^55^^___________________Donnerstag, 7. Milrz 1895.__________________Jahrgang 114. Aibacher ^1!3^^ °^hÄ'^ «anzlährw si. lli. halbjährig si. 7 üo. Im Comptoir: """In>«ate bi«!zu4 Nett«.^ Zür die I»I?ellunn /n« Hau« „ci üslcren Wiederholungen per Zeile 3 lr. Hie «Haib. geil,» «schein! täglich, mit Ausnahme der Sonn» und Ftierta«. Die »»»lnlftnltion befindet sich llon«res«platz Nr. 2, die Mebaction Bahnhosgasse Nr. lb. Gprechftunoen der ««baction von » bi» li Uhr vormtttag». Unsranlierte »riefe werben nicht angenommen, Manuscripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Aheil. ^erhöchs/ "^ '.Apostolische Majestät haben mit Diplome dem Fregatten-lvMe .lK" ^^ den Adelstand mit dem Ehren-"l-r. allergnädigst^ verleihen geruht. ^Mchs/',""b k. Apostolische Majestät haben mit A"mÄr ^ dem Garden und H° ulövi i« ^ ^^ ^'"^en - Leibgarde Constantin '""°ble den Orden der eisernen geruht. "lasse taxfrei allergnädigst zu verleihen Majestät haben mit Alec«»?' d^ .V^ung vom 14. Februar d. I. dem w Trieft Eduard l,?>""nden N>^" .°"°^"ch seiner Versehung in U"Nen tie.,., "^°"b in Anerkennung seiner viel-?""lreut ^ c3"° ersprießlichen Dienstleistung das ""leihen gerM "^'Joseph-Ordens allergnädigst zu >??" 'eine/^V' ^p°s^lische Majestät haben auf "d des A^en ^ ^'"'W des kaiserlichen Hauses ^3 mit All "^°"^" all^runterthäniqsten Vor. i,?. dem »n^??"eßung vo'm 20. Februar Ä'chm Gentt«l^ c?^^'p'°me des zum kaiserlich L'°" Pr n /""'" in Budapest ernannten Max> .^lltthV und Corvey ^ht. "^'" exequatur huldreichst zu ertheilen Nichtamtlicher Meil. "" Ncichsrath. >.., Daz zl^.„. Mien, b. März. 2"' über z "d""enhaus W heute mit der General-U sünfzia^euerreform-Vorlagen beqonnen. Es tt^n^^N" vorgemerkt, doch will man die <°"er Hl" Laufe dieser Woche beenden. Bericht-^-»^nty ^" leitpr. >.i« discussion mit einem historischen Excurse über die Steuergesetzgebung des ganzen Jahrhunderts ein und entwickelte in klarer Darstellung die Principie», auf wrlchen die in Verhandlung stehenden Vorlagen beruhen. Der Referent erklärte, er wolle sich mit Rücksicht auf den Umfang des Ausschussderichtes nur auf die Erläuterungen der in der Vorlage enthaltenen Principien beschränken. Die Steuergesetzgebung habe in dm letzten Jahrzehnten eine große Verwandlung erfahren, welche den großen socialpolitischen und wirtschaftlichen Wandlungen entspricht. Redner bespricht sodann die gewaltigen Veränderungen, welche auf socialem und wirtschaftlich'm Gebiete sich seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts in Europa vollzogen. Den mächtigsten Einfluss übte die französische Revolution und neuen ihr die industrielle Revolution, die Einführung der Maschinen in die Industrie. Die erstrre hatte zur Folge die Gleichstellung aller Steuerträger, die zweite schuf neue Steuerquellen. Die Personalsteuern haben ihren Ur-sprung in der französischen Revolution. In der ersten Hälfte des laufenden Jahrhunderts wurde dieErtrags-Besteuerung eingeführt, welche sich jedoch als eine ungerechte, mangelhafte Besteuerungsart erwies. Später machte man das Subject der Arbeit, den Menschen, zum Gegenstande der Besteuerung. Epochemachend im SteuelWesen waren Sachsen und Preußen. Sachsen habe im Jahre 1878 bewiesen, dass es möglich sei. fast alle Ertragsteuern zu beseitigen und nur eine Personal-Besteuerung durchzuführen. Mustergiltig und vorbildend aber sti Preußm, das schon im Jahre 1820 mit der Reform der Steuern begann. Die Einkommensteuer wurde daselbst 1891 eingefühlt. Gleich die erste Einschätzung ergab statt der erwarteten 80 Millionen 120 Millionen Mark Sleuerertrag. Der Referent bespricht sodann die Entwicklung deS Steuerwesens in Oesterreich. Hier begann die neue Steuergeschichte mit dem Jahre 1812. Das Erwerbsteuergrsetz vom Jahre 1812 sei aber niemals in seinem wahren Geiste durchgeführt worden. Im Jahre 1849 habe man es mit einer Einkommensteuer versucht; alle Versuche aber haben zu keinem günstigen Resultate geführt. Im Jahre 1891 habe die Regierung einen Entwurf eingebracht, der ein ganz neues System einführen sollte. Das Schwierigste sei unbedingt die Erwerbsteuer; einmal weil sie zu schwer zu veranlagen ist, und dann, weil man keinen Vorbildern folgen konnte. Der neue Er« werbsteuer-Entwurf sei von drei Gesichtspunkten ausgegangen. Der erste sei die Eontingentierung, welche nothwendig sei, um dem Staate ein bestimmtes Er« trägnis zu sichern und den weiteren Zweck habe, eine Berechnung tventmller Nachlässe zu ermöglichen. Une übe.r die Rentensteuer haben dem Ausschüsse große Arbeit verursacht, da man die Wichtigkeit vieler Sparcassen für den Haushalt einzelner Gemeinden im Auge behalten musste. D^r Eckstein der neuen Steuergesetzgebung sei die Einkommen-steuer. Reducr bespricht sodann die umfangreiche Arbeit, welche dieser Gegenstand im Auischusse nothwendig machte und dankt bei diesem Anlasse dem früheren Herrn Fmanzminister Dr. Strinbach für seine entgegenkommende Mitwirkung. Ebensoviel Dank schulde der Ausschuss für die thatkräftige Hilfeleistung dem Herrn Sections-chef Dr. Ritter von Bühm und dem Herrn Sections« rathe Mayer. Der finanzielle Theil der Vorlage sei das ausschließliche Verdienst des j higen Herrn Finanz-ministers Dr. Edlen von Plener, der