LaitmcherWMtung. Nr. 51. P,Hnumtratlon«pre!»: Im Lomptoll ga»zj. sl.il, hcilbj. fi. 5.50. Fl!r die Zustellung m« Hau« halbj.üolr. Mit bei Pos» ganzl.fi. lZ, halbj. si. ?.5a. SamstW, 2. März 3ns«ltlon«glbüyr blslN Zeilen: imal no lr., »Hi. 80li., 3»l. l ss.z sonst pr. Zeile im. «li., Lm. ßlr., 3m. 10 lr. u. s. w. 3nscrt!onsstcmpcl lcbcöüi. 3« l». 18«7. Amtlicher Thcil. 3c. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 19. Fcbniar d.I. die Titnlar-a!,tci tt:moU ßpiritu« d« I-lrapko dein Domherrn an dcm Esanudcr Domcapitcl Franz Hoffstättncr und die Titnlnrabtei 8-luoti ^eor^ii ^Ii1iti5 et UcN'tvli^ ostolischc Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. Februar d. I. den Titularministerialrath August Khoß v. Stern egg und den Scctiousrath Dr. Alois Kall» na zu wirklichen Ministcrialräthcn im Justizministerium zu crucuucn und d^u beiden «^cctionsräthcn August Vi-hotzky und Alois Farfoglia taxfrei den Rang uud Eharaktcr ron Äiiniftcrialräthcn allcrgnädigst zu verleihen geruht. Se. t. f. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster Entschlicßnng vom 18. Februar d. I. die au dcm Waitzncr Domcapitcl erledigte Titulardomherrnslelle dcm R^k-lser Pfnrcr Johann Tanäcs allcrgnädigst z» verleihen geruht. Ce. f. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 1,^. Februar d. I. den Pfarrer in Krouau Simon Wilfau ;uu, Eauouicus des Eollcgiataipilcls zu Nndolfswcrth allcrgnädigst zu ernennen geruht. Der Minister für Handel und Volkswirtschaft hat den Rcchnnngsrcvidcntcn Leopold Fürstcdlcr, dann die Ministcrialconccptsadjnnctcn Eduard Schmalz, Dr. Karl Lind, Oskar Ritter von Stahl nnd Dr.Alcxau. der Doru zu Ministerialconcipisten im Ministerium für Handel nnd Vollswirthschast ernannt. Die konigl. ungarische Hofkanzlci hat^dcn Tcchni' ker, geprüften Land- >u,d Forstwirlh und Grnndstcner-reclamalionsnntcrsnchnngsinspcttor zu Kaschau Peter v. Bnlogh zum provisorischen Director der land« lind forstwirthschaftlichcu Lehranstalt in Debrcczin ernannt. Nin 28. Februar Ittk? N'nrde in der l. l. H»f- mid Slants. drncterei in Wien da<ü XVÜI. Stück dea Nsich<? laiftllichr Palent vom i.^. Februar 18,;?, wo»,it dn i'anbla^ dc? KmuiireicheO Bilhmen anf^el^l mid die ?lnZ< schrcibinig neuer ÜVcchleii für denselben lingeoldüet Ivird: Nr. 39 d!t Kiindümchüii^ der Ninislerieli des Nenß-rn, de^ Han^ dew imb der Finanz» vom ^») F^brnar Ie«i?, bclresfenb die mil l.Mill'z I^i6? in ^^irlsamleil N'clende ^ollbrhand-lung drr au? dem freien Verkehre de« ZrNuereinee cing^hen-den Wciaren, dann der britischen »nd Ualienischün Cl^lin-nisse. — giloc, für diei'cinder de« allgemeinen öslerreichischeu Zullgebittes. (Wr. Ztg. 3ir, 50 v. 38. Februar,) Nichtamtlicher Theil. Laibach, 2. März. Ueber die nächsten Absichten der Regierung erhält die „Tricstcr Ztg./' wie sie versichert aus wohluntcr-richtctcr Quelle, ein Schreiben aus Wien, dem wir das wesentlichste hier entnehmen, da es wichtig gcung ist, nm daS allgemeine Interesse in Ansprnch zu nehmci/ Der Wiener Aricf der „Tricstcr Ztg." stM den Satz an dic Spitze, daß (Yraf Andrassy und der Ministerpräsident Freiherr v. Bcust sich über eiu dualistisches Programm bereits geeinigt haben, dessen Durch, führnng ihnen nnn obliege. Während die Sache in Ungarn, wic vorauszusehen, glatt ablaufen werde, fticn dic Schwicriglcitcn, welche der Ausführung der Aufgabe diesseits dcr Vcitha cutgcgcnstündcn, bci wcitcm größcr, allein dic Energie nnd geistige Spannkraft dieses'Man. ncs (Frcihcrrn v. Acust) schrecken vor dcr Aufgabe nicht zurück nnd die bisherigen Resultate sind günstig, Dcr Artikel wcist sohin nach, daß die deutsche liberale Partei dcn Ansglcich der Form nach, einschlief lich dcr sogenannten Delegationen, acccptirc und nnr dafür Sorgc tragen wcrdc, daß in Bc.;ng anf die finan-z>'llc Frngc kcinc allzu große Belastung dcr westlichen Välftc des Reiches im Vergleiche mit Ungarn cyolgc. ^ ..Allerdings" — heißt c<5 dann weiter — ..sind dic Schwierigkeiten sehr groß, abcr man hofft, d,c Gcwalt ^' Thatsachen werde anch ans Persönlichkeiten map gebend einwirken, welche in ccntralistischcn Kreisen bis-her noch widerstrebten. Das beste Mittel, für dic vcr< lorcnc kräftigere Einheit einen Ersatz zn bieten, liegt in dcr Envcitcrnng dcr bürgerlichen und politischen Freiheiten dcr westlichen Rcichshälftc, und es ist, wic man versichert, die Rcgicrnng fest entschlossen, in dieser Rich-tnng nicht zn knausern. Auf diesem Äodcn ist es wahrscheinlich, daß selbst ein Theil dcr Slaven ;n einer Bcr-ständignng die Hand bictcn wird, nämlich dic sogcnann-tcn Inngczcchcn nntcr Sladkmusly's Führung." Gcgcn dcn zn acwärtigcndcn Widerstand der fendalcn nnd alt-czcchisWi^lcmcntc allein würde man anzukämpfen haben. Im bczogcucn Artikel heißt es nnn schließlich: „Sollte cinc Anflösnng dcs böhmischcn nnd mährischen Landtages crfolgcn (crstcrc ist inzwischen zur Thatsache gewordeu), einc Maßregel, die nur nach reiflichster Ucbcr^ lcgnng eintreten würde, s» ist als sicher anzuuchmeu, daß die nächsten Wahlen dcr Regierung auf constitutio-ncllcm Wcgc cinc bedeutende Majorität sichern