlin eben wie eine Kegelbahn. Wenn nun nach der Phantasie der Franzosen die eine Million Mann starke Revanche-Armee, unbekümmert um alleS Anvere, über Belgien vor, dringt, so gelcii'gt sie zunächst in die industrie-reichen und fruchtbaren Kreise Westfaleu^ Da ist Vestpda11es., einen Punkt, wo der Feind ernstlich Widerstand leisten kann. Diesen Widerstand muß sie zu Boden werfen, wie denn überhaupt die Franzosen, wenn ste angreifen, sich dem Feiride gewachsen fühlen müssen. Die Verwundeten und Schwachen zurücklassend, marschiren sie nun ins Hannoversche ein, wo die Welsen ihnen Vorschub leisten können und wo überdies dir links ste bfgteiteude Flotte iN die Rerprovianti-rung eingreifen kann. Haben sie Hannover durche marschirt, fo find sie auch schon in der Mark Brandenburg und können dort die Entscheit>uttgS» schlacht schlagen. Bevor noch Europa sich vom ersten Schrecken erholt hat, kommen sie vom Norden herunter alS Sieger und driuge tvaren von Eichen-holz, Mit künstlichem Schnttziverk. DaS Ait r, vielleicht das Aller von Jahrhunderten, hatte st« dnukelbrauu gksärbt. Einige ilanden ganz offen, in andern steckte der Schiüsicl. Jene waren leer. Einen der letztern schloß ich auf. Es hingen alle Kleidnt'gSstückt oarir?. Ich drückte gegen diese, um zu sühltN, ob sich in odcr h nter ihuen noch etwas Anderes befinde. Auf einmal war eS, als wenn die Wand deS SchrankS hiriter den Kleidern nachgäbe. 3ch schob diese auSeinanter uud blickte in eineu dunkeln Raum. Der Schränk hatte keine Rückwand. Die Mauer, an der er stand, bildete drese. Und in der Mauer war eine Oeffnung. Ich theilte meine Bemerkung dem Schulzen mit. „Wohin mag die Oeffnung führen?" „Ein Versteck," meinte er. „Man findet ste oft so in alten Häusern.- Ich wollte trotzdem näher untersuchen, als die Thür dt Lichtern. Eine Dame solgte ihm, eine stine, schöne, leidende Gestalt. Es war daS Fräulein Sophie von Lengnau, die Schwester des Freiheir», die Geliebte drSKommiS Wilhelm Grote. Ich hatie sie so Vieles zu fragen, ich hatte ihr so Vieles mUzutheilev. Sie konnte »S ahnen, sie sah eS mir an. Der Dienrr hatte sosort duS Zimmer wieder verlosten. Sie ivars einen Blick aus der» Schulz?», dann einen bittendrn aus wich. 3ch lirß auch den Schulzen hinaustreten. „Mein Herr," sagte fie dann zu mir, mit einer großen, edle« Fassung, aber Mit einer Stimme, die zum Herzer, drang. „Ich w«tß deu Zweck, der Sie hierher führt. Mein Bruder ist außer dem Bereiche Ahrer Gewalt. Darf ich Sie gletchivohl bttteu, miey mit Fragen zu verschonen, die ich Ihuen nie beaniivorten oürste, die den-i»och das Herz der Schwester zerreiße,» wüßtu, daß er nach zrvei Tagen stalb. (K a m p s z w i s ch e u GenSdarmep.) Atvti GenSdarmen dcS Post'NS Lichtenwald, E. und M.. durchzogen neulich die Gemeinde Sa-bukovje. Nach einem heftigen Woetstieite, wrlcher zwischen beiden fich entsponnen, feuerte C. aus feinen Kameraden drei Schüffe ali und eilitt diescic eben so viele, aber Nicht gefährliche Streif-lvuol?en. C. versichert, er habe nur geschosstN, well er von Vi. bedroht tvorden. (Großer vrand.) Am Sonvtag Abends, brach in der Scheune deS GastwirtheS Franz Laichitz in Podova Feuer auS, welches sich ut.t solcher Schnelle verbreitete, ^daß