^5. Mittwoch, 8. IlilMtt 19N2. Jahrgang 121. iahrw"^»?'^''^^^' ^'l Postversendung: ganzjährig .'«) li, lialbjährig l5 li. Im Comptoir: ganz' ^ Pir «Laibachei Zeitung» erscheint täglich, mit «luinahme der <2onn> und Feiertag, Die »»mlniftratton beftndet ^n^^ ^ ^ ^ " ^ ^^ ^" Zustellung inö Hlllu» gal^iätiiig 2 lv, — I«ser»k>uSgtbUr: ssür tieine I >>ch Congrcssplah Nr, ^. die ««b«cN«n Dalmalin Oasje «r. «, lZprechNi.ildcn tvr Redaction von » die l0 Uhr ' r»ie o>... ;» 4 Zoi>c„ 7,0 >,, gröhrrc pcr ^i!o !!.' !^ lii-i üfuirn Wicdelliolnngci, per /',,'IK' « »,, V vormittags, Unfrnntierte Briefe wrrden nicht angenommen. Manuscriptc nicht zurückgestellt, Amtlicher Theil. 5 "lll^?^ ^ ""^ k. Apostolische Majestät haben mil A ^ ^°Wer Entfchließnng von, 2^, Dixeinder v. I. (5n "^.''^''zleidirectol des Obersttännner^anites ^uam Rlttor Hantke n von P r udni t erbetene ^ ""^"ug tu den bildenden Ruhestand aller ^unoiM ,^u genehmigen nnd deniselben bei diesen, ' uu,^ in Anerkennung seine»' vieljährigen, Pflicht-vo?>^ ^^' ^""^' uud im Frieden geleisteten 2'^ >!"' ^^lt" das Comthurtreuz des Franz v^^Ordens mit dem Sterne huldvollst z» verleihen 5pl^/ derselben Allerhöchsten Entschließung haben 6 <7.t^' ' ""^ l' slpcstollsaM Majestät den Hofrach ) ^^l. ""^""l ün Oberstkännnereramte Wilhelm ' di3^?"/°" Weckbecker zum Kanzleidirector ) ^es Amtes allergnädigst zu ernennen gernht. ) sllloI^ k' und k. Apostolische Majestät haben mit 5 de, - ^"tschlichung vom 28. Decembn v. I. ) ^^< .'"'l dein Titel nnd Charakter eines Hofratl^ ! n,^ ä? ^ogierungsrath iin Oberstkännnereramle ' bm.^?^'"^ öes Habsbnrg lothringischen , Hm..,ch^es Karl Parsch zum wirklichen Hof. ' nannte o^w'n'^' )°"" ^"' H"fs«r^är des ge- ^ '«caierungsHe ^?^"^' Franz i< n m b e znm u "^ cillorgnädigst zn emen.ien gm.ht. ' "llerUst,^ ^ k.^oftolische McMät haben ,uit ' t"» M i...^ ' ^'"" """ ''- Jänner d. I. ' ' Tr. V w ' ,^'1 '"' '"' Eisenbahnnmlisterinn' ' ^usch ", / - "'^ H"»' ^eiherrii von 2rdm" '.', ?"' ^" ^itttn-treil.; des Leopold. '' "llelg.lad.gft zu verleihen ger.lNt. ^Nw ^il,.i^^ ^"'ltät haben mit d"n St^. 7^'l'^m'g vom :;. Jänner d. I. '"' allergnadigst zn verleihen gernht. 1 Merger'l^s/'?'""^ ^""'^t haben mit j d,m w. , ^"schl.chung l'cnn l4. December v. I. 'chloss ,' ^'""' ^ H'^ogtlmmes Krain be-^ l^u.'u'',' ,^"«"1' "ne. Goseyec. betreffe.^d die ll». ::'i ^"rjach d.^'! ^ "^ ^'""chen Unter- nnd Ober-^ '"heile. ^Utt""""' ^"""'"" "'l'Mnädigst zu Der Vlinisler des kaiserlichen nnd königlichen ^ Hausen nild deö Aeußeni hat den Secretär de') Werkes „Die österreichisch - nngarisctx' Monarchie iü Wort nnd Bild" 5.oses Vöck ,;um Hof nnd Mni-sterial-Official erster (Ilasse ^xuu «t^lnm iln Mini sterinm des kaijerliä^n nnd königlichen Hanfes nnd des Aenßern ernannt. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 4. und b. Jänner 1902 (Nr. ? und 4) wurde die Weitervelbrettung fol. gender Presserzeugnisse verboten: Nr. 52 «Voltszeitung» vom ii5. December l,90l. Nr. 857 «I>» 1'riduli.'l» ddto. Rom, 25. December l.90l. Nr. 1203 <^v»ntl!. v»m 28. December 1901. Nr. 2? «ötlin?» vom 13. December 1901. Nr. 89 «.Ii«ur«m» vom 31. December 1901. Nr. 87 «Gablonzer Tagblatt. vom 27. December 1901. Nr. 52 «Ontrzvollo^li'voxxil.; nuvin?, vom 29. December 190l. Nr. 52 «Nordmährifche Rundschau» vom 39. December 1901. Nr. 1 «zlauitul, vom 1. Jänner 1902. Nr. 2«2 «I'l»nä»» vom I.Iännei 1902. Nr 1 «Kolvj^l-»». n Gunsten einer dentsch-cMnsäx'n ^erstäudigung begegnen in dei, Wiener Blättern vielfacher ^nstimmnng. Die „Neile Freie Presse" folgert insbesondere ano den Erklärungen des Dr. Eppinger, dass die deutsche Fortschrittspartei nicht eine Begrenzung de^> Programmes anstrebe, sondern den gan.zen Complex der Streitfragen ')Ur Lösung dringen loolle nnd dass sie släi auch durch eine Gegenactiou der Älldenlfchen nicht werde einschüchtern lasfen, den Weg der Verstände gung z>l betreten. Sonach werde an der Abstinenz oder Gegnerschaft der Mdcntschen die Pcrständignng nichi scheitem. Dass die Fortschrittspartei dies unternehme, setze einen nicht geiuölinlichen Mntl» .min Frieden vor« an? lind sei ein ,',uverlässiger Venieis dafiir, dass sie ernstlich die Verständigung anstrebe und nicht bloß in die Verhandlungen eintrete, nm sich der Verant-wortlicht'eil fiir die Ereignisse ,^u entziehen, die cil<-trctell tonnten, falls t'einc Verständigung erhielt wird. Die „Oester/c-eichische Volko^eitullg" constatu'rt, es sei bislier .;unlindestens t>ie Kluft ^wisct>en den Par^ tnon liicht erweitert mordcn. Wenn nian m^ch den Conferenzen seine Entartungen entgegenbringe, fei doch selbst von einem vollständigen Misserfolge kaum eine. Verschärfung der nationalen Gegensätze, zu b^< fürchten. Die Stimmung sei jetzt unzweifelhaft einl! Aufgabe >>n. dcn ganzon Conipler zu lösen, so werde gar nichte heranslonune,n. Der Schlnss der Auseinaildersetznng des Blattes geht daln'n, dass die hentigen Parteien überbanpt nicht imstande feien, die nationalen Fragen zn lösen. „Plzensfe ^isty" nnd „Podvvsocfc Listy" veröffentlichen eine „au5 Abgeordnetentreisen" stmn» mcnde Betrachtung iiber dic Verständignngs - Con-ferenz. In derselben wird erklärt, daf»> die CzeäM, trotz der jüngsten, nichts wenigei' als friedlicl>en ,^nndgebungen dentfcher Wortführer sich von der Ve« schicknng der Conferenz nicht abhalten lasfen werden, da e<> nothn>endig sei, sich an benlfenster Stelle dar-über ,',n infornneren, ob die Tentschen die Verständi» gung wollen oder nicht. An der Negierung sei es, guten Willen ,;n zeigen, da ohne diesen ein gedeihlicher Erfolg der Conferenz nnmöglich wäre. Visher habe . Feuilleton. Die neueste Orthographie. ^ (Schluss.) ) "'leu ^«„^"""bnheit, in dentfchen Worten nach 3 ""em solch"'" kurze.i Selbstlante (und nnr nach ^ ^pp"t zu schrei^"^ ""Wchen folgmden Mitlmit ^Ningen der 5^"'.^ ""a, in FreiudN'örtern Aen^ ") De- ^ '"'^u»a veranlasst, ü l"nle 'nit^>.i,'/^"^ '''"^^"' """" '"rzen Selbst- N ^"bstl.ule wird " "" '"^ "U"" unbetonten V ' V. Baracke ^ »7^''!'!"^" ^^'" ^schrieben, N'rochend tritt aucl n^. /"'"' ^"'ttoll.: dement 3l '>N ni'''.''"'.?"^ Wbrter werden im Fran^' ^ '^"oren! rati2"""^ ^'""^ Misfw^'^^ "'^^^^7 '. u".' "Uterfcheidet n.an in ^''''"llgomoincn nach densely N,ao!n wie in dentschen Wörtern. In ^nsammensetzungen richtet man sich nach der Abstammung, z. B. Disknrs, Mitrostop: doch tritt fiir s iin Anslante des ersten Gliedes vor Selbstlauten in der Regel s ein, z. B. Episode, transitiv; dasselbe kann vor p und t ge^ schehen, z. V. Transport neben Transport, distri-bnieren neln'n distribuieren. Viele Fremdwörter tonnen durch völlig gleich-wci-tige gute deutsche Ausdrücke «setzt werden: entbehrliche Fremdwörter soll man überhanvt vermeiden. Die bezeichneten Grundsätze waren für die Schreibung d?r in dao nngefchloffene Wörterverzeich >:>5 anfgenon,lnenen Fremdwörter maßgebend. Die ^euorzugung der ܰ uud ^'Schreibung ml Stelle der C Schreibung ivird allerdings uuser Auge eine Zeitlang befremden, aber man mnso zugeben, dafs die nene Schreibung einfacher nnd anch leicht erlernbar M. Dac- Wörtei-verzeichnio trägt der gegenwärtigen Sachlage Nechnnng, indem eo eine anffallend groß'.' ^ahl von Doppelschreibnngen anführt- z. V. Akzent nnd Accent, Alt'lamalion nnd Acclamation, Akkord "no Accord, Atquifition und Acauisitiou. Aktivum, daneben in klammer Activum, znr Vezcichnung, dass anch die letztere Form znlässig ist; Allianz nnd Alliance, ^irknlar und Circular, blöder und Coder, Di-stanz und Distance, ^ykln^ nnd Cyklus, Zypresse nnd Cuprche,. Hasard- nnd Hazardspiel, ^olnfort (llonl-l icn't), Contor nnd Coinptoir, .