werden. Zweideutigkeiten, Proteste, Reservationen werden nicht mehr augcnommcu wcrdcu; kciue N'ationalität soll vcr» gcwaltigt wcrdcn; aber dcr einzige Boden zur Vrrstau« diguug ist jcner dcs Wicncr Rci'chsrathcs. Hicr mögcn sich dic vcrschicdcncn Ansichten bcgcgncn, dic 9lcgicrnug wird kcinc Vcrständignng zurückwcisc», abcr au zwauzig Ortcil über Politik zu verhandeln, ist unmöglich. Oauz bcsoudcrs verdient noch die ^'ceptionellc Stellung Eroaticns Erwähnung. Eroaticu war im Jahre 184h für Ungarn, zu dessen Krone es gehört, die größte Schwierigkeit. Im gcgcnwärtigcu Augcublicke wird man sich voit Seite Ungarns sorgfältig hütcn, in dcn frühc-reu Fehler Eronticn gcgcnübcr zil verfallen, d. h. Gc< walt zn gcbrauchcn. Man wird ihm die gvößtc Anto-nomic im Iustizwcscn nnd in dcr Administration lassen, adcr dann auch verlangen können, daß es dic Kosten dafür trage. Da dies Eroatieu voranssichtlich auf die Dauer zn lcistcu uicht vermag, so ist dadurch von selbst cinc innigere Verbindung, als dic Eroatcn die«.' im Augenblicke noch zugeben wollen, in einer nahen Znknnft sehr wahrscheinlich." ll. Sitzung >co kl'llillischrll LlUldtllgcs am 1. März. Vorsitzender: Herr^andcshauptmnnn v.Wnrzbach. Scitcils dcr Regierung anwcscnd: Sc. E^ccllcnz dcr Hcrr Statthalter Freih v Bach und dcr Hcrr Rcgicrungsrath R oth. An der Tagcsordiinng steht die Fortsetzung dcr Vc» Handlung wegcu den Wahlcu zum Reichsrath. Dcr Hcrr Statthalter ersucht, da die erbetene Vcuehumngsinstruction vou dciil hohcn Ministcrium noch nicht ciugclangt sei, um Bcrschicbuug diq'cs Berhand. luugsgcgcustaudcs auf die uächstc Sitzung, welchem An. suchen vom Herrn Landcshauptmaun Folge gegeben wird. Der zweite Ocgciisland dcr Tagesordnung ist ciuc Petition dcr Gemeinde S. Bartholomä nni Einreibung in dcn Sprengel dcs Bezirlsgcrichtcs Rndolfswerth, falls cS bei dcr Auflassung dcs Ocrichtssprcugcls Vaudslraß, wozu dicsc Gemeinde jetzt gehört, verbleiben sollte. Dcr Landtag beschließt übcr dcn Antrag dcs Pctitionsaus-schllsscs dicscs Gesuch der Regierung znr Acdachtuahmc zn cmpfchlen. Hicmit ist die Tagesordnung erschöpft. Der bcrr Landeshauptmann crllart >5ag ll»d Stunde dcr nächsten Eitznng dcn Herren Abgcord-ncten in ihrc Wohnung einsagen zu lassen. Oesterreich. Ans Pcst, 26. Februar, schreibt man dcr ..Wr. Abdpst": Wir erhalten soeben Nachricht über mehrere, theils das kirchliche, theils das volkswlrlhschaftlichc Leben Ungarns betreffende allcrgnädig,lc Entschlicßnngcn. So wnrdc dcr römisch.latholischcn Kirchcugcmcindc zn AnziaS bewilligt, einc in'uc Kirche zn bauen nnd die 34,^x") fl. sil) kr. betragenden Kosten in drei gleichen Raten ans dcr bczüglichcn Dotation dcs RcligioussoudS zn cnt« nchmcn. Dic angsb. Gcmcindc Pußta Földvar im Esanadcr und die hclv. Gcmcindc Aaufalva im Bckcscr Eomitnt crhaltcu zur Tilgung von Kirchcnbanschnldcn je 500 ft. aus dcm für cu. slirchcn- uud Schulzwccke bc-stimmtcn Iahrcspanschalc. Dcn Grafen Vcopold Na« dasdy nnd Anton Forgach und dcrcn Äliliutcressentcu wurde dic Bewilligung ertheilt, die Vorarbeiten zu der von ihnen in Pest zu gründenden Lebrnsversichcruugs' bank vorzunehmen; serncr wurde die Errichtung eiucr Handels- nnd Gcwcrbcbank in Szegcdin genehmigt. In dcr gcstcrn Abcnds stattgcfnndcnen Sitzung dcr nugnri» schcn Acadcniic gedachte dcr Sccrctär dcs betrübenden Hinschcidcns Sr. k. l. Hohcit dcs Herrn Erzherzogs Stephan, dcr alö l. Statthalter nnd später als Palatin cinc Zeit lang Protector dcr Academic war. Es wurde beschlossen, daS Andcnkcn dcs ticfbctrancrtcn Protectors im Protokoll nnd im Almanach, so wic dics seinerzeit auch iu Aczug auf den Palatin Erzherzog Joseph ge< schal), zu verewigen. — Heute übcrrcichtc ciuc Dcputation dcr Ofncr Bürgerschaft Denk cinc Dank- uud Vcr-traucusadrcssc. Dieselbe Deputation verfügte sich anch zn Baron Joseph Eötvös, nm ihn zu beglückwünschen. Unsland. Vcrliu. Die „Krcuzzcitung" bringt folgenden, gerade jctzt bcmcrkcnswcrthcn Artikel: „Bei dcn innigen Bczichlmgcn, wclchc dcn Fürsten ttarl von Rninänicu mit Prcußcu vcrluüpfcu, ist dic Eulwickcluug dcr Krisis in dcn Donaufürstenthümcrn schou scit Äl'onatcn aufmerksam beobachtet worden. Dcr Fürst hatte cinc schwierige uud gefahrvolle Arbeit übernommen. Die beinahe, zerstörten Fiuauzcu der verciuigtcu Fürstcuthümcr, dic Dcsorgauisatiou dcr bcwassuctcu Macht, dcrcu Officicr^ corps in Partcicn zerspaltcn war, dic Zerrüttung der socialcn Verhältnisse: das alles hätte dcn hohcnzollern-schcn Prinzen von scincr Anfgabc abschrecken können, wenn ihn nicht daS Bewnßtscin einer Mission qctragcn hätte. Anf maunigsachc conspiratorische Vcrsnchc, dcm Prinzen das Schicksal scincs Vorgängers zil bcrcitcn, mnß man gefaßt sein. Abcr dicsc Vcrsnchc wcrdcu um so kläglicher schcitcru, je deutlicher dcm rumänischen Volke dic Thatsache vor Angcn slchcn dürfte, daß. wcnn cs dicscn Hort dcr Ordnung verliert, cS vor einer dnnk< lcn nnd vcrhängnißvollcn Znkuust stehen würde, nnd daß sein hohcnzollcru'schcr Fürst dic Schcidcgrcnzc zwischen dcni gedeihlichen politischcll Fortschritte nud ciucr Anar^ chic bczcichuct, wclchc uufchlbar die Äiuttcr dcr Fremd» Herrschaft