Ar. 69. Sonntag, den 27. Augull 1882. VII. Jabrgang. Cillicr Ztiluiig. Erscheint jfbcn Tonrechog nnb Eo.'.'iag Morgens. — Pranumkialiitisdtdiiigui'isk.l: ftstr Cilti sammt ijustellunq ins Hau» ganjliibrig st. . Kaldjühriq st. 3.— »sertfl|stl)itfl st. l.ütt. moi'a.lich .. t . Ü). i Po,lr>ersenbu,.q ganzjährig st. -i/0, bolWInifi f». 3.20. oier.fTjäbrifl st. 1.00. - Nedaction und «brainiftrotiaa: Herren-go||< Str. o. Eprechliunden be? Sledm«»^ lüglich, mit «xnahme der Sonn- und .^eicrioge, von !>— 1? Uhr Vor- und von :i—ti Uhr Nachmittags. — Inserate _»vtrbtit b.lligft bcietiirci. Auswärts nehmen Inserate sllr d e „(iiliiec. Zeitung" alle debeuienberen Annoncen-Expebitionen an. Jur Ordnung unlerer Ainauztage. I. ES ist sicherlich eine der wichtigsten Auf-gaben jeder Regierung und jeder politischen Partei, der Herstellung der Ordnung im Staats-haushalte, d. h. des Gleichgewichtes zwischen Einnahmen und Ausgaben, ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden, und thatsächlich hat bisher noch jede Regierung versichert, daß sie sich dieser ihrer Pflicht bewußt uiib derselben Rechnung zu tragen gesonnen sei. Unsere bisherigen Ersah-rungeu in dieser Richtung haben leider gezeigt, daß zwischen Wort und 2!hat, zwischen Verspre-chen und Halten ein schreiendes Misverhältniß besteht; daß die Finanzlage des Staates, statt besser zu werden, sich immer mehr verschlimmert; daß trotz der enormen Lasten, welche dem Staatsbürger auferlegt werden, und trotz der steigen-den Einnahmen das Deficit von Jahr zu Jahr c:n bedei »ltches Wachsthum z?igt, ja, daß nacy-gerade das Schuldenmacheu zu einer charakteri-stischen Eigenthümlichkeit unserer Finanzlage ge-worden ist. Angesichts dieser höchst bedenklichen, ja im Hinblick aus d>e Zukunft geradezu Besorgniß erregenden Erscheinung ist es wohl hoch au der Zeit, daß man sich endlich einmal darüber klar werde, welche Bedingungen erfüllt werden müssen, damit das ai zustrebende Ziel, die Herstellung des Gleichgewichts erreicht und der sonst unver-»leidlichen Zerrüttung unserer Finanzen wirksam vorgebeugt werden könne. Da müssen wir es denn zit allernächst als unerläßlich bezeich n, daß einmal endgiltig fest-gestellt werde, wie eS sich denn eigentlich mit dem Schnldcnstande unserer Reichshälfte verhält, daß einmal volle Klarheit geschaffen werde in Be-zug aus verschiedene Punkte, deren Erledignng man bisher von einer Zeit auf die andere ver-schoben hat. weil man niemals die Entschlossen- heit hatte, die Rechte CiSleithanien« gegenüber Ungarn kräftig zu vertreten und weil man noch weniger den Muth finden konnte, eine möglicher-weise für uns ungünstige Lösung der schwebenden finanziellen Fragen zu ertragen. So ist bei« spitlsweise das Verhältniß der beiderseitigen Reichshälften in Bezug auf die gemeinsame Rentenschuld und in Bezug auf die Achtzig-Mlllionenschuld an die österreichisch - ungarische Bank, dessen Ordnung anläßlich der Schaffung des Dualismus unoerantwortlicherweise unte ■-lassen worden ist. noch iminer nicht geklärt uuo nicht ohne Grund müssen wir befürchten, daß für diese Schulden wir allein werden aufzu-kommen haben, zumal, namentlich in Bezug auf letztere, unseee Nachbarn jenseits der Leitha von einer Verpflichtung ihrerseits durchhaus nichts wissen wollen. Unseres E achtens aber kann die diessalls herrschende Unklarheit auf die Dauer nicht fortbestehen, wenn anders ernstlich an eine Eonsolidi'nng unserer Finanzlage gedacht werden soll; denn das leuchtet gewiß Jedem ein, daß wir, um Ordnung in unseren Haushalt zu bringen, vorerst genau wisse» müssen, wie viel wir schuldig sind. Und ähnlich, wie unser financielleS Ver-hältnis zu Ungarn bedarf auch jenes zu den occupirten Ländern dringend einer Regelung. Läßt sich auch heute noch uicht mit Bestimmt-heit sagen, was mit diesen Ländern in Zukunft geschehen wird, so ist doch das Eine sicher, daß dieselben niemals an die diesseitige Reichshälfte fallen werden. Angesichts dieses Umftandes aber müssen wir denn doch fragen, wer uns die Kosten ersetzen wird, welche wir für die Occupation und Organisation theils schon ausgelegt haben, theils noch werden auslege» müsse«. Daß wir diese kosten, welche sich schließlich vielleicht auf Hunderte von Millionen belaufen werden, aus unserer eigenen Tasche zahlen sollen, wird man uns hoffentlich nicht zumuthen; wer aber soll sonst dafür aufkommen? Auf diese gewiß be« rechtigte Frage gibt c3 wol nur die eine Ant. wort, daß diese Kosten den occupirten Ländern selbst zur Last fallen, beziehungsweise von diesen rückvergütet werden müssen. Allerdings darf hiebei nicht übersehen werden, daß Bosnien und die Herzegowina vorläufig nicht einmal die Kosten ihrer eigenen Verwaltung decken, allein diese Erwägung kann unS nic^t hindern, auf unserem Ersatzansprüche zu bestehen und dies nmsomeh''. als denn doch anzunehmen ist, daß diese Länder einmal ertragsfähig werden. Gerade mit Rüasicht hierauf aber ist die Lösung der vorliegenden Frage nicht allzuschwer und besteht dieselbe darin, daß entweder unser Beitrag zu den Occupatlvnskostcn auf die occupirten Länder einverleibt oder aber, was vielleicht noch vorzu-iehen ist, daß speciell für diese Länder — allen-alls unter der Hastung beider ReichShälsten ein Anlehen aufgenommen und dasselbe zur Rückzahlung der bisher aus unserer Tasche be° strittenen Ocenpations- und Organisationskoften. sowie zur Deckung der zu erwartenden bosnischen Verwaltungsdeficite verwendet wird. Heissose Äugst. Die Enunciationen. welche in der abgelaufenen Woche die Spalten der nationalen Presse füllten, galten fast durchwegs dem in Cilli er» scheinenden „Krnetski prijatel." Mit Ausnahme des „Slovenski Narod" pfiffen so ziemlich alle Gimpel des slovenischen Blätterwaldes die gleiche Melodie, deren Tenor in dem Vorschlage ver-klang, es sei das verlogene Hetzblatt, welches der Renegat Dr. Glantschnigg herausgebe, zu-rückzuweisen und zu unterdrücken. Wie sehr indeß das Landvolk die Lehren nnd Rathschläge eines „Gospodar,* der sein gröbstes Geschütz spielen läßt, beherzigt, zeigt der Umstand, daß in den letzten Tagen dem „Knictski prijatel* zwei- Mehr als zwei Stunden lang bewegte er sich schranbenförmig auf dem Gebiete einer Gevier.,eemeile. Noch lag der Nebel dicht um das Fahr-zeug, die Brise hatte ihre Richtung und Stärke nicht verändert. Mit einem Seufzer der Erleichterung hörte Miß Ellen aus deut Munde des Kapitäns, daß die Gefahr vorüber sei, sobald der Wind sich nicht drehte. Er hoffte, die Seeräuber von ihrer Fährte abgebracht zu haben. „Also dürfen wir in der That hoffen, ihnen zu entgehen?" fragte Ellen. „Gewiß, so lange der Wind nicht um-schlägt, was leider nicht unmöglich ist." Die Besorgniß deS gewiegten Seemannes war nur zu sehr begründet. Fünf Stunden später war der Wind umgesprungen. Er schien auch den Nebel verjagen zu wollen. Bedenklich schüttelte der Capitän den Kopf. Mit äußerster Beunruhigung las das junge Mädchen in den Mienen des erfahrene» See- mannes. „Werden wir unbemerkt bleiben?" begann Miß Ellen wieder. „Ich hoffe es, sobald wir »licht allzuweit seewärts abgetrieben sind." „Der Pony ist auffallend unruhig," rief Kiue Bettung. „Alle Mann an Bord! Das Topsegel bei!" „Sie segeln in unserem Kielwasser, diese