^ RtS Areitag dm V. Hktover l«76. lV. Jahrgang. ^Marburg« Seitung" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Kreitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fi., vierteljährig 1 fl. 50 kr; für Zustellung ins Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 8 kr. pr. Aeile. Aas Schirdsgericht über dir Avnltschuld «lld dir Miuiftrrvrranlworttichkrit. Mc^rburg, 5. Oktober. Die grobe Gewalt der Minister in einer konstitutionellen Monarchie l'cdingt für die Be sitzer derselben große Pflichten — nicht allein betreffs der Gesetzesvollziehung, sondern auch der Gesetzeevorbereitung. Letztere ist eine schwere Arbeit; wer jedoch die Würde trägt, muß auch die Bltrde aus sich nehmen. Die la»lge Dauer der Bankschuld-Frage, das wiederholte Bemüheit Oesterreichs, diesellie auf die Tagesordnung zu bringen, die Erfolglosigkeit aller Schritte und der hohe Werth des Gegenstandes zeugen silr das Gewicht der Bürde . . . aber getragen muß auch sie werden und ist dieselbe doch immer noch leichter, als die betreffende Schuld selbst, die uns belastet. Vom Standpunkte der Ministcrverantwort-lichkeit also betrachtet, ist das Schiedsgericht, welches über die Achtzig-Millionen-Schuld ur-theile»» soll, abzulehnen. Unsere Minister haben bei der Verhandlung über diese Schuld nur die eine Wahl: entweder selbiltl)ütig den Ausaleich vorzuberathen uitd vorlätisig zu vereinbaren, oder zurückzutreten — sei es, weil sie sich zu schwach fühlen, oder weil ihre Ueber-zeugung vom Kaiser oder von der Vertretung nicht getheilt wird. Ein Drittes gibt es nicht — weder nach dem Wortlaut der Verfassuitg ul^d des Gesetzes, noch nach dem Sinne und Geiste desselben. Ein drittes darf es nicht geben — um der Verfassung u»d des Gesetzes willen, durch deren strenge Handhabung das Recht des Volkes ge- schützt, dt^s werden soll. Interesse des Staates gewahrt Zur Geschichte lies Tages. Im Herrenhattse soll beantragt werden, das Gesetz über die Abschaffung des Wucherpatentes wieder aufzuheben. Die Freigebung des Wuchers muß zu bedeitk-lichen Erscheinungen gefühlt haben, wenn ein Mitglied dieses Hauses durch die Wahraebmung der Folgen sich zu einetn solchen Schritte georängt sühlt. Die abschrecketlden Gestalten der Wucherer von Graz und Wien, die wir im Falle Brandstetter kennen gelernt, haben gewiß zu diesem Entschlüsse mitvestilnmt. Die Ablehnung der russischen Vorschläge voil Seiten Oesterreich-Ungarns hat die Magyaren ganz alis Rand und Band gebracht. Die Frage, ob für oder gegeit die Türkei — gegen oder für Rußland ist nach der Meinung dieser Heißsporne bereits elltschieden: einen Zusammenbruch der Türkei halten diele für ein Ding der Unmöglichkeit, ebenso, wie ihnen ein siegreicher Krieg gegen Rußland als zweifellos erscheiitt. Im Thale der Morava werden Vorbe-reitungetl zu einer Hauptschlacht getroffen. Beide Theile ziehen möglichst viele Verstärkungen an sich; die Türken aoer werden angreifen müssen, wahrend die Serben nur ihre Stellungen zu vertheidigen haben, welche nicht leicht genonunen werden können. Die Pforte will verfnchen, behufs „Dtirchsührung der versprochenen Nefornlen" anch cht istliche Vertreter ans der Herzegowina. attS Bosnien und Bulgarien zu berufen. Dieser Versuch köitnte nicht gelingen und wären auch Serbien und Montenegro besiegt und die letzten Ausständischen erinordet. Auch in diesem Falle würde die Pforte Keinen finden, welcher ihretn Rufe Folge leistet und im Großen Rath zu Konstantinopel mitverhandelt, in welchem die Mahomedaner die Mehrheit bilden. Verinischte Kachrichten. (Folter in Japan und China.) In Japait ist eiit Gesetz veröffentlicht worden, welches die Folter abschafft, deren Anivendung bis in die jüngste Zeit in Japan ebenso wie im benachbarten Hiinmlischen Reiche in grauenhafter Weise iu Uebung war. In beiden Ländern konnte bisher die Verurtheilung eines Ange. klagten nur auf Grund des eigenen Geständnisses erfolgen. Dieses dem Angeklagten tvenn nöthig auf dent Wege der Tortur zu erpressen oder von der Anwendung der qualvollen Martervorrichtungen abzusehen, war blos dem Gutdünken des Richters anheinlgestellt. < M e l o n e n z u ck e r.) In Kalifornien hat sich eine Gesellschaft gebildet, welche die Fabrikation von Melonen-Zucker beabsichtigt. Hauptsächlich will man