.I/? VKV. Mittwoch am TR. November 8 8HK. Di, Lall'acl'si 3ma" erscheint, mit Aufnahme der Goü»- n»d Fcislta,^', täglich, und f»stct sammt dm 'Zeila^eii im ^»„»plolir glNjjahrg 1l ,!., l> al l',a I, r >., 5sl. 5' lr., >nil Ureulbano im ^umptoir (i a n, jährig l^ si.. l,a !bjä !, >. ig 6 ft. ,n>/« Hau: sl,id h a l b > ä <» ci ^!tt tr. >mhr z,l rntrichs.». Mit der Post pur tu' Nei aan,jä l> r i a untrl Kr.uü'.nlt' ilnt» i,>dr>,^ter Ärnssc <'» si , haldjal'riq 7 ,1. !<<) kr. - !) u se ra tii)» ö gcb ,l h r snr mic Ivaltsn^ilc n^cr d>n )«ali,il derselben, siir e!»< maliac ^i»srn„laliqe .', kr. H. M. Inüratt dis li Zeile» lo'wl l ,l. füc :l 'Ui.il. .'.!) sr. silr 2 Ma! und ^l» lr. f»r < M,l .inznschalten. Z>, diesen Gebichrn, is! „ach dem „provisoiischen Gcstyc uom »>. Nnvember l«5l> fur Imlsatwn^äüirll" noch U) kr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu ,>, rech,im. Mlllcher Thi'il. ^c r, f. Apostolische Majestät haben mit Aller, höchster Entschließung vom 1. l. M. Allevböchstibrem dämmern-, anßevordeulliehcn Gesalidtcn und bevoll« mächligtcil Minister am kais. russischen Hofe. Gra. sen Valentin Esterhüzy v. Galant ha. so wn-AUcrhöchstihrem in anßerordentlichcr Sendung bei der hohen Pforte akkreditirten Gesandten, August Frei» Herrn v. Koller, die geheime Nathswürdc mit Nach. sicht der Taren allcrguädigst zu verleihen geruht. Se. k, k. Apostolische Majestät haben mit Allcr^ höchster Entschließung vom l^. Oktober d. I. dein Ober-Fmanzrathe dcr vereint bestandenen Finanz-Lan» dcsdiveNion für das Königreich Ungarn, Paul v. Eötvös, bei dlsscn Vcrfttznng in den Ruhestand, in besonderer Anerl'ennnng scincr landen, trelieu l>»d ersprießlichen Dienstleistung tarfrei den Titel einec! k. k. Hofmthe<° allergnädigst zu verleihen geruht. Heilte wird ausgegeben und versendet -. das Landes« Regierungsblatt für das Hcrzogthnm Kraiu. Erster Theil. XXXVI. Stück. VlI. Jahrgang 18!i^. Dasselbe enthält unter ^. Nr. 20«. Dritter Nachtragsvenrag des dentsch'öster. reichischcn Telegraphen»Vereines. Nr. 206. Verordnung des k. k. Ministers für Ku!« tns und Unterricht,vom !l>. September IK!)?;. be> treffend dic Systcmisirnng des ^chrer- und Gebüh° rcn. Standes an Gymnasien. Nr. 207. Erlast des k. k. Fiimnzininisteriums vom 17. Oktober I«!", betreffend eine Aenderung der Zolltarifsposten l>0 ^), ^2, c) uud <>), und 7.'i, l>) in Beziehung aufPapier-Arbeüen und Taschner« Waren. Nr. 208. Erlaß des k. k. Finanz'Ministeriums vom 18. Oktober Ißiill, betreffend die Verzollung von fetten Oelen. Nr. 20!). Erlaß des l. l. Finanz-Ministeriumö vom 2l. Oktober 18Iili. die dcr Privileg. östcrreichi> ftheil Nationalbank in ihrer Eigenschaft als H'.,po> thekcnbank eingerälimten Pcgünstigungen betreffend. v. Nr. 210—211. Inhaltöauzeige dcr unter den Nummern 181 nnd 182 des Neichs-GeselMlattcs vom Jahre ltti;.'! enthaltenen Erlässe. Laibach am 21. November 18.')N. Vom f. ?. Ncdaktions'Äurcan des Landes-Negicrungs-Vlattcs für Krain. Richlainlsichl'r Thns. Trieft. 19. November. Die „Triester Ztg." enthält folgendes Bulletin. Am ltt. Novbr. um « Uhr Morgens. Einem sanften, ergnickendcn Schlafe folgte ein heiteres Erwachen Sr. kais. Hoheit. Die Vessernng schreitet so regelmäßig fort, daß mit dem heutigen die Bulletins geschlossen werden. Par on Wattmann, m. >»., H^sralb. Dr. Trogher, Leibarzt Sr. l. k. Hoheit. I)l>. Patay, Ober«Stabsarzt. Oesterreich. * Wien, 16. NM»r. Die „Ocstcrr. Eorr." schreibt: Wir sind in dcr Lag<-, riil in dmlschcu Vlät> tern umlaufendes Gerücht von angeblich zu Neujahr bevorstehender Trennung dcr telegraphischen Milthei« lnngcn von dcr österreichischen Correspoudcnz, wobei noch unentschieden sci, ob leytere aufhören oder ohne Depeschen weiter erscheinen werde, als ganz nnge-grnndct zil bezeichnen. "Wien. 1!). November. Der Gang des Znl» kcrhandcls übertrifft in fast gan; Europa die külm-sten Erwartungen der Nübenzuckerfabrikanten. Dic großen Raffinerien der Mark, Sachsens und Poni' mcrns überbieten sich an Kaufoffertcn und haben be> reits das ganzc Produkt einzelner Fabriken in Voraus gekauft. Den Fabriken, welche den größten Theil ihres Nübenbcdarfcs auf eigenen oder gepachteten Fei« dcrn gewonnen, stebt hiernach und mit Rücksicht auf die ungewöhnliche Ergiebigkeit an dcr dießjährigen Nübenerntc ein Gewinn von mehr als 2l» Prozent gegen das Ertlägniß des vorigen Jahres in sicherer Anssicht. " Scholl seit zwci Jahren ist im Salzburgcr Gc« meinderathc die Errichtung einer selbstsläudigeu Spar« kasse für Salzburg und die Einführung der Gasbe-lenebtung fast gleichzeitig ill Anregung gebracht worden. Das erstere Prujelt soll mit dem Veginnc des neuen Jahres vollendete Thatsache sein und das letz« tere wahrscheinlich im Verlaufe des nächsten Jahres seiner Verwirklichung entgegengehen. Die Salzburgcr Sparkasse soll mit 1. Jänner ins Leben treten zur großen Freude aller Freunde gemeinnütziger Anstalten. In Beziehung auf die Einführung der Holzgaöbe« leuchtung in jener Hauptstadt liegen dem dortigen Gemcinderathe mmmehr anch bcachtenswertbc An> träge vor. Triest. 