die früheie Unbestimmtheit und Unklarheit bezüglich der Höhe des Nachlasses und betreffs anderer Bestimmungen durch seine Propositionen bejeitigte. Der Berichterstatter bespricht sodann die schon wiederholt geäußerten Befürchtungen über eine Erhöhung der Belastung des bäuerlichen Grundbesitz « und führt den Nachweis, dass durch die neuen Sleuera/sstze für den bäuerlichen Grundbesitz ein namhafter Nachlas« eintreten werde. Das Haus werde eine Ergänzung des Gesetzes vornehmen müssen, da durch die Steuernachlässe viele bisherige Wähler ihr Wahlrecht verlieren würden, wenn ihnen datselbe nicht durch eine eigene Vettimmung auch für die Zukunft gewahrt werde. Der Nuischuss habe eine solche Bestimmung im Hinblicke auf die fchwebende Wahlreform unterlassen; da aber eine bal> dige Lösung der Wahlreformsrage nicht zu gewärtigen sei, müsse schon j ht an die Schaffung einer solchen Gewerbe und Lebeu. A"'st nur hinein ins volle Menschenleben! «!? leder lebt«, nicht vielen ists belannt, „ ""° w" chr 's packt, da ifts interessant. a°. «,"Nter W,^ , Goethe. U"ich das ^'versteht man im engeren Sinne iuw ^ "der lü3 "^"l, im weiteren jedoch eine jede U>"be e ne« ^^^°ltigung, welche jemand >°t. lcme« Lebensunterhaltes regelmäßig be- Beamten- und eine löt? t»z G ""Ufe Nlmmt man zwar oft von dem derw l "°n sie I c aus, aber beim Lichte betrachtet, tkg^li'blich sin!"'.° a" unter denselben bringen, W n>°e Erw'7 " °!^ s'e "chts öderes, als ^ ?5" als un b ^üWgungen. Nennt doch kein ^'' indem ' ^"^ wbst das Schlafen ein es is."Fwnier M , - c " 3'esco sagen lässt: «Das ^ Trach c"." '" schön, wie im Schlafgewand; "'cht^lchN^s Gewerbes.. 5>< 7' weil wir ^5ü"? des Begriffes voraus, ^en ^allaempin beabslchtia/n, uns mit den Ge-'°"st n'F wi nwu" ^" ^»"' sondern nur um zu tUssan ^ "it t>pm m unrecht thun, wenn wir einige ^ 31 " uns/,? A""" 'Gewerbe, bezeichnete Ve->«?"5 H7 SW einschließen. bl^> illy L°^' ?" N'cht über die Gewerbe als "' in^t ^"^lt. sondern nur darüber "WM emzelne derselben - alle zu er« wähnen, wüide uns zu weit führen — Einfluss auf unser Leben und persönliches Befinden ausüben, wenn es den betreffenden Gewerbetreibenden auch nicht immer zum Bewusstsein kommt oder kommen kann, von welch großer Bedeutung ihre Thätigkeit, beziehungsweise Erzeugnisse, unter Umständen auf die Geschicke ein- ^^N hmen wir z.V. den Schneider, die Kleider- und Putzmacherin und alle anderen Gewerbe, welche direct oder indirect mit der äußeren Erscheinung des Menschen zu thun haben. Wie viel Gutes haben sie schon gestiftet und können sie noch stiften, und sür wie viel Böses könnten sie oder vielmehr me Leute, welche die von ihnen verfertigten Dinge für schlechte Zwecke ausnützen, verantwortlich gemacht werdm! Kleider machen Leute, ist em Spnchwort, welches zwar schon zu alten Zeiten, vielleicht aber nie mehr ge. aolten hat, als in der zeh'aen Periode der auf die Spitze getriebenen Scheinwlrtschaft. Es gcht eben mit den Kleidern gerade so, wie mit so vielen anderen Dingen in der Welt: sie dienen zu einem höchst achtbaren und nützlichen Gebrauch, liefern aber auch ungezählte Gelegenheiten zum Missbrauch. Doch wollen wir uns über den letzteren nicht äraern sondern lieber vom ersteren sprechen. E,n schlecht sikender Rock hat schon manchen Pechvogel um d,e ge-Nckte Stellung oder Beförderung, und ein gar zu nfach odfr allzu^ luxuriös oder sonst geschmacklos an-ae rtigtes Kleid manche Zunge Dame um dm ersten Blick und die Aufmerksamkeit dessm gebracht oder dieselbe in unliebsamer Weise erregt, für den ste sich die, betreffende Toilette hatte machen lassen. > Anderseits hat die elegante Erscheinung, in welche die Kunst des Vekleidungsatademie-Professors, beziehungsweise der ditto Professorin, ein sonst herzlich unbedeutendes Menschenkind zu verwandeln wusste, diesem schon oft genug zu seinem Lebensglück verholfen. Denn dass sie, wenn sie ihn zu sehm erwartet, und dass er, wenn er sie zu treffen hofft, das beste anzieht, was die Schneiderei zu erfinden vermag und im Bereiche seiner oder ihrer Mittel ist, das versteht sich wohl von selbst. Einen und sogar nicht unbedeutenden Theil zur Vervollständigung des Nnzuges trägt der Schuster bei, denn gutes Schuhwerl ist nicht allein eine Zierde, sondern auch eine große Bequemlichkeit. Aber Oott helfe dem Aermsten, wenn alles daS in Erfüllung gienge. was ihm der wünscht, dem er zu enge Stiefel oder gar Vallschuhe gemacht hat! Zum Trost und zur Rache für alle die auf sein Haupt ge-schleuderten Segenswünsche macht er später d,e weißen Ntlasftllntoffclchm mit eingestickten Orangenblüten, unter welche sich der fluchende Stiefelbesitzer dereinst wirb b"^Nicht zu"'vergessen ^ ^ ^ g^Mli^llllaz. Eommissäre. die sich unserer Bärte erbarmen und uns, wenn nöthig, den Kopf waschen; die ditto Com-missärinnen, welche dämliche Behauptungen auf- und verbessern und die Parfümeure, die alles in guten Gl-ruch bringen. Auch «derselben Henriette» sti gedacht, welche unsere Wüsche besorgt. Trotz spiegelglatter Krägen und Manschetten u. s. w. steht doch nichlK über eine aute jorMtige Hauswasche. Laibacher Zeitung Nr. 55._____________________454_____________________________________________________7. MärsM^ Bestimmung gedacht