die Wasserinelone benützen, weil die Kosten des Anbaues und der Verbreitung bedeutend geringer sind, als bei anderen Melonen. Außer dein Zucker gibt die A!elone einen ausgezeichneten Syrup, tmd aus ihren Samenkörner.! läßt sich eiit sehr gutes Tafelöl bereiten. Während die At'gangsstoffe der Zuckerrübe, dereu Syrup kauin als Nah-ningsniittel Verwendung findet, bei der Abklärung kostspielige Arbeiten verlangt, erfordert ^das Fleisch der Melone, da es gar keinen Ab-'gnng enthält auch keine komplizirte Arbeit ttnd .keine Säuren, nur ein wenig Kalk, und gibt Ai e u i t r e t o n. Pas twigt Licht. Von E. Hcigel. (tzortse^ung.) BenedikjnS ließ den Donner verhallen, dann erwiederte er: „Ich l)abe nie mein Herz befragt und nie geschont. Widerlege ineinelt Geist!" „Wurm!" schrie Gregor, im tiefsten Innern getroffen. „Kraft meines Atntes, als Dein! Prior desehl' ich jetzt: Wirf zum ersten Zeichen ^ Deiner Reue dies Buch in die Donau!" „Kraft setues Amtes", entgegnete der Ait-dere bitter, „ließ Torqueinada hunderttausend Andersdenkende verbrennet», und doch stand ein Luther altf. Giordano Bruno bestieg den Scheiterhaufen, aber fein Wort von der Einheit Gottes ultd der Welt lebte in Spinoza wieder auf. Das Wort hat Millioiten Leben, und es ist mächtig in mir." „Ich werde Dich verstummen machen!" knirschte der Prior. „Ich mag's", fuhr Benedikt begeistert sort. „Die Natur kann donnern, der Mensch hat das Wort. In alle Welt will ich niein Vorwärts ruseit. Morgen, von jener Kanzel, in die lati? fchende Gelneinde liiitab sollst Du nlich predi^ geit und rllfen hören: Vorwärts!" „Das wolltest Dn?" „Morgen." — „Nie! nie!" schrie der Prior auf. Und plötzlich schnellte er wie ein Tiger empor, hob nlld schwang BenediktuS mit ehernen Armen nnd schleuderte ihn in furchtbarer Austreugung, aber anch niit furchtbarer Kraft durch das Fettster. Er selbst brach dabei an der Brüstnng zu-santmen, hörte einen kurzen Schrei luid das Ausschlagen der Wellen ... sie brausten über BenediktuS . . . Warutn hält der Donner gerade jetzt seinen Athent an? Warum jetzt nilr das Rauschen der Donau? O, noch einen Hilfernf aus der Tiefe, Musik für Gregors Ohr, er würde lnitabspringen, seineit '-l^enedikt znm zweiten Mal retten! Aber nnr die Woge raitscht, wirbelt und zieht, zieht luit einem Todten in die Welt. - Ein Luftzug verlöscht in diesem Augen' blick das Licht lSregor's, das auf deu Altar-stufen brennt, und eine ferne Thür fällt in s Schloß. Gregor fchrickt znsatnlnen. und dieser Schrecken tallst seine nachtgel'orne Tbat: Mord! „Es ist geschehen. Ich bin ein Mörder, vor Gott — aber vor Niemand sonst. Der Flttß hat Benedikt begraben, nnd niein Kloster bleibt vor Schande bewahlt." Er rafft sich auf nild stößt dabei atif das Bncl). das Benedikt im entsetzlichen Augenblick entfalleil ist. Gregor zittert bei seiner Berül)-rung. deunoch vermag er es uicht in den Fluß zu werfen. E^ verbtrgt es nnter seinem Ska-pltlier. Er will die Kirche verlassen, aber ihn schaudert vor der gähnenden Dunkelheit. So zündet er denn seine Kerze am ewigen Licht an, das niemals wieder ans Benediktns' Ge-dankenlvege glänzeit ivird. Danll wankt er iil'ü Schiff hinab, verläßt k^ie Kirche, die er, der Priester entiveiht. Ein schener. slnchbeladener Verbrecher, kehrt er in seine Zelle ziirück, die er als strenger, gotteSzn-versichtlicher Nichter verließ, llnd so. gel>rochen, Iel>enSmnde in Renetbränen zerfließend, wirft er sich vor dem Krncifix nieder uitd spricht das Todtengebet: „I^'.t, lux ^)izrpl'tliii. Inceil.t «i!" llnd das ewige Licht le»ichte ihln!" 3. Die Dottau r a it s ch t. Horch! . . . Er kniete am Betstttl>l in seiner ^elle, nicht inl Gebet, sondern ganz Ohr, ob die bei der Abdampfung nur wenig fliissige Be-standtheile ab. ^Verbotene Spiele. „Grad oder Ungrad." — „Hoch oder Nieder.") Die Prager Statthalterei läßt dllrch die Bezirkshauptmannschaften folgende Kundmachung verlautbaren: „Anläßlich einer Anzeige, daß in vielen Orten Böhmens die Gäste und Reisenden in den Gasthäusern von Hausireru mit Südfrüchten zu verbotenen Glticksspielen mit Kar-tons, in welchen sich nebst Südfrüchten und Kanditen auch Galanteriesachen oder Anweisungen auf Gold- und Silbermiinzen befinden, verlockt und gedrängt werden, durch welche Spiele nicht nur die