1!). Novbr. Se. tais. Hoh. der Herr Erzherzog Karl Ludwig ist hclltc abgereist. Heute wurde hier in der Altstadt eine zweite Vs. wahranstalt fiir 300 Kinder, meistens auS durch die Cholera verungliickten Familien, fcicrl'ch eröffnet. Deutschland. Berlin, I.i. Novcniber. Einer uns zugehen« den Notiz zufolge hat sich in Ncw'^jork eine Gesell« schaft gebildet, die mit einem Kapital von ungefähr zwci Millioncn Dollars eine Dampfschifffahrtverbin. Feuilleton. Aus einem WlNlderbllch m Zeutral-Ämerika. *) Aliö dem Tagebuch eines iciftudeil N^lirforscherö.") i. Die A n si e d c l li n g v sra g c und die Na> t u r v c r h ättnis f c. seitdem i,n verflossenen Jahre einige fragmentali' schc Skizzen über Zentralamcuka, wclchc besouccrö die Naturpracht, das schöne FnchlingsNima lind den Vo> dcnrcichthum des Freistaats Costa rica schilderten, in deutschen Blättern erschienen sind. wurden an dcu Verfasser sehr viele schriftliche Anfragen gerichtet, welche nähere Aufschlüsse lind umfassendere Einzelnhcitcn über das Land, sein Klima, seiuc Erzeugnisse uud be> sonders seiue politischeu Verhältnisse wünschten. 5) (ZVnli'alcnmrifa bcslcht >1>^ d>n si,»f inial'h.nigigcn Rcpu-blikVii: (Äuatnu^la, Hoüdina».', T.ui T.ilvador, Nicavagu>i und ^l'sta rica, zus^nninil mit nicht ganz z',»i ;Vlilli!,'Ns!i lHinwrlmcr» , ans «iücnl Tlllilliriii»! da>? iNi ^lach^ii nhalt Dnitschlcind übertrifft. Äun Msricu war das ^nid anch l'.»t>r spanischer Hcrvschast sicts ^tVlNnt. ^^) Dcr l'crnhnitc »tcisoide Wl,'»iz s^a^nrr vciöss,»tlicht dlcft Ss!zz.' in dcr „Mg. '.'lng^l'. Ztg." Vlicht bloß aus Dentschland. sondern ans Nord' amcrika sclbst kamcll ihm von Personell, wclche sich i» ihrcu Hoffnungen getäuscht saben, und denen die dortige Gegenwart unbehaglich war, nicht wenige sol> chcr fragendell Bliese zu. Die Schreiber wollten vor Allem über folgende Punkte Auskunft haben: 1) ob das Klima Eost rica's wirklich so gesund, lieblich, gleichmäßig, llild anch gewiß nicht zn heiß sei, da das Land doch in dcr tropischcn Zone gelegen? Auch ob es dort sicher keine Musqnito's gebe? 2) ob die Ka> pitalanlagc auf den Lanbban dort ln der That so cr> giebig sei nnd so hohc Zinsen einbringe? 3) Ob Lc< ben lind Eigenthum in Eosta riea wirklich vollkom< men gesichert seien? Ob eine gesetzliche Freiheit dort herrsche, und ob auch die Zukunft des Landes keine politischen Stürme, weder Pöbelanarchie, noch Solda-teskaherrschaft befürchten lasse, wie in Mm'ko und in andern Nlpublikcn des spanischen Amerika? 4) Wo< her es komme, daß dieses Land, wenn es dem An> sicdlcr von einigem Vermögen, besonders dem Laitt. wirlbc, so schöne Vortheile grwähre, doch noch so gar wcnigc cm'opäische Einwaudcrcr angezogen habe? Wenn dergleichen schriftliche Ansragen nicht bloß aus den verschiedcucn Staaten Deutschlands, sonderii sogar ans dem Westen dcr Vcr. Staaten (ails Wis> consin lind Iowa) an den Verfasser gerichtet wurden, so scheint dieß zu beweisen, daß man auch dort für die schöllen uud wenig bekannten Länder Zentralame« rika's sich zu intcressiren beginnt. Dieser Umstand ist freilich für den nicht sehr überraschend, der das unangenehme Klima lind die zunehmende Konkurrenz in Nordamerika, sowie die Langweile nnd Ungenieß» bart'eit des Aaukeecharakters kennt, dcr zwar im bür» gerlichen und politischen Leben überaus tüchtig, sonst aber der höhern Geistesbildung und dem Schwung der Phantasie, der gemüthlichen Freude und dcr wahren Geselligkeit im großen Ganzen entsci)lich ab> hold ist. Daß die fünf Freistaaten Mittelamerika's in nicht sehr ferner Zeit eine hohe Acdcutung, uicht bloß für dic europäischen Auswanderer, sondern auch für Haiir del, Industrie und Schifffahrt Dclilschlands gcwiilnen werden, und gewiß die wärmste Theilnahme derer verdienen, welche sich mit der wichtigen Frage der Kon« zcntration deiltscher Msicdclnng in der Fremde be« schäftigc'l, steht außer Fragc. Der Verfasser dieser Z-ragmentc hatte leidcr mcht immer Zeit, auf alle bricsiichcn Anfragen zu antworten, und bemerkt hiemit denen, welche sich für die Sache üueressiren: daß dic, Neplibliken Costa rica und Guatemala,, mit Alis« uahmc ihrer schmalen Küstenebenen, al/crdiiigs wahr» scheinlich das mildeste, angenebmstc und gesündeste, Klima der Welt besitzen, mit den geringsten Tempe. raturschwanklingcu, die mail