werden. Der Berichterstatter schließt mit einem warmen Appell an das ganze Haus, es möge mitwirken, das große Werk endlich zum glück» lichen Abschlüsse zu bringm und dadurch die gegen« wärtige Session zu einer denkwürdigen in der Geschichte des österreichischen Parlamentarismus zu machen. (Leb' hafter Beifall.) Politische Uebersicht. Üaibach, 6, März Das Abgeordnetenhaus setzt heute die Generaldebatte über die Steuerreform' Vorlagen fort. Der StrafgesetzausschusS ist gestern vor« mittags in die Berathung der jüngst vom Plenum an ihn zurückgeleiteten Paragraph? eingegangen. — Der Budgetausschusshat gestern abends die Berathung des Staatsvoranschlages bei dem Etat des Ministeriums des Innern fortgesetzt. Der bulgarische Ministerpräsident Stojlov ist zu vierzehntägigem Aufenthalte in Wien eingetroffen. Das ungarische Abgeordnetenhaus sehte gestern die Debatte über das Audgetgesetz pro 1895 fort. Abg. Ignaz Helfy (Iusth - Fraction) erklärte, er habe kein Vertrauen zu einer Negierung, die auf der Grundlage des 1867er Ausgleiches steht. Redner er» Srterte sodann in längerer Rede die Haltung seiner Fraction in den tirchenpolitischen Fragen und citierte Stellen aus den Schriften Deals und Kossuths, die übereinstimmend besagen, man dürfe nicht Opposition k tout prix machen und müsse Vorlagen, welche den eigenen Principien entsprechen, unterstützen. Dies hindere nicht, dass die äußerste Linke in staatsrechtlichen Fragen eine geschlossene Phalanx gegen die Regierung und deren Partei bilde, weshalb er auch die Vorlage ablehne. Abg. Arpad Szentivanyi erklärte sich kurz für den Veschlussantrag Apponyi's. Die Abgeordneten Paul Hoitsy (Fraction Ugron-Polonyi). Josef Mantus (Nationalpartei), Johann Hock sprachen gegen die Vorlage. Heute wird die Verhandlung fortgesetzt. Das preußische Abgeordnetenhaus berieth den Titel Nergetat. Beim Abschnitte »Hütten, besprachen die Abg. Arendt und Bück sowie andere Abgeordnete die Wahrungsfrage und die Silber- und Goldfrage. Nach der Annahme des Antrages auf Schluss der Debatte wurde der Abschnitt «Hüttenwesen» bewilligt. — Nächste Sitzung heute. Der deutsche Reichstag setzte gestern die Berathung über den Militäretat foit. Gleich zu Beginn der Verhandlung entfpann sich eine längere Debatte wegen des Zwischenrufes «Feigheit», welcher gestern mit Bezug auf eine Bemerkung wegen eines Officiers fiel. Abg. Bebel und Lenzmann verlangen die schleunige Revision der Militär«Strafprocessordnung. Kriegsminister Bronsart erklärte, dass er über den neuen Entwurf einer Militär - Strafprocessordnung vor Beschlussfassung des Staatsministeriums keine Details mittheilen könne. Generalauditor Iettenbach und General-Lieutenant Gemmingen widerlegten einzelne Behauptungen der Socialdemokraten. Der Abg. Kardmss und Rohn protestierten unter lebhaftem Beifall der Rechten gegen die Versuche der Socialdemokraten, Unzufriedenheit in die Armee hineinzutragen. Schließlich wurde das Capitel «Militärjustizverwaltung» genehmigt. Beim Lapitel «Commandanten» beantragte die Commission, die widerrechtlich eingestellte Eommandantur in Altona zu streichen. Der Kriegsminister bat um die Bewilligung des Postens, welcher auf Antrag des Abg. Schädler an die Vudgetcommission zurückgewiesen wird. Hierauf wurden die übrigen Posten des Capitels genehmigt. Morgen werden Initiativanträge berathen. Die französische Kammer begann gestern die Debatte des Kriegsbudgets. Berichterstatter Jules Roche besprach die Streitträfte der verfchiedenen Nationen Curopa's und verglich die Wehrfähigkeit Deutsch» lands mit derjenigen Frankreichs. Er sagte, Frankreich sollte 542.000 Mann unter den Fahnen haben, verfüge jedoch nur über 406.000. Redner beklagte die Matzregel des Generals Mercier, welcher vorzeitig 37.000 Mann verabschiedete. Er verlangte, dass die Organisation der Kampfeseinheiten ebenso durchgeführt werde wie in Deutschland und bemerkte, dass die Ersparung einiger Millionen eine Niederlage herbeiführen könnte. Deput. Cavaignac machte Jules Roche zum Vorwurf, dass er den Ernst der Lage übertreibe. — Nächste Sitzung Donnerstag. Das englische Unterhaus nahm die erste Lesung der Novelle zum irischen Bodengesetze an. Des' gleichen wurde die erste Lesung der Novelle zu dem Gesetze betreffend die Eingangszölle in Australien an« genommen. Der Antrag Breyce betreffend die erste Le« sung einer Bill zur besseren Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Capital und Arbeit durch die Er« mächtigung der Localbehörden zur Bildung von Versöhnungsräthen wurde vertagt. Wie die «Kölnische Zeitung» aus Petersburg meldet, erwartet man dortselbst das Eintreffen des Ministers Fürsten Lobanow sowie die Bekanntmachung seiner Ernennung in der nächsten Zeit. Erst nachdem Lobanow das Ministerium übernommen haben wird, soll die Besetzung der freigewordenen Botschaftsvosten erfolgen, für welche fortgesetzt die bekannten Candioaten genannt werden. Wie aus Constantinopel gemeldet wird, er» hielt der österreichisch«ungarische Botschafter Baron Calice vom Sultan den Großcordon des Medschidie-Ordens in Brillanten. Der Congress in Washington wurde vertagt. Eine angenommene Schisssbill ermächtigt zum Bau von zwei Panzerschiffen und sechs Kanonen« booten geringeren