Spielenden in der Regel übervortheilt, sondern auch Geschäftsleute, namentlich Galanterie- und Kurzwaarenhändler in ihrem redlichen Erwerbe beeinträchtigt werden, werden die Gemeindeämter in Folge Statt-halterei-Erlasses vom 20. August 1876 darauf aufmerksam gemacht, daß alle derlei Ausspielungen, Glttckshäsen und ähnliche Spielunter-nehmungen verboten sind und werden die Gemeindeämter aufgefordert, auf das Vorkomme!, solcher verbotwidriger Spiele ebenso wie des gleichfalls streug untersagten Spieles „Grad oder Ungrad", „Hoch' oder Niederspiel" strenge zu wachen und jede Uebertretung sofort zur amtlichen Kenntniß zu bringen." (Oesterreichische Kunst: udustrie. Ein schweizerisches Urtheil.) Im Berichte der Handelskammern -5t. Gallen leseil wir über die Kunstgewerbe'Ausstellllng zu Mün-chen: „Seit der Wiener Weltausstellung rul)te Oesterreich nicht nur uicht auf seinen Lorbeern aus, sondern es rief eine weitere ansehnliche Zahl von artistischen Fachschulen ins Lebeil, und die Industriellen traten in immer engere Fühlung mit den Schulen. So erklärt sich denn die Thatsache, daß Oesterreich auf der Kunstgewerbe-Ausstellung in Müllchen nnt einer Vielseitigkeit, keuschem Geschmacke und meisterhaften Technik in die Schranken tritt, die den zum Staunen bringen muß, der Oesterreichs Leistungen auf diesen Gebieten seit dcr Pariser AllS-stellung 1667 nicht mehr koutroliren konnte. Ueberall drücken die Schulen nachweisbar nach; in allen Branchen geht die Kunstgewerbeschule in Wien, bahnbrechend nnd den Reigen eröffnend, voran oder treten Industrielle auf, die sich von jener Schule, respektive deren tüchtigen Leitern den Weg weisen lassen. Theils werden die vorhandene«» artistisch-technischen Versahren vervollkommnet, theils neue, respektive alte, aber verloren gegangene wieder aufgenoninien — Thorglocke nicht klang, nicht hastige Schritte sich näherten; ganz Ohr, seitdem die Nacht ii» einen trüben Tag iibergegangen mar. Vorbei das Gewitter, aber der Himmel ist soilnenlos, grau; dunklere Wolken ziehen daran empor, wallen und wechseln, theilen sich und entlassen weiße Flocken wie Rauch. Der Negen strölnt endlos hernieder, ranscht im Eplieli der nahen Felswand und schlägt an die Fensterscheil)en. Sonst Alles still, wie weim Niemand nlehr im Kloster wäre, als sein unglücklicher Prior und das einsame Gespenst der Zeit, das hin und wieder die Glocke im Kirchthurin streift . . . . Es gab einen Augeilblick, in welchem Gregor's Geist die Folter des Einen Gedan kenS nicht mehr ertrug Die Wimper!, schloffen sich, uud Gregor blieb eine Weile bewußtlos. Als er die Augen wieder aufschlug, war seine erste Empfindung eine Art Wollust, das Erwachen von einem entsetzlichen Traum; aber mehr und mehr rauschte die lethäische Welle zurück; er keuchte im Kampf mit der riickkehren-den Wahrheit; zuletzt sprang er empor und rief, sich die Brust zerschlagend: „Nein! nein! ich bin ein Mörder." Dann war es, daß er am Betstulil sich uieder.varf uud zum Christusbilde verzweislungs-volle Gebete stammelte. Er ist jetzt der Mittel» und überall spielt ein gelänterter Geschmack, die fröhliche Renaiffance kommt zu neuem Leben, sich geschnleidig und ungezwungen unseren Verhältnissen und Wllnschen und sogar Gewohnheiten ant)equenlend. Wir koi^siatiren die eigen-thümliche Erscheinung, daß Oesterreich, seit 1866 der politischen Führerschal't in Deutschland beraubt, inzwischen nnbestritten die Fiihrerschast in der deutschen Kunst-Jndustrie errungen hat und auf der diesjährigen Ausstellung behauptet. Damit sei aber der bedeutende Einfltiß der einschlagenden Bildungsanstalten einzelner deutsche» Staaten aus il)ren kunstindustriellen Aufschwung keineswegs geleugnet. Wir nennen vor Allem Bayern, Württemberg, Preußen." lVolkss chule.) Die Gesammtzahl der Volksschulen Oesterreichs, welche im I. 1650 nnr 12,784 betragen, ist bis 1875 aus 16,166 erhöht worden. (Dichtkunst. — Zur siebenten Auflage der „Spaziergänge eines Wiener Poeten von Anastafins G r ü u.) Bei Grote in Berlin ist nun die siebente Auffai^e dieser Gedichte erschienen. Das Vorwort gilt „Einenl jungen Freunde"; A. Grün hat es vor der Feier seines siebzigsten Geburtstages gedichtet und lautet dasselbe folgendermaßen : „Noch als ein jniigeS Bürschlein zog Dein Vater — jetzt