Hnnde von Malayen," slüster'e der Steuermann dem Capitän zu, „wir weroen Mühe haben, ihnen zu entrinnen." „Nur zu wahr! Es sind malaysche See-räuber. Ich habe sie genau beobachtet. Wir haben es mit Dreien zu thu», ich fürchte, sie werden uns den Weg durch den Sund ver-legen. Tod und Verdammniß! Das Bramsegel auf. ES gilt das Leben!" „Um Gotteswillen, Capitän, was ist im Werke," rief unter allen Zeichen der höchsten, bangsten Erregung eine junge Dame, die schöne Miß Lewin, dte Tochter deS englischen Residenten in Bangkok, die soeben als einziger Passagier an Bord aus England zu ihren Eltern zurück-kehren wollte. „Beruhigen Sie sich, Mylady," rief der Steuermann mit höflicher Verbeugung zu ihr herüber, während der Capitän fortfuhr. Befehle zu ertheilen, und die Bewegnngen der gefürchteten Piraten mit dein Fernrohre zu coutroliren, „wir dürfen die Hoffnung noch nicht aufgeben, aus ihrem Bereiche zu gelangen." Die See ging hohl. Eine leichte Seiten- brise zwang das große Schiff zum Laviren und die drei dichtbemannten Prauen der Malayen hielten gerade von vorn a.if den Engläudern zu. Man konnte ihre Bewegungen auch mit bloßem Auge deutlich verfolgen. DaS junge Mädchen athmete tief und schwer. E; hatte seinen angstvollen Blick auf die iit raschestem Tempo fortrudernden Boote der Malaien gelichtet. Mit fieberhafter Spannung lauschte sie ruf die kurz abgemessenen Befehle der Officiere und das tactmäßige Arbeiten der Matrosen in den Wanten. Jetzt hatte sich ihr Schiff den mit rasender Eile auf dasselbe herau-fahrenden Prauen der Seeräuber auf etwa hundert Faden genähert. Schon konnte man be-merken, wie die Bemannung der vordersten Prau sich zum Angriff nnd zum Entern bereit hielt, als der Engländer eine ««vermuthete Biegung nach der Sceseite vornahm, und die Räuber an sich vorüberjagen ließ. 'Nach einigen Secunden war er in dem auf der See sich niedersenkenden Nebel verschwunden. Noch einige Minuten lang hörte man das wilde Wuthgeschrei der Malayen, denen die sichergeglanbte Beute entschlüpft war, dann wurde Alles still, und man vernahm nichts, als die leisen, aber energisch ertheilten Commando's des Capitäns und das Stampfen der Maschine. Der Engländer lavirte. hundert neue — und was das fürchterlichste ist — zumeist bäuerliche Abonnenten erstanden, die sich nunmehr überzeugen wollen, ob denn das vervehmte Blatt wirklich so gottlos, so freimaurisch (?), so volksfeindlich und hetzerisch sei, wie es Herr Dr. Gregorec malt. Letztgenannter Herr sowie sein dunkler Anhang täuschen sich gewaltig, wen» sie wähnen, der .limetski prijatel- werde nun nichts eiligeres zu thun haben, als sich mit ihnen in eine Polemik einzulassen. Dazu erscheint ihm die gedachte Coterie denn doch zu unbedeutend, zu geist- und witzlos. Mit gebildeten Leuten zu streiten mag unter Umständen ein Vergnügen sein, allein mit einer Sorte sich herumzubalgen, welcher jede Grütze fehlt, welche nur in Denun-eiationen und Verdächtigungen ihr Heil, ihre Rettung erblickt. — ist Zeitverschwendung. — Der Landmann wird sich über die Tendenz des «Kmetski prijatel* wohl selbst ein Urtheil öilden. Er wird es, trotz der Casnistik des Dr. Gregorec herausfinden, daß das genannte Blatt nur sein Bestes will. Aufklärung dem Land« volke zu bringen ist die erste Aufgabe des „Kmeteki prijatel." Und diese Aufgabe wird er erreichen, mögen auch Gregorec und Consor-ten dreifache Bann - und Fluchbullen gegen ihn aussprechen, mögen sie ihr ganzes Räucherwerk und Weihwasser zur Abhaltung der sie bedroh« enden Gefahr verbrennen, respective verspritzen. Bis heute hat es an Männern gefehlt, roflAc dem sloveniscben Land manne in der slo- der erste Offizier besorgt. „Er könnte uns durch sein ewiges Wichern dem Feinde verrathen. Es wäre gut. wenn man ihn irgendwo unten im Raum unterbringen könnte, bis die Gefahr vor-über sein wird." Der hochschottische Ponyhengst, von dem der Seemunn sprach, war Ellen's Reitpferd, das sie mit einigen anderen lebenden Andenken in die neue Heimath überführen wollte. Das muthige, dichtmähnige Thi-r erfreute sich an Bord allgemeiner Gunst. Nur mit dem großen schwarzen Neufundländer Black, der den Steuermann auf allen seinen Fahrten begleitete, stand es auf feindlichem Fuß. Der Hund biß dem Pferde, wo er es überraschen konnte, in die Fesseln, und der Pony rächte sich, indem er nach Black mit den Füßen schlug. Der Hund war offenbar auf ihn eifersüchtig.und betrachtete ihn als Eindringling. Wiederum ließ der Pony sein ominöses Wiehern ertönen. Wüthend fuhr der Hund auf ihn loS und brachte ihm einen Biß am Halse bei, der den Hengst zur Raserei brachte. Recht-zeitig packte er Black am Genick, schüttelte ihn und verendet, mit zerrissenem Genick, stürzte das mächtige Thier aus das Verdeck. „Schießt den Pony todt... Er wird uns Unglück bringen, wenn wir ihn leben lassen," schrie der Steuermann wüthend. Der Tod seines — 2 — Misere zu ergründen, schenkte er den Einflüste-rungen des Eaplans, des Lehrers oder des Gemeindeschreibers, welche ihm einzureden wuß-ten, daß an allem Nachtheiligen nur die Libe-ralen, nur die Deutschen schuld seien, ein williges Gehör, und dadurch entstand auch ein gewisses Mißtrauen, welches zu bannen eben die Aufgabe des »Kmetaki prijatel" ist. Wird dem Sandmann« einmal klar, daß jene Persönlichkeiten, welche ihm den Deutschen entfremden wollen, welche für slovenischen Unter-richt in den Mittelschulen schwärmen, geistige Asioäeure sind, dann wird er ihren Ouaseleien auch nicht die geringste Aufmerksamkeit schenken. Was für Eapacitäten jene Herrn sind, welche sich zu Volksbeglückern aufspielen, haben wir des Ostern erwähnt, des Spaßes wegen fei heute noch ein Fall erzählt, der so ziemlich als Kipfel der Einbildung gelten kann. Bekannt-lich wurde auf der famosen Pettauer Lehrer-conferenz eine Resolution gesaßt, die deutsche Sprache an Volksschulen zu eliminiren. _ Einer jener großen ABC-Professoren. welcher sich bei diesem Beschlusse auch seine Sporen verdiente, vertheidigt gelegentlich einer Polemik in „S. P." seine diesbezügliche Parteinahme. Er spricht in seiner Apologie von dem wissenschaftlich pädagogisch-didaktischen Standpunkte, den er einnehme :c. Wer jedoch das knabenhafte Ge-schreibst! liest, der wird finden, daß der große ABC-Professor mit den Elementarbegriffen der Gramatik ebenso verfeindet ist. wie der „GoS-podar" mit der Wahrheit. Und solche Leute, die selbst eine Volksschule noch'brauchten, sprechen für die slovenische Volksschule. Und ähnlichen EaliberS sind Alle die Mund-Helden der Slovene». Jetzt natürlich aber wo sie zu bangen beginnen, der Bauer würde heute oder morgen ihre geistige Jnferiorität durch-schauen, setzen sie alle Hebel in Bewegung, um sich auf dem Trockenen zu erhalten. Ihre krampfhaften Anstrengungen werden ihnen indeß nichts nützen, man wird über sie zur Tages-Ordnung übergehen. Wir aber ergötzen uns vorläufig an ihrer Angst. politische Wnndschau. ttiUi, 26. August. Inland. Wiener Meldungen zu Folge ist die Reise des Kaiserpaares nach Trieft für den 17. Sep-tember zu gewärtigen. Ein längerer Aufenthalt der Majestäten in den untersteirischen Städten ist je-doch nicht in Aussicht genommen. Es ist indeß im-merhiu möglich, daß der betretende Hofzug