Nr. 175. Freitag, 1. August 1890. 109. Jahrgang. Mibacher ZeitMK. ««n,?äA n << ^^'«.^' P°stver,enbun«: «anzMüg fi, i?i. halbMllg fi, 750. ssm Comptoir: llelne <»,.'l I halbjährig fl. 5 5<>. ssür d!« ZustsN»»,, m« Hn»« „lliizjährlg sl, l. - Inserilonsyebür: ssNr '"me ^üirrate ui« zu 4 Zellen Uü li.. giü^re per «rile Nlr.i bei ö«eie» Wiederholongril per Zelle » tr. Die «Llllbacher gettimg» erfchrlnl tilnUch mit Nulnahme der Tonn» unb Felertays Die »ldminMrntio« befindrt sich Lo»gre<«v' ?b.' °l°«' feiert werden. Das Lob ist in der That verdient, ist ja doch ein eigenes Gesetz erlassen worden, um die ans Anlass der Vermählung dcr Kaisertochter gemachten überaus zahlreichen Stiftungen voll und ganz ihren wohlthätigen Zwecken zuzuwenden. Sicherlich gibt es lein Lob, welches der durch« wuchtigsten Braut wie den kaiserliche»! Eltern zu innigerer Befriedigung gereichen könnte, als das eben erwähnte. Erbat ja doch Sie es von dem gütigen Vater sofort als besondere Gunst, die reiche Brautgabe der Stadt Wien zur Erweiterung eines Spitales für arme Kinder bestimmen zu dürfen. Dankbarer und verdienter Viifall lohnte dirse Eingl'bnn^ eines edlen Herzens, von dem nie etwas anderes als Schönes und Gutes in der ungesuchtesten und anspruchslosesten Weise über den engen häuslichen Kreis hinaus, in welchem die Erzherzogin bisher lebte, der Oeffentlichkeit bekannt gewor« den war. Man vernahm bei diesen seltenen Gelegen« heiten nur, dass es das unablässige Bemühen der Erzherzogin Marie Valerie sei, das Herz der erhabenen Eltern zu erfreuen, besonders durch Ausbildung der ihr verliehenen schönen Geistesgaben, die Liebe ihrer Untergebung zu gewinnen und zu erhalten, Leid und Leiden zu mildern, wo sie es nur immer vermochte. So viel war im Volke durch mancherlei einzelne Züge und Vorkommnisse bekannt geworden; es genügte mehr als vollauf, um. verbunden mit der angestammten Liebe und Anhänglichkeit zum Herrscherhause, das mor« gige Fest in der kaiserlichen Familie zu einem Familienfeste für das ganze Reich zu machen. Und so ist denn selten ein jugendliches Fürstenpaar unter herzlicheren und allgemeineren Glückwünschen zum Ehebunde geschritten, als sie morgen ans Millionen Herzen Ihren k. und k. Hoheiten dem durchlauchtigste Herrn Erzherzog Franz Salvator und der durchlauchtigsten Frau Erz» Herzogin Marie Valeric zum Trauallare in Ischl folgen werden.» Es liegen uns folgende telegraphische Nachrichten vor: Ischl. 30. Juli. Gestern mittag« traf die Iugendgespie-lin der Erzherzogin Marie Valerie. Prinzessin Nglaja Nuersperg. hier ein. Die Vegrüßungsscene wird als ungemein rührend geschildert. Bei der heutigen Abschiedsaudienz überreichte die Erzherzogin Marie Valerie der Lehrerin der italienischen Sprache, Fränlein von Oppenried. ein überaus sinniges Geschenk. Das Frau« lein hatte im Vorjahre während des Aufenthaltes der Erzherzogin in Südlirol die von der hohen Frau selbst gepflückte Alpenblnme gesehen, die der Lehrerin sehr gefiel, und heute überreichte ihr mm di? Erzherzogin dieselbe Blume, incrustiert in Glas. als Vreloque am goldenen Armreifen. Erzherzogin Marie Valerie bestellte in Wien ein Album, in welchem sie die Photographien aller ihrer Lehrer und Lehrerinnen, mit denen sie auch in Gruppen abgebildet ist, vereinigen will. Da einige Photographien der ersten Lehrer fehlten, hat sich die Erzherzogin brieflich an die Betreffenden um Einsendung der Porträts gewendet. Bei dem Dejeuner wird die Erzherzogin Marie Valerie in der Mitte der Tafel sitzen, rechts von ihr der Kaiser und die Erzherzogin Marie Immaculata, Feuilleton. Den Nicht-Reisenden. sichert, dasz""^" ^sern sei gleich im Anfange ver-Neiseil auss^ ^" ^'" leme Invectiven gegen das waltet da« m" "^ ""^ ^"^ "icht die Absicht ob-Reise 'zu s^ 2'lügen an der ihnen bevorstehenden ?" Rewnd^" ^ a"'' dass zu dieser Jahreszeit ^ weitäu«aen 3?? -^ ^"t ist; dass zu Hanse " den Kini Vorbereitungen zur Reise alles andere "ur für is»n 3" - drängen, in der Fremde aber alles "°l aelra,? c - '^ ""d der Einheimische sich nicht ein der theur/ k ^'Ü ^M zu bewundern, aus Furcht, verkürzt .,«>/?^^are Fremde könnte sich dadurch für Wir o "bewortheilt halten. dieses 5^ M" thun ja auch alles mögliche, um pflegen ?^.^"^^''" der Herren Reisenden zu 3"le'FeMeton'?l>^^" ?^"^it üppig gedeihende Leute z..m m ? ^ "'" "ssene Veranstaltung, um die die Sck k,. 'k" s" verlocken, die Verlockten aber dnrch ^uschun,,n ""^'b"r Genüsse für die möglichen Ent° Pablos ... s.üs. ^ ^wissen Reisekosten' ein wenig dertwlen k ?./."' ^"m wir nun recht standhaft wie. "üssen l'i. . . ^ ".f ihre Kosten gekommen sind, so "n e uns doch wohl glauben? Nand7^>. !" Vunoe stehen die wissenschaftlichen lunaen ». '^?^'"aen, die verschiedenartigen Ausstel- Institnii« "«Wichen, die Turner- uud Sängerfeste. "iionen. dle dem Reisenden die Ueberzeugung von seiner Wichtigkeit thurmhoch heben. Man kann doch nicht die Wissenschaft, die Industrie, die Völkerverbrüderung und die andern gemeinsamen Interessen der Menschheit, die unsere Ortsv'ränderung dringend wünschen, vergebens nach uns rufen lassen? Und so durchmisst der Reisende stolz die Welt. mit offener Tasche, aber gehobenem Sinn. fördert die Cultur, gibt der Natur ihren wahreu Wert, deun was wäre der Triglao oder der Großqlockner. wenn wir ihre schneeweißen Hänpter nicht bewunderten, uud was bedeutete der Alpenwasserfall. wenn lein Ohr da wäre. durch sein Gelöse erschreckt zu werden? Oir Armen aber. die wir zu Hanse bleiben müssen, blicken den Glücklichen, die den Zug besteigen, schnsüchtia/u Auge« nach. Uns bleibt nur das h rablassende Vedaurru der Forteilenden, das gegenseitige Mitleid der zu Hause bleibeuden Leidensgenossen übrig. Verdienen wir nicht, dass man auch uns etwas mehr wie baualen Trost spende uud dass die Zeitung, die der Reisende in stolzem Uebcrmnthe gar nicht liest, der wir Stuben« Hocker aber iu dieser Periode der Vereinsamung noch trener als sonst anhängen, auch unser gedrücktes Bewusst» seiu hebe? .^ ^ Nicht zu verachteu für uus Städter »st schon der Gedanke, da^s wir ja anch rlwas von den Genüssen dcr Nrise habcn müssen, ohne zn reisen, da za auch unlere Stadt ein Reiseziel ist. Was hindert uns eigentlich, uns selber zu bewundern und zu genieften / Warum sollen wir das nur deujeuigen überlassen, die im Hotel wohnen, im Fialer sitzen und theure Rechnungen bezahlen? Weil wir einen Theil des Tages vielleicht arbeiten müssen? «lber meint man denn. das« der Reisende nicht arbeitet, das« er für sein theures Gelb vielleicht müßig gehen kann oder will? Hält man die Aufgabe, auch nur einen Theil seine« Vädeckers abzufahren, ab-zuwandern, abzugenießen. für leine Arbeit oder für eine leichtere? Man sehe sich nur den Reisenden an, wenn er ein Tagewerk hinter sich hat und sich doch noch nicht Ruh? gönnen kann, weil die Sorge für den kommenden Tag ihn in Spannung erhält. Oder man denke au den Moment unserer Entschädigung, wenn er, der Reisende, von seiner Reise heimkehrt? Welche Freude der Mann hat, wieder zu Hause zu sein und uns wieder zn haben! Man sollte meinen, der Gedanke plage ihn, von den Herrlichleiten, die er unterwegs gesrhen, für lange getrennt zu sein. Keine Spur! Er bekennt frei und offen, dass er sich königlich freue, sie los geworden zu fein. Er fchlürft mit Wollust das Vcha-gen und die Ruhe des Heims, und eS ist nicht sellen, das« er uns beneidet, die wir zu Hause geblieben sind. Die Leute sind anf der Reise völliq ausgewechselt. Einer unserer Freunde, ein geriebener Ndvocat. an den wir im Kartenspiel mit der Regelmäßigkeit eines Natur-creigniss s unser Geld verloren, gestand uns zerknirscht ein, dass er in Gmnnden auf einer Terrasse vor dem See ganz gewöhnlichen Naschiwaschisten auf den Leim gegangen sei. Solche Entschädigung gewährt das Schick» sal jenen, die zu Hause zu bleiben wisseu! Naturgenuss! Die Natur ist gewiss sehr schön, aber haben wir sie denn nicht auch zu Hause? Und dann klingt mir immer das Wort meines Lchres in drn Ohren: Nenn man nur etwas mit ihr ansangen löMe! Denn anfangen will der Mensch etwas mit Lllibacher Zeitung Nr. 175. 