irgendwo kennt. Ihr ««58 dung zwischen New«Pork und Rotterdam und zwischen ylcw'Pork nnd Hamburg (respektive Glnckstadt) ins z?tl>cn zu nifcn beabsichtigt. Die zu diesem Zwecke bestimmten Schiffe sollen hauptsächlich für den Güter» verkehr bestimmt seil«, nebenbei aber auch für den Pas» sagirrtransport eingerichtet werden. Hchweiz. Der päpstliche Geschäftsträger. Mons. Vovieri. befindet sich gegenwärtig in Bern. zunächst in Sa« chen der hier zu erbailendcn katholischen Ftirche. In» desseil hat derselbe auch dem Vundespräsidcnten und den übrigen Mitgliedern des Bllndesratbs Besuch abgestattet Ulld einen» diplomatischen Vankct bei» gewohnt. Nach Briefen aus Dover vom !». d. M. wurde das königliche Dekret, wonach den Hinterlassenen eng» lischer Ossiziere statt der gesetzlichen Pension auf Ver. langen Aocrsalsummcn ausbezahlt werden sollen, den Offizieren der Schweizer Legion noch nicht offiziell bekannt gemacht; doch versicherte der Zahlmeister, daß die Anwendung auf alle Offiziere außer Zweifel sei. So viel ist sicher, daß den Schweizer Offizieren gleich den englischen als Feldcquipirung für sechs Monate dritthall, Schilling per Tag vorausbezahlt wird uud bei Eröffnung des Feldzugs Jeder l! Schilling Zulage per Tag erhält. Daourch wird der Sold lines Un» terlieutcnants verdoppelt. Die verstümmelten Schwel« zer werden nach dem Tarif des Militärspitals Chel> sea, wie die Engländer behandelt und pensionirt. Das Kommando der ganzen Legion ist dein Oberst Dikson übertragen, womit das Gerücht, Ochseubein werde cs erhalten, widerlegt ist. Frankreich. In P aris ist die Feierlichkeit der Preisuer» thcilung an die gekrönten Aussteller am lilttn Nach« mittags inmitten eines außerordentlich zahlreichen Pu> blikums mit großem Pomp vor sich gegangen. An» Eingänge des Palastes empfing die Ausstellungs-Kom» missiou, den Prinzen Napoleon an der Spitze, Ihre Majestäten. Prinz Napoleon, von den Mitgliedern der Kommission umgeben, näherte sich dem 'Throne und ucrlas den Aericht über das Ergebniß der Ausstellung. Der Kaiser anlworlctc.' «Meine Hcnen! Die Ansstellnna., die ihrem Ende naht, bietet der Welt ein großes Schauspiel. Es geschieht während eines ernsten Krieges, daß von aUen Punkten der Wclt die ausgezeichnetsten Män» uer der Wissenschaft, der Ännst und des Gewerb» fleißes nach Paris geeilt sind, um daselbst ihre Ar« beiten auszustellen. Dieses Zusammenströmen unter derartigen Um« ständen ist. ich glaube es srcndig. drr allgemeinen Ucberzengnng beizumessen. daß der unternommene Krieg bloß diejenigen brdrohe, dic ihn provozirt halten, daß er im Inlrressc Aller fortgefühlt wurde uud daß Europa, weit entfernt, barm einc Gefahr für die Zukunft zu scheu, vielmehr ein Pfand der Unabhängigkeit und der Sicherheit darin erblickte. Nichtsdestoweniger ist, beim Anblicke so vieler vor unseren Augen ausgebreiteten Wuuder, der erste Eiudruck ein Wunsch nach Frieden. Der Friede al> lein, in der That, kann dicsc merkwürdigen Erzeug« nisse des menschlichen Verstandes entwickcln. Sic Alle müssen daher, wie ich, wünschen, daß dieser Friede ein baldiger und dauerhafter sei. Nm aber ein dauerhafter zu sein. muß er die Frage, welche deu Krieg herbeigeführt hat, bündig lösen. Um ein baldiger zu sein, muß Europa sich aussprechen; denn ohne den Druck der allgemeinen Mcinnng drohen die Kämpfe zwischen großen Mächten ,sich zu verlängern, während im Gegentheil, wenn Europa sich zu erklären entschließt, wer Unrecht oder wer Recht hat, dieses ein großer Schritt zur Lö>ung sein wird. In der Epoche der Zivilisation, worin wir le« beu, sind die (Erfolge der Armeen, wie glänzend sie auch seien, bloß vorübergehend; entschieden ist es die öffentliche Meinung, die stets dcn letzten Sieg da> vouträgt. Sie Alle daher, die Sie glauben, daß die Iort» schritte der Landwirthschaft, des Gewerbftrißes, des Handels der einen Nation zn der Wohlfahrt aller andern beilragen, und daß. je mehr die wechsrlsci» tigeu Beziehungen sich vervielfachen, desto mchr die nationalen Voruttbeile zum Verschwinden neigen: sa< gen Sie Ihren Mitbürgern bei der Heimkehr in Ihr Vaterland, daß 'Frankreich keinen Haß hegt gegen Irgend ein Volk, daß es Sympathie hat für alle die-jcnigen, die gleich ihm den Triumph des Rechtes und der Grn'chligkeit wollen. Sagen Sie ihnen, daß, wenn sic den Frieden wünschen, sie offen zum wenigsten Wünsche für oder gegen uns kund gcbcn müssen: denn inmitten eines umfassenden europäischen Kampfes ist die Glcichgiltig» kcit eine schlechte Verechnung und das Schweigen ein Irrthum. Was uns angeht, für deu Triumpl) einer gro< ßen Sache verbündete Völker, laßt uns Waffe», schmie» den, ohne unsere Hütteuwerke lässiger zu betreiben, ohne