^nvrrt nnd Eonvsirt/ Vize- nnd Vicekönig, Zephir (Zephyr), Zepter und Scepter, Zeremonie und Ceremonie, Zigarre nnd Cigarre. Man kann diefe Schonnng deo Pestehendei: nnr billigen, lun einer radicalen limnumdlllng hätte nian die folgendreichste Opposition besorgen muffe. Darans aber, dafs der Allgemeinheit gestattet wird ' — verbieten wäre ja ohnehin gweck> und sinnlos — sich der bisherigen Schreibweise bedienen zu können, darf wohl nicht gefolgert werden, dafs diese Freiheiten anch fiir den Unterricht gelten. Wir zweifeln nicht im mindesten, dajo die lmterrichtsverwaltnng für die Schulen, die Bevorzngnng der nenen Schreibweise nicht blos; empfehlen, sondern sogar voi-schreiben niird. 'Anf diese Weise wird schon dnrch da5 natürliche Gesetz del Weiterentmickelnng der in der orthographischen Frage längst beobachtete Zng nach Vereinfachung und Annäherung an das phonetisa>' Princip, das Ueber« wuchern und allmählich die Alleinherrschaft der nenen Schreibung der Fremdwörter fich von selbst einstellen. Wa5 aber die Gewöhnung an das Neue, am meisten fcrdorn könnte, wäre, wenn von nnn an alle Erzeug nisse der Presse sich in den nenen Schriftbildern zeigen nnd so nnferen Angen eingeprägt würden, Dass dies zu erwarten steht, dafür bürgt die bisherige Haltung dei Presse nnd des Buchdruckes znr nenmifgorollien nnd nun fiir das gcsammte dcntsche Sprachgebiet gc-lösten Orthographie»Frage. I^l'. kl. Laibacher Zeitung Nr. 5.________________________________________38____________________________________________ 8. Jänner 1903. "die Negierung nur die DentsckM begünstigt und da-durch belvirkt, dass der Boden, auf dem sich die Cze-chen befinden, ein au derer sei als jener, auf dem die Teutschen stehen. Uni nun die Gleichheit herzustellen, müsse derCabinctschef auch den von ihrn brachgelegten czechischen Boden augemesseu befruchten, sonst werde die Conferenz ergebnislos auseinandergehen. „Silesia" betont, die Gefährlichkeit der schweren wirtschaftlichen Krise verschärfe sich noch dadurch, dass der Staat nicht helse«d einzugreifen vermöchte, wenn das Parlament die Negierung im Stiche ließe und die Volksvertretung aufhörte, das Volk zu vertreten, und nur ihre Parteivoi'theile im Auge hätte, zumal in einem Zeitpunkte, da es gelte, die wirtschaftlichen Fundamente der Monarchie von neuem zu legen und eventuell zu einem wirtschaftlichen Kriege mit Deutschland bereit zu sein. Gerade in dieser schweren Zeit sei der Glaube an die Verfassimg, das Vertrauen in das Parlament schwankend geworden und nur die Hoffnung auf die Krone, welche allein die inner° politische, Zerfahrenheit zu überwinden vermöchte, un° erschüttert geblieben. Politische Uebersicht. Laibach. 7. Jänner. Zu dem Schreiben des Papstes an die Vi° schöfe v o n B öh men undMähren, betreffend die Sprachenfrage, bemerken „Narodni Listn", es werde voraussichtlich der Versuch geinacht werden, aus dein Absätze, in welchem die Wahrung des Staats' Interesses bei der Regelung der SvraäMfrage betont wird, für die deutsche, Staatssprache Capital zu schlagen. Eine solche Deutung sei jedoch unzulässig. Mit weit größerem Rechte tonnte man in der Kundgebung des heil. Vaters eitle Ablehnung des Planes einer Theilung der böhmischen Diöcesen nach der Nationalität erblicken. — „Hlas Naroda" meint, das päpst^ liche Schreiben sei von dein Wunsche dictiert, dass der Nationalitäten°Streit nicht die Interessen der Neli-gion beeinträchtige. Nach dieser Kundgebung dürfe vorausgesetzt lverden, dass der deutsche Clerus nicht mchr für die nationale Theilung der Diöcesen eintreten werde. Ob aber das Schreiben sonst zur Beruhigung der Gemüther beitragen werde, sei fraglich, da gerade diejenigen, an die in erster Linie der Nuf zur Mäßigung gerichtet sei, die offenen oder stillen Förderer der kos von Nom-Bewegung seien. Das „Illnstr. Wiener Extrablatt" gewinnt aus dem Inhalte des franco ° italienischen U eb erein l o mm en s die Ueberzeugung, dass man sich darüber weder in Deutschland noch in Oester-reich-Ungarn aufzuregen brauche. Was einmal mit der nordafrikanischen Küste geschieht, gehe den Sultan, dann England, die beiden jetzt übereinkommenden Mächte und vielleicht Nussland an, aber keineswegs die beiden nntteleuropäischen Staaten, die zusammen mit Italien den Dreibund gebildet haben. Dass Italien die Bürgschaft für seine Groß' Machtstellung, die ihm der Dreibund verleiht, für das nordafrikanische Linsengericht uud etwaige handels- politische Vortheile, die ihm Frankreich omräumen könnte, opfern sollte, klinge fast unglaublich. Wie aus Sofia unter dem 4. d. M. gemeldet wird, hat der Fürst die Demission des Ministerinms Karavelov angenommen nnd Danev mit der Bil' dung des neuen (5abinette6 betraut. — Das Sobranje wnrde, wie bereits gemeldet, aufgelöst. Cuba, das so lange um seiue Unabhängigkeit gekämpft hat, ist dem erselmten ^iele wieder um einen Schritt nähergekommene Senor Thomas Estrada P a l m a wurde zum Präsidenten der unter amerikanischer Schutzherrschaft stehenden Republik Cuba gewählt. Palma hat in dem Unabhängigkeits-Kriege seinem Vaterlande große Opfer gebracht. Im Jahre ltt?-", stand er an der Spitze, der Revolutions-Regierung und verlor sein ansehnliches Vermögen, das er als Eigenthümer großer üändereien in Ba^ yomo besessen hatte. 1877 gerieth er in spanische Ge fangenschaft, wnrde nach Spanien abgeführt nnd blieb dort zwei Jahre in Haft. Später gieng er nach Honduras, wo er eine Zeitlang als Generalpostmeiswr wirkte. Dann begab er sich nach den Vereinigten Staaten nn5 gründete im Staate Newyork rine Unterrichtsanstalt für tnbanische Jünglinge. Wäh rend des letzten Anfstandes war er das Haupt de:' cubanifchen Innta in den Vereinigten Staaten nnd arbeitete von dort aus in Uebereinstimmung mit seinem im Felde stehenden Freunde Marimo Gomez für die Freiheit des Vaterlandes. Ein Edict der Kaiferi n°W itwe von Chin a spricht den Wunsch aus, den Fremden versöhnlich ent-gegenzutreten, und kündigte an, dass sofort nach der Rückkehr des Hofes die freilndschaftlichen Beziehungen zu den fremden Gesandten wieder aufgenommen werden sollen. Für den ersten Empfang der fremden Gesandten durch den Kaiser ist ein früherer Termin in Aussicht genominen. Die Kaisenn-Witwe theilt ferner mit, sie werde bald einen Empfang der Damen der fremden Gefandten veranstalten, und erwähnt im Edicte welters, dass der Kaiser die fremden Gefandten in derjenigen Halle der verbotenen Ttadi empfangen werde, in welcher die Mitglieder des Rathes und der höchste chinesische Adel empfangen werden. Tagcsneuigteiten. — (Ein glücklicher Kellner.) Aus Debreczin wird gemeldet: Der Kellner Desider Somhegyi, der seit drei Jahren in der Debrecziner Vahnhufrcstauration bebicnftet war, erhielt am Neujahrsmorgen einen Erftrcssbrief, in dem ihm seine in Budapest wohnende Mutier mittheilte, dass er eine Erbschaft von 2.000.000 Dollars gemacht habe. Ein On-lel des glücklichen Kellners, ein Hutmacher, hatte vor 80 Iah. ren Ungarn verlassen, um in der neuen Welt sein Glück zu vcrsuchcn. Der Mann hatte sich im Lanf<> dei Zeit dom einfachen Arbeiter zum Fabrilsbesitzcr und Millionär aufgc schwungen, und als er vor tnrzem kinderlos starb, testierte er sein an die 5.000.000 .Nronen betragendes Vermögen seinem Neffen Desider Somhegyi. Der neugebackene Millio-näl reiste sofort nach Amerika, um seine Erbschaft zu be-heben. — (Wo wiry Zuerst das neue Jahr «e grüßt?) Die „Verl. D. Z." schreibt: Wenn in Berlin "s die Jahreswende alt und