in Silberhaaren -Äls dieses Liederbttch vor Jal)ren Zum erstenmal in's Weite flog. Das klang wie Schwertschlag auf den Schild, Da aus dem Schlnmmer ausgerüttelt. Hat Mancher arg das Haupt geschitttelt: „Wie weit voraus, wie rasch und wild!" Du bist so jung, wie damals wir. Dein Antlitz blüht, dein Ang' ist lielle; Heut schwingt mein Lied an Deiner Schwelle In neilem Kleid sein alt Panier. Das rmlscht Dir sren»d imd wundersan»; Die Blätter seli' ich Dich dnrchfligen. Dein freundlich Hanpt bedenklich wiegen: „Wie weit zurilck, wie mild und zahm!" Ich blick in's Ang' denl eigilen Lied: Ach, wie die Zeit im stillem Gange Auch Liederi« bleicht Gelock und Wange Und Fnrchen in ihr Anlitz zieht! Fremd sieht's mich an und doch vertraut, Ein Kind, das längst zunl Manne reifte Und eig'nen Psad's die Welt durchschweiste. Doch trägt des Vaters Zug und ^^ant- Punkt des Weltalls; Hinunel nnd Erde müssen jetzt auf ihn blicken, llnd das Uilgeheure seiner That fordert ein Wunder der Allniacht . . . . Eines Menschen Rettung aus sturnigepeitschten, tosenden, llachteinsamen Flutl)en ist kein größeres Wunder als das Versinten der Seele im Wirbel der Leidenschast. als eine verbrecherische That aus erhabeileil Motiven . . . BenediktuS kann nicht todt, nllch «gerettet sein. Bald, bald wird er hereintreten und seinem Freund an die Brust sinken . . . Dies Ereigiliß nmlt Gregor sich aus nnd genießt seine Seligseit im Voraus. Er flüstert saust die Namen: „Benedikt! Freulld! Bruder!" und weint die Thrälien der Reue, Freude und Versöhnung. Aber der Wahnsinn der Hossiuing dauert nicht. Der Verstand fordert Wahrscheinlichkeit nnd menschliche Gründe. Und nnn sinnt Gregor mit ängstlicher Hast sich Zusälle aus, die Bene-dikt'S Rettuug eriuöglichten. Die Fährknechte haben seinen Schrei gehört und ihn iln Kahn gerettet! Oder der Fluß selbst l)at ihn an's Land getragen! Doch waru>!l ist er dann noch nicht zurückgekehrt? . . . Der Gedanke durch» zuckt ihn jählings, daß Benediktns am Leben sei, aber nicht zuriickkehren, nicht vergeben nnd vergessen wolle. Er ist in der Stadt, klagt Gregor des Mordversuches an, ruft die Gerichte auf--- Und Beff'res noch! Im Busen tief Was l)eute Dich und mich vereine: Den deutschen Herzschlag, wie der Deine, Den Morgenrlls, den einst es ries. Den Gllmben an den Geistes Hort, Zu neuen Flammen alte Liebe, Zu neuenl Kamps die alten Hiebe, In Lnst und Weh ein Manneswort! Das deutsche Wort aus Oestreichs Mund, Die deutsche That in Oestreichs Herzen! So wird es leis' und lind verschmerzen. Wovon ihm noch die Seele wund. (Verkehrsleben. Gegen die Zwischenhändler.) Die gräflich Attems-sche Gemüsebau- und Samenkultur-Äation in Ct. Peter bei Graz bemüht sich, einen Verein zu gründen, welcher die unmittelbare gemein« schastliche Verwerthung jener Bodenerzeugnisse bezweckt, die jetzt durch Zwischenhändler auf den Markt gebracht werden. .Nuukilr,iel' ^lichte. (B e z i r k s v e r t r e t n n g W i n d i f ch-Fe istritz.) Die Wahl des Herrn Karl von Formacher z>»m Obmann und jene des Herrn Michael Detitscheg znm Obmann Stellvertreter der Bezirksvertretllng Windisch-Feistritz ist genehmigt worden. (Bittgang für die Serbe n.) In Praßberg nnd Rietz wurde am 20. v. M. eine Prozession zur Filialkirche in Kokarje unter-nonnnen. NM den Sieg der Christen über die Türken zu erbitten. Bei dieser Gelegenheit wnrden anch Gaben sür die verwnndeten Serben geopsert. (Kindesweglegung.) Von Schnecken-dorf, Gerichtsbezirk i^t. Marein, wird dem „Cillier Anzeiger" geschrieben: „Am 27. v. M. gegen Mitternacht wnrde die verwitwete Grundbesitzerin Anna Golesch plötzlich von ihrem Sohne geweckt, welcher ihr durchs Fenster auf eine weiße Gestalt zeigte Die dnrch die Furcht und fpäte Nachtstund noch mehr erregte Fantasie niochte wohl das ihrige zur Täuschung beigetragen haben. Sie glaubten, daß es eine Geistererscheinung sei, nnd das Weib bildete sich ein, daß es der Geist ihres vor sechs Wochen verstorbenen Mannes ist. In Schrecken nnd Angst sprangen Beide zn einem andern Fenster liinaus lind flohen znm nächsten Nachbar. Diesi'n baten sie »lnl Gotteswillen doch mit ihnen zn gehen und den Geist zn verscheuchen. Unwilllürkich ist der Prior an's Fenster getreteil und bat es geöffliet. Unten zieht sich der schmale Baunigarten denl Hans entlang bis zum Fluß. Im Halbkreis schließt ihn der Felsen ein. An» andern User satlen die l)ohen Steinwände senkrecht in die Flnth. Der Strom selbst, von» Regen geschwellt, r«s't wild dahin. Gregor hört das Geräusch des Wassers, es summt und wächst und donnert zuletzt iil seinem Ohr. Er ringt die Hände, selber eii» Ertrinkender . . . Jener Stroni war erbarmungslos: todt ist Bene-diktllS ! Nun gilt es nnr noch, die Schnld z»» verbergen. des Hanses Ehre zu retten! Und er horchte.