sein würdc. Dcr Füist hat sich vom ersten Tslgc sciucr iltcgicruug au der Aufgabe gcwidintt, seinem Lande dic Vorthcilc dcr Gesetzlichkeit zn verschaffen. Eiu großer Erfolg war cs bcrcits, duß er von dcr Pforte Zngcständuisfc erreichte, die dcu vcrciuigtcu Fürsten-thümcrn die Freiheit dcr Bewegung einräumen. Wenn dieser Succcß bei dcr freundschaftlichen Stimmung dcr europäischen Mächte, die dcr Fürst für sich zu er» ringen wußte, cin vergleichsweise leichter war, fo muß allerdings dcr zweite Theil scincr Aufgabe, die inneren Zustände Rnmänicns zn ordnen, größere Mühen in sich tragen nnd cinc längcrc Zcit in Ansprnch nchmen. Es zcigtc sich, daß die Donan ^ Fürstcnthiimcr nnr auf zwei Wcgcu zu rcgicrcu scicn; entweder in dcr Manier dcr frühcrcn Hospodarc, wclchc sich auf dic Bojaren gestützt halten und deren ganze Knnst darin bestand, mit den mächtigsten Orundcigenthümcrn den brqncmen Ertrag eines fast regellosen Regiments zn theilen — einc mit schwacher Fürstlichkeit versetzte Bojnrcnrepnblik; oder abcr dic Volksmasscn zu hcbcu, zu vcrcd^lu, ihrc Iutcrcssen ;u organisircn nnd dicscu Bestrebungen durch dic Schaffung gutcr Volkswchrcu cincu zuverlässigen Rückhalt zu verleihen. Die crstcrc Methode, nur dic ohnmächtige Spitze dcs Aojarcuthums zu bilden, war dcm Fürsten, von anderen Gründen ciucr gesunden Politik abgesehen, schon dadnrch untersagt, daß dic Grnndaristokratic selber in sich zerfallen war. Die andere Methode halte mit außerordentliche!! Schwierigkeiten zu kämpfen, weil daS Gefühl, von wohlwollender Hand gelenkt zn sein, nur langsam in dcn Vollsmasscn reift. Wir sind jedoch überzeugt, daß gerade die jetzige politische Entwickelung und das Gefahrvolle dcr Vagc die heilsame Folge haben wird, die besonneneren Unterthanen des Fürsten von dcr Nothwendigkeit cinr raschen Erschaffung tüchtiger VollS» wehren zn überzeugen." — Das „Journal de G6növc" veröffentlicht Mit. thcilnngcn eincs hochgcstclltcn Staatsmannes über die Compcusationövcrhnndlnngcn zwischen N apolcon nnd Bismarck. Schon vor Ausbruch dcs Krieges hatte Bismarck dcm Kaiser Napoleon Ancrbictungcn in Betreff der Nhcinprovinzcn gemacht, wclchc dieser ablehnte. Erst nach dcr Untcrzcichnnng dcr Nikolöburgcr Präliminarien hat ssrantreich, das bis dahin jcdcn Gedanken an cine Tcrrito'.ialcompcnsation zn seinem Vortheile zurückgewiesen hattc, angefangen, ciuc andere Sprache ;u führen. In den ersten Tagen dcs August suchte Herr Bcucdctti dcn Grasen Bismarck auf und sprach ihm ;um ersteu male vou Territorial Eompciisittionm zu Gunsten 380 Frankreichs. Die Forderungen des Tuilericu-Cam'uctes warcu nicht schr beträchtlich, cS forderte nur die „Bau-bangreuze", d. I). ciuc Rcctificatiou der Saargrcuzc. Abcr Graf Bismarck, der vor dcm Kriege weit mchr bieten tonnte, sah nach dcin Kricgc kcinc Äiögl'chkcit inchr, auch nur einen Zollbreit dcutschcu BodcuS abzutreten. Das setzte er Herrn von Acncdetti in einer laugen, lebhaften Unterredung auseinander. „Ich begreife eö iin wesentlichen,^ sagte er ihm, „daß Frankreich eine Territorial» Vergrößerung wünscht. Es ist nothwendig für Frankreich, es wäre wünschenswert!) selbst im Interesse Preußens. Ich fnhlc das so wohl, daß ich dein Kaiser mehr angeboten habe, als er heute fordert." Hierauf vcrvrci< tetc sich der preußische Minister dcö weiteren über die (zwei) Schritte, die er schon vorher beim Kaiser Napoleon gethan. „Abcr," fügte er hinzn, „was ich vor cincui Vierteljahr konnte, das lann ich heute nicht mchr. Ich würdc dadci uicht uur mein Portefeuille, sondern meinen Kopf und dic Krone meines Königs aufs Spiel setzen." Diese letzteren Aeußerungen, die wörtlich sind, müssen sich iu der Depesche finden, die Herr Acncdctti au den Kaiser von Frankreich in Folge dieser Unterredung gesendet hat. Der Kaiser Napoleon befand fich in Bichy, als dic Depesche dcö Herrn Bcncdctti an ihn gelaugte. Eö ist wahrscheinlich, daß er die Richtigkeit der Bemerkungen deö Grafen Biömarck anerkannte, denn er befahl unverzüglich feinem Gesandten, jeden Gedanken an eine Tcrritorial'iHutschädiguug aufzugeben. In den: Augenblicke, wo schon ctwaö im Publicum von Bcr^ handluugcu, dic zwischen beiden iäabiueteu augcknüpft werdeu, verlautete, kündigte Herr Acncdctti dcm Minister dcö KönigS Wilhelm an, er lönnc dicsc Bcsprcchuugcu als nicht gcschehcu betrachten. Ans Floren; schreibt man der „Allg. Ztg.": Die Picmontrsru, welche bereits in dem aufgelösten Parla-mcnte mit der ^iulcu gestimmt haben, treten min auch in den Neuwahlen nicht nnr als Verbündete, sondern recht eigentlich alö solidarische Mitglieder der Opposition mif. Zehn picmontcsische Heißsporne haben dcm Manifest der Demolrateu offen beigepflichtet, darunter Män^ nrr wie Ferraris, Norö, Gcncro, welche ehedem den eonservativstcn Theil der Kartei bildeten. Das ist eine der Hanplnrsachcn des drohenden Verfalls der parlamcu^ larifchcn Institutionen in diesem Vandc: daß die Elemente, welche durch ihre Vergaugcuhcit, ihre ^telluug, jhr Bcrhältuiß zur Dynastie, ihre Gesinnnngcn dazu berufen waren, ein eonscrvativeS Gegengewicht gegen das ruhelose Treiben der Radienlen uud Niazziniancr