in Marburg sowie in Eilli einen einstündigen Aufenthalt haben wird. In Wien wurden gestern durch die Polizei zehn Personen, darunter zwei Frauen und der treue» Lieblingshundes hatte ihn erbittert und seine gereizte Stimmung übertrug sich im Augen-blick auf die Ossiziere und die ältesten Maate, die sofort bereit waren, Lynchjustiz an dem Ver-breche? zu üben. „Stellt ihn hier in diese leere Kiste. Dann vor den Besanmast mit ihm und sobald ich „Drei" zähle, gebt Feuer auf ihn," rief der Capitän. Rasch hatten die Sceleute ihre Büchsen in Anschlag. Schon setzte sich der Capitän .n Po-fitnr, um das Urtheil vollziehen zu lassen, als Miß Ellen auf dem Verdeck erschien. „WaS haben Sie vor!" rief sie. „Sehen Sie hier. Miß, was Ihr schür-kischer Hengst angerichtet hat. Mein armer, ehrlicher, treuer Black wurde von dem ver.... Beest zu Tode getroffen," schrie der Steuermann wüthend. „Nun, ich werde Sie entschädigen..... es ist mir aufrichtig leid," warf das Fräulein ei». „Oh, Miß, das ist kein Ersatz. Nein, er soll fallen." „Aber, Samson, Capitän, was soll ich von Euch denken. Jetzt in der Sunde ernster Gefahr wollt Ihr Gericht über ei» annes, schuldloses Thier halten? . . ." „Achtung! Eins . . . Zwei ..." Noch hatte der Capitän nicht Zeit, das Redaetenr des radiealen socialdemokratischen Blattes „Zukunft" verhastet. Wie das Oommu-niquä her Pollizei an die Jour.iale erklärt, stehen die Verhaftungen mit dem seinzeit durch Narkose ausgeführten Raubtatentate an dem Schuhmacher Merstallinger und mit dein Ein-bruche beim Grasen Andrasy in Budapest in Verbindung. Es wurden zahlreiche Corres-pondenzen saifirt. aus denen hervorgeht, daß bei dem Raubattentat auf Merstallin-ger man e* nicht mit einem Verbrechen zweier Subjecte, sondern mit dem Verbrechen einer radicalen Arbeitergruppe der Monarchie zu thu» hat. welche radicale eom munistische Ideen in den Massen zu verbreiten bestrebt ist. Ein zweiter Versuch wie jener an Merstallinger soll in Budapest ausgeführt worden sein. Die Wiener und Budapester Behörden stehen in Verbindung. Ausland. In Deutschlands innerer Politik gibt eS gegenwärtig nur ein Thema, welches alle Parteien beschäftigt: die Stellung deS Fürstbischofs zu Breslau zu den StaatSpfarrern und zur „gemischten Ehe". I» einem Leitartikel der „Nordd. Allg. Ztg." wird die Angelegenheit ausführlich und vom kirchenrechtlichen sowohl wie vom politischen Standpunkte besprochen. Wenn m n daraus auf den Standpunkt der Regierung schließen darf, so hat sie folgenden : Der Inhalt der in Frage stehenden kircheiiregi-mentlichen Anordung ist zur Stunde noch nicht genau bekannt Wohl aber ist in zwei zur Diö-cese BreSlau gehörigen Kirchen ein Proelama öffentlich a»ge»chlagen worden, in welchem es zum Schluß folgendermaßen heißt: Diejenigen Katholiken. welche mit einer bloßen Civilverbindung vor dem Standesbeam-ten sich begnügen, ohne nachher kirlich sich trauen zu lassen, oder welche, wenn der eine Theil protestantisch, nachher von einem mchttatholischen Prediger sich einsegnen lassen, werden von der katholischen Kirche als christliche Eheleute nicht anerkannt. Sie schließen sich dadurch von dem Empfang der heiligen Sacramcnte und den kirch-lichen Ehrenämtern als Pathen, Trauzeugen. Kirchene,emeindevertreter und dergleichen aus. Ihre Kinder werden kirchlich als unehelich be» trachtet, weshalb auch die Mutter nach der Taufe keinen Kirchgang halten darf." Dazu bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg.": „In Preußen hat sich die Staatsgewalt allge-mein das Recht gewahrt, kennende Ehehindernisse aufzustellen und im Gebiete der bürgerlichen Rechtsordnung zur Geltung zu bringen, wogegen die Beobachtung des von den staatlichen Normen abweichenden Kirchengesetzes dem Gewissen der Katholiken überlassen worden ist. Eine rechtliche Bedeutung hat jenes Proclama für die prenßi-fche Regierung daher nicht, wohl aber eine poli- Commando „Drei" zu rufen, als ein wilder Schrei ertönte: „Die Malayen!" Der Nebel war verflogen. Kaum fünf Minuten vor ihnen hielten die drei Prauen der Seeräuber mit voller Geschwindig auf sie zu. „Wir sind verloren. wenn wir nicht rasch wenden . . . Ohoi! Alle Segel bei! So recht. JungenS! Nehmt den Fockmast in Acht . . Abermals waren sie die Seeräubern entgangen, deren wilde Flüche und Verwünschungen man deutlich hörte. Sie versuchte» in das Fahr' wasser des englischen Fahrzeuges zu gelangen. Eine verzweifelte Jagd begann. Schon wurde der Abstand zwischen dem Engländer und seinen Verfolgern größer und größer, schon ging ein fröhliches Zucken über die wettergebräunten Gesichtet der Seeleute, als üb r ihnen ein lautes Krachen und Knistern hörbar wurde und das große Bramsegel mit der Bramstange über Bord ging. „Das Nothsegel auf!" commandirte der Capitän. Schon aber hatte der Unfall den Piraten einen Vorsprung gegeben. Ihre vorderste Praue gab eine Kartätschenladung aus, die den Vor-dersteven zertrümmerte. Das Schiff war den Feinden fast rettungs-1 los preisgegeben. Der Capitän ließ rasch das venischen Sprache nahezulegen versuchte», wo er seine» Vortheil zu suchen habe. Und gerade der von den klerikalen Herren so oft mit Schimpf beworfene Deutsche hat die Rolle des Volks-freundes übernommen. Und wie der deutsche Bauer durch die Jngerenz rechter VolkSfreunde sein Joch abzuschütteln und bereits Vereine politisch - und volkSwirthschustlichen Charakters zu gründen beginnt, so wird solches Über kurz oder lang auch der slovruische Bauer, natürlich ohne bte obligaten Capläne thun muffen, wenn er nicht auf seiner wenig ertragfähi-gen, von Steuern überlasteten Scholle verknöchern will. Darüber ist sich der slovenische Bauer schon lauge im Klaren, daß es in der Weise wie bisher nicht weiter gehe» könne, und daß jenes Atca-num, welches ihm nationale Eiferer anpreise», nämlich, Einführung sloveniichen Unterrichtes in den Mittelschule» je., die schier erdrückende» Uebelstände nicht saniren werde. Der Bauer kennt nicht den Größenwahn, welchen gewiße Priester und Lehrer besitzen; er will nur die Früchte seiner harten und mühevollen Arbeit genießen. Dieser Genuß wurde ihm jedoch durch die volkswirtschaftlichen Verhältnisse, durch den schweren Steuerdruck:c. verwehrt. Zu kurzsichtig, um selbst die Motive der tische. Wir vertrauen, daß man sich dessen an zuständiger Stelle wohl bewußt ist." In Irland sind wegen des furchtbaren Agrarverbrechens vom Bullaghadruma 10 Per-' sonen verhaftet worden. Einer der schwerver' mundeten Söhne des ermordeten Pächters hat vor seinem Tode noch vier Individuen als Ver-über des Verbrechens bezeichnet. Der getödtete Pächter Joyce selbst war ein blutarmer Mann. Er hatte ein kleines Gehöft gepachtet, welches „boycotirt" war und, was noch schimmer ist, seinen Pachtzins entrichtet, was in den Augen der irrischen Terroristen ein todeswürdiges Ver-brechen ist. Uebrigens wird schon wieder ein Agrarverbrechen gemeldet. In der Nacht von Sonntag ans Montag soll unweit Killarncy ein Pächter von vermummten Männern aus dem Bette geholt und durch Flintenschüsse getödtet worden sein. Die e g y p t i s ch e Affaire nähert sich der Entscheidung. Die Annee Arabis, ein zumeist zusammengelaufenes Gesindel, vermag da« Bor-dringen der Engländer nicht einzudämmen. Der allgemeine Vorstoß der letzteren wird für morgen erwartet.