1442 1. August 1890. links Erzherzog Franz Salvator und die Kaiserin, dann Erzherzog Karl Salvator. Ueber Befehl des Kaisers sind sämmtliche activen Officiere und Officiere des Ruhestandes, die bisher beim Kaiser Ndjutantendienste versehen hatten, zur Hochzeit auf Kosten des Höfts eingeladen worden und bereits eingetroffen, Am prächtig« sten sieht das Cerclezimmer aus. dessen schönster Schmuck die im Jahre 1771 in Rom nach Originalen Rafarls gewebten Gobelin« mit den bekannten Bildern «Die hohe Schule in Nlhen, und «Der Sieg des Christenthums über das Heidenthum» sind. Bei andauernd schönem Wetter ist heute bereits ein Massenzuzug von Fremden zu verzeichnen. Wien, 31. Juli. (Original-Telegramm.) Aus allen Provinzen laufen Berichte über Loyalitätskund» gebungen ein. Anlässlich der Vermählung fand heute in der festlich erleuchteten Stefanskirche ein feierliches, vom Fürsterzbischof Dr. Eruscha celebriertes Hochamt statt, welchem die Minister Baron Oautsch, Graf Schönborn, Marquis von Bacquehem, Orczy, der Poli« zeipräsident Kraus, Bürgermeister Dr. Prix, die G ne« ralität, Officiersdcputationen, Vertreter der Hof. und Staatsämter sowie ein zahlreiches andächtiges Publi-cum beiwohnte. Infanterie bildete im Dome Spalier. — Sämmtliche Blätter widmen der Vermählungsfeier Freudenartikel. Die «Neue freie Presse», das «Fremdenblatt», die «Presse», das «Vaterland», die «Deutsche Zeitung», das «Neue Wiener Tagblatt», das «Wiener Tagblatt» und das «Extrablatt» heben hervor, dass alle Völker Oesterreichs, verbunden in der Liebe für das Kaiserhaus, in unbegrenzter Verehrung für den Kais.r. Glückwünsche nach Ischl senden. Die Völker Oesterreichs empfinden alle Schicksale der Dynastie wie ihre eigenen, daher wird auch das Hochzeitefest in Ischl als nationale Angelegenheit empfunden, obwohl politische Zwecke bei diesem Bunde keine Rolle spielen und nur gegenseitige Neigung maßgebend war. Die «Presse» verweist insbesondere auf den Dank. welchen die Stadt Wien dem Kaiser schulde. Fürsorge für Wien kennzeichnet alle Acte des Kaisers. Sämmtliche Blätter schließen mit Segenswünschen für das Brautpaar und den Kaiser Franz Josef. Budapest, 31. Juli. (Original-Telegramm.) Sämmtliche öffentliche und zahlreiche Prinatgebäude, Consulate und die vor Anker liegenden Schiffe sind beflaggt. Die hiesige Presse gedenkt in schwungvollen Artikeln der Liebe und Verehrung, welche die ganze Nation mit der Dynastie verbindet. Ischl. 31. Juli, 10 Uhr vormittags. (Original-Telegramm.) Reges Leben herrscht seit früher Morgen« stunde. Um 7 Uhr früh wurde aus Feuerwehrmännern, Salinenarbeitern und Veteranen Spalier gebildet. Sämmtliche Häuser sind beflaggt, zahlreiche mit Inschriften versehen. Eine qroße Menschenmenge wogt in den Straßen. Um halb 10 Uhr kamen mehrere Erzherzoge, der Herzog von Cumberland. Prinzessin Mary von Hannover, Herzogin Maria Theresia von Württemberg. Herzog Robert von Württemberg und Herzogin Isabella von Württemberg hier an. Die Herrschaften fuhren direct vom Bahnhofe zur Pfarrkirche, um hier den kaiserlichen Brautzug zu erwarten, welcher sich in der kaiserlichen Villa versammelte. Ischl. 31. Juli. halb 11 Uhr vormittags. (On. ginal-Telrgramm) Um halb 10 Uhr fuhr Kronprin-zessill'Witwe Stephanie unter sympathischen Zurufen des Publicums zur Kirche. Um 10 Uhr begann die Auffahrt. Die Majestäten und das Brautpaar wilrden mit stürmischen Hochrufen begrüßt. Erzherzogin Marie Valerie, tief bewegt, grüßte huldvollst nach allen Seiten. Ischl. 31. Juli. halb 12 Uhr vormittag«. (Original-Telegramm.) Vor 8 Uhr wurden die Ein-qana/ in die Pfarrkirche geöffnet, wenige Minuten später war die Kirche in allen Räumen gefüllt; im ganzen Mittelgange der Kirche bildeten weißgekleidete Mädchen Spalier, so dass immer ein weißgekleidetes Mädchen neben einem Mädchen im Ischler Costüm stand. Vor 9 Uhr begannen die geladenen Gäste, darunter beide Ministerpräsidenten, in der Kirche zu er« scheinen; dann kamen die Mitglieder des kaiserlichen Hauses und nahmen programmgemäß Platz. Gegen '/410 Uhr wurde die Fahrt von der kaiserlichen Villa zur Pfarrkirche angetreten, und zwar in programmgemäß festgestellter Weise. Der Bräutigam neben dem Kaiser, die Braut neben der Kaiserin. Vor der Kirche erwarteten die zuerst angekommenen Herrschaften das Kaiserpaar, welches unter Vorantritt des Brautzuges mit den Eltern des Bräutigams in der Kirche auf der Euan' geliumsseite Platz nahm; das Brautpaar stellte sich vor die Mitte des Hochaltars, umgeben von den Brautführern und Kranzelfräulein. Während des Einzuges spielte die Musik. Bischof Dr. Doppelbauer aus Linz mit Assistenz nahm die Trauung vor und hielt eine Ansprache. Die Kaiserin erschien in hellsilbergrauer Toilette, die Braut w^ih, mit echten Spitzen; der Bräutigam trug die Rittmeisteruniform seines Dragoner-Regimentes. Braut U'd Bräutigam sprachen das «Ja» mit vernehmlicher Stimme. Nach der kirchlichen Ceremonie umarmte das Kaiserpaar das Brautpaar. Nach dem Vermählungsacte verließen die Herrschaften, das Kaiser-paar an der Spitze, die Kirche. Ischl, 31. Juli. Bei der Trauung trug der Kaiser die Oberst-Uniform seines Infanterie-Regiments. Nach der Trauungsceremonie umarmten und küssten der Kaiser und die Kaiserin sowie die Eltern des Erz» Herzogs die Neuvermählten wiederholt in zärtlichster Weise. Wahrend die Herrschaften die Kirche verließen, ertönten Orgeltöne; als dieselben beim Ausgange der Kirche sichtbar wurden, erschollen brausende Hochruf»'. Die Herrschaften bestiegen die bereitstehenden Wagen und fuhren unter begeisterten Hochrufen in den Cmsalon. wo im großen Saale die Gratulation«« cour stattfand. Von dort begaben sich die Herrschaften in den Speisesaal. Neben dem Kaiser saßen die Erzherzoginnen Maria Inmaculata und Marie Valerie, neben der Kaiserin Erzherzog Franz Salvator und Karl Salvator. Nach Beendigung des NHmmei-äiniUoii-L wurde in dem an den Speisesaal angrenzenden Salon Cenle abgehalten. Sodann fuhr das Kaiserpaar in die Kaiser»Villa; im zweiten Wagen folgten die Neuvermählten, welche von der dicht gedrängten Menschenmenge stürmisch acclamiert wurdeu. Um 2 Uhr fuhren die Neuvermählten zum Iagdschloss, wo sie die erste Flitterwoche verbringen werden. Wien, 31. Juli. Aus allen Theilen des Reiches sowie aus dem Auslande langen Nachrichten über Fest-gotttsdienste und Loyalitätskundgebungen ein. Sammt» liche Provinzblätter brachten Feftartltel. Auch in Paris. Constantinopel, Belgrad und Sofia fanden Festqotles-dienste unter großer Theilnahme der österreichischen Colonien statt. Aus Rudolfswert meldet man uns unterm Gestrigen: Als Vorfeier zum heutigen Festtage fand vorgestern abends im hiesigen Casino eine Theatervorstellung, gestern abends durch das Aürgercorps ein Zlpfenstreich nnd Serenade vor der t. l. Bezirkshaupt' Mannschaft statt. Heute war feierlicher Gottesdienst in der Capitelkirche, an welchem sich sämmtlich»? Behörden und viele Andächtige betheiligten. Sodann erschienen der Herr Propst und das Capitel, der Franciscans Convent, das Präsidium des Kreisgerichtes, die Staall' anwaltschaft. das Bezirksgericht, die Gymnasialoirection, Vertreter der Lehrerschaft, die ganze übrige Beamtenschaft der Stadt, eine Deputation der StadtuertretuG Officiere des^Vürgercorps, Deputationen des Casino' uereine?. der ßitalnica. des Cyrill- und Method.Vereines und dcs «Dolenjöki Sokol» beim Herrn Bezirkshaupt' mann und brachten die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche für die durchlauchtigsten Neuvermählten mit der V^ sicheruug unerschütterlicher Treue und Anhänglichkeit für Se.' Majestät und das Allerhöchste Kaiserhaus d»l. Sonntaq veranstaltet das hiesige Bürgercorps ein gl0-ßes Festscheibenschießen. Aus Tschernembl telegraphiert man uns UN' term Gestrigen: Anlässlich der Vermählungsfeier del durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Marie Valerie h^ ben hier im Wege der k. k. Vezirkshauptmannschaft t»e ehrfurch!soollsleil Vlückwilnsch? für die durchlauchtigstell Neuvermählten dargebracht: die Beamten der k. l. M" zirkshauptmannschaft, der Steuerämter und der ^ zirksgerichte Tfchernembl und Mottling, die Notare und der Clerus von Tschernembl und Mottling, die M-alieder des Bezirls-Schnlrathes, die Ortsschulräthe vB Tschernembl und Mottling, die Lehrerschaft d?s Sch^ benrles, der Bezirks«Gendarmerie«Commandant, dle Stadtgemeindevertretungen und die Feuerwehren v»N Tfchernembl und Mottling, die Genossenschaft aller A' werbetreibenden von Mottling, die Aitalnica in 2M' ling, die Vorstehung der Posoiilnica nnd der Olt«' qruppe des Cyrill- und Method-Vereines in Tschenttilw uud die Bruderschaft ^uspoi-i» lükr-int, iu MöttliO Äui dem gleichen Anlasse fand in Tschernembl vol' gestern eine dramatische Vorstellung, gestern Beleuchtung und Beslagguug der Stadt. Zapfenstreich und F.