jung einander „Prosit Neujahl' zurufen, bann sind mit diesem Wunsche viele noch im Si stände, viele aber bei weitem voraus. Nachts um 12 Ul zählt man u. a. in Philadelphia erst am 31. December 6 lll abends, während man inSan Francisco noch um drei wei^ Stunden zurück ist. Beim Erschallen des „Prosit Neujah^ Nufes in Berlin ist es hingegen in Calcutta schon 5 ^ früh. in Sidney (Australien) bereit- 9 Uhr früh. auf M seeland gar schon 11 Uhr vormittag». Diesen Record sckM um 1^2 Minuten die im südlichen Stillen Ocean gelegt englisch-australische, zu Neuseeland gehörende Gruppe ^ Chatam-Inseln. Hier ist es, wo zuerst auf der ganzen ^ dir Anfangsminute des neuen Jahres eintritt. — (Hinrichtung einer Fra u.) Man bericht aus Belgrad: Die Bäuerin Dingelia Nilolics aus dem Ml Iwazdara bei Ub. welche ihren Mann mit Arsenik vergift weil sie ein Liebesverhältnis mit einem ILjährigen Nurs^ unterhielt, wurde zum Tode durch Erschießen veruiW und das Urtheil im .Nreisstädtchen Ub vollstreckt. Da sich ^ Fall. dass eine Frau erschossen wird, noch nicht ereignet h" so strömte zur Justification eine ungeheure Menschenme^ aus dem ganzen Kreise zusammen. Im Volte hörte man v>l fach die Ansicht äußern, dass eine Frau nicht in die All geschossen werden darf und dass deshalb die mit der A^ stleckung des Todesurtheiles betrauten Gendarmen in ^ Rücken zielen müssen. Die Gattenmörderin gieng muthig ^ geradezu fröhlich in den Tob. Auf der Richtstätte angelB! rief sie den Gendarmen, welche schussbereit dastanden. hl>^ zu. „Nehmt eure Augen gut zusammen und zielet gut: "' den Kopf verschont mir. damit ich nicht entstellt ins Ol> sinle." Vier Schüsse trachten, und die Bäuerin war t> Leicht. — (W as eine chile Pariserin an ihr? Armbande tragen muss.) Aus Paris schreibt iB Dreizehn Sächelchen müssen es sein, dreizehn, um das ^ glück durch Schmeichelei zu beschwören: Oin Vierllee (Gl^ ein Käfer (Treue), ein Amethystlreuz (Wahrhaftigkeit), t Glöckchen (der gerade Weg), ein durchlochter Sou (Amnu>l ein Schweinchen (gegen den bösen Blick), eine Wacholder^ (Gesundheit), ein Schlänglein (ewig dauernde Liebe), e'' altc Münze (Glück im Spiel), eine Haselnuss (langes ^ ben), ein Hufeisen (Glück im Geschäft), ein Horn aus Elf«' dein oder Korallen (gegen alle Gefahr), die Nummer ^ Sn bilden diese kindlichen Armreifchen denn einen KateH mus der Eigenliebe, Sie sind eine Spielerei für h^ Müßiggängerinncn und ein (3rwei,bszweig für die Händ^ Scmit kommt dabei alle Welt auf leine Kosten. — (Eine geheimnisvolle Trau m e r s ch < li u n g) beschäftigt die amerikanische Presse und Psycholoj von Ruf. Ein Mähriger Landmann namens Michael M Caffrey, der im Staate Newyort an der kanadischen Grt' lebt, wurde in: Schlafe von einem britischen Soldaten Colonialzeit besucht, der ihn aufforderte, unter einem c>l^ Fichtcnstumpfe auf seinem Gute nachzugraben. Die Ers/ nuilg wiederholte sich mehrere Nächte, und als der Aa^ der ein sehr nüchterner Mann ist, endlich dein drängt Traumbilde Folge gab. fand er zwischen Steinen ein Pa/ auf dem aber leine Schrift mehr zu sehen war. Nieder' schien der britische Soldat und lieth, tiefer zu graben, >'' richtig fand MacEaffrel) ein zweites Papier in einer Flas^ das sich als Anweisung auf die Bank von England aus ^ Jahre 1775 herausstellte, auf die Summe von 4000 Pft' lautend. Ein Professor Icwett aus der Nachbarschaft el zifferte das erste Papier mit Hilfe von Säuren und erla^ es als einen 10.000 Pfund-Check, ebenfalls auf die Bank ^ England; noch ehe er aber das Ergebnis dem Finder ^ Line Hamburger j)atriciertochter. Roman aus dem modernen Hamburg von Or««n,ö Sandor. (4. Fortsetzung.) Florenz, den 24. Juli. „Meine liebe Gisela! Mein holdes Schwesterchen! Mein süßes Prinzesselchon! Wie die Zeit länft! Sollte man es für möglich halten, dass es morgen schon zwei Jahre werden, seitdem ich, fern von der Heimat nnd dein Vaterhause, auf fremder Erde weile? Und doch ist es so! Als ich gestern abends spät durch die mono-beschienenen. rosenduftenden Gartenstraßen hier schlenderte, geschah es plötzlich, dass ich wieder einen Anfall regulären Heimwehs bekam. Im ersten halben Jahre stellten sich solche Zustände seelischer Depression und wehmüthiger Sehnsucht häufig ein, später traten sie znm Glücke mehr und mehr znrück vor der Fülte neuer Eindrücke, die sich an mich herandrängten und die auf mich wirtten, nnd uor allein Uor der Arbeit, in die ich mich topfüber stürzte. Ieht zeigen sie sich, wie gesagt, nnr sporadisch. Trotzdem hat der Gedante an die Heimat nichts von seiner Zanbertraft ein ge,büs;t, aber in das Heimweh mischt sich das eigen wohlthuende Bewnsstsein, dass ich nun scholl zwei Jahre anf eigenen Hüsjen, anf eigene Kraft gestützt, dastehe und mich ohne Vaters Beihilfe leidlich durch-schlage, freilich, im ersten Jahre hatte es seiue Schwierigkeiten. Wenn ich nicht durch die Vermitt^ lung eines hiesigen deutschen, mir von der Akademie her bekannten Collegen Aufträge für eine illustrierte Zeitung bekommen hätte — erbärmlich bezahlte na« türlich — wusste ich nicht, was ich- manchmal hätte HsHinnm sollen. So aber gelang es mir, mich schlecht und recht durchzuhungern, bis ich meine ersten Bilder verkauft hatte und daunt eine bessere Zoit für mich anbrach. Damit soll natürlich nicht gerade gefagt sein, als ab ich mich zur Zeit in hervorragend glänzenden Verhältnissen befände, aber ich fmdl' mein Auskom men, uno das genügt mir vorläufig. Doch das alles kann dich wenig interessieren! Also, wie gesagt, gl> stern abends bekam ich urplötzlich ein rasendes Heimweh. Ein groker, blasser Stern lenchtete am F'irmo inent, den musste ich wieder und wieder ansehen, nnd dabei dachte ich unwillkürlich, ob derselbe Stern nicht in dein Zimmer hineinglänzen könne nnd ob du nicht in demselben Momente an mich denken mögest. Und c>s war noch etwas anderes in mir, eine seltsame Ve tlenlmung, ein eigenartiges Angstgefühl, das ich mir selber nicht erllären kann, als ob euch daheim irgendeine Gefahr drohe, als ob eines von ench krank, oder sonstwie ein Unglück passier sei. Die ganze Nacht wurde ich das seltsame, alpdruckartigc Gefühl nicht los, nno deshalt, sitze ich hie»' nun in aller Herrgotts« frühe nnd schreibe dir diese.leilen. damit ich sobald als möglich Antwort erhalte, eine Antwort, die mich Hof' fentlich beruhigt, nnd somit einen weiteren Beweis für die bereits oft erwiesene Thatsache liefet, dass Ahnungen, böse Träume, Alpdrücken und dergleichen lediglich Erscheinungen eines etwas irgendwie in Unordnung gerathenen Magens sind. Hoffen wir das Beste! Aber Scherz beiseite: Schreibe, bitte, fofort! Ich weiß nicht, war mir einfällt, aber noch heute morgen liegt mir diesb wunderlich»? Angst wie eine Zentnerlast auf der Seele. — Doch nnn zu anderen, erfreulicheren Dingen. Diesen Winter vorsnchto ich es — auch in einer Sehnsuchtsanwandlung — dich zu malen, so wie ick) dich am liebsten sah und wie ich dich nunlN' noch in Gedanken vor mir scho: untsr lnnt<'»' Nofen, in der bewussten ^iosenecke nnseres Gart^ an der Alster. Um dich Nosen, zn deinem Hanpte ^ zu deinen Füßen Nosen, Nosen in deinen» Schoße, ^ sen an deiner Brust, in deinen» Goldhaar — N^ anf deinen Wangen, du unter holden Schwes^ selbst die entzückendste Nose. Das Bild gelang l^ l)übsch. Ein hiesiger Knnsthändlei- stellte es ans ^ verkaufte es vorige Woche an einen reicl)en Deut' Amerikaner fü»; 10M Lire. Das war nun soweit n' gut; jetzt aber kommt die scherzhafte Seite der ^ schichte: Der klänfer verliebt sich in den reizet^ ^lopf, suclst mich