--- Es schlug zehn Ulir. Kaum waren die Schläge verlMltt, so läutete die Thorglocke. Der Prior befand sich weitab voin Eingang, aber der .^lang erschiitterte ihm Mark nnd Bein. Die Posaunen des Weltgerichtes können nicht lauter und al)nnngSvoUer tönen. So grell, so ganz besonders klang die Glocke, Jeder I)at sie gehört. Jeder verstanden — sie gellte: „Mord!" (Kortset^ttiig folgt.) Aengstlich näherten sich nun alle drei dem Hause. Auf dem Düngerhaufen sahen sie etwas weiße». Es schien sich zu bewegen. Furchtsam näherten sie sich dem Gegenstande, und da nichts Besonderes vor sich ging, traten sie endlich ganz hinzu, und — siehe da, es war ein etwa 1 '/«jähriges Kind. Da lag das arme kleine Geschöpf, lautlos, mit dem Munde »lach unten gekehrt, blos mit einem einfachen Hemdchen bekleidet und vor Kälte bereits halb erstarrt- — Anna Go-lesch nahm das Kind sofort in Pflege und behielt es ohneweiters bei sich. Es stellte sich heraus, daß es der Magd Luzia Ferjuz gehöre, welche dasselbe Kind bereits im April vorigen Jahres bei dem nämlichen Hause weglegte, und damals mit zwei Monaten schweren Kerker deß wegen bestraft ward. — Ueber den Vorgang selbst vernehmen wir Folgendes: Ferjuz schlich sich mit dem Kinde bereits bei Tage durch Gebüsche versteckt in die Nähe des Hauses und lauerte auf den günstigen Moment, in welchem sie es weglegen kij!Nle. Da sie aber immer Jemanden bei Hause fal,d, wartete sie bis 9 Uhr Abends, schlich wieder an das Haus heran und legte das Kind auf den Diingerliaufen Hieraus stieg sie in den nahegelegei'.en Weingarten und beobachtete es von da aus. Gegen halb Ii Uhr da Niemand kam, wurde ihr die Zeit langwei« lig und ohne sich weiter um das jammernde Kind zu kümmern, entfernte sie sich. Den zweite!» Tag daraus »vurde sie wieder i»» Hast genominen, wo sie angab, daß der Sohn des Hauses der Vater sei und nicht sttr das Kind sorgen wolle, sie aber könnte das Kind nicht behalten, da sie »»»it demselben keinen Dienst bekäme; es sei ihr daher nichts anderes übrig geblieben." (Entflöhe»».) Der Sträfli»»g A. Ap-li»lz, welcher sich bei dem Bezirksgericht Frie-dau wegen eines Diebstahls in Haft befand, entsprang a»n 28. Lemptember Frlih, »vährend das Arrestlokal gereinigt wurde. (Ertrunken.) Kaspar Epscheck, in Naßv wald, Gerichtsbezirk Windisch-Graz bedienstet, verlieb kürzlich zur Nachtzeit St. Martin, u»n nach Hause zu gehen, unterwegs stürzte er aber in den Suchodolbach und ertrank. (Erklärungen über Wahlrecht nnd Prebsreiheit.) Die Volksversammlung, welche »nan hier auf Molltag den 2. Ok-tober 7 Uhr Abends in die Bierhalle „zur Stadt Graz" einberllfen, ivar von achtzig Personei» besucht llnd wurde»» »»achstehende Beschlüsse ge« faßt: I. „Die heutige VolkSversan»»i»lung erklärt, daß die Eii»fliliru»»g des allge»neiuell, gleichen tt»»d direkten Wahlrechtes iil Oesterreich noth-»vendig sei zur BegrN»»dung einer »vahrhaft freiheitlichen Aerfassnng und einer echten Volksvertretung". II. Die heutige Volksversa»»»»»»lung erklärt, daß sowohl die liberale, als die klerikale Presse nlir Klassenillteressen liertrete »»ld daß »»ur die Arbeiterpresse dei» Namen einer deinokratischen verdie»le. Zur (Kründullg und Erlniltung derselben sind jedoch vollständige Preßsreiheit, Abschaffuilg des Zeitllngsi^e»npels und der Kautionen »lud Freigebuug der Kolportage nothlveudige Vorbedingllnge»»." (Erne u n n »l g.) Frl. Paul. Fließ ist zur Jnduftrielehreril» in Sachlel»feld er»lannt worden. (L a n dw i r t h s ch a f t. Weinba u.) Gestern wurde in Leibnitz eine Bersa»n!nltt!»g der la»,dwirthschastl»che,l Filiale »»nd des Wein-ba»wereins abgehalten; aus der Tagesordnung stailden »». A.: „Bericht über die Weinbau-Ansstellung und den Weiichan - Kongreß in Marb»lrg — Vortrag des Herrn Pfarrers Proboscht