unsere Wcbstühlc zu hemmen. Seieu wir groß durch die Künste des 'Friedens, wie durch jrnc des Krieges, seien wir stark durch die Eintracht und scz-zen wir unser Vertrauen ans Gott, daß er uns trium» phiren lassen werde über die Schwierigkeiten des Ta> ges uud die Wechsclfällc der Znknnft. Darauf begann die Vcrtheilnng der Kreuze und der großen Ehrcnmedaillcn aus den Händeu des Kai« serö. Um 2 Uhr 10 Minuten verließen der Kaiser und die Kaiserin den Palast. Spanien. Madrid, <0. November. Ueber ein Demis» sionsgesuch des Herrn Olozaga war heute Abend noch lein Beschluß gefaßt. In der Sitzung der Cortrs, wo Herr Olozaga einen Augenblick erschien, war sie nicht zur Sprache gekommen. Einige behaupten, dic Sache werde sich ausgleichen lassen. Andere versichern dagegen, daß. wenn er binnen 24 Stnudcn seine Dc> mission nicht zurücknähme, die Regierung dieselbe an» nehmen würde. Belgien. Brüssel, 14. November. Im Senat wurde gestern der Fürst von Lignc mit 44 gegen l Stimme wieder zum Präsidenten gewählt. In der heutigen Sitzung verlas der Berichterstatter der Adreßkommis' sion oereiis den von ihr verfaßten Entwurf, der, wie gewöhnlich, bloß eine Umschreibung der Thronrede ist. — Die Nepräsrutautcnkammer schritt heute zur Vorstaudswahl, welche ganz im Sinne der neuen Majorität ausfiel. Herr Dclehayc wurde mit 62 ge« gen 36 Stimmen, die dem Oppositionökaudidatcn Delfosse zufielen, wieder zum Präsidenten gewählt. Anch der frühere Vizepräsident dc Naeyer und die vier frühern Sekretäre gingen wieder aus der Wahl» nrnc hervor. Statt des Herrn Veydt. der erklart hatte, die Wiederwahl zum Vizepräsidenten nicht an. zunehmen, ward Herr Noussellc ernannt, drr noch entschiedener, als Herr Vtydt, zur Majorität sich hin< neigt. Nachdem Herr Dclehaye der Kammer für das il»m bezeigte Vertrauen gedankt hatte, wurde die Kom» mission für die Abfassung dcr Antwortadresft auf dic Thronrede ernannt. Ihre Mitglieder gehören sammt» lich drr Majorität an. Dänemark. K o p e ny a gen, 1A. November. Ein königlicher Erlaß bestimmt dic besonderen Angelegenheiten ! des Herzogthums Schleswig, und stellt eine Revision drr schleswig'schen Verfassung mit Rücksicht auf dic Gesammtucrfassung in Aussicht. Schweden. Alis Stockholm, 8. November, schreibt man der «Nat. Ztg.": Die Stimmung Hierselbst ist nngemein anfgeregt; ^ es herrscht förmlich eine fieberhafte Spannung ln den Gemüthern. Es war freilich vorans zu sehen, daß die Ucbersendung des Porträts unseres Königs durch »en Varon von Bonde und des Seraphlnenordens Gebiet besteht zu drei Vicrtheilen aus Gebirgöland, d. h. aus Stufen, Hochebenen und Thälern, und genießt den modifizirendcn Emfiuü, den die hohe Lage zwischen den Wandckrcisen auf die Wärme übt. Auch gibt cs auf diesen schönen Plateaux durchaus keiue Mosquito's. Die Kapitalanlage auf den Landbau bringt selbst mit Hilfe fremder Hände, bei dem Werth dcr Pro< dukte, der erstannlichcn Fruchtbarkeit des Vodenö und der Billigkeit des Arbeitslohns, drei» bis vicr Mal so viel ein als in Nordamerika. Der Freistaat Hon» duras steht in Beziehung anf Naturschonbcit nnd Milde des Klima's, uud der Staat San Salvador hinsichtlich dcr Fruchtbarkeit seines Bodens nicht hin« ter Costa rica zurück, doch genießen sie nicht dieselbe politische Nuhe und Sicherheit wie letzterer Freistaat, der durch seine eigenthümlichcu Naturverbältnisse ge. gcu die Nachdan'epubliken vollkommen abgeschlossen ist, zugleich auch line überauS friedliche, ebrli^. an. geuehmc. weun glcich sehr indolente und schlaffe Pe> völkcrung besitzt, welche früher oder später der kräf. tigen angelsächsischen Race weichen, oder in der neuern Einwanderung auS Europa aufgehen wird. Auch die übrigen Staaten Mittclamcrika's. mit Ausnahme Nicaragua's, wo Klima nnd politische Lage gar »ichl empfehlenswert!) sind, werden für die Kolonisation große Wichtigkeit erzeugen, sobald dort nur irgendwo ein guter uud solider Anfang an einer passenden Lo< kalität gemacht ist. Guatemala besonders ist von Natur eilt herrliches Land. nno genießt nuter Ear« rcra'H eisernem Regiment einer vollkommenen poliii. schen Nnhe. Doch hat man dort weder an den In» stitulionen des LandeS, noch an dem Charakter d^r Vcvölkerung und dcr Negierenden dieselbe Bürgschaft für persönliche Freiheit und Sicherheit des Eigenthums wie an Costa rica/) Die Ursache, warum Costa rica nicht längst von Deutschen, Amerikanern, Engländern und Irländern übcrftuthel ist. kann man wohl hauptsächlich nur durch deu Umstand erklären: daß dieser Muslerstaat dcs spanischen Amerika, dcr auch durch seine religiöse To< leranz sich vor allen andern anzeichnet, noch bis auf den heutigen Tag uur wenig bekannt ist. Auch wirkt hiezu ein anderer nachthciligcr Umstand: die schlechten Wege nach der Ostseite, die mangelhaften Kommnnilationsmitlcl, und die uicht unbeträchtlichen Kosten nud Strapazen, welche mit der Neise vom «) Tr.h d,r Schönheil Costa rica's reihet <5instnd.r ül'ligcnO Itd.in, d.