ans nnd bestürmt mich, iln» ' Adresse des Modells zu geben. Wie gefällt dir t^ ^nerst mache ich allerhand Ausflüchte: Das Bild.' eine, Studie, ein Phanlnsiestück. Aber er hält ^ daran. Ich müsse doch irgendwo zn dein Bild i^ riert sein! Er treibt mich durch seine Krenz° ^ 'Unersragen in die Enge. Ich suche ihm ansznwei^ Ich habe das Mädchen einmal in Wien gesehen ^ das reizende Gesicht später ans dem Gedächtnis^ ^ die Leinwand gebracht. Sehr glaubwürdig muss ^ Gefasel nicht geklungen haben, denn er sagt mir ^ den Kopf zn, dafs das nicht wahr sei. Da riss^ doch schließlich der Geduldfoden, und ich bat ihn ^ nicht allzuhöflich, er möge, sich gefälligst zum T^, jcheren, die Dame, deren Porträt er ei-worben ^ sei meine Brant, demnächst meine ^ran und t>^ pnnttum. Mit der ErNärnng scheint er sich mM/' zufrieden, gegeben zu haben, denn er hat seither >^ von sich verlauten lassen, Diese Yankees sind s"".. bare Heilige. Mit ihren Dollars glauben sie die ^ zu legieren und alles, auch das Verrückteste ^ setzen zu können. — Wie geht es dem Vater?,^ verlangt oft recht nach ilim, trotzdem wir in Unf^, ' ansmicmdl'r gekommen sind. Manchmal, wt^ Laibacher Zeitung Nr. 5.__________ 39 8. Jänner 1902. ^ yeuen tonnte, war diesem der britische Soldat zmn sieben- ^ ^ enmale erschienen und hatte ihm den Inhalt des ersten Pa- ,hl' ^'"^ bekanntgegeben. Als die Anweisungen bei der Vant NÄ „°1.-. /^ . "^ eingereicht wurden, ergaben deren Nücl>er teine ^ Ul ^s'^benden Verpflichtungen dieser Art. auch zeigte es sich. l U! 1771-^ ^^'" d" eingereichten Noten erst 25 Jahre nach ei"' l5,/<^!^" ^""^ '" Gebrauch genommen toorben war. hl!' n-n ^./^""3 MacEaffrcys, an die man zuerst zu glauben Ul !n !,/^' ""^ '"^ "b"' "°" Professor James H. Hyslop. M «^ ^"!"^^< ln Psychologie an der grohen Columbia- blii! "^"'ita m Newyorl. der den Fall genau untersucht hat. ea« M„ ^ „ Entschiedenheit abgelehnt. Professor .Hyslop nahm > v ^. >. ^ '^ar zu sich nach Newyorl: er wird in einer 'Sv Nr. ^ 1"^ ^ «oc.il.f>- tor ?,^v<.!n P ^. /s? ^^"' "ud nicht den geringsten Ehrgeiz besitzt, l lK einer 5 ^" ^ e e r o m a n.) Eine seltsame Geschichte von ne! Vor .- 2°b'e auf der Tee wird aus Falmouth berichtet. »il ^s«. .? Monate kam die norwegische Barte ..Oxo" in 3^ Qr^. ^"" ^""d ^"«netable an und wartete dort auf M! lve^ .?^ '^^"°" Hubert war jung und schön. In Nor ,5 wm.if. /L. " ^'°" ""d Kinder zurückgelassen. In Fal^ U' d/r ?/ / "" D"""' die auch jung und schön war. Veibe ani nc,^ c ' leidenschaftlich in einander, und als die..Oro" 3 Vr '^"^ "ftchr. verließ die Dame ihre Heimat und 1 aien '^^a'" Hubert in das Unbekannte mit. Tage ver- Ol« ^?'.. ^ Nachrichten von der Barte gelangten nach - et s^°". '' ^" "ar lange überfällig, und in der Stadt be^ die ^ "°" ^"' ^ '"'^ 'brcm Schicksal. Dann tamen re ul,^ /^"' """ ^" schweren Stürmen an der Osttüste. in» ^or.s? "^" Sonntog brachte die ..Shipping Gazette" die l " aes^^."^ ^" "°" ^""" ^°"ate begonnenen Liebes- jl^ N.?.. . "^°" gerieth in der Nordsee in schreckliches l ^"'" und wurde leck. Vier Leute der Mannschaft starben. !ult da?m ^ "" "^"" Hubert und der Dame tonnten rb« aeia^ ,. 3^ Schrffeö herunterlassen und hineingelanget. e' w t ! n km " ^"'^ l"ul. Dann wurde das kleine Fahrzeug s l eine,5 ^ ""' ^'' schrecklichen See umhergeworfen und iO ^ul,, . ^^"'°^" ""en furchtbar unter Hunger und Kälte. r l ovs^. " " unterlag den Strapaze», vielleicht weil er sich ech' ibr?n m "' ^"" Gefährtin zu schützen, während sie ihn vor bo' be r^^" ^^ben sehen musste. Am letzten Samstag sah ndl> l',k.^"^'scher Sontag die Nothstgnale des Boote, .^ftit^an N^d ^"'"len. die Dame und die Leiche des >lo, docai«^ ^rr' !i^V ^ '^ ^" Marseille Plaidieren zwei Ad- M Herr Nivv . "' "'^ H«" ^ippert- >« Herr Poilro.^?? ?""' ^""roux persönlich an. u Herr M , ^' ?' H"'" '"'^"t eine Ohrfeige. 5 ^eKh7ein7^r:r"""' '"< einer Ohrfeige. >a" De!Z2^^ Drasch zurück. Z doch die beiden Herren, dass sie ".! "nd ^idi^dam/^Ue?" " ^°"'""' "°" ^"^u an t ^ ""' Aragon, anf di^ ich loinc Antwort i^ wcn- ^ ^"'!' """' ^ t"cl) i>in Wnnsch nnft Will,' ^ "^ M c>i<^ n? ^""' ^ ^^'"^ übcrnchnie. wc,s ih,n "!' «ch NÜ6 - '"^^ ^" ""d. "' '"^ "'"^ almch nnch »nriner Confir- l' l' ^reiwilli^? ""-'"M't^'no nul, d,r d.Icmgnna. nioinco ^ lrift^^ '"-u^amens, insComptoir mntn>wi?Warnn, u l "nt riner "^ c "'"""^ ""«^"1^-,, l.nd Wimschon ^ Vorschul) i. >^ '^^"' ^l »nb^rmflich^'n ^nchsicht ld "kadenne i ^)" "' ""^ ^""' ^'u V^.ch der Maler- t t H" >na,^ ','Lunchen anf lnehrero Jahr,' gestattet^ in!> "im, jnila., 'w "'"""' ^^ört llnd erlebt, dass man 'l iahr lierew. a> i ."" """ "^ ^"^^n. t>er sein Militär- >icb' "ilnstler siNilt > ^^'^' ^"' '^ ""t ^^id nnd Seel,' l » 'cheu T'liml'n . b"' leme Ahnnng uon lanfmänni- ^'' überrascht or mi?' "7 ^"^'"^ '"" ^"' Eröffnnnq '" W. Confttor n '^ v "l'' ^'"^'""' ^"b"l'er der 7.irnia lr' " n m ^^"" "" mnmae Etnnden. aber ^ ,es WM'In Moed^ '"^"' ^nfolaer des Han- nick ä'l ne ch ''^''"'b',^u memer ,^nnst hat ,m rieiWnr^ > l'"fÜ^ u: meiner S«le. al. das. ich sie nnn ^ ^b^ i 'n'/^"' "?d'" Hauptinhalt nn^nes ^ M und '^ das si^"l' suchen könnte, der nur fremd ' ^ "'ld. Ja wen« ^ ^ ^ '""' ""'6 fr^nd bleiben ^ "-i'ch^,^" ich nnch nn^aufe der Jahre und von , "'ncnd nn m den bedanken nnaolebt hätte, El. Chrystoph genügend weit von der Stadt entfernt. Es gab an der ganzen Wienerstraßc rechts und linls, von der gegenwärtigen Post bis St. Christoph nur acht niedere Häuschen oder besser gesagt. Hütten mit Ställen und Dreschtennen, rechts fünf, linls drei. und im übrigen noch zwei Klöster, eines rechts (gegen St. Christoph), das andere links, gegenüber dem jetzigen Hotel Elefant. Letzteres Kloster war in-, Jahre 1653 erbaut worden und gehörte den Clarissinnen. Als im Jahre 1779 der erste Todte da vorübergetragen wurde, war dasselbe noch von den Elarissinnen bewohnt' zwei Jahre später wurde es vom Josef II. aufgehoben und zu einein Proviantmagazin bestimmt, von welchem sich aber bit heute fast gar nichts mehr erhalten hat. Der Thurm wurde bereits 1781 abgetragen; das übrige Gebäude musste nach dem Erdbeben 1895 bis zum Erdgeschosse niedergerissen werden. Vom zweiten Kloster an der Wienerstraße, jenem der Diücalceaten, das diese Mönche endlich doch gegenüber dem gegenwärtigen Eaf<1 „Europa" erbauten, gibt es heute leine Spur. Eü wurde 1784 aufgehoben und zu einem Landes-spitale umgewandelt. Durch das Erdbeben wurde es bis zum Bcde» zerstört. Als man im Jahre 177:» an die Errichtung des neuen žvrirbhofes schritt, war die Wienerstrahe nahezu ganz öde, Da5 letzte Häuschen lints war das beim „Figabirt", wäh rend sich rechts auch nur vier ober fünf Häuschen befanden. Das größte darunter war das an der Ecke der Wienerstrahe nndElefantengasse stehende ..Einlehrgasthaus zumElefanten" des Savinschel, den jedermann in Laibach als den „Ele fantenwiri" kannte. — Herr Professor Vrhovec tam nun mit einer tleinen Abschweifung auf die gegenwärtige Bezeichnung „Prez^ren-gaffe" für „Elefantengasse" zu sprechen und bedauerte, dass fü> Prekären gerade diese alte Gasse, die ihren Namen nach einrni durch Laibach getriebenen, für den Kaiser als Geschenk bestimmten Elefanten erhalten hat. ausfindig gemacht werden musste. — Als der Magistrat und die St. Peterspfarrc von der Obrigkeit den Auftrag erhielten, den Friedhof außerhalb der Stadt zu verlegen, wurde hiebei die Geldfrage nicht be-rührt. Ee erschien selbstverständlich, dass der Friedhof von dcc Pcterspfarre zu errichten wäre. welche zufällig eben bei S.. Ehriftoph ihre Filiale