von Ehrenhausen über den Maiszünsler. (Fahnenweihe.) Die Fahilelllveihe der Feuerwehr in St. Leonhardt (Sonntag den 8. d. M.) wird nach solgendein Prograinine stattfillden: Vorinittag !) Uhr Elnpfang der Gäste — halb 10 Uhr Zug voln Nathhause a»»s nach deln Festplatze — 10 Uhr Feldinesse uud Fahnenlveihe — Mittag 12 llhr Essen in den zugetheilte»» Gasthätisern — Nach»nittag 2 Uhr Konzert »tnd Abends 6 Uhr Tanzkränzchen bei Herrn K. Manek (Gasthof der Frau Le» serer). (Evangelische Ge»neinde.) Ain nächsten Sonntag filidet in der hiesigen evang. Kirche ein öffentlicher Gottesdienst statt. (Haushalt der Stadtgemeinde Marburg.) Der Entwurf des Voranschlages, betreffend deli Haushalt der Ge»uei»»de Marburg für das Jahr 1877, war vo»n 21. Sept. bis 4. Oktober in der Amtsstube des Herrn Bürgermeisters zur Einsicht der Steuernzahler allfgelegt. Die Einkünfte betragen 87904 fl., nä»nlich: Kassabaarschaft »nit Schluß des fl. kr. Jahres 1876 ...... 1000 — Jnteresien von Fondskapitalien . 1758 98 Jnteresien von Privatkapitalien . 200 — Darlehel»a»lfnah»ne..... 1577 10 Rllckzahlungen von Aktivkapitalien 35000 — Miethzinsen von Häusern u»»d Behältl»issen ...... 9142 80 Platzsa»»»lnlungs- ulld Ab»nabgefäll 73l0 — Lcindgefälle und andere Zinsen . 1522 44 Ma»lthsurrogat und Vergütung für ärarische Durchzugsstraßen 1440 66 Hu»»desteuer....... 1600 — Heuwage........ 700 — Schulgeld sür die Ober-Realschule l000 — Staatsdotation für die Ober- Realschule ....... 2000 — Koiiknrrenzbeiträge für säinmtliche Volksschlllen...... 800 — Vorschüsse........ 500 — Militärquartier-Zinjen, Schlafgel' der und Einquartierungsrelu- irul»g........ 7000 — Ei»lzahlungen älterer Rückstände. 8000 — Verschiedenes (Jagdpacht, Kanalbeiträge, Beiträge zur Stadterweiterung, Abschlagszahlu,»g, betreffend den Kansschilling für das Transporthaus, Erlös für die Ackerparzellen bei»n Kadet-tellstift, Erlös für Effekte»», Schotter, Sand, Strafgelder..) 7353 — Die Ausgaben sind: Steuern und Uinlagen .... 3000 — Interessen für Passivkapitalien »»ebst 1°/g A»nortisation ... 55160 lZ2 Besoldungen sür Bea»»»te, Aerzte, Dieller........ Polizeiauslagen............7505 - Pensionen, Provisionen »»nd Löh- nu!»gen.........183250 Arnle und Kranke..........4000 — Stadtbcleuchtung............7000 — Auslagen sür die Ober Realschule 30l>0 — Auslagen sür sämllltliche Volksschlllen ................6l00 — Reparaturen der Häuser, Pflasterung, Kanalisirul»g . . . 10200 — Vorschüsse................500 — Kanzleierforder»»isse, Brennholz . 1500 — Sten»pel und Porto..........100 Militärauslageil...... 7000 —> Verschiedenes ^Gerichts-Beisitzer. Festlichkeitei», Beiträge an Vereine und Stiftungen, Ne»nune-rationen, Thurmnhr, Stadt-brnnllel», Fe»lerlvehr. Hunde-vertilg»»ng, Miethzinse, Parzellen für die Stadtermeiteruna, Häftlinge, Sailitätsauslageu, Kirchen - Koilklirreilz, Abschrei-bllngnneinbringlicher Beträge.) 7283 — zusalnlnen 128331 82 Es verbleibt ein Abgang von 40,4L6 fl 83 kr. nnd lvird zur D ecknng desfelben beantragt : a. eii»e 1ä"/g Ui»»lage von den iudirektell Steuern iln anllähe» ru»»gSlveifen Ansinaße von 83.333 fl. lnit ..... 12500 — i). eine Ulnlage von 20"/^ von den direkten Steuern fammt Staatszuschuß, welche für die Geineinde Marburg in einem Betrage von u»»gesähr 96,500 fl. vorgeschrieben, mit .... 19300 — 2 Zinskreuzer von de»n in .Marburg anzunehmenden Miethzinse pr. 450,000 fl. . . 9000 — zusa»nmen 40.800 -- Da der Abgang 40426 fl. 83 beträgt, so ergibt sich ein Ueberschuß von 373 fl. 17 kr. (Ma»lthverpachtttng.) Aln 14.Oktober Vorl»»ittag 10 Uhr findet bei der Finanz-bezirkS-Direktion Graz die Verpachtung der Weg- und Brückenmauth Spielfeld statt. Theater. (—7) Dieustag den 3. Oktober. „D e r V e i l ch e n f r e s s e r", Lustspiel von Gustav von Moser. Darsteller und Publikum befanden sich in der besten Laune und si»»d wir. Dank der unwiderstehlichen Situationskomik des Stü« ckes, in der Lage, einen äußerst lustigen The-aterabe»»d zu verzeichnen. Ein neuen gagirter Liebhaber Herr Albin, dessen änßere Mittel reich sind, trat in der Titelrolle beifällig auf. Vol» den itbrigen Mitspielenden verdienen Frl. Hasfner (Valeska), Frl. Kanflnann (Frau von Belling) und Herr Tufchl (Ul»ter-offizier) wegen ihres ebe»»so gewissenhasten, als