Tiefganges sowie von drei Torpedo« booten. Tagesneuigleiten. FM. Erzherzog Albrecht. Aus Allerhöchste Anordnung Sr. Majestät des Kaisers hat am b. d. M. vormittags um 10 Uhr in der Hof-pfarrlirche zu St. Augustin ein Seelenamt des Militär« Maria-Theresien»Ocdens für weiland Se. l. und l. Hoheit den durchlauchtigsten Feldmarschall Erzherzog Albrecht, Großlreuz des Oldens, stattgefunden. Der kirchlichen Ceremonie wohnten Se. Majestät der Kaiser, die in Wien weilenden durchlauchtigsten Herren Erzherzoge, die Hofwürdenträger, Ihre Excellenzen die Herren Minister Krieghammer und Welsersheimb, die Generalität und die Ritter des Maria-Theresien-Ocdens bei. Ueber Veranlassung der beiden Häuser des Reiche« rathe« fand am 5. vormittags in der Scholtenlirche für den höchstverewigten Herrn Erzherzog Albrecht ein feierliches Requiem statt, welchem Ihre Excellenzen die Herren Mi- nister Falkenhayn und Wurmbranb, die PrüD"!" ^ beiden Häuser des ReichsratheS, die Obmänner bel^ und viele Relchsrathsabgeordnete beiwohnten. ., .^ Die Damen der Wiener Aristokratie veranst"'^ in Verfolgung de« von weiland Sr. l. u. l. HH" .^ durchlauchtigsten Herrn FM. Erzherzog Albrecht ' gegebenen Wunsche«, an Stelle von Kranzspenden /. Messen lesen zu lassen, in der Votivtirche ein S^" welchem Ihre k. u. k. Hoheit Erzherzogin Maria 4?^ mit höchstihrer Tochter Erzherzogin Elisabeth «no« reiche Damen der Aristokratie beiwohnten. ^ In der außerordentlichen GeneralversaV«lu«s^ k. k. Landwirtschaftsgesellschaft in Wien widmete de ^ sitzmde den höchstdahingeschiebenen Mitgliedern " , sellschaft, weiland Ihrm k. und k. Hoheiten ^n ^ lauchtigsten Herren Erzherzog Wilhelm und ^zv , Albrecht, einen warmempfundenen Nichruf "" ^M< Die Landwirtschaft hat durch das Ableben des lt^^ Albrecht einen ihrer hervorragendsten Förderer un° , stilher verloren. Sein Name wird mit gM"" ,M in der Landwirtschaft verzeichnet werden. Die V"!"" erhob sich zum Z-ichen der Trauer von den ^ ^l^ In der gestrigen Sitzung des Wiener ^e ^ rathe« brachte Bürgermeister Dr. Grübl eine 0 ^. des Obersthofmeisteramte« Sr. k. und l. Hoheit °e ^ herzog« Friedrich und d?« Statthalters Grasen "^Mel" betreffend die lehtwilligen Unordnungen de« ^ " dle ewigten Herrn Erzherzog« Albrecht, soweit die" ^ Spenden für die Stadt Wien und die Z"""^, z»l den Iubau des Kinderhospize« in Grado be^il '^ Verlesung. Der Vemeinderath nahm diese »"'" stehend entgegen. ----------------- glllll - (Allerhöchste Auszelchnu"«^ l. u. l. Hoheit Herr Erzherzog Ferdinand von "< ,^F Este wurde zum Chef de« preußischen Uhlan"" » meldet: Ihre Majestät Kaiserin Elisabeth "°" Zh" 4. d. einen kurzen Spaziergang durch die ^ Majestät dürfte ihren Aufenthalt hier verlang" . ^ wird vom 5. d.M. gemeldet: Da« Leichen^ "c ^ Großfürsten Alexius wird mit großem Oepran» ^ gehen. Der Kriegsminister verfügte, dass °"^ s> Compagnien der Garnison von San Rewo .^ Bataillon Linientruppen mit Musik und 3°h" .'^g " Deputation der Officiere der Armee unter o"^M Commandanten der Division von Genua a" ^ " theilnehmen. E« soll auch der Prinz von Cannes zum Begräbnis Hither kommen. ^ .«lsjeat^, -(WienerVankverei^DerAdn«^^ rath des Wiener Bankvereines beschloss, von ^^ gewinne pro 1894 per 3,496.278 st- "" ^„ »l dividend« von 8 fl. per Actie zu bezahlen, '^o,B' servefond eine außerordentliche Zuweisung "A ^Bs !,.< zu bestimmen und 429.067 st. auf «eue A"^ < zutragen. Die bereits abgewickelten Oesch°'^tca>bH lalischen Eisenbahnen, der mährisch-schlesisch" ^^"'5, der Conversion der Obligationen der Bank '"^lbe« agi Eisenbahnen, diejenige der Prioritätsactien ° ' ^ «ellschaft, ferner der türkischen Eisenbahname "^ M sowie der bulgarischen Pfandbriefe und anal" bahnen sind in der Bilanz nicht inbegrlff"'^^ Alippen. «oman au« der Gesellschaft von T. Tschürnau, (46. Fortsetzung.) Vs war eine italienifche Verglandschaft. im Hintergrunde ein Hügelabhang mit allerlei Trümmer-ftütten — Reste von altrö nischen Wasserleitungen, zer« fallene Grotten, zerborstene Säulen, das graue Stein» werk umrankt von Epheu und blühenden Rosengewin« den und überschattet von Steineichen und Pinien, von Lorbeer- und Eypressenhainen. Seitwärts schmiegte sich ein braunes Städtchen an den Felsen und im Vordergrunde dehnte sich die blühende Ebene. Unter einem Oinsterstrauche lag, lang ausgestreckt, ein Hirtenbube in zerlumptem Gewände und sah durch den goldigen Schleier der herabhängenden Blüten zum tiefblauen Himmel auf, während er sich von den Sonnenstrahlen wie von einem himmlischen Feuer durchwarmen ließ. Rings um ihn her weideten seine Schafe und Ziegen. Das junge, braune, lächelnde Gesicht des Knaben, die ^orglo^e Trägheit feiner ganzen Erscheinung, die paradiesische Ueppigkeit der umliegenden Landschaft, das alles stand in so wundervoller Harmonie und war mit so vollendeter Kunst herausgearbeittt, dass ke'N begei-fterungisähiger Mensch das Bild sehen konnte, ohne davon entzückt zu sein. Bald nach ihrer Rückkehr von Hohenbühl war ?