__ Lorrespondenzen. Gonobiy, 23. August. (Orig.-Corr.) sZweig-verein vom weißen K r e n z e.j Am 20. d. veranstaltete der hiesige Zweigverein vom weißen Krenze in den Eiskeller-Localitäten, welche vom Eigenthümer Herrn Dr. Lederer bereitwil-ligst zur Verfügung gestellt worden waren, ein Concert und ei» Kindertheater, dessen Neiner-trag obigem Vereine zufiel. Dank der unermüdlichen Thätigkeit des Herrn Hauptmannes Meist e r waren die großen Localitäten hübsch deeo-rirt. und besonders zeigte die für die zu Gebote stehenden Mittel wirklich schwierige Aufstellung der Bühne von großen: Geschick nnd seinem Geschmacke. Entsprechend der Ausstattung des Saales, war auch die des Einganges. Neben der schwarz-gelben und grün-weißen Fahne prangte auch die schwarz-roth-goldene, während auf jedem Flügel des Portals ein rothes Kreuz aus weißem Grunde sichtbar war. Das Programm enthielt im Ganzen 8 Piecen, worunter besonders Schuberts „Erlkönig" und ein Concertino von C. M. v. Weber erwähnt seien. Die Anffüh-kling dieser Nummern war eine wirklich meister-hafte. Sowohl die von Frau Gräfin A d e l m a Vay vorgetragenen Lieder, als auch die von Frau Carola und den beiden Fräulein Lina und Anna L e d i n e g g abwechselnd gespielten Clavierstücke zeugten von tüchtiger Schule und tiefem Verständnisse. Nicht wenig trugen zur Erhöhnung des Genusses auch die von Herrn Carl Sagai, eand. phil.. mit größter Geläufig-keit executirten Violin-Piec?n bei. Was endlich das Kindertheater betrifft, so sei bemerkt, daß das Stück „Vice versa* oder „Gleiches mit große Boot in See geben. In blinden» Schrecken stürzte die Mannschaft hinein und Miß Ellen sah sich zn ihrem Schrecken an der Seite ihres Ponys fast allein auf dem Schiff. Fast besin-nungslos sprang sie in die Kiste und kauerte sich neben dem treuen Thiere nieder. In demselben Augenblick hatten sich die drei Prauen der Seeräuber gleichzeitig an das Schiff gelegt und mit der Behendigkeit von Affen schwangen sich hundert halbnackte, braune Ge-stalten auf das Verdeck. Die wenigen Leute, die zurückgeblieben waren; sielen unter ihren Dolchen. Dann ging es an ein hastiges Plündern. Me Werthsachen wurden aus den Kajüt-7. »nd Koje» geholt, Waarenballen und Listen aus dem Raun» fort-geschafft. , Srftf ertönte aus der Ferne ein Kanonen-schuß. ^.ie Piraten stutzen. Sie zögerten aber nur einen Augenbick. verdoppelter Eile und Uiistrengung setzten fi^ jhx Plünderungswerk fort. Dann wurde es f'aI( .... Sie hatten das Schiff verlassen. ^°~tc Ellen aus größerer Nähe über-SL""? ? ,chch. Dcr Pom) ,»i. s>, wie die Prauen sich vor einem großen " .,ter flüchteten, der auf das Schiff zuhielt, war ein englisches Kriegsschiff, wie sie — 3 — Gleichem" von den Kleinen mit wirklich staunens-wehrter Sicherheit gespielt wurde. Die Leistun-gen der Einzelnen aufzuzählen, wäre zu weit-läufig, doch soll namentlich das so naive, herzige »nd reichlich beklatschte Spiel der „Rö»el" (Mitzi Cutter) nicht unerwähnt bleiben. Das zahlreiche aus Fremden und Einheimischen besteh-ende Publikum belohnte daher auch die kindli-chen Darsteller mit reichlichem, wohlverdientem Beifalle. Markt Tüsser, 23. August. lOrig.-Corr.) lGemeindewahl in St. 51 r i stof.J Am Tage der Versammlung unseres Fortschrittsver-eines fand auch in St. Kristof, der Musterge-nikinde, eine harte Wahlschlacht statt, bei welcher es den Tüfferern gelang, im 1. Wahl-körper alle ihre deutsch - liberalen Candidaten durchzusetzen. Da auch in den übrigen Wahl-körpern einige Männer gewühlt wurden, die der national- fanatischen Richtung ferne stehen, so sind wir auf die Wahl des Genleindevor-steherS sehr gespannt. Gewiß werden die Ge-meindeauSschußsitzungen einen andern Charakter gewinne« als bisher. Da der bisherige Ge-meindevorsteher Kaöic gewiß nicht wieder ge-wählt wird, so bezeichnen schon dermal die meisten Stimmen als zukünftige» Gemundevor-steh« Herrn Josef Suppan, einen ebenso leiden-schaftslosen, als praktisch erprobten und mit den Gemeindeverhältnissen durchaus vertrauten Mann, zu dem der Gemeinde nur zu gratulieren wäre. Bei der Wahl am 20. d. M. hatte sich Herr Kaeie krank melden lasse»; in Wirklichkeit befand sich derselbe sehr wohl--in Wien, wohin er gereist war, um mit Dr. Dominkuä und — mit dem deutschen Cillier Advokaten Dr. Langer, gegen das bekannte AbttennungS-project Schritte zn thun. Dis-moi qui tu fre-quontes, et je te dirai qui tu es. Was man darüber allgemein sagt, das wollen wir lieber — verschweige». Kleine Hhronik. Cilli, 26. August. sV olksschule.s Ueber neuerliche Vor-schlüge des Stadtschulrathes hat der Landes-schulrath die Eröffnung der hiesigen Volksschule für den 16. September bewilligt. sL i c d e r t a f e l.lDie vom Cillier Männer-Gesang-Vereine zum Besten des Kaiser Josess-Denkmals an» 24. d. im Garten des Hotels „Goldener Löwe" abgehaltene Liedertafel erfreute sich zwar eines zahlreichen, jedoch noch imm-r nicht so großen Besuches, wie ihn der gesteckte Zweck erwarten ließ. Mag sein, daß die Un-beständigkeit des Wetters oder die bereits sehr fühlbare Kühle der Abende einen Theil des Publikums vom Erscheinen abhielt. Die Lieder-tafel selbst fiel gleich ihren Vorgängerinnen jetzt deutlich erkannte. Aber was war das ? Sie bemerkte plötzlich wie Wasser ihre Füße netzte, das Schiff sank, die Malayen hatten ein Loch gebohrt. „Gott inl Himmel! schrie das junge Mäd-chen entsetzt. „Es gibt keine Rettung mehr f?-mich. Und verzweifumkzsvoll schoß [ic m:* jhmn sechsläufigen Revolvers tn die Lust. Sie schwamm mit ihre» Pony auf der See. Der Strudel, den das untersinkende Schiff hervorgerufer. hatte, brachte Se Kiste in's Wanken, sie füllte sich mit Wasser. Verzweiflungsvoll sa^te Ellen das Thier an der Mähne und ^ywana sich auf seinen Rücken. Der Pony sv',clt wacker Stand. Er war tief im Wasser^ aber er hielt die Nü-stern über demselben, und arbeitete sich muthig voran, dem im.,ner Näher kommenden Schiffe entgegen. Das Mädchen senerte abermals einen Schuß ab. . . Die Kräfte wollten sie verlassen, aber jetzt wurde ein Boot niedergelassen .... sie war bemerkt worden ... „Nur Muth, mein tapferer Pony, wir sind gerettet." Ennge Minuten später befand sich das juttc»*, vor Aufregung und Schrecken halbtodte Mädchen an Bord deS „Jupiter". Als man ihr auf ihre Fragen gemeldet hatte, daß auch der Pony gerettet sei, schloß sie die Augen zu einem langen, süßen, erquicken-den Schlunimer. glänzend aus. Das überaus animirte Publicum zollte den frischen und exacten Vorträge» stür-mischen und wohlverdienten Beifall. Wie immer, so erweckten auch diesmal die Chöre: „Deutsche Worte hör' ich wieder" und „Das deutsche Lied" denionstrative» Jubel. Recht brav hielt sich auch diesmal die Musikvereins Capelle, deren sämmtliche Piecen tadellos vorgetragen, durch reichlichen Applaus ausgezeichnet wurden. Das Reinerträgnis, welches bereits dem betreffenden Comite abgeliefert wurde, beziffert sich auf 40 fl. [W a ) f c ti ii 6 u n g.] Zu der heute begin-uendeu auf dreiundzwanzig Tage bestimmten Waffenübung des hiesigen Landwehrbataillons rückten circa 500 Manu und 13 Ofsiciere ein. ^Kaiser Josef s-D e n k m a !.s Obzwar unsere Stadt die erste in Steiermark