besaß. Der Grund und Noden um dac, Mrchlein war ihr Eigenthum; hinter demselben, befand sich ein ziemlich großer Acker und die sogenannte Türken grübe (^'lii'öki, .jnmn). — Im Mai 1779 wurde der ivur Frirdhof vom Bischöfe Karl Grafen Herberstein feierlich eingeweiht. Er war nicht gerade groß nnd erwies sich bereits nach 20 Jahren, zur Zeit der Franzosentriege, als zu tlein. Lc.ibach beherbergte zur selben Zeit so viel verwundete Soldaten, die aus Italien gebracht waren, dass man sie lcmm unterbringen konnte. Viele, namentlich französische Soldaten erlagen hier ihren Wunden; der Magistrat berichtet, es seien durchschnittlich deren 30 täglich gestorben. Eine große An-, zahl der Todten wurde einfach auf dem Schlossberge be^ graben, woselbst nach 200 oder 300 Jahren irgendein erpichter archäologischer Maulwurf ein ganze Neihe von — römischen Soldaten ausgraben dürfte! Nach Beendigung der Franzosenlriege schritt man zur Erweiterung des Friedhofes sowie zur Anlage eines Todten-Hauses und einer Mauer, zu welchem Zwecke der Dompfarrei nach längeren Verhandlungen den Betrag von 4149 fl. vorstreckte. Im Jahre 1825 stürzte ein Theil der 1797 errichteten Mauer ein; der Magistrat musste aus seiner „Vezirlscasse" 485 fl. für die Wiederherstellung der Mauer hergeben. Das gab Veranlassung zu Untersuchungen namentlich infolge Klagen über Unzutömmlichlciten. welche fich der Messner vc»n St. Christoph in der eigenmächtigsten Weise hatte zu. schulden tommen lassen. dass ich zu dein lanfmännischen Verufe bestmnnt fei. dann sslanbe ich, hätte ich mit etwac, Selbstüberwindung anch diesen Vernf el'fassea tonnen, so aber war e5 zn spät. Wenn ich mir alles so recht dnrchdent'e, dann kommt mir,'iNweilen der Gedanke, als hätte der Vater eine bestimmte Absicht verfolgt, als er mich jahrelang meinen NeiannA'n nachgehen lieft, nm dann spätern meinen Eintritt insllomptoir dennoch.zn erzwingen. Ein tüchtiger Geschäftsmann wäre nie-mals ans diese Art ans mir geworden. Xiag ihm viel-leicht daran, dass ich nnr dein Namen nach Kaufmann nnd späterer Theilhaber, nachmaliger Inhaber der ?sirma Mieder wnrde, obne einen Einblick in die in-lernen (hefchnftsuerliältnisse nnd das Interienr des Betriebes <;n erlangen? Vielleicht thne ich ihm nw recht, aber der Gedanke drängt sich nnr immer wieder mif- ich lann ihn nicht abwehren. Ich bewnndere nn-soren Valer- ich bcwnndere seinen Scharfsinn, seine >tnl)iitie!t nnd Umsicht, seine Energie, mit der er das Geschäft ans bescheidenem Anfange nnf die gegen-wärtige Höhe brachte. Mein höchster Wnnfch ist es, mich wieder mit ihm auszusöhnen, aber noch darf ich, nin nicln von ihm missvcrstcmden zn werden,, dazn leine Schnitt' unternehmen, Ech muss ich das Ziel, das ich mir gesteckt habe, erreichen. Toch nnn genug fiir heute! Uebermorgen abends kann ich deine Ant' wort in Händen haben, wenn dn sofort wieder ichreibst. Vieltausrnd herzlich Grühe nnd ebensoviel ^nsse sendtt seinem Prinzesselchen dein ferner Prüder Nndi." lssollsetzilng folgt.) Nach langwierigen Verhandlungen gieng endlich im Jahre 1838 die Verwaltung des Friedhofes an die Dom« Pfarre über, bei welcher sie sich betanntlich noch heutzutage befindet. --- (Befreiung des beweglichen Vermöge'nsd.'r Feu«rwehrvereine vom Ge- b ii r enä q u i va I e n t e.) Laut Erlasses des l. l. Finanzministeriums vom 1^. o. M. ist das bewegliche Vermögen der freiwilligen Feuerwchrvereine auch in dem Falle vom Ge-bürenäauivalente freizulassen, wenn dasselbe nach den Statuten des bezüglichen Vereine» bei der Vereinsauflösung der Gemeinde zuzufallen hat, welcher die Feuerpolizei obliegt. — (Besichtigung.) Man schreibt uns aus Wo-cheiner-Feistrih unter dem 6. d. M.: Eisenbahnmimster Dr. Ritter v. Wittel besichtigte heute die Arbeiten in Wo-cheiner-Feistrih, wo init der elektrischen Äohrung begonnen und der Grundstein fü.' die Ausmauerung des Tunnels gelegt worden ist. Auf die Ansprache des Äaudirrcturs Sec-tiünschcfs W u r m b erwiderte der Minister mit dem Ausdrucke der Befriedigung über den erzielten Fortschritt! er sehe auf die bewährte Tüchtigkeit der technifchen Arbeiter begründetes Vertrauen in das Gelingen des vertehrspolitisch bedeutsamen Wertes der zweiten Vcrbnidung mit Trieft. Der Minister führte den ersten Hammerschlag zu Ehren Seiner Majestät des Kaisers, den zweiten zu Ehren des Reiches und den dritten zu Ehren des Landes Krain. Der Minister reiste von hier nach Veldes ab. um sich über KIagen> fürt »lach Wien zu begeben — (Un, be ho b e ne Haupttreffer.) Laut der Nestautenlistc des Üotterie^Anlehens der Stadt, Laidach sind in den bieher vorgenommenen Ziehungen nachstehende gezogene Haupttreffer unbehoben geblieben, und zwar entfielen solche »lit je 30.0lX» X auf die Losnummern 70.102 und 71.763 nnd mit 30.000 Iv auf Nummer 36.052. — (Telegravhenwefen in Laibach,) Bei den t. l. Postämtern Laibach 3 uird 4 wurde vom 1. d. M. a!, der TelegraplMdiensl (beschränkter Tagdienst) eingeführt, — (V o r t r a g s a b e n d.) Heute veranstaltet der slo-denische Alpenvercin ix der Restauration des „Narodni Dom" seinen ersten diesjährigen Vortragsabend. Herr I. Mlatar, Katechet in Laibach, wird seiire im verflossenen Ialue ausgeführten Alpenwanderungen zum Vortrage bringen. Da Herr Matar sowohl o.ls ausgezeichneter Tourist alk^ auch als guter Humorist besten» bekannt ist, so lann man mit Zuversicht auf einen gelmssreichen Abend hoffen. Der Zutritt ist Vereinsmitglicdern und durch sie eingeführten Gästen gestattet. Beginn 8 Uhr abend». — (E f f ec ten l c> t te r i e.) Der freiwilligen Feuer« wlyr in Bischoflack wurde die Bewilligung zur Veranstaltung einer Effectenloiteric mit 2500 Losen ü 10 k bei Ausschluss von Gewinsten in Geld, Oelbeffecten und Monopols^ gegenständen für das Jahr 1902 ertheilt. Der Reingewinn dieser Lotterie Hal dem Vereinsfondr zugeführt zu werden, —o. — (Diesjährige H a u p t st e l l» n g.) Fiir die diesjährige Hanptftellung im politischen Vezirle Littai wurden folgende Stellungstage in Vorschlag gebracht: Am 14. Mär^ Reise nach Weichselburg. am 15. und 17. März Stellung in Weichselburg für den GerichtsbeMt Weichselburg, am 17. auch Reise nach Littai, am 18.. 20. und 21. März Stellung in Littai für den Gerichtsbezirk Littai, —ill. — (S e l i g s p r e ch u n g.) Wie wir im „Slovenec" lesen, wurden alle Schritte behufs Seligsprechung des 1868 verstorbenen amerikanischen Bischofs Friedrich Baraga (l-clanntlich eines geborenen Trainers) ringeleilet. Cardinal Marlinelli hat alle erforderlichen Documente dem vatikanischen Collegium für Seligsprechung vorgelegt. — (E r d r u l sch u n g.) Infolge des letzten Regen-wltters wurde die neben dem Oemeindewege bei Kandersch der gleichnamigen Ortsgemeindc befindliche,, sehr steile Böschung in der Länge von ungefähr ^0 Meter derart aufgelockert, dass eine Erdabrutschung erfolgte und den Wtg vollständig versperrte, Zwecks Gangbarmachung des Weges wurden sofort die entsprechenden Mahregeln verfügt. —ik. — (Sanitäres.) In den Gemeinden St. Veit, Tcmikelj und Unterschischta ist die Maserntranlheit erloschen, in Oberschischla und Dobrova aber in Abnahme begriffen, da der Krankenstand auf je 8 gesunken ist. — In de» Gemeinde St. Martin gibt es noch 16, in der Gemeinde Iwischenwässern noch 15 und in der Gemeinde Moste noch 40 lrankc .Ninder. Von allen bisher erkrankten 217 Kindern ist nur eines gestorben. —o. — (Winte r. T ou ri st i l.) In den letzten Jahren mehren sich erfreulicherweise auch bei uns Bergbesteigungen in der rauhen Jahreszeit. So weist das Fremdenbuch