-r zu H.niS ein.' sorgenfreie llrisiniz l,at. daheim zu l bleib.,,. „'Dn'» ttägt ,'.',» Vaterland nicht an d,„ Fuß-suhl.« mit." Wer freilich „um d,r Iukünst scin-r F.,mil^ wlllni" dm'ch.nii sl'ttzieh.ii wll, w!rd. we»» ,r als k.i!>^ Wirth einige) ^»ld hat, in (5l'sta ri a sich.'r wmig,r Hiim-weh spür«» als irgend sonstwo i» Amcrila. Hafen San Juan nach den Hochebenen von Costa rica unläugbar verbunden sind. Vielleicht gelingt cs dem Verfasser dieser Wandcrskizzen, deren Fortsetzung im verflossenen Jahr durch eine westindische Neisc unterbrochen wurdr, dcm Leser in dicscm und dcn nächstfolgenden Artikeln ein faßliches Bild dcr Natur« Verhältnisse der verschiedenen Staaten zu gebeu. Ein Blick auf dic horizontale Gliederung wie auf das vertikale Relief Zentralamcrika's genügt zu einigem Verständniß scincö eigenthümlichen Naturcha» raktcrs und seiner physischen Kontraste im Vergleich zu Nord» uud Südamerika. Das Land zeigt nicht, wie dort, zwei gesonderte Gcbirgssystcmc durch cinc Tbalcinscnkuug von unermeßlichem Flächeuraum ge» treuut, wic das Territorium der Vereinigten Staa» ten; cs ist uur cm einzigcs Gebirge mit Parallel« ketten vorhanden, wclchc durch Längcnthälcr getrennt, durch Qnerjöcher vcrbuuden und durch Qucrlhalcr gc< spalten sind. Sie senden vicle Ausläufer iu cntgc« gengesetztcu Richtungcn nach bcidcn Ozcailcn. Die höchste Achsenanschwellung dcs Gebirges nähert sich etwas mehr der Südscc. nimmt aber in einigen Staaten, wie Costa rica und Honduras, fast die Mitte cm. Es bildet dieses Gebirge kcin so. breites Tafel« land, keine Höhenrücken von unermeßlicher Ausdeh« nung wie die Cordilleras in Mexiko. Ebenso wenig R»5V durch dcil Admiral Virgin cm dcu Kaiser Napoleon von dirscm durch die Scndui,g cincs besonderen Ab> gesandten u>ld durch die Verleihung des höchsteu fran> zösischcn Ordens erwidert wcrdeu n.'indc; aber daß der Kaiser dcu Genial Caurobcrt, sei>,eu Adjutanten, uud cincn Maun, der erst vor Kurzem aus der Krim, wo cr Obcrbcfchshaber des französischen Her» res gewrsl'u, zu dieser Mission wählcn n»d ihn in dcr Eigenschaft cillcö alißcrordcutlichcu Botschaftcrs, also eiues Rcpräseutanten scincr eigrncu Person, hier-her schicken werde, hatte man im Publikum nicht er« wartet, ja scheint selbst unserem Hofe zurrst übcrra> scheut) gekommen zu sein. Ich gehöre nicht zu Den, jcnigen. die sanguinisch genug sind, zu glauben, Cau» robcrt werde mit einem schwcdisch'sranzösischcn Schuh« uud Truhbündniß'Ei'twnrf in drr Tasche nach Paris zurückkehren (obwohl hier jrtU die entschiedene Majo> rität sich zn dieser Ansicht bekennt), aber ich kaun mir uicht denken, daß Eanrobcrts Sendung ohne bcdrntcndcn Erfolg bleibt. Dazu ist die Situation zu gespannt, die Aufregung i'm Volkc zu groß, die Stellnng der Regierung zu Rußlaiw zu sehr kompro» mitlirt wordi-u. Wir halten uns überzeugt, daß Na> poleon Schweden nicht drängen wird, aber er wird gewiß nichts unterlassen, was dazu bcilragrn lanu, Schweden den Wcstmächten zuzuführen. Iusbcsou-dcre kommt ihm dabei die augenblickliche Disposition der Gemüther, dic noch von den Sebastopolfesteu ci!'.er> und von dcu Enthüllui:gcu über die Hinnci-guug Karls XlV. Johann zn Rußland seit dem Jahre 18 l2 mldercrseitö aufgeregt sind, trefflich zu Stallcu. Daß aber der König so schnell entscheiden lverde. wie mau hier allgemein glaubt, bezweifeln wir. (5ö muß jetzt ein furchtbarer Kampf sein. den der König Mlt sich dnrchkämpfcu muß, Anf der ciiis» Seite der Wnnsch, die Licbe seines Volkes sich nicht bloß zu erhallen, sondern zu vcrmclncu, und ihm dic Bahn zur Wiedereroberung des vcrlorncu Fim,-lands z>l eröffnen. den altru Kricgsrllhm und das alte Ansehen, welche Schweden nntcr der Dynastie der Wasa's geuosftn, zu crncnen; auf der audcru die Größe der Gefayr für sein Land uild seinen Thron im Falle einer für Nußland günstigen Wcndnng deö Kampfes, und der Einfluß der, wie auf dem Konti» nenle, so auch hier, mehr oder minder für Rußland schwärmenden „privilcgirtcn" Stände, — wahrlich, die Wahl ist schwer. Und es gibt Lcnte, dic da mci> neu, Köuig Oskar werde möglicherweise durch tinc Thronentsagung diesem Kampfe mit sich selbst ein Ende machen. Jedenfalls ist es nicht ohne Bedeutung, daß Eanroben dem Kronprinzen Karl, der für einen An» Hänger der Wcstmächte gilt. denselben Orden wie seinem königlicheil Vater überbracht hat. Auch ohne einen totalen Minislerwechscl ist an eineil