^ Concert, heute morgens Tagreveille, sodann ein feiet' liches Hochamt mit Tedeum und Vorstellung aller s" amten und Corporationen beim Herrn Amtsleiter del Vezirkshanptmannschaft statt. Heute nachmittag« f^ ein großes Volksfest am Iuseföhügel statt. Aus Krainburg wird uns unterm G^str'^ aemeldet: Anlässlich der heutigen Vermählung«^ Ihrer k. und k. Hoheit der Frau Erzherzogin Ma"e Valerie ist die Stadt Krainburg festlich beflaggt A" dem in der Stadtpfarrkirche abgehaltenen folennen HA amte betheiligle sich die qesammte Beamtenschaft. ^ Gemeindevertretung, die Schulen, sämmtliche Vere>»/ und zahlreiche Honoratioren. Die Beamtenschaft. b>e hochwürdige Geistlichkeit mit dem Herrn Dechant ^ der Spitze, die Lehrerschaft, die Vereinsuorstände >"'" Vertreter vieler Gemeinden sowie Honoratioren bracht^ beim Bezirtihauptmanne ihre ehrerbietigsten G>ü^ wünsche und die Versicherung der uuverbrüchlich^," Treue und Anhänglichkeit an'die Allerhöchste Dy"""" dar. Der heutige Tag wird als patriotischer Festtaq ^ feiert. Am Vorabende veranstaltete die hiesige FeU^ wehr einen Fackelzng durch die geschmückten Gassen. Aus Stein telegraphiert man uns unterm 31", Juli: Aus Anlass der Vermählung im Kaiserh<">° fand hier gestern abends Veleuchtuug der ganzen Stadt» allem. Wenn man in dieses Grün der Wälder hineinbeißen, dieses Rauschen des Wasserfalles in die Tafchen stecken könnte! Die Natur saqt uns nicht viel. nach dem ersten Anstoß auf unsere Sinne verweist sie uns auf uns selber, und in dieser Gesellschaft werden wir bald melancholisch. Besonders im Hochgebirge, dem Modeziel der modernen Reisenden. Nichts ist charakteristischer für den modernen Menschen, als seine Vorliebe für die wilde, zerrissene, zerklüftete Landschaft, für die schwindelnden Höhen, die schaurigen Abgründe, den ganzen romantischen Apparat der Natur. Je prosaischer, stacher, alltäglicher er selber ist, desto poetischer, wilder und seltsamer soll die Natur um ihn sein. Ueberallhin schleppt er seine Nervosität, seine Unruhe mit sich. Diese treibt ihn eigentlich vom Fleck, ihr will er entkommen, weil er es mit ihr nicht aushalten kann, wie ein Kranker, der sich seine Schmer, zen zu erleichtern meint, wenn er sich auf die andere Seite legt. Diese Nervosität macht ihn aber auch nur für die Knall, ssecte der Natur empfänglich, freilich nur für einen Moment. Die Schmerzen kommen auch auf dieser Seite wieder. Nebenbei, was thut dieser moderne, gelangweilte, blasierte, nervöse Reisende nicht alles in seinen Mantel« sack! Vor allem den ganzen alten Adam von zu Hause, dessen Hochmuth, dessen Convenienzmaske, dessen Un-empsänqlichleit. Oberflächlichkeit, Unkenntnis. Unver-tragtichkett. Ungeduld, alles, was er zu Hause zu offenbaren mcht die rechte Gelegenheit hat. Du brauchst nur m»t emem Menschen zu reisen, um ihn ganz kennen zu lernen, za. du gewinnst nie einen besseren Emblick in sein wahres Wesen, al« wenn du vom Unglück zu seinem Reisegefährten erkoren bist. — Auch treffliche Menschen werden auf der Reise leicht unerträglich. Einer unserer Freunde, der zum erstenmale eine größere Reise antrat, erzählte uns, er reise mit seinem besten Freunde. Wir machten ein besorgtes Gesicht, worüber j'ner lachte. Nach zwei Mo- natm kehrte er zurück. Er bekannte uns frei, aus seiner ersten Reise die Haupterfahrung gewonnen zu haben, nie mehr zu Zweien zu reisen, bevor er nicht verheiratet wäre. Und dennoch hält es der moderne Reisende auch nicht allein auf der Reise aus. Beweis dafür: die Massenauiflüge. die Herdenwanderungen, auf denen sich die Menschen in großartigem Maßstabe gegenseitig das Leben verbittern. Mit sich selber vertragen sich die Menschen eben noch weniger, deshalb kommt es wunder» barerweise vor, dass Leute, die schon einmal zu vielen gereist sind, dasselbe Wagnis eiu zweites-, drittesmal wiederholen kö,men. Man will um jeden Preis die Illusion haben, aus der eigenen Haut herauszukommen, die Freuden anderer zu genießen, die Gedanken anderer zu denken, das Lachen anderer mitzulacheu und in dem großen allgemeinen Trubel sich selber zu vergessen. Früher bereitete man sich auf eine Reise gründ» lich vor und ruhte auf derselben gründlich aus. Jetzt wlll man sich gründlich ermüden, und sich vorzubereiten ist zum allgemeinen Gespött geworden. Schon der rothe Äädecker lockt uns ein Lächeln auf die Lippen. Frei« lich ist er ein jämmerliches Surrogat einer wirklichen Reisevorbereitung. Gieng jemand nach Italien, studierte er gründlich die Geschichte der Kunst und des Volkes, um doch nicht wie ein Narr von Bildersammlung zu Bildersammlung, von Kirche zu Kirche geschleppt zu werden. Was man nicht versteht, genießt man niO woran man keine Gedanken, keine Erinnerung tnüM kann. ist todter Ballast für den Geist, der fühlb" ermüdet. Der Modereisende sieht nach drei Tagen Vened'9 wie ein gehetztes Wild aus. ein erbarmenswerter A" blick, diese schlaffen, müden Gesichtszüge, dieser v" zweifelte Blick, wenn davon die Rede ist, eine ne» Kirche, eine neue Sammlung zu besuchen. Auch 9?.. es früher nicht für Pedanterie, wenn ein AlpentoM eine Ahnung von Land und Leuten, von Fauna u" Flora, von den geologifchen Verhältnissen der Oebirg° welt hatte. . Heute ist das abgeschmackt, lächerlich; der."^ Sport rein um des Sports willen, zur angebt«^ Kräftigung des Körpers, zur sicheren Verrohung "^ Seele, dominiert. Ein Bicyclist, der auf seinem ^., von Wien nach Paris fuhr, gab ein ReisetagebU" heraus, in welchem kein Satz gerade Glieder, "^ weniger gesunden Menschenverstand hatte. Aber ^ wurde bei seiner Rückkehr als Held gefelert, und vcauV er dann noch Syntax zu verstehen? ^ Sind wir übrigens nicht ein klein wenig vo Thema abgekommen? Was thuts. wir haben uns d"" zu Nutz uud Frommen der zu Hause Bleibenden v« Herz erleichtert. Es ist wirtlich nicht so übel. st^/',s mal einen Sommer Ruhe zu gönnen. Wenigst sch,ueckt dann — die nächste Reise, zu der "" sich auch ein bisschen vorbereiten kann, doppelt so H ^aibacher Zeitung Nr. 175. 1443 1. August 1890. dann Zapfenstreich und Serenade vor der Wohnung oes Herrn B^zirkshauptmannes, heute vormittag« ein Mnnes Hochamt statt. Nach Beendigung des Hoch. amtes sprachen dem Herrn Nezirkshauptmanne ihre Muckwünsche aus: sämmtliche Staatsbeamte, der Mmemdevorstand, der Ortsschulrath, der Lehrkörper oer husigen Lehranstalten, der Militär-Veteranenverein, oer -Uerem «Lira>. die freiwillige Feuerwehr von Stein und der Gemeindeoorstand von Radomlje. Ganz St in M beflagg«. ^ Aus Stein berichtet man un« unt-rm Vor» »Mr,gen: Aus Anlass der verstehend, n Vermählung Mer k. und f. Hoheit der durchlauchtigsten F^au Erz« Herzogin Marie Valerie mit Seiner k. und t. Hoheit °em durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Franz Salvator Men b.sher bei der l. k. Vezirksha.lplmaunschaft der Dechant Herr Johann Oblal aus Stein namens der "ecanMgelstlichkeit, die Beamten des l, k. Steueramles ^n ligg. die Ortsgemeiuden Aich. Gold nfeld. Lukowitz, Uevoie Domschale, Kreuz. Lack bei Maunsburg. Moste, "tünleudorf. Schmarza n»d Sllhadole durch ihre Ge-memdevurstäude ihre Glückwü"sche und Versicherungen unwandelbarer Treue und tiefster Ergebenheit für Seine s?c. ^p^ulische Majestät und das Allerhöchste U« , ausgesprochen. Gleichzeitig theile ich mit. oa,2 axlässl.ch der Vermählung in'Domschale heute uienoL em Zapfenstreich und ein Höhenfeuer inscenmt. m ^ « ^°bl Stein heute abends festlich beleuchtet "" beflaggt und morgen nach solennem Hochamte die ^rawlationsaufwartungen der hiesigen Staatsbeamten, "rr Mmenldevertretung und anderer'Körperschaften beim U° ^z'rkshauptmanne stattfinde!, werden. Am Abend "2 morgigen Tages veranstaltet aus obigem Anlasse l>p>' ?