war. welche die Errichtuug eines Kaiser Josefs-Denkmals beschloß, so hat uns doch in Folge der Ver-zögerungen, welche der Guß in der fürstlich Salm'schen Gießerei erlitt, Marburg den Rang abgelaufen. In genannter Stadt wird nähmlich bereits am 8. September das Josefsdenkmal unter entsprechenden Feierlichkeiten im Stadt-parke enthüllt werden, während bei uns die Aufstellung erst Ende September oder Anfangs October stattfinden dürfte, da das Monument erst in zehn Tagen hier eintrifft. jAbgeb 1 itz t.] Der Pfarrer von Scheuern hatte in der letzten Sitzung des Ortschulrathes in Steinbrück den Antrag gestellt, es seien Peti-tionen um Slovenisirung von Schule und Amt an beide Häuser des Rcichsrathes abzusenden. Tank dem mannhaften Aufteten des Oberlehr-rers wurde der Antrag des hochwürdigen Herrn abgewiesen. sE i n e tüchtige A b f u h r.j Die WarnS-dorfer „Abwehr", eines der gesinnungstüchigsten und schneidigsten Provinz-Organe Oesterreichs, wurde von der „Wiener Allgemeinen Zeitung." welche gewiß selbst bei Freunden aus GesinnungS-tüchtigst keinen Anspruch erheben darf, deS literarische» Strauchritterthums geziehen. Die „Abwehr" veröffentlicht nun in ihrer letzten Nummer folgende Notiz: sG e g e n d i e l i t e-r a r i s ch e» S t r a u ch r i t t e r.j Unter dieser Ueberschrift bringt die „Wiener Allgemeine Zeitung" von» 20. d. folgende Ausgeburt ihrer Frechheit: „Erst heute gelangen wir zur Kennt-niß eines verleumderischen Angriffes der in Warnsdors erscheinenden „Abwehr" aus die „Wiener Allgemeine Zeitung". Darin beruft sich die Redacton des genannten Blattes auf unser Stillschweigen früheren Angriffen gegenüber und beutet dasselbe als einen Beweis aus. daß wir ihren Verleumdungen nichts ent-gegenzusetzen haben, da sie, wie sie sagt, „un-widerlegliche Beweise" dafür in Händen habe, daß die „Wiener Allgemeine Zeitung" ein Re- Beim Erwachen fand sie sich in einer mit rothem Plüsch ausgeschlagenen freundlichen Cabine gebettet. Neben ihr saß eine alte Dame, die sich mit gewinnendem Lächeln über sie beugte. „Mein liebes Kind! Wie müssen sie ge-litten haben. O, es ist mir wie ein Wun-der, Ihre Rettung, und wissen Sie auch, wem Sie außer dem Pony dieselbe zu danken haben? Still, still mein Kind ... Sie dürfen sich nicht aufregen. Wenn Sie zum Lunch her-überkommen, sollen Sie es erfahren. . . Eine kleine Ueberraschung." Lady Porter, die Gemahlin des Fregatten-capitänS, empfahl sich. An ihrer Stelle erschien eine kleine Schwarze. ^ „Nelly will helfen Lady anziehen," lachte sie fröhlich, indem sie ihre blendend weißen, tadellosen Zähne zeigte. „Nelly sehr geschickt sein bei der Arbeit . . In der That vermochte Miß Ellen mit ihrer Hilfe nach wenigen Minuten im großen Speisesaale der Fregatte zu erscheinen. Sie wnrde von den Osficieren mit achtungsvoller Herzlichkeit begrüßt. Der Capitän, ei» echter, rauher Seemann, aber vollendeter Gentleman», führte sie mit ritterlicher Artigkeit seiner am Ende der Tafel thronenden Gemahlin zu. „Hier ist die Ueberraschung, Miß," rief ihr diese fröhlich zu, indem sie aus einen schlanken, volverblatt sei. WaS die früheren Angnffe be-trifft, so haben wir sie theils nicht zu Gesicht bekommen, theils derAntwort nicht werth gesunden. Um jedoch dem Treiben dieses Blattes ein- für alle-mal ein Ende zu machen und es zur Veröffent-lichung seiner angeblichen Beweise zu zwingen, erklären wir den Autor deS Artikels der „Ab-wehr" für einen frechen Lügner. Dieser Schimpf bleibe ans ihm sitzen, bis er seine „unwiderteg-lichen Beweise" beigebracht hat." — Wer so viel Butter auf dem Kopfe hat, wie die „Wiener Allgemeine Zeitung", sollte hübsch im Schatten bleiben, statt mit solcher K—ühnheit ein Ver-dict gegen das eigene werthe Ich heraufzube-schwören. Wir hätten mit Rücksicht auf die journalistische Reputation geschwiegen, hätte nicht die ehrenwerthe „Wiener Allgemeine" unS in solcher Weise herausgefordert. Damit sie nun in die angenehme Lage ve-.setzt werde, den uns zugeschleuderten Schimpf „frecher Lüge" demüthig zu widerrufen, wollen wir sie blos au ein Re° volverstückchen erinnern, an dem sie hoffentlich genug haben wird. Vor einig.. Zeit sollte eine große Fusion abgeschlossen werden. Das Unter-nehme» war so gut wie persect, e^sehlte nur uoch die Zustimmung der Generalveri .»nmlungen der zu vereinigenden beiden Gesellschaften. Da trat plötzlich die „Wiener Allgemeine Zeitung" an der Spitze eines Journal-Consortiums an die Direction mit der Forderung heran, 60.000 fl., sage sechzigtausend Gulden Schweiggelder zu zahlen, widrigen? die Fusion von den betreffe,!-den Journalen angegriffen werden würde. Der Hauptinterefsent des Unternehmens, der den Ab-schluß desselben nicht den möglichen Folgen einer böswilligen Hetze preisgeben wollte, machte gute Miene zum bösen Spiele; er opferte den Löwenantheil der verlangten Summe, und die „Wiener Allgemeine Zeitung" und Complicen erhielten die erpreßten 50.000 (statt 60.000 fl.) — Wir könnten diese Geschichte noch durch einige interessante Detais aufputzen, halten es jedoch nicht für nothwendig, da die einfache Thatsache gerügt, um das Revolverthum der „Wiener Allgemeinen Zeitung" ins rechte Licht zu setzen. Sie wird hoffentlich nicht verlangen, daß wir Ramen nennen, sondern, wenn ihr nicht alle Ehrlichkeit abhanden gekommen ist. den unS zugeschleuderten Vorwurf der „frechen Lüge" zurücknehmen und die Leser nicht mehr darüber täuschen wollen, wo daS „literarische Strauchritterthum" seinen Sitz hat." fF a h n e n w e i h e.] In Laibach findet herte die Fahnenweihe des 26. k. k. Jnfan.ecie-Regimentes Michael Großfürst von Rußland statt. [E ch t bosniakifch.) Der auf dem Gute Lahnhos bei Eilli (Eigenthum des gewesen?« Generalkonsuls von Srrajevo Herrn Vasiö) bedien- distinguir.cn jungen Mann in der Uniform eines Fregattenlieutenanls zeigte, „Sir Reginald Porter, der stolz darauf ist, zuerst den verhängnißvollen Schuß aus Ihrem Revolver bemerkt zu haben. Erröthend streckte Ellen ihrem Retter, den sie vor IabreSfrist in dem Hause ihres Onkels in Brighton kennen gelernt hatte, die Hand ent-gegen. „Ich bin doppelt in Ihrer Schuld," flüsterte sie, „damals am Strand ... Sie wissen . . ." „Nichts weiß ich. mein Fräulein, als daß ich glücklich bin, Sie gerettet zu wissen." Acht Tage später landete die junge Lady mit ihrem getreuen Pony in Bangkok. Sie wurden von den Eltern mit Jubel aufgenommen. Schon hatten sie die geliebte Tochter verloren gegeben. Einige Leute des englischen Schiffe*, auf dem Ellen die Ueberfahrt angetreten hatte, und daS den Piraten zur Beute gefallen war, hatten bei ihrer Ankunft in Bangkok erzählt, daß sie rettungslos untergegangen sei. Um so prößer war die F-reude der Angehangen, als sie die Todtgesagte in ihre Arme schloßen. Nichts war natürlicher, als daß Sir Reginald seinen nächsten Urlaub bei dem Re-sidenten in Bangkok verlebte. Es war, als ob eine stille Verabredung getroffen sei, daß die Beiden, Miß Ellen und der junge Seeossicier, zusammengehörten. Noch vor Jahresfrist feierte» sie ihre Vermählung. Jetzt wohnen sie auf — 4 — stete Knecht Anton Pauscher gerieth am Abende vom 25. d. mit dem Meier Anton Werbouschek in einen Streit, den er dadurch beendete, daß er Letztgenanntem die Nase knapp an der Wurzel abschnitt. [Die Oberburger Gitalnica] wollte zu Ehren d?s Gebur.sfestes Sr. Majestät eine slovenische Theatervorstellung veranstalten. Mit angeborenem Geschmacke hatten sie das Stück „(>r kann nicht deutsch", welches den berühmten von seinem hiesigen Zeugendebüt be-kannten Redacteur der „Roßfliege", Herrn AleSovc. zum Verfasse? hat. ausgewählt.' Da indeß die Farce zu viel Ausfälle gegen die Deutschen enthält, so wurde die Aufführung der-selben von der k. k. Bezirkshauptmannschaft verboten und so sind denn auch die biederen Oberburgcr um den hohen Gennß gekommen, das Opus deS Herrn Ale.