abzngcbcil, init ocnsclben gemeinschaftliche Eachc machen , um ihren Haß und Zorn gegen die gemäßigte Partei der übrigen italienischen Provinzen und gca.cn die darnnS hcrvorgegangcnc Regierung zu bcfricdigcu. Die ^cidcuschaft der Picmoutcscu greuzt geradezu an Wahnsinn; denn was sie als ihr Ziel zn verfolgen scheinen - - oic Wicderauflösnng dcS einigen 5lönigreichS Italien in seine Provinzen, die Herstellung dcS König» rcichS Sardinien mit Turin als Hanptsladt - läßt sich doch nicht füglich als Plan eines gesunden HirnS bezeichnen. Venedig, 27. Fcbrnar. Garibaldi ist gestern Nachmittags hier angelominen. In seiner Bcgleitnng befinden fich feine Tochter Tercsita, die Obersten Acerbi, Cairoli, Cncchi, Alberto Äiario uud Frau u. a. m. In der Station wurde er vom Mnnicipinm, einem Theil dcS Osfieicreorps der Nationalgarde nnd zahl» reichen Deputatioueu, darliuter einer dalmaliner (!), istriancr (!), tricntcr (!), einer ungarischen (!), polni« scheu nnd russischen begrüßt. Die Bollömcugc, die herbeigeeilt war, nm ihn zu sehen nnd zn bewillkommnen, war, obschon die höheren Classen nur schr schwach vertreten waren, so groß, daß alle Ordnung aufhörte nnd ein wirres, fast lebensgefährliches Gedränge entstand. Dasselbe war bei dcm Einsteigen dcS Gencrals in die „Peota" der Fall, wclchc Herr Zcechin zu seiner Bcr-füguug gestellt hatte und der zahlreiche andere Barken daS Geleite gaben. „Tempo" erzählt, daß sich uutcr diesen auch eiuc Gondel befand, iu der zwci rcichgcllcidttc Damen zu sehen warcu, von denen ciuc „im Namen aller Vcucziaucrinncn", bic andere „im Namen aller Tricslincrinncn" Garibaldi Küsse zuwarfen, die von diesem „gerührt" erwidert wurden. Als endlich die Dämmcrnng nnd zugleich fchr dichlerNcbcl eintrat, bestieg der General bei dcr Rialtobrücke cinc Gondcl nnd bcgnb sich anf den inncrn Eauälcn uach scincr Wohnnng. Dort hiclt er drei Reden an das Volk, die jedoch wegen dcS M-mS nnd dcS Znstandcs dcr Atmospäre schwer zn verstehen waren. Aus der Vcrsiou, dic „Tempo" davon gibt, heben wir hervor, daß er Kaiser Napoleon 1. wegen dcr Abtrctuug Venedigs an Ocstcrrcich einen ,,I)ii'wut,0" nanntc nnd hauptsächlich dic Nothwendigkeit betonte, recht bald wieder in dcn Besitz Roms zu gclangcn. Heutc Morgens machte dcr General einen AnSflug uach Chioggia, wo cr cbcufalls cnthusiastifch ciupfaugeu wnrdc uud cinc Ansprache hiclt. Wic cö hcißt, wird er nicht blos die vorzüglichsten Städte Vcnczicns, sondern jeuc Italiens im allgcmcincu nnd vielleicht anch Neapel nnd Sieilicn besuchen, bevor cr nach Eaprcra zurücklehrt. — Zur Fcicr dcr Ankunft Garibaldi's find hier mehrere Poesien veröffentlicht worden. Einc, von einem gewissen Novello, enthält folgende Zeilen: UauccNw »ucoiA tl0 lioi'i ullu mia clliom«: 1 tioi'i äi ^'rttÜ0, äi ^rio8to o lioma! (Drei Blumen fehlen noch mci« ncm Hanptfchmuckc: Tricnt, Trieft uud Rom,) Eleuua, 22, Februar. (A. A. Ztg.) Dlc Direction der Arbeiten am Mont CcniS gibt cin Rcfumo über daS bisherige Fortschreiten dcS ^iicscnwcrls, uud wir glaubcu, daß dicsc Augabcu zur Richtigstellung verschiedener Ansichten allseitig von Interesse sein werden. ES war am Id. August 1.^5)7, als daS subalpiuischc Parlament das kühne Votnm abgab, welches die Verwirk» lichung dcs kolossalen Projeetcs einer Durchbohrung des Mont EcniS in sich schloß. Noch im October 1^5)7 begannen dic Handarbeitcn zu Äardonnschc uud im Dc-ccmbcr zn Modanc. In dcn drei Jahren 1858, 1859 und 1lM> wnrdcn von Bardvnnöchc auS 725 Nieter zurückgelegt, von Modaue c^is während dcr fünf Iahrc 1858 bis 180^ 915 Meter, woraus sich als Mittel ciu tägliches Fortschreiten von 5u Centimetres ergibt. Die Maschinenarbeiten begannen in Bardonnechc im Iahrc 1861 uud ergaben bis I860 inclnsivc cin Gc-sammtvorrückcn uiu ZI 75.20 Nieter, wobei dcr mittlere tägliche Fortschritt im Iahrc 1861 nur 0.47 Meter betrug uud sich dann stetig hob bis anf 2.^5 Mctcr im Iahrc 186(5. Zu Modanc kamen die Maschinen crst I860 in Anwcndnng und haben währcnd dcr vicr Iahrc cin Gesammluorrückeu von 151^.Z4 Ni. crgebeu. Dic vcrhältnißmäßig geringere Vcislung auf dieser Seite hat ihren Grund bekanntlich darin, daß man im Juni l865 anf bereits uoranSgcschenc mächtige Vager harten Quarzits gestoßeu ist. Währcnd bis dahin der mittlere tägliche Fortschritt ungefähr 1.45 M. betragen hatte, fank cr im Ouarzit auf 0.59 M. Von dcr ganzen Gallciic, dcrcu Vängc 12.220 Hi. beträgt, warcu am 31. December 1866 vollendet 63^4.54 M., so daß noch 5885.56 M. zurückzulcgcu fiud. Bei dcr Bcrechuung über die Zeitdauer, welche zur Vollendung dieser Arbeiten noch nöthig sein wird, ist besonders daS O.uarzitlagcr iu Betracht zu zicheu, das bis jetzt die Arbeiten um »ahezu 700 Mctcr verzögert hat. Nach dcu geologischen Untcrsnchungen uud dcu bisherigen Erfahrungen bei dcn Arbeiten sind von dcm Quarzitlagcr noch 44.66 M. ;>l durchbohren odcr 197.66, jc nachdem die Scitcnwände deS Qliarzitstockcs gegen inuc,l zu einwärts geneigt sind odcr parallel bleiben, so daß die Breite dcS VagcrS im Iuncrn dieselbe ist, wic an dcr Oberfläche in dcr Väugcu« achsc dcö Tuuucls; im crstcu Falle wird