Anschluß au England und Frankreich uicht zu denken; unsere jctugcu Münster habeu zu tief in die Neutralitätspolitik, die immer noch mit einem Ange auf Rußland blickte, sich verstrickt. Und doch ist co hier kcine leichte Sache, ein ganz neues Ministerium zu bilocn, das bei den Westmächten und b valleric uud Jäger. Riga ist gegenwärtig von eini-gen Kosakenpnlks llud einigen Druschincn, circa 3000 M lödtet, 100 verwundet. Die Engländer dürften glei' chcll Verlust erlitten haben. Dic Ursache der Erplo< siou ist unbekannt. Die Vorräihe der Alliirtcu sind so groß, daß die Hilfsquellen der Armcc dadurch kaum berührt werde». Kouigsbcrg. Montag. Se. M. dcr Kaiser Alcrauder hat dein Münsttr dcs Innern befohlen, dcu Kricgszustaud voil Petersburg vor seincr Allüluft a»lf> zuheblu. Unterm !). d. M. sind die »olhia/u Anord» nnngeu erftossen, später ist die förmliche Aufbebuug erfolgt. Das Gefolge des Kaisers kehrt alimählig zurück. Mailand, 17. Nov. Seit vorgestern ist lein Eholeraerlranklings» nud kein derartiger Sterbefall mehr voigclommen. Neapel, ^2. November. Im Durchschnitte ereignen sich täglich W Erkrankungs« uud 20 Ster befalle. Malta, 12. November. Die Dampsfregntte „Panama" ist auf der Rücküchr uach Fraulreich mit ll2 Offizieren uud l>40 Gruieineu der Gendarmerie hier angelaugt. Andere Regimenter der Garde ivcr« dcu folgen. Loudou, Montag. i.'al'ouchers, früher ein Mitglied des Ministeriums Russell Palmerstou, hat das Portefeuille der Kolonien augcuommeu. erkennt mau in dcr plastischen Fovm Zcnttalamcrika's eine hohe einfache Gebirgsmauer mit scharfcni Kannu, mit schroffen Abfallen nnd schr schwieriger Dnrch-gangsfähigkeit >vic in den Pyrenäen, in den Alpen dcr Schweiz und im ilaulasus. Ganz Mittilamerika , vou Ncu'Granada bis Mexiko, trägt das Gepräge eines Terrassen < Isthmus. Dic vorherrscheude Form sind Stufen > und Plattau-Laudschafteu, mit einer uugcmciueu Abwechslung dcr hypsomctrischcu Verhältnisse, uud in dessen Folge auch dcr ^ufttcmpcratur, dcr Klimate uud dcr Erzclignissc dcö Vodcns. Vom Fllß dcr Bcrgc dchnrn sich uach bcidcn Wcltmrcrfüstcu Tiefebenen aus, dic uur an schr wcnigcu Stcllcu ganz verschwinden, und im Staat Guatcmala am brcitcstcu sind. Abcr auch hier nchmru dil-sclbcn im Vcrhältuiß zu>u gcbirgigcu Theil Zcntralamcrika's kciucu schr beträchtlichen Raum ein. Das aufstcigeude Gebirge mit sciucu stlifcuför< migeu Tcrrasscn und Thälcrn nimmt etwas übcr drci Vicrthcile des ganzen Gcbiclcs tin. Jill kühlcu Hoch-laudc konzentrirt sich fast alle Knltnr, und lllgcu dic volkreichste» Stämc, während die heiße» Küstcnßä-chc» trot) all ihrcr crslaunlichcn Fruchtbarkeit brach lic> gen uud gcmicccu sind. Auf dein höchsten Gebirgsrücken fiudct mau Plateanr von verschiedener Ausdehnuug durch ciuschlicßcuce Kcttc» nur mäßig überragt. Sie bilden fruchtbare Tafelländer, die sogcuaunten Mcsas dcr Spanier, welche gewöhnlich auch dic Scheide dcr Gewässer sind, die vou da in enlgegengcs^ter Rich, tung nach zwei Occaucu flicßeu. Ein gesnndcs Kliina vo» cwigcr Frühliilgsmilde. wic es besonders Eosta rica, Honduras uild Guatc» mala bcsit)cn, beglückt dicsc hcrrlichcn Hochcbcucn. alif dencu dic Gcwächsc dcr Tropen noch uebeu den uordischcn Pstanzcnformcu forllonlnlen. Palmcu, Mau< go's, Pisaug's liild Auonen stehen neben Tannen, Wcidcn uud Eicheuartcu; die köstlichsten Früchte der Aequatorialzouc gcdciheil hier neben dcu aus Europa eingeführten Eerealien, Obstbäumcn ui^d Gcinüfc' gattllngcn. Während so vielc fremdartige Gcstalten.ciner immcrgrüncn tropischen Flora hier das Auge dcs uor> dischcu Reisenden überraschen, erinnert ihn der Anblick eiucr großen Zahl von Gcwächsen mit Laubfall an die lüdlerc Tcniperatllr und deu eiufachrrli Vegeta tionscharakccr seiner Heimat. Diese Elscheimmgcn mcdisizircn sich in dcnl Maß als mau zu deu liefern und warmem Stufen lieruuterstrigt. Die Natur, dic durch Isthmusform und Gebirgs» senkung iu Panama. Nicaragua und Honduras diese Länder zu so wichtigen Wcltpassagcländcrn auserkoh' rcn, hat abcr leider zugleich den Vcivohiurn die Mit» lcl lines lcichtcn. vortlicilhaften, großen Vümcnvcr' kchrs, ».it deni sie gegeu Nordamerika so wunderbar srcigebig war, versagt. Das ist ein Nachtheil des ^au> dcs, deu mau uicht vcrschwcigcu darf. Dcr schiualc Slrich vou N,caragua bietet iu der Nähe der großcu Sccu uicht Flächcnraum genug dar zu ciucr zahlrci« chcu Agriknltllrbcvöllcrung. ohnc wllche ein bcdcutcn. ocr iuucrcr Haudelsvettchr nicht bestehen kann. Dic> scr zugänglichste Theil dcs Isthnuis wird immer nnr bestimmt fein, den Durchzng von Waren und Reisen, den vou ciuenl Ozcan zliiu andrrn zu vermillclu. Zu cinigcr Ausgleichung al'er ist dcu Stufc» und