/I« "" ^"" satten in der Gemälde-Ausstellung Ncki ^ >!" ^ d"rn"2 laufte in begeisterter ^ un^^ da"s seinem Schöpfer. ewem Schlage zu «Nun. wie ist's, mein Lieb? Habe ich diesmal deinen Geschmack getroffen?» fragte Zähringen. Sie warf sich mit einer stürmischen Bewegung in seine geöffneten Arme. «Du bist zu gut für mich,» flüsterte sie, «tausendmal zu gut! Ich verdiene soviel Liebe nicht.» Trotzdem ihr Gesicht an seiner Schulter verborgen war, bemerkte er doch, dass sie weinte. Er strich ihr liebkosend über das Haar. «Was fallt dir ein, Kind?, schalt er sie zärtlich. «Du bist seit einigen Tagen entschieden nervös; jede Kleinigkeit regt dich auf.» Tessa trocknete, schon wieder lächelnd, ihre Thränen. «Du hast recht.» sagte sie, «ich bin närrisch. Es ist nur — deine Güte rührt mich so tief und außer« dem — sie verfiel etwas gewaltsam in einen leichteren Ton — außerdem !ann ich mich noch immer nicht daran gewöhnen, dass ich die Frau eines modernen Krösus bin, der lausende von Gulden für mich hin» wirft, als ob es ebenso viele Kreuzer wären, wenn es M, mir eme Fieude zu machm.» Sie gab sich aufs neue rückhaltlos ihrem Entzücken hin. «Welch eine Welt muss das sein, deren stumme Herrlichkeit uns schon im Bilde so zu ergreisen vermag.» sagte sie mit einem tiefen Athemzug. «Du sollst sie kennen lernen, diese herrliche W?lt,» erwiderte Zähringen. «Gegen Ende des Winters führe ich dich in dieses Paradies. Ostern verleben wir dann in Rom und später, wenn es anfängt, heiß zu werden, ziehen wir hinauf in die Albanerberge. Du sollst die Campaana von Rom in ihrem ssrüblinasscbmuck leben. wenn ein duftiger Vlumenmantel sie u"h" ^ p^ Boden auf weite Strecken hin bedeckt w W, ^ leuchtenden Veilchen und zartblassen ^"^e^ .> die Pfirsich« und Mandelbäume, die ^ ^ y' Eitronenhame in voller Blüte stehen, "A ßWH, stämmigen Kastanienwaldungen, welche llbel^l füllen, von einem lichten Rosensch'""^ Bll° sind und über den Hügelhängen das SUV" Oelwälder liegt.. cft ve"^l Lange noch, nachdem Zähnngen ' gM^. hatte, sah Tessa in ihrem Boudoir vor o^^ ihre Gedanken waren weitab von ihrem ^ hel-^ lichen Besitz und wanderten ruhelos HM yeM/ Die schönen Arme unter dem H<" A ^d '^! lag sie auf einem der weichen Polst"''^ ^s AA zur Decke empor. Ei., seltsamer AusdrN", ^ ^ und Zorn und zurückgedrängter undent ^ lag auf ihrem reizenden Gesicht. «<. gel" ^l Eine qualvolle Unruhe war uver ^^g ^ seit jenem Feste bei den H^rdeags, "^^ '?ste ^ grchm Ge^hr. die nur zum Thell °"^b«endi^. "!!"5 ^" Verdienste beider Minister die "Nd °of?/« ^"^^Prießlichkeit der Coalition hervorhob ^ beldsn ^. ^c^" beiden Herren Minister toastierte. "llörten d«« m" "^" Unkten <ür die Ovation und ^lnehtne'n «.. ! "" be» Polenclubs und das Ein. l^leriaen 3 .^mselben erleichtere den Ministern ihre ""«en VeN°^ .< ^! ^^" "e Hoffnung °uf den ?"tm,en "7 ,.n^.^^^"«l'it und das gegenseitige ^en Obmann gales i °"^ ^" ^^enclub und ^uIg^N^^^ ^" Pirano.) In der Veröden die k«.^ in der Taselaffllire von Pirano ^" lblzltlsc^V^" ""bort. Der Vezirlshauptmann, ^n im Ei«« ^ ' ^" Domherren und zwei O ficicre '"«en eini°. A 7. ""°se aus. Einzelne Zeugen er. ^ f5/I°"lagte und hörten die brannten Rufe. ^«li ararn .""^hlte sich der Hauptangetlagte Bo-^"bar °«.",^ ? 7°'wurf der Illoyalität, indem er ?« im N ' "^' ^ls die Lage der Pol. n in O ster- " Gereckti.,«. ^.^" 'ener in anderen Ländern, Danl liche sei. °^t Sr. M.jestät des Kaisers, eine glück- in Kiel.) Die Pariser '"Milchen A ^„""5 wie vor mit dem Besuche der '^"oV w«""'' russischen Fwtte in Kiel. Nach dem ber französischen und ^' T°b°It> k ?° " ""llstiindlges Einvernehmen er-. . bischen »»n °ü^^'^° und russische Flotte in Sicht " »«"einsam „ «°?"""' ""ben sie sich vereinign !u?°lnanb r .or «', °"l""u,en. Ebenso werden sie trogen «a ! ü'" "^"' Auch über einige Eli-°" leln, be °n>, "" ""° Uebereinlunst getroffen wor-?°^z Ni bp," ' "" den Besuch Sr. Majestät des bcttifft. "'"""m a« Nord der französischen Flotte ^^wpttdie"b ^"heilter Stempeldieb.) ss>2 we n A'^ wurde nach mehrtägiger Ver. "" und St nun« ^" zu zehnjährigem schweren Ne.«m lVr c"?/ " Polizeiaufsicht verurtheilt. ?'^°l°'helv l)/« sla«n Soci ° listen.) In H°d' ." Ue Co jam.? "" <"" ^ d. M. der Strafproces« ^ "ü^ ^ di^' ^ August 1894 da« Stadt- ^°"°°be der saiss ^""°ssung des Führers und die 3i^°lluna«b "?«/i"es neuen Catastral-^>"inifte^ , l'^s Laibach II.) Da, l. l. 2?'bezA^i. !.'° ^"'«lung eines neuen Ver-2^' Sta n°^« II, bestehend aus den Ge-d^".^ «radischa-', Kapuziner, Karl-km. °" den <»^ I. U"0 Polana.Vorstadt, Tirnau, 2'^°bruni^??den: Altendorf, Vrunndorf. Do-3.?'I»l°S Ks,?°lu. Großlipleln, Großlup, Iavor, V^chel K^ingupf. Lanische. Lipoglav, St. Marein «^cheliml, ""1' Pbndorf, Ratschna, Rudml, Sa^ ^^^ ' Scklpi«^ Seedorf, Selo. Sostro, Stefansborf, Glreindorf, lomischel, Vino, Verblene und Wisovil des Steuerbezirles Laibach. Umgebung, endlich au« den Gemeinden des Steuerbezirles Großlaschih angeordnet und den Eoidenzhaltungs'Geometer Herrn Johann Matteilch für diesen neuerrichteten Vermessung«» bezirk mit dem Standorte Laibach bestellt. Die übrigen Gemeinden bes Steuerbezirle« Laibach und jene des Steuerbezirlrs Oberlaibach gehören nunmehr zum Vel« messungsbezille Laibach I. —o. — (Die neuen Sensenmarken.) Die Ein» stimmigleit, mit welcher die Mitglieder der vor zwei Wochen im Handelsministerium einberufenen Enquete über die Aenderung der Vorschriften bei der Markierung von Sensen sich dafür