mau entweder im März oder October diesen schwierigen Theil über» wunden haben nnd in die nämlichen Kalkschichtcn gclangcn, wic auf dcr Seite von Bardonn^chc. Am Iteu Jänner 1868 werden also jc nachdem noch entweder 4531 oder 4700 Nieter znrückzulegen sein, zn deren Hcrstcllnng cinc Zeit bis zum Eudc 1870 nothwendig crschciut. Dcr Gesetzentwurf bestimmt als Termin den Monat October 1871, so daß die Eontractauteu Grandio Grattoui uud Sommeillcr wohl auf die bedeuteudc Bc^ schleunigungsvrämic rechneu dürfcu. Die zuuchmcude Bcschlciluiguug der mitllcrcu täglichen Leistung verspricht abcr uoch eiu günstigeres Resultat, so daß vielleicht schon im Juni 1870 die Arbeiten vollendet sein werden. PariS, 27. Fcbrnar Abends. Dcr „Abend-Mo-nitcnr" coustatirt in seinem Wochcubullctin, daß die Ernennung dcs ungarischen Ministeriums in ganz Ungarn große nnd einstimmige Freude hcrvorgcrufen habe. — Dasselbe Blatt, weiter vom Rcichsrathc sprechend, sagt: Man müsse für das Gelingen dieses Vcrsnchcs, sowie dafür Wüuschc hcgcu, daß Kaiser Franz Joseph dic Traditionen mit dcn Erfordernissen lind dcm Fortschritte dcö Zeitgeistes gcrcchtcrmaßcn versöhnen könne. Es bc-> darf cincs starlcu Staates, um zwischen so verschieden, artigen Vollsstämmeu cin Band zn knüpfen, und das Gleichgewicht Europa's macht die Existenz uud das Gc-dcihcu eiuer großcu Nionarchie absolut uothwcudig, welche bestimmt ist, einen beträchtlichen Platz zwischen dcm Ostcn nnd dcn Wcstmächten ciuzuuehmeu. Ätew-York, 8. Fcbeuar. Dcr „A. A. Ztg." wird vou hier gcschricbcu: Welchen Ansgang iuuncr der Eon-flict zwischen dcn verschiedenen Organen dcr Bnndcsgc-walt nchmcn möge, cincS Kriegs sind dic Vereinigten Staatcn sür dcn nächsten Sommer gewiß. Die Indianer in dcn Territorien Dccota, Eolorado, Ncbraska, Idaho uud Montana sind „anf dcm Kricgspfadc," nud zwar in so mächtigeu Hcerhausen, daß bloßc Vtazzias uicht gcuügcu wcrdeu, um sie niederzuhalten. Schon im Dcccnlbcr haben sic cinc auS 90 Soldaten und 3 Of-ficicrcn bcstchendc Abtheilung der Besatzung deö Forts ..Phillip Kearney" bis auf den letzten Mann nicdcrgc-mctzclt, uud zwei nndcrc schlecht bcmauntc, vou aller Hilfe abgeschnittene Posten sind von ihnen jctzt ccrnirt. Zum großen Thcil, doch nicht ailsschließlich, lassen sich die Ausschreitungen dcr Indianer durch die seit Men» schcngcdcuken über allcS Maß corrnplc Vcrwaltnng der sogcnanntcil Indiaucr-Agcutcu erklären, wclchc die wohlwollenden Absichten der Regierung zu Schanden macheu, die Iudiancr aufs furchtbarste betrügen uud sic dauu gleichwohl mit Waffen versorgen. Allein, auch wcuu dem uicht so wäre, würdcu sich blutige Em flictc mit den Indianern kaum vermeiden lassen. Demi scit die Ansicdelnng der genannten Territorien begonnen hat, wcrdcn sie von Jahr zu Jahr immer dichter eingeengt, hrer Nahrung (durch die Jagd auf Büffel) bcraubt, uud übcrdics dcu ruhcsleu Uubildcu durch die wcißcn Ansiedler ausgesetzt, die nnu einmal iu dcn Judiaueru wilde Thiere scheu, welche uicht bald genug ausgerottet werden können. Von Ostcn und Westen hcr vordrin» ^gcnd, wcrdcn dic Weißen in uicht ferner Zeit die Neste dcr Iuoiaucrbcvölkcrung zcrqnctschcn, doch nicht ohne daß sic selbst dabei noch viel Blut vergießen. — Der Lloyddllinpfcr „Ncptuu" brachte dcr „Tr. Ztg." vorgcstcru dic ^cvautcpost mit Nachrichten bis zum 23. d. M. Dcr ./.'evaut Herald," dcsscu Sus« peusion zn Cndc ist, nachdem sie vom britischen Consu« largcrichtShof für ungesetzlich erklärt worden war, bezeichnet das Gerücht vou einer außerordentlichen Mission ^'ord StratfordS nach Eonstantinopcl als unbegründet. Statt dcs im Alter von fast 100 Jahren verstorbenen Mohammed Emin Pascha ist Ismail Pascha, früher Gouverneur von Kreta, zum Polizciministcr ernannt worden, letzterer gehört ciucr griechifchcu Familie an nnd wurde währcud dcr Rcvolutiou uou 1821 iu Smyrua als Kilabc vou dcn Türken in Gefangenschaft geschleppt, während seine Familie uach Griechculaud cullam. Später nahm cr dcn Koran an, stndirtc die Medicin nnd machte sein Glück durch dic Protcctiou Aali Pascha'S. Ein Brndcr von ihm dicut als Scrgcaut-Major in dcr griechischen Armee. Hassesueuiglieitw. — (U d m c> n i c.) iDiit Herailnahen der Frlihll»gszcit süngl auch die Thötiglcit dc5 vtallbschäuplliu^s lldmaxie an, a» Ausdchnlin^ zu gt>>vi!ni-li. Ticser Tage schickte er dem Hcindelsmcm» m ^ipovljaui (Compassluestaliou im Gla« dissaucr Grenz^icgimentc) Marlo Hoivalic cineu Alicf zu, in wclchsm er uon dcmsclbeu die Zusendung von 300 ft. soidcrt, wi^rigenfallK d^sscn Lcde» das ganz- Jahr hindurch i» Gefahr slüildr. Fcrncr crllärt dcr bcrüchligtc Näudcr i„ di.slM Briefe, drr Frühling, die Zeit seines Handwcrlö fci grlcmmeu, und es werde dieseö Jahr mehr Ltrciche grbcn als srilhcr. Die Unl'rscbiisl laulet: Udmauie, schwercl 'Näul'cr. — Veim Agranur Cwllhallcrrinilh tr.if an, 28len Februar, dic Nachricht cm. daß der Naubcrhoupllmg Udma' nie vou Gendarmen iu Potol iu der Moslavixa crschosfen wordeu fei. — (Aus Mü uchcü) wild geschii bcu: Se. Maje« slät der .ssaifcr uou Oesterreich hat uerschkdene Ä^-ainlcn unserer Slaalsdah», in Anerleunung