^ Gesangverein «Lira» unter Mitwirkung des A mychen. Streichorchesters ein ssestconcert in Fischers ^enaiiratlon. In sämmtlichen Pfarrkirchen des Be-^lieK werden morgen Fest - Gottesdienste abgehalten ^,s. .^"s Gotisch ee schreibt man uns unterm Vor-ur,mgen: I„ Ergänzuug früherer Berichte theile ich No? ""^ dass der Gemeindevorsteher von Reifmtz. l. k. vertrp^ "^^ Erhovnic. namens der Marktgemeinde-der s>"^ "^' ^"fnitz und der Gemeindevertretungen der w ^"Minden des Reifniher Gerichtsbezirkes und von Großlaschitz, k. k. Postmeister Gmbs ^- ^"' "amens der Gemeindevertretllng von Ger2M "'^ ber Ortsgemeinden des Vroßlas'chitzer l^ ^bezules, sowie die Gemeindevorsteher von Alt-h "' ^'V°l. Goltschee. Göttcnitz. Grafliuden. Hiutcr-Pt^?5'^."' ^stel. Lienfeld. Malgern. Milterdorf. Schva?'Ml. Nesselthal. Obergras. Osilnitz. Rieg. a«? V"bach. Tiefenbach. Unterdeutschau. Unterlag lauck,?'^" bevorst henden Vermählnng der durch-dur2Ä. ?^" Erzherzogin Marie Valerie mit dem Weqe d ? '^'cü b"" Erzherzog Franz Salvator im verdrückt ^rtchauptmaunschaft den Gefühlen un-das All Alr. "e und pietätvoller Gesinnung für Aua A' Herrscherhaus Ausdruck gegeben haben. Abbalt.m« »/"kll'lo wird uns telegraphiert: Nach schienen 3 ' ^Wch"' und der Kirchenftarade erder Belir,? ^"" Bezirksha»iptmaun die Beamten dez Nut«,-?"^"?''"sch"ft. des Steueramtes, der Post. Aememd»n w ' bi« Lehrerschaft, die Vertretungen der des der ?s ^""^ '"^ ^^' b'e Präsidien des Auu-und des 9l '^^ Lehreruereine, des pädagogischen und die frpiw n^'"^' ^as uniformierte Nürgercorps lass der N^ x ^ Feuerwehr mit der Bitte, aus An-Herzogin N ^i "<Üs der durchlauchtigsten Frau Trz-wünsche dem ^ ^^erie ihre tiefergebeusten Glück-tigsten Arm, ^' ^^ Kaiserin und dem durchlauch-Die Stn>,^ ^°^" zur Kenntnis bringen zu wollen. Flaggengala. Gestriaen» i?v '^^ telegraphiert man uns unterm ^lzhrrzoain ^) ^'"^lnug ^r durchlauchtigsten Fran anderen Ö/^ ^^"'^ """o^ hier sowie auch in von ^bnpn ^ ^^ Bezirkshauptmannschaft nach dem »anaeV m ^"^ Publicierten Programme festlich be» des 5p„n ^b^ Guttesdienste fand in der Kanzlei Glückwlm^ ^"lshaufttmannes die Vorstellung der ehrfurcku«2^'^"^nkn statt, und zwar brachten ihre "mtenschast "W' Glückwünsche dar: die gesammtc Ve-Herrn N^I^ Decanatsclerus unter Führung des llcher Leb,- s^°'"^ ?°s's Krese. die Lehrkörper sammt-Goltschs. '/. ^"' die Gemeindevertretung der Stadt Commas?^" ^"" Herrn Bürgermeister Luy. das des fiir l!^. n! s"lwilligen Feuerwehr und die Beamten ihre N 3 Auersperg'jchen Forstamtes. Weilers habeu Gotische 5'« ,'lche ausgesprochen: der Zweigv rein Vlus lu^i« .^^'^'lch'N H'lfsucreines für Krain. der die in dp.V-!" .wo"We. der hiesige Turnverein uud A»« v>5 " befindlichen nicht actiurn Officiere. t'legravbi^ l^'sb^a. "'^ uns unterm Gestrig,,, e'fern?^ bmHt": Alle B.völkerungskreise wett-grönerp«V^^^ätskuudgebungen. Adelsberg und alle Nei dm ^ s. ^ « ^z"l's prangen in Flaagengala. eine anl ch""'essen und den Schulfestlichkeiten war Herrn m""'^ ^"Heiligung. Glückwünsche haben beim Beamte ^'rlslMvl'nanne ^^^^.^ hergebracht die >«n oer Nezirkshauptmannschaft und des Steuer- amtes, die Gemeindevertretung und die Großotoker Fenerwehr. Aus Loitsch meldet man uns: Die Gemeinde Oberloitsch beschloss anlässlich der Vermählung der Frau Erzherzogin Valerie, den «Tabor» aufzuforsten. Den gleichen Beschluss fasste der Oemeinde>Nusschuss in Zirtniy rücksichtlich der Slivnica Alpe und die Untergemeinde Blo^ka Polica rücksichtlich ihres Weidegrundes. Die Beamtenschaft der Vezirkshauptmannschaft und des Steueramtes, die Vertretungen der Gemeinden Ober- und Unterloitsch. die Bahnbeamtenschaft, der Ortsschulrath und die Schulleitung in Unterloitsch. die hiesige Geistlichkeit, d,r Zweiqverein vom «rothen Kreuze, in Loitsch. der Lehreroerein von Loitsch. die Postämter Ober- und Unterloitsch und der heute neu conslituierte Damen-Zweigverein vom «rothen Kreuze» haben im Wege der k. k. Bezirkshauptmannschaft anlässlich der Vermählung im Allerhöchsten Kaiserhause ihre loyale Gesinnung und ihre ergebensten Glückwünsche ausgesprochen. Aus Littai berichtet mau uus unterm Gestrigen: Anlässlich des heutigen Familienereignisses im Allerhöchsten Kaiserhause haben die ergebensten Glückwünsche und Loyalitätsbezeugung bei der l. l. Vezirkshauptmann-schaft gemeldet: die Beamtenschaft aller kaiserlichen Aemter, die Bezirkslehrerschast. die Geistlichkeit, der Schützenverein, der Gesangverein in Littai und die Gemeindevertretung St. Martin bei Littai. Aus Radmannsdorf depeschiert man uns unterm Gestrigen: Die Vermählung der Frau Erzherzogin Marie Valerie wird auch hier feierlich begangen. Die Geistlichkeit des Decanates Radmanns» dorf. die Beamten der landcsfürstl»chen Aemter in Nadmannsdorf und Krunau. das k. k. Postamt, der Orlsschulrath Radmannsdorf und die Lehrerschaft brachten im Wege der k. k. Bezirlshaliptmannschaft aus diesem Anlasse ihre ehrfurchtsvollsten Glückwünsche dar. Aus Sagor wird uns gemeldet, dass der dortige neu gegründete Turnverein «Sokol» anlässlich der Per» niählungsfrier im Allerhöchsten Kaiserhause seine ergeben» steu und ehrfurchtsvollsten Glückwünsche zum Ausdrucke gebracht hat. Politische Uebersicht. (Zur Lage in Böhme n.) In Consequenz der Kundgebung Mattuö' im altczechischen Club soll im Actiuuscomite' der Prager Ausstellung an dessen deutsche Mitglieder die directe Aufforderung gestellt werden, sie mögen unumwunden bekanntgeben, ob die Deutschen aus Böhmen die Ausstellung bedingungslos beschicken wollen oder nicht, denn auf bedingungsweise Anmel» düngen könnte schon deshalb nicht eingegangen werden, weil Mehrauslagen für Bauten und Nelegraum umsonst ausgegeben wären, wenn nachträglich die Deut» scheu erklären würden, die Ausstellung nicht beschicken zu können. (Erzherzog Karl Ludwig) stattete vor-gestern dem Grafen Kälnoky nach seiner Rückkehr von der Nordcapreise einen längeren Besuch ab. (Concessions - Ertheilung.) Die Verhandlungen wegen Eoncessionierung der Localbahn Fürsten-fcld - Hartberg mit dem Bürgermeister von Hartberg. Herrn Josef Ressavar. und dem Bezirlsobmann in Fürstenseld, Herrn Josef Sutter, sind abgeschlossen und die Verleihung der Concession bevorstehend. (Dr. Rieger.) Nach einer Mittheilung der »Gazela Warszawska» hat Dr. Rieger vom Grafen Hohenwart ein Schreiben mit der Bitte erhalten, er möge vom politischen Schauplätze nicht zurücktreten. Graf Hohenwart meint, dass der Rücktritt Dr. Riegers für die Majorität nud überhaupt für das ganze politische System eine Krise heraufbeschwören würde. (Unsere Marine.) Aus G'braltar. 