-wvec, welcher sich auf dem nationalen Parnaß einen Freiplatz erwor-ben zn haben scheint, anzuhören. sProscriptio n s l i st e.) Der letzte „Gospodar" enthält ans Mahrenberg eine Korrespondenz, in welcher sämmtliche in Mahrenberg und Umgebung sich besi.chlichen Abonnenten des „Kmeteii piljatel* namentlich verzeichnet sind. Obwohl dies den betreffenden Abonnenten gleichgültig sein dürste, so hat doch die Redaction des „Priiate'" bei der Postdirection die Anzeige hievon erstattet, denn woher kann der Cor.eS> pondent die Namen erhalten haben, als von einem bei der Post Angestellten? Hoffentlich wird man diesen Herrn den Standpunkt rlar machn:, daß wir noch Gott sei Dank in Oester-reich sind, wo Ordnung herrschen muß, und nicht, wie diese Herren träumen, in Rußland. fJ m Brunnen e r t r u n k e n.) Vor einigen Tagen fiel das vierjährige Mädcyen des Grundbesitzers Dobnik in Langenberg (Bezirk Marein) in den Hansbrunnen und ertrank darin. sB i l d e r s cy m u g g e l.J Zwei Fresken von Bo,!iceUi. die sich gegenwärtig im Pariser Louvce befinden,haben einen sonderbaren Conflict mir der italienischen Regierung hervorgerufen. Einer der Bermt. i des i'ouore sah die Fressen im November 1881 in Florenz und offerir.e dem Besitzer 35.000 FrS. für dieselben; allein d.e Regierung verweigerte ihre Be.villigvng, in< deut sie sich auf das Gesetz berief, welches den Export von Ku.istwerkeu außer Landes von ihrer Genehmigung abhängig niacht, und demusolge kam der Verkauf i icyt zu Stande. Kur; darauf verkaufte der B-sitzer die Fresken an einen italienischen Amateur, und im Frühling dieses Jahr?s tauchten die Gemälde in mysteriöser Weise in Frankreich auf. Gegenwärtig beenden sie wie schon erwähnt, iu Louvre. Die ita lien.scheu Kuust?reise sind über diesen Borfall sehr entrüstet und die italienische Regierung Reginald's Gute in Lincolnshin. Der Pony-Hengst trägt mit rührender Geduld die beiden allerliebsten Kinder des PaareS, die vierjährige Sarah und den sechsjähr.gen Harry. Sie klopfen ihn liebkosend au,' den Hals und .lammern sich an seine.' Mähne fest, indem sie ihn mit den zärtlichsten Ramen rnfen. War er es doch.^der einst ihre liebe Mama vom Untergange und Tode rettete! Hine Wergpartie. Von D»'. & G. Wer ein Freuud von Bergfahrten ist, kann sich leicht vorstellen, welche Empfindungen mein Her; bewegten, als ich heuer nach mehreren Regentagen auf schönes Wetter für eine Berg tour hoffen durste; Damen, welche das Berg-steigen nicht lieben mögen meine Empfindungen mit jenen vergleichen, welche ein junges Mädcyen vor jedem Balle beherrschen. Mit einer gewissen Andacht werden die Bergschuhe aus ihrem Ver-stecke hervorae'ogen, der Rrcsack wird ausgeklopft, Berg,lock, Feldflasche, Feldstecher zu recht gelegt. Endlich ist der erahnte Moment des Auforuches da, und die Sorgen des Geschäfte« werden auf kurze Zeit gän'lich abgeschüttelt. Ich will den freundliche.« Leser nicht mit einer langweiligen Beschreibung jenes Weges quälen, welcher mich bis zu dem Fuße des von hat eine genaue Untersuchung angeordnet, um zu eruiren, auf welche Weise die Fresken nach Frankreich geschmuggelt wurden. fEin .König der sein Leben ver-sichern l ä ß t.J König Oskar II. von Schweden und Norwegen hat. skandinavischen Blätern zu-folge, vor dem Antritte seiner Reise nach Nor-> wegen sein Leben auf 600,000 Kronen versichern lassen. Die politische Stimmung in Norwegen wird durch diese trockene Meldung charakteristisch illuktrirt. [E i „er der ältesten M e n s ch e n,] welche je gelebt haben, ist der Geistliche Eybulski, Propst einer Parochie im Kreise Warschau gewesen ; derselbe wurde, wie polnische Zeitungen melden, im Jahre 1500 geboren, und starb 1667, also in einem Alter von nahezu 168 Jahren. Durch eine Gedenktafel in der Sakristei jener Kirche, sowie durch Eintragungen in dem dortigen K:r-chenarchive soll dies ungewöhnlich hohe Alter als unzweifelhaft festgestelt sein. sRussischeE isenbahndiebe.) Rus-fische Journale enthalten folgende seltsame Mit-theilung: In dem bei MzenSk verunglückten Eisenbahnzuge befanden sich auch, wie jetzt mit ziemlicher Gewißheit festgestellt worden ist, neun als Eisenbahndiebe bekannte Personen, welche alle erster Klasse fuhren und auch zusammen ums Leben gekommen sind. Einige dieser Per-sonen waren wie der „Kurjer Porunny" meldet, der Warschauer Detektivepolizei sehr gut bekannt, und zwar waren diese Landemann, Nadel (oder anch Georgi genannt), eine Jüdin aus Piotro-kow, die den Ruf als Spezialistin auf dem Gebiet des im Eisenbahnwagen betriebenen Diebshandwerks hat, und der im nämlichen Geschäft nicht minder gewandte Kleinrusse She-goka. Nadel fuhr in der Absicht, eine Dame, welche 100.0C0 Rubel bei sich im Koffer hatte, u bestehlen. Der Koffer mit dem Gelde wurde päter beim Ansgraben der Verunglückten neben den« Leichnam der Besitzerin aufgefunden. Neben derselben fand man Nadel mit zerschmettertem Kopfe liegen, er wur->e nur mit Hilfe der bei ihm vorgefundenen Schriftstücke retognoszirt. ^Rumänisches.) Der Cul.nrzustaud in dem süngsten europäischen Königreich Rumänien wird durch die folgende Thatsache in bedenk-licher Weise illustrirt. In der Commune Odo» beasca des Districts Rimmik-Sarat, der, neben-bei bemerkt, durch wiederholte Mißernten nahezu total verarmt ist, wurden durch den Steuerbe-amten für verschiedene Rückstände mit ihren Hab-seligkeiten auch ach.undzwanzig Bauern körperlich sequestrict oder besser gesagt, als Sclaven in des Worces vollster Bedeutung verlaus». Der betreffende mit dem Amtssiegel versehene Act, welcher somit volle Giltigkeit besitzt, enchält die laconische Verfügung, day die Arbeitskraft dieser mir ausgewählten Berges führte. Es genügt, daß das Thal, welches von dem Berge beherrscht wird, eines der schönsten Thäler Steiermarks ist. Es ist von waldigen Bergen und mächtigen Kalkriesen eingesäumt: durch dasselbe schlängelt sich da« Silberöand eines krystallhellen Gebirgs-siusses, üppige Getreidefelder und saftig grüne Wiesen wechseln ab mit Wald und sumpfigem Weideland, zahlreiche Or.schasten beleben das grüne Thal; wahrlich ein reizender Anblick selbst von der geringen Bodenerhebung, über welche ich £u den» Steige gelangte, der mich bis an die spitze des Berges geleiten sollte. Der Weg führte anfänglich steil auf steinigen Platten bis zur ersten Terrasse, von welcher man bereits einen sehr schönen Blick ins Thal genißt. Bald verliert sich der steinige Psad im Waldesdunkel; ein schattiger Fichtenwald erstreckt sich fast bis zur Grenze der Waldregion, lantlose Stille umgibt den Wanderer, nur der Waldspecht unter« b.'cht die WaldeSrahe