eS nicht möglich tvar, daS Bieh ^drei Pserde, sieben Rinder und kin Schwkitt) zu retten. Die Flammen ergriffen noch drei Naizbarhäuser, die sammt WlrthshastS' gebäudeu und einem Tlieile deS Vt-hstandeS nie-derbranuten. Drei Wohnhäuser warcn versichrrt uud Alvar biS zur Höhe von je 1500, I0V0 und 300 s1. Der SchadlN delä'ult sicy auf 8000 fl. uu0 treffen htrvoo den Gastwirlh Lajchilsch aUsin 3000 fl. Dleser ist um so mehr zu beklagen, als i'^m kürzlich ztvti Masischivelue und sämmiitche Bortälhc an Rauchfleisch, Wülsten unt> F terkreuz dcS St. Gregor-OrdenS erhalten. (Bürgerschulen.) 3m Voranschläge sind für die Bürgerschule in lli 7700 fl. und sür jene in RadkerSburg 7S82 fl. eingestellt worden. (Realgymnasium in Pettau.) Der LandsS-Voranschlag sür daS Realgymnasium in Peltau beläuft sich aus 12050 fl. Bekanntlich wird von dieser Stadtgemeinde auch die Errichtung eineS Ober-GymnasiumS an^^estrebt; nach dem Antrage dcS Herrn Dl^. Dominkusch hat nun d-r Landtag denLandeSäuKschuß ange-vicsen, sich noch 'inmal an daS Ministerinm zu iv,nden betreffs Erlvtrkul'g eineS StaatSbeilragis zn diesem Zweck?. (Evangelische Gemeinde.) Sonntag den 2. Mai d. 3., Vormittag 10—1l Uhr findet in dtk lziesig^n rvangelischen Kirche d-e öffentliche Prüfung der diesjährigen Confirmanden statt. Nach beendeter Prüfung wird der Orts» verein der Gustaf-Adolf«Etisturrg eine allgemeloe Versammlung abhUten. Setzte Myst. In Graz ist die Rul^e durch Polizei und Militär hergestellt worden. Zahleeiche Verhaftuugen. Schwere Verwundungen beim Angriffe der Hußaren. Die Ariftrokraten geben demonstr»,t»v ihre Karten bei Don Alfonso ab. Das ungarische Abgeordnetenhaus ver-l^andelt über einen Vertrag mit Rußland, betreffend die RnSUeferutkg gemeiner Ver-breche r. Die Auflösung der franzöfifchen Nationalversammlung soll noch in diesem Jahre erfolgen. VSti' M«rd»II«. Sonntag den 2. Mai: (Grosses (^oueert der Südbahnwerkstätten-ZNuMkapelle unter persönlicher Leitung ihres Kapellmeisters Herrn 443) Ioh. Mit ganz btsondere« Progrgtnm. Anfang halb 7 llhr. / Entree 20 kr. UW^ 0g8in0»ItHstiliiration. Samstag den 1. Mai 1875: vovkvLkr der Puflerthater Saugtr-Vrscllschast d-« Nälzeres enthalt das Plakat. (441 Gasthalis iu Proßegg. Ich mache die ergcbcns^te Anzeige, daß ich das Gasthaus deS Herrn Gschaider ^ehemals Felber) in Proßegg mit I. Mai in meine Regie übernehme und selbeS Sonntag den 2. Mai bci günstiger Witterung mit einer der Theater-Musikkapelle — Cntlee 10 kr. — eröffnen »verde. (442 Mit der Versicherung, daß ich stets bemüht sein tvtrde. nur mit echten Getränken, aiUer Küche und reeller Bedienung daS geehrte Publikum zufrieden zu stallen, erlaube ich mir um s.hr zahlreichen Besuch zn ersuchen. Achtungsvoll Alltoll Volloti. Zur gefälligen Benütznng der geehrten Gäste wird jeden Mitttvoch, Samstag und Sonntag die Ueberfuhr bereit stehen« Im v»»tdAU»v (418 deLnäon Siek gegsu^ärtig iolZeuäs (Feträulcs im ^ussedaulce: 18746r Kolosvf . . . a Icr. 32 pr. ^5a8g 187361' kotk^oin V. (Fviioditzi „ 4l) „ 1872or Jokannvsbvfgvf . . „ 4g „ 1874or i.uttvnbvI'gSI' . . „ Sk „ I868vr Ltaätborgoi' . . . „ 80 „ ^vio aueli versel^ieäsiis (^attuuZeu fla8ekon-vvoinv äsQ wässiggtov ?reiseQ. /)i'6 ^eins sinc? cie/' ^ein- LSör