der Golicahütte schon mehrere Winterbesuche aus' Triglavtourtn im December wurden schon öfter unternommen, leider scheiterten alle Versuche, den höchsten Gipfel zu erreichen, in den meisten Fällen an unüberwindlichen Schneewächten oder »'s verhinderten plötzliche furchtbare Stürme die Ausführung Die im tiefsten Waldesfrieden unter der Höhe des Veräec-Sattels (1616 in) gelegene Vosshüttr erhielt an de» vei^ gangenen Feiertagen ihren ersten Winterbesuch durch sechs Touristen (darunter zwei Damen)' bei blinkenden Küchen-schätzen entwickelte sich abends ein fröhliches Leben und Treiben. Frohsinn lind Heiterkeit schwangen ihr freundliches Scepter, und auch ein mittlerweile eingetretenes heftiges Schneegestöber konnte der Fröhlichkeit der Gesellschaft leinen Abbruch thun. Des Morgens bot sich dcn Touristen ein eigenartiges, großartiges Schauspiel: die Bergnesen. d,t in"weitem Halbrund die Hütte umstarren. bebeckt von jung' fraulichem Weih. in lauterster Klarheit vom stahlblauen Bimmel sich abhebend. Lautlost, weihevolle Stille, überall N„h, und Frieden, nur ^itweisfs EtMben »«>" den Berg- Laibacher Zeitung Nr. 5.______________________________________40______________________________ g Jänner 1903. tämmen kündete, dass drüben, im Süden, heftige Stürme toben. — Es wäre wünschenswert, wenn sich auch noch andere Bergler zu einem Besuche bei Vosshütk nl der jetzigen Jahreszeit entschlössen. Die Wege sind trotz bn hohen Schneelage gut gangbar, denn der Ver«ecsattel ist lin auch im Winter vielbegangener Hochpfad in die wilde Trtnta, deren arme Bewohner sich die Lebensmittel aus Kronau holen. Freilich werden nur jene auf ihre Rechnung kommen, denen die kleinen Leiben einer Winterpcniie eher als Würze und Labsal, denn als Mühe und Plage erscheinen. — (Veränderung im Sanitätsdienste der politischen Verwaltung.) Der t. t. Landes Präsident hat den t. l. Tunitätsassistenten der Landesregie-rung in Troppau Dr. Karl B ö h m zum t. t. Sanitäts-concipisten in Htrain ernannt und denselben an Stelle des Ml Dienstleistung im Sanitätsdepartement des t. t. Mniste-riums des Innern einberufenen Sanitätsconcipisten Doctor Seemann der t. t. Bezirtshauptmannschaft Gotischer zur Dienstleistung zugewiesen. — (H o h er B c such.) Man schreibt uns aus Littai: Fürst Windisch-Grätz und Herzog von Mecklenburg langten mit ihrer Suite am verflossenen Sonntag abends mittelst Expresszuges in Littai ein und begaben sich auf bereitstehenben Wagen nach Wagensbcrg, um dortselbst d«m Iagbvergnügen obzuliegen. —ilc. — (Große M a r s ch ü b u n g.) Gestern fand eine große Marschübung der hiesigen Garnison unter dem Commando Seiner Excellenz des Herrn Feldmarschall-Lieutenants Nudolf Edlen von Chavanne statt. Die Truppen, welche in Winter-Marschabjustierung ausrückten, sammelten sich gegen 8 Uhr früh auf der Straße beim Untertrainer Bahnhofe, von wo aus der Abmarsch erfolgte. (Bei Nrunn-dorf stießen die Gegner zusammen, worauf eine Uebung im Gebirge stattfand.) Gegen ^5 Uhr nachmittags rückten die Truppen in Laibach ein. Borher fand vor dem Commandanten eine Defilierung bei der Karlstädtcr Brücke statt. — (Trauung.) In Wien findet heute die Trauung d« Herrn Anton Foerster, Claviervirtuosen in Berlin, mit Frau Antoinette vtrw. ßabec aus Trieft, Tochter des Eenatspräsidtnten des Obersten Gerichtshofes, Herrn Philipp Abram, statt. — (QuecksilberbergwertSt. Anna.) Wie man aus Wien meldet, wird gegenüber den Gerüchten von einer Betriebseinftellung der Quecksilber-Berg- und Hütten wrrle von St. Anna in Oberlrain im „Fremdenblatte" von bcrufener Seite mitgetheilt, dass die für den 16. d. M. ein-berufene außerordentliche Generalversammlung wohl über line allfällige Liquidation berathen wirb, dass jedoch die Li-quidation noch nicht beschlossen ist. Die Einberufung der Ge> neralverfammlung sowie die türzlich erfolgte irinrdigung des größten Theils des Auffichts« undArberterversonales erfolgte nur, »veil der für weitere Aufschlussbauc gewährte große Credit von den Hauptactionären nicht weiter gewährt nxrden tonnte, der Betrieb also soweit als möglich eingeschränkt werden müsste. Die Verwaltung wirk jeden Vorschlag, der zur Sicherung des entsprechenden Capitales und zur Weiterführung der Aufschlussbaue führen tonnte, mit Freuden beg-rü-ßen. da sie die Einstellung der Werte naturgemäß selbst am meisten bedauern würde. — (Unterhaltuna.sabend.in K r a i n b u r g.) Das Druino ärußtvo in Krainburg gab am Samstag abends eine Unterhaltung mit Tanz. Der Sololsaal. in dem dieselbe mn Benützung der eigenen Nebenlocalitäten stattfand, repräsentierte sich mit der soeben fertiggestellten und bisher vermissten Bühne recht gut. Die Unterhaltung umfasste, dem Geschmacke des allen Kreisen ungehörigen Publi-cams entsprechend, ein mannigfaltiges Programm. Alc- neue Erscheinung nach zweijähriger Pause registrieren wir das Auftreten eines verjüngten Tamburaschenclubs. der sich mit drei Nummern hören lieh. Im ganzen wurde glatt gespielt: öffentlich lassen sich die fleißigen Spieler noch öfters hören, — Der ^italnica-Gesangoeiein brachte zwei Männerchötc zum Vortrage. Das Naritonsolo in „Oblaötu" (von Ko-cijanöii!) tann mit Anerkennung erwähnt weiden. — Im Anschlüsse an dieses Concert wurde von den ^italnica-Di-lettanten die vor einigen Wochen in der (Mlnica aufgeführte Posse Ov.) w^i mit etwas stärkerer Hervorhebung des possenhaften Charakters wiederholt. — Damit ein jeder der Anwesenden auf seine Rechnung lomme. war auch für das eigentliche Faschingsvergnügen gesorgt: unter den kräftigen Strichen einer acl koc- zusammengesetzten Streichtapelle drehten sich bald die Paare im Tanze, mit dem halben Saale vorlieb nehmend, da die andere Hälfte für die Sitzgäste reserviert blieb. Doch fanden die tanzenden Paar« hinreichend Platz, um sich ihrem Vergnügen mit Feuer hinzugeben, -in- — (Aus Abbazia) wird uns geschrieben: Die schönen für alt und jung unvergesslichen Feiertage find vorüber. Es ist dies für Abbazia die sogenannte ruhige Zeit, dc>. doch die Gäste fehlen, obzwar die Curliste der letzten Wcche 709 Personen auswies. Min rüstet man fiir die Saison: langsam zwar verschwinden die Täfelchen „Zu ver^ mieten", aber sie verschwinden doch. — Im Fasching werben außer verschiedenen Bällen, wie jenem des Weißen Kreuzes, der Nettungsgesellschaft. der Feuerloehr. des Veteranen-Vereines, des Vcrschönerungsvereineö. des Adria-Clubs eine Reihe von Kränzchen veranstaltet werben. Da das Comite infolge der ungünstigen Strahenverhältnisse von einem Fa-schings-Wagen-Corso absieht, finden auch zwei Masten-und Costüm-Confetti-Corsos vor dem Cas> Quarnero statt. Der Clou zedoch wild das Carnevalsfest sein. welches von unserem tüchtigen Arrangeur. Hofphotographen Iulussich. unter dem Titel „Blumen. Blumen, nichts als Blumen", ins Aden gerufen wcrden wird. Schon jetzt gibt sich für diese Veranstaltung viel Interesse kund. Der große, schöne Saal beü Hotels Stefanie wirb von den Hoftheater-Malern in Wien becorativ nach den Ideen des Arrangeurs ausgestattet )rndsn, Las Wetter H h"lliH, lein NöllHen am Ammtl, v,e S« ruhig und spiegelllar. Einige Regentage im TXcim be: abgerechnet, braucht sich wohl der. verwöhnteste Süd-ländcr kaum ein anderes Wetter zu wünschen, als es das der Wintertage in Abbazia ist! — (Schulsperre.) Infolge epidemischen Auf-tretens des Scharlachs im Schulfprengel Obergurt wurde die zweiclassige Volksschule in Obergurl bis zuln 2, Februar gesperrt. —ilc. — (Der Schädel H a m e r l i n g s.) Hamerling wurde am 15. Juli 1889 auf dem Friebhose