Terrassen, den Hochlhalcru uud Hochcbcucll ciuc uncrschöpstichc Fruchtbarkeit uud eine inerkivüroige Mannichfaltigkeit au Produkten vcrliehcn. Daruutcr sind vicle fo wcrthvoll, daß sie, ungeachlct der uuge hiurcil Schivierigkciteil und Kostm dcs Erporls, dem Pflanzer lind Kapitalisten einen ungleich bedeuten« dereu ^Rciuerlrag bictell als die Pwouklc Nordamcri' k^i's dem dortigen ^'an!?wirlh, trot) all der Leichtig« kcit ihres Absatzes uud ihrer Ausfuhr. Vor alleu bckaulltcn Ländern der Erdc hat dcr Vodcu Mitlclamcrika's vom Schöpfer das schöne Pri> vilcgiuin crhallcn. dic gangbarsten Kolonialprovukle in crstcr uno fcinstcr Qilalität zu erzeugen. Deu bc. stcn Kakao, dril dic spanischcn Könige zur Zeit ihrcr Herrschaft sich z»>m allsschlicßlichcu Gcbrauch ihrrs Hofes vorbehielten, liefert die Ebcuc vo» Soconlisco. die den nordwestlichen Winkel der alten Gcueralka> pitänschaft Glialemala bildet, und vou Mcriko uach dcr Ul'abhäugigkeit, ungeachlct dcr Protestationcn Guateinala's. widerrechtlich l'ksupiil ivnrde. Ibin fast gleich an Aroma nnd Werth ist der Kakao von Ni> caragua uud vou Malina im Slaalc Costa rica. Dcn schöilsteu Indigo produzirru die Küstenstrichc von San Salvador. Das Zuckerrohr gibt in allen Tief' cbem'u Zenlralamcrika's cine doppelt reichere Ernte als in Louisiana. Dic Baumwolle vou Nicaragua, obwohl jeht nur uoch an wcuigen Stelleu gepflanzt, sncht au Feinheit des Fadens ihrcs Glcichc». und würde dic besten Vammvollsorteu dcr Staatcn Ala< bama. Louisiana und Georgia übertreffen, weuu mau die gleiche Mühc l>no Gcschicklichkeit bli ihrer Prodnk« lion wic im Süden dcr Vcrcinigteu Staatcu ver» ivcnden würde. Costa rica proouzirt in sciucn Hoch< cbeueu ciucu Kaffch vou köstlichem Wohlgeschmack, dcr. troh seincr mangelhaften Behandlung bci dcr Erittc, anf dcm londoner Markt brrcits scincn Platz nntcr dcn renoiuinirtcsleu Kaffehsorten findet. Der Kafschbaum trägt dort 3—4 Mal s,' viel wic anf dcr« Insel Cliba. In dsm- Hochthal von Auligua Guatc mala wird bekanntlich die schönste Cochenille dcr Wclt gcwouucu. welche die mcrikanischc uud kanarische an Glanz dcr Farbe bedcntend überltifst. Alle dicsc kost» barcn Tropenerzcug,lisie wcroen ohnc Sklavcnhä'ndc, bci cincr mangelhaften Kcnutniß dcr ^andwirlbschaft und bci schr „achlässiger Bcarbcituug dcs Bodens, durch ciuc im Ganzen arbeitsscheue, schlaffe, ignoranlc Bevölkerung von vorherrschcild indianischer Abstam. muug^ gcwonncu. it Ac»l)!fir>,n^ (5,,'sta rica'H „I^cht assf!!! l'lNs A,it„,> sie I^niüüt von splNlischl!! Oalizici» u»d h,,t schr wmig indi>,i!!!sll)c Vnün-chüüg, Druck uud Vcrlag vou I, v. Klci,lMl,i)r ck F. Vamberg in Laibach. — Verantwortlicher Redakteur: F. Vambcrg. V ö r s e n b e r i ch t aus dcm Abendl'latte der öster kais. Wiener.Zeitulig, Wicn 19. November >855, Mitt^i^s l Uhr. Die Vörsr war flan s»r ttffsften wie für Devisen. lliordbahil-?Il:t'/, bis 202 '/. zmiickgc.;ail-gen. Staat^eisenbahn-?lkticn wnrdeu l'i^ !i30'/. gedrückt. Aanf-Aktien wichen Urn l»28 auf l>2^. Vcli Wechseln wurdc London bis W.58 abgeg.bru. ?lu^'l'!ilg (lang.c«) blieb mit 112'/. cnlSgcbrten. Ä»>fte>da,» l)!lV. Brief. — An^bnrq ll2"/. Brief. — ?ni»ss»rt III '/, Vriif. - Hamburg «l'/. Alief. — i'ivmn, 111 '/, Brief, - i?l»'d.l, 11. Vries. — M.nland 111 '/. Ar!«f — Pari« l^l Aries. Vtaatsschllltverschreibungen ,<>« 5"/« 74 V. ?^'/. dello „ 4'/."/. . U^7. U^'/. dttlu « 4"/« 5«'/.-bl» bttlo „ .'l'/. 44'/.-45 detto ., 2'/,"/« ^l V.-3U'/, drtto ., 1 '/. 14'.-15 dcttl, ^j, N. .. 5"/. N5-«li Nal!e'»al-'.'!»lehcn „ 5 7. 77"/,.-?« Lombard. Veoet. ^»leh,». „ 5'/, '.N l»,l Wrnndenllasi-Oblig, '.^i, Oest.i. z» 5 '/. 7« '/, 7N '^ dtttl,' anderer ><2 -!i2 V. Oedrnburger d.tlo dctto „ 5"/, ^l '.»> '/. Ps',I>n ' lttto delt» „ 4'/. l>2-02''. ü>.'ai,ä»der delto detto „ 4 7. l^!< 7, - 8l»'/. kl'ttl>-i,.'!?l»!,i>» vo»l Jahre l«:N 22« 228 V. dctto dctto !«:w >1« 1>«'/. r,ttv delto 18Ü4 97'/. -!<7 7. »Uaulc-Obligationen j» 2 '/, '/. ü« 7,-54 7, Vank'Älti.» pr. Stück »2.l !»2.) ^<,fm»^tebau^'!,iie!l 8N7.-87 '/. Ältitü ser s. l. priu. i^stnl. Staate ltis<»l'ah,i^ef.ll,ch.'d,r 500 ss<. 3.'!0".-:i.'l0 '/, Nmddah» - Mis» 202 V. - 202 '/. A»dw!^''Vli!j'(^,!!!i!!d!!cr 2l4 -2>i'i Pl,ßb>lrglty»». Cist»!'. >. (iuiissi»» 18^20 lrlto U. ^ miiPnorit 2» >:l<» D>n,!psch!ff'.'ls<>.» ^22 ü'^4 drltl, 1''. («uiiffil'» 5»>l 5,2 d.tll, d.s i',l'yd 400 4»'5 Wl.',!.r-D>N!!ps,»!lh!-'.'Mi.'!! "" " Uw 'lj.slher .«.ti.iil'iiickl« - ^llii.ii «^ - 5'» i.'!»yd Pli^r. 0!'!i.,. (,» Sill'.») ü 7. «l> !>!> vlul-ol'^!)!! d.tll, 5 7« 77-78 Wll'.ignl'tz.r d.'l!li s»7« 74-74 7. Doii.ni > Dmxpfschiss- Ol'liq, 5"/, 78 - 7!» (5o»n', zit.'ülschsiü.' 13 7.