krlsvl»«»? W'ttllaiißr empüslilt (415 ^>018 tzusnitest, illarlturZ. Z Lizitation. Samstag den K. Mai d 3. wird sämmtliche GewölbSeinrichtung, dann Haus- und Küchengeräthschaften freiwillig veräußert bei Joses Haas, Herrengasse Nr. ltt9. ^»oiNpLvlRlUUL. Die ergebenst Gefertigten geben den gechr-ten Kunden und ?. ^..Publikum bekannt,daß sie das Wognergefchaft des .verstorbenen Herrn Joses Stelzl in der Magdalmavorstadt fortführen werden, und, ersuchen, das Vertrauen auf sie gütigst übertr^en zu zu wollen..— Mit der Absicherung reeller und guter Bedienung zeichnen achtungsvoll .(425 Johanna Stelzl, Witwe. ' Alois Stelzl. Auch wird daselbst ein tüchtiger Waan'er-aeselle, der zugleich die Stelle eines W^k-führers vertreten könnte, sogleich aufgenommen. Dampf-ll.Wamltndad in der KSrnintr-Vlirstadt (2^5 täglich von? Uhr Früh bis 7 Uhr Abends. Alois Schmiederer Gatttn-CrSffliML ,M äer Hioilu»." Gefertigter erlaubt sich einem geehrten Publikum ergebeust anzuzeigen, daß sein Garten von heute an wiedkr eröffnet ist und empfiehlt sich mit guten echten Getränken und geschmackvoller Küche. Auch sind täglich Krebse»» zu haben. Um recht zahlreichen Besuch höflichst bittend zeichnet sich achtungsvoll Franz Mulletz jun. GaffenseMge Wohnung mit 2 Zimmern nebst ollen dazugehörigen Be» standtheilen ist vom 1. Mai an zu vergeben. Anzufragen: Tegetthoffftraße Nr. 104 im 1. Stock. . (430 Ich erlaube mir dem ?.^. Publikum anzuzeigen, daß ich ein reichhaltiges Lager von I»eK«n» unÄ Gaiin«a«vl»lr>i»vn ZI» st a u » en d b i l l i g« » P r e i l« » »«rtaufe u. zw. ^303 Bauniwoll-Sounenschicme . . .von SO kr. Kit st. 1.80 ^WWWWM Cloth-Sonilknschirm«...... fl. i.— „ „ 3^ WD Stiden-Sonnenschirmt.....2. ,, , 12. Httnn-Sonnenschirme . . . . „ „ 1.50 „ „10.— i Alpacca-Regenschirmk.....„ „ 2.K0 „ „ 4.50 Zikuelcr.Negenschirme...... „ g.— „ ^ s.— Scideii-Regeiischirme.....„ „ b.— „ „IS. Auch übtknihme ich all« Gattungen Regen- und Sonnenschirme zum überziehe» und zur Reparatur. Bei ollen von mir gekanften Sonnen- und Regenschirmen besorge ich'die Reparatur «In Jahr grati«. — Gleichzeitig danke ich s«r da« mir bisher geschenkte Bertramn, bitte mir daSsilbe auch fernerhin zu erhalten und zeichne hochachtungsvoll Marburg, Herrengasse, Fetz schei Ha«,.^ ( wird von 6 Uhr sjrüh und durch den ganzen Tag frisch gekocht dem ?. 1. Publikum im Gasthause B»»rg Maierhof in bester Qualität verabreicht. (440 Icholhamli«« i« Lemdiich bei Marburg. f Zur Ausführung dieses BaueS werden am IQ. Mai d. I. RachmiltagS von 3—4 Uhr bei der Gemeindevorstehung inLembach so^ wohl schriftliche Offerte, als auch mündliche Anbote angenommen. ' Daselbst liegen Pläne, AuSmaß, Kostenüber-schlag und L.edingniffe zur Einsicht bereit und es sind sämmtliche Bauarbeiten auf 16858 fl. 28 kr. veranschlagt. Als Kaution sind 10 Perzent derjenigen Summe, um welche die ofterirtc Bausührung übernommen wird, zu erlegen. Ortsschulrath Lembach, 27. April 1875. l! adriks > ?isie<1tzr1aKe ^^/Lonnsn- un^ ksxsnsvkirmsn^M^ empiielllt (Iis T»ch', Mlluft.ctur- v«d Damta-ConsrNions-Hlindliiag MAs^67! ^T'e/sen. . . kaum^osl-Lonnvngekirmv von 59 Icr. bis ü. 1.10. Patvnt-Zatln- und vlotk-SonnvnLvkii'mo von ü. 1.10 dis g. 210. ' fs!n8tv l!