der lh^ligcn Lcislunge« dc»seiden bri dem Tranöpott«' ösleireichischer Trup' pen währcuQ de« lchlen Kiieqeö, durch Ordeue^Vülleihnugen auvgezcichi'sl i dirs.Ilie Lluözcichnnng ist vclschiedeneu Civil< Pelsoneu iu Aschasft'uhnrg zu Theil geworden, welche sich um die Psllgc lrcinler oder uowundeler österrlichiicher Eol« daten briondeis verdient gemacht hadcn. Zugleich lilk der Kaiser dem Comitü, da« sich sltt bis lilrrichlung eine^ Tcul« malö silr di, in Afchasfenburg drgradcncu oftcrr.ichifche» Milii^vs gsdildct hat, die Summe von 1000 fl. zustellen. — (Gehet für deu nordbeutschcu Neichs« lag.) Fuv die Tau.r ds5 3!e!chölagc« ist auf Anvldnimg des l>vange!i!ch!?n Ol'tllirchenralhv in Äcrlin in da-3 allgemeine Kilchlugebct folgende Filldille eingelegt worden: „Latz, o ewiger Gott, Dline Gnade Walleu üher den Be» rathuugeu, w.lche zu dichr Zeit zur Geslallnng eiues seslen Äuudeö in nuserem dentschcu VcNerlande gepflogen wcideu. Hlilige Du rk'se Ärheit und las; sic zum Fncdcu und Se« gen unseres d-ulschru Voltes und sciuer Fürslcn und znm Prose Dnnes heiligen Namens gereichen. Sei Du unseres deulscheu Vaterlcmd ue,u Sl'gcu trachte, Tnu Neich auf ^lden hauen zu helfen und Teiucö Nameus Herrlichlrit zu preisen." — (Zur Pariser Ausstellung.) ver0sfenllicht das Wiener Cenlral'Comilö folgende Kundmachung: „Es isl wiederholt vorgctommen, daß sowohl vo» den Ausstellern, alv auch den Fil>al-(5omil»5'ö an die laiseilich östeneichische Commission in Paris unsranlirle Zusendungen abgeschickt wurdru, in Folge dessen iu einzelnen Füllen ost namhafte Betrüge au Poslpolto und Strafe zu entrichten sind. (3s werdeu daher sowohl die 3lll5s>.IIer, alö auch die Filial« Comüu'S aufmetlsam gemacht, das; alle Zuschriften au die laiscrlich öslcrreichischc Commission iu Paris mit einem Post« porlo uon 25 lr. für je zehu Gramme Gewicht zu sranli« ren sind, uud daß dirfelhe unsraulilte Sendungen vorkom« mendeufalls zurückiveiseu würde." — (Die Pariser Fas ch i u g s o chse n) sind be-reit'? ausglwühll. Der erste ist 14W Kilos schwer unv hrauii'weih, dcr zweite isl ganz weih, der dritte ist der set« lcfle und gleichfalls vou unladelhastcr Weihe. Vis jetzt haben erst zwei l^cksen Namen erhallen, der crfle heiht Varo" Ärisse, der zweite Graud'Gymuase. Dcr Auszug iu dc» letzleu drei Fa',chu»gZtageu soll diesmal mit hrsondcrcr Feier» lichleit vor sich gehen. Im Zuge wird sich eiuc ganze idyl« lische Landschaft unt vierzig Länuuern, den bezüglichen Schüfel» und Schüfclinncn besinccn. Dlr GeuiuZ Franlnichs, alle Voller zu der Ausstellung hcrhcirusend, wird gleichfalls im Zuge crscheiueu. -^- (Die Nasen iu der 5lult ur ges chich lc-) Der größte Theil ausgezeichneter Mäuuer nllcr Zeiteu w°^ mit slail vronoucirtcu Nasen versehen. Cyrus delap ei'" lauge und spiüc Nase, und dis aus dcu heutigen Tag ziehe" die Perser au ihrer Nase, um sie zu verlängern, damit ste wenigstens iu dicscr Aeziehuug ihrcm groheu Heldenl0>nge der Vorzeit ähneln. Julius Cäsar hatte eine Adlernase, ebenso Aspasia, Achilles und Paris. Die Schönheit des Gesicht" hängt viel vou der Iorm der Nase ah, und einige Schnit' slcllcr habeu sie dcn Regulator dcr menschliche,, Gcsichlsziige geuaunt. Cs wird behauptet, dah die regelnu^ige Lünge 331 der Nase drn dritten Theil der Länge vom Kinn bis an die Ctiin, wo die Haarwurzeln beginnen, ausmachen müsse; wenn sich eine Abweichung hierin zeige, so wäre e5 am be« sten, dah die Nase in den Lüngcvottheilen sei: denn eine »u grohc Nase sci viel mchr werth, als eine zu llcine. Plato hat die Adlernase die lliniglichc genannt, und die Figuren der elstcn Maler und Bildhauer wurden slcl-1 mit groben Nasen versehen, so daß es den Anschein hat, als hade da< Nl>>lz dicö als Schönheit gegolten. Napoleon sagte: «Ver»^ schafft mir elnen Mann mit großer Nase. Vielleicht erscheint das befremdend: abcr wenn ich Jemanden zu einer intclli« yentcn Arbeit bedarf, so wähle ich lincn Mann mit langer' Nase, vorau^gfsstzt, dah er eine gute Erziehung genossen ^ bat. ^lluge Menschen haben ohne Unterschied lange Nasen." T>ah aber alle Lente mit langen Nasen llng sind, hat noch Niemand behauptet. ! Locales. — lTi e Teplltalion der Laibachcr Nohr« < ch illjen g esc! ls Ha sl) wurde am uerslossenen Montages vc>n Er. Majestät dem Kaiser in besonderer Auoicnz em-psangsn, »vodci Allerhüchstdiesllben die treue Schilde»uug der gegenwärtigen Lage des Vereins, lmlche der Herr Ober» ^ schilycnmeislcr Tr. v. Stöctl darlegte, entgcgenznnchmen nnd in huldvollster Weise die möglichste Abhilfe in Aufsicht zu ^ stellen geruhlcn. — (Ziehung der 1304er Lose.) Ter Wechsel« slube Andrl> Tomenig wurden nachstthendc gestern gezogene > Eeiien der 1804er Lose telegraphirl: Haupttreffer Serie 3901 Nr. 39; sol,s!ige gezogene Serien: 1511/ 1477, 1798, 11LI. 2115, 2302, 059. — (Znr ^allchronit.) Morgen findet in den Von den Herren Glbrüder Rosier zur Verfügung gestellten > Prächtigen Nänmlichlcilcn des Schlosses Leopolds ruh/ lin geschlossener A,>ll slatt, zu welchcm umfassende Vorbereitungen gltlosfen w'roe» und welcher rincr d?r glänzendsten der Saison zu werden veripü'cht. — (Zur Faschingsliedertafel) des Männer« cliM'H der philharmonischen Gescllschast, welche heute Abend« slallsilldet, erfahren wir, daf, den Vejuchern durch ein lurz« ^ weilige? Tomb ol ^s pie l, zu dem eine Anzahl von über 70 geschmacloolkr und loslbarer Gewinnslgegensl.'