30. Juli. wird telegraphisch gemeldet: Der Commandant des vorgestern hier eingl-troffene» österreichischen Geschwaders, Coutre-Admiral Hinke, sowie Erzherzog Karl Stefan landeten und besuchten gestern den Gouverneur. Eine Ehrenwache empfieug den Erzherzog, die Artillerie feuerte Salutschüsse ab. (Ein neues Bankinstitut in Süd-ungaru.) Von Seite patriotischer Kreise unter den serbischen Nationalen wird soeben in Neusatz ein ser. bische« Bankinstitut gegründet, das den Zweck verfolgt, die patriotische» Scrorn von den omladinistischen Geldinstitute» unabhängig zu machen. Vorläufig gelangen 2500 Actien ü 200 fl. zur Emission. (Schiffahrt«.Gesellschaft in Grado.) Aus Trieft schreibt mau u»s: Die Statuten der neu rnichteteu Aclieu Gesellschaft: Aoc^lu cli navi^xioliL a vül'orv lagulNt'e lii-aäo ^uil^a mit dem Sitze in Grado. haben die b hördlichc Genehmigung erhalten. (Kalser Wllhelm in England.) Dem bevorstehenden Besuche des deutschen Kaiser« Wilhelm II. in Gnsslaud widmet der . Staudard» einen sympathischen Leitartikel. Nach dem Hinweise auf die specielle,. Gründe, warum d,c Axtliuft des Kaisers augenblicklich eine besonders herzliche Begrüßung und Befriedigung veranlasse, betont der «Standard» die Identität der Interessen und der Anschauungen Englands und Deutsch» lands. Deutschland habe das größte Landheer, England die größte Flotte. Es sei undenkbar, dass beide Mächte widersprechende Zwecke verfolgen, leichter denkbar sei es aber, dass sie für einen gemeinsamen Zweck zusammen« wirken. (Serbische Eisenbahntarife.) Aus Bel-grad wird Folgendes geschrieben: Die Direction der serbischen Staatsbahn'en hat einen neuen Personen-und Geftäckstarif eingeführt, auf Grund dessen man in jeder serbischen Station directe Karten mit directer Gepäcksaufgabe für alle Stationen in Oesterreich-Un> aarn. der Türlei und Bulgarien bekommen kann. Diese Verfügung, welche das Reisen im Oriente nunmehr wesentlich erleichtert, wird vom Publicum und der ge-sammtcn serbischen Presse freudig begrüßt. (Die Abtretung Helgolands.) Die deut-sche amtliche Staatsschrift über das Abkommen mit England führt aus, der Besitz Helgolands erleichtere die Vertheidigung der Norbseeküste und des deutschen Meeres. (Ein französisches Kriegsschiff in Kronstadt.) Der «Pol. Corr.» wird aus Peters' bürg berichtet, dass in diesem Monate im Hafen von Kronstadt eine französische Fregatte: «Le Chateau« Renaud», eintreffen soll. Die russischen Seeleute beabsichtigen, der Mannschaft des französischen Schiffes einen besonderes herzlichen Empfang zu bereiten. Das Fahrzeug befindet sich gegenwärtig in den isländischen Gewässern. (Die Schlägerei in Constantinopel.) Die «Ngence de Constantinople» warut vor übertrie» benen Darstellungen der am 27. v. M. in der arme« nischen Patriachatskirche stattgefundenen Schlägerei. Zuverlässiges über Einzelheiten ist bis jetzt nicht be« lannt, nachdem der Auftritt in dem entferntesten Theile der Stadt an einem Sonntage und dazu am ersten Veiramstage stattgefunden hatte und die Bureaux der Pforte wegen des Veiramfestes durch vier Tage geschlossen bleiben. (Frankreich.) Der «Temps» meldet: Die Manöverescadre in Cherbourg wurde heute dislociert. Eine Abtheilung des Mittelmeer-Geschwaders soll sich zur Begrüßung des Königs von Italien nach Spezzia begeben. (Eine Votschaft Harrisons) an ben Con» gress beantragt gesetzliche Maßregeln, wodurch Corre« spondenzen zu Lotteriezwecken von der Postbeförde. rung in den Vereinigten Staaten auszuschließen wären. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der »Bote für Tirol und Vorarlberg, meldet, der Ortfchaft Kennelbach zum Kirchenbau 300 fl. zu spenden geruht. — (SlovenischesConcert in Marburg.) Das Programm für das große Concert, welches am 10. August in der «Gambrinushalle» in Marburg stattfindet, umfasst folgende Punkte: Um 10 Uhr vor« mittags Haufttgesangsprobe in den Localitäten der Mar-burger Citalnica; um 12 Uhr mittags Versammlung mit folgender Tagesordnung: 1.) Begrüßung des Vorsitzenden; 2.) Vericht des Secretärs; 3.) Vericht des Cassiers; 4.) Bericht der Rechnungsrevisoren; 5) Abiinoe« rung der Vereinsstaluten; 0.) Wahl des Vorsitzenden, des Ausschusses und der Rechnungsrevisoren; 7.) verschie» dene Ant.räge. Um 1 Uhr nachmittag« gemeinsames Mittagmahl im Garten der «Gambrinushalle»; um 5 Uhr nachmittag« großes Concert im Garten der «Gambrinus« halle». — (Wolle nbruch.) Infolge eines Wollenbruches ist der Ort Vischosshofen überschwemmt. Gestern nachts wurde die Bevölkerung durch Sturmläuten alarmiert, Pas Wasser strömte in alle Häuser de« Ortes ein. Da« Vieh musste aus den Ställen gezogen werden. Eine Vrlicke wurde weggerissen, ein Theil der Bewohner delogiert. — (Neue Holzindustrie.) In der großen Cellulosefabrik in Hirschwang bei Reichenau wurde, wie verlautet, die Verwertung eines neuen schwedischen Ver» fahren« etabliert, welche« den Holzstoff vermittels Hydra»» lischen Druckes in einer ganz neuen, hierzulande bisher unbekannten Art verarbeitet. Aus diese Weise sollen Holzgeschirre, Schachteln, Koffer ?c. aus einem Stiick und mit einer Präcision erzeugt weiden, welche alle einschlägigen Gewerbe mit einer lebhaften Concurrenz bedroht. Ein besonderer Vorzug der neuartigen Erzeugnisse ist ihre Leichtigkeit, die sie filr bestimmte Zwecke, wie für Reise Utensilien, Emballagen ?e., speciell geeignet macht. — (Falsch aufgefassl.) In einer Mädchen« schule zu Budapest war Prüfung, Dabei richtete ein Geistlicher an eine« der Mädchen die Frage: «Mein Kind, was breitet sich über deinem Haupte aus, wenn du im Freien gehst?» — «Das Himmelsgewölbe», lautete die Antwort. — «Und wenn der Himmel umwölkt ist. war die nächste Frage, «was siehst du bann?» — «Den Regenschirm», anwortete das Kind treuherzig. — (Ein«Tag»derHandelsveslissenen.) Zur Berathung und Besprechung von Stankksfragen be- Vaibachei Zeitung Nr. 175. 1444 1. August 1890. ruft der Verein österreichischer Handelsangestellter einen «Tag der Handlungsgehilfen» in Wien ein, zu welchem außer den Wiener Handelsangestrllten auch die in der Provinz conditionierenden Handlungsbeflissenen Delegierte senden sollen. Die Versammlungen werden am Sonntag den 7. und Montag den 8, September im Gemeinderaths-Sihungssaale des alten Rathhauses aligehalten werden. — (Explosion.) Die Rettungsarbeilen im Schachte «Pelissier» wurden beendet. Es wnrden 64 Todte und 73 Verwundete heraufbefördert. 14 Verwundete erlagen den Verletzungen. Eine während der Rtttungsarbeiten gefundene Grubenlampe scheint die Ursache der Explosion zewesen zu sein. — (Oesterreichische Deserteure in It a lien.) Nm Samstag wurden in Mailand die zwei österreichischen Soldaten Emilio Maccabruni, 25 Jahre alt. und Riccardo Giacomelli, 22 Jahre alt, als Deserteure verhcftet. um an die österreichischen Grenz« behörden ausgeliefert zu werden. — (Seltene« Phänomen.) Aus Sebastopol wird berichtet, dass am 16. Juli um 4 Uhr nachmittags die Meerestemperatur von 21 Grad ganz plötzlich auf 10 Grad sanl und seither sich auf dieser geringen Höhe erhielt. Man betrachtet diese Erscheinung, die nur durch Richtungsänderung von unterseeischen Strömungen erklärt werden lann, als Vorboten eines Erdbebens. — (Beschlagnahmte Bilder.) Einem aus Lille eingelangten Telegramme zufolge wurde durch einen Beamten der Staatspolizei an der Grenze eine von Belgien kommende und für ein Pariser Haus bestimmte große Sendung bunter Vilder beschlagnahmt, welche den Herzog von Orleans in französischer Generalsuniform, eine Truppenparade abhaltend, darstellen. — (Selbstmord.) Der in Wien, Stumpfergasse, etablierte Chemiker und Farbwarenhändler Leopold Grilnwald, ein 60jähriger Mann, hat sich in einem Anfall von Trübsinn vergiftet. Grünwald hinterlässt eine zahlreiche Familie. Seine Witwe ist die Schriftstellerin Frau Sidonie Grünwald-Zerkowitz. — (Brutale Erklärung.) Sie giengen still im Mondfchein durch den Garten. Endlich lifpelte sie: «Warum müssen die Rosen verbleichen?» — Prompt erwiderte er: «Aus Mangel an Sauerstoff in der Luft!» Local- und Prouinzial-Nachrichten. Festlichkeiten in Laibach. In der hiesigen Domlirche fand gestern um 10 Uhr vormittags anlässlich der Vermählung Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Marie Valerie ein feierliches Hochamt mit Tedeum statt, welches von Sr. Excellenz dem Herrn Fürstbischof Doctor Missia unter zahlreicher Assistenz celebriert wurde. Per Herr Landespräsident Baron Winkler, Se. Excellenz der Herr FML. Mattel Edler von Hermanns. Hort, sämmtliche Civil- und Militärbehörden, autonome Körperschaften, Vereine und Corporationen, ein Damen» flor aus den besten Kreisen, darunter Frau