aussprachen, dass die Sensen vor der Härtung und in heißem Zustande mit einer Marke zu versehen sind, hat — wie das «Fremdenblatt' be» richtet — das Handelsministerium veranlasst, dementsprechend vorzugehen. Das Handelsministerium hat bereits die Ausarbeitung und Formulierung der bezüglichen Ab» änderungs-Vl'stimmungen beendet und dieselben werden in nnigen Tagen der ungarischen Regierung übersendet und die nolhwmdigen V ^Handlungen mit derselben eingeleitet werden. In den Kreisen ber Smsen-Industriellen hat das Voigrhen der Regierung dcn besten Eindruck hervorgerufen und man verfpricht sich von der Reallsierung der neuen gesetzlichen Markierung»«Vorschriften die besten C> folge. — (Sanitäts - Wochenbericht.) In der Ieit vom 24. Februar bis 2. März kamen in Laibach zur Welt 30 Kinder, dagegen starben 17 Personen, und zwar an Diphtherlti« 1, Tuberculose 3, Entzündung der Ath-mungsorgane 3, Magenkatarrh 1, Altersschwäche 4 und an sonstigen Krankheiten 5. Unter den Verstorbenen befanden sich ? Ortsfremde und 10 Perfonen aus Anstalten. Von Infectionslranlheiten wurde, gemeldet: Diphlheritis 1 Fall. — (Ueber die Torfgewinnung.) Nach einer diesbezüglichen Iusammensiellung wurden in den Gemeinden Stadt Laibach, Vresowih, Vrunndorf, Dobrava, Dobrunje, Iggdorf, Iqglack, Log, Tomij l, Waitsch, Verblene, Franzdorf, Ooerlaibach und Press" im ab» gelaufenen Jahre von den verschiedenen Besitzern 23,780.000 Stück Torszilgel ausgehoben. Das durchschnittliche Gewicht von 1000 Torfziegeln im lufttrockenen Zustande beträgt 570 Kilogramm. Ein Feftmeter Vuchen-Vrennholzes mitt» lerer Qualität hat einen Heizwert von 810 Kilogramm Torf. —o. — (Rindfleisch-Preise.) Im Monate Februar b. I. betrug der Durchschnittspreis für ein Kilogramm Rindfleisch in Radmannsdors 48 kr., in Kronau 54 kr., in Afsling 46 kr., in Kropp 44 kr., in Veldes 52 lr.. in »belsberg 52 kr., in Feiftrih 52 kr., in Senosrtsch 44 kr., in Wippach 48 lr., in Vurkfelb 48 lr., in Landstraß 44 kr., in Nassrnfuß 44 tr., in Ratschach 48 lr., in St. Varthlmü 40 lr., ln «roh. bolina 32 lr., in Krainburg 50 kr, in Vischoflack 46 kr., in Ncumartll 50 lr.. in Gollschee 43 lr., in Grohlaschih 44 lr., in Reifnih 46 kr., in Stein 44 lr., in Mannsburg 44 lr., in Kraxen 44 lr., in Tschernembl 40 lr., in Mottling 44 lr., in Littai 50 lr., in Weizelburg 46 lr., in St. Martin bei Littai 46 lr., in Sagor 46 lr., in Rudolsswert 50 lr., in Seifenberg 48 lr., in Treffen 48 lr. —o. — («Die Spruchpraxls.») gu den ersten zehn Jahrgängen dieser von Dr. Richl, Ndvocalen in Wiener.Neustadt, aula/grbenen Revue ber österreichischen ^' ber VZnn ^.dl« W"M w°r ein wüster d«lb erw ch?'?'^ ä"!lt «nd aus dem man sich, l" n 3 ."ur ein 5 °szunnaen W"- Man weiß schon, be rs> auch U""' 'st, ein wesenloses Etwas; "°ch 1^ um he« N " "ur """ Kraftanstrengung ?" "an dies ^r^""^ ö" ^scheuchen, aber lauw ""chinas ^ ^ "'Hl- zu? ^zahmendp 3!^ ^" ^" diesen letzten Tagen der V3,un^ sich Ralph zu°Füßm d>iel ^ber im l^. ^ben: fliehe mit mir, rette Mi ^le EH,»" Augenblicke kam ihr dann immer dliH?ls vor »-N, ^ weniger vor dem Bekenntnis w^elbe Hä3e"^^/""" schmerz, den sie ihm 55^9 " ^ ^"te bereiten nMm. Te M^^"als n.s"" s" s"t dem Hardegg'schm c«lz 3^lten «^"'^"roffen - im The°ter/m in l>. ^°" einen , °"^ l" ihrem eigenen Hause, ^n. ")" stm durfte, auch ihren Gatten all. es^ ^?"" hatte er durch ein Wort oder eine ^d?ch; siV i^" ihm vorgieng. aber sie wusste Nt i^ das leis. N. ""^ Flackern seiner Augen 3^ ?ber die „s Ebneren seiner Stimme, wenn er b°re ^t bes" » "chMigsten Dinge sprach, d'i^^befangeube i '^ ^^ang es ihm, seine schein» sie verfiel immer ^ ^"s W°«^ ^kett streifende Kälte, die ihr eitle V- »vie si? s!?.? °ls Maske dienen sollte und , 3 f«r da« .^st ganz deutlich fühlte, für das ^^utzuhH" verfehlt wa?. ""w, sckÄ^?.'Kamm, welche die Mittags-'^Mte sie endlich aus ihrem Sinnen auf; sie machte rafch Toilette und stieg in den nicht großen aber baumreichen und sorglich gepflegten Garten hinab, der die Villa umgab. Tessa hielt sich viel lm Garten auf; frische Luft und Bewegung im Freien waren ihr unentbehrliche Dinge, und es lag ihr nicht wie vielen anderen Damen daran, dei ihren Spaziergängen sehen und gesehen zu werden. Im Somnur ließen die dichten Laubkronm kaum hier und da einen Sonnenstrahl auf die Kieswege fallen, aber jetzt fand das Licht des Tages überall freien Zutritt zwischen dem zum großen Theile ent-blätterten Astweil. Tessa öffnete trotzdem den Sonnenschirm nicht, dw sie in der Hand hielt; sie nahm sich auch nicht die Mühe die Schleppe ihres Kleides aufzuraffen, die raschelnd über die dürren Blätter wegfegte, mit denen die Wege trotz atter Sorgfalt des Gärtners schon wieder vedcÄt waren. «^. ^ - > .. Da hörte sie hmter sich Schritte, die von der Richtung des Hauses, herkamen Es war der Diener, der sich chr näherte. Noch ehe er bei ihr war, wusste sie, was er ihr brachte. «Ich lasse bedauern.. Sie hatte die Worte schon auf den Lippen, aber sie kam nicht dazu, sie auszusprechen, denn noch ehe der Diener seine Meldung machen konnte, war der Be-iucker denn er ankündigen wollte, schon um die Haus-eck?7ebo«en und kam raschen, elastischen Schrittes ans dem breiten Mittelgange heran. Es war Piinz Suusa. (Fortsetzung folgt.) Rechlssprechung ist lürzlich ein 2bS Seiten ftarler Regifterbanb erschienen, ber aus drei Haupttheilen besteht. Der erste Haupttheil «Register der Entscheidungen, enthält da« in den ersten zehn Ic>hrallng.n verarbeitete Iudicatenmalerlale — über 25 000 Excerpte au« Ent« scheidungen der obersten Instanzen — chronologisch geordnet nach den Gerichtshöfen und Centralstellen, während der zweite Haupttheil «Register der Oes ^ gedungen waren, um vandalische Acte zu v^"? 