.ndc ge^ spendet wu>de, ei>'.' angenehme Abwechslung geboten werden wird. Die Untelhallung wird mit ciium Tanz gcschlosscu. — (Die central« S o u n en si n st er n i ft) oder richtiger auSgkdrüclt „Sonnenvelsinslcrung," welche am 0ten März — Ajcheimitiwrch — Vormittags eintritt, wird uns, vo»llu°'gclci>t, daß une,n Nefonnproject stehen oder fallen. Aus >cn Landtagen. Pest. 28. Fcbrnar. In dcr heutigen Sitzung dcr Maguatcntaftl wurden dic Minister durch dcu Quästor eiugcführt und nut allgenicincm Eljen empfaugcu. Graf! Andrassy begrüßte daß Hans nnd bittet lim dessen Unterstützung. Baron Wcukhcim drückte in seiner Ansprache die Ueberzeugung aus, das Miuisteriuui begcguc deu Ausichten der Nation, wcnil es sich zur Aufgabe mache, die (^ccutive und Legislative mit den Fortschritten des socialen LcbcnS in Einklang zu bringen; die Minister werden stets als trcnc ^öhnc des Vaterlandes ti,td als treue Diener des Monarchen nnd der Verfassung zn handeln trachten. Nach dieser mit lebhaftem Beifall auf-gcnommcncn Ansprache begrüßte Scnnycy die Minister im Namcu dco Hauses, welches dicsc Acußcruugcit luit Vcfricdiguug vcruoulmcn nnd deut Vtinistcrinm seine ^ Untcrstütznng anbietet. )lachdcin dic Minister sich cnt» fernt hatten, lud dcr Präfidcut dic Mitglieder des Hau-scö ;u dcm morgen Vormittag 10 Uhr in Ofen statt-ftndcudcu Requicul für Erzherzog Stcphau ciu. — Dic Sitzung der Dcputirtcntafel wliroc nach der Rückkehr der Minister fortgesetzt, nnd machte Andrassy die Vorlagen betreffs dcr Stencrn uud Rekruten, rcspcctivc die Vollmacht, die Stcnern in bisheriger Weise cinznhebcn nud 48.0(X) Rckrutcu zn stellen, ferner betreffs der Mi' uicipicu uud dcr Presse. Die Stcucraugclcgcuhcit kommt Samstags zur Verhandlung. Die Berathung über Bößörmcnyi's Autrag wurde abgelehnt. Schließlich wnr-dcn auch dic Dcputirtcu zn dem morgigen Requiem ciu. gcladcu. «cmberss, 27. Februar. Iu dcu Laudcsausschuß wurdcn gewühlt: Ans dcn ^andbczirkcn Zieinialkowski, aus den Städten Smolta, aus dem Großgruudbesitzc Pictrusti uud aus dem laudtäglichcu Plenum Kraiuski, Boeztowski uud Grocholsti. Zll Stcllnertrctcru wurden gewählt: Alis dcn ^andix-zirken Vawrowski nnd ans den Städten Groß. Dic Wahl dcr übrigen Stellvertreter ist noch ausständig. Lcmberss, 28. Februar. Ciuc Zuschrift dcr Statt, halterci zeigt dic erfolgte allerhöchste Sanction der landtäglich beschlossenen Aendcrnngen dcr 8§ 11 und 13 dcr ^audlagswahlordnnug au. Rogawski lind (i8 Geuosseu iuterpcllircn dcn Rcgicrnngscommissär wegcil des Erfolges dcr lnndtäglichen Benlühnngcn betreffs der (5in' stcllung dcr Katastralopcrationcu. Zu Vaudcsa.isschuß-stcllvertretcru wurdcil gewählt: Aus dem Großgrundbesitze GrafAadcni nnd ans dem PlenumKcbath, Gras StanislanS Taruowski und Pfeiffer. Hicrans folgen (5r-ledignngcn von Petitionen. Der Adrcßcntwnrf dcr land-täglichen Spccialcominissioll hebt hervor, daß dic Bcsci-tignng dcs Iänncrpatcntcs Bcsürchtuugcu crwcckc. Die mittelst des Scptcmbcrmanifcstcs uud Iäuucrftateutcs bctrcteuc, von cincugcnden Forinen freie Bahn könne allein zur Verständigung uud ;ur Entwicklung dcr Freiheiten dcr einzelnen' Väudcr führe». Sic Fcbrnarvn--fafsuug sei durch dcu rauf dcr Ereignisse, dnrch dic gc> machtc'll Erfahruugcu und durch dcn Willen dcr Mchr-zahl dcr Völlcr gcrichtct. Dcr Ansglcich , iil Ungarn cutzichc dcrsclbcn dic wcsenllichc Basis. UebrigcnS nlüsse uuser ^aud als ehemaliger Thcil ciues großcu orgauischcu Gau;cu nnd als historisch-nationale Individnalität, mehr noch als andcrc Bänder nach Autouomic strcbcn, worauf die historischen Traditioncn nnd dic cigcnthnmlichcn Vcr« hältnissc nnd Äcdürfnissc hiiuvciscu. Dahcr habc das ^and das Octobcrdiploin mit Vcrtraueu begrüßt, gcgcn das Fcbrnarpatcnt Verwahrung cingclegt nud auf dic Si-! slirungsära ^osfuuugcu gcsctzt. Auch das Glück und dic Macht dcr Monarchie l)äugc von dcr Äcscitignng dcs Systems der Entkräftigung dcr einzelnen Völker ab; dahcr erwarte dcr Landtag, daß, so wic in Ungarn dic uachthcilia.cn Bcstimmnngcn dcr Verfassung beseitigt wurden, eiu Gleiches dcn audercu ^äudcru zu Theil werde, zumal das Februnrpaleut großcuthcils schou bc-stitigt, dahcr uicht rcchtswirlsain ist, uud auch der jetzt cinbcrnfcnc Rcichsrath weder den Gcfctzcn, noch dcn Wüuschcu dcr Mehrheit der Völkcr cutsprechcnd sci, dcs. sei, Beschlüsse dahcr unverbindlich seien. Doch werde der Landtag eine Delegation wählen, um lciucu Versuch zur Pcrständignng zn vcrcitcln; dcrsclbc bitte aber Sc. Ma-jcstät, leine Vcrkürzn.ig dcr historisch nationalen ^ndi-'vidnalität des Landes nnd des ^clb,tbc,tmun>mgslcchtcS dcs Landtages znzulasscu.____________^________ Telegramme. Pest. 28. Februar, .