mit seiner eintönigen Arbeit. Es war ein heißer Sommertag, weshalb ich mich doppelt freute noch vor der größten Sonnenhitze der Wald erreicht zu haben. Doch alles hat ein Ende, somit auch der schattigste Fichtenwald. Der Weg führte früher über schattenlose GraSflächen, auf welchen nur hie und da noch ein von den schwarzen Berggeistern verstümmelter Baum seine hohen Aeste um Rache zum Himmel emporstreckt. achtundzwanzig Steuerschuldner an den nieist-bietenden licitanto veräußert und aus den» Er« löse die Schuld an den FiSkuS gedeckt wird. [Die größte Tabakspfeife der Welt) möchte die der Königin von England sein. ,Quren's Pipe", der Königin Pfeife, ist in London ein Magazin mit großen Lesen, in welchen geschmu-gelte und confisorte oder von den Eigenthümern in Stich gelassene Zigarren und Tabake verbrannt werden; daher das Wort Pipe. Bei stark be-schädigten oder von, Wurn» zerfressenen Zigarren und Tabaken tritt häufig der Fall ein, daß die Eigner die Waare für zu werthlos halten, um den Zoll oder die Fracht nach auswärts zu trage»; noch der Verjährungsfrist fällt die-selbe den Zollbehörden zu. Alle auf diese Weise oder durch Confiscation dem Staate an-heimgefallene Waare wird in England nicht, wie in andern Ländern verkauft, sondern aus Rücksichten für den Markt vernichtet. Dabei wird auf den Werth keine Rücksicht genommen; so kommt eS häusig vor, daß die kostbarsten Zigarren in der Pipe verbrannt werden. [Exhumiruug eines Kaisers.) Die Römischen Blätter veröffentlichen ein Memo-randum, daß der bekannte italienische Alter-thumsfvrscher Achille Genarelli an den italieni-scheu Untercichtsminister gerichtet hat, und °.t welchem er um die Erlauvniß ersucht, an den vier Seiten der Trajanssäule in Rom Nachgrabungen veranstalten zu dürfen, da er hofft, dov* die Ruhestätte des römischen Kaisers T r a j a n aufzufinden. Dieser Kaiser ist bekanntlich auf einer Reise im Oriente gestorben. Seine Ge-beine wurden jedoch nach den übereinstimmenden Aussagen der Geschichtschreiber seiner Zeit nach Rom gebracht und in einer goldenen Urne am Fuße der genannten Säule beigesetzt. Diese Ruhestätte ist bis heute unversehrt, und nie wurden dort Nachgrabungen veranstaltet. Der italienische Unterrichtsminister wird voraussichtlich diese Bitte gewähren, da man allgemein erwar-tct, mit dieser Urne auch noch andere Reliquien Trajans dort aufzufinden. [Im englischen U n t e r h a u s e) un-terliegt auch der Appetit ltight honorahle" einer parlamentarischen Controle. Gemäß dem Be-richte des Special-Ausschusses zur Controlirung der Küche uud ErsrischungSräume des Unter-Hauses wurden während der eben geschlossenen SessionSperiode bis 'um 5. d. M. inclusive 6754 Gabelfrühstücke (Luncheons) und 6136 Diners verzehrt, welche Zahl als eine bedeu-teude Abnahme gegen srühcre Sessionen von dem Ausschusse bezeichuet wird. — sFalsche Zähne.) In dem Gebiete der Vereinigten Staaten von Nordamerika exi-stiren zwölf Fabriken, welche jährlich ungefähr 10 Millionen künstlicher Zähne anfertigen, die Mühelos für einen geübten Bergsteiger war die Höhe erklommen. Welch' herrlicher Aubl'ck bot sich meinen Angen dar. Eine Aussicht zu beschreiben macht mir immer Schwierigkeiten. Wozu auch diese Aussichtsbeschreibungen. Möge jeder selbst den Berg ersteigen, um sich die Aussicht zu ve.schaffen. Genug an dem. ich war voll-ständig befriedigt und rüstete mich nach halb-ständigem Aufenthalte zur Rückkehr. Der Weg zurück führte mich über Bergwiesen, Wald und Flur, endlich zu einer bequemen Be^irksstraße; noch vor eintretender Dunkelheit erreichte ich ein Unterkuns.ShauS. dessen Lage richt besser gewählt sein konnte. An der Front des HauseS floß ein Neiner Gedirgsbach vorüber, längs welchem eine Kegelbahn die Wanderer zu heiterem Kegelspiele einladet. Zwischen dem Hause und felsiger Berglehne ist der schattige Garten aus-gebreitet. Ich fand zahlreiche Gäste daselbst beim edlen Gerstensäfte, welche sich gegenseitig die Erlebnisse des heutigen Tages mittheilten. Auch ich traf einen Kreis von Bekannten und ließ wir das Bier in ihrer heiteren Gesellschaft munden. WaS soll ich noch meine Heimfahrt schildera: man schwelgt in der Erinnerung des Genossenen und kommt neu gestärkt zur Berufs-arbeit zurück. Jetzt fällt es mir erst ein, daß ich vergaß den Berg zu nennen, welchen ich bestiegen hatte: es war der Josesiberg bei Cilli. — 5 — einen Werth von 5 Millionen Franks repräsen-tiren. Um die hohlen Zähne ihrer Mitbürger zu plombiren, verbrauchen die amerikanischen Zahnkünstler jährlich reines Gold im Betrage von ungefähr 2'/, Millionen Franks. [In einer Theater-Diletanten-Gesellschaft) wurde ein Stück einstudirt unter der Leitung eines berühmten Mimen, der sich für unwiderstehlich hält. Die junge Dame, welche als erste Liebhaberin agitirte, war hie und da noch eiwaS steif. „Aber, mein Fräulein," meinte der Leiter, „Sie müssen Ihren Worten vi"l leidenschaftlicheren Ausdruck geben. Sie sprechen zu kalt; waren Sie denn nienials ver-liebt ?" Und dabei sah er ihr schmachtend in die Augen. „Nein," entgegnete das Fräulein, „waren Sie schon verliebt?" „Oh immer!" — sagte der Künstler mit flammenden Blicke. „Also wohl in sich selbst?" bemerkte die junge Dame rasch — und der Rest war Schweigen. [Ein sparsamer A in t s d i e n e r.) Auf einem Pariser Polizei-Commissariate sieht ein Herr einen Diener, der einen nicht ganz neuen, aber gut geschnittenen Rock trägt, dessen Knopfloch sogar das Band der Ehrenlegion schmückt, das Bureau auskehren. „Ach," denkt sich der Wartende voll Mitleid, „das ist das Los der alten, treuen Staatsdiener, das ist gewiß ein ehemaliger Lfficier, und jetzt muß er die Stube fegen!" Nachdem jedoch daS Bureau gereinigt ist, zieht der Diener den Rock aus und hängt ihn an den Nagel im Eabinet des Commifsärs.....Der sparsame Mensch hatte, um sein Gewand zu schonen, zur groben Arbeit einfach den ArbeitSrvck seines Chefs an-gezogen! [Bänkelsänger.) In Berlin wurde vm» mehreren Tc>gen die Schneidersgatti» Conrad sammt ihren vier Kinder» ermordet. Als Mör-der ericheint der eigene Gatte, der sich bereits in gerichtlichem Gewahrsam befindet, verdächtig. Obzwar die Untersuchung bis jetzt nicht feststellen konnte, ob der Genannte auch wirklich seine Frau und seine Kinder ermordete, so haben sich doch bereis die Hof - und Bänkelsänger seiner als eines dankbare» Themas bemächtigt; nachfolgend eine Probestrophe aus einer der zahl-reichen „Balladen": „Dieser Mann war Vater von vier Jöhren (Kindern) Aber, ach, er sagt, er glaubt es nicht. Ließ von falscher Liebe sich bethören. Und er blies sie aus das Lebenslicht. Schreckt zurück nicht vor die große Sünde, Hängt sie sauber auf in seinem Spinde." [Eine Pariserin in Verlegen-heit.) Ein Pariser Journal enthält folgenden Bericht auS Po.inville-sur-Mer: „Man weiß, daß an diesem »ltra-eleganten Badeorte eine Frau, die etwas auf sich hält, mehrere Toiletten täglich zur Schau tragen muß. Man erzählt sich jetzt mit schadenfrohem Lächeln das Malheur einer Dame, welche nur vierzehn Tage hier zu-bringen wollte und demgemäß vor ihrer Abreise von Paris die entsprechenden Maßnahmen ge-troffen hatte; sie hatte nämlich 56 Toiletten mitgenommen, weil sie vier für >edeu Tag ihres Aufenthaltes