-14 «stclh..zy ^0 sl. Vl'ft 74-74 7, Wiüt'isch.il^.i'^ft 2»; - 2<: 7. W^Idsteiii'sche ^ 25 7.-25 7, K^lcvich'sche ^ 10 7. ^ U> ", sturst Sal», „ 40-40'/, St. OoioirS „ :iU',—^0 P.,lsy ., 40 40 7. >«t. l. vollwichtige Dulatm^ilc l,-j - 18 7, Telessraphischcr Kurs' Vericht der Sl^^Uopiipitle vl'in 20 ^^vf,!llur l855. El^n,l>iscy!lIdUtrichnil'!i»l^!! . <>i 5p(6t. ss. in (fM. 7^ !,"2 dctlo ^us dcr N.,!ion.il-?I»l,ih<' zu s' 7. si. in (5M. 7j< dttt^' ......., 4'7, ., „ 583/4 Dallrhl» „>il !Ucrlos»»u u. I. 18!l4, ,,>> l«.'0 si, 228 !i/4 „ 18ö4, „ 100 si. z>? 1/4 Astien der l. f. priv. österr. Slaatscisnil'ahn? gescllschaft z>, 200 ft., v>,'ll tiu^zuhlt 300 ft. A. A. mit Ratciizahllmg...... 3:l2 l/4 st. A. B. st>Nl»bcull.-Ol'!>gat. anderer Kroillandlr zil «'i'/. <»8 3 4 Aanl-Afti,» pr. Stuck...... U2l fl in ^. W ttftifn ber Kaiser ^eldiilanbS-Vlurdbahn ;>l 1000 si. (i. M...... 20^l.'» sl m(5. M, Ufticn der AiidweiS^'iiiz.'Giüuudnfr Bahn ,u Ü00 N. CÄ....... 5,0 st.in (!>. M Afticil drr Prsßl'Ulg'Tyrllaucr Cisrnbah» 2. Emission zu 200 si. l5. M. . . 52l ft.m(5. M. Wcchstl-Klllf' vnm 20. Novlml'cr l«55, Augsl'nrg. für l <»l> Gllldeii (^ir. ^uld. 1 >2 ^>/4 Vf. llsl'. graiisfurt a, !l»i. l'ül <2<» st. sudd. ^!^r- fili6-W.ihr.il» 24 l,ii si. lld.) Ill 1/2 -l Mrmit, Hanirnrg, fur <(<0 M.n! A»».", ^iil^» 82 2 M^.i^l. Lon^n, ,!ll 1 'l.'!»»r sterli»^. Oiild.ll l >-l 3 H>ir».u. Marseille, für 300 ^nni!.». Gi,,d^!i 130 7/8 ^ H.'o»^!. Pari«, sür ^»" Fr.,,ifc,i . . ^!»lde» l3! l/4 Vf. 2M, iiai Bufar.st, für 1 ^iildc» . . . ,i»l-o 2431/2 3l T. Sichl. <^old< u»d Silber-Klirs, vo». 111, N o vembl r 18.',.'i. iUrief. ^rlb. Kais. Mlülj-Dus.its» ?lgio .... ,8 l/^j ^8 betk' Rnnd- dettu „ .... 175/8 17 ,>«ls0!!>;'tor „ .... 8.51 8,.»0 Srilvraiiiso'ur „ .... lä.26 lü.24 striedrichsd'or „ . . . , l>,1 l). Preußisch, ., „ .... 0.19 «.18 (5„g!. Sovscigns ^..... z^ jj 4,7- 3tuß. Imperialt „ .... »,N «ill Doppit „ .... 3'» l/^ ^.^ ,/2 Sill'lra^io.........!.'! l, ^ 13 l,2 3. l790. (!) ' Bekanntmachung. Die gcftrN^tc Dlreklloli' bri^t zur Kennlnls;, i>^s; am nächstem Sonnt^^e, d. l. ciln 35. d. M, in den obcrn Scl)ießstlitt!okalltäten einc slbendunterhaltulig nut Spiel und Tan;, dann adcr ciin 9. und 33 December d, I. nur Abendunterh^l-tungcn mlt Splel stattfinden weiden. Dcr Anfang ist jedesmal um tt llhr Abends. Direktion des büra. Schü^'N- Vereines. Lalbach dcn 20. November 1ttZ5. 3- «779. (l) A n z e i g c. V?is hoh^i k k Scalih.ill^iri''^»'n'llliliilü^, D»'r Gcfe,l>gl^ ^^'l.'>'!>^ a», ^l,ß dil' V o r s< e l l u n ss e n im Marionetten Theater in der Hmc,,' am Mmklplatzc ,»ur eiue kurze Zeit s>,s^'srl)t, inid D<'!i>'erstag d/<> 22. No». l855, Al?clids 7 ll!)>- cine Vo>stl'llli,!g gc^cl't',, wi,d, „.niilich! Graf Gig fried/ oder: die Pfalzqräfili vom Rhcin. Nicccuchalispi^I i« .'i 'Mccn. Zulu schluss»': 3)i>»tamlirphoscl» D»>>' ll,ill'i^'ich,n'te l'itN't liln uülil^'ü Zii'pllich Iuscf ÄÜaiscr, Ämqer ans Ostcnv Lchlc,',?». 5."s7lli. (i) " Eillladitttg zur Theilnahme ^'N «V«»l>. C'. 5»i<^.I»^l!» ÜI Wien G fsc k t c n - La ttrri r, deil» Zichiimi »nwir.vruslich >u» HH. Dezember s».5S in ^^i rii clsl'!^. 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Ich hal'e diese vill l^riihüite Zal)!!'Past>i nun all mir selber versuch!, IM? fail» ?,,snr alls r!>,ener ^r^h:>l!!,i »l'.c d^rül Vl'>^!!>i>ichs>it ein Ilrlh^il f.illeil, Ich würde ;n ihre!» ^lel'r.iuche h^il >tsächl:ch rurch lin P.in' lose Z,ihile, welche »lir l'.iül l^ff,!i s>!n' hinderlich w.neil »n!? »nr d ^,'slbe ost <^,»; verleideten, ver.nilistt; d^ic! sie >l»kleidende Zlhnsleisch w,N' stet.< ^c-,s>',r'i,'lle!! l,n^ mi!!'l^ enil'stüdlich, Ich !iin,i l'ef.n!!!», daß sch^ii nach dreinia l i>^ e„, )e l'r>, ilch, dies>>,< Vltt,!.< d^r ley!e.'c llsbelstan!' stli'»e;lich gelivl^l« lvav/ und jeht u,ich achtt,'^i.ier '.'lnivenc»!»^ — w^il l auh die Zi^ne Nl'ch nicht wieber >^i»j fest sililii ^- veriiui,, ich dmi) nieine Sl'eise» wieder »lit V.'^nn^e!! ^il u>r>,rl'eiten. TX, e>5 ^>:!l Reinigen der Z^hne mitt.Ül riescv Z.ih,!s,ife nicht a»f ein startet Reiben derselbe» »lit der Vurste ankuüilit, w.il die aufl^sen^e Eigenschaft jen.r a!le ll'irei- ^. ni^leiten bald beseitigt, si' rathe ich eine a,ei n ^ weiche Zahnbürste a,, n,it N'elcher >,»»!en ein halbes Jahr au^ eichen fan», dl»n ei,i dreiuiali^.,; Hin- nnd H,rreibe,l mit der na'i^emachten 'durste a»f den» Kllch.ü reicht hin, »m so viel Masse daraus ^ii biina/n, da^l sogleich bei», Reib,n der Zähne hin mid h.r ei» dicklich"- ^chaü»! cntftcht, welcher durch »lle Zahnlücke» hindurchdringt. R)^. Vrosiils, ^ lönigl. prcnß. .streik Pliysisus in Htcinsxrt. >") I» Uaibach mir allein echt,;u haben bei H,»»l» «.»!««», „;>»m Foldmarschall Nadclzky."