'zl«< Veranlasser blieben unentdeckt. Er beantragte. o'e^ gekla-ten nicht w?gen politischer, sondern wegen meiner Verbrechen zu verurteilen. .. „ A- Budapest, 0. März. (Orig.-Tel.) Ms "M^ genden Ungarns wird Hochwasser gemeldet- " ^. werden Vorsichtsmaßregeln getroffen. Infolge ^ dauernden Schneeverwehungen ist an mehrere« der Bahnverkehr eingestellt. .M Rom, 6. März. (Orig.-Tel.)Dem «Dirt 0'^, ^ hätte die Anklagesection heute die von GloliM ^ gegen ihn von Privaten angestrengten Klagen ^ ^ Compelenzausnahme abgelehnt, und wurde ^"^M g/gen mit der Berufung an den Cassationshosve " Madrid, 6. März. (Orig.-Tel.) MrM" ^ tinez Campos conferierte mit dem KriegsmM ^ die Lage auf Cuba, worauf fich beide M"' ^ zur Königin-Regentin begaben. Man verMl',^ Martinez Campos als Generalgouverneur nay abgehen werde. .^juss Yokohama, 6. März. (Orig.-Tel.) Die d,"M nische Division besetzte Anhong-Tschena. auf "« ^. nach Mukden, ohne Widerstand zu finden. " F ruhen in verschiedenen Gegenden China's ^A„M gemein zu. In der Provinz Schan-Tung w^e ^< Who, welcher die Plünderungen zu unterdw suchte, von seinen Soldaten Angekommene Fremde. Hotel Elefant. ,^F"" Am 6. März. Varon Szegedy, f. u. l. Nitt""! ,H, ^ Lousiny; Ritter v. Minaldini, t. t. Statthalter, ^ zB v. Hoffmann, Laibach. — Christophers Ksm., ^deb"^,,, Kfm., f. Frau, Nillach. - Moßler, Techniker, ^an^M Brock u. Luzatto, Ingenieure; Krauß, SchriftsteUel. ^ ^ Kftte., Wien. - Vaszonyi, Ingenieur der l, Sta"^ ^ Fischer. Kfm., Budapest. — Franke, Kfm„ München Private, Berlin. Hotel Stadt Wien. <« Tliest ^ Am li, März. Dr. Gemelli, Advvcat und WH Fett"^ Fischt. Abeles. Nachmann, Lewis, Flaschner, KU M, Notholz und Hauswald, Kflte.. und Kohcn, Medic" ^. M Küster, Ksm., Cilli. - Bierbauer, Kfm., Vudap^ '^iE Kfm., «raz. — Jäger, Bauleiter, Neumarltl. "" ^ Kfm.. Berlin. Verstorbene. ^ ?i 5 Am 4. März. Mathias Potocml, Dienst" ' ^ Knafflaasfe 4, Carcinoma. . KaP, " ' Am 5. März. Johann Singer, Aaentens'V Alter Markt 13, Diphtheritis. Im Tpitale. 54 I, 2""^ Am 4. Mär z. Martin Fink, Inwohner, ^ ödem. Meteorologische .....> s'-Z « ___^^Mlil!"!< ? U. Mg' 726 - 5 "-6^8 windstill °^B ^ «-z.N, 726 1 -0 6 0. schwach ^l ^ 9.Nb. 728-9 -4 4 O. schwach . "henbl.> Bewölkt, nachmittags geringer Schneefau, ß>1 — Das Lagesmittel der Temperatur —3'6< ^ bem Normale. ^-^""^»>^ Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-,I"" Ritter von Wisseyrad. Verfälschte schwarze ^IM ©Jan »erbrenne etii 3Hufter$en be» ©toffe«, » ^„ «aibach «ibt hiemit Nachricht, da,s ' ^ p^ mächtigen qrfalü-n hat. das Vere'NM'« Vdnlund Zangge^ Kausmann in Stcw ^eide" ^! heute um 5 Uhr morgens nach lurz ^zuber'^,, 5«. Lebensjahre in ein besseres I^'^nerM^se Das Lcichrnb.'slännuis findet "" ^^ucry 7. d. M. um 4 Uhr nachmittags vo»> ^, aus aus den Fricdhof zu Zale st^^^dlich"'u^ Der Verstorbene wird dem "^ ssce denken aller P. T. Mitglieder sowll und Bekannten empfohlen. ^ Laibach am «.März 1895.^^^^^^ »^Hl^wng Nr. 55. _______ 457___________________________________7. März ,895. Course an der Wiener Börse vom 6. März 1895. «a« v», ow«^ 2««,^ »elb War» Vom Tiaatt zur Z«hl«ng übernommene Viseni..Prlor.' Obllnatlontn. «tlisabelhbahn «00 u, »000 Vl. flrr 800 M. 4°/,..... 1«I- 1«- «lisabethbahn, 400 >l. »000 M. »00 M, 4°/„..... I»N'Ü<> 127 bO yran^'Iosepl,-«., „ steuerfrei für»00KronenNom. »9 15 W Nk 4°/„ dto. dto, per Ultimo . . »S »l, 99'4L bto.Et.lt,?II,EoI°I00fl,,4'/,°/« 18? 50 1«8 — dto. dto. Silber 100 fl,, 4>/,°/„ 1«4 40 105 40 dto. Staali-Oblig, (Ung, Oltb,) V, I. 187«, 5>"/n..... I«s.40I8e<0 b»o.4>/,»/„SchanIregllI «bl..vbl. 10, -. wt 90 dt«, Präm,'«nl, 5 10N N, 0,W, ,«»- 1L!< - dto, dto. ll s>0fl, V, W. 1S2--1SU - Theiß «eg.^Lose 4"/« 100 fi. . ibsül» 1b« s>0 Grundentl.'Vbligallonen (für 100 fl. CM.), s>"/„ «alizlsche...... ---------------— b°/„ nieberüsterrelchische . . . 109 75 —-— 4"/„ lroalischc „nd slavonische . 9» «5 - --- 4°/„ ungarisch, (100 si. «.W> , 9« — 9«»0 Andere össenll. Hnlehen. Donau «ea.-üole ü"/„. . , . 1»» 8b 134 »z blo, -«Nleihc 187« , . 108 »b 109 35, Unleben der Stadt Vorz. . , m ^z —-— Nnlebe» d, Stadtgcmelnde Wie» 107 10 10» l» «»leben b, Stadlssemelube Wien (Silber ober Gold) , , . , I»8 — 1»u?ü Prämie» «»IdSlabtgm, Wien 175— I7U - VOrsebau «»leben, verlosb, s>'/„ 10« 85. 1«»» 35 4"/„ trrallier Landc»«Unlel»en . —'— —' - »elb «a« Psandirteft (für »00 fi.). Vodcr.all«. 0st.8?5>>»7^ Staalsbahn....... «? 888— Südbahn i^ »«/„..... I?4'85 ,75 8s, dto, b 5°/„..... !.'«, l>« — — Ung.'gallz. Nahn..... II0Le>l1«'85 4«/„ Untertrainer «ahnen , , 98 5« 99- Diverse Los» (per Stück). Uubapest-Nasllica (Dombau) . 8 70 9 — «lieditlose 100 fi, , , . 800 — »"8 — °mpfIch.i0Nsi«Vl. - - ,»«'->! vfener liose 40 sl...... S3'— ft.