trefflich gefärbten Spieles unverkürztes Lob. Herr Griese, welcher den „Refere»»dari»»s v. Feldt" als eine Possenfigur verfehlte, erhielt billig den Dank der Lacher. Frl. Meiser „zog" als „Frau von Wildenheiin" weh»nüthig de»n letzten Fallen des Vorhanges entgegen. Trauerte sie über ihr eigenes Spiel, dann war die Besorgniß gerecht. Die Direktion wird sich el»tschlieben müssen, Frl. Meiser etwas zurück ai» einen recht bescheidenen Platz zu stellen, nur dann werden wir in der Lage sein, da» Lustspielensemble als gut zu erkeilnen. — Jln vorigen Berichte soll es 9.Zeile von oben an lauten: als „Naivetä t" zu einen Richten, statt als „Novität" n. s. w. Letzte Post. Hie vsierretchisch uligarifche Antwort auf das Schreiben deS russischen «aiserS soll im EinverstSndniß mit Deutschland fkftae-fteUt worden sein. Auf den Wuusch Andrassy's hat Tißa die Beantwortung der Anfrage, betreffend die Orientpolitik biS auf den Montag ver-schoben. Di- Deutsche ReichSbank hat da» «e-»lich, die österreichische Goldrente für beleh nungSfähig zu erklären, abgewiesen. Verhandlungen wegen einer Konferenz »ollen btvorstehkn und würden die Mächte gleichzeitig in Belgrad und Konstanttnopel auf die thatsächliche EinsteUung der Zkeind-seligi'eiten hinwirken. Dom Nüchertisch. „Wiener la nd wi r t h s ch a ft l i ch e Zeitun g." Seit dem Jahre 1851 erfcheint in Wien eine landwirthschastliche Zeitung, die, seit sie unter der Redaktion des gegenwärtigen Herausgebers, Hugo H. Hitsch»,lann, steht, »»»it Recht die größte, reichhaltigste und beste landwirthschastliche Zeitung Oesterreich-Ungarns geilannt werden »nllß. Von den» Herausgeber und den allderen Redakteuren »nit Fleiß »lnd U»nstcht redigirt »lnd von den hervorragendsten Fach-»llännern. Gelehrten und Praktikern unterstützt bietet sie in jeder ihrer Nummer»» eine so reiche Fülle der mannigfaltigsten ineist reich und schön illustrirten Aufsätze und kleiileren Notizen, daß wir sie lede»n Landwirthe u»n so mehr aus das wär»nste e»ttpfehlen könne»», als das Blatt, wen»» es direkt bei der Admi»»istration i», Wie»» 1., Dol»»inikanerbastei 5, pränmneritt wird, gallzjährig n»lr 8 fl. (vierteljährig 2 fl) kostet. llöt«! HkUte Freitag den 6. Oktober 1876 der berühmten National Hiroter Atpensänger- Gesellschaft (mit Zitherbegleiwüg) der Frau bestehend aus 3 Damen und 1 Hrrrn. Anfang 7 Uhr. (1184 Zu zahlreichem Besuch ladet crgebenst I. Wie St Haler. B erloren am Dienstag Vorm. 10—11 auf dem Wege zwischen Goß' Bierhalle !u. d. Militärspitale ein Packet Briefpapier mit einem Schreiben vom Prager Wit-weu- u. Waisen-Institut. Dosselbe wolle gütigst im Comptoir d. Bl. abgegeben werden. (1136 Llll Vickonoill, geprüft, sucht dringend alS solcher, Wirthschafter oder Schaffer Dienste. Adresse im Comptoir d. Bl. 1185 Eine Wohnung 1187 bestehend auS 3 Zimmern, Vorzimmer, Küche, Speise. Bodenantheil und Garten ist zu ver. miethen. Anzufragen Grazervorstadt Nr. 114. Dalllt nlld Anempsthillvg. Für das mir biSber geschenkte Vertrauen dankend, zeige ich dem?. 1. Publikum höflichst an, daß ich mein FleischausschrottungS-Lokale von der Vikiringhofgafse (Plchler'iches Haus) in daS Haus des Herrn Barth Nr. SS TegetthoffstraHe von SamstNt^ den 7. Oktober d. 3. an verle«ie, und bitte mir auch im neuen Lokale Ihr geehrtes Vertrauen unge-schmälert zu schenken, mit der Versicherung, daß ich stets nur mit guter Waare zu den möglichst billigen Preisen dienen werde. Ihren geneigten Aufträgen entgegensehend hochachtungsvoll Josef Kermegg, 1176) _Fleischhauer._ (1181 und zu haben in Stnnmetzfleschäsl, Kaiserstraße, Marburg. ClamerUntemcht. Es kann wohl keine größere Freude für Eltern geben, als noch jüngere Kinder schon Clavier spielen zu sehen; da aber dieß bei den meist trockenen Lehrsätzen sehr schwer ist, so erbietet sich eine sehr gebildete Frau nach einer von ihr ausgestellten Methode (Spiel-Methode) mit überraschenden Erfolgen zu uiiterrichten. Honorar: 12 Stunden monatlich 5 sl. Gefällige Adressen bittet man in der Expedition dieses Blattes zu Hinterleger» (1180 Kundmachung. Am K?. September I. I. Vor-mittag 9 Uhr beginnt im ehemalS Kollet-nig'schen Hause, Tegetthoffstraße zu Mar-bürg die exekutive Feilbietuiig des^^ried. Svetl'scheu. auf 8043 fl. 3S kr. geschätzten Waareulagers, bestehend