rechnete, „das strict Nothwendige", wie sie sagte. Ein Zwischenfall zwang sie jedoch, ihren Aufenthalt um vier Tage zu verlängern, und man kann sich die Velegenheit dieser Dame von Welt vorstellen, die nun gezwungen ist. ein bereits einmal getragenes Kleid nochmals anzuziehen. Ihre ganze Reputation wäre un-wiederbringlich verloren gewesen, wenn sie sich nicht zu helfen gewußt Hütte. Sie blieb nämlich die vier unglückseligen Aufschubtaste in ihrem Zimmer, ohne sich auch nur auf Minuten in's Freie zu wagen. [Der Trost der Witwe.) Eine junge Witwe rief kürzlich am Grabe ihres Gatten nach langem Wehrlagen auS: „Ein einziger Trost ist mir geblieben: Ich weiß wenigstens von jetzt ab, wo er seine Nächte zubringt!" [DasTelephon alSEhevermitt-l e r.) Ein Fünfkirchner Blatt schreibt: „Als Edison den Fernsprecher der staunenden Welt übergab, ahnte er gewiß nicht, daß dieses Produkt des ginialen Geistes auch m unserer Stadt zur Verbindung zweier Herzen führen werde. Vor einiger Zeit wurden von einem hiesigen Herrn in Gegenwart eines auserlesenen Publikums mit einem Ascherden Telephon Versuche gemacht, deren Endstation BarcS war. Unter den von dort eingelangten Antworten zeichneten sich einige, von einer angenehmen weiblichen Stimme gesprochen, derart durch geistreiche Pointen, durch Witz und Feinheit aus, daß die meisten der in der hiesigen Versuchsstation anwesenden Herren nur mit jener geis.vollen Dame cvversiren wollten. Einer der Herren wurde von der rlangvollen Stimm: und dem glänzenden Geiste der Sprecherin so bezau-bert. daß er sich über Hals und Kopf in die-s'lbe verliebte. Die in BarcS eingezogenen Erkundigungen ergaben, daß jene Dame dort blos zum Besuche anwesend gewesen und die ledige Tochter eines Güterdircetors aus Ofen sei. Der Mann reiste nach Ofen, verschaffte sich Zutritt in die Familie seiner unbekannten Angebeteten, fand diese zu seiner unschreiblichen Freude auch noch schön, warb um ihre Hand uud erhielt sie. Am 12. Sebtember wird die Vermählung des hiesigen Telegraphenamts - Vorstehers Herrn Stefan Versen mit Fräulein Amalie Stößel gefeiert." Hingesendet.*) Löbliche Redaction! Die Dilletanten-Theater-Gesellschaft kennt, sie fühlt noch heute den unersetzlichen Verlust, den sie durch den Tod Eduard Jeretin's er-litten, gleich den Armen, denen er in des Wo?-tes vollster Bedeutung Vater gewesen; die Saat aber, die er mit Aufopser.ing seiner ganzen Kraft auf das Uneigennützigste mit Lust und Liebe bis zu seinem Ende gesäet und gepflegt, sie keimt noch fort! Die am 17. d. anläßlich der Geburtsfeier Sr. Majestät deS Kaisers stattgehabte Dilletan-tentheater-Vorstellung gab den besten Beweis, daß dasselbe edle Strebe», daß jene gemein-nützige Opferwilligkeit hier fortlebt und eS erfüllt das Eomit« für das Local Museum, zu dessen Gunsten die Vorstellung stattfand, die angenehmste Pflicht, indem es hiemit auf das Wärmste, Innigste Allen, welche zu dem Er-folge dieses Abendes mitgewirkt, dankt. Gilt dieser Dank in musikalischer Beziehung dem ergreifenden, seelenvollen Gesänge deS Herrn Julius Edlen von Bistacini, der trefflichen In» strumentirung der Gesangspiece von Seite des Kapellmeisters Herrn I. Fischer, wie der tüch-tigert Begleitung derselben durch dieMusikvereins-Capelle uuter gefälliger Mitwirkung der P. T. Her.'en Dilletanten; so gilt er ebenso sehr den effecwollen, durchgreifenden dramatische» Leistungen der beiden Damen Bisozzi und Bahr, wie der Her.en E. v. Vistarini und Bisozzi; er gilt aber nicht allein den vorzüglichen, künstlerischen Leistungen Aller, die diesem Abende so wacker und erfolgreich zusammen gewirkt, daS junge, und wie wir mit Befriedigung constatiren können, über Erwarten günstig sich entwickelnde Unter-nehmen des Local-MuseumS zu unterstützen, er gebührt auch dem Muthe, der se'bstlosen Opfer-Willigkeit, in jenen Räumen zu singen, zu musi-ciren, Theater zu spielen, die leider bis heute Thalia's Tempel bei uns repräsentiren! — ES kann nicht Zweck dieser Zeilen sein, Details von All' dem zu malen, was da auf Zweckdienlich-seit, Brauchbarkeit, ja nur auf Stabilität längst nicht den entfernsten Anspruch mehr erhebt; so viel aber ist gewiß, daß jeder, der Sinn für etwas Besseres hat, das Streben des Gemeinde-rathes, die Thcatersrage endgültig zu lösen auf das freudigste begrüßt! DaS Comit 6. lQrfterrelch-UugarischeS.) Seitdem dai Polyglotte Oesterreich nie >>e.'e Firma „Oesterreich Ungar»" aufsteckt», richtet sich das Ä> genmert Europa'« au» Ha-aaru, diesem Eldorado aUer Äoi>c»produc>ionsländ«r der ®klt. Ungarn's Lande^produete, namentlich die Genuß-mitlel werden i>unm?h. gerne und massenhaft consumirt, da tt sich herausstellte. daZ nicht nur die Qualität der-selben eine ganz ooijüaliebe ist, sondern daß auch die Preise sich als sehr mäßige, somit alZ rentable erweisen. — Der ,hinsei» Paprili' dieses delikate pikante Speise- ♦) Aar Form und Inhalt ist die Redaction nicht verantwortlich. gtwürz. welches von den berühmtcLtm Aeizlen Europa's alS ein vorzügliches Verdau mgSmiltel gepriesen wird, is« bereits überall heimisch geworden, und damit auch die Bereitung beliebter ungarrslber Nationalspeilen alS: Guly»«, Paprita^älberneS. ttalbS-Pöilölt. Ungarischer Rostbraten. Paprila-Huhn, PöilöltHuhn. Papiita ^>|ch, ©jegebiii« Zisch, Spanseriel Pap'illS, Paprika Nieren Ungarisches Kraut und Ärautsuppe :c. — Ungarischer Salami. Debre»iner und S;egediner Würste, geräucherter Speck in schmalen Streuen mit oder ohne Paprika, delilaier Liptauer Alpen Käse, die berühmte Taihonya Mehlspeise, weiche sich als Suppenmehlspeise und zur (?arnirung vorzüglich eignet find ebenso delicate als billige Genuftattitel. wahr» Specialitäten T«r lche das Exporthaus einiührte, und darin besteht, daß sie selbst dem Abnehmer des kleinsten Quantums von Paprika it k. ein umsangrei-«ticä »kschbach. welch.'» die Aniveisung zur Zubereitung aller ungarischrn Rationalspeisen enthält, sranco und grali» zusendet, müssen wir als höchst praktisch be« zeichnen. 52 ■157—«; Kreuzer LOSE der grossen Triestcr rie. Bios fünfzig Kreuzer kostet ein Los der grossen Triester Diene I.oh«' Mind in allen Wechselstuben. Kiaen-Imhn- nnd l>niu|iNehiflVstrt-tlons-CuMB, k. k. Postämtern n. Tabaktrafiken, I«ut-tocollectnren und bei sonstigen VerKchleiuern der tixterr.-nnff. Monarchie zn haben. "Wi Die tu reich ausgestattete i Lutten« büt l Haupttreffer t. 50.000 s. baar l „ „am,, „ i » nio.ooo., „ ferner andere grosse Treffer im Werthe von Gnlden 10.000, 5000, 8000, 1000, 500, 800, LOO. 100, 50 und SS; im Ganzen Tausend ufllcieUe Treffer im Werthe Gulden 213.550Gilden. Ferner viele andere höchst werthvolle Treffer in Ton den Ausstellern gc«iR-udelen Au»-Rtellangk-Objecten. fl4T* Wegen Uebernahme des Verschieb* «es wende man »ich sofort an die I,ottrrle Ahtht'lliinc der Trieater Ausstellung. 2. l'Ux x » grrNitde in Triest. Bei Bestellungen tob ein-Keinen Loten sind 15 kr. für Poatspesen beizufügen. Lose sind zu haben in Cilll bei der löbl. Sparkasse. MATTON bestes Tisch- und Erfrischungsgetränk, erprobt bei Hasten, Halskrankheiten, Nagen- und Btasenkatarrb. PASTILLEN (Verdawflszeltchen). Heinrich Mattoni, Karlsbad (Böhmen). Klli|iiell« i. 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