^'— Palffn-Lose 4« fl. CM, . , . <,l!'5ll «0 5« Motdi»!, Kreuz, Oesl.Vef, v,, 10 fi. 18— 18 «s> M°!Üe»ttreuz, Una,Ves, v,,5fi. «I»N 1810 Mudolph Lose 10 ft..... «» 7n 84 75 kalM'iiose 40 ss. LVl. . , . 71'- 7» — C!..Ve»oi«'itose 40 fi. «M, . i 73'— 7» 50 Waldslclu.Lose »« si. llVl, . , 51'-- 58 50 Ulndischarüh Uose 80 fi, «M, , -'- -'- Oew.Lch.d, »"/»Prüm.'Schuldv. b. Nobencredtlanslalt.IVm, . 81'— 88- dto. bto. ll. Vm, i«W. . , > 88 — 8l-— Loibacher Lof,..... j 85 — ?b »» §ank»Altlen (per Gtilll). «nglo^oefl. Vanl »0« fi. SO»/,«. l?S 50 1?7»»0 Vantverei», Wiener, 100 fi. . 15?40 15^40 Vobri.>»nf!.,0est.,80«fi.V.4«<'/, l>30- 5«» - 0fi. 309 — 311 — Hypothelb, vest,. 800 fi, 85°/„ blo. Weslbahn 800 fi. . , . <,»'- 419 — Vuschiiebrader Eis. 5<>U fi, IM. «415 ,48s> bto, dto. (lit. «) 800 fi. . 584—585 — Donau « Dampfschiffahrt«» Ves., oeslerr., 500 fi. llM. . . . l»70'.. .<>?3'- Drau.E.sVlltt..Db.«Z,)80Ufl.S. —'— — — Duc«odenbachsr!t.-«.80UN,L. 74— 75-^ Ferdinand«.N°rbl>, lOONfiilM. 3430 3450 Lemb.'llzernow. Iassy ltlsenb,' Vesellschaft 800 fi, S, , . , 30»-. 3l0 - Aoyb, Oeft.. Trieft.5. 9 — 1,1^, ^.»lbemÜHI". Papiers, u. ». «. 6«— «» — üirfinger Vrauerel INN fi. . . i»,, — ,« __ Montan'Vesellsch., Otfi.»alp?,». ,75.. Trtfallei Kohlen».. Vef. 70 fi. 1»8 50 ,?, — w»ffenf.< U,,«er,I», ''ü'^MaennerbarVn. ^>'^Gemein^^b Herr Anton V".l)ierge,z^.^'"m bestellt und iugeste^ ^. November 1893,Z. 8174, ^^u^zHr^ Tschernenibl am 3?' dd.° 25V«ich«n Grundbuch«. ^l.«ar K^"«' Mttliug »m l^s----^^___________ M" fln 'Ein'7Z"'^"chen Handels- N'°. I°sef O^^"^ eingetragenen Fblsh^ "goreuh wird über Ableben 3? ^' k. HMsmhaberin eingetrag n. Rudolfswert am Vertreter gesucht filr eine der leistungsfähigsten 2 V«.h „Bröttel- und Parketfabriken (889) Nr. 63LC, Betanntmachung. Den Gläubigern im Concnrse des Franz Felonja von Obcrlais'ach wird b'kannt gegeben, dass der Masseverwalter Dr. Anton Ritter vo, Schoeftpl den Schlussvertheilungsenlwurf vorgelegt habe, dass sie davon bei ihm oder beim Con» curs-Commissar Einsicht und Abschrift nehmen können, dass sie allfällige Erin* nerunqen Men den Entwnrf bis zum 15. März 1895 mündlich oder schriftlich beim Eoncms Commissar einzubringen und für den Fall, dass Erinnerungen eingebracht werden, bei dcr auf den 18. März 1895, vormittags 9 Uhr, angeordneten Tagfahrt zu erscheinen haben, in welcher über die Erinnerungen verhandelt und die Vertheilung festgesetzt werden wird. K. t. Landsgericht Laibach am 28sten Februar 1895. Der ConcurS'Commissar l. t. Laudesgerichtörath: Tschech m. p. (890s^1 Nr. 1K0i7 Amortisations-Erlcnntnis. Vom t. k. Landesgrrichte Laibach wird über das mit Brscheid vom 11. Juli 1894, g. 6291, eingeleitete Amorti' saüonsverfahren hinsichtlich der auf den Namen Johann Gabrij'ltik lautenden Einlagebüchel Nr. 1tt1.299, 184193. 192.435 bei der krainischen Svarcasse bei dem Umstände, als binnen der mit Edict vom 11. Juli 1894 öffentlich kundgemachten Frist von 6 Monaten sich niemand mit einem Ansprüche darauf gemeldet hat, diese Sparcassebüchel für amortisiert, als erloschen und ungillig erklärt. Laibach am 26. Februar 1895. (891) Nr. 1364. Firma-Löschung. Bei dem k. k. Landes- als Handelsgerichte in Laibach wurde die Löschung der Firma H. Nieter und T. Holt in Liquidation zum Betriebe der Brau-und Malzfabrik in Scnosetsch im Register für Gesellschaflsfirmen sowie des Llcnu-dators Thomas Holt in Trieft vollzogen. Laibach am 26. Februar 1895. Z. 3492. (»19) 3-1 Verkaufsgewölbe-Vermietung. Donnerstag den 14. d. M. vormittags 10 Uhr wird beim gefertigten Stadtmagist rate ein im hierorügen Bürgerspitalsgebäude (Kreisamt) befindliches, gegen die Rchulallee gelegenes, derzeit als Fleischbank benutztes Verkaufsgewölbe für die Zeit vom JL. Mai 1995 ab im öffentlichen Versteigerungswege vermietet werden. Magistrat der Landeshauptstadt Laibach am 4. März 1895. Der Waschtag kein Schrecktag mehr! ¦"Hl ^T-=l^ (5226) Bei Gebrauch der 60—88 iJOHRCM patentierten Mohren Seife ¦" tftfr ™ V wäscht man 100 Stück Wäsche in einem halben Tage CjfSF S: ladellos rein und schön. Die Wäsche wird hiebel noch Tfflr^ -. \ einmal so lange erhalten, als bei jeder anderen Seife. Av^^Hj^ iß? Bei Gebrauch der *JWÄ patentierten Moiren-Seife KhKm^K iuV 2! w'r(' ^16 w^8C^e nur einmal, statt wie sonst dreimal, ge- wm ^vHr^A vJx ^S waschen. Niemand braucht nunmehr mit Bürsten zu wa- B± V ^BiW ^ sehen oder gar das schädliche Bleichpulver zu benutzen. ' B Vj^ Ersparnis von Zeit, Brennmaterial und Arbeitskraft. ^^^LJtSMt. Vollkommene Unschädlichkeit bestätigt durch Attest ^^^^^^^HM^BB , des k. k. handelsgerichllich bestellten Sachverständigen m^^^tUB/^^^ Herrn Dr. Adolf Jolle«. O| te^ ^^ r B^ Zuhaben in allen grösseren Spezerei-undConsum- r\ ^" ¦ ^T W Geschäften sowie im I. Wiener Consumvereln und ^' r^ , I W P^ I- Wiener Hausfrauenverein. '--------^? ' ' Haunt-Oftnfit: Wifin I.. Rftnnaassfi fi. » ^MU Schwielen n,< l^<, ,v,,!!^^<^^^ ^, 3 3«^H ^^»"2 ^T^UDW übrigen >,°,!cn Han! ^/>^^?^chs,, Ami ^ 3« " N «^ 3^^ ^l >HMM w!!chl'r!!!!,1!'». ^ » " 35 < ^ »-i H ^, ! s«^^.^!-^xH^<^^>"'lecht.!°>"" >edec.,!el>l°uch'i<'"wc> n ^Z- ^ -- .^ n» " « ^» M^>^^>5i^m'««,ifdetzPfias ««^ ^'^ 3 RR^7 3^ ^ ^ ^^» «z^^dalin achle mnn mN l>« Z-.3 2