aus Seynltt-, Tuch «. Modewaaren Aufforderung! Herr Fr. Tr... ko, Straßenmeister und dessen Frau werden ersucht, ihren Wechsel pr. 233 fl. samnit Zinsen einzu-lösen, lvidrigenS Nage. ^1175 Z43S0. Wktl (IISL Wohnungen zu vermtethe« Theal»rgasse Nr. 201 u. 202 mil 3 u. 2 Zimmern. Anfrage be>m Hauöineister in Nr. 202. (1063 Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l.D. U. wird hiemtt bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Frau Anna Lukas die freiwillige gerichtliche Verstewerung der ihr gehörigen Realitäten Urb. Nr. 312 u. 469 aä Straß bewilligt und hiezu die Tagsatzung aus den I«. Oktober 1876 Vormittags 10 Uhr an Ort und Stelle der Realitäten in Trem-melberg u. Jedlonegg angeordnet worden. Die Lizitationsbedingnisse. wornach jeder Lizitant vor gemachtem Anbote ein 10°/g. Vadium vom Ausrufungspreise per 7000 fl., wel-cheS in den Meistbot eingerechnet wird, zu Han-den des Dr. Sernec alS Vertreters der Gesuch-stellerin zu erlegen hat, können in der dieSge-richtlichen Registratur eingesehen werden. Obige Realitäten werden auch unter dem Schätzungslverthe hintangegeben. K. k. Bezirksgericht Marburg l. D. U. am 22. September 1676. Anffordernng! Herr I. V. Schw... zer «lnd dessen Frau, sri'iher in Groß-Klein, jetzt in St. Veit am Bogau, werden ersucht, ihren Wechsel pr. 200 fl. sammt Zinsen einzulösen, Widrigens Klage. W. <1179 M'ZMIT'KIilZz« wird ein Gesellschafter für ein rentables Geschäft gesucht. (1151 Näheres iin Comptoir diedes Blattes. Wohnung im I. Stock (2 Zimmer, Küche und Zugehör) vom 1. November zu beziehen. 1167 Anfrage Bürgerstraße Nr. 189. kjI«juiiK88eImle in Isiiz. «alon. Indsm ivk izsrsitg mit 1. ä. äsa HatarrieUtg. Lur» bsxollQLQ 8o «rlauds mir dolr»nlit «u maoksn, liass 6lo Lv!iülsr»ufn»kmv (dgsou^srs liilldor) vur^is8»M8taz^ ^vn L. unvidsrruk» liol» »tattiilläsll vir6. Linsodrsibuux un6 Lamstax von S—6 Ildr ^bsu^s im 8vku1IoIc«»Iv. vsrävu vvll 8amst»x äsn IL. ä. öl. »vxsfsvxsn vöolisiltlivd ?vöi 1»» lIntorriodtZ-Ourssg »bxskkltvu, »n vvloksll «uvli ftilelttsvIiUlri' tdvil-llsdmsn Icöllnou. LintrittglcartsQ äa-v uur bei mir vom 6. ä. »n täxlivt» voQ 11—12 zu babou. Hcxzkaektuvxivollst ?ioti'o Lofonolli. Kllndmlllhung. 3m hiesigen k. k. Truppenspitale findet am S. Oktober um 10 Uhr Vormittag eine öffentliche Lizitations-Verhandlung zur Sicherstellung der W ä scherein igung für das Jahr 1877 statt. (IISK von Weinstein, Hadern, Mkffing, Kupfer. Zinn, Eisen, Blei, Kalb- und Schaffellen, Roß-, Ochsen« u. Schweinl»aaren, Schafwolle, allen Gattungen Rauhwnarei,. Knochen, Klauen nebst allen anderen Landeoprodukten. vlm ungarische» Bettfeder«, Zlaumen und gesponnenem Roßhaar zu den billigsten Präsen. 758) Marburg, Burgplatz. Gwe verrechnende 4tell«erin welche sich mit guten Zeugnissen ausweisen und «mch etwas Kaution leisten kann, wird bis 15. Oktober aufgenommen. (1153 Auskunft in der Bürgerstraße Nr. 202, 1. Stock Thüre rechts, in Marburg. Ein schön mölllirtes Zimmer parterre mit separatem Eingang ist sogleich an einen soliden Herrn oder eine Dame zu vergeben. Auf Wunsch auch gänzliche Verpflegung. Anfrage im Comptoir d. Bl._(1169 Dampf-«.Wannenbad i« drr Kärntiltr-Vorkadl täglich von Vg7 Uhr Früh bis '/a8 Uhr Abends. 156) Alois Schmiderer. Gin GewSlb 0» mit Schaufenster und Glasthüren, auf lebhaftem Posten, ist sogleich und billig zu vermiethen. Anfrage bei Marie Schräml, Domplatz. Ein Gewölbe in der Postgafse Nr. 22 ist zu vergeben. (1039 Zll ltanstn Vird geftcht: Ein schönes, dunkles Giehkatzchen. Anfrage im (Comptoir d. Bl. (1107 Dank und Auenipsthlnng. Mit besonderem Danke sür das bisher g< schenkte Vertrauen erlaube ich mir das geehrte Publikum aus meine Hravtaternen verschiedener Größe aufmerksam zu machen. Zugleich empfehle ich folgende Arbeiten: lloI»d«diUtor (auch al^ Papierkörbe in Kanzleien verwendbar), StvinIkokIsudvIziUtor sammt Schaufel, — für welche ich von der Grazer Industrie,Ausstellung im Jahre 1873 ausgezeichnet worden bitt. (1161 Sämmtliche Gegenstände sind in gefälliger Form und dauerhaft gearbeitet und in großer Auswahl vorhanden. Die Preise werden aufs Billigste berechnet. Hochachtungsvoll Aärataergalse, Hattmann'schtS Hanö in Marburg. Redoktiou. Druck und Verlag von Eduard Iaulchitz i« Vtarbnrg. A.R.KtA. «nantwortlH«