Baronin Winller. sowie eine überaus große Anzahl sonstiger Andächtiger wohnten dem Gottesdienste bei. AuS demselben Anlasse fand in der deutschen Ritterordenskirche ein Gottesdienst statt, welchem da« hiesige Militär.Vete-ranencorps anwohnte. Nach dem Hochamte in der Domlirche empfieng der Herr Landespräsident zahlreiche Deputationen, welche mit der Bitte erschienen waren, die unterthänigsten Glück» wünsche sowie die Versicherung unverbrüchlicher Treue und Ergebenheit Sr. Majestät dem Kaiser und den durchlauchtigsten Neuvermählten zur Kenntnis zu bringen. Nachdem die Räthe und Beamten der k. k. Landesregierung, des Landesschulrathes und der Vezirlshauptmannschast Laibach bereits vor dem Fest-Gottesdienste empfangen worden waren, erschienen nach dem Hochamte beim Herrn Landesprüsidenten: Se. Excellenz der Herr Fürstbischof Dr. Mis si a mit dem Domcapitel, Landeshauptmann Dr. Poklukar mit den Landesausschüssen kais. Rath Murnik, Dr. Schaffer und Dr. Vosnjak, Landesgerichtspräsident Kokevar, Staatsawalt Pajk, Finanz« director Plachly, Finanzprocurator Dr. Racic, Bürgermeister Grasselli mit mehreren Gemeinderäthen und Magistratsbeamten, Tabalhauptfabriks-Oberinsftector Payer, die Präsidien der Handels- und Gewerbe-kammer, der Notariats« und Adoocatenlammer, die Di-rectionen der Realschule und der Lehrer» und Leh« rerinnen'Vildungsanstalt sowie die Leitung der gewerblichen Fachschulen (die Gymnasialdirection hatte, wie wir bereits gemeldet, an einem der vorhergehenden Tage ihre ehrfurchtsvollsten Glückwünsche dargebracht), ferner die Leiter des t. l. Post» und Telegraphenamtes, der Männerstrafanstalt und des Revierbergamtes, der Stadtschulrath, die k. l. Landwnlschafts-Gesellschaft, die lrainische Soarcasse, die freiwillige Feuerwehr, der Verband der lrainischen Feuerwehren, da« Militär-Veteranencorps, der patriotische Hilssverem jür Kram, der patriotische FrauenhilsSverein für Krain. die Filiale de« «weißen Kreuzes», der Fran» ciscaner.Orden, die Stadtpfarre St. Ialob. das evan-gelische Psarramt und da« Presbylerium der evangelischen Gemeinde, die Südbahnbeamten, der Gewerbeverein, die Bank «Slavia», der Turnverein «Solol», «Matica Slo-venska», der slovenische Schriflstellerverein, der Cyrill- und Method-Verein, der dramatische Verein, die hiesige Cital-nica, «Narodni Dom», der katholische Gesellenverein und die Mädchen-Erziehungsinstitute Huth und Rehn. Auch die hiesige Presse bringt die freudige Stim« mung des Volkes aus Anlass der Vermählungsseier in Ischl zum erhebenden Ausdruck. Die Tagesblätter «Slo-venec», «Slovensli Narod», und «Tom in Svet» erschienen in Festausgaben, das «Wochenblatt« publiciert ein Festseuilleton. «Slooenec» constatiert in seinem Fest» arlikel, dass «die Feste der kaiserlichen Familie auch Feste der Völker sind, welche unter dem glorreichen Habs-burg'schen Scepter vereinigt sind; wenn auch die Wünsche und Bestrebungen der einzelnen Nationen auseinander gehen, in der Liebe und Treue zu unserem erhabenen Monarchen und dem Allerhöchsten Kaiserhause sind sie stets geeint. Es gibt keinen Monarchen, welchem seine Unterthanen so innig zugethan wären, als die Völker Oesterreich-Ungarns unserem erhabenen Kaiser und König Franz Josef I, welcher allen Völkern ein gleich gerechter Vater ist. . . . Wir beten zum König aller Könige, Er möge diesen Ehebund segnen.» — «Slovenski Narod» publiciert ein Festgedicht des heimatlichen Dichters Josef Cimperman. Auch «Novice» und «Danica» gedenken mit warmen Worten des Vermählungsfestes in Ischl. Abends fand im festlich beleuchteten und hübsch decorierten Garten der Südbahn-Restauration zu Gunsten des «Weißen Kreuzes» ein Festconcert statt, welchem ein sehr zahlreiches distinguiertes Publicum beiwohnte. Herr König bot seinen Gästen eine sinnige Ueberraschung, indem er allerliebste, mit Edelweiß gezierte Porträts der durchlauchtigsten Neuvermählten an dieselben vertheilte. Die Stadt hatte gestern ihr Aussehen wesentlich verändert, indem alle öffentlichen Gebäude beflaggt waren. — (Festschießen des Grazer^Schühen-Vereines.) Bei dem am Sonntag den 3. August nachmittags vom Grazer Schützenvereine zu veranstaltenden Festschießen auf der Andrih bei Graz wird Sr. Majestät dem Kaiser durch zehn in Steirertracht gekleidete Knaben. Söhne der ersten Schützen Steiermark«, eine besondere Huldigung dargebracht werden. Se. Majestät der Kaiser wird einen Schuss abgeben, und zwar auf das Laufende, nachdem er auf eine diesbezügliche Anfrage des Schützenvereines hatte antworten lassen, dass er wohl Jagdschutz?, aber nicht Scheibenschütze sei. Das «Laufende» ist ein beweglicher Hirsch, genau dem nachgebildet, welchen der Kaiser bei Radmer geschossen hatte und welcher nun im Iagdpavillon der steierischen Landes - Ausstellung sich befindet. Der Kaiser wird auch gebeten werben, sich in das uralte steierische Schützenbuch einzuzeichnen. Letzteres ist mehr als 600 Jahre alt und stammt aus der Zeit Rudolfs I. von Habsburg. — (GewerblicheFachschllleninLaibach.) An den beiden l. k. gewerblichen Fachschulen in Laibach wurde gestern das Schuljahr mit einem heil. Dankamte geschlossen. Die Anstalt für Holzindustrie hatte am Ende des Schuljahres in beiden Jahrgängen 32 ordentliche Schüler und 8 Hospitanten; die Muttersprache war bei sämmtlichen Schülern die slovenische. An Stipendien bezogen die Zöglinge den Betrag von 1560 fl. An der Fachschule für Kunststickerei und Spitzennäherei verblieben am Schlüsse des Schuljahres 45 ordentliche Schülerinnen und 23 Hospitantinnen; vou sämmtlichen eingeschriebenen Schülerinnen hatten 54 die slovenische Muttersprache, 2? die deutsche und 1 die czechijch?. An der Fachschule für Holzindustrie hat das l. l. Ministerium für Cultus unk Unterricht den Kmuorus climbs angeordnet: in den erstenIahrgang dürfen höchstens achtzehn Schüler aufgenommen we rde n. Die Einschreibungen für beide Anstalten beginnen am 16. September. — (Gesangverein «Zlavec».) Anlässlich der Vermählungsseier im Allerhöchsten Kaiserhause erschien gestern nach 9 Uhr abends der in Laidach beliebte Gesangverein «Slaoec» unter Vorführung der Vereinsfahne mit Fackeln vor dem Regierungsgebäude und brachte hier, umgeben von einer zahlreichen Volksmenge, drei Gesangsstücke mit gewohnter Präcision zum Vortrage. Während der Serenade verfügte sich eine Deputa« tion, geführt von dem Veceinsuorsteher Valentincic. zum Herrn Landespräsidenten, um die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche zu dem freudigen Ereignisse in der kaiserlichen Familie mit der Versicherung unverbrüchlicher Treue und Ergebenheit darzubringen. Schließlich sang der Verein entblößten Hauptes die Vollshymne, wodurch die Festlich' leiten in Laibach ihren würdigen Abschluss fanden. — (Aus Töplitz in Unterlrain) berichtet ma» uns: Die diesjährige Saison hat in unserem Bade ihren Höhepunkt erreicht. Sämmtliche Zimmer des Cur-hauses sind besetzt und außerdem die meisten disponiblen Priuatlvohnungen des Ortes an zugereiste Curgäste ver-geben. Die Gesammtzahl der letzteren dürfte sich auf 70 bis 80 Personen belaufen, nicht eingerechnet die 44 Mann in der Militär-Vadeheilanstalt und die nach genommenem Bade immer gleich wieder abziehenden Land» leute der Umgebung. Unter den Curgäslen befinden sich ein k, k, Regierungsrath, mehrere Geistliche, Professoren, Realitätenbesiher, Officiere mit ihren Familien, wirkliche und Strohwitwen, und ist überhaupt das schöne GeschO in allen Abstufungen, und zwar als der wirklich niehl leidende Theil, zahlreich vertreten. Sämmtliche Curgäste recrutieren sich augenscheinlich nur aus Krain, ein U^ stand, der gewiss mehr dem Mangel einer Eisenbahn und der Entlegenheit des Bades, als der Wertlosigleit bei' selben oder mmderen Anziehungskraft seiner Umgebung zuzuschreiben sein dürfte. Viele Perfonen haben der he'l' lrä'tigen Wirkung dieser Quelle thatsächlich die Wiede» Herstellung ihrer bereits sehr arg untergraben gewesene« Gesundheit zu verdanken, und die