zu St. Leon-hard in Graz beerdigt. Nachträglich sollte jeboch mit Zustim n.ung d?r Angehörigen des Dichter» die Beisetzung in einem Ehrengratx auf demselben Friedhose erfolgen. Als Tag der Ezhumierung wurde dec 24. October 1!)01 bestimmt. An diefem Tage fanden sich. wie jetzt die „Grazer Morgenpost" btrichtet. Vertreter des Grabdenkmal-Ausschusses, ein Ver. treter der Unfall-Versicherungs-Gesellschaft und drei Zei' ti ngs-Aerichterstatter im Friebhofe ein. Nachdem die Leiche aus dem bisherigen Grabe gehoben, in die Tobtentammer glbracht und in den neuen Metallsarg gelegt worden war, wurden die Berichterstatter ersucht, die Todtenlammer zu verlassen, da eine „Schädelmessung" vorgenommen werben solle. Nach einigen Minuten fanden die Berichterstatter bei ihrem Wiedereintritte den Metallsarg bereits verschlossen. Mitte December verbreitete sich das Gerücht, dass in dem neuen Grabe die enthauptete Leiche ruhe und dass sich der Schädel im Grazer anatomischen Institute befinde. Es wäre der Oeffentlichleit nicht bekannt geworden, wo sich der Schädel befindet, wenn nicht ein Verehrer des Dichters diese Angelegenheit eifrig verfolgt hätte. — Die Bestätigung der Dichtigkeit dieser Angaben bleibt abzuwarten. — (Für Abergläubische.) Für abergläubische Menschen ist das beginnende Iayr 1902 ein besonders bevorzugtes — es wirb nur ein einzigesmal die „große" Pech ccnjunctur „Freitag, ben 13." aufweisen. Während seine beiden Vorgänger, 1900 und 1901, zweimal die ominöse Zusammenstellung boten, gibt es in diesem Jahre nur im Juni einen „Freitag, den 13. b.". Also, so schließen die Kalendertundigen, wird das Jahr 1902 nicht nur besser sein all seine Vorgänger, sondern durch seine Leistungen alle bösen Prophezeiungen zunichte machen. — (Diebstähle.) Am 30. v. M. hat die 19 Jahre alte Taglöhnerin Maria Knez, als sie mit dem Uebertrageu von Rüben bei der itaischlerin Johanna Orne, in St. Veit bei Laibach beschäftigt war, bei der genannten Kaischlerin einen Meiberlasten mit einer Hacke erbrochen unb daraus verschiedene Kleidungsstücke entwendet. Bei ihrer Verhaftung hatte die Knez die gestohlenen Kleidungsstücke an sich. Sie wurde dem t. l. Lanbesgerichte eingeliefert. — Die beim Kaufmanne Franz Lipah in Dobrunje bis Weihnachten 1901 als Kinbesmädchen bedienstet gewesene. 14 Jahre alte Inwohnerstochter Johanna Zajec aus Dobrunje hat im vorigen Jahre ihrem Dienstgebcr mehrmals Gelbbeträge im Gesammtbetiag« von 145 X 70 I, gestohlen unb sodann dat Gelb unter die Francisca unb Maria Aricelj aus Do^ biunje sowie bie in Haft befindliche Zajec und Karoline brunje fowie die in Haft befindliche Maria Zajec und Karoline Peöar veitheilt. Sie wurde dem Lanbesgerichte eingeliefert. —I. " (Dieb stahl.) Am Südbahnhofe wurde einem Seecadetten ein neuer Marine-Osficicrsmantel entwendet. " (Diebstahl in der Sl. Peterstirche.) Am 4 d. M. abends wurde in der St. Peterslirche eine Sammelbüchse entwendet. Am 5 d. M. wurde dieselbe von zwei Knaben unter einer Harfe aufgefunden.. Der Dieb hatte die Büchfe nicht aufgemacht, das Geld befand sich noch darin. " (Verhaftung.) Der Nauchfangtehrergehilfe Karl Bitiermann. bcdienstei beim Josef Spitzer am Kra tauerdamm Nr. 4, wurde vorgestern verhaftet, weil er seinem Arbeitgeber einen Geldbetrag von 144 X veruntreut hattc Nittermonn hatte bei den Parteien das Geld eincassiert unb t!> nicht abgeführt. — (Ueberfahren) wurde gestern vormittags auf dem Ralhhausplatze von einem Fuhrwert« die 82 Jahre alte Maria Ojevc. Man brachte sie in ihre Wohnung an der Karl-slädterst^aße. Theater, Kunst und Literatur. — (Deutsche Bühne.) Die rühmlich bekannte Concert- und Opernsängern, Frcm Olga von Turk' 3t o t, n begann gestern als Adele in der ..Fledermaus" eil! 2uj zwei Abende berechnetes Gastspiel unb gewann durch ihrc pirsönliche Anmuth, wie nicht minder durch die Anmuth ihres Gesanges, in dem sich künstlerische Intelligenz mit technischem Vermögen vereinigt, im Sturme das zahlreich erschienene Publicnm. Das Organ hat Schmelz und Klang, ist beweglich und in allen Registern von den Brusttönen bi- zu den Kopftönen gleichmäßig gebildet. Dabei ist ihre Stimme ein Instrument, das sie virtuos beherrscht, denn in l'»>r Nalzereinlage „Frühlingsstimmcn" von Strauß standen o,r Gastin alle Arten des Knnstgesanges zur Verfügung und die Geschmeidigkeit, mit der sie den leichten Operettei'-stil eines Strauh'schen Werte-, wie bekanntlich nicht minder den Oratorienstil beherrscht, erheischt volle Bewunderung. Anmuth. Grazie. Schalkhaftigkeit, herzliche Gemüthlichkeit sind allerdings das eigentliche Feld der Künstlerin, das sic siegreich behauptet, und unter diesen Zeichen errang sie auch Astern einen großen Ersolg.Die von uns schon nachVerdiensi ^würdigten Darbietungen von den Fräulein Sebrian lind Bayer sowie den Herren Nogler. Thiemann, Trimbour und Lang seien neuerlich anerkannt. Den Eisenstein gestaltete diesmal Herr Re i ß n e r mit beweglichem Humor und großer Gewandtheit. Gewisse Uedertrei lningen im letzten Acte passen nicht recht in den Nahmen »er lustspielmähigen Handlung, die gebildete Weltmänner Mdert. Chor und Orchester — letzteres bis auf einige Un-btnlMn — hielten sich unter Leitung de3 Herrn Äheu ^ mann wacker. Das canonische Ensemble vom „Arübcrltiü unb Schwisterlein" hätten wir schärfer accentuiert unb vl»' stischer aufgebaut gewünscht, wie es frühere Aufführung^ viel wirtfamtr gebracht haben. .l. , ————^.— "--------------------------------------------" ( Geschäftszeitung. ; — (E pa rc a s s e oe r S t a ot G o t t s chee.) M" ^ schreibt uns aus Gottsct>e: Wie schon seit einer Reiht ooü ^ Jahren, war es wieder die Sparcasse der Stadt Gotisch j welche heuer als die erste in Oesterreich ihren Jahres ( abschluss veröffentlichte. Es ist das ein besonderes Verbiet g deü Buchhaltern Herrn A. E n g l m a n n. der sich mit untl' ( müdlichem Eifer bestrebt, immer schon am Neujahrstage di< ^ Stadt von den glücklichen Erfolgen ihrer Eparcasse ^ ^ Klnntnis zu setzen und ihr damit das schönste Angebint« zu machen. Im XX. Geschäftsjahre (1901) war die AilaNj , bi? erfreulichste seit dem Bestände dieses Geldinstitutes, da« s in allen Iwvgen an Unifang beträchtlich zugenommen uiü l, einen Reinertrag von 35.008 lv 42 k aufzuweisen hat. W ^ Hinzurechnung dieser Summe beläuft sich der Reservefoiü ' gegenwärtig auf 234.530 !v 4? n. Der Umsatz ist gegen da? Vorjahr um 698.340 X 88 l», der Einlagenstand lü" 429.316 X 72 k. der Hypothetenstand um 262.443 1( 5 <> gestiegen, dagegen trat beim Wechselgeschäfte ein kleiner Riicl z gang von 5092 i<. ein. Die im Besitze bei Sparcasse befind ö liä, gewesenen Realitäten wurden mit einem Gewinne vo? sc 3735 X 39 l» abgestoßen. Die Summe der unbehobenel Zinsen beträgt 135.321 X 83 k. ein günstiges Zeichen st ^ die Sparsamkeit der Einleger, von denen viele in Ameril' weilen. Die Wertpapiere betragen 739.163 X 95 ll. die M , lagen im Conto corrent 486.138 X 16 li. der reine Zinse" guoinn ergibt 45.990 X 52 li. Coursgewinn und -Verlas blieben ohne Einfluss, weil sie sich nahezu die Wag« hielte» — Ans den vorstehenden Ziffern lässt sich entnehmen, das' V hi.' Stadt Gottschee volle Ursache hat. sowohl mit der M tung ihrer Sparcasse als mit dem Vertrauen zufrieden ^ Ni fein, das ihr die Bevölkerung reichlich entgegenbringt. ^ Telegramme 2 des K.K. Eelegraphen-EorresP.