^csn Naplo'' sagt: Es wäre kleinmüthig, zu zwcifcln. dau dcr Vandtag sür dlc Ucbcrgangszcit die Indcinnität bewilligen wcrdc, deren die Rcgicrnug bedarf. Dic nngan,chc Elation, die gcgcn Ätajlaths Regime, obwohl es mchl anf gesetzlicher Basis bcruhtc und deil Eharallcr dcs Provisorischen hatte, tact< ! vollc Nachsicht au dcu Tag lcgtc, wcrdc deut vcrfassungs. mäßigen, auf die Majorität gestützten Ministerium gcwiß mit Freuden nnd in uollcm Maßc dic Ncittcl gewähren, bic znr Beseitignng dcr Ucbcrgangsschwicrigkcitcn nöthig sind. -- ..Hon^ erfährt, daß aus Finmc Bcglückwün. schnugsadrcsscn an Tcat und Andrassy angelangt scicn. Vcrlin, 28. Fcbrnar. Im Reichstage wurden Wahlprüsuugcn vorgenommen uud IM Wahlen für ^gültig erklärt. Sonuabcud findet die Wahl dcr Prä- ! sideutcu statt. Tt. Petersburg, 28- Februar. Das heutige „Ionrn. dc ^>t. Pctcrsbourg" veröffentlicht zwei diplomatische Documeutc vom 9. nud 2x. November, bctref. fend die Invcstitnr dcS Prinzen Karl von .^ohcn;ollcrn uud desscu Aucrkcunnng als Fürstcn von Rumauicn. (5ousia»tinopel, 1. März. (Tr. Ztg) Allen Dcnlcntis dcr Pforte cntgcgcn wird von gntc-r Srite alif das beharrlichste versichert, dcr Viceknnig r>on Egyp» tcn sci mit ciucr Rcihc ernster Fordcrnugcu hcrvorgctre-tcu. Islnacl Pascha verlangt das Recht zur Titclführuug Azizulmisc (?) (Bchcrrschcr von Egyptcn), znr Prägllng cigcncr Müuzcu, zlir Erhöhuug des Standes dcr cgyp« tischen Armee auf huudcrttauscud Älauu, dic autonome Erncnnnng dcr Armccmuschire, das Recht dcr Administration dcr heiligen Städte in dcr Provinz Hedgas nnd an dcr gcsammtcn Ostküstc dcs rothcn Meeres, endlich die zeitweilige Ucbcrgabc Eandicns bis zur Ersatzlcistuug dcr egyptischcu Kriegskostcu. Der Großvczicr Fuad Pascha ist bemüht, dcu Viscköuig vou diesen Forderungen ab» zubringen. ' ''- Telegraphische Wechselcourse vom l. Miirz. 5psrc. Pietalliane« C1.?0. — 5>pnc. MolallilUicS mit Mai- und Novcmber-Ziüseil «:z.«0 — hverc. National Aüleheu 7ii, — Banl. actili, 75>»;. — «irebitnetiei, N>1.<;0. — 16<>0>'r Staalsanlchs» 90. Silber 125.50 — i.'o>ldon 127.4". — K. l. Dncaten «0'/,.. Verstorbene. Den 22. Febrna r. Dc,n Her^l Michael Paisser, Schneide, sl!in Kind Ioftf. alt l Jahr, in dcr Sladt Nr. 131, nnd Barlholomä Kapla, Ka>,zlcidie»l>r, alt 45> Jahre, in der St. Pe: lni«vorstadt Nr. 126, dcide n>i dcr Gchirnliihnnma.. — Valentin 'Kicrolilar, 5taischlcr, alt ^ Iahn>, iin Civilspital', a„ der Cnt-arln»^ der UiunleidsorWii.', — Deui Florian ^oncar, Verzel), rnül^sleueriAlissehei', sein Kind Mavssarelhn, alt 5 Jahre, in der Sladt Nr. , Jahre, in der Kapiizinervorsladt Nr. 73, an dcr häuli^cn Braiinr. Dcn 23. Feb riiar. Maria Seniil-, Iüsiitntsanne, nll l^O Jahre, im Cimlspital, an der i'iiüsseiiliibercnlose. — Drin Andreas Bernard, Inwohner, seine Gattin Maria, alt l',(i Jahre, in dcr Karlslädlnuorstadt Nr. l» zchrung, Dcn 24 Fclirnar. Dein Herrn Dr. Franz Fnx, Pri« mararzt, scin Kind Johann, all 1cl!>Kmdm'ftiI)N'cnlosc. Den 26. Fcl> r n a r. Frl, Johanna Ncponmccna Samassa, Private, alt 2 Jahre, in der Stadt Nr 51, dcidc an drr ^ii:lrästn>lc>. — Maria 5.'anric, InstitntSarinc, alt <'»7 Jahre, in der S»adt '.>>'r. 12, an der Vrnstwasscrsucht, — Jacrli Ornm, Inwohner, alt 0«: Jahre, in der Sladt Nr. 4», am Zchlsielisr. 'D e n 27. Febr n a r. Dcin Herrn E. I, Stöckl, Hant>el>ü-manü, seine Schwester Amni. alt 2l Jahr,', ,ü dcr Kapnziner-uorstaot Nr. 1.'!, an dcr ^muii'iitiil'crcnk's.'. Maria Widmar, Köchin, alt r n a r. Fra,iz Oregor,. Tischlcracscllc, alt 29 Inhre, im Cioilspital, am ^nnsiendlntstnrze, — Dem Herrn Franz Trcnla, Hansdcfitzcr nnd Gastgeber, sein Stiefkind Olga Selwlta, alt !! Jahre, in der St. Peleröuorstadt Nr. 124, an Fraisen, Nttgekommeue Hremde. Am 27. Fcbvnar, Stadt Wir,,. Die Herren: Per; Georg, Ionle ,md Per, Anton, uon Malern. — Erter, von Mitterdorf. - P.'la', von Nohitsch. -. Sarlori, von Stcinbrllcl. — Frl. Pogatnig, Private, von Nenmarkü. Elepl,a»t. Dic Hcvren: Holzapfel, Vränl,'. — Koschier, von Giirtseld. - Voltman, Nestauratcnr, von (^ormoix«. -- Lcngyel, Kanfm , von Kanischa. — Tctcla, Gnlsbeschcr, uon Wartenbcg. Aaron Tanfrcr, Giilc>besil^er, von WciMnirg. - Schüütag, Tclegraphisl, von Ncnhäiiscl. — Prctncr, Handclsm, von Graz. H?niser vc»»l i^esterreil-l). Herr Schmidl, Miisiler, u. Dörusoorf. Vai>.'rischcr Hof. Dic Herren: Hirsch, Handel«!«., von Sissct. ^ - ^laiiuilrr, uon Ägram. Molirr». Hcrr: Flanevari und Corezza, Juristen, von Trieft. Aul 28. Februar. Stadt AVicn. Herr Tuchinaiin, an? Äai?ru. Fran Varoui» Niche!liuic,, von Wie» .«aiser vou Oesterreich. Die Herre«.- Trapp, Photograph, uon Brim,!.________________________________________ Theater. Hcutc Samstag den 2. M ärz: Weuu »nan nicht t»il>zt. ^uslspifl in 1 Act. Das GänHckcu von Vllcheilau. Lnstspirl in I Act. Morgen Sonntag dcn 3. März: Nllscrc Veln'l'llbcu. Pc>ssc in 3 Aclm von Bcrla. "^m^emullM>ltle ^euiiuchlun^ml il^ Qni)lull. ' "i ^« N z ° ft W Z ?> ,« 3 " » » N" n ^l"Mg. 32?.46 —^7 NOTschwach dilnn bew, , 1.' 3 ,. N. 327.7! -l' l!,» NO. z, start dünn lnw. 0,(,o !i(>„ Nb. . 329.17 — 3.K ! NO. mäßig dünn bew. , Morgcnrotb. Nntcrtags wcchsclude Veivollüng. Schn^idtnd lalicr Nliid. Gruße Trollenhcil oer ^nst. DNnnc Eiölnchc an strhcnden Gcniässnii. Nsranlwortlicher Redacteur: Ignaz v. Kleinmnyr.