vom mildesten Klima Krams beherrsche, malerisch schöne Umgebung, in welch" eine üppige Waldvegetation an den Ufern der SchuW" und der stillen Gurk ihre würzigen Düfte ausströmt, n° der Ruhe Suchende stundenlang ungestört seinen Vetrach' tunken nachhängen lann und die erkrankte Brust el' leichtert aufathmet, könnte wohl auch die Concurrenz nul so manch anderem Bade aufnehmen, welches seinen MI' schwung ost mehr seiner günstigen Lage, höherer Fürsorge» der Laune des Publicums ?c., als seiner Heilkraft und Schönheit zu verdanken hat. So lange aber nicht dal Dampfroß diese Gegend durchbraust, wird sich TöplH wohl nicht leicht über die bescheidensten Grenzen eines reinen Heil - Curortes zu erheben vermögen und in be» Nachbarländern leider selbst dem Namen nach wie viM unbekannt bleiben. Die nächste Eisenbahnstation von h^ ist das fast drei Postrouten entfernte Gurkfeld-Viden», die Fahrt von dorther auf theilweife holperigen Wege« durch hügeliges Waldterrain eine beschwerliche und lost' spielige Tagreise, für welche die Reize der Natur nicht jedermann genügende Entschädigung zu bieten vernM"' Die Folge davon ist, dass sich der Zuzug von Curgäste" nur auf die Landestinder beschränkt und sich nicht einmal irgendwelche Künstler oder Sängergesellschasten h«^ verirren. Im ganzen Monat Juli bekamen wir nicht' als die ziemlich veralteten Vortrage eines fahrenden S^"' gerpaares zu hören. Gleichwohl hatte sich aus diese"' Anlasse die ganze illustre Badegesellschaft, selbst die g«"l Lahmen nicht ausgenommen, im großen Saale des E^ Hauses eingefunden. Es war ein sehr heißer Abend, Ulm" Heiher, als die Fenster des Concertsaales aus RückW für die Gichlleidenden verschlossen bleiben mussten. Abel der Zweck ward durch diese edle Selbstverleugnung "' reicht: die Sänger erhielten das Reisegeld und das P"' blicum war des folgenden Tages von ihnen befreit, e« hatte sich losgekauft. Seither brachte nur der am 2?ste" Juli abgehaltene, vom herrlichsten Wetter begünstig St. Anna-Jahrmarkt eine -Mr nur kurze Zeit dauernde» aber dafür umso lebhaftere Bewegung in das lM^ Badestilleben. Vom Thurm der Pfarrkirche wehte sch"" am Vorabende die slavische Tricolore nebst der päpstlich^ Fahne. Dichte Scharen der Landbevölkerung sammelte sich um die Kirche und erfüllten den Platz, Trotzdem t»e Buden der Kleider-, Tuch-, Schuh«. Leder- und Oal°"' teriewarenhänbler, der Lebzelter, Nagelschmiede :c. g<^ vortheilhaft arrangiert waren, lenkte sich die Aufme^ samleit des Publicums zum Verdruss und Schaden de Genannten dennoch mehr dem auf der Plahmitte aU>^ gestellten riesigen mobilen Schaukasten zu, welcher "" seinem nie rastenden Drehharmonium, seinem auf ^., Gallerie angebrachten Dampfmotor und einigen dasel^ sichtbaren automatischen Figuren eine ganz gewaltige ^. ziehung auf die Landleute ausübte. Etwas Derartig^ war noch nie dagewesen. Per Mann machte weitaus d> besten Geschäfte. Jetzt will er. wenn es die Wegbre" erlaubt, bis Tschernembl vordringen. Von Bedeut«"» war der Viehmarlt. Es wurden nach Angabe des Herr Bürgermeisters über 1200 Stücke aufgetrieben und "ky al« die Hälfte verlauft. Der Tag verlief im ganzen oy Ruhestörung, mit Ausnahme einer abendlichen Raufet ' wobei zwei Burschen einem dritten eilf Messerstiche be brachten. Die Thäter wurden durch die Gendarinel festgenommen. . , — (Decorierung.) Bekanntlich ist von S"N Majestät dem Kaiser dem beim k. l. Landespräsid'U in Laibach zugetheilten Polizei«Oificial Herrn Slei Wellitsch das goldene Verdienstlreuz verliehen word« ' Die feierliche Pecorierung fand gestern vormittags s^ ' indem der Herr Landt>spräsident Herrn Wellitsch G genwart der zur Gratulation erschienenen VeatNte der l. k. Landesregierung die kaiserliche Auszeichnung " die Brust heftete. — (Der hiesige Arbeiter-Vildung^ verein) hält Sonntag den 3. August um 9 Uhr ^ mittags in Schreiners Vierhalle eine freie Vereins^ sammlung mit folgender Tagesordnung: SectionsberlO ' Einzahlung und Aufnahme neuer Mitglieder; die ^ der Arbeiter und der Achtstundentag; Anträge und 3"" pellationen. , — (Schadenfeuer.) In Freudenthal bei 3"''«. dorf brannte vorgestern vormittags eine mit Getreide 9 füllte Harpfe des Bürgermeisters Verbic total ab. " Entstehungsursache des Brandes ist nicht bekannt. ^^- 3. Verzeichnis ^ der filr die Abbrändler von T>ragow»>msdorf beim l, l- ^ ,^l ^ Präsidium eiiMgan^nen Spenden: Sammln,«« der Psa"«", «., Idria 23 sl. «0 kr.. Untclidria 20 sl.. Loitsch » fl.. Gcn'M "^., Saurac !15, lr., Hotederschih l! sl,, TschermUsch !l st> /, ^b Vresowiv 12 fl. 30 lr., Horjul 4 fl.; Herr Johann VM" »acher Zeitung Nr. 175. 1445 1. August 1890. he« Simon Notar in Laibach je 2 fl.; durch das Gemeindeamt "vmmlsch gesammelt: die Herren Karl Puppis. Dr. Stelssar. Johann Kobav. Michael Gostisa. Andreas Marinko, Irqlil, ^Nllsli. Gruntar und Franz Gostisa je 1 fl.; Franz Puc, ^cartlnak. Johann Turf, Franz Urbas und Johann Koa.oj je «z. ' Aulon Kunc 40 lr.; Franz Turk, Cerovscl, Valentin "slovc und Alois Skala je 30 kr.; Matthäus Rupnil 25 kr.; ^lllob Nllliode 24 kr.; Jakob Tomazin 21 kr.; Ungenannt, 4i- Vladn.l. Franz Salaznik. Anton Mobic, Anton Istenic, Io< ^°"" Gostisa. Jakob Naqodc. Franz lörmrov. Mathias Vrabec, ^"M Merllic, Johann Oblak, Anton Albrecht. Anton Nagode, manz Urbas nnd Maria Germel je 20 kr.; Anton Koaoj und >l°yann Marinlo je 14 kr., Mathias Moll 12 kr,; Johann ""Mr, Ialol, Turk. Johann Petrovcii, Franz «eslovc, Johann M und Michail Kawensel je 10 kr.; Johann Kobav, Mathias ^ul, Anton Klevisar und Jakob Urbas je 5 kr. Neueste Post. Urininal-Trlearamme der «Laibacher Zlq.» Wien, 31. Juli. Der päpstliche Nuntius Erz« AIM «alimwti hat heute früh aus Anlass der Vermählung der Frau Ercherzogin Marie Valerie eiu m den herzlichsten Worten abgefassles Glückwunsch-«leq'amm silr das Allerhöchste Brautpaar nach Ischl uvyesendet. — Ein warmherziger Patriot, welcher un> «enannt bleiben will. hat am heutigen Festtage j»>dem -"iann der Garnison Wien ein halbes Liter Wein gratis zustellen lassen. Budapest, 31 Juli. Wie der «Pester Lloyd' me det. ^ird ^ Constituierung der kroatischen Hypo. ^n^ank Ende September stattfinden. Die ungarische VYpothelenbank wird in die Direction drei Mitglieder nlst'idrn. während der Nufsichtsrath vom Banus be- ^. Kiel, 31. Juli. Dem Vernehmen nach wird die "/""nbverflotte den Kaiser Wilhelm II. am 14. August ^Neval hielten, Madrid, 31. Juli. Die Cholera nimmt in der Provinz und in der Stadt Valencia zu. London, 31. Juli. Reuters Osfice meldet aus Djedda: Dm Cholera-Erkrankungen in Mekka witd ein epidemischer Charakter beigelegt. Die Zahl der Todesfälle beträgt täglich etwa achtzig. GucnoS-Ayrcs, 31. Juli. Infolge der Unterdrückung der Revolution durch die Regierung haben die Börse und die Gefchäftsleule ihre gewohnte Thätigkeit wieder aufgenommen. Angekommene Fremde. Am 29, Juli. Hotel Stadt Wien. Mikulasch, Herl und ssrih, Wien. — Alt. stock, Kdwözby und Hirsch, Budapest. — Krainz und Marzior, Trieft. — Plantan und Schmid, Nadmannsdors. — Lind» ebner, Karlstadt. — Brandstettcr, Graz. — Ipavic, l. und l. Lieutenant, Görz. — Büttner, Private, Gottschce. — Weihen« bera k. u. k. Lieutenant, Nevrsinje. Hotel Elefant. Lenyel. Reis,, Kanischa. — Faktor. Professor. Prag, — WehclowSly s. ssrau, Graz. — Mahoric, l. und k. Seecadet, Pola. — Fatur, ssiume, — Wiesner, Kaufmann, Wiesbaden, — Duvokovich, Dalmatien. — Schräm, l. und l. Lieutenant, Pola. — Kyovsly, Geometer, Laibach. — Noll s. ssrau, München. — Pachmann, Wolfsbcrg. — Klein und Goldschmied, Reisende; Boor s. Frau ; Vartl, Rothenstrcich und Adler, Wien. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Ciglar, Stubica. — Fajdiga, Soderschih. Hotel Vairischer Hof. Braune, Ahali, Testin und Göderer, Pn- vate, Gottschee. Hotrl Slidbahnhof. Dr. Cariman und Treffenschädel. Graz. — Bcrlrs, Vildapcst. — Leidlman, Wien. — Schmidt, Vota» niler, Hamburg. — Ierman, Gurlfeld. Lottoziehung vom 3tt. Juli. Prag: 30 37 13 62 61. Volkswirtschaftliches. ?ail>ach, 30. Juli. «luf dem heutigen Markte stnb erschie-nen: 16 Wagen mit Getreide, 14 Wagen mit heu und Stroh, 20 Wagen und 2 Schiffe mit Holz (9 Klafter). DurchschnittS-Preise. st^! ll, fi.j li. n, «f». fl,,^« Weizen pr. Hektolit. ß 34 6 50 Butter pr. Kilo .. — 70------- lkorn » 4 23 4 64 Eier pr. Stück . . — L------- Gerste » 3 58 3 84 Milch pr. Liter . . — ?------- Hafer » 3,57 3 57 Rindfleisch pr. Kilo — 59 — ^— Halbsrucht . -------6 — Kalbfleisch . —56------- Heiden » b 20 5 28, Schweinefleisch » -^64------- Hirse ' 4 87 4 41 Schöpsenfleisch » ^36------- Kukuruz » 5 10 4 9« Hähnbel pr. Stück — 38------- Erdäpfel 100 Kilo 215-------Dauben . —16------- Linsen pr. Hektolit 10 __-------H^ pr. M.-lltr. . 1 4b------- Erbsen ' 9-----------Stroh . .. 1'4b------- Fisolen » 8-----------Holz, hartes, pr. > Rinbsschmalz Kilo — 86------- Klafter 640------- Schweineschmalz» — 70-------— weiches, » 4 40------- Speck, fr-sch, » — 60-------Nein,roth,,100Lit.-------20 — — geräuchert » --70-------— weißer. »-------24 — Meteorologische Beobachtungen in Kaibach. . .i W ft B ^ ^^___^Z__^___________^^ '^7'TMg^739^4^I^l 7 0 MnMll ^'Neßel-----"^^ 31, 2 . N. ! 738 6 27 9 Norb.Ost heiter 0 00 9 . Ab. 739 4 20 5 Süd.West heiter Morgens Nebel, tagsüber heiter, heiß, schöner Abend. — DaS TageSmittel der Wärme 21 8°, um 20° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. Course an der Wiener Börse vom 31. Juli l8W. «°«^ oMenen l°ur«blatte . Veld War, ,^ Etllllt^Nnlthen. l«t,4er 4», «'. . /. ' - - - llU-6" «N «l> l««"el k>," ^°'"°,e . »5U st. ,»,b0 1«3i!ü '«NNei . ' ?5"öt 5UNfl. ^_------- >««i« ^ ', »lwstel lNN st. ------- __._ :'^^.«»::-!' ^.^/"t'"'3«.W, ,89«..,^.«« ----------^^^ » "» ft, ,z./,^, ,f8»U «elb Ware Grundtntl.-Olittlllltlonrn (für ll><» f! CM.), 5"/„ nalizilctit...... lN4 20 ll'5 — z°/„ mäl,rlc«bülg!!chf . , . , __.__ __'-, 5>"/>, lemcler Banal , . . _.._. _.— f.»,,, unglllültic...... zg gy gg.y,, Ändere össenti. Unlchen. Donau'Neg'UuIs 5»/„ lOV fl. . ,«.,.,. ,«,.., bt°. «lnle8»'l 8W st. L. 4'/,«, . yg ^ ,^ .. Vlld Wurs Oesterr, NorbweNdahn , , . «>7 8N l08 4<> 3taat«bal,n......l»l »5 193 - Lüdbahn ll »'„.....,kn-75<»l7s> » '> l'»l l><» Dlverse Lose ««bttiofe lW »..... lgz?»l»<, 8^ llarv-Lole 40 st...... —'— --__ 4"/« Dooau.DampNch, l00 st. . <,<"- ->.. lialbachsl Prüm>«nlel,. 2U ft, ,,.g„ z, z,, Ollner Los« 4« st..... ^« __ z».. Palffy.«°!t 4» st...... .^.„ 5y... Nothtn l^rsu^, «sl. Olc! ».< l" st ,9 «0 z„ . «ubl>lhl»°«o!t lu st..... ,9 ?!^ «l) ?s. Naln.lwle 4<» st z<, 5« «,,s.<, «l.-«s»0<» WllIbst,,„.Ll>1e M st..... zgzo ,9 ^> W st, . , ,«« ,« ,«" 7l) Vd»tt,.«nst, «ft, l«»<) st. E, «^ ^ '^ y2', 5«, u, ., wiener 20,, st ,«9 75 «,n .. »llb Ware k>hpl>thslenb..»«l. »NO». »5»/,«. »» — 7» -«änberbanl. »st. »W st. ». . . «2» 70 »8N «N Oefterl-'UNssar. Nanl »UN st. . S»8 . 984- Un!onbanl , — V^lehrsbanl. «ll«. «4« st. . . lb9 7» lSU?» Uctlnl von Transport. Unternehmungen. d« EÜ, bU« st. ««» ,,.g „5, dlo, st. V z,».^ z„. fferd!n<>i,d»^"°rt>b.'»<>,.«. »M'ss.llM, ^^zs. ,„4.7z L»mb.. «zernow. - ^»s«,» Eisrn bahn.«eIeM«l> «""ft- «-- «3n «5 »31 «'> ül°»»d.»st,<"N!,„lrltst«)0st.IM ,74-3ü<> -Oester«. Nordwestb, »00 st. Sllv, „475 z,l» »^ dt«. <>'t. U) ""5n/'..^ '" " «" ^ !b?> 2^9 z>^ ,»9 75 5iwl>ab„ 200 st. 2!lbel . . ,z» e<» 1^ ,y Küdi!i°rbd,Uerb.««»Wst, Na« Ung Nordoslbllhn ü st. Zllber l!« zo «l>? — UnssWestb («»ab.«r»,)»<»ON s, «95 ?b »9» -- 3nduNrle-Actien (pei stück). Nau«es., »ll«. Oeft. «(« fl. . »» — «4 .. E»yd!er «ls«n> und Vlahl-Ind. ln Vitn l«u st...... 85 -- »z» — °Ue!hg, erste, 80 fl. 9» S0 99,,«» '«lbemühl», Papiers, u. «..«. ^ — 5550 t!u« ff. . . 9» üo 93 — Montan»Velell,, österr.» alpine 9«; .^ 9« z» blauer ENenInb,-«?!, übo lslenerberger^ienellActienV^l, «?/zz >78 li Devisen. veutlche vlah« . . , ^ 7o 5,80 Uondon........ «li95 ll«»« 0«r!« 4ü »?, «l^ 9», Älllnten. Ducalen 5'4N. ^^l, »<» ssranrl dtltcls , 9,, »z, Deutiche ikeiHsbanlnol,., ks. 75. h« 8?) Zap!tl-!»iul»el..... l 37,. l 37.« Ftallenllch» «anlnoten lll»> ^ ) 4; 2u «i 8t> *ojjhweizerhaiis. a S*mstag den 2. August MK*O*K«S (3190)2-1 JSMtat 2?* Hntrftt 15 kr. (3154) 3^1 ----------------- «-,. Z. 4818. ^"ratorsbestelluna. ^^f°lgeru d/r° n"c" ^'ben und Rechts- ^0. Z loV^^ "°"' l?. Februar "^«rf ." ^ H'" Karl Puppis von ^ ,5 k. Ne^l«""^ ^ a«,mn bestellt. ?^1890 " ^"'lht titsch, am 10le>, (^?9)"^" ^---------------^ ^ . K 5578. ?' "nbekamn ^^''"ite ^''bach wirb al.^' Dr. An^, ^"'"'"t. dass dem- k Orator a^'.^'"" v«n Schüppl 'für ihn "'^ bchellt und di^ ^ d°n 1 K"il"e Grundbuchs- "^t w^n M"' ^". Z.H. ^°" «" 22. I«l, 1890, (3136) 3—1 Si. 5981. Razglas. Neznano kje v Ameriki odsolnemu Martinu Golobièu iz Kala SI. 21 ime-nuje se gospod Leopold (Jangl v Me-tliki akrbnikom na èin ler se mu vroèi odlok St. 5981. C. kr. okrajno sodisèe v Metliki dne 16. julija 1890. (3140) 3—1 Z. 5580. Erinnerung. Vom l. l. Landeoftrlichte wird dem unbetannt wo befindlichen Franz Pirc von Laibach erinnert, dass ihm zur Empsanstnahme des Tabnlarbescheide8 vom 11. Fcbruar 1890. Z. 1123, Herr Dr. Anton Ritter von Schöppl. Vldvocat in Laibach als Curator l^ a«!um aufgestellt und diesem dieser Bescheid zu» gcstellt wurde. Laibach am 22^Iuli^1890. (3148)3-1 Z. 10.327. Zweite efccutiuc Fcilbictullg. Am 16. Auailst 1890. vormiltasss um 10 Uhr, findet bcim ge« ftrtigten'f. k. städt.'deleg. Bezirksgerichle Laibach die zweite executive Vrrsteiglrung der dem Iosrf Kernc in S^lnit gehöl-igen, gerichtlich auf 1717 fl. geschählen Rea-iitäten Einlagen Nrn. 101 und 102 drr Catastralgemeinde Hrlimlje sammt dem darauf bchudlichen gi'gehör derselben statt, und werden diese hicbei auch unt.r den, Schähwerle hintangegeben werden. Laibach am 17. Juli 1890. (3173) 3—1 Nr. 5727. Curatorsbestellunff. Dem Josef Kozina von SüKze, der« zeit unbekannten Aufenthaltes, wird be« lannt gegeben, das« ihm zur Empfanq-nahme der Mängelklage des Franz Kozina nnd der Johanna Gelze 66 s>r»6«. 23. Juni 1890. Z. 4906. nnd zu seiner Vertretung in dieser Streitsache der Mitgeklaqte Fortunat Kozina von Suöje Nr. 6 zum Curator »6 actum bestellt wurde. K. k. Bezirksgericht Reifnitz, am 27sten Juli 189k________________________ (3147) 3—1 I 17.269. Curatorsbestellmlst. Vom k. k. städt.-beleg. Bezirksgerichte in Luibach wurde den unbrlannlen Erben und 3i> chtsnachfolqern der verstorbenen Tabulargläubiger Johann Schmutz, Fran-cisca und Matthäus Somrak. sämmtliche aus Kleinliplein. Herr Dr. Franz Mlmda, Advocat in Laibach, zum Nctscuralor bestellt lind demselben der in der hier-qerichls anhängigen Oxeculivussache dei Maria Prime aus Aicje (durch Dr. Tav öar) aeaen Franz Somrak in Kleinliplei» neio 240 fl. s. N. clflossene Nealfeilbie-t.mgs-Urbcllragungsbeschcid vom 27. Iu»l 1890 Z. 14.641. bchäildigt. Laibach am 23. Juli 1890. (2876) 3—3 St. 4381. Oklic. Podpisano okrajno sodišèe na-znanja Jožesu Zupanèièu iz Kandrš št. 8, zdaj neznanega bivališèa, da se mu je postavil kuratorjem ad actum Martin Brodar, župan KandrSki, ka-teremu se je vroèil zemljeknjižni odlok z dne 3. junija 1890, fit. 4381. C. kr. okrajno sodišèe v Litiji dne 3. junija 1890. "(3070)T^2 K^2bT Oklic izvršilne zemljišèine dražbe. C. kr. okrajno sodiSèe v Kamniku naznanja: Na prošnjo Frimoža Keržièa iz Mengiša dovoljuje se izvrsilna dražba Janezu Bizjaku laslnega, sodno na 240 gold, cenjenega zemljišèa pod vložno Stev. 1 kataslralne obèine Bu-kovca. Za to se doloèujeta dva dražbena dneva, in sicer prvi na dan 9. avgusU in drugi na dan 6. septembra 1 8 9 0. 1., vsakikrat. ob 11. uri dopoludne pri Jem sodisèi s pri.stavkom, da se bode to zemljišèe pri prvem röku le /a ali èez cenitveno vrednost, pri drugem röku pa tudi pod to vrednostjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno vsak ponudnik doižan, pred ponudbo 10°/0 varšèine v roke draž-benega komisarja položiti, cenitveni zapisnik in zemljekniižni izpisek leže v registraturi na upogled. C. kr. okrajno sodišèe v Kamniku dne 25. junija 1890.