- Kureaus. Niederösterreichischer Landtag. Wien, 7. Jänner. Das Ansuchen des Bürgermeister ' Dr. Lueger um Bewilligung znr Aufnahme eines Darlehe»' von 285 Millionen Kronen durch die Stadt Wien wur^ nach längerer Debatte nahezu einstimmig genehmigt ulll hierauf die Session geschlossen. Der Krieg in Südafrika. London, 7. Jänner. Lord Kitchener meldet a»" Johannesburg vom gestrigen: Zwischen den Truppen V Generals Plumer unb den Auren unter Christian Äol^ unb Oppermann kam es am 3. und 4. d. Hi. zu Zusammen < stoßen, wobei die Buren aus einer Reihe von Position^ ^ vertrieben wurden. Ein Theil der Truppen Plumers. be ^ sielend aus leichter Infanterie, erlitt fchwere Verlust ^ 1^. Mann sind gefallen. 5 Officiere und 28 Mann wurde' ^ verwundet. Die Buren hatten 9 Todte. — Eine weitere M ^ pesche Kitcl)eners aus IohanneLbilrg voin selbe» Tagü int! bet: In der vergangenen Woche wurden 36 Buren getobt »/ 9 verwundet, 261 gefangen. 72 ergaben sich. Oberst i'tohle" ^ brander überfiel bei Tagesanbruch in der Nähe von Wate> tal einen Felbcornet. Hiebei würben fünf Auren getobt^ W gefangen. , Die Rückkehr des chinesischen Hofes. - Peking. 7. Iännev. Der Hof ist ohne Zwischei'f"' ^ hier eingetroffen. , ^n Peking. 7. Jänner. Der Einzug des Hofes in b' ,, verbotene Stadt erfolgte um ^2 Uhr nachmittags. 2^ Kaiser sowie die .ttaiseriil.Witlve, Prinz Tschun und ^ l>^ junge Naiserin wurden, in Sänften getragen, von ei^ ^ großen Truppenmacht cscortiert. Vor der Sänfte des Kais^ >»« marschierten die Tillppen ^!)uan Schitlais. Die Auslän^ D« hatten sich auf dem .Ninemen-Thorc versaminelt. Der Kais' .. l'nd die Kaiserin-Witwe betraten den gleich hinter dem Tb/ ^° gelegeilen Tempel und verbrannten Weihrauch. Beim M' lassen des Tempels verneigte sich die Kaiserin-Witwe vor ^ Vel, Ausländern. Dann setzte der Zug den Weg znm Palaste fo' 5 Wien. 7. Jänner. Wie die „Politische Corresponds oej meldet, entbehrt die Nachricht eines Wiener Blattes, da' p Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin am 2. I^ ^ d. I. eine Reise nach Jerusalem nnb Egyptei, unternehi^ „ werden nnb die Fürstin den Hoffestlichkeiten auszuweic^' ^ wünsche, jedtveder Begründung, indem der Erzherzog ^ ^n, scinc Geniahlin den diesjährigen Carneval in Nieil zl>^ «ud bringen gedenken. ^^° Wien. 7. Jänner. Heute begann die geheime A' ^ Handlung gegen den ehemaligen österreichisch - ungaris^ ^, Cavallerie-Officier Carina, welcher beschuldigt ist. zwis" «"" 1896 bis 1899 in Wien und anderen Orten der Mona^ ">>,« für fremde Staaten auf die militärische Vertheidigung ^ ^'° ^ .Nliegsmacht des Staates bezügliche Mittheilungen a> d,»/ gelundschaftet zu haben. Der Angeklagte erklärt sich ^, ^" nicht schuldig und weist darauf hin. dass er seit 1896 ^ «° Kriegsininisterium nicht betreten und auch mit keinem >"' ___ tärischen Fachmanne verkehrt habe und somit die ihm ^ ^^ Last gelegten Verbrechen nicht begangen haben könne. . , l Wien, 7. Jänner. (Prämien,',iehung dcr 3A'6 > Bodencredit-Lose vom Jahre 1869. — Zweite Emiss'" > < 100.000 X gewann Serie 2879 Nr. 50, 4000 X get^ ^» Cerie 753 Nr. 18. je 2000 X gewannen Serie 3394 Nl> und Serie 7845 tjlr. 22. Smtt leeren Flaschen zurück. fl^f -----___ _WlenerntrftMo 8. (4295) 7 _a3/2j Oklic. L BreSSSl a) ,Jožefa "reganski iz regan kega 8eIa in b) MarUna , bivalveTa Da HrVaškem' k°Jihi Priel? neznano, se je podala1 Po ad \°- rajni sodnVii v Kosta«jevici Ranat; ' in b) Janezu in Mariji Bre-dani! • !Z Bref?ane tožba zaradi iz- loèil sp Na P°d8tavi tožbe do- r^pravo3nanarOk ™ UStn° SpOrn° da" 9. januarja 1902 8lavlja0b2amb? uPrMVic toženih 8e P°- Zal>ukov4v^lka gO8pod AlojziJ b<> zastnn i Ko8tanJevici. Ta skrbnik pravni «&» - °*ena v oznamenjeni stroske H l\ na nJu nevarnost in ' 80d*iJi all nffP SG ne oglasita Pri C kr \ lmenuJeta poobtoenca. 0(Jd. I, dne q^a 80dn'Ja Koafanjevica, Na Okli«- * 2 »aciilK I®1 da Se uvede amort|- Ä». 328R I h^nilnice v Kranji' lastifA J njlgI kaj ved0 ali si to ^llJ°, naroèa se, da to A od d V Sestih mesecih " bi ^8sieLrföu,njeno' naznan«Jo, ker soka kot la Jlga po Preteku tega glasila. nièvena in »eveljavna pro- MaCHrd2?eÄa,80dniia v ^w > r Wirku« und al» raildo auflösendes Mittel l>ei St«hlverstopfung allen drastischen !>urgati*( Pillen, Bitterwässern etc. vorzuziehen (140) ož—^ •fc»rei» der Ori«ln»l->*oUAohtoi M HL. .... Falslfloat« worden yerlohtUoli verfolgt. ------------- ^----- Nur fipht wenn jede Flasc'' VftliMJJTO Thn^wfiinuS^l? A- »•"* ^ut; lU^^jl^^^^^^HllLff Will U.WAI4. marke trägt und mit dur U'eiplomf ¦^¦^"^¦^"^- im «J «A. Moll» verschlossen ist, Molls Franibranntweln and Sals ist ein namentlich als schnief1 stillende Einreibung bei Gliederreißen und den antkren Folgen von Erkältung' Imstbeituintes Volkainittel von inuskel- und nervenkrSftigomler W>rkuj>g. Jfc*r«i» der rlotnl-iertou OrUtfual-F'laiich^ li. 1-ÜO. HftnptTersandt duroh Apoth«k«r A. MOLL, k. u. k. Hofflittfarant, Wien, Tuohlauke* In den Depots der Provinz verlange man ausdrücklich A. MÜLLs Präparate. Depots: I*albaoh: Ubald von Trnköczy, Apotheker: StBln: Jos. Mo&iik, Apothek' ________________ Rudolfswert: Jos. Bergmann, Apotheker. , 11 priv. allgemeine österreicUsclie Boflen- Creflit-Anstalt. " Bei der am 31. December 1901 stattgehabten achtunddreissigsten Ziehung der 4%igen "»Ojährigen Pfandbrief« k. k. priv. allgemeinen österreichischen Boden-Credit-Anstalt wurden nachfolgende Nummern gezogen: a (L 100 = K 200: Nr. 978, 1967, 2278, 2307, 2708, 4227, 4645, 10249, 15474, 16035, 20571, 22248, 22'35, & 27389, 27946. 4 fl. 500 = K 1000: Nr. 276, 642, 2781, 3771, 4488, 6622, 9792, 11290, 11340. 11531. , 4 fl.1000 = K2000: Nr 135, 1468, 2598, 3866, 4722, 4760, 5144, ft860, 6071. 6185, 63>3, 7107, 7567. 9421, JJ 10626, 10750, 11107, 19646, 20832, 21416, 21968, 27035, 28184, 29014, 30218, 49863, 56319, & 65799, 66240, 68980, 79438. a fl. 10.000 -=-- K 20.000: Nr. 355, 375. Die Rückzahlung der gezogenen Pfandbriefe erfolgt vom 1. April 1902 an bei der Hauptcassa in Wien. Die Verzinsung dieser Pfandbriefe hört mit 1. April 1902 auf. Die Coupons der gezogenen Pfandbriefe WjjJ zufolge Art. 144 der Statuten zwar fortan ausgezahlt, jedoch wird der Betrag derselben bei der Kinlitsung der r»' briefe vom Capital in Abzug gebracht. Nachverzeichnete, bei den früheren Verlosungen gezogene 4%ige 50jährige Pfandbriefe sind bis heute zur Einlösung11 präsentiert worden, und zwar: 4 fl. 100 =* K 200: Nr. 1095, 1692, 2119, 2333, 3292, 3369, 8513, 12284, 15363, 17171, 17258, 21425, 21494, V 23354, 23980, 24346, 26441, 26982, 29277, 30840, 31407, 31455. 4 fl. 600 - K 1000: Nr. 537, 718, 1079, 6125. „, 4 fl.1000 = K2000: Nr. 789, 4524, 5251, 5900, 5967, 6563, 7668, 13181, 15456, 20548, 25721, 53430, 62580, 6" 71912, 73361. ______________________________________________________________> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^•^^¦^¦^^^^^^^^^^P^y^P^P^B^B^B^B^B^B^l^B^B^B^S^B^B^B^B^B^B^B^B^^B 43^ Ich beehre mich, einem hochgeehrten Publicum die ergebene Anzeige zu machen, < tdass ich am I. Jänner I. J. am Marienplatze Nr. I ein vollkommen neu assortiertes 4 Tuch-, Manufactur- und Modewaren-Geschäft : jJjK eröffnet habe. — Gestützt auf mehrjährige Erfahrungen während meiner Etablierung J JX2f am Marburger Platze, als auch auf die besten directen Verbindungen mit den ersten <\yf> Fabriken, bin ich in der Lage, jedermann mit vorzüglicher Ware zu billigsten Preisen < Afrw auf das solideste zu bedienen. —Einem freundlichen Zuspruche mich bestens empfehlend, < ^3v zeichne ich hochachtungsvoll * § (53)a.2______________________ FRANZ POLEliC. i , I^^B^^^S^BH ^^f^^fj^^^^y^^f^f^S^^^S^B^B^B^B^p^B^BJ^B^P^BJ^B^B^B^B^P^B^B^p^S^